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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

drogen, liebe, london, vergangenheit, erotik

Fading Colors: Zurück zu dir (Love-in-London 1)

Carrie Elks
E-Buch Text: 355 Seiten
Erschienen bei Forever, 18.11.2016
ISBN 9783958181267
Genre: Sonstiges

Rezension:

Beth lebt ein ruhiges und wenig aufregendes Leben. Sie ist verheiratet, doch ihr Ehemann, Simon, ist um einiges älter als sie und behandelt sie oft wie ein Kind. Wirklich glücklich scheint Beth in dieser Ehe nicht zu sein, doch sie schätzt Simon, der ihr Halt gibt und ein Gefühl von Sicherheit.

Ein zentraler Punkt in Beths Leben ist ihre Arbeit bei einer Suchtambulanz, wo sie nachmittags die Kinder von suchtkranken Eltern betreut. Sie hat die Kinder ins Herz geschlossen und nimmt ihre Aufgabe sehr ernst.

Ein Grund dafür dürfte ihre eigene Vergangenheit sein. An der Uni rutschte Beth vor vielen Jahren in die Drogenabhängigkeit ab, gemeinsam mit ihrem damaligen Freund Niall. Erst der Tod eines guten Freundes, konnte sie wachrütteln. Damals ließ sie alles hinter sich – auch Niall.

Dies und noch mehr erfährt man dank einiger Zeitsprünge in der Geschichte, die nach und nach die Vergangenheit ans Licht bringen.
In der Gegenwart taucht Niall plötzlich wieder in Beths Leben auf und bringt ihre Gefühlswelt komplett durcheinander.

„Fading Colors“ hat mir gut gefallen. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, die auch etwas Tiefe hat und die ich gerne gelesen habe.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich konnte die meisten Handlungen nachvollziehen. Die Protagonisten Beth und  Niall waren mir sehr sympathisch und der Verlauf der Geschichte konnte mich überzeugen.

Hinter dem hübschen Cover verbirgt sich also eine schöne Geschichte für Zwischendurch, die durchaus lesenswert ist.

       

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130 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

ballett, russland, tanz, roman, ruhm

Die Schwester des Tänzers

Eva Stachniak , Peter Knecht
Flexibler Einband: 570 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 29.10.2016
ISBN 9783458361787
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Eltern von Waslaw, Stanislaw und Bronislawa Nijinsky sind Tänzer und so ist es nicht verwunderlich, dass sie sich für ihre Kinder ebenfalls eine erfolgreiche Karriere beim Ballett erhoffen.

Stanislaw verschwindet recht schnell von der Bildfläche, da er wegen Geisteskrankheit in ein Sanatorium eingeliefert wird, Waslaw und Bronia jedoch widmen schon von klein auf ihr ganzes Leben dem Tanz.

Beide werden in Russland an der kaiserlichen Ballettschule aufgenommen und schnell ist klar, dass Waslaw ein Ausnahmetalent ist, der alle anderen in den Schatten stellt. So auch seine Schwester, die hart um Aufmerksamkeit kämpfen muss und, obwohl sie es abstreitet, doch neidisch auf ihren gefeierten Bruder ist.

Eva Stachniak beschreibt das Leben der Nijinskys in einer Ausführlichkeit, die mir zu viel des Guten war. Von Kindesbeinen an begleitet man Bronia auf ihrem harten Weg zum Erfolg, leider sind weder sie noch die anderen Charaktere mir dabei wirklich sympathisch gewesen.

Die Beschreibungen des harten Lebens der Tänzer, des russischen Balletts und der einzelnen Aufführungen erschienen mir sehr authentisch, waren mir jedoch zu langatmig. Von der Geschichte Russlands erfährt man nur am Rande etwas, die Städte, die die Geschwister besuchen werden nur in wenigen Sätzen erwähnt.

Bronia ist mir nicht ans Herz gewachsen, genauso wenig wie ihre Geschwister. Besonders Waslaw tut der Erfolg meiner Meinung nach nicht gut und er ist wenig liebenswert.

Was mir große Schwierigkeiten bereitete waren die vielen russischen Namen, bei denen ich sehr durcheinander kam, zumal manchmal Spitznamen, manchmal die ganzen Namen benutzt wurden, sodass ich nicht immer wusste, von wem die Rede ist.

Das hat den Lesefluss erheblich gestört. Ich habe unendlich lange für das Buch gebraucht, die Seiten zogen sich nur so dahin, bis ich irgendwann gänzlich die Lust verloren habe. Schade!

„Die Schwester des Tänzers“ war mein erstes Buch von Eva Stachniak und ich hatte mir einiges davon versprochen, da ich schon so viel Positives über die Autorin gehört hatte. Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht, weswegen es wohl auch das einzige Buch von Stachniak bleiben wird, das ich gelesen habe.

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(56)

71 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

king, gedächtnisverlust, liebe, lyx verlag, lyx digital

King - Er wird dich besitzen

T. M. Frazier
E-Buch Text: 295 Seiten
Erschienen bei Lyx.digital, 03.11.2016
ISBN 9783736304055
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ein Mädchen, das sein Gedächtnis verloren hat und sich nicht mal mehr an seinen Namen erinnern kann. Das nun auf der Straße lebt und für Essen und ein Dach über dem Kopf sogar seinen Körper anbieten würde.

Ein Kerl , ein richtiger Bad Boy, der in einer dunklen Welt voller Gewalt lebt, dem die Frauen zu Füßen liegen und den so schnell nichts und niemand erweichen kann. Der sowohl Feinde hat, als auch gute Freunde, auf die er bauen kann.

Diese beiden unterschiedlichen Charaktere treffen aufeinander, als das Mädchen, Doe genannt, auf einer Party auf der Suche nach einem Beschützer ist. Es ist Kings Willkommensparty, denn er wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen.

King macht Doe Angst, gleichzeitig fühlt sie sich jedoch hingezogen zu ihm, macht sich aber immer Sorgen um die Meinung ihres früheren Ichs, das ja vielleicht ganz anders gehandelt hätte, als sie.

Das Buch ist abwechselnd aus Does und Kings Sicht erzählt, so dass man die Gedanken von beiden Protagonisten erfährt und einen Einblick in beider Gefühlswelten bekommt.

Vor allem über Kings Vergangenheit erfährt man nach und nach immer mehr und versteht bald, warum er sich diesen Schutzschild aufgebaut hat, der ihn von allen abschottet.

Die Sprache hat mir nicht gefallen. Sie ist einfach zu derb, hier wäre weniger oft mehr gewesen. Überhaupt hatte ich den Eindruck, eine einfache Fanfiction zu lesen, hierfür sprachen auch die zahlreichen Rechtschreibfehler.

Die Handlungen der Charaktere konnte ich nicht immer nachvollziehen. Vor allem das Verhalten nach Ereignissen, die eigentlich traumatisieren müssten, habe ich nicht verstanden, da einfach weitergemacht wurde, als wäre nichts geschehen.

Obwohl die Geschichte in offenes Ende hat, werde ich auf keinen Fall weiterlesen, da mir – vor allem durch die Sprache – kein allzu großes Lesevergnügen bereitet wurde.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

rezepte, knoblauch, kochbuch, kochen, jenny linford

Knoblauch

Jenny Linford , Manuela Schomann
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 15.09.2016
ISBN 9783869137148
Genre: Sachbücher

Rezension:

Knoblauch war für mich immer Knoblauch. Dass es aber auch Elefantenknoblauch und Schwarzen Knoblauch gibt und man grüne Knoblauchstiele essen kann, das war mir neu.

Einen Überblick über die Vielfalt des Knoblauchs bietet das schöne Buch von Jenny Linford, das nach der beliebten Knolle benannt ist.

Es sticht dank tollem Cover sofort ins Auge und die schöne Gestaltung zieht sich durch das ganze Buch. Die Gerichte sind alle abgebildet, die Fotos von Clare Winfield lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Über 65 ganz unterschiedliche Rezepte sind im Buch versammelt, für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Es wurden nicht nur verschiedene Knoblaucharten benutzt, sonder auch gezeigt, wie international die Knolle ist. Deswegen finden sich neben deutschen Gerichten auch viele asiatische und auch spanische Leckereien auf den 160 Seiten.

Die Rezepte selbt sind übersichtlich und einfach verständlich. Die meisten Zutaten sind im gewöhnlichen Supermarkt zu bekommen; ein paar Mal habe ich eine mir unbekannte Zutat entdeckt, bei der aber dann dabeistand, um was es sich handelt und wo man sie am Besten bekommt - oder auch, was man als Ersatz benutzen kann.

Sehr gelungen finde ich auch die kurzen Artikel, genannt Exkurse, von denen es sieben Stück im Buch gibt. Hier erfährt man zum Beispiel etwas über die gesundheitliche Wirkung von Knoblauch, über den Knoblauch im Volksglauben und den Anbau der Knolle.

Insgesamt kann ich dieses schöne Kochbuch mit seinen leckeren Rezepten nur empfehlen!

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119 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

berlin, jugendbuch, is, attentat, anschlag

Die Attentäter

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789104565
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Thema, das nicht aktueller sein könnte. Eine bildgewaltige Erzählweise. Ein Buch, das man nicht so schnell aus der Hand legen kann und über das man noch lange Zeit nachdenkt.

So würde ich „Die Attentäter“ von Antonia Michaelis in drei kurzen Sätzen zusammenfassen.

Ich habe schon andere Bücher der Autorin gelesen, kannte ihren bildhaften Schreibstil bereits, und war trotzdem wieder aufs Neue begeistert davon. Denn die Atmosphäre, die Michaelis durch ihre Sprache erzeugt, ist einfach einzigartig und macht die ganze Geschichte so real und greifbar.

Und real könnte sie wirklich sein in der heutigen Zeit, in der man praktisch täglich in den Nachrichten, in der Zeitung, im Radio von neuen Terroranschlägen des IS hört, in der man fast schon Angst vor großen Menschenansammlungen haben muss, weil sie sich gut als Anschlagsziel eignen. In der man Angst vor einem „Tag des Blutes“ haben muss, wie er im Buch geplant wird. Denn nichts daran wirkt abwegig oder zu weit hergeholt.

Alain, Cliff und Margarete – drei junge Menschen, die sich seit ihrer Kindheit kennen, die im gleichen Haus aufgewachsen sind. Und die unterschiedlicher nicht sein könnten. Margarete, die Besonnene, die die beiden Jungen zusammenhält und sie auf der Erde hält, ihr Anker. Alain, der Künstler aus gutem Hause, der etwas erreichen will im Leben mit seiner Kunst, der studieren will und sich dasselbe auch für Cliff wünscht. Cliff, der ebenfalls ein begnadeter Zeichner, Maler, Künstler ist, der aber nie so richtig hineingepasst hat in diese Welt. Der sich immer mehr Aufmerksamkeit gewünscht hat von seiner Mutter, die ihn und seinen Vater ihrer Karriere wegen verlassen hat; von seinem Vater, der sich dem Alkohol widmete.

Cliff, der abrutscht, erst in die rechte Szene, dann zum Islam konvertiert und schließlich ins Ausland verschwindet. Und als er zurückkehrt, wissen selbst Alain und Margarete nicht mehr, auf welcher Seite der Mensch, den sie eigentlich ihren Freund nennen möchten, nun steht. Und ob er sich endgültig der Dunkelheit hingegeben hat.

Michaelis hat mit „Die Attentäter“ einen Jugendthriller geschaffen, der mich bewegt und geängstigt hat, der zu real war, um ihn gleich wieder zu vergessen.

Die Erzählperspektive wechselt ständig und auch die Erzählzeit ändert sich andauernd, sodass ich manchmal einen Absatz noch einmal lesen musste, sodass ich nicht immer gleich wusste, wann ich mich gerade befinde. Doch das ist natürlich gewollt von der Autorin und ein schönes Mittel, um die sich überschlagenden Ereignisse darzustellen und einen atemlos zurück zu lassen.

Eine klare Leseempfehlung von mir für alle ab 16 Jahren.

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(127)

373 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

liebe, fantasy, regen, wetter, märchen

Der Mann, der den Regen träumt

Ali Shaw , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei script5, 16.01.2013
ISBN 9783839001462
Genre: Romane

Rezension:

Elsa ist 29, als ihr Leben aus den Fugen gerät und sie New York verlässt. Durch den Tod ihres Vaters ist etwas in ihr zerbrochen und sie will ausbrechen aus dem Leben, das sie bis jetzt gelebt hatte.
Es verschlägt sie in das abgelegene Dorf Thunderstown. Vieles erscheint merkwürdig an diesem Ort umgeben von riesigen Bergen. Die Menschen verhalten sich seltsam, wilde Hunde streunen durch die Stadt und alle haben Angst vor dem Wetter. Als Elsa in den Bergen Finn begegnet bekommt ihr Leben eine neue Bedeutung und sie muss sich entscheiden. Für ihre Sicherheit oder für einen Mann, in dessen Herz der Donner schlägt.

Zuerst muss ich auf die Gestaltung des Buches zu sprechen kommen. Es gleicht vom Cover her Shaws erstem Buch, obwohl es keine Fortsetzung von diesem ist. Schon beim Anblick des Äußeren fängt man an zu träumen. Leider hat es jedoch keinen silbernen Buchschnitt.

Die Geschichte hat mich gleich zu Beginn gefesselt, weil sie so ungewöhnlich ist, aber gleichzeitig doch eine ganz normale Liebesgeschichte. Der Titel passt sehr gut dazu, denn das Hauptthema ist das Wetter, über das man im Buch viel erfährt.
Der Schreibstil des Autors ist sehr detailiert. Shaw beschreibt alles, sowohl die Menschen und deren Gefühle, als auch die Umgebung, so bildlich und genau, dass man glaubt, alles und jeden genau zu kennen. Die vielen Metaphern lassen zu, dass man sich in die Geschichte hineinträumt.

Elsa war mir sofort sympathisch. Ich fühlte die ganze Zeit über mit ihr, empfand ihre Trauer und ihre Freude genauso wie ihren Schmerz. Auch Finn ist auf seine ganz eigene Art merkwürdig faszinierend und auch das ließ mich Elsa wieder näher kommen, weil ich genau verstehe, warum sie sich in ihn verliebt.
Die restlichen Dorfbewohner bleiben, bis auf einzelne Ausnahmen, eher im Hintergrund und erscheinen durch ihre Vorurteile und ihren Hass gegenüber dem Unbekannten unsympathisch und unzugänglich.

Insgesamt hat mir "Der Mann, der den Regen träumt" gut gefallen. Man erlebt eine intensive, tragische und doch glückliche Liebesgeschichte, die märchenhafter und stürmischer nicht sein könnte. Ich werde Elsa, Finn und auch Thunderstown vermissen, kann aber nur vier Sterne vergeben, da mir das Ende etwas zu skurril war. Andererseits hätte ein anderes Ende wahrscheinlich gar nicht zu dieser magischen Geschichte gepasst...

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(270)

568 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

dystopie, gelöscht, terrorismus, england, science fiction

Gelöscht

Teri Terry , Marion Hertle
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 19.02.2015
ISBN 9783733500382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die sechzehnjährige Kyla wurde geslated und kann sich dadurch an nichts mehr erinnern. Ihr komplettes bisheriges Leben wurde ausgelöscht.
Das sogenannte Slaten ist im Jahr 2054 eine gängige Methode, um jugendlichen Terroristen eine zweite Chance zu geben. Die Kinder und Teenager vergessen wer sie waren und was sie getan haben und können so ein neues, friedliches Leben unter dauernder Kontrolle starten. Die Kontrolle übernimmt ein Gerät, das Levo, das die Gefühle überwacht und bei Anzeichen von Wut und Ärger Alarm schlägt und die Betroffenen ausschalten und sogar umbringen kann.
Kyla kommt nach dem Eingriff in einem Krankenhaus zu sich, wo sie neun Monate verbringen muss, ehe sie entlassen wird und in ihre neue Familie kommt. Sie bekommt neue Eltern und sogar eine Schwester, die ebenfalls geslated wurde.
Bald muss Kyla feststellen, dass sie anders ist als ihre Leidensgenossen. Immer wieder wird sie von Alpträumen und Erinnerungsfetzen geplagt, die sie nicht einordnen kann.
Außerdem scheint ihr Levo nicht richtig zu funktionieren - oder wie kann es sein, dass er die besten Werte anzeigt, wenn Kyla wütend wird?
Ihre Gefühle zu Ben, der ebenfalls geslated wurde, machen die Sache nicht einfacher.
Und als dann immer mehr Menschen aus Kylas Umfeld verschwinden, muss sich Kyla langsam fragen, auf wessen Seite sie steht.

Bereits das Cover, der Titel und der Klappentext haben mich unglaublich angesprochen. Sie versprachen eine Dystopie mit einer neuen Idee und einer spannenden Geschichte.
Ich wurde nicht enttäuscht. Durch den angenehmen und mitreißenden Schreibstil der Autorin, hatte ich das Buch sehr schnell durchgelesen und hätte am Liebsten sofort mit dem zweiten Band weiter gemacht, der allerdings leider erst im nächsten Frühjahr erscheinen wird.

Die Personen waren sehr authentisch beschrieben und vor allem Kyla war mir von vorne herein sympathisch. Immer wieder stellte sich mir die Frage, wem ich trauen kann und wer es gut mit Kyla meint.
Im Laufe der Geschichte kamen immer mehr schreckliche Dinge ans Licht. Menschen, die sich kritisch gegenüber der Regierung äußerten, wurde abgeführt und niemand weiß, was mit ihnen passiert. Kyla entdeckt auf illegale Weise eine Website mit als vermisst gemeldeten Kindern. Und der Mensch, der ihr vielleicht am Meisten bedeutet, beschließt sich auf die Seite der Rebellen zu stellen. Doch zu welchem Preis?

"Gelöscht" ist meiner Meinung nach eine rundherum gelungene Dystopie, die ich nur empfehlen kann. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

tom, familie, hamburg, majorina ...., nervend

Ich, mein Vater und die Frau seines Lebens

Leo Königstein
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 09.08.2013
ISBN 9783471350775
Genre: Romane

Rezension:

Tom ist ein alleinerziehender Vater und, im Gegensatz zu seinem 11jährigen Sohn Paul, ein echter Angsthase. Als er seine neue Nachbarin Maja kennenlernt, traut er sich nicht einmal, sie nach ihrer Nummer zu fragen.
Paul, der sich sowieso eine neue Frau für seinen Vater wünscht, beschließt, die Sache in die Hand zu nehmen. Als herauskommt, dass Maja in einer Fernsehshow den mutigsten Bürger sucht, überredet Paul seinen Vater dazu sich anzumelden - er soll das Preisgeld von 1 Million Euro gewinnen und Maja gleich mit dazu.

Die Idee hat mich gleich angesprochen. Es hat sich nach einer locker-lustigen Geschichte für zwischendurch angehört und meine Erwartungen wurden erfüllt.
Paul und Tom waren mir gleich zu Beginn sehr sympathisch. Ein Vater-Sohn-Gespann, das sich anscheinend sehr nahe steht. Die beiden kommen gut miteinander klar und ich musste oft lachen, denn es gab Situationen, da hätte man meinen können, Paul sei der Erwachsene von den Beiden.

Maja mochte ich ehrlich gesagt nicht ganz so sehr und ich habe mich immer wieder gefragt, was Tom an ihr findet. Ich fand sie ziemlich komisch und teilweise richtig unhöflich und hätte mir eine nettere Frau für den sympathischen Tom gewünscht.

Um an der Show teilnehmen zu können, müssen die Bewerber Videos von ihren "Heldentaten" einreichen. Also machen Tom und Paul sich an die Arbeit und drehen ein Video nach dem anderen. Doch der wirkliche Renner ist keines davon. Ist es wirklich mutig sich Kontaktlinsen einzusetzen? (Da hätte ich ja schon einen Orden verliehen bekommen müssen - so oft wie ich das mache ;D)

Die zündende Idee kommt Vater und Sohn erst nach einer Weile. Tom soll sich gegen die Versicherung zur Wehr setzen, bei der er viele Jahre gearbeitet hat, die ihm jüngst gekündigt hat und die ihre Kunden gemein hereinlegt.
Ich war sehr gespannt, ob es Tom und Paul gelingen wird mit ihrem Video bzw. ihren Taten zu punkten.
Die schlechte Wendung am Ende, die ich hier nicht verraten will, war dann doch sehr vorhersehbar.
Den Schluss wiederrum fand ich sehr gelungen.

Insgesamt hat mir "Ich, mein Vater und die Frau seines Lebens" sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der etwas zum Schmunzeln für zwischendurch sucht!

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(123)

225 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 81 Rezensionen

trauer, liebe, tod, rosen, jugendbuch

Dornenherz

Jutta Wilke
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2014
ISBN 9783649613701
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich „Dornenherz – Jedem Ende wohnt ein Anfang inne“ zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich begeistert von der tollen Covergestaltung. Der transparente Schutzumschlag macht das Buch zu einem echten Hingucker im Bücherregal!

Auch innen ist das Buch schön gestaltet – die Gedichte, die jedes Kapitel einleiten, fügen sich sehr gut in die Geschichte ein.

Das Buch beginnt ein Jahr nach Ruths Tod und wird aus der Perspektive von Anna, Ruths Schwester, erzählt. Diese hat sich seit dem Tod ihrer Schwester immer weiter zurückgezogen und leidet sehr unter dem Verhalten ihrer Eltern ihr gegenüber. Dauernd hat sie das Gefühl, sie würden ihr die Schuld am Unfall ihrer Schwester geben.
Deshalb versucht Anna, ihrer Schwester ähnlicher zu werden, indem sie sich z. B. die Haare kurz schneidet und eine Beziehung mit dem Freund ihrer Schwester führt, die sie nicht glücklich macht, weil sie Leon nicht liebt.

Am ersten Todestag ihrer Schwester greift Anna zum ersten Mal seit einem Jahr wieder zu ihren Zeichensachen und geht auf einen Friedhof um zu malen. Dort findet sie nicht nur eine Engelsstatue, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, sondert trifft auch auf Phil, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt.

Unterbrochen wird Annas Geschichte von kurzen Kapiteln, die im Jahr 1882 spielen und aus der Sicht von Johanna, einem Mädchen, das unglücklich verlobt ist, erzählen.
Schnell werden die Parallelen zwischen Annas und Johannas Leben sichtbar. Beide sind nicht glücklich in ihren Beziehungen und verlieben sich in einen anderen Jungen. Und beide sehen gleich aus, denn Johanna, so stellt es sich heraus, stand ihrem Geliebten Model für die Engelsstatue, die Anna so fasziniert.

Immer wieder hat Anna Erinnerungen an Johannas Leben und man schließt daraus, dass es sich wohl um ein/ihr früheres Leben handeln muss.

Leider hat die Geschichte meiner Meinung nach zu früh geendet. Nach gut 200 Seiten ist das Buch zu Ende und es hätte noch so viel zu erzählen gegeben. Man erfährt nicht viel über dieses andere Leben, über die Zusammenhänge zwischen den beiden Mädchen und auch nicht, wie Anna damit umgeht, Johanna, die ja genauso aussieht wie sie selbst, auf einem Foto aus dem 19. Jahrhundert entdeckt zu haben.

Ich hätte es schön gefunden, wenn diese Aspekte noch weiter ausgearbeitet wären worden. Nichts desto trotz hat mir „Dornenherz“ und die darin erzählte Liebesgeschichte sehr gut gefallen und wer Jutta Wilkes andere Bücher genauso gerne mag wie ich, sollte auch dieses Buch im Regal stehen haben.

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(115)

262 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

london, familie, vater, roman, tochter

Alice, wie Daniel sie sah

Sarah Butler , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.03.2014
ISBN 9783426514092
Genre: Romane

Rezension:

Farben bedeuten Daniel viel. Denn für ihn hat jeder Buchstabe des Alphabets eine andere Farbe. Eisblau ist das A, golden das L. In allen dunkelrosa Dingen sieht er ein I, dunkelblau ist das C und dunkelgrau das E. Diese fünf Farben, diese fünf Buchstaben, bedeuten ihm alles. Alice. Seine Tochter. Der einzige Grund für Daniel, nicht aufzugeben und weiterzukämpfen, weiterzusuchen.

Daniel ist obdachlos und die Brücken und Parks in London sind sein Zuhause. Seine Tochter Alice hat er nie kennengelernt. Er weiß nichts über sie außer ihrem Namen. Und auch diesen hat er nur durch Zufall erfahren.

Alice wiederrum weiß nichts von Daniel. Sie weiß nicht, dass ihre Mutter eine Affäre mit ihm hatte und sie weiß nicht, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist. Dass ihre Schwestern eigentlich nur ihre Halbschwestern sind. Auch wenn sie immer das Gefühl hatte, ihr Vater würde ihre Schwestern mehr lieben, als sie.

Und wieder ist es ein Zufall, der Daniel Alice Adresse zuspielt. Und mit dem Wissen wo er seine Tochter finden kann, kommt die Angst. Kann er ihr sagen, wer er ist? Weiß sie es womöglich schon? Wird sie überhaupt mit einem Obdachlosen reden, ihm ihre Aufmerksamkeit schenken? Oder verliert Daniel sie, wo er sie doch gerade erst gefunden hat?

„Alice, wie Daniel sie sah“ hat mich sehr berührt. Die Geschichte ist so traurig und melancholisch und doch voller kleiner Freuden, wo man sie nicht vermutet.

Die Kapitel sind abwechseln aus Daniels und Alice Sicht geschrieben, wodurch man die beiden kennen und verstehen lernt. Natürlich hat man Mitleid mit Daniel, der nichts hat und sich nur wünscht, seine Tochter zu finden. Aber dann zeigt er einem kleine Dinge, die ihm Freude und Mut machen, Dinge, die man selbst übersehen würde. Für ihn ist Müll nicht Müll. Er sammelt ihn der Farben wegen, bastelt kleine Kunstwerke daraus und lässt diese an ungewöhnlichen Orten zurück. Für Alice wünscht man sich, dass sie versteht, warum sie immer ein wenig das Gefühl hatte, nicht dazuzugehören und von ihrem Vater nicht genug geliebt zu werden. Man wünscht sich einfach, dass diese beiden Menschen zueinander finden.

Das Buch hat mir sehr gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der zwischendurch einmal Lust auf eine schöne und ruhige Geschichte hat, ohne Action und Nervenkitzel.

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

rezension, holly bourne, roman, liebe, liebesgeschichte

This is not a love story

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.05.2016
ISBN 9783423716796
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Penny ist 17 Jahre alt und führt ein, ihrer Meinung nach, ziemlich normales Leben in einem Londoner Vorort. Mit Jungs hat sie es allerdings nicht so, denn sie glaubt nicht an die Liebe. Doch zum Glück hat Penny ihre beste Freundin Lizzie, die immer zu ihr steht – auch wenn Penny mal wieder einen ihrer Panikanfälle hat, die sie seit einiger Zeit heimsuchen.

Ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie mit ihrer Clique ein Konzert besucht und dort auf den gutaussehenden Gitarristen Noah trifft. Die beiden fühlen sich wie magnetisch voneinander angezogen und Penny weiß nicht, wie ihr geschieht. Die Panikanfälle vermehren sich und sie har furchtbare Angst, von einem Jungen abhängig zu sein und dadurch verletzt zu werden. Deswegen lässt sie Noah durch ihren Sarkasmus immer wieder abblitzen, bis ihre Wege sich wieder trennen.

Erst einige Monate später, während denen kein Tag vergeht, ohne dass Penny an Noah denkt, treffen sich die beiden wieder und können ihre Gefühle füreinander nicht länger ignorieren.


Nun stellt sich einem gleich die Frage, was denn der Titel des Buches zu bedeuten hat. Denn das was da zwischen Penny und Noah läuft ist doch ganz offensichtlich eine Liebesgeschichte. Und zwar eine durchaus gute. Mir waren die beiden sehr sympathisch und ich habe ihr Kennenlernen gerne verfolgt.

Doch schon das Vorwort lässt erahnen, dass mit dieser Liebesgeschichte etwas nicht stimmt. Und auch die kurzen Kapitel, die die eigentliche Geschichte immer wieder unterbrechen, werfen Fragen auf. Fragen auf die ich hätte verzichten können. Denn die Auflösung der Geschichte hat meiner Meinung nach nicht wirklich in das Buch gepasst und kann auch nicht ernst genommen werden. Mir kam es ein bisschen so vor, als hätte die Autorin die Liebesgeschichte geschrieben und sich dann gedacht, ach, das ist mir so ein bisschen zu langweilig, ich erfinde kurz noch was dazu. Auf den letzten paar Seiten.

Vielleicht ging es mir nur so, weil ich vor dem Lesen mit einer schönen Liebesgeschichte gerechnet habe und nicht mit Fantasy-Elementen. Von diesen war nämlich im Klappentext leider nicht die Rede.

Wäre es bei der realen Geschichte geblieben, wäre ich sehr begeistert, so muss ich leider Abzüge machen, weil man einfach nicht das bekommt, was man erwartet. Und weil das, was man dann bekommt leider ziemlich unglaubwürdig wirkt.

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244 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 71 Rezensionen

thriller, jugendbuch, lost souls ltd., verlorene seelen, raix

Lost Souls Ltd.- Blue Blue Eyes

Alice Gabathuler , bürosüd° bürosüd° GmbH
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.07.2014
ISBN 9783522202046
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“Blue Blue Eyes” ist der erste Band der Lost Souls Ltd. Reihe.

Lost Souls Ltd. ist eine geheime Organisation, bestehend aus Jugendlichen, die alle ihre Seele durch ein schlimmes Ereignis in ihrer Vergangenheit verloren haben. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, anderen jungen Menschen, die in Gefahr schweben, zu helfen und diese zu beschützen.
In „Blue Blue Eyes“ dreht sich alles um Kata, die ihr ganzes Leben lang angelogen wurde und nichts von ihrer wahren Vergangenheit ahnt, bis ihre Adoptiveltern bei einem Bombenanschlag getötet werden und die Ereignisse sich überschlagen.

Schon die Leseprobe konnte mich fesseln und die Spannung und der Drang zu erfahren, was passieren wird bzw. was in Katas Vergangenheit passiert ist, nehmen das ganze Buch über nicht ab. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, sodass das Buch, das auch nicht allzu dick ist, schnell verschlungen werden kann. Die Charaktere sind alle interessant und vielschichtig und vor allem über die Mitglieder von Lost Souls Ltd. und deren Vergangenheit möchte man mehr erfahren.

Im Buch wird Katas „Fall“ aufgeklärt und abgeschlossen, viele andere Fragen bleiben jedoch ungeklärt, weshalb ich mich schon sehr auf die Fortsetzung freue!

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468 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 149 Rezensionen

liebe, schauspieler, hollywood, eversea, liebesroman

Eversea - Ein einziger Moment

Natasha Boyd , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.05.2015
ISBN 9783802597435
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die 22 jährige Keri Ann wohnt im kleinen Küstenstädtchen Butler Cove in South Carolina alleine in einem dringend renovierungsbedürftigen Südstaatenhaus. Ihre Eltern sind früh verstorben und ihr Bruder studiert in einer anderen Stadt, weshalb ihre Freundin Jazz, mit der sie über alles reden kann, ihr sehr wichtig ist.

Jack Eversea ist ein angesagter Schauspieler aus Hollywood, gutaussehend, Frauenschwarm – und auf der Suche nach einem Versteck, nachdem seine Freundin ihn betrogen hat. Zuflucht findet er im Haus eines Freundes, gelegen in Butler Cove.

Keri Ann und Jack könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch fühlen sie sich unweigerlich zueinander hingezogen, als sie sich zum ersten Mal an Keri Anns Arbeitsplatz, einem kleinen Lokal, begegnen. Keri Ann versichert Jack, seinen Aufenthaltsort niemandem zu verraten – nicht einmal Jazz, obwohl diese ein riesen Fan ist - und obwohl Keri Ann weiß, dass sie unmöglich zusammen sein können, beginnt sie, sich unaufhaltsam in Jack zu verlieben.

„Eversea – Ein einziger Moment“, das schon von außen ein wahrer Blickfang ist, lässt sich durch den angenehmen Schreibstil schnell und locker lesen. Die Geschichte konnte mich gleich zu Beginn packen und ich habe das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen, weil ich gespannt war, wie die Beziehung zwischen Keri Ann und Jack sich entwickeln wird.
Die Hauptcharaktere sind sehr liebenswert und waren mir auf Anhieb sympathisch. Dadurch, dass die Autorin auch die Vergangenheit der Charaktere mit in das Geschehen einbringt, wirken diese vielschichtig und tiefgründig. Keri Ann wächst einem durch ihre humorvolle und ehrliche Art schnell ans Herz und bei Jack merkt man, dass seine Gefühle für Keri Ann echt sind und dass er sie respektiert und ihr vertraut. Gut finde ich, dass das letzte Kapitel aus Jacks Sicht erzählt wird, so erhält man auch noch einen Einblick in seine Gefühlswelt, nachdem das restliche Buch aus Keri Anns Sicht geschrieben wurde.

Natasha Boyd hat eine romantische, humorvolle und vielschichte Liebesgeschichte geschrieben, auf deren Folgeband ich mich sehr freue.

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(21)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

vegan, kochen, wien, laktosefrei, vegetarier

Vom Glück, gemeinsam zu essen - Aufgetischt für jeden Ernährungsstil

Leo & Karl Wrenkh
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 31.08.2015
ISBN 9783850339407
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Wie kann man bei den Gästen sein - wo man eigentlich sein sollte - wenn man ständig in der Küche zu tun hat und zwischen Herd und Tisch hin- und herlaufen muss? Wie soll man entspannt am Tischgeschehen teilhaben, wenn der Gedanke an die demnächst in der Küche gleichzeitig auszuführenden Arbeitsschritte an den Nerven zerrt? Wie können die unterschiedlichen Bedürfnisse und Erfordernisse befriedigt werden, wenn Fleischesser, Fischesser, Vegetarier, Veganer und Allergiker gleichermaßen glücklich werden sollen?" (S. 6)

Auf diese Fragen haben die Autoren Leo und Karl Wrenkh in ihrem Kochbuch "Vom Glück gemeinsam zu essen" eine Antwort gefunden.

Das Kochbuch ist unterteilt in 14 Tische. Jedem Tisch liegt ein anderes Thema zu Grunde. So gibt es z. B. die Tische 'Herbst', 'Picknick' oder 'Israel'.
Zu Beginn jedes Kapitels, also jedes Tisches, gibt es eine Zusammenfassung über die Gerichte, die zu diesem Thema zubereitet werden können. Auf einer Doppelseite sind dann auch alle Gerichte gemeinsam abgebildet, was ich sehr gelungen finde.
Die Autoren haben die Speisen so ausgewählt, dass man alles gut vorbereiten kann und alles gleichzeitig servieren kann.
So muss der Gastgeber nicht dauern in die Küche rennen um einen neuen Gang zu servieren. Für jeden Gast ist etwas dabei, egal ob mit Fleisch oder vegan, ob herzhaft oder süß.
Ist ein Gericht vegetarisch, vegan, laktose- oder glutenfrei, ist das entsprechend Rezept gekennzeichnet.

Wie im Vorwort versprochen, ist wirklich für jeden etwas dabei. Es gibt über 100 Rezepte mit unterschiedlichsten Zutaten. Da dürfte jeder etwas für sich finden.

Das Buch ist sehr schön gestaltet! Das Papier macht einen hochwertigen Eindruck und die Fotos kommen toll heraus. Ein Buch, das Lust auf's Kochen macht!

Ich finde das Konzept sehr gelungen und gut umgesetzt. Ein wunderbares Kochbuch, das ich gerne weiterempfehle.

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595 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

schweden, rache, liebe, adel, erotik

Die Erbin

Simona Ahrnstedt ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 01.10.2015
ISBN 9783802599453
Genre: Liebesromane

Rezension:

Natalia de la Grip, Tochter des mächtigsten Unternehmers in der schwedischen Finanzbranche, ist eine angesehene Unternehmensberaterin. Diesen Erfolg verdankt sie allerdings nicht, wie man vielleicht meinen könnte, ihren Verwandtschaftsverhältnissen, sondern harter Arbeit und viel Ehrgeiz. Denn in ihrer Familie hat es Natalia nicht leicht, gehören für ihren Vater Frauen doch auf keinen Fall in die Wirtschafts- und Finanzwelt. Und dennoch verfolgt Natalia hartnäckig ihren Wunsch, eines Tages von ihrem Vater respektiert zu werden und eine Führungsposition in dessen Unternehmen zu erlangen.

David Hammar ist Risikokapitalgeber, sehr erfolgreich und dafür bekannt, Unternehmen skrupellos an sich zu reißen und auseinanderzunehmen. David hat einen großen Coup geplant, der jedoch nicht rein geschäftlicher Natur ist, sondern durch den er endlich mit seiner Vergangenheit abschließen will.

Als Natalia von David zu einem Geschäftsessen eingeladen wird, ist sie skeptisch, aber auch sehr neugierig. Sie ahnt nicht, dass dieses Treffen ihr Leben komplett verändern wird.

Diese kurze Zusammenfassung zeigt nur die Rahmenhandlung der Geschichte auf, denn das Buch selbst bringt immer neue Dinge zum Vorschein, die ich nicht erwartet hatte.
Auf der einen Seite lernen wir Natalia und ihre Familie und Freunde kennen, erfahren etwas über ihr Leben und ihre Arbeit. Dass die Geschichte in Schwedens Finanzwelt spielt, macht das Ganze sehr interessant; im Nachwort schreibt die Autorin, sie habe noch nie so viel Recherche für ein Buch betrieben - und das merkt man. Und obwohl ich selbst von dieser Welt nicht viel Ahnung habe, war es kein einziges Mal langweilig, davon zu lesen.
Auf der anderen Seite begegnen wir David und erfahren vieles über ihn, manches allerdings erst nach und nach. Vor allem das Geheimnis um seine Vergangenheit bleibt lange ungelüftet, was die Spannung weiter aufbaut.
Und schließlich erleben wir die beiden Protagonisten gemeinsam und sind dabei, wie sie sich näher kommen, obwohl sie doch eigentlich nichts miteinander zu tun haben dürften.

Simona Ahrnstedt hat es in „Die Erbin“ geschafft, viele verschiedene Komponenten in eine gut durchdachte, spannende Geschichte zu packen. Hier gibt es Freundschaft und Liebe, Familienstreits und Geheimnisse, Rachepläne und unerwartete Wendungen.

Die Geschichte ist eigentlich abgeschlossen, der Epilog wirft allerdings eine neue Frage auf und lässt so einen Fortsetzungsband zu.
Mir hat „Die Erbin“ sehr gut gefallen, angefangen beim schönen Cover, konnte mich auch die Geschichte von sich überzeugen.

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114 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

fantasy, alex marshall, high fantasy, blut aus silber, rückkehr einer heldin

Blut aus Silber

Alex Marshall ,
Flexibler Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.10.2015
ISBN 9783492703611
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe mir einige der Rezensionen hier durchgelesen und kann den meisten nur zustimmen.
"Blut aus Silber" hatte mich neugierig gemacht wegen dem tollen Cover und dem Klappentext. Erwartet habe ich eine tolle und mitreißende Fantasy-Geschichte, die mich über 800 Seiten hinweg fesseln kann.

Leider haben sich diese Erwartungen nicht erfüllt. Man könnte auch sagen, ich habe die Geschichte einfach nicht verstanden. Deswegen kann ich jetzt leider auch nicht genauer auf den Inhalt eingehen.

Wir befinden uns in einer Welt, die der Autor leider kaum erklärt mit Charakteren und noch mehr Charakteren, die ich ständig verwechselt habe und so vielen Handlungssträngen, dass ich nicht verstehe, wie sie zueinander passen.
Dauernd habe ich gedacht, jetzt muss doch mal etwas passieren, was Sinn ergibt. Oder etwas erklärt werden. Aber nein, nach über 800 Seiten bin ich noch genau so ratlos wie zuvor und wesentlich verwirrter.

Ein Lesevergnügen war das leider nicht und ich möchte diese Rezension nicht weiter in die Länge ziehen - dass das zu nichts führt habe ich immerhin aus "Blut aus Silber" gelernt.

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267 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

internat, tragödie, liebe, albino, freundschaft

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

Elizabeth LaBan , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.02.2016
ISBN 9783446250826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Duncan ist jetzt Senior an der Irving School und im schießen zwei Fragen durch den Kopf - welches Zimmer wird er bekommen und welchen "Schatz" hat sein Vorgänger im dort hinterlassen, denn das ist Tradition an der Schule.
Er kann sein Pech kaum fassen, als er seinen Namen am kleinsten Zimmer im Flur entdeckt und nichts weiter vorfindet als einen Stapel CDs.
Hinterlassen hat ihm diese CDs Tim - ehemaliger Bewohner seines Zimmers, Außenseiter, Albino. Tim hat die CDs aufgenommen und erzählt Duncan seine Geschichte. Wie er an die Irving School kam, von seiner Freundschaft zu Vanessa und von den Ereignissen im letzten Schuljahr, die Duncan nur allzu gut in Erinnerung sind.
Bald kann Duncan gar nicht mehr aufhören, Tims Geschichte zu lauschen und doch fürchtet er sich vor den Schilderungen jener schicksalshaften Nacht...

Mit seinen knapp 300 Seiten ist "So wüst und schön sah ich noch keinen Tag" ein sehr kurzweiliges Buch, das ich an einem Tag verschlungen habe.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er war packend und ich fieberte der Auflösung des Buches entgegen, da man erst am Schluss über die Ereignisse des vergangenen Jahres aufgeklärt wird.
Duncan ist ein sympathischer Junge, dessen Geschichte man eben so gern erfahren möchte wie Tims. Und man ahnt schon früh, dass auch Duncan eine Rolle spielt in Tims Erzählung.

Ich war gefesselt von der Geschichte und habe das Buch erst aus der Hand gelegt, als ich es beendet hatte. Eine Leseempfehlung sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

cornwall, realistisch, kupfermine, familie, landadel

Poldark - Abschied von gestern

Winston Graham , Gisela Stege
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548287942
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ross Poldark kehrt 1783 nach dem Krieg in Nordamerika in seine Heimat Cornwall zurück. Dort muss er feststellen, dass sich in der Zeit seiner Abwesenheit vieles verändert hat. Sein Vater ist verstorben, Haus und Ländereien sind völlig heruntergekommen und seine große Liebe Elizabeth ist mit seinem Cousin verlobt. Obwohl ihn vor allem der Verlust Elizabeths schwer trifft, fängt er an, seinen Besitz wieder in Ordnung zu bringen und fasst einen Plan, die alten Kupferminen auf seinem Land wieder in Gang zu bringen. Als er auf einem Markt beobachtet, wie mehrere Jungen auf ein Mädchen einprügeln, hilft er ihr und nimmt sie mit zu sich nach Hause, damit sie nicht zu ihrem gewalttätigen Vater zurück muss. Er stellt sie als Küchenmädchen bei sich ein, was vor allem seine Familie entsetzt, die zum Teil falsche Schlüsse zieht.

Zu Beginn werden viele Personen genannt, die man nicht zuordnen kann, daher fiel mir der Einstieg in die Geschichte nicht ganz so leicht. Mit der Zeit lernt man die Menschen jedoch kennen und weiß (meistens) von wem die Rede ist. Grahams Schreibstil ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Zum einen hat er mir gut gefallen, denn ich konnte mich dank der Sprache und ausführlichen Beschreibungen sehr gut in die damalige Zeit hineinversetzen. Man erfährt viel Interessantes über das Leben und die Gewohnheiten der Menschen im England des 18. Jahrhunderts. Zum anderen empfand ich Grahams Schilderungen als sehr gefühlslos, was dazu führte, dass ich mich keiner Person, auch nicht den Protagonisten, wirklich nahe oder verbunden fühlte …  Im Gegenteil, viele Charaktere wurden wirklich sehr unsympathisch beschrieben. Durch die Zeitsprünge in der Geschichte hatte ich außerdem oft den Eindruck, wirklich wichtige Dinge zu verpassen. So lief ein Kapitel auf ein wichtiges Ereignis hinaus, hörte vor diesem auf und im nächsten Kapitel waren plötzlich mehrere Monate oder gar Jahre vergangen. Die Schicksalsschläge gingen mir deshalb auch nie nahe, weil sie gerade einmal in einem kurzen Satz erwähnt wurden und dann schon wieder beinahe vergessen waren, weil ja schon wieder so viel Zeit vergangen war.

Insgesamt kann ich sagen, dass mich der erste Band der Poldark-Saga nicht so sehr von sich überzeugen konnte. Der Schreibstil ist üppig und erfordert eine gewisse Konzentration, was ich nicht schlecht fand, war mir aber an etlichen Stellen zu gefühllos. Auch die Zeitsprünge haben mir nicht immer gefallen. Trotzdem denke ich, dass Fans von Historien-Dramen (die eigentlich nicht zu den, von mir gelesenen Genre gehören) nicht enttäuscht werden und auch ich werde dem zweiten Band noch eine Chance geben.

Erwähnen muss ich noch das furchbare Cover, das mich doch sehr an einen Groschenroman aus dem Supermarkt erinnert, den ich niemals lesen würde. Da hätte die, doch eigentlich eher anspruchsvolle Geschichte eindeutig ein anderes Aussehen verdient!

 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

100 Dinge, die man einmal im Leben getan haben sollte

Joachim Groh
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Groh, 18.06.2013
ISBN 9783848510290
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Titel des kleinen Büchleins „100 Dinge die man einmal im Leben getan haben sollte“, hat mich gleich angesprochen. Denn es gibt einige Dinge bei denen ich mir denke, das möchte ich mal machen.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Es ist klein und handlich und hat sogar ein Lesebändchen.

Jede Seite zeigt einen der Hundert Vorschläge, einige Vorschläge teilen sich auch eine Seite.

Am Ende jeder Seite hat man die Möglichkeit ein Häkchen in das Feld „Erledigt“ zu setzen, um einen Überblick zu haben, was noch alles vor einem liegt.

Die Fotos sind immer passend zum Thema ausgewählt und gefallen mir ebenfalls sehr gut.

Die „Aufgaben“ selbst sind ganz unterschiedlich. Da gibt es Dinge, unter die viele bestimmt sofort ein Häkchen setzen können (z.B. „Fahre Achterbahn“ oder „Gehe am Strand spazieren“), Dinge, die man wirklich einmal ausprobieren sollte und beim Lesen auch richtig Lust darauf bekommt (z.B. „Fahre zum Flughafen, kaufe ein Ticket und flieg einfach weg“) und Dinge, die fast ein bisschen zu verrückt sind und bei denen, zumindest bei mir, das Erledigt-Kästchen leider leer bleiben wird (z.B. „Steige nachts in ein Freibad ein“).

Insgesamt kann ich sagen, dass „100 Dinge die man einmal im Leben getan haben sollte“ eine tolle Inspiration ist und sich auch super als Geschenk eignet.

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

jugendbuch, blog, sonja, mirko, medien

LOG OUT!

Oliver Uschmann , Sylvia Witt
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei script5, 10.09.2012
ISBN 9783839001295
Genre: Romane

Rezension:

Paul hat sein Abi in der Tasche und den Luxus, den sich viele Jugendliche in seiner Situation wünschen: Sturmfrei. Und das gleich für mehrere Monate. Um die Landschaftsgärtnerei seines Vaters kümmert sich in der Zeit, in der sich Herr Planbaum mit seiner neuen Freundin in Borneo befindet, ein langjähriger Mitarbeiter, der seine Arbeit nicht sehr ernst nimmt. Alles könnte für Paul so schön sein, wenn nicht sein bester Freund Benjamin zum Studieren nach Bamberg gezogen wäre. Paul vermisst die gemeinsamen sportlichen Wettbewerbe sehr. Außerdem hat Paul selbst noch keine Ausbildungsstelle und die Gärtner, bei denen er sich beworben hat, wollen ihn alle aus dem einen oder anderen Grund nicht einstellen.

Aus Langeweile und dem Verdruss darüber, dass sich Benjamin nicht bei ihm meldet, fängt Paul an, seine Wohnung auszumisten und die Sachen bei ebay einzustellen. So entsteht auch ein reger Email Kontakt zu Sonja, genannt RetroGirl_18, die viele seiner Sachen für wenig Geld kauft. Paul vertraut ihr viele private Sachen an und empfindet bald Zuneigung zu seiner mysteriösen Email Bekanntschaft.

Auf einem Camping Ausflug in den nahe gelegenen Wald begegnet Paul zufällig zwei Männern, die ihn als Survival-Held kennenlernen und ihm empfehlen, einen Blog über seine Erlebnisse zu schreiben. Schließlich startet Paul ein gewagtes Experiment, das nicht überall Anklang findet: 100 Tage ohne Geld im Wald leben. Schnell findet sich Paul im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit wieder.

Während seinem Experiment lernt Paul verschiedenste Menschen kennen. Er wird gefeiert und gelobt, niedergemacht und beschimpft. Und immer wieder hilft ihm Sonja, den Mut nicht zu verlieren.

„Log out!“ ist ein sehr vielschichtiges Buch, das sich mit verschiedensten Themen beschäftigt.

Paul war mir sehr sympathisch und ich habe ihn gerne bei seinem Abenteuer begleitet. Er weiß nicht so richtig damit umzugehen, dass plötzlich alle Augen auf ihn gerichtet sind. Auch die Kritik, die an ihm und seinem Vorhaben verübt wird, nimmt er sich sehr zu Herzen.
Das Buch ist an vielen Stellen sehr humorvoll geschrieben, dann wieder geht es Paul schlecht und man leidet mit ihm.

„Log out!“ ist ein gelungenes Buch, das mir mit seinen unterschiedlichen Charakteren und vielen Stimmungsschwankungen ein kurzweiliges Lesevergnügen bereitet hat.

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600 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

dystopie, liebe, maddie, jugendbuch, zukunft

Maddie - Der Widerstand geht weiter

Katie Kacvinsky , Ulrike Nolte
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Boje, 15.02.2013
ISBN 9783414823380
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In „Maddie – Der Widerstand geht weiter“, dem zweiten Band der Maddie Freeman Trilogie, kommen tiefe Abgründe des Systems zum Vorschein. Richard Vaughn sorgt mit Hilfe von Drogen für Ordnung in den Umerziehungscentern. Die Rebellion, in der Maddie nun eine zentrale Rolle spielt,  versucht mit allen Mitteln, die Anführer und deren Machenschaften aufzuhalten.

Ich habe sehr lange auf diesen Band gewartet und wurde nicht enttäuscht. Für mich war „Maddie – Der Widerstand geht weiter“ spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Die meisten Figuren sind schon aus dem ersten Band bekannt, entwickeln sich aber ständig weiter. Maddie ist inzwischen eine mutige und vor allem starke junge Frau, die für eine Welt ohne die Digital School kämpft. Und damit gegen ihren eigenen Vater. Sie hatte den Mut sich gegen diesen zu stellen und die Kraft, die Monate im Umerziehungscenter zu überstehen.

Dabei konnte sie sich immer auf ihre Freunde, ihre neue Familie, wie sie sie nennt, verlassen. Justin, ihr Freund, stand die ganze Zeit an ihrer Seite. Er hat es geschafft, zum ersten Mal offen über seine Gefühle zu sprechen. Außerdem hat er Maddie endlich seine Liebe gestanden, was ein großer Schritt für den sonst so verschlossenen Jungen war.

Maddies Aufenthalt im Umerziehungscenter war auf eine erschreckende Art sehr realistisch beschrieben. Dadurch habe ich mir gleich die Frage gestellt, ob solche Methoden in der Zukunft wirklich einmal möglich sind. Kann es so etwas wirklich geben und würden wir es genau so wenig merken, dass so etwas vor sich geht, wie die Menschen im Buch?

Hin und wieder hatte ich das Gefühl, dass alles zu perfekt und zu glatt läuft. Ich hatte immer den Eindruck, es müsste mehr schief gehen, irgendeinen Verräter geben, doch nichts dergleichen ist geschehen. Das ist einerseits positiv, denn ich wünsche mir nicht Schlechtes für die Charaktere, die ich wirklich lieb gewonnen habe, andererseits hätte es an der einen oder anderen Stelle noch ein bisschen brenzliger werden dürfen.

Der Schreibstil war, wie schon im ersten Band, sehr angenehm zu lesen. Katie Kacvinsky schafft es sowohl spannende als auch romantisch-schöne Momente zur Geltung zu bringen.

Insgesamt war das Buch für mich ein rasantes und spannendes Leseerlebnis, das mich sehr begeistern konnte. Das Buch lässt einige Fragen offen, von denen ich hoffe, dass sie im dritten Band beantwortet werden. Inmitten all der Dystopien, die es im Moment gibt, ist die Maddie Freeman Trilogie eine Reihe die ich allen empfehlen kann, die dieses Genre mögen oder ausprobieren wollen.

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