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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Todeslüge: Eine mörderische Affäre

Dörte Jensen
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 01.08.2018
ISBN B07G49QC38
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Heutige Journalisten haben es schwer, sich in der Branche behaupten zu können.
Besonders junge Kandidaten haben das große Ziel, bei der New York Times, den besten der besten, mitwirken zu können, auch wenn sie bei ihrem derzeitigen Blatt eher weniger einen passenden Bewerbungsartikel verfassen können.
Jennifer Kindler ist eine besonders engagierte Journalistin, die sich bei der Hamburger Tagespost unterfordert fühlt. Sie möchte unbedingt über eine Modemesse in Hamburg schreiben und besucht diese dann auch privat. Dabei lernt sie dann Wiebke Dierksen mit deren Edition Federkleid. Die Jacke auf dem Buchcover soll die für die Handlung noch relevante schriller Jacke darstellen, jedoch handelt es sich eigentlich um eine sehr bunte, dem Gefieder eines Papageien nachempfundene Jacke.
Diese Begegnung sorgt dafür, dass Wiebke nach kurzer Zeit auf der Abschussliste des Politikers Hermann Sprengler und dessen Bodyguard steht. Jennifer lüftet nämlich ein Geheimnis Sprenglers, den sie eigentlich interviewen soll und speichert ihre Beweise auf einem USB-Stick ab, der dann bei Wiebke landet…
Vorweg sei erwähnt, dass es sich hier eigentlich eher um einen Krimi als Thriller handelt, weshalb man sehr enttäuscht wird, wenn man dies erwartet.
Dabei ist der Krimi äußerst gelungen!
Man findet sich sehr schnell in der Geschichte zu recht. Alle Charaktere sind irgendwie sehr abgebrüht, sodass sie sich auch wieder sehr gut ergänzen und keine Figur überzeichnet wirkt, was sonst wahrscheinlich geschehen wäre. Das gibt der Geschichte in Teilen auch etwas Skurriles und nimmt ihr die Schärfe, weshalb die Einordnung als Thriller wirklich nicht passt, obwohl manche Taten doch sehr düster sind.
Hermann Sprengler ist mir mit seiner starken Überheblichkeit durch und durch unsympathisch. Er ist Mitglied einer Partei, die mit Parolen und vielen öffentlichen Auftritten Wählerstimmen sammelt und gibt dem Buch damit einen sehr aktuellen Aspekt. Dieser Fakt ist von der Autorin sehr gewitzt in Szene gesetzt und lässt es durchaus realistisch erscheinen.
Auch kommt nach ungefähr einem Drittel des Buches eine Wendung zum Tragen, die den Fokus auf die Figuren verändert. Ich war von dieser Wendung doch sehr überrascht und hätte damit nicht gerechnet. In meinen Augen ist die Wendung aber sehr gut und lässt die Spannung steigen.
So kommt auch noch eine Liebesgeschichte zum Tragen, die ich liebenswürdig finde. :)
Dadurch, dass das Buch nicht einmal 200 Seiten umfasst, wird natürlich vieles schnell abgehandelt und manchmal kommt es zu kleineren Logiklücken oder es wird vorhersehbar.
Auch das Ende fand ich dann leider etwas kurz und hätte gerne noch mehr von der ein oder anderen Figur gelesen. Demnach würde ich mich sehr über eine Fortsetzung freuen.
Alles in allem möchte ich diesem interessanten und kurzweiligen Buch gerne 4 / 5 Sternen geben, da mir das Lesen sehr viel Spaß bereitete, aber ich mir manchmal noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht hätte.
Dies ist aber wie gesagt nichts, dass man mit einer Fortsetzung nicht ausgleichen könnte. ;)

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19 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Aeternitas - Die komplette Trilogie

Sabina S. Schneider
E-Buch Text
Erschienen bei null, 30.06.2018
ISBN B07F5XQWR7
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eva verdient ihr Geld durch Schwarzarbeit, ist ständig auf der Hut, um unentdeckt zu bleiben. Erst kürzlich ist sie aus der Psychiatrie geflohen, nachdem sie ihrem Ex schilderte, in menschlichen Gesichtern immer wieder monströse Fratzen zu erblicken.
Nun hat sie sich einen einigermaßen sicheren Job geangelt, um dann von Männern in Park bedrängt zu werden. Sie flüchtet sich in den See des Teiches und erwacht nackt an einem Strand. Nach einer Weile wird ihr offenbart, sich im Garten Eden zu befinden und verschiedene Adams zur Wahl zu haben. Sie alle sollen mit ihren Genen die Menschheit retten. Doch auch im „Paradies“ verstehen Männer ihre Abweisungen nicht.
Eva ist eine Protagonistin, die mir sehr gefällt. Man kann ihre Verwirrung absolut nachvollziehen und zudem besitz sie auch noch eine schamlose Direktheit, die einen immer wieder schmunzeln lässt. Ihr größtes Ziel ist immer wieder die Freiheit, was ihr oft Mut macht und sie zu einem starken Charakter werden lässt.
Auch Kyle oder Lillith gefallen mir sehr, jedoch gibt es in meinen Augen von Band eins zu zwei und drei eine Art Bruch, die die negativen Seiten der Figuren hervorheben.
Die menschlichen Abgründe werden hier sehr gut verdeutlicht.
Jetzt komme ich leider schon zu meinen Kritikpunkten. Hat mir Band eins sehr gefallen und mich darüber freuen lassen in diesem Sammelband gleich weiterlesen zu können, hat mir Band zwei nicht gefallen und auch der abschließende Band konnte mich nicht mehr richtig begeistern.
Die Autorin versucht, dem Leser nach und nach immer mehr Informationen zu liefern, wie denn nun alles zusammenhängt, aber leider gelingt ihr das nicht wirklich gut. Teilweise wird es richtig konfus, was mich fast von der Geschichte entfernen ließ, dabei fehlten manchmal nur kurze Erläuterungen, zudem andere Dinge gerne sehr ausführlich erklärt und auch gerne wiederholt werden.
Die Handlung nahm einen völlig anderen Verlauf als man nach Band eins vermuten konnte und wirkte schon fast wie eine getrennte Erzählung.
Ansonsten hat mir der Schreibstil gefallen, man konnte fast immer Empathie oder Antipathie für die Figuren aufbringen.
Da dieser sehr komplizierte Aufbau nicht immer gut gelöst werden konnte, obwohl ihre Idee so grandios war und manchmal wirklich nicht viel fehlte, verbleibe ich mit guten 3,5 / 5 Sternen. Sollte es keine halben Sterne geben, bewerte ich natürlich mit 4 ;).
Ich werde nichtsdestotrotz gerne noch andere Bücher von Sabina S. Schneider lesen. :)

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Kreaturenjagd

Vianka Van Bokkem
E-Buch Text: 29 Seiten
Erschienen bei Domus Supernaturalis, 07.09.2015
ISBN 9781507119747
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dieser Geschichte wurde das Wesen Elixia geschaffen, das gegnerische, für menschliche Jäger zu gefährliche Kreaturen beseitigen oder für die Area 51 lediglich in Gewahrsam nehmen soll.
So weit, so gut. Das erste Kapitel hat mir gleich sehr zugesagt, doch dann ging es für mich bergab.
Wie so oft ist nicht die Handlung die Ursache, sondern der Schreibstil.
Für mich wirkt es fast so, als hätte die Autorin ihre Ideen während eines Brainstormings zu Papier gebracht, jedoch nicht weiter geplottet und den Charakteren Tiefe verliehen, die Beschreibungen ausformuliert.
Hier liegt leider so viel verschenktes Potential, da mir die Charaktere an sich sympathisch sind, vieles aber sehr plump präsentiert wird, was der Leser dann einfach so hinnehmen soll.
Deswegen möchte ich dieser Kurzgeschichte 3 / 5 Sternen geben. Auch eine Kurzgeschichte muss meiner Meinung nach zu überzeugen wissen und sollte nicht zu sehr auf das Nötigste gekürzt werden. Die Bezeichnung als Trashliteratur trifft es bedauerlicherweise gut.

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41 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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The way to find love

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 18.05.2018
ISBN 9783906829883
Genre: Romane

Rezension:

Mareike versucht, ein normales Leben zu führen. Die Diagnose: gutartiger Hirntumor bestimmt ihr Leben in vielen Dingen, aber trotzdem ist sie nicht unglücklich.
Sebastian wohnt in einer Wohngruppe der Lebenshilfe und versucht sich trotz strenger Regeln, ein selbst geführtes Leben zu ermöglichen.
Beide haben genug eigene Probleme und sind von ihrem gegenüber bei der ersten Begegnung nicht wirklich beeindruckt.
Aber irgendwie kreuzt sich ihr Weg erneut und nach und nach lernen sie sich besser kennen.

Mareike ist mir sehr sympathisch geworden. Sie hat bedingt durch die Tabletten nicht unbedingt die schlankste Gestalt, aber trotzdem ein gutes Selbstbewusstsein, ohne sich selbst zu überschätzen.
Des Weiteren ist sie sehr sarkastisch und ihrer Fehlbarkeit, die ja jeder irgendwie besitzt, durchaus bewusst. Das gefällt mir. Oft teilen uns Figuren nicht von vorneherein mit, dass sie auch durchaus falsch liegen können, reflektieren also nicht unbedingt die unterschiedlichen Sichtweisen.
Auch Sebastian hat so eine sarkastische Ader, weshalb sie sich dann wahrscheinlich auch auf Anhieb so gut verstehen und versucht immer wieder sich von seinen Betreuern, das Leben nicht zu sehr vorschreiben zu lassen. ER raucht und bleibt auch gern über die Ausgangssperre hinaus weg. Er meidet diese ganze Gefühlsduselei, ist fest davon überzeugt, dies nicht zu mögen.
In Mareike sowie Basti kann ich mich sehr gut hineinversetzen, was zu einem schönen Leseerlebnis führt.
Die Nebencharaktere gefallen mir ebenfalls sehr. Alina, Mareikes Freundin, besitzt am Anfang so diese typische jugendliche Naivität, was die Gefühle des anderen Geschlechts angeht und Lara ist eine Nervensäge, die fast als Bastis Schwester durchgehen könnte.
Die Freundschaften an sich sind in meinen Augen realistisch. Natürlich gilt da auch einmal "Bros before Hoes“ und man verzeiht sich relativ schnell, nichts von den Entwicklungen in Sachen Beziehung erwähnt zu haben, wenn die andere gerade Liebeskummer hatte.

Auch in der Handlung ist es weiterhin relativ stereotyparm, kann ein Mädchen in gewissen Gebieten überzeugend und in anderen gleichzeitig schüchtern wirken.
Der männliche Part leugnet auch nicht immer Gefühle zu haben, sondern gibt dies gerne frei und offen zu und schämt sich nicht mit anderen über Liebeskummer zu sprechen.
Hat man sich in größerer Weise belogen, kann sich dies auch kippen lassen, ohne dass man die Beziehung zerstört.
Die Liebe kommt nicht unbedingt mit dem ersten Blick, sondern kann sich mit der Zeit unbemerkt entwickeln.
Und zu guter Letzt bedeutet ein Tumor nicht immer gleich Krebs und den Tod, es kann sich auch um entfernbares Material handeln. 


(Achtung SPOILER!) 

Oftmals stirbt der „Träger“ in Büchern am Ende, doch im normalen Leben gibt es Menschen wie Mareike, die daran nicht krepieren müssen. Auch Jay musste in dem absolut fantastischen Buch „Liebe ist was für Idioten. Wie mich“ und dessen Fortsetzung von Sabine Schoder nicht sterben. 

( Ende des  SPOILERs !) 

Der Schreibstil lässt einen nur so durch die Geschichte rennen. Er lässt einen diese Geschichte entspannt genießen, teilweise auch über die Figuren und ihre Gründe schmunzeln. Carolin Emrich kann einfach super Geschichten erzählen. :)

Diese ganzen Aspekte lassen die Geschichte in meinen Augen so unglaublich real wirken und machen sie damit authentisch!!
Deshalb kann ich dieses auf seine Art erfrischende Buch nur empfehlen und verbleibe mit 5 / 5 Sternen gespannt auf Alinas und Lars. <3

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Die Bitcoinverschwörung: Thriller über eine Künstliche Intelligenz

Michael Rodewald
E-Buch Text
Erschienen bei Books on Demand, 25.06.2018
ISBN 9783746018973
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Digitalisierung ist bei uns auf dem Vormarsch.
Technisch sind heute Dinge möglich, die vor zehn Jahren noch als Hirngespinst abgetan wurden.
Ein Gerät, das auf einen Namen reagiert und selbstständig Informationen aus dem Netz heraussucht, um unsere Frage zu beantworten?
Heute bereits ein tagtäglich stattfindender Ablauf.
Man könnte regelrecht meinen, dass dieses Gerät eigenständig denkt, also ein Ich-Bewusstsein besitzt, dabei handelt es sich erst einmal nur um einen persönlichen Assistenten.
Doch ist der Fortschritt wirklich noch so weit von solchen Geräten entfernt?
Wird nicht bereits heute an Künstlichen Intelligenzen, kurz KIs, geforscht?

Eine mögliche KI ist Thema dieses Erstlingswerkes, der bisher als E-Book erhältlich ist.
Von China ausgehend haben sich zwölf, für den Plan interessante Personen zu 12 Faktoren zusammengeschlossen, die alles für diese KI in die Wege leiten wollen, einschließlich der Produktion.
Ziel der ganzen Sache ist es, die stabile, digitale Währung Bitcoin einzuführen und mit ihr die Weltherrschaft zu erlangen.
Um der langen Phase der Währungsumstellung zu entgehen, soll GOLEM, so der Name der KI, Zugriff auf alle Rechnernetzwerke der Welt erlangen und die Macht abzusichern.
Die KI soll jedoch gewillt sein, stets Dinge im Wohle der Menschheit zu vollführen, um dann so manipuliert zu werden, dass es für seine Entwickler von Vorteil ist.
Aber was ist, wenn die KI dies erkennt und dem entgegen agiert, hat letztendlich doch sie als „Handlanger“ die gesamte Macht über die Netzwerke und nicht der Mensch…

In diesem Buch gibt es einen auktorialen Erzähler, der uns in so gut wie alle agierenden Figuren der Handlung einen Einblick gewährt.
Da es relativ viele Figuren sind, findet man zu Beginn des Buches ein Personenverzeichnis vor.
Einen wirklichen Lieblingscharakter habe ich nun nicht entdeckt, sind sie doch alle irgendwie vordergründig auf ihre eigenen Interessen aus, auch wenn diese nicht unbedingt im Wohle anderer sind.
Trotzdem gefällt mir gerade dies sehr, wird doch der Mensch oft vom Geld oder der möglichen Macht verleitet.
Auch GOLEM ist in meinen Augen sehr gut dargestellt. Wie man es von einer KI erwartet, analysiert diese bereits in Sekunden gewisse Sachverhalte und verdeutlicht somit, wie sehr sie dem Menschen doch eigentlich überlegen ist.

Die Handlung ist ebenfalls gut aufgebaut. Es beginnt alles mit der Entstehung GOLEMs und gipfelt dann rasant in den Folgen des Konfliktes zwischen ihm und seinen Erschaffern.
Dabei kommt es immer wieder zu unvorhergesehenen Wendungen, die der Geschichte ihre Spannung verleihen, denn nicht nur die Menschen denken, sondern auch die KI und zwar wie bereits erwähnt deutlich schneller…

Beim Schreibstil mache ich leider ein paar Abstriche.
Er ist an sich gut, sachlich und nüchtern, andererseits sorgt gerade vielleicht das dafür, dass ich keine tiefere Bindung zu einzelnen Charakteren aufbauen konnte.
Des Weiteren hätte man manchmal noch detaillierter auf die Gedanken und Empfindungen eingehen können. Vielleicht hätten diesem Buch an sich mehr Szenen gut getan, kann auf knapp 200 Seiten auch nicht so viel umschrieben werden, wenn es sich weiterhin um eine sehr komplexe Geschichte handeln soll.
Teilweise war es mir deshalb auch zu sprunghaft.

Alles in allem möchte ich es aufgrund des noch nicht ganz ausgereiften Schreibstils mit 4 / 5 Sternen bewerten.
Michael Rodewald präsentiert uns mit diesem Thriller eine aufrüttelnde Geschichte, die nicht unbedingt fiktiv zu sein scheint und demnach umso erschreckender ist.
Ich empfehle jedem, der sich mit diesem Thema weiter befassen möchte, dieses Buch zu lesen.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Luckiest Girl Alive

Jessica Knoll , Kristiana Dorn-Ruhl
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 31.08.2018
ISBN 9783736307131
Genre: Romane

Rezension:

TifAni FaNelli hat es geschafft! Sie hat einen beneidenswerten Job beim Women’s Magazine, kann dementsprechend auch teure Designerkleidung tragen und trägt einen prächtigen Smaragd am Ringfinger. Dieser stammt von ihrem attraktiven, adeligen Verlobten Luke, mit dem sie also „lucky“ sein sollte, schließlich ist alles perfekt.
Doch dann soll eine Doku gedreht werden, die sich mit dem befasst, was sie seit 14 Jahren zu verdrängen versucht und die Fassade langsam zerbröckeln lässt.

Allein das Cover dieses Thrillers ist schon sehr viel versprechend und passt makellos zum Inhalt des Buches.
Die Rose steht für das Schöne, den schönen Schein, denn sie ist gleichzeitig schwarz, es ist etwas Dunkles passiert. Sie, auch in Bezug auf Ani, ist innerlich fast eingegangen.
Ihrer Verteidigung, der Dornen, wurde sie bereits beraubt, ist also stark verwundbar, wurde teilweise bereits gebrochen, da diese Dornen abgebrochen wurden. und besitzt nur noch ein einzelnes Blatt, das sie weiterhin am Leben erhält.
Sie ist also insgesamt sehr empfindlich und leicht zerstörbar und das passt perfekt zum Hintergrund von Ani.

Nach und nach wird man in den Sog der Geschichte gezogen und aus der verstörenden jungen Frau lässt sich mit der Zeit eine gebrochene, um Fassung ringende Frau erkennen, die vieles für ihr jetziges Leben tun würde.

Ani gefällt mir sehr. Anfangs wirkt sie sehr oberflächlich und erst mit der Zeit wird ihr komplexer Charakter deutlich. Sie ist klug genug, viele ihrer Gedanken für sich zu behalten, die einem ein sehr gutes Bild ihren Gesprächspartner und ihrer Scheinwelt vermitteln. Obwohl ich ihr Schicksal glücklicherweise nicht teilen muss, ist sie mir doch sehr sympathisch geworden und hinterlässt den Leser sprachlos. Ihr Verlobter ist nicht der richtige für sie und teilweise fragt man sich auch, ob er sie wirklich liebt oder nur eine fast schon hörige Frau sucht. Generell werden die anderen Figuren relativ wenig beleuchtet, aber wirklich stören tut dies nicht, ist man doch schon von ihrer Geschichte in den Bann gezogen worden.

Die Spannung ist in dieser Handlung ein immer wieder plötzlich auftretender Begleiter, der einen atemlos zurücklässt. Es geschehen Dinge, die ich so niemals hinter diesem Klappentext vermutet hätte. Nur wenn man das Buch bis zum Ende liest, wird einem die komplette Tragweite offenbart, sodass ich Lesern empfehle, sich nicht vom vielleicht als enttäuschend empfundenen Anfang entmutigen zu lassen und der Geschichte eine Chance zu geben. Sie ist es absolut wert!

Abwechselnd erzählt Ani von der Gegenwart und Vergangenheit, sodass man erahnen könnte, was ihr damals widerfahren ist, nur um dann eine völlig unerwartete Wendung mitzuerleben, die die Frage offenlässt, wie sie dadurch nur gebrochen und nicht daran zerbrochen ist.
Der Schreibstil ist ebenfalls spektakulär, die Seiten fliegen förmlich dahin und man bemerkt dies erst, wenn es draußen auf einmal schon dunkel wird. Aufgrund der Zuordnung zum Genre der Thriller wird hier auf fast schon erschreckende Weise alles bis ins letzte Detail beschrieben und vermittelt den Eindruck, direkt neben Ani ein Teilnehmer des Geschehens zu sein.
Wirklich, wer mit diesem Buch beginnt, sollte sich auf eine fesselnde Geschichte gefasst machen, die fast durchweg von der Protagonistin getragen wird.

Es hat mir einfach restlos gefallen und wird mir bestimmt noch eine Weile in Erinnerung bleiben.
Ich möchte dieses Buch über eine Frau, die doch endlich einfach nur im Leben ankommen, glücklich sein und nicht mehr von oben herab betrachtet werden möchte, in meinem Regal einfach nicht mehr missen und bewerte es damit mit vollen 5 / 5 Sternen.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Sommernachtsblues

Ava J. Thorne
E-Buch Text: 323 Seiten
Erschienen bei moments, 31.05.2018
ISBN 9783962320256
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eden ist Landschaftsfotografin, muss sich zurzeit aber immer noch mit dem Ablichten der Grundstücke für die Immobilienfirma ihres cholerischen Freundes Jordan über Wasser halten.
Dort begegnet ihr eines Tages auch ihr gefürchteter Exfreund William, der über Jordans Firma ein Haus verkaufen möchte. Eden soll die benötigten Bilder erstellen und fährt damit nach Vermont.
Was sie nicht weiß: Das Haus gehört der erst kürzlich verstorbenen Großmutter des gutaussehenden Noes, der nach längerer Zeit in sein Heimatdorf zurückkehrt und den Verkauf verweigert. So kochen auch schnell einmal die Gefühle über…

Mit Eden tritt uns eine durchaus sympathische Protagonistin entgegen, die sich unnötigerweise vieles von ihrem Freund gefallen lässt.
So sorgt der Tapetenwechsel für eine durchaus interessante Wendung.
Im Haus der Großmutter trifft sie völlig unerwartet auf Noe, was eine für sie peinliche Situation einschließt. ;)

Um das Missverständnis zu klären, begibt sie sich zum Anwesen der Bates, die sie sofort herzlich empfangen.
Diese Familie ist sehr gut dargestellt und beinhaltet viele verschiedene Charaktere, die die Geschichte amüsant machen. Auch ihre Herzlichkeit ist sehr schön, wirkt es fast so als wäre Eden eine enge Vertraute und nicht nur Angestellte der Immobilienfirma.

Nun aber zurück zu Eden, sie ist manchmal etwas tollpatschig und hat ihr Herz definitiv am rechten Fleck. Leider lässt sie das auch naiv werden, weshalb sie Jordan auch die Verletzungen durch seine Wutausbrüche verzeiht und fast ihr gesamtes Gehalt in seine Firma steckt. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, wie wenig Jordan ihre Gutmütigkeit doch eigentlich verdient hat. Eden erkennt es erst, als es fast schon zu spät ist.
Zum Glück macht sie aber im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch und kann sich von William und Jordan endlich befreien.
Noe ist ebenfalls gut konzipiert. Er hat bereits viel Lied erfahren, was ihn dazu getrieben hat, sich von seiner Familie zu distanzieren. Dies wird ihm nun auch wieder bewusst und kann es durch unglückliche Zufälle wieder beheben.


In dieser Geschichte gehen die Protagonisten auch eine lange Zeit getrennte Wege, was beide nicht unbedingt gut verkraften,  ist jedoch Eden eigentlich noch mit Jordan liiert, .
Vor allem Noe ist sehr mitgenommen, hat er doch seit langem einmal wieder Gefühle für eine Frau.
Er macht zwischenzeitlich eine Veränderung durch, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann und auch nicht zur kennengelernten Figur passt. Sie sorgt für einen kleinen, regelrechten Bruch in der Geschichte, um dann erzähltechnisch in einem zum Anfang passenden Schluss zu münden.

Irreführenderweise ist mit dem Titel anzunehmen, dass sich diese Geschichte in einem Sommer ereignet. In Wirklichkeit erstreckt sie sich aber fast über ein ganzes Jahr.
Die Handlung an sich ist gut gestaltet und auch nachvollziehbar, manchmal hätte ich mir jedoch noch nähere Erläuterungen gewünscht. Die entstehenden Fragen hätten besser geklärt werden können, denn so wirkt die Geschichte etwas überladen.
Der Leser soll sich manchmal mit der Gegebenheit abfinden, wird aber nicht immer über die jeweiligen Gründe der Protagonisten informiert. Auch die Szenen zwischen Eden und Noe hätten etwas häufiger vorliegen können, da so doch ein paar Momente verloren gehen, die das Buch einzigartig gemacht hätten.

Ich beende dieses Buch mit ein paar verbesserungswürdigen Abstrichen und bewerte es mit 4 / 5 Sternen, da mir die Geschichte doch größtenteils nach einem schwächelnden Mittelteil gefallen hat.
Wer gerne einmal wieder eine Liebesgeschichte lesen möchte, die durchaus auch ernste Themen aufzuweisen hat, wird dieses  Buch  für zwischendurch mögen. :)

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Colours of Life 1: Schneerot

Anna Lane
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Calad, 15.06.2018
ISBN 9783958693654
Genre: Romane

Rezension:

„Meine Ketten sind nicht real. Sie sind aus Gedanken gemacht und werden von Mauern, die nur in meinem Herzen existieren, gehalten.“ (Prolog)
Die Autorin dieses Buches hat uns unter dem Pseudonym Anne Lane eine atemberaubende Trilogie gezaubert, die vor Kurzem vom Amrûn Verlag neu verlegt wurde.
So ist dieses wunderschöne Cover hinzugekommen, dass durch den Schnee und die rote Feder im Vordergrund einen Bezug zum Titel und zur Handlung aufbaut und sich auch sehr schön in einem Bücherregal macht. ;)
Doch worum geht es eigentlich?
Hinter diesem Cover verbirgt sich nicht etwa eine seichte poetische Geschichte, nein. Es handelt sich um eine Dystopie, die durchaus lyrische Elemente aufweist und es in sich hat.
Die Protagonistin Crys wurde vom Militär entführt, um in einer geheimen Forschungsanstalt als Testobjekt zu fungieren. Dabei wird ihr eine Chemikalie verabreicht, die sie übernatürliche Kräfte entwickeln lässt. Abhängig von dieser bilden sich neue oder erweiterte Fähigkeiten aus. Viele finden dadurch auch ihren Tod, handelt es sich schließlich immer noch um Chemikalien. So werden Jugendlichen oder sogar Kindern solch eine Substanz initiiert und der Person Aufgaben zugeteilt. Crys zählt seit nun mehr zwei Jahren zu den Auserwählten, kann sie doch durch ihre Gabe bestimmen, welche Chemikalie sich am besten für diese Person eignet. Zwei Jahre, in denen sie die Anstalt nicht wieder verlassen durfte, sich jedoch nach der Freiheit und ihrer Schwester Violet sehnte.
Und nun taucht plötzlich der ominöse Cameron auf, der mit anderen zusammen aus dieser Anstalt fliehen möchte. Crys‘ Wunsch scheint in greifbare Nähe zu rücken, doch welchen Preis wird die Freiheit mit sich bringen?
Am Anfang führt uns Crys etwas in die Geschichte ein und dann geht es so langsam aber sicher auch schon mit der eigentlichen Handlung los, was mir sehr gefällt. Generell braucht sich der Leser hier nicht auf langwierige Handlungsstränge einzulassen, da immer wieder neue Wendungen hinzukommen und die Autorin weiß, wie man Spannung aufrechterhält, bzw. den Fokus unbeachtet zu verändern und zwischen verschiedenen zu wechseln. Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls sehr angenehm. Er hebt sich insoweit von anderen ab, dass sie nicht nur die Gefühle übermitteln kann, sondern zusätzlich mit einer durchaus poetischen Art und Weise Vergleiche und Tatsachen verdeutlicht.
Auch die Charaktere gefallen mir sehr. Crys besitzt eine gute Menge Sarkasmus und weiß sich damit durchaus auch zu behaupten. Auch Cameron ist mit seiner selbstüberzeugten Art liebenswürdig. Beide geben nicht kampflos auf und haben ein schweres Päckchen zu tragen. Mit der Zeit kommen dann auch noch neue Erzähler hinzu, die der Geschichte eine andere Richtung geben und Figuren in den Vordergrund rückt, wer weiß, welche Rollen sie noch in den Fortsetzungen spielen. Die Einführung der neuen personalen Erzähler ist nicht immer optimal gelungen, teilweise hätte man sie schon eher zu Wort kommen lassen können, doch dies tut der eigentlichen Geschichte keinen Abbruch, irritiert den Leser nur kurzeitig, da diese Erzähler später doch sehr nützlich sind.
Was soll ich noch groß dazu sagen? Ich war schneller durch dieses Buch durch als mir eigentlich lieb ist, spricht aber auch gleichzeitig sehr für dieses Buch. Wer gerne Dystopien liest, sollte sich diese einmal zu Herzen nehmen, hinterher aber nicht traurig sein, dass erst nächstes Jahr der zweite Teil erscheint. ;)

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112 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Queen of Blood

Jill Myles , Frauke Meier
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.08.2018
ISBN 9783404209200
Genre: Fantasy

Rezension:

Jill Myles, besser bekannt als Erotikautorin Jessica Clare, hat mit diesem Buch einen High Fantasy-Roman veröffentlicht, der sich um die junge Vidari Seri dreht.
Die Schwester erblindet, der Vater sehr krank muss sie sich als Teil des unterdrückten Volkes der Athoniten als einfache Gänsemagd ums Überleben ihre Familie kümmern.
Eigentlich scheint es bald bergauf zu gehen, möchte sie doch die Handfest mit dem Vidari Rilen vollziehen, der ihr dann tatkräftig zur Seite steht.
Doch es kommt anders als gedacht. Der Athonitenprinz Graeme beschließt, sich auf dem heruntergekommenen Schloss in Vidara niederzulassen und widerwillig beschließt Seri sich auf den Weg zum Schloss zu machen, um auf dem dortigen Markt Nahrungsmittel und Medizin für den Vater zu kaufen. Dabei wird eine Athoniten auf sie aufmerksam, die unbedingt die Gunst des Prinzen gewinnen möchte und mit Seri jemanden hätte, der garantiert alle Augen auf sich zieht. Seri willigt notgedrungen ein, nicht ahnend, dass sich damit alles für sie verändern wird, denn manche Mythen können sogar der Wahrheit entsprechen…
Allein das Cover macht einen auf dieses Buch aufmerksam. Es wirkt sehr edel und gleichzeitig wird die Bedeutung des Blutes, durch das blutrote Kleid und die Blumen verdeutlicht. Das Mädchen soll vermutlich Seri darstellen, vor der sich ein Schloss (vermutlich das Vidaras) im Wasser spiegelt.
Nun aber zum Buchinneren, das nicht weniger gut ist.
Mit Seri begegnet uns eine taffe Protagonistin vergleichbar mit Mare Barrow, die auch ungewollt ein Teil eines Hofes wird. Seri denkt oft an andere und stellt deren Bedürfnisse auch oft über ihre eigenen. Aufgrund der grausamen Regierung der Athoniten, hat sie ihre Vorbehalte so wie diese auch ihr gegenüber. Doch bald merkt sie, dass sie auch nur Menschen sind und sich nicht unbedingt stark unterscheiden. Trotz einiger Veränderungen bleibt sie sich trotzdem treu und muss bald lernen, mit einigen Herausforderungen umgehen zu müssen. So sorgt ihr veränderter Status zum Beispiel dafür, dass aus einem Freund fast so etwas wie ein Feind wird und es sich gegen die bekannte Rebellion zu behaupten gilt. Seri wurde ausgesprochen gut gestaltet und lässt den Leser schnell Empathie ihr gegenüber empfinden.
Auch der männliche Part, Graeme, gefällt mir außerordentlich gut. Er hat sich für mich sogar zum besten Charakter des Buches entwickelt. Wirkt er kalt und distanziert, erfährt man doch bald, dass es nur eine Fassade zu wahren gilt und er durchaus taktvoll und feinfühlig ist. Genau wie Seri sorgt er sich sehr, um die Menschen, die ihm etwas bedeuten und stellt für diese seine eigenen Bedürfnisse auch gerne hinten an.
Der Schreibstil der Autorin weiß auch zu überzeugen. Es ist alles sehr bildhaft beschrieben und doch kann die Emotionen der Charaktere nachempfinden, regelrecht mit ihnen mitfiebern. Dadurch, dass dieses Buch im Mittelalter angesiedelt ist, ist auch die Sprache leicht, aber doch verständlich daran angepasst. Vielleicht liegt dies aber auch nur an der Übersetzung, doch ich möchte jetzt einfach einmal vom besten ausgehen, schließlich ließ mich das gleich noch etwas mehr erfreut zurück. :)
Die Handlung gefällt mir ebenfalls sehr. Meist macht man sich seine Gedanken, die grundlegend auch teilweise erfüllt werden, doch die Details sind manchmal unerwartet und lassen einen schockiert zurück, offenbaren Charakterzüge von Charakteren, die man bisher missachtet hat. Demnach blieb es die ganze Zeit spannend und auch die Romantik kam definitiv nicht zu kurz. Hier war auch nicht das Problem, dass die beiden sich nicht haben konnten, sondern eigentlich gar nicht wollten, doch eine emotionale Verbindung lässt sie Dinge empfinden, auch wenn sie sich nicht kennen und eigentlich verfeindet sein müssten. Diese Entwicklung mag ich und kann stellenweise auch interessant werden. ;)
Zum Ende hin gibt es hier aber auch den einzigen Kritikpunkt, den ich an diesem Buch hervorbringen möchte. Die Autorin beschreibt sehr viel und geht auch gerne einmal ins Detail, was bei diesem komplexen Buch durchaus vielversprechend ist, doch die Gründe für die festliche Tradition der Athoniten und was dabei so gemacht wird, bleibt gänzlich unbeleuchtet, auch das Ende wirkt fast etwas überstürzt, baute sich doch vorher alles gemächlich darauf auf. Das fand ich sehr schade, denn dieses Buch hat mir wirklich schöne Lesestunden beschert.
Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen, um unbeantwortete Fragen klären und erneut in diese Welt zurückkehren zu können.
Allumfassend beende ich dieses Buch etwas bedrückt, heißt es doch nun erst einmal Abschied zu nehmen. Auf ein baldiges Wiedersehen mit 4,5 / 5 Sternen für diesen ersten (?!) Band. :)

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Zombiecity: Stadt der Untoten

Rebecca van Deyk
E-Buch Text: 58 Seiten
Erschienen bei neobooks, 29.07.2018
ISBN 9783742727961
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dieser 89 Seiten umfassenden Novelle findet eine Apokalypse statt.

Jennifer wird unwissend von ihrer Tochter geweckt, nur um zu erfahren, dass die Medien von Monstern in der Stadt berichten.
Was sie zunächst nicht so ernst nimmt, stellt sich schnell als erbitterte Wahrheit heraus und sie muss sich von dutzend Zombies umgeben sehen. Wo ihr Mann ist weiß sie nicht, vielleicht ist auch er schon zum Monster geworden.
Bald darauf muss sie herausfinden, dass dies wirklich zutrifft. Nun heißt es sich und ihre Tochter zu schützen.
Doch wie lange kann das gut gehen, wenn die Zahl der Zombies immer weiter zunimmt und die Nahrungsmittelvorräte immer mehr schwinden?

Aufgrund der kürze der Geschichte wird man sofort in die Handlung hineingezogen, was mir gefällt.
Generell ist die Handlung sehr gut ausgearbeitet. Es kommt immer wieder zu ungeahnten Wendungen ohne, dass es zu überladen wirkt. So überlebt auch nicht jeder und am Ende kommt dann sowieso alles anders als gedacht. ;‘)

Jenn ist eine taffe Protagonistin, die zu immer erst ihre Tochter an erster Stelle sieht und auch Maggie steht ihre Mutter in nichts nach und ist meiner Meinung nach sehr reif für ihr Alter und nicht so naiv, was mich begeistert hat. Sie ist irgendwie meine kleine Heldin. :)
Den Schreibstil möchte ich auch in keinster Weise kritisieren. Trotz der Kürze wurde eine komplexe Handlung geschaffen und dabei vieles authentisch gestaltet. Bei den Beschreibungen wurde nichts ausgelassen und hat somit auch noch diesen gruseligen Faktor geschaffen, der für mich zu Zombiegeschichten dazu gehört.
Wirklich eine sehr schöne Kurzgeschichte, die eigentlich schon zu kurz erscheint, da man sie viel zu schnell mit einem super Gefühl beendet. Ich freue mich schon darauf, in Zukunft mehr von Rebecca van Deyk lesen zu dürfen.
Wer dieses Buch noch nicht kennt, sollte es sich zu Herzen nehmen. Es ist kurz und trotzdem sehr vielversprechend. Ich kann nichts anderes als 5/5 Sterne verteilen.


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94 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Calendar Girl - Ein heißer Valentinstag

Audrey Carlan
E-Buch Text: 93 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 30.06.2017
ISBN 9783843716789
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Reihe gefiel mir am Anfang sehr gut, doch sie hat in Band zwei und drei abgebaut, um dann in Band vier einen netten Abschluss zu finden. 

Deshalb konnte ich mich dann doch dazu bewegen, auch diese Kurzgeschichte über die Beiden zu lesen.
Leider war die Idee dahinter wieder einmal besser als die Umsetzung.
Irgendwie werde ich in dieser Reihe nicht wirklich warm mit Audrey Carlans Schreibstil. Vielleicht liegt es aber auch nur an der Übersetzung. Es zieht sich alles irgendwie und ich komme auch nicht immer mit Mias Handlungsweisen klar. Wes finde ich in Ordnung, ist für mich aber auch relativ blass gehalten. 
Fakt ist: Ich empfehle diese Kurzgeschichte eingefleischten Fans der Reihe. Für die Anderen wird diese Geschichte relativ belanglos sein.
Eigentlich finde ich das Ende in Band vier so wie es ist gut und hätte diese Geschichte nicht noch gebraucht, fand sie aber ganz in Ordnung.
Wenn ich die Reihe irgendwann einmal wieder lesen sollte, würde ich diese Geschichte jedoch auslassen.

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Heart Beat : Frühling, Flirts und Freundschaftskrisen

S. M. Gruber , M. D. Grand
E-Buch Text
Erschienen bei Eisermann-Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783961731145
Genre: Sonstiges

Rezension:

In diesem Buch aus dem Eisermann-Verlag begegnen uns die drei Jugendlichen Sam, James und Beccie. Alle wollen eigentlich nur Spaß haben und sind die besten Freunde, doch prompt verdreht Roxy James den Kopf und lässt den „Bad Boy“ seine Einstellungen und Regeln verändern, seine Schwester Beccie ist irgendwie eigentlich scharf auf Sam, jedoch trauen sich beide nicht es dem Anderen zu gestehen, ist Sam jemand, der sowieso erst immer als Letzter checkt, was er eigentlich will.
So findet er sich ungeplant nach einem One-Night-Stand in einer Beziehung mit einem anderen Mädchen wieder, die er eigentlich nicht wollte.
Zu guter Letzt rückt für James und Sam der Abschluss immer näher und so gilt es auch noch den Eltern begreiflich zu machen, was man selbst machen möchte und nicht sollte.

Dieses Buch ist nur der Beginn einer Reihe, die vielversprechend beginnt.
Alle drei Charaktere sind mir sehr sympathisch, den Kontrast zwischen dem Good Guy und Bad Boy mit Sam und James finde ich sehr schön herausgearbeitet.
Die Kapitel werden auch immer abwechselnd aus der Sicht beider geschildert, lediglich Beccie kommt nicht selbst zu Wort. Dies tut der Geschichte aber keinen Abbruch, da Beccies witzige Art auch über die Kapitel der Jungs übermittelt wird. :)
Generell mag ich ihre freundschaftliche Beziehung. Sie ziehen sich immer sehr schön gegenseitig auf. So kann man schon einmal schnell zum Gärtner avancieren, der liebend gerne neue Blumen entfaltet. ;)
Positiv aufgefallen ist mir auch die Entwicklung der drei. Sie sind meiner Meinung nach über die Kapitel alle etwas reifer geworden und stehen langsam aber sicher zu sich selbst, ohne einen gewissen Status erfüllen zu wollen.

Der Schreibstil ist auch sehr schön gestaltet. Alles ist schön umschrieben und die Dialoge zünden. Man hat förmlich das Gefühl, dass hier sehr viel Zeit in zündende Unterhaltungen gesteckt wurde.

Das Buch hat mir durchweg sehr gut gefallen. Der einzige Kritikpunkt ist für mich in einem Charakter zu machen. Ohne zu viel zu verraten: Ich mochte einfach die Art der Figur nicht und war deshalb ziemlich schnell genervt, als sie immer und immer wieder zurückkam und sich zwischen Beccie und Sam drängelte. Zwischendurch hatte ich schon die Befürchtung, dass es nun die ganze Zeit so weitergeht und ich vielleicht doch noch nach dem vielversprechenden ersten Eindruck enttäuscht bin.
Andererseits war vielleicht gerade diese Charakterwahl eine gute Wahl, weil es wieder aufzeigte, dass Sam ungern jemanden verletzen möchte und hat das ganze dann noch etwas absurder gemacht.

Das Ende ist aber auch wirklich gemein! Es besitzt einen sehr gut ausgearbeiteten Cliffhanger, der interessanten Spielraum für die Fortsetzung(en) lässt, die hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, bzw. lassen.

Im Allgemeinen hat mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden beschert und hat meiner Meinung nach die typische Teenie Dramatik auch gekonnt so dargestellt, wie sie nun einmal oft auch ist, ziemlich übertrieben und eigentlich nicht nötig, wenn man sich nur einmal etwas mehr trauen würde. Da konnte man sich doch manchmal mehr wiederfinden als einem lieb ist. ;)

Von mir sehr gute 4/5 Sternen.

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Gläserne Welt - Eine Radioactive-Geschichte

Maya Shepherd
E-Buch Text
Erschienen bei null, 16.06.2018
ISBN B07D5ZZ26T
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jahrzehnte nachdem die Menschen im Dritten Weltkrieg durch den Einsatz von Atomwaffen die Erdoberfläche radioaktiv verseuchten, lebt man in Zeiten, in der nur die Verstoßenen diese tagtäglich zu Gesicht bekommen. Der überwiegende Teil lebt in einer von mehreren Legionen unter der Erde. Alle sehen durch Tabletten gleich aus, auch der Schaf wird kontrolliert. Gefühle zu zeigen ist strengstens untersagt, denn diese verleiteten die Menschen erst zu Neid und Gier und verursachten damit den Dritten Weltkrieg.
Zoe lebt glücklich auf der Erdoberfläche, bis ihre Gruppe Verstoßener, die sich selbst lieber als Rebellen bezeichnen, von Kämpfern einer Legion angegriffen werden. Bald darauf findet sie sich unter der Erde wieder und soll fortan den Gesetzen der Legion Folge leisten, ihre Freiheit aufgeben.
In den Legionen gibt es immer sogenannte Legionsführer, die durch geschickte Gesetze alles und jeden kontrollieren und so ihre Macht erhalten. Sie haben sich die anfängliche Angst der Menschen zu Nutze gemacht und behaupten immer noch rigoros, dass Menschen nur in den Legionen überlebensfähig sind, ohne verstrahlt zu werden. Man kann die Legionsführer gerne als kalt und selbstüberzeugt bezeichnen. Das Einzige, was sie interessiert, ist der Erhalt ihrer Macht. So sollen Menschen, die aufzeigen, dass man Legionen und dementsprechend auch Legionsführer eigentlich nicht mehr benötigt, vernichtet und der Rest nicht aufgeklärt werden.
Zoe überlebt nur, weil sie den Legionsführern fortan als Experiment dienen soll. An ihr soll getestet werden, ob auch Verstoßene, also Feinde, sich wieder in die Legion eingliedern lassen. Sie ist davon nicht angetan, weiß sie doch, dass es den Legionsführern nur um Macht und Unterdrückung geht.
Somit wird auch gleich die Stärke von Zoe verdeutlicht. Wir begegnen einer taffen Protagonistin, die irgendwann keine andere Wahl hat, als zu versuchen sich unterzuordnen. Ihre Hoffnung auf die Rückerlangung ihrer Freiheit muss sie aber noch lange nicht verlieren.
Nach kurzer Zeit lernen wir auch noch jemanden aus der Legion näher kennen. Später wird er dann als Clyde bezeichnet und lernt Zoe näher kennen.
Alle Charaktere sind meiner Meinung nach ansprechend, aber vor allem auch glaubhaft gestaltet. Die Autorin nutzt personale Erzähler, die abwechselnd zu Wort kommen. Dabei werden nicht mehrere Handlungsstränge im Wechsel, sondern die derzeitige Situation aus mehreren Perspektiven geschildert, um die Figuren besser verstehen zu können. Das gefällt mir sehr. Auch manche Gespräche der Legionsführer kann man lesen, was mir auch wieder sehr gut gefallen hat und dessen Charakter verdeutlicht haben.
Die Darstellung der Legion gefällt mir. Wenn alle gleich aussehen und sich gleich verhalten sollen, ist die Welt trist und grau. Trotz dessen gibt es verschiedene Bereiche, die durch unterschiedliche Kleiderfarben für alle ersichtlich werden, welche die Menschen unterteilen, was nicht zur Gleichheit passt. Da Gefühle so gut wie verboten sind, ist alles eigentlich steril und kalt. Kinder entstehen nicht aus Liebe. Es gibt keine Namen, jeder ist nur noch eine Nummer im System.
Allgemein ist der Schreibstil der Autorin sehr ansprechend. Man ist nach den ersten paar Seiten in der Geschichte drin und versteht auch nach und nach das ganze System hinter den Legionen. Man ist am Anfang also fast genauso unwissend wie die Menschen in der Sicherheitszone, ausgenommen der Legionsführer und teilweise auch dessen Kämpfer. Es wird nie langweilig und geht einem auch wirklich nahe.
Des Weiteren ist es nicht unbedingt eine vorhersehbare Geschichte. Es gibt immer wieder unerwartete Wendungen, die die Figuren, aber auch den Leser überraschen. Nicht alles, was die „Guten“ planen funktioniert auch. Es gibt immer einmal wieder ein paar Rückschläge und das macht die ganze Geschichte auch richtig schön authentisch und sogar irgendwie realistisch.
Insgesamt möchte ich das Buch nicht mehr missen und gerne mit 5/5 Sterne bewerten. Die Protagonisten und dessen Entwicklungen gefallen mir sehr. Vieles ist in Wahrheit nicht so wie es die Legionsführer darstellen. Zoe, aber auch Clyde führen uns immer wieder sehr gekonnt durch die Geschichte und am Ende wird man mit vielen Fragen zurückgelassen. Ich kann dieses Buch Dystopie-Fans sehr ans Herz legen und warte gebannt auf das Erscheinen der Fortsetzung.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Die Weltengang-Maschine

Mikael Lundt
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.10.2018
ISBN 9783752822175
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Aller 666 Jahre fährt Gott zusammen mit dem Teufel zur Kur.
Die Welt muss sich jedoch auch weiterdrehen, wenn Gott eine Auszeit macht. So wird kurzerhand Bernd Bratzke per Fax darüber informiert, nun an dessen Stelle für die Weltengang-Maschine und somit auch die Welt verantwortlich zu sein.
Zufällig hat er schnell drei nette Begleiter an seiner Seite und begibt sich auf den Trip seines Lebens, bei dem es auch machthungrige Gruppierungen abzuwehren gilt.
Gleich am Anfang werden die vier, die sich als erstes um die Weltengang-Maschine kümmern, vorgestellt. Sie alle haben ihr Päckchen zu tragen. Man hat sie schnell liebgewonnen, vor allem durch ihre ungewollt amüsante Art, was dieses Buch auch ausmacht. Es geht zwar um diese Mission, aber die Verhaltensweisen runden die Geschichte erst richtig ab. Teilweise wirkt es wie eine Parodie auf viele andere Bücher, in denen es auch einen „Auserwählten“ gibt, der die Welt vor dem Untergang bewahren muss. Manches ist überspitzt, so gibt es natürlich auch Gegner, die Leid und Elend lieben und die Macht an sich reißen wollen. Generell ist die illustre Truppe sehr leicht gläubig. Das ist immer wieder sehr skurril.
Der Schreibstil gefällt mir besonders. Besonders die Umschreibungen erzeugen witzige Bilder, so wird der Erhalt eines Faxes schon einmal mit einem Güterzug verglichen.😊 Aber auch der Rest lassen das Buch zu einem richtigen Vergnügen werden, das schneller vorbei ist als man eigentlich möchte.
Die Handlung ist auch sehr schön gestaltet. Es gibt immer wieder unerwartete Wendungen, wie Besuche auf anderen Welten. Die Geschichte nimmt mit der ersten Begegnung mit den Blackmetallern erst so richtig an Fahrt auf und lässt die Geschichte zu einem Roadtrip werden. Insgesamt bleibt es immer spannend und wird nicht zu langwierig.
Ich möchte dem Buch gerne 5/5 Sternen geben und empfehle es jedem weiter, der auch einmal genug von bitterernsten Geschichten hat. Das Cover des Buches verspricht schon mit der Darstellung der Weltengang-Maschine eine interessante Geschichte, die auch inhaltlich absolut wiedergegeben wird. 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

Black Blood: Dystopischer Thriller

Malum
E-Buch Text: 287 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 14.06.2018
ISBN 9783959620697
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mitte Juni 2018 erschien im Papierverzierer Verlag „Black Blood Part 1“, der erste Teil einer Reihe, unter dem Pseudonym Malum.
Hierbei handelt es sich um einen dystopischen Thriller, in welchem die Hauptprotagonistin Jane versucht ihre Schulden mittels Drogenverkauf abzubauen, um sich und ihre jüngere Schwester Alice über die Runden zu bekommen. Ihre Mutter ist bereits verstorben und nach einem Vorfall sind sie von ihrem Vater geflohen. Es gibt im Moment also nur noch sie beide.
Man könnte sagen, dass es in ihrem Leben nicht mehr schlimmer laufen kann, kommt sie denn so schnell nicht aus den Schulden raus.
Doch dann passiert es. Wie aus dem Nichts stürzen sich Menschen auf Menschen und beginnen, sich diese genüsslich einzuverleiben.
Ihr derzeitiges Leben wird jäh beendet und der Überlebenskampf gegen diese Menschen, kurz Schleicher oder Zombies genannt, beginnt, um dann auch noch von „Normalen“ gejagt zu werden.
Wird sie es schaffen, sich und ihre Schwester heil aus dieser Sache hinauszubefördern?
Falls ihr nicht zu sehr gespoilert werden wollt, lest ihr euch bitte nur den letzten Abschnitt durch. ;)
Jane begegnet uns von Anfang an taff. Man könnte sie teilweise schon als dickköpfig bezeichnen. Dabei geht es ihr aber meist nur um das Wohl ihrer Schwester. Sie ist generell eine Person, die nicht nur sich, sondern auch andere Personen, die sie mag, in Sicherheit wissen muss, um etwas zur Ruhe zu kommen. Dementsprechend ist sie eine sehr sympathische Protagonistin.
Generell sind die Personen ihres Umkreises meist angenehm, sieht man einmal von ihren Feinden ab.
Natürlich gibt es in einer Apokalypse auch viele Wahnsinnige, die mit der lebensverändernden Entwicklung in der Umgebung nicht richtig umzugehen wissen oder nun endlich ausleben können, was sie schon immer tun wollten, aber gesetzlich nicht durften. Dazu zählen auch mindestens eine ihr vertraute Person, die aufgrund eines Ereignisses dem Wahn regelrecht verfällt.
Das ist wirklich ein schöner Aspekt der Handlung, denn er zeigt auf, wie weit die Figuren bereit sind zu gehen und liefert für mich einen gesellschaftskritischen Punkt, den eine Dystopie ausmacht.

Dadurch, dass die Geschichte von Ich-Erzählern (Richtig gelesen, es sind mehrere.) durchzogen ist, erfährt man auch, warum die einzelnen Personen so handeln. Dabei kommt zum Glück nicht ein ständiger Wechsel zwischen den gleichen Personen, sondern ein der Handlung angepasster zu Stande. Das fand ich sehr gut. Dadurch kann man beide Seiten nachvollziehen und ist nicht irritiert.
Dies führt für mich zum Schluss auch dazu, dass ich den Grund von Janes Gegnern für die Suche nach ihr nachvollziehen kann, so kenne ich schließlich bisher nur deren Auslegung der Dinge.

Der Plot gefällt mir ebenfalls sehr. Ich dachte oft, ungefähr zu wissen, was nun passieren wird, um dann von einem neuen Einwurf überrascht zu werden. Die Autorin versteht es gut, die Figuren in ihren Abschnitten zu Wort kommen zu lassen, nur um dann doch so einige Informationen vorzuenthalten, die sich dementsprechend auf den Fortgang der Handlung auswirken. Es wird damit nicht langweilig, sondern bleibt spannend. Die Protagonistin muss immer wieder rotieren und man als Leser dann auch mit.

Ein anderer Punkt, der mir gut gefällt, aber definitiv Geschmackssache ist, ist der unverblümte Schreibstil. In diesem Buch werden Menschen getötet, wortwörtlich abgeschlachtet. Jugendfreie Formulierungen würden der Bezeichnung „Thriller“ widersprechen und zu dem das Untergangsszenario verherrlichen. Aus diesem Grund bin ich froh, dass die Autorin ihre Worte ungefiltert zu Papier bringt und sich nicht den Mund verbieten ließ.
Der Schreibstil an sich gefällt mir gut. Man kann sich die Bilder gut vorstellen, teilweise könnte es vielleicht noch etwas ausführlicher werden, aber das ist auch nur meine Meinung und tut der Geschichte keinen Abbruch. Außerdem schafft es die Autorin, über ihren Schreibstil die Stimmung der jeweiligen erzählenden Figur zu verdeutlichen. So kann man auch schnell zwischen der Sichtweise der verschiedenen Personen in der Szene wechseln und mitfühlen. Auch den Fokus kann sie super von einer Person auf eine andere lenken, ohne, dass man an die „vergessene“ Figur denken muss. Das finde ich wirklich sehr schön.

Auch das Cover gefällt mir sehr und passt zur Geschichte. Die Welt ist grau und trist, oder vielleicht auch schwarz/ weiß, da man entweder der Feind oder Verbündete ist, aber nicht neutral und doch kommt das viele Rote der Geschichte in den Lettern des Titels und des Verlages zum Vorschein. Es ist wirklich blutig und dementsprechend auch nichts für schwache Nerven.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich der Inhalt des Buches wirklich positiv überraschen konnte, egal ob es nun Charaktere, Perspektive oder auch den generellen Schreibstil betrifft. Ich möchte diesen Beginn der Geschichte gerne mit 5/5 Sternen bewerten, es Anhängern dieser Genres ans Herz legen und gleichzeitig eine gute Information verkünden. Der zweite Teil der Reihe steckt zurzeit im Lektorat und soll davon abhängig auch noch im Laufe dieses Jahres veröffentlicht werden. Für Nachschub ist also schon gesorgt. ;)

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Fesselndes Verlangen - Forbidden Lovers

Shelly Bell
E-Buch Text: 282 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 05.07.2018
ISBN 9783736309333
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Dieses 372 Seiten umfassende Werk aus dem LYX.digital Verlag bildet mit dem Titel "Fesselndes Verlangen - Forbidden Lovers" den Auftakt der "Forbidden Lovers"-Reihe.

Hierbei dreht sich die Handlung vordergründig um Isabella und Tristan, die beide aus unterschiedlichen Gründen darauf gekommen sind, dass sie Anhänger der BDSM-Szene sind.
So besuchen beide das letzte bzw. erste Mal eine Playparty in der Stadt, bevor sie diese verlassen wollen.
Es soll sich lediglich um einen One-Night-Stand handeln, doch beide bemerken, dass dieser ihnen nicht ausreicht. Tristan möchte seine Angel wiedersehen, so kennt er ja nicht einmal ihren richtigen Namen. Wie der Zufall so will, begegnen sie sich auch schneller wieder als gedacht...

Eigentlich bin ich nicht unbedingt der größte Fan solcher Erotikliteratur, doch der Klappentext ließ mich neugierig werden und ich sollte auch nicht enttäuscht werden. :)

Bereits auf den ersten Seiten habe ich mich perfekt in die Geschichte eingefunden und war völlig hin und weg von der emotionalen Tiefe, die ich nachempfinden konnte. Die Funken sprühen regelrecht zwischen Isabella und Tristan, was ich sonst manchmal bei Erotikromanen vermisse.

Isabella ist am Anfang in Sachen BDSM noch Jungfrau und dementsprechend ein Rohdiamant, was im Cover sehr gut wiedergespiegelt wird. Tristan ist der typische Mann der Geschichte, der so schnell keine Beziehung mehr eingehen will, doch sobald er Isabella begegnet ändert sich einiges. Er stößt sie dann nicht von sich, wenn es ernster wird, sondern sagt ihr direkt, was er empfindet, was sonst bei anderen Romanen oft nicht der Fall ist. Das hat mir gut gefallen.
Doch vor ihrer Begegnung gibt es einen Prolog, mit dem ich erst überhaupt nicht so gerechnet habe und der der ganzen Geschichte noch mehr Tiefe verleiht und sie für mich noch spannender gemacht hat.
Auch gut hat mir gefallen, dass Isabella eigentlich immer weiß was sie will und nicht so schnell klein begibt, wenn sie es nicht nachvollziehen kann. Sie ist eine gestandene Persönlichkeit, die sich mit Tristan vollkommen wieder am Leben erfreuen kann. Außerdem konnte ich die Handlungsweisen beider nachvollziehen und habe somit nichts daran zu bemängeln. Auch die beliebten Missverständnisse in Liebesgeschichten blieben zu meiner Begeisterung aus. Generell gefiel mir der Erzählstil der Autorin sehr gut. In dem Buch sind außerdem abwechselnd Isabella und Tristan die Erzähler, was der Geschichte aber nicht die Spannung nimmt, sondern sie sogar noch ergänzt, da beide Probleme aus ihrer Vergangenheit beseitigen müssen, die zum Ende hin kollidieren und zu einem regelrechten Showdown führen.

Dadurch, dass dieser Roman im BDSM angesiedelt ist, kommen natürlich auch die Sexszenen nicht zu kurz. Diese sind aber nicht zu stark vertreten sondern in einem guten Maß mit dem Rest gehalten. Trotz dessen, dass diese Szenen eigentlich ziemlich schmutzig sind, umschreibt die Autorin es sehr gut und wird nicht zu obszön, was wieder zu beiden Figuren und ihrer Etikette gut passt.

Der einzige Makel besteht für mich mit der Länge und vielleicht auch leicht mit dem Cover, da mir die englische Variante etwas besser gefällt. Ich finde es gerade zum Ende hin ziemlich kurzgehalten. Sie baut mit der Zeit alles zu diesem Showdown auf, doch dieser ist doch ziemlich schnell geschehen und geklärt. Das fand ich etwas schade, da sie dies meiner Meinung nach gerne noch etwas hätte ausbauen können.

Alles in allem würde ich dieses Buch weiterempfehlen und wahrscheinlich auch erneut lesen. Die Charaktere und der Erzählstil gefallen mir sehr gut. Lediglich die Handlung ist mir zum Schluss etwas zu wenig beleuchtet, weshalb ich diesem Buch gute 4/5 Sternen geben möchte und gespannt auf die Übersetzung des zweiten Bandes rund um Ryder und Jane.

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Deep Blue Eternity

Natasha Boyd ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 04.02.2016
ISBN 9783802598012
Genre: Liebesromane

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