Nanasha

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

spielbuch, fantasy, high fantasy, rollenspiel, weiße eule

Das Feuer des Mondes

Christian Sußner , Florian Sußner
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 13.07.2016
ISBN 9783939212638
Genre: Fantasy

Rezension:

Als der Autor dieses Buches mich angeschrieben und gefragt hat, ob ich sein Fantasy Spielbuch lesen und rezensieren würde, habe ich nicht lange überlegt. Ich hatte in meiner Kindheit bereits das ein oder andere Spielbuch verschlungen und diese geliebt. Leider sind diese im Laufe der Zeit immer mehr in den Hintergrund gerückt, bis ich sie nahezu vergessen habe. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bei Sabine Lodge bedanken, denn sie hatte mich an den Autoren weiter empfohlen. Danke :) (Mehr Infos zu "ENGLISH LODGE" findet ihr hier)
Für alle, die nicht wissen, was ein Spielbuch ist, habe ich hier eine kurze Erklärung. Denn eines steht fest, "Das Feuer des Mondes" ist alles andere, als ein konventionelles Buch.Das gesamte Buch ist in mehrere hundert (300 bis 400) nummerierte Abschnitte unterteilt. Der Leser beginnt bei Abschnitt 1 und wird nach dem Lesen vor eine Wahl gestellt. Je nach seiner Entscheidung wird bei einem anderen Abschnitt fortgefahren, der dem Leser dann erneut eine Wahlmöglichkeit eröffnet. Dies setzt sich so lange fort, bis man entweder den Schluss, die Auflösung, das Hauptende des Buches erreicht (üblicherweise der letzte nummerierte Abschnitt), oder zu einem Abschnitt gelangt ist, der das Scheitern oder den Tod des Spielers verkündet. (Quelle: Wikipedia)Ein innovativer Zusatz ist in diesem Fall das Punktesystem und der interaktive Würfelteil, sowie das schriftliche Dokumentieren der Eigentschaften, Fortschritte oder gefundenen Gegenstände. Das reißt einen zwar leicht aus dem Lesefluss, da man das Lesen unterbrechen muss um sich etwas zu notieren, aber schlimm fand ich es nicht. Ich fand es hilfreich, meine eigenrn Aufzeichnungen zu haben, so konnte ich nicht durcheinander kommen, Entscheidungen rückverfolgen oder gar ändern. Wem das zu kompliziert ist, der kann sich aber auch getrost mehr auf das Lesen konzentrieren. Überdies hinaus ist es natürlich auch jedem selbst überlassen, wie ernst man den interaktiven Part des Buches verfolgt. Jeder kann das Buch also auf die Art und Weise lesen und genießen, die einem am meisten zusagt.

Für diejenigen, die sich gerne alles penibel notieren, denen nun aber das Bücher liebende Herz bei dem Gedanken blutet, in ein Buch zu schreiben, habe ich eine gute Nachricht. Ihr könnt euch sowohl die Karten als auch die Spielpläne, Listen etc herunterladen und beliebig oft ausdrucken.
» Hier könnt ihr die Landkarten herunterladen
» Hier könnt ihr den Abenteuer- und Ausbildungsbogen herunterladen
Auf diese Weiße kann man sich gleich mehrere Male in dem Buch verlieren.

Der Einstieg in das Buch ist eine kurze Einführung in die Welt und Geschichte. Es folgt eine kurze Erklärung und los gehts. Je nach Entscheidung, oder Würfelzahl springt man von Seite zu Seite und ist unterschiedlich schnell mit dem Buch fertig. Das erste Buch kann man somit in zwanzig Minuten fertig haben, oder aber auch in fünf. Das macht das Buch zu einem super Zeitvertreib. Ebenso für Schnellleser wie auch für Gelegenheitsleser.

Die Welt ist schön gestaltet, man fühlt sich stets mitten im Geschehen, an jeder Ecke wartet ein neues Detail, das die Geschichte geradezu lebendig werden lässt. Durch die Erzählperspektive wird man als Leser zusätzlich ins Geschehen miteinbezogen. Das liegt auch daran, dass die eigenen Entscheidungen maßgeblich den Verlauf der Geschichte beeinflußen. Zusätzlich zu der anschaulichen Welt, ist die Geschichte mit Illustrationen versehen, die das Bild perfektionieren.

Der Schreibstil ist ein weiterer Pluspunkt. Das Autorenduo trifft stets den richtigen Ton und passt die Erzählgeschwindigkeit an die jeweiligen Situationen an. Kampfszenen glänzen durch temporeiche Sprache und Schilderungen verlieren sich gerne im Detail und lassen ganze Welten vor dem inneren Auge entstehen. Anfangs fand ich den Einstieg in die Geschichte ein klein wenig holprig, da ich nicht wusste, wo die ganze Sache noch hinführen würde. Das hat sich aber bereits nach wenigen Seiten gelegt und ich konnte das Buch kaum noch aus den Händen legen!

"Das Feuer des Mondes" ist das erste Buch, dass ich tatsächlich zweimal gelesen habe, bevor ich es rezensiert habe. Und es wird auch definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mich durch das Buch gerätselt habe. Ein tolles Buch mit vielen Möglichkeiten, dessen Geschichte im Gegensatz zu anderen nicht fest in Stein gemeißelt ist. Ich empfehle das Buch jedem erfahrenen Rätselbuchleser und jedem Neuling. Schreibt eure eigene Geschichte in fremden Welten und lass euch in den Bann des Spielbuches ziehen :)

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(1.554)

2.995 Bibliotheken, 74 Leser, 9 Gruppen, 371 Rezensionen

fantasy, dystopie, blut, rot, liebe

Die rote Königin

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.05.2015
ISBN 9783551583260
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Schon relativ früh wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss. Wobei ich gestehen muss, dass Bella mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat. Der Misch aus Fantasy, Young Adult, Thriller und Dystopie klang spannend (mein Gott ist das viel :D ) und geht auf.

Mare lebt in einer Welt, in der die Farbe des Blutes über die Zukunft eines jeden einzelnen entscheidet. Jene welche das Glück haben, von silbernem Geblüt zu sein stehen auf der Sonnenseite des Lebens, sie verfügen über diverse Kräfte und herrschen über die Roten. Rote, das sind Menschen wie du, ich, oder auch Mare. Sie können nicht über keine Elemente herrschen, nicht in die Wirklichkeit eingreifen, oder Gegenstände und Menschen manipulieren. Für gewöhnlich. Und das hat bisher auch immer gestimmt, traf auf jeden zu - doch dann kam Mare.

Mare ist die Protagonistin unserer Geschichte und ich hätte mir keine bessere Protagonistin erträumen können. Wir erfahren die Geschichte nur aus ihren Augen, nehmen Tatsachen verzerrt war, freuen uns oder trauern mit ihr. Mare handelt stets nach bestem Wissen und Gewissen und ist in ihrem Handeln voll nachvollziehbar. Sie war keine allwissende Persönlichkeit, machte ab und an Fehler, verhielt sich falsch und traf hier und dort ins Goldene. Ich denke, das ist es, was sie so realistisch macht, niemand ist perfekt, doch sie ist nachvollziehbar und rational logisch dargestellt. Für mich persönlich war sie fast das Highlight des Buches.

Wie oben erwähnt, wird die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Normalerweise gibt es in jeder Ich-Perspektive den ein oder anderen auktorialen Einschub, um gewisse Sachverhalte, die sich dem Wissen der Protagonisten entziehen klarer darzustellen, oder um abzustecken, wer tatsächlich gut und wer böse ist. Victoria Aveyard verzichtet bewusst auf solche Einschübe. Wir verlassen und vollkommen auf die Eindrücke, die uns vermittelt werden und fühlen uns so noch tiefer mit der Geschichte verbunden und sind überraschter ob der Wendepunkte.

Gekonnt wechselt die Autorin immer wieder zwischen Spannung und seichter Handlung. Der Schreibstil ist auf das jeweilige Tempo der Spannungskurve angepasst. Das hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war auch flüssig und gut zu lesen, sodass ich relativ schnell fertig war.

Die Geschichte war nett und spannend, aber leider an zu vielen Stellen zu leicht vorhersehbar. Dadurch bleibt am Ende zwar die ein oder andere Frage ungeklärt, das meiste weiß man als Leser jedoch schon. Ich hoffe, dass die Autorin für den zweiten Band noch einige Wirrungen und Wendungen vorgesehen hat und ihr die Luft nicht nach hinten ausgeht, so wie es leider bei vielen der Fall ist.

Zum Schluss möchte ich noch Stellung zu anderen Rezensionen nehmen, die ihr vielleicht auch schon verfolgt habt. Ich würde die Rote Königin weder mit Panem, noch mit Selection vergleichen. Mare soll Prinzessin werden. die Entscheidung nimmt einen enorm kleinen Teil im Buch ein. Doch das ist nur ein Aspekt, der unumgänglich ist, wenn man in diesem Metier schreibt. Ist jedes Buch, das an einer Schule oder Academy spielt auch gleich ein Verriss von Night School? Man kann in bereits bekannten Genres durchaus Innovation an den Tag legen und bekannte Aspekte neu interpretieren, wie es hier geschehen ist :)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rote Königin von Victoria Aveyard ein sehr gutes Debüt ist. Die Geschichte ist spannend, hat mit Mare eine wunderbare Protagonistin und wartet mit viele Wendungen und Spannungshochs aus, sprengt die Fesseln der Handlung nicht nur einmal. Nach hinten hin wurde alles allerdings ein wenig zu vorhersehbar und ich befürchte, dass nicht genügend Fragen für einen weiteren Band ungeklärt blieben. Ich bleibe aber auf jeden Fall gespannt, wie es weiter geht!

© Natascha Haubner

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114 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

grusel, fantasy, jugendbuch, waisenhaus, verschwinden

Das Haus der verschwundenen Kinder

Claire Legrand , Astrid Finke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 25.08.2014
ISBN 9783453267787
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Das Haus der verschwundenen Kinder ist ein Kinderbuch und der Schreibstil daher sehr simpel und fließend. Die Sätze sind einfach gestrickt und der Inhalt ist immer offensichtlich. Claire Legrand setzt nicht auf lange Schachtelsätze sondern kurze prägnante Sätze voller Charme. Häufige Einschübe und Anmerkungen der Autorin wirken auch sehr charmant.

Die Autorin schafft es auch sehr gut, die Welt der Protagonistin Victoria verständlich darzustellen. Victoria mag alles geplant und ordentlich, ist gerne die Beste. In Allem. Logisch. Alles andere ist nicht tragbar, wo führe das auch hin? Außerdem ist sie ehrgeizig, lügt nie und sowieso besser als alle anderen! Ich bin so komplett anders veranlagt, als die 12 jährige Protagonistin, doch trotzdem habe ich ab der ersten Seite mit ihr sympathisiert. Lawrence ist das komplette Gegenteil von ihr und auch er ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Im Lauf der Geschichte wachsen die Protagonisten über sich hinaus, entdecken neue Seiten an sich und sehen ihre bis dato bekannte Welt durch völlig neue Augen. Mit der gruseligen Grundstimmung kommen die Charaktere gut zurecht und eine Altersempfehlung von 12 Jahren finde ich auch angemessen. Trotz all der Gruselelemente ist es verständlich und kindlich, makaber und skurril.

Die Handlung ist kurz und prägnant, steigert sich langsam und gipfelt im letzten Drittel in einem langanhaltenden Spannungshoch. Der Tim Burton und Coraline Faktor ist bis zum Ende allgegenwertig und coh hat Claire Legrand den Gruselfaktor neu für sich erfunden. Zu Mitte des Buches wurde es ein klein wenig langatmig, aber das auch nur kaum merklich. Zu Ende der Geschichte schreibt die Autorin im Epilog eine nette Anekdote, die nach der Handlung noch Raum für eigene Interpretationen lässt.

Fazit: Das Haus der verschwundenen Kinder von Claire Legrand hat definitiv das Potential zum Klassiker. Ein Animatinsfilm mit Tim Burton als Regisseur scheint unausweichlich und die Illustrationen im Buch waren so wunderbar skurril und gruslig, alles jedoch auf eine kindliche Art.

Ein Buch mit Suchtpotential und eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Tim Malzieu und Coraline, makabere Skurrilität und liebevoll ausgearbeitete Charaktere, die uns das Spaß am Gruseln lehren. Hoffentlich dürfen wir bald noch mehr von der Autorin lesen!

© http://bookdibluempf.blogspot.de/

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264 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 36 Rezensionen

fantasy, incarceron, gefängnis, dystopie, catherine fisher

Incarceron - Fliehen heißt sterben

Catherine Fisher , Marianne Schmidt
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.04.2014
ISBN 9783442269938
Genre: Fantasy

Rezension:

Incarceron ist ein Buch, das mich schon ewig zu verfolgen scheint. Ein wunderbares Cover mit Farben, die sofort ins Auge springen, ein Klappentext, der in wenig Zeilen bereits überzeugt und eine Leseprobe, die viele Fragen aufwirft und mit einem tollen Schreibstil überzeugt. Außerdem bin ich bereits bei vielen andern Rezensionen hängen geblieben, die das Buch in den höchsten Tönen gelobt haben. Kurzum: Ich musste das Buch einfach lesen und mir selbst ein Bild davon machen!
Auf den ersten 50 Seiten war ich ein wenig verwirrt und mein Kopf wurde geradezu überschwemmt mit neuen Informationen. Die Welt in der Incarceron steht ist vollkommen fremd und neuartig. Außerhalb ist alles äragetreu. In einer Zeit stehen geblieben, die es historisch gesehen nie gab. Innerhalb Incarcerons hingegen soll die perfekte Welt bestehen. Technik ist allgegenwärtig, vom Lesen her hatte ich nicht selten an Steampunk gedacht. Doch ist Incarceron tatsächlich so eine heile Welt? Oder ging das Experiment schief? Was spielt sich wirklich Innerhalb ab? Und das sind Fragen, die man sich bereits sehr früh stellt.
Ich fand die Welt, die Catherine Fischer in ihrem Buch erschaffen hat wunderbar. Alle paar Seiten und Absätze gab es etwas neues zu entdecken und meiner Vorstellungskraft wurden keine Grenzen gesetzt. Anfangs fand ich es schwer, mir die künstliche Gebärmutter eines lebenden Gefängnisses vorzustellen, der organisches Material ausgeht. Mit der Zeit habe ich aber Gefallen daran gefunden und konnte nicht genug davon bekommen..
Die Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht beider Protagonisten Claudia und Finn erzählt. Bereits früh merkt man, dass die zwei etwas miteinander verbindet. Wer ist der Junge, der sich nicht an seine Kindheit erinnert? Und was hat Claudia mit ihm zu tun, wo sie doch überhaupt nicht von ihm wissen kann? Schließlich kommt er von innerhalb und sie lebt außerhalb. Das Mädchen wächst in privilegierten Verhältnissen auf, der Junge kämpft in jeder Sekunde um das blanke Überleben. Sie wurde bereits früh in allen Künsten geschult, er kennt seine eigene Kindheit nicht. Ihre größte Sorge ist die Heirat, seine der Tod. Leider merkt man als Leser schon relativ früh, was für ein Rätsel beide umgibt. Die Autorin versucht zwar immer wieder Fragen aufzuwerfen, doch ich konnte sie mir relativ schnell selbst beantworten. Das ist zwar schade, doch meiner Meinung nach kaum anders machbar bedenkt man die Erzählweise, aus der meiner Meinung nach das beste herausgeholt wurde.
Es gibt allerdings dennoch Kritkpunkte. Wie ihr sicherlich gemerkt habe, habe ich zwei Wörter konstant kursiv geschrieben. So ist das auch im Buch. Bestimmte Wörter werden durchgehend kursiv geschrieben. Ich persönlich fand das aber eher nervend, denn mein Lesefluss wurde nahezu jedes mal unterbrochen. Wenn ich etwas kursives lese, dann lege ich in dem Satz automatisch die Betonung auf eben jenes Wort, was nicht selten zu einer ironischen Satzbetonung führt. Schade.
Alles in allem hat mich Incarceron jedoch mehr als nur überzeugen können. Eine Geschichte, die so noch nicht dagewesen ist und den Leser in eine fremde Welt voller Wunder entführt - und das ohne jegliche Magie! Ich kann es kaum erwarten, bis ich endlich dazu komme, den zweiten Band zu lesen, denn eines ist gewiss: Incarceron macht Lust auf mehr und gehört in das Regal eines jeden Buchfreundes. Vor allem Steampunk Begeisterte kommen hier auf ihre Kosten.

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1.620 Bibliotheken, 48 Leser, 2 Gruppen, 205 Rezensionen

tod, briefe, liebe, trauer, freundschaft

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 23.02.2015
ISBN 9783570163146
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die ganze Geschichte rund um Laurel ist in Briefen erzählt. Deshalb und wegen des Klappentextes  war mir relativ früh klar, dass ich das Buch lesen muss. Ich fand es schön, dass die Autorin diese Erzählweise gewählt hat und auch, dass die Briefe ausschließlich an Tote geschrieben sind. So erfährt man als Leser immer nur das, was die Protagonistin einem tatsächlich auch verraten möchte. Doch gleichzeitig ist sie in ihren Briefen ehrlicher, als sie es zu ihren Mitmenschen ist. So macht Ava Dellaira es mit einfachsten Mitteln möglich, ihrer Protagonistin tief in die Seele zu blicken, man fühlt sehr mit ihr mit. Was mich allerdings gestört hat, war die Tatsache, dass Laurel sich am Anfang des Briefes immer sehr auf die einzelnen Adressaten fixiert hat. Für die Leser, die die Verstorbenen nicht kennen macht das wahrscheinlich durchaus Sinn. Ich hingegen kannte die meisten Verstorbenen bereits und war daher von den langwierigen Ausführungen schnell genervt. Ich wollte mehr von Laurels Geschichte erfahren und nicht die Lebensgeschichte oder Kindheit verstorbener Berümtheiten.
Wie ich zur Protagonistin selbst stehe, weiß ich noch nicht. Ich habe immer ein Problem mit zu selbstverletzendem Verhalten. Laurel bestraft sich in nahezu jeder Sekunde selbst, da sie sich die Schuld an Mays Schicksal gibt. Die Trauer, die nicht nur Laurel, sondern auch Sky und die anderen Charaktere umgibt, ist mir auf Dauer ein wenig aufs Gemüt geschlagen. Hier hätte ich mir ein lösungsorientierteres Verhalten gewünscht. Die Entwicklung, die die Protagonistin erlebt war aber schön nachvollziehbar. Alles in allem ist es an dieser Stelle eher Geschmackssache und weniger ein Kritikpunkt.
Die Geschichte selbst kommt eher langsam in Fahrt. Selbst auf dem Spannungshoch ist relativ wenig passiert. Schlimm finde ich das allerdings nicht, denn die Geschichte lebt nicht unbedingt durch Spannung, Action oder weltbewegende Handlungen. Love Letters to the Dead lebt einzig und allein durch die tiefen Emotionen die Laurel preisgibt und im Leser weckt. Am ehesten kann man es mit einer Achterbahn der Gefühle beschreiben. Bis zu diesem Punkt ist Love Letters to the Dead das perfekte Drama, aufwühlend, emotional und real.
Leider kommt nun ein essentieller Kritikpunkt. Das Ende passte meiner Meinung nach so gar nicht zum Rest der Geschichte. Während vorher alles Traurige dominierte, ist das Ende bedingungslos glücklich. Für den Leser ist das sicher schön, doch für mich verzerrt das ein klein wenig meinen Gesamteindruck des Buches. Ich hätte es schöner gefunden, wenn im Ende auch noch ein Hauch der vorher vorherrschenden Gefühle gesteckt hätte.
Alles in allem hat mir das Buch Love Letters to the Dead von Ava Dellaira gut gefallen. Der Einstieg war schleppend, die Geschichte tief emotional, aufwühlend und aus dem wahren Leben gegriffen. Besser gefallen hätte es mir allerdings, wenn Laurel sich nicht so auf die Leben der einzelnen Verstorbenen versteift hätte und das Ende mehr zu der ganzen Geschichte gepasst hätte. Als Verfilmung würde mir die Geschichte auch sehr gut gefallen und ich freue mich, dass es tatsächlich schon in Planung ist :)Von mir gibt es gerade noch vier Kleckse und eine Empfehlung für alle Fans von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" oder "Hope Forever".

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211 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

liebe, jugendbuch, noah, familie, gefahr

Ach wie gut, dass niemand weiß

Alexa Hennig von Lange
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 29.04.2014
ISBN 9783570162842
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit "Ach wie gut, dass niemand weiß", habe ich seit langem mal wieder einen normalen Roman ohne jegliche Phantastik gelesen. Vom Cover war ich sofort verzaubert und der Klappentext klang vielversprechend.
Der Schreibstil war okay, gut, nicht schlecht aber auch nicht herausragend. Das brauchte die Geschichte allerdings auch nicht. Es wurde aus Sinas Sicht erzählt und alles andere hätte ich gestelzt oder gestellt gefunden. Die Autorin hat ihr Hauptaugenmerk definitiv auf das Innenleben der Protagonistin gelegt, nach den ersten paar Seiten habe ich die Welt durch Sinas Augen gesehen.
Das Buch lebt nicht durch eine wunderbar ausgearbeitete Welt, oder ausgeschmückte Beschreibungen. Die tragische Liebesgeschichte zwischen Sina und Noah lebt von dem Gefühl, sei es offenkundig oder zwischen den Zeilen.
Die Handlung an sich schreitet sehr schnell voran. Anfangs warb  ich davon eher verwirrt. Für mich war Sinas Verhalten unglaubwürdig, doch mit der Zeit wurde es immer plausibler, von daher.. Ein rasanter Einstieg, der nicht vollständig optimal gewählt, aber nach hinten gut aufgelöst wurde.Was der Glaubwürdigkeit der Protagonistin auch einen kleinen Knacks verpasst hat, war die Tatsache, dass sie relativ abrupt merkt, dass ihr gesamtes bisheriges Leben nicht das ist, das sie führen möchte. Sie ist nicht glücklich damit, doch war sie es im Vorfeld? Ein paar mehr Rückbezüge zu diversen Situationen in denen Sina etwas bereits in der Vergangenheit in Frage stellt hätten mir sehr gut gefallen.
Sina und Noah als Protagonisten sind das beste Beispiel für das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an". Die behütete Sina, deren Leben in aller Sicherheit dahin dümpelt. Im Schein ihrer Eltern kam ihr das meiste bisher zugeflogen. Noah auf der anderen Seite hatte schon bei der Geburt Pech. Er wächst auf der falschen Seite des Kanals auf, sieht sich schon von Kindesbeinen an mit Problemen konfrontiert, die er sich nicht aufgebürdet hat. Nicht alle Menschen sind von Grund auf böse oder schlecht, äußere Einflüsse spielen eine große Rolle. Von Alexa Hennig von Lange hat einen Weckruf an alle in Form ihres liebenswerten Protagonisten Noah niedergeschrieben. 
Hier prallen definitiv zwei Welten aufeinander, doch wenn die Chemie stimmt, dann spielen andere Faktoren keine Rolle mehr.

Der Titel kommt zwar von dem Märchen Rumpelstieltzchen, die Storyline jedoch von Romeo und Julia. Ein modernes Märchen, das die Kluft verschiedener Bevölkerungsschichten überbrückt und mit viel viel Gefühl aufwartet. An der ein oder anderen Stelle war es nicht ganz optimal gelöst, daher vergebe ich vier von fünf Klecksen, bin aber hellauf begeistert, wie sehr mich dieses Buch packen konnte!

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318 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 57 Rezensionen

fantasy, flohzirkus, london, magie, flöhe

Dunkelsprung

Leonie Swann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.11.2014
ISBN 9783442313877
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich - wie soll es anders sein - durch das Cover aufmerksam geworden. Handelt es sich nun um ein Märchen? Ist es kein Märchen, wie der Untertitel bestreitet? Einfach ein Cover, das in Verbindung mit dem Klappentext Lust auf mehr macht. Doch konnte die Geschichte meinen Erwartungen gerecht werden?
Im Großen und Ganzen lautet die Antwort ja. Der Einstieg in die Geschichte ist mir unheimlich schwer gefallen. Durch die häufigen Perspektivwechsel, bei denen man sich jeweils wieder mitten im Geschehen befindet, fand ich keinen rechten Zugang und vergaß immer wieder, wer nun wie mit wem zusammenhängt. Fast hätte ich nach den ersten hundert Seiten aufgegeben, zum Glück habe ich es nicht getan. Ehe ich mich versah war ich in der Geschichte, fieberte mit den Protagonisten mit und hielt immer ein Auge offen auf der Suche nach einer Meerjungfrau und einem Drachen. Die Geschichte selbst hat einen schönen Spannungsbogen, nimmt Fahrt auf, wird an den richtigen Stellen abgebremst nur um anschließend noch spannender zu werden.
Der Schreibstil in diesem Buch ist vollkommen eigen. Sicher wird er nicht jedem zusagen, doch ich war begeistert. Ständig war ich am Schmunzeln über einen "Nixenentführenden Unhold" und "proletarische Fliegen". Leonie Swan spielt gekonnt mit Metaphern, Onomathopoesien und anderen Stilmitteln, die vielen namhaften Autoren gänzlich unbekannt sind. Man muss die Stilmittel nicht einmal benennen können, oder etwas davon verstehen, man merkt sie beim Lesen unweigerlich. Ich persönlich hatte einfach Spaß beim Lesen :)
Die Protagonisten selbst? Da es so viele gibt, kann ich zu diesem Punkt schwer etwas sagen, ohne euch den ein oder anderen Teil der Handlung zu spoilen. Ich möchte euch nur so viel verraten: Ich fand sie sympathisch und einfach nur schreiend komisch. Manche mehr, manche weniger, doch wie schlimm wäre es, wäre mir jeder Charakter gleich lieb?  Zu meinen Favoriten gehört auf jeden Fall der Floh Zirkus.
Dunkelsprung von Leonie Swan ist kein Buch für zwischendurch. Die Autorin nimmt unsere Welt und verstrickt sie in ein modernes Märchen, das den Leser gefangen nimmt. Wunderbare Charaktere, eine fantastische Märchenwelt mitten in unserer Gesellschaft und ein kleines Legolas. Ich bin begeistert und würde gerne mehr Bücher in dieser Art lesen. Wer allerdings Probleme hat, in schwerer zugängliche Literatur hineinzufinden, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Allen anderen wünsche ich viel Spaß dabei sich in diesem Buch fallen zu lassen und in eine Zauberwelt voller Charme und Magie abzutauchen, doch lasst euch nicht zu sehr von den Flöhen beißen!

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

internet, erste liebe, alkohol, erwachsen werden, droge

Lolito

Ben Brooks , Britt Somann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 20.02.2015
ISBN 9783855350551
Genre: Romane

Rezension:

Lolito - ein Buch, das mich mehr als zwiegespalten zurücklässt. Auch wenn man nicht vermutet hätte, dieses Buch auf unserem Blog anzutreffen, so fand ich den Klappentext doch ansprechend. Ich hatte ein tiefgründiges Buch erwartet, dass mich in Etgars Welt entführt und die innere Zerrissenheit eines Jugendlichen, der nach Bestätigung lechzt thematisiert. Meine Erwartungen waren also dementsprechend hoch. Leider konnte das Buch diese letztendlich nicht erfüllen.

Angefangen mit meinen Schwierigkeiten hat es schon auf den ersten Seiten. Von Wort zu Wort hat sich mir mehr und mehr der Verdacht aufgedrängt, dass jeder einzelne aus Etgars Clique geistig nicht ganz auf der Höhe ist. Es ist nahezu unmöglich dem Gespräch zu folgen, da häufig nur unwillkürlich einzelne Worte zwischengeworfen werden. Wer spricht ist schon gar nicht erwähnt, sodass man nicht mal hier einen Anhaltspunkt hat. Die Art und Weise wie gesprochen wird hat mir auch nicht zugesagt. Der Autor hat hier definitiv versucht mit jugendlichem Charme zu überzeugen, doch die Rechnung ging leider nicht auf. Stattdessen haben wir gestelzte Pseudo-Jugendsprache, die ich so noch nie gehört habe. Schade, denn wäre ich von dem gezwungenen Versuch jugendlich und frisch gewesen nicht dermaßen genervt gewesen, wäre es mir eventuell leichter gefallen mich in der Geschichte zu versinken..

Die Geschichte selbst dreht sich fast ausschließlich um pre-pubertäre Gelüste, und die Befriedigung derer. Vor allem in der Handlungsebene hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Sicher ist die Geschichte witzig, aber real? Das kann ich kaum behaupten. Die Geschichte hat alles in allem gut auf die rund 270 Seiten gepasst, länger hätte sie auch nicht sein dürfen.

Wer ein lustiges Buch mit wenig Tiefgang für zwischendurch sucht, der ist hiermit vollauf bedient. Doch tiefgründiges Verhalten oder anspruchsvolle Handlungsstränge sucht man in Lolito leider vergebens. Leider kann ich nur zwei Kleckse vergeben, allerdings sind es zwei sehr lieb gemeinte Kleckse mit einem kleinen Sympathiepunkt :)

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141 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

dystopie, liebe, flut, meer, gezeiten

Herrscher der Gezeiten

Nichola Reilly , Constanze Suhr
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 12.01.2015
ISBN 9783956491061
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bevor ich etwas über das Buch sage: Ich rezensiere nur die deutsche Übersetzung und die ist nicht maßgebend für das Buch in englischer Originalfassung.
Der Einstieg in das Buch war geschickt gewählt. Mit einfachen Mitteln wird eine düstere, aussichtslose Stimmung vermittelt. Lange bleibt der Leser jedoch im Dunkeln, weiß nicht, was genau vor sich geht und was es mit den Fluten und "Kritzlern" auf sich hat. Stück für Stück erfährt man mehr über die Insel, deren Bewohner und den König sowie die die Prinzessin.
Die Protagonistin selbst war bei diesem Buch erfrischend anders. Sie entpuppt sich nicht binnen kurzer Zeit als Heldin und Retterin der Verdammten und Hoffnungslosen. Sie ist jung, naiv und hat ein vollkommen falsches Bild von sich selbst. Fast das ganze Buch über ist sie damit beschäftigt sich jeglicher Komplimente zu erwehren. Erst Tiam bringt sie dazu, bis an ihre Grenzen zu gehen, leben zu wollen. Auch die kleine Fern ist ein Lichtblick in Coes Zukunft. Leider scheint Coe auch die einzige Bewohnerin die weiß, was zwischenmenschliche Kompetenzen besitzt.
Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin erzählt. Auch wenn man sich als Leser bereits das ein oder andere denken kann, steht Corvina Kettlefish  meist auf dem Schlauch. Auf Dauer fand ich das ein klein wenig nervig und bin froh, dass sich ihr die Tragweite der Geschichte gegen Ende doch noch offenbart. Leider ist das der einzige halbwegs positive Punkt, den ich zum Schreibstil habe. Die Geschichte ist im Präsens geschrieben. Im englischen mag die Rechnung aufgrund der variablen Präsensformen aufgehen, doch im deutschen geht der Schuss nach hinten los. Es wirkt plump und unfertig. Zeitweise hatte ich eher das Gefühl, eine Vorgangsbeschreibung zu lesen. An vielen Stellen war es auch leicht zu erahnen, was im englischen Original da stand. Man versteht den Sinn zwar, doch viel ist weit entfernt davon idiomatisch zu sein. Vielmehr noch hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass sich in der Übersetzung ein paar Sinnfehler eingeschlichen haben. Die Rückbezüge sind falsch und nicht selten widersprechen sich zwei aufeinanderfolgende Sätze. Häufig hatte ich auch das Gefühl, dass manche Satz Elemente komplett ausgelassen wurden. Schade, denn in der Geschichte steckt einiges an Potential.An vielen Stellen bin ich sehr über den Schreibstil gestolpert, musste gar das Buch aus der Hand legen, weswegen es sich ein wenig gezogen hat. Erst mit dem Spannungshoch habe ich den Rest in einem Rutsch lesen können.
Nichola Reilly schafft mit ihrem Buch jedoch ein sehr reales Bild einer zum Glück noch weit entfernten Zukunft. Die Polkappen schmelzen und der Treibhauseffekt verschlimmert sich zusehends. Landmassen werden vom Wasser verschlungen, ganze Städte und Länder verschwinden. Wie gelingt es den Menschen zu überleben? Gespickt mit einer guten Portion an Fantasy verwandelt die Autoren diese Zukunftsvision in ein relativ spannendes Buch um. Leider konnte mich der Schreibstil kaum begeistern, daher kann ich für den ersten Band der Drowned Reihe leider nicht mehr als drei Kleckse vergeben.

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665 Bibliotheken, 8 Leser, 4 Gruppen, 142 Rezensionen

dystopie, flucht, liebe, ember, chase

Artikel 5

Kristen Simmons , Frauke Meier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2013
ISBN 9783492702867
Genre: Jugendbuch

Rezension:

An das Buch von Kristen Simmons bin ich mit keiner Erwartung herangegangen. Ich fand das Cover ansprechend und der Klappentext klang vielversprechend. Doch relativ früh hatte ich ein paar negative Rezensionen gelesen und so ist das Buch immer weiter nach hinten gewandert. Aus einer Laune heraus habe ich das eBook nun doch zur Hand genommen und bin positiv überrascht :)

Wir finden uns in einem unterjochten Amerika, zerrüttet vom Krieg. Die Bevölkerung ist gebeutelt, sehnt sich nach Frieden und traf eine falsche Entscheidung. Der neue Präsident führt eine Schreckensherrschaft und regiert mit eiserner Faust. Die Moralstatuten werden eingeführt und dienen nur einem Ziel: religiöser Fanatismus. Die Moralmiliz patrouilliert durch die Straßen, nimmt wahllos Leute fest und verbreitet Schrecken wo es nur geht. Ember, die 17 jährige Protagonistin, hat sich damit bisher abgefunden, bis eines Tages ihre Mutter verhaftet wird und sie in eine Resozialisierungs- und Besserungsanstalt eingewiesen wird. Sie ist nicht länger ein freier Bürger, sondern Staatseigentum. Und in Gewahrsam genommen wurde sie von keinem geringeren als Chase, ihrer Jugendliebe, schlimmer kann es kaum werden, oder? Doch das Schicksal verknüpft die Zukunft der beiden fest miteinander.

Zu Beginn habe ich mich sehr an das dritte Reich erinnert gefühlt. Die HJ und den BDM. Zum Glück ging die Geschichte in eine ganz andere Richtung, entwickelte sich zu einer vollkommen eigenen Geschichte. Die Geschichte an sich fand ich abwechslungsreich, schön ausgeschmückt und gut erzählt. Im Mittelteil kamen mir aber eindeutig zu viele Action Szenen vor. Zeitweise ist die Handlung nur: vertrackte Situation, Mist, entkommen und wieder in eine verzwickte Lage kommen. Zum Glück war das letzte Drittel wieder ausgewogener und es blieb bei rund 150 Seiten im Mittelteil.

Mit Ember und Chase hatte ich anfangs auch so meine Probleme. Ember ist 17 Jahre alt, verhält sich aber, als wäre sie ungefähr vierzehn. Ihre Gefühle - allem außer ihrer Mutter gegenüber - schwanken von der einen zur nächsten Sekunde. Mal will sie sich Chase in die Arme werfen, ihm das Herz ausschütten und sieht ihre vergessen geglaubten Gefühlen wiederbelebt, doch im nächsten Moment verachtet sie ihn, flüchtet und verflucht Chase. Sie scheint mit nichts zufrieden, weder mit der Welt, noch mit sich selbst. Chase ist auch kaum besser, sein Handeln ist vorhersehbar und er durchschaubar. Dennoch reden die beiden stets aneinander vorbei. Er möchte nichts von sich preisgeben und Ember scheint zu ehoistisch um hinter die Fassade zu blicken. Nicht nur einmal wollte ich sie am liebsten schütteln, ihr ins Gesicht schreien, was eigentlich offensichtlich ist. Gegen Ende hat es sich aber gebessert und ich erwarte viel vom Folgeband :)

Artikel 5 - eine Dystopie, die auch ohne viele Fantasy oder Sci-Fi Elemente funktioniert. Im Gegensatz zu vielen anderen Dystopien habe ich bei diesem Buch das Gefühl gehabt, dass es eines Tages tatsächlich so kommen könnte. Ich war gebannt, konnte kaum aufhören zu lesen, aber dennoch hatte das Buch ein paar Schwachstellen. Von mir gibt es dafür gerade noch vier von fünf Klecksen.

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250 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

meer, magie, liebe, hexen, hexe

Salt & Storm - Für ewige Zeiten

Kendall Kulper , Yvonne Hergane
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.08.2014
ISBN 9783737351003
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit seinen guten siebeneinhalb Stunden ist "Salt & Storm" eigentlich ein eher kurzes Hörbuch. Trotzdem kam es mir unheimlich schleppend vor. Nach einer Woche mühsamen Hörens musste ich feststellen, dass ich eine CD von sechs geschafft hatte. Irgendwann zwischen der dritten und vierten CD wurde ich dann allmählich mit der Geschichte warm.

Doch woran lag es? Die Geschichte dümpelt von der ersten Sekunde an nur so vor sich dahin. Selbst Averys früher Schicksalsschlag wird mit solch einer Nüchternheit berichtet, als wäre die Geschichte ursprünglich als Tatsachenbericht angedacht. Lange am Stück konnte ich der Geschichte kaum folgen, da sie schlichtweg zu einschläfernd war.
Hinzu kam die Protagonistin. Avery Roe. Ein zickiges Mädchen, das nicht weiß, was es genau will. Nichts scheint gut genug für sie, alles ist ihr im Weg und Gott und die Welt will ihr Böses. Sie ist wankelmütig und scheint nicht älter als drei Jahre. Dauerhaft in der Trotzphase hält sie sich auch mal die Ohren zu und schreit um die Worte ihrer Mutter nicht zu hören. Doch damit nicht genug. Die Autorin dachte sich wohl "Wenn schon unsympathisch, dann aber richtig!" .. So neigt Avery enorm zu selbstverletztendem Verhalten. Sie näht sich Angelhaken in die Strümpfe, reißt sich Haare aus und brüllt sich selbst Beleidigungen in den Spiegel. Für mich als Hörer leider wenig nachvollziehbar. Genauso wenig, wie das Verhalten Tane gegenüber. Sie scheint ihn abgrundtief zu hassen. Bis sie eines Tages den überwältigenden Drang verspürt ihn zu küssen. Da wird ihr klar, dass sie ihn wohl schon immer liebte. Logisch ist das für leider kaum.

Der Sprecherin kann ich es allerdings kaum vorwerfen, dass "Salt & Storm" mich nicht fesseln konnte. Sie legte beim Sprechen solche eine Inbrunst an den Tag, schreit sich die Lunge aus dem Laub und lässt ihre Stimme wegbrechen, als gäbe es keinen Morgen mehr. Mit allen Mitteln versucht sie der schnöden Geschichte Leben einzuhauchen, schießt dabei aber leider etwas über das Ziel hinaus. Die Handlung wird nicht ansprechender, es wirkt leider nur ein klein wenig aufgesetzt.

Leider kann ich für das Hörbuch im Großen und Ganzen nicht mehr als zwei Kleckse vergeben. Sehr schade, denn eigentlich hatte ich in der Geschichte viel Potential gesehen. Flache unsympathische Charaktere in einer Welt, von der man kaum etwas erfährt. Eine unheimlich langweilige Geschichte mit einer Sprecherin, die sich die Seele aus dem Leib redet. Für mich hat es nicht funktioniert...

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238 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

dystopie, kristen simmons, jugendbuch, ember, liebe

Gesetz der Rache

Kristen Simmons , Frauke Meier
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.10.2013
ISBN 9783492703055
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem mich "Artikel 5" so sehr gefesselt hatte, habe ich mich auf "Gesetz der Rache" gefreut. Ich hatte erwartet, dass die alles, was ich im ersten Band zu bemängeln hatte im zweiten verbessert werden würde. Ich wollte eine erwachsenere Ember sehen, abgebrüht und endlich aufgeklärt, nachdem sie Chase nun endlich zugehört hatte! Doch Fehlanzeige. Ember macht einen riesen Schritt nach hinten, Sie verschließt sich und legt ihr bestes präpubertäres Verhalten an den Tag. Wozu über seine Gefühle reden, wenn man auch alles in sich hinein fressen kann? Chase gegenüber wird ihr Verhalten immer biestiger. Im einen Moment möchte sie sich an seiner Brust anlehnen, ihn nie wieder loslassen und im nächsten stößt sie ihn vehement von sich. Dieser Charakterzug gefällt mir leider überhaupt nicht und der Wiedereinstieg in die Geschichte fiel mir relativ schwer.

Ohne zu große Rückblenden steigt man relativ schnell in die Geschichte ein. Diese ist aber im zweiten Band sehr vorhersehbar. Die Spannung löst sich von selbst, da man als Leser bereits sehr früh weiß, wie es weiter geht. Sehr schade, denn die Geschichte hat wirklich Potential! Der Schreibstil bleibt flüssig, die Übersetzung ist schön gelungen und dennoch musste ich mich durch den zweiten Band quälen.

Gesetz der Rache ist eines der Bücher, an denen man zwar nicht viel auszusetzen hat, doch sehr viel gutes gibt es auch nicht zu sagen. Ein Buch, das durch vollkommene Mittelmäßigkeit glänzt! Ich hoffe, dass die Reihe sich im dritten Band wieder fängt und Ember endlich ihre Augen aufmacht und aufhört sich vor der Realität zu verschließen!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Dark Destiny

Jennifer Benkau
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Audible GmbH, 24.04.2014
ISBN B00J2CCJYM
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf das Buch "Dark Canopy" von Jennifer Benkau war ich schon länger gespannt. Bisher habe ich nur positive Meinungen gehört, deswegen ging ich auch mit großen Erwartungen an das Hörbuch heran. 
Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Man findet sich zu Beginn mitten in der Geschichte und ist erst einmal perplex. Wer sind Percents und wer Warleds (Keine Gewähr, dass es so geschrieben wird :D )? In welcher Zeit befinden wir uns und welche Rolle spielt Joy? Zu Beginn der Geschichte ist sie noch jünger, dann folgen zwei Zeitsprünge und die Geschichte fängt erst richtig an. Mit der Zeit erfährt man immer mehr über die Protagonistin und die Welt in der Dark Canopy spielt. Das macht die Geschichte unheimlich spannend. Hinzu kommt, dass man zu keinem Zeitpunkt weiß, welche Wendung die Autorin in der Hinterhand hat, welche neuen Charaktere auf den Plan treten oder wie die Schicksale einzelner miteinander verflochten sind. Für mich bis zu Ende Spannung pur, so soll es sein!
Joy fand ich als Protagonistin einfach wunderbar! Sie ist authentisch und ehrlich, mutig und weltoffen. Sie ist bereit sich neuem zu öffnen und die Welt neu für sich zu entdecken. Dabei verzichtet Jennifer Benkau zu meiner Freude darauf, sie mit einer unendlichen Anzahl heldenhafter Tribute auszustatten. Mitten in der Geschichte entwickelt sie keine übermenschlichen Fähigkeiten, die sie zur Retterin der Welt machen könnten. Nach ihrer Krankheit startet sie nicht senkrecht durch, sondern braucht Zeit um sich zu erholen. Alles sympathisch und menschlich. Denoch schafft sie es, durchzuhalten und das gibt dem Leser, beziehungsweise in diesem Fall Hörer Mut. Man fühlt mit ihr, möchte sie in traurigen Situationen trösten und ihr als Freundin zur Seite stehen.Aber nicht nur Joy ist eine hervorragend herausgearbeitete Persönlichkeit. Auch den Percents widmet die Autorin einiges an Zeit. Sie lässt einen die Welt durch andere Augen sehen. Sind die Bösen denn wirklich immer das? Böse? Oder gibt es auch unter ihnen Menschlichkeit und Anstand? Ist der eigene Standpunkt zwingend der richtige? Auf der Suche nach einem Weg für ein friedvolles Miteinander gehen beide Seiten bis an ihre Grenzen.
Die Welt war schön ausgearbeitet, aber zu Dark Canopy selbst haben mir persönlich ein paar Erklärungen gefehlt. Wie funktioniert diese Wolke? Und haben die Menschen sich an das Dunkel gewöhnt oder benötigen sie in der immer fortwährenden Dunkelheit Hilfsmittel um sich frei orientieren zu können? Anscheinend nicht..
Die Sprecherin war mir am Anfang wenig sympathisch muss ich gestehen. Ich wollte das Hörbuch schon fast abbrechen, doch irgendwann kam der Knackpunkt an dem ich in die Geschichte gefunden habe. Ab da hat Jennifer Benkau mich mit ihren Worten mitreißen können und die Sprecherin stand im Hintergrund. So soll es sein!
Für mich fängt das Jahr 2015 gut an. Mit einem Hörbuch, das nahezu auf ganzer Linie überzeugen konnte und mich in großer Erwartung zurücklässt. Mehr gibt es zu diesem Werk kaum zu sagen. Ich hoffe, dass Teil zwei dem ganzen nochmal die Spitze aufsetzt :)

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3.550 Bibliotheken, 45 Leser, 7 Gruppen, 192 Rezensionen

dystopie, liebe, die bestimmung, jugendbuch, veronica roth

Die Bestimmung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.09.2014
ISBN 9783570309360
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich gestern morgen mit der fünften Welle fertig war stand ich vor der Frage: Was höre ich als nächstes? Viele haben es sicher schon mitbekommen: in letzter Zeit komme ich nicht mehr viel zum lesen, sondern höre vermehrt Hörbücher. Das liegt daran, dass ich derzeit zum einen den Kopf voller Klausuren habe (vier alleine diese Woche!) und zum anderen, daran, dass ich Hals über Kopf in den Vorbereitungen für unseren Blogger Advent stecke! Aber um wieder zum Punkt zu kommen: Heute bin ich bereits fertig, in gerade einmal 24 Stunden habe ich das komplette Hörbuch gehört, der Wahnsinn! Für die Sprecherin kann ich kaum lobende Worte finden. Nicht nur einmal ist es mir kalt den Rücken herunter gelaufen, oder ich musste schmunzeln, da sie so mit ihrer Stimme spielt. Angst und Freude von einer Sekunde auf die Nächste? Kein Problem.

Mit Tris konnte ich mich wunderbar identifizieren. Sie ist kein willenloses Mitglied der Gesellschaft, sondern hat ihren eigenen Kopf. Anstatt sich mit nur einer Fraktion abzufinden, sich auf einen Charakterzuf zu versteifen, erkennt sie, wie wichtig eine gesunde Mischung aus allem ist. Das macht uns zu dem, was wir sind, das macht uns menschlich. Genau das ist es, was sie von allen anderen unterscheidet. Sie ist unbestimmt. Die Autorin hat das perfekte Gleichgewicht zwischen Wagemut und Angst erschaffen, hat Tris mit einer bunten Mischung an verschiedenen Gefühlen zum Leben erweckt. Flache, schlecht ausgearbeitete Charaktere sucht man in diesem Buch vergebens.

Die Geschichte ist an keiner Stelle vorhersehbar, nimmt laufend neue Wendungen und bleibt spannend bis zum Ende. Nebenbei bemerkt, ein Ende, das ich in dieser Weise nie erwartet hätte! Ich bin bereits unendlich gespannt, wie es in den anderen Teilen weiter geht, möchte am liebsten sofort Fours Geschichte lesen! Lange ist es her, dass mich ein Hörbuch so fesseln konnte, dass ich mich einfach nur ruhig auf mein Sofa gesetzt habe und jedes Wort in mich eingesogen habe. Dass ich vollkommen verblüfft war und es kaum glauben konnte als es zu Ende war. Dass ich das Buch dazu UNBEDINGT als Print in meinem Regal brauche. Von mir eine absolute Kaufempfehlung und fünf von fünf Klecksen mit Stern :D

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177 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

dystopie, die bestimmung, unbestimmte, tödliche wahrheit, ferox

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Janin Stenzel ,
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 09.03.2015
ISBN 9783844518030
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem der erste Teil mich bereits so begeistern konnte, habe ich direkt mit dem zweiten weiter gemacht. Laura Maire hatte die ganze Stimmung trotz gekürzter Lesung wunderbar rüber gebracht, da kann es im hochgelobten zweiten Teil doch nur besser werden? Leider weit gefehlt. Band zwei wird von Janin Stenzel gesprochen, die die Geschichte in einem Wisch runter rattert. Emotionen finden sich hier kaum, Begeisterung schwappt nicht auf den Hörer über und ich bin nicht nur einmal abgedriftet, da es einfach unheimlich langweilig war! Warum der Sprecher eines Hörbuches mitten in einer Reihe gewechselt werden muss ist mir ein Rätsel, noch dazu eine solch immense Verschlechterung.. Es beginnt schon alleine damit, dass ich zu Beginn nicht wusste, von welchen Personen geredet wird. Die Betonung und Aussprache der verschiedenen Namen ist komplett. Für mich macht das exakt so viel Sinn, wie den Autor selbst mitten in der Reihe zu ändern!
Im Gegensatz zum ersten Teil der Trilogie, der eine gekürzte Lesung war, ist Band zwei ungekürzt. Daher verwundert es mich auch, dass ich der Geschichte stellenweise sehr schlecht folgen konnte. Mir kam es so vor, als fehlte einfach der Kontext. Im einen Moment ist sie putzmunter, streitet mit Tobias, aber im nächsten wird sie auf einmal aufgeweckt. Wann ist sie schlafen gegangen?  Meine Vermutung ist die, dass Janin die Geschichte nicht nur innerhalb eines Kapitels ohne Punkte und Komma liest sondern auch darüber hinaus. Was? Ein neuer Sinnabschnitt? Ein neues Kapitel? Das braucht doch kein Mensch! So nach dem Motto...
Der Geschichte konnte ich dieses Mal wie gesagt weniger folgen, als im ersten Band. Ich habe mitbekommen, um was es geht und was passiert, aber ich war nicht in der Welt von Tris gefangen, war kein Teil davon. Während die Charaktere anfänglich nur so vor Leben gesprüht haben, werden sie hier immer verschrobener. Tris wird zickig und in ihrem Handeln schwer nachvollziehbar, Tobias wird immer ... Moralapostel mäßiger. Von dem Four, den wir in Band eins kennengelernt haben ist leider nur noch sehr wenig übrig.Die Geschichte setzt direkt ans Ende des ersten Bandes an, geht fulminant weiter, aber mir hat hier das gewisse Extra gefehlt. An vielen Stellen hatte ich eher das Gefühl, dass die Geschichte durch einen erneuten Spannungsaufschwung einfach nur verlängert werden sollte.
Alles in allem war es okay, doch ich hätte wesentlich mehr erwartet und werde den dritten Teil nun ein wenig aufschieben... Von wunderbaren fünf Klecksen für den ersten Band gehe ich hier nun auf gut gemeinte drei herunter.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

mystery, jugendbuch, 2014, jugendbuch ab 13. j., magellan verlag

Du oder sie oder beide

Maike Stein
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Magellan, 19.09.2014
ISBN 9783734850028
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie so häufig bin ich wieder durch das wunderbare Cover auf dieses Buch aufmerksam geworden. Tatsächlich hält es auch, was es verspricht, denn passender könnte es für die Geschichte gar nicht sein! Und mal ganz unter uns, der Magellan Verlag zeichnet sich doch generell durch seine wunderbaren Cover aus :)
Und nicht nur das Cover spiegelt die Geschichte perfekt wieder, auch der Titel ist fantastisch gewählt. Auf Lena und Zoe lastet ein Jahrhunderte alter Fluch, der jedes Zwillingspaar einer alten Blutlinie an deren siebzehnten Geburtstag das Leben kostet. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach einem Heilmittel, einer Möglichkeit den Fluch zu brechen, zu leben. Bald müssen sie sich mit der unvermeidlichen Wahrheit abfinden, überleben kann nur eine. Oder gibt es noch einen anderen Weg? DU oder SIE oder BEIDE, wer wird es sein?

Wie ich zu den beiden Protagonistinnen Lena und Zoe stehe weiß ich allerdings noch nicht genau. Sie haben beide eine schillernde Palette an Eigenschaften und Gefühlen, die sie greifbar und realistisch machen. Gefühlsschwankungen, Höhen und Tiefen mit inbegriffen. Sie machen auch eine dem Lauf der Handlung angemessene Entwicklung durch, doch leider hat das kaum dazu beigetragen, dass sie mir verständlicher wurden. Zoe war mir von Beginn ein klein wenig zu kindisch und wankelmütig und Lena zu impulsiv und zickig. Dennoch sind mir beide im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen und ich konnte einfach nicht um hin mit ihnen mitzufühlen und für sie zu hoffen! (Ein kleines bisschen weniger ins Extrem hätte den beiden aber trotzdem ganz gut gestanden :D )
An der Stelle muss ich aber doch eines anmerken: die Namen der Nebencharaktere haben mir nicht sonderlich gefallen. Ich hatte ein regelrechtes Problem damit, wirklich Mams zu lesen, statt Ma oder Mom.. Auch Rock (gesprochen "Rock") hatte gerne geschrieben werden können, wie er gesprochen wird. Ich hatte laufend das Bild eines Stachelrochens im Kopf...

Gleich zu Beginn des Buches werden die Geschwister von ihren Eltern auf ein Internat geschickt. Offiziell deshalb, da beide herausragende Schwimmerinnen sind und die Staffel ihnen große Möglichkeiten bietet. Doch statt der erhofften tollen Zeit, erwartet Zoe hier das pure Grauen. Sie beginnt Stimmen zu hören, sehnt sich nach dem Ertrinken und befürchtet wahnsinnig zu werden. Lena scheint nicht von dem ominösen Zwillingsfluch befallen, und so leidet Zoe im Stillen. Für mich hat die Einbindung der Mystery Elemente in "Du oder Sie oder Beide" wunderbar funktioniert. Ich habe mich mit Zoe gegruselt, war gespannt wie diverse Rituale ausgehen, oder was das Gespann über den Fluch herausfindet. Ein absoluter Pageturner was die Geschichte anbelangt! Stellenweise gab es zwar immer wieder Abschnitte, die sich gezogen haben, doch ein gutes Buch kann nicht nur aus Spannung pur bestehen.

Meine Probleme hatte ich allerdings mit den verschiedenen "Kapiteln". Es mag viele geben, die sich mit Mondphasen auseinander setzen. Die eventuell sogar wissen, welche Mondphase auf die nächste folgt. Ich gehöre jedoch nicht dazu! So habe ich zwar gemerkt, dass sich die Intensität des Fluches mit den verschiedenen Phasen ändert, aber bis es explizit im Buch erwähnt wurde konnte ich es mir kaum merken. Die Idee das ganze danach aufzuteilen finde ich interessant, aber für mich ist die Rechnung leider wenig aufgegangen :D

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich der Schreibstil. Natürlich hat es sich im Großen und Ganzen flüssig gelesen, aber er war einfach nicht einheitlich. Nach hinten hinaus wurde er immer umgangssprachlicher. Und das leider nicht nur in der wörtlichen Rede, sondern auch im Fließtext. für mich ein absolutes No-Go!

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jugendbuch, ony, ungekürzt, science fiction, aliens

Onyx. Schattenschimmer

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich , Merete Brettschneider
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 21.11.2014
ISBN 9783867421928
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da mich Obsidian - Schattendunkel nicht zu hundert Prozent überzeugen konnte, habe ich mir das Buch erst mal nicht gekauft, sondern nur das Hörbuch zu Onyx - Schattenschimmer gehört.
Das erste, was mir positiv aufgefallen ist, war die Sprecherin. Mit einer angenehmen Stimme und der perfekten Intonation war es eine wunderbare einschlaf-"Lektüre".

Anfangs war ich allerdings sehr enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, dass sich im zweiten Band eine Dreiecksbeziehung bildet. In den meisten Büchern scheint das leider an der Tagesordnung zu stehen, doch mich nervt es ziemlich, muss ich zugeben. Umso erleichterter war ich, als ich gemerkt habe, dass Kat in eine ganz andere Richtung ging. Und nicht nur Kat, die ganze Geschichte nimmt eine rasante Wendung und schafft es in Band zwei endlich über den Schatten von Vorbild "Twilight" zu springen. Onyx ist wahrlich ein eigenständiges Buch, mit eigenen Ideen, die man gerne auch schon im ersten Band aufgegriffen haben könnte. Das Ende lässt mich in freudiger Erwartung auf "Opal", den dritten Band der Lux Reihe warten!

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, adoption, missbrauch, sky, colleen hoover

Hope Forever

Colleen Hoover , Birte Schnöink
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 23.09.2014
ISBN 9783833733642
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hope Forever - ein Buch, das vom Genre her nicht unbedingt in mein Beuteschema passt. Die vielen positiven Meinungen haben mich aber dennoch neugierig gemacht, also habe ich mir schwupps das Hörbuch zugelegt und reingehört :)

Die Erzählerin ist meiner Meinung nach leider eine kleine Fehlbesetzung. An sich hat sie eine angenehme Stimme, aber durch viele Pausen und einer falschen Sprachmelodie kann das volle Potential immer nur einen Satz lang ausgeschöpft werden. Nach jedem Satz geht Birte Schnöink mit ihrer Stimme nach unten und deutet dadurch das Ende eines Sinnabschnittes an. Zusätzlich folgt nach jedem Satz eine längere Pause. "Deine Lippen sind so schön" [.......] sagt er. [.......] . So geht es das ganze Hörbuch durch. Für mich sehr schade, denn ich kann so nicht mehr raushören, wann ein neues Kapitel anfängt. Wann die Handlung einen Sprung macht. Ich war am laufenden Band verwirrt.
Außerdem hätte es mir besser gefallen, wenn das Buch nicht so Dialektlastig gesprochen wäre. Sehr schade, denn die Stimme an sich ist sehr angenehm.

Linden Sky ist ein zu Beginn 17 jähriges Mädchen, der es an nichts mangelt. Wohlbehütet wächst sie bei ihrer Adoptivmutter Caren auf, lernt kurz vor ihrem 18. Geburtstag Dean Holder kennen, der ihre ganze Gefühlswelt auf den Kopf stellt. Warum sie allerdings so motional abgestumpft ist, kann sie sich nicht erklären. Sie hasst gewisse Kosenamen, bekommt nur äußerst ungern Geschenke, dabei weiß sie, dass es eigentlich umgekehrt sein müsste. Mit Holder begibt sie sich ungewollt auf eine Entdeckungsreise in ihre Vergangenheit, die sie bis dato vergessen geglaubt hatte. Ist Sky vielleicht doch nicht so gefühlskalt, wie sie bisher dachte? Warum kann sie sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern? Und weshalb hat sie seit Beginn das Gefühl, Holder zu kennen? In Skys Vergangenheit gibt es mehr, als nur eine ungelöste Frage und es ist an der Zeit, Licht ins Dunkel zu bringen.

Zu Beginn fand ich die Protagonistin Sky relativ unsympathisch. Es fiel mir unheimlich schwer, ihr Handeln, ihre Art und ihren Charakter zu verstehen, gar nachzuvollziehen. Doch im Laufe der Geschichte fügt sich alles zu einem großen Gesamtbild. Sky ist mir immer mehr ans Herz gewachsen, ich habe mit ihr gefühlt, gelitten und mich gefreut. Bei der Flut an Ereignissen verzeihe ich erste Probleme mit der Protagonistin nur zu gerne.

Zu Beginn wusste ich noch nicht, in welche Richtung die Geschichte geht, umso verblüffter war ich von Minute zu Minute, welche Wendungen Colleen Hoover immer wieder in die Geschichte eingebaut hat. Ein brisantes Tabuthema, das wunderbar ergreifend aufgefasst wird. Eine Selbstfindungsgeschichte einer enorm charakterstarken Persönlichkeit. Ein Buch, das vom Genre her eigentlich nicht in mein "Beuteschema" passte, mich aber dennoch voll abholen konnte, daher eine volle Kaufempfehlung von mir und ein Klecks Abzug für die Sprecherin :)

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dystopie, letzte entscheidung, veronica roth, rezension, die bestimmung

Letzte Entscheidung (Die Bestimmung 3)

Veronica Roth
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 29.08.2014
ISBN B00MJ8NVIY
Genre: Sonstiges

Rezension:

Und schon bin ich beim dritten Band angelangt... Ein wenig habe ich damit gezögert, da ich mir nicht sicher war, ob der dritte Band nochmal ein wenig besser wird. Die Flaute aus dem zweiten wett macht? Doch leider muss ich euch berichten: was sich im zweiten Band bereits abgezeichnet hat, wird im dritten nur um ein vielfaches schlimmer!

Angefangen bei der Sprecherin. Im letzten Band wechselt Veronica Roth relativ häufig zwischen Tris und Fours Sichtweise. Ist es im ersten Band bereits schwer gefallen, neue Sinnabschnitte oder Kapitel auszumachen, so ist der Perspektivenwechsel in diesem Band ein Ding der Unmöglichkeit! Janin Stenzel rattert die Geschichte mit solch einer Unlust herunter, ist nicht bei der Sache und gibt sich unbeteiligt. Ich selbst kann mit dieser Art von Emotionslosigkeit relativ wenig anfangen und schon allein das vermiest mir die Geschichte..

Tris hat bereits in den ersten beiden Teilen so viele Wesensänderungen durchgemacht, dass man meinen müsste, sie würde endlich ankommen. Doch dem ist nicht so, sie erfindet sich alle paar Minuten neu, handelt stets anders und unvorhergesehen. Auch Tobias, alias Four, verkümmert immer mehr. Auf die einstige Charakterstärke, die ihn in Band eins ausmachte, kann man nur noch vage schließen. Sehr schade, denn es wäre Potential da gewesen.

Von mir gibt es für den dritten Teil leider nur noch gute zwei Kleckse. Mir hat einfach die Substanz gefehlt, die Geschichte war nicht perfekt durchdacht und es wurde lediglich auf Action gesetzt. Die Charaktere waren sich nicht treu, die Autorin hat viele von den Regeln, die sie selbst aufgestellt hat selbst umgeworfen... Leider ein nicht zufriedenstellendes Finale einer so wundervoll angefangenen Trilogie :(

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märchen, vögel, vogel, familie, fantasie

Vogelherz

Catherine Catmull , Katja Behrens
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.09.2014
ISBN 9783737351331
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vogelherz von Catherine Catmull - Top oder Flop? Als Damaris in Facebook einen Aufruf nach einem Rezensenten startete, hatte ich mich sofort gemeldet. Das Cover und der Klappentext hatten es mir schon früh angetan, aber ich hatte auch schon negative Meinungen gelesen. Kurzum: ich wollte mir mein eigenes Bild von dem Buch machen.

Das erste, das mir äußerst positiv auffällt, ist das Cover. Auch im englischen Original ist das Buch in das gleiche Gewand gekleidet, wie das Deutsche. Da hat sich der Verlag definitiv richtig entschieden und das Cover beibehalten. Auch die Namensänderung von "Summer and Bird" zu "Vogelherz" finde ich in Ordnung. Im Deutschen geht leider die Doppeldeutigkeit der Namen und der eigentlich Bedeutung der Wörter verloren. Der deutsche Titel fängt die Atmosphäre des Buches aber sehr schön auf :)

Ich hatte die deutsche Übersetzung vorliegen, habe aber interessehalber auch in die englische Version reingelesen. Von mir gibt es an dieser Stelle ein riesengroßes Lob an die Übersetzerin Katja Behrens. Sie schafft es die Wortgewalt einzufangen und dem Leser möglichst detailgetreu zu vermitteln. Hut ab, denn ich war häufig verwirrt, wann denn nun die kleine Bird gemeint war, wann der Vogel, oder wann sich ein Teilsatz auf was bezog. Im Deutschen bereits schwere Kost, ist das Buch im Englischen eine wahre Sprachgewalt für sich. Die Autorin spielt sehr häufig mit Wortbildern, malt Gefühle in die Luft und personalisiert alles, das nicht bei drei auf den Bäumen ist. Bird spricht "Vogel" und ihre kreisenden Gedanken werden zu Schleppschiffgedanken. Wem mein gewähltes Zitat gefällt, der wird sich an dem Schreibstil erfreuen. Wer allerdings nüchterne Fakten bevorzugt, der sollte die Finger von diesem Buch lassen.
Das Buch an sich ist ein Wunderwerk der Poesie. Nicht nur gespickt mit Neologismen und Wortmalereien, auch Märchen spezifische Elemente finden wir wieder. Die Autorin wird nicht müde, Anmerkungen in die Geschichte einzuflechten. Manche fühlen sich zwar in ihrer Vorstellungskraft und Fantasie eingeschränkt, doch ich sage: Es ist ein Märchen. Wenn die Autorin an einer Stelle einfließen lässt, dass "Bird diese Geschichte eine geraume Zeit später zu Ohren bekommen wird aber ihre falschen Schlüsse zieht", was soll daran nicht gut sein? Das bringt das Märchen Gefühl erst so richtig heraus. Das einzige, was mich ein klein wenig gestört hat, waren die Lieder, die eingeflochten wurden. Nicht immer konnte ich ein richtiges Reimschema erkennen, ganz zu schweigen von einer Hebung oder Ähnlichem. Das hat den Lesefluss ein wenig gestört.

Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Summer und ihrer kleineren Schwester Bird erzählt. Ein Geschwisterpaar, das unterschiedlicher nicht sein könnte, sich gegenseitig aber zu einem großen Ganzen ergänzt. Das mag komisch klingen, aber was soll ich sagen? Gegensätze ziehen sich nunmal an. Summer ist ein rationales Mädchen, das stets nach einer logischen Lösung sucht. Sie interessiert sich für das Lösen von Rätseln, die Wissenschaft und sie war Bird stets eine gute, große und wissende Schwester. In jeder Lebenslage einen Rat auf den Lippen. Dennoch wird ihr Herz mit der Zeit von Neid vergiftet, denn Bird, die kleine sonderbare und besondere Bird scheint von der Mutter stets bevorzugt zu werden. Bird ist impulsiv, unruhig und flatterhaft. Sie ist spontan und lässt sich von ihrem Herzen leiten. Das ist der Grund, weshalb sie kein Verständnis für Summer hat. Summer, die immer alles bekommt, auch wenn sie nichts riskiert. Summer, die die Vögel nicht versteht, kein Auge für die Schönheit hat, bekommt stets das, was Birds Herz begehrt. Hier wird die Rivalität zweier Geschwister aufgegriffen und selbst dem jüngsten Leser nahegebracht. Zum Teil hat man allerdings das Gefühl, dass Catherine Catmull es mit den beiden zu sehr auf die Spitze treibt. Gerade junge Herzen sind rein und frei. Verständnisvoll und vergeben nur zu gerne. Meiner Meinung nach werden die zwei Kinder ein wenig zu erwachsen und Bird zu verbittert dargestellt.

Auch mit der Geschichte der Schwanenkönigin und des Vaters der Kinder wird mehr als eine brisante Thematik aufgegriffen. Scheidung Trennung. Verlust. Enttäuschung. Wie gehen die Kleinen damit um? Wie wird das Leben verändert und was geht in den Eltern vor? Malerisch und poetisch umschreibt die Autorin in Vogelherz selbst das schlimmste Gefühl wunderschön. Ein modernes Wintermärchen, eine Neuinterpretation der "Erreichbaren Grenze" gepaart mit der "Schwanenprinzessin". Für mich definitiv das Highlight des Jahres! :)

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jugend, tallitha, tyaas, wycham elva, breedoor

The Morrow Secrets Trilogy

Susan McNally
Fester Einband
Erschienen bei Sweet Cherry Publishing, 26.09.2013
ISBN 9781782260325
Genre: Sonstiges

Rezension:

All in all I really enjoyed "The Morrow Secrets". Susan McNally has her very own style of writing, that definitely stands out from the vast majority of authors out there. She describes everything very precisely and picturesquely, being very detailled on the one and leaving room for interpretation on the other hand. The lovely illustrations are taking your imagination to a complete new level!
Although I was sceptical at the beginning - with reference to only 256 pages - it was surprisingly profound and elaborate. Tallitha is a very stubborn girl that knows just what she wants, that will jump head over into every adventure. Those attributes are bringing her to life.
The Gothic atmosphere is present on every single page, takes you off into far distant worlds.
I have to admit, that I was struggling to understand especially one word; I understand the meaning of the word "shrove" but I couldn't find a German equivalent. This disturbed my reading flow a tiny bit. I suppose that it is derived from "to shrive" which means to hear the confession of (a person) (source:http://dictionary.reference.com/browse/shrive), but I am not quite sure of this. I would recommend this book to those who speak English fluently due to the language register. It's not as simple as the Hunger Games or the first Harry Potter books.

All in all "The Morrow Secrets" really is the first riveting instalment in a new spooky Gothic trilogy. Who enjoys the dark style of Tim Burton or the lovely stories of Matthias Malzieu is going to love Susan McNally!

 


Alles in allem hat mir "The Morrow Secrets" sehr gut gefallen. Susan McNally hat einen vollkommen eigenen Schreibstil, der aus der breiten Masse herausspringt. Sie schildert alles sehr detailliert und malerisch, ist zugleich sehr genau, lässt dem Leser aber dennoch genug Spielraum für eigene Fantasien. Die wunderbaren Illustrationen beflügeln die Fantasie nur noch mehr!
Obwohl ich am Anfang ein wenig skeptisch war, da das Buch lediglich 256 Seiten hat, ist es überraschend tiefgründig und wohl durchdacht. Tallitha ist ein sehr starrsinniges Mädchen, das genau weiß, was es will und sich gerne kopfüber in das nächstbeste Abenteuer stürzt. Diese Eigenschaften machen die Protagonistin besonders real.
Die Gothik Atmosphäre ist auf jeder Seite präsent, zum greifen nah und entführt den Leser in fremde Welten. 
Ich muss zugeben, dass ich jedoch mit ein paar Wörtern meine Probleme hatte. Das Wort "shrove" verstehe ich zwar, doch ein deutsches Wort dafür habe ich bis heute nicht finden können. Mich persönlich hat das ein klein wenig im Lesefluss gestört. Ich vermute, dass es von dem Verb "to shrive - beichten" kommt, sicher bin ich mir jedoch nicht. Aufgrund des Sprachregisters würde ich dieses Buch daher nur denen empfehlen, die der englischen Sprache mächtig sind. Es ist keine leichte Einheitskost wie J.K. Rowling oder die Hunger Games. 

Alles in allem ein fantastischer Auftakt einer äußerst vielversprechenden Trilogie. Wer Bücher oder Geschichten im Stil von Tim Burton und Matthias Malzieu mag, der ist mit diesem Buch vollauf bedient. Wer seine Englischkenntnisse ein wenig verbessern möchte, und sich ein Vokabular fernab des Schulenglisches aneignen möchte, der hat hier seine Chance.

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grischa, fantasy, jugendbuch, der dunkle, magie

Grischa - Eisige Wellen

Leigh Bardugo , Henning Ahrens
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2013
ISBN 9783551582966
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich den ersten Teil von Leigh Bardugos Grischa Trilogie gelesen habe konnte ich kaum auf den zweiten Teil warten. Als erstes habe ich das Hörbuch in die Finger bekommen. Leider hat mich das Hörbuch nicht so sehr fesseln können wie das Buch. Die Stimme der Erzählerin ist zwar sehr angenehm, die Intonation stimmt, doch leider wirkt es im Großen und Ganzen ein klein wenig zu flach.
Band 1 hörte mit einem schrecklichen Cliffhanger auf, und in Band 2 geht es gleich mit einer erschreckenden Wende weiter. Leigh Bardugo hat ein paar tolle Asse im Ärmel, die er im Laufe der Geschichte ausspielt. Die Charaktere sind weitgehend bereits vom Vorgänger bekannt, doch auch ein paar neue kommen dazu. Diese werden sehr elegant in die Geschichte integriert. Maljen und Alina haben sich gerade erst gefunden, hängen aneinander, doch das Leben hält nicht nur einen Schicksalsschlag für sie bereit. Alina findet Gefallen an ihrer Macht, Maljen sehnt sich nach ihrem alten Ich. Beide entwickeln sich weiter, wachsen an all den Schicksalsschlägen. Leigh Bardugo hat es aber dennoch geschafft, dass sie bodenständig und realistisch bleiben.

Das Ende ist genauso ein Cliffhanger, wie ich ihn bereits vom ersten Band kenne, doch generell ist der zweite Band im direkten Vergleich zum ersten leider ein wenig abgefallen. Ich bleibe gespannt, was der dritte bringt, und vergebe vier Kleckse mit einer leichten Tendenz zu dreien :)

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aliens, hörbuch, familie, verrat, die fünfte welle

Die fünfte Welle

Rick Yancey , Thomas Bauer , Merete Brettschneider , Achim Buch
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.04.2014
ISBN 9783844513813
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Normalerweise kenne ich verschiedene Sprecher nur von Hörspielen und nicht von Hörbüchern. Verschiedene Perspektiven kann man meist nur durch den Schreibstil oder ein anderes Sprachregister erkennen. Hier wurde allerdings ein eigener Sprecher für verschiedene Handlungsstränge eingesetzt. Das macht es wesentlich einfacher, den unterschiedlichen Protagonisten und ihrer Geschichte zu folgen. Die Erzählerin von Cassie ist wunderbar. Man kann ihr sehr gut folgen, sie schafft es nur mit ihrer Stimme, Gefühle zu vermitteln, so soll es sein. Die anderen beiden Erzähler sind leider nicht so technisch versiert, aber im Großen und Ganzen ist es dennoch schön, ihnen zuzuhören!

Die Charaktere hatten für mich einige Schwachstellen, da ihre Beweggründe häufig nicht nachvollziehbar waren. Man hatte eher den Eindruck, dass sie sich für etwas entscheiden, um die Geschichte dramatischer zu gestalten, oder in die Länge zu ziehen.Die Details, die man im Laufe der Geschichte erfährt bleiben leider stets auf oberflächlicher Ebene. Cassie war mir noch die liebste Protagonistin, wobei ich nicht genau beurteilen kann, ob es an der guten Umsetzung, oder an Cassie selbst lag.

Die Geschichte hat einen ordentlichen roten Faden, nimmt ein paar ungeahnte Wendungen, erinnert mich aber in den Grundzügen viel zu stark an "the Host" von Stephenie Meyer. Alles in allem konnte ich mich leider kaum in der Welt von Rick Yancey verlieren und es hat sich ziemlich gezogen. Lesen werde ich den Folgeteil wahrscheinlich nicht, aber da am Ende doch einige Fragen offen bleiben, werde ich ihn wahrscheinlich auch noch hören. Von mir gute drei Kleckse für ein fantastisch umgesetztes Hörbuch zu einer relativ ausbaufähigen Geschichte.

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wolf, cinder, cress, scarlett, hörbuch

Die Luna-Chroniken - Wie Sterne so golden

Marissa Meyer , Vanida Karun , Astrid Becker
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 26.09.2014
ISBN 9783867421676
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ich euch bereits die in den Rezensionen zu Band 1 und 2 von der wunderbaren Sprecherin Vanida Karun vorgeschwärmt habe, möchte ich mich nun beim dritten Band relativ kurz halten:Ich liebe ihre Stimme! Im Schnitt brauche ich für ein so langes Hörbuch schon eine Woche, da ich meistens nur abends vor dem Schlafenegehen höre, doch dieses hatte ich in sage und schreibe zwei ganzen Tagen durch.
Marissa Meyer hat mich mit dem dritten Teil ihrer Luna Chroniken wieder vollkommen fesseln können. Gekonnt verknüpft sie bekannte Märchenelemente mit einer futuristischen Sci-Fi Stadt, ergänzt diese mit einigen wenigen dystopischen Elementen, dekoriert ihre Geschichte mit genau der richtigen Menge an Fantasy und einer leichten Garnitur an Romantik. Für mich eine erfrischende Abwechslung, da hier die Romantik nicht den Großteil der Geschichte ausmacht. Die Suche nach Selen ist und bleibt der Haupthandlungsstrang.
Faszinierend war es auch wieder im dritten Teil, wie die Autorin es gekonnt schafft, neue Handlungsstränge in die einzuflechten ohne den Leser/Hörer zu überfordern. Am Ende läuft jedoch alles wie auch bereits beim zweiten Band zu einer einheitlichen Handlung zusammen und man hat das Gefühl, das Cresc seit der ersten Minute zur Geschichte gehört, wie konnte es jemals anders sein? 
Alles in allem ist "Wie Sterne so golden" eine mehr als würdige Fortsetzung, nach der ich kaum noch auf den vierten Band warten kann! Ich weiß nicht, wie Marissa Meyer sich hier noch zu steigern gedenkt, aber ich freue mich tierisch :)

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new york, 20er jahre, the diviners, jugendbuch, magie

The Diviners - Aller Anfang ist böse

Libba Bray , Barbara Lehnerer
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2014
ISBN 9783423760966
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein erster Gedanke war: Uff, so ein dickes Buch, und das auch noch bei dem ersten Teil einer Trilogie! Doch erstaunlicherweise sind die Seiten nur so dahin geflogen. Libba Bray hat einen vollkommen außergewöhnlichen Schreibstil. Einmal in die Geschichte eingetaucht, lassen einen die Zwanziger Jahre kaum mehr los. Mir persönlich hat es besonders der sehr detailreiche Schreibstil angetan. Es war genau das richtige Mittelmaß zwischen Detail, Geschichte und dem Zauber zwischen den Zeilen!
Ein wenig komplizierter wird die Geschichte allerdings, wenn ich näher auf die Protagonisten eingehe. Nach nahezu jedem Kapitel fasst die Geschichte einen anderen Handlungsstrang auf. Auf den ersten 100 bis 150 Seiten war ich zugegeben auch ein wenig überfordert und zwischenzeitlich habe ich mich nicht erinnern können, wer nun in welchem Verhältnis zu wem steht. Ich möchte euch nicht allzuviel von der Geschichte vorweg nehmen, aber ein kleines Schaubild der wichtigssten Personen dürfte nicht zu aussagekräftig sein :D

Alle stehen in Verbindung zur Hauptprotagonistin Evie O'Neil und sind auch untereinander miteinander verbunden. Was anfangs abstrakt und abschreckend wirkt, geht jedoch im Nachhinein sehr gut auf.Hilfreich ist auch die Tatsache, dass die einzelnen Handlungsstränge immer mehr zu einem einzigen verflochten werden.
Gekonnt werden im Lauf der Geschichte immer mehr Fragen aufgeworfen, die dann nur Häppchenweise beantwortet werden. Meistens während im gleichen Atemzug die nächste Frage aufgeworfen wird. So bin ich trotz guten 700 Seiten in drei Tagen mit dem Buch fertig gewesen. Auch wenn mir das Buch noch so gut gefallen hat, muss ich leider zwei kleine Kritikpunkte anbringen:
Trotz der wunderbar durchdachten Geschichte (oder vielleicht gerade deshalb?) fehlte mir manchmal ein wenig Kontext zu den Geschehnissen. Manches wurde einfach zu sehr hingenommen, zu wenig erklärt und so bleibe ich als Leser auch nachdem ich das Buch durchhabe mit vielen offenen Fragen zurück, von denen ich nicht weiß, ob sie im nächsten Band beantwortet werden. Ich hoffe aber doch, ich kann kaum noch warten!
In starkem Kontrast dazu steht das eher sehr lang geratene Ende der Geschichte. Hier hätte die Autorin ein paar Seiten gut und gerne einsparen können. Bereits bei Seite 550 hatte ich das Ende, dass ich nun guten Gewissens das Buch zur Seite legen könnte. Weitere 50 Seiten später kam dann das nächste zufriedenstellende "Ende" und so ging es weiter. Die Autorin hatte wohl einfach sehr viele Ideen im Kopf, die noch unbedingt zu Papier gebracht werden mussten.Alles in allem hat mir der erste Teil von Diviners unheimlich gut gefallen. Die Seitenanzahl schreckt zwar ab, aber es lohnt sich auf jeden Fall, dem Buch eine Chance zu geben, vom Briefbeschwerer zum richtigen Buch aufzusteigen :DVier Kleckse vergebe ich hier und eine klare Kaufempfehlung!

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