Leserpreis 2018

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65 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

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Nanos - Sie bestimmen, was du denkst

Timo Leibig
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 24.09.2018
ISBN 9783764531904
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Jahr 2028 ist Johann Kehlis der Bundeskanzler von Deutschland. Dies wurde er, unter anderem, mithilfe von Nanopartikeln, welche er über Lebensmittel und Trinkwasser verteilen lässt. Als großer Lebensmittelmagnat ist das für ihn ein Leichtes gewesen. Nun kann Kehlis die Gehirne der Bevölkerung manipulieren. Diese glaubt auch an dessen Unfehlbarkeit und folgt ohne seine Entscheidungen zu hinterfragen. Wer anderes denkt, muss „gebeichtet“ werden oder sich selbst „beichten“, denn es gibt auch sogenannte intolerante Menschen, bei denen die Nanos keine Wirkung zeigen. Bevor diese zur Gefahr für Kehlis werden, verschwinden „gebeichtete Personen“ spurlos. Trotzdem bildet sich im Untergrund eine Rebellion gegen ihn und seine Macht. Durch Zufall stößt der entflohene Sträfling Malek zu dieser Gruppe. Kann er der Rebellion hilfreich sein?

Von Beginn an zieht diese Geschichte den Leser in seinen Bann. Wieder ist es möglich, dass eine Person Macht und Einfluss über die Bevölkerung bekommt. Die Idee, diese Macht mithilfe von Nanopartikeln zu bekommen, erscheint so realistisch, dass der Thriller für eine beständige Gänsehaut sorgt. Dabei wird die richtige Action erst nach und nach dieses Gefühl verstärken.

Es fällt sehr schwer, in der Rezension zu einem so guten Roman keine Spoiler zu schreiben. Autor Timo Leibig erzeugt mit seinem Roman ein wunderbares Kopfkino mit interessanten Wendungen und einer dauerhaft hohen Spannung.

Die gut ausgearbeiteten Charaktere kommen beim Leser an. Mit jedem einzelnen konnte ich emotional mitfühlen und dessen Handlungen verstehen. Ob man diese gutheißt oder nicht, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Ein sehr guter Schreibstil sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahin fliegen und das Buch viel zu schnell ausgelesen ist. Das Ende schreit förmlich nach einer Fortsetzung, an der der Autor bereits arbeitet.

Ich kann diesen Roman allen Thrillerfans ans Herz legen. Auch nach dem Ende der Geschichte kreisen die Gedanken noch über den Inhalt des Buches. Die realistische Schilderung regt auch zum Nachdenken an.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Penhaligon Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

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Tags: nanos, timo leibig   (2)
 

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Diamantkäfig

Regina Meißner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783906829982
Genre: Fantasy

Rezension:

Prinzessin Valyra wurde von ihrer Stiefmutter Rania verflucht. Eingesperrt in einen Turm soll Valyra ihrer Stiefmutter zu Diensten sein. Diese benötigt Zutaten für einen Trank, der ihr eine unendliche Macht verleihen soll. Nur für die Suche nach diesen speziellen Bestandteilen darf die Prinzessin den Turm verlassen. Auf einer dieser Touren trifft sie auf eine ihr bekannte Person. Kann mit deren Hilfe die Flucht aus dem Turm und vor der Stiefmutter gelingen?

Auch in diesem Teil der Prinzessinnen-Reihe bekommt die Prinzessin ein Rätsel mit auf den Weg, dessen Lösung nach Hause führt. Valyra ist die jüngste der Prinzessinnen, und ihr Fluch ist es, der Stiefmutter zur Macht zu verhelfen.

Mit „Diamantkäfig“ ist der Autorin ein weiterer, guter Teil ihrer Reihe gelungen. Von Beginn an herrscht eine Grundspannung, welche sich im Laufe des Buches noch steigern wird. Das Märchen liest sich schnell, und als Leser möchte man Valyra oft etwas Mut zusprechen. Interessante Wendungen sorgen dafür, dass dieses Buch zu keiner Zeit langweilig oder eintönig wird. Dank eines guten Schreibstils kann man der Geschichte leicht folgen.

Die Erlebnisse von Valyra sind für sich abgeschlossen, und das Buch kann daher ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Da aber auch Bezug auf die vorherigen Geschichten genommen wird, dem Fluch der Prinzessinnen, sollte die Reihe in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden. Die Abenteuer der beiden Schwestern Estelle und Tatjana sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Tags: buchreihe, der fluch der sechs prinzessinnen, märchenadaption, regina meißner   (4)
 

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Gift - Der Tod kommt lautlos

Ivo Pala
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.04.2015
ISBN 9783734101465
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der Nähe der deutsch-polnischen Grenze wird ein NATO-Stützpunkt mit Gift angegriffen. Die nationale Terrorabwehr soll die Terroristen aufhalten, denn scheinbar ist es nicht das letzte Attentat. Auf ostdeutschem Gebiet befinden sich Überbleibsel aus dem Kalten Krieg. Nur die Terroristen wissen, wo die Kampfgifte und andere biologische Waffen gelagert werden.

Leider verspricht der Klappentext mehr, als die Geschichte halten kann. Der Angriff auf den NATO-Stützpunkt und die Freisetzung der Pest in Leipzig spielen lange Zeit keine Rolle. Vielmehr geht es um einen alten Konflikt zwischen Nationen, der bis heute schwelt. Es ist eine politische Angelegenheit, und diese brisante Situation ist für mich das Hauptthema dieses Romans.

Zu Beginn ist der Roman etwas langweilig, allerdings habe ich auch darauf gewartet, dass der Stützpunkt angegriffen und die Pest freigesetzt wird. Also ein Resultat des unglücklich gewählten Klappentextes. Bevor das Gift eingesetzt wird, lernt der Leser kurz einige Soldaten kennen, was die ganze Angelegenheit etwas persönlicher und fassbarer macht. In Leipzig ist es dann die Panik der Bevölkerung, welche dem Leser näher gebracht wird.

Richtig warm bin ich mit den Figuren nicht geworden. Obwohl ich die Hauptcharaktere bereits aus dem Vorgängerroman „H2O – Das Sterben beginnt“ kenne, bleiben sie mir diesmal fern. Über die Spannung möchte ich diesmal nicht viel sagen, denn wie bereits geschrieben, hatte ich andere Erwartungen. Lesen lässt sich der Roman gut, ebenso die gesamte Geschichte. Ein angenehmer Schreibstil sorgt für Spaß beim Lesen.

„Gift – Der Tod kommt lautlos“ ist der zweite Teil einer Reihe. Der Roman ist inhaltlich abgeschlossen, trotzdem empfehle ich, die Bücher der Reihenfolge entsprechend zu lesen.

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Tags: anschlag, ivo pala, terror   (3)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Montags könnt ich kotzen

Thomas Ramge ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.09.2014
ISBN 9783499617447
Genre: Humor

Rezension:

Lukas Frey ist neu im Marketing-Team der Firma Konzern AG. Der aktuelle Auftrag lautet, die Markteinführung eines neuen Produktes zu begleiten. Titel und Rückentext machen Lust auf ein Buch, welches der heutigen Arbeitswelt humorvoll den Spiegel vorhält. Wie der Autor im Nachwort schreibt, wurden Szenen des Buches entweder so oder so ähnlich von ihm selbst erlebt oder haben einen recherchierten Kern.

Ich fand das Buch bereits nach wenigen Kapiteln langweilig. Thomas Ramge versteht es zwar wunderbar, diese nichtssagenden englischen Wörter und Begriffe, wie sie wohl bei solchen Konzernen üblich sind, einzubauen, aber irgendwann ist es einfach nur noch nervig. Vielleicht muss man sich in dieser Branche bewegen, um die Feinheiten dieses Buches so zu verstehen, wie sie sich der Autor gedacht hat.

Die vielen englischen und pseudo-englischen Begriffe bremsen ständig den Lesefluss, und wie im realen Leben stellt sich die Frage „Was will mir mein Gegenüber eigentlich sagen?“. Selbst Lukas hat hin und wieder mit diesem Problem zu kämpfen.

Titel und Rückentext haben bei mir definitiv falsche Erwartungen an das Buch geweckt. Es dürfte seine Fans haben, meinen Geschmack hat es nicht getroffen.

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Tags: büro, büroalltag, humor, kollegen, lukas frey, thomas ramge   (6)
 

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147 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Der Glasmurmelsammler

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2017
ISBN 9783596521418
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem Fergus einen Schlaganfall bekommen hat, hat er vieles aus seinem Leben vergessen. Durch Zufall erhält seine Tochter Sabrina eine Glasmurmelsammlung. Es ist die ihres Vaters, von deren Existenz niemand etwas wusste. Doch Teile der Sammlung fehlen. Die wertvollsten Glasmurmeln sind nicht da. Sabrina begibt sich auf die Suche nach diesen Stücken und lernt eine Seite ihres Vaters kennen, die gar nichts mit dem Mann zu tun haben, den sie zu kennen glaubt.

Der Roman ist aus zwei „Ich-Perspektiven“ erzählt. Sabrina in der Gegenwart und Fergus, der hauptsächlich aus seiner Vergangenheit erzählt und dem Leser so das Entstehen dieser Sammlung näher bringt. Als Leser begleitet man Sabrina nicht nur auf der Suche nach den fehlenden Glasmurmeln, sondern bekommt auch ihre eigenen Probleme mit. Durch Fergus Erzählungen aus seiner Kindheit wird klar, wie die Liebe zu diesen Murmeln sein Leben beeinflusst hat. Durch die Kapitelüberschriften ist direkt ersichtlich, welche Person erzählt.

Die Geschichte kommt ohne große Höhen und Tiefen aus. Von Beginn an bleibt sie auf einem Niveau. Der Roman liest sich gut, und die Sichtweisen der beiden Hauptpersonen lassen den Leser gut zwischen den Generationen springen, ohne den Faden zu verlieren.

Weder Fergus Leidenschaft für Glasmurmeln, noch Sabrinas Nachforschungen und deren eigenen Probleme haben mich wirklich erreicht. „Der Glasmurmelsammler“ ist eine schöne Geschichte, und als Leser erfährt man einiges über dieses Hobby. Das war es dann aber auch schon. Jedoch kann ich mir den Roman sehr gut als Film vorstellen, da in Bildern die Faszination der Murmeln besser wirken könnte als auf dem Papier.

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Tags: cecilia ahern, der glasmurmelsammler   (2)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Diese Woche ist nicht mein Tag! Was uns täglich irre macht

Steffi von Wolff
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.07.2015
ISBN 9783956492013
Genre: Humor

Rezension:

Das Leben der Ich-Erzählerin ist das reinste Chaos. Mit Hilfe einer Liste möchte sie dies innerhalb einer Woche ändern. Doch leider klappt nichts so, wie geplant, und ein Fettnäpfchen nach dem anderen wartet nur schon auf die Hauptfigur. Diese ist eine naive Person, die sich leicht von anderen Leuten ausnutzen lässt. Sie kann einfach nicht „nein“ sagen. Auch dieses Problem sollte mithilfe der Liste angegangen werden.

Leider ist der Roman nicht so lustig, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zwar lockern einige „Bullshit-Bingos“ die Geschichte etwas auf, der große Wurf in Sachen Humor ist dieses Buch jedoch nicht. Die Figuren sind eher nervig, auch wenn einige mit Sicherheit ein reales Pendant haben dürften.

Die Handlungen der Hauptfigur sind nicht immer nachvollziehbar und einige deutlich zu überspitzt beschrieben. Die Nebencharaktere erhalten alle einen angemessenen Raum, und ihre Beziehungen zueinander sind klar definiert. Gut möglich, dass manch ein Leser genau solch eine Person kennt, wie sie die Autorin beschreibt.

Die Gedankenwelt der Ich-Erzählerin ist gut beschrieben, und als Leser versteht man auch ihre inneren Konflikte. Das Buch liest sich leicht, wobei zwischen Gegenwart und Vergangenheit schnell mal gewechselt werden kann. Hier sollte der Leser aufmerksam sein.

Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt und meinen Geschmack nicht getroffen.

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Tags: humor, steffi von wolff   (2)
 

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140 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Kind 44

Tom Rob Smith , Armin Gontermann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.05.2015
ISBN 9783442481859
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

1953 wird in Moskau die Leiche eines Jungen gefunden. Es handelt sich eindeutig um Mord. Doch in der UdSSR gibt es offiziell keine Verbrechen und erst recht keine Morde. Bei dem Tod des Jungen handelt es sich um einen tragischen Unfall, und der Fall wird zu den Akten gelegt. Der regimetreue Geheimdienstoffizier Leo Demidow glaubt nicht an einen Zufall, als eine weitere Leiche gefunden wird. Er beginnt zu ermitteln und bringt dabei sich selbst und andere in Gefahr.

Das Buch spielt zu einer Zeit, als die in der Sowjetunion lebenden Menschen von der Angst beherrscht werden. Man kann niemandem trauen. Jeder kann zu jedem Zeitpunkt wegen irgendeiner Sache verhaftet und im schlimmsten Fall hingerichtet werden. Nach dem ersten Mord erfährt der Leser viel über das damalige Leben und wie die Menschen versuchen, sich mit dem Regime zu arrangieren. Erst danach gehen die Ermittlungen nach dem Mörder weiter. Der Täter hat wieder zugeschlagen, und es scheint nicht der letzte Mord gewesen zu sein.

„Kind 44“ ist eine spannende und gut geschriebene Geschichte, welche auf einem wahren Fall beruht. Zusammen mit Leo Demidow sucht der Leser nach Motiv und Täter. Dann wird Demidow aufgrund seiner Nachforschungen selbst zum Gejagten und seine Ermittlungen sind gefährdet. Gut ausgearbeitete Figuren erreichen den Leser auch emotional.

Autor Tom Rob Smith ist mit „Kind 44“ ein guter Auftakt der Trilogie mit Leo Demidow gelungen.

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Tags: kind 44, leo demidow, tom rob smith   (3)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Böses Kind

Martin Krist
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei epubli, 01.10.2018
ISBN 9783746766447
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Berlin wird ein Mordopfer erschlagen und gekreuzigt aufgefunden. Kommissar Frei und sein Team ermitteln. Nachdem Suse von ihrem Mann verlassen wurde, ist sie mit ihren drei Kindern und ihrer Halbtagsstelle in einer Drogerie überfordert. Ihre Tochter Jaqueline verschwindet, doch Suse wird nicht geglaubt, als sie sagt, dass der Tochter etwas passiert ist.

„Böses Kind“ ist der erste Roman mit Kommissar Henry Frei. Von Beginn an ist das Buch spannend und emotional. Die Figur Suse fordert förmlich das Mitgefühl des Lesers ein. Denn so, wie es ihr ergeht, ergeht es vielen Alleinerziehenden, dies bringt Suse dem Leser besonders nahe. Wenn dann auch noch eines der Kinder verschwindet, ist selbst die stärkste Mutter mit ihrer Kraft am Ende.

Die Ermittlungen im Mordfall führen Frei und sein Team zu Suse und ihrer verschwundenen Tochter. Während des Lesens stellt sich immer wieder die Frage nach dem Motiv des Täters. Leicht erkennbar ist dies nicht. Autor Martin Krist baut geschickt falsche Fährten ein, Wendungen verlaufen anderes, als der Leser es vermuten könnte. Gut ausgearbeitete Charaktere sorgen für Lesespaß auf ganzer Linie. Das Buch liest sich flüssig, und die Spannung bleibt auf einem hohen Niveau.

Ein gelungenes Buch, mit einem sehr guten Auftakt der Reihe um Kommissar Henry Frei. Da ich die Fortsetzung „Stille Schwester“ bereits gelesen habe, empfehle ich das Lesen der Bücher in der entsprechenden Reihenfolge. Die beiden Fälle sind zwar abgeschlossen, die Nebenhandlungen mit anderen Rätseln haben ihren Reiz und sollten daher nach und nach ans Licht kommen.

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Tags: böses kind, henry frei, martin krist   (3)
 

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57 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Schizo - Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst.

Nic Sheff , Maren Illinger
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.06.2015
ISBN 9783733500887
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Miles bekommt seinen ersten schizophrenen Anfall. Dabei soll er eigentlich auf seinen Bruder Teddy aufpassen, doch der Anfall hindert ihn daran. Teddy verschwindet in dieser Zeit spurlos, und Miles gibt sich daran die Schuld. Zwei Jahre später glaubt Miles immer noch, dass Teddy lebt, und begibt sich auf die Suche nach ihm.

Ich konnte den auf der Rückseite beschriebene „packender Thriller zwischen Realität und Wahnsinn“ in dieser Geschichte nicht finden. Im Buch geht es in erster Linie um Miles und sein Umgang mit der Krankheit Schizophrenie. Des Weiteren auch um sein Umfeld und wie andere Menschen mit ihm umgehen. Die Suche nach Teddy geht darin fast unter.

Eventuell haben der Hinweis auf der Rückseite und der Buchtitel falsche Erwartungen bei mir geweckt. Der Autor versucht dem Leser das Krankheitsbild der Schizophrenie näher zu bringen. Doch weder Miles noch ein anderer Charakter haben mich erreicht. Spannende Momente fand ich keine, und die Geschichte zog sich wie Kaugummi. Daran konnte auch der einfache Schreibstil nichts ändern.

„Schizo – Trau niemandem, Vorallem nicht dir selbst“ hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Statt eines Jugend-Thrillers war es eher die Zustandsbeschreibung der Krankheit von Miles. Zwar ist es gut, dieses Thema mal aus der Sicht eines Betroffenen zu zeigen, aber dabei ist das Buch nicht besonders hilfreich. Ich bin enttäuscht von diesem Buch. Vielleicht gehöre ich aber auch nicht zur Zielgruppe dieses Romans.

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Tags: nic shef, schizophren   (2)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Ein schreckliches Geheimnis

Tom E. Keef
E-Buch Text: 271 Seiten
Erschienen bei mänex, 01.11.2016
ISBN B01M8QL9HG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Anna und David wollen sich ihren Traum von einem eigenen Haus erfüllen. Anna ist schwanger, und der Zeitpunkt scheint optimal, sich nach einer neuen Bleibe umzusehen. Sie finden ein passendes Haus aus den 1930er Jahren und erledigen noch letzte Renovierungsarbeiten. Als David ein Versteck im Zwischenboden findet, kommt Anna mit den Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges in Berührung. Denn David findet neben Kleidung auch das Tagebuch eines jungen Mädchens. Gleichermaßen fasziniert und verabscheut von dem Inhalt, taucht Anna in die damalige Zeit ein.

Tom E. Keef ist ein spannender Roman gelungen, durch dessen gut ausgearbeitete Figur Anna dem Leser ein Blick auf die damalige Zeit und Denken eröffnet wird. Ebenso wie Anna stellt man sich während des Lesens der Tagebucheinträge Fragen und denkt über den Inhalt nach.

Annas Gefühle kommen beim Lesen gut rüber, andere Personen werden jedoch zu Beiwerk und hätten gerne etwas mehr Platz erhalten dürfen. Die geschilderten Taten werden beschrieben, ohne zu stark ins Detail zu gehen. Dies lässt dem Leser viel Raum für eigene Vorstellungen der Geschehnisse.

Das Buch liest sich gut und flüssig. Nach und nach kommt ein Gänsehautgefühl auf, wenn sich die Freude über das tolle Haus mit dem im Tagebuch stehenden Grusel vermischt. Ich finde den Roman gelungen, und er hat ein großes Kopfkino ausgelöst.

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Tags: schreckliches geheimnis, tom e. keef   (2)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die verlorene Handschrift

Gustav Freytag
Fester Einband: 579 Seiten
Erschienen bei Droemer
ISBN B0000BI88X
Genre: Sonstiges

Rezension:

Professor Werner und sein Freund Doktor Hahn wollen sich auf die Suche nach der verlorenen Handschrift des Tacitus machen und reisen zu dem ehemaligen Kloster Rossau. Dort lernt Professor Werner die Tochter des Landwirtes, der sich um das Gut kümmert, kennen und lieben. Die Suche nach der Handschrift gerät in den Hintergrund.

Autor Gustav Freytag hat das Buch im Jahre 1861 veröffentlicht. Es ist ganz im Stile dieser Zeit geschrieben und liest sich für heutige Lesegewohnheiten etwas schwer. Dies macht jedoch auch den Reiz des Buches aus. Doch das ist auch schon einer der wenigen Pluspunkte. Viel zu bieten hat die Geschichte leider nicht.

Statt einer Geschichte, in der zwei Protagonisten auf der Suche nach einer Handschrift einiges erleben, muss sich der Leser mit vielen Nebenhandlungen und Abschweifungen auseinandersetzen. Was dazu führt, dass der Roman sich für mich als langatmig und langweilig darstellt. Alleine der Einblick in die von Freytag beschriebene Gesellschaft kann als interessant bezeichnet werden.

Mich hat das Buch auf weiten Strecken enttäuscht. Es mag seine Liebhaber haben, denn es ist mal eine Abwechslung, einen Roman ganz im Schreibstile seiner damaligen Zeit zu lesen. Spannung und einen echten roten Faden habe ich vermisst.

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Tags: gustav freytag   (1)
 

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Die Suche

Charlotte Link
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.10.2018
ISBN 9783764504427
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die 14-jährige Amelie Goldsby verschwindet spurlos vom Parkplatz eines Einkaufsmarktes. Kurz zuvor wurde in den Hochmooren Nordenglands die Leiche der ebenfalls 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Detective Chief Inspector Caleb Hale und sein Team stehen unter Druck. Was wird der von den Medien „Hochmoor-Killer“ genannte Täter mit Amelie anstellen? Ist sie sein zweites Opfer? Um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen, befindet sich Detective Sergeant Kate Linville in Scarborough. Zufällig lernt sie die Eltern von Amelie kennen und erlebt dessen Verzweiflung hautnah mit.

„Die Suche“ beginnt mit mehreren Erzählsträngen, die sich zu einer spannenden Geschichte entwickeln. Emotional ist der Leser an allen Figuren nah dran. Amelies Eltern, DCI Coleb Hale und DS Kate Linville erreichen den Leser auf allen Ebenen. Neben der verzweifelten Suche nach Amelie und dem „Hochmoor-Killer“ gibt es Einblicke in das Privatleben von Hale und Linville. Beide kennen sich, seit Hale an dem Mord von Linvilles Vater ermittelte. Jede der Figuren hat mit ihren eigenen Dämonen und Problemen zu kämpfen. Diese nehmen jedoch nicht den Großteil der Geschichte ein. Mittelpunkt ist die Suche nach dem, was mit Amelie geschehen ist.

Geschickt werden in der Geschichte immer wieder die Gedanken des Täters und sein Verhalten eingestreut. Je enger die einzelnen Erzählstränge zusammen kommen, desto mehr nimmt die Spannung zu, und die Seiten fliegen nur so dahin.

Charlotte Link ist ein sehr guter Roman gelungen, der alle Zutaten eines Kriminalromans hat. Da in dieser Geschichte minimal auf die Geschehnisse um den Mord an Linvilles Vater eingegangen wird – aber ohne viel zu verraten – sollte der Roman „Die Betrogene“ zuerst gelesen werden. Dadurch kann sich der Leser noch intensiver in die Bekanntschaft von Hale und Linville hineinfühlen.

„Die Suche“ ist Teil einer Buchreihe um die Scotland Yard Ermittlerin Kate Linville. Die einzelnen Fälle sind abgeschlossen und lassen sich ohne Vorkenntnisse lesen. Ein Einstieg in die Reihe ist somit jederzeit problemlos möglich.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

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Tags: charlotte link, kate linville, krimi   (3)
 

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72 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Dein letzter Tag

A. J. Rich , Bernd Stratthaus
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.06.2016
ISBN 9783734102677
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Morgan macht eine grausame Entdeckung. Ihr Verlobter liegt furchtbar zugerichtet in ihrem Schlafzimmer. Ihre Hunde sind blutverschmiert, und es scheint so, als seien sie über Bennett hergefallen. Als Morgan seine Eltern über den Tod ihres Sohnes informieren möchte, stellt sie fest, dass Bennett ihr nur Lügen erzählt hat und es weitere „Verlobte“ gibt. Die kommen nach und nach ums Leben. Wann ist Morgan an der Reihe?

„Dein letzter Tag“ ist ein spannender Psychothriller, dessen Hauptfigur sehr passend an ihrer Abschlussarbeit über Opferpsychologie schreibt. Obwohl Morgan sich durch ihr Studium und ihre Graduierungsarbeit mit der menschlichen Psyche auseinandersetzt, verhindert dieses Wissen nicht, dass sie sich mit ihrer eigenen seelischen Gesundheit befassen muss.

Die Geschichte ist sehr spannend, da der Leser einerseits mit Morgan versucht herauszufinden, wer Bennett wirklich war. Andererseits setzt sich Morgan immer wieder mit dem Thema ihrer Arbeit auseinander. Immer wieder tauchen Paraellen zwischen den Geschehnissen und dieser Abschlussarbeit auf.

Der Roman wird aus Morgans Sicht erzählt. Dadurch wird eine gute emotionale Bindung zur Figur aufgebaut. Allerdings ist diese der Hauptcharakter, gegen den kein anderer Charakter eine Chance hat zu zeigen, was in ihm steckt.

Dieses Buch verursacht eine leichte Gänsehaut und lässt sich nur schwer aus der Hand legen. Wer gute Psychothriller mag, sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen.

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Tags: a.j. rich   (1)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Hurensohn

Byron Weigand
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 02.08.2018
ISBN 9783752802948
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Rumänin Stella möchte ihrem Sohn Beniamin eine bessere Zukunft bieten und reist nach Deutschland. Hier verdient sie als Prostituierte ihr Geld. Als ihr Sohn spurlos verschwindet, nimmt die Polizei die Sache nicht richtig ernst. Der alkoholkranke Ex-Polizist Robert ist ihre letzte Hoffnung, Beniamin zu finden. Die Suche im Milieu ist jedoch nicht ganz einfach. Zumal Robert seine eigene, spezielle Art hat, Menschen Informationen zu entlocken.

Der Klappentext verspricht eine spannende Geschichte, leider kommt diese lange Zeit nicht richtig in Gang. Die Figuren sind eher oberflächlich dargestellt, und mir persönlich fehlte etwas die Tiefe. Der Roman zieht sich in die Länge und bleibt spannungsmäßig auf maximal mittlerem Niveau.

Das Buch gibt einen kleinen Einblick in das Milieu und seinen eigenen Regeln. Niemandem kann man vertrauen. Wie Stella fragt man sich lange Zeit, was mit ihrem Sohn geschehen sein könnte. Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Stella und Robert kann der Leser gut verfolgen.

Wenn der Leser das letzte Drittel der Geschichte erreicht hat, geht es plötzlich Schlag auf Schlag, Tempo und Spannung steigen rasant an. Die Auflösung hält kleine Überraschungen bereit, und es gibt einige Wendungen bis zur Wahrheit. Es lohnt sich also, durchzuhalten und das Buch nicht abzubrechen.

Die Wortwahl des Autors ist dem Milieu, in dem die Geschichte spielt, angepasst. Dies gibt dem Leser die Möglichkeit, ein Gefühl für die Umgebung zu gewinnen, in der sich Stella und Robert bewegen. Es ist daher schade, dass sich der größte Teil des Buches für mich hingezogen hat. Natürlich kann diese „Ruhe“ der Handlung auch vom Autor gewollt sein, damit der große Knall des Finales den Leser mit voller Kraft trifft.

Dank des Finales hat sich die Geschichte in der sprichwörtlichen letzten Sekunde in meiner Bewertung von „Geschmackssache“ zu „ein gutes Buch“ verbessert. Denn am Ende hat mich der Autor mit seinem Roman doch noch packen können.

Ich danke Autor Byron Weigand und der Books on Demand GmbH für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

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Tags: babyentführung, byron weigand, milieu, prostitution   (4)
 

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(42)

97 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Nummer 25

Frank Kodiak
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.07.2017
ISBN 9783426520093
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der erfolgreiche, aber kontaktscheue Autor Andreas Zordan lebt zurückgezogen in einem ehemaligen Forsthaus. Die Fans lieben seine Thriller, in denen Zordan die Opfer auf ungewöhnliche Weise sterben lässt. Laut eigener Angabe könne er nur deswegen so gut über Psychopathen schreiben, weil er selbst einer sei. Eines Tages findet er in seinem Garten die Leiche einer jungen Frau. Zordan lässt den Körper verschwinden, denn „Nummer 25“ droht, ein weiteres Mädchen umzubringen, wenn er zur Polizei geht. Greta Weiß soll den Autor für ihre Zeitschrift interviewen und gerät mitten in die Auseinandersetzung zwischen Zordan und „Nummer 25“.

Was für eine gelungene Geschichte! Von Beginn an fesselt dieses Buch den Leser und lässt ihn nicht mehr los. Gemeinsam mit Greta entdeckt man, dass Zordan gerne damit spielt, sich nach außen als Psychopathen darzustellen. Dies gelingt ihm auch sehr gut.

Der Charakter des Andreas Zordan ist für den Leser genauso ein Rätsel wie für Greta. Beide Hauptfiguren sind gut ausgearbeitet, und auch „Nummer 25“ kommt beim Leser an. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite. Sehr gute Wendungen, Einblicke in die Tätergedanken und Ausschnitte aus Zordans Thrillern sorgen dafür, dass das Buch viel zu schnell ausgelesen ist.

Hinter dem Pseudonym „Frank Kodiak“ verbirgt sich Andreas Winkelmann. Durch seinen guten Schreibstil ist das Lesen dieser sehr guten Geschichte ein Vergnügen. „Nummer 25“ hat mich überrascht, und das ist nicht einfach. Es ist ein genialer Roman mit tollem Kopfkino.

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Tags: andreas winkelmann, frank kodiak, nummer 25   (3)
 

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Mit jedem neuen Tag

Marc Levy , Bettina Runge , Eliane Hagedorn
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.04.2016
ISBN 9783734100567
Genre: Romane

Rezension:

Andrew Stilman ist ein erfolgreicher Journalist. Kurz vor seiner Hochzeit begegnet ihm eine wunderschöne, geheimnisvolle Frau, die ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Einige Wochen später wird er angegriffen. Als Andrew wieder zu sich kommt, befindet er sich zwei Monate in der Vergangenheit und hat sechzig Tage Zeit, seinem Mörder auf die Spur zu kommen.

Bis Andrew klar ist, was geschehen ist, dauert es etwas. Während der Leser vor dem Angriff nicht viel von seiner journalistischen Tätigkeit erfährt, taucht er nach dem Zeitsprung in eine spannende Recherche zu einem brisanten Thema ein.

In der gesamten Zeit schwebt auch immer die Frage, was es mit Andrews zweiter Chance auf sich hat. Denn einige Begebenheiten haben sich verändert, haben nicht stattgefunden, oder neue sind hinzugekommen. Die Hauptfiguren in „Mit jedem neuen Tag“ sind ausreichend ausgearbeitet, haben mich aber nicht komplett erreicht. Große Wendungen gibt es während der Geschichte nicht. Erst das Finale bietet eine, die aber auch fast schon vorhersehbar war.

„Mit jedem neuen Tag“ ist eine gute Geschichte, welche mit der tragischen Vergangenheit eines Landes verflochten ist. Leider lässt der Roman ansonsten eine größere Spannung vermissen. Er kommt ohne Höhen und Tiefen aus, auch wenn es einige emotional ergreifende Stellen gibt. Interessant ist die Begegnung von Andrew mit Charakteren, die einem aus einem anderen Buch von Marc Levy vertraut sind. Diese passen sich wunderbar in die Geschichte ein.

Die Geschichte um Andrew ist ein schöner Roman, der durch seine Recherchen auch tragische Momente hat.

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Patient 211

Silke Nowak
E-Buch Text: 185 Seiten
Erschienen bei Viktoria Publishing, 18.09.2017
ISBN B075RPSY7B
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der erfolgreiche Psychiater Dr. Julian Kraft soll ein Gutachten darüber erstellen, ob Linda Fallersleben zum Zeitpunkt des Mordes an ihrem Mann schuldunfähig war. Linda behauptet, ein Serienmörder würde in der Klinik Marienberg sein Unwesen treiben. Klinikleiter Prof. Sombra warnt Dr. Kraft vor dieser Frau, doch Julian ignoriert seine Warnung.

Lange schleicht die Geschichte dahin. Da ist einmal Dr. Julian Kraft, der bei seinem kurzen Aufenthalt über Lindas Schuldunfähigkeit entscheiden muss, und Linda, welche an merkwürdige Geschehnisse glaubt. Nach und nach ergeben sich bei jeder Figur Anhaltspunkte, ob sie der mysteriöse Patient #211 ist. Denn es gibt ihn wirklich. Er war bei Lindas Ehemann in Behandlung. Über die Sitzungsprotokolle erhält Julian Einblick in dessen Seele, ohne zu wissen, wer hinter diesem Namen steckt.

Die Charaktere sind mir teilweise nur sehr oberflächlich vorgekommen, wodurch es mir etwas an Tiefe fehlte. Daran konnte auch die gut ausgearbeitete Figur des Dr. Julian Kraft nichts ändern. Die Geschichte selbst liest sich gut und flüssig. Man kann ihr leicht folgen.

Gegen Ende des Buches kommt dann doch noch Spannung auf. Viele seltsame Geschehnisse klären sich, und es gibt den einen oder anderen „aha-Effekt“. Abschließend kann ich sagen, dass sich das Lesen lohnt.

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Tags: patient 211, silke nowak   (2)
 

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Hurensohn

Eva Winter
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.12.2017
ISBN 9783746029788
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Hanna erscheint ihr Leben eintönig. Die Kunstlehrerin hat eine Affaire mit ihrem ehemaligen Professor. Kurz vor einer Ausstellung hat sie keine Idee, welches Fotomotiv sie dort aufhängen soll. Da begegnet ihr Jésus. Dieser zeigt ihr eine erotische Spielwiese, deren Regeln Hanna völlig unbekannt waren. Jedoch hat Jésus Geheimnisse vor ihr, und als es in seinem Umfeld drei Leichen gibt, stellt sich die Frage, was er damit zu tun hat.

Das Spannendste an dieser Geschichte ist der geheimnisvolle Jésus und wie er Hanna in eine für sie neue Welt mitnimmt. Dabei gelingt es Autorin Eva Winter, nur so wenig zu beschreiben, dass jeder Leser für sich die Szenerien deuten und seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.

Bis zu den Morden vergeht viel Zeit, in der der Leser Hannas Abenteuern mit allen Hochs und Tiefs folgt. Dazwischen gibt es Episoden mit der Geschichte eines jungen Mädchens und welches Leid sie durchmachen muss. Auch deren Schicksal schildert die Autorin gut. Lange ist unklar, was beide Geschichten verbindet. Diese Verbindung führt am Ende des Buches zu einem großen Finale.

Erreicht haben mich die einzelnen Figuren jedoch nicht. Zwar ist die Beziehung zwischen Hanna und Jésus interessant, aber irgendwie fand ich keinen Zugang. Dies ändert sich auch nicht, wenn sich zeigt, was hinter dem geheimnisvollen Verhalten von Jésus steckt. Dass Hanna diese Erkenntnisse relativ locker wegsteckt, sorgt auch nicht gerade für eine besondere Nähe.

Das Buch ist gut geschrieben und es ist leicht, der Geschichte zu folgen. Als „Thriller“ würde ich den Roman jedoch nicht bezeichnen, denn der Schwerpunkt liegt eindeutig in der erotischen Geschichte von Hanna und Jésus. Allein die dazwischen erzählte Handlung um das Mädchen bringt etwas Spannung in den Roman.

Für mich war das Buch ein unerwarteter Fund in meinem Briefkasten, da es mit einem anderen Buch mit ähnlichem Titel verwechselt wurde. Dieser Roman ist für mich ein Ausflug in ein Genre gewesen, das ich sonst nicht so auf dem Schirm habe.

Ich danke der Books on Demand GmbH für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

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Tags: erotikthriller, eva winter, hurensohn   (3)
 

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Soantà & Als Paolos Hände reden lernten

Peter Georgas-Frey
E-Buch Text: 97 Seiten
Erschienen bei Peter Georgas-Frey, 14.03.2012
ISBN B007KG30H2
Genre: Fantasy

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Das Erbe von Temple Hill

Judith Kinghorn ,
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.11.2014
ISBN 9783442383405
Genre: Liebesromane

Rezension:

1911 kehrt Cora auf ihr verlassenes Gut Temple Hill zurück. Die alte Dame lebte davor in Rom und Paris. Mit ihr im Haus lebt ihr Enkelsohn Jack. Eine junge Dame aus der Nachbarschaft, Cecily, verliebt sich in ihn. Cora scheint ein Geheimnis zu hüten, und Cecily hofft, bald mehr darüber zu erfahren.

Was nach einer spannenden Geschichte klingt, ist leider genau das Gegenteil. Der Roman zieht sich in die Länge. Unvorhersehbar wechseln in einem Kapitel nach einem Absatz die Zeit, Orte und Personen, was einen Leser eher verwirren kann. Dieses Durcheinander trübt den Lesespaß enorm. Ein echter Lesefluss kann sich nicht einstellen.

Die Figuren bleiben blass und werden zu oberflächlich dargestellt. Dabei ist das Grundgerüst der Geschichte gut. Mit einer besseren Struktur und Ausarbeitung wäre das Buch vielleicht gut geworden. Judith Kinghorn hat so viele Erzählstränge in diesem Roman unterzubringen versucht, dass irgendwann der rote Faden verloren gegangen ist.

Im Klappentext heißt es über Cecily „bald wird Cecily klar: Es könnte der aufregendste – und romantischste – Sommer ihres Lebens werden“. Doch dieser Sommer ist nur ein kleines Fragment in der gesamten Geschichte. Ich finde den Klappentext daher irreführend.

„Das Erbe von Temple Hill“ wird bestimmt dem einen oder anderen Leser gefallen, mir jedoch nicht. Im Gegenteil, für mich ist das Buch knapp an einer „Flop-Bewertung“ vorbeigegangen, da die letzten Seiten des Buches noch einige Dinge aufklären, die ich so nicht gedacht hätte.

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Der Wald

Peter Wohlleben
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453615083
Genre: Sachbücher

Rezension:

Förster Peter Wohlleben nimmt den Leser mit in den Wald. Er erläutert, dass dieser fast immer eine Plantage zur Rohstoffgewinnung ist und mit dem gerne verwendeten Idyll und Einklang mit der Natur so gut wie nichts zu tun hat. Als Leser merkt man die Leidenschaft, mit der Wohlleben sich für einen intakten Wald einsetzt. Seine Emotionen bei verschiedenen Themen springen den Leser regelrecht an.

Auch nicht ausbleibende Konflikte der unterschiedlichen Interessen von Waldnutzern und -besuchern werden hier sachlich dargestellt. Wobei man manchmal das Gefühl bekommt, Wohlleben stehe vor einem und ließe seinen Unmut über die gemachten Fehler freien Lauf. Manchmal bekam ich das Gefühl, er „schreie“ regelrecht seine Meinung aus dem Buch heraus.

„Der Wald – eine Entdeckungsreise“ ist keine langweilige Erzählung von Bodenorganismen, brütenden Vögeln oder im Wald vorkommenden Insekten – auch wenn diese angesprochen werden. Der Schwerpunkt des Buches ist der Wald und seine verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. Was kann ein Förster tun, wenn durch finanzielle und/oder persönliche Vorteile Bereiche des Waldes abgeholzt werden sollen, obwohl es dort schützenswerte Bäume gibt? Wie ergeht es einem Förster, der neue Denkweisen in ein altes System bringen möchte? Viele weitere Fragen beantwortet Wohlleben aus seiner Sicht und Erfahrung.

Ich kann dieses schöne Buch allen empfehlen, die auch mal einen Blick hinter das „Idyll Wald“ werfen möchten. Zukünftig werde ich bei meinen Waldspaziergang genauer hinschauen, welche Bäume dort stehen und wie er bewirtschaftet wird. Und vielleicht begegnet mir dabei mal ein Förster, dem ich die eine oder andere Frage noch stellen könnte.

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Ich schweige für dich

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.11.2017
ISBN 9783442487080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Adam Price führt gemeinsam mit seiner Frau Corinne und zwei Söhnen ein ruhiges Familienleben. Doch das Glück bekommt einen Riss, als ein Fremder Adam mitteilt, dass Corinne ein Geheimnis habe. Kurz darauf verschwindet Corinne spurlos. Adams Suche nach ihr führt ihn zu Verstrickungen, die er sich nie hätte vorstellen können.

Der Roman beginnt mit Adams Konflikt, Corinne auf ihr Geheimnis anzusprechen oder nicht. Mit dem Verschwinden von Corinne nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Stück für Stück zeigt sich, was den Fremden und seine Gruppe antreibt, Geheimnisse zu enthüllen. Corinne bleibt während dieser Zeit verschwunden, und Adam weiterhin auf der Suche nach ihr.

Gegen Ende des Buches überschlagen sich die Ereignisse, und es kommt zu einigen Wendungen. Die langsam aufgekommene Spannung erreicht ihren Höhepunkt in einem interessanten Finale. Die Hauptfigur Adam ist sehr gut ausgearbeitet. Alle anderen Figuren wirken dagegen etwas blasser. Zu ihnen fehlte mir auch der Zugang. Da Adam im Mittelpunkt der Geschichte steht, ist das kein großes Manko.

„Ich schweige für dich“ ist ein guter Thriller mit Einblicken, was das Schicksal aus Menschen machen kann. Ich kann das Buch jedem Fan des Genres empfehlen. Aber es ist auch gut für Einsteiger geeignet, die noch keinen Thriller gelesen haben. In der Geschichte wird kaum Blut vergossen, es ist das Zwischenmenschliche, was den „Thrill“ ausmacht.

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Kind, versprich mir, dass du dich erschießt

Florian Huber
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492308984
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nach dem zweiten Weltkrieg nahmen sich 1945 tausende Menschen das Leben. Eltern töteten ihre Kinder, Kinder ihre Eltern, bevor sie sich selbst umbrachten. Ganze Familien löschten sich auf diese Art selbst aus. Aber warum taten sie das? Stellten sie sich ihre Zukunft so düster vor, dass ein Weiterleben nicht vorstellbar war? Historiker Florian Huber zeigt einen Einblick in das Denken und Fühlen der damaligen deutschen Bevölkerung.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert. Zu Beginn wird der Leser langsam an die Geschehnisse des Jahres 1945 in dem Ort Demmin herangeführt, danach auch an verschiedene Orte in ganz Deutschland. Immer wieder stellt sich die Frage, warum die Menschen sich nach Ende des Dritten Reiches das Leben nahmen.

Einen Einblick in das damalige Zeitgeschehen gibt es im dritten Teil. Dieser beschäftigt sich mit der Zeit zwischen beiden Weltkriegen und wie es den Menschen erging. Beim Lesen dieses Teiles kommt ein wenig Hintergrundwissen, welches eine Ahnung davon liefert, was die Menschen erlebten und ihr Denken beeinflusste. Ihre Ängste und die Wut über den verlorenen Krieg trieben sie in die Arme von Personen, die ihnen von einer neuen besseren Welt erzählten. Viel zu gerne glaubte die große Masse ihnen, dass das Leben in Deutschland wieder gut werden würde. Tatsächlich wurde es dies für die meisten auch. Kann ein Mensch, der dem Volk soviel Gutes tut, ein schlechter Mensch sein?

Der vierte Teil erläutert den Umgang bzw. Nichtumgang der Bevölkerung im neuen Deutschland mit ihrer Vergangenheit im Dritten Reich. Plötzlich waren die Deutschen die Opfer des Krieges, und die Alliierten die Befreier des armen deutschen Volkes. Das Grauen wurde von anderen Menschen verübt, und die Selbstmorde wurden totgeschwiegen.

„Kind, versprich mir, dass du dich erschießt“ bietet einen Einblick in das Denken und Fühlen der damaligen Zeit. Das Buch wird von denen erzählt, die sie erlebten. Es basiert auf Tagebüchern, Briefen, Berichten und Erinnerungen. Die Texte sind gut zu lesen und erreichen den Leser emotional, denn die Gedanken und Gefühle der Menschen zwischen den Weltkriegen sind keineswegs nur Geschichte.

Das Buch fordert seinen Leser heraus, über die Vergangenheit nachzudenken. Die Jahre 1933 bis 1945 können sich immer wieder, überall und in ähnlicher Form wiederholen und Menschen ihre Zukunft nehmen. Insbesondere der dritte Teil zeigt auf, wie einfach und schnell sich Menschen verführen lassen.

Oft musste ich eine Lesepause einlegen, um das Gelesene sich setzen zu lassen. Das Buch ist definitiv keine leichte Kost. Der Fokus auf die Selbstmorde und wie es überhaupt so weit kommen konnte ist eine andere Sichtweise auf diese Zeit. In vielen anderen Büchern taucht dieser Abschnitt der deutschen Geschichte entweder gar nicht oder nur als Randnotiz auf.

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Zurück zu dir

Marc Levy , ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.10.2015
ISBN 9783734102547
Genre: Romane

Rezension:

BITTE BEACHTEN: Dieser Roman ist die Fortsetzung von „Solange du da bist“, und daher wird diese Rezension viele Spoiler enthalten. Wer das Buch oder den Film nicht kennt, wird das Ende dieser Geschichte erfahren, da dieses gleichzeitig der Anfang von „Zurück zu dir“ ist.

Arthur kehrt nach Jahren im Ausland zurück nach San Fransisco, jener Stadt, in der seine große Liebe Lauren als Neurochirurgin arbeitet. Doch Lauren kann sich an Arthur nicht mehr erinnern, denn sie lag damals im Koma. Arthur konnte sie jedoch nie vergessen. Durch Zufall landet er auf ihrem OP-Tisch, und sie spürt eine seltsame Verbindung zu diesem Mann.

„Zurück zu dir“ ist eine schöne Geschichte und meiner Meinung nach eher als Ergänzung zu „Solange du da bist“ zu sehen, die aber nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Ich fand die Geschichte zu Ende erzählt und bin der Meinung, dass nicht jedes Buch ein Happy End braucht.

Mich störte auch das Erzähltempo. Zu schnelle und kurze Perspektivenwechsel, welche zwar ihren Sinn haben, aber nervig sind. Darunter hat auch der Lesefluss gelitten. Es war das Gefühl, durch die Geschichte gejagt zu werden.

Den Figuren fehlt etwas die Tiefe. Selbst die Gefühle von Arthur, welche im ersten Buch und auch im Film ankamen, erreichten mich hier nicht. Die Geschichte ist durchdacht und schließt sich fehlerfrei an den Vorgängerroman an. Marc Levy verzichtet auf all zu ausführliche Beschreibungen.

Wer noch keinen Roman von diesem Autor gelesen hat, könnte dieses Buch mögen. Für mich reichte die Fortsetzung bei weitem nicht an Teil 1 heran, dort war der Verbrauch an Taschentüchern enorm, und die ganze Geschichte war herzergreifend.

Mir kommt es so vor, als sollte die Geschichte um Arthur und Lauren einfach noch ein glückliches Ende finden. Ob und wie es kommen wird, muss jeder Leser selbst herausfinden. Dieses Buch hat meine, vielleicht zu hohen, Erwartungen leider nicht erfüllt.

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Der Traummacher

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.05.2018
ISBN 9783442487523
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Simona Wiesner erliegt einem Herzleiden. Ihre Mutter Franziska kommt darüber nicht hinweg. Eines Tages glaubt sie, Simonas Stimme zu hören. Kurz darauf wird Franziska tot in ihrem Keller gefunden. Auf ihrem Körper sind viele menschliche Bisswunden. Bald gibt es eine zweite Frauenleiche, Simonas beste Freundin und Geschäftspartnerin. Auch diese weist Bisswunden auf. Nils Trojan und sein Team ermitteln.

Es ist ein spannender und mysteriöser Fall, um den sich Trojan kümmern muss. Wer war diese Simona Wiesner, und warum sterben Menschen aus ihrem Umfeld auf so grausame Weise? Als Leser fliegt man förmlich durch die Geschichte, wobei die eigentlichen Ermittlungen von den sonstigen Geschehnissen in den Hintergrund gerückt werden. Doch dies trübt den Lesespaß nicht.

Das große Rätsel um Simona und den Tod der beiden anderen Figuren erhält trotzdem noch genug Raum. Gut ausgearbeitete Charaktere vervollständigen die Geschichte zu einem gelungenen Roman. Natürlich gibt es zwischendurch einige Wendungen, welche alles in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Dieser Psychothriller besitzt alle Zutaten, wie sie von diesem Genre erwartet werden. Dabei verzichtet Bentow auf zu ausführliche Beschreibungen der Verletzungen. Hier überlässt er es der Fantasie seiner Leser, in welchem Zustand genau sich die Opfer befinden.

„Der Traummacher“ ist das sechste Buch aus der Reihe um Nils Trojan. Da der Leser kaum etwas über die vergangenen Fälle erfährt, lässt sich das Buch ohne Vorkenntnisse lesen.

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