Leserpreis 2018

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Ohne Spur

Haylen Beck , Wolfram Ströle
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.09.2018
ISBN 9783423217644
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch habe ich entdeckt, als der Verlag mir den neuen Newsletter zugesendet hat. Obwohl ich wirklich eher selten Thriller lese, fand ich, dass dieser sich wirklich spannend angehört hat, noch dazu mit einer Thematik, die wieder etwas für mich sein könnte! Wie mir das Buch letztendlich gefallen hat, sage ich euch jetzt!

Audra war mir von Anfang an sympathisch! Man merkt bereits auf den ersten Seiten, wie gehetzt sie ist und wie viel sie bereits durchgemacht haben muss. Mit der Zeit erfährt man als Leser deutlich mehr über sie und ihr bisheriges Leben und obwohl sie nicht immer perfekt gehandelt hat, ist die Sympathie vor allem durch ihren Kampf um ihre Kinder erhalten geblieben. Es war wahnsinnig spannend ihr bisheriges Leben und ihren nun stattfindenden Kampf gegen die Behörden und die Presse zu verfolgen!

Ihre Kinder – Sean und Louise – waren einfach nur goldig! Auch sie haben mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen können und ich habe ihnen ihr Kindsein, aber auch ihren Mut und ihre Angst voll und ganz abgekauft. Sobald man als Leser erfährt, was ihnen wiederfährt und was mit ihnen gemacht werden soll, war ich unglaublich geschockt und musste einfach wissen, wie es mit ihnen ausgeht!

Zu den wichtigen Charakteren in Bezug auf das Drama, das den Thriller ausmacht, möchte ich jetzt natürlich nicht zu viel sagen. Ich denke, jeder sollte selbst erleben, was die Geschichte zu bieten hat und wenn euch der Klappentext anspricht, werdet ihr das Buch sicher auch mögen. Was ich sagen kann ist, dass die Charaktere allesamt wirklich gut ausgearbeitet und gestaltet worden sind, man ihnen ihre Handlungen und Eigenarten abkauft und sie am Ende alle durchschauen kann.

Die Einzigen, die ich jetzt noch erwähnen möchte sind Mitchell und Danny, da ich beide Charaktere spannend zu beobachten fand und sie einen nicht unerheblichen Teil der Geschichte ausgemacht haben. Um auch hier nichts vorwegzunehmen, werde ich aber auch zu ihnen nichts verraten 

Was mir etwas gefehlt hat war tatsächlich Vielschichtigkeit, denn wie bereits gesagt habe ich das Gefühl, dass man sie bereits beim ersten Aufeinandertreffen durchschauen kann und weiß, wer sie sind. Das nimmt dem Ganzen einen Teil der Spannung. Dennoch waren die Charaktere gut ausgearbeitet, das Setting überzeugend und die Story immer wieder spannend, wenn sie mich auch nicht durchgehend geflasht hat.

 

Fazit:

Ich mochte diesen Thriller wirklich gern und er hat mir eine nette Abwechslung zu den Genres geboten, die ich sonst lese. Diejenigen unter euch, die der Klappentext anspricht, werden das Buch sicher mögen, allerdings empfand ich die Geschichte nicht als wahnsinnig spannend, sondern vielmehr als gute Unterhaltung für Zwischendurch und darüber hinaus als Aufklärung für so viel mehr da draußen als einfache Entführung. Tatsächlich ist allein der Gedanke erschreckend und gerade deswegen fand ich die Geschichte auch so interessant, zumal der Wille der Protagonistin und die Charakterzüge der Charaktere zu 100% beim Leser ankamen. Von mir gibt es deshalb 3,5 Federn für diese Geschichte und ein großes Dankeschön an den Verlag!

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267 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

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Die Schöpfer der Wolken

Marie Graßhoff
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 12.10.2017
ISBN 9783959910989
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich ein anderes Buch der Autorin schon längere Zeit im Regal stehen hatte, weil es mich durch seine Dicke abgeschreckt hat, kam ich nicht drumherum vorher ein dünneres Werk von ihr zu lesen und mir so ein Bild von ihrem Schreibstil und Weltenaufbau zu machen. Was soll ich sagen? Mich hat die Autorin voll und ganz von sich überzeugen können!
Man lernt in dieser Geschichte viele Charaktere kennen, die alle auf ihre Art einzigartig sind. So haben 7 von ihnen besondere Fähigkeiten, die man im Laufe des Buches besser kennen- und einzuschätzen lernt und die unsere Protagonisten ein Stück weit definieren. Mir ist schnell aufgefallen, dass die Autorin sich hier etwas ganz besonderes und eigenes ausgedacht hat und das fällt einem mit jeder Seite des Buches mehr auf, denn nicht nur die verschiedenen Charaktere, sondern auch die Dimensionen haben mich völlig einnehmen können.
Ciara hat mir mit am besten gefallen, weil man ihr ihre Entwicklung am meisten ansieht und sie sich in meinen Augen unheimlich stark verändert hat. Wo sie zu Beginn unsicher und ahnungslos ist, ist sie am Ende stark, weiß um ihre Fähigkeiten und versucht immerzu, das Richtige und Beste für alle zu tun. Mir war schnell klar, dass mehr hinter ihr und ihrem Bruder Koba stecken muss und die Aufklärung, die nach und nach kommt, hat mich noch mehr überraschen können als gedacht.
Wesley hat mir ebenfalls gut gefallen, wenn er für mich auch eher ein Charakter am Rande war. Seine Fähigkeit fand ich anfangs interessant, aber nicht wirklich spannend, doch mit der Zeit entdeckt auch er mehr und auch seine Entwicklung hat mir dann wirklich gut gefallen!
Brendan war von Anfang an mehr der Einzelgänger und ich finde, dass man das das ganze Buch über gemerkt hat. Dass er eine besondere Verbindung zu verschiedensten Tieren und natürlich seinem Hund hat, merkt man auf der ersten Seite und schließt ihn allein deshalb auf seine eigene Art ins Herz. Dennoch muss ich sagen, dass ich es schade finde, dass man nicht mehr von ihm gesehen hat.
Xia war mir anfangs mit am sympathischsten, hat sich dann aber in eine Richtung entwickelt, die mir ehrlich gesagt nicht gefallen hat. Für mich wurde sie irgendwie eigenartig, was möglicherweise auch an ihrer Gabe liegt, die so eng mit dem Tod verbunden ist. Es hat mich wirklich etwas enttäuscht, dass sie lange Zeit sehr im Fokus des Geschehens war und sich dann ganz anders entwickelt hat, als erhofft. Trotzdem hatte sie auch ihre positiven Seiten.
Andrew hat mir neben Ciara mit am besten gefallen. Er war geheimnisvoll, besonders, beschützend und freundlich und obwohl man sofort spürt, dass mehr hinter ihm steckt und ihm deshalb nicht dauerhaft traut, muss ich sagen, dass er mir einer der liebsten Charaktere war. Und auch wenn man als Leser schneller hinter die Geschichte kommt als die Charaktere muss ich sagen, dass ich immer wieder überrascht worden bin. Sowohl von den Charakteren, als auch von der Story.

Doch neben den stärksten Hauptcharakteren gab es auch Nuka, Linh, Thien und seine Oma, sowie Ashley und Zhao mit seinen Gefolgsleuten. Selbst diese Charaktere konnten mich überzeugen und jeder von ihnen hat mich im Endeffekt durch negative Seiten überraschen können. Genau das hat der Geschichte noch mehr Spannung verliehen.


Fazit:

Tatsächlich habe ich absolut gemischte Gefühle und denke, dass die Story an sich nicht dauerhaft spannend auf mich gewirkt hat und die besten Aspekte für mich die genannten Dimensionen waren, auf die ich nicht näher eingehen werde, da sie für mich den schönsten Teil der Geschichte ausmachen. Die Charaktere und Dimensionen hatten wirklich Potenzial und vor allem ist die Idee in meinen Augen etwas Neues und Besonderes. Trotzdem hat es mir an etwas gefehlt und ich hätte mir mehr Aufregung gewünscht. Obwohl die Protagonisten ständig auf der Flucht waren und die Welt dabei war unterzugehen, war mir das nicht genug und teilweise sogar zu viel Drama auf einmal. Ich hätte mir stattdessen noch mehr Details bezüglich der ein oder anderen Verfolgung oder auch mehr Drama gewünscht, was mir zu wenig war. Der Fokus lag stattdessen auf den poetischen Passagen und der Suche nach dem eigenen Ich der Charaktere, was grundsätzlich nicht schlecht war, mir aber zu wenig Aufs und Abs geboten hat. Statt den Mittelteil so lang zu ziehen und das Ende recht knapp zu halten, hätte ich es mir genau andersherum gewünscht. Andere von euch werden da vielleicht noch einmal ganz anders drüber denken, doch ich habe mir noch mehr erhofft. Von mir gibt es dennoch tolle 4 Federn, weil die Idee schön, die Umsetzung gut und das Ende gelungen waren! Ich freue mich auf mehr von der Autorin!

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1.211 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 203 Rezensionen

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Wie die Luft zum Atmen

Brittainy C. Cherry , Katja Bendels
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei LYX, 13.01.2017
ISBN 9783736303188
Genre: Liebesromane

Rezension:

So viele habe ich von diesem Buch sprechen hören und immer wieder wollte ich es ebenfalls lesen und mich überzeugen lassen. Jetzt habe ich genau das getan und kann es nicht bereuen!
Elizabeth und Tristan sind die beiden Protagonisten der Geschichte. Beide haben ihre Ehepartner verloren, allerdings hat Tristan zusätzlich zu seiner Frau Jamie auch seinen Sohn Charlie verloren, während Elizabeth nach dem Tod ihres Mannes Steven noch ihre Tochter Emma als Stütze hat. Man merkt diesen Unterschied definitiv und erkennt schnell, dass beide gebrochen sind und nicht wissen, wie sie mit alledem umgehen sollen. Eine riesige Wende war für mich der Moment, in dem sie sich wirklich verstehen lernen.

Die Beziehung der beiden ist natürlich nicht einfach und zu Beginn gibt es da auch keine direkte Verbindung zwischen ihnen, sondern nur die Narben, die sie in sich selbst tragen und die durch eine ähnliche Geschichte entstanden sind. Was ich besonders schön an Tristan und Lizzie fand war, dass beide sich in vielen Situationen den nötigen Halt gegeben haben und eben nicht oberflächlich waren. Denn viele in der Nachbarschaft sind genau das und als Leser merkt man sich, dass man in die Seele und nicht auf die Gerüchteküche schauen sollte.

Die Story beginnt mit vielen extremen Situationen und auch das Kennenlernen von Tristan und Lizzie verläuft nicht unbedingt gut. Daraufhin lernt man erst einmal den groben und unfreundlichen Tristan kennen, den die Nachbarschaft zu sehen bekommen soll und ihn eigentlich bloß schützt. Doch unsere Protagonistin sieht hinter die Fassade und das bringt einem nicht nur unheimlich schöne und traurige Momente, sondern auch besonders poetische und romantische Stellen im Buch.

Faye und Tanner sind die besten Freunde von Liz und waren mir eigentlich von Anfang an sympathisch. Ab einem gewissen Punkt wird es mit Tristan allerdings so besonders, dass nicht alle Charaktere damit umgehen können. Auch Faye ist oftmals kritisch und doch muss ich sagen, dass ich sie als Lizzies beste Freundin unheimlich gern mochte und vor allem ihren Humor schätzen gelernt habe. Bei Tanner war es weitaus schwieriger, denn er ist nicht nur der beste Freund von Steven gewesen, sondern auch ganz anders als man anfangs vermutet und zum Ende hin war mir sein Verhalten definitiv zu extrem. Mehr müsst ihr aber selbst herausfinden 

Neben diesen Nebencharakteren gab es natürlich noch die Eltern unserer Protagonisten, die ich ebenfalls unheimlich gern mochte und abgesehen von diesen lernt man auch Mr Henson kennen, der einen Laden führt und den ich geradezu geliebt habe! Man merkt schnell, dass er mit das größe Herz hat und man kann ihn eigentlich nur lieben. Neben ihm gibt es noch Mike, der ebenfalls einen Laden führt, in dem auch Faye und Elizabeth, sowie Sam arbeiten. An sich mochte ich sowohl Sam als auch Mike, allerdings waren auch diese nicht immer einfach.

Das Einzige was mich etwas gestört hat war, dass es gegen Ende alles etwas sehr dramatisch wurde. Natürlich hat es zu dieser Geschichte gepasst, allerdings fand ich den ein oder anderen Aspekt etwas zu viel. Für mich hatte die Geschichte auch im Mittelteil viele Höhepunkte und obwohl ich das Ende großartig fand muss ich sagen, dass es den dramatischen Höhepunkt nicht hätte geben müssen. Zumindest nicht in dieser ausgeprägten Form.


Fazit:

Sowohl die Geschichte als auch die Charaktere haben mich voll und ganz überzeugen können! Ich hätte nicht damit gerechnet, dass so viele ernste und emotionale Themen verarbeitet werden würden und man als Leser das Gefühl hat, die Charaktere und ihre Gefühle wirklich zu verstehen. Vor allem zu Beginn konnte ich Tristan nicht wirklich ausstehen, doch Elizabeth hat mir als Leserin gezeigt, dass man hinter die Fassade sehen muss und die wahre Persönlichkeit nur dann erkennt, wenn man wirklich hinsieht. Doch auch die Liebesgeschichte, die langsam entsteht konnte mich überzeugen und die vielen Momente mit Emma oder auch Faye, vor allem aber zwischen Tristan und Elizabeth waren für mich etwas ganz besonderes. Ich sage nur weiße Federn! Jetzt verstehe ich, wieso alle begeistert von der Autorin und ihren Geschichten zu sein scheinen. Für mich eine ganz klare Leseempfehlung für jeden, der eine ernste und überzeugende Liebesgeschichte der anderen Art sucht. Deshalb gibt es von mir 4,5 Federn!

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663 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 85 Rezensionen

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Verliebt in Mr. Daniels

Brittainy C. Cherry , Barbara Först
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 04.05.2016
ISBN 9783802599187
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach meinem ersten Buch der Autorin konnte ich es kaum abwarten, mehr schöne Geschichten von ihr zu lesen und mich komplett von den Gefühlen mitreißen zu lassen! Mit diesem Buch ist mir das gelungen, wenn auch ganz anders als bei ihrer Buchreihe.

Die Protagonistin Ashlyn war mir von Anfang an sympathisch, man hat allerdings auch schnell gemerkt, dass sie eine ganze Menge Trauer mit sich trägt, die sie verarbeiten muss. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich in meinen Augen wirklich positiv, allerdings gibt es immer wieder Situationen, die ihr zusetzen und die auch den Leser nicht immer kalt lassen. Dies spricht definitiv für die Charaktere, doch trotzdem hat mir noch mehr Nähe zu ihnen gefehlt.

Besonders aufgefallen ist mir das zu Beginn der Beziehung von Ashlyn und Daniel. Ich mochte beide Charaktere von Anfang an und vor allem Daniel hat für mich einen ganz besonderen Part gebildet und unheimlich viel Poesie und Gefühl mit eingebracht. Dennoch hatte ich das Gefühl von Startschwierigkeiten, was ich wahnsinnig schade fand und definitiv an mir zu liegen schien. Doch als diese erst einmal überwunden waren, war die Geschichte umso echter und gefühlvoller.

Wie bereits gesagt fand ich beide Hauptcharaktere grandios und vor allem tiefgründig, denn beide haben ihre Last zu tragen. Wo Ashlyn erst vor Kurzem ihre Zwillingsschwester Gabby verloren hat, fehlen Daniel seine Eltern, die durch einen Unfall ums Leben gekommen sind. Mit der Zeit offenbaren sich natürlich einige Details, die es dem Leser leicht machen, sauer auf die ein oder andere Nebenfigur zu werden oder auch einfach nur mit den Charakteren mitzutrauern. Und doch ist da ein Anflug von Liebe, die die Hauptcharaktere erfolgreich ausweiten.

Doch neben den beiden starken Hauptfiguren muss ich sagen, dass ich die Nebencharaktere teilweise als noch stärker empfunden habe. Vor allem Gabbys Briefe haben mich immer wieder beeindruckt und emotional berührt und auch die zwei Charaktere und Geschwister Hailey und Ryan waren für mich einfach Wow-Charaktere, weil sie Witz, Gefühl und vor allem Nähe mit in die Geschichte bringen konnten. Die Freundschaft, die Ashlyn sich mit den beiden aufbaut ist für mich nach wie vor etwas Besonderes in dieser Geschichte und auch Daniels Freundschaft zu seinem besten Freund fand ich großartig.

Doch neben diesen sehr starken Charakteren mochte ich auch die anderen Nebencharaktere – mal mehr mal weniger – und auch sie waren eindrucksvoll. So wurde ich mit Ashlyns Vater eigentlich schnell warm, auch wenn ich immer wieder Phasen hatte, in denen ich ihn nicht so gern mochte. Ebenso ging es mir mit ihrer Mutter und einigen anderen Charakteren, wie der Mutter von Hailey und Ryan oder auch Jake und Jace.

Da Ashlyn neben ihrer Trauerbewältigung bald darauf noch andere Probleme hat – zum Beispiel die Tatsache, dass ihr neuer Schwarm ihr Lehrer wird – und sie mit ihrem Vater, den sie sonst nie gesehen hat, plötzlich unter einem Dach wohnen muss, kommt in der Geschichte alles Schlag auf Schlag. Das Beeindruckende am Schreibstil der Autorin ist, dass all das überhaupt nicht so viel wirkt und die Geschichte durch die ständigen Ereignisse einfach spannend bleibt.

 

Fazit:

Für mich gab es Überraschungen, Wendungen, Gefühle, Trauer und dann natürlich auch Klischees, doch insgesamt fand ich es einfach stimmig. Ashlyn und Daniel waren großartige Protagonisten und obwohl das Problem des Lehrer-Schüler-Konflikts meiner Meinung nach gar nicht so stark im Fokus stand, mochte ich dieses Hindernis sehr, weil es den Charakteren trotz allem etwas geben konnte und sie sich weiterentwickelt haben, eben weil es dieses Problem gab. Natürlich trauert und fiebert man als Leser oft mit den Charakteren mit und ich wollte immer wieder, dass es zu einem Happy End kommt, doch der Weg zum Ende der Geschichte hat mich wirklich berührt und es gab immer wieder unheimlich schöne, traurige und auch lustige Passagen, die mir sogar den ein oder anderen Insider geliefert haben. Für mich waren die Charaktere das Herz der Geschichte und ich kann mir nach wie vor vorstellen, dass es sie wirklich gibt. Da ich die Geschichte unheimlich gern gelesen habe, gibt es von mir diesmal 4,5 Federn!

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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Feral Moon 1: Die rote Kriegerin

Asuka Lionera
E-Buch Text: 455 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.06.2018
ISBN 9783646301243
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wie immer habe ich mich riesig auf ein neues Werk von Asuka Lionera gefreut und durfte auch diesmal während des Entstehungsprozesses hineinschnuppern! Und tatsächlich hat mich dieses Buch sofort aus einer riesen Leseflaute geholt und mir noch dazu etwas absolut tolles und wieder einmal außergewöhnliches geboten, das ich so nur in ihren Büchern finde – das Gefühl, dabei zu sein und wirklich mit den Charakteren zu fühlen und zu leiden. Zu dem Ende dieses ersten Bandes kann ich aber nur sagen: was für ein fieser Cliffhanger!  

Scarlet hat mir von Anfang an gut gefallen. Sie wirkt stark und unabhängig, hat ihren eigenen Kopf und möchte am liebsten die erste Wächterin werden. Da die Aufgabe des Kämpfens allerdings nur Männern vorbehalten ist und sie in einem Dorf, bzw. einem Clan voller Männer wohnt, ist von vornherein klar, dass ihr Traum wohl ein Traum bleiben muss. Doch als Leser merkt man schnell, dass Scarlet viel stärker und ehrgeiziger ist, als man meinen sollte und so erschafft die Autorin auch diesmal wieder eine ganz besondere Welt und eine großartige Protagonistin!  

An der Welt hat mir besonders gut gefallen, dass sie in der Zukunft spielt und doch eine ganze Menge Fantasyelemente mit eingebracht werden. Durch Andeutungen hinsichtlich technischer Fortschritte, die nun aber keine Rolle mehr spielen und die Zeit eher wie das Mittelalter wirken lassen, entsteht eine neue Welt in der auch neue Gefahren nicht weit sind. Seien es die Städte, die in den schlimmsten Ecken die Frauen schützen sollen, die verschiedenen Farben für verschiedene Clans, das Königreich oder die Bevorzugung der Männer – Asuka Lionera hat mich voll und ganz mitnehmen können und ich bin nach wie vor begeistert von dieser Welt!  

Natürlich hat es mich immer wieder gestört, dass die Männer derart bevorzugt zu werden scheinen, doch nach und nach kommen auch andere Seiten ans Licht, die vor allem durch die Charaktere eingeführt werden. So lernt man die Ferals kennen, die die Monster in dieser Welt bilden und die jeder zu fürchten scheint, hinter denen außerdem eine ganze Menge Geheimnisse stecken, die unsere Protagonistin nach und nach aufdeckt. Doch vor allem durch den Charakter Ash und seine Sicht der Dinge lernt man als Leser, die Dinge nicht nur einseitig zu betrachten und das hat mir hier besonders gut gefallen!

Neben den Ferals gibt es weitere Gefahren, vor allem für Frauen und auch für Scarlet, die sich oftmals in Form von den Männern des Clans zeigen. So konnte ich mich nicht mit Tristans Vater Boldur anfreunden und auch Cedric und sein Vater sind einfach nur schrecklich und machen dadurch natürlich einen wichtigen Teil der Geschichte aus, denn der Hass, den man selbst als Leser spürt, spricht nur für die Charaktere und die Gefühlswelt von Scarlet, die man so gut nachempfinden kann.

Besonders tolle Charaktere gibt es aber auch und so kann ich neben Trsitan und Ash auch Königin Neera nennen, die mir persönlich sehr gut gefallen hat und über die man schon hier einiges erfährt! Doch auch die zwei Leibwächterinnen Payne und Hazel, sowie Caleb – den besten Freund von Ash – habe ich sehr geliebt! Tatsächlich waren diese fünf neben Scarlet meine absoluten Lieblingscharaktere und ich könnte mich nicht für einen von ihnen entscheiden!

Wen darf man nicht vergessen? – Genau! Tristan ist als Sohn des Clanführers, bester Freund und heimlicher Schwarm von Scarlet eine wichtige Figur und spielt vor allem in diesem ersten Band des öfteren eine wichtige Rolle für die Story. Ihn mag ich an sich wirklich gern, vor allem die Vertrautheit zwischen ihm und Scarlet hat mir gefallen. Trotzdem muss ich sagen, dass mir die Charaktere am Königshof deutlich lieber geworden sind und ich Scarlet vor allem durch ihre Stärke und Unabhängigkeit bewundere, die sie bei Tristan gerne mal abschaltet.

Zu guter Letzt ist natürlich noch das große Geheimnis um einen der Charaktere zu nennen, das es aufzudecken gilt und auf das bereits in diesem ersten Band sehr neugierig gemacht wird. Immer wieder erhält man Hinweise darauf und ich kann es kaum abwarten zu erfahren, ob meine Vermutungen richtig sind! Der Cliffhanger am Ende der Geschichte trägt natürlich nur zu mehr Spannung bei, denn nun gilt es für Scarlet erneut eine schwierige Wahl zu treffen.


Fazit:

Ich finde es nach wie vor beeindrucken, wie viel stärker die Charaktere und Geschichten der Autorin mit jedem weiteren Buch werden. Scarlet ist eine besonders unabhängige, ehrgeizige und vor allem kämpferische Protagonistin, die so ganz anders denkt als ich und die ich doch gerade deswegen liebe. Durch ihre Ziele ignoriert sie andere Dinge in ihrem Umfeld oftmals gänzlich und besitzt dadurch beinahe eine Art schwarz-weiß-Denken und doch entwickelt sie sich bereits in diesem Band enorm, was man als Leser gebannt und auch beeindruckt verfolgt. Besonders schön finde ich die Liebesbeziehung, die sich hier nach und nach anbahnt und natürlich haben es mir vor allem die Charaktere am Königshof angetan, insbesondere der Leibwächterinnen und der Rolle, die Scarlet einnehmen muss. Mir gefällt die sture Art, die nicht nur sie selbst, sondern auch einige der anderen Charaktere haben und man schließt sie alle so schnell ins Herz, dass es einem vorkommt, als würde man sie ewig kennen. Genau das ist das Besondere an den Geschichten der Autorin und ich kann den zweiten Band nach diesem unglaublich fiesen Ende kaum abwarten, denn nicht nur die Entscheidung, die jetzt für Scarlet ansteht wird den Leser erwarten, ich bin sicher, dass auch das ein oder andere Geheimnis endlich ans Licht kommen wird! Von mir gibt es ganz klare 5 Federn mit Extraauszeichnung und ich freue mich auf mehr!

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967 Bibliotheken, 32 Leser, 0 Gruppen, 202 Rezensionen

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

Palace of Glass hat mich schon vor Erscheinen neugierig auf die Geschichte gemacht und doch habe ich mich nicht dazu hinreißen lassen, es direkt zu bestellen oder vom Verlag zu bekommen. Stattdessen wollte ich abwarten und sehen, was verschiedenste Blogger dazu sagen und sobald ich auch von Bekannten gehört hatte, dass das Buch so toll sei, musste ich einfach reinlesen.

Der Einstieg in die Geschichte war gut, allerdings war ich nicht von Anfang an so gefesselt, dass ich nicht mehr aufhören konnte. Diesen Punkt habe ich dann aber doch noch erreicht, sobald der Prinz und die Intrigen, aber auch unheimlich interessante andere Charaktere, wie die Duchesse und der weiße Ritter mit ins Spiel kamen.  

Die Protagonistin Rea Emris war mir eigentlich von Anfang an sympathisch und mit der Zeit entwickelt sie sich zu einer noch stärkeren Persönlichkeit, die beginnt zu merken, was sie für sich und andere will und die Prioritäten setzt, die ihr selbst vielleicht nicht immer guttun, ihr aber doch ein Ziel geben. Besonders spannend wurde es, als sie sich verliebt hat und sobald sie beginnt, gewissen Charakteren zu vertrauen, wurde es auch für mich als Leser deutlich interessanter und schöner.  

Interessant war auch die Kreatur, die Rea immer wieder in ihren Gedanken erwähnt und die sie auf Schritt und Tritt begleitet. Wo sie erst einmal wie eine Begleiterscheinung ihrer Gabe wirkt, wird schnell klar, dass sie das nicht ist und somit vorerst ein Mysterium bleibt. Ich bin gespannt was diesbezüglich noch auf den Leser wartet, denn ich bin sicher, dass es noch mehr Schwierigkeiten mit ihr geben wird.  

Doch auch die Feuerseide, bzw die rote Seide, die immer wieder erwähnt wird scheint noch einiges bereit zu halten, denn wo zu Beginn davon ausgegangen wird, dass es dabei um die rote Seide geht, die Rea braucht, um ihre Hautgier unter Kontrolle zu haben und nicht ständig Menschen anzufassen, um zu Kräften zu kommen und in ihren Gedanken rumzuschnüffeln, wird zum Ende hin ebenfalls noch viel mehr daraus.  

Zu Beginn konnte ich so gar nicht einschätzen, wem man trauen kann und wer ein falsches Spiel spielt und ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, dass es sich so entwickeln würde, wie es sich dann entwickelt hat, denn einigen Charakteren habe ich von Anfang an misstraut, obwohl diese am Ende oftmals die Vertrauenswürdigsten waren. Bis zum Ende dieses ersten Bandes ist wirklich einiges passiert, sowohl schöne, als auch sehr tragische Momente und ich bin froh, dass es sich so entwickelt hat, wie es jetzt ist.  

Zu den wichtigsten Nebencharakteren gehört definitiv die Duchesse Ninon, die ich auf ihre eigene Art ins Herz schließen konnte. Wo ich sie zu Beginn aufgrund ihrer freizügigen Art und dem Widersetzen der Regeln eher kritisch betrachtet habe, habe ich zum Ende hin vor allem das und ihre helle, feurige Art unheimlich zu schätzen gelernt. Ähnlich ging es mir mit Blanc, den ich allerdings von Anfang an ziemlich sympathisch fand und auch Robin habe ich schnell lieb gewonnen, wobei ich die Beziehung zwischen ihm und Rea immernoch schwierig einzuschätzen finde und mich nach wie vor reinfinden muss.  

Neben diesen dreien gab es natürlich auch Familie von Rea, die durch Liam hinzukommt, der allerdings nur zu Beginn wirklich auftaucht und danach ein Rätsel aufgibt, denn die Terrororganisation Winter kommt hinzu und wendet sich gegen das Königshaus und es tritt immer wieder der Verdacht auf, dass Liam ihnen angehören könnte. Ob da etwas dran sein könnte, wird man dann sehen. Ich bin jedenfalls sicher, dass er weit mehr vor seiner Schwester geheim hält, um sie zu schützen. Diese vier waren trotz allem meine Favoriten und ich freue mich jetzt schon auf mehr von ihnen!  

Doch natürlich gab es noch deutlich mehr Charaktere, wie zum Beispiel den König und die Königin, die beide mal freundlich und dann wieder das genaue Gegenteil waren und die man allein deswegen kaum einschätzen kann. Das macht sie allerdings zu sehr starken und spannenden Charakteren und ich bin gespannt wie die beiden sich noch entwickeln werden. Ähnlich geht es mir mit Mister Galahad, der vor allem zu Beginn stumpf den Regeln folgt und sich keinen Fehler erlaubt, was ihn nicht zur spannendsten Figur, durch die ein oder andere Handlung von ihm aber doch noch zu mehr macht. Zu guter Letzt gab es noch den Comte und René, die bisher noch keinen allzu großen Auftritt hatten, doch auch hier bin ich sicher, dass noch mehr kommen wird.

 Fazit:

Ich habe tatsächlich kaum erwartet, dass mir die Geschichte am Ende doch so gut gefallen würde, dass ich mir direkt die nächsten beiden Bände kaufen muss! Ich bin froh, dass ich weitergelesen und die Charaktere ins Herz geschlossen habe und vor allem bezüglich unserer Protagonistin Rea, die so viele Geheimnisse entdeckt und uns ihre Gabe gezeigt hat, bin ich gespannt was noch folgen wird. Doch auch Ninon wirkt wie ein sehr spannender Charakter und ich kann es kaum abwarten mehr von ihrem Feuer zu sehen! Den Prinzen muss ich wahrscheinlich nicht noch einmal erwähnen, denn ich hoffe nach wie vor, dass er mich noch genauso überzeugen wird, wie er Rea bisher überzeugt hat, so ganz bin ich das noch nicht und doch mag ich auch ihn sehr gern! Insgesamt kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man dystopische Fantasygeschichten mag und eine Geschichte mit vielen Intrigen, Machtspielchen und Liebe im Königshaus erleben will. Von mir gibt es 5 Federn!

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Feral Moon 2: Der schwarze Prinz

Asuka Lionera
E-Buch Text: 356 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.07.2018
ISBN 9783646301250
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nachdem ich den ersten Band um die neue Trilogie von Asuka Lionera beendet hatte, konnte ich nicht lange warten und habe den Tag darauf sofort zum zweiten Band gegriffen. Die absolut richtige Entscheidung, wie sich nun herausgestellt hat.

Scarlet entwickelt sich auch diesmal weiter und kommt vor allem endlich von ihrem schwarz-weiß-Denken weg, das sie so lange begleitet hat. Obwohl sie mir vor allem zu Beginn des zweiten Bandes nicht ganz so gut gefallen hat, weil sie meiner Meinung nach etwas naiv und fast schon kindlich an gewisse Personen und Dinge gegangen ist, hat sich dies glücklicherweise nach und nach gelegt. Gegen Ende des zweiten Bandes hat sie sich dann erneut zu einer sehr starken Persönlichkeit entwickelt, die weiß was sie will und die ihren Platz kennt. Diese Entwicklung fand ich absolut gelungen!

Doch auch andere Charaktere haben sich gemacht und sowohl Tristan als auch Ash bilden erneut einen großen Teil der Geschichte. Tristan ist mir in diesem Band tatsächlich sehr unsymapthisch geworden und wann immer die Sprache auf ihn kommt, merke selbst ich als Leser eine Art Wut im mir aufköcheln. Auch diesbezüglich hat die Autorin wieder erste Arbeit geleistet, denn die Gefühle der Charaktere kommen immerzu beim Leser an und so sind die Figuren nicht mehr nur Charaktere in einer Geschichte, sondern weit mehr als das.

Ash wird diesmal erneut als zweiter Protagonist in der Geschichte eingebaut und verdient seinen Platz zurecht. Ich bin mittlerweile absolut verliebt in seine Rolle und bewundere ihn für seinen Beschützerinstinkt, seine Liebe und vor allem seine Zurückhaltung in Bezug auf Scarlet! In meinen Augen macht er sehr viel mehr richtig als viele andere Charaktere in der Geschichte und selbst als Scarlet, die mit ihrem Dickschädel immer wieder an meine Grenzen stößt. In diesem zweiten Band passierte das besonders oft, doch dank Ash kann ich da wirklich drüber hinwegsehen, denn die zwei machen die Geschichte für mich letztendlich zu dem, was sie ist.

Die Entwicklung, die auch die Beziehung der beiden zueinander betrifft, ist in diesem Band besonders deutlich zu erkennen. Wo im ersten Band das Kennenlernen, der Kampf gegen die Ferals und der Aufbau von Gefühlen im Vordergrund stand, geht es diesmal um mehr, denn sowohl die Intrigen im Königreich nehmen zu, als auch die Beziehungen der Charaktere untereinander.

Bei Scarlet und Ash ist dies natürlich besonders stark im Vordergrund und auch was sein Geheimnis angeht erfährt man nun endlich, was hinter alledem steckt. Doch nicht nur er, sondern auch die Königin und Tristan haben Scarlet einiges zu erzählen und so bleibt es die ganze Zeit über spannend und ich bin schon jetzt gespannt, was der dritte Band alles bereithalten wird, denn auch diesmal verspricht das Ende des Bandes eine Menge!

Die Nebencharaktere haben sich auch hier wieder mit unseren Hauptcharakteren mitentwickelt und die Prise Humor mitgebracht, die die Geschichte braucht. Hazel und Payne sind nach wie vor absolut großartige und starke Frauen mit Kampfgeist, die von Ashs bestem Freund und Ritter Caleb begleitet werden, den ich tatsächlich aus vollem Herzen liebe! Er hat einfach das gewisse Etwas, bringt mich immer wieder mit seinen stumpfen Bemerkungen zum Lachen und fühlt sich gemeinsam mit den anderen wie Familie an. Ähnlich geht es mir aber auch mit Königin Neera, die hier weiterhin wichtig bleibt und die ich einfach gern habe.

Natürlich bleiben auch unwillkommene Charaktere in der Geschichte nicht aus und es kommen sogar neue hinzu, die Probleme mit sich bringen oder Eifersucht bezüglich unserer Hauptcharaktere zeigen und auch da bin ich mehr als gespannt, was noch folgen wird!

 

Fazit:

  Auch dieser zweite Band konnte mich voll und ganz überzeugen und es ist nach wie vor wie nach Hause kommen, sobald ich erneut in eine Welt der Autorin eintauche! Scarlet und Ash sind absolut überzeugende, starke und liebenswürdige Hauptcharaktere und ich bin froh, dass man nun das größte Geheimnis kennt und sich doch auf mehr von ihnen und all den wundervollen Nebencharakteren freuen kann! Denn auch diese, vor allem Hazel, Payne, Neera und Caleb habe ich unglaublich ins Herz geschlossen und auch Scarlets Großmutter hält immer einen humorvollen Kommentar für den Leser bereit. Ich liebe diese Welt, die Charaktere, das Geheimnis um Ash und die Stärke unserer Protagonistin und abgesehen davon, dass ich sie im Mittelteil dieses Bandes gerne mal schütteln wollte, um ihr pures Trotzverhalten loszuwerden, fühle ich mich pudelwohl dabei, sie und die anderen zu begleiten und freue mich wieder einmal auf mehr! Von mir gibt es diesmal 5 Federn!

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Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine Weile habe ich mich vor dieser Reihe gedrückt, doch spätestens nach dem Ende des ersten Bandes war es um mich geschehen und ich konnte mich dem Sog nicht entziehen. Ich weiß nicht was es ist, ob es die Charaktere sind, die sich fast schon wie Familie anfühlen oder die Spannung, die einen begleitet, aber ich bin verliebt in diese Reihe!  

Rea Emris entwickelt sich in diesem Band noch ein Stückchen mehr, als sie es bereits im ersten getan hat. Endlich lernt sie, mit ihrer Gabe umzugehen, sie einzusetzen, Zuneigung gegenüber denen zu zeigen, die es verdienen und sich so zu geben, wie sie ist. Man merkt während des Lesens oft, dass sie nach wie vor nicht dazu stehen kann, dass sie eine Magdalena ist und obwohl sie und ihr Bruder, ja, sogar einige meiner Lieblinge mit ihr nach Frankreich gegangen sind, muss es dennoch ein Geheimnis bleiben.  

Auch in diesem Band wird es wieder bedrückend, aufregend, tückisch und geheimnisvoll und ich habe mich immer wieder dabei ertappt, wie ich fast wahnsinnig vor Angst um unsere Charaktere wurde. Im ersten Band wurde angedeutet, dass in Frankreich alles besser wird und da Ninon dort die Prinzessin ist, sollte man das vielleicht wirklich annehmen. Doch sowohl der König Roi, als auch seine Mätresse Madame Hiver und zahlreiche andere Personen machen es unseren Charakteren und vielen Magdalenen nicht immer leicht, so auch Liam, wie ich in diesem Band das Gefühl hatte, obwohl ich ihn an sich nach wie vor gern habe.  

Doch natürlich sind diese zwei nicht die einzigen Hindernisse und es gibt erneut Aufstände, Proteste und Annäherungen, die dazwischenkommen. Gerade das macht diesen Band erneut so spannend und natürlich darf auch der Prinz von England, Robin, nicht fehlen, wo er doch im ersten Band so präsent war und Rea längst ihr Herz an ihn verloren hat. Ich muss zugeben, dass ich mit ihm immer noch nicht ganz warm geworden bin und ich die Beziehung der beiden nicht ganz verstehen kann, doch ich bin nach wie vor gespannt, was im dritten Band noch auf mich warten wird.  

Trotz der vielen Hindernisse, die die Charaktere immer wieder bewältigen müssen, gibt es aber auch viele schöne und sogar romantische Momente und das verdankt man vor allem der wundervollen Ninon, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe und mir gar nicht mehr wegdenken kann, weil ich sie seit dem Ende des ersten Bandes mit ganz anderen Augen sehe.

Ebenso geht es mir mit Blanc, den ich im ersten Band schon gerne mochte, der hier aber noch mehr als eine Schippe drauflegt und sich mittlerweile unglaublich vertraut anfühlt. Und auch René und der Comte gewinnen endlich an Bedeutung und fühlen sich nun wie Familie an. Ich gebe zu: diese vier sind für mich absolut besondere Charaktere und zu ihnen habe ich definitiv eine Verbindung gefasst, die über die Geschichte hinausgeht.

Vom Prinzen kann ich das leider nur begrenzt behaupten, denn obwohl ich Robin gerne mochte, hat er in diesem Band einiges eingebüßt, sich dann wieder gebessert, dann wieder nicht usw. Ich weiß kaum noch, was ich von ihm halten soll, wie ich ihn einzuschätzen habe und inwiefern sich seine Gedanken von seinen Handlungen unterscheiden können. Auch die Königin kann ich kaum noch einschätzen, ebenso wie einige andere Charaktere, die hinzugekommen sind und gerade diesbezüglich wird es nach diesem Ende Spannungen in Band 3 geben.  

Im Vordergrund der Geschichte stehen für mich nach wie vor die Beziehungen der Charaktere zueinander und ich bin froh, dass man über so gut wie jeden mehr erfahren hat, was auch den Gedanken zu verdanken ist, die Rea immer und immer wieder mitbekommt, und das oftmals freiwillig. Doch auch das Königshaus selbst, die Intrigen und Machtspielchen und natürlich der Widerstand, der sich immer mehr in den Vordergrund schiebt spielen eine enorme Rolle und ich habe wieder einmal gemerkt, wie sehr mich so etwas an einer Geschichte reizt. Ich kann den dritten Band kaum abwarten!


Fazit:
Es gab so viele bedeutungsschwere und wunderschöne Momente in diesem Buch, die mich absolut verliebt in den ein oder anderen Charakter gemacht haben! Ob Rea, Blanc, Ninon, René oder der Comte, ich habe sie alle so wahnsinnig geliebt, dass es fast schon schmerzt, sie nach dem dritten Band auf eine gewisse Art und Weise loslassen zu müssen. Man hat die Charaktere noch einmal ganz anders kennengelernt, so viele schöne und schlimme Momente mit ihnen durchgemacht, gekämpft, gelacht, gebangt und geweint. Einzig und allein dem Prinzen bin ich emotional immer noch nicht so nah gekommen, wie Rea es ist und das ist doch etwas schade, weil er einen nicht geringen Teil der Geschichte ausmacht. Umso mehr bin ich gespannt ob sich dies auch noch ändern wird und inwiefern die Intrigen, Pläne und Kämpfe, die in diesem Band erwähnt wurden, sich im dritten Band weiter auswirken werden. Von mir gibt es diesmal 5 Federn und eine Extraauszeichnung, weil ich sehr gespannt auf das Finale bin und die Charaktere wie echte Freunde ins Herz geschlossen habe!

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423 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 117 Rezensionen

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Cinder & Ella

Kelly Oram , Fabienne Pfeiffer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600702
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich dieses Buch das erste Mal gesehen habe, wusste ich, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit genau das ist, was ich gerade brauche und vor allem das, was ich am liebsten lese! Gute Liebesgeschichten mit ausreichend Ernsthaftigkeit und am besten noch einigen schwierigen oder psychologischen Aspekten. All das und noch viel mehr konnte mir diese Geschichte geben!

Es war nicht besonders schwierig, sich in die Protagonistin Ella hineinzuversetzen. Alles startet harmonisch und nimmt dann ziemlich schnell an Fahrt auf, da der bereits im Klappentext erwähnte Unfall nicht lange auf sich warten lässt. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich für Ella alles und doch versucht sie, Vertrautes in ihren Tag zu integrieren und sich irgendwann an die Ratschläge ihrer Therapeutin zu halten.

Ich persönlich konnte mich unheimlich gut in Ella hineinversetzen, habe jeden ihrer Schritte nachvollziehen können und ihre Ängste und Sorgen mit ihr geteilt. Ob es Streitsituationen oder schöne Momente waren, ich habe sie einfach gern auf ihrem steinigen Weg begleitet und war wahnsinnig gespannt auf ihre Entwicklung, die sich nach und nach immer deutlicher erahnen lässt. Ella ist eine wirklich starke Persönlichkeit und ein noch stärkerer Charakter, ob es nun ihre Liebe zu Büchern oder ihrer Familie, ihre Art, mit Stress und Mobbing umzugehen oder allgemein immer das Gute in den Menschen zu sehen: ich konnte sie einfach nur mögen!

Ähnlich ging es mir mit Cinder. Ich fand es toll, immer wieder etwas aus seiner Sicht zu erfahren, obwohl ich das in anderen Geschichten nicht immer mag. Hier war es mehr als nur passend und ich habe mich, trotz seiner oftmals überheblichen und doch etwas eingebildeten Art, hoffnungslos in ihn verliebt. Es war als wäre ich Ella und er der Prinz, auf den ich so lange gewartet habe, es war einfach nur himmlisch und schön, die Geschichte um die beiden zu verfolgen, ihre Chats zu lesen und ihren Gesprächen zu folgen! Ich konnte den Moment des Aufeinandertreffens kaum abwarten und war immerzu aufgeregt!

Ich denke diese Aspekte verraten schon, dass mich die Charaktere voll und ganz in ihren Bann gezogen haben, und ja, sie alle waren unheimlich ausdrucksstark! Anfänglich hatte ich meine Schwierigkeiten mit Ellas ’neuer‘ Familie, doch den ein oder anderen von ihnen, insbesondere Juliette, mochte ich plötzlich, vor allem gegen Ende, richtig gern. Doch auch Ellas Dad hat einige Geheimnisse, bei denen ich es toll fand, dass sie noch herauskamen und auch Anastasia könnte einen weicheren Kern haben, als man annehmen sollte. Tatsächlich hält man die Zwillinge, bzw. die neuen Stiefschwestern von Ella erst einmal für sehr grausam, doch in meinen Augen hat sich in der Zeit wirklich viel getan und das macht diese Geschichte nur umso realistischer, insbesondere durch die Therapien, Mobbingattacken und all die anderen Details!

Wen ich keinesfalls vergessen möchte sind natürlich Vivian und Rob, die erst später hinzukommen, in meinen Augen aber eine unheimlich große und elementare Rolle einnehmen, genauso wie Ellas Therapeuten und Vivians Dads, aber auch Jennifer und Scott. Ich mochte alle so gern und hatte wirklich das Gefühl, dass sie meine eigenen Freunde geworden sind. Es war einfach schön zu lesen, trotz der harten Zeiten.

 

Fazit:

Dieses Buch ist einfach etwas besonderes, denn ich hatte immerzu das Gefühl, dass ich selbst betroffen bin, weil mir jede Kleinigkeit so nah gegangen ist, als wäre ich selbst Ella. Ich habe ihren Frust, ihre Angst, ihre Trauer, jeden Kloß im Hals und jede verzweifelte Tat, jeden Schlag, jede Phobie und Therapie, all die Freundschaften und Feindschaften und ganz besonders die Liebe gespürt, die die Autorin so feinfühlig oder eben auch mal sehr offensiv und grausam eingeführt hat. Ella ist eine Protagonistin, mit der ich mich hundertprozentig identifizieren konnte und die ich durch ihre starke Entwicklung innerhalb der Geschichte bewundere. Vor allem aber ist mir die Beziehung zwischen ihr und ihren Mitmenschen, insbesondere natürlich der zu Cinder, nahe gegangen. Ich kann nicht beschreiben, wie sehr mich all das – die Therapien, ihre Gedanken, die Familiensituation und diese unvergleichbare Liebesgeschichte – mitgenommen hat. Es war wunderschön und traurig zugleich, aber letztendlich war es, ich kann es nicht anders sagen, poetisch und perfekt. Von mir gibt es 5 Federn mit Extraauszeichnung!

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171 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Das Herz der Kämpferin

Adrienne Young , Henriette Zeltner , Sylvia Bieker
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.10.2018
ISBN 9783959672481
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut und als ich es dann auf Lovelybooks in der Leserunde lesen durfte, war ich unheimlich froh, mich auch noch darüber austauschen zu können!

Schon der Start hat mich voll und ganz in den Bann gezogen, denn die Geschichte beginnt mit einem Kampf der Clans – der Aska und der Riki – um die es vorrangig geht. Dem Leser wird schnell klar, dass sie nicht gut aufeinander zu sprechen sind und Vorurteile nicht unüblich sind. Die Kampfszenen sind unheimlich bildhaft und man hat teilweise wirklich das Gefühl, mit dabei zu sein, was mich absolut überzeugen konnte!

Sobald unsere Protagonistin Eelyn ihren tot geglaubten Bruder Iri in den Reihen des Feindes ausmacht, ist es nicht verwunderlich, dass die Geschichte von jetzt auf gleich eine komplett andere Wendung nimmt. Ich fand es wahnsinnig spannend mit ihr gemeinsam herauszufinden, was hinter alledem steckt und vor allem mochte ich es, dass sie ihre Vorurteile vielen Dingen gegenüber nach und nach ablegen musste. 

Natürlich gewinnt Eelyn in den Reihen des Feindes einen ganz anderen Blick auf die Geschehnisse und so ist es nicht verwunderlich, dass auch ihre harte Schale nach und nach Risse bekommt und sie neue Einsichten bekommt. Was genau passiert werde ich euch natürlich nicht verraten, doch mich hat es voll und ganz überzeugen können, auch wenn ich im Mittelteil ab und an Längen gespürt habe, die aber schnell wieder gut gemacht wurden.

Zu verdanken war dies vor allem dem absolut zuckersüßen Halvard, sowie Inge und Fiske, die ich alle drei schnell ins Herz geschlossen habe. Auch Iri fand ich als Figur interessant und selbst die Tala hat schnell meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Aus den Reihen der Aska wiederum haben mich vor allem Mýra und Eelyns Vater überzeugen können, die durch ihr starkes, unerschütterliches Auftreten im Kopf bleiben. Alle Charaktere hatten eine für mich sehr überzeugende Persönlichkeit und ich bin froh, dass ich sie kennenlernen durfte und vor allem, dass sie es geschafft haben, Eelyns Herz zu erweichen.

Die Liebesgeschichte, bzw. -geschichten die vorkommen, haben mir allesamt gut gefallen, vor allem natürlich in Bezug auf Eelyn. Wen es getroffen hat, werde ich nun nicht verraten, doch für mich wäre es zu Beginn überraschend gewesen und ich bin sehr zufrieden mit Eelyns Wahl und dem Ausgang der Geschichte.

Die Geschichte an sich war in meinen Augen absolut stimmig und vor allem hatte sie traurige, schöne und spannende Momente und somit alles was dazugehört! 

 

 Fazit:

Mich konnte das Buch auf jeden Fall überzeugen! Ich mochte den rasanten Einstieg, die sture Protagonistin Eelyn und vor allem auch die neu dazukommenden Charaktere aus dem Clan der Rikis! Beide Clans hatten ihre schönen und düsteren Seiten und ich bin froh über den Verlauf der Geschichte, der dann doch nochmal etwas anders war, als erwartet! Besonders stark aufgefallen ist mir aber auch die Entwicklung unserer Protagonistin, die mit der Zeit erkennt, dass sie über ihr bisheriges Wissen hinausgehen muss und ich mochte es sehr, dass sie am Ende mit einer ganz anderen Persönlichkeit dasteht. Ich bin wirklich gespannt auf mehr von der Autorin! Dieses Buch bekommt von mir 4,5 Federn!

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Tags: dasherzderkämpferin, emotionen, kampf, liebe, rezension, spannung   (6)
 

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664 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 143 Rezensionen

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One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv.

 

Meine Meinung:

Nachdem das Buch im englischen Raum wirklich gelobt wurde und einige sich auf das Buch gefreut haben, wurde auch ich von der Vorfreude angesteckt und allein vom Titel angezogen. 

  Addy hat mir mit ihrer Rolle das typische Highschoolmädchen geboten, das man erwartet. Ob mit ihrem Freund Jake oder auch Ty, Probleme sind vorprogrammiert und obwohl sie recht beliebt zu sein scheint, kommen sowohl auf sie als auch auf die anderen immer neue Hindernisse zu, die ich wie gebannt verfolgt habe! Sie habe ich tatsächlich schnell ins Herz geschlossen, denn sie lernt aus ihren Fehlern und mit der Zeit habe ich erkannt, dass sie viel gutgläubiger ist, als man es ihr zu Beginn zuschreiben würde.

  Bronwyn war die Streberin in der Gruppe und hat mir dementsprechend von Anfang an gut gefallen, denn mit ihr konnte ich mich spontan am ehesten identifizieren. Ich mochte sie unheimlich gern und habe auch hier gebannt einiges verfolgt, vor allem, als sie sich mit Nate näher und näher angefreundet hat. Diese Entwicklung hat mir im ganzen Buch wahrscheinlich mit am besten gefallen und natürlich entstehen auch daraus einige unheimlich verzwickte Situationen.

Nate wirkte – vor allem zu Beginn der Geschichte – wie der Außenseiter und Rumtreiber in der Gruppe. Er schien wirklich wegen etwas Ernstem beim Nachsitzen zu sein und so wollte man ihm auch schnell die Rolle dazu zuweisen. Ich bin froh, dass man schnell dahinter kommt, dass er womöglich sogar der liebste aus der Gruppe ist und wie enorm Vorurteile und Familiengeschichten Einfluss auf unser Verhalten nehmen können, sieht man an seinem Beispiel wirklich gut. Hier war ich besonders erleichtert, dass er Bronwyn gefunden hat.  

Simon ist das Rätsel in dieser Geschichte, denn was mit ihm passiert versteht keiner so genau und alle versuchen herauszufinden, was es mit ihm auf sich hat, welche Gründe er für seine Taten hatte und wer ihm womöglich etwas antun wollte. Ich muss sagen, dass er mir mit der Zeit immer unsympathischer, die anderen Charaktere dafür aber immer sympathischer wurden und ich dem Ziel auch ohne die Hauptcharaktere nach und nach nähergekommen bin.  

Zu guter Letzt ist da noch Cooper, der in meinen Augen wohl der Neutralste gewesen ist und den ich unheimlich ins Herz schließen konnte. Wo er erst einmal wie der Vorzeigesportler wirkt, kommen auch über ihn nach und nach Geheimnisse ans Licht, die er nicht unbedingt preisgeben wollte. Ich finde, dass ihn diese Geheimnisse nur noch sympathischer gemacht haben und ich konnte ihn mit am besten verstehen und habe ihn auch zum Ende hin noch immer gern gehabt!  

Die Geheimnisse bilden in dieser Geschichte natürlich den Kernpunkt und ohne sie und Simons Tod wäre das Buch nicht annähernd so spannend. Natürlich rätselt man mit den Charakteren mit und weiß nie, ob nicht einer von ihnen genau das verschweigt, das ihn als Täter entlarven würde. Auch die Postings, die vom verstorbenen Simon nach und nach erscheinen tragen nicht zur Besserung bei und man rätselt und rätselt, was ich unheimlich geliebt habe! Das Buch ist auf jeden Fall etwas Besonderes und vor allem auch besonders spannend und obwohl ich mir zum Ende hin hundert prozentig sicher war, wie es ausgeht, fand ich es dennoch absolut gelungen!

 

Fazit:

Ich freue mich nach diesem Buch auf jeden Fall auf mehr von der Autorin und kann es kaum abwarten, genau das zu bekommen! Die Story war perfekt, wirkte absolut rund und stimmig und ich habe es geliebt, die Charaktere nach und nach kennenzulernen und ihre Geheimnisse aufzudecken! Immer wieder habe ich mich dabei erwischt, mich zu fragen, ob nicht doch ein Charakter, der absolut unschuldig wirkt am Ende der Schuldige ist und immer wieder habe ich mich gefragt, was Simon mit alledem überhaupt bewirken wollte. Ich bin froh, dass ich auf all meine Fragen Antworten erhalten habe und kann dieses Buch jedem, der Spannung und Rätselgeschichten mag, nur wärmstens empfehlen! Fans von Pretty little Liars, The Amateurs, Scherbenmädchen oder auch Auge um Auge werden dieses Buch sicher lieben  Von mir gibt es diesmal 5 Federn!

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344 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Buch entdeckt habe, war ich wirklich unglaublich gespannt auf die Geschichte! Jetzt, wo ich es gelesen habe, hat es mich nicht enttäuscht, allerdings auch nicht voll und ganz überzeugen können.


Die Idee dieser Gesellschaft fand ich unheimlich spannend. Dass es zum einen Ebenbürtige gibt, die Geschick - also bestimmte Fähigkeiten - besitzen und auf der anderen Seite Gewöhnliche sind, die zehn Jahre ihres Lebens als Sklaven opfern müssen fand ich schonmal sehr spannend. Natürlich treten dadurch einige spannende Situationen auf, in denen sich Menschen gegen Ebenbürtige richten, doch andersrum ist dies auch sehr oft der Fall.

Die Protagonisten waren unheimlich vielfältig und hinter jedem von ihnen steckt weitaus mehr, als man zu Beginn annimmt. Am liebsten begleitet habe ich Luke, der zu Beginn überraschend von seiner Familie getrennt wird und bei dem ich durch den Aufenthalt in Millmoor nicht gedacht hätte, dass er mich so mitreißen würde. Doch genau das hat er dann getan und das nicht zu vergessen durch Renie, Jackson, Oz, Jessica, Hilda und Tilda, sowie Asif. Sie alle haben einem ein gutes Gefühl gegeben und Luke zu waghalsigen Aktionen überredet, die das Buch richtig spannend gemacht haben und so konnten sie mich teilweise gegen Ende richtig überraschen! 

Abi, Daisy und ihre Eltern hingegen kamen nach Kyneston und haben mich dort mehr als einmal schmunzeln und besorgt werden lassen. Auch dort hat sich einiges ereignet, vor allem politisch und so musste man die ganze Zeit über wachsam sein, um auch keinen Hinweis zu verpassen. Natürlich entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte, allerdings fand ich diese doch sehr gezwungen herbeigeführt und weiß noch nicht so ganz, was ich davon halten soll. Dennoch gab es spannende Stellen, wenn auch deutlich weniger als bei Luke.

Zu guter Letzt hat man aber auch aus Sicht einiger Ebenbürtiger gelesen. So mochte ich Euterpe sehr gern, die allerdings eher am Rande auftritt und bei der ich schon jetzt gespannt bin, was noch kommen könnte. Doch auch Silyen hat mich sehr neugierig gemacht, denn ihn umgibt nach wie vor dieser geheimnisvolle Glanz, den man nicht ganz aufdecken kann. Jenner wirkt wie jemand, der kein Geschick besitzt, doch ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, dass er so gar keine Überraschung bieten wird, deshalb bleibe ich auch bei ihm gespannt und ebenso geht es mir mit Gavar, der seine Familie nur zu enttäuschen scheint und genau deswegen noch einiges parat haben könnte. Seinen Vater konnte ich jedenfalls nicht ausstehen und da er sich einiges geleistet hat bin ich sicher, dass die Jardine Brüder noch zurückschlagen werden.

Neben den Jardines gab es noch Bouda, der man sofort anmerkt, dass sie mehr möchte, als bloß eine Liebesgeschichte mit Gavar. Sie möchte Macht und das merkt man bereits auf den ersten Seiten mit ihr. Ob sie diese bekommen kann werden wir sehen, ich bin bei ihr jedenfalls noch immer gespannt.

Fazit:

Das Buch hat mich auf jeden Fall nicht enttäuscht und es gab, vor allem mit Luke, einige spannende Stellen, die ich gerne verfolgt habe! Leider muss ich aber auch sagen, dass ich viele langatmige Stellen dabei hatte, bei denen ich nicht verleugnen kann, dass ich etwas abgeschweift bin und hoffe deshalb, dass der zweite Band das noch ausgleichen kann. Das Ende hat jedenfalls einiges draufgelegt und es ist so viel verrücktes passiert, dass ich gespannt bin, wie es nun weitergehen kann! Mal sehen, was die Charaktere noch für uns bereit halten, das ein oder andere Geheimnis würde ich jedenfalls gern noch lüften. Dennoch gibt es von mir insgesamt 3,5 Federn.

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778 Bibliotheken, 49 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

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Lord of Shadows - Die dunklen Mächte

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.10.2017
ISBN 9783442314256
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich Band 1 ab der Hälfte erneut gelesen habe, um mein Gedächtnis aufzufrischen, war ich weitaus begeisterter von der Geschichte als ich es mit dem Hörbuch war! Obwohl ich den Sprecher wirklich gut fand, musste ich die Geschichte selbst lesen um das übliche Gefühl von Cassandra Clares Schattenjägerwelt spüren zu können. Und es hat geklappt! Auch in Band 2.
Emma und Julian entwickeln sich in diesem Band nochmals auf ganzer Linie. Beide sind mir mittlerweile sehr sympathisch geworden und obwohl mich das Hin und Her ihrer Gefühle und Handlungen etwas genervt hat muss ich doch sagen, dass ich ihre Situation verstehe und es ihnen nicht verübeln kann. Wo Julian sich in diesem Band weiterhin für seine Familie einsetzt und alles tut, um ihnen ein gutes Leben bieten zu können, dabei aber keine Scheu zeigt, kämpft Emma selbst um das was sie liebt und versucht immer wieder, sich Hindernissen in den Weg zu stellen, die sie nicht allein besiegen kann.
An dieser Stelle könnte ich sie wieder für naiv erklären, allerdings empfand ich das nicht immer so. Sie wirkte in meinen Augen unheimlich stark und hinterfragt die Dinge mit der Zeit. Auch Julians Handlungen werden hinterfragt und haben sie für mich noch vernünftiger wirken lassen, weil sie sieht, dass er mehr verbirgt, als es scheint. Und dennoch bleibt die Liebe natürlich bestehen. Man merkt schnell, dass sie reifer wird und ihr Schwert Cortana ihr neben Julian, den Blackthorn-Geschwistern und Cristina Halt gibt. Und genau deshalb konnte ich oftmals auch ihre unüberlegten Handlungen verstehen.
Überhaupt war dieser Band erneut sehr schlüssig und vollgepackt mit Überraschungen, Intrigen und natürlich einem großen Finale, das mich - zugegebenermaßen - beinahe umgebracht hätte. Denn man erlebt diesmal nicht nur einen spannenden Mittelteil und weitere Ermittlungen der Familie Blackthorn, sondern noch einiges mehr, das sich vor allem im Finale zeigt.
Besonders beeindruckt haben mich dieses Mal aber nicht nur Emma und Julian, sondern vor allem auch die anderen Charaktere. So mochte ich Kit in Band 1 nicht besonders gern und in diesem Band hat er sich zu dem entwickelt, der er wirklich ist - zu Christopher Herondale! Er hat mir nach einigen Seiten wirklich gefallen, was vor allem Ty und Livvy zu verdanken ist, die ihn aufnehmen und ihm die tatsächliche Schattenjägerwelt zeigen. Das war für mich unheimlich schön zu verfolgen, zumal man so auch mehr von den Geschwistern und vor allem von Ty mitbekommt, der laute Geräusche lieber ausblendet und viel aufmerksamer und besonderer ist, als man annehmen sollte!
Auch über Dru hat man endlich mehr erfahren. Sie möchte nicht unbedingt die Aufpasserin spielen, lernt in diesem Teil aber jemanden kennen, der ihr vielleicht endlich den Halt gibt, den sie gebraucht hat. Und über ihn landet sie in einer Welt, die ich unbedingt noch einmal in Band 3 mit ihr betreten möchte! Denn was dahintersteckt wird die Autorin sicher wieder preisgeben und mit anderen Elementen verbinden!
Doch im Fokus standen für mich diesmal die Charaktere Cristina und Mark, die ich nun ebenfalls unheimlich ins Herz geschlossen habe. Mark ist wirklich ein kleiner Herzensbrecher und als Halbelbe und halb Schattenjäger unheimlich interessant zu verfolgen. Man spürt seine innere Zerrissenheit immer wieder und genau das macht ihn neben seiner Liebe zum Feenprinzen Kieran und zu Cristina unheimlich interessant. Ich habe alle drei sehr gerne verfolgt und verstehe die Beziehung, die bei ihnen entstanden ist nach wie vor nicht. Genau diese ungewöhnliche Dreiecksbeziehung möchte ich endlich verstehen und hoffe sehr auf mehr! Denn hier kann es nur genauso gut weitergehen.
Andere Nebencharaktere darf man aber auch nicht vergessen, denn genau diese sind in den Vorgängern als unsere Protagonisten aufgetreten oder spielen in diesem Band eine elementare Rolle. So sind auch Diana und Helen aus Band 1 wieder dabei und Aline und Jia kommen ebenfalls dazu. Auch Gwyn von der wilden Jagd taucht wieder auf und sie alle mochte ich unheimlich gern. Vor allem die interessante Beziehung zwischen Diana und Gwyn fand ich  toll, zumal man endlich erfährt, was Dianas Geheimnis ist! Und natürlich darf man auch geheimnisvolle und düstere Charaktere, wie den Feenkönig und die Feenkönigin oder auch Annabelle und Malcolm nicht vergessen, die erneut eine wichtige Rolle spielen.
Für mich waren allerdings vor allem Clary und Jace, sowie Magnus und Alec mit ihren Kindern und sogar Robert Lightwood besonders. Selbst Simon und Isabelle wurden erwähnt und man hat etwas über sie erfahren, allerdings sind sie leider nicht weiter aufgetaucht. Ich hoffe sehr, dass es auch mit diesen Charakteren noch ein positives großes Ganzes gibt, habe aber unheimlich große Angst vor dem, was sich im Kopf der Autorin zusammengesponnen hat!
Denn nach dem, was Clary Emma in diesem Band beichtet, hatte ich unglaublich große Angst vor mehr. Ich kann nur hoffen, dass die Autorin uns das nicht antut und natürlich werde ich euch dazu nicht mehr verraten ;) Doch genau deshalb hätte ich niemals mit dem tatsächlichen Ende dieses Bandes gerechnet und das hat mich einerseits erleichtert, andererseits aber ähnlich zerstört zurückgelassen. Ich kann euch nur eines verraten: Ihr müsst euch von mindestens einem geliebten Charakter verabschieden. 
Die Story verspricht also definitiv wieder einiges, denn wo Band 1 aufgehört hat, beginnt Band 2 mit neuen Problemen und noch weitaus größer wirkenden Konsequenzen. Nicht nur Emma und Julian müssen einen Weg für ihre Beziehung finden, auch Cristina und Mark, sowie Kieran scheinen nicht zu wissen wo sie hinwollen und natürlich gibt es wieder eine ganze Menge Probleme hinsichtlich Malcolms Zauber um Annabelle. Hinzu kommen Probleme durch den Feenkönig und ein Handel mit der Feenkönigin, sowie die Zentauren, die das Institut unserer Charaktere besuchen und so einiges durcheinanderbringen. In diesem Band passiert unheimlich viel und das meiste davon wird dem Leser gegen den Strich gehen ;) Also typisch Cassandra Clare!


Fazit:Allein die Dialoge machen dieses Buch wieder einmal besonders, denn sie lassen einen Dinge erahnen, die die Autorin teilweise nochmals umkrempelt oder die noch gar nicht das Ereignis sind, von dem man als Leser ausgeht. Es passieren so viele Dinge, die ich mir anders vorgestellt hätte und von denen man nicht ausgeht, doch genau das macht es wieder so besonders, spannend und auch traurig und emotional. Ob im Institut, in der Stadt, im Feenreich oder Alicante, diesmal begleiten wird sie an alle Orte! Man gewöhnt sich an Charaktere, bei denen man niemals damit gerechnet hätte und muss sich von anderen verabschieden, von denen man es noch weniger gedacht hätte. Unsere liebgewonnenen Charaktere müssen Hürden überwinden, gemeinsam Auswege finden und letztendlich mit hohen Verlusten rechnen und am liebsten würde ich sofort weiterlesen und nicht noch so lange auf den dritten Band warten, denn das Ende ist mehr als nur ein Cliffhanger. Für alle Schattenjägerfans sind in diesem Band wohl einige der schlimmsten Momente aller Reihen festgehalten und trotzdem kann man sich dem nicht entziehen und möchte wissen, wie es weitergeht. Wer weiß, was die Autorin nun noch bereithält. Ich weiß nicht, ob ich es wirklich wissen will, aber ich freue mich auch darauf! Deshalb vergebe ich 5 Federn und eine Extraauszeichnung!

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31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Nemesis: Feuer und Sturm

Asuka Lionera
E-Buch Text: 625 Seiten
Erschienen bei Tagträumer Verlag, 01.02.2018
ISBN 9783946843313
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kreischalarm! Ja, es ist wirklich wahr! - Asuka Lionera hat es getan und einen zweiten Band geschrieben, nachdem wir so lange auf ihr rumgehackt haben, bis sie es nicht mehr aushalten konnte. Und obwohl ich das Buch bereits gelesen habe, kann ich immernoch nicht glauben, dass es wirklich wahr ist.
In diesem Band ist unsere Protagonistin Eve aus Band 1 bereits um einige Jahre gealtert und ihre Tochter Liz ist ebenfalls zu einer jungen Frau herangewachsen. Dementsprechend knifflig wird es, als Liz eine CD erhält, die der damaligen CD von Eve erschreckend ähnlich sieht und so ist es nicht verwunderlich, dass ein neues Abenteuer beginnt, das Mutter und Tochter noch einmal ganz andere Seiten am jeweils Anderen entdecken lässt.
Ich muss sagen, dass sowohl Eve als auch Liz mir in diesem zweiten Band unheimlich gut gefallen haben! Eve hat sich enorm entwickelt, was nicht immer positiv war, weil sie so allen ein Stück voraus war und sich über die Jahre eine ganz andere Seite angeeignet hat. Obwohl ich sie zu Beginn außerdem etwas egoistisch hinsichtlich Liz fand, muss ich auch sagen, dass ich Liz ebenfalls nicht von Anfang an leiden konnte. Sie ist absolut stur und kommt ganz nach ihrer Mutter doch je mehr man mit den beiden erlebt, desto lebensfroher und aufopferungsvoller wird Eve und ist bald darauf fast wieder so, wie wir sie kennen. Und Liz entwickelt sich zu jemandem, der das Ebenbild der Eve aus Band 1 ist.
Für mich war diese Reise wieder einmal total aufwühlend und emotional. Ich will gar nicht zählen, wie oft bei mir die Tränen geflossen sind, einfach weil es Wiedersehen und Momente gab, die man mal mehr mal weniger gern hat! Natürlich gibt es Enttäuschungen, traurige und schöne Momente, aber eben auch die ganz großen Gefühle und vor allem die ganz großen Entwicklungen! Ob sich nun die Charaktere selbst oder ihre Beziehungen zueinander entwickeln: Für mich war es unglaublich aufbrausend und eben typisch Asuka Lionera!
Die Autorin hat es geschafft, mich an die Grenzen zu bringen und diese Reise nicht nur zu einem Wiedersehen mit bekannten Charakteren, sondern auch zu einem Nach-Hause-kommen zu gestalten. Mir liegt diese Welt wirklich am Herzen, weil so viel Gefühl, so viele besondere Momente und vor allem eine Menge besonderer Charaktere mit außergewöhnlichen Fähigkeiten eingebracht werden. 
Die üblichen Verdächtigen, wie Narissa, Vincent, Gwen, aber auch Thunderstrike, Letizia und Killswitch werden wiedergesehen. Doch auch Lucian kommt endlich zurück in die Herzen der Leser und selbst Seth nimmt diesmal eine ganz besondere und prägnante Rolle ein, die ich unheimlich gefeiert habe!
Denn auch diesmal gibt es eine Liebesgeschichte und das nicht nur mit Eve! Genau genommen gibt es mehr als nur eine, zwei oder sogar drei Liebesbeziehungen, die eine Rolle spielen und die alle unheimlich viel Gefühl mitbringen. Ich finde sie allesamt gelungen, obwohl man nicht von allen gleichermaßen viel mitbekommt. Auch dies hat die Autorin gut gelöst und vor allem Lucian und Seth habe ich nun jeden für sich genommen in mein Herz geschlossen und möchte noch ganz viele Fangirl-Momente mit ihnen genießen! 
Wo Lucian der strenge, erwachsene und feurige Part ist, ist Seth der einserseits unsichere und kindliche, andererseits aber auch der sich entwickelnde, hingebungsvolle, ungewöhnliche und vor allem liebevolle Part. Beide sind brennende Seelen in der Nähe von Eve und Liz und Seth sticht vor allem durch seine Kiemen und sein außergewöhnliches Verhalten hervor. Mich konnten diesmal beide überzeugen und so lernt man Seth auch endlich mal besser kennen!
Die Story selbst ist einerseits ganz anders, andererseits stark angelehnt an der Story von Band 1! Auch hier gibt es wieder einen Wettkampf zwischen den verschiedenen Völkern, diesmal allerdings mit Eves Tochter Liz als Hüterin. Dadurch und durch die fehlenden Erinnerungen der Charaktere wurde es auch diesmal zu einer unbeschreiblich aufregenden, abwechslungsreichen und emotionalen Achterbahnfahrt, die ich definitiv nicht missen möchte.

Fazit:Der erste Band war für mich bereits ein riesen Highlight und auch Band 2 hat sich in mein Herz geschlichen, mich von innen gewärmt, mein Herz gebrochen, es mit Feuerstürmen beschossen und es letztendlich mit jeder Zeile des Buches wieder geheilt. Für mich war diese Reise wie Nach-Hause-kommen und ich habe so viele Gefühle durchlebt, habe mit Eve und Liz, Lucian und Seth, aber auch allen anderen Charakteren mitgelitten, dass ich diese Dilogie zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählen muss. Während des Lesens habe ich immer wieder darüber nachgedacht, wie die Autorin diesen Wettkampf zu einem guten Ende bringen könnte. Doch mir fiel einfach nichts ein, was sie hätte tun können, um wirklich ein Happy End herbeizuführen. Und deshalb blieb auch diesmal die Angst bestehen, dass es erneut kein Freudengeschrei geben wird, in dem sich die Charaktere um den Hals fallen können. Und natürlich hat die Autorin einen gänzlich anderen Weg parat, denn wer würde es unseren Charakteren leicht machen? Es kam alles ganz anders als erwartet und obwohl ich einerseits dasaß und mir dachte "Nein, das darf nicht passieren!", dachte ich auch "Das war's jetzt. Es ist zu Ende. Und es ist perfekt!". Dementsprechend ist es das auch. Perfekt. Denn obwohl ich mir das Ende anders vorgestellt habe, hatte ich insgeheim gar keine richtigeVorstellung. Und Asuka hat unseren Charakteren das beste Ende beschert das ihr möglich war. Und das ist es auch, weil es außergewöhnlich ist. Ich muss jetzt einfach die 5 Federn mit Extraauszeichnung vergeben! Bitte. Mehr. Davon.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Liebe, Schnee und andere Desaster

Nicola Doherty , Marion Riedel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.10.2017
ISBN 9783570311851
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf diese Liebesgeschichte habe ich mich riesig gefreut und gehofft, dass sie mir etwas Besonderes bieten kann. Obwohl die Geschichte letztendlich nichts wirklich außergewöhnliches war muss ich trotzdem sagen, dass der Humor und die Freundschaften der Charaktere mir sehr gut gefallen haben.
Juno war mir als Protagonistin sofort sympathisch und wirkte durch den ein oder anderen Gedankengang absolut menschlich. Das hat sie für mich noch greifbarer gemacht und durch ihre Familiensituation - den neuen Stiefvater Ed und seine zwei Söhne - und ihr Verhalten in den gegebenen Umständen hat man sie gleich noch lieber gewonnen. Gerade was diese Situation angeht merkt man, dass sie sich wirklich entwickelt und letztendlich besser mit sich und ihren Mitmenschen umgehen kann. 
In ihrem Skiurlaub lernt sie dann Boy - einen der Skilehrer - kennen, der dort aushilft, um sich etwas dazu zu verdienen. Ich muss sagen, dass man bei ihm schnell merkt, dass er sich von seinen Freunden abhebt und nicht so oberflächlich und einfach gestrickt ist. Tatsächlich wurde ich ganz zu Beginn nicht mit ihm warm, doch mit der Zeit lernt man, ihn zu verstehen und dann war er ziemlich überzeugend. Am Ende hat auch er sich entwickelt und ist über seinen eigenen Schatten gesprungen, was ich toll finde, da der Weg dorthin nicht immer leicht war.
Tara ist eine meiner absoluten Lieblingscharaktere! Sie ist immer positiv gestimmt und man hat als Leser das Gefühl, dass sie genau weiß, was zu tun ist. Sie ist ebenfalls eine der Aushilfskräfte im Chalet und somit in dem Skigebiet, in dem Juno Urlaub macht. Später kommen auch Sophie und Jemima hinzu, die mir ebenfalls unheimlich sympathisch wurden und die man - trotz weniger Buchseiten - schnell ins Herz schließt. Tabitha und Millie konnte ich beide nicht ausstehen, was absolut für die anderen Charaktere spricht, da man durch sie eine Abwehrhaltung gegen diese einnimmt.

Die Story war überzeugend, auch wenn ich mir dort noch etwas mehr Erlebnisse gewünscht hätte. Insgesamt war alles sehr auf Boys Probleme und die Bewältigung dieser ausgelegt, wobei ich mir noch etwas mehr bezüglich ihm und Juno gewünscht hätte, weil es dann doch etwas schnell ging. Dennoch finde ich die Geschichte überzeugend und da hier wirklich einige wichtige Punkte des Lebens aufgegriffen werden, wirkt sie umso realer.
Fazit:
Wie nicht anders zu erwarten hat mich die Geschichte - wie die meisten Liebesgeschichten, die man nebenbei weglesen kann - überzeugen können. Ich finde es toll, dass hier so viele lebensnahe Probleme angesprochen werden, die die Charaktere dann gemeinsam bewältigen oder sich ernsthaft damit auseinandersetzen. Auch der Humor und die Persönlichkeiten der Charaktere machen sie noch menschlicher und wirken auf den Leser viel überzeugender. Mir hat auch das Setting unheimlich gut gefallen und obwohl ich selbst so gar nichts mit Ski zu tun habe, habe ich während des Lesens glatt selbst Lust bekommen, in das Skigebiet zu fahren und dort Urlaub zu machen. Das lag vor allem an den Aushilfskräften Boy und Tara, die auf mich lebensfroh und humorvoll wirkten. Doch auch die Protagonistin Juno konnte durch ihre Eigenarten überzeugen und das Ende war für mich noch einmal ein kleiner Pluspunkt. Deshalb bekommt die Geschichte von mir 4 Federn und ich empfehle sie allen, die eine romantische, aber auch lebensnahe Weihnachtsgeschichte suchen.

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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THE AMATEURS - Wenn drei sich streiten

Sara Shepard , Ursula Held
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.12.2017
ISBN 9783570311318
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf diesen zweiten Band der Reihe habe ich mich unheimlich gefreut! Sobald ich das Cover das erste Mal gesehen habe, habe ich es schnell eingespeichert, um das Buch bloß nicht zu vergessen und so schnell wie möglich weiterlesen zu können. Vor allem da ich wusste, dass Sara Shepards Bücher immer recht komplex sind und ich den Inhalt des ersten Bandes nicht vergessen wollte. Obwohl ich diesen tatsächlich größtenteils nicht mehr wusste muss ich aber sagen, dass der zweite Band die Geschichte sehr gut eingeleitet hat.
Seneca, Maddox, Madison und Aerin - die Charaktere und Protagonisten des ersten Bandes - haben mich auch diesmal wieder voll und ganz von sich überzeugen können. Ich bin froh, dass sie ihre Entwicklung beibehalten und sich dennoch auch hier wieder weiterentwickelt haben. Und auch diesmal erleben die vier eine ganze Menge und sind dem Täter auf der Spur!
Ob Seneca das Rätsel um ihre verstorbene Mutter und Aerin das um ihre verstorbene Schwester lösen möchte oder man die nach und nach entstehenden Liebesgeschichten mit Maddox und Thomas verfolgen möchte - die Geschichte wird nie langweilig! Tatsächlich bin ich froh, dass die Charaktere sich so langsam in mein Herz geschlichen haben und ich so Zeit hatte sie als Leserin kennenzulernen. Man sieht immer wieder Facetten und andere Seiten an ihnen, was mir unheimlich gut gefällt und vor allem Seneca und ihre Detektivseite gefällt mir sehr gut! Doch auch Maddox und seine Schwester Madison oder auch die anfangs verzogene und jetzt so offene Aerin und den Polizisten Thomas habe ich sehr ins Herz geschlossen.
Doch auch Bretts Charakter hat mich diesmal wieder überzeugen können und ich bin nach wie vor etwas geschockt wie sich all das entwickelt hat, gleichzeitig aber mehr als nur gefesselt von der Story, die sich die Autorin ausgedacht und so grandios umgesetzt hat. Obwohl viele Elemente in ihren Büchern ähnlich vorkommen und ermittelt werden muss ich auch diesmal sagen, dass es nie langweilig wird und die Überraschungen an jeder Ecke und auf jeder neuen Seite warten. Der nächste Band kann nur genial werden!
Tatsächlich lernt man aber auch diesmal wieder Nebencharaktere kennen, die nicht die Eltern unserer Protagonisten sind. Diesmal gibt es eine neu entführte Person - Chelsea - und natürlich auch die damit zusammenhängenden Charaktere, wie ihren Freund Jeff, Gabriel, Marcus und weitere! Doch auch hier finde ich es toll wie facettenreich und unterschiedlich diese sind und wie schnell man sich als Leser dabei erwischt, dass man selbst nicht ohne Vorurteile Bilder über sie erstellen kann. 
Die Story und die Ermittlungsarbeit konnten mich natürlich auch diesmal voll und ganz kriegen. Jetzt wo man weiß wer der Täter ist hätte ich nicht gedacht, dass es noch so spannend bleiben würde, doch ich habe sogar das Gefühl, dass es noch besser geworden ist. Man möchte unbedingt wissen wer Brett wirklich ist und wie er in Verbindung mit unseren vier Protagonisten steht. Welche Beziehung hatte er zu den Opfern und warum wollte er sie töten? Wieso verschont er die Charaktere, die er verschont und wie schafft er es so schnell zu entkommen? Fragen über Fragen häufen sich und ich kann es kaum erwarten die Auflösung zu bekommen ;)

Fazit:Das Ende dieses Bandes war noch besser als das des ersten und genauso geht es mir mit der Story, denn auch diese ist - wider Erwartung - noch besser als in Band 1! Obwohl man nun weiß, wer der Täter ist, bleiben doch noch so viele Fragen offen und genau diese möchte man gemeinsam mit den Protagonisten, die man so lieb gewonnen hat, lösen. Die Ermittlungsarbeit war auch diesmal wieder toll, denn Bretts Hinweise und Pläne sind erstmal gar nicht zu lösen, dann aber wieder so offensichtlich, dass bald darauf klar wird, dass er noch weiter gedacht hat als man selbst. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, ob Seneca, Aerin, Maddox und Madison ihm bald auf die Schliche kommen und sein - scheinbar finales und eigentliches - Rätsel lösen können! Nach diesem Ende muss ich unbedingt wissen wie es weitergeht und kann nicht glauben, dass die Autorin auch diesmal wieder einen fiesen Cliffhanger einsetzt. Diesmal gibt es von mir 4,5 Federn! Das Buch war vielleicht nicht herausragend, weil man nie alle Einzelheiten behalten kann, aber es hat mir eine spannende und gut geschriebene Geschichte geliefert, die außerdem sympathische und interessante Charaktere beinhaltet, weswegen ich mich riesig auf mehr freue!

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225 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

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Shadow Dragon. Die falsche Prinzessin

Kristin Briana Otts , Tanja Ohlsen
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 25.09.2017
ISBN 9783789108440
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich mich als Botin für das River Kingdom bereit erklärt und euch immer wieder Informationen habe zukommen lassen, war ich selbst schon unheimlich neugierig auf die richtige Geschichte rund um Noriko und natürlich die Onna-Bugeisha Kai! Und ich wurde nicht enttäuscht!
Man merkt bereits zu Beginn, dass diese Geschichte fernöstlich angehaucht und mit einer Menge Details zu Drachen und Königshäusern versehen ist. Genau das hat mich in diesem Fall gereizt und neugierig gemacht und dann kam noch die Protagonistin Kai hinzu, die so ganz anders war als ich es erwartet hätte. Nach dem Lesen kann ich sagen, dass ich wirklich froh bin dieses Buch gelesen zu haben und eine Menge Spaß mit ihr hatte!
Kai ist für mich eine unheimlich taffe und starke Protagonistin, was sich natürlich vor allem in ihren Kampffertigkeiten und ihrer Ausbildung zur Onna-Bugeisha zeigt. Neben diesen hat mich allerdings auch ihre Geschichte von vornherein angesprochen und neugierig auf mehr gemacht, da man nicht erfährt, wer ihre Eltern waren und warum man sie zum Tempel gebracht hat. Denn da nur die Mädchen zu Kriegerinnen ausgebildet werden, die von ihren Eltern weggegeben wurden, ist auch Kai ohne Informationen zu ihrer Familie aufgewachsen.
Mit der Zeit hat mich die Frage um ihre Herkunft immer mehr beschäftigt und nicht losgelassen und auch jetzt bin ich nach wie vor neugierig auf mehr von ihr und möchte unbedingt wissen was es mit ihr und ihren Fähigkeiten, aber auch dem weiteren Verlauf ihrer Geschichte auf sich hat. 
Neben ihr lernt man natürlich noch weitere Kämpferinnen kennen, die ich euch zwar nicht alle aufzählen möchte, die in meinen Augen allerdings allesamt unheimlich liebenswert waren. Auch den Charakter Jao habe ich unheimlich ins Herz geschlossen und selbst Prinz Haneul mochte ich sehr. Doch neben liebenswerten Charakteren kommt man auch hier nicht um die weniger liebenswerten herum und begegnet Enlai - der mir von Anfang an mal sympathisch, mal unsympathisch war -, zahlreichen Auftragskillern und natürlich noch weiteren Königreichen, bzw. Prinzen und Prinzessinnen, die alles andere als süß und lieb sind.
Die Geschichte bietet demnach nicht nur Intrigen und Machtspiele, sondern auch Spannung, Fantasie, Prüfungen und vor allem eine taffe Protagonistin, die mit der Zeit lernt was sie sich wirklich wünscht und was sie wirklich über sich wissen möchte. Besonders der Aspekt der Selbstentdeckung schien für mich im Vordergrund zu stehen und die Geschichte so besonders zu machen. Doch auch eine Liebesgeschichte fehlt diesmal nicht und sehr besonders war auch die Erfahrung mit dem Shadow Dragon und den anderen Drachen des Königreichs.

Fazit:Ich muss sagen, dass mir die Geschichte wirklich gut gefallen hat und sie auch ähnlich war, wie ich es mir vorgestellt habe. Obwohl ich etwas mehr Abwechslung erwartet hatte, muss ich sagen, dass es mir dennoch nichts ausgemacht hat, dass Kai sich nicht so frei bewegen konnte wie sie gewollt hätte. Die ungewollte Situation und der Rollenwechsel zu Prinzessin Noriko hat mir gut gefallen und natürlich auch einiges an Problemen mit sich gebracht. Nach all diesen Ereignissen und vor allem nach Kais Weg zu sich selbst bin ich besonders gespannt auf den zweiten Band und auf alles, was wir noch mit Kai erleben dürfen. Wenn sie sich so weiterentwickelt wie ich denke, dann wird diese Reihe sicher noch einige Überraschungen bereit halten und sich zum Positiven entwickeln! Vor allem was die Drachen und den großen Shadow Dragon, aber auch was die Geschichte um Kai und die anderen Mädchen angeht bin ich gespannt was die Autorin noch für uns bereit halten wird. Deshalb und weil mir die Prüfungen und Intrigen in der Geschichte gut gefallen haben, gibt es diesmal 4 Federn!

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174 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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So was passiert nur Idioten. Wie uns.

Sabine Schoder
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 21.09.2017
ISBN 9783733504281
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Glück hatte, dieses Buch für eine Leserunde zu gewinnen, war ich unglaublich glücklich und gespannt auf diesen zweiten Band rund um Viki und Jay!

Viki hat mir auch diesmal sehr gut gefallen und man merkt bereits auf den ersten Seiten, dass sie sich zu einer völlig anderen und reiferen Person entwickelt hat. Auch diesmal kommen wieder eine Menge Gedanken und Probleme auf sie zu und als Leser begleitet man sie erneut gern. Vor allem das Geheimnis, das Jay vor ihr verbirgt lässt auch den Leser nicht los.

Auch Jay hat sich natürlich enorm gemacht und wenn man bedenkt, wie anders er in Band 1 war ist es schon interessant, dass er jetzt so anders und noch liebevoller geworden ist. Dass die beiden einander lieben merkt man die ganze Zeit und so hat es mich auch nicht überrascht, wie er seine Gedanken und Gefühle präsentiert. Auch sein Geheimnis hat mich an sich nicht besonders überrascht, wobei ich dieses natürlich nicht vorwegnehmen möchte ;)

Natürlich tauchen auch die bekannten Nebencharaktere wieder auf, seien es die Eltern der beiden oder engste Freunde und Hund. Auch neuere Charaktere werden eingeführt und man liest diesmal sogar nicht nur aus der Perspektive von Jay und Viki! An sich war das wirklich eine nette Abwechslung, auch wenn ich sagen muss, dass ich mir die Perspektive nur aus Vikis und Jays Sicht gewünscht hätte und nur ab und an noch ein paar Einblicke von Mel. Dennoch hat sich die Autorin auch diesmal alle Mühe gegeben und das Buch so schön wie nur möglich gemacht.

Tatsächlich konnte ich das Buch so gut wie gar nicht zur Seite legen und habe es genossen die beiden noch einmal zu begleiten. Obwohl es in diesem Band viel Streit zwischen unseren Protagonisten gibt muss ich sagen, dass ich diesen Alltagsstress gern verfolgt habe und so nicht nur die schönen Seiten aufgezeigt werden. Und natürlich macht es das nur noch besonderer, wenn etwas Schönes passiert.

Die schönen Dinge passieren natürlich immer durch verschiedenste Beziehungen und Situationen und gerade diese Beziehungen machen die Charaktere aus. Vor allem Mel und Vikis und Jays Hund haben für mich einen großen Teil ausgemacht, weil sie immer auf eine gewisse Art präsent sind und unsere Protagonisten unterstützen. Doch auch Jays Mutter Diana bekommt diesmal etwas mehr Aufmerksamkeit und selbst Vikis Mutter gerät einige Zeit in den Fokus. Für mich war es genau die richtige Menge an Hintergrundwissen und Gefühlen und deshalb ein weiterer Erfolg!
Fazit:
Die Geschichte rund um Viki und Jay konnte mich auch diesmal wieder voll und ganz von sich überzeugen, seien es nun die Ausarbeitung der Charaktere und ihre Eigenheiten oder die Idee der Probleme, des Alltags und der Liebe in der Geschichte selbst. Ich habe sie wieder sehr gern verfolgt und jede Seite auf ihre Art genossen. Besonders die Spannungen und Wiedergutmachungen zwischen Viki und Jay haben mich überzeugt und das vor allem durch ihre Natürlichkeit. Die Autorin versteht es außerdem die Geschichten auf einen spannenden Höhepunkt zu bringen, der eine dunkle Seite mit sich bringt und nach dem alles unklar wirkt. Und gerade dann schafft sie ein ganz eigenes und besonderes Ende einer weiteren Story, die man am liebsten gar nicht weglegen würde. Obwohl mich dieser Band nicht so sehr beeindruckt hat wie der erste muss ich sagen, dass es auch diesmal wieder etwas ganz Eigenes werden konnte und ich froh bin, erneut Teil dieser Welt gewesen sein zu dürfen. Daher gibt es von mir 4 Federn!

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A Court of Wings and Ruin

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 02.05.2017
ISBN 9781408857908
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich Band 1 und 2 auf Deutsch gelesen hatte, konnte ich einfach nicht auf die Übersetzung des dritten Bandes warten und musste sofort den dritten Band auf Englisch verschlingen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich es getan habe, denn auch dieser Band steht den anderen in nichts nach und die Reihe ist somit definitiv mein Highlight im Regal!
Feyre hat sich wirklich unheimlich entwickelt und ist zu einer starken, unabhängigen und einfühlsamen Protagonistin herangewachsen. Sie ist nicht nur einzigartig, sondern auch eine wahre High Fae geworden und hat Eigenarten, Fähigkeiten und eine Persönlichkeit entwickelt, die mir besonders gut gefallen haben. Ich konnte mich wirklich gut mit ihr identifizieren.
Rhysand ist natürlich ein echter Hingucker und mein absoluter Lieblings-Bookboyfriend! Ich kann nicht beschreiben wie toll er ist und wie enorm auch er sich entwickelt hat. Zusammen ergeben die beiden einfach ein unschlagbares Paar und Rhysand selbst ist Schatten und Licht zugleich und lebt einfach von seiner besonderen, intensiven und gefühlvollen Seite. Hach, er ist einfach toll!
Doch auch Nebencharaktere wie Elain, Nesta, Amren, Mor, Azriel und Cassian nehmen nach wie vor eine wichtige Rolle für die Geschichte ein. Obwohl mir gerade Nesta und Amren, ja sogar Elain, zu Beginn überhaupt nicht zugesagt haben muss ich doch sagen, dass all diese Charaktere wie Familie geworden sind. Man hat als Leser wirklich das Gefühl sie zu kennen und eine Bindung zu ihnen zu haben und genau das finde ich so besonders an dieser Geschichte.
Natürlich haben die Charaktere alle ihre Schwächen und Stärken und diese zu entdecken war auch in diesem Band besonders spannend. Sei es eine Fähigkeit die entwickelt werden muss, gebrochene Flügel, die wieder stark gemacht werden oder die Liebe, die so gut wie jeden Charakter einmal erwischen muss und die es aufrecht zu erhalten oder zu zerstören gilt. Es war pures Drama und genau das liebe ich!
Als Schwäche können aber nicht nur Fähigkeiten, sondern auch Charaktere gesehen werden. So ist Eris für mich eine richtige Herausforderung geworden und er wird vor allem für Mor und ihre Gefühlswelt wichtig. Doch auch sein Vater oder Charaktere wie Tamlin und Ianthe spielen wieder eine enorme Rolle für die Geschichte. Den König von Hybern nicht zu vergessen, der gemeinsam mit Jurian wieder eine besonders prägende Rolle einnimmt.
Letztendlich sind alle Charaktere wichtig und so vor allem die High Lords und ihre Beziehungen zu anderen. Für mich war auch gerade das interessant zu verfolgen, denn diesmal gibt es auch einige Meetings mit verschiedensten Personen, die die Spannung weiter und weiter ansteigen lassen. Hindernisse kommen also definitiv genug vor, ebenso Wesen wie der Knochenschnitzer, die Weberin oder der Suriel, die nicht fehlen dürfen. Und tatsächlich gab es mit diesen besonders berührende Momente.



Fazit:
Natürlich hat Sarah J. Maas auch diesmal wieder einiges aus der Geschichte rausgeholt und mich nicht enttäuscht. Es gab erneut wahnsinnig viele Wendungen, die ich nicht erwartet hätte und vor allem auch berührende Momente, die einen nachdenken und mitfühlen lassen. Sowohl Feyre, als auch alle anderen Charaktere haben sich entwickelt und wachsen einem auf gewisse Art und Weise ans Herz. Vor allem der Hof der Nacht hat sich natürlich in mein Herz geschlichen und ich fühle mich beim Lesen immer irgendwie wie Zuhause. Rhysand ist für mich ein absoluter Traumcharakter und überzeugt immer wieder - ebenso wie Feyre - durch seine herzliche, sanfte und gleichzeitig auch gefährliche Art. Man merkt, dass alle Charaktere auf ihre Art und Weise zwei Seiten besitzen und man in so gut wie jedem etwas gutes finden kann. Vor allem den Suriel mochte ich auch in diesem Band wieder sehr gern und habe die Szenen mit ihm genossen. Doch auch der Knochenschnitzer und andere düstere Charaktere bekommen ihre Momente und natürlich darf auch der große Kampf nicht fehlen! Alles in allem ist demnach auch dieser Band ein riesen Erfolg und somit erhält die gesamte Reihe von mir 5 Federn mit Extraauszeichnung!

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1.097 Bibliotheken, 25 Leser, 3 Gruppen, 217 Rezensionen

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Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich auf vorablesen die Leseprobe zu dem Buch entdeckt und sie gelesen hatte, wollte ich es unbedingt weiterlesen und wissen, was es mit den Scythe, der Gesellschaft und den Charakteren auf sich hat! 
Vor allem Citra hat mich mit ihrem Einstieg sehr neugierig gemacht, da sie direkt zu Beginn vom Tod - bzw. einem Scythe auf ihrer Türschwelle - besucht wird. Für mich war es besonders spannend sie zu verfolgen, weil man ihr direkt anmerkt, wie nervös und ängstlich sie in Gegenwart der Scythe ist und wie es demnach auch allen anderen Menschen in der Geschichte gehen muss. Doch obwohl sie ebenso empfindet hindert sie das nicht daran ihre Meinung zu sagen und dazulernen zu wollen.
Ähnlich erging es mir mit Rowan, doch er war schon zu Beginn nicht immer auf einer Wellenlänge mit mir. So konnte ich nicht nachvollziehen, dass er sich immer wieder selbst umbringen wollte, nur weil er weiß, dass er nicht sterben kann und es demnach nur zu tun um einen Kick zu bekommen. Denn obwohl man in dieser Gesellschaft aufgrund hoher Technologie nicht mehr sterben kann ist es doch etwas Schlimmes und das hat Rowan für mich nicht immer sympathisch gemacht.
Mit der Zeit lernen allerdings beide Charaktere dazu und sind dem Leser dann beide mal mehr mal weniger sympathisch. Je näher man dem Ende von Band 1 kommt, desto mehr entwickeln sich die beiden und man hat das Gefühl, dass sie völlig neue Gedanken und Strategien entwickeln und so zu viel vernünftigeren und weiseren Menschen werden. Mir hat vor allem diese Entwicklung gut gefallen, doch leider fehlte es mir dennoch an Spannung.
Denn obwohl die Grundidee so spannend klingt und ich auch die Umsetzung absolut gelungen fand muss ich sagen, dass es mir enorm an Spannung fehlte. Für mich war die Arbeit der Scythe doch oftmals viel ruhiger und eintöniger als gedacht und letztendlich gab es - bis auf den Wettkampf zwischen Citra und Rowan, sowie einer Wendung mit den Scythe - nicht viele Überraschungen und auch keinen enormen Spannungshöhepunkt. Das hat mir auf Dauer doch etwas gefehlt und da hätte ich mir definitiv mehr Action gewünscht.
Andererseits muss ich aber auch sagen, dass mir Scythe Faraday und Curie eine schöne Abwechslung geboten und die Story viel schöner gemacht haben. Auch die Darstellung des Todes, bzw. die Idee dazu fand ich gelungen und sie hat definitiv nachdenklich gestimmt. Und der starke Kontrast in Form von Scythe Goddard hat natürlich auch einiges an Aufruhr verursacht. Letztendlich sind auch das nur Intrigen innerhalb der eigenen Reihen und es entsteht eine Art Spiel mit dem Tod und den anderen Scythe. 


Fazit:Man sollte sich als Leser auf eine eher ruhige Geschichte mit einigen Intrigen, Machtspielchen, Fragen nach dem Wert eines Lebens und natürlich auch auf Beziehungen von Rowan und Citra mit verschiedensten Charakteren einstellen. An sich hat mir die Idee einer Gesellschaft, in der man nicht sterben kann und in der stattdessen die Scythe für den Tod sorgen sehr gut gefallen, weil sie definitiv mal etwas anderes war und für Abwechslung sorgen kann. Mein Kritikpunkt ist allerdings, dass es zu wenig Spannung und Action gab, womit ich wirklich gerechnet hätte. Der Schwerpunkt liegt hier eher auf moralischen Fragen und der Art und Weise des Tötens, sowie den zwischenmenschlichen Beziehungen und dementsprechend auch auf der Ausbildung eines Scythe. Man merkt schnell, dass die Scythe ihre ganz eigenen Regeln haben und dass es auch in der geregeltsten Gesellschaft noch Menschen gibt, die sich den Regeln widersetzen und sie neu auslegen können. Und genau das ist auch hier der Schwerpunkt, der mir zwar auch gut gefallen, mich nach der Leseprobe aber doch ein wenig enttäuscht zurückgelassen hat. Dementsprechend gibt es von mir 3 Federn.

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Illuminae

Amie Kaufman , Jay Kristoff , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423761833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem Illuminae im englischsprachigen Raum wie eine Bombe eingeschlagen und unheimlich Eindruck hinterlassen hat, war ich umso gespannter auf die Geschichte und natürlich musste ich es sofort haben, als es im Deutschen angekündigt wurde! 

Direkt zu Beginn merkt man, dass das Buch ganz anders aufgebaut ist, als man es normalerweise in Büchern gewohnt ist. Die Charaktere lernt man hier vor allem durch Befragungen, Protokolle, Aufnahmen und Chats kennen und merkt schnell, dass die Geschichte unheimlich stark in den Sci-Fi Bereich geht. Und in diesem Fall hat mir das wahnsinnig gut gefallen!

Die beiden Protagonisten Kady und Ezra lernt man direkt zu Beginn durch eine Art Befragung kennen, weil ihr Heimatplanet Kerenza angegriffen wurde und daher alle Überlebenden auf die Schiffe fliehen mussten. Die beiden erklären was genau passiert ist und leiten die Geschichte damit perfekt ein! Für mich war vor allem dieser Einstieg in die Geschichte etwas ganz Besonderes und hat außerdem eine Menge Humor mit einfließen lassen.

Auch im weiteren Verlauf der Geschichte können beide Protagonisten durch ihren Humor und ihre Art überzeugen und ich habe sie einfach nur lieb gewonnen. Man kann gar nicht anders als ihnen zu verfallen und fiebert dementsprechend auch schnell mit ihnen mit.

Kady merkt man schnell an, dass sie ein echtes Technikgenie ist und dadurch oftmals an Informationen kommt, die sie nie hätte sehen dürfen. So spioniert sie nicht nur die obersten Offiziere und die weiteren Pläne und Vorgehensweisen aus, sondern bemerkt auch schnell Vorfälle, die vertuscht werden und wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte sind. Vor allem der Virus, der durch den Angriff umhergeht, macht es den Charakteren nicht leicht und hat auch bei mir für das ein oder andere Tränchen gesorgt.

Sowohl Kady als auch Ezra sind großartige Charaktere, die einiges für den Leser bereit halten! Man liest definitiv mehr aus der Sicht von Kady, bzw. erfährt man eher ihre Sicht der Dinge durch die Aufnahmen und Chatverläufe mit verschiedensten Charakteren, als man es von Ezra tut. Ich habe sie geliebt und das vor allem für ihre unerschütterliche, sture, herzliche und natürlich herausfordernde Art. Und auch in Ezra bin ich nach alledem unheimlich vernarrt!

Doch neben den beiden lernt man auch zahlreiche weitere Charaktere kennen, die man allerdings nicht immer leicht auseinanderhalten kann und die - zumindest für mich - auch eher Randfiguren sind. Elementar für die Story sind vor allem Kady und Ezra, aber auch AIDAN, die künstliche Intelligenz, die die Alexander und die anderen Schiffe einerseits retten soll, andererseits aber einiges schief laufen lässt. Und diese drei wirklich tollen Charaktere bieten mehr als genug für mehr als nur diesen Band!

Fazit:
Ich muss sagen, dass die Geschichte ganz anders, aber auch sehr viel besser ist, als ich es erwartet hätte. Obwohl ich keine genaue Vorstellung von dem Buch hatte, habe ich mir eine Weltraumgeschichte vorgestellt, die nicht annähernd an diese Liebe zum Detail herangekommen wäre. Vor allem durch die beiden Charaktere Kady und Ezra, aber natürlich auch durch das Programm AIDAN ist die Geschichte zu dem geworden, was sie letztendlich ist und genau das macht dieses Buch so besonders. Man kann es meiner Meinung nach mit keinem anderen Buch vergleichen und dementsprechend ist diese Story absolut einzigartig und völlig verrückt. Denn das war es: einfach verrückt, spannend, traurig, aufregend und schön. Vor dem Lesen habe ich gehofft, dass es mir gefallen würde. Jetzt wo ich es gelesen habe weiß ich, dass ich es liebe. Besonders gut gefallen hat mir auch die Art des Erzählens, weil man immer eine Art Bericht, Zusammenfassung oder Chatverlauf hat. Obwohl das sonst nie etwas war, das ich gern gehabt habe muss ich sagen, dass es hier gar nicht anders möglich wäre. Das würde der Geschichte viel zu viel nehmen und in diesem Fall kann ich nur ein ganz großes Lob an Verlag und Autoren aussprechen. Ich werde alle weiteren Bände lesen und mit ziemlicher Sicherheit ebenfalls lieben. Deshalb gibt es auch 5 Federn! Alle, die Sci-Fi, Liebesgeschichten, Spannung oder Aufregung suchen sind hier goldrichtig ;)

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GötterFunke - Hasse mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 25.09.2017
ISBN 9783791500416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem ersten Band war ich mir nicht sicher, ob ich auch den zweiten lesen würde. Doch als dieser nun erschien, war für mich sofort klar, dass ich einfach wissen muss wie es weitergeht. Die Reihe hat somit absolutes Suchtpotenzial für mich.
Jess hat mir in diesem Band definitiv besser gefallen als in Band 1. Wo sie dort nur auf Cayden fixiert war und ihre eigenen Bedürfnisse hinten angestellt hat, entwickelt sie in diesem Band eine Stärke, die ich gern beobachtet habe und auch wenn sie ihm nach wie vor deutlich verfallen ist muss ich sagen, dass ich ihr diesmal deutlich lieber zugesehen habe. Sie konnte ihn abweisen und ist doch schwach geworden, aber trotz allem hat sie ein weitaus größeres Gefühl für sich selbst bekommen.
Doch auch Cayden hat sich in meinen Augen weiterentwickelt und ich mochte es sehr, dass er Jess diesmal etwas mehr Freiraum gegeben hat. Man hat zwar auch hier nach wie vor das Gefühl, dass er die Mädchen verfolgt und es nicht schafft auf Abstand zu gehen, allerdings merkt man diesmal eher, dass es die Mädchen sind, die sich um ihn scharen und nicht er um sie. Abgesehen davon hat sich sein Bild in diesem Band verändert, denn ich empfinde mittlerweile sogar Sympathie für ihn, die im ersten Band nicht da war. Und das nur weil er mir seine bessere Seite zeigen konnte.
Auch die anderen Götter, wie Athene, Zeus, Hera, Apoll und Hermes mochte ich diesmal mal mehr mal weniger. Meine Einstellung hat sich vor allem bezüglich Athene und Zeus verändert, weil diese sich in diesem Band doch sehr unsympathisch gemacht haben und ich unglaublich enttäuscht über ihre Art zu Denken war. Hera und Apoll mochte ich eigentlich immer und Hermes ist für mich durch seine Passagen in den Mittelpunkt gerückt. Er und der Wolf Kalchas gehören definitiv zu meinen Lieblingsfiguren! Doch auch Jess Mutter hat mir diesmal ganz gut gefallen und vor allem ihre Schwester habe ich ins Herz geschlossen!
Natürlich gibt es auch diesmal wieder den großen Wettstreit aus Band 1 und diesmal ist es nicht Robyn, die als Einsatz auserwählt wird. Ich fand es schon schade, dass Jess auch diesmal wieder Teil eines Spiels der Götter wurde und dass diese kaum Zweifel an ihren eigenen Taten gezeigt haben. Allgemein fand ich Jess ziemlich leichtsinnig und habe nicht verstanden, wieso sie vieles nicht weiter hinterfragt hat. Doch wenigstens hat sie irgendwann versucht Nachforschungen anzustellen und sich gegen die Götter zu richten. Und auch die Götter haben etwas mehr Gefühl gezeigt.
Neben dem Wettstreit gibt es aber noch zwei weitere Hindernisse, die Jess und Cayden auf gewisse Art auseinander halten: Mateo und Agrios. Mateo wird ziemlich schnell in die Geschichte eingeführt und war mir persönlich von Anfang an nicht ganz geheuer. Dennoch ist er eine mehr oder weniger spannende Figur gewesen. Mir war er nicht wichtig, dennoch wollte ich wissen was es mit ihm auf sich hat. Letztendlich war es nicht überraschend, eine Kleinigkeit konnte mich dann aber doch überzeugen ;) Agrios hingegen kennt man bereits aus Band 1 und bei ihm hat mich eigentlich nichts überrascht. Dennoch mochte ich ihn als Charakter ganz gern.
Was ich besonders schön an der Geschichte finde ist, dass es nicht nur eine Liebesgeschichte mit Suchtpotenzial, sondern auch Göttergeschichten und einen Wettkampf gibt. Und genau diese drei Elemente machen die Geschichte interessant und spannend. Tatsächlich konnte ich diesmal nicht aufhören zu lesen und obwohl dieses Gefühl auch in Band 1 vorhanden war, fand ich es dort auf Dauer ziemlich anstrengend und es ist nun nicht mehr mit diesem Band zu vergleichen.

Fazit:Die Geschichte hat mich diesmal definitiv ein ganzes Stück mehr überzeugt als es in Band 1 der Fall war! Cayden hat sich menschlicher verhalten und Schwächen gezeigt. Er war nun auch für mich nicht mehr nur der arrogante und vor allem ignorante Idiot der Götter, der nur auf sich selbst fixiert ist, sondern hat auch an Jess gedacht und ist zum Teil sogar auf ihre Wünsche eingegangen. Man hat an einigen Stellen gemerkt, dass er sich wirklich für sie interessiert und das hat mir persönlich gut gefallen. Was ich nicht mochte war allerdings nach wie vor sein sehr aufdringliches Verhalten und natürlich nach wie vor die Tatsache, dass er mit jedem Mädchen etwas anzufangen scheint. Auch die negativen Aspekte der Geschichte - wie Agrios - konnten mich überzeugen und vor allem Robyn hat diesmal eine sehr nervige und noch negativer aufgeladene Rolle angenommen, die ich schrecklich, aber absolut passend fand. Natürlich fand ich auch die kleinen Dramen toll, die der Geschichte Spannung verliehen haben. Obwohl doch alles sehr vorhersehbar war muss ich sagen, dass die Geschichte süchtig macht und ich nicht aufhören konnte zu lesen. Es hat einfach Spaß gemacht und daher freue ich mich natürlich auch auf Band 3!  Ich fand es schön wie sich alles entwickelt hat und bin unheimlich froh, dass das Ende des zweiten Bandes so verlaufen ist wie es der Fall war! Deshalb gibt es diesmal 4,5 Federn!

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872 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 223 Rezensionen

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Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich vor allem durch das Cover und die Leseprobe aufmerksam geworden. Nach dieser musste ich es unbedingt lesen und jetzt wo ich es durch habe kann ich wirklich sagen, dass es mich unglaublich gefesselt hat und die Geheimnisse, Intrigen, die verschiedenen Persönlichkeiten und Sichten der Charaktere alles sehr spannend gemacht haben!
Durch den Klappentext könnte man schnell denken, dass sich die Geschichte nur um eine Protagonistin dreht. Durch einen einzigen Blick ins Buch fällt aber schnell auf, dass nicht nur Avery, sondern noch zahlreiche weitere Charaktere im Mittelpunkt stehen und man so aus verschiedenen Sichten liest.
Avery war mir anfangs mal mehr, mal weniger sympathisch. Ich konnte sie nie richtig einschätzen und immer wenn ich dachte, dass ich es kann, kam irgendeine Wendung, die dein gesamtes Bild durcheinandergebracht hat. Das war bei allen Charakteren immer wieder der Fall, weil sie sich bereits in diesem ersten Band enorm entwickeln. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch Avery ein riesen Geheimnis hat, das nicht ans Licht kommen darf, weil es nicht nur ihre Familie, sondern auch ihre Perfektion zerstören könnte.
Leda ist Averys beste Freundin und in einigen Situationen sehr eifersüchtig auf sie, weil Avery perfekte Gene bekommen hat und so nie einen Fehler zeigt. Leda hingegen kommt gerade aus der Entzugsklinik und ist dementsprechend abhängig von speziellen Drogen. Auch sie hat ihre Gründe und man merkt schnell, dass die Geheimnisse oftmals mit denen anderer Charaktere zusammenhängen. Mehr möchte ich dazu nicht verraten, doch ich muss sagen, dass mir Leda mit jedem Mal unsympathischer wurde, obwohl ich anfangs dachte, dass sie mir die liebste wird.
Eris konnte ich anfangs ebenfalls so gar nicht leiden. Sie war einfach nur verzogen und verwöhnt und man merkt schnell, welche Charaktere an der Spitze und welche eher unten im Wolkenkratzer leben. Denn je nach Stellung variieren auch die Etagen und Eris steht zu Beginn an der Spitze. Als sie alles zu verlieren droht, verändert sie sich allerdings unheimlich und hat für mich die am schönsten zu beobachtende Entwicklung durchgemacht! Am Ende war sie die Protagonistin, die ich am meisten bewundert habe.
Rylin befindet sich im Gebäude weiter unten und gehört somit auch zur 'unteren' Schicht. Ich muss sagen, dass ich auch sie unheimlich gern mochte, allerdings hat man gemerkt, wie schnell sie sich von ihrem Freund Hiral und den gegebenen Umständen beeinflussen lässt. Wenn sie mal mehr Geld verdient, gibt sie es schnell aus und kann eher schlecht als recht damit umgehen. Doch ihre Schwester Chrissa steht für sie über allem und das war sehr schön zu sehen. Als sie bei Cord mit der Arbeit anfängt ändert sich ebenfalls einiges und ich finde einige ihrer Entscheidungen unheimlich schade, vor allem aber, dass sie sich so von anderen beeinflussen lässt und dabei ihr eigenes Glück aufgibt. 
Watt war eine der sehr speziellen Figuren. Er hat ein Geheimnis, das für die Geschichte von besonderem Wert ist und den technischen Fortschritt in der Geschichte noch stärker hervorhebt - Nadia. Denn sein Quant ist selbst hergestellt und absolut illegal, weshalb Watt ihn auch vor allen schützen und verstecken muss. Dennoch lebt er sehr weit unten und hält seine Familie mit illegalen Recherchen über Wasser und landet am Ende im größten Schlamassel. Auch ihn mochte ich mal mehr mal weniger, doch letztendlich geht das Spionieren in dieser Geschichte definitiv zu weit.

Die Story hat mir unheimlich gut gefallen, denn durch den Prolog weiß man zwar sofort, worauf die Geschichte hinauslaufen wird, allerdings nicht wen es trifft und warum dies der Fall ist. Ich muss sagen, dass ich alle möglichen Optionen durchgegangen bin und doch niemals damit gerechnet hätte, dass es ausgerechnet diese Person geworden ist. Umso unglaublicher war das Ende und umso mehr Lust habe ich nun auf Band zwei!


Fazit:
Besonders beeindruckend fand ich vor allem die Vielschichtigkeit der Charaktere und natürlich die Intrigen, Lügen, Geheimnisse, sowie den technischen Fortschritt, der immer präsent ist. Für mich persönlich wäre all das zu viel und ich könnte niemals mit Kontaktlinsen leben, durch die ich dauerhaft online und erreichbar bin. Ebenso kann ich mir nicht vorstellen einen Wolkenkratzer bestimmen zu lassen, wie und wo ich lebe und natürlich macht genau das dieses Buch so spannend.  Man konnte es sich bis zu dieser Geschichte und den Details, die die Autorin einfügt einfach nicht vorstellen, aber nun ist die Idee da und man kann sich ihr nicht entziehen. Letztendlich mochte ich es, dass nicht jeder Charakter sympathisch war und vor allem hatte das Buch Spannung, durch die ich nicht aufhören wollte zu lesen. Man muss einfach wissen, wer die Person ist, die am Ende nicht mehr da sein wird und wie die Geheimnisse der Charaktere etwas derartiges verursachen konnten. Man möchte wissen welche Geheimnisse es gibt, wieso Intrigen gesponnen werden und wieso immer wieder gelogen wird. Und nach dieser Geschichte versteht man es und kann es dennoch nicht glauben. Von mir gibt es ganz klare 5 Federn, weil dieses Buch einfach alles hat, was ein Buch braucht: Spannung, Liebe, Freundschaft, Lügen und so viel mehr! Ich brauche sofort Band 2!

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420 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 130 Rezensionen

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Die Perfekten

Caroline Brinkmann , Caroline Brinkmann
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei ONE, 25.08.2017
ISBN 9783846600498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich schon vor Erscheinen riesig gefreut und war umso glücklicher, als ich es vom Verlag erhalten habe! Es konnte meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen, allerdings bin ich trotzdem froh, es gelesen zu haben.
Rain ist mir als Protagonistin wirklich sympathisch gewesen. Sie hat sich - trotz den Standards der Gesellschaft - gut vor den Drohnen und Menschen verstecken können und wusste immer irgendwie was richtig und was falsch ist. Dementsprechend konnte ich gut mit ihr mitfiebern, als es um ihre Mutter ging und fand es toll, dass sie immer versucht hat das Richtige zu tun, obwohl sie ist wer sie ist und viel Zeit als Ghost verbracht hat.
Neben ihr lernt man noch Lark kennen, aus dessen Sicht man ebenfalls einiges mitbekommt. Er ist zwar kein Ghost, allerdings auch nicht an der Spitze der Gesellschaft und somit oftmals in einer Zwickmühle. Man lernt ihn aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennen, sowohl rebellisch, als auch als Soldaten, bzw. Anwärter. Ich bin auf jeden Fall froh, dass seine Sicht dabei war und man so die Geschehnisse in Grey besser verfolgen konnte!
Durch beide Protagonisten werden zahlreiche Nebencharaktere eingeführt und man erfährt vor allem etwas aus allen möglichen Schichten. Wo Rain zu Beginn als Außenseiterin fungiert ist Lark jemand, der die Zweier und Einser repräsentiert und damit zur oberen Schicht gehört. Vor allem die Charaktere Rose und Hail werden mit ihm in die Geschichte eingebracht und spielen eine große Rolle, die ich nicht missen möchte. Allerdings wendet sich im Laufe der Geschichte einiges und so bekommt vor allem Rain eine neue Position in der Gesellschaft!

Besonders spannend sind natürlich die Beziehungen zu den Nebencharakteren, denn wo Lark eine besonders innige Beziehung zu Rose und Hail, später aber auch zu Rain hat, hat Rain diese mit Storm, der Frau, die sie immer als ihre Mutter gesehen hat und die ihr Stärke verleiht. Natürlich lernen beide auch andere Charaktere kennen - so zum Beispiel die anderen Anwärter oder die Cabman Bishop und Daphne, sowie Tiberius oder Morpheus -, die allesamt prägnant und wichtig für die Geschichte sind, weil durch sie immer wieder die Rebellion oder das System der Gesellschaft aufgegriffen wird. 

Die Gesellschaft selbst ist - wie es sich für eine Dystopie gehört - sehr komplex und doch einfach dargestellt. Die Menschen werden in Kategorien eingeteilt, wovon einige besser und andere schlechter sind. So stehen die Gesegneten an der Spitze der Gesellschaft und herrschen über den Rest, weil sie 'perfekt' zu sein scheinen und nicht nur so aussehen, sondern sich auch so verhalten. Die Einser folgen direkt nach ihnen und die Zweier und Dreier werden schon schief angesehen, wobei die Zweier ebenfalls noch recht weit oben stehen.

Dreier sind oftmals Menschen mit Verletzungen, Behinderungen oder ähnlichem und Zweier bedienen hier oftmals die Gesegneten, wodurch man schnell sieht, wo in dieser Gesellschaft die Prioritäten liegen. Vor allem das Thema der Rebellion, bzw. die Rebellion selbst wird immer auf die Dreier oder Zweier geschoben, sodass diese schnell ausgeschlossen werden und es zu neuen Ereignissen kommt, die die Geschichte spannender machen und die Situation sich zuspitzen lassen.

Das Thema der Perfektion wird mittlerweile in einigen Büchern genutzt, doch auch hier wird es erfolgreich vermittelt und infrage gestellt. Ich mochte die Tatsache, dass durch Rain das komplette System infrage gestellt werden kann und die Menschen so beginnen über alles nachzudenken und zu erkennen, dass es gar nicht so sein muss. Die Perfektion selbst kann natürlich auch nicht immer perfekt sein und so gibt es auch an ihr einen Haken, was ich großartig fand, denn das gab der Geschichte das gewisse Etwas.


Fazit:Die Story ist insgesamt wirklich aussagekräftig und auch spannend, was vor allem durch die interessante Protagonistin Rain und den Protagonisten Lark gewährleistet wird. Doch obwohl die Message der Geschichte gut ist, es zahlreiche Charaktere gibt, die ich mochte oder gehasst habe und obwohl ich einige Wendungen nicht vorhergesehen habe muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht dauerhaft packen konnte. Vielleicht war sie mir zu eintönig, vielleicht hat es mir noch an Spannung gefehlt oder es ist mir über unsere Hauptprotagonistin Rain zu wenig passiert - ich weiß es nicht. Doch mir hat etwas gefehlt und das habe ich während des Lesens wirklich gemerkt, denn die Story konnte mich nicht fesseln und so habe ich das Buch immer wieder beiseitegelegt und mich teilweise dazu zwingen müssen weiterzulesen. Dennoch ist die Story mit der Gesellschaft interessant aufgebaut und die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben Tiefgang, auch wenn die Gefühle dabei nicht immer zu mir durchgedrungen sind. Gerade die Rebellen haben Eindruck geschindet und auch die Gesegneten waren spannend, weil sie nicht allzu leicht zu durchschauen waren. Ich hätte mir allerdings wesentlich mehr Details zu ihnen gewünscht und die Beweggründe gerne verstanden. Auch das Ende hat mich nicht befriedigt zurückgelassen, weil ich nicht weiß, wie genau es für Rain und auch das System endet, oder ob es womöglich noch weitergeht. Deshalb gibt es diesmal 3 Federn von mir.

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616 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 202 Rezensionen

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Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich war wirklich sehr gespannt auf die Geschichte rund um die verschiedenen Stürme und Sturmjäger und konnte es kaum erwarten dieses Abenteuer mit Aurora zu beginnen! Jetzt wo ich es gelesen, bzw. gehört habe, bin ich noch gespannter auf den nächsten Band!
Aurora entwickelt sich in meinen Augen bereits in diesem Band enorm. Wo sie anfänglich unsicher und etwas naiv ist, entwickelt sie sich im Laufe des Buches zu einer starken, selbstbewussten Frau, die sich unter Kontrolle hat und ihre eigenen Stärken kennt. Ich muss zugeben, dass ich sie - gerade zu Beginn der Geschichte - oft etwas nervig fand, weil sie so wenig Selbstvertrauen hatte oder zu leichtfertig mit allem umging. Doch jetzt - nach Ende des ersten Bandes - hat sie sich komplett anders entwickelt.

Besonders wichtig in diesem Band sind aber auch die Sturmjäger, die schon bald zu einem wichtigen Bestandteil von Roars Leben werden. Vor allem Lock ist von Anfang an vernarrt in unsere Prinzessin und dies merkt man auch sehr schnell durch die Erzählweise, da man hier aus so gut wie jeder Perspektive etwas mitbekommt und so auch das Misstrauen oder Vertrauen der anderen Charaktere erkennen kann.

Obwohl mir diese Art der Erzählweise nicht immer gefällt fand ich es hier doch auf gewisse Weise angebracht und ich konnte vor allem Lock und Roar so oft besser verstehen. Beide sind unheimlich stur und gerne mal nervig, doch man gewinnt sie trotz allem unheimlich lieb. Auch die anderen Sturmjäger - Jinx, Bait, Ransom, Sly und Duke - habe ich mehr als nur lieb gewonnen. Für mich waren sie alle eine kleine Familie, die füreinander da ist.

Lock selbst mag Roar eigentlich von Anfang an und obwohl es mich etwas gestört hat, wie er mit ihr umgegangen ist, muss ich sagen, dass ich auch ihn gegen Ende des Buches viel sympathischer fand, was umso mehr zeigt, dass die Charaktere sich dauernd entwickeln. Was ich schade fand war, dass Roar ihm dennoch so wenig vertraut hat und ich bin gespannt inwiefern sich dies auf den zweiten Band auswirken wird.

Auch wenn es hier zwischenzeitlich Misstrauen oder Streitereien zwischen den Charakteren gab muss ich sagen, dass auch dies dazugehört und es das nur spannender macht, denn so wird es auch für die Protagonistin schwieriger ihr Geheimnis zu bewahren. Vor allem wegen Sly muss man aufpassen, weil diese Roar gegenüber eher misstrauisch ist. 

Einen Charakter, den man meiner Meinung nach auch nicht vergessen darf ist Nova. Sie hat für mich ebenfalls die spannenden Stellen in der Geschichte ausgemacht, weil sie selbst ebenfalls bestimmte Fähigkeiten besitzt, die noch interessant werden könnten. Doch nicht nur das, sie ist Roar gegenüber auch eine absolut treue Freundin und das merkt man an wirklich vielen Stellen. Eine großartige Figur, die sicher noch einiges bieten wird! 

Natürlich gibt es aber auch die 'bösen' Charaktere, die alles ins Verderben stürzen wollen, bzw. die verschiedene Seiten zu haben scheinen. So konnte ich vor allem Cassius nicht ausstehen und hoffe nach wie vor, dass er nicht die Oberhand gewinnt. Auch sein Bruder Cassimir und sein Vater waren mir sehr unsympathisch. Und dann gibt es da natürlich noch den Sturmlord, der eine größere Rolle einzunehmen scheint als ich anfänglich gedacht hätte. Da bin ich wirklich auf mehr gespannt!

Die Story selbst hat mir unheimlich gut gefallen. Ich mochte es, dass Roar versuchen wollte sich selbst zu finden und vor allem über die Grenzen des eigenen Königreichs hinauszugehen. Obwohl sie dadurch eine Menge zurücklässt, weiß sie, dass es notwendig ist und sie so auch einer Verbindung aus dem Weg geht, die sie womöglich ins Verderben reißt. So lernt man verschiedenste Stürme kennen, die für mich den besten Teil der Geschichte ausgemacht haben, weil es einfach mal etwas komplett anderers war. 

Doch nicht nur die Stürme selbst haben mir gefallen, auch die Details, wie die Sturmherzen, die Jäger, die damit in Verbindung stehen und die Fähigkeiten, die Roar an sich selbst entdeckt sind einfach toll umgesetzt! Da kann man fast über die anfänglich leichtsinnigen Charaktere hinwegsehen und gerade das Ende der Geschichte hat mich gebannt zurückgelassen.


Fazit:Ich habe mich wirklich in die Welt von Pavan verliebt und kann nur immer wieder betonen wie großartig ich die Idee mit den Stürmen finde! Einzig und allein die anfängliche Naivität und das eher leichtsinnige und impulsive Verhalten der Charaktere hat meine Begeisterung gedämpft. Aurora zeigt sich vor allem zu Beginn der Geschichte so und erst als sie zu Roar wird, legt sie eine richtige Entwicklung hin. Lock hingegen verhält sich seit er Roar kennt viel zu besitzergreifend und auch das mochte ich nicht besonders. Doch beide Charaktere verändern sich mit der Zeit und aus ihnen werden Charaktere, die man zu lieben lernt. Das und die Stellen, an denen die Stürme bekämpft werden, bzw. an denen man mehr über Roar erfährt, haben mir sehr gut gefallen! Gegen Ende hat man nicht nur eine besondere Reise mit den Charakteren erlebt, man weiß auch mehr über Roars Fähigkeiten und die Nebencharaktere, zu denen man dann eine Bindung aufgebaut hat. Abgesehen davon wurde ich absolut sprachlos zurückgelassen und kann Band 2 nun kaum noch erwarten! Für mich gab es hier definitiv einen Cliffhanger, der Lust auf mehr macht! Daher gab es von mir letzten Endes 4,5 Federn!

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