NicoleGozdek

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50 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

tochter der liebe, devin, götter, romina, fantasy

Romina. Tochter der Liebe

Annie Laine
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.07.2017
ISBN 9783646300567
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Shadowcross: Katzen

Lillith Korn
E-Buch Text: 60 Seiten
Erschienen bei null, 05.08.2017
ISBN B074G3ZFVD
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:


dunkelrotes Cover mit fauchender schwarzer KatzeRiley musste feststellen, dass auch sein normales Leben nicht so normal ist, wie er gedacht hat. War das tatsächlich Hexerei, was seine Klassenkameradin Madison und ihre Freundin bei der Party betrieben haben?

Doch dann schickt ihn sein Vater für einen Auftrag zurück nach Shadowcross, wo tödliche Gefahren wie Menschenfresser und Doppelgänger auf ihn warten – und eine ungewöhnliche Katze.


Meine Meinung:


Nachdem wir in der 1. Episode den größten Teil in Shadowcross verbracht haben und die 2. Episode im Gegensatz dazu von Rileys Alltagsleben in dieser Welt geprägt war, habe ich mich sehr gefreut, dass in dieser Episode beide Welten eine Rolle gespielt haben. Die Mischung fand ich gelungen und durch das Ende von Episode 2 war von Beginn an Spannung da. Ich wollte unbedingt wissen, was mit Rileys Vater David ist.

Durch die wechselnden Perspektiven bietet sich uns Lesern ein abwechslungsreiches Bild und wir haben den Figuren Wissen voraus. So erhalten wir nicht nur Einblick in Rileys Gedanken und Gefühle, der immer noch damit klar kommen, was er über die Parallelwelt Shadowcross und das Erbe seiner Familie, der Hunter, erfahren hat. Das Geheimnis belastet ihn.

Dazu kommen die Szenen aus Madisons Perspektive, die langsam erkennt, dass der Hokuspokus, den sie und ihre Freundin verübt haben, vielleicht doch keine simple Sinnestäuschung war und dass im Buch ihrer verstorbenen Großmutter doch echte Magie steckt.

Mein Highlight in dieser Episode war Rileys neuer Abstecher nach Shadowcross und seine Begegnung mit der Katze. Wer mich kennt, weiß, dass ich Katzen liebe, daher fand ich das schon ziemlich cool, aber die Katze aus dieser Episode ist zudem noch so ungewöhnlich, dass ich sofort gefesselt war. Doch es wäre keine Dark Fantasy-Reihe, wenn nicht auch ein wenig Gruselfaktor bei der Begegnung dabei gewesen wäre. Mehr möchte ich dazu allerdings nicht verraten, lest am besten selbst.

Fazit: Nachdem ich mir in der 2. Episode ein bisschen übernatürliche Action gewünscht hätte, hat mir die 3. Episode mit seiner ausgewogenen Mischung aus „Normalität“ – wenn wir die Ereignisse in unser Welt mal so nennen wollen – und düsterem Shadowcross sehr gut gefallen und nicht nur die Katze war eine gute Idee, welche die Serie in eine neue und spannende Richtung geführt hat. Am Ende bleiben wieder Fragen offen und ich bin schon sehr gespannt auf die nächste Episode, die am 5. September erscheint.

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Grünes Gold

Robert Corvus
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492281287
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Ein neuer Auftrag wartet auf die Söldner des Klingenrauschs. Baron Horold hat sie und ihre dämonischen Verbündeten engagiert, damit sie ihm und den Bewohnern von Klataal gegen die Überfälle der menschenfressenden Wilden aus Arzulans Urwald beistehen. Doch schon bald wird aus dem einfachen Garnisonsdienst der gefährlichste Auftrag bislang für Kampfherrin Eivora, Prinz Gonter und die Avatar Fiafila-Ignuto. Kommen sie rechtzeitig hinter das Geheimnis des Waldes? 

Meine Meinung:

Nachdem ich bereits bei den ersten beiden Bänden dieser düsteren Fantasy-Reihe bei der Leserunde mitgemacht hatte und mir "Rotes Gold" und "Weißes Gold" gut gefallen hatten, war ich sehr gespannt auf den 3. und leider letzten Band. Beim Lesen von Band 1 und 2 hatten sich Lieblingsfiguren genauso herauskristallisiert wie Hassfiguren und so musste ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit Eivora, Gonter, Fiafila-Ignuto, Prekesta und den anderen weitergeht.
"Grünes Gold" startet rasant. Die Leser werden gleich mitten hinein geworfen in die von dämonischen Kräften und Kämpfen geprägte Welt des Klingenrauschs. Nicht nur der Spannungsbogen auch das Setting mit dem europäisch anmutenden Urwald mit Buchen, anderen bekannten Laubbäumen und  Riesenbäumen und der bedrohlichen Atmosphäre durch die überall scheinbar unsichtbar im Nebel lauernden Wilden hat mich sofort in seinen Bann geschlagen. Von den drei Einsatzorten, die wir im Laufe der Reihe kennen lernen, hat mich dieser am meisten begeistert. Die Mischung aus vertrauten und phantastischen Elementen war sehr gelungen und schnell begann der Wald vor meinen Leseraugen Gestalt anzunehmen und zu leben. Großartig!
Auch die Geschichte selbst überzeugt mit Spannung, Magie, Geheimnissen, Ermittlungen, Kämpfen und zwischenmenschlichen Konflikten und persönlichen Problemen. Ich wusste nie, was wohl im nächsten Leseabschnitt passieren und welche neuen Gefahren und Herausforderungen auf unsere Helden und Bösewichter lauern würden. Ich mag es, wenn die Handlung sowohl logisch, aber auch überraschend ist, und das war hier eindeutig der Fall.
Natürlich lebt eine Reihe auch immer von ihren Figuren. Obwohl jeder Band in sich abgeschlossen ist und aus einem Kontrakt der Söldnerlegion besteht, sodass man sie theoretisch einzeln lesen könnte, möchte man wissen, wie es weitergeht und wie sich die Figuren und ihre Beziehungen untereinander weiterentwickeln. 
Da ist zum Einen Eivora, eine junge Kampfherrin und Tochter des früheren Flammenbringers Kester, die versucht, sich als Anführerin zu behaupten und die in diesem Band in eine Krise gerät, die sie einen hohen Preis kosten könnte. 
Auch Prinz Gonter, der sich von seinem herrischen Vater losgesagt und als Söldner dem Klingenrausch angeschlossen hat, steht vor Herausforderungen. Als frischgebackener Rottmeister muss er beweisen, dass er nicht nur Kämpfen, sondern auch Führen kann.
Die dritte Haupt- und Erzählfigur ist Fiafila-Ignuto, einst eine unschuldige Priesterin des Windgottes und nun dämonische Avatar und Trägerin eines Homunkulus, dessen dämonische Gelüste sie immer mehr beherrschen. Die große Frage ist auch dieses Mal: Wird es Fiafila gelingen, sich gegen die Einflüsterungen Ignutos zu wehren und ihre menschliche Seite zu behaupten? 
Neu dazugekommen als 4. Hauptfigur ist die junge Söldnerin Midalin, die wir bereits in der Novelle "Söldnergold" kennen lernen durften, mit ihrem frechen und intelligenten Beo Bratz. Midalin träumt von echter Magie und hofft, diese im Zauberbanner, durch Fiafila-Ignuto oder im Urwald zu finden. Doch als Söldnerin muss sie erst mal kämpfen lernen.
Dann gibt es noch Prekesta - meine Lieblings-Hassfigur. Die Frau habe ich gefressen: sadistisch, machthungrig und einfach gestört liebt sie es, die Menschen zu quälen, zu foltern und zu töten. Für mich die große Frage: Wird sie dieses Mal sterben oder zumindest bekommen, was sie verdient?
Natürlich kommen auch die phantastischen Elemente im Roman nicht zu kurz. Neben der Magie der Dämonen wie dem glühenden Pfad und dem Schwertfeuer gibt es in diesem Band auch noch andere magische Elemente - aber mehr möchte ich dazu nicht sagen, um nicht zu spoilern.
Allerdings sollte man als Leser nicht zu empfindlich sein. Robert Corvus' Spezialität ist die düstere Fantasy: Söldner, Dämonen, Gefechte, menschliche Abgründe. Auch dieses Mal war eine Szene dabei, wo ich einfach nur "Igitt! Das ist jetzt nicht wahr!" dachte. 
Aber das war es und wer eher auf romantische Fantasy steht, sollte wohl besser die Finger von dieser Reihe lassen. Wer gerne spannende und düstere Fantasy mag, der ist hier richtig.

Fazit:

Ein überaus gelungener Abschluss der "Schwertfeuer-Saga". Meiner Meinung nach der beste Band der Reihe. Schade, dass die Reihe hiermit seinen Abschluss gefunden hat.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

dämonen, kurzgeschichte, fantasy

Die Dämonenakademie – Wie alles begann

Taran Matharu
E-Buch Text: 103 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 09.05.2017
ISBN 9783641203962
Genre: Sonstiges

Rezension:


Mit "Die Dämonenakademie" hat Taran Matharu sich nicht nur in das Herz vieler seiner Wattpad-Leser geschrieben, sondern er konnte auch einen Verlag mit der Trilogie überzeugen und erobert nun die Leserherzen von Fantasyfans weltweit. Darunter auch meins. Zwei der Bände der Trilogie sind schon erschienen und um die Wartezeit auf den 3 Band zu verkürzen, der erst im Januar 2018 auf Deutsch erscheint, musste ich natürlich auch die Spin-off-Geschichte zu Fletchers Lehrer Arcturus lesen.
Vorab: Es handelt sich um eine Novelle. Die Geschichte ist nicht sehr lang. Dennoch habe ich leider mehr als eine Woche gebraucht, um sie zu lesen, was jedoch an meinem Privatleben und fehlender Lesezeit lag.
Dennoch habe ich festgestellt, dass ich nicht ganz so begeistert von "Wie alles begann", der Vorgeschichte, war wie von den Romanen. Das liegt vermutlich daran, dass ich grundsätzlich eher lange Geschichte vorziehe, aber auch an einem ganz anderen Grund: Arcturus ist eben nicht Fletcher und sein Dämon, eine Canidin namens Sacharissa, ist nicht Ignatius. Das Gespann hat es gegen meine beiden erklärten Lieblinge aber auch verdammt schwer, zugegeben.
Insgesamt mochte ich die Geschichte dennoch. Für Fans der Trilogie ist sie ein schönes Extra und das nicht nur, um die Wartezeit zu überbrücken. Auch die Hintergründe der komplizierten Beziehungen der erwachsenen Figuren aus Fletchers Elterngeneration in der Trilogie werden hier beleuchtet.
Ist die Kurzgeschichte ein guter Einstieg in Welt von "Die Dämonenakademie"? Da bin ich nicht ganz so sicher. Ich kenne ja die ersten beiden Bände bereits, aber selbst ich musste mir noch mal ins Gedächtnis rufen, wer wer ist. Ebenso wie die Charaktere, die Welt der Dämonen - damit meine ich sowohl den Äther als auch die Akademie und die verschiedenen Dämonenarten - und die Magie können nur kurz angerissen werden. Daher würde ich empfehlen, mit der Trilogie zu starten und erst anschließend die Geschichte zu lesen, wie der jugendliche Waisenjunge Arcturus seine magischen Kräfte entdeckt, als erster bürgerlicher Dämonenbeschwörer überhaupt an die Dämonenakademie kommt, die fest in der Hand der mächtigen Adligen des Landes ist, und sich dort schlägt. Und mehr möchte ich gar nicht zum Inhalt sagen, um nicht zu viel zu erzählen. Fans von "Die Dämonenakademie", lest selbst!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Shadowcross: Madisons Party

Lillith Korn
Flexibler Einband: 56 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 02.07.2017
ISBN 9781546976578
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nachdem mir die erste Folge „Das Vermächtnis“ super gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf die zweite Folge von Lillith Korns neuer Dark Fantasy-Serie „Shadowcross“. Doch wer erwartet hat, dass die Handlung in derselben düsteren Stimmung fortfährt, der täuscht sich. Die zweite Episode liest sich anders als die erste.

In „Madisons Party“ steht Rileys Leben in der normalen Welt im Vordergrund und wir lernen zwei neue Charaktere kennen: Rileys besten Freund Zac, ein loyaler Freund und Spaßvogel aus schwierigen Familienverhältnissen, und Madison, eine gut aussehende Cheerleaderin aus reichem Elternhaus und eins der beliebtesten Mädchen der Schule. Zac ist in sie verschossen.

Der Kontrast zwischen den Ereignissen in Shadowcross in der 1. Folge und dem Alltag in Redwater in der 2. Folge ist eklatant. Riley hat mit normalen Teenagersorgen genauso zu kämpfen wie seinem unerwarteten Familienerbe und der Tatsache, dass seine Nanny Abby tot ist und es eine Parallelwelt gibt, in der es Monster gibt. Dadurch wirkt die Episode jedoch weniger spannend, auch wenn sie wichtig und notwendig ist, um die Figuren und die normale Welt einzuführen. Erst gegen Ende nimmt die Handlung wieder an Fahrt auf und endet mit einem Cliffhanger, der Dramatik und Spannung für die 3. Episode verspricht, die am 5. August erscheinen wird.

Ich muss gestehen, ich hatte beim ersten Lesen auch mit den neuen Erzählperspektiven zu kämpfen. Dadurch dass die 1. Episode allein aus Rileys Sicht geschrieben ist, kommen die beiden neuen Erzähler überraschend – und zunächst einmal wollte ich keine neuen Erzähler, schließlich ist das gefühlt Rileys Geschichte. Hinzu kommt, dass ich mit Maddie oder Madison zunächst nicht so recht warm wurde, auch wenn mit ihr ein interessanter neuer Aspekt Einzug in die Geschichte hält: Magie.

Beim zweiten Lesen habe ich mich jedoch mit der Veränderung der Erzählweise angefreundet und bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

Fazit: Eine nicht ganz so spannende Episode wie der starke Auftakt, aber nichtsdestotrotz eine gelungene Fortsetzung der „Shadowcross“-Reihe mit einem fulminanten Ende, das den Lesern dem Erscheinungstermin der dritten Episode entgegenfiebern lässt.

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

fantasy, magie, septimus heap, kinderbuch, alte wege

TodHunter Moon - FährtenFinder

Angie Sage , Reiner Pfleiderer , Mark Zug
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.02.2017
ISBN 9783446254886
Genre: Kinderbuch

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

serie, selfpublisher, episode 1, staffel 1, dark fantasy

Shadowcross: Das Vermächtnis (German Edition)

Lillith Korn
E-Buch Text: 40 Seiten
Erschienen bei null, 05.06.2017
ISBN B071949VN5
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Das Leben des 17-jährigen Riley Hunter aus der kalifornischen Kleinstadt Redwater wird plötzlich auf den Kopf gestellt, als er die Nanny und Haushälterin Abby tot in der Badewanne auffindet. Da er es nicht zuhause aushält, beschließt er nach Los Angeles zu fahren, wo seine Eltern arbeiten. Doch stattdessen landet er in der Geisterstadt Shadowcross, die sich jedoch als nicht so verlassen herausstellt, wie anfänglich gedacht. Denn Shadowcross ist die Heimat von Monstern ...

Meine Meinung:

Als ich vor einer Weile gehört habe, dass Lillith Korn an einer Buchreihe im Serienformat arbeitet, die in der Dark Fantasy angesiedelt ist, war ich sofort neugierig. Die Textschnipsel und der Klappentext klangen ebenfalls spannend, sodass ich die Geschichte unbedingt haben musste. Dabei bin ich als Lesertyp eigentlich nicht für Buchserien im Serienformat mit kurzen Episoden prädestiniert. Mein Motto lautet normalerweise: Je dicker das Buch, desto besser. Dennoch wollte ich der ersten Episode mit ihren gerade einmal 60 Seiten eine Chance geben.


Und die Geschichte hat mich trotz ihrer Kürze wirklich in den Bann gezogen. Riley ist ein sehr sympathischer Protagonist, in den sich sowohl jugendliche Leser als auch erwachsene Dark Fantasy-Fans gut hineinversetzen kann. Die Geschichte spielt im Hier und Jetzt, sodass man sich als Leser fragen kann, wie man selbst reagiert hätte, wenn es ihn nach Shadowcross verschlagen hätte.


Es handelt sich um Dark Fantasy, sprich wer mit Blut, Tod, Monstern, Zombies, etc. nicht umgehen kann, sollte lieber die Finger von dieser Serie lassen. Auch wenn das Setting der Reihe - Shadowcross - düster ist, so wechseln sich Licht und Schatten im Roman gefühlt ab. Für die hellen Momente sorgt Riley, der ein ganz normaler Jugendlicher und keineswegs ein düsterer Charakter ist. Für eine Geschichte aus der Dark Fantasy ist sie daher aus meiner Sicht gut lesbar und "leicht verdaulich" - ich habe schon ganz andere Dark Fantasy-Romane gelesen -, weshalb ich sie auch Einsteigern in das Genre empfehlen kann. Wer auch gerne Thriller oder Geschichten mit leichten Horrorelementen liest, für den ist diese Buchserie auf jeden Fall auch etwas.


Der Schreibstil ist leicht lesbar und richtet sich sowohl an eine jugendliche als auch an eine erwachsene Leserschaft. In kurzen Häppchen wird der Leser ohne lange Erklärung direkt in die Handlung geworfen und rätselt und fiebert so mit Riley mit. Und am Ende wartet natürlich in bester Serienmanier der Cliffhanger, zusammen mit dem Hinweis, dass die nächsten Episoden der 11-teiligen ersten Staffel immer am 5. eines Monats erscheinen und man bereits dem 5. Juli entgegenfiebert, wenn Episode 2 erscheint.


Fazit: Obwohl die Geschichte recht kurz ist, hat sie es geschafft, mich ganz in ihren Bann zu ziehen und mitzureißen. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

herz, mut, für jungs, unfall, fantasie

Weltenspringer 1: Weltenspringer

James Riley , Gabriele Haefs , Vivienne To
Fester Einband: 373 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.02.2016
ISBN 9783522504973
Genre: Kinderbuch

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

fehjan, roman, isabell schmitt-egner, fantasy

Fehjan - Verbundene Seelen

Isabell Schmitt-Egner
E-Buch Text: 345 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 26.04.2017
ISBN B071178MDH
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:


Jaron wächst zusammen mit seinem kleinen Bruder und seiner Mutter in einem abgelegenen Dorf auf. Als dieses überfallen und niedergebrannt wird, gelingt es Jaron und Mitjah zu entkommen. Doch ihre Mutter Nana wurde gefangen genommen und verschleppt. Während die beiden den Sklavenhändlern folgen, hören sie zum ersten Mal von der Legende des Fehjan, einem Mann, der eine überaus mächtige Seele in sich trägt, die über das Gleichgewicht der Welt entscheidet. Doch während manche in ihm den Retter sehen, trachten andere danach, den Fehjan zu opfern - und einige halten Jaron aufgrund seines blonden Haares für den Fehjan ...


Meine Meinung:


Auf dieses Buch war ich schon länger gespannt, da die Autorin Isabell Schmitt-Egner in einer Gruppe auf Facebook bereits vorab ein paar Einblicke in die Idee hinter der Geschichte gegeben hat. Es sollte um gängige Klischees gehen wie Waisenjunge, Auserwählter und eine Prophezeiung, nur dass sie die Themen spannend aufbereiten und erzählen wollte. Dies ist ihr in der Tat sehr gut gelungen.

Wer kennt sie nicht, die unzähligen Auserwählten, die dazu bestimmt sind, die Welt zu retten und so natürlich zu großen Helden werden? Meistens indem sie große magische Duelle ausfechten und gewaltige Schlachten schlagen. Jaron ist nicht so. Er ist niemand, der mit dem Ziel aufbricht, den Bösewicht zu stoppen und dabei eine große Schar an Unterstützern um sich schart. Denn eigentlich will er nur eines: seine Mutter retten. Dass ihn Leute für den Fehjan halten, steht ihm dabei im Weg, weshalb er versucht, dem Ganzen zu entkommen. Er trachtet nicht nach Ruhm oder großen Dingen und das macht ihn sehr sympathisch.

Die Prophezeiung selbst und ihre finale Auflösung waren ebenfalls anders, als ich erwartet hatte. Die Autorin hat es geschafft, hier eine spannende, unterhaltsame Story mit überraschenden Wendungen zu erschaffen, die von Anfang bis Ende gut durchdacht ist, handwerklich und sprachlich überzeugt und sich wohltuend von anderen High Fantasy-Romanen mit einem etwas anderem Plot abhebt.

Manche Elemente wie die Hygias, intelligenten Seelenfresserinnen, die die Seelen der Menschen verschlingen, um Gefühle zu empfinden, oder die Narikons und im Speziellen Millie - welch großartiger Name für eine solch gefährliche Bestie - haben mir besonders gefallen. Die Idee gefiel mir ebenso wie ihre Verkörperung durch Samira und Millie.

Wer Geschichten mit Romantik mag, wird hier ebenfalls fündig. Die Liebesgeschichte hatte ich anfänglich nicht erwartet, aber wie Jaron entspricht auch sein Love Interest nicht gängigen Klischees, sodass sich eine ungewöhnliche Beziehung entwickelt. Auch wenn es für mich nicht unbedingt eine Liebesgeschichte in dem Buch gebraucht hätte.

Fazit: Eine unterhaltsame, originelle Umsetzung eines bekannten Themas, die überzeugt.

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38 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Schatten über Elantel

Brandon Sanderson , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704359
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich weiß nicht, wie ich vor ein paar Jahren "Die Kinder des Nebels" entdeckte. Gerade hatte ich "Elantris" von Brandon Sanderson gelesen und war so geflashed von dem Buch, dass ich gleich gegoogelt habe, was er denn noch so geschrieben hat. Und nach den drei Bänden - damals war die Reihe noch eine Trilogie - habe ich diesen genialen Weltenbauer zu meinem neuen Lieblingsautor erklärt - einen Titel, den zuvor J.K. Rowling seit Jahren unangefochten trug.


Brandon Sanderson ist heute immer noch mein Lieblingsautor und es ist ein tolles Gefühl, noch einmal in die Welt von damals eintauchen zu können und dieselbe Faszination, dieselbe staunende Bewunderung beim Versinken in der Welt der Allomantie verspüren zu können wie damals. Die Welt hat sich weiterentwickelt, befindet sich zur Zeit des Wilden Westen und der Industriellen Revolution und die Helden der Geschichte sind andere wie in der ursprünglichen Trilogie, aber sie sind nicht weniger fesselnd.


Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet und haben jede ihre Eigenheiten, Stärken und Schwächen, die sie lebendig machen. Ich mag besonders Wayne. Er ist der Typ, der immer unterschätzt wird, der sich auf Details wie Hüte und Akzente, auf Verkleidungen, Tricks, Täuschungen und vieles mehr konzentriert und den Dingen, die die Gesellschaft für wichtig und wertvoll erachtet, keine große Bedeutung schenkt. Für die meisten ist Wax - Lord Waxillium Ladrian, ein Allomant und Sheriff, ja, eine richtige Legende - wahrscheinlich der strahlende Held, der alles überragt, aber es ist gerade das Zusammenspiel mit Wayne, das ihn für mich sympathisch macht und mir zeigt, dass er auch menschliche Seiten hat. Zusammen mit Marasi bilden die drei ein tolles Ermittlergespann, von dem ich gerne mehr lesen will.


Doch nicht nur die Charakterzeichnung ist Brandon Sandersons Stärke, sondern auch und besonders der Weltenentwurf mit dem Magiesystem, das seinesgleichen sucht. Es ist einfach erstaunlich, wie sich viele kleine Details gekonnt ineinanderfügen. Hier merkt man den Meister, der am Werk ist und die Übersicht über seine Geschichte, die Figuren, die Welt und die Gesetzmäßigkeiten hat. Allomantie und Ferrochemie sind magische Künste, die mithilfe von verschiedenen Metallen funktionieren, wobei jedes Metall etwas anderes bewirkt. Brandon Sanderson hat mit diesen Magieformen etwas ganz Neues und Einzigartiges erschaffen, das mich damals und heute einfach beeindruckt in seiner zwingenden Gesetzmäßigkeit und Genialität. Und je mehr Bände man aus seiner Welt liest, desto mehr Ebenen werden enthüllt, desto mehr gibt es zu entdecken, sodass die Lektüre nie langweilig wird.


Die Handlung selbst ist in der Stadt Elantel angesiedelt, die aufgrund von sozialen Ungerechtigkeiten, der industriellen Revolution und einer externen Krise einem Pulverfass gleicht und an wahre geschichtliche Ereignisse erinnert. Als historisch bewanderter Leser kann man die drohende Katastrophe schon früh erahnen, wodurch eine Spannung steht, die noch zu der Bedrohung durch Wax', Waynes und Marasis Gegner hinzukommt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.


Fazit: Wieder ein Meisterwerk aus der Feder von Brandon Sanderson, das Lust macht, die existierenden Bände noch einmal zu lesen, um die Wartezeit auf den sehnsüchtig erwarteten Folgeband zu überbrücken.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Finleys Reise nach Delar (Finley Freytag 3)

Lillith Korn
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 18.03.2017
ISBN B06XK36MKZ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach "Finleys Reise nach Andaria" und "Finleys Reise ins Ashul" ist "Finleys Reise nach Delar" der 3. und finale Band der "Finley Freytag"-Reihe von Lillith Korn. Man könnte nicht nur die Abenteuer der einzelnen Bände, sondern auch die Reihe insgesamt als Reise auffassen, auf der unser junger Held Finley, der sich von einem unsicheren Waisenjungen ohne Selbstbewusstsein in einen jungen Mann, Ehemann und König verwandelt hat, langsam zu sich selbst findet und erwachsen wird. Nicht nur die räumliche Reise(n), sondern auch die emotionale Reise und das Reifen sind ein fundamentaler Bestandteil dieser All Age-Fantasyreihe.


Inhalt:


Nach ihrer gelungenen Befreiung von Finleys Eltern aus der Unterwelt, dem Ashul, und ihrem Sieg über die Nordhexe Indigo spürt Finley, dass sich seine Beziehung zu Mara verändert hat. Eine seltsame Magie scheint verhindern zu wollen, dass sie sich nahe sind, und darüber hinaus hat sich mit Maras Augenfarbe auch ihr Wesen verändert. Oder bildet er sich das nur ein?

Finley versucht gerade, seine Ehe zu retten und mehr über Maras Veränderung herauszufinden, als ihn eine düstere Warnung dazu bringt, seine Freunde nach Delar zu begleiten, wo ein magisches Wettbewerb stattfinden soll, an dem auch Andaria teilnimmt. Doch nicht alle Magie dort ist gut und längst hat ein vergessener Feind ihnen eine Falle gestellt ...


Meine Meinung:


Wer meine Rezensionen der anderen beiden Bände gelesen hat, der weiß, dass ich ein Fan der Reihe bin. Finley ist einfach ein sympathischer, normaler Teenager und auch wenn er sich seit dem ersten Band verändert hat, herausgefunden hat, dass er nicht von der Erde stammt, sondern aus Andaria, einem Königreich in einer magischen Parallelwelt, und dort seine Eltern findet, so ist er trotz aller Veränderungen - durch seine Liebe zu Mara, der Königin, ist er immerhin König geworden - ein bodenständiger Charakter geblieben, sodass es einfach Spaß macht, ihm auf sein neuestes Abenteuer zu folgen.

Doch dieses Mal kehrt die Unsicherheit zu Finley zurück, die er eigentlich schon überwunden hatte. Er zweifelt, doch nicht an sich selbst, sondern an den Menschen um ihn herum und an seiner Beziehung zu seiner Frau Mara. Und manchmal möchte man ihn und Mara am liebsten schütteln, damit die beiden endlich mal miteinander reden und sich aussprechen.

Aber es geht nicht nur um Beziehungen und Vertrauen ineinander, sondern natürlich gibt es, wie immer bei Lillith Korn, auch dieses Mal wieder ein spannendes Abenteuer. Denn Lodros, der vergessene Gott der Unterwelt, will Rache an seinen göttlichen Geschwistern nehmen und dem Ashul, seinem Gefängnis, entkommen. Und dafür spannt er einen von Maras und Finleys Feinden ein, der natürlich seine ganz eigenen Pläne verfolgt.

Dunkle Magie durchzieht das Buch und die Stimmung des Romans, der weniger heiter ist als seine beiden Vorgänger. Beinahe hat man das Gefühl, auch hier wäre das Buch erwachsener geworden. Dennoch gibt es auch die gewohnten lustigen Elemente und ungewöhnlichen Ideen. Über die Schneegeister (S. 41) muss ich jetzt noch schmunzeln. Wie kommt man bitte auf so etwas???

Neben Finley und Mara spielen aber auch ihre Freunde wieder eine Rolle, wie Victor und sein Drache Salanth, Maras Bruder Taylan, Moreno vom fahrenden Volk, Finleys Mutter Azra und seine Gabe Genesis, sodass das Buch sich wie ein Wiedersehen und ein Abschied zugleich liest.

Fazit: "Finleys Reise nach Delar" liest sich anders als seine beiden Vorgänger, ist aber dennoch spannend und ein würdiger Abschluss der Trilogie.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

komödie, luzide träume, petra renee meineke, klarträumen, schuld

Gehen Sie einfach durch die Wand!

Petra Renée Meineke
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei SadWolf Verlag, 18.05.2017
ISBN 9783946446354
Genre: Romane

Rezension:

Wieder? Ja, wieder, denn die Autorin hat eine Leseprobe des Romans bereits vorab auf Wattpad veröffentlicht, die ich begeistert verschlungen habe. Und das, obwohl die Geschichte eigentlich nicht meinem "normalen Beuteschema" entspricht. Aber Petra Renée Meineke gelingt es einfach wunderbar, interessante Figuren zu erschaffen und ein komplexes Thema packend und anschaulich zu erzählen.

Worum geht es im Roman?

Als die etwa 27-jährige Madison Convay nach ihrem vierten gescheiterten Selbstmordversuch in der Psychiatrie erwacht, ist sie wenig begeistert. Wiederkehrende Träume/Erinnerungen und Schuldgefühle machen ihr das Leben zur Hölle, sodass sie nur einen einzigen Ausweg sieht: ihren Tod.


Doch Maddys neuer Therapeut, der urige Spezialist für Träume, Doctor Hiram Goldblum schafft es mit seinen ungewöhnlichen Methoden bei ihr Hoffnungen zu wecken, dass luzide Träume ihr helfen könnten. Doch werden sich ihre Hoffnungen erfüllen?


Meine Meinung

Luzide Träume, oneiroide Träume, Traumtherapie, ... Petra Renée Meineke schafft es, dass man komplexe Themen spielend leicht versteht. Anschaulich werden die Erklärungen dem Doctor - der übrigens eine meiner Lieblingsfiguren ist, zusammen mit der quirligen, lebensweisen Schwester Mizzie, und mit seinem jüdisch eingefärbten Sprachgebrauch einfach herrlich charmant herüberkommt - in den Mund gelegt und in die Handlung eingebettet. Ich hatte mich zuvor nie mit dem Thema Träume oder Traumtherapie beschäftigt und hätte auch nicht gedacht, dass es mich interessieren könnte, aber darin liegt die Stärke der Autorin. Sie bringt uns ein ungewöhnliches Thema gekonnt näher und zeigt die Faszination auf.


Der Roman ist in 3 Teile geteilt. Während der erste Teil aus der Sicht von Maddy ist und der zweite Teil aus der Sicht von Maddys Ehemann Sam, kommt im dritten Teil (endlich) Doctor Goldblum zu Wort. Die Erzählung vermischt Träume, die zum Teil Erinnerungen sind, und Realität, doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr verschwimmen die Grenzen, bis man sich am Ende fragt: Was ist real und was nur ein Traum?


Bereits im Prolog, der nur aus 5 kurzen Fragen besteht, bin ich angefixt:


"Wer bist du?
Wer bin ich?
Kann ich dir helfen?
Möchtest du mir etwas sagen?
Habe ich dich getötet?" (S. 9)


Jeder Perspektivwechsel bringt nicht nur eine neue Sichtweise auf den vorherigen Teil und die Figuren, sondern auch neue Spannung und gelungene Wenden, die mich immer wieder überrascht haben.


Neben dem gelungenen Aufbau der Geschichte überzeugt auch die Sprache und die Bilder, die sie wecken. Das beginnt mit dem Titel "Gehen Sie einfach durch die Wand!", eine Aufforderung von Doctor Goldblum an seine Patientin. Doch wie sie und die Anweisungen "Fliegen Sie doch zum Mond!" und "Küssen Sie mal Dornröschen wach!" zu verstehen sind, das verrate ich hier nicht. Dafür müsst ihr den Roman selbst lesen, der es trotz seiner Kürze von nur 252 Seiten schafft eine komplexe, interessante Geschichte und lebendige Figuren zu erschaffen, die einen auch nach dem Lesen eine ganze Weile nicht loslassen. Aber auch die Einbettung des jüdischen Wortschatzes von Doctor Golblum und Maddys und Sams Sprachgebrauch überzeugen mit ihrer Außergewöhnlichkeit.


Fazit: Eine uneingeschränkte Empfehlung von mir.

  (3)
Tags: erinnerungen, klarträumen, luzides träumen, luzide träume, schuld, traumtherapie, traum und realität, traum und wirklichkeit   (8)
 

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(65)

83 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

abenteuer, fantasy, freundschaft, akademie, jugendbuch

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White , Ulrike Köbele , Timo Grubing
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522505437
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich hatte mich eigentlich auf dieses Buch sehr gefreut, denn die Mischung aus Abenteuer, Fantasy und Humor, die der Klappentext versprach, schien genau das Richtige für mich zu sein. Leider haben sich meine Erwartungen jedoch nicht erfüllt.


Worum geht es? Anne, eigentlich Anvil, sehnt ihren 13. Geburtstag am nächsten Tag herbei, denn dann kann sie endlich das Waisenhaus Saint Lupin's, in dem die schreckliche Oberin sie und andere Kinder als billige Arbeitskräfte (sogar steuerlich legal) ausbeutet, entkommen. Doch alles kommt anders. Anne bekommt keinen Passierschein, der sie von der Ebene bringt, sondern muss fliehen und wird von Lady Jocelyn von einer Abenteuerakademie angeworben und muss gleich darauf zu ihrer ersten Prophezeiungsmission aufbrechen. Zum Glück unterstützen sie dabei ihre beste Freundin Penelope und ihr neuer Mitschüler Hiro.


Klingt alles schön logisch, nicht wahr? Nur leider liest es sich nicht so. Stattdessen erinnert die gesamte Handlung an einen Terry Pratchett-Roman für Kinder. Absurd, unlogisch, undurchsichtig - aber für mich anders als ein Terry Pratchett-Roman leider irgendwie nicht mitreißend oder komisch. Entweder bin ich aus der Terry Pratchett-Phase rausgewachsen oder ich bin einfach nur aus der Zielgruppe dieses Buches herausgewachsen. Aber mir fehlte einfach was. Es passiert zwar viel, das spannend hätte sein können, aber es für mich nicht war. Ich kam mir leider wie in einer Welt gestrandet vor, die ich nicht verstehe, weder zu Anfang noch am Ende. Da ergeht es mir wie den Figuren, die in einer magischen Welten mit Rittern, Drachen, Zauberern, Sandwölfen, Zombiehaien, Prophezeiungen, etc. leben - und plötzlich erkennen müssen, dass einige davon Roboter sind, dass die ganze Prophezeiungen, etc. Überbleibsel einer antiken, fast vergessenen technologischen Welt sind. 


Meine Sinnsuche oder zumindest der Versuch, die Grundlagen der Prophezeiungsmissionen zu verstehen, die nach irgendwelchen undurchsichtigen Regeln des Rats der Zauberer geregelt sind, scheiterte leider. Und so nahm der Spaß am Lesen für mich leider ab, je weiter ich kam.


"Saint Lupin's Academy - Zutritt nur für echte Abenteurer!" ist der 1. Band einer Kinderbuch-Reihe ab 10 Jahren, die ich leider nicht fortsetzen werde.

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219 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

superhelden, jennifer estep, karma girl, piper verlag, bigtime

Karma Girl

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492280372
Genre: Fantasy

Rezension:  
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379 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

chosen, bestimmte, fantasy, rena fischer, gaben

Chosen - Die Bestimmte

Rena Fischer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.01.2017
ISBN 9783522505109
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Die 16-jährige Emma lebt mit ihrer Mutter in Deutschland, bis sie durch eine schreckliche Tragödie erstmals ihrem Vater begegnet. Jacob MacAengus bringt sie nach dem Tod ihrer Mutter zu sich nach Irland, wo sie nicht nur seinem attraktiven Ziehsohn Aidan begegnet, sondern auch nach SENSUS CORVI geschickt wird, eine elitäre Schule mit unzähligen Geheimnissen, die von dem mächtigen und charismatischen Fionbarr Farran geleitet wird.

Denn die Schüler und Lehrer dort sind keine normalen Menschen, sie besitzen Gaben wie Empathie oder Telekinese.

Doch nicht jeder ist Farran und den sogenannten Raben wohlgesonnen und rasch wird Emma zum Spielball zwischen den Raben und ihren Feinden, den Falken. Denn Emma besitzt ebenfalls eine mächtige und sehr seltene Gabe: Sie ist eine Emotionentaucherin und erlebt die Gefühle der Person, in die sich taucht, als wäre sie ihre eigenen, und irgendwann wird sie womöglich in die Gefühle des Mörders ihrer Mutter eintauchen, denn deren Unfalltod entpuppt sich als Anschlag …


Meine Meinung:


Warum nur 3 Sterne, wenn mir die Story wirklich gut gefällt, werdet ihr vielleicht fragen. Ich habe mich mit der Bewertung des Buches echt schwer getan.

Ich hatte den Roman als Rezensionsexemplar beim Bloggerempfang von Thienemann-Esslinger auf der Leipziger Buchmesse bekommen und die Autorin hat so interessant über das Buch erzählt, dass ich mir sicher war, dass mir die Story gefallen würde. Das war auch so.

Im Mittelpunkt steht die 16-jährige Ich-Erzählerin Emma, die bei einem Autounfall ihre Mutter verliert und dann zu ihrem unbekannten Vater nach Irland zieht, wo sie dessen attraktiven Patensohn Aidan kennen lernt, von dem sie sich sofort angezogen fühlt, und auf die elitäre Schule des Millionärs/Milliardärs Fion Farran geschickt wird, der die magischen Begabungen wie Empathie, Telepathie, Telekinese, etc. in seinen Schülern und Günstlingen, die Raben genannt werden, fördern will. Doch die Raben sind mit einer anderen Organisation von Magiern, den Falken, unter der Leitung von Richard verfeindet. Der Roman lebt von der Spannung, dass Emma in diesen Konflikt hineingeworfen wird und sich fragen muss, welche Seite eigentlich im Recht hat, welcher Seite sie sich anschließen soll (denn beide umwerben sie), was richtig ist - und wer ihre Mutter ermordet hat und warum.

Die magischen Fähigkeiten sind interessant, besonders Emma, die als Emotionentaucherin noch stärker ist als eine Empathin, denn sie kann die Gefühle ihres Gegenübers durchsuchen und so empfinden, als wären es ihre eigenen.

All das fand ich gut und spannend, doch ich hatte meine Probleme mit der Erzählweise, weniger mit dem Schreibstil, denn der ist flüssig und leicht verständlich. Dennoch steht man als Leser häufiger auf dem Schlauch, denn wichtige Informationen werden uns einfach vorenthalten und sorgen so für Verwirrung und Unverständnis. Das fängt an bei den Zeitsprüngen, die am Anfang nicht kenntlich gemacht werden. Es geht weiter mit den Figuren, die uns mal mit ihrem Vornamen begegnen, mal mit ihrem Nachnamen, die wir aber nicht mit dem Vornamen verknüpfen können. Und nein, es gibt leider kein Namensverzeichnis am Ende des Romans, das habe ich auch schmerzlich vermisst.

Die Geschichte wird ein bisschen erzählt wie für Eingeweihte - und als Leser ist man außen vor und muss sich bemühen, die Zusammenhänge irgendwie zu erfassen und zu durchschauen. Manches wird schlicht nicht oder nicht ausreichend erklärt (zum Beispiel der irische Sport), anders wird durch die Beschreibung von Eindrücken und Emotionen erzählt und als Leserin habe ich mich gefragt, was faktisch eigentlich passiert ist.

Ich lese immer sehr gründlich und mache mir Notizen beim Lesen, um später eine Rezension schreiben zu können. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass ich wichtige Informationen nicht bekommen oder schnell vergessen habe. Manche Nebenfiguren hatten für mich kein klares Profil. Wenn sie später im Roman wieder auftauchten, verband ich so leider nichts mit dem Namen und wunderte mich, wer zum Beispiel Macmillan oder Namara noch mal waren. Man konnte sie leider nicht so einfach zuordnen und ich hatte auch keinen Bezug zu ihnen. Hinzu kam dann noch die Namensproblematik und ich war teilweise einfach lost.

Dass ich trotzdem weitergelesen habe und das auch zügig, lag daran, dass die Story selbst und Emma mir gut gefallen haben. Ich konnte mitfiebern und miträtseln, habe mich durch die schwer zugängliche Erzählweise aber auch immer wieder geärgert. Und das ist verdammt schade, denn ich hätte gerne 4 oder 5 Sterne für die tolle Story gegeben. So aber kann ich es nicht, denn ich muss auch die Schwächen berücksichtigen, obwohl mir die Geschichte selbst so gut gefallen hat, dass ich auch unbedingt Band 2, der im Herbst erscheinen soll, lesen will. Ich hoffe, dass der dann die Schwächen von Rena Fischers Debütroman abgelegt hat.

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

magie, freundschaft, doppelgängerin, zwilling, schule

Nova und Avon - Mein böser, böser Zwilling

Tanja Voosen , Petra Hämmerleinova
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551653819
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Wenn sie doch nur ein bisschen normaler wäre! 


Die 13-jährige Nova hat es nicht leicht: Nicht nur dass ihre Eltern an Übernatürliches glauben, ihr Vater ein bekannter TV-Moderator für übersinnliche Themen ist und überall ungefragt Autogrammkarten an ihre Klassenkameraden verteilt, sie ist zudem auch noch das Lieblingsopfer der beliebten Viola, die ihr das Leben in der Schule und außerhalb zur Hölle macht.

Nova hätte gerne Freunde und würde wahnsinnig gern dazugehören, doch dieser Wunsch führt leider dazu, dass sie eines Tages verflucht wird. Ab da an läuft aber auch alles in ihrem Leben schief und sie gerät von einer Katastrophe in die nächste. Und dann taucht noch Avon auf, ein magischer Zwilling, der genauso aussieht wie sie, jedoch fies ist, sie aus ihrem Leben drängen möchte und sich vor Avons Klassenkameraden und ihrem Schwarm absolut oberpeinlich benimmt.

Nova muss den Fluch brechen und Avon loswerden, doch das geht nur mit einem Gegenzauber …


Meine Meinung:



Ich hatte auf dem Bloggerempfang von Carlsen und Thienemann-Esslinger auf der Leipziger Buchmesse zum ersten Mal von diesem Kinderbuch gehört und da ich zu der Zeit gerade Tanja Voosens Jugendbuch "Phantomliebe" gelesen habe, war ich sofort interessiert, was es wohl mit diesem magischen Spiegelzwilling auf sich hat, mit dem sich die 13-jährige Hauptfigur Nova herumschlagen muss.


Eine Erwartung hat das Buch nicht erfüllt: Nämlich dass Avon, der böse Zwilling sofort als Gegenspielerin eingeführt werden würde, denn sie tauchte erst zur Hälfte des Buches auf. Doch der erste Teil des Buches ist dadurch keineswegs langweilig, denn es geht nicht nur um Nova, ihre alltäglichen Probleme mit ihren peinlichen Eltern, der Schulzicke Viola, ein beliebtes Mädchen, das sie ständig mobbt, sondern auch um Novas fehlendes Selbstbewusstsein. Nova hat keine Freunde, wünscht sich verzweifelt eine beste Freundin und ist heimlich in den Bruder von Viola, Fitz, verschossen.


Zu den typischen Teenagerproblemen gesellt sich im Roman nun noch eine weitere Ebene, in der es um Magie, Flüche, Wahrsagerinnen, magische Zwillinge, Gegenflüche und andere merkwürdige paranormale Momente geht. Um ihre magischen Probleme zu lösen, muss Nova jedoch zunächst ihre unmagischen Probleme in den Griff bekommen und mehr Selbstbewusstsein entwickeln. 


Ich mochte die Botschaft des Romans, denn obwohl Avon mit Stärken und Fähigkeiten auftrumpft, die Nova gerne hätte, ist Avon keineswegs besser als Nova. Magie und alles können sind eben nicht alles. 


Der Schreibstil ist dem empfohlenen Lesealter ab 11 Jahren angemessen. Die Geschichte ist abwechslungsreich, einfühlsam, spannend, aber auch etwas humorvoll erzählt und macht sehr viel Spaß zu lesen - nicht nur für junge Mädchen, sondern auch für Fans von phantastischen Kinderbüchern wie mich. Junge Leserinnen können sich auf jeden Fall gut mit Nova identifizieren und mit ihr mitfiebern.


Es werden am Ende nicht alle Fragen beantwortet, aber das ist okay, denn wie am Ende verraten wird, war dies erst das erste Abenteuer von Nova und Avon. Im Frühjahr 2018 soll der 2. Band der Reihe mit dem Titel "Novas Rückkehr" erscheinen. Ich bin schon gespannt. 

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Tags: böser zwilling, feindinnen, fluch, freundinnen, magie, magischer zwilling, mobbing, rituale, schule, spiegel, teenager, teenagerprobleme   (12)
 

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282 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

dystopie, laura kneidl, liebe, ermittlung, luftkolonie

Water & Air

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551315441
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Nach dem Anstieg des Meeresspiegels und dem Absenken der Erdplatten ist der Lebensraum an Land knapp geworden. Die Menschen leben stattdessen in Kolonien in der Luft oder im Wasser, während Industrieinseln für den Abbau von Rohstoffen zuständig sind.

Kenzie ist eine Wassergeborene. Als ihre Unangepasstheit dafür sorgt, dass sie kurz vor der Verbannung aus ihrer Heimat, der Wasserkolonie, steht, flüchtet sie sich in die Luftkolonie Quito. Doch obwohl der Reichtum der Luftkolonie diese zunächst wie ein Paradies erscheinen lässt, muss Kenzie bald erkennen, dass hinter der schönen Fassade menschliche Abgründe und dunkle Geheimnisse lauern. Als eine Mordserie beginnt, setzt sie alles daran, diese zusammen mit dem rechtschaffenen Sicherheitsbeauftragten Callum aufzuklären.

Meine Meinung:


Ich hatte schon länger immer wieder mal Romane von Laura Kneidl bei anderen Bloggern gesehen und war sehr neugierig geworden, denn die Bücher - und die Rezensionen zu ihnen - klangen viel versprechend. Als es beim Bloggerempfang des Carlsen Verlags (zusammen mit dem Thienemann-Esslinger Verlag) auf der Leipziger Buchmesse den neuen Roman von Laura Kneidl, "Water & Air", als Rezensionsexemplar gab, habe ich natürlich sofort zugeschlagen.

Der Roman beginnt sehr spannend. Das Worldbuilding fand ich faszinierend: Der Meeresspiegel ist so weit gestiegen, dass die Menschen nur noch in gläsernen Kuppen im Meer oder in der Luft in sogenannten Kolonien leben. Vereinzelt gibt es noch Landmassen, aber hier lebt kaum jemand, das Leben spielt sich hauptsächlich in den Kolonien ab, die jede eine eigene Gesellschaftsordnung und ein eigenes Wertesystem haben, wodurch sie sehr unterschiedlich sind. In Kenzies Heimat, einer Wasserkolonie, herrscht ein strenges patriarchales System: Frauen sind zum Kinderkriegen, Haushaltmachen und für niedere Arbeiten auf den Feldern oder dem Fischfang da. Wenn Frauen keine Kinder bekommen können oder Menschen auf andere Weise nicht der Gesellschaftswohl dienen können, werden sie verbannt. Die Luftkolonie Quito steht dazu im Gegensatz: Hier ist die Ungleichheit durch Arm und Reich bedingt, denn anders als in der Wasserkolonie gibt es in Quito Geld und Vermögen.

Insgesamt mochte ich die Zukunftswelt, die Laura Kneidl entworfen hat, sehr, auch wenn ich das Visionäre vermisst habe. Fortgeschrittene Technik fehlte komplett, das Fortschrittlichste waren Tablets, was unwahrscheinlich ist, wenn man bedenkt, über wie viele Jahre und Jahrzehnte (oder gar Jahrhunderte) der Anstieg des Meeresspiegels bis zu diesem lebensfeindlichen Niveau gebraucht hat. Wäre es viel schneller gegangen, hätte der Menschheit nämlich die Zeit für den Bau der Kolonien gefehlt und sie wäre ausgestorben. Wie gesagt, hier hätte ich mir etwas Phantasie gewünscht.

Die Figuren fand ich sympathisch, auch wenn ich mir - wieder - teilweise etwas mehr versprochen hatte. Kenzie ist zwar unangepasst, aber nicht wirklich rebellisch. Sie lehnt sich nicht wirklich gegen das ungerechte System ihrer Heimat auf. Als angedeutet wird, dass Kenzie ein Geheimnis hat, hatte ich gehofft, dass die Autorin vielleicht mutig ein Jugendbuch-Stereotyp durchbricht, aber so kam es leider nicht. Nun gut.

Auch Callum mochte ich, er ist verantwortungsbewusst, loyal, aufopferungsvoll. Er kümmert sich um jeden, aber besonders um Kenzie - und das nicht nur, als sie bei einem Mordfall zur Verdächtigen wird. Für den Chef der Sicherheit fand ich ihn mit 18 Jahren jedoch ein wenig jung - woher sollte er die Lebenserfahrung für diesen Job haben? Aber nun ja, Jugendbuch-Klischeekiste eben. Einen realistischen Aufstieg von Callum in diese Position im Laufe des Romans hätte ich schöner gefunden.

In der ersten Hälfte des Romans dominieren die Vorstellung der Kolonien und Figuren sowie die Mordermittlung, in der zweiten Hälfte des Buch setzt die Dystopie ein - und mit ihr für mich die Schwächen des Romans. Leider ist der Konflikt mit dem Herrscher und der Kampf gegen den Bösewicht nicht immer logisch. Der Böse wird zum Bösen, indem er entgegen seiner bisherigen Laufbahn nicht nur machthungrig ist, sondern auch nicht länger die Menschen durchschauen und manipulieren kann. Den Kampf führt im Grunde eine kleine Gruppe 18-jähriger, der Rest der Bewohner der Kolonie verfällt in recht übertriebene Massenhysterie und scheint zu keinem geordneten, geplanten Widerstand mehr fähig.

Sorry, aber ich finde es einfach nicht logisch. Hier wirkt mir zu vieles wie gewollt. Die Jugendlichen sollen gewinnen, also sind sie die letzte Bastion der Vernunft, der letzte Widerstand (mit eine Gruppe Ausgestoßener, die wollte ich nicht unter den Tisch fallen lassen). Dass der Böse ihnen bisher eigentlich haushoch überlegen war und mehrere Schritte im Voraus geplant hat und alle Pläne im Keim ersticken konnte - ist plötzlich hinfällig. Stattdessen glänzt er mit einer unerklärlichen Schwäche und Blindheit, die es den Jugendlichen erlaubt, ihn zu besiegen. Sieg durch Schwäche des Gegners, das Ganze hat für mich auf diese Weise einen schalen Beigeschmack, sodass ich das Ende unbefriedigend fand und der gesamten zweiten Hälfte des Romans leider nicht viel abgewinnen konnte.

Fazit: Eine tolle erste, aber unbefriedigende zweite Hälfte des Romans hinterlassen bei mir einen zwiegespaltenen Leseeindruck, für den ich leider nicht mehr als 3 Sterne geben kann. Schade, ich hatte einfach mehr erwartet. Für Jugendliche und junge Leser dennoch sicher ein spannendes und interessantes Buch.

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112 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

spiegel des bösen, geister, björn springorum, hass, hotel

Spiegel des Bösen

Björn Springorum , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522202305
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Die 15-jährige Sophie ist gar nicht begeistert, als ihre Eltern sie mit auf ein abgelegenes, kürzlich wiedereröffnetes Grandhotel in den Bergen nehmen, in dem ihr Vater Inspiration für seinen neuesten Roman sucht. Doch der öde Aufenthalt nimmt eine abrupte Wende, als eines Morgens Sophies Eltern einfach aus ihrem Zimmer verschwunden sind.

Während sie erst irritiert und dann immer besorgter nach ihnen sucht, muss sie erkennen, dass seltsame Dinge im Hotel und mit ihr vorgehen. Warum kann sie niemand sehen oder hören? Was ist das für eine Frau, die sie aus den Spiegeln des Hotels zu beobachten scheint und sogar bis in ihre Träume verfolgt?

Dann jedoch erkennt sie, dass sie in diesem Schrecken nicht so allein ist wie gedacht, dass es noch andere Jugendliche gibt, die genau dasselbe durchmachen wie sie …



Meine Meinung:

Im Mittelpunkt des Romans steht der Schauplatz, das Grandhotel Rabenfels mit seinen zahlreichen Geheimnissen, das nach einem Brand von einhundert Jahren jetzt wiedereröffnet wurde und den Prunk aus dem 19. und 20. Jahrhundert genauso zeigt wie seine bewegte Geschichte.

Sophie und die anderen jugendlichen Hauptfiguren des Romans (Max, Ludwig und Margarete) müssen erkennen, dass hinter der edlen Fassade des noblen Hotels schreckliche Dinge geschehen sind – und immer noch geschehen. Nur wenn sie sich den gruseligen Geschehnissen und ihren Ängsten stellen, können sie sich selbst und ihre Eltern aus den Klauen des Hotels, das sie mit aller Macht festhalten will, befreien.


In einer Mischung aus phantastischen Elementen – verwunschenen Spiegeln und Bildern, Hexen, lebenden Toten bzw. Erinnerungen und echten Geistern – sowie Horrorelementen wird die packende Geschichte erzählt und Geheimnisse nach und nach aufgedeckt. Denn im Grandhotel geht es nicht mit rechten Dingen zu. Es scheint zu leben, die Zeit verläuft anders, Menschen altern nicht oder anders, Verstorbene bleiben als geisterhafte Erinnerungen zurück. Die Vergangenheit und die Gegenwart vermischen sich vor dieser geschichtsträchtigen Kulisse und Sophie und die anderen müssen Detektiv spielen, um herauszufinden, was in der Vergangenheit geschehen ist und zum Verschwinden ihrer Eltern geführt hat.

Doch neben den Schrecken spielt auch das Thema Liebe in den unterschiedlichsten Ausprägungen – erste Liebe, Liebe zur Familie, verratene Liebe, zu Hass gewordene Liebe, unerwiderte Liebe, etc. – eine große Rolle. Wie Björn Springorum auf dem Bloggerempfang des Thienemann-Verlags auf der Leipziger Buchmesse verraten hat, reizte es ihn besonders, diese Facetten aufzuzeigen.

Mir haben der Genremix und Björn Springorums Art zu erzählen wieder sehr gut gefallen. Die verschiedenen Elemente sind sehr ausgewogen, der Grusel durch die Horrormomente hält sich in Grenzen, sodass auch junge Leser die Geschichte bedenkenlos lesen können, ohne Albträume zu bekommen. Die Geschichte ist spannend und abwechslungsreich erzählt und nicht übermäßig "teeniehaft", sodass sowohl jugendliche als auch erwachsene Leser Spaß beim Lesen haben.

Fazit: „Spiegel des Bösen“ ist eine gelungene und spannende Mischung aus phantastischer Roman, Horror, historischen Momenten, Liebes- und Detektivgeschichte.

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Tags: geheimniss, geister, grandhotel, horror, hotel mit geschichte, nobelhotel, phantastik, spannung, spukhaus, spukhotel   (10)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

musik, parallelwelt, catron, magie, licht und dunkel

Quo

Anja Berger
Flexibler Einband: 684 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.02.2017
ISBN 9783741263637
Genre: Fantasy

Rezension:

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich den 1. Band der Reihe "Catron: Die Melodie der Sterne" gelesen habe. Daher freute ich mich auch schon auf den 2. Band von Anja Bergers High Fantasy-Reihe "Quo: Die Dunkelheit hinter den Sternen". Leider fand ich die Fortsetzung nicht so stark wie den Auftakt.

Inhalt:

Kira Sanders, die Musikstudentin aus Düsseldorf, hat inzwischen nicht nur ihre Begabung als Magierin entdeckt und akzeptiert, sondern auch die Magier der Dunkelheit in Catron, insbesondere Mael Shadar, als Verbündete angenommen, nachdem es ihr gelungen war, den Stein der Dunkelheit zu wecken.


Doch sie musste erkennen, dass das Gleichgewicht der Welt nur wiederhergestellt werden kann, wenn sie ebenfalls den Stein des Lichts weckt und bis dahin weitestgehend auf den Gebrauch des Steins der Dunkelheit verzichtet. Nur leider ist das schwieriger als gedacht, denn nach der Erweckung des dunklen Steins gilt sie in Quo, bei den Magiern des Lichts, als Todfeindin. Doch um den lichten Stein zu wecken, muss sie nach Quo reisen und sie kann dabei noch nicht einmal auf ihre früheren Verbündeten zählen. Schlimmer noch: Politische Intrigen behindern jedes noch so kleine Vorankommen in ihrem Versuch, Quo zu erreichen und ihre Aufgabe zu erfüllen.



Meine Meinung:

Mir gefiel der 1. Band sehr gut, da ich die Protagonistin Kira mag und die Idee, Magie mit Musik zu kombinieren originell fand. Leider kam mir dieser Aspekt im 2. Band etwas zu kurz, auch wenn es weiterhin um Musik, genauer gesagt um die Melodien von Licht und Dunkel, geht, und Magie ausgeübt wird.


Denn im Fokus steht im 2. Band allerlei politisches Hickhack, Intrigen, Misstrauen, Verrat, etc. Sobald eine Intrige endlich überwunden war, gab es schon die nächste. Auf die Dauer wurde mir das ein wenig zu eintönig und die Spannung litt. Zumal neben den Kapiteln aus Kiras Sicht und ihrer beiden Lehrer Mael Skjaldan und Mael Shadar auch noch ziemlich viele andere Figuren zu Erzählern wurden.


Anja Bergers Schreibstil ist ausschweifend. Es gibt zwar einen roten Faden, aber sie erzählt drum herum in epischer Breite und der rote Faden dehnt sich manchmal gefühlt unendlich und es geht nicht recht voran. Das war im ersten Band besser, dort passierte mehr, es gab mehr Action. Hier hatte mir der politische Aspekt zu viel Übergewicht, ich hätte mir einfach mehr Abwechslung gewünscht.


Auch hätte ich die Figuren angesichts ihrer Engstirnigkeit, mit der sie alles, was Kira tut, betrachteten und dabei alles ignorierten, das darauf hindeutete, dass sie gute Absichten haben könnte, hin und wieder einfach nur schütteln können. Kiras Frustration angesichts der politischen Minenfelder und Fallen, die ihr unentwegt in den Weg gelegt wurden, konnte ich sehr gut nachempfinden, denn mir erging es ähnlich. Nur leider raubte mir der Frust etwas das Vergnügen an der Lektüre und ließ die Längen in der Handlung deutlicher hervortreten. Ich habe irgendwann das Ende herbeigesehnt, denn in der Mitte zog sich die Handlung manchmal wie Kaugummi aufgrund der Längen. Kürzen hätte der Geschichte gut getan.


Denn die Kürzung hätte vielleicht zu ähnliche Themen reduziert und auch ein paar unwichtige Personen wären möglicherweise weggefallen. Ich habe den 1. Band erst vor ca. 2 Monaten gelesen, doch ich hatte bereits jetzt Schwierigkeiten, alle Nebenfiguren zuzuordnen. Mussten die Magier der Dunkelheit Shadar und Jabin unbedingt drei Schüler auf eine Mission mitnehmen, wenn nur einer ein markantes Profil hat und im Gedächtnis bleibt? Ich will hier auch nicht das Glossar mit dem Personenverzeichnis am Ende des Romans unterschlagen. Jedoch ist es beim E-Book äußerst unpraktisch vor und zurück zu springen, sodass ich es unterlassen habe.


Ein weiterer Kritikpunkt, den ich so im 1. Band nicht wahrgenommen habe, war die Menge der Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler. Ich erwarte nicht, dass ein Buch fehlerfrei ist, denn das ist in den seltensten Fällen möglich, trotz Lektorat und Korrektorat. Doch besonders die Interpunktionsfehler waren dieses Mal zu viel. Fehlende Kommata, fehlenden Anführungszeichen bei der direkten Rede oder falsche Zeichen am Satzende mischten sich mit Fehlern in Groß- und Kleinschreibung sowie fehlerhaften Formatierungen. 


Insgesamt muss ich sagen, dass ich von der Fortsetzung nicht so gefesselt war, wie ich erhofft hätte. Der politische Aspekt und die Längen trübten das Lesevergnügen für mich genauso wie die leider recht häufigen Fehler. Schade. Momentan bin ich so noch am Überlegen, ob ich den 3. Band, der noch 2017 erscheinen soll, lesen werde oder nicht. 

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Tags: catron, licht und dunkel, magie, magier, musik, parallelwelt, quo   (7)
 

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(46)

89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

dämonen, liebe, phantome, familie, exorzisten

Phantomliebe

Tanja Voosen
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.12.2015
ISBN 9783646601800
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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517 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 176 Rezensionen

magie, spiel, caraval, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:



Die achtzehnjährige Scarlett Dragna und ihre ein Jahr jüngere Schwester Tella leben in Angst und Schrecken vor ihrem gewalttätigen, kontrollsüchtigen Vater. Scarlett erhofft sich die Freiheit durch ihre in Kürze bevorstehende Hochzeit, als sie unerwartet drei Freikarten für den Besuch von Caraval bekommt, ein Spiel voller Magie und Schauspiel, in dem die Besucher Aufgaben lösen müssen und am Ende die Erfüllung eines Wunsches winkt. Scarlett muss sich entscheiden, ob sie ihre sichere Zukunft für ein riskantes Abenteuer riskieren will. Doch dann wird ihre Schwester entführt ...

Meine Meinung:



Die Geschichte wird aus der Sicht von Scarlett erzählt und beginnt mit ihren Briefen an den Master von Caraval, einem Mann, der eines Zaubers zum Anführer einer magischen Schaustellertruppe und unsterblich wurde. Eine Aufführung beizuwohnen ist ein außerordentliches Privileg, in dessen Genuss nur wenige Menschen kommen. Scarlett träumt von der Magie Caravals, seit sie ein kleines Mädchen war und ihr Vater sich nach dem spurlosen Verschwinden in einen sadistischen Despoten verwandelt hat.


Als sie jedoch eines Tages endlich die langersehnte Einladung nach Caraval erhält, kommt sie zum völlig falschen Zeitpunkt, denn die knapp 18-jährige Scarlett soll nach dem Willen des Vaters in Kürze einen Grafen heiraten und verspricht sich davon die Freiheit für sich selbst und ihre knapp 17-jährige Schwester Donatella, die sie Tella nennt. Caraval zu besuchen, würde bedeuten, diese Zukunft aufs Spiel zu setzen.


Ich finde es interessant, wie wir Caraval und seinen Master Legend im Roman kennen lernen, denn dies geschieht zunächst einmal indirekt: durch Briefe, die Erzählungen von Scarletts Großmutter, von denen uns lediglich berichtet wird, Gerüchte, etc. Diese Erzählmethode weckt die Neugier und wir haben bereits eine gewisse Vorstellung von den Geschehnissen in Caraval, bevor die beiden Schwestern dort ankommen. Ob diese Vorstellung jedoch richtig oder falsch ist, nun, das ist eine ganze andere Frage.


Der Roman arbeitet mit der Spannung zwischen Erwartungen, Realität und Fiktion. Wie Scarlett müssen wir uns in Caraval immer fragen, was wirklich und was nur gespielt ist, was ein Bühnentrick und was echte Magie, wer ein Spieler ist und wer einer der Schausteller, der eine Rolle spielt. Das ist überaus spannend, denn im Roman ist nichts, wie es auf den ersten Blick scheint. Theaterkulissen werden beim Lesen schnell zur Realität, wenn man nicht aufpasst. Trotz der Warnung, dass alles in Caraval ein Spiel ist, verfällt nicht nur Scarlett, sondern man auch als Leser schnell dem Zauber und ist mitten im Geschehen, ohne noch länger die Unterscheidung zwischen echt und Fiktion treffen zu können. Auch wenn ich an manchen Stellen skeptisch war, einen doppelten, dreifachen, ja sogar vierfachen Boden hinter den Ereignissen erwartet habe, hat es Stephanie Garber mit ihrem Debütroman "Caraval" dennoch immer wieder geschafft, mich zu überraschen. 


Dieser Roman ist alles, nur nicht vorhersehbar oder langweilig. Und da das Ende eine Fortsetzung anzudeuten scheint, bin ich schon sehr gespannt, wie es mit Caraval, Scarlett, Legend und all den anderen weitergeht. 

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Tags: caraval, legend, liebe, magie, magische insel, magischer jahrmarkt, rollenspiel, schatzsuche, schauspiel, schwestern, spiel, wirklich vs. fiktiv   (12)
 

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184 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

nachtglanz, vampir, dämonen, tanja heitmann, dämon

Nachtglanz

Tanja Heitmann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 06.10.2011
ISBN 9783453534025
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich weiß nicht, wann ich dieses Buch gekauft habe - es muss schon ein paar Jahre auf meinem SUB gelegen haben -, doch noch mehr frage ich mich, warum ich es gekauft habe. Denn als ich vor zwei Tagen den Klappentext gelesen habe, fühlte ich mich nicht angesprochen. Vampire oder Dämonen, wie sie hier genannt werden, reizen mich schon lange nicht mehr.


Dabei fing es noch ganz interessant an mit einem jungen Mann, der 1889 ohne Gedächtnis, aber mit einem Dämon in seinem Innern erwacht, der ihn Adam nennt. Adams Sinne, besonders sein Geruchssinn, sind geschärft, damit er dem Dämon, der seinen Körper als seinen Tempel betrachtet, Blutopfer bringen kann, der ihm wiederum Unsterblichkeit und Selbstheilungskräfte gibt. Klingt nach Vampir und ist es irgendwie auch. 


Der Roman ist in zwei Teile aufgeteilt. Der kürzere erste Teil erzählt von Adams ersten Tagen als Träger eines Dämons und spielt in Paris, der zweite Teil spielt im Jahr 1861 und in Kalifornien. Neben Adam, der Hauptfigur, gibt es weitere Erzählfiguren, den menschenliebenden Unsterblichen Etienne, die Verführerin Rischka, den machthungrigen Dämon Anders und die Menschenfrau Esther.


Ich fand die Idee, dass Dämon und Wirt in unterschiedlichem Maßen verschmelzen, wenn der Dämon über einen Kuss in den Körper fährt - wozu jedoch nicht jeder menschliche Körper imstande ist, sodass einige Wirte qualvoll sterben - und dass Adam der einzige ist, der zwei Persönlichkeiten in einem Körper trägt, anfänglich noch interessant. Allerdings begann die Geschichte schnell mich zu langweilen. Ich konnte mich den Charakteren nichts anfangen, ihre Motivationen verstand ich genauso wenig wie einige ihrer Handlungen und Gefühle. 


Ich dachte erst, dass mein Unverständnis davon herrührt, dass ich die Vorgängerbände nicht kannte, obwohl "Nachtglanz" Adams Vorgeschichte erzählt, doch daran lag es nicht. Das Buch lag mir einfach nicht.


Schlecht geschrieben ist es nicht, aber leider gefiel es mir persönlich so gar nicht, sodass ich nicht mehr als 2 Sterne geben kann.

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Tags: blutopfer, dämonen, dämonische wirte, historische fantasy, jäger, unsterbliche   (6)
 

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(324)

803 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 42 Rezensionen

fantasy, kristin cashore, die beschenkte, gabe, jugendbuch

Die Beschenkte

Kristin Cashore
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2011
ISBN 9783492267830
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Lady Katsa, die Nichte von König Randa von Middluns, ist eine Beschenkte. Dass sie eine besondere Gabe hat, zeigt sich anhand ihrer unterschiedlich farbigen Augen. Kein Augenpaar eines Beschenkten scheint einem anderen zu gleichen, so wie es auch unterschiedlichen Begabungen gibt.


Katsa besitzt die Gabe des Kämpfens, die sie im Auftrag ihres Onkels gegen seine Gegner einsetzt, seit sie mit 9 Jahren ihre Gabe entdeckt und zum ersten Mal getötet hat. Doch eines Tages begegnet sie dem geheimnisvollen Begabten Prinz Bo aus Lienid und ihr Leben ändert sich. Und irgendwann fragt sie sich, was sie will, und ob sie es bekommt, wenn sie weiterhin der Handlanger ihres Onkels ist ...



Meine Meinung:

Puh! Irgendwie fällt es mir schwer, das Buch zu bewerten. Ich mochte den Anfang, als es darum ging, Katsa kennen zu lernen, ihren Aufträge auszuführen, mehr über das Komplott herauszufinden, durch das sie Prinz Bo begegnet ist, Katsas Beziehung zu ihrem Cousin Raffin, aber auch ihr anfängliches Misstrauen gegenüber Bo und ihre Kämpfe gegen ihn. Es gefiel mir, dass Katsa stärker ist als er und er genug Selbstbewusstsein hat, um das nicht nur zu akzeptieren, sondern auch anzuerkennen.


Dennoch bemerkte ich ab etwa der Hälfte des Buches, dass mein Interesse langsam nachließ. Lag es an der nachlassenden Spannung, als der Konflikt zwischen Bo und Katsa sich in Wohlgefallen auflöste und sie sich eingestand, dass sie ihn mag? Oder dass es ein Jugendroman mit einer starken Frauenfigur war, die aber dennoch nicht ohne Lovestory auskam? Daran, dass ich manche Gedanken und Entscheidungen nicht nachempfinden konnte, weil Katsa mir einfach zu wenig ähnelt? Oder bin ich einfach unromantisch?


Ja, es gibt nicht nur die Liebesgeschichte, auch wenn Katsa darauf achtet, ihre persönliche Freiheit zu bewahren, es gibt im Roman auch Sex, Seltsamerweise fand ich die nicht sehr ins Detail gehende Szene sogar passender als die Gespräche und Gefühle vorher.


Ach, ich weiß nicht, woran es lag. Es mag auch mit Katsas Gabe zu tun haben. Es ist nicht so, dass die Geschichte nicht spannend wäre, gespickt mit Kämpfen und Gefahren, aber dadurch Katsa aufgrund ihrer Gabe zu Kämpfen unbesiegbar scheint, steht irgendwie von vornherein fest, dass sie es schaffen wird. Einen unüberwindbaren Pass erklimmen? Statten wir Katsa doch einfach mit einem Extraschuss Gabe und Durchhaltevermögen aus, dann passt das schon, muss sich die Autorin gedacht haben. 


Und mir wurde langweilig.


Ja, vermutlich liegt es an Katsa, der "Alleskönnerin", dass ich irgendwann die Lust am Buch verlor. Schade. Aber das war vermutlich nicht mein Buch.

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(90)

158 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

dystopie, science fiction, englisch, fantasy, jugendbuch

The Host

Stephenie Meyer
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Little Brown & Co, 13.04.2010
ISBN 9780316068055
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ja, ich war nicht nur skeptisch, ich war SEHR skeptisch, ob mir das Buch gefallen würde. Vorab: Ich habe es mir nicht selbst gekauft, sondern irgendwann geschenkt bekommen und Science Fiction war bei mir eine Lesephase, die schon lange vorbei ist. Und dazu noch ein neuer Roman von der "Twilight"-Autorin. Aus den Romanen war ich auch schon lange raus.


Also lag das Buch da, der SUB wuchs und wuchs und irgendwie war der Roman immer ganz unten, wenn es darum ging, neuen Lesestoff auszuwählen.


Und dann kam der Film, den ich irgendwann auf Video sehen wollte und nach fünf Minuten abgebrochen habe, weil ich ihn so schrecklich fand. Noch ein Grund mehr, warum der Roman den SUB nicht verließ.


Doch dann nahm ich gestern das Buch in die Hand, weil ich mein Bücherregal aussortiere, und dachte: "Du solltest zumindest mal reinlesen, bevor du es wegibst."


Einen Tag später. Ich habe mehr als nur reingelesen. Ich habe es komplett gelesen, ja, beinahe verschlungen. Dass es ein Stephanie Meyer-Roman und dazu noch Science Fiction war, hatte ich nach ein paar Seiten verdrängt, weil es unwichtig war. Die Geschichte zählte. Wanderer zählte.


Klar, es gab ein paar Längen, die Zeit im isolierten Rebellencamp war mir zu lang, weil es mehr um die Beziehungen ging und manchmal einfach nichts passierte. Aber der Konflikt, den Wanderer durchmacht, als sie erkennt, dass ihr menschlicher Wirtskörper anders ist als ihre früheren Wirtskörper, dass er Gefühle hat, dass Melanie, deren Körper sie bewohnt, immer noch da ist, liebt und leidet, bis sie sich die Frage stellt, ob es richtig ist, was ihre Rasse auf der Erde tut, ist überaus spannend und interessant. Beinahe ein bisschen philosophisch ist die Unterscheidung zwischen Seele und Körper und die Tatsache, dass es Männer gibt, die diese Unterscheidung treffen und Wanderer (später Wanda genannt) und Melanie, ihren menschlichen Wirt, voneinander trennen und lieben können, obwohl sich beide einen Körper teilen - das fand ich bemerkenswert.


Ihr merkt, ich mochte die Idee der Geschichte sehr. Ich mochte auch Wanderer, ihre Art zu denken, die sich einerseits von uns Menschen unterscheidet, andererseits doch menschlich ist. Man kann sich mit ihr identifizieren, obwohl sie ein Alien ist.


Zunächst hatte ich befürchtet, dass die Geschichte sich auf Wanderer/Melanie und ihre Beziehung zu Melanies Bruder Jamie und ihren Freund Jared konzentrieren würde, zumal es ja lange dauerte, bis Jared und Wanderer interagierten, doch zum Glück kam dann am Ende noch mal eine Wende und der Fokus wurde etwas größer und beschränkte sich nicht nur auf den Rebellenunterschlupf. 


Fazit: Vielleicht nicht mein Lieblingsbuch, aber dafür dass ich es zunächst nicht lesen wollte, hat es mir überraschend gut gefallen.

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magie, fantasy, orks, zwerge, elben

Die Geheimnisse der Alaburg (Die Farbseher Saga 1)

Greg Walters
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 08.09.2015
ISBN 9781517172657
Genre: Fantasy

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