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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Stille vor dem Tod

Cody Mcfadyen , Axel Merz
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2017
ISBN 9783404175895
Genre: Krimi und Thriller

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Das dunkle Tagebuch. Die Herausforderung

Claus H. Herrländer
E-Buch Text: 217 Seiten
Erschienen bei Klarant Verlag, 10.12.2017
ISBN 9783955737245
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Nach einer traumatischen Trennung hat Liam erst einmal genug von Beziehungen und genießt sein Single-Leben in vollen Zügen. Er konzentriert sich im beruflichen wie privatem Sinne auf seine Karriere und gerade, als seine Firma einen Durchbruch erlebt, treten auch gleich zwei besondere Frauen in sein Leben, die ihn jeweils auf ihre ganz spezielle Weise fordern …

Hinzu kommt noch seine Assistentin Miriam, die ihn zwar selbst in wirklich allen Belangen tatkräftig unterstützt und ihm mit Leib und Seele zur Verfügung steht. Die aber ebenfalls mit einem sehr delikaten Problem aufwarten kann, für dessen Lösung sie Liams ganz besondere Kenntnisse und Fertigkeiten benötigt.

 

Meine Meinung:

Die Geschichte wird von dem männlichen Hauptprotagonisten Liam in der Ich-Perspektive erzählt – meistens. Es gibt wenige Abschnitte, in denen der Autor die Sichtweise wechselt, um auf die Gefühlswelt des weiblichen Gegenparts umzuschwenken, was sich zwar durchaus gut lesen lässt und auch interessant ist, aber nicht wirklich notwendig. Der Autor versteht es nämlich auch sehr gut, das Erlebte aus Liams Sicht ziemlich detail- und wahrnehmungsgetreu wiederzugeben und ich finde es fast schade, dass die ungewöhnliche Erzählweise dieses BDSM-Romans dafür unterbrochen wird, um doch wieder aus weiblicher Sicht geschildert zu werden.

Der Schreibstil ist angenehm und dem Genre angemessen, der Leser wird stückweise an das Thema herangeführt, ohne gleich mit einer Flut an Informationen überschwemmt zu werden. Schön fand ich, dass der „unbedarfte“ Leser mit den ebenfalls unerfahrenen „Schülerinnen“ Liams zusammen die ersten Schritte „kennenlernen“ darf.

Liam selbst ist privat ein sehr strukturierter und organisierter Geschäftsmann, der die Kontrolle bestenfalls an seine Assistentin Miriam abtreten würde. Dies wird auch während der Sessions, die durch den Protagonisten als Dom geleitet werden sowie in seinem Berufsalltag immer wieder deutlich. Für mich persönlich ist er menschlich allerdings am unscheinbarsten geblieben. Besser gefielen mir die weiblichen Figuren, wobei Miriam für mich ein ganz besonderes Herzstück in dieser Geschichte eingenommen hat.


Fazit:

Trotz der vielen sexuellen Begebenheiten und dem ganz speziellen Thema BDSM ist es dem Autor gelungen, die Geschichte nicht obszön, sondern sogar sinnlich wirken zu lassen. Ich möchte dieses Buch daher auch Lesern ans Herz liegen, die sich vielleicht aus Sorge der Anstößigkeit bisher nicht an dieses Genre gewagt haben.

Einen halben Stern ziehe ich wegen dem stilistischem Bruch und diverser moralischer Mängel ab, die zwar rein subjektiv sind, mich beim Lesen aber tatsächlich etwas aufgehalten haben, weil sie mich eben persönlich gestört haben.

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Das dunkle Tagebuch. Die Preisgabe

Claus H. Herrländer
E-Buch Text: 361 Seiten
Erschienen bei Klarant Verlag, 18.12.2017
ISBN 9783955737405
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Liam ist Inhaber einer aufstrebenden Firma, die in diesem zweiten Band einer Reihe kurz vor ihrem wirtschaftlichen Durchbruch steht. Doch ein unerwartetes Hindernis bringt all seine Pläne ins Wanken, seine Existenz steht auf der Klippe und Schuld daran scheint eine Frau zu sein, mit der ihm eigentlich ein inniges Verhältnis verbindet. Im Kampf gegen die drohende Insolvenz, hin und her gerissen zwischen seinen Gefühlen, wird er dabei von seiner treuen Assistentin Miriam aufgefangen, die sich als echter Fels in der Brandung erweist und alle Register zieht, um ihn und das Unternehmen zu retten.


Meine Meinung:

Auch dieser zweite Band wird größtenteils aus der Perspektive des männlichen Ich-Erzählers erzählt, wird jedoch durch wenige Perspektivwechsel aus Sicht einiger Nebencharakter unterstützt. Dabei lässt sich hier für mich – wie auch im ersten Band – über die Sinnhaftigkeit dieses stilistischen Mittels streiten. Ich finde, die Perspektivwechsel wurden – wo sie stattgefunden haben – nicht immer richtig genutzt. Es hätte sich noch mehr aus den Szenen herausholen lassen, wenn andere Szenen für die verschiedenen Erzählweisen verwendet worden wären.

Der Schreibstil des Autors ist nach wie vor angenehm zu lesen und gibt einen schönen Einblick in das Gefühlsleben des (der) Protagonisten, wobei auch bildhafte Beschreibungen nicht zu kurz kommen und es mir wirklich immer gelungen ist, ein Bild der Umgebungen und der handelnden Figuren vor meinem inneren Auge zu projizieren.

Ich habe diesen Teil im Anschluss zum ersten gelesen und bin deshalb mit bestimmten Erwartungshaltungen an diesen zweiten Band herangegangen. Ich muss leider sagen, dass sich diese nur begrenzt erfüllt haben. Legte der erste Band den Fokus noch deutlich auf die BDSM-Szene mit ausschweifenden sexuellen Begebenheiten, treten diese hier sehr in den Hintergrund. Dieser zweite Teil richtet seinen Fokus auf Liams Existenz, Freundschaft und Liebe. So ausschweifend der Protagonist im ersten Teil noch gelebt hat, so sehr zieht er sich hier in sich selbst zurück und lässt sich quasi von seinen Freunden durch die Geschichte tragen. Dabei macht er wirklich keine gute Figur. Die gesamte Story gründet sich auf eine Problematik, dessen Lösung der Leser bereits in den ersten Seiten erahnen kann, für die Liam selbst aber scheinbar blind ist. Ich selbst habe mich darüber etwas veralbert gefühlt und seine Dummheit hat mich geärgert.

Zwischen all der Verzweiflung und Verärgerung findet jedoch auch eine rührende Liebesgeschichte statt, die den Leser, sofern er den ersten Band gelesen hat, erfreuen dürfte. Zwischenmenschliche Begebenheiten werden sehr intim und nachvollziehbar geschildert und besonders in den letzten Kapiteln hat der Autor sich eine Verrücktheit einfallen lassen, die mich als Leser gleichermaßen abstieß wie faszinierte.


Fazit:

Dieser zweite Band einer noch nicht abgeschlossenen Reihe sollte unbedingt auch als ZWEITES gelesen werden. Man kann ihn auch verstehen, wenn man den ersten Teil nicht kennt, jedoch werden die Figuren einem dabei weit weniger nahestehen und man wird nicht die Gefühle nachvollziehen können, die jeden einzelnen von ihnen antreiben. Und auch, wenn man den ersten Band gelesen hat, kann ich nur unter der Beschränkung zu dieser Fortsetzung raten, dass hier die Story im Vordergrund steht. Wer – wie im ersten Teil – auf pfiffige Erlebnisse aus der BDSM-Welt hofft, wird hier eher enttäuscht werden. Ich vergebe 3,5 Sterne für diesen Fortsetzungsband.

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Im Schatten der Rose

Patricia E. James
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Feelings , 26.10.2016
ISBN 9783426216200
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:

Das Land ist gesplittet, der christliche Glaube soll durchgesetzt und die alten Götter verdammt werden – notfalls mit Gewalt. Das führte zur Splittung zweier Nachbardörfer, in denen sich eines der Oberhäupter  zum christlichen Glauben bekehren ließ, um sein Volk zu retten, das andere Dorf seinen alten Göttern aber treu blieb und nunmehr danach trachtet, seine verräterischen Nachbarn zu vernichten. Zwischendrin stehen die Kinder der Clanältesten mit einer Liebe á la Romeo und Julia, die nicht sein darf sowie die Franken, die gekommen sind, um auch die letzten Abtrünnigen ihrem Glauben zuzuführen und zu bekehren – oder sie zu beseitigen.

 

Meine Meinung:

Der Geschichte liegt ein historischer Hintergrund zugrunde, dem eine verzweifelte Liebesgeschichte innewohnt. Die Religion beherrscht zu jener Zeitepoche sämtliches Denken und Handeln auch der Protagonisten dieses Buches, sodass aus Freunden Feinde wurden.

Der Erzählstil der Autorin ist sehr flüssig und gut verständlich, historische Begriffe werden mit Fußnoten erläutert und fließen einwandfrei in die Geschichte ein. Zeitgenössische Redewendungen machen das Buch sehr authentisch und ich fühlte mich wirklich in die Zeit zurückversetzt. Die Beschreibungen von Orten und Personen waren verständlich, an manchen Punkten hätte ich mir mehr Details gewünscht, insbesondere zum Alter der Protagonisten, denn so dauerte es einige Kapitel, bis ich mir hier ein klares Bild verschaffen konnte. Sehr schön beschrieben fand ich übrigens die zahlreichen Kampfszenen. Vielen Schriftstellern gelingt es nicht, kämpferische Handlungen nachvollziehbar zu erläutern, aber P.J. hat ein wirkliches Talent dafür. Ich habe mich an keiner Stelle gefragt „wo hat der denn jetzt das Schwert her“ oder „wann hat der sich denn verletzt“. Dieser Aspekt nimmt einen nicht unerheblichen Teil der Story ein und ich finde daher wirklich wichtig zu erwähnen, wie klar und greifbar diese Szenen erzählt sind.

Die zwei ehemals befreundeten Clans wurden von der Autorin sehr schön ausgearbeitet, sie bieten beide umfangreiche Charaktere mit eigenen Wesenszügen, die sich gut nachvollziehen lassen. Es fällt dem Leser daher unheimlich schwer, Partei für die Franken oder die Sachsen zu ergreifen, da jeder für sich verständlich denkt und handelt. Im Laufe der Geschichte versteifen sich die Fronten zunehmend, Gut und Böse sind nicht zu unterscheiden, da diese in beiden Parteien in Form verschiedener Protagonisten vertreten sind. Ich habe mit Spannung die kriegerische Fehde zwischen den Dörfern verfolgt und wusste wirklich zunächst nicht, für wen ich hoffen und mitfiebern sollte.

Was ich weniger verfolgt habe, war die Liebesgeschichte im Hintergrund, die mich ehrlich gesagt ziemlich kalt gelassen hat, da ich die beiden Betreffenden nicht besonders mochte. Dabei ist es mir bei noch keinem Buch untergekommen, dass ich mit den Hauptprotagonisten eines Buches so gar nichts anfangen konnte.

ACHTUNG SPOILER!

Die vermeintliche Heldin des Buches – Liutgard – konnte ich nicht leiden, weil sie ihre Freunde, Familie und ihr ganzes Volk verraten hat. Einige mögen das als „Willensstark oder kämpferisch“ bezeichnen, vielleicht sogar im Kontext als „romantisch“; ich tendiere in ihrem Fall eher zu „verlogen und intrigant“.  Aber das muss jeder Leser für sich herausfinden.

Ich konnte mich eher mit den „offensichtlichen“ Bösewichten dieser Story identifizieren, da sie für mich wenigstens geradlinig und ehrlich waren und ich ihr Handeln nachvollziehen konnte.


Fazit:

Liebhabern historischer Kriegsromane möchte ich dieses Buch gerne empfehlen, denn die Kampfhandlungen waren zahlreich und sehr anschaulich beschrieben, man konnte mitfiebern, es war durchweg spannend, teilweise sogar nervenzerrend und einmal mitten im Geschehen konnte ich dann kaum aufhören zu lesen. Doch wer das Buch eher wegen der Romanze lesen möchte, dem würde ich aus meiner sehr subjektiven Sicht davon abraten. Trotz einiger sehr intimer Szenen im Buch konnten mich diese nicht packen, die Autorin findet ihr Talent wirklich eher in aktionsgeladenen  Darstellungen als in schnulzigen Liebelein.

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35 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

drogen, gewalt, obdachlosigkeit, armut, gefängnis

Die Schulter des Riesen

Raffael Rauhenberg
E-Buch Text: 438 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 08.11.2017
ISBN B076B7FC9H
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Gregor ist ein Mann, der mitten im Leben steht: eine kleine Familie, ein solider Beruf, genügend Geld, um im Wohlstand zu leben und sich mit schönen Dingen zu umgeben. Als seine kleinen Kinder jedoch eines Tages eine Obdachlose in ihre Wohnung bringen, ist dies wie ein Fehler in seinem System, eine Zecke in der Haut, die es zu beseitigen und zu vernichten gilt. Indem er die Heimatlose brutal aus seiner Wohnung schleift, stößt er den ersten Stein der Dominokette seines Lebens an, die sich nacheinander gegenseitig in den Abgrund reißen.

 

Meine Meinung:

Die in meiner Inhaltsangabe verwendeten Vergleiche (Zecke in der Haut, Fallen von Dominosteinen) sind stellvertretend für den Schreibstil des Autors, der in seinem Werk mit vielen sehr originellen Gegenüberstellungen aufwarten kann. Sein Sprachstil ist beeindruckend und wortgewaltig – gerade zu Anfang hat mich diese Vielfalt an Adjektiven jedoch fast erschlagen und ich musste mit hoher Konzentration lesen, um all die pfiffigen und detailreichen Beschreibungen und Handlungen in ihrer Gänze aufnehmen und begreifen zu können.

Die Geschichte wird aus der personalen Perspektive des Gregor Bach erzählt, den wir durch das Buch begleiten und bei der Vernichtung seiner eigenen Existenz über die Schulter blicken dürfen. Denn in diesem Roman gibt es keinen eigentlichen Gegenspieler – hier ist der Protagonist sein eigener Antagonist, was ich an sich sehr spannend zu lesen fand.

Gregors Handeln und Denken wird nachvollziehbar dargestellt – wenn man Gregor ist. Für mich wäre vielerlei von dem, wie der Protagonist agiert undenkbar, aber der Charakter ist so gut ausgearbeitet, dass man sich nicht fragt: „Oh Gott, warum tut er DAS?“ Es ist einfach sein Typus und auch wenn mich sein Handeln oft mehr geärgert als erfreut hat, habe ich es dennoch nicht in Frage gestellt.

Der Roman ist sehr sozialkritisch, regt absolut zum Nachdenken an, lässt einen das eigene Denken hinterfragen und seine Umwelt mit anderen Augen betrachten. Das tut er WIRKLICH. Für mich ist diese Geschichte absolut nachhaltig und ich habe einiges mitgenommen. Aber ACHTUNG: Der Autor versteht es, Szenen authentisch darzustellen, deshalb der eindringliche Hinweis: glaubt nicht alles, was in Büchern steht. Diese Geschichte bedient sich extremer Situationen, die teilweise in der Realität (des deutschen Staates) nicht vorkommen.

 

Fazit:

Ich bin ein Mensch, der sehr nah an der Realität lebt, deshalb lese ich auch kein Fantasy. ;-) Der Autor hat offensichtlich in allen Lebensbereichen sehr gut recherchiert, lässt die Realität allerdings mit seiner Kreativität verschwimmen und für mich widerspricht dies der Logik und Glaubwürdigkeit dieses hoch sozialkritischen Werkes. Ich möchte deshalb klarstellen, dass mich das Buch super unterhalten hat – es hat mich nachdenklich gestimmt, mich nervös gemacht, mich hoffen und leiden lassen. Der Schreibstil ist wortgewaltig – zuweilen anstrengend und etwas überladen, aber dennoch beeindruckend und keineswegs ermüdend. 

Allerdings stört mich, dass der Autor dem Leser eine Realität vorgaukelt, die so nicht existiert. Nennen wir es „schöpferische Freiheit“. Dafür werde ich keinen Stern abziehen, möchte aber dennoch eindringlich darauf hinweisen, dass die Schilderungen in diesem Roman keinesfalls als Crashkurs im Bildungssystem zu betrachten sind! Bildet euch eure eigene Meinung – vom Leben und von dem Buch!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Kinderspiel: Ein Vampir- und Werwolfkrimi Band 2

Susanne Eisele
Flexibler Einband: 150 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 06.10.2015
ISBN 9781508676676
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Matthew wird während der Abwesenheit seines Zwillingsbruders Charly beauftragt, dessen Position als Sherriff der Stadt zu übernehmen. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt findet eine Aneinanderreihung mysteriöser Diebstähle statt und es werden auch noch zwei Babys entführt. Gemeinsam mit den Vampir-Deputies der eigenen Stadt sowie den  Werwolf-Kollegen aus dem Nachbarort, setzt Matthew alles daran, die entführten Säuglinge zu ihren Eltern zurückzubringen und die Diebstähle aufzuklären.

 

Meine Meinung:

Die Story befasst sich mit den Nachbarschaftsorten der Vampire und der Werwölfe sowie es auch gemischtrassige Paare und Hybriden unter ihnen gibt. Die Menschheit existiert in ihrer eigenen Zone und ist für diesen Roman nicht interessant.

Zunächst möchte ich sagen, dass es sich hierbei um den zweiten Teil einer Reihe handelt und ich den ersten Band nicht gelesen habe. Der Autorin gelingt es dennoch, die notwendigen Informationen des ersten Teils geschickt in den Geschichtsverlauf dieses Bandes einfließen zu lassen, sodass ich den Input aus „Nachbarschaftshilfe“ nicht wirklich vermisst habe. Auch so wurde mir schnell klar, wer mit wem zusammenhängt und wie es zur jetzigen Situation gekommen ist.

Der Schreibstil war einfach und leicht verständlich, weswegen die Geschichte sich flüssig durchlesen ließ. Hinsichtlich des Inhalts jedoch bin ich leider über einige Logikaspekte gestolpert, die sich für mich nicht nachvollziehen ließen und ich musste hin und wieder zurückblättern, um herauszufinden, ob ich irgendwo etwas falsch verstanden habe. Hier liegen die Defizite leider in der Ausdrucksweise der Autorin. Wer sich allerdings nicht daran stört, warum und wie z. B. ein Samuraischwert in einen Rucksack passt, dürfte diese kleineren Fehler nicht wirklich tragisch  finden.

Die Geschichte jedenfalls fand ich interessant und auch wenn mir die Auflösung zum Ende hin doch etwas zu „schnell“ erzählt wurde, war der Ausgang für mich unerwartet und hat mich überrascht.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, welcher Altersgruppe ich diesen Krimi zuordnen würde. Für mich (Mitte 20) war der Krimi jetzt etwas zu „schwach“, habe ich mich doch als Leserin manches Mal an den Kopf gefasst und mich gefragt, was für eine „lange Leitung“ die Deputies haben. Andererseits waren die Familienverhältnis sehr anspruchsvoll und ich musste diese Szenen mit hoher Konzentration lesen, da die Biografien maßgeblich für den Inhalt  des Buches waren. Wiederrum vermittelt das Buch eine hohe Moral an Toleranz – denn nicht nur Vampire und Werwölfe  bilden hier „ungewöhnliche“ Paare, die um ihre Akzeptanz in ihrer Gesellschaft ringen, auch lebt der Protagonist in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. Ich finde toll, dass die Autorin damit etwas „aus der Reihe tanzt“. Allerdings fielen auch Wortgruppen, die ich in diesem Zusammenhang für diesen Roman als absolut unangemessen empfunden habe.  


Fazit:
Die Vampire und Werwölfe des Romans vermitteln ein schönes Bild der Gemeinschaft und Toleranz untereinander. Auch kommen Witz, Liebe und Hoffnung zwischen den Zeilen nicht zu kurz, was leider nicht für die eigentliche kriminalistische Handlung gilt. Zugegeben war das Ende für mich überraschend, die Ermittlungen zur Täterüberführung hingegen waren  es leider nicht und waren für mich auch nicht immer nachvollziehbar. Müsste ich eine Altersempfehlung des Buches aussprechend, läge diese vermutlich zwischen 12 – 16. Aus diesem Grund konnte ich der Hauptstory leider nicht zu viel abgewinnen, fand jedoch die zwischenmenschlichen Aspekte um das Geschehen herum sehr schön ausgearbeitet und dargestellt, sodass ich 3,5 Sterne für dieses Buch vergebe.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

sahara, abenteuer, algier, wüste, 1885

Regenbogen über der Sahara: Liebe, Abenteuer und ein Verbrechen

Szosha Kramer
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 11.01.2016
ISBN 9781523341924
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Chantal ist eine junge, eigensinnige Frau im 19. Jahrhundert der beigebracht wurde, eigenständig zu handeln und zu denken. Nicht nur, dass zu Beginn des Romans ihre geliebte Schwester einen Mann aus einem fernen Land heiratet und dadurch ihre kleine Schwester allein in der Camargue zurücklässt, verschwindet nach einigen Jahren auch der Vater des Mädchens auf mysteriöse Weise. Doch Chantal ist nicht gewillt dieses Schicksal zu akzeptieren und begibt sich mit zwei Freunden auf die gefährliche Reise nach ihrem Vater in das ferne Algier, wo sie nicht nur dem Bösen der Welt trotzen muss, sondern auch die Liebe ihres Lebens findet. Doch wird sie all diesen unverhofften Herausforderungen gewachsen  sein?

 

Meine Meinung:

Die Handlung beginnt mit der Hochzeit der Schwester, sodass man gleich einen Überblick über die wichtigsten Protagonisten erhält. Wer und wie Chantal ist, erfährt man bereits in den ersten Seiten und es gelingt der Autorin, dem Leser ein einwandfreies Bild ihrer Heldin zu vermitteln. Doch auch die Schilderungen der Umgebungen kommen dabei nicht zu kurz, sodass man neben der eigenwilligen Chantal ebenso ein gutes Bild von ihrer Heimat und ihrem Leben dort erhält. Der erste Leseabschnitt war für mich jedoch etwas langwierig, richtig in Fahrt kam das Buch dann nach dem ersten Drittel und konnte von dort an mit vielen Ereignissen aufwarten. Chantals Schlagfertigkeit sorgte mit jeder Zeile für Spannung, Heiterkeit oder Aufregung, sodass Langeweile zwischen den Zeilen erst gar nicht aufkommen konnte. Alles an diesem Buch ist lückenlos recherchiert oder jedenfalls so gut verpackt, dass ggf. Unstimmigkeiten beim Lesen überhaupt nicht auffallen. Das Handeln der Personen ist nachvollziehbar und der Autorin gelingt es, die Gefühle der Figuren direkt in den Kopf des Lesers zu implantieren; man sieht, was sie sehen, man fühlt was sie fühlen. Ich hatte zeitweise das Gefühl, mein Herzschlag hat sich gleichsam dem von Chantal in jeder gefährlichen oder aufregenden Situation angepasst.

Ich kann allerdings nicht sagen, dass mir alles an dem Buch gefiel, so waren die Einführung in das Buch und der Epilog für mich leider echte Aufreger, wobei das natürlich Geschmackssache ist. Ich für meinen Teil hätte mir gewünscht, die Autorin hätte auf diese beiden Abschnitte verzichtet, haben sie mich doch einiger Fantasien beraubt.  Außerdem muss ich leider die deutlich zu langen Kapitel bemängeln, die dem Leser kaum Ruhepausen gönnen oder zumindest hätte das Setzen weiterer Absätze die Geschichte deutlich aufgelockert.

 

Fazit:

Bei „Regenbogen über der Sahara“ handelt es sich um einen spannenden, gut recherchierten und detailreichen historischen Liebesroman, bei dem garantiert jeder Liebhaber dieses Genres auf seine Kosten kommt. Die Geschichte ist einwandfrei, die meisten Personen liebenswert und die Landschaften wunderschön beschrieben. Für diese Punkte hat die Autorin für mich klare 5 Sterne verdient. Allerdings muss ich zumindest einen halben Stern für die zu langen Kapitel abziehen – Anfang und Ende des Buches lasse ich bei der Bewertung außen vor, denn nur weil es für mich ein Stimmungskiller war, müssen das andere Leser nicht auch so empfinden. 4,5 Sterne für diese wundervolle historische Romanze!

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

frühes mittelalter, historischer roman, mystisch, skandinavien, wikinger

Foy und der Ring des Mauren

Katharina Münz
E-Buch Text: 454 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 15.05.2017
ISBN B06ZZNGDM4
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:

Foy ist die Leibeigene eines rücksichtslosen Herren, die es mit ihrer dunklen Hautfarbe im Frankenland dieses Zeitalters nicht leicht hat. Seit vielen Jahren muss sie dem Herrn zu  Willen sein, doch als eigensinnige Frau trotzt sie ihrem Schicksal, in dem sie sich die Freuden des Lebens nicht gänzlich vermiesen lässt: sie pflegt Freundschaften, hat ihren eigenen kleinen Schatz – und trifft fremde Männer. Bis sie eines Tages an einen Dänen gerät, der sich Hals über Kopf in sie verliebt und in seine eigene Welt entführt, nachdem er die ihre buchstäblich ausgelöscht hat.

 

Meine Meinung:

Aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Foy  lernt man die Charakteristiken der Figuren gleich zu Beginn sehr gut in ihrem ganzen Wesen kennen, man startet direkt im Geschehen und bekommt auf den ersten Seiten sofort zu lesen, was man erwartet: Einen historischen Hintergrund mit anbahnender Romanze.

Das Geschichtliche tritt jedoch recht bald in den Hintergrund und der Liebesgeschichte zwischen Foy und dem Dänen wird mehr Platz eingeräumt. Die Autorin versteht es, ihre Helden dem Leser näherzubringen, wobei sie viel Wert auf nachvollziehbare Handlungen, Detailverliebtheit und Gefühl legt. Dadurch gerät die Story selbst jedoch etwas in den Hintergrund, denn obwohl die Autorin immer wieder neue spannende Ereignisse einbaut gelingt es nicht wirklich, einen tiefgreifenden Inhalt darzustellen. Ich persönlich mag einfache Liebesgeschichten ohne viel Drama, doch verfolgt dieser Roman durchweg eine klare Linie: Wird Foy sich in ihren „Entführer“ verlieben können?

Die zwischendurch geschilderten Ereignisse verleihen der geradlinigen Romanze Spannung, doch werden diese stellenweise wieder fallengelassen, was ich persönlich schade fand. Andererseits wird dadurch Raum für eine Fortsetzung geschaffen, über die ich mich ebenfalls sehr freuen würde, da mich die Geschichte gut unterhalten hat und ich die Figuren lieb gewinnen konnte.

Im Übrigen enthält „Foy und der Ring des Mauren“ viel Wissenswertes über dänische Sitten. Ich habe die Echtheit dieser geschilderten Bräuche ausdrücklich nicht nachrecherchiert und zwar deshalb, weil ich es nicht wollte. Sie waren für mich so plausibel geschildert, dass ich selbst dann in dem Glauben dieser skurrilen Riten bleiben möchte, wenn sie reine Fiktion der Autorin sein sollten.

 

Fazit:

Ich freue mich über eine Fortsetzung dieses spannenden, interessanten und gefühlvollen Romans, damit die offenen Aspekte, die mich so unruhig zurücklassen, hoffentlich geklärt werden. Insbesondere interessiert mich der Ausgang zweier ganz anderer Liebesgeschichten, die hier leider nur angerissen und hoffentlich wieder aufgenommen werden.

Danke für eine unperfekte Lovestory mit schönem Ende.   

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24 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

arznei, betrug, deutschland, familie, apotheker

Die Liebe der Wanderapothekerin

Iny Lorentz
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.07.2017
ISBN 9783426518359
Genre: Historische Romane

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537 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

blutschule, horror, max rhode, brandenburg, thriller

Die Blutschule

Max Rhode
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175024
Genre: Krimi und Thriller

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

wahrheit, pfützen, fantasy, regen, gefahr

Die unglaubliche Wahrheit über Pfützen: Ein Kurzroman

Katharina Prietzel
E-Buch Text: 153 Seiten
Erschienen bei Selfpublishing, 18.07.2017
ISBN B0742PGD86
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Ravenna ist nach einem schweren Schicksalsschlag neu in der Stadt. An einem regnerischen Tag trifft sie auf Adrian, der ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Er eröffnet ihr eine neue Welt, eine neue Sichtweise der Dinge: Er zeigt ihr Aletheia. Aletheia ist das ehrliche Gegenstück zu unserer Realität, doch dass die Wahrheit nicht immer schön ist, muss Ravenna am eigenen Leib erfahren, denn plötzlich sind es nicht mehr nur normale Ängste, denen sie sich stellen muss, sondern die Menschen in ihrer Umgebung, die wirklich furchteinflößend sind.

 

Meine Meinung:

Die Geschichte ist in zwei verschiedenen Zeitformen verfasst, die mich zunächst ziemlich im Lesefluss gestört haben. Ich habe fast bis zur Hälfte des Buches gebraucht, um mich nicht mehr an jedem Wechsel aufzuhängen. Allerdings erschließt sich der Grund dieser Zeitenwechsel ziemlich schnell, denn so wird die „reale“ Welt im Präteritum und das Geschehen in Aletheia im Präsenz geschildert. Was ich zunächst unnötig fand, da der Wechsel regelmäßig in der Geschichte selbst stattgefunden hat, hat sich in einem der letzten Kapitel doch tatsächlich gelohnt: während die Figur in der Geschichte nicht wusste, in welcher „Welt“ sie sich gerade befand, war mir als Leser sofort klar, dass hier gleich etwas passiert. Das fand ich wiederrum interessant und spannend zu lesen.

Während ich die Idee der Geschichte sehr interessant fand, konnte ich das Verhalten einiger Charaktere leider nicht immer nachvollziehen, aber es reagiert ja auch nicht jeder Mensch gleich. Leider weist die Geschichte für mich auch zu viele Baustellen auf. Die Autorin hat einige sehr interessante Ansätze, die leider vielmals nicht zu Ende gedacht wurden, die für mich als Leser allerdings wahnsinnig spannend gewesen wären zu erfahren. Ich dachte bis zum Schluss: Da muss doch noch was kommen, was passiert denn nun damit? Doch leider gab es keine abschließenden Erklärungen.

Auch hatte die Geschichte im letzten Drittel deutlich zu viel unnötiges Drama. Man hat zunächst den Eindruck, dass es eine interessante Jugendgeschichte mit einer kleinen Moral sein könnte, tatsächlich entpuppte es sich dann aber als ein angehauchter Krimi.

 

Fazit:

Es ist eine tolle Idee die dahintersteckt und sie regt definitiv zum Nachdenken an, ich ertappe mich seither auch dabei wie ich mit dem Gedanken spiele, in Pfützen zu springen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Leider lässt mich die Umsetzung der Geschichte aber eher unzufrieden zurück, sodass ich eine Leseempfehlung nur bedingt vergeben kann. Für Leser wie mich, die für alles einen logischen Grund brauchen, würde ich das Buch eher nicht empfehlen, denn hier sind zu viele ungeklärte Aspekte offen, die euch ärgern würden. Leser, die sich daran nicht stören und nur ein kleines Abenteuer erleben möchten, sollten allerdings unbedingt einen Sprung in die Pfützen wagen!

Das Buch erhält 3,5 Sterne von mir.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 10 Gruppen, 32 Rezensionen

prostitution, magdalena nirva, bulgarien, escort, biografie

Magdalena 24h: Mein abenteuerliches Leben als Escort Girl. Eine wahre Geschichte.

Magdalena Nirva
E-Buch Text: 381 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 26.07.2017
ISBN B0749XYW47
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Magdalena ist eine junge Bulgarin die versucht, ihr Leben zu meistern. Ihre Lebensverhältnisse sind ärmlich, ihren Eltern ist sie eine Last und offensichtlich mehr als unerwünscht. Magdalena, die nicht dumm ist, versucht daher schon im Teenageralter diesem Leben zu entkommen. Leider gerät sie dabei permanent an die falschen Männer – immer nach dem gleichen Schema, bis sie auf Eagle trifft, der ihr einen Ausweg aus ihrer Armut zeigt: das Rotlichtmilieu. Er verdreht ihr den Kopf, geht mit ihr nach Österreich und Deutschland, wo sie nicht nur als Escort Dame anschaffen geht. Dabei berichtet Magdalena von ihren Erlebnissen mit den verschiedensten Kunden, der Angst und der Abhängigkeit, der stetigen Waage zwischen Armut und Reichtum.

 

Meine Meinung:
Magdalena erzählt ihre Biografie aus der persönlichen Ich-Perspektive. Sie wechselt dabei regelmäßig zwischen Gegenwart und Kindheit, was einen unglaublichen Kontrast bildet. Dabei fällt es nicht schwer, den Zeitsprüngen zu folgen, auch wenn es davon einige während der Story gibt. Sie laufen irgendwann fast unbemerkt ineinander über.

Der Erzählstil ist einfach und unterhaltsam, das Buch liest sich weg, ohne, dass man viel darüber nachdenken müsste. Für mich war jeder Abschnitt ein Erlebnis und ich kann nicht sagen, dass es mich an irgendeiner Stelle gelangweilt hätte.

Ziemlich krass ist das von Magdalena in Bulgarien geschilderte Leben. Es steht in keinem Verhältnis zur deutschen Lebensqualität und es fiel mir wirklich nicht leicht, mir das vorzustellen. Ich frage mich, wie man in einem solchen Land überleben kann, wenn man nicht so entschlossen und fast „skrupellos“ ist, wie die Autorin. Denn das ist sie. Im Laufe der Erzählung wird klar, dass sie nicht nur das Opfer ist, sondern auch gut auszuteilen weiß. Magdalena lässt sich sicher nicht die Butter vom Brot nehmen und über ihre moralischen Prinzipien kann man streiten.

Nichtsdestotrotz ist es ein mutiger Schritt dieser Frau, so detailliert aus ihrem abenteuerreichen Leben zu berichten. Es hat mich gut unterhalten und fasziniert – und ich bin mir sicher, dass ich die Autorin nicht um dieses Leben beneide.   

 

Fazit:
Das Buch hält, was es verspricht und wer sich für Biografien aus dem Rotlichtmilieu interessiert, ist hier definitiv an der richtigen Adresse. Allerdings ist es nichts für Romantiker – es ist eine fast objektiv geschilderte Biografie aus dem Leben einer Prostituierten, und zwar nur das. Die Autorin verzichtet dabei auf Informationen, die für die Geschichte nicht relevant sind, was für mich absolut angemessen ist. Jedoch könnten andere Leser hier entsprechenden Input vermissen.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

nemen cordon, edre, magie, herrschaft, science-fiction

Edre: Agathor und die Rebellen

Nemen Cordon
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Independently published, 08.06.2017
ISBN 9781521298978
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt:

Agathor ist ein junger Mann. Er ist ein Soldat. Er ist ein Wolf. Er ist eine Kampfmaschine, ein Musiker und Sohn liebender Eltern. All das ist und war er – doch kann er sich an nichts davon erinnern. Der Forscher Dr. Seth hat sich seiner Selbst bemächtigt und ihn zu seiner Marionette gemacht mit dem Auftrag, die Rebellen zu zerschlagen, um das Regierungssystem zu schützen. Denn jeder Freigeist gefährdet das gutsortierte – und vorallem sauber beherrschte – System, zu dessen Regierungspfeilern auch Dr. Seth gehören möchte. Mit seiner Forschung will er den MAR – den Herrschen dieser zukünftigen Welt – imponieren und Teil von ihnen werden, während die GHOSTS - die Rebellen - das machthungrige System längst durchschaut haben und versuchen, dies mit Hilfe von Magie zu zerschlagen und ihm zu seiner ursprünglichen Freiheit zurückzuverhelfen. Doch als Agathor – halb Mensch, halb Wolf, eine Schöpfung des Dr. Seth‘ – bei seiner Mission plötzlich seinem leiblichen Vater gegenübersteht, beginnt er, sich zu erinnern, und seine Identität und sein Handeln zu hinterfragen …

 

Meine Meinung:

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, besonders den Einstieg fand ich sehr spannend. Man ist mitten im Geschehen: Während in dem einen Erzählstrang ein Mensch mit fremder DNA modifiziert wird, langsam zu dem Tier in sich mutiert, wird in dem anderen Teil der Story von einem esoterischen Zusammenschluss gesprochen, der direkt an eine Sekte erinnert. So stehen moderne Forschung und esoterischer Glaube gleich im krassen Kontrast zueinander – und prallen bereits nach wenigen Seiten aufeinander. Diese Mischung zieht sich durch das gesamte Buch, ein Wechselspiel zwischen verständlich erläuterter Naturwissenschaft und übersinnlichem Mysterium, was zu keinem Zeitpunkt Langeweile hat aufkommen lassen.

Die handelnden Protagonisten waren gut beschrieben und sehr überschaubar. Ich hatte – wie bei vielen anderen Büchern – kein Problem, die einzelnen Charaktere zuzuordnen, alle wurden sauber in die Geschichte eingeführt, ebenso wie die faszinierende Welt der Zukunft und ihr Regierungssystem sehr verständlich und ausführlich zwischen den Zeilen dargelegt worden sind.

So spannend ich auch die Idee der Geschichte finde, ging der Inhalt mir leider in der Schnelllebigkeit der Story teilweise verloren. Manche Aspekte wurden „zu schnell“ beschrieben, sodass ich mich stellenweise gefragt habe: „Wann ist das denn jetzt passiert?“ Ich möchte hier keine Beispiele nennen, um nicht zu spoilern. Ich hätte mir einfach mehr Ausführlichkeit gewünscht, für mich waren einige Ereignisse aufgrund der oberflächlichen Erzählung leider weniger nachvollziehbar und wirkten dadurch recht abstrakt.

Ebenso bin ich leider kein Fan von allzu fantastischer Magie, für mich muss alles irgendwie logisch erklärbar sein. Zwar hat die Autorin immer wieder versucht zu erklären, dass die „Magie“, wie sie in diesem Buch angewandt wird, gar keine „Magie“ sei, sondern tatsächlich auf naturwissenschaftlichen Gesetzen beruhe, aber mir war es stellenweise trotzdem zu viel. Vielleicht bin ich einfach „noch nicht so weit“ …

 

Fazit:

„Edre“ ist eine gelungene Mischung aus Naturwissenschaft, Zaberei und einer interessanten Zukunftsversion. Es ist keine ganz leichte Lektüre, aber für mich persönlich war es mal etwas Anderes und durchaus lesenswert. Ich bin mir sicher, dass die weiteren Teile noch mit vielen Überraschungen aufwarten können und wer auf Science Fiction steht, ist hier definitiv gut bedient.

Ich vergebe 3,5 – 4 Sterne.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

christina krüger, götterverse, arthemos klagelied, drachen, niemals langweilig

Arthemos’ Klagelied

Christina Krüger
Flexibler Einband: 452 Seiten
Erschienen bei epubli, 27.06.2017
ISBN 9783745088649
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Die sechzehnjährigen Zwillinge Siran und Avina sollen endlich ihren Teil zum Familieneinkommen beitragen  und bei dem Gelehrten Haron in die Lehre gehen. Dieser nimmt sie zu diesem Zweck direkt mit auf eine lange Studienreise in die größte Bibliothek des Landes. Die Reise beginnt schon spektakulär, als ein kleiner Strauchdieb die Truppe bestehlen will und von Siran dabei ertappt wird. In dem dabei entstehenden Kampf der beiden, reißt eine Wunde des Diebes wieder auf und Haron – als Heiler – sieht sich in der Verantwortung, den jungen Mann wieder gesund zu pflegen. Dabei stellt sich heraus, dass es sich bei dem Dieb um den Prinzen des Volkes der Akhari handelt, der wegen Vatermords gesucht wird. Doch zu vieles spricht gegen die Schuld des Prinzen und so beschließen die drei, ihn auf ihrer Reise mitzunehmen und in die sichere Stadt Arramont, in der sich auch die von ihnen angestrebte Bibliothek befindet, zu geleiten. Um möglichst wenig Aufsehen mit dem Flüchtigen zu erregen, müssen sie die gefährlicheren, aber weniger belebten Pfade passieren, wobei sie es mit Sklavenhändlern zu tun bekommen, vor furchteinflößenden Silberfangwölfen fliehen müssen und sich sogar wilden Drachen gegenübersehen.

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt in einer rein fiktiven Welt, mit fiktiven Völkern und Drachen. Das Buch startet mit einer Fülle an Informationen, die den Leser gleichsam in sich einsaugen wollen und andererseits völlig überfordern. Bereits in den ersten zwei Kapiteln werden ganze Familienclans mit Namen vorgestellt, sodass man zu Beginn der Reise erstmal etwas langsamer und konzentriert lesen muss, um zu verstehen, wer nun überhaupt mit wem zusammenhängt. Wenn mans dann erstmal raushat, läuft es jedoch wie von selbst.

Von den ersten Seiten an habe ich mich in den sehr flüssigen und detailreichen Erzählstil der Autorin verliebt. Die Szenen und Figuren, die sie beschreibt, sind absolut wundervoll und bildhaft geschildert, vor dem geistigen Auge entstehen sofort ganze Landschaften und Familienporträts. Ihr gelingt es, Gefühle von den Protagonisten direkt in das Herz der Leser zu leiten, wobei jede Figur auf ihre Weise besonders ist.

Die Autorin legt wirklich viel Herzblut in jedes Abenteuer, die Zwischenmenschlichkeit und die Naturverbundenheit der Völker, die alle herausragend ausgearbeitet sind. Eine Karte, die zu Beginn des Buches abgebildet ist, hilft dem Leser, der Reiseroute zu folgen und sich das Leben der einzelnen Völker noch besser vorzustellen.

Die Geschichte selbst ist unglaublich komplex und definitiv werden weitere Teile folgen. Viele Handelsstränge wurden hier teilweise mit nur wenigen Sätzen angerissen, bei denen der aufmerksame Leser vermuten kann, dass diese Geschichte später noch einmal aufgegriffen werden wird. Auch lässt die Geschichte viel Raum für Spekulationen und Hoffnungen in der Fortsetzung, sodass - zumindest bei mir - das Ende der Story eine unliebsame Ungeduld aus Freude und Trauer hinterlassen hat.


Fazit:

Der bildhafte Erzählstil der Autorin saugt den Leser von der ersten Seite an in die fantastische Welt des Zwillingspaares ein und lässt einen die Abenteuer der Helden direkt und live miterleben. Man sieht, was sie sehen, man riecht, was sie riechen, man fühlt, was sie fühlen. Es ist eine Geschichte aus einer anderen Welt.

Leider hat mich dieser erste Teil zwiegespalten zurückgelassen, doch kann ich hierauf nicht näher eingehen, ohne zu spoilern. Für jeden Fantasy- und Drachenliebhaber ist diese märchenhafte Erzählung auf jeden Fall ein Muss!

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442 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 87 Rezensionen

amrum, thriller, insel, flut, ertrinken

Die Flut

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.01.2016
ISBN 9783596198351
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Das Pärchen Michael und Julia wird von Bekannten in deren Ferienhaus auf Amrum zum gemeinsamen Urlaub eingeladen. Leider stellt sich die Frau des Bekannten als sakrastisches Miststück, der Freund selbst als aufdringlich und der dortige Nachbar als ein Spanner heraus. Und als wären diese drei Volltreffer nicht schon genug, um einen den Urlaub zu vermiesen, treibt just in diesem Moment ein Mörder auf der Insel sein Unwesen, der es explizit auf Paare abgesehen hat.

Meine Meinung:
Es gibt in diesem Buch zwei Erzählperspektiven: einmal wird die Geschichte aus Sicht des Täters selbst erzählt, großtteils berichtet ein Erzähler aus dritter Perspektive das Geschehen. Dabei sind die Erzählstränge des Täters für mich deutlich spannender gewesen, als der Rest der Geschichte.
Der Autor hat der Geschichte durchweg unsymphatische Charaktere zugrunde gelegt: das Pärchen Julia und Michael, die ziemlich durchschnittlich, ja, fast langweilig normal sind, den Bekannten der beiden, der sich Julia aufdrängt, seine unausstehlich giftige Ehefrau, einen Spanner als Nachbarn, einem guten-Cop-böser-Cop Polizistenpaar und die Liste ließe sich noch weiterführen. Vielleicht war mir der gute Cop noch etwas symphatisch, den restlichen Figuren konnte ich jedoch nichts abgewinnen. Viele der Charaktere haben sich als unnötig für die Geschichte herausgestellt. Und sogar einige Erzählstränge. Jetzt im Nachhinein denke ich fast, der Autor wollte ursprünglich jemand anderen den Mörder sein lassen und hat sich im letzten Kapitel doch noch umentschieden. Viel zu viele Gedanken der Geschichte verlaufen sich im Sand, waren schlichtweg genau so unnötig wie die Masse an Charakteren.

Der Mörder ist ein hochintelligenter Mensch, dessen einziges Manko (laut eigener Angabe) es ist, dass er nicht fühlt. Also entführt er ein Paar, lässt die Frau vor den Augen des Mannes ertrinken und will anhand ihres Verhaltens herausfinden, WAS GENAU Liebe ist. Diese Idee fand ich durchaus interessant, nur leider ist es dem Autor nicht gelungen, diese Idee spannend zu verkaufen. Es passiert wahnsinnig viel auf einmal, so viel, dass es fast schon lächerlich wirkt. Ein Mörder mordet drei Tage hintereinander ohne entdeckt zu werden? Ein Polizist verhört Urlauber mindestens zweimal täglich? Man macht zwei neue Bekanntschaften in zwei Tagen und lässt sich beide Male von diesen einladen? Von der Unglaubwürdigkeit dieser Ereignisse abgesehen, wären diese vielleicht zu verschmerzen gewesen, wenn sie in irgendeinder Form spannend gewesen wären. Doch Fehlanzeige. Der Erzähler schafft es einfach nicht, irgendeine Spannung in das Buch zu bringen, der Schreibstil hält die Story komplett langweilig.

Fazit:
Die Story ist gut und ich muss zugeben, dass ich bis zuletzt keine Ahnung hatte, wer der Mörder ist. Nur nach einer Aktion war es mir dann doch klar, aber das war kurz vor dem Finale und somit war dieser Faktor der Geschichte doch durchaus reizvoll. Leider war die Geschichte in sehr langweilige Worte verpackt. Man hatte das Gefühl, es passiert  wahnsinnig viel, ohne, dass etwas passiert, da vieles für die Story einfach belanglos war. Ich kann dem Buch leider keine Leseempfehlung geben und ich bin mir sicher, dass ich es mit dem Autor auch nicht nochmal versuchen werde. Der Schreibstil in diesem Buch war absolut spannungskillend für mich.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

stine-mari moen, träume, träume des schicksals

Träume des Schicksals: Ein humorvoller Liebesroman

Stine-Mari Moen
E-Buch Text: 245 Seiten
Erschienen bei null, 24.06.2017
ISBN B0738D4QVV
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Die Protagonistin Mari hat wirre - teilweise erotische - Träume von einem Unbekannten - und trifft diesen eines Tages doch tatsächlich im Real Life! Völlig aus dem Häuschen berichtet sie ihrer besten Freundin Lilly von diesem schicksalhaften Erlebnis. Gemeinsam beratenschlagen sie, wie nun weiter vorzugehen ist, um mit dem bekannten Unbekannten anzubändeln. Als Mari ihn endlich an der Angel hat, ergeben sich jedoch neue Schwierigkeiten. Denn nicht nur ihr Ex und Vater ihrer Tochter mischt sich urplötzlich wieder in ihr Leben ein, sondern auch ihre beste Freundin Lilly wird zu einem schwerwiegenden Hindernis in dieser sich anbahnenden Beziehung.

Cover & Titel:
Der Titel passt zur Story, das Cover selbst verspricht allerdings eher etwas mehr Spiritualität und Gefühl als tatsächlich in der Geschichte vorhanden sind. Als "humorvollen Liebesroman" würde ich die Erzählung übrigens keinesfalls deklarieren. Die einzige Liebe, die hier sehr deutlich durchkam, war die körperliche. Von Gefühlsduseligkeit ist hier nicht wirklich viel zu lesen. Und ob man die durchaus wortgewaltigen Dialoge als "humorvoll" bezeichnen mag, liegt wohl an jedem Leser selbst.

Meine Meinung:
Obwohl ein durchaus interessantes Stilmittel, verwirrt die Erzählperspektive den Leser zu Anfang doch sehr. Denn es ist die Freundin Lilly, die hier als teilweise auktorialer Erzähler über das Leben ihrer Freundin Mari und als Ich-Erzählerin ihrer eigenen (eher nebensächlichen) Geschichte fungiert. Ich habe einige Kapitel gebraucht, um das Ausmaß dieser Perspektive ganz zu erfassen.
Die Erzählweise selbst empfand ich in der ersten Hälfte des Buches als sehr anstrengend, da die Autorin sich eines doch recht "altmodischen" bis "schwierigen" Wortschatzes bedient. Auch die zu Anfang der Geschichte dafür gelieferte Erklärung (Maris Berufsfeld), ändert leider nichts an dieser Tatsache. Ich bin nun wirklich Niemand mit begrenztem Wortschatz, aber in diesem Roman gilt es doch recht viele Begriffe nachzuschlagen.
Die Story ist außerordentlich geradlinig, sie enthält keine Informationen, die nicht für die Geschichte relevant sind. Auf der einen Seite ist das natürlich angenehm, da der Leser so nicht lange "in der Luft hängengelassen wird". Auf der anderen Seite wirkten manche Textpassagen dadurch recht lieblos in die Story geworfen, als wären sie ein "notwendiges Mittel zum Zweck". Die Story selbst besteht überwiegend aus Dialogen, wobei die Autorin dennoch ziemlich detailgetreu das Aussehen der einzelnen Personen und Orte schildert.  Allerdings eine Freundin, die permanent von der Schönheit einer anderen Freundin schwärmt und ihre Gedanken besser kennt, als sie selbst, war für mich ehrlich gesagt zu viel des Guten.

Und worum geht es nun eigentlich? Um Sex. Die Story im Klappentext klingt wirklich interessant und man bekommt tatsächlich zu lesen, was sie verspricht. Aber im großen und ganzen besteht die Geschichte aus einer einzigen Orgie und ich kann nicht sagen, dass mir auch nur einer der Charakere in irgendeiner Weise sympathisch gewesen wäre - sie hatten allerdings auch keinen persönlichen Tiefgang ...

Fazit:
Es ist eine Geschichte, die sich aufgrund ihrer Geradlinigkeit schnell wegliest und auch ab Mitte der Story scheint die Autorin ihren roten Faden gefunden zu haben, denn es liest sich ab dann viel flüssiger und weniger verworren. Leider scheinen die ersten Kapitel eher ein "Weg in die Story hinein" zu sein. Hier wurde meiner Meinung nach unglaublich viel Potenzial verschenkt. Für "Zwischendurch" eine durchaus unterhaltsame Erzählung, aber kein literarisches Meisterwerk.

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154 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

nils trojan, thriller, berlin, hexe, mord

Das Hexenmädchen

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.04.2016
ISBN 9783442484287
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

psychothriller, nils trojan, der federmann, dr. gerd brotter, deutschland

Das Dornenkind

Max Bentow
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 17.04.2017
ISBN 9783442486021
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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202 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

thriller, berlin, bentow, der traummacher, droge

Der Traummacher

Max Bentow
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.08.2016
ISBN 9783442205103
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(198)

379 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

thriller, max bentow, psychothriller, berlin, nils trojan

Die Puppenmacherin

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.02.2014
ISBN 9783442480036
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(280)

504 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

berlin, nils trojan, psychothriller, thriller, max bentow

Der Federmann

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.01.2013
ISBN 9783442478828
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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260 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

thriller, psychothriller, puppe, berlin, max bentow

Das Porzellanmädchen

Max Bentow
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442205110
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Die Hauptprotagonistin Luna Moor ist Thriller-Autorin und sie weiß, ihr neustes Werk wird sie töten. Denn diesmal ist es nicht eine belanglose Geschichte, die sie zu Papier bringt, sondern es ist ihre eigene. Als junges Mädchen wurde sie entführt und missbraucht - dabei ist eine Porzellanpuppe ihr aufgezwungener Begleiter.  Sie entkommt dem Entführer, doch entlarvt werden konnte er nicht. Jahre später findet sie in einem Trödelladen die Puppe wieder und nimmt sie mit. Dabei spricht die Puppe zu ihr, treibt sie zu Handlungen, die sie selbst nie von sich erwartet hätte.  Luna will ihre Geschichte niederschreiben. Dazu kehrt sie samt der Puppe an den Ort des Geschehens zurück. Sie will den Mörder überführen - oder dabei sterben.

Meine Meinung:
Ich finde Horrogeschichten mit Puppen grundsätzlich sehr unheimlich und auch dieses Buch hat defintiv Eindruck bei mir hinterlassen. Die Story war spannend und nervenaufreibend, ein Weglegen des Buches kaum möglich - bis ich zu der Stelle gekommen bin, an der das Werk, an dem die Protagonistin arbeitet, als eigenständiges Buch mit eigenen Kapiteln abgedruckt worden ist. Man liest hier quasi über mehrere Seiten hinweg die Geschichte, die Luna schreibt. Ich fand das ehrlich gesagt nicht schön. Ihre niedergeschriebene Geschichte hat mich weit weniger gefesselt als die Hauptstory und während dieser Seiten fiel mir das Weiterlesen nicht immer leicht.
Nichts desto trotz hat Max Bentow einen besseren Stil als seine Protagonistin und die Hauptstory war fesselnd geschrieben.
Einen Stern ziehe ich zum einen wegen der Buch-in-Buch-Sache ab und deswegen, da das Ende absehbar war. Ich bin wahrlich kein Sherlock, also wenn selbst mir früh auffällt, wer der Bösewicht in der Geschichte ist, so ist es doch verdammt auffällig. Ich denke auch, dass die Story zum Ende hin noch mehr Potenzial gehabt hätte.
Der das Werk ausläutende Absatz war für mich außerdem ziemlich klischeehaft. Ich hatte gehofft, der Autor würde sich hier etwas Originelleres einfallen lassen, was dann leider nicht der Fall war.

Fazit:
Wieder ein sehr spannend erzählter Thriller mit einer fesselnden Story und durchaus auch an den eigenen Nerven zerrendes Werk, wenn man Puppen nur halbwegs gruselig findet.

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56 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, familie, mittelalter, deutschland, eifersucht

Die Wanderapothekerin

Iny Lorentz
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426515518
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:
Die Brüder Schneidt ziehen jeden Sommer als Wanderapotheker durch die Lande, um die Waren des Laboranten Just unter die Leute zu bringen. Dabei ist der Bruder Alois jedes Mal weniger erfolgreich, sodass er dem Bruder Martin den Erfolg und vorallem den Verdienst missgönnt. Er drängt ihn daher, den Anteil eines Schatzes - den sie vor langer Zeit einmal gehoben haben - an ihn abzutreten. Als dieser sich weigert wird Alois handgreiflich - und tötet ihn. Doch auch der älteste Sohn, der im darauffolgenden Jahr die Nachfolge seines Vaters als Wanderapotheker antritt, weigert sich, besagten Schatz an den Onkel auszuhändigen, sodass auch er im Jahr darauf auf mysteriöse Weise verschwindet. So ist es im dritten Jahr an der ältesten Tochter Klara, das Familienerbe anzutreten und als erste Frau als Wanderapothekerin durch die Lande zu ziehen - und diesen Marsch zu überleben.

Meine Meinung:
Iny Lorentz schreibt historische (Liebes-)Romane, meist handeln sie während eines Krieges, sogar teilweise mit den Figuren tatsächlich deutscher und europäischer Geschichte. Dieser Roman ist jedoch anders und hat mit einem laufenden Krieg nicht wirklich viel zu tun. Dafür jedoch ist es ein typischer Iny Lorentz mit einer mutigen Hauptprotagonistin (Klara) die ihrer Zeit mal wieder voraus ist.
Auf Ihrer Wanderung erlebt die Heldin viele Abenteuer, die für mich ehrlich gesagt in ihrer Masse hier ziemlich unglaubhaft waren. In jedem dritten Dorf, dass sie durchwandert, ereignen sich neue Risiken, wobei Klara stetig mit einer Belohnung davonkommt, statt z. B. als Mitwisserin eines Geheimnisses hingerichtet zu werden oder überhaupt nur eine Schramme davon zu tragen. Dieser Aspekt war hier deutlich übertrieben. Der angenehme Umkehrschluss ist natürlich, dass der Lesefluss nie unterbrochen wird, weil stetig etwas Neues geschieht.
Nebenher entspinnt sich eine Liebelei zwischen Klara und dem Sohn des Apothekers Just. Aufgrund ihres Standesunterschiedes finden sie jedoch nicht zueinander bzw. ist es wie in fast jedem Iny Lorentz so, dass sie nicht zugeben wollen, dass sie einander lieben und stattdessen bis zum Ende hin garstig zueinander sind.

Achtung Spoiler!
Wie jeder Iny Lorentz hat auch dieser Band sein ersehntes Happy End, das schon von Beginn der ersten Seiten an absehbar war. Und wie immer endet das Buch zu abrupt und plötzlich hat jeder bekommen, was er verdient, so unwahrscheinlich das in mancherlei Hinsicht auch sein mag.

Fazit:
Es klingt vielleicht, als hätte mich das Buch gelangweilt. Aber ich lese die Bücher von dem Autorenteam gerne, weil sie einfach sind und immer das Happy End haben, das ich erwarte.  Dabei sind sie gut geschrieben und enthalten viele wissenswerte geschichtliche Informationen. Wer sowas mag, ist bei diesem Buch gut aufgehoben und - freut euch - dies ist nur der erste Band einer Reihe!

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856 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, entführung, berlin, predictive policing

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

„Das Joshua-Profil“ erzählt die Geschichte eines Autors, der seinen eigenen Horror-Thriller wahr werden sieht. Nicht nur, dass Max seinen eigenen abstrusen Roman live durchleben muss, kommen weitere Schwierigkeiten auf ihn zu, bei dem seine zerbrochene Ehe nur eine Nebenrolle spielt. Seine Tochter Jola verschwindet nach einem Autounfall spurlos und während Max noch im Krankenhaus seine eigenen Verletzungen auskuriert, nimmt der Entführer seiner Tochter Kontakt zu ihm auf – und verlangt von Max, sich selbst als Täter zu outen.

Mit seinem vorbestraften Bruder und einer unzufriedenen Paketzustellerin als (unfreiwilliger) Unterstützung, begibt sich der Protagonist auf die Suche nach seiner Tochter und treibt dabei immer tiefer in die Sümpfe seiner eigenen Horrorgeschichte hinab.

 

Meine Meinung:

Ich begann das Buch und dachte mir: „Macht der jetzt gleich zu Anfang Werbung für eines seiner anderen Bücher?“ Auslöser dafür war, dass „Das Joshua-Profil“ mit einem Auszug aus Max Rhodes „Die Blutschule“ beginnt. Zugegeben habe ich das unter diesem Pseudonym von Sebastian Fitzek verfasste Werk noch nicht gelesen, doch ist es mir schon mehrfach im Buchhandel begegnet. Ich denke, man sollte „Die Blutschule“ dringend gelesen haben, bevor man „Das Joshua-Profil“ liest. Denn tatsächlich ist es so, dass der Protagonist dieses Werkes eben der Max Rhode ist, der „Die Blutschule“ geschrieben hat – und seinen eigenen Bestseller nun live durchleben muss. Das ist etwas, was mich gleich zu Beginn sehr fasziniert hat und ein Applaus an den Autor für diesen Einfall.

Die Story selbst ist - wie in meinen Augen fast jeder Fitzek - spannend erzählt – und zu schnell am Ende. Einige Aspekte fand ich etwas in die Länge gezogen, aber da der Autor seine Kapitel grundsätzlich kurz hält, kam eigentlich keine Langeweile beim Lesen auf.

Ich finde die Bücher von ihm immer wahnsinnig aufschlussreich. Der Autor wartet dabei mit vielen (unnötigen) Hintergrundinformationen auf, z. B. dass die deutsche Hauptstadt viele Inseln beherberge und zuvor Moorgebiet war. Ich finde diese kleinen Exkurse immer wahnsinnig interessant.

Zuerst war ich etwas enttäuscht von dem Buch, da „das Finale“ schon ungefähr bei ¾ des Buches stattfindet. Allerdings sollte ich noch überrascht werden. Ich rate also, das Buch zu Ende zu lesen.

 

Fazit:

Nach meiner Meinung ist „Das Joshua-Profil“ im Mittelfeld von Fitzeks Spannungsbögen einzuordnen – weder der beste, noch der schlechteste seiner Thriller. Er hat mich nicht so gefesselt, dass ich beim Kochen weiterlesen musste, aber doch genug, dass ich statt in den Fernseher am Abend noch einmal ins Buch geschaut habe. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen und die fünf Sterne hat dieser Roman für mich trotz der „Mittelfeldklasse“ in Punkto Spannung durchaus verdient.   

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

vegetarisch, david duchovny, fleischverzehr, amerika, heilige kuh

Heilige Kuh

David Duchovny , Timur Vermes
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.07.2016
ISBN 9783453419537
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Die Kuh Elsie macht eines Tages eine Entdeckung, die ihr heiles Farm-Leben völlig auf den Kopf stellt: Menschen nutzen nicht nur tierische Erzeugnisse - sondern verspeisen und häuten die Tiere anschließend auch noch! Für Elsie ist klar: Sie wartet auf dieser Farm nicht auf den sicheren Tod. Sie will in ein Land, in dem Kühe verehrt und ganz sicher nicht gegessen werden: Indien. Auf ihrer Reise in die weite Welt wird sie von einem hibbeligen Truthahn und einem jüdischen Schwein mit ganz eigenen Zielen und Wünschen begleitet.

Meine Meinung:
Die Kuh Elsie schreibt das Buch selbst und zwar einmal in der Ich-Perspektive als auch hin und wieder in Skript-Form. Zwischendrin erläutert sie auch einige Dinge z.B. wie sie mit Hufen schreiben kann und wie ihre Verlegerin ihre Ideen immer wieder so findet. Ich fand diese Einschiebungen recht unterhaltsam.
Nur gerade zu Anfang ist Elsie besonders aufgekratzt: Sie erzählt viel und davon noch mehr Unnötiges und versucht dabei auch noch, witzig zu sein (vielleicht ist sie witzig und es war schlichtweg nicht mein Humor). Die Kuh ging mir zu Anfang dermaßen auf die Nerven, dass sie Glück hatte, dass ich gerade nichts Anderes zum Lesen hatte ...
Leider wurde das Buch nicht besser. Der Anfang war sehr langatmig und als es dann endlich begann einigermaßen spannend zu werden, verfielen zwei der Hauptprotagonisten in einen Dialekt, der unmöglich zu verstehen war - trotz lautem Vorlesen. Das hat mir wirklich die Lust am Lesen verdorben. Es war mir kaum möglich, mehr als drei Seiten am Stück zu lesen, weil der Dialekt einfach zu anstrengend (für mich) war.
Das Buch ist sehr moralisch, was die Lesefreude für mich ebenfalls getrübt hat, da es mir irgendwann nur noch auf die Nerven ging. Immerhin kommt die Message des Autors damit klar und unmissverständlich an ...
Im Buch befinden sich ein paar Illustrationen, die nicht "klassisch schön" zu nennen sind, aber gerade weil sie so spacig sind, passen sie perfekt ins Buch.

Fazit:
Für mich war das Buch wirklich zu phantastisch und alles in allem zu viel des Guten. Ich habe es nur deshalb zu Ende gelesen, weil ich Bücher grundsätzlich nicht abbreche und dem Autor die Chance geben will, mich letztlich doch zu überzeugen. Hier war das leider nicht der Fall.
Die Sternebewertung spiegelt ausschließlich meine eigene Meinung wieder, lieber hätte ich keine Sterne vergeben, wenn das System es mir erlauben würde, da das Buch nicht eigentlich schlecht ist. Wer auf verrückte Geschichten steht und sich auch ein bisschen bekehren lassen und vielleicht auch etwas lernen möchte, für den ist dieses Buch sicher etwas. Für mich ist es schlichtweg nicht mein Genre gewesen.


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