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Tote Mädchen lügen nicht - Filmausgabe

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband
Erschienen bei cbt, 13.03.2017
ISBN 9783570311950
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch wollte ich schon so lange lesen und als es dann als Serie angekündigt wurde wusste ich, dass es nicht länger warten darf.


Als Hauptprotagonisten kann man hier grundsätzlich Hannah und Clay nennen, die die ganze Zeit über zusammenwirken. Hannah, die sich umgebracht hat und denjenigen, die Schuld an ihrem Tod haben Kassetten geschickt hat, nimmt dabei natürlich die Hauptrolle ein, während Clay sich die Kassetten anhört und so seine eigene Geschichte zeigt.


Über Clay lernt man Hannah nach und nach kennen und versetzt sich gleichzeitig in seine Situation, weil man natürlich einerseits aus seiner Sicht liest und somit andererseits auch Hannahs Sicht mitbekommt. Beide Charaktere berühren mit ihrer Geschichte, wobei ich sagen muss, dass Hannah mich wesentlich mehr überzeugen konnte und einfach eine sehr starke Position einnimmt, die einen zum Nachdenken anregt. Gerade gegen Ende kommt Clay dann nochmals zum Einsatz und gibt dem Leser durch seine letzten Handlungen in der Geschichte eine wichtige Message mit auf den Weg.


Nebencharaktere gibt es hier allerdings ebenfalls einige und natürlich spielt der ein oder andere eine sehr wichtige Rolle, weil er für Hannahs Tod mitverantwortlich sein muss. So lernt man nach und nach Charaktere kennen, die einem auf Dauer nur unsympathisch werden können und abgesehen von Tony und den beiden Protagonisten mochte ich eigentlich niemanden sonst. Die Namen möchte ich euch trotzdem nicht nennen, weil es viel mehr Spaß macht der Sache selbst auf die Schliche zu kommen ;)


Natürlich fragt man sich während des Lesens ständig: Was kann passiert sein, dass sie sich umbringen wollte und wieso gab es für sie keinen anderen Ausweg? Aber wenn man ehrlich ist, dann gibt es tatsächlich viele Menschen, die keinen anderen Ausweg mehr sehen und letztendlich wirken oftmals so viele Faktoren zusammen, dass man sie kaum noch aufzählen kann. Hannah zeigt dem Leser dies nur zu deutlich und das Wichtigste ist: Sie gibt auch uns als Leser etwas mit auf den Weg.


Dass der Tod einer Person einiges auslösen kann ist denke ich klar und so ist es auch in dieser Geschichte. Menschen denken über ihre Taten nach und erkennen, was sie hätten anders machen können. Dass sie wirklich etwas hätten tun können, um es nicht so weit kommen zu lassen. Kleinste Veränderungen könnten Anzeichen auf Überlegungen sein, die wir nicht einmal annähernd erfassen und verstehen können. Und so merkt man auch während des Lesens, dass für einen selbst unbedeutende Taten eine ganze Lawine auslösen und das Leben eines anderen Menschen sinnlos machen können.


Fazit:
Das Highlight dieser Geschichte war für mich definitiv die Nachricht, die dem Leser Stückchen für Stückchen mitgeteilt wird und die am Ende ein großes Ganzes ergeben. Überlegungen, die einem so womöglich nur selten oder gar nicht in den Kopf kommen, werden hier in die Köpfe der Leser gesetzt und kommen so schnell nicht mehr heraus, denn die Geschichte, die Hannah zu erzählen hat, hat mehrere Ebenen und könnte uns womöglich in ähnlicher Form begegnen. Gerade dieses Natürliche - das Bedürfnis eines Menschen nach Aufmerksamkeit, aber vor allem nach Freundschaft und Liebe, das letztendlich nicht erfüllt wird und so zu einem Selbstmord führt - zeigt doch nur, dass es auch uns passieren kann und dass wir viel deutlicher auf uns, aber auch auf andere achten sollten. Eine Geschichte beinhaltet immer mehrere Taten und mehrere Personen und Hannah veranschaulicht dies nur zu gut. Sie berührt einen mit ihren Worten und zeigt, dass man nie nur eine Seite betrachten darf. Und dass die Geschichte über Clay - jemanden, der selbst mit in einer Art Abschiedsbrief steckt - vermittelt wird, macht das Ganze nur noch emotionaler und trotzdem muss ich sagen, dass er mich nicht immer überzeugen konnte. Deshalb gibt es von mir 4 Federn.

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liebe, morgen lieb ich dich für immer, rezension, jennifer l. armentrout, mallory

Morgen lieb ich dich für immer

Jennifer L. Armentrout , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.03.2017
ISBN 9783570311417
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich dieses Buch vom Verlag bekommen habe, hatte ich keine Ahnung was ich von der Geschichte erwarten soll. Gerechnet habe ich mit einer lockerleichten Liebesgeschichte. Letztendlich wurde ich absolut überrascht und das definitiv zum Positiven!
Besonders auffällig ist die Protagonistin Mallory aus deren Sicht man die ganze Zeit über liest und die dem Leser schnell sympathisch wird. Auffällig ist sie insofern, dass sie unheimlich schüchtern ist und sich nicht traut mit Leuten zu sprechen - nicht einmal, wenn sie sie schon lange kennt - und auch dadurch, dass sie sich selbst immer wieder überwinden muss. Sie entwickelt sich bis zum Ende hin durch verschiedenste Faktoren und ich muss sagen, dass mir ihre Wandlung unheimlich nah gegangen ist und ich sie die ganze Zeit über auf irgendeine Art verstehen konnte. 
Für mich ist sie eine unheimlich besondere Protagonistin, weil sie so ganz anders ist als die typischen Charaktere, auf die man sonst trifft und dies auch in ihrem Verhalten anderen, aber auch sich selbst gegenüber zeigt. Gegen Ende ist sie nicht gänzlich neu, aber doch ganz anders in der Art und Weise ihres Denkens und Fühlens.
Neben ihr lernt man natürlich auch Rider kennen, der neben Mallory mit den wichtigsten Platz in der Geschichte einnimmt. Die beiden verbindet eine Vergangenheit, die sich nicht so leicht überwinden lässt und das zeigt sich oftmals in ihrem Verhalten, aber auch in ihrer Nähe zueinander. Ich persönlich habe die beiden als besonders intensive und vielschichtige Charaktere wahrgenommen und finde die Verbindung der beiden zueinander einfach nur grandios!
Obwohl die Grundidee nicht wirklich neu ist muss ich sagen, dass Jennifer L. Armentrout, aber natürlich auch die Übersetzerin Anja Hansen-Schmidt einfach großartige Arbeit in der Art und Weise der Darstellung geleistet haben! Die Charaktere wirken unheimlich echt und nah auf den Leser und so entstehen auch für den Leser echte Gefühle, die man während des Lesens zu spüren bekommt. Gleichzeitig ist die Story toll durchdacht und gerade Mallory überzeugt einen durch ihre Reaktionsweise auf die traumatischen Ereignisse ihrer Kindheit. 
Doch neben Mallory und Rider gibt es noch weitere wichtige Charaktere, die genannt werden sollten und die zur Vielschichtigkeit der Geschichte und natürlich auch zu der besonderen Message an den Leser beitragen. So sind Carl und Rosa definitiv mit im Vordergrund und stehen für Mallory für einen Neubeginn und eine zweite Chance. 
Neben ihnen habe ich auch Jayden und Hector, die immer irgendwie nachdenkliche, aber gleichzeitig sehr fröhliche Stimmung verbreiten konnten, ins Herz geschlossen und auch Ainsley als Mallorys beste Freundin mochte ich sehr gern, denn sie alle haben auf ihre ganz eigene und besondere Art mitgewirkt.
Hinzu kommt Kiera, die für mich eine besonders positive Figur war und immer wieder versucht hat Mallory in die neue Umgebung und sonstige Umstände mit einzubinden. Paige hingegen wurde immer wieder zu einem echten Hindernis für Mallory, konnte mich gegen Ende aber nochmals überzeugen und nimmt ansonsten auch eine ziemlich wichtige Rolle ein, die nicht fehl am Platz wirkt.
Fazit:
Müsste ich dieses Buch in einem Wort beschreiben, dann würde ich wohl sagen, dass es einfach großartig ist! Es ist einfach das Gesamtpaket und besitzt nicht nur den Unterhaltungswert, sondern auch die Message, über die man noch lange nachdenken kann. Gerade über Mallory, die so viel durchgemacht hat und die Folgen dieser Umstände immerzu in sich trägt, erfährt man diese Aussage der Geschichte besonders stark und sie steht nicht nur für die Schwierigkeiten im Leben, sondern auch für die Auswege und die Arten, mit den Problemen umzugehen. Ich finde die Idee der Autorin absolut getroffen umgesetzt und auch die Liebesgeschichte wirkt nicht nur kitschig, sondern gleichzeitig ernst und darüber hinaus viel tiefgehender, als ich es erwartet hätte. Rider und Mallory konnten mich gerade als Team und in ihrer Einzigartigkeit überzeugen und durch die Nebencharaktere und den roten Faden der Geschichte hat die Autorin es definitiv geschafft, mein Herz zu nehmen, es zu zerbrechen, es wieder zusammenzufügen und mich dann unter Tränen betteln zu lassen, es mir zurückzugeben. Ich liebe die Geschichte und muss sagen, dass dieses Buch die 5 Federn und die Extraauszeichnung wirklich verdient.

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495 Bibliotheken, 85 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, fitzek, the purge

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich unglaublich gefreut! Da mich bisher alle Bücher, die ich von Sebastian Fitzek gelesen habe überzeugen konnten, dachte ich, dass auch dieses Buch es tun wird.

Protagonisten gibt es diesmal gleich mehrere, weshalb man hier aus mehreren Perspektiven liest und so verschiedenste Sichtweisen mitbekommt. Im Vordergrund steht dabei definitiv Ben, der nicht nur als erster gejagter AchtNächter auffällt, sondern auch eine Vorgeschichte hat, die immer wieder aufgefrufen wird und in der vor allem seine Tochter Jule in den Fokus rückt. Für sie kämpft er ständig weiter und fällt so durch die Liebe zu seiner Familie, seine Schuldgefühle und einen starken Willen auf.

Neben Ben lernt man aber auch eine weitere AchtNacht-Gejagte und Protagonistin, Arezu, kennen. Auch sie hat ihre Vergangenheit, die noch eine große Rolle spielen wird und steht so zusammen mit Ben im Vordergrund der Geschichte. Gerade durch ihr Verhalten und ihre Eigenheiten ist sie für den Leser nicht zu übersehen und von vornherein eine Mittelpunktfigur.

Doch neben Ben und Arezu erfährt man auch Ereignisse aus der Sicht von Nikolai, Arnim, Dash und Jule, obwohl von ihnen nur Nikolai häufiger auftritt. Durch diese verschiedenen Personen gewinnt man als Leser alle möglichen Eindrücke zur AchtNacht, die einen immer wieder auf neue Gedanken bringen und sogar in die Irre führen können. Fitzek versteht es auch in diesem Buch wieder, den Leser zu täuschen und Charaktere sympathisch oder auch vollkommen unsympathisch zu machen.

Auch die Nebencharaktere gewinnen die Aufmerksamkeit des Lesers und gerade Oz ist mir im Kopf geblieben und sorgt immer wieder für neuen Wirbel, obwohl er nie wirklich auftritt. Doch neben ihm bleiben auch alle möglichen AchtNacht-Jäger im Kopf, obwohl von ihnen nie jemand heraussticht und als Einzelperson auftritt. Selbst Baha, der nur eine Nebenrolle hat ist mir im Kopf geblieben und ich persönlich habe ihn als ziemlich positiven und starken Charakter im Kopf behalten. Jennifer - Bens Exfrau - tritt ebenfalls ab und zu auf, wobei sie immer im Hintergrund bleibt.

Die Story an sich war - abgesehen von einigen Längen - wirklich gut und spannend und obwohl man ein ähnliches Format bereits kennt, kann Fitzek den Leser auch diesmal wieder mit besonderen und vor allem vielfältigen Charakteren überzeugen. Gerade der Zusammenhang zwischen den Charakteren war sehr interessant und hat das Ende umso gelungener gemacht. 

Geliebt habe ich vor allem das psychologische Element, das Fitzek eingebaut hat und das mich bereits in anderen seiner Bücher gänzlich überzeugen konnte. Es war perfekt eingebracht und hat die Geschichte einfach noch einmal ein ganzes Stück besser und interessanter gemacht. Doch auch Bens Tochter Jule, die immer wieder erwähnt wird, nimmt einen großen Teil der Geschichte ein und ist für mich eine starke Figur, obwohl sie während der ganzen Geschichte im Koma liegt. Auch dies spricht für den Schreibstil und die starken Charaktere des Autors.

Fazit:
Es fällt mir gar nicht so leicht ein Fazit zu verfassen, weil ich diesmal unglaublich zwiegespalten bin. Die Geschichte hat mir insgesamt wirklich gut gefallen, mich aber sehr an The Purge erinnert. Die Verfolgungsjagd war gerade durch die Prüfungen von Nikolai spannend gemacht, konnte mich allerdings nicht die ganze Zeit über fesseln, weil es leider auch einige Längen gab. Teile der Geschichte waren mir etwas zu verrückt, andere hätten länger ausfallen können. Für mich war die Geschichte deshalb nicht ganz so wie erhofft und einfach kein typischer Fitzek für mich, obwohl er wieder einmal Dr. Roth mit einbringen konnte und es ein psychologisches Element gibt, das ich in seinen Büchern lieben gelernt habe und das für mich nochmal einiges rausgeschlagen hat. Auch die Charaktere an sich waren unfassbar gut ausgearbeitet, hatten Hintergründe, die bis in die Gegenwart und Zukunft reichten und alles in allem war es einfach Fitzek-typisch top ausgearbeitet. Leider hat mir dennoch etwas gefehlt und ich konnte das Buch ohne weiteres weglegen, was sonst nicht der Fall war. Erst gegen Ende konnte mich die Geschichte wirklich fesseln und mich überzeugen. Deshalb gibt es diesmal 3,5 Federn.

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356 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

diabolic, liebe, weltall, science fiction, intrigen

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich habe ich dieses Buch gelesen! So lange wollte ich es haben und war unglaublich gespannt auf die Geschichte, vor allem weil das Buch schon im Englischen enorm gehypet wurde.

Protagonistin ist hier Nemesis - eine Diabolic, die geschaffen wurde um diesen einen Menschen zu schützen. Sie nimmt die Aufgabe sehr ernst und da sie auf Sidonia geprägt wurde, bleibt ihr nichts anderes als die Beziehung zu ihr. Doch schon zu Beginn fällt auf, dass Sidonia und Nemesis mehr als nur Mensch und Beschützerin sind und die Beziehung der beiden aufrichtig und liebevoll ist. Sidonia betrachtet Nemesis als ebenso menschlich wie sich selbst und zeigt ihr, dass auch sie Gefühle haben kann.

Gerade die Beziehung zwischen Nemesis und Sidonia bleibt beinahe dauerhaft ein Thema in der Geschichte. Der Fokus liegt natürlich auf den Gefühlen von Nemesis, die sich nach und nach entwickeln und sie verstehen lassen, dass sie etwas wert ist und ebenso Rechte haben sollte, wie alle anderen. Und genau darum, bzw. um eine Veränderung des Kaisersystems, geht es dann auch.

Sowohl Nemesis als auch Sidonia waren mir wirklich sympathisch und ich habe Nemesis wirklich schätzen gelernt, weil sie einfach mal eine ganz andere Art von Protagonistin ist. Sie entwickelt sich, lernt dazu und kommt letztendlich zu einem wirklichen Gewinn, aber eben auch zu Verlusten, mit denen sie umgehen muss.

Neben diesen beiden gibt es aber auch noch mehr Charaktere, die nennenswert sind. So fällt vor allem Tyrus - der Thronfolger und Wahnsinnige - durch sein Verhalten und seine Art auf und erweckt schnell das Interesse von Nemesis. Gerade er hat unheimlich viele Facetten und gehört für mich neben Nemesis zu den stärksten und besondersten Charakteren. Ich persönlich habe ihn schnell lieben gelernt, auch wenn man sich an seine Eigenarten gewöhnen muss. Für mich hat er die Geschichte allerdings erst wirklich spannend gemacht.

Weitere Nebencharaktere wären auch Neveni, die man direkt zu Beginn kennenlernt und die Nemesis in ihrer Rolle unterstützt und Vertrauen zu ihr bekommt. Auch sie mochte ich sehr gern und sie erhält ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Doch natürlich müssen auch andere Nebencharaktere genannt werden, die eine enorm wichtige Rolle bekommen: Der Kaiser Randevald und seine Mutter Cygna. Für mich waren diese beiden die schlimmsten und bösartigsten Charaktere und zusammen ergeben die Charaktere natürlich ein großes Ganzes und eine Menge Komplikationen.

Die Story hat mir gut gefallen, allerdings gab es für mich viele Längen, die es mir nicht immer leicht gemacht haben, der Geschichte weiter zu folgen. Unterstützt wurde das vor allem auch durch Begriffe, die man nicht immer verstanden hat und das Leben im Weltraum ist eben nicht dauerhaft nachvollziehbar und verständlich. Andererseits gab es aber auch viele Elemente, die mir gefallen haben und gerade das Ziel, das Tyrus und Nemesis antreibt, hat mich praktisch zum Weiterlesen gezwungen. Natürlich wollte ich auch wissen, wie es mit Nemesis ausgeht.

Fazit:
An sich hätte ich mir schon mehr von der Story erhofft und mir mehr Spannungen gewünscht, die den Leser so neugierig und verzweifelt machen, dasser immer weiterlesen möchte. Das hat mir hier leider gefehlt und so konnte ich erst kurz nach der Hälfte des Buches wirklich neugierig gemacht werden. Der Anfang war gut, um in die Welt und die Geschichte eingeführt zu werden, wurde mir allerdings zu lang gezogen und wie gesagt hat mir dann einfach die Spannung gefehlt. Einzelne Begriffe haben mich immer wieder verwirrt und Längen in der Geschichte vom Lesen abgehalten. Trotz allem muss ich sagen, dass ich ab dem gemeinsamen Ziel von Tyrus und Nemesis und natürlich den Gefühlsentwicklungen von Nemesis von der Geschichte gefesselt werden konnte. Ich wollte wissen, wie es mit Nemesis weitergeht und was sie letztendlich erreicht. Auch die Intrigen am Imperialen Kaiserhof haben mir gut gefallen und natürlich wollte ich unbedingt wissen, ob Tyrus sein Ziel erreicht. Das Ende hat dann wirklich nochmals einiges rausgeholt und war für mich ein Highlight des Buches. Insgesamt werde ich diesmal 3 Federn vergeben!

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422 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

colleen hoover, liebe, nächstes jahr am selben tag, colleenhoover, schicksal

Nächstes Jahr am selben Tag

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423740258
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf den neuen Hoover habe ich mich so, so, so sehr gefreut! Da mir bisher alle Bücher der Autorin gefallen haben und ich die meisten davon sogar herausragend fand, war mir schon vor dem Lesen klar, dass auch dieses Buch nur gut werden kann.

Beginnen tut man die Geschichte mit Fallon, die von Brandnarben gezeichnet ist und sich schwer tut, sich vor anderen zu zeigen und noch Selbstbewusstsein zu haben. Zu Beginn ist sie dementsprechend völlig unsicher, doch man merkt schnell, dass sie Ziele hat und ohne ihre Angst eine Menge erreichen könnte. Abgesehen davon entwickelt sie sich im Laufe des Buches enorm und ist am Ende viel offener und ehrlicher zu anderen und sich selbst als am Anfang.

Einen Großteil davon hat sie Ben zu verdanken, der kurz nach Beginn des Buches dazukommt und in den man sich - auch als Leser - schnell verliebt! Er zeigt Fallon wie schön sie ist und dass die Leute sie nicht ansehen können, wenn sie dafür sorgt, dass sie sich selbst nicht ansehen kann. Er zeigt ihr seine gute Seite und bald darauf auch die, die er niemandem zeigen will. Und auch er entwickelt sich durch Fallon enorm. Kurz nach dem ersten - unglaublich tollen! - Treffen der beiden steht fest, dass sie sich keine Nummern geben, sondern jedes Jahr am 9. November wiedersehen wollen.

Was die beiden dazu bringt sich nur an diesem Tag zu treffen und so daran festzuhalten, müsst ihr selbst lesen. Natürlich bringt so eine Entscheidung Folgen mit sich und die beiden können nicht alles miteinander teilen was sie erleben. Doch man liest immer nur an diesen Tagen aus der Sicht von Fallon und Ben und es ist so schön, dass sie versuchen dem Ganzen eine Chance zu geben und einander zu lieben.

Die Story konnte mich, wie ihr jetzt wahrscheinlich schon gemerkt habt, voll und ganz von sich überzeugen! Ich fand Fallons Begründung für diesen Tag nachvollziehbar, auch wenn sich mit der Zeit etwas verändert hat und ich nicht mehr alles nachvollziehen konnte. Umso dramatischer und schöner wurde die Geschichte rund um die beiden und ich muss zugeben, dass ich wahnsinnig berührt von dieser Liebe war. Es ist eine unglaubliche Geschichte und eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Die Nebencharaktere tragen natürlich auch für einen Großteil dieser Gefühle bei, denn sie sind wieder einmal großartig dargestellt und bekommen alle eine ganz eigene Art und einen ganz eigenen Charakter. Gerade Jordyn mochte ich zu Beginn sehr, auch wenn sich das immer mal wieder geändert hat. Kyle hat vor Fallon einen schlechten Start, wobei das bald darauf aufgeklärt wird und man lernt ihn zu mögen. Im Prinzip mag man die gesamte Familie von Ben, obwohl natürlich alle ihre - völlig menschlichen - Fehler haben.

Bei Fallon sieht es nicht ganz so gut aus, denn ihr Vater wird einem von Anfang an sehr negativ vor Augen geführt und ich hatte das ganze Buch über ein schlechtes Bild von ihm. Gegen Ende ändert sich das noch einmal etwas, doch das macht es nicht viel besser und so bleibt er eine Figur, die nicht unbedingt gut, aber dennoch in Erinnerung bleibt. Ihre Mutter hingegen ist eindeutig der positive Pol und gibt ihr die Stärke, die sie braucht.

Gerade gegen Ende nimmt sie eine wichtige Rolle ein, weil sie Fallon zeigt, was sie tun muss. Amber gehört zwar nicht zu Fallons Familie, doch auch sie bleibt im Kopf, weil sie sich für ihre Freundin einsetzt und sich immer positiv zeigt.

Fazit:
Insgesamt kann ich eigentlich nur von dieser Geschichte schwärmen. Ich liebe die Charaktere und ihr menschliches Verhalten. Ich liebe die Art, wie Fallon und Ben einander die Stärke geben, die ihnen kein anderer geben kann und ich liebe die Geschichte der beiden und wie sie zusammenkommen. Gerade die Idee des 9. Novembers ist einfach spannend, denn natürlich ist es schwierig mehrmals ein Jahr lang keinerlei Kontakt zueinander zu haben, obwohl doch offensichtlich ist, dass sie längst ineinander verliebt sind. Fallon überzeugt vor allem durch ihr eher selbstkritisches und ängstliches Verhalten, das sich mit der Zeit enorm wandelt und sie wieder zu der starken und selbstsicheren Persönlichkeit macht, die sie vor ihrem Unfall war. Ben trägt einen großen Teil zu ihrer Wandlung bei und auch wenn sein Geheimnis droht alles zu zerstören, entwickelt auch er sich enorm und letztendlich führt die Liebe die beiden zusammen und macht sie zu besseren Menschen. Es ist eine wahnsinnig berührende, ehrliche und besondere Geschichte, die ich nie vergessen werde. Deshalb gibt es für einen neuen großartigen Hoover 5 Federn und eine Extraauszeichnung!

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230 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, verlust, familie

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch ist mir durch Zufall aufgefallen und hat mich mit der Leseprobe in seinen Bann ziehen können. Die Briefe haben mich sofort berührt und mir gezeigt, dass es hier tiefgründig werden würde.

Natürlich gibt es hier keinen Protagonisten oder Erzähler, sondern viele Personen, die sich dazu entschlossen haben unveröffentlichte Briefe abzuschicken und zu veröffentlichen. Das Ganze bleibt dabei allerdings so anonym, dass immer nur der erste Buchstabe eines Namens genannt wird oder überhaupt kein Hinweis gegeben wird.

Oftmals sind die Briefe an Eltern, Freunde, Exfreunde, das Universum, an sich selbst oder die große Liebe gerichtet. Dementsprechend werden unheimlich viele Situationen und Gefühle thematisiert, was dem Leser des Buches womöglich sogar in eigenen Situationen weiterhelfen kann.

Ich persönlich hatte nie schwerwiegende Probleme Zuhause oder mit Freunden, konnte aber unheimlich viele Situationen nachvollziehen und gerade die Briefe, die "an mein Ich aus der Vergangenheit" o.ä. gerichtet waren, haben mich zum schmunzeln und auch zum Nachdenken gebracht. Ich habe das Gefühl mich dadurch selbst hinterfragt zu haben und so hat mich diese Sammlung an Briefen doch ein Stückchen weitergebracht.

Doch auch Situationen, mit denen ich nie zu tun hatte haben mich beschäftigt und mir durch die Briefe deutlich vor Augen geführt, was es eigentlich gibt und wie ich damit umgehen könnte. Einige haben praktisch einen Hilfeschrei ausgerufen oder sich einfach dem Leser anvertraut. Selbst ich habe beim Lesen gemerkt, dass auch das Schreiben eines Briefs eine Art Therapie für einen selbst sein kann.

Die Briefe bieten unheimlich viel und haben verschiedene Facetten. Teilweise war ich wirklich geschockt, was tatsächlich ausgedrückt worden ist, sei es nun Herzschmerz, das Ende einer Freundschaft, Betrug, Selbstzweifel, Gewalt, Trauer oder sogar Tod. Ich bin sicher, dass es anderen helfen kann zu sehen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind und es immer jemanden geben wird, der sie versteht. Gleichzeitig hilft es aber auch mir als Leser andere zu verstehen und das ein oder andere zu hinterfragen und vor allem wertzuschätzen.

Fazit:
Ich kann kaum erklären, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Es ist keines dieser Bücher, die man einfach so durchliest und dann damit abschließt, sondern eines, das echte Briefe enthält, mit denen man sich beschäftigen kann und die man respektiert. Man erkennt sich ständig in einzelnen Situationen wieder und lernt auf gewisse Art und Weise, dass man die Dinge die man hat wertschätzen sollte. Gerade die Briefe, die sehr ernste Themen behandeln und sich mit dem Verlust einer geliebten Person beschäftigen, haben mich unheimlich berührt und mich zum Nachdenken gebracht. Doch auch die anderen Briefe konnten immer wieder zu etwas anregen und vielleicht denkt man nach dem Lesen des öfteren an den ein oder anderen Brief und die Message, die dahinter steckt. Ich selbst habe jedenfalls einiges davon mitgenommen und konnte das Buch auch nicht einfach durchlesen, sondern brauchte meine Zeit, um alles zu verarbeiten. Ich denke auch, dass es dem ein oder anderen weiterhelfen kann, sich selbst anzuvertrauen, oder einfach zu erkennen, dass man nicht allein ist. Eine Bewertung abzugeben erscheint mir nicht ganz fair, allerdings gebe ich dem Buch trotz allem 5 Federn.

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60 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

theamateurs, sara shepard, sarashepard, wer zuletzt stirbt

THE AMATEURS - Wer zuletzt stirbt

Sara Shepard , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.02.2017
ISBN 9783570311301
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich konnte ich wieder ein neues Buch der Autorin lesen. Auch diesmal war es wieder sehr spannend und ich wurde ständig in andere Richtungen gelenkt, die letztendlich doch falsch waren. Die Autorin versteht, wie man den Leser in die Irre führt und ihn am Ende völlig sprachlos zurücklässt.

Insgesamt gibt es diesmal vier Hauptprotagonisten - Seneca, Aerin, Maddox und Brett - die man an sich schnell lieb gewinnt und deren Geheimnisse und Eigenarten man nach und nach aufdeckt. Gerade Seneca habe ich lieb gewonnen und auch wenn sie schnell aus der Bahn gerät und alles abbrechen will, war sie mir mit am sympathischsten. 

Neben ihr lernt man auch Aerin kennen, die Schwester der verstorbenen Helena. Mir persönlich war sie nicht direkt sympathisch und ich brauche einige Zeit, bis ich mich mit ihr identifizieren konnte, doch dann kam alles Schlag auf Schlag und man hat automatisch das Gefühl mit Aerin mitfiebern zu müssen und sie endlich zu verstehen. 

Ähnlich ging es mir bei Maddox, dem ich anfangs aus denselben Gründen wie Seneca nicht trauen wollte und dann nach und nach viel lieber gewonnen habe. Auch er hat seine Probleme, die ihr natürlich selbst entdecken müsst und die es wieder ein Stück spannender gemacht haben ;) Mit ihm zusammen lernt man auch seine Schwester Madison kennen, die ich allein durch ihre verrückte und laute Art mochte.

Brett war letztendlich der Einzige, mit dem ich nicht ganz warm werden konnte und über den man nicht allzu viel erfahren hat. Ich bin nach diesem Ende aber sicher, dass es weitergehen wird und wir unsere Protagonistin noch besser kennenlernen dürfen!

Natürlich gab es aber auch einige Nebencharaktere, wie die Eltern der Protagonisten, Kevin, Marissa, Skip Ingram, Loren, Thomas oder auch Catherine, die es den anderen mal mehr mal weniger leicht gemacht haben. Immer wieder stößt man auf Hindernisse, die vor allem durch die Nebencharaktere verursacht werden und man fragt sich dauernd: Wer ist der Täter?

Die Story ist natürlich wieder großartig gestaltet. Wie sollte man es von der Autorin auch anders erwarten? Ich liebe diese Geschichten und allein das Miträtseln und Nachdenken macht unheimlichen Spaß. Tatsächlich wurde ich wieder einmal komplett in die Irre geführt und kann euch sagen: Man erfährt bereits in diesem Band wer der Täter ist. Allerdings wird es noch sehr spannend.

Fazit: Auch diesmal konnte mich die Autorin wieder mit ihrer spannenden Geschichte zum Miträtseln überzeugen und völlig perplex zurücklassen. Obwohl man schon in diesem ersten Band erfährt, wer der Täter ist muss ich sagen, dass mich das nur noch neugieriger auf den nächsten Band macht und ich einfach nur verstehen will, wie die Fälle zusammenhängen. Die Suche nach der Wahrheit war natürlich sehr knifflig und hat die Protagonisten oftmals auf die fallsche Fährte gelockt. Ich wusste bis zum Ende nicht wer es war und so hat die Autorin mich wieder einmal von ihrem Schreibtalent überzeugen können. Die Charaktere sind vielschichtig, interessant und besonders und natürlich gibt es auch hier eine Menge Drama und vor allem eines: Geheimnisse. Nur weil jemand verdächtig wirkt, heißt das nicht, dass er es auch ist ;) Und genau das macht dieses Buch so spannend! Einzig und allein die Tatsache, dass ich Zeit gebraucht habe, um eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen, lässt mich ein Pünktchen abziehen. Dementsprechend gibt es 4,5 Federn von mir!

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götter, götterfunke, marah woolf, griechische mythologie, liebe

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich wieder ein Buch mit Göttern! Da habe ich mich vor dem Lesen wirklich drauf gefreut und dass besagter Gott dann auch noch eine Wette gewinnen muss, um menschlich werden zu dürfen, hat es nur noch spannender gemacht! Natürlich musste ich es sofort lesen.
Die Hauptprotagonistin Jess war mir schnell sympathisch und ich konnte ihre Wünsche und Gedanken gut nachvollziehen. Sie ist klug und denkt an das, was sie wirklich möchte, versucht ihre Ziele umzusetzen und besucht das Sommercamp, um endlich einmal ihre eigenen Wünsche zu berücksichtigen. Mit der Zeit verändert sie sich allerdings, hin zum Leichtsinnigen, was mir nicht immer gut gefallen hat. Mir war klar, wieso es so eingeführt wurde, andererseits war es für meinen Geschmack etwas zu viel, weil sie mir automatisch nicht mehr so sympathisch war.
Der Grund für ihr wechselhaftes Verhalten ist natürlich Cayden, der Göttersohn, der eine Wette gewinnen muss, um endlich Sterblichkeit zu erlangen. Die Bedingungen dieser Wette sind allerdings nicht immer fair und dass dabei Herzen gebrochen werden und vieles zu Bruch gehen wird, ist schnell klar. Mir war er leider nur in Teilen sympathisch, weil man sich als Leser natürlich auf die Gefühlswelt von Jess fokussiert und so alles mitfühlt, was sie ihm gegenüber empfindet. Er hat gute und schlechte Seiten, wobei man von ihm immer eher die schlechten sehen wird.
Doch neben diesen beiden Charakteren gibt es auch weitere Nebencharaktere, wie Leah, die ich unwahrscheinlich lieb gewonnen habe und die ein sehr herzlicher, sympathischer und verlässlicher Charakter war. Neben ihr lernt man auch Robyn kennen, die ich erst in Ordnung, dann aber immer schlimmer und unsympathischer fand. Teilweise habe ich mir wirklich gewünscht, man würde ihr einen Schuh an den Kopf werden. Aber das zeigt nur, dass die Autorin ihr Ziel erreicht hat und den Leser die volle Gefühlsachterbahn durchleben lässt.
Unterstützt wird diese Gefühlsachterbahn auch durch Josh und Cameron, wobei ich Josh wirklich lieb gewonnen habe, auch wenn man selbst bei ihm immer hin und her geworfen wird. Allgemein fand ich die freundschaftlichen Beziehungen von Jess oft sehr schön beschrieben, sodass man sich gut hineinfinden konnte und gerade die Freundschaft zu Josh und Leah lässt den Leser positive Gefühle haben.
Doch es gibt mehr Nebencharaktere, bzw. weitere Götter, wie Apoll - der für mich persönlich einer der absolut tollsten Charaktere war! -, Athene - die auch die beste Freundinnen-Rolle einnehmen könnte - , Zeus und Hera - die ich beide gemocht habe, wobei vor allem Hera eine sehr mütterliche Rolle eingenommen hat, die ein Gefühl von nach Hause kommen vermitteln konnte - und Adrios, der die negative Seite darstellt.
Die Story an sich legt den Fokus natürlich auf die Liebesgeschichte und somit auf Cayden und Jess. Das ist kein Geheimnis und während des Lesens kommen so natürlich auch alle möglichen Gedanken und Gefühle auf. Ich kam - wie gesagt - nicht immer gut mit dem Verhalten von den beiden klar, einfach weil Cayden nur seine Wette sieht und Jess nur Cayden im Kopf hat. Beide sind hin und her gerissen und diese Zerrissenheit erfasst auch den Leser. 

Fazit: Die Geschichte kann durch ausdrucksstarke, vielschichtige und eigensinnige Charaktere, sowie eine interessante Story überzeugen. Obwohl ich nicht immer mit den Verhaltensweisen von Jess und Cayden, sowie dem ein oder anderen Nebencharakter umgehen konnte, hat die Autorin ihr Ziel definitiv erreicht, indem sie den Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle schickt und verwirrt, berührt, wütend und glücklich macht. Man kann Jess' Gefühle immer nachvollziehen und auch wenn sie schnell ein leichtsinniges Verhalten an den Tag legt, kann man sie verstehen und entwickelt selbst eine innere Zerrissenheit, die vor allem durch das Hin und Her der Gedanken, Gefühle und Handlungen entsteht. Die Story überzeugt vor allem durch die Götter, ihre Handlungen und Geschichten, die man kennenlernt und ins Herz schließt und die einem am Ende des Buches sehr vertraut sind. Alles in allem kann ich dem Buch 4 Federn geben und sagen, dass ich mich unglaublich auf den zweiten Band freue und mir für diesen einfach etwas weniger Chaos wünschen würde.

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560 Bibliotheken, 30 Leser, 3 Gruppen, 103 Rezensionen

fae, fantasy, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich wirklich gefreut, weil mich allein die Tatsache, dass es an Die Schöne und das Biest angelehnt sein soll, wahnsinnig neugierig gemacht hat. Jetzt weiß ich, dass es tatsächlich Züge dieser Geschichte hat, gleichzeitig aber auch ganz anders ist.

Besonders beeindruckt hat mich die starke und unabhängige Hauptprotagonistin Feyre, die ich mit der Zeit kennen und lieben gelernt habe. Sie ist definitiv anders als die Protagonistinnen, die ich normalerweise kennenlerne und sagt den Menschen und Fae in ihrem Leben gerne mal die Meinung.

Neben ihr lernt man bald auch Tamlin kennen, der ebenfalls eine sehr große Rolle innerhalb des Buches einnimmt und den ich persönlich absolut großartig fand! Er wird unheimlich detailliert von der Autorin dargestellt und gerade seine geheimnisvolle und magische Art macht ihn für den Leser und natürlich auch für Feyre besonders.

Das Reich der Fae ist an sich sehr besonders und auch so ganz anders, als ich es erwartet hätte. Wo die Menschenwelt verschiedene Jahreszeiten durchlebt und die Menschen versuchen müssen, sich irgendwie über Wasser zu halten, ist in dem Reich der Fae immerzu Frühling und sie scheinen an wenigen Dingen leiden zu müssen. Doch wie sagt man so schön? - Man muss immer hinter die Fassade blicken.

Feyre findet natürlich bald darauf heraus, dass etwas ganz und gar nicht stimmt und es kommen Gefühle ins Spiel, die mich immer wieder aufs Neue berühren konnten und die Geschichte für mich zu etwas ganz besonderem gemacht haben. Ich habe mich in die Art der Erzählung, die Details der magischen Elemente und die Geschichte selbst verliebt und bin überrascht, wie viele neue Fantasyelemente ich entdecken konnte.

Mit diesen Fantasyelementen meine ich nicht nur die Eigenschaften bestimmter Charaktere und ihre Art sich anderen gegenüber zu präsentieren, sondern auch die Vielfalt an Höfen, Personen, Wesen und Orten. Gerade die Wesen, die man antrifft wirken so besonders und neu, dass ich das Gefühl hatte eine völlig neu erschaffene Fantasywelt kennenzulernen. Es wurde alles so detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl hatte es wirklich zu sehen und wahrzunehmen und so konnte ich mich immer wieder in diese Welt fallen lassen.

Natürlich gibt es auch eine ganze Menge Nebencharaktere, die magische und charakteristische Aspekte mit einbringen konnten. So mochte ich Lucien unheimlich gern, auch wenn ich Startschwierigkeiten mit ihm hatte. Auch Alis habe ich sehr ins Herz geschlossen und selbst Rhysand, der mir so lange unsympathisch war, konnte mich am Ende noch einmal richtig neugierig auf sich machen.

Doch neben den guten und liebevollen Charakteren gab es auch die besonders grausamen, wie einen König, den wir noch nicht näher kennenlernen durften, der aber sicher noch einmal eine Rolle spielen wird. Hinzu kommt Amarantha, die für mich endlich mal wieder eine Figur war, die ich abgrundtief hasse und die durch ihre Taten unfassbare Spannung mit in die Geschichte bringt. Und auch der Attor, sowie die Gefolgschaft von Amarantha sollten nicht ungenannt werden.


Fazit: Spätestens jetzt sollte deutlich werden, dass ich diese Geschichte von vorne bis hinten, von oben bis unten und von Seite zu Seite mehr geliebt habe. Der Start konnte mich erst einmal nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte, doch dann wurde es immer spannender und das Reich der Fae hat mich dann völlig mitgerissen. Dieses Buch ist besonders und detailreich in einer Art und Weise, wie ich es länger nicht erlebt habe. Ich hatte das Gefühl die beschriebenen Orte, die neuen Wesen, die Höfe der High Fae und die Fae selbst zu sehen und wahrzunehmen. Die Gefühle, die transportiert werden sollten kamen absolut bei mir an und gerade die sich entwickelnde Liebe und Aufrichtigkeit der Hauptcharaktere konnte mich völlig überzeugen. Es war emotional, romantisch, grausam und spannend. Im Grunde genommen konnte dieses Buch bei mir alle möglichen Gefühlsregungen wecken und hat mit großartigen, tiefgründigen Charakteren punkten können, weil sie alle ihre Geschichte haben und so definitiv im Gedächtnis bleiben! Es kann einfach nur 5 Federn und die Extraauszeichnung von mir geben.

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(58)

158 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

vampire, fantasy, gabe, krimi, drachenmond verlag

Die Seelenspringerin

Sandra Florean
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.09.2016
ISBN 9783959911238
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich in das Buch reingelesen und dann auch noch das Glück auf ein Exemplar hatte, konnte ich es kaum erwarten mit dem Lesen anzufangen. Direkt zu Beginn fällt einem die düstere Stimmung auf, die das komplette Buch durchzieht und mit einer einzigartigen Protagonistin überzeugt.
Tess hat mir an sich wirklich gut gefallen. Sie ist sympathisch, allerdings auch sehr eigen und legt besondere Eigenarten an den Tag. So hat sie zwei Wohnungen, damit sie sich von ungebetenen Besuchern und somit vor allem von übernatürlichen Wesen fernhalten kann, die erst seit einiger Zeit die Welt besiedeln. Neben dieser Tatsache fühlt sie sich allerdings oft zu Vampiren hingezogen und besitzt selbst ebenfalls eine einzigartige Gabe, die sie lieber nicht hätte. Alles in allem ist sie wirklich eine Protagonistin der anderen Art, denn sie lässt sich außerdem ungern etwas gefallen.
Natürlich kommt es durch ihre Gabe oft zu Komplikationen, die sie lieber verhindern würde. Da Tess ihre Gabe aber nicht kontrollieren kann, so ungewollt für kurze Zeit in ein übernatürliches Wesen springt und dabei viele Gewalttaten sehen muss, entschließt sie sich eines Tages etwas dagegen zu unternehmen und entwickelt sich dabei enorm weiter.
Inwiefern diese Entwicklung stattfindet müsst ihr natürlich selbst lesen. Ich persönlich konnte mich keinesfalls immer mit ihr identifizieren und habe ihre Beweggründe auch nicht immer verstanden. Aber genau das hat es so spannend gemacht, denn tatsächlich bin ich Wesen begegnet, die ich so noch nie in anderen Büchern gesehen habe und auch dass sie sich beinahe alle negativ verhalten haben war mal etwas anderes. Genau das hat mich bei diesem Buch so unglaublich angezogen.
Wer allerdings nicht auf Gewalt in Büchern und einige, auch oft andersartige, Sexszenen steht, der sollte die Finger vermutlich lieber von diesem Buch lassen, denn es gefällt einem hier vieles nicht und ich war auch, wie gesagt, nicht immer einverstanden mit den Entscheidungen von Tess. Man gerät gemeinsam mit ihr in viele unangenehme Situationen und kann sie sich oft sehr bildlich vorstellen.
Durch diese sehr bildliche Art des Schreibens schafft die Autorin natürlich auch interessante und gruselige Nebencharaktere. So lernt man schnell den Vampir Ryan kennen, den ich erst überhaupt nicht mochte, dann mögen und schließlich wieder nicht-mögen gelernt habe. Bei der Werlöwin Gail ging es mir ähnlich, wobei ich sie im Verlauf des Buches immer lieber mochte und den Werhasen Geoffrey habe ich eigentlich sofort gemocht. 
Octavian ist ebenfalls ein sehr starker Charakter und auch ein sehr mächtiger Vampir, auf den ich für Band 2 sehr gespannt bin! Ähnlich geht es mir mit dem Magier Marcus, der gegen Ende noch einmal eine größere Rolle einnimmt. Beide bleiben als sehr mächtig in Erinnerungen und wo sie einen doch eher negativen Effekt hinterlassen, schafft Polizist Jim es, sich in unser Herz zu schleichen ;)

Fazit:
Alles in allem hat die Autorin wirklich ein Talent dafür eine gruselige, düstere und ganz andere Welt zu schaffen. Die Wesen, die sie erschafft werden nie zu viel, obwohl es einige verschiedene Arten gibt und die vielen Fälle und grausamen Bilder, die man gemeinsam mit Tess ertragen muss, haben das Buch für mich nur noch spannender gemacht. Zur Orientierung bringt die Autorin einen ganz besonders großen Fall mit ein, der den roten Faden bildet und mir ebenfalls gut gefallen hat. Ich bin dementsprechend super gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird, denn ich bin sicher, dass da noch weitere spannende und grausame Fälle warten, die durch die Fantasieaspekte noch mehr hervorstechen. Auch die Beziehungen, die Tess aufbaut bilden eine Art roten Faden und neben Enttäuschungen und Unverständnis, sowie Angst, gibt es auch Liebe, Freundschaft und ein Gefühl von Zufriedenheit. Einige Charaktere haben mich wirklich beeindruckt und ich bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht. Bei anderen weiß ich selbst, wieso Tess sich in Zukunft von ihnen fernhalten will. Wirklich einzigartig und anders, aber eben auch hart, wenn es um einige Szenen geht. Deshalb gibt es von mir 4,5 Federn!

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(53)

144 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

usa, jugendbuch, thriller, rainer wekwerth, bootcamp

Camp 21

Rainer Wekwerth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.01.2017
ISBN 9783401601779
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Buch auf Lovelybooks gewonnen habe, hat mich das unheimlich gefreut! Gerade der Klappentext hat mich angesprochen und klang vielversprechend und nach dem Lesen kann ich sagen, dass er das Buch gut beschreibt.

In der Geschichte lernt man eine Vielzahl an Charakteren kennen, die einem mal mehr mal weniger sympathisch sind. Besonders im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Mike, Kayla und Ricky, die im weiteren Verlauf eine sehr große Rolle einnehmen und die Protagonisten darstellen.

Kayla war mir an sich sehr sympathisch und ich konnte ihre Eltern leider bis zum Ende nicht verstehen. Ihre Beweggründe waren für mich nie nachvollziehbar und ich wäre in dem Fall eher stolz als enttäuscht gewesen. Im Laufe der Geschichte verändert sich Kayla enorm und wird stärker, liebevoller und eigensinniger. Anfangs mochte ich ihre Entwicklung nicht, die aber letztendlich seine Gründe hatte und gegen Ende hat sie dann einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

Mike spielt neben Kayla die wichtigste Rolle, da er sowohl mit Ricky als auch mit ihr bald in engem Kontakt steht und so mit beiden Protagonisten verbunden ist. Er wirkte grundsätzlich stark und vernünftig und hat sich dann ebenfalls enorm verändert. Im Camp wird er schwächer, nachdenklicher und ebenfalls liebevoll. Gegen Ende legt auch er noch einmal eine weitere Veränderung hin, wobei ich sagen muss, dass er sich wirklich gemacht hat.

Bei Ricky war noch einmal anders, da man ihn nur zu Beginn und gegen Ende kennenlernen kann. Mitten in der Geschichte taucht er nur noch selten auf, wobei ich dazu nicht noch mehr verraten möchte. Anfangs wirkt er sehr aggressiv und eigensinnig, dementsprechend auch ziemlich stur. Gegen Ende ist er eine völlig andere Person, wobei er einige Eigenarten beibehält.

Doch neben den Entwicklungen der Protagonisten haben mir auch die Nebencharaktere sehr gut gefallen und dem Buch noch viel mehr Schwung gegeben. So mochte ich Dr. Goodman sehr gern und er war damit auch so gut wie der einzige Nebencharakter, der mir sympathisch war. Ansonsten gab es noch Bowden, Dulken, einige andere Campsoldaten, sowie Maddy und Steve, die es unseren Hauptcharakteren dauerhaft schwer gemacht haben. Doch wie genau und wie lange? - Das müsst ihr selbst lesen ;)

Die Story hat mir an sich wirklich gut gefallen. Die Jugendlichen hatten alle ihre Geschichte und es war interessant zu sehen, welcher Charakter sich wie verhält und nach und nach aufzudecken, inwiefern es im Camp 21 zugeht und was man lieber lassen sollte. Gemeinsam mit den Charakteren deckt man nach und nach die Geheimnisse auf und weiß dann: Hier müssen wir weg!


Fazit:
Es gab Spannung, Lücken, die es aufzudecken galt und natürlich auch Beziehungskrisen. Leider hat es mir dabei oft an Tiefe gefehlt und ich hätte mir besonders bei einer bestimmten Beziehung wirklich eine längere Kennenlernphase gewünscht, da mir das dann doch zu schnell ging. Auch eine Frage bezüglich Ricky ist für mich offengeblieben und so fehlt mir hier das ein oder andere Detail. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Grundidee sehr gut finde und die Armbänder unheimlich gut beschrieben wurden. Auch die schmerzhaften Ereignisse und die grausame Wahrheit über das Camp hat mir gut gefallen, da der Autor sich dabei etwas gedacht und es eben auch durchdacht hat. Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich und haben sich so gut ergänzt, doch dort hat es mir nach wie vor etwas an Tiefe gefehlt. Teilweise konnte dies durch die spannenderen Elemente und kleine Verfolgungsjagden wett gemacht werden und so hatte man wirklich auch Spaß beim Aufdecken dieses Rätsels und beim Begleiten der Charaktere. Alles in allem kann ich gute 3,5 Federn vergeben :)

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(484)

1.241 Bibliotheken, 35 Leser, 2 Gruppen, 234 Rezensionen

dystopie, flawed, cecelia ahern, jugendbuch, fehlerhaft

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch hat wahnsinnig viel versprochen und als ich mit dem Lesen begonnen habe wusste ich, dass es gut werden würde. Obwohl ich schon vor dem Lesen viel Gutes gehört habe hat das meine Meinung nicht schlechter werden lassen.

Celestine wird einem als Hauptprotagonistin schnell sympathisch und ich konnte mich in vielen Momenten mit ihr identifizieren und sie verstehen. Sie selbst empfindet sich - gerade zu Beginn - als perfekt und ist deshalb auch geschockt, dass sie sich bald darauf fehlerhaft verhält und ihr gesamtes System und somit ihre Vorstellung von Richtig und Falsch ins wanken bringt.

Über sie als Protagonistin fällt es einem leicht in das System hineinzufinden und schnell zu erkennen, dass das System alles andere als perfekt und die Menschen ebenso unperfekt sind. Ein Satz, der mir dazu besonders im Kopf geblieben ist wäre, dass man nur perfekt sein kann, wenn man unperfekt ist und durch die eigenen Fehler dazulernt. So zeigt einem dieses Buch schnell, dass Fehler wichtig sind und diese Vorstellung einer Welt absolut falsch. Umso leichter fällt es dem Leser auch sich einzufinden und es ebenso ungerecht zu finden wie Celestine.

Da sie zu Beginn noch sehr überzeugt von den Regeln ist und die Fehlerhaften nicht bemerkt, bzw. sie aufgrund ihrer - durchaus menschlichen und oft richtigen - 'Taten' ausblendet, bis jemand aus ihrem unmittelbaren Umfeld betroffen ist, bei dem sie keine richtige Schuld erkennen kann, entwickelt sie nach und nach ein neues Bild. Dieses Bild ist für uns eigentlich normal und beinhaltet vor allem Mitgefühl und soziales Verhalten. Sobald Celestine dieses aber zeigt, gilt auch sie als Fehlerhaft und ab da wird es so richtig spannend.

Ich weiß nicht, wie ich es euch erklären soll, denn die Vorstellung eines solchen Systems von 'Gerechtigkeit' ist einfach grausam und unmenschlich und man merkt schnell, dass die Menschen, die sich für perfekt halten alles andere als das sind. Doch wenn man wirklich überzeugt davon ist kann es wirklich so aussehen und ich finde, dass die Autorin das hier großartig rüberbringen konnte und mich damit auch gänzlich gepackt hat. Abgesehen davon vermittelt die Geschichte eine Botschaft, die ich absolut unterschreiben kann, denn Fehler sind wichtig und machen uns stärker.

Auch die Charaktere überzeugen mich voll und ganz und gerade die, die negativen Einfluss ausüben und während des Buches immer schlimmer werden, sollten genannt werden. So habe ich Mary May und Bosco Crevan gehasst, vor allem da die beiden ganz oben stehen, wenn es um diese Art Regierung und die Bestrafungen geht. Doch auch Logan ist nicht unschuldig und hat einen starken negativen Eindruck zurückgelassen.

Allein wenn ich an die Brandmarkung zurückdenke und daran, wie genial die Autorin es beschreiben konnte, muss ich schmunzeln. Es war grausam, ernst und spannend und man konnte den Blick nicht abwenden, selbst wenn man es gewollt hätte.

Neben diesen Charakteren gab es aber auch viele, die mir gut gefallen haben und die ich teilweise sogar großartig fand! So ist mein Lieblingscharakter definitiv Carrick, der mich auch ohne Worte überzeugen konnte und einfach einen Eindruck zurücklässt, den man nicht so schnell vergisst. Auch Celestines Familie, insbesondere ihre Eltern und Juniper finde ich toll dargestellt und auch sie bekommen eine große Rolle. Tina, Pia, Art, Alpha, Colleen und einige andere stehen mal gut mal schlecht dar und doch wirken auch sie sehr menschlich.


Fazit:
Die Story konnte mich einfach überzeugen und allein die Idee, sowie die Mitteilung ist große klasse! Ich bin begeistert und möchte ganz schnell weiterlesen, denn natürlich endet das Buch mit einem kleinen Cliffhanger ;) Celestine ist für mich eine Protagonistin, die sich wirklich entwickelt und obwohl sie zu Beginn noch ganz nach dem System denkt, verändert sich ihre Sicht auf die Dinge und sie entwickelt sich weiter, was erneut zeigt, dass Fehler wichtig sind und einen stärken und bilden. Man stellt das System als Leser gemeinsam mit ihr infrage und stellt sich den Prüfungen und Bestrafungen. Es ist teilweise wirklich grausam, wie diese Menschen denken und was mit Fehlerhaften passiert. Die Regeln sind nicht nachvollziehbar und gerade darin erkennt man, dass dort nichts perfekt ist. Mit den Charakteren stellt man auch eigene Dinge infrage und so lernt man durch dieses Buch womöglich noch etwas dazu. Ich für meinen Teil bin begeistert und habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen! Mich konnte alles überzeugen: Die Charaktere, der Kampf der Regierung gegen die Fehlerhaften und natürlich die Story! Deshalb gebe ich diesmal 5 Federn und die Extraauszeichnung!

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

auswahl, hörbuch, märche, wettbewerb

Märchenhaft erwählt

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 28.08.2015
ISBN 9783734759826
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin lange um dieses Buch herumgeschlichen, bevor ich es dann bekommen habe und lesen konnte. Da ich Märchen liebe, bin ich davon ausgegangen, dass diese Trilogie mir auch gefallen wird und so ist es auch.
Man erfährt hier alles aus der Sicht mehrerer Charaktere, wobei vor allem die Gedanken von Prinz Lean und die der Schwestern Heera und Medea im Vordergrund stehen. Da die Schwestern in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sind und auch die anderen Erwählten nicht den Verhältnissen der Königsfamilie entsprechen, bilden sie einen Kontrast zum Prinzen, der aber trotzdem durch innere Werte überzeugen kann.
Es gibt einige Charaktere, die man schnell lieb gewinnt. So mochte ich Heera sehr schnell, auch wenn es immer wieder Situationen gab, in denen ich ihr Verhalten nicht ganz nachvollziehen konnte. Mit der Zeit entwickelt auch sie sich weiter und wird zu einer starken Persönlichkeit. Mit Medea ging es mir anders, denn obwohl ich sie immer wieder mochte, hatte ich auch große Probleme mit ihr und ihrer Art. Mehr erfahrt ihr im Buch selbst :)
Dann gab es noch andere Mädchen, wobei mir besonders Erina im Kopf geblieben ist. Sie ist unheimlich schüchtern und hebt sich durch eine elfenhafte Art von den anderen ab. Ich mochte sie sofort und sie ist mir nach wie vor eine der Liebsten. Bei den anderen Mädchen hingegen hatte ich Probleme, sie auseinander zu halten oder zu mögen, denn sie wirkten eher eingebildet, wobei ich denke, dass auch das Absicht ist.
Natürlich kommen noch der König und die Königin und die einzelnen Familien der Mädchen, sowie Freunde des Prinzen dazu, auf die ich jetzt aber nicht weiter eingehe. Auch eine Hexe und andere Wesen kommen vor, die durch magische Elemente überzeugen konnten und man findet einfach schnell Gefallen an den Charakteren, weshalb auch das Verfolgen der Story leicht fällt.
Die Story hat mir sehr gut gefallen, denn sie hat mich immer wieder ein bisschen an Selection erinnert, eine Reihe, die ich wirklich gern mag. Natürlich ist es aber nochmal eine ganze Spur anders, denn sowohl die magischen Elemente, als auch die Prüfungen für die Mädchen unterscheiden die Geschichten stark voneinander. Auch die Art des Auftretens finde ich ganz anders und alles in allem findet man hier viele Elemente aus Märchen, die mal mehr mal weniger offensichtlich auftreten und die ich sehr geliebt habe.

Fazit: Mich konnte dieser erste Band bereits von sich überzeugen und ich bin nach diesem Ende nun so gespannt auf den zweiten! Heera und Prinz Lean sind mir unheimlich ans Herz gewachsen und auch bei einigen anderen Charakteren interessiert es mich, wie es mit ihnen weitergehen wird. Natürlich bin ich hier genauso gespannt auf die Entscheidung wie es bei Selection der Fall war, denn auch hier findet man ähnliche Elemente, die ich sehr liebe und die für mich unheimlich spannend sind. Doch das Besondere an der Geschichte sind vor allem die magischen Elemente, die in Form unterschiedlichster Märchen auftauchen und die mich wortwörtlich verzaubern konnte. Die Prüfungen für die Erwählten haben es noch spannender gemacht und auch die nachvollziehbaren Gefühle einiger Charaktere, sowie die Intrigen, die Magie und die Gut vs. Böse - Strategie hat mich überzeugen können. Da wird die Autorin sicher noch einiges zu bieten haben und ich bin gespannt, was sie für den zweiten Band gezaubert hat. Diesmal gibt es von mir 4,5 Federn, denn ich denke hier ist noch eine Steigerung möglich :) Das Ende lässt jedenfalls darauf schließen!

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295 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

engel, fantasy, angelfall, dystopie, raffe

Angelfall - Nacht ohne Morgen

Susan Ee , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453315204
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach all den positiven Rezensionen kann ich nun endlich meine eigene Meinung zu dem Buch verfassen. Und was soll ich sagen? - Ich kann mich dem Lob um diese Reihe nur anschließen!

Penryn ist die Hauptprotagonistin, aus deren Sicht wir lesen und die einem eigentlich von Anfang an sympathisch ist. Sie denkt nachvollziehbar und liebt ihre Familie, obwohl diese viele Probleme mit sich bringt. So ist ihre Schwester Paige an einen Rollstuhl gebunden und ihre Mutter fühlt sich von Dämonen verfolgt und hat immer wieder schwache Momente. Gerade dadurch wird Penryns Stärke verdeutlicht und im Laufe des Buches entwickelt sie sich immer weiter.

Natürlich muss sie auch einem Engel begegnen, der in diesem Fall Raffe ist. Obwohl er zu den Bösen gehört und sich nicht immer freundlich ausdrückt, muss ich sagen, dass ich ihn schnell ins Herz geschlossen habe und ihn nicht hassen konnte. Man merkt schnell, dass er anders ist, als die anderen Engel und dass mehr hinter alledem steckt.

Neben diesen Hauptcharakteren lernt man im weiteren Verlauf immer mehr kennen, die mal mehr mal weniger gut sind. Einige bleiben einem wirklich im Kopf, so konnte ich Obi und Dei-Dum nicht vergessen, was sich letztendlich noch einmal ausgezahlt hat. Man entdeckt mehr übernatürliche und grausame Wesen, aber auch die Widerstandsbewegung und die anderen Engel. Natürlich begegnet man auch anderen Menschen, doch auch diese müssen nicht immer nur nett sein, immerhin geht es ums Überleben.

Da gerade der Aspekt des Überlebens so deutlich herausgestellt wurde, hat das Buch eine Ernsthaftigkeit bekommen, die man so nicht erwartet hätte. Ich habe viele Momente im Kopf, die einfach hängen bleiben mussten und man merkt, dass es nicht mehr um die typische Nächstenliebe, sondern tatsächlich ums nackte Überleben geht. Die Menschen verlieren ihre Menschlichkeit und das ist etwas, was Penryn ebenso geschockt aufnimmt wie der Leser.

Die Story konnte mich wirklich fesseln und es gab gleich zwei Aspekte, die einen immer haben weiterlesen lassen. Einerseits ist da natürlich Paige, die man in Sicherheit wissen will. Andererseits gibt es Raffe, den flügellosen Engel, hinter dem auch viel mehr steckt. Das Ende des Buches hat dann beide Aspekte zusammengebracht und macht den Leser nahezu verrrückt, weil es so unvorhersehbar ist.

Natürlich endet das Ganze mit einem Cliffhanger und man muss einfach wissen wie es weitergeht. Eine Welt die von Engeln unterworfen wird, die noch dazu nicht gut sind, hat einfach so viel Potenzial. Und die Art wie die Autorin diese Idee umsetzt ist noch so viel genialer.


Fazit:
Ich liebe, liebe, liebe dieses Buch! Ob nun die Charaktere, das Setting oder die Story berücksichtigt werden: Es ist einfach alles top gestaltet und man kann gar nicht aufhören zu lesen! Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch und kann es nur jedem ans Herz lesen der gern dystopische und fantastische Elemente in Büchern vorfindet. Penryn ist eine so starke und ehrgeizige Protagonistin, die gerade wegen dieser Eigenschaft oftmals etwas einbüßen muss, dem Leser aber gerade deswegen so sympathisch erscheint. Diese düstere Welt wird von Misstrauen und dem Überlebensinstinkt beherrscht und so verhalten sich die Menschen auch der eigenen Art gegenüber nicht immer fair. Sie werden von den Engeln wie Tiere behandelt und auch dies ist ein sehr fesselnder Aspekt, der einen immer weiterlesen lässt. Auch durch Raffe treten neue Aspekte in den Vordergrund, die man weiter verfolgen möchte und natürlich kommen auch Gefühle ins Spiel, die ich ebenfalls als sehr überzeugend und stark empfunden habe. Insgesamt kann ich also nur 5 Federn und die Extraauszeichnung vergeben, denn ich habe mich in diese Geschichte verliebt und kann Band 2 kaum noch abwarten!

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(68)

219 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

fantasy, liebe, drachenmond verlag, magie, jade

Indigo und Jade

Britta Strauß
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 22.04.2016
ISBN 9783931989934
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich wahnsinnig gefreut! Als ich es dann bekommen habe, musste ich sofort anfangen zu lesen und letztendlich war es ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Das ändert allerdings nichts daran, dass es einfach nur magisch war.
Indigo lernt man direkt zu Beginn des Buches kennen, indem man mit ihm gemeinsam seine Vorgeschichte durchlebt und vor allem versteht. Als Atlanter ist er sehr mächtig, weshalb er sich eigentlich grundsätzlich vor den Menschen verschließt, um niemanden zu verletzen und sich selbst ebenso zu schützen. Die verschiedenen Zauber und magischen Wesen, die man durch ihn kennenlernt sind zusammen sehr komplex und nicht immer leicht zu erfassen, doch gerade das macht Indigo aus.
Ich fand es immer spannend ihm zu folgen und seine Beweggründe zu verstehen, sowie nachzuvollziehen wie anstrengend all das für ihn sein muss. Was genau ich meine erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest. Ich kann nur sagen, dass es unheimlichen Spaß macht die Charaktere zu verfolgen und diese unglaubliche magische Welt kennenzulernen, die mit jeder Seite beeindruckender wird.
Wirklich beeindruckend wurde es für mich vor allem, als Jade hinzukam. Sie hat unglaublich viel Lebensfreude, aber auch Angst, Verwirrung, Glück, Trauer, alle möglichen Empfindungen mit in die Geschichte gebracht, vor denen Indigo sich zu verschließen versucht. Sobald die beiden aufeinandertreffen wird es dementsprechend umso spannender und aufreibender und das war für mich auch der Punkt, an dem es immer besser wurde!
Beide Charaktere sind mir sympathisch und ich verstehe bei beiden die jeweiligen Beweggründe und Ängste. Wo Indigo sich distanziert und normal für seine Rolle als Atlanter verhält, ist Jade eben auch menschlich und repräsentiert dadurch das, was Indigo versucht zu verstehen. Ich mochte diesen Kontrast, der doch nie zu stark war und beide Welten unwiderruflich miteinander verbinden konnte. Und es wurde immer besser durch die unterschiedlichen Wesen, Welten, die magischen Dinge und die weise gewählten Worte von Seiten Indigos.
Zuerst kämpfen sowohl Indigo als auch Jade für sich, bzw. mit den Mitstreitern, die sie nun mal begleiten. Bei Indigo ist dies beispielsweise die einzigartige Opalfüchsin, bei Jade ihr Bruder. Später kommen immer mehr Charaktere hinzu, die man mal mehr, mal weniger lieb gewinnt. Diese sollte man unbedingt selbst kennenlernen, denn ob sie nun von Seiten Jade oder Indigo eingeführt werden, man lernt sie kennen und lieben und vor allem bringen sie Humor, Trauer und Spannung mit.
Die Story lässt keine Lücken, es gibt alles, was man sich wünschen kann! Magie, Spannung, aber auch ruhigere Momente, vorgeschichtliches Wissen, böse Mächte und Gefühle! Es fehlt an nichts und ich bin absolut hin und weg von dieser Welt. Zu Beginn fand ich es erst nicht ganz leicht allem zu folgen, doch es wurde immer besser und ab dem Einstieg mit Jade war ich dann voll dabei! 

Fazit:
In der Geschichte gibt es so viele Aufs und Abs! Die Charaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet und diese magische Welt unglaublich präzise und bildlich beschrieben. Ich habe mich trotz der gruseligen und zerstörerischen bösen Mächte verlieben können, denn die gute Magie ist immer wieder spürbar. Daher freue ich mich auf mehr Zeit mit den Charakteren und den Kampf gegen Scylla und den Jasmah-Isdar! Gerade das Ende des ersten Bandes lässt Fragen offen und den Leser mit einem Cliffhanger zurück. Umso gespannter bin ich nun auf die Fortsetzung und viele weitere magische Orte, Wesen und Momente zwischen den Charakteren :) Die Autorin hat einen sehr besonderen Schreibstil, der den Leser fesseln und entführen kann und ich bin sicher, dass der zweite Teil noch eine ganze Menge zu bieten hat! Insgesamt gibt es diesmal 5 Federn von mir, denn Indigo und Jade konnten mich durch Gefühle, unterschiedlichste Mächte und vor allem ein ganz besonderes Abenteuer überzeugen!

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(271)

697 Bibliotheken, 6 Leser, 7 Gruppen, 122 Rezensionen

hexen, magie, liebe, cate, bruderschaft

Töchter des Mondes - Cate

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 363 Seiten
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.08.2012
ISBN 9783863960247
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So lange bin ich um diese Reihe herumgeschlichen und dann habe ich sie mir endlich gekauft! Nach diesem ersten Band kann ich den zweiten kaum erwarten!
Cate ist die Hauptprotagonistin und es dem Leser leicht, ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen. Immer wieder ist mir aufgefallen, dass sie nur das Beste für ihre Schwestern will und sich verpflichtet fühlt, weil sie der verstorbenen Mutter ein Versprechen gegeben hat. Neben diesem muss sie aber noch weitere Erwartungen erfüllen, denn die Bruderschaft übt Druck auf die Mädchen aus und so hat Cate immer das Gefühl, kämpfen zu müssen. 
Die Bruderschaft nimmt in diesem Buch allgemein einen sehr großen Teilbereich ein. Sie sind Teil der Kirche und glauben, dass Frauen nicht das Recht haben sollten zu lernen und Hexen einzig und allein Böses anrichten können. Durch sie werden Frauen verhaftet, die oftmals keine Hexen sind und man findet heraus, dass sie eigentlich die Frauen der Prophezeiung suchen.
Ab der Prophezeiung wird es richtig spannend, denn Cate bekommt so noch mehr Druck: durch das Versprechen an ihre Mutter, die Bruderschaft, ihre damit verbundene Entscheidung - ob sie heiraten oder der Schwesternschaft beitreten wird - und die Schwesternschaft selbst. Bald weiß sie nicht mehr, wie sie die Magie ihrer Schwestern und von sich selbst verstecken soll und es kommt immer wieder zu Vorfällen, die auch den Leser ängstlich machen.
Ich selbst habe wirklich mit Cate mitgefiebert. Gerade was die Entscheidung der Heirat anging, denn diese wird - gerade zu Beginn - besonders in den Fokus gerückt. Paul mochte ich erst ganz gern, doch dann wurde er für mich etwas zu aufdringlich und ich mochte auch seine spätere Wortwahl nicht. Bei Finn war das etwas ganz anderes und ich bin sehr gespannt wie es nun mit den beiden weitergehen wird.
Sobald dann immer mehr Magie auftaucht, rücken auch Maura und Tess mehr in den Fokus und die beiden wachsen einem mal mehr mal weniger ans Herz. Ich habe Cates Entscheidungen und Ängste wirklich nachvollziehen können und fand vor allem das Ende des Buches sehr stark. Leider denke ich aber, dass es mit einer der Schwestern noch eine Menge Probleme geben wird.
Allgemein sind die Charaktere also sehr stark und ich habe die Angestellten, Finn, Mrs. Belastra, Maura, Tess, Sachi und Rory lieb gewonnen. Andere Charaktere, wie Elena, die Bruderschaft oder weitere Mitglieder der Schwesternschaft waren mir dauerhaft unsympathisch und ich denke, dass es auch in den Folgebänden zu Problemen kommen wird.

Fazit:
Das Buch war von den Ereignissen gesehen doch ruhiger als erwartet, was der Spannung aber nichts abtut. Ich mochte die eher ruhige Art der Geschichte und hatte auch kein Problem damit, dass der Fokus - gerade zu Beginn - eher auf der bevorstehenden Entscheidung Cates lag. Sie kämpft mit sich selbst und das wurde hier auch sehr gut hervorgebracht. Ob sie nun heiratet und ihre Schwestern somit wahrscheinlich zurücklassen muss, oder der Schwesternschaft beitretet und die Möglichkeit hat, mit ihnen zusammenzubleiben. Immer wieder kommt das Versprechen an die verstorbene Mutter mit ins Spiel und natürlich kommen nach und nach noch mehr Faktoren dazu, die Cate am Ende eine Entscheidung treffen lassen. Man merkt, dass sie selbstlos ist und sich mehr Gedanken um die Personen macht, die sie liebt, als um sich selbst. Auch was die Magie angeht verhält sie sich so und möchte alle schützen, was die Probleme dennoch nicht verhindert. Man erfährt hier eine gute Mischung aus Magie, Vorurteilen, der Frauenrolle in der damaligen Zeit und Entscheidungen. Mir hat all das sehr gut gefallen, weshalb es auch 4,5 Federn gibt :)

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(173)

344 Bibliotheken, 2 Leser, 8 Gruppen, 32 Rezensionen

thriller, wulf dorn, mord, psychiatrie, entführung

Kalte Stille

Wulf Dorn
Flexibler Einband: 445 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.03.2012
ISBN 9783453434035
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch habe ich von einer Freundin geliehen bekommen und war wirklich sehr neugierig auf die Geschichte. Da ich mittlerweile wahnsinnig gerne Thriller lese und mich auch gern mal verwirren lasse, war dieses Buch eigentlich perfekt.
Jan ist ein sympathischer Protagonist, der in seinem Leben schon eine ganze Menge gesehen hat und viele schlimme Momente erleben musste. Mit der Zeit wird einem als Leser immer klarer vor Augen geführt, dass er gar keine Chance hat ein normales Leben zu führen und die damaligen Ereignisse zu vergessen. Umso spannender wird die Reise mit ihm, die allerdings erneut viel Tod und viele Rätsel mit sich bringt.
Die Nebencharaktere waren wirklich gut ausgearbeitet und obwohl ich Schwierigkeiten mit den Namen hatte, weil es doch recht viele waren und ich oft nicht wusste wer nun was gemacht hat, muss ich sagen, dass ich die einzelnen Geschichten sehr spannend fand und es schön zu sehen war, wie am Ende alles zusammenkam.
Besonders sympathisch ist einem eigentlich nur Jan, doch zweifeln tut man eigentlich an allen Charakteren mal. Zumindest ging es mir damit so. Gerade Carla kam mir erst sehr vernünftig vor, doch mit der Zeit zweifelt man selbst an ihr. Ebenso ging es mir mit Marenburg und Dr. Rauh. Im Grunde genommen habe ich an allen einmal gezweifelt, bis auf die Person, die es dann auch wirklich war.
Die Story war an sich sehr spannend gestaltet, leider gab es für mich aber immer wieder gewisse Längen, die mich etwas gestört haben. Einzelne Tatsachen hätten für mich wegbleiben können, doch natürlich sollte es dadurch spannender gemacht werden. Der Fokus liegt für den Leser natürlich auf Jans Situation, da man hauptsächlich aus seiner Sicht liest. Dementsprechend war es auch mir selbst wichtig herauszufinden, was denn mit Sven passiert ist und ich bin froh, eine Antwort erhalten zu haben.
Neben Jan hat man aber auch noch andere Protagonisten, im Grund genommen erfährt man über jeden Charakter etwas und kann somit viele Handlungen nachvollziehen. Am meisten verbunden gefühlt habe ich mich allerdings mit Jan und muss sagen, dass mich seine Geschichte auch am meisten mitgenommen hat. Letztendlich hängt aber alles zusammen und es war interessant dem nach und nach auf die Schliche zu kommen.
Fazit:
Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und es war spannend, die Geschichten der einzelnen Charaktere nach und nach aufzudecken und verstehen zu lernen. Was mich etwas gestört hat waren die Längen, die gar nicht hätten sein müssen und es hat mich tatsächlich auch etwas gestört, dass ich an so gut wie jeder Person einmal gezweifelt habe. An sich ist das natürlich etwas, das ein Buch nur noch besser macht, doch mir war so kaum jemand sympathisch und ich konnte mich nur mit Jan wirklich identifizieren, was ich etwas schade fand. Die Story an sich ist sehr gut durchdacht und mir hat gerade die Auflösung auch unglaublich gut gefallen. Was Sven angeht hätte ich tatsächlich noch mehr erwartet und bin da schon fast enttäuscht zurückgelassen worden, insgesamt wurde aber alles aufgelöst und es sind keine Fragen offen geblieben, was ich persönlich immer ziemlich wichtig finde. An sich ist es eine spannende Geschichte, mit vielen wirklich schlimmen Situationen und grausamen Geschichten, die mich nur nicht dauerhaft fesseln konnte. Von mir gibt es daher 3,5 Federn :)

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960 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

mondprinzessin, mond, ava reed, liebe, fantasy

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich mein zweites Buch von Ava Reed zu Weihnachten bekommen habe war ich wirklich gespannt, wie es mir gefallen würde. Es gab die unterschiedlichsten Meinungen zu dem Buch und nun kann ich mir endlich meine eigene bilden :)
Lynn ist in meinen Augen eine wirklich sympathische und mutige Protagonistin, die versucht sich allem zu stellen und trotz allem Angst hat. Sie hat sich in meinen Augen absolut menschlich verhalten und eben auch menschliche Gefühle durchgemacht, obwohl sie scheinbar nicht menschlich ist und sich alles für sie verändert. Für mich haben ihre Reaktionen und ihr Mut sie nahezu perfekt gemacht.
Auch die Nebencharaktere empfand ich als interessant und obwohl ich gerade über den König und die Königin gern mehr erfahren hätte und zu ihnen auch eine noch engere Bindung hätte herrschen können, muss ich sagen, dass ich gerade die Momente in denen der Fokus auf ihnen lag, sehr mochte.
Neben den beiden lernt man aber noch weitere Charaktere kennen, die man kennen und lieben oder auch hassen lernt. So habe ich einen Teil der Prinzen, die vorkommen überhaupt nicht leiden können. Für mich gab es bloß einen Prinzen, der wirklich dauerhaft sympathisch war und die Situation hat mich teilweise wirklich an Selection erinnert, wobei es dennoch ganz anders war und einfach Spaß gemacht hat! 
Neben ihnen lernt man auch die Königsfamilien und vereinzelt einige Mondkrieger kennen, wobei es natürlich auch jemanden gibt, der für die damalige Entführung verantwortlich ist. Bloß wer? - Die Auflösung hat mich wirklich überrascht und war dann sogar nochmal richtig spannend!
Tia und Iza habe ich als unglaublich witzig und freundlich empfunden. Doch auch Juri konnte mein Herz erobern und man verliebt sich einfach in die Charaktere und die Idee der Autorin. Gerade die Idee ist es auch, die mich einfach nicht loslässt. 
Das Buch ist wirklich nicht dick und man hätte hier so viel rausholen können. Man merkt, dass die Autorin eine großartige Weltenkonstellation erschaffen hat und da macht es mich wirklich fertig, dass es ein Einzelband mit so wenig Seiten ist. Ich hätte hier wirklich gern mehr gelesen, noch mehr Details und mehr Zeit mit den Charakteren gehabt. Es ging mir diesmal echt zu schnell und ich wünschte, dass diese großartigen Ideen - insbesondere in Bezug auf die Planeten und die Gaben - umfangreicher umgesetzt worden wären. 
Fazit:
Hier hätte man tatsächlich eine gigantische Reihe zaubern können und trotzdem war ich erst froh, dass es ja ein Einzelband ist. Das Ende hat mich jetzt völlig zerstört und mit tausenden von Tränen zurückgelassen und ich bin mir auch sicher, dass sich nicht jeder damit anfreunden kann. Ich selbst finde es einerseits passend, andererseits aber auch unpassend und ich bin wirklich traurig, dass es schon vorbei ist, denn diesmal konnte die Autorin mich wirklich mit ihrer Story fesseln! Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn sie vereinzelt noch etwas mehr Tiefe hätten bekommen können. Doch auch die Idee der Planeten und der unterschiedlichen Gaben, der Begleiter, sowie die Beziehung zwischen Erde und Mond allgemein ist einfach großartig und genau deshalb finde ich es so schade, dass dieses Buch nicht noch mehr Umfang hat! Hier hätte ich gern noch viel mehr Lesezeit investiert, weshalb ich hoffe, dass die Autorin Geschichten wie diese in Zukunft noch detaillierter macht. Die Liebesgeschichte ist nicht zu sehr in den Mittelpunkt gerückt, obwohl sie mit der Zeit an Wichtigkeit gewinnt und mich auch überzeugen konnte. Insgesamt gibt es deshalb 4,5 Federn von mir!

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590 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

jugendbuch, thriller, jennifer rush, liebe, hide

Hide

Jennifer Rush , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.03.2014
ISBN 9783785575178
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Den zweiten Band habe ich mir direkt gekauft, als ich den ersten beendet hatte. Leider musste er wieder etwas warten, aber jetzt wo ich auch diesen gelesen habe muss ich sagen, dass diese Reihe einfach unglaublich gut ist!
Anna bleibt als Protagonistin genauso sympathisch wie im ersten Band und sammelt diesmal noch viel mehr Erinnerungen zu sich und Dani, aber auch zu den Jungs, als zu Beginn der Reihe. Sie trifft oft nachvollziehbare Entscheidungen und hinterfragt die Dinge erst dann, wenn es angebracht ist und auch wenn ich selbst manchmal schneller oder langsamer reagiert hätte finde ich es gut, dass sie sich so menschlich und unsicher verhält.
Bei den Jungs - also Sam, Nick und Cas - ist es schon etwas kontrollierter, weil sie wissen was sie wollen und wie sie sich zu verteidigen haben. Auch Anna hat eine Menge dazugelernt und zusammen ergeben sie einfach ein tolles Team, das kaum zu schlagen ist. Trotzdem merkt man, dass die Jungs noch geheimnisvoller sind und doch irgendwo eine Verbindung zwischen den Vieren besteht, die noch nicht aufgedeckt wurde. Genau diese Verbindung ist es auch, die einen immer weiter lesen lässt.
Im Laufe des Buches lernt man neben den Agenten Riley und Connor noch weitere Charaktere und auch Agenten kennen, mit denen man teilweise nie gerechnet hätte. Über eine Person war ich persönlich besonders geschockt und habe diese Denkweise auch nicht wirklich nachvollziehen können, trotzdem war es wieder gut durchdacht und eben auch großartig geschrieben! 
Gerade die ständige Flucht unserer Charaktere und der starke Zusammenhalt macht die Geschichte aus und man merkt, wie die Beziehungen immer weiter wachsen und nicht mehr weg zu denken sind. Ich kann mir nun nicht mehr vorstellen, Anna ohne die Jungs zu erleben und dementsprechend verhalten sich die Vier auch, denn keiner von ihnen möchte die anderen verlieren. 
Besonders spannend fand ich wieder einmal die Kampfszenen und auch die unterschiedlichen Entführungen, Erinnerungen und Taten. Diese Reihe lebt durch ein ständiges Hin und Her an guten und schlechten Situationen und man weiß einfach nie, ob man nun doch noch jemanden verliert. Umso besser hat mir das Ende gefallen, auf das im Grunde genommen alles zugeht und letztendlich kann ich nur sagen, dass ich mich unglaublich in jeden einzelnen Charakter verliebt habe.

Fazit:
Für mich ist diese Reihe etwas ganz besonderes und ich habe die Geschichte der Charaktere unglaublich gern mit verfolgt. Ob nun Sam, Cas oder Nick, die Jungs sind allesamt großartig mit all ihren Macken und Fähigkeiten. Obwohl die Geschichte auch eine Menge Gewalt und eine Vielfalt an Gefühlen bereithält muss ich sagen, dass gerade das die Bücher ausmacht und man eben alles hat, was ein gutes Buch braucht. Die allgegenwärtige Flucht von Anna und den Jungs wird zum Normalzustand und die Suche nach Erinnerungen rückt diesmal noch viel weiter in den Vordergrund. Anna macht eine Menge Fehler und entscheidet sich nicht immer für die richtigen Entscheidungen, doch so ist auch der menschliche Aspekt vertreten und die Beziehung, die sie zu den Jungs hat ist nach wie vor nicht zu übersehen. Gerade diese Verbindung hat mich auch immer weiterlesen lassen, weil ich sie besonders berührend fand und mir klar war, dass noch mehr dahinterstecken musste. Deshalb und für das tolle Ende gibt es nun 4,5 Federn!

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202 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

the cage, megan shepherd, science fiction, entführt, dystopie

The Cage - Entführt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.08.2016
ISBN 9783453268937
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Auf dieses Buch war ich wirklich super gespannt! Nach all den positiven Meinungen und Vergleichen mit anderen wirklich guten Büchern wurden meine Erwartungen definitiv hochgeschraubt und deshalb war ich nicht ganz so geflasht, wie alle anderen.

Als Hauptprotagonistin kann man vor allem Cora bezeichnen, weil sie in diesem Buch schnell in den Fokus rückt und so eine noch größere Rolle spielt, als die anderen Protagonisten. Durch ihre mit der Zeit völlig andere Sichtweise auf die neuen Umstände wird sie schnell zur Außenseiterin in ihrer Gruppe und versucht selbst, einen Weg aus dem Chaos herauszufinden. Für mich war sie definitiv der sympathischste Charakter, weil sie einfach an ihrem Ziel festhält und sich meiner Meinung nach auch entwickelt.

Natürlich möchte ich euch an dieser Stelle nicht spoilern, ich fand es aber wirklich interessant, wie unterschiedlich die Protagonisten sich verhalten haben und auf welches Ende es letztendlich hinausläuft. Wo ich bei Cora das Gefühl hatte, dass sie versucht alles zu retten, hatte ich bei den anderen das Gefühl, dass sie sich zurückentwickeln und nichts mehr wahrnehmen. Teilweise habe ich wirklich Hass empfunden, weil sie so naiv und starrköpfig waren.

Besonders negativ aufgefallen ist mit Nok, die zu Beginn als zerbrechliches Mädchen auftritt und dann so ganz anders wird. Mich hat diese Entwicklung wirklich überrascht und auch schockiert, denn ich finde nicht, dass man sein Verhalten auf die Art rechtfertigen kann, wie sie es tut. Ebenso ging es mit mit Ralf und teilweise auch mit Lucky, denn beide versuchen, das System nicht anzuzweifeln und so hatte ich das Gefühl, dass sie die Probleme einfach ausblenden.

Leon war für mich ein Protagonist, der leider nicht so oft vertreten war, den ich aber trotzdem unheimlich interessant fand und bei dem ich auch glaube, dass er in den nächsten beiden Bänden noch mehr von Relevanz sein wird. Mali fand ich super spannend, sie war so ganz anders als die anderen und hat mir durch ihr sonderbares Verhalten besonders gut gefallen.

Natürlich muss ich auch Cassian noch nennen, von dem ich im Nachhinein immer noch nicht weiß, was ich von ihm halten soll. Ist er nun gut oder schlecht? Ist er ehrlich oder nicht? Mag er Cora oder ist er einfach nur anders? Ich bin unglaublich gespannt, wie es in Bezug auf die beiden weitergehen wird und auch in anderer Hinsicht bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung, denn die Umstände gegen Ende sind so ganz anders als zu Beginn und teilweise waren mir viele Charaktere wieder um einiges sympathischer.

Die Story kann ich an sich nur als gut befinden, allerdings hat mir teilweise wirklich Spannung gefehlt. Es fing gut und interessant an, man wollte wissen, wie es weitergeht und was noch passiert, vor allem natürlich, was es mit dem sonderbaren Umfeld auf sich hat. Auch die Täuschungen und die neuen Lebensformen waren unheimlich interessant. Je näher man der Wahrheit und dem tatsächlichen Leben dort gekommen ist, desto besser wurde es und deshalb denke ich auch, dass mich Band 2 wesentlich mehr beeindrucken wird.

Die verschiedenen Lebensformen und Kulturen, die genannt wurden - insbesondere natürlich die Kindred - haben mich mit am meisten in dem Buch gehalten und ich fand diese Entwicklung nicht nur überraschend, sondern auch mal so ganz anders. Ich möchte jetzt wirklich nicht ins Detail gehen, kann euch aber sagen, dass es sich lohnt diese Charaktere kennenzulernen. Einfach weil sie einzigartig sind.


Fazit:
An sich hat mir das Buch gut gefallen und es gab auch spannende Elemente, die mich festhalten konnten, trotzdem muss ich sagen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Wahrscheinlich liegt das an den vielen positiven Rückmeldungen, ich persönlich empfand es teilweise auch als langatmig und wiederholend. Cora hat sich oft ähnlich verhalten, auch wenn es letztendlich immer auf andere Ergebnisse hinausläuft. Trotzdem wollte man weiterlesen und allein wegen der neuen Lebensformen, bzw. Kulturen - besonders der Kindred - wissen, wie es weitergeht. Cassian hat mich nachhaltig beschäftigt und ich finde dass er jemand ist, der einfach undurchschaubar wirkt und mich persönlich am meisten beeindruckt hat. Neben ihm mochte ich auch Cora sehr gern und bei allen Protagonisten und Nebencharakteren konnte man Nachwirkungen und Verhaltensweisen der Isolation beobachten. Es war spannend zu sehen, wie sich einige Charaktere in brenzligen Situationen verhalten würden und obwohl mir die meisten unsympathisch geworden sind, muss ich sagen, dass das Ende nochmal einiges wieder gut und vor allem spannend gemacht hat. Ich freue mich auf Band 2 und vergebe 4 Federn :)

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447 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

spiegelsplitter, magie, fantasy, spiegel, ava reed

Spiegelsplitter (Die Spiegel-Saga 1)

Ava Reed
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.10.2015
ISBN 9783551300447
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich habe ich es geschafft, dieses Buch zu lesen :) Die ganze Zeit über wollte auch ich etwas von Ava Reed kennenlernen und nun war Spiegelsplitter mein erstes Buch von ihr!

Caitlin ist eine sympathische Protagonistin, die mir an sich gut gefallen hat. Sie lebt relativ einfach, wenn man von einigen Umständen absieht und arbeitet in einer Buchhandlung. Durch ihre Besonderheit mit den Spiegeln ist man automatisch interessiert an ihrer Geschichte und so hatte ich auch Spaß daran herauszufinden, wer sie ist und was es damit auf sich hat. 
Es gab aber auch Dinge, die mich ab und an gestört haben, zum Beispiel, dass sie sich ziemlich schnell auf einen Jungen einlässt und den Leuten auch schnell Vertrauen schenkt. Darüber hinaus hatte ich das Gefühl, dass sie ständig bewusstlos oder am Schlafen war, wobei sich das gegen Ende auch gebessert hat.
Neben ihr lernt man auch Finn als Protagonisten kennen und man erlebt jedes Kapitel aus beiden Sichten. Da Finn mir an sich ebenfalls sympathisch war, fand ich das nicht weiter schlimm und es gab auch oft interessante Details, die man sonst nie erfahren hätte. Trotzdem muss ich sagen, dass es auf Dauer etwas langatmig war und ich mir das etwas anders gewünscht hätte. 
Abgesehen davon hat es mich auch hier gestört, wie schnell er von Cat gefangen genommen wird, andererseits hatte die Beziehung zwischen den beiden auch etwas sehr besonderes, das man später nach und nach aufdeckt. Seine Fähigkeiten sind natürlich sehr besonders und waren definitiv spannend, zumal er durch sie eine Art Heldenrolle einnehmen konnte.
Die Nebencharaktere haben mir hier sehr gut gefallen, gerade Kohana und Raphael, sowie Erin fand ich interessant. Doch auch Lorcan, Myra und Aidan haben mir wahnsinnig gut gefallen und man hat gemerkt, wie sie praktisch alle eine große Familie bilden! Die Nähe der Charaktere zueinander war somit ein großer Pluspunkt für mich.
Besonders interessant ist allerdings die Story, denn hier hatte ich tatsächlich eine ganze Menge erwartet. Die Auflösung rund um die Spiegel hat mir sehr gut gefallen und auch Scáthàn war unglaublich gut ausgearbeitet und konnte mich von sich überzeugen. Selbst die Auflösung um Cats Mutter war absolut gelungen und ich hätte nicht mit etwas so Großem gerechnet, weshalb es definitiv den richtigen Effekt erzielt hat!
Ansonsten muss ich aber sagen, dass es mich etwas gestört hat, dass die Verbindung von Cat und Finn so in den Vordergrund gerückt ist und es doch recht schnell ging. Obwohl es einen Grund dafür gibt, finde ich, dass man dem Ganzen mehr Zeit hätte geben können, also nicht direkt so stark wiegt. Anders kann ich es nicht beschreiben, ansonsten hat mir die Verbindung aber auch gut gefallen.

Fazit:
An sich hat mir das Buch wirklich gut gefallen, denn die Idee dahinter ist einfach großartig und auch Cats Familie konnte mich für sich gewinnen. Es ist einfach interessant, was hinter ihrer Herkunft steckt und inwiefern Caitlin davon beeinflusst wird. Dementsprechend verhält es sich auch mit den Nebencharakteren ähnlich. Sie waren mir fast alle sofort sympathisch und auch die Idee mit den Spiegeln konnte mich voll und ganz für sich gewinnen. Durch den Schreibstil kam ich schnell voran und doch muss ich sagen, dass er mir ab und an etwas zu kindlich gestaltet war. Ich kann nicht genau erklären wieso, aber hunterprozentig war es noch nicht meins. Ähnlich verhält es sich mit der Verbindung zwischen Caitlin und Finn, die ich an sich wahnsinnig gut durchdacht finde, andererseits aber denke, dass es etwas zu schnell ging und sie kaum Zeit hatten, sich wirklich kennenzulernen. Da hilft auch das Drum Herum nicht viel und es war auf Dauer auch etwas langatmig, alles aus beiden Sichten zu erleben. Die Story hat allerdings noch einiges rausgehauen, denn ich denke, dass die Autorin da wirklich tolle Ideen reinstecken konnte. Die Charaktere habe ich lieb gewonnen und auch Scáthàn und das Ende waren großartig, deshalb gibt es von mir 4 Federn!

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1.523 Bibliotheken, 12 Leser, 10 Gruppen, 84 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, psychothriller, berlin, amnesie

Splitter

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2010
ISBN 9783426503720
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach meinen ersten beiden Büchern des Autors habe ich mich wirklich sehr auf das nächste Buch gefreut. Dieses ist dann - wie man unschwer erkennen kann - Splitter geworden. 
Tatsächlich war das mein bisher verwirrendstes Buch des Autors, weil ich die ganze Zeit über keine Ahnung hatte, worauf es hinausläuft und worum es überhaupt geht. Normalerweise würde ich das gut finden und natürlich ging es mir bei den letzten beiden Büchern des Autors ähnlich, aber hier war es nochmal etwas anders. Es war einfach nur verwirrend. Ich wusste nie, ob ich das Buch nun gut finde oder nicht, weil es sich ständig widersprochen hat und ich nicht wusste, was ich nun behalten kann und was nicht. Man hat eigentlich kaum eine Chance selbst zu knobeln.
Der Protagonist, den wir hier begleiten ist Marc Lucas, der mir eigentlich sehr sympathisch war und mich einzig und allein durch seine eigenen Gedanken immer wieder durcheinander gebracht hat. So verwirrt wie er ist, ist man auch als Leser, was ich eigentlich als sehr positiv empfinde. Gleichzeitig hatte ich aber auch das Gefühl, dass er die Dinge nicht immer direkt dort untersucht, wo ich sie selbst zuerst untersucht hätte.
Es war unheimlich interessant zu sehen, wie Marc versucht hat zu einem Ergebnis zu kommen und zu verstehen, ob er nun verrückt ist, oder ob ihm tatsächlich etwas so unerklärliches passiert. Natürlich haben die einzelnen Nebencharaktere ihm nicht immer geholfen die Wahrheit herauszufinden, sondern ihn nur noch mehr verwirrt, was letztendlich alles zusammenläuft, obwohl man das nie und nimmer denken würde.
Natürlich kann ich euch dazu nicht mehr sagen, aber es gibt auch diesmal wieder eine ganze Menge Charaktere, die letztendlich eine große Rolle spielen, auch wenn sie nur sehr kurz erscheinen. So nehmen die im Vordergrund stehenden Nebencharaktere, wie Constantin, Sandra, Emma und Benny natürlich eine große Rolle ein, gleichzeitig sollte man aber auch Haberstedt, Bleibtreu und Valka nicht unterschätzen. 
Die Auflösung war auch in diesem Fall wieder große Klasse, was mir aber aufgefallen ist, dass es in diesem Fall schwierig war, die Spannung die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten. Ich hatte leider nicht dauerhaft das Bedürfnis unbedingt weiterlesen zu müssen und so empfand ich einige Stellen schon als etwas langatmig, weil man einfach das Gefühl hatte, nicht weiterzukommen. Das Ende hat mich dann allerdings wirklich überzeugt und ich fand es wahnsinnig gut gelöst. Damit hätte ich nun wirklich nie gerechnet.
Fazit:
Obwohl das Buch für mich mein bisher schwächster Thriller des Autors ist muss ich sagen, dass ich es dennoch wirklich gut fand und das Ende so wieder einmal nie erwartet hätte. Der Autor weiß, wie man mit den Gedanken des Lesers spielen muss, um ihn auf eine völlig falsche Fährte zu führen und so ging es mir auch diesmal so, dass ich nicht einmal an einen derartigen Ausgang gedacht habe. Trotz allem muss ich auch sagen, dass ich einige Stellen als langatmiger empfand und nicht dauerhaft gefesselt war, was ich sehr schade fand. Mir hat die dauerhafte Spannung gefehlt, die ich bei den bisherigen Büchern des Autors einfach immer gespürt habe. Da die Verwirrung des Protagonisten Marc sich aber auf den Leser überträgt und man ebenso wenig wie er mit diesem Ende rechnet, muss ich sagen, dass ich wieder einmal ein großes Lob an den Autor ausspreche, der einfach mit Worten umzugehen weiß. Von mir gibt es diesmal 4 Federn!

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215 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

märchen, anthologie, fantasy, drachenmond, kurzgeschichten

Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln

Julia Adrian , Susanne Gerdom , Kate Forsyth , Nina Blazon
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.10.2016
ISBN 9783959911818
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich dieses Buch in der Leserunde auf Lovelybooks lesen durfte, war ich wirklich gespannt! Diesmal haben gleich mehrere Autoren und Geschichten auf mich gewartet, von denen ich viele sehr geliebt habe!

Da es eine Sammlung von Kurzgeschichten ist, kann ich jetzt natürlich nicht auf einzelne Charaktere eingehen, was ich aber sagen kann ist, dass alle Geschichten etwas sehr eigenes hatten und mich meistens völlig von sich überzeugen konnten :)

Besonders hervorgestochen ist der düstere Aspekt der Märchenadaptionen und auch, wenn ich nicht alle Märchen kannte, hat es mir gut gefallen, inwiefern die Autoren ihre eigenen Aspekte mit eingebracht oder eine Geschichte zu einer völlig anderen gemacht haben. Besonders toll fand ich vor allem die Geschichten:

Knochenlicht, Das knöcherne Mütterlein, Das Rosenkind, Das Gewissen der Welt, Die Kinderfresserin und Sei still und lausche. Auch alle anderen Geschichten haben mir sehr gut gefallen, wobei diese hier für mich persönlich so ziemlich perfekt waren und gerade über die Geschichte zur 13. Fee habe ich mich natürlich sehr gefreut!

Tatsächlich mag ich gerade die düstere Ausprägung der Geschichten, denn man erkennt mit dieser Sammlung auch andere Sichtweisen auf die Dinge. So hat mich die Geschichte um Rumpelstilzchen verstehen lassen, dass ich vielleicht immer falsch gedacht habe und es anders hätte angehen können. Auf der anderen Seite gibt es Adaptionen zu Aschenputtel, die sie ebenfalls ganz anders darstellen, als sie normalerweise dargestellt wird. Dazu werde ich euch natürlich nicht weiter spoilern, das wäre einfach zu schade. Ihr müsst diese Geschichten einfach selbst erleben.

Bei einer so großen Sammlung kann einem natürlich nicht immer alles perfekt gefallen und so bin ich auch unsicher, was ich denn insgesamt zu diesem besonderen Buch sagen kann. Es hat Spaß gemacht andere Sichtweisen kennenzulernen und sich vor allem auch mal etwas zu gruseln. Und es war einfach schön, so viele unterschiedliche Autoren kennenzulernen. Etwas ganz besonderes waren für mich aber auch die unterschiedlichen Charaktere.


Fazit:
Jeder der sich für Märchen und Märchenadaptionen interessiert, sollte diesem Werk einen zweiten Blick schenken. Man findet hier wirklich alle möglichen Geschichten und merkt sofort, dass all die Autoren mit Herz und Blut gearbeitet und geschrieben haben. Es stecken sowohl gruselige und düstere, als auch schöne und romantische Elemente in den Geschichten und so ist definitiv für jeden etwas dabei. Mich persönlich haben diesmal vor allem die düsteren Geschichten packen können und so habe ich natürlich auch meine Favoriten, was für jeden von euch aber wieder ganz anders aussehen kann. Für mich war es einfach schön diese unterschiedlichen Sichtweisen auf die Dinge zu erleben und so tatsächlich auch über das ein oder andere Märchen in neuer Form nachzudenken. Ich habe jeden Tag 2 Geschichten verschlungen und gerade vor dem Schlafengehen ist es schön, einfach nochmal zu einer davon greifen zu können. Auch die Charaktere und die Welten, in denen wir uns befinden, werden toll und detailliert dargestellt, sodass man sich alles sehr genau vorstellen kann und die gedachte Stimmung besser vermittelt werden kann. Von mir gibt es deshalb auch 4 Federn für diese schöne Sammlung :)

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(857)

1.576 Bibliotheken, 67 Leser, 5 Gruppen, 257 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach meinem ersten Buch des Autors wollte ich direkt das zweite lesen und hatte es auch schon hier liegen. Sein neuestes Buch, Das Paket, hat mich beinahe genauso begeistert wie Die Therapie. Im Nachhinein muss ich wohl oder übel sagen, dass ich jetzt alle Bücher des Autors lesen will.
Die Hauptprotagonistin ist diesmal Emma, die man schon zu Beginn als kleines Kind und später als erwachsene Frau kennenlernt. Immer wieder wird ihr in irgendeiner Form unterstellt, dass sie sich Dinge nur einbilde und mit der Zeit weiß man auch als Leser nicht mehr, was man glauben soll. Typisch für Fitzek. Ich fand Emma, trotz ihrer Fehler, unglaublich interessant und sympathisch, auch wenn sie gegen Ende eine ganz andere Person ist, als zu Beginn des Buches.
Besonders interessant ist natürlich die Entwicklung von Emma, denn wo sie zu Beginn eine angesehene Psychiaterin ist, wird sie im Nachhinein selbst als unzurechnungsfähig hingestellt und man wird als Leser auf alle möglichen Wege geführt, denn erst das Ende kann alles auflösen und einem die eigenen Theorien abnehmen. 
Die Story ist diesmal wieder super und ich fand es so unglaublich spannend den wirren Ereignissen gemeinsam mit Emma auf die Schliche zu kommen. Man wusste nie was nun echt ist und was nicht und die meiste Zeit hatte ich einfach nur Mitleid mit Emma. Sie trifft verrückte Leute, bei denen man selbst genauso misstrauisch wird, wie sie selbst und ich war dauerhaft am Überlegen, wer der Täter sein könnte.
Die Nebencharaktere wurden ebenso gut und ausdrucksstark dargestellt, wie Emma, denn jede Person hat eigene Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen bekommen, sodass es leicht war ihnen Sympathie oder Misstrauen entgegenzubringen. Ob nun Philipp, Jorgo, Sylvia, Dr. Roth, Palandt oder Konrad, ich hatte so gut wie jeden mal im Verdacht und dachte dann wieder, dass man den Täter vielleicht noch gar nicht kennt. Natürlich habe ich meinen Verdacht dementsprechend mehrmals gewechselt und wisst ihr was? - Ich lag erst kurz vor der Auflösung richtig...

Fazit:
Für mich ist auch dieses Buch wieder ein großartiger Thriller des Autors, der mir nur erneut bestätigt, dass ich alles von Fitzek lesen muss! Ich liebe es, nicht zu wissen wer der Täter ist und immer im Dunkeln zu tappen, denn so bringt das Buch unheimlich viel Spannung mit sich und man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Emma ist eine wirklich sympathische Protagonistin, bei der man trotzdem nie weiß, ob sie nun in ihrer eigenen Welt umherirrt, oder sie all das wirklich erlebt. Besonders interessant war auch, dass sie durch ihren eigenen Beruf die Symptome, die sie sonst nur an ihren Patienten sieht, an sich selbst erkennen konnte und man so wieder einmal psychologische Informationen bekommen hat. Ich persönlich finde so etwas immer ganz toll und es hat das Buch für mich nur noch besser gemacht. Teilweise waren aber auch sehr viele wirre Gedanken da, die mich etwas verwirrt haben, die gegen Ende aber eigentlich alle aufgelöst wurden. Da auch die Nebencharaktere wieder unglaublich stark dargestellt wurden und das Ende mich sprachlos gemacht hat, gibt es von mir diesmal 4,5 Federn :)

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1.741 Bibliotheken, 13 Leser, 13 Gruppen, 221 Rezensionen

thriller, psychothriller, schizophrenie, therapie, psychiater

Die Therapie

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2006
ISBN 9783426633090
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Dieses Buch hat mich so neugierig gemacht und ist jetzt tatsächlich mein erster Fitzek-Thriller gewesen. Ich bin wirklich froh, dass es dieses Buch war und kann euch jetzt auch zufrieden etwas darüber erzählen :)
Viktor Larenz ist unsere Hauptfigur und war mir die meiste Zeit über sehr sympathisch. Da man aus seiner Sicht liest hat man oft nur eine beschränkte Sichtweise, was ganz normal ist, einen in diesem Buch aber verrückt machen kann. Es war so spannend der Geschichte mit ihm zusammen auf den Grund zu gehen und das Verschwinden seiner Tochter aufzudecken. Er ist ein unglaublich interessanter und vielschichtiger Charakter und das nicht nur wegen seinem Berufsfeld, deshalb kann ich euch das Buch allein seinetwegen weiterempfehlen!
Die Nebencharaktere waren ebenfalls ganz toll ausgearbeitet und haben mich teilweise wirklich Angst haben lassen, weil ich nie wusste, wem ich nun trauen kann und wem nicht. Selbst als ich dachte, dass das Geheimnis aufgedeckt wurde war dem wieder nicht so und es kam wieder eine neue Spur. Und selbst im Aha-Moment, wo ich wirklich dachte: Das ist es jetzt, nein, selbst da war es nicht das eigentliche Ende und das war einfach grandios gemacht!
Josy spielt hier natürlich mit die größte Rolle, doch man lernt sie nie wirklich kennen, weil sie ja verschwunden ist und trotzdem hat man als Leser irgendwie eine Bindung zu ihr, die durch ganz unterschiedliche Informationen und Charaktere entsteht. Besonders toll dargestellt fand ich auch Anna, die für mich mit die angsteinflößendste Person war und doch einen sehr positiven Effekt hatte. Sie hat unheimlich viel Spannung mit in die Geschichte gebracht, sodass ich das Buch an einem einzigen Tag verschlungen habe.
Isabell, die Frau von Viktor, lernt man wie Josy nur etwas kennen und glaubt trotzdem mehr über sie zu wissen. Was sie angeht ging es für mich immer hin und her und ich wusste nie, ob ich sie nun mag oder nicht. So ging es mir auch mit Haberstaedt und einigen anderen Charakteren, aber ein sehr entscheidender Charakter war für mich auch Roth, der erst gegen Ende auftritt und nochmal sehr viel Inhalt mitgebracht hat.
Dieser Inhalt, den man am Ende der Geschichte erfährt ist nicht nur ein Großteil von dem, was man sowieso schon weiß, sondern noch so viel mehr und doch muss man meiner Meinung nach die ganze Geschichte kennen, um es genauso großartig und grausam zugleich finden zu können. Ich persönlich habe das Ende dennoch als sehr positiv empfunden, was eine Freundin von mir allerdings wieder ganz anders sieht und wozu ich jetzt auch nichts weiter sage :)
Fazit:
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mehr als nur froh bin, endlich meinen ersten Fitzek gelesen zu haben! Es hat so viel Spaß gemacht die Charaktere kennen zu lernen und das Geheimnis um Josy und so vieler anderer Charaktere nach und nach aufzudecken. Mit diesem Ende hätte ich nie gerechnet und es gab zwischendurch immer wieder Momente, in denen ich dachte, dass ich jetzt endlich weiß wer es war und was es damit auf sich hat, ich es dann aber doch nie begriffen und mich geschickt hinters Licht geführt lassen habe. Es war so genial, dass ich es an einem einzigen Tag gelesen habe, weil ich nicht schlafen konnte, ohne zu wissen wie es ausgeht. Die Charaktere sind so vielschichtig und gerade Viktor als Hauptfigur ist großartig, allein durch seinen Beruf und seine Gefühle bezüglich seiner Tochter. Durch seine Berufserfahrung lernt man immer wieder Details zum Bereich der Psychologie, der mich sehr interessiert und was ich daher wirklich toll fand. Das Ende hat alles noch besser und spannender gemacht, auch wenn man sowohl traurig, als auch glücklich gemacht wird. Negatives habe ich also nicht zu nennen und dementsprechend kann es von mir auch nur 5 Federn geben! Anscheinend muss ich jetzt schnell alle Bücher des Autors haben ;)

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