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132 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

ann kathrin klaasen, krimi, ostfriesland, klaus-peter wolf, mord

Ostfriesenblut

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.07.2013
ISBN 9783596513017
Genre: Romane

Rezension:

Kommissarin Ann Kathrin Klaasen bekommt eine Leiche vor ihre Haustür gelegt. Es handelt sich dabei um Regina Orthner, laut Totenschein an „Tod durch Herzversagen“ gestorben. Wie sich herausstellt, ist sie jedoch keines natürlichen Todes gestorben. Wurde sie daher vor die Tür der Kommissarin gelegt? Will der Täter mit Ann Kathrin Katz und Maus spielen? Es gibt Hinweise auf ein nächstes Opfer.

Zum zweiten Mal ermittelt Kommissarin Klaasen. Diesmal hinterlässt der Täter Hinweise auf seine Person und seine Opfer. Er möchte gefunden werden. Immer wieder bekommt der Leser Einblicke in seine Gedankenwelt. Es bleibt lange im Dunkeln, wer er ist und warum er mordet.

Auch privat hat Ann Kathrin einiges um die Ohren. Wie schon im vorherigen Roman teilen sich der Kriminalfall und das Privatleben der Kommissarin gleichberechtigt die Geschichte. Zudem verweben sich Dienst und Privat immer mehr miteinander.

Autor Klaus-Peter Wolf baut einen Spannungsbogen auf, welcher selbst dann straff bleibt, wenn man weiß, wer der Täter ist. Der Täter weckt auch Gefühle beim Leser. Wie so oft im Leben war der Täter zuerst ein Opfer. Doch dies soll und darf keine Entschuldigung für seine Taten sein. In „Ostfriesenblut“ greift der Autor ein Thema auf, welches auch ein Teil unserer Geschichte ist. Es wurde nur viel zu lange verschwiegen.

Dieses Buch bringt Ann Kathrin wieder nahe an den Leser. Sie ist ein wunderbarer Charakter. Auch Weller und ihre anderen Kollegen sowie die Familie sind gut ausgearbeitet. Während des Lesens läuft ein Kopfkino, und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Da sich einiges in der Geschichte auf ihren ersten Fall bezieht und sich das Privatleben weiterentwickelt, sollte diese Buchreihe in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Der Fall in diesem Buch ist abgeschlossen.

Wer spannende Kriminalromane mit einer Prise Psycho-Krimi mag, dem dürfte dieser Teil der „Ostfriesen“-Reihe mit Sicherheit gefallen.

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Tags: ann kathrin klaasen, klaus-peter wolf, ostfrieslandkrimi   (3)
 

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

james bowen, freundschaften, obdachlos, kater, drogensucht

Bob, der Streuner / Bob und wie er die Welt sieht

James Bowen
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.07.2015
ISBN 9783404608829
Genre: Biografien

Rezension:

Als der Kater Bob in das Leben von James Bowen tritt, sind beide in nicht gerade bester Verfassung. James hat eine Zeit mit Drogen und Obdachlosigkeit hinter sich. Als Straßenmusiker und Verkäufer einer Zeitung schlägt er sich so durch.

Der scheinbar heimatlose Bob sitzt eines Tages verletzt im Hausflur. James pflegt ihn und glaubt, dass der Straßenkater verschwindet, sobald er wieder gesund ist. Doch er irrt sich. Bob bleibt bei ihm. Eine wunderbare Freundschaft beginnt.

Es ist die wahre Geschichte von Bob und James Bowen. Durch Bob hat James zum ersten Mal Verantwortung für ein anderes Lebewesen. Der Kater hilft ihm dabei, aus einem tristen Leben wieder ein farbenfrohes zu machen. Man darf hier die Wirkung von Katzen auf Menschen nicht unterschätzen. Viele Begebenheiten werden so manchen Katzenbesitzer an das eigene Tier erinnern. Zumal James mit Bob „redet“ – was wohl fast jeder Tierbesitzer mit seinem Tier macht. Diese „Gespräche“ helfen James immer mehr, seinen Weg zu gehen.

Es ist ein berührendes Buch. Die Liebe, die James für seinen Kater empfindet, strömt dem Leser förmlich entgegen. Jedoch ist nicht alles eitel Sonnenschein, nachdem Bob aufgetaucht ist. Der Überlebenskampf auf der Straße ist hart und das bekommen beide oft zu spüren. Aber sie schaffen es immer wieder, nach vorne zu blicken. Eine Leseempfehlung gibt es von mir – auch für Menschen, die nichts mit Katzen anfangen können.

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Tags: freundschaften, james bowen, kater bob   (3)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familiengeschichte, lisa jackson

Z Zeichen der Rache

Lisa Jackson , Kristina Lake-Zapp
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426517086
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die renovierungsbedürftige Villa Blue Peacock Manor ist das Haus, in dem Sarah McAdams ihre Kindheit verbracht hat. Zusammen mit ihren zwei Töchtern begibt sie sich nach ihrer Scheidung dorthin zurück. Sie möchte die Villa renovieren und anschließend verkaufen. Das Haus sorgt jedoch auch dafür, dass längst vergessene Erinnerungen bei Sarah hochkommen. Denn wie früher sie selbst, sieht nun ihre Tochter Gracie einen Geist. Damit nicht genug, verschwinden bereits kurz nach dem Einzug einige junge Mädchen aus der Gegend spurlos. Genau wie vor vielen Jahren Theresa, Sarahs Halbschwester.

Der Roman vereinigt mehrere Genres zu einer Geschichte. Den Leser erwartet ein Familiengeheimnis, bzw. -schicksal, gemischt mit Thriller-Elementen plus einer Prise Geistergeschichte. Lange laufen die roten Fäden Familiengeheimnis und das Rätsel um das Verschwinden der Mädchen nebeneinander her. Fast könnte jede der Geschichten ein eigener Roman werden. Erst als Saras Tochter Jade entführt wird, finden beide Handlungsstränge zueinander.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und der Zugang zu ihnen einfach. Das Rätsel um das Verschwinden von Theresa in der Vergangenheit und der Mädchen in der Gegenwart bleibt lange offen und bietet so viel Raum für eigene Vermutungen. Ebenso Sarahs merkwürdige Erinnerungsfetzen. Was passierte in ihrer Kindheit auf Blue Peacock Manor? Was hat das mit dem Geist zu tun, der angeblich im Haus spukt?

Es ist eine Geschichte ohne viel Blutvergießen oder grausamen Szenen. Lange ziehen sich beide Handlungsstränge hin, an wenigen Stellen schon fast zu lange. Doch dann kommt die Geschichte in Fahrt, ein Zahnrad greift in das andere und – tja, schon ist die Geschichte vorbei. Durch sein Genre-Mix kann das Buch vielen Lesern gefallen. Denn trotz einiger etwas langatmiger Stellen ist es ein gutes Buch.

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Tags: familiengeschichte, lisa jackson   (2)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fingerabdruck, jugendbuch, gedanken lesen, freundschaft, entführung

Eiskaltes Spiel

Melinda Metz
Flexibler Einband: 219 Seiten
Erschienen bei SchneiderBuch
ISBN 9783505118494
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Rae Voights hört plötzlich Stimmen. Es sind die Gedanken fremder Menschen. Das bringt ihr einen Aufenthalt in der Psychiatrie. Dort lernt sie Anthony kennen, der ihr immer mehr zu einem guten Freund wird. Doch irgendjemand trachtet Rae nach dem Leben und versuchte bereits im ersten Roman der Reihe „Todliche Gedanken“ sie zu töten.

„Eiskaltes Spiel“ ist der zweite Teil einer Reihe um Rae Voights und ihrer besonderen Begabung. Der Ausgang des ersten Romans ist somit klar, Rae überlebt, sonst gäbe es keinen zweiten Teil. Doch was genau im ersten Teil geschah, bleibt im Dunkeln. Da diese ganzen Einzelheiten nicht erzählt werden, kann Teil eins auch nach dem Lesen von Teil zwei noch ein wenig Spannung bieten.

Wer Rae nach dem Leben trachtet, bleibt immer noch ein Rätsel. In „Eiskaltes Spiel“ verschwindet Jesse, ein Freund von Anthony, spurlos. Rae und Anthony machen sich auf die Suche nach ihm, dabei haben beide schon genug eigene Probleme.

Melinda Metz ist ein guter Jugendroman gelungen. Geschickt verwebt sie die Haupthandlung um Jesses Verschwinden mit den vielen Problemen, die Teenager in ihrem Alter haben. In einfacher Sprache gehalten, dürfte die Geschichte trotzdem bei der Zielgruppe für eine leichte Gänsehaut sorgen.

Mir selbst war der Spannungsbogen nicht straff genug. Bis zum Schluss bin ich den Figuren nicht nahe gekommen. Da ich jedoch auch nicht die Zielgruppe dieses Romans bin, fällt dies aber nicht besonders ins Gewicht. Jugendliche dürften an dieser Geschichte ihren Spaß haben.

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Tags: fingerabdruck, jugendbuch, melinda metz   (3)
 

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stromberg, ralf husmann, arbeit

Arbeit macht Arbeit, darum heißt sie ja so...

Ralf Husmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.01.2014
ISBN 9783596198542
Genre: Humor

Rezension:

Ralf Husmann lässt in diesem Buch seine Figur „Stromberg“ über die Regeln des Büro-Lebens sprechen. Wer Stromberg aus Film und Fernsehen kennt, ahnt wahrscheinlich, was da auf ihn zukommen wird. Es ist nämlich Strombergs berühmt berüchtigte Wortwahl, die den Reiz dieses Buches ausmachen.

Auf den ersten Blick sieht es nach Platzverschwendung aus. Es wird auch schnell eintönig, denn meistens steht auf der linken Buchseite eine Behauptung in großen Buchstaben, und auf der rechten gibt Stromberg seinen Senf – äh Ratschlag – dazu. Ab und zu aufgelockert mit Meinungen von seinen Mitarbeitern.

Gleichzeitig jedoch unterstreicht genau diese Setzweise aus scheinbarer Platzverschwendung den Charakter von Stromberg. Fast nichts sagen, aber soviel Raum einnehmen wie möglich. Natürlich ist es kein echter Ratgeber, doch insbesondere für Stromberg-Fans ein nettes Gimmick fürs Bücherregal.

Fotos von Stromberg sind immer wieder in das Buch eingestreut, so vergisst man auch ja nicht, wie er aussieht, und hat ihn ständig vor Augen beim Erteilen seiner „Ratschläge“. Während des Lesens hat man die Stimme von Christoph Maria Herbst im Kopf. Es ist fast so, als ob Stromberg selbst vor einem steht. Das Buch ist dank des extrem großzügigen Satzes innerhalb kürzester Zeit ausgelesen und somit optimal, um kleinere Zeitspannen zu überbrücken.

Die Figur Stromberg kommt bei dem Leser so an, wie er ist. Auch im Buch bleibt er sich selbst treu, wem aber auch sonst?

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freundschaft, frauen, landleben, witzig, roma

Gucci und Gummistiefel

Annie Sanders , Sabine Maier-Längsfeld
Flexibler Einband: 487 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.12.2006
ISBN 9783499239427
Genre: Romane

Rezension:

Izzie und Maddy sind zwei komplett unterschiedliche Frauen, doch das Schicksal lässt sie zu besten Freundinnen werden. Beide sind gemeinsam mit ihren Ehemännern und Kindern zu unterschiedlichen Zeiten aufs Land gezogen. Izzie ist nie mit den dort lebenden Frauen warm geworden. Eine kurze Zufallsbegegnung mit Maddy sorgt dafür, dass sich ihr Leben für immer ändert.

Ein schlimmes Unglück geschieht, und Maddy hat alles verloren. Izzie steht ihr in dieser Zeit bei. Eines Tages entdecken sie ein altes Rezeptbuch für Kosmetik. In der Küche probieren sie die Rezepte aus – die Geburtsstunde ihrer kleinen, aber stetig wachsenden Kosmetikfirma.

Hinter Annie Sanders verbergen sich die beiden Autorinnen Annie Ashworth und Meg Sanders, welche in England bereits mit einigen Sachbüchern erfolgreich sind. Mit „Gucci und Gummistiefel“ haben die beiden Journalistinnen ihren ersten Roman geschrieben.

Die Charaktere und die Geschichte bilden eine gute Grundlage für ein Buch. Leider bleiben die Autorinnen fast immer nur an der Oberfläche und es gelingt leider nicht, eine emotionale Bindung zu Izzie und Maddy aufzubauen. Auch die schlimmen Geschehnisse werden nur angerissen, ohne dass Gefühle die Möglichkeit haben, den Leser zu erreichen.

Die sich langsam entwickelnde Freundschaft zwischen den beiden Frauen ist dagegen gut dargestellt. Ebenso wie ihr Engagement, Familie und Firma unter einen Hut zu bekommen. Probleme rauben Izzi und Maddy zwar Kraft, machen sie aber auch stärker. Sie helfen sich gegenseitig wieder auf die Füße und sind immer füreinander da.

Das Buch ist eine nette Lektüre für zwischendurch. Etwas mehr Tiefgang hätte den Charakteren sicher gut getan. So jedoch bleibt es ein Buch ohne große Ansprüche an den Leser. Das Beste an der Geschichte ist die Freundschaft zwischen Izzie und Maddy, auch wenn diese manchmal zu einfach dargestellt wird.

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Tags: annie sanders, freundschaft, landleben   (3)
 

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schottland, claudia winter, liebe, hochzeit, glückssterne

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Josefine Sonnenthal ist Anwältin und hat von dem Verlauf ihres Lebens genaue Vorstellungen. Als erstes die Karriere, dann die Heirat mit Justus und später, irgendwann einmal, auch Kinder. Doch ihrem Glück mit Justus steht ausgerechnet ein Ring im Weg. Ein altes Erbstück, und Josefine soll diesen am Tag ihrer Heirat tragen, damit ihre Ehe glücklich wird. Ein alter Aberglaube ihrer Familie, doch Josefine möchte ihre Großmutter, der sehr viel an dieser Tradition liegt, nicht enttäuschen.

Dann verschwindet plötzlich ihre Cousine Charlie mit einem Straßenmusiker nach Schottland – mit dem Ring, und ohne Ring keine Heirat. So bleibt Jo keine andere Wahl und sie muss ihrer Cousine folgen und den Ring zurückholen. Die schottischen Highlands haben neben Regen noch weitere Unannehmlichkeiten für Jo. Doch egal was passiert, fast jedes Mal hat sie ihren Retter in der Not, Konditor Aidan. Plötzlich steht ihre komplette Lebensplanung Kopf.

Mit viel Humor und schottischer Gelassenheit ist dieser Roman von Claudia Winter einfach hinreißend. Sofort schließt der Leser Jo und ihre beiden Großtanten Li und Bri, welche Jo auf ihrer Suche nach dem Ring begleiten, ins Herz. Ebenso wie im Laufe der Geschichte auch Aidan. Jos langsame Entdeckung der Schönheit Schottlands und ihre Veränderung begleitet der Leser mit.

Claudia Winters Schreibstil ist flüssig und locker. Natürlich hat auch dieser Liebesroman alle Zutaten, die der Leser von diesem Genre erwartet. Die Autorin erzählt mit diesen Zutaten eine traumhafte Geschichte mit Wendungen, die nicht immer so leicht vorhersehbar sind.

Als besonderer Leckerbissen warten am Ende des Buches die Rezepte zu den im Buch vorkommenden Leckerbissen. Natürlich mit den „Glückssternen“, die dürfen auf keinen Fall fehlen.

„Glückssterne“ ist eine leichte Lektüre, welche es schafft, ein romantisches Kopfkino laufen zu lassen. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und, wie alle guten Bücher, war es leider viel zu schnell vorbei.

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Tags: claudia winter, erbstück, familie, familiengeschichte, schottland   (5)
 

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marmelade, trauer, familiengeheimnis, freundschaft, boddenlandschaft

Das Brombeerzimmer

Anne Töpfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548613178
Genre: Romane

Rezension:

Marmelade kochen ist eine der großen Leidenschaften von Nora. Mit ausgefallenen Marmeladen überrascht sie ihren Ehemann Julian immer wieder. Doch ein Schicksalsschlag beendet diese harmonische und liebevolle Ehe. Julian stirbt, und für Nora bricht ihre Welt zusammen.

Ein Jahr nach seinem Tod findet sie einen Brief von Julians Großtante Klara, von der Nora nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Auch Klara kocht gerne Marmelade und hat schon die eine oder andere Köstlichkeit kreiert. Julian wollte Nora mit einem Rezept für Brombeermarmelade nach Art von Klara überraschen. Kostproben dieser Marmelade hatte Klara ihm auch zukommen lassen. Nora öffnet diese und ist vom Geschmack überwältigt.

Sie möchte Klara kennenlernen und fährt in das kleine Dorf in die Vorpommersche Boddenlandschaft. Dort freundet sich Nora nicht nur mit Klara, sondern auch mit der jungen Mandy an. Die Erlebnisse mit den Menschen im Dorf helfen Nora, die Trauer um Julian zu verarbeiten.

Anne Töpfer hat mit „Das Brombeerzimmer“ eine gefühlvolle Geschichte geschrieben. Noras schwerer Verlust kommt emotional beim Leser an. Auch ihre Freundschaften zu ihrer besten Freundin Katharina und Mandy werden gut beschrieben. Nora findet Stück für Stück – Marmelade für Marmelade – wieder zurück ins Leben und kann eines Tages auch wieder für eine neue Liebe offen sein.

Die Geschichte des Familiengeheimnisses um Klara steht nicht im Mittelpunkt dieses Romans. Wird aber am Ende des Buches kurz und bündig enthüllt, so dass kaum eine Frage offen bleibt. Es ist Nora und ihre Trauerbewältigung, sowie ihre neuen Bekanntschaften, um die sich die Geschichte dreht. Das macht die Geschichte aber nicht weniger spannend. Auch der gute flüssige Schreibstil trägt zum Genuss dieses Buches bei. Natürlich wird viel Marmelade gekocht und Likör aufgesetzt. Die Rezepte sind zwischen den Kapiteln eingestreut. Ausprobieren lohnt.

Für dieses Buch gibt es definitiv eine Leseempfehlung. Allerdings mit „Taschentuch-Alarm“ bei sensiblen Lesern. Noras Zwiesprache mit ihrem verstorbenen Ehemann und ihre Erinnerungen an ihn gehen zu Herzen.

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Tags: anne töpfer, familiengeheimnis, familiengeschichte, rezepte, trauer   (5)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

volker klüpfel, kobr/klüpfel, berghotel, michael kobr, kommissar kluftinger

Rauhnacht

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.05.2013
ISBN 9783492303040
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Kluftinger und Doktor Langhammer sind gemeinsam mit ihren Ehefrauen unterwegs in ein Allgäuer Berghotel. Sie wurden zu einem Winterwochenende inklusive eines Live-Kriminalspiels eingeladen. Es scheint eine gemütliche Zeit zu werden.

Doch kaum hat das Kriminalspiel begonnen, gibt es einen echten Toten. Das Hotelzimmer, in dem dieser gefunden wurde, ist verschlossen. Ein wichtiges, aber nicht das einzige große Rätsel in diesem Fall. Aufgrund eines Schneesturms ist das Berghotel jedoch von der Außenwelt abgeschnitten. So müssen Kluftinger und Langhammer sich alleine um die Klärung des Falles kümmern. Nur eines ist sicher: Der Mörder ist unter ihnen.

Es ist die Frage nach Mörder und Motiv, die den Leser am Buch hält. Es liest sich gut und flüssig. Zusammen mit dem Duo Kluftinger/Langhammer wird der Leser der Lösung des Falles Stück für Stück näher kommen.

Das Buch ist geeignet für Leser, welche einen ruhigen, ohne großes Blutvergießen stattfindenden, Krimi mögen. In einem gemütlichen Tempo ermitteln Kommissar und Arzt. Der Spannungsbogen ist bei der Geschichte jedoch nicht immer straff gespannt, dies ist jedoch nicht besonders störend. Auch nach einer längeren Lesepause findet der Leser wieder schnell in die Geschehnisse und kann in die Geschichte eintauchen.

Da dies bereits der fünfte Fall ist, sollte mit den ersten vier Fällen vorher begonnen werden. Der Fall im Alpenhotel ist zwar für sich abgeschlossen, aber die zwischenmenschlichen Spannungen von Kluftinger und Langhammer dürften sich über alle Romane nach und nach entwickeln und Hintergrundwissen kann hier nicht schaden.

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Tags: allgäu, berghotel, kobr/klüpfel, kommissar kluftinger, michael kobr, volker klüpfel   (6)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

glaubensgemeinschaft, historischer roman, rachel urquhart, schicksal

Das zweite Gesicht

Rachel Urquhart , Almuth Carstens
Flexibler Einband
Erschienen bei btb, 10.04.2017
ISBN 9783442714827
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ihr tyrannischer Vater bei einem Brand ums Leben kommt, finden die 15-jährige Polly und ihr kleiner Bruder im Jahre 1842 bei den Shakern eine neue Bleibe. Die Shaker sind eine religiöse Gemeinschaft, die nach ihren eigenen Regeln lebt. In Charity, einer jungen Shaker-Schwester, findet Polly eine Vertraute. Doch die schlimmsten Geschehnisse aus der Vergangenheit kann sie Charity nicht anvertrauen.

Dann wird aus Polly eine sogenannte „Seherin“ – eine Auserwählte. Somit hat sie viel Aufmerksamkeit und wird von vielen Augen beobachtet. Kommen jetzt ihre Geheimnisse ans Licht? Dann findet Brandinspektor Simon Pryor heraus, dass der Brand kein Unfall war.

Was nach einer spannenden Geschichte klingt, enttäuschte mich doch sehr. Es gibt drei Arten, in denen die Geschichte erzählt wird. Polly in der dritten Person, Charity als „Ich-Erzählerin“, ebenso wie Pryor. Dieser wendet sich dabei auch mal direkt an den Leser. Die Geschichte ist gut strukturiert, und man merkt, dass sich Autorin Rachel Urquhart vor dem Roman ausführlich mit der Gemeinschaft der Shaker befasst hat. Pollys Zeit in dieser Gemeinschaft ist der Schwerpunkt in diesem Roman. Als Leser erfährt man so einiges über diese Außenseiter in Amerika.

Jedoch bleibt die Geschichte an sich flach. Pollys Zeit vor den Shakern ist voller Leid, wie der Leser zu Beginn erfährt. Aber richtig in die Tiefe geht es nicht. Leider ist es mir nicht gelungen, eine Beziehung zu Polly oder einer anderen Figur aufzubauen.

Beim Lesen der Beschreibung zu Beginn des Buches hatte ich die Vorstellung, dass der Brandinspektor und die Ermittlungen ein wichtiger Teil der Geschichte wären. Leider rücken diese Ermittlungen zugunsten der Beschreibung und Vergangenheit Pryors zu sehr in den Hintergrund.

Auch hatte ich eine gewisse Spannung in der Handlung erwartet, doch kaum war mal ein Hauch Spannung zu spüren, war sie schon wieder vorbei. „Das zweite Gesicht“ konnte mich leider nicht fesseln. Die Seiten zogen sich trotz eines guten Schreibstils während des Lesens nur so dahin.

Es war ein interessanter Einblick in das Leben von Shakern, ihrer Gemeinschaft mit den doch sehr speziellen Riten und Regeln, die es heute wohl nicht mehr gibt. Wenn ihr das Buch lesen möchtet, erwartet kein Familiendrama oder einen hochspannenden Roman mit Aufklärung des Falles durch Pryor.

Mich konnte die Geschichte nicht überzeugen. Sie hat aber durchaus einige Pluspunkte zu bieten und ist gut recherchiert. Daher ist dieser Roman für mich eindeutig Geschmackssache.

Ich danke dem Bloggerportal und dem btb-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: glaubensgemeinschaft, historischer roman, rachel urquhart, schicksal   (4)
 

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

seifenblasen im orkan, regina meißner, young adult, junge liebe, freundschaft

Seifenblasen im Orkan

Regina Meißner
E-Buch Text: 350 Seiten
Erschienen bei Booklover Verlag, 28.02.2016
ISBN B01CDIUQC8
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Amy begleitet ihre beste Freundin Emily nach Dover. Emily möchte dort ihre Internetbekanntschaft Ian zum ersten Mal persönlich treffen. Doch dann erkrankt Emily und kann dadurch nicht zum vereinbarten Treffen gehen. Da sie Ian nicht per SMS absagen möchte, bittet sie Amy zu dem Treffpunkt zu gehen um Ian persönlich zu sagen, dass Emily nicht kommen kann.

Als Amy Ian zum ersten Mal sieht, weiß sie sofort, dass er Emily mit seinem Auftreten im Anzug und mit seinem Rosenstrauß vergrault hätte. Emily mag diese Dinge überhaupt nicht, dies sagt Amy auch ganz offen. Daraufhin hat Ian eine Idee. Solange Emily noch krank das Bett hüten muss, könne Amy ihm helfen, herauszufinden, ob seine sonstigen Pläne und Aktionen Emily gefallen würden. Amy lässt sich auf seinen Plan ein, ohne zu ahnen, welche Folgen das haben wird.

Der New-Adult-Roman von Regina Meißner nimmt den Leser mit in Amys Gefühlsleben. Die Geschichte ist aus ihrer Sicht in der „Ich-Form“ geschrieben. Ihr langsam aber sicher wachsendes innere Chaos lässt den Leser nicht los. Mehr als einmal möchte man sie einfach in den Arm nehmen und trösten. Diesen Trost findet Amy in ihrem Tagebuch. Ihm kann sie alles anvertrauen, und der Leser erhält Einblick in ihren inneren Konflikt und der Lösungssuche.

Ian, der 22.-jährige mit den Moosaugen (das wird meiner Meinung nach im Buch zu oft erwähnt), möchte alles tun, damit er nach Emilys Genesung ihr eine schöne Zeit in Dover bieten kann. In seine Gefühle taucht man nicht ganz so tief ein wie bei Amy, trotzdem kommen sie stark beim Leser an.

Der Autorin ist ein wunderschöner Roman gelungen, der für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen empfohlen werden kann. Die einfache und lockere Sprache sowie ein schöner Schreibstil machen diesen Roman aus. Die Geschichte liest sich schnell und flüssig.

Dieser Roman hat definitiv eine Leseempfehlung verdient. Regina Meißner ist mit „Seifenblasen im Orkan“ ein gutes Buch gelungen.

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Tags: erste liebe, junge liebe, regina meißner, young adult   (4)
 

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239 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

bienen, roman, bienensterben, zukunft, vergangenheit

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

Drei Menschen, drei unterschiedliche Zeiten und eine Verbindung: Bienen. In England beginnt 1852 die Geschichte von William. Er arbeitet an der perfekten Bienenbeute. Georg ist im Jahr 2007 Imker in den USA und Tao befruchtet 2098 in Sichuan Blüten mit der Hand, da es keine Bienen oder andere bestäubende Insekten mehr gibt.

Die drei Geschichten wechseln sich ab. Jede ist aus der „Ich-Perspektive“ geschrieben. Da auf jeder Buchseite der Name des aktuellen Erzählers steht, kommt keine Verwirrung auf. Auch zu Beginn eines neuen Kapitels wird der Name genannt. Alle drei haben mit Problemen zu kämpfen. Ihre Geschichten sind spannend gehalten, und durch genaue Beschreibungen entsteht ein gutes Bild aller Personen und ihrer Lebenssituation. Mehr kann ich zur Geschichte nicht schreiben, die „Spoiler-Gefahr“ ist zu groß.

Mit „Die Geschichte der Bienen“ hat Maja Lunde ein Buch geschaffen, welches zum Nachdenken über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft anregt. Es zeigt, wie wichtig selbst so kleine unscheinbare Tiere doch sind. Gerade bei Bienen, über die der Leser in diesem Buch einiges erfährt, ist es wichtig, an die Zukunft zu denken.

Bienen sind wichtig für den Kreislauf des Lebens, wie andere bestäubende Insekten auch. Wenn sie verschwinden, wird unsere Welt eine andere sein. Trotzdem spielen die Bienen nicht die Hauptrolle in diesem Roman. Sie sind wie eine Wabe, und die Geschichten um William, Georg und Tao bilden den Honig, und den kann der Leser genießen.

Es sind emotionale Geschichten. Sie sind nicht einfach zu lesen, da sie ein gewisses Maß an Konzentration von dem Leser fordern. Es ist, meiner Meinung nach, kein Roman für „Zwischendurch“. Ein Leser sollte sich bewusst einen ruhigen Ort suchen und sich ganz auf die Geschichte einlassen. Es ist nicht anstrengend, das Buch zu lesen, aber es fordert Aufmerksamkeit.

Ich danke dem Bloggerportal und dem btb-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: bienen, bienenhaltung, bienensterben, bienenzucht, gegenwart, maja lunde, natur, vergangenheit, zukunft   (9)
 

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iran, irland, rezepte, fremde, café

Das persische Café

Marsha Mehran , Gloria Ernst
Fester Einband: 287 Seiten
Erschienen bei Limes Verlag, 17.02.2005
ISBN 9783809025016
Genre: Romane

Rezension:

In einer kleinen irischen Stadt bringen drei persische Schwestern frischen Wind in das Leben der Einwohner. Majan, Bahar und Layla Aminpour eröffnen das „Babylon Café“. Neuartige Gerüche ziehen durch die Straßen, und es dauert nicht lange, da haben die Schwestern einige Einwohner für ihre exotischen Gerichte begeistern können. Doch es gibt auch Andere. Diese sind nicht gerade begeistert über die „Araberinnen“ und bringen dies mehr als deutlich zum Ausdruck.

Die drei Schwestern werden von ihrer Vergangenheit verfolgt. Stück für Stück wird diese dem Leser enthüllt. Einfühlsam beschreibt Autorin Arsha Mehran die Ereignisse im Leben der Schwestern. Vor jedes Kapitel hat die Autorin ein Rezept gestellt.

Obwohl der Roman in der Vergangenheit spielt, sind die Erlebnisse von Majan, Bahar und Layla aktuell. Parallelen zu Geschehnissen in unserer heutigen Zeit sind deutlich zu erkennen. Es zeigt, dass sich alles wiederholen kann.

Die Geschichte konnte mich jedoch nicht in ihren Bann ziehen – trotz des schweren Schicksals der drei Frauen. Es wurden keine Emotionen zu den Charakteren geweckt. Das ist schade, denn die Geschichte ist nicht schlecht. Sie hat Höhen und Tiefen, die mich jedoch nicht erreichten. Leider, denn es ist ein gutes Buch, die Geschichte ist strukturiert und liest sich gut. Daher bekommt das Buch doch noch drei Punkte – denn vielleicht habe ich das Buch zu einer falschen Zeit gelesen. Um zwei Punkte zu geben und das Buch somit als „Geschmackssache“ einzustufen, war es doch wieder zu gut. Würde ich halbe Punkte vergeben, das Buch hätte 2,5 Punkte bekommen.

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buchhandlung, bücher, google, rätsel, bibliothek

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

Robin Sloan , Ruth Keen
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453418455
Genre: Romane

Rezension:

inkl. der Kurzgeschichte „Die unglaubliche Entdeckung des Mr. Penumbra"

Der arbeitslose Webdesigner Clay Jannon bekommt in der Buchhandlung von Mr. Penumbra einen Aushilfsjob. Er soll dort die Nachtschichten übernehmen, hat aber sehr merkwürdige Auflagen von seinem neuen Chef erhalten. So darf er beispielsweise nicht in den Büchern lesen. Genauso seltsam sind die Stammkunden. Sie leihen nur Bücher aus, welche im hinteren Raum in riesigen Regalen stehen.

Doch eines Tages überkommt Clay die Neugier und er schaut in eines der Bücher. Doch er wird enttäuscht. Statt Wörter befindet sich nur eine Art Code auf den Buchseiten. Buchstabe an Buchstabe ohne ein erkennbares Muster. Zusammen mit seiner Freundin Kat – die bei einer sehr bekannten Firma arbeitet – und seinem Kumpel Neel, Nerd und Inhaber einer Software-Firma, versucht Clay das Geheimnis der Buchhandlung zu lösen.

Ein Roman, der in einer Buchhandlung spielt und sich um Bücher dreht? Leserherz, was willst du mehr… Naja, vielleicht mit weniger hohen Erwartungen an diese Geschichte starten. Denn hier prallen zwei Welten aufeinander. Alte, gebundene Bücher treffen auf eBook-Reader und Suchmaschinen.

Je mehr Clay und seine Freunde herausfinden, was in der Bibliothek vor sich geht, desto mehr Rätsel ergeben sich. Wer ist Mr. Penumbra, und wer sind seine Stammkunden? Eine aussterbende Spezies für Geschichten in Papierform? Kat, Mitarbeiterin bei einer bekannten Suchmaschinen-Firma, lässt jedenfalls keine Gelegenheit aus, die Vorteile digitaler Bücher und überhaupt des ganzen digitalen Lebens anzupreisen.

Das Buch ist in mehrere Teile mit angenehm kurzen Kapiteln aufgeteilt. Stück für Stück enthüllt sich das Geheimnis, leider ohne besondere Spannungsmomente. Die Bibliothek ist auch nicht der Schwerpunkt in dieser Geschichte, wie man auf den ersten Blick meinen könnte.

Die Charaktere sind gut dargestellt. Kat, deren Arbeitgeber in diesem Buch gefühlte 1.000 plus X-mal genannt wird, ist von der Leistungsfähigkeit der heutigen Technik restlos begeistert. Clay, der die Geschichte aus der „Ich-Perspektive“ erzählt, ist ein sympathischer Mann, der sich auf seine Freunde verlassen kann. Neue Erkenntnisse nimmt er mit Gelassenheit hin und löst einfach das Rätsel um die Bibliothek weiter.

Das Buch ist nicht schlecht, konnte mich jedoch nicht richtig fesseln. Der Funke ist nicht übergesprungen. Vielleicht ist er aber auch jedes Mal, wenn eine „Lobeshymne“ auf die tollen Arbeitsbedingungen von Kat eingegangen wird, wieder erloschen. Ich habe wirklich kein Interesse daran gehabt, zu erfahren, wie man sich in dieser Firma für sein Essen in der Kantine anstellen muss.

Leider verläuft sich die Geschichte so immer wieder mal. Auch die anschließende Kurzgeschichte, wie Mr. Penumbra zu seiner Bibliothek gekommen ist, war nicht berauschend. Wort für Wort hat sich aneinander gereiht, und irgendwann war sie dann zu Ende. Nett gedacht, aber nicht notwendig gewesen.

Als lockerer Lesestoff ohne große Ansprüche ist das Buch geeignet. Buchfreunden sei allerdings gesagt, die Bibliothek ist wirklich nur der Handlungsort der Geschichte. Ein echtes Geheimnis, welches sich in den Büchern versteckt – à la Unendliche Geschichte und Co – gibt es in diesem Buch nicht.

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Tags: bibliothek, bücher, geheimbund, rätsel, robin sloan   (5)
 

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484 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 130 Rezensionen

krimi, mord, zorn, regen, schröder

Zorn - Tod und Regen

Stephan Ludwig
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.04.2012
ISBN 9783596193059
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hauptkommissar Claudius Zorn muss sich nach vielen Jahren wieder um ein Kapitalverbrechen kümmern. Ihm zur Seite steht Hauptkommissar Schröder. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein, aber genau das macht ihr Team aus. In diesem Fall geht es um eine zu Tode gequälte Frau. Das Merkwürdige daran ist, dass der Mörder ihr ein Schmerzmittel gab. Warum? Dies ist eine von vielen Fragen, die sich durch das Buch ziehen. Dann geschieht ein weiterer Mord – steckt der selbe Täter dahinter oder sind gleich zwei Mordfälle aufzuklären?

Die von Autor Stephan Ludwig geschaffenen Charaktere Zorn und „der dicke“ Schröder scheinen auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen. Der kettenrauchende Zorn möchte am liebsten nur seine Ruhe haben und überlässt Schröder die Hauptarbeit. Was jedoch Schröder nichts ausmacht. Er ermittelt sehr genau und prüft jede noch so kleine Spur besonders gründlich. So entgeht dem Team kein noch so kleines Detail.

Die Geschichte ist stimmig und auch durchweg spannend. Durch den Einblick in die Gedankenwelt von Zorn erklärt sich so manches Verhalten Schröder gegenüber. Wie ein Leser es von einem guten Autor erwarten kann, werden einem Gefühle und Protagonisten nahe gebracht. So kann sich der Leser in alle Personen hineinversetzen. Vor allem Zorn und Schröder sind einem so – jeder auf seine spezielle Art – sympathisch.

Der Roman ist der erste in der Reihe um Zorn und Schröder. Ein guter Auftakt und mit Sicherheit nicht mein letztes Buch, auch wenn ich die Filme bereits kenne. Hierzu kann ich auch sagen, dass die Verfilmung mich ebenso gefesselt hat, auch wenn man Buch und Film als eigenständige Werke betrachten sollte.

Hier gibt es von mir eindeutig eine Leseempfehlung.

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Tags: claudius zorn, regionalkrimi, stephan ludwig   (3)
 

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1.005 Bibliotheken, 57 Leser, 5 Gruppen, 154 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer hat nicht schon mal einer anderen Person den Tod gewünscht? Jetzt kann man sich diesen Wunsch erfüllen. Denn es gibt die „AchtNacht“. Am 8. August um 20.08 Uhr wird unter all den eingereichten Vorschlägen ein Name gezogen. Diese Person soll von den Jägern gefangen werden. Selbst, wenn ein Jäger diese Person tötet, geht er straffrei aus. Bei einem Kopfgeld von 10 Millionen Euro ist die Versuchung groß, sich als Jäger zu registrieren. Was als ein massenpsychologisches Experiment beginnt, verselbstständigt sich immer mehr und ist nicht mehr aufzuhalten.

In Sebastian Fitzeks „AchtNacht“ wurden die Namen von Ben und Arezu gezogen und beide somit zu Gejagten. Sie wissen nicht, wer sie für diese Todeslotterie nominiert hat. Ben und Arezu kennen sich noch nicht mal, treffen im Laufe der Geschichte aber aufeinander und versuchen, ihrem Tod zu entkommen. Merkwürdigerweise kommen beide aus Berlin – Zufall?

Dieses Buch zeigt auf, wie weit der Mensch bereit ist zu gehen, wenn ein so hohes Kopfgeld ausgesetzt ist. Ab wann wird der einzelne, vernünftig denkende Mensch zu einem Teil des Schwarmes, der nur noch den Tod des Gejagten möchte? Weitere menschliche Abgründe werden sich im Laufe der Geschichte noch auftun.

Dank der sozialen Medien und der modernen Technik ist es für jeden Jäger einfach, den Spuren von Ben und Arezu zu folgen. In Gruppen machen sie sich auf den Weg, um sich das Geld zu verdienen. Die Masse stachelt sich gegenseitig auf. Unwahrheiten durchziehen das Internet und werden durch die ständige Wiedergabe doch irgendwann als Wahrheit angenommen. Dadurch kann das Experiment als gelungen betrachtet werden.

Genau wie dieser Roman. Der Autor schaffte es auch diesmal, die Geschichte so spannend und real zu schildern, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Viele Wendungen und falsche Hinweise sorgen dafür, dass die Spannung die ganze Zeit auf hohem Niveau bleibt. Getrieben von der Unruhe, endlich hinter das Geheimnis von „AchtNacht“ zu kommen, fliegt der Leser förmlich durch das Buch. Der gute Schreibstil unterstützt dies.

Auch die Schilderungen von drastischen Situationen wird nicht unnötig grauenhaft beschrieben. Nur, was wirklich für die Geschichte notwendig ist, wird dem Leser mitgegeben. Sebastian Fitzek spricht das Emotionale des Lesers mit dieser Geschichte direkt an. Sofort ist man auf der Seite von Ben und Arezu und möchte sie förmlich anfeuern, ihren Verfolgern zu entkommen und das Rätsel um „AchtNacht“ zu lösen.

Das Buch zieht den Leser förmlich in seinen Bann und lässt ihn nachdenklich zurück. Was würde ich tun, wenn mein Name gezogen würde? Wenn es ein anderer Name wäre, würde ich mit auf die Jagd gehen? Würde es die Masse schaffen, mich in den Mob mit hineinzuziehen?

Am Ende kann ich sagen: Genial geschrieben. Wer gerne Thriller liest, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Natürlich gibt es auch wieder eine Internetseite zum Buch.

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Tags: fitzek, menschenjagd, psycho-thriller, sebastian fitzek, verfolgung   (5)
 

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

amerika, 19. jahrhundert, auswanderung, ines thorn, auswanderer

Das Glück am Ende des Ozeans

Ines Thorn
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 16.12.2016
ISBN 9783499266980
Genre: Historische Romane

Rezension:

Susanne, Annett und Gottwitha lernen sich 1876 auf der Überfahrt nach New York kennen. Unterschiedliche Gründe und Hoffnungen nehmen die jungen Frauen mit in die neue Welt. Als während der Schiffsfahrt die schwangere Susanne Hilfe benötigt, sind ihre neu gewonnenen Freundinnen für sie da. Diese Fahrt nach New York wird das Leben der drei Frauen für immer verändern.

Der Leser begleitet die unterschiedlichen Lebenswege der drei Frauen. Sobald das Schiff New York erreicht hat, trennen sich deren Wege und Amerika hält für jede ein anderes Schicksal bereit. Während Annett einem Beruf nachgehen möchte und am Bau einer Brücke beteiligt sein wird, beginnt die Zeit in der Neuen Welt für die anderen Frauen nicht so gut.

Die Amisch Gottwitha wird hier ihren zukünftigen Ehemann zum ersten Mal sehen. Doch das Leben mit diesem Mann und dessen Mutter ist nicht einfach. Susanne lernt nach ihrer Ankunft eine Gruppe Frauen kennen. Zusammen mit ihnen zieht Susanne Richtung Westen in ein unbekanntes Leben.

Der Autorin Ines Thorn ist es gut gelungen, das Schicksal der drei Frauen mit all ihren Höhen und Tiefen darzustellen. Alle Drei haben Schicksalsschläge, doch lassen sie sich von diesen nicht unterkriegen. Durch die kurzen Kapitel ist der Leser immer schnell bei den Erlebnissen einer Protagonistin, ohne den Faden zu den beiden anderen zu verlieren.

Der Schreibstil ist flüssig, dadurch lässt sich der Roman gut lesen. Es gibt jedoch Geschehnisse, die die Frauen – meiner Meinung nach – zu einfach lösen können. Anders betrachtet bedeutet es aber auch, dass sich für jedes Problem irgendwann eine Lösung finden wird. Allerdings sind einige Begegnungen etwas zu simpel dargestellt. Hier wäre mehr Tiefgang schön gewesen, aber nicht notwendig, um die Geschichte gut zu erzählen.

Auch die Zeitgeschichte mit all ihren Regeln im 19. Jahrhundert kommt nicht zu kurz. Frauen haben nur Heim, Herd und dem Wohle des Mannes zu dienen. Die vorherrschende Meinung der Gesellschaft und weitere Vorurteile stellen alle drei Frauen auf unterschiedlichste Proben.

Drei Frauen – drei Schicksale, welche unterschiedlicher nicht laufen könnten. Es ist eines dieser Bücher, die viel zu schnell zu Ende gehen. Von mir bekommt das Buch eindeutig eine Leseempfehlung. Ich danke der Buchboutique und dem Rowolth-Verlag für dieses „Buch mit Herz“.

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Tags: 19. jahrhundert, amerika, auswanderer, auswanderung, historischer roman, ines thorn   (6)
 

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38 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

ann kathrin klaasen, ostfrieslandkrimi, ostfriesland, behinderte, mor

Ostfriesenkiller

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Eder & Bach, 09.01.2017
ISBN 9783945386446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vier Mitglieder des Regenbogen-Vereins werden brutal ermordet. Die Mordart ist jedes Mal eine andere. Ein antikes Gewehr, ein Schwert, ein Pfeil und Gift sorgen für ihr Ableben. Die einzige Gemeinsamkeit der Opfer: der Regenbogen-Verein. Ein Verein, welcher sich um behinderte Menschen und ihre Angehörige kümmert.

Der Fall erreicht Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen zu einem Zeitpunkt, als sie privat große Probleme hat. Ihr Ehemann hat sie verlassen und ist gemeinsam mit ihrem Sohn zur Geliebten gezogen. Zwischen ihren Gefühlen und der Suche nach dem Serientäter hin und her gerissen, versucht Ann Kathrin alles, um den Fall aufzuklären.

Ostfriesenkiller ist der gelungene Auftakt einer Reihe um Ann Kathrin Klaasen. Zu Beginn des Buches gibt es eine Landkarte Ostfrieslands, so weiß der Leser immer, wo sich die Protagonisten gerade befinden. Den Leser erwartet ein guter Regionalkrimi mit vielen Facetten. Die Figuren sind ausgereift und erfassen den Leser auch emotional.

Eine stabile Grundspannung zieht sich durch das Buch. Lange bleiben der Täter und sein Motiv im Dunkeln. Einblicke in die Täterseele bieten seine Gedanken, die ab und zu in die Erzählung eingestreut werden. Auch der Countdown, wann das Leben des nächsten Opfers endet, hält die Spannung hoch. Auch, wenn man einen Verdacht hat, wer hinter all diesen Taten stecken könnte, bleibt immer noch die Frage nach dem Warum.

Ein guter Schreibstil rundet diese gut durchdachte Geschichte ab. Ein Krimi ohne viel Blut und die ausschweifende Schilderung von Verletzungen. Dagegen halten sich der Fall und das Privatleben von Ann Kathrin ungefähr die Waage. Beides wird gleichberechtigt nebeneinander erzählt.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung, und es dürfte auch nicht das letzte Buch aus dieser Reihe sein, welches ich lesen werde. Ann Kathrin, wir werden uns wieder lesen.

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Tags: ann kathrin klaasen, deutschland, klaus-peter wolf, nordsee, ostfriesland, ostfrieslandkrimi   (6)
 

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1.070 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 67 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, helgoland, berlin, fitzek

Abgeschnitten

Sebastian Fitzek , Michael Tsokos
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426510919
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eines Tages landet bei Rechtsmediziner Paul Herzfeld eine schrecklich zugerichtete Leiche auf seinem Seziertisch. Im Kopf der Leiche findet er einen Zettel – darauf steht die Telefonnummer seiner Tochter Hannah. Hannah wurde entführt und ihre Entführer spielen ein abartiges Spiel mit Herzfeld.

Bald gibt es eine zweite Leiche, die ebenfalls einen Hinweis zum Verbleib seiner Tochter geben soll. Leider läuft nicht alles nach Plan der Entführer und die Leiche landet auf Helgoland. Durch einen schweren Orkan ist die Insel jedoch nicht erreichbar. Seine einzige Hoffnung ist Linda, eine Comiczeichnerin. Sie hat die Leiche auf der Insel gefunden, samt einem Handy. Über das Telefon gibt Herzfeld Linda Anweisungen, wie die Leiche obduziert werden muss, um an den nächsten Hinweis zu kommen. Natürlich ist Linda davon nicht begeistert, doch das Leben von Hannah steht auf dem Spiel.

Dem Autorenteam Fitzek/Tsokos ist ein guter Thriller gelungen. Die Geschichte hat viele Wendungen mit einem durchweg spannenden Handlungsbogen. Da auch die Szenen der Obduktionen sehr plastisch beschrieben werden, ist das Buch definitiv nichts für empfindsame Leser.

Ein zweiter Handlungsstrang gibt Einblick in die Qualen eines jungen Mädchens in der sogenannten „Hölle“. Die Verzweiflung des Mädchens schreit den Leser förmlich an. Man möchte Herzfeld und Linda „anfeuern“, damit sie schneller vorwärts kommen. Denn Herzfelds Suche nach seiner Tochter ist ein Kampf gegen die Zeit – Hannah hat Asthma und braucht dringend ihre Medikamente.

Zu Beginn und am Ende des Buches gibt es Zeitungszitate zu Urteilen. Aus diesen geht deutlich hervor, dass in der heutigen Zeit Betrüger hart bestraft werden. Wer jedoch Kindern etwas antut, kommt mit geringen Strafen davon. Dem Leser wird so nahegebracht, dass es zwar Recht, aber oft keine Gerechtigkeit in unserem Rechtssystem gibt. Die Opfer leiden ihr Leben lang, die Täter meistens nicht.

Ein lesenswertes Buch. Die Geschichte ist keine leichte Kost und kann den ein oder anderen Leser noch lange beschäftigen. Fans von Thrillern, die sich von sehr plastisch beschriebenen Obduktionsszenen nicht abschrecken lassen, werden an diesem Buch Gefallen finden.

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Tags: michael tsokos, pathologie, psychothriller, sebastian fitzek, thriller   (5)
 

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246 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

smoke, rauch, london, fantasy, dan vyleta

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:

Thomas und Charlie besuchen ein Elite-Internat in Oxford. Es ist Ende des 19. Jahrhunderts, mit all den gesellschaftlichen Konflikten dieser Zeit. Zudem leiden alle Menschen an einem besonderen Phänomen. Böse Gedanken, Falschheit oder bereits kleinste Lügen sorgen dafür, dass dem menschlichen Körper unkontrolliert Rauch entweicht. Im Internat sollen die Schüler neben dem üblichen Schulstoff lernen, diesen Rauch zu beherrschen, denn ein Gentleman hat nicht zu rauchen.

Ein Schulausflug nach London wird das Leben von Thomas und Charlie verändern. Denn ausgerechnet in dieser Stadt, voll der Sünden und somit voll von Rauch, gibt es Menschen, die nicht rauchen. Auf der Suche nach des Rätsels Lösung geraten die Jungen in große Gefahr.

Der Roman „Smoke“ ist keinem Genre eindeutig zuzuordnen. Der Rauch mit all seinen Facetten und Abstufungen gehört in den Bereich der Fantasy. Die Entdeckungen von Thomas und Charlie gleichen einem Jugend-Abenteuer, und gleichzeitig fließen noch Thriller- und Mysterie-Elemente in die Geschichte ein. Zusammen mit der Handlung im historischen London ergibt dies ein Genre-Mix, der das Lesen manchmal etwas erschwert.

Die Geschichte beinhaltet auch eine Gesellschaftskritik, die durchaus in unsere Zeit übernommen werden kann. Der Autor schafft es, die Frage zu stellen, wie sich Gut und Böse definieren. Schließt das Eine das Andere komplett aus? Was mit zur Spannung beträgt, sind die Einblicke in die Gedanken der verschiedenen Protagonisten, während die eigentliche Geschichte in der dritten Form geschrieben ist. Das Lesen wird dadurch nicht erschwert.

Dan Vyleta beschreibt Personen und Umgebungen sehr genau. Was einerseits ein gutes Bild jeder einzelnen Person und ihren Absichten wirft, andererseits das Buch etwas aufbläht. Trotz der etwas über 600 Seiten und ausführlichen Beschreibungen bleibt die Spannung durchweg erhalten. Zusammen mit Thomas und Charlie begibt sich der Leser auf eine gefährliche Reise.

Das Buch ist in mehrere Abschnitte gegliedert, diese wiederum in einzelne Kapitel. Diese Abschnitte bilden jeweils eine neue Station auf der Suche nach der Wahrheit. Die Kapitel sind kurz und lassen sich gut lesen. Jedoch war die Zusammenstellung aus den verschiedenen Blickwinkeln und der vielfältige Genre-Mix etwas viel. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Trotz dieser wenigen Kritikpunkte kann ich dieses Buch empfehlen. Es nimmt den Leser mit auf ein Fantasy-Abenteuer in eine andere Welt, die uns doch so nahe ist.

Ich danke dem Bloggerportal und dem carl’s books-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: 19. jahrhundert, fantasy, historischer roman, moral, mystik, rauch, sünde   (7)
 

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199 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

entführung, thriller, familie, spannung, amy gentry

Good as Gone

Amy Gentry , Astrid Arz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.02.2017
ISBN 9783570103234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dr. Anna Davalos, Ehemann Tom Whitaker und ihre Töchter Julie und Jane führen ein zufriedenes Leben. Doch eines Tages geschieht Schreckliches. Jane, versteckt in einem Wandschrank, beobachtet die Entführung von Julie.

Acht Jahre danach steht eine junge Frau vor der Tür, welche behauptet, eben diese Julie zu sein. Erst ist die Freude unendlich groß, doch dann merkt Anna, dass irgendetwas mit Julie nicht stimmt. Von einem ehemaligen Polizisten erhält sie Informationen, die ihre Zweifel stärken. Anna versucht das Geheimnis von Julie aufzudecken.

Während Anna in der Gegenwart versucht herauszufinden, wer Julie in Wirklichkeit ist, gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang. Dort wird Stück für Stück mehr von Julies – oder wer auch immer sie ist – Vergangenheit aufgedeckt. Als Leser begleitet man im Wechsel Anna bei der Suche nach der Wahrheit und Hinweisen darauf, wer Julie wohl sein könnte.

Der Roman von Amy Gentry hat ein solides Grundgerüst. Auch die Idee ist nicht schlecht. Meiner Meinung nach ist das jedoch nicht gut umgesetzt. Ich merkte schon bald, was es mit den Rückblicken und all den Mädchen sowie ihrer Verbindung zu Julie auf sich hat. Leider war damit auch ein großer Teil der Spannung um das Rätsel von Julies Vergangenheit verloren gegangen.

Die Charaktere haben mich auch nicht ergriffen. Insbesondere der Vater kommt zu kurz und bleibt blass. Auch Jane spielt nur an bestimmten Punkten der Geschichte eine Rolle. Einzig die Unsicherheit der Mutter, ob diese junge Frau wirklich Julie ist, kommt einigermaßen gefühlvoll an. Die Enthüllungen aus der Vergangenheit sind sehr gut geschrieben, und der ein oder andere Leser steckt diese auch nicht so einfach weg. Doch ansonsten bleiben die Personen oberflächlich und fern, so dass sie mich als Leserin nicht erreicht haben.

Das Buch liest sich leicht, und auch der Schreibstil war einfach und angenehm. Die einzelnen Kapitel sind kurz, so kann der Leser gut zwischen den beiden Handlungssträngen wechseln. Der rote Faden ist durchgehend vorhanden, wenn man sich nicht auf falsche Spuren führen lässt.

Für mich ist die Geschichte um Mutter und „Tochter“ mehr ein Familiendrama oder /-schicksal, jedoch kein „Thriller“, wie es das im Klappentext angegebene Zitat ankündigt. Daher ist es gut, dass auf dem Cover nur „Roman“ und nicht „Thriller“ steht. Trotz meiner Kritikpunkte kann ich sagen, dass das Buch von Amy Gentry für einen Debut-Roman nicht all zu schlecht ist und sich die Autorin so auch noch weiterentwickeln kann und hoffentlich auch wird.

Das Buch ist für mich kein Highlight, aber das Grundgerüst der Erzählung war gut. Wer ohne große Erwartungen an dieses Buch herangeht, dürfte von der Geschichte nicht enttäuscht werden.

Ich danke dem Bloggerportal und dem C. Bertelsmann Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: amy gentry, familie, familiendrama, familienschicksal, mutter-tochter-beziehung, rückkehr, verschwinden   (7)
 

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84 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

krimi, münchen, brauerei, mord, dialekt

Zapfig

Felicitas Gruber
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453358515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Sekretärin Nathalie Grimm hat das große Los gezogen. Sie wird den Juniorchef einer Privatbrauerei heiraten. Auch wenn das vielen Neidern nicht gefällt. Ihr zukünftiger Ehemann Tobias Roßhaupter ist ein von allen Frauen begehrtes Muttersöhnchen. Klar, dass da andere Frauen und insbesondere die Mutter Probleme mit dieser Hochzeit haben.

Allerdings wird es zu dieser nicht mehr kommen. Nadine stirbt an einer Vergiftung. Nicht lange danach findet man ihre Schwiegermutter in spe, Uschi Roßhaupter, ertrunken in einem Braukessel. Dr. Sofie Rosenhuth und Kommissar Joe – ihr Ex-Ehemann – haben viel aufzuklären. Auch in privater Hinsicht gibt es einige Probleme zu lösen.

Hinter dem Pseudonym Felicitas Gruber stehen die Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Es ist ihnen eine gute, humorvolle Kriminalgeschichte gelungen. Durch die Unterhaltungen der Protagonisten im Dialekt kommen die Gespräche noch authentischer beim Leser an. Zumal der Dialekt eine viel größere Möglichkeit bietet, Dinge und Geschehnisse zu beschreiben, als das Hochdeutsche es jemals könnte. Doch keine Angst, die wichtigsten Gespräche sind nicht im Dialekt geschrieben. Aber gerade der Dialekt gibt der Geschichte einen gewissen Charme.

Der schöne Schreibstil ist flüssig – außer man hat Probleme mit dem Dialekt, hier könnte mancher Leser etwas ins Stocken geraten. Als Leser taucht man in die Geschichte ein und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Der Fall um Nathalie Grimm und Uschi Roßhaupter ist zwar abgeschlossen, aber da auch das Privatleben von Sofie einen großen Raum in der Geschichte einnimmt, sollte man besser mit Band 1 der Serie beginnen und danach fortlaufend weiterlesen. Auch deshalb schon, weil in „Zapfig“ meiner Meinung nach zu viel von den vorherigen Fällen berichtet wurde. Manchmal entdeckt ein Leser einen Autor erst nach mehreren von diesem veröffentlichten Büchern, und da ist es nicht so gut, schon zu wissen, wie die vorherigen Fälle enden.

Es wäre in diesem Teil durchaus möglich gewesen, nur mit Andeutungen zu arbeiten, die noch nichts über die Auflösungen der vorherigen Bücher verraten. Für mich waren die deutlichen Rückblicke für den aktuellen Fall nicht in dieser Tiefe notwendig. Sie helfen zwar, Sofie und ihr Handeln besser zu verstehen, aber das hätten subtilere Anspielungen auch geschafft.

Ansonsten ist es ein empfehlenswertes Buch (aber bitte erst nach den ersten drei Folgen lesen), welches auch mit seinem eigenen Humor überzeugt. Bis zum Schluss grübelt man mit, wer hinter all diesen Morden steckt. So liebe ich einen Krimi.

Die Geschichte kommt bis auf den Prolog ohne großes Blutvergießen aus. Die Spannung entsteht durch das Verhältnis der verschiedenen Menschen untereinander. Gut gemachte Figuren, ein unterhaltsamer Krimi auf hohem Niveau.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Diana-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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Tags: brauerei, brauerei-familie, dialekt, die kalte sofie, felicitas gruber, regionalkrimi   (6)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

amerika, bürgerkrieg, lhts, nib, kriegskind

Der Tag, an dem ich unsichtbar wurde

Jack Dann
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe
ISBN 9783785709818
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es ist ein Sonntag im März 1862, der das Leben des jungen Mundy für immer verändert. Mit seinen 14 Jahren erlebt er die Hölle des Amerikanischen Bürgerkrieges. Mundy verliert seine Eltern auf grausame Weise und ist nun ganz alleine auf sich gestellt. Zu viel für seine empfindsame Kinderseele.

In einer Art Tagebuch beschreibt Mundy dem Leser, welche Grausamkeiten er nach dem Tode seiner Eltern ertragen musste. Seine Fantasie und die Wirklichkeit mischen sich mit Erinnerungen und Halluzinationen. Diese Mischung macht es dem Leser schwer, der Geschichte zu folgen.

Schonungslos sind die Schilderungen von sterbenden Soldaten, den Kämpfen und dem allgegenwärtigen Tod. Es ist definitiv kein Buch für zart besaitete Leser, das Buch ist schwere Kost. Der Leser bekommt viele Einzelheiten und kleine Erlebnisse von Mundy erzählt, die den damaligen Alltag und Zeitgeist widerspiegeln. Die Worte, die Mundy wählt, sind hart und er verwendet die Begriffe seiner Zeit. Er ist ein Südstaaten-Kind und akzeptiert den Krieg trotz all der Schrecken als gegeben. Nur dank der Erschaffung seiner eigenen Welt aus Geistern, Magie und Obsessionen überlebt er irgendwie.

Auch wenn es nur ein fiktives Tagebuch ist, so nimmt es den Leser emotional mit. Es ist ein ergreifendes Antikriegsbuch unserer Zeit.

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

kristina mahlo, krimi-reihe, sabine kornbichler, serie, angst

Das böse Kind

Sabine Kornbichler
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 19.10.2015
ISBN 9783492308328
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Michaela Breuer gerät scheinbar grundlos in Panik. Sie läuft auf die Straße, wird von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Mit der Verwaltung des Nachlasses wird die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo beauftragt. Diese entdeckt im Nachlass Hinweise, dass Michaela etwas Schreckliches passiert sein muss. Kristinas detektivischer Spürsinn wird geweckt. Sie möchte wissen, was hinter der plötzlichen Panik von Michaela steckt. Privat muss Kristina einige Entscheidungen treffen, die nicht gerade einfach sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Nachlassverwalterin Mahlo auf den Spuren des Verbrechens wandelt. So erfährt der Leser Ereignisse aus ihrem Privatleben, die sich in den vorherigen Romanen abgespielt haben. Für Leser, die die vorherigen Romane nicht kennen, wird vielleicht etwas zu viel Hintergrundwissen gegeben. Was diesen Teil des Buches angeht, sollten die Bücher besser in Reihenfolge gelesen werden, damit auch bei diesen Büchern die Spannung hoch bleibt.

Die Geschichte um Michaela Breuer ist abgeschlossen. Hier sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Lange bleibt die Frage nach den Erlebnissen von Michaela unbeantwortet. Gemeinsam mit Kristina rätselt der Leser, was ein altes Tagebuch aus einem anderen Nachlass mit Steinmännchen zu tun hat. Von diesen finden sich nämlich jede Menge Fotos auf Michaelas Laptop.

Sabine Kornbichler lenkt Protagonistin und Leser zu mehreren Verdächtigen. Der gute Schreibstil sorgt für ein schönes Leseerlebnis. Auch das Ende war etwas anders, als erwartet. Die Figuren des Romans kommen ohne Ausnahme realistisch beim Leser an. Diese Geschichte könnte genau so passiert sein oder passieren. Alles ist stimmig. Bei zukünftigen Spaziergängen dürfte man Steinmännchen am Wegesrand mit etwas anderen Augen sehen.

Ein tolles Buch, welches ich empfehlen kann.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

karen perry, geheimnis, familie, rache, vergangenheit

Was wir getan haben

Karen Perry , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.07.2017
ISBN 9783596034857
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Katie, Luke und Nick waren noch Kinder, als etwas Schreckliches geschah. Ihr Leben würde nach diesen Geschehnissen am Fluss ein anderes sein. Überschattet von einem düsteren Geheimnis, versuchen alle drei, ihr Leben weiterzuleben und zu vergessen.

Dreißig Jahre später verschwindet Luke. Katie bekommt einen toten Vogel per Post zugesandt. Scheinbar weiß jemand, was sie getan haben. Was hat dieser Unbekannte mit ihnen vor?

Dem Autorenduo Karen Gillece und Paul Perry ist ein spannender Roman gelungen. Abwechselnd wird die Geschichte von Nick und Katie – jeweils in der „Ich-Form“ – erzählt. Daneben gibt es vereinzelte Rückblicke in das Jahr 1982 – das Jahr, in dem ES geschah. Hier wird in der dritten Person aus der Sicht von Nicks Mutter Sally als Hauptprotagonisten geschrieben.

Lange schwebt die Frage nach den damaligen Geschehnissen unbeantwortet über der Handlung. Erst nach und nach bekommt der Leser Gewissheit über das, was die drei Kinder damals erlebt haben.

Die Geschichte fesselt den Leser ans Buch, und man kann es einfach nicht weglegen. Die Gefühle der Figuren kommen intensiv beim Leser an, so als säßen Nick und Katie einem direkt gegenüber. Die Wendungen der Geschichte geben immer wieder eine neue Sichtweise auf das, was geschah.

Genau das ist auch die Frage, mit der das Buch den Leser zurück lässt. Was ist Wahrheit und was macht die Erinnerung aus der Wahrheit? Gibt es überhaupt nur eine Wahrheit? Die Geschichte ist einfach genial und zählt bereits jetzt zu meinen Favoriten des Jahres 2017.

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