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182 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

demon road, derek landy, vampire, dämonen, roadtrip

Demon Road - Hölle und Highway

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.09.2016
ISBN 9783785585085
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Demon Road ist ein Buch für alle Fans von Supernatural. 
Nein, im Ernst jetzt.
Das ist kein Versuch, euch irgendwie von der Geschichte überzeugen zu wollen, indem ich das Buch mit einer bekannten TV Serie vergleiche.
Wirklich nicht.
Denn Hölle & Highway hat alles, was Supernatural auch hat:


Ein Oldtimer, vielschichtige Hauptcharaktere, ein Roadtrip durch die USA, jede Menge Dämonen und literweise Blut.


Mit das Beste an der Geschichte war für mich Amber als Protagonistin. Amber ist einfach erfrischend anders mit ihrem Übergewicht, aber auch ihrem trockenen Humor und der Art, wie sie sich durch die Geschehnisse kennt, dabei ab und an vielleicht nicht unbedingt korrekt handelt, aber immer nachvollziehbar und sympathisch bleibt. Auch Glen als Nebencharakter war HIMMLISCH. Für mich ein absolutes Highlight. Er ist so herrlich bescheuert, aber nicht zu übertrieben, um unrealistisch zu wirken, und trägt in Kombination mit Amber und Milo den Humor der Geschichte. Da waren so viele tolle Stellen drin, dass ich gar nicht anders konnte als Glen abgöttisch zu verehren. Mit Milo dagegen bin ich in diesem ersten Teil noch nicht ganz so sehr warm geworden wie mit den anderen beiden Charakteren. Er ist bis zum Ende für meinen Geschmack zu distanziert geblieben und ihm fehlte daher ein wenig die Tiefe, die es benötigt hätte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das in den Folgebänden noch kommen wird und das Trio hat auch so funktioniert, aber ich hätte mir hier tatsächlich mehr gewünscht.


Was die Handlung angeht, so ist diese relativ simpel: Amber, mit dämonischem Blut geboren, versucht die Bedingungen eines Deals mit einem Dämon zu machen, um zu verhindern, dass ihre Eltern sie als Opfer eben jenem Dämon darbieten. Milo wird ihr dabei als Beschützer zur Seite gestellt und Glen trifft eigentlich ziemlich zufällig auf der Demon Road auf das Duo. Die Demon Road ist nur denen zugänglich, die mit Übernatürlichem in Kontakt treten. Bei Glen ist es ein Fluch, der ihn in allzu naher Zukunft das Leben kosten könnte.


Ambers Reise macht verschiedene Stationen, wo die drei auf verschiedene Probleme treffen. Das alles erinnerte ebenfalls wieder an Supernatural. Als wäre Demon Road eine Art TV Serie mit vier bis fünf Folgen, die im Staffelfinale, dem großen Kampf um Ambers Leben, endet.
Und genau das ist auch mein Kritikpunkt und der Grund, warum das Buch keine fünf Sterne bekommen hat. Genau wie auch bei Supernatural fehlte mir zwischenzeitlich einfach ein wenig der rote Faden bzw. der Bezug zur Geschichte. Die Momente waren teils etwas willkürlich, auch wenn sie niemals schlecht waren. Ich könnte auch keinen Stopp als langweilig bezeichnen, aber die Tatsache, dass eben oft der Bezug zur Gesamthandlung fehlte, hat dem Buch ein wenig Schnelligkeit genommen. Wie gesagt ist das etwas, das mich auch an Supernatural stört, deshalb werden wahre Fans der Serie das auch in diesem Buch sicher anders empfinden.


Insgesamt ist Hölle und Highway eine unterhaltsame, dämonische Roadtripgeschichte, die vor Allem eine Protagonistin bietet, die durch sämtliche Muster fällt. Skulduggery Fans werden mit Landys wundervollem Humor und seinen verrückten Charakteren jedenfalls wieder jede Menge Spaß haben.

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179 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

jugendbuch, umzug, schwarzer humor, todesarten, tod

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783570171554
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch ist diese Art von Geschichte, bei der alles mit dem Humor steht oder fällt. Mag man Bücher, die gespickt sind mit dieser Art von skurrilen Situationen, sarkastischen Sprüchen und einem Gefühl von Anderssein, dann wird einem "Für dich soll's tausend Tode regnen" mit Sicherheit gefallen. Falls man allerdings nach einer drückenden Stimmung mit emotionalen, dramatischen Liebesszenen sucht, dann wohl eher nicht. (Nicht dass die Szene, in der Erik Emi auf den Armen trägt nicht dramatisch gewesen wäre, aber sie war eben auf humorvolle Weise dramatisch)

Emi ist die Art von Protagonistin, wie ich sie liebe: Schlagfertig, ein bisschen komisch, aber mit dem Herz am rechten Fleck. Was mir aber besonders gut gefallen hat, das war, dass sie durch ihren Spleen eben auch etwas besonderes gewesen ist. Ihre vielen ausgemalten Todesarten, die in diesem Buch vorgekommen sind, haben mich nicht nur einmal zum Schmunzeln gebracht. Aber auch Erik hat eine ordentliche Portion Humor. Besonders die Aufgabe, die er Emi stellt, in der sie mit einem Kaugummiklumpen als Freund durch den Tag gehen muss, lässt einen als Leser Erik sofort ins Herz schließen. Ich bin ein riesiger Freund von Hassliebesgeschichten und ich kann mich nicht daran erinnern, wann ein Buch jemals so nah an der eigentlichen Definition geblieben ist. Meist ist das eher eine leichte Abneigung, die nach wenigen Seiten schon verflogen ist, aber hier zog es sich ziemlich weit hin und hat für eine herrliche Stimmung gesorgt. Dabei sind sich Emi und Erik so ähnlich, dass man gar nicht anders kann, als beim Lesen über die beiden zu Lachen. Das Doppeldate mit ihren Geschwistern war auch eine absolut wundervolle Szene, die das noch einmal perfekt herausgearbeitet hat.

Aber nicht nur der Humor und die Charaktere überzeugen, sondern auch die ernsteren Themen, die hier angesprochen werden. Vor allem die Familiendynamik bei Emi hat mir da gefallen. Der Konflikt mit der Freundin ihres Vaters war sehr gut und authentisch herausgearbeitet, aber fast noch besser fand ich die Beziehung zu ihrem Bruder dargestellt. Jeder der selbst Geschwister hat, wird das alles nur zu gut nachvollziehen können. Übrigens war er einer der Nebencharaktere, die mir super gefallen haben, genau wie Emis Freundin in der Schule.

Einzig ein paar Konflikte in Eriks Leben hätte ich mir noch stärker herausgearbeitet gewünscht, besonders zum Ende hin. Auch hätte ich aufgrund des Titels und Emis Hobby mit mehr Auseinandersetzung mit dem Tod gerechnet und sie mir auch gewünscht. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass das die Stimmung des Buches deutlich in den Keller gezogen hätte. Denn insgesamt schafft "Für dich soll's rausend Tode regnen" vor Allem eines: Es macht Spaß! Wer also mal wieder so richtig lachen, shippen und ein Buch durchsuchten möchte, der ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

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Tags: jugendbuch   (1)
 

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195 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

wüste, alwyn hamilton, fantasy, amani, rebellin des sandes

AMANI - Rebellin des Sandes

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.08.2016
ISBN 9783570164365
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Amani ist ein Buch, um das ich schon sehr lange herumschleiche. Eines dieser Bücher, die man als "to-read" markiert und sich denkt: "Irgendwann lese ich das bestimmt mal". Tatsächlich waren es dann Rezensionen anderer Leute, die mich davon überzeugt haben, dass das Buch es wert ist, gelesen zu werden und dafür bin ich ziemlich dankbar, denn Amani hat mich in vielen Dingen wirklich begeistern können. Wenn ihr also genau wie ich nicht sicher seid, ob ihr das Buch lesen sollt, dann hoffe ich, dass meine Rezension euch genauso hilft, wie die anderer es bei mir geschafft haben.


Etwas, das mich abgehalten hat, das war das orientalische Setting. Nicht etwa, weil ich das uninteressant finde, sondern eher weil ich mit diesem Setting Bücher verbinde, die ich gar nicht mochte, wie zum Beispiel "Zorn und Morgenröte" und ich geglaubt habe, dass Amani in dieselbe Richtung gehen würde. Allerdings hatte Amani meiner Meinung nach so ziemlich nichts mit "Zorn und Morgenröte" gemein und das hat vor allem mit der Liebesgeschichte zu tun.

Viele Leute haben mir im Voraus gesagt, dass die Liebesgeschichte keine so große Rolle in der Geschichte spielen würde. Aus diesem Grund habe ich damit gerechnet, dass sie gar nicht bis kaum vorkommen würde. Das war so (zum Glück) nicht der Fall. Allerdings ist es schon so, dass die Liebesgeschichte nicht der Hauptaspekt der Handlung ist. Seltsam, dass das im Jahre 2016 so bemerkenswert ist. Aber noch einmal für alle, die sich für das Buch interessieren: ES GIBT AUCH EINE LIEBESGESCHICHTE UND DIESE LIEBESGESCHICHTE IST TOLL.

Warum sie so toll ist? Wegen den Charakteren. Amani ist eine - und ich freue mich so sehr, das schreiben zu können - sehr starke Protagonistin, die in einer Welt aufgewachsen ist, in der Frauen nichts zu sagen haben, in der sie behandelt werden wie Eigentum, in der sie nichts bewegen, nichts erreichen können. Aber Amani lässt sich von diesen Normen nicht unterkriegen, sie rebelliert, sie setzt ihren Verstand und ihr Können geschickt ein und lässt sich vor allem von Jin nicht so sehr bezirzen, dass sie darüber ihre Pläne vergessen würde. Diese Szene, wo sie ihn betäubt, ihm alles geklaut und ihn dann sitzen gelassen hat, ohne einen weiteren Gedanken an ihn zu verschwenden... Balsam für meine Seele. Ich habe da gesessen und die Pompoms geschwenkt.
Nicht dass Jin nicht anbetungswürdig wäre. Er ist ein wundervoller Charakter und ein toller Love Interest und mir hat es auch gefallen, wie gut die beiden miteinander harmoniert haben. Dabei reichten die vielen kleinen Momente hier aus, um die Liebesgeschichte zu tragen. Es brauchte keine großen Liebeserklärungen, sondern die Charaktere haben durch ihr Handeln gezeigt, was der jeweils andere ihnen bedeutet. Gerade bei Amani war es toll zu beobachten, wie Jin in ihrer Wertung immer mehr gestiegen ist.

Der tolle Schreibstil hat es auch geschafft, die Charaktere lebendig werden zu lassen. Nicht nur Amani und Jin, sondern auch alle anderen waren sehr gut fassbar und besonders Shazad mochte ich unheimlich gern, weil auch sie, wie Amani, ein sehr starker weiblicher Charakter ist. Ich hoffe sehr, dass wir noch gaaaanz viel von ihr im zweiten Band lesen werden.
Nicht nur die Charaktere wurden durch den Schreibstil lebendig, sondern auch die Wüste selbst. Die verschiedenen Zauber, wie die Wüstenpferde oder selbst die Djinni, die magischen Fähigkeiten und die Orte, durch die Amani und Jin im Laufe des Buches kommen, all das hat zu einem wundervollen Setting geführt, in das ich gerne eingetaucht bin.

Was die Handlung angeht, habe ich oft gelesen, dass viele das Buch stellenweise etwas zu langsam fanden. Dem kann ich persönlich nicht zustimmen. Vielleicht ist das eines dieser Zur richtigen Zeit am richtigen Ort Bücher, aber ich habe mich nie gelangweilt und hatte auch nie das Gefühl, als wäre das Pacing zu langsam, obwohl ich ein Leser bin, der es gerne schnell mag. Im Gegenteil ging mir das Ende tatsächlich zu schnell. Ich hätte mir da mehr Abschluss gewünscht. Zumindest noch eine Szene, die nach dem großen Showdown spielt. Während sehr viel Zeit auf den Anfang und Mittelteil des Buches verwendet wurde (zu Recht!), wurde dem Finale nur wenig Raum gegeben, was ziemlich schade war.

Mein weiterer Kritikpunkt ist der Charakter von Noorsham, der für mich nicht ganz griffig gewesen ist. Seine Motive waren stellenweise schwach und nicht genügend ausgearbeitet. Manchmal hatte ich das Gefühl, als wäre er als Figur nicht von Beginn an so geplant gewesen, sondern eher im Nachhinein am Ende zurückgeholt und zu einem richtigen Nebencharakter gemacht worden. Aber ich kann mich hier auch täuschen.

Insgesamt erfindet Rebellin des Sandes, was die Handlung angeht, das Rad sicher nicht neu, aber konnte mich trotzdem aufgrund der tollen Erzählweise, der starken, wundervollen Protagonistin und des Settings überzeugen. Gerade diejenigen, die die Liebesgeschichtenlastigen Bücher mit sexistischen Rollenbildern leid sind, werden diese Geschichte bestimmt genauso mögen wie ich.

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163 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

england, zeitreise, liebe, hollyhill, dorf

Für immer Hollyhill

Alexandra Pilz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.02.2016
ISBN 9783453270282
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Dieses Buch zu bewerten ist gar nicht so leicht. Ich habe das Gefühl, dass ich in letzter Zeit ständig Bücher lese, die am Ende so um die 3 Sterne erhalten. Das liegt daran, dass das alles Bücher sind, bei denen ich mir denke: Ja, da war viel Gutes drin, aber das, das und das hat mir nicht gefallen. Bei Hollyhill 3 war das genauso.

Wieder nach Hollyhill zurückzukehren war toll. Das Dorf ist ein wundervoller Ort mit ganz tollen Charakteren. Gerade Emily als Protagonistin mag ich unheimlich gern. So war es in den beiden Vorgängern und so war es eben auch hier. Sie ist klug, schlagfertig und hat keine Angst davor, ihre Meinung zu sagen. Fee wird in dieser Geschichte zu einer Art zweiten Protagonistin, vielleicht um die fehlende Liebesgeschichte von Matt und Emily etwas durch die von Fee und Cullum auszugleichen. Auch Fee mochte ich sehr gerne, der Liebesgeschichtenersatz hat mir allerdings nicht ganz so gut gefallen, auch wenn ich Cullum und auch die beiden als Paar unheimlich gern mochte. Tatsache bleibt jedoch, dass Matt die Hälfte des Buches weg ist. Das hat mit dem Plot der Geschichte zu tun. Und damit sind wir auch schon bei dem großen Das hat mir nicht gefallen-Punkt.

Das Dorf Hollyhill reist durch die Zeit, um Aufträge zu erledigen. So war das zumindest in den ersten beiden Büchern, aber in dieser Geschichte ist dem meiner Meinung nach nicht so. Mir zumindest war am Ende nicht klar, welcher Auftrag es nun gewesen ist, den die Dorfbewohner erfüllen mussten. Normalerweise retten sie Menschenleben! Normalerweise tun sie Gutes! Hier - zumindest kam es mir so vor - waren sie da, um zwei jungen Mädchen zu helfen, über ihren Schatten zu springen. Keineswegs ist das unwichtig, aber eine Zeitreise rechtfertigen? Eher nicht. Was Matt angeht, war sein Ausflug für mich nicht nur störend, weil der Emily-Matt-Konflikt eigentlich der große Konflikt ist, den die ersten beiden Bücher noch offen gelassen hatten, und der so nach hinten verschoben wurde, sondern er hat auch ein paar logische Rückfragen offen gelassen: Warum hat Josh so locker reagiert, obwohl er verdammt nochmal das Recht gehabt hätte, mit Matt mitzukommen? Warum hat Matt nicht einmal einen Zettel hinterlassen? Ich weiß, dass Matt diese Frage beantwortet, aber für mich war das keine logische Erklärung, die das ausreichend begründet hätte. Das Rätsel der Maschine hätte man meiner Meinung nach auch viel früher lösen müssen.  Warum Hollyhill nicht mehr richtig funktioniert hat, das habe ich auch nicht ganz verstanden. Hollyhill muss ja bewusst in diese Zeit gesprungen, obwohl das Dorf WUSSTE, dass es damit sich und seine Bewohner in große Gefahr bringen würde? Mhh... Und wofür?

Fees Entscheidung zum Ende hin konnte ich persönlich auch nicht ganz nachvollziehen. An manchen Stellen wurde sie als dumm und leichtsinnig bezeichnet, an anderen als mutig. Ich sage: Das eine schließt das andere nicht aus. Man sollte aber Dinge nicht unbedingt tun, nur weil sie Mut brauchen. Aber darüber kann ich auch noch ziemlich gut hinwegsehen.

Das größte Problem des Plots war in meinen Augen, dass sich die Geschichte bis vor dem Ende ziemlich gezogen hat. Dadurch, dass Matt nicht da war und auch Emily erst einmal wieder ankommen musste... Die vielen Rätsel... und warum Quayle immer wieder aufgetaucht ist, das ist mir bis zuletzt auch nicht plausibel geworden. Für richtige Spannung hat es leider auch nicht gesorgt. Die kam, wie bereits gesagt, erst gegen Ende auf. Dann hatte das Buch wieder die Art von spannender Erzählweise, die uns die ersten beiden Bücher auch geboten haben.

Insgesamt war Für immer Hollyhill kein schlechtes Buch, auch wenn ich jetzt viel Negatives dazu zu sagen hatte. Es hatte noch immer tolle Charaktere und lebte auch noch von der wundervollen Grundidee, aber ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn man die Diskussion zum Ende von Band 3 einfach mit in den zweiten gepackt hätte. Ich habe nicht das Gefühl, als hätte ich dann etwas verpasst.

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65 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

superkräfte, superhelden, epic, waser, manhatter

Firefight: Roman

Brandon Sanderson
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 26.10.2015
ISBN 9783641165826
Genre: Sonstiges

Rezension:


Brandon Sanderson ist immer wieder für eine Überraschung gut. Genau das hat er auch in Firefight gezeigt. Leider erst in der zweiten Hälfte...

Von Steelheart war ich damals so begeistert, dass es zu meinen absoluten Highlights 2015 zählte. Es hat mir die Hoffnung in frische Ideen und grandiose Autoren zurückgegeben und auch wenn Firefight nur vier Sterne von mir bekommt, so hat auch dieses Buch mich wieder davon überzeugt, dass Brandon Sanderson ein Autor ist, mit dem man einfach nichts falsch machen kann. Mit David gibt er uns einen nicht nur sympathischen, sondern auch cleveren Protagonisten, der sich seinem Alter entsprechend verhält, aber trotzdem Entscheidungen trifft, die man sehr gut nachvollziehen kann. Mit Meghan einen der coolsten Love Interests ÜBERHAUPT. Gegenspieler, die ungeahnte Fähigkeiten haben und eine Macht, die selbst die Besten unter uns dazu bringen kann, Schreckliches zu tun...

Zugegeben der Einstieg ins Buch war alles andere als leicht. Zwar war ich von den ersten paar Seiten wieder wie gefesselt, aber dann stellte sich schnell ein Dejavu Gefühl ein. Die Epics, die getötet werden sollen, Informationen, die gesammelt werden, Meetings etc. Das kannten wir irgendwo schon aus dem ersten Teil und ich wäre auch am liebsten hingegangen und hätte große Teile der ersten Hälfte des Romans gekürzt.
Auch fand ich, ganz ehrlich, dass das Treffen auf Meghan viel zu spät erst angesetzt worden ist. Es kommen außerdem sehr schnell sehr viele neue Charaktere hinzu, während man sich eigentlich denkt... "Wo zur Hölle ist Meghan?" Und das hat auch nicht nur damit zu tun, dass dadurch die Liebesgeschichte herausgezögert wurde, sondern auch damit, dass Meghan darüber hinaus eine unheimlich entscheidende Rolle für den Plot spielt. Die Beziehung zwischen ihr und David hat getragen, ähnlich wie das Verhältnis von David und Prof, aber auch von zwischen David und Steelheart. In diesem zweiten Band geht es viel um Regalia, allerdings tritt David eher selten direkt mit ihr in Kontakt, sondern es geht vielmehr um die Backstory von ihr und Prof.

Als Meghan aber dann zurückgekehrt ist, war das Buch wieder einmal EPICNESS und diese zweite Hälfte wiederum hätte fünf Sterne verdient. Mizzy war ein super Nebencharakter und ihre Beziehung zu Firefight ein interessanter Konflikt, bei dem ich auch gespannt bin, wie er im dritten Band noch aufgelöst werden wird. Die Liebesgeschichte war mal wieder einfach herrlich und amüsant und teils süß, teils sehr sehr bitter. Das ständige Spiegeln von Prof und der Konflikt um die Epics war auch etwas, bei dem Brandon Sanderson sehr vieles sehr richtig gemacht hat. Und dieses Ende... Alles, was man über Calamity erfahren hat und über den Zusammenhang von den Epics und ihren Kräften! Einfach super spannend und endlich mal etwas, das mich beim Lesen überraschen konnte.

Insgesamt war die erste Hälfte vom zweiten Band zwar nicht ganz so grandios, aber das Buch lässt einen insgesamt doch baff zurück mit einem Gefühl, dass der letzte Teil gar nicht schnell genug kommen kann...

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

england, liebe, seifenofer, new york, multiversum

Tulpen und Traumprinzen – Verliebt in Serie

Sonja Kaiblinger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 08.03.2016
ISBN 9783785578803
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Trilogieabschlüsse sind eine sehr schwierige Angelegenheit und gelingen daher den wenigsten Autoren. In vielen Fällen merkt man gerade an diesem letzten Buch, ob der Autor seine Geschichte von Beginn an durchgeplant hat, oder ob es mehr ein "Ohje, ich bin am Ende und muss das jetzt alles irgendwie auflösen" Gefühl gewesen ist. Meist sind sie entweder viel zu lang oder erklären viel zu wenig. Tulpen und Traumprinzen dagegen war einer der wenigen Trilogieabschlüsse, die mir wirklich gefallen haben.

Nachdem der zweite Teil mir zwar gefallen hatte, ich aber fand, dass die Geschichte dort etwas auf der Stelle getreten ist, erfahren wir im zweiten Teil schnell einige Dinge über die Serie und ihre Entstehung, die wirklich interessant gewesen sind. Ich hatte ehrlich gesagt etwas Angst, ob die Liebesgeschichte, die Serie und Abbys Wirklichkeit sich tatsächlich unter einen Hut bringen lassen, aber Sonja Kaiblinger hat mich hier tatsächlich überraschen können. Zwar sind am Ende ein paar Fragen offen geblieben, auf die ich gerne noch eine Antwort gehabt hätte, aber insgesamt war es doch sehr viel schlüssiger als erwartet.

Aber vor allem bleibt der dritte Teil dem Humor und den Charakteren der Trilogie treu. Ich habe mich wieder pudelwohl gefühlt in Ashworth Park, aber auch in Abbys Realität. Die Charaktere mit all ihren seltsamen Eigenarten und wundersamen Talenten wachsen einem doch ans Herz und man liest dieses Buch und bekommt dabei einfach ein gutes Gefühl. An einigen Stellen habe ich in meinem Bett gelegen und fröhlich vor mich hingekichert. Und wenn ein Buch das schafft, mir also ein gutes Gefühl beim lesen zu geben, dabei nicht unlogisch, aber spannend zu sein und außerdem eine tolle Liebesgeschichte zu bieten? Tcha, was soll ich dann noch sagen außer: Ich freue mich schon auf jedes neue Buch von der Autorin!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Living the Dream. Liebe kennt keinen Plan

Amelie Murmann
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.04.2016
ISBN 9783646602234
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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272 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

homosexualität, liebe, coming out, freundschaft, jugendbuch

Nur drei Worte

Becky Albertalli , Ingo Herzke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551556097
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Das hier sind volle fünf Sterne. Ich weiß wirklich nicht, wann ich zum letzten Mal einem Buch volle fünf Sterne verpasst habe, aber lasst euch gesagt sein: Lang lang ist's her.

Ich muss zugeben: Ich war skeptisch. Das Buch gibt es schon eine ganze Weile auf Englisch und wurde von einigen Leuten gelesen, auf deren Meinung ich normalerweise vertraue. Trotzdem hat mich die Lust, es zu lesen, nie gepackt und - und da bin ich ganz ehrlich, auch wenn ich damit vielleicht einige vor den Kopf stoße - das lag daran, dass es ein LGBT Roman ist. Versteht mich nicht falsch, ich habe kein Problem mit LGBT Charakteren, überhaupt nicht. Womit ich ein Problem habe ist, wenn ein Roman geschrieben wird, nur um dieses Thema zu beleuchten. Dann bekomme ich das Gefühl, dass der Protagonist sich hauptsächlich darüber definiert... Von den ganzen Romanen über homosexuelle, männliche Charaktere, die in den Erotikbereich übergehen, möchte ich gar nicht erst anfangen. Ich bin (logischerweise) kein schwuler Mann, aber selbst ich fühle mich davon beleidigt. Genauso sehr hasse ich es in Serien, wenn da dieser eine Sidekick Charakter ist, der nur als "der Schwule" oder "die Lesbe" existiert. Da zieht sich bei mir alles zusammen.
Also habe ich bisher die Finger von LGBT Romanen gelassen.
Was Simon angeht, so hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass das Buch anders ist. Was sicher auch damit zusammenhängt, dass das LGBT Thema in der Vermarktung des Romanes kaum in den Vordergrund gerückt wurde. Das englische Cover deutet darauf ja so gar nicht hin (und auch bei der deutschen Aufmachung muss man genau hinschauen, um es zu erkennen). Trotzdem brauchte es erst das deutsche Cover, um mich so richtig zu überzeugen. Und die Oreokeksbilder innen. Denn mal im Ernst: Wer kann einem Buch voller Oreokekse bitte widerstehen?
Und was soll ich sagen? Ich habe es nicht bereut. Im Gegenteil! Es scheint, als habe der Buchgott sich endlich wieder meiner erbarmt, denn Nur drei Worte ist schon das dritte Buch dieses Jahr, das mich richtig packen konnte und das erste seit sehr sehr langer Zeit, das von mir die vollen fünf Sterne erhalten hat.
Seht ihr, ich könnte jetzt hier argumentieren, dass das Buch nicht mit einer atemberaubenden Romanidee daherkommt, die man so noch nie irgendwo gelesen hat und dafür Punkte abziehen. Aber das würde sich einfach falsch anfühlen. Klar, Nur drei Worte ist keine bahnbrechende Idee, bei der man ein Mindblow-feeling bekommt. Aber Nur drei Worte ist genau das, was es sein sollte: Eine süße, atemberaubende Liebesgeschichte, bei der man gar nicht anders kann als auf Wolke sieben zu schweben und Simon dabei zuzusehen, wie er zum ersten Mal Gefühle für jemanden entwickelt. Dabei ist Simon einer der absolut besten Protagonisten, aus deren Sicht ich je das Vergnügen hatte, einen Roman zu lesen. Denn er verhält sich einfach... einfach toll. Selten fühle ich mich im Kopf eines Charakters so wohl wie bei Simon. Darüber hinaus ist das Buch einfach super amüsant! Es bringt so viele süße Stellen mit sich, in denen man schmunzelt oder sogar richtig lachen muss und so viele tolle Charaktere. Von Simons Freunden bis hin zu seiner Familie habe ich sie alle ins Herz geschlossen, wobei Simon mir bis zum Schluss der Liebste geblieben ist. Und das, liebe Leute, ist einfach Lifegoal als Autor: Dass die Leser den Protagonisten am meisten mögen.
Aber wisst ihr, was mir am meisten in diesem Buch gefallen hat? Es ging nicht um einen schwulen Jungen, der sich verliebt. Es ging um Simon, der sich verliebt. Simon, der sich in Blue verliebt. Und dabei war es völlig egal, ob schwul, bi, hetero, lesbisch oder sonst was. Natürlich wurde das ganze thematisiert, aber nicht auf die dramatische Emoweise, vor der ich mich hier so gefürchtet habe. Stattdessen geht es hier nicht nur ums Coming out, sondern viel mehr darum, sich selbst zu finden und zu sich selbst zu stehen und das ist etwas, mit dem absolut jeder sich identifizieren kann, egal ob schwul oder nicht.

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301 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

nerd, liebe, comics, jugendbuch, amerika

Flirt mit Nerd

Leah R. Miller , Larissa Rabe , Edigna Hackelsberger
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.05.2015
ISBN 9783570309957
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der Titel ist einfach SUPER! Wobei da noch nicht so ganz herauskommt, dass sie selbst ja auch ein Nerd ist. Trotzdem gefällt mir die deutsche Aufmachung deutlich besser als die Englische.


Also zunächst einmal sollte gesagt sein, dass ich diese Art von Büchern LIEBE. Wer auf der Suche nach einem süßen, lustige, nerdigen Liebesroman ist, bei dem man sich die ganze Zeit denkt KÜSST EUCH ENDLICH! und zwischendrin immer diese "Das ist alles so süß, ich muss gleich sterben"-Seufzer ausstößt, dann seid ihr bei Flirt mit Nerd definitiv an der richtigen Adresse. Ich kenne das ja selbst. Man hat gerade so einen richtig süßen Contemporary Roman beendet und ist wie auf Droge und will einfach den Trip noch ein wenig verlängern... Nur: Welches Buch ist genauso? Flirt mit Nerd ist das definitiv.

Wohl am meisten hat mich überrascht, wie sehr ich die Protagonistin mochte. Die Kurzbeschreibung lässt vermuten, dass sie eine oberflächliche dumme Pute ist, die man gern schlagen würde, aber dem war gar nicht so. Sie hatte durchaus ihre Gründe, warum sie ihre Comicleidenschaft so lange versteckt hat: Als sie jung war wurde sie deshalb ausgelacht und ausgegrenzt. Man kann ihre Angst also gut nachvollziehen, ist aber trotzdem froh, ihr dabei zuzusehen, wie sie nach und nach ihren inneren Nerd in die Arme schließt und zu dem Mensch wird, der sie eigentlich sein sollte. Auch hat mir gefallen, dass sie eigentlich schon länger ein Auge auf Logan geworfen hatte, sich aber nie getraut hat, etwas in die Richtung zu unternehmen, weil sie Angst hatte, dass dann herauskäme, dass sie selbst ein absoluter Nerd ist.

Und dann ist da noch Logan... Gott, Logan! DAS ist mal ein bookboyfriend. Da können andere noch so sehr von den Fours und Daemons schwärmen, aber Logan is the man. Auch wenn Dan da jetzt widersprochen hätte... Womit wir bei Dan wären, einem richtig coolen Nebencharakter! Ich freue mich auch riesig, dass die Autorin gerade dabei ist, einen Companion zu schreiben, in dem es um Dantheman geht =)

Und dann sind da natürlich neben den Charakteren und der zuckersüßen Liebesgeschichte noch die ganzen Aspekte, die mein Nerdherz haben höher schlagen lassen. Allen voran natürlich die Comics, aber auch das LARP (War das die richtige Abkürzung? Ich hab keinen Plan! Dieses RPG eben :P). Das hat mir richtig gut gefallen und ich hätte echt Bock, bei sowas mal mitzumachen.

Leider gibt es auch ein paar Punkte, die mir nicht ganz so gut gefallen haben. Nunja, um ehrlich zu sein bloß einen: Unnötiges Drama. Das Buch hätte locker 100 Seiten kürzer sein können. Das ganze Drama am Ende mit dem eingeschnappten Logan... War ich jetzt nicht so der Fan von. Auch weil ich das als ziemlich vorhersehbar empfunden habe. Aber das hat den Gesamteindruck auch nicht sehr stark geschmälert.


Fazit


Ein super süßer Contemporaryroman, den ich jedem empfehlen kann, der nach einer fluffigen Liebesgeschichte sucht, bei der einem warm ums Herz wird. Da kann man über das unnötige Drama am Ende auch mal hinwegsehen.

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Tags: cbt verlag, contemporary, liebe, süß   (4)
 

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(195)

445 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

fantasy, magie, jugendbuch, königreich, sara raasch

Schnee wie Asche

Sara Raasch , Antoinette Gittinger
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.04.2015
ISBN 9783570309698
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Also erst einmal ist dieses Cover einfach eine Perfektion der Perfektion der Perfektion. Wer auch immer die Idee hatte und das umgesetzt hat: Ich ziehe meinen imaginären Hut! Sieht nämlich nicht nur sehr gut aus, sondern passt auch einfach wunderbar zur Geschichte! Auch sehr gut von cbt, dass sie das Cover so belassen haben. Der Titel dagegen gefällt mir zwar, aber so ganz Sinn ergibt er in meinen Augen nicht. Macht ja aber nichts.

Drei Sterne. das ist so eine ambivalente Meinung, dass das eigentlich alles heißen könnte und bei vielen Leuten unterschiedliches heißt. In diesem Fall bedeutet es: Schnee wie Asche war nicht schlecht. Das war es wirklich nicht und ich habe selten von Leuten gehört, die tatsächlich "schlecht" als Begriff gebraucht hätten. Es gibt verschiedene Dinge, die in dieses Urteil der Leser mitreinspielen:

1. Die Idee.
2. Der Schreibstil
3. Die Charaktere

Zur Idee kann ich nur sagen, dass sie einfach wundervoll war. Wie die Magie der jeweiligen Königreiche an verschiedene Artefakte gebunden war und wie jedes Jahreszeitenkönigreich bestimmte Eigenschaften hatte und... hachja. Auf jeden Fall eine Welt, in der es einem sehr leicht fällt, darin zu versinken.
Was den Schreibstil betrifft, so mochte ich den auch sehr gern. Gerade zum Ende hin, wo Moira in das Lager kommt... In der Szene in den Tunneln habe ich tatsächlich weinen müssen, was ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht erwartet hatte, aber Sara Raasch hat es wirklich geschafft, mich da zu packen und da zeigte sich auch, wie viel Potential eigentlich in ihr schlummert.
Was die Charaktere angeht... Ich glaube, viele mochten Moira nicht, aber mir ging es da anders. Viele ihrer Gedankengänge haben sich zwar zu oft wiederholt, aber generell war sie eine sehr starke Protagonistin und das ist etwas, das mir persönlich gerade bei High Fantasy besonders wichtig ist. Theron hat mir auch sehr gut gefallen. Mit Mather bin ich zwar nicht so recht warm geworden, aber das war in diesem Teil auch nicht notwendig.

Warum also "nur" drei Sterne? Und warum gibt es einige Leute, die das Buch sogar noch schlechter bewertet haben? Nun, auch da kann ich natürlich nur Vermutungen anstellen, aber meiner Meinung nach lag das an folgenden Dingen...

1. Die Liebesgeschichte
2. Die Erklärungen
3. Der Plot

Was die Liebesgeschichte angeht... Meeeh. Ich weiß wirklich nicht, was ich dazu sagen soll. Also das Liebesdreieck mit dem Winterprinz und dem Prinz von Cordell? Im Ernst?! Lieber Sara, ist dir da nichts besseres zu eingefallen? Und dann diese ganze Sache mit "Wir können nicht zusammen sein" bei Mather und Moira. Ne, sorry, das hab ich schon viel zu oft gelesen. Ich für meinen Teil muss auch sagen, dass da Liebesgeschichtentechnisch bei mir gar nichts rüberkam. Bei Theron und Moira schon eher als bei Mather und Moira. Aber generell lag da kaum der Fokus drauf oder ist zumindest kaum etwas passiert. Diese ganze Nebenhandlung mit der Verlobung hat mir um ehrlich zu sein auch so gar nicht gefallen.
Die Erklärungen waren ein anderes Problem. Und zwar die Erklärungen davon, wie diese ganze Welt funktionierte. Was ich mittlerweile verstanden habe ist noch immer nicht gerade viel. Am Anfang hatte ich echte Schwierigkeiten, zu verstehen, wer jetzt Herod war, weil Angra ja der Gegenspieler war, aber Herod eigentlich immer der, den man gehasst hat. Dann kamen da plötzlich noch andere Königreiche als die der Jahreszeiten, nämlich die der Rhythmen, wobei ich mich immer gefragt hab, was den Cordell ist (also vom Namen nach. Weil Frühling, Winter etc. ist ja klar xD). Und überhaupt und sowieso. Vielleicht lag das aber auch nur an mir.
Tcha und der wichtigste Punkt ist und bleibt wohl die Vorhersehbarkeit des Plots. Tut mir leid, aber das war nichts. Das war alles so offensichtlich, dass es gerade bei der großen "Wende" am Ende echt wehtat, das zu lesen.

Trotz diesen Punkten hatte das Buch aber jede Menge Potential. Ob ich den zweiten Band lese, mache ich also von meiner Lust und Laune abhängig, wenn dieser erscheint. Man kann nach dem ersten nämlich auch sehr gut aufhören ohne sich die Haare zu raufen. Zumindest meiner Meinung nach.

Fazit

Ein Buch mit sehr viel Potential durch die sehr tolle Idee. Allerdings auch ein sehr vorhersehbarer Plot, der es mir sehr schwer machte, mich wirklich für die Geschichte zu begeistern. Zum Ende hin konnte mich der Schreibstil aber doch noch packen.

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Tags: cbt, high fantasy, jugendbuch, tolle idee, young adult   (5)
 

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zeitreise, liebe, hollyhill, alexandra pilz, jugendbuch

Verliebt in Hollyhill

Alexandra Pilz
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 17.03.2014
ISBN 9783453269170
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem mir Band eins nun so gut gefallen hatte, ging ich an diesen zweiten Teil sehr zögerlich heran, das gebe ich zu. Mir erschien es unwahrscheinlich, dass mich der zweite Band würde überzeugen können, gerade weil Band eins sehr "rund" geschrieben ist und das Buch so weniger auf eine lange Reihe ausgelegt war. Allerdings muss ich sagen, dass meine Bedenken unbegründet waren!

Ich glaube, dass es einige Leute geben wird, die den zweiten Band etwas schwächer finden werden als den ersten, was hauptsächlich damit zusammenhängt, dass der erste Teil noch geheimnisvoller und auch irgendwo schneller erzählt worden ist, einfach, weil wir noch nicht wissen, was es mit dem Dorf auf sich hat. Ich allerdings mochte es gerade so gerne, dass sich der zweite Teil so stark auf die Liebesgeschichte von Emily und Matt fokussierte ♥ Die beiden sind einfach so ein wundervolles Paar und ich fand es richtig RICHTIG gut, dass hier auch wirklich herauskam, dass Liebe eben nicht immer gleich bedeutet, dass man alles für den anderen aufgibt und dass alle Probleme in ihrem Angesicht einfach puff verschwinden.

Warum ich diesen zweiten Teil aber wirklich so viel besser fand, das war, weil es weniger die Eigenschaften eines Thrillers/Krimis hatte. Ich sage das immer wieder, aber das ist einfach nicht mein Fall. Hier ging es mehr um Geheimnisse, eine verschwundene Kette, ein bewusstloses Mädchen und eine Familie, in der es unter der Oberfläche brodelte. Mir haben hier auch ganz besonders die neuen Charaktere gefallen! Ganz besonders die kleine Milly, ein Mädchen, auf das Emily hier trifft und das einfach sooooo wundervoll gewesen ist, aber auch Cullum, ein Bewohner von Hollyhill, den wir erst hier im zweiten Band kennenlernen und der mich ganz besonders in Verbindung mit dem Epilog total interessiert! Er ist einfach... richtig toll und sehr direkt und ich mag einfach seine ganze Art, gerade weil er gerne auch mal ein wenig stichelt... Oh Mann, ich WILL einen dritten Band!!!

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zeitreise, liebe, england, jugendbuch, fantasy

Zurück nach Hollyhill

Alexandra Pilz
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 25.02.2013
ISBN 9783453534261
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wisst ihr, was mit an Hollyhill am aller aller meisten gefallen hat? Emily! Emily ist einfach einer der besten Hauptcharaktere, die einem im Jugendbuchbereich so begegnen. Sie ist schlagfertig und mutig und witzig und sie weiß, was sie will, ohne dabei arrogant zu wirken. Man mag sie einfach sofort und das ist auch der Grund, warum man gar nicht anders kann als das Buch zu mögen. Matt ist dabei auch ein ganz hervorragender Love Interest und mir haben die ganzen Dialoge zwischen den beiden, besonders zu Anfang, sehr gut gefallen. So ein bisschen Hassliebe hat ja noch keinem geschadet ;)
Die Geschichte ist wirklich sehr clever gestaltet, hat meiner Meinung nach sogar keine Logiklücken gehabt, was bei Geschichten dieser Art ja nicht so leicht zu bewerkstelligen ist, und die Idee an sich ist einfach wundervoll! Dabei fand ich es schade, dass wir nur so wenig Zeit in Hollyhill selbst verbracht haben, aber ich denke mal, dass sich das mit dem zweiten Band dann noch ändern wird...
Das Ende war unglaublich spannend, mitreißend und vor allem anderen emotional. Dass Emily eine Waise ist und die Art, wie das Ende gestaltet war und... Hachja, pure Emotionen. Was ich auch sehr schön fand, das war, dass das Ende darüber hinaus zwar ein wenig offen ist, also Raum für den zweiten Band lässt, gleichzeitig aber auch diesen Handlungsstrang zu Ende führt.
Mein einziger Kritikpunkt ist etwas, das eigentlich Geschmackssache ist. Wisst ihr, ich bin kein Fan von allem, was auch nur ansatzweise in Richtung Thriller/Krimi geht. Nicht die Bohne. Das ist für mich dann immer alles unlogisch und blöd und das ist vollkommen Geschmackssache, wie bereits erwähnt. Das Ende geht minimal in diese Richtung, da es einen Mörder gibt, der frei herum läuft und der dringend überführt werden muss. Dabei muss ich auch sagen, dass ich es ziemlich seltendämlich und deshalb auch absolut unpassend zu Emilys Charakter fand, dass sie von besagtem Mörder ein Getränk annimmt. Vor allem, da sie ja weiß, dass der sie umbringen will...
Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt, der den Gesamteindruck nicht wirklich schmälert. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil!

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Tags: urban fantasy, zeitreisen   (2)
 

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dystopie, superkräfte, brandon sanderson, heyne, action

Steelheart

Brandon Sanderson , Jürgen Langowski
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.06.2014
ISBN 9783453268999
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Steelheart ist eines der wenigen Trendbücher, denen ich von Beginn an sehr kritisch gegenüber stand. Zum Teil liegt das am Cover. Nein, das Cover ist nicht hässlich oder unpassend oder sonst etwas Negatives. Es ist sogar wirklich toll und je länger ich es ansehe, desto mehr mag ich es. Allerdings sieht es in meinen Augen einfach gar nicht nach einem Buch aus, was mir gefallen würde, auch wenn sowohl Titel als auch Cover fantastisch zur Geschichte passen.Was ich also beim Lesen gelernt habe? Dass dieses Buch für JEDEN etwas ist, obwohl es Science Fiction ist und obwohl die Charaktere etwas älter sind als unsere typischen Jugendbuch-Protas (Ich glaube David, unser jüngster, was 18) und obwohl es sich um einen männlichen Autor handelt. Ich erwähne letzteres deshalb hier, weil ich selbst von dieser Tatsache oft etwas abgeschreckt werde. Das liegt natürlich nicht daran, dass ich ein Männerhassendes Monster bin, sondern daran, dass ich gerne Geschichten lese, in denen die Liebesgeschichte eine tragende Rolle spielt und männliche Autoren tendieren dazu, der Liebesgeschichte weniger Raum einzuräumen als weibliche. Allerdings gibt es dann auch immer mal wieder Bücher, bei denen die Geschichte an sich so genial gestaltet ist, dass es mir absolut schnuppe ist, ob der Hauptcharakter sich überhaupt verliebt. Genau so ein Buch ist Steelheart.Ich bin zwar kein Comic Fan (wenn ich schon lese, dann RICHTIG), aber ich liebe die Marvel Filme und ihre Superhelden. Steelheart nimmt diese Superhelden und macht sie zu den Gegenspielern. Die Epics sind Menschen, die durch Experimente zu übernatürlichen Kräften gekommen sind ... und diese für ihren eigenen Nutzen einsetzen. Nachdem Davids Vater vom schlimmsten von ihnen ermordet wurde, schwört der kleine David Rache. Denn nur er weiß, dass Steelheart, entgegen des Glauben aller, sehr wohl in der Lage ist zu bluten ...Die Geschichte ist ein Meisterwerk, was die Konzipierung und den Spannungsbogen angeht. Alles ist super stimmig, man fliegt geradezu durch das Buch, weil man unbedingt wissen muss, wie es weitergeht. Dabei erwarten uns unterwegs jede Menge Wenden, die sicher niemand vorher erwartet hätte. Leider habe ich mich, was die größte Wende angeht, zugespoilert, fand das Ende aber trotzdem super!Eine Liebesgeschichte gibt es natürlich auch (hattet ihr jetzt schon Angst? :P ) und sie ist von der Idee und von der Ausführung her einfach toll. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich das noch im zweiten Band entwickeln wird nach den Ereignissen zum Ende des Buches hier hin.Am besten haben mir aber neben der tollen Idee mit all ihren Details die Nebencharaktere gefallen. Jeder einzelne der Rebellen ist mir ans Herz gewachsen und ich freue mich schon sehr darauf, im zweiten Band dann noch mehr über sie zu erfahren!Mein einziger Kritikpunkt ist die Tatsache, dass es einfach IMMER David gewesen ist, der die rettende Idee parat hatte. Gut und schön, der Junge ist clever, aber konnte nicht auch mal einer der anderen Rebellen clever sein? Wäre das wirklich sooo schwer gewesen? Pfft.

FAZIT


Schreibstil: 4 HerzenCharaktere: 4,5 HerzenEmotionale Tiefe: 4 HerzenSpannung: 5 HerzenHumor: 4 HerzenOriginalität: 4 Herzen
Ein actionreicher Roman mit fantasievoller Idee, der den Leser packt und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt. Tolle Charaktere, jede Menge Spannung und Wenden, bei denen einem der Mund offen stehen bleibt: Genau so sollten Geschichten immer sein!

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Tags: fantasy, heyne, sci-f   (3)
 

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701 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

maggie stiefvater, fantasy, träume, liebe, jugendbuch

Wer die Lilie träumt

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina , Larissa Kulik
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei script5, 15.09.2014
ISBN 9783839001547
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Die Aufmachung gefällt mir wieder einmal sehr gut. Sowohl das Original als auch die deutsche Version. Der englische Titel passt noch einen Hauch besser zur Geschichte und ich finde auch, dass "Wer die Lilie träumt" zunächst gewöhnungsbedürftig war, aber alles in allem finde ich beide Aufmachungen sehr gelungen! Wobei Ronan auf dem Cover den Nagel eben auch auf den Kopf trifft...
Denn dieser zweite Band der Raven Boys Reihe dreht sich voll und ganz um unseren mürrischen, dickköpfigen, meist ziemlich impulsiven Ronan, der mit dem Schicksal seiner Familie und vor allem auch seinem eigenen Schicksal zu kämpfen hat. Zum einen war das wundervoll, weil Ronan meiner Meinung nach einer der interessantesten Charaktere der Geschichte ist. Andererseits ist er auch ein Charakter, mit dem ich mich persönlich so gar nicht identifizieren kann, was schnell dazu führte, dass ich mich nach mehr Blue-Kapiteln gesehnt habe. Ganz besonders Blue-Kapiteln, in denen Gansey vorkam, was sicher auch sehr viel damit zu tun hat, dass ich fingernägelkauend vor dem Buch saß und am liebsten geschrien hätte vor lauter Frustration aufgrund der Spannung, die permanent zwischen den beiden herrscht. Man wartet einfach darauf, dass es knallt und will dann eben mehr Szenen mit den beiden und weniger Szenen mit Ronan haben. Das ist aber kein Kritikpunkt als solcher, sondern Geschmackssache. Die Ronan-Fans werden jedenfalls voll auf ihre Kosten kommen und sind von diesem zweiten Teil sicher noch viel begeisterter als noch vom ersten. Ich muss gestehen, mir hat der zweite Band, so wundervoll er mal wieder geschrieben ist und so sehr ich die Charaktere liebe (und glaubt mir, ich LIEEEEEEBE sie... ALLE) und so toll ich die Idee noch immer finde, ein wenig schlechter gefallen als noch der erste.
Das hatte viel mit meinen hohen Erwartungen zu tun (Für diejenigen, die sich nicht erinnern: Wen der Rabe ruft hatte von mir 4,5 Sterne bekommen und ist damit SEHR knapp an einer 5 Sterne Wertung vorbeigeschrammt, die ich nur in sehr seltenen Ausnahmefällen vergebe), aber es gab noch ein paar kleinere Dinge, die dazu beigetragen haben.
Zum einen ist da die Tatsache, dass ich das Gefühl hatte, dass die Charaktere im zweiten Band nicht wirklich von der Stelle kommen. Die Ausgangssituation unterscheidet sich kaum von der Endsituation, was man auch am Plot merkt. Ronan ist da eine Ausnahme, denn der macht einiges durch und verarbeitet auch vieles aus der Vergangenheit, aber die Suche, auf der sich die vier befinden? Da tut sich nicht wirklich was.
Auch muss ich gestehen, dass mir der Schreibstil hier ein wenig over the top war. Ich mag es gerne rätselhaft und so dass man als Leser auch mal mitdenken muss, um mitzukommen, und genau das habe ich am ersten Band so sehr geliebt und hier gab es auch wieder wundervolle Szenen, aber einige Stellen waren dann wiederum so schwammig, dass ich nicht mehr mitgekommen bin, was uns die Autorin denn jetzt nun mitteilen möchte. Vielleicht fehlte mir da die Intelligenz (obwohl ich mich eigentlich nicht für allzu dumm halte), aber das war mir einfach einen Hauch too much.
Natürlich hat das Buch trotzdem seine Stärken und ich werde auf jeden Fall die anderen Bände lesen. Das hier ist nur ein Vergleich zum ersten Band, den ich eben noch mehr geliebt habe als diesen Folgeband.

FAZIT

Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 4,5 Herzen
Emotionale Tiefe: 4,5 Herzen
Spannung: 3,5 Herzen
Humor: 3,5 Herzen
Originalität: 4 Herzen

Wer Ronan als Charakter toll findet, wird Wer die Lilie träumt lieben und auch alle anderen Fans des ersten Buches werden ihren Spaß am zweiten Band haben. Mir persönlich gefiel Wen der Rabe ruft noch mehr und ich hoffe, dass wir in Band drei dann wieder mehr von Gansey und Blue zu lesen bekommen.

  (3)
Tags: loewe verlag, maggie stiefvater, raven boys, script5, urban fantasy   (5)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, magie, cbt, werker

Roter Zauber

Holly Black , Anne Brauner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.04.2014
ISBN 9783570308905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mir persönlich gefällt der englische Titel deutlich besser, weil er einfach besser zur Geschichte passt. Allerdings verstehe ich den deutschen Verlag auch sehr gut. "Roter Handschuh" wäre jetzt nicht so der Kassenschlager gewesen... Die neuen Cover gefallen mir irgendwie einen Hauch besser, wobei ich finde, dass die alten den Mafiaaspekt sehr viel besser rüberbringen.Es ist eine halbe Ewigkeit her, dass ich den ersten Band der Curse Workers Reihe gelesen habe. Das war zu einer Zeit, als ich gerade erst angefangen habe Rezensionen zu schreiben und ich war von dem Buch vollauf begeistert. Leider ist es oft so, dass man mit der Zeit kritischer wird, deshalb habe ich fast befürchtet, dass mir das hier auch so gehen würde, aber falsch gedacht!
Die Charaktere sind es, die diese Geschichte tragen. Ganz besonders natürlich Cassel, aber auch Lila - bei ihr im ersten Band noch ein wenig mehr als im zweiten. Cassel ist einer der besten Hauptcharaktere überhaupt. Er ist nicht nur schlagfertig und humorvoll, sondern auch clever und verhält sich zwar nicht immer moralisch perfekt, aber man kann jede seiner Entscheidungen und Handlungen sehr gut nachvollziehen. Gerade bei männlichen Protagonisten fällt es weiblichen Autoren oftmals schwer, sie nicht zu weich wirken zu lassen und gerade das hat mir hier wieder sehr gut gefallen: Dass Holly Black das bei Cassel eben nicht passiert ist.
Die Geschichte an sich drehte sich hier wieder sehr stark um den Konflikt, dass die Fluchweber von der Gesellschaft nicht anerkannt werden. In dem Sinne gab es hier schon eine leichte "Rebellion", die sich für mich aber sehr so anfühlte, als würde sie in unserer heutigen Gesellschaft so ablaufen und nicht mit der Art von Rebellion in Büchern wie Panem zu vergleichen ist. Generell konnte das Buch, wie ich finde, durch diese Thematik auch auf Rassismus eingehen und ich finde es sehr toll, wie das hier umgesetzt worden ist.
Dauerhaft hohe Spannung sollte man bei Roter Zauber zwar nicht erwarten, aber das Buch lebt auch viel mehr von den Entwicklungen zwischen den Charakteren, von Machtspielen und von Geheimnissen. Ich fand es hier super, dass Cassel hier beginnt (unfreiwillig wohlgemerkt), sich mit zwei ziemlich idiotischen FBI Agenten zu treffen und auf diese Weise so langsam aus diesem ganzen Mafiasumpf auftaucht. Und das große Geheimnis um den Mord, das die gesamte Handlung trägt, das fand ich unglaublich gut gelöst. Ich finde es eh immer toll, wenn ein Autor es schafft, dass man am Ende so einen AHA- Moment erlebt und feststellen muss, dass man diese Möglichkeit nicht einmal in Betracht gezogen hatte.
Die Beziehung mit Lila ist mir zeitweise etwas auf die Nerven gegangen. Ich verstehe den Konflikt, der aus dem ersten Band mitgenommen wurde, natürlich sehr gut: Cassel will nicht mit Lila zusammen sein, wenn er weiß, dass diese ihn nur aufgrund des Fluches seiner Mutter liebt. Allerdings zog sich der Konflikt wirklich bis zum Ende des Buches durch. Ich bin gespannt, wie das im dritten Band dann noch fortgeführt wird.
Mein wirklich großer Kritikpunkt ist hier allerdings, dass, wie ich finde, dem Buch so ein wenig der rote Faden fehlte. Klar, der Mord musste aufgedeckt werden und dann immer die Treffen mit verschiedenen Leuten, aber das war es dann auch "schon". Magie kam in diesem Band auch sehr viel weniger vor, als noch im ersten.

FAZIT



Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 3,5 Herzen
Emotionale Tiefe: 3,5 Herzen
Spannung: 4 Herzen
Humor: 4 Herzen
Originalität: 4,5 Herzen

Eine gute Fortsetzung von Weißer Fluch, die wieder einmal durch Cassel als Hauptcharakter überzeugen kann, der es aber noch ein wenig an rotem Faden fehlt. Trotzdem ein Muss für alle Fans des ersten Bandes! Ich bin schon gespannt, was uns im letzten Teil noch erwartet...

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Tags: cbt, jugendbuch, mafia, urban fantasy   (4)
 

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808 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 109 Rezensionen

liebe, jugendbuch, familie, boston, freundschaft

Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte

Jessica Park , Bea Reiter
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.07.2014
ISBN 9783785578674
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ZUR AUFMACHUNG


Mir gefällt die deutsche Aufmachung wirklich sehr sehr gut! Das Cover passt zur lockeren, humorvollen Schreibweise und der Titel... ist geradezu perfekt! Ich kann mir nur vorstellen, dass sich da jemand nicht zwischen "Im freien Fall" und "Wie ich mich in eine Pappfigur verliebte" entscheiden konnte, weil beides unglaublich gut passt und auch beides sehr gut klingt. Da könnte ich mich auch nicht entscheiden. Wobei Flat-out Love auch perfekt passt xD

ZUM BUCH


Das hier ist so eine Geschichte, die man einfach gern haben muss. Julie als Hauptcharakter ist schlagfertig und clever und witzig und man mag sie einfach auf Anhieb. Celeste ist zwar leicht verrückt mit ihrem Pappbruder, aber auch sie mag man sofort. Stellenweise hat sie mich ein wenig an Sheldon aus Big Bang Theory erinnert mit ihren Neurosen. Sowohl Matt als auch Finn mag man ebenfalls sehr gern. Matt, der typische Nerd, der die verrücktesten Interessen hockt, die meiste Zeit in seinem Zimmer verbringt, aber auch sehr clever und schlagfertig ist und vor allem nett. Und Finn, der Abenteurer, der Julie (und den Leser) im Chat immer wieder zum Lachen bringt.
Womit das Buch also vor allem anderen punkten kann, ist die humorvolle Erzählweise der Autorin. Allein die Situaion von Pappfinn bringt so viele amüsante Momente mit sich, in denen man vor dem Buch sitzt und vor sich hin kichert. Und Matt ♥ Ich hätte auch gern einen Matt. Gibt es nicht irgendeine Möglichkeit, mir einen zu bestellen? Vielleicht im Internet ala Celeste? Dann stelle ich den zu den 10.000 anderen Pappfiguren in meinen Keller... MUHAHAHA. Nein, Spaß bei Seite: Matt ist toll, man mag ihn vom ersten Moment an unheimlich gern, Finn genauso. Wer will auch schon jemanden wie Edward oder Jace oder WasweißichwendieJugendheutzutagesowill, wenn man auch ein Matt-Fangirl sein könnte?
Was ich auch sehr mochte, war der Verlauf der Geschichte. An vielen Stellen werden Klischees vermieden, zum Beispiel der junge Mann, den Julie datet. Normalerweise hätte der sich jetzt als mieser Vergewaltiger oder Betrüger herausgestellt, aber nope, war er nicht. Konflikte wurden somit also nicht mal eben so umgangen, sondern mit offenen Armen empfangen. Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine.
Außerdem fand ich die ganzen Chatgespräche wundervoll! Auch alles, was mit dem "freien Fall" aus der Kurzbeschreibung zu tun hatte. Das war so schön philosophisch und einfach toll gemacht. Es reißt mit und es berührt und awww...
Den halben Stern Abzug, den das Buch gleich bekommt, den hat es der Tatsache zu verdanken, dass ich schon nach wenigen Seiten wusste, wie es ausgehen würde. Vielleicht liegt das an meinem überaus hohen IQ und meiner unglaublichen Auffassungsgabe und der Tatsache, dass ich die Wiedergeburt von Sherlock Holmes bin... oder aber es liegt daran, dass es offensichtlich ist. Ich tendiere ja zu letzterem.
Aber wisst ihr was? Bei Contemporary ist mir das nicht halb so wichtig wie bei Dystopien oder Fantasy Romanen. Denn die leben von dieser Spannung, der Erwartung darauf, was der Plot als nächstes zu bieten hat. Während (für mich) bei Contemporary die Charakter und vor allem auch die Dialoge und die amüsanten Situationen, in die die Charaktere geraten, eine viel tragendere Rolle spielen.

FAZIT


Schreibstil: 4,5 Herzen
Charaktere: 4,5 Herzen
Spannung: 3 Herzen
Emotionale Tiefe: 4,5 Herzen
Humor: 5 Herzen (KACHUU!)
Originalität: 4,5 Herzen

Ein wundervoller Contemporaryroman, der mit seinen liebenswerten, intelligenten Charakteren und dem unglaublich amüsanten Humor vollkommen überzeugt! Dass die Geschichte da ziemlich vorhersehbar ist, fällt daher kaum ins Gewicht.

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Tags: contemporary, humor, jessica park, jugendbuch, loewe   (5)
 

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261 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

jugendbuch, liebe, serie, england, soap

Rosen und Seifenblasen - Verliebt in Serie

Sonja Kaiblinger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.07.2014
ISBN 9783785578667
Genre: Jugendbuch

Rezension:

... und das Ende des Buches, das war gemein wie Sau!

Hachja, an mir ist doch eine wahre Poetin hängen geblieben, nicht wahr? Wartet, ich habe noch eins für euch:

Rosen und Seifenblasen, ja dieses Geschichtchen,
dem gebührt eine prahlerische Ode als Gedichtchen.
Denn der Humor, oha, der ist gigantisch toll.
Von den Cliffhangern hab ich aber die Schnauze voll!
Dafür ist die Abby die Rose von meinem Herzen,
denn mit ihrem Intellekt und mit ihren Scherzen
bezauberte sich mich doch glatt sofort,
genau wie Ashworth Park, dieser versnobte Ort.
Und der Jasper, den darf man nicht vergessen!
Da werdet ihr euch wegen dem Ende noch stressen...
Also, liebste Sonja, ich hoffe in kurzer Weil
lieferst du uns (gefälligst!!!) den zweiten Teil!

Der Julian, der kann EINPACKEN, bei meinem Talent, da poete ich den doch mal locker gegen die Wand! Was? Wer Julian ist? Nun, Julian ist der große Star der Serie "Ashworth Park", die von einer Adelsfamilie in der heutigen Zeit handelt. Julian ist ziemlich selbstverliebt, etwas naiv, dafür aber auch erstaunlich gutaussehend und sehr hilfsbereit. Ganz anders als sein jüngerer Bruder Jasper, der immer wieder Unruhe stiftet. Da hat unsere liebe Abby einiges zu tun, als sie plötzlich und vollkommen überraschend in der Serie landet.
Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat, das war die Ausarbeitung des Plots. Es gab absolut gar keine Längen im Roman und die Action geht auch schon nach den ersten paar Seiten los. Wie diese Ashworth Welt mit unserer heutigen verwoben wurde, das fand ich auch einfach super! Denn Abby springt immer am Ende jeder Folge zurück in die Realität. Dadurch kommt auch nie diese Depri-Heimweh-Phase auf, die es in Zeitreiseromanen so häufig gibt. Generell ist Abby einfach... ♥ Einer der besten Hauptcharaktere überhaupt. Durch ihre witzige Art, mischt sie das Adelsleben mal so richtig auf und man wartet die ganze Zeit darauf, dass sie und Jasper sich endlich zusammentun, um Lady Ashworth mal eins auf die Nase zu geben. Ich hoffe, dass uns davon ganz viel im zweiten Teil erwarten wird. Anders als erwartet spielt die Liebesgeschichte in diesem ersten Teil gar keine so große Rolle. Eigentlich sogar fast keine. Obwohl es natürlich so einige Momente gibt... ♥
Ein wenig schade fand ich das mit Clarissa und Julian. Ihr werdet wissen, was ich meine, wenn ihr das Buch gelesen habt. Aber das wäre vermutlich auch der typische Ablauf gewesen sonst. Ich find's übrigens auch ganz ganz toll, dass sich unsere Abby eben NICHT in Julian verliebt. Der Typ ist aber auch einfach... naja, gewöhnungsbedürftig.
Natürlich ist aber der eigentliche Pluspunkt dieses Buches ganz klar: Der Humor! Wer gern Kerstin Gier liest, der wird sich hier ganz wie zu Hause fühlen. Die amüsanten Situationen, in die sich Abby jedes Mal manövriert und dazu ihre schlagfertige Art und überhaupt! ♥
Wen übrigens das Alter der Protagonistin abschrecken sollte: Wirklich, lasst euch das nicht davon abhalten, das Buch zu lesen, denn Abby verhält sich nicht anders als so viele 16-jährige Protagonistinnen. Vielleicht sogar noch intelligenter als so manche...

Fazit

Schreibstil: 5 Herzen
Charaktere: 4,5 Herzen
Spannung: 4 Herzen
Emotionale Tiefe: 4,5 Herzen
Humor: 5 Herzen (♥)
Originalität: 4 Herzen

Ein humorvoller, unglaublich gut durchdachter Jugendroman mit einer tollen Idee und bezaubernden Charakteren, der von der ersten bis zur letzten Seite fesseln kann. Wer Kerstin Gier mag, dem gebe ich hiermit die Garantie, dass er (oder seien wir ehrlich: eher sie) Rosen und Seifenblasen lieben wird!
ICH WILL JETZT DEN VERDAMMTEN ZWEITEN TEIL HABEN! UND WENN DIE GROßBUCHSTABEN NOCH NICHT AUSREICHEN, DANN BUCHSTABIERE ICH ES GERNE NOCH MAL: Am besten S. O. F. O. R. T.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich gehe jetzt Rosen züchten. Adios!

  (3)
Tags: humor, kerstin gier, loewe verla, rosen und seifenblase, sonja kaiblinger   (5)
 

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(372)

631 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 81 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, ursula poznanski, virus, liebe

Die Vernichteten

Ursula Poznanski
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.07.2014
ISBN 9783785575482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich würde dem Buch so gerne fünf Sterne geben, weil ich die Charaktere und die Welt liebe wie sonst nur sehr selten. Ursula Poznanski hat eine Geschichte geschaffen, die berührt und die intellektuell fordert, weil sie so viele Wenden enthält, die man als Leser nur sehr sehr schwer (wenn nicht sogar gar nicht) vorhersehen kann. Eine Zukunft, die im Vergleich zu vielen anderen Dystopien sehr realistisch wirkt und mich immer wieder hat schockieren können. Das alles trifft nicht nur auf die ersten beiden Bücher, sondern auch auf Die Vernichteten zu.Das Ende ist einfach unheimlich intelligent und wunderschön geschrieben, lässt den Leser nicht so unbefriedigt zurück wie manch andere Geschichte, verläuft aber auch weder vorhersehbar oder ohne die notwendigen Opfer, die an einem solchen Punkt nun einmal gebracht werden müssten, um den Frieden zu sichern. Auch kam mir das Ende sehr logisch, damit gut durchdacht und auch realistisch vor.Ria ist hier wieder der sympathische, clevere Mensch, als den wir sie kennengelernt haben, und immer wieder ist man beeindruckt, wenn sie Schlüsse zieht, auf die man selbst niemals gekommen wäre. Ihre Gabe, andere Menschen zu lesen, kommt hier wieder sehr gut zur Geltung. Auch Sandor ist wieder ein einfach sehr liebenswürdiger Charakter mit dem Mut, der Liebe, der Fürsorglichkeit und Kampfbereitschaft, die die Gründe waren, warum Ria sich in ihn verliebt hat. Auch alle anderen Charaktere, besonders auch die neuen, gefielen mir sehr gut. Die Eröffnungen, die hier noch kommen sind genauso schockierend und überraschend wie schon die aus dem zweiten Band und haben es geschafft, dass ich mit offenem Mund ungläubig auf die Seiten gestarrt habe.Warum also die etwas gedämpfte Begeisterung zu Beginn der Rezension?Nun, so wunderbar und toll und intelligent und schockierend und einfach awesometastisch das Ende auch sein mag, die Mitte des Buches ist es nicht. Ich habe mich stellenweise wirklich gelangweilt. Das zu schreiben, fällt mir gar nicht so leicht, aber es ist die Wahrheit. Der Beginn und besonders die Mitte des Buches waren einfach lahm. Man wartet permanent darauf, dass endlich etwas passiert und wenn es das dann endlich tut, geht da auch ordentlich die Post ab und man klebt geradezu an den Seiten. Aber davor? Leider nicht. Besonders die Phase, wo Ria sich bei dem anderen Teil des Clans Schwarzdorn aufhält, hat sich gezogen wie Kaugummi. Natürlich gab es auch schöne Szenen, aber diese ganze Sache mit Bennok hat für mich zu viel Zeit bekommen. Auch der Weg dorthin. Die Sache mit dem Grenzgänger wäre auch nicht nötig gewesen. Kurz gesagt: Das hat mir alles zu lange gedauert, ganz besonders für ein Finale von einer Trilogie. Bei einem ersten oder zweiten Band wäre das sicher nicht so stark aufgefallen, aber hier eben doch.

FAZIT



Schreibstil: 4,5 Herzen
Charaktere: 4,5 Herzen
Spannung: 3,5 Herzen
Emotionale Tiefe: 4 Herzen
Humor: 4 Herzen
Originalität: 4 Herzen

Eine erschreckende Wende und jede Menge Spannung zum Ende hin, die einen realistischen, mitreißenden Abschluss dieser Reihe bilden. Leider kann ich nicht völlig ignorieren, dass das Buch in der Mitte einen ziemlichen Hänger hatte und sich dadurch etwas zog. Sehr schade, aber ich kann diese Reihe trotzdem sehr empfehlen und freue mich auf alles, was von Ursula Poznanski im Jugendbuchbereich noch kommen wird!

  (2)
Tags: dystopie, loewe verlag   (2)
 

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(89)

167 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

jugendbuch, blog, contemporary, high school, liebe

Emily lives loudly

Tanja Voosen
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.08.2014
ISBN 9783646600728
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ZUR AUFMACHUNG


Ich könnte euch jetzt Geschichten erzählen... Aber ich lasse es :P
Das Cover ist SUPER! Ich liebe es! Es passt perfekt zur amüsanten Geschichte und sieht auch noch so richtig happymäßig aus, oder? =) Hach... Das hat Impress auf jeden Fall ganz wundervoll gemacht! =)
Und der Titel ist ebenfalls absolut PERFEKT! Man hätte keinen besseren finden können!

ZUM BUCH


Ich hatte die große Ehre, Emily Lives Loudly bei seinem Werdegang zu begleiten und ich habe seinerzeit sogar das Buch als Hörbuch vorgelesen (obs das je geben wird? Nicht die geringste Ahnung)
Ich weiß ja selbst, was ihr jetzt denkt. "Ey, die olle Amelie mag das nur, weil die Tanja ihre Freundin ist." oder auch "Ey, die olle Amelie tut nur so als ob sie das mögen würde, weil Tanja ihre Freundin ist", aber NEIN. Ich kann hier und jetzt sagen, dass ich dieses Buch genauso lieben würde, wenn es von irgendeinem anderen Autoren geschrieben worden wäre. Das hat viele verschiedene Gründe.
Zunächst einmal trifft diese Geschichte einfach zu 100% meinen Geschmack, was Contemporary Romane betrifft:

Mit Emily eine starke, selbstbewusste (aber nicht arrogante) Heldin Jede Menge Humor (Und ich meine wirklich JEDE MENGE. Es gibt viele Bücher, bei denen steht zwar dabei, dass sie angeblich ach so lustig seien, sind sie aber gar nicht wirklich)  Ein Love Interest, der genauso sarkastisch und clever ist wie unsere Protagonistin (Denn aus genau dieser Kombination zaubert Tanja Voosen uns die herrrlichsten Dialogie der Welt) Eine tolle Geschichte über Freundschaft (June und Bryn sind GENIAL) und Liebe und das Leben eines jungen Menschen, dem noch alle Möglichkeiten offen stehen. 
Dabei werden in dieser Geschichte jede Menge Klischees, die ich (und ihr) aus Jugenbüchern kenne, aufs Korn genommen. Dadurch wurde die Geschichte zu etwas, das es so einfach noch nicht gibt. Auch mochte ich als Bloggerin logischerweise die Tatsache, dass das Buch zu Teilen in Blogform geschrieben ist. Wobei man das beim Lesen kaum merkt, glaubt mir. Was heißen will: Blogger werden ein paar Insidergags verstehen, aber Nichtblogger werden sich nicht an diesen Insidergags stören.
Und dann ist da noch Austin. Und JA, der braucht seinen eigenen Absatz und JA, ich weiß, dass Tanja jetzt sicher Hmmpf macht, weil sie es nicht haben kann, wenn man diese Geschichte auf Austin reduziert und das sollte sie auch nicht werden, aber er ist ein großer Teil des Grundes, warum ich diese Geschichte so sehr mag. Ich weiß nicht, wie oft ich vor dem Manuskript gesessen habe und mir gedacht habe, dass Austin der perfekteste Love Interest ist, den es gibt.
Ihr mögt Bad Boys, aber es geht euch auf die Nerven, wenn diese den Hauptcharakter mies behandeln? Oder der Hauptcharakter sie "zum Guten" verändern muss, damit sie überhaupt erträglich sind? Gott, wie mich das aufregt... Aber Good News: AUSTIN IST NICHT SO! Um es mit Emilys Worten zu sagen: "Austin ist einfach... Austin." Er ist sarkastisch und herrlich humorvoll und intelligent und, klar, gutaussenhend (wobei auf dieser Eigenschaft KEIN Fokus liegt wie bei vielen anderen Geschichten im Jugendbuchbereich) und außerdem spontan und einfach... ♥ In Kombination mit Emily, die diese Eigenschaften auch alle erfüllt, ist das eine so wundervolle Geschichte, bei der man einfach da sitzt und lächeln muss (oder auch vor Lachen verrecken, je nach dem). Emily Lives Loudly ist ein Gute Laune Buch und kann dabei gleichzeitig auch tiefgründig sein. Selbst in der dunkelsten Stunde verliert Emily ihren Humor nie und das macht die Geschichte einfach so gut.Wisst ihr, ich bekomme häufig Contemporary Geschichten empfohlen. Manchmal gefallen mir diese Geschichten und manchmal tun sie dies nicht. Aber so gut wie nie erreichen sie die Schwärmereien, die ich mir zuvor angehört habe. Emily Lives Loudly ist für mich DIE Contemporary Geschichte, die einfach perfekt ist. Die wirklich genug Humor hat, deren Charaktere  wirklich sympathisch sind (und zwar ALLE), deren Liebesdreieck  wirklich KEIN Liebesdreieck ist (ist es nicht, glaubt mir) und bei der man einfach nicht weiß, welche Szene einem am besten gefällt, weil ELL einfach so viele tolle Szenen hat!Ich würde das Buch auch jedem empfehlen, der zum Beispiel Anna and the French Kiss (Herzklopfen auf Französische) mochte, nicht weil die Handlung überhaupt irgendetwas gemein hätte, sondern vielmehr, weil beide Bücher in einem dieses kribbelnde Gefühl von purem Glück zurücklassen, das auch Tage, nachdem man das Buch beendet hat, noch in einem glüht.

FAZIT


Schreibstil: 4,5 HerzenCharaktere: 5 Herzen mit STERNCHEN!Emotionale Tiefe: 4,5 HerzenSpannung: 4 HerzenHumor: 5 Herzen mit STERNCHEN!Originalität: 4,5 Herzen

Ich habe bestimmt die Hälfte der Gründe, warum ich das Buch mag, vergessen.Muss ich überhaupt noch etwas sagen? Na gut, für diejenigen, die nur das Fazit lesen:Emily Lives Loudly hat einfach alles, was für mich den perfekten Contemporary Roman ausmacht.Amen.TEAM AUSTIN, BITCHES!

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568 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

jugendbuch, thriller, jennifer rush, liebe, familie

Hide

Jennifer Rush , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.03.2014
ISBN 9783785575178
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ZUR AUFMACHUNG


Also mir gefällt die deutsche Aufmachung immer mehr, je länger ich sie mir ansehe. Wobei im Vergleich zum ersten Band die Vögel nicht so viel mit der Geschichte zu tun haben. Oder sind das Kraniche? Andererseits ist auf den Originalcovern ja immer das gleiche drauf. Die englischen Titel gefallen mir minimal besser als die "deutschen". Aber auch die passen gut.

ZUM BUCH


Ich muss sagen, dass ich Anna und Sam langweilig finde (was keine Kritik am Buch ist, sondern nur den nächsten Absatz begründen soll). Nicht die Charaktere einzeln, sondern die Beziehung der beiden. In diesem Teil spielt Annas Schwester auch eine ziemlich große Rolle und vor allem auch die Schuldgefühle, mit denen beide zu kämpfen haben, jetzt wo sie wissen, dass Sam einmal mit ihr zusammen gewesen ist.Meine persönlichen Highlights dieses zweiten Teiles waren eigentlich alle Szenen, in denen Nick vorgekommen ist. Ich glaube das hat damit zu tun, dass ich Anna und Sam zusammen langweilig fand. Nick ist zwar nicht gerade nett, aber je mehr man über seine Vergangenheit erfährt, desto mehr mag man ihn einfach. Allein die Stelle, in der erzählt wird, dass Cas und Sam in der Lage waren, ihre Verbindung zu Anna zu lösen, Nick allerdings nicht, hat mir schon so viel über ihre Charaktere sagen können...Generell waren die Rückblicke wirklich toll. Ich finde auch, dass man hier viele Dinge erfahren hat, die einen auch überraschen konnten!Etwas vorhersehbar fand ich den Verlauf der Geschichte, was Annas Schwester beginnt. Dafür konnte mich die Aufklärung, was den Tod ihrer Eltern betraf, wirklich umhauen. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Es erklärte allerdings vieles.Spannung bietet der zweite Teil auch wieder jede Menge. Anna kann niemandem trauen, nicht einmal Sam... ?! (Nick natürlich schon, weil Nick AWESOME ist. Sorry, kurze Fangirlphase zwischendrin. Dabei könnte ich gar nicht sagen, was an ihm so besonders ist. Er ist immer grummelig und manchmal sogar gemein, aber man merkt einfach, dass er ein gutes Herz hat).Das einzige, was ich kritisieren würde, wäre, dass ich das Gefühl hatte, dass man diese Geschichte auch gut in zwei etwas längeren Büchern hätte erzählen können. Im Prinzip ist es immer wieder das gleiche mit der Organisation, die hinter ihnen her ist und den Labors und ja... Nicht dass das schlecht wäre, aber die Geschichte kommt halt wenig voran im eigentlichen Sinne. Die Charakterentwicklung ist dafür immens und die Beziehungen untereinander, aber die eigentliche Handlung steht zu Beginn des Buches nicht so weit entfernt von der zu Beginn. Dafür mochte ich den Einstieg sehr gerne, weil es direkt in die Handlung rein ging und ich nicht das Gefühl hatte, dass wir diesen Einleitungsteil noch gehabt hätten. Ich mag sowas wirklich gerne.

FAZIT



Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 4 Herzen
Spannung: 4,5 Herzen
Emotionale Tiefe: 4 Herzen
Humor: 3,5 Herzen
Originalität: 4 Herzen

Hide hat mir noch besser gefallen als der Vorgänger! Nicht nur, dass wir mehr über die Charaktere erfahren, wir wissen auch nie, wem wir trauen können und die Spannung wird konsequent hoch gehalten! Ich bin schon sehr gespannt auf die Auflösung im Finale dieser Trilogie.

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Tags: jugendbuch, loewe verla   (2)
 

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394 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 37 Rezensionen

dystopie, perry, aria, jugendbuch, aria und perry

Geborgen - In unendlicher Weite

Veronica Rossi , , ,
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2014
ISBN 9783789146220
Genre: Jugendbuch

Rezension:

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Also mir gefallen beide Cover =) Die englischen Titel passen dafür aber doch sehr viel besser muss ich ehrlich sagen. Und eine Frage: Hat "Rag" irgendwas zu bedeuten? Vielleicht, dass es Unfug ist, sich Gedanken darüber zu machen, warum die Buchstaben "Rag" ergeben? xD
Was die Kurzbeschreibung angeht, denke ich mir gerade, ob ich denn ein anderes Buch gelesen habe, oder so?! Perry hat sich für Kirra entschieden? O.o Also das hatte ich aber anders in Erinnerung... gaaaaaanz anders.

ZUM BUCH


Ich liebe diese Reihe einfach!Ich bin ein ganz ganz großer Fan von Fantastopien, weil sie die tollen Elemente von beiden Genres super vereinen können und Aria und Perry haben mir von Beginn an total gefallen und das hat sich auch mit diesem dritten Band nicht geändert.Finale Bände von Trilogien sind immer ein sehr schweres Unterfangen, ganz besonders, wenn es sich um Geschichten mit dystopischen Elementen handelt. Da gibt es so viele offene Fragen, die man klären muss und so viele lose Fäden, die noch zusammengeführt werden müssen. Geborgen hat das wie ich finde sehr gut gemacht. Natürlich hätte ich mir da auf großer Ebene noch mehr Auflösung gewünscht. Mehr zu dem Thema, was überall auf der Welt so passiert und was mit den Ätherstürmen ist oder auch wie unsere heutige Zivilisation zu Grunde gegangen ist. Auch wenn Aria und Perry davon vielleicht nichts wissen, hätte man das doch irgendwie einbringen können. Da hat Veronica Rossi hier die "leichtere" Version von Ausweg genommen. Was ich auch verstehen kann, weil das verdammt viel Arbeit ist, das fehlerfrei und logisch alles hinzubekommen. So hat die Autorin zwar den leichteren Weg gewählt, aber dafür alle Stränge zusammengeführt und die Handlung sehr gut abgeschlossen.Dafür sehen wir hier wieder viel von den sehr tollen Charakteren und die beiden Zivilisationen und Kulturen krachen in diesem dritten Band dann auch endgültig aufeinander, was mir super gefallen hat! Das hatte jede Menge Konfliktpotential, was hier auch genutzt worden ist. Vor allem die Situationen, in denen die Menschen aus den Sphären auf die Menschen aus den Stämmen gestoßen sind, haben mir sehr gefallen. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich das noch einmal sagen würde, aber ich mochte Soren in diesem Band tatsächlich gern. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!Die Autorin hat ihre Charaktere aber auch verdammt lange leiden lassen und das Buch war so voller Spannung und voller Wenden und einige Stellen waren auch einfach total traurig. Charaktere sind gestorben, von denen ich das nicht so recht erwartet hatte und generell... Achja.Schön fand ich es auch, dass das mal wieder ein Band war, in dem Aria und Perry zusammen sein konnten, wenn auch nur bis zum großen Showdown, und ich mochte das total gern, weil ich eben auch die Charaktere so gern habe. Nach dem zweiten Band hatte ich ja so ein wenig befürchtet, dass es noch zu einem Liebesdreieck mit Roar kommen würde, aber Gott sein Dank war dem nicht so!

FAZIT



Schreibstil: 5 Herzen
Charaktere: 4,5 Herzen
Action: 4,5 Herzen
Emotionale Tiefe: 4 Herzen
Humor: 3 Herzen
Originalität: 4 Herzen

Ein würdiger, sehr spannender Abschluss dieser tollen Trilogie, der zwar nicht den riesigen Wow-Effekt mit Blick auf die gesamte geschaffene Welt hatte, aber dafür wieder einmal eine tolle Geschichte über wundervolle Charaktere erzählen konnte. Ich kann diese Trilogie auf jeden Fall empfehlen und hoffe, dass wir auch in Zukunft noch einmal etwas von der Autorin werden lesen können.

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Tags: dystopie, fantastopie, oetinger   (3)
 

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562 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 42 Rezensionen

liebe, football, herz verspielt, simone elkeles, familie

Herz verspielt

Simone Elkeles , Katrin Weingran
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.05.2014
ISBN 9783570309049
Genre: Jugendbuch

Rezension:

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Mir gefällt das deutsche Cover mit den lilatönen mittlerweile fast noch besser als das Original. Dass der Footballspieler nicht mit drauf ist, ist zwar schade, aber beim Original gibt es unten in der Mitte auch einen seltsamen Farbübergang, den das deutsche dafür nicht hat ;) Die Titel passen beide, wobei ich da auch die deutschen ausnahmsweise echt gern mag =)

ZUM BUCH


Das Buch war jedenfalls nicht nicht schlecht! Das hätte mich bei Simone Elkeles allerdings auch sehr stark gewundert. Mein Lieblingsbuch von ihr war es allerdings auch nicht.Natürlich waren die Charaktere mal wieder sehr amüsant und natürlich gab es wieder Herzschmerz und generell hat mir die Liebesgeschichte unheimlich gern gefallen! Für Leute, die nicht allzu viel Contemporary lesen und vielleicht nur ihre Romane kennen, wird das Buch auch einfach awesometastic sein. Ich aber, ich habe da nicht allzu viel Neues drin entdecken können, was wirklich schade war, weil das Grundgerüst eigentlich genau mein Ding ist: Bad Boy und "gutes Mädchen". Die beiden sind gezwungen unter einem Dach zu leben... BAM! So muss das sein. Allerdings kam das alles dann etwas anders als gedacht...Hier in Deutschland kennen recht wenige Leute bereits die Bücher von Miranda Kenneally. Der erste Band Catching Jordan kommt im gleichen Verlag (also cbt ;) ♥) bald unter dem Titel Herz im Aus heraus. Ja, da gibt es eine ziemliche Titelähnlichkeit und die begründet sich darin, dass die Bücher das selbe Grundthema haben: Mädchen, das gerne Football spielt, von ihrem Vater darin nicht unterstützt wird, aber eine Unikarriere anstrebt und zum Kapitän des Teams gewählt wird. Darüber hinaus war es so, dass Derek zwar ständig als Bad Boy bezeichnet wird, aber eigentlich gar keiner ist. Was nicht schlimm war, wirklich, denn er war sehr nett und einfach ein guter Mensch und ich mag solche Charaktere sehr gern. Aber dieses ständige Aufdrücken der Bezeichnung hatte mich etwas gestört.Dann ist da noch Ashtyns Freund... In der Kurzbeschreibung steht ja schon, was mit dem passiert, aber eigentlich passieren tut dies erst nach der Hälfte des Buches und man denkt sich die ganze Zeit nur "Bahhh, GEH WEG!" und kann gar nicht nachvollziehen, warum sie mit ihm zusammen ist.Die Familienverhältnisse bieten unheimlich viel Konfliktpotential und das wurde hier auch richtig ausgekostet, wobei mir da noch ein wenig die Konfrontation mit Dereks Vater gefehlt hatte. Dafür mochte ich seine Großmutter unheimlich gern! Das war so ein Nebencharakter, den man einfach beginnt zu lieben =)Ein paar letzte Worte gelten noch der Übersetzung, die ich in diesem Buch besonders zu Beginn furchtbar fand. Es wurden Sachen übersetzt, da blieb mir wirklich der Mund offen stehen. Whatever mit "Was immer" zu übersetzen? Mhh... Wie auch immer oder Was auch immer ist ja noch was anderes, aber Was immer?! O.o Und es gab hier viel zu viele Yeahs. Ich meine, wir leben in einer Welt, in der sicher jeder das Wort versteht, aber man stolpert darüber, weil man das im Deutschen einfach nicht sagen würde. Nach etwa 30 Seiten wurde es dann aber deutlich besser und die Übersetzung war wieder gut.

FAZIT


Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 3,5 Herzen
Spannung: 3 Herzen
Emotionale Tiefe: 3,5 Herzen
Humor: 3,5 Herzen
Originalität: 2,5 Herzen

Ein schöner Contemporary Roman für zwischendurch. Allerdings bei Weitem nicht das Beste, was ich von Simone Elkeles bisher gelesen habe. Ich bin gespannt, was uns Herz verloren so bringen wird ;)

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Tags: cbt, contemporary   (2)
 

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286 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

fantasy, magie, assassinin, champion, kriegerin im schatten

Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

Sarah J. Maas , Ilse Layer
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.05.2014
ISBN 9783423760898
Genre: Jugendbuch

Rezension:

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Mhh, also mir gefiel ja das Cover vom ersten Teil im englischen deutlich besser, aber ich muss sagen, dass mir vom zweiten Band die deutsche Version sehr viel besser gefällt. Vom Titel her passt auch der deutsche besser als der englische =)

ZUM BUCH


Der Kampf geht weiter! Vor allem der Kampf um Celaenas Herz.Während ich ehrlich sagen muss, dass Liebesgeschichtentechnisch bei mir im ersten Band absolut null rüberkam, war hier genau das Gegenteil der Fall. Chaol und Celaena waren einfach himmlisch zusammen. Da greifen alle Rädchen ineinander und es passt und man kann beim Lesen auch verstehen und nachvollziehen, wieso gerade diese beiden sich so sehr mögen. Hinzu kam, dass das Liebesdreieck in der ersten Hälfte des Buches deutlich weniger im Zentrum steht. Dorian hält sich aus der ganzen Sache raus und das fand ich persönlich auch gut so, weil ich ein riesiger Chaol Fan bin (was nicht zuletzt sicher damit zusammenhängt, dass er mich so sehr an Hector aus der Feuerstein-Reihe erinnert <3

Auch beginnt die Geschichte sehr sehr cool! Der neue Lauf, den das alles nimmt mit Celeanas Geheimnissen und jemandem aus ihrer Vergangenheit, der plötzlich auftaucht, das alles hat mir einfach super gefallen. Und ja, ich weiß, ich wiederhole mich, aber: Die Liebesgeschichte war AWESOME!
Auch ist mir Celaena in diesem zweiten Teil sehr viel mehr ans Herz gewachsen, als noch im ersten. Sie wirkte deutlich sanfter und netter, was sicher mit ihrem veränderten Verhältnis zu Dorian zu hatte.
Trotz dieser Dinge, die ich sehr sehr gemocht habe und wegen derer ich den zweiten Band auch einen Hauch besser fand, als den ersten, gab es wieder so ein paar Sachen, die ich nicht so ganz so sehr mochte.
Zum einen fehlte mir irgendwie der rote Faden. Es gab sehr viele spannende Stellen, aber die Autorin hat so viel Potential, dass man die ganze Zeit das Gefühl hat, als wäre da "noch mehr drin". Sicher hat das auch damit zu tun, dass hier ein wichtiger Charakter stirbt und diese Szene für Celaena alles verändert. Das Problem, was ich persönlich damit hatte, das ist, dass mir dieser Charakter sehr unsympathisch gewesen ist, besonders in diesem zweiten Teil. Daher hat mich der Tod auch nicht so sehr mitnehmen können und ich fand den ganzen Part danach nicht ganz so super wie den Beginn.
Generell hatte ich einfach das Gefühl, als würde diese komplette Geschichte ein wenig gestreckt werden, damit sie die vollen sechs Bände füllen kann. Die Wende ganz zum Ende, hatte ich zwar kommen sehen, aber die ganzen Aspekte von Magie, die hier eingeführt worden sind, fand ich sehr neu und innovativ! Besonders die Vorstellung von verschiedenen Welten und die Szenen mit der Hexe fand ich auch wirklich super. Wie schon gesagt, da steckt unheimlich viiiiiiel Potential drin, aber so völlig ausgeschöpft fühlte sich das leider noch nicht an. Ich hoffe darauf, dass das im nächsten Band dann der Fall sein wird. Und auch dass die Liebesgeschichte die Wende nimmt, die ich mir wünsche... Liebesdreiecke sind doch wirklich eine heikle Sache.

Fazit
Schreibstil: 4 HerzenCharaktere: 4 HerzenSpannung: 3 HerzenEmotionale Tiefe: 3 HerzenHumor: 3 Herzen
Eine schöne Fortsetzung vom ersten Band, die besonders durch die tolle Liebesgeschichte überzeugt. Aber da ist noch mehr drin, Leute, da ist noch mehr drin!

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Tags: dvt, high fantasy   (2)
 

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216 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 17 Rezensionen

dystopie, eve, rebellen, gefahr, triologie

Eve und Caleb - Kein Garten Eden

Anna Carey , Ulrike Köbele
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.02.2014
ISBN 9783785571057
Genre: Jugendbuch

Rezension:

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Zu den Covern gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen, was nicht auch schon zu Teil zwei und drei gesagt wurde. Die Titel finde ich aber beide ganz passend, wobei "Kein Garten Eden" wirklich seltsam klingt. Wenn man da wie bei Nach dem Sommer einen Satz draus gemacht hätte, wäre das sicher ganz nett gewesen ;) So halb ist es ja auch einer geworden...

ZUM BUCH


Kein Garten Eden. In der Tat.Ich habe die ersten beiden Bücher dieser Reihe wirklich genossen, kann das vom dritten Band aber leider nicht sagen. Ich würde jetzt auch gerne etwas sagen, dass das Ganze abmindert, aber mir fällt beim besten Willen nichts ein, was nicht ohnehin fester Bestandteil von Reihen ist. Wie der Schreibstil oder die Charaktere (in den meisten fällen), denn beides mochte ich hier noch immer. Das Problem lag aber ganz klar im Plot.Ich bitte um Aufmerksamkeit, denn es könnte sein, dass das hier für euch gespoilert ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass es das nicht ist, weil jeder DEPP das sofort sehen kann (Stichwort Caleb), aber ich weise trotzdem darauf hin!Ich kann Geschichten einfach nicht ausstehen, in denen die Hauptcharaktere voneinander getrennt sind. Nicht, dass mich kurze Phasen stören würden und wenn die Geschichte aus zwei Perspektiven geschrieben ist, ist das sowieso noch einmal etwas komplett anderes. Am Schlimmsten ist es aber, wenn der Hauptcharakter glaubt, dass ihr ach so geliebter Love Interest tot ist. Wir Leser wissen ja ohnehin schon von dem Moment an, in dem er stirbt, dass er wiederkommen und es ein riesiges Freudenfest geben wird. Natürlich gibt es auch Ausnahmen dieser Regel, aber bei Eve war es für mich offensichtlich. Wenn dem nun so ist, dann ist es vor allem dann besonders nervig und störend, wenn sich dieses "Oh mein Gott, er ist tot und ich bin so allein" Gerede über eine sehr lange Strecke zieht. Und ich kann euch sagen: Hier ist es ein KOMPLETTES BUCH LANG! Damit meine ich auch nicht, dass es zum Schluss noch eine Aussprache gibt oder dass auch nur annähernd erklärt wird, warum er denn wieder lebt oder dass die beiden auch nur ein Wort wechseln, nein, Eve erfährt einfach so im letzten Satz etwa, dass er noch lebt und läuft dann dramatisch zu ihm. Also nein. Vielleicht mag es Leute geben, denen so etwas gefällt, aber ich gehöre leider nicht dazu.Die Liebesgeschichte einmal ausgenommen, ist es hier so, dass Charakter um Charakter stirbt. Immer wieder mal so ab und zu einer und das beginnt auch sehr früh schon. Das an sich ist eigentlich eine eher positive Sache (für den Leser, nicht für den Hauptcharakter), weil das in den meisten Fällen Spannung bedeutet (siehe Flammender Zorn), aber hier hat sich fast jeder Tod sehr unnötig angefühlt und es wurde Eve auch keine Zeit gelassen um um diese Menschen zu trauern. Ganz wie President Snow das im The Hunger Games Film gesagt hat: Wir könnten auch einfach 24 Tribute zusammentreiben und sie erschießen. So in etwa hat sich das beim Lesen angefühlt. Peng. Peng. Peng. Ende.Dann war da noch die Tatsache, dass es hier stark um Mutterschaft geht und die Mädchen aus den Schulen wieder involviert waren und dann auch noch Pipp wieder auftaucht etc. Tragend war dabei vor allem, dass Eve selbst schwanger ist. Was schon sehr früh in der Geschichte herauskommt, weshalb ich das jetzt einfach mal mit erwähne. Vor allem, da mir das sofort klar war, als Caleb von der Bildschwäche verschwand. Es war geradezu offensichtlich. Ich fand die Grundidee dabei sehr gut (muss aber auch sagen, dass das Thema für die Zielgruppe vielleicht eher ungeeignet ist), jedoch wurde darauf kaum richtig eingegangen. Vielmehr wurde es immer wieder bloß angeschnitten.Was die Handlungsweisen von Eves Cousine und ihrem Mann angeht... Nun die fand ich persönlich etwas unrealistisch, aber das war kein tragender Faktor.Was ich allerdings gut fand, das war die Auflösung des Konfliktes der Regierung in der dystopischen Welt, in der Eve lebt.

FAZIT


Schreibstil: 4 HerzenCharaktere: 3,5 HerzenEmotionale Tiefe: 2,5 HerzenSpannung: 3 HerzenHumor: 3 HerzenOriginalität: 1,5 HerzenLiebesgeschichte: 0 Herzen
Kein Garten Eden war einfach, was das große Ende einer Trilogie angeht, so rein gar nicht nach meinem Geschmack. Die Liebesgeschichte und auch die sehr schnellen, fast schon emotionslosen Tode vieler Charaktere konnten mich einfach nicht überzeugen. Sehr schade, da ich diese Reihe eigentlich unheimlich gern gemocht habe...

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paris, liebe, revenants, fantasy, amy plum

Von den Sternen geküsst

Amy Plum , Ulrike Brauns
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.02.2014
ISBN 9783785570449
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ZUR AUFMACHUNG


Wieder einmal sehr schön gelungen! Ein bisschen mehr Variation als bloß die Farben hätte mir gefallen, aber es sieht wundervoll im Regal aus und Von den Sternen geküsst passt wie ich finde auch gut zur Geschichte!

ZUM BUCH


Ich mochte diesen dritten und damit letzten Teil der Reihe von Amy Plum. Er war nicht schlecht. Aber für mich reichte er leider auch nicht ganz an die beiden Vorgänger heran.Was mir hier besonders gefallen hat, das war wie Kate über sich hinaus gewachsen ist. Ich mochte den Charakter zu Beginn der Trilogie zwar ganz gern, aber zum Ende hin, konnte ich sie wirklich bewundern. Auch hat mir der Verlauf, den Charlottes Leben genommen hat, wirklich gut gefallen und generell war die Idee, wie das alles gelöst worden ist, sehr gut gewählt. Es war in sich schlüssig, machte Sinn, hat die losen Fäden zusammengeführt. Der Schreibstil war auch noch immer schön und las sich schnell weg =) Außerdem war dieser dritte Band auch wirklich spannend gestaltet, was für das große Finale einer Trilogie ja unabdingbar ist.Leider gab es eben einiges, was mir nicht so recht gefallen wollte. Zum einen war das Violette als Gegenspielerin. Es tut mir wirklich leid, aber ich konnte sie in dieser Rolle einfach nicht ernst nehmen. Im zweiten war das alles noch schlüssig und logisch und die Art wie sie gehandelt hat war auch durchaus verständlich. Sie hatte gute Motive. Aber hier? Hier hatte ich das Gefühl, dass man sie in diese Rolle gedrängt hat, obwohl das zu ihrem Charakter einfach nicht passt. Die Weltherrschaft an sich reißen? Ne. Auch war Violette Kate gegenüber eigentlich immer eher zugetan. Dieser ganze Wahn, dem sie verfällt auch mit Vincent, dass sie der Meister werden will und diese ganzen kranken Rituale... Mh. Violette kann ich mir so einfach nicht vorstelle. Sie ist eher so jemand, der hingeht und etwas von innen zu Fall bringt durch Intrigen, als sich mit den Bösen zusammenzutun und zu attackieren.Was mich auch ein bisschen gestört hat, das war, dass das Ende vom zweiten so einen tragischen Hauch hatte, Vincent und Kate aber schon in der ersten Szene vom dritten wieder vereint sind. Zwar nur in volanter Form, aber trotzdem. Die Liebesgeschichte war mir hier auch ein minimales bisschen Over the top, aber das ist ganz sicher Geschmackssache und die vielen vielen positiven Rezensionen zeigen ja, dass das nur ich unromantisches Etwas bin, der das zu viel wurde ;)Was mir am Ende dann doch noch sehr gut gefallen hat, dass war, dass diese Beschränkung auf Paris aufgehoben worden ist. Wir haben doch noch die deutschen Revenants kennen gelernt (denn mal ehrlich, die wollten wir schon kennen lernen, nachdem sie zum ersten mal erwähnt worden sind) und auch einige andere kamen hier noch vor. Das öffnete noch einmal so den Blickwinkel und deshalb hat mir das Ende auch sehr gut gefallen. Hier muss ich aber auch sagen, dass ich es unrealistisch fand, wie wenige Charaktere bei der großen Schlacht gestorben sind. Das hatte so ein Twilight Flair, was mir gar nicht schmeckte.

FAZIT

Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 3,5 Herzen
Spannung: 4 Herzen
Emotionale Tiefe: 3,5 Herzen
Humor: 3,5 Herzen
Originalität: 3,5 Herzen
Der Abschluss dieser Trilogie war nicht schlecht und für Fans der Bücher auf jeden Fall lesenswert. Ich persönlich konnte mir Violette als Bösewicht aber nur schwer vorstellen und fand die Liebesgeschichte ein wenig over the top. Trotzdem ist und bleibt die Revenants Trilogie eine lesenswerte Reihe =)

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Tags: loewe verlag, unsterblichkeit, urban fantasy   (3)
 
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