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401 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

schattendiebin, fantasy, hexen, jugendbuch, catherine egan

Schattendiebin – Die verborgene Gabe

Catherine Egan , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Persönliche Meinung:


Das Cover:
Die Buchgestaltung ist einfach wunderschön, die vielen Lila-Töne haben es mir echt angetan und sind auch passend. So wie das Mädchen auf dem Cover habe ich mir die Protagonistin auch in etwa vorgestellt.


Die Handlung:
Die Protagonistin Julia verfügt über eine sehr außergewöhnliche Gabe, sie kann sozusagen verschwinden, sich unsichtbar machen. Das ist in dieser Welt jedoch sehr gefährlich, da Magie und Hexerei jeglicher Art verfolgt und mit dem Tode bestraft wird. 
Der Einstieg war am Anfang etwas schwierig für mich, da ich nicht genau wusste, in welche Zeitepoche ich das Buch einzuordnen habe. Zum einen werden die Kleider wie im viktorianischen Zeitalter beschrieben, es gibt aber auch moderne Forbewegungsmöglichkeiten die ein wenig an Steampunk erinnern und die Lebensweise ist teilweise wie im Mittelalter.


Die Schauplätze wurden hier von der Autorin richtig bildlich beschrieben. Auch wie mit der Verfolgung von Hexen umgegangen wird konnte einem nochmal richtig detailiert vor Augen gehalten werden. 


Die Handlung an sich fand ich wirklich sehr spannend. Die Protagonistin macht während des Buches eine enorme Wandlung durch. Zu Beginn ist sie einfach nur sehr egoistisch, will ihren Auftrag ohne Wenn und Aber durchführen. Jedoch im Laufe des Buches fängt sie an, Dinge zu hinterfragen und schlägt sich auf die richtige Seite.


Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Buch war wunderbar zu lesen.


Gegen Ende hätte ich mir dann doch ein paar mehr Erklärungen gewünscht, allerdings hoffe ich, dass im zweiten Teil dem Leser hier ein paar offen gebliebene Fragen beantwortet werden.


Fazit:
Von mir bekommt das Buch jedoch trotz kleiner Kritikpunkte die volle Punktezahl, da der Einfallsreichtum und der Schreibstil der Autorin mich hier echt zu begeistern vermocht hatten. Wer sich gerne auf ein Abenteuer mit vielen magischen Elementen begibt, wird dieses Buch regelrecht genießen. Von mir gibt es hier 5 von 5 möglichen Büchersternchen.

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(33)

69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

magie, hexe, dämo, teufel, dämonen

Spellcaster - Dunkler Bann

Claudia Gray , Ira Panic
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.03.2016
ISBN 9783959670265
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Persönliche Meinung:


Das Cover ist wirklich wieder mal wunderschön gestaltet. Es wirkt mysteriös und geheimnisvoll und zugleich zauberhaft.


Zugleich muss ich sagen, dieser Teil wirkte auf mich viel düsterer als der Vorgänger, was der Spannung aber keinerlei Abbruch tut.

Der Einstieg gelang mir sehr leicht, da das Buch nahtlos an Band 1 anschließt. Gleich zu Beginn kommt der erste Schock, Elizabeth lebt und ist nun noch viel böser als zuvor.

Nadia ist immer noch total unerfahren, was ihre Hexenkräfte angeht. Das Angebot von Elisabeth, sie zu unterrichten will sie auf keinen Fall annehmen.


Man erfährt in diesem Teil etwas mehr über Nadias Mutter, und das gefiel mir sehr gut, da ich es in Band 1 doch etwas bemängelt hatte, dass über sie viel zu wenig Infos eingeflossen waren.


Ganz besonders gut hat mir die Geschichte rund um Verlaine gefallen, die von Elisabeth verflucht wurde. Auch die unterschiedlichen Sichtweisen sind für den Leser hier sehr hilfreich, überall einen Einblick zu bekommen.


In der Mitte des Buches wird es wieder sehr spannend, so dass man als Leser gar nicht bemerkt,wie die Seiten so dahin fliegen.


Die Atmosphäre ist sehr düster und detailgetreu beschrieben.


Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Charaktere wurden allesamt sehr authentisch dargestellt.


Das Einzige was ich zu bemängeln habe ist, das Ende des Buches. Ich möchte sofort den nächsten Teil lesen und erfahren, wie es weitergeht.


Fazit:

Der Autorin Claudia Gray ist es wieder mal gelungen, mit einer wundervollen und magischen Jugendbuchreihe den Leser zu verzaubern.

Von mir bekommt das Buch 4 von 5 möglichen Sternchen und ich hoffe, schon sehr bald Teil 3 lesen zu dürfen.

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(110)

215 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

mobbing, cybermobbing, selbstmord, facebook, jugendbuch

Die Welt wär besser ohne dich

Sarah Darer Littman , Franziska Jaekel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.01.2016
ISBN 9783473401352
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Persönliche Meinung:

Das Cover:
Die Buchgestaltung finde ich sehr passend, lässt man den Schutzumschlag weg, so sieht man das Cover ohne den Titel, was mir persönlich besser gefällt. Die trügerisch friedliche Idylle einer Kleinstadt ist hier sehr gut dargestellt.


Die Handlung:
Die 15-jährige Lara unternimmt einen Suizidversucht. Die Frage ist, warum? Was bewegt einen so jungen Menschen dazu, einfach aus dem Leben scheiden zu wollen?

Die Antwort hierfür erhält der Leser Stück für Stück. Das Buch wird aus der Sicht von Hauptprotagonistin Lara geschildert, sowie auch aus  den Perspektiven dreier weiterer Charaktere.

Dem Leser wird klar, dass Lara ein zutiefst verletztes und unglückliches Mädchen ist, das schon zuvor unter enorm viel Mobbing zu leiden hatte. Gerade als es anfängt, gut für sie zu laufen, wendet sich das Blatt nochmal. Lara's Freund Christian macht einfach so mit ihr Schluss und verhöhnt sie zudem noch öffentlich auf Facebook. Was das für weite Kreise zieht, schildert hier die Autorin sehr detailiert.

In der Mitte des Buches wird deutlich, dass die Dinge nicht so sind, wie sie scheinen. Man wird als stiller Beobachter nahezu angehalten, sich bewusst zu werden, welche schlimmen Folgen so ein Cybermobbing mit sich ziehen kann, wenn die Dinge außer Kontrolle geraten. 

Mir persönlich hat dieses Buch vom Aufbau, vom Schreibstil, sowie auch von der Thematik her sehr gut gefallen. Die Autorin hat hier sehr viel Empathie bewiesen indem sie alle Perspektiven so schilderte, dass man für jeden der 4 Charaktere ein gewisses Maß an Verständnis aufbringen konnte.

Fazit:
Für mich ist dieses Buch eine ganz klare Empfehlung, vor allem an jüngere Menschen, damit sie sich erst mal so richtig bewusst werden können, was Mobbing gerade im Internet so alles anrichtet kann. Ich vergebe hier 4 von 5 möglichen Sternchen.

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(976)

1.717 Bibliotheken, 35 Leser, 1 Gruppe, 301 Rezensionen

erotik, liebe, royal, geneva lee, prinz

Royal Passion

Geneva Lee , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.01.2016
ISBN 9783734102837
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Persönliche Meinung:



Das Cover:


Die Aufmachung hat an sich schon etwas sehr majestätisches, sie wirkt sehr edel und nicht zu überladen, also genau passend zur Geschichte.



Die Story:


Die Handlung wird ja an sich schon im Klappentext grob zusammen gefasst, dem möchte ich auch nicht zu viel mehr hinzufügen, da sonst die Gefahr besteht, das komplette Buch zu spoilern.


Also ich war ja ganz ehrlich in gespannter Erwartung auf dieses Buch, da es im Vorfeld sehr gut promoted wurde. Ich musste also wissen, was das schon wieder für ein neuer Hype um ein Buch ist. Hier danke ich vielmals dem Blanvalet Verlag, für das tolle Rezensionsexemplar und den wunderschön gestalteten Bleistift mit der Krone.


Die Geschichte hat so einiges zu bieten, von Spannung bis hin zu einer wunderschönen Romanze und natürlich auch einer gehörigen Portion Erotik. Man kann das Buch mit nichts vergleichen. Viele setzen es mit “Shades of Grey“ oder “After Passion“ gleich, jedoch hat für mich die Geschichte ein ganz eigenes Innenleben, so dass ich einem solchen Vergleich nicht zustimmen kann.


Der Schreibstil ist flüssig und auch fesselnd zugleich. Das Buch hat keinerlei Längen und bietet ein abwechslungsreiches Spektrum an Emotionen wie Liebe, Hass, Intrigen, Macht, Sehnsucht und Erotik. Diese werden sehr bildlich für den Leser dargestellt. Ein einziger kleiner Kritikpunkt für mich persönlich war, dass es für meinen Geschmack ein wenig zu viele Sexszenen gab, aber das ist ja auch nur meine ganz eigene Meinung.


Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und bietet eine geballte Ladung an Höhen und Tiefen, die aus der Sicht der Protagonistin Clara erzählt werden. Manches hat doch einige Parallelen zum englischen Königshaus.


Die junge Clara wird in eine Welt voller Etikette hinein manövriert, was vermutlich viele Mädchen in diesem Alter wohl erst mal abschrecken würde. Auch erlebt man hier unter den sogenannten gut Betuchten so mancherlei Vorurteile, u. a. Auch gegen die gleichgeschlechtliche Liebe.


Die Autorin Geneva Lee versteht es prima, die ganzen Intrigen und Machtspielchen, sowie auch erotischen Handlungen zu beschreiben, ohne dabei zu übertreiben oder das Ganze zu aufgesetzt wirken zu lassen. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.



Der Verlauf der Geschichte entwickelt sich recht interessant und spannend, so dass es dem Leser beinahe unmöglich erscheint, das Buch auch nur eine Sekunde wieder aus der Hand legen zu wollen.


Der Fokus der Handlung ist auf Clara und Alexander gesetzt. Beide wirken auf ihre Art sehr sympathisch und überzeugend.


Der Cliffhanger am Ende ist nicht ganz so schlimm, so dass man zwar auf die Fortsetzung warten kann, aber sich umso mehr dann freut.




Die Charaktere:


Clara ist ganz klar das typische Goodgirl, sie wirkt sympathisch und auf ihre Weise sehr natürlich. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass sie sich ein wenig mehr durchsetzt, aber gerade das macht auch wiederum ihren Charakter aus.


Alexander ist der Badyboy, der einen mit seinem Charme einfach bezaubern muss. Er ist draufgängerisch und hat einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt, was ihn auch auf seine Art liebenswert macht. Ganz klar, ein junger Mann zum verlieben und dahinschmelzen.


Fazit:


Eine wunderschöne Geschichte um das Königshaus, die für Spannung und schlaflose Nächte sorgt. Ich freue mich bereits jetzt schon auf Teil 2. Für mich war dieses Buch definitiv ein atemberaubender Lesegenuss, der mich mit spannenden Handlungen und authentischen Charakteren überzeugen konnte, daher vergebe ich die volle Punktezahl.


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(193)

388 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 132 Rezensionen

dystopie, zwillinge, francesca haig, das feuerzeichen, omega

Das Feuerzeichen

Francesca Haig ,
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.10.2015
ISBN 9783453270138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Persönliche Meinung:


Das Cover:
Die Buchgestaltung finde ich hier richtig gelungen, obwohl sie doch eher schlicht ist, aber alles andere wäre für so eine Geschichte auch zu überladen gewesen. Auf beigem Hintergrund prangt bedrohlich das Omega, das Feuerzeichen, mit dem die “Omegas“ in der Geschichte gebrandmarkt werden.


Die Story:
Nach einer großen Katastrophe, die den größten Teil der Menschheit ausgelöscht hat existiert nur noch eine Zweiklassengesellschaft unterteilt in Alphas und Omegas. Es werden nur noch Zwillingspärchen geboren, von denen ein Kind ohne jeglichen Makel ist, der sog. Alpha. Das zweite Kind ist immer mit einem sichtbaren Makel behaftet, entweder ein fehlendes oder verstümmeltes Körperteil. Dies sind die sog. Omegas. Während die Alphas ein recht privilegiertes Leben genießen dürfen, fristen die Omegas ein trostloses Leben als Ausgestoßene, als Freaks, die in eigenen Siedlungen ohne jeglichen Luxus leben müssen. Armut und Hunger bestimmt das Leben der Omegas.
Dann gibt es aber auch noch sehr wenige Omegas, die ohne jegliche körperliche Beeinträchtigung geboren werden, die sog. Seher. Sie haben mentale Fähigkeiten wie z. B. die Zukunft vorhersagen.
Eine von ihnen ist die junge Cass. Sie schafft es jahrelang, bei ihrer Alphafamilie und ihrem Zwillingsbruder Zach unerkannt zu leben, bis ihr Zwillingsbruder sie irgendwann entlarvt. Als Ausgestoßene muss Cass nun in eine Omegasiedlung ziehen und ein Leben in Armut verbringen. Zuvor wurde sie mit dem Zeichen der Omegas gebrandmarkt.
Cass arrangiert sich mit ihrem Leben bis zu dem Zeitpunkt, als ihr Zwilling sie entführen und in ein dunkles Verlies sperren lässt. Zach ist nun zu einem hohen Tier im Rat aufgestiegen und muss um sein Leben bangen. Denn sollte jemand seine Zwillingsschwester töten, würde es automatisch, so wie bei jedem Zwillingspärchen, auch seine Tod bedeuten.
Cass gelingt es zu fliehen zusammen mit dem Omega Kip. Gemeinsam brechen sie auf, um “Die Insel“ zu suchen, ein Zufluchtsort für Omegas, voller Rebellen, die sich gegen das grausame Regime der Alphas auflehnen. Ihre Flucht ist ein gefährliches Unterfangen, da die beiden überall gesucht werden und ständig in der Angst leben müssen, von den Alphas entdeckt zu werden.

Der Beginn des Buches ist schon recht rasant. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Cass erzählt. Wir erleben auf den ersten Seiten ihre Entführung hautnah mit.Im späteren Verlauf werden immer Rückblenden aus Cass früherem Leben eingespielt. Das macht das Ganze für den Leser leichter, Cass Gefühle zu verstehen und warum sie ihren grausamen Zwillingsbruder Zach trotz allem nicht hassen kann.
Die Grundidee, eine Welt zu erschaffen, die nur aus Zwillingspaaren besteht, fand ich grandios, denn in all den Dystopien, die ich bisher gelesen habe, war so etwas noch nie da gewesen.
Auch fand ich die Unterdrückung der Omegas durch ihre Zwillinge sehr gut geschildert. Teilweise allerdings fand ich das Buch doch sehr brutal, wenn man bedenkt, dass es sich hier um Menschen mit Behinderungen handelt, die auf's Grausamste unterdrückt werden. Selbst vor Hinrichtungen schreckt die Regierung nicht zurück und genau diese werden hier richtig detailgetreu beschrieben, so dass ich beim Lesen des Öfteren eine Gänsehaut bekam und richtig mit den Omegas mitfühlte.

Die Welt in der die Zwillinge leben ist eine Welt ohne Fortschritt und Technik, sehr dem Mittelalter ähnlich. Die hat auch seinen Grund, da die Menschheit im sog. “Vorher“ es beinahe geschafft hätte, sich mittels einer großen Explosion fast vollständig zu vernichten.
In der Mitte des Buches erleben wir eine recht rasante Flucht von Cass und Kip, die ständig gefahr laufen, entdeckt zu werden.
Gegen Ende gewinnt das Buch an Spannung, so dass es mir beinahe unmöglich war, das Buch aus der Hand zu legen. Die Lage spitzt sich zu und es kommt zum Kampf zwischen Alphas und Omegas.
Fast am Schluss wartet das Buch mit einer ganz unerwarteten Wendung der Handlung auf, so dass ich an manchen Stellen echt die Luft anhalten musste.



Die Charaktere:

Cass ist eine sehr besonnene Frau, mit einem sehr ausgeprägten Maß an Gerechtigkeitsempfinden. Trotz allem schafft sie es nicht, ihren Bruder zu hassen. Ich bewundere sie für ihr mutiges und authentisches Auftreten.
Kip mochte ich gerade wegen seinem Sarkasmus. Selbst wenn die Lage noch so aussichtslos war, er brachte es immer fertig, mich mit seinen Sprüchen zum Lachen zu bringen.
Zach ist der hassenswerteste Charakter im ganzen Buch, allerdings ist sein Part als Gegenspieler richtig gut ausgearbeitet.



Fazit:
Dieses Buch hat es tatsächlich geschafft, mich stundenlang in Atem zu halten. Selten habe ich eine Dystopie gelesen, die so gut durchdacht ist, und mit neuen Ideen den Leser begeistern kann.
Für Dystopie-Fans ist dieses Buch einfach ein absolutes MUSS!!!
Ich vergebe hier die volle Punktezahl mit 5 von 5 möglichen Büchersternchen.

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476 Bibliotheken, 15 Leser, 3 Gruppen, 86 Rezensionen

märchen, fantasy, the school for good and evil, gut, freundschaft

The School for Good and Evil - Es kann nur eine geben

Soman Chainani , ,
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.10.2016
ISBN 9783473401277
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Persönliche Meinung:


Das Cover:Zum Cover gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass es außerordentlich schön gestaltet ist. Mich persönlich erinnert es ein wenig an einen japanischen Manga. Beide Protagonistinnen sind wunderschön und konträr dargestellt, genau so hatte ich mir die beiden auch während des Lesens vorgestellt.



Die Story:Der Einstieg des Buches gelang mir sehr leicht. Wir lernen als Leser die beiden Hauptprotagonistinnen Sophie und Agatha kennen. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch haben sie eine ganz besondere Verbindung zueinander. Sophie lernen wir als erstes kennen, wunderschön vom Äußeren und die typische klischeehafte Märchenprinzessin, die bereits nach den ersten Seiten schon durch ihre arrogante und sehr egoistische Art unangenehm auffällt. Ihr größter Traum ist es, an der Schule für Gut und Böse aufgenommen zu werden und in ihrem eigenen Märchen zu landen, selbstverständlich auf der Seite der Guten und möglichst als Märchenprinzessin mit einem wunderschönen Prinzen an ihrer Seite. 
Ungewöhnlicher Weise ist ihre beste Freunde die eigenartige und recht verschrobene Agatha. Aggie ist so ganz anders als Sophie. Sie schert sich einen Dreck um Äußerlichkeiten und steht mit beiden Beinen im Leben. Für die Fantastereien und Märchenträume ihrer Freundin Sophie hat sie so rein gar nichts übrig.
Für den Leser steht zu Anfang fest: Sophie ist die wunderschöne Prinzessin, Aggie die griesgrämige Hexe. Jedoch es kommt ganz anders. Beide Mädchen werden vom Schulmeister entführt für die Schule für Gut und Böse. Allerdings landet die schöne Sophie auf der Seite der Bösen, während Aggie in die Schule der Guten verfrachtet wird. Beide sind erst einmal geschockt und sind der Meinung, dass es sich doch da nur um eine ganz große Verwechslung handeln muss.
Beide Mädchen müssen nach einiger Zeit lernen, sich in ihrer jeweiligen Umgebung einzufügen und anzupassen, was beiden natürlich alles andere als leicht fällt. Beide versuchen, den Schulmeister umzustimmen, sie auf die jeweils richtige Seite zu schicken. Dieser jedoch lehnt dies strikt ab, verspricht aber, beide zurück in ihre Heimat Gavaldon zu schicken, wenn sie ein Rätsel lösen, welches er ihnen aufträgt, aber alles andere als leicht zu lösen ist.
In der Mitte des Buches erleben wir, wie sich das Verhältnis von Aggie und Sophie immer mehr verschlechtert. Die Beziehung der beiden wird immer spannungsgeladener und schließlich werden die beiden Freundinnen zu erbitterten Gegnerinnen.
Als Sophie sich dann auch noch in den gutaussehenden Thedros aus der Schule der Guten verliebt, zählt für diese die Freundschaft zu Agatha gar nichts mehr.

Unzählige Prüfungen stehen den beiden Mädchen auf beiden Seiten bevor, die sie allerdings nur gemeinsam bewältigen können. Viele altbekannte Märchen treten bei den Prüfungen in den Fokus und weil das gesamte Buch auf dem Konzept von Märchen aufgebaut ist, hat es mir nur noch umso besser gefallen.
Gegen Ende des Buches verschwimmen die Grenzen. Wer ist Gut und wer ist Böse?
Die Handlung ist durchgehend spannend, düster und auch romantisch. Es lässt sich nicht genau voraus sagen, was als nächstes passieren wird. Die Spannung wird durch überraschende Wendungen gesteigert und endet in einem grandiosen Finale. Gott sei Dank gibt es ja noch zwei Fortsetzungen, die auch beide schon auf englisch erschienen sind, da ich nicht mehr so lange warten kann.
Neben den beiden Protagonistinnen lernt der Leser viele interessante Nebencharaktere kennen, die alle auf ihre eigene Art und Weise sehr liebevoll ausgearbeitet und beschrieben worden sind.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, weil man das Gefühl hat, dass die Worte bewusst gewählt wurden und nicht einfach nur so dahin geschrieben. Die Grundidee des Buches hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, auch wenn sie mit einigen Klischees behaftet war, was aber nicht weiter stört.



Die Charaktere:

Für viele Leser ist Protagonistin Agatha wohl mit dem typischen hässliche Entlein gleichzusetzen, dass sich nach und nach in einen wunderschönen Schwan verwandelt. Jedoch Kraft ihrer Wärme und Herzensgüte war sie für mich bereits von Anfang an wunderschön, da sie einfach ein wundervolles Wesen hat, wie man es leider heutzutage selten noch findet.
Ich muss zu meiner Schande gestehen, ich mag Sophie einfach und das obwohl sie eigentlich eine unsympathische und egoistische Zicke ist. Sie ist sehr auf Äußerlichkeiten bedacht und für einen Jungen lässt sie schon mal ihre beste Freundin fallen. Jedoch fand ich gerade ihren Charakter wahnsinnig interessant und sie hat es sehr oft geschafft, mich mit ihren Zickereien zu erheitern. Teilweise hat sie mich mit ihrem Schönheitskult ein wenig an mich selbst erinnert (Schande über mein Haupt), was mich des Öfteren schmunzeln ließ.
Mit Thedros wusste ich nicht wirklich was anzufangen. Dass Aggie ihn als Lackaffen bezeichnet fand ich sehr passend, denn was Anderes ist er in meinen Augen nicht. Als Märchenprinz sieht er natürlich wahnsinnig gut aus, jedoch ist das auch schon alles, denn seinen Charakter fand ich einfach nur arrogant und teilweise sehr nervtötend.




Fazit:So ein tolles Buch hatte ich schon lange nicht mehr gelesen und das nicht nur, weil ich ein absoluter Märchenfan bin. Die Story hat für mich in vielerlei Hinsicht auch einen lehrreichen Faktor. Denn ist es nicht auch im realen Leben so, dass die Meinung, die wir Menschen zu Anfang von einander haben, oftmals bei der ersten Begegnung von äußeren Faktoren beeinflusst und geprägt wird und wir den weniger “schönen“ Menschen leider erst mal mit großen Vorurteilen begegnen? Nicht nur für Märchenfans ist dieses Buch ein absolutes  Muss.

Hier bin ich sogar traurig, dass mein Bewertungssystem nicht mehr als 5 Sternchen hergibt, denn für mich hat es noch viel mehr als die volle Punktezahl verdient.

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, hexen, terry pratchett, tod

Die Krone des Schäfers

Terry Pratchett ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 09.11.2015
ISBN 9783442547708
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Persönliche Meinung



Das Cover:
Das Cover ist wirklich wunderschön gestaltet. Im Fokus stehen die junge Hexe Tiffany und das Kätzchen Du. Der blaue Hintergrund ist ein herrlicher Kontrast zu Tiffany's schwarzem Kleid und passt von der Farbe her auch gut zu den Vorgängerbänden.




Die Story:
+++ACHTUNG – RIESENSPOILER +++ (wer die vorherigen 5 Bände aus der Tiffany-Weh-Reihe noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension erst gar nicht lesen).
Schon bei dem ersten Kapitel musste ich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen – Oma Wetterwachs ist tot. Oh nein, dachte ich, das muss ein Scherz sein, ein ganz übler noch dazu. Terry Pratchett kann doch unmöglich meinen Lieblingscharakter sterben lassen. Also wäre der Autor nicht bereits selbst tot, so hätte ich wohl Mordgelüste bekommen. Aber Spaß bei Seite. Esme Wetterwachs ist schon zu Anfang des Buches gestorben und hinterlässt eine Riesenlücke. Als ihre Nachfolgerin hat sie die junge angehende Hexe Tiffany Weh bestimmt. Diese nimmt das Amt an und somit auch eine riesengroße Herausforderung, denn nicht nur die Region von Oma Wetterwachs benötigt eine Hexe, sonder auch ihre Heimat, das Kreideland.
Anfangs noch total motiviert pendelt sie mit ihrem Besen nun täglich zwischen Lancre und dem Kreideland hin und her und merkt allmählich, wie viel ihr dies doch abverlangt. Völlig erschöpft stellt sie einen Lehrling ein, der ihr ein wenig unter die Arme greift. Kein anderer eignet sich dafür besser, als der junge Gottfried, der jüngste Spross von einem echten Lord.
Während Tiffany nun alle Hände voll zu tun hat, bereitet sich unterdessen ein alter Feind auf einen Kampf gegen die Scheibenwelt vor. Die Königin der Elfen und ihr Gefolge wollen die Menschheit unterwerfen, jedoch habe sie nicht mit der Widerstandsfähigkeit von Tiffany und den anderen Hexen gerechnet.
Der Einstieg war recht einfach, obwohl zwischen dem vorherigen Band und diesem Buch 3 Jahre lagen. Sofort fühlte ich mich wieder mit der Scheibenwelt und ihren Bewohnern so vertraut, da sehr oft altbekannte Charaktere wieder in Erscheinung treten.
Das Mädchen Tiffany selbst ist zu einer erwachsenen und mutigen Frau gereift. Es machte Spaß, während den kompletten 5 Bänden ihre Entwicklung mitzuerleben.
Ein klitzekleiner Kritikpunkt war für mich, dass man merkt, dass an diesem Buch noch andere Autoren mitgemischt haben. So wird z. B. der Charakter Agnes Nitt plötzlich hier Agnes Depp umbenannt. Hier hätte man nochmal sollen ein wenig sorgfältiger recherchieren. Aber dennoch fand ich es großartig, dass Terry Pratchetts letztes Werk dennoch vollendet wurde.

In der Mitte des Buches erleben wir, wie sämtliche Charaktere nochmal Beachtung finden, und sei es nur, indem sie ganz kurz erwähnt werden. Es war für mich so, als hätten alle möglichen liebgewonnenen Charaktere hier eine kurze Statistenrolle erhalten und würden somit dem Autor nochmal extra die letzte Ehre erweisen. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, denn so fällt einem der Abschied von Tiffany und der Scheibenwelt ein klein wenig leichter.
Gegen Ende wird es sogar richtig actiongeladen und auch dramatisch. Der Kampf der Hexen gegen die Elfen wird hier in aller Ausführlichkeit beschrieben und man kann nicht anders, als zu hoffen, dass das Ganze für Tiffany und ihre Freunde nochmal gut endet.
Auch hat das Buch für mich wieder einen lehrreichen Faktor hervorgebracht. Tiffany zeigt nämlich, dass es auch möglich ist, seinem Feind die Hand zum Frieden zu reichen, sich sogar für diejenigen einzusetzen, die am Ende sind. So hat mich am Ende die ungewöhnliche Freundschaft zwischen ihr und der Elfenkönigin sehr berührt und selbst zum Nachdenken angeregt. Es ist einfach, sich für seine Freunde einzusetzen, jedoch zeugt es auch von Charakter und Herzenswärme, auf den Feind zuzugehen, und seinen Frieden mit diesem zu besiegeln.




Charaktere:

Tiffany hat für mich einfach an Stärke gewonnen. Zu Anfang in den ersten Bänden noch das recht eigensinnige Kind hat sie sich hier in eine reife und besonnene Dame verwandelt, die es nie müde wird, den weniger Glücklichen zu helfen.
Nanny Ogg ist und bleibt für mich nach Oma Wetterwachs das absolute Highlight der Scheibenweltromane. Durch ihre vulgäre und liebenswert-trottelige Art trug sie wie immer dazu bei, dass ich mir sehr oft den Bauch vor Lachen halten musste.
Den junge Lord Gottfried Schwenk mochte ich schon gleich zu Beginn des Buches sehr. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck. Ein tierlieber Vegetarier, der für seine Träume kämpft und sich auch durch seine Familie nicht beirren lässt.
Nachtschatten, die Elfenkönigin gefiel mir hier auch sehr gut. Sie durchlebt wohl die größte Wandlung von allen. Durch Tiffany lernt sie, was es heißt, sich für seien Freunde einzusetzen.




Fazit:
Mit seinem leider letzten Werkt ist es Terry Pratchett gelungen, mich noch einmal bestens zu unterhalten. Für mich ist es ein wundervoller Abschluss der Scheibenwelt-Ära. Zwar ist dieses Buch nicht sein bestes Werk, dennoch vergebe ich hier die volle Punktezahl. Mir wird die Scheibenwelt mit all seinen liebenswerten Charakteren einfach fehlen.

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(26)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

dystopie, flucht, atlantis, vertriebenen, eden

Die Vertriebenen - Die Prophezeiung von Desenna

Kevin Emerson ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.01.2016
ISBN 9783453267862
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Persönliche Meinung


Das Cover:Das Cover ist wieder gut gelungen und passt richtig gut zum Vorgänger. Genau so stellte ich mir während des Lesens Owen und Lilly vor. Und die Pyramide im Hintergrund passt farblich, sowohl auch zur Handlung richtig gut dazu.





Die Story:Der Einstieg war recht einfach, aber das lag auch daran, dass ich den ersten Teil unmittelbar zuvor gelesen hatte, so musste ich mir die Geschehnisse aus Band 1 nicht nochmal neu abrufen, sie waren schon gespeichert. Das Buch beginnt dort, wo der erste Teil aufhört. Es hat einen recht rasanten Start und das komplette Buch legt ein rasches Tempo an den Tag.
Den Protagonisten ist die Flucht vor Paul und dem Camp Eden geglückt. Nun begeben sie sich auf eine gefährliche Reise durch eine total zerstörte und verlassene Welt. Als sie schließlich an einem kleinen Ort Rast machen, treffen sie dort auf ein merkwürdiges Ehepaar. Sie sollen sich sofort auf den Weg nach Desenna machen um dort eine uralte Prophezeiung zu erfüllen. Dort angekommen lernt Owen das Mädchen Sieben kennen und ist sogleich von ihr fasziniert. Das gefällt Lilly aber gar nicht und schließlich zieht sie sich immer mehr zurück.
Ich muss gestehen, dieser Teil hat mich doch etwas überrascht und das nicht immer ganz zum Positiven. Dieser Band übertrifft den Ersten bei Weitem an Brutalität und Grausamkeit. Das ist nun nicht so ganz mein Geschmack. Auch wirkt das Buch recht trist und düster auf mich.
Die Charaktere habe mir hier wieder sehr gut gefallen, denn sie erhielten hier deutlich mehr Tiefgang. Owen hat auf mich im ersten Teil noch eher wie ein unreifer Junge gewirkt, das hat sich hier vollkommen geändert.
Was mir auch nicht so gut gefiel (ACHTUNG!!! SPOILER!!!) - einer der Protagonisten scheidet nun aus, ich verrate aber nicht, wer. Das mag ich an Büchern generell nicht so gut, schließlich gewöhnt man sich doch an die Charaktere und gewinnt sie während des Lesens auch lieb.

An Spannung und Action hat dieses Buch seinen Vorgänger wirklich übertroffen. Es wird zu keiner Zeit langweilig und so hatte ich das Buch auch innerhalb von 2 Tagen durch.




Fazit:Alles in allem gefällt mir der Plot dennoch sehr gut. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und der Schreibstil ist auch sehr flüssig.Auf die Fortsetzung bin ich dennoch sehr gespannt und ich werde sie auf jeden Fall lesen. Ich hoffe nur, dass die Fortsetzung etwas weniger brutal sein wird.
Ich vergebe hier 3 von 5 möglichen Büchersternchen

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(158)

412 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

schneekugel, winter, schneekugeln, liebe, jugendbuch

So kalt wie Eis, so klar wie Glas

Oliver Schlick
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 19.08.2015
ISBN 9783764170431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Persönliche Meinung


Das Cover:


Die Buchgestaltung ist wirklich außergewöhnlich und wunderschön. Zu sehen ist in einem Scherenschnitt ein Mädchen hinter einer Schneekugel (was ja wunderbar das Thema des Buches aufgreift), umgeben von Eiskristallen. Allein das Cover bekommt hier von mir schon die volle Punktzahl.



Die Story:


Direkt zu Beginn lernt man die junge Cora kennen, die einen schrecklichen Verlust erlitten hat, ihre Mutter wurde von einem Auto angefahren und verstirbt. Zu ihrem Vater hat Cora keinen Kontakt, so gibt es nach dem Tod der Mutter niemanden, der ihr als Familienmitglied bleibt. Glaubt sie zumindest. Bei der Beerdigung taucht nämlich plötzlich ihr totgeglaubter Großvater auf in Begleitung von Elsa, einer sehr guten Freundin. Er bietet ihr an, dass sie zu ihm nach Rockenfeld ziehen soll um dort das letzte Jahr zum Abitur zu vollenden. Kurzerhand willigt Cora ein und zieht zu ihrem Großvater in das abgelegene Dörfchen Rockenfeld. Wohnen allerdings tut sie bei dessen Freundin Elsa, die sich ihrer auch direkt liebevoll annimmt.



Cora's Großvater ist ein weit berühmter Hersteller von Schneekugeln und eines der 5 Mitglieder der Kugelmacher-Gilde. Hierbei handelt es sich um richtig ausgefallene Kugeln mit allesamt wunderschönen Motiven. Cora möchte von ihrem Großvater alles über dieses Handwerk lernen, da dies eine richtige Faszination auf sie ausübt. Jedoch sind nicht alle aus der Gilde begeistert, dass Cora in die Fußstapfen ihres Opa's tritt und somit später mal dessen Erbin wird.


Unterdessen hat Cora in der Werkstatt ihres Großvaters eine Begegnung mit dem mysteriösen jungen Niklas, der trotz seines abweisenden Verhaltens eine unheimliche Faszination auf sie ausübt. Jedoch scheint er, wie auch ihr Großvater etwas vor ihr zu verbergen.


Cora wird nachts von seltsamen Alpträumen geplagt, in denen sie von einem fast gleichaltrigen Mädchen – Katharina - träumt, welches vor über 20 Jahren spurlos verschwand. Sie erfährt, dass damals fast alle im Dorf ihren Opa verdächtigt hatten, etwas mit dem Verschwinden von Katharina zu tun zu haben. Auch hat Cora öfters seltsame Erscheinungen von unheimlichen blauen Lichtern.


Mit Hilfe von Elsa kommt Cora nach und nach hinter das Geheimnis, welches ihren Großvater und auch Niklas, sowie die blauen Lichterscheinungen umgibt, und die Antwort übersteigt alles, was jeglicher Logik entspricht.



Der Einstieg gelang mir recht gut. Ich konnte mich gut in Cora hineinversetzen und mochte sie von Anfang an. Das Buch hat keinerlei Längen und ich hatte gar nicht gemerkt, wie rasch die Seiten auf einmal dahin flogen.


Das Dörfchen Rockenfeld, der Schauplatz an dem unsere Geschichte spielt wird hier so lebhaft beschrieben, dass ich wirklich glaubte, dort zu sein und mir die wunderschönen Schaufenster der einzelnen Kugelmacher betrachten zu können. Auch erfährt man hier sehr viel über Schneekugeln und deren Entstehung.


Gegen Ende des Buches überschlagen sich die Ereignisse und auf den letzten Seiten musste ich vor lauter Spannung die Luft anhalten.



Die Charaktere:


Cora ist ein ganz normales junges Mädchen, das versucht, mit einem tragischen Verlust klar zu kommen. Sie fügt sich rasch in ihre neue Umgebung ein und wird ein Teil der Gemeinschaft. Sie ist total sympathisch und hat auch manchmal eine recht sarkastische Ausdrucksweise, die mir total gut gefiel.

Elsa hat mir am allerbesten gefallen. Sie hat einen derben und schwarzen Humor, der mir sehr oft Lachtränen in die Augen trieb. Manche ihrer Sprüche waren sogar so gut, dass ich sie mir notieren musste.

Niklas kommt anfangs ein wenig farblos rüber, was sich jedoch im Laufe des Buches ändert. Die Romanze zwischen ihm und Cora ist zart und nicht zu sehr übertrieben.




Fazit:


Der Autor wartet hier mit einer richtig spritzigen, fantasievollen und auch humorvollen Geschichte auf. Ich muss sagen, das war echt einfach mal was Neues und auch noch nie Dagewesenes. Die Geschichte ist einzigartig und richtig liebevoll ausgearbeitet. Man merkt richtig, wie viel Mühe sich der Autor hier auch mit seinen Hintergrundrecherchen gegeben hat. An den richtigen Stellen wird der Leser durch eine gute Prise Humor und eine tolle Mischung aus Spannung und Fantasy unterhalten.


Für mich war das hier Lesegenuss vom Feinsten. Ein so gutes Buch habe ich schon ewig nicht mehr gelesen so dass ich mit gutem Gewissen die volle Punktezahl vergebe.


Story: cool und interessant aufgebaut

Lesespaß: super

Lesefluss: sehr gut

Spannung: fließend

Action: eher weniger

Schreibstil: sympathisch (auch für Lesemuffel geeignet)

Kaufempfehlung: definitiv ein totales Must-have!!!






© Vivien Kaiser von “Kaiserliches Bücherreich“

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2.506 Bibliotheken, 32 Leser, 4 Gruppen, 241 Rezensionen

selection, casting, liebe, kiera cass, prinzessin

Selection - Die Kronprinzessin

Kiera Cass , Susann Friedrich , Lisa-Marie Rust
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.07.2015
ISBN 9783737352246
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Die romantischste Liebesgeschichte seit es Prinzen und Prinzessinnen gibt geht in die vierte Runde – aber dieses Mal wird ALLES anders!

Die Liebesgeschichte um America, Maxon und Aspen hat ihr Ende gefunden – aber die Geschichte der ›Selection‹ ist noch lange nicht vorbei!

Nun ist es an Maxons Tochter Eadlyn, der Kronprinzessin, sich ihren Prinzen aus 35 jungen Männern zu erwählen. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ein Problem: Eadlyn hat dem Casting nur zugestimmt, um das aufgebrachte Volk mit einer glamourösen Show zu besänftigen. Und an die große Liebe glaubt sie sowieso nicht. Aber vielleicht glaubt die Liebe ja an Eadlyn! 





Persönliche Meinung



Das Cover:
Das Cover ist ja echt mal wieder der Hammer. So typisch für die Selection-Reihe und doch unterscheidet es sich im Wesentlichen. Zu sehen ist nämlich diesmal die dunkelhaarige Schönheit Prinzessin Eadlyn in einem traumhaften taupefarbenen Ballkleid. Da bin ich ganz neidisch, denn am liebsten würde ich selbst gerne dieses wundervolle Kleid tragen.


Zur Story:
Ca. 19 Jahre sind nun vergangen seit dem Happy End von America und Maxon aus Band 3 der Selection-Reihe “Der Erwählte“. Protagonistin der Geschichte ist hier Eadlyn Schreave, die älteste Tochter von America und Maxon. Sie ist süße 18 Jahre alt und das Älteste der 4 Kinder der beiden, allerdings ist sie nur um 7 Minuten älter als ihr Zwillingsbruder Ahren. Aber gerade weil sie die Erstgeborene ist, ist sie auch automatisch die Anwärterin auf den Thron. Keine leichte Aufgabe, da Eadlyn somit stets im Fokus der Presse und der Bürger von Illea steht.
Die Gesetze haben sich geändert seit der Hochzeit von Maxon und America, das Kastensystem, das vielen Bürgern zu schaffen gemacht hatte, wurde abgeschafft. Was als guter Ansatzpunkt galt, um in Illea für Frieden und Chancengleichheit zu sorgen, wird nun allerdings nicht von allen Bürgern gleich gut aufgenommen. Immer öfters erfährt man durch die Medien von Unruhen innerhalb des Landes. Viele Menschen werden immer noch diskriminiert auf Grund ihrer früheren Kastenzugehörigkeit.
Kurzerhand, um das Volk zu besänftigen, wird ein Casting für Prinzessin Eadlyn ins Leben gerufen. Sie soll nun innerhalb von 3 Monaten aus 35 jungen Männern aus ganz unterschiedlichen Schichtzugehörigkeiten ihren zukünftigen Gemahl wählen.
Eadlyn allerdings ist alles andere als begeistert von der Idee ihrer Eltern, willigt aber letzten Endes ihnen zu Liebe ein, jedoch mit dem Hintergedanken, wenn sie sich innerhalb dieser 3 Monate verliebt, allein über Illea zu herrschen, ohne “nervenden“ Mann an ihrer Seite. Eadlyn möchte lieber frei und unabhängig sein und selbst über ihr Leben bestimmen, zumal sie eh nicht an die große Liebe zu glauben scheint.
Gleich zu Anfang brüskiert Eadlyn die Teilnehmer schon mal, in dem sie nach kürzester Zeit 11 der jungen Männer einfach rausselektiert und wieder nach Hause schickt.
Nach und nach lernt Eadlyn allerdings die unterschiedlichsten Männer kennen und auch schließlich Wert schätzen. Denn ein jeder ist anders und besonders auf seine ganz eigene Art und Weise. Einigen von den Bewerbern gelingt es sogar, ihre Sympathie zu gewinnen, was zu Beginn kein sehr leichtes Unterfangen zu sein scheint.
Ab hier mache ich dann mal einen Cut, denn ich möchte euch nicht die Freude am Lesen mit Spoilern verderben und wenn ich mit der Beschreibung der Handlung fortfahre, ist die Gefahr des Spoilerns einfach zu groß.
Ich weiß, einige meiner Leser haben das Buch bereits auf englisch gelesen und waren entsetzt über die scheinbar arrogante Art von Eadlyn. Nun, ich persönlich muss gestehen, ich mochte gerade ihr selbstbewusstes Auftreten und auch dass sie nicht wie das bescheidene und nette Good-Girl rüber kommt.
In Anbetracht der Umstände, wie Eadlyn aufgewachsen ist, kann ich sie sehr gut verstehen, sogar mehr als mir persönlich lieb ist. Ganz kurz was zu meiner Person, ich selbst bin auch als Kind von recht wohlhabenden Eltern mit einem gewissen Maß an Luxus aufgewachsen und wirkte auf sehr viele Leute ähnlich unnahbar und eingebildet. Leider ist es oftmals in unserer heutigen Gesellschaft so, dass Selbstbewusstsein mit Arroganz gleich gesetzt wird, aber oftmals auch nur von jenen, die selbst ein sehr geringes Selbstbewusstsein haben. Das finde ich schade.
Ich persönlich mochte Eadlyn sogar noch lieber als die ach so liebe und natürliche America. Eadlyn erschien mir auch viel reifer vom Verhalten als 18, trotz mancher Zickenauftritte. Sie versteht sehr viel von Politik, ist gebildet und weiß ganz genau, was sie will und wie sie es bekommt. Das hat mir an ihr imponiert.

Das Buch an sich hat keine Längen, man findet sich direkt in die Geschichte ein. Auch gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Charakteren, so z. B. Marley, May, natürlich auch America und Maxon. Und die neuen Charaktere wie Ahren und einige der Castingteilnehmer machen es dem Leser leicht, sie in ihr Herz zu schließen.




Die Charaktere:

Eadlyn ist sehr selbstbewusst, auf viele wirkt sie arrogant aber sie ist auch eben ein Mädchen, das seine Ziele genau kennt und auch konsequent handelt. Mir gefiel sie wie gesagt als Protagonistin noch besser als America (aber vielleicht urteile ich auch so, weil sie mich oftmals an mich selbst erinnert hat). Ahren ist der Bruder, den sich wohl jedes Mädchen wünscht, sei es jetzt als großer Bruder oder auch als Mann. Er ist verständnisvoll, einfühlsam und immer für seine Schwester da. Kile, der Sohn von Marley hatte es mir definitiv angetan. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und scheint sich aus dem ganzen Luxus auch nichts zu machen. Er ist definitiv mein großer Favorit unter den Teilnehmern. Er sagt was er denkt und lässt sich auch nichts gefallen. Erik ist kein Castingteilnehmer sondern fungiert hier lediglich als Dolmetscher für Henry, einen der Bewerber. Auch er ist einer meiner Favoriten, da er einfach einen wunderbaren Charakter besitzt. Stünde er zur Auswahl, so denke ich, würde es für Eadlyn schwer werden, sich zwischen ihm und Kile zu entscheiden. America und Maxon sind hier lediglich Nebencharaktere als Eltern von Eadlyn. Ich muss sagen, irgendwie erscheint mir America ein wenig verändert. Früher war sie absolut gegen das Casting, schließlich wurde sie selbst dazu früher gezwungen. Nun verlangt sie selbiges von ihrer Tochter, das will sich mir einfach nicht so ganz erschließen. Für mich hat America hier eindeutig von ihrem Glanz und ihrem Charakter einiges eingebüßt. Maxon hingegen ist sich selbst ganz treu geblieben und hat sich kaum verändert.


Fazit:
Mir hat dieser Band sogar noch ein klein wenig besser gefallen als die vorherigen Bände. Vielleich liegt das auch daran, dass ich ein Faible für Zicken habe und mit Good-Girls nicht so richtig was anzufangen weiß ;-)Aber Spaß bei Seite. Das Buch ist wirklich ein würdiger Nachfolger der Selection-Reihe und ich bin froh, dass ich ihn, trotz anfänglichem Zögern, nun doch gelesen habe. Nach diesem fiesen Cliffhanger und dramatischen Ende hoffe ich nun, ganz schnell den zweiten Teil recht bald zu lesen.
Story: romantisch und lädt zum Träumen ein Lesefluss: sehr gut Schreibstil: flüssig und leicht zu lesen Zielgruppe: ab 12 Jahre aufwärts, größtenteils etwas für Mädchen Kategorie: Dystopie und Romance

Ich vergebe hier 5 von 5 möglichen Büchersternchen.


© Vivien Kaiser von “Kaiserliches Bücherreich“

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883 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 158 Rezensionen

dystopie, erde, die 100, kass morgan, liebe

Die 100

Kass Morgan ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.07.2015
ISBN 9783453269491
Genre: Jugendbuch

Rezension:


PERSÖNLICHE MEINUNG


Das Cover:


Auf dem Cover sind einige der Protagonisten aus der Serie, sowie auch aus dem Buch zu sehen. Im Vordergrund steht die idealistische Clarke, die im laufe des Buches, genau wie auf dem Cover abgebildet, auch zwischen zwei Männern steht.

Das Cover ist recht gut gewählt. Besonders gut gefällt mir, dass die Zahl 100 so gut hervorgehoben wurde, da sie auf den Betrachter so wirkt, als würde sie leuchten.




Die Story:


Hier stehen gleich 4 Protagonisten im Fokus, deren Geschichte abwechselnd erzählt wird. Sie alle haben etwas gemeinsam, sie wurden zusammen mit 96 andern straffälligen Jugendlichen zur Erde entsannt. Die Jugendlichen stammen aus unterschiedlichen Raumschiffen, der Phoenix, der Arcadia und der Walden, die aber alle mit Verbindungsbrücken miteinander verbunden sind.


Zu Beginn lernen wir die sympathische Clarke kennen. Anfangs konnte ich mir nicht vorstellen, was dieses total liebenswürdige Mädchen wohl angestellt haben könnte, um im Gefängnis zu landen. Jedoch wird nach und nach Clarke's Geschichte in Rückblenden erzählt. Clarke wartet auf ihre Hinrichtung, jedoch kommt es anders, sie soll zusammen mit 99 weiteren Straftätern auf die Erde geschickt werden.



In der Zwischenzeit lernen wir auch noch 3 weitere Charaktere kennen. Bellamy, Wells und Glass. Während wir im Laufe des Buches die Geschehnisse durch die Augen von Clarke, Bellamy und Wells auf der Erde weiterverfolgen dürfen, erfahren wir gleichzeitig durch die Perspektive von Glass, was sich auf den Raumschiffen abspielt.


Bellamy und Wells sind sozusagen die Einzigen, die freiwillig mit dieser Expedition auf die Erde mitgehen, jedoch aus unterschiedlichen Beweggründen. Wells möchte um jeden Preis bei seiner Exfreundin sein um sie beschützen zu können. Bellamy jedoch, der gar nicht zu den Straftätern zählte, setzt alles mögliche in Bewegung, um bei seiner Schwester Octavia, kurz “O“ genannt, zu sein können, die zu den Straftätern zählt.


So nimmt die Geschichte ihren Lauf und durch kurze Rückblenden erfährt man, wieso die Jugendlichen überhaupt straffällig geworden sind und wie sie alle zueinander in Verbindung stehen.


Nach und nach wird auch für den Leser ersichtlich, wieso die 100 überhaupt auf die Erde geschickt werden.


In den Rückblenden wird auch die Hierarchie der drei Raumschiffe verdeutlicht, während die Menschen auf der Phoenix die deutlich Privilegierten sind, werden die Menschen von der Walden und der Arcadia als minderwertig angesehen. Diese Hierarchie macht sich sogar später noch auf der Erde bemerkbar in Form von Vorurteilen und Diskriminierungen.


Das Buch an sich ist typisch für eine Dystopie-Geschichte. Es herrscht wie in fast allen Dystopie-Büchern ein recht fragwürdiges und strenges Regime. Bereits der kleinste Regelverstoß (z.B. mehr als nur ein Kind zur Welt zu bringen), kann dazu führen, dass man hingerichtet wird.


Der Schreibstil der Autorin ist echt grandios und der Autorin ist es hier bestens gelungen, mich voll und ganz in den Bann des Buches zu ziehen. Die Story an sich ist sehr erfrischend, spannend, actiongeladen, aber auch sehr emotional.


Durch die abwechselnden Perspektiven und Rückblenden hat das Buch keinerlei Längen und die Seiten fliegen einfach nur so dahin.


Das Buch endete mit einem hundsgemeinen Cliffhanger und ich hätte mir die Haare raufen können, vor Wut und Entsetzen, denn ich möchte am liebsten jetzt und sofort den zweiten Teil lesen.



Die Charaktere:


Clarke ist ein sehr liebenswürdiges Mädchen, das zum Ziel hat, Ärztin zu werden. Sie ist hilfsbereit und freundlich und zudem noch sehr intelligent, man muss sie einfach mögen.

Wells ist der Sohn des Kanzlers und auch der Exfreund von Clarke. Ihn mochte ich ehrlich gesagt nicht so wirklich, er erscheint mir manchmal recht einfältig und auch egoistisch.

Bellamy ist ein Hitzkopf, der manchmal aus dem Bauch heraus handelt, aber alles nur mit dem Ziel, seine kleine Schwester Octavia zu beschützen. Ihn mochte ich total gerne und auch seine Beweggründe waren für mich immer nachvollziehbar.

Glass ist eine privilegierte Phoenizierin, die sich in einen Jungen von der Walden verliebt hat. Sie hat einiges durchgemacht und auf sich genommen. Ich habe sie während des Lesens von Kapitel zu Kapitel immer mehr bewundert. Ein tolles Mädchen, frei von jeglichen Vorurteilen. Sie mochte ich von allen Charakteren am Liebsten.

Aus Octavia wurde ich anfangs nicht so recht schlau. Zu Beginn scheint sie ein verschüchtertes Mädchen zu sein, jedoch im späteren Verlauf macht sich bei ihr eine gewisse Verschlagenheit bemerkbar. Jedoch fand ich ihren Charakter durchaus sehr interessant.



Fazit:


Alles in allem hat mir das Buch wunderbar gefallen und ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen, der jedoch noch so lange auf sich warten lässt. Einziger Kritikpunkt, das Buch war zu kurz und einige Kapitel erschienen mir doch zu hastig abgeschlossen. Der Perspektivenwechsel ging für meinen Geschmack auf ein wenig zu schnell immer von statten. Die Autorin Kass Morgen konnte mich voll und ganz mit einem grandiosen Schreibstil und einer erfrischenden, spannenden Story überzeugen.


Die Serie zu dem Buch habe ich allerdings nie gesehen (seit wir Sky haben, schaue ich mir nichts mehr mit Werbung an), jedoch habe ich gehört, dass sie sich schon etwas von dem Buch unterscheiden soll. Aber da rate ich euch, macht euch ein eigenes Bild.


Story: spannend und auch emotional, ausgestattet mit tollen Sci-Fi-Elementen

Lesefluss: sehr gut

Spannung: hält sich konstant während des ganzen Buches

Schreibstil: flüssig und leicht zu lesen

Zielgruppe: ab 14 Jahre aufwärts

Kategorie: Sci-Fi, Dystopie

Ich vergebe hier 5 von 5 möglichen Büchersternchen.


© Vivien Kaiser von “Kaiserliches Bücherreich“

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704 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

fantasy, königin, erika johansen, die königin der schatten, magie

Die Königin der Schatten

Erika Johansen , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453315860
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Cover:
Das Cover fand ich zur Story recht passend, im Hintergrund ist ein Schloss zu sehen umgeben von Wäldern. Der Buchtitel ist ausgebuchtet, so dass man ihn erfühlen kann, wenn man darüber streicht. Sowas gefällt mir ja generell schon bei der Buchgestaltung recht gut. Im Innern des Buches befindet sich sogar eine Karte über das Land Tearling, somit erhält der Leser bessere Einblicke in die Aufteilung dieser magischen und doch teilweise komplexen Welt.
















Zur Story:
Die 19-jährige Kelsey Glynn wurde völlig abgeschieden von der Außenwelt in einem kleinen Cottage von ihren Zieheltern Carlin und Barty aufgezogen. Ihr Leben lang wurde Kelsey darauf vorbereitet, irgendwann mal den ihr rechtmäßig zustehenden Thron von dem Land Tearling zu besteigen.Als Leser wird man mitten in die Geschichte geworfen und beginnt mit dem Tag, als Kelsey von der königlichen Garde abgeholt wird. Von da an nimmt die Geschichte ihren Lauf.Kelsey wurde zwar in allen möglichen nützlichen Dingen unterrichtet, jedoch weiß sie von ihrem Land so gut wie nichts.
Das Land Tearling selbst ist recht ärmlich und lebt sozusagen von der Landwirtschaft. Das feindlich gesinnte Nachbarland Mortmesne jedoch ist hierzu ein herrlicher Kontrast. Beherrscht wird dieses Land von der roten Königin, die Kelsey nach dem Leben trachtet.
Nach und nach gelingt es Kelsey, sich den Respekt der Gardisten, die sie eskortieren, zu verdienen, was anfangs nicht so leicht erscheint. Aber schnell wird klar, dass wir es mit Kelsey keineswegs mit einem zimperlichen Prinzesschen zu tun haben, sondern mit einer mutigen und toughen Frau, die sich für nichts zu schade ist, und die einen hohen Sinn für Gerechtigkeit hegt.
Als Kelsey den Thron besteigt, muss sie mit allerlei Widerständen kämpfen. Kurzum beendet sie die Ungerechtigkeiten in ihrem Land, zieht sich aber somit auch den Hass von Mortmesne, sowie auch ihren eigenen Landsleuten zu.
In kurzen Rückblenden erfährt der Leser hier mehr über die Welt von Tearling und Mortmesne, die mit keiner normalen Fantasywelt zu vergleichen sind. Sie sind wohl eher eine Mischung aus Fantasy- und Dystopie. Technische Gegenstände gibt es in Tearling nicht, gab es aber lt. einigen Rückblenden scheinbar wohl.
Anfangs dachte ich, dass es sich hier um eine Art Mittelalter-Fantasy handelt, jedoch wurde mir dan im Laufe des Buches schnell klar, dass es sich hier um eine weit entfernte Zukunft handelt, vermischt mit dezenten Fantasyelementen.
Während des Lesens tauchte ich regelrecht ein in die Welt von Kelsey und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Mit den beiden Ländern Tearling und Mortmesne hat die Autorin hier sehr gegensätzliche und doch bildgewaltige Schauplätze erschaffen. Ich fühlte mich, als wäre ich wirklich an diesen Orten. Die Autorin beweist hier ein sehr großes Geschick, die Wortkleider so zu wählen, dass man die Geschichte regelrecht “erlebt“, statt nur liest.


Die Charaktere:

Mit  Kelsey ist der Autorin eine sehr authentische und willensstarke Persönlichkeit gelungen. Ich mochte sie von Anfang an, was auch wohl nicht zuletzt an ihrem sehr ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden liegt. Auch ist sie, genau wie ich ein Bücherwurm. Sie besitzt sehr feine und edle Charaktereigenschaften, von denen sich manch reelle Person ein Scheibchen abscheneiden könnte. Mace bzw. Lazarus fand ich zu Anfang doch recht undurchschaubar und auch ehrlich gesagt nicht sonderlich sympathisch. Das änderte sich jedoch nach den ersten 100 Seiten sofort. Er ist loyal und mutig, beides Charaktereigenschaften, die mir sehr imponieren. Die  rote Königin, die Regentin von Mortmesne kam leider hier als Gegenspielerin doch recht farblos rüber und auch gar nicht so böse, wie zunächst erwartet. Von ihr hatte ich mir definitiv mehr versprochen und auch mehr Tiefgang gewünscht.

Fazit:
Mit diesem Buch ist der Autorin Erika Johansen ein wahres Fantasy-Meisterwerk gelungen, das eindeutig nach Mehr verlangt und ausbaufähig ist.Zwar zog sich die Geschichte am Anfang etwas hin, aber das liegt daran, dass die Autorin hier alles sehr detailgetreu beschreibt, so dass dem Leser auch wirklich keine Kleinigkeit entgeht.Ich vergebe hier die volle Punktzahl, denn hier wird dem Leser ein einzigartiges Lesevergnügen geboten, dass einen so schnell nicht mehr los lässt.


Story: sehr bildgewaltig und teilweise actionreich Lesefluss: sehr gut Spannung: zog sich anfangs, aber später stieg die Spannung stetig an Schreibstil: flüssig und leicht zu lesen Zielgruppe: ab 14 Jahre aufwärts Kategorie: Fantasy, Dystopie

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94 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, kurzromane, george r. r. martin, frauen, kurzgeschichten

Königin im Exil - und 20 weitere Kurzromane

George R. R. Martin , Gardner Dozois , Wolfgang Thon , Barbara Schnell
Flexibler Einband: 1.100 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.04.2015
ISBN 9783734160127
Genre: Fantasy

Rezension:

Zu dem Cover:


Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist sehr schlicht gehalten und ganz oben prangt in großen Buchstaben unter anderem auch der Name des bekannten Autors George R. R. Martin. Die Schrift ist die selbige, als auch auf den Büchern von “Das Lied von Eis und Feuer“ und passt somit sehr gut zu diesen Büchern.




Zu den Storys:


Gefährliche Frauen, egal ob Magierin, Kriegerin, Prinzessin oder Königin, darum geht es in dieser Sammlung an Kurzromanen. In dem Buch sind insgesamt 20 Kurzromane von sehr bekannten und beliebten Schriftstellern verfasst worden.

Die wohl bekannteste Geschichte – “Die Prinzessin und die Königin oder die Schwarzen und die Grünen“ entspringt der Feder von George R. R. Martin. Allein diese Geschichte war schon für mich die größte Indikation, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen, da es sich hierbei schließlich um eine Geschichte aus dem gigantischen Fantasy-Epos “Das Lied von Eis und Feuer“ handelt. Da das Beste bekanntlicher Weise zum Schluss kommt, bildet diese Geschichte auch das Schlusslicht des Buches, wird sozusagen als ganz besonderes “Leckerlie“ aufgehoben, denn schließlich wurde auch ja auf dem Cover mit dem Namen von George R. R. Martin geworben.



Wer jedoch hier denkt, dass es sich um eine Art Fortsetzung handelt oder gar abgeschlossene Handlungsstränge erwartet, den muss ich leider enttäuschen.


Es ist eine Vorgeschichte, die sich 250 Jahre vor den Geschehnissen aus “Eis und Feuer“ abspielt.

In der Geschichte wird sehr detailliert der sogeanannte “Tanz der Drachen“ geschildert, ein Bürgerkrieg während der Ära des Hauses Targayen. Dieser Krieg spielte sich zwischen zwei verwandten Zweigen der Targayen-Dynastie ab: Auf der einen Seite ist Prinzessin Raenyra Targaryen, die Erstgeborene von König Viserys Targaryen, und Prinz Aegon Targaryen, der Sohn aus zweiter Ehe. Nach Viserys Tod beansprucht jedes der Kinder den Thron für sich und es kommt zum erbitterten Krieg zwischen den Halbgeschwistern. Das Besondere an diesem Krieg: die in “Eis und Feuer“ als ausgestorben geltenden Drachen werden hier in den Krieg involviert und wir erfahren mitunter, wie es zur Ausrottung der Drachen kam.


Hier gibt es ein kurzes Wiedersehen mit der Drachendame Vhargar, die in einigen Bänden von “Eis und Feuer“ als eine der drei ersten Drachen oftmals erwähnt wurde.


Der Schreibstil von George R. R. Martin ist wie immer unvergleichlich. Jedoch kommen hier so gut wie keine Dialoge zum Vorschein, sondern es handelt sich rein um Hintergrundwissen und Vorgeschichte. Das Ganze ist sehr spannend aufgebaut, jedoch hatte ich manchmal sehr große Mühe, die ganzen Name (die sich gerade bei den Targaryen) alle sehr ähneln, auseinander zuhalten.



Ein weiteres Highlight dieses Buches ist der Kurzroman “Unschuldsengel“ von Diana Gabaldon, der Autorin der “Highland-Saga“. Hier lässt uns die Autorin einen kurzen Einblick auf das Leben von Jamie Fraser erhaschen und uns einen Blick auf dessen Abenteuer werfen, bevor er Claire kennen lernte. Diese Kurzgeschichte ist sozusagen die Vorgeschichte zu dem Buch “Feuer und Stein“. Fans dieser Buchreihe werden diese Geschichte eben so wie ich lieben.


Ganz besonders gut gefiel mir auch die Geschichte mit dem Titel “Das Mädchen im Spiegel“. Sie entstammt der Feder von Lev Grossman, dem Autor des Fantasy-Zweiteilers “Fillory“. Diesen Roman kann man ohne Weiteres lesen, ohne Vorkenntnisse über Filory oder die anderen Werke des Autors zu haben.


Hier ist eine Auflistung der mitwirkenden Autoren und deren Geschichten:


Joe Abercrombie – Welch ein Desperado

Megan Abbott - Entweder ist mein Herz gebrochen

Cecelia Holland - Noras Lied

Melinda Snodgrass – Die Hände, die nicht da sind

Jim Butcher – Bombige Muscheln

Carrie Vaughn – Raisa Stepanowa

Roe R. Lansdale – Ringen mit Jesus

Megan Lindholm – Nachbarn

Lawrence Block – Ich weiß, wie man sie rauspickt

Brandon Sanderson – Schatten für Stille in den Waldungen der Hölle

Sharon Kay Penman – Königin im Exil

Lev Grossman – Das Mädchen im Spiegel

Nancy Kress – Zweite Arabesque, sehr langsam

Diana Rowland – Stadtlazarus

Diana Gabaldon – Unschuldsengel

Sherrilyn Kenyon – Die Hölle kennt keinen Zorn

S. M. Stirling – Verkünder der Strafe

Sam Sykes – Benenne die Bestie

Pat Cadigan – Kümmerer

Caroline Spector – Lügen, die meine Mutter mir erzählt hat

George R. R. Marin – Die Prinzessin und die Königin oder die Schwarzen und die Grünen



Leider kann ich nicht alle Kurzgeschichten hier beschreiben, denn das würde den Rahmen sprengen. Jedoch ist dieses Buch hier etwas ganz Besonderes. Hier haben sich großartige Autoren in einem Buch versammelt um uns wunderbare und bisher unveröffentlichte Werke zu offenbaren.



Fazit:

Eine großartige Sammlung von spannenden, bis hin zu dramatischen Geschichten ganz großartiger Autoren, die den Leser in Atem halten. Jede Geschichte hat ihre eigene einzigartige Note und hinterlässt einen verzückten Leser.


Ganz klar, dieses Buch ist eine Ode an alle starken und mutigen Frauen, denn darum geht es schließlich in den Geschichten.


Ich vergeben insgesamt 5 von 5 möglichen Büchersternchen.

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Trau. Mir. Nicht.

Birgit Schlieper
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.04.2015
ISBN 9783570163054
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Cover:


Das Cover ist an für sich recht schlicht gehalten in den Farben Magenta und Schwarz. Die magentafarbenen Streifen, sowie die krakelige Schrift des Buchtitels wirken schon etwas bedrohlich, so dass man schon anhand des Covers sehen kann, dass es sich um einen Thriller handelt. Zu dem Inhalt ist das Cover richtig gut gewählt. Es gefällt in seiner Schlichtheit und sticht richtig heraus.



Zur Story:


Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. In der ersten Hälfte sehen wir das Buch durch Mia's Augen. Mia ist 15 Jahre alt, ein unbeschwerter Teenager die die Freuden des Jungseins in vollen Zügen genießt, ohne jedoch zu übertreiben. Sie ist hübsch, beliebt, hat 2 beste Freundinnen, spielt im Schultheater mit und singt zudem auch noch in der Schulband. Trotzdem ist sie ein recht bodenständiges und vernünftiges Mädchen.

Zu Beginn des Buches taucht Konstanze auf, die Neue in der Klasse. Konstanze übt von Anfang an eine seltsame Faszination auf Mia aus, da diese doch recht tough rüberkommt und zudem auch noch richtig hübsch ist. Während Mia sich mit Konstanze anfreundet, bleiben ihre Freundinnen Vanessa und Kim jedoch skeptisch der Neuen gegenüber, begegnen ihr sogar mit Argwohn und Ablehnung.

Nach und nach gelingt es Konstanze, Mia von ihren Freundinnen abzugrenzen, ohne das Mia dies zu Anfang bemerkt.

Man erlebt hier durch das ganze Buch eine regelrechte Veränderung von Mia, die am Anfang noch recht unbeschwert das süße Leben genießt und auch immer für ihre Freundinnen bisher da war.


Was mich ein wenig irritiert hat, dass im ersten Teil, der ja durch Mia's Perspektive betrachtet wird, plötzlich Tagebuchauszüge von Konstanze erscheinen. Das ist für den Leser anfangs recht verwirrend und nimmt auch somit ein wenig die Spannung. Schnell wird klar, was Konstanze im Schilde führt und auch mit welcher Indikation sie sich so vehement in Mia's Leben einschleicht.


In der zweiten Buchhälfte wird es dann wieder etwas spannender, denn da wird die Geschichte aus Konstanze's Perspektive, ebenfalls in der Ich-Form geschildert. Was man sich im Laufe des Buches dank der Tagebuchauszüge denken konnte, wird hier nun bestätigt.


Einerseits konnte ich Konstanze sogar ein wenig verstehen, jedoch richtet sich ihr Zorn und ihr Hass gegen die falsche Person, daher waren mir ihre Beweggründe was Mia angeht doch nicht immer ganz klar.


Leider muss ich hier einige Kritikpunkte aufführen. Zum einen ist die Handlung doch recht vorhersehbar, man weiß genau, dass diese Konstanze nichts Gutes im Schilde führt und dass dies noch böse für Mia enden könnte.


Dann konnte ich auch Mia's Handlungen zum Teil nicht so ganz nachvollziehen, aber vielleicht liegt das auch daran, dass sie ja mit ihren 15 Jahren noch relativ jung ist. So erschließt es sich mir z. B. nicht, warum Mia sich so offensichtlich von ihren beiden Freundinnen abkapseln lässt, schließlich hegt sie doch Konstanze gegenüber immer größeres Misstrauen.



Die Charaktere:


Mia ist ein sehr freundliches Mädchen, dass trotz ihrem Beliebtheitsgrad nicht abhebt. Anfangs ist sie immer für ihre Freundinnen da, widmet sich voller Elan ihren Hobbys (sie ist Kapitän der Hockeymannschaft, Theater-AG und Schulband). Sie ist halt ein typischer Teenager mit anfangs noch sehr geringen Problemen wie “was zieh' ich heute an??“; “ich muss seinem Facebookprofil mal wieder einen Besuch abstatten“ etc.

Konstanze wirkt anfangs etwas verschlossen, aber denn sehr tough. Sie erscheint mir insgesamt älter als 15, wirkt auf mich reifer, trotz ihrer psychotischen Art. Sie fädelt ihre Intrigen langsam ein wie eine Spinne und schlägt am Ende zu. Konstanze hat den Hauptanteil der Spannung in dem Buch ausgemacht.




Fazit:

Trotz einiger von mir erwähnter Kritikpunkte fühlte ich mich während des Lesens gut unterhalten. Oft haben mich die alltäglichen Probleme der Mädchen zum Schmunzeln gebracht und ich dachte: “was wäre es doch schön, wieder ein Teenie zu sein“.

Der Spannungsfaktor stiegt erst während der zweiten Hälfte, als man das Buch durch Konstanzes Blickwinkel genießen darf.


Mit meiner Bewertung habe ich hier etwas gezögert und tendierte anfänglich zu 3 Büchersternchen. Jedoch habe ich meine Bewertung überdacht und denke, dass das Buch doch trotz einiger Makel 4 Büchersternchen verdient. Meine Begründung: weil die Geschichte an für sich gut durchdacht ist, man durch den flüssigen Schreibstil der Autorin immer dazu angehalten ist, weiterzulesen und weil die Charaktere dermaßen bildlich beschrieben wurden, dass man das Gefühl hatte, mittendrin zu sein.


Das Buch ist ein recht spannender Thriller für Jugendliche und warnt auch gleichzeitig davor, nicht allzu vertrauensselig zu sein und niemals seine Freunde hängen zu lassen.



Story: cool und interessant aufgebaut

Lesespaß: vorhanden, war recht unterhaltsam

Lesefluss: sehr gut

Spannung: flacht manchmal etwas ab

Schreibstil: flüssig und leicht zu lesen

Zielgruppe: junge Leser, Thriller-Fans, hauptsächlich Mädchen


Ich vergebe also 4 von 5 möglichen Punkte

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167 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

liebe, zeitsprung, realität, schuld, suche

Blink of Time

Rainer Wekwerth
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.05.2015
ISBN 9783401600949
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf den ersten Blick scheint Sarah Layken ein ganz gewöhnlicher Teenager zu sein, mit ganz normalen alltäglichen Problemen, Liebeskummer, besten Freunden und auch stressigen Eltern und einem für sie nervigen Bruder.


Jedoch fällt sie von heute auf morgen ganz plötzlich von einer Realität in die andere. Dies ist anfangs für den Leser etwas verwirrend. In jener anderen Realität wird sie gejagt weil sie angeblich ein schlimmes Verbrechen begangen haben soll.


Sarah ist total verzweifelt und versucht, einen Ausweg aus dieser schrecklichen Realität wieder zu finden. Zum Glück wird sie von Josh begleitet, der genau so wie sie von Realität zu Realität springen kann.


Der Leser verfolgt dabei Sarah und Josh bei ihren Versuchen, einen Ausweg zu finden.

Der Schreibstil ist typisch für den Autor Rainer Wekwerth ganz flüssig und locker.

Den verschiedenen Charakteren hat der Autor hierbei so viel Realität eingehaucht, dass man sich diese bildlich vorstellen kann.


Anfangs lässt es der Autor noch recht gediegen und ruhig angehen, aber die Spannung steigert sich mit fast jedem Kapitel.


Die Realitäten wurden hier ebenfalls sehr detailgetreu beschrieben. Der Autor beweist hierfür ein richtiges Geschick.

Automatisch wird man als Leser auch nicht drum herum kommen, sein eigenes Tun und Handeln, sowie auch deren Konsequenzen zu überdenken. Dieser Aspekt gefiel mir auch sehr gut.

Mit diesem Buch hat der Autor es geschafft, mich zwei Nächte lang in Atem zu halten.
Insgesamt hat mir das Buch richtig gut gefallen und ich vergebe hierfür die volle Punktzahl.

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(48)

152 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

geister, freundschaft, tod, geist, friedhof

Das unsichtbare Mädchen

Charis Cotter , Catrin Frischer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.11.2014
ISBN 9783570163467
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch erzählt die Geschichte zweier Mädchen, die sich kennen und mögen lernen. Die Mädchen könnten unterschiedlicher nicht sein. Polly, lebt mit ihren vielen Geschwistern und den Pflegekindern, die ihre Eltern gegen ihren Willen ständig aufnehmen unter einem Dach und hat das Gefühl, das ganze Chaos in ihrem kleinen Zuhause langsam nicht mehr ertragen zu können. Rose dagegen ist sehr einsam und verbringt die meiste Zeit allein im großen Haus ihrer Eltern, die sie jedoch so gut wie nie zu Gesicht bekommt. Die beiden lernen sich durch Zufall kennen, als Polly bemerkt, dass auf dem Dachboden nebenan ein Mädchen singt. So entsteht eine wunderbare Freundschaft und die beiden Mädchen lassen sich treiben von ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Geistergeschichten.

Das Buch an für sich ist einfach wunderschön, man schwebt förmlich durch die Seiten durch und hat das Gefühl, immer weiter lesen zu müssen.

Jedoch ist dem Buch auch sehr viel Tiefgang und Dramatik enthalten. Ich musste ein paar Mal zum Taschentuch greifen.

Das Ende nimmt eine so unerwartete Wendung, dass man hinterher das Gefühl hat, die ganze Zeit auf dem Holzweg gewesen zu sein.

An Spannung mangelt es hier auch ganz sicher nicht, denn so schafft es die Autorin, uns als Leser auf einzigartige Weise zu verwirren, in die Irre zu führen und uns mit vielen offenen Fragen zurückzulassen.

Jedoch finde ich das Buch für 11-jährige, denn dieses Alter wird hierbei empfohlen etwas zu traurig. Da sollte man die Altersstufe schon höher ansetzen.

Alles in allem fand ich dieses Buch einfach grandios. Ein Buch mit sehr viel Tiefgang und Lerneffekt. Ich kann es einfach nur weiterempfehlen.

Ich vergebe hier die volle Punktzahl, 5 von 5 Punkten.

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(293)

650 Bibliotheken, 18 Leser, 5 Gruppen, 77 Rezensionen

märchen, reckless, fantasy, spiegelwelt, cornelia funke

Reckless - Das goldene Garn

Cornelia Funke
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2015
ISBN 9783791504964
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Persönliche Meinung:


Zum Cover:

Das Cover ist so typisch für die Reckless-Reihe, es ist wunderschön in einem hellblauen Ton. Die Schrift darauf ist silbern, das passt sehr gut zur Geschichte.


Zur Story:

Lange durften die Fans von der Reckless-Reihe warten auf die Fortsetzung dieser märchenhaften und Sagen durchtränkten Buchreihe.

Der Schreibstil ist flüssig, das Buch ist wieder liebevoll illustriert, samt Karte, auf der man die Reise nachverfolgen oder die aktuelle Station finden kann.

Ich mochte die düstere Stimmung, die in dieser Reihe vorherrscht sehr gern.

Diesmal begegnen uns die golden funkelnden Dächer von Moskwa (Moskau), und natürlich, wie könnte es auch anders sein, die gesamte Fülle an russischen Märchen, die in diesem Land erzählt werden.

Mit den ersten Bänden sind mir mehrere Charaktere sehr ans Herz gewachsen. Da ist zum einen die Gestaltenwandlerin Fuchs/Celeste, die stets treue Begleiterin von Jacob Reckless, die sich durch ihren Mut, sowie auch ihre Intelligenz auszeichnet. Zum anderen ist da Jacob, der furchtlose Schatzjäger, dem es in Band 1 gelang, seinen Bruder Will vom Fluch der Goyl zu befreien.

Auch den Bastard-Goyl Nerron fand ich sehr interessant als Bösewicht aus Teil 2.

Nun, kommen wir zu dem heiß ersehnten dritten Band:

Zu Anfang sind Jacob und Fuchs in der Menschenwelt, wo sie Will und Clara besuchen. Doch schon bald verstrickt sich Jacob wieder einmal in Schwierigkeiten. Ein neuer Bösewicht taucht zu Anfang des Buches auf – Spieler. Spieler ist ein sogenannter Erlelf, der Jahrhunderte lang dem Fluch einer Fee erlag, verdammt dazu, in der Menschenwelt zu verweilen. Um seine Rache an den Feen zu vollstrecken, benutzt er den nichts ahnenden Will und die Armbrust, die Jacob aus der Spiegelwelt mitgebacht hat. Da er weiß, das Will ihm niemals freiwllig in die Spiegelwelt zurück gehen würde, spielt er mit seinen Gefühlen und greift zu gefährlichen Mitteln.

Zurück in der Märchenwelt erleben wir die Geschichte aus mehreren Perspektiven.


Da ist die wunderschöne dunkle Fee, die von ihrem Geliebten Kam'ien verraten wird, auf Grund einer Intrige dessen eifersüchtiger Ehefrau Amalie von Austrien. Vertrieben vom Hof geht sie zusammen mit einer kleinen Armee, die ihrem Schutz dient, ihrer eigenen Wege. Noch ahnt sie nicht, dass Will in die Spiegelwelt ausgesandt wurde, um diese zu töten.


Angekommen in der Spiegelwelt, verbündet sich Will ausgerechnet mit dem verschlagenen Goyl Nerron, welcher im 2. Bande von Jacob betrogen und hintergangen wurde. Nach und nach gewinnt die Goylseite in Will wieder Oberhand, was ihm so einiges an Respekt von Nerron einbringt.


Fuchs versucht unterdessen, ihr Martyrium in Blaubarts Haus zu vergessen, was ihr aber nicht so recht gelingt. Wie soll sie jemals wieder einem Mann über den Weg trauen, außer Jacob, den sie immer noch heimlich liebt?


So sind die unterschiedlichsten Charaktere während des ganzen Buches auf einer Reise von einem Ort zum nächsten, und das Ziel ist jedes Mal ungewiss.


Unterdessen wird sich Jacob seiner Gefühle für Fuchs klar. Um sie zu schützen geht er sogar einen gefährlichen Handel mit Baba Jaga ein.


Schön fand ich hier, dass mehrere Märchen und Sagen aus Russland miteinander verwoben wurden.


Jedoch ebbte für mich der Zauber der ersten beiden Bände hier erheblich ab. Manchmal musste ich mich sogar richtig quälen, das Buch weiter zu lesen. Es waren einfach zu viele Handlungsstränge auf einmal, die parallel erzählt wurden, aber nie wurde ein Handlungsstrang zu Ende erzählt, was ich hier als sehr großen Kritikpunkt aufzähle.

Auch ging mir irgendwann dieses Hin und Her zwischen Jacob und Fuchs einfach nur noch auf die Nerven. Erst als ein anderer Mann um die Gunst von Celeste buhlt, fällt es Jacob plötzlich ein, um sie zu kämpfen. Das sorgte meinerseits so manches Mal für ein “Kopf meets Tischplatte“ .


Die einzelnen Orte wie z.B. Varangia (Russland), Austiren (Österreich), Moskva (Moskau) und Lothringen wurden hier sehr bildlich dargestellt. Es war beim Lesen, als wäre ich mitten in diesen farbenprächtigen Orten, das wiederum hat mir sehr gut gefallen und da muss ich wieder einmal der Autorin Cornelia Funke ein großes Kompliment machen.



Die Charaktere:


Fuchs ist immer noch unangefochten mein absoluter Lieblingscharakter. Sie beweißt viel Mut und muss so manches Mal sich ihrer traumatischen Vergangenheit stellen. Auch bewunderte ich sie, wie sie mit ihren Gefühlen zu Jacob umging und es sogar schaffte, sich wieder auf andere Männer einzulassen, trotz ihrer schrecklichen Erfahrungen.

Will macht hier eine erhebliche Wandlung durch. Anfangs noch das unschuldige Milchgesicht wird gegen Ende des Buches der Jadegoyl in ihm immer stärker.

Die dunkle Fee gefiel mir hier sehr gut. Sie ist in meinen Augen eine sehr starke Frau, der in diesem Band hier übel mitgespielt wurde.

Jacob ist wie eh und je – ein Abenteurer und Schatzsucher. Jedoch lässt er hier endlich mal seinen Gefühlen freien Lauf.

Sylvain, der neue Charakter und treue Begleiter von Jacob und Fuchs hat neuen Schwung in das Buch gebracht. Besonders gefallen hat mir seine herrliche Naivität, die er mit einem französischen Akzent untermauerte.


Fazit:

Der dritte Band der Reckless-Reihe lässt deutlich nach. Die Geschichte hat hier leider von ihrem Zauber etwas eingebüßt, was ich persönlich sehr schade finde, denn schließlich hat die Reckless-Reihe bisher zu meinen absoluten Lieblingen gehört.

Das Buch zog sich an manchen Stellen ewig hin und manchmal wurde es doch schon recht langweilig.

Es konnte mich leider nicht so fesseln, wie seine Vorgänger es konnten.

Vielleicht lag es an den vielen Sichtwechseln, denn die Sicht wechselte fast nach jedem Kapitel, was dazu führte, dass die Geschichte nicht wirklich in Gang kam

Da die Reihe aber mit Band Drei noch nicht zu Ende ist, habe ich noch die Hoffnung, dass es recht bald eine Fortsetzung geben wird, die es schafft, mich wieder so zu verzaubern, wie es die beiden ersten Bände vermochten.

Ich habe sehr lange überlegt, welche Bewertung ich dem Buch geben sollte. Anfangs tendierte ich noch zu 3 Büchersternchen, aber ich entscheide mich bewusst für 4, da die Schauplätze des Buches doch so detailgetreu und liebevoll beschrieben wurden, sowie auch einige der Charaktere.

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(378)

700 Bibliotheken, 15 Leser, 5 Gruppen, 162 Rezensionen

atlantia, dystopie, sirenen, ally condie, zwillinge

Atlantia

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 11.02.2015
ISBN 9783841421692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Persönliche Meinung:


Zum Buch:

Rio und Bay sind Schwestern, Zwillinge, die sich zwar äußerlich sehr ähneln, aber vom Wesen her grundverschieden sind. Dennoch lieben die beiden einander sehr.
Die beiden Schwestern Leben in Atlantia , einer großen Stadt auf dem tiefen Meeresgrund.

Bei der jährlichen „Zeremonie der Trennung“ dürfen die Jugendlichen wählen, ob sie ein Leben im "Unten", d.h. in Atlantia (in der Stadt unter Wasser) oder im "Oben", an der Erdoberfläche, führen möchten.


Die Geschichte wird komplett aus der Sicht von Rio erzählt.

Diese wollte ursprünglich an Land leben und die Sonne, Sterne und ganz besonders echte Bäume kennenlernen, im Gegensatz zu Bay, die Atlantia über alles liebt und für die ein Leben Oben niemals in Frage käme. Nach dem Tod ihrer Mutter hat Rio sich entschlossen, für ihre Zwillingsschwester Bay im "Unten" zu bleiben. Gerade als sie ihre Entscheidung dem Hohepriester mitgeteilt hat, verkündet ihre Schwester Bay eine erschreckende Nachricht. Denn sie wird nach "Oben" wechseln. Mit Bay's Entschluss, nach Oben zu gehen, beginnt für Rio eine schwere Zeit, denn sie ist plötzlich alleine. Was hat Bay nur zu dieser Entscheidung bewogen?


Rio macht sich auf die Suche nach Antworten und lernt dabei neue Menschen kennen, bei denen sie erst noch lernen muss, ihnen zu vertrauen. Gerade in ihrer Situation muss sie damit sehr vorsichtig sein, denn sie selbst umgibt ein großes Geheimnis, das sie bisher erfolgreich vor allen anderen Bewohnern der Stadt verbergen konnte.


Unerwartete Hilfe erhält Rio von ihrer mysteriösen Tante Maire, einer Sirene. Doch kann sie ihr trauen, schließlich sind Sirenen dafür bekannt, Menschen zu ihren eigenen Gunsten zu manipulieren.

Auch der sympathische True steht ihr mit Rat und Tat zur Seite. Nach anfänglichem Misstrauen von Rio's Seite entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft und es keimen sogar zarte Gefühle auf.



Die Charaktere:

Mit Rio hat die Autorin eine außergewöhnliche junge Frau erschaffen, die ihr Leben zwischen Hoffnung, Freundschaft und Zuversicht zu meistern versucht.


Auch die Nebencharaktere Maire und True haben mir hier sehr gut gefallen. True glänzt durch sein hilfsbreites und trotzdem nicht aufdringliches Verhalten. Er hilft Rio wo er nur kann und tut dies bedingungslos und ohne Fragen zu stellen.

Maire hingegen lässt den Leser bis fast zum Schluss im Unklaren was ihre Absichten angeht. Will sie wirklich Rio helfen oder ist sie so skrupellos, dass sie nur ihre eigenen Vorteile im Sichtfeld hat und dabei sogar über Leichen gehen würde?


Mit Nevio hat die Autorin einen wirklich unsympathischen Bösewicht erschaffen, dessen böses Wesen sowie dessen Machenschaften sich dem Leser von vornherein schon erschließen.




Fazit:

Aus Sicht von Rio erlebt der Leser eine nette Geschichte, die Dramatik, Aufregung und Romantik verspricht. Bereits das Cover ist eine Augenweide und somit ein wahrer Blickfang.

Aus der Feder der Autorin stammte ebenfalls die Trilogie „Cassia & Ky, mit der sie sich im Bereich Dystopie bereits einen Namen gemacht hat. Dem entsprechend waren die Erwartungen an dieses Buch meinerseits sehr hoch.


Die Grundidee hinter der Geschichte um Atlantia ist gut durchdacht, doch am Schluss hier fehlte für mich einfach das gewisse Etwas. Die Fantasyelemente sind teilweise so abstrakt, und das Ende kommt ein wenig zu abrupt. Teilweise erschien es mir so, als hätte die Autorin hinterher keine Lust mehr zum Schreiben gehabt, weil der Anfang sich schon etwas hinzog, bis zu dem Punkt, an dem Rio dann endlich nach Oben gelangt. Und das Ende kam dann rasend schnell.

Jedoch trotz einiger Kritikpunkte hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe hier 4 von 5 möglichen Büchersternchen.

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(32)

47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

magie, kinderbuch, waisenhaus, zauberei, alchemie

Rose und das Geheimnis des Alchimisten

Holly Webb , Joachim Knappe
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 20.07.2010
ISBN 9783760753324
Genre: Fantasy

Rezension:

Persönliche Meinung: 


Zum Cover:

Das Cover sticht einem direkt ins Auge, man sieht direkt, dass es ich um ein Jugendbuch handelt, dass wohl auch etwas mit Magie zu tun hat.


Zur Story:

Die Protagonistin Rose wird als Baby in einem Fischerkorb eines Londoner Kirchhofes gefunden und lebt seitdem im St. Bridget´s Waisenhaus für Mädchen. Der Alltag der Waisenkinder ist recht trostlos und trist beschrieben und die Kinder müssen viel arbeiten, bekommen wenig zu essen und nur abgetragene Kleidung. Jeden Sonntag dürfen sich die Kinder die letzten verbliebenen Erinnerungsstücke an ihre Eltern ansehen und träumen davon doch eines Tages von ihnen aus dem Waisenhaus abgeholt zu werden. Rose hat jedoch kein Andenken und wünscht sich für ihre Zukunft eine Anstellung bei der sie selbst Geld verdienen kann.

Als Rose ungefähr 10 Jahre alt ist, scheint sich ihr Traum zu erfüllen, als eines Tages eine gut gekleidete Frau (Miss Bridges) im Waisenhaus erscheint und nach einem Mädchen zwischen 10 und 11 Jahrensucht , das vernünftig und zuverlässig ist, um als Dienstmädchen zu arbeiten. Die Wahl trifft auf Rose und noch am selben Tag kommt sie in das Haus von Mr. Fountain, einem Alchemisten und Zauberer, der am Hof des Königs arbeitet und Gold herstellt.

Dort freundet sie sich sofort mit dem gleichaltrigen Küchenjungen Bill an, der aus dem benachbarten Waisenhaus stammt, sowie mit der Köchin Mrs. Jones. Auch die Haushälterin Miss Bridges ist ihr wohlgesonnen. Nur das erste Dienstmädchen Susan, das ein wenig älter ist als Rose, macht ihr durch ihre Eifersucht das Leben schwer.

Neben den Angestellten leben im Haus noch Isabella, Mr. Fountains verzogene Tochter, Frederik, sein überheblicher Lehrling und Gustavus, sein arroganter Kater. Auch wenn sich Rose langsam einlebt, ist sie der Zaubereisehr skeptisch gegenüber eingestellt. Trotzdem muss sie immer öfter feststellen, dass sie selbst scheinbar auch magisch begabt ist, obwohl sie dies zu verdrängen versucht. Doch Treppen, die sich von alleine zu bewegen scheinen und ein Kater, der in Gedanken mit ihr spricht, lassen sich leider nicht sehr gut ignorieren.

Nach und nach lebt Rose sich trotzdem gut ein und ihre Arbeit macht ihr Spaß. Im Laufe des Buches werden immer mehr merkwürdige Vorfälle berichtet, in denen Kinder aus der Nachbarschaft unterschiedlicher Schichten spurlos verschwinden. Dies bleibt auch der kleinen Rose nicht verborgen. Als auch noch ihre beste Freundin Maisie, ein anderes Waisenkind des St. Bridges verschwindet, macht sie sich auf die Suche. Sie findet heraus, dass eine böse Zauberin die Kinder entführt hat und sich durch das trinken von Kinderblut ewig jung halten will. Gemeinsam mit Frederik und Isabella, die sich doch nicht als so abscheulich herausstellen, wie zu Anfang gedacht, entwickeln sie einen Plan, um die Kinder zu befreien, der jedoch schief geht und alle drei in große Gefahr bringt. Wird es den Freunden gemeinsam gelingen, die verschwundenen Kinder zu befreien? Und wird Rose ihre magische Seite preisgeben?




Zu dem Buch:


Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen. Ich habe es für sage und schreibe 1,99 Euro bei Kik. Ich muss gestehen, ich habe dieses Buch mitgenommen, weil mir das Cover so gut gefallen hatte, schließlich kann man für ein Hardcover-Buch für knapp 2 Euro nichts falsch machen.


Der Schreibstil ist sehr flüssig. Man findet direkt in die Geschichte hinein und kann sich die beschriebenen Charaktere, sowie die anfangs traurige Atmosphäre direkt bildlich vorstellen.


Hier wird eine wundervolle und magische Geschichte im historischen London sehr bildlich und detailgetreu beschrieben . Die Autorin Holly Webb schildert eine Welt der Magie, in der Zauberer und Nichtzauberer in einer Gemeinschaft leben. Trotzdem herrscht eine gewisse Spannung zwischen beiden: Diejenigen, die nicht zaubern können, sind der Zauberei sehr skeptisch gegenüber eingestellt, auch weil sie so teuer ist. Dabei zeigt die Autorin sehr deutlich eine Schattenseite der modernen Konsumgesellschaft auf: Zauberei fungiert hier als Statussymbol und treibt einen Keil zwischen arm und reich. Die Geschichte spielt im London des 19. Jahrhunderts und stellt sehr schön die Klassengesellschaft der damaligen Zeit dar.



Die Charaktere:

Mit der Protagonistin Rose hat die Autorin ein sehr liebenswürdiges Mädchen erschaffen, das in seinem ganzen Denken und Handeln doch sehr viel reifer wirkt als 10 Jahre. Mir persönlich erscheint sie eher wie 14. Rose ist sehr natürlich, kann aber auch sehr dickköpfig sein. Sie ist eher eine Realistin, die sich nicht wie ihre Heimgenossinen Träumereien und Fantastereien hergibt.

Auch die Nebencharaktere sind sehr lebhaft beschrieben. Frederik zum Beispiel sieht sich als Lehrling des großen Mr. Fountain als überaus begabt und wichtig an und verdeutlicht Rose ihre mindere Stellung. Nachdem Rose ihn jedoch einmal aus einer brenzligen Situation rettet, steht er in ihrer Schuld und das Verhältnis zwischen beiden verbessert sich zusehends. Die sehr gegensätzlichen Persönlichkeiten der Figuren, deren Beziehungen untereinander und die charakterlichen Veränderungen die sie nach dem Auftauchen von Rose durchlaufen machen den Charme des Buches aus.

Der Küchenjunge Bill entwickelt sich nach kurzer Zeit zur Roses bestem Freund. Er steht mit ihr auf gleicher Stufe, da er wie sie aus einem Waisenhaus kommt und genau weiß, was es heißt, nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren zu sein.

Bei Miss Isabella war ich dann doch etwas verdundert, dass sie sich nun letztendlich doch als gar nicht so schrecklich entpuppte, wie zu Anfang des Buches.

Auch die weiteren Nebencharaktere, Mrs. Jones, Susan, Mr. Fountain und Miss Bridges sind hier so lebhaft beschrieben, dass man sie sich direkt bildlich vorstellen kann, als wären sie alte Bekannte, die man seit langem wieder trifft.



Fazit:

Ich weiß, das hier ist eine sehr lange Rezi, aber ich bräuchte noch weitere 1000 Wörter und noch mehr, um dieses fantastische Abenteuer zu beschreiben. Es ist eine Mischung aus Harry Potter und der Anime-Serie “Kleine Prinzessin Sara“. Ich habe es an einem Tag regelrecht verschlungen. Zum Glück gibt es noch zwei weitere Teile rund um die Abenteuer von Rose und Frederick, die ich im Anschluss gleich lesen werde.


Ich muss hier einfach 5 von 5 Büchersternchen vergeben und kann nur sagen, in dieses Buch muss man einfach eintauchen und sich von dessen Magie bezaubern lassen.

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(155)

362 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 55 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, london, besondere kinder, mystery

Die Stadt der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.02.2015
ISBN 9783426653586
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(2.489)

3.872 Bibliotheken, 70 Leser, 9 Gruppen, 314 Rezensionen

liebe, lux, onyx, fantasy, daemon

Onyx - Schattenschimmer

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.11.2014
ISBN 9783551583321
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch hat einen nahtlosen Übergang zum ersten Band. Katy wurde von Daemon geheilt und seitdem sind sie miteinander verbunden. Was die Beziehung der beiden zueinander betrifft: Katy ist von Daemons vermeintlichen Sinneswandel in Beziehung seiner Gefühle für sie nicht so ganz überzeugt, da sie meint dies hätte nur mit dem gemeinsamen Band aufgrund der Heilung zu tun. Immerhin hat er sich Monate lang wie ein kompletter Idiot aufgeführt und in aller Öffentlichkeit gedemütigt. So einfach kann sie nicht vergessen und ihm verzeihen - und schon gar nicht sich auf ihn und ihre Gefühle einlassen.

Dieser Band beginnt genauso toll, wie der erste Band endete. Es war emotional, ab und zu zwar auch vorhersehbar, aber an anderer Stelle wiederum schockierend. Bis auf ein paar kleine Kritikpunkte bin ich super zufrieden mit dem zweiten Band.


Katy versucht in etwa 2/3 des Buches immer wieder Gründe für Daemons verändertes Verhalten ihr gegenüber zu finden und kommt zu den sonderbarsten Ideen, warum sie nicht mit ihm zusammen kann. Manchmal hat das schon etwas genervt. In dieser heiklen Phase ihrer "Beziehung" taucht in ihrer Schule plötzlich ein Neuer auf, der Interesse an ihr zeigt und sogleich Katys Vertrauen gewinnt - im Gegensatz zu Daemon. Doch jede Person hat ihre gewissen Geheimnisse - so auch der Neue.

Manchmal hat Katy mich in dem Buch etwas genervt, ist sie doch in diesem Band ein kleiner Wirbelwind, die macht was ihr in den Sinn kommt und was sie für richtig hält. So begibt sie sich auch dieses Mal wieder in brenzlige Situationen, in denen sie Hilfe von Daemon benötigt. Doch genau das möchte sie nicht - zu einer Last für ihn zu werden. Deshalb beginnt sie ihre Kräfte zu trainieren, was nicht so ganz ohne ist. Doch wegen ihrer ganzen Art, ob verschusselt, hilfsbereit für ihre Freunde, muss man Katy einfach gern haben. Ab und zu hätte ich mir gewünscht, dass sie ein bisschen mehr die Augen für ihre Umgebung geöffnet hätte und nicht so gutgläubig gewesen wäre, aber dann hätte das Buch garantiert nicht so geendet, wie es nun mal enden musste.

Daemon hingegen hat eine totale Wandlung gemacht, er ist offener und freundlicher geworden. Man merkt, dass ihm etwas an Katy liegt und nur ihr Bestes will. Jedoch kann er dies nicht offen zeigen und zudem macht Katy es ihm auch noch unheimlich schwer. Trotz der möglichen Konsequenzen für ihn als Lux möchte er Zeit mit ihr verbringen und natürlich ist er auch dieses Mal wieder super heiß und unwiderstehlich.

Der Schreibstil ist wie im ersten Band sehr flüssig, sodass ich wieder nicht merkte, wie die Seiten nur so dahinflogen. Ich wollte es abermals nicht aus der Hand legen bis ich das Ende erreicht hatte und mich einem fiesen Cliffhanger gegenüberstehen sah. Jetzt heißt es warten bis April, denn dann wird es sofort mit dem dritten Band der Lux-Reihe weitergehen.

Die Nebencharaktere haben mir hier super gefallen. Dee ist zwar viel mehr mit Adam beschäftigt, aber durch ihre herzliche Art könnte ich sie einfach knuddeln und nie wieder loslassen. Doch Blake der "Neue" bringt wieder Schwung ins Buch (das es gar nicht nötig hatte) und man ist gespannt, wie sich das Buch entwickeln wird.

FAZIT
Die Fortsetzungkann sehr gut mit dem ersten Band mithalten, sie übertrifft diesen sogar an Spannung um Längen. Ich habe mit Katy und Daemon mitgefühlt, gehangen und gelitten. Manchmal Katy ein bisschen wachsamer sein können und Daemon nicht so oft von sich stoßen, aber das sind nur kleine Kritikpunkte. Alles im Allem ist es ein phantastischer zweiter Band, der mich mit großen Erwartungen an die Fortsetzung „Opal“ zurück lässt.

Das Buch hat mein Herz mit 5 von 5 möglichen Büchersternchen erfüllt

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(363)

653 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

fantasy, monster, kinder, zeitschleife, insel

Die Insel der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2013
ISBN 9783426510575
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eins vorab: Ich bin schlichtweg begeistert von diesem tollen Buch!!!

Mit "Die Insel der besonderen Kinder" ist Ransom Riggs ein fulminantes Romandebüt gelungen, das mich so sehr gefesselt hat, dass ich es nicht weglegen konnte . Die Besonderheiten, die das Buch zu einem absoluten Highlight werden lässt, ist zum ersten der Schreibstil von Riggs. Sein Talent die Wortkleider so zu wählen, dass ich mir alles sofort bildlich vorstellen konnte mich in die Geschichte hineinversetzt fühlte, war unglaublich.


Ein weiteres besonderes Highlight ist auch die Ausstattung des Romans. Der Schutzumschlag , dessen grünes Design sowohl Fantasy als auch Nostalgie vermittelt und damit so ziemlich den Nerv des Buches trifft, denn genau darum geht es, ist gruselig und zugleich wunderschön.

Immer wieder trifft man in dem Roman auf Fotos aus längst vergangenen Zeiten, Fotos aus der Zeit des 2. Weltkrieges, sowie auch schöne Fotos aus dem viktorianischen Zeitalter. Das Mädchen auf dem Cover scheint zu schweben, aber wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass es schon auf direktem Boden steht und der Schatten hinein bearbeitet wurde. Bei vielen anderen Bildern bin ich mir jedoch nicht sicher, ob es sich um unbearbeitete Exemplare handelt, so z. B. bei dem Foto von einem Mädchen, dass an einem See steht, aber in der Spiegelung zwei Mädchen zu erkennen sind.


Zur Story:

Der Autor beschreibt hier bildhaft und detailliert die Gefühle und das gesamte "langweilige" Leben von Jacob, und auch die Beziehung zu Jacobs Großvater Abraham, der im Alter immer seltsamer wird.


Leider schlichen sich nach dem Tod des Großvaters ein paar Längen in die Geschichte ein. Ich konnte die Stimmung des in psychiatrischer Behandlung befindlichen Jugendlichen Jacob zwar trotzdem nachvollziehen, irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass die anfangs so spielerisch leicht aufgebaute Grundspannung etwas absackte. Das änderte sich jedoch wieder schlagartig, als Jacob gemeinsam mit seinem Vater, der Hobby-Ornithologe ist, eine Reise antritt - eine Reise, die für ihn ein Neubeginn sein wird, ihm seine Aufgabe im Leben näher bringt, genauso wie die Vergangenheit seines Großvaters - und auf der er natürlich die besonderen Kinder kennen lernt. Kinder, mit besonderen Fähigkeiten, Kinder, die anders sind - und deshalb vor der Welt und ihren Grausamkeiten beschützt werden müssen - und natürlich vor den Monstern...das Abenteuer beginnt!


Fazit: Diesen Roman muss man selbst nicht nur lesen, sondern auch erleben. Die Atmosphäre genießen, sich durch die Fotos in längst vergessene Zeiten versetzen lassen, sich gruseln und den tollen phantastischen Ideen des Autors einfach hingeben. Ich kann hierfür einfach nur 5 von 5 möglichen Büchersternchen vergeben und freue mich, direkt im Anschluss die Fortsetzung „Die Stadt der besonderen Kinder“ zu lesen. 

  (5)
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(328)

926 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 114 Rezensionen

alice im wunderland, dark wonderland, fantasy, wunderland, jugendbuch

Dark Wonderland - Herzkönigin

A. G. Howard , Michaela Link
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.11.2014
ISBN 9783570163191
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Wie lange hatte ich auf dieses Buch gewartet und bin mit sehr großen Erwartungen rangegangen und wurde nicht enttäuscht.
Der Einstieg ist ausgesprochen geschickt gewählt. Man wird nicht nur mitten ins Geschehen geworfen, sondern kriegt direkt einen Einblick auf das Kuriose, das einer Wonderland-Geschichte einfach innewohnen muss. Ich selbst bin bei der Thematik immer etwas zwiegespalten - zum Einen zieht es mich an, aber gleichzeitig stößt es mich auch ab. Nicht umsonst ist das Wunderland der Inbegriff des Seltsamen. Ob es nun also an einer aufgeschlosseneren Stimmung meinerseits oder dem Können der Autorin lag, dieser Roman hat mich direkt in seinen Bann gezogen.

Was diesen Roman zu so einem Must-Have macht, ist ganz eindeutig die Atmosphäre. Howard hat nicht nur ein Gespür dafür, ihre Geschichte bildhaft darzustellen, sondern haucht dem Ganzen auch noch Leben ein. Wenn man sich fallenlässt, hat man das Gefühl, selbst ins Wunderland - besser gesagt ins Netherland - zu reisen. Die gewählte Ich-Perspektive gibt nicht nur Einblick in die einzigartige Protagonistin, sondern verstärkt noch den Eindruck, selbst ein Teil von allem zu sein. Die Beschreibungen sind genau richtig: nicht zu knapp, aber auch nicht mit zu vielen Details überladen. Das in Kombination mit dem Element der Überraschung kreiert eine fantastische Atmosphäre, die genau das einfängt, was die meisten von diesem Thema erwarten. Es ist in etwa vergleichbar mit der Tim Burton Verfilmung von "Alice im Wunderland" - wer den Film mochte, wird auch dieses Buch mögen!

Die Charaktere sind durch die Bank gelungen. Natürlich hat nicht jede Figur dasselbe Gewicht, aber jeder Einzelne, der namentlich genannt wird, hatte einen Sinn. So gibt es zum Beispiel nicht, wie in so vielen anderen Jugendbüchern, zig Freundinnen, die nur zeigen sollen, dass die Protagonistin überhaupt Freundinnen hat.

Alyssa hat sowas aber auch gar nicht nötig. Sie ist eine tolle Protagonistin, die fernab jedes Stereotypen anzusiedeln ist. Sie ist eine interessante Mischung aus "Kick-Ass-Heldin" und "Prinzessin in Nöten" - zumindest hat sie recht unfreiwillig einen Ritter an ihrer Seite.

Na gut, wenn es einen Charakter gibt, der mich nicht komplett überzeugen konnte, dann ist es wohl Jeb. Ich glaube aber, dass das eher daran liegt, dass ich einfach die schlechte Wahl bevorzuge. Und mal abgesehen von seinen irregeleiteten Fehltritten zu Anfang der Geschichte, ist er einfach die sichere und richtige Variante.

Morpheus ist einfach das perfekte Gegenstück in diesem Szenario. Er ist so wunderbar verquer, dass man sich einfach zu ihm hingezogen fühlen muss, obwohl man ihm wirklich kein Stück trauen kann.

Die Geschichte ist auf der einen Seite genau das, was man sich von einem "Dark Wonderland" erwartet und auf der anderen Seite so unfassbar überraschend, dass man nur begeistert sein kann. Das ganze Konzept ist in sich so stimmig, dass es tatsächlich keine einzige überflüssige Szene gibt. So ist es nicht nur durchweg unterhaltsam, es kommt auch an keiner Stelle Langeweile auf. Dabei sind die meisten Hürden oft recht schnell überwunden, was letztlich aber gar nicht schlimm ist, weil zum Einen genug weitere Probleme folgen und zum anderen auch wirklich keine erzwungene Spannung nötig war. Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel sagen, weil man sich einfach überraschen lassen sollte, aber ihre Interpretation des Altbekannten war ausgesprochen interessant!

Das Cover ist nicht nur ein Traum, sondern passt auch einfach perfekt zum Inhalt. Selten war ich so froh, dass das Originalcover übernommen wurde!

Fazit:

A. G. Howards "Dark Wonderland - Die Herzkönigin" ist ein grandioser Reihenauftakt. Der Autorin ist es nicht nur gelungen, die "Wunderland-Atmosphäre" einzufangen, sie macht auch noch ihr eigenes Ding draus. Ihre Interpretation des Klassikers ist unterhaltsam, spannend und absolut empfehlenswert. Das Kopfkino war große Klasse, die Charaktere authentisch und interessant und das ganze Konzept einfach in sich schlüssig. Ein wundervolles Buch, dass ich nur jedem empfehlen kann.

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(1.303)

2.596 Bibliotheken, 29 Leser, 28 Gruppen, 240 Rezensionen

märchen, fantasy, cornelia funke, spiegel, brüder

Reckless - Steinernes Fleisch

Cornelia Funke , Lionel Wigram ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 14.09.2010
ISBN 9783791504858
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Darum geht’s:

Jacobs Vater ist seit langer Zeit schon verschwunden, als der 12jährige in seinem Arbeitszimmer das Geheimnis des Spiegels entdeckt – ein Geheimnis, das ihm eine völlig neue Welt eröffnet. Jacob behält das Wissen für sich – er erzählt es nicht seiner depressiven Mutter und auch nicht seinem kleinen Bruder Will. Denn die Welt, die sich hinter dem Spiegel für ihn öffnet, ist seine einzige Möglichkeit, dem Trübsinn seines Zuhauses zu entfliehen.

12 Jahre später ist von Jacobs Familie nur noch sein Bruder Will übrig; doch sie sehen sich selten. Jacob verschwindet für Wochen, ja Monate in die Welt hinter dem Spiegel. Es ist eine verzauberte Welt voller Märchen und Zauber, aber auch bösen Hexen und den steinernen Goyl, die Krieg gegen die Menschen dort führen. Aber eines Tages passiert Jacob eine Unachtsamkeit, ein Fehler. Sein Bruder Will ist ihm gefolgt und in die Fänge der Goyl geraten – und um seine Haut zu retten, muss Jacob seine eigene aufs Spiel setzen.

Meine Meinung

Nach der Tintenwelt-Trilogie war ich auf dieses Buch total gespannt und bin mit sehr hohen Erwartungen rangetreten. Das Cover ist genial getroffen und selbst unter dem Schutzumschlag gibt es ein Bild des Jadegoyls. An jedem Kapitelanfang ist eine wunderschön passende Zeichnung von der Autorin selbst gefertigt, was das Buch zu etwas ganz besonderem macht.

Wie der Protagonist Jacob war ich sofort von der Welt hinter dem Spiegel eingenommen. Der wunderbar verspielte Schreibstil verzaubert vom ersten Satz an. Diese gewandte Eindringlichkeit und die spielerischen Metaphern geben dem Buch einen ganz eigenen, spannenden Rhythmus. Ich hätte ja gerne einige Zitate raus geschrieben, aber dann hätte ich das halbe Buch zitieren müssen :) Die Geschichte geht stetig voran und alles Wissenswerte wird geschickt in die Handlung eingewoben. Die vielen Wendungen waren überraschend und auch wenn man auf ein gutes Ende hofft, war man nie gewiss, wie dieses aussehen würde.

Größtenteils wird aus Jacobs Sicht erzählt, aber auch den anderen Charakteren werden kurze Kapitel gewidmet, um einen besseren Einblick zu gewinnen. Jede Figur ist besonders und markant. Gerade Jacob, der sich sehr gut in seiner Einsamkeit zu Recht gefunden und sich einen Platz in dieser fremden Welt geschaffen hat - er wirkt hart, kampferprobt und ist immer zur Stelle um zu tun, was getan werden muss – auch wenn ihn innerlich ständig Zweifel quälen. Wie anders erscheint dagegen sein Bruder Will, der sanftmütig und verletzlich ist. Der Einfluss der verzauberten Welt verändert ihn jedoch und schon bald heißt Will die Härte willkommen. Sie lässt ihn all den Schmerz und die Leere vergessen, die ihn all die Jahre ohne seinen Bruder zerfressen haben.
Auch das Mädchen Fuchs und Clara sind gut getroffen, ebenso der Zwerg Valiant und der Offizier Donnersmarck haben es mir angetan – ich hoffe sehr, im zweiten Band noch mehr von ihnen zu lesen.

Die Spiegelwelt selbst ist ein mystischer und düsterer Ort, gespickt mit Märchenornamenten und Zauberbannen, betörend und grausam. Die Namen der Orte, der Wesen und Fauna sind ideal gewählt und lassen einen komplett in diese phantastische Welt eintauchen.

Fazit

Eine Geschichte in einer düsteren Welt – und man braucht nur die Hand ausstrecken, um sie zu betreten. Frau Funkes Schreibstil hat mich bezaubert und völlig in diese mythische Welt eintauchen lassen, ohne dass ich zwischendrin Luft holen musste. Märchenhaft, böse und fesselnd spannend bis zur letzten Seite. Ich hoffe, dass dies der Auftakt zu einer ganz großen Trilogie wie die der Tintenwelt wird.

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götter, percy jackson, griechische mythologie, fantasy, rick riordan

Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.08.2011
ISBN 9783551310590
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Percys siebtes Schuljahr verläuft einigermaßen ruhig - einigermaßen. Wenn da nicht diese Albträume wären, in denen sein bester Freund in Gefahr schwebt. Und tatsächlich: Grover befindet sich in der Gewalt eines Zyklopen. Zu allem Übel ist Camp Half-Blood nicht mehr sicher: Jemand hat den Baum der Thalia vergiftet, der die Grenzen dieses magischen Ortes bisher geschützt hat. Nur das goldene Vlies kann da noch helfen. Wird es Percy gelingen, Grover und das Camp zu retten? Das dürfte für einen Halbgott wie ihn eigentlich kein Problem sein. Doch seine Feinde haben noch einige böse Überraschungen auf Lager ...




Persönliche Meinung: 
Auch hier ist wieder Spannung und Aktion und jede Menge griechische Mythologie angesagt. Percy ist anfangs wieder zu Hause in seiner Welt und bemüht sich, recht gut in seiner Schule mitzukommen trotz ADHS und Legastenie. Er freundet sich mit dem Außenseiter Tyson an, der von seinen Mitschülern immer wieder verspottet und gedemütigt wird. Als die Schule von Menschen fressenden Riesen angegriffen wird, rettet Tyson ihm zusammen mit Anabeth, die plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht ist, das Leben. Fluchtartig verlassen die drei das Schulgebäude und fliehen in's Camp Halfblood. 
Hier erleben Percy und Annabeth so einige Überraschungen. Chiron wurde entlassen, da er angeblich den Baum der Thalia, die das Campf vor Eindringlingen schützen soll, vergiftet hat. Percy und Anabeth jedoch glauben fest an Chiron's Unschuld.

Auch der Satyr Grover, Percy's bester Freund ist verschwunden und scheint in Gefahr zu sein, denn nachts träumt Percy von Grover, dass er sich in der Gewalt des fiesen Zyklopen Polyphem befindet.

Doch das ist noch nicht alles. Tyson, der von Anabeth Zugang zum Camp gewährt wurde, entpuppt sich als Percys Halbbruder. Anabeth kann ihre Abneigung gegen Tyson nur schwerlich zügeln, da Tyson in Wahrheit ein Zyklop ist. Doch sind alle Zyklopen automatisch böse?

Um Thalia's Baum zu retten, wird die ehrgeizige Clarisse, Tochter des Ares ausgesandt, das goldene Vlies zu finden. Heimlich machen sich auch Percy, Tyson und Anabeth auf die Suche danach.
Hilfe erhalten sie u. a. von Hermes, dem Götterboten, der auch gleichzeitig der Vater von Luke ist, Percy's Erzfeind aus dem ersten Band.

Nun flolgt eine abenteuerliche Reise durch die Karibik. Schwerpunktmäßig ist dieses Buch an die Reisen des Odysseus, sowie auch an "Jason und die Argonauten" angeknüpft. 
Der Schreibstil ist flüssig, das Buch ist leicht zu lesen.  Hier wird griechische Mythologie mit einer guten Portion Fantasy verknüpft, was dem Autor Rick Riordan bestens gelungen ist.

Fazit: Man gewinnt die Charaktere rasch lieb und ist auch direkt fasziniert von der Welt der griechischen Mythologie. Zwar stimmt nicht alles überein aus den Sagen, jedoch finde ich das nicht so schlimm. Da ich ein sehr großer Fan bin von griechischen Sagen, da ich schon sehr oft auf Corfu und Kreta Urlaub gemacht hatte, bin ich Feuer und Flamme für die Reihe um den jungen Halbgott und seine Freunde.
Auch musste ich oft über Percy's Sarkasmus und Tyson's liebenswerte Tollpatschigkeit schmunzeln.

Punktet bei mir mit 5 von 5 möglichen Büchersternchen und die Vorfreude auf die nächsten Bände ist groß. Percy Jaskson ist für mich ein Leseerlebnis, das durchaus Suchtfaktor hat. Ich hatte dieses Buch innerhalb von 3 Tagen durch.

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