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26 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

verwirrend, englisch, selbstmor, tochter, hörbuch

Into the Water

Paula Hawkins
Audio CD
Erschienen bei Audiobooks, 02.05.2017
ISBN 9781786140906
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Julia erfährt, dass ihre Schwester Nel tot ist. Angeblich war es Selbstmord, doch sie hat Zweifel: nicht nur lässt ihre Schwester eine jugendliche Tochter zurück, sondern hat sie angeblich auch noch an dem Ort Selbstmord begangen, dessen Geheimnis sie aufklären wollte: dem Drowning Pool, der schon viele Leben genommen hat...

Inhalt/ Stil:
Ich habe "Into the Water" als englischsprachiges Hörbuch gehört. Die Handlung ist sehr spannend, allerdings zieht sie sich sehr lange hin. Ständig werden vor allem Jules Gedanken von kryptischen Andeutungen durchzogen, die einen irgendwann nerven. Als Zuhörer verliert man schnell den Überblick. Was hierbei aber wieder gut, sind die Sprecher. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt und das übernehmen unterschiedliche Sprecher.

Figuren:
Die Figuren sind zwar sehr gut ausgestaltet, alle haben ihre Geschichten und Geheimnisse. Alllerdings kann ich sie oft nicht verstehen und nachvollziehen.

Fazit:
Eine gute Geschichte, allerdings mit vielen Längen und Verwirrungen, die es schwierig machen, weiterhören zu wollen. Dafür aber gute Sprecher.

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Tags: englisch, hörbuch, thriller   (3)
 

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(42)

64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

medici, florenz, medic, geld, italien

Medici - Die Macht des Geldes

Matteo Strukul , Christine Heinzius , Ingrid Exo
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442486625
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Medici sind eine der berühmtesten und berüchtigsten Familien der Geschichte. Dieses Buch handelt von ihrem Aufstieg: dafür müssen die Brüder Cosimo und Lorenzo sich aber gegen allerlei Feinde behaupten, darunter auch die mysteriöse Schönheit Laura und der gnadenlose Söldner Schwartz. Werden sie ihre Familie schützen und zu Macht führen können?

Inhalt und Schreibstil:
Die Geschichte der Medici ist ein wirklich spannendes Thema. Der Autor muss sich natürlich dabei auch an historische Fakten halten. Allerdings schafft er es nicht, die historische Geschichte spannend und nachvollziehbar herüberzubringen. Der allwissende Erzähler gibt wenig Einblick auf Gedanken und Handlungshintergründe, schnelle Zeitsprünge und Personenwechsel sowie eine Vielfalt an historischen Personen sorgen zusätzlich für Verwirrung. Der Schreibstil ist mir irgendwie zu schwülstig, baut unwichtige Details aus und versucht dabei, "alt" zu klingen, doch wichtige Beschreibungen fehlen meiner Meinung nach. Die Handlung scheint nur von einer Sexszene zur anderen zu springen, das nervt irgendwann.

Figuren:
Die Protagonisten Cosimo und Lorenzo sind zwar nicht unsympathisch, aber es sind sehr "flache" Figuren, deren Hintergründe, Gefühle und Gedanken zu wenig beschrieben werden, um wirklich Nähe zu ihnen aufzubauen.
Ihre Frauen, die ebenfalls wichtige Figuren sind, haben eigentlich keine weitere Beschreibung als "schön" und sind lediglich schöne Ehefrauen.
Die Antagonisten, Laura und Schwartz sind zwar ein wenig besser ausgearbeitet...aber eben nur ein wenig.
Die Figuren bleiben unnachvollziehbar und zweidimensional, ohne Tiefe.

Fazit:
Vielleicht waren es die hohen Erwartungen an dieses Buch - ein großes Thema wie die Medici - aber ich konnte diesem Roman einfach gar nichts abgewinnen und musste mich schon überreden, ihn überhaupt zu Ende zu lesen. Deswegen kann ich leider nur einen Stern geben.

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Tags: florenz, historischer roma, italie, medic, mittelalter   (5)
 

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143 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

krimi, entführung, spanien, kriminalroman, monteperdido

Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen

Agustín Martínez , Lisa Grüneisen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2017
ISBN 9783596036585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In dem kleinen Bergdorf Monteperdido sind von fünf Jahren die beiden Freundinnen Ana und Lucia spurlos verschwunden - und nun taucht Ana plötzlich wieder auf. Wieso aber wirkt sie so verwirrt und kann nichts zum Täter sagen? Kann man dem eigenen Nachbarn noch trauen, wenn jeder ein Entführer sein könnte? Und vor allem: wo ist Lucia?
Die Ermittlerin Sara und ihr Kollege Santiago machen sich auf die Suche nach dem verschwundenen Mädchen und der Wahrheit und entdecken dabei die Abgründe einer scheinbar friedlichen Dorfgemeinschaft.

Inhalt und Schreibstil:
Der Schreibstil des Buches gefällt mir sehr gut. Anfangs hat mir auch der Inhalt des Buches sehr gefallen, dann jedoch beginnt ein Sprung von einem Verdächtigen zum anderen, desto näher man der Auflösung des Falles kommt - und dann ist der wahre Täter jemand völlig unerwartetes. Natürlich soll ein Krimi überraschen, aber ich finde, man sollte durch Zusammensetzen versteckter Hinweise zumindest einen Verdacht bekommen, wenn man aufmerksam liest. Das war hier leider nicht der Fall. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass die Handlung anfangs auf das Leben der Dorfbewohner fixiert ist, ab der Hälfte des Buches aber Sara sehr in der Vordergrund rückt, und am Ende habe ich das Gefühl, dass keiner der beiden Handlungsstränge richtig abgeschlossen wird. Das Ende ist zwar sehr spannend, aber irgendwie nicht ganz zufriedenstellend.

Figuren:
Jede Figur ist sehr individuell und jeder hat irgendeine düstere Vergangenheit. Das ist gut gemacht und sehr interessant, allerdings bleiben viele Fragen offen. Bei so vielen spannenden Figuren hätte man noch etliche Seiten mehr füllen können und stellenweise auch sollen - auch hier wirken die Figuren letztendlich dadurch etwas unvollständig.

Fazit:
Ein sehr spannendes Buch mit haufenweise guten Ideen, die allerdings noch etwas besser ausgearbeitet werden könnten. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen.

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Tags: dorf, entführ, krimi, verschwunden   (4)
 

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(319)

603 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 208 Rezensionen

krimi, nele neuhaus, mord, taunus, wald

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ein Mann verbrennt in einem Wohnwagen - Brandstiftung und damit Mord. Pia Sander und Oliver von Bodenstein vom K11 ermitteln in Bodensteins ehemaligem Heimatort. Bald darauf wird eine alte Frau und ebenfalls bekannte von Bodenstein ermordet und es wird klar - irgendjemand versucht, ein Geheimnis zu bewahren.
Ein Geheimnis, das vierzig Jahre zurückliegt.
Ein Geheimnis, das Bodenstein schon damals schwer zu schaffen gemacht hat.
Während Pia die Gegenwart zu schaffen macht, versucht Bodenstein, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen - denn nur dann können sie einen Täter schnappen, der bereit ist, über noch mehr Leichen zu gehen...


Inhalt:
Nach einer kurzen Startphase nimmt das Buch an Fahrt und somit auch sehr an Spannung auf. Die Vielzahl der Figuren macht es anfangs schwierig, die Handlung richtig mit zu verfolgen, aber ein Personenregister schafft Überblick.
Ab circa der Hälfte des Buches wird es schon so spannend, dass man es kaum mehr aus der Hand legen will. Stück für Stück wird die Vergangenheit aufgedeckt und schnell bilden sich Verdachte.
Diese erweisen sich schnell allerdings auch als falsch - hier gibt es aus meiner Sicht einen kleinen Minuspunkt: das Ziel ist es ja nicht, den Leser ultimativ zu überraschen, sondern die Spannung zu steigern. Hier ist das allerdings nicht schlimm, da der Täter durchaus schlüssig, wenn auch unerwartet war.


Figuren:
Wie bereits erwähnt, gibt es in diesem Buch eine große Vielfalt an Figuren, die besonders interessant sind, da sie mit der Vergangenheit unseres Protagonisten zusammenhängen.
Dieser wird hier sehr gut ausgearbeitet. Der Bezug zur Kindheit Bodensteins verschafft dem Leser Nähe zu ihm.
Auch Pia ist eine Figur, mit der man als Leser gut klarkommen kann.
Insgesamt sind die Figuren alle sehr individuell, vielfältig und interessant.


Fazit:
Das Buch verfehlt die 5 Sterne aus meiner Sicht knapp aufgrund des letzten Twists - für andere macht es das aber vielleicht umso besser.
Gute Figuren und große Spannung sorgen aber definitiv für 4 Sterne!

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Tags: krimi   (1)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

benzin, bakterium, leserunde, will hofmann, vergrünen

Lebensnacht

Will Hofmann
Fester Einband: 335 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783944788296
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die ganze Welt bewundert den Chemiker Harry Kauffmann, als es ihm gelingt, Oktan-herstellende Bakterien zu züchten. Der begrenzte Rohstoff Benzin ist nun endlich herstellbar! Dumm nur, dass das Spiel mit der Genmanipulation ein Glücksspiel ist. Und dass selbst die besten Sicherheitsvorkehrungen eine weltweite Katastrophe nicht aufhalten können. Als immer mehr Menschen auf grausame Weise zerfließen, muss der eigenbrötlerische Harry mit anderen zusammenarbeiten, um den Schaden einzudämmen. Aber wird ihm das gelingen? Oder ist es schon zu spät für die Menschheit?

Inhalt und Schreibstil:
Das Buch ist in eher kurze Kapitel unterteilt, was mir persönlich sehr gut gefällt - so verschlingt man es regelrecht, weil man sich ständig denkt: "Ach, ein Kapitel lese ich noch, die sind eh so kurz." Natürlich trägt dazu auch bei, dass das Buch echt spannend ist. Der Schreibstil erscheint mir sonst eher knapp, nicht verschnörkelt und ausgeschmückt.

Figuren:
Das Buch hat einige interessante Figuren zu bieten:
Harry, der Protagonist, ist dem Leser anfangs unsympathisch. Er ist eher arrogant und eigenbrötlerisch und hält nichts von anderen Leuten. Die Katastrophe allerdings wird ihn verändern...
Sein Bruder Wolfgang, ein Mediziner, ist eher das Gegenteil von ihm, und auch ein wenig ein Opportunist.
Sabine, eine Wissenschaftlerin, ist eine sehr selbstständige Frau in Harrys Team.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und tragen maßgeblich zur Handlung bei, dabei entwickeln sie sich teilweise auch weiter.

Fazit:
Eine gute Dystopie, die an manchen Stellen sogar noch weiter ausgearbeitet werden könnte. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen!

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Tags: dystopie, seuche, wissenschaft   (3)
 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

historischer krimi, heinrich maler, krimi, münster, historische krimis

Die Sichel des Todes

Maria Rhein , Dieter Beckmann
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 03.08.2016
ISBN 9783839219119
Genre: Historische Romane

Rezension:

Am Anfang wird Kommissar Malers neuer Auftrag ganz normal: er soll einen amerikanischen Millionär beschützen, der ein wichtiger Geschäftspartner für Preußen sein könnte. Nach dem ersten Mord wird aber klar, dass die Lage weitaus ernster ist. Als dann noch ein Inquisitor, eine angeheuerte Prostituierte und schließlich ein Auftragsmörder ins Spiel kommen, wird die Verwirrung perfekt: ist ein Mitglied aus der zugegebenermaßen nicht sehr harmonischen Millionärsfamile zum Mord fähig? Hat doch die Kirche ihre Finger im Spiel? Oder jemand ganz anderes? Maler und sein Gehilfe Winterbach setzen ihr ganzes ermittlerisches Talent ein und kommen einem mysteriösen Geheimnis aus der Vergangenheit Münsters auf die Spur. Dabei werden sie persönlich tiefer in den Fall gezogen, als ihnen lieb ist...

Figuren:
Für mich war das der erste Roman über Heinrich Maler, daher kannte ich noch keine Figuren. Deshalb erschien es mir möglicherweise so, als würde ich dem Protagonisten persönlich immer etwas fern fernbleiben. Nichtsdestotrotz ist Maler ein durchaus guter Charakter, intelligent und knallhart an der Wahrheit interessiert.
Genauso tragend für die Geschichte ist sein Gehilfe Jolmes Winterbach, der weitaus herzlicher herüberkommt, aber nicht weniger intelligent ist. Gut finde ich, dass die beiden ein richtiges Team sind, sich zwar vielleicht auch mal streiten, aber auch mal gegenseitige Wertschätzung zeigen - sie gehen einfach sehr realistisch und menschlich miteinander um.
Insgesamt sind auch die anderen Figuren sehr realistisch und auch individuell gestaltet, selbst wenn sie nur eine Nebenrolle spielen.
Die Protagonisten handeln meiner Meinung nach nachvollziehbar.

Handlung:
Das Buch weist eine ausgeklügelte Handlung auf: die Familienrivalitäten und ein Geheimnis aus der Vergangenheit bauen ganz schön Spannung auf. Und dann haben Jolmes und Heinrich auch noch emotional und persönlich zu kämpfen...

Fazit:
Überraschenderweise konnte mich die Geschichte nicht hundertprozentig fesseln, aber das kann ich mir selbst nicht erklären. Da es nichts auszusetzen gibt, die verdiente Wertung: 5 Sterne!

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Tags: heinrich maler, historische krimis   (2)
 

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307 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 136 Rezensionen

familie, liebe, bettelarmband, viola shipman, generationen

Für immer in deinem Herzen

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 25.05.2016
ISBN 9783810524256
Genre: Romane

Rezension:


In der Familie Lindsey ist es Sitte, dass alle Frauen ein Bettelarmband tragen. Die Anhänger, die sie geschenkt bekommen, erzählen ihre eigenen Geschichten.
Lolly, eine lebensfrohe alte Frau, schickt ihrer Tochter und ihrer Enkelin einen Anhänger - und einen Brief, in dem sie um Besuch bittet. Schnell ist klar - irgendetwas ist nicht in Ordnung.
Arden, ihre Tochter, wollte ihre ehemalige Heimat Scoops eigentlich hinter sich lassen. Nach einen unglücklichen Ehe stürzt sie sich in einen kaum glücklicheren Job und vergräbt sich unter Arbeit.
Lauren, deren Tochter wiederum und Lollys Enkelin, ist begeistert von der Idee, ihre Großmutter zu besuchen, braucht sie doch dringend Auszeit von ihrem Studium, das ihr eigentlich gar nicht gefällt.
Als der Sommer alle drei zusammenführt, wird klar, dass sie alle auf ihre eigene Art Heilung benötigen...


Inhalt und Schreibstil:
Der Schreibstil im Buch gefällt mir gut, alles ist farbenfroh beschrieben und voller Metaphern, stellenweise fast zu ausschmückend, aber wirklich stören tut das kaum. Beeindruckend ist die Symbolik im Buch - die Autorin greift die Anhänger am Bettelarmband auf und nutzt sie als Symbole, die sich durch das jeweilige Kapitel und teilweise durchs ganze Buch ziehen.
Einen richtigen "Spannungsbogen" gibt es bei diesem Familienroman natürlich nicht, aber dennoch ist es schön und teilweise auch lehrreich zu lesen, wie die Frauen mit ihren Problemen kämpfen und versuchen, sie zu überwinden.


Die Figuren:
Die drei Protagonistinnen sind vielschichte, authentische Persönlichkeiten, die durch ihren Gegensatz - die verrückte, lebenslustige Lolly, Lauren, die ihr ähnlich ist, mir aber irgendwie selbstloser und nachdenklicher erscheint und im Gegensatz dazu die verkniffene Arden - noch interessanter werden.
Das einzige, was mich hier stört, ist, dass der Roman teilweise zu sehr ins Kitschige abgleitet. Das wäre absolut nicht nötig gewesen.


Fazit:
Ein inspirierendes Buch mit lediglich kleineren Schwächen. Deshalb gibt's 4 von 5 Sternen!

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Tags: familie, frau, geschichten   (3)
 

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105 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

historischer roman, marita spang, mittelalter, blut und seide, mittelalte

Blut und Seide

Marita Spang
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2015
ISBN 9783426517178
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Deutsche Reich im 13. Jahrhundert: Simon wächst als Ziehsohn eines Adligen auf, nachdem seine Eltern bei einem Überfall getötet wurden. Die Zuneigung seines Ziehvaters bringt ihm allerdings den Neid von dessen jüngerem Bruder Heinrich ein. Das Verhältnis wird zunehmend angespannter; dann verliebt sich Simon auch noch in Heinrichs Verlobte Christina. Während die junge Frau unter der Ehe mit dem grausamen Heinrich leidet, versucht der Ritter Simon einen König zu finden, der ihm würdig erscheint - was sich als schwierig erweist.
Doch die Ränkespiele im Deutschen Reich bedrohen die Adligen...

Handlung und Inhalt:
In diesem Roman gibt es keinen einzelnen Handlungsstrang (außer vielleicht Simons Wunsch, den Mörder seiner Eltern zu finden), sondern vielmehr wird das Leben und Leiden der Protagonisten Simon und Christina verfolgt; dennoch ist er an den meisten Stellen spannend, da es immer wieder Ereignisse (wie beispielweise bevorstehende Überfälle) gibt, die Spannung aufbauen.
Dieser Roman ist an vielen Stellen eher düster und tragisch, es gibt wenige helle Momente für die Protagonisten.
Die historischen Hintergründe erscheinen mir gut recherchiert, die Autorin gibt im Schlusswort noch weitere Hintergrundinformationen - das hat mir sehr gut gefallen.

Figuren:
Der eigentliche Held des Buches ist Michel von Kreuznach; warum er nicht zum direkten Protagonisten gemacht wurde, erklärt die Autorin im Nachwort.
Ich persönlich finde Michel allerdings den sympathischsten Charakter im Buch. Selbst sein Gefährte, der Protagonist Simon, wirkt eher wie ein Gegensatz zu ihm. Für Simon konnte ich wenig Sympathien entwickeln, er ist mir viel zu jähzornig, selbstmitleidig und ein wenig egozentrisch.
Christina hingegen hat einen Charakter, der mir besser gefällt - nur schade, dass sie mit ihren "guten Eigenschaften" keinen Erfolg hat.
Heinrich, der Bösewicht, wird im Laufe des Romans zu einer Person, die man nur hassen kann. Ganz am Anfang konnte ich sein Verhalten noch nachvollziehen, da er wirklich etwas benachteiligt wurde.

Fazit:
Hundertprozentig begeistern konnte mich das Buch nicht, weil ich die beiden Hauptfiguren nicht so richtig ins Herz schließen konnte; die Geschichte um Michel ist allerdings wirklich gut.

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Tags: historischer roman   (1)
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

apotheke, historischer roman, lippstadt, doping, pharmazie

Die Gunst der Königin

Rita Maria Fust
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 02.03.2016
ISBN 9783839218228
Genre: Historische Romane

Rezension:

1804: Der verrückte Apothekergeselle Conasmann ist von Gedanken an Königin Luise besessen. Um ihre Gunst zu erlangen, will er ein leistungssteigerndes Mittel für die preußische Armee finden. Dabei bedroht er nicht nur den Frieden in Lippstadt, sondern alle, die er kennt...
2012: Der Journalist Oliver Thielsen vermietet die unteren Räume seines Hauses als Apotheke. Schnell wird ihm klar, dass mit dem Mieter allerdings irgendetwas nicht stimmen kann - und besorgniserregende Geschenisse häufen sich...

Inhalt und Schreibstil:
Hier muss ich zuerst ein Lob aussprechen: endlich widmet sich ein historischer Roman dem Thema Apotheken! Die Autorin gibt uns gut recherchierten Einblick in die Arbeit "wirklicher Alchemisten", das hat mich persönlich sehr gefreut!
Insgesamt wird dem Leser schnell klar, dass für diesen Roman wirklich gut recherchiert wurde. Allerdings ist hier auch ein Minuspunkt feststellbar: die vielen Fußnoten und Zitate. Ich hätte indirekte Zitate und Hinweise am Ende des Buches bevorzugt, so war meiner Meinung nach der Lesefluss doch etwas gehemmt.
Spannung kommt im aktuellen Teil recht schnell auf, im historischen fand ich es etwas schwierig - man konnte mit Conasmann kaum mitfiebern, er hatte auch keinen direkten Gegenspieler außer sich selbst.

Figuren:
Ich fand es schade, dass diese Geschichte kaum einen richtigen, "guten Helden" hat. Klar, Sertürner taucht auf, aber er verschwindet eben dann leider auch wieder.
Conasmann, der eigentliche Protagonist, wird von seiner Besessenheit getrieben und auch viele andere Charakter wirken eher "abstoßend". Das ist zwar wohl durchaus so gewollt, für mich aber schwierig: ich brauche eine Figur, der ich mein Herz beim Lesen schenken kann.

Fazit:
Ganz überzeugen konnte mich dieser historische Roman zwar nicht, aber er ist dennoch gut. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen - und für Pharmazeuten ist das absolute Pflichtlektüre!

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Tags: apotheke, doping, historischer roman, lippstadt, opium   (5)
 

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107 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

wales, irland, historischer roman, sabrina qunaj, mittelalter

Der Ritter der Könige

Sabrina Qunaj
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.02.2016
ISBN 9783442483723
Genre: Historische Romane

Rezension:


Der junge Maurice de Prendergast wird auf der Burg des unsympathischen Constable von Pembroke zum Ritter ausgebildet. Dort lernt er nicht nur Freunde, sondern auch Feinde kennen, insbesondere, als er sich mit Richard de Clare, dem Sohn eines mächtigen Earls anfreundet. Und er lernt ein Mädchen kennen, das sich in sein Herz schleicht, dann aber verschwindet...
Maurice wird schließlich einem anderen, weitaus jüngeren Mädchen versprochen.
Der Krieg treibt ihn an verschiedene Orte, doch immer bleibt er loyal gegenüber seinem Freund de Clare.
Aber die Intrigen und Machtkämpfe stellen seine Ehre auf harte Proben und auch seine Feinde vergessen ihn nicht, bis ihn seine Vergangenheit unweigerlich einholt.


Handlung:
Obwohl die Geschichte nicht merklich auf einen großen Endkampf hinausläuft, ist der Roman doch die ganze Zeit über spannend. Der Leser begleitet das Leben de Prendergasts, der immer wieder auf die Probe gestellt wird. Und das Wissen, dass seine Vergangenheit noch nicht abgeschlossen ist, schafft einen eigenen Spannungsbogen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, man kann sich alles gut vorstellen, ohne dass einem aufdringliche Bilder um die Ohren geschlagen werden. Man versinkt regelrecht im Geschehen!
Am Ende stellt die Autorin außerdem klar, was so wirklich passiert ist und was nicht.


Figuren:
Meistens schließe ich hauptsächlich die Nebenfiguren ins Herz, hier aber ist der Protagonist äußerst sympathisch - und das ist natürlich unglaublich wichtig für ein gutes Buch!
Aber auch die anderen Figuren waren richtig gut ausgearbeitet und hatten ihren eigenen Charakter.


Fazit:
Da es eigentlich nichts auszusetzen gibt und ich das Buch regelrecht verschlungen habe, gibt's von mir 5 Sterne!

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Tags: ehre, irland, ritter, wales   (4)
 

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

hanse, lübeck, historischer roman, island, brügge

Die Feinde der Hansetochter

Sabine Weiß ,
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783404173211
Genre: Historische Romane

Rezension:

Für Henrike, ihren Mann, ihren Bruder und einige weitere Verwandte scheint das Leben gut zu sein. Die Kaufmannsfamilie kommt gut über die Runden, die junge Frau führt eine glückliche Ehe und ein friedliches erfolgreiches Leben.
Doch die Vergangenheit holt sie und alle, die sie liebt ein - denn ein alter Bekannter trachtet nach ihrem Glück und ihrem Leben...

Handlung:
Das Buch ist angenehm und flüssig zu lesen, richtig mitgerissen hat es mich aber irgendwie dennoch nicht. Die auf dem Klappentext beschriebene Handlung setzt erst relativ spät ein, doch spannende Situationen kommen bereits vorher vor. Das Einzige, das ich schwierig zu lesen fand, waren einige wirklich seltene direkte Reden im Dialekt, das sollte wohl authentisch sein. Hat aber kaum gestört. Das Buch erscheint mir gut recherchiert und man erfährt viel über das Leben einer Kaufmannsfamilie zur Hansezeit. Für mich war das wirklich interessant, da darauf sonst nicht so viel Augenmerk gelegt wird und ich es kaum kannte.

Die Figuren:
Henrike und ihr Ehemann Adrian treten, neben dem Antagonisten Wigger, anfangs als Hauptfiguren auf, später kommen noch weitere hinzu. Die Figurenvielfalt finde ich persönlich sehr gut, so etwas gefällt mir. Es entsteht eine lebhafte Welt. Allerdings sind mir die drei (bei Wigger als "Bösewicht" natürlich verständlich) nicht so recht ans Herz gewachsen. Später werden weitere, interessante Figuren eingeführt, wie z.B. Henrikes Bruder Simon oder ihre Verwandte Telse, die mir viel besser gefallen haben, sie hatten mehr Charakter, während Henrike und Adrian eher als das "gute, liebende Ehepaar" auftreten.

Fazit:
So richtig mitreißen konnte mich der Roman seltsamerweise nicht, es gibt aber auch kaum etwas auszusetzen, außer dass man die Protagonisten noch etwas mehr ausarbeiten könnte. Es war kein "überragender", aber durchaus ein richtig guter Roman!

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Tags: hanse, historischer roman, kaufman   (3)
 

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afrika, kolonialismus, somalia, kolonialgeschichte, reise

Black Mamba Boy

Nadifa Mohamed ,
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 21.01.2015
ISBN 9783406675966
Genre: Romane

Rezension:

In diesem Roman erzählt die Autorin die Geschichte ihres Vaters, der als Junge seinen eigenen Vater sucht. Seine Reise durch halb Afrika endet allerdings als Suche nach seinem eigenen Schicksal. Eine Erzählung über eine schwere Reise voller erschütternder Schicksalsschläge, erstaunlicher Zufälle und hoffnungsvoller Lichtblicke.

Die Handlung:
Die Handlung kann ich als Leser schwer beurteilen, da sie ja an wahren Gegebenheiten orientiert ist. Auf jeden Fall wird eine wirklich spannende, ereignisreiche und erstaunliche Reise geschildert. Der Leser lernt Länder, Leute und Sitten kennen, für mich war wirklich vieles neu und sehr interessant. Dieser Punkt würde das Buch eigentlich lesenswert machen. Zu bemängeln gibt es hier nur, das die Geschichte an einem Punkt endet, der eigentlich nicht das Ende war. Die Autorin wurde tatsächlich erst 34 Jahre nach dem Ende der Geschichte im Buch geboren - für den Leser lässt das, ohne einen kurzen Kommentar der Autorin, eine Lücke, die einen fragend zurücklässt.

Die Figuren:
Auch die Figuren haben wohl zum Großteil wirklich so existiert. Es gibt eine Vielzahl von interessanten Charakteren - über die man als Leser dann leider kaum Einblick erhält. So fiel es mir schwer, die Figuren nachzuvollziehen.

Der Schreibstil:
Anfangs hat mir der Schreibstil gefallen und das Buch ließ sich flüssig lesen. Oft werden viele, ausgefallene Metaphern verwendet. Allerdings wurde der Schreibstil im Verlaufe des Buches immer distanzierter, manche Handlungen werden geschildert, andere übersprungen. Selten gab es Perspektivenwechsel, aber auch die waren dann kaum "näher" am Geschehen. Hier hat mir irgendwie der rote Faden gefehlt. Klar, die Autorin musste sich an wahre Gegebenheiten halten - aber gerade mit einem konsequenten Schreibstil und einem "Plan vor Augen" hätte man hier wirklich mehr rausholen können.

Fazit:
Irgendwie habe ich das Gefühl, das Potential dieser Geschichte wurde dann doch nicht ganz ausgeschöpft. Dabei beweist die Autorin anfangs, dass sie es könnte. Insgesamt dennoch ein interessantes Buch, das wegen der neuen Perspektiven auf wahre Umstände sicher lesenswert ist, aber richtig warm konnte ich damit nicht werden.

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Tags: afrika, reise, wahr   (3)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

hund, pferd, pony, wanderung, wanderun

Der Prinz und sein Schimmel

Pia Walch-Liu
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 30.10.2015
ISBN 9783738631173
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Autorin Pia Walch-Liu beschreibt ihre Wanderung quer durch Deutschland mit ihren zwei tierischen Gefährten: dem weißen Schäferhund Prinz und dem Hengst Pengpeng. Dabei legt sie nicht nur einen Weg zurück, sondern versucht, Antworten zu finden.

 Inhalt und Schreibstil:
Über die Figuren lässt sich hier nichts sagen, da sie nicht fiktiv sind. 
Dafür geben Inhalt und Schreibstil viel her:
+ abwechslungsreiche Kapitel: die Kapitel sind unterschiedlich gestaltet und mal aus der Sicht von Pia, Prinz oder Peng geschrieben. Die Autorin schafft es, die drei Schreibstile einzigartig zu machen, sodass man als Leser wirklich glaubt, der Hund und das Pferd hätten mitgeschrieben
- der Schreibstil von Pia ist anfangs ein wenig "gewöhnungsbedürftig" und manchmal etwas schwierig

Von der Handlung kann man keine großen Spannungsmomente wie in einem Thriller erwarten, aber die Autorin bemüht sich, angefangene Ereignisse immer abzuschließen. Dadurch, dass der Leser immer neugierig ist, wie das Trio Problemsituationen bewältigt oder verschiedene Ereignisse wahrnimmt, kommt dennoch eine gewisse Spannung auf.

Fazit:
Es ist wirklich schwierig, dieses Buch zu bewerten, da es in keine mir bekannte Kategorie passt. Eigentlich muss sich jeder Leser selbst ein Bild machen; auch ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, weil das Buch ehrlich gewöhnungsbedürftig ist. Aber nach dem Lesen fühlt man sich, als würde man die Beteiligten kennen und wie soll man Erlebnisse und Bekannte bewerten? Das Buch bleibt auf jeden Fall aufgrund seiner Andersartigkeit im Gedächtnis!

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Tags: hun, wanderun   (2)
 

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

basel, pest, judenverfolgung, historischer roman, mittelalter

Die Todgeweihte

Titus Müller
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.10.2015
ISBN 9783453438279
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Jüdin Saphira lebt als Federhändlerin im mittelalterlichen Basel. Zwischen ihr und dem Ritter Tam von Bärenfels besteht eine gegenseitige Liebe, die allerdings aufgrund des verschiedenen Glaubens keine Zukunft hat. In ihrer Hoffnungslosigkeit lässt sich Saphira verführen und gibt sich dem Frauenheld Christian hin - der auch noch Tams bester Freund ist.
Als in anderen Städten die Pest ausbricht, nutzen das die einflussreichen Bürger Basels, um Intrigen zu schmieden, allen voran der Bürgermeister, Tams Vater, der den Juden - vor allem Saphiras Vater - zu viel Geld schuldet. Die Juden werden zu Unrecht zu Sündenböcken.
Doch Tam und Christian erkennen beide, dass sie für die nun dem Tode geweihte Saphira wahre Liebe empfinden - und Liebe kann großartige Macht entwickeln.
Saphira allerdings strebt immer noch nach Gerechtigkeit für die Juden, die dem Unrecht zum Opfer fielen...

Inhalt und Schreibstil:
Der historische Rahmen der Geschichte ist wahr; aus heutiger Sicht hinterlässt das irgendwie ein mulmiges Gefühl. Dem Leser fällt sofort auf, wie gut das Buch recherchiert ist - großes Lob hierfür.
Der Roman ist wirklich äußerst spannend und der Schreibstil gefällt mir sehr gut, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch wenn es mehrere "Spannungshöhepunkte" gibt, ist vor allem das Ende...wow. Ein richtiges Finale eben.

Figuren:
Die Figuren sind zwar alle charakterstark und sympathisch, allerdings sind ihre Handlungen nicht immer hundertprozentig nachvollziehbar bzw authentisch. Dennoch, die Figuren bleiben ihrem Charakter treu und sind sogar dynamisch, sie verändern sich realistisch im Laufe des Romans. Außerdem werden Gedanken und Gefühle gut beschrieben, nicht einmal die "Bösewichte" wirken eindimensional.

Fazit:
Vor allem für Freunde historischer Romane kann ich dieses Buch empfehlen!

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Tags: basel, historisch, judenverfolgung   (3)
 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

hörbuch, detektivgeschichte, kinderbuch, oliver kalkofe, frauke scheunemann

Winston – Teil 4: Im Auftrag der Ölsardine

Frauke Scheunemann , Oliver Kalkofe
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 23.10.2015
ISBN 9783862316069
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Weihnachten steht vor der Tür und da freut sich Kater Winston natürlich vor allem auf das gute Essen.
Blöd nur, wenn momentan ein Katzenhasser in der Gegend vergiftete Köder auslegt. Und ein Erpresser einen Freund bedroht.
Da muss wohl Detektiv Winston aka Schnurrlock Holmes ran! Ob er die beiden Fälle mit seinen Freunden aufklären kann?
Und dann gibt es natürlich noch ganz andere Probleme: Winstons Herrchen hat mit unerträglichen Verwandten zu kämpfen und Winston selbst hat natürlich einen ganz besonderen Weihnachtswunsch: das Herz der Katze Odette...

Inhalt:
Das Hörbuch ist spannend und angenehm zu hören. Ich fand mich gut in der Geschichte zurecht, obwohl ich bisher keine Winston-Romane kannte. Es war wirklich toll, die Auflösung des Rätsels zu verfolgen! Einziger Minuspunkt: Der Schluss war mir persönlich etwas zu unrealistisch. Andererseits handelt es sich ja um einen Katzenkrimi, das war eigentlich zu erwarten.

Die Figuren:
Trotz seines Egos ist Winston ein unglaublich sympathischer Protagonist. Auch seine Familie wächst einem schnell ans Herz. Odette war mir persönlich manchmal fast etwas zu kratzbürstig, aber oft hatte sie auch recht. Die "Bösewichte" wurden etwas überspitzt dargestellt.

Der Sprecher:
Es ist wirklich angenehm, zuzuhören, Herr Kalkofe haucht den Figuren Leben ein.

Fazit:
Ich würde dieses Buch mit 4,5 Sternen bewerten!

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Tags: katzenkrimi   (1)
 

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101 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

historischer roman, petra schier, koblenz, reliquie, 14. jahrhundert

Die Bastardtochter

Petra Schier , ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.09.2015
ISBN 9783499268014
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ennelyn wurde von ihrem adligen Vater als Bastardtochter anerkannt und in seine Familie aufgenommen. Deswegen bemüht sie sich umso mehr, seinem Vertrauen gerecht zu werden und sich gegenüber allen als würdig zu erweisen.
Natürlich zögert sie deswegen nicht lange, als der charismatische Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält.
Doch dieser treibt ein falsches Spiel. Er quält nicht nur Ennelyn, sondern bedroht das Wohlergehen aller, die sie liebt. Doch wie kann sie, als untergebene Frau, ihn aufhalten?

Schreibstil und Handlung:
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch ließ sich flüssig lesen. Auch wenn die Handlung erst gegen Ende so richtig "Geschwindigkeit" aufnimmt ist sie dennoch spannend und ich habe gerne die ganze Zeit weitergelesen. Die Gedanken und Gefühle der Figuren sowie Hintergründe wurden erklärt, sodass ich mich gut in das Geschehen hineinversetzen konnte. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass ich mich gut in der Welt zurechtfinden konnte, obwohl ich die Vorgängerbücher nicht kannte.

Die Figuren:
Auffällig ist, dass Ennelyn eine ungewöhnliche Protagonistin ist. Im Gegensatz zu anderen historischen Romanen über Frauen, in denen die Heldinnen mutige und selbstbestimmt sind, ist sie eher zurückhaltend und meistens sogar ängstlich. Der Grund dafür wird aber gut erklärt: sie will sich nicht beschweren und niemanden enttäuschen, daher erträgt sie es, als Frau als unterlegen angesehen zu werden. Zugleich ist Ennelyn aber eine dynamische Figur sie entwickelt sich im Verlaufe des Buches - das finde ich sehr gut. Dennoch konnte ich sie nicht immer ganz nachvollziehen.
Auch die anderen Figuren sind individuell und detailliert ausgestaltet und wachsen einem deswegen schnell ans Herz - außer natürlich die Antagonisten. Die lernt man mit der Zeit richtig hassen, aber das ist ja so gewollt.

Fazit:
Die Sichtweise der Heldin in diesem Buch ist ungewöhnlich und heute oft schwer nachvollziehbar - damals war sie jedoch meistens Realität, und das macht den Roman umso lesenswerter. Man merkt, dass sich die Autorin eine ganze Welt ausgedach hatte - das ermöglicht es dem Leser, in diese Welt problemlos einzutauchen.

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Tags: historischer roman   (1)
 

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296 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

fantasy, magie, krieg, heyne, blaustein

Die Blausteinkriege - Das Erbe von Berun

T.S. Orgel
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.10.2015
ISBN 9783453316881
Genre: Fantasy

Rezension:

Unter dem vorigen Herrscher war Berun ein mächtiges Reich, doch sein Erbe kann ihm nicht gerecht werden. Einzig die Kaiserinmutter Ann Revin und eine Gruppe getreuer halten das Reich noch zusammen, doch sie haben mächtige Feinde. Dazu kommen die Rätsel um den mächtigen Blaustein, der die Fähigkeiten magisch begabter Leute verstärken kann...
Hineingezogen in diese unbarmherzige Geschichte wird das Straßenmädchen Sara, das mehr Macht besitzt, als sie denkt, der verantwortungslose Adlige Marten, der "Puppenspieler" als treuester Gefolgsmann der Kaiserinmutter und der mysteriöse Auftragsmörder Meister Messer.
Wer kann in all den Machtkämpfen bestehen - und gewinnen?

Die Handlung:
Beim Lesen hatte ich richtiges Kopfkino! Ich konnte mir alles gut vorstellen, ohne von schwülstigen Bildern überrumpelt zu werden. Die Gedanken der handelnden Personen werden nachvollziehbar dargestellt, auch wenn all die Intrigen den Leser manchmal rätselnd zurücklassen - aber gerade dass macht, dass man ständig weiterlesen will. Es war so spannend und flüssig zu lesen, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte.
Also volle Punktzahl für Handlung und Schreibstil!

Die Figuren:
Manche Figuren kann ich immer noch nicht recht einschätzen, aber auch das passt zum Buch. Dennoch kann ich manchen Charakteren deswegen nicht so richtig Sympathie schenken - sie sind einfach zu rücksichtslos.
Die Figuren sind allerdings sehr dynamisch, vor allem Sara und Marten entwickeln sich im Verlaufe des Buches wirklich weiter, das finde ich echt toll. Sie sind außerdem sehr detailliert und sorgfältig ausgearbeitet, man merkt, dass hinter ihnen mehr steckt - sie treiben die Geschichte an, ebenso wie die Geschichte sie formt. Das macht die Charaktere richtig authentisch!

Fazit:
Um es kurz zu machen: es gibt nur einen Minuspunkt. Und der ist, dass ich nach diesem spannenden Ende so lange auf den nächsten Teil warten muss!
Für alle Fantasy-Fans und Fans von Steven Erikson, George R.R. Martin etc kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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Tags: fantasy, intrige, krieg   (3)
 

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peru, fotografie, suche, familiengeheimnis, südamerika

Das Geheimnis des Mahagonibaums

Sabrina Železný
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.06.2015
ISBN 9783746630977
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Die Studentin Blanca darf dank eines Stipendiums in eine Photografie-Akademie nach Arequipa, Peru reisen. Ihre Großmutter bittet sie bei dieser Gelegenheit um einen Gefallen: sie soll herausfinden, was mit Guadalupe, Blancas Urgroßmutter geschehen ist. Diese stammt nämlich aus Arequipa, verschwand aber in den Wirren des Krieges und Blancas Großmutter konnte nie wieder Kontakt zu ihrer Mutter haben.
Was geschah damals? Obwohl sie einen Wettbewerb zu gewinnen hätte, versucht Blanca gleichzeitigt, dieses Rätsel zu lösen. Es stellt sich aber heraus, dass sie dazu die Hilfe des geheimnisvollen Emilio brauchen wird, der sich mehr als verschlossen verhält...

Schreibstil und Handlung:
Der Schreibstil gefällt mir persönlich sehr gut, denn die Autorin findet genau die richtige Mischung aus Beschreibung von "äußeren Bildern" (farbenfrohe Märkte, imposante Kloster, etc) und der Beschreibung von inneren Bildern, also der Gefühlswelt der Charaktere. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist spannend. Hin und wieder sind Rückblenden in Blancas oder Emilios Vergangenheit eingestreut oder Briefe sowie Tagebuchseiten Guadalupes, das gefällt mir sehr gut. Die Handlung erscheint mir als Leser stets realistisch oder immerhin gut nachvollziehbar und die Spannung wird gut aufgebaut.

Die Figuren:
Die Figuren sind großartig! Jede könnte mir genauso heute auf der Straße begegnen. Ihr Verhalten und ihre Gefühle sind nachvollziehbar, in die Protagonistin konnte ich mich richtig hineinversetzen. Die Figuren sind außerdem dynamisch, sie entwickeln sich im Verlauf des Buches weiter.

Fazit:
Ehrlich gesagt bin ich kein großer Fan von Liebesromanen - Familiengeheimnisse, die aufgeklärt werden müssen, locken mich dafür umso mehr. Deswegen bin ich dieses Buch besonders neugierig angegangen. Ich muss sagen: es hat sich gelohnt! Der Fokus steht auf der Aufklärung von Guadalupes Leben, zugleich aber auch auf Blancas Leben in der Stadt ihrer Großmutter. Die Liebesgeschichte ist gar nicht schnulzig, sondern bleibt realistisch. Mich hat dieses Buch vollkommen überzeugt!

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krieg, fantasy, frieden, schwert, christian von aster

Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges

Christian von Aster
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.08.2015
ISBN 9783608939347
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein magisches Schwert, dass die Geschichten der Welt beinhält und von einem Gott geschmiedet wurde, um die Kriege der Welt zu beenden - und ein einfacher Junge, aufgewachsen in einer Bibliothek, um dieses Schwert seiner Bestimmung zuzuführen...

Handlung:
Jaarn wächst abgeschottet in einer riesigen Bibliothek auf. Völlig unerwartet erfährt er, dass er der letzte Sohn einer adligen Familie ist und erhält einen Auftrag: er ist auserwählt, um die verlorenen Geschichten des ehernen Buches, einer magischen Klinge, zu finden, und so schlussendlich alle Kriege in seiner vom Krieg zerissenen Welt zu beenden.
Auf diesem Weg trifft er neue Gefährten, aber auch große Gefahren stellen sich ihm in den Weg.

Hier muss ich gleich positiv anmerken: Die Spannung in diesem Buch ist super! Ich wollte es kaum aus der Hand legen und habe es ziemlich schnell gelesen.

Die Figuren:
Neben Jaarn tritt eine Reihe weiterer interessanter Figuren auf, die ich allerdings nicht vorstellen werde, um nichts vorwegzunehmen. Deshalb bewerte ich nur, was mir hier gefallen hat und was nicht.
Pluspunkte: Sympathische und vor allem interessante Figuren
Minuspunkte: manchmal erscheinen die Figuren etwas "flach", d.h. meiner Meinung nach hätte man sie noch ausbauen können - ich hätte gerne mehr über ihre Vorgeschichten oder Gefühle und Gedanken gewusst!

Fazit:
Anfangs fiel es mir manchmal schwer, in die Geschichte einzutauchen. Irgendwie hatte ich oft das Gefühl, dass mir etwas fehlte. Das liegt womöglich daran, dass man meiner Meinung nach noch mehr aus der Geschichte rausholen hätte können und die Figuren, die mir eigentlich gefallen haben, sowie die ganze Welt ausbauen hätte können. Dann wäre das Buch wohl wirklich perfekt. Vor allem das Ende gefällt mir, auch wenn man es erstmal verarbeiten und sich selbst darüber Gedanken machen muss.
Also: die Idee hinter diesem Buch ist für Fantasy- und Geschichtenfans wirklich toll, aber für mich persönlich hätte sie sogar noch ausführlicher erzählt werden können :)

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Tags: fantas, frieden   (2)
 

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fantasy, alica, bernhard hennen, review, teenager

Alica

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei cbt, 07.03.2012
ISBN 9783570308066
Genre: Fantasy

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fantasy, köln, heinzelmännchen, rollenspiel, elfen

Nebenan

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2010
ISBN 9783492266499
Genre: Fantasy

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fantasy, hennen, berhard hennen, bernhard hennen, tikian

Rabengott

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 494 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.03.2009
ISBN 9783453525498
Genre: Fantasy

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krimi, jennerwein, alpenkrimi, kommissar jennerwein, mord

Niedertracht

Jörg Maurer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 10.03.2011
ISBN 9783596188949
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein mumifizierter Toter wird von der Bergwacht gefunden und sofort wird klar, dass hier einiges seltsam ist: Wieso trägt der Mann nur uralte Bergklamotten? Wieso lassen sich keine Gegenstände finden, die auf seine Identität hinweisen? Und wie kam er überhaupt dorthin - wo er offensichtlich kein erfahrener Kletterer war?
Und wieso gibt es im Gebirge seit Neuestem so viele Mücken?
Kommissar Jennerwein steht vor einem neuen mysteriösen Fall. Und der sollte besser schnell gelöst werden - denn es tauchen weitere Tote auf und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Auch in diesem Alpenkrimi von Jörg Mauerer kommt nichts zu kurz: Spannung, Humor und natürlich auch die Beziehungen in Jennerweins Team. Durch seinen einzigartigen Schreibstil wird auch dieses Buch ein Muss für die Fans aller Provinzkrimis.
Das Buch lässt sich fließend lesen und die Spannung wird meisterhaft gesteigert durch Perspektivenwechsel: so ist der Leser mal in Jennerweins Sichtweise versetzt, aber auch in die von so manchem Opfer - und sogar aus der Sicht des Täters wird scheinbar unausweichlich die nächste Tat geplant. Und natürlich kommen auch wieder einige alte Bekannte vor ;)

Schlussendlich muss ich also für alle Alpenkrimi-Fans sagen: Leseempfehlung! Dieses Buch steht den Vorgängern in nichts nach - meiner Meinung nach ist es sogar ein bisschen besser, aber das ist wohl persönlicher Geschmack.

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Tags: berge, jennerwein, krimi   (3)
 

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krimi, skispringen, bayern, anschlag, alpenkrimi

Hochsaison

Jörg Maurer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512423
Genre: Krimi und Thriller

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moskau, dystopie, metro, russland, überleben

Metro 2033

Dmitry Glukhovsky , M. David Drevs
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2012
ISBN 9783453529687
Genre: Science-Fiction

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