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370 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

fae, fantasy, liebe, fluch, frühlingshof

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich wirklich gefreut, weil mich allein die Tatsache, dass es an Die Schöne und das Biest angelehnt sein soll, wahnsinnig neugierig gemacht hat. Jetzt weiß ich, dass es tatsächlich Züge dieser Geschichte hat, gleichzeitig aber auch ganz anders ist.

Besonders beeindruckt hat mich die starke und unabhängige Hauptprotagonistin Feyre, die ich mit der Zeit kennen und lieben gelernt habe. Sie ist definitiv anders als die Protagonistinnen, die ich normalerweise kennenlerne und sagt den Menschen und Fae in ihrem Leben gerne mal die Meinung.

Neben ihr lernt man bald auch Tamlin kennen, der ebenfalls eine sehr große Rolle innerhalb des Buches einnimmt und den ich persönlich absolut großartig fand! Er wird unheimlich detailliert von der Autorin dargestellt und gerade seine geheimnisvolle und magische Art macht ihn für den Leser und natürlich auch für Feyre besonders.

Das Reich der Fae ist an sich sehr besonders und auch so ganz anders, als ich es erwartet hätte. Wo die Menschenwelt verschiedene Jahreszeiten durchlebt und die Menschen versuchen müssen, sich irgendwie über Wasser zu halten, ist in dem Reich der Fae immerzu Frühling und sie scheinen an wenigen Dingen leiden zu müssen. Doch wie sagt man so schön? - Man muss immer hinter die Fassade blicken.

Feyre findet natürlich bald darauf heraus, dass etwas ganz und gar nicht stimmt und es kommen Gefühle ins Spiel, die mich immer wieder aufs Neue berühren konnten und die Geschichte für mich zu etwas ganz besonderem gemacht haben. Ich habe mich in die Art der Erzählung, die Details der magischen Elemente und die Geschichte selbst verliebt und bin überrascht, wie viele neue Fantasyelemente ich entdecken konnte.

Mit diesen Fantasyelementen meine ich nicht nur die Eigenschaften bestimmter Charaktere und ihre Art sich anderen gegenüber zu präsentieren, sondern auch die Vielfalt an Höfen, Personen, Wesen und Orten. Gerade die Wesen, die man antrifft wirken so besonders und neu, dass ich das Gefühl hatte eine völlig neu erschaffene Fantasywelt kennenzulernen. Es wurde alles so detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl hatte es wirklich zu sehen und wahrzunehmen und so konnte ich mich immer wieder in diese Welt fallen lassen.

Natürlich gibt es auch eine ganze Menge Nebencharaktere, die magische und charakteristische Aspekte mit einbringen konnten. So mochte ich Lucien unheimlich gern, auch wenn ich Startschwierigkeiten mit ihm hatte. Auch Alis habe ich sehr ins Herz geschlossen und selbst Rhysand, der mir so lange unsympathisch war, konnte mich am Ende noch einmal richtig neugierig auf sich machen.

Doch neben den guten und liebevollen Charakteren gab es auch die besonders grausamen, wie einen König, den wir noch nicht näher kennenlernen durften, der aber sicher noch einmal eine Rolle spielen wird. Hinzu kommt Amarantha, die für mich endlich mal wieder eine Figur war, die ich abgrundtief hasse und die durch ihre Taten unfassbare Spannung mit in die Geschichte bringt. Und auch der Attor, sowie die Gefolgschaft von Amarantha sollten nicht ungenannt werden.


Fazit: Spätestens jetzt sollte deutlich werden, dass ich diese Geschichte von vorne bis hinten, von oben bis unten und von Seite zu Seite mehr geliebt habe. Der Start konnte mich erst einmal nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte, doch dann wurde es immer spannender und das Reich der Fae hat mich dann völlig mitgerissen. Dieses Buch ist besonders und detailreich in einer Art und Weise, wie ich es länger nicht erlebt habe. Ich hatte das Gefühl die beschriebenen Orte, die neuen Wesen, die Höfe der High Fae und die Fae selbst zu sehen und wahrzunehmen. Die Gefühle, die transportiert werden sollten kamen absolut bei mir an und gerade die sich entwickelnde Liebe und Aufrichtigkeit der Hauptcharaktere konnte mich völlig überzeugen. Es war emotional, romantisch, grausam und spannend. Im Grunde genommen konnte dieses Buch bei mir alle möglichen Gefühlsregungen wecken und hat mit großartigen, tiefgründigen Charakteren punkten können, weil sie alle ihre Geschichte haben und so definitiv im Gedächtnis bleiben! Es kann einfach nur 5 Federn und die Extraauszeichnung von mir geben.

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150 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

vampire, fantasy, gabe, krimi, drachenmond verlag

Die Seelenspringerin

Sandra Florean
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.09.2016
ISBN 9783959911238
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich in das Buch reingelesen und dann auch noch das Glück auf ein Exemplar hatte, konnte ich es kaum erwarten mit dem Lesen anzufangen. Direkt zu Beginn fällt einem die düstere Stimmung auf, die das komplette Buch durchzieht und mit einer einzigartigen Protagonistin überzeugt.
Tess hat mir an sich wirklich gut gefallen. Sie ist sympathisch, allerdings auch sehr eigen und legt besondere Eigenarten an den Tag. So hat sie zwei Wohnungen, damit sie sich von ungebetenen Besuchern und somit vor allem von übernatürlichen Wesen fernhalten kann, die erst seit einiger Zeit die Welt besiedeln. Neben dieser Tatsache fühlt sie sich allerdings oft zu Vampiren hingezogen und besitzt selbst ebenfalls eine einzigartige Gabe, die sie lieber nicht hätte. Alles in allem ist sie wirklich eine Protagonistin der anderen Art, denn sie lässt sich außerdem ungern etwas gefallen.
Natürlich kommt es durch ihre Gabe oft zu Komplikationen, die sie lieber verhindern würde. Da Tess ihre Gabe aber nicht kontrollieren kann, so ungewollt für kurze Zeit in ein übernatürliches Wesen springt und dabei viele Gewalttaten sehen muss, entschließt sie sich eines Tages etwas dagegen zu unternehmen und entwickelt sich dabei enorm weiter.
Inwiefern diese Entwicklung stattfindet müsst ihr natürlich selbst lesen. Ich persönlich konnte mich keinesfalls immer mit ihr identifizieren und habe ihre Beweggründe auch nicht immer verstanden. Aber genau das hat es so spannend gemacht, denn tatsächlich bin ich Wesen begegnet, die ich so noch nie in anderen Büchern gesehen habe und auch dass sie sich beinahe alle negativ verhalten haben war mal etwas anderes. Genau das hat mich bei diesem Buch so unglaublich angezogen.
Wer allerdings nicht auf Gewalt in Büchern und einige, auch oft andersartige, Sexszenen steht, der sollte die Finger vermutlich lieber von diesem Buch lassen, denn es gefällt einem hier vieles nicht und ich war auch, wie gesagt, nicht immer einverstanden mit den Entscheidungen von Tess. Man gerät gemeinsam mit ihr in viele unangenehme Situationen und kann sie sich oft sehr bildlich vorstellen.
Durch diese sehr bildliche Art des Schreibens schafft die Autorin natürlich auch interessante und gruselige Nebencharaktere. So lernt man schnell den Vampir Ryan kennen, den ich erst überhaupt nicht mochte, dann mögen und schließlich wieder nicht-mögen gelernt habe. Bei der Werlöwin Gail ging es mir ähnlich, wobei ich sie im Verlauf des Buches immer lieber mochte und den Werhasen Geoffrey habe ich eigentlich sofort gemocht. 
Octavian ist ebenfalls ein sehr starker Charakter und auch ein sehr mächtiger Vampir, auf den ich für Band 2 sehr gespannt bin! Ähnlich geht es mir mit dem Magier Marcus, der gegen Ende noch einmal eine größere Rolle einnimmt. Beide bleiben als sehr mächtig in Erinnerungen und wo sie einen doch eher negativen Effekt hinterlassen, schafft Polizist Jim es, sich in unser Herz zu schleichen ;)

Fazit:
Alles in allem hat die Autorin wirklich ein Talent dafür eine gruselige, düstere und ganz andere Welt zu schaffen. Die Wesen, die sie erschafft werden nie zu viel, obwohl es einige verschiedene Arten gibt und die vielen Fälle und grausamen Bilder, die man gemeinsam mit Tess ertragen muss, haben das Buch für mich nur noch spannender gemacht. Zur Orientierung bringt die Autorin einen ganz besonders großen Fall mit ein, der den roten Faden bildet und mir ebenfalls gut gefallen hat. Ich bin dementsprechend super gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird, denn ich bin sicher, dass da noch weitere spannende und grausame Fälle warten, die durch die Fantasieaspekte noch mehr hervorstechen. Auch die Beziehungen, die Tess aufbaut bilden eine Art roten Faden und neben Enttäuschungen und Unverständnis, sowie Angst, gibt es auch Liebe, Freundschaft und ein Gefühl von Zufriedenheit. Einige Charaktere haben mich wirklich beeindruckt und ich bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht. Bei anderen weiß ich selbst, wieso Tess sich in Zukunft von ihnen fernhalten will. Wirklich einzigartig und anders, aber eben auch hart, wenn es um einige Szenen geht. Deshalb gibt es von mir 4,5 Federn!

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130 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

jugendbuch, rainer wekwerth, usa, arena, camp 2

Camp 21

Rainer Wekwerth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.01.2017
ISBN 9783401601779
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Buch auf Lovelybooks gewonnen habe, hat mich das unheimlich gefreut! Gerade der Klappentext hat mich angesprochen und klang vielversprechend und nach dem Lesen kann ich sagen, dass er das Buch gut beschreibt.

In der Geschichte lernt man eine Vielzahl an Charakteren kennen, die einem mal mehr mal weniger sympathisch sind. Besonders im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Mike, Kayla und Ricky, die im weiteren Verlauf eine sehr große Rolle einnehmen und die Protagonisten darstellen.

Kayla war mir an sich sehr sympathisch und ich konnte ihre Eltern leider bis zum Ende nicht verstehen. Ihre Beweggründe waren für mich nie nachvollziehbar und ich wäre in dem Fall eher stolz als enttäuscht gewesen. Im Laufe der Geschichte verändert sich Kayla enorm und wird stärker, liebevoller und eigensinniger. Anfangs mochte ich ihre Entwicklung nicht, die aber letztendlich seine Gründe hatte und gegen Ende hat sie dann einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

Mike spielt neben Kayla die wichtigste Rolle, da er sowohl mit Ricky als auch mit ihr bald in engem Kontakt steht und so mit beiden Protagonisten verbunden ist. Er wirkte grundsätzlich stark und vernünftig und hat sich dann ebenfalls enorm verändert. Im Camp wird er schwächer, nachdenklicher und ebenfalls liebevoll. Gegen Ende legt auch er noch einmal eine weitere Veränderung hin, wobei ich sagen muss, dass er sich wirklich gemacht hat.

Bei Ricky war noch einmal anders, da man ihn nur zu Beginn und gegen Ende kennenlernen kann. Mitten in der Geschichte taucht er nur noch selten auf, wobei ich dazu nicht noch mehr verraten möchte. Anfangs wirkt er sehr aggressiv und eigensinnig, dementsprechend auch ziemlich stur. Gegen Ende ist er eine völlig andere Person, wobei er einige Eigenarten beibehält.

Doch neben den Entwicklungen der Protagonisten haben mir auch die Nebencharaktere sehr gut gefallen und dem Buch noch viel mehr Schwung gegeben. So mochte ich Dr. Goodman sehr gern und er war damit auch so gut wie der einzige Nebencharakter, der mir sympathisch war. Ansonsten gab es noch Bowden, Dulken, einige andere Campsoldaten, sowie Maddy und Steve, die es unseren Hauptcharakteren dauerhaft schwer gemacht haben. Doch wie genau und wie lange? - Das müsst ihr selbst lesen ;)

Die Story hat mir an sich wirklich gut gefallen. Die Jugendlichen hatten alle ihre Geschichte und es war interessant zu sehen, welcher Charakter sich wie verhält und nach und nach aufzudecken, inwiefern es im Camp 21 zugeht und was man lieber lassen sollte. Gemeinsam mit den Charakteren deckt man nach und nach die Geheimnisse auf und weiß dann: Hier müssen wir weg!


Fazit:
Es gab Spannung, Lücken, die es aufzudecken galt und natürlich auch Beziehungskrisen. Leider hat es mir dabei oft an Tiefe gefehlt und ich hätte mir besonders bei einer bestimmten Beziehung wirklich eine längere Kennenlernphase gewünscht, da mir das dann doch zu schnell ging. Auch eine Frage bezüglich Ricky ist für mich offengeblieben und so fehlt mir hier das ein oder andere Detail. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Grundidee sehr gut finde und die Armbänder unheimlich gut beschrieben wurden. Auch die schmerzhaften Ereignisse und die grausame Wahrheit über das Camp hat mir gut gefallen, da der Autor sich dabei etwas gedacht und es eben auch durchdacht hat. Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich und haben sich so gut ergänzt, doch dort hat es mir nach wie vor etwas an Tiefe gefehlt. Teilweise konnte dies durch die spannenderen Elemente und kleine Verfolgungsjagden wett gemacht werden und so hatte man wirklich auch Spaß beim Aufdecken dieses Rätsels und beim Begleiten der Charaktere. Alles in allem kann ich gute 3,5 Federn vergeben :)

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1.164 Bibliotheken, 34 Leser, 2 Gruppen, 224 Rezensionen

dystopie, flawed, jugendbuch, cecelia ahern, fehlerhaft

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch hat wahnsinnig viel versprochen und als ich mit dem Lesen begonnen habe wusste ich, dass es gut werden würde. Obwohl ich schon vor dem Lesen viel Gutes gehört habe hat das meine Meinung nicht schlechter werden lassen.

Celestine wird einem als Hauptprotagonistin schnell sympathisch und ich konnte mich in vielen Momenten mit ihr identifizieren und sie verstehen. Sie selbst empfindet sich - gerade zu Beginn - als perfekt und ist deshalb auch geschockt, dass sie sich bald darauf fehlerhaft verhält und ihr gesamtes System und somit ihre Vorstellung von Richtig und Falsch ins wanken bringt.

Über sie als Protagonistin fällt es einem leicht in das System hineinzufinden und schnell zu erkennen, dass das System alles andere als perfekt und die Menschen ebenso unperfekt sind. Ein Satz, der mir dazu besonders im Kopf geblieben ist wäre, dass man nur perfekt sein kann, wenn man unperfekt ist und durch die eigenen Fehler dazulernt. So zeigt einem dieses Buch schnell, dass Fehler wichtig sind und diese Vorstellung einer Welt absolut falsch. Umso leichter fällt es dem Leser auch sich einzufinden und es ebenso ungerecht zu finden wie Celestine.

Da sie zu Beginn noch sehr überzeugt von den Regeln ist und die Fehlerhaften nicht bemerkt, bzw. sie aufgrund ihrer - durchaus menschlichen und oft richtigen - 'Taten' ausblendet, bis jemand aus ihrem unmittelbaren Umfeld betroffen ist, bei dem sie keine richtige Schuld erkennen kann, entwickelt sie nach und nach ein neues Bild. Dieses Bild ist für uns eigentlich normal und beinhaltet vor allem Mitgefühl und soziales Verhalten. Sobald Celestine dieses aber zeigt, gilt auch sie als Fehlerhaft und ab da wird es so richtig spannend.

Ich weiß nicht, wie ich es euch erklären soll, denn die Vorstellung eines solchen Systems von 'Gerechtigkeit' ist einfach grausam und unmenschlich und man merkt schnell, dass die Menschen, die sich für perfekt halten alles andere als das sind. Doch wenn man wirklich überzeugt davon ist kann es wirklich so aussehen und ich finde, dass die Autorin das hier großartig rüberbringen konnte und mich damit auch gänzlich gepackt hat. Abgesehen davon vermittelt die Geschichte eine Botschaft, die ich absolut unterschreiben kann, denn Fehler sind wichtig und machen uns stärker.

Auch die Charaktere überzeugen mich voll und ganz und gerade die, die negativen Einfluss ausüben und während des Buches immer schlimmer werden, sollten genannt werden. So habe ich Mary May und Bosco Crevan gehasst, vor allem da die beiden ganz oben stehen, wenn es um diese Art Regierung und die Bestrafungen geht. Doch auch Logan ist nicht unschuldig und hat einen starken negativen Eindruck zurückgelassen.

Allein wenn ich an die Brandmarkung zurückdenke und daran, wie genial die Autorin es beschreiben konnte, muss ich schmunzeln. Es war grausam, ernst und spannend und man konnte den Blick nicht abwenden, selbst wenn man es gewollt hätte.

Neben diesen Charakteren gab es aber auch viele, die mir gut gefallen haben und die ich teilweise sogar großartig fand! So ist mein Lieblingscharakter definitiv Carrick, der mich auch ohne Worte überzeugen konnte und einfach einen Eindruck zurücklässt, den man nicht so schnell vergisst. Auch Celestines Familie, insbesondere ihre Eltern und Juniper finde ich toll dargestellt und auch sie bekommen eine große Rolle. Tina, Pia, Art, Alpha, Colleen und einige andere stehen mal gut mal schlecht dar und doch wirken auch sie sehr menschlich.


Fazit:
Die Story konnte mich einfach überzeugen und allein die Idee, sowie die Mitteilung ist große klasse! Ich bin begeistert und möchte ganz schnell weiterlesen, denn natürlich endet das Buch mit einem kleinen Cliffhanger ;) Celestine ist für mich eine Protagonistin, die sich wirklich entwickelt und obwohl sie zu Beginn noch ganz nach dem System denkt, verändert sich ihre Sicht auf die Dinge und sie entwickelt sich weiter, was erneut zeigt, dass Fehler wichtig sind und einen stärken und bilden. Man stellt das System als Leser gemeinsam mit ihr infrage und stellt sich den Prüfungen und Bestrafungen. Es ist teilweise wirklich grausam, wie diese Menschen denken und was mit Fehlerhaften passiert. Die Regeln sind nicht nachvollziehbar und gerade darin erkennt man, dass dort nichts perfekt ist. Mit den Charakteren stellt man auch eigene Dinge infrage und so lernt man durch dieses Buch womöglich noch etwas dazu. Ich für meinen Teil bin begeistert und habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen! Mich konnte alles überzeugen: Die Charaktere, der Kampf der Regierung gegen die Fehlerhaften und natürlich die Story! Deshalb gebe ich diesmal 5 Federn und die Extraauszeichnung!

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

auswahl, hörbuch, märche, wettbewerb

Märchenhaft erwählt

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 28.08.2015
ISBN 9783734759826
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin lange um dieses Buch herumgeschlichen, bevor ich es dann bekommen habe und lesen konnte. Da ich Märchen liebe, bin ich davon ausgegangen, dass diese Trilogie mir auch gefallen wird und so ist es auch.
Man erfährt hier alles aus der Sicht mehrerer Charaktere, wobei vor allem die Gedanken von Prinz Lean und die der Schwestern Heera und Medea im Vordergrund stehen. Da die Schwestern in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sind und auch die anderen Erwählten nicht den Verhältnissen der Königsfamilie entsprechen, bilden sie einen Kontrast zum Prinzen, der aber trotzdem durch innere Werte überzeugen kann.
Es gibt einige Charaktere, die man schnell lieb gewinnt. So mochte ich Heera sehr schnell, auch wenn es immer wieder Situationen gab, in denen ich ihr Verhalten nicht ganz nachvollziehen konnte. Mit der Zeit entwickelt auch sie sich weiter und wird zu einer starken Persönlichkeit. Mit Medea ging es mir anders, denn obwohl ich sie immer wieder mochte, hatte ich auch große Probleme mit ihr und ihrer Art. Mehr erfahrt ihr im Buch selbst :)
Dann gab es noch andere Mädchen, wobei mir besonders Erina im Kopf geblieben ist. Sie ist unheimlich schüchtern und hebt sich durch eine elfenhafte Art von den anderen ab. Ich mochte sie sofort und sie ist mir nach wie vor eine der Liebsten. Bei den anderen Mädchen hingegen hatte ich Probleme, sie auseinander zu halten oder zu mögen, denn sie wirkten eher eingebildet, wobei ich denke, dass auch das Absicht ist.
Natürlich kommen noch der König und die Königin und die einzelnen Familien der Mädchen, sowie Freunde des Prinzen dazu, auf die ich jetzt aber nicht weiter eingehe. Auch eine Hexe und andere Wesen kommen vor, die durch magische Elemente überzeugen konnten und man findet einfach schnell Gefallen an den Charakteren, weshalb auch das Verfolgen der Story leicht fällt.
Die Story hat mir sehr gut gefallen, denn sie hat mich immer wieder ein bisschen an Selection erinnert, eine Reihe, die ich wirklich gern mag. Natürlich ist es aber nochmal eine ganze Spur anders, denn sowohl die magischen Elemente, als auch die Prüfungen für die Mädchen unterscheiden die Geschichten stark voneinander. Auch die Art des Auftretens finde ich ganz anders und alles in allem findet man hier viele Elemente aus Märchen, die mal mehr mal weniger offensichtlich auftreten und die ich sehr geliebt habe.

Fazit: Mich konnte dieser erste Band bereits von sich überzeugen und ich bin nach diesem Ende nun so gespannt auf den zweiten! Heera und Prinz Lean sind mir unheimlich ans Herz gewachsen und auch bei einigen anderen Charakteren interessiert es mich, wie es mit ihnen weitergehen wird. Natürlich bin ich hier genauso gespannt auf die Entscheidung wie es bei Selection der Fall war, denn auch hier findet man ähnliche Elemente, die ich sehr liebe und die für mich unheimlich spannend sind. Doch das Besondere an der Geschichte sind vor allem die magischen Elemente, die in Form unterschiedlichster Märchen auftauchen und die mich wortwörtlich verzaubern konnte. Die Prüfungen für die Erwählten haben es noch spannender gemacht und auch die nachvollziehbaren Gefühle einiger Charaktere, sowie die Intrigen, die Magie und die Gut vs. Böse - Strategie hat mich überzeugen können. Da wird die Autorin sicher noch einiges zu bieten haben und ich bin gespannt, was sie für den zweiten Band gezaubert hat. Diesmal gibt es von mir 4,5 Federn, denn ich denke hier ist noch eine Steigerung möglich :) Das Ende lässt jedenfalls darauf schließen!

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275 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

engel, fantasy, angelfall, dystopie, raffe

Angelfall - Nacht ohne Morgen

Susan Ee , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453315204
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach all den positiven Rezensionen kann ich nun endlich meine eigene Meinung zu dem Buch verfassen. Und was soll ich sagen? - Ich kann mich dem Lob um diese Reihe nur anschließen!

Penryn ist die Hauptprotagonistin, aus deren Sicht wir lesen und die einem eigentlich von Anfang an sympathisch ist. Sie denkt nachvollziehbar und liebt ihre Familie, obwohl diese viele Probleme mit sich bringt. So ist ihre Schwester Paige an einen Rollstuhl gebunden und ihre Mutter fühlt sich von Dämonen verfolgt und hat immer wieder schwache Momente. Gerade dadurch wird Penryns Stärke verdeutlicht und im Laufe des Buches entwickelt sie sich immer weiter.

Natürlich muss sie auch einem Engel begegnen, der in diesem Fall Raffe ist. Obwohl er zu den Bösen gehört und sich nicht immer freundlich ausdrückt, muss ich sagen, dass ich ihn schnell ins Herz geschlossen habe und ihn nicht hassen konnte. Man merkt schnell, dass er anders ist, als die anderen Engel und dass mehr hinter alledem steckt.

Neben diesen Hauptcharakteren lernt man im weiteren Verlauf immer mehr kennen, die mal mehr mal weniger gut sind. Einige bleiben einem wirklich im Kopf, so konnte ich Obi und Dei-Dum nicht vergessen, was sich letztendlich noch einmal ausgezahlt hat. Man entdeckt mehr übernatürliche und grausame Wesen, aber auch die Widerstandsbewegung und die anderen Engel. Natürlich begegnet man auch anderen Menschen, doch auch diese müssen nicht immer nur nett sein, immerhin geht es ums Überleben.

Da gerade der Aspekt des Überlebens so deutlich herausgestellt wurde, hat das Buch eine Ernsthaftigkeit bekommen, die man so nicht erwartet hätte. Ich habe viele Momente im Kopf, die einfach hängen bleiben mussten und man merkt, dass es nicht mehr um die typische Nächstenliebe, sondern tatsächlich ums nackte Überleben geht. Die Menschen verlieren ihre Menschlichkeit und das ist etwas, was Penryn ebenso geschockt aufnimmt wie der Leser.

Die Story konnte mich wirklich fesseln und es gab gleich zwei Aspekte, die einen immer haben weiterlesen lassen. Einerseits ist da natürlich Paige, die man in Sicherheit wissen will. Andererseits gibt es Raffe, den flügellosen Engel, hinter dem auch viel mehr steckt. Das Ende des Buches hat dann beide Aspekte zusammengebracht und macht den Leser nahezu verrrückt, weil es so unvorhersehbar ist.

Natürlich endet das Ganze mit einem Cliffhanger und man muss einfach wissen wie es weitergeht. Eine Welt die von Engeln unterworfen wird, die noch dazu nicht gut sind, hat einfach so viel Potenzial. Und die Art wie die Autorin diese Idee umsetzt ist noch so viel genialer.


Fazit:
Ich liebe, liebe, liebe dieses Buch! Ob nun die Charaktere, das Setting oder die Story berücksichtigt werden: Es ist einfach alles top gestaltet und man kann gar nicht aufhören zu lesen! Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch und kann es nur jedem ans Herz lesen der gern dystopische und fantastische Elemente in Büchern vorfindet. Penryn ist eine so starke und ehrgeizige Protagonistin, die gerade wegen dieser Eigenschaft oftmals etwas einbüßen muss, dem Leser aber gerade deswegen so sympathisch erscheint. Diese düstere Welt wird von Misstrauen und dem Überlebensinstinkt beherrscht und so verhalten sich die Menschen auch der eigenen Art gegenüber nicht immer fair. Sie werden von den Engeln wie Tiere behandelt und auch dies ist ein sehr fesselnder Aspekt, der einen immer weiterlesen lässt. Auch durch Raffe treten neue Aspekte in den Vordergrund, die man weiter verfolgen möchte und natürlich kommen auch Gefühle ins Spiel, die ich ebenfalls als sehr überzeugend und stark empfunden habe. Insgesamt kann ich also nur 5 Federn und die Extraauszeichnung vergeben, denn ich habe mich in diese Geschichte verliebt und kann Band 2 kaum noch abwarten!

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213 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

fantasy, liebe, drachenmond verlag, magie, jade

Indigo und Jade

Britta Strauß
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 22.04.2016
ISBN 9783931989934
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich wahnsinnig gefreut! Als ich es dann bekommen habe, musste ich sofort anfangen zu lesen und letztendlich war es ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Das ändert allerdings nichts daran, dass es einfach nur magisch war.
Indigo lernt man direkt zu Beginn des Buches kennen, indem man mit ihm gemeinsam seine Vorgeschichte durchlebt und vor allem versteht. Als Atlanter ist er sehr mächtig, weshalb er sich eigentlich grundsätzlich vor den Menschen verschließt, um niemanden zu verletzen und sich selbst ebenso zu schützen. Die verschiedenen Zauber und magischen Wesen, die man durch ihn kennenlernt sind zusammen sehr komplex und nicht immer leicht zu erfassen, doch gerade das macht Indigo aus.
Ich fand es immer spannend ihm zu folgen und seine Beweggründe zu verstehen, sowie nachzuvollziehen wie anstrengend all das für ihn sein muss. Was genau ich meine erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest. Ich kann nur sagen, dass es unheimlichen Spaß macht die Charaktere zu verfolgen und diese unglaubliche magische Welt kennenzulernen, die mit jeder Seite beeindruckender wird.
Wirklich beeindruckend wurde es für mich vor allem, als Jade hinzukam. Sie hat unglaublich viel Lebensfreude, aber auch Angst, Verwirrung, Glück, Trauer, alle möglichen Empfindungen mit in die Geschichte gebracht, vor denen Indigo sich zu verschließen versucht. Sobald die beiden aufeinandertreffen wird es dementsprechend umso spannender und aufreibender und das war für mich auch der Punkt, an dem es immer besser wurde!
Beide Charaktere sind mir sympathisch und ich verstehe bei beiden die jeweiligen Beweggründe und Ängste. Wo Indigo sich distanziert und normal für seine Rolle als Atlanter verhält, ist Jade eben auch menschlich und repräsentiert dadurch das, was Indigo versucht zu verstehen. Ich mochte diesen Kontrast, der doch nie zu stark war und beide Welten unwiderruflich miteinander verbinden konnte. Und es wurde immer besser durch die unterschiedlichen Wesen, Welten, die magischen Dinge und die weise gewählten Worte von Seiten Indigos.
Zuerst kämpfen sowohl Indigo als auch Jade für sich, bzw. mit den Mitstreitern, die sie nun mal begleiten. Bei Indigo ist dies beispielsweise die einzigartige Opalfüchsin, bei Jade ihr Bruder. Später kommen immer mehr Charaktere hinzu, die man mal mehr, mal weniger lieb gewinnt. Diese sollte man unbedingt selbst kennenlernen, denn ob sie nun von Seiten Jade oder Indigo eingeführt werden, man lernt sie kennen und lieben und vor allem bringen sie Humor, Trauer und Spannung mit.
Die Story lässt keine Lücken, es gibt alles, was man sich wünschen kann! Magie, Spannung, aber auch ruhigere Momente, vorgeschichtliches Wissen, böse Mächte und Gefühle! Es fehlt an nichts und ich bin absolut hin und weg von dieser Welt. Zu Beginn fand ich es erst nicht ganz leicht allem zu folgen, doch es wurde immer besser und ab dem Einstieg mit Jade war ich dann voll dabei! 

Fazit:
In der Geschichte gibt es so viele Aufs und Abs! Die Charaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet und diese magische Welt unglaublich präzise und bildlich beschrieben. Ich habe mich trotz der gruseligen und zerstörerischen bösen Mächte verlieben können, denn die gute Magie ist immer wieder spürbar. Daher freue ich mich auf mehr Zeit mit den Charakteren und den Kampf gegen Scylla und den Jasmah-Isdar! Gerade das Ende des ersten Bandes lässt Fragen offen und den Leser mit einem Cliffhanger zurück. Umso gespannter bin ich nun auf die Fortsetzung und viele weitere magische Orte, Wesen und Momente zwischen den Charakteren :) Die Autorin hat einen sehr besonderen Schreibstil, der den Leser fesseln und entführen kann und ich bin sicher, dass der zweite Teil noch eine ganze Menge zu bieten hat! Insgesamt gibt es diesmal 5 Federn von mir, denn Indigo und Jade konnten mich durch Gefühle, unterschiedlichste Mächte und vor allem ein ganz besonderes Abenteuer überzeugen!

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688 Bibliotheken, 5 Leser, 7 Gruppen, 121 Rezensionen

hexen, magie, liebe, cate, bruderschaft

Töchter des Mondes - Cate

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 363 Seiten
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.08.2012
ISBN 9783863960247
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So lange bin ich um diese Reihe herumgeschlichen und dann habe ich sie mir endlich gekauft! Nach diesem ersten Band kann ich den zweiten kaum erwarten!
Cate ist die Hauptprotagonistin und es dem Leser leicht, ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen. Immer wieder ist mir aufgefallen, dass sie nur das Beste für ihre Schwestern will und sich verpflichtet fühlt, weil sie der verstorbenen Mutter ein Versprechen gegeben hat. Neben diesem muss sie aber noch weitere Erwartungen erfüllen, denn die Bruderschaft übt Druck auf die Mädchen aus und so hat Cate immer das Gefühl, kämpfen zu müssen. 
Die Bruderschaft nimmt in diesem Buch allgemein einen sehr großen Teilbereich ein. Sie sind Teil der Kirche und glauben, dass Frauen nicht das Recht haben sollten zu lernen und Hexen einzig und allein Böses anrichten können. Durch sie werden Frauen verhaftet, die oftmals keine Hexen sind und man findet heraus, dass sie eigentlich die Frauen der Prophezeiung suchen.
Ab der Prophezeiung wird es richtig spannend, denn Cate bekommt so noch mehr Druck: durch das Versprechen an ihre Mutter, die Bruderschaft, ihre damit verbundene Entscheidung - ob sie heiraten oder der Schwesternschaft beitreten wird - und die Schwesternschaft selbst. Bald weiß sie nicht mehr, wie sie die Magie ihrer Schwestern und von sich selbst verstecken soll und es kommt immer wieder zu Vorfällen, die auch den Leser ängstlich machen.
Ich selbst habe wirklich mit Cate mitgefiebert. Gerade was die Entscheidung der Heirat anging, denn diese wird - gerade zu Beginn - besonders in den Fokus gerückt. Paul mochte ich erst ganz gern, doch dann wurde er für mich etwas zu aufdringlich und ich mochte auch seine spätere Wortwahl nicht. Bei Finn war das etwas ganz anderes und ich bin sehr gespannt wie es nun mit den beiden weitergehen wird.
Sobald dann immer mehr Magie auftaucht, rücken auch Maura und Tess mehr in den Fokus und die beiden wachsen einem mal mehr mal weniger ans Herz. Ich habe Cates Entscheidungen und Ängste wirklich nachvollziehen können und fand vor allem das Ende des Buches sehr stark. Leider denke ich aber, dass es mit einer der Schwestern noch eine Menge Probleme geben wird.
Allgemein sind die Charaktere also sehr stark und ich habe die Angestellten, Finn, Mrs. Belastra, Maura, Tess, Sachi und Rory lieb gewonnen. Andere Charaktere, wie Elena, die Bruderschaft oder weitere Mitglieder der Schwesternschaft waren mir dauerhaft unsympathisch und ich denke, dass es auch in den Folgebänden zu Problemen kommen wird.

Fazit:
Das Buch war von den Ereignissen gesehen doch ruhiger als erwartet, was der Spannung aber nichts abtut. Ich mochte die eher ruhige Art der Geschichte und hatte auch kein Problem damit, dass der Fokus - gerade zu Beginn - eher auf der bevorstehenden Entscheidung Cates lag. Sie kämpft mit sich selbst und das wurde hier auch sehr gut hervorgebracht. Ob sie nun heiratet und ihre Schwestern somit wahrscheinlich zurücklassen muss, oder der Schwesternschaft beitretet und die Möglichkeit hat, mit ihnen zusammenzubleiben. Immer wieder kommt das Versprechen an die verstorbene Mutter mit ins Spiel und natürlich kommen nach und nach noch mehr Faktoren dazu, die Cate am Ende eine Entscheidung treffen lassen. Man merkt, dass sie selbstlos ist und sich mehr Gedanken um die Personen macht, die sie liebt, als um sich selbst. Auch was die Magie angeht verhält sie sich so und möchte alle schützen, was die Probleme dennoch nicht verhindert. Man erfährt hier eine gute Mischung aus Magie, Vorurteilen, der Frauenrolle in der damaligen Zeit und Entscheidungen. Mir hat all das sehr gut gefallen, weshalb es auch 4,5 Federn gibt :)

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341 Bibliotheken, 2 Leser, 7 Gruppen, 32 Rezensionen

thriller, mord, wulf dorn, psychiatrie, entführung

Kalte Stille

Wulf Dorn
Flexibler Einband: 445 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.03.2012
ISBN 9783453434035
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch habe ich von einer Freundin geliehen bekommen und war wirklich sehr neugierig auf die Geschichte. Da ich mittlerweile wahnsinnig gerne Thriller lese und mich auch gern mal verwirren lasse, war dieses Buch eigentlich perfekt.
Jan ist ein sympathischer Protagonist, der in seinem Leben schon eine ganze Menge gesehen hat und viele schlimme Momente erleben musste. Mit der Zeit wird einem als Leser immer klarer vor Augen geführt, dass er gar keine Chance hat ein normales Leben zu führen und die damaligen Ereignisse zu vergessen. Umso spannender wird die Reise mit ihm, die allerdings erneut viel Tod und viele Rätsel mit sich bringt.
Die Nebencharaktere waren wirklich gut ausgearbeitet und obwohl ich Schwierigkeiten mit den Namen hatte, weil es doch recht viele waren und ich oft nicht wusste wer nun was gemacht hat, muss ich sagen, dass ich die einzelnen Geschichten sehr spannend fand und es schön zu sehen war, wie am Ende alles zusammenkam.
Besonders sympathisch ist einem eigentlich nur Jan, doch zweifeln tut man eigentlich an allen Charakteren mal. Zumindest ging es mir damit so. Gerade Carla kam mir erst sehr vernünftig vor, doch mit der Zeit zweifelt man selbst an ihr. Ebenso ging es mir mit Marenburg und Dr. Rauh. Im Grunde genommen habe ich an allen einmal gezweifelt, bis auf die Person, die es dann auch wirklich war.
Die Story war an sich sehr spannend gestaltet, leider gab es für mich aber immer wieder gewisse Längen, die mich etwas gestört haben. Einzelne Tatsachen hätten für mich wegbleiben können, doch natürlich sollte es dadurch spannender gemacht werden. Der Fokus liegt für den Leser natürlich auf Jans Situation, da man hauptsächlich aus seiner Sicht liest. Dementsprechend war es auch mir selbst wichtig herauszufinden, was denn mit Sven passiert ist und ich bin froh, eine Antwort erhalten zu haben.
Neben Jan hat man aber auch noch andere Protagonisten, im Grund genommen erfährt man über jeden Charakter etwas und kann somit viele Handlungen nachvollziehen. Am meisten verbunden gefühlt habe ich mich allerdings mit Jan und muss sagen, dass mich seine Geschichte auch am meisten mitgenommen hat. Letztendlich hängt aber alles zusammen und es war interessant dem nach und nach auf die Schliche zu kommen.
Fazit:
Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und es war spannend, die Geschichten der einzelnen Charaktere nach und nach aufzudecken und verstehen zu lernen. Was mich etwas gestört hat waren die Längen, die gar nicht hätten sein müssen und es hat mich tatsächlich auch etwas gestört, dass ich an so gut wie jeder Person einmal gezweifelt habe. An sich ist das natürlich etwas, das ein Buch nur noch besser macht, doch mir war so kaum jemand sympathisch und ich konnte mich nur mit Jan wirklich identifizieren, was ich etwas schade fand. Die Story an sich ist sehr gut durchdacht und mir hat gerade die Auflösung auch unglaublich gut gefallen. Was Sven angeht hätte ich tatsächlich noch mehr erwartet und bin da schon fast enttäuscht zurückgelassen worden, insgesamt wurde aber alles aufgelöst und es sind keine Fragen offen geblieben, was ich persönlich immer ziemlich wichtig finde. An sich ist es eine spannende Geschichte, mit vielen wirklich schlimmen Situationen und grausamen Geschichten, die mich nur nicht dauerhaft fesseln konnte. Von mir gibt es daher 3,5 Federn :)

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871 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 112 Rezensionen

mondprinzessin, mond, liebe, ava reed, fantasy

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich mein zweites Buch von Ava Reed zu Weihnachten bekommen habe war ich wirklich gespannt, wie es mir gefallen würde. Es gab die unterschiedlichsten Meinungen zu dem Buch und nun kann ich mir endlich meine eigene bilden :)
Lynn ist in meinen Augen eine wirklich sympathische und mutige Protagonistin, die versucht sich allem zu stellen und trotz allem Angst hat. Sie hat sich in meinen Augen absolut menschlich verhalten und eben auch menschliche Gefühle durchgemacht, obwohl sie scheinbar nicht menschlich ist und sich alles für sie verändert. Für mich haben ihre Reaktionen und ihr Mut sie nahezu perfekt gemacht.
Auch die Nebencharaktere empfand ich als interessant und obwohl ich gerade über den König und die Königin gern mehr erfahren hätte und zu ihnen auch eine noch engere Bindung hätte herrschen können, muss ich sagen, dass ich gerade die Momente in denen der Fokus auf ihnen lag, sehr mochte.
Neben den beiden lernt man aber noch weitere Charaktere kennen, die man kennen und lieben oder auch hassen lernt. So habe ich einen Teil der Prinzen, die vorkommen überhaupt nicht leiden können. Für mich gab es bloß einen Prinzen, der wirklich dauerhaft sympathisch war und die Situation hat mich teilweise wirklich an Selection erinnert, wobei es dennoch ganz anders war und einfach Spaß gemacht hat! 
Neben ihnen lernt man auch die Königsfamilien und vereinzelt einige Mondkrieger kennen, wobei es natürlich auch jemanden gibt, der für die damalige Entführung verantwortlich ist. Bloß wer? - Die Auflösung hat mich wirklich überrascht und war dann sogar nochmal richtig spannend!
Tia und Iza habe ich als unglaublich witzig und freundlich empfunden. Doch auch Juri konnte mein Herz erobern und man verliebt sich einfach in die Charaktere und die Idee der Autorin. Gerade die Idee ist es auch, die mich einfach nicht loslässt. 
Das Buch ist wirklich nicht dick und man hätte hier so viel rausholen können. Man merkt, dass die Autorin eine großartige Weltenkonstellation erschaffen hat und da macht es mich wirklich fertig, dass es ein Einzelband mit so wenig Seiten ist. Ich hätte hier wirklich gern mehr gelesen, noch mehr Details und mehr Zeit mit den Charakteren gehabt. Es ging mir diesmal echt zu schnell und ich wünschte, dass diese großartigen Ideen - insbesondere in Bezug auf die Planeten und die Gaben - umfangreicher umgesetzt worden wären. 
Fazit:
Hier hätte man tatsächlich eine gigantische Reihe zaubern können und trotzdem war ich erst froh, dass es ja ein Einzelband ist. Das Ende hat mich jetzt völlig zerstört und mit tausenden von Tränen zurückgelassen und ich bin mir auch sicher, dass sich nicht jeder damit anfreunden kann. Ich selbst finde es einerseits passend, andererseits aber auch unpassend und ich bin wirklich traurig, dass es schon vorbei ist, denn diesmal konnte die Autorin mich wirklich mit ihrer Story fesseln! Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn sie vereinzelt noch etwas mehr Tiefe hätten bekommen können. Doch auch die Idee der Planeten und der unterschiedlichen Gaben, der Begleiter, sowie die Beziehung zwischen Erde und Mond allgemein ist einfach großartig und genau deshalb finde ich es so schade, dass dieses Buch nicht noch mehr Umfang hat! Hier hätte ich gern noch viel mehr Lesezeit investiert, weshalb ich hoffe, dass die Autorin Geschichten wie diese in Zukunft noch detaillierter macht. Die Liebesgeschichte ist nicht zu sehr in den Mittelpunkt gerückt, obwohl sie mit der Zeit an Wichtigkeit gewinnt und mich auch überzeugen konnte. Insgesamt gibt es deshalb 4,5 Federn von mir!

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584 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

jugendbuch, thriller, jennifer rush, hide, liebe

Hide

Jennifer Rush , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.03.2014
ISBN 9783785575178
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Den zweiten Band habe ich mir direkt gekauft, als ich den ersten beendet hatte. Leider musste er wieder etwas warten, aber jetzt wo ich auch diesen gelesen habe muss ich sagen, dass diese Reihe einfach unglaublich gut ist!
Anna bleibt als Protagonistin genauso sympathisch wie im ersten Band und sammelt diesmal noch viel mehr Erinnerungen zu sich und Dani, aber auch zu den Jungs, als zu Beginn der Reihe. Sie trifft oft nachvollziehbare Entscheidungen und hinterfragt die Dinge erst dann, wenn es angebracht ist und auch wenn ich selbst manchmal schneller oder langsamer reagiert hätte finde ich es gut, dass sie sich so menschlich und unsicher verhält.
Bei den Jungs - also Sam, Nick und Cas - ist es schon etwas kontrollierter, weil sie wissen was sie wollen und wie sie sich zu verteidigen haben. Auch Anna hat eine Menge dazugelernt und zusammen ergeben sie einfach ein tolles Team, das kaum zu schlagen ist. Trotzdem merkt man, dass die Jungs noch geheimnisvoller sind und doch irgendwo eine Verbindung zwischen den Vieren besteht, die noch nicht aufgedeckt wurde. Genau diese Verbindung ist es auch, die einen immer weiter lesen lässt.
Im Laufe des Buches lernt man neben den Agenten Riley und Connor noch weitere Charaktere und auch Agenten kennen, mit denen man teilweise nie gerechnet hätte. Über eine Person war ich persönlich besonders geschockt und habe diese Denkweise auch nicht wirklich nachvollziehen können, trotzdem war es wieder gut durchdacht und eben auch großartig geschrieben! 
Gerade die ständige Flucht unserer Charaktere und der starke Zusammenhalt macht die Geschichte aus und man merkt, wie die Beziehungen immer weiter wachsen und nicht mehr weg zu denken sind. Ich kann mir nun nicht mehr vorstellen, Anna ohne die Jungs zu erleben und dementsprechend verhalten sich die Vier auch, denn keiner von ihnen möchte die anderen verlieren. 
Besonders spannend fand ich wieder einmal die Kampfszenen und auch die unterschiedlichen Entführungen, Erinnerungen und Taten. Diese Reihe lebt durch ein ständiges Hin und Her an guten und schlechten Situationen und man weiß einfach nie, ob man nun doch noch jemanden verliert. Umso besser hat mir das Ende gefallen, auf das im Grunde genommen alles zugeht und letztendlich kann ich nur sagen, dass ich mich unglaublich in jeden einzelnen Charakter verliebt habe.

Fazit:
Für mich ist diese Reihe etwas ganz besonderes und ich habe die Geschichte der Charaktere unglaublich gern mit verfolgt. Ob nun Sam, Cas oder Nick, die Jungs sind allesamt großartig mit all ihren Macken und Fähigkeiten. Obwohl die Geschichte auch eine Menge Gewalt und eine Vielfalt an Gefühlen bereithält muss ich sagen, dass gerade das die Bücher ausmacht und man eben alles hat, was ein gutes Buch braucht. Die allgegenwärtige Flucht von Anna und den Jungs wird zum Normalzustand und die Suche nach Erinnerungen rückt diesmal noch viel weiter in den Vordergrund. Anna macht eine Menge Fehler und entscheidet sich nicht immer für die richtigen Entscheidungen, doch so ist auch der menschliche Aspekt vertreten und die Beziehung, die sie zu den Jungs hat ist nach wie vor nicht zu übersehen. Gerade diese Verbindung hat mich auch immer weiterlesen lassen, weil ich sie besonders berührend fand und mir klar war, dass noch mehr dahinterstecken musste. Deshalb und für das tolle Ende gibt es nun 4,5 Federn!

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196 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 61 Rezensionen

the cage, megan shepherd, science fiction, weltall, entführt

The Cage - Entführt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.08.2016
ISBN 9783453268937
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Auf dieses Buch war ich wirklich super gespannt! Nach all den positiven Meinungen und Vergleichen mit anderen wirklich guten Büchern wurden meine Erwartungen definitiv hochgeschraubt und deshalb war ich nicht ganz so geflasht, wie alle anderen.

Als Hauptprotagonistin kann man vor allem Cora bezeichnen, weil sie in diesem Buch schnell in den Fokus rückt und so eine noch größere Rolle spielt, als die anderen Protagonisten. Durch ihre mit der Zeit völlig andere Sichtweise auf die neuen Umstände wird sie schnell zur Außenseiterin in ihrer Gruppe und versucht selbst, einen Weg aus dem Chaos herauszufinden. Für mich war sie definitiv der sympathischste Charakter, weil sie einfach an ihrem Ziel festhält und sich meiner Meinung nach auch entwickelt.

Natürlich möchte ich euch an dieser Stelle nicht spoilern, ich fand es aber wirklich interessant, wie unterschiedlich die Protagonisten sich verhalten haben und auf welches Ende es letztendlich hinausläuft. Wo ich bei Cora das Gefühl hatte, dass sie versucht alles zu retten, hatte ich bei den anderen das Gefühl, dass sie sich zurückentwickeln und nichts mehr wahrnehmen. Teilweise habe ich wirklich Hass empfunden, weil sie so naiv und starrköpfig waren.

Besonders negativ aufgefallen ist mit Nok, die zu Beginn als zerbrechliches Mädchen auftritt und dann so ganz anders wird. Mich hat diese Entwicklung wirklich überrascht und auch schockiert, denn ich finde nicht, dass man sein Verhalten auf die Art rechtfertigen kann, wie sie es tut. Ebenso ging es mit mit Ralf und teilweise auch mit Lucky, denn beide versuchen, das System nicht anzuzweifeln und so hatte ich das Gefühl, dass sie die Probleme einfach ausblenden.

Leon war für mich ein Protagonist, der leider nicht so oft vertreten war, den ich aber trotzdem unheimlich interessant fand und bei dem ich auch glaube, dass er in den nächsten beiden Bänden noch mehr von Relevanz sein wird. Mali fand ich super spannend, sie war so ganz anders als die anderen und hat mir durch ihr sonderbares Verhalten besonders gut gefallen.

Natürlich muss ich auch Cassian noch nennen, von dem ich im Nachhinein immer noch nicht weiß, was ich von ihm halten soll. Ist er nun gut oder schlecht? Ist er ehrlich oder nicht? Mag er Cora oder ist er einfach nur anders? Ich bin unglaublich gespannt, wie es in Bezug auf die beiden weitergehen wird und auch in anderer Hinsicht bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung, denn die Umstände gegen Ende sind so ganz anders als zu Beginn und teilweise waren mir viele Charaktere wieder um einiges sympathischer.

Die Story kann ich an sich nur als gut befinden, allerdings hat mir teilweise wirklich Spannung gefehlt. Es fing gut und interessant an, man wollte wissen, wie es weitergeht und was noch passiert, vor allem natürlich, was es mit dem sonderbaren Umfeld auf sich hat. Auch die Täuschungen und die neuen Lebensformen waren unheimlich interessant. Je näher man der Wahrheit und dem tatsächlichen Leben dort gekommen ist, desto besser wurde es und deshalb denke ich auch, dass mich Band 2 wesentlich mehr beeindrucken wird.

Die verschiedenen Lebensformen und Kulturen, die genannt wurden - insbesondere natürlich die Kindred - haben mich mit am meisten in dem Buch gehalten und ich fand diese Entwicklung nicht nur überraschend, sondern auch mal so ganz anders. Ich möchte jetzt wirklich nicht ins Detail gehen, kann euch aber sagen, dass es sich lohnt diese Charaktere kennenzulernen. Einfach weil sie einzigartig sind.


Fazit:
An sich hat mir das Buch gut gefallen und es gab auch spannende Elemente, die mich festhalten konnten, trotzdem muss ich sagen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Wahrscheinlich liegt das an den vielen positiven Rückmeldungen, ich persönlich empfand es teilweise auch als langatmig und wiederholend. Cora hat sich oft ähnlich verhalten, auch wenn es letztendlich immer auf andere Ergebnisse hinausläuft. Trotzdem wollte man weiterlesen und allein wegen der neuen Lebensformen, bzw. Kulturen - besonders der Kindred - wissen, wie es weitergeht. Cassian hat mich nachhaltig beschäftigt und ich finde dass er jemand ist, der einfach undurchschaubar wirkt und mich persönlich am meisten beeindruckt hat. Neben ihm mochte ich auch Cora sehr gern und bei allen Protagonisten und Nebencharakteren konnte man Nachwirkungen und Verhaltensweisen der Isolation beobachten. Es war spannend zu sehen, wie sich einige Charaktere in brenzligen Situationen verhalten würden und obwohl mir die meisten unsympathisch geworden sind, muss ich sagen, dass das Ende nochmal einiges wieder gut und vor allem spannend gemacht hat. Ich freue mich auf Band 2 und vergebe 4 Federn :)

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432 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

spiegelsplitter, magie, fantasy, spiegel, ava reed

Spiegelsplitter (Die Spiegel-Saga 1)

Ava Reed
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.10.2015
ISBN 9783551300447
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich habe ich es geschafft, dieses Buch zu lesen :) Die ganze Zeit über wollte auch ich etwas von Ava Reed kennenlernen und nun war Spiegelsplitter mein erstes Buch von ihr!

Caitlin ist eine sympathische Protagonistin, die mir an sich gut gefallen hat. Sie lebt relativ einfach, wenn man von einigen Umständen absieht und arbeitet in einer Buchhandlung. Durch ihre Besonderheit mit den Spiegeln ist man automatisch interessiert an ihrer Geschichte und so hatte ich auch Spaß daran herauszufinden, wer sie ist und was es damit auf sich hat. 
Es gab aber auch Dinge, die mich ab und an gestört haben, zum Beispiel, dass sie sich ziemlich schnell auf einen Jungen einlässt und den Leuten auch schnell Vertrauen schenkt. Darüber hinaus hatte ich das Gefühl, dass sie ständig bewusstlos oder am Schlafen war, wobei sich das gegen Ende auch gebessert hat.
Neben ihr lernt man auch Finn als Protagonisten kennen und man erlebt jedes Kapitel aus beiden Sichten. Da Finn mir an sich ebenfalls sympathisch war, fand ich das nicht weiter schlimm und es gab auch oft interessante Details, die man sonst nie erfahren hätte. Trotzdem muss ich sagen, dass es auf Dauer etwas langatmig war und ich mir das etwas anders gewünscht hätte. 
Abgesehen davon hat es mich auch hier gestört, wie schnell er von Cat gefangen genommen wird, andererseits hatte die Beziehung zwischen den beiden auch etwas sehr besonderes, das man später nach und nach aufdeckt. Seine Fähigkeiten sind natürlich sehr besonders und waren definitiv spannend, zumal er durch sie eine Art Heldenrolle einnehmen konnte.
Die Nebencharaktere haben mir hier sehr gut gefallen, gerade Kohana und Raphael, sowie Erin fand ich interessant. Doch auch Lorcan, Myra und Aidan haben mir wahnsinnig gut gefallen und man hat gemerkt, wie sie praktisch alle eine große Familie bilden! Die Nähe der Charaktere zueinander war somit ein großer Pluspunkt für mich.
Besonders interessant ist allerdings die Story, denn hier hatte ich tatsächlich eine ganze Menge erwartet. Die Auflösung rund um die Spiegel hat mir sehr gut gefallen und auch Scáthàn war unglaublich gut ausgearbeitet und konnte mich von sich überzeugen. Selbst die Auflösung um Cats Mutter war absolut gelungen und ich hätte nicht mit etwas so Großem gerechnet, weshalb es definitiv den richtigen Effekt erzielt hat!
Ansonsten muss ich aber sagen, dass es mich etwas gestört hat, dass die Verbindung von Cat und Finn so in den Vordergrund gerückt ist und es doch recht schnell ging. Obwohl es einen Grund dafür gibt, finde ich, dass man dem Ganzen mehr Zeit hätte geben können, also nicht direkt so stark wiegt. Anders kann ich es nicht beschreiben, ansonsten hat mir die Verbindung aber auch gut gefallen.

Fazit:
An sich hat mir das Buch wirklich gut gefallen, denn die Idee dahinter ist einfach großartig und auch Cats Familie konnte mich für sich gewinnen. Es ist einfach interessant, was hinter ihrer Herkunft steckt und inwiefern Caitlin davon beeinflusst wird. Dementsprechend verhält es sich auch mit den Nebencharakteren ähnlich. Sie waren mir fast alle sofort sympathisch und auch die Idee mit den Spiegeln konnte mich voll und ganz für sich gewinnen. Durch den Schreibstil kam ich schnell voran und doch muss ich sagen, dass er mir ab und an etwas zu kindlich gestaltet war. Ich kann nicht genau erklären wieso, aber hunterprozentig war es noch nicht meins. Ähnlich verhält es sich mit der Verbindung zwischen Caitlin und Finn, die ich an sich wahnsinnig gut durchdacht finde, andererseits aber denke, dass es etwas zu schnell ging und sie kaum Zeit hatten, sich wirklich kennenzulernen. Da hilft auch das Drum Herum nicht viel und es war auf Dauer auch etwas langatmig, alles aus beiden Sichten zu erleben. Die Story hat allerdings noch einiges rausgehauen, denn ich denke, dass die Autorin da wirklich tolle Ideen reinstecken konnte. Die Charaktere habe ich lieb gewonnen und auch Scáthàn und das Ende waren großartig, deshalb gibt es von mir 4 Federn!

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1.513 Bibliotheken, 12 Leser, 10 Gruppen, 84 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, psychothriller, berlin, amnesie

Splitter

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2010
ISBN 9783426503720
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach meinen ersten beiden Büchern des Autors habe ich mich wirklich sehr auf das nächste Buch gefreut. Dieses ist dann - wie man unschwer erkennen kann - Splitter geworden. 
Tatsächlich war das mein bisher verwirrendstes Buch des Autors, weil ich die ganze Zeit über keine Ahnung hatte, worauf es hinausläuft und worum es überhaupt geht. Normalerweise würde ich das gut finden und natürlich ging es mir bei den letzten beiden Büchern des Autors ähnlich, aber hier war es nochmal etwas anders. Es war einfach nur verwirrend. Ich wusste nie, ob ich das Buch nun gut finde oder nicht, weil es sich ständig widersprochen hat und ich nicht wusste, was ich nun behalten kann und was nicht. Man hat eigentlich kaum eine Chance selbst zu knobeln.
Der Protagonist, den wir hier begleiten ist Marc Lucas, der mir eigentlich sehr sympathisch war und mich einzig und allein durch seine eigenen Gedanken immer wieder durcheinander gebracht hat. So verwirrt wie er ist, ist man auch als Leser, was ich eigentlich als sehr positiv empfinde. Gleichzeitig hatte ich aber auch das Gefühl, dass er die Dinge nicht immer direkt dort untersucht, wo ich sie selbst zuerst untersucht hätte.
Es war unheimlich interessant zu sehen, wie Marc versucht hat zu einem Ergebnis zu kommen und zu verstehen, ob er nun verrückt ist, oder ob ihm tatsächlich etwas so unerklärliches passiert. Natürlich haben die einzelnen Nebencharaktere ihm nicht immer geholfen die Wahrheit herauszufinden, sondern ihn nur noch mehr verwirrt, was letztendlich alles zusammenläuft, obwohl man das nie und nimmer denken würde.
Natürlich kann ich euch dazu nicht mehr sagen, aber es gibt auch diesmal wieder eine ganze Menge Charaktere, die letztendlich eine große Rolle spielen, auch wenn sie nur sehr kurz erscheinen. So nehmen die im Vordergrund stehenden Nebencharaktere, wie Constantin, Sandra, Emma und Benny natürlich eine große Rolle ein, gleichzeitig sollte man aber auch Haberstedt, Bleibtreu und Valka nicht unterschätzen. 
Die Auflösung war auch in diesem Fall wieder große Klasse, was mir aber aufgefallen ist, dass es in diesem Fall schwierig war, die Spannung die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten. Ich hatte leider nicht dauerhaft das Bedürfnis unbedingt weiterlesen zu müssen und so empfand ich einige Stellen schon als etwas langatmig, weil man einfach das Gefühl hatte, nicht weiterzukommen. Das Ende hat mich dann allerdings wirklich überzeugt und ich fand es wahnsinnig gut gelöst. Damit hätte ich nun wirklich nie gerechnet.
Fazit:
Obwohl das Buch für mich mein bisher schwächster Thriller des Autors ist muss ich sagen, dass ich es dennoch wirklich gut fand und das Ende so wieder einmal nie erwartet hätte. Der Autor weiß, wie man mit den Gedanken des Lesers spielen muss, um ihn auf eine völlig falsche Fährte zu führen und so ging es mir auch diesmal so, dass ich nicht einmal an einen derartigen Ausgang gedacht habe. Trotz allem muss ich auch sagen, dass ich einige Stellen als langatmiger empfand und nicht dauerhaft gefesselt war, was ich sehr schade fand. Mir hat die dauerhafte Spannung gefehlt, die ich bei den bisherigen Büchern des Autors einfach immer gespürt habe. Da die Verwirrung des Protagonisten Marc sich aber auf den Leser überträgt und man ebenso wenig wie er mit diesem Ende rechnet, muss ich sagen, dass ich wieder einmal ein großes Lob an den Autor ausspreche, der einfach mit Worten umzugehen weiß. Von mir gibt es diesmal 4 Federn!

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203 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

märchen, anthologie, fantasy, drachenmond, kurzgeschichten

Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln

Julia Adrian , Susanne Gerdom , Kate Forsyth , Nina Blazon
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.10.2016
ISBN 9783959911818
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich dieses Buch in der Leserunde auf Lovelybooks lesen durfte, war ich wirklich gespannt! Diesmal haben gleich mehrere Autoren und Geschichten auf mich gewartet, von denen ich viele sehr geliebt habe!

Da es eine Sammlung von Kurzgeschichten ist, kann ich jetzt natürlich nicht auf einzelne Charaktere eingehen, was ich aber sagen kann ist, dass alle Geschichten etwas sehr eigenes hatten und mich meistens völlig von sich überzeugen konnten :)

Besonders hervorgestochen ist der düstere Aspekt der Märchenadaptionen und auch, wenn ich nicht alle Märchen kannte, hat es mir gut gefallen, inwiefern die Autoren ihre eigenen Aspekte mit eingebracht oder eine Geschichte zu einer völlig anderen gemacht haben. Besonders toll fand ich vor allem die Geschichten:

Knochenlicht, Das knöcherne Mütterlein, Das Rosenkind, Das Gewissen der Welt, Die Kinderfresserin und Sei still und lausche. Auch alle anderen Geschichten haben mir sehr gut gefallen, wobei diese hier für mich persönlich so ziemlich perfekt waren und gerade über die Geschichte zur 13. Fee habe ich mich natürlich sehr gefreut!

Tatsächlich mag ich gerade die düstere Ausprägung der Geschichten, denn man erkennt mit dieser Sammlung auch andere Sichtweisen auf die Dinge. So hat mich die Geschichte um Rumpelstilzchen verstehen lassen, dass ich vielleicht immer falsch gedacht habe und es anders hätte angehen können. Auf der anderen Seite gibt es Adaptionen zu Aschenputtel, die sie ebenfalls ganz anders darstellen, als sie normalerweise dargestellt wird. Dazu werde ich euch natürlich nicht weiter spoilern, das wäre einfach zu schade. Ihr müsst diese Geschichten einfach selbst erleben.

Bei einer so großen Sammlung kann einem natürlich nicht immer alles perfekt gefallen und so bin ich auch unsicher, was ich denn insgesamt zu diesem besonderen Buch sagen kann. Es hat Spaß gemacht andere Sichtweisen kennenzulernen und sich vor allem auch mal etwas zu gruseln. Und es war einfach schön, so viele unterschiedliche Autoren kennenzulernen. Etwas ganz besonderes waren für mich aber auch die unterschiedlichen Charaktere.


Fazit:
Jeder der sich für Märchen und Märchenadaptionen interessiert, sollte diesem Werk einen zweiten Blick schenken. Man findet hier wirklich alle möglichen Geschichten und merkt sofort, dass all die Autoren mit Herz und Blut gearbeitet und geschrieben haben. Es stecken sowohl gruselige und düstere, als auch schöne und romantische Elemente in den Geschichten und so ist definitiv für jeden etwas dabei. Mich persönlich haben diesmal vor allem die düsteren Geschichten packen können und so habe ich natürlich auch meine Favoriten, was für jeden von euch aber wieder ganz anders aussehen kann. Für mich war es einfach schön diese unterschiedlichen Sichtweisen auf die Dinge zu erleben und so tatsächlich auch über das ein oder andere Märchen in neuer Form nachzudenken. Ich habe jeden Tag 2 Geschichten verschlungen und gerade vor dem Schlafengehen ist es schön, einfach nochmal zu einer davon greifen zu können. Auch die Charaktere und die Welten, in denen wir uns befinden, werden toll und detailliert dargestellt, sodass man sich alles sehr genau vorstellen kann und die gedachte Stimmung besser vermittelt werden kann. Von mir gibt es deshalb auch 4 Federn für diese schöne Sammlung :)

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(790)

1.477 Bibliotheken, 63 Leser, 4 Gruppen, 242 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach meinem ersten Buch des Autors wollte ich direkt das zweite lesen und hatte es auch schon hier liegen. Sein neuestes Buch, Das Paket, hat mich beinahe genauso begeistert wie Die Therapie. Im Nachhinein muss ich wohl oder übel sagen, dass ich jetzt alle Bücher des Autors lesen will.
Die Hauptprotagonistin ist diesmal Emma, die man schon zu Beginn als kleines Kind und später als erwachsene Frau kennenlernt. Immer wieder wird ihr in irgendeiner Form unterstellt, dass sie sich Dinge nur einbilde und mit der Zeit weiß man auch als Leser nicht mehr, was man glauben soll. Typisch für Fitzek. Ich fand Emma, trotz ihrer Fehler, unglaublich interessant und sympathisch, auch wenn sie gegen Ende eine ganz andere Person ist, als zu Beginn des Buches.
Besonders interessant ist natürlich die Entwicklung von Emma, denn wo sie zu Beginn eine angesehene Psychiaterin ist, wird sie im Nachhinein selbst als unzurechnungsfähig hingestellt und man wird als Leser auf alle möglichen Wege geführt, denn erst das Ende kann alles auflösen und einem die eigenen Theorien abnehmen. 
Die Story ist diesmal wieder super und ich fand es so unglaublich spannend den wirren Ereignissen gemeinsam mit Emma auf die Schliche zu kommen. Man wusste nie was nun echt ist und was nicht und die meiste Zeit hatte ich einfach nur Mitleid mit Emma. Sie trifft verrückte Leute, bei denen man selbst genauso misstrauisch wird, wie sie selbst und ich war dauerhaft am Überlegen, wer der Täter sein könnte.
Die Nebencharaktere wurden ebenso gut und ausdrucksstark dargestellt, wie Emma, denn jede Person hat eigene Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen bekommen, sodass es leicht war ihnen Sympathie oder Misstrauen entgegenzubringen. Ob nun Philipp, Jorgo, Sylvia, Dr. Roth, Palandt oder Konrad, ich hatte so gut wie jeden mal im Verdacht und dachte dann wieder, dass man den Täter vielleicht noch gar nicht kennt. Natürlich habe ich meinen Verdacht dementsprechend mehrmals gewechselt und wisst ihr was? - Ich lag erst kurz vor der Auflösung richtig...

Fazit:
Für mich ist auch dieses Buch wieder ein großartiger Thriller des Autors, der mir nur erneut bestätigt, dass ich alles von Fitzek lesen muss! Ich liebe es, nicht zu wissen wer der Täter ist und immer im Dunkeln zu tappen, denn so bringt das Buch unheimlich viel Spannung mit sich und man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Emma ist eine wirklich sympathische Protagonistin, bei der man trotzdem nie weiß, ob sie nun in ihrer eigenen Welt umherirrt, oder sie all das wirklich erlebt. Besonders interessant war auch, dass sie durch ihren eigenen Beruf die Symptome, die sie sonst nur an ihren Patienten sieht, an sich selbst erkennen konnte und man so wieder einmal psychologische Informationen bekommen hat. Ich persönlich finde so etwas immer ganz toll und es hat das Buch für mich nur noch besser gemacht. Teilweise waren aber auch sehr viele wirre Gedanken da, die mich etwas verwirrt haben, die gegen Ende aber eigentlich alle aufgelöst wurden. Da auch die Nebencharaktere wieder unglaublich stark dargestellt wurden und das Ende mich sprachlos gemacht hat, gibt es von mir diesmal 4,5 Federn :)

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1.705 Bibliotheken, 8 Leser, 13 Gruppen, 219 Rezensionen

thriller, psychothriller, schizophrenie, therapie, psychiater

Die Therapie

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2006
ISBN 9783426633090
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Dieses Buch hat mich so neugierig gemacht und ist jetzt tatsächlich mein erster Fitzek-Thriller gewesen. Ich bin wirklich froh, dass es dieses Buch war und kann euch jetzt auch zufrieden etwas darüber erzählen :)
Viktor Larenz ist unsere Hauptfigur und war mir die meiste Zeit über sehr sympathisch. Da man aus seiner Sicht liest hat man oft nur eine beschränkte Sichtweise, was ganz normal ist, einen in diesem Buch aber verrückt machen kann. Es war so spannend der Geschichte mit ihm zusammen auf den Grund zu gehen und das Verschwinden seiner Tochter aufzudecken. Er ist ein unglaublich interessanter und vielschichtiger Charakter und das nicht nur wegen seinem Berufsfeld, deshalb kann ich euch das Buch allein seinetwegen weiterempfehlen!
Die Nebencharaktere waren ebenfalls ganz toll ausgearbeitet und haben mich teilweise wirklich Angst haben lassen, weil ich nie wusste, wem ich nun trauen kann und wem nicht. Selbst als ich dachte, dass das Geheimnis aufgedeckt wurde war dem wieder nicht so und es kam wieder eine neue Spur. Und selbst im Aha-Moment, wo ich wirklich dachte: Das ist es jetzt, nein, selbst da war es nicht das eigentliche Ende und das war einfach grandios gemacht!
Josy spielt hier natürlich mit die größte Rolle, doch man lernt sie nie wirklich kennen, weil sie ja verschwunden ist und trotzdem hat man als Leser irgendwie eine Bindung zu ihr, die durch ganz unterschiedliche Informationen und Charaktere entsteht. Besonders toll dargestellt fand ich auch Anna, die für mich mit die angsteinflößendste Person war und doch einen sehr positiven Effekt hatte. Sie hat unheimlich viel Spannung mit in die Geschichte gebracht, sodass ich das Buch an einem einzigen Tag verschlungen habe.
Isabell, die Frau von Viktor, lernt man wie Josy nur etwas kennen und glaubt trotzdem mehr über sie zu wissen. Was sie angeht ging es für mich immer hin und her und ich wusste nie, ob ich sie nun mag oder nicht. So ging es mir auch mit Haberstaedt und einigen anderen Charakteren, aber ein sehr entscheidender Charakter war für mich auch Roth, der erst gegen Ende auftritt und nochmal sehr viel Inhalt mitgebracht hat.
Dieser Inhalt, den man am Ende der Geschichte erfährt ist nicht nur ein Großteil von dem, was man sowieso schon weiß, sondern noch so viel mehr und doch muss man meiner Meinung nach die ganze Geschichte kennen, um es genauso großartig und grausam zugleich finden zu können. Ich persönlich habe das Ende dennoch als sehr positiv empfunden, was eine Freundin von mir allerdings wieder ganz anders sieht und wozu ich jetzt auch nichts weiter sage :)
Fazit:
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mehr als nur froh bin, endlich meinen ersten Fitzek gelesen zu haben! Es hat so viel Spaß gemacht die Charaktere kennen zu lernen und das Geheimnis um Josy und so vieler anderer Charaktere nach und nach aufzudecken. Mit diesem Ende hätte ich nie gerechnet und es gab zwischendurch immer wieder Momente, in denen ich dachte, dass ich jetzt endlich weiß wer es war und was es damit auf sich hat, ich es dann aber doch nie begriffen und mich geschickt hinters Licht geführt lassen habe. Es war so genial, dass ich es an einem einzigen Tag gelesen habe, weil ich nicht schlafen konnte, ohne zu wissen wie es ausgeht. Die Charaktere sind so vielschichtig und gerade Viktor als Hauptfigur ist großartig, allein durch seinen Beruf und seine Gefühle bezüglich seiner Tochter. Durch seine Berufserfahrung lernt man immer wieder Details zum Bereich der Psychologie, der mich sehr interessiert und was ich daher wirklich toll fand. Das Ende hat alles noch besser und spannender gemacht, auch wenn man sowohl traurig, als auch glücklich gemacht wird. Negatives habe ich also nicht zu nennen und dementsprechend kann es von mir auch nur 5 Federn geben! Anscheinend muss ich jetzt schnell alle Bücher des Autors haben ;)

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

zeitreise, departure, science-fiction, flugzeugabsturz, zeit

Departure

A. G. Riddle , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453438514
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Heute gibt es wieder ein Buch, auf das ich mich vor dem Lesen sehr gefreut habe und auf das ich durch Zufall gestoßen bin. Es musste aufgrund meiner Leseflaute und dem ganzen drum herum wirklich lange warten, bis es gelesen wurde, aber jetzt habe ich es endlich beendet!

Bevor ich näher auf die Story an sich eingehe komme ich erstmal zu den Hauptcharakteren und unseren zwei Protagonisten: Harper Lane und Nick Stone. Anfangs ist es mir nicht ganz so leicht gefallen mich in die beiden hinein zu versetzen doch je weiter ich gelesen habe umso besser hat man die Charaktere kennengelernt und gerade Harper und Nick haben an Tiefe gewonnen. Jetzt sind sie für mich zwei wirklich reife und sympathische Charaktere, die die Welt ein Stück besser machen können.

Neben diesen beiden gab es natürlich zahlreiche Nebencharaktere, die oft eine sehr wichtige Rolle in der Geschichte eingenommen haben. Dadurch, dass es so viele waren fiel es mir schwer sie auseinander zu halten und mir die Namen zu merken aber nach etwa 100 Seiten konnte ich jedem einen Namen und eine Funktion zuordnen. Es gibt immer sympathische und weniger sympathische Personen, wobei ich sagen muss, dass sich einige sogar im Nachhinein positiv entwickeln und manchmal sogar eine kleine Heldenrolle einnehmen.

So konnte mich vor allem Grayson überraschen, den ich zu Beginn nun wirklich überhaupt nicht mochte und der mir dann immer sympathischer geworden ist. Auch Oliver war mir lange Zeit sehr unsympathisch, gegen Ende konnte er mich allerdings nochmals überraschen und hat seine eigentliche Schwäche gezeigt. Sabrina und Yul waren Favoriten von mir, weil sie so umfangreich und wissenschaftlich geprägt waren. Überhaupt waren die Charaktere toll ausgearbeitet.

Die Story selbst hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und konnte mich darüber hinaus wirklich überraschen. Schade fand ich, dass ich wirklich etwa 100 Seiten brauchte um richtig in die Geschichte rein zu kommen und zu verstehen was überhaupt passiert und wie das alles mit wem zusammenhängt. Das war wirklich schade, zumal es mich dann noch mehr Seiten gekostet hat von dem Flugzeug selbst weg- und zum eigentlichen Punkt zu kommen.

Das war tatsächlich mein Hauptproblem. Ich habe mit einer anderen Geschichte gerechnet und man hängt erstmal bei dem Flugzeug selbst fest. Man versteht nicht, wieso es abstürzt und ich dachte dann wirklich, dass es nur darum geht, einfach weil es recht lang brauchte, um auf etwas anderes zu kommen. Als man dann aber beim Kernpunkt war, bzw. auf die Titanen aufmerksam gemacht wurde, ist es immer spannender geworden.

Einzig und allein zwischendurch gab es die ein oder andere Stelle, die man hätte kürzen können, doch ansonsten hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen und ich bin doch überrascht, wie vielseitig sie ist und wie viele Ideen in ihr stecken.


Fazit:
Obwohl der Einstieg in die Geschichte für mich nicht ganz leicht war und ich einige Zeit brauchte um mir die Namen der Charaktere zu merken, sie auseinander zu halten und die darauf folgenden Erklärungen zu begreifen, hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es ist umfangreich, geht auf einige wissenschaftliche und mögliche zukünftige Probleme ein und bietet vielseitige Charaktere, die mich allesamt überzeugen konnten! Gerade die Hauptcharaktere Harper Lane und Nick Stone habe ich ins Herz geschlossen, aber auch die Nebencharaktere stechen hervor und bieten unterschiedlichste Berufsfelder und Funktionen innerhalb der Story. Es war wirklich spannend herauszufinden was da eigentlich passiert und inwiefern man die Zukunft verändern kann, wenn man eigentlich nicht weiß wie. Dennoch gab es Schwachstellen, wie langatmige Stellen oder das Gefühl, die Geschichte könne langsam zu Ende gehen. Natürlich fand ich auch den holprigen Start unglaublich schade. Insgesamt gibt es deshalb 4 Leseschmetterlinge von mir!

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(158)

405 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

märchen, liebe, magie, fee, lilith

Die Dreizehnte Fee - Entschlafen

Julia Adrian , So Lil` Art
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 29.08.2016
ISBN 9783959911337
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf den dritten Band der dreizehnten Fee habe ich mich sehr gefreut. Nachdem bisher alles so verwirrend war und die Geschichte einen immer in die Irre zu führen schien, konnte ich es kaum erwarten die Auflösung zu bekommen! Aber jetzt ist es endlich soweit und ich habe das Buch durch! Es hat ewig gedauert, weil immer irgendetwas dazwischen kam, aber ich kann euch schon jetzt sagen: Es lag nicht am Buch ;)

Lilith ist in diesem Band, wie sie bereits in den Bänden zuvor war: unheimlich unsicher und dennoch stark und furchtlos. Sie weiß was sie will und dann auch wieder nicht. Sie ist zwiegespalten und genau das merkt man auch in den Büchern. Je näher sie der Wahrheit über sich selbst und Pandora kommt, desto sicherer wird sie sich über ihr Ziel. Sie hat ständig mit sich zu kämpfen, weil jeder zu wissen scheint, was los ist oder zumindest mehr als sie weiß und doch kommt sie dem letztendlich selbst auf die Spur.

Letztendlich fand ich besonders die innere Zerrissenheit Liliths und ihr Schwanken zwischen ihrer bösen und guten Seite unglaublich gut dargestellt! Lilith ist eine unheimlich facettenreiche Figur zu der es in diesem Band erneut viele Details zu erfahren gibt und ich persönlich empfinde den Moment ihrer Entscheidung als riesen Highlight.

Wo ich im ersten Band der Reihe überhaupt nicht wusste worauf es hinaus läuft und keine Ahnung hatte, ob die Bücher einfach nur verwirrend gut oder verwirrend und doch zielführend waren, weiß ich jetzt, dass zweiteres zutrifft und all die Verwirrung auf Lilith zurückzuführen ist. Denn mit ihrer Verwirrung legt sich auch die des Lesers und alles ergibt endlich ein stimmiges und logisches Bild.

Die Nebencharaktere spielen eine noch größere Rolle, als man zuerst glaubt und für mich sind mindestens ein oder zwei der Nebencharaktere nun ein Hauptcharakter neben Lilith. Natürlich will ich dazu nichts verraten, trotzdem hat es mir gut gefallen, dass sich eben nicht alles einzig und allein um sie dreht, sondern mehrere Faktoren eine Rolle spielen, die dementsprechend auch beachtet werden müssen.

Besonders gut gefallen haben mir der Hexenjäger, obwohl er so lange nur negatives in mir ausgelöst hat und ich die Gefühle Liliths für ihn nicht nachvollziehen konnte. Mittlerweile habe ich ein anderes Bild von ihm, das zwar nach wie vor negativ, aber ebenso gut positiv ist, was man versteht, wenn man dieses Buch gelesen hat. Ebenso toll gemacht waren die Eishexe, sowie Elle, die Rabenmutter, Akiko und Haruko und einige der anderen Feen. Im Grunde genommen kann man alle in diesem Band genannten Feen nennen, weil sie alle auf Lilith einwirken und ich die kleinen Geschichten zu ihnen sehr gelungen fand. Man merkt mit der Zeit immer mehr, wie empfindlich Lilith sein kann und das nur ihretwegen. Vielleicht hat sie ja doch die Chance zu lieben? Das müsst ihr natürlich selbst lesen ;)

Neben diesen Charakteren gab es natürlich auch den Mogul, der diesmal eine besonders präsente Rolle spielt, die mir allerdings nicht so gut gefallen hat, von der ich aber sagen muss, dass sie dazu gehört und man sie natürlich nicht mögen soll. Dann ist da natürlich noch der Uhrmacher und einige der Menschen, die Zwerge oder auch eine Prinzessin. In dieser Trilogie gibt es viele Charaktere, die genannt werden sollten, denn sie alle spielen eine größere Rolle, als man erwarten würde und gerade der Uhrmacher ist mir diesmal ans Herz gewachsen.

Die Story konnte mich wirklich fesseln, ich musste einfach wissen wie es weitergeht und was es nun mit alledem auf sich hat. Zwar hatte ich einige Kapitel vor der Auflösung eine Ahnung worauf es hinauslaufen könnte, es wäre mir aber nie in dem Ausmaß in den Kopf gekommen und ich war dementsprechend überrascht und auch froh. Julia Adrian hat da wirklich ein kleines Wunder geschaffen und ich persönlich bewundere es, dass die Verwirrung sich erst im dritten Band legt, denn sie ist natürlich ein Teil des Lesevergnügens.


Fazit:
Für mich ist dieser letzte Band ein kleines Highlight, denn er löst nicht nur auf, was es eigentlich mit Lilith und Pandora auf sich hat, sondern er geht noch auf viel mehr Details ein und berücksichtigt alle Charaktere. Die Verwirrung, die sich bei mir bereits im ersten Band angesammelt hat und mich immer wieder hat nachdenken lassen, ob ich überhaupt alles verstehe, hat sich in diesem Band endlich legen können und ich denke, dass es genau so von der Autorin gewollt war, denn letztendlich läuft es auf etwas hinaus, mit dem sicher viele nicht rechnen werden und das doch so viel Sinn macht, dass auf einmal alles ein großes Ganzes ergibt. Genau so sollte ein gutes Fantasybuch und eine gute Fantasyreihe sein. Dadurch, dass die Charaktere so facettenreich und besonders gestaltet waren und darüber hinaus wirklich viele Märchen auf unterschiedlichste Weise mit eingebracht wurden, wird einem nie langweilig und man hat das Gefühl, trotz bekannter Märchen, etwas ganz Neues und Magisches zu erleben. Die Autorin bringt außerdem wirklich viele schöne Sprüche mit in ihre Geschichte, die einen immer wieder nachdenken lassen und mich persönlich gemeinsam mit Lilith noch etwas haben lernen lassen. Sobald man die Reise mit Lilith beendet fühlt man sich, als hätte man selbst etwas dazugewonnen und genau das macht diese Reihe für mich aus. Deshalb muss ich dem finalen Band nun 5 Leseschmetterlinge und eine Extraauszeichnung geben.

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(163)

319 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 134 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, jugendbuch, melinda salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bevor ich dieses Buch zugeschickt bekommen habe, war ich bereits total verliebt in das Cover und die Idee. Nach der Leseprobe musste ich es einfach lesen, denn auch hier findet man wieder das königliche Leben, das ich in Geschichten so gern mag. Es konnte mich leider nicht ganz so sehr überzeugen, wie ich gehofft hatte, trotzdem hat es mir zu Beginn und gegen Ende sehr gut gefallen.

Twylla ist eine Protagonistin, mit der ich so meine Schwierigkeiten hatte. Sie hat ihren eigenen Kopf und lebt streng Regeln der Götter und der Königin. Mir ist oft aufgefallen, wie naiv sie sein kann und wie unentschlossen sie in einigen Dingen ist, was mir nicht ganz so gut gefallen hat. Andererseits hatte sie auch ihre sympathischen und verletzlichen Seiten, die sie wieder menschlich gemacht haben.

Gerade zu Beginn des Buches wird viel Wert auf ihre Gabe gelegt, mit der sie angeblich Menschen töten kann. Das Hauptaugenmerk in der Geschichte liegt tatsächlich eher auf ihren Beziehungen und somit auf dem Versprechen zwischen dem Prinzen und ihr, sowie einigen Intrigen innerhalb des Königreichs. Ihre tödliche Berührung kommt an zweiter Stelle, doch auch hier erfährt man interessante Dinge, die oft Sinn ergeben haben.

Die Nebencharaktere waren an sich wirklich stark, konnten mich als Person allerdings nicht überzeugen. Von der Königin hat man einen durchweg negativen Eindruck und sie hat mich wirklich stark an Cersei erinnert, denn auch sie ist skrupellos und machtgierig. Ihr Sohn, Merek, war mir erst sympathisch, hat sich dann aber total negativ entwickelt, bzw. als unsympathisch herausgestellt. Erst gegen Ende konnte ich mein Bild von ihm wieder verändern, wobei ich nach wie vor nicht begeistert bin.

Dann sind da noch Twyllas Wächter, Dorin und Lief. Dorin habe ich unglaublich doll ins Herz geschlossen, obwohl er nur zu Beginn des Buches vertreten war. Er war einfach toll und total herzlich und ich denke genau das hat mir in der Geschichte gefehlt. Mit der Zeit lernt man auch Lief besser kennen, doch ich war lange skeptisch ihm gegenüber und obwohl ich ihn dann ins Herz schließen konnte musste ich es bald darauf wieder auflösen. Es war ein ewiges Hin und Her.

Apropos Hin und Her. Auch Twylla konnte sich nie wirklich entscheiden, was sie eigentlich will. Ob es der Prinz sein soll oder ein anderes Leben. Ob sie an Götter glauben kann oder nicht. Ob sie die göttliche Daunen ist oder nicht. Ob sie verliebt ist oder nicht. Ob sie wütend ist oder nicht. Ständig ging es um irgendeine Entscheidung und teilweise waren es wirklich nervige Situationen.

An sich fand ich die Geschichte wirklich gut und auch die Beziehung, die Twylla eingegangen ist hat mir im Nachhinein gefallen, doch mir hat definitiv noch etwas gefehlt und ich hätte mir außerdem mehr Spannung gewünscht. Das Ende an sich ist auch nett, die Auflösung kurz davor war aber ziemlich fies.


Fazit: Das Buch hat sich für mich doch teilweise ziemlich in die Länge gezogen, was ich sehr schade finde und weshalb ich mir mehr Spannung gewünscht hätte. Der Anfang und die letzten 50 Seiten waren sehr ausdrucksstark, der Mittelteil hingegen hat etwas geschwächelt. Twylla als Protagonistin mochte ich gern, leider konnte ich mit ihren ewigen Hin und Hers aber nicht besonders gut umgehen. Auch die Beziehung, die sie im Laufe des Buches eingeht hat mir erst mit der Zeit gefallen und sich meiner Meinung nach sehr ins negative gezogen, was ich als weniger schön empfunden habe. Die Auflösung war letztendlich zwar etwas überraschender und mal etwas anderes, trotzdem hätte ich mir das Ende anders gewünscht. Gleichzeitig bin ich aber auch zufrieden mit dem Ausgang, denn so wird eine Stärke der Protagonistin vermittelt, die sicher vielen Mädchen Selbstsicherheit geben kann. Es fällt mir schwer zu sagen, ob ich die Geschichte mag oder nicht. Es gab viele interessante und gut ausgearbeitete Details, doch auch langatmige Stellen und eher unsympathische Charaktere. Insgesamt gebe ich daher 3,5 Leseschmetterlinge.

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(59)

125 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

thriller, tschechien, jugendthriller, jugendbuch, rache

Die Mühle

Elisabeth Herrmann
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 29.08.2016
ISBN 9783570164235
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich durch puren Zufall gestoßen. Derzeit habe ich wirklich Lust Bücher mit viel Spannung zu lesen und mich öfter in dem Gebiet der Thriller zu bewegen. In der Buchhandlung habe ich dann dieses Buch entdeckt und es beim nächsten Versuch angefragt!
Besonders interessant gemacht hat es natürlich die Tatsache, dass Lana nicht zu Clique der 'Coolen' gehörte und da eigentlich überhaupt nicht reinpasst. Mit der Zeit erfährt man auch immer mehr Details über die Mitglieder und es ist dann eben doch nicht alles so harmonisch wie gedacht. Natürlich möchte man unbedingt wissen, wie es ausgeht und was es mit diesen Einladungen auf sich hat. Und deshalb konnte ich auch nicht aufhören zu lesen.
Lana ist meiner Meinung nach eine sehr sympathische Protagonistin. Sie war eigentlich die Einzige, die durchweg sympathisch und freundlich war und noch dazu den Biss und den Willen hatte all das durchzustehen. Irgendwie hat sie den anderen auch die Kraft gegeben selbst weiterzumachen, indem sie immer wieder bewiesen hat, dass sie niemanden hängen lassen würde und da fand ich es schon sehr dreist sie so zu behandeln, wie sie es getan haben.
Mit der Zeit merkt man einfach, wie wenig hinter dieser Clique steckt. Dass es viel mehr Schlechtes als Gutes bei ihnen zu finden gibt. Und dass sie, obwohl sie so perfekt wirkten, auch nur Menschen sind. Und das rechtfertigt dann letzten Endes auch nicht die Taten des Täters. Denn sobald alles rauskommt ist man erst verwirrt, dann erschrocken und dann fassungslos. Ich kann sowas nicht verstehen und glaube doch, dass es genau so etwas gibt.
Am Schlimmsten war für mich immer Cattie, weil sie zu Beginn die totale Schlange und letzten Endes einfach nur noch komisch war. Es gab wirklich einen Punkt, an dem ich sie mochte, aber leider hat der nicht standgehalten. Franziska war mir die sympathischste von den Mädchen, doch sie war oft viel zu feige und konnte sich kein Stück durchsetzen, weshalb auch sie nicht zu meinen Favoriten gehören kann. Zu Siri habe ich eigentlich gar keinen Bezug und leider ist sie mir auch einfach nur unsympathisch.
Was die Jungs angeht war ich wesentlich positiver gestimmt. Beginne ich mit Johnny, der mir der Sympathischste von allen war! Am Anfang habe ich ihn überhaupt nicht gemocht und bin lange Zeit sehr skeptisch geblieben. Auch gegen Ende habe ich ihn noch nicht ganz verstehen können und doch ist er ein starker Charakter. Nur in den Gesprächen, bzw zur 'Beziehung' zwischen Lana und ihm hätte ich mir noch mehr Tiefe gewünscht.
Joshua und die anderen beiden Jungs wirkten auf mich eigentlich ziemlich gleich, abgesehen davon, dass einer eher der nerdige Typ und der andere eher der Aufreißer-Typ war. Leider kann ich euch nicht mehr sagen wer wer war, doch ich mochte sie alle auf ihre Art, obwohl sie nicht immer freundlich waren. So ging es mir vor allem mit Tom, der die anderen in den richtigen Momenten gepusht hat.
Die Auflösung hat mich schon überrascht, nach den Hinweisen, die man bis dahin bekommen hat, hatte ich mir aber etwas in der Richtung gedacht und war nur über die Person selbst überrascht. Trotzdem wurde man auch dann noch hin- und hergeworfen zwischen glauben und nicht glauben und letztendlich war das Ende rund und die Geschichte toll abgeschlossen. Und das Beste war, dass ich es wirklich durchweg spannend fand. Abgesehen vom etwas holprigen Start.

Fazit: Mich konnte das Buch wirklich von sich überzeugen, denn es war - abgesehen vom leicht holprigen Start - durchweg spannend und konnte mich nicht mehr loslassen. Ständig habe ich mich gefragt, ob es solche Orte wohl wirklich gibt und wie ich mich in einer solchen Situation verhalten würde. Der Aufenthalt in der Mühle hat mich schon leicht beunruhigt, doch die Ereignisse, die folgen haben mich dann immer vorsichtiger werden lassen und letztendlich fand ich es auch toll, dass man nicht alle Charaktere sympathisch fand. Die Autorin hat es wirklich detailreich und realistisch gestaltet, denn man kann nie alle Leute einer fremden Clique sympathisch finden. Trotzdem hat sie auch die emotionalen und verständnisvollen Momente gut eingesetzt und ich bin einerseits traurig, dass es so enden musste, andererseits auch überrascht von der ein oder anderen Wendung. Gerade war Johnny angeht hätte ich das doch nicht so erwartet und bin auch sehr überzeugt von der Protagonistin Lana, die viel Kampfgeist und Entschlossenheit gezeigt hat. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, doch an sich konnte mich das Buch - abgesehen von kleinen Schwächen - wirklich überzeugen und ist ein guter Start in den Thrillerbereich. Deshalb gibt es auch 4,5 Leseschmetterlinge!

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(313)

731 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, fantasy, liebe, adel

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ihr alle wisst wie sehr ich den ersten Band des Juwels geliebt habe. Und nun ist der zweite Band endlich da und ich habe ihn mir direkt gekauft! Natürlich musste die Geschichte auch diesmal wieder mit einem fiesen Cliffhanger enden.

Violet ist mir als Protagonistin nach wie vor so sympathisch wie zu Beginn der Geschichte und schon jetzt merkt man, was für eine enorme Entwicklung sie durchgemacht hat. Sie ist nicht mehr so naiv, sie weiß was sie will und wofür es sich zu kämpfen lohnt und letztendlich setzt sie sich durch. Es gefällt mir, dass sie Dinge einsieht und dazulernt und gerade in diesem Buch wird das sehr deutlich denn diesmal geht es um das Leben selbst.

Die Nebencharaktere sind auch diesmal sehr ausdrucksstark, wobei man leider nicht alle wiedertrifft und es diesmal auch nicht allzu viele Begegnungen mit den unangenehmeren Leuten vom Adel gibt. So bleibt der große Gewaltteil aus Band eins weg, wohingegen neue Teile hinzukommen. Gerade Lucien, Raven, Garnet und Ash nehmen diesmal eine größere Rolle ein und man erfährt auch mehr über sie, was wirklich interessant war.

Negativere Charaktere, wie die Herzoginnen oder Carnelian spielen allerdings auch eine Rolle und kommen zu Wort. Leider gab es zu Beginn erneut eine Handlung der Herzogin, die den Leser traurig stimmt und so ein wenig Spannung aufbaut. Und auch gegen Ende wird eine weitere Handlung deutlich. Dazwischen ist diesmal leider nicht so viel.

Darüber hinaus lernt man auch einige neue Charaktere kennen, wobei noch nicht alles namentlich genannt werden. Besonders nennenswert ist Sil, die man erst ab der Mitte des Buches kennenlernt und die erst sehr schroff, dann aber umso liebenswerter wirkt. Auch sie hat ein Ziel, das sich letztendlich auf alle überträgt. Doch auch Violets Geschwister nehmen einen Teil der Geschichte ein. Ich bin sehr gespannt wie es mir den Charakteren weitergehen wird!

Die Story war auch diesmal sehr spannend und es gab erneut eine Information rund um Das Juwel und die Auspizien, die alles verändern würde. Natürlich verrate ich euch nicht was das ist, doch ihr könnt euch somit auf zwei Veränderungen freuen ;) Einmal bezüglich Violet und ihrer Fähigkeiten und einmal bezüglich des Juwels.

Was mir diesmal etwas gefehlt hat waren allerdings die Gewaltszenen. Ich weiß das klingt verrückt, aber genau die haben den ersten Band so spannend gemacht und einen immer wieder um das Leben der Charaktere bangen lassen. Es bleibt diesmal zwar nicht aus, ist aber auch nicht mehr so präsent wie zu Beginn. Wo der Start des zweiten Teils noch sehr stark ist, wird der Mittelteil eher schwächer und das Ende dann wieder stärker. Es ist trotz allem ein eher ruhiger zweiter Band und ich hoffe sehr auf ein geniales Finale!

Was spannend bleibt ist natürlich die Frage nach der Geschichte der Surrogate und des Adels. Wie kam es überhaupt dazu und woher haben die Surrogate ihre Fähigkeiten? All das wird nach und nach aufgeklärt und ich denke, dass Band 3 so einiges bereit halten wird. Der Schreibstil der Autorin gibt dem Ganzen außerdem das gewisse Etwas und die Idee ist nach wie vor neu und anders.


Fazit:
Der zweite Teil war leider etwas schwächer als der erste und so muss ich definitiv Abzug geben. Trotz allem hat es nach dem Cliffhanger in Band eins natürlich sehr spannend angefangen und ging dementsprechend weiter. Immer wieder werden Violet und die anderen vor Probleme gestellt und es gab einige Momente, in denen man erneut um sie bangen musste. Trotzdem fehlte mir diesmal die Gewalt, die in Band eins so präsent war und alles noch viel spannender gemacht hat. Man hatte dadurch immer das Gefühl jeden Moment alles verlieren zu können und so war die Spannung wesentlich präsenter. Diesmal hat sie ab dem Mittelteil doch ziemlich nachgelassen und mit dem Adel hatte man diesmal auch lange nicht so viel zu tun wie sonst. Stattdessen spielen viele innere, psychische Vorgänge eine Rolle und die Charaktere versuchen sich zu "erholen". Vielleicht ist genau das ein Grund zur Freude, denn umso mehr freue ich mich nun auf Band drei, der sicher einiges bereit halten wird. Nach den neuen Erkenntnissen bin ich jedenfalls sehr gespannt auf das Ende und natürlich gab es auch in diesem zweiten Band wieder einen fiesen Cliffhanger, der Lust auf mehr macht. Doch dieser war meiner Meinung nach schon fast abzusehen. Deshalb gibt es diesmal auch 4,5 Leseschmetterlinge von mir.

  (4)
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(1.067)

1.756 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 164 Rezensionen

liebe, wait for you, new adult, j. lynn, erotik

Wait for You

J. Lynn ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.03.2014
ISBN 9783492304566
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Dieses Buch stand so ewig lang in meinem Bücherregal, dass ich schon Angst hatte es nie zu lesen. Und ich bereue es wirklich, dass es so lange auf mich warten musste. Doch jetzt war der richtige Moment für diese Geschichte und es war einfach nur schön. So schön, dass ich es innerhalb eines Tages weggelesen hatte.
Unsere Protagonistin Avery habe ich wahnsinnig schnell lieb gewonnen. Obwohl man lange Zeit nicht genau wusste was ihr Geheimnis ist war mir doch recht schnell klar, worauf es hinauslaufen würde. Obwohl diese Art von Geschichte nicht die neuste Idee ist, konnte mich das Ganze voll und ganz überzeugen und es wurde auf besonders feinfühlige Art und Weise an den Leser herangebracht. Besonders schön war auch, dass Averys Ängste eine große Rolle spielten und ihre Gefühlswelt immer im Vordergrund stand. Ich konnte sie so gut wie immer verstehen.
Cam rückt ziemlich schnell in den Vordergrund und das fand ich ehrlich gesagt absolut gut gemacht, denn man hat noch vor Avery gemerkt, wieviel ihr an ihm liegt und wie sehr sie sich mehr von ihm wünscht. Er ist zu Beginn die Art Typ, der jedes Mädchen kriegen könnte, wenn er nur wollte und vielleicht mochte er Avery gerade deswegen so sehr. Weil sie eben nicht wollte. Oder doch?
Obwohl ich immer wieder über Cam und seinen Charakter nachdenken musste fiel mir schnell auf, dass er ein guter Kerl ist. Er ist unglaublich romantisch und ich habe die Sonntagsbesuche genauso schätzen gelernt wie Avery. Es war genau die Art von Liebesgeschichte, die ich gebraucht habe. Es ging nicht zu schnell und nicht zu langsam. Es war perfekt. Besonders schön finde ich die Tatsache, dass mehr Wert auf die Gespräche und die Nähe zueinander gelegt wird, als auf sexuellere Dinge.
Doch auch das kommt nicht zu kurz. Die Autorin schafft einen perfekten Ausgleich und nebenbei lässt sie die Gefühle, Gedanken und Geheimnisse der beiden Charaktere auch noch perfekt mit in die Geschichte einfließen. Letztendlich wollte ich unbedingt wissen wie es ausgeht und habe das Buch dementsprechend schnell beendet. Innerhalb eines Tages.
Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. So habe ich Brittany und Jacob schnell ins Herz geschlossen und ihre Kommentare und Wortgefechte unglaublich lieb gewonnen. Immer wieder konnten mich die Charaktere zum Lachen und Nachdenken bringen, wobei Cam und Avery definitiv die schönsten Unterhaltungen und Insider hatten. Auch Cams Eltern sind sehr präsent gewesen und ich habe sogar die Jungs Jase und Ollie, sowie den kleinen Raphael lieb gewonnen!

Fazit:
Das Buch war für mich wirklich ein kleines Highlight, denn es war nicht nur der richtige Moment für diese Geschichte, sondern es hat mich auch noch zum Träumen und Nachdenken gebracht. Immer wieder musste ich lächeln, wenn die Worte zu Insidern wurden oder es einfach nur besonders schön war. Ich habe Cam und Avery so lieb gewonnen, dass ich mich am Liebsten gar nicht wieder von ihnen trennen würde. Das Buch war innerhalb eines Tages durchgelesen und ich möchte nun unbedingt mehr solcher Bücher verschlingen! Jennifer L. Armentrout kann es einfach und ich liebe ihren Schreibstil und ihre Charaktere total! Abgesehen davon hat man hier endlich mal einen Jungen, den man versteht und der liebevoll und fürsorglich ist. Ich liebe das Buch und kann es definitiv nur weiterempfehlen! Es wird jedenfalls nicht mein letztes Buch dieser Reihe gewesen sein und es hat Tiefgang, Gefühl und Romantik! Eigentlich hat es alles. Und vor allem hat es mich nicht mehr losgelassen. Von mir gibt es deshalb auch 5 Leseschmetterlinge :)

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(64)

124 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

liebe, cat jordan, freundschaft, sommer, jugendroman

Der Sommer, der uns trennte

Cat Jordan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich bestimmt tausend Mal gestoßen, bis ich das Glück hatte es bei Lovelybooks zu gewinnen. Allein das Cover hat mich total angezogen und so ging es mir dann auch mit der Geschichte.
Man kommt unheimlich schnell und leicht in die Geschichte rein und gerade der Start war für mich besonders spannend und romantisch. Nate und Middie ergeben ein absolut perfektes und unschlagbares Paar, deren Liebe einfach nur toll anzusehen war. Die beiden haben genau das gehabt, was ich in dem Moment sehen wollte und dann geht das Drama los.
Es war für mich genauso schwer wie für Middie mit der neuen Situation umzugehen und ich hatte immer wieder das Gefühl in ihrer Haut zu stecken. Die Ereignisse haben mich so berührt, dass ich selbst weinen musste und es mir als Leser einfach total nahe ging. Und doch waren da immer die Gedanken, dass es nicht sein kann und alles wieder in Ordnung kommt. Und dann kommt alles Schlag auf Schlag und ganz anders als erwartet.
Lee lernt man erst mit der Zeit besser kennen. Zu Beginn war er für mich ein reiner Störfaktor und ich wollte, dass er Middie endlich in Ruhe lässt und seinen eigenen Weg geht. Doch je besser man ihn kennenlernt und je mehr man merkt, dass er eine unglaubliche Stütze und eine tolle Person ist, umso lieber hatte ich ihn und wollte auch nicht mehr, dass er geht.
Middie ging es ebenso, auch wenn ihre Gefühlswelt komplett durcheinander war. Durch die Ereignisse waren erstmal nur wirre Gedanken angesagt und dann kam alles noch mehr durcheinander und es gab Gedanken, die logisch, zugleich aber unlogisch waren und so fühlt man sich mit Middie als würde man einen schweren Fehler begehen und doch das absolut Richtige tun.
Mit der Zeit weiß man nicht mehr was man hinnehmen soll und was nicht und ich hatte oft Schwierigkeiten einzuschätzen ob Middies Entwicklung nun gut oder schlecht ist. Doch die Dinge, die sie erlebt waren es wert und ich denke, dass sie letzten Endes die Person geworden ist, die sie wirklich sein will.
Wenn man Anfang und Ende miteinander vergleicht fällt auf, dass Middie sich komplett verändert hat und wo sie anfangs lieb und total von Nate besessen war, ist sie am Ende scheinbar jemand, der seinen eigenen Weg gehen will und weiß was er will. Gleichzeitig fällt es schwer sich von einigen Dingen zu lösen. Doch die neuen Sachen haben mir auch gut gefallen.
Ob nun Middie, Haley, Lee, Nate, die Familien oder alle anderen. Alle Charaktere hatten etwas besonderes und auch wenn es immer Personen gab, die Middie in etwas reinreden wollten war klar, dass sie früher oder später herausfinden würde, was wirklich das Beste für sie ist. Auch wenn sie vorher oft sehr naiv handeln musste, was mir nicht immer gut gefallen hat.

Fazit:
Es ist diesmal wirklich nicht ganz leicht eine Rezension zu verfassen, denn ich will euch keinesfalls etwas vorwegnehmen und möchte doch sagen, dass dieses Buch gut zeigt, dass man manchmal, auch wenn es besonders hart ist, abwarten sollte bevor man alles aufgibt. Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch, dass es nicht falsch ist neue Dinge auszuprobieren und einen neuen Weg zu wählen, wenn der alte Weg nicht mehr passend scheint. Und genau diese Grundaussagen haben das Buch so schön gemacht. Doch auch die Charaktere waren alle toll ausgearbeitet und gerade Lee, Nate und Middie stehen im Vordergrund der Gedanken und Gefühle. Was ich auch schön fand war, dass nicht nur auf die Jungs, sondern auch auf Middies eigene Gedanken und Zukunft Wert gelegt wurde und sie darüber hinaus auch Zeit mit ihren Freundinnen hatte. Davon hätte ich mir noch mehr gewünscht, doch ich bin froh, dass sie überhaupt einen doch sehr präsenten Part übernommen haben. Das wichtigste ist natürlich die Liebesgeschichte, die ich ganz toll fand und die zeigt, dass alles anders kommen kann, als man denkt. Das Ende hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, doch auch da hätte ich mir mehr Details und mehr Ausführungen gewünscht. Insgesamt gibt es deshalb 4 Leseschmetterlinge von mir :)

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(326)

974 Bibliotheken, 35 Leser, 1 Gruppe, 116 Rezensionen

cassandra clare, schattenjäger, liebe, lady midnight, fantasy

Lady Midnight

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.05.2016
ISBN 9783442314225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als riesen Fan von Cassandra Clare konnte ich eine weitere Reise in die Schattenjägerwelt gar nicht abwarten. Das Buch habe ich sowohl gelesen, als auch gehört und ich muss sagen, dass Simon Jäger das Buch wirklich gut rüberbringt, ich aber nach wie vor lieber selbst lese und mir die Stimmen gern selbst vorstelle, denn man merkt schnell, dass durch die Art der Stimme auch Sympathie mitschwingen kann.

Als grundlegende Protagonistin haben wir diesmal Emma, die man bereits in den Chroniken der Unterwelt kennenlernt und die nun ein Teenager ist und ihre ganz eigenen Probleme hat. An sich war es wirklich spannend ihr zu folgen und ich mochte sie auch gern, weil sie sich nicht alles gefallen lässt und immer diejenigen schützen will, die sie liebt. Ich muss aber sagen, dass ich auch meine Schwierigkeiten hatte.

Im Grunde genommen begleitet man hier nicht nur Emma als Protagonistin, sondern auch einige andere Charaktere, wie man es von Cassandra Clare gewohnt ist. Man erlangt immer wieder einen Einblick in die Gedanken der anderen, sodass man immer auch die andere Seite betrachten kann, trotzdem muss ich sagen, dass ich mir manchmal nur eine Erzählperspektive und nicht diese Art wünschen würde. Gleichzeitig mag ich es aber auch. Es ist schwierig zu beschreiben.

Es ist diesmal auch wirklich schwierig sich festzulegen, denn obwohl ich die Autorin und die Schattenjägerwelt so liebe kann ich mit Emma nicht so viel anfangen, wie mit den vorherigen Charakteren Clary und Tessa. Emma hat ihren ganz eigenen Kopf und ihre ganz eigene Geschichte, vor allem in Sachen Liebe. Dementsprechend ist es mir nicht immer leicht gefallen alles hinzunehmen was sie oder die anderen getan haben.

Die anderen Charaktere schließt man, ebenso wie Emma, schnell ins Herz. Sie sind wild und verrückt und eben einfach eine große Familie, die statt Eltern durch ihren 12-jährigen Bruder Julian aufgewachsen ist. Und nun ist auch er älter und versorgt nach wie vor alle. Ob Dru, Ty, Tavvy oder Livvy. Sie alle waren einfach nur zucker und ich bin total verliebt in die Blackthorngeschwister und auch in Julian. Doch auch hier habe ich meine Kritikpunkte, denn Julian ist, ebenso wie Emma, ganz eigen.

Die Charaktere werden alle durch eine große Sache miteinander verbunden und teilweise lernt man Schattenweltler, Menschen mit dem zweiten Gesicht oder andere Schattenjäger kennen, die mal gut mal böse sind und oft weiß man nicht was man nun von ihnen halten soll. Natürlich sage ich euch nicht auf wen was zutrifft aber so gibt es z.B. Malcolm, Magnus, Diana, Johnny Rook, Kit oder Diego. Und alle sind ganz eigene Charaktere.

Die Story ist diesmal nicht so wie in den übrigen Schattenjägergeschichten. Die Autorin hat diesmal eindeutig versucht mehr ins Detail zu gehen und auch die Umgebung näher beschrieben. Zumindest kam es mir so vor. Für mich war das leider nicht das Richtige, es war mir teilweise zu lang gezogen und teilweise nicht spannend genug. Obwohl es spannende Elemente gab wurden diese oftmals durch andere Dinge weniger gut dargestellt. Das hat mir nicht so gut gefallen und trotzdem möchte ich die Welt nicht aufgeben und habe noch Hoffnung was Band 2 angeht.


Fazit:
Diese neue Schattenjägergeschichte konnte mich nicht annähernd so sehr überzeugen, wie die anderen Bücher der Autorin. Oftmals war mir alles zu lang gezogen oder nicht spannend genug und obwohl man den ein oder anderen ins Herz schließt und auch wissen möchte wie es weitergeht, habe ich das Buch oft zur Seite gelegt und mir viel Zeit beim Lesen gelassen. Für mich sind das nicht die besten Voraussetzungen, doch nach diesem Ende habe ich noch Hoffnung auf eine bessere Fortsetzung. Emma ist mir mal mehr mal weniger sympathisch gewesen, doch die Charaktere entwickeln sich und kommen langsam aber sicher hinter die Geheimnisse. Die Familie Blackthorn habe ich wirklich ins Herz geschlossen, doch außerhalb dieses Kreises gab es kaum jemanden, der dauerhaften Eindruck gemacht hat und so in meinem Gedächtnis geblieben ist. Ich muss es einfach sagen wie es ist: Die Geschichte ist sehr detailliert, beinhaltet auch spannende Stellen, im Großen und Ganzen ist das aber nicht die Art, die ich von Cassandra Clare gewohnt bin und so bin ich doch wirkich enttäuscht worden. Hoffentlich wird Band 2 besser, denn das Ende lässt darauf hoffen. Von mir gibt es diesmal 3,5 Leseschmetterlinge.

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