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298 Bibliotheken, 25 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

götter, liebe, marah woolf, jugendbuch, hass

GötterFunke - Hasse mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 25.09.2017
ISBN 9783791500416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem ersten Band war ich mir nicht sicher, ob ich auch den zweiten lesen würde. Doch als dieser nun erschien, war für mich sofort klar, dass ich einfach wissen muss wie es weitergeht. Die Reihe hat somit absolutes Suchtpotenzial für mich.
Jess hat mir in diesem Band definitiv besser gefallen als in Band 1. Wo sie dort nur auf Cayden fixiert war und ihre eigenen Bedürfnisse hinten angestellt hat, entwickelt sie in diesem Band eine Stärke, die ich gern beobachtet habe und auch wenn sie ihm nach wie vor deutlich verfallen ist muss ich sagen, dass ich ihr diesmal deutlich lieber zugesehen habe. Sie konnte ihn abweisen und ist doch schwach geworden, aber trotz allem hat sie ein weitaus größeres Gefühl für sich selbst bekommen.
Doch auch Cayden hat sich in meinen Augen weiterentwickelt und ich mochte es sehr, dass er Jess diesmal etwas mehr Freiraum gegeben hat. Man hat zwar auch hier nach wie vor das Gefühl, dass er die Mädchen verfolgt und es nicht schafft auf Abstand zu gehen, allerdings merkt man diesmal eher, dass es die Mädchen sind, die sich um ihn scharen und nicht er um sie. Abgesehen davon hat sich sein Bild in diesem Band verändert, denn ich empfinde mittlerweile sogar Sympathie für ihn, die im ersten Band nicht da war. Und das nur weil er mir seine bessere Seite zeigen konnte.
Auch die anderen Götter, wie Athene, Zeus, Hera, Apoll und Hermes mochte ich diesmal mal mehr mal weniger. Meine Einstellung hat sich vor allem bezüglich Athene und Zeus verändert, weil diese sich in diesem Band doch sehr unsympathisch gemacht haben und ich unglaublich enttäuscht über ihre Art zu Denken war. Hera und Apoll mochte ich eigentlich immer und Hermes ist für mich durch seine Passagen in den Mittelpunkt gerückt. Er und der Wolf Kalchas gehören definitiv zu meinen Lieblingsfiguren! Doch auch Jess Mutter hat mir diesmal ganz gut gefallen und vor allem ihre Schwester habe ich ins Herz geschlossen!
Natürlich gibt es auch diesmal wieder den großen Wettstreit aus Band 1 und diesmal ist es nicht Robyn, die als Einsatz auserwählt wird. Ich fand es schon schade, dass Jess auch diesmal wieder Teil eines Spiels der Götter wurde und dass diese kaum Zweifel an ihren eigenen Taten gezeigt haben. Allgemein fand ich Jess ziemlich leichtsinnig und habe nicht verstanden, wieso sie vieles nicht weiter hinterfragt hat. Doch wenigstens hat sie irgendwann versucht Nachforschungen anzustellen und sich gegen die Götter zu richten. Und auch die Götter haben etwas mehr Gefühl gezeigt.
Neben dem Wettstreit gibt es aber noch zwei weitere Hindernisse, die Jess und Cayden auf gewisse Art auseinander halten: Mateo und Agrios. Mateo wird ziemlich schnell in die Geschichte eingeführt und war mir persönlich von Anfang an nicht ganz geheuer. Dennoch ist er eine mehr oder weniger spannende Figur gewesen. Mir war er nicht wichtig, dennoch wollte ich wissen was es mit ihm auf sich hat. Letztendlich war es nicht überraschend, eine Kleinigkeit konnte mich dann aber doch überzeugen ;) Agrios hingegen kennt man bereits aus Band 1 und bei ihm hat mich eigentlich nichts überrascht. Dennoch mochte ich ihn als Charakter ganz gern.
Was ich besonders schön an der Geschichte finde ist, dass es nicht nur eine Liebesgeschichte mit Suchtpotenzial, sondern auch Göttergeschichten und einen Wettkampf gibt. Und genau diese drei Elemente machen die Geschichte interessant und spannend. Tatsächlich konnte ich diesmal nicht aufhören zu lesen und obwohl dieses Gefühl auch in Band 1 vorhanden war, fand ich es dort auf Dauer ziemlich anstrengend und es ist nun nicht mehr mit diesem Band zu vergleichen.

Fazit:Die Geschichte hat mich diesmal definitiv ein ganzes Stück mehr überzeugt als es in Band 1 der Fall war! Cayden hat sich menschlicher verhalten und Schwächen gezeigt. Er war nun auch für mich nicht mehr nur der arrogante und vor allem ignorante Idiot der Götter, der nur auf sich selbst fixiert ist, sondern hat auch an Jess gedacht und ist zum Teil sogar auf ihre Wünsche eingegangen. Man hat an einigen Stellen gemerkt, dass er sich wirklich für sie interessiert und das hat mir persönlich gut gefallen. Was ich nicht mochte war allerdings nach wie vor sein sehr aufdringliches Verhalten und natürlich nach wie vor die Tatsache, dass er mit jedem Mädchen etwas anzufangen scheint. Auch die negativen Aspekte der Geschichte - wie Agrios - konnten mich überzeugen und vor allem Robyn hat diesmal eine sehr nervige und noch negativer aufgeladene Rolle angenommen, die ich schrecklich, aber absolut passend fand. Natürlich fand ich auch die kleinen Dramen toll, die der Geschichte Spannung verliehen haben. Obwohl doch alles sehr vorhersehbar war muss ich sagen, dass die Geschichte süchtig macht und ich nicht aufhören konnte zu lesen. Es hat einfach Spaß gemacht und daher freue ich mich natürlich auch auf Band 3!  Ich fand es schön wie sich alles entwickelt hat und bin unheimlich froh, dass das Ende des zweiten Bandes so verlaufen ist wie es der Fall war! Deshalb gibt es diesmal 4,5 Federn!

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453 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 138 Rezensionen

zukunft, geheimnisse, liebe, lügen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich vor allem durch das Cover und die Leseprobe aufmerksam geworden. Nach dieser musste ich es unbedingt lesen und jetzt wo ich es durch habe kann ich wirklich sagen, dass es mich unglaublich gefesselt hat und die Geheimnisse, Intrigen, die verschiedenen Persönlichkeiten und Sichten der Charaktere alles sehr spannend gemacht haben!
Durch den Klappentext könnte man schnell denken, dass sich die Geschichte nur um eine Protagonistin dreht. Durch einen einzigen Blick ins Buch fällt aber schnell auf, dass nicht nur Avery, sondern noch zahlreiche weitere Charaktere im Mittelpunkt stehen und man so aus verschiedenen Sichten liest.
Avery war mir anfangs mal mehr, mal weniger sympathisch. Ich konnte sie nie richtig einschätzen und immer wenn ich dachte, dass ich es kann, kam irgendeine Wendung, die dein gesamtes Bild durcheinandergebracht hat. Das war bei allen Charakteren immer wieder der Fall, weil sie sich bereits in diesem ersten Band enorm entwickeln. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch Avery ein riesen Geheimnis hat, das nicht ans Licht kommen darf, weil es nicht nur ihre Familie, sondern auch ihre Perfektion zerstören könnte.
Leda ist Averys beste Freundin und in einigen Situationen sehr eifersüchtig auf sie, weil Avery perfekte Gene bekommen hat und so nie einen Fehler zeigt. Leda hingegen kommt gerade aus der Entzugsklinik und ist dementsprechend abhängig von speziellen Drogen. Auch sie hat ihre Gründe und man merkt schnell, dass die Geheimnisse oftmals mit denen anderer Charaktere zusammenhängen. Mehr möchte ich dazu nicht verraten, doch ich muss sagen, dass mir Leda mit jedem Mal unsympathischer wurde, obwohl ich anfangs dachte, dass sie mir die liebste wird.
Eris konnte ich anfangs ebenfalls so gar nicht leiden. Sie war einfach nur verzogen und verwöhnt und man merkt schnell, welche Charaktere an der Spitze und welche eher unten im Wolkenkratzer leben. Denn je nach Stellung variieren auch die Etagen und Eris steht zu Beginn an der Spitze. Als sie alles zu verlieren droht, verändert sie sich allerdings unheimlich und hat für mich die am schönsten zu beobachtende Entwicklung durchgemacht! Am Ende war sie die Protagonistin, die ich am meisten bewundert habe.
Rylin befindet sich im Gebäude weiter unten und gehört somit auch zur 'unteren' Schicht. Ich muss sagen, dass ich auch sie unheimlich gern mochte, allerdings hat man gemerkt, wie schnell sie sich von ihrem Freund Hiral und den gegebenen Umständen beeinflussen lässt. Wenn sie mal mehr Geld verdient, gibt sie es schnell aus und kann eher schlecht als recht damit umgehen. Doch ihre Schwester Chrissa steht für sie über allem und das war sehr schön zu sehen. Als sie bei Cord mit der Arbeit anfängt ändert sich ebenfalls einiges und ich finde einige ihrer Entscheidungen unheimlich schade, vor allem aber, dass sie sich so von anderen beeinflussen lässt und dabei ihr eigenes Glück aufgibt. 
Watt war eine der sehr speziellen Figuren. Er hat ein Geheimnis, das für die Geschichte von besonderem Wert ist und den technischen Fortschritt in der Geschichte noch stärker hervorhebt - Nadia. Denn sein Quant ist selbst hergestellt und absolut illegal, weshalb Watt ihn auch vor allen schützen und verstecken muss. Dennoch lebt er sehr weit unten und hält seine Familie mit illegalen Recherchen über Wasser und landet am Ende im größten Schlamassel. Auch ihn mochte ich mal mehr mal weniger, doch letztendlich geht das Spionieren in dieser Geschichte definitiv zu weit.

Die Story hat mir unheimlich gut gefallen, denn durch den Prolog weiß man zwar sofort, worauf die Geschichte hinauslaufen wird, allerdings nicht wen es trifft und warum dies der Fall ist. Ich muss sagen, dass ich alle möglichen Optionen durchgegangen bin und doch niemals damit gerechnet hätte, dass es ausgerechnet diese Person geworden ist. Umso unglaublicher war das Ende und umso mehr Lust habe ich nun auf Band zwei!


Fazit:
Besonders beeindruckend fand ich vor allem die Vielschichtigkeit der Charaktere und natürlich die Intrigen, Lügen, Geheimnisse, sowie den technischen Fortschritt, der immer präsent ist. Für mich persönlich wäre all das zu viel und ich könnte niemals mit Kontaktlinsen leben, durch die ich dauerhaft online und erreichbar bin. Ebenso kann ich mir nicht vorstellen einen Wolkenkratzer bestimmen zu lassen, wie und wo ich lebe und natürlich macht genau das dieses Buch so spannend.  Man konnte es sich bis zu dieser Geschichte und den Details, die die Autorin einfügt einfach nicht vorstellen, aber nun ist die Idee da und man kann sich ihr nicht entziehen. Letztendlich mochte ich es, dass nicht jeder Charakter sympathisch war und vor allem hatte das Buch Spannung, durch die ich nicht aufhören wollte zu lesen. Man muss einfach wissen, wer die Person ist, die am Ende nicht mehr da sein wird und wie die Geheimnisse der Charaktere etwas derartiges verursachen konnten. Man möchte wissen welche Geheimnisse es gibt, wieso Intrigen gesponnen werden und wieso immer wieder gelogen wird. Und nach dieser Geschichte versteht man es und kann es dennoch nicht glauben. Von mir gibt es ganz klare 5 Federn, weil dieses Buch einfach alles hat, was ein Buch braucht: Spannung, Liebe, Freundschaft, Lügen und so viel mehr! Ich brauche sofort Band 2!

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246 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, die perfekten, gene, freundschaft

Die Perfekten

Caroline Brinkmann , Caroline Brinkmann
Fester Einband: 587 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 25.08.2017
ISBN 9783846600498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich schon vor Erscheinen riesig gefreut und war umso glücklicher, als ich es vom Verlag erhalten habe! Es konnte meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen, allerdings bin ich trotzdem froh, es gelesen zu haben.
Rain ist mir als Protagonistin wirklich sympathisch gewesen. Sie hat sich - trotz den Standards der Gesellschaft - gut vor den Drohnen und Menschen verstecken können und wusste immer irgendwie was richtig und was falsch ist. Dementsprechend konnte ich gut mit ihr mitfiebern, als es um ihre Mutter ging und fand es toll, dass sie immer versucht hat das Richtige zu tun, obwohl sie ist wer sie ist und viel Zeit als Ghost verbracht hat.
Neben ihr lernt man noch Lark kennen, aus dessen Sicht man ebenfalls einiges mitbekommt. Er ist zwar kein Ghost, allerdings auch nicht an der Spitze der Gesellschaft und somit oftmals in einer Zwickmühle. Man lernt ihn aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennen, sowohl rebellisch, als auch als Soldaten, bzw. Anwärter. Ich bin auf jeden Fall froh, dass seine Sicht dabei war und man so die Geschehnisse in Grey besser verfolgen konnte!
Durch beide Protagonisten werden zahlreiche Nebencharaktere eingeführt und man erfährt vor allem etwas aus allen möglichen Schichten. Wo Rain zu Beginn als Außenseiterin fungiert ist Lark jemand, der die Zweier und Einser repräsentiert und damit zur oberen Schicht gehört. Vor allem die Charaktere Rose und Hail werden mit ihm in die Geschichte eingebracht und spielen eine große Rolle, die ich nicht missen möchte. Allerdings wendet sich im Laufe der Geschichte einiges und so bekommt vor allem Rain eine neue Position in der Gesellschaft!

Besonders spannend sind natürlich die Beziehungen zu den Nebencharakteren, denn wo Lark eine besonders innige Beziehung zu Rose und Hail, später aber auch zu Rain hat, hat Rain diese mit Storm, der Frau, die sie immer als ihre Mutter gesehen hat und die ihr Stärke verleiht. Natürlich lernen beide auch andere Charaktere kennen - so zum Beispiel die anderen Anwärter oder die Cabman Bishop und Daphne, sowie Tiberius oder Morpheus -, die allesamt prägnant und wichtig für die Geschichte sind, weil durch sie immer wieder die Rebellion oder das System der Gesellschaft aufgegriffen wird. 

Die Gesellschaft selbst ist - wie es sich für eine Dystopie gehört - sehr komplex und doch einfach dargestellt. Die Menschen werden in Kategorien eingeteilt, wovon einige besser und andere schlechter sind. So stehen die Gesegneten an der Spitze der Gesellschaft und herrschen über den Rest, weil sie 'perfekt' zu sein scheinen und nicht nur so aussehen, sondern sich auch so verhalten. Die Einser folgen direkt nach ihnen und die Zweier und Dreier werden schon schief angesehen, wobei die Zweier ebenfalls noch recht weit oben stehen.

Dreier sind oftmals Menschen mit Verletzungen, Behinderungen oder ähnlichem und Zweier bedienen hier oftmals die Gesegneten, wodurch man schnell sieht, wo in dieser Gesellschaft die Prioritäten liegen. Vor allem das Thema der Rebellion, bzw. die Rebellion selbst wird immer auf die Dreier oder Zweier geschoben, sodass diese schnell ausgeschlossen werden und es zu neuen Ereignissen kommt, die die Geschichte spannender machen und die Situation sich zuspitzen lassen.

Das Thema der Perfektion wird mittlerweile in einigen Büchern genutzt, doch auch hier wird es erfolgreich vermittelt und infrage gestellt. Ich mochte die Tatsache, dass durch Rain das komplette System infrage gestellt werden kann und die Menschen so beginnen über alles nachzudenken und zu erkennen, dass es gar nicht so sein muss. Die Perfektion selbst kann natürlich auch nicht immer perfekt sein und so gibt es auch an ihr einen Haken, was ich großartig fand, denn das gab der Geschichte das gewisse Etwas.


Fazit:Die Story ist insgesamt wirklich aussagekräftig und auch spannend, was vor allem durch die interessante Protagonistin Rain und den Protagonisten Lark gewährleistet wird. Doch obwohl die Message der Geschichte gut ist, es zahlreiche Charaktere gibt, die ich mochte oder gehasst habe und obwohl ich einige Wendungen nicht vorhergesehen habe muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht dauerhaft packen konnte. Vielleicht war sie mir zu eintönig, vielleicht hat es mir noch an Spannung gefehlt oder es ist mir über unsere Hauptprotagonistin Rain zu wenig passiert - ich weiß es nicht. Doch mir hat etwas gefehlt und das habe ich während des Lesens wirklich gemerkt, denn die Story konnte mich nicht fesseln und so habe ich das Buch immer wieder beiseitegelegt und mich teilweise dazu zwingen müssen weiterzulesen. Dennoch ist die Story mit der Gesellschaft interessant aufgebaut und die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben Tiefgang, auch wenn die Gefühle dabei nicht immer zu mir durchgedrungen sind. Gerade die Rebellen haben Eindruck geschindet und auch die Gesegneten waren spannend, weil sie nicht allzu leicht zu durchschauen waren. Ich hätte mir allerdings wesentlich mehr Details zu ihnen gewünscht und die Beweggründe gerne verstanden. Auch das Ende hat mich nicht befriedigt zurückgelassen, weil ich nicht weiß, wie genau es für Rain und auch das System endet, oder ob es womöglich noch weitergeht. Deshalb gibt es diesmal 3 Federn von mir.

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483 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 185 Rezensionen

fantasy, cora carmack, stormheart, sturm, liebe

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich war wirklich sehr gespannt auf die Geschichte rund um die verschiedenen Stürme und Sturmjäger und konnte es kaum erwarten dieses Abenteuer mit Aurora zu beginnen! Jetzt wo ich es gelesen, bzw. gehört habe, bin ich noch gespannter auf den nächsten Band!
Aurora entwickelt sich in meinen Augen bereits in diesem Band enorm. Wo sie anfänglich unsicher und etwas naiv ist, entwickelt sie sich im Laufe des Buches zu einer starken, selbstbewussten Frau, die sich unter Kontrolle hat und ihre eigenen Stärken kennt. Ich muss zugeben, dass ich sie - gerade zu Beginn der Geschichte - oft etwas nervig fand, weil sie so wenig Selbstvertrauen hatte oder zu leichtfertig mit allem umging. Doch jetzt - nach Ende des ersten Bandes - hat sie sich komplett anders entwickelt.

Besonders wichtig in diesem Band sind aber auch die Sturmjäger, die schon bald zu einem wichtigen Bestandteil von Roars Leben werden. Vor allem Lock ist von Anfang an vernarrt in unsere Prinzessin und dies merkt man auch sehr schnell durch die Erzählweise, da man hier aus so gut wie jeder Perspektive etwas mitbekommt und so auch das Misstrauen oder Vertrauen der anderen Charaktere erkennen kann.

Obwohl mir diese Art der Erzählweise nicht immer gefällt fand ich es hier doch auf gewisse Weise angebracht und ich konnte vor allem Lock und Roar so oft besser verstehen. Beide sind unheimlich stur und gerne mal nervig, doch man gewinnt sie trotz allem unheimlich lieb. Auch die anderen Sturmjäger - Jinx, Bait, Ransom, Sly und Duke - habe ich mehr als nur lieb gewonnen. Für mich waren sie alle eine kleine Familie, die füreinander da ist.

Lock selbst mag Roar eigentlich von Anfang an und obwohl es mich etwas gestört hat, wie er mit ihr umgegangen ist, muss ich sagen, dass ich auch ihn gegen Ende des Buches viel sympathischer fand, was umso mehr zeigt, dass die Charaktere sich dauernd entwickeln. Was ich schade fand war, dass Roar ihm dennoch so wenig vertraut hat und ich bin gespannt inwiefern sich dies auf den zweiten Band auswirken wird.

Auch wenn es hier zwischenzeitlich Misstrauen oder Streitereien zwischen den Charakteren gab muss ich sagen, dass auch dies dazugehört und es das nur spannender macht, denn so wird es auch für die Protagonistin schwieriger ihr Geheimnis zu bewahren. Vor allem wegen Sly muss man aufpassen, weil diese Roar gegenüber eher misstrauisch ist. 

Einen Charakter, den man meiner Meinung nach auch nicht vergessen darf ist Nova. Sie hat für mich ebenfalls die spannenden Stellen in der Geschichte ausgemacht, weil sie selbst ebenfalls bestimmte Fähigkeiten besitzt, die noch interessant werden könnten. Doch nicht nur das, sie ist Roar gegenüber auch eine absolut treue Freundin und das merkt man an wirklich vielen Stellen. Eine großartige Figur, die sicher noch einiges bieten wird! 

Natürlich gibt es aber auch die 'bösen' Charaktere, die alles ins Verderben stürzen wollen, bzw. die verschiedene Seiten zu haben scheinen. So konnte ich vor allem Cassius nicht ausstehen und hoffe nach wie vor, dass er nicht die Oberhand gewinnt. Auch sein Bruder Cassimir und sein Vater waren mir sehr unsympathisch. Und dann gibt es da natürlich noch den Sturmlord, der eine größere Rolle einzunehmen scheint als ich anfänglich gedacht hätte. Da bin ich wirklich auf mehr gespannt!

Die Story selbst hat mir unheimlich gut gefallen. Ich mochte es, dass Roar versuchen wollte sich selbst zu finden und vor allem über die Grenzen des eigenen Königreichs hinauszugehen. Obwohl sie dadurch eine Menge zurücklässt, weiß sie, dass es notwendig ist und sie so auch einer Verbindung aus dem Weg geht, die sie womöglich ins Verderben reißt. So lernt man verschiedenste Stürme kennen, die für mich den besten Teil der Geschichte ausgemacht haben, weil es einfach mal etwas komplett anderers war. 

Doch nicht nur die Stürme selbst haben mir gefallen, auch die Details, wie die Sturmherzen, die Jäger, die damit in Verbindung stehen und die Fähigkeiten, die Roar an sich selbst entdeckt sind einfach toll umgesetzt! Da kann man fast über die anfänglich leichtsinnigen Charaktere hinwegsehen und gerade das Ende der Geschichte hat mich gebannt zurückgelassen.


Fazit:Ich habe mich wirklich in die Welt von Pavan verliebt und kann nur immer wieder betonen wie großartig ich die Idee mit den Stürmen finde! Einzig und allein die anfängliche Naivität und das eher leichtsinnige und impulsive Verhalten der Charaktere hat meine Begeisterung gedämpft. Aurora zeigt sich vor allem zu Beginn der Geschichte so und erst als sie zu Roar wird, legt sie eine richtige Entwicklung hin. Lock hingegen verhält sich seit er Roar kennt viel zu besitzergreifend und auch das mochte ich nicht besonders. Doch beide Charaktere verändern sich mit der Zeit und aus ihnen werden Charaktere, die man zu lieben lernt. Das und die Stellen, an denen die Stürme bekämpft werden, bzw. an denen man mehr über Roar erfährt, haben mir sehr gut gefallen! Gegen Ende hat man nicht nur eine besondere Reise mit den Charakteren erlebt, man weiß auch mehr über Roars Fähigkeiten und die Nebencharaktere, zu denen man dann eine Bindung aufgebaut hat. Abgesehen davon wurde ich absolut sprachlos zurückgelassen und kann Band 2 nun kaum noch erwarten! Für mich gab es hier definitiv einen Cliffhanger, der Lust auf mehr macht! Daher gab es von mir letzten Endes 4,5 Federn!

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

transgender, als ich amanda wurde, meredith russo, amanda, andrew

Als ich Amanda wurde

Meredith Russo , Barbara Lehnerer
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423717496
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich gefragt wurde, ob ich bei der Blogtour mitmachen will, musste ich einfach ja sagen und war unglaublich froh, dass ich dabei sein durfte! Dieses Buch hatte mich schon vorher angesprochen und vor allem die Thematik wird nicht oft behandelt und war deshalb umso mehr ein Grund, das Buch zu lesen. Letztendlich bin ich wirklich froh, dass ich das Buch gelesen habe - nicht nur, dass ich nun das Gefühl habe es wirklich zu verstehen, ich habe das Buch auch noch in einem Tag durchgelesen, weil ich nicht aufhören konnte!
Amanda ist wirklich eine besondere Protagonistin, was nicht nur der Tatsache zu verdanken ist, dass sie transsexuell ist, sondern auch der, dass sie sich von einem sehr angreifbaren Menschen in jemanden verwandelt, der stark und unabhängig ist und sich vor allem nicht unterkriegen lässt. Mir hat diese Entwicklung sehr gut gefallen und besonders wichtig war mir, dass es realistisch bleibt und nicht zu sehr ins 'Schöne' aber eben auch nicht zu sehr ins 'Schlechte' gezogen wird.
Tatsächlich finde ich, dass das Thema gut umgesetzt wurde, auch wenn man natürlich merkt, dass es eher für Jugendliche geschrieben wurde. Meiner Meinung nach wird es hier gut gemacht und ist für alle, die sich mal ein wenig in dieses Thema einfinden möchten ein guter erster Schritt. Vor allem durch die Gedanken von Amanda und den Weg von Andrew zu Amanda bekommt man eine ungefähre Ahnung davon, wie hart dieser Weg sein kann und was für ein Schritt es ist, sich selbst als richtig zu empfinden.
Immer wieder sind mir während des Lesens die Tränen gekommen und ich konnte einfach nicht verstehen, wie man so mit jemandem umgehen kann, wie diese Jugendlichen es in der Geschichte mit Amanda tun. Ich war schockiert, wusste aber auch, dass es Realität ist und sogar noch schlimmer sein kann. Dafür habe ich nach wie vor kein Verständnis und es hat mich auch diesmal wieder wütend gemacht, was aber umso mehr zeigt, dass das die Protagonistin echt rüberkommt.
Auch die Nebencharaktere sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet worden. Alle haben ihre Probleme und obwohl auch etwas Highschooldrama eingearbeitet ist muss ich sagen, dass mir vor allem Layla, Anna, Chloe, Bee und Virginia gut gefallen haben! Sie stehen Amanda alle auf eine andere Art bei und obwohl man auf 300 Seiten nicht wahnsinnig viel Tiefgang aller Charaktere erwarten kann, ist es hier gut gelungen. Auch Grant und Parker sind gut ausgearbeitete Charaktere und die Eltern von Amanda darf man natürlich auch nicht vergessen.
Der Fokus der Geschichte liegt natürlich auf der Entwicklung Amandas, aber - wie man dem Klappentext gut entnehmen kann - auch auf der Liebesgeschichte. Mir war von Anfang an klar, dass es dementsprechend jugendlich verpackt wird, allerdings hat man hier tatsächlich Tiefgang gefunden und ich finde, dass man so nicht nur unterhalten wurde, sondern wirklich auch verstehen konnte, wie es jemandem gehen muss, der sich in dieser Form verändert und sich erst dann wohlfühlen kann. Toleranz, Liebe und Unterstützung sind hier ganz zentrale Aspekte, die mir sehr gut gefallen haben!

Fazit:Die Protagonistin Amanda konnte mich mit ihrer Geschichte definitiv für sich gewinnen und durch ihre besondere Art voll und ganz von sich überzeugen! Was mich etwas gestört hat war, dass ich in der Geschichte nie genau wusste, wieviel Zeit Amanda bereits mit ihren Freunden verbracht hat und so etwas verwirrt war, dass die Freundschaften schon so eng zu sein schienen. Andererseits konnte ich die Bindungen auch erst später wirklich nachvollziehen. Abgesehen davon mochte ich es aber sehr gern, wie die verschiedensten Ereignisse die Charaktere zusammengeschweißt haben und Amanda für sich selbst immer einen Schritt weitergehen konnte. Ob in Bezug auf die Liebesgeschichte oder die Freundschaften, die Protagonistin musste Hindernisse überwinden und letztendlich ihr eigenes Ich entdecken und das ist hier unheimlich schön und bewegend umgesetzt. Vor allem der Begriff Toleranz nimmt in Zusammenhang mit der Transsexualität eine große Rolle ein, die - meiner Meinung nach - nicht übersehen werden sollte, denn es führt dem Leser vor Augen, dass Vourteile leider viel zu oft das Denken beherrschen. Die Geschichte im Gesamtpaket betrachtet verdient von mir auf jeden Fall die 4 Federn, denn ich habe sie unheimlich gern gelesen und jetzt ein besseres Bild, allerdings hat es mir doch noch etwas mehr an Tiefgang gefehlt und es ging mir manchmal einfach etwas zu schnell.

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842 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 133 Rezensionen

dystopie, cecelia ahern, liebe, perfect, fehlerhaft

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem ersten Band dieser Dilogie musste ich damals sofort den zweiten haben und lesen. Komischerweise hat sich das Lesen des zweiten Bandes dann immer wieder verschoben, obwohl ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht und den ersten Band wirklich großartig und besonders fand! Vielleicht hatte ich einfach Angst enttäuscht zu werden. Doch das war absolut unbegründet!
Celestine hat mir als Protagonistin auch in diesem Band wahnsinnig gut gefallen! Diesmal merkt man sofort, dass sie gleich viel reifer ist, anders und vor allem weiter denkt und sich außerdem den Fehlerhaften und der Rebellion zugehörig fühlt. Für mich war das ein ganz klarer Schritt nach vorne und konnte mich wirklich überzeugen zumal sie gegen Ende nochmal einiges drauflegt!
Carrick, den man ebenfalls im ersten Band kennengelernt hat und der mir neben Celestine auch in besonderer Weise im Gedächtnis geblieben ist, konnte ich auch diesmal wieder unglaublich gut leiden und er hat hier noch einmal wesentlich mehr Stärke bewiesen! Für mich war er etwas ganz Besonderes und ich habe nur in wenigen Momenten an ihm gezweifelt und das meistens, wenn es auch Celestine so ging, was ganz klar für die Charaktere spricht!

Auch die Suche nach Carrick und die Suche nach Anhängern oder auch der Unterstützung anderer Personen hat mir gut gefallen und einen großen Teil zu der Geschichte beigetragen. Allgemein ging es in diesem Band vor allem darum einen Plan gegen die Gilde zu entwickeln und immer einen Plan B in der Hinterhand zu haben.

Außerdem kommen völlig neue Situationen hinzu, die mich immer wieder beeindrucken konnten und oftmals kam mir nur ein Wort in den Sinn: Wow! Wow zu all den Irrungen und Wendungen, die Cecelia Ahern hier entwickelt hat und wow zu den Charakteren, die nochmal alles gegeben haben.
Celestines Familie mit ihren Eltern und Juniper hat sich in diesem Band ebenfalls ein ganzes Stück mehr für sie eingesetzt, was zu einigen spannenden und wirklich liebevollen Szenen geführt hat, die ich so gar nicht mehr erwartet hätte. Auch ihr Großvater taucht wieder auf, der diesmal auch eine etwas wichtigere Rolle erhält, die ich gern verfolgt habe.

Weitere Charaktere, wie Art, Raphael, Mona, Rogan, Lorcan, Mr. Berry, Lizzie, Lennox, Pia Wang, Enya und so viele mehr, die ich aber nicht alle nennen möchte, weil es sonst vielleicht sogar zu viel verraten würde, haben mir ebenfalls gut gefallen und alle ihren Teil zu einem großen Ganzen beigetragen. Ich habe sie allesamt mehr oder weniger in mein Herz geschlossen. Und dann gibt es da natürlich noch Charaktere, wie die Whistleblowerin Mary May, Crevan, Richterin Sanchez und ähnliche, die mir überhaupt nicht zugesagt haben und auf die man während des Lesens einen Hass verspürt, der gar nicht da sein sollte, wenn es diese Menschen nichtmal wirklich gibt. Doch er war da und das spricht absolut für die Geschichte und die Emotionen, die sie hervorrufen kann!


Fazit:
Ich hatte wirklich Angst, dass der zweite Band den ersten nicht einmal annähernd erreichen kann, weil dieser ein riesen Highlight für mich war, doch auch dieser Band konnte meine Erwartungen mehr als nur erfüllen und hat zudem einige unvorhersehbare Wendungen für mich bereitgehalten. Ich bin dementsprechend absolut positiv überrascht und kann nur immer wieder betonen, dass Cecelia Ahern hier eine ganz einzigartige Konstruktion einer dystopischen Welt gelungen ist! Sie sollte unbedingt mehr Dystopien dieser Art entwerfen und ich bin und bleibe absolut begeistert von der Idee der Fehlherhaften, die außerdem so aktuell wirkt, dass es schon erschreckend ist. Immer wieder möchte man Fehler ausbügeln und alles zur Perfektion bringen, doch letztendlich kann man nur durch Fehler lernen und besser werden und nur durch unperfekte Taten wahrlich perfekt unperfekt werden. Das zeigt dieses Buch in besonderer Weise mit - meiner Meinung nach - gelungenen Charakteren und einer Protagonistin, die sich von naiv zu hilfsbereit, stark und aufopferungsvoll entwickelt. Ich bin verliebt in diese Geschichte und vor allem in Carrick, der mir so gut gefallen hat! Ganz klare 5 Federn und ein Muss für alle Dystopiefans!

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(1.586)

3.052 Bibliotheken, 73 Leser, 9 Gruppen, 376 Rezensionen

fantasy, dystopie, blut, liebe, rot

Die rote Königin

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.05.2015
ISBN 9783551583260
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So lange hat dieses Buch darauf gewartet, dass ich es lese. Nun ist es endlich passiert und ich muss wirklich sagen, dass es eine Schande ist, dass diese Geschichte so lange ungelesen bei mir stand. Dabei ist diese Geschichte genau das, was ich so lange Zeit gesucht habe.

Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass das Königreich durch die verschiedenen Rollen der Charaktere, durch Missstände, Ungerechtigkeiten und Wettkämpfe sehr ausführlich dargestellt werden konnte. Genau diese Art von Geschichte über ein Königreich habe ich mir gewünscht und durch die Unterscheidung Roter und Silberner ist dies noch einmal in besonderer Weise aufgetreten.

Was mir außerdem sehr gut gefallen hat waren die Fähigkeiten, die die Silbernen haben und die sie einerseits in Kategorien und (Adels-)Häuser einteilt, ihnen andererseits aber auch eine noch gefährlichere und fiesere Ausstrahlung verleiht. Man leidet als Leser definitiv mit den Roten und beginnt bereits auf den ersten Seiten die Silbernen genauso zu verachten und zu hassen wie sie. Umso besser gefällt einem die Scharlachrote Garde, die bald darauf als Widerstandsbewegung auftritt und die Roten vertritt.

Die Protagonistin Mare ist unheimlich präsent und sympathisch rübergekommen und durch die richtige Einschätzung von Recht und Unrecht und durch ihren Sinn für die Gerechtigkeit kann sie besonders hervorstechen. Ich habe sie auf den ersten Seiten - ebenso wie ihre Familie - ins Herz geschlossen und hatte das Gefühl, dass sie zwar noch am Anfang steht, ihre Entwicklung mich aber definitiv überzeugen könnte, wenn es richtig gemacht wird. Und in diesem ersten Band ist das definitiv auch gelungen, denn sie ist einerseits etwas ganz besonderes, andererseits aber auch menschlich und trotz ihrer neuen Rolle nicht ansatzweise so gerissen und perfekt, wie sie und der Leser denken mögen.

Mares Familie, bzw. ihre Eltern, Gisa, Bree, Tramy und Shade konnten mich bereits auf den ersten Seiten überzeugen. Ihre Liebe macht einen zuversichtlich, obwohl es so viel Hoffnungslosigkeit und auch Eifersucht gibt. Durch verschiedenste Intrigen am Hof, den Mare kurz nach Beginn betritt, gerät ihre Familie immer wieder in Gefahr und genau das macht es so spannend. Dass diese Liebe zu den anderen Charakteren auch beim Leser ankommt sorgt dafür, dass es spannend bleibt und man sich die meisten von ihnen auch weiterhin lebend wünscht.

Hinzu kommen Kilorn, Farley, Walsh, Tristan Julian und Lucas, die man jeden für sich ins Herz schließt und die alle auf unterschiedliche Art und Weise hervortreten. Vor allem Kilorn habe ich lieb gewonnen, weil er von Anfang an dabei ist und Mare definitiv gern hat. Als ihre Art bester Freund kann man ihn nur lieb gewinnen, obwohl man nicht allzu viel über ihn erfährt. Farley, Tristan und Walsh treten auf andere Art in Erscheinung und haben für mich eine sehr zentrale Rolle eingenommen, die man nicht vergisst. Und auch Julian habe ich unglaublich ins Herz geschlossen, weil er Mare so viel zu geben scheint.

Die Prinzen - Cal und Maven - sind sehr gewöhnungsbedürftige Charaktere. Wo ich von Cal zu Beginn erwartet hätte, dass er der Traumprinz schlechthin wird, war dies so gar nicht der Fall, weil er mich auf Dauer doch eher schockiert hat und lediglich in einigen Abständen positiv überzeugen konnte. Bei Maven war das Gegenteil der Fall. Ihn habe ich für schwächlich und kindlich gehalten, doch dann hat er sich definitiv zum Positiven entwickelt. Bei ihm ist mir immer wieder eine Entwicklung aufgefallen und letztendlich kann ich nur sagen, dass man bei beiden immer wieder komplett falschliegen wird. Wirklich gelungene Charaktere, bei denen ich mich auf mehr freuen kann und die beide sowohl positiv als auch negativ auftreten!

Besonders negativ sind dann noch König Tiberias, Königin Elara, Evangelina und einige weitere Silberne aufgefallen. Die herablassenden Bemerkungen an die Roten und somit die Schwächeren und Ärmeren fallen immer wieder auf und machen nicht nur die Protagonistin wütend. Deshalb sind diese Charaktere ebenfalls sehr gelungen und für einige Überraschungen zu haben ;)

Die Story mochte ich wirklich gern, weil hier nicht nur Fantasyaspekte durch die Silbernen auftreten, sondern auch der Kampf zwischen Silbernen und Roten, Intrigen und Widerstandskämpfe! Selbst eine Liebesgeschichte taucht am Rande auf, wobei man letztendlich nicht sagen kann, ob sich da noch etwas entwickeln wird, weil alles so verzwickt ist. Diese Ungewissheit macht es umso spannender!


Fazit:
Bei der Story kann ich einfach nur guten Gewissens sagen, dass sie gelungen ist, denn die Intrigen haben begonnen und werden mit diesem Band sicher noch nicht beendet sein. Niemals hätte ich mit diesen Wendungen - und das im ersten Band! - gerechnet, denn viele Charaktere nehmen immer wieder ein neues Gesicht an und selbst am Ende kann man nicht genau wissen, ob dies nun ihr wahres Gesicht ist. Ich habe mich definitiv täuschen lassen und weiß jetzt, dass man nie sicher sein kann. Sowohl die Charaktere, als auch die Scharlachrote Garde und somit der Kampf der Silbernen gegen die Roten ist gut ausgearbeitet worden und ich freue mich unheimlich auf mehr davon! Vor allem die Besonderheiten von Mare und damit der Beginn einer Veränderung machen Lust auf mehr und somit steht der Fantasyaspekt für mich ganz klar an erster Stelle. Die Autorin hat sich Mühe gemacht, verschiedene Gruppierungen und Häuser mit einzubringen und das Königreich, sowie die verschiedensten Charaktere durch viele Details hervorstechen zu lassen. Auch dies ist ein Punkt, den ich an der Geschichte liebe und letztendlich sind es die Charaktere, vor allem die Protagonistin Mare, die mich überzeugen konnte. Sie ist eine Protagonistin, die nicht naiv wirkt, obwohl sie Fehler macht und menschlich bleibt, obwohl sie anders und besonders ist und dadurch die einzige Hoffnung zu sein scheint. Doch mit der Zeit wird es einfach immer und immer besser, weshalb das Buch 5 Federn verdient!

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

sciencefantasy, rezension;, gedankenreichverlag;, jaquelinekropmanns;, fantasy;

Weltenmalerin: Im Geist des Riesen

Jaqueline Kropmanns
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei GedankenReich Verlag, 25.08.2017
ISBN 9783947147090
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als ich das Cover des Buches das erste Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss. Und als die Autorin dann Blogger für ihr Buch gesucht hat, musste ich unbedingt dabei sein!
Die Protagonistin Reegan war mir zwar schnell sympathisch, allerdings hat mich die Unsicherheit, die sie vor allem zu Beginn der Geschichte begleitet oft genervt. Immer wieder hatte ich das Gefühl sie weiß selbst nicht genau was sie da tut und dieses Ungewisse ist dadurch auch auf mich übergegangen. Ich kann nicht sagen, ob es gewollt war oder nicht, aber ich persönlich empfand es doch als störend und bin froh, dass sich das während des Lesens etwas legen konnte.

Für mich war Reegan immer ein Stückchen von mir entfernt und mit der Zeit auch etwas zu hektisch, zu aufgeregt und tollpatschig. Sie schien alles falsch zu machen, eine Last oder auch eine Absonderlichkeit für die anderen Charakter und nicht selbstständig und stark zu sein. Doch kurz nach dem Mittelteil des Buches hat sich einiges geändert und die Unsicherheit weicht einer Klarheit und Poesie, wie man sie nur selten in Büchern findet. Vor allem in die Erscheinung des Riesen habe ich mich verliebt, weil er so weise und besonders wirkt und gerade er macht das Buch einzigartig mit seinen Passagen, die erst mit der Zeit wirklich Sinn ergeben.

Allgemein sind diese Stellen etwas besonderes in der Geschichte und ich finde die Idee der Autorin unheimlich gelungen! Natürlich möchte ich euch nicht zu viel von Reegans Reise vorwegnehmen, doch ich kann euch sagen, dass das Cover des Buches hundertprozentig dem Inhalt entspricht und man die Details darauf auch in der Geschichte selbst wiederfindet. Auch die Innengestaltung ist wunderschön und zahlreiche Bilder, sowie der Wal machen das Buch noch ein Stückchen schöner und lebendiger.

Obwohl ich also wirklich Startschwierigkeiten hatte und nie so wirklich warm mit der Protagonistin geworden bin muss ich sagen, dass das Buch einfach anders ist. Für mich ging vieles zu schnell, ich hatte das Gefühl, dass der rote Faden nicht ganz da war, doch irgendwie gab es dafür etwas anderes, das den Leser unterstützen konnte und das war wahrscheinlich einfach die Tatsache, dass die Weltenmalerin neu und besonders ist und nicht nur mit dem erwähnten Riesen, sondern auch mit allen Welten kommunizieren kann. Es gibt hier nicht nur etwas Neues, nicht nur Fantasy, sondern auch eine Reise der anderen Art, Portale, Freundschaften und einen Touch Dystopie!

Was für mich auch wichtig zu erwähnen ist wäre, dass ich bis jetzt nicht genau sagen kann, was genau die Weltenmalerin überhaupt ist. Natürlich ist mir nun einiges klarer und ich hätte mir zu Beginn noch etwas mehr Einführung gewünscht, um mich einfach besser zurechtzufinden, doch auch jetzt bleibt alles noch geheimnisvoll und fremd. Dies hat sowohl positive als auch negative Seiten, denn einerseits wirkt es umso fantastischer und man kann sich selbst einiges ausmalen, andererseits bleiben so auch einige andere Dinge fremd, für mich ist beispielsweise Reegan nicht ganz greifbar, obwohl sie viel Beachtung bekommt und sich selbst zu finden versucht.

Wo man zu Beginn noch denkt, dass Reegan bloß von ihrem Heimatschiff möchte, um etwas zu erleben, ist bald darauf klar, dass es um alle Welten geht und sie eher auf eine Art Selbstfindungsreise geht, die längst vorherbestimmt war. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, doch ich hätte nach diesem Start nie mit so etwas gerechnet und vielleicht war es deshalb auch erstmal nicht so leicht für mich.
Doch nun komme ich zu den Nebencharakteren, wie Cael, Rhea, Zayden und Devan, die unsere Protagonistin die meiste Zeit über begleiten. Ich habe sie alle auf eine eigene Art lieb gewonnen, doch auch das brauchte Zeit und letztendlich bin ich froh, dass es diese Truppe gab, auch wenn für mich bei der Liebesgeschichte der Punkt fehlt, an dem ich gesagt hätte, dass sich Reegan wirklich verliebt. Dennoch konnte mich die Liebesgeschichte die letzten Kapitel über besonders überzeugen und vor allem der Epilog war ein kleines Highlight für mich, denn dort taucht auch das Böse in Form von Neshat auf, das besiegt werden muss, weshalb ich sagen kann, dass die Charaktere auf Dauer überzeugen können!


Fazit:
Die Weltenmalerin ist definitiv ein Buch ander anderen Art, denn nicht nur die Idee, sondern auch die Welten sind vollkommen neu und ich würde die Geschichte als eine Art Mix aus Dystopie, Fantasy, Sci-Fi und Liebesgeschichte bezeichnen. Obwohl ich unheimliche Schwierigkeiten damit hatte mich mit der Protagonistin Reegan anzufreunden muss ich sagen, dass sich ihre etwas nervige und schwache Anfangsphase mit der Zeit wandelt und sie zum Ende hin unheimlich poetisch in ihrem Auftreten wird. Mir ist immer wieder aufgefallen, dass sie egoistisch handelt und das hat mich etwas gestört, dennoch mochte ich die Rolle des Riesen, der zu ihr durchdringen kann und dementsprechend ihre Wandlung viel zu gern, als dass mich das aufgehalten hätte. Auch die Nebencharaktere tragen ihren Teil zur Wandlung von Reegan bei, was mich überzeugen konnte und die Liebesgeschichte - die mich tatsächlich ebenfalls erst gegen Ende überzeugen konnte - hat letztendlich das gewisse Etwas dazugetan, obwohl all das ziemlich vorhersehbar war. Am meisten beeindruckt hat mich schlussendlich der völlig neue Weltenaufbau, der mir sogar zu kurz gekommen ist, denn ich fand die Idee des Riesen, des Wals, der Weltenmalerin und der Träume unheimlich faszinierend. Da hätte für mich noch mehr kommen können und deshalb gibt es von mir auch 3,5 Federn für ein schönes Ende und eine neue Welt!

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387 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 37 Rezensionen

syrena, meer, poseidon, liebe, meerjungfrauen

Blue Secrets - Der Kuss des Meeres

Anna Banks , Michaela Link
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.09.2013
ISBN 9783570308790
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich jahrelang darauf gewartet habe dieses Buch zu kaufen war es klar, dass ich es sofort lesen muss - am Besten noch am Strand -, wenn ich es kaufe. Und so ist es dann auch gekommen!
Emma mochte ich als Protagonistin wirklich sehr gern. Sie hatte einige witzige Sprüche und Aktionen parat, die immer locker einfließen und so wirkt sie nicht nur humorvoll, sondern auch locker und ungezwungen. Selbst ich musste das ein oder andere Mal lachen oder schmunzeln, was mir sehr gut gefallen und sie nur noch sympathischer gemacht hat!
Ebenso ging es mir mit Galen, aus dessen Sicht man auch einiges an Humor und Story mitbekommt und der als Syrena nicht alle menschlichen Begriffe und Handlungen gewohnt ist. Es war definitiv amüsant ihn zu verfolgen und die Zeit mit den beiden zusammen ist absolut unterhaltsam und sehr gefühlvoll gewesen, was ich unglaublich geliebt habe!
Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und war für mich sehr schön zu verfolgen. Es ging nichts zu schnell, alles hat einen Sinn ergeben und vor allem haben mir die Charaktere und ihre Gedanken gefallen! Höhen und Tiefen machen die Geschichte spannend und große Geheimnisse gibt es auch nicht zu wenig! Ich bin jetzt schon gespannt, was mich in Band 2 erwarten wird!
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, wobei ich Rayna wirklich gewöhnungsbedürftig, mit der Zeit aber auch absolut liebevoll fand. Sie ist definitiv ein Typ für sich und auch Toraf ist speziell, wobei ich ihn sofort ins Herz geschlossen habe. Rachel und Emmas Mutter mochte ich ebenfalls sehr gern und auch diese beiden verbergen mehr als man denkt. Besonders wichtig für die Story ist aber auch Grom - der Bruder von Rayna und Galen, der eine neue Partnerin für sein Volk braucht.
Die Story an sich hat mir - vor allem durch die aufkommenden Probleme und Konflikte mit Grom, auch auch durch die Veränderungen, die durch Emma eintreten - sehr gut gefallen. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen und geliebt, weil es endlich mal etwas anderes war und vor allem auch unter Wasser spielt. Die Idee mit den Syrena und deren Welt und Regeln waren interessant und da es dadurch einiges an Problemen gibt, wird es sicher noch spannend.

Fazit:
Meiner Meinung nach ist diese Geschichte über Meerjungfrauen, bzw. Syrena absolut gelungen und ich würde am Liebsten sofort weiterlesen und die Reihe verschlingen! Sowohl Emma als auch Galen haben mir als Protagonistin wirklich gut gefallen und konnten durch ihren einzigartigen, natürlichen und absolut nachvollziehbaren Humor überzeugen! Ich habe sowohl die beiden, als auch Rayna, Toraf und Rachel sehr ins Herz geschlossen und auch Emmas Mutter bleibt durch einige Szenen im Kopf und es entstehen immer wieder witzige Situationen. Das Buch konnte mich an mehr als nur einer Stelle zum Lachen bringen, womit ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hätte, was mich aber umso mehr gefreut hat. Doch auch an ernsten Stellen und Beziehungsproblemen mangelt es der Geschichte nicht. Im Vordergrund steht dabei natürlich das Rätsel um Emma und ihre Fähigkeiten, sowie ihre Verwandlung und man möchte als Leser unbedingt wissen, was es mit all dem auf sich hat. Ich finde jedenfalls, dass die Autorin die Syrena sehr überzeugend darstellt und bisher alles logisch und schlüssig, aber vor allem auch einzigartig wirkt. Jetzt kann ich den zweiten Band kaum noch abwarten und freue mich schon sehr weiterzulesen! Von mir gibt es für den ersten Band 4,5 Federn!

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99 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

somna, bellatoren, protectoren, fantasy, drachenmondverlag

Ewigkeitsgefüge

Laura Labas
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.07.2017
ISBN 9783959912976
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach meiner großen Bestellung beim Drachenmond Verlag war klar, dass die Bücher von Laura Labas ganz oben auf der Want-to-Read-Liste stehen. Und angefangen habe ich dann mit dem Ewigkeitsgefüge.

Der Anfang der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen und ich mochte diese doch sehr neue und komplexe Charaktergestaltung sehr. Vor allem die verschiedenen Gruppen, die Somna und Dormi, die Bellatoren und die Protectoren haben es mir angetan. Und auch die verschiedenen Fähigkeiten in den einzelnen Gruppen waren durchdacht und logisch.

Neben den beschützenden und positiven Gruppen gab es natürlich auch die Gegenseite und somit die Dunkelheit, die durch die Mordenox und die stärkere Form von ihnen - die Tenebrae - vorhanden ist. Auch diese Idee war sehr spannend zu verfolgen und hat mich nur noch neugieriger auf die Geschichte gemacht, was auch durch die Götter - insbesondere Arax'va unterstützt wurde.

Leider muss ich sagen, dass die Geschichte meine Erwartungen dennoch nicht erfüllen konnte. Obwohl die Idee unglaublich vielversprechend war, ist der Funke bei mir einfach nicht übergesprungen. Ich hatte keinerlei Verbindung zu den Charakteren und habe mich auch das ein oder andere Mal über die Entscheidungen und Gedankengänge der Protagonistin geärgert.

Die Protagonistin - Lydia - selbst mochte ich zu Beginn ebenfalls unheimlich gern, sie hat sich allerdings mit der Zeit als ziemlich naiv herausgestellt und ich mochte auch die Art, wie man ihre Gedanken mitgeteilt bekommen hat nicht besonders gern, weil es alles wahnsinnig hektisch war. Auch die Beziehungen, die sie aufbaut gingen mir persönlich einfach zu schnell. Vor allem ihr Verhalten Ace gegenüber war für mich nicht ganz nachvollziehbar, weil es für mich keinen Punkt gab, an dem ich gedacht habe, dass es nun eine richtige Wendung in der Beziehung gibt. Das war mir einfach zu leicht gemacht. Teilweise dachte ich wirklich, dass ich vielleicht aus dem Alter für solche Geschichten raus bin und deshalb nicht mehr alle mögen kann. Vielleicht ist das aber auch eine Fehleinschätzung.

Mich konnten die Charaktere ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr überzeugen und waren mir schlichtweg zu oberflächlich, sodass ich keine Nähe zu ihnen aufgebaut habe. Vor allem in Bezug auf Lydia ging mir das so, doch auch Ace habe ich - trotz Nähe zu Lydia - nicht als sympathisch empfunden und auch Tristan und selbst Nathalie konnten mich nicht gänzlich überzeugen, obwohl sie durchaus Potenzial haben. Bei Gaspard ging es mir ähnlich, doch Etienne hat mich unheimlich neugierig auf sich gemacht, weil er nicht so leicht zu durchschauen war und man gemerkt hat, dass etwas unter der Oberfläche wartet. Bei Tristan war es teilweise ähnlich, doch die Auflösung war ganz anders als gedacht.

Die Story selbst hatte für mich zu Beginn den Höhepunkt und dementsprechend war ich sehr neugierig auf das, was noch kommen könnte. Womöglich waren meine Erwartungen einfach zu hoch, doch im weiteren Verlauf gab es kein Ereignis mehr, das mich so überzeugen konnte wie der Einstieg und dieser war meiner Meinung nach wirklich absolut gelungen. Gegen Ende wurde mir alles zu einfach, zu vorhersehbar und nicht tiefgründig genug. Im Grunde genommen wusste man schon, wie es ausgehen würde.


Fazit:
Obwohl ich mir wirklich viel von der Geschichte versprochen hatte, konnte sie mich leider nicht überzeugen. Wahrscheinlich habe ich meine Erwartungen etwas zu hoch geschraubt, doch für mich waren die Charaktere - vor allem mit Blick auf Lydia - nicht tiefgründig genug und teilweise einfach zu oberflächlich und naiv. Sie wirkten auf mich alle sehr jung und die Beziehungen, die sie zueinander aufgebaut haben waren zwar schön, allerdings ist auch dort der Funke nicht übergesprungen, sodass ich sie nicht nachvollziehen konnte und mir alles zu schnell ging. Vor allem die Protagonistin hat sich unheimlich schnell auf etwas eingelassen, wobei mir dort der Punkt fehlte, an dem ich gesagt hätte, dass ihr Handeln logisch ist und die Beziehungen und Gedanken Sinn ergeben. Dementsprechend sind die Charaktere eher blass geblieben und ich konnte keine Nähe zu ihnen aufbauen, obwohl die Idee der Autorin mich wirklich hätte überzeugen können. Etwas in der Art habe ich noch nicht gelesen und - wie gesagt - der Anfang hat mich wirklich beeindruckt und neugierig auf diese völlig neue Welt der Mordenox und Clans gemacht! Ich bin selbst total enttäuscht, dass das Ewigkeitsgefüge mich nicht mitreißen konnte und hoffe, dass es die anderen Bücher der Autorin tun, denn diese werde ich definitiv noch testen! Für das Ewigkeitsgefüge gibt es von mir allerdings nur 2,5 Federn, weil die Story mir zu vorhersehbar, die Charaktere und ihre Beziehungen für mich nicht nachvollziehbar waren und ich wohl einfach mehr erwartet hätte.

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176 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

fallen queen, drachenmond verlag, schneewittchen, eira, fantasy

Fallen Queen

Ana Woods
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.06.2017
ISBN 9783959911047
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich unheimlich gefreut! Es hat nicht nur eine gute Geschichte, sondern auch Magie und Märchen versprochen und genau darauf habe ich gehofft! Letztendlich hat es zumindest einen Teil meiner Erwartungen erfüllt.

Was ich sehr gut fand war die veränderte Story, denn die Autorin hat aus einer Stiefmutter eine Schwester gemacht und das Ganze allein dadurch in ein völlig anderes Licht gestellt. Auch die sieben Zwerge wurden auf gewisse Art und Weise mit eingebracht, wobei sie dennoch komplett neu sind und letztendlich wurden oftmals Elemente eingefügt, die man auf ganz anderes Weise im klassischen Märchen findet. Selbst der Spiegel und der Apfel wurden mit eingebracht, allerdings bekommt die Geschichte durch die Liebesgeschichten, die Geschichte der sieben Königreiche und die aufbrausenden Gefühle einen völlig neuen Glanz.

Die Protagonistin Nerina mochte ich unheimlich gern. Sie war von Anfang an eine gütige und gerechte Königin und ist auch in den schlimmsten Momenten voller Liebe zu ihrem Volk gewesen. Die Entwicklung, die sie in der Geschichte durchmacht empfand ich als absolut gelungen und letztendlich ist sie definitiv stärker, wird aber auch ständig vor neue Herausforderungen gestellt!

Ihre Schwester Eira war das komplette Gegenteil von ihr. Leider ist sie mit dem Tod der Eltern ganz anders umgegangen und ich denke nach dem Ende dieses Buches kann man sich denken, wieso sie in der Einsamkeit ihres Zimmers so geworden ist. Sie möchte Nerina nur das Schlechteste bringen, weil sie sich von ihr verraten fühlt und nicht versteht, dass ihre Schwester zum Wohle aller anderen handelt. Doch gerade diese Boshaftigkeit macht die Geschichte spannend.

Andere Charaktere, wie die Hauptmänner mochte ich meistens sehr gern. Vor allem das Königspaar und auch die Eltern von Jalmari waren unheimlich toll und liebevoll dargestellt. Und natürlich darf man Jalmari nicht vergessen, der in dieser Geschichte eine wichtige Rolle spielt und das Fass zum Überlaufen bringt. Auch ihn mochte ich sehr gern und fand es schade, wie es sich letztendlich entwickelt hat.

Weitere Charaktere, wie den Jäger Tero, sowie Laresa, Asante, Kasim, Eggi, Ode, Valeria und Desya schließt man schnell ins Herz und sie begleiten sowohl den Leser als auch Nerina auf der langen Reise. Für mich waren vor allem diese Charaktere, sowie die magischen Aspekte ein Erfolg!

Gerade der verwunschene Wald war für mich ein Highlight, weil er in unterschiedliche Gebiete aufgeteilt wurde und somit auch Feen ins Spiel kamen. Auch die Idee mit dem Spiegel war sehr gut und letztendlich bin ich gespannt was daraus noch werden wird. Denn leider muss das, was ich als Highlight des Buches erwartet habe - nämlich den großen Kampf und den Besuch bei den Feen - noch warten, auch wenn ich erwartet habe einen Einzelband zu bekommen.


Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich bin vor allem von dem verwunschenen Wald, den Spiegeln und den Feen begeistert gewesen! Die Charaktere waren ebenfalls gut ausgearbeitet und vor allem Nerina, Tero und Eira haben an Tiefe gewinnen und den Leser neugierig auf mehr machen können. Dennoch muss ich leider zugeben, dass mich der Schreibstil der Autorin nicht gänzlich überzeugen konnte, weil ich das Gefühl hatte, nicht wirklich in die Geschichte reinzukommen und die Charaktere somit lediglich oberflächlich betrachten zu können, bzw. einfach nicht richtig warm mit ihnen zu werden. Sie waren nicht greifbar für mich und das war unglaublich schade. Der Grund dafür könnte tatsächlich sein, dass es nach wie vor eher im Märchen-Stil geschrieben war. Doch abgesehen davon war die Idee der Autorin unglaublich gut und ich werde den zweiten Band mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls lesen, weil dieser Band mit einem Cliffhanger endet und ich sehr gespannt bin, wie sich die Dunkelheit von Eira auf die anderen Charaktere auswirken wird und wie die Liebesgeschichte sich entwickeln würde. Von mir gibt es diesmal noch gute 3,5 Federn und Vorfreude auf Band 2

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170 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

märchenadaption, drachenmond, 2017, räuberherz, die schöne und das biest

Räuberherz

Julianna Grohe
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.06.2017
ISBN 9783959912105
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich das Cover des Buches gesehen und den Klappentext - der mir eine Adaption zu Die Schöne und das Biest versprochen hat - gelesen hatte, wusste ich, dass dieses Buch genau das Richtige für mich sein muss! Nach dem Lesen kann ich sagen, dass sich die Strukturen definitiv erkennen lassen und es eine sehr gelungene Adaption ist, die ebenfalls ein Geheimnis und etwas Übernatürliches bietet!

Die Protagonistin Elle war mal ganz anders, als ich erwartet hätte, denn sie ist nicht die typische Schönheit und auch nicht perfekt in ihrem Auftreten, sondern hat zusätzlich noch die Angewohnheit das auszusprechen was sie denkt und das gerne auch mit Provokationen und Sarkasmus. Für mich war das anfangs nicht ganz leicht und auch nach der Entführung habe ich ihr Verhalten oft nicht ganz verstanden, doch mit der Zeit war es wirklich unterhaltsam eine Protagonistin der anderen Art zu haben.

Neben ihr lernt man auch Crys - ihren Entführer - kennen, der nicht nur möchte, dass sie für ihn putzt, als habe er nicht gerade ihr komplettes Leben umgekrempelt, sondern auch noch dafür sorgt, dass seine Freundinnen mit der Zeit immer grauer und kranker aussehen. Für mich war er absolut unausstehlich und ich konnte Elle überhaupt nicht verstehen, als sie auf einmal angefangen hat auf eine gewisse Art und Weise für ihn zu schwärmen. Das war mir durch den Klappentext zwar schon klar und auch so abzusehen, allerdings doch unerwartet.

Mit der Zeit verhält Crys sich dann zwar auch anders, allerdings konnte ich seine ruppige und auch böse Seite nicht nachvollziehen, bis das große Geheimnis dann ans Licht kam. Es war für mich dementsprechend vorher nicht logisch, wieso Elle ihn mögen sollte, selbst wenn er sich teilweise anders verhält und sie die Pubertät durchlebt. Erst nach dem Lüften des Geheimnisses war mir einiges klar, doch auch Elle konnte das ja nicht wissen und das war für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Ich muss zugeben, dass das Geheimnis der Grund war immer weiter zu lesen und so ist es nicht verwunderlich, dass es erst relativ spät ans Licht kommt. Es war definitiv mal etwas anderes und ich habe nicht damit gerechnet so etwas zu bekommen, auch wenn die Symptome den Leser auf etwas ähnliches schließen lassen. Auch die anderen übernatürlichen Faktoren in der Geschichte haben mir sehr gut gefallen, vor allem in Bezug auf die Charaktere James und Arthur, die ich absolut lieben gelernt habe und die ich nur schweren Herzens gehen lassen kann und auch mit Mr. Morris verhält es sich ähnlich.

Andere Charaktere, wie Shards, Ice oder andere ihrer Art waren doch eher von der unschönen Seite und zaubern dem Leser gerne Gänsehaut- und Angstmomente. Ich fand es allerdings sehr gelungen, wie sie eingebaut wurden und fand es auch gut, wie sich alles gegen Ende entwickelt hat.

Die Autorin versteht es, die Spannung in die Länge zu ziehen und den Leser immer neugieriger zu machen, denn sie hat mich lange auf die Folter gespannt und es war schön mal etwas anderes zu lesen. Leider gab es aber auch langatmige Stellen, für mich waren das oftmals die, in denen außer dem Putzen und den Gesprächen mit den anderen Frauen Summer, Honey oder Grace nicht viel passiert ist. Obwohl mir auch diese Stellen oftmals sehr gut gefallen haben war das gegen Ende doch eher unnötig.


Fazit:
Die Geschichte hat mir definitiv gut gefallen und ist eine sehr gelungene Adaption der anderen Art zu Die Schöne und das Biest. Die Charaktere sind einzigartig und erfrischend frech, weshalb es Spaß gemacht hat ihre Geschichte zu verfolgen! Vor allem Elle hat mir gut gefallen, auch wenn sie immer wieder sehr waghalsige Aktionen gewagt hat. Die besonderen übernatürlichen Momente haben mir gut gefallen und waren zudem mal etwas anderes, das ich so noch nicht gelesen habe. Vor allem nicht in dieser Kombination. Dass die Auflösung etwas länger auf sich warten lässt finde ich auch gut, da man so definitiv weiterlesen will und letztendlich sogar etwas nachvollziehen kann, wieso Crys so ist wie er ist. Letztendlich mag ich das Gesamtpaket mit Ausnahme von einigen Stellen in der Geschichte sehr gern und gebe dem Buch 4 Federn, weil es mich unterhalten hat, es anders war und die Liebesgeschichte mich am Ende doch noch gekriegt hat!

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645 Bibliotheken, 49 Leser, 0 Gruppen, 95 Rezensionen

fae, rhysand, fantasy, das reich der sieben höfe, feyre

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als ich den ersten Band dieser Reihe vor einiger Zeit beendet hatte, wusste ich nicht was ich tun soll. Es war mein absolutes Highlightbuch und dementsprechend wusste ich nicht, ob der zweite Band diesen Ansprüchen gerecht werden würde. Dennoch war ich unfassbar aufgeregt und habe mich riesig gefreut, als der zweite Band mich erreichte!

Kurz nachdem ich mit dem Lesen angefangen habe hatte ich direkt das Problem, dass mir Details aus dem ersten Band fehlten. Deshalb habe ich sofort nochmal nachgelesen und dann fiel mir auch wieder ein, dass die Protagonistin Feyre gegen Ende (Spoiler!) zu einer High-Fae geworden ist. Mit diesem Wissen war dann direkt alles klarer und mit der Zeit haben sich unheimlich viele großartige Wendungen in der Geschichte ergeben, die alle darauf zurückzuführen waren. Gegen Ende des ersten Bandes gab es außerdem eine Reaktion von Rhysand, die in diesem Band genauer erklärt wird und die ich unheimlich toll fand!

Feyre selbst hat zu Beginn des zweiten Bandes enorme Schwierigkeiten, weil sie mit den traumatischen Erfahrungen an Amaranthas Hof zu kämpfen hat und sich selbst die Schuld am Tod einiger Fae gibt. Neben dieser Tatsache beschäftigen sie aber noch weitere Dinge, die mit der Zeit immer wieder thematisiert werden und die auf den ersten 200 Seiten besonders lang auftreten. Ich muss zugeben, dass ich es doch etwas langgezogen fand und es für mich zu extreme Ausmaße angenommen hat wie sie damit umgegangen ist. Andererseits finde ich es toll, dass sie sich genau dadurch so entwickelt und eben auch Schwäche zeigt, weil so menschliche Aspekte eingebracht werden und die Geschehnisse sie nicht einfach kalt lassen.

Abgesehen davon lernt man in diesem Band auch Rhysand - oder kurz Rhys - viel besser kennen. Wo ich im ersten Band nicht besonders viel von ihm gehalten habe, bzw. ihn nicht einschätzen konnte, ergibt in diesem Band alles einen Sinn und man lernt völlig neue - unwiderstehliche - Seiten an ihm kennen. Ich selbst habe mich auch total in ihn verliebt und kann nun voll und ganz verstehen, warum der High-Lord des Hofs der Nacht von allen Lesern geliebt wird.

Vor dem Lesen des zweiten Bandes habe ich mich nämlich ständig gefragt, wieso ich überall etwas über Rhysand, aber nie über Tamlin lese. Nun verstehe ich es endlich und bin einerseits unglaublich schockiert von der Entwicklung, andererseits LIEBE ich es und bin absolut beeindruckt von diesen enormen Wendungen und Plänen der Charaktere. Gerade das Ende dieses Buches hat wieder einiges an Eindruck hinterlassen und den ersten Band - unerwarteterweise und vor allem mithilfe von Rhysand und seinem Gefolge - doch noch getoppt!

Mit Rhys' Gefolge meine ich vor allem seine Cousine Mor - die ich von Anfang an ins Herz geschlossen habe -, Amren - die einfach mal eine ganz neue und besondere Art Charakter war -, Cassian - der mich durch seine kämpferische, liebevolle und beschützerische Art beeindrucken konnte -, sowie Azriel, der für mich einfach einer der beeindruckendsten, unnahbarsten und tollsten Charaktere geworden ist! Alle vier - inklusive Rhys - habe ich lieben gelernt und muss sagen, dass selbst Lucien nun nicht mehr mithalten kann, den ich in Band 1 ja wirklich mochte.

Allgemein muss ich leider sagen, dass sowohl Lucien, als auch Tamlin mir diesmal unheimlich unsympathisch geworden sind und ich sie kein Stück mehr verstehen kann. Neben ihnen lernt am am Frühlingshof auch Ianthe - eine Hohepriesterin - kennen, die anfangs freundlich aber auch aufdringlich wirkt und zu der noch eine Menge dazukommt! Außerdem lernt man diesmal auch den König von Hybern kennen, den ich wirklich hassen gelernt habe. Neben ihm kommen auch die Königinnen der Menschenwelt zu Wort, die ich ebenfalls grausam fand und die geradezu an ihn herankommen. Und auch Jurian bekommt endlich seinen eigenen Auftritt.

Was ich wirklich toll fand war, dass Gut und Böse wirklich nicht immer nur eine Seite sind und das hat dieser Band auf besondere Weise gezeigt, wie man an Rhys, Tamlin, Tarquin aber auch Ianthe sehen kann. Die verschiedenen Höfe bekommen diesmal mehr Aufmerksamkeit und man lernt den ein oder anderen kennen, was ich unheimlich toll fand! Allgemein war ich unheimlich gefesselt von den Charakteren und kann meine Gefühle immer noch nicht in Worte fassen. Man lernt außerdem zwei besondere magische Wesen - den Knochenschnitzer und die Weberin - kennen, die ebenfalls einen wichtigen und bildhaften Auftritt bekommen konnten. Einfach nur gruselig, magisch und episch!

Die Story beginnt dort, wo der erste Band geendet hat. Man erfährt einiges über Feyre und ihr Leben an Tamlins Frühlingshof. Ich war ehrlich gesagt überrascht von den Wendungen und der Entwicklung unserer Protagonistin, die praktisch wie eine Blume eingegangen ist. Am Hof der Nacht lernt Feyre dann einige Dinge über anderes und sich selbst, wozu ich allerdings nicht mehr verraten möchte, weil es eine riesen Überraschung war! Und auch die neuen Beziehungen und Charaktere waren einfach nur wow!


Fazit:
Meine Rezension ist viel länger geworden als erwartet, doch der zweite Band war so ganz anders als ich ihn mir vorgestellt habe. Er war so viel besser als meine Erwartungen und obwohl ich Startschwierigkeiten hatte und der Anfang lange nicht so spannend war, wie der Rest des Buches muss ich zugeben, dass Mittelteil und Ende episch waren! Die Autorin steckt so viel Liebe, Vielschichtigkeit und Magie in die Charaktere, dass der Zusammenhalt einfach gegeben sein muss und man ihr Werk nur bewundern kann. Diesmal passiert wahnsinnig viel, ob nun hinsichtlich der Charaktere und ihrer Entwicklungen, der Beziehungen oder der Story. Es gab immer neue Missionen und jede hat die Hauptstory ein Stückchen weiter gebracht. Ich habe aber auch die stillen Momente mit Feyres neuen Freunden und Gefährten, sowie die Übungsstunden genossen. Es war, als würde man als Leser selbst ein Teil dieser Familie werden und die Magie nach und nach mehr spüren. Doch es ist nicht immer nur gute Magie und natürlich gibt es diesmal nicht nur einen, der alles zu zerstören droht. Daher kann ich nur sagen: Stellt euch auf viel Handlung, viele Beziehungen, viel Liebe und innere, wie äußere Kämpfe ein ;) Das Buch reicht absolut an den ersten Band heran, übetrifft ihn vielleicht sogar wirklich und deshalb gibt es von mir auch diesmal 5 Federn und eine Extraauszeichnung!

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96 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

gabe, dystopie, superio, liebe, superior

Superior

Anne-Marie Jungwirth
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.07.2017
ISBN 9783959912112
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit ich das Cover das erste Mal gesehen habe, denn ganz ehrlich: es ist unglaublich schön! Und jetzt wo ich es gelesen habe weiß ich, dass die Story an sich wirklich komplex gestaltet und gut gemacht ist.

Besonders gut gefallen haben mir hier die Darstellung der Gesellschaft und die wirklich neuen Ideen und Diagramme innerhalb des Buches. Man konnte sich so alles noch viel besser vorstellen und ich hatte das Gefühl, dass es sehr durchdacht und überzeugend war.
Amelia ist zudem eine sehr symapthische Protagonistin, die ihren eigenen Kopf hat und ganz anders ist als die anderen Mädchen um sie herum. Allerdings fand ich, dass sie manchmal wirklich etwas naiv war, bzw. zu impulsiv gehandelt und anderen auch zu schnell vertraut hat und da hat es mich dann doch etwas gestört, dass sie 'unwissend' war. Dennoch war sie weitaus schlauer und auch ganz anders als beispielsweise Catherine und natürlich war es spannend zu verfolgen wie nach und nach mehr ans Licht kommt und Amelia die Hölle durchlebt.
Amelias Halbschwester Catherine war so ganz anders als Amelia und trotzdem mochte ich sie zu Beginn auf ihre eigene Art und Weise. Sie ist eher hochnäsig und besessen von Perfektion, weshalb sie als Superia natürlich den perfekten Mann will. Das war auf Dauer alles andere als schön und sie wurde mir leider sehr unsympathisch. Man lernt aber auch Amelias Mutter Salome und ihre Pflegeeltern Elizabeth und Landon kennen. Hinzu kommen Elliot - der zwar nur am Rande auftritt, aber dennoch wichtig für die Geschichte ist - sowie Sky, Erika, Henley und zahlreiche weitere. Besonders toll fand ich auch Pandora, die erst später in Erscheinung tritt und doch so viel mehr verbirgt als man denkt.

Neben Amelia und Erika hat man auch noch Nathan als Protagonisten, von dem ich nach wie vor nicht gänzlich überzeugt bin, weil er für mich immer nur die Rolle des verletzenden Mannes oder aber Beschützers eingenommen hat. Gerade zu Beginn war er mir nur unsympathisch und mittlerweile mag ich ihn zwar schon, bin aber immernoch nicht sicher was ich von ihm halten soll.

Durch die Charaktere bekommt man auch verschiedenste Fähigkeiten mit und möchte unbedingt mehr darüber wissen. Leider wurde da nicht allzu sehr ins Detail gegangen, obwohl ich es mir wirklich gewünscht hätte. Lediglich die Bilder im Buch konnten immer wieder Input geben und natürlich auch die Entwicklung der Charaktere. Da es von diesen aber viele gibt und die Gesellschaft an sich sehr komplex wirkt, finde ich, dass dieser Band nicht ausreicht um alles zu verarbeiten.

Fazit:
An sich hätte ich nicht gedacht, dass so eine komplexe Geschichte auf mich warten würde und bin definitiv positiv überrascht. Andererseits muss ich aber auch sagen, dass die Liebesgeschichte für mich zu stark im Vordergrund stand und praktisch alles um sie herum aufgebaut wurde, obwohl es doch eher um Amelia und ihre Geschichte ging. Dass mich das etws gestört hat könnte tatsächlich daran liegen, dass ich nicht richtig mit Nathan warm geworden bin. Gleichzeitig sind die Charaktere aber so komplex, dass sie definitiv mehr Raum benötigen und das merkt man vor allem, wenn es aufs Ende zugeht, denn dort ist es auf einmal ziemlich hektisch und weist gleichzeitig auf einen zweiten Teil hin, von dem ich mittlerweile auch weiß, dass es ihn geben wird und auf den ich mich jetzt schon freue. Allgemein gibt es noch einige Fragen, die ich gern beantwortet hätte und ich hätte mir einfach etwas mehr Gefühlschaos von Seiten Amelia und mehr Einschreiten gewünscht. Gerade was den Aufbau der Gesellschaft angeht möchte man als Leser unbedingt herausfinden wie es je dazu kommen konnte und auch da erhoffe ich mir noch mehr. Ich finde die Idee wirklich großartig und die Umsetzung ebenfalls sehr gut gelungen! Von mir gibt es deshalb 4 Federn und eine Leseempfehlung!

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756 Bibliotheken, 38 Leser, 7 Gruppen, 59 Rezensionen

magie, fae, throne of glass, freundschaft, adarlan

Throne of Glass - Erbin des Feuers

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem der zweite Band der Reihe mich nochmal richtig überraschen konnte, musste ich unbedingt sofort den nächsten lesen! Auch dieser Band hat mich wieder überzeugt, allerdings muss ich sagen, dass es hier noch mehr Längen gab und ich nicht sicher bin inwiefern mich das stört.

Celaena ist auch dieses Mal wieder eine unglaublich tolle Protagonistin, die durch Stärke und Willenskraft überzeugt, aber auch überrascht. Die Autorin mag es den Leser zu ärgern und die Charaktere gegen Ende eines Bandes nochmal richtig an Fahrt aufnehmen zu lassen und durch unvorhergesehene Wendungen überzeugen zu lassen. Gerade in Hinsicht auf unsere Protagonistin ist dieser Schritt riesig und so konnte sie mich wieder einmal überraschen.

Ähnlich ist es aber auch mit anderen Charakteren. So lernt man diesmal eine andere, rebellische Seite an Chaol kennen, die ich allerdings noch lieber mag. Er ist nach wie vor mein liebster Charakter neben Celaena und auch ein neu eingeführter Charakter ist dabei sich für mich unglaublich stark zu entwickeln. Die Rede ist von Rowan, der durch Maeve, die Königin einer anderen Region, eingeführt wird. Beide sind sehr spannende Charaktere, doch nicht beide sind liebenswert. Was ich damit meine müsst ihr natürlich selbst lesen, allerdings kann ich sagen, dass man nur überrascht werden kann und diesmal auch etwas über Blutschwüre und die Dunkelheit zu sehen bekommt.

Selbst der König und auch Dorian konnten mich überraschen. Ich muss zugeben, dass Dorian für mich eher in den Hintergrund gerückt ist und auch durch eine kleine Liebesgeschichte nicht wieder der ist, der er im ersten Band war, allerdings zeigt er Kräfte, die sich sehen lassen können und gegen Ende des Buches endlich auch etwas, das ich von ihm erwartet habe. Im Rest des Buches überwiegt aber der König mit seiner dunklen Macht und auch er legt gegen Ende nochmals etwas drauf.

Letztendlich zeigen alle Charaktere ganz unterschiedliche Seiten von sich, ganz egal ob es nun um den Prinzen, König, andere Könige oder Lords geht oder ob es um Celaena und ihre Anhänger geht. Jeder hat etwas zu verbergen und so war auch Aedion keine große Überraschung, bzw. traut man ihm und tut es nicht. Zugleich. So ist es oft und so ging es mir auch mit der Heilerin Sorscha, die ebenfalls neu eingeführt wird.

Neben diesen Charakteren lernt man die Dunkelheit des Königs in Person kennen, wodurch es zu einem Kampf kommt, auf den in diesem Band deutlich hingearbeitet wird, der aber dennoch nicht zu erwarten ist. Celaena entwickelt neue Kräfte und zeigt eine wirklich gänzlich neue Seite, die mir noch besser gefallen hat als ihre alte. Magie steht diesmal definitiv im Vordergrund und so verwundern auch die Wyvern des Königs und die Ironteeth-Hexen, die eingeführt werden nicht.

Was die Hexen angeht muss ich sagen, dass ich mich kaum von ihnen losreißen konnte. Sie haben für mich, neben den Höhepunkten mit Aelin ganz klar die Geschichte ausgemacht und mich mitreißen können. Vor allem Manon und ihr Wyvern Abraxos konnten mich entführen und ihre dunkle Seite bestens präsentieren. Hier habe ich auf jeden Fall verstanden, dass Boshaftigkeit spannend sein kann. Davon möchte ich unbedingt mehr sehen und vor allem die Entwicklung der Charaktere - tatsächlich auf alle bezogen - ist einfach beeindruckend.


Fazit:
In dieser Geschichte passiert einfach zu viel, um es - ohne Spoiler - zusammenfassen zu können. Selbst wenn man nur auf die Charaktere eingehen würde käme so viel von der Story mit an die Oberfläche, dass man nicht aufhören könnte darüber zu reden. Alle Charaktere legen diesmal eine tolle Entwicklung hin und es passiert eine ganze Menge. Man merkt, dass es auf gewisse Weise ruhig zugeht und die Trainings- und Planungsphase eintritt, aber neben diesen Momenten eine ganze Menge passiert, Kräfte entfaltet werden und neue Personen zum Vorschein kommen. Gleichzeitig entstehen kleine Kriege, die sich zu immer größeren ausbreiten und letztendlich das große Ganze ergeben und etwas viel schlimmeres ankündigen. Ob man nun Aelin, Manon, Dorian, Chaol, Rowan, Aedion, Maeve oder den König nennt, sie alle haben etwas, das alles gefährlicher und spannender macht und vor allem etwas das der Geschichte einen neuen Reiz gibt: Geheimnisse. Vor allem das Ende dieser Bücher muss ich einfach loben, weil es immer am meisten Lust auf den nächsten Band macht und nochmal alles verändert, denn dort geht es um eben diese Geheimnisse. Ich liebe diese Momente und wenn man auf Königreiche, beeindruckende magische Welten und besondere, starke Charaktere steht, dann sollte man diese Bücher unbedingt lesen. Von mir gibt es diesmal wieder 4,5 Federn!

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magie, fantasy, throne of glass, champion, fae

Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin so froh, dass ich nach dem ersten Band der Reihe direkt mit dem zweiten Band weitergemacht habe! Obwohl auch diesmal wieder das Gefühl einiger Längen vorhanden war, gab es Wendungen, die dem Buch etwas ganz eigenes und Besonderes geben konnten und die mich teilweise wirklich geschockt und überrascht haben! Dafür verdient auch diese Reihe meine absolute Hingabe!
Celaena ist nach wie vor eine großartige Protagonistin für mich, die ihren eigenen Kopf hat und sich von nichts unterkriegen lässt. In diesem Band erfährt man um Längen mehr über ihre Vergangenheit als es im ersten Band der Fall war und es werden Geheimnisse aufgedeckt, von denen man nicht einmal denken würde, dass sie sie vor dem Leser geheim halten konnte. Wie das ganze aufgedeckt wird hat mir sehr gut gefallen und den Überraschungsmoment noch vergrößtert!
Ihre Entwicklung ist diesmal auch besonders deutlich zu spüren, denn sie nimmt von jedem Kampf - ob gewonnen oder verloren - und von jeder Mission etwas mit. Abgesehen davon entstehen diesmal auch durch persönliche Beziehungen weitere Narben, wobei Nehemia, Dorian und Chaol natürlich weiterhin im Vordergrund stehen. Man hat das Gefühl mit Celaena mitleiden zu müssen und jede Überraschung, Enttäuschung und Leidenschaft teilen zu können.
Gerade Nehemia hat mich auch diesmal wieder überzeugt und nur noch weitere Fragen aufgeworfen, was ich ebenfalls wieder unheimlich gut eingebracht fand. Die Autorin versteht es immer neue Gedankengänge durch ihre Charaktere aufleben zu lassen und nebenbei ältere Fragen zu beantworten. Nehemia nimmt diesmal eine besonders große Rolle zu diesen Fragen ein und löst eine Art Kettenreaktion aus, die mir jetzt nach dem Lesen ebenfalls gut gefällt. 
Abgesehen davon herrschen in diesem Band noch weitaus mehr Gefühle und dementsprechend auch Gefühlschaos, als im ersten Band. Ob in Bezug auf Nehemia oder die beiden Männer Dorian und Chaol, es gibt immer etwas worüber man nachdenken kann. Chaol ist und bleibt nach wie vor mein Favorit, denn man merkt ihm die Treue und Leidenschaft, die er Celaena gegenüber empfindet an und genau das liebe ich so an ihm. Er hat eine Stärke und Ausstrahlung, die nicht alle Charaktere aufweisen können und die Dorian meiner Meinung nach einfach nicht hat.
Auch Dorian konnte mich aber wieder überzeugen, zumal er nun einen noch größeren Part einnimmt und neue Stärken aufweist, doch auch das wirft neue Fragen auf. Neben seiner und Celaenas 'neuer' bzw. ungewohnter Rolle tauchen noch weitere Neuheiten auf, gerade in Bezug auf die ehemalige Königin Elena, bzw. die Fae, die ich so sehr liebe. Ich habe das Gefühl nur darauf gewartet zu haben, dass die Fae mit eingebracht werden und diesmal erfährt man dazu wirklich einiges, was ich große Klasse fand! 
Natürlich wird neben dem König auch die bekannte andere dunkle Macht mit eingebracht, die mit im Vordergrund steht. So sind nicht mehr nur Perrington und der König die Feinde, nein, es kommen noch wesentlich mehr Abenteuer hinzu und auch Celaena muss sich als Champion des Königs beweisen und einen Weg finden, ihm seine Opfer zu bringen. Durch diesen Job lernt man nun auch den Widerstand und auch Archer, bzw. alte Bekannte von Celaena kennen, die für viel Wirbel sorgen. Und neben diesem Wirbel muss sie gegen Magie ankommen, die sehr viel stärker ist, als gedacht und die mit den Wyrdzeichen, oder auch anderen - verstorben geglaubten Mächten, wie den Hexen - zusammenhängt. 
Mehr verrate ich aber nicht, denn das würde euch zu viel vorweg nehmen ;) Außerdem merkt man schnell, dass alles zusammenhängt und auch dies wird teilweise schon aufgelöst, was einfach für großartige Überraschungen sorgt!

Fazit:
Ich muss zugeben, dass ich nach diesem Band wesentlich mehr von der Geschichte gefesselt bin, als ich es nach dem ersten Band war. Celaena macht meiner Meinung nach eine enorme Entwicklung durch, die sich immer wieder zeigt und die nichts mehr mit dem Mädchen zu tun hat, das man im ersten Band kennenlernt. Natürlich ist sie schon vorher eine Assassinin und unheimlich gefährlich und stark, doch hat sie durch Nehemia und den Prinzen immer eine gewisse Anmut bewahrt. Diesmal sieht das anders aus, denn durch Chaol wird sie zwar ebenfalls anziehend und stark dargestellt, durch die weiteren Entwicklungen aber in ein ganz anderes Licht gerückt, die alles verändern. Auch diesmal gab es wieder einige Längen, doch das macht nichts, wenn man bedenkt wie genial diese Story ist und wie oft ich überrascht und verwirrt werden konnte. Nie hätte ich mit diesen Wendungen gerechnet und den Charakteren zugetraut, dass sie so viel vor dem Leser verheimlichen können. Ich freue mich nun unglaublich auf den dritten Band und weiß, dass der Kampf gegen die Dämonen, Wyrdschlüssel und den König nur aufregend werden kann! Nach diesem Band weiß man definitiv, dass die Charaktere mehr zu verbergen haben, als man erst meinen sollte - und das lässt sich auf alle beziehen. Es gibt also 4,5 Federn und somit eine Steigerung zum ersten Band!

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

jugendbuch, valentina fast, dystopie, roman, liebe

Royal

Valentina Fast
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.02.2016
ISBN 9783646602005
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach den ersten beiden Bänden konnte ich einfach nicht warten bis die nächsten beiden im Taschenbuch erscheinen würden. Direkt nach dem Lesen habe ich mir die ganze Ebox gekauft, die dann auch sofort verschlungen werden sollte. Ich denke es spricht für sich, dass ich kein anderes Buch anfangen konnte ohne zu wissen wie es weitergeht! Die Bücher wollte ich trotzdem zusammenfassen, sodass ich nun das Gesamtpaket bewerte und die Taschenbücher später auch einziehen lasse ;)

Wie schon in meiner Rezension zu den ersten beiden Bänden kann ich auch diesmal sagen, dass ich Tatyana als sehr angenehme und besondere Protagonistin empfunden habe. Es hat mich nicht gestört, dass sie von allen geliebt zu werden scheint - abgesehen von ihren Konkurrentinnen - weil ich selbst sie auch unheimlich lieb gewonnen habe und sie einfach nicht so von sich selbst überzeugt war, wie die anderen. Sie ist an ihren Taten gereift, hat sich nichts mehr einreden lassen und hat einfach ihr Ding durchgezogen.

Auch die Nebencharaktere, die ich bisher lieb gewonnen habe sind mir beinahe alle sympathisch geblieben. Gerade Henry rückt diesmal mit Tanya in den Fokus und man hat ihn noch viel lieber als in den anderen Bänden. Für mich ist er wahrscheinlich sogar der tollste Charakter geworden. Doch auch Claire, Fernand und Charles konnten mich wieder von sich überzeugen und sie alle halten einige Überraschungen bereit und wachsen einem unheimlich ans Herz.

Zu Philipp muss ich nicht mehr viel sagen, oder? Er hat mich so genervt und doch war ich noch gefesselt von ihm und musste wissen, was denn nun das große Geheimnis ist, das er nicht verraten kann. Als ich es dann erfahren habe war ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht, denn ich denke wenn man jemanden wirklich liebt, dann hätte man es demjenigen sagen können oder zumindest nicht so ein Idiot sein können. Für mich war das einfach nicht genug und dementsprechend war ich diesmal nicht mehr so zufrieden mit ihm.

Nach und nach kommen aber auch andere Charaktere hinzu. So lernt man natürlich die Königin und den König kennen, wobei mir der König vorerst sehr unsympathisch war, was sich Gott sei Dank noch legen konnte. Auch Charlotte war natürlich das Letzte und hat noch die ein oder andere Überraschung geboten. Außerdem lernen wir James, Grigori, Ewa und Marek, sowie einige Wächter näher kennen, wobei ich hier keinesfalls etwas verraten will, denn es wird überraschend, wem man trauen kann und wem nicht :)

Insgesamt habe ich alle Charaktere auf ihre Art in mein Herz schließen können und ich konnte - selbst wenn ich wollte - nicht aufhören die Bücher zu lesen, bis ich endlich fertig war. Es war wie ein Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte und ich wollte einfach nur wissen, wie es ausgeht. Leider muss man - wie so oft in guten Büchern - auch Verluste und Enttäuschungen hinnehmen, doch letztendlich hat mir das Ende ganz gut gefallen.

Die Story hält einiges bereit. Wo sie eher ruhig beginnt, man sich einfinden kann und die Charaktere kennenlernt, wird sie später immer spannender und es kommen Intrigen und Lügen hinzu, die es aufzudecken gilt. Für mich war der Wettkampf tatsächlich das spannendste, weil ich diese Art von Intrigen und Freundschaften am liebsten mochte. Als es auf das Ende zuging und man mehr über die Außenwelt und die Beweggründe erfuhr, wurde es für mich komischerweise etwas träge und konnte mich nicht mehr so mitreissen. Zwar hatte ich nicht damit gerechnet, doch es war mir einfach nicht genug. Erst die letzten paar Seiten hatten mich wieder, weshalb es dann doch nicht so perfekt war, wie ich dachte.
Fazit:
Alles in allem konnte mich die Reihe natürlich überzeugen, sonst hätte ich sie wahrscheinlich nicht beendet und wäre auch lange nicht so gefesselt von ihr gewesen. Die Charaktere waren für mich ziemlich perfekt, weil ich viele in ihrer Vielschichtigkeit sehen konnte und sie außerdem unheimlich ins Herz geschlossen habe. Gerade Henry kann man nur lieb gewinnen und er ist unperfekt perfekt, was ihn für mich nur umso menschlicher macht. Ebenso ging es mir mit Claire und Tanya, sowie Charles und Fernand. Bei Philipp hatte ich so meine Probleme, weil ich zwar verstanden habe, wieso er handelt wie er handelt, andererseits kann ich nach wie vor nicht verstehen, wieso er es nicht anders lösen konnte. Das hat diese Beziehung doch ziemlich abgeschwächt und dennoch konnte sie mich noch überzeugen! Die Story konnte mich im Gesamtpaket auch überzeugen, wobei mir der Wettkampf am besten gefallen hat und man dort mehr über das Königreich erfahren konnte. Allgemein mochte ich die Ausarbeitung der Beziehungen am liebsten und fand den Bereich außerhalb der Kuppel nicht annähernd so interessant. Der letzte Teil der Geschichte hat mich daher nur mäßig überzeugt, während das Ende wieder gut wurde. Auch die vielen Wendungen haben mich überzeugt! Für mich waren die Bände letztendlich nicht ganz perfekt, aber dennoch absolut lesenswert und ich vergebe nun für die gesamte Reihe 4 Federn!

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, 2017, schnee und orchideen, britta strauss, eisdrachen

Schnee und Orchideen

Britta Strauss
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.11.2016
ISBN 9783931989941
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach dem ersten Band konnte ich den zweiten kaum noch abwarten! Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich ihn angefangen habe, doch jetzt endlich ist es geschafft und ich weiß nicht, was ich noch ohne die Welt von Indigo und Jade tun soll.
Der letzte Band endete mit einem fiesen Cliffhanger, der durch die Magie in Esnunna überhaupt erst entstehen konnte und natürlich ging es dabei um unsere wundervollen Hauptprotagonisten. Indigo und Jade sind einfach ganz einzigartige Protagonisten, die perfekt miteinander harmonieren und mich in diesem Band noch ein Stück weit mehr überzeugen konnten, als im ersten. Beide haben ihre Schwächen und Stärken und in diesem Band entdeckt gerade Jade eine ganze Menge neue Stärken an sich.
Die Liebesgeschichte steht im zweiten Teil definitiv mehr im Fokus, als im ersten. Wo man im ersten Band hauptsächlich die Situation verstehen sollte und sich auf den Beginn einer unglaublich magischen Reise vorbereiten und schon in sie eintauchen konnte, kann man sich diesmal treiben lassen, Gefühle durchleben und so richtig in die Geschichte verlieben. Es war unheimlich schön zu lesen, wie es weitergeht, wie alles viel tiefer greifen konnte und die Liebe endlich ihren Einsatz findet.
Doch natürlich bleiben die Gefahren - der Fluch des Jasmah-Isdar, sowie Scylla - bestehen. Nach und nach hat man das Gefühl, dass die Gefahren schwächer werden, Indigos atlantische Magie an Stärke gewinnt und man langsam auf das Ziel zukommt. Leider kommen dafür andere Hindernisse, die oftmals von Indigo selbst ausgehen, wozu ich aber nicht mehr verraten will, weil das zu viel vorwegnehmen würde. Mich haben viele der Wendungen überrascht und selbst gegen Ende kamen nochmal einige Überraschungen.
Neben den besonders grausamen und den Hauptcharakteren gibt es natürlich auch wieder tolle Nebencharaktere, die ebenfalls genannt werden sollten. So habe ich Jinni und Nobbe sehr ins Herz geschlossen, die auf ihre eigene Art eine tragende Rolle besitzen. Auch Aaron und die Zwillinge tauchen wieder auf und man lernt noch neue Charaktere kennen, die ich einfach unheimlich herzlich fand!

Natürlich darf man auch den Vogel Zilp und die Füchsin Ischme nicht vergessen, die meiner Meinung nach großartig eingebaut werden. Ich liebe die zwei! Und auch Palili und Timotheus sind wieder dabei und man kann sie einfach nur gern haben. Gerade die witzigen Situationen mit den Charakteren sind großartig!

Doch wir lernen diesmal auch mehr über andere magische Wesen, unter anderem die Rosenkönigin, was ich wieder ganz toll fand, weil diese dem Buch einfach etwas einzigartiges geben! Neben ihnen gibt es natürlich noch Eomara, die bereits im ersten Band aufgetaucht sind, wobei sie diesmal nochmals eine andere Rolle einnimmt, was mir unheimlich gut gefallen hat.

Zur Story lässt sich nicht viel mehr sagen, weil sie genauso toll ist, wie im ersten Band! Man verfolgt die Charaktere gerne, es gibt überraschende Wendungen und zahlreiche gefühlsvolle Momente, die durch die Magie noch schöner werden. Natürlich möchte ich euch nicht spoilern, weshalb ich an dieser Stelle nicht mehr verraten will, doch letztendlich kann nur eine Seite gewinnen und darum geht es in diesem Band.


Fazit:
Für mich war dieses Buch einfach perfekt, denn es hat die menschlichen und übermenschlichen Seiten unserer Charaktere und magischen Wesen hervorgebracht. Gerade die Liebesgeschichte von Indigo und Jade steht diesmal im Vordergrund, was mir sehr gut gefallen hat, weil ich mir mehr romantische und gefühlvolle Momente gewünscht habe, die nun endlich da waren. Trotz allem geht die Magie dabei kein Stück verloren. Die toll ausgearbeiteten, für mich oftmals neuen Wesen kommen immer wieder vor und nehmen einen großen Teil der Geschichte ein. Die Charaktere entwickeln durch die immer wieder neu auftauchenden Hindernisse engere Bindungen und man hat das Gefühl sie selbst noch mehr ins Herz zu schließen. Gerade durch die schwindende und auch wachsende Magie gibt es für Indigo ständig neue Probleme, bei denen ihm die anderen Charaktere beistehen, ihn vielleicht sogar retten müssen. Man merkt in diesem Band, wie stark die Charaktere zusammengewachsen sind und dass sie alleine nicht mehr bestehen können. Einfach eine tolle Geschichte mit großartigem Ende! Noch besser, als ich gedacht hätte :) Von mir gibt es für die ganze Reihe 5 Federn und die Extraauszeichnung!

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1.281 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 198 Rezensionen

thriller, serienkiller, ethan cross, serienmörder, mord

Ich bin die Nacht

Ethan Cross
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783404169238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich dieses Buch mit einer Freundin in der Buchhandlung entdeckt habe und eine andere Käuferin davon geschwärmt hat, mussten wir es beide lesen. Da sie nur Thriller liest, dementsprechend weiter in dem Genre gefächert ist als ich und sie das Buch nach dem Lesen geliebt hat, wusste ich, dass ich es ebenfalls lesen muss.
In der Geschichte gibt es gleich mehrere Protagonisten, denen man folgt, im Vordergrund steht allerdings ganz klar der Serienmörder Francis Ackerman, der sich dauernd neue Opfer sucht und deshalb schon von allen gesucht wird. Neben ihm lernt man auch andere Charaktere - darunter seine Opfer, Polizisten und andere Nebencharaktere, die mit ihm in Kontakt kommen - kennen. Vor allem Marcus steht später mit ihm im Mittelpunkt.

Spätestens ab dem Mittelteil der Geschichte merkt man, dass es mehr mit Ackerman und Marcus auf sich hat und dass die beiden auf irgendeine Art und Weise miteinander verbunden sind. Ob man diese Verbindung in diesem Band aufdeckt werde ich euch nicht verraten, allerdings kann ich euch sagen, dass es einige Wendungen gibt, mit denen ich nie gerechnet hätte, sowohl in Bezug auf den Mörder, als auch in Bezug auf Marcus und so gut wie alle Nebencharaktere.

Einige Nebencharaktere, wie der Sheriff, Maggie oder auch die Brubakers stehen besonders im Vordergrund und tauchen nicht nur einmal in der Geschichte auf. So merkt man nach und nach, dass einerseits alles für sich zu stehen scheint und andererseits doch alles miteinander verknüpft ist.

Bereits im Mittelteil wurde ich immer wieder überrascht und dachte, dass ich endlich ansatzweise weiß, was Sache ist. Doch das Ende hat dann alles verändert und nochmal gehörig auf den Kopf gestellt. Selbst Charaktere, die mir bis dahin nur unsympathisch waren, die ich geradezu gehasst habe, haben auf einmal ein ganz anderes Gesicht bekommen.

Ihr merkt, dass mich die Geschichte überzeugen konnte, wenn auch ganz anders als ich es erwartet hätte. Die Charaktere sind vielschichtig, miteinander verknüpft und man liest aus den verschiedensten Sichten, wodurch man ein weit gefärchertes Bild der Situation bekommt, allerdings noch lange nicht alles erfasst.

Gerade die Spielchen von Ackerman sind spannend, weil man als Leser ein sehr eindringliches Bild von einem Mörder bekommt und seine Verhaltensweisen zu verstehen und hinterfragen scheint. Obwohl er willkürlich tötet bleibt er menschlich und da man nie weiß, was als Nächstes passiert und was es mit Ackerman auf sich hat, muss man einfach weiterlesen und diese Person auf psychischer Ebene erfassen so gut es geht.

Fazit:
Diese Geschichte ist etwas ganz besonderes - vielschichtig, erschreckend, grausam, tiefgründig und absolut unvorhersehbar - und sie hat mich mehr als einmal hinters Licht geführt und über Opfer und Täter nachdenken lassen. Für mich war es das erste Mal, dass ich aus der Sicht eines Serienmörders und gleichzeitig auch aus der Sicht der Opfer lesen durfte. Durch die zahlreichen Gedankengänge bleibt es immerzu spannend und man bekommt nach und nach das Gefühl, den Mörder zu verstehen, was sich kurz darauf wieder ändert, weil wieder etwas unvorhersehbares geschehen ist. Alle Charaktere sind unglaublich vielschichtig und besonders, weil sie letztendlich ganz anders sind, als sie vorgeben zu sein und das fällt gerade am Ende dieses Buches auf. Ich bin nun wirklich gespannt, wie es mit der Geschichte weitergeht und was die Charaktere noch für uns bereit halten. Von mir gibt es - gerade für den einzigartigen Protagonisten Ackerman - 5 Federn und eine Empfehlung für alle Thrillerfans! Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Bände!

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1.465 Bibliotheken, 41 Leser, 6 Gruppen, 136 Rezensionen

fantasy, throne of glass, assassinin, magie, kampf

Throne of Glass - Die Erwählte

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich den ersten Band der A Court of Thorns and Roses oder auf Deutsch der Das Reich der sieben Höfe-Reihe gelesen habe, konnte ich nicht mehr länger mit den anderen Büchern der Autorin warten. Gut, dass ich den ersten Band ihrer Reihe Throne of Glass bereits hier hatte!

Celaena ist eine erfrischend andere Protagonistin! Sie war von Anfang an stark und tough und einfach sie selbst. Von keinem hat sie sich unterkriegen lassen und obwohl sie mit der Zeit sanfter wird, verliert sie nicht ihre Eigenart, ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Willensstärke. Sie ist eine Assassinin und gleichzeitig so wandelbar, dass sie genauso gut eine Person von höherem Stand sein kann. Ich habe sie als Protagonistin unheimlich lieben gelernt. Vor allem durch ihre gern mal ruppige Art.

Diese ruppige Art setzt sie immerzu ein, vor allem Gegenüber Chaol - dem Captain der Leibgarde - und einer meiner persönlichen Lieblingscharaktere, sowie Dorian - dem Prinzen. Mir persönlich hat Chaol eigentlich immer ein ganzes Stück besser gefallen als Dorian, weil ein Prinz so gut wie alle Mädchen bekommen kann und obwohl diese in vielen Geschichten einen unglaublichen Reiz haben, konnte mich hier der Soldat eher überzeugen. Warum ich mich entscheiden will? Weil hier eine Dreiecksgeschichte Platz findet, die allerdings nicht aufdringlich und stumpf wirkt, sondern perfekt zu Celaena passt.

Neben diesen beiden Nebencharakteren gibt es aber noch zahlreiche andere Charaktere, die nicht nur bedeutend, sondern ungemein wichtig für die Story sind. Vor allem Nehemia - die Prinzessin von Eyllwe - habe ich schätzen und lieben gelernt. Man merkt sofort, dass sie von ihrem Volk besonders geschätzt wird und ganz anders ist, als man es von einer Prinzessin erwarten würde. Und sie hat, ebenso wie jeder andere, auch ihre Geheimnisse. Ich liebe sie!

Natürlich darf man auch den König, Parrington und Kaltain nicht vergessen. Sie waren mir allesamt unsympathisch und man merkt sofort, dass da in den Folgebänden noch wesentlich mehr auf einen zukommen wird, als es hier der Fall war. Doch auch die Champions habe ich so gut wie alle gehasst - allen voran Cain. Nox hingegen geht einem als einziger der Champions wirklich nah und alles weitere müsst ihr für euch selbst herausfinden ;)

Der Schreibstil war - wie gewohnt - einfach nur angenehm und auch die Erzählperspektive hat mich nicht von einer guten Beziehung zu den Charakteren abgehalten. Ich mag es meistens nicht, wenn man nicht aus der Sicht eines Protagonisten liest, sondern in der Er- und Sie-Form. Diesmal hat mich das nicht gestört.

Die Story war unglaublich gut durchdacht und gerade das Ende hat mich neugierig auf Band 2 gemacht! Es gab zwar trotzdem langatmige Stellen und man merkt, dass es ein erster Band ist, das tut dem aber keinen Abzug, weil die Charaktere, das Setting und die Story überzeugen können. Vor allem das Böse, das im Schloss sein Unwesen treibt, macht neugierig auf mehr und ich war überrascht wie es letztendlich gekommen ist! Zudem gab es immer wieder Wendungen, die so gut wie alles verändert haben. Und die Liebesgeschichte(n) darf man auch nicht vergessen..


Fazit:
Auch diese Geschichte der Autorin konnte mich überzeugen und ich muss auf jeden Fall weiterlesen, um zu erfahren, wie es mit Celaena und den anderen Charakteren weitergeht! Alle Charaktere sind unheimlich gut ausgearbeitet und haben ihre eigene Art, sich zu präsentieren. Vor allem die abwechslungsreiche, freche und unerschrockene Art der Protagonistin ist erfrischend und obwohl ich dachte, dass mich das stören würde, war das Gegenteil der Fall. Mit der Zeit entwickelt sich nicht nur Celaena, sondern auch alle anderen Charaktere und es kommt zu zahlreichen Wendungen, mit denen ich nicht immer gerechnet habe. Gerade die beiden Faktoren - der Wettstreit der Champions und das Böse, das im Schloss lauert - machen das Buch spannend! Doch neben diesen gibt es noch Intrigen und magische Welten, die alles spannender machen. Und auch die Fae finden einen Weg in diese Welt, was ich besonders toll fand. Leider war der erste Band aber auch ein Einstieg, was man an  vielen ruhigen Stellen merken konnte. Dennoch bekommt das Buch von mir 4,5 Federn, weil ich diese Welt und ihre Charaktere lieben gelernt habe und abgesehen davon unglaublich mitleiden musste!

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

liebe, lovestory, drachenmond, verlust, romance

For Good: Über die Liebe und das Leben

Ava Reed
E-Buch Text: 195 Seiten
Erschienen bei Booklover Verlag, 29.11.2015
ISBN B018RGFK2Q
Genre: Sonstiges

Rezension:

Viel zu lange habe ich das Lesen dieses Buches hinausgezögert. Obwohl ich so viel Positives gehört habe, war ich mir nicht sicher, ob es auch mich so überzeugen würde. Jetzt weiß es ich es besser.
Charlie begegnet einem von Anfang an als unheimlich traurige, innerlich zerrissene und unglückliche Protagonistin, die schwer mit dem Tod ihres Mannes zu kämpfen hat. Man erfährt praktisch sofort, wie die Geschichte um Charlie und Ben ausgehen wird und doch ist es so spannend all die Details zu erfahren, weil die Liebe zwischen den beiden unglaublich berührend und groß ist.
Die Geschichte wechselt zwischen Gegenwart und Erinnerungen, also der Vergangenheit und Charlie scheint all diese Erinnerungen noch einmal durchzugehen, um sich an ihre große Liebe zu erinnern. So erlebt man, wie die Liebe der beiden zu wachsen beginnt und wie es überhaupt zu all dem kam und das hat mich spürbar mitgenommen. Besonders berühren konnte mich das Ende und auch die Momente aus Bens Sicht, die an das Ende der Geschichte gehängt wurden.
Ben war mir wirklich von Anfang an sympathisch, obwohl ich wusste wieviel Kummer sein Tod der Protagonistin bringt. Gerade das zeigt dem Leser aber auch deutlich, wieviel gute und schöne Momente die beiden gehabt haben müssen und so freut man sich auf die Erinnerungen. Ben hat nie Macken aufgewiesen, er war immer da und so positiv geladen, dass es Spaß gemacht hat, ihn kennenzulernen. 
Doch auch Nebencharaktere, wie Mia und Luke habe ich unheimlich ins Herz schließen können und gerade Mia mit ihrer wilden, glücklichen Art und ihrem lauten Organ bringt unfassbar viel Spaß und Liebe mit in die Geschichte. Doch auch Luke gewinnt man - als Freund von Ben - sehr schnell auf seine eigene Art lieb.
Die Story ist natürlich auf gewisse Art und Weise sehr vorhersehbar, doch die Autorin schafft es dennoch Spannung und wahnsinnig viel Gefühl mit in die Geschichte zu bringen. Sie hat einen lockerleichten Schreibstil, der im Kontrast zu den starken Gefühlen der Protagonistin steht und gerade das macht die Geschichte sehr besonders. Es ist abwechslungsreich zu wissen, dass alles negativ ist und es dennoch so schöne Momente gibt. Gleichzeitig fand ich das Ende nochmal super und natürlich erfrischend beruhigend.
Fazit:
Ich habe mich definitiv in die Charaktere Charlie und vor allem Ben, aber auch in Mia und Luke und die besondere Geschichte verliebt. Obwohl man bereits weiß wie die Geschichte ausgeht und worauf es hinausläuft, hat die Art, wie die Autorin diese Gefühle und die Erinnerungen der Protagonistin rüberbringt etwas ganz eigenes. So mochte ich die Sprünge zwischen Gegenwart und Erinnerungen sehr gern, weil Charlie immer wieder Stellung zu ihnen genommen hat und man so auch die Verzweiflung und die gegenwärtigen Gedanken viel besser nachvollziehen konnte. Ich persönlich habe mir zwischendurch auch immer wieder gedacht, worauf es hinauslaufen könnte und war am Ende schon noch überrascht, aber wurde auch in meinem Verdacht bestätigt. Auch das hat mir gut gefallen, weil es diesem gefühlvollen und sehr traurigen Buch nochmal etwas erfrischendes gegeben hat. Sowohl Haupt- als auch Nebencharaktere haben mich letztendlich von sich überzeugen können und ich gebe deshalb 4,5 Federn!

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333 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

elfen, holly black, fantasy, der prinz der elfen, prinz

Der Prinz der Elfen

Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bevor ich das Buch angefangen habe zu lesen, habe ich schon einige andere Meinungen mitbekommen, die meistens negativer waren. Davon wollte ich mich nicht beeinflussen lassen, aber es hat meine Ansprüche trotzdem runtergeschraubt. Ich denke das war genau das Richtige, denn das Buch hat mir nun viel besser gefallen, als erwartet.
Die Protagonistin Hazel ist ein Mädchen der besonderen Art - und das nicht nur weil sie an einem magischen Ort lebt. Sie ist eigenwillig, wild und mutig und wünscht sich eigentlich nichts sehnlicher, als eine Heldin zu sein, sowohl für sich, als auch für ihren Bruder und alle anderen. Und neben diesem Wunsch ist da natürlich noch der Prinz im gläsernen Sarg, auf den man als Leser ebenso neugierig ist wie Hazel.
Neben ihr sind aber auch alle anderen Bewohner von Fairfold - und auch die Touristen - gebannt von dem Elfenprinzen, der immerzu schläft. Vor allem ihr Bruder Ben, der sich gemeinsam mit Hazel Geschichten über den Prinzen ausgedacht hat, als sie noch kleiner waren, ist dem Fremden verfallen. Mir war er ebenso sympathisch wie Hazel, wenn auch auf ganz andere Art und Weise.
Abgesehen von diesen beiden Helden sollten auch Jack und Carter genannt werden, die 'Brüder' sind und für mich ebenfalls unheimlich tolle Charaktere sind! Gerade Jack, der ein Elf ist, hat es mir angetan und mich durch seine einzigartige Art zu handeln und zu lieben überzeugt! Severin und Gram sind ebenfalls sehr wichtige Charaktere für die Geschichte, allerdings möchte ich zu ihnen nichts weiter verraten, denn das müsst ihr selbst entdecken :) Natürlich gehören auch der Erlkönig und zahlreiche Eltern dazu, doch auch diese muss man selbst erleben.
An sich waren alle Charaktere auf ihre Art und Weise magisch für mich und gerade die Jugendlichen und den Prinzen habe ich ins Herz schließen können. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich sie mir immer sehr jung vorgestellt habe - fast noch kindlich, was mich teilweise gestört hat. Ansonsten waren sie mir aber sympathisch und einfach großartige Helden!
Immer wieder gibt es Hindernisse - ob nun magisch oder nicht - und Rätsel, die einen zum Nachdenken bringen und alles spannend machen und genau das mag ich an der Geschichte so gern. Auch das Böse, das besiegt werden muss und die Wendung am Ende hat mir gut gefallen. Und selbst die kleinen Liebesgeschichten waren toll eingebracht und mal etwas anderes!
Der Elfenprinz ist zu Beginn der Mittelpunkt der Geschichte - alles scheint sich um ihn zu drehen und natürlich wird man neugierig. Wo man erstmal nur etwas zu Hazels alltäglicher Geschichte und auch der Geschichte anderer Jugendlicher mitbekommt, erfährt man nach und nach auch einiges über die Magie in Fairfold. Ob Kobolde, Elfen oder Wasserwesen, hier gibt es unheimlich viele verschiedene magische Wesen, die man entdecken kann. Für mich wurde das unheimlich spannend, vor allem als die Geschichte dann so richtig an Fahrt gewonnen hat! 
Die Story hat mir demnach natürlich auch gefallen, wenn es auch kleine Schwächen gab und mir die Charaktere teilweise einfach zu jung vorkamen. So hatte ich das Gefühl, dass sie noch sehr kindlich sind, obwohl sie als jugendlich beschrieben werden und dennoch ist da dieses unglaubliche Abenteuer, das durch neue und auch alte magische Elemente überzeugen kann! Die Geschichte an sich ist jedenfalls mal etwas anderes, was ich toll finde, und die Charaktere haben allesamt Stärke!

Fazit:
Das Schöne an dieser Geschichte ist, dass sie mal ganz anders auf einen wirkt, als die anderen typischen Fantasybücher. Hier wirkt alles ganz neu und auch gefährlich, weil man nie weiß, ob man einem Elfenwesen trauen kann oder nicht doch gerade einen fatalen Fehler begeht, indem man einen Handel abschließt. Unsere Protagonistin erfährt das am eigenen Leib und auch sonst bleiben die Abenteuer nicht aus. Die Wendungen waren teilweise nicht vorhersehbar und gerade gegen Ende wurde ich überrascht! Man kann miträtseln und verliebt sich in die besonderen Charaktere und natürlich gibt es ab und an Längen oder Dinge, die einem nicht unbedingt gefallen müssen, aber das macht dieses Buch auch wieder so besonders. Hier sollte man nicht mit Erwartungen rangehen, sondern es einfach auf sich wirken lassen und dem Buch die Chance geben, einfach mal für sich selbst zu sprechen. Ich muss sagen, dass mich das wirklich überzeugen konnte und es erfrischend anders ist! Gerade die Elfen und Feste, aber auch die Art zu Handeln und die Beziehungen der Charaktere haben mich gekriegt! Von mir gibt es 4 Federn!

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248 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

dystopie, mord, kerry drewery, jugendbuch, manipulation

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Cover des Buches das erste Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich das Buch lesen muss. Und spätestens nach dem Klappentext wollte ich mehr wissen. Jetzt wo ich das Buch gelesen habe weiß ich gar nicht wirklich was ich sagen soll.

Martha als Protagonistin zu erleben ist definitiv besonders, weil sie sich - wie sie selbst oft betont - wie eine Märtyrerin verhält. Sie möchte etwas bewegen und die Menschen zum Nachdenken anregen und das will sie ausgerechnet durch ihren eigenen Tod schaffen. Neben ihrer aktuellen Situation in den Zellen 1 bis 7 erfährt man schrittweise Dinge aus ihrer Vergangenheit und dementsprechend auch über die wahre Geschichte. Und es bleibt bis zum Ende spannend.

Ehrlich gesagt hätte ich nie mit diesem Ende gerechnet und weiß selbst nicht, was genau ich erwartet habe. Ich liebe Happy Ends und bin immer traurig, wenn es keins wird. Welches Ende hier auf euch wartet werde ich euch allerdings nicht verraten. Da müsst ihr selbst durch!

Was es so spannend macht sind aber nicht nur Marthas schwankende Gedanken, die wirklich tiefgründig sind und im kompletten Widerspruch zur Gesellschaft stehen, sondern auch die Nebencharaktere! Vor allem die psychologische Betreuerin Eve habe ich lieb gewonnen, doch auch Cicero, Max und Gus mochte ich unheimlich gern! Und wen darf man nicht vergessen? - Isaac! Ich persönlich habe ihn unglaublich lieben gelernt und fand die emotionale Bindung, die man zu den Charakteren aufbaut wahnsinnig schön, aber eben auch niederschmetternd.

Als Leser merkt man schnell, dass dieses Buch eine ganz wichtige Message vermitteln will, die man nicht nur wahrnimmt, sondern auch verarbeitet und an andere weitergibt. Diese Geschichte zeigt, dass die Gesellschaft sich oftmals zum Negativen entwickelt, man vielleicht sogar Menschen sterben und leiden sehen will, die zwar unschuldig sein könnten, man dafür aber immerhin einen 'Schuldigen' hätte. Man wird öfter manipuliert, als man denkt und letztendlich gibt es immer die Schere zwischen Arm und Reich oder einer Minderheit und einer Mehrheit, die alles zerstört.

Die Manipulation wird hier vor allem durch die Sendung Death is Justice deutlich, die von Kristina und Joshua geleitet wird. Gerade die Moderatorin Kristina manipuliert ihre Zuschauer und vor allem Besucher in der Sendung, indem sie Zeugen unterbricht oder Antworten so verdreht, dass sie das genaue Gegenteil bedeuten. Ich fand das erschreckend und dennoch wirkt auch so etwas oft. Die Leute verschließen ihre Augen vor der Wahrheit und auch Joshua trägt keine weiße Weste, obwohl er sich gegen Ende gut verhält.

Der Erzählstil ist ebenfalls nennenswert, da die Story hier vor allem über Dialoge und eben die Fernsehshow vermittelt wird. Man verweilt demnach nicht nur mit Martha in den Zellen, sondern erfährt auch etwas über die Sendung und die Zuschauer, aber auch über Eve und Isaac. Das hat mir gut gefallen und es gab dadurch einiges an Abwechslung, andererseits war es aber auch sehr gewöhnungsbedürftig.


Fazit:
Zu Beginn der Geschichte habe ich mich nur gefragt, warum Martha in den Zellen sitzt, wenn sie doch ziemlich offensichtlich unschuldig ist. Schnell fällt auf, dass es Gründe gibt und sie - gemeinsam mit jemandem - etwas verändern und in der Gesellschaft bewirken will. Man wird neugierig auf die Beweggründe und natürlich auf die Geschichte der einzelnen Hauptcharaktere. Gerade die Fernsehshow Death is Justice provoziert nicht nur die Charaktere, sondern auch den Leser und man wird geradezu dazu aufgefordert, weiterzulesen. Trotzdem muss ich sagen, dass ich - womöglich durch die Art des Erzählens über die Dialoge o.ä. - in meinem Lesefluss gestört wurde und nicht immer zu dem Buch greifen wollte. Einerseits war ich also unheimlich gefesselt von dem Setting, der außergewöhnlichen Message und Story und natürlich den Charakteren und konnte kaum aufhören zu lesen, wenn ich erstmal angefangen habe, andererseits musste ich mich oftmals dazu aufraffen, weiterzulesen. Letztendlich hat mir die Geschichte wahnsinnig gut gefallen, zum Nachdenken angeregt und mich vor allem gegen Ende unfassbar berührt. Die Tränen kann man da nicht zurückhalten und ich wünschte, es hätte noch ein Kapitelchen mehr gegeben. Von mir gibt es nun 4,5 Federn und ein großes Lob für diese Story und die tolle Liebesgeschichte!

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

endzeit, highschool, dilogi, science fiction, liebe

This New World

Laura Newman
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 25.04.2017
ISBN 9783743187832
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich erfahren habe, dass Laura Newman wieder ein neues Buch rausbringen würde, wollte ich es unbedingt lesen und war super gespannt auf den Inhalt!
Zoe begegnet einem direkt als sympathische Protagonistin, die allerdings durch viele Vorurteile geprägt ist und sich oftmals mit den falschen Leuten abgibt. So merkt man als Leser sofort, dass ihre Freunde völlig anders sind als sie und eher oberflächlich über andere denken, während Zoe selbst die Dinge zwar hinterfragt, aber dennoch durch ihre Freunde anders handelt, als sie eigentlich will.
Besonders auffällig ist dies durch ihre beste Freundin Dilan und ihren festen Freund Coben, die beide sportlich sind und das typische Sportler-Klischee erfüllen. Sie denken oberflächlich und oft arrogant und beeinflussen auch Zoe durch ihr Verhalten. Mir persönlich war keiner von beiden sympathisch und dementsprechend ist eine Entwicklung von Zoe vorprogrammiert.
Diese Entwicklung entsteht vor allem durch den Außenseiter Josh, der von allen Justice genannt wird. Er war mir zu jeder Zeit der Geschichte am sympathischsten und dementsprechend der interessanteste und liebste Charakter im Buch. Ohne ihn wäre mir die Geschichte nicht tiefgründig genug gewesen, doch durch seine Art die Dinge zu sehen kommt Schwung in die Geschichte und Zoe beginnt, alles zu überdenken.
Unterstützt wird ihre Entwicklung aber nicht nur durch Josh, sondern auch durch die Veränderungen in der Nachbarschaft und auf der ganzen Welt. Durch einen Meteoriten verändern sich die Menschen nämlich ständig und entwickeln einzigartige Fähigkeiten. Gerade als sich alle sicher fühlen kommt es natürlich zu großen Problemen. Diese müsst ihr allerdings selbst herausfinden ;)
Die Story an sich bekommt vor allem durch die Fähigkeiten unheimlich viel Spannung und man möchte wissen, was mit den Menschen passiert und wie sich die Gesellschaft entwickelt. Gerade durch bestimmte zerstörerische Fähigkeiten, die an eher negativ eingestellte und kampfeslustige Personen gehen, ist eine Katastrophe vorprogrammiert. So hat mich vor allem Cobens Entwicklung nicht überrascht und es gab einen Moment mit Zoes 'Freunden', mit dem ich dann doch nicht gerechnet hätte. Insgesamt gab es aber viele Momente, die sehr extrem und grausam wurden.

Fazit:
Das Buch konnte mich auf jeden Fall von sich überzeugen und die Autorin hat diesmal ganz andere Charaktere eingebaut, als sie es sonst tut. So sind diese nun nicht immer nur sympathisch und lieb, sondern vor allem oberflächlich denkend und arrogant und erfüllen damit typische Highschool-Klischees. Dies sorgt aber auch für die Entwicklung der Hauptprotagonistin Zoe, die sich mit der Zeit ganz anders verhält, was vor allem durch den tiefgründigen Charakter Josh, aber auch durch die enormen Veränderungen der Menschen gewährleistet wird. Mit der Zeit ist sie mir immer sympathischer geworden und so konnten die anfänglichen Schwierigkeiten, die ich mit ihr als Person und beim Einstieg ins Buch hatte, beseitigt werden. Letztendlich konnten mich die Idee und die Charaktere dann doch überzeugen und vor allem die Katastrophen, die mit der Zeit eintreten, lassen auf einen spannenden 2. Teil hoffen! Von mir gibt es daher 4 Federn :)

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1.309 Bibliotheken, 52 Leser, 2 Gruppen, 280 Rezensionen

fantasy, prinz, der kuss der lüge, prinzessin, attentäter

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Fantasy

Rezension:

Bevor dieses Buch in Deutschland erschienen ist, habe ich aus dem englischsprachigen Raum schon wahnsinnig viel Positives darüber gehört! Nun konnte auch ich es endlich lesen und habe unheimlich viel von der Geschichte erwartet!
Lia ist an sich eine wirklich sympathische Protagonistin, die ungern den vorgeschriebenen Weg geht und sich lieber ein eigenes Bild von etwas macht. Sie behält ihren Eigensinn und ihre Sturköpfigkeit die ganze Zeit über bei, was mir gut gefallen hat, allerdings muss ich auch sagen, dass sie sich im Laufe des Buches enorm entwickelt. So lernt sie, wie das Leben außerhalb des Schutzes läuft und was sie tun muss, um dort leben zu können. Als die beiden Männer in ihr Leben treten ändert sich allerdings einiges und ab da war sie für mich in einigen Punkten etwas naiv, in anderen wiederum unglaublich stark.
Die beiden Männer wären in dem Fall der Attentäter und der Prinz, den sie eigentlich heiraten sollte, vor dem sie aber geflohen ist. Beide Männer hat sie vorher nie getroffen und daher ist es nicht verwunderlich, dass sie keinen von beiden erkennt. Sie haben also leichtes Spiel die Prinzessin kennenzulernen und zu erkennen, dass weitaus mehr in ihr steckt, als königliches Verhalten.
Besonders beeindruckt hat mich Rafe, der eine ganz spezielle Art an sich hat und mich gerade dadurch für sich gewinnen konnte. Man weiß nie was er gerade denkt, obwohl man sowohl aus der Sicht von Lia, als auch aus seiner und Kadens Sicht liest. Er blieb immerzu geheimnisvoll und gegen Ende war mir auch klar warum. 
Bei Kaden ist mir schnell aufgefallen, dass ich mit ihm nicht warm wurde und er für mich nicht ganz so tiefgründig war. Obwohl die Identitäten der beiden Männer natürlich interessant sind und allein deswegen schon viel Tiefgang bieten, hat mir bei ihm etwas gefehlt. Gleichzeitig weiß man längere Zeit nicht wer von beiden der Attentäter und wer der Prinz ist. Das hat mich im Nachhinein etwas verwirrt, weil ich nämlich komischerweise von der entgegengesetzten Konstellation ausgegangen bin.
Neben diesen drei Protagonisten gibt es aber auch zahlreiche Nebencharaktere, die die Geschichte ein Stück weit spannender und schöner gestalten. So hat mir Pauline unheimlich gut gefallen, weil sie immer für Lia da war und nicht mehr nur ihre Bedienstete, sondern eine beste Freundin wurde. Auch die Frauen, die man in dem Dorf kennenlernt, in das Lia und Pauline flüchten haben mir gut gefallen und so ging es eigentlich mit allen Frauen in der Geschichte weiter. 
Bei den Männern war das oftmals etwas schwieriger, weil sie entweder Krieger oder Barbaren waren und so gleich mehrere Facetten hatten. Dies lässt sich nicht nur an den Hauptcharakteren Rafe und Kaden erkennen, sondern vor allem auch an ihren Begleitern Sven, Eben, Griz usw. oder auch an Lias Bruder Walther.
Die Story hat mir an sich gut gefallen, es gab aber immer wieder Punkte, die mich nicht genug fesseln konnten oder Stellen, die etwas zu langatmig gestaltet wurden. So mochte ich Lia sehr gerne und wollte schon wissen, wie es weitergeht, andererseits kam die Geschichte oft nicht von der Stelle und ich wurde gerne mal verwirrt. Auch ihre Gabe habe ich längere Zeit nicht ganz verstanden, was sich allerdings langsam legen konnte und erst gegen Ende wurde ich dann wirklich von der Geschichte überzeugt.

Fazit:
Die Vielschichtigkeit der Charaktere und der Geschichte ist definitiv einer der Punkte, die mir sehr gut gefallen haben und abgesehen davon weiß man nie, was auf einen zukommt und wie es ausgehen könnte. Auch Lias Reise an sich macht neugierig auf mehr und ich möchte unbedingt wissen, wie es mit ihrer Gabe, aber vor allem auch der Liebesgeschichte weitergeht. Dennoch muss ich sagen, dass ich lange Zeit nicht richtig mitgerissen wurde und erst gegen Ende beschlossen habe, weiterzulesen. Es gab für mich zu viele langatmige Stellen und an dem Punkt, an dem aufgelöst wurde, wer der Attentäter und wer der Prinz ist, war ich so verwirrt, dass ich es nicht glauben konnte. Was mir auch nicht ganz so gut gefallen hat war, dass Lia sich kaum enstcheiden konnte, welchen der Männer sie lieber mag. Einerseits hängt sie an dem einen, sobald sie aber mehr Zeit mit dem anderen verbringt, kommt sie ihm näher, obwohl sie doch immerzu an den anderen denkt. Das war für mich etwas unharmonisch, ansonsten mochte ich die Idee der Geschichte und vor allem die Fantasyelemente sehr gern. Gerade aufgrund des Endes habe ich beschlossen, es noch weiter mit dem zweiten Band zu versuchen und hoffe, dass es dort so weiter geht, wie der erste Band geendet hat. Von mir gibt es 3 Federn!

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