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179 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

william ritter, fantasy, detektiv, jackaby, übernatürliches

Jackaby

William Ritter , Dagmar Schmitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.07.2016
ISBN 9783570310885
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jackaby von William Ritter

Zum Inhalt:
Als die junge Abigail Rook 1892 mit einem Schiff in New Fiddleham ankommt ist sie etwas ernüchtert von ihrer bisherigen Reise, denn das grosse Abenteuer, das sie sich erhofft hat ist bis jetzt ausgeblieben. Doch dann trifft Abigail auf der Suche nach einer Arbeitsstelle den Detektiven R. F. Jackaby, der sich mit allem Übersinnlichen beschäftigt. Trotz Jackabys anfänglichem Zögern wird Abigail seine neue Assistentin und schon bald stecken die beiden mitten in einem Fall, auf der Suche nach einem Serienmörder von dem sich Jackaby sicher ist, dass er nicht menschlich ist...

Meine Meinung:
Wie so oft ist mir Jackaby erstmal hauptsächlich wegen dem tollen Cover aufgefallen. Ich finde die Farben und die beiden Bilder ineinander richtig cool. Doch natürlich sollte ein Buch nicht nur ein hübsches Cover haben, sondern auch eine interessante Geschichte erzählen und der Klappentext zu Jackaby liess vermuten, dass eine solche hier zu finden ist. Ein Detektiv der Ende 19. Jahrhundert übernatürliche Fälle auflöst? Mein Interesse war definitiv geweckt.

Die Geschichte konnte mich dann auch schon auf den ersten Seiten in ihren Bann ziehen. Man begleitet die Protagonistin Abigail, die frisch aus Europa in New Fiddleham angekommen ist und schon an ihrem ersten Abend auf den mysteriösen R. F. Jackaby trifft. Dieser scheint allein durch seine Kombinationsgabe direkt einiges über Abigail herauszufinden und erinnert nicht nur dadurch direkt an einen anderen, sehr bekannten Detektiv. Jedenfalls hinterlässt er einen bleibenden Eindruck bei Abigail und nachdem diese vergeblich einen "normalen" Job sucht, bewirbt sie sich schliesslich bei ihm als Assistentin. 

Obschon Jackaby anfangs ziemlich zögert Abigail wirklich anzustellen (er hatte bisher nicht ganz so Glück mit seinen Assistenten, oder eher sie nicht mit ihm...) werden die beiden schnell zu einem ziemlich guten Team. Jackaby ist eine sehr interessante und mysteriöse Figur, man erfährt schnell, dass ein nicht unbedeutender Teil seines Erfolgs als Detektiv darauf zurückzuführen ist, dass er übernatürliche Dinge sehen kann, welche sonst (fast) niemand wahrnimmt. Abigail steht dem anfangs eher etwas skeptisch gegenüber und auch wenn man schnell merkt, dass Jackaby nicht einfach verrückt ist, hätte ich als Leser doch gerne noch etwas mehr über Jackabys Hintergrund erfahren, denn leider blieb er sehr unnahbar.

Da fällt es einiges leichter zu Abgail, aus deren Sicht die Geschichte schliesslich auch erzählt wird, eine Verbindung aufzubauen. Man erfährt bei ihr auch etwas mehr über ihren Hintergrund, besonders wie sie nach New Fiddleham gekommen ist. Sie ist eine sehr unabhängige Frau, die sich ziemlich gut selbst durchschlagen kann und zudem auch ziemlich abenteuerlustig. Auch scheint sie ihrer Zeit voraus zu sein, jedenfalls kommt sie mit ihrem starken Willen nicht bei allen gut an. Durch die Zusammenarbeit mit Jackaby lernt sie jedoch auch schnell, nicht allzu viel auf die Meinung anderer zu geben. 

Ich mochte es sehr aus Abigails Sicht zu lesen, doch auch bei ihr hoffe ich sehr, dass man in den nächsten Teilen noch etwas mehr unter die Oberfläche blicken kann, denn die Geschichte konzentriert sich grundsätzlich mehr auf die Handlung, als auf die Entwicklung der Figuren. Diese hat mir jedoch auch wirklich gut gefallen. Jackaby und Abigail sind hinter einem Serienmörder her und der Fall wird besonders durch die übernatürlichen Elemente und die ungewöhnlichen Wesen die dabei eine Rolle spielen sehr interessant. Zwar sind gewisse Handlungspunkt etwas vorhersehbar, doch besonders gegen Ende konnte mich die Geschichte doch mehrmals überraschen. Zudem hat mir auch die teilweise richtig gruslige Atmosphäre der Geschichte sehr gut gefallen.

Fazit:
Jackaby begeistert nicht nur durch das tolle Cover, der Inhalt konnte mich ebenso überzeugen. Die Geschichte ist unterhaltsam und spannend und mir haben besonders das Setting und die übernatürlichen Elemente super gefallen. Abigail und Jackaby geben zudem ein super Team ab und sind beide auch sehr interessante Figuren, wobei ich sie jedoch gerne noch etwas besser kennen gelernt hätte. Die Geschichte ist zudem in sich ziemlich abgeschlossen, ich hoffe dennoch, dass die Fortsetzungen auch bald übersetzt werden.

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Tags: detektivgeschichte, jugendbuch, übernatürliches   (3)
 

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397 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 172 Rezensionen

fluch, fantasy, liebe, magie, jugendbuch

Secret Fire - Die Entflammten

C.J. Daugherty , Peter Klöss , Jutta Wurm
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789133398
Genre: Jugendbuch

Rezension:

zum Inhalt:
Taylor und Sacha sind eigentlich von Grund auf verschieden. Taylor hat einen klaren Plan, sie will einmal in Oxford studieren und um dieses Ziel zu erreichen stellt sie alles andere in den Hintergrund. Sacha hat dagegen keinerlei Pläne für die Zukunft, er geht nicht mehr zur Schule und springt stattdessen bei waghalsigen Wetten von hohen Gebäuden. Für Sacha ist das kein Problem, denn er kann bis zu seinem 18. Geburtstag nicht sterben. Doch an diesem Tag wird er sterben. Aber dann finden sich Sacha und Taylor und plötzlich besteht doch wieder Hoffnung, denn in Taylor erwachen plötzlich völlig ungeahnte Kräfte...

meine Meinung:
"Secret Fire - Die Entflammten" beginnt ziemlich vielversprechend. Besonders die Sichtweise von Sacha hat mir in den ersten paar Kapiteln super gefallen. Bevor man überhaupt weiss was wirklich passiert erlebt man wie er sich in Folge einer Wette von einem fünfstöckigen Gebäude stürzt und dies ohne langfristige Auswirkungen überlebt. Dagegen wirkt Taylors alltägliches Leben erstmal eher langweilig, dennoch war bei mir sofort die Spannung geweckt, wie es wohl dazu kommen würde, dass sich diese zwei so komplett unterschiedlichen Welten treffen würden.

Was mir ziemlich gut gefallen hat, sind die verschiedenen Schauplätze. Sacha lebt nämlich in Paris und Taylor in einem kleinen Ort in England. Den Autorinnen ist es gelungen die Schauplätze richtig toll zu beschreiben und man spürt dadurch noch einmal mehr, aus wie unterschiedlichen Welten die Protagonisten stammen. Durch die räumliche Trennung der beiden haben zudem auch beide ihre eigenen, unabhängigen Handlungsstränge, auch wenn diese sich natürlich teilweise treffen.

Nachdem die beiden jedoch erstmal online miteinander in Kontakt treten und sich bald darauf auch persönlich treffen und sich somit ihre Welten zu durchmischen beginnen hat sich bei mir aber ziemlich schnell Langeweile eingestellt. Die Geschichte zieht sich im Mittelteil sehr und ich habe irgendwann nur noch darauf gewartet, dass endlich mal etwas geschieht. Zudem wird die Geschichte auch ziemlich vorhersehbar, besonders da sie für regelmässige Leser des Genres kaum etwas neues zu bieten hat.

Taylor und Sacha sind zwar einerseits durchaus sympathisch, doch haben sie ziemlich wenig Tiefgang und entsprechen so ziemlich dem Klischee des Goods Girls und dem Bad Boy. Daher konnte mich auch die Liebesgeschichte, welches sich zwischen den beiden anbahnt nicht wirklich überzeugen. Die einzige wirklich interessante Figur in der Geschichte ist Louisa, welche Taylor in ihren Kräften trainiert. Sie ist nicht nur eine tolle Kämpferin, sondern auch super sympathisch und freundet sich auch mit Taylor an, ausserdem hatte sie eine ziemlich spannende Vergangenheit.

Die Geschichte wurde dann auch gegen Ende wieder spannender und vor allem auch ereignisreicher. Zudem gibt es eine ziemlich schockierende Wendung, welche plötzlich zeigt, dass Taylor und Sacha sich nicht nur in einem Wettlauf gegen die Zeit befinden, sondern sie auch mächtige Feinde zu haben scheinen. Die Entwicklungen am Ende dieses Teils werfen auf jeden Fall einige spannende Fragen auf und machen neugierig auf den zweiten Teil.

Fazit:
Trotz dem spannenden Anfang konnte mich "Secret Fire" leider nicht vollständig überzeugen. Besonders der Mittelteil hat sich für meinen Geschmack zu sehr gezogen und lies dadurch Langweile aufkommen. Zudem bietet die Geschichte auch kaum etwas Neues und bedient stattdessen einige Klischees. Das Ende konnte die Wertung für mich jedoch wieder etwas herausholen und hat es geschafft doch noch mein Interesse für den zweiten Teil zu wecken.

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Tags: fantasy, fluch, jungendbuch, liebe   (4)
 

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129 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

comic con, nerds, john hughes, nerd, jugendbuch

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

Sarvenaz Tash , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850271
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die (beinahe) grösste Liebesgeschichte des Universums von Sarvenaz Tash

Zum Inhalt:
Graham ist schon lange in seine beste Freundin Roxy verliebt, doch er ist ziemlich schüchtern und hat sich deshalb noch nie getraut es ihr zu gestehen. Dies soll sich allerdings bald ändern, denn er ist fest entschlossen an der New Yorker Comic-Con, die sie zusammen besuchen werden ihr seine Liebe zu gestehen. Obschon er alles perfekt geplant hat, scheint aber plötzlich einfach alles schief zu gehen, als hätte sich das ganze Universum gegen ihn verschwört...

Meine Meinung:
Schon allein durch die Tatsache, dass dieses Buch komplett an einem Wochenende und zwar an der Comic Con in New York spielt, hat es mich direkt angesprochen. Die wirklich wundervolle Gestaltung, das Buch sieht auch unter dem Umschlag richtig toll aus, und der vielversprechende Titel haben schliesslich den Rest dazu beigetragen, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. 

Erzählt ist die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Graham. Dieser ist ein ziemlicher Nerd und schon seit Ewigkeiten in seine beste Freundin Roxy verliebt. Die beiden sind Nachbarn und haben über Harry Potter zusammengefunden und schreiben nun gemeinsam Comics. Kurz gesagt, die beiden kennen sich echt in und auswendig und wissen genau was der jeweils andere mag. Naja, ausser dass Roxy natürlich keine Ahnung hat von Grahams Gefühlen...

Graham war mir grundsätzlich eigentlich ziemlich sympathisch, seine Verliebtheit in Roxy ist total süss und er möchte ihr unbedingt auf irgendeine spektakuläre Weise seine Liebe gestehen und auch nachdem all seine Pläne schiefgehen, gibt er nicht so schnell auf. Dadurch, dass die Geschichte aus seiner Sichtweise erzählt wird, merkt man wie viel ihm an Roxy liegt, doch seine Versessenheit irgendeine grosse, romantische Geste machen zu müssen, kam teilweise doch etwas übertrieben rüber, besonders da er nie wirklich daran zu denken scheint, wie Roxy wohl fühlt. Er ist überzeugt sie sind füreinander bestimmt. 

Man kann dies Graham jedoch nicht lange böse nehmen, wenn man miterlebt wie unbeholfen er von einem Schlamassel ins nächste stolpert. Mir haben die humorvollen Momente richtig gut gefallen, besonders eine gewisse Szene mit einem Dieb fand ich richtig super. Zudem ist die Geschichte natürlich auch super für alle, die mit Fantasy, Comics und Filmen etwas anfangen können, denn in der Geschichte gibt es jede Menge tolle Anspielungen, schliesslich handelt sie von einer Gruppe Nerds und spielt an einer Comic Con. 

Das Setting hat mir sowieso richtig super gefallen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Autorin auch selbst schon an der New Yorker Comic Con war. Durch den spannenden Schauplatz wird die Geschichte nie langweilig, selbst wenn die Handlung grundsätzlich wenig Überraschung bietet. Durch das Setting ist aber ständig etwas los, sie besuchen nicht nur verschiedene Panels und versuchen Autogramme abzustauben, sondern machen beispielsweise sogar bei einem Kostümwettbewerb mit. Obschon die Geschichte ja eigentlich in unserer Welt spielt, hat man doch teilweise das Gefühl in eine ganz eigene Welt entführt zu werden und ich habe mir während dem Lesen öfters gewünscht wirklich dort zu sein.

Fazit:
Die (beinahe) grösste Liebesgeschichte des Universums erzählt eine süsse Geschichte über die erste Liebe, in der für einmal nicht alles ganz so läuft, wie es sich der Protagonist Graham vorstellt. Die Geschichte konnte mich durchgehend gut unterhalten, auch wenn die Handlung kaum Überraschungen aufweist. Mir haben besonders die New York Comic Con als Schauplatz und die vielen nerdigen Anspielungen super gefallen. Wer gerne eine humorvolle Geschichte über Freundschaft und die erste Liebe liest und sich für nerdige Dinge begeistern kann, der ist bei diesem Buch genau richtig.

3,5*

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Tags: comic con, freundschaft, idealisierte liebe, jugendbuch, nerds   (5)
 

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241 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

nimmernie, julie kagawa, ethan, fantasy, plötzlich prinz

Plötzlich Prinz - Die Rache der Feen

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453268685
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Plötzlich Prinz – Die Rache der Feen von Julie Kagawa

Zum Inhalt:
Ethan hat den hinterhältigen Angriff seines Neffen Keirran nur knapp überlebt und als er im Nimmernie erwacht, muss er feststellen, dass die Gefahr noch lange nicht gebannt ist. Dadurch, dass er überlebt ist der Schleier zwischen den Welten zwar nicht endgültig zerstört worden, doch die Vergessenen haben an Stärke gewonnen und planen gegen die Reiche des Nimmernies in den Krieg zu ziehen, allen voran Keirran. Dieser scheint komplett verändert und als Ethan erkennt, woran das liegt, wird ihm klar, dass nur er diesen Krieg noch aufhalten kann. Doch dazu muss er alles riskieren...

Meine Meinung:
Nach dem absolut fiesen Cliffhanger am Ende des zweiten Teils war ich sehr gespannt auf den abschliessenden Teil dieser Trilogie und meinen letzten Ausflug ins Nimmernie. Der Einstieg ins Buch ist mir ziemlich leicht gefallen, da man sowieso ziemlich schnell wieder mitten im Geschehen ist. Die Situation sieht für Ethan und seine Freunde, eigentlich das gesamte Nimmernie und auch die Menschenwelt, nicht gerade gut aus, die Herrscherin der Vergessenen hat erheblich an Macht gewonnen und mit Keirran hat sie einen starken Krieger an der Spitze ihrer Armee. 

Ethan kann nicht einfach zusehen wie sein Neffe die Welt ins Verderben stürzt, besonders da er das Gefühl hat irgendwie die Mitschuld an dessen Zustand zu tragen. Daher macht er sich zusammen mit Kenzie, Razor und ein paar unerwarteten Verbündeten auf die Suche nach einem Weg Keirran und das gesamte Nimmernie zu retten. Die Geschichte konnte mich eigentlich durchgehend gut unterhalten und wirkte sehr gut durchdacht, auch wenn sie zwischendurch ein paar kleine Längen hatte. Da ich jedoch die unglaublich wundervolle und kreative Welt, die Julie Kagawa geschaffen hat so sehr liebe und man immer wieder neue, interessante Orte entdeckt, wurde mir beim Lesen nie langweilig und ich wollte das Buch kaum aus der Hand legen. 

Ich habe zudem auch richtig mit Ethan und Kenzie mitgefiebert, die beiden sind auch einfach ein absolut tolles Team und mir hat die Liebesgeschichte super gefallen. Ethan ist ein toller Kämpfer und hat zudem einfach ein gutes Herz, trotz allem was Keirran ihm angetan hat, will er ihn noch immer retten. Kenzie ist wie immer der Kopf der Sache und ihr schnelles Denken und geschicktes Verhandeln rettet die Beiden mindestens genau so oft, wie Ethans Waffen. Razor ist zudem wohl einer der niedlichsten und lustigsten Begleiter die man sich wünschen kann. Auch viele alte Bekannte trifft man in diesem Buch wieder, wobei Puck natürlich wieder mein absoluter Favorit ist, und ich habe gemerkt wie sehr mir diese bunte Truppe aus Figuren ans Herz gewachsen ist. 

Mir hat auch der Abschluss insgesamt richtig gut gefallen, die Autorin konnte mich sogar noch das ein oder andere Mal überraschen und ich habe richtig mit den Figuren mitgefiebert, denn ich war mir bei keiner sicher, dass sie diesen Krieg überleben würde. Die letzten Seiten dieses letzten Abenteuers im Nimmernie waren eine echte Achterbahn der Gefühle, doch schlussendlich hätte ich mir kaum ein besseres Ende für eine meiner Lieblingsreihen wünschen können.

Fazit:
Die Rache der Feen war ein wirklich gelungener letzter Ausflug in die faszinierende Welt des Nimmernies. Der Autorin ist es gelungen eine spannende Geschichte, voller sympathischer und vielfältiger Charaktere zu erzählen, deren Ende mich mehr als nur ein bisschen sentimental gemacht hat. Mir ist es wirklich schwer gefallen mich von Ethan, Kenzie, Meghan, Ash, Puck und all den anderen endgültig zu verabschieden, doch mit diesem Buch hat Julie Kagawa definitiv ein würdiges Ende geschaffen. 


4,5*

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Tags: feen, nimmernie   (2)
 

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29 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

rick riordan, nordische mythologie, fantasy, witzig, percy jackson

Magnus Chase and the Gods of Asgard, Book One: The Sword of Summer

Rick Riordan
Audio CD
Erschienen bei LISTENING LIB, 06.10.2015
ISBN 9781101916988
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich bin ein grosser Fan von Rick Riordans Bücher, besonders der Percy Jackson und Helden des Olymp Reihen. "The Sword of Summer" ist nun der Start zu seiner neusten Reihe, die sich um die nordische Mythologie dreht. Das Buch spielt jedoch in derselben Welt, wie Riordans andere Reihen, welche die griechische, römische und ägyptische Mythologie behandeln, man trifft daher auch durchaus auf ein paar bekannte Charaktere. Wer die anderen Bücher kennt, kann aufgrund von Magnus Nachnamen natürlich schon erahnen, um wen es sich handelt...

Die Geschichte wird aus der Sicht von Magnus erzählt, einem Sechzehnjährigen, der seit dem Tod seiner Mutter auf der Strasse lebt. Magnus war mir direkt vom Anfang der Geschichte an sympathisch. In vieler Hinsicht erinnert er an Percy, besonders da auch er trotz allem was geschieht immer seinen Sinn für Humor beibehält. Der angenehme und humorvolle Schreibstil ist auch etwas, was ich an Rick Riordans Büchern total mag. Auch wenn dieses Buch vom Humor her nicht ganz mit der Percy Jackson Reihe mithalten kann, gab es doch einige richtig lustige Szenen.

Neben Magnus gibt es natürlich auch noch weitere wichtige Charaktere, die ihn auf seinem Abenteuer begleiten. Diese haben mir jedoch anfangs ziemliches Kopfzerbrechen bereitet, denn zwei davon Hearthstone und Blitzen, ein Elf und ein Zwerg, konnte ich anfangs beim besten Willen nicht auseinanderhalten. Auch wenn mir es im Verlauf der Geschichte dann irgendwann doch gelang konnte ich zu den beiden irgendwie nie richtig einen Zugang finden. Ganz anders verhielt es sich hingegen bei Sam. Sie ist ein super interessanter Charakter und hat sich schnell zu meiner Lieblingsfigur in diesem Buch entwickelt.

Insbesondere die Darstellung der verschiedenen Götter und anderen mythologischen Wesen, fand ich wieder sehr gelungen. Die Begegnung mit Thor ist eine meiner Lieblingsstellen der Geschichte. Auch die verschiedenen Welten und besonders Hotel Valhalla, der Ort, an den gefallene Helden hingeschickt werden, waren super interessant. Rick Riordan gelingt es toll die mythologischen Elemente auf spannende und unterhaltsame Weise in die Geschichte einzufügen.

Auch die Handlung hat mir grösstenteils gut gefallen. Jedoch wies die Geschichte auch ein paar Längen auf, wo ich das Gefühl hatte gewisse Dinge hätten etwas gekürzt werden können. Grössenteils war das Buch jedoch spannend und actionreich und hatte auch ein paar interessante Wendung, weshalb ich sehr gespannt bin, wie es im nächsten Teil weitergeht.

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

aliens, dystopie, rick yancey, science fiction, englisch

The Fifth Wave

Rick Yancey
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei Puffin, 01.06.2013
ISBN 9780141345819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es hat lange gedauert bevor ich mich an "The 5th Wave" herangetraut habe, was daran lag, dass ich zwar sehr positive, aber auch sehr negative Stimmen zu dem Buch gehört hatte. Sobald ich aber angefangen habe zu lesen waren meine Zweifel verschwunden und ich bin nur so durch die ersten gut 150 Seiten durchgeflogen. Der Schreibstil konnte mich sofort fesseln und die ehrliche, direkte und etwas bissige Erzählweise hat mir sehr gut gefallen.

Cassie war mir mit ihrer Denkweise sofort sympathisch und ihre Art kam einfach toll rüber. Vor kurzem war sie noch ein ganz normaler Teenager, doch jetzt ist sie eine Kämpferin, die alles daran setzt ihren kleinen Bruder wieder zu finden und zu überleben. Ich konnte auch ihre Zweifel und Ängste sehr gut nachvollziehen.

Leider gefiel mir das Buch nach dem vielversprechenden Anfang immer schlechter. Dies lag vor allem daran, dass danach eine zweite Sichtweise dazu kam, diejenige von Zombie. Leider konnten mich diese Teile gar nicht fesseln und ich hätte sie jeweils am liebsten übersprungen. Besonders da sie auch nicht wirklich viel Neues zu der Geschichte beitragen.

Ausserdem entwickelt sich die Geschichte immer vorhersehbarer und man kann sich ziemlich schnell zusammenreimen worauf alles am Schluss rausläuft. Keine der Figuren ausser Cassie war wirklich interessant und selbst Cassies Sichtweise hat mir gegen Ende immer schlechter gefallen. Dazu hat besonders die Liebesgeschichte, die sich wenig überraschend entwickelt und teilweise echt kitschig war, beigetragen.

Nach einem tollen Anfang muss ich mich schlussendlich leider auch den negativen Stimmen anschliessen und werde wohl auf die nächsten Teile verzichten.

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95 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

freundschaft, blog, kino, film, jess

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen

Cornelia Franke
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.07.2016
ISBN 9783570310144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen von Cornelia Franke

Zum Inhalt:
Jess liebt Filme und besonders liebt sie es jede Woche mit ihren Freunden ins Kino zu gehen. Als sie für ein Projekt in der Schule einen Blog starten soll ist natürlich sofort klar worüber sie schreiben will. Doch niemals hätte Jess gedacht, dass dieses Projekt ihr Leben so ins Chaos stürzen könnte. Was hat ihr Vater nur plötzlich so gegen ihre Filmleidenschaft? Und was sollen die Anspielungen ihrer besten Freundin Lisa, bezüglich Marvin, ihrem besten Freund? Natürlich ist er nur so hilfsbereit, weil er ein guter Freund ist! Oder könnte er vielleicht doch mehr von ihr wollen? Wieso ist das Alles nur im echten Leben so viel komplizierter als im Film?

Meine Meinung:
"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" hat mich allein schon durch den tollen Titel angesprochen, denn geht es nicht jedem von uns manchmal so, dass wir lieber eine andere Rolle spielen würden? Unserer Protagonistin Jess geht es in dem Buch jedenfalls öfters mal so, denn ihr Leben beginnt langsam aber sicher im Chaos zu versinken und dabei würde sie doch am liebsten einfach entspannt im Kino sitzen und sich mit einer Tüte Popcorn in der Hand zusehen wie jemand anderes versuchen muss scheinbar unmögliche Aufgaben zu lösen. 

Wie man schon am Titel und dem richtig gelungenen Cover erkennen kann spielen Film in dieser Geschichte eine wichtige Rolle, denn Jess ist ein kleiner Filmnerd und versinkt am liebsten in fiktionalen Welten, besonders wenn es im realen Leben mal wieder nicht ganz so läuft wie es sollte. Und dies ist bei ihr in letzter Zeit öfters mal der Fall, nicht nur muss sie sich in der Schule mit ziemlich kindischen Oberzicken herumschlagen, auch mit ihrem Vater läuft es nicht so gut.

Zudem sorgt eine erste Liebe bei Jess, die sich bis anhin eigentlich kaum für Jungs interessiert hat, weiter für Verwirrung. Einerseits mag sie den Jungen total, andererseits ist sie sich nicht ganz sicher, ob sie wirklich mit ihm zusammen sein will. Was wenn es doch nicht funktioniert? Auch ihre geliebten Filme können Jess hier leider nicht weiterhelfen und so muss sie sich vollständig ins Gefühlschaos hineinstürzen. 

In solchen Momenten vermisst sie ihre verstorbene Mutter schrecklich, nur leider erinnert sie sich kaum mehr an sie und ihr Vater weigert sich Jess von ihr zu erzählen. Das Thema Verlust spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte und Cornelia Franke behandelt dieses sehr feinfühlig ohne Dinge schön zu reden. Man kann sehr gut mit Jess und ihrem Vater mitfühlen, auch wenn es ein bisschen an meinen Nerven zerrte wie dickköpfig sich beide verhalten haben, am Schluss kann man beide Seiten auch irgendwie verstehen. 

Zum Glück hat Jess jedoch noch ihre besten Freunde Lisa, Tom und Marvin. Die vier sind echt eine super sympathische Gruppe aus Nerds, die nicht nur gerne zusammen ins Kino gehen, sondern auch in jeder sonstigen Lebenssituation füreinander da sind. Besonders Lisa und Tom sorgen zudem für einige der lustigsten Momente in der Geschichte, man kann eigentlich gar nicht anders als die vier ins Herz zu schliessen und mit ihnen mitzulachen und mit zu fiebern. 

Fazit:
Wer ein richtig süsses und humorvolles Sommerbuch sucht (welches man natürlich auch in anderen Jahreszeiten lesen kann) der ist hier absolut richtig. Die Geschichte hat einiges zu bieten Freundschaft, erste Liebe und Familie spielen alle eine grosse Rolle und auch ernstere Themen wie Verlust werden angesprochen. Eine besondere Empfehlung gibt es zudem für Filmfans und Blogger, ihr werdet in Jess eine Gleichgesinnte finden.

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Tags: filme, freundschaft, sommerbuch   (3)
 

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95 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

sommer, freundschaft, liebe, familie, musik

Wohin der Sommer uns trägt

Tanja Voosen
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.05.2016
ISBN 9783551300591
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wohin der Sommer uns trägt von Tanja Voosen

Zum Inhalt:
Megan und Delilah sind beste Freundinnen, soweit sie zurückdenken können. Seit sie einmal den Sommer getrennt voneinander verbringen mussten, haben sie eine Tradition eingeführt. Am Anfang jedes Sommers ziehen sie jeweils einen Zettel aus einer Kiste, mit einer Aufgabe, die sie in diesem Sommer erledigen müssen. Doch im Sommer vor ihrem letzten Jahr an der High School stellen nicht nur ihre Aufgaben die beiden auf die Probe, sondern auch die Frage wo sie in einem Jahr sein wollen. Finden Megan und Delilah den Mut ihren Träumen zu folgen?

Meine Meinung:
Wie man schon am Titel und am Cover erahnen kann ist "Wohin der Sommer uns trägt", meiner Meinung nach, das perfekte Sommerbuch. Die Geschichte handelt von zwei besten Freundinnen, die einen ziemlich interessanten Sommer erleben, vollgepackt mit erster Liebe, grossen Träumen und Herausforderungen die sie zwingen über ihren eigenen Schatten zu springen. Die Geschichte ist super kurzweilig und macht einfach gute Laune. 

Tanja Voosen hat mich mit ihren süssen und authentischen Contemporary Geschichten noch nie enttäuscht und auch hier wird man durch ihren lockeren, angenehmen Schreibstil sofort in die Geschichte hineingezogen. Die Geschichte beginnt eher gemächlich. In den ersten Kapiteln lernt man die beiden sympathischen Protagonistinnen und beste Freundinnen Megan und Delilah kennen und verfolgt die beiden in ihrem Alltag, wobei sich jedoch auch schon schnell zeigt, dass die beiden einen ziemlich ereignisreichen Sommer vor sich haben.

Megan und Delilah sind von ihrer Persönlichkeit her ziemlich unterschiedlich. Megan ist sehr direkt und definitiv nicht auf den Mund gefallen, damit steht sie oftmals im Mittelpunkt, doch obschon ihr das nicht unangenehm ist und sie beispielsweise total gerne singt, mag sie die Arbeit hinter den Kulissen eigentlich noch mehr, denn sie ist eine begeisterte Songschreiberin. Delilah ist hingegen eher schüchtern und viel zurückhaltender als Megan, sie liebt es jedoch zu tanzen und kann darin vollkommen aufgehen, daher ist es auch ihr grosser Traum nach dem Ende der High School an die Julliard gehen zu können. 

Beide haben somit grosse Träume die sie sich jedoch bisher noch nicht vollständig getraut haben zu verfolgen und so müssen sie in diesem Sommer entscheiden ob sie über sich hinauswachsen und sich diesen Herausforderungen stellen werden. Mir hat richtig gut gefallen, wie sich Megan und Delilah beide bei der Verfolgung ihrer Träume unterstützten und wie sie voneinander lernen können, ohne sich gegenseitig verändern zu wollen. Die Freundschaft steht in dieser Geschichte wirklich im Zentrum, was meiner Meinung nach, besonders in Contemporary Büchern, viel zu selten der Fall ist und mir aber super gefallen hat. 

Natürlich gibt es aber auch kleine Liebesgeschichten, die mir beide auch richtig gut gefallen haben, besonders da sie nicht zu klischeehaft oder perfekt wirken, sondern authentisch und ehrlich und sich über den Verlauf des Buches hinweg sehr schön entwickeln. Zudem nehmen diese auch nie einen zu grossen Teil der Geschichte ein. 

Da kann man auch mal darüber hinwegsehen, dass die Handlung grösstenteils ziemlich vorhersehbar war, denn dies tut dem Lesespass keinen Abbruch. Selbst das Ende, welches mich leider zuerst nicht so begeistern konnte, wurde durch ein richtig tolles Outro gerettet, welches die Geschichte perfekt abgerundet hat. 

Fazit:
Eine tolle Geschichte über zwei beste Freundinnen die einen richtig tollen Sommer voller Herausforderungen und Überraschungen erleben. Die beiden Protagonistinnen Megan und Delilah sind beide super sympathisch und die Freundschaft der beiden hat mir wirklich total gut gefallen. Wenn ihr nach dem perfekten Buch für den Start in den Sommer sucht, kann ich euch "Wohin der Sommer uns trägt" wärmstens empfehlen.

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Tags: freundschaft, sommer, verlieben   (3)
 

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69 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

fantasy, darkmouth, legenden, monster, shane hegarty

Darkmouth - Die Legenden schlagen zurück

Shane Hegarty , Birgit Salzmann
Fester Einband
Erschienen bei Oetinger, 09.05.2016
ISBN 9783789137273
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Darkmouth – Die Legenden schlagen zurück von Shane Hegarty

Zum Inhalt:
Seit Finn es geschafft hat seinen Vater von der verseuchten Seite zurück zu holen ist es ruhig in Darkmouth, keine Legende hat sich mehr blicken lassen und Finns Leben ist schon fast langweilig. Doch dies wird sich schnell wieder ändern, denn sein dreizehnter Geburtstag steht kurz bevor und aus der ganzen Welt strömen Halbjäger nach Darkmouth um seine Vollendungszeremonie mitzuerleben. Als wäre damit nicht schon genug Chaos vorprogrammiert, fangen plötzlich Leute an auf mysteriöse Weise zu verschwinden...

Meine Meinung:
Nachdem mich die ersten beiden Teile der Darkmouth-Reihe beide durch ihre gelungenen Ideen und liebeswerten Figuren richtig gut unterhalten konnten, habe ich mich sehr auf meinen dritten Ausflug nach Darkmouth gefreut. Dieses Mal hat es allerdings etwas gedauert bis die Geschichte wirklich Fahrt aufgenommen hat und mich packen konnte. Dies lag möglicherweise daran, dass mir die Ereignisse der vorherigen Teile nicht mehr alle ganz so präsent waren und ich mich erst etwas orientieren musste.

Durch die gewohnt kurzen Kapitel, die jeweils in einer Art Minicliffhanger enden, bewegt man sich jedoch gewohnt flüssig durch die Geschichte und kann das Buch bald kaum mehr aus der Hand legen. Auch die verschiedenen Sichtweisen, welche teilweise ziemlich mysteriös sind, und der humorvolle Ton sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Mit dem Verschwinden der Halbjäger, der Erkenntnis was dahintersteckt und einer neuen Figur die daraufhin auftaucht, gewinnt die Handlung dann auch schnell an Fahrt. Die Geschichte wirkt dabei sehr gut durchdacht, mir hat besonders gefallen wie Ereignisse aus den vorherigen Teilen wieder aufgegriffen werden und wie sich im Verlauf der Geschichte im Hintergrund so einiges zusammenbraut, was am Ende für einen sehr interessanten Twist sorgt.

Am besten haben mir jedoch wieder die unglaublich liebenswerten Charaktere gefallen. Es war richtig toll zu sehen wie sehr sich Finn seit dem ersten Band entwickelt hat. Während er zuvor eher versehentlich von einer gefährlichen Situation in die Nächste gestolpert ist, ergreift er nun entschlossen selbst die Initiative, auch wenn er die Legenden noch so angsteinflössend findet. Doch auch die anderen Figuren wie Emmie, Hugo und ein gewisser anderer Legendenjäger haben wieder für einige tolle Momente gesorgt.

Eigentlich dachte ich ja es handle sich bei diesem Buch um den Abschluss einer Trilogie, doch glücklicherweise wurde ich am Ende des Buches darüber informiert, dass wir uns noch mindestens auf einen vierten Teil freuen dürfen. Ich bin schon sehr gespannt darauf noch mehr über die Welt der Legendenjäger zu erfahren und zusammen mit Finn im nächsten Band eine interessante Reise zu unternehmen...

Fazit:
Ein weiterer gelungener Teil einer Reihe, die ich nur weiterempfehlen kann. Auch wenn mir der Einstieg dieses Mal etwas schwerer gefallen ist, konnte mich die Geschichte anschliessend mit ihren spannenden Wendungen und tollen Figuren überzeugen. Daher freue ich mich auch, dass es sich bei der Darkmouth-Reihe nicht, wie gedacht, um eine Trilogie handelt, sondern uns hoffentlich schon bald der vierte Teil erwartet.

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Tags: fantasy, kinderbuch, monster   (3)
 

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169 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 71 Rezensionen

dystopie, zwillinge, francesca haig, rebellion, heyne

Das Feuerzeichen - Rebellion

Francesca Haig , Viola Siegemund
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453270411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Feuerzeichen – Rebellion von Francesca Haig

Zum Inhalt:
Nachdem Cass es auf die Insel geschafft hat, dachte sie eigentlich sie wäre der Unterdrückung durch die Alphas entkommen. Doch nun hat sich auf erschreckende Weise gezeigt, dass ein Ort wie die Insel keine richtige Lösung bietet. Die Insel der Omegas ist zerstört und Cass zusammen mit Piper und Zoe auf der Flucht. Die einzige Hoffnung die bleibt ist das Anderswo, ein Ort jenseits des Meeres, wo die Gesellschaft nicht in zwei Klassen gespaltet ist. Jedoch hat die Rebellion noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, denn Cass Zwillingsbruder will alle Omegas aus dem Weg räumen...

Meine Meinung:
Auch wenn der erste Teil noch einige Schwächen aufwies und ich mir etwas mehr Spannung und Tempo gewünscht hätte, konnte mich die Welt, die Francesca Haig erschaffen hat doch fesseln und ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Leider war ich vom Anfang des zweiten Teils eher ernüchtert. Obschon der erste Band an einem sehr spannenden Punkt endet zieht sich die Fortsetzung zu Beginn ziemlich.

Unsere Hauptfiguren befinden sich auf der Flucht, der Widerstand ist stark geschwächt und es weiss eigentlich niemand genau wie es weitergehen soll. Cass hat zudem immer mehr mit ihren Visionen zu kämpfen, welche sie immer häufiger überwältigen. In diesem Teil der Geschichte konnte mich eigentlich nur der schöne Schreibstil der Autorin und ihre anschaulichen Beschreibungen packen, ansonsten plätschert die Handlung leider nur so dahin. Der Konflikt baut sich nur sehr langsam auf, doch nach dem ersten Drittel nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf und wird von da an eigentlich nur noch spannender.

Cass ist eine tolle Protagonistin und man kann super mit ihr mitfühlen und mitfiebern, doch Piper und Zoe mit denen sie viel Zeit verbringt, blieben in meinen Augen leider noch immer etwas blass. Dafür lernt man allerdings ein paar neue sehr interessante Figuren kennen. Da wäre beispielsweise Sally, die wohl älteste Kämpferin des Widerstands, die ich sofort ins Herz geschlossen habe oder der Dompteur, der sich als unerwarteter neuer Verbündeter herausstellt.

Wie schon erwähnt wurde die Geschichte gegen Ende immer spannender, was allerdings nicht heisst, dass sie ständig super actionreich ist. Was mir besonders gut gefallen hat ist wie realistisch der Konflikt zwischen den Alphas und Omegas geschildert ist. Beide Seiten haben viel zu verlieren, ja jeder Verlust der einen Seite bedeutet auch ein Verlust für die Gegner. Die politische und taktische Seite ist mindestens genauso spannend wie irgendwelche Kämpfe und man fiebert ständig mit den Figuren mit, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen.

Wie schon beim ersten Band, fand ich das Ende sehr gelungen und die neuen Erkenntnisse die Cass und ihre Verbündeten in diesem Teil gewonnen haben, bieten mehr als genug Stoff für ein spannendes Finale.

Fazit:
Auch der zweite Teil der "Feuerzeichen"-Trilogie konnte mich überzeugen, jedoch nicht ganz begeistern. Das erste Drittel der Geschichte war mir einfach zu zäh und auch mit gewissen Charakteren habe ich noch immer etwas Probleme. Ich mag jedoch Cass total und der Autorin gelingt es durch ihre Augen den Konflikt der in ihrer Welt herrscht faszinierend zu schildern. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den abschliessenden Band. 

3,5*

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Tags: dystopie, jugendbuch, zwillinge   (3)
 

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559 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 121 Rezensionen

magie, black blade, jennifer estep, fantasy, liebe

Black Blade - Das dunkle Herz der Magie

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492703567
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Black Blade – Das dunkle Herz der Magie von Jennifer Estep

Zum Inhalt:
Lila gewöhnt sich noch immer an ihr neues Dasein als Mitglied der Sinclair Familie. Auch wenn dieses Leben gewisse Vorteile hat, ist sie im Herzen doch noch immer das Mädchen, dass sich jahrelang als Diebin allein durchgeschlagen hat. Dazu gehört auch, dass sie es lieber vermeidet im Mittelpunkt zu stehen, dies ist allerdings schwierig denn in Cloudburst Falls steht das "Turnier der Klingen" an und Lila wurde als eine Teilnehmerin der Sinclair Familie gewählt. Doch als schon am ersten Tag des Turniers ein merkwürdiger Unfall geschieht und Lila und Devon herausfinden, dass jemand Monster tötet, wird schnell klar, dass der eigentliche Kampf hinter den Kulissen stattfindet...

Meine Meinung:
Auch wenn ich zum ersten Teil der "Black Blade"-Reihe von Jennifer Estep ein paar kleine Kritikpunkte hatte und besonders die Vorhersehbarkeit bemängeln musste, habe ich mich doch sehr darauf gefreut mich wieder nach Cloudburst Falls zu begeben um mich zusammen mit Lila ins Abenteuer zu stürzen. Dabei habe ich natürlich besonders gehofft, dass mich die Geschichte dieses Mal auch ab und zu mal etwas überraschen kann...

Insgesamt muss ich sagen, dass mir die Richtung in die sich die Geschichte bewegt hat gut gefallen hat und besonders das Turnier und die Machenschaften hinter den Kulissen durchgehend für Spannung gesorgt haben. Dennoch bleibt das Problem der vorhersehbaren Handlung leider bestehen und leider sind es nicht nur kleine Dinge, wie welche Charaktere beim Turnier ins Finale einziehen würden, sondern leider auch wieder wichtige Handlungspunkte, bei denen ich kaum verstehen konnte wie die Figuren so ahnungslos sein konnten. 

Dennoch gibt es auch ein paar Wendungen die mir dieses Mal richtig gut gefallen und auch sehr viel Potential für den dritten, abschliessenden Band bieten. Zudem hat mir das Setting dieser Stadt in der Magie und Mafia aufeinander treffen wieder richtig gut gefallen, besonders da man auch einen etwas besseren Einblick in die Machenschaften der Familien erhält, schliesslich ist Lila jetzt ein vollwertiges Mitglied der Sinclair Familie. 

Lila war mir in diesem Teil auch wieder super sympathisch, ein bisschen habe ich ihr Leben als Diebin und Einzelgängerin vermisst, doch glücklicherweise legt sie ihre alten Angewohnheiten nicht so schnell ab und es stellt sich heraus, dass sie ihre Fähigkeiten auch im Dienst der Familie gut einsetzten kann. Obschon sie immer mehr in ihre neue Rolle hineinwächst bleibt sie sich auch selbst treu und bleibt die eigenwillige, dickköpfige und starke Protagonistin, die wir aus dem ersten Teil kennen. 

Was die Liebesgeschichte angeht war für mich noch immer etwas viel unnötiges Drama vorhanden, besonders da ich Devon auch total mag und er und Lila einfach ein tolles Team abgeben. Dabei ist jedoch die Beziehung der beiden nicht einmal die dramatischste... Durch den angenehmen, humorvollen Schreibstil wurde das Drama jedoch nie zu viel oder ging mir auf die Nerven. Wie schon der erste Teil bleibt Black Blade, obschon es einige düstere Momente gibt, eine lockere, unterhaltsame Lektüre für zwischendurch. 


Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die allerdings noch immer dieselben Schwächen aufweist wie der erste Band. Das Setting gefiel mir wieder super und Lila ist eine richtig sympathische Protagonistin, deren Abenteuer man gerne mitverfolgt. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf den abschliessenden Teil, denn die Geschichte bietet noch einiges an Potential. 


3,5*

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Tags: fantasy, jugendbuch, magie, monster   (4)
 

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island, elfen, fantasy, magie, nina blazon

Silfur - Die Nacht der silbernen Augen

Nina Blazon , Felicitas Horstschäfer
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.03.2016
ISBN 9783570163665
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Silfur - Die Nacht der silbernen Augen von Nina Blazon

Zum Inhalt:
Fabio macht zusammen mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder Tom Ferien in Island. Eigentlich freut sich Fabio darauf mit Tom Island zu entdecken, doch dieser verbringt immer mehr Zeit mit Elín, deren Mutter das Haus gehört in der Fabios Familie für den Sommer wohnt. Fabio fühlt sich im Stich gelassen, denn bei den verrückten Dingen, die sein Bruder und Elín unternehmen kann er nicht mithalten. Doch dann sieht er merkwürdigen Kinder, die niemandem sonst auffallen zu scheinen und er lernt Hansen kennen, der ihm Geschichten von Elfen erzählt...

Meine Meinung:
Neue Bücher von Nina Blazon wandern bei mir eigentlich allgemein direkt auf die Wunschliste, wenn das Buch jedoch auch noch in Island spielt und Elfen darin vorkommen, ist klar, dass es dort nicht lange bleiben wird, sondern sofort gelesen werden muss. Schon von den ersten Seiten an konnte mich das tolle Setting begeistern, der Autorin gelingt es die Schauplätze sehr anschaulich zu beschreiben und sie schafft dabei eine wundervolle Atmosphäre. Ich konnte mir wirklich vorstellen in Island zu sein. 

Der Einstieg in die Handlung erfolgt hingegen leider etwas zäh. Die Autorin nimmt sich anfangs viel Zeit die Figuren vorzustellen, weshalb sich der Anfang für mich etwas gezogen hat, allerdings zahlt sich dies später aus. Je mehr die fantastischen Elemente in die Geschichte eingeführt wurden, desto besser hat mir die Geschichte gefallen. Die alten Sagen und mythologischen Elemente sind toll in die Geschichte eingewoben und die Elfen wirklich sehr interessant dargestellt.

Die Charaktere waren alle super liebenswert und man kann gar nicht anders als Fabio, Tom und Elín ins Herz zu schliessen. Dabei haben es alle drei anfangs nicht einfach miteinander. Fabio, der zwar Toms älterer, aber bald kleinerer Bruder ist, ist bei weitem nicht so abenteuerlustig wie die beiden jüngeren und fühlt sich dadurch anfangs oftmals ausgeschlossen. Doch im Verlauf der Geschichte lernt er, dass es manchmal auch ein Vorteil sein kann ein "Zwerg" zu sein und dass es verschiedene Arten von Mut gibt.

Das Thema Familie spielt in der Geschichte eine grosse Rolle, aber auch Freundschaft und den Wunsch einfach irgendwo dazu zu gehören. Fabio ist nicht der einzige, der manchmal Selbstzweifel hat, auch Elín hat es nicht einfach, wenige kommen mit ihrer wilden Art klar und dann scheint sie das Pech auch noch förmlich anzuziehen. Es ist toll mitzuerleben wie die Figuren im Verlauf ihrer Abenteuer eine tolle Entwicklung durchmachen, sich ihren Ängsten stellen und sich selbst finden.

Silfur ist kein Page-Turner, den man am liebsten in einem Stück verschlingen möchte, man muss das Lesen geniessen und richtig in die Geschichte abtauchen damit sie ihre volle Magie entfalten kann. Viele Dinge sind nicht so, wie sie zuerst scheinen und auch wenn man einiges vielleicht bereits erahnen kann gibt es noch immer einige Wendungen von denen man sich überraschen lassen kann. Dabei bewegt man sich auch oftmals in Grauzonen und kann gar nicht anders als selbst mit den vermeintlichen "Bösewichten" mitzufühlen. Die Geschichte sendet eine tolle Botschaft an jüngere Leser und ist auch für Erwachsene lesenswert.

Fazit:
Nina Blazon ist eine meine Lieblingsautorinnen und mit dem Thema Elfen und Island als Schauplatz hat sie für mich einen absoluten Volltreffer gelandet. Ich konnte es kaum erwarten in die Geschichte einzutauchen, doch leider ist mir der Einstieg etwas schwergefallen. Man muss sich Zeit nehmen um richtig in die Geschichte eintauchen zu können, doch sobald man dies tut entfaltet sich eine magische Welt voller liebenswerter Figuren und eine spannende Geschichte voller Überraschungen.

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Tags: all ages, elfen, island, kinderbuch, nina blazon   (5)
 

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hollywoo, prominent, unrivaled, inrigen, verschwinden

Unrivaled - Gewinnen ist alles

Alyson Noël , Ariane Böckler
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.05.2016
ISBN 9783959670296
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Unirvaled – Gewinnen ist Alles von Alyson Noël

Zum Inhalt:
Layla, Aster und Tommy führen eigentlich ziemlich unterschiedliche Leben, doch sie haben alle einen grossen Traum und würden (fast) alles tun um ihn zu erfüllen. Aus unterschiedlichen Gründen nehmen sie daher alle an einem Wettbewerb teil, an dem sie einen Club promoten und möglichst viele Stars dorthin locken sollen. Am Ende winkt dem besten Teilnehmer ein toller Gewinn, zuvor scheidet jedoch jede Woche jemand aus. Doch wie weit würden die drei gehen um einen gefragten Star wie Madison Brooks in ihren Club zu bekommen, wenn ihnen der Sieg dadurch so gut wie sicher wäre?

Meine Meinung:
Auch wenn die Clubszene von L.A. und die ganzen Stars und Sternchen eigentlich nicht unbedingt die Themen sind, die mich normalerweise brennend interessieren, hat mich "Unrivaled" durch die eher düstere Sichtweise auf dieses Thema doch sofort interessiert. Wie weit würden drei Jugendliche gehen um ihren Traum berühmt zu werden erfüllen zu können?

Die Geschichte beginnt ziemlich vielversprechend, da man direkt im Prolog miterlebt wie Madison Brooks, in der Welt von Unrivaled eine sehr gefragte Schauspielerin, verschwindet. Anschliessend beginnt jedoch die eigentliche Handlung und es dauert bis gut zwei Drittel des Buches, bis man wieder am Punkt des Prologs ankommt. Das fand ich ziemlich schade, denn die Geschichte davor wirkt oftmals ziemlich belanglos und ist wenig spannend.

Der lockere, angenehme Schreibstil und die kurzen Kapitel laden zwar zum Weiterlesen ein und so kommt man auch nie zu einer Stelle an der man sich wirklich durch quälen musste, doch mir ist es auch nie schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen. Natürlich ist es spannend über Madisons Geheimnis und dem Grund für ihr verschwinden zu rätseln, doch dies machte die Alltags- und Liebesdramen unserer drei Protagonisten auch nicht interessanter.

Während diese zwar anfangs noch durchaus wirkten als hätten sie Potential wurden mir Layla, Aster und Tommy im Verlauf der Geschichte immer unsympathischer. Ihr Verhalten, welches ich teilweise einfach so gar nicht nachvollziehen konnte, ging mir zudem oftmals auf die Nerven. Was ich hingegen gut gefunden habe war, dass die Protagonisten wirklich ganz unterschiedliche Motivationen hatten, um bei diesem Wettbewerb teilzunehmen, was die drei verschiedenen Sichtweisen sehr abwechslungsreich und auch sinnvoll gemacht hat. 

Wie schon angetönt hat mir der Schauplatz und diese dunkle Seite von L.A., die in dem Buch beschrieben wird wirklich gut gefallen und gegen Ende wurde dann auch die Geschichte dementsprechend düsterer und spannender. Leider endet das Buch jedoch genau am spannendsten Punkt in einem echt fiesen Cliffhanger.  Insgesamt merkt man Unrivaled stark an, dass es sich dabei um einen Auftakt zu einer Trilogie handelt. Meiner Meinung hätte man besonders in den ersten zwei Dritteln des Buches einiges streichen können um eine fesselndere und spannendere Geschichte zu erhalten.

Fazit:
Unrivaled wirkt oftmals unnötig in die Länge gezogen, besonders, wenn man die Alltagsdramen der drei Protagonisten verfolgt. Dabei zeigt sich im letzten Drittel, dass die Geschichte über das Verschwinden einer bekannten Schauspielerin und die Frage wer dahinter steckt noch ziemlich interessant werden könnte. Das Buch leidet allerdings darunter, dass die Geschichte nicht in sich abgeschlossen ist, sondern nur der Auftakt einer Trilogie ist und daher an der spannendsten Stelle endet.

Knappe 3 Sterne

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Tags: contemporary, jugendbuch, stars, verschwinden, wettbewerb   (5)
 

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aneurysma, liebe, jugendbuch, krankheit, friedhof

All die schönen Dinge

Ruth Olshan , Cornelia Niere
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.02.2016
ISBN 9783789103711
Genre: Jugendbuch

Rezension:

zum Inhalt:
Die 16-jährige Tammie verbringt ziemlich viel Zeit auf dem Friedhof und schaut sich dort die Grabsteine und die Sprüche darauf an. Sie will unbedingt den perfekten Spruch finden, nicht für jemand anderen, sondern für sich selbst. Denn Tammie hat ein Aneurysma in ihrem Kopf und das bedeutet, dass sie möglicherweise bald sterben muss. Es kann jedoch auch sein, dass sie noch lange leben wird. Diese Ungewissheit belastet Tammie und fast ihr ganzes Leben dreht sich darum. Bis sie eines Tages auf dem Friedhof auf Fynn und seinen Hund Okay trifft...

meine Meinung:
"All die schönen Dinge" hat mich aufgrund seines fröhlichen Covers und der doch eher ernsten Thematik sofort angesprochen und ich habe mir eine süsse, berührende Geschichte im Stil von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erhofft. Auch wenn beide Geschichten ähnliche Themen behandeln gibt es ansonsten jedoch keine allzu grossen Ähnlichkeiten und leider konnte mich Ruth Olshans Buch auch nicht in gleichem Maße überzeugen wie dasjenige von John Green.

Der Anfang hat mir eigentlich nicht schlecht gefallen. Man lernt Tammie und ihr ungewöhnliches Hobby kennen und erfährt auch schnell den Grund dafür. Was Tammies Krankheit für sie und ihre Familie so schwierig macht, ist die Ungewissheit. Sie könnte noch viele Jahre mit dem Aneurysma leben oder das Schicksal könnte jeden Moment zuschlagen. Mit dieser Tatsache im Hinterkopf ist es klar, dass Tammie ihr Leben nicht so unbeschwert leben kann, wie andere Teenager.

Doch dann trifft sie Fynn und es ist Liebe auf den ersten Blick. Auch wenn die Beziehung der beiden total süss ist, hat mir leider dieser Teil des Buches, welcher sich hauptsächlich auf die Liebesgeschichte konzentriert, nicht besonders gut gefallen. Die Beziehung der beiden entwickelte sich einfach viel zu schnell und als Leser konnte ich Tammies Verliebtheit einfach nicht nachempfinden. Zudem beginnt sie ihr ganzes Leben umzukrempeln und ich konnte ihre Beweggründe dafür nicht wirklich verstehen. Sowieso blieb mir Tammies Verhalten oftmals ein Rätsel, ganz besonders was einen gewissen "Zwischenfall?" mit einem Mitschüler angeht.

Die zweite Hälfte des Buches hat mir dann jedoch wieder besser gefallen. Meine absolute Lieblingsfigur Okay, Fynns Hund, tritt darin mehr in den Vordergrund und die Geschichte wird vielschichtiger. Leider konnte ich Okays Schicksal so ziemlich vom Anfang des Buches vorhersehen, dennoch fand ich dass die Autorin diesen Teil der Geschichte gut umgesetzt hat. Die Geschichte wird weniger klischeehaft und etwas verrückter. Es gibt auch ein ziemlich interessantes Rätsel zu lösen.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Liebesgeschichte weniger im Zentrum gestanden hätte und die Autorin vielleicht noch etwas mehr auf die Situation in Tammies Familie eingegangen wäre. Auch das Thema von Tammies Krankheit hätte meiner Meinung nach mehr Potential gehabt, denn auch hier hatte ich das Gefühl die Geschichte hat sich zu stark auf die Auswirkungen auf ihr Liebesleben konzentriert. Dennoch hat mir Tammies Entwicklung im Umgang mit ihrem Ypsilon im Gehirn gut gefallen, denn schliesslich weiss ja eigentlich niemand wie lang er noch zu leben hat.

Fazit:
Leider hat sich "All die schönen Dinge" für meinen Geschmack über lange Strecken etwas zu sehr auf die anfangs wenig überzeugende Liebesgeschichte konzentriert. Dabei behandelt das Buch eigentlich ein ernstes Thema auf weitgehend gelungene Weise. Besonders im letzten Drittel wird die Geschichte vielschichtiger, interessanter und sehr berührend. Ich wünschte nur die erste Hälfte hätte mich mehr überzeugen können.

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Tags: jugendbuch, krankheit, liebe   (3)
 

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fantasy, jugendbuch, bettina belitz, liebe, krieger

Die Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur

Bettina Belitz
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.02.2016
ISBN 9783570164174
Genre: Jugendbuch

Rezension:


zum Inhalt: Die 17-jährige Sara arbeitet neben der Schule, die sie einigermassen regelmässig besucht, als Diebin um für die Pflege ihrer kranken Grossmutter aufzukommen. Für diese Arbeit scheint Sara ein natürliches Talent zu haben, denn sie spürt die Diamanten und scheint eine Verbindung zu ihnen zu haben. Auch wenn Sara immer darauf geachtet hat, nicht zu tief in die Verknüpfungen der kriminellen Unterwelt hineingezogen zu werden und unabhängig zu bleiben konnte sie sich nie wirklich ein anderes Leben vorstellen. Bis sie das erste Mal auf Damir trifft, denn von da an verändert sich Saras Welt komplett. Doch schon schnell kommen ihr Zweifel ob diese Veränderung positiv ist...

meine Meinung: Schon relativ schnell nachdem ich "Damirs Schwur" angefangen hatte zu lesen, wurde mir bewusst, dass ich wohl etwas falsche Erwartungen an die Geschichte gehabt hatte. Irgendwie hatte ich aufgrund der Kurzbeschreibung und vermutlich auch des Covers erwartet, dass die fantastischen Elemente eine ziemlich wichtige Rolle in der Geschichte spielen würde. Diese werden jedoch lange nur angedeutet und bleiben leider sehr vage.

Die Protagonistin, Sara, verfügt zwar über die ungewöhnliche Gabe Diamanten hören zu können, doch davon abgesehen, dass dies für ihre Tätigkeit als Diebin nützlich ist, beschäftigt sie sich eigentlich kaum damit. Auch was mit den Diamanten geschieht, die sie stiehlt scheint sie nicht zu interessieren. Sowieso war ich etwas erstaunt weshalb Sara, die eigentlich nicht auf den Kopf gefallen ist, anscheinend gar nicht neugierig ist was in der kriminellen Unterwelt geschieht. 

Sowieso war Sara eine ungewöhnliche Protagonistin und es hat etwas gedauert, bis ich mich mit ihr anfreunden konnte. Sie ist ganz klar eine Einzelgängerin und hat eigentlich ausser ihrer Grossmutter niemand, dem sie wirklich nahe ist. Sie kann ziemlich dickköpfig sein und legt sehr viel Wert darauf unabhängig und selbstständig zu sein. Teilweise konnte dies etwas frustrierend sein, da man ständig das Gefühl hatte, die Geschichte könnte sehr viel schneller vorankommen, wenn Sara endlich mal über ihren Schatten springen und Hilfe akzeptieren könnte. Doch andererseits hat ihre Sichtweise die Geschichte auch interessanter gemacht und bei ihrem Leben ist es auch gut nachvollziehbar, dass sie ihre Verlorenheit und Schwäche nicht nach aussen zeigen will.

Leider änderte dies nichts daran, dass sich die Geschichte nach einem spannenden Anfang im Mittelteil ziemlich in die Länge zieht und ich das Gefühl hatte mich in einer Art Leerlauf zu befinden. Dies lag vermutlich daran, dass man einfach so gut wie keine Antworten oder Hintergründe für die Geschehnisse bekommt. Nicht nur die fantastischen Elemente bleiben frustrierend vage, auch über die Welt in der die Geschichte spielt bekommt man kaum Hintergründe. Sie scheint sich in einer Art Krise zu befinden, jedenfalls scheint es denn Leuten in den letzten Jahren immer schlechter gegangen zu sein (spielt die Geschichte in der Zukunft?), doch man hat keine Ahnung weshalb dem so ist und alles bleibt irgendwie nicht greifbar. 

Dinge, die im Klappentext bereits erwähnt werden erfährt man dann auch erst ganz gegen Ende des Buches, als man zum ersten Mal ein paar Antworten erhält. Dennoch kann ich mir unter dem Begriff "Diamantkrieger" nach dem Lesen des Buches kaum mehr vorstellen als zuvor. Diese Antworten und die damit neu aufgeworfenen Fragen haben es zwar geschafft, mich auf den zweiten Teil neugierig werden zu lassen. Andererseits befürchte ich jedoch, dass die Liebesgeschichte im zweiten Teil noch eine grössere Rolle spielen könnte und die konnte mich hier schon gar nicht überzeugen.

Fazit: Insgesamt lässt mich "Damirs Schwur" sehr gespalten zurück. Zwar habe ich ziemlich viele Kritikpunkte zu diesem Teil. Ich habe kaum in die Geschichte hineingefunden, die Handlung hat sich über weite Teile hinweg ziemlich gezogen und man hat für meinen Geschmack viel zu wenig Hintergründe bekommen. Jedoch machen mich teilweise gerade diese mysteriöse Atmosphäre und die vielen unbeantworteten Fragen auch neugierig und die Geschichte irgendwie faszinierend. Wenn euch das Buch interessiert solltet ihr euch aber auf jeden Fall schon vor dem Lesen darauf einstellen, dass die meisten eurer Fragen unbeantwortet bleiben werden. 2,5*

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Tags: fantasy, jugendbuch   (2)
 

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

freundschaft, comic, comics, cherie priest, jugendbuch

Ich bin Princess X

Cherie Priest , Doris Hummel , Kali Ciesemier
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 12.01.2016
ISBN 9783845812298
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin Princess X von Cherie Priest

Zum Inhalt:
May und Libby waren beste Freundinnen und haben alles zusammen gemacht, unter anderem auch Geschichten über eine heldenhafte Prinzessin erfunden und Comics dazu gezeichnet. Doch dann starb Libby bei einem Unfall und die Geschichten und Zeichnungen gingen verloren. Ein paar Jahre später entdeckt May jedoch einen Sticker auf dem Princess X abgebildet ist und stösst bei ihrer Recherche auf einen Webcomic. Was sie dort entdeckt lässt sie an allem Zweifeln was sie über den Unfall wusste, denn die Geschichte über Princess X spiegelt Libbys Schicksal auf eine unheimliche Weise wieder. Mit einem entscheidenden Unterschied: Sie stirbt darin nicht...

Meine Meinung:
"Ich bin Princess X" hat mich aufgrund der kreativen Erzählweise sofort angezogen. Man bekommt immer wieder Seiten aus dem Princess X Webcomic zu lesen, welche richtig schön gestaltet sind und die Geschichte nicht nur auflockern, sondern auch wichtige Hinweise zu Libbys Schicksal liefern. Ich fand dies richtig gut umgesetzt, besonders weil man dadurch am Anfang auch sehr schnell in die Geschichte hineinfindet und ich habe mich immer auf die nächste Comic-Sequenz gefreut.

Doch auch sonst legt die Handlung von Beginn an ein gutes Tempo an. Direkt im ersten Kapitel erfährt man wie May und Libby beste Freundinnen wurde, wie sie Princess X erfanden und wie May Libby verloren hat. Durch Mays Entdeckung des Princess X Stickers und des dazugehörigen Webcomics merkt man jedoch schnell, dass mehr hinter der Geschichte steckt. Während May zusammen mit Trick, einem Computer Nerd, der im selben Haus wohnt wie sie, den Hinweisen die im Comic versteckt sind folgt, steigt die Spannung stetig je näher sie der Wahrheit kommen.

Obschon man sich die grobe Geschichte relativ schnell zusammenreimen kann, bleiben gewisse Dinge doch relativ lange ungewiss, so dass es schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen. Die Geschichte verläuft ziemlich gradlinig, ohne viele Nebensächlichkeiten, und mit dem lockeren Schreibstil gibt es keinerlei Längen. Gegen Ende zweifelte ich zwar zwischenzeitlich etwas an der Logik, doch schlussendlich wurde doch alles zufriedenstellend aufgeklärt.

Teilweise hätte ich mir gewünscht, dass die Figuren etwas mehr Tiefe gehabt hätten. Da die Geschichte aus der Sicht von May erzählt wird, lernt man sie natürlich am besten kennen. Man merkt, dass sie Libbys Tod nie wirklich losgelassen hat und sie stürzt sich entschlossen in die Aufklärung was hinter Princess X steckt. Libby wirkt in Mays Erinnerungen verständlicherweise etwas zu perfekt, stark, unabhängig und intelligent. Trick, mit dem sie sich dabei zusammentut wirkt hingegen oftmals etwas wie ein klischeehafter Nerd, doch er ist definitiv für ein Abenteuer zu haben und kümmert sich nicht zu sehr darum ob sie sich dabei nur auf den legalen Wegen bewegen. Er und May werden im Verlauf ihrer Ermittlungen zu einem richtig guten Team und ihre kleinen Wortgefechte, haben sie total sympathisch gemacht.

Was mir an der Geschichte gut gefallen hat war, dass sie fast ganz ohne Liebesgeschichte ausgekommen ist, obschon ich bei zwei Figuren kurz dachte da könnte sich etwas entwickeln. Stattdessen stand das Thema Freundschaft im Vordergrund. Man merkt an Mays Entschlossenheit Libbys Tod aufzuklären wie viel sie ihr bedeutet hat und auf der Suche nach der Wahrheit taucht man auch immer wieder in Mays Erinnerung an ihre beste Freundin und die Dinge die sie zusammen erlebt haben ein. Sie hat Libby und Princess X auch nach mehreren Jahren nicht aufgegeben, sind sind wirklich unzertrennlich.

Fazit:
"Ich bin Princess X" bietet eine temporeiche, fesselnde Geschichte, die durch die Einbindung von Comics auf kreative Weise erzählt wird. Dabei begibt man sich mit den sympathischen Protagonisten auf eine abenteuerliche Suche nach der Wahrheit. Das Thema Freundschaft steht dabei im Mittelpunkt und mir hat gut gefallen, dass auf eine Liebesgeschichte verzichtet wurde. Auch wenn ich ein paar kleinere Kritikpunkte hatte, fühlte ich mich durchgehend gut unterhalten und kann eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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Tags: comic, freundschaft, jungendbuch   (3)
 

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167 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

digby, liebe, jugendbuch, entführung, krimi

Digby #01

Stephanie Tromly , Sylke Hachmeister , Carolin Liepins , Christiane Schultz
Fester Einband
Erschienen bei Oetinger, 22.02.2016
ISBN 9783789148095
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Digby #01 von Stephanie Tromly

Zum Inhalt:
Zoe ist nicht gerade begeistert, als sie nach der Scheidung ihrer Eltern zusammen mit ihrer Mutter weg von New York in eine kleine Stadt zieht. Doch River Heights ist nicht der langweilige Ort, den Zoe erwartet hat, jedenfalls nicht wenn man mit Digby befreundet ist. Dabei mochte Zoe Digby anfangs eigentlich nicht einmal und sie weiss eigentlich auch nicht wirklich weshalb sie sich von ihm ständig überreden lässt bei seinen verrückten Aktionen mitzumachen. Schnell ist sie jedoch viel zu tief in die Sache verwickelt um noch einen Rückzieher zu machen und sie kann es Digby ja auch nicht verübeln, dass er aufklären will was wirklich hinter der idyllischen Fassade von River Heights geschieht. Besonders wenn all dies irgendwie mit der Entführung seiner kleinen Schwester vor acht Jahren zu tun haben könnte...

Meine Meinung:
Digby #01 ist eindeutig keines dieser Bücher, die mich erstmal hauptsächlich wegen des Covers angesprochen haben, eher das Gegenteil. Doch da mein ein Buch nicht nach seinem Cover bewerten sollte habe ich mir natürlich auch die Kurzbeschreibung durchgelesen und danach war mein Interesse sofort geweckt. Von dem Cover bin ich aber übrigens auch nach dem Lesen noch immer nicht begeistert, zwar passt es eigentlich relativ gut zur Geschichte, aber ich habe mir Zoe und Digby irgendwie einfach anders vorgestellt.

Was allerdings perfekt passt ist der Spruch "Why so serious?!" denn obschon Digby und Zoe in der Geschichte von einer gefährlichen Situation in die Nächste schlittern, bleibt die Geschichte fast durchgehend humorvoll und nimmt sich nie zu ernst. Die Geschichte beginnt direkt super spannend und behält dann eigentlich auch durchgehend ein gutes Tempo bei, so dass man kaum merkt, wie die Seiten nur so dahinfliegen.

Dazu trägt auch der lockere Schreibstil und die authentische und humorvolle Erzählweise bei, besonders die Dialoge waren echt toll. Teilweise fiel es mir allerdings aufgrund des Tempos und der Dialoglastigkeit etwas schwer dem Geschehen zu folgen, man muss beim Lesen schon ziemlich wachsam dabei sein.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Zoe erzählt, die neu nach River Heights kommt und sich dort eher wiederstrebend mit dem etwas merkwürdigen und exzentrischen Digby anfreundet. Von da an wird sie mehr oder weniger freiwillig von Digby in seine Ermittlungen eingespannt und ehe sie überhaupt wirklich begreift was da eigentlich vor sich geht, begehen sie einen Einbruch, wird auf sie geschossen und machen sie Deals mit der Polizei. Genau wie Zoe wird man immer tiefer in den Fall hineingezogen ohne Anfangs dessen Ausmasse überhaupt erahnen zu können. Dadurch bleibt die Geschichte durchgehend spannend und fesselnd und man ist gespannt auf jede Wendung.

Zoe und Digby sind zwei sympathische Aussenseiter, die ich sofort richtig gern mochte. Besonders Zoe verhält sich zwar anfangs oft ein bisschen wie ein typisch bockiger Teenager, doch sie macht im Verlauf der Geschichte eine schöne Entwicklung durch und ich mochte ihre lockere, ehrliche Art total. Digby ist ein eher mysteriöser Charakter und erinnert von seiner Art her ein bisschen an einen jungen Sherlock Holmes. Nicht nur weil er ein talentierter Detektiv ist, dem Dinge auffallen, die sonst niemand merkt, sondern auch wegen seinem sehr direkten, nicht unbedingt höflichen Auftreten. Doch genau wie Zoe kann man gar nicht anders als ihn ins Herz zu schliessen und je mehr man über sein Leben und seine Vergangenheit erfährt, desto interessanter wird sein Charakter.

Gewisse andere Charaktere blieben leider im Vergleich zu den beiden Hauptfiguren eher klischeehaft. Besonders Sloane, die Oberzicke der Schule, die direkt zu Zoes Erzfeindin wird, da ihr leicht machohafter, aber gutmütiger Freund Henry auch öfters mal bei Zoe und Digbys Abenteuern dabei ist, bleibt leider sehr stereotypisch. Eine Figur die ich aber auch total mochte war Felix, das Wunderkind der Schule, da er super süss und echt lustig ist und zudem auch ein echt toller Freund.

Erst kurz vor dem Ende habe ich realisiert, dass Digby #01, wie man eigentlich schon an dem Titel hätte sehen können, der Auftakt zu einer Reihe ist. Somit ist auch klar, dass noch einige Dinge offen bleiben, doch insgesamt hat das Buch doch ein befriedigendes Ende. Ich freue mich bereits auf weitere Abenteuer mit Digby und Zoe.

Fazit:
Digby #01 bietet ein paar spannende und super unterhaltsame Lesestunden. Mir hat der Humor richtig gut gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da Zoe und Digby nur so von einer irrwitzigen Situation zur Nächsten schlittern. Wenn man nicht aufmerksam liest fällt es einem vielleicht manchmal etwas schwer dem Geschehen zu folgen. Doch es lohnt sich auf jeden Fall den tollen Dialogen wachsam zu folgen und sich zusammen mit Digby und Zoe auf ein verrücktes Abenteuer einzulassen.

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Tags: dedektive, humor, jugenbuch   (3)
 

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

thriller, entführung, englisch, england, the widow

The Widow

Fiona Barton
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bantam Press, 14.01.2016
ISBN 9780593076224
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

The Widow von Fiona Barton

Zum Inhalt:
Jean Taylor führte ein ziemlich normales Leben. Sie hatte früh geheiratet und auch wenn in ihrer Heirat vielleicht nicht alles perfekt lief, liebte sie ihren Ehemann Glen doch sehr. Daher kann sie es auch nicht glauben, als er beschuldigt wird ein kleines Mädchen entführt zu haben. Sie weiss, dass er nie so etwas Schreckliches tun könnte und so steht sie unerschütterlich an seiner Seite. Doch die Monate und Jahre vergehen, das Mädchen wird nie gefunden und genauso kehrt Jeans Leben nie zur Normalität zurück. Selbst als Glen plötzlich stirbt ist sie nicht frei, denn nun wollen alle ihre Sicht der Geschichte hören...

Meine Meinung:
Eigentlich sprechen mich Thriller nur eher selten an, doch hier klang der Klappentext einfach richtig interessant und das Zitat, welches das Buch als "ultimativen psychologischen Thriller" bezeichnet klang doch sehr vielversprechend. Leider muss ich hier aber direkt sagen, dass mich das Buch in dieser Hinsicht bitter enttäuscht hat und ich mit völlig falschen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin.

Ich würde nicht sagen, dass "The Widow" ein schlechtes Buch ist, doch es war einfach nicht was ich mir erhofft hatte. Ich habe mich auf eine spannende, temporeiche Geschichte, mit vielschichtigen Charakteren und einer unvorhersehbaren Handlung gefreut, bei der man ständig am Rätseln ist, was eigentlich passiert ist. Leider konnte mich das Buch jedoch nie wirklich fesseln und besonders die überraschenden Wendungen blieben leider komplett aus.

Die Charaktere waren zwar bis zu einem gewissen Grad interessant, doch ich konnte zu keiner der Figuren wirklich einen Zugang finden. Obschon die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird, was übrigens eines der Dinge war, die mir gut gefallen haben, ist Jean doch klar die Hauptfigur. Anfangs fand ich ihre Figur faszinierend, ich war gespannt darauf herauszufinden was wirklich hinter ihrer Fassade der braven, gehorsamen Ehefrau eines dominanten Mannes steckt. Doch auch wenn sich im Verlaufe der Geschichte andere Facetten ihres Charakters zeigen, konnte ich mir einfach nie ein stimmiges Bild von ihr machen.

Ein Problem welches es für mich erschwerte richtig in die Geschichte hineinzufinden, waren die Zeitsprünge. Die Geschichte beginnt drei Wochen nach Glens Tod, doch man springt dann für grosse Teile in die Zeit zurück als Jean und Glen noch ein ganz normales Paar waren und verfolgt auch die Ermittlungen, wie die Polizei schliesslich auf Glens Spur kam und alles was darauf folgte. Mein Problem dabei war, dass man aus der Situation in der Gegenwart (2010), sich natürlich vieles was in der Vergangenheit (von 2006 an) geschieht schon denken kann, was verhinderte, dass richtig Spannung aufkam. Ich hatte fast das Gefühl, dass mir die Geschichte besser gefallen hätte wenn sie linear erzählt worden wäre.

Auch wenn das bisher alles sehr negativ klang, gab es doch Dinge die mir gut gefallen haben (und Dinge die ich ohne meine falschen Erwartungen mehr geschätzt hätte). Das Buch hat für einen Thriller ein ziemlich gemütliches Tempo, was auch daran liegt, dass die Geschichte nicht nur aus Jeans (und teilweise Glens), sondern auch aus der Sicht eines Polizisten und einer Journalistin erzählt wird. All diese Sichtweisen waren realistisch geschildert und man bekommt damit ein viel umfassenderes Bild des Falls als in vielen anderen Büchern. Interessant war es auch zu sehen wie es der Mutter des vermissten Mädchens ergeht.

Ich fand es besonders interessant die Figuren aus den verschiedenen Sichtweisen zu sehen. Wer aus einer Sicht ein Opfer ist, ist aus der anderen ein Monster und umgekehrt. Auch wenn einem Glen grundsätzlich ziemlich unsympathisch ist, kann man doch fast nicht anders als Mitleid mit ihm zu empfinden, wenn die Presse so gegen ihn hetzt und sein und Jeans Leben zerstört. Oder man beginnt mit dem Polizisten, der einfach nicht vom Fall loskommt, zu zweifeln, ob man den richtigen Spuren gefolgt ist, ob man vielleicht etwas übersehen hat. So gelang es dem Buch trotzdem noch mich teilweise zum Rätseln und zum Nachdenken zu bringen.

Fazit:
Durch die Art wie das Buch beworben wurde, hatte ich eigentlich einen packenden, wendungsreichen Thriller mit komplexen Charakteren erwartet. Die Überraschung hat leider fast vollständig gefehlt und zu den Figuren habe ich leider kaum einen Zugang gefunden. Besonders die verschiedenen Sichtweisen haben mir jedoch gut gefallen und so ist es der Geschichte, welche ein schwieriges Thema behandelt, auch gelungen mich zum Nachdenken zu bringen.

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Tags: thriller   (1)
 

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zoe sugg, erwachsen werden, girl online, freundschaft, liebe

Girl Online: On Tour

Zoe Sugg
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penguin, 20.10.2015
ISBN 9780141359953
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Girl Online - On Tour von Zoe Sugg

zum Inhalt:

 Eine Fernbeziehung zu führen ist nie einfach und schon gar nicht wenn der Freund ein bekannter Sänger ist. Daher freut sich Penny sehr, dass Noah sie eingeladen hat ihn in den Sommerferien zwei Wochen auch seiner Tour zu begleiten. Doch was der beste Sommer ihres Lebens werden soll beginnt direkt alles andere als perfekt, als Penny auf Noahs Konzert in Brighton eine Panikattacke bekommt. Dennoch ist sie fest entschlossen den Plan durchzuziehen und freut sich auf all die romantischen Momente, die sie mit Noah in Städten wie Berlin, Rom und Paris erleben wird. Doch Noahs Leben ist stressig und irgendwann muss sich Penny fragen, ob es für sie genug ist Noahs Träumen zu folgen...


meine Meinung:
Der erste Teil von Girl Online war eine süsse Geschichte, die mich gut unterhalten konnte, auch wenn ich das Gefühl hatte nicht unbedingt zu der Zielgruppe des Buches zu gehören. Auch von diesem Teil habe ich mir wieder eine lockere Geschichte für zwischendurch erhofft und zudem hat mich auch die Tour-Thematik sehr angesprochen.
Im Vergleich zum ersten Teil hatte ich das Gefühl, dass hier mehr ernstere Themen behandelt wurden. Insgesamt ist das Buch zwar noch immer eine eher leichte Lektüre, doch Penny macht eindeutig ein paar schwierige Dinge durch. Besonders Pennys Panikattacken spielen hier auch eine grosse Rolle. Das Leben auf Tour ist sowieso schon stressig, doch für sie ist es eine zusätzliche Herausforderung, da sie sich ständig davor fürchtet wieder eine Panikattacke zu bekommen. 
Penny wirkte in diesem Teil auch irgendwie erwachsener auf mich. Während ihre Probleme im ersten Teil teilweise eher oberflächlich oder fast kindlich wirkten, konnte ich ihre Sorgen und Konflikte in diesem Teil viel besser nachempfinden. Penny muss sich immer wieder der Frage stellen, wer sie eigentlich sein will, denn für sie ist es nicht genug Noahs Freundin zu sein und ihn bei der Erfüllung seiner Träume zu unterstützen. Mir hat die Entwicklung die Penny in diesem Teil durchgemacht hat sehr gut gefallen, sie ist dabei ihren eigenen Weg zu finden und ich finde die Geschichte sendet dabei eine schöne Botschaft, auch für jüngere Leserinnen.

Dazu gehört auch, dass in der Beziehung von Penny und Noah nicht immer alles so läuft wie die beiden sich das vorgestellt haben und sich Penny auch die Frage stellen muss, ob die Beziehung mit Noah wirklich gut für sie ist. Dennoch war der Verlauf der Geschichte leider wieder wenig überraschend und viele der Konflikte sehr klischeehaft und vorhersehbar. Besonders bei einem Charakter konnte man seine Rolle direkt von seinem ersten Auftauchen an vorhersagen.

Sowieso blieben die meisten Figuren, abgesehen von Penny, ziemlich flach und machten eigentlich kaum irgendeine nennenswerte Entwicklung durch. Auch fand ich es etwas schade das Pennys Familie, die ich im ersten Teil sehr mochte, hier nur eine kleinere Rolle spielt. Elliot hingegen kommt in diesem Teil mehr vor, doch seine Geschichte empfand ich leider als sehr klischeehaft und vor allem teilweise echt übertrieben süss und kitschig, besonders gegen Ende.

Fazit:
Insgesamt ist  Girl Online - On Tour eine süsse Geschichte über Freundschaft und die erste Liebe, die jedoch auch immer wieder ernstere Themen anschlägt, sich mit den Ängsten und Sorgen des Erwachsenwerdens beschäftigt. Leider war die Handlung jedoch wieder sehr vorhersehbar und teilweise auch ziemlich klischeehaft und viele der Charaktere blieben eher blass. Dennoch ist es eine lesenswerte Geschichte, die besonders auch für etwas jüngere Leserinnen gut geeignet ist.  3,5/5*

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Tags: contemporary, erwachsen werden, freundschaft, liebe   (4)
 

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zeitreise, jugendbuch, zeitreisen, iris, vergangenheit

Die Zeitenspringer-Saga: Die Farbe der Zukunft

Meredith McCardle ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492703550
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Farbe der Zukunft (Zeitenspringer-Saga 2) von Meredith McCardle

Zum Inhalt:
Seit Amanda (Codname Iris) aufgedeckt hat, dass Mitglieder von Annum Guard, der geheimen Zeitreiseorganisation für die sie arbeitet, krumme Geschäfte gedreht haben, steht die Organisation unter strengster Beobachtung der Regierung. Sogar eine neue Chefin wurde eingestellt und mit der ist nicht zu Spassen. So verbringt Amanda die meiste Zeit entweder damit ihren Vater, der auch in die korrupten Machenschaften verwickelt war, in der Vergangenheit zu beschatten und ausführliche Berichte darüber zu schreiben. Doch dann beginnen plötzlich Agenten von Annum Guard spurlos zu verschwinden und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Meine Meinung:
Nachdem mir der erste Teil der Zeitspringer-Saga so gut gefallen hat, konnte ich es kaum erwarten mich wieder mit Amanda und den anderen Agenten von Annum Guard in neue Zeitreiseabenteuer zu stürzen. Nach den Geschehnissen am Ende des ersten Bandes war ich natürlich auch sehr gespannt darauf mehr über die Verschwörung innerhalb der Reihen der Zeitreiseorganisation zu erfahren.

Man wird wieder direkt ins Geschehen hinein geworfen und begleitet Amanda schon auf den ersten Seiten auf einer Mission, in der sie ihren Vater beschatten muss. Auch dieser Teil ist wieder sehr actionreich und es wird viel in der Zeit herumgesprungen, doch mir hat es gut gefallen, dass auch mehr auf Amandas persönliche Konflikte eingegangen wird und man sieht wie schwierig es für sie ist, ihre Arbeit als Agentin für Annum Guard und ihr Privatleben unter einen Hut zu bekommen. 

Leider hatte ich jedoch auch in diesem Teil wieder das Gefühl, dass die anderen Charaktere etwas kurz gekommen sind. Amanda ist oftmals auf sich allein gestellt und ich fand es besonders schade, dass Yellow, die ich im ersten Teil richtig angefangen habe zu mögen, in diesem Teil leider nur eine kleinere Rolle hat. Zudem konnte mich auch die Liebesgeschichte, die in diesem Teil eine grössere Rolle spielt als noch im Ersten, nicht so richtig überzeugen. Dies lag besonders daran, dass eine, meiner Meinung nach komplett überflüssige, Dreiecksgeschichte eingeführt wurde. Dabei wären Amanda und Abe so ein süsses Paar...

Dennoch hat mir natürlich vor allem das Element der Zeitreisen wieder sehr gut gefallen, besonders da es darum geht eine Verschwörung aufzudecken, deren Fäden sich quer durch verschiedene Zeiten ziehen und mit wichtigen historischen Ereignissen verknüpft sind. Der Autorin ist es zudem hervorragend gelungen die verschiedenen Zeiten und Ereignisse in die Geschichte einzubinden und kann sogar noch ein bisschen was über Geschichte lernen.

Wie schon erwähnt war das Tempo der Geschichte ziemlich hoch, besonders gegen Ende wird Amandas Mission immer mehr zu einem Wettlauf gegen die Zeit und die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Wie für Bücher über Zeitreisen üblich wird es teilweise auch wieder ziemlich schwierig den Überblick zu behalten, doch ich fand der Autorin ist es eigentlich grundsätzlich wirklich gut gelungen die Dinge so zu erklären, dass mir zumindest Kopfschmerzen erspart blieben. 

Doch egal wie verwirrend Zeitreisen ganz grundsätzlich sind, die Wendungen in der Geschichte haben dafür gesorgt, dass ich gar keine Zeit hatte zu viel darüber nachzudenken, denn ich konnte das Buch gegen Ende echt nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende selbst hat mich dann echt total überwältigt und ich kann nur hoffen, dass der dritte Teil schon bald erscheint, denn ich muss unbedingt wissen wie es mit Amanda und dem Rest der Annum Guard weitergeht.

Fazit:
Eine absolut gelungene Fortsetzung, die ich allen Fans des ersten Teils wärmstens empfehlen kann. Die spannenden Zeitreisen, zahlreichen Wendungen und sympathische Protagonistin haben für ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen gesorgt. Da konnte ich auch über ein paar kleinere Mängel wie die Dreiecksgeschichte und dass gewisse Charaktere etwas zu kurz kamen hinwegsehen. Dank dem schockierenden Ende warte ich jetzt jedenfalls schon sehnsüchtig auf den dritten Teil und freue mich darauf Amanda auf weiteren Zeitreiseabenteuern begleiten zu dürfen. 

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Tags: fantasy, jugendbuch, zeitreisen   (3)
 

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dystopie, zwillinge, francesca haig, das feuerzeichen, heyne fliegt

Das Feuerzeichen

Francesca Haig ,
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.10.2015
ISBN 9783453270138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Feuerzeichen von Francesca Haig

Zum Inhalt:
Viele Jahre in der Zukunft hat sich die Menschheit noch immer nicht ganz von der schrecklichen Katastrophe erholt, die sie zurück ins Mittelalter katapultiert hat. In dieser Welt werden nur noch Zwillinge geboren, immer ein Junge und ein Mädchen und immer jeweils ein perfekter Zwilling und einer mit einem Makel. Während die makellosen Alphas ein normales Leben geniessen können, werden die Omegas verstossen und als minderwertig angesehen. Doch die Alphas können sie nicht ganz loswerden, denn wenn einer der Zwillinge stirbt, ereilt den anderen dasselbe Schicksal...

Daher halten einflussreiche Alphas ihre Zwillinge gefangen, so dass niemand über ihren Omega in sie herankommen kann. Genau dies geschieht Cass, deren Zwilling Zach Karriere in der Politik macht. Doch sie schafft es zu entkommen und beschliesst sich nicht weiter mit ihrer Situation abzufinden, sondern einen Weg zu finden ihren Bruder zu stoppen. Selbst wenn somit auch ihr Gefahr droht...

Meine Meinung:
Irgendwie habe ich schon immer gerne Bücher über Zwillinge gelesen (und mir früher natürlich auch gewünscht selbst einen Zwilling zu haben), daher hat mich die Kurzbeschreibung zu "Das Feuerzeichen" sofort angesprochen. Als ich angefangen habe das Buch zu lesen, habe ich allerdings schnell gemerkt, dass die Beziehung der Zwillinge in der Welt von Cass und Zach nicht gerade einfach ist. Normalerweise werden die Geschwister schon früh getrennt, da nur der Alpha bei den Eltern bleiben darf und der minderwertige Omega weggeschickt wird.

Wie wir allerdings am Anfang des Buches erfahren, lief es bei unserer Protagonistin Cass und ihrem Bruder Zach etwas anders ab. Im ersten Teil der Geschichte erfährt man viel darüber wie Cass aufgewachsen ist und kann somit auch ihre besondere Beziehung zu ihrem Bruder besser nachempfinden. Denn die beiden wurden erst viel später getrennt als die meisten anderen Zwillinge. Dies liegt daran, dass Omegas normalerweise irgendeinen körperlichen Makel aufweisen, beispielsweise nur einen Arm oder nur ein Bein haben. Selten gibt es unter ihnen jedoch auch Seher, die sich körperlich nicht von den Alphas unterscheiden, jedoch oftmals Träume haben in denen sie die Zukunft sehen oder sich an die Katastrophe erinnern können. Cass gehört zu ihnen.

Auch wenn die Geschichte anfangs sehr stark auf die Flashbacks und die Kindheit der Protagonistin fokussiert ist und die Handlung deshalb lange nicht richtig in Fahrt kommt, haben mir diese Teile eigentlich ziemlich gut gefallen. Cass musste seit frühster Kindheit verbergen, wer sie wirklich ist, denn ansonsten wäre sie fortgeschickt worden. Man kann dabei sehen wie schlau, aber auch dickköpfig sie sein kann. Man merkt jedoch auch, dass sie sehr harmoniebedürftig ist, denn eigentlich will nur mit ihrem Bruder auskommen. Dieser fängt aber immer mehr an sie zu verabscheuen, selbst wenn er gute Miene zu bösem Spiel macht und auch wenn es sich Cass nicht selbst eingestehen will, kann man auch sehen wie hinterhältig er ist.

Die Autorin hat es sehr schön geschafft Cass und ihrem Bruder Tiefe zu geben und hat damit eine interessante Grundlage für die Geschichte geschaffen. Allerdings hatte ich gehofft, die Geschichte würde anschliessend, nachdem Cass die Flucht aus den Fängen ihres Bruders gelungen ist, spannender werden, doch sie zieht sich über das ganze Buch hinweg eher langsam dahin. Mir haben zwar die Konflikte die aufgebaut wurden gut gefallen, doch ich hatte das Gefühl es war etwas viel Vorbereitung für die nächsten Teile, während hier noch nicht besonders viel passiert.

Erst ganz gegen Ende wird die Geschichte dann richtig spannend und macht sogar noch eine interessante Wendung, die mich sehr neugierig auf den zweiten Teil gemacht hat. Die Geschichte hat auf jeden Fall noch viel Potential und ich bin gespannt darauf wie sich der Konflikt zwischen den Alphas und Omegas weiter entwickelt. Schliesslich bedeutet jedes Opfer einen Verlust für beide Seiten, da die Zwillinge so miteinander verbunden sind, dass sie nicht ohne den jeweils anderen leben können. Die Grundlagen die in diesem Teil gelegt wurden versprechen jedenfalls eine interessante Fortsetzung.

Fazit:
Zwar hatte dieser Teil einige Schwächen, doch das Potential für den zweiten Teil ist eindeutig vorhanden. Ich hoffe nur, dieser setzt genau dort an, wo der Erste geendet hat, dann sollte einer spannenden und actionreichen Geschichte eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Zudem hoffe ich auch, dass man die restlichen Charaktere neben Cass und ihrem Bruder, noch etwas besser kennen lernt. Denn während man diese sehr gut kennen gelernt hat, blieben die meisten anderen Charaktere noch etwas blass.

3,5/5*

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Tags: dystopie, seherin, zwillinge   (3)
 

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superkräfte, superhelden, epic, waser, manhatter

Firefight: Roman

Brandon Sanderson
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 26.10.2015
ISBN 9783641165826
Genre: Sonstiges

Rezension:

Firefight von Brandon Sanderson

Zum Inhalt:
David und die Rächer haben es geschafft, sie haben Steelheart, einer der stärksten Epics überhaupt, besiegt. Doch obschon David seine Rache bekommen hat, ist der Kampf gegen die Epics noch lange nicht zu Ende. Davids Weltansicht wurde jedoch von Grund auf erschüttert, als er erfahren hat, dass der Prof, der brillante Anführer der Rächer, selbst ein Epic ist. Kann es vielleicht doch gute Epics geben? Und was heisst das für Firefight, die Epic in die sich David verliebt hat? Als die Rächer auf einer Mission in die mysteriöse Stadt Babilar kommen, muss er sich all diesen Fragen stellen, denn dort ist nichts wie es scheint...

Meine Meinung:
Firefight ist die Fortsetzung zu Steelheart, welches mich damals trotz hoher Erwartungen positiv überraschen konnte. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen auch an diesen Teil. Der Anfang konnte mich direkt wieder mitten ins Geschehen hinein ziehen und so flogen die Seiten anfangs nur so dahin. Der Tod von Steelheart bleibt natürlich nicht ohne Folgen und ich war sehr gespannt darauf zu sehen, womit es die Rächer in diesem Teil zu tun bekommen.

Nach den spannenden ersten Seiten gab es erst mal einen Szenenwechsel, welcher sich für mich leider als etwas schwierig herausstellte. Für David, Tia und den Prof geht es nach Babilar, eine Stadt die auf den ersten Blick kaum etwas mit Newcago gemeinsam hat. Doch obschon die Leute dort nicht in Angst leben, wird auch diese Stadt von einer Epic beherrscht, die keine guten Absichten zu haben scheint.

Die Art wie Babilar beschrieben wurde, fand ich sehr interessant und ich konnte mir diese fremdartige Stadt auch gut vorstellen. Doch obschon es anfangs durchaus spannend war zu sehen wie David sich in dieser, für ihn fremden, Welt zurecht findet und die Lebensart der Einwohner von Babilar für ihn viele kritische Fragen aufwarf, fehlte mir zwischenzeitlich etwas die Spannung. Die Geschichte war definitiv nie langweilig, doch teilweise hatte ich das Gefühl, man dreht sich ein bisschen im Kreis.

Ich muss aber betonen, dass dieser Zustand nicht lange anhielt und ich das Buch spätestens nach der Hälfte kaum mehr weglegen konnte, da sich die Geschehnisse nun beinahe überschlagen und wieder jede Menge überraschende Wendungen auf einen warten. Zudem hat mir auch Brandon Sandersons Schreibstil wieder richtig gut gefallen. Das Buch liest sich sehr flüssig und er schreibt immer mit einer Prise Humor. Wie schon im ersten Teil haben mir besonders die actionreichen Szenen super gefallen, ich könnte mir die Reihe richtig gut als Filme vorstellen, denn das Kopfkino während dem Lesen war genial.

Den zuvor erwähnten Humor hat man grösstenteils David zu verdanken, der sich glücklicherweise kaum verändert hat, obschon nach den Geschehnissen des ersten Teils plötzlich sein ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt wurde. Seine Metaphern sind noch immer einsame Spitze und er stürzt sich noch immer gerne unvorbereitet in gefährliche Situationen, aus denen er nur dank seinem Talent zum Improvisieren wieder hinauskommt. Er fällt möglicherweise nicht immer die besten, überlegtesten Entscheidungen und ist keinesfalls perfekt, doch gerade deshalb fiebert man so mit ihm mit. Seine Weltsicht hat sich allerdings erheblich geändert und er sieht nicht mehr alles als schwarz oder weiss. Dies führt dazu, dass er das was er und die Wächter tun auch mit neuen Augen sieht und es stellt sich die Frage, ob es nicht einen anderen Weg geben könnte.

Dieser Konflikt spielt über die ganze Handlung hinweg eine wichtige Rolle, denn vieles ist nicht so wie es auf den ersten Blick scheint und man erfährt auch einiges neues über die Epics. Nach den Dingen die man am Ende des ersten Teils erfährt fand ich die Entwicklung von Prof und Megan sehr interessant, besonders weil auch bei den beiden vieles nicht unbedingt so ist, wie man denken könnte. Beides sind unglaublich interessante und komplexe Charaktere, die mich in diesem Teil positiv überrascht haben. Besonders nach den schockierenden Wendungen am Ende dieses Teils kann ich es kaum erwarten bis der dritte Teil erscheint, da ich unbedingt wissen muss wie es weiter geht. Ich hoffe wir müssen uns auf keine allzu lange Wartezeit einstellen.

Fazit:
Firefight ist eine gelungene Fortsetzung die Steelheart in (fast) nichts nachsteht. Abgesehen von ein paar kleinen Längen gegen Anfang konnte mich das Buch fast durchgehend fesseln und gegen Ende konnte ich meine Augen aufgrund der vielen tollen Wendungen kaum mehr von den Seiten abwenden. Auch die Entwicklung der Charaktere, besonders von David, Megan und dem Prof, haben mir sehr gut gefallen und ich kann es kaum erwarten zu erfahren wie es im dritten Teil weiter geht. Eine klare Empfehlung an alle, die Steelheart mochten (und wenn ihr es noch nicht gelesen habt, solltet ihr das unbedingt nachholen).

4,5/5*

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Tags: epics, humor, spannung, superkräfte   (4)
 

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legenden, monster, verseuchte seite, die andere seite, gefahr

Darkmouth - Die andere Seite

Shane Hegarty , ,
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 19.10.2015
ISBN 9783789137266
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Darkmouth - Die andere Seite von Shane Hegarty

Zum Inhalt:
Seit sein Vater auf der Verseuchten Seite festsitzt versucht Finn alles um ihn irgendwie zu retten. Doch sein einziger Hinweis ist, dass er eine Karte finden soll. Zusammen mit Emmie macht er sich daran das ganze Haus zu durchsuchen. Als sie nach einer gefühlten Ewigkeit eine vielversprechende Spur finden, führt sie diese in eine Höhle, wo Finn es schafft ein Tor zur anderen Seite zu öffnen. Doch plötzlich werden Finn und Emmie zusammen mit einem Gutachter des Rats der Zwölf durch das Tor auf die andere Seite gezogen, mitten hinein in eine Welt in der es von Legenden nur so wimmelt, die ihnen alles andere als freundlich gesinnt sind...

Meine Meinung:
Nachdem mir der erste Teil der Darkmouth-Trilogie rund um Finn und die Legenden richtig gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Die Geschichte setzt kurz nach dem Ende des ersten Teils an. Finns Vater ist auf der verseuchten Seite verschollen und nun setzt Finn alles daran einen Weg zu finden um ihn zu retten.

Auch wenn Finn eigentlich noch immer kein Legendenjäger werden will, muss er die Dinge in diesem Teil wohl oder übel selbst in die Hand nehmen. Seit dem Verschwinden seines Vaters war er jedoch hauptsächlich damit beschäftigt eine Karte zu suchen, die ihm anscheinend irgendwie helfen soll seinen Vater zu finden. Dabei wird er natürlich wie schon im ersten Teil wieder tatkräftig von Emmie unterstützt, die sich auch in den aussichtslosesten Situationen nie entmutigen lässt.

Mir hat gefallen dass Finn in diesem Teil mehr selbst die Initiative ergreift. Besonders nachdem er zusammen mit Emmie und dem Gutachter auf der Verseuchten Seite landet sind es eher die Kinder, die entscheiden was zu tun ist. Dennoch ist und bleibt Finn ziemlich tollpatschig und auch wenn er sein Bestes gibt, läuft es doch oftmals nicht ganz so wie erhofft. Genau das macht Finn jedoch so liebenswert und auch wenn sein unüberlegtes Handeln teilweise eher schadet als nützt, zeigt er doch eine beeindruckende Entschlossenheit seinen Vater zu retten und lässt sich von nichts runterkriegen.

Ich mochte, dass in diesem Teil der Handlung weniger vorhersehbar war, als noch im vorherigen Band. Jedoch wurde die Geschichte teilweise ziemlich chaotisch und ich war zeitweise fast ein bisschen verwirrt, was für die jüngere Zielgruppe vielleicht etwas schwierig sein könnte. Dennoch mochte ich, dass mich gewisse Wendungen wirklich überraschen konnten und man nicht immer weiss wo die Handlung hinführt.

So hat mir auch gefallen, dass auch Finns Grossvater Niall in diesem Teil eine wichtige Rolle spielt und man als Teil eines Buches, aus dem auch immer wieder kurze Kapitel abgedruckt sind, mehr über seine Geschichte erfährt, bevor man weiss welche Rolle er in Finns Abenteuer spielen wird. Seine Rolle war wirklich sehr mysteriös und konnte schnell mein Interesse wecken.

Die Verseuchte Seite war zudem ein sehr interessanter Schauplatz, besonders durch die vielen andersartigen Wesen, die einem dort begegnen. Zusammen mit der tollen Gestaltung des Buches, den teilweise schwarzen Seiten und den Illustrationen am Anfang jedes Kapitels, wurde eine richtig schön düstere und teilweise beinahe unheimliche Atmosphäre aufgebaut.

Auch der Schreibstil und der Humor des Autors haben mir wieder richtig gut gefallen. Die Geschichte ist allerdings nicht ständig nur lustig und es gibt auch ernstere Momente. Doch Figuren wie beispielsweise der Gutachter oder auch eine gewisse Legende sorgen immer wieder für lustige Momente. Durch die kurzen Kapitel hat man zudem das Gefühl ziemlich gut vorwärts zu kommen, auch wenn mich die Geschichte aufgrund der teilweise etwa wirren Stellen nicht durchgehend fesseln konnte.

Fazit:
Darkmouth - Die andere Seite ist eine gelungene Fortsetzung, die wieder mit liebenswerten Charakteren und einer interessanten Idee überzeugen kann. Während mir der erste Teil noch etwas zu vorhersehbar war, konnte mich die Handlung dieses Mal immer wieder überraschen. Jedoch wurde sie teilweise fast ein bisschen zu verworren, was besonders für jüngere Leser vielleicht ein Problem sein könnte. Am Ende werden sich jedoch alle Leser einig sein, dass der dritte Teil gar nicht bald genug erscheinen kann.

3,5/5*

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Tags: fantasy, legenden, monster   (3)
 

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drachen, anika oeschger, liebe, fantasy, jugendbuch

E.J. und das Drachenmal

Anika Oeschger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Riverfield Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783952446324
Genre: Fantasy

Rezension:

E.J und das Drachenmal von Anika Oeschger

Zum Inhalt:
Emilia Jane, von allen ausser ihren Eltern nur E.J. genannt, hat eigentlich gerade genug mit ihrem Liebeschaos zu kämpfen, als sie sich an einem mysteriösen Gegenstand schneidet und ihr Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird. Woher kommt das merkwürdige Mal auf ihrem Arm, das fast wie ein Tattoo aussieht? Und weshalb geschehen um sie herum plötzlich ständig merkwürdige Dinge? Dann hat sie plötzlich auch noch unheimliche Träume, die irgendwie zu real scheinen...

Meine Meinung:
Als ich mir das Programm des neuen Verlags Riverfield angesehen habe, ist mir E.J. und das Drachenmal sofort aufgefallen. Das Cover hat mich auf Anhieb angesprochen und die Kurzbeschreibung klang auch nach einem Buch ganz nach meinem Geschmack. Mein Interesse steigerte sich noch, als ich herausfand, dass es sich bei dem Roman um das Debüt einer erst siebzehnjährigen Autorin handelt. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich noch nie ein Buch einer so jungen Autorin gelesen und war daher sehr gespannt darauf, was mich erwartet.

Leider hatten E.J und ich nicht gerade den besten Start. Bevor die fantastischen Elemente in der Geschichte auftauchen dreht sich die Handlung auf den ersten Seiten um E.J.s alltägliches Leben und ihren ersten richtigen Liebeskummer. Ich hatte anfangs zwei grosse Probleme mit dem Buch. Die Geschichte beginnt mit einem Traum von E.J, den ich richtig spannend und sehr gut geschrieben fand, sobald die eigentliche Handlung jedoch beginnt empfand ich den Schreibstil als ziemlich holprig. Zudem konnte mich die Geschichte anfangs auch einfach nicht fesseln, da die Autorin die Gewohnheit hat alltägliche und für die Handlung nicht relevante Dinge viel zu ausführlich zu beschreiben.

Mein zweites Problem war E.J. selbst, da sie mir anfangs einfach direkt ziemlich auf die Nerven ging, wofür hauptsächlich das ganze Liebeschaos in ihrem Leben verantwortlich war. Da man als Leser von ihrem Freund ausser ein paar SMS kaum etwas mitbekommt, war es etwas schwierig nachzuvollziehen, dass sie, als dieser mit ihr Schluss macht, anschliessend total am Boden zerstört ist. Besonders da sie mit ihrer Beziehung total unzufrieden war, da besagter (Ex-)Freund sich kaum für sie zu interessieren schien und sie sowieso bereits in einen anderen verliebt war.

Glücklicherweise verschwanden jedoch diese Probleme im Verlauf der Geschichte grösstenteils. Der Schreibstil wurde viel angenehmer und ich bin nur noch selten über ein paar Formulierungen gestolpert. Auch E.J. wurde mir im Verlauf der Handlung sympathischer. Es gab jedoch noch immer ein paar Situationen, in denen ich ihr Verhalten nicht so ganz nachvollziehen konnte und mir hätte es insgesamt besser gefallen, wenn die Liebesgeschichte keine so grosse Rolle gespielt hätte, da mich auch ihre neue Beziehung nicht wirklich überzeugen konnte.

Je mehr sich die Geschichte auf die fantastischen Elemente konzentriert hat, desto besser hat sie mir gefallen, was bedeutet das sie mir eigentlich je länger je besser gefallen hat. Besonders gegen Ende wurde die Geschichte richtig spannend. Ich fand auch die Idee, die hinter E.J.s Drachenmal steckt sehr interessant und fand die Kräfte die sie im Verlauf der Geschichte entwickelt sehr interessant. Die Geschichte ist von der Idee her natürlich nicht komplett neu, aber es gab doch einige sehr spannende Elemente in der Geschichte.

Teilweise hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas schnell entwickelt, besonders da E.J. sehr schnell beinahe perfekt mit ihren neuen Kräften umgehen kann und sowieso teilweise etwas zu perfekt scheint, da sie immer zu wissen scheint, was sie tun muss. Mir hätte es gut gefallen, wenn sich die Geschichte in diesem Aspekt etwas mehr Zeit gelassen hätte, dass man vielleicht noch ein bisschen mehr Hintergrundgeschichte erhalten und auch die Nebencharaktere noch besser kennen gelernt hätte. Ich nehme jedoch an, dass diese Dinge im zweiten Teil, welcher das Ende andeutet, noch weiter ausgearbeitet werden.

Fazit:
Obschon dieses Buch mich nicht vollständig überzeugen konnte und ihm etwas mehr Feinschliff sicher gut getan hätte, bin ich dennoch beindruckt von der Leistung der jungen Autorin. E.J. und das Drachenmal zeigt eindeutig gute Ansätze und hat mir besonders gegen Ende wirklich gefallen.

2,5/5*

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Tags: drachen, elemente, fantasy, liebe, magie   (5)
 

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fantasy, magie, liebe, nina blazon, zwillinge

Der Winter der schwarzen Rosen

Nina Blazon
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 05.10.2015
ISBN 9783570163641
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon

Zum Inhalt:
Liljann und Tajann sind Zwillingsschwestern, doch sie könnten kaum unterschiedlicher sein. Liljann ist still, vorsichtig und zurückgezogen, während Tajann offen, impulsiv und wild ist. Doch da Liljann die ältere der beiden Schwestern ist, kann Tajann ihr einsames Elternhaus, wo die Schwestern zusammen mit ihrem strengen Vater leben, nicht verlassen, bis ihr Vater ihre Schwester, wie es die Tradition ihrer Heimat verlangt, losgeschickt hat um neue Gebiete zu entdecken. Dieser scheint dies jedoch möglichst lange herauszögern zu wollen. Alles ändert sich als die Schwestern als sie an den Hof der Lady an einen Ball eingeladen werden, denn dort machen beide schicksalhafte Begegnungen...

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher von Nina Blazon gelesen und bin jedes Mal fasziniert von den Welten die sie erschafft. Der Winter der schwarzen Rosen spielt in derselben Welt, wie einige der anderen Werke der Autorin, man kann jedoch die Bücher alle unabhängig voneinander lesen. Auch dieses Buch erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte. Schon von den ersten Seiten an war ich fasziniert davon, wie die Autorin die Heimat von Liljann und Tajann geschildert hat. Der Schauplatz ist wirklich einzigartig. Obschon diese Welt sich stark von unserer unterscheidet, es geheimnisvolle Wesen und Magie gibt, konnte ich sie mir durch die Beschreibung der Geschichte dieses Ortes und seinen Bräuchen und Traditionen, sehr gut vorstellen.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Liljann und Tajann. Dabei sind Tajanns Teile in der Gegenwartsform geschrieben, während Liljanns Teile rückblickend erzählt werden. Ich fand diese Unterscheidung sehr interessant und es hat auch sehr gut zu den Figuren gepasst. Man merkt nämlich schon früh, dass die beiden, obschon sie Zwillingsschwestern sind, kaum etwas gemeinsam haben. Liljann ist eher zurückhaltend und vorsichtig, sie glaubt an die alten Legenden und an Magie. Besonders am Anfang wirkt sie ziemlich verletzlich und träumerisch, doch im Verlauf der Geschichte merkt man, dass sie genauso entschlossen und stark sein kann wie ihre Schwester.

Tajann ist von Beginn an die ehrgeizigere der beiden Schwestern. Sie ist nicht zufrieden mit einsamen Leben als Jägerin und möchte eine Stellung am Hof der Lady erlangen, um ihre Ziele zu erreichen kann sie auch sehr berechnend sein. Im Gegensatz zu ihrer Schwester ist sie temperamentvoll und lässt sich eher von ihren Gefühlen leiten, hat teilweise auch kein Verständnis dafür, dass ihre Schwester so vorsichtig und sensibel ist. Doch sie hat auch eine verletzlichere Seite, die man im Verlauf der Geschichte kennen lernt.

Der Konflikt zwischen den beiden Schwestern spielt eine grosse Rolle in der Geschichte. Beide sind nicht immer wirklich ehrlich miteinander, was auch daran liegt wie unterschiedlich sie sind. Ehrlich gesagt hat es für mich auch bei beiden etwas gedauert, bis ich mich wirklich mit ihnen angefreundet habe. Beide gingen mir mit ihrem Verhalten teilweise ziemlich auch die Nerven. Doch genauso wie sich die beiden trotz ihrer Differenzen lieben, sind mir auch beide im Verlauf der Geschichte ans Herz gewachsen.

Das Tempo der Geschichte ist fast durchgehend ziemlich gemütlich und die Geschichte konzentriert sich mehr auf die Konflikte der Figuren, politische Intrigen und Liebesgeschichten, als auf epische Kämpfe und Action. Teilweise hat sich die Geschichte etwas gezogen, dennoch wurde sie nie langweilig. Man kann nie vorausahnen, in welche Richtung sich die Geschichte bewegt und so erlebt man immer wieder Überraschungen. Besonders das Ende hätte ich so nie erwartet. Zudem lies mich der wunderschöne Schreibstil der Autorin tief in die Geschichte versinken und hat die beschriebene Welt zum Leben erweckt, so dass es mir schwer fiel mich von der Geschichte loszureissen.

Dennoch hat mir etwas der Drang gefehlt weiterzulesen. Wenn ich das Buch zur Seite gelegt habe, hatte ich nicht wirklich den Wunsch sofort wieder danach zu greifen. Dies lag zu einem Teil daran, dass mich die Liebesgeschichten nicht wirklich überzeugen konnten. Ich wurde mit den Partnern der beiden Schwestern einfach nicht warm. Sie waren mir nicht direkt unsympathisch und mir hat gefallen, dass die Liebe hier nicht zu perfekt dargestellt wurde, doch irgendwie hat mich ihr Schicksal einfach nicht besonders interessiert.

Fazit:
Der Winter der schwarzen Rosen ist ein aussergewöhnliches Buch, welches durch eine tolle Welt, einen wunderschönen Schreibstil, überraschende Wendungen und vielschichtige Figuren überzeugt. Leider hatte die Geschichte jedoch ein paar Längen und die Liebesgeschichten konnten mich nicht vollständig überzeugen. Dennoch hat mir dieser Ausflug in Nina Blazons magische Welt wieder gut gefallen und ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.

3,5/5*

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Tags: fantasy, liebe, nina blazon, schwestern, zwillinge   (5)
 
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