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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

vergangenheit, christiane sadlo, moor, ostdeutschland, das jahr der kraniche

Das Jahr der Kraniche

Christiane Sadlo
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.12.2013
ISBN 9783442381227
Genre: Romane

Rezension:

Der Zufall führt Laura mit Jan zusammen. Für beide ist es die Liebe auf den ersten Blick. Obwohl Jan einige Jahre älter als Laura ist, heiraten sie schon nach kurzer Zeit. Anschließend fahren sie zu dem Landsitz von Jan. Dort wollen sie leben und eine Familie gründen. Idyllisch und doch geheimnisvoll in Wäldern und an einem See gelegen, wartet das Haus nur darauf, wieder belebt zu werden. Laura ahnt nicht, wie viel Leid Jan mit diesem Anwesen verbindet.

Schnell hat sie Kontakt zu Hanno, seiner Tochter Elke und deren Mann Marius. Jan ist nach dem Tod seiner Eltern von Hanno großgezogen worden, und Elke ist somit für ihn wie eine Schwester. Für diese war und ist Jan der große, tolle Bruder. In ihr findet auch Laura bald eine gute Freundin. Es könnte alles so schön sein, wären da nicht Lauras Albträume und ein dunkles Geheimnis, welches das Haus umgibt.

Während der Geschichte bekommt der Leser immer wieder einen kleinen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der handelnden Personen. Durch die Kursivschrift sind sie direkt als solche zu erkennen. Hierdurch bekommt der Leser einen noch engeren Bezug zu ihnen.

Immer wieder baut sich Spannung auf. Sobald jedoch das Gefühl aufkommt „ja, jetzt endlich erfahre ich, was damals geschah“ fällt der Leser wieder in die Gegenwart zurück. Übrig bleibt nur noch eine Ahnung von dem, was sich zehn Jahre zuvor ereignet haben könnte. In kleinen Häppchen zeigen sich im Verlauf des Buches die ganzen schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit.

Die Autorin spielt perfekt mit der Fantasie ihrer Leser und lässt diesen viel Raum für eigene Vermutungen über das Geschehene. Es fällt schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen. Am Ende geht es dann Schlag auf Schlag – vielleicht zu schnell für den ein oder anderen Leser. Mich hat es nicht gestört.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Blanvalet-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: christiane sadlo, ostdeutschland, vergangenheit   (3)
 

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36 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

gärtnerei, berlin, rose, tania krätschmar, mark brandenburg

Nora und die Novemberrosen

Tania Krätschmar
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2016
ISBN 9783734102424
Genre: Romane

Rezension:

In der Mark Brandenburg liegt ganz versteckt eine vergessene Gärtnerei. Bis diese von den vier Nachbarn und Freunden Nora, Udo, Ellie und Margarete entdeckt wird. Nicht nur sie sind von diesem geheimnisvollen Ort fasziniert, sondern auch Noras 7-jährige Tochter Fanny. Für diese ist das Gelände ein einziger Abenteuerspielplatz.

Nora und ihre Freunde versuchen herauszufinden, wem das Grundstück mit der ehemaligen Gärtnerei wohl gehören könnte. Doch es gibt keine offiziellen Unterlagen, wer der Eigentümer ist. Trotz dieser ungeklärten Eigentumsverhältnissen beginnen die Freunde mit der Erweckung der Gärtnerei aus dem Dornröschenschlaf. Das wiederum ist den Behörden ein Dorn im Auge, sie ordnen die Räumung des Grundstückes an.

Die Geschichte um Nora und der Gärtnerei ist von Tania Krätschmar wunderbar geschrieben. Die liebevollen Details, mit denen sie die Orte und Pflanzen beschreibt, lassen die alte Gärtnerei vor dem geistigen Auge wieder auferstehen. Genau wie Nora und ihre Freunde erahnt der Leser dadurch, wie schön dieser verwilderte Garten ist und wie er einmal aussehen könnte. Ebenso leidet man mit den Protagonisten mit, sobald sich Probleme ergeben und dunkle Wolken aufziehen.

Natürlich ahnt der Leser bereits zu Beginn das Ende, doch der Weg dahin ist unbekannt. So soll es meiner Meinung nach bei dieser Art Roman sein. Durch die leichte Geschichte bleibt viel Raum für die Vorstellungskraft. Landschaften, Pflanzen, Gebäude, auf alles kann sich der Leser einlassen ohne etwas von der Handlung zu verpassen.

Die Seiten fliegen nur so dahin, und schnell ist der Leser am Ende des Buches angelangt. Auch dort bleibt es der Fantasie des Lesers überlassen, wie es mit Nora und ihren Freunden weitergehen könnte. Wer Freude am Gärtnern hat, Pflanzen liebt und/oder einfach nur bei einem guten Buch entspannen möchte, ist bei dieser Geschichte gut aufgehoben. Meinen Dank an die Autorin für die wunderbaren Bilder in meinem Kopfkino während des Lesens.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Blanvalet-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: deutschland, gärtnerei, mark brandenburg, tania krätschmar   (4)
 

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

notwehr, thriller, suche, attackiert, angreifer

Die zweite Haut

Ryan David Jahn , Teja Schwaner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.07.2014
ISBN 9783453437548
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Simon ist ein Niemand, sein Leben ist eintönig und ohne jede Art von Abwechslung. Trostlos folgt ein Tag dem anderen. Doch dann dringt eines Nachts ein Mann in sein Apartment ein und will ihn umbringen. Simon schlägt seinen Angreifer mit der Taschenlampe nieder und erschreckt. Er hat den Mann getötet, und dieser Mann sieht genauso aus wie er. Simon überlegt, woher der Mann kommt und was er von ihm wollte. Auf der Suche nach dem Grund gerät Simon immer tiefer in einen Strudel, der ihn an seinem eigenen Verstand zweifeln lässt.

Es fiel mir schwer, in die Geschichte von Simon hineinzukommen. Nachdem es dann doch endlich gelungen war, war es interessant, Simon auf seiner Suche nach der Wahrheit zu folgen. Merkwürdige Dinge geschehen, und neben Simon lässt Ryan David Jahn auch dem Leser die Möglichkeit, viele Fantasien zu entwickeln, was es mit dem Mann in Simons Apartment auf sich hat.

Die Geschichte nimmt Fahrt auf und entwickelt sich weiter und hält den Leser am Buch. Der Schreib- und Erzählstil ist an einigen Stellen leider etwas flach. Das können auch die spannenden Situationen nicht ausbügeln. Es mag für mich kein Meisterwerk sein, aber dennoch ein gutes Buch.

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Tags: ryan david jahn, thriller, vergangenheit, wahrheit   (4)
 

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593 Bibliotheken, 17 Leser, 6 Gruppen, 69 Rezensionen

england, mord, krimi, thriller, charlotte link

Die Betrogene

Charlotte Link
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 02.09.2015
ISBN 9783734100857
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Polizistin Kate Linville ist eine kontaktscheue, einsame Frau. Einzig zu ihrem Vater hält sie Kontakt. Als dieser eines Tages grausam ermordet wird, beginnt sie, ihre eigenen Nachforschungen anzustellen. Der für den Fall zuständige Chief Inspector Caleb Hale ist in ihren Augen nicht geeignet, den Mord an ihrem Vater aufzuklären. Caleb ist seit einigen Tagen trockener Alkoholiker, und das ist keine gute Voraussetzung, um sich vollkommen auf den Fall zu konzentrieren.

Bald schon gibt es eine Spur: Denis Shove, ein bekannter Krimineller, gerät in den Fokus der Ermittlungen. Shove ist auf der Flucht und sucht nach einem Versteck. Währenddessen plant der kurz vor einen Burn-Out stehende Drehbuchautor Jonas Crane eine Auszeit. Gemeinsam mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn fährt er zu einer abgeschiedenen Farm. Ohne Handy-Empfang, Telefon, Fernsehen, Radio, usw. scheint es genau der Ort zu sein, an dem Crane abschalten kann.

Charlotte Link verflechtet die Geschichte um Kate und Familie Crane zu einem spannenden Kriminalroman. Kate muss langsam erkennen, dass ihr Vater nicht der vollkommene, fehlerlose Mann war, wie sie immer glaubte. Neil Courtney sieht in der Familie Crane eine lukrative Einnahmequelle. Seine Freundin Terry ist die leibliche Mutter von Sammy Crane. Neil ist ein Mensch, der leicht reizbar ist und auch öfter mal zuschlägt. Er hat seine Ansichten und setzt diese auch mit Gewalt durch. Für ihn zählt nur er selbst.

Als Courtney von den Urlaubsplänen auf der Farm erfährt, tauchen er und Terry überraschend dort auf. Sie sorgen dafür, dass die Cranes ihre Zeit auf der Farm so schnell nicht mehr vergessen werden. Schon bald geht es um Leben und Tod. Packend schildert die Autorin die Ereignisse auf der Farm. Lange bleibt offen, was der Mord an Kates Vater mit dem Familienurlaub der Cranes verbindet.

Ein spannender Roman mit vielen Facetten. Zwischenmenschliche Beziehungen spielen eine große Rolle. Verzweiflung, Angst, Sorgen – alles ist förmlich greifbar. Charlotte Link lässt den Leser an all den Ereignissen intensiv teilhaben. Hier gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Tags: charlotte link, familiendrama, familiengeschichte, thriller   (4)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

lukas, krimifans, robin, besitzergreifend, düster

Der Wald wirft schwarze Schatten

Kari F. Braenne , Anne Helene Bubenzer , Dagmar Lendt , Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Polaris, 02.05.2012
ISBN 9783862520237
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Evelyn hat sei über dreißig Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn. Doch sie muss ihn dringend sprechen und ihm etwas anvertrauen, bevor sie stirbt. Sie lädt ihn daher zu ihrem 85. Geburtstag ein und hofft, dass er kommen wird.

Wilhlem ahnt, dass eine Rückkehr aus den USA alte Wunden aufreißen wird. Trotzdem macht er sich auf den Weg zu seiner Mutter. Die Vergangenheit muss endlich überwunden werden.

Der Schauspieler Robert erhält von einer seltsamen alten Dame eine Einladung zu deren Geburtstag, sowie eine rätselhafte Karte mit einem Schlüssel. Gemeinsam mit seinem Sohn Lukas wagt er das Abenteuer Schatzsuche.

Jeder der drei Erwachsenen hat sein eigenes schweres Schicksal, welches ihn belastet. Evelyn verliert sich in ihrer Vergangenheit und fragt sich immer wieder, ob sie denn eine gute Mutter war oder nicht. Aber bestimmt war sie das, oder? Wilhelm führt ein unstetes Leben in den USA. Nur nicht zu lange an einem Ort bleiben, immer weiterziehen. Doch vor seinen Erinnerungen kann er nicht davonlaufen. Sie quälen ihn jeden Tag mehr.

Robert ist als Kind adoptiert worden. Alleine irrte er im Wald, so dass man davon ausging, er sei von Zigeunern ausgesetzt worden. Die Beziehung zu Lukas Mutter Anna steht auf dem Spiel. Das aktuelle Theaterstück fordert alles von ihm und raubt all seine Kräfte. Trotzdem macht er sich mit Lukas auf die Suche nach dem Schatz.

An der kindlichen Welt von Lukas lässt die Autorin den Leser teilhaben. Die Kapitel, welche aus seiner Sicht erzählt werden, zeigen gut, wie Kinder die Welt der Erwachsenen und deren Verhalten wahrnehmen und hinterfragen.

Die spannende Frage nach dem Geschehen und wie alles miteinander verknüpft ist, bleibt in der gesamten Geschichte erhalten. Mit jedem Kapitel wechselt die Sichtweise zwischen den drei Erwachsenen und Lukas. Langsam nähert man sich der Lösung. Wie wurde Evelyn zu der Frau, die sie am Ende ihres Lebens ist? Wie weit ging ihr Einfluss in der Erziehung von Wilhelm? Wie passen Robert und Lukas in diese Geschichte? Viele Fragen kommen während des Lesens auf. Eine Antwort ist dort zu finden, wo der Wald schwarze Schatten wirft.

Die Geschichte nimmt den Leser mit zu einer einsamen Hütte im dunklen Wald. Ein lesenswertes Buch, leicht zu lesen und ohne verwirrende Handlungsstränge.

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Tags: familie, geheimnis, kari brænne, vergangenheit   (4)
 

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

vergangenheit, leon reiter, zeitblasen, zukunft, zeitreisen

Jetzt

Leon Reiter
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.08.2014
ISBN 9783492269988
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Professor Silvamani ist bei einem Experiment ein Fehler unterlaufen. Bei seiner Erforschung der Zeit kommt es zu sogenannten Anomalien. Diese führen an unbekannte Orte und Zeitpunkte der Geschichte. Doch wohin genau kann auch der Professor nicht sagen. Selbst, wenn man in eine solche Anomalie hineingeht, ist es äußerst schwer, die Zeit festzulegen. Es sei denn, man hätte Anhaltspunkte. Doch meistens ist es eine öde Gegend und nicht erkennbar, ob gleich eine Pferdekutsche, ein Auto oder ein Raumschiff vorbei kommt.

Ein Team von vier Wissenschaftlern soll dem Professor helfen, die Anomalien zu beenden und wieder die Zeit in ihre richtigen Bahnen zu lenken. Nicht zu verachten ist auch das große Risiko der Zeitparadoxa. Viele Gefahren warten auf das Team bei ihrer Suche nach der „richtigen Zeit“ – der, in der verhindert werden kann, dass es überhaupt zu diesen Anomalien kommt.

Leon Reiter spielt geschickt mit der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart. Wenn diese drei Zeiten gleichzeitig an einem Ort existieren, wird die Frage nach dem JETZT und was JETZT ist, nicht mehr so einfach zu beantworten sein.

Die Erlebnisse der vier Wissenschaftler und ihrer Reisen in / durch die Zeit ist sehr bildlich beschrieben, so kann der Leser gut in die jeweilige Zeit eintauchen. Die einzelnen Charaktere ergänzen sich so, dass nach und nach ein perfektes Team entsteht.

Fans von Serien wie „Sliders“, Primeval“ und sonstigen Zeitreisegeschichten können auch hier ihre Freude an der Geschichte haben. Für Leser, die dieses Genre noch nicht kennen, könnte die Geschichte verwirrend sein. Alles rund um Anomalien, Zeitparadoxa, Zeitreisen ist speziell, und ein wenig Grundwissen schadet hier nicht. Jedoch kann das Buch auch für solche Leser interessant sein, um in die Welt von Zeit und Zeitreisen eintauchen zu können. JETZT.

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Tags: leon reiter, vergangenheit, zeitblasen, zeitreise, zeitreisen, zukunft   (6)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

lauren beukes, fantasy, gesellschaftskritik, gesellschaft, magie

Zoo City

Lauren Beukes , Judith Reker , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.12.2014
ISBN 9783499259685
Genre: Fantasy

Rezension:

ACHTUNG * SPOILER *



Johannisburg in der Gegenwart – und doch ist vieles anders. Straftäter sind an einem Tier zu erkennen, welches sie ständig bei sich führen müssen. Eine Art innere Verbindung lässt eine größere Entfernung zwischen Mensch und Tier nicht zu. Diese Menschen werden „Getierte“ genannt.

Nach dem Tod ihres Bruders wird Zinzi December zu einer solchen „Getierten“. Ein Faultier und die magische Fähigkeit, verlorene Dinge wiederzufinden, gehören nun zu ihrem Alltag. Zinzi hat bei ihrem Dealer Schulden, die sie bei ihm abarbeiten muss. Da erhält Zinzi den Auftrag das Pop-Sternchen Songweza zu finden. Sehr lukrativ, und daher nimmt sie den Auftrag an. Wie gefährlich sich die Suche entwickelt, kann Zinzi noch nicht ahnen.

Zoo City hat gute Ansätze. Die Idee, Verbrecher zu kennzeichnen, in dem ein Tier sie zukünftig begleitet, ist nicht schlecht. Doch warum erhält ein Getierter ein Faultier, einen Hund, eine Ratte, einen Schmetterling, einen Vogel oder was auch immer? Soll das Tier auf irgendeine Charaktereigenschaft hinweisen? Hierauf bekommt der Leser keine Antwort.

Von der im Klappentext beschriebenen „Wahrheit über die Getierten“ gibt es keine Spur. Die Protagonisten leben am Rande der Gesellschaft, und daher spielt die Geschichte größtenteils im entsprechenden Milieu ab. Wie die Menschen dort leben müssen, ist gut beschrieben und kann auch als Gesellschaftskritik verstanden werden. Die Autorin setzt dabei auf den Konflikt zwischen Getierten und Un-Getierten.

Empfehlen kann ich das Buch leider nicht.

Aufgrund der gut umgesetzten Gesellschaftskritik gibt es einen Bonuspunkt.

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Tags: fantasy, gesellschaft, gesellschaftskritik, lauren beukes   (4)
 

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

evolution, thriller, science fiction, darwin, wissenschaft

Das Darwin-Virus

Greg Bear , Sebastian Vogel
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.05.2005
ISBN 9783453520585
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Molekularbiologin Kaye Lang hat die Theorie, dass es Krankheiten gibt, die seit ewigen Zeiten in der menschlichen DNA schlummern. Sollte sie damit recht haben, könnte das eine ganz neue Sicht auf Krankheiten und deren Einfluss auf die Evolution des Menschen bieten.

Christopher Dicken vom nationalen Gesundheitszentrum sucht nach Hilfe bei einer neuen Erkrankung. Schwangere Frauen bekommen eine Art Grippe und verlieren kurz darauf ihr Kind. Doch plötzlich sind sie wieder schwanger und behaupten, keinen Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Gibt es wirklich eine Art „Jungfrauen-Schwangerschaft“?

In den Alpen ist Mitch Rafelson mit zwei Bergsteigern auf dem Weg zu einer Höhle. Dort befinden sich die gut erhaltenen Körper einer prähistorischen Familie. Das Neugeborene hat jedoch ein merkwürdiges Aussehen.

Gab es schon einmal einen Virus, der in unserer DNA versteckt darauf gewartet hat, erneut auszubrechen? Wie passen die Theorie von Kaye Lang, die Grippe und die prähistorische Familie zusammen? Greg Bear schildert die Geschichte so gut, dass es genau so in der Realität ablaufen könnte – wenn es denn solche Viren gäbe.

Das Eintauchen in die Biowissenschaft und deren Fachbegriffe ist nicht einfach. Jedoch muss man sich in dieser Wissenschaft nicht auskennen, um der Geschichte zu folgen. Viele Begriffe werden erklärt oder sind im angehängten Glossar biologischer Fachbegriffe zu finden.

Während Kaye, Christopher und Mitsch sich auf der wissenschaftlichen Seite mit der Lösung befassen, muss die Politik die besorgte Bevölkerung beruhigen. Denn es gibt immer mehr „Jungfrauen-Schwangerschaften“ auf der gesamten Welt. Die Fehl- und Totgeburten von missgebildeten Kindern führen dazu, dass die Menschen nicht nur demonstrieren, sondern auch in uralte Verhaltensmuster zurückfallen.

Es bleibt die Frage, was passiert, wenn die Evolution des Menschen weiter geht. Sind wir bereit zu akzeptieren, was kommen wird? Oder werden die Menschen alles versuchen, diese aufzuhalten, zu verhindern, zu kontrollieren? Das Buch und seine Geschichte geben darauf keine Antwort und das ist auch gut so.

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Tags: darwin, evolution, genetik, greg bear, menschheit, thriller, wissenschaft   (7)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

integration, verschiedene kulturen, adnan maral, biographie, humor

Adnan für Anfänger

Adnan Maral
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.05.2016
ISBN 9783734103063
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Schauspieler Adnan Maral erzählt Geschichten aus seinem Leben und lässt den Leser an seinen Gedanken teilhaben. Das Gerüst der Geschichte bildet ein Wartezimmer bei einem Arzt. Während er dort sitzt und sich mit der Sprechstundenhilfe und anderen Patienten unterhält, beginnt eine „Zeitreise“ zu seinen Eltern, die als Gastarbeiter nach Deutschland kamen, seiner Frau und seinen Kindern sowie vielen anderen Menschen, denen er begegnet ist.

Es geht um Menschen und ihre Vorurteile anderen gegenüber sowie den Umgang miteinander. Kann man überhaupt von „typisch Deutsch“ oder „typisch Türkisch“ reden? Seit der Serie „Türkisch für Anfänger“ ist Adnan Maral einem breiten Publikum bekannt. Er hat bei vielen anderen Produktionen mitgespielt und musste dabei oft Klischees umsetzen. Mit Humor zeigt er dem Leser, dass es immer um den Menschen geht und es egal sein sollte, welchen Pass er hat oder woher er kommt.

Ein Buch, welches mehr ist als eine Geschichte aus dem Leben eines erfolgreichen Schauspielers. Es bringt den Leser nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken über sich selbst. Wie man sich wohl selbst in der ein oder anderen Situation verhalten hätte? Diese Frage kann nur jeder alleine für sich beantworten.

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Tags: adnan maral, biographie, humor, integration, verschiedene kulturen   (5)
 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

rosa schmidt, rente, rentner, ehe, humor

Mein Mann, der Rentner: Das geheime Tagebuch einer Ehefrau

Rosa Schmidt
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 13.06.2014
ISBN 9783838725499
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wie verändert sich das Leben, wenn der Ehemann nach seinem langen Arbeitsleben in Rente geht? Rosa Schmidt kann es nicht fassen, als ihr ihr Ehemann mitteilt, dass er ab dem nächsten Monat im Ruhestand ist. Sie befürchtet das Schlimmste.

Nicht ganz zu Unrecht, denn Günther und auch sie müssen erst einmal lernen, mit diesem neuen Lebensabschnitt umzugehen. Seit Jahren hat auch Rosa eine eingespielte Alltagsroutine. Diese wird durch den dauernd anwesenden Günther gründlich durcheinander gewirbelt.

Aber auch für Günther ist es nicht einfach. Hobbys hatte er durch seine Arbeit nie gehabt. Was also nun mit all der freien Zeit anfangen? Höchste Zeit, dass er sich eines zulegt. Rosa arbeitet fleißig daran.

In ihrem Tagebuch schildert Rosa all ihr Leid, welches der Ruhestand ihres Mannes mit sich bringt. Er geht ihr auf die Nerven und kostet auch selbige. Monat für Monat schreibt Rosa und erzählt von den Ereignissen. Sie und ihr Mann müssen sich nach 35 Ehejahren erst wieder neu kennenlernen.

Ein erfrischend herzliches Buch, humorvoll erzählt Rosa ihre Geschichte. Vielleicht erkennt der ein oder andere Rentner sich in Günther und die ein oder andere Ehefrau in Rosa wieder? Rosa und Günther sind ein wunderbares Paar. Da Rosa Schmidt nicht wirklich Rosa Schmidt heißt, könnte es durchaus möglich sein, dass Rosa und Günther die eigenen Nachbarn sind – aber wer weiß das schon?

Das Buch eignet sich auch prima zum Verschenken an zukünftige oder frisch gebackene Rentnerehefrauen, Freundinnen, usw. Spaß ist garantiert.

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Tags: ehe, humor, rente, rentner, rosa schmidt   (5)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

island, hochland, steinar bragi, thrille, autounfall

Hochland

Steinar Bragi , Tina Flecken
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei DVA, 12.09.2016
ISBN 9783421046970
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vier Menschen wollen in der einsamen und kargen Landschaft des isländischen Hochlandes campen. Hrafn, Anna, Egilt und Vigdís begeben sich mit einer Menge Alkohol und Drogen auf ihre Reise. Als dichter Nebel aufzieht, kommen sie von der Straße ab und verlieren am Ende ganz die Orientierung. Wie aus dem Nichts taucht plötzlich eine Wand auf, und der Fahrer kann nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Die Wand gehört zu einem einsam gelegenen Haus, dessen Bewohner vom Lärm aufgeschreckt nach draußen eilen. Die Reisenden dürfen bei dem seltsamen alten Paar übernachten. Doch aus einer Nacht sollen viele werden. Alle Versuche, zurück in die Zivilisation zu gelangen, scheitern.

Das alte Paar bleibt in der Geschichte im Hintergrund und taucht in der Geschichte eher selten auf. Was schade ist, denn die beiden sind interessante Figuren. Die Freunde können in ihrem Haus übernachten und sich frei bewegen, so als gäbe es die alten Herrschaften gar nicht. Dabei werden gerade diese von vielen Geheimnissen umgeben.

Das Buch ist in mehrere Abschnitte gegliedert. Obwohl die Handlung in der dritten Person geschrieben ist, wechselt die Sicht der Geschehnisse zwischen den vier Protagonisten. Jeder von ihnen erinnert sich an Begebenheiten aus seiner Vergangenheit und wie diese mit den anderen Personen verbunden ist. Leider schweifen diese Erinnerungen dermaßen ab, dass die eigentliche Handlung, nämlich das Stranden in der Einöde und die Versuche, von dort zu entkommen, in den Hintergrund gerät.

Im Klappentext lautet der Kommentar von Kristof Magnusson „ein faszinierendes Buch voller Schrecken, das sich aus unserer Realität speist und auf sie zurückverweist … beklemmend und hochspannend.“ Auf der Rückseite verspricht Gomorron Sverige „Dieser Mann beherrscht alle Schattierungen des Horrors … furchteinflößend“. Als ein Buch voller Schrecken oder Horror würde ich dieses Buch jedoch nicht beschreiben.

Die Geschichte dehnt sich wie Kaugummi, ist oft nur flach erzählt, und die Versuchung, das Buch abzubrechen, war enorm groß. Am Ende bin ich aber froh, doch durchgehalten zu haben. Somit habe ich das Geheimnis um das Haus und die einsame Gegend erfahren. Jedoch können diese paar Seiten am Ende des Buches nicht wieder gut machen, was Anfang und Mittelteil an Spannung fehlte. Auch der Schluss ist nicht das große „Aha-Erlebnis“. Auch hätte ich gerne mehr über die beiden Bewohner des Hauses erfahren. Die beiden Figuren kamen eindeutig zu kurz.

Aus der Idee, die diesem Buch zugrunde liegt, hätte man mehr machen können. Vielleicht haben die Kommentare auch falsche Erwartungen bei mir geweckt. Meiner Meinung nach ist dieses Buch eindeutig Geschmackssache.

Ich danke dem Bloggerportal und dem DVA Belletristik Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: island, steinar bragi   (2)
 

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99 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

schweden, thriller, psychothriller, spannung, caroline eriksson

Die Vermissten

Caroline Eriksson , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Penguin, 08.08.2016
ISBN 9783328100386
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Greta verbringt mit ihrem Mann Alex und Tochter Smilla einige Tage in ihrem Ferienhaus. Es sind schöne Tage, die enden, als ein Bootsausflug auf eine kleine Insel alles verändert. Während Greta bei dem Boot bleibt, gehen Alex und Smilla auf einen Spaziergang. Von diesem kehren sie nicht mehr zurück.

Die Geschichte wird hauptsächlich in der „Ich-Perspektive“ von Greta erzählt. Unterbrochen wird dieser Erzählstrang von den Gedanken einer anderen Person, welche auch in der „Ich-Form“ geschrieben, aber kursiv abgedruckt sind. Lange ist unklar, wer diese andere Person ist. Durch diese Art der Erzählung nimmt der Leser hautnah an den Gedanken und Gefühlen beider Personen teil.

Stück für Stück wird die Vergangenheit enthüllt. Doch es ist nicht einfach, denn Greta und ihre teilweise sehr verwirrenden Gedankenstränge und Handlungen sind eine Herausforderung an den Leser. Ihr Gedankenkarussell dreht sich oft, und doch ist immer wieder ein neues Puzzle-Stück zu finden. Immer wieder kommt auch die Frage auf, was mit Greta los ist. In den Rückblicken zeigt sich, dass auch ein Ereignis aus ihrer Kindheit großen Einfluss auf ihr heutiges Leben hat.

Die Bezeichnung „Psycho-Thriller“ ist berechtigt. Jedoch sollte das Buch aufgrund der verwirrenden Handlung ohne große Unterbrechungen gelesen werden. Als lockere Urlaubslektüre ist es ebenfalls nicht zu empfehlen. Sobald der Leser den roten Faden durch Gretas wirren Gedanken hindurch gefunden hat, fällt es schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen. Wer jedoch diesen roten Faden schwer oder gar nicht findet, dürfte Probleme mit der Geschichte haben.

Das Buch ist für mich einfach genial geschrieben. Eine Geschichte, wie ich sie von einem Psycho-Thriller erwarte. Caroline Eriksson ist ein spannender, wenn auch ein echt irrer, verwirrender, Roman gelungen.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Penguin Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: caroline eriksson, psychothriller, schweden, thriller, wahrheit   (5)
 

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

flucht, vergewaltigung, vernunftehe, ddr, familiengeheimnis

Die Mutter meiner Mutter

Sabine Rennefanz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 14.09.2015
ISBN 9783630874548
Genre: Biografien

Rezension:

Es ist die wahre Geschichte von Anna. Erzählt wird sie aus der Perspektive der Enkeltochter. Sie ist die „Ich-Erzählerin“.

Als 14-jährige flüchtet Anna mit ihrer Stiefmutter und ihren kleinen Brüdern in den Westen. Im Dorf Kosakenberg, welches in der sowjetischen Besatzungszone liegt, werden sie einquartiert. Auf dem Hof von Familie Wendler muss Anna als Magd zwar harte Arbeit verrichten, doch das kinderlose Paar wird für sie zu einer Art Ersatzfamilie.

Dort lernt sie auch eines Tages Friedrich Stein kennen, der 1949 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück auf den Hof kommt. Der Krieg und die Gefangenschaft haben aus ihm einen gebrochenen Mann gemacht. Anna heiratet den 20 Jahre älteren Mann und bekommt mit ihm drei Töchter.

Die älteste Tochter Monika ruft eines Tages bei ihrer eigenen Tochter – der „Ich-Erzählerin“ – an. Bis zu diesem Anruf war der Großvater für seine Enkeltochter ein liebevoller Mensch, doch nun, zwanzig Jahre nach seinem Tod, wird ein aufgedecktes Geheimnis alles verändern. Während sie ihren Großvater über alles liebte, spielte die Mutter ihrer Mutter kaum eine Rolle in ihrem Leben. Diese Frau war eine merkwürdige, gefühlskalte Frau.

In Rückschauen erfährt der Leser, was Anna zu dieser Frau hat werden lassen. Dass die Erzählung auf einer wahren Geschichte beruht, bringt den Leser emotional noch näher an Anna heran. Es ist Annas Schicksal, welches selbst noch die Enkelgeneration beeinflussen wird.

Das Lesen wird jedoch etwas erschwert, da die Erzählerin oft zwischen den Zeiten wechselt. Es gibt keine eindeutige Vergangenheits- oder Gegenwartserzählung. Sobald man sich in diese Erzählweise eingelesen hat, lernt man zusammen mit der Enkeltochter die Mutter ihrer Mutter verstehen.

Ein Buch voller Emotionen und Spannung. Das Schicksal von Anna wird nicht das einzige dieser Art sein. Ihre Geschichte steht für mich daher beispielhaft für alle, denen das Schicksal so oder so ähnlich mitgespielt hat.

Da ich eine wahre Geschichte nicht mit „gut“ oder „schlecht“ bewerten möchte, denn das Leben ist nie nur gut oder schlecht, gilt meine Bewertung eher der Art, wie die Geschichte erzählt wurde. Es ist nicht immer einfach, zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu unterscheiden. Da ich oft verwirrt war und zurückblättern musste, gibt es einen Punkt Abzug. Denn auch, wenn es eine wahre Geschichte ist, kann ich das Lesegefühl nicht anders bewerten als bei ausgedachten Geschichten.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Luchterhand Literaturverlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: familie, familiengeheimnis, flucht, krieg, mutter, sabine rennefanz, schicksal, vernunftehe, wahre begebenheit   (9)
 

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124 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

liebe, familie, briefe, geheimnis, jason f. wright

Die Mittwochsbriefe

Jason F. Wright , Marie Rahn
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.09.2010
ISBN 9783453406513
Genre: Romane

Rezension:

Nach fast 40 Ehejahren sterben Laurel und Jack zusammen in ihrem Ehebett in einer Nacht. Während ihre drei Kinder alles für die Begräbnisfeierlichkeiten organisieren, finden sie im Keller Briefe. Es sind Briefe von ihrem Vater an ihre Mutter. Jeden Mittwoch schrieb er einen an seine Frau.

Matthew, Samantha und Malcom lernen ihre Eltern aus einer ganz anderen Perspektive neu kennen. Obwohl jeder von ihnen seine eigenen Sorgen und Nöte hat, finden sie Trost in diesen Briefen. Doch dann taucht ein Brief auf, der alles auf den Kopf stellt und ein Familiengeheimnis aufdeckt.

Die Idee, eine Familiengeschichte zu erzählen, in dem Kinder die hinterlassenen (Liebes-) Briefe ihres Vaters finden, ist nicht schlecht. Während die drei Kinder in der Gegenwart mit ihren eigenen Problemen kämpfen, tauchen sie und der Leser durch die Briefe in die Vergangenheit ein. Da die Briefe nicht chronologisch gelesen werden, bleibt immer das Rätsel, was vor oder nach einem Brief passiert sein könnte.

Auch die Anrede von Jack an Laurel wechselt im Laufe der Jahre. Ob Jason F. Wright damit nur Abwechslung in den Lesefluss bringen oder die jeweilige Stimmung von Jack zum Zeitpunkt des Schreibens wiedergeben will, ist die Frage.

Leser, die ein kleines Familiengeheimnis und Romantik mögen, sind bei diesem Buch genau richtig. Ein Roman, dessen Hauptfigur kein Mensch, sondern seine Briefe sind. Beteiligte Personen und ihre Sorgen werden ohne den Schwerpunkt auf eine Person erzählt. So findet jeder Leser seine Lieblingsfigur.

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Tags: briefe, familiengeheimnis, geheimnis, jason f. wright   (4)
 

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333 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

flugzeugabsturz, liebe, michel bussi, identität, frankreich

Das Mädchen mit den blauen Augen

Michel Bussi , Olaf M. Roth
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.02.2014
ISBN 9783352008764
Genre: Romane

Rezension:

Nach einem tragischen Flugzeugabsturz wird ein kleines Mädchen lebend neben dem Wrack gefunden. Ein Wunder. Doch dieses Wunder wird bald das Schicksal dieses Mädchens dramatisch beeinflussen. An Bord des Flugzeuges waren zwei fast gleich alte Babys. Jede von ihnen könnte das Überlebende sein.

Da die Geschichte 1980 spielt, ist an einen Gen-Abgleich noch gar nicht zu denken. So sind es zwei Familien, die sich fragen, ob das Mädchen Lyse-Rose de Carville oder Emilie Vitral ist. Beide Großeltern wollen „ihre“ Enkeltochter haben. Nach 18 Jahren findet ein Privatdetektiv endlich die Wahrheit heraus. Dies kostet ihn jedoch das Leben.

Das Rätsel um das Mädchen mit den blauen Augen ist von Beginn an fesselnd. Auch das Mädchen stellt sich immer wieder die Frage „Bin ich die, die ich bin, oder doch die Andere?“. Es ist ein Drama um die Identitätsfindung auf hohem Niveau. Auch wenn ein Gericht damals entschieden hat, dass Emilie überlebt hat – ist sie wirklich Emilie oder doch Lyse-Rose? Diese Frage ist für beide Familien eine starke Belastung. Auch die Geschwister von Lyse-Rode und Emilie leiden unter der Situation.

Das Buch liest sich flüssig und schnell. Wobei letzteres auch auf die große Spannung zurückzuführen ist. Man muss einfach wissen, wie die Geschichte weitergeht. Mal deuten die Hinweise darauf, dass Emilie Emilie ist – ein anderes Mal spricht alles eher für Lyse-Rose.

Ein Großteil des Romans besteht aus den Aufzeichnungen des Privatdetektivs, die Marc – Emilies Bruder – liest. So begleitet der Leser Marc auf dem Weg, die Wahrheit zu finden. Doch wird diese Wahrheit beiden Familien helfen, endlich zur Ruhe zu kommen?

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Tags: familiendrama, familiengeschichte, identitätssuche, michel bussi   (4)
 

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

gewalt, mord, london, drogen, auftragskiller

Kalter Schmerz

Hanna Jameson
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 17.02.2013
ISBN 9783518464106
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nic Caruana ist ein Killer. Seine Auftraggeber sind zwielichtige Personen. Eines Tages erhält er den Auftrag, die 16-jährige Tochter eines Waffenhändlers aufzuspüren. Diese ist verschwunden und wird kurz darauf tot aufgefunden. Ihre Eltern Pat und Claire geben Nic den Auftrag, den Mörder ihrer Tochter zu finden. Nic ist zudem fasziniert von dem Model Claire. Ein kaltes Wesen mit dunklen Seiten.

Um es kurz zu machen: Ich habe mich gezwungen, dieses Buch zu Ende zu lesen. Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi und schweift immer wieder ab. Der Klappentext versprach einen guten Thriller, doch dieses Versprechen konnte die Geschichte nicht halten.

Hauptthema ist nicht die Suche nach dem Mörder der Tochter, sondern die spezielle Beziehung von Claire und Nic. Die kalte Seite, die Nic zum Killer macht, verwandelt sich im Zusammensein mit Claire in ein heißes Feuer. Und Feuer kann auch zerstören. Wären da nicht die Einblicke in Nics Vergangenheit und in seine Familie, das Buch hätte nur einen Stern erhalten.

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Tags: auftragskiller, gewalt, hanna jameson   (3)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

innsbruck, lena avanzini, robert, krimi, vera

Tod in Innsbruck

Lena Avanzini
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 12.04.2011
ISBN 9783897058408
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vera erhält die Nachricht, dass ihre Schwester an Herzversagen gestorben ist. Im gleichen Moment erfährt sie auch, dass diese magersüchtig war. Sie versteht nicht warum und begibt sich auf Nachforschungen, was ihre Schwester in die Magersucht getrieben haben könnte.

Ihre Schwester war eine talentierte Klavierspielerin und wurde vom berühmten Prof. Sergej Sofronsky unterrichtet. Kann er Vera weiterhelfen? Irgendwas stimmt nicht an dieser Musikschule, da ist sich Vera sicher.

Kripochef Heisenberg steht kurz vor seiner Pensionierung. Da werden Leichenteile entdeckt. Doch bei diesen Teilen bleibt es nicht. Es werden noch zwei Männer- und eine Frauenleiche gefunden. Alle weisen auf ihrer Haut merkwürdige Muster oder Zeichen als Tätowierung auf. Die Polizei ist ratlos. Es ist ausgerechnet Vera, zu der die Spuren führen.

Lena Avanzini hat ihren ganz eigenen Schreibstil. Der rote Faden ist Vera mit ihrer Suche nach der Wahrheit. Heisenberg und seine Mitarbeiter setzten währenddessen alle Puzzle-Teile langsam zusammen. Doch kaum glauben Polizei und Leser zu wissen, wer hinter den Morden steckt und was sein Motiv sein könnte, bringt die Autorin neue Spuren und Fährten ins Spiel. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Der Leser erhält auch Einblicke in die Gedankenwelt des Täters. Aus seiner Sicht sind seine Taten nachvollziehbar und richtig. Er will sein Werk vollenden, koste es, was es wolle.

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Tags: innsbruck, lena avanzini   (2)
 

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196 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

nanotechnologie, roboter, liebe, roman, wissenschaft

Herr aller Dinge

Andreas Eschbach
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.09.2013
ISBN 9783404168330
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Hiroshi lebt mit seiner Mutter in Tokio. Sie arbeitet in der Französischen Botschaft. Von seinem Fenster aus hat Hiroshi einen Blick in den Garten der Botschaft. Dort entdeckt er eines Tages ein Mädchen, Charlotte, die Tochter des Botschafters. Die beiden lernen sich kennen und bekommen den sozialen Unterschied zu spüren.

Hiroshi hat schon als Kind eine Idee, wie der Unterschied zwischen Arm und Reich aufgehoben werden könnte. Er glaubt, dass es in einer Welt, in der niemand mehr arbeiten muss und somit auch niemand mehr Geld braucht, es keinen Unterschied mehr geben wird. Diese Idee wird Hiroshi nicht mehr loslassen. Jahre später erinnert er sich an diese Kindheitsidee. Als Experte in der Robotertechnik versucht er, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen.

Charlotte begleitet eine Expedition ins „ewige Eis“ nach Russland. Auf einer Insel zieht sich das Eis zurück und Wissenschaftler wollen herausfinden, welchen Einfluss die Klimaerwärmung auf die Insel hat. Was sie allerdings auf dieser Insel finden werden, konnte sich niemand vorstellen.

In „Herr aller Dinge“ begleitet der Leser Hiroshi und Charlotte von ihrer Kindheit an. Was als harmlose Idee eines kleinen Jungen aus einfachsten Verhältnissen begann, entwickelt sich mit den Jahren zu einer Erfindung, die die Welt verändern wird. Während Hiroshi hartnäckig sein Ziel verfolgt, trifft er immer wieder auf Charlotte.

Andreas Eschbach schafft es, dass die Geschichte um Hiroshi und Charlotte von Beginn an einen Spannungsbogen aufbaut, der – abgesehen von wenigen etwas „langatmigen“ Stellen – konstant bleibt. Von Kapitel zu Kapitel stellen sich neue Fragen ein. Offen bleibt auch, was die im Klappentext genannte “hochentwickelte Zivilisation“ genau war. Wo kamen sie her, wer waren sie und was taten sie, dass heute niemand mehr von ihrer Existenz weiß?

Wer dieses Genre mag, sollte sich den Roman nicht entgegen lassen. Er regt auch zum Nachdenken darüber an, was passieren könnte, wenn Dinge außer Kontrolle geraten. Auch gut gemeinte Ideen, die eigentlich helfen sollten, können ungeahnte Ausmaße annehmen.

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Tags: andreas eschbach, nanoroboter, nanotechnologie   (3)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

geist, geisterbeschwörung, horror, schauerroman, hexenbrett

Die Inschrift

Alexandra Sokoloff , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 289 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 03.09.2007
ISBN 9783442736348
Genre: Klassiker

Rezension:

Die Außenseiterin Robin Stone hat ihr erstes Semester am College. Da sie aus nicht ganz einfachen Familienverhältnissen stammt, bleibt sie während Thanksgiving im Wohnheim. Dort trifft sie auf weitere Studenten, ebenfalls Außenseiter.

Alkohol und ein Joint machen die Runde. Dann entdecken sie ein altes Hexenbrett und spielen damit. Aus dem anfänglichen Spaß wird jedoch bald Ernst, denn es gibt scheinbar einen Geist, der mit ihnen kommuniziert. Während ein Teil der Gruppe dieses Ereignis rational angeht und nach Erklärungen sucht – wer hat das Brett manipuliert? – stellt sich heraus, dass es diesen Geist tatsächlich zu geben scheint.

„Die Inschrift“ hat bei mir weder Spannung noch Grusel hervorgerufen. Alles, was geschieht, ist vorhersehbar und klischeehaft. Auf dem Roman steht eine Empfehlung, dass es ein Roman „mit Gänsehaut-Garantie“ sein soll. Eine Gänsehaut stellte sich bei mir während des Lesens jedoch nicht ein.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Detailbeschreibungen zu Gebäude und Geschehen sind in Ordnung – und natürlich fehlen weder Sturm, Regen noch Stromausfall in dieser Geschichte. Die bekannten Zutaten für einen Gruselroman wären somit rezeptgenau eingehalten. Das daraus entstandene Gericht war leider fade und, wäre da nicht die Hauptperson „Robin“, ein Flop. Ihre Gedanken und Gefühle wurden jedoch gut ausgearbeitet und dargestellt, was der einzige Pluspunkt dieses Romanes ist.

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Tags: alexandra sokoloff, außenseiter, geist, geisterbeschwörung, hexenbrett   (5)
 

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

schottland, hebriden, maler, erbe, vergangenheit

Die gestohlenen Stunden

Sarah Maine ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.02.2016
ISBN 9783442483426
Genre: Romane

Rezension:

Harriet – Hetty – Deveraux ist die Erbin von Bhalla House, gelegen auf einer Insel in den schottischen Hebriden. Was einst ein herrschaftlicher Stammsitz der Familie war, ist heute kaum mehr als eine Ruine. In dieser wird ein Skelett gefunden. Was ist vor vielen Jahren hier passiert? Hetty möchte diesem Rätsel auf den Grund gehen.

Eigentlich hätte aus Bhalla House ein Luxushotel mit eigenem Golfplatz und Spa entstehen sollen – so die Pläne von Hettys Freund Gilles. Doch als Hetty vor der Ruine steht, ist fraglich, ob aus dieser jemals wieder ein Haus werden kann.

Die Einheimischen sind nicht gerade begeistert, als sie hören, dass direkt neben ihrem Vogelschutzgebiet ein Hotel entstehen soll. James Cameron versucht Hetty von ihren Hotelplänen abzubringen, das Haus sei nicht mehr zu retten. Gilles jedoch sendet in ihrem Namen Gutachter zur Ruine, die der Meinung sind, dass es zwar teuer aber machbar wäre, hier ein Hotel entstehen zu lassen.

Hundert Jahre zuvor trifft Beatrice auf Bhalla Strand ein. Sie hat den erfolgreichen Maler und Gutsherr von Bhalla House, Theo Blake, geheiratet. Sie lernt die Pächter und ihre Familien kennen, doch das damalige Standesdenken lässt eine Freundschaft eigentlich nicht zu. Was erschwerend hinzukommt ist die Vergangenheit zwischen Gutsherr und Pächter. Ein alter Streit ist längst noch nicht vergessen und schwelt noch immer unter der Oberfläche.

In Sarah Maines Roman steht nicht das gefundene Skelett und die Aufklärung, wer es ist. Es geht vielmehr um die Menschen von damals und heute. Hetty, die nicht weiß, wie sie mit Bhalla House verfahren soll. Dazu kommt noch ihre Beziehung mit Gilles, der alles und jedes für sie über sie hinweg entscheidet.

Beatrice wiederum liebt die Insel und ihre Bewohner. Doch ihre Beziehung zu Theo wird immer schwieriger. Sie kommt nicht mehr an ihn heran. Denn Theo verliert sich in seiner Vergangenheit, als er mit seiner großen Liebe auf der Insel glücklich war. Doch das kann er Beatrice nicht sagen, und so entfernen sich die beiden immer mehr voneinander.

Der Autorin ist mit „Die gestohlenen Stunden“ ein gefühlvoller Roman gelungen. Der Leser kann sich in alle Hauptfiguren hineinversetzen. Je mehr sich Vergangenheit und Gegenwart näher kommen, desto geheimnisvoller wird die ganze Sache.

Der Schreibstil ist flüssig, und dadurch ist die Geschichte leicht zu lesen. Unvorhergesehene Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung erhalten bleibt. Als schließlich das Geheimnis um die Identität des Skelettes gelüftet wird, finden Vergangenheit und Gegenwart zusammen.

Jeder, der gerne Romane mit Familiengeheimnissen, -geschichten oder -dramen liest, wird an diesem Roman seine Freude haben. Lesenswert ist er auf jeden Fall.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: erbe, familiengeheimnis, familiengeschichte, hebriden, maler, sarah maine, schottland, vergangenheit   (8)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lena avanzini, tirol, freundinnen, morde, heisenberg

Tirolertod

Lena Avanzini
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 04.10.2012
ISBN 9783954510351
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Rentnerin Valentina denkt darüber nach, einen Krimi zu schreiben. Beim gemeinsamen Handarbeiten mit ihren Freundinnen Marion und Anna kommt dies zur Sprache. Gemeinsam diskutieren sie, wer Mordopfer werden könnte. Valentina macht sich Notizen.

Dann geschieht tatsächlich ein Mord. Genau wie er von Valentina geschrieben wurde. Sie ist schockiert, denn es kann nur eine ihrer Freundinnen gewesen sein – wer sonst wüsste davon. Doch es gibt noch weitere Menschen, denen der Tod des Opfers sehr gelegen kommt.

Durch Zufall lernt Valentina den pensionierten Kripochef Heisenberg kennen. Sie macht ihm schöne Augen, da sie nicht weiß, dass er nicht mehr im aktiven Dienst ist. So will sie an Informationen kommen, welche ihrer Freundinnen zu einer solchen Tat fähig sein könnte. Doch dann gibt es einen weiteren Mord.

Der Roman „Tirolertod“ liest sich leicht, der Schreibstil ist flüssig. Er kommt zwar ohne große Höhen und Tiefen aus, doch die Frage nach dem Mörder bleibt bis zum Schluss spannend. Verwicklungen und Intrigen gibt es ebenfalls zu genüge. An den Leser werden keine all zu schweren Anforderungen gestellt, so dass es eine schöne Lektüre für den Urlaub ist.

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Tags: lena avanzini   (1)
 

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 1 Rezension

krimi, frankreich, paris, fred vargas, kommissar jean-baptiste adamsberg

Die schwarzen Wasser der Seine

Fred Vargas , ,
Flexibler Einband: 147 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.10.2007
ISBN 9783746623504
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In diesem Buch befinden sich die drei Erzählungen „Salut et liberté“, „Die Nacht der Babaren“ und „Fünf Francs das Stück“. In allen drei Fällen hat Kommissar Adamsberg die Hauptrolle. Mehr kann auch schon nicht mehr zu den Geschichten gesagt werden, da mit jeder näheren Beschreibung Spoiler-Gefahr besteht.

Leider habe ich zu keiner dieser drei Geschichten einen Zugang gefunden. Kommissar Adamsberg löst kleine „Fällchen“, die eher ruhig daherkommen. Da die Geschichten relativ kurz sind, eignet sich das Buch, um während eines kurzen Fluges oder einer Zugfahrt gelesen zu werden.

Vielleicht sind Kurzgeschichten auch einfach nicht mein Ding, und andere Leute sind von den Geschichten begeistert – es ist daher wohl reine Geschmackssache.

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Tags: frankreich, fred vargas, kommissar adamsberg, krimi, paris   (5)
 

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

krimi, familie, dorf, petra hammesfahr, mord

Die Schuldlosen

Petra Hammesfahr , , ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783499258725
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alex Junggeburt kehrt nach Jahren im Gefängnis in sein Heimatdorf zurück. Der Mörder von Janice Heckler wurde vorzeitig entlassen, und seine Rückkehr löst natürlich keine Begeisterung bei den Dorfbewohnern aus. Einige Bewohner befürchten seine Rache (immerhin haben sie vor Gericht gegen ihn ausgesagt), andere befürchten, dass bald wieder etwas passieren wird.

Dabei verlief das Leben von Alex nicht einfach. Als er ein Kind war, wurde er noch von den Dorfbewohnern bemitleidet. Als Jugendlicher jedoch fiel Alex negativ auf und bekam so einen schlechten Ruf.

Kann er nun ausgerechnet in diesem Dorf mit seiner Vergangenheit ein normales Leben führen? Konflikte sind eindeutig vorprogrammiert.

Petra Hammesfahr ist neben einem spannenden Roman auch ein guter Einblick in das soziale Miteinander einer Dorfgemeinschaft gelungen. Wie damit umgehen, wenn ein verurteilter Mörder wieder in die Nachbarschaft zieht? Stückchen für Stückchen gibt die Autorin einen Einblick in Alex‘ Vergangenheit und zeigt auf, wie er werden konnte, was er wurde. Auch Nebenfiguren hat Hammesfahr gut herausgearbeitet. Dadurch bekommt der Leser ein Gefühl für die Gemeinschaft des Dorfes.

„Die Schuldlosen“ ist ein Roman, der aufzeigt, dass in einer Gemeinschaft Dinge oft nicht so sind, wie sie scheinen. Da es Rückblicke gibt, kann man die Entwicklung der einzelnen Charaktere verfolgen und von der ein oder anderen Figur auch überrascht werden.

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Tags: krimi, petra hammesfahr, sozialdrama   (3)
 

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

gott, humor, apostel, messias, messia

Und Gott sprach: Du musst mir helfen

Hans Rath ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 30.10.2015
ISBN 9783805250924
Genre: Humor

Rezension:

Zum dritten Mal begegnet Jakob Jakobi Abel Baumann, der behauptet, Gott zu sein. Diesmal möchte Abel nichts Geringeres, als dass Jakob die frohe Botschaft verkünden soll – also eine Art Messias werden. Selbstverständlich bekommt er auch ein paar Apostel zur Seite, die Jakob bei dieser Aufgabe helfen sollen.

Jakob schließt sich einer Gruppe Tierschützer an und will mit der Befreiung von Hühnern den Anfang der Weltrettung machen. Aber es bleibt nicht bei den Hühnern, die Gruppe will noch weitere Tiere befreien.

Hans Rath hat liebenswürdige und sehr skurrile Figuren kreiert. Mit Humor schildert er die Geschichte von Jakob Jakobi, seinen Aposteln und weiteren Begleitern. Wie schon zuvor in den anderen zwei Büchern, ist es auch wieder die Überlegung von Jakob, ob Abel wirklich Gott ist oder nicht. Da in diesem Teil auch eine Person aus Band zwei auftaucht, sollten die drei Bücher in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden.

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Tags: gott, hans rath, humor, jakob jakobi   (4)
 

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170 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 8 Rezensionen

krimi, frankreich, paris, historiker, mord

Die schöne Diva von Saint-Jacques

Fred Vargas , Tobias Scheffel
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.02.1999
ISBN 9783746615103
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Baum, der plötzlich in ihrem Garten steht, macht der Sängerin Sophia Angst. Wo kommt er her? Niemand will ihn gepflanzt haben. Dann verschwindet Sophia spurlos. Ihre Nachbarn beginnen auf eigene Faust nachzuforschen, wo sie geblieben ist. Da die drei Nachbarn die Vornamen Marc, Mathias und Lucien tragen, bekommen sie den Spitznamen „Die drei Evangelisten“ verpasst. Sie stoßen auf einen alten Hass, und es folgen weitere Morde.

Der Roman plätschert ohne große Höhen oder Tiefen vor sich her. Auch kommt keine richtige Spannung auf. Mehr kann dazu schon fast nicht geschrieben werden, denn das Buch hat nicht überzeugt. Die Geschichte an sich hatte ihren Reiz und hätte sich zu einem spannenden Roman entwickeln können. Vielleicht finden andere Leser einen besseren Zugang zu dem Buch und haben ihren Spaß am Roman.

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Tags: fred vargas, krimi-reihe, mord   (3)
 
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