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Extreme Makeover: A Novel

Dan Wells
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Tor Books, 15.11.2016
ISBN 9780765385635
Genre: Sonstiges

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

comic, scifi, science-fiction

Paper Girls Volume 1

Brian K. Vaughan
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Image Comics, 05.04.2016
ISBN 9781632156747
Genre: Sonstiges

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

comic, hexnonnen, arkane, manga, steampunk

Monstress

Marjorie Liu , Sana Takeda
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 09.11.2016
ISBN 9783959810579
Genre: Comics

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The Rules of Magic

Alice Hoffman
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster UK, 10.10.2017
ISBN 9781471157691
Genre: Sonstiges

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

macht, power, korruption, dystopie, feminismus

The Power

Naomi Alderman
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penguin, 06.04.2017
ISBN 9780670919963
Genre: Romane

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bot, cyborg, hack

All Systems Red (Kindle Single) (The Murderbot Diaries)

Martha Wells
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei Tor.com, 02.05.2017
ISBN 9780765397522
Genre: Sonstiges

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, darkfantasy, christina henry, märchen, lostboy

Lost Boy: The True Story of Captain Hook

Christina Henry
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Berkley, 04.07.2017
ISBN 9780399584022
Genre: Sonstiges

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

science fiction, englisch, adult, fiction, gender-diversity

The Long Way to a Small, Angry Planet

Becky Chambers
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Hodder Paperbacks, 31.12.2015
ISBN 9781473619814
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Irgendwo im All über uns fliegt die Wayfarer durch die verschiedensten Himmel auf ihren Trip von Planeten zu Planeten. Dort erledigen sie ihre Arbeit als Wurmloch-Bauer und erschaffen so Shortcuts durch das Universum um das Reisen im All einfacher zu machen. Ihr neuester Auftrag bringt die Crew auf eine lange Reise und zu einen gefährlichen Auftrag.

Doch worum es wirklich geht ist nicht der Auftrag, sondern um die Reise bis dort hin mit einer außergewöhnlichen Crew, die so manche Geschichte über Freundschaft, Kulturen und einfach Entwicklungen erzählt. Denn hier ist wirklich der Weg das Ziel.

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Wie schon in der kurzen Zusammenfassung ersichtlich: "The long way to a small angry planet" hat nicht wirklich eine große Geschichte. Der Aufhänger ist eine lange Reise der Crew quer durch das Universum. Vorbei an vielen unterschiedlichen Planeten, mit Stops und unvorhersehbaren Problemen. Es geht wirklich um die Reise, um die Crew, um die Individuen an Bord der Wayfarer.
Wer sich somit riesige Spannungsbögen oder gar Action erwartet, der ist hier ein bisschen falsch. Stattdessen bekommt man eine tolle Reise erzählt mit vielen kleinen und sehr persönlichen Abenteuern rund unterschiedliche Individuen und Kulturen.

Denn genau darum um irgendwie auch um nichts anderes geht es hier. Um die neun so unterschiedlichen Individuen an Bord des Schiffes, die trotz ihrer Diversität miteinander auskommen müssen und sich das Leben gegenseitig bereichern müssen. Denn sie haben im Prinzip für die Dauer des Auftrages nichts anderes - als sich gegenseitig.

Man darf sich damit auf starkes Charakter Development freuen. Gerade weil man es nicht nur mit Menschen, sondern auch mit Aliens aller Rassen und Art zu tun bekommt. Allerdings auf eine sehr erfrischende Art. Denn wer auch immer in diesem Buch Alien ist - man weiß und merkt es vor allem oftmals zuerst gar nicht. Die Unterschiede der Charakterer werden nicht in den Vordergrung gestellt sondern sind Normalität und deswegen bedarf es keiner riesigen Ausschweifung bei jeder neuen Rasse.
Das mag im ersten Moment danach klingen, als ob einem hier Hintergrundinformationen vorenthalten werden, aber darum geht es nicht. Es ist die Normalität des Anderen die es ausmacht. Denn immerhin tauchen wir in eine komplett neue Welt mit ein - und diese ist nun mal so wie sie ist und bedarf keine Erklärung, denn uns gibt es dort nicht. Wir sind das alienhafte, die nach Normalität verlangen.

Genau in diese Normalität die die Crew auf ihrer Reise mit sich bringt machen sehr persönliche Geschichten und Abenteuer erst möglich. Man begleitet Crew Mitglieder zu ihren Familien, erlebt komplett anderer (Alien-)Kulturen mit anderen Werten und Vorstellungen oder darf Zeuge von interkulturellen Beziehungen werden.
Alles Themen, die hier auf Basis von Aliens erzählt werden, die uns trotzdem auch auf unserer kleinen Welt begegnen. Denn wer ein bisschen zwischen den Zeilen lesen kann, der findet hier so viele wunderschöne und interessante Themen versteckt - die insbesondere sehr stark auf Toleranz, Gemeinsamkeit und trotzdem Individualität abzielen. Ein wundervoller Weg um uns im galaktischen Sinne kleine Rasse der Menschen vielleicht daran zu erinnern, dass wir eine Rasse sind und uns nicht auf einem kleinen Planeten aufführen sollten, als ob wir ein ganzes Universum wären.

Wer sich auf die Reise einlassen will und diese wundervollen kleinen und sehr persönlichen Geschichten und Abenteuer miterleben will, der ist auf jeden Fall bei "A long way to a small angry planet" genau richtig. Es geht darum wie klein wir sind und wie groß wir füreinander sein können. Ein Team so unterschiedlich es auch nur sein könnte - aber trotzdem ein Team.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

The Art of Being Normal

Lisa Williamson
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei David Fickling Books, 01.01.2015
ISBN 9781910200407
Genre: Sonstiges

Rezension:

David ist ein Außenseiter ganz klar. Mit gerade einmal zwei richtigen Freunden ist er in der Schule oftmals das Opfer von Mobbing. Denn er hat mit acht Jahren einmal den Fehler gemacht ehrlich zu sein - er hat vor der ganzen Klasse erzählt, dass er einmal ein Mädchen werden will. Auch gut acht Jahre später und mitten in der Pubertät hat sich daran nicht geändert aber nur seine beiden Freunde wissen, dass dem immer noch so ist.

Als plötzlich der neue Junge Leo in einer erneuten Mobbing Attacke gegen David für ihn einsteigt könnte das der Beginn einer tollen Freundschaft sein. Doch Leo öffnet sich nicht gerne anderen Menschen und hat nicht ohne Grund Schule gewechselt.

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Die Thematik von "The Art of being normal" - Transgender - empfinde ich prinzipiell als sehr interessant. Gerade in einer Zeit wo die (meisten) Menschen dem Abweichen der Norm so offen gegenüber stehen auf jeden Fall sehr spannend auch einmal in diese Ecke zu schnuppern. Doch leider muss ich sagen - so richtig warm geworden bin ich mit der Geschichte nicht wirklich.

David und sein Problem mit seinem persönlichen Geschlecht sind ein wirklich gutes Grundgerüst. Aber irgendwie hatte ich zumindest sehr lange nicht wirklich das Gefühl es würde hier wirklich vordergründig um Transgender gehen. Sehr viele auch sehr aktuelle Jugendthemen wie Mobbing, Außenseiter oder Freundschaft stehen viel mehr im Vordergrund.  Sehr "schöne" und gute Themen die behandelt werden, aber das eigentliche Thema ist mir dahingehend ein wenig in den Hintergrund gerutscht.

Erst ab der zweiten Hälfte rutscht Transgender ein bisschen mehr in den Vordergrund - aber dadurch, dass es lange nur so nebenher plätschert wirkt es fast ein bisschen zu aufgesetzt und zu "einfach". Man darf mich hier bitte nicht falsch verstehen - das Buch hat definitiv seinen Charme, seine schönen und auch sehr emotionalen Züge. Aber der Transgender Gedaneke geht mir persönlich ein bisschen unter.

Die Story plätschert so vor sich hin, viele Dinge werden nach ihrem Eintreten einfach sehr leicht hingenommen und bewegen nicht wirklich viel. Der "Alltag" wirkt trotz so großer Diverenzen oftmals einfach viel zu einfach. Schwer in Worte zu fassen aber irgendetwas hat mir gefehlt.

Die Geschichte ist schön zu lesen, sehr leicht aber in ihrer Problematik und in ihrem Aufzeigen einfach zu leicht. Gegen Ende hin auf den letzten Seiten wird die Sache endlich ein bisschen fester, konkreter, direkter und damit auch spannender. Aber davor könnte die Story sich auch einfach um eine "normale" neue Freundschaft drehen.

Schwer zu beschreiben - aber ich hatte scheinbar definitiv höhere Erwartungen an das Buch. Es ist in Ordnung, Transgender wird einfach und auch für Jugendliche leicht und klar verständlich dargebracht. Es kommt auch auf jeden Fall heraus, dass es nicht abnormal ist Transgender zu sein - denn was is schon normal - aber ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir trotzdem gewünscht. Ein Start für den Einstieg in Transgender Stories aber auf jeden Fall noch mit einiger Luft nach oben!

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Furthermore

Tahereh H. Mafi
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Dutton Books for Young Readers, 30.08.2016
ISBN 9781101994764
Genre: Sonstiges

Rezension:

Alice fällt auf in Ferenwood, denn sie ist beinahe komplett farblos geboren in einer Welt, in der Farbe und Magie eng miteinander verbunden sind. Denn je farbenfrohe die Person, umso mehr Magie kann sie wirken. So war es bis jetzt immer in Ferenwood und Alice muss mit ihren einfachen magischen Fähigkeiten auskommen.

Doch trotzdem will sie hinaus in die Welt und Abenteuer erleben. Umso besser, dass Oliver sie auf eine Reise mitnehmen will. Denn seit drei Jahren ist ihr Vater verschwunden und Olivers Aufgabe ist es ihn wiederzufinden. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine  Reise nach Furthermore - ein Land in der keine Regel festgeschrieben ist und nichts so ist, wie man es sich erwartet...

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"Furthermore" ist auf jeden speziell und man möchte fast sagen Horizont-erweiternd. In jeder Hinsicht! Nicht nur ist es eine wundervolle und so phantasievolle Geschichte sondern auch eine verrückte Reise quer durch ein noch verrückteres Land. Wer glaub bereits alles gelesen zu haben, der kann sich hier gerne überraschen lassen. Von Origami Füchsen bis hin zu essbaren Blumen und spontanen Notausgängen aus jeglicher Situation - auf jeden Fall sehr crazy.

Abgefahren, aber auf jeden Fall sehr unterhaltsam - gerade für die Zielgruppe: im besten Fall sehr phantasievolle Kinder! Aber auf für älter Leser unterhaltsam und liebevoll zu verfolgen, wie Alice und Oliver durch ihr Abenteuer stolpern und immer wieder einen noch abstruseren Ausweg finden. Denn in "Furthermore" gibt es nicht, was normal erscheint.

Sehr interessant und auch wirklich passend zu der unkonventionellen Geschichte - die ganze Story wird von einem Erzähler geschildert. Das bringt immer wieder frischen Wind in die Sache, man bekommt einiges an Hintergrundinformationen die man sonst nicht hätte und des Öfteren wird die Geschichte auch sehr schön angeteased - was das Lesen nur noch spannender macht.

Und können wir uns bitte kurz diesem wunderbaren Cover im Speziellen widmen! Es ist einfach perfekt zugeschnitten auf die Geschichte, birgt alles in einer Illustration was "Furthermore" zu bieten hat. Von Alice und Oliver, über das hölzerne Lineal bis hin zu zauberhaften Büchern und dem Origami Fuchs. All dem wird man auf seiner Reise begegnen - zumeist auf eine sehr unkonventionelle Art und Weise.

Wenn ich "Furthermore" kurz und prägnant beschreiben müsste: Alice im Wunderland auf LSD. So in etwa fühl es sich an, wenn man in diese Welt gestoßen wird. Abgedreht und trotzdem liebevoll, verrückt und gerade deswegen sehr interessant.
Wer mit ein bisschen überdrehten Geschichten nichts am Hut hat, der wird bei "Furthermore" auf jeden Fall überfordert werden, denn hier muss man sich einfach auf das Unmöglich einlassen. Also wirklich empfehlenswert für alle phantasievollen Fans vom Wunderland oder auch Narnia!

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67 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

crooked kingdom, fantasy, six of crows, freundschaft, leigh bardugo

Crooked Kingdom

Leigh Bardugo
Flexibler Einband
Erschienen bei Henry Holt, 27.09.2016
ISBN 9781250119315
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Coup im "Iced Court" ist gelungen und das Team rund um Kaz, Inej und die anderen haben die geforderte Person - oder zumindest jemandem der dem am nächsten kommt - aus dem Gefängnis geholt und sind wirklich alle lebend wieder im Hafen von Ketterdam angekommen. Eigentlich sollten sie alle jetzt reich sein, doch die Übergabe hat nicht ganz so geklappt wie erwartet und die Truppe ist in einen Hinterhalt gelaufen.

Aber Kaz lässt seine Mannschaft - und schon gar nicht Inej - einfach hängen. So muss ein neuer Plan her um Inej aus ihrer misslichen Lage befreien. Im besten Fall im selben Zug seine Gegenspieler auch noch von Grunde auf vernichten...

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Spannend geht es weiter, denn nach dem ersten Band ist einem das Team von Kaz auf jeden Fall ordentlich ans Herz gewachsen. Die Story setzt direkt an und das heißt gleich vorne weg einmal ordentlich mitfiebern, denn es geht um Inejs Leben. Also keine Pause um zu verschnaufen - das lässt das Ende von "Six of Crows" aber auch einfach nicht zu.

Die Story wird auf jeden Fall spannend, wenn auch ein bisschen politisch und verstrickt. Einfach wird es nicht allen Verbindungen der Gaunerein in Ketterdamm zu folgen, aber so ein Netzwerk aus Kriminellen soll ja auch nicht ganz so leicht zu durchschauen sein. Es braucht im zweiten Teil also durchaus ein bisschen mehr graue Gehirnzellen um der Vorgehensweise und den Intrigen zu folgen. Das macht die Geschichte aber nur umso spannender, der man weiß einfach nur sehr selten woran man hier wirklich ist.

Was Leigh Bardugo schon im ersten Teil perfekt gemeistert hat, funktioniert auch bestens im zweiten Teil. Die Charaktere sind einfach so gut, entwickeln sich immer noch weiter und stehen nicht still. Immer wieder kommen neue Entscheidungen hinzu, alte Geschichten spielen wieder mit und die Protagonisten sind einfach lebendig. Sie kämpfen mit der Situation, mit ihrer Vergangenheit mit ihrer Zukunft. Genial zu lesen und einfach zum Verlieben in dieses Charakterdesign.

Manche mögen sagen, dass genau darunter - unter diesen starken Charakteren und deren Details - die Geschichte ein bisschen leidet und eher flach bleibt. Das kann man nachvollziehen, weil der Plot in beiden Bänden relativ schnell und einfach zusammengefasst werden kann. Natürlich nicht mit allen seinen Feinheiten und kleinen Spitzen, aber grundsätzlich eine sehr geradlinige Geschichte erzählt wird. Aber darin liegt zumindest in meinem Ermessen die enorme Stärke dieser Duologie. Es braucht nicht immer einen total verwickelten Plot um eine gute Geschichte zu schreiben. Die Charaktere sind es doch, die eine Story zum Leben erwecken und das passiert hier definitiv. So erlebt man das ganze viel näher und nach meinem Ermessen viel realistischer als mit 1000 Wendungen die komplett unvorhersehbar und aus den Fingern gezogen erscheinen. Aber so setzt jeder seine Prioritäten bei Geschichten eben auf andere Punkte.

Ich kann diese Duologie auf jeden Fall nur von Herzen empfehlen - insbesondere für alle, die wirklich geniales Charakterdesign sehen wollen. Außergewöhnlich und so schön, dass man diese Truppe einfach ins Herz schließen muss. Oftmals kann man mich herumweinen hören warum alles heute in Trilogien erscheinen muss - hier würde ich mir einen dritten Teil definitiv wünschen - einfach um nicht jetzt schon Abschied von diesen Charakteren und Freunden nehmen zu müssen.

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

young adult, marissa meyer, jugendbuch, heartless

Heartless

Marissa Meyer
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Macmillan Children's Books, 17.11.2016
ISBN 9781509818020
Genre: Sonstiges

Rezension:

Catherine - uns allen in späterer Folge bekannt als die Rote Königin - hat eigentlich alles was sich ein junges Mädchen wünschen könnte. Sie ist in gutem Hause geboren und der König möchte um ihre Hand anhalten und sie zu seiner Königin machen. Doch Catherine möchte eigentlich etwas ganz anderes. Sie würde viel lieber gemeinsam mit ihrer Dienerin eine kleine Bäckerei aufmachen, ihr Hobby zum Traumberuf machen und irgednwann die große Liebe finden. Vielleicht sogar im neuen Hofnarren des Königs, denn Jest hat es ihr irgendwie angetan.

Auf viel Begeisterung stößt Catherine mit ihren Träumen nicht, ihre Eltern wollen sie als Königin sehen und erlauben kaum Widerrede. Doch sie will diesen Gegenspruch nicht einfach sich sitzen lassen - und versucht ihr Bestes um das zu bekommen, was sie sich wünscht... Zumindest wissen wir wie es ausgeht - was dazwischen passiert erzählt "Heartless".

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Die Erwartungen waren enorm hoch. ENORM hoch. Die "Lunar Chronicles" waren genial und einfach fast schon überirdisch gut. Wenn aus der Feder der selben Autorin jetzt auch noch eine Geschichte mit Bezug zu "Alice im Wunderland" kommt dürfte für meine Verhältnisse eigentlich alles gebongt sein. Das hatte ich zumindest erwartet und wurde - leider - enttäuscht.

Woher die Enttäuschung kommt: Wir kennen die Rote Königin alle nur zu gut. Launisch, mürrisch und auf jeden Fall ordentlich böse. In "Heartless" geht es genau darum wie sie so geworden ist. Man erwartet sich somit zu erfahren wie aus einem jungen und eigentlich privilegierten Mädchen diese grantige Schrulle geworden ist. Das bekommt man zwar auch - aber in Form einer schnulzigen Liebesgeschichte... Ganz hart gesagt ist es eigentlich nicht mehr.

Wer mich kennt weiß schon mal, ich lese kaum Liebesgeschichten und finde sie einfach nur kitschig und schnulzig. Ich kann mit diesem Genre einfach Nichts anfangen. Umso weniger, wenn ich mir etwas anderes erwartet hätte. Eine Liebesgeschichte als Aufhänger ist ja durchaus in Ordnung aber irgendwann hätte ich halt doch gerne mehr den Umschwung zur Königin gesehen wie wir sie kennen. Nicht nur charakterlich sondern auch storytechnisch. Viel zu lange zieht sich der Traum der Bäckerei und das Hadern damit ob sie die Hand des Königs akzeptieren soll oder nicht. Viel zu viel Schnulze, viel zu viel Gejammer und viel zu wenig Abenteuer, Wunderland oder irgendetwas, das die Geschichte ein bisschen aufputschen würde.

Klar - das Wunderland und die Anspielungen an die verrückte Welt sind da. Es gibt eine Teeparty mit den üblichen Verdächtigen, die Grinsekatze schaut immer mal wieder vorbei und auch Kricket wird gespielt. Aber das ist einfach zu wenig, denn im Vordergrund steht immer Catherine mit ihrer Suche nach der Liebe... Ich bin fast versucht *blabla* zu schreiben und werde es (zumindest nicht unkommentiert) tun, weil ich natürlich weiß, dass viele von diesen negativen und fast schon genervten Reaktionen von meiner Abneigung gegenüber Lovestories kommt.

Ich wollte einfach mehr sehen. Mehr Wahnsinn, mehr Wunderland und mehr Transformation im Charakter der Roten Königin. Lange ist sie einfach nur das liebe kleine Mädchen, dass mit ihren Entscheidungen im Leben hadert. Und plötzlich soll sie von Null auf beinahe schon 100 die böse Königin sein die wir kennen? Kein langsames anschleichen, keine kleinen Ticks die sich langsam aber doch durchsetzen, keine Transformation sondern eine Kehrtwendung die zu abrupt scheint. Gerne hätte ich gesehen wie sich Catherine langsam verändert und nicht nur wie sie laaange und breit darüber sinniert ob sie den König nun heiraten soll oder doch gegen ihre Eltern entscheiden soll und sich ihrem Traum widmet.

Gegen Ende - und hiermit meine ich wirklich die letzten 50-70 Seiten von dem Buch, wir reden hier also gerade mal von 10-15% der gesamten Geschichte - wird das ganze ein bisschen besser. Endlich wird alles abgedrehter, die Rote Königin kommt zum Vorschein und die gesamte Story geht endlich dorthin wo ich es erwartet hatte. Allerdings ist das leider schon viel zu spät. Davor habe ich mich schon über drei Viertel des Buches darüber geärgert wie schnulzig und langweilig es doch ist. Ein gutes oder zumindest passables Ende rettet eben kein gesamtes Buch, denn ohne mein Durchhaltevermögen und den Glauben daran noch irgendetwas Gutes in den Seiten zu finden hätte ich wohl bereits viel früher aufgehört zu lesen.

Wäre dieser Link zum Wunderland nicht und das ganze Buch als "Frauenliteratur" bezeichnet - würde ich wahrscheinlich gar nicht so viel herumjammern. Dann ist die ganze Story vollkommen in Ordnung. Aber gerade diese Verbindungen passt halt irgendwie nicht und ist dafür viel zu wenig vorhanden. Die "Anspielungen" an das Wunderland - anders will ich es gar nicht nennen weil viel mehr ist es lange einfach nicht - sind zwar nett aber zu wenig. Für mich genügt es nicht einfach nur hin und wieder eine (geniale!) Grinsekatze einzustreuen oder die Welt hinter den Spiegeln anzusprechen. Ein halbwegs ordentlicher und verrückter Abschluss macht es eben nicht aus - das Wunderland ist mehr als nur Labyrinthe und Teeparties. Das Wunderland ist eine Grundeinstellung, ein Feeling, das hier einfach nicht aufkommt - bis auf die letzten paar Seiten. Schade, denn ich hatte mir echt Großes erhofft und war fast schon überzeugt nicht enttäuscht werden zu können.

Es tut mir wirklich fast schon weh so "böse" über dieses Buch zu reden - ich fühle mich fast schon selbst so grantig und böswillig wie die Rote Königin selbst - aber ich kann mit "Heartless" einfach nicht viel anfangen. Die Grundgeschichte mit dieser massiven Liebesstory kommt bei mir einfach nicht an - meine Erwartungen waren ganz andere und wurden damit leider vollkommen enttäuscht.

Nur wer auf Liebesgeschichten mit einem klitzekleinen Touch von "Alice in Wunderland" lesen will, der sollte wirklich zu "Heartless" greifen - alle anderen sollen sich danach nicht beschweren, dass ich sie nicht gewarnt hätte ;) Denn ich gebe zu - egal was man mir davon erzählt hätte, ich hätte es selbst auch trotzdem gelesen. Einfach weil ich DAS nie erwartet hätte.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

englisch, armada, ernest cline

Armada

Ernest Cline
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Random House UK Ltd, 16.07.2015
ISBN 9781780891897
Genre: Fantasy

Rezension:

Zack verbringt seine Freizeit meistens mit Videospielen. Im genaueren mit Armada, wo er die Erde vor dem Angriff der Aliens retten - in einer seiner ferngesteuerten Drohnen und immer mit dem Wissen, dass er einen Respawn hat. Die Leidenschaft hat er definitiv von seinem Vater geerbt, auch wenn er diesen eigentlich nie kennen gelernt hat, weil er vor seinem ersten Geburtstag bei einem tragischen Unfall gestorben ist.

Doch sein Schulalltag wird plötzlich auf den Kopf gestellt, als er vor dem Klassenzimmer ein Raumschiff aus seinem Videospiel vorbeifliegen sieht. Hat er sich das alles nur eingebildet oder liegt an den Verschwörungstheorien von seinem Vater - die er eigentlich schon vor Jahren über den Haufen geworfen hat um sich nicht darin zu verlieren - doch ein Funken Wahrheit? Bildet die Regierung wirklich unterbewusst Kampfpiloten durch Videospiele aus? Worauf muss sich Zack gefasst machen, denn er steht in der Weltrangliste der Spieler von Armada unter den Top 10.

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Die Erwarten waren hoch und wurden nicht enttäuscht - zumindest nicht komplett! Von der ersten Sekunde weg habe ich mich wohl gefühlt in Armada - von der ersten bis zur letzten Seite. Jeder Science Fiction und/oder Videospiele Fan wird hier auf jeden Fall in wirklich guter Manier bedient und bekommt ganz genau das, was er haben möchte. Gut getacktete Action, Science Ficton und jede Menge Nerdgasm.

Das Buch hat alles, was ein guter Science Fiction Roman braucht. Eine Alienrasse, Weltraumfights, Verschwörungen und jede Menge die Welt retten. Eine perfekte Mischung von allem, mit einer Prise persönlicher Geschichte. Wirklich schön abgestimmt und vor allem stimmig. Trotz dem man es mit Science Fiction zu tun bekommt ist hier nichts abgedreht und abgespaced. Nur ein bisschen futuristisch.

Alles beginnt mit einer UFO Sichtung und ganz schön abgedrehten Verschwörungstheorien von Zacks Vater. Doch alleine hier steckt schon so viel Detail drinnen, dass man einfach nur staunen kann. Wer gut recherchierte Werke lesen will, der bekommt hier auf jeden Fall ein Paradeexemplar! Denn die Daten, die Themen, die Filme, die Spiele und alles was hier vorkommt gibt es einfach wirklich. Ein Sammelsurium von Science Fiction Schmankerl der besonderen Art und nicht nur einmal denkt man sich als Kenner und Fan: "Wie genial war das damals eigentlich!".

Auch ich als bekennender Nerd muss allerdings zugeben und eingestehen - nicht alle Referenzen kenne ich. Aber lasst euch davon nicht einschüchtern, entweder einfach drüber lesen oder vielleicht sogar das ein oder andere merken und Old-School Science Fiction nachholen. Es braucht aber wirklich kein Insider Wissen zu allem was es ja auch dem Markt gegeben hat, auch wenn einem das auf jeden Fall einen Ticken mehr Spaß an dem Buch bringen wird. Denn wer mit Begriffen wie Star Wars, Star Trek oder Space Invaders so gar nichts anfangen kann, der wird zwar trotzdem seinen Spaß an dem Buch haben aber es sicherlich aufs Ganze auskosten können.

Die Story an sich ist, naja doch schon ein bisschen sehr vorhersehbar. Aber das macht (zumindest mir) nicht sonderlich viel aus. Im Großen und Ganzen wird einem nämlich trotzdem nicht langweilig, egal was auf einen zukommt, auch wenn man sich manche Storystränge schon vorher denken kann. Was allerdings (insbesondere für nicht Videospiele affine Leser) sein kann, dass einem die Kampfszenen im All ein klein wenig auf die Nerven gehen weil sie sich doch sehr in die Länge ziehen. Wer sich dabei selbst ins Cockpit der Drohnen versetzten kann wird seinen Spaß haben, einige anderen empfinden das vielleicht aber ein bisschen zu überdetailliert.

Störender könnte man eventuell finden, dass die Charaktere eher sehr mau sind. Nicht besonders sympathisch, nicht besonders herausstechend, nicht besonders irgendwas. Ich gestehe - mir ist sowas manchmal einfach egal, die Charaktere sind halt wie sie sind, aber Charakterliebe kommt auf jeden Fall keine auf.

Ich muss sagen - Ernst Cline mutiert wirklich immer mehr zu meinem Held was Videospiel Romane angeht. "Ready Player One" war grenzgenial und "Armada" reicht dem fast nochmal die Hand. Zwar definitiv nicht so gut aber auf jeden Fall lesenswert. Auf jeden Fall lesenswert für alle Nerd, Videospiele- und Science Fiction Fans!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

leia, biografie, carrie fisher, harrison ford, star wars

Das Tagebuch der Prinzessin Leia

Carrie Fisher , Alan Tepper
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Hannibal Verlag, 03.03.2017
ISBN 9783854456254
Genre: Sachbücher

Rezension:

Carrie Fisher erzählt in "The Princess Diarist" genauer, wie es dazu kam, dass gerade sie in der Rolle der Prinzessin Leia gelandet ist. Ihre Erfahrungen mit dem Casting, ihr Umgang mit ihrer Frisur, Regiseur George Lucas und vieles mehr.

Doch lange geht es um ein Thema, das sich viele schon gefragt haben und nun endlich offen gelegt wird - Carrison. Was war zwischen Carrie und Harrison während den Dreharbeiten. Geschildert aus ihrer Sicht, gemeinsam mit Tagebucheinträgen und Gedichten aus der damaligen Zeit.

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"The Princess Diarist" ist immer noch kein zweites "Wishful Drinkuing" aber einfach weil man in "Wishful Drinking" schon sehr viel aus dem Leben von Carrie Fisher mit all ihren Problemen und Kämpfen erfahren hat. "The Princess Diarist" beschäftigt sich jetzt wirklich hauptsächlich mit ihr selbst, ihrer Identifikation mit Prinzessin Leia, der Zeit rund um die Dreharbeiten der ersten Star Wars Filme und Ähnliches. Wer also ein bisschen an Hintergrund Geschichte von und zu Prinzessin Leia interessiert ist, der sollte auf jeden Fall zugreifen.

Allerdings muss man auf jeden Fall sagen, so tiefgründig sind die Information die man bekommt nicht sondern eher sehr persönlich. Wie waren Carrie Fishers Vorstellungsrunden, wie war ihre erste Reaktion auf ihre sehr außergewöhnlichen Frisuren und Dinge dieser Art. Sehr witzig und wirklich interessant einzublicken, immerhin war das der Beginn eines Hypes, der bis heute noch nicht abgeklungen ist.

Zudem gibt es einen sehr langen und sehr intensiven Einblick in das, was Carrie Fisher selbst als Carrision bezeichnet. Die Beziehung zwischen ihrem jungen Ich und dem damals auch noch jungen und trotzdem einige Jahre älteren Harrison Ford. Was hinter den Kulissen zwischen den beiden passiert ist und wie nahe sich die zwei gekommen sind. Auf jeden Fall sehr interessant und spannend, gerade weil lange nicht darüber gesprochen wurde. Carrie Fisher bricht hier ein Schweigen und lässt und an sehr viel teilhaben, worüber bis jetzt nur spekuliert wurde.

Gerade auch dazu findet man einige Tagebucheinträge von Carrie Fisher die genau aus dieser Zeit stammen. Sehr persönliche Einträge, Gedichte und Geschichten rund um Carrison, die ihr Verhältnis zueinander beleuchten und sehr intim darstellen. Die Tagebucheinträge sind gewöhnungsbedürftig, fast schon philosophisch und sehr kitschig teilweise - aber doch irgendwo typisch für einen Teenager. Interessante Einblicke, die man so noch nicht gesehen hat.

Natürlich erzählt Carrie Fisher auch über ihre Problematik bis heute immer noch fast andauernd mit Prinzessin Leia gleichgestellt zu werden - obwohl sie nur eine fiktive Figur war. Ein Leben zwischen Hass und Liebe dieses Charakters, der viel mehr zu ihr selbst geworden ist als sie sich oftmals wünscht.

Was das Buch natürlich auch wieder ausmacht - Carries Schreibstil, ihre Sprache, ihr Humor. Selten habe ich Biografien und Memoiren gelesen, die zeitgleich so lustig und trotzdem persönlich sind wie ihre. Carrie Fisher schreibt und erzählt einfach so wie ihr der Kopf steht und der Mund gewachsen ist. Das macht die Erzählungen und das Leseerlebnis so authentisch wie es nur sein kann. 

"The Princess Diarist" ist ein weiterer Auszug aus dem Leben von Carrie Fisher mit einem sehr starken Bezug auf die Beginne von Star Wars und wie Prinzessin Leia ihr Leben beeinflusst hat und es immer noch tut. Witzig und unterhaltsam wie all ihre persönlichen Bücher, sehr intim und tief blickend. Man darf sich nicht all zu viel Informationen bezüglich Star Wars und die Filme erwarten - es geht nun mal um Carrie Fisher und ihre Beziehung dazu. Trotzdem für alle Carrie Fans auf jeden Fall interessant, man muss diese Frau einfach lieben - für alles was sie ist: Sie selbst und Prinzessin Leia!

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

dystopie

The Thousandth Floor

Katharine McGee
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Children's Books, 30.08.2016
ISBN 9780062564801
Genre: Sonstiges

Rezension:

Fünf Jugendliche leben alle im tausend stöckigen Tower in New York. Alle irgendwie verbandelt und bekannt miteinander und doch führen sie alle ihr eigenes Leben. Alle haben sie ihre eigenen Verlangen und ihre eigenen Wünsche.

Zwischen Liebe, Verrat und Tod dreht sich alles darum immer oben auf zu bleiben. Auch wenn es jemanden das Leben kostet.

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Das Cover ist einschüchtern schön, der Klappentext reizend, aber das Storygebilde lässt einen schnell verzagen. Zumindest mich. 5 Hauptcharaktere - alle haben sie ihre eigene Geschichte, alle sind aber irgendwie miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig.

Dadurch kommt es zu 5 Geschichten, die alle irgendwie halb interessant sind, aber keine so wirklich überzeugend. Überall erfährt man ein bisschen was, nirgends geht die Geschichte wirklich tief - besonders nicht was die Charaktere angeht. Niemand wird einem wirklich sympathisch, man kennt die Charaktere nicht wirklich, wird einfach random in das Leben von ihnen hineingeworfen. Nicht sonderlich fesselnd und packend.

Dazu kommt, dass sich sämtliche Geschichten nur um verbotene Lieben, Betrug und das soziale (hohe) Ansehen drehen. Sehr einschläfernd und fast schon erlähmend wenn man damit so gar nicht viel am Hut hat. Zudem sind die Lovestories wieder mal so abgedreht, dass man sie eigentlich gar nicht lesen will. Mehr oder weniger Inzest mit dem Stiefbruder wo die beste Freundin dazwischen funkt, als Ablenkung und um den "Bruder" eifersüchtig zu machen nimmt man den Nerd der gerade auf einen steht einfach her. Die anderen verlieben sich scheinbar in den neuen gleichaltrigen "Boss" während der eigentliche Freund in den Drogenhandel abrutscht. Abgedrehter und unrealistischer geht ja fast nicht mehr. Um das ganze noch sozial "verwerflicher" zu machen stürzt ein Charakter monetär ordentlich ab und gleitet vielleicht noch ein bisschen auf die lesbische Schiene ab - man weiß nicht so recht.

Alles in allem sehr viel Gossip, Tratscherei und wie man dem anderen eines auswischen kann. Typische Teenie/High School Probleme verpackt in ein futuristisches New York. Nicht sonderlich fesselnd und leider viel zu oberflächlich auf Geld und Status reduziert.

Manch andere Reviews meinen, dass Fans von Gossip Girl und Pretty Little Liars ihren Spaß daran haben werden - ich habe beides davon nie gesehen und auch nicht vor irgendwann darin hinein zu schnuppern. Darum von mir leider keine Empfehlung. Aber wer auf Teeniedramen in der High Society steht könnte durchaus seinen Gefallen daran finden.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

children, fiction

The Girl Who Saved Christmas

Matt Haig
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Canongate Books, 03.11.2016
ISBN 9781782118572
Genre: Sonstiges

Rezension:

Amelia war das Kind, das Weihnachten erst ermöglicht hat. Denn alleine ihr Glaube an Magie haben in dem so ausschlaggebenden Jahr für das Fest genügend Hoffnung erzeugt um den Schlitten von Father Christmas in die Luft zu bringen. Doch bereits ein Jahr später ist alles anders - denn Amelia hat nur einen riesigen Herzenwunsch - ihre Mutter soll wieder genesen.

Doch es liegt außerhalb der Kraft von Father Christmas - oder Nikolas wie wir ihn kennen - im nächsten Jahr auch wieder Weihnachten zu veranstalten und alle Kinder zu beschenken. Denn ein Trollangriff auf das Elfendorf bringt alle Pläne in Gefahr. Nicht nur für dieses Weihnachten, sondern für alle Weihnachten die noch folgen sollten.

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Genau wie der erste Teil ist auch die zweite Weihnachtsgeschichte aus der Hand von Matt Haig wundervoll, herzerwärmend und liebevoll geschrieben. Eine Geschichte für Groß und Klein, die so schön vom Herzen kommt und einfach sehr viel verpackt was perfekt in die Weihnachtszeit gehört - Liebe, Freundschaft, Hoffnung und Magie. 

Doch trotzdem prahl die Story nicht mit Kitsch und Glitzer, denn auch einige sehr traurige Themen wie Verlust und Zwang werden thematisiert - eine wirklich sehr gelungene Mischung aus den schönen und den grausamen Seiten des Lebens. Doch trotzdem geht nie die Hoffnung verloren - und wenn doch wird sie schon bald wieder gefunden. Sehr stimmig und auf jedenfall perfekt stimmungsvoll für die Weihnachtszeit.

Dazu kommen natürlich auch wieder die herzallerliebsten Illustrationen die diesen Band begleiten. Von Elfen über Katzen bis hin zu den Rentieren, alle Zeichnungen sind so schön gestaltet und einfach wundervoll in den Text integriert. Zum Bestaunen und immer wieder Durchblättern, einfach nur zum Verweilen und Genießen.

Trotzdem muss ich auch sagen, der erste Teil hat mir einen Ticken besser gefallen. Durch die zwei Hauptcharaktere von Father Christmas und Amelia wird die Geschichte immer wieder ein klein bisschen auseinandergerissen weil man bei beiden Protagoisten Fortschritt verfolgen will. Zudem passieren auch noch kleinere Nebengeschichten, die sich auch noch in die Geschichte einweben und Storystränge bekommen. So ist der Verlauf nicht ganz so flüssig und insbesondere geradlinig wie beim ersten Teil wo wir nur Nikolas verfolgt haben. Das bringt immer wieder kleine Bruchstellen beim Lesen, die sich zwar im Großen zu einer Geschichte verweben, allerdings eben nicht so nahtlos wie im ersten Teil von der Hand gehen. Nichts destro trotzt ist die Geschichte einfach herzallerliebst!

Wieder eine gelungene Weihnachtsgeschichte, die mich sicher nicht zum letzten Mal durch Weihnachten begleitet hat! "A Boy Called Christmas" und "The Girl Who Saved Christmas" gehören unbedingt zur Pflicht-Weihnachtslektüre dazu! Stimmungsvoll, herzallerliebst und einfach perfekt für die Weihnachtszeit abgestimmt.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

...And a Happy New Year?

Holly Bourne
E-Buch Text: 137 Seiten
Erschienen bei Usborne Publishing Ltd, 01.11.2016
ISBN 9781474927581
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es ist Silvester und die drei Mitglieder des Spinster Clubs - Amber, Evie und Lottie - treffen sich nach einiger Zeit endlich wieder. Denn die Zeit hat sich geändert und die drei unzertrennlichen Freundinnen müssen mit diesen Veränderungen leben.

Doch was, wenn eine räumliche Trennung, Beziehunge und Zukunftspläne zwischen den dreien stehen? Können die drei Spinsters ihre Freundschaft trotz dieser Hürden halten oder zerbricht mit dem alten Jahr auch noch viel mehr?

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Gleich mal vorne weg - wer die drei Bücher der Serie nicht gelesen hat, der muss im Band 3,5 ein bisschen mit Spoilern rechnen. So ging es mir ebenfalls. Allerdings nicht unbedingt tragisch, man weiß halt wo die ganze Geschichte im Endeffeckt endet (und nicht wie es dazu gekommen ist).

"...And A Happy New Year?" erzählt die Geschichte von der Neujahrsfeier von Amber. Die wenigens Stunden davor und was nach Mitternacht noch so passiert. Erleben darf man diese Geschichte aus der Sicht von allen drei Girls - mitsamt ihren Problem um sich selbst, ihre Beziehungen und ihre Freundschaft. Denn auch wenn alle gute Miene zum bösen Spiel machen - denn nicht alles läuft mehr so glatt im Spinster Club.

Trotz dem das Buch nur so kurz ist durchlebt man eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Von himmelhohem Glück bis hin zur Niedergeschlagenheit der Protagonistinnen ist alles dabei. Zwischen Liebe und Tränen alles in nur wenigen Stunden. Aber genau das macht es aus, denn es fühlt sich alles real an, es sind drei Mädchen die mit Veränderungen zurecht kommen müssen und versuchen dabei das Beste daraus zu machen.

Eine wunderschöne Geschichte die sich gerade was Neujahr betrifft auf das wesentliche bezieht - neue Anläufe starten, die guten Dinge weiterführen und nur nicht aufgeben. Denn auch wenn sich die Gegebenheiten gerade in Kinder- und Jugendfreundschafen im Laufe der Zeit enorm verändern. Wenn eines bleibt - dann der wahre Kern der Freundschaft. Ganz egal ob in der selben Straße, der selbten Stadt oder irgendwo anders auf der Welt!

Also denk heute zu Silvester an all die, die euch für ewig ans Herz gewachsen sind, denn sie sind immer und überall bei euch! Und auch wenn ich solche Sprüche immer sehr cheasy finde in diesem Fall ist er wahr und passt wie die Faust aufs Buch: Freunde sind wie Stern - du kannst sie nicht immer sehen, aber sie sind immer da!

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lauren oliver, replica, english, lost, gemma

Replica

Lauren Oliver
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 04.10.2016
ISBN 9780062394163
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lyra ist ein Replica - aufgewachsen und all ihre Erinnerungen in Haven. Lokalisiert auf einer kleinen Insel, abgeschnitten vom Rest der Menschheit, bis über die Zähne bewacht. Ihr Leben ist überschattet von Test, Krankheiten und Untersuchungen. Doch nach einem Überraschungsangriff auf das Institut ändert sich alles. Lyra - oder auch nur 24 genannt - ist auf der Flucht, gemeinsam mit 72.

Gemma hingegen wächste behütet in ihrer Familie auf. Zu behütet vielleicht, denn sie darf in der Schule beim Sport nicht mitmachen und viele Aktiviäten werden ihr von den Eltern verboten. Denn Gemma hat eine lange Krankheitsgeschichte hinter sich. Deshalb wird sie so abgeschottet, dass ihr sogar der Sommerurlaub mit ihrer besten Freundin verboten wird - alles nur wegen einem mysteriösen Angriff auf ihr Haus. Doch damit schnappt das Fass über - und Gemma nimmt Reißaus. Denn sie will wissen was hinter dem Angriff steht und was ihr Vater mit Haven zu tun hat.

Das Haven Institut ist der Drehpunkt, an dem sich zwei so unterschiedliche Geschichten treffen - und unaufhaltsam miteinander verstricken.

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Was das Buch von Beginn weg besonders oder fast schon einzigartig macht: In einem Buch sind zwei Geschichten verpackt. Aber nicht einfach nur hintereinander oder miteinander verstrickt, sondern in einem Wendebuch. Von jeder Seite des Buchdeckels weg beginnt eine Geschichte, die sich auf die unterschiedlichsten Arten lesen lässt. Entweder nacheinander oder abwechseln - Kapitel für Kapitel das Buch drehend. Auf jeden Fall sehr außergewöhnlich!

Ich habe mich dafür entschieden die Geschichten hintereinander zu lesen. Das Drehen und Wenden und vor allem die zwei benötigten Lesezeichen waren mir - gerade zum in der UBahn lesen - zu anstrengend. Im Nachhinein würde ich mir die Anstrengung antun, ich glaube das kitzelt aus der Geschichte nochmal einen Ticken mehr heraus.

Denn so muss ich gestehen - gerade die erste Story (ich habe mit Lyra begonnen) kam mir irgendwie unvollsätndig vor. Lyras Story und vor allem Sprache ist sehr einfach, denn sie kennt die Welt nicht, kann gerade mal spärlich lesen und hat außer dem Wänden von Haven noch nichts gesehen. Passt perfekt auf den Charakter, lässt den Leser aber auch mit einigen Fragen stehen. Manche Dinge passieren einfach ohne hinterfragt zu werden oder ein paar Erklärungen zu liefern.

Im Gegenzug dazu gibt es bei Gemma sehr viele Fragen, die von Anfang an gestellt werden. Es geht um Aufdeckung, Nachforschung und man bekommt doch die ein oder andere Information die man bei Lyra schon gut verwerten hätte können. Man kennt sich bei beiden Geschichten einzeln aus, allerdings fehlen einem eben ein paar Einblicke, wenn man die Geschichten hintereinander liest.

Die Story an sich ist irgendwie nichts Neues. Ein mysteriöses Institut um das sich einige Vermutungen und abgefahrene Spekulationen drehen. Klone, Testobjekte oder doch nur Versuchskaninchen. Dann zwei Insassen die daraus flüchten können und eine scheinbar Unbeteiligte - die im Endeffeckt tiefer in die ganze Sache verstrickt ist als sie selbst glaubt. 

Nichts wirklich komplett neues gerade in einer Zeit wo es doch einige Romane über Klone/Replicas oder wie auch immer man sie nennen will gibt.Zudem passieren ein paar Dinge, die schon sehr klischeehaft sind. Einerseits zu abgedroschen und andererseits fast ein bisschen zu übertrieben zufällig schicksalshaft. Natürlich ist kaum etwas wie es scheint - sonst müsste man die Geschichte ja nicht lesen und wäre nie erstaunt oder gar überrascht. Aber hier passiert fast zu viel, was die Geschichte komplett dreht. Sämtliche Personen die zufällig in die Geschichte stoßen sind wichtig, haben mit dem ganzen Etwas zu tun obwohl sich natürlich alle davor überhaupt nicht kannten oder noch nie ein Wort miteinander gewechselt haben. Da kommen schon ein paar sehr große Zufälle zusammen, wo man sich manchmal fragen mag, ob das nicht ein bisschen zu viel "Zufall" ist um noch glaubwürdig zu bleiben. 

Zudem hatte ich (gerade beim Lesen der ersten Hälfte) immer wieder das Gefühl, dass mir einfach Dinge in der Geschichte fehlen. Vielleicht weil ich nicht abwechselnd gelesen habe, vielleicht weil ich mit Lyras Story begonnen habe, vielleicht aber auch weil manche Dinge einfach lückenhaft sind. Natürlich kommen hier noch Nachfolgeteile - weshalb nicht die gesamte Geschichte aufgelöst wird. Aber ein Gefühl der Unvollständigkeit sollte man irgendwie beim Lesen trotzdem nicht bekommen. 

Aber die Aufbereitung macht hier auf jeden Fall einiges wett. Allerdings sollte man sich glaub ich wirklich die Mühe machen und die Geschichte Kapitel für Kapitel alternieren lesen. Das gibt dann nochmal den richtigen Kick und man hat während des Lesens schon den Einblick in einige Hintergründe, die man sonst nicht kennen würde. 

Was auf jeden Fall interessant ist - nicht nur die Leseerfahrung sondern auch der total unterschiedliche Blickwinkel auf stellenweise ein und die selbe Szene aus zwei Gesichtspunkten. Von zwei komplett unterschiedlichen Charakteren. Das zeigt wie subjektiv jede Erfahrung ist und dass es immer zwei Seiten von einer Medaille gibt. Sehr interessant, gerade auch weil das Erzähltempo, die Sprache und die Geschwindigkeit von manchen Szenen damit doch stark unterscheiden.  

Ein solider Jugendroman über Klone, der gerade was die Reading Experience angeht mal etwas vollkommen anderes ist. Die Story ist nicht zu 100% überzeugend, einfach weil sie nicht wirklich innovativ oder neu ist und weil sie fast ein wenig zu konstruiert wirkt. Trotzdem auf jeden Fall unterhaltsam und die offenen Fragen zum Schluss (auch wenn man beide Geschichten gelesen hat) machen schon neugierig auf einen Folgeteil.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

The Female of the Species

Mindy McGinnis
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Katherine Tegen Books, 20.09.2016
ISBN 9780062320896
Genre: Sonstiges

Rezension:

Alex Craft ist eigentlich eine normale Jugendliche, doch sie weiß, wie man jemanden tötet. Drei Jahre lang hat Sich Alex auf ihre Rache vorbereitet - an dem Mann, der ihre Schwester vergewaltigt und ermordet hat. So gut vorbereitet, dass sie nicht mal ertappt wird bei ihrem Mord.

Allerdings weiß Alex auch, dass sie nicht in diese normale Gesellschaft passt und hält sich deswegen im Hintergrund - macht sich selbst zum Außenseiter. Doch es gibt Andere, die sehr wohl sehen. Einmal Jack Fisher. Eigentlich Star Athlet der Schule und einer der sie alle haben könnte. Doch aus irgendeinem Grund interessiert er sich genau für Alex. Und dann gibt es noch Peekay - gemeinsam mit Alex arbeitet sie im Tierheim und sie wird Alex erste Freundin. Wie lange kann Alex sich in die Gesellschaft eingliedern, bis ihre dunkle Seite herausbricht und sie alle in Schwierigkeiten geraten?

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Diese Geschichte ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven. Sie beginnt sofort mit einem Mord, kaltblütig und berechnend und trotzdem so nachvollziehbar, dass man es wahrscheinlich sogar selbst tun würde. So verkehrt das klingen mag - man kann sich irgendwie einfach sofort in Alex Craft hineinversetzen und versteht sie. Auch wenn sie glaubt nicht in diese Gesellschaft zu passen, so kennen wir alle ihr Gefühl der Ungerechtigkeit, der Einsamkeit und der Härte des Lebens.

Das auch noch verstrickt mit zwei komplett anderen Geschichten des Sport Athleten und der Pfarrers Tochter bringt eine wirklich spannende Story aufs Papier, die man einfach nicht mehr weglegen kann. Von Seite zu Seite wird man tiefer hineingezogen in einen Strudel von Highschool Senior Year Alltag, der Einsamkeit von Außenseitern und der Härte des realen Leben. Denn hier ist nicht alles Friede Freude Eierkuchen in der Kleinstadt, hier passiert unter der Hand viel mehr als man erwartet. Hier regiert ein eingefahrener Alltag das Leben, eine Mentalität des Wegschauens in der sich hinter den Kulissen Vergewaltigung und Mord abspielen.

Man kann das Buch einfach nicht weglegen und bekommt über die Zeit hinweg einfach ein so beklemmendes Gefühl, dass sich auf seine Art und Weise aber trotzdem gut anfühlt. So verdreht und verkehrt es klingen mag, aber man fühlt sich gut dabei sich so schlecht zu fühlen, einfach weil es so hart, so real und so tiefgründig grausam ist. Und das immer auch eine sehr neutrale und realistische Weise. Schwer zu beschreiben, das Gefühl muss man wahrscheinlich einfach selbst erleben.

Nachdem ich fertig war mit "Female of the Species" war ich sprachlos und einfach leer. Aber das war gut so, das muss so sein bei dem Buch. Wer sich danach locker lässig und ohne Beeinträchtigung dem Leben widmet, der hat wohl entweder einiges darin nicht verstanden oder ist einfach schon zu abgehärtet (oder emotionslos) dem Leben und vor allem der grausamen und hässlichen Welt in der wir teilweise leben gegenüber. 

Ich bin in eine Art Wachkoma gefallen, war wirklich immer noch gefangen von der Geschichte, war sprachlos, wollte am liebsten schreien, weinen und einfach nur ruhig in einer Ecke sitzen und das Buch verarbeiten. Kein leichter Stoff aber auf jeden Fall jede Minute wert die man sich damit beschäftigt! Jedes Mädchen sollte diese Story lesen, auch wenn sie so brutal real ist und zwar genau deswegen. Aber auch jeder Junge, denn einerseits können sich diese natürlich ebenfalls in ähnlichen Situtationen befinden oder von der anderen Seite vielleicht dann verstehen was man anderen Menschen antun kann. (Letzters gilt natürlich vice versa auch für Mädchen). 

Wirklich ein Buch, dass einem ans Herz geht, den Leser mitnimmt, nach unten zieht, wieder aufstehen lässt um ihn zu guter Letzt erst recht wieder zu Boden zu werfen. Doch das alles nur um die Message zu verbreiten, dass man selbst wichtig ist und manchmal einfach über seine Schatten springen muss auch wenn man sich dafür in unangenehme Situationen bringen muss - ganz egal was man erlebt hat. Denn irgendwann wird sich das rentieren oder vielleicht sogar schlimmeres verhinden...

Perfekt in seiner Härte, seiner Message und einfach allem!

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

firebird

Ten Thousand Skies Above You

Claudia Gray
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei HarperTeen, 03.11.2015
ISBN 9780062279019
Genre: Sonstiges

Rezension:

Marguerite Caine kann dank der Erfindung ihrer Eltern durch die Parallelwelten springen. Doch diese Fähigkeiten bleiben natürlich nicht unentdenkt und unbeneidet. So gibt es Gegner, die versuchen Marguerite auf ihre Seite zu ziehen und das geht am Besten, in dem man die Liebsten von ihr in Gefahr bringt.

So wurde die Seele von Paul - Marguerites scheinbar Seelenverwandter, denn ihre Liebe findet sich in jeder anderen Welt wieder - in Stücke zerrissen und Marguerite muss sich auf den Weg machen um die Einzelteile wieder zu finden. Doch den Weg dorthin bekommt sie nur, wenn sie dabei für ihren Gegenspieler Wyatt Conley arbeitet.

-----

Schon der erste Teil der Firebird Triloie ("A Thousand Pieces of You") war wirklich gut, unterhaltsam, spannend und romantisch - alles das perfekt verpackt. Da setzt "Ten Thousand Skies Above You" auch direkt wieder an. Doch keine Angst wer den ersten Teil schon vor längerer Zeit gelesen hat, man bekommt alle Informationen angenehm augefrischt. 

Die Story startet dann sehr schnell und nimmt Fahrt auf. Auf jeden Fall ordentlich spannend und interessant, denn hier vermischen sich Elemente von Zeitsprüngen, Parallelwelten und Verschwörungstheorien miteinander. Das alles auf eine Art und Weise die auf jeden Fall wirklich gut durchdacht ist und Spaß beim Lesen macht. Zudem ist es total aufregend in all den anderen Welten die unterschiedlichen Fassungen von allen Charakteren zu sehen. Sind sie sich sehr ähnlich oder doch komplett anders? Gut oder Böse und auf wessen Seite stehen sie? Wirklich gute und spannende Unterschiede, die den unterschiedlichen Welten ordentlich Pfeffer geben.

Durch diese vielen diversen Welten ist es auch erst möglich so viele unterschiedliche Stile mit in eine Geschichte einbauen zu lassen. Ein bisschen Gangsterroman, ein Ticken Historilk und einen Hauch Futuristik. Alles gut und gemeinsam verpackt in einem Buch (bzw. einer Trilogie).

Ab der Hälfte in etwa wird es dann stellenweise ein bisschen sehr kitschig und wer mich mittlerweile kennt weiß, dass ich kein großer Freund von Kitsch bin. Denn das Gejammer und Gesülze von Marguerite von wegen Paul und ihre Liebe sei auch so grenzüberschreitend und sie müssen sich immer und in jeder Parallelwelt finden kann schon mal auf die Nerven gehen. Aber zum Glück legt sich das jedes Mal wieder relativ schnell, denn sonst hätte ich die Gute wohl irgendwann man erschlagen müssen. (Außerdem: ist es nicht Sinn und Zweck von Parallwelten, dass diese entstehen immer wenn Kleingkeiten veränder werden. So von wegen eine Fliege zertreten und deswegen geht irgednwann die Welt unter. Da ist es doch irgendwie auch klar und meines Augenscheins auch notwendig, dass es Welten gibt in denen Paul und Marguerite eben nicht die Liebe ihres Lebens sind. Aber das nur zu meiner Meinung dazu.)

Nichts desto trotz war ich wirkich gefesselt vom zweiten Teil der Firebird Trilogie und werde mich auf jeden Fall bald dem Abschluss davon widmen. Die Mischung macht es in diesem Fall wirklich und es lohnt sich hier reinzulesen!

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58 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

roboter, scifi, aliens, politik, wissenschaft

Sleeping Giants

Sylvain Neuvel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Michael Joseph, 21.04.2016
ISBN 9780718181680
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Rose ist etablierte Physikerin - und beschäftigt sich in ihrer Forschung mit einem Fund aus ihrer Kindheit. Denn als kleines Mädchen hat sich der Boden unter ihr aufgetan und sie fand sich in einer riesigen metallischen Hand wieder. In ihrer weiteren Karriere hat sie zu diesem Fundstück zurück gefunden und arbeite nun mit einem Team vom Militär und Wissenschaftlern an dieser gigantischen Hand. ´

Denn wie sich herausgestellt hat, gehört diese Hand zu einer riesigen Maschine, doch der Rest der Teile muss erst gefunden werden. Doch woher kommt dieser Roboter und wer oder was hat ihn auf die Erde gebracht?

-----

Die Story ist nicht besonders ausgeklügelt aber nichts desto trotz nicht weniger interessant. Denn ein gigantischer Roborter, in seine Einzelteile zerlegt auf dem Erdboden verstreut hat schon etwas durchwegs spannendes. Wo kommt er her? Wie kann er in Betrieb genommen werden? Was kann er anrichten? Wieso ist er überhaupt da? Alles Fragen, die sich hier im Laufe der Zeit (beziehungsweise der Seiten) gestellt werden. Doch nicht auf alles gibt es klare Antworten dazu, denn immerhin kommen noch weitere Bücher.

Trotz dem wir uns sehr viel mit Wissenschaftlern und Militärsangehörigen konfrontiert sehen bleibt der Ton aber wirklich interessant. Durchaus immer mal wieder sehr stoisch und kühl, aber trotzdem nicht zu gefachsimpelt um gar nicht mehr folgen zu kommen. Eine gute Mischung aus schöner Science Fiction und angenehmen Leseklima.

Ganz besonders macht das Buch allerdings die Erzählweise. Denn hier wird man nicht mit einem typischen Roman konfrontiert, sondern darf sich der Geschichte  hauptsächlich in Interviews widmen. Das erschafft natürlich eine ganz andere Atmosphäre und mit einer solchen Schreibweise muss man klar kommen. Ich persönlich hatte sehr viel Spaß daran, zwischendurch einfach auch mal schön ein bisschen abwechslungsreiche Stile zu lesen. Allerdings kommt es deshalb natürlich auch dazu, dass ein enorm großer Teil der Geschichte nur erzählt wird. Immer nur aus einzelnen Sichtweisen erzählt wird, ohne das man als Leser direkt bei den Geschehnissen dabei ist. Das mag für den ein oder anderen Leser einfach zu uninteressant und unpersönlich sein, ich hatte daran aber ordentlich meinen Spaß. Denn so bekommt man ganz andere Einblicke, einen ganz anderen Blickpunkt auf die Geschichte und irgendwie fühlt man sich fast ein bisschen wie ein Investigator in der ganzen Sache. 

Mir hat "Sleeping Giants" wirklich enorm viel Spaß gemacht. Die Spannung stimmt, die Neugierde ist da und man will einfach wissen wie es weiter geht. Nicht nur deswegen, weil man die ganze Zeit noch nicht mal weiß wer hinter dem eigentlichen Interview Führer steckt, sonder auch weil man einfach herausfinden muss, was aus der gigantischen Maschine wird. Was noch so alles in ihr steckt wo sie her kommt und ob es vielleicht nicht die einzige ist? Alles Fragen, mit denen man sich gedulden muss - aber zum Glück erscheint "Waking Gods" - der zweite Teil - schon im April (oder im Juni auf deutsch).

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Dancing Barefoot

Wil Wheaton , Ben Claassen
Flexibler Einband: 120 Seiten
Erschienen bei O'Reilly Media, Inc, Usa, 01.02.2004
ISBN 0596006748
Genre: Sachbücher

Rezension:

Will Wheaton ist Nerd der ersten Stunde und man kennt ihn einfach. In seinem kurzen aber doch sehr persönlichen Buch "Dancing Barefoot" schreibt er fünf Stories über sich selbst, sein Leben und seine Erfahrungen auf Conventions. Für alle die sich selbst Nerds nennen oder mehr Einblick hinter die Kulissen haben wollen auf jeden Fall einen Blick wert!

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Wil Wheaton ist primär bekannt für seine Rolle als Wesley Crusher in "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert". Doch hinter ihm steckt mehr als nur seine Rolle, er ist ein Mensch wie du und ich, auch wenn er sein Leben mehr in der Öffentlichkeit lebt (oder leben muss).

Einige der fünf Geschichten sind sehr persönlich. Handeln von Verlust, Liebe, Familie und Nerd sein. Zugegebener Maßen, diese sind recht kurz aber trotzdem auf jeden Fall unterhaltsam und herzerwärmend. Sie zeigen die Realität, Dinge mit denen wir alle im Leben konfrontiert werden und das ganz abgesehen von unserem Fame. Witzig dargebracht und trotzdem sehr persönlich!

Die fünfte und letzte Story deht sich dann um einige Seiten mehr aus, denn es dreht sich alles um Wil, Wesley, Star Trek und Conventions. Wie ist es, auf einer Convention auf der anderen Seite der Besucher zu sitzen? Den ganzen Tag Autogramme zu schreiben, alle glücklich machen zu wollen obwohl man selbst vielleicht andere Bedürfnisse oder sogar Ängste mit in den Tag bringt?Sehr interessante Einsichten in den Convention Alltag der Stars und Sternchen und ihren Umgang mit Fans - ganz gleich ob diese einen Lieben oder Hassen. Einblicke hinter den Drehalltag mit anderen Größen der Filmgeschichte und einfach persönliche Erfahrungen mit Ruhm und Rampenlicht.

Was den Schreibstil und die Erzählweise angeht merkt man einfach sofort - diese Geschichten kommen von Herzen, sind ehrlich und ungelogen erzählt und sollen weder beschönigen noch schlecht reden. Es geht einzig und alleine um das Teilen von Erfahrungen und Situationen, auf ehrliche und echte Weise. Wil Wheaton schreibt wie ihm der Mund gewaschen ist, angenehm und direkt und fast schon so, als würde er diese Geschichten einfach seinen besten Freunden erzählen.

Auf jeden Fall sehr unterhaltsame, emotionale und vor allem persönliche Einblicke in das Leben von Wil Wheaton und Situationen die wir alle auf eine gewisse Art und Weise selbst kennen. Witzig, kurzweilig und ideal für Zwischendurch. Und wer nicht genug davon bekommt, der kann sich immer noch "Just a Geek" von Wil Wheaton holen - auf meiner Wunschliste ist es nach "Dancing Barefoot" auf jeden Fall gelandet.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

social media, schuld, verlust, verantwortung, twitter

So You've Been Publicly Shamed

Jon Ronson
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Picador, 31.12.2015
ISBN 9780330492294
Genre: Sonstiges

Rezension:

Shitstorms und Public Shaming sind mittlerweile fast schon alltäglich im Internet. Anonymität, die Sicherheit der Massen und Interpretationsspielräume machen die Kommunikation im Internet einerseits zu einem sehr interessanten Medium, allerdings auch zu einem sehr gefährlichen. Denn oftmals wird das geschriebene Wort zu ernst genommen, die Message falsch verstanden und so schnell kann man sich gar nicht versehen wird der eigene Post zur Internetlachnummer oder gar zum Aggressions-Ziel.

Doch was kommt danach? Was passiert nach dem Shitstorm und wie gehen Betroffene damit um? Das und einiges mehr um public shaming hat sich Jon Ronson angesehen.

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Es könnte doch fast ein Wort der letzten Jahre sein - Shitstorm. Wer kennt sie nicht, beobachtet nur von außen oder ist live dabei. Ganz egal auf welcher Seite. Doch jetzt möge bitte jeder mal ehrlich zu sich selbst sein - wer denkt darüber nach was mit den angegriffenen Personen in weiterer Folge passiert? Wer würde die Dinge die er/sie im Internet sagt dem Betroffenen offen und von Angesicht zu Angesicht genauso sagen?

Jon Ronson hat sich ein paar (extreme) Beispiele herausgesucht des public shamings. Autoren denen Lügerein in ihren veröffentlichten Büchern nachgewiesen wurden, Journalisten denen auf Grund von unbedachten sarkastischen Witzen Rassismus vorgeworfen wird oder auch Spaßfotos die im Internet komplett in den Dreck gezogen wurden. Von einer Seite betrachtet haben die Angriffe vielleicht immer ihre Art der Berechtigung, doch denk jemand daran, vielleicht mal genauer nachzufragen was dahinter steckt? Oder den Schreiber aufmerksam zu machen, dass die Wortwahl vielleicht nicht ganz so gut gewählt war? Kaum.

Die Resultate die daraus folgen können sind schwerwiegend in den gefundenen Beispielen. Kündigungen, Umzug, Rückzug, finanzieller Ruin und fast schon Identitätsverlust. So weit kann public shaming die Betroffenen führen und das vielleicht nur durch ein Missverständnis.

Es ist wirklich schon erschreckend diese Geschichten zu lesen, gerade weil aus so manch Mücke ein Elefant gemacht werden kann ohne das die angegriffene Intention dahinter stand. Oftmals kann man sich rechtfertigen was man möchte - wenn das Internet entschieden hat, dass ist das Urteil gefällt.

Das Buch beschäftigt sich aber nicht nur damit was nach dem Shitstorm passieren kann, sondern auch damit wie die Betroffenen damit umgehen. Wie kommt man aus dem Dilemma vielleicht wieder heraus? Im besten Fall so unbeschadet wie möglich. Auf jeden Fall nicht sehr leicht, denn das Internet vergisst nicht.

Nach dem Lesen von "So You've Been Publicly Shamed" muss ich zugeben mir so einige Gedanken über unsere Kommunikation und unseren Umgang im Internet gemacht zu haben. Es ist erschreckend zu sehen wie leicht die Massen hinter Anonymität und dem Gruppenzusammenhalt im Internet über so manche Grenze steigen. Ebenso wie man danach erst recht doppelt und dreifach überlegt was man im Internet postet und ob einem daraus nicht doch irgendwie ein Strick gedreht werden könnte weil es irgendwem in den falschen Hals kommt. Vielleicht versteht irgendwer meinen geschriebenen Sarkasmus irgendwann einmal nicht, vielleicht geht die versteckte Message in einem Post unter und das geschrieben Wort wir für gültig erklärt. Es kann so schnell gehen, und genau das ist man sich nach "So You've Been Publicly Shamed" auf jeden Fall bewusst.

Wirklich empfehlenswert zu lesen und trotz des doch eher "trockenen" und harten Themas sehr flüssig zu lesen. Jon Ronson hat sich schon einige Gedanken gemacht und auf jeden Fall Augen öffnende Beispiele gebracht. Auch wenn es die sind, die für mich der einzige Minuspunkt sind - denn es sind fast schon zu viele Extremfälle. Hauptsächlich geht es um Personen die schon vor ihren Shamings zumindest öffentlich tätig waren und nur sehr selten um 0815 Menschne wie zum Beispiel mich. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Einsicht in das public shamin von nicht ganz so brenzligen Menschen gewünscht, was vielleicht auch ein wenig die Darstellung aller Shamin-Situationen entschärft hätte. Denn einerseits vergisst das Internet nie - es ist aber auch sehr schnell wieder gelangweilt und von etwas anderem abgelenkt.

Was man jedoch auf jeden Fall mitnehmen kann: Einen respektvolleren Umgang miteineander - ganz egal ob von Angesicht zu Angesicht oder im Internet. Hinter jedem Posting stecken Menschen und ein Nachfragen wie Dinge gemeint waren oder ein Hinweis auf eventuell schlechte Formulieren kann hie und da nicht schaden. Nicht jeder schlecht formulierte und gepostete Witz outet sofort einen Rassisten, doch der Nachgeschmack bleibt hängen.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

highly illogical behaviour, englisch, mental illness, john corey whaley, jugendbuch

Highly Illogical Behaviour

John Corey Whaley
E-Buch Text: 220 Seiten
Erschienen bei Faber & Faber, 03.06.2016
ISBN 9780571330454
Genre: Sonstiges

Rezension:

Solomon hat sein Haus seit drei Jahren nicht mehr verlassen. Auf eigenen Wunsch, denn so kann er seine Panikattacken und seine Angstzustände im Zaum halten. Er fühlt sich dabei auch gut und in keiner Weise einsam, auch wenn seine Eltern ihn liebend gerne wieder ein paar Schritte außer Haus sehen würden.

Lisa hingegen ist ehrgeizig bedacht auf ihr Wunsch-College zu kommen. Dafür will sie den besten Artikel über Geisteskrankheiten schreiben, den das College je gesehen hat. Für sie perfekt, dass sie Solomon noch von früher kennt. Deshalb setzt sie es sich zum Ziel ihn zu heilen - im Sinne ihrer eigenen Wissenschaft.

Clark ist Lisas Freund und würde für sie alles tun. Auch wenn er von der Sache nicht unbedingt begeistert ist, will er ihr dabei nicht im Weg stehen. Doch er hat im Gefühl, dass irgendetwas außer Hand geraten wird.

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"Highly Illogical Behaviour" ist ein wirklich schönes Buch. Eine angenehme, tolle und auch berührende Geschichte über Freundschaft, geistige Krankheiten, Liebe und Ehrgeiz. Natürlich von vorne weg ein bisschen vorhersehbar - denn irgendwas geht bei solchen "Projekten" doch immer schief. Das macht jedoch kaum etwas, denn man fiebert mit Solomon, Lisa und Clark mit und hofft insbesondere für Solomon, dass er seine ausreichende Stärke für die große Welt da draußen erkennen kann.

Der Umgang mit mentalen Krankheiten, Angstzuständen und Anfällen in diesem Buch ist ein sehr einfacher und ein sehr unaufgeregt ruhiger. Insbesondere dadurch, dass Solomon bereits drei Jahre lang das Haus nicht mehr verlassen hat ist er sehr zufrieden und gesettled in seiner Situation. Zudem weiß er sehr genau, wie er behandelt werden möchte und gibt dem Leser damit auch immer wieder dezente Hinweise wie Personen mit Ängsten gerne gehandelt werden wollen. Nämlich ganz normal und nicht wie etwas Besonderes oder gar etwas Anderes.

So schön die Geschichte auch ist, allerdings plätschert sie am Beginn doch sehr lange einfach nur so dahin. Weder sonderlich positiv noch negativ auffallen, einfach eher unaufgeregt und auf seine Art und Weise angenehm. Trotzdem nicht der wahre Nervenkiller und auch nicht wirklich fesselnd. Erst gegen Ende wird es dann so richtig spannend und man kann das Buch gar nicht mehr weglegen. Man hat irgendwie die Angst durch das Beenden des Lesens könnte man hier irgendwas zerstören.

Eine angenehme Geschichte über Ängste und mentale Krankheiten, allerdings nach ein wenig mehr Nachdenken darüber auch nicht unbedingt tiefgründig und ein bisschen flach was das Thema betrifft. Denn Solomon fühlt sich mit agoraphobia (Platzangst) nur daheim dann doch ein bisschen sehr wohl. Ich kann zwar nicht mitreden, ob diese Darstellung der Ängste realisitisch ist, allerdings glaube ich doch, dass ein bisschen mehr dahinter steckt und eine Isolation in den eigenen vier Wänden für die meisten Betroffenen nicht einer beinahe Heilung entsprechen würde.

Trotzdem - und wahrscheinlich gerade für Jugendliche die sich zum ersten Mal mit diesem Thema beschäftigen - ein sehr angenehmes und sanftes Buch. Eine einfache Betrachtung des Themas und ein Aufzeigen, dass mental kranke Menschen nicht geheilt werden müssen sondern akzeptiert und unterstützt werden sollten! Ein tiefgründiges Thema auf einfach Weise behandelt - ohne zu viel Aufregung und trotzdem spannend.

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graphic novel, science fiction, the lunar chronicles, fantasy

Wires and Nerve: Volume 1

Marissa Meyer
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Feiwel & Friends, 31.01.2017
ISBN 9781250078261
Genre: Sonstiges

Rezension:

Iko - der geliebte Android von Cinder - langweilt sich einige Monate nach der Beendigung der grauenhaften Herrschaft von Levana ein bisschen. Alle ihre alten Freunde habe sich ihre neue Plätze gefunden und sind beschäftigt. Nur Iko weiß nicht unbedingt viel mit ihrer Zeit anzufangen.

Doch dann kommt ihr die Idee. Lunar und damit auch ihre neue Königin Cinder kämpfen immer noch mit der Bedrohung der geflohenen Wolfs-Krieger. Denn Cinder braucht einen Agenten, einen um den sie sich keine Sorgen machen muss im direkten Kampf mit den wütenden Wolfen. Wer könnte da besser sein als ihr Android Iko - denn im Ernstfall bedarf es nur ein paar neuer Ersatzteile...

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Ja - ich war vom ersten Wort weg wieder verliebt! Das Feeling der Lunar Chronicles ist sofort wieder da, alle geliebten Charaktere bekommen ihren Platz und dürfen sofort wieder ins eigene Herz geschlossen werden. Natürlich nicht in demselben Ausmaß wie Iko - aber für alle anderen hatten wir ja auch schon ihre eigenen Geschichten.

Also dreht und wendet sich alles um Iko und das ist wirklich gut so! Denn wer hat sich bei den Lunar Chronicles nicht gedacht, dass Iko ein bisschen zu wenig Rampenlicht bekommt. Doch jetzt ist sie mitten drinnen statt nur dabei. Es gibt Action, es gibt schöne Momente und es gibt Nachdenkliches. Eine geniale Mischung die sich super flüssig und wunderbar angenehm lesen lässt.

Die Zeichnungen und die gesamte Graphic Novel sind alle in blau/grau-Tönen gehalten. Nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe aber macht ein sehr angenehmes und durchgängiges Bild. So wird man nicht von tausenden Farben übermannt sondern kann die Graphic Novel wirklich in angenehmer Stimmung genießen. Zudem sind die Zeichnungen zwar eher einfach gehalten, aber trotzdem so liebevoll und mit den richtigen Details ausgestattet, dass man sich einfach darin verlieren möchte. Und trotz dem es die erste optische Darstellung der Charaktere ist - erkennt man sie alle sofort und hat bei keinem das Gefühl, dass die Umsetzung hier nicht passen würde. Einfach perfekt!

Einziges Manko - "Wires and Nerve" ist viel zu schnell zu Ende! So schnell kann man gar nicht schauen und schon ist die Graphic Novel unter den Händen dahin geschmolzen. Aber es gibt Entwarnung, denn die Story ist damit nicht abgeschlossen. Wir dürfen uns also über weitere Teile mit Iko und all den anderen freuen!

Einfach eine perfekte Adaption zur Lunar Chronicles Serie und eine wundervolle Weiterführung!

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