Nadinini

Nadininis Bibliothek

237 Bücher, 182 Rezensionen

Zu Nadininis Profil
Filtern nach
237 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(950)

1.571 Bibliotheken, 8 Leser, 13 Gruppen, 210 Rezensionen

thriller, psychothriller, schizophrenie, therapie, psychiater

Die Therapie

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2006
ISBN 9783426633090
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Dieses Buch hat mich so neugierig gemacht und ist jetzt tatsächlich mein erster Fitzek-Thriller gewesen. Ich bin wirklich froh, dass es dieses Buch war und kann euch jetzt auch zufrieden etwas darüber erzählen :)
Viktor Larenz ist unsere Hauptfigur und war mir die meiste Zeit über sehr sympathisch. Da man aus seiner Sicht liest hat man oft nur eine beschränkte Sichtweise, was ganz normal ist, einen in diesem Buch aber verrückt machen kann. Es war so spannend der Geschichte mit ihm zusammen auf den Grund zu gehen und das Verschwinden seiner Tochter aufzudecken. Er ist ein unglaublich interessanter und vielschichtiger Charakter und das nicht nur wegen seinem Berufsfeld, deshalb kann ich euch das Buch allein seinetwegen weiterempfehlen!
Die Nebencharaktere waren ebenfalls ganz toll ausgearbeitet und haben mich teilweise wirklich Angst haben lassen, weil ich nie wusste, wem ich nun trauen kann und wem nicht. Selbst als ich dachte, dass das Geheimnis aufgedeckt wurde war dem wieder nicht so und es kam wieder eine neue Spur. Und selbst im Aha-Moment, wo ich wirklich dachte: Das ist es jetzt, nein, selbst da war es nicht das eigentliche Ende und das war einfach grandios gemacht!
Josy spielt hier natürlich mit die größte Rolle, doch man lernt sie nie wirklich kennen, weil sie ja verschwunden ist und trotzdem hat man als Leser irgendwie eine Bindung zu ihr, die durch ganz unterschiedliche Informationen und Charaktere entsteht. Besonders toll dargestellt fand ich auch Anna, die für mich mit die angsteinflößendste Person war und doch einen sehr positiven Effekt hatte. Sie hat unheimlich viel Spannung mit in die Geschichte gebracht, sodass ich das Buch an einem einzigen Tag verschlungen habe.
Isabell, die Frau von Viktor, lernt man wie Josy nur etwas kennen und glaubt trotzdem mehr über sie zu wissen. Was sie angeht ging es für mich immer hin und her und ich wusste nie, ob ich sie nun mag oder nicht. So ging es mir auch mit Haberstaedt und einigen anderen Charakteren, aber ein sehr entscheidender Charakter war für mich auch Roth, der erst gegen Ende auftritt und nochmal sehr viel Inhalt mitgebracht hat.
Dieser Inhalt, den man am Ende der Geschichte erfährt ist nicht nur ein Großteil von dem, was man sowieso schon weiß, sondern noch so viel mehr und doch muss man meiner Meinung nach die ganze Geschichte kennen, um es genauso großartig und grausam zugleich finden zu können. Ich persönlich habe das Ende dennoch als sehr positiv empfunden, was eine Freundin von mir allerdings wieder ganz anders sieht und wozu ich jetzt auch nichts weiter sage :)
Fazit:
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mehr als nur froh bin, endlich meinen ersten Fitzek gelesen zu haben! Es hat so viel Spaß gemacht die Charaktere kennen zu lernen und das Geheimnis um Josy und so vieler anderer Charaktere nach und nach aufzudecken. Mit diesem Ende hätte ich nie gerechnet und es gab zwischendurch immer wieder Momente, in denen ich dachte, dass ich jetzt endlich weiß wer es war und was es damit auf sich hat, ich es dann aber doch nie begriffen und mich geschickt hinters Licht geführt lassen habe. Es war so genial, dass ich es an einem einzigen Tag gelesen habe, weil ich nicht schlafen konnte, ohne zu wissen wie es ausgeht. Die Charaktere sind so vielschichtig und gerade Viktor als Hauptfigur ist großartig, allein durch seinen Beruf und seine Gefühle bezüglich seiner Tochter. Durch seine Berufserfahrung lernt man immer wieder Details zum Bereich der Psychologie, der mich sehr interessiert und was ich daher wirklich toll fand. Das Ende hat alles noch besser und spannender gemacht, auch wenn man sowohl traurig, als auch glücklich gemacht wird. Negatives habe ich also nicht zu nennen und dementsprechend kann es von mir auch nur 5 Federn geben! Anscheinend muss ich jetzt schnell alle Bücher des Autors haben ;)

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

34 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

departure, science-fiction, dystopie, science fiction, zeitreise

Departure

A. G. Riddle , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453438514
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Heute gibt es wieder ein Buch, auf das ich mich vor dem Lesen sehr gefreut habe und auf das ich durch Zufall gestoßen bin. Es musste aufgrund meiner Leseflaute und dem ganzen drum herum wirklich lange warten, bis es gelesen wurde, aber jetzt habe ich es endlich beendet!

Bevor ich näher auf die Story an sich eingehe komme ich erstmal zu den Hauptcharakteren und unseren zwei Protagonisten: Harper Lane und Nick Stone. Anfangs ist es mir nicht ganz so leicht gefallen mich in die beiden hinein zu versetzen doch je weiter ich gelesen habe umso besser hat man die Charaktere kennengelernt und gerade Harper und Nick haben an Tiefe gewonnen. Jetzt sind sie für mich zwei wirklich reife und sympathische Charaktere, die die Welt ein Stück besser machen können.

Neben diesen beiden gab es natürlich zahlreiche Nebencharaktere, die oft eine sehr wichtige Rolle in der Geschichte eingenommen haben. Dadurch, dass es so viele waren fiel es mir schwer sie auseinander zu halten und mir die Namen zu merken aber nach etwa 100 Seiten konnte ich jedem einen Namen und eine Funktion zuordnen. Es gibt immer sympathische und weniger sympathische Personen, wobei ich sagen muss, dass sich einige sogar im Nachhinein positiv entwickeln und manchmal sogar eine kleine Heldenrolle einnehmen.

So konnte mich vor allem Grayson überraschen, den ich zu Beginn nun wirklich überhaupt nicht mochte und der mir dann immer sympathischer geworden ist. Auch Oliver war mir lange Zeit sehr unsympathisch, gegen Ende konnte er mich allerdings nochmals überraschen und hat seine eigentliche Schwäche gezeigt. Sabrina und Yul waren Favoriten von mir, weil sie so umfangreich und wissenschaftlich geprägt waren. Überhaupt waren die Charaktere toll ausgearbeitet.

Die Story selbst hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und konnte mich darüber hinaus wirklich überraschen. Schade fand ich, dass ich wirklich etwa 100 Seiten brauchte um richtig in die Geschichte rein zu kommen und zu verstehen was überhaupt passiert und wie das alles mit wem zusammenhängt. Das war wirklich schade, zumal es mich dann noch mehr Seiten gekostet hat von dem Flugzeug selbst weg- und zum eigentlichen Punkt zu kommen.

Das war tatsächlich mein Hauptproblem. Ich habe mit einer anderen Geschichte gerechnet und man hängt erstmal bei dem Flugzeug selbst fest. Man versteht nicht, wieso es abstürzt und ich dachte dann wirklich, dass es nur darum geht, einfach weil es recht lang brauchte, um auf etwas anderes zu kommen. Als man dann aber beim Kernpunkt war, bzw. auf die Titanen aufmerksam gemacht wurde, ist es immer spannender geworden.

Einzig und allein zwischendurch gab es die ein oder andere Stelle, die man hätte kürzen können, doch ansonsten hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen und ich bin doch überrascht, wie vielseitig sie ist und wie viele Ideen in ihr stecken.


Fazit:
Obwohl der Einstieg in die Geschichte für mich nicht ganz leicht war und ich einige Zeit brauchte um mir die Namen der Charaktere zu merken, sie auseinander zu halten und die darauf folgenden Erklärungen zu begreifen, hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es ist umfangreich, geht auf einige wissenschaftliche und mögliche zukünftige Probleme ein und bietet vielseitige Charaktere, die mich allesamt überzeugen konnten! Gerade die Hauptcharaktere Harper Lane und Nick Stone habe ich ins Herz geschlossen, aber auch die Nebencharaktere stechen hervor und bieten unterschiedlichste Berufsfelder und Funktionen innerhalb der Story. Es war wirklich spannend herauszufinden was da eigentlich passiert und inwiefern man die Zukunft verändern kann, wenn man eigentlich nicht weiß wie. Dennoch gab es Schwachstellen, wie langatmige Stellen oder das Gefühl, die Geschichte könne langsam zu Ende gehen. Natürlich fand ich auch den holprigen Start unglaublich schade. Insgesamt gibt es deshalb 4 Leseschmetterlinge von mir!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(120)

298 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

märchen, fee, liebe, magie, lilith

Die Dreizehnte Fee - Entschlafen

Julia Adrian , So Lil` Art
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 29.08.2016
ISBN 9783959911337
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf den dritten Band der dreizehnten Fee habe ich mich sehr gefreut. Nachdem bisher alles so verwirrend war und die Geschichte einen immer in die Irre zu führen schien, konnte ich es kaum erwarten die Auflösung zu bekommen! Aber jetzt ist es endlich soweit und ich habe das Buch durch! Es hat ewig gedauert, weil immer irgendetwas dazwischen kam, aber ich kann euch schon jetzt sagen: Es lag nicht am Buch ;)

Lilith ist in diesem Band, wie sie bereits in den Bänden zuvor war: unheimlich unsicher und dennoch stark und furchtlos. Sie weiß was sie will und dann auch wieder nicht. Sie ist zwiegespalten und genau das merkt man auch in den Büchern. Je näher sie der Wahrheit über sich selbst und Pandora kommt, desto sicherer wird sie sich über ihr Ziel. Sie hat ständig mit sich zu kämpfen, weil jeder zu wissen scheint, was los ist oder zumindest mehr als sie weiß und doch kommt sie dem letztendlich selbst auf die Spur.

Letztendlich fand ich besonders die innere Zerrissenheit Liliths und ihr Schwanken zwischen ihrer bösen und guten Seite unglaublich gut dargestellt! Lilith ist eine unheimlich facettenreiche Figur zu der es in diesem Band erneut viele Details zu erfahren gibt und ich persönlich empfinde den Moment ihrer Entscheidung als riesen Highlight.

Wo ich im ersten Band der Reihe überhaupt nicht wusste worauf es hinaus läuft und keine Ahnung hatte, ob die Bücher einfach nur verwirrend gut oder verwirrend und doch zielführend waren, weiß ich jetzt, dass zweiteres zutrifft und all die Verwirrung auf Lilith zurückzuführen ist. Denn mit ihrer Verwirrung legt sich auch die des Lesers und alles ergibt endlich ein stimmiges und logisches Bild.

Die Nebencharaktere spielen eine noch größere Rolle, als man zuerst glaubt und für mich sind mindestens ein oder zwei der Nebencharaktere nun ein Hauptcharakter neben Lilith. Natürlich will ich dazu nichts verraten, trotzdem hat es mir gut gefallen, dass sich eben nicht alles einzig und allein um sie dreht, sondern mehrere Faktoren eine Rolle spielen, die dementsprechend auch beachtet werden müssen.

Besonders gut gefallen haben mir der Hexenjäger, obwohl er so lange nur negatives in mir ausgelöst hat und ich die Gefühle Liliths für ihn nicht nachvollziehen konnte. Mittlerweile habe ich ein anderes Bild von ihm, das zwar nach wie vor negativ, aber ebenso gut positiv ist, was man versteht, wenn man dieses Buch gelesen hat. Ebenso toll gemacht waren die Eishexe, sowie Elle, die Rabenmutter, Akiko und Haruko und einige der anderen Feen. Im Grunde genommen kann man alle in diesem Band genannten Feen nennen, weil sie alle auf Lilith einwirken und ich die kleinen Geschichten zu ihnen sehr gelungen fand. Man merkt mit der Zeit immer mehr, wie empfindlich Lilith sein kann und das nur ihretwegen. Vielleicht hat sie ja doch die Chance zu lieben? Das müsst ihr natürlich selbst lesen ;)

Neben diesen Charakteren gab es natürlich auch den Mogul, der diesmal eine besonders präsente Rolle spielt, die mir allerdings nicht so gut gefallen hat, von der ich aber sagen muss, dass sie dazu gehört und man sie natürlich nicht mögen soll. Dann ist da natürlich noch der Uhrmacher und einige der Menschen, die Zwerge oder auch eine Prinzessin. In dieser Trilogie gibt es viele Charaktere, die genannt werden sollten, denn sie alle spielen eine größere Rolle, als man erwarten würde und gerade der Uhrmacher ist mir diesmal ans Herz gewachsen.

Die Story konnte mich wirklich fesseln, ich musste einfach wissen wie es weitergeht und was es nun mit alledem auf sich hat. Zwar hatte ich einige Kapitel vor der Auflösung eine Ahnung worauf es hinauslaufen könnte, es wäre mir aber nie in dem Ausmaß in den Kopf gekommen und ich war dementsprechend überrascht und auch froh. Julia Adrian hat da wirklich ein kleines Wunder geschaffen und ich persönlich bewundere es, dass die Verwirrung sich erst im dritten Band legt, denn sie ist natürlich ein Teil des Lesevergnügens.


Fazit:
Für mich ist dieser letzte Band ein kleines Highlight, denn er löst nicht nur auf, was es eigentlich mit Lilith und Pandora auf sich hat, sondern er geht noch auf viel mehr Details ein und berücksichtigt alle Charaktere. Die Verwirrung, die sich bei mir bereits im ersten Band angesammelt hat und mich immer wieder hat nachdenken lassen, ob ich überhaupt alles verstehe, hat sich in diesem Band endlich legen können und ich denke, dass es genau so von der Autorin gewollt war, denn letztendlich läuft es auf etwas hinaus, mit dem sicher viele nicht rechnen werden und das doch so viel Sinn macht, dass auf einmal alles ein großes Ganzes ergibt. Genau so sollte ein gutes Fantasybuch und eine gute Fantasyreihe sein. Dadurch, dass die Charaktere so facettenreich und besonders gestaltet waren und darüber hinaus wirklich viele Märchen auf unterschiedlichste Weise mit eingebracht wurden, wird einem nie langweilig und man hat das Gefühl, trotz bekannter Märchen, etwas ganz Neues und Magisches zu erleben. Die Autorin bringt außerdem wirklich viele schöne Sprüche mit in ihre Geschichte, die einen immer wieder nachdenken lassen und mich persönlich gemeinsam mit Lilith noch etwas haben lernen lassen. Sobald man die Reise mit Lilith beendet fühlt man sich, als hätte man selbst etwas dazugewonnen und genau das macht diese Reihe für mich aus. Deshalb muss ich dem finalen Band nun 5 Leseschmetterlinge und eine Extraauszeichnung geben.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(138)

248 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 121 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, jugendbuch, melinda salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bevor ich dieses Buch zugeschickt bekommen habe, war ich bereits total verliebt in das Cover und die Idee. Nach der Leseprobe musste ich es einfach lesen, denn auch hier findet man wieder das königliche Leben, das ich in Geschichten so gern mag. Es konnte mich leider nicht ganz so sehr überzeugen, wie ich gehofft hatte, trotzdem hat es mir zu Beginn und gegen Ende sehr gut gefallen.

Twylla ist eine Protagonistin, mit der ich so meine Schwierigkeiten hatte. Sie hat ihren eigenen Kopf und lebt streng Regeln der Götter und der Königin. Mir ist oft aufgefallen, wie naiv sie sein kann und wie unentschlossen sie in einigen Dingen ist, was mir nicht ganz so gut gefallen hat. Andererseits hatte sie auch ihre sympathischen und verletzlichen Seiten, die sie wieder menschlich gemacht haben.

Gerade zu Beginn des Buches wird viel Wert auf ihre Gabe gelegt, mit der sie angeblich Menschen töten kann. Das Hauptaugenmerk in der Geschichte liegt tatsächlich eher auf ihren Beziehungen und somit auf dem Versprechen zwischen dem Prinzen und ihr, sowie einigen Intrigen innerhalb des Königreichs. Ihre tödliche Berührung kommt an zweiter Stelle, doch auch hier erfährt man interessante Dinge, die oft Sinn ergeben haben.

Die Nebencharaktere waren an sich wirklich stark, konnten mich als Person allerdings nicht überzeugen. Von der Königin hat man einen durchweg negativen Eindruck und sie hat mich wirklich stark an Cersei erinnert, denn auch sie ist skrupellos und machtgierig. Ihr Sohn, Merek, war mir erst sympathisch, hat sich dann aber total negativ entwickelt, bzw. als unsympathisch herausgestellt. Erst gegen Ende konnte ich mein Bild von ihm wieder verändern, wobei ich nach wie vor nicht begeistert bin.

Dann sind da noch Twyllas Wächter, Dorin und Lief. Dorin habe ich unglaublich doll ins Herz geschlossen, obwohl er nur zu Beginn des Buches vertreten war. Er war einfach toll und total herzlich und ich denke genau das hat mir in der Geschichte gefehlt. Mit der Zeit lernt man auch Lief besser kennen, doch ich war lange skeptisch ihm gegenüber und obwohl ich ihn dann ins Herz schließen konnte musste ich es bald darauf wieder auflösen. Es war ein ewiges Hin und Her.

Apropos Hin und Her. Auch Twylla konnte sich nie wirklich entscheiden, was sie eigentlich will. Ob es der Prinz sein soll oder ein anderes Leben. Ob sie an Götter glauben kann oder nicht. Ob sie die göttliche Daunen ist oder nicht. Ob sie verliebt ist oder nicht. Ob sie wütend ist oder nicht. Ständig ging es um irgendeine Entscheidung und teilweise waren es wirklich nervige Situationen.

An sich fand ich die Geschichte wirklich gut und auch die Beziehung, die Twylla eingegangen ist hat mir im Nachhinein gefallen, doch mir hat definitiv noch etwas gefehlt und ich hätte mir außerdem mehr Spannung gewünscht. Das Ende an sich ist auch nett, die Auflösung kurz davor war aber ziemlich fies.


Fazit: Das Buch hat sich für mich doch teilweise ziemlich in die Länge gezogen, was ich sehr schade finde und weshalb ich mir mehr Spannung gewünscht hätte. Der Anfang und die letzten 50 Seiten waren sehr ausdrucksstark, der Mittelteil hingegen hat etwas geschwächelt. Twylla als Protagonistin mochte ich gern, leider konnte ich mit ihren ewigen Hin und Hers aber nicht besonders gut umgehen. Auch die Beziehung, die sie im Laufe des Buches eingeht hat mir erst mit der Zeit gefallen und sich meiner Meinung nach sehr ins negative gezogen, was ich als weniger schön empfunden habe. Die Auflösung war letztendlich zwar etwas überraschender und mal etwas anderes, trotzdem hätte ich mir das Ende anders gewünscht. Gleichzeitig bin ich aber auch zufrieden mit dem Ausgang, denn so wird eine Stärke der Protagonistin vermittelt, die sicher vielen Mädchen Selbstsicherheit geben kann. Es fällt mir schwer zu sagen, ob ich die Geschichte mag oder nicht. Es gab viele interessante und gut ausgearbeitete Details, doch auch langatmige Stellen und eher unsympathische Charaktere. Insgesamt gebe ich daher 3,5 Leseschmetterlinge.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(42)

97 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

tschechien, thriller, clique, jugendbuch, rache

Die Mühle

Elisabeth Herrmann
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 29.08.2016
ISBN 9783570164235
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich durch puren Zufall gestoßen. Derzeit habe ich wirklich Lust Bücher mit viel Spannung zu lesen und mich öfter in dem Gebiet der Thriller zu bewegen. In der Buchhandlung habe ich dann dieses Buch entdeckt und es beim nächsten Versuch angefragt!
Besonders interessant gemacht hat es natürlich die Tatsache, dass Lana nicht zu Clique der 'Coolen' gehörte und da eigentlich überhaupt nicht reinpasst. Mit der Zeit erfährt man auch immer mehr Details über die Mitglieder und es ist dann eben doch nicht alles so harmonisch wie gedacht. Natürlich möchte man unbedingt wissen, wie es ausgeht und was es mit diesen Einladungen auf sich hat. Und deshalb konnte ich auch nicht aufhören zu lesen.
Lana ist meiner Meinung nach eine sehr sympathische Protagonistin. Sie war eigentlich die Einzige, die durchweg sympathisch und freundlich war und noch dazu den Biss und den Willen hatte all das durchzustehen. Irgendwie hat sie den anderen auch die Kraft gegeben selbst weiterzumachen, indem sie immer wieder bewiesen hat, dass sie niemanden hängen lassen würde und da fand ich es schon sehr dreist sie so zu behandeln, wie sie es getan haben.
Mit der Zeit merkt man einfach, wie wenig hinter dieser Clique steckt. Dass es viel mehr Schlechtes als Gutes bei ihnen zu finden gibt. Und dass sie, obwohl sie so perfekt wirkten, auch nur Menschen sind. Und das rechtfertigt dann letzten Endes auch nicht die Taten des Täters. Denn sobald alles rauskommt ist man erst verwirrt, dann erschrocken und dann fassungslos. Ich kann sowas nicht verstehen und glaube doch, dass es genau so etwas gibt.
Am Schlimmsten war für mich immer Cattie, weil sie zu Beginn die totale Schlange und letzten Endes einfach nur noch komisch war. Es gab wirklich einen Punkt, an dem ich sie mochte, aber leider hat der nicht standgehalten. Franziska war mir die sympathischste von den Mädchen, doch sie war oft viel zu feige und konnte sich kein Stück durchsetzen, weshalb auch sie nicht zu meinen Favoriten gehören kann. Zu Siri habe ich eigentlich gar keinen Bezug und leider ist sie mir auch einfach nur unsympathisch.
Was die Jungs angeht war ich wesentlich positiver gestimmt. Beginne ich mit Johnny, der mir der Sympathischste von allen war! Am Anfang habe ich ihn überhaupt nicht gemocht und bin lange Zeit sehr skeptisch geblieben. Auch gegen Ende habe ich ihn noch nicht ganz verstehen können und doch ist er ein starker Charakter. Nur in den Gesprächen, bzw zur 'Beziehung' zwischen Lana und ihm hätte ich mir noch mehr Tiefe gewünscht.
Joshua und die anderen beiden Jungs wirkten auf mich eigentlich ziemlich gleich, abgesehen davon, dass einer eher der nerdige Typ und der andere eher der Aufreißer-Typ war. Leider kann ich euch nicht mehr sagen wer wer war, doch ich mochte sie alle auf ihre Art, obwohl sie nicht immer freundlich waren. So ging es mir vor allem mit Tom, der die anderen in den richtigen Momenten gepusht hat.
Die Auflösung hat mich schon überrascht, nach den Hinweisen, die man bis dahin bekommen hat, hatte ich mir aber etwas in der Richtung gedacht und war nur über die Person selbst überrascht. Trotzdem wurde man auch dann noch hin- und hergeworfen zwischen glauben und nicht glauben und letztendlich war das Ende rund und die Geschichte toll abgeschlossen. Und das Beste war, dass ich es wirklich durchweg spannend fand. Abgesehen vom etwas holprigen Start.

Fazit: Mich konnte das Buch wirklich von sich überzeugen, denn es war - abgesehen vom leicht holprigen Start - durchweg spannend und konnte mich nicht mehr loslassen. Ständig habe ich mich gefragt, ob es solche Orte wohl wirklich gibt und wie ich mich in einer solchen Situation verhalten würde. Der Aufenthalt in der Mühle hat mich schon leicht beunruhigt, doch die Ereignisse, die folgen haben mich dann immer vorsichtiger werden lassen und letztendlich fand ich es auch toll, dass man nicht alle Charaktere sympathisch fand. Die Autorin hat es wirklich detailreich und realistisch gestaltet, denn man kann nie alle Leute einer fremden Clique sympathisch finden. Trotzdem hat sie auch die emotionalen und verständnisvollen Momente gut eingesetzt und ich bin einerseits traurig, dass es so enden musste, andererseits auch überrascht von der ein oder anderen Wendung. Gerade war Johnny angeht hätte ich das doch nicht so erwartet und bin auch sehr überzeugt von der Protagonistin Lana, die viel Kampfgeist und Entschlossenheit gezeigt hat. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, doch an sich konnte mich das Buch - abgesehen von kleinen Schwächen - wirklich überzeugen und ist ein guter Start in den Thrillerbereich. Deshalb gibt es auch 4,5 Leseschmetterlinge!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(229)

568 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, das juwel, magie, liebe

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ihr alle wisst wie sehr ich den ersten Band des Juwels geliebt habe. Und nun ist der zweite Band endlich da und ich habe ihn mir direkt gekauft! Natürlich musste die Geschichte auch diesmal wieder mit einem fiesen Cliffhanger enden.

Violet ist mir als Protagonistin nach wie vor so sympathisch wie zu Beginn der Geschichte und schon jetzt merkt man, was für eine enorme Entwicklung sie durchgemacht hat. Sie ist nicht mehr so naiv, sie weiß was sie will und wofür es sich zu kämpfen lohnt und letztendlich setzt sie sich durch. Es gefällt mir, dass sie Dinge einsieht und dazulernt und gerade in diesem Buch wird das sehr deutlich denn diesmal geht es um das Leben selbst.

Die Nebencharaktere sind auch diesmal sehr ausdrucksstark, wobei man leider nicht alle wiedertrifft und es diesmal auch nicht allzu viele Begegnungen mit den unangenehmeren Leuten vom Adel gibt. So bleibt der große Gewaltteil aus Band eins weg, wohingegen neue Teile hinzukommen. Gerade Lucien, Raven, Garnet und Ash nehmen diesmal eine größere Rolle ein und man erfährt auch mehr über sie, was wirklich interessant war.

Negativere Charaktere, wie die Herzoginnen oder Carnelian spielen allerdings auch eine Rolle und kommen zu Wort. Leider gab es zu Beginn erneut eine Handlung der Herzogin, die den Leser traurig stimmt und so ein wenig Spannung aufbaut. Und auch gegen Ende wird eine weitere Handlung deutlich. Dazwischen ist diesmal leider nicht so viel.

Darüber hinaus lernt man auch einige neue Charaktere kennen, wobei noch nicht alles namentlich genannt werden. Besonders nennenswert ist Sil, die man erst ab der Mitte des Buches kennenlernt und die erst sehr schroff, dann aber umso liebenswerter wirkt. Auch sie hat ein Ziel, das sich letztendlich auf alle überträgt. Doch auch Violets Geschwister nehmen einen Teil der Geschichte ein. Ich bin sehr gespannt wie es mir den Charakteren weitergehen wird!

Die Story war auch diesmal sehr spannend und es gab erneut eine Information rund um Das Juwel und die Auspizien, die alles verändern würde. Natürlich verrate ich euch nicht was das ist, doch ihr könnt euch somit auf zwei Veränderungen freuen ;) Einmal bezüglich Violet und ihrer Fähigkeiten und einmal bezüglich des Juwels.

Was mir diesmal etwas gefehlt hat waren allerdings die Gewaltszenen. Ich weiß das klingt verrückt, aber genau die haben den ersten Band so spannend gemacht und einen immer wieder um das Leben der Charaktere bangen lassen. Es bleibt diesmal zwar nicht aus, ist aber auch nicht mehr so präsent wie zu Beginn. Wo der Start des zweiten Teils noch sehr stark ist, wird der Mittelteil eher schwächer und das Ende dann wieder stärker. Es ist trotz allem ein eher ruhiger zweiter Band und ich hoffe sehr auf ein geniales Finale!

Was spannend bleibt ist natürlich die Frage nach der Geschichte der Surrogate und des Adels. Wie kam es überhaupt dazu und woher haben die Surrogate ihre Fähigkeiten? All das wird nach und nach aufgeklärt und ich denke, dass Band 3 so einiges bereit halten wird. Der Schreibstil der Autorin gibt dem Ganzen außerdem das gewisse Etwas und die Idee ist nach wie vor neu und anders.


Fazit:
Der zweite Teil war leider etwas schwächer als der erste und so muss ich definitiv Abzug geben. Trotz allem hat es nach dem Cliffhanger in Band eins natürlich sehr spannend angefangen und ging dementsprechend weiter. Immer wieder werden Violet und die anderen vor Probleme gestellt und es gab einige Momente, in denen man erneut um sie bangen musste. Trotzdem fehlte mir diesmal die Gewalt, die in Band eins so präsent war und alles noch viel spannender gemacht hat. Man hatte dadurch immer das Gefühl jeden Moment alles verlieren zu können und so war die Spannung wesentlich präsenter. Diesmal hat sie ab dem Mittelteil doch ziemlich nachgelassen und mit dem Adel hatte man diesmal auch lange nicht so viel zu tun wie sonst. Stattdessen spielen viele innere, psychische Vorgänge eine Rolle und die Charaktere versuchen sich zu "erholen". Vielleicht ist genau das ein Grund zur Freude, denn umso mehr freue ich mich nun auf Band drei, der sicher einiges bereit halten wird. Nach den neuen Erkenntnissen bin ich jedenfalls sehr gespannt auf das Ende und natürlich gab es auch in diesem zweiten Band wieder einen fiesen Cliffhanger, der Lust auf mehr macht. Doch dieser war meiner Meinung nach schon fast abzusehen. Deshalb gibt es diesmal auch 4,5 Leseschmetterlinge von mir.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.026)

1.668 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 154 Rezensionen

liebe, wait for you, new adult, j. lynn, erotik

Wait for You

J. Lynn ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.03.2014
ISBN 9783492304566
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Dieses Buch stand so ewig lang in meinem Bücherregal, dass ich schon Angst hatte es nie zu lesen. Und ich bereue es wirklich, dass es so lange auf mich warten musste. Doch jetzt war der richtige Moment für diese Geschichte und es war einfach nur schön. So schön, dass ich es innerhalb eines Tages weggelesen hatte.
Unsere Protagonistin Avery habe ich wahnsinnig schnell lieb gewonnen. Obwohl man lange Zeit nicht genau wusste was ihr Geheimnis ist war mir doch recht schnell klar, worauf es hinauslaufen würde. Obwohl diese Art von Geschichte nicht die neuste Idee ist, konnte mich das Ganze voll und ganz überzeugen und es wurde auf besonders feinfühlige Art und Weise an den Leser herangebracht. Besonders schön war auch, dass Averys Ängste eine große Rolle spielten und ihre Gefühlswelt immer im Vordergrund stand. Ich konnte sie so gut wie immer verstehen.
Cam rückt ziemlich schnell in den Vordergrund und das fand ich ehrlich gesagt absolut gut gemacht, denn man hat noch vor Avery gemerkt, wieviel ihr an ihm liegt und wie sehr sie sich mehr von ihm wünscht. Er ist zu Beginn die Art Typ, der jedes Mädchen kriegen könnte, wenn er nur wollte und vielleicht mochte er Avery gerade deswegen so sehr. Weil sie eben nicht wollte. Oder doch?
Obwohl ich immer wieder über Cam und seinen Charakter nachdenken musste fiel mir schnell auf, dass er ein guter Kerl ist. Er ist unglaublich romantisch und ich habe die Sonntagsbesuche genauso schätzen gelernt wie Avery. Es war genau die Art von Liebesgeschichte, die ich gebraucht habe. Es ging nicht zu schnell und nicht zu langsam. Es war perfekt. Besonders schön finde ich die Tatsache, dass mehr Wert auf die Gespräche und die Nähe zueinander gelegt wird, als auf sexuellere Dinge.
Doch auch das kommt nicht zu kurz. Die Autorin schafft einen perfekten Ausgleich und nebenbei lässt sie die Gefühle, Gedanken und Geheimnisse der beiden Charaktere auch noch perfekt mit in die Geschichte einfließen. Letztendlich wollte ich unbedingt wissen wie es ausgeht und habe das Buch dementsprechend schnell beendet. Innerhalb eines Tages.
Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. So habe ich Brittany und Jacob schnell ins Herz geschlossen und ihre Kommentare und Wortgefechte unglaublich lieb gewonnen. Immer wieder konnten mich die Charaktere zum Lachen und Nachdenken bringen, wobei Cam und Avery definitiv die schönsten Unterhaltungen und Insider hatten. Auch Cams Eltern sind sehr präsent gewesen und ich habe sogar die Jungs Jase und Ollie, sowie den kleinen Raphael lieb gewonnen!

Fazit:
Das Buch war für mich wirklich ein kleines Highlight, denn es war nicht nur der richtige Moment für diese Geschichte, sondern es hat mich auch noch zum Träumen und Nachdenken gebracht. Immer wieder musste ich lächeln, wenn die Worte zu Insidern wurden oder es einfach nur besonders schön war. Ich habe Cam und Avery so lieb gewonnen, dass ich mich am Liebsten gar nicht wieder von ihnen trennen würde. Das Buch war innerhalb eines Tages durchgelesen und ich möchte nun unbedingt mehr solcher Bücher verschlingen! Jennifer L. Armentrout kann es einfach und ich liebe ihren Schreibstil und ihre Charaktere total! Abgesehen davon hat man hier endlich mal einen Jungen, den man versteht und der liebevoll und fürsorglich ist. Ich liebe das Buch und kann es definitiv nur weiterempfehlen! Es wird jedenfalls nicht mein letztes Buch dieser Reihe gewesen sein und es hat Tiefgang, Gefühl und Romantik! Eigentlich hat es alles. Und vor allem hat es mich nicht mehr losgelassen. Von mir gibt es deshalb auch 5 Leseschmetterlinge :)

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

118 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

liebe, cat jordan, freundschaft, sommer, jugendroman

Der Sommer, der uns trennte

Cat Jordan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich bestimmt tausend Mal gestoßen, bis ich das Glück hatte es bei Lovelybooks zu gewinnen. Allein das Cover hat mich total angezogen und so ging es mir dann auch mit der Geschichte.
Man kommt unheimlich schnell und leicht in die Geschichte rein und gerade der Start war für mich besonders spannend und romantisch. Nate und Middie ergeben ein absolut perfektes und unschlagbares Paar, deren Liebe einfach nur toll anzusehen war. Die beiden haben genau das gehabt, was ich in dem Moment sehen wollte und dann geht das Drama los.
Es war für mich genauso schwer wie für Middie mit der neuen Situation umzugehen und ich hatte immer wieder das Gefühl in ihrer Haut zu stecken. Die Ereignisse haben mich so berührt, dass ich selbst weinen musste und es mir als Leser einfach total nahe ging. Und doch waren da immer die Gedanken, dass es nicht sein kann und alles wieder in Ordnung kommt. Und dann kommt alles Schlag auf Schlag und ganz anders als erwartet.
Lee lernt man erst mit der Zeit besser kennen. Zu Beginn war er für mich ein reiner Störfaktor und ich wollte, dass er Middie endlich in Ruhe lässt und seinen eigenen Weg geht. Doch je besser man ihn kennenlernt und je mehr man merkt, dass er eine unglaubliche Stütze und eine tolle Person ist, umso lieber hatte ich ihn und wollte auch nicht mehr, dass er geht.
Middie ging es ebenso, auch wenn ihre Gefühlswelt komplett durcheinander war. Durch die Ereignisse waren erstmal nur wirre Gedanken angesagt und dann kam alles noch mehr durcheinander und es gab Gedanken, die logisch, zugleich aber unlogisch waren und so fühlt man sich mit Middie als würde man einen schweren Fehler begehen und doch das absolut Richtige tun.
Mit der Zeit weiß man nicht mehr was man hinnehmen soll und was nicht und ich hatte oft Schwierigkeiten einzuschätzen ob Middies Entwicklung nun gut oder schlecht ist. Doch die Dinge, die sie erlebt waren es wert und ich denke, dass sie letzten Endes die Person geworden ist, die sie wirklich sein will.
Wenn man Anfang und Ende miteinander vergleicht fällt auf, dass Middie sich komplett verändert hat und wo sie anfangs lieb und total von Nate besessen war, ist sie am Ende scheinbar jemand, der seinen eigenen Weg gehen will und weiß was er will. Gleichzeitig fällt es schwer sich von einigen Dingen zu lösen. Doch die neuen Sachen haben mir auch gut gefallen.
Ob nun Middie, Haley, Lee, Nate, die Familien oder alle anderen. Alle Charaktere hatten etwas besonderes und auch wenn es immer Personen gab, die Middie in etwas reinreden wollten war klar, dass sie früher oder später herausfinden würde, was wirklich das Beste für sie ist. Auch wenn sie vorher oft sehr naiv handeln musste, was mir nicht immer gut gefallen hat.

Fazit:
Es ist diesmal wirklich nicht ganz leicht eine Rezension zu verfassen, denn ich will euch keinesfalls etwas vorwegnehmen und möchte doch sagen, dass dieses Buch gut zeigt, dass man manchmal, auch wenn es besonders hart ist, abwarten sollte bevor man alles aufgibt. Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch, dass es nicht falsch ist neue Dinge auszuprobieren und einen neuen Weg zu wählen, wenn der alte Weg nicht mehr passend scheint. Und genau diese Grundaussagen haben das Buch so schön gemacht. Doch auch die Charaktere waren alle toll ausgearbeitet und gerade Lee, Nate und Middie stehen im Vordergrund der Gedanken und Gefühle. Was ich auch schön fand war, dass nicht nur auf die Jungs, sondern auch auf Middies eigene Gedanken und Zukunft Wert gelegt wurde und sie darüber hinaus auch Zeit mit ihren Freundinnen hatte. Davon hätte ich mir noch mehr gewünscht, doch ich bin froh, dass sie überhaupt einen doch sehr präsenten Part übernommen haben. Das wichtigste ist natürlich die Liebesgeschichte, die ich ganz toll fand und die zeigt, dass alles anders kommen kann, als man denkt. Das Ende hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, doch auch da hätte ich mir mehr Details und mehr Ausführungen gewünscht. Insgesamt gibt es deshalb 4 Leseschmetterlinge von mir :)

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(287)

837 Bibliotheken, 36 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

cassandra clare, schattenjäger, liebe, lady midnight, fantasy

Lady Midnight

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.05.2016
ISBN 9783442314225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als riesen Fan von Cassandra Clare konnte ich eine weitere Reise in die Schattenjägerwelt gar nicht abwarten. Das Buch habe ich sowohl gelesen, als auch gehört und ich muss sagen, dass Simon Jäger das Buch wirklich gut rüberbringt, ich aber nach wie vor lieber selbst lese und mir die Stimmen gern selbst vorstelle, denn man merkt schnell, dass durch die Art der Stimme auch Sympathie mitschwingen kann.

Als grundlegende Protagonistin haben wir diesmal Emma, die man bereits in den Chroniken der Unterwelt kennenlernt und die nun ein Teenager ist und ihre ganz eigenen Probleme hat. An sich war es wirklich spannend ihr zu folgen und ich mochte sie auch gern, weil sie sich nicht alles gefallen lässt und immer diejenigen schützen will, die sie liebt. Ich muss aber sagen, dass ich auch meine Schwierigkeiten hatte.

Im Grunde genommen begleitet man hier nicht nur Emma als Protagonistin, sondern auch einige andere Charaktere, wie man es von Cassandra Clare gewohnt ist. Man erlangt immer wieder einen Einblick in die Gedanken der anderen, sodass man immer auch die andere Seite betrachten kann, trotzdem muss ich sagen, dass ich mir manchmal nur eine Erzählperspektive und nicht diese Art wünschen würde. Gleichzeitig mag ich es aber auch. Es ist schwierig zu beschreiben.

Es ist diesmal auch wirklich schwierig sich festzulegen, denn obwohl ich die Autorin und die Schattenjägerwelt so liebe kann ich mit Emma nicht so viel anfangen, wie mit den vorherigen Charakteren Clary und Tessa. Emma hat ihren ganz eigenen Kopf und ihre ganz eigene Geschichte, vor allem in Sachen Liebe. Dementsprechend ist es mir nicht immer leicht gefallen alles hinzunehmen was sie oder die anderen getan haben.

Die anderen Charaktere schließt man, ebenso wie Emma, schnell ins Herz. Sie sind wild und verrückt und eben einfach eine große Familie, die statt Eltern durch ihren 12-jährigen Bruder Julian aufgewachsen ist. Und nun ist auch er älter und versorgt nach wie vor alle. Ob Dru, Ty, Tavvy oder Livvy. Sie alle waren einfach nur zucker und ich bin total verliebt in die Blackthorngeschwister und auch in Julian. Doch auch hier habe ich meine Kritikpunkte, denn Julian ist, ebenso wie Emma, ganz eigen.

Die Charaktere werden alle durch eine große Sache miteinander verbunden und teilweise lernt man Schattenweltler, Menschen mit dem zweiten Gesicht oder andere Schattenjäger kennen, die mal gut mal böse sind und oft weiß man nicht was man nun von ihnen halten soll. Natürlich sage ich euch nicht auf wen was zutrifft aber so gibt es z.B. Malcolm, Magnus, Diana, Johnny Rook, Kit oder Diego. Und alle sind ganz eigene Charaktere.

Die Story ist diesmal nicht so wie in den übrigen Schattenjägergeschichten. Die Autorin hat diesmal eindeutig versucht mehr ins Detail zu gehen und auch die Umgebung näher beschrieben. Zumindest kam es mir so vor. Für mich war das leider nicht das Richtige, es war mir teilweise zu lang gezogen und teilweise nicht spannend genug. Obwohl es spannende Elemente gab wurden diese oftmals durch andere Dinge weniger gut dargestellt. Das hat mir nicht so gut gefallen und trotzdem möchte ich die Welt nicht aufgeben und habe noch Hoffnung was Band 2 angeht.


Fazit:
Diese neue Schattenjägergeschichte konnte mich nicht annähernd so sehr überzeugen, wie die anderen Bücher der Autorin. Oftmals war mir alles zu lang gezogen oder nicht spannend genug und obwohl man den ein oder anderen ins Herz schließt und auch wissen möchte wie es weitergeht, habe ich das Buch oft zur Seite gelegt und mir viel Zeit beim Lesen gelassen. Für mich sind das nicht die besten Voraussetzungen, doch nach diesem Ende habe ich noch Hoffnung auf eine bessere Fortsetzung. Emma ist mir mal mehr mal weniger sympathisch gewesen, doch die Charaktere entwickeln sich und kommen langsam aber sicher hinter die Geheimnisse. Die Familie Blackthorn habe ich wirklich ins Herz geschlossen, doch außerhalb dieses Kreises gab es kaum jemanden, der dauerhaften Eindruck gemacht hat und so in meinem Gedächtnis geblieben ist. Ich muss es einfach sagen wie es ist: Die Geschichte ist sehr detailliert, beinhaltet auch spannende Stellen, im Großen und Ganzen ist das aber nicht die Art, die ich von Cassandra Clare gewohnt bin und so bin ich doch wirkich enttäuscht worden. Hoffentlich wird Band 2 besser, denn das Ende lässt darauf hoffen. Von mir gibt es diesmal 3,5 Leseschmetterlinge.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(43)

79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

colleen hoover, obdachlos, schmerz, contemporary, misshandlung

It Ends With Us

Colleen Hoover
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster UK, 02.08.2016
ISBN 9781471156267
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich so lange gewartet. Die Autorin hat immer wieder betont wie viel von ihr selbst in diesem Buch steckt und als dann auch noch die Rezensionen kamen, musste ich es einfach selbst lesen. Auf Englisch. Und ich habs geschafft!

Die Protagonistin, die man in diesem Buch begleitet scheint einige Erfahrungen und Eigenschaften mit der Autorin zu teilen. Wo sie immer wieder betont, dass dieses Buch etwas besonderes für sie ist, spürt man dies auch in ihren Charakteren. Lily ist mir unheimlich sympathisch gewesen und man kann sich nach dem Lesen wirklich besser in Situationen hineinversetzen, die aussehen wie ihre.

In dem Buch lernt man zahlreiche Charaktere kennen, von denen Ryle, Atlas, Alyssa, Marshall und Lilys Mutter die wichtigsten sind. Eigentlich habe ich sie alle ins Herz geschlossen und möchte diese Geschichte nun auch nicht mehr missen. Dem ein oder anderen gegenüber ist man allerdings wirklich sehr zwiegespaltener Meinung. Um das zu verstehen muss man dieses Buch einfach selbst lesen.

Ryle habe ich gerade zu Beginn des Buches unheimlich lieb gewonnen. Ich habe die 'Naked Truths' von ihm und Lily schätzen und lieben gelernt und oft haben sie Situationen gerettet, manchmal aber auch das Gegenteil bewirkt. Ich wünschte ich wäre ihm gegenüber jetzt nicht so geteilter Meinung, doch es zeigt, wieviel 5 Minuten ausmachen könnnen.

Atlas lernt man durch Tagebucheinträge kennen, bis er dann wieder in Lilys Leben tritt. Mehr darf ich dazu eigentlich gar nicht verraten, aber ich muss sagen, dass er zu meiner Lieblingsfigur geworden ist. In meinen Augen hat er nicht nur etwas beschützerisches, sondern auch liebevolles, ehrgeiziges und ehrliches. Er ist die beste Figur, die man haben kann und ich bin mindestens genauso vernarrt in ihn wie Lily.

Alyssa wird schnell zu einer Person, die man nicht mehr missen möchte. Sie ist einer dieser Charaktere, die herzensgut sind und niemals etwas schlechtes tun könnten. Gerade deshalb habe ich sie auch so lieb gewonnen und kann gut verstehen, wieso Lily so viel in ihr sieht.

Hervorgehoben werden sollte auch Lilys Mutter, die viele schlimme Dinge erfahren musste und letztendlich als unglaublich starke Persönlichkeit aus dem Buch hervorgeht. Ich finde die Entwicklungen der Charaktere wirklich besonders nennenswert, gerade die ihrer Mutter. Mittlerweile ist klar, dass Personen, die Gewalt erfahren und sich doch nicht von demjenigen trennen können, nicht automatisch schwach sind, sondern es immer einen Grund für diese Entscheidung gibt.

Die Story ist allein wegen dieser Charaktere schon unheimlich viel wert. Es wird so viel mit reingenommen und das merkt man erst, wenn man es nach dem Lesen im Ganzen betrachtet. Auch die Ziele, die Lily sich im Leben setzt und die Entscheidungen die getroffen werden, all das macht die Story aus und letztendlich ist es zu viel um es beschreiben zu können. Da ich auf Englisch gelesen habe, musste ich mich vorerst aufs Übersetzen konzentrieren und habe erstmal kaum geweint, doch das Ende hat mich dann total mitgenommen.

Überhaupt behandelt dieses Buch viele ernste Themen. Ob nun Gewalt in der Familie oder Beziehung, die Liebe und ihre Hindernisse oder allgemein Entscheidungen im Leben fällen, all diese Dinge werden behandelt und die Geschichte kann einem wirklich viel mitgeben. Ich habe so viele Stellen markiert wie noch nie und Zitate im Kopf, die einfach der Wahrheit entsprechen. Denn 'Es gibt keine schlechten Menschen. Es gibt nur Menschen, die schlechte Dinge tun.'
 

Fazit:
Ich kann nur von diesem Buch schwärmen. Es steckt tatsächlich mehr von der Autorin in der Geschichte als ich erwartet hätte und das kann einen schon ganz schön runterziehen. Doch gerade das macht dieses Buch aus, denn man merkt wieviel Gefühl, wieviel Liebe und Schmerz mit einfließen. Ob nun schöne oder besonders traurige und schmerzhafte Situationen, man durchlebt sie alle gemeinsam mit der Protagonistin Lily, die man außerdem unheimlich ins Herz schließt und bei der man das Gefühl hat all ihre Entscheidungen so unterschreiben zu können. Mit ihr lernt man viele Charaktere kennen und verliebt und entliebt sich. Es ist das reine Gefühlschaos, doch genau das ist der Hintergrundgedanke denn letztendlich gibt es so viele Situationen, in denen eine Entscheidung schwerfällt und doch muss man eine fällen. Gerade der Gewaltaspekt spielt hier eine große Rolle und macht den Großteil der Geschichte aus. Durch Ryle und Atlas werden nicht nur zwei ganz unterschiedliche Männer, sondern auch die Gegenwart und Vergangenheit, die Liebe und die Entscheidung mit eingebracht. Es kommt immer wieder zu Konfrontationen, unheimlichen und auch romantischen Momenten, zu guten und schlechten Gedanken und all das hat mir so viel mitgegeben. Ich möchte diesem Hoover 5 Leseschmetterlinge und die Extraauszeichnung geben! Er hat es sich verdient.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(598)

1.311 Bibliotheken, 17 Leser, 6 Gruppen, 126 Rezensionen

flucht, thriller, liebe, jugendbuch, escape

Escape

Jennifer Rush , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2013
ISBN 9783785575161
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Dieses Buch wollte ich nun schon so lange lesen und ob nun im Bücherregal oder der Buchhandlung, es hat mich einfach immer magisch angezogen. Und nun kann ich euch endlich meine Meinung dazu mitteilen :)

Wenn ich ehrlich bin hat mir das Buch von vorne bis hinten gefallen und ich habe an sich auch nichts auszusetzen. Anna als Protagonistin zu haben fand ich super, denn sie ist unglaublich stark und das obwohl sie auf den ersten Blick nicht so wirkt. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und jede Gefühlsregung verstehen. Und das Beste ist, dass hinter ihr noch so viel mehr steckt.

Im Prinzip steckt hinter jedem Charakter viel mehr, als man erst denkt. Es ist toll, dass es zu jedem eine eigene Geschichte gibt, die man nach und nach besser kennenlernt und es gibt unzählige Wendungen, mit denen man nicht rechnet und die einen alles nochmals aus einem anderen Blickwinkel sehen lassen. Das habe ich wirklich geliebt, denn es hat das Buch nur noch spannender gemacht.

Die vier Jungs, die schon im Klappentext genannt werden, spielen eine elementare Rolle. Im Grunde genommen dreht sich alles nur um sie und Anna. Und das reicht auch vollkommen aus, denn die Geschichten der fünf Charaktere könnten sicher einige Bücher füllen. Ich habe diese Ungewissheit am Anfang geliebt. Man wusste einfach nicht, was überhaupt los ist und wieso die Jungs in einem Labor festgehalten werden müssen. Diese Geschichte ist schon etwas anderes im Vergleich zu anderen Büchern. Und wenn es losgeht kommt immer wieder eine neue Flut an Informationen.

Ob nun Anna oder Sam, Trev, Cas und Nick. Alle sind auf ihre Weise einzigartig und die Autorin hat gründlich dafür gesorgt, dass jeder eine ganz eigene Art besitzt und so jeder Typ vorhanden ist. Am besten von den Jungs gefallen hat mir zuerst Trev, das gebe ich zu. Er hatte so etwas philosophisches und ich hatte das Gefühl genauso verbunden mit ihm zu sein wie Anna. Doch auch Sam wurde immer liebenswerter und so konnte ich Anna und ihre Gefühlswelt immer besser verstehen.

Cas war für mich der feinfühlige und süße Part und Nick hatte etwas Grobes, doch auch das verfliegt mit der Zeit, wenn man sie erstmal alle ins Herz schließt. Vor allem ihre Fähigkeiten, die aufgrund von Experimenten unterschiedlich stark ausgeprägt sind, haben es zusätzlich spannend gemacht. Im Grunde genommen wandeln sich alle noch ganz enorm und es kommen so viele Details ans Licht, dass man immer wieder ins Grübeln kommt. Vor allem Anna überrascht einen.

Andere Nebencharaktere, wie Annas Dad, Sura, Riley und Connor machen es einem immer wieder schwer oder sorgen für neuen Stoff. Man weiß nie, wem man eigentlich trauen kann und wer den fünf etwas böses will. Es war unfassbar spannend.

Das Ende des ersten Bandes hat mich doch sehr zufrieden gestimmt und das obwohl ich erst große Angst hatte einen wer weiß wie großen Cliffhanger zu bekommen. Obwohl es jetzt nicht so schlimm war möchte ich doch unbedingt wissen, wie es weitergeht und habe mir direkt den zweiten Band bestellt :)


Fazit:
Das Buch war genauso gut, wie ich es mir erhofft habe :) Es hatte Spannung, Gefühl und Action und all das zusammen ergibt das gewisse Etwas. Anna ist eine super sympathische und auch starke Protagonistin, die sich erst total unsicher zeigt und dann zu einer echten Heldin wird. Diese Entwicklung war definitiv positiv und auch die Jungs haben sich gemacht, denn man hat am Ende wirklich das Gefühl, dass sie endlich wieder jemandem, Anna, vertrauen können und nicht mehr vor jedem fliehen müssen. Eigentlich hatte ich erwartet in Sam meinen Liebling zu finden, weil Anna schon zu Beginn sehr auf ihn fixiert ist. Dem ist auch in gewissen Maße so, trotzdem muss ich sagen, dass mich Trev vorher viel mehr fesseln konnte. Letztendlich habe ich alle vier Jungs lieb gewonnen und möchte keinen von ihnen mehr missen. Sie haben alle etwas einzigartiges und es hat unfassbar großen Spaß gemacht dieses Abenteuer mit ihnen gemeinsam erleben zu dürfen. Jede Geschichte ist einzigartig und auch Anna überrascht einen mit ihrer Geschichte enorm. Je länger sie verfolgt werden umso mehr erfährt man auch und alles geht irgendwie auf Zeit. Das hat das Buch zu etwas wirklich Spannendem und Aufregendem gemacht. Ich bin sicher, dass der zweite Band noch eine ganze Menge bereit hält und freue mich nun schon riesig darauf! Deshalb gibt es nun auch 5 Leseschmetterlinge!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(68)

172 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, entführung, thailand, jugendbuch, spiel

Wonderland

Christina Stein
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783733502898
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei diesem Buch hatte ich wirklich Glück, es bei einer Leserunde gewonnen zu haben. Vorher bin ich immer wieder drum herum geschlichen und habe es letztendlich gewagt, mich zu bewerben. Eine wirklich gute Entscheidung, denn das Lesen lohnt sich und ich hatte es schwupp di wupp durch!
Zu Beginn liest man aus der Sicht von Liz, die einem schnell sympathisch wird und immer ein gutes Auge für die Gesamtsituation hat. Durch ihren Herzfehler nimmt sie scheinbar viel mehr wahr und genießt den Moment, doch diesmal ist es etwas anders, denn schon zu Beginn fühlt sie sich nicht ganz wohl. Und die unwohle Vorahnung soll sich dann auch bestätigen.
Sobald es richtig spannend wird liest man auch aus der Sicht von Jacob, was es dem Leser definitiv leichter macht die Sache wesentlich objektiver, bzw. aus mehreren Sichtwinkeln zu betrachten. Sowohl Jacob, als auch Liz und ihre Freunde, als auch die Spielemacher scheinen irgendwo etwas zu opfern. Doch was genau das ist kommt erst nach und nach raus und letztendlich wird man nochmals überrascht! Und das macht dieses Buch aus.
Jacob ist mir neben Liz mit am sympathischsten gewesen. Gerade zu Beginn weiß man nicht wem man trauen kann, denn gerade Jacob scheint erstmal tief mit drin zu stecken. Trotzdem wollte ich mir nicht zu schnell ein Urteil bilden und dann kam es natürlich zu Diskussionen, immerhin geht es um Leben und Tod. Alle konnten mich irgendwo verzaubern und wo Ben und Colin oft eine 'Außenseiterposition' einnehmen, habe ich Nellie, Amelie, Liz und Jacob wirklich ins Herz geschlossen. Alle hatten ihre eigene Geschichte, ihre Gründe und Träume.
Besonders beeindruckt haben mich also gleich mehrere Punkte. Die Charaktere sind so ziemlich der wichtigste Punkt, denn ohne sie und ihr menschliches, unperfektes Verhalten hätte man sich nicht so wohl gefühlt und ihnen als Leser Vertrauen und diese Art von Mitfiebern entgegengebracht. 
Neben ihnen ist die Geschichte unglaublich realistisch, sodass man immer wieder darüber nachdenken muss: was wäre, wenn man selbst plötzlich von der Bildfläche verschwinden würde und sich nirgendwo mehr melden würde? Wie würden meine Eltern reagieren? Wie meine Freunde? Genau darüber macht man sich Gedanken, denn gerade durch Liz werden solche Gedanken immer wieder geweckt.
Letztendlich gibt es einiges, das mir gefallen hat und da es insgesamt 3 Perspektiven gibt (ich nehme euch nicht alles vorweg), erfährt man mehr als nur durch Liz' Perspektive und bekommt so auch einen Rundumblick. Gleichzeitig wird man verwirrt und in die Irre geführt und wird letztendlich wirklich geschockt. Erschreckend realistisch und wirklich spannend. Auch wenn ich mir teilweise, gerade in der Arena, noch einen Tuck mehr an extremeren Elementen gewünscht hätte.

Fazit: Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Jugendbücher und Thriller liebt. Wer auf die extreme Art Thriller steht ist hier vielleicht nicht unbedingt an der richtigen Adresse, trotzdem muss ich sagen, dass die Situation in der die Charaktere sich befinden und die letztendlichen Fakten so realistisch sind, dass sie auf ihre Art und Weise den Bedarf an 'extremen' Elementen decken. Immer wieder fragt man sich wie man selbst handeln würde und was die eigenen Eltern wohl tun würden, wenn man plötzlich einfach weg wäre. Die Charaktere wachsen einem dermaßen ans Herz, dass man ihnen nur Gutes wünscht und so unglaublich mit ihnen mitleidet. Immer wieder kommt es zu Situationen, die auswegslos scheinen und die dann doch gemeistert werden. Gleichzeitig gab es auch solche, die eben nicht gemeistert werden konnten und bei denen ich mir immer wieder dachte "Vielleicht ist die Person nicht wirklich tot und es ist doch nur eine Puppe". Auch wenn man die jeweilige Person nicht am liebsten hatte war es doch immer wieder ein komisches Gefühl, das sehr realistisch war. Und dass hier Realität mitspielt kommt gerade gegen Ende gut zur Geltung, denn dort macht die Autorin geschickt auf ein Thema aufmerksam, das beängstigend ist. Letztendlich werden hier für mich gleich 2 Themen behandelt, die durch den Schreibstil noch mehr herausstechen, die ich aber nicht verrate, um euch nichts vorwegzunehmen. Ich fand das Buch jedenfalls spannend und kann deshalb nur 5 Leseschmetterlinge vergeben ;)

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

97 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

piraten, zeitreise, liebe, ein hauch von schicksal, sklaverei

Ein Hauch von Schicksal

Lara Wegner
Flexibler Einband: 290 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 04.05.2016
ISBN 9783959910675
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieses Buch hat mich eine halbe Ewigkeit praktisch verfolgt, denn das Cover wollte mir einfach nicht aus dem Kopf gehen. Irgendwann konnte ich mich dann nicht mehr drücken und habe es mir gekauft. Nach dem Lesen muss ich sagen, dass ich etwas ganz anderes erwartet hatte. Dieses Buch beinhaltet einen Haufen ernster Themen und nicht nur eine lockerleichte Liebesgeschichte. Es geht um Geschichte. Sklaverei. Tod. Liebe. Trauer. Depressionen. Ein neues Leben. Und noch viel mehr.

Als ich das Buch angefangen habe fiel mir gleich auf, dass der Schreibstil nicht so locker ist, wie erwartet. Gleich zu Beginn wird eine recht bedrückende Stimmung erzeugt, die vor allem durch den Verlust erzeugt wird, den die Protagonistin erleiden musste. So zieht es sich auch weiter. Mit der Zeit habe ich mich wirklich immer besser an alles gewöhnt und konnte irgendwann richtig entspannen, doch als es so weit war ging auch schon die Geschichte mit der Zeitreise los.

Was soll ich sagen? Ich hätte nie mit sowas gerechnet. Es war so ernst und wirklich gut. Die Liebesgeschichte ging mir zwar etwas sehr schnell und bestand erstmal nur aus Körperlichkeiten, trotzdem hat sie mir irgendwie gefallen. Man hat schnell gemerkt, dass man sich nun in einer anderen Zeit befindet und wie die Protagonistin denkt man selbst auch etwas eigen. So wurde ich mit ihr gemeinsam eifersüchtig und wütend oder auch nur unendlich traurig.

Es gab wirklich Momente, in denen musste ich mitlachen und wieder andere, in denen ich Rotz und Wasser geheult habe. Ich bin mit Grace durch die Hölle gegangen und habe die Liebe gefunden. Ich habe mein Herz brechen hören und es wieder verschenkt. Ich war mal glücklich und mal todtraurig. Es war ein Gefühlschaos. Wirklich.

Grace selbst ist eine unglaubliche Protagonistin. So menschlich. Das habe ich geliebt und geschätzt. Sie hat ihre Fehler und wird so beispielsweise schnell wütend, vergisst, dass sie in einer anderen Zeit ist und platzt einfach mit ihren Gedanken heraus. Ich hätte mich genauso verhalten. Und das macht sie aus. Mehr möchte ich euch aber nicht vorwegnehmen ;)

Neben Grace lernt man zahlreiche weitere Charaktere kennen. Sei es nun ihr Geliebter Rhys oder die verfluchte Josephine, die ich nun am liebsten selbst zu Boden ringen würde. Sei es die Crew oder Payne, den ich über alles hassen und verachten gelernt habe. Seien es Mimi oder Samson, die ich beide geliebt habe!

Gerade Rhys gegenüber bin ich nun sehr zwiegespalten. Ich habe ihn lieb gewonnen. Gerade zu Beginn konnte ich Grace und ihn verstehen. Und obwohl es schnell erstmal nur Körperlich wurde habe ich auch verstanden, wieso mehr daraus wurde. Und auch wieso es so ernst wurde, dass sie so weit gehen konnten. Was ich allerdings überhaupt nicht mochte war, wie er sich gegen Ende verhalten hat. Irgendwo war es wohl logisch, trotzdem too much für mich. Und diese Eifersucht.. als wäre ich selbst Grace. Umso besser war das Ende :)

Ich kann und will euch nicht zu viel verraten. Doch man muss sich darauf einstellen, dass es hier um eine ernste Geschichte geht und keine einfache Liebesgeschichte. Erst habe ich sie mehr sehnsüchtig herbeigewünscht und ich muss nach wie vor sagen, dass die Liebesgeschichte sehr eigen ist. Sie ist blutig, traurig, ernst, körperlich und doch romantisch. Sie ist ehrlich und auch wieder nicht. Eigentlich ist sie alles.

Man muss es selbst lesen. Genau wie den Rest der Geschichte, der vor allem das Thema Sklaverei und Gewalt, sowie Geisteskrankheit und Depressionen behandelt. Und das schlimmste ist: Man geht wirklich durch Rotz und Wasser. Deshalb werde ich die Geschichte wohl noch lange im Kopf behalten. Na vielen Dank auch!


Fazit:
Ich wollte mich lange nicht mehr so über ein Buch auslassen! Viele Ereignisse in der Geschichte machen mich so wütend und traurig und deshalb musste ich wortwörtlich Rotz und Wasser heulen. Als ich das Buch in die Hand genommen habe, hätte ich eine ganz normale und lockere Liebesgeschichte erwartet, aber nicht das. Es war Horror und Traum gleichzeitig. Ich kann es wirklich nicht beschreiben. Grace ist eine tolle Protagonistin, die mir immer wieder gezeigt hat, wie gut und treu und wunderbar sie ist. Umso schwieriger wurde es mit ihrem Rhys, der erst eine körperliche Verbindung und dann so viel mehr eingeht. Ich habe erst nicht verstanden, wieso alles so schnell gehen musste, doch dem Jahrhundert entsprechend war es irgendwo logisch. Er hat mir gefallen, weil ich Grace war. Ich konnte sauer auf ihn sein, weil ich sie war. Und ich war eifersüchtig, wenn sie es war. Das schlimmste aber ist, dass ich am Boden zerstört war, wenn sie es gewesen ist. Und das ist eine Untertreibung. Hier geht es nicht nur um Liebe, es geht um Sklaverei, um Hass, um Gewalt und Misshandlung. Um Geisteskrankheit und Depressionen. Und das alles ist, als wäre man hautnah dabei. Der Einstieg fiel mir erst nicht leicht, doch mit der Zeit gewinnt man die Charaktere lieb und es gibt viele negative Wandlungen. Grace hat fast nur Pech. Und dann kommt Rhys. Und dann wieder Pech. Und doch findet sie so viel Glück. Lest es. Ich kann 4,5 Leseschmetterlinge für eine sehr ausdrucksstarke und emotionsgeladene Geschichte geben.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

101 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

peter pan, liebe, nimmerland, london, captain hook

Die Rache des Pan

Anna Katmore
E-Buch Text: 127 Seiten
Erschienen bei null, 02.06.2015
ISBN B00U78FQMW
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach Band 1 dieser wundervollen Reihe musste ich einfach sofort mit Band 2 weitermachen. Ich habe mich verliebt. In Nimmerland. In Feen und verlorene Jungs. In einen Piraten.

Der zweite Band beginnt ganz unerwartet damit, dass drei verschiedene Charaktere als Protagonisten eingeführt werden. Angel, Jamie und Peter. Für die Geschichte war das diesmal auch wichtig, denn sonst hätte man den guten Peter Pan wohl gar nicht mehr verstanden. Hier geht es diesmal nämlich eindeutig um ihn und seine Rache und erst danach um die Liebesgeschichte von Jamie und Angel.

Bevor ich das Buch angefangen habe, war mir nicht klar wieso es um Pans Rache gehen soll, wo der erste Band doch so positiv ausgegangen ist. Doch je länger man den zweiten Band liest, umso deutlicher wird der Titel. Ich fand es schade, wie negativ die Geschichte auf einmal aufgeladen war und mir fehlte die positive Wirkung, die im ersten Teil so präsent war. Gerade Peters Verhalten hat mir dabei gar nicht gepasst, wobei ich das Ende dadurch umso besser fand.

Angel hatte ich auch diesmal wieder sehr gern, wobei es mich diesmal sehr gestört hat, dass sie ihre Erinnerungen offenbar komplett verloren hatte. Es war, als müsste man nochmal von vorne anfangen und irgendwie fand ich das traurig und auch nicht mehr so romantisch. Doch Jamie konnte immer wieder für Romantik sorgen, indem er seine Gefühle durchgesetzt und um die Liebe gekämpft hat. Ich gebe zu, er ist meine neue Schwäche und ein Traum-Bookboyfriend. Schade, dass die schönen Momente diesmal weniger vorhanden waren, als in Band eins.

Peter Pan konnte mich dafür, wie gesagt, nicht glücklich stimmen. Er war ja überhaupt erst der Auslöser für all das Chaos. Trotzdem hatte ich ihn gegen Ende wieder sehr gern und hätte mir gewünscht, ihn nicht in seinen negativen Eigenschaften kennengelernt zu haben. Doch dann würde die Story fehlen, stimmts?
Auch die Nebencharaktere waren wieder sehr präsent und vor allem wichtig für die Story. Gerade die Feen Tammi und Bre, sowie Remona spielen wieder eine große Rolle und Bre ist meiner Meinung nach eine wirklich interessante Figur in der Geschichte. Der Besuch bei ihr ist immer wieder schön. Auch die verlorenen Jungs und die Piraten konnten mich wieder überzeugen und Smee ist nun definitiv mein Lieblingspirat! (Natürlich auf anderer Stufe als James Hook)

Die Story war, wie oben angedeutet, wirklich ganz anders als in Band eins. Ich habe mich so auf die Liebesgeschichte gefreut und musste dann so lange warten, dass Angel irgendwie Einsicht zeigt und irgendwie an ihre Erinnerungen kommt. Es war zum Haareraufen und wirklich frustrierend. Ab dem Mittelteil hat es mir dann wirklich wieder richtig Spaß gemacht und auch der Anfang war top. Bloß Peter hat mich diesmal eher genervt und das Ende konnte mich dadurch noch mehr beeindrucken.


Fazit:
Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so vernarrt in einen Piraten, noch dazu James Hook, sein würde! Der zweite Teil konnte mich ebenfalls überzeugen und obwohl mich Peters Verhalten oft Nerven gekostet hat, hatte es doch einen gewissen Effekt und Unterhaltungswert. So kam es, dass ich auf bessere Aussichten gewartet habe und immer weiterlesen musste, bis ich erreicht hatte was ich wollte. Tja. Das Buch habe ich innerhalb eines Tages durchgelesen und wir sprechen hier immerhin von 460 Seiten. Es spricht definitiv für diese Reihe und ich kann sie nur jedem empfehlen. Angel ist eine tolle Protagonistin, die ich gern begleitet habe und die sich nur schwer überzeugen lässt. Sie hatte einfach das Menschliche, das eine Protagonistin braucht und so war es irgendwie besonders entspannend weiterzulesen. Noch entspannender waren die romantischen Momente, die ich wieder in vollen Zügen genossen habe und das Ende...- Ich will euch nicht zu viel verraten, aber es lohnt sich! Ich bin so glücklich über diesen Ausgang und freue mich auf mehr von der Autorin! Plötzlich gehört Nimmerland zu einem meiner Lieblingsorte mit einem Haufen liebenswerter Charaktere! Obwohl mich also die ein oder andere Situation nicht ganz zufrieden gestimmt hat muss ich nun 5 Leseschmetterlinge vergeben!  Lest diese Reihe ;)

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(88)

172 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

peter pan, nimmerland, liebe, hook, herzklopfen in nimmerland

Herzklopfen in Nimmerland

Anna Katmore
E-Buch Text: 252 Seiten
Erschienen bei null, 03.03.2015
ISBN B00QJ56GOO
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch stand viel zu lang in meinem Regal und musste nun endlich gelesen werden. Jetzt verstehe ich auch, wieso alle die Autorin so gern haben. Sie kann einen wirklich ins Nimmerland führen.
Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, der lockerleicht und somit auch perfekt für eine Geschichte in Nimmerland ist. Es war wie Urlaub Angels Geschichte zu verfolgen und eine ganze Menge zu erleben. Es hatte außerdem das gewisse Etwas, wobei ich noch immer nicht sagen kann, was genau mich so überzeugt hat. Ob nun das Verhalten der Charaktere oder die Story selbst. Vielleicht auch einfach die Tatsache, dass es Nimmerland ist.
Nimmerland kann ganz schön gemein sein und das zeigt die Autorin in diesem Buch besonders gut. So werden nicht nur die schönen Seiten, sondern auch die düsteren Seiten gezeigt. So einfach wie es ist hinzugelangen, so schwer ist es, wieder dorthin zurückzukommen wo man hingehört. Und natürlich ist da auch noch die Sache mit dem Vergessen, das einem schnell einen Strich durch die Pläne machen kann.
Angel hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen und wirkte einfach total menschlich auf mich. Es hat Spaß gemacht sie zu begleiten, ob nun mit ihren Schwestern oder mit den Charakteren in Nimmerland. Besonders gut hat mir ihr Verhalten gegenüber Hook gefallen, das an sich immer zur Situation gepasst hat. Andererseits gab es auch den ein oder anderen Moment, in dem ich sie nicht ganz verstanden habe. Gegen Ende hat sie allerdings eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht, die erst gar nicht auffällt, nach dem Lesen aber deutlicher wird.
Neben Angel wird auch Hook als Protagonist eingeführt und seine Gedankenwelt war einfach nur toll! Ich finde es wirklich schön was die Autorin aus dem ach so fiesen Kapitän gemacht hat, denn nun ist er nicht nur wahnsinnig hübsch, sondern auch noch charmant, klug und attraktiv. Gerade zu Beginn konnte ich ihn kaum ausstehen, doch mit der Zeit merkt man, dass er eine noch größere Wandlung durchmacht, als Angel. Und gegen Ende ist er definitiv er selbst.
Die Nebencharaktere dürfen nicht vergessen werden, denn Peter Pan, seine Fee und die verlorenen Jungs spielen auch hier eine große Rolle. Neben ihnen lernt man auch einige Männer des Captains kennen und tatsächlich fand ich auch sie mit der Zeit sehr sympathisch. Zumindest den ein oder anderen.
Die Story ist einfach super! Der Start in die Geschichte ist meiner Meinung nach total gelungen und auch die Reise ins Nimmerland war realistisch, wie es sich dafür gehört. Dann hat es meiner Meinung nach etwas nachgelassen, vielleicht weil ich schon so viel mit Peter erlebt habe. Als es dann aber richtig losging und Angel auf die Piraten trifft, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und habe jedes Detail, vor allem die Liebesgeschichte, genossen.

Fazit:
Eine rundum gelungene Geschichte, die viel zu lange warten musste, gelesen zu werden! Nach dem Lesen musste ich sofort mit Band zwei weitermachen und bin einfach total verliebt in Jamie! Nie hätte ich gedacht, dass die Autorin aus der eigentlichen Peter Pan Geschichte etwas ganz anderes macht und man Nimmerland so auf ganz andere Weise entdecken kann. Man lernt unheimlich viele Charaktere kennen, die man alle irgendwie ins Herz schließt. Gerade die Feen im Wald haben es mir angetan und ich bin sicher, dass sie im zweiten Band noch eine größere Rolle spielen werden. An sich geht es natürlich um die Reise Angels zurück nach Hause, wobei der Konflikt zwischen Peter Pan und Hook neben der Liebesgeschichte ebenfalls im Vordergrund stehen. Man hat hier einfach eine Vielfalt an Einfällen, die zusammen das gewisse Etwas ergeben. Einzig und allein das Verhalten Angels zu Beginn haben mich nicht immer voll und ganz überzeugt. Umso besser gefällt sie mir im Laufe des Buches, ebenso wie Jamie. Und nach diesem Ende sollte man Band 2 schnell zur Hand haben. Von mir gibt es 4,5 Leseschmetterlinge!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(60)

162 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

montana, worte für die ewigkeit, indianer, usa, liebe

Worte für die Ewigkeit

Lucy Inglis , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551520876
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich durch Zufall gestoßen. Das erste Mal hat es mich vor allem vom Cover her angesprochen und mit dem Klappentext versprach das Ganze dann eine wirklich spannende und andere Geschichte. So ist es dann auch gekommen.
Die Charaktere in diesem Buch sind wirklich einzigartig. Ob nun die Männer oder die Frauen, alle hatten irgendetwas besonderes, wobei die Hauptcharaktere nochmal ausdrucksstärker waren. Besonders aufgefallen ist mir das an dem Indianer Nate und dem Ranchjungen Caleb, die beide sehr außergewöhnliche Persönlichkeiten besitzen. Gerade an Nate musste ich mich gewöhnen.
Was sofort auffällt ist, dass man hier zwischen zwei völlig unterschiedlichen Erzählperspektiven wechselt. Beginnen tut man mit Hope, die mit ihrer Mutter nach Montana fliegt und Zeit auf der Ranch verbringt auf der sie Caleb kennenlernt. Ein Kapitel später lernt man dann Emily kennen, die einige Jahre vorher gelebt und Tagebuch geschrieben hat. Die Geschichten fügen sich mit der Zeit immer weiter zusammen und letztendlich beeinflusst die eine Geschichte die andere sogar enorm. Es war unglaublich interessant und sehr emotional!
Da Emily in einer anderen Zeit lebt und sie sozusagen an Nate schreibt, während man sie kennenlernt, ist man schon zu Beginn gespannt auf die Ereignisse und die Gründe des Briefes, bzw. Tagebuchs. Im Prinzip liest man in ihren Kapiteln nur "Du machtest gerade...", sodass man das Gefühl hat sie zu sein. Gleichzeitig fällt es nicht immer leicht alle Regeln aus der Zeit hinzunehmen und gerade deswegen muss ich sagen, dass mir Nates Regeln sehr gut gefallen habe und ich die Zeit nun noch etwas besser verstehe und nun natürlich neugierig auf Indianer bin.
Emilys Geschichte beeinflusst Hopes in meinen Augen enorm, was man mit der Zeit auch immer stärker wahrnimmt und was einen ganz besonderen Effekt erzielt hat. Man muss es ehrlich gesagt selbst lesen, um es zu verstehen. Es kommen so viele Eindrücke auf einen zu, dass man manchmal gar nicht weiß wohin mit all den Gefühlen, Gedanken und Ereignissen. Umso spannender wurde es. 
Beide Hauptprotagonistinnen machen eine große Entwicklung durch, die man auch wahrnimmt und die nicht künstlich, sondern sehr natürlich wirkt. Der Grund dafür sind eindeutig zwei wundervolle Männer, auch wenn man sie auf seine ganz eigene Weise lieben lernen muss.
Natürlich gibt es auch Nebencharaktere. Ob nun in Hopes oder in Emilys Zeit, die 'Polizisten' sind immer da. Und sie stammen aus derselben Familie. Hier geht es nämlich auch um einen riesen Familienkrieg zwischen den Harts und den Indianern, bzw. Ranchern. Die Gründe dafür erfährt man ebenfalls mit der Zeit und so gibt es nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch Geschichte selbst, sowie eine Art Schicksals- und Familiengeschichte.
Neben den Harts lernt man aber auch Hopes Mutter und Cals Eltern gut kennen. Dazu möchte ich jetzt gar nicht allzu viel verraten, denn auch die sollte man selbst kennenlernen. Und zu guter Letzt ist da noch Emilys Familie, sowie Nates Stamm, den man nach und nach kennenlernt und wo ich gerade seine Schwestern sehr lieb gewonnen habe.
Das Ende der einen Geschichte hat mich extrem emotional und auch traurig zurückgelassen. Ich wusste nicht was ich sagen soll und war total geschockt. Es hat allerdings auch viel Sinn ergeben und letztendlich habe ich es so hingenommen. Die andere Geschichte hat dafür ein Happy End, das mich wirklich glücklich gestimmt hat und so gab es wirklich einiges an Action, die richtiges Herzzerbrechen mit sich gebracht hat.

Fazit:
Das Buch hat wirklich das gewisse Etwas. Es ist einfach nicht wie andere Bücher und ich finde die Geschichte ist eine absolut runde Sache. Es ist spannend, wie die Geschichten von Hope und Emily mit der Zeit immer weiter ineinanderfließen und wie es dann am Ende den totalen Zusammenbruch gibt, der gleichzeitig so viel beinhaltet. Es gab tausende von Gefühlen und die Ereignisse waren so aufregend. Gerade durch Emily hat man viel über die Zeit an sich erfahren und Nate hat das Ganze durch seine Art zu leben aufgelockert. Die Sprüche zu Beginn der Kapitel mit Emily haben dann immer wieder auf die Zeit selbst vorbereitet und klar gemacht, dass man nicht im Wunderland ist. Und obwohl Nate es aufgelockert hat war er doch sehr eigen und hat es einem nicht immer leicht gemacht. Hope und Cal erleichtern einem das Ganze, indem es in die Gegenwart übertragen wird und es auch hier eine eigene, wirklich schöne Geschichte mit ebenso vielen Hindernissen gibt, die aber stark von der anderen Geschichte beeinflusst wird. Zusammen ergeben sie etwas, das man gar nicht mehr getrennt betrachten kann und das einfach besonders ist. Leider kann ich euch nichts verraten, sonst würdet ihr es nie so erleben wie ich es getan habe. Ich finde aber trotzdem, dass man sich erstmal auf die Charaktere einstellen muss und es nicht immer leicht war, alles nachzuvollziehen. Deshalb gibt es von mir 4,5 Leseschmetterlinge!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

laura newman, zombie, deadhead, endzeit, anyone dies in paradise

Anyone Dies in Paradise

Laura Newman
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.06.2016
ISBN 9783741237621
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ein gutes halbes Jahr mussten wir auf den Nachfolger von ADIP warten und im Juni war er dann endlich da! Leider habe ich es erst vor kurzem ergattern können und musste mich so lange gedulden, doch auch diesmal war die Geschichte wieder top und somit typisch Laura Newman! Mittlerweile erwarte ich gar nichts anderes mehr und freue mich, dass mich das Finale der Dilogie so zufrieden stimmen konnte.

Zu Beginn wurde ich richtig überrascht, denn man schlüpft nicht wie gewohnt in die Rolle von Naya und verfolgt sie und die anderen, sondern beginnt die Reise mit Miles, einem Jungen, der mit anderen Menschen in einer Art Dorf lebt und dort Schutz hinter hohen Mauern sucht. Es fiel mir erst schwer den Sichtwechsel hinzunehmen, weil ich die anderen Charaktere doch so lieb gewonnen hatte. Doch es dauert nicht lange und man hört von ihnen und schlüpft auch schnell wieder in die Rolle von Naya.

Miles habe ich erst ziemlich lieb gewonnen, er hat sich immer um seine Liebsten gesorgt und war neugierig und aufgeweckt. Leider hat er sich im Laufe des Buches sehr unsympathisch gemacht und ich kann mit ihm leider nicht mehr allzu viel anfangen.

Umso schöner ist es, dass man wieder in Nayas Haut schlüpfen kann und Gadget, Summer, sowie Jaze wiedertrifft. Nach ein paar Seiten war alles wie vorher und obwohl es etwas her ist, seit ich den ersten Band gelesen habe, kam ich schnell wieder in die Geschichte rein und es wurde auch immer wieder auf Situationen aus Band 1 aufmerksam gemacht.

Die Story ist diesmal genauso stark wie im ersten Band, man bekommt nicht das Gefühl als wäre es zu viel oder einfach nur eine unnötige Fortsetzung. Das hat mir sehr gut gefallen und dementsprechend hat die Spannung auch nicht nachgelassen. Tatsächlich ist dieser Band um einiges brutaler und emotional stärker aufgeladen als der erste Band. Hier gab es Situationen in denen ich richtig mitgelitten habe. Insgesamt habe ich drei der härteren Szenen noch sehr genau im Kopf, weshalb die Altersbeschränkung meiner Meinung nach eingehalten werden sollte.

Darüber hinaus wird es diesmal natürlich auch richtig ernst und es kommt zu grausamen, schönen, traurigen und extremen Situationen. Ich wurde regelrecht geschockt und habe es absolut geliebt. Ob nun der Anfang, der Mittelteil oder das Ende, es wirkte alles durchdacht und immerzu aufgeladen. Leider gibt es auch Charaktere, die man verliert und von denen man es nie erwartet hätte. Trotzdem läuft es auf ein sehr interessantes Ende zu.

Diesmal gibt es ganze drei Hauptprotagonisten, welche ich euch aber nicht verraten werde, da ich euch sonst einen ganz besonderen Moment vorwegnehmen würde ;) Ich selbst war gar nicht so überrascht, trotzdem ist es einer der schönen Momente in diesem Buch und die sollte jeder selbst erleben.

Man trifft außerdem auf einige Nebencharaktere, seien es nur kurze Augenblicke oder Charaktere, die öfter auftauchen und damit auch präsenter sind. So nimmt Borrows eine sehr starke Rolle ein, die wahrscheinlich jeder verachten wird. Hinzu kommen Riley und Jenny, sowie weitere der Art. Ihr werdet sehen was ich meine, wenn ihr es les.


Fazit:
Mir hat dieser zweite und letzte Band sehr gut gefallen! Man hat drei Hauptprotagonisten, die man alle gern verfolgt, wobei ich Miles nicht unbedingt gebraucht hätte. Gerade auf Naya und ihre Gruppe habe ich mich gefreut, denn sobald man sie wiedertrifft ist es, als hätte es die Wartezeit zwischen Band 1 und 2 gar nicht gegeben. Das Buch ist spannend, ob nun auf emotionaler oder anderer Ebene. Es gibt nicht nur aufgeladene, sondern auch sehr extreme und brutale Szenen, die das Buch aber noch besser machen. Alle Charaktere sind toll ausgearbeitet und die Story wirkt nicht überflüssig oder sonst wie ausgeschmückt, sondern einfach nur logisch und passend. Besonders schlimm fand ich den Verlust einiger Charaktere, die man doch sehr ins Herz geschlossen hat und deren Ende unglaublich grausam war. Umso besser hat mir das Ende gefallen, das dieses Buch erwartet. Die Autorin weiß genau, wie sie den Leser fesseln und zufrieden stimmen kann, obwohl doch wortwörtlich alles den Bach runtergeht. Ein toller Abschluss, der von mir 5 Leseschmetterlinge verdient hat!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(95)

144 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

wachkoma, thriller, alkohol, koma, alkoholismus

Locked in

Holly Seddon , Astrid Finke
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 14.03.2016
ISBN 9783453419223
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ich dieses Buch entdeckt habe, musste ich es unbedingt lesen. Es hat auch nicht lange gedauert, bis ich es angefangen habe und hierbei habe ich mich ganz besonders auf das Locked-in-Syndrom gefreut, weil ich mich für Themen wie diese interessiere. Meine Erwartungen konnte das Buch nur teilweise erfüllen, gefallen hat es mir aber trotzdem.
In diesem Buch gibt es mehrere sehr unterschiedliche Protagonisten. So lernt man die Journalistin und "Alkoholikerin" Alex Dale kennen, dann wiederum die Syndromträgerin, bzw. die Wachkomapatientin Amy, um die sich alles dreht und den ehemaligen festen Freund Jacob, sowie seine Mutter Sue. Insgesamt kann man sich in alle Personen gut hineinversetzen und sollte einem das anfangs noch schwer fallen, vor allem aufgrund der Tatsache, dass das Auseinanderhalten erstmal nicht ganz leicht ist, wird es mit der Zeit immer einacher.
Besonders lieb gewonnen habe ich Amy und Alex, wobei Alex mich mit ihren Alkoholattacken immer wieder etwas genervt hat. Amy hingegen tat mir größtenteils leid, weil sie immer noch in ihrem 15-jährigen Ich gefangen war und keine Ahnung von ihrem tatsächlichen Alter hatte. Das wurde wirklich gut rübergebracht und ich habe unheimlich viel von alledem mitgenommen. Genau deswegen hätte ich mir in der Richtung noch mehr geüwnscht. Jacob habe ich lieb gewonnen, wobei es auch bei ihm immer wieder geschwankt hat. Sie hatten eben alle ihre Geheimnisse und sind ganz normale Menschen und im Grunde genommen lernt man sie alle recht gut kennen, sellbst wenn man nicht alles erfährt. 
Neben ihnen gab es aber auch noch die Nebencharaktere, die ebenfalls unheimlich ausdrucksstark waren und das ist nicht übertrieben. Alle Charaktere hatten etwas unglaublich echtes, das einen immer wieder hat denken lassen, dass es wirklich mal passiert sein muss. Besonders schlimm fand ich Jacobs Familie, weil die drei Brüder, Jacob, Tom und Simon, so unterschiedlich behandelt wurden und es dort irgendwie immer angespannt war. Auch Becky und Jenny fand ich super beschrieben.
Schön war im Prinzip keine der Geschichten, denn alle Personen hatten ihre düsteren Geheimnisse und traurigen Gedankenwelten. Trotzdem muss ich nochmals hervorheben, dass alle Charaktere sehr überzeugend waren, doch dieses Düstere hat mich ziemlich runtergezogen und nachdenklich gemacht. Spaß hatte ich dafür beim Miträtseln um den Täter, womit ich nicht ganz falsch lag ;)
Die Story ist wirklich gut durchdacht und es gab immer wieder etwas zum Rätseln und kennenlernen. Das fand ich sehr gut gemacht und auch unterhaltsam. Schade ist wie gesagt, dass das Syndrom nicht noch näher in den Fokus gerückt ist und das Ende hat mich auch etwas zwiegespalten zurückgelassen. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob ich nun alle Fragen beantwortet habe, doch an sich ergibt alles Sinn.

Fazit: Wahrscheinlich merkt ihr, dass ich zwiegespalten bin und meine Gedanken nicht richtig in Worte fassen kann. Wenn ich näher auf die Charaktere eingehe, würde ich euch zu viel vorwegnehmen und dementsprechend belasse ich es dabei. Trotzdem sind sie alle sehr überzeugend und vor allem echt gewesen, sodass man das Gefühl hatte Personen beschrieben zu bekommen, bzw. die Story einer Person zu erfahren, die so wirklich existiert. Das hat es für den Leser unglaublich realitätsnah gemacht. Da sich das Buch aber vor allem auf das Locked-in-Syndrom bezieht hätte ich in die Richtung noch etwas mehr erwartet und vor allem gegen Ende auf mehr Ergebnisse gehofft. Das fiel leider eher nüchtern aus, ein paar Erkenntnisse konnte ich aber trotzdem gewinnen. Dafür wurde sehr viel Wert auf das Aufdecken des Täters gelegt und man begleitet Alex sozusagen als absolute Hauptprotagonistin, es gibt schließlich 4 Stück ;) Bei allen vieren, ob nun Alex, Jacob, Amy oder Sue hatte ich gemischte Gefühle und trotzdem versteht man sie, weil man ja praktisch in ihrer Haut steckt. Der eher mäßige Anfang der Geschichte hat sich schnell in Spannung umgewandelt und trotzdem konnte mich das Buch nicht so fesseln, wie erhofft. Es ist alles sehr zwiegespalten und ich hatte einfach noch einen Hauch mehr erwartet, vor allem was Amys Situation gegen Ende angeht. An sich ist die Geschichte aber wirklich gut und das Ende sehr überzeugend, deshalb vergebe ich diesmal 4 Leseschmetterlinge :)

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(392)

762 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 112 Rezensionen

liebe, colleen hoover, pilot, vergangenheit, tate

Zurück ins Leben geliebt

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.07.2016
ISBN 9783423740210
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein neuer Hoover ist erschienen und für mich war sofort klar, dass ich auch dieses Buch der Autorin wieder lesen muss. Sofort! Gerade zu Beginn war ich etwas kritisch, weil mir klar war, dass der Schwerpunkt auf dem Thema Sex liegen würde. Doch schon nach den ersten Seiten wusste ich, dass es auch dieses Buch wieder in sich hat.

Die Gefühlswucht, die die Autorin auslösen kann ist einfach unglaublich. Ich frage mich nach wie vor wie jemand einen so unglaublich schönen Schreibstil haben und gleichzeitig so unheimlich viel Gefühl mit in die Geschichte einfließen lassen kann. Colleen Hoover ist einfach meine Göttin der Liebesgeschichten. Und es gibt immer etwas in ihren Geschichten, das einen überrascht.

Tatsächlich hat man hier mehrere Protagonisten, wobei das Hauptaugenmerk auf Tate und Miles liegt. Der Schwerpunkt ist dabei auf Tates Gefühlswelt gelegt und ich konnte mich auch wirklich dauerhaft mit ihr identifizieren. Ehrlich gesagt hätte ich wohl nicht besonders anders gehandelt als sie, auch wenn ich ihr immer mal wieder sagen wollte, dass sie es lassen sollte, weil sie sich sonst nur selbst kaputt macht. Doch wie ist das? - Genau. Man identifiziert sich mit ihr und versteht es einfach.

Tate ist mir auch gerade durch ihre Gefühle sehr sympathisch gewesen. Sie wusste immer genau was sie will und was sie fühlt und es bestand nie ein Zweifel daran, weil man total mit ihr mitgefiebert hat und dementsprechend gleichzeitig feststellen musste, dass die Gefühle einfach da sind.

Bei Miles war das Ganze etwas schwieriger. Obwohl man auch aus seiner Sicht liest fällt es einem schwer, sich in ihn hineinzuversetzen. Zu Beginn liest man nur was vor sechs Jahren passiert ist, um zu verstehen, wie er zu dem Menschen geworden ist, der er letztendlich ist. Immer wieder hat er Tate zurückgestoßen und sie verletzt und wo bei ihr ganz eindeutig war welche Gefühle sie gerade durchlebt war er einfach... verschlossen und das genaue Gegenteil. Eben kein offenes Buch. Teilweise habe ich ihn wirklich hassen müssen und dann wieder Verständnis für ihn aufgebracht.

Ich habe diesen Kontrast von Miles und Tate total geliebt und die Art wie die Autorin den Leser langsam an Miles heranführt und den Leser verstehen lässt wieso er sich derart verschließt war unglaublich intensiv und hat einen immer zum Weiterlesen veranlasst. Mit diesen Charakteren durchlebt man alle möglichen Gefühle. Ob Wut, Trauer, Glück oder Liebe. Alles.

Auch die Nebencharaktere waren unfassbar gut! Gerade Corbin als fürsorglicher Bruder von Tate hat mir gut gefallen. Auch Ian mochte ich sehr gern und natürlich darf auch Cap nicht ungenannt bleiben, der anfangs unwichtig erscheint, dann aber eine wichtige Rolle einnnimmt. Sie alle runden die Geschichte ab. Sie machen es perfekt. Und Rachel darf keinesfalls fehlen, denn sie bildet den Kern der Geschichte. Sie bildet die Vergangenheit von Miles, von der man unbedingt alles erfahren will. Jedes hässliche Detail. Es war großartig!
Natürlich waren das nicht alle Charaktere, aber definitiv die wichtigsten und ich würde euch gern so viel mehr erzählen, doch das würde euch nur den eigenen Lesespaß nehmen. Man muss dieses Buch wirklich in Ruhe lesen, es fühlen und die Details in sich aufnehmen. Erst dann wird es ein unglaublich intensives und besonderes Leseerlebnis.

Fazit:
Ihr seht, dass auch dieses Buch der Autorin mich wieder voll und ganz von sich überzeugen konnte! Die Charaktere waren klasse und das gilt für Neben- und Hauptcharaktere. Gerade Tate und Miles konnten überzeugen und bilden zusammen ein unschlagbares Team, was man vorerst immer wieder anzweifelt. Selbst Rachel musste man einfach mögen, obwohl ich immer wieder versucht habe es nicht zu tun. Solange man nicht weiß, wie Miles Vergangenheit aussieht kann man eben kein Urteil fällen und so kam es dazu, dass ich im Grunde genommen wirklich alle Charaktere mochte. Mit Tate konnte ich mich vollkommen identifizieren, in Miles habe ich mich geradezu verliebt, obwohl ich ihn immer mal wieder für sein Verhalten hassen musste. Letztendlich gibt seine Vergangenheit dem Buch das gewisse Etwas und durch Tate wird die Story perfektioniert. Die Geschichte konnte mich überzeugen und hat mich alle möglichen Gefühle durchleben lassen, sodass ich nach dem Lesen völlig zerstört aber auch wahnsinnig glücklich zurückgelassen wurde. Danke Colleen für einen weiteren unvergesslichen Liebesroman, der einem Glück, Hindernisse, Glück, weitere Hindernisse und ganz viel Liebe schenkt! Natürlich gibt es 5 Leseschmetterlinge für dieses wahnsinnig intensive Buch :)

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

götter, herzzerreißend, luna, mondgöttin, sonnengott

Mit dir unter den Sternen: Eine Divinitas-Novelle

Asuka Lionera
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 29.06.2016
ISBN 9781535002158
Genre: Fantasy

Rezension:

Es ist soweit und endlich konnte ich die Vorgeschichte zu Divinitas und Falkenmädchen lesen! Nachdem mich die anderen beiden Bücher so überzeugen konnten durfte natürlich auch dieses Buch nicht fehlen. Und allgemein habe ich mir vorgenommen, kein Buch der Autorin zu verpassen, da ich bisher all ihre Bücher geliebt habe. Erwartungsgemäß verhielt es sich auch diesmal so.
Als Hauptprotagonisten haben wir diesmal Luna und Sol, die Mondgöttin und den Sonnengott, die beide dafür sorgen, dass der Tagesrhythmus auf der Erde bestehen bleibt. Man merkt schnell, dass sie Bedürfnisse haben, die normale Götter nicht haben sollten. Sie empfinden etwas füreinander und sind nicht nur darauf fixiert ihre Arbeit zu verrichten. Das hat es gleich zu Beginn spannend gemacht.
Luna habe ich erst als eine Frau empfunden, das die normalen Probleme durchmacht, wenn es um die Liebe geht, man merkt allerdings schnell, dass dem nicht wirklich so ist und dass hier definitiv etwas anderes im Vordergrund steht. Für mich war diese Unsicherheit hinsichtlich der Gefühle total spannend, da sie normalerweise ja gar keine haben dürfte und sie trotzdem da sind. Ihre Gefühlswelt hat Luna sehr sympathisch gemacht und ich konnte sie so gut wie immer verstehen.
Bei Sol war das Ganze etwas schwieriger, da man ihn nicht immer verstanden hat. Gerade zu Beginn war er sich selbst nicht sicher was er eigentlich will und hatte Schwierigkeiten zu verstehen was überhaupt vor sich geht. Doch auch das fand ich unheimlich sympathisch, denn so konnte man sich viel besser in all das hineinversetzen. Zusammen haben die Charaktere einfach das große Ganze ergeben und auch Sol konnte mich mehr als nur überzeugen.
Beide Charaktere haben unglaublichen Biss, denn sie geben nicht auf wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben und schützen was sie lieben. Wo anfangs erst einmal Unsicherheit herrscht was die Gefühle des anderen angeht wird schnell klar, dass es weitaus größere Probleme geben wird, sollten tatsächlich Gefühle da sein. Denn obwohl man die Erdenmutter Gaia und den Himmelsvater Caelum erst gar nicht direkt kennenlernt, haben sie allein durch die Beschreibungen unserer Protagonisten wirklich Autorität und wirken schnell einschüchternd.
Neben diesen Charakteren werden noch ein paar andere Götter genannt, die allerdings eher nebensächlich sind und so lernt man stattdessen auch Erdenbewohner, wie Aelia und Miron kennen, die ich ebenfalls ins Herz schließen konnte. Von Miron hätte ich mir vielleicht noch etwas mehr gewünscht, doch Aelia war sehr überzeugend und konnte auch von sich selbst erzählen :)
Natürlich möchte ich euch jetzt nicht spoilern und deshalb verrate ich auch nicht was genau passieren wird, allerdings hat mich die Story wirklich fesseln können und ich fand es einfach unglaublich schön eine Kurzgeschichte zur Vorgeschichte der anderen Bücher zu haben. Die neuen Charaktere begleitet man gern und nach dieser Story ergeben einige Dinge mehr Sinn. Gleichzeitig fand ich die Liebesgeschichte sehr gelungen und sie hat mich nicht einmal traurig zurückgelassen. Zusammen haben die drei Bücher nun wirklich alles und es gibt keine Fragen mehr.

Fazit: Auch Luna und Sol konnten mich mit ihrer Geschichte voll und ganz überzeugen! Ich liebe die Bücher rund um die Geschichte von Divinitas und dass ich nun endlich weiß wie die Vorgeschichte genau aussieht und wie es im Prinzip zu all dem gekommen ist, rundet das Ganze ab! Alles zusammen betrachtet ist einfach einmalig und alle Bücher konnten mich berühren. So auch diese Kurzgeschichte. Sol ist ein Mann, in den man sich schnell verliebt und das nicht nur wegen seiner einzigartigen Augen. Er hat Verstand, kämpft für die Liebe und hatte einfach das gewisse Etwas. Außerdem ist er der perfekte Beweis dafür, dass man nicht erst die Idiotenseite raushängen lassen muss, um einem Mädchen zu gefallen. Luna ist einem ebenfalls direkt sympathisch und zusammen ergeben sie ein unglaubliches Team. Gerade die Liebesgeschichte zwischen ihnen ist wahnsinnig schön und gleichzeitig so traurig. Dass sie so viel Leid hingenommen haben hat mich erst etwas gestört, dann konnte ich allerdings auch das hinnehmen. Es wird sicher auch den ein oder anderen geben den das Ende ärgern wird, doch mich konnte das Ganze voll und ganz überzeugen und ich liebe es einfach! Ein weiteres Element gegen Ende hat mich außerdem sehr an Dornröschen erinnert, was mir wirklich gut gefallen hat. Wieder einmal eine Story, die sich lohnt und definitiv ein Must-Read für Fans der Reihe ist ;) Von mir gibt es 4,5 Leseschmetterlinge!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

jaromir konecny, slam, slampoetry, vorurteile, jugendbuch

Herz Slam

Jaromir Konecny
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.09.2015
ISBN 9783473401314
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da ich selbst ebenfalls gern Poetry Slam - Texte schreibe und das Thema an sich einfach total interessant finde! Der Einstieg in das Buch ist mir leider nicht so leicht gefallen, da es anfangs eher wie leichte Lektüre wirkte, die nicht wirklich die Message rüberbringen kann, die sie soll. Das hat sich dann aber geändert :)
Als Hauptprotagonistin haben wir Lea, die gerade zu Beginn des Buches sehr unsicher ist und immer im Schatten ihrer Freundin Sofie zu stehen scheint. Sie sind vollgepumpt mit Vorurteilen gegenüber Hauptschülern und so kommt es zu eigenartigen Gedanken und Handlungen, die man als Leser oft mit unterschiedlichsten Stimmungen verfolgt. Ich hatte oft Schwierigkeiten mich in die beiden hineinzuversetzen, allerdings ist mir immer wieder aufgefallen, wie viele Vorurteile in der eigenen Gedankenwelt stecken.
Sofie fand ich noch eine Ecke schlimmer als Lea, denn von ihr kam der Einfluss, durch den sich Lea nicht einmal getraut hat auch nur daran zu denken etwas mit einem Hauptschüler zu unternehmen, geschweigedenn anzufangen. Das war irgendwie total traurig und hat mich immer wieder wütend gemacht, denn viele Handlungen von Lea gingen darauf zurück. Umso spannender war die Entwicklung der beiden, denn gegen Ende des Buches sieht das Ganze komplett anders aus. 
Besonders interessant macht dieses Buch natürlich der Workshop, durch den sich die verschiedensten Jugendlichen näher kennen- und sogar lieben lernen und durch den ermöglicht wird die Personen als Personen zu betrachten und eben nicht nur als Haupt- und Realschüler oder Gymnasiasten. Die Gedichte und Texte, die hier vorgestellt werden sind einfach total entspannend und haben immer zur Story beigetragen und das hat das Ganze auch so interessant gemacht.
Neben den Texten und Vorurteilen wird aber noch ein weiteres Thema angesprochen: die Liebe. Man lernt hier wirklich unterschiedlichste Charaktere kennen und das ist nicht nur auf die Schule bezogen. Ob es nun der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit durch Sprache oder Klamotten ist oder auch die Art sich zu geben. Wo Lea sehr ruhig und schüchtern, ja, geradezu unsicher ist, sind andere Charaktere besonders selbstbewusst und ausdrucksstark. Wieder andere senden durch ihre Art einen Hilferuf aus. Der Autor hat wirklich darauf geachtet das in Szene zu setzen.
Ich habe die Charaktere größtenteils wirklich lieb gewonnen, gerade Linus mochte ich sehr, weil er derjenige war, der immer an das Gute geglaubt hat und sich nicht hat kleinkriegen lassen. Er wirkte als hätte er als Einziger keine Vorurteile. Besonders lustig und wichtig waren auch Bruce oder Jenny, sowie Diva und Julia. Neben Linus war mir Julia tatsächlich auch mit am sympathischsten, wobei mir Sofie zum Beispiel größtenteils eingebildet und zu selbstsicher vorkam. Und doch haben sich alle entwickelt.

Fazit:
Wo das Buch mich anfangs nicht ganz überzeugen konnte und es für mich eher schleppend und mit mehr Unterhaltungswert als Message voranging, wurde es mit der Zeit immer ausdrucksstärker und lebendiger. Sobald der Workshop anfing ging es bergauf und man lernt alle Charaktere für sich kennen. Mit Lea als Protagonistin war es nicht immer ganz leicht, denn auch sie trägt viele Vorurteile mit sich herum, die sie nie ganz ablegt. Erst durch die Liebe zu einer anderen Person kann sie sich dazu aufraffen ihre negative Einstellung abzulegen und gegen Ende sogar ganz zu besiegen. Diese Entwicklung ist definitiv ein großer Pluspunkt, trotzdem hat es mich oft gestört immer diese Gedanken im Weg haben zu müssen. Die Liebesgeschichte war eine schöne Nebensache, die großen Unterhaltungswert hatte und ebenfalls mit Poesie bestückt war. Das hat mir sehr gut gefallen, denn die Texte haben auch gezeigt, dass man sich als Person näher kommen kann und so den wahren Kern eines Menschen entdeckt, wenn man nur richtig hinschaut. Es gab lustige, traurige und emotional schöne Stellen und so war eigentlich alles dabei! Von mir gibt es diesmal 4 Leseschmetterlinge :)

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(486)

956 Bibliotheken, 21 Leser, 3 Gruppen, 65 Rezensionen

liebe, frankreich, gemälde, kunst, krieg

Ein Bild von dir

Jojo Moyes , Karolina Fell , ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.01.2015
ISBN 9783499269721
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieses Buch hat viel zu lange auf meinem SuB gelegen und als ich es nun erneut auf meine Leseliste gepackt habe, musste es so schnell es geht gelesen werden. Ich bereue keinen Satz, kein einziges Wort aus diesem Buch.

Auch diesmal haben wir es, ähnlich wie bei Eine handvoll Worte, wieder mit zwei Protagonistinnen zu tun, deren Geschichten in unterschiedlichen Zeiten spielen. Zuerst einmal wäre da Sophie, die 1916 das erste Mal zu Wort kommt und den Hunger, die Gewalt und die Umstände beschreibt, die durch die Besetzung Frankreichs durch Deutschland aufkommen. Neben ihr lernt man später die zweite Protagonistin, Liv, kennen, die ihre Geschichte im Jahr 2006 erzählt. Der Klappentext zeigt es sehr schön, es sind wirklich zwei Paare, die durch ein Jahrhundert getrennt und durch ein Gemälde miteinander verbunden sind.

Ähnlich wie im oben genannten Buch hat man es auch hier wieder mit einer Verbindung der beiden Protagonistinnen zu tun, was ich bei Jojo Moyes nach wie vor gelungen finde. Ich frage mich wirklich wie sie es schafft, den Leser in der Form mit zwei so verschiedenen und doch zusammenhängenden Geschichten zu fesseln. Der Schreibstil der Autorin und ihre Art Geschichten zu erzählen beeindruckt mich einfach.

Als ich Sophie eine Weile begleitet habe, hatte ich das Gefühl als würde ich selbst Hunger leiden. Es war, als wäre man mitten im Geschehen drin, als würden die Bomben direkt neben einem einschlagen und es wäre nicht bloß eine Geschichte. Ich konnte ihre Emotionen immer so gut nachvollziehen und ihre Liebe zu Édouard war einfach das Kostbarste was man sich vorstellen konnte. Diese Beziehung und die Worte, das Gemälde von ihr, das für mich auch ihre Liebe wiederspiegelt, waren der Anker an dem man sich mit ihr gemeinsam festklammern wollte.

Mit der Zeit erfährt man einfach unglaublich viel aus ihrem Leben und fühlt wirklich mit. Sie macht eine enorme Entwicklung durch und kämpft für die Menschen um sie herum, für die Gerechtigkeit. Ich habe sie als sehr stark empfunden und mit ihr die Menschen gehasst, die ihr Unrecht getan haben und die geliebt, die sie als Familie angesehen hat. Immer wieder kamen Wendungen, die so unfair waren und es wirkte einfach so... echt. Als würde wirklich jemand seine Geschichte erzählen.

Natürlich fiel es mir dadurch sehr schwer, mich auf eine weitere Protagonistin einzulassen und Sophie für einige Kapitel loszulassen. Doch auch mit Liv entwickelt sich eine unglaublich spannende Geschichte, die stark mit der von Sophie zusammenhängt. Je weiter man liest umso stärker fühlt man sich mit beiden verbunden und erkennt, wodurch ihre Schicksale und Geschichten miteinander verwoben sind. Ich habe es geliebt.

Liv ist ebenfalls eine sehr starke Frau und steht Sophie in nichts nach. Sie kämpft für das was sie will und tut alles, um ihre Erinnerungen aufleben zu lassen. Wo sie zu Beginn noch sehr an ihrem verstorbenen Mann David hängt und ihn nicht loslassen will, ist sie zum Ende hin endlich wieder verliebt, lebendig und vor allem glücklich. Durch sie lernt man außerdem auch mehr über Sophie und so werden letztendlich beide Handlungsstränge zusammen- und zu einem Ende geführt.

Natürlich sind die Nebencharaktere genauso stark ausgearbeitet, wie die Protagonistinnen. So sind Paul und Édouard besonders präsente und wichtige Charaktere, die die Geschichte um so vieles reicher machen. Natürlich dürfen Sophies Édith, Hélène, Jean, Mimi und Aurélien, sowie die Gemeinschaft ebenfalls nicht fehlen. Auch unbequemere Charaktere, wie die Militärkräfte, der Kommandant und auch Janey waren unheimlich wichtig. Und Livs Nebencharaktere, wie ihr Vater, Fran, Mo, Greg und Jake darf man natürlich auch nicht vergessen. Ihr seht, sie sind allesamt wichtig und ich habe noch so viele ausgelassen. Es ist einfach perfekt gemacht und man gewinnt die meisten davon wirklich lieb.

Ich kann euch nicht viel mehr dazu sagen, denn ansonsten würde ich euch spoilern, aber die Geschichte hat sich so gelohnt. Sie hat mir einiges gegeben und es ist erstaunlich, wie ein Leben, ein Gemälde, ein anderes Leben so stark beeinflussen und verbessern kann. Und die Moral von der Geschicht? - Gemälde geben viel, Geld nicht.


Fazit:
Wahrscheinlich ist spätestens jetzt jedem aufgefallen, dass ich auch dieses Buch der Autorin wieder einmal abgöttisch liebe. Vom Aufbau hat es mich sehr stark an Eine handvoll Worte erinnert, denn auch dort wird der Leser in zwei verschiedene Zeiten mit unterschiedlichen Charakteren geworfen, deren Geschichten mit jeder Seite näher aufeinander zugehen. Es war unglaublich emotional, spannend, traurig und erfüllend. Man hat das Gefühl mit einer anderen Einstellung aus dem Buch zu gehen und ich denke ich werde ein Gemälde nun ganz anders sehen, denn wer weiß welche Art von Geschichte sich dahinter verbirgt? Liv und Sophie sind Protagonistinnen, die sich durchsetzen können und stark bleiben, selbst wenn es richtig brenzlig wird. Sie stehen für das ein, was sie lieben und das bewundere ich sehr. Alle Charaktere hatten eine Tiefe, die man selten findet. Es war eine Achterbahn der Gefühle und die 500 Seiten haben sich fix lesen lassen, sodass das Buch sich so gut wie gar nicht weglegen ließ und ich dringend wissen musste, wie es nun weitergeht und welches Schicksal am Ende der Straße auf die beiden wartet. Mit dem Ende bin ich sehr zufrieden und muss die Autorin wieder einmal loben! Es gibt einfach keine Kritikpunkte und ich wünsche mir wirklich mehr solcher Bücher. Die Tatsache, dass all das ein Gemälde ausgelöst hat, ist schon ziemlich witzig - aber auch unglaublich beeindruckend. Deshalb kann es nur 5 Leseschmetterlinge und die Extraauszeichnung geben.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(152)

295 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

dystopie, terrorismus, vertrauen, terroristen, gedächtnis

Zersplittert

Teri Terry , Marion Hertle , Petra Knese
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 10.12.2015
ISBN 9783733500399
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem mich Band 1 so beeindrucken konnte, wollte ich so schnell es geht Band 2 lesen. Nun ist es leider schon etwa ein Jahr her, dass ich Band 1 gelesen habe, da ich auf die Taschenbuchversion warten wollte. Und natürlich finde ich die Dystopie weiterhin toll!
Kyla war mir diesmal nach wie vor sympathisch, allerdings kommen diesmal immer mehr Erinnerungen von der Zeit vor ihrem Slating zurück und sie braucht eine Weile um zu verstehen, wer sie eigentlich ist. Mit der Zeit kam sie mir teilweise immer naiver vor, gerade in Bezug auf Nico, dem ich so schnell nicht vertraut hätte. Doch auch sonst hat sie sich oft etwas komisch verhalten und ich konnte es nicht immer ganz nachvollziehen. 
Andererseits gab es natürlich auch vieles, das ich komplett nachvollziehen konnte und wo ich wirklich das Gefühl hatte mich voll und ganz mit ihr identifizieren zu können. Darüber hinaus ist sie gegen Ende des Buches unglaublich tapfer und hat meiner Meinung nach endlich die richtige Richtung gefunden.
Die Nebencharaktere waren diesmal wieder besonders ausdrucksstark, gerade Nico, Dr. Lysander, Tori, Kylas Mutter und Vater, sowie Amy, Jazz, Aiden, Cam und auch Katran stechen diesmal hervor. Doch man lernt auch Kylas eigentliche Identitäten besser kennen und es war schon ziemlich spannend all das zu verfolgen und zu überlegen wem man wohl trauen kann. Vermisst habe ich diesmal vor allem Ben, der zwar vorkam, aber nicht so intensiv behandelt wurde, wie ich es mir gewünscht hätte.
Die Lorder und die Widerstandsbewegung Free UK spielen natürlich auch diesmal wieder eine tragende Rolle. Alles hängt mit einem von beiden zusammen und scheint immer wieder zu Kyla zu führen. Je weiter man liest umso öfter wird man in die Irre geführt und dann wiederum tun sich neue Wege und Erkenntnisse auf, die vieles verändern. 
Die Story ist dementsprechend weiterhin super und ich bin einfach wahnsinnig gespannt was nun alles ans Licht kommen wird, wenn ich den dritten Band lese. Ich war teilweise so gebannt, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen und dann wiederum gab es leider auch langatmige Stellen, doch letztendlich hat die Reihe wirklich Potenzial und ich hoffe sehr, dass Kylas Entwicklung nun in die positive Richtung weiterlaufen wird.

Fazit:
Auch der zweite Band der Reihe konnte mich überzeugen und ich bin nach wie vor neugierig auf die Auflösung. Leider gab es diesmal auch einige Schwächen, so zum Beispiel Kylas sehr naives und dementsprechend auch nerviges Verhalten, gerade in Bezug auf Nico. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass mich die Story nicht dauerhaft packen konnte, was sicher auch mit Kylas Entwicklung zusammenhängt. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit Ben, mit dem ich gern wieder mehr Zeit verbracht hätte. Trotz dieser Punkte gab es aber auch wirklich spannende Aspekte, wie zum Beispiel den Kampf zwischen Lordern und Free UK. Immer wieder habe ich mich gefragt, wem man nun trauen kann und ob es wirklich richtig sein kann das Gedächtnis eines Menschen zu löschen und ihn dann an andere Eltern zu geben. Es gab so viele spannende Punkte und neue Erkenntnisse, dass ich sehr gespannt bin, was die Autorin noch daraus machen wird. Gerade die Nebencharaktere werden diesmal in Szene gesetzt und man erfährt unglaublich viel von ihren und natürlich auch Kylas Geschichten. Und auch Kyla macht einiges durch, erfährt immer mehr über andere und sich selbst und weiß letztendlich gar nicht wer sie eigentlich ist. Umso zufriedener bin ich mit dem Cliffhanger ;) Ich vergebe deshalb 4 Leseschmetterlinge für einen relativ 'typischen' zweiten Band.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(380)

824 Bibliotheken, 33 Leser, 1 Gruppe, 173 Rezensionen

liebe, raumschiff, these broken stars, amie kaufman, jugendbuch

These Broken Stars - Lilac und Tarver

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.05.2016
ISBN 9783551583574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon bevor das Buch erschienen ist hat es mich neugierig gemacht und mich immer wieder überlegen lassen, worum es wohl gehen könnte. Als es dann erschienen ist und alle begonnen haben darüber zu reden, musste ich es mir einfach kaufen und sofort anfangen :) Tatsächlich hat es mich aus meiner Leseflaute befreit. Wo ich aber zu Beginn dachte, dass es ein absolutes Jahreshighlight wird, hat es dann leider etwas nachgelassen.
Lilac und Tarver kommen in dem Buch beide zu Wort und so hat man den Vorteil, beide kennenzulernen und vor allem beide Verhaltensweisen durch die Gedankenwelten nachvollziehen zu können. Gerade bei Lilac ist das meiner Meinung nach sehr wichtig gewesen, denn nur so konnte man ihr oft arrogantes und regelrecht fieses Auftreten nachvollziehen.
Mit der Zeit habe ich beide Hauptprotagonisten lieben gelernt und gerade weil die beiden so unterschiedlich sind hat es Spaß gemacht, sie zu verfolgen und ihre Beziehung aufblühen zu sehen. Besonders schön fand ich auch, dass die beiden nicht sofort eine Liebesbeziehung hatten, sondern sich das Ganze nach und nach entwickelt hat. Obwohl man von Anfang an wusste, dass von beiden ein Interesse ausgeht war es doch schön, dass es dieses natürliche kennen- und lieben lernen gab :)
Neben den beiden Protagonisten lernt man zu Beginn auch noch weitere Charaktere kennen, die aber im Laufe des Buches keine große Rolle mehr spielen. Komischerweise hat mir das überhaupt nichts ausgemacht und ich habe die Zweisamkeit wirklich als positiv empfunden. Alle Charaktere sind meiner Meinung nach sehr gelungen und gerade der Vater von Lilac, sowie die Wesen auf dem Planeten, auf dem Lilac und Tarver landen, waren sehr ausdrucksstark. 
Mehr werde ich euch an dieser Stelle auch nicht zu dem Planeten sagen, denn den müsst ihr gemeinsam mit Lilac und Tarver erkunden ;) Ich kann euch nur sagen, dass ich gerade vom Anfang des Buches sehr begeistert war. Das Leben auf der Icarus hat mich so stark an Titanic erinnert und obwohl all das im Weltraum spielt hatte es einen starken Wiedererkennungswert. Gleichzeitig fand ich es aber auch komplett anders und völlig neu und die Idee hinter diesem Buch ist einfach top!
Sobald es dann auf den Planeten geht ändert sich die komplette Stimmung und ich hätte auch nicht gedacht, dass die beiden dort das ganze Buch über bleiben würden. Der Anfang war für mich, bis etwa zur Seite 150, der stärkste Teil des Buches und dort konnte ich das Buch auch wirklich nicht aus der Hand legen. Doch der Planet hat zwar erst noch neugierig gemacht, dann war er aber nicht mehr ganz so spannend und das fand ich etwas schade.
Mit der Zeit lernt man einiges besser kennen und der Fokus liegt wieder auf Lilac und Tarver. Die beiden machen während ihrer Zeit dort eine unglaubliche Entwicklung durch, die gerade Lilac anzusehen ist. Hinterher ist sie ein komplett neuer Mensch und ich werde da jetzt einfach mal nichts weiter zu sagen, denn diese Veränderung findet auf mehreren Ebenen statt. Es gibt Traumata und auch wahre Überlebenskämpfe, die ganz anders kamen, als ich es vor dem Lesen erwartet hätte. Trotz allem konnte es mich sehr überzeugen und wirkte bis zum Ende echt.
Einzig und allein eine Wendung, die gegen Ende mit Lilac eintritt fand ich nicht besonders gut gelöst. Das hätte man wirklich bleiben lassen können, auch wenn es ein Effekt war, der einiges klarer machen sollte. Für mich war diese Wendung nichts, obwohl ich sonst total auf sowas stehe. 

Fazit:
Das Buch hat einfach das gewisse Etwas. Ich habe vor dem Lesen mit einer komplett anderen Geschichte gerechnet und hätte auch nicht gedacht, dass so gut wie die ganze Story auf einem Planeten spielt, trotzdem muss ich sagen, dass ich positiv überrascht bin. Es war mal etwas komplett anderes, konnte mich mitreißen, berühren und fesseln. Immer wieder musste ich schmunzeln und durch die unterschiedlichen Perspektiven von Lilac und Tarver wurde das gezeigte Verhalten der beiden einfach deutlicher und vor allem verständlicher. Gerade bei Lilac war das nötig, denn ohne ihre Gedanken hätte man ihr Verhalten nicht verstanden und sie einfach als zickig, arrogant und verwöhnt abgestempelt. Ich bin wirklich beeindruckt, vor allem von den beiden Protagonisten als Team. Besonders positiv anzumerken ist natürlich auch, dass die beiden sich wirklich Zeit lassen und sich lange kennenlernen, bevor sie merken, dass sie nicht mehr ohne den anderen leben können. Zusammen erleben die beiden so viel, dass es einem vorkommt, als wäre man dabei gewesen und ich fand es fast durchweg spannend. Nur ab und an gab es eine Wendung, die ich nicht ganz gelungen fand und das besonders in Bezug auf die Wendung Lilacs gegen Ende. Keine Sorge, die beiden Charaktere machen eine tolle Entwicklung durch, aber ihr werdet es verstehen, wenn ihr es lest ;) Ich kann nun guten Gewissens 4,5 Leseschmetterlinge geben und gebe nur Abzug für einige Wendungen gegen Ende. Das Ende an sich ist aber in sich abgeschlossen und sehr gelungen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

134 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

falkenmädchen, falke, elfen, divinitas, spannend

Falkenmädchen

Asuka Lionera
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 14.07.2016
ISBN 9783959912228
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf dieses Buch war ich nach Divinitas so wahnsinnig gespannt. Im Prinzip ist dies die Vorgeschichte zu der Geschichte von Divinitas, ich würde aber sagen, dass man sie gut getrennt lesen kann und vielleicht sogar mit diesem Buch anfangen sollte, wenn man mit Vorwissen an Divinitas gehen will.
Diesmal geht es um Miranda, aus deren Sicht ich nach Divinitas unbedingt lesen wollte! Schon zu Beginn des Buches fiel es mir leicht mich in sie hineinzuversetzen und ich hätte nie gedacht, dass ihre Verhältnisse einmal so waren, wie sie dargestellt werden. Gerade zu Beginn tat sie mir ständig leid, weil sie immer wieder ausgeschlossen wurde und immer nur zusehen konnte, statt einzugreifen. Doch je weiter sich die Story entwickelt, umso mehr entwickelte sich auch Miranda und das fand ich absolut beeindruckend!
Dieses Buch ist keinesfalls mit Divinitas oder anderen Büchern zu vergleichen, die eher die Happy End-Stimmung besitzen. Damit sollte man hier auch nicht rechnen. Das ganze Buch ist düster eingestellt und selbst wenn das nicht jedermanns Sache ist und auch ich mich nur selten mit einer derartigen Wandlung anfreunden kann, fand ich es hier absolut angebracht und stimmig. Für mich kann es mittlerweile gar keine andere Lösung mehr geben.
Die Story habe ich somit auch schon beschrieben. Düster. Definitiv nicht glücklich. Es gibt immer wieder schöne Momente, aber in diesem Buch lernt man vor allem die Vorgeschichte kennen und die besteht nun mal aus dem Krieg der Elfen gegen die Menschen. Abgesehen davon gibt es einige schöne und unschöne Teile in der Geschichte, ob Liebe, Hass, Zauber, Familienglück oder Krieg. Alles ist dabei.
Mit der Zeit lernt man neben Miranda und ihren Lebensumständen, beispielsweise dem Fluch, auch ihre Familie und neue Charaktere kennen. Ihre Familie war mir tatsächlich durchgängig unsympathisch. Obwohl sie so viele Geschwister hat, scheint sich keine für sie zu interessieren und das fand ich schade, aber auch dies unterstreicht ihre Umstände besonders gut. Gerade ihre Mutter empfand ich als kaltherzig und vollkommen grausam. Natürlich will ich euch an dieser Stelle nicht allzu viel verraten, aber ihr werdet verstehen was ich meine, wenn ihr es lest ;)
Alys kommt leider auch hier wieder vor. Sie gehört zu den Elfen und übt auf den ein oder anderen Charakter in der Geschichte eine wirklich schlechte Kraft aus. Ich habe sie mir immer wieder weggewünscht und gehofft, dass da noch etwas gemacht wird und sie ist leider auch mein kleiner Kritikpunkt. Irgendwie hatte ich da auf etwas besseres gehofft, mehr Widerstand von Seiten Mirandas, denn mit dieser Lösung komme ich nach wie vor nicht richtig klar :/
Neben unangenehmen Charakteren lernt man allerdings auch besonders liebe und angenehme kennen. So treffen wir schnell auf Mirandas Vater, der mir schnell sympathisch wurde und wie das komplette Gegenteil ihrer Mutter wirkte. Er teilt ihren Fluch und so fühlt man sich wie Miranda einfach verbunden mit ihm. Die Autorin zeigt in dieser Beziehung einiges an Gefühlen, da hier tatsächlich alles rausgeholt wurde, was man nur rausholen konnte.
Ein weiterer Charakter ist natürlich Aeric, der Prinz. Man lernt ihn im Laufe des Buches kennen und meiner Meinung auch lieben. Gerade zu Beginn wirkt es feinfühlig, liebevoll, sympathisch und kämpferisch. Bei ihm stellt man allerdings ab etwa der Hälfte des Buches eine unangenehme Entwicklung und somit auch eine riesen Wendung für das Buch fest, die ich total traurig und schade fand. Doch auch hier beweist die Autorin, dass sie jede Art von Geschichte erzählen könnte und wir ihr trotzdem aus der Hand fressen.
Wer fehlt? - Genau! Vaan und seine Schwester. Die beiden mal näher kennenzulernen, bzw. die Beweggründe seiner Schwester erkennen zu können fand ich total toll und auch die Liebe, die Miranda ihren Kindern entgegenbringt war sehr gefühlvoll und schön gemacht. Die beiden haben einen tollen Abschluss und natürlich die Geschichte um Divinitas gestartet.

Fazit:
Ich liebe es wie die Geschichten rund um Divinitas und Falkenmädchen zusammenhängen und einfach alles stimmt. Ich habe kaum etwas auszusetzen und was ich schön finde ist vor allem, dass keine Logikfehler oder Lücken mehr da zu sein scheinen. Miranda ist so eine sympathische Protagonistin, dass ich mir für sie wirklich ein besonders perfektes Ende gewünscht hätte, aber genau das will die Autorin dem Leser nicht geben. Stattdessen bekommt man es hier mit einer sehr düsteren Story zu tun, die sicher der ein oder andere bemängeln wird. Ich hingegen fand es toll, mal etwas anderes zu lesen und auch diesen passenden Weg hin zu Divinitas kennenzulernen. Klar, es ist traurig und sehr emotional, aber das macht dieses Buch so besonders. Die Entwicklung der Charaktere ist gigantisch und wo Miranda sich immer positiver entwickelt, geht Aeric erst viele Schritte in die richtige Richtung und dann das 10-fache in die falsche. Diese Entwicklung ist vor allem Alys zuzuschreiben, weswegen ich auch nicht ganz zufrieden mit ihrer Wandlung bin. Trotzdem zählt die Spannung und die war durchweg da! Es gab tolle Charaktere, viele die man lieb gewinnt und eventuell sogar wieder verliert, viele die man hasst, viele die man nie vergessen wird. Von mir gibt es 4,5 Leseschmetterlinge :)

  (1)
Tags:  
 
237 Ergebnisse