Nadinini

Nadininis Bibliothek

274 Bücher, 220 Rezensionen

Zu Nadininis Profil
Filtern nach
274 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

65 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

weiße magie, liebe, für immer und ewig, dunkle magie, drachenmond verlag

Schnee und Orchideen

Britta Strauss
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.11.2016
ISBN 9783931989941
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach dem ersten Band konnte ich den zweiten kaum noch abwarten! Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich ihn angefangen habe, doch jetzt endlich ist es geschafft und ich weiß nicht, was ich noch ohne die Welt von Indigo und Jade tun soll.
Der letzte Band endete mit einem fiesen Cliffhanger, der durch die Magie in Esnunna überhaupt erst entstehen konnte und natürlich ging es dabei um unsere wundervollen Hauptprotagonisten. Indigo und Jade sind einfach ganz einzigartige Protagonisten, die perfekt miteinander harmonieren und mich in diesem Band noch ein Stück weit mehr überzeugen konnten, als im ersten. Beide haben ihre Schwächen und Stärken und in diesem Band entdeckt gerade Jade eine ganze Menge neue Stärken an sich.
Die Liebesgeschichte steht im zweiten Teil definitiv mehr im Fokus, als im ersten. Wo man im ersten Band hauptsächlich die Situation verstehen sollte und sich auf den Beginn einer unglaublich magischen Reise vorbereiten und schon in sie eintauchen konnte, kann man sich diesmal treiben lassen, Gefühle durchleben und so richtig in die Geschichte verlieben. Es war unheimlich schön zu lesen, wie es weitergeht, wie alles viel tiefer greifen konnte und die Liebe endlich ihren Einsatz findet.
Doch natürlich bleiben die Gefahren - der Fluch des Jasmah-Isdar, sowie Scylla - bestehen. Nach und nach hat man das Gefühl, dass die Gefahren schwächer werden, Indigos atlantische Magie an Stärke gewinnt und man langsam auf das Ziel zukommt. Leider kommen dafür andere Hindernisse, die oftmals von Indigo selbst ausgehen, wozu ich aber nicht mehr verraten will, weil das zu viel vorwegnehmen würde. Mich haben viele der Wendungen überrascht und selbst gegen Ende kamen nochmal einige Überraschungen.
Neben den besonders grausamen und den Hauptcharakteren gibt es natürlich auch wieder tolle Nebencharaktere, die ebenfalls genannt werden sollten. So habe ich Jinni und Nobbe sehr ins Herz geschlossen, die auf ihre eigene Art eine tragende Rolle besitzen. Auch Aaron und die Zwillinge tauchen wieder auf und man lernt noch neue Charaktere kennen, die ich einfach unheimlich herzlich fand!

Natürlich darf man auch den Vogel Zilp und die Füchsin Ischme nicht vergessen, die meiner Meinung nach großartig eingebaut werden. Ich liebe die zwei! Und auch Palili und Timotheus sind wieder dabei und man kann sie einfach nur gern haben. Gerade die witzigen Situationen mit den Charakteren sind großartig!

Doch wir lernen diesmal auch mehr über andere magische Wesen, unter anderem die Rosenkönigin, was ich wieder ganz toll fand, weil diese dem Buch einfach etwas einzigartiges geben! Neben ihnen gibt es natürlich noch Eomara, die bereits im ersten Band aufgetaucht sind, wobei sie diesmal nochmals eine andere Rolle einnimmt, was mir unheimlich gut gefallen hat.

Zur Story lässt sich nicht viel mehr sagen, weil sie genauso toll ist, wie im ersten Band! Man verfolgt die Charaktere gerne, es gibt überraschende Wendungen und zahlreiche gefühlsvolle Momente, die durch die Magie noch schöner werden. Natürlich möchte ich euch nicht spoilern, weshalb ich an dieser Stelle nicht mehr verraten will, doch letztendlich kann nur eine Seite gewinnen und darum geht es in diesem Band.


Fazit:
Für mich war dieses Buch einfach perfekt, denn es hat die menschlichen und übermenschlichen Seiten unserer Charaktere und magischen Wesen hervorgebracht. Gerade die Liebesgeschichte von Indigo und Jade steht diesmal im Vordergrund, was mir sehr gut gefallen hat, weil ich mir mehr romantische und gefühlvolle Momente gewünscht habe, die nun endlich da waren. Trotz allem geht die Magie dabei kein Stück verloren. Die toll ausgearbeiteten, für mich oftmals neuen Wesen kommen immer wieder vor und nehmen einen großen Teil der Geschichte ein. Die Charaktere entwickeln durch die immer wieder neu auftauchenden Hindernisse engere Bindungen und man hat das Gefühl sie selbst noch mehr ins Herz zu schließen. Gerade durch die schwindende und auch wachsende Magie gibt es für Indigo ständig neue Probleme, bei denen ihm die anderen Charaktere beistehen, ihn vielleicht sogar retten müssen. Man merkt in diesem Band, wie stark die Charaktere zusammengewachsen sind und dass sie alleine nicht mehr bestehen können. Einfach eine tolle Geschichte mit großartigem Ende! Noch besser, als ich gedacht hätte :) Von mir gibt es für die ganze Reihe 5 Federn und die Extraauszeichnung!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(618)

1.147 Bibliotheken, 33 Leser, 1 Gruppe, 138 Rezensionen

thriller, serienkiller, ethan cross, serienmörder, mord

Ich bin die Nacht

Ethan Cross
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783404169238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich dieses Buch mit einer Freundin in der Buchhandlung entdeckt habe und eine andere Käuferin davon geschwärmt hat, mussten wir es beide lesen. Da sie nur Thriller liest, dementsprechend weiter in dem Genre gefächert ist als ich und sie das Buch nach dem Lesen geliebt hat, wusste ich, dass ich es ebenfalls lesen muss.
In der Geschichte gibt es gleich mehrere Protagonisten, denen man folgt, im Vordergrund steht allerdings ganz klar der Serienmörder Francis Ackerman, der sich dauernd neue Opfer sucht und deshalb schon von allen gesucht wird. Neben ihm lernt man auch andere Charaktere - darunter seine Opfer, Polizisten und andere Nebencharaktere, die mit ihm in Kontakt kommen - kennen. Vor allem Marcus steht später mit ihm im Mittelpunkt.

Spätestens ab dem Mittelteil der Geschichte merkt man, dass es mehr mit Ackerman und Marcus auf sich hat und dass die beiden auf irgendeine Art und Weise miteinander verbunden sind. Ob man diese Verbindung in diesem Band aufdeckt werde ich euch nicht verraten, allerdings kann ich euch sagen, dass es einige Wendungen gibt, mit denen ich nie gerechnet hätte, sowohl in Bezug auf den Mörder, als auch in Bezug auf Marcus und so gut wie alle Nebencharaktere.

Einige Nebencharaktere, wie der Sheriff, Maggie oder auch die Brubakers stehen besonders im Vordergrund und tauchen nicht nur einmal in der Geschichte auf. So merkt man nach und nach, dass einerseits alles für sich zu stehen scheint und andererseits doch alles miteinander verknüpft ist.

Bereits im Mittelteil wurde ich immer wieder überrascht und dachte, dass ich endlich ansatzweise weiß, was Sache ist. Doch das Ende hat dann alles verändert und nochmal gehörig auf den Kopf gestellt. Selbst Charaktere, die mir bis dahin nur unsympathisch waren, die ich geradezu gehasst habe, haben auf einmal ein ganz anderes Gesicht bekommen.

Ihr merkt, dass mich die Geschichte überzeugen konnte, wenn auch ganz anders als ich es erwartet hätte. Die Charaktere sind vielschichtig, miteinander verknüpft und man liest aus den verschiedensten Sichten, wodurch man ein weit gefärchertes Bild der Situation bekommt, allerdings noch lange nicht alles erfasst.

Gerade die Spielchen von Ackerman sind spannend, weil man als Leser ein sehr eindringliches Bild von einem Mörder bekommt und seine Verhaltensweisen zu verstehen und hinterfragen scheint. Obwohl er willkürlich tötet bleibt er menschlich und da man nie weiß, was als Nächstes passiert und was es mit Ackerman auf sich hat, muss man einfach weiterlesen und diese Person auf psychischer Ebene erfassen so gut es geht.

Fazit:
Diese Geschichte ist etwas ganz besonderes - vielschichtig, erschreckend, grausam, tiefgründig und absolut unvorhersehbar - und sie hat mich mehr als einmal hinters Licht geführt und über Opfer und Täter nachdenken lassen. Für mich war es das erste Mal, dass ich aus der Sicht eines Serienmörders und gleichzeitig auch aus der Sicht der Opfer lesen durfte. Durch die zahlreichen Gedankengänge bleibt es immerzu spannend und man bekommt nach und nach das Gefühl, den Mörder zu verstehen, was sich kurz darauf wieder ändert, weil wieder etwas unvorhersehbares geschehen ist. Alle Charaktere sind unglaublich vielschichtig und besonders, weil sie letztendlich ganz anders sind, als sie vorgeben zu sein und das fällt gerade am Ende dieses Buches auf. Ich bin nun wirklich gespannt, wie es mit der Geschichte weitergeht und was die Charaktere noch für uns bereit halten. Von mir gibt es - gerade für den einzigartigen Protagonisten Ackerman - 5 Federn und eine Empfehlung für alle Thrillerfans! Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Bände!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(699)

1.274 Bibliotheken, 43 Leser, 6 Gruppen, 121 Rezensionen

fantasy, throne of glass, assassinin, magie, champion

Throne of Glass - Die Erwählte

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich den ersten Band der A Court of Thorns and Roses oder auf Deutsch der Das Reich der sieben Höfe-Reihe gelesen habe, konnte ich nicht mehr länger mit den anderen Büchern der Autorin warten. Gut, dass ich den ersten Band ihrer Reihe Throne of Glass bereits hier hatte!

Celaena ist eine erfrischend andere Protagonistin! Sie war von Anfang an stark und tough und einfach sie selbst. Von keinem hat sie sich unterkriegen lassen und obwohl sie mit der Zeit sanfter wird, verliert sie nicht ihre Eigenart, ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Willensstärke. Sie ist eine Assassinin und gleichzeitig so wandelbar, dass sie genauso gut eine Person von höherem Stand sein kann. Ich habe sie als Protagonistin unheimlich lieben gelernt. Vor allem durch ihre gern mal ruppige Art.

Diese ruppige Art setzt sie immerzu ein, vor allem Gegenüber Chaol - dem Captain der Leibgarde - und einer meiner persönlichen Lieblingscharaktere, sowie Dorian - dem Prinzen. Mir persönlich hat Chaol eigentlich immer ein ganzes Stück besser gefallen als Dorian, weil ein Prinz so gut wie alle Mädchen bekommen kann und obwohl diese in vielen Geschichten einen unglaublichen Reiz haben, konnte mich hier der Soldat eher überzeugen. Warum ich mich entscheiden will? Weil hier eine Dreiecksgeschichte Platz findet, die allerdings nicht aufdringlich und stumpf wirkt, sondern perfekt zu Celaena passt.

Neben diesen beiden Nebencharakteren gibt es aber noch zahlreiche andere Charaktere, die nicht nur bedeutend, sondern ungemein wichtig für die Story sind. Vor allem Nehemia - die Prinzessin von Eyllwe - habe ich schätzen und lieben gelernt. Man merkt sofort, dass sie von ihrem Volk besonders geschätzt wird und ganz anders ist, als man es von einer Prinzessin erwarten würde. Und sie hat, ebenso wie jeder andere, auch ihre Geheimnisse. Ich liebe sie!

Natürlich darf man auch den König, Parrington und Kaltain nicht vergessen. Sie waren mir allesamt unsympathisch und man merkt sofort, dass da in den Folgebänden noch wesentlich mehr auf einen zukommen wird, als es hier der Fall war. Doch auch die Champions habe ich so gut wie alle gehasst - allen voran Cain. Nox hingegen geht einem als einziger der Champions wirklich nah und alles weitere müsst ihr für euch selbst herausfinden ;)

Der Schreibstil war - wie gewohnt - einfach nur angenehm und auch die Erzählperspektive hat mich nicht von einer guten Beziehung zu den Charakteren abgehalten. Ich mag es meistens nicht, wenn man nicht aus der Sicht eines Protagonisten liest, sondern in der Er- und Sie-Form. Diesmal hat mich das nicht gestört.

Die Story war unglaublich gut durchdacht und gerade das Ende hat mich neugierig auf Band 2 gemacht! Es gab zwar trotzdem langatmige Stellen und man merkt, dass es ein erster Band ist, das tut dem aber keinen Abzug, weil die Charaktere, das Setting und die Story überzeugen können. Vor allem das Böse, das im Schloss sein Unwesen treibt, macht neugierig auf mehr und ich war überrascht wie es letztendlich gekommen ist! Zudem gab es immer wieder Wendungen, die so gut wie alles verändert haben. Und die Liebesgeschichte(n) darf man auch nicht vergessen..


Fazit:
Auch diese Geschichte der Autorin konnte mich überzeugen und ich muss auf jeden Fall weiterlesen, um zu erfahren, wie es mit Celaena und den anderen Charakteren weitergeht! Alle Charaktere sind unheimlich gut ausgearbeitet und haben ihre eigene Art, sich zu präsentieren. Vor allem die abwechslungsreiche, freche und unerschrockene Art der Protagonistin ist erfrischend und obwohl ich dachte, dass mich das stören würde, war das Gegenteil der Fall. Mit der Zeit entwickelt sich nicht nur Celaena, sondern auch alle anderen Charaktere und es kommt zu zahlreichen Wendungen, mit denen ich nicht immer gerechnet habe. Gerade die beiden Faktoren - der Wettstreit der Champions und das Böse, das im Schloss lauert - machen das Buch spannend! Doch neben diesen gibt es noch Intrigen und magische Welten, die alles spannender machen. Und auch die Fae finden einen Weg in diese Welt, was ich besonders toll fand. Leider war der erste Band aber auch ein Einstieg, was man an  vielen ruhigen Stellen merken konnte. Dennoch bekommt das Buch von mir 4,5 Federn, weil ich diese Welt und ihre Charaktere lieben gelernt habe und abgesehen davon unglaublich mitleiden musste!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

41 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, lovestory, drachenmond, drachenmond verlag, leben

For Good: Über die Liebe und das Leben

Ava Reed
E-Buch Text: 195 Seiten
Erschienen bei Booklover Verlag, 29.11.2015
ISBN B018RGFK2Q
Genre: Sonstiges

Rezension:

Viel zu lange habe ich das Lesen dieses Buches hinausgezögert. Obwohl ich so viel Positives gehört habe, war ich mir nicht sicher, ob es auch mich so überzeugen würde. Jetzt weiß es ich es besser.
Charlie begegnet einem von Anfang an als unheimlich traurige, innerlich zerrissene und unglückliche Protagonistin, die schwer mit dem Tod ihres Mannes zu kämpfen hat. Man erfährt praktisch sofort, wie die Geschichte um Charlie und Ben ausgehen wird und doch ist es so spannend all die Details zu erfahren, weil die Liebe zwischen den beiden unglaublich berührend und groß ist.
Die Geschichte wechselt zwischen Gegenwart und Erinnerungen, also der Vergangenheit und Charlie scheint all diese Erinnerungen noch einmal durchzugehen, um sich an ihre große Liebe zu erinnern. So erlebt man, wie die Liebe der beiden zu wachsen beginnt und wie es überhaupt zu all dem kam und das hat mich spürbar mitgenommen. Besonders berühren konnte mich das Ende und auch die Momente aus Bens Sicht, die an das Ende der Geschichte gehängt wurden.
Ben war mir wirklich von Anfang an sympathisch, obwohl ich wusste wieviel Kummer sein Tod der Protagonistin bringt. Gerade das zeigt dem Leser aber auch deutlich, wieviel gute und schöne Momente die beiden gehabt haben müssen und so freut man sich auf die Erinnerungen. Ben hat nie Macken aufgewiesen, er war immer da und so positiv geladen, dass es Spaß gemacht hat, ihn kennenzulernen. 
Doch auch Nebencharaktere, wie Mia und Luke habe ich unheimlich ins Herz schließen können und gerade Mia mit ihrer wilden, glücklichen Art und ihrem lauten Organ bringt unfassbar viel Spaß und Liebe mit in die Geschichte. Doch auch Luke gewinnt man - als Freund von Ben - sehr schnell auf seine eigene Art lieb.
Die Story ist natürlich auf gewisse Art und Weise sehr vorhersehbar, doch die Autorin schafft es dennoch Spannung und wahnsinnig viel Gefühl mit in die Geschichte zu bringen. Sie hat einen lockerleichten Schreibstil, der im Kontrast zu den starken Gefühlen der Protagonistin steht und gerade das macht die Geschichte sehr besonders. Es ist abwechslungsreich zu wissen, dass alles negativ ist und es dennoch so schöne Momente gibt. Gleichzeitig fand ich das Ende nochmal super und natürlich erfrischend beruhigend.
Fazit:
Ich habe mich definitiv in die Charaktere Charlie und vor allem Ben, aber auch in Mia und Luke und die besondere Geschichte verliebt. Obwohl man bereits weiß wie die Geschichte ausgeht und worauf es hinausläuft, hat die Art, wie die Autorin diese Gefühle und die Erinnerungen der Protagonistin rüberbringt etwas ganz eigenes. So mochte ich die Sprünge zwischen Gegenwart und Erinnerungen sehr gern, weil Charlie immer wieder Stellung zu ihnen genommen hat und man so auch die Verzweiflung und die gegenwärtigen Gedanken viel besser nachvollziehen konnte. Ich persönlich habe mir zwischendurch auch immer wieder gedacht, worauf es hinauslaufen könnte und war am Ende schon noch überrascht, aber wurde auch in meinem Verdacht bestätigt. Auch das hat mir gut gefallen, weil es diesem gefühlvollen und sehr traurigen Buch nochmal etwas erfrischendes gegeben hat. Sowohl Haupt- als auch Nebencharaktere haben mich letztendlich von sich überzeugen können und ich gebe deshalb 4,5 Federn!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(117)

262 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

elfen, holly black, fantasy, jugendbuch, prinz

Der Prinz der Elfen

Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bevor ich das Buch angefangen habe zu lesen, habe ich schon einige andere Meinungen mitbekommen, die meistens negativer waren. Davon wollte ich mich nicht beeinflussen lassen, aber es hat meine Ansprüche trotzdem runtergeschraubt. Ich denke das war genau das Richtige, denn das Buch hat mir nun viel besser gefallen, als erwartet.
Die Protagonistin Hazel ist ein Mädchen der besonderen Art - und das nicht nur weil sie an einem magischen Ort lebt. Sie ist eigenwillig, wild und mutig und wünscht sich eigentlich nichts sehnlicher, als eine Heldin zu sein, sowohl für sich, als auch für ihren Bruder und alle anderen. Und neben diesem Wunsch ist da natürlich noch der Prinz im gläsernen Sarg, auf den man als Leser ebenso neugierig ist wie Hazel.
Neben ihr sind aber auch alle anderen Bewohner von Fairfold - und auch die Touristen - gebannt von dem Elfenprinzen, der immerzu schläft. Vor allem ihr Bruder Ben, der sich gemeinsam mit Hazel Geschichten über den Prinzen ausgedacht hat, als sie noch kleiner waren, ist dem Fremden verfallen. Mir war er ebenso sympathisch wie Hazel, wenn auch auf ganz andere Art und Weise.
Abgesehen von diesen beiden Helden sollten auch Jack und Carter genannt werden, die 'Brüder' sind und für mich ebenfalls unheimlich tolle Charaktere sind! Gerade Jack, der ein Elf ist, hat es mir angetan und mich durch seine einzigartige Art zu handeln und zu lieben überzeugt! Severin und Gram sind ebenfalls sehr wichtige Charaktere für die Geschichte, allerdings möchte ich zu ihnen nichts weiter verraten, denn das müsst ihr selbst entdecken :) Natürlich gehören auch der Erlkönig und zahlreiche Eltern dazu, doch auch diese muss man selbst erleben.
An sich waren alle Charaktere auf ihre Art und Weise magisch für mich und gerade die Jugendlichen und den Prinzen habe ich ins Herz schließen können. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich sie mir immer sehr jung vorgestellt habe - fast noch kindlich, was mich teilweise gestört hat. Ansonsten waren sie mir aber sympathisch und einfach großartige Helden!
Immer wieder gibt es Hindernisse - ob nun magisch oder nicht - und Rätsel, die einen zum Nachdenken bringen und alles spannend machen und genau das mag ich an der Geschichte so gern. Auch das Böse, das besiegt werden muss und die Wendung am Ende hat mir gut gefallen. Und selbst die kleinen Liebesgeschichten waren toll eingebracht und mal etwas anderes!
Der Elfenprinz ist zu Beginn der Mittelpunkt der Geschichte - alles scheint sich um ihn zu drehen und natürlich wird man neugierig. Wo man erstmal nur etwas zu Hazels alltäglicher Geschichte und auch der Geschichte anderer Jugendlicher mitbekommt, erfährt man nach und nach auch einiges über die Magie in Fairfold. Ob Kobolde, Elfen oder Wasserwesen, hier gibt es unheimlich viele verschiedene magische Wesen, die man entdecken kann. Für mich wurde das unheimlich spannend, vor allem als die Geschichte dann so richtig an Fahrt gewonnen hat! 
Die Story hat mir demnach natürlich auch gefallen, wenn es auch kleine Schwächen gab und mir die Charaktere teilweise einfach zu jung vorkamen. So hatte ich das Gefühl, dass sie noch sehr kindlich sind, obwohl sie als jugendlich beschrieben werden und dennoch ist da dieses unglaubliche Abenteuer, das durch neue und auch alte magische Elemente überzeugen kann! Die Geschichte an sich ist jedenfalls mal etwas anderes, was ich toll finde, und die Charaktere haben allesamt Stärke!

Fazit:
Das Schöne an dieser Geschichte ist, dass sie mal ganz anders auf einen wirkt, als die anderen typischen Fantasybücher. Hier wirkt alles ganz neu und auch gefährlich, weil man nie weiß, ob man einem Elfenwesen trauen kann oder nicht doch gerade einen fatalen Fehler begeht, indem man einen Handel abschließt. Unsere Protagonistin erfährt das am eigenen Leib und auch sonst bleiben die Abenteuer nicht aus. Die Wendungen waren teilweise nicht vorhersehbar und gerade gegen Ende wurde ich überrascht! Man kann miträtseln und verliebt sich in die besonderen Charaktere und natürlich gibt es ab und an Längen oder Dinge, die einem nicht unbedingt gefallen müssen, aber das macht dieses Buch auch wieder so besonders. Hier sollte man nicht mit Erwartungen rangehen, sondern es einfach auf sich wirken lassen und dem Buch die Chance geben, einfach mal für sich selbst zu sprechen. Ich muss sagen, dass mich das wirklich überzeugen konnte und es erfrischend anders ist! Gerade die Elfen und Feste, aber auch die Art zu Handeln und die Beziehungen der Charaktere haben mich gekriegt! Von mir gibt es 4 Federn!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

181 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

dystopie, marthas widerstand, kerry drewery, death is justice, schuld

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Cover des Buches das erste Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich das Buch lesen muss. Und spätestens nach dem Klappentext wollte ich mehr wissen. Jetzt wo ich das Buch gelesen habe weiß ich gar nicht wirklich was ich sagen soll.

Martha als Protagonistin zu erleben ist definitiv besonders, weil sie sich - wie sie selbst oft betont - wie eine Märtyrerin verhält. Sie möchte etwas bewegen und die Menschen zum Nachdenken anregen und das will sie ausgerechnet durch ihren eigenen Tod schaffen. Neben ihrer aktuellen Situation in den Zellen 1 bis 7 erfährt man schrittweise Dinge aus ihrer Vergangenheit und dementsprechend auch über die wahre Geschichte. Und es bleibt bis zum Ende spannend.

Ehrlich gesagt hätte ich nie mit diesem Ende gerechnet und weiß selbst nicht, was genau ich erwartet habe. Ich liebe Happy Ends und bin immer traurig, wenn es keins wird. Welches Ende hier auf euch wartet werde ich euch allerdings nicht verraten. Da müsst ihr selbst durch!

Was es so spannend macht sind aber nicht nur Marthas schwankende Gedanken, die wirklich tiefgründig sind und im kompletten Widerspruch zur Gesellschaft stehen, sondern auch die Nebencharaktere! Vor allem die psychologische Betreuerin Eve habe ich lieb gewonnen, doch auch Cicero, Max und Gus mochte ich unheimlich gern! Und wen darf man nicht vergessen? - Isaac! Ich persönlich habe ihn unglaublich lieben gelernt und fand die emotionale Bindung, die man zu den Charakteren aufbaut wahnsinnig schön, aber eben auch niederschmetternd.

Als Leser merkt man schnell, dass dieses Buch eine ganz wichtige Message vermitteln will, die man nicht nur wahrnimmt, sondern auch verarbeitet und an andere weitergibt. Diese Geschichte zeigt, dass die Gesellschaft sich oftmals zum Negativen entwickelt, man vielleicht sogar Menschen sterben und leiden sehen will, die zwar unschuldig sein könnten, man dafür aber immerhin einen 'Schuldigen' hätte. Man wird öfter manipuliert, als man denkt und letztendlich gibt es immer die Schere zwischen Arm und Reich oder einer Minderheit und einer Mehrheit, die alles zerstört.

Die Manipulation wird hier vor allem durch die Sendung Death is Justice deutlich, die von Kristina und Joshua geleitet wird. Gerade die Moderatorin Kristina manipuliert ihre Zuschauer und vor allem Besucher in der Sendung, indem sie Zeugen unterbricht oder Antworten so verdreht, dass sie das genaue Gegenteil bedeuten. Ich fand das erschreckend und dennoch wirkt auch so etwas oft. Die Leute verschließen ihre Augen vor der Wahrheit und auch Joshua trägt keine weiße Weste, obwohl er sich gegen Ende gut verhält.

Der Erzählstil ist ebenfalls nennenswert, da die Story hier vor allem über Dialoge und eben die Fernsehshow vermittelt wird. Man verweilt demnach nicht nur mit Martha in den Zellen, sondern erfährt auch etwas über die Sendung und die Zuschauer, aber auch über Eve und Isaac. Das hat mir gut gefallen und es gab dadurch einiges an Abwechslung, andererseits war es aber auch sehr gewöhnungsbedürftig.


Fazit:
Zu Beginn der Geschichte habe ich mich nur gefragt, warum Martha in den Zellen sitzt, wenn sie doch ziemlich offensichtlich unschuldig ist. Schnell fällt auf, dass es Gründe gibt und sie - gemeinsam mit jemandem - etwas verändern und in der Gesellschaft bewirken will. Man wird neugierig auf die Beweggründe und natürlich auf die Geschichte der einzelnen Hauptcharaktere. Gerade die Fernsehshow Death is Justice provoziert nicht nur die Charaktere, sondern auch den Leser und man wird geradezu dazu aufgefordert, weiterzulesen. Trotzdem muss ich sagen, dass ich - womöglich durch die Art des Erzählens über die Dialoge o.ä. - in meinem Lesefluss gestört wurde und nicht immer zu dem Buch greifen wollte. Einerseits war ich also unheimlich gefesselt von dem Setting, der außergewöhnlichen Message und Story und natürlich den Charakteren und konnte kaum aufhören zu lesen, wenn ich erstmal angefangen habe, andererseits musste ich mich oftmals dazu aufraffen, weiterzulesen. Letztendlich hat mir die Geschichte wahnsinnig gut gefallen, zum Nachdenken angeregt und mich vor allem gegen Ende unfassbar berührt. Die Tränen kann man da nicht zurückhalten und ich wünschte, es hätte noch ein Kapitelchen mehr gegeben. Von mir gibt es nun 4,5 Federn und ein großes Lob für diese Story und die tolle Liebesgeschichte!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

sci-fi, dilogie

This New World

Laura Newman
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 25.04.2017
ISBN 9783743187832
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich erfahren habe, dass Laura Newman wieder ein neues Buch rausbringen würde, wollte ich es unbedingt lesen und war super gespannt auf den Inhalt!
Zoe begegnet einem direkt als sympathische Protagonistin, die allerdings durch viele Vorurteile geprägt ist und sich oftmals mit den falschen Leuten abgibt. So merkt man als Leser sofort, dass ihre Freunde völlig anders sind als sie und eher oberflächlich über andere denken, während Zoe selbst die Dinge zwar hinterfragt, aber dennoch durch ihre Freunde anders handelt, als sie eigentlich will.
Besonders auffällig ist dies durch ihre beste Freundin Dilan und ihren festen Freund Coben, die beide sportlich sind und das typische Sportler-Klischee erfüllen. Sie denken oberflächlich und oft arrogant und beeinflussen auch Zoe durch ihr Verhalten. Mir persönlich war keiner von beiden sympathisch und dementsprechend ist eine Entwicklung von Zoe vorprogrammiert.
Diese Entwicklung entsteht vor allem durch den Außenseiter Josh, der von allen Justice genannt wird. Er war mir zu jeder Zeit der Geschichte am sympathischsten und dementsprechend der interessanteste und liebste Charakter im Buch. Ohne ihn wäre mir die Geschichte nicht tiefgründig genug gewesen, doch durch seine Art die Dinge zu sehen kommt Schwung in die Geschichte und Zoe beginnt, alles zu überdenken.
Unterstützt wird ihre Entwicklung aber nicht nur durch Josh, sondern auch durch die Veränderungen in der Nachbarschaft und auf der ganzen Welt. Durch einen Meteoriten verändern sich die Menschen nämlich ständig und entwickeln einzigartige Fähigkeiten. Gerade als sich alle sicher fühlen kommt es natürlich zu großen Problemen. Diese müsst ihr allerdings selbst herausfinden ;)
Die Story an sich bekommt vor allem durch die Fähigkeiten unheimlich viel Spannung und man möchte wissen, was mit den Menschen passiert und wie sich die Gesellschaft entwickelt. Gerade durch bestimmte zerstörerische Fähigkeiten, die an eher negativ eingestellte und kampfeslustige Personen gehen, ist eine Katastrophe vorprogrammiert. So hat mich vor allem Cobens Entwicklung nicht überrascht und es gab einen Moment mit Zoes 'Freunden', mit dem ich dann doch nicht gerechnet hätte. Insgesamt gab es aber viele Momente, die sehr extrem und grausam wurden.

Fazit:
Das Buch konnte mich auf jeden Fall von sich überzeugen und die Autorin hat diesmal ganz andere Charaktere eingebaut, als sie es sonst tut. So sind diese nun nicht immer nur sympathisch und lieb, sondern vor allem oberflächlich denkend und arrogant und erfüllen damit typische Highschool-Klischees. Dies sorgt aber auch für die Entwicklung der Hauptprotagonistin Zoe, die sich mit der Zeit ganz anders verhält, was vor allem durch den tiefgründigen Charakter Josh, aber auch durch die enormen Veränderungen der Menschen gewährleistet wird. Mit der Zeit ist sie mir immer sympathischer geworden und so konnten die anfänglichen Schwierigkeiten, die ich mit ihr als Person und beim Einstieg ins Buch hatte, beseitigt werden. Letztendlich konnten mich die Idee und die Charaktere dann doch überzeugen und vor allem die Katastrophen, die mit der Zeit eintreten, lassen auf einen spannenden 2. Teil hoffen! Von mir gibt es daher 4 Federn :)

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(424)

948 Bibliotheken, 48 Leser, 2 Gruppen, 233 Rezensionen

fantasy, prinz, prinzessin, der kuss der lüge, mary e. pearson

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bevor dieses Buch in Deutschland erschienen ist, habe ich aus dem englischsprachigen Raum schon wahnsinnig viel Positives darüber gehört! Nun konnte auch ich es endlich lesen und habe unheimlich viel von der Geschichte erwartet!
Lia ist an sich eine wirklich sympathische Protagonistin, die ungern den vorgeschriebenen Weg geht und sich lieber ein eigenes Bild von etwas macht. Sie behält ihren Eigensinn und ihre Sturköpfigkeit die ganze Zeit über bei, was mir gut gefallen hat, allerdings muss ich auch sagen, dass sie sich im Laufe des Buches enorm entwickelt. So lernt sie, wie das Leben außerhalb des Schutzes läuft und was sie tun muss, um dort leben zu können. Als die beiden Männer in ihr Leben treten ändert sich allerdings einiges und ab da war sie für mich in einigen Punkten etwas naiv, in anderen wiederum unglaublich stark.
Die beiden Männer wären in dem Fall der Attentäter und der Prinz, den sie eigentlich heiraten sollte, vor dem sie aber geflohen ist. Beide Männer hat sie vorher nie getroffen und daher ist es nicht verwunderlich, dass sie keinen von beiden erkennt. Sie haben also leichtes Spiel die Prinzessin kennenzulernen und zu erkennen, dass weitaus mehr in ihr steckt, als königliches Verhalten.
Besonders beeindruckt hat mich Rafe, der eine ganz spezielle Art an sich hat und mich gerade dadurch für sich gewinnen konnte. Man weiß nie was er gerade denkt, obwohl man sowohl aus der Sicht von Lia, als auch aus seiner und Kadens Sicht liest. Er blieb immerzu geheimnisvoll und gegen Ende war mir auch klar warum. 
Bei Kaden ist mir schnell aufgefallen, dass ich mit ihm nicht warm wurde und er für mich nicht ganz so tiefgründig war. Obwohl die Identitäten der beiden Männer natürlich interessant sind und allein deswegen schon viel Tiefgang bieten, hat mir bei ihm etwas gefehlt. Gleichzeitig weiß man längere Zeit nicht wer von beiden der Attentäter und wer der Prinz ist. Das hat mich im Nachhinein etwas verwirrt, weil ich nämlich komischerweise von der entgegengesetzten Konstellation ausgegangen bin.
Neben diesen drei Protagonisten gibt es aber auch zahlreiche Nebencharaktere, die die Geschichte ein Stück weit spannender und schöner gestalten. So hat mir Pauline unheimlich gut gefallen, weil sie immer für Lia da war und nicht mehr nur ihre Bedienstete, sondern eine beste Freundin wurde. Auch die Frauen, die man in dem Dorf kennenlernt, in das Lia und Pauline flüchten haben mir gut gefallen und so ging es eigentlich mit allen Frauen in der Geschichte weiter. 
Bei den Männern war das oftmals etwas schwieriger, weil sie entweder Krieger oder Barbaren waren und so gleich mehrere Facetten hatten. Dies lässt sich nicht nur an den Hauptcharakteren Rafe und Kaden erkennen, sondern vor allem auch an ihren Begleitern Sven, Eben, Griz usw. oder auch an Lias Bruder Walther.
Die Story hat mir an sich gut gefallen, es gab aber immer wieder Punkte, die mich nicht genug fesseln konnten oder Stellen, die etwas zu langatmig gestaltet wurden. So mochte ich Lia sehr gerne und wollte schon wissen, wie es weitergeht, andererseits kam die Geschichte oft nicht von der Stelle und ich wurde gerne mal verwirrt. Auch ihre Gabe habe ich längere Zeit nicht ganz verstanden, was sich allerdings langsam legen konnte und erst gegen Ende wurde ich dann wirklich von der Geschichte überzeugt.

Fazit:
Die Vielschichtigkeit der Charaktere und der Geschichte ist definitiv einer der Punkte, die mir sehr gut gefallen haben und abgesehen davon weiß man nie, was auf einen zukommt und wie es ausgehen könnte. Auch Lias Reise an sich macht neugierig auf mehr und ich möchte unbedingt wissen, wie es mit ihrer Gabe, aber vor allem auch der Liebesgeschichte weitergeht. Dennoch muss ich sagen, dass ich lange Zeit nicht richtig mitgerissen wurde und erst gegen Ende beschlossen habe, weiterzulesen. Es gab für mich zu viele langatmige Stellen und an dem Punkt, an dem aufgelöst wurde, wer der Attentäter und wer der Prinz ist, war ich so verwirrt, dass ich es nicht glauben konnte. Was mir auch nicht ganz so gut gefallen hat war, dass Lia sich kaum enstcheiden konnte, welchen der Männer sie lieber mag. Einerseits hängt sie an dem einen, sobald sie aber mehr Zeit mit dem anderen verbringt, kommt sie ihm näher, obwohl sie doch immerzu an den anderen denkt. Das war für mich etwas unharmonisch, ansonsten mochte ich die Idee der Geschichte und vor allem die Fantasyelemente sehr gern. Gerade aufgrund des Endes habe ich beschlossen, es noch weiter mit dem zweiten Band zu versuchen und hoffe, dass es dort so weiter geht, wie der erste Band geendet hat. Von mir gibt es 3 Federn!

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(259)

465 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 158 Rezensionen

caraval, magie, spiel, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich dieses Buch das erste Mal gesehen habe wusste ich, dass ich es unbedingt lesen muss. Das Cover hat mich unheimlich in seinen Bann gezogen und wirkte direkt aufregend und geheimnisvoll. Nach dem Klappentext wusste ich dann, dass auch ich das Spiel Caraval miterleben muss.
Scarlett - die Protagonistin in der Geschichte - war mir ziemlich schnell sympathisch und ich habe sie sehr gern auf ihrer Reise begleitet. Zu Beginn ist sie eher schüchtern - gerade was den Kontakt zu Männern angeht -, was vor allem durch ihren ziemlich grausamen Vater und ihre Verlobung mit einem Unbekannten kommt. Dementsprechend setzt sie all ihre Liebe und ihren Schutz auf ihre Schwester [Dona]tella. Letztendlich entwickelt sie sich aber enorm und ist gegen Ende viel tougher und selbstsicherer.
Tella wirkt erst einmal wie das komplette Gegenteil von Scarlett. Sie ist abenteuerlustig, aufgeregt und lebensfroh. Man merkt schnell, dass sie Schwestern sind und alles füreinander tun würden, aber auch, dass Tella diejenige ist, die Risiken eingeht, um etwas gewinnen zu können und Scarlett sich kaum traut, einen Schritt weiter zu gehen. Tella war mir daher zwar auf ihre Art sympathisch, ich habe sie aber gleichzeitig lange Zeit für naiv gehalten und nicht verstanden. Gegen Ende habe ich sie dann mit ganz anderen Augen gesehen.
Durch die Brutalität, die die Schwestern durch ihren Vater erfahren, wird schnell klar, warum sie sich ein anderes Leben wünschen und schon so lange davon träumen, nach Caraval zu können. Caraval selbst scheint Auswege zu bieten, die vor allem durch den Preis für den Sieger ermöglicht werden. Gleichzeitig bietet aber auch die Vorstellung eines magischen Spiels genug Anreize, um ein Risiko einzugehen. Und genau deswegen verlassen die Schwestern ihre Insel und begeben sich voller Hoffnung ins Ungewisse.
Dass diese  Entscheidung schwerwiegende Folgen mit sich bringt ist schnell klar und macht das Lesen nur noch spannender. Nicht nur Gedanken an den Vater und den unbekannten Verlobten kommen ins Spiel, sondern auch Gedanken an Wahrheiten und Unwahrheiten, sowie die Liebe spielen eine große Rolle und machen die Geschichte gefühlvoll und aufwühlend.
Ich selbst brauchte tatsächlich ein wenig Zeit, um richtig in die Geschichte rein zu kommen und musste mich erstmal mit der Protagonistin anfreunden. Denn obwohl etwas so aufregendes passiert, kann sie nur an die Hochzeit mit einem ihr völlig Unbekannten denken, die sie auf keinen Fall verpassen darf. Das habe ich einfach nicht verstanden, es konnte mir aber dennoch nicht das Lesevergnügen vermiesen.
Natürlich gibt es aber auch tolle Nebencharaktere, die unheimlich detailliert dargestellt werden. Das Besondere dabei ist, dass die Autorin dafür nicht einmal Worte braucht, sondern dem Leser - allein durch die Atmosphäre von Caraval und den Situationen in denen die Charaktere sich befinden - ein genaues Bild der Figuren vor Augen führt. Besonders ausdrucksstark wurde für mich Julian, den ich wahnsinnig ins Herz geschlossen habe und letztendlich nicht mehr loslassen konnte. Doch auch die 'Schauspieler' in Caraval wirkten besonders und magisch und gerade Legend bleibt ein Mysterium.
Die Story hat mich einfach nur in ihren Bann gezogen und ich wollte immerzu wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht und was es mit Caraval auf sich hat. Besonders neugierig wird man auch auf Legend, der sich bis zum Ende nicht zu erkennen gibt und dadurch ein Geheimnis bleibt. Doch andere Geheimnisse, mit denen ich oft nicht gerechnet hätte, werden dennoch aufgedeckt und die Wendungen in der Geschichte waren genial! Man erfährt schon hier wichtige Dinge, die alles noch spannender machen und mich vor Neugierde auf den nächsten Band fast platzen lassen.

Fazit:
Diese Geschichte zieht den Leser einfach in ihren Bann und obwohl ich nicht sofort in die Geschichte reingekommen bin muss ich sagen, dass ich es kaum erwarten kann den nächsten Band zu lesen! Scarlett ist eine interessante Protagonistin, der ich gerne gefolgt bin, auch wenn es immer wieder Gedankengänge gab, die ich nicht sofort nachvollziehen konnte. Man versteht die Situation von ihr und ihrer Schwester Tella und die dementsprechend oft wirren und ängstlichen Gedanken. Caraval bringt plötzlich nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine ganze Menge Magie, Prüfungen und vor allem Gefühle mit sich und man begleitet Scarlet auf ihrer Reise ins Ungewisse, aber auch auf ihrem Weg zu ihrer wahren Persönlichkeit. Gerade das und die magischen Elemente machen die Geschichte so besonders und natürlich. Ich für meinen Teil fand diese Mischung einfach nur großartig und gerade die besondere Beziehung zu Julian konnte mich voll und ganz überzeugen! Letztendlich bin ich vor allem überrascht von den vielen Wendungen, den aufreibenden Gefühlen und dieser einzigartigen magischen Welt. Nun hat man einerseits das Gefühl, wahnsinnig viel bekommen zu haben, andererseits steht man nach wie vor ohne Antwort auf so viele weitere Fragen da. Ich. Will. Mehr! Klare 5 Federn mit Extraauszeichnung!

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(40)

293 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

verlag fischer, romantasy, jugendroman, roma, venedig

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Fantasy

Rezension:

Vor dem Lesen war ich wahnsinnig gespannt auf die Geschichte, weil ich kaum eine Vorstellung hatte, in welchem Setting sie spielen könnte und wie genau die Liebesgeschichte dem Leser vermittelt werden würde.

Pearl ist mir als Hauptprotagonistin unheimlich sympathisch gewesen und ich konnte mich eigentlich immer mit ihr identifizieren. Es fiel mir nie schwer, der Geschichte zu folgen und es hat mir beinnahe selbst das Herz gebrochen zu erleben wie schwer es ihr fällt, die Liebe zu finden. Allein die Angst, sich zu irren und die Person doch nicht zu lieben konnte ich gut nachempfinden und wusste doch, dass Pearl so wenig Fehler wie möglich machen würde, sie also eine der 'guten' Suchenden bleiben würde.
Kurz nach Beginn der Geschichte lernen wir auch Noah kennen, der als Jäger auftritt und somit die Aufgabe hat, Suchende zu finden und unter die Erde zu bringen. Da diese nicht sterben können und nur durch die Liebe erlöst werden, leben sie praktisch trostlos unter der Erde weiter. Dementsprechend suchen die Jäger nach einem Mittel, die Suchenden auf andere Art und Weise zu töten, wobei Noah derjenige ist, der nach und nach alles hinterfragt. Er beginnt, Pearl zu beobachten und sich mit ihr anzufreunden. Und - wie sollte es anders sein? - die Liebe beginnt.

Die Beziehung, die langsam zwischen Pearl und Noah entsteht fand ich unglaublich spannend und interessant. Da man als Leser durch einen weiteren Protagonisten - neben Pearl - aber mehr über Noah weiß als sie, fällt es schwer alles zu glauben, was er sagt. Dennoch wird schnell klar, dass er anders ist und die Gefühle echt zu sein scheinen. Gerade die Begegnungen der beiden und die zahlreichen Momente haben mir das Buch versüßt.

Wie ich bereits angedeutet habe, gibt es noch Hubertus - einen weiteren Protagonisten - der es Pearl zusätzlich schwer macht, endlich die Liebe zu finden und der auch Noah kein Glück gönnen möchte, weil er nicht daran glauben kann. Er hält Noah für verwöhnt und da er selbst seine große Liebe verloren hat möchte er scheinbar auch keinem anderen etwas gönnen. Immer wieder erfährt man Details über ihn, die die Geschichte ein Stück weit vielschichtiger gestalten und ihn zu einem wichtigen Teil des großen Ganzen machen.
Hinzu kommen Nebencharaktere, wie Damien und Alexa, die man auf ihre eigene Weise schnell ins Herz schließt. Sie haben Pearl so viele Jahre begleitet und werden dementsprechend auch schnell ein wichtiger Teil für den Leser. Gerade Damien habe ich unheimlich lieb gewonnen und er hat für mich eine Art Beschützerrolle eingenommen. Auch den Vater von Noah oder seine Haushälterin, sowie Kiara schließt man ins Herz, obwohl sie Rollen sind, die nur immer wieder kurz auftauchen.

Das Setting war für mich einfach nur großartig, weil Venedig meiner Meinung nach wirklich gut eingebracht und betont wurde. Sie wird außerdem immer wieder als Ort der Liebe gesehen, was man sich durch die Beschreibungen der Autorin gut vorstellen konnte. Ich hatte klare Bilder vor Augen, obwohl ich noch nie dort war und auch die Charaktere haben gut hineingepasst.

Zur Story kann ich nur sagen, dass sie mich wirklich überzeugt hat und ich Pearl als Protagonistin unheimlich stark finde. Die Reise mit ihr werde ich definitiv vermissen und ich bin froh, dass so viel Gefühl und auch einige nachdenklich machende Momente eingefügt wurden.


Fazit:
Das Buch konnte mich wirklich von sich überzeugen und ich werde einzelne Momente der Geschichte noch lange im Kopf behalten. Die Idee der Autorin wirkt auf mich wie etwas ganz Neues und auch wenn es schon einige Bücher zu Unsterblichkeit gibt, so wird sie hier doch ganz anders umgesetzt. Pearl und die anderen Suchenden sehnen sich nach Sterblichkeit und nicht danach, für immer leben zu können. Das macht die Geschichte so besonders und auch die ewig wirkende Suche nach Liebe und Vertrauen macht den Leser nachdenklich und lässt ihn erkennen, dass die Dinge, die wir als selbstverständlich ansehen, absolut nicht selbstverständlich sind. Durch diese Tatsache habe ich die Geschichte wie gebannt verfolgt und wollte unbedingt wissen, ob Pearl es schafft sich zu befreien, oder nicht. Da man nebenbei auch noch Hubertus' Gedanken verfolgt, gibt es natürlich Hindernisse, die Pearl und Noah bewältigen müssen und letztendlich hängt es von den Gefühlen ab, ob es ein Happy End oder das genaue Gegenteil gibt. Ich werde euch das nicht verraten, bin aber absolut begeistert von der Geschichte und kann euch eines verraten: Ich habe mich in die Charaktere, das Setting und die Idee verliebt und bin froh, dass ich meine Zeit mit Noah und Pearl verbracht habe. Von mir gibt es diesmal 5 Federn :)

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

134 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

drachenmond, götter, fenrir, abenteuer, island

Fenrir

Asuka Lionera
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 25.03.2017
ISBN 9783959912259
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein neues Buch von Asuka Lionera durfte ich natürlich nicht verpassen! Und diesmal hatte ich großes Glück, das Ganze schon vor Erscheinen lesen zu dürfen :) Was soll ich sagen? Es ist wieder ein Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

Zu Beginn der Geschichte hatte ich erst ein paar Schwierigkeiten reinzukommen und mich mit der Protagonistin Emma zu identifizieren. Sobald die Story allerdings an Fahrt aufnimmt, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und obwohl ich nicht immer einer Meinung mit Emma war muss ich sagen, dass ich sie dennoch ins Herz geschlossen habe und die nordische Mythologie der Geschichte das gewisse Etwas gegeben hat. Es gibt nun wirklich viele Elemente, die ich an der Geschichte liebe.

Emma ist einfach eine Protagonistin für sich. Ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen und hatte anfangs irgendwie Probleme mit ihr, doch ab einem gewissen Punkt mochte ich ihr eigenwilliges Verhalten und habe sie viel besser verstanden. Letztendlich ist es genau das was sie ausmacht und so weicht sie von den üblichen Protagonistin ab.

Wulf lernt man ebenfalls relativ früh kennen und er war mir ebenfalls nicht direkt sympathisch, trotzdem muss ich sagen, dass ich nun selbst ein kleinen wenig in ihn verliebt bin. Er ist ebenfalls sehr eigenwillig und auch ein wenig stur, was die beiden Charaktere nur noch mehr miteinander verbindet. Er hat eine ganz besondere Aufgabe innerhalb dieses Buches und um die wird es dann auch eine ganze Zeit lang gehen ;)

Die Liebesgeschichte, die in diesem Buch ebenfalls sehr präsent ist, ist diesmal auch ganz anders. Besonders gut gefallen hat mir hier, dass es nicht so schnell ging, dass man sich denkt: wie kann man denn jetzt schon etwas für die andere Person empfinden? - Es war eher so, dass man es nachempfinden konnte und sie, trotz der Fantasyelemente, sehr realistisch wirkt. Gerade wenn man dann all die Umstände bedenkt, die noch hinzu kommen ergibt es auch hier ein großes Ganzes und das hat mir wahnsinnig gut gefallen!

Die Nebencharaktere sind ein ganz besonderes Highlight für mich, denn es gibt nicht nur besonders viele, sondern auch besonders ausdrucksstarke und ausgefallene. Gerade Loki hat mir gefallen und auch seine Frau war sehr interessant und eigen. Hel und Nidhögg, sowie Garm sind mir wahnsinnig schnell sympathisch geworden, obwohl gerade diese Charaktere erstmal alles andere als freundlich wirkten. Mir ist oft aufgefallen, dass ich schnell Sympathie für die unsympathischen Charaktere empfunden habe, was sich letztendlich auch als klug herausgestellt hat!

Außer diesen gibt es natürlich noch viele mehr, wovon gerade die Nornen ein Rätsel sind und für mich persönlich ein Highlight der Geschichte darstellen. Odin und Sleipnir sind einem von Anfang bis Ende unsympathisch und bilden dennoch einen sehr wichtigen Teil der Geschichte. Insgesamt gibt es viele Charaktere, die geradezu Unheil bringend sind und trotzdem da sein müssen.

Die Story ist einfach toll, das kann man nicht anders sagen. Wieder einmal hat die Autorin etwas grandioses geschaffen und obwohl das Buch so dick ist muss ich sagen, dass man die Seitenzahl nicht merkt, wenn man liest, vor allem dann nicht, wenn man sich erstmal in Asgard befindet. Mehr dazu erfahrt ihr allerdings erst in dem Buch, denn kurz vor Ende erwartet euch ein Schockmoment, der vielleicht sogar für etwas Besseres sorgt ;)

Fazit:
Ich möchte euch zu diesem Buch wirklich nicht zu viel verraten, sonst nehme ich euch einiges vorweg, bei dem es sich definitiv lohnt, es selbst herauszufinden. Die Elemente der nordischen Mythologie habe ich völlig unbewusst aufgenommen, denn erst nach dem Lesen ist mir klar geworden, dass einiges aus der Geschichte auch dort zu finden ist. Die Autorin hat diese Elemente so miteinander verbunden, dass sie ein großes Ganzes ergeben und man geradezu in der Geschichte versinkt. Doch es geht hier um so viel mehr, wenn man sich nur die Hauptprotagonisten Emma und Wulf ansieht, die ich lieben gelernt habe, obwohl es mir anfangs nicht ganz leicht fiel, in die Geschichte zu finden. Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, denn die Vielschichtigkeit und Besonderheit der Charaktere ist deutlich zu erkennen und es lohnt sich, sie alle kennenzulernen. Der Weg zur Bestimmung von Emma und Wulf hat mir besonders gut gefallen und gerade das Ende lässt den Leser mit einem Schock und einer Überraschung zurück. Die Liebesgeschichte der Neben- und auch der Hauptcharaktere ist einfach nur magisch und hat mir neben der Story eine wundervolle Lesezeit beschert. Dementsprechend kann ich nur 4,5 Federn vergeben, denn für mich war dieses Buch wieder typisch Asuka Lionera!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(177)

483 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

fantasy, magie, wald, naomi novik, zauberer

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vor dem Lesen hatte ich mich wirklich auf diese Geschichte gefreut. Leider gab es dann eine ganze Menge negative Rezensionen, weshalb es auch in meinem Leseprozess zu Verzögerungen kam. Letztendlich hätte die Geschichte wohl einfach etwas kürzer sein müssen.

Agnieszka ist eine interessante, manchmal naive aber auch sehr willensstarke Protagonistin. Zu Beginn ist sie sehr unsicher in ihrem Auftreten und traut sich nicht, sich gegen die neuen Umstände durchzusetzen. Mit der Zeit entwickelt sie allerdings eine Stärke, die auch ihrem Umfeld auffällt und sie vor gänzlich neue Probleme stellt. So kommt es in dieser Geschichte zu vielen Problemen, gerade in Bezug auf den dunklen Wald.

Der Drache - oder auch Sarkan - wird mit unserer Protagonistin allerdings auch vor eine Aufgabe gestellt, die für ihn neu zu sein scheint. Auch er scheint sich mit der Zeit aus seiner griesgrämigen Art herauszuentwickeln und Sympathie zu empfinden. Ich persönlich kann ihn bis jetzt nicht richtig einschätzen, empfinde die Beziehung der beiden Hauptcharaktere aber als sehr besonders und anders.

Neben diesen beiden gibt es aber auch noch zahlreiche Nebencharaktere, die eine größere Rolle spielen. Besonders im Vordergrund stand für mich Kasia, die beste Freundin von Agnieszka, weil diese immer wieder auftaucht und für die Protagonistin ein enormer Teil des Lebens ist. Doch auch  Marek, der König, die Königin, eine besondere andere Königin und zahlreiche Magier sind wichtig für die Geschichte. Die Namen sind allerdings alle recht komplex und ich persönlich konnte sie mir nur schwer merken. Abgesehen davon möchte ich euch keinesfalls etwas vorwegnehmen.

Das Geheimnis rund um den dunklen Wald war für mich nämlich etwas ganz besonderes und ich finde es spannend, wie die Autorin dieses doch sehr dramatische und mysteriöse Rätsel gelöst hat. Meiner Meinung nach spinnt man das Geheimnis mit etwas Wissen sogar selbst weiter, während man liest und bekommt gar nicht allzu viele Details geliefert. Gerade das macht dieses Buch besonders und ich habe die Protagonistin sehr gerne auf ihrer Reise begleitet.

Fazit:
Ich muss wirklich sagen, dass dieses Buch eine besondere Geschichte bereit hält und gerade das Geheimnis um den dunklen Wald mich von sich überzeugen konnte. Allerdings denke ich auch, dass die Geschichte nicht jeden begeistern muss und auch ich habe das Buch mehrmals unterbrochen, weil es mich nicht dauerhaft fesseln konnte und ich einige Stellen als langatmig empfunden habe. Auch die Beziehung zwischen Sarkan und Agnieszka ist sehr speziell und man weiß nie genau, was die beiden füreinander übrig haben und ob man davon ausgehen kann, dass sich mehr entwickelt als nur eine Zauberer-Gelehrten-Beziehung. Natürlich machen diese Dinge das Buch auch interessant und eben anders, für mich war es aber leider nicht immer positiv. Dennoch muss ich sagen, dass mich die Protagonistin überzeugen konnte und ich es sehr gut fnde, dass sie ihre eigenen Wege einschlägt, sie eben auch mal stur ist, sich nicht immer alles gefallen lässt und ihre Meinung nicht nur für sich behält. Das Ende war zufriedenstellend, auch wenn ich da noch etwas mehr erwartet hätte. Dementsprechend gibt es von mir 3 Federn!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(106)

214 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

maybe someday, liebe, colleen hoover, maybe not, wg

Maybe not

Colleen Hoover , Kattrin Stier
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423717250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich konnte ich wieder in die wundervolle Welt von Ridge und Sydney aus Maybe Someday eintauchen! Diesmal dürfen wir seinen Mitbewohner Warren begleiten, der eine ebenfalls sehr interessante Geschichte parat hat.

Warren ist eine Persönlichkeit für sich und scheint es mit Beziehungen im Normalfall nicht ganz so ernst zu nehmen. Sobald er Bridgette trifft ändert sich für ihn so einiges und seinen Kampf um ihre Liebe verfolgen wir praktisch die ganze Geschichte über.

Bridgette spielt neben Warren natürlich auch eine elementare Rolle und auf ihre Geschichte ist man durch ihr Verhalten ganz besonders gespannt. Für sie gab es immer wieder Rückschläge, weshalb ich ihr Verhalten schon irgendwie verstehen konnte, allerdings fand ich es dann teilweise doch etwas überspitzt und weiß noch nicht genau, wie ich es nun einordnen soll.

Es ist doch etwas ganz anderes Warren und Bridgette zu beobachten, als Sydney und Ridge zu verfolgen, die eine sehr zärtliche und besondere Art von Beziehung aufgebaut haben. Bei unseren neuen Hauptcharakteren wirkte es auf mich nicht ganz so tiefgründig, aber trotzdem nicht weniger berührend. Sie überzeugen durch ihre eigene Art und ihre eigenen Geschichten.

Zu Beginn ist Warren überhaupt nicht einverstanden damit, eine neue Mitbewohnerin zu haben und doch merkt man sofort, dass er eigentlich gar nicht so negativ über sie denkt. Doch trotz der Gedanken, die man als Leser bei Warren verfolgen kann, geht Bridgette auf Abstand und man merkt, dass sie ein Geheimnis mit sich trägt, das es ihr schwer macht, jemandem zu vertrauen.

Ich habe mich während des Lesens immer wieder gefragt, ob diese Beziehung überhaupt funktionieren kann, wenn sich eine der beiden Personen nicht einmal auf eine Beziehung einlassen möchte. Doch was genau passiert und wie die beiden letztendlich zueinander stehen, müsst ihr natürlich selbst lesen ;)

Von unseren alten Hauptcharakteren erfährt man hier leider nichts neues und bekommt lediglich ein paar Gedanken von Warren zu der neuen Beziehung von Ridge mit. Ansonsten erfährt man leider nicht, was danach passiert oder was man eventuell verpasst haben könnte.

Fazit:
An sich konnte mich diese Geschichte wirklich von sich überzeugen, auch wenn sie leider nicht an Maybe Someday heranreicht. Für mich hat dafür etwas mehr Tiefgang gefehlt und die neuen Hauptcharaktere Warren und Bridgette waren mir nicht ganz so sympathisch wie Ridge und Sydney. Doch genau das macht die Geschichte auf eine andere Art spannend und interessant und ich habe sie unglaublich gerne verfolgt! Es hat jederzeit Spaß gemacht weiterzulesen und Warrens Kampf um Bridgettes Herz zu beobachten. Letztendlich habe ich auch diese beiden sehr ins Herz geschlossen und es gab immer wieder unglaublich berührende Stellen, mit denen die Autorin auf unterschiedlichste familiäre und auch psychische Situationen aufmerksam machen konnte. Sollte man zu diesem Buch allerdings nur greifen wollen, um zu erfahren was nach Maybe Someday passiert, oder allgemein mehr von Ridge und Sydney mitzubekommen, rate ich euch von der Geschichte ab. Wer allerdings neugierig auf mehr von Warren und seiner Geschichte ist, der sollte dieses Buch nicht verpassen. Von mir gibt es diesmal 4 Federn und eine klare Leseempfehlung an alle Hoover-Fans!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

#mobbing, #selbstmord

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband
Erschienen bei cbt, 13.03.2017
ISBN 9783570311950
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch wollte ich schon so lange lesen und als es dann als Serie angekündigt wurde wusste ich, dass es nicht länger warten darf.


Als Hauptprotagonisten kann man hier grundsätzlich Hannah und Clay nennen, die die ganze Zeit über zusammenwirken. Hannah, die sich umgebracht hat und denjenigen, die Schuld an ihrem Tod haben Kassetten geschickt hat, nimmt dabei natürlich die Hauptrolle ein, während Clay sich die Kassetten anhört und so seine eigene Geschichte zeigt.


Über Clay lernt man Hannah nach und nach kennen und versetzt sich gleichzeitig in seine Situation, weil man natürlich einerseits aus seiner Sicht liest und somit andererseits auch Hannahs Sicht mitbekommt. Beide Charaktere berühren mit ihrer Geschichte, wobei ich sagen muss, dass Hannah mich wesentlich mehr überzeugen konnte und einfach eine sehr starke Position einnimmt, die einen zum Nachdenken anregt. Gerade gegen Ende kommt Clay dann nochmals zum Einsatz und gibt dem Leser durch seine letzten Handlungen in der Geschichte eine wichtige Message mit auf den Weg.


Nebencharaktere gibt es hier allerdings ebenfalls einige und natürlich spielt der ein oder andere eine sehr wichtige Rolle, weil er für Hannahs Tod mitverantwortlich sein muss. So lernt man nach und nach Charaktere kennen, die einem auf Dauer nur unsympathisch werden können und abgesehen von Tony und den beiden Protagonisten mochte ich eigentlich niemanden sonst. Die Namen möchte ich euch trotzdem nicht nennen, weil es viel mehr Spaß macht der Sache selbst auf die Schliche zu kommen ;)


Natürlich fragt man sich während des Lesens ständig: Was kann passiert sein, dass sie sich umbringen wollte und wieso gab es für sie keinen anderen Ausweg? Aber wenn man ehrlich ist, dann gibt es tatsächlich viele Menschen, die keinen anderen Ausweg mehr sehen und letztendlich wirken oftmals so viele Faktoren zusammen, dass man sie kaum noch aufzählen kann. Hannah zeigt dem Leser dies nur zu deutlich und das Wichtigste ist: Sie gibt auch uns als Leser etwas mit auf den Weg.


Dass der Tod einer Person einiges auslösen kann ist denke ich klar und so ist es auch in dieser Geschichte. Menschen denken über ihre Taten nach und erkennen, was sie hätten anders machen können. Dass sie wirklich etwas hätten tun können, um es nicht so weit kommen zu lassen. Kleinste Veränderungen könnten Anzeichen auf Überlegungen sein, die wir nicht einmal annähernd erfassen und verstehen können. Und so merkt man auch während des Lesens, dass für einen selbst unbedeutende Taten eine ganze Lawine auslösen und das Leben eines anderen Menschen sinnlos machen können.


Fazit:
Das Highlight dieser Geschichte war für mich definitiv die Nachricht, die dem Leser Stückchen für Stückchen mitgeteilt wird und die am Ende ein großes Ganzes ergeben. Überlegungen, die einem so womöglich nur selten oder gar nicht in den Kopf kommen, werden hier in die Köpfe der Leser gesetzt und kommen so schnell nicht mehr heraus, denn die Geschichte, die Hannah zu erzählen hat, hat mehrere Ebenen und könnte uns womöglich in ähnlicher Form begegnen. Gerade dieses Natürliche - das Bedürfnis eines Menschen nach Aufmerksamkeit, aber vor allem nach Freundschaft und Liebe, das letztendlich nicht erfüllt wird und so zu einem Selbstmord führt - zeigt doch nur, dass es auch uns passieren kann und dass wir viel deutlicher auf uns, aber auch auf andere achten sollten. Eine Geschichte beinhaltet immer mehrere Taten und mehrere Personen und Hannah veranschaulicht dies nur zu gut. Sie berührt einen mit ihren Worten und zeigt, dass man nie nur eine Seite betrachten darf. Und dass die Geschichte über Clay - jemanden, der selbst mit in einer Art Abschiedsbrief steckt - vermittelt wird, macht das Ganze nur noch emotionaler und trotzdem muss ich sagen, dass er mich nicht immer überzeugen konnte. Deshalb gibt es von mir 4 Federn.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(214)

446 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 106 Rezensionen

liebe, morgen lieb ich dich für immer, jennifer l. armentrout, rezension, kindesmisshandlung

Morgen lieb ich dich für immer

Jennifer L. Armentrout , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.03.2017
ISBN 9783570311417
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich dieses Buch vom Verlag bekommen habe, hatte ich keine Ahnung was ich von der Geschichte erwarten soll. Gerechnet habe ich mit einer lockerleichten Liebesgeschichte. Letztendlich wurde ich absolut überrascht und das definitiv zum Positiven!
Besonders auffällig ist die Protagonistin Mallory aus deren Sicht man die ganze Zeit über liest und die dem Leser schnell sympathisch wird. Auffällig ist sie insofern, dass sie unheimlich schüchtern ist und sich nicht traut mit Leuten zu sprechen - nicht einmal, wenn sie sie schon lange kennt - und auch dadurch, dass sie sich selbst immer wieder überwinden muss. Sie entwickelt sich bis zum Ende hin durch verschiedenste Faktoren und ich muss sagen, dass mir ihre Wandlung unheimlich nah gegangen ist und ich sie die ganze Zeit über auf irgendeine Art verstehen konnte. 
Für mich ist sie eine unheimlich besondere Protagonistin, weil sie so ganz anders ist als die typischen Charaktere, auf die man sonst trifft und dies auch in ihrem Verhalten anderen, aber auch sich selbst gegenüber zeigt. Gegen Ende ist sie nicht gänzlich neu, aber doch ganz anders in der Art und Weise ihres Denkens und Fühlens.
Neben ihr lernt man natürlich auch Rider kennen, der neben Mallory mit den wichtigsten Platz in der Geschichte einnimmt. Die beiden verbindet eine Vergangenheit, die sich nicht so leicht überwinden lässt und das zeigt sich oftmals in ihrem Verhalten, aber auch in ihrer Nähe zueinander. Ich persönlich habe die beiden als besonders intensive und vielschichtige Charaktere wahrgenommen und finde die Verbindung der beiden zueinander einfach nur grandios!
Obwohl die Grundidee nicht wirklich neu ist muss ich sagen, dass Jennifer L. Armentrout, aber natürlich auch die Übersetzerin Anja Hansen-Schmidt einfach großartige Arbeit in der Art und Weise der Darstellung geleistet haben! Die Charaktere wirken unheimlich echt und nah auf den Leser und so entstehen auch für den Leser echte Gefühle, die man während des Lesens zu spüren bekommt. Gleichzeitig ist die Story toll durchdacht und gerade Mallory überzeugt einen durch ihre Reaktionsweise auf die traumatischen Ereignisse ihrer Kindheit. 
Doch neben Mallory und Rider gibt es noch weitere wichtige Charaktere, die genannt werden sollten und die zur Vielschichtigkeit der Geschichte und natürlich auch zu der besonderen Message an den Leser beitragen. So sind Carl und Rosa definitiv mit im Vordergrund und stehen für Mallory für einen Neubeginn und eine zweite Chance. 
Neben ihnen habe ich auch Jayden und Hector, die immer irgendwie nachdenkliche, aber gleichzeitig sehr fröhliche Stimmung verbreiten konnten, ins Herz geschlossen und auch Ainsley als Mallorys beste Freundin mochte ich sehr gern, denn sie alle haben auf ihre ganz eigene und besondere Art mitgewirkt.
Hinzu kommt Kiera, die für mich eine besonders positive Figur war und immer wieder versucht hat Mallory in die neue Umgebung und sonstige Umstände mit einzubinden. Paige hingegen wurde immer wieder zu einem echten Hindernis für Mallory, konnte mich gegen Ende aber nochmals überzeugen und nimmt ansonsten auch eine ziemlich wichtige Rolle ein, die nicht fehl am Platz wirkt.
Fazit:
Müsste ich dieses Buch in einem Wort beschreiben, dann würde ich wohl sagen, dass es einfach großartig ist! Es ist einfach das Gesamtpaket und besitzt nicht nur den Unterhaltungswert, sondern auch die Message, über die man noch lange nachdenken kann. Gerade über Mallory, die so viel durchgemacht hat und die Folgen dieser Umstände immerzu in sich trägt, erfährt man diese Aussage der Geschichte besonders stark und sie steht nicht nur für die Schwierigkeiten im Leben, sondern auch für die Auswege und die Arten, mit den Problemen umzugehen. Ich finde die Idee der Autorin absolut getroffen umgesetzt und auch die Liebesgeschichte wirkt nicht nur kitschig, sondern gleichzeitig ernst und darüber hinaus viel tiefgehender, als ich es erwartet hätte. Rider und Mallory konnten mich gerade als Team und in ihrer Einzigartigkeit überzeugen und durch die Nebencharaktere und den roten Faden der Geschichte hat die Autorin es definitiv geschafft, mein Herz zu nehmen, es zu zerbrechen, es wieder zusammenzufügen und mich dann unter Tränen betteln zu lassen, es mir zurückzugeben. Ich liebe die Geschichte und muss sagen, dass dieses Buch die 5 Federn und die Extraauszeichnung wirklich verdient.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(514)

992 Bibliotheken, 57 Leser, 5 Gruppen, 152 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich unglaublich gefreut! Da mich bisher alle Bücher, die ich von Sebastian Fitzek gelesen habe überzeugen konnten, dachte ich, dass auch dieses Buch es tun wird.

Protagonisten gibt es diesmal gleich mehrere, weshalb man hier aus mehreren Perspektiven liest und so verschiedenste Sichtweisen mitbekommt. Im Vordergrund steht dabei definitiv Ben, der nicht nur als erster gejagter AchtNächter auffällt, sondern auch eine Vorgeschichte hat, die immer wieder aufgefrufen wird und in der vor allem seine Tochter Jule in den Fokus rückt. Für sie kämpft er ständig weiter und fällt so durch die Liebe zu seiner Familie, seine Schuldgefühle und einen starken Willen auf.

Neben Ben lernt man aber auch eine weitere AchtNacht-Gejagte und Protagonistin, Arezu, kennen. Auch sie hat ihre Vergangenheit, die noch eine große Rolle spielen wird und steht so zusammen mit Ben im Vordergrund der Geschichte. Gerade durch ihr Verhalten und ihre Eigenheiten ist sie für den Leser nicht zu übersehen und von vornherein eine Mittelpunktfigur.

Doch neben Ben und Arezu erfährt man auch Ereignisse aus der Sicht von Nikolai, Arnim, Dash und Jule, obwohl von ihnen nur Nikolai häufiger auftritt. Durch diese verschiedenen Personen gewinnt man als Leser alle möglichen Eindrücke zur AchtNacht, die einen immer wieder auf neue Gedanken bringen und sogar in die Irre führen können. Fitzek versteht es auch in diesem Buch wieder, den Leser zu täuschen und Charaktere sympathisch oder auch vollkommen unsympathisch zu machen.

Auch die Nebencharaktere gewinnen die Aufmerksamkeit des Lesers und gerade Oz ist mir im Kopf geblieben und sorgt immer wieder für neuen Wirbel, obwohl er nie wirklich auftritt. Doch neben ihm bleiben auch alle möglichen AchtNacht-Jäger im Kopf, obwohl von ihnen nie jemand heraussticht und als Einzelperson auftritt. Selbst Baha, der nur eine Nebenrolle hat ist mir im Kopf geblieben und ich persönlich habe ihn als ziemlich positiven und starken Charakter im Kopf behalten. Jennifer - Bens Exfrau - tritt ebenfalls ab und zu auf, wobei sie immer im Hintergrund bleibt.

Die Story an sich war - abgesehen von einigen Längen - wirklich gut und spannend und obwohl man ein ähnliches Format bereits kennt, kann Fitzek den Leser auch diesmal wieder mit besonderen und vor allem vielfältigen Charakteren überzeugen. Gerade der Zusammenhang zwischen den Charakteren war sehr interessant und hat das Ende umso gelungener gemacht. 

Geliebt habe ich vor allem das psychologische Element, das Fitzek eingebaut hat und das mich bereits in anderen seiner Bücher gänzlich überzeugen konnte. Es war perfekt eingebracht und hat die Geschichte einfach noch einmal ein ganzes Stück besser und interessanter gemacht. Doch auch Bens Tochter Jule, die immer wieder erwähnt wird, nimmt einen großen Teil der Geschichte ein und ist für mich eine starke Figur, obwohl sie während der ganzen Geschichte im Koma liegt. Auch dies spricht für den Schreibstil und die starken Charaktere des Autors.

Fazit:
Es fällt mir gar nicht so leicht ein Fazit zu verfassen, weil ich diesmal unglaublich zwiegespalten bin. Die Geschichte hat mir insgesamt wirklich gut gefallen, mich aber sehr an The Purge erinnert. Die Verfolgungsjagd war gerade durch die Prüfungen von Nikolai spannend gemacht, konnte mich allerdings nicht die ganze Zeit über fesseln, weil es leider auch einige Längen gab. Teile der Geschichte waren mir etwas zu verrückt, andere hätten länger ausfallen können. Für mich war die Geschichte deshalb nicht ganz so wie erhofft und einfach kein typischer Fitzek für mich, obwohl er wieder einmal Dr. Roth mit einbringen konnte und es ein psychologisches Element gibt, das ich in seinen Büchern lieben gelernt habe und das für mich nochmal einiges rausgeschlagen hat. Auch die Charaktere an sich waren unfassbar gut ausgearbeitet, hatten Hintergründe, die bis in die Gegenwart und Zukunft reichten und alles in allem war es einfach Fitzek-typisch top ausgearbeitet. Leider hat mir dennoch etwas gefehlt und ich konnte das Buch ohne weiteres weglegen, was sonst nicht der Fall war. Erst gegen Ende konnte mich die Geschichte wirklich fesseln und mich überzeugen. Deshalb gibt es diesmal 3,5 Federn.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(149)

434 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

diabolic, science fiction, liebe, weltall, dystopie

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich habe ich dieses Buch gelesen! So lange wollte ich es haben und war unglaublich gespannt auf die Geschichte, vor allem weil das Buch schon im Englischen enorm gehypet wurde.

Protagonistin ist hier Nemesis - eine Diabolic, die geschaffen wurde um diesen einen Menschen zu schützen. Sie nimmt die Aufgabe sehr ernst und da sie auf Sidonia geprägt wurde, bleibt ihr nichts anderes als die Beziehung zu ihr. Doch schon zu Beginn fällt auf, dass Sidonia und Nemesis mehr als nur Mensch und Beschützerin sind und die Beziehung der beiden aufrichtig und liebevoll ist. Sidonia betrachtet Nemesis als ebenso menschlich wie sich selbst und zeigt ihr, dass auch sie Gefühle haben kann.

Gerade die Beziehung zwischen Nemesis und Sidonia bleibt beinahe dauerhaft ein Thema in der Geschichte. Der Fokus liegt natürlich auf den Gefühlen von Nemesis, die sich nach und nach entwickeln und sie verstehen lassen, dass sie etwas wert ist und ebenso Rechte haben sollte, wie alle anderen. Und genau darum, bzw. um eine Veränderung des Kaisersystems, geht es dann auch.

Sowohl Nemesis als auch Sidonia waren mir wirklich sympathisch und ich habe Nemesis wirklich schätzen gelernt, weil sie einfach mal eine ganz andere Art von Protagonistin ist. Sie entwickelt sich, lernt dazu und kommt letztendlich zu einem wirklichen Gewinn, aber eben auch zu Verlusten, mit denen sie umgehen muss.

Neben diesen beiden gibt es aber auch noch mehr Charaktere, die nennenswert sind. So fällt vor allem Tyrus - der Thronfolger und Wahnsinnige - durch sein Verhalten und seine Art auf und erweckt schnell das Interesse von Nemesis. Gerade er hat unheimlich viele Facetten und gehört für mich neben Nemesis zu den stärksten und besondersten Charakteren. Ich persönlich habe ihn schnell lieben gelernt, auch wenn man sich an seine Eigenarten gewöhnen muss. Für mich hat er die Geschichte allerdings erst wirklich spannend gemacht.

Weitere Nebencharaktere wären auch Neveni, die man direkt zu Beginn kennenlernt und die Nemesis in ihrer Rolle unterstützt und Vertrauen zu ihr bekommt. Auch sie mochte ich sehr gern und sie erhält ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Doch natürlich müssen auch andere Nebencharaktere genannt werden, die eine enorm wichtige Rolle bekommen: Der Kaiser Randevald und seine Mutter Cygna. Für mich waren diese beiden die schlimmsten und bösartigsten Charaktere und zusammen ergeben die Charaktere natürlich ein großes Ganzes und eine Menge Komplikationen.

Die Story hat mir gut gefallen, allerdings gab es für mich viele Längen, die es mir nicht immer leicht gemacht haben, der Geschichte weiter zu folgen. Unterstützt wurde das vor allem auch durch Begriffe, die man nicht immer verstanden hat und das Leben im Weltraum ist eben nicht dauerhaft nachvollziehbar und verständlich. Andererseits gab es aber auch viele Elemente, die mir gefallen haben und gerade das Ziel, das Tyrus und Nemesis antreibt, hat mich praktisch zum Weiterlesen gezwungen. Natürlich wollte ich auch wissen, wie es mit Nemesis ausgeht.

Fazit:
An sich hätte ich mir schon mehr von der Story erhofft und mir mehr Spannungen gewünscht, die den Leser so neugierig und verzweifelt machen, dasser immer weiterlesen möchte. Das hat mir hier leider gefehlt und so konnte ich erst kurz nach der Hälfte des Buches wirklich neugierig gemacht werden. Der Anfang war gut, um in die Welt und die Geschichte eingeführt zu werden, wurde mir allerdings zu lang gezogen und wie gesagt hat mir dann einfach die Spannung gefehlt. Einzelne Begriffe haben mich immer wieder verwirrt und Längen in der Geschichte vom Lesen abgehalten. Trotz allem muss ich sagen, dass ich ab dem gemeinsamen Ziel von Tyrus und Nemesis und natürlich den Gefühlsentwicklungen von Nemesis von der Geschichte gefesselt werden konnte. Ich wollte wissen, wie es mit Nemesis weitergeht und was sie letztendlich erreicht. Auch die Intrigen am Imperialen Kaiserhof haben mir gut gefallen und natürlich wollte ich unbedingt wissen, ob Tyrus sein Ziel erreicht. Das Ende hat dann wirklich nochmals einiges rausgeholt und war für mich ein Highlight des Buches. Insgesamt werde ich diesmal 3 Federn vergeben!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(335)

714 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

colleen hoover, liebe, nächstes jahr am selben tag, dtv, feuer

Nächstes Jahr am selben Tag

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423740258
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf den neuen Hoover habe ich mich so, so, so sehr gefreut! Da mir bisher alle Bücher der Autorin gefallen haben und ich die meisten davon sogar herausragend fand, war mir schon vor dem Lesen klar, dass auch dieses Buch nur gut werden kann.

Beginnen tut man die Geschichte mit Fallon, die von Brandnarben gezeichnet ist und sich schwer tut, sich vor anderen zu zeigen und noch Selbstbewusstsein zu haben. Zu Beginn ist sie dementsprechend völlig unsicher, doch man merkt schnell, dass sie Ziele hat und ohne ihre Angst eine Menge erreichen könnte. Abgesehen davon entwickelt sie sich im Laufe des Buches enorm und ist am Ende viel offener und ehrlicher zu anderen und sich selbst als am Anfang.

Einen Großteil davon hat sie Ben zu verdanken, der kurz nach Beginn des Buches dazukommt und in den man sich - auch als Leser - schnell verliebt! Er zeigt Fallon wie schön sie ist und dass die Leute sie nicht ansehen können, wenn sie dafür sorgt, dass sie sich selbst nicht ansehen kann. Er zeigt ihr seine gute Seite und bald darauf auch die, die er niemandem zeigen will. Und auch er entwickelt sich durch Fallon enorm. Kurz nach dem ersten - unglaublich tollen! - Treffen der beiden steht fest, dass sie sich keine Nummern geben, sondern jedes Jahr am 9. November wiedersehen wollen.

Was die beiden dazu bringt sich nur an diesem Tag zu treffen und so daran festzuhalten, müsst ihr selbst lesen. Natürlich bringt so eine Entscheidung Folgen mit sich und die beiden können nicht alles miteinander teilen was sie erleben. Doch man liest immer nur an diesen Tagen aus der Sicht von Fallon und Ben und es ist so schön, dass sie versuchen dem Ganzen eine Chance zu geben und einander zu lieben.

Die Story konnte mich, wie ihr jetzt wahrscheinlich schon gemerkt habt, voll und ganz von sich überzeugen! Ich fand Fallons Begründung für diesen Tag nachvollziehbar, auch wenn sich mit der Zeit etwas verändert hat und ich nicht mehr alles nachvollziehen konnte. Umso dramatischer und schöner wurde die Geschichte rund um die beiden und ich muss zugeben, dass ich wahnsinnig berührt von dieser Liebe war. Es ist eine unglaubliche Geschichte und eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Die Nebencharaktere tragen natürlich auch für einen Großteil dieser Gefühle bei, denn sie sind wieder einmal großartig dargestellt und bekommen alle eine ganz eigene Art und einen ganz eigenen Charakter. Gerade Jordyn mochte ich zu Beginn sehr, auch wenn sich das immer mal wieder geändert hat. Kyle hat vor Fallon einen schlechten Start, wobei das bald darauf aufgeklärt wird und man lernt ihn zu mögen. Im Prinzip mag man die gesamte Familie von Ben, obwohl natürlich alle ihre - völlig menschlichen - Fehler haben.

Bei Fallon sieht es nicht ganz so gut aus, denn ihr Vater wird einem von Anfang an sehr negativ vor Augen geführt und ich hatte das ganze Buch über ein schlechtes Bild von ihm. Gegen Ende ändert sich das noch einmal etwas, doch das macht es nicht viel besser und so bleibt er eine Figur, die nicht unbedingt gut, aber dennoch in Erinnerung bleibt. Ihre Mutter hingegen ist eindeutig der positive Pol und gibt ihr die Stärke, die sie braucht.

Gerade gegen Ende nimmt sie eine wichtige Rolle ein, weil sie Fallon zeigt, was sie tun muss. Amber gehört zwar nicht zu Fallons Familie, doch auch sie bleibt im Kopf, weil sie sich für ihre Freundin einsetzt und sich immer positiv zeigt.

Fazit:
Insgesamt kann ich eigentlich nur von dieser Geschichte schwärmen. Ich liebe die Charaktere und ihr menschliches Verhalten. Ich liebe die Art, wie Fallon und Ben einander die Stärke geben, die ihnen kein anderer geben kann und ich liebe die Geschichte der beiden und wie sie zusammenkommen. Gerade die Idee des 9. Novembers ist einfach spannend, denn natürlich ist es schwierig mehrmals ein Jahr lang keinerlei Kontakt zueinander zu haben, obwohl doch offensichtlich ist, dass sie längst ineinander verliebt sind. Fallon überzeugt vor allem durch ihr eher selbstkritisches und ängstliches Verhalten, das sich mit der Zeit enorm wandelt und sie wieder zu der starken und selbstsicheren Persönlichkeit macht, die sie vor ihrem Unfall war. Ben trägt einen großen Teil zu ihrer Wandlung bei und auch wenn sein Geheimnis droht alles zu zerstören, entwickelt auch er sich enorm und letztendlich führt die Liebe die beiden zusammen und macht sie zu besseren Menschen. Es ist eine wahnsinnig berührende, ehrliche und besondere Geschichte, die ich nie vergessen werde. Deshalb gibt es für einen neuen großartigen Hoover 5 Federn und eine Extraauszeichnung!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(166)

303 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 100 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, verlust, nie verschickte briefe

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch ist mir durch Zufall aufgefallen und hat mich mit der Leseprobe in seinen Bann ziehen können. Die Briefe haben mich sofort berührt und mir gezeigt, dass es hier tiefgründig werden würde.

Natürlich gibt es hier keinen Protagonisten oder Erzähler, sondern viele Personen, die sich dazu entschlossen haben unveröffentlichte Briefe abzuschicken und zu veröffentlichen. Das Ganze bleibt dabei allerdings so anonym, dass immer nur der erste Buchstabe eines Namens genannt wird oder überhaupt kein Hinweis gegeben wird.

Oftmals sind die Briefe an Eltern, Freunde, Exfreunde, das Universum, an sich selbst oder die große Liebe gerichtet. Dementsprechend werden unheimlich viele Situationen und Gefühle thematisiert, was dem Leser des Buches womöglich sogar in eigenen Situationen weiterhelfen kann.

Ich persönlich hatte nie schwerwiegende Probleme Zuhause oder mit Freunden, konnte aber unheimlich viele Situationen nachvollziehen und gerade die Briefe, die "an mein Ich aus der Vergangenheit" o.ä. gerichtet waren, haben mich zum schmunzeln und auch zum Nachdenken gebracht. Ich habe das Gefühl mich dadurch selbst hinterfragt zu haben und so hat mich diese Sammlung an Briefen doch ein Stückchen weitergebracht.

Doch auch Situationen, mit denen ich nie zu tun hatte haben mich beschäftigt und mir durch die Briefe deutlich vor Augen geführt, was es eigentlich gibt und wie ich damit umgehen könnte. Einige haben praktisch einen Hilfeschrei ausgerufen oder sich einfach dem Leser anvertraut. Selbst ich habe beim Lesen gemerkt, dass auch das Schreiben eines Briefs eine Art Therapie für einen selbst sein kann.

Die Briefe bieten unheimlich viel und haben verschiedene Facetten. Teilweise war ich wirklich geschockt, was tatsächlich ausgedrückt worden ist, sei es nun Herzschmerz, das Ende einer Freundschaft, Betrug, Selbstzweifel, Gewalt, Trauer oder sogar Tod. Ich bin sicher, dass es anderen helfen kann zu sehen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind und es immer jemanden geben wird, der sie versteht. Gleichzeitig hilft es aber auch mir als Leser andere zu verstehen und das ein oder andere zu hinterfragen und vor allem wertzuschätzen.

Fazit:
Ich kann kaum erklären, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Es ist keines dieser Bücher, die man einfach so durchliest und dann damit abschließt, sondern eines, das echte Briefe enthält, mit denen man sich beschäftigen kann und die man respektiert. Man erkennt sich ständig in einzelnen Situationen wieder und lernt auf gewisse Art und Weise, dass man die Dinge die man hat wertschätzen sollte. Gerade die Briefe, die sehr ernste Themen behandeln und sich mit dem Verlust einer geliebten Person beschäftigen, haben mich unheimlich berührt und mich zum Nachdenken gebracht. Doch auch die anderen Briefe konnten immer wieder zu etwas anregen und vielleicht denkt man nach dem Lesen des öfteren an den ein oder anderen Brief und die Message, die dahinter steckt. Ich selbst habe jedenfalls einiges davon mitgenommen und konnte das Buch auch nicht einfach durchlesen, sondern brauchte meine Zeit, um alles zu verarbeiten. Ich denke auch, dass es dem ein oder anderen weiterhelfen kann, sich selbst anzuvertrauen, oder einfach zu erkennen, dass man nicht allein ist. Eine Bewertung abzugeben erscheint mir nicht ganz fair, allerdings gebe ich dem Buch trotz allem 5 Federn.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

88 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

sara shepard, thrille, the amateurs, theamateurs, lying game

THE AMATEURS - Wer zuletzt stirbt

Sara Shepard , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.02.2017
ISBN 9783570311301
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich konnte ich wieder ein neues Buch der Autorin lesen. Auch diesmal war es wieder sehr spannend und ich wurde ständig in andere Richtungen gelenkt, die letztendlich doch falsch waren. Die Autorin versteht, wie man den Leser in die Irre führt und ihn am Ende völlig sprachlos zurücklässt.

Insgesamt gibt es diesmal vier Hauptprotagonisten - Seneca, Aerin, Maddox und Brett - die man an sich schnell lieb gewinnt und deren Geheimnisse und Eigenarten man nach und nach aufdeckt. Gerade Seneca habe ich lieb gewonnen und auch wenn sie schnell aus der Bahn gerät und alles abbrechen will, war sie mir mit am sympathischsten. 

Neben ihr lernt man auch Aerin kennen, die Schwester der verstorbenen Helena. Mir persönlich war sie nicht direkt sympathisch und ich brauche einige Zeit, bis ich mich mit ihr identifizieren konnte, doch dann kam alles Schlag auf Schlag und man hat automatisch das Gefühl mit Aerin mitfiebern zu müssen und sie endlich zu verstehen. 

Ähnlich ging es mir bei Maddox, dem ich anfangs aus denselben Gründen wie Seneca nicht trauen wollte und dann nach und nach viel lieber gewonnen habe. Auch er hat seine Probleme, die ihr natürlich selbst entdecken müsst und die es wieder ein Stück spannender gemacht haben ;) Mit ihm zusammen lernt man auch seine Schwester Madison kennen, die ich allein durch ihre verrückte und laute Art mochte.

Brett war letztendlich der Einzige, mit dem ich nicht ganz warm werden konnte und über den man nicht allzu viel erfahren hat. Ich bin nach diesem Ende aber sicher, dass es weitergehen wird und wir unsere Protagonistin noch besser kennenlernen dürfen!

Natürlich gab es aber auch einige Nebencharaktere, wie die Eltern der Protagonisten, Kevin, Marissa, Skip Ingram, Loren, Thomas oder auch Catherine, die es den anderen mal mehr mal weniger leicht gemacht haben. Immer wieder stößt man auf Hindernisse, die vor allem durch die Nebencharaktere verursacht werden und man fragt sich dauernd: Wer ist der Täter?

Die Story ist natürlich wieder großartig gestaltet. Wie sollte man es von der Autorin auch anders erwarten? Ich liebe diese Geschichten und allein das Miträtseln und Nachdenken macht unheimlichen Spaß. Tatsächlich wurde ich wieder einmal komplett in die Irre geführt und kann euch sagen: Man erfährt bereits in diesem Band wer der Täter ist. Allerdings wird es noch sehr spannend.

Fazit: Auch diesmal konnte mich die Autorin wieder mit ihrer spannenden Geschichte zum Miträtseln überzeugen und völlig perplex zurücklassen. Obwohl man schon in diesem ersten Band erfährt, wer der Täter ist muss ich sagen, dass mich das nur noch neugieriger auf den nächsten Band macht und ich einfach nur verstehen will, wie die Fälle zusammenhängen. Die Suche nach der Wahrheit war natürlich sehr knifflig und hat die Protagonisten oftmals auf die fallsche Fährte gelockt. Ich wusste bis zum Ende nicht wer es war und so hat die Autorin mich wieder einmal von ihrem Schreibtalent überzeugen können. Die Charaktere sind vielschichtig, interessant und besonders und natürlich gibt es auch hier eine Menge Drama und vor allem eines: Geheimnisse. Nur weil jemand verdächtig wirkt, heißt das nicht, dass er es auch ist ;) Und genau das macht dieses Buch so spannend! Einzig und allein die Tatsache, dass ich Zeit gebraucht habe, um eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen, lässt mich ein Pünktchen abziehen. Dementsprechend gibt es 4,5 Federn von mir!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(326)

646 Bibliotheken, 19 Leser, 3 Gruppen, 206 Rezensionen

götter, götterfunke, marah woolf, griechische mythologie, liebe

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich wieder ein Buch mit Göttern! Da habe ich mich vor dem Lesen wirklich drauf gefreut und dass besagter Gott dann auch noch eine Wette gewinnen muss, um menschlich werden zu dürfen, hat es nur noch spannender gemacht! Natürlich musste ich es sofort lesen.
Die Hauptprotagonistin Jess war mir schnell sympathisch und ich konnte ihre Wünsche und Gedanken gut nachvollziehen. Sie ist klug und denkt an das, was sie wirklich möchte, versucht ihre Ziele umzusetzen und besucht das Sommercamp, um endlich einmal ihre eigenen Wünsche zu berücksichtigen. Mit der Zeit verändert sie sich allerdings, hin zum Leichtsinnigen, was mir nicht immer gut gefallen hat. Mir war klar, wieso es so eingeführt wurde, andererseits war es für meinen Geschmack etwas zu viel, weil sie mir automatisch nicht mehr so sympathisch war.
Der Grund für ihr wechselhaftes Verhalten ist natürlich Cayden, der Göttersohn, der eine Wette gewinnen muss, um endlich Sterblichkeit zu erlangen. Die Bedingungen dieser Wette sind allerdings nicht immer fair und dass dabei Herzen gebrochen werden und vieles zu Bruch gehen wird, ist schnell klar. Mir war er leider nur in Teilen sympathisch, weil man sich als Leser natürlich auf die Gefühlswelt von Jess fokussiert und so alles mitfühlt, was sie ihm gegenüber empfindet. Er hat gute und schlechte Seiten, wobei man von ihm immer eher die schlechten sehen wird.
Doch neben diesen beiden Charakteren gibt es auch weitere Nebencharaktere, wie Leah, die ich unwahrscheinlich lieb gewonnen habe und die ein sehr herzlicher, sympathischer und verlässlicher Charakter war. Neben ihr lernt man auch Robyn kennen, die ich erst in Ordnung, dann aber immer schlimmer und unsympathischer fand. Teilweise habe ich mir wirklich gewünscht, man würde ihr einen Schuh an den Kopf werden. Aber das zeigt nur, dass die Autorin ihr Ziel erreicht hat und den Leser die volle Gefühlsachterbahn durchleben lässt.
Unterstützt wird diese Gefühlsachterbahn auch durch Josh und Cameron, wobei ich Josh wirklich lieb gewonnen habe, auch wenn man selbst bei ihm immer hin und her geworfen wird. Allgemein fand ich die freundschaftlichen Beziehungen von Jess oft sehr schön beschrieben, sodass man sich gut hineinfinden konnte und gerade die Freundschaft zu Josh und Leah lässt den Leser positive Gefühle haben.
Doch es gibt mehr Nebencharaktere, bzw. weitere Götter, wie Apoll - der für mich persönlich einer der absolut tollsten Charaktere war! -, Athene - die auch die beste Freundinnen-Rolle einnehmen könnte - , Zeus und Hera - die ich beide gemocht habe, wobei vor allem Hera eine sehr mütterliche Rolle eingenommen hat, die ein Gefühl von nach Hause kommen vermitteln konnte - und Adrios, der die negative Seite darstellt.
Die Story an sich legt den Fokus natürlich auf die Liebesgeschichte und somit auf Cayden und Jess. Das ist kein Geheimnis und während des Lesens kommen so natürlich auch alle möglichen Gedanken und Gefühle auf. Ich kam - wie gesagt - nicht immer gut mit dem Verhalten von den beiden klar, einfach weil Cayden nur seine Wette sieht und Jess nur Cayden im Kopf hat. Beide sind hin und her gerissen und diese Zerrissenheit erfasst auch den Leser. 

Fazit: Die Geschichte kann durch ausdrucksstarke, vielschichtige und eigensinnige Charaktere, sowie eine interessante Story überzeugen. Obwohl ich nicht immer mit den Verhaltensweisen von Jess und Cayden, sowie dem ein oder anderen Nebencharakter umgehen konnte, hat die Autorin ihr Ziel definitiv erreicht, indem sie den Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle schickt und verwirrt, berührt, wütend und glücklich macht. Man kann Jess' Gefühle immer nachvollziehen und auch wenn sie schnell ein leichtsinniges Verhalten an den Tag legt, kann man sie verstehen und entwickelt selbst eine innere Zerrissenheit, die vor allem durch das Hin und Her der Gedanken, Gefühle und Handlungen entsteht. Die Story überzeugt vor allem durch die Götter, ihre Handlungen und Geschichten, die man kennenlernt und ins Herz schließt und die einem am Ende des Buches sehr vertraut sind. Alles in allem kann ich dem Buch 4 Federn geben und sagen, dass ich mich unglaublich auf den zweiten Band freue und mir für diesen einfach etwas weniger Chaos wünschen würde.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(366)

868 Bibliotheken, 30 Leser, 3 Gruppen, 162 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich wirklich gefreut, weil mich allein die Tatsache, dass es an Die Schöne und das Biest angelehnt sein soll, wahnsinnig neugierig gemacht hat. Jetzt weiß ich, dass es tatsächlich Züge dieser Geschichte hat, gleichzeitig aber auch ganz anders ist.

Besonders beeindruckt hat mich die starke und unabhängige Hauptprotagonistin Feyre, die ich mit der Zeit kennen und lieben gelernt habe. Sie ist definitiv anders als die Protagonistinnen, die ich normalerweise kennenlerne und sagt den Menschen und Fae in ihrem Leben gerne mal die Meinung.

Neben ihr lernt man bald auch Tamlin kennen, der ebenfalls eine sehr große Rolle innerhalb des Buches einnimmt und den ich persönlich absolut großartig fand! Er wird unheimlich detailliert von der Autorin dargestellt und gerade seine geheimnisvolle und magische Art macht ihn für den Leser und natürlich auch für Feyre besonders.

Das Reich der Fae ist an sich sehr besonders und auch so ganz anders, als ich es erwartet hätte. Wo die Menschenwelt verschiedene Jahreszeiten durchlebt und die Menschen versuchen müssen, sich irgendwie über Wasser zu halten, ist in dem Reich der Fae immerzu Frühling und sie scheinen an wenigen Dingen leiden zu müssen. Doch wie sagt man so schön? - Man muss immer hinter die Fassade blicken.

Feyre findet natürlich bald darauf heraus, dass etwas ganz und gar nicht stimmt und es kommen Gefühle ins Spiel, die mich immer wieder aufs Neue berühren konnten und die Geschichte für mich zu etwas ganz besonderem gemacht haben. Ich habe mich in die Art der Erzählung, die Details der magischen Elemente und die Geschichte selbst verliebt und bin überrascht, wie viele neue Fantasyelemente ich entdecken konnte.

Mit diesen Fantasyelementen meine ich nicht nur die Eigenschaften bestimmter Charaktere und ihre Art sich anderen gegenüber zu präsentieren, sondern auch die Vielfalt an Höfen, Personen, Wesen und Orten. Gerade die Wesen, die man antrifft wirken so besonders und neu, dass ich das Gefühl hatte eine völlig neu erschaffene Fantasywelt kennenzulernen. Es wurde alles so detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl hatte es wirklich zu sehen und wahrzunehmen und so konnte ich mich immer wieder in diese Welt fallen lassen.

Natürlich gibt es auch eine ganze Menge Nebencharaktere, die magische und charakteristische Aspekte mit einbringen konnten. So mochte ich Lucien unheimlich gern, auch wenn ich Startschwierigkeiten mit ihm hatte. Auch Alis habe ich sehr ins Herz geschlossen und selbst Rhysand, der mir so lange unsympathisch war, konnte mich am Ende noch einmal richtig neugierig auf sich machen.

Doch neben den guten und liebevollen Charakteren gab es auch die besonders grausamen, wie einen König, den wir noch nicht näher kennenlernen durften, der aber sicher noch einmal eine Rolle spielen wird. Hinzu kommt Amarantha, die für mich endlich mal wieder eine Figur war, die ich abgrundtief hasse und die durch ihre Taten unfassbare Spannung mit in die Geschichte bringt. Und auch der Attor, sowie die Gefolgschaft von Amarantha sollten nicht ungenannt werden.


Fazit: Spätestens jetzt sollte deutlich werden, dass ich diese Geschichte von vorne bis hinten, von oben bis unten und von Seite zu Seite mehr geliebt habe. Der Start konnte mich erst einmal nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte, doch dann wurde es immer spannender und das Reich der Fae hat mich dann völlig mitgerissen. Dieses Buch ist besonders und detailreich in einer Art und Weise, wie ich es länger nicht erlebt habe. Ich hatte das Gefühl die beschriebenen Orte, die neuen Wesen, die Höfe der High Fae und die Fae selbst zu sehen und wahrzunehmen. Die Gefühle, die transportiert werden sollten kamen absolut bei mir an und gerade die sich entwickelnde Liebe und Aufrichtigkeit der Hauptcharaktere konnte mich völlig überzeugen. Es war emotional, romantisch, grausam und spannend. Im Grunde genommen konnte dieses Buch bei mir alle möglichen Gefühlsregungen wecken und hat mit großartigen, tiefgründigen Charakteren punkten können, weil sie alle ihre Geschichte haben und so definitiv im Gedächtnis bleiben! Es kann einfach nur 5 Federn und die Extraauszeichnung von mir geben.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

175 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

vampire, fantasy, gabe, krimi, liebe

Die Seelenspringerin

Sandra Florean
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.09.2016
ISBN 9783959911238
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich in das Buch reingelesen und dann auch noch das Glück auf ein Exemplar hatte, konnte ich es kaum erwarten mit dem Lesen anzufangen. Direkt zu Beginn fällt einem die düstere Stimmung auf, die das komplette Buch durchzieht und mit einer einzigartigen Protagonistin überzeugt.
Tess hat mir an sich wirklich gut gefallen. Sie ist sympathisch, allerdings auch sehr eigen und legt besondere Eigenarten an den Tag. So hat sie zwei Wohnungen, damit sie sich von ungebetenen Besuchern und somit vor allem von übernatürlichen Wesen fernhalten kann, die erst seit einiger Zeit die Welt besiedeln. Neben dieser Tatsache fühlt sie sich allerdings oft zu Vampiren hingezogen und besitzt selbst ebenfalls eine einzigartige Gabe, die sie lieber nicht hätte. Alles in allem ist sie wirklich eine Protagonistin der anderen Art, denn sie lässt sich außerdem ungern etwas gefallen.
Natürlich kommt es durch ihre Gabe oft zu Komplikationen, die sie lieber verhindern würde. Da Tess ihre Gabe aber nicht kontrollieren kann, so ungewollt für kurze Zeit in ein übernatürliches Wesen springt und dabei viele Gewalttaten sehen muss, entschließt sie sich eines Tages etwas dagegen zu unternehmen und entwickelt sich dabei enorm weiter.
Inwiefern diese Entwicklung stattfindet müsst ihr natürlich selbst lesen. Ich persönlich konnte mich keinesfalls immer mit ihr identifizieren und habe ihre Beweggründe auch nicht immer verstanden. Aber genau das hat es so spannend gemacht, denn tatsächlich bin ich Wesen begegnet, die ich so noch nie in anderen Büchern gesehen habe und auch dass sie sich beinahe alle negativ verhalten haben war mal etwas anderes. Genau das hat mich bei diesem Buch so unglaublich angezogen.
Wer allerdings nicht auf Gewalt in Büchern und einige, auch oft andersartige, Sexszenen steht, der sollte die Finger vermutlich lieber von diesem Buch lassen, denn es gefällt einem hier vieles nicht und ich war auch, wie gesagt, nicht immer einverstanden mit den Entscheidungen von Tess. Man gerät gemeinsam mit ihr in viele unangenehme Situationen und kann sie sich oft sehr bildlich vorstellen.
Durch diese sehr bildliche Art des Schreibens schafft die Autorin natürlich auch interessante und gruselige Nebencharaktere. So lernt man schnell den Vampir Ryan kennen, den ich erst überhaupt nicht mochte, dann mögen und schließlich wieder nicht-mögen gelernt habe. Bei der Werlöwin Gail ging es mir ähnlich, wobei ich sie im Verlauf des Buches immer lieber mochte und den Werhasen Geoffrey habe ich eigentlich sofort gemocht. 
Octavian ist ebenfalls ein sehr starker Charakter und auch ein sehr mächtiger Vampir, auf den ich für Band 2 sehr gespannt bin! Ähnlich geht es mir mit dem Magier Marcus, der gegen Ende noch einmal eine größere Rolle einnimmt. Beide bleiben als sehr mächtig in Erinnerungen und wo sie einen doch eher negativen Effekt hinterlassen, schafft Polizist Jim es, sich in unser Herz zu schleichen ;)

Fazit:
Alles in allem hat die Autorin wirklich ein Talent dafür eine gruselige, düstere und ganz andere Welt zu schaffen. Die Wesen, die sie erschafft werden nie zu viel, obwohl es einige verschiedene Arten gibt und die vielen Fälle und grausamen Bilder, die man gemeinsam mit Tess ertragen muss, haben das Buch für mich nur noch spannender gemacht. Zur Orientierung bringt die Autorin einen ganz besonders großen Fall mit ein, der den roten Faden bildet und mir ebenfalls gut gefallen hat. Ich bin dementsprechend super gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird, denn ich bin sicher, dass da noch weitere spannende und grausame Fälle warten, die durch die Fantasieaspekte noch mehr hervorstechen. Auch die Beziehungen, die Tess aufbaut bilden eine Art roten Faden und neben Enttäuschungen und Unverständnis, sowie Angst, gibt es auch Liebe, Freundschaft und ein Gefühl von Zufriedenheit. Einige Charaktere haben mich wirklich beeindruckt und ich bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht. Bei anderen weiß ich selbst, wieso Tess sich in Zukunft von ihnen fernhalten will. Wirklich einzigartig und anders, aber eben auch hart, wenn es um einige Szenen geht. Deshalb gibt es von mir 4,5 Federn!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(75)

180 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

rainer wekwerth, usa, jugendbuch, bootcamp, grenzenlos gefangen

Camp 21

Rainer Wekwerth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.01.2017
ISBN 9783401601779
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Buch auf Lovelybooks gewonnen habe, hat mich das unheimlich gefreut! Gerade der Klappentext hat mich angesprochen und klang vielversprechend und nach dem Lesen kann ich sagen, dass er das Buch gut beschreibt.

In der Geschichte lernt man eine Vielzahl an Charakteren kennen, die einem mal mehr mal weniger sympathisch sind. Besonders im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Mike, Kayla und Ricky, die im weiteren Verlauf eine sehr große Rolle einnehmen und die Protagonisten darstellen.

Kayla war mir an sich sehr sympathisch und ich konnte ihre Eltern leider bis zum Ende nicht verstehen. Ihre Beweggründe waren für mich nie nachvollziehbar und ich wäre in dem Fall eher stolz als enttäuscht gewesen. Im Laufe der Geschichte verändert sich Kayla enorm und wird stärker, liebevoller und eigensinniger. Anfangs mochte ich ihre Entwicklung nicht, die aber letztendlich seine Gründe hatte und gegen Ende hat sie dann einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

Mike spielt neben Kayla die wichtigste Rolle, da er sowohl mit Ricky als auch mit ihr bald in engem Kontakt steht und so mit beiden Protagonisten verbunden ist. Er wirkte grundsätzlich stark und vernünftig und hat sich dann ebenfalls enorm verändert. Im Camp wird er schwächer, nachdenklicher und ebenfalls liebevoll. Gegen Ende legt auch er noch einmal eine weitere Veränderung hin, wobei ich sagen muss, dass er sich wirklich gemacht hat.

Bei Ricky war noch einmal anders, da man ihn nur zu Beginn und gegen Ende kennenlernen kann. Mitten in der Geschichte taucht er nur noch selten auf, wobei ich dazu nicht noch mehr verraten möchte. Anfangs wirkt er sehr aggressiv und eigensinnig, dementsprechend auch ziemlich stur. Gegen Ende ist er eine völlig andere Person, wobei er einige Eigenarten beibehält.

Doch neben den Entwicklungen der Protagonisten haben mir auch die Nebencharaktere sehr gut gefallen und dem Buch noch viel mehr Schwung gegeben. So mochte ich Dr. Goodman sehr gern und er war damit auch so gut wie der einzige Nebencharakter, der mir sympathisch war. Ansonsten gab es noch Bowden, Dulken, einige andere Campsoldaten, sowie Maddy und Steve, die es unseren Hauptcharakteren dauerhaft schwer gemacht haben. Doch wie genau und wie lange? - Das müsst ihr selbst lesen ;)

Die Story hat mir an sich wirklich gut gefallen. Die Jugendlichen hatten alle ihre Geschichte und es war interessant zu sehen, welcher Charakter sich wie verhält und nach und nach aufzudecken, inwiefern es im Camp 21 zugeht und was man lieber lassen sollte. Gemeinsam mit den Charakteren deckt man nach und nach die Geheimnisse auf und weiß dann: Hier müssen wir weg!


Fazit:
Es gab Spannung, Lücken, die es aufzudecken galt und natürlich auch Beziehungskrisen. Leider hat es mir dabei oft an Tiefe gefehlt und ich hätte mir besonders bei einer bestimmten Beziehung wirklich eine längere Kennenlernphase gewünscht, da mir das dann doch zu schnell ging. Auch eine Frage bezüglich Ricky ist für mich offengeblieben und so fehlt mir hier das ein oder andere Detail. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Grundidee sehr gut finde und die Armbänder unheimlich gut beschrieben wurden. Auch die schmerzhaften Ereignisse und die grausame Wahrheit über das Camp hat mir gut gefallen, da der Autor sich dabei etwas gedacht und es eben auch durchdacht hat. Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich und haben sich so gut ergänzt, doch dort hat es mir nach wie vor etwas an Tiefe gefehlt. Teilweise konnte dies durch die spannenderen Elemente und kleine Verfolgungsjagden wett gemacht werden und so hatte man wirklich auch Spaß beim Aufdecken dieses Rätsels und beim Begleiten der Charaktere. Alles in allem kann ich gute 3,5 Federn vergeben :)

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(596)

1.422 Bibliotheken, 44 Leser, 2 Gruppen, 259 Rezensionen

dystopie, flawed, cecelia ahern, jugendbuch, fehlerhaft

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch hat wahnsinnig viel versprochen und als ich mit dem Lesen begonnen habe wusste ich, dass es gut werden würde. Obwohl ich schon vor dem Lesen viel Gutes gehört habe hat das meine Meinung nicht schlechter werden lassen.

Celestine wird einem als Hauptprotagonistin schnell sympathisch und ich konnte mich in vielen Momenten mit ihr identifizieren und sie verstehen. Sie selbst empfindet sich - gerade zu Beginn - als perfekt und ist deshalb auch geschockt, dass sie sich bald darauf fehlerhaft verhält und ihr gesamtes System und somit ihre Vorstellung von Richtig und Falsch ins wanken bringt.

Über sie als Protagonistin fällt es einem leicht in das System hineinzufinden und schnell zu erkennen, dass das System alles andere als perfekt und die Menschen ebenso unperfekt sind. Ein Satz, der mir dazu besonders im Kopf geblieben ist wäre, dass man nur perfekt sein kann, wenn man unperfekt ist und durch die eigenen Fehler dazulernt. So zeigt einem dieses Buch schnell, dass Fehler wichtig sind und diese Vorstellung einer Welt absolut falsch. Umso leichter fällt es dem Leser auch sich einzufinden und es ebenso ungerecht zu finden wie Celestine.

Da sie zu Beginn noch sehr überzeugt von den Regeln ist und die Fehlerhaften nicht bemerkt, bzw. sie aufgrund ihrer - durchaus menschlichen und oft richtigen - 'Taten' ausblendet, bis jemand aus ihrem unmittelbaren Umfeld betroffen ist, bei dem sie keine richtige Schuld erkennen kann, entwickelt sie nach und nach ein neues Bild. Dieses Bild ist für uns eigentlich normal und beinhaltet vor allem Mitgefühl und soziales Verhalten. Sobald Celestine dieses aber zeigt, gilt auch sie als Fehlerhaft und ab da wird es so richtig spannend.

Ich weiß nicht, wie ich es euch erklären soll, denn die Vorstellung eines solchen Systems von 'Gerechtigkeit' ist einfach grausam und unmenschlich und man merkt schnell, dass die Menschen, die sich für perfekt halten alles andere als das sind. Doch wenn man wirklich überzeugt davon ist kann es wirklich so aussehen und ich finde, dass die Autorin das hier großartig rüberbringen konnte und mich damit auch gänzlich gepackt hat. Abgesehen davon vermittelt die Geschichte eine Botschaft, die ich absolut unterschreiben kann, denn Fehler sind wichtig und machen uns stärker.

Auch die Charaktere überzeugen mich voll und ganz und gerade die, die negativen Einfluss ausüben und während des Buches immer schlimmer werden, sollten genannt werden. So habe ich Mary May und Bosco Crevan gehasst, vor allem da die beiden ganz oben stehen, wenn es um diese Art Regierung und die Bestrafungen geht. Doch auch Logan ist nicht unschuldig und hat einen starken negativen Eindruck zurückgelassen.

Allein wenn ich an die Brandmarkung zurückdenke und daran, wie genial die Autorin es beschreiben konnte, muss ich schmunzeln. Es war grausam, ernst und spannend und man konnte den Blick nicht abwenden, selbst wenn man es gewollt hätte.

Neben diesen Charakteren gab es aber auch viele, die mir gut gefallen haben und die ich teilweise sogar großartig fand! So ist mein Lieblingscharakter definitiv Carrick, der mich auch ohne Worte überzeugen konnte und einfach einen Eindruck zurücklässt, den man nicht so schnell vergisst. Auch Celestines Familie, insbesondere ihre Eltern und Juniper finde ich toll dargestellt und auch sie bekommen eine große Rolle. Tina, Pia, Art, Alpha, Colleen und einige andere stehen mal gut mal schlecht dar und doch wirken auch sie sehr menschlich.


Fazit:
Die Story konnte mich einfach überzeugen und allein die Idee, sowie die Mitteilung ist große klasse! Ich bin begeistert und möchte ganz schnell weiterlesen, denn natürlich endet das Buch mit einem kleinen Cliffhanger ;) Celestine ist für mich eine Protagonistin, die sich wirklich entwickelt und obwohl sie zu Beginn noch ganz nach dem System denkt, verändert sich ihre Sicht auf die Dinge und sie entwickelt sich weiter, was erneut zeigt, dass Fehler wichtig sind und einen stärken und bilden. Man stellt das System als Leser gemeinsam mit ihr infrage und stellt sich den Prüfungen und Bestrafungen. Es ist teilweise wirklich grausam, wie diese Menschen denken und was mit Fehlerhaften passiert. Die Regeln sind nicht nachvollziehbar und gerade darin erkennt man, dass dort nichts perfekt ist. Mit den Charakteren stellt man auch eigene Dinge infrage und so lernt man durch dieses Buch womöglich noch etwas dazu. Ich für meinen Teil bin begeistert und habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen! Mich konnte alles überzeugen: Die Charaktere, der Kampf der Regierung gegen die Fehlerhaften und natürlich die Story! Deshalb gebe ich diesmal 5 Federn und die Extraauszeichnung!

  (3)
Tags:  
 
274 Ergebnisse