Navi_M_Gray

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

deine letzte spur, verlag bastei lübbe, emily barr, thriller

Deine letzte Spur

Emily Barr , Anke Angela Grube
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2015
ISBN 9783404170890
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lara und ihr Mann sind aus London weg nach Cornwall aufs Land gezogen, wo Lara nicht sehr glücklich ist. Sie vermisst die Stadt. Da bekommt sie ein Jobangebot in London und pendelt jede Woche in ihre geliebte Stadt, wo sie unter der Woche erst bei ihrer Schwester wohnt.
Im Nachtzug lernt sie zwei Menschen, Guy und Ellen kennen, die den selben Weg haben. Sie sind sich alle Drei gleich sympathisch. Mit Guy beginnt Lara, von der man so etwas nie erwartet hätte, eine Affäre. Als Guy dann ermordet im Zugabteil aufgefunden wird und von Lara jede Spur fehlt, nimmt man an, dass sie ihn ermordet hat.
Lara's Nachbarin und Freundin glaubt an deren Unschuld und beginnt in Lara's Vergangenheit zu wühlen, wobei sie erkennen muss, dass Lara nicht die ist, die sie zu sein vorgegeben hat...


Empfehle ich dieses Buch? Wieso?Ja.
Es fängt wunderbar an und man weiss nicht recht, was man zu erwarten hat. Nach Guy's Tod schlägt es dann jedoch um. Es wird zunehmend skurril. Besonders Lara's Vorgeschichte in Thailand liest sich zwar äusserst spannend, passt aber irgendwie nicht so recht.
Es ist flüssig geschrieben, jedoch verliert sich Emily Barr teils zu sehr in Details. So hätte dieses Buch gut um 100 Seiten kürzer sein können...
In meinen Augen handelt es sich auch nicht um einen Psychothriller. Ich würde es als Thriller verkaufen, um Fans von Psychothrillern nicht zu enttäuschen.

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232 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

spinnen, thriller, horror, ezekiel boone, die brut

Die Brut - Sie sind da

Ezekiel Boone , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.05.2017
ISBN 9783596035533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was hat das Zitat des Nachrichtensprechers aus Paul Verhoeven's Verfilmung (Das Buche habe ich nie gelesen) von Starship Troopers mit diesem Buch zu tun? Das letzte Wort gibt Auskunft: ARACHNOIDEN.
Des Öfteren hatte ich Zitate aus diesem Film im Kopf, während dem ich Ezekiel Boone's Spinnenszenario gelesen habe. "Böse böse Bugs."

Im Epilog lernen wir Henderson kennen, der so fett wie das Leben und doppelt so reich ist. Er befindet sich auf einer Wanderung durch den Dschungel mit ein paar Models und einem Führer, der plötzlich von einer schwarzen Masse dahingerafft wird. Ihm wird buchstäblich das Fell über die Ohren gezogen. Die Schilderung der Todesart, wie auch jener schwarzen Masse erinnert ganz markant an Stephen King's Das Floß (enthalten in Der Gesang der Toten). Die Schilderung der Masse entspricht jener des Meisters des Horrors über seine schwarze Masse. Der Wanderführer hätte ebenso von King's ölteppichartigem Wesen gehäutet werden können. Ich war äusserst skeptisch.
Als sich die schwarze Masse dann als eine Flut aus Spinnen zu erkennen gab, war meine Skepsis verschwunden.
Die Chinesen werfen eine Atombobe, im Örtchen DESPERATION (ja auch hier erinnern wir uns TAK! wieder an Stephen King TAK! und sein gleichnamiges Buch TAK!, welches hauptsächlich in den stillgelegten Mienen spielt TAK!) verschanzen sich Menschen in einem Bunker, im Glauben, das Armageddon sei eingeläutet worden, ein Flugzeugabsturz gibt Rätsel auf. Biologin Melanie (ein Spinnenfan) erhält eine seltsame FedEx-Sendung und wird plötzlich zur Schlüsselfigur in dem ganzen Wahnsinn. Kann sie mit ihrem Wissen über Arachnoiden die Menschheit vor deren Auslöschung durch die 8-Beiner retten?


Empfehle ich dieses Buch? Wieso?Absolut!
Dieses Buch ist für jeden, der gerne Endzeitthriller liest. Ich empfehle es auch jedem, der an Arachnophobie leidet, denn in dem Fall sind Adrenalinschübe garantiert.
Die Brut ist ein spannender Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen mag. Boone zeigt uns ein mögliches Endzeitszenario, in dem die Welt mal nicht durch atomare oder biologische Waffen ausgelöscht wird, sondern durch die Natur selbst.
Jedes Kapitel spielt an einem anderen Ort auf der Welt und schildert die dortigen Ereignisse.
Es ist flüssig geschrieben, humorvoll, ernsthaft, interessant und ganz nach Stephen King, bitterböse.
Wir dürfen gespannt sein, ob die Menschheit in Band 2 vernichtet wird...

► Das Wort Fuck wird 23x verwendet (wenn ich richtig gezählt habe)


Spoiler - Gedankenstütze für michNazca-SpinneDie Chinesen werfen eine Atombobe auf die Provinz Xinjiang, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, die Spinnenplage auszulöschen. Die meisten Personen sind irgendwie miteinander verbunden. Gen Ende des Buches werden in den Strassen tote (leere) Spinnen zusammengekehrt. Melanie kommt zur Erkenntnis, dass diese Spinnen anders sind, als gewöhnliche. Sie schildert ihre Erkenntnis anhand eines Vergleichs mit einem Bienenvolk. So war diese Spinnenplage erst die Vorhut. Späher, die aufräumen und einen Weg bahnen sollten. Daher auch die kurze Lebensdauer. Es werden Weitere folgen. Weit schlimmere Spinnen. Kurz gesagt, sie sind am Arsch. Die Menschheit ist am Arsch. 

Assoziationen zu Filmen/BüchernDesperation:Ortschaft Desperation, stillgelegte Mienen
Das Floss:Beschreibung der schwarzen Masse, Todesart des Wanderführers
Jurassic Park II - Lost World: Ein herrenloses Schiff donnert in den Hafen. Im Frachtraum befindet sich keine T-Rex-Mamma. Der Frachter ist besiedelt von Arachniden.
Düstere Legenden 3 - Bloody Mary:Spinnen im Kopf, die aus der Haut schlüpfen

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295 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

liebe, kochen, taste of love, poppy j. anderson, taste of love - geheimzutat liebe

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich denke, ich gehöre zu den Wenigen, die keinen Lobgesang anstimmen, wenn sie über dieses Buch berichten.
Rezensionen anderer Menschen lese ich erst, wenn ich die Meine verfasst habe. Daher weiss ich, dass ich aus dem Rahmen falle. Aber das ist ja nichts Neues.
Ich lese alle Genres und Subgenres der Belletristikabteilung, jedoch überwiegend Psychothriller. Hin und wieder eine Liebesschnulze.
Bei Geheimzutat Liebe hat mich das Cover angesprochen. >> Ich weiss, kaufe nie ein Buch aufgrund des Covers. << Aber erstes habe ich es nicht gekauft, ich habe ein Lese-/Reziex erhalten. Zweitens schenkt man einem Buch, das ein kreuzhässliches Cover hat ohnehin nicht gross Beachtung, es sei denn man kennt des Autoren Namen oder es handelt sich um eine Empfehlung.
Wie dem auch sei habe ich den Klappentext gelesen, welcher sich doch recht gut anhörte.
Dann habe ich mit dem Lesen begonnen. Es hat mich nicht gepackt, sodass ich gleich das ganze Buch verschlungen hätte. Aber irgendetwas hatte es an sich, dass ich es doch nicht einfach weiter schenken wollte und so habe ich doch immer mal wieder ein paar Seiten gelesen - bis ich es dann durch hatte.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?Nein und Ja
Hat man eine Schnulze gelesen, kennt man sie alle. Hie und da gibt es ein paar Unterschiede, aber das Muster ist stets das gleiche.
Hier haben wir 380 Seiten von immer dem Gleichen. Die Story ist absehbar. Es kommt zu keinen unerwarteten Handlungen oder Wendungen. Daher mein Zitat mit dem Schlafmittel.
Auf diesen 380 Seiten wird jedes Ami-Klischee bis auf die Knochen ausgeschlachtet, was manch einem Leser gefallen wird, mir jedoch nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist allerdings wunderbar! Sie schreibt humorvoll und locker und bringt doch die eine oder andere Metapher, die von mir sein könnte -_^
Dafür gibt's ein fettes Plus!

Wer ein witziges und unterhaltsames Buch lesen will, bei dem man nicht gross nachdenken braucht, der kommt hier auf seine Kosten.

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610 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 35 Rezensionen

stephen king, horror, misery, autor, thriller

Sie

Stephen King , Joachim Körber
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435834
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit meinem Stephen-King-Projekt um vier Monate im Verzug, starte ich das Jahr 2017 mit einem der stärksten Bücher, die Stephen King je geschrieben hat. MISERY.
Aufgrund der anfänglichen Jahreszeit im Buch, war es für den Januar eingeplant, doch bin ich erst jetzt zur Lektüre gekommen...

Jedenfalls ist mir beim Lesen mit Schrecken klar geworden, dass ich das Buch damals, irgendwann 2002? 2003? nie zu Ende gelesen hatte. Irgendwann im Jahr 2012 hatte ich mich dann nochmals daran versucht, bin aber nur bis Seite 87 gekommen... Dafür habe ich es heute in einem Zug durchgelesen.

Mir persönlich haben die Auszüge aus dem neuen Misery-Roman gefallen. Unterhalb zwei Bilder davon. Erst müssen nur die "N" nachgetragen werden, da dieses defekt ist, schliesslich noch alle "T"s und "E"s. Am Schluss schreibt Paul dann von Hand...

EMPFEHLE ICH DIESES BUCH?
JA!
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Misery um eines der stärksten Bücher, die King je in einen Textcomputer getippt hat.
Figuren, in die man sich (teils) hineinversetzen kann und die völlig glaubwürdig sind, eine gute Mischung aus Wahn und Sadismus (oder nennt sich das hier einfach Fanatismus?) und ein Spannungsbogen, der nie nachlässt. Was will man mehr?
Annie's Psychose wird ausserdem wunderbar geschildert. ^_^

INHALT
Der gefeierte Autor der Misery-Romane, Paul Sheldon, hat eben sein neues Buch "Schnelle Autos", fernab der Misery-Reihe, geschrieben und verunglückt auf dem Heimweg in einem Blizzard.
Der Zufall will es, dass ein grösster Fan, Annie Wilkes, eine ehemalige Krankenschwester, in der Nähe wohnt und den Unfall mitbekommt. Sie rettet ihren Helden.
Annie pflegt den schwerverletzten Paul voller Hingabe, obschon bereits früh bemerkt wird, dass mit dieser Frau etwas nicht stimmt.
Als sie im neusten Misery-Roman lesen muss, dass ihre Heldin Misery Chastain gestorben ist, schlägt ihre Stimmung zunehmend um. Sie zwingt Paul dazu, sein neues Manuskript zu verbrennen und einen neuen Misery-Roman zu schreiben. Um zu bekommen, was sie will, schreckt sie auch vor Amputation nicht zurück und so sieht sich Paul ihr nahezu hilflos ausgeliefert...

ZUSAMMENFASSUNG IN EINEM SATZ
Autor verunglückt mit dem Auto und wird von einem fanatischen Fan gerettet und gefoltert.

VERLINKUNG ZU ANDEREN KING-WERKEN
In einem Kapitel wird erwähnt, dass ein junger Künstler das Overlook-Hotel zeichnen wollte, welches von einem wahnsinnig gewordenen Hausmeister niedergebrannt worden war.
Leland Gaunt aus "Needful Things" wird (ohne Verweis) zitiert: "Stock und Stein breche mein Bein, doch Worte können mir nie etwas anhaben."

SPOILER UM DIE ZENSUR IM FILM
Auf den Vergleich zwischen Buch und Film werde ich in einem anderen Eintrag noch genauer eingehen. Soviel sei jedoch gesagt, der Film, den ich nach wie vor erstklassig finde, ist eine stark zensierte Form der Romanvorlage.
Im Film werden Paul die Füsse mit einem Vorschlaghammer gebrochen. Im Buch wird sein Fuss amputiert - mit einer Axt und einem Bunsenbrenner.
Ihm wird mit einem Elektromesser ein Daumen amputiert und ausserdem wird ein Polizist erst mit einem Kruzifix durchlöchert und schliesslich mit dem Rasenmäher überfahren.
Ja, diese Szenen haben auch mit an TRUCKS erinnert -_^

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

trilogie, thriller, band 3, jeff menapace, rezension

Das Spiel - Tod

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453677098
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der Gewerbeschule lernen die Buchhändler, zumindest in der Schweiz, wie man eine Geschichte zusammenfasst. Eine wahre Herausforderung war, die Geschichte "Das Bettelweib von Locarno" in 5 Sätzen zu schildern. In der Taschenbuchausgabe von Stephen King's Schwarz wurden seine Werke in zwei Sätzen zusammengefasst. Hochachtung!
Ich versuche dies nun hier auch umzusetzen. Nicht nur in diesem Beitrag sondern künftig. Denn mich nerven Rezensionen, die mit einer ausgeschmückten Zusammenfassung beginnen. Für etwas stellen uns ja die Verlage schliesslich Klappentexte zur Verfügung, nicht?

Also, Zusammenfassung von Teil 1 - Opfer:
Eine Familie macht Urlaub und wird in ihrem Ferienhäuschen von zwei brutalen Sadisten, den Fanelli-Brüdern, überfallen und gefoltert.

Zusammenfassung von Teil 2 - Rache:
Die selbe Familie hat sich mehr oder weniger von den Vorfällen am Crescent Lake erholt und wird erneut heimgesucht, diesmal von der Schwester und dem Vater von den beiden Fanellis, die Rache geschworen haben.

Zusammenfassung von Teil 3 - Tod:
Monica ist zurück und holt sich in einem Heim für schwer erziehbare Mädchen Kelly, die sie in der Kunst des Tötens unterrichtet und die sie auf ihrem Rachefeldzug gegen Domino, den Bodyguard der Lamberts, und die Familie Lambert begleitet.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?Nein.
Von der von mir gelobten Spannung und Glaubwürdigkeit des ersten Bandes ist hier nichts mehr Eigentlich könnte ich meine Rezension zu Band 2 einfach kopieren und hier einfügen.
Teil 3 ist noch grösserer Müll, als Teil 2.

Bei Trilogien heisst es doch gemeinhin, dass der zweite Teil immer "kompletter Mist" ist. Sollte Jeff Menapace hier den Versuch gestartet haben wollen, diese Aussage zu bekräftigen, so ist ihm dies gelungen.

Monica ist zurück und richtet gleich auf den ersten paar Seiten ein Paar hin, um deren Truck an sich zu nehmen. Sie gibt sich als Journalistin aus und holt sich aus einem Heim für schwer erziehbare Mädchen, die junge Kelly, die sie in der Kunst des Tötens unterrichtet. Kelly soll Monica bei deren Rachefeldzug gegen Domino und die Lamberts unterstützen.
Domino hatte ja im letzten Band Monica's Vater umgebracht, weshalb diese auf Rache sinnt.
Amy Lambert führt inzwischen eine Art Beziehung mit Domino. Dieser ist praktisch bei den Lamberts eingezogen, um sie zu beschützen...

Zu viel der Gefühlsduselei, unglaubwürdige Handlungen, sowie Figuren... in einem Wort:
ätzend!

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

thriller, rache, familie, jeff menapace, heyne

Das Spiel - Rache

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453677081
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"FÜRCHTET EURE OPFER ..."
verkünden rote Letter auf dem Buchrücken.

Meine Meinung dazu?

"FÜRCHTET DIESES BUCH ..."
...denn es ist an Langeweile kaum zu überbieten...

"Meinungen sind wie Arschlöcher, jeder besitzt sowas."


In der Gewerbeschule lernen die Buchhändler, zumindest in der Schweiz, wie man eine Geschichte zusammenfasst. Eine wahre Herausforderung war, die Geschichte "Das Bettelweib von Locarno" in 5 Sätzen zu schildern. In der Taschenbuchausgabe von Stephen King's Schwarz wurden seine Werke in zwei Sätzen zusammengefasst. Hochachtung!
Ich versuche dies nun hier auch umzusetzen. Nicht nur in diesem Beitrag sondern künftig. Denn mich nerven Rezensionen, die mit einer ausgeschmückten Zusammenfassung beginnen. Für etwas stellen uns ja die Verlage schliesslich Klappentexte zur Verfügung, nicht?

Also, Zusammenfassung von Teil 1 - Opfer:
Eine Familie macht Urlaub und wird in ihrem Ferienhäuschen von zwei brutalen Sadisten, den Fanelli-Brüdern, überfallen und gefoltert.

Zusammenfassung von Teil 2 - Rache:
Die selbe Familie hat sich mehr oder weniger von den Vorfällen am Crescent Lake erholt und wird erneut heimgesucht, diesmal von der Schwester und dem Vater von den beiden Fanellis, die Rache geschworen haben.

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?Nein.
Von der von mir gelobten Spannung und Glaubwürdigkeit des ersten Bandes ist hier nichts mehr übrig. Dafür habe ich beim ersten Band von "teilweise ein paar Längen" geschrieben, hier ist das ganze Buch eine einzige Länge.

Bei Trilogien heisst es doch gemeinhin, dass der zweite Teil immer "kompletter Mist" ist. Sollte Jeff Menapace hier den Versuch gestartet haben wollen, diese Aussage zu bekräftigen, so ist ihm dies gelungen.

Dass die Geschichte mit der Bewältigung der Geschehnisse am Crescent Lake beginnt, ist ja noch nachvollziehbar. Jedoch will das Blabla um die Lamberts einfach kein Ende nehmen. Die Beziehung von Amy und Patrick wird analysiert und ausgeschlachtet, als lese man einen Roman von Picoult. Nur, dass Picoult's Bücher bisher immer wunderbar zu lesen waren.
Frühzeitig werden Monica und deren Vater erwähnt. Dieser ist auch der Vater der Fanelli-Brüder und Monica deren Schwester. So haben wir also Vater und Tochter, die auf Rache sinnen.
Beide Charaktere sind, genauso wie die Lamberts, einfach unglaubwürdig und lächerlich. Die Lamberts werden hie und da ein bisschen gequält und wenn man dann 129 Seiten hinter sich gelassen hat, gibt es endlich mal einen Toten zu verzeichnen. Nichts weiter passiert. Die ganze Spannung liegt auf Seite 261 versteckt, als Patrick eine Präsentation halten sollte, die dann aber manipuliert worden ist. Ohooo. Man kämpft sich weiter durch - überfliegt die Seiten irgendwann nur noch und auf Seite 374 trifft Monica dann ENDLICH auf Amy, aber? Genau, nichts passiert - ausser ein bisschen Erpressung. Auf Seite 410 beginnt dann der Showdown, der diesen Namen gar nicht verdient hat. Denn auch was da in diesem Haus auf den Leser wartet ist Langeweile und ein bisschen Tod.

Bei einem Buch von HEYNE HARDCORE erwarte ich auch HARDCORE.

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Tags: das spiel, das spiel 2 rach, jeff menapace   (3)
 

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143 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

thriller, horror, jeff menapace, spiel, spannung

Das Spiel - Opfer

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.07.2016
ISBN 9783453677074
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: Jeff Menapace

Titel: Das Spiel #1 - Opfer

OT: Bad Games

Verlag: Heyne (what else -_^)

ISBN: 9783453677074

Deutsche Erstausgabe: 12/2016

Seiten: 400

Einband: Taschenbuch

Genre: Thriller

dazu gehören:
Menapace - Das Spiel #2
Menapace - Das Spiel #3


"FUNNY GAMES
ein bisschen anders..."


Auf der Rückseite des Buches steht in grossen und roten Lettern "FUNNY GAMES" zu lesen. Und genau daran erinnert der Inhalt des Buches. Wem diese beiden Worte zusammen kein Begriff sind, der möge sich hier kundig machen:
FUNNY GAMES 1997 auf IMDB (das österreichische Original)
FUNNY GAMES US 2007 auf IMDB (das ami Remake)
-> Merksatz an mich selbst: Nach dem Schreiben dieser Rezension beide FUNNY GAMES schauen.

Eine Familie bestehend aus Vater, Mutter und Sohn fahren in ihr Ferienhäuschen am See und werden von zwei jungen Gentlemen in ein sadistisches Spiel um Leben und Tod verwickelt. So der Plot des Films. So auch der Plot des Buches von Jeff Menapace - nur dass hier der Schluss ein wenig anders ist -_^

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?Ja. Wer gerne Thriller liest kommt hier auf seine Kosten. Mir wurde das Buch von einem Bekannten empfohlen, der jedoch in Sachen Gewalt und Brutalität übertrieben hatte. Meiner Meinung nach ist es dezent brutal. Zwei Eltern werden ein bisschen gefoltert und ein Renterehepaar wird erschlagen. Auf einen Mann wird gefühlte 800x mit dem Messer eingestochen. Dies alles geschieht im letzten Drittel des Buches. Am Anfang begleiten wir die Familie Familie auf ihrer Fahrt zum Crescent Lake, wo sie meinen von einem Auto verfolgt zu werden. Mit dem Fahrer machen sie dann an einer Tankstelle Bekanntschaft. Während dem Familienvater Patrik Lambert der Typ etwas merkwürdig aber dann doch harmlos erscheint, ahnt der Leser, dass wir "Arty" nicht zum letzten Mal gesehen haben - und so soll es dann sein. Von Anfang an packend erzählt mit glaubwürdigen Figuren, die man mehr oder weniger ins Herz schliesst - besonders die beiden Brüder Arty und Jim -_^Auch sprachlich ist es überraschend gut und hat nur teilweise ein paar Längen. 
Parallelen zu anderen Büchern/FilmenCaleb, der kleine Sohn, erinnert an Gage in King's  Friedhof der Kuscheltiere und man wünscht sich ein paar Mal einen LKW herbei... Tochter Carrie erinnert an Annie Creed aus King's Friedhof der Kuscheltiere, ist sie doch genauso störrisch und anstelle der Katze Church nennt sie eine Puppe ihr ein und alles. Dass die Idee höchstwahrscheinlich auf FUNNY GAMES zurück zuführen ist, habe ich ja bereits erwähnt. Sogar den Hund hat er mit eingebaut, nur dass dieser nicht geköpft wird. 
Gen Ende von Kapitel 4 ziehen die beiden Brüder in Erwägung, ihrem Opfer Zunge und Ohren abzuschneiden, dies zu konservieren und eine Halskette daraus zu fertigen. Und wer denkt hier nicht an Dolph Lundgren in  Universal Soldier (IMDB)? "Er kann sie nicht mehr hören." Merksatz an mich: auch wieder Mal schauen.Der Anfang von Kapitel 17, in dem beschrieben wird, dass die Arty und Jim alles, was sie je an "Spielen gespielt" haben und sich dann daran ergötzen erinnert unweigerlich an  Motel aka Vacancy (IMDB). Menapace erwähnt zudem Klassiker wie,  Friday the 13th (IMDB),  Der Elefantenmensch (IMDB) und auch William March's  The bad Seed (IMDB) (genial, als Buch wie auch als Film).

Und wie so oft, geht mein besonderer Dank an die Verlagsvertretung des Heyne Verlags, für die Zusendung des Rex <3

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202 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

horror, stephen king, drehbuch, sturm, king

Der Sturm des Jahrhunderts

Stephen King
Flexibler Einband: 505 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.08.2000
ISBN 9783453171558
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: Der Sturm des Jahrhunderts

OT: Storm of the Century, 1999

Verlag: Heyne (what else -_^)

ISBN: 9783453171558

Deutsche Erstausgabe: 2000

Seiten: 505

Einband: Taschenbuch

Genre: Horror / Mystery

ähnliche Titel: Needful Things, The Stand



"Gebt mir, was ich will und ich werde gehn."


Die 4 Sterne stehen für das Ganze. Die Story an sich erhält von mir 5/5 Sternen. Da ein Drehbuch gleicher Art leserfreundlich ist, wie etwa ein Theaterstück, gibt es den Abzug.
Damals, als wir gezwungen waren Shakespeare zu lesen, sah ich mich erstmals mit der Folter konfrontiert, welche das Lesen eines Theaterstücks auslöst. Hier verhält es sich gleich..

Als ich das Buch damals, irgendwann im Jahr 2000 gekauft hatte, begann ich zu lesen und lies es dann bleiben. Als dann, irgendwann im Jahr 2000 oder 2001 die TV-Miniserie im Fernsehen kam - ich meine es war auf RTL 2, las ich das Buch während dem Schauen des Films. Dies war für die erste halbe Stunde recht spassig ^_^

Eine geniale Erzählung, welche (einmal mehr) die Abgründe des Menschen zeigt. Linoge erinnert ein wenig an Leland Gaunt in Needful Things.
Das epische Winterszenario, welche mit der Endzeit gleichzusetzen ist, erinnert auch ein wenig an The Stand. Auch Linoge, als personifizierter Teufel erinnert daran.

Das perfekte Buch / der perfekte Film für die düstere Winterzeit ^_^

INHALT
Es geschieht im Jahr 1989, während sich die Bewohner von Little Tall Island auf einen Jahrhundertsturm vorbereiten, als ein Fremder in die Stadt kommt. Der Fremde, Andre Linoge, erschlägt offenbar grundlos eine alte Dame und sitzt gemütlich in einem ihrer Sessel in ihrem Wohnzimmer, als Mike Anderson, der Polizist, auftaucht und den Fremden festnimmt. Linoge wird in eine Zelle gesperrt, von wo aus er die Bewohner mit deren finsteren Geheimnissen terrorisiert und gegeneinander aufhetzt.
Seine einzige Forderung lautet "Gebt mir was ich will und ich werde gehn!". Der dunkle Magier ist auf der Suche nach einem Nachfolger und verlangt eines der Kinder der Inselbewohner. Sollte seine Forderung nicht erfüllt werden, so würde er sie alle töten.
Die Bewohner versammeln sich in der Kirche - oder der Stadthalle (habs vergessen), wo ein Kind ausgewählt und Linoge übergeben wird...

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77 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

richard laymon, horror, das ufer, heyne verlag, richardlaymo

Das Ufer

Richard Laymon , Kristof Hahn
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453676473
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung:
★☆☆☆☆ 1/5

Autor: Richard Laymon

Titel: Das Ufer

OT: The Lake, 2004

Verlag: Heyne Hardcore

ISBN: 9783453676473

Deutsche Erstausgabe 2016

Seiten: 576

Einband: Taschenbuch

Genre: Horror

Dazu passt:


"Der schlechteste Laymon
aller Zeiten"
"Das Ufer" heisst im Original "Der See", was zugegeben auch nicht viel treffender ist. Wie in nahezu jedem Buch Laymon's kommt ein See vor, dieser spielt jedoch keine zentrale Rolle. Da hätte man auch "Die Spur" "Das Ufer" oder "Der See" nennen können. Eher noch das Ufer, weil da mehr von einem Ufer die Rede war als in "Das Ufer". Ebenso gut hätte man dieses Buch hier auch "Der Kakao" nennen können, weil Deanna in einem Kapitel einen Kakao trinken geht.
Der See wird in einem Backflash Leigh's kurz erwähnt und dient als Kulisse für den Showdown, der hier auch eher mässig ist. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dieses Buch stammt nicht aus der Feder Richard Laymons.

Leigh, die als Teenie einem Mordanschlag entkommen ist, jedoch ihren Freund als blutige und zerfleischte Masse zurücklassen musste, hat mittlerweile eine Tochter, die von einem Verrückten verfolgt wurde und ebenfalls zusehen musste, wie ihr Freund abgeschlachtet worden ist.
Wir lesen viel Blabla um Familiendramen, wie schwierig ein Teenager sein kann und dann verliebt sich Leigh in den Polizisten Mace. Nachdem sie ihrem Koch ungerechtfertigt gekündigt hat, wird sie von ihm gejagt. Dieser lässt jedoch sein Leben bei Kannibalen.

Die Figuren sind allesamt unglaubwürdig. Die Story ist langatmig und will nicht voran kommen. Der Prolog erscheint absolut abstrus und hat mit dem Rest des Buches, etwa so viel gemeinsam, wie das einmalige Auftauchen der Kannibalen.
Ich gebe zu, dass ich die Seiten ab etwas über 100 Seiten nur noch überflogen habe. Wenn man auf Seite 428 einsteigt, passt das recht gut. Man verpasst nicht viel, ausser viel Blabla und erfährt gleich eine Rückblende und was es mit Mace und den Paynes auf sich hat.


- SPOILER -
Es stellt sich heraus, dass Mace der Bruder von Leigh's damaligem Freund und Deanna's Vater ist. Deren Mutter, hatte sich mit einem Indianer eingelassen, der die gemeinsame Tochter ermorden wollte, weil er glaubte, sie sei aufgrund des starken Haarwuchses mit einem Fluch belegt. Aufgrund einer List, erschlägt er aber ein anderes Baby, dessen Mutter sich daraufhin im Fluss ertränkt hat.
Mutter und Tochter überleben natürlich und treten im Epilog nochmals auf.

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92 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

langoliers, horror, scheidung, stephen king, brandstiftung

Stephen King: Langoliers

Stephen King
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 01.01.1991
ISBN B007R2WPPC
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Wertung: ★★★★★ 5/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: Langoliers

OT: Langoliers

Verlag: Bechtermünz

ISBN: 9783828967564

Deutsche Erstausgabe: 2000

Seiten: 337 / 539

Einband: Gebunden

Genre: Sci-Fi

ebenfalls im Buch enthalten: Das geheime Fenster, der geheime Garten


In diesem Buch sind die Erzählungen Langoliers und Das geheime Fenster, der geheime Garten enthalten. Erschienen sind sie erstmals in der Kurzgeschichtensammlung Four past midnight.

Wenn man den Film kennt und das Buch liest, fällt einem auf, dass die Dialoge 1:1 übernommen worden sind. Es scheint, als lese man das Drehbuch zum Film.
Es ist ja bekannt, dass die Amerikaner stolz auf ihre Boeing 747 sind. Im Buch ist aber klar die Rede einer Boeing 767. Wieso also zeigt hier das Buchcover und auch das DVD-Cover eine 747? Wie wäre es mit etwas Authentizität?

In a NutshellLangoliers spielt zu 80% im Inneren einer B767 der fiktiven Fluggesellschaft American Pride. King spielt wunderbar mit dem beklemmenden Gefühl, nahezu alleine in einem Flugzeug aufzuwachen. Er zeichnet (mal wieder) wunderbar authentische Charaktere, wie man sie selbst schon (zu) oft auf Flügen gesehen (und sich eventuell über sie aufgeregt) hat. Auch zeigt er erstmals (zumindest für mich) ein neues Bild von Zeitreisen. Eine leere Vergangenheit, in welcher die Zeitwächter genannt Langoliers herrschen und alle faulen Menschen verspeisen, wie das von Craig Toomy wunderbar erklärt wird. Eine fantastische Reise durch einen Riss in der Zeit. Mit auf dem Flug sympathische und weniger sympathische Menschen. Spannung und Gruselfaktor sind garantiert! Eine wunderbare Story, die man sich auf dem nächsten Langstreckenflug zu Gemüte führen sollte, hat man dies nicht bereis getan - oder besser nicht... Ich denke, wir sollten auf solchen Flügen doch besser schlafen - zumindest wenn wir diesem, von King gezeichneten, Szenario Glauben schenken -_^
InhaltDie blinde Dinah Bellman, die zu einer Augenoperation nach Boston fliegen soll. Laurel Stevenson, die hübsche Lehrerin, die sich in Boston mit einem Mann treffen will, den sie im Internet kennen gelernt hat.Nick Hopewell, Mechaniker ihrer Majestät, der in Boston jemanden aus dem Weg räumen soll.Don Gaffney, der sanfte Riese. Bethany Simms, die zur Erziehungskur zu ihrer Tante fliegen soll. Albert Kraussner mit seinem Geigenkasten. Robert Jenkins, Kriminalautor (Sci-Fi-Autor im Film).Rudy Warwick, der die meiste Zeit mit Schlafen und Essen verbringt. Ein namenloser Passagier, der einmal kurz aufwacht und dann weiterschläft. Craig Toomy, mein absolutes Highlight! Total gestresst und paranoid und der wandelnde Burnout. Capt. Brian Engle. 
Wie gut für die verbliebenen Passagiere, dass ein Pilot mit an Bord war. Wie gut, dass dieser auch geschlafen hat und somit nicht auch verschwunden ist. Brian Engle muss das Flugzeug landen. Verstörend für ihn ist, dass er keine Funksprüche empfängt. Der Hund bellt nicht. Er beschliesst auf dem Flughafen von Bangor, Maine zu landen, was Craig Toomy, der ein äusserst wichtiges Meeting in Boston hat, in Rage versetzt. Die Landung verläuft ganz nach Routine und die Passagiere verlassen die B767 um sich einer bitteren Wahrheit zu stellen: Auch die Menschen auf dem Boden sind verschwunden. Der Flughafen ist verlassen. Dinah bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt und fleht, sie möchten diesen Ort zu schnell wie möglich verlassen. Dies ist nicht so einfach, da Brian befürchtet, dass die ganze Welt inzwischen verlassen da liegt. Sie benötigen zudem Treibstoff. Da die Nahrungsmittel ohne Geschmack sind, das Bier nicht schäumt und Streichhölzer nicht funktionieren, befürchtet er, dass der Treibstoff nicht zünden wird... Dinah hört ein fürchterlich Geräusch in der Ferne, welches jedoch stetig näher kommt. Sie weiss, dass es sich um etwas Bedrohliches handelt und sie sollten besser nicht herausfinden, was dieses Geräusch verursacht, welches sie beschreibt wie Rice Krispies über die Milch gegossen wird... Craig Toomy verschwindet, reisst seine Papierstreifen und wartet auf seinen Moment. Seinen grossen Auftritt als komplett durchgedrehter Irrer. Gegen Ende wird die Zeit knapp. Schaffen es die Passagiere die Boeing 767 voll zutanken und noch rechtzeitig zu entkommen? Wenn ja, wohin werden sie reisen? Werden alle überleben? Oder schreckt King mal wieder nicht vor Morden zurück? ^_^

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stephen king, thriller, mind control, bill hodges-trilogie, spannend

Mind Control

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453270862
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung: ★★☆☆☆ 2/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: Mind Control

OT: End of Watch, 2016

Verlag: Heyne (what else -_^)

ISBN: 9783453270862

Deutsche Erstausgabe: 2016

Seiten: 523

Einband: Gebunden

Genre: Krimi

Vorgänger: Mr. MercedesFinderlohn


Zweimal im Jahr habe ich das, was andere Menschen Weihnachten nennen. Immer dann, wenn ein neuer King erscheint. Kurz vor meinem Geburtstag sollte "Mind Control" erscheinen. Wie bereits beim letzten Mal, natürlich während meiner Ferien. So hatte ich mit meiner Vorgesetzten, welche die Post betreut, vereinbart, sie möge mich sofort informieren, wenn mein Reziex eingetroffen ist. Dies tat sie dann auch gleich. Da ich mir aber meine Augenbrauen tätowiert hatte, durfte nicht an die Sonne und so konnte ich den neuen King erst am Samstag, an meinem Geburtstag in Empfang nehmen. Ein tolles Geschenk, nicht? Könnte man meinen...

Ich weiss nicht, ob dies von King so beabsichtigt gewesen ist, aber mit seiner Hodges-Trilogie hat er die Meinung, dass Fortsetzungen minderwertig seien, unterstrichen. Mit Scheinwerfern ausgeleuchtet. Verhält es sich wie bei Star Wars? Als Trilogie geplant, und somit keine Fortsetzung? Selbst wenn... Finderlohn war eine wunderbare Fortsetzung. Zumindest in meinen Augen, habe ich doch von so manchem King-Fan erfahren, dass er/sie den zweiten Teil "beschissen" fand. Wie dem auch sei, ich war begeistert und habe mich auf einen ebenso guten abschliessenden dritten Teil gefreut.

Hätte ich nicht mein Projekt mit der monatlichen King-Rezension am laufen, hätte ich das Buch nicht fertig gelesen. Es würde angelesen im Regal stehen und darauf warten, dass ich es in ein paar Jahren mal wieder zur Hand nehme.
Es ist schlecht. Nicht so schlecht wie "LOVE", aber schlecht und richtig enttäuschend, wenn man die Vorgänger gelesen hat.

In a Nutshell:
Zu viele Rückblenden zu den beiden Vorgängern. In nahezu jedem Kapitel werden die Begebenheiten von damals wieder aufgerollt. Dies ist wundervoll, wenn man die beiden Vorgänger nicht gelesen hat, aber langweilig wenn man sie kennt. Eine Rückblende pro Ereignis hätte auch gereicht.
Das Thema Telekinese hatten wir bei King jetzt wirklich oft genug. Und hier wird es etwas zu fantastisch behandelt. Inklusive dem Thema Körperwanderung. Dieses führt dazu, dass man anfangs leicht verwirrt ist, weil z.B. von Brady anstelle von Babineau die Rede ist.
Man liest 250 Seiten und nichts ist passiert. Man muss sich zwingen, weiter zu lesen. Die Story hat keinen Höhepunkt. Nichts passiert. Auch King's Zynismus ist kaum wahrnehmbar. Der Spannungsbogen ist von der ersten Seite her bei Null und kommt nur sporadisch mal etwas in Gang. Richtig spannend wird es nie. Nicht mal beim Showdown.
Im letzten Teil HEADS AND SKINS geht es endlich zur Sache. Aber nur für ein paar wenige Seiten und fällt die Story wieder zurück in die Langeweile.
Dem Buch fehlt auch jegliche Tiefe. Es ist einfach da. Punkt.
Positiv war, dass die Firma Sharp Cereals auch im Jahr 2016 noch existiert -_^ Wer sie nicht kennt, sie wird in "Cujo" erwähnt.

Hodges erkrankt an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sein Besuch in der Arztpraxis erinnern an eine Kurzgeschichte aus "Basar der bösen Träume": Das Leben nach dem Tod. Obschon er weiss, dass er wohl etwas Schlimmes haben muss, drückt er sich erst vor dem Termin der Auswertung und schiebt diesen auf. Irgendwann nimmt er den Termin wahr und bekommt die unschöne Nachricht geschildert.
Währenddessen ist der Zappit wieder in Mode gekommen. Ein Grossteil der Konzertbesucher aus "Finderlohn" erhalten einen kostenlosen Zappit. Eine Gamekonsole in Tabletform. Kostenlose Spiele sind darauf installiert, darunter "Fishin' Hole", wo es darum geht, zu warten bis ein rosa Fisch übers Display schwimmt und diesen anzutippen. Die Menschen tun dies, weil sie dahingehend informiert worden sind, dass eines Tages Zahlen erscheinen und sie so etwas gewinnen werden.
Alles noch recht plausibel. Aber dann haben wir wieder das Thema Telekinese. Brady ist nun dieser mächtig und dies sogar dergestalt, dass er sich in den Kopf eines Menschen bewegen und diesen steuern kann. Wieso ich an Charles Lee Ray im Körper von Good Guy Chucky aus dem Film "Child's Play" aka "Chucky die Mörderpuppe" denken musste? Ja wieso wohl...
Jedenfalls nimmt sich Brady seinen Arzt Dr. Babineau als Wirt. Er schafft es auch Bücher-Al zu steuern und für seine Machenschaften zu missbrauchen, während Brady's Körper nach wie vor im Krankenbett liegt. Dieser Körper stirbt irgendwann und Brady's Geist/Seele/WAI lebt fortan im Körper von Babineau weiter. Gegen Ende des Buches äussert er einen Gedanken, der ebenfalls wieder an Charles Lee Ray erinnert. Brady regt sich darüber auf, dass er im Körper eines alten Mannes haust, sowie Charles sich über den Körper einer Puppe aufgeregt hat...

Ab hier wird gespoilert:
Freddi versucht die Website abzuschalten, obschon sie ein Technikfreak ist und Brady kennt. Folglich sollte sie wissen, dass Brady eine Warnung erhält. Dennoch startet sie den Versuch. Kein Wunder dass sie einen Anruf von einem zornigen Brady erhält. Obschon Brady nun ohnehin weiss, dass sie noch am leben ist, schaltet sie den Repeater nicht aus. Sie wollte diesen nicht abschalten, weil Brady dann erfahren könnte, dass sie noch lebt.
Jerome nimmt ein Schweizer Messer zur Hand und schneidet die Stromkabel des Repeaters durch. Metall leitet Strom auch im Jahr 2016 noch. Folglich hätte er einen Schlag bekommen müssen.
Der Showdown hat es auch nicht wirklich in sich. Brady's Tod war mir zu plump. Es schien, als ob man einfach endlich zu einem Abschluss kommen wollte.
Hodges stirbt, was absehbar gewesen ist. Und dennoch fehlt dem "Nachspiel" jegliche Tiefe.

Wie immer geht mein Dank an die Verlagsvertretung des HEYNE Verlags: Dankeschööön

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keigo higashino, japan, klett cotta, inzest, ich habe ihn getötet

Ich habe ihn getötet

Keigo Higashino , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 23.04.2016
ISBN 9783608983067
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung:
★★★★★ 5/5

Autor: Keigo Higashino

Titel: Ich habe ihn getötet

OT: 私が彼を殺した (Watashi ga kare o koroshita, 1999

Verlag: Klett-Cotta

ISBN: 978-3-608-98306-7

Deutsche Erstausgabe: 2016

Seiten: 351

Einband: Klappenbroschur

Genre: Krimi, Drama

Dazu passt: Higashino - Verdächtige GeliebteHeilige MörderinBöse Absichten


Das vierte Buch vom japanischen Krimiautoren Keigo Higashino, das ins Deutsche übersetzt worden ist. Das vierte Buch, das ich von ihm gelesen habe. Das vierte Meisterwerk!
Spannend, verzwickt und intelligent verstrickt.

Es macht den Anschein, dass es Autoren gibt, von denen jedes Buch genial geschrieben ist. Einer davon ist sicherlich Keigo Higashino.

"Drei Geständnisse sind zwei zu viel"
Drehbuchautor Hodaka bricht auf dem Weg zum Traualtar tot zusammen. Er wurde vergiftet mit Strychninnitrat. Zu den verdächtigen gehören Takahiro Kanbayashi, der Bruder der Braut, Naoyuki Suruga, der Manager des Toten und Kaori Yukizasa, die Lektorin. Wie üblich bei Higashino's Krimis, kommt man nicht dahinter, wer der Mörder ist, da es jeder sein könnte. Jeder hätte ein Motiv und die Chance dazu. Um dahinter zu kommen, wer der Täter ist, muss man sich ein wenig anstrengend und einige Hinweise nochmals lesen, denn die Lösung bietet einem der Autor nicht so leicht. Spielen Sie Detektiv und finden Sie selbst heraus, wer Hodaka ermordet hat. 
Miwako Kanbayashi hat das nahezu Unmögliche geschafft. Sie ist mit Gedichten zu einer kleinen Berühmtheit in Japan geworden. Der mittlerweile verschuldete Drehbuchautor Hodaka hat deswegen ein Auge auf sie geworfen. Er will sie zur Frau nehmen und sich an ihr bereichern, indem er ihre Gedichte verfilmt. Miwako weiss von alldem nichts. Auch von seiner Exfreundin, Junko Namioka, weiss sie nichts. Diese steht am Abend vor der Hochzeit in Hodakas Garten und muss von Suruga weggeschafft werden, ehe Miwako etwas davon mitbekommt. Miwako und ihr Bruder Takahiro verbindet mehr, als nur Geschwisterliebe, weshalb Takahiro nicht unbedingt glücklich über die Heirat seiner Schwester ist. Lektorin Kaori Yukizasa hatte ebenfalls mal ein Verhältnis mit Hodaka und wurde recht schroff von ihm abserviert. Junko Namioka lebte in dem Glauben, Hodaka würde sie heiraten und hat aus diesem Glauben heraus ihr Kind abgetrieben. Als sie von der Hochzeit erfahren hatte und ihr bewusst wurde, dass sie das nicht ändern kann, griff sie zu Gift und brachte sich um. Ihr Plan war wohl, auch Hodaka zu vergiften. Naoyuki Suruga, der in Junko verliebt war, betrauert deren Tod bitterlich, weshalb er ein Motiv hätte Hodaka zu töten. 
Kommissar Kaga ermittelt und findet einiges über die Abgründe der drei Hauptverdächtigen heraus. Schliesslich finden sich alle zusammen in Hodakas Wohnzimmer ein, wo sie Agatha Christie spielen. Wer findet den Mörder. 
Ich habe ihn bisher nicht ausfindig machen können. Wenn also jemand die Lösung des Rätsels weiss, bitte teile es mir mit. 
Herzlichen Dank an die Verlagsvertretung des Klett Cotta Verlags, für die Zusendung des Rezi-Ex <3

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thriller, kanada, vergewaltigung, schwestern, chevy stevens

Those Girls – Was dich nicht tötet

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596034703
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: Chevy Stevens

Titel: Those Girls, was dich nicht tötet

OT: Those Girls, 2015

Verlag: Fischer TB

ISBN: 9783596034703

Deutsche Erstausgabe: 2016

Seiten: 459

Einband: Kartoniert

Genre: Thriller





"Das Horrorgenre lebtvon der Dummheit der Protagonisten"

Mein erstes Buch von Chevy Stevens, wird nicht das letzte sein. Wow! 450 spannungsgeladene und tragische Seiten, die man gar nicht schnell genug gelesen haben kann, weil man wissen will, wie es weiter geht. Drei vom Schicksal übel gezeichnete Schwester, die von einer Tragödie in die nächste schlittern - bis zum bitteren Ende. Die Charaktere sind derart lebensnah, dass man mit ihnen mitfühlt und hofft. Sie beschreibt die Umgebungen nur kurz und dennoch hat man lebendige Bilder von Farmen, weiten Feldern, alten Pick-Ups, etc, wie in einem Film vor Augen. 
Auf einem Ego-Rachefeldzug beschliesst Crystal, die mittlere der drei Schwestern, an den Ort ihrer finsteren Vergangenheit zurück zukehren und zu beenden, was sie damals nicht hatten beenden können. Und hier kommen wir dazu, gäbe es die Dummheit der Protagonisten nicht, würde das Horror- und Thriller-Genre nicht existieren... -_^
Es wäre ein Fehler, Chevy Stevens nicht zu lesen. 
Zusammenfassung (Spoiler)Die Schwestern Jess (14), die ihre Kamera liebt, Courtney (16), die Sängerin werden wollte und die von Zorn erfüllte Dani (17) leben mit ihrem gewalttätigen versoffenen Vater auf einer Farm in Kanada. Eines Abends eskaliert der Streit mit dem Vater derart, dass er Courtney's erst mit dem Gesicht auf den heissen Herd drückt, und sie hinter her in der Toilette ersäufen will, weil sie eine Affäre mit einen verheirateten Mann hatte. Jess kommt zu ihrer Schwester zu Hilfe und erschiesst den Vater. Die Schwestern begraben ihn in der gleichen Nacht unter einem Futtertrog.
Ein paar Tage später erzählen sie den Besitzern der Farm, ihr Vater sei noch immer nicht zurück und sie hätten kein Geld mehr. Sie würden zu Verwandten gehen. So hauen sie von ihrem Zuhause und dem Tatort ab. Ihr Ziel ist Vancouver.
Unterwegs bleibt ihr Pick-Up liegen und so werden sie vor eine folgenschwere Wahl gestellt:
Entweder sie gehen zu Fuss in die nächste Stadt oder sie lassen sich von den zwei Typen, Brian und Gavin, helfen.
Obschon die beiden Brüder etwas an sich haben, dass den Mädchen nicht gefällt, beschliessen sie, deren Angebot anzunehmen und mit ihnen zu gehen, um auf deren Vaters Farm zu arbeiten. Auch bieten die Jungs an, den Pick-Up wieder flott zu kriegen.
So fahren sie mit den Jungs auf deren Land, wo sie übernachten sollen. Am Abend gehen alle zusammen schwimmen. Als die beiden Typen zu aufdringlich werden, haben die Schwestern genug und gehen zu Fuss zurück zu ihrem Lagerplatz. Mitten in der Nacht werden sie von den Jungs aufgeweckt, gefesselt und in ein altes Lagerhaus gesperrt, wo sie schrecklich misshandelt werden.
Nach einer Woche gelingt ihnen die Flucht...
Mit Hilfe eines Fremden erhalten sie eine neue Identität, sowie eine Bleibe und Arbeit in Vancouver.
Jess wird zu Jamie, Courtney zu Crystal und aus Dani wird Dallas.

Als Jamie ihre Periode drei Monate nach der Folter noch immer nicht bekommen hat, bewahrheitet sich, ihre Angst. Sie ist schwanger...
Soll sie das Kind behalten oder weggeben?

Während Jamie und Dallas langsam wieder ein geordnetes Leben führen können, driftet Crystal immer mehr ab. Sie verliert ihre Jobs, da sie unzuverlässig ist und beginnt Drogen zu nehmen.
Nach einem One-Night-Stand, der alle Erinnerungen and die Geschehnisse in Cash Creek wieder aufkeimen lässt, beschliesst Crystal, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und macht sich auf den Weg nach Cash Creek. Sie will die Schweine umbringen.

Ihre Nichte, Skylar, Jamies Tochter, beginnt sich Sorgen zu machen, als ihre Tante, weder auf Anrufe noch SMS reagiert. So klaut sie sich den Schlüssel zu Crystal's Wohnung vom Bund ihrer Mutter. In der Wohnung schaut sie sich den Browserverlauf des Notebooks an und findet heraus, dass Crystal nach einer bestimmten Farm in Cash Creek gegooglet hat.
Sie tischt ihrer Mutter auf, sie würde mit einer Freundin in die Ferien fahren, macht sich aber auf nach Cash Creek, um ihre Tante zu finden. Unterwegs nimmt sie eine Anhalterin mit, von der sie schlussendlich bestohlen wird.
Auf der Farm, die mittlerweile Brian und Gavin gehört, findet sie Arbeit - und ihre Tante Crystal, die in Gavin's Haus in einem Zimmer eingesperrt und ans Bett gefesselt ist. Genau wie damals, wurde sie wieder misshandelt.
Als Crystal in Cash Creek angekommen war traf sie auf Gavin. Als sie bemerkte, dass er sie nicht wieder erkannte, schlug sie ihm vor, zusammen zum See zu fahren, wo sie ihn erschiessen wollte. Gavin kam ihr jedoch zuvor und schlug sie nieder.
Schliesslich schnappt er sich auch Skylar, als er diese in seinem Haus vorfindet. Schnell wird ihm klar, dass sie Brian's Tochter ist und so zieht er seinen Bruder damit auf. Brian ist alles andere als erfreut, da er eine Frau und zwei Kinder hat und mit der Brut der Vergewaltigung von damals nichts anfangen will. Er beschliesst, die beiden zu töten.
Gavin gefällt die Idee seines Bruders nicht, worauf es zum Streit zwischen den beiden kommt. In dem Moment gelingt Skylar die Flucht. Crystal bleibt zurück im Haus, da sie Gavin töten will, was ihr schlussendlich gelingt. Jedoch bezahlt sie dafür mit ihrem Leben.
Als Skylar das Haus verlässt, erreichen Dallas und Jamie das Anwesen. Dallas hält Crystal in den Armen, während diese ihren letzten Atemzug aushaucht.

Die neuen Besitzer der Farm, auf der die Mädchen aufgewachsen sind, haben gründlich ausgemistet und dabei die Leiche des Vaters entdeckt. Jamie und Dallas werden verhört. Obschon der Polizist ahnt, dass etwas nicht stimmt, weichen die beiden nicht von ihrer Geschichte ab, dass ihr Vater sich mit Courtney gestritten hatte und diese meinte, es würde nicht mehr vorkommen und den Vorschlag machte abzuhauen...


Herzlichen Dank an die Verlagsvertretung des Fischerverlags für die Zustellung des Rezi-Ex.

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stephen king, arthur conan doyle

Stephen King : Geschichten aus der Schattenwelt - Das neue Meisterwerk des Grauens

Stephen King
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.01.1993
ISBN B006MVI5JE
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Wertung: ★★★★☆ 4/5

Autor: Stephen King u.A.

Titel: Geschichten aus der Schattenwelt

OT: Tales from the darkside, 1991

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 9782404133468

Deutsche Erstausgabe: 1991

Seiten: 154

Einband: Kartoniert

Genre: Horror





- Geschichten aus der Schattenwelt - 
- Film-Erzählungen -
- nach dem Film von George A. Romero - 
Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, ob ich dieses Buch als Ganzes bei meinem King-Projekt rezensieren sollte oder nicht. Bastei Lübbe hat das Buch perfekt vermarktet: Schreib einfach den Namen des Grossmeisters des Horror in riesigen Lettern auf das Cover und die Menschen werden es kaufen.
Diese Ausgabe wanderte 1998 vom Kiosk in meinen Besitz über. Damals kannte ich die Verfilmung, wusste aber nicht, dass nicht das ganze Werk vom Grossmeister stammt. Es hat mich damals auch nicht sonderlich interessiert.

Diese Ausgabe mit Film-Erzählungen ist perfekt geeignet für die Rubrik Buch VS Film. Irgendwann wird es da auftauchen. Denn einiges wurde verändert - weniger von King's Höllenkatze, dafür umso mehr von Doyle's Lot Nr. 249. Aber dazu später...

Der Zwangsneurose halber, werde ich die Reihenfolge einhalten. So findet Ihr die Rezi zu King's Höllenkatze in der Mitte.

Geschichten aus der SchattenweltEine fantastische Einleitung bezüglich der anderen Welt. Einer Welt, in der alles möglich ist... und in dieser Welt kommt Betty gerade von Einkaufen zurück. In ihrer Küche befindet sich eine Tür, hinter der ein kleiner Kerker versteckt ist. Darin hält sie den kleinen Timmy gefangen, den sie für ihre Dinnerparty noch zubereiten und im Ofen garen muss. Betty macht nicht den Anschein einer irrsinnigen Kannibalin. Ganz im Gegenteil. Sie wirkt wie die perfekte Nachbarin. Eine Art Bree Van de Kamp. Als ob es das Normalste der Welt wäre, berichtet sie Timmy, dass ihr nur noch wenig Zeit bleibt, denn schliesslich dauere das Garen seines Körper auch seine Zeit. Der verängstigte Timmy will Zeit schinden und liest ihr drei Geschichten aus dem Buch "Tales from the Darkside" vor:
Arthur Conan Doyle - Lot Nr. 249    4/5"Mit letzter Sicherheit wird man wohl nie erfahren, was zwischen Edward Bellingham und William Monkhouse Lee geschah und was das Grauen ausgelöst hat, das Abercrombie Smith widerfuhr."Im Mai 1884 bewohnten drei junge Männer, je ein Zimmer im Studentenwohnheim. "Zu ebener Erde" wohnte der Diener oder Bursche Thomas Styles, der für die drei Studenten zu sorgen hatte. In der Turmspitze war Abercrombie Smith zu hause, unter ihm wohnte Edward Bellingham und im ersten Stock William Monkhouse Lee. Bellinhgham's Zimmer glich mehr einem Museum, denn einem Studentenzimmer. So war es auch Bellingham der das Unglück brachte. Dieses kam in Gestalt einer Mumie, die er erstanden hatte... Sprachlich wunderbar. Klassisch. Doyle eben. 53 Seiten
Stephen King - Die Höllenkatze   Auftragskiller Halston wird vom alten, an den Rollstuhl gefesselten, Drogan angeheuert. Als er erfährt, dass er für Drogan eine Katze umbringen soll, glaubt er erst an einen schlechten Scherz. Drogan erzählt ihm dann, wie die Katze verantwortlich für den Tod sämtlicher Hausbewohner gewesen ist und fürchtet nun um sein eigenes Leben. Halston denkt sich erst, dass es ja nicht so schwer sein kann, eine Katze zu töten, muss dann aber auf bestialisch grauenhafte Art erfahren, was es heisst, sich mit diesem Teufel anzulegen... Eine sehr düster gehaltene und recht blutige Erzählung vom Grossmeister des Horrors, die nicht gerade ein gutes Licht auf Katzen wirft. Etwa ein Licht in der Art, wie Spielberg's Verfilmung von Benchley's JAWS es auf den Weissen Hai geworfen hat. 29 Seiten
Michael McDowell - Der Schwur des LiebendenGenau wie Betty's ist es auch meine Lieblingsgeschichte in diesem Buch und in diesem Episodenfilm. Wer mag Gargoyles nicht? Als ich ein Kind war, gab es eine Zeichentrickserie die von Gargoyles handelte. *schwelg*Der mittellose Künstler James Preston wird nach einem Barbesuch, wo sein Agent ihm den Untergang prophezeit hatte, Zeuge, wie der Barbesitzer von einer geflügelten Bestie in Stücke gerissen wird. Er fleht um sein Leben. Die Bestie lässt ihn am Leben und nimmt ihm den Schwur ab, niemals jemandem von dieser Nacht zu erzählen. Kaum ist die Kretaur verschwunden, taucht eine fremde Frau in der Dunkelheit auf. Preston nimmt sie mit nach hause, da er sie vor der Kreatur beschützen will. Wie es nicht anders hätte sein können, entwickelt sich zwischen den Beiden eine Liebesgeschichte, die soweit geht, dass sie heiraten und Kinder kriegen. Preston ist mittlerweile ein begnadeter Künstler, um den sich alle reissen. Schliesslich bricht er den Schwur und erzählt seiner Carola, alles, was damals in jener Nacht geschehen ist und hat keine Ahnung von dem Grauen, das er mit seinen Worten entfesselt hat... 47 Seiten

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richard laymon, halloween, wird in die länge gezogen, ende ???, horror

Das Haus

Richard Laymon ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453676480
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung:
★★★☆☆ 3/5

Autor: Richard Laymon

Titel: Das Haus

OT: Allhallow's Eve, 1985

Verlag: Heyne Hardcore

ISBN: 9783453676480

Deutsche Erstausgabe 04/2016

Seiten: 272

Einband: Taschenbuch

Genre: Horror

Dazu passt:


"Tritt ein ... bring Tod herein"
Als Fan von Teen- und Halloween-Horror kam dieses Buch gerade recht. Halloween in Ashburg. Ein zunächst Unbekannter lädt zu einer Halloweenparty im leerstehenden und gruseligen Sherwood-Haus, wo vor einigen Jahren eine Familie abgeschlachtet worden ist. Zunächst will nur einer auf jene Party gehen, doch aufgrund von zwei bescheuerten Teenagern kommt es soweit, dass sich nahezu jeder Teenager und einige andere im Sherwood-Haus einfinden, wo das Blutbad bereits begonnen hat. Ein Blutbad à la Richard Laymon.

Kurz gesagtBereits der Anfang des Buches ist wunderbar geschildert. Ein Haus neben dem Friedhof, wo Bodennebel aufzieht. Nacht. Eine alte Dame, die nach ihrer Katze sucht. Unheimliche Geräusche... Ein Mörder, der sich herumtreibt... Die Hauptfigur ist Eric, der Sohn einer alleinerziehenden Mutter Cynthia, die gerade eine Beziehung mit dem hiesigen Polizisten  Sam Wyatt angefangen, diese aber vor ihrem Sohn verheimlicht hat. Dieser ist alles andere als begeistert und möchte, dass seine Mutter wieder mit seinem Vater zusammen kommt... Dann bekommt jeder Teenager und ein paar der Lehrkräfte eine Einladung zur Halloweenparty im Sherwood-Haus. Es zieht sich hin, bis endlich etwas passiert - wie bei Laymon so üblich. Für Horrorfans ist die Geschichte absehbar. Für andere steckt sie wohl voller Überraschungen. Eine nette Unterhaltung für zwischendurch, mit erstaunlich wenig Blut und noch weniger Gliedmassen, was für Laymon doch recht untypisch ist.Wie so oft bei Lamyon haben wir auch hier zu viele Personen, zu viele Nebenhandlungen und zu viel Blabla.Wieso steckt Eric's Vater in einem Gorilla-Kostüm?Meiner Meinung nach hat Laymon den Schluss versaut, weshalb die Gesamtwertung bei drei Sternen bleibt. Da hätte man wahrlich mehr draus machen können... 
FehlerAuf Seite 19 ist erstmals die Rede von Eric Prince, bei dem wir dann plötzlich überlegen, ob Eric nun doch weiblicher Natur ist, oder möglicherweise ein Zwitter? Darauf wird jedenfalls nicht eingegangen. Zu lesen steht: "(...) Dann wäre Eric einsam und verlassen. Eine Waise."
Auf Seite 96 lernen wir die vierköpfige Familie Horner kennen:Lynn Horner : MutterHank Horner : VaterJohn Horner : älterer SohnMike Horner : jüngerer SohnJoe Horner : ? Wenn man sich die Mühe macht und die Seite noch einmal liest, wird einem klar, dass der ältere Sohn abwechselnd John und Joe heisst. Nett.
Zusammfassung (gefüllt mit Spoilern)Wie bereits erwähnt, ist der Einstieg schlichtweg genial. Die Atmosphäre bei Nacht auf dem Friedhof könnte unheimlicher kaum geschildert werden. Nach dem der Leser sich selbst seiner Verwirrung über die Namen der Hornersöhne entledigen musste, wird die Familie gleich abgestochen. Wie schön. Kurz darauf brennt das Haus der Horners ab. Dem Leser ist rasch klar, dass der Mörder der Familie Sherwood zurück gekehrt ist. Dies wird aber noch zu verschleiern versucht. Überraschend ist, dass eben dieser Mörder der Vater von Eric Prince ist. Eric und er treffen sich im Sherwood-Haus, um über die Halloweenparty zu sprechen. Der naive Eric ahnt natürlich nicht, dass sein Vater die halbe Stadt abschlachten will und ist so ganz erstaunt, als er dies während der Party begreift. Ab Seite 262 geht dann endlich das Gemetzel los. Köpfe werden abgeschlagen, Menschen werden erschossen und Frauen werden vergewaltigt. Ganz nach Laymon eben. Auf Seite 268 ist es definitiv, dass Eric's Vater der Sherwood-Killer ist. Der Epilog auf Seite 272 hätte schlechter kaum sein können. Eric's Vater stirbt im Krankenhaus und Cynthia war seine Helferin - der dritte Gorilla. Irgendwie ist mir entgangen, wer der zweite Gorilla war o_O

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festa verag, splatter, erotik, horror, mord

Schänderblut

Wrath J. White
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 10.06.2013
ISBN 9783865522191
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung: ★★★☆☆ 3/5

Autor: Wrath James White

Titel: Schänderblut

OT: Succulent Prey, 2008

Verlag: FESTA

ISBN: 9783865522191

Deutsche Erstausgabe: 2013

Seiten: 332

Format: Taschenbuch

Genre: Horror, Thriller, Komödie





"Wenn das Licht anging, kamen die Schmerzen zurück." 

Eine gute Freundin von mir, verschlingt die Bücher vom FESTA-Verlag geradezu. Mein Favorit ist bisher noch immer Eine Nacht im Keller von Nate Southard. Das Labyrinth der Puppen war ja dergestalt schlecht geschrieben/übersetzt, dass ich seither immer erst Einblick in die zur Verfügung gestellte Leseprobe nehme. So auch bei Schänderblut vom Zorn James White.
Wenn sich ein Autor selbst den Namen Zorn verleiht, dürfte man eigentlich bereits davon ausgehen, dass seine Bücher genau so seicht sind, wie der Name. Und so kommen wir zu meiner Meinung zu Schänderblut.

Zorn James Wrath ist hier ein bisschen vom logischen Weg abgekommen. So haben wir eine Frau, deren Nippel abgebissen werden, auf den nächsten Seiten, sind sie aber wieder (nachgewachsen?) jedenfalls wieder vorhanden, um ein paar Seiten weiter, wieder nich mehr vorhanden zu sein.
Alicia wird von Joe ans Bett gefesselt. Sie liegt auf dem blutgetränkten Laken und hat keine Chance, sich zu befreien. Und doch befindet sie sich nachher plötzlich im Badzimmer kauernd.

Wir haben in diesem Buch die pure Obsession von Fleischeslust in zweierlei Art. Kannibalsimus und Sex. Es gibt sogar ein Rezept dafür, wie man eine Frau, am besten zubereitet und kocht.
Zorn James Wrath hat sich wahrlich bemüht, etwas Ekelhaftes zu erschaffen, scheitert aber durch all die Klischees und die mühselig hingeschmierte "Liebesgeschichte".
Alicia's praller Arsch wird dermassen oft beschrieben, dass man fast zu schreien anfängt. Der Leser versteht beim ersten Beschrieb bereits, dass Alicia's Arsch in Joe's Augen perfekt ist.
Wenn man den anfänglichen Ekel überwunden hat, kommt man nicht umhin zu lachen. Die ganze Handlung ist lächerlich und an den Haaren herbeigezogen. Des Weiteren ist alles absehbar und wie bereits erwähnt, trieft das Buch vor Klischees.
Wir haben einen Polizisten, der so beschrieben wird, dass man direkt an SHAFT denkt. Etwas weiter unten im Text, wird er dann auch als "Shaft für Arme" bezeichnet.
Die Männer strotzen nur so vor Testosteron und sind bestens bestückt, sodass jeder Hengst daneben neidisch werden würde.

Kurz gesagt, eine nette Unterhaltung. Nicht mehr und nicht weniger. 

Zusammenfassung- Achtung Spoiler - 
In der Einleitung lernen wir den kleinen Joey kennen, der gerade üüübelst von Damon Trent gefoltert wird. Joey ist das einzige von Trents Opfern das überlebt hat. Wieso Damon ihn hat laufen lassen, erfahren wir jedoch nicht.
Joey, nun ein Student, glaubt sich infiziert. Er hat die These aufgestellt, dass Serienkiller, von einer Art Virus befallen sind, den sie an ihre Opfer weitergeben. Ähnlich, wie in Vampir- und Werwolfsagen muss der, von dem das Virus erstmalig ausgegangen ist, vernichtet werden, damit man selbst von dem Fluch befreit ist - oder von dem Virus. Was in dem Fall aber kein Virus sein kann und dann wohl doch eher als Fluch zu bezeichnen ist.
Joe wirkt aufgrund seiner muskulösen Gestalt und dem finsteren Blick furchteinflössend. Auch seine Äusserungen während der Vorlesungen machen das nicht besser. Selbst seine Professoren empfinden Unbehagen durch seine Präsenz.
Schliesslich kommt Joe nicht mehr gegen den Drang, Menschenfleisch zu kosten, an. Zwar geht er zu Treffen einer Selbsthilfegruppe, um mit seiner Psychose fertig zu werden, jedoch merkt er schnell, dass sich diese Leute an den Geschichten/Beichten der anderen aufgeilen - und so tritt Frank in den Mittelpunkt. Ein dürrer Sexsüchtiger, der jede Woche eine neue Geschichte hervorbringt, wie er gepeinigt worden ist und wie sehr es ihm gefallen hat.
Joe ist in einem Forum für Kannibalen angemeldet und erhält diverse Nachrichten, von der aber nur eine Ernsthaftigkeit ausdrückt. Sie kommt von Frank, der nicht weiss, dass er sich eben Joe ausgeliefert hat. Es kommt zu einem Treffen, wo Joe Frank ein Stück aus dem Hintern schneidet und es verspeist. Die Beschaffenheit, der Geschmack und Geruch von Menschenfleisch bringen Joe derart in Ekstase, dass er während dem Verzehr abspritzt. Man kann es kaum glauben, aber sogar Frank kommt so weit - mit einem klaffenden Loch im Allerwertesten. Joe ist sich sicher, wenn Frank bleibt, verspeist er diesen ganz und dirigiert ihn zum Gehen.
In einem Swingerclub trifft Joe auf Alicia, die Frau seiner Träume - und ab hier hat Zorn James White es versaut!
Was zu Beginn Entsetzen im Leser hervorgerufen hat, endet in einer seichten Liebesgeschichte. Joe will Alicia verspeisen, die Liebe zu ihr hält ihn aber vorerst davon ab. Alicia ist das pure Klischee. Verzweifelt, sexsüchtig und geht mit einem Fremden, Joe, nach hause. Nach hemmungslosem Sex wird sie ans Bett gefesselt. Es wird beschrieben wie Joe ihre Nippel abbeisst. Guten Appetit. Ein paar Seiten weiter, hat Alicia ihre Nippel wieder und dann wieder nicht mehr. Ähm ja?
Joe verspeist eine Bibliothekarin, während Alicia ans Bett gefesselt ist. Als er sie fertig verspiesen hat, kauert Alicia in einer Ecke des Badezimmers. Hallo Logik?
Damon sitzt in der Psychiatrie und spürt, dass Joe ihn besuchen wird. Er spürt, dass Joe auf dem Weg zu ihm ist und lässt ihn auf die Besucherliste setzen. Hellsichtig ist er allerdings erst in der Geschlossenen geworden.
Frank sucht Joe in dessen Apartment auf und findet Alicia auf dem blutgetränkten Laken, ans Bett gefesselt vor. Natürlich wird er von Joe überwältigt. Wie absehbar. Joe nimmt Frank und Alicia mit auf den Weg zu Damon Trent. Alicia, die trotz des Verlusts ihrer nachwachsenden Nippel, Liebe für Joe empfindet, schwört, dass sie ihn unterstützen wird. Joe ist dabei Frank zu verspeisen. Wie er dessen Hodensack aussaugt wird wunderbar detailliert beschrieben. Dann kommt ein weiterer Höhepunkt des Abstrusen. Frank ist derart schwer verletzt und hat zahlreiche Wunden, die entzündet sind, sodass er weiss, dass er sterben wird. Er bittet Joe, ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen: Er möchte bei lebendigem Leib gegrillt und von Joe komplett aufgegessen werden.
Es wird beschrieben, wie Joe (Hach diese Zufälle immer!) eine 2m lange Metallstange findet und Frank damit pfählt. Joe zeigt Mitgefühl und fragt Frank, ob er ihn nicht doch vorher töten solle. Nein. Langsam stösst er die Stange/den Pfahl in Frank's Rektum und durch dessen Innereien. Kurz vor dem Herzen fragt er nochmals, ob er ihn töten solle. Nein. Die Stange tritt durch Frank's Schulter wieder aus. Auf dem Platz befindet sich eine Grube (wieder so ein Zufall), sodass er Frank mühelos grillieren kann. Es heisst, dies sei die beliebteste Sterbeart unter Menschen, die gefressen werden wollen. Natürlich! Wer träumt nicht davon gepfählt und geröstet zu werden?
Frank's Haut wird von den Flammen geröstet. Joe beginnt ihn zu verspeisen und er sieht, wie sich ein Lächeln auf Frank's Gesicht ausbreitet, ehe er stirbt.
Alicia kommt auf Joe zugekrochen. Sie ist angewidert und erregt zugleich. Nun isst auch sie ein Stück von Frank, während sie von Joe gefickt wird.
Danach steigen die Beiden in einem Motel ab, wo er seiner Gier verfällt und Alicia beide Monsterbusen abbeisst. Die wachsen erstaunlicherweise nicht mehr nach... o_O Joe bringt Alicia ins Krankenhaus und stattet Damon einen Besuch ab. Hinterher ruft er bei seinem Professor an, um diesem zu schildern, dass seine Theorie richtig war. Joe wird derzeit von seinen zwei Professoren und der Polizei gesucht.
Nachdem er Damon getötet hat, wird Joe klar, dass nicht Damon der Obervampir war, sondern, dass dies sein Vater war. Joe macht sich auf zum Haus seines Vaters. Dort erfährt er, dass sein eigener Vater Kinder entführt hatte. Die Meisten hatte er wieder freigelassen. Darunter war Damon Trent. Natüüüürlich...
Als die Polizei eintrifft, ist Joe's Vater bereits tot. Aus dessen Keller werden, ähnlich wie bei Gacy, Leiche um Leiche geborgen.
Alicia wundert sich nicht, als Joe plötzlich in ihrer Wohnung steht. Sie ist keine Frau mehr. Aha. Sie bittet Joe, sie zu verspeisen. Voll und ganz. Von Kopf bis Fuss. Joe kommt ihrem Wunsch nach. Die Polizisten, die vor Alicia's Apartment hätten Wache schieben sollen, hatten geschlafen. Sie bekommen jedoch Joe in die Finger und führen diesen ab.
Joe sitzt hinter Gittern und dient als Versuchskaninchen, aufgrund seiner Virus-Theorie. Er erhält Besuch, vom Aktmodell, welches er damals an der Uni malen sollte. Er hatte sie gemalt. Auf seiner Leinwand war das reinste Blutbad. Ein Massaker. Ihr hatte das gefallen. Sie bringt Joe ein Geschenk mit. Sie hatte sich einen ihrer Nippel abgetrennt und Joe zum Verspeisen mitgebracht.
Ende. 

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splatter, horror, festa verlag, bedrohlich, ekel

Sein Schmerz - Extrem

Wrath James White
E-Buch Text: 92 Seiten
Erschienen bei Festa, 26.10.2013
ISBN 9783865523020
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Wertung: ★☆☆☆☆ 1/5

Autor: Wrath James White

Titel: Sein Schmerz

OT: His Pain, 2011

Verlag: FESTA

ISBN: Keine, da FESTA eXtrem

Deutsche Erstausgabe: 2013

Seiten: 122

Format: Taschenbuch

Genre: Horror, Thriller, Komödie






"Welcher Dämon der Hölle
hat dich in seinem Zorn geschaffen?" 
- Homer Simpson

"Wenn Wrath James White Dich icht erschaudern lässt, dann sitzt Du am falschen Ende des Leichenwagens."
- Jack Ketchum
Demnach sitze ich auf der falschen Seite. Wie kann man nur einen derartigen Stumpfsinn hinschmieren und auch noch verlegt werden?

Zorn beschreibt das Schicksal des 17-jährigen Jason, der an Hypersensibilität leidet. Sonnenlicht bringt ihn fast um (erinnert uns das nicht an den schnuckligen Gizmo aus Gremlins?), sodass sein Zimmer abgedunkelt ist. Berührungen und sogar Stimmen verursachen Höllenqualen und so fristet er den Grossteil seines Lebens in einem Leichensack aus Latex, in dem er vor seiner Umwelt geschützt ist. 
Seine Mutter findet eine Art Wunderheiler, den sie sogleich einfliegen lässt. Dieser "therapiert" Jason soweit, dass er sich nachdem er durch die Hölle gegangen ist, sogar auf die Strasse traut. Er versteht es nun, seinen Schmerz zu kontrollieren.
Natürlich findet Jason gleich eine Freundin, mit der er dann in einem schäbigen Hotelzimmer unterkommt. Sie geht anschaffen, um die Miete bezahlen zu können. Als Jason das bewusst wird, tut er, was er tun muss.
Er hinterlässt ein Blutbad, welches vollkommen absehbar ist.

Jeder Schritt ist absehbar und wenn nicht, dann einfach nur stumpfsinnig. Ich habe noch nie einen derartigen geschriebenen Dünschiss gelesen.

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wald, mord, vietnam, feue, fra

Jagdtrip

Jack Ketchum , Urban Hofstetter , Marcus Jensen
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453677067
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung: ★★☆☆☆ 2/5

Autor: Jack Ketchum

Titel: Jagdtrip

OT: Cover, 1987

Verlag: Heyne Harcore

ISBN: 9783453677067

Deutsche Erstausgabe 2016

Seiten: 349

Einband: Kartoniert

Genre: Thriller





Dann hat man alle Bücher von Jack Ketchum gelesen und freut sich riesig auf ein *neues* Werk von ihm und erhält dann das...
Jagdtrip ist eines von Ketchum's frühen Werken. Während dem Lesen wird einem klar, warum HEYNE erst alle anderen verlegt hat. Was für ein pseudotragisches, inhaltloses und so komplett nichtssagendes Buch, wir hier doch vor uns haben.
Im Vorwort erzählt uns der Autor, dass er selbst nicht in Vietnam war und dennoch wollte er darüber schreiben. Wäre er dort gewesen, hätte er möglicherweise eine bessere Story zuwege gebracht... Wir werden es nie erfahren.


Jagdtrip in a nutshellEin Vietnamveteran lebt, wie einige andere Vetetanen, nun in den Wäldern und pflanzt Marihuana an. Hätte Garland "The Beach" nicht erst 1996 geschrieben, hätte ich behauptet, Ketchum hat abgekupfert. Jedenfalls wird er von seiner Frau verlassen und bleibt allein mit dem Hund zurück. Er verliert sich mehr und mehr in Erinnerung und seinem eigenen Wahnsinn des Vietnamkrieges.
Als einige prominente Camper auftauchen, nimmt die Handlung laymon'sche Züge an, nur dass sie noch plumper ist, als jene Laymon's.
Wer Wer Thoreau's "WALDEN" gelesen hat, erkennt was Ketchum hier kläglich versucht hat und womit er gründlich gescheitert ist.


ZusammengefasstJagdtrip ist so gar nicht Ketchum. Mann mit Hund haben wir später in Blutrot wieder, welches ein wahrhaft geniales Buch von ihm ist. Hier jedoch gelingt ihm die Tiefe nicht. Die Beziehung zwischen Lee und dessen Hund Pawlow ist halb so gut beschrieben, wie vom Autor gewollt. Auch versucht er sich in einem Drama, als Lee von seiner schwangeren Frau verlassen wird und fortan der Einsamkeit frönt. Da Ketchum etwa so viel über die Geschehnisse in Vietnam weiss, wie ich, bleibt die Story oberflächlich. Die Erinnerungen des Soldaten erinnern an Oliver Stone's Platoon. der 1986 erschienen ist.
Plötzlich sind wir fernab der Wälder in der Stadt, wo wir das Model Michelle haben, die eine Affäre mit Kelsey hat, der mit Caroline verheiratet ist, die das alles duldet. Die drei machen mit weiteren drei Freunden, Alan, Ross und Graham, schliesslich, nach viel Blabla, einen Ausflug in die Wälder.
Michelle : Model
Caroline : steinharte, frigide Karrierefrau
Kelsey : Schriftsteller
Ross : Neidisch auf Kelsey's Erfolg
Graham : Fotograf
Alan : Agent/Manager
Die Personenbeschreibungen sind so gar nicht typisch für Ketchum. Es scheint hier, als hätte er zu viel Laymon gelesen, erwartet und bekommt man so etwas doch stets vom guten Richard Laymon zu lesen. Auch die Kulisse als Gejagte in den Wäldern erinnert stark an Laymon.
Unschuldige Menschen gehen in der Wildnis campen und werden von einem Irren gejagt und ermordet (grösstenteils).
Um den Anschein zu erwecken, er habe ein wenig Ahnung vom Vietnamkrieg, beschreibt Ketchum ein paar "vietcong-typische" Fallen. Einer dieser Fallen fällt sogar ein anderer Veteran zum Opfer.
Auf den ersten 200 Seiten passiert einfach nichts. Wir haben klischeebehaftete Vietnam-Backflashs, Personen- und Dramabeschreibungen. Punkt. Auf Seite 212 gibt es dann endlich das langersehnte erste Opfer. 10 Seiten weiter haben wir das zweite Opfer. Schliesslich haben wieder 40 Seiten, in denen er kläglich versucht Spannung aufzubauen und kläglich scheitert. Wieder haben wir ein Vietnam-Backflash. Das selbe, das wir vor wenigen Seiten schon einmal hatten - nur ein wenig anders erzählt.
Die Cervelat-Promi-Camper irren, teils verletzt, durch die Wälder auf der Suche nach der rettenden Strasse. Auf ihren Fersen ist Lee. Und noch immer kommt keine Spannung auf. Schliesslich kommt es zum Showdown, der etwa so glaubwürdig ist, wie jener in Dan Brown's Davinci-Code... *gääähn*.

Den Schluss hat Ketchum so richtig versaut. Andererseits, ist das ganze Buch nicht gerade grossartig, da war mit einem miesen Ende eigentlich schon zu rechnen.

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stephen king, horror, telekinese, mobbing, carrie

Carrie

Stephen King
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.11.2013
ISBN 9783404169580
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Wertung: ★★★☆☆ 3/5

Autor: Stephen King

Titel: Carrie

OT: Carrie, 1974

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 9783404131211

Deutsche Erstausgabe: 1987

Seiten: 329

Einband: Kartoniert

Genre: Horror

Dazu passt: Feuerkind



- Diese Rezension ist bis zum bersten mit Spoilern gefüllt - 
"Bücher verändern sich, jedes Mal, wenn man sie liest", sagt Herr Koreander in Michael Ende's "Die unendliche Geschichte". Er hat recht. Als ich Carrie erstmals gelesen habe, es war irgendwann 2001, also vor gut 15 Jahren, empfand ich die Einschübe aus Verhör, Studien und Büchern als eXtrem störend. Heute, 15 Jahre später, betrachte ich sie als spannend und interessant - und dennoch ist meine Wertung wohl die gleiche, wie ich sie damals abgegeben hätte.
Mir ist es ein Rätsel, wieso King ausgerechnet mit diesem Werk der Durchbruch gelungen ist. Wieso "Carrie" als "Horror" bezeichnet wird, ist mir ebenfalls unerklärlich.
Das einzig schockierende, was in die Nähe von Horror und Grauen rückt, ist die religiöse Obsession von Carries Mutter, Margaret White.

In "Carrie" wird der Leidensweg der jungen Carietta White geschildert. Von einem süssen und hübschen kleinen Mädchen wandelte sie sich in einen übergewichtigen und pickligen Teenager, der als recht abstossend beschrieben wird. An jeder Schule braucht es einen Aussenseiter und an der Chamberlain High School ist es Carrie White.
Obschon sie bereits im Alter von 3 Jahren erstmals ihre telekinetischen Fähigkeiten nutzte, um Steine auf ihr Haus regnen zu lassen, tauchen diese Kräfte erst 13 Jahre später wieder auf. Auslöser, so wird im fiktiven Buch "Als der Schatten explodierte. Der Fall Carietta White: Dokumentierte Tatsachen und spezifische Schlussfolgerungen", Tulane University Press, 1981 von David R. Congress, erwähnt, sie wahrscheinlich das Einsetzen der Periode und die damit verbundene Tortur gewesen.
Carrie, die erstaunlicherweise, nie zuvor etwas von der Periode gehört hat und in dem Glauben erzogen worden ist, nur schlechte Frauen bekämen Brüste aka Schmutzigekissen, ist geschockt und glaubt zu verbluten, als sie erstmals ihre Tage bekommt. Dies im Duschraum nach dem Sportunterricht. Ihre Mitschülerinnen machen sich, einmal mehr, einen Spass daraus und bewerfen Carrie mit Tampons und Binden. Dazu brüllen sie unentwegt "Stopf es zu!"
Angeführt werden sie von Chris Hargensen, die einen unerklärlichen Hass auf Carrie hat/bekommt.
Die Sportlehrerin Miss Desjardin kommt hinzu und ist fassungslos, als sie realisiert, dass Carrie zu Tode verängstigt ist und glaubt sterben zu müssen.
Carrie sitzt im Büro des Schuldirektors, wo sie mittels Telekinese einen Aschenbecher zu Boden springen lässt und wird schliesslich nach hause geschickt. Miss Desjardin bestraft die Mädchen, in dem sie sie zum Nachsitzen verdammt. Nachsitzen auf dem Sportplatz. Wer schwänzt, darf nicht zum Abschlussball. Dies beeindruckt Chris Hargensen gar nicht und sie droht mit ihrem Vater, dem geleckten Herrn Anwalt, der später dann seinen Weg ins Büro des Schuldirektors findet und von diesem platt gemacht wird.
Chris ist vom Abschlussball ausgeschlossen, was sie natürlich daran hindert, dennoch dort zu erscheinen. Zusammen mit Billy Nolan, ihrem gegenwärtigen "Freund".
Sue Snell macht die Erfahrung, Mitleid mit Carrie zu empfinden. Sie fühlt sich schlecht, weil sie beim Tampon-Bombardement mitgemacht hat und überredet ihren Freund, Tommy Ross, mit Carrie zum Abschlussball zu gehen. Somit darf sie selbst nicht zum Ball gehen und empfindet dies als gerechte Strafe für ihre Tat.
Tommy geht schliesslich mit Carrie zum Ball und findet Gefallen daran.
Durch eine List, werden Tommy und Carrie zum Königin und Königin des Abschlussballs gekürt, worauf das Inferno beginnt.
Billy Nolan hatte zwei Schweine erschlagen und zwei Eimer mit deren Blut gefüllt. Diese beiden Eimer befinden sich über den Köpfen von Carrie und Tommy, die auf den Thronen sitzen und gefeiert werden. Billy ist mittlerweile so weit, dass er es gar nicht schlecht fände, wenn anstelle von Carrie, die er nicht einmal kennt, Chris dort unten sitzen und mit Schweineblut übergossen werden würde. Ihre Beziehung ist vorbei, das haben sie bereits zuvor gewusst, als sie aufeinander eingeprügelt hatten und Billy Chris schliesslich vergewaltigt hat.
Die beiden Eimer ergiessen sich über Carrie White, die mit geschlossenen Augen auf dem Thron sitzt. Sie verflucht sich innerlich, weil sie WIEDER auf ihre Mitschüler hereingefallen ist und es DOCH wieder nur ein Trick war, um ihr eins auszuwischen. Jemand aus der Menge schreit "Oh mein Gott, das ist ja Blut!" und Carrie hofft, dass dies nicht stimmen möge. Das diese klebrige Masse kein Blut ist. Jemand beginnt zu lachen, worauf Carrie die Augen öffnet und in die Menge starrt. Aufgrund ihres Starrens, beginnen weitere Mitschüler zu lachen und sie zu verhöhnen. Carrie schleudert Miss Desjardin, die mit offenen Armen auf sie zugehen will, an sich vorbei auf die Bühne und verlässt die Sporthalle.
Draussen besinnt sie sich eines Besseren und verschliesst die Türen. Sie schaut zu, wie ihre Mitschüler büssen. Flammen lodern, Menschen sterben. Sie alle sind gefangen in der Sporthalle. Einige Wenige können durch die Feuertüren entkommen - die wenigen, die überlebt haben. Alle anderen fallen den Flammen zum Opfer.
Carrie geht nach hause, zutiefst verletzt. Sie will nur zu ihrer Momma. Nach hause zu Momma. Margaret White erwartet ihre Tochter bereits, mit einem Messer in der einen Hand, welches sie Carrie in den Rücken rammt, ehe sie ihren Lebensatem aushaucht.
Carrie schleppt sich schwer verletzt durch den Garten und durch die Stadt, wo sie die Chance bekommt, sich an Billy und Chris zu rächen, in dem sie Billy's Auto mit über 70km/h in die Hausmauer einer Bar schleudert. Während Billy sofort tot ist, überlebt Chris schwerverletzt, ehe sie von den Flammen, des in Brand gesteckten Benzintanks, hingerichtet wird.
Carrie schleppt sich weiter durch die Strassen und bleibt auf einer Wiese liegen, wo sie letztendlich von Sue Snell gefunden wird. Carrie erfährt, dass Sue kein böses Spiel mit ihr getrieben hat, ehe sie stirbt.

So viel zu meiner Zusammenfassung. Horror bleibt aus. In meinen Augen ist "Carrie" ein Teenie-Drama. Eine Aussenseiterin wird immer wieder zum Gespött ihrer Mitschüler, bis das Fass überläuft und sie die Chance bekommt, sich für all die Schandtaten zu rächen.
Ganz ehrlich, wenn Ihr, meine treuen Leser, zurück denkt, an Eure Schulzeit. Gab es da nicht auch eine Carrie White? Möglicherweise ohne telekinetische Fähigkeiten. Oder auch in maskuliner Form. Aber sie war da. Ich kann sehr gut mit Carrie mitfühlen, da ich selbst auch mal die "Carrie" war. Später dann war ich eine von Chris Freundinnen bis ich schliesslich, gegen Ende meiner Schulzeit, zu Chris mutierte. Kurz gefasst, hätte meine Carrie telekinetische Fähigkeiten besessen, wäre ich einen Flammentod gestorben.
Darüber hinaus bin ich froh, dass wir damals, in den 90ern noch nicht über Youtube und Co verfügt haben. Ich wäre zu unaussprechlichen Grausamkeit fähig gewesen, denke ich.

Wie dem auch sei, die Sprünge zwischen der Geschichte, dem Verhör, diversen Zeugenaussagen und diversen fiktiven Büchern, machen das Lesen nicht immer ganz einfach, aber interessant und unterhaltend. Es ist mal etwas Neues!
Manche Kritiker behaupten, Stephen King hätte es geschafft, Carrie als unsympathischen Sündenbock hinzustellen. Au contraire. Ich habe Mitleid mit ihr empfunden. Den Tod hatte sie nicht verdient, aber wie hätte sie weiterleben sollen? Unter diesen Umständen?

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rache, psychothriller, sklaverei, minette walters, sklavin

Der Keller

Minette Walters , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.04.2016
ISBN 9783442484324
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Minette Walters schildert die Geschehnisse in diesem Haus, so dass man erst Mitleid mit der kleinen Sklavin Muna hat und man die Familie am liebsten selbst töten würde. Walters gibt sich die grösste Mühe, die Familie verabscheuungswürdig zu zeichnen. Sie zeigt auch die Sitten anderer Länder auf, wenn sie beschreibt, dass Ebuka die Hand gegen die Polizistin erheben wollte und sie angebrüllt hatte. Yetunde und Ebuka fluchen immer wieder über England. Wie schlecht dieses Land sei und dass ihnen in Afrika so etwas nie passiert wäre.
Als Olubayo nicht mehr zur Schule geht und eine Frau der Schulbehörde vor der Tür steht, flucht Ebuka wieder über das System in England und was sie sich eigentlich einbilde, er sei noch nicht einmal englischer Staatsbürger, also habe er sich von ihr nichts sagen zu lassen. Ebuka sieht vor lauter Groll nicht, dass es ihm eigentlich gut geht. Als Ebuka im Rollstuhl sitzt und von Muna gepflegt wird, entdeckt er seine Gefühle für sie. Er realisiert, dass er sie richtig mag und entschuldigt sich für alles, was er ihr angetan hat. In dem Moment möchte man diesen Typen am liebsten foltern. Er glaubt wirklich, Muna könne ihm das alles verzeihen, nur weil er ein paar Worte der Reue ausspricht.

Kurz und bündigEin genial durchdachter Psychothriller mit einer Heldin, die man einfach lieb haben muss. Durchwegs spannend und teilweise auch sehr sarkastisch. Einige Stellen sind recht brutal geschildert und möglicherweise nichts für schwache Nerven. 
Humor: 3/5Spannung:  5/5Brutalität:  3/5
Zum InhaltWir haben die Familie, Songoli, welche ihre Heimat Afrika verlassen hatte, um in England ein neues Leben anzufangen. Die gefrässige Mutter Yetunde, die vom (Fr)Essen und vom Geld nie genug haben kann, der Vater Ebuka, der als einziger arbeiten geht und sich über seine verschwenderische Frau aufregt, den ältesten Sohn Olubayo, der eine Leidenschaft für Pornos hat und den jüngeren Sohn Abiola, der verschwunden ist. Im gleichen Haus lebt auch der Familie Sklavin, Muna, die nach dem Verschwinden von Abiola, als Tochter ausgegeben wird. Yetunde hatte in der Zeitung von Muna gelesen und sie mitttels gefälschten Papieren aus dem Waisenhaus geholt. Im Haus der Songolis bewohnte sie den finsteren Keller, in dem sie regelmässig von Ebuka missbraucht und überhaupt von der ganzen Familie misshandelt wurde. Nach Abiolas Verschwinden durfte Muna ein Zimmer im ersten Stock beziehen und bekam erstmals schöne Kleidung, da die Polizei permanent im Haus war und niemand Verdacht schöpfen sollte. Yetunde hielt Muna für geistig zurückgeblieben und hätte nicht zu träumen gewagt, dass das Mädchen Englisch spricht und versteht. Yetunde ging davon aus, Muna verstehe nur Haussa. Natürlich hatte sie das Mädchen gründlich eingeschüchtert, ehe die Dolmetscherin der Polizei sie zu Abiolas Verschwinden befragen konnte. Die Polizistin ahnt, dass irgendetwas nicht stimmt... Kurz nach Abiolas Verschwinden hat Ebuka einen Unfall. Er stürzt die Kellertreppe hinunter und erleidet derart schwere Verletzungen, dass er nun an den Rollstuhl gefesselt bleibt. Yetunde beschimpft ihren Mann als Krüppel und kann nicht mit "dieser Schande" leben. Sie setzt sich mit ihrem Anwalt zusammen und hofft auf viel Geld. Sie kümmert sich nicht um ihren Mann, sondern überlässt Muna dessen Pflege. Ebuka realisiert, dass seine Frau sich von ihm abwendet und eigentlich hoffte, er wäre beim Unfall gestorben... Die Beziehung des Ehepaares Songoli wird durch Muna mehr und mehr vergiftet, bis sie sich nur noch streiten und Yetunde spurlos verschwindet. Ihre schönen Kleider und ihr Schmuck sind weg. So auch ein Reisekoffer und ihr Pass. Natürlich hat sie auch die Kreditkarten mitgenommen. Olubayo, durch seine Mutter vergiftet, hat keine Achtung mehr vor seinem Vater und macht sich über diesen lustig. Er gibt, wie Yetunde, ihm die Schuld an ihrem Elend. Als er glaubt, mit Muna allein im Haus zu sein, will er sie vergewaltigen, wird dann aber von seinem Vater mit einem Stock geschlagen und davon abgehalten. Olubayo wirft seinem Vater vor, er tue nur, was er selbst so oft mit der Sklavin gemacht habe. Es kommt zu einem riesigen Streit, nachdem auch Olubayo verschwindet. Auch in seinem Zimmer fehlen Kleidung und auch sein Reisepass ist weg. Für Ebuka steht fest, dass er mit seiner Mutter zurück nach Afrika gegangen ist. Seit Muna ihn pflegt, hat er gerne bekommen und sich bei ihr für seine Schandtaten entschuldigt. Er glaubt wirklich, sie habe ihm vergeben. Zwischenzeitlich hat Muna in der älteren Nachbarin Mrs. Hughes eine Freundin gefunden. Mrs. Hughes, eine ehemalige Lehrerin, glaubt, dass Muna misshandelt worden ist und da ihre Haut so viel heller ist, als die vom Rest der Familie, kann und will sie nicht glauben, dass Muna wirklich die Tochter von Yetunde und Ebuka ist. Ausserdem hat sie das Mädchen in den ganzen 6 Jahren, in denen sie nun Nachbarn sind nie gesehen. Nie wirklich. Höchstens mal eine Gestalt an einem Fenster. 
-Spoiler-Die Songolis hielten Muna für dumm und hätten nie geahnt, wozu dieses Mädchen im Stande ist. Es war Muna, die Abiola in den Keller gelockt und ihn dort hat ersticken lassen. Auch war es Muna, die Yetunde mit einem Hammer bearbeitet und die Kellertreppe hinunter gestossen hatte. Schliesslich hat sie auch Yetunde gezwungen, in den geheimen Raum zu kriechen, in dem Yetunde, nachdem sie ihren toten Sohn Abiola gesehen hatte, erstickt ist. Auch Olubayo hat sein Leben im Keller gelassen. Muna hatte alles perfekt geplant. Eine kleine Psychopathin, mit der man sich über ihren Triumph freut. ^_^
Abschliessend ist zu sagen: "Wer selbst misshandelt wurde, wird später auch misshandeln."

Würde ich noch als Filialmitarbeiterin in einer Buchhandlung tätig sein, würde ich Walters gleich im Stapel bestellen, und in der Bestsellerwand platzieren. Verdient hat es dieses Buch! 

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stephen king, horror, kurzgeschichten, grusel, king

Basar der bösen Träume

Stephen King , Ulrich Blumenbach , Bernhard Kleinschmidt , Karl-Heinz Ebnet
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.01.2016
ISBN 9783453270237
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Schicksal hat es so gewollt, dass ich mein Leseexemplar erst nach dem Erscheinungsdatum erhalten habe. Offensichtlich liegt ein Fluch auf mir. Denn bei REVIAL, war es auch schon so. Erst wollte mich das LEX nicht erreichen, obschon vom Vertreter für mich vorgemerkt und verschickt. Ja, die schwarzen Löcher gibt es auch im Buchhandel... Dann verbrachte ich eine Woche im Krankenhaus, da ein ALIEN in mir wuchs, welches dann aber herausgeschnitten wurde. Dieses ALIEN trägt den liebevollen Namen Appendix und bescherte mir unmenschliche Höllenqualen. Witzigerweise las ich zum Zeitpunkt, als die Schmerzen aufkamen, die Erzählung "Der kleine grüne Gott der Qual". Es war Zufall, aber sehr treffend. Zur Geschichte meiner ALIEN-Entfernung geht es hier: La vie de Navi - Erzählungen: Das ALIEN ist tot.

Auf über 700 Seiten kommen wir in den Genuss von 18 Kurzgeschichten und 2 Gedichten. Manche der Erzählungen gefallen einem besser, andere nicht so und von einigen ist man hin und weg und hätte gerne, dass sie länger wären. Man verfällt in diesen Modus der Depression, in welche man öfters verfällt, wenn man eine unschlagbare Geschichte / ein unschlagbares Buch gelesen hat.
Leider kann ich mit meinem Bekanntenkreis (noch) nicht über jede einzelne Erzählung in diesem Band sprechen, da die meisten, ihn noch nicht fertig gelesen haben -.-

Anders als in den anderen Anthologiensammlungen Stephen Kings, haben wir im Basar der bösen Träume, das Vorwort zur Erzählung nicht am Anfang des Buches gesammelt, sonder vor jeder einzelnen Erzählung. Das macht es irgendwie besonders. Man hat eine Geschichte gelesen und liest das Vorwort von King, in dem er stets etwas Persönliches preisgibt und startet dann mit der neuen Geschichte.
































Raststätte Mile 81    4/5Jene Kurzgeschichte hatte ich bereits rezensiert, nachdem ich sie im Januar 2015, also gut ein Jahr zuvor, als eBook gelesen hatte. Um diese Rezension nicht zu verfälschen, habe ich jene vom Vorjahr gar nicht erst angeschaut. 
Die Geschichte beginnt harmlos und idyllisch. Ähnlich wie Cujo. Der zehnjährige Pete Simmons schleicht sich, mit der neusten Ausgabe von American Vampire(ein Comic-Projekt, an dem King beteiligt war) zu der verlassenen Raststätte Mile 81. Es ist eine Art Mutprobe, will er doch seinem älteren Bruder und dessen Gang beweisen, dass er kein kleines Kind mehr ist und sich doch etwas traut. In dem verlassenen Restaurant betrinkt er sich und schläft auf einer fleckigen und ekelhaften alten Matratze ein. Man ahnt Böses... 
Während Pete seinen Rausch ausschläft, fährt ein schlammverschmierter Kombi auf den Parkplatz der Raststätte und öffnet eine Tür. Niemand steigt ein und niemand wird aussteigen... 
Jedes Kapitel trägt den Namen des nächsten Opfers. Man erfährt kurz etwas über die Personen, ehe sie sich, aufgrund ihres guten Samaritertums direkt in den Tod stürzen. Der Polizist, Jimmy Golding, muss unweigerlich an den Film Christine denken, als er sich dem Kombi nähert. -_^
Eine bitterböse, zynische und blutige Geschichte, die auch zum Lachen einlädt. Mir persönlich hat der Schluss nicht so ganz gepasst, weshalb ich hier 4/5 gebe. 

Premium Harmony   5/5Ray und Mary waren einst glücklich verheiratet. Doch wir lernen die beiden während der Autofahrt zur Mall kennen. Sie leben in Castle Rock, das als heruntergekommen beschrieben wird. Erinnern wir uns da nicht, an das Inferno, angerichtet von Leland Gaunt in "Needful Things"? -_^ Ray macht sich gedanklich über Mary's Übergewicht lustig und sie regt sich über Ray's Raucherei auf. Da Mary keine Kinder bekommen kann, hat Ray ihr einen Jack Russel gekauft, den sie auf den Namen Biznezz getauft hat. Ray's Gefühle für diesen Hund erinnern an jene von L.T. in der Erzählung L.T.'s Theorie der Kuscheltiere, enthalten in Im Kabinett des Todes. Ray und Mary streiten sich wegen eines violetten Balls, den Mary für ihre Nichte kaufen möchte. Ray gibt schliesslich nach und hält an dem Laden, damit Mary aussteigen und den Ball besorgen kann. Es dauert. Mary kommt nicht zurück, dafür eine Angestellte des Ladens, die auf ihn zu rennt und ihm bedeutet mitzukommen. Etwas wäre seiner Frau zugestossen. Ray geht mit und lässt Biznezz derzeit im Auto warten, wer hätte ahnen können, wie lange seine Abwesenheit dauert? 
Wie im richtigen Leben. Ein zankendes Ehepaar, Sarkasmus und die Ironie des Schicksals. Im Zentrum steht die Zigarettenmarke Premium Harmony. Diese Geschichte ist wahrlich amüsant, wenn auch tragisch. Der Schluss hätte besser nicht sein können. ^_^
NS: Manch einer mag Parallelen zu Cujo ausmachen. ^_^
Batman und Robin haben einen Disput   4/5Doug Sanderson sieht seinen Vater zweimal pro Woche. Sein Vater lebt in einem Altersheim und ist leicht senil. Doug führt den gebrechlichen alten Mann immer zum Essen ins gleiche Restaurant, wo er immer das gleiche Essen bestellt, es aber nicht mehr weiss. Eines Tages erinnert sich der Vater an den einen Halloween-Abend, an dem sie beide als Batman und Robin unterwegs waren und Doug ist begeistert und erstaunt. Auf dem Rückweg zum Altersheim wird Doug von einem Trucker geschnitten, dem er daraufhin dummerweise den Finger zeigt. Der Trucker steigt aus und verpasst Doug eine gehörige Abreibung. Dieser erhält jedoch plötzlich Batmans Hilfe... 
Der Schluss erinnerte mich ein wenig an X-Factor: Das Unfassbare. Da gab es eine Episode mit dem Titel Anatol. Ein alter, an den Rollstuhl gefesselter Mann, mit Arthrose und co, konnte sich genau für eine Nacht schmerzfrei und wie ein junges Reh bewegen. Einzig, um den Mord an seinem Sohn zu rächen... Seine zitternden Worte zum Sheriff "Ich bin Anatol, der Rächer."

Die Düne   5/5Der Richter, Harvey Beecher,  bewohnt einen Sitz in der Nähe einer Düne. Jedes Mal, wenn er mit dem Ruderboot zu jener Düne rudert, sieht er einen Namen in den Sand geschrieben stehen. Kurz darauf stirbt die Person mit diesem Namen. Eines Tages sind es hunderte Namen. Später sollte sich herausstellen, dass es sich um die Namen der Passagiere der TWA-Maschine handelte, die in den Everglades verunglückt ist. Eines Tages sieht der Richter einen ganz bestimmten Namen im Sand, was ihn dazu veranlasst, seinen Anwalt anzurufen, um sein Testament aufzusetzen... 
Eine wunderbar unheimliche Schauergeschichte. Gänsehaut pur, mit einem Schluss à la King! Fantastisch!  

Böser kleiner Junge   5/5Auch Böser kleiner Junge hatte ich im Jahr 2015 bereits als eBook gelesen und die Erzählung gefällt mir noch genau so gut, wie damals. 
George Hallas wartet auf die Todesstrafe. Er erzählt seinem Pflichtverteidiger Leonard Bradley seine Geschichte. Die Geschichte darüber, wie er im Todestrakt gelandet ist. Er beginnt in seiner Kindheit, als er so etwas wie eine Freundin hatte. Das Mädchen galt als zurückgeblieben, doch George mochte sie. Eines Tages krähte ein böser kleiner Junge, mit peinlicher Propellermütze, beleidigende Worte von einem Baum herab. Der Junge tauchte immer wieder auf, bis sich ein tragischer Unfall ereignete, der George's kleine Freundin aus dem Leben riss. Jahre später, als George den Jungen fast vergessen hatte, tauchte der wieder auf. Und wieder ereignete sich ein tragischer Unfall. Der böse kleine Junge tauchte immer wieder auf und immer wieder wurde ein von George geliebter Mensch aus dem Leben gerissen. Eines Tages hat George dann beschlossen, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Ein blutiges Ende... Nun soll er schliesslich wegen Mordes an dem kleinen Jungen, der nie identifiziert werden konnte, hingerichtet werden. Dass es sich bei dem Jungen, um keinen gewöhnlichen handelte, soll der Pflichtverteidiger bald an eigener Haut erfahren... In Gedanken bei George und dessen Geschichte, wird er vom absehbaren Grauen heimgesucht...
Böser kleiner Junge ist eine bitterböse und zugleich amüsante Erzählung. 

Ein Tod   3/5Eine Erzählung aus dem Wilden Westen, über die ich nicht so recht sagen kann, was ich von ihr halten soll. Jim Trusdale wird in seiner Hütte von Sheriff Barclay besucht. Trusdale wird wegen Mordes an Rebecca Cline verhaftet. Er bestreitet jedoch bis zum bitteren Ende, diese Tat nicht begangen zu haben, was dem Sheriff schlaflose Nächte bereitet... 
Eine Geschichte um eine Hetzjagd auf einen vermeintlichen Kindsmörder, der bestreitet, etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Stellenweise werden wir an John Coffey in The green Mile erinnert. 

Die Knochenkirche Ohne Wertung und Kommentar, da ein Gedicht schwer zu werten ist. -_^

Moral   4/5Chad und Nora, ein Ehepaar, dass sich wirklich noch liebt. Beide mit mittelmässigen Jobs, die sie geradeso durchs Leben kommen lassen. Nora arbeitet als Pflegerin für Reverend George Winston, von dem sie eines Tages ein unmoralisches Angebot erhält. Da der Reverend sein ganzes Leben lang nie etwas Böses getan hat, und er nun im Sterben liegt, möchte er endlich eine Sünde begehen. Da er körperlich nicht mehr dazu in der Lage ist, bietet er Nora satte 200'000 Dollar an, wenn sie für ihn eine Sünde begeht. Das Geld könnten sie gut gebrauchen, aber es muss einen Haken geben. Nora bespricht sich mit Chad und es ist klar, dass sie so etwas nicht machen wird. Nach einer schlaflosen Nacht, entscheidet sie sich jedoch anders. Sie beschliessen, dass Nora die Sünde für den Alten begehen und Chad sie dabei filmen wird. Leicht verdientes Geld. Jedoch hat keiner von ihnen mit den schwerwiegenden Folgen gerechnet...
Eine Erzählung über Moral und Geld und darüber, wie Geld sich auf den Charakter auswirken kann. Regt zum Nachdenken an... 

Leben nach dem Tod   5/5William Andrews erliegt am Nachmittag des 23. Septembers 2012 schliesslich dem Krebs, von dem er zerfressen wurde. Nach seinem Dahinscheiden landet er in einer Art Wartezimmer. Er erblickt ein Foto von einem Picknick, auf dem er lauter bekannte Gesichter sieht. Auf der Tür vor ihm steht ISAAC HARRIS, VERWALTUNG. Er betritt den Raum und trifft auf einen genervten Typen, der ihn auf das Leben nach dem Tod vorbereitet - mehr oder weniger zumindest. Besonders Markant an Harris' Büro ist die Rohrpost, welche schon zu Orwell's 1984 Zeiten, DIE Erfindung schlechthin gewesen ist. Harris erklärt Andrews, dass er nicht zum ersten Mal vor ihm steht. Er hat die Wahl. Entweder beendet er sein Leben hier und jetzt oder er wählt, es noch einmal zu leben. Mit der Chemotherapie und den Schmerzen seines Krebsleidens. Andrews denkt sich, wenn er sein Leben noch einmal leben könnte, dann würde er den Termin zur Darmspiegelung wahrnehmen und so den Krebs umgehen. Harris wird fast wahnsinnig und erklärt ihm, dass das alle immer sagen und doch endet es immer gleich! Schliesslich muss Andrews sich entscheiden... 
Eine ganz besondere Sicht, auf die Ereignisse nach dem Tod. Wie schafft King das immer? In Langoliers hat er die Zeitreise revolutioniert, mit dem Gedanken, dass man in die Vergangenheit oder eine Art Paralleluniversum reisen kann, dieses aber verlassen ist. Hier werden die Ereignisse nach dem Tod geschildert. Jeder Mensch hat eine Wahl. Will er sein Leben, genau so wie es war, noch einmal leben, oder will er endgültig den Schlussstrich ziehen? Was würde ich machen? Genau wie Andrews würde ich mir wohl einreden das Eine oder Andere anders zu machen. Vielleicht lebe ich mein Leben auch bereits zum 4. Mal? Schreibe diese Rezension zum 4. Mal? Mit genau den gleichen Worten und Überlegungen? Wer weiss das schon?
FANTASTISCH!

Ur   4/5Ich war es, die einmal gesagt hat, Stephen King hat zu jeder Lebenslange eine Geschichte geschrieben. Nun sogar eine über meinen Kindle. Nicht direkt über meinen, den meiner ist gewöhnlich schwarz und nicht rosa und meiner verfügt (glücklicherweise?) auch nicht über die Ur-Funktionen und doch sehe ich meinen Kindle nun mit anderen Augen... 
Wesley hat sich eben von seiner Freundin getrennt, oder sie sich von ihm. Um nicht weiterhin als altbackener Bücherwurm zu gelten, hat er sich einen Kindle bestellt. Er ist erstaunt, als dieser gleich eintrifft und in der Farbe Rosa ist. Im Internet sind die Leute überhaupt nicht up to date, sprechen sie in Foren doch darüber, dass es langweilig sei, dass es den Kindle nur in Schwarz gäbe. Wesley lädt sich die ersten Klassiker herunter und durchforstet seinen Kindle. Schliesslich stösst er auf die Ur-Funktionen, in denen er Bücher seiner Lieblingsautoren findet, die so nirgends verzeichnet sind. Erst denkt er, dass es sich um einen Fehler handeln muss, bis er schliesslich dahinter blickt... 
Wesley's Kindle ist quasi ein Portal zu diversen Parallelwelten. Schliesslich findet er eine, in der ihm die Zukunft vorhergesagt wird. Er berät sich mit seinen Freunden und sie kommen zur Übereinkunft, dass sie die Zukunft, so wie sie da geschrieben steht, ändern müssen. Allerdings hiess es in den AGBs, man dürfe unter gar keinen Umständen eingreifen... 
* ACHTUNG * SPOILER *Nachdem sie in das Geschehen eingegriffen haben, werden sie von der Paradox-Polizei aufgesucht. Deren Erscheinung, an jene der 10-Uhr-Leute aus Abgrund erinnert. Der Turm wird beiläufig erwähnt -_^ Und die Paradox-Polizei äussert sich wie folgt, was einen zum Nachdenken bringt: "Es ist dir nicht in den Sinn gekommen, dass eine der jungen Frauen in diesem Bus womöglich zur Serienkillerin werden und Dutzende Menschen umbringen könnte, darunter ein Kind, das sonst später im Leben ein Heilmittel gegen Krebs oder die Alzheimerkrankheit entdeckt hätte. Es ist dir nicht eingefallen, dass eine dieser Frauen eventuell den nächsten Hitler oder Stalin gebären würde, ein menschliches Ungeheuer, das auf dieser Ebene des Turms den Tod von Millionen deiner Mitmenschen verursachen könnte. Dir ist nicht eingefallen, dass du dich in Ereignisse eingemischt hast, die weit über deine Begriffsfähigkeit hinausgehen!"

Herman Wouk lebt noch   5/5Zwei Erzählstränge, die am Ende aufeinander treffen. Im einen haben wir Jaz und Brenda mit ihren Kindern. Ihre Geschichte erinnert entfernt an Thelma und Louise. Die beiden Freundinnen beschliessen, samt Kindern einen Ausflug zu machen, da Brenda 2700 Dollar gewonnen hat. Sie wollen ihrem tristen Dasein für einen Tag entfliehen. Phil Henreid und Pauline Enslin, zwei alte Dichter, veranstalten auf einem Rastplatz ein Picknick und sinnen über ihre Affäre in Paris und die Vergangenheit nach. In der Zeitung finden sie einen Artikel über Herman Wouk, der im Alter von 94 Jahren noch immer aktiv schreibt. Im selben Artikel steht ein Zitat von Wouk zu lesen: "Der Körper wird schwach, aber Wörter werden es nie."Vier Hauptakteure, vier melancholische Lebensgeschichten und unterschiedliche Schicksale, die an jenem einen Tag zusammenführen...
Eine wunderbare, wenngleich melancholische Erzählung, über die Vergänglichkeit des Lebens und die Unterschiede des Daseins. Gewaltig! Mit einem gewaltigen Ende!

Ein bisschen angeschlagen   4/5Bradley Franklin sitzt in der Werbeagentur und denkt an seine Frau Ellen, die sich zuhause von einer starken Bronchitis erholt. Da die Kammerjäger im Gebäude unterwegs sind, ist Bradley in Sorge, dass seine Ellen wohl nicht die nötige Ruhe bekommt... Als da ein Anruf eingeht, wird er von bösen Vorahnungen heimgesucht. Assoziationen zu Dieses Gefühl, das sich nur in Französisch ausdrücken lässt (Im Kabinett des Todes) und Harvey's Traum (Sunset) kommen unweigerlich hoch. Schliesslich geht er nach hause und findet genau das vor, was der Leser erwartet hat. 
Spannend, bedrückend, traurig und schauderhaft schön. 
*Achtung*Spoiler*Einzig der Beschrieb des verwesten Leichnams hat mir hier gefehlt -_^

Blockade Billy   ?/5Ich geb's zu. Ich hab diese Geschichte nicht durchgehalten. Das ganze Baseball-Blabla war für mich einfach zu uninteressant... Eventuell hole ich das irgendwann nach. 

Mister Sahneschnitte   3/5Wieder sind wir in einem Altersheim, wo Dave Olga beim Bau des Eiffelturms hilft. Ollie kommt hinzu und die beiden Herren machen sich Gedanken, um das fehlende Puzzleteil. Ollie's Opa hate eine Farm in Hemingford Home, was wir aus The Stand kennen. ^_^Die Herren sinnen über ihre Vergangenheit nach. Mister Sahneschnitte, eine Art Star in der Schwulenszene, wird Thema. Geister werden gesehen... 
Wieder eine melancholische Erzählung, die zum Nachdenken anregt. Wie wird es mit uns, die wir heute "jung" sind einmal weitergehen? Ein Blick in die Zukunft. Werde ich auch einmal in so einem Rentnerheim landen? Mit der grössten Angst, dass ich nicht mehr rechtzeitig aufs Klo komme? Habe im Badezimmer Windeln gebunkert, aufgrund meiner Inkontinenz? Schauderhaft diese Vorstellung... 

Tommy   2/5Tommy stirbt 1969 an Leukämie. Seine Freunde sind anwesend, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Tommy war schwul. Tommy mochte Grateful Dead und er war ein Hippie und ein Freak. 40 Jahre später erinnert sich der Ich-Erzähler an die Beerdigung Tommys und an die Zeit davor. Er fragt sich, wie viele Hippies als Hippies unter die Erde gebracht worden sind und wie viele wohl "erwachsen" geworden sind.
Ich komme nicht dahinter... einfach nicht dahinter... Erinnerungen zu lesen, aber die Botschaft blieb mir verwehrt... 

Der kleine grüne Gott der Qual   3/5Andrew Newsome hatte einen Unfall. Er hat den Absturz seines 14-Millionen-Dollar-Flugzeugs überlebt und wurde schwer verletzt. Nun wird er von Katherine MacDonald gepflegt, die davon überzeugt ist, dass Newsome's Heilung schneller vorankäme, wenn er sich den Schmerzen stellen würde. Newsome will sich allerdings von den Schmerzen freikaufen und heuert einen Wunderheiler an, der eine Art Exorzist ist. Dieser veranstaltet einen Exorzismus, um Newsome von diesem kleinen grünen Gott der Qual zu befreien... 
King scheint hier seinen eigenen Unfall zu verarbeiten, sind die Schmerzen Newsome's sehr authentisch geschildert. Ich für meinen Teil habe während dem Lesen dieser Geschichte, selbst Höllenqualen gelitten. Mein Blinddarm hatte sich in 3 Teile zerlegt und wurde am Tag darauf operativ entfernt. Jene Erzählung kam also passend zu meiner Situation -_^

Jener Bus ist eine andere Welt   4/5James Wilson ist spät dran. Obschon er ein geräumiges Zeitpolster hatte, schrumpft dieses immer mehr, durch Ereignisse, die er nicht beeinflussen kann. Schliesslich sitzt er in einem Taxi und hofft, noch rechtzeitig zu seiner eigenen Präsentation zu kommen. Neben dem Taxi hält ein Bus. James schaut aus dem Fenster und wird Zeuge eines Verbrechens. Möglicherweise, der einzige Zeuge jenes Verbrechens. Was soll er tun? Die Polizei alarmieren und seine Präsentation verpassen?
Eine wunderbare Sichtweise auf unsere, in Eile geratene, Welt. 

Nachrufe   4/5Der Journalist Mike Anderson ist zwar Journalist, aber eigentlich wollte er sein Talent in einen wichtigeren Job investieren. Stattdessen hat er es einem blöden Zufall zu verdanken, dass er Nachrufe über Promis für das Neon Circus verfasst. Erzürnt über die Ablehnung seiner Forderung auf eine Gehaltserhöhung schreibt er einen Nachruf über seine Chefin Jeroma Withfield. Kurz darauf verstirbt diese. Mike hält dies erst für einen Zufall und schreibt, zu Testzwecken, einen weiteren Nachruf. Auch diese Person stirbt. Sein Talent bleibt nicht lange unbemerkt, so vertraut er sich Katie, seiner hübschen Arbeitskollegin an. Diese kann natürlich nicht aufs Maul hocken und erzählt einer Freundin, von Mike's Talent. Er soll einen Kinderschänder umbringen... Mike's Talent hat allerdings ungeahnte Folgen. Schliesslich lebt in den Staaten nicht nur eine Person, mit dem Namen, der Person, über die Mike einen Nachruf geschrieben hat... "Es gibt Kollateralschäden."
Erinnert uns das nicht entfernt an Dinky Earnshaw, aus Alles endgültig (Im Kabinett des Todes)? Der hatte die Fähigkeit, Leute mit seinen Dinkymails in den Suizid zu treiben. Auch Parallelen zu Der Textcomputer der Götter (Der Fornit) sind zu erkennen. Dort erhält Richard einen Textcomputer, der ihm die Macht verleiht, Dinge aus seinem Leben zu löschen... 
Habt Ihr früher (oder heute noch) auch immer gewartet, bis X-Factor: Das Unfassbare auf RTL II kam? Dort gab es eine ähnliche Geschichte, Die Titan, wo ein Schriftsteller eine Eingebung hatte und eine Geschichte über das grösste, je aus Eisen gefertigte Schiff schrieb. Er zeichnete die Titan und schrieb seine Geschichte, über das Schiff, das als unsinkbar galt und dann doch sinken sollte. Ein paar Tage nach dem das Manuskript von seinem Verleger abgelehnt worden war, sank die Titanic, 1:1, wie in der Geschichte, des Schriftstellers. 

Feuerwerksrausch   3/5Alden McCausland besitzen eine Hütte am See, wo sie ihr einfaches Leben geniessen. Gegenüber ziehen neue Nachbarn ein. Sofort rivalisieren die beiden Familien um das schönste Feuerwerk über dem See. Jedes Jahr treten sie zum unausgesprochenen Wettbewerb an. Die Italiener, die Massimos, gewinnen jedes Jahr, bis Alden schliesslich 2000 Dollar in ein illegales Feuerwerk investiert und die Massimos, und alle anderen Zuschauer in Staunen versetzt. Nachdem der Wind aufgekommen ist, werden die einst staunenden Menschen in Angst und Schrecken versetzt... 
Alden erwähnt einen Krötenregen, was uns an Regenzeit (Abgrund) erinnert. 

Sommerdonner   5/5Das Beste kommt zum Schluss! 
Robinson, sein Hund Gandalf und der Nachbar Timlin sind die einzig bekannten Überlebenden, nachdem die Friedensgespräche in Genf am 5. Juni jäh durch Atomexplosionen unterbrochen wurden. Die Erde ist soweit zerstört. Wer überlebt hat, ist nach Kanada aufgebrochen, weil die Strahlung dort, Gerüchten zufolge, weniger stark, bis gar nicht vorhanden ist. Ein grauer Schleier umhüllt den Himmel. Robinson und Timlin wissen, dass ihre Tage auf Erden gezählt sind, dennoch leben sie weiter und trinken hin und wieder ein Bier zusammen. Irgendwann machen sich die Folgen der Strahlung bei Timlin und Gandalf bemerkbar. Timlin will sich einen Giftcocktail verabreichen, gibt die Spritze jedoch Robinson. Robinson entgegnet, dass er noch nicht bereit sei, abzutreten. Timlin erklärt ihm daraufhin: "Nicht für dich, für den Hund. Er soll nicht leiden. Schliesslich waren es nicht die Hunde, die die Bomben gebaut haben."Dieser Satz sorgte bei mir für pure Gänsehaut. Trotz dem Elend und dem nahenden Tod gibt es noch Nächstenliebe und Gnade. Timlin erklärt, dass er den Grossteil einer Innereien bereits im Klo heruntergespült hat, er aber keine Schmerzen verspüre. Diese kämen erst später, aber dann werde er nicht mehr da sein...
Düster, melancholisch... wahre Endzeitstimmung. Zwei Menschen und ein Hund ganz allein in einem Bundesstaat. Was tun, wenn der andere Mensch stirbt? Wenn man plötzlich alleine ist? Soll man sich nach Kanada aufmachen, solange die Maschine noch genug Benzin intus hat? Soll man sich der Einsamkeit hingeben? Suizid? Auf den langsam herannahenden Tod warten? 
Das wohl Grauenhafteste an dieser Erzählung ist die Tatsache, dass es auf Erden bereits so ausgesehen hat, zwar in kleinerem Ausmass (Hiroshima, Nagasaki) und wir dürfen versichert sein, dass es wieder so aussehen wird. Vielleicht nicht heute und nicht morgen, aber irgendwann bestimmt. Wird meine Generation das miterleben? Werde ich erfahren, wie sich die Endzeit anfühlt? Wieso habe ich beim Lesen dieser Geschichte und dem Schreiben der Rezi dazu, stets Marilyn Manson im Kopf? Der Song The last day on earth verfolgt mich unentwegt:

I know it's the last day on earthWe'll be together while the planet diesI know it's the last day on earthWe'll never say goodbye

Ich denke, ich werde nun The Stand mal wieder lesen...


Herzlichen Dank an die Vertretung des Heyne Verlags, für die Zusendung des LEX. 

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Tags: basar der bösen träume, stephen king   (2)
 

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höhle, richard laymon, horror, mord, die familie

Die Familie

Richard Laymon , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.03.2013
ISBN 9783453676251
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem ich Das Hotel von Jack Kilborn gelesen hatte, wollte ich mehr Hotel-Horror. So erging es mir auch nach Stephen King's Shining. Ich wusste, in meiner Sammlung habe ich etwas von Laymon mit der selben oder ähnlichen Thematik und so griff ich nach Die Familie.

Der Klappentext klang viel versprechend, wie immer bei Laymon. Über einem Höhlenlabyrinth befindet sich das Mordock Cave Hotel, ein Familienbetrieb, geführt von Vater und Sohn Kyle. Zimmer 115 ist stets für die attraktivsten Gäste reserviert.
Nach einem Stromausfall, wird das Höhlensystem für eine Touristengruppe zur Falle. Es gibt nur einen Ausweg: Ely's Mauer. Doch dahinter lauert das Böse, etwas das Fleisch will. Menschenfleisch.

In Zimmer 115 werden Frauen missbraucht und gefoltert. Dies wird allerdings nur in Kyle's Gedanken kurz angetönt und wir erfahren von einem Opfer, ich meine das erste Kyle's. Dies wird schliesslich gut verschnürt in die Höhle geworfen, um das, was in dem zugemauerten Bereich der Höhle lebt, zu füttern. Perfekt. Niemand vermisst diese Frau und eine Leiche gibt es auch keine mehr.

Ely's Mauer... dahinter oder darunter lag zuvor eine indianische Begräbnisstädte. Sehr originell... und hat auch nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Denn die eingemauerten Kreaturen erinnern mehr an "The Cave" oder "The Descent". Möglicherweise galt diese Erzählung Laymons als Inspiration für jene Filme?

Gut 200 Seiten und nichts passiert. Ich meine, wir zählen 5 erigierte Penisse und Typen, die Frauen mit ihren Blicken ausziehen. Typisch Laymon. Und hier einfach nur ätzend. Besonders wenn man Blut sehen will!

Auf den letzten paar Seiten kommt es dann endlich zum Showdown, aus dem man ebenfalls mehr hätte machen können. Die Mauer ist offen, die Kreaturen kommen heraus und stürzen sich auf die Touristen. Anstelle vom, für Laymon typische Sadismus, wird das Blutbad wieder von ätzendem Blabla und seichten Liebesgeschichten unterbrochen. Ganz surreal wird es, als die Kreaturen sich dem verrückten Kyle nähern und er daran denkt, Paula zu vergewaltigen, anstelle sich in Sicherheit zu bringen... Ich mein, WTF o_O

Laut Heyne, wurde an Die Familie, nichts verändert, bzw. zensiert. In dem Fall ist es einfach ein langweiliges Buch. Hoffen wir darauf, dass das nächste von Laymon etwas mehr Action bereit hält...

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bizarro-fiction, horror, s.l. gre, festa, labyrinth der puppe

Labyrinth der Puppen

S. L. Grey
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.02.2014
ISBN 9783865522535
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Irgendwann im vergangenen Jahr habe ich auf der Verlagsseite von FESTA gelesen, sie würden ausschliesslich amerikanische Autoren verlegen, da jene, die einzigen wären, die das Handwerk Horror wirklich verstehen. Kann ich bisher unterschreiben.
Vielleicht liegt es daran, dass S.L. Grey ein Autorenduo aus Südafrika ist. Vielleicht ist dieses Buch daher so grottenschlecht?

Der Klappentext klingt ja vielversprechend: EMO Dan, der in einer Buchhandlung arbeitet und seinen Job hasst, wird von der drogensüchtigen Rhoda mit einem Messer bedroht. Er soll ihr helfen, einen kleinen Jungen zu finden. Als sie durch das finstere Kellerlabyrinth des Einkaufszentrums irren, wird eine keuchende Kreatur auf sie aufmerksam. Beide flüchten und finden sich bald in einem Spiel wieder...

Weiter heisst es: "Das Autorenduo S.L. Grey hat nicht nur einen der originellsten Horror-Thriller der letzten Jahre verfasst, sondern auch eine Satire auf unseren Konsum- und Schönheitswahn."

Ich erinnere mich an eine Stelle, in der eine Oma in der Buchhandlung herumbrüllt, weil das Buch, welches sie sucht (und natürlich hat sie völlig falsche Angaben) nicht gefunden werden kann. Alltag im Buchhandel. Wirklich. Ich weiss es. Aber das ist auch schon Alles, worüber es sich zu schreiben lohnt.

Entweder ist die Übersetzung schauderhaft oder das Original wurde auch so schlecht geschrieben. Ich meine, es ist das erste Mal, dass ich ein Buch rezensiere, dass ich nur quergelesen habe. Von Anfang an wollte es mich nicht packen. Irgendetwas stimmte nicht. Dann wurde mir klar was und fertig war ich. Beim Lesen hat man das Gefühl, man habe eine Schreibübung eines Primarschülers in der Hand. Ich erinnere mich zurück an meine Primarschulzeit. Schreibübungen. Abwechslung hiess das Zauberwort. "Benutzt möglichst viele Synonyme für "sagen". S.L. Grey haben sich das WAHRLICH zu Herzen genommen. Dergestalt, dass man fast dem Wahnsinn verfällt.
Zu viel direkte Rede und nach nahezu JEDER heisst es:
"sage ich"
"meine ich"
"bedenke ich"
"schreie ich"
"äussere ich"
"antwortet er"
"bedenkt er"
"sagt er"
Nie zuvor hatte ich Mühe, mit Büchern, die im Präsens geschrieben sind. Aber Labyrinth der Puppen hat mich fertig gemacht. Wirklich. Präsens gepaart mit diesem Schreibstil ist erschreckend.
Vielleicht war das ja die Absicht dahinter?
Weniger mit der langatmigen Story denn durch absolut schlechten Schreibstil schocken.

Hier haben wir mein 4. Buch aus dem FESTA Verlag. Enttäuschend war ja bereits Laymons In den finsteren Wäldern. Darkbound habe ich noch immer nicht durch (was auch am Einband eBook liegen könnte). Einzig überzeugend war Southard's Eine Nacht in der Hölle, was daran liegen könnte, dass es sich dabei um einen FESTA-EXTREM-Titel handelt.

Frank FESTA, ich bin enttäuscht... Für diesen Mist, den jeder Anfänger in kreativem Schreiben, besser hinbekommen hätte, habe ich auch noch Geld bezahlt...

Hätte ich es direkt auf deren Webseite gekauft, könnte ich vom 66tägigen Rückgaberecht Gebrauch machen. Aber mir bleibt nur: verschenken oder verbrennen...

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horror, das hotel, survival horror, contagan, hinterwäldler

Das Hotel

Jack Kilborn , Wally Anker
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2011
ISBN 9783453528833
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich hatte mir eine Leseprobe auf meinen eReader schicken lassen und war von jenen wenigen Seiten völlig angetan. Also bestellte ich Das Hotel gleich in meine Krimiabteilung in der Buchhandlung, wo ich bis vor Kurzem noch gearbeitet habe. Da ich das physische Buch, dem eBook noch immer vorziehe, kaufte ich mir die Taschenbuchausgabe - und sollte es nicht bereuen.
Bei täglich 4 Stunden Arbeitsweg, war Das Hotel in einer Woche durch.

Hier haben wir einen echten Pageturner! Man verpasst, im Zug sitzend, fast die Station, an der man aussteigen muss, weil man derart gefesselt ist, von den Martyrien der Protagonisten.

Obschon wir hier reichlich Parallelen zu diversen Horrorfilmen haben (und böse Zungen meinen, es wäre alles abgekupfert), kommt NIE Langeweile auf. Gewisse Szenen und Handlungen sind für eingefleischte Fans absehbar, andere wiederum recht überraschend. Selbst Abgebrühte, wie ich, verziehen bei so manchen Stellen angewidert das Gesicht - oder hättet Ihr Spass an einer dilettantisch durchgeführten Amputation bei vollem Bewusstsein?
Solche Bücher, hatten bei uns in der Buchhandlung den Überbegriff "Schlachtplatte", denn genau das ist es. Schlachtplatte gepaart mit Sadismus und Ekel.

Braindead gilt ja nach wie vor als der Film, in dem am meisten Kunstblut vergossen worden ist. Sollte Das Hotel verfilmt werden, dürfte es Brain Dead ablösen.
Eleanor Roosevelt betreibt ein kleines Hotel, das Rushmore Inn, welches mitten in den Wäldern liegt und gar schlecht ausgeschildert ist. Im Ort spricht man nicht darüber...
Zahlreiche Touristen, die sich an jenen Ort begeben haben, verschwinden und werden nicht wieder gesehen, bis auf einige Wenige, welche wir in den unterirdischen Räumen des Rushmore Inn kennenlernen.
Das Rushmore Inn könnte man als Themenhotel bezeichnen, welches den Präsidenten der Vereinigten Staaten gewidmet ist - oder huldigt. Jedes Zimmer ist einem bestimmten Präsidenten gewidmet und mit dessen Bildern zugekleistert, was ja eigentlich schon unheimlich genug ist - bis dann die ersten deformierten Inzuchtkinder Eleanors auftauchen...

Ein Jahr zuvor ist Maria verschwunden, deren Freund Felix und Bruder Cam suchen seit Ihrem Verschwinden nach ihr und landen schliesslich in der Nähe des Rushmore Inn.
Deb, die wie Maria ein Jahr zuvor, am Iron Woman Wettbewerb mitmachen will, trifft auf den Reporter Mal, der sie aufgrund eines Interviews zum Rushmore Inn begleitet.
Die drei Frauen Pillsbury mit Grossmutter Florence, die eine echte Walküre ist, deren Tochter Letti und Letti's Tochter Kelly finden sich, mit Hund J.D. ebenfalls im Rushmore Inn ein.
Obschon alle Gäste ein ungutes Gefühl haben, steigen sie gezwungenermassen dort ab - und machen gleich in der ersten Nacht Bekanntschaft mit der Familie Roosevelt...
Kaum sind alle Gäste im Hotel geht das Gemetzel auch schon los, bis zu einem bluttriefenden Showdown.

Wer Filme wie, Wrong TurnThe Hills have eyesTimber Falls, etc mag und/oder auf Survival Horror steht, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen!

Und wo ist es erschienen? Im HEYNE Verlag natürlich ^_^

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weihnachten, horror, joe hill, christmasland, entführung

Christmasland

Joe Hill , Hannes Riffel , Sara Riffel
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.12.2014
ISBN 9783453437975
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mein erstes Buch von Stephen King's Sohn Joe Hill. Ich hatte mir zwei seiner Bücher gekauft und da es auf Weihnachten zuging, war Christmasland die erste Wahl. Erinnert Ihr Euch an den Kreuzritter in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug? Der, während der eine Typ elendiglich krepiert, in sachlichem Ton sagt "Seine Wahl war schlecht". Wäre eben jener Kreuzritter hier, würde er das gleiche sagen, denn meine Wahl war ebenso schlecht.

Charles Manx rettet Kinder vor ihren Eltern und bringt sie nach Christmasland. Die Figur Charlie Manx erinnert an so manchen Stellen an Willy Wonka, nur dass Wonka einer anderen Art von Geisteskrankheit verfallen war und meines Wissens nach keine Kinder getötet hat...
Er heuert einen neuen Lakaien an, der auf den Namen Bing hört. Bing. Wieso nennt man eine Romanfigur nach einer schlechten Suchmaschine?
Wie dem auch sei erfahren wir von Bing, welches Wundermittel es braucht, um Menschen zu betäuben, sprich willenlos zu machen. Vergesst den Gedanken gleich wieder, denn man bekommt Sevofluran nicht mal bei Amazon.
Im zweiten Erzählstrang haben wir Vicky, das Gör, McQueen, die als kleines Mädchen ein Raleigh-Fahrrad besitzt, mit dem sie eine alte Brücke herbeizaubern bzw. herbeifahren kann. Später dann hat sie ein Motorrad, das über die selben Kräfte verfügt. Durch diese Brücke kommt sie durch sogenannte Wurmlöcher, oder die Brücke an sich ist ein Wurmloch, in eine Parallelwelt, wo sie auf viele Personen und irgendwann erstmals auf Charles Manx trifft, ihm aber entkommen kann, jedoch soll sie ein zweites Mal auf ihn treffen, was dann nicht so glücklich enden soll...

Das Buch beginnt mit einem wunderbaren Anfang und zwei Erzählsträngen, die eine wunderbare Spannung aufbauen. Gegen Mitte verliert es sich jedoch in unnötigem Füllblabla und schafft es nicht, die anfängliche Spannung wieder aufzubauen.
Hätte Joe Hill sich auf die Grundidee konzentriert und die rund 300 Seiten Füllmaterial weggelassen, wäre aus Christmasland wohl eine Art Weihnachtsklassiker geworden. Schade drum.
Dennoch! Ich freue mich auf "Blind" von ihm.

Ein konfuser Auszug:
"(...) und die Vorstellung, dass Marta und ihre Mutter einem Ted Bundy oder Charles Manson in die Hände gefallen sein könnte, der sie zu Tode folterte, machte ihn ganz krank."

Wieso wird Charles Manson hier mit Ted Bundy verglichen? Wie wir heute wissen, hat Charlie Manson nie selbst handangelegt. Er hat "lediglich" zum Morden verleitet.
Wären David Berkowitz (Son of Sam), David Carpenter (Trailside Killer) und Donald Gaskins adäquater gewesen? 

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