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88 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

fantasy, sklaven, liebe, folter, verrat

Der verschollene Prinz

C.S. Pacat , Viola Siegemund
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453316089
Genre: Fantasy

Rezension:

Prinzen-Serie 01. Der verschollene Prinz - C.S. Pascat

Einnehmer und innovativer erster Band der phantastischen Prinzen-Saga!
Der verschollene Prinz
Klappentext:
"DER BEGINN EINER MAGISCHEN LIEBE
Damen, der Kronprinz von Akielos, verliert durch ein Komplott seines Halbbruders den Thron und wird in die Sklaverei verkauft - ausgerechnet an Laurent, den Prinzen des verfeindeten Königreiches Vere. Laurent - eitel, arrogant und grausam - steht für alles, was Damen hasst. Doch noch während er Fluchtpläne schmiedet, entdeckt Damen eine andere Seite von Laurent, und schon bald weiß er nicht mehr, was wichtiger für ihn ist: Seine Freiheit oder Laurent ..."
Informationen zur Autorin:
C.S. Pascat wurde in Australien geboren und studierte an der University of Melbourne. Sie ist viel gereist und hat bereits in den verschiedensten Städten gelebt, u.a. in Tokio und in Perugia. Die Autorin lebt und arbeitet in Melbourne.  Der verschollene Prinz ist ihr erster Roman. 
Autorenhomepage: www.cspacat.com
( Aus: Der verschollene Prinz, Informationen zur Autorin)
Rezension
Seine Familie abgeschlachtet, des Thrones verbannt und in die Sklaverei verkauft durch seinen eigenen Halbbruder: Das ist Damens derzeitige Situation. Dabei wurde der Kronzprinz von Akielos von seinem eignen Halbbruder Kastor verraten und und als Friedensgeschenk an ihre schlimmsten Feinde in Vere ausgeliefert. Unerkannt und ob des Gerücht seines Todes ist es Damens Aufgabe, als Lustsklave ausgerechnet dem arroganten und grausamen Prinzen Laurent, Veres Thronfolger, zu dienen. Der Grad zwischen Überleben und unentdeckt bleiben und seiner geplanten Flucht ist mehr als Schmal. Doch als sich am Hof von Vere eine Intrige größten Ausmaßes erhebt, muss der verschollene Prinz sich entscheiden: Seine Freiheit - oder für Prinz Laurents Leben einstehen.
Der verschollene Prinz von C.S. Pascat ist ein interessantes und in vielerlei Hinsicht interessantes Debüt, welches eine ungewöhnliche Charakterkonstellation und ambivalente Gesellschaftskonventionen gekonnt in einer phantastischen Geschichte mit Intrigen, einem dichten Plot, einer ungewöhnlichen (sich noch aufbauenden) Liebesgeschichte  und undurchsichtigen Figuren verbindet. So wird man zu Beginn Zeuge des Verrats Kastors an seinem Bruder und Thronerbe Damen, der als Protagonist der Storyline auftritt und dessen Geschichte und Entwicklung man gespannt verfolgt. Dabei stehen viele interessante Charaktere und Plotentwicklungen im Vordergrund und tragen den Handlungsstrang fast schon von selbst in ein rasantes Inferno.
Damen, den man als Hauptfigur der Geschichte kennenlernt, ist ein Mann, der viele gute Eigenschaften mit sich bringt, jedoch auch nicht zu unterschätzen ist. Er findet sich in einer Situation wieder, die ihm so gar nicht passt (wer will auch schon der Sklave eines arroganten und grausamen Herrschers sein, der sogar noch jünger ist, als man selbst?) und muss mehr als einmal seinen Stolz herunterschlucken, um nicht gleich sein Leben zu verwirken. Interessant wird es allerdings vor allem dann, als er als Laurents Lustsklave auftreten soll - eine Rolle, die ihm mehr als zuwider ist. Als Leser kann man diesen Gedanken sicher leicht teilen und empfindet Mitleid mit Damen. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Beziehung zwischen diesen beiden Figuren zunächst in eine ganz andere Richtung geht. Durch das gesellschaftlich ambivalente Bild, welches dem genauen Gegenteil der realistischen europäischen Gesellschaft entspricht, sind heterogeschlechtliche Annährungen mehr als Tabu. Und so wundert es einen auch nicht, wie es sich am Hofe von Vere verhält: Obszönes, erotisches und sehr freizügiges Verhalten ist das normale Verhalten am Hof - eines, das man vom Prinzen selbst auch erwartet. Umso erstaunlicher daher, dass die Beziehungsstruktur der beiden Figuren zunächst mehr als eiskalt abläuft und so genau das nicht eintritt, was man bei so einer gesellschaftlichen Voraussetzung eigentlich erwartet. Doch schnell findet man heraus, dass hier deutlich mehr auf dem Spiel steht und Laurents Charakter vielschichtig und seine Motive mehr als undurchdringlich sind. Er ist eine interessante und ambivalente Figur, von der man sicherlich in den nächsten Bänden noch deutlich mehr erfahren möchte - und dessen Beziehung zu Damien, die so in dieser Form noch nicht besteht, eine neue Wendung nimmt. Neben diesen beiden Figuren bleiben die meisten Nebencharaktere allerdings eher blass und die Antagonisten der Story sind doch sehr stereotyp gezeichnet (wenn man überhaupt Informationen über sie erhält).
Die Geschichte selbst lässt sich aufbrechen in verschiedene Bereiche. Zum einen haben wir ein Fantasysetting mit einer fikitiven Gesellschaft, welche sehr erotisch angehaucht ist. Freizügigkeit, öffentliche Vergewaltigungen und Zuschaustellungen in Orgien werden wie beiläufig in der Story erwähnt und bilden einen wichtigen Pfeiler für die Geschichte und das Worldbuilding, dass darüber hinaus jedoch etwas zu kurz kommt. Der gesamte Plot spielt sich mit wenigen Außnahmen nur im Königspalast von Vere ab und grenzt die Entfaltung und Beschreibung der Welt daher doch sehr ein. Zum anderen jedoch bietet die Geschichte einen politisch Integranden Plot, der den Leser durchaus zu fesseln weiß. So werden einem wenige Informationen und viele kryptische Dialoge und Handlungen präsentiert, die erst zum Schluss der Geschichte ein großes Gesamtbild ergeben. Kommt man eher etwas schwer in die Geschichte rein, so kann sich der Leser mit fortschreitender Seitenzahl gegen Ende des Romans kaum noch der Story entziehen. Und obgleich viele Twists und Turns doch eher vorhersehbar waren, bietet die Geschichte, einmal zugänglich geworden, noch viel Potenzial nach oben. Es bleibt dabei vor allem zu hoffen, dass der Nachfolger mehr über die Antagonisten der Story und eine stärkere Tiefgründigkeit gegenüber den Charakteren aufbauen wird und dass sich die Beziehungsstruktur zwischen Damien und Laurent ebenfalls (in eine bestimmte Richtung) entwickeln wird.
Fazit
Der verschollene Prinz von  C.S. Pascat ist nach anfänglichen Schwierigkeiten ein interessantes, innovatives und spannendes Debüt, welches mit durchaus individuellen Gesellschaftskonventionen, überzeugenden politischen Intrigen und sympathisch ambivalenten Figuren aufwarten kann, die den Leser das Buch zum Ende hin nicht mehr aus der Hand nehmen lassen. Trotz kleinerer Schwächen und der Vorhersehbarkeit der Wendungen innerhalb des Plots ist dies definitiv ein Fantasyroman, der mehr als lesenswert daherkommt.
Gesamte Reihe in einem Überblick:
01. Der verschollene Prinz
02. Das Duell der Prinzen
03.  Die Rückkehr des Prinzen (ET unbekannt)
Gesamtausgabe aller drei Romane:
Die Prinzen (ET: 09. Januar '17)
Pro & Contra

+ Interessantes Gesellschaftsbild
+ Sexueller Aspekt der Story
+ Laurent als ambivalente Figur
+ Spannend und einnehmen trotz anfänglicher Schwierigkeiten
+ Sprachstil ansprechend

o Potenzial der Geschichte noch nicht ganz ausgeschöpft
o Wendungen im Plot eher vorhersehbar

- Nebencharaktere haben keinen Tiefgang
- Antagonisten eher stereotyp und ohne Tiefe (oder tiefgründige Motive)


Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5

Insgesamt:

C.S. PascatFantasyserieVerlag: Heyne , BroschiertGenre: Fantasy; RomanOriginaltitel:  Captive PrinceE.Termin: 15. Juni 2015  (Ausgabe von Heyne)ISBN/ASIN: 3453316088
ISBN-13: 978-3453316089Preis: 12.99 €, 320 Seiten

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Tags: 4 sterne, c.s. pascat, der verschollene prinz, fantasy, heyne, prinzen, rezension   (7)
 

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magie, jennifer estep, black blade, fantasy, liebe

Black Blade - Das eisige Feuer der Magie

Jennifer Estep ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.10.2015
ISBN 9783492703284
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mittelmäßiger erster Band der neuen Jugendbuchserie von Jennifer Estep.


Das eisige Feuer der Magie
Klappentext:
"Willkommen in Cloudburst Falls, dem magischsten Ort in ganz Amerika! Doch wer über keine magischen Fähigkeiten verfügt, ist hier nicht viel wert.
Mein Name ist Lila Merriweather und ich bin sowas wie der weibliche Robin Hood der Stadt. Nur dass bei mir die Armen nichts zurückbekommen. Dank meiner (geheimen!) magischen Talente kann ich so ziemlich alles stehlen, was ich will, und bekomme dafür auch noch eine satte Belohnung. Ich bin jung, selbstständig, frei ... Jedenfalls bis ich einen Fehler mache und einem reichen Jungen das Leben rette. Jetzt soll ausgerechnet ich seine Leibwächterin werden. Und irgendwer hat es auf den Kerl abgesehen."
Informationen zur Autorin:
Jennifer Estep schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Mit ihrer  Mythos Academy -Reihe um die junge Heldin Gwen Frost schrieb sie sich in die Herzen ihrer Leser und landete mehrfach auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Neben ihrer Urban-Fantasy-Reihe Elemental Assassin erscheint nun ihre heiß ersehnte All-Age-Reihe  Black Blade bei Piper / ivi. 
Autorenhomepage: www.jenniferestep.com
( Aus: Das eisige Feuer der Magie, Informationen zur Autorin)
Rezension
Lila Merriweather ist jung, schön - und eine verdammt gute Diebin. Eigentlich kann sie so ziemlich alles entwenden - wenn der Preis stimmt. Mit ihren magischen Talenten, von denen niemand weiß, erledigt sie die schwierigsten Aufträge und kommt immer davon. Bis zu dem Tag, an dem sie Devon das leben rettet. Der Sohn eines der mächtigsten Familienclans von Cloudburst Falls verdankt ihr sein Leben und bald schon sieht sich Lila wider willen als seine Leibwächterin gegenüber. Schlimm genug, dass sie diesen Job gar nicht erledigen möchte, nein. Auf Devons Leben (und seine Geheimnisse) sind mysteriöse Männer aus. Sie muss alles in ihrer Macht stehende tun, um Devon zu beschützen - und dabei versuchen, nicht ihr Herz zu verlieren ...
»  Aller schlechter Dinge sind drei. Die drei Hexen. Diese drei Bären, denen Goldlöckchen begegnet ist. Die drei mit Schwertern bewaffneten Wachen, die mich gerade jagten. « (Aus: Das eisige Feuer der Magie, S. 7) So beginnt die neue All-Age-Reihe von Erfolgsautorin Jennifer Estep. die nach ihrer erfolgreichen Jugendbuchserie  Mythos Academy und ihrer spannenden Urban-Fantasy-Reihe  Elemental Assassin dieses Mal jung und alt begeistern will. Dabei spielt sich der erste Band der Trilogie in Cloudburst Falls ab, einer Stadt inmitten von Amerika, die von mächtigen und magiebegabten Familienclans regiert und von aller Sorte nur erdenklicher Monster heimgesucht wird. 
Dabei folgt man gespannt der Geschichte von Lila Merriweather, welche dem Leser als charmante Diebin und gutherziges, aber taffes, junges Mädchen vorgestellt wird. Schon früh verlor sie ihre Eltern und musste sich seit jeher selbst durchschlagen (ausgenommen all die Pflegefamilien, welche nicht mit ihr zurecht kamen). Ihre Heimat ist die Bibliothek - wortwörtlich, denn dort hat sie sich eingenistet, um den Behörden zu entkommen. Mithilfe von Mo und seinem Laden, dem Razzle Dazzle, verdient Lila ihren Lebensunterhalt als Diebin. Bis zu dem Tag, an dem sie Devon das Leben rettet und sich ihr eigenes auf den Kopf stellt. Bei ihrer Aufgabe, als Devons Leibwächter zu dienen (sicherlich nicht freiwillig!) muss Lila allerdings einsehen, dass es mehr gibt im Leben als den nächsten Streifzug und ihrer teuren Beute. 
Lila und Devon sind zwei Figuren, die schön harmonieren. Während Lila taff ist, ihren Sarkasmus oftmals kaum im Zaun halten kann und frech nur eine Untertreibung ihrer Wortkunst ist, so ist Devon genau das Gegenteil - ein ruhiger und geheimnisvoller Charakter, der gewisse Dinge zu verbergen versucht. Auf ihrer gemeinsamen Reise verdichten sich die Gefühle der beiden Figuren füreinander, obgleich sich das Stadium einer Liebesbeziehung zwischen den beiden Charakteren noch deutlich außer Reichweite befindet. Lila kämpft mit ihrem Verstand gegen ihre Gefühle an und Devon lässt sich von ihren Entscheidungen deutlich beeinflussen. Als beide jedoch in tödlicher Gefahr schweben, zeigt sich eine Loyalität. welche über eine reine Business-Beziehung hinausgeht. Neben den beiden Figuren gibt es viele weitere, die eine Rolle in der Storyline spielen, Freunde und Familienangehörige, die leider (noch) nicht tiefgründig genug gezeichnet sind und Antagonisten, welche sehr klischeehaften Mustern nachgehen und stereotyp gezeichnet sind. Die Monster jedoch, allen voran eines, kann das Herz eines jeden Lesers gewinnen: Denn mit dem Lochnessmonster ist nicht zu spaßen! Wer seinen Wegzoll auf der Brücke nicht entrichtet, der sieht sich schon bald als nächstes HappyMeal für das doch sympathische Seemonster wider.
Was einen weiter zum Worldbuilding der Story führt. Im Grunde genommen spielt sich der gesamte Handlungsstrang in Cloudburst Falls ab. So richtig kann man im ersten Band dieser Trilogie allerdings noch nicht hinter die Grundidee kommen, denn es werden viele Fragen aufgeworfen und auch Logikfehler zeigen sich an der ein oder anderen Stelle. Die Familienclans haben alle bestimmte magische Talente (von denen es ein Dutzend gibt - und wohl noch mehr Möglichkeiten, sie einem sterblichen Lebewesen zu entwenden), die normalen Menschen sind sich der Magie zwar bewusst, der Monster jedoch nicht. Im Grunde wird hier eine Art Mafia (Familienclans) dargestellt, welche Schutzgeld von den Menschen bezieht, damit diese fröhlich ihre Touristen anlocken und mit einer rosaroten Brille auf der Nase ihrer Existenz frönen können. Klingt ziemlich oberflächlich - ist es auch. Die Storyline wird zu jedem Zeitpunkt so gebogen, wie man ihn gerade benötigt und das Worldbuilding steht diesem Zustand in Nichts nach. Es verbirgt sich eine Menge Potenzial und eine tolle Idee in dem Plot, jedoch bringen diese vielen Inkonsistenzen den Leser oftmals aus dem Konzept und lassen ihn fragwürdig die Stirn runzeln.
Hinzu kommt, dass die generelle Grundspannung, welche allen anderen Romanen der Autorin so gut liegt, hier leider abhanden kommt. Eine gewisse Langatmigkeit zieht sich durch den ganzen Plot und nimmt so den Schwung aus den Geschehnissen und Ereignissen. Oftmals muss man sich durch ganze Passagen durchquälen, bis dann doch mal wieder etwas spannendes, jedoch sehr vorhersehbares, passiert. Was nicht falsch verstanden werden soll, denn es darf gerne auch mal vorhersehbar sein. Doch hier sammeln sich einige Negativpunkte, welche dem Charme und der Begeisterungsfähigkeit der Geschichte leider nichts gutes tun. Auch das Finale der Geschichte kann nur wenig retten. Es bleibt zu hoffen, dass der nächste, doch vielversprechend klingende, Band der Serie diese negativen Aspekte ausmerzen und dem Plot die Entfaltung seines Potenzials erlauben wird. 
Fazit
Das eisige Feuer der Magie von  Jennifer Estep ist ein mittelmäßiger Einstieg in die Welt von Devon und Lila, welches noch viel Potenzial nach oben lässt. Es finden sich sympathische Figuren (und Monster) sowie eine interessante Idee wieder, jedoch werden diese Aspekte von mangelnder Spannung, einem inkonsistentem Worldbuilding und vielen Logikfehlern überschattet. Die Begeisterungsfähigkeit, welche sonst in jedem Buch der Autorin steckt, findet sich in diesem ersten Band der Trilogie nicht wieder. Dennoch können Fans von Jennifer Estep und Liebhaber der All-Age-Fantasy einen Blick riskieren - denn der Folgeband der Serie verspricht deutlich besser zu werden. 
Gesamte Reihe in einem Überblick:
01. Das eisige Feuer der Magie02. Das dunkle Herz der Magie03.  Die helle Flamme der Magie (4.Okt. 2016)
Pro & Contra
+ Sympathische Figuren+ Monster (Nessi!)+ Grundidee+ Lila als selbstbewusster und sarkastischer Charakter
o Begeisterungsfähigkeit fehlt
- Worldbuilding inkonsistent- Potenzial wurde nicht ausgeschöpft- Oft langatmig / Spannung fehlt- Desinteresse an den Geschehnissen- Klischeehafte und stereotpye Motive und Antagonisten
Bewertung:

Handlung: 2,5/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

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Tags: 3 sterne, black blade, das eisige feuer der magie, fantasy, ivi, jennifer estep, rezension   (7)
 

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jennifer estep, gin blanco, rezension, piper, elemental assassi

Spinnenfieber

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280969
Genre: Fantasy

Rezension:

Schwächelnder Band einer sehr guten Urban-Fantasy-Serie.
Spinnenfieber
Klappentext:
"KEINER ENTKOMMT GIN BLANCO!
Als ehemalige Auftragskillerin kennt sich Gin mit Messern besser aus als mit Gefühlen. Dass nun ausgerechnet sie bei Geschäftsmann Owen Grayson Schmetterlinge im Bauch hat wie ein Teenager, hätte sie sich nie träumen lassen. Aber es ist eben nichts heißer als ein Mann, der sie so nimmt, wie sie ist - inklusive ihrer Vergangenheit, die immerzu dazu geführt hat, dass sie ziemlich mächtige Feinde hat. Und die haben diesmal eine Killerin auf Gin angesetzt, die ihr das Wasser reichen kann."
Informationen zur Autorin:
Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium nach einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Bluff City, Tennessee. Bei Piper erschienen bisher ihre All-Age-Bestsellerserie um die 'Mythos Academy' sowie die Urban-Fantasy-Reihe 'Elemental Assassin'.
Autorenhomepage: www.jenniferestep.com
(Aus: Spinnenfieber, Informationen zur Autorin)
Rezension
Jin Blanco, ehemalige und eiskalte Auftragskillerin, steht mitten in ihrem Rachefeldzug gegen die mächtige Elementarmagierin Mab Monroe - der Frau, die ihre Familie auf dem Gewissen hat. Keinen ungünstigeren Zeitpunkt als diesen gäbe es also, sich in den reichen und attraktiven Geschäftsmann Owen Grayson zu verlieben, einen Mann, der sie mit allen ihren Facetten und Grautönen akzeptiert und schätzt. Im Strudel der Gefühle jedoch verliert Gin nicht ihr eigentliches Ziel: Mab Monroe ein für alle mal zu vernichten. Doch Mab hat eine Auftragskillerin auf Gin angesetzt - jemanden, der Gin das Wasser reichen könnte. Gin muss alles in ihrer Macht stehende tun, um die, die sie liebt, vor ihren Feinden zu schützen ...

Mit Spinnenfieber taucht man wieder einmal in die spannenden und vielfältigen Gefilde einer tollen Urban Fantasy Welt made by Jennifer Estep ein. Wie auch seine Vorgänger trägt uns Band vier der Serie in die Welt Jin Blancos, bekannt als die "Spinne", hinein. Morde und Rachepläne, Magie und Gefahr, Humor und Sarkasmus, Liebe und Lust - so ziemlich alles findet sich in diesem Roman wieder, der ein unvermeidliches Crescendo des sich bereits durch mehrere Bände ziehenden Hauptplots kurz vor seinen Höhepunkt bringt.

Dabei schafft die Autorin es wieder einmal gekonnt, ihre Figuren mit Tiefe und Lebhaftigkeit zu zeichnen. Protagonistin Gin Blanco glänzt auch in Band vier der Serie mit Humor und Sarkasmus sowie einem unglaublich sympathischen Charakter, dem man als Leser kaum zu widerstehen vermag. Im Vordergrund der Charakterentwicklung stehen definitiv die sich entwickelnde Liebesbeziehung zwischen ihr und einer weiteren wichtigen Figur, Owen Grayson, der sich mehr und mehr zum Komplizen Gins aufbaut. Zum anderen jedoch plant Gin ihre oh so süße Rache. Natürlich ist das alles leichter gesagt als getan, sodass auch Gin sich in den ein oder anderen Momenten Gefahren und Situationen gegenübersieht, die sie selbst ins Schwitzen bringen. Mit ihren vielen Freunden und gut gezeichneten Nebenfiguren alias den Zwergenschwestern, Owen oder auch ihrer Schwester Bria, zu der sie mehr und mehr ein gutes, jedoch auch schwieriges, Verhältnis aufbaut, fällt es einem als Leser mehr als leicht den Geschehnissen und dem sich wandelnden Beziehungsstrukturen innerhalb des Romans zu folgen. Eine neue Antagonistin, die frischen Wind in die Handlung bringt, bleibt zwar etwas farblos, gibt der Geschichte allerdings einen neuen wichtigen Aspekt, um dem roten Faden der Storyline folgen zu können. Zwar sind Motive und Handlungen eben jener definitiv als klischeehaft zu bezeichnen. Jedoch ändert dies nichts an der, wenn auch etwas nachlassenden, Begeisterungsfähigkeit der Figuren und Handlung des Romans.

Was jedoch mehr und mehr nachlässt, ist die Spannung innerhalb des Plots. Der rote Faden ist vorhanden, der Showdown baut sich auf - dennoch fehlt das gewisse Etwas, dass die Vorgängerbände besser herübergebracht, mehr beinhaltet haben, als es dieser Band der Reihe tut. Noch immer fiebert man mit den Charakteren mit und noch immer liest man gerne Gins Story, doch es fehlt einfach die Grundspannung, das Badass-Gefühl, welches Gin als Charakter ständig umwoben hat. Natürlich entwickelt sich die Geschichte, durchaus auch mit ein paar überraschenden Wendungen, und bald schon steht man am Scheidepunkt, der den finalen Plot und das Ende der Geschichte herausfordert. Dieser jedoch wird nicht in Spinnenfieber ausgetragen, sondern auf den nächsten Band der Serie verschoben, welcher den Machtkampf um Gin und Mab endgültig entscheiden soll. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass dieser etwas schwächerere Mittelband der Reihe den Weg für ein großes Finale bereitet, auf das sich alle Fans der Reihe sicherlich freuen können. 

Fazit

Spinnenfieber von Jennifer Estep führt die Geschichte Gin Blacos mit gekonntem Humor und einer guten Grundstory weiter. Obwohl dieser Mittelband in puncto Spannung und Innovation seinen Vorgängern nachsteht und auch das gewisse Etwas fehlt, bleibt die Begeisterungsfähigkeit der Geschichte und die Sympathie gegenüber den Figuren definitiv erhalten. Ein weiteres Mal hat Gin Blanco es mit ihrem Charakter geschafft, den Leser um den Finger zu wickeln - und bleibt hoffentlich ihren badass-Charakter auch im nächsten Band der Reihe treu. Für Fans der Serie und des Genres Urban Fantasy definitiv ein Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Gesamte Reihe in einem Überblick:
01. Spinnenkuss02. Spinnentanz 03. Spinnenjagd04. Spinnenfieber
05. Spinnenbeute
5.5. Spinnenzauber (Novelle)
06. Spinnenfeuer (04.Oktober 2016)
07. Spinnengift (01. März 2017)
Weitere Titel in Planung.
Pro & Contra
+ Weltenaufbau + Homecoming-Gefühl+ Kick-Ass Heldin Gin Blanco+ Figuren in ihrer Gesamtstruktur+ Beziehungsstrukturen 
+ Sarkasmus und Humor
+ Plot zieht sich dichter zusammen

- Fehlende Dynamik Handlung und Charaktere- Mangelnde Spannung im Gegensatz zu Vorgängerbänden- Das gewisse Etwas fehlt diesmal
- Teilweise ungenutztes Potenzial und klischeehaft

Bewertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3/5

Insgesamt:

Jennifer EstepFantasyserieVerlag: Piper, TaschenbuchGenre: Urban Fantasy; RomanOriginaltitel: Tangled ThreadsE.Termin: 08. Juni 2015 (Ausgabe von Piper)ISBN/ASIN: 349228096X
ISBN-13: 978-3492280969Preis: 12,99 €, 400 Seiten

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Tags: 3 sterne, elemental assassin, jennifer estep, piper, rezension, spinnenfieber, urban fantasy   (7)
 

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635 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 140 Rezensionen

dystopie, flucht, artikel 5, ember, chase

Artikel 5

Kristen Simmons , Frauke Meier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2013
ISBN 9783492702867
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufregender, nachdenklicher und spannender Einstieg in eine neue Dystopie.
Artikel 5
Klappentext:
"Federal Bureu of reformation
Die Moralstatuen der Vereinigten Staaten von Amerika
ARTIKEL 1Die Vereinigten Staaten erkennen die Amerikanische Kirche als offizielle Religion an.
ARTIKEL 2Literatur und andere unmoralische Medien sind verboten. Ihr Besitz, Erwerb und Verkauf ist strengstens untersagt.
ARTIKEL 3Eine vollständige Familie besteht aus einem Mann, einer Frau und mindestens einem Kind.
ARTIKEL 4
Die traditionellen Geschlechterrollen müssen eingehalten werden.
ARTIKEL 5Als vollwertiger Staatsbürger wird nur anerkannt, wer als Kind eines verheirateten Paares auf die Welt kommt.
WIRST DU DICH FÜGEN?"
Informationen zur Autorin:
Kristen Simmons lebt in Tampa, Florida. Sie studierte Psychologie und Sozialarbeit an der University of Nevada und arbeitet heute als Psychotherapeutin mit Traumapatienten und Missbrauchsopfern. Weil sie süchtig nach Schokolade ist, betätigt sie sich zum Ausgleich als Jazzercise-Lehrerin. 'Artikel 5' ist Kristen Simmons erster Roman.
Autorenhomepage: www.kristensimmonsbooks.com
(Aus: Artikel 5, Informationen zur Autorin)
Rezension

Emilys Leben ist geprägt von der strengen Moralmiliz, die nun innerhalb der Vereinigten Staaten herrscht. Wer sich an die Regeln hält, darf leben; wer sich nicht daran hält, bestraft. Alles scheint in Ordnung - bis eines Tages Emilys Leben den Bach runtergeht. Chase, Emilys große Liebe, taucht plötzlich wieder auf und verhaftet ihre Mutter, da diese gegen Artikel 5 verstoßen hat. Emily ist ein uneheliches Kind und wird daher in eine Besserungsanstalt gesteckt. Fassungslos ob ihrer Situation ist das Einzige, dass sie möchte, ihre Mutter aus den Fängen der Regierung zu befreien. Doch dafür braucht sie Hilfe - und zwar von niemand geringerem als dem Mann, der sie trennte. Doch kann Emily Chase wirklich trauen?
» Es gab etliche Wege jemandem wehzutun, ohne die Fäuste zu benutzen. «(Zitat aus: Artikel 5, S. 202)
Mit Artikel 5 entführt Autorin Kristen Simmons die Leser in eine Welt, in der nur die Gesetze entscheiden, was mit der Menschheit geschieht. Das Setting der Story spielt dabei in einem zukünftigen Amerika, welches strengen Moralprinzipien folgt und den Blick für die Menschen, die in diesem Land leben, verliert. Macht und Kontrolle sind Aspekte, die großflächig den Roman prägen. Und so steht im Mittelpunkt der Geschichte das Schicksal Emilys, welches die Misere des Landes und dessen Entwicklung in detaillieren Zügen aufzeichnet - und den Leser in eine Gänsehaut erregende und nachdenkliche Stimmung versetzen. 
Hauptperson der Storyline ist dabei Emily, dessen Mutter verhaftet und verschleppt wird, nachdem die Regierung herausfindet, dass diese eine uneheliche Tochter hat. Ein Verstoß gegen Artikel 5, der streng bestraft wird. Man wird sofort hinein gerissen in einen Strudel voller Emotionen und Ereignisse und folgt dabei Emilys Gedanken und Gefühlen durch den Plot hindurch. Während diese noch versucht zu begreifen, was geschehen ist und sich im Laufe des Romans zu einer fast hoffnungslosen Rettungsaktion entschließt, welche die Befreiung ihrer Mutter einschließt, fiebert der Leser mit, leidet mit der Figur und kann sich auf einer tiefgründigen Ebene mit Emily Identifizierenen. So wird sie im Laufe der Handlung stärker und schöpft Hoffnung durch neue Verbündete. Ihre innere Willenskraft kann man nur als stark bezeichnen - und prägt ihren gesamten Charakter sowie ihre Handlungen und Gedanken. Neben Emily spielt auch Chase, ihr ehemaliger Schwarm und Nachbar, eine wichtige Rolle in den Ereignissen - und diese Rolle ist durchaus als ambivalent wahrzunehmen. So kommt er als geheimnisvolle und distanzierte Figur rüber und entspricht dabei nicht ansatzweise der Person, wie Emily sie noch aus Kindertagen kannte. Man weiß nicht, ob man Chase trauen kann, was seine Motive und Beweggründe sind - und das macht die Geschichte noch einen Grad interessanter. Neben diesen beiden Figuren werden auch weitere Nebencharaktere eingeführt, die allerdings noch keine herausragende Rolle im Geschehen spielen, jedoch durchaus Potenzial aufweisen.
Der Plot selbst ist schon von Beginn an spannend und rasant. Weiß der Leser gar nicht, wie ihm geschieht, wird man von Anfang an eiskalt in die Ereignisse der Storyline hineingeworfen, kämpft und hofft mit den Figuren und folgt vor allem Emily auf ihrem Weg. Die Idee hinter dem Plot bringt einige frische und neue Bewegungen im Bereich dystopischer Literatur, auch wenn natürlich auch viele, bereits dagewesene, Details vorherrschen. Doch die Mischung macht's - und die ist hier genau richtig! Rasante Spannung, Geheimnisse und unvorhersehbare Wendungen tragen zu einem spektakulärem Lesevergnügen bei, dessen sich die Leser kaum entziehen können. Mit fortschreitender Seitenzahl verfolgt man die Entwicklung der Figuren sowie deren Beziehungsstrukturen und ist gespannt, in welche Richtung sich der Plot wohl entwickeln wird. Das Ende selbst ist sehr zufriedenstellend und lockt den Leser sofort, nach Band zwei zu greifen, um herauszufinden, wie Emilys Geschichte weitergeht. Ein aufregender und spannender Auftakt, den man so schnell nicht vergisst und der viel Hoffnung für seine Nachfolger weckt.
Fazit
Artikel 5 von Kristen Simmons ist ein spannender und ereignisreicher Roman, der den Leser zu gleichen Teilen atemlos zurücklässt und zum Nachdenken anregt. Ein glaubwürdiges Setting und sympathische Figuren sind nur wenige Aspekte, welche diesen Roman zu einem Pageturner werden lassen. Man fiebert mit den Figuren mit, folgt den Entwicklungen der Charaktere und des Plots und vermag es einfach nicht, dieses Buch zur Seite zu legen. Frische Ideen und überraschende Wendungen tragen ihr übriges dazu bei, große Hoffnungen auf die Fortsetzungen zu legen, denn hier bietet sich ein Roman voll Potenzial wieder, den jeder Dystopienfan gelesen haben muss!
Gesamte Reihe in einem Überblick:
01. Artikel 5
02. Das Gesetz der Rache
03. Three (nicht auf Deutsch übersetzt)
Pro & Contra
+ Spannungsgeladene Dystopie
+ Sympathische und glaubwürdige Figuren
+ Entwicklung der Beziehungsstrukturen
+ Überraschende Wendungen
+ Spannend und schnell erzählt
+ Mischung aus Action und ernsten Themen, die zum Nachdenken anregen
+ Identifikation mit der Protagonistin
+ Pageturner
+ Viel Potenzial, einige frische und neue Ideen
Bewertung:
Handlung: 5/5Charaktere: 5/5Lesespaß: 5/5Preis/Leistung: 5/5
Insgesamt:

Kristen SimmonsTrilogieVerlag: ivi, BroschiertGenre: Dystopie; RomanOriginaltitel: Article 5E.Termin: 16. April 2013 (Ausgabe von ivi)ISBN/ASIN: 3492702864ISBN-13: 978-3492702867Preis: 16,99 €, 432 Seiten

  (4)
Tags: 5 sterne, article , artikel 5, dystopie, ivi, kristen simmons, rezension   (7)
 

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84 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

träume, jugendbuch, hörbuch, silber, fantasy

Silber - Das zweite Buch der Träume

Kerstin Gier , Simona Pahl
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 26.06.2014
ISBN 9783839840603
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Spannende Fortsetzung der 'Silber'-Trilogie!

Das zweite Buch der Träume

Klappentext:

"Und da hörte ich es, mitten in das plötzliche Schweigen hinein: ein vertrautes, unheilvolles Rascheln, nur ein paar Meter entfernt. Obwohl niemand zu sehen war und eine vernünftige Stimme in meinem Kopf sagte, dass das hier sowieso nur ein Traum sei, konnte ich nicht verhindern, dass Angst in mir hochkroch, genauso unheilvoll wie das Rascheln.

Ohne genau zu wissen, was ich tat und vor wem ich davonlief, fing ich wieder zu rennen an."

Informationen zur Autorin:

Kerstin Gier, Jahrgang 1966, hat 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Mit riesigem Erfolg: Ihre Romane wie 'Die Mütter-Mafia' oder 'Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner' sind längst Kult und auf allen Bestenlisten zu finden, genauso wie 'Rubinrot', 'Saphirblau' und 'Smaragdgrün', die auch international zu Bestsellern wurden. 'Silber' ist ihre zweite phantastische Trilogie. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.

Autorenhomepage:

(Aus: Das zweite Buch der Träume, Informationen zur Autorin)

Rezension

Immer wenn Liz dachte, dass es gar nicht schlimmer kommen könnte, kommt es Dicke: Nicht nur, dass Secrecy anscheinend Livs tiefste Geheimnisse ausgegraben und auf ihrem Blog verkündet hat; nun wird sie auch noch in ihren Träumen von jemanden verfolgt! Es läuft gerade also so gar nichts nach Plan und auch Henry, ihr Schwarm und fester Freund, verhält sich auf einmal ganz komisch. Verschweigt er ihr wohl etwas? Und warum verhält sich auch Livs Schwester auf einmal ganz komisch und schlafwandelt? Liv muss der Sache dringend auf den Grund gehen - bevor es zu spät ist ...

Mit dem zweiten Band der 'Silber'-Trilogie knüpft Kerstin Gier an den ersten Band ihrer erfolgreichen und phantastisch angelegten Jugendbuchreihe an und erzählt dabei Livs Geschichte weiter. Man taucht wieder in eine Traumwelt voller Wunder ein und staunt über die detailreiche Atmosphäre, die die Autorin wieder gezeichnet hat. Alte und neue Charaktere werden ins Spiel gebracht, neue Geheimnisse entdeckt und einige Fragen beantwortet - und mittendrin steckt ein Abenteuer, dem man sich einfach nicht entziehen kann!

Dabei steht Liz mal wieder im Fokus der Geschehnisse und hat sich mit neuen Problemen herumzuschlagen, die einer Mischung aus typischen Schulproblemen und übernatürlicher Natur entspringen. Denn nicht nur plaudert die anonyme Secrecy Liz' geheimsten Abgründe in der ganzen Schule aus - sondern sie muss sich auch noch um einen düsteren Verfolger kümmern, der in ihrer Traumwelt Unruhe stiftet. Hinzu kommen Familiendramen und die Entwicklung, welche ihre Beziehung zu Henry nimmt - denn diese ist mitnichten gut. Geheimnisse und Intrigen auf allen Ebenen der Storyline sorgen für die Verschiebung der Charakterkonstellationen und -beziehungen: Auf einmal weiß Liz partout nicht mehr, wem sie überhaupt trauen kann. Und damit steht sie nicht allein, denn auch der Leser weiß nicht mehr so recht, wem er noch trauen kann. Es ist eine interessante und sehr machtvolle Verschiebung dieses Personengefüges, dass die Story spannend hält, den Figuren Glaubwürdigkeit verleiht und den Charakteren Gestaltungsspielraum gibt, ohne sie in ihrer Authentizität ob ihrer Handlungen, Gedanken oder Gefühle in Frage zu stellen.

Der Plot selbst kommt dadurch mit vielen neuen Geheimnissen und Entwicklungen daher, welche die Geschichte spannend halten und eine leicht düstere und magische Atmosphäre schaffen, die den Leser tatsächlich in einer Traumwelt festhält. Grund dafür sind vor allem die liebevollen Details und das Worldbuilding, welche sehr authentisch und anziehend rüberkommen. Zudem gibt es eine Mischung aus Action und Ruhepausen, ohne dass Langeweile aufkommt und die Balance zwischen überraschenden Twists und vorhersehbaren Wendungen ist sehr angenehm zu verfolgen. Mit fortschreitender Seitenzahl verliert der Leser sich immer mehr in der Welt der Träume - und vermag zum Schluss kaum zu sagen, was denn nun die Realität und was die Traumwelt ist. Eine gelungene und spannende Fortsetzung einer Trilogie, die noch mit einigem Potenzial aufwarten kann, dass hoffentlich im dritten und finalen Band der Serie ausgeschöpft wird.

Fazit

Das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier ist ein spannender und gelungener zweiter Band der phantastischen neuen Trilogie der Autorin. Mit viel Humor, Spannungen und einigen Twists hält der Roman den Leser am Ball und lässt einen in eine wunderbar detailreiche Traumwelt eintauchen. Sympathische Figuren und ein angenehmer Schreibstil tun dabei ihr übriges und überzeugen den Leser umso mehr. Allein die Begeisterungsfähigkeit und das Potenzial der Story sind Aspekte, die diesen Roman definitiv lesenswert machen. Für Kerstin Gier-Fans ist diese Trilogie ein Muss!

Gesamte Trilogie in einem Überblick:

01. Silber: Das erste Buch der Träume
02. Silber: Das zweite Buch der Träume
03. Silber: Das dritte Buch der Träume

Pro & Contra

+ Figurenzeichnung und -entwicklung
+ Entwicklungsspielraum für die Charaktere
+ Gesunde Mischung aus Humor, Details und Drama
+ Geheimnisvolle und leicht düstere Atmosphäre
+ Liebevoller Erzählstil
+ Sympathie und Begeisterungsfähigkeit

o Teilweise kann man noch mehr rausholen, Potenzial noch nicht ganz ausgeschöpft

- Das gewisse Etwas fehlt

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5

Insgesamt:


Kerstin Gier
Trilogie
Verlag: Fjb, Gebundene Ausgabe
Genre: Jugendbuch/Fantasy; Roman
Originaltitel: Das zweite Buch der Träume
E.Termin: 23. Juni 2014 (Ausgabe von Fjb)
ISBN/ASIN: 3841421679
ISBN-13: 978-3841421678
Preis: 19,99 €, 416 Seiten

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Tags: 4 stern, das zweite buch der träum, fantas, fischer verlage, fjb, jugendbuch, kerstin gie, rezension, silber   (9)
 

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feen, fantasy, sarah maa, fairies, courts of thrones and rose

A Court of Thorns and Roses

Sarah J. Maas
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 07.05.2015
ISBN 9781408857878
Genre: Sonstiges

Rezension:

Herausragend, mitreißend und einfach in jeder Hinsicht überwältigend!

A Court of Thrones and Roses

Klappentext:

"FEYRE IS A HUNTRESS.

She thinks nothing of slaughtering a wolf to capture its prey. But, like all mortals, she fears what lingers mercilessly beyond the forest. And she will learn that taking the life of a magical creature comes at a high price ...

Imprisoned in an enchanted court in her enemy's kingdom, Feyre is free to roam but forbidden to escape. Her captor's body bears the scars of fighting, and his face is always masked - but his piercing stare draws her ever closer. As Feyre's feelings for Tamlin begin to burn through every warning she's been told about his kind, an ancient, wicked shadow grows.

FEYRE MUST FIND A WAY TO BREAK A SPELL, OR LOSE HER HEART FOREVER."

Informationen zur Autorin:

Sarah J. Maas is a New York native who currently lives in Pennsylvania. She wrote the first incarnation of her debut novel, Throne of Glass, when she was just sixteen. It has sold in seventeen languages and the sequels, Crown of Midnight and Heir of Fire, are New York Times bestsellers. A Court of Thrones and Roses is the first book in her seductive new series blending Beauty and the Beast with faerie lore.

Autorenhomepage: www.sarahjmaas.com

(Aus: A Court of Thrones and Roses, Informationen zur Autorin)

Rezension

Feyre's Überleben hängt am seidenen Faden. Als Jägerin streift sie sei Jahren durch die Wälder um Wild zu erlegen und so ihre arme Familie Winter für Winter durch zubringen. Doch nur wenige trauen sich, zu tief in die Wälder zu gehen, denn die bösartigen Feen sind nicht weit und niemand will sie gegen sich aufbringen. Doch eines Abends dringt Feyre tief in den Wald ein - und begegnet einem Wolf, dessen Identität als Fee sie nicht ausschließen kann. Doch ihr Hass auf die magischen Wesen ist groß - ebenso wie der Hunger, der an ihr und ihrer Familie nagt. Doch der Tod des Wolfs zieht Konsequenzen nach sich. Konsequenzen, die Feyre's Leben und ihr gesamtes Sein für immer verändern werden.

» The forest had become a labyrith of snow and ice «. Mit diesem Satz beginnt eine grandiose, fantastische und überragende Geschichte um Abenteuer und Magie, um Feen und Menschen und Kreaturen der Nacht, um Liebe und Hoffnung, um Vertrauen und Verrat, um Hass, Leidenschaft - und ganz besonders: um Mut. Man taucht ein in eine Welt voller Wunder und Gefahren, verliert sich in einem außergewöhnlichen und sehr detailreichem Setting, erlebt die Abenteuer der Protagonistin und ihre Wandlung mit und verliert sich in einem wunderschönen Schreibstil, der die Story zum Leben erweckt. Man erlebt alles, als wäre man selbst mittendrin in diesem schonungslosen und brutalen Abenteuer, dass positive wie negative Ereignisse für einen bereit hält und vermag sich nicht eine Sekunde zu lösen von diesem Roman, welcher von einem wahren Ausnahmetalent des Genres niedergeschrieben wurde. Denn Sarah J. Maas ist genau dies - ein Ausnahmetalent, dass sich mit bekannten Größen der Fantasy wahrlich messen kann.

Dabei erschafft die Autorin einfach traumhafte Figuren. Feyre, als Protagonisten der Story, ist nur eine von vielen individuellen und eigenständigen Charakteren, die einem das Lesen versüßen. Man lernt sie als entschlossenes und mutiges Mädchen kennen; eines, dass Hass auf die Feen verspürt, die bereits vor Jahrhunderten die Menschen versklavten und auch heute noch eine Gefahr für sie darstellen. Sie ist ein fürsorgliches Mädchen, dass sich um ihre Familie kümmert, die ohne sie bereits vor Jahren an Hunger leiden verstorben wäre. Feyre erwartet nichts als Gegenleistung und tut alles, um zu überleben - selbst, wenn das heißt, sich mit Feen anlegen. Sie ist eine starke Persönlichkeit mit vielen Facetten, tiefgründigen Gedanken und Gefühlen, intelligent und konsistent in ihren Handlungen und Entscheidungen und kämpft sich von Anfang an in das Herz des Lesers. Die Sympathie ihr gegenüber wird, wenn überhaupt, auch nur immer größer. Man leidet und weint mit ihr, fühlt ihre Trauer und Freude, ihre Angst und Entschlossenheit und ihre Sehnsucht. Sich in Feyre hineinzuversetzen und sich mit ihr zu identifizieren fällt einem so leicht wie die Luft zum Atmen, was dank des wunderbar einfühlsamen Schreibstils von Sarah J. Maas eine sehr große Stärke des Romans ausmacht. Doch neben ihr gibt es so viele weitere wunderbare Figuren zu entdecken: Tamlin, welcher ebenfalls eine große Rolle spielt und Feyre's Herz höher schlagen lässt, Nebenfiguren wie Lucien und Alis, die unterschiedliche Charakteristika ausmachen und nicht nur einmal als Helfer in Nöten eintreten, ambivalente Figuren und Antagonisten wie Rhysand und Amarantha, die vielschichtige Motive inne haben , nicht leicht zu ergründen sind und den Leser so gekonnt zu verwirren wissen. Und so unglaublich viele magische Wesen, Gute wie Böse und Mischlinge dazwischen, welche der gesamten Geschichte so viel Leben einhauchen und den Beziehungsstrukturen im Roman Anstöße geben, sich zu entwickeln. Es ist einfach fantastisch zu sehen, welche Dynamiken sich hier aufbauen und diese mit zu verfolgen, wie das Leserherz höher und im Gleichtakt mit den Herzen der Figuren schlägt und außergewöhnliche Bindungen mit ihnen eingeht. Es ist mehr, als man sich erhofft - und alles, was man sich nur wünschen kann in Figuren zu finden.

Doch nicht nur die Figurenzeichnung ist eine große Stärke des Romans: auch die Handlung kann sich mehr als sehen lassen. Gekonnt greift die Autorin auf Umrisse aus Die Schöne und das Biest zurück und fädelt Elemente der Geschichte in ihren eigenen Plot mit ein. Dies ist jedoch das einzige, was man in A Court of Thrones and Roses daraus wieder erkennt - Fragmente. Denn Sarah J. Maas schafft hier ein phantastisches, einzigartiges und romantisches Fantasysetting, dass nur so vor Details strotzt und eine grandiose Atmosphäre als Basis für die Hauptgeschichte schafft. Ort der Handlung ist dabei größenteils das Feenland, welches von einer großen durchsichtigen Mauer von der Welt der Menschen getrennt wird. Prythian, wie es auch genannt wird, erstrahlt in einem schaurigen und gruseligen Glanz und bietet sowohl dunkle und gefährliche, wie auch wunderschöne und sanftmütige Welten. Es ist das Zuhause für magische Wesen aller Arten und für die Magie selbst, die roh und wild ist - und eine mächtige Waffe, die gleichermaßen für Gutes, wie für Böses eingesetzt werden kann. Doch nichts ist einfach nur schwarz oder weiß - und Sarah J. Maas zeigt genau, wie sie diesen Aspekt in ihre Geschichte mit einfließen lässt.

Fängt die Story zunächst eher ruhig und lauernd an, entwickeln sich die Ereignisse bald schon wie ein Wirbelwind. Man ist so gefangen in der Geschichte und der unglaublichen Erzählart der Autorin, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen kann. Überraschende und unvorhergesehene Wendungen tragen zu einer unglaublichen Dynamik bei. Jedes Mal, wenn man denkt, man weiß, was passiert oder welches Geheimnis wie aufgedeckt wird, hält die Autorin einen zum Narren. Nichts ist, wie es scheint und auch mit fortschreitender Seitenzahl steigert sich nur die Spannung - und zwar ins Unermessliche! Denn ein weiterer riesen Pluspunkt, den die Autorin bereits in ihrer anderen Serie (Throne of Glass) bewiesen hat, ist, dass sie ihren Charakteren alles abverlangt. Es gibt keine Schonungen oder glückliche Fügungen, keinen Ritter, der in letzter Sekunde eine schwierige Entscheidung lösen und die Hauptfigur retten wird. Nein, hier rettet jeder höchstens sich selbst - und das zu einem sehr hohen Preis. Folter, Grausamkeiten, Verrat und Verluste und der Kampf gegen seine eigenen Dämonen sind ebenso Teil einer authentischen Handlung wie verdiente Siege und glückliche Enden. Doch diese müssen hart erarbeitet werden. Und genau das ist es, was sich hier wiederfindet - Feyre, die sich ihr Glück hart verdienen und dafür Entscheidungen treffen muss, die sie bis ans Ende ihres Lebens verfolgen werden. Diese Tatsache macht die Geschichte von vorne bis hinten absolut authentisch, mitreißend und herausragend. Hier findet sich alles wieder, was man sich sehnlichst von einem packenden Fantasyroman nur wünschen kann: Tiefe, Authentizität, wunderbare Figuren und eine fantastische und Detailreiche Weltenzeichnung, ein grandioser Schreibstil und ein raffinierter Plot, tolle Wendungen und viele Überraschungen - und realistische Konsequenzen. Sarah J Maas hat es einfach wieder einmal geschafft, alle Erwartungen zu übertreffen und bleibt mit diesem ersten Band der Trilogie mitnichten hinter ihrer Debütserie zurück. Einfach nur fabelhaft. Mit einem Wort: Mindblowing.

Fazit

A Court of Thrones and Roses von Sarah J. Maas übertrifft alle Erwartungen. Die Autorin schafft es wieder einmal, den Leser voll und ganz in eine phantastische und überragend gut ausgearbeitete Welt zu entführen, aus der man sich weder befreien kann, noch will. Wieder wird den Figuren alles abverlangt, wieder einmal trägt der wunderschöne Schreibstil der Autorin dazu bei, dass man diese Welt, die man betreten hat, nie wieder verlassen möchte. Ein grandioses Setting, die Liebe zum Detail und viele Überraschungen sind nur wenige positive Aspekte, die einen erwarten. Kommt, tretet ein in eine Welt voller Magie und wunderbarer Figuren, einer Welt voller Mut und Hoffnung, voller Spannung und Gefühl - denn es wird sich lohnen. Jedes einzelne Wort wird sich lohnen. Denn hier findet sich eine außergewöhnliche und überragende Geschichte hinter einer Ausnahmeautorin wider, die es locker mit bekannten Größen der Fantasy ausnehmen kann. Sarah J. Maas kommt meine Lieben, und es gibt nichts, was ihr dagegen tun könnt. Grandios!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. A Court of Thrones and Roses
02. A Court of Thrones and Roses: Faerie (11. Mai '16)
03. A Court of Thrones and Roses: The High (10. Mai '17)

Pro & Contra

+ Ausnahmetalent Sarah J. Maas
+ Grandiose Figurenzeichnungen
+ Tiefgründige Charaktere mit viel Individualität und Facetten
+ Ambivalente Antagonisten
+ Fantastischer Weltenaufbau und atemberaubendes Setting
+ Liebe zum Detail
+ Realistische Entwicklungen
+ Der Glaube, dass man, um etwas erreichen zu können, auch Opfer bringen muss
+ Den Figuren wird alles abverlangt
+ Atemberaubendes Finale
+ Herausragender Schreibstil
+ Nebenfiguren genauso tiefgründig wie Protagonisten
+ Titel des Romans passt wunderbar zur Geschichte
+ Innovativ, mit bekannten Fragmenten
+ Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
+ Einfach nur WOW

Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

  (9)
Tags: 5 sterne, a court of thrones and roses, bloomsbury, courts of thrones and rose, fantas, rezension, sarah j. maas, sarah maa   (8)
 

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young adult, 4 sterne, rezension, tonya kuper, anomlay

Anomaly

Tonya Kuper
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Entangled Select, 04.11.2014
ISBN 9781622664054
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Actionreicher und fantastischer Auftakt einer vielversprechenden Serie!

Anomaly


Klappentext:

"Reality is only an illusion. Except for those who can control it…

Worst. Birthday. Ever.

My first boyfriend dumped me – happy birthday, Josie!- my dad is who knows where, I have some weird virus that makes me want to hurl, and now my ex is licking another girl’s tonsils. Oh, and I’m officially the same age as my brother was when he died. Yeah, today is about as fun-filled as the swamps of Dagobah. But then weird things start happening…

Like I make something materialize just by thinking about it.

When hot badass Reid Wentworth shows up on a motorcycle, everything changes. Like, everything. Who I am. My family. What really happened to my brother. Existence. I am Oculi, and I have the ability to change reality with my thoughts. Now Reid, in all his hotness, is charged with guiding and protecting me as I begin learning how to bend reality. And he’s the only thing standing between me and the secret organization that wants me dead…

To sum it up: The Matrix meets Divergent in contemporary high school. Intrigue, action, romance with lots of hotties, and (understandable) quantum physics theories."

Informationen zur Autorin:

I write teen scifi and contemporary novels. ANOMALY, out 11/14 by Entangled Teen, is my debut novel. I’m a mom to two awesome boys and love music. [...]

Autorenhomepage: www.tonyakuper.com

(Quelle)

Rezension

Josie ist gerade siebzehn geworden, als ihr Geburtstag alles verändert. Nicht nur macht ihr Freund an diesem Tag mit ihr Schluss und ihr Vater taucht (mal wieder) nicht auf, sondern Josie entwickelt plötzlich Fähigkeiten. Fähigkeiten, welche sie erstaunliche Dinge tun lassen, wie beispielsweise Materie aus dem Nichts herzuholen. Coole Fähigkeit, findet sie. Doch als Reid Wentworth in ihr Leben tritt, wird ihr klar, dass sie in Gefahr ist, denn sie ist eine Oculi: Sie kann die Materie nach ihrem Willen formen. Und eine ganz bestimmte geheime Organisation will sie dafür tot sehen. Und während sie gerade lernt, ihre Fähigkeiten zu beherrschen muss sie mit ansehen, wie Geheimnisse aus der Vergangenheit sie einholen und ihr Leben für immer verändern.

Mit diesem Science Fiction Debüt im Bereich der Young Adult Literatur schafft es Tonya Kuper geradlinig zu überzeugen und den Leser in eine spannende und actionreiche Geschichte mit glaubwürdigen Figuren eintauchen zu lassen. Man lernt zu Beginn ziemlich schnell die Protagonistin der Story, Josie, kennen, welche definitiv Mumm hat und so überhaupt nicht klischeehaft daherkommt. Man lernt einige Nebenfiguren kennen, die sich als ganz anders entpuppen, als man es zunächst annahm und der Roman strotzt nur so vor Intrigen, Rachegelüsten und Geheimnissen, die der Leser auf seinem Weg entdecken darf. Man taucht ein in eine Welt, die einen an eine Mischung aus X-Men und Matrix erinnert und doch etwas ganz eigenes besitzt, sodass man den Roman kaum aus der Hand zu legen vermag.

Josie's Charakter wird dabei schon zu Beginn in aller Deutlichkeit vorgeführt - und sie ist alles andere als dumm. Tatsächlich entwickelte sie bereits in ihrer Kindheit großes Interesse für die Quantenphysik und besitzt eine schnell Auffassungsgabe. Sie ist intelligent, emotional nicht gerade aufgeladen und weiß, wert auf die wirklich wichtigen Dinge zu legen. Sie benimmt sich in all ihren Handlungsweisen und ihren Gedankengängen sehr glaubwürdig und erspart dem Leser somit klischeehafte oder kitschige Szenen, für die man gerne die ein oder andere Figur in anderen Romanen erwürgen würde. Schlichtweg: Sie ist super cool, mutig und logisch und kommt absolut sympathisch daher. Doch der Leser entwickelt durchaus auch Sympathien und Abneigungen gegenüber anderen Figuren, sodass eine Menge Stoff bleibt, um Konflikte zu erschaffen. Reid Wentworth, Josie's Trainer und Beschützer, ist hierbei eine sehr ambivalente Figur, die frischen Wind in die Geschichte bringt und so ziemlich jedes Klischee, dass man erwarten mag, für nichtig erklärt. Natürlich entstehen auch die ein oder anderen Gefühle - doch die Beziehungsstrukturen sind nicht ganz so einfach - und Geheimnisse seinerseits machen es noch schwerer, dieses Terrain zu betreten.

Die Handlung selbst ist einfach nur super spannend. Man befindet sich in einem ständigen Strudel voller Ereignisse, die von jetzt auf gleich den gesamten roten Faden der Storyline auf den Kopf zu stellen vermag. Auch wenn sich hier und da Ruhemomente einschleichen mindert das nicht im geringsten den ständigen Adrenalinrausch, der einen beim Lesen dieser Lektüre begleitet, weil man so sehr wissen möchte, wie das ganze nun weitergeht. Die Autorin schafft es hier gekonnt, bereits bekannte Ideen aufzugreifen und mit innovativen Details ihrerseits zu spicken und erschafft so eine wirklich großartige Atmosphäre und Grundlage als Basis für den Hauptplot der Geschichte. Mit fortschreitender Seitenzahl wird der weitere Handlungsverlauf zwar ziemlich offensichtlich und kommt auch wie vorhergesehen daher, dennoch schafft sie es zum Finale doch mit einigen Überraschungen aufzuwarten, die einen wünschen lassen, Band zwei dieser tollen Serie wäre bereits erschienen. Den dieser Auftakt verspricht eine Menge Potenzial, und so viel ist sicher: Da geht definitiv noch mehr!

Fazit

Anomaly von Tonya Kuper ist eine sehr spannende und actionreiche Young Adult und Science Fiction Story, die mit ambivalenten und sympathischen Figuren sowie einer tollen Grundidee aufwarten kann. Alt und Neu werden hier harmonisch vermixt und schaffen so eine Geschichte, die man kaum aus der Hand zu legen vermag. Fernab von Klischees und Kitsch kann man sich hier einem grandiosen Abenteuer hingeben, dass zwar doch eine sehr vorhersehbare Handlung inne hat, jedoch vom Potenzial der Grundstory bis zum Schreibstil der Autorin stark von sich überzeugen kann. Fans des Genres sollten also definitiv nicht zögern und den Roman am besten sofort in die Hand nehmen - es lohnt sich!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Anomaly
02. Noch unbekannt (2016)
03. Noch unbekannt (2017)

Pro & Contra

+ Josie als Kick Ass Figur
+ Ambivalente Figuren
+ Beziehungsstrukturen
+ Permanente Spannung und sehr, sehr viel Action
+ Mischung zwischen Matrix und X-Men
+ Schreibstil der Autorin
+ Atmosphäre und Setting
+ Kombination aus altbekanntem mit innovativen Neuheiten

o Viel Potenzial vorhanden
o Da geht noch mehr!

- Vor allem zum Ende hin doch sehr vorhersehbar (Gesamtplot

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5

  (6)
Tags: 4 sterne, anomlay, entangled: tee, rezension, schrodinger's consortium, science fiction, tonya kuper, young adult   (8)
 

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inka loreen minden, books on demand, belletristik, geheimhaltung, studium

Amy & Jason: Dich nicht zu lieben

Inka Loreen Minden
E-Buch Text
Erschienen bei null, 20.02.2015
ISBN B00TVGEE4W
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Amy & Jason 01. Dich nicht zu lieben - Inka Loreen Minden
Ein enttäuschender und misslungener Start der Serie.

Amy & Jason

Klappentext:

"Es ist verdammt schwer, dich nicht zu lieben …

Für ihn war es ein Ausrutscher, für sie die Hoffnung auf mehr.

Die 18-jährige Amy ist seit Jahren in Jason, den besten Freund ihres älteren Bruders, verschossen. Doch Jason sieht in ihr immer noch das kleine Mädchen. Als ihr Bruder die Abwesenheit der Eltern nutzt und im Haus eine Party feiert, kommt es zwischen Amy und Jason zu einer heißen Begegnung. Danach stürzt Jason Hals über Kopf davon, in dem Glauben, Amy nie mehr gegenübertreten zu müssen. Aber es kommt anders, als gedacht: Eine Woche später treffen sie sich an der Universität wieder. Sie ist Studentin – er ihr Dozent. Unmissverständlich macht er ihr klar, dass es keine gemeinsame Zukunft für sie gibt. Trotzdem lassen sich beide auf ein erotisches Spiel ein, das droht, Amys Herz in Stücke zu reißen, denn sie kann nicht aufhören, Jason zu lieben. Doch das sind nicht die einzigen Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellen."

Informationen zur Autorin:

Im Jahr 1976 erblickte ich in einem idyllischen Alpennest das Licht der Welt. Doch ehrlich: Die Berge sind nichts für mich. Nach dem Abitur bin ich mit meinem Mann nach München gezogen, wo wir uns pudelwohl fühlen. Dort habe ich ein paar Jahre als Zahntechnikerin gearbeitet. Anfang 2008 machte ich mich als Autorin selbstständig. Geschrieben habe ich schon, seit ich der deutschen Sprache in Schrift mächtig bin, doch zur Erotik bzw Romantasy kam ich erst 2006. Seitdem veröffentliche ich unter dem Namen Inka Loreen Minden (und anderen Pseudonymen, je nach Verlag) spitzzüngige, witzige und/oder sinnliche Liebesgeschichten, gepaart mit prickelnder Erotik und natürlich einem Happy End. [...]

Autorenhomepage: www.inka-loreen-minden.de

(Quelle)

Rezension

Amy steht seit Jahren auf den älteren besten Freund ihres Bruders Rick, Jason. Doch Jason hat in ihr bislang immer nur die kleine Schwester und ein süßes Mädchen gesehen. Auf der Jungesellenparty ihres gemeinsamen Freundes Sebastian macht sich Jason jedoch wider Vernunft doch an Amy ran - mit fatalen Folgen. Als er ihr klar macht, dass das nie hätte passieren dürfen bricht Amys Welt zusammen. Schweren Herzens macht sie sich auf nach London und versucht mit ihrem Studienbeginn Jason zu vergessen - bis genau dieser als ihr neuer Dozent vor ihr steht. Beide sind absolut schockiert, können jedoch auch die Anziehungskraft zwischen ihnen nicht ignorieren. Obwohl beide es besser wissen müssten, lassen sie sich auf ein verboten erotisches Spiel ein. Und müssen bald schon muss sich Jason eingestehen, dass es zwischen ihnen mehr gibt als nur sexuelle Zuneigung ...

Amy & Jason ist eine Liebesgeschichte mit interessanten Grundzügen, welche in die Storyline eingearbeitet worden sind. Leider wurden diese von der Autorin völlig im Keim erstickt. Was sich hier verbirgt ist eine eigentlich süße Geschichte, die aufgrund der Unglaubwürdigkeit der Charaktere, deren Handlungen und Emotionen, schlechter Recherche, einem grauenhaften Schreibstil und einem Mangel an Detailarbeit völlig den Bach runter geht. Tatsächlich sind dies nur wenige der Kritikpunkte, die angeführt werden können. Allein die Tatsache, dass sich der Roman ziemlich schnell und einfach runter lesen lässt, rettet es wohl davor, eine absoluten Misere zu sein.

Das Dilemma fängt nämlich schon früh an. Amy und Jason kennen sich schon ewig. Sie ist seit ihrer frühen Jugend in ihn verschossen, hatte keinen anderen Mann vor ihm, richtet ihre gesamte Existenz und ihren Lebensinhalt komplett nach ihm aus. Sie studiert, was er studiert hat, nur um ihm nahe zu sein und denkt überhaupt nicht wie ein eigenständiges Individuum. Jason ist natürlich absolut attraktiv und verboten sexy und will von Amy nur eines: verruchten Sex. Beide lassen sich auf ein BDSM-Spiel ein, denn Jasons Neigungen sind nun mal nicht einfach zu befriedigen und Amy, die dem Leser als achtzehnjähriges, unschuldiges Mädchen verkauft werden soll, lässt sich natürlich prompt darauf ein, um Jason für sich zu gewinnen, obgleich sie genau weiß, dass es ihm nur um ein rein körperliches Arrangement geht (zu Beginn zumindest). Mal ehrlich: als wie glaubwürdig darf man das wohl einschätzen? Amy benimmt sich über die ganze Zeit hinweg wie ein kleines Kind, nennt Jason mehr als einmal einen "richtigen Mann" - weil das ja andere nicht sind. Sie ist in ihrem gesamten Handeln und in ihren Emotionen absolut abhängig von ihm und soll nun den Leser davon überzeugen, dass sie ein Luder bzw. eine verruchte Diva ist? Mitnichten. Auch Jason ist seinen Handlungen und Emotionen gegenüber überhaupt nicht konsistent. Aus beiden Perspektiven bekommt man Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Figuren - und kann nur ernüchtert den Kopf schütteln. Schon aufgrund ihrer Sprache sind sie kaum ernst zu nehmen und auch der Sprachstil der Autorin schafft es kaum, die beiden Figuren signifikant in Bezug auf ihre Erwähnungen zu trennen, sodass man ständig das Gefühl hat, die gesamte Story aus einer gemischten Sicht einer Figur erzählt zu bekommen, was wirklich anstrengend ist. Beide sind einfach nur mehr als das: anstrengend und oberflächlich, besitzen so keinerlei tiefgründige Grundstruktur und Nebencharaktere werden hier leider auch nur aufgeführt, um die kaum existente Handlung voranzutreiben.

Doch auch die Handlung ist eine einzige Katastrophe. Eigentlich ist diese ganze Studentin-Dozent Geschichte süß, auch wenn sie mitnichten innovativ ist. Doch man kann eigentlich damit arbeiten und auch mit Sicherheit vieles aus einem 0815 Plot rausholen. Hier passiert das allerdings nicht. Das fängt schon mit einem Mangel an Details bezüglich Orten und Beschreibungen an, sodass überhaupt kein Setting in der Fantasie des Lesers aufsteigen, geschweige denn sich eine Atmosphäre aufbauen kann. Ein weiterer Punkt ist eine allzu oberflächliche Recherche: Wer in England einfach mal so zwei 50 Pfundnoten in der Brieftasche trägt, die er mal eben so seiner Schwester zustecken kann, wird doch wohl eher sehr skeptisch angeschaut, denn 50 Pfundnoten sind definitiv nicht gerade gebräuchlich Ware auf der Insel - was die Autorin definitiv hätte wissen müssen. Auch mit den angegebenen Geldsummen für Mieten etc. in London kann man nur den Kopf schütteln. Wer schon mal in London und Umgebung gelebt hat und weiß, was da was kostet, würde niemals so eine niedrige Summe (400 Pfund im Monat) ansetzen. Es kann ja durchaus sein, dass man für das Geld dort was bekommt - aber sehr wahrscheinlich ist das nicht. In Anbetracht dieser Punkte wäre es wohl besser gewesen, diese Details weg zu lassen und dafür an anderen Stellen mehr preis zugeben. Denn genau dies sind Kleinigkeiten, die die Storyline schon von Grund auf unglaubwürdig machen. Doch noch ein weiteres Defizit ist hier sehr prägnant: Die Sprache. Denn wie die beiden manchmal in ihren Gedanken sprechen ist sowas von nicht entsprechend der Altersgruppe, dass man beim Lesen oftmals nur den Kopf schütteln kann. Hinzu kommen viele sehr konische Satzstrukturen, die das Lesen erschweren. Manchmal hat man sogar das Gefühl, Sätze würden mittendrin aufhören oder Wörter würden irgendwie fehlen. Viele Situationen und Formulierungen derselben sind, vor allem was die erotischen Szenen in dem Roman betreffen, eher lächerlich als ernst zunehmend erregend und ersticken daher eine sexuelle Stimmung wohl eher im Keim. Hinzu kommt ebenfalls, dass die gesamte Storyline viel zu vorhersehbar ist. Natürlich wird die Story als Liebesgeschichte mit Happy End proklamiert - das muss allerdings nicht heißen, dass es nicht zumindest kleine Überraschungen für den Leser geben darf. Und diese gibt es hier definitiv nicht. Von Beginn bis zum Schluss ist einzig und allein die Tatsache, dass sich die Geschichte relativ schnell runter lesen lässt ein positiver Faktor. Insgesamt kann sie jedoch mitnichten überzeugen und es bleibt wirklich abzuwarten, ob die Autorin sich mit weiteren Geschichten innerhalb dieser Storyline wohl einen Gefallen tun wird - oder es gut meint und dem Leser diese Qual wohl doch lieber erspart. Aber vielleicht sind Taylor und Logan ja auch "richtige Männer" und können den Leser doch noch überzeugen. Ja, das ist Sarkasmus.

Fazit

Amy & Jason von Inka Loreen Minden ist eine ernüchternde literarische Katastrophe mit unglaublich vielen Defiziten. Unglaubwürdigkeit in der Handlung, den Emotionen und Verhaltensweisen der Figuren, nicht konsistente Gedanken, der Mangel an Details und eine mehr als notdürftige Recherche lassen den Roman zu einer einzigen Qual werden. Die Charaktere kommen flach und farblos daher und auch die Grundstory bietet nichts neues. Auch der Sprachstil der Autorin ist als anstrengend und nicht authentisch einzustufen, sodass dem Roman nichts bleibt, um wirklich zu überzeugen. Nur die Tatsache, dass man ihn ziemlich schnell runter lesen kann ist wohl ein Pluspunkt. Fans von Liebesgeschichten und Young Adult Literatur sollten tunlichst die Finger von diesem Roman lassen und sich diese Zeitverschwendung ersparen.

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Amy & Jason
02. Noch unbekannt
03. Noch unbekannt

Pro & Contra

+ Lies sich schnell runter

- Sprachstil der Autorin ist anstrengend
- Satzstrukturen komisch / Man hat das Gefühl, in Sätzen fehlen Wörter und Formulierungen sind auch sehr alternativ
- Flache Protagonisten ohne jedwede Konturen
- Ernüchternde 0815 Grundstory
- Mangelnde Recherche
- Mangel an Details von Beschreibungen und Orten
- Eine Atmosphäre kann sich nicht herausbilden
- "Er ist so ein richtiger Mann!"
- Viel zu vorhersehbare Handlung
- Abhängigkeit von Amy zu Jason, Amy als willenlose Mainstreamfigur ohne Individualität
- Schreibstil in den verschiedenen Perspektiven der Erzählung viel zu ähnlich
- Oberflächlich
- Ende: viel zu einfache Problemlösungen

Bewertung:

Handlung: 1/5
Charaktere: 1,5/5
Lesespaß: 2/5
Preis/Leistung: 2/5

  (5)
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außerirdische, miki, computerspiel, 4 sterne, fischer

RUN! - Das Spiel

Eve Silver , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 19.02.2015
ISBN 9783841421883
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Spannungsgeladene Fortsetzung!

Run!

Klappentext:

"Brich die Regeln oder stirb.

Schwer atmend wie nach dem härtesten Training meines Lebens stehe ich vor dem Komitee. Ich rechne mit ihrem Zorn. Ich bin bereit. Stattdessen ernte ich Gelächter, den Klang von Wärme und Licht, der durch meine Adern strömt, in meinen Gliedern tanzt. "Gut gemacht, Miki Jones."

Miki hatte keine Wahl, als sie in das Spiel gezwungen wurde, in ein verrücktes Doppelleben. Bisher lebte sie nach ihren eigenen strengen Regeln. Sie legt Wert auf Kontrolle. Aber im Spiel haben sie und ihr Team nur eine Chance zu überleben, wenn sie ein neues Regelwerk befolgt: das des geheimnisvollen Komitees."

Informationen zur Autorin:

Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren Söhnen in Kanada, oft auch in den Welten, die sie erträumt. Alle in ihrer Familie lieben Videospiele. Eve Silver mag außerdem Kajakfahren und Sonnenschein, Hunde und Nachtisch und Bücher, Bücher, Bücher.

Autorenhomepage: www.evesilver.net

(Aus: Run!, Informationen zur Autorin)

Rezension

Miki Jones steckt noch immer im Spiel fest. Einem Spiel, dass tödlich für sie enden könnte, wenn sie nicht die Regeln des Komitees befolgt. Doch nach Jacksons Verschwinden ist sie alles andere als gut darin, die ominösen Regeln eines zwielichtigen Komitees zu befolgen; sie kann sich ja nicht mal sicher sein, ob sie ihnen überhaupt trauen kann. Hin und her gerissen zwischen der Realität und dem Spiel merkt Miki schon bald, dass ihr die Kontrolle zu entgleiten droht - und sie muss alles dafür tun, um sich selbst und ihre Mitspieler am Leben zu erhalten. Denn der Feind lauert an jeder Ecke - vielleicht sogar in der Realität...

Run! von Eve Silver ist Band zwei einer wirklich spannenden und actionreichen Science-Fiction Serie, der seinem Vorgänger nicht im geringsten nachsteht. Dabei schließt der Roman genau an die Ereignisse von Band eins an und katapultiert den Leser mitten ins offene Geschehen. Wieder einmal taucht man in Mikis Welt ein und erlebt, wie sich langsam aber sicher die Realität und das Spiel miteinander vermischen. Mikis Versuche, die Kontrolle zu behalten, scheitern immer mehr und neue Geheimnisse und überraschende Wendungen kommen ans Licht, die das Lesen dieses Nachfolgers mehr als lohnenswert machen. Auch die Charaktere kommen dabei wieder sehr authentisch daher und sind in ihrer Entwicklung absolut glaubwürdig.

Während man tiefer in das Bewusstsein von Miki eintaucht, und ihren Drang zur Kontrolle deutlicher wahrnehmen kann als zuvor, bekommt man nun viel mehr Einblicke in vergangene Geschehnisse und Entwicklungen, die sie als Person geformt haben. Angesichts der Tatsache, dass die Storyline weiterhin aus ihrer Sicht beschrieben wird, erreicht die Figur hier noch mehr Tiefe als in Band eins und entwickelt sich im Verlaufe der Handlung in kleinen, aber sehr glaubwürdigen Schritten, weiter. Diese dezenten Veränderungen sind es auch, die Miki als Figur absolut sympathisch machen; ihre Handlungen und Gedanken sind logisch nachzuvollziehen und sie fällt nicht einfach grundlos aus ihrem Verhaltensmuster heraus. Dies trifft auch auf andere Figuren des Romans zu, die ebenfalls eine detailliertere Zeichnung erfahren. Generell lernt man sie näher kennen und kann sich auch emotional besser mit den Figuren identifizieren, ihre Handlungen nachvollziehen und dabei die Entwicklung in den Beziehungsstrukturen und bei den Figuren selbst beobachten.

Die Handlung selbst kommt wieder sehr spannend und überraschend daher. Die Autorin schafft es definitiv, einen spannenden Plot aufrecht zu erhalten und dem Leser jede Minute zum Atmen zu nehmen, so schnell prallen die Ereignisse aufeinander. Dennoch finden sich in diesem Nachfolger etwas mehr Ruhemomente wieder, in denen neue Geheimnisse enthüllt und noch mehr offene Fragen zurückbleiben, welche die Storyline nur umso interessanter machen. Man kann sich kaum loseisen vom Geschehen und verfolgt gespannt, wie sich die Dinge entwickeln. Mikis Kontrollverlust, einschneidende Ereignisse, die Vermischung von Realität und Spielwelt - dies sind nur wenige Dinge, welche die Spannung aufrechterhalten und den Roman unglaublich temporeich gestalten. Vor allem der Weltenaufbau und die Konstruktion des Spiels im Buch ermöglichen es einem nachzuempfinden, wie sich die Charaktere fühlen. Man spürt kaum, dass es andere sind, die das erleben, so hautnah gehen einem die Geschehnisse und verursachen ein Gänsehautfeeling. Vielleicht auch, weil das Thema (Videogames) der heutigen Generation so nah ist und man sehr viel damit assoziiert. Egal welche Gründe es sind - der Leser wird tief in das Spiel hinein gesogen und vermag es kaum, sich daraus zu lösen. Auch mit fortschreitender Seitenzahl nimmt die Spannung daher nicht ab, steigert sich sogar eher. Vor allem das Finale nimmt wieder, wenn auch etwas vorhersehbare, neue Wendungen und liefert enorm viel Potenzial für den finalen Band der Trilogie. Und der Cliffhanger zum Schluss dieses Romans ist sogar noch deutlich fieser als der seines Vorgängers. Wer also keine Geduld hat, sollte wohl mit dem Lesen dieser Lektüre warten, bis Band drei erschienen ist - denn hier entsteht definitiv Suchtpotenzial!

Fazit

Run! von Eve Silver ist eine actiongeladene und sehr gelungene Fortsetzung dieser Science-Fiction Trilogie, die in allen Grundzügen zu überzeugen weiß. Vor allem der Weltenaufbau und die Entwicklung der Charaktere stehen hier im Vordergrund und kommen mehr als authentisch rüber, sodass der Leser sich vollkommen auf diese Welt zwischen Realität und Spiel einlassen kann. Spannung und Tempo sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag, und auch wenn der Gesamtplot an sich wieder etwas vorhersehbar ist, schafft die Autorin es wieder, den Leser mit Details und Feinheiten zu überraschen. Fans der Reihe und des Genres sollten sich daher diesen Nachfolger sicherlich nicht entgehen lassen!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Jump
02. Run!
03. Crash (englisch) (9. Juli '15) / Deutscher Titel noch nicht bekannt

Pro & Contra

+ Entwicklung von Miki Jones im Einzelnen und der weiteren Figuren im Besonderen
+ Spannung und Action
+ Neue Wendungen und überraschende Ereignisse
+ Weltenaufbau und Setting
+ Vermischung der Realität und des Spiels
+ Roter Faden spitzt sich zu
+ Steht Vorgänger in nichts nach
+ Cliffhanger zum Schluss

o Angenehmer und leichter Schreibstil

- Insgesamt im Gesamtplot doch vorhersehbar

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5

  (1)
Tags: 4 sterne, das spiel, eve silver, fischer, jfb, rezension, run!, science fiction, young adul   (9)
 

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258 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

spiel, jackson, aliens, freundschaft, liebe

JUMP - Das Spiel

Eve Silver , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.08.2014
ISBN 9783841421586
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein rasanter und actionreicher Auftakt in ein tödliches Science Fiction Abenteuer!

Jump

Klappentext:

"Sie ihnen nicht in die Augen. Ihre Quecksilberaugen. Sie sind Gift.

Blendend helles Licht flammt auf. Das sind keine Menschen. Sie haben Arme und Beine, Haare, Gesichter, aber sie sind nicht menschlich. Ich kann den Blick nicht von ihnen abwenden.

Nach einem Verkehrsunfall wacht Miki Jones an einem unbekannten Ort auf. Durch Raum und Zeit wird sie in ein seltsames hineingezogen und soll nun außerirdische Wesen bekämpfen. Der attraktive Leiter ihres Teams gibt keine Hinweise. Er schweigt und weicht allen Fragen aus. Bis das Spiel eine tödliche Wende nimmt."

Informationen zur Autorin:

Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren Söhnen in Kanada, oft auch in den Welten, die sie erträumt. Alle in ihrer Familie lieben Videospiele. Eve Silver mag außerdem Kajakfahren und Sonnenschein, Hunde und Nachtisch und Bücher, Bücher, Bücher.

Autorenhomepage: www.evesilver.net

(Aus: Jump, Informationen zur Autorin)

Rezension

Miki Jones ist völlig verstört, als sie nach einem tödlichen Autounfall, bei dem sie eigentlich hätte sterben müssen, in einer ihr unbekannten Umgebung aufwacht. Doch sie ist nicht allein - vier weitere Jugendliche befinden sich mit ihr auf dieser grünen Lichtung, auf der sie sich mit Waffen ausrüsten müssen, um das 'Spiel' zu spielen. Jackson, der Teamleiter ist dabei alles andere als gesprächig und beantwortet kaum eine ihrer Fragen. Verwirrt und verängstigt und mit den wenigen Informationen die Miki hat, muss sie sich auf einen Kampf gegen Außerirdische Aliens einlassen. Doch schnell ahnt sie, dass dies hier alles andere als ein Spiel ist - und das der Tod an jeder Ecke lauern kann.

Jump ist der Start einer spannenden und rasanten Science Fiction Trilogie, die den Leser von Anfang an in seinen Bann zieht. Schon zu Beginn wird man mitten ins 'Spiel' hineinkatapultiert, ohne dass sich die Autorin um eine große Einleitung bemüht. Man lernt die Protagonisten und die wichtigen Nebencharaktere der Storyline kennen, begleitet sie auf ihren tödlichen Missionen und erhält nur stückweise Informationen zum 'Spiel', wie sie es alle nennen. Was es genau damit auf sich hat erfährt der Leser nur nach und nach, was den Großteil der Spannung und der Handlung ausmacht und dieses Buch zu einem rasanten Pageturner werden lässt.

Miki Jones wird dem Leser dabei als Hauptfigur vorgestellt und auch die Handlung wird lediglich aus ihrer Perspektive heraus erzählt. Dennoch steht sie als Figur nicht alleine im Mittelpunkt, denn auch die Nebencharaktere und anderen Figuren der Handlung tragen einen großen Teil zur Geschichte bei. Miki kommt als sehr starke Powerfrau rüber, die in ihrem wahren Leben schon so einige Erfahrung mit dem Tod hat - verlassen von ihrer Mutter und ihrem Großvater, die beide an Krankheiten starben und alleine gelassen von einem Vater mit eigenen Problemen. Nun muss sich Miki auch noch in einer Parallelwelt gegen Aliens behaupten, die versuchen, die Menschheit auszulöschen. Nur Miki, ihre Freunde und andere Teams von Jugendlichen stehen ihnen im Weg. Doch jedes Mal auf's neue riskieren sie dafür ihr Leben. Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich ihr Charakter im Verlauf der Handlung verändert - nicht übertrieben, sondern genauso, dass es authentisch wirkt. Sie kommt nicht gekünstelt daher, trägt die Situation jedoch mit Fassung. Sie versucht, das beste aus ihrer Situation zu machen, ohne sich jedoch mit ihr abzufinden. Genau diese Eigenschaft ist es, die Miki unglaublich sympathisch macht und den Leser mit ihr mitfiebern lassen. Doch was wäre eine rasante Actionstory ohne ein bisschen Liebe? Jackson Tate, Anführer ihrer Gruppe, übernimmt diesen Part. Obgleich er sehr distanziert, arrogant und herrisch ist, entwickelt sich zwischen Miki und ihm mehr. Doch er verbirgt so manches Geheimnis und genau dies, geparrt mit seiner Unnahrbarkeit, machen ihn zu einer sehr vielschichtigen Figur. Gemeinsam und mit ihren weiteren 'Spielgefährten' wie z.B. Luka und Tyrone bilden sie eine sehr glaubwürdige Beziehungsstruktur, auch wenn hier und da etwas mehr Tiefe den Charakteren noch mehr Leben eingehaucht hätte (was wohl Mangelware angesichts der vielen Todeskämpfe war).

Die Handlung selbst ist unglaublich spannend und authentisch. Dem Leser werden immer nur gerade so viele Informationen zu Teil kommen gelassen, dass es immer spannend bleibt; jeder neue Abschnitt unvorhersehbar, jede Wendung überraschend und manchmal kommt sogar Humor zum Tragen, der die ganze ernste Stimmung aufzulockern vermag. Man kann den Roman kaum aus der Hand legen, weil man unbedingt wissen möchte, was es denn nun mit dem 'Spiel' auf sich hat. Der Mangel an Informationen sorgt nämlich auf jeden Fall zu Beginn für eine Menge Verwirrung (was die Authentizität der Charaktere wieder stärkt). Mit fortschreitender Seitenzahl kommt man dann Stück für Stück an weitere Informationen, die einen dann allerdings nur gerade so befriedigen und einen dazu verleiten, immer und immer weiterlesen zu wollen. Auch wenn der rote Faden doch im Gesamtverlauf relativ vorhersehbar ist, schafft die Autorin es dennoch, mit Details zu überraschen und die Spannung konstant aufrecht zu erhalten. Der fiese Cliffhanger zum Schluss eines rasanten Finales dieses ersten Bandes lässt einen dann auch noch atemlos und völlig gespannt zurück, sodass man wohl gar nicht anders kann, als sofort den Nachfolgeband lesen zu wollen. Insgesamt findet sich hier also ein wirklich toller Start der Serie wieder, der nur mit kleinen Defiziten, dafür aber sehr viel Spannung und Glaubwürdigkeit seine Leser in den Bann zu ziehen vermag.

Fazit

Jump von Eve Silver ist ein temporeicher und sehr spannender Auftakt einer vielversprechenden Science Fiction Trilogie. Authentische Figuren und Charakterkonstellationen, eine spannende und überraschende Handlung sowie der Actionfaktor des Romans sind nur einige wenige positive Aspekte, die sich in diesem Roman wiederfinden. Neben kleineren Schwächen kann der Roman jedoch als Pageturner und mit sehr viel Potenzial aufwarten. Die Autorin weiß es gekonnt, den Plot aufzubauen, Informationen zurückzuhalten und das Finale mitsamt einem fiesen Cliffhanger sorgen dafür, dass man sofort Band zwei zur Hand nehmen möchte, um weiterzulesen! Ein mehr als gelungener Start also, den Science Fiction und Jugendbuchfans (sowie Leser die gerne Videogames spielen) sich definitiv nicht entgehen lassen sollten!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Jump
02. Run!
03. Crash (englisch) (9. Juli '15) / Deutscher Titel noch nicht bekannt

Pro & Contra

+ Sehr temporeich und gut konstruiert
+ Sympathische und vor allem glaubwürdige Figuren
+ Nachvollziehbare Charakterentwicklungen
+ Spannend und rasant vom ersten Kapitel an
+ Pageturner
+ Finale und fieser Cliffhanger
+ Roter Faden und Storyline
+ Stoff bietet eine Menge Potenzial
+ Die Autorin weiß an den richtigen Stellen zu überraschen und in richtigen Momenten Informationen raus zu geben
+ Humor an den richtigen Stellen
+ Setting und Atmosphäre überzeugen auf ganzer Linie

o Liebesgeschichte steht nicht im Fokus der Story
o Angenehmer und leichter Schreibstil

- Insgesamt im Gesamtplot doch vorhersehbar

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5

  (2)
Tags: 4 sterne, das spiel, eve silver, fjb, jump, rezension, science fiction, young adult   (8)
 

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3.643 Bibliotheken, 62 Leser, 4 Gruppen, 491 Rezensionen

liebe, erotik, anna todd, after passion, hardin

After passion

Anna Todd , Corinna Vierkant-Enßlin , Julia Walther
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.02.2015
ISBN 9783453491168
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ein Roman, der viel verspricht und zum Ende leider enttäuscht.

After passion

Klappentext:

"life will never be the same

Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington State University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Doch er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war."

Informationen zur Autorin:

Anna Todd lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann im texanischen Austin. Sie haben nur einen Monat nach Abschluss der Highschool geheiratet. Anna war schon immer eine begeisterte Leserin und ein großer Fan von Boygroups und Liebesgeschichten. In ihrem Debütroman AFTER PASSION konnte sie ihre Leidenschaften miteinander verbinden und sich dadurch einen Lebenstraum erfüllen. [...]
Autorenhomepage: www.AnnaToddBooks.com

(Aus: After passion, Informationen zur Autorin)

Rezension

Tessa Young ist aufgeregt - endlich kann sie auf die Washington State University gehen. Auf diesen Tag hat sie ihr ganzes Leben lang gewartet. Hat darauf gewartet, weiterhin ihrer Mutter alles recht zu machen. Hat darauf gewartet, ihr Leben mit ihrem Freund aus der Heimat zu leben. Hat auf das perfekte Leben gehofft. Doch diese Hoffnung wird sogleich am ersten Tag vom Chaos höchstpersönlich zerstört - und dieser trägt den Namen Hardin Scott. Denn Hardin ist es, der ihr Leben von Null auf Hundert umkrempelt, sie Dinge fühlen lässt, die Tessa nie geahnt hätte, der Gefühle und Begehren in ihr auslöst - und dabei auch zu dem Menschen wird, der es schafft sie am meisten zu verletzen. Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die Tessa und Hardin mitreißt - doch schaffen sie es am Ende, zusammen zu sein?

» Manchmal glaubt man, Leute zu kennen, aber man irrt. «
(Aus: After passion, S. 694 )

Der Auftakt zu der After-Series Reihe, After passion, von Anna Todd beginnt mit einem Prolog, der bereits ankündigt, dass sich Tessa Young, Protagonisten des Romans, im Verlauf der Geschichte verändern wird. Wie sehr, dass erfährt der Leser erst beim Lesen der Lektüre und wird dabei in ein absolutes Beziehungsdrama und -chaos geführt, dass mitnichten immer zu ertragen und an vielen Stellen einfach zu viel des Guten ist. Im Großen und Ganzen dreht sich das gesamte Buch mit seiner Länge von knapp 700 Seiten um die NichtBeziehung zwischen Tessa und Hardin und dem gesamten Gefühlschaos, der sich zwischendrin verbirgt. Viel mehr dazwischen gibt es tatsächlich nicht, doch Geheimnisse, Intrigen und Verrat sind definitiv Aspekte, die in der Beziehungsstruktur der beiden Figuren eine große Rolle spielt und die Haupthandlung des Romans als solches einnimmt.

Tessa Young lernt man zunächst als ruhiges und Besonnenes Mädchen kennen, die dafür lebt, ihrer Mutter alles recht zu machen. Das schließt alle Lagen ihres Lebens ein: Auf welche Uni sie geht, wer ihr Freund ist, wer ihre Freunde zu haben und wo sie wohnen soll. Ein Kontrollfreak also, doch Tessa befindet sich in ihrem kleinen goldenen Käfig und unternimmt nichts dagegen - bis sie auf der Uni Hardin Scott kennen lernt. Gepierct, tätowiert, ein Bad Boy durch und durch - von dem ihr Freund und ihre Mutter so gar nicht begeistert sind. Natürlich verspricht Tessa sich von ihm fern zu halten - doch da die Geschichte genau von der Beziehungsstruktur zwischen ihr und Hardin lebt, kann der Leser diese Entwicklung mitnichten erwarten. Die beiden sind (wie sollte es auch sonst sein) genaue Gegensätze und scheinen sich daher magisch anzuziehen. Während sich eine Beziehung zwischen den beiden entwickelt merkt man deutlich, wie stark Tessa sich als Figur verändert - wie sie anfängt, sich aus ihrem goldenen Käfig zu befreien, wie sie beginnt, eigene Entscheidungen zu treffen, obwohl sie riskant zu sein scheinen. Und sie beginnt, Hardin von ganzem Herzen zu lieben, obgleich dieser sie immer und immer wieder verletzt. Denn er hier erwartet, dass Hardin sich von Null auf Hundert verändert, der muss leider enttäuscht werden. Zwar merkt man hier und da Veränderungen, dennoch bleibt seine Figur im Großen und Ganzen gleich. Insgesamt ist es wirklich interessant, vor allem zu Beginn, wie sich die beiden kennen lernen und sich versuchen, gegenseitig eine Chance zu geben. Doch um so weiter die Story voranschreitet, umso mehr man die beiden kennen lernt, desto stärker ist man genervt von der Naivität Tessas und dem Verhalten Hardins. Ganz schlimm ist sowieso, dass ihre Handlungsweisen und Gedanken kaum nachzuvollziehen sind. Wer bitte lässt sich immer und immer und immer wieder verletzen und schafft es dennoch nicht, los zu lassen? Und selbst wenn sowas in der Realität tatsächlich passiert (was sicherlich der Fall ist), kauft man das der Protagonisten nicht ab. Dafür sind ihre Gedanken zu oberflächlich, ihre Gemütsschwankungen zu flach und unglaubwürdig. Dies trifft auch für die Nebencharaktere zu, die nur eingeführt werden, um die Story irgendwie voranzutreiben und den kaum vorhandenen Plot irgendwie voran zu treiben, neue Konflikte zu erzeugen und etwas Abwechslung neben den ganzen Dramen zu bieten. Diese kommen allerdings so klischeehaft und blass daher und werden nur im nötigsten gezeichnet, dass der Leser keinerlei Bindung zu ihnen aufbauen kann.

»» Weißt du noch, wie du gefragt hast, wen ich auf der ganzen Welt am meisten liebe? «, fragt er, und seine Lippen sind nur Zentimeter von meinen entfernt.
Ich nicke obwohl es so lange her zu sein scheint und ich nicht gedacht hätte, dass er es sich merkt.
»Dich. Dich liebe ich am meisten auf der ganzen Welt. ««
(Aus: After passion, S. 452 )

Auch die Handlung selbst lässt absolut zu wünschen übrig. Findet man zu Beginn die Story noch ziemlich interessant und spannend, hat man spätestens nach der Hälfte des Romans das Gefühl, irgendwo auf eine Repeat-Taste gedrückt zu haben. Alles wiederholt sich einfach zig Male, es kommt nichts neues und man kann nur wieder und wieder die Augen ob der unrealistischen Handlungen der Charaktere verdrehen. Zudem kommen unzählige Rechtschreib- und Logikfehler hinzu, welche die Geschichte noch mal deutlich unglaubwürdiger erscheinen lassen. Insgesamt hätte man die Handlung als solche locker auf ein Drittel kürzen können und hätte trotzdem das gesamte Ausmaß der Handlung und Entscheidungen in den Roman packen können. So muss sich der Leser allerdings durch Dramen quälen, die sich wie Kaugummi ziehen, sich mit Unverständnis dem Schicksal ergeben und versuchen, diese beiden Protagonisten irgendwie nachzuvollziehen, irgendwie ihre Handlungen zu verstehen, einfach IRGENDWIE weiterzumachen. Hier muss nun auch ein Wort zum Schreibstil der Autorin fallen, denn sie versucht verzweifelt, Gefühle und Gedanken auf den Punkt zu bringen und nah zu schildern, scheitert daran jedoch kläglich. Man hat keinerlei Möglichkeit, eine emotionale Bindung zu den Figuren aufzubauen, weil schlichtweg immer die falschen Wort gewählt werden und sie das bisschen an Sympathie, was man den Figuren entgegenbringen wollen würde, dadurch zunichte macht.

Doch einen kleinen Lichtblick und Hoffnungsschimmer gibt es noch: Mögen so manche kurz vor dem Schluss nun denken, dass sie nach Band eins mit dieser Reihe brechen könnten, haben sie sich geirrt - denn endlich, endlich schafft die Autorin es, mit einem höllischen Cliffhanger der Geschichte etwas Spannung zu geben und hat dem Leser am Hacken - nach 650 Seiten, die sich gezogen haben wie die Hölle. Unglaublich, aber wahr: Obgleich einem der Roman nichts neues bietet, man die Figuren wohl nicht mag, man sogar genervt ist, sich die Haare rauft und das Buch einfach nur in eine Ecke schmeißen will, um sich einer deutlich besseren Lektüre zu widmen - man will nach diesem Cliffhanger einfach wissen, wie es weitergeht, denn die Autorin verspricht hier endlich, das Potenzial der Geschichte aufzugreifen. Ob sich das bestätigt, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen.

Fazit

After passion von Anna Todd ist ein hoch angepriesener Roman, der leider seinen Erwartungen nicht ansatzweise gerecht werden kann. Unglaubwürdige und langweilige Figuren, eine nicht existente Handlung und die Wiederholung von Drama um Drama machen diesen Roman zu einem wirklich sehr nervenaufreibendem Leseerlebnis, dass man wohl nicht so schnell wiederholen möchte. Es ist weder innovativ, noch außergewöhnlich, weder in irgendeiner Weise spannend noch fiebert man mit den Figuren mit. Viele Logik- und Rechtschreibfehler machen es zudem schwer, den Roman ernst zu nehmen und auch die Handlungen und Denkweise der Figuren sind mitnichten nachvollziehbar. Das Einzige, was den Roman vor einer katastrophalen Bewertung rettet, ist das Ende und der fiese Cliffhanger, der tatsächlich etwas Spannung bringt und den Leser dazu anstachelt, doch den Nachfolger in die Hand zu nehmen. Leser, die nach einem tollen Leseerlebnis und einer schönen Liebesgeschichte suchen, werden es hier wohl eher nicht finden.

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. After passion
02. After truth
03. After love (15. Juni '15)
04. After forever (10. August '15)

Pro & Contra

+ Cliffhanger zum Schluss
+ Beginn war eigentlich noch ganz nett

- Schreibstil: Autorin umschreibt Gefühle, kommt allerdings nicht auf den Punkt
- Hardin ist ziemlich unsypathisch
- Tessa als Protagonistin oft unverständlich und nervtötend
- Nebenfiguren nur dazu da, Handlung voranzutreiben
- Plot bzw. ein roter Faden nicht existent
- Viele Rechtschreib- und Logikfehler stören den Lesefluss
- Viel zu viel Drama
- Unglaubwürdige Gedanken, Handlungen und Gefühle der Protagonisten
- An einigen Stellen sehr langatmig und zäh
- Insgesamt viel zu lang / Hätte locker auf ein Drittel des Umfangs gekürzt werden können mit selbem Ergebnis

Bewertung:

Handlung: 1,5/5
Charaktere: 1,5/5
Lesespaß: 2/5
Preis/Leistung: 2/5

  (3)
Tags: 2 stern, after passion, anna todd, belletristik, heyne, new adult, rezension, the after series   (8)
 

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johanna, heyne, zügellose leidenschaf, zügellose, rezension

Zügellose Leidenschaft

Johanna Lindsey , Eva Malsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.12.2014
ISBN 9783453417823
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein schöner Liebesroman für kurzweilige Lesestunden.

Zügellose Leidenschaft

Klappentext:

"Einige wenige heiraten um der Liebe willen, die meisten wegen des Geldes - Tiffany muss sich verloben, um die Fehde zwischen ihrer Familie und dem Clan der Callahans zu beenden. Ihr Ziel: das wilde Hinterland von Montana. Ihr Plan: sich inkognito als Haushälterin ihrem Verlobten in spe zu nähern, um einen ersten Eindruck von ihm zu bekommen. Das Problem: Hunter Callahan ist sehr angetan von der neuen Bediensteten und macht ihr eindeutige Acancen. Doch Tiffany will keinen Mann, der sein Herz bereits einer anderen geschenkt hat ..."

Informationen zur Autorin:

Johanna Lindsey wächst auf Hawaii auf. Sie heiratet nach der Highschool und hat bereits zwei kleine Kinder zu versorgen, als sie sich zum Schreiben gedrängt fühlt. 1976 veröffentlicht sie ihren ersten Roman. Heute ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Liebesromane. Weltweit hat sie über 60 Millionen Exemplare ihrer Bücher verkauft, die nicht selten die ersten Plätze der Bestsellerliste der New York Times erreichen. Johanna Lindsey schreibt und lebt mit ihrer Familie in New Hampshire.

Autorenhomepage: www.harpercollins.com/authors/15195
(Autorenseite des Herausgebers, da keine eigene Homepage vorhanden)

(Aus: Zügellose Leidenschaft, Informationen zu Autorin)

Rezension

Tiffany ist so ganz und gar nicht davon begeistert, einen Fremden heiraten zu müssen, um eine seit Jahrzehnten andauernde Familienfehde zu beenden. Doch um ihrer Mutter willen lässt sie sich darauf ein, ihren Verlobten zumindest kennen zu lernen. Schon jetzt weiß Tiffany, dass sie ihn sowieso nicht heiraten möchte. Als sie und ihre Begleitung jedoch im Zug Richtung Montana von Räubern überfallen werden und die neue Dienstmagd der Callahans kurzum entscheidet, dass das Leben in Montana ihr wohl doch nicht so zusagt, reift ein Plan in Tiffanys Kopf. So gibt sie sich als das neue Hausmädchen der Callahans aus, um das wahre Wesen ihres Verlobten Hunter Callahan unbemerkt kennen lernen zu können - doch sie hätte niemals damit gerechnet, dass ein Feuer zwischen ihnen beiden entflammt, dass sie kaum zu löschen imstande ist ...

Ein neuer Roman aus der Feder einer der erfolgreichsten historischen Liebesromanautorinnen der Welt und einer, der einem so manche schöne Lesestunden zu schenken vermag. Zügellose Leidenschaft kommt nicht unbedingt als innovativer Liebesroman daher, schafft es jedoch den Charme der Geschichte gekonnt zu entfachen. Den Leser erwarten hier zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von der noblen Gesellschaft Londons bis über das raue Westernleben in Montana - und mitten drin die beiden Protagonisten des Romans, Hunter und Tiffany, welche diese beiden Welten durch eine Heirat in Einklang bringen müssen, um eine schreckliche Fehde zu beenden.

Schon früh lernt man dabei kennen, was Tiffany eigentlich von ihrer Verlobung zu Hunter Callahan hält - nämlich gar nichts. Aufgewachsen in vornehmer Gesellschaft, kann sie sich ein Leben in Montana nur schwerlich vorstellen. Jedoch kommt Tiffany nicht als großkotziges und zickiges Mädchen daher, sondern als junge Frau, die auch Risiken eingeht und Spaß hat. So lässt sie sich darauf ein, das neue Hausmädchen der Callahans zu spielen und muss dabei auch all die Tätigkeiten verrichten, für welche sie früher selbst Dienstmädchen hatte. Ohne mit der Wimper zu zucken führt sie Aufgaben im Haushalt durch und besitzt einen starken Willen, neues zu erlernen (wie beispielweise das Kochen) und auch nach einigem Scheitern noch am Ball zu bleiben. Diese Eigenschaften sind es, welche sie dem Leser gegenüber besonders sympathisch machen. Dennoch versucht sie sich auch selbst Dinge vorzutäuschen - und diese haben vor allem etwas mit ihren aufkommenden Gefühlen für Hunter Callahan zu tun. Diesen lernt man als sehr ungezwungenen und fröhlichen Cowboy kennen, der gerne zu Scherzen auferlegt ist und auch das ein oder andere mal einen Streit sucht. Er lockert die Stimmung des Romans sehr häufig auf und schafft eine tolle Atmosphäre für die Figuren und die Entwicklung der Handlung innerhalb des Romans. Auch einige Nebenfiguren schließt man schnell ins Herz. So kann man sich dem Charme von Hunters Brüdern kaum entziehen und auch Tiffanys eigene Familie kommt wohlwollend daher. Zu den Antagonisten der Story lässt sich sagen, dass diese eher aus dem Schatten heraus agieren und daher auch nicht viel Tiefe besitzen. Klassische und genretypische Klischees werden hier aufgegriffen, um die Bösewichte zu beschreiben und auch die Motive sind eher klischeehafter Natur.

Die Handlung selbst ist ebenfalls nicht sonderlich innovativ, kann allerdings trotzdem mit ein paar tollen und spannenden Momenten sowie Geheimnissen aufwarten. Zwar fängt die Geschichte etwas schleppend an, doch sobald Tiffany und Hunter sich begegnen, nimmt die Story auch an Fahrt an. Man begleitet die beiden Figuren dabei, wie sie sich kennen lernen und bekommt zugleich auch einen Eindruck von der Fehde, die diese beiden Familien seit Jahrzehnten spaltet. Mit fortschreitender Seitenzahl kommt es dann natürlich auch zu den befürchteten Ausschreitungen, die Antagonisten mischen sich ein, viele Ereignisse überschlagen sich und Wahrheiten kommen ans Licht, die man zuvor unter Verschluss gehalten hatte. Johanna Lindsey schafft es dabei mit ihrem gewohnt lockeren Schreibstil den Leser durch die Geschichte zu führen und auch zum Ende des Romans gekonnt einen runden Abschluss zu schaffen, der keine offenen Fragen hinterlässt und den Fokus weiterhin auf Tiffany und Hunter richtet. Insgesamt ein schöner und kurzweiliger Liebesroman, der trotz einiger Defizite dennoch zu überzeugen weiß.

Fazit

Zügellose Leidenschaft von Johanna Lindsey ist ein schöner, wenn auch kurzweiliger, Liebesroman aus der Feder einer der erfolgreichsten Liebesromanautorin der Welt. Trotz einiger Defizite wie klischeehafter Antagonisten und einem eher schleppenden Anfang, kann die Geschichte um Hunter und Tiffany einem so manches Mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Zwar ist die Handlung an sich nicht sehr innovativ, dennoch schafft es die Geschichte mit einem gewissen Charme aufzuwarten und so den Leser die Atmosphäre der Story fühlen zu lassen. Es ist sicherlich mitnichten eines ihrer besten Werke, dennoch ein schöner Liebesroman für einige angenehme Lesestunden, die Fans des Genres und der Autorin sich gerne anschauen sollten.

Pro & Contra

+ Kontrast zwischen dem Hintergrund der Protagonisten
+ Sympathische Figuren
+ Angenehmes Setting und schöne Atmosphäre
+ Charme der Erzählung
+ Schreibstil der Autorin
+ Auflösung der Fehde

- Eher schleppender Beginn
- Stereotpye und klischeehafte Antagonisten und Motive der selben
- Kein innovativer Ansatz der Grundstory
- Immer mal wieder eher etwas langatmig

Bewertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

  (2)
Tags: 3 sterne, heyne, historischer liebesroman, johanna lindsey, rezension, zügellose leidenschaf   (6)
 

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biker, liebe, rezension, kinder, freunde

Undeniable - Eva und Deuce

Madeline Sheehan
E-Buch Text
Erschienen bei Sieben Verlag, 01.04.2015
ISBN 9783864434938
Genre: Romane

Rezension:

Beeindruckender und außergewöhnlicher Roman um die Geschichte von Eva und Deuce.

Undeniable - Eva und Deuce

Klappentext:

"Eine Liebe gegen jede Chance.

Eva Fox ist die Tochter des Silver Demons Motorcycle Club Präsidenten und wächst wie eine Prinzessin in der rauen Umgebung des Clubs auf. Als sie den sexy Hell's Horsemen Biker Deuce West trifft, ist sie noch ein kleines Mädchen. Doch vom ersten Augenblick an weiß sie: Er ist der Sinn ihres Daseins. Deuce ist ebenfalls im Club seines Vaters aufgewachsen. Während Eva langsam zur Frau heranwächst, entwickeln sich ihre zufälligen Begegnungen immer intensiver. Das Schicksal führt sie stets erneut zusammen und so beginnt eine Reise auf gewundenen Schicksalspfaden, gepflastert mit Schmerz, Betrug und Blutvergießen. Eva sieht in Deuce von Anfang an, was er in sich selbst nicht sieht – einen Mann, der es wert ist, geliebt zu werden, doch wird sie stark genug sein, ihm das zu beweisen?

Dies ist die Geschichte von Eva und Deuce.
Es ist nicht einfach.
Aber nichts, was sich wirklich lohnt, ist das.
Und die Liebe ist alles wert."

Informationen zur Autorin:

Madeline Sheehan kommt aus Buffalo, New York, und liebt so gut wie alles, was man als gesellschaftlich unpassend bezeichnen könnte. Darüber hinaus genießt sie, die Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, insbesondere die Videospielmarathone mit ihrem Mann und die schönen Stunden, in denen sie sich mit ihrem Sohn beschäftigen kann.

Autorenhomepage: www.madelinesheehan.com

(Quelle)

Rezension

Eva und Deuce lernen sich schon früh kennen. Sie, ein Kind, er ein junger Erwachsener. Achtzehn Jahre trennen die beiden voneinander, doch nichts kann das Schicksal aufhalten. Denn vom ersten Moment an, da Eva Deuce erblickt, weiß sie: Dies ist Liebe auf den ersten Blick. Und auch Deuce erkennt in dem kleinen Mädchen etwas ganz besonderes. Und während die Jahre dahinfliegen, beide älter werden und Eva zur jungen Frau heranwächst, erblüht ein Strang der Liebe zwischen den beiden. Doch niemand hat behauptet, dass es einfach werden würde. Und so stehen beide nicht selten vor Trümmerhaufen, Wutausbrüchen und leidenschaftlichem Beisammensein, immer und immer wieder auseinander gerissen, um doch wieder zueinander zu finden. Doch hat diese Liebe, die so viele Hürden nehmen muss, überhaupt eine Chance?

» Es gibt immer einen Grund, weshalb du bestimmte Leute triffst. Entweder verändern sie dein Leben oder du bist derjenige, der ihr Leben verändert. «
(Aus: Undeniable, S.7 )

Was einstweilen Angel Flonis Harefa sagte, wird in Undeniable - Eva und Deuce von Autorin Madeline Sheehan zum bestimmenden Sinnpunkt des Lebens. Denn die Geschichte von Eva und Deuce ist, wie sie ist: Verquer, schwierig, voller Trümmer und Schattenseiten, gespickt mit Problemen, die normale Menschen sich nicht mal ausmalen könnten - und dennoch eine wunderschöne, wenn auch sehr derbe, Liebesgeschichte, welche den Leser sofort in seinen Bann zieht. Dabei sind es allerdings nicht nur die Charaktere, sondern auch das sehr unkonventionelle Setting und die Themen innerhalb der Storyline, die die Geschichte so überaus lesenswert machen - und die Seiten schlicht dahinfliegen lassen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Eva und Deuce erzählt und lässt es somit zu, auf die Innenleben beider Protagonisten einen Blick werfen zu können. So darf man Eva seit ihrer Kindheit an begleiten, lernt Deuce jedoch erst kennen, als er schon ein junger Erwachsener ist - denn die beiden trennen achtzehn Lebensjahre. Lebensjahre, die es ihnen schwierig machen, zusammen zu kommen, ihre Liebe aufrecht zu erhalten und auch, sich moralischen Beweggründen entgegenzustellen. Zurecht heißt es im im Klappentext, dass die Geschichte um Eva und Deuce keine einfache sei - und genau das bekommt mal als Leser auch zu spüren. Während man Evas Entwicklung vom kleinen Mädchen zur reifen Frau miterleben kann, lernt man sie als liebenswerte junge Frau kennen, die in Verhältnissen aufwächst, die nicht gerade normal sind. Ohne Mutter, inmitten einer Motorrad-Gang und einem Vater, der schon im Knast gewesen ist und einige schlimme Verbrechen begannen hat. So wie auch Deuce, der nicht weniger Dreck am Stecken hat. Doch wenn man mit dieser Lebensweise aufwächst, lernt man wohl damit umzugehen und so dreht sich vieles um Eva nicht um die äußeren Umstände und Verbrechen, sondern fast ausschließlich um ihre Gefühle für Deuce, welcher der Mittelpunkt ihrer Welt zu sein scheint. In gewisser weise ist sie eine starke Frauenfigur, jedoch verbirgt sich auch eine kaputte Welt in ihrem Inneren. So stellt sie ihr Leben immer hinter andere und fällt Entscheidungen nicht um ihr Wohlergehen, sondern um das Wohlergehen und den Schutz anderer, was sie zu einer sympathischen Figur mit Kanten macht. Denn nicht jede ihrer Entscheidungen und Handlungsweisen ist für den Leser verständlich; sich mit ihr zu identifizieren ist eine sehr komplexe Angelegenheit und in dem Fall wohl auch nicht gewollt. Dennoch strahlt sie Individualität aus und in gewisser Hinsicht kann ihre Handlungen und Gedankengänge sehr wohl nachvollziehen - manche mehr als andere. Deuce hingegen ist wie ein Fels in der Brandung. Selten macht er sich auch nur die winzigsten Gedanken darüber, wie er andere behandelt. Auch wenn ihm Respekt gegenüber Frauen wichtig ist und das alle anderen in seiner Umgebung wissen lassen möchte, stehen seine Handlungen oftmals im krassen Gegensatz zu seinen Worten. Denn Eva muss so einiges wegstecken, wenn es um ihn geht. Oft behandelt er sie wie Dreck und benimmt sich definitiv wie das Arschloch, dass er ist. Doch so verquer seine Gedanken und Gefühle auch sein mögen - irgendwie schließt man auch Deuce ins Herz, obgleich man ihn im nächsten Moment am Liebsten umbringen würde, weil er Eva mal um mal verletzt. Doch statt sich zu verkriechen oder von ihm abzuwenden (was durchaus im Laufe der vielen Jahre passiert), müssen sich beide schlussendlich eingestehen, dass sie ohne den anderen nicht können. Hier nehmen beide Figuren sehr interessante, wenn auch nicht sehr tiefgründige Wendungen ein - und man darf sich über Raufereien, heiße Versöhnungen und vielerlei anderer emotionaler Höhen und Tiefen freuen, die diese beiden Figuren gemeinsam durchmachen - und ihre Beziehung zueinander dadurch authentisch macht. Die Nebenfiguren selbst sind weniger im Vordergrund der Storyline und nehmen auch keine große Tiefe ein (bis auf Frankie, Eva's Ehemann und ihr ehemaliger Ziehbruder mit sehr heftigen psychologischen Problemen und einer Menge Aggressivität), runden allerdings das Bild von Gangs und der Umgebung im wesentlichen ab.

» Mark Twain sagte einmal: "Die zwei wichtigsten Tage in deinem Leben sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du den Grund dafür erkennst."
Ich erinnere mich nicht an den Tag, an dem ich geboren wurde, aber ich erinnere mich an den Tag, an dem ich den Grund für meine Geburt erkannte.
Er hieß Deuce.
Er war mein Grund.
Und das hier ist unsere Geschichte. «
(Aus: Undeniable, S.7 )

Selbst die Handlung der Storyline baut sich komplett um die Geschichte von Eva und Deuce herum auf. Alle Ereignisse und Geschehnisse, egal ob gut oder schlecht, haben etwas mit diesen beiden Protagonisten zu tun. Die Einführung von Nebenfiguren ebenso wie die Tatsache der teilweise sehr großen Zeitsprünge (mehrere Jahre), stellen den Rahmen der Atmosphäre der Story dar, was besonders hervor sticht. Hinzu kommt das sehr unkonventionelle Setting: Motorrad-Gangs, ein sehr derber und krasser Schreibstil, der kein Blatt vor den Mund nimmt, ebenso wie der sehr große Altersunterschied der beiden Protagonisten. Moralaposteln sollten wohl eher einen Bogen um diesen Roman machen, denn schmutzig wird es hier nicht nur im wörtlichen Sinne. Oftmals muss man beim Lesen echt schlucken und sich auf den Schreibstil einlassen, um den Roman in vollen Zügen genießen zu können. Tatsächlich erwartet man während die Handlung voranschreitet ein größeres Maß an Maßregelungen bezüglich des großen Altersunterschied - allerdings bleibt dieser von Außenstehenden größenteils aus, was das ganze drum herum nur noch interessanter macht. Obgleich die Handlung durchaus überraschende Ereignisse bereit hält und definitiv eine große Figurenvielfalt bietet, muss auch hervorgehoben werden, dass zum Schluss vieles eskaliert und sich einige Ereignisse überschlagen. Dabei werden einige Informationen unter den Tisch gekehrt. Es bleiben viele offene Fragen und die Suche nach mehr Details, doch das bleibt dem Leser verwehrt. Es ist, wie schon angekündigt, eine reine Geschichte um Eva und Deuce - und das merkt man, da an vielen anderen Stellen mit Aufmerksamkeit gespart wird. Dennoch findet sich hier zum Schluss eine, wenn auch sehr andersartige, Liebesgeschichte wieder, die - dem richtigen Publikum - zu gefallen weiß.

Fazit

Undeniable - Eva und Deuce von Madeline Sheehan ist ein, wenn auch auf eigene Art und Weise, sehr beeindruckender und außergewöhnlicher Roman mit einem sehr derben Schreibstil und einer unkonventionellen Liebesgeschichte. Eva und Deuce kommen (meistens) als sympathische Figuren mit Ecken und Kanten daher, die aus dem Mainstream herausbrechen und ihrem eigenen, gemeinsamen Schicksal trotzen - und sich diesem dennoch wieder beugen müssen. Egal ob Altersunterschied oder anderweitige Moralvorstellungen - Eva und Deuce finden über die Jahre hinweg immer wieder zueinander und zeigen dabei, dass Liebe nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern dass sie viele Hürden hat. Durch den Fokus der Liebesgeschichte mangelt es zwar an Aufmerksamkeiten für andere Dinge wie Plot oder offene Fragen, dennoch ist der Auftakt der Hell's Horsemen sehr empfehlenswert. Ein spannendes und sehr direktes Buch, das viele Themen aufgreift und den Leser auf eine etwas ungewöhnlichere Liebesreise mitnimmt!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Undeniable: Eva und Deuce
02. Noch unbekannt

Weitere Titel in Vorbereitung.

Pro & Contra

+ Protagonisten mit Ecken und Kanten
+ Frankie als Gegenpol
+ Sehr derber und direkter Schreibstil (passend zum Setting)
+ Unkonventionell, neuartig, ohne direkt innovativ zu sein
+ Spannend
+ Bringt frischen Wind ins Genre

o Kein Buch für Moralaposteln

- Nebenfiguren zu oberflächlich
- Detailmangel
- Viele offene Fragen (vor allem zum Schluss)

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5

  (1)
Tags: 4 sterne, belletristi, eva und deuce, hell's horsemen, madeline sheehan, rezension, sieben verla, undeniabl   (8)
 

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230 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

elemental assassin, pork pit, jennifer estep, auftragskiller, urban fantasy

Elemental Assassin - Spinnenjagd

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.11.2014
ISBN 9783492269698
Genre: Fantasy

Rezension:

Grandiose Fortsetzung einer fantastischen Urban-Fantasy-Serie!

Spinnenjagd

Klappentext:

"Magisch, düster, unwiderstehlich!

Obwohl Gin Blanco nicht mehr als Auftragskillerin arbeitet, sind ihre Messer immer noch scharf. Und das wird sich auch nicht ändern, so lange Mab Monroe noch lebt, die einst Gins Leben zerstörte. Doch wenn man sich mit der mächtigsten Frau Ashlands anlegt, braucht man starke Verbündete. Das trifft auf den sexy Geschäftsmann Owen Grayson durchaus zu. Kann Gin ihm trauen?"

Informationen zur Autorin:

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Bluff City, Tennessee. Bei Piper erschienen bisher ihre SPIEGEL-Bestseller-Serie "Mythos Academy" sowie die Urban-Fantasy-Reihe "Elemental Assassin".

Autorenhomepage: www.jenniferestep.com

(Aus: Spinnenjagd, Informationen zur Autorin)

Rezension

Gin Blanco ist alles andere als eine gewöhnliche Studentin und Restaurantbesitzerin - oder war es zumindest. Denn ihren Job als Auftragskillerin hat sie vor kurzem an den Nagel gehängt. Doch gegen den Wunsch, Mab Monroe mit ihren eigenen Messern aufzuschlitzen um sich für das zu rächen, was diese Frau ihr und ihrer Familie vor Jahren angetan hat, kann sie nichts ändern. Als sie dann auch noch auf offener Straße von ihren Lakaien angegriffen und verprügelt wird, weiß Gin, dass es an der Zeit ist, zu handeln. Doch nicht mal sie kann das Ausmaß an Ärger voraussehen, dass mit einem Racheplan dieser Größe einhergeht. Starke Verbündete sind daher das, was Gin für diesen Rachefeldzug plant - und wer würde sich da besser eignen, als der attraktive und gefährliche Geschäftsmann Owen Grayson?

» Die Mistkerle wären nie auch nur in meine Nähe gekommen, hätte ich nicht die Grippe gehabt. Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Das war ich. Gin Blanco. Restaurantbesitzerin, Stein- und Eiselementar. Ehemalige Auftragsmörderin. Eine insgesamt eher harte Type. In die Knie gezwungen von Mikroben. Bäh. «
(Aus: Spinnenjagd, S.7 )

Mit Spinnenjagd, dem dritten Band der Urban-Fantasy-Serie Elemental Assassin der Autorin Jennifer Estep wird man auf direktem Wege in eine neue Runde rund um Gin Blancos Leben als Auftragsmörderin geworfen - und kann sich der Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite an nicht mehr entziehen. Dabei gerät man auf's Neue sofort in einen Strudel voller Ereignisse, welche zeitlich gesehen nah an den Geschehnissen des Vorgängerbands der Serie angesiedelt sind. Wer in diesem Buch eine ruhige und nette Geschichte sucht - der ist fehl am Platz. Frauenpower, Action, Spannung und bitterböser Sarkasmus sind hier ebenso Part der Story wie Blut, Gewalt und Tod - und auch Magie. Die Begeisterungsfähigkeit dieses Romans lässt sich kaum in Worte fassen, nicht schnell genug kann man beim Lesen Seite um Seite umblättern um sofort zu wissen, wie dieser Pageturner wohl ausgeht. Und wieder einmal wartet die Autorin für die Leser mit einer Menge Überraschungen auf, manövriert ihre Figuren in (scheinbar) unüberwindbare Situationen und lässt Nervenkitzel pur aufsteigen.

» Denn bevor er die Stadt, bevor er mich verlassen hatte, hatte Detective Donovan Caine mir eine wichtige, wenn auch schmerzhafte Lektion erteilt: dass jeder, der nicht fähig war, mich so zu akzeptieren, wie ich war, es auch nicht wert war, meine Zeit an ihn zu verschwenden. «
(Aus: Spinnenjagd, S.263 )

Dabei verlässt sich die Autorin jedoch nicht nur auf die Handlung selbst, sondern vor allem auf die ausgeprägte und facettenreiche Gestaltung ihrer Figuren. Gin Blanco ist keine perfekte Figur, jedoch eine, mit der sich der Leser sofort identifizieren kann (bis auch die Vorliebe zum Töten vielleicht). Ihre Sympathie lässt den Leser die Figur sofort ins Herz schließen und in jeder Situation, bei jedem Gedankengang und bei all ihren Handlungen mitfiebern und mitfühlen. Wie auch in den zwei Bänden zuvor, entwickelt sich Gin auch in diesem Band der Serie weiter, bleibt jedoch ihrem Charakter treu, was großartig ist. Denn man liebt sie, wie sie ist und ihre Authentizität als Figur ist einer der wichtigsten Anker für die gesamte Geschichte. Als absolute Kick-Ass Heldin und mit ihrem Sarkasmus wickelt sie jeden Leser um den Finger und steht als Vorbild einer starken Frauenfigur auf den Trümmern ihres Lebens - ohne aufzugeben. Wie die Spinne, ihrem Namensvetter, wartet sie ab - denn Rache ist einer der Dinge, die Gin zu ihren Taten und Handlungen antreibt und sie hat genug davon zu warten. Doch zieht sie nicht allein gegen die mächtigste Frau von Ashland. Gins Freude sind so einzigartig und individuell, wie man sich Nebencharaktere in einem Roman nur wünschen kann. Tiefgründig, ohne im Vordergrund der Storyline zu stehen, interessant und voller Geheimnisse, ohne die Aufmerksamkeit an sich zu reißen - und immer zur Stelle, wenn man sie braucht. Es ist eine wunderbare und sehr glaubwürdige Dynamik der Figuren und auch neuer Charaktere, die gekonnt in das Netz der Beziehungsstrukturen eingebunden wird, die den Großteil der Begeisterungsfähigkeit dieser Reihe und insbesondere dieses Bands ausmachen und den Leser voller Spannung mitfiebern lassen.

Doch nicht nur die Charaktere haben es in sich: Auch die Handlung selbst hat einiges zu bieten. Hier breitet sich ein geschickt geplanter Plot in einem absoluten Pageturner aus, der einen von Anfang bis zum Schluss gefangen hält und nicht mehr zu Atem kommen lässt. Dabei erschafft die Autorin wieder einmal ihre ganz eigene Welt für Gin, alles in der Geschichte konzentriert sich im Umkreis von Ashland, was dem Leser ein vertautes Gefühl gibt - wie heimzukehren. Details sind da, wo sie hinkommen sollen und der Sarkasmus der Figuren an genau den richtigen Stellen gesetzt. Überraschungen, ein glaubwürdiger Weltenentwurf und unerwartete Wendungen sind mit vielen weiteren Dingen genau die Komponenten, welche den Roman und die gesamte Reihe zu etwas ganz besonderem werden lassen. Das volle Potenzial der Geschichte wird ausgehoben und genutzt und dennoch genug übrig gelassen, um weitere offene Fragen zu begünstigen, weitere Geheimnisse zu platzieren und ebenso Platz für neue Figuren zu lassen, welche in der Lage sind, das gesamte Gefüge ad hoc auf dem Kopf zu stellen. Mit fortschreitender Seitenzahl sieht man sich einem fulminanten Schluss entgegen, der alles andere zuvor geschehene in den Schatten stellt - und freudige Erwartung auf seinen Nachfolger weckt, nach dem viele Leser wohl schon jetzt lechzen.

Fazit

Spinnenjagd von Jennifer Estep ist eine grandiose Fortsetzung der Urban-Fantasy-Serie Elemental Assassin. Eine super spannende Handlung, authentische und sympathische Figuren und der großartige Weltenentwurf sind neben dem Sarkasmus und vielen Überraschungen nur einige der Dinge, die diesen Roman zu einem absoluten Pageturner machen. Gin Blanco ist eine herausragende Figur und eine Kick-Ass Heldin ohnegleichen, die es in sich hat und mit der man sich selbst wohl nicht gerne anlegen würde. Die Begeisterungsfähigkeit der Serie und des Romans im Besonderen sind kaum zu bremsen und Fans der Urban-Fantasy verpassen eine der besten Serien des Genres, wenn sie an diesem Titel vorbeisehen. Ein Must Read für alle Fans der Autorin und der Serie, den man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Spinnenkuss
02. Spinnentanz
03. Spinnenjagd
04. Spinnenfieber (08. Juni 2015)

Weitere Titel in Planung.

Pro & Contra

+ Grandioser Weltenaufbau
+ Man hat das Gefühl, als kommt man nach Hause (Reihe insgesamt)
+ Kick-Ass Heldin Gin Blanco
+ Figuren in ihrer Gesamtstruktur
+ Beziehungsstrukturen und Dynamik
+ Spannung von der ersten bis zur letzten Seite
+ Pageturner ohnegleichen
+ Sarkasmus und Humor
+ Starke Figuren und Frauenpower
+ Plot zieht sich dichter zusammen und entfaltet sein Potenzial
+ Scheinbar unüberwindbare Situationen, aus denen Gin sich irgendwie doch noch retten kann
+ Einfach konstant in sich stimmig

Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5

  (1)
Tags: 5 sterne, elemental assassin, fantasy, jennifer estep, piper, rezension, spinnenjagd, urban fantasy   (8)
 

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816 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

fantasy, elfen, pan, drachen, liebe

Die verborgenen Insignien des Pan

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.08.2014
ISBN 9783551314352
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der schwächelnde Abschluss einer begeisterungsfähigen Trilogie.

Die verborgenen Insignien des Pan

Klappentext:

"Mein Leben lief eindeutig nicht mehr in geordneten Bahnen. Ich war verlobt mit einem Halbelf. Zangsläufig verlobt.

Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungs aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit Leander FitzMor, dem bestaussehendsten Typen Londons, verlobt. Leider ist die Verlobung aber schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und keiner hat sie dabei nach ihrer Meinung gefragt. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen ..."

Informationen zur Autorin:

Sandra Regnier ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause. Heute ist Sandra Regnier selbstständig und versteht es, den schönen Dingen des Lebens den richtigen Rahmen zu geben. Das umfasst sowohl alles, was man an die Wand hängen kann, als auch die Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen.

Autorenhomepage: www.sandra-regnier.com

(Aus: Die verborgenen Insignien des Pan, Informationen zur Autorin)

Rezension

Felicity ist alles andere als erfreut. Nach den vergangenen Ereignissen will sie eigentlich nichts mehr von der Feenwelt wissen, wollte man sie doch für einen Mord einsperren, den sie nie begannen hat. Und nun soll sie auch noch mit Leander verlobt sein - einer Fee! Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, scheinen auch alle Jungs in ihrer Umgebung plötzlich verrückt zu spielen. Schlimmer kann es eigentlich nicht werden. Doch als ihre Zeitsprünge sich vermehren und sie immer häufiger in einer anderen Zeitzone und in der Anderwelt landet, muss Felicity sich eingestehen, dass sie wohl oder übel mal wieder die Einzige ist, die das Feenvolk vor dem Untergang retten kann. Doch dafür muss sie zuerst die Insignien Pans finden ...

Der dritte Band der Fantasytrilogie um Felicity Stratton und Leander FitzMor findet in diesem letzten Band nun seinen Abschluss. Dabei knüpft die Geschichte zeitnah an die Ereignisse seines Vorgängers an und lässt den Leser wieder in eine fantastische Welt eintauchen, die bisweilen jedoch sehr kurzweilig und detaillos daherkommt. Nicht nur die Charaktere entwickeln sich nicht weiter, auch die Handlung verschwimmt im Einheitsbrei, sodass die gesamte Atmosphäre der Story ihre Begeisterungsfähigkeit verliert. Ein Grund dafür ist sicherlich auch das Ende, welches zusammengewürfelt und auch etwas verwirrend wie aus dem Nichts daherkommt und den Leser mit vielen offenen Fragen zurücklassen.

Beide Protagonisten der Geschichte, sowohl Leander als auch Felicity, kommen gewohnt sympathisch daher. Allerdings scheinen beide auch keinerlei Entwicklung durchzumachen. Weder, was ihre Handlungsweisen oder ihre Denkweise betrifft, sowie kaum, was ihre Emotionen füreinander angeht. Dass die Liebesgeschichte sich festigt, war zu erwarten, sodass auch diese Wendung keine Überraschung für den Leser ist. Und ansonsten dümpeln beide Hauptfiguren, getragen von den vielen Ereignissen der Storyline, vor sich hin, ohne tiefgründiger hervorgehoben zu werden. Auch die Nebenfiguren und Antagonisten sind blass und klischeehaft gezeichnet. Wäre nicht der Humor der Figuren, wäre wohl gar keine Begeisterungsfähigkeit für die Story mehr übrig geblieben. Hinzu kommen viele Situationen, bei denen man sich als Leser nur an die Stirn fassen und den Kopf schütteln konnte, denn viele logische Handlungsweisen sind definitiv nicht vorhanden und dies mit Sicherheit auch eine große Schwäche der Figurenzeichnung. Positiv sind dennoch die situativen Beziehungsstrukturen herauszuheben, welche die Begeisterung zum Weiterlesen etwas heben konnten. Denn Witz und Charme sind definitiv zwei Komponente, welche einen am Ball bleiben lassen.

Die Handlung selbst ist sehr flach dargestellt. Da Felicity viel durch die Zeit reist, kommt es natürlich zu einigen Ortswechseln, doch man hat hier schlicht und ergreifend das Gefühl, dass schnellstmöglich aufgeholt werden muss, was die letzten beiden Bände noch offen blieb. So werden Konflikte auf die einfachste Art und Weise gelöst und Geheimnisse mit viel zu leichten Lösungen enträtselt. Auch fehlt es an Details im Bezug auf den Weltenaufbau sowie der passenden Atmosphäre für das Setting der Geschichte. Es fühlt sich einfach an wie Fließbandarbeit, wie man als Leser durch die Geschichte gejagt wird - ohne Verschnaufpause versteht sich. Ganz schlimm kommt dann das Ende daher, an welchem auf einmal ganz viele neue Aspekte wie aus dem Nichts auftauen, alles in einer alles verheerenden Schlacht ausartet und eine sehr unglaubwürdige und überzogene Darstellung der Motive der Antagonisten vorgetragen wird, welche der Leser unmöglich zu Glauben in der Lage ist. Hinzu kommen dabei auch noch viele offene Fragen und so viel ungenutztes Potenzial, dass dieser dritte Band einer eigentlich begeisterungsfähigen Geschichte einen mehr als enttäuschenden Abschluss darstellt, der aufgrund zu vieler Defizite dem Potenzial der Grundgeschichte nicht gerecht werden kann.

Fazit

Die verborgenen Insignien des Pan von Sandra Regnier ist ein enttäuschender Abschluss einer Trilogie mit großen Grundpotenzial. Ein flacher und einfallsloser Weltenaufbau, 0815 Figuren und die Hetzjagd durch die unzähligen Ereignisse innerhalb des Romans sorgen für ein unbefriedigendes Lesevergnügen, welches nur noch durch die vielen offenen Fragen zum Ende des Romans und die flachen Charaktere getoppt wird. Das einzige, was die Begeisterungsfähigkeit des Romans ansatzweise aufrecht erhalten konnte, war der Humor und Charme, welche den ansatzweise begeistern konnten. Für Fans der Serie und junge Leser ist dieser Roman sicherlich ein kurzweiliger Lesespaß, für etwas reifere Leser und solche, die einfach mehr erwarten, allerdings eine große Enttäuschung.

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Das geheime Vermächtnis des Pan
02. Die dunkle Prophezeiung des Pan
03. Die verborgenen Insignien des Pan

Pro & Contra

+ Humor und Charme der Geschichte und Figuren
+ Protagonisten gewohnt sympathisch
+ Kurzweiliger Lesespaß
+ Kurzzeitige Beziehungsstrukturen

- Zu viel ungenutztes Potenzial
- Viel zu viel Handlung auf viel zu engem Raum und ohne Details
- Atmosphäre und Setting unglaubwürdig bzw. kaum vorhanden
- 0815 Charaktere und Motive
- Klischeehafte Darstellung der Antagonisten
- Flache Figurenzeichnungen
- Verwirrendes Ende
- Zu viele offene Fragen zum Schluss
- Streckenweise langatmig
- Kaum noch begeisterungsfähig

Bewertung:

Handlung: 2/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 2,5/5
Preis/Leistung: 2,5/5

  (3)
Tags: 2 sterne, carlse, die verborgenen insignien des pan, fantasy, pan, rezension, sandra regnier   (7)
 

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fantasy, rezensio, verrat, runenmagie, die runen der mach

Die Runen der Macht - Göttliche Rache

Philippa Ballantine , Michaela Link
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 06.02.2014
ISBN 9783802586477
Genre: Fantasy

Rezension:

Brillanter Folgeband einer phantastischen Geschichte!

Göttliche Rache

Klappentext:

"Eine alte Macht erhebt sich ...

Während einer Geisteraustreibung hat die Magierin Sorcha eine Vision, die ihr den Tod ihres Geliebten Raed Rossin zeigt. Kurzerhand schließen sie und ihr Partner Merrick Chambers sich einer Delegation des Kaisers in die exotische Stadt Orinthal an, die sie in der Erscheinung gesehen hat. Die Gefahr, die sie dort erwartet, übersteigt jedoch all ihre Vorstellungen. In fanatischer Verblendung hat die Schwester des Kaisers ein Geisterwesen von grauenerregender Macht befreit, das nun eine blutige Spur der Rache durch die Welt der Menschen zieht."

Informationen zur Autorin:

Philippa Ballantine wurde in Neuseeland geboren. Sie hat Englisch und Bibliothekswissenschaft studiert und als Bibliothekarin gearbeitet, bevor sie mit dem Schreiben begann. Für ihre Romane wurde sie mit dem Sir Julius Vogel Award ausgezeichnet.

Autorenhomepage: www.pjbllantine.com

(Aus: Göttliche Rache, Informationen zur Autorin)

Rezension

Sorcha ist beunruhigt, als sie während einer Geisteraustreibung eine Vision vom Tod ihres Geliebten Raed Rossin empfängt. Unwissend, ob die Zeit noch reicht oder welcher Bedrohung er sich ausgesetzt sieht, beschließt sie dennoch, mit ihrem Partner Merrik Chambers sofort in die Stadt Orinthal aufzubrechen um ihn zu suchen und zu retten. Was eine langweilige und präventive Reise und Maßnahme sein sollte, wird sehr bald zu einer Hetzjagd. Denn Verrat lauert in allen Ecken, Morde werden begangen - und die Göttin Hatipai versucht mit aller Macht, ihre Anhänger um sich zu Scharen, um ihre Macht wieder zu festigen. Und mittendrin sind Sorcha und Merrik Chambers, welche als einzige in der Lage sind, die Göttin zu stoppen - und Raed zu retten.

» Sicherheit ist nur eine Illusion. «
(Aus:Göttliche Rache, S.411 )

Mit dem zweiten Band ihrer phantastisch angesiedelten Serie um Die Runen der Macht schafft die Autorin eine beeindruckende Fortsetzung, welche nahezu nahtlos an die Ereignisse seines Vorgängers anknüpft und das nächste Abenteuer der Diakone Sorcha und Merrik Chambers erzählt. Eine Handlung gespickt voller Intrigen und Geheimnisse, Verrat, der an jeder Ecke lauert und eine Spannung sowie ein sehr geschickt in sich verzwickter Plot garantieren, dass der Leser sich sofort auf die Geschichte stürzt und gar nicht mehr davon ablassen möchte. Ganz unschuldig sind dabei sicherlich auch nicht die Protagonisten der Storyline, aus dessen Perspektive das Abenteuer abwechselnd erzählt wird und die in gewohnter Manier wieder dem Leser gegenübertreten.

Wie schon im ersten Band der Serie begegnet einem Sorcha trotz ihrer robusten und etwas eigenbrötlerischen Art sofort wieder sympathisch. Auch Merrik Chambers, Sorchas Partner und der Ruhepol in ihrer Partnerschaft, kommt in gewohnter Manier daher. Gemeinsam bilden sie ein eingespieltes Team, dessen Kontrast wieder deutlich hervorgehoben wird. Doch genau dies ist, was beide Figuren ausmachen und auch ihre Beziehung zueinander auszeichnen. Der weise und junge Merrik, der die reife und durchaus ältere Sorcha in Belangen der Höflichkeit und ihrer gesellschaftlichen Bekundungen retten muss und wiederum von den Erfahrungen seiner älteren Partnerin profitieren kann. Auch Raed Rossin, Sorchas Geliebter, spielt wieder eine wichtige Figur und eine tragende Rolle in Bezug auf die Handlung. Ebenso, wie einige Nebencharaktere an Bedeutung gewinnen und Antagonisten, die aus allen Ecken gekrochen zu kommen scheinen, um den Dreien das Leben zur Hölle zu machen. Der alte Orden, fanatische Gläubige, eine machthungrige Göttin - nichts bleibt diesen Dreien erspart. Und während sie, um das Unheil zu verhindern, auch Hilfe aus der Geisterwelt angewiesen sind und zeitweise auch getrennter Wege gehen müssen, ist dennoch klar, dass sie nur zusammen gegen ihre Feinde gewinnen können.

Während sich die Beziehungsstrukturen bedingt durch die fortlaufenden Ereignisse verändern, entwickelt sich auch der rote Faden der Storyline deutlich weiter. Nicht nur werden einige offene Fragen geklärt, sondern auch neue Geheimnisse ins Geschehen geworfen. Zu Beginn der Geschichte hat man noch das Gefühl, dass die Figuren alles unter Kontrolle haben - doch diese verrinnt mit fortschreitender Seitenzahl wie Wasser im Sand. Die Menge an Bürden und Hindernissen, welche sich ihnen in den Weg stellen, lässt den Leser wirklich daran zweifeln, wie die Autorin es zum Schluss auch nur ansatzweise schaffen soll, ihre Protagonisten aus dieser aussichtslosen Lage zu befreien, in die sie sie hinein manövriert hat. Dabei leidet der Leser mit den Figuren, fühlt ihre Wut genauso wie ihre Trauer und ist ebenso betroffen von dem Verrat aus eigenen Reihen, welcher zum Schluss der Handlung dem gesamten Plot eine neue Richtung und viel offenes Potenzial bietet. Das authentische Setting und detailreiche Beschreibungen liefern eine tolle Atmosphäre, in die man sich fallen lassen kann um voller Spannung und Faszination zu erfahren, wie dieses Dilemma sein Ende finden wird. Dabei beeindruckt die Autorin auch mit der Bereitschaft, Charaktere zu opfern und ganz neue Wege zu gehen, welche man so niemals erwartet hätte. Lediglich die Auflösung der Ereignisse zum Schluss des Romans erfolgt zu schnell, sodass das Ende etwas willkürlich und unnahbar daherkommt, obgleich die Handlungen durchaus nachzuvollziehen sind. Dennoch - der Schluss bietet auch eine Menge Potenzial für seinen Nachfolger, welcher dieses hoffentlich aufgreift und die Geschichte in neue Bahnen lenkt.

Fazit

Göttliche Rache von Philippa Ballantine ist eine beeindruckende und rasante Fortsetzung um die Geschichte der Diakone Sorcha und Merrik Chambers, welche mit Intrigen, Geheimnissen, Verrat und Hoffnung aufwarten kann und den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln vermag. Ein authentisches Setting, sympathische Figuren und eine brillante Fortführung des roten Fadens innerhalb des Plots lassen diesen Roman zu einem echten Pageturner werden. Lediglich das Ende kommt etwas zu schnell daher, auch wenn die Glaubwürdigkeit der Ereignisse dennoch gegeben ist und die Figuren wirken, wie bereits im ersten Band der Serie, noch nicht nah genug. Dennoch verbirgt sich hier ein zweiter Band, den sich Fans der Serie nicht entgehen lassen sollten und eine Serie, auf welchen Fans der Fantasy definitiv einen Blick riskieren sollten!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Der verfluchte Prinz
02. Göttliche Rache
03. Das zerbrochene Band
04. Geisterzeichen

Pro & Contra

+ Sorcha, Merrik und Raed als sympathische Figuren mit interessanter Beziehungskonstellation
+ Nebenfiguren gewinnen an Bedeutung
+ Neue Figuren werden eingeführt
+ Authentisches Setting und glaubhafte Atmosphäre
+ Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
+ Brillante Fortführung des Plots
+ Breitschaft für Verrat und Opfer seitens der Autorin
+ Hält viel Potenzial für seinen Nachfolger bereit

- Auflösung der Ereignisse gegen Ende etwas zu schnell
- Figuren wirken noch immer etwas unnah und konstruiert (wenn auch besser als in Band 1)

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5

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erotik, bestrafung, spanking, po, sexspiele

Bittersüße Züchtigungen: Ein erotischer Kurzroman aus zwei Perspektiven

H. R. Gérard
E-Buch Text: 71 Seiten
Erschienen bei Augenscheinverlag, 26.02.2014
ISBN 9783942546867
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzweilige erotische Geschichte mit Potenzial.

Bittersüße Züchtigungen


Klappentext:

"Mit Stubenarrest oder Strafaufgaben kommen die Mädchen dieses Internates nicht so leicht davon. Es kursieren unglaubliche Gerüchte über ungewöhnliche Erziehungsmethoden bei Ungehörigkeit oder Aufsässigkeit. Und keine der Internatsschülerinnen hat jemals detailliert von ihrem "Gespräch" mit dem Direktor berichtet. So ist es nicht verwunderlich, dass sich ein beklemmendes Gefühl einschleicht, sollte man zu einem solchen "Gespräch" bestellt werden, um sein Vergehen gehörig zu büßen. Auch die Neue im Internat hat sich zweifellos ungerechtfertigt einem solchen Gespräch unter vier Augen zu stellen. Sie beschleicht eine vage Vermutung, was sie erwarten könnte. So bereitet sie sich entsprechend auf diese Unterredung vor. Doch dem Direktor entgehen keine Versuche und keine Tricks der Mädchen, die Bestrafung in gemilderter Form über sich ergehen zu lassen …"

Informationen zum Autor:

"Ich schreibe Geschichten. Das ist in der heutigen Zeit weder besonders, noch besonders aufregend. Unterscheide ich mich von anderen Autoren? Das könnt Ihr besser beurteilen, als ich. Mein Ziel ist es jedenfalls, Geschichten zu schreiben, die den Leser fesseln, die mehr sind, als die bloße Beschreibung von Geschehnissen und Handlungen. Meine Figuren sollen echte Menschen sein, keine Abziehbilder und auch keine Ideale. Es sind Menschen wie du und ich, die ihre liebenswerten Seiten, aber auch ihre Fehler haben.

Euer H.R."

Autorenhomepage: www.hrgerard.com

(Quelle)

Rezension

Ein Internat, in dem wilde Gerüchte die Runde machen; Mädchen, die sich bei Ungehörigkeiten oder durch aufsässiges Verhalten vor dem Direktor verantworten müssen; der Direktor und die Neue, welche schon bald eine Unterredung genau deswegen haben werden. Nichts ist in diesem Internat, wie es scheint. Das merkt auch schon bald die Neue, die sich gleich zu Beginn ein Gespräch mit dem Direktor des Internats einhandelt. Doch von ihren Mitschülerinnen weiß sie, dass diese "Gespräche" in Bestrafungen enden - und dass sie besser Vorsichtsmaßnahmen ergreifen sollte, um diese so milde wie möglich zu überstehen. Doch sie hat nicht mit dem Direktor gerechnet, der dies vorausahnt - und der lässt sie nicht ungeschoren damit davonkommen ...

Bittersüße Züchtigungen ist ein Kurzroman, welcher aus zwei voneinander unabhängigen Perspektiven die Geschichte der neuen Schülerin und des Direktors erzählt, wobei die Handlung die gleiche ist und nur der Blickwinkel, aus dem die Geschichte erzählt wird, nach der Hälfte des Romans gewechselt wird. Dabei wird man in die Welt eines etwas eher ungewöhnlicheren Internats eingeführt, in welchem die Schülerinnen bei Aufsässigkeiten noch bestraft werden - jedoch anders, als man heutzutage erwarten würde.

Interessant stößt einem dabei vor allem auf, dass die Protagonisten des Kurzromans ohne Namen genannt werden. Sie ist die Schülerin, er der Direktor, und dabei bleibt es auch über die gesamte Handlung. Dies allein sorgt schon dafür, dass der Leser das Geschehen aus einer gewissen Distanz heraus betrachtet, ohne sich direkt angesprochen zu fühlen, Gefühle für die Protagonisten empfinden oder sich gar einfühlen zu müssen (wobei dies nicht ausgeschlossen bleibt). Eine Beziehung wird daher nicht direkt aufgebaut, auch wenn einem die Gedankengänge und Gewühlswelt der Figuren dennoch offenbart wird. Der Roman konzentriert sich in seiner Erzählung auch definitiv auf die zwei Hauptfiguren. Nebenfiguren werden nur sehr selten genannt oder soweit miteinbezogen, dass sie nur geringfügig die Handlung vorantreiben. Was etwas langweilt ist tatsächlich die Gradlinigkeit der Protagonisten, welche nicht sehr vielschichtig oder facettenreich daherkommen (hier sei gesagt, dass das allerdings wahrscheinlich auch gar nicht der Anspruch an diesen Kurzroman war). Als Leser wünscht man sich dennoch etwas mehr, als einem hier an Figurenzeichnung geboten wird - ein bisschen Abwechslung schadet nie! Alles läuft auf das Ereignis zu, dass die Schülerin mit ihrem Direktor erlebt - und welcher so ganz anders ist, als sie zunächst geahnt hat. Tatsächlich findet sie gefallen an dieser Art von Bestrafung, was der Direktor nun wirklich nicht erwarten konnte.

Und damit taucht man dann bereits in den erotischen Part der Story ein, welcher durchaus seine Reize und Vorzüge hat. Der Autor versteht es, mit seinem angenehmen und fließenden Schreibstil aus beiden Perspektiven viel herauszuholen und einem trotz der Distanz zu den Figuren - oder vielleicht gerade deswegen - ein angenehmes und prickelndes Lesevergnügen zu bescheren. Auch werden in Anbetracht des Plots manche Geheimnisse oder offene Fragen erst aus der zweiten Sicht - der des Direktors - geklärt, sodass definitiv unabhängig von der erotischen Seite auch hier ein Reiz zum Weiterlesen geboten wird. Da sich die Handlung vollkommen auf die Figuren konzentriert, bekommt man jedoch wenig von der Außenwelt mit. Es mangelt an Szenenwechseln, näheren Beschreibungen und Abwechslung von Seiten der Figuren. Dennoch kann gesagt werden, dass dieser Kurzroman für eine kurzweilige Unterhaltung ohne viel Anspruch definitiv ein angenehmes Lesevergnügen bietet, dass allerdings mehr aus seinem Potenzial hätte schöpfen können.

Fazit

Bittersüße Züchtigungen von H.R. Gérard ist ein kurzweiliges erotisches Lesevergnügen, welches aus zwei Perspektiven erzählt wird. Die namenlosen Protagonisten erzählen dabei aus ihrer Sicht ihre Begegnung, wobei einige erotische Aspekte mit der Bestrafung einhergehen. Ein fließender und angenehmer Schreibstil trägt den Leser dabei zügig durch die Handlung und offene Fragen reizen zum Weiterlesen an. Dennoch mangelt es an Details und Szenenwechseln sowie an einer Figurenvielfalt, welche leider kaum gegeben ist. Wer allerdings nach einem netten Zeitvertreib schaut, gerne neues entdeckt und erotische Literatur mag, wird hier auf seine Kosten kommen - wenn auch anders, als zunächst erwartet.

Pro & Contra

+ Reiz durch namenlose Protagonisten
+ Angenehmer und flüssiger Schreibstil
+ Kurzweilig, aber dennoch spannend
+ Offene Fragen, die trotz der Kürze zum Weiterlesen anregen
+ Erotik gut in Szene gesetzt

- Nebenfiguren spielen keine Rolle
- Zu wenige Szenenwechsel und Details
- Keine Figurenvielfalt
- Potenzial wird nicht ganz ausgeschöpft

Bewertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung 3/5

  (4)
Tags: 3 sterne, augenscheinverlag, bittersüße züchtigungen, erotik, h.r. gérard, rezension   (6)
 

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inked brotherhood series, belletristik, asher, rezension, 5 sterne

Asher (Inked Brotherhood Book 1)

Jo Raven
E-Buch Text: 220 Seiten
Erschienen bei null, 12.05.2014
ISBN B00KANRBOK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Emotional und packend - wunderbarer Start der Serie!

Asher

Klappentext:

"With eighteen, Audrey returns to her hometown for the first time after the accident—the car crash that took her dad and scarred her for life. She’s here to start again. Go to college and have fun. Make new friends. Get over the past.

But the past won’t let go. Asher is here—her first kiss, her first heartbreak. More handsome and distant than ever, he’s still the boy who used to be her best friend. That was before he changed into someone she hardly knows anymore—the boy who started getting into fights and gave her the cold shoulder for years.

Asher isn’t what she needs. In fact, she hates him and should try her best to keep away from him.

Yet her body doesn’t seem to care about how she feels, and maybe, just maybe this time her body got it right. Not that she has much of a choice. Asher draws her like a bright flame, and if she isn’t careful, she’ll burn.

And that may not be such a bad thing after all…"

Informationen zur Autorin:

Jo Raven writes New Adult erotic romance. She loves sexy bad boys and strong-willed heroines, and divides her time between writing and reading. When not cooking up plots, she putters in her cluttered kitchen and dreams of traveling to India and Japan.

Autorenhomepage: www.joraven.com

(Quelle)

Rezension

Audreys letzte Jahre waren die schwersten ihres Lebens. Sie verlor ihren Vater bei einem Autounfall und war selbst schwer verletzt. Die Narben erinnern sie immer an das, was sie verloren hat. Doch nun, mit achtzehn und einige Jahre nach dem Unfall, kehrt Audrey an den Ort des Geschehens zurück, versucht, ihr Leben neu zu beginnen. Doch dies bedeutet auch, Asher wieder zu begegnen. Asher, der ihr bester Freund in der Kindheit war - bis zu dem Augenblick, als ein Kuss zwischen ihnen alles veränderte, er sich in Kämpfe stürzte und sie fortan ignorierte. Doch so sehr Audrey es auch versucht: Sie schafft es einfach nicht, sich von ihm fernzuhalten. Und auch Asher hat seine Schwierigkeiten, sich von Audrey fernzuhalten, auch wenn ihn eigene Probleme plagen, von denen sie nichts erfahren darf. Beide versuchen, sich aus dem Weg zu gehen - doch das Schicksal hat andere Pläne für sie.

Asher ist der erste Band der Inked Brotherhood Series von Jo Raven, welcher sich im Bereich New Adult ansiedelt und die Geschichte zweier Menschen mit schweren Schicksalsschlägen erzählt. Dabei scheint zunächst die Story aus Audreys Sicht ausschlaggebender Punkt der Handlung zu sein - was sich jedoch schnell ändert, als plötzlich Asher zum Mittelpunkt allen Handelns wird. Aus Sicht der beiden Protagonisten im Perspektivwechsel verfolgt man eine Story um Schuld und Vergebung, Misstrauen und Vertrauen - und einer großen Liebe, welche trotz vieler Hürden und Hindernisse irgendwie seinen Weg geht und dabei überraschend intensiv und einfühlsam daherkommt.

Audrey als Protagonisten der Story kommt einem auf den ersten Blick sympathisch und verletzlich daher. Sie bringt dabei viele, für dieses Genre typische, Charaktereigenschaften einer weiblichen Hauptfigur mit und zeigt sich vor allem zu Beginn der Story resigniert und zurückhaltend. Bis Asher auf der Bildfäche auftaucht, den man ganz, ganz anders einschätzt. Zurückhaltend, dennoch ein Bad Boy durch und durch. Ebenfalls resigniert, sogar kalt und geheimnistuerisch. Beide verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, welche Höhen und Tiefen durchlebt hat und trotzdem wird Audrey immer mehr klar, dass Asher zwar ihr bester Freund in ihrer Jugend war - sie jedoch kaum was von ihm oder seiner Familie (geschweige denn von seinen Problemen) mitbekommen hat. Glaubt man also zunächst, die Geschichte würde sich um Audreys Entwicklung drehen und sie und ihre Vergangenheit näher beleuchten, überrascht die Autorin alle, indem genau das Gegenteil eintritt: Asher wird zum Fokus der Handlung und zwar in jeder erdenklichen Ebene: sowohl auf emotionaler als auch handlungstechnischer Ebene. Dabei entwickeln sich die Figuren ganz anders als erwartet. Überblicke und klischeehafte Schuldzuweisungen, Anschuldigungen oder unbedachte Handlungsweisen sowie unlogisches Verhalten gibt es hier nicht. Es geht nicht darum, wie Audrey ihre Vergangenheit besiegt oder was damals zwischen ihnen vorgefallen ist. Es geht darum, was Asher ertragen musste, was er sein Leben lang durchmachen musste und wie ihn diese Erfahrungen als Mann prägen. Und welchen Einfluss diese auch auf eine mögliche Beziehung mit Audrey haben könnten. Hier entwickelt sich ein interessantes und spannendes Beziehungsgeflecht, welches erfrischend und authentisch überzeugt und den Leser gerne in die Geschichte eintauchen lässt und dabei auch die Nebencharaktere in die Geschichte einführt und gekonnt einbindet, auch wenn diese nicht im Vordergrund stehen.

Die Handlung selbst folgt einem klassischen Aufbau, entwickelt sich jedoch schnell zu einer Hetzjagd der Vergangenheit wieder. Da die Story aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird (die der beiden Protagonisten), bekommt man viele unterschiedliche Eindrücke und Einblicke in die Geschehnisse, erfährt Details, welche einem sonst verborgen blieben und kann voller Spannung verfolgen, wie sich der Plot weiterentwickelt. Dabei legt die Autorin nicht nur einen sehr schönen und fließenden Sprachstil, sondern auch eine Menge Einfühlungsvermögen und Tiefe an den Tag, welcher den Leser von Beginn bis zum Schluss durchgehend an die Geschichte bindet. Man kann kaum die Augen von diesem Roman nehmen, so sehr vertieft man sich in diese rührende und emotionale Geschichte zwischen Asher und Audrey. Besonders gut kommt auch das Ende des Romans daher, in welchem sich einige Ereignisse überschlagen und auch Gewalt an den Tag gelegt wird. Man fiebert mit den Figuren mit und betet, dass es ein Happy End für Audrey und Asher geben möge. Bei der Auflösung der Ereignisse endet die Geschichte jedoch nicht, ohne auch die Nachwirkungen der Betroffenen und deren Erlebnisse zu beleuchten, wofür die Autorin sich Zeit nimmt, Beziehungsstrukturen sich entwickeln und die Figuren gebührend verabschiedet. werden Ein rundes und abschließendes Ende, welches man nicht oft zu lesen bekommt und daher umso neugieriger auf den zweiten Band der Serie macht, der hoffentlich das Potenzial der Serie weiterhin ausschöpfen wird.

Fazit

Asher von Jo Raven ist ein außergewöhnlich sensibler und einfühlsamer Roman, welcher aus dem Mainstream des Genres heraus sticht. Dabei überrascht die Autorin nicht nur mit unvorhergesehenen Wendungen, sondern auch mit der Tatsache, dass sich der Fokus der Geschichte um Asher aufbaut und nicht, wie zuvor erwartet, um Audrey. Beide Figuren verbindet dabei eine gemeinsame Vergangenheit, welche ihr Zukunft bestimmt und es ist wunderschön mitzuverfolgen, wie sich die Beziehungsstrukturen in diesem Roman entwickeln. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite ist dies einer der begeisterungsfähigsten Romane des Genres, welches man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

0.5. Kiss me Goodbye (Kurze Vorgeschichte zum ersten Band)
01. Asher
02. Tyler
03. Zane
04. Dylan
05. Rafe (coming soon)

Pro & Contra

+ Fokus der Geschichte richtet sich unerwarteter Weise auf Asher
+ Einfühlsamkeit der Story
+ Sensibler und fließender Schreibstil der Autorin
+ Beziehungsstrukturen und deren Entwicklung
+ Audrey und Asher als sich ergänzende Protagonisten
+ Spannend und interessant von der ersten bis zur letzten Seite
+ Befriedigender Schlussteil, der die Geschichte ausklingen lässt
+ Gefühle und Hoffnung, die dem Leser vermittelt werden

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung 4,5/5

  (4)
Tags: 5 sterne, amazon self-publishing plattform, asher, belletristik, inked brotherhood series, jo raven, new adult, rezension   (8)
 

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dystopie, letzte entscheidung, veronica roth, rezension, die bestimmung

Letzte Entscheidung (Die Bestimmung 3)

Veronica Roth
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 29.08.2014
ISBN B00MJ8NVIY
Genre: Sonstiges

Rezension:

Fulminanter Abschluss einer herausragenden dystopischen Trilogie!

Letzte Entscheidung

Klappentext:

"Eine neue Welt - und ein Geheimnis, das größer ist als alles, was Tris und Four sich je vorstellen konnten ...

Tris und Four machen sich auf, die Welt hinter dem Zaun zu erkunden. So wie Edith Prior es in ihrer Videobotschaft gewünscht hat. Doch es gibt andere, die sich gegen sie stellen. Und auch ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als sie das Geheimnis ihrer Existenz aufdecken ..."

Informationen zur Autorin:

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie whrend ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.

Autorenhomepage: www.veronicarothbooks.com

(Aus: Letzte Entscheidung, Informationen zur Autorin)

Rezension

Tris und Four stehen vor den Trümmern der Fraktionen. Der einzige Weg, das Gemetzel zu beenden besteht für sie darin herauszufinden, was hinter dem Zaum liegt und bei was sie den Menschen da draußen helfen sollen. Doch schnell stellt sich heraus, das alles, woran sie glaubten, nur Trug und Schatten ist. Als sich dann auch noch außerhalb des Zauns eine Rebellion anbahnt, müssen Tris und Four entscheiden, was ihnen wichtiger ist: Die Leben der Menschen in Chicago zu retten oder die Menschen außerhalb des Zauns für das, was sie ihnen angetan haben, zahlen zu lassen. Doch nicht jeder ist das, was er zu sein scheint. Und am Schluss ist es wieder Tris, welche eine letzte Entscheidung treffen muss . ..

» Es gibt so viele Möglichkeiten, in dieser Welt tapfer zu sein. Manchmal bedeutet Tapferkeit, sein Leben für etwas zu geben, das größer ist als man selbst, manchmal auch für eine andere Person. Manchmal bedeutet es, alles Vertraute hinter sich zu lassen und jeden, den man je geliebt hat, um einer größeren Sache willen aufzugeben.
Aber manchmal bedeutet es das nicht.
Manchmal geht es einfach nur darum, die Zähne zusammenzubeißen, Tag für Tag seine Arbeit zu verrichten und Schritt für Schritt in ein besseres Leben zu gehen. «
(Zitat aus: Letzte Entscheidung, S. 489/490)

Der letzte Band der dystopischen Trilogie Die Bestimmung lässt den Leser den letzten Teil der Geschichte und Tris und Four, Entbehrungen und Lügen, Verrat und Hoffnung sowie den allerletzten Entscheidungen teilhaben, welche die Welt, wie sie bisher war, für immer verändern wird. Dabei schafft Veronica Roth eine atemberaubende und gleichsam düstere Atmosphäre, in welcher man voller Spannung den Ereignissen und Geheimnissen hinter dem Zaun verfolgt und gar nicht glauben kann, in welche Richtung sich die Storyline zu entwickeln vermag.

» Verzweiflung kann einen Menschen zu den unglaublichsten Dingen antreiben. «
(Zitat aus: Letzte Entscheidung, S. 178)

Wieder einmal sind es Tris und Four, welche die wichtigsten Entscheidungen für all jene Menschen treffen müssen, die sie lieben. Bereits im zweiten Band der Trilogie haben diese beiden Protagonisten eine starke Veränderung durchlaufen. Doch im Vergleich hierzu war dies ein Witz. Nicht nur ihre Beziehung, auch ihre Loyalitäten werden auf eine harte Probe gestellt. Ihre elementarsten Gedanken und Gefühle werden einer harten Probe unterzogen und nicht immer treffen sie dabei die besten - oder gar richtigen - Entscheidungen. Diese Tatsache macht beide Figuren unglaublich authentisch. Ebenso wie ihre Emotionen, welche so viele unterschiedliche und ambivalente Formen annehmen und so vielfältig daherkommen, dass man wahrlich sagen kann, viele Graustufen vorzufinden - denn nichts ist nur weiß oder nur schwarz. Beide Figuren und auch viele der Nebenfiguren sind sehr facettenreich in ihren Handlungen und wie sie fühlen, dass es wirklich erstaunlich ist, wie sich die Beziehungsstrukturen aufbrechen und verändern. Dies trifft vor allem auf Charaktere wie Peter oder Caleb zu, welche einen immensen Sprung machen und sich deutlich verändern. Dennoch ist nichts so wie es scheint und der Leser wird oftmals mit Situationen und Gefühlen konfrontiert, welche einen selbst vor die Zwickmühle stellen. Wer hat recht? Wer verdient es es leben - und wer zu sterben? Darf man als Individuum überhaupt eine Entscheidung für andere Menschen treffen? Und ist Gewalt ein Mittel, dass den Zweck heiligt? Viele, viele Gedanken gehen dem Charakteren, wie auch den Lesern, dabei durch den Kopf und machen den Roman zu einer sehr komplexen Geschichte, die einiges an Überraschungen bereithält.

» Jemanden in falsche Trauer zu stürzen, ist so ziemlich das Grausamste, was man einem Menschen antun kann [...]. «
(Zitat aus: Letzte Entscheidung, S. 146)

So zeichnet sich beispielsweise der Plot ganz anders ab, als man es zunächst erwartet. Überraschende Wendungen und unvorhergesehene Ereignisse sorgen für konstante Spannung und das Bedürfnis nach mehr Informationen, welche allerdings nur nach und nach durchsickern. Manches bleibt allerdings auch ungesagt - was in mehr als einer Hinsicht eine sehr gute Entscheidung der Autorin war, denn dies würde die Geschichte maßlos sprengen. Desweiteren liegt der Fokus der Handlung noch immer auf den Figuren, den Entscheidungen, welche einzelne Individuen treffen und mit dessen Konsequenzen sie leben müssen. Eine unerwartete Begebenheit, ging man doch zunächst davon aus, dass sie nun alles auf die Außenwelt konzentrieren würde. Doch dem ist nicht so. Tatsächlich findet diese dystopische Trilogie ihren Abschluss auch dort, wo sie begonnen hat - in Chicago; auch wenn einzelne Abstecher in andere Orte und Landschaften dabei nicht außen vor gelassen werden. Mit Blick auf das Ende und den Epilog, welche sehr kontrovers diskutiert wurden, kann man nur sagen, dass die einen es lieben und die anderen es hassen werden. Für viele mag der Schluss auch unverständlich bleiben. Doch die tragende Komponente ist, dass der Schluss dieses Abschlussbands zum Nachdenken anregt und noch viele Tage nach dem Lesen der Lektüre die Köpfe der Leser zu beschäftigen vermag. Es passieren so viele und so gewaltige Dinge; es müssen so viele und schwierige Entscheidungen getroffen und Opfer gebracht werden, dass es einfach nur realistisch ist, dass am Ende nicht alles abläuft wie bei einem Wunschkonzert. Der Epilog schließt die Geschichte um Tris und Four wunderbar ab - wenngleich dies mit Wehmut einhergeht. Die Autorin hat einen wahnsinnig guten Schluss geschrieben und den Mut bewiesen, ihre Geschichte selbst zu entwickeln und entwickeln zu lassen - unabhängig von den Stimmen der Fans und der Leser. Und vielleicht darf man dieser Welt ja irgendwann wieder einen Besuch abstatten - irgendwann.

Fazit

Letzte Entscheidung von Veronica Roth ist mehr als ein einfacher Abschluss einer atemberaubenden und ehrlichen dystopischen Trilogie. Der Roman vereint die tiefsten Emotionen, die abgrundtiefsten Ängste und die unmöglichsten Entscheidungen in sich und gibt gleichzeitig Hoffnung. Er regt zum Nachdenken an und wirft elementare Fragen auf. Er schafft beeindruckende Figuren und ambivalente Beziehungsstrukturen, kommt spannend und überraschend daher und richtet seinen Fokus auf die Protagonisten, welche den Leser seit Beginn der Trilogie begleiteten. Tris und Four wird viel abverlangt und der Leser fiebert ungeduldig mit, was denn nun geschehen wird. Dass nichts so wird wie angenommen beweist nur das Talent der Autorin und ihren Mut Dinge so zu schreiben, wie sie es wollte. Der Roman ist ein fantastischer Abschluss, dessen Epilog die Geschichte um Tris und Four gekonnt abrundet. Fans der Trilogie und Liebhaber von Dystopien müssen diese Trilogie lesen. Eine der besten Geschichten des Genres!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Die Bestimmung
02. Tödliche Wahrheit
03. Letzte Entscheidung

Außerdem erschienen:

Fours Geschichte (4 Kurzgeschichten aus Fours Perspektive)

Pro & Contra

+ Roman geht in unerwartete Richtungen
+ Fokus weiterhin auf dem jetzigen Geschehen statt auf Unbekanntem Terrain
+ Entwicklung der Beziehungsstruktur zwischen Tris und Four
+ Notwendige Opfer
+ Nebenfiguren
+ Packender Erzählstil
+ Düstere Atmosphäre und passendes Setting
+ Reale Entwicklung der Ereignisse
+ Überraschende Wendungen und sehr unvorhergesehene Entwicklungen
+ Undurchsichtige Figurenzeichnungen
+ Epilog

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung 4,5/5

  (4)
Tags: 5 sterne, cbt, die bestimmung, dystopie, letzte entscheidung, rezension, veronica roth   (7)
 

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liebe, jugendbuch, noah, alexa hennig von lange, sina

Ach wie gut, dass niemand weiß

Alexa Hennig von Lange
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 29.04.2014
ISBN 9783570162842
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schöner Jugendroman, der zum Nachdenken anregt.

Ach wie gut, dass niemand weiß ...

Klappentext:

""Hey, bist du wach?", flüstert es neben mir.
Ich schlage die Augen auf. Tatsächlich steht da ein schwarzer Schatten. Trotzdem gerate ich nicht in Panik. Obwohl ich kaum etwas erkennen kann, weiß ich sofort, dass er es ist. Ich kann nicht erklären, warum ich das weiß. Wahrscheinlich Intuition. Der Schatten bleibt ruhig. Ich höre sein tiefes Atmen. Ich spüre die seltsame Kraft, die von ihm ausgeht. Leise frage ich in die Stille meines Zimmers hinein:
"Bist du der, den sie suchen?""

Sina und Noah leben in derselben Stadt - aber in unterschiedlichen Welten. Sie sind wie Tag und Nacht und ihre Liebe darf nicht sein ... Aber nachdem sie sich einmal begegnet sind, können sie sich nicht mehr vergessen.

Zart, wild und voller Gefühl - eine Liebesgeschichte, die mitten ins Herz trifft!"

Informationen zur Autorin:

Alexa Hennig von Lange wurde 1973 in Hannover geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. Für Ich habe einfach Glück, ihren ersten Roman über ihre jugendliche Protagonistin Lelle, bekam sie 2002 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Kinder und Jugendliche, außerdem Erwählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Berlin.

Autorenhomepage: www.alexahennigvonlange.de

(Aus: Ach wie gut, dass niemand weiß ..., Informationen zur Autorin)

Rezension

Sina und Noah trennen Welten. Sina ist die Tochter des Oberstaatsanwalts, hat ein gutes und behütetes Leben, beste Freundinnen, mit denen sie alles anstellen und auf die sie sich verlassen kann. Noah hat - nichts. Keine Familie, keinen Job. Er ist in kriminelle Machenschaften verwickelt und lebt jeden Tag wie er kommt. Bis die beiden sich bei einem Überfall begegnen. Denn Noah rettet Sina vor seinen Kumpanen, während ihre Freundinnen entführt und zusammengeschlagen werden. Als der Prozess beginnt, muss Sina sich jedoch gestehen, dass Noah nicht der Böse ist - und sie viel mehr Gefühle für ihn entwickelt als sie sollte. Und auch Noah findet in Sina eine Zuflucht, von der er nie geglaubt hätte, sie einmal zu besitzen. Gemeinsam versuchen sie, sich gegen Sinas Freundinnen und die Welt zu behaupten, in der Regel und Norm herrscht und niemand zuhören will. Und am Ende muss Sina sich entscheiden: Zwischen ihrem alten Leben und dem Wohlwollen ihrer Freunde - oder Noah ...

» Manchmal muss man, um weiterzukommen, eben Dinge tun, die alles zum Einstürzen bringen, damit etwas Neues entstehen kann. «
(Zitat aus: Auch wie gut, dass niemand weiß ..., S. 325)

Ach wie gut, dass niemand weiß ... ist eine wunderbare Liebesgeschichte, welche Leser in eine traurige und zugleich nachdenklich stimmende Story katapultiert, in welcher man Noah und Sina kennen lernt, die beide nicht unterschiedlicher sein könnten und doch zusammengehören. Zwischen zwei Welten, die von verschiedenen gesellschaftliche Normen und Erwartungen dominiert werden, lernt man die Figuren kennen und lieben. Und obgleich alle versuchen einen Keil zwischen dieses Liebespaar zu treiben und jeder ihnen Steine in den Weg stellt, darf man Sina und Noah auf ihrem schwierigen Weg zueinander begleiten, denn sie unerschütterlich verfolgen. Unglauben, Misstrauen, Verrat und zerbrochene Freundschaften und Familienbande sind nur wenige der Emotionen, welche dem Leser dabei entgegenschlagen und zum Nachdenken veranlassen.

Sina und Noah werden als die Protagonisten der Storyline vorgestellt und nehmen den Plot hauptsächlich für sich ein. Dabei wird Noah als stiller Junge dargestellt, der viele dunkle Geheimnisse birgt. Stolz ist er nicht auf sein Leben, aber er macht das Beste daraus. Anders als Sina, welche in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen ist und alles hat, was sie sich nur wünschen könnte. Alles, bis auf Liebe. Denn echte Liebe ist es, nach der Sina sich verzerrt - und ausgerechnet in Noah findet. Diese Liebe ist es, welche beide verändert, ihre Gedanken und Gefühle dominiert und sie über ihren Horizont hinaus trägt. Die Liebesgeschichte zweier Menschen, die nicht sein darf, ist immer spannend zu lesen. Doch in diesem jugendlichen Setting kann man sich als junger Leser sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen und fühlt mit ihnen mit. Ihre Veränderungen in Taten und Handlungen sowie ihre Gefühlswelt wird dabei sehr authentisch dargestellt. Und man fiebert gespannt mit, ob die beiden es schaffen, gesellschaftliche Brücken zu überqueren und den Mut haben, zu ihrer Liebe zu stehen. Neben den Protagonisten lernt man jedoch auch weitere Nebenfiguren kennen, welche allerdings kaum im Fokus stehen, die Storyline allerdings mit beeinflussen. So stellt Sinas Schwester, die so ganz anders ist als sie selbst, einen wichtigen Anker für sie dar und auch ihr Vater wird zur ambivalenten Figur, die aus einem klassischen stereotypen Charakter hinaus wächst. Daneben lernt man Sinas Freundinnen, welche ebenfalls ihre eigenen Geheimnisse haben.

Die Figuren selbst sowie die Beziehungsstrukturen entwickeln dabei in der Handlung ihre eigene Dynamik, welcher man interessiert folgt. Es gibt keine außergewöhnlichen und unglaubwürdigen Ereignisse. Schlichtheit im Rahmen der notwendigen Ereignisse der Geschichte ist das, was diese Story ausmacht. Daran schlängelt sich der gesamte Plot wieder, wartet mit einer Balance zwischen Ruhemomenten und spannenden Begebenheiten auf und trägt den Leser so durch Sinas und Noahs Geschichte. Der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass man diese Geschichte in einem Rutsch runter lesen möchte. Hinzu kommt, dass sich viele unterschiedliche Komponenten wiederfinden: Humor, Spannung, Tiefgründigkeit - vieles wird angesprochen, das eine mehr als das andere, und dennoch zeigt sich ein guter Mix zwischen allem. Lediglich das Ende der Geschichte kommt etwas zu schnell daher und man hat das Gefühl, dass die Autorin sich die Auflösung der Ereignisse sehr leicht machen wollte. Obgleich viele Dinge übergangen werden, endet der Roman mit einem schönen Epilog, welcher einen wehmütig zurücklässt.

Fazit

Ach wie gut, dass niemand weiß ... von Alexa Hennig von Lange ist eine wunderbar kurzweilige Liebesgeschichte, welche mit sympathischen Protagonisten und einiger Überraschungen aufwarten kann. Die Dynamik der Beziehungsstrukturen sowie die Entwicklung der Ereignisse wirken sehr authentisch und auch eine spannende Handlung regen den Leser dabei zum Nachdenken an. Das Grundgerüst einer Liebe, die nicht sein darf, gepaart mit jugendlichen Protagonisten, in welche man sich als Leser sehr gut hineinversetzen kann, wirkt hier sehr gut: Man will wissen, ob Sina und Noah es schaffen und sich ihre Liebe gegen alle äußerlichen Hindernisse behaupten kann. Nur der Schluss kommt etwas zu schnell und detaillos daher. Fans von Liebesgeschichten und Jugendbüchern auf der Suche nach kurzweiligem Vergnügen und einer tollen Geschichte sollten definitiv zu diesem Roman greifen.

Zusätzlich erschienen:
Ach wie gut, dass niemand weiß - Noahs Augenblick der Wahrheit (Kurzgeschichte)

Pro & Contra

+ Sina und Noah als gegensätzliche und doch ähnliche Protagonisten
+ Nebenfiguren
+ Entwicklung und Eigendynamik der Beziehungsstrukturen
+ Regt zum Nachdenken an
+ Stärke der Liebe zwischen den Jugendlichen Hauptfiguren
+ Balance zwischen Spannung und Ruhemomenten
+ Epilog

o Kurzweilige Unterhaltung
o Flüssiger und angenehmer Schreibstil der Autorin

- Das Ende kommt zu schnell und detaillos daher
- Insgesamt zu einfache Auflösung der Ereignisse

Bewertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung 4/5

  (2)
Tags: 4 sterne, ach wie gut dass niemand weiß, alexa hennig von lange, cbt, jugendbuch, rezension   (6)
 

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dystopie, die bestimmung, unbestimmte, tödliche wahrheit, ferox

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Janin Stenzel
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 09.03.2015
ISBN 9783844518030
Genre: Fantasy

Rezension:

Düstere Fortsetzung - spannend, vielschichtig, brutal ehrlich und tiefgründig.

Tödliche Wahrheit

Klappentext:

"In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der Einen: Wo auch immer ich hingehe - ich gehe dorthin, weil ich es will ...

Tris und Four haben sich endlich ihre Liebe gestanden. Doch der Aufstand hat begonnen und es herrscht Krieg zwischen den Fraktionen. Als die Unbestimmten angegriffen werden, ist es Tris' Aufgabe, sie zu retten. Ihre Entscheidung bedeutet jedoch, Four zu verlassen und sich mit dem Feind zu verbünden ..."

Informationen zur Autorin:

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie whrend ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte. "Tödliche Wahrheit" ist die spannende Fortsetzung der Geschichte um Tris und Four.

Autorenhomepage: www.veronicarothbooks.com

(Aus: Tödliche Wahrheit, Informationen zur Autorin)

Rezension

Gerade haben Tris und Four eine Attacke gestoppt, welche die Altruan auslöschen und die Ferox zu Mördern werden lassen sollte. Doch die Jagd auf die Unbestimmten geht weiter - und so auch ein weiterer Höllentrip für Tris und Four, welche sich immer weiter voneinander entfremden. Tris weiß, dass zu viel auf dem Spiel steht und dass sie sich entscheiden muss zwischen ihrer Liebe und ihrem Vertrauen zu Four und einer Rettungsaktion, welche viele Leben verschonen würde. Doch manchmal ist es nicht das leichteste, zwischen Richtig und Falsch zu wählen. Als dann jedoch alles in Chaos versinkt und Tris nur eine Wahl bleibt, muss sie sich auf den Weg machen, ihre Stadt zu retten - und dabei Four verlassen.

» Die Wahrheit ist wie ein wildes Tier, sie ist zu mächtig, um eingesperrt zu bleiben. «
(Zitat aus: Tödliche Wahrheit, S. 6)

Mit dem zweiten Band der Trilogie um Tris und Four Tödliche Wahrheit schlägt Autorin Veronica Roth anders als zunächst erwartet deutlich ernstere Töne an. Nicht nur, was die Beziehung um Tris und Four betrifft, welcher fortan innerhalb der Geschichte nur noch nach seinem Geburtsnamen Tobias genannt wird, sondern auch, was die Handlung selbst betrifft. Es ist eine 180 Grad Wende im Gegensatz zum ersten Band, den man noch als Jugendbuch mit einer Liebesgeschichte als Fokus bezeichnen konnte. Denn was hier nun im Vordergrund des Plots steht ist definitiv die Storyline an sich, die Geheimnisse der Vergangenheit und was die Zukunft wohl birgt. Im hier und jetzt geht es jedoch auch darum um das zu kämpfen, was einem wichtig ist - und wie Entscheidungen Menschen und Beziehungen zerbrechen lassen können.

» Kummer drückt nicht so schwer wie Schuld, aber er verlangt einem viel mehr ab. «
(Zitat aus: Tödliche Wahrheit, S. 364)

Kannte man Tris im ersten Teil der Trilogie als sympathisches und kluges junges Mädchen, so hat sich ihr Repertoire an Charaktereigenschaften seit den schrecklichen Ereignissen um ein vielfaches erweitert. Nicht nur sticht sie wieder durch Mut und Tatendrang hervor, sondern besitzt auch die geistige Reife besitzen, die schlimmsten Entscheidungen zu treffen. Diesen Sprung muss sie innerhalb kürzester Zeit gehen und Tris meistert es hervorragend. Man glaubt ihr ihre Zweifel, ihre Emotionen, ihre Gedanken zu einhundert Prozent ab. Fühlt mit ihr, weint und trauert mit - und hofft mit ihr, auch wenn die Hoffnung noch so klein erscheinen mag. Doch wer sich wohl noch mehr verändert als Tris ist Four - allein die Tatsache, dass er fortan als Tobias betitelt wird bringt für den Leser immense Veränderungen mit sich. Er kommt überhaupt nicht mehr als die starke Person rüber, welche er im ersten Band der Trilogie spielte. Unsicherheit und Misstrauen sind nur wenige Dinge, welche ihn in seiner gesamten Art zu handeln und zu denken fortan einschränken, immer in Hintergedanken an seine Eltern, welche Four schon jung im Stich gelassen haben. Fortan ist es Tris, welche die Rolle der starken Figur einnimmt - und einnehmen muss. Denn alles steht und fällt mit ihren Entscheidungen - ganz besonders ihre Beziehung zu Four, welche immer komplizierter zu werden scheint. Beide Figuren verändern sich in unterschiedliche Richtungen und beide wissen, dass es zur Zeit einfach wichtigere Dinge gibt - und lassen sich hiervon leiten. Was Verrat, Lügen und viele weitere verschiedene Emotionen beinhaltet. Eine schwierige Situation, welche die Beziehung der beiden auf eine harte Probe stellt - und ihr die Möglichkeit bietet, über sich hinauszuwachsen.

» Manchmal «, sagt er und legt mir den Arm um die Schultern, » wollen die Menschen einfach glücklich sein, auch wenn das Glück nur vorgetäuscht ist. ««
(Zitat aus: Tödliche Wahrheit, S. 70)

Neben Tris und Tobias kommen wieder viele bekannte Gesichter in den Vordergrund der Geschichte und begleiten die beiden auf ihrer harten Mission. Auch neue Figuren werden eingeführt und mischen das Geschehen auf. Und Schatten aus der Vergangenheit holen sie und die Protagonisten dabei immer wieder ein. Auch die Antagonisten sind gut gezeichnet - man bekommt kaum Informationen über die Motive und Belange, welche die Feinde dazu bringt das zu tun, was sie tun. Und genau hier besteht der Reiz, denn man weiß nie, zu welchen Mitteln wohl als nächstes gegriffen wird, um das große Geheimnis zu wahren und die Unbestimmten zu eliminieren. Und als dann auch noch Vertraute zu Verrätern werden scheint die Situation mehr als aussichtslos zu sein.

» Die Candor singen das Loblied der Wahrheit, aber sie sagen einem nicht, wie teuer man diese Wahrheit erkaufen muss. «
(Zitat aus: Tödliche Wahrheit, S. 154)

Genau diese Dinge sind es, welche die Handlung konstant auf hohem und rasantem Niveau vorantreiben und niemals die Spannung aus der Story herausnehmen, selbst wenn es nicht auf dem Schlachtfeld zur Sache geht. Denn Spannungen und Konfliktpotenzial herrscht überall. Kaum noch kann man jemandem mehr vertrauen - nicht mal mehr seinen engsten Freunden und Verwandten. Jeden Moment verändern sich die Allianzen, die Ziele, die Ambitionen aller Mitspieler in diesem Krieg, welcher viele Leben kostet. Das Setting und die Atmosphäre der Geschichte sind dabei sehr düster und gezeichnet von Hoffnungslosigkeit, was die geschichtliche Entwicklung der Dystopie nur umso mehr unterstreicht. Mit ihrem markanten Sprachstil schafft die Autorin auch mit fortschreitender Seitenzahl eine Story voller Ungewissheit, Spannung und vor allem voller Veränderung. Dies eskaliert dann zum Ende des Romans, welcher mit einem wahnsinnigen Cliffhanger endet, der alles auf den Kopf stellt, an was man bisher geglaubt hat. Das Ende, so verwirrend wie es ist, schafft einen perfekten Sprung zum letzten Band der Serie, in welcher wohl endlich die vielen offenen Fragen geklärt werden, die dem Leser seit langem im Kopf herumspucken. Ein fantastischer Schachzug, der einen sofort zum Weiterlesen animiert und einen vollkommen verstört auf das Finale dieser absolut genialen Trilogie hinfiebern lässt.

Fazit

Tödliche Wahrheit von Veronica Roth ist ein außergewöhnlich guter Nachfolger des ersten Bandes dieser dystopischen Trilogie, welcher seinen Fokus auf die Handlung und die Entwicklung der Beziehungsstrukturen setzt anstatt auf eine Liebesgeschichte per se. Spannende Handlungen, überraschende Momente und starke Emotionen halten den Leser konstant in diesem Roman gefangen. Das Konfliktpotenzial zwischen den Figuren und innerhalb der Handlung sorgen für viel Potenzial, welches hoffentlich im dritten Band der Trilogie aufgegriffen wird - den das absolut grandiose und fulminante Finale des zweiten Bandes hält einiges an Verwirrung und Überraschungen bereit. Für Fans der Serie und Liebhaber von Dystopien ein absolutes Muss!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Die Bestimmung
02. Tödliche Wahrheit
03. Letzte Entscheidung

Außerdem erschienen: Fours Geschichte (4 Kurzgeschichten aus Fours Perspektive)

Pro & Contra

+ Entwicklung der Beziehung von Tris und Four
+ Konfliktpotenzial der Handlung und der Figuren
+ Tris als starke Hauptfigur
+ Tobias (Fours) Entwicklung
+ Authentisches Setting
+ Düstere Atmosphäre
+ Fulminantes Ende, was alles über den Haufen wirft
+ Cliffhanger
+ Überraschungen und unerwartete Wendungen
+ Schreibstil der Autorin

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung 4,5/5

  (2)
Tags: 5 sterne, cb, die bestimmung, dystopie, jugendbuch, rezension, tödliche wahrheit, veronica roth   (8)
 

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gargoyles, dämonen, dark elements, steinerne schwingen, jennifer l. armentrout

Dark Elements - Steinerne Schwingen

Jennifer L. Armentrout
E-Buch Text
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 11.08.2014
ISBN 9783956493485
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Spannender und vielversprechender Reihenauftakt.

Steinerne Schwingen

Klappentext:

"Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut - und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet... und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!"

Informationen zur Autorin:

Ihre ersten Geschichten verfasste Jennifer L. Armentrout im Mathematikunterricht. Heute ist der bekennende Zombie-Fan New York Times-Bestsellerautorin und schreibt Fantasy- und Liebesromane für Jugendliche und Erwachsene - und denkt nicht mehr an die schlechten Mathenoten von damals ...

Autorenhomepage: www.jenniferarmentrout.com

(Aus: Steinerne Schwingen, Informationen zur Autorin)

Rezension

Layla ist alles andere als ein normales Mädchen. Während ihre Freundinnen daten können, wen sie wollen, muss sie sich von Jungs fernhalten. Denn Layla kann mit einem Kuss die Seele eines Menschen rauben. Daher ist ihr jeglicher Kontakt in dieser Hinsicht verboten. Doch das ist nicht das einzige außergewöhnliche in Laylas Leben - denn sie ist nicht nur ein Mensch, sondern zur Hälfte auch ein Dämon. Dazu kommt, dass sie bei den Wächtern lebt und aufgewachsen ist - welche die Erzfeinde der Dämonen sind. Alles ist also auch so schon mehr als kompliziert in ihrem Leben. Als ihr dann jedoch der attraktive Dämon Roth begegnet und ihr das Leben rettet, muss Layla anfangen alles in Frage zu stellen, woran sie je geglaubt hat.

Mit Steinerne Schwingen beginnt der Auftakt einer phantastisch angesiedelten Reihe, welche sich rund um fabelhafte Wesen wie Gargolyes, Dämonen und andere Kreaturen dreht. Dabei entführt die Autorin den Leser in eine spannungsgeladene und humorvolle Welt, in dessen Fokus Protagonistin Layla steht - die nebenbei nur Halb-Mensch ist. Denn ihre andere, ihre dämonische Hälfte, bringt sie erst in die ganzen Schwierigkeiten, in denen sie sich nach und nach wiederfindet. Während man ihrer Geschichte lauscht, erlebt man gemeinsam mit ihr Höhen und Tiefen, erfährt tiefgründige Geheimnisse und fiebert der ersten, richtigen Liebe mit. Jedoch lernt man auch Verrat kennen, der bittere Ereignisse nach sich zieht - und Laylas Leben für immer verändern wird.

Dies zeigt sich vor allem in der Art und Weise, wie Layla sich nach und nach entwickelt. Denn zunächst lernt man sie als humorvollen und liebevollen Charakter kennen, der seine eigenen kleinen Macken hat und gerne so wäre wie ihre menschlichen Freunde. Doch sie ist weise genug zu verstehen, dass das niemals der Fall sein wird. Also stürzt sie sich auf das einzige, was ihr Genugtuung bringt - und das ist die Jagd auf Dämonen. Welche ihr absolut von ihrer Wächterfamilie untersagt wurde. Doch dieser Mut und dieser Wille, die Layla als Figur ausmachen sind es auch, welche sie mit fortschreitender Seitenzahl zu der Protagonisten werden lassen, die sie ist. Denn als Roth, der attraktive und mysteriöse Dämon, in ihr Leben tritt und mit den Geheimnissen ihrer Vergangenheit aufräumt, ist nichts mehr so wie es war. Layla wird misstrauischer, erwachsener, ist mehr auf der Hut - sogar vor ihrer eigenen Familie. Und es scheint, als könne sie in diesem gesamten Lügengeflecht nur noch Roth trauen. Doch dieser ist selbst ein sehr undurchdringlicher Charakter, der nicht gerne, und wenn überhaupt, dann nicht viel von sich preisgibt. Doch wie so oft sind es genau diese Dinge, welche die beiden gegenseitig anziehen. So darf man sich als Leser auf eine spannende Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen in mitten im Kampf gegen das Böse freuen - auch wenn man wirklich erst mal herausfinden muss, ob das Böse wirklich böse ist.

Die Handlung selbst wartet immer wieder mit - wenn auch ziemlich vorhersehbaren - Wendungen und Überraschungen auf, die den Plot niemals langweilig werden lassen. Gleichzeitig nimmt sich die Autorin Zeit, auf ihre Figuren einzugehen und ihnen Raum zur Entfaltung zu geben. Zahlreiche Dialoge, oftmals gespickt mit Sarkasmus und Humor, lassen die Sympathie für die Figuren nur noch mehr erblühen. Auch das Setting der Geschichte ist gut getroffen und eine passende Atmosphäre, welche authentisch daher kommt, tun ihr übriges. Der locker leichte Sprachstil der Autorin trägt den Leser von Ereignis zu Ereignis und lässt so viele verschiedene Emotionen hochkommen, dass wohl für jeden was dabei ist. Von Trauer und Wut, Hoffnung und Liebe, Verrat und Tod - alles ist dabei und spielt eine wichtige Rolle. Dies spiegelt sich vor allem zum Ende des Romans wieder, dessen Höhepunkt zwar nicht überraschend, dafür allerdings rasant und packend daherkommt und schon ganz gespannt auf die Fortsetzung macht, welche hoffentlich das Potenzial dieser Geschichte aufgreifen und ausbauen wird.

Fazit

Steinerne Schwingen von Jennifer L. Armentrout ist ein toller Start einer neuen und phantastischen Serie, welche mit vielen magischen Wesen und tollen Figuren aufwarten kann. Nicht nur Protagonisten, sondern auch Nebenfiguren der Storyline können durchweg überzeugen und schleichen sich mit ihrer sympathischen Figurenzeichnung in die Herzen der Leser. Zwar ist die Handlung ziemlich vorhersehbar, jedoch tut dies dem Mainplot keinen Abbruch. Ein tolles Setting und eine authentische Atmosphäre tun ihr übriges und durchgehende Spannung und Begeisterungsfähigkeit sind garantiert! Fans der Autorin, der Fantasy und allen, die sich gerne in neue Fantasywelten entführen lassen möchten, sei hier eine klare Leseempfehlung auszusprechen.

Gesamte Reihe in einem Überblick:

0.5. Bittersüße Tränen (Novelle)
01. Steinerne Schwingen
02. Eiskalte Sehnsucht (10. August '15)

Weitere Titel in Vorbereitung.

Pro & Contra

+ Figurenzeichnung
+ Begeisterungsfähigkeit der Story
+ Sympathische Protagonisten
+ Authentisches Setting und schöne Atmosphäre
+ Dialoge
+ Humor/Sarkasmus

- Zu vorhersehbar
- Potenzial nicht ganz ausgeschöpft

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5

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Tags: 4 sterne, dark elements, darkiss, fantasy, jennifer l. armentrout, mir, rezension, steinerne schwingen   (8)
 

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the ruthless people, j.j. mcavoy, belletristik, ruthless people, rezension

Ruthless People

J. J. McAvoy
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei The Writer's Coffee Shop, 17.07.2014
ISBN 9781612133195
Genre: Romane

Rezension:

Interessanter und sehr ungewöhnlicher Auftakt mit Potenzial.

Ruthless People

Klappentext:

"To the outside world, they look like American Royalty, giving to charities, feeding the homeless, rebuilding the city. But behind closed doors is a constant battle for dominance between two Bosses, cultures, and hearts. Ruthless People is a romantic crime fiction set in modern day Chicago, and follows the life and marriage of Melody Giovanni and Liam Callahan-rivals by blood and leaders through fear. Their marriage, arranged by their fathers in hopes to end years of bloodshed between the Irish and the Italians. Liam believes he’s getting a simple-minded wife, one he can control, one who bends to his every need . . . the complete opposite of Melody.

She knows exactly what type of man he is, and would rather die than give up the power she has spent her life building. The Mafia of the past has evolved, and with rival bosses gunning for them, Melody and Liam will have to learn to work as one to take down those who stand in their way."

Informationen zur Autorin:

"My name is JJ and I’m a student currently living in Ottawa. I wrote Ruthless People in the summer of 2013 in hopes of giving myself a new type of love and crime drama. I never would have imagined that so many of you would enjoy it as well! I truly feel blessed to have fans like you all. Writing is my true love and having you all love my words is a dream come true.

Thank you for all your love and support. You all are so amazing and mean the world to me. I still have a few more stories after the Ruthless People trilogy up my sleeves, so be on the look out. I’m all over social media, the links are down below feel free to message me there!

Ruthlessly Yours,
J.J. McAvoy"

Autorenhomepage: www.iamjjmcavoy.com

(Quelle)

Rezension

Melody Giovanni hat ihre Leute im Griff. Als Kopf der italienischen Mafia und weiblicher Boss hat sie sich den Respekt ihrer Männer ihr Leben lang erarbeiten müssen. Aufgrund des Willen ihres Vaters, welcher an Krebs erkrankt und kurz vor seinem Ende steht, weiß sie seit Jahren, dass Melody den irischen Mafia Anführer Liam Callahan heiraten soll, um den blutigen, seit Jahren andauernden Krieg zwischen den beiden Mafiazweigen zum Ende zu bringen. Doch Melody folgt auch ihren Prinzipien: Sie wird ihre Macht nicht aufgeben - nicht für einen Mann, nicht für sonst wen. Als Liam ihr dann begegnet, muss er schnell lernen, dass Melody keine leicht zu manipulierende Ehefrau sein wird - sondern eher das Gegenteil. Und als ihre Feinde sie angreifen, müssen beide lernen, ihre Macht zu teilen und gemeinsam gegen die ankämpfen, die ihre Familie bedrohen. Denn Familie ist das Wichtigste.

Mit Ruthless People bringt Autorin J.J. McAvoy eine ungewöhnliche Geschichte hervor, die so ganz anders ist als das, was man sonst zu lesen bekommt. Dabei ist der Fokus der Geschichte auf die Machenschaften der Mafia verschiedener Länder gerichtet, verstrickt gleichzeitig allerdings auch eine "Liebesgeschichte" in seinen Plot. Liebesgeschichte in Anführungsstrichen - denn ob die Protagonisten überhaupt das Wort Liebe kennen oder sich in eine klassische Liebesbeziehung fallen lassen können ist wirklich mehr als fraglich. Nicht umsonst lautet der Titel des Romans Ruthless People - denn genau das sind sie: Schonungslos, mitleidslos, skrupellos.

Die Story wird dabei aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedlicher Figuren erzählt, wobei man die meiste Zeit den beiden Protagonisten Melody und Liam lauschen darf. Ob lauschen jedoch der richtige Begriff ist, ist auch hier fraglich. Denn beide Figuren sind das absolute Gegenteil von sympathischen Figuren, wie man sie sonst so kennen lernt - und so ziemlich ihr Gegenpart. Beide lernt man als skrupellose Mafiabosse kennen, die vor nichts zurückschrecken, deren Gedanken kaltherzig sind und deren Herzen nur dann aufgehen, wenn die Familie in Gefahr gerät. Melody ist da als Charakter sogar eine Spur härter gezeichnet als Liam; man mag ihr kaum zutrauen, überhaupt irgendwelche Gefühle oder Emotionen zu besitzen. Was sehr authentisch rüberkommt, denn ihre Entwicklung über den Roman hinweg gestaltet sich als sehr schwierig (logischerweise, man wird ja nicht von heute auf morgen zum gefühlsbetonten Menschen). Liam hingegen lässt den Leser an seinen Emotionen teilhaben, die er für seine Ehefrau - jedoch auch für seine Feinde- entwickelt. Er ist als Figur transparenter, sowohl in seiner Handlung als auch in seinen Gedankengängen. Zum ersten Mal finden sich hier vertauschte Rollen wieder, denn den geheimnisvollen Part nimmt definitiv Melody für sich ein. Obgleich beide in irgendeiner Weise eine Liebesbeziehung eingehen, ist dieses Wort viel zu intensiv, als das es wirklich auf das anwendbar wäre, was diese beiden Protagonisten miteinander teilen. Wenn es jedoch um die Familie geht, da sind sie sich einig, steht ihnen nichts im Weg. Was ein sehr klassisches Klischee in Mafiastorys ist, was hier gekonnt aufgegriffen und glaubwürdig weiter gesponnen wird. Und eben diese Familie ist es, welche man neben den Antagonisten im weiteren Verlauf des Romans auch immer besser kennen lernen wird. Hier warten einige Überraschungen auf und auch die Entwicklung dieser Figuren ist, wenn auch eher nebensächlich, sehr interessant. Manchmal würde man sogar lieber von ihnen lesen als von den Protagonisten.

Was sehr schwierig daherkommt ist der Versuch sich als Leser in die Charaktere einzufühlen, ihre Handlungen nachzuvollziehen und ihre Emotionen zu verstehen. Der Zugang zu diesen ist nämlich definitiv alles andere als einfach; vor allem moralisch gesehen stellen sich einem manchmal einfach die Nackenhaare auf und kann kaum glauben, was man da liest. Diese Ambivalenz jedoch ist genau auch das, was die gesamte Geschichte mit samt ihren Figuren sehr außergewöhnlich und anziehend macht. Normalerweise legen Autoren so viel Wert darauf, die Zuneigung des Leser für ihre Figuren zu entwickeln. Hier jedoch ist dies so gar nicht der Fall, die Figuren entwickeln sich, wie sie wollen. Der Leser steht außen vor, wird nicht gefragt, wird nicht einbezogen. Er muss sich mit dem Abfinden, was er kriegt, und so hart das jetzt klingen mag: Es passt perfekt zum Setting und zur Atmosphäre des Romans, mit der sich jedoch bestimmt viele schwer tun werden. Gewalt und Brutalität, Lügen und Verstümmelungen, Tode, Leichen, Mord, Folter - das sind die Dinge, die an der Tagesordnung stehen und welche in der perfekten Illusion des öffentlichen Auftretens der Familie so grotesk daherkommt, dass man manchmal nur ungläubig den Kopf schüttelt. Die Mafia schreckt hier vor nichts zurück - was sehr glaubwürdig ist, jedoch (wie zuvor bereits gesagt) auch sehr befremdlich. Es ist daher kein Wunder, dass es schwer fällt, dieses Buch in einem angemessenen Rahmen zu bewerten, denn auf seine Art und Weise ist es sehr genial gemacht und authentisch gezeichnet. Auf der anderen Seite jedoch ist es so wider der Natur des Menschen, der Moral, alles, was die guten Tugenden und menschlichen Eigenschaften wie Mitgefühl und Liebe ausmacht, dass es sehr schwer fällt, sich auf diese Zeichnung des Plots einzulassen.

Die Handlung selbst ist nicht zwingend neu, bietet allerdings viele Überraschungen, sehr sehr viele unvorhergesehene Wendungen und ganz viel Action. Wem hier langweilig wird ist selbst schuld, denn hier findet sich wirklich alles wieder. Ein spannender Plot, Erotik, ein ambivalentes Setting und eine geeignete Atmosphäre. Die erste Hälfte des Romans kann von der Warte her mehr als überzeugen, vor allem zu Beginn kommen auch einige humorvolle Szenen hinzu, die an bekannte Filme erinnern und die man sich als Leser nur zu gerne in seinem Kopf ausmalt. Was eher stört sind einige Entwicklungen die sich ergeben. Aufgrund der zuvor erwähnten emotionalen Kühle der Figuren fällt es schwer zu glauben, dass diese sich von bestimmten Ereignissen dann doch so emotional mitreißen lassen, dass dies etwas unglaubwürdig daherkommt. Auch passiert mit fortschreitender Seitenzahl einfach viel zu viel in viel zu kurzer Zeit. Die detailreiche Zeichnung des Plots zum Beginn verschwimmt immer mehr zu einer groben Erzählung, in welcher der Leser kaum noch detaillierte Informationen erhält und Fakten einfach als gegeben hinnehmen muss. Auch die Zeitspannen, die übersprungen werden, werden immer größer, sodass man die Nähe zur Story verliert. Das Finale jedoch lässt mit einem bombastischen Cliffhanger alles zuvor geschehene vergessen und bietet Unmengen an Potenzial und Konfliktpotenzial für den Folgeband dieser Trilogie, welcher hoffentlich die vielen guten Aspekte seines Vorgängers aufgreifen und die negativen Punkte ausmerzen kann.

Fazit

Ruthless People von J.J. McAvoy ist so ambivalent wie die Nacht. Einerseits eine geniale und mehr als ungewöhnliche Story mit unnahbaren Figuren, die so skrupellos und mitleidlos sind, wie man sie sich nur vorstellen kann. Mit einem authentischen und sehr spannendem Setting und einer dazu passenden Atmosphäre, welche den Leser sofort gefangen nimmt. Andererseits einer emotionalen Befremdlichkeit, welche nicht nur die Figuren zeichnet, sondern auch den Leser den Zugang zu ihnen erschwert. Die einen hassen den Roman, die anderen lieben ihn. Obgleich zum Ende der Story hin alles sehr schnell geschieht, und einige negative Aspekte das Lesevergnügen zum Teil beeinträchtigen, wartet das Finale des Romans mit einem bombastischen Cliffhanger auf, der sofort nach dem nächsten Band der Trilogie lechzen lässt - ob man den ersten Band nun mochte oder nicht. Leser die Lust haben mal was ganz neues zu lesen und sich auf ein Mafia Abenteuer einlassen möchten, sollten definitiv einen Blick auf diesen Roman werfen!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Ruthless People
02. The Untouchables
03. American Savages

Pro & Contra

+ Ambivalente Storyline & Figuren
+ Unnahbare und daher sehr authentische Figuren
+ Spannungsgeladene Handlung
+ Überraschende Wendungen
+ Gute Abwechslung zum Mainstream
+ Setting und Atmosphäre
+ "Liebesgeschichte"
+ Einfacher und guter Schreibstil
+ Srupellos
+ Cliffhanger zum Schluss
+ Schlachtfeld der Mafia

- Schwerer Zugang zu den Figuren
- Stellt Menschen, die viel Wert auf Moral legen, auf eine harte Probe
- Entwicklung des Plots in der zweiten Hälfte (zu schnell, zu wenige Details, zu große Zeitsprünge)
- Emotionale Entwicklung von Melody nicht ganz authentisch
- Einige Entwicklungen und Handlungen fragwürdig/nicht glaubwürdig

Bewertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung 3/5

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Tags: 3 sterne, belletristik, contemporary, j.j. mcavoy, mafia, rezension, ruthless people, the ruthless people, the writer's coffee shop   (9)
 

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3.022 Bibliotheken, 61 Leser, 7 Gruppen, 258 Rezensionen

liebe, lux, onyx, daemon, fantasy

Onyx - Schattenschimmer

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.11.2014
ISBN 9783551583321
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine gelungene Fortsetzung der Lux-Serie.

Schattenschimmer

Klappentext:

"Seit Daemon Katy geheilt hat, sind sie für immer miteinander verbunden. Doch heißt das, dass sie auch füreinander bestimmt sind? Auf keinen Fall, findet Katy und versucht sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Daemon ist nun fest entschlossen, sie für sich zu gewinnen. Dann taucht ein neuer Mitschüler auf - und mit ihm eine dunkle Gefahr. Katy weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Was geschah mit Daemons Bruder? Welche Rolle spielt das zwielichtige Verteidigungsministerium? Und wie lange wird sie Daemons enormer Anziehungskraft noch widerstehen können?"

Informationen zur Autorin:

Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Loki in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit Schreiben beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort an die Spitze der New-York-Bestsellerliste kletterten.

Autorenhomepage: www.jenniferarmentrout.com

(Aus: Schattenschimmer, Informationen zur Autorin)

Rezension

Nach dem Angriff auf Katy durch die Feinde der Lux und ihrer Heilung durch Daemon ist nichts mehr wie es zuvor war. Daemon und Katy sind nach diesem Ereignis nun für immer aneinander gebunden und Daemon versucht nun mehr den je, sie für sich zu gewinnen. Doch Katy kann sich nicht einmal sicher sein, ob Daemons Gefühle für sie aufrichtig sind oder nur von der Verbindung zwischen ihnen beiden herrührt. Und das Letzte, was Katy nun gebrauchen kann, ist Daemon, der sie vielleicht nur aus einem Pflichtgefühl heraus zu lieben scheint, wenn diese Liebe nicht echt ist. Hin und her gerissen zwischen ihren eigenen Gefühlen, lernt sie Blacke, ihren neuen Mitschüler und einen - wie es scheint - ganz normalen Jungen kennen. Sofort begeistert sie sich für die Idee ihn näher kennen zu lernen und Daemon zu vergessen. Doch dann geschehen plötzlich seltsame Dinge mit Katy und auch das Verteidigungsministerium scheint auf einmal Interesse an ihr zu entwickeln. Als dann auch noch Verrat die Ereignisse überschlagen, weiß Katy nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann - ob sie überhaupt noch jemandem trauen kann.

Mit dem zweiten Band der Lux-Serie, Onyx - Schattenschimmer, setzt Jennifer L. Armentrout die Geschichte um Buchbloggerin Katy und dem Lux Daemon fort und setzt hierfür nahtlos an die Ereignisse des ersten Bandes, Obsidian, an. Ausgangspunkt des zweiten Bandes ist dabei die Beziehung (oder Nicht-Beziehung) zwischen Katy und Daemon. Nach den verheerenden Ereignissen, in welche Katy involviert wurde, müssen diese beiden nun einen Weg finden, miteinander auszukommen und in die Zukunft zu blicken. Der Fokus der Geschichte richtet sich dabei auf die Protagonisten der Geschichte sowie ihrer Beziehung zu einander, der persönlichen Charakterentwicklung und der Weiterführung des Mainplots. Dabei kommen neue Geheimnisse ans Licht, bahnbrechende Ereignisse ziehen verheerende Folgen nach sich und auch neue Charaktere werden in die Storyline eingeführt - und mischen das Geschehen definitiv gebührend auf.

Katy durfte man bereits im ersten Band der Serie als sympathische und fröhliche Figur kennen lernen. Nie um einen Witz verlegen, voller sarkastischer und ironischer Sprüche - und manchmal auch ein wenig tollpatschig - wuchs sie dem Leser sofort ans Herz. Auch im zweiten Band der Serie kehrt sie mit diesen Eigenschaften zurück - jedoch haben die Ereignisse der letzten Zeit ihre Spuren hinterlassen. Und dies zeigt sich definitiv in der Entwicklung dieses Charakters. Sie wird reifer, ihre Gedanken sind deutlich tiefgründiger gekennzeichnet und die vielen neuen Informationen machen ihr zu schaffen. Vor allem jedoch hat sie sich verändert, denn auf einmal ist sie in der Lage, Dinge durch die Gegend zu bewegen - und verursacht damit eine Menge Chaos. Hilfesuchend greift sie jeden Strohhalm der sich ihr bietet - und dieser taucht in Form der neuen Figur Blake auf, ihrem neuen Mitschüler, der ihr Hilfe zusichert. Was natürlich Eifersucht von Daemons Seite zur Folge hat - und einen Keil in ihre Beziehung treibt. Nicht mehr sicher, wem Katy überhaupt trauen kann - oder sollte - muss sie einige Entscheidungen treffen, die weitreichende Folgen haben. Und die Reaktionen zu diesen sind sehr authentisch. Was vor allem im Fokus steht ist dabei nämlich die Entwicklung der Beziehungsstruktur zwischen Katy und Daemon, welche auf eine harte Probe gestellt wird. Daemon wird vom lockeren und selbstsicheren Bad Boy zu einer Figur, die auf einmal viel tiefgründiger daherkommt, seine Gefühle zeigt und auch seine Handlungen nach ihnen ausrichtet. Es ist sehr interessant das alles mit zu verfolgen, da sich die Autorin viel Zeit nimmt, eben diese Beziehungsstruktur auszubauen, weiterzuentwickeln und dennoch Raum für die Entfaltung der Figuren lässt, was sehr gut gelungen ist. Schade ist allerdings, dass die Antagonisten nicht sehr innovativ daherkommen (weder ihre Figurenzeichnung noch ihre Motive sind wirklich erfrischend) und auch die tollen Nebenfiguren, wie zum Beispiel Daemons Schwester, leider sehr stark in den Hintergrund der Story geraten.

Die Entwicklung der Figuren wird dabei in den Hauptplot der Story integriert und nimmt den größten Teil dessen ein. So besteht die Handlung zu Beginn des Romans vor allem aus vielen Dialogen zwischen Daemon und Katy, inneren Monologen und dem Lauschen der Gedanken- und Gefühlswelt dieser Beiden. Obgleich dies sehr gut geschrieben ist und den Leser definitiv begeistert, mangelt es definitiv an abwechslungsreicher Handlung, sodass dieser Aspekt sehr monoton daherkommt. Lange Zeit passiert einfach nichts tragendes, was die Spannung der Handlung drückt und einen wünschen lässt, dass es hoffentlich endlich bald zur Sache geht. Und genau dann, wenn man es fast schon nervend finden könnte, passieren auf einmal so viele Dinge gleichzeitig, dass man von einer Situation, die eskaliert, in die nächste katapultiert wird. Ereignisse überschlagen sich, überraschende Wendungen lassen den Leser kaum zu Atem kommen - und dann bringt die Autorin eines der größten Opfer, welche man innerhalb eines Romans bringen kann, welches so schockierend, so ungläubig, so das-darf-doch-einfach-nicht-wahr-sein daherkommt, dass es wie ein Schlag ins Gesicht ist. Und wenn man denkt, dass das das Finale ist, dann hat man sich definitiv getäuscht. Denn genau in dem Moment wird noch eins oben drauf gesetzt und der Leser kann einfach nicht aufhören, sich von diesem spannungsgeladenen Ende loszureißen, dass zum Schluss so viele neue Fragen aufwirft und so viel verändert, dass man trotz der geringen Defizite im Vergleich zum ersten Band gar nicht abwarten kann, endlich den Folgeteil dieser Serie in den Händen halten zu können, um zu lesen, wie es weitergehen wird. Ein spannendes Ende also, was auf die Ausschöpfung des Potenzials in Opal, dem dritten Band der Lux-Serie, hoffen lässt.

Fazit

Onyx - Schattenschimmer von Jennifer L. Armentrout ein eine gelungene Fortsetzung der Lux-Serie, welche mit einem tollen Schreibstil, viel Begeisterungsfähigkeit und wieder sehr sympathischen Hauptfiguren aufwarten kann. Daemon und Katy entwickeln sich im Bezug auf ihre Persönlichkeit und ihre Beziehung zueinander und werden auf harte Proben gestellt. Trotz der Tatsache, dass die Nebencharaktere in den Hintergrund geraten und vor allem die erste Hälfte des Romans handlungstechnisch gesehen wenig passiert, macht das Finale mit spannenden und überraschenden Wendungen und großen Opfer alles wett. Ein klasse Folgeband also, der einen freudig den dritten Band der Lux-Serie erwarten lässt. Fans der Serie und/oder Autorin sowie der Fantasy und Jugendbuchfans ist eine klare Leseempfehlung auszusprechen!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Obsidian - Schattendunkel
02. Onyx - Schattenschimmer
03. Opal - Schattenglanz (24. April '15)
04. Noch unbekannt
05. Noch unbekannt

Pro & Contra

+ Entwicklung der Beziehungsstrukturen
+ Neue Charaktere werden eingeführt
+ Daemons Entwicklung
+ Autorin greift auch drastischen Mitteln
+ Überraschende Wendungen
+ Finale
+ Schreibstil
+ Beigeisterungsfähigkeit

- Nebencharaktere rücken in den Hintergrund
- Erste Buchhälfte passiert sehr wenig (Handlung)

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5

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der riss im universum, 4 sterne, rezension, das vermächtnis der lil'lu, books on deman

Lovisa - Der Riss im Universum

Marita Sydow Hamann
Flexibler Einband: 262 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 20.03.2014
ISBN 9781497381742
Genre: Sonstiges

Rezension:

Gelungener Auftakt einer fantastischen Fantasyserie.

Der Riss im Universum

Klappentext:

"Lovisa ist 17, selbstsicher, sarkastisch und schreibt Geschichten, die ihr in Tagträumen einfach zufliegen. Doch es nagen Zweifel an ihr, als sie erfährt, dass ihre Tagträume eigentlich Visionen sind – Visionen, die sie zu ihrer leiblichen Mutter in die Psychiatrie führen. Lovisa fühlt sich zunehmend verfolgt. Wer ist der junge Mann aus ihrer Vision, der ihr das Gefühl eines leidenschaftlichen Kusses auf den Lippen hinterlässt? Ozeanblaue Augen verfolgen sie, ihr Weltbild wird erschüttert, und die Realität ist viel unglaublicher, als sie es sich je erträumt hätte …"

Informationen zur Autorin:

Marita Sydow Hamann wurde in Norwegen in Ålesund geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. 1999 heiratete sie und wanderte mit ihrem Mann nach Schweden aus. Dort machte sie eine Ausbildung zur persönlichen Assistentin für Personen mit geistigen und körperlichen Behinderungen. Marita Sydow Hamann lebt mit ihrem Mann, zwei Pferden, zwei Hunden und zwei Katzen auf einem kleinen Hof in Småland und widmet sich außer dem Schreiben auch anderer kreativer Kunst wie beispielsweise dem Malen. Die Autorin schreibt Kinderbücher sowie Fantasy und Romantasy für Jung und Alt. Ihre Interessen sind die nordische und die griechische Mythologie mit all ihren Wesen. Speziell Trolle findet sie faszinierend. Aber auch Geister, Elfen, Drachen, Magier, mystische Begebenheiten, Romantik und Science Fiction Elemente könnt ihr bei Marita finden. Die Autorin ist nicht auf ein Element festgelegt und immer offen für neue Ideen. Marita Sydow Hamann veröffentlicht als Indie- sowie als Verlagsautorin. Nach dem großen Erfolg des ersten Buches ihrer Fantasy-Trilogie „Die Erben der alten Zeit – Das Amulett“, wurde die Reihe von einem Verlag unter Vertrag genommen. Marita freut sich über Post von ihren Lesern.

Autorenhomepage: www.marita-sydowhamann.com

(Quelle)

Rezension

Lovisa ist ein ganz normales Mädchen - zumindest glaubt sie das. Bis sie feststellt, dass ihre Träume, welche sie aufschreibt und zu spannenden Geschichten im Alltag ihrer Freunde werden lässt, eigentlich Visionen sind. Und das diese der Wahrheit entspringen und tatsächlich so stattfinden. Was zunächst als schlechter Witz erscheint, wird todernst, als Lovisa ihre leibliche Mutter Ulrika in der Psychiatrie aufsucht um die Dutzend Fragen, welche in ihrem Kopf herumschwirren, aufzuklären. Als diese ihre bestätigt, nicht von dieser Welt zu sein und sie davor warnt, dass Sie kommen würden, um Ulrika zu holen, schiebt Lovisa dies zunächst den traumatischen Erlebnissen ihrer Mutter zu. Doch als Eric aus Ulrikas Welt auftaucht und sie beide entführt um seine Welt zu retten, muss Lovisa sich eingestehen, dass ihre Mutter nicht verrückt ist - und die Bedrohung, in der sie schweben real. Doch woher weiß Lovisa nun, wem sie noch trauen kann?

Der erste Band um Das Vermächtnis der Lil'Lu aus der Feder von Autorin Marita Sydow Hamann ist ein erfrischender und gelungener Fantasyroman, welcher einen in die Welt der Protagonistin Lovisa einführt. Dabei wird man in eine Geschichte hineingeworfen, die so unglaublich viele phantastische Aspekte aufweist, dass man sie bei Gott niemals alle beim Namen nennen könnte. Dennoch so viel: Es erwarten einen Parallelwelten, Visionen, alte Prophezeiungen, verschiedenste phantastische Wesen und Völker und eine ganze Menge mehr. Dabei steht die siebzehnjährige Lovisa einem Strudel von Ereignissen entgegen, die ihre gesamte Welt zu erschüttern droht - und sie sich entscheiden muss, wir ihr Leben weitergehen wird.

Die Geschichte wird dabei nicht nur aus der Perspektive von Lovisa erzählt, welche klar die Protagonistin der Storyline darstellt, sondern auch teilweise aus Erics Perspektive. Lovisa lernt man zunächst als fantasievolles junges Mädchen wieder, mit dem Drang, ihre Träume auf Papier aufzuschreiben, sich darin zu verlieren und mit dieser Gabe auch ihre Clique zu unterhalten, welche komischerweise mehr als erpicht darauf ist, endlich zu wissen, wie es in den Fortsetzungen weitergehen wird. Doch Lovisa kann auch austeilen - Sarkasmus und Humor sind nämlich ebenfalls zwei Haupteigenschaften dieser Figur, welche im Verlaufe der Handlung des öfteren aufblitzen und den Leser das ein oder andere mal schmunzeln lassen. Eric als männliche Hauptfigur der Storyline kommt anders daher - zunächst lernt man ihn ziemlich wortkarg und kalt kennen. Sein Ziel ist, seine Welt zu retten, und dazu braucht er Lovisa und ihre Mutter. Nicht im Traum hätte er gedacht, dass er sich der siebzehnjährigen auch nur annähend hingezogen fühlen würde, lautet sein selbst geschmiedeter Auftrag doch, sie zu töten, nachdem er sein Ziel erreicht hat. Doch sobald diese beiden Figuren sich begegnen verändert sich alles. Eric ist schon bald von Zweifeln hin und her gerissen, genauso wie Lovisa, die diese körperliche Spannung zwischen ihnen genauso wenig begreift wie er. Und während sie gemeinsam durch Ereignisse gebunden werden, entwickelt sich zwischen diesen beiden eine starke Liebe, mit der sie nie gerechnet hätten. Obgleich diese etwas kitschig und zum Ende hin auch sehr schnell ausartet, ist es dennoch süß mit anzusehen, wie sich beide Figuren in diesem Prozess mental weiterentwickeln und ihre Hingabe zueinander finden. Neben Lovisa und Eric spielen nur wenige andere Figuren eine Rolle, welche dann allerdings nicht sehr tiefgründig daherkommen. Oftmals hat man auch das Gefühl, dass sie gar nur vorkommen, um den Handlungsstrang voranzutreiben, sodass man in der wenigen Zeit, die der Leser mit ihnen verbringen darf, keinen Zugang zu ihnen findet.

Die Handlung kommt zunächst eher ruhig daher. Die Autorin fokussiert sich dabei zunächst auf Lovisa und ihre Entwicklung sowie der Aufdeckung, dass ihre Visionen der Wahrheit entsprechen. Ein Versprechen, dass da noch so viel mehr aufwartet. Und das tut es, denn im Verlaufe der Handlung kommen einige innovative Ideen zum Vorschein, welche, kombiniert mit Altbekanntem, einen wunderbaren Reiz für die Geschichte ausmachen. Auf einmal gibt es so viel mehr als nur diese eine Realität, die Lovisa und der Leser, kennen und es ist spannend mit anzusehen, wie ihr Weltbild nach und nach zerbröckelt und dieser unvorstellbaren Tatsache, dass es da draußen noch so viel mehr gibt, Platz macht. Schon bald geht es nämlich deutlich rasanter zu, Ereignisse überschlagen sich - und Lovisa findet sich vor einer der schwersten Entscheidungen ihres Lebens wieder. Zum Ende hin ging alles etwas zu zügig, dennoch ist das Finale am Schluss vielversprechend, zum Teil sogar überraschend und macht Lust auf den nächsten Band dieser Reihe, welche noch einiges Potenzial bereithält und den Leser hoffentlich weiter gut unterhalten wird.

Fazit

Der Riss im Universum von Marita Sydow Hamann ist ein gelungener Auftakt einer neuen Fantasyreihe, welche mit der Kombination innovativer Ideen und altbekannten Strukturen mit einer spannenden Geschichte aufwarten kann. Obgleich die Nebenfiguren der Storyline sehr flach daherkommen und nur zur Weiterführung der Handlung zu dienen scheinen, wachsen die Protagonisten Lovisa und Eric einem beim Lesen jedoch immer mehr ans Herz. Spannung, Überraschungen und viele phantastische Elemente sorgen für eine durchweg gute Unterhaltung und lässt viel Potenzial für die Folgebände, welche hoffentlich ebenfalls begeistern können. Eine Empfehlung für alle Fantasyfans da draußen, die gerne neues ausprobieren möchten und davor nicht zurückschrecken.

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Der Riss im Universum
02. Im Zeichen des Feuers
03. Noch unbekannt
04. Noch unbekannt
05. Noch unbekannt

Pro & Contra

+ Kombination aus innovativen Ideen & Altbekanntem
+ Bunte Mischung aus phantastischen Elementen
+ Lovisa als sehr sympathische Protagonistin
+ Spannend
+ Überraschende Ereignisse zum Schluss

o Offenes Potenzial

- Nebencharaktere zu wenig Tiefe
- Liebesgeschichte etwas zu schnell und kitschig
- Schluss kommt etwas abrupt

Bewertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 5/5

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Tags: 4 sterne, books on deman, das vermächtnis der lil'lu, der riss im universum, fantasy, lovisa, marita sydow hamann, rezension   (8)
 
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