Leserpreis 2018

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Zwei wie du und ich

Lucy Robinson , Sonja Fehling
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2018
ISBN 9783404178674
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kate möchte als Stallmädchen beim berühmten Springreiter Mark Waverly anheuern, auch wenn ihre Erfahrungen mit Pferden bisher relativ begrenzt sind. Durch Zufall kann sie am Hof anfangen, bemerkt zunehmend, dass ihr Chef vielleicht doch nicht so eingebildet zu sein scheint, wie sie es erst vermutete und ihr mehr bedeuten könnte, als es gut für sie ist.
Schließlich hat es einen Grund, warum sie Hals über Kopf ihren Job kündigte, das Weite suchte und irgendwann wird die Realität erneut ihre Aufmerksamkeit verlangen…
Annie liebt ihren Job, doch leider läuft es zurzeit nicht so wie es sollte, sie ist regelrecht unglücklich. Da kommt ihr ihr neuer Kunde Stephen Flint ganz recht, der ihr nicht nur aus der beruflichen sondern auch privaten Misere zu helfen scheint. Ihre Vergangenheit macht es ihr äußerst schwierig, eine ernste Beziehung einzugehen, doch mit Stephen scheint ihr Glück perfekt, sie fühlt sich wie in einer Blase, alles scheint perfekt…
Abwechselnd erfährt der Leser etwas von Kates und Annies Ereignissen.
Annie ist dabei oft vorsichtiger, in Bezug auf Stephen agiert sie jedoch oft naiv, was ihren Freunden ebenfalls missfällt. Sie distanziert sich zunehmend von ihnen, schwebt dafür aber zusammen mit Stephen auf Wolke sieben, bis sich irgendwann vieles nur noch um seine Gedanken und Beweggründe dreht.
Kate ist hingegen witziger und versucht die Dinge leichter zu nehmen als Annie. Ihre Kapitel haben mir bis zum Schluss besser gefallen als Annies. Sie waren witzig, was zu großen Teilen auch an den sympathischen Nebenfiguren Joe und Becca, aber auch Mark und seiner Tochter liegt. ;)
Der Schreibstil von Rosie Walsh, die dieses Buch unter dem Namen Lucy Robinson veröffentlichte, gefällt mir unfassbar gut, man ist schneller am Ende eines Kapitels angelangt als einem lieb ist und auch wenn ich von Annies Kapiteln oftmals leicht genervt war, hatte man doch auch diese schneller beendet als gedacht.
Natürlich kommt in diesem Buch der Kitsch auch nicht zu kurz, was sich glücklicherweise oft in Maßen hält und damit auch verzeihbar ist. Lediglich mit dem Schluss bin ich etwas unzufrieden. Eigentlich gibt es bereits ein paar Kapitel vor dem Ende einen vermeintlichen Schluss, der den Leser vollends zu Frieden zurückgelassen hätte, doch danach folgt dann noch etwas, was zwar schön ist zu erfahren, aber teilweise doch für die Handlung recht überflüssig ist. Das fand ich etwas schade, da man dies gerne als kleine Bonusgeschichte für die, die unbedingt noch etwas mehr von den Figuren erfahren möchte, hätte herausbringen können und damit dieses in meinen Augen „doppelte“ Ende vermieden hätte.
Bereits im Klappentext wird deutlich, dass die beiden Frauen irgendwie miteinander zusammenhängen und der Leser ist auch lange der Meinung durchschaut zu haben, wie, aber kurz vor dem letzten Showdown kommt es zu einem regelrechten Handlungswechsel, der unfassbar glaubwürdig zur bisherigen Handlung passt, dabei den Leser jedoch trotzdem vollkommen unvorbereitet trifft.
Das ist in meinen Augen eigentlich schon eine richtige Meisterleistung gewesen und wertet die Geschichte und vor allem Annies Kapitel richtig auf, sodass ich dem Buch schlussendlich 4 bis 4,5 / 5 Sternen geben möchte. <3

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

The Light in you

Nora Theresa Saller
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei epubli, 25.07.2018
ISBN 9783746745886
Genre: Romane

Rezension:

Brandon ist in Chicago erfolgreich. Nachdem er seine Probleme damals hinter sich ließ und unbefangen seine berufliche Karriere begann, muss er nun feststellen, unglücklich zu sein.
Irgendetwas fehlt und er weiß nicht wirklich was, sodass er nun nach Aspen zurückkehrt, um herauszufinden, was er eigentlich wirklich will.
Doch in den ganzen Jahren, in denen er sich nicht blicken ließ, regelrecht abgeschieden von seiner Familie lebte, ist einiges passiert und so verläuft seine Rückkehr anders als geplant.
Nach und nach beginnen sich neue Wahrheiten zu offenbaren und auch er erkennt, dass aus dem kleinen Entlein ein äußerst attraktiver Schwan werden kann…
Brandon erlebt man von Anfang an verbittert, man merkt, dass er in diesem Zustand unmöglich glücklich sein kann. Zudem bevorzugt er feste Strukturen und ist von den Neuerungen und sich zufällig ergebenden Situationen alles andere als begeistert.
Betty hingegen strahlt förmlich vor Lebensfreude. Das ist ein starker Kontrast, der sich jedoch immer weiter abschwächt. Brandon lernt viel von Betty, was auch gut ist, da sie sich bald zusammenraufen müssen.
Ich muss zugeben, dass dieses Buch andere Richtungen einschlägt, als ich vermuten würde, dies der Geschichte aber überhaupt nicht schadet. Es verdeutlicht einem eher, wie wage doch der Klappentext ist und welches Potential die Geschichte doch hat.
Immer wieder kommt es zu unerwarteten Wendungen und der angebliche Feind, stellt sich manchmal sogar als Verbündeter heraus.
Man kann Brandon dabei erleben, wie er Stück für Stück zurück zu sich selbst findet und mit den alten Dingen abzuschließen beginnt. Andererseits kommen hier auch Thrillerelemente zum Tragen.
Generell steht hier nicht die Liebesgeschichte an sich, sondern die Figuren und ihre Schritte zur Heilung, gegenseitigen Unterstützung im Fokus.
Anfangs tat ich mich zwar etwas schwer damit, mit den Charakteren zu sympathisieren, veranstalteten sie mir teilweise etwas zu viel Drama, doch dies schlägt ab einem gewissen Punkt um, wahrscheinlich, da man die Charaktere dann besser kennt.
Auch Betty ist in meinen Augen manchmal etwas uneinsichtig, versucht nicht wirklich die Gründe der anderen Person zu verstehen, sondern blockt ab. Sie scheint anderen Personen nicht leicht zu vertrauen, nachtragend zu sein. Solche Einstellungen sagen mir nicht so ganz zu, diese Gegebenheiten könnten aber auch durch ihre tragischen Umstände gegeben sein.
Alles in allem hat mich diese Geschichte besonders zum Schluss zum Nachdenken angeregt und mich gerne weiter bei den Figuren verweilen lassen, obwohl der Abschluss eigentlich so in sich stimmig ist, dass man es nur schwer toppen kann.
Wer sich für eine Geschichte interessiert, in der auch einmal andersartige Umstände vorliegen, die eher selten in fiktiven Büchern betrachtet werden, dem wird dieses Buch hier wahrscheinlich zu sagen, vielleicht sogar neuen Mut geben, diese Personen besser verstehen lassen.
Ich bewerte es insgesamt mit 4 / 5 Sternen.

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College Princess

Miranda J. Fox
E-Buch Text: 316 Seiten
Erschienen bei null, 12.10.2018
ISBN B07JF4Q9VX
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zoe Davis ist ein normales Mädchen, wie du und ich, dass nun das Alter erreicht hat, um studieren zu können.
Doch sie besucht nicht irgendeine Universität, sondern DIE Privatuni Englands, das Dawson-Elite-College. Normalerweise braucht es schon etwas mehr als nur gute Noten, um ein Stipendium zu erhalten, wenn man sich die enorm hohen Studiengebühren nicht leisten kann. Zoe erhält auf unerklärliche Weise vom Bruder des Unibesitzers ein Stipendium und wird sogar Mitglied des prestigeträchtigen D-Clubs, dessen Präsident niemand geringeres als der Neffe des Schulrektors ist und dieser zeigt ihr deutlich, dass sie hier nicht hergehört.
Sie versucht das Beste daraus zu machen, doch irgendwie hat sie immer wieder das Talent dazu, in Schwierigkeiten zu geraten.
So gilt es den Kulturschock zu verkraften, ist hier im Vergleich zu einer staatlichen Universität längst nicht alles so anders wie man vielleicht vermuten könnte, abgesehen vom Gestank des Geldes an jeder Ecke...
Zoe ist eine taffe Protagonistin, die definitiv nicht auf den Mund gefallen ist, sich aber manchmal auch schnell einschüchtern lässt, etwas naiv an Dinge herangeht. Vor allem zwischen ihr und Dorian sprühen die Funken aber so richtig.
Dorian ist der typische arrogante Mistkerl, der jedoch leider das Glück hat mir sehr guten Genen gesegnet zu sein und sich dieser Sache auch bewusst zu sein. Nach und nach lernt man Dorian aber immer näher kennen und lieben.
Auch sein Cousin und seine Cousine sind sehr liebenswert. Jamie drängt sich doch Zoe immer wieder auf amüsante Art, sodass man ihn irgendwann einfach nicht mehr missen möchte. Amy ist eine engagierte, klug und empathische Person, die versucht, Zoe immer wieder den Rücke zu stärken. Wer wünscht sich nicht solche Freunde?
Natürlich ist absehbar, in welche Richtung sich diese Geschichte entwickeln wird, doch hat sie auch ihren ganz eigenen Charme, was das Gefühl des Déjà-vus eigentlich nie aufkommen lässt.
Es wird gekonnt mit Klischees gespielt. Die Figuren nehmen sich oft selbst nicht so ernst, was der Geschichte auch einen skurrilen Charakter gibt.
Doch auch das Drama kommt nicht zu kurz und ist in meinen Augen auch nicht an den Haaren herbeigezogen.
Hinzu kommen immer wieder ein paar, oftmals unerwartete Wendungen, die der Geschichte vor allem zum Ende hin eine gewisse Spannung verleihen.

Auch der Schreibstil kann sich sehen lassen. Man fliegt förmlich durch die Seiten und erlebt es alles wie im Rausch. Teilweise habe ich das Lesen auch kurzzeitig unterbrochen, um noch etwas länger in der von Miranda J. Fox geschaffenen Atmosphäre zu verharren. <3
Solch etwas ist selten der Fall und so bin ich nun wirklich etwas traurig, diese Welt wieder verlassen zu müssen. :´(

Dieses Buch beende ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge und möchte sehr gute 4,5 / 5 Sternen vergeben. Auch wenn ich vorhin meinte, dass die Geschichte gekonnt mit Klischees umzugehen weiß, sind mir Zoes Naivität einer Person gegenüber und die eigentlichen Beweggründe, das Auftreten von Dorians Vater Zoe gegenüber doch etwas zu viel, fällt aber nicht so sehr ins Gewicht, gibt der Geschichte eben ihren typischen Charakter, mit dem ja immer wieder gespielt wird.
Ich hoffe doch sehr, dass dies nur der Auftakt der Dawson-College-Reihe war und nicht ein Einzelband. Man könnte definitiv noch so einiges über Zoe und Dorians Beziehung, aber auch Amy und Jamie erzählen. Auch über Calvins und Rose‘ Geschichte würde ich gerne noch mehr erfahren. Machbar wäre es also, fehlt nur noch die Autorin, die es verfasst. ;)

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Rabenflug

Anja Hansen
Flexibler Einband: 102 Seiten
Erschienen bei Independently published, 04.07.2017
ISBN 9781521757741
Genre: Fantasy

Rezension:

Liara ist tot. Auch wenn sie noch einiges mit ihrem Schwarm erleben wollte, muss sie nun akzeptieren, geistähnlich umherzuschwirren. So gilt es nun also diesem zusammen mit dem Raben Thanatos nachzustellen, was er jedoch niemals mitbekommen wird. Nebenbei trifft sie sich noch mit anderen, die ein ähnliches Schicksal teilen, doch soll es das nun schon gewesen sein?
Dieser Geschichte mangelt es eindeutig nicht an Witz. Liara nimmt alles eher mit Humor, weshalb aber noch lange nicht ernste Themen zu kurz kommen.
Es macht Spaß ihr zu folgen und langsam aber sicher herauszufinden, warum sie denn nun ist, was sie ist und ob dies für immer so bleiben wird.
Dadurch, dass die Kurzgeschichte nicht einmal 60 Seiten umfasst, handelt es sich natürlich nicht um eine wirklich tiefgründige Geschichte, doch die Autorin lässt einige interessante Ideen zum Leben nach dem Tod einfließen, sodass man am Ende des Buches noch etliche Fragen hat, die in einem Roman durchaus beantwortet werden könnten.
Des Weiteren erfährt man logischerweise erst einmal relativ wenig von den anderen Charakteren.
Demnach wirkt es mehr wie eine Vorgeschichte oder anderweitige Ergänzung, die das Interesse an einem dazugehörigen Roman erhöht.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr, obwohl ich finde, dass Liaras Ausdrucksweise nach den ersten Kapiteln etwas weniger sarkastisch, bzw. spitz wird und dadurch etwas seines Charmes verliert.
Nach den ersten Kapiteln hätte ich 5 / 5 Sternen verteilt, doch so vergebe ich nun 4 / 5 Sternen und würde mich sehr über mehr aus dieser Welt freuen. :)

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81 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Verdammt nah am Himmel

Linda Schipp
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 28.09.2018
ISBN 9783959912891
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ende September 2018 veröffentlicht Linda Schipp mit „Verdammt nah am Himmel“ ihr zweites Buch über den Drachenmond-Verlag.
Die Thematik lässt sich am Cover ableiten und falls dies nicht reicht, weist einen das kurze Zitat unter dem Autorennamen daraufhin. ;)
Die Brücke steht direkt für die Verbindung zwischen dem Leben und dem Tod, handelt es sich ja schließlich um eine Nahtoderfahrung, weshalb auch wieder der Titel verdeutlicht wird, ist man doch mit diesem kurzen Todeszustand "verdammt nah am Himmel", manche sprechen ja sogar vom weißen Licht und Stimmen, die sie gehört haben. Teilweise wird auch gesagt, dass sie noch nicht sterben wollen und demnach nicht die andere Seite der Brücke erreicht haben, umgekehrt oder niemals losgelaufen sind. Die Stimmen hätten dann von der anderen Seite rufen können. Weißes Licht könnte für die Wahl stehen. Die Person kann völlig frei wählen.
Durch die Wolken muss ich auch irgendwie an Schwerelosigkeit denken, man schwebt ja während dieser Erfahrung zwischen dem Leben auf der Erde und dem Himmel. Man könnte die Wolken also symbolisch für den Menschen deuten.
Rose ist eigentlich nur mit dem Auto auf dem Weg nach Hause, doch auf der Pearly Gates Bridge findet ihre Fahrt ein jähes Ende und sie erlebt etwas, womit sie nicht gerechnet hätte.
Jack wiederum vervollständigt auf der falschen Brückenseite gerade seine „Top-Ten-Liste der Orte zum Sterben“ als beide sich begegnen.
Sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Sie, die vor Leben nur so sprüht, sich von ihrem Glauben, ihrem Bauchgefühl leiten lässt, begegnet ihm, der dem allen einfach nur noch ein Ende setzen möchte, Dinge stets rational betrachtet.
Obwohl sich beide auf Anhieb nicht ausstehen können, treten sie aus der Situation heraus zusammen eine Reise an, die das Potential besitzt, alles über den Haufen zu werfen, was sie zu wissen gedachten…
Auch wenn ich erst dachte, dass mir Jack als Kopfmensch deutlich besser gefällt, haben sie doch beide einen unglaublichen Charme, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.
Immer wieder stellen sie sich selbst seltene und tiefgründige Fragen, die den Leser neue Erkenntnisse gewinnen lassen. Gleichzeitig sind sie so authentisch, dass man absolut nachempfinden kann, warum sie fühlen wie sie fühlen und akzeptiert damit nicht nur Jacks Wunsch nach dem Tod, sondern kann ihn nachvollziehen.
Dabei sind dem Leser aber noch lange nicht viele Hintergründe der Figuren gegeben! Ich möchte dazu nur sagen, dass sich vieles völlig anders entwickelt als gedacht.
Beide mussten schon so unglaublich viel Leid erfahren und gerade, wenn man denkt, es geht doch eigentlich nicht weiter, kommen neue Erkenntnisse.
Auch ein besonderer Humor lässt sich hier wiederfinden. Mal ist es Sarkasmus und mal ist Jack auch unfassbar selbstironisch, verdeutlicht damit irgendwie auch, wie unfassbar er doch gebrochen ist.
Beide Figuren machen mit Hilfe des anderen unfassbare Entwicklungen durch, die der Leser ebenso mitmacht, was ich so selten erlebe. Man lernt über und mit den Figuren einfach so viel fundiert und wird dadurch zum Nachdenken angeregt.
Gerade der Schreibstil der Autorin ermöglicht es, nahezu sofort, Empathie für völlig fremde Figuren zu empfinden. Er ist so besonders, dass man ihn so schnell nicht vergisst. Hier erlebt man, dass auch Autoren Künstler sind, weiß Linda Schipp es doch gekonnt und klischeefrei, poetisches, wie Metaphern, mit bitterernsten Themen zu kombinieren und den Leser damit enorm zu berühren. Man wechselt zwischen Philosophie und Pragmatismus und ist dadurch so unfassbar an die Geschichte gefesselt, dass man sie definitiv nicht missen möchte.
Wie nicht anders zu erwarten, vergebe ich 5 / 5 Sternen, auch wenn ich liebend gerne mehr vergeben würde. Dieses Buch gibt einem einfach so viel und wird mich so schnell nicht wieder loslassen. Es wird unfassbar genial zwischen dem nötigen Ernst, Hoffnung und jeder Menge Emotionen jongliert, sodass man unabhängig davon, ob man es wollte oder nicht, einfach in den Sog dieses Buch gezogen wird. <3 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Götterspiele: Zeus Frau

Cosima Lang
E-Buch Text: 192 Seiten
Erschienen bei null, 05.09.2018
ISBN B07GMQ1RPK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Ehe der Götter des Olymps Hera und Zeus steht schon lange nicht mehr unter einem guten Stern. Vieles gibt es zu verzeihen, weiß man inzwischen jedoch durch dies irgendwie immer noch vorhandene Band nicht unbedingt, warum es so ist, wie es ist. Doch genau jetzt kommt eine neue Bedrohung auf die beiden zu. Neben den nach 25 Jahren erneut beginnenden Götterspielen, gibt es diese zu bekämpfen, die die eigenen Normen und Werte in Frage stellt und den Untergang bedeuten kann. Wie wird sich Hera entscheiden? Steht sie zu Zeus oder wendet sie sich nun endgültig von ihm ab? Wie wird Zeus aus dieser Sache herauskommen, wenn alles gegen ihn spricht?
Gleich am Anfang erfährt der Leser, worum es sich bei der Bedrohung handelt und gerade dieses Konzept des Rückwärtserzählens gefällt mir hier sehr und zeigt dem Leser in gewisser Weise doch auf, wie sich der Eindruck bezüglich Zeus‘ Schuld verändern kann. Nach und nach erfährt man mehr über Zeus und Heras, aber auch die Geschichten der anderen Götter. Leseinteressierten sollte aber bewusst sein, dass auf nicht einmal 200 Seiten nicht unbedingt sehr viel zu griechischen Mythologie erwähnt wird. Diese ist mehr ein Nebenaspekt der Handlung, da verständlicherweise die Beziehung zwischen den beiden Göttern und die auf sie zukommende Gefahr im Vordergrund stehen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Zeus‘ und Heras Sicht erzählt, was mir sehr gefällt. Beide gefallen mir so gut, dass ich mich nicht entscheiden möchte, wer denn nun besser ist. :)
Was mir beim Lesen des Klappentextes nicht wirklich bewusst wurde, ist, dass die Geschichte in der heutigen Zeit angesiedelt ist, weshalb ich erst einmal etwas verwirrt war, etwas von Mobiltelefonen zu lesen.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir größtenteils sehr, man kann sich vieles bildlich vorstellen und die Empfindungen der einzelnen Figuren nachvollziehen. Ich möchte lediglich die Schreibfehler und teilweise die Ausdrucksweise bemängeln. Manchmal sorgen die Fehler für ein kleines Verständnisproblem, werden aber beim zweiten Lesen behoben. Götter drücken sich ja meist generell etwas gewählter aus, was meiner Meinung nach auch hier erkennbar ist, doch dann verwenden sie Kraftausdrücke. Alle scheinen, das Wort „Scheiße“ in ihrem Vokabular zu besitzen und dies auch gerne zu nutzen. Wahrscheinlich sollen sie damit etwas moderner wirken und sich den jetzigen Standards unter den Menschen anpassen, aber irgendwie passt dies nicht wirklich zu den Göttern und wirkte deshalb auch in meinen Augen unglaubwürdig. Das sorgte dann für kleinere Schnitzer und ließ mich stutzig werden, zum Schluss war ich dann schon fast etwas genervt von ihren Formulierungen, wenn sie einmal wieder erzürnt waren. 😅
Des Weiteren hätte die Autorin die Geschichte gerne noch etwas weiter ausbauen und somit die Spannung steigern können. Gerade die Spiele finde ich recht interessant, werden aber meist innerhalb weniger Seiten abgehandelt. Andere Sachen werden nur von den Göttern kurz genannt, anstatt sie den Leser miterleben zu lassen, was ich echt ein bisschen schade fand. Auch von den Champions Frank und Karla würde ich gerne noch etwas mehr lesen. Hier möchte ich aber noch erwähnen, dass diese Kritik auch meiner beständigen Neugier Figuren und Handlungen geschuldet ist, die mir sehr zusagen. So musste man sich dann doch eher als gedacht wieder von Zeus und Hera verabschieden.
Das Ende bietet auf jeden Fall genug Stoff für einen weiteren Band der Reihe, sodass einem dort hoffentlich die liebgewonnenen Charaktere wieder begegnen und man sich doch noch nicht ganz von ihnen verabschieden muss.
Alles in allem hat mir die Geschichte jedoch sehr gefallen, sodass ich mit meinen kleineren Kritikpunkten immer noch gerne 4 / 5 Sternen vergeben möchte. Nachdem ich nun Teil drei gelesen habe, werde ich bestimmt auch noch die ersten beiden Bände lesen, um etwas mehr über Hades und Poseidons Liebesleben zu erfahren. Ich verdeutliche damit gleichzeitig, dass man durch in sich abgeschlossene Handlungen durchaus mit einer Fortsetzung der Götterspiel-Reihe beginnen und danach, je nach Interesse auch Band eins und den Rest lesen kann.

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20 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Dämonenfeuer: Band 1 der Dämonenwelt-Trilogie; 2. Auflage

Vera Hallström
E-Buch Text: 426 Seiten
Erschienen bei BookRix, 04.05.2018
ISBN 9783743851559
Genre: Sonstiges

Rezension:

In diesem Auftaktband der Dämonenwelt-Trilogie von Vera Hallström leben die letzten Menschen im Jahre 2073 auf dem Planeten Novus Errans.
Vor allem die gering Betuchten erleben in der Stadt Alban die Grausamkeit ihres Herrschers Deus. Diese arbeiten oft in der Aufsicht, immer mit dem Tod beim Einsatz rechnen müssend. Auch Eves Familie arbeitet bei der Aufsicht. So muss Eve an ihrem 16. Geburtstag und dem damit einhergehenden Erreichen der Volljährigkeit ihre Schwester Audrey und ihren Vater auf ihren ersten richtigen Einsatz begleiten. Bereits hier muss sie am eigenen Leib erfahren, wie schmerzhaft und äußerst tödlich solch ein Einsatz verlaufen kann.
Als sie wiedererwacht, ist sie allein, verspürt einen enormen Hunger, bis sie sich irgendwann in einem ihr völlig fremden Haus befindet. Grace begrüßt sie fröhlich, nennt Eve einen Teil der Gruppe, dabei will diese doch einfach nur nach Hause zurück.
Doch unbekannte Geheimnisse kommen ans Licht, die ihr diesen Wunsch verwehren…
Audrey führt uns in die Geschichte ein und wird dann bald von der eigentlichen Protagonistin Eve abgelöst.
Eve begegnet uns noch sehr naiv, bis sie bei Grace und Konsorten langsam aber sicher das ganze Ausmaß der Realität entschlüsselt, vor der sie bisher immer noch beschützt wurde. Mit den anderen muss sie sich erst noch lernen zu arrangieren, vermisst ihre Familie unglaublich.
Auch wenn sie eigentlich durch ihren Vorfall nicht mehr für die Aufsicht arbeiten sollte, erfährt sie, dass Nys Truppe eine Sondereinheit Deus‘ bildet. Der Kampf geht also weiter, scheint wichtiger denn je zu sein. Mit der Zeit bemerkt sie, dass ihre neuen Vorteile auch von Nutzen sein können und ihr erstes richtiges Training beginnt.
Eve strauchelt, findet sich aber nach und nach mit ihrer Situation ab und das gefällt mir so unglaublich gut. Sie ist nicht perfekt, sondern menschlich, ist nicht unbedingt die extrovertierteste Persönlichkeit, doch wenn du sie einmal für dich gewinnen konntest, wirst du dich auf sie verlassen können. Auch die anderen Charaktere, wie zum Beispiel Grace, sind wirklich liebenswert. Grace ist eine so offenherzige Person, die man irgendwie einfach liebhaben muss. :)
Nys ist der Leiter der Truppe und muss Vater und Bruder in einem sein. Er ist sehr fürsorglich und liebenswert, auch wenn er manchmal vielleicht etwas zu sehr verzweifelt. Vor allem Grace begleitet ihn schon eine Weile, sodass er sich gerne auch einmal zu sehr über sie, sie sich über ihn sorgt.
Dann gibt es da auch noch Florence und Don. Beide lassen sich schwer einschätzen, wirken sogar fast ein Stück unterkühlt, doch sind sie es wirklich?
Was mir ebenfalls Freude bereitet hat, ist diese oberflächliche Kenntnis über die Figuren. Genau wie Eve lernt man erst über das Buch hinweg die Figuren besser kennen, weiß aber noch längst nicht alles.
Dies führte oft zu unerwarteten Wendungen, was durch Perspektivwechsel noch gestützt wird. Ich bin immer ein großer Fan davon, mehrere Perspektiven näher betrachten zu dürfen, besonders, wenn auch der Feind zu Wort kommt. Schließlich ist nicht jeder Antagonist grundsätzlich böse, manchmal kann man ihn sogar teilweise verstehen. Hier gibt es aber definitiv mindestens einen grausamen Antagonisten, für den ich so schnell auch keine Sympathie aufbringen werde, während sich eine andere Figur anders als gedacht entpuppte.
Generell passiert in diesem Buch nie etwas, das nicht auch für die Handlung relevant sein könnte.
Manchmal ist man bei den Angaben der Perspektive durch das Betrachten anderer zur selben Zeit vielleicht etwas verwirrt, was der Spannung aber keinen Abbruch tut, da ich wie gesagt gerne einen vielschichtigen Eindruck gewinne.
Der Schreibstil gefällt mir ebenfalls gut. An manchen Stellen könnte die Autorin teilweise noch etwas mehr ins Detail gehen, um Fragen gar nicht erst aufkommen zu lassen, aber man möchte als Leser doch auch weiterhin gebannt auf den nächsten Teil warten, in dem dann die aufgekommenen Fragen endlich gelöst werden können, sodass auch dies nicht enorm ins Gewicht fällt.
Das Ende kam für mich wie vieles in diesem Buch unerwartet und lässt den Leser sprachlos zurück.
Ich möchte „Dämonenfeuer“ gerne mit 4 / 5 Sternen beenden und Fantasybegeisterten empfehlen. Wenn ihr erfahren wollt, wie sich Eve nach einem Schicksalsschlag in einer neuen Umgebung ihrer Heimatstadt, über deren Probleme und „Mitbürger“ sie durchaus weniger zu wissen scheint als gedacht, zurechtfinden muss, solltet ihr ihre Geschichte lesen. Es bleibt durchweg mitreißend, erlebnisreich, düster, um dann auch von dramatischen Dingen beeinflusst zu werden.
Ich für meinen Teil verbleibe gespannt auf die Fortsetzung „Dämonenherz“. :)

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Die Vereinten

Caroline Brinkmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600672
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem grandiosen Vorgänger „Die Perfekten“ findet diese Geschichte und die dabei erzeugte Welt nun in „Die Vereinten“ ihren Abschluss.

Nichts ist mehr, wie es war. Rain wird von einer Ghost zu einer Gesegneten, erfährt, was denn so alles in diesem System schief läuft. Die Konflikte zwischen den Privilegierten der Genstufe 1, den Gesegneten gegen die Rebellen spitzen sich zu, es ist schon lange nicht mehr sicher, wem man eigentlich wirklich noch vertrauen kann.
So soll Rain also Werte vertreten und ein Leben teilen, die sie nicht einmal wirklich teilt, muss mit dem Verlust ihrer vielleicht einzigen Verbündeten Storm, bei der sie aufgewachsen ist, während Larks Beine wahrscheinlich nie wieder richtig funktionstüchtig sein werden.
Doch Zeit bleibt ihnen nicht wirklich viel, denn die Spines agieren immer noch stark im Untergrund und zusätzlich scheint auch noch etwas anderes, außerhalb Hopes in die Stadt vordringen zu wollen…

Allein das Cover gefällt mir erneut sehr, ist es doch eigentlich auch das gleiche. Beim ersten Band war ihr Gesicht dadurch, dass sie als Ghost in Grey lebte von einer Kapuze verdeckt, wohingegen ihre Haare hier regelrecht leuchten und ihre Augen richtig zur Geltung bringen, geht es doch bei den Auftritten der Gesegneten stets darum, sie fast schon als übernatürlich, eben auch äußerlich perfekt darzustellen.
Nun aber zu den Figuren:
Rain begegnet uns am Anfang voller Trauer und braucht einige Zeit, um wieder zu ihrer alten Stärke zurückzufinden. Da sie als Gesegnete auch wenig Kontakt gesellschaftlich abgestuften Rose und Lark hat, kommt sie sich ziemlich allein und verlassen vor, in der doch sehr oberflächlichen „Welt“ der Gesegneten. Ich konnte sie verstehen, war dann aber zum Ende hin doch froh als sie langsam wieder zu sich selbst zurückfand. Die Geschichte drehte sich dann doch etwas im Kreis und ließ natürlich erst einmal der fantastischen Spannung des ersten Bandes keinen Platz. Danach entdeckt man in ihr aber wieder die taffe Rain, die ich doch so in Band eins geliebt habe.
Am Anfang erlebt man dann zuerst nur in den Kapiteln aus Larks Perspektive neue Geheimnisse, sodass sich die Spannung langsam aufbaut. Trotz seiner veränderten Lebensumstände, die ihn so sehr einschränken und er sich oftmals nur als Last empfindet, bedeutet ihm Rose weiterhin alles und tut dementsprechend alles, um sie zu beschützen. Auch Rain dringt immer weiter in sein Herz vor. Die Autorin schafft es in dieser sehr düsteren Welt mit einzelnen Szenen weiterhin eine sehr glaubhafte Liebe zwischen Rain und Lark zu vermitteln, was mir unglaublich gefällt. Es braucht nicht immer einen Wechsel zwischen den eigenen Gefühlen und den Entwicklungen in der fiktiven Welt, wenn doch auch einzelne Kapitel diesen Fakt authentisch übermitteln können und das ist für mich eine Kunst der Autorin! <3
Egal, wem man begegnet, erlebt man doch immer wieder authentische Charaktere, die dadurch, dass fast alle manchmal etwas überspitzt wirken, nicht übertrieben dargestellt sind. Des Weiteren begegnen uns zu Beginn der Abschnitte die Wächter Mur und Cem, die mir sympathisch geworden sind. Mit Cassian und Rains Umgang ihm gegenüber konnte ich mich nicht immer anfreunden. Er hatte es aber auch schwer, da Storm, etc. in Band eins einfach legendär waren und wenig Platz für vergleichbare Charaktere boten.
Dafür gefiel mir aber Morpheus umso mehr, der des Öfteren, die Stimmung zu entspannen wusste.
Ja und natürlich last but not least Rose. Sie ist und bleibt einfach eine meiner Lieblingscharaktere, da sie oft so gefasst, sogar teilweise stärker als Rain und Lark ist, aber mit ihrer immer noch kindlichen Art oft so optimistisch und mutig ist, die anderen damit aufzuheitern weiß.

Wie bereits erwähnt, kommen auch hier wieder immer neue Informationen dazu, die sich dann irgendwie zu neuen Wendungen in der Geschichte verbinden und den Fortgang schwer erahnen lassen.
Was mir auch wieder super gefällt, ist der dystopische Aspekt mit der Gesellschaft. Viele haben nur sich im Blick, ohne zu versuchen, die Situation anderer nachzuvollziehen und zu erkennen, was denn wirklich ein Problem und nicht nur Luxus ist. Auch die Angst vor Veränderung wird hier vor allem zum Schluss sehr deutlich, da viele etwas, das nicht unbedingt von Nachteil sein muss, bekämpfen.

Generell gefällt mir der Schreibstil und die ganzen Ideen dieses Buches wieder sehr und möchte es nicht missen. Gerade das Ende ist irgendwie anders als erwartet und vielleicht auch gehofft, deswegen aber nicht schlecht, sondern einfach nur ein sehr schöner Abschluss, der einen dazu auffordert, sich selbst ein Bild zur Zukunft der Figuren zu machen.

Demnach möchte ich diesem gelungenen Abschluss der Dilogie von Herzen 4 / 5 Sternen geben und neue Bücher der Autorin voller Freude erwarten. ;)

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Todeslüge: Eine mörderische Affäre

Dörte Jensen
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 01.08.2018
ISBN B07G49QC38
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Heutige Journalisten haben es schwer, sich in der Branche behaupten zu können.
Besonders junge Kandidaten haben das große Ziel, bei der New York Times, den besten der besten, mitwirken zu können, auch wenn sie bei ihrem derzeitigen Blatt eher weniger einen passenden Bewerbungsartikel verfassen können.
Jennifer Kindler ist eine besonders engagierte Journalistin, die sich bei der Hamburger Tagespost unterfordert fühlt. Sie möchte unbedingt über eine Modemesse in Hamburg schreiben und besucht diese dann auch privat. Dabei lernt sie dann Wiebke Dierksen mit deren Edition Federkleid. Die Jacke auf dem Buchcover soll die für die Handlung noch relevante schriller Jacke darstellen, jedoch handelt es sich eigentlich um eine sehr bunte, dem Gefieder eines Papageien nachempfundene Jacke.
Diese Begegnung sorgt dafür, dass Wiebke nach kurzer Zeit auf der Abschussliste des Politikers Hermann Sprengler und dessen Bodyguard steht. Jennifer lüftet nämlich ein Geheimnis Sprenglers, den sie eigentlich interviewen soll und speichert ihre Beweise auf einem USB-Stick ab, der dann bei Wiebke landet…
Vorweg sei erwähnt, dass es sich hier eigentlich eher um einen Krimi als Thriller handelt, weshalb man sehr enttäuscht wird, wenn man dies erwartet.
Dabei ist der Krimi äußerst gelungen!
Man findet sich sehr schnell in der Geschichte zu recht. Alle Charaktere sind irgendwie sehr abgebrüht, sodass sie sich auch wieder sehr gut ergänzen und keine Figur überzeichnet wirkt, was sonst wahrscheinlich geschehen wäre. Das gibt der Geschichte in Teilen auch etwas Skurriles und nimmt ihr die Schärfe, weshalb die Einordnung als Thriller wirklich nicht passt, obwohl manche Taten doch sehr düster sind.
Hermann Sprengler ist mir mit seiner starken Überheblichkeit durch und durch unsympathisch. Er ist Mitglied einer Partei, die mit Parolen und vielen öffentlichen Auftritten Wählerstimmen sammelt und gibt dem Buch damit einen sehr aktuellen Aspekt. Dieser Fakt ist von der Autorin sehr gewitzt in Szene gesetzt und lässt es durchaus realistisch erscheinen.
Auch kommt nach ungefähr einem Drittel des Buches eine Wendung zum Tragen, die den Fokus auf die Figuren verändert. Ich war von dieser Wendung doch sehr überrascht und hätte damit nicht gerechnet. In meinen Augen ist die Wendung aber sehr gut und lässt die Spannung steigen.
So kommt auch noch eine Liebesgeschichte zum Tragen, die ich liebenswürdig finde. :)
Dadurch, dass das Buch nicht einmal 200 Seiten umfasst, wird natürlich vieles schnell abgehandelt und manchmal kommt es zu kleineren Logiklücken oder es wird vorhersehbar.
Auch das Ende fand ich dann leider etwas kurz und hätte gerne noch mehr von der ein oder anderen Figur gelesen. Demnach würde ich mich sehr über eine Fortsetzung freuen.
Alles in allem möchte ich diesem interessanten und kurzweiligen Buch gerne 4 / 5 Sternen geben, da mir das Lesen sehr viel Spaß bereitete, aber ich mir manchmal noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht hätte.
Dies ist aber wie gesagt nichts, dass man mit einer Fortsetzung nicht ausgleichen könnte. ;)

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19 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Aeternitas - Die komplette Trilogie

Sabina S. Schneider
E-Buch Text
Erschienen bei null, 30.06.2018
ISBN B07F5XQWR7
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eva verdient ihr Geld durch Schwarzarbeit, ist ständig auf der Hut, um unentdeckt zu bleiben. Erst kürzlich ist sie aus der Psychiatrie geflohen, nachdem sie ihrem Ex schilderte, in menschlichen Gesichtern immer wieder monströse Fratzen zu erblicken.
Nun hat sie sich einen einigermaßen sicheren Job geangelt, um dann von Männern in Park bedrängt zu werden. Sie flüchtet sich in den See des Teiches und erwacht nackt an einem Strand. Nach einer Weile wird ihr offenbart, sich im Garten Eden zu befinden und verschiedene Adams zur Wahl zu haben. Sie alle sollen mit ihren Genen die Menschheit retten. Doch auch im „Paradies“ verstehen Männer ihre Abweisungen nicht.
Eva ist eine Protagonistin, die mir sehr gefällt. Man kann ihre Verwirrung absolut nachvollziehen und zudem besitz sie auch noch eine schamlose Direktheit, die einen immer wieder schmunzeln lässt. Ihr größtes Ziel ist immer wieder die Freiheit, was ihr oft Mut macht und sie zu einem starken Charakter werden lässt.
Auch Kyle oder Lillith gefallen mir sehr, jedoch gibt es in meinen Augen von Band eins zu zwei und drei eine Art Bruch, die die negativen Seiten der Figuren hervorheben.
Die menschlichen Abgründe werden hier sehr gut verdeutlicht.
Jetzt komme ich leider schon zu meinen Kritikpunkten. Hat mir Band eins sehr gefallen und mich darüber freuen lassen in diesem Sammelband gleich weiterlesen zu können, hat mir Band zwei nicht gefallen und auch der abschließende Band konnte mich nicht mehr richtig begeistern.
Die Autorin versucht, dem Leser nach und nach immer mehr Informationen zu liefern, wie denn nun alles zusammenhängt, aber leider gelingt ihr das nicht wirklich gut. Teilweise wird es richtig konfus, was mich fast von der Geschichte entfernen ließ, dabei fehlten manchmal nur kurze Erläuterungen, zudem andere Dinge gerne sehr ausführlich erklärt und auch gerne wiederholt werden.
Die Handlung nahm einen völlig anderen Verlauf als man nach Band eins vermuten konnte und wirkte schon fast wie eine getrennte Erzählung.
Ansonsten hat mir der Schreibstil gefallen, man konnte fast immer Empathie oder Antipathie für die Figuren aufbringen.
Da dieser sehr komplizierte Aufbau nicht immer gut gelöst werden konnte, obwohl ihre Idee so grandios war und manchmal wirklich nicht viel fehlte, verbleibe ich mit guten 3,5 / 5 Sternen. Sollte es keine halben Sterne geben, bewerte ich natürlich mit 4 ;).
Ich werde nichtsdestotrotz gerne noch andere Bücher von Sabina S. Schneider lesen. :)

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Kreaturenjagd

Vianka Van Bokkem
E-Buch Text: 29 Seiten
Erschienen bei Domus Supernaturalis, 07.09.2015
ISBN 9781507119747
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dieser Geschichte wurde das Wesen Elixia geschaffen, das gegnerische, für menschliche Jäger zu gefährliche Kreaturen beseitigen oder für die Area 51 lediglich in Gewahrsam nehmen soll.
So weit, so gut. Das erste Kapitel hat mir gleich sehr zugesagt, doch dann ging es für mich bergab.
Wie so oft ist nicht die Handlung die Ursache, sondern der Schreibstil.
Für mich wirkt es fast so, als hätte die Autorin ihre Ideen während eines Brainstormings zu Papier gebracht, jedoch nicht weiter geplottet und den Charakteren Tiefe verliehen, die Beschreibungen ausformuliert.
Hier liegt leider so viel verschenktes Potential, da mir die Charaktere an sich sympathisch sind, vieles aber sehr plump präsentiert wird, was der Leser dann einfach so hinnehmen soll.
Deswegen möchte ich dieser Kurzgeschichte 3 / 5 Sternen geben. Auch eine Kurzgeschichte muss meiner Meinung nach zu überzeugen wissen und sollte nicht zu sehr auf das Nötigste gekürzt werden. Die Bezeichnung als Trashliteratur trifft es bedauerlicherweise gut.

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47 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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The way to find love

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 18.05.2018
ISBN 9783906829883
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mareike versucht, ein normales Leben zu führen. Die Diagnose: gutartiger Hirntumor bestimmt ihr Leben in vielen Dingen, aber trotzdem ist sie nicht unglücklich.
Sebastian wohnt in einer Wohngruppe der Lebenshilfe und versucht sich trotz strenger Regeln, ein selbst geführtes Leben zu ermöglichen.
Beide haben genug eigene Probleme und sind von ihrem gegenüber bei der ersten Begegnung nicht wirklich beeindruckt.
Aber irgendwie kreuzt sich ihr Weg erneut und nach und nach lernen sie sich besser kennen.

Mareike ist mir sehr sympathisch geworden. Sie hat bedingt durch die Tabletten nicht unbedingt die schlankste Gestalt, aber trotzdem ein gutes Selbstbewusstsein, ohne sich selbst zu überschätzen.
Des Weiteren ist sie sehr sarkastisch und ihrer Fehlbarkeit, die ja jeder irgendwie besitzt, durchaus bewusst. Das gefällt mir. Oft teilen uns Figuren nicht von vorneherein mit, dass sie auch durchaus falsch liegen können, reflektieren also nicht unbedingt die unterschiedlichen Sichtweisen.
Auch Sebastian hat so eine sarkastische Ader, weshalb sie sich dann wahrscheinlich auch auf Anhieb so gut verstehen und versucht immer wieder sich von seinen Betreuern, das Leben nicht zu sehr vorschreiben zu lassen. ER raucht und bleibt auch gern über die Ausgangssperre hinaus weg. Er meidet diese ganze Gefühlsduselei, ist fest davon überzeugt, dies nicht zu mögen.
In Mareike sowie Basti kann ich mich sehr gut hineinversetzen, was zu einem schönen Leseerlebnis führt.
Die Nebencharaktere gefallen mir ebenfalls sehr. Alina, Mareikes Freundin, besitzt am Anfang so diese typische jugendliche Naivität, was die Gefühle des anderen Geschlechts angeht und Lara ist eine Nervensäge, die fast als Bastis Schwester durchgehen könnte.
Die Freundschaften an sich sind in meinen Augen realistisch. Natürlich gilt da auch einmal "Bros before Hoes“ und man verzeiht sich relativ schnell, nichts von den Entwicklungen in Sachen Beziehung erwähnt zu haben, wenn die andere gerade Liebeskummer hatte.

Auch in der Handlung ist es weiterhin relativ stereotyparm, kann ein Mädchen in gewissen Gebieten überzeugend und in anderen gleichzeitig schüchtern wirken.
Der männliche Part leugnet auch nicht immer Gefühle zu haben, sondern gibt dies gerne frei und offen zu und schämt sich nicht mit anderen über Liebeskummer zu sprechen.
Hat man sich in größerer Weise belogen, kann sich dies auch kippen lassen, ohne dass man die Beziehung zerstört.
Die Liebe kommt nicht unbedingt mit dem ersten Blick, sondern kann sich mit der Zeit unbemerkt entwickeln.
Und zu guter Letzt bedeutet ein Tumor nicht immer gleich Krebs und den Tod, es kann sich auch um entfernbares Material handeln. 


(Achtung SPOILER!) 

Oftmals stirbt der „Träger“ in Büchern am Ende, doch im normalen Leben gibt es Menschen wie Mareike, die daran nicht krepieren müssen. Auch Jay musste in dem absolut fantastischen Buch „Liebe ist was für Idioten. Wie mich“ und dessen Fortsetzung von Sabine Schoder nicht sterben. 

( Ende des  SPOILERs !) 

Der Schreibstil lässt einen nur so durch die Geschichte rennen. Er lässt einen diese Geschichte entspannt genießen, teilweise auch über die Figuren und ihre Gründe schmunzeln. Carolin Emrich kann einfach super Geschichten erzählen. :)

Diese ganzen Aspekte lassen die Geschichte in meinen Augen so unglaublich real wirken und machen sie damit authentisch!!
Deshalb kann ich dieses auf seine Art erfrischende Buch nur empfehlen und verbleibe mit 5 / 5 Sternen gespannt auf Alinas und Lars. <3

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10 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 5 Rezensionen

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Die Bitcoinverschwörung: Thriller über eine Künstliche Intelligenz

Michael Rodewald
E-Buch Text
Erschienen bei Books on Demand, 25.06.2018
ISBN 9783746018973
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Digitalisierung ist bei uns auf dem Vormarsch.
Technisch sind heute Dinge möglich, die vor zehn Jahren noch als Hirngespinst abgetan wurden.
Ein Gerät, das auf einen Namen reagiert und selbstständig Informationen aus dem Netz heraussucht, um unsere Frage zu beantworten?
Heute bereits ein tagtäglich stattfindender Ablauf.
Man könnte regelrecht meinen, dass dieses Gerät eigenständig denkt, also ein Ich-Bewusstsein besitzt, dabei handelt es sich erst einmal nur um einen persönlichen Assistenten.
Doch ist der Fortschritt wirklich noch so weit von solchen Geräten entfernt?
Wird nicht bereits heute an Künstlichen Intelligenzen, kurz KIs, geforscht?

Eine mögliche KI ist Thema dieses Erstlingswerkes, der bisher als E-Book erhältlich ist.
Von China ausgehend haben sich zwölf, für den Plan interessante Personen zu 12 Faktoren zusammengeschlossen, die alles für diese KI in die Wege leiten wollen, einschließlich der Produktion.
Ziel der ganzen Sache ist es, die stabile, digitale Währung Bitcoin einzuführen und mit ihr die Weltherrschaft zu erlangen.
Um der langen Phase der Währungsumstellung zu entgehen, soll GOLEM, so der Name der KI, Zugriff auf alle Rechnernetzwerke der Welt erlangen und die Macht abzusichern.
Die KI soll jedoch gewillt sein, stets Dinge im Wohle der Menschheit zu vollführen, um dann so manipuliert zu werden, dass es für seine Entwickler von Vorteil ist.
Aber was ist, wenn die KI dies erkennt und dem entgegen agiert, hat letztendlich doch sie als „Handlanger“ die gesamte Macht über die Netzwerke und nicht der Mensch…

In diesem Buch gibt es einen auktorialen Erzähler, der uns in so gut wie alle agierenden Figuren der Handlung einen Einblick gewährt.
Da es relativ viele Figuren sind, findet man zu Beginn des Buches ein Personenverzeichnis vor.
Einen wirklichen Lieblingscharakter habe ich nun nicht entdeckt, sind sie doch alle irgendwie vordergründig auf ihre eigenen Interessen aus, auch wenn diese nicht unbedingt im Wohle anderer sind.
Trotzdem gefällt mir gerade dies sehr, wird doch der Mensch oft vom Geld oder der möglichen Macht verleitet.
Auch GOLEM ist in meinen Augen sehr gut dargestellt. Wie man es von einer KI erwartet, analysiert diese bereits in Sekunden gewisse Sachverhalte und verdeutlicht somit, wie sehr sie dem Menschen doch eigentlich überlegen ist.

Die Handlung ist ebenfalls gut aufgebaut. Es beginnt alles mit der Entstehung GOLEMs und gipfelt dann rasant in den Folgen des Konfliktes zwischen ihm und seinen Erschaffern.
Dabei kommt es immer wieder zu unvorhergesehenen Wendungen, die der Geschichte ihre Spannung verleihen, denn nicht nur die Menschen denken, sondern auch die KI und zwar wie bereits erwähnt deutlich schneller…

Beim Schreibstil mache ich leider ein paar Abstriche.
Er ist an sich gut, sachlich und nüchtern, andererseits sorgt gerade vielleicht das dafür, dass ich keine tiefere Bindung zu einzelnen Charakteren aufbauen konnte.
Des Weiteren hätte man manchmal noch detaillierter auf die Gedanken und Empfindungen eingehen können. Vielleicht hätten diesem Buch an sich mehr Szenen gut getan, kann auf knapp 200 Seiten auch nicht so viel umschrieben werden, wenn es sich weiterhin um eine sehr komplexe Geschichte handeln soll.
Teilweise war es mir deshalb auch zu sprunghaft.

Alles in allem möchte ich es aufgrund des noch nicht ganz ausgereiften Schreibstils mit 4 / 5 Sternen bewerten.
Michael Rodewald präsentiert uns mit diesem Thriller eine aufrüttelnde Geschichte, die nicht unbedingt fiktiv zu sein scheint und demnach umso erschreckender ist.
Ich empfehle jedem, der sich mit diesem Thema weiter befassen möchte, dieses Buch zu lesen.

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Luckiest Girl Alive

Jessica Knoll , Kristiana Dorn-Ruhl
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 31.08.2018
ISBN 9783736307131
Genre: Romane

Rezension:

TifAni FaNelli hat es geschafft! Sie hat einen beneidenswerten Job beim Women’s Magazine, kann dementsprechend auch teure Designerkleidung tragen und trägt einen prächtigen Smaragd am Ringfinger. Dieser stammt von ihrem attraktiven, adeligen Verlobten Luke, mit dem sie also „lucky“ sein sollte, schließlich ist alles perfekt.
Doch dann soll eine Doku gedreht werden, die sich mit dem befasst, was sie seit 14 Jahren zu verdrängen versucht und die Fassade langsam zerbröckeln lässt.

Allein das Cover dieses Thrillers ist schon sehr viel versprechend und passt makellos zum Inhalt des Buches.
Die Rose steht für das Schöne, den schönen Schein, denn sie ist gleichzeitig schwarz, es ist etwas Dunkles passiert. Sie, auch in Bezug auf Ani, ist innerlich fast eingegangen.
Ihrer Verteidigung, der Dornen, wurde sie bereits beraubt, ist also stark verwundbar, wurde teilweise bereits gebrochen, da diese Dornen abgebrochen wurden. und besitzt nur noch ein einzelnes Blatt, das sie weiterhin am Leben erhält.
Sie ist also insgesamt sehr empfindlich und leicht zerstörbar und das passt perfekt zum Hintergrund von Ani.

Nach und nach wird man in den Sog der Geschichte gezogen und aus der verstörenden jungen Frau lässt sich mit der Zeit eine gebrochene, um Fassung ringende Frau erkennen, die vieles für ihr jetziges Leben tun würde.

Ani gefällt mir sehr. Anfangs wirkt sie sehr oberflächlich und erst mit der Zeit wird ihr komplexer Charakter deutlich. Sie ist klug genug, viele ihrer Gedanken für sich zu behalten, die einem ein sehr gutes Bild ihren Gesprächspartner und ihrer Scheinwelt vermitteln. Obwohl ich ihr Schicksal glücklicherweise nicht teilen muss, ist sie mir doch sehr sympathisch geworden und hinterlässt den Leser sprachlos. Ihr Verlobter ist nicht der richtige für sie und teilweise fragt man sich auch, ob er sie wirklich liebt oder nur eine fast schon hörige Frau sucht. Generell werden die anderen Figuren relativ wenig beleuchtet, aber wirklich stören tut dies nicht, ist man doch schon von ihrer Geschichte in den Bann gezogen worden.

Die Spannung ist in dieser Handlung ein immer wieder plötzlich auftretender Begleiter, der einen atemlos zurücklässt. Es geschehen Dinge, die ich so niemals hinter diesem Klappentext vermutet hätte. Nur wenn man das Buch bis zum Ende liest, wird einem die komplette Tragweite offenbart, sodass ich Lesern empfehle, sich nicht vom vielleicht als enttäuschend empfundenen Anfang entmutigen zu lassen und der Geschichte eine Chance zu geben. Sie ist es absolut wert!

Abwechselnd erzählt Ani von der Gegenwart und Vergangenheit, sodass man erahnen könnte, was ihr damals widerfahren ist, nur um dann eine völlig unerwartete Wendung mitzuerleben, die die Frage offenlässt, wie sie dadurch nur gebrochen und nicht daran zerbrochen ist.
Der Schreibstil ist ebenfalls spektakulär, die Seiten fliegen förmlich dahin und man bemerkt dies erst, wenn es draußen auf einmal schon dunkel wird. Aufgrund der Zuordnung zum Genre der Thriller wird hier auf fast schon erschreckende Weise alles bis ins letzte Detail beschrieben und vermittelt den Eindruck, direkt neben Ani ein Teilnehmer des Geschehens zu sein.
Wirklich, wer mit diesem Buch beginnt, sollte sich auf eine fesselnde Geschichte gefasst machen, die fast durchweg von der Protagonistin getragen wird.

Es hat mir einfach restlos gefallen und wird mir bestimmt noch eine Weile in Erinnerung bleiben.
Ich möchte dieses Buch über eine Frau, die doch endlich einfach nur im Leben ankommen, glücklich sein und nicht mehr von oben herab betrachtet werden möchte, in meinem Regal einfach nicht mehr missen und bewerte es damit mit vollen 5 / 5 Sternen.

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31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Sommernachtsblues

Ava J. Thorne
E-Buch Text: 323 Seiten
Erschienen bei moments, 31.05.2018
ISBN 9783962320256
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eden ist Landschaftsfotografin, muss sich zurzeit aber immer noch mit dem Ablichten der Grundstücke für die Immobilienfirma ihres cholerischen Freundes Jordan über Wasser halten.
Dort begegnet ihr eines Tages auch ihr gefürchteter Exfreund William, der über Jordans Firma ein Haus verkaufen möchte. Eden soll die benötigten Bilder erstellen und fährt damit nach Vermont.
Was sie nicht weiß: Das Haus gehört der erst kürzlich verstorbenen Großmutter des gutaussehenden Noes, der nach längerer Zeit in sein Heimatdorf zurückkehrt und den Verkauf verweigert. So kochen auch schnell einmal die Gefühle über…

Mit Eden tritt uns eine durchaus sympathische Protagonistin entgegen, die sich unnötigerweise vieles von ihrem Freund gefallen lässt.
So sorgt der Tapetenwechsel für eine durchaus interessante Wendung.
Im Haus der Großmutter trifft sie völlig unerwartet auf Noe, was eine für sie peinliche Situation einschließt. ;)

Um das Missverständnis zu klären, begibt sie sich zum Anwesen der Bates, die sie sofort herzlich empfangen.
Diese Familie ist sehr gut dargestellt und beinhaltet viele verschiedene Charaktere, die die Geschichte amüsant machen. Auch ihre Herzlichkeit ist sehr schön, wirkt es fast so als wäre Eden eine enge Vertraute und nicht nur Angestellte der Immobilienfirma.

Nun aber zurück zu Eden, sie ist manchmal etwas tollpatschig und hat ihr Herz definitiv am rechten Fleck. Leider lässt sie das auch naiv werden, weshalb sie Jordan auch die Verletzungen durch seine Wutausbrüche verzeiht und fast ihr gesamtes Gehalt in seine Firma steckt. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, wie wenig Jordan ihre Gutmütigkeit doch eigentlich verdient hat. Eden erkennt es erst, als es fast schon zu spät ist.
Zum Glück macht sie aber im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch und kann sich von William und Jordan endlich befreien.
Noe ist ebenfalls gut konzipiert. Er hat bereits viel Lied erfahren, was ihn dazu getrieben hat, sich von seiner Familie zu distanzieren. Dies wird ihm nun auch wieder bewusst und kann es durch unglückliche Zufälle wieder beheben.


In dieser Geschichte gehen die Protagonisten auch eine lange Zeit getrennte Wege, was beide nicht unbedingt gut verkraften,  ist jedoch Eden eigentlich noch mit Jordan liiert, .
Vor allem Noe ist sehr mitgenommen, hat er doch seit langem einmal wieder Gefühle für eine Frau.
Er macht zwischenzeitlich eine Veränderung durch, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann und auch nicht zur kennengelernten Figur passt. Sie sorgt für einen kleinen, regelrechten Bruch in der Geschichte, um dann erzähltechnisch in einem zum Anfang passenden Schluss zu münden.

Irreführenderweise ist mit dem Titel anzunehmen, dass sich diese Geschichte in einem Sommer ereignet. In Wirklichkeit erstreckt sie sich aber fast über ein ganzes Jahr.
Die Handlung an sich ist gut gestaltet und auch nachvollziehbar, manchmal hätte ich mir jedoch noch nähere Erläuterungen gewünscht. Die entstehenden Fragen hätten besser geklärt werden können, denn so wirkt die Geschichte etwas überladen.
Der Leser soll sich manchmal mit der Gegebenheit abfinden, wird aber nicht immer über die jeweiligen Gründe der Protagonisten informiert. Auch die Szenen zwischen Eden und Noe hätten etwas häufiger vorliegen können, da so doch ein paar Momente verloren gehen, die das Buch einzigartig gemacht hätten.

Ich beende dieses Buch mit ein paar verbesserungswürdigen Abstrichen und bewerte es mit 4 / 5 Sternen, da mir die Geschichte doch größtenteils nach einem schwächelnden Mittelteil gefallen hat.
Wer gerne einmal wieder eine Liebesgeschichte lesen möchte, die durchaus auch ernste Themen aufzuweisen hat, wird dieses  Buch  für zwischendurch mögen. :)

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Colours of Life 1: Schneerot

Anna Lane
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Calad, 15.06.2018
ISBN 9783958693654
Genre: Romane

Rezension:

„Meine Ketten sind nicht real. Sie sind aus Gedanken gemacht und werden von Mauern, die nur in meinem Herzen existieren, gehalten.“ (Prolog)
Die Autorin dieses Buches hat uns unter dem Pseudonym Anne Lane eine atemberaubende Trilogie gezaubert, die vor Kurzem vom Amrûn Verlag neu verlegt wurde.
So ist dieses wunderschöne Cover hinzugekommen, dass durch den Schnee und die rote Feder im Vordergrund einen Bezug zum Titel und zur Handlung aufbaut und sich auch sehr schön in einem Bücherregal macht. ;)
Doch worum geht es eigentlich?
Hinter diesem Cover verbirgt sich nicht etwa eine seichte poetische Geschichte, nein. Es handelt sich um eine Dystopie, die durchaus lyrische Elemente aufweist und es in sich hat.
Die Protagonistin Crys wurde vom Militär entführt, um in einer geheimen Forschungsanstalt als Testobjekt zu fungieren. Dabei wird ihr eine Chemikalie verabreicht, die sie übernatürliche Kräfte entwickeln lässt. Abhängig von dieser bilden sich neue oder erweiterte Fähigkeiten aus. Viele finden dadurch auch ihren Tod, handelt es sich schließlich immer noch um Chemikalien. So werden Jugendlichen oder sogar Kindern solch eine Substanz initiiert und der Person Aufgaben zugeteilt. Crys zählt seit nun mehr zwei Jahren zu den Auserwählten, kann sie doch durch ihre Gabe bestimmen, welche Chemikalie sich am besten für diese Person eignet. Zwei Jahre, in denen sie die Anstalt nicht wieder verlassen durfte, sich jedoch nach der Freiheit und ihrer Schwester Violet sehnte.
Und nun taucht plötzlich der ominöse Cameron auf, der mit anderen zusammen aus dieser Anstalt fliehen möchte. Crys‘ Wunsch scheint in greifbare Nähe zu rücken, doch welchen Preis wird die Freiheit mit sich bringen?
Am Anfang führt uns Crys etwas in die Geschichte ein und dann geht es so langsam aber sicher auch schon mit der eigentlichen Handlung los, was mir sehr gefällt. Generell braucht sich der Leser hier nicht auf langwierige Handlungsstränge einzulassen, da immer wieder neue Wendungen hinzukommen und die Autorin weiß, wie man Spannung aufrechterhält, bzw. den Fokus unbeachtet zu verändern und zwischen verschiedenen zu wechseln. Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls sehr angenehm. Er hebt sich insoweit von anderen ab, dass sie nicht nur die Gefühle übermitteln kann, sondern zusätzlich mit einer durchaus poetischen Art und Weise Vergleiche und Tatsachen verdeutlicht.
Auch die Charaktere gefallen mir sehr. Crys besitzt eine gute Menge Sarkasmus und weiß sich damit durchaus auch zu behaupten. Auch Cameron ist mit seiner selbstüberzeugten Art liebenswürdig. Beide geben nicht kampflos auf und haben ein schweres Päckchen zu tragen. Mit der Zeit kommen dann auch noch neue Erzähler hinzu, die der Geschichte eine andere Richtung geben und Figuren in den Vordergrund rückt, wer weiß, welche Rollen sie noch in den Fortsetzungen spielen. Die Einführung der neuen personalen Erzähler ist nicht immer optimal gelungen, teilweise hätte man sie schon eher zu Wort kommen lassen können, doch dies tut der eigentlichen Geschichte keinen Abbruch, irritiert den Leser nur kurzeitig, da diese Erzähler später doch sehr nützlich sind.
Was soll ich noch groß dazu sagen? Ich war schneller durch dieses Buch durch als mir eigentlich lieb ist, spricht aber auch gleichzeitig sehr für dieses Buch. Wer gerne Dystopien liest, sollte sich diese einmal zu Herzen nehmen, hinterher aber nicht traurig sein, dass erst nächstes Jahr der zweite Teil erscheint. ;)

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127 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Queen of Blood

Jill Myles , Frauke Meier
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.08.2018
ISBN 9783404209200
Genre: Fantasy

Rezension:

Jill Myles, besser bekannt als Erotikautorin Jessica Clare, hat mit diesem Buch einen High Fantasy-Roman veröffentlicht, der sich um die junge Vidari Seri dreht.
Die Schwester erblindet, der Vater sehr krank muss sie sich als Teil des unterdrückten Volkes der Athoniten als einfache Gänsemagd ums Überleben ihre Familie kümmern.
Eigentlich scheint es bald bergauf zu gehen, möchte sie doch die Handfest mit dem Vidari Rilen vollziehen, der ihr dann tatkräftig zur Seite steht.
Doch es kommt anders als gedacht. Der Athonitenprinz Graeme beschließt, sich auf dem heruntergekommenen Schloss in Vidara niederzulassen und widerwillig beschließt Seri sich auf den Weg zum Schloss zu machen, um auf dem dortigen Markt Nahrungsmittel und Medizin für den Vater zu kaufen. Dabei wird eine Athoniten auf sie aufmerksam, die unbedingt die Gunst des Prinzen gewinnen möchte und mit Seri jemanden hätte, der garantiert alle Augen auf sich zieht. Seri willigt notgedrungen ein, nicht ahnend, dass sich damit alles für sie verändern wird, denn manche Mythen können sogar der Wahrheit entsprechen…
Allein das Cover macht einen auf dieses Buch aufmerksam. Es wirkt sehr edel und gleichzeitig wird die Bedeutung des Blutes, durch das blutrote Kleid und die Blumen verdeutlicht. Das Mädchen soll vermutlich Seri darstellen, vor der sich ein Schloss (vermutlich das Vidaras) im Wasser spiegelt.
Nun aber zum Buchinneren, das nicht weniger gut ist.
Mit Seri begegnet uns eine taffe Protagonistin vergleichbar mit Mare Barrow, die auch ungewollt ein Teil eines Hofes wird. Seri denkt oft an andere und stellt deren Bedürfnisse auch oft über ihre eigenen. Aufgrund der grausamen Regierung der Athoniten, hat sie ihre Vorbehalte so wie diese auch ihr gegenüber. Doch bald merkt sie, dass sie auch nur Menschen sind und sich nicht unbedingt stark unterscheiden. Trotz einiger Veränderungen bleibt sie sich trotzdem treu und muss bald lernen, mit einigen Herausforderungen umgehen zu müssen. So sorgt ihr veränderter Status zum Beispiel dafür, dass aus einem Freund fast so etwas wie ein Feind wird und es sich gegen die bekannte Rebellion zu behaupten gilt. Seri wurde ausgesprochen gut gestaltet und lässt den Leser schnell Empathie ihr gegenüber empfinden.
Auch der männliche Part, Graeme, gefällt mir außerordentlich gut. Er hat sich für mich sogar zum besten Charakter des Buches entwickelt. Wirkt er kalt und distanziert, erfährt man doch bald, dass es nur eine Fassade zu wahren gilt und er durchaus taktvoll und feinfühlig ist. Genau wie Seri sorgt er sich sehr, um die Menschen, die ihm etwas bedeuten und stellt für diese seine eigenen Bedürfnisse auch gerne hinten an.
Der Schreibstil der Autorin weiß auch zu überzeugen. Es ist alles sehr bildhaft beschrieben und doch kann die Emotionen der Charaktere nachempfinden, regelrecht mit ihnen mitfiebern. Dadurch, dass dieses Buch im Mittelalter angesiedelt ist, ist auch die Sprache leicht, aber doch verständlich daran angepasst. Vielleicht liegt dies aber auch nur an der Übersetzung, doch ich möchte jetzt einfach einmal vom besten ausgehen, schließlich ließ mich das gleich noch etwas mehr erfreut zurück. :)
Die Handlung gefällt mir ebenfalls sehr. Meist macht man sich seine Gedanken, die grundlegend auch teilweise erfüllt werden, doch die Details sind manchmal unerwartet und lassen einen schockiert zurück, offenbaren Charakterzüge von Charakteren, die man bisher missachtet hat. Demnach blieb es die ganze Zeit spannend und auch die Romantik kam definitiv nicht zu kurz. Hier war auch nicht das Problem, dass die beiden sich nicht haben konnten, sondern eigentlich gar nicht wollten, doch eine emotionale Verbindung lässt sie Dinge empfinden, auch wenn sie sich nicht kennen und eigentlich verfeindet sein müssten. Diese Entwicklung mag ich und kann stellenweise auch interessant werden. ;)
Zum Ende hin gibt es hier aber auch den einzigen Kritikpunkt, den ich an diesem Buch hervorbringen möchte. Die Autorin beschreibt sehr viel und geht auch gerne einmal ins Detail, was bei diesem komplexen Buch durchaus vielversprechend ist, doch die Gründe für die festliche Tradition der Athoniten und was dabei so gemacht wird, bleibt gänzlich unbeleuchtet, auch das Ende wirkt fast etwas überstürzt, baute sich doch vorher alles gemächlich darauf auf. Das fand ich sehr schade, denn dieses Buch hat mir wirklich schöne Lesestunden beschert.
Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen, um unbeantwortete Fragen klären und erneut in diese Welt zurückkehren zu können.
Allumfassend beende ich dieses Buch etwas bedrückt, heißt es doch nun erst einmal Abschied zu nehmen. Auf ein baldiges Wiedersehen mit 4,5 / 5 Sternen für diesen ersten (?!) Band. :)

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(5)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Zombiecity: Stadt der Untoten

Rebecca van Deyk
E-Buch Text: 58 Seiten
Erschienen bei neobooks, 29.07.2018
ISBN 9783742727961
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dieser 89 Seiten umfassenden Novelle findet eine Apokalypse statt.

Jennifer wird unwissend von ihrer Tochter geweckt, nur um zu erfahren, dass die Medien von Monstern in der Stadt berichten.
Was sie zunächst nicht so ernst nimmt, stellt sich schnell als erbitterte Wahrheit heraus und sie muss sich von dutzend Zombies umgeben sehen. Wo ihr Mann ist weiß sie nicht, vielleicht ist auch er schon zum Monster geworden.
Bald darauf muss sie herausfinden, dass dies wirklich zutrifft. Nun heißt es sich und ihre Tochter zu schützen.
Doch wie lange kann das gut gehen, wenn die Zahl der Zombies immer weiter zunimmt und die Nahrungsmittelvorräte immer mehr schwinden?

Aufgrund der kürze der Geschichte wird man sofort in die Handlung hineingezogen, was mir gefällt.
Generell ist die Handlung sehr gut ausgearbeitet. Es kommt immer wieder zu ungeahnten Wendungen ohne, dass es zu überladen wirkt. So überlebt auch nicht jeder und am Ende kommt dann sowieso alles anders als gedacht. ;‘)

Jenn ist eine taffe Protagonistin, die zu immer erst ihre Tochter an erster Stelle sieht und auch Maggie steht ihre Mutter in nichts nach und ist meiner Meinung nach sehr reif für ihr Alter und nicht so naiv, was mich begeistert hat. Sie ist irgendwie meine kleine Heldin. :)
Den Schreibstil möchte ich auch in keinster Weise kritisieren. Trotz der Kürze wurde eine komplexe Handlung geschaffen und dabei vieles authentisch gestaltet. Bei den Beschreibungen wurde nichts ausgelassen und hat somit auch noch diesen gruseligen Faktor geschaffen, der für mich zu Zombiegeschichten dazu gehört.
Wirklich eine sehr schöne Kurzgeschichte, die eigentlich schon zu kurz erscheint, da man sie viel zu schnell mit einem super Gefühl beendet. Ich freue mich schon darauf, in Zukunft mehr von Rebecca van Deyk lesen zu dürfen.
Wer dieses Buch noch nicht kennt, sollte es sich zu Herzen nehmen. Es ist kurz und trotzdem sehr vielversprechend. Ich kann nichts anderes als 5/5 Sterne verteilen.


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Calendar Girl - Ein heißer Valentinstag

Audrey Carlan
E-Buch Text: 93 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 30.06.2017
ISBN 9783843716789
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Reihe gefiel mir am Anfang sehr gut, doch sie hat in Band zwei und drei abgebaut, um dann in Band vier einen netten Abschluss zu finden. 

Deshalb konnte ich mich dann doch dazu bewegen, auch diese Kurzgeschichte über die Beiden zu lesen.
Leider war die Idee dahinter wieder einmal besser als die Umsetzung.
Irgendwie werde ich in dieser Reihe nicht wirklich warm mit Audrey Carlans Schreibstil. Vielleicht liegt es aber auch nur an der Übersetzung. Es zieht sich alles irgendwie und ich komme auch nicht immer mit Mias Handlungsweisen klar. Wes finde ich in Ordnung, ist für mich aber auch relativ blass gehalten. 
Fakt ist: Ich empfehle diese Kurzgeschichte eingefleischten Fans der Reihe. Für die Anderen wird diese Geschichte relativ belanglos sein.
Eigentlich finde ich das Ende in Band vier so wie es ist gut und hätte diese Geschichte nicht noch gebraucht, fand sie aber ganz in Ordnung.
Wenn ich die Reihe irgendwann einmal wieder lesen sollte, würde ich diese Geschichte jedoch auslassen.

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Heart Beat : Frühling, Flirts und Freundschaftskrisen

S. M. Gruber , M. D. Grand
E-Buch Text
Erschienen bei Eisermann-Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783961731145
Genre: Sonstiges

Rezension:

In diesem Buch aus dem Eisermann-Verlag begegnen uns die drei Jugendlichen Sam, James und Beccie. Alle wollen eigentlich nur Spaß haben und sind die besten Freunde, doch prompt verdreht Roxy James den Kopf und lässt den „Bad Boy“ seine Einstellungen und Regeln verändern, seine Schwester Beccie ist irgendwie eigentlich scharf auf Sam, jedoch trauen sich beide nicht es dem Anderen zu gestehen, ist Sam jemand, der sowieso erst immer als Letzter checkt, was er eigentlich will.
So findet er sich ungeplant nach einem One-Night-Stand in einer Beziehung mit einem anderen Mädchen wieder, die er eigentlich nicht wollte.
Zu guter Letzt rückt für James und Sam der Abschluss immer näher und so gilt es auch noch den Eltern begreiflich zu machen, was man selbst machen möchte und nicht sollte.

Dieses Buch ist nur der Beginn einer Reihe, die vielversprechend beginnt.
Alle drei Charaktere sind mir sehr sympathisch, den Kontrast zwischen dem Good Guy und Bad Boy mit Sam und James finde ich sehr schön herausgearbeitet.
Die Kapitel werden auch immer abwechselnd aus der Sicht beider geschildert, lediglich Beccie kommt nicht selbst zu Wort. Dies tut der Geschichte aber keinen Abbruch, da Beccies witzige Art auch über die Kapitel der Jungs übermittelt wird. :)
Generell mag ich ihre freundschaftliche Beziehung. Sie ziehen sich immer sehr schön gegenseitig auf. So kann man schon einmal schnell zum Gärtner avancieren, der liebend gerne neue Blumen entfaltet. ;)
Positiv aufgefallen ist mir auch die Entwicklung der drei. Sie sind meiner Meinung nach über die Kapitel alle etwas reifer geworden und stehen langsam aber sicher zu sich selbst, ohne einen gewissen Status erfüllen zu wollen.

Der Schreibstil ist auch sehr schön gestaltet. Alles ist schön umschrieben und die Dialoge zünden. Man hat förmlich das Gefühl, dass hier sehr viel Zeit in zündende Unterhaltungen gesteckt wurde.

Das Buch hat mir durchweg sehr gut gefallen. Der einzige Kritikpunkt ist für mich in einem Charakter zu machen. Ohne zu viel zu verraten: Ich mochte einfach die Art der Figur nicht und war deshalb ziemlich schnell genervt, als sie immer und immer wieder zurückkam und sich zwischen Beccie und Sam drängelte. Zwischendurch hatte ich schon die Befürchtung, dass es nun die ganze Zeit so weitergeht und ich vielleicht doch noch nach dem vielversprechenden ersten Eindruck enttäuscht bin.
Andererseits war vielleicht gerade diese Charakterwahl eine gute Wahl, weil es wieder aufzeigte, dass Sam ungern jemanden verletzen möchte und hat das ganze dann noch etwas absurder gemacht.

Das Ende ist aber auch wirklich gemein! Es besitzt einen sehr gut ausgearbeiteten Cliffhanger, der interessanten Spielraum für die Fortsetzung(en) lässt, die hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, bzw. lassen.

Im Allgemeinen hat mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden beschert und hat meiner Meinung nach die typische Teenie Dramatik auch gekonnt so dargestellt, wie sie nun einmal oft auch ist, ziemlich übertrieben und eigentlich nicht nötig, wenn man sich nur einmal etwas mehr trauen würde. Da konnte man sich doch manchmal mehr wiederfinden als einem lieb ist. ;)

Von mir sehr gute 4/5 Sternen.

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Gläserne Welt - Eine Radioactive-Geschichte

Maya Shepherd
E-Buch Text
Erschienen bei null, 16.06.2018
ISBN B07D5ZZ26T
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jahrzehnte nachdem die Menschen im Dritten Weltkrieg durch den Einsatz von Atomwaffen die Erdoberfläche radioaktiv verseuchten, lebt man in Zeiten, in der nur die Verstoßenen diese tagtäglich zu Gesicht bekommen. Der überwiegende Teil lebt in einer von mehreren Legionen unter der Erde. Alle sehen durch Tabletten gleich aus, auch der Schaf wird kontrolliert. Gefühle zu zeigen ist strengstens untersagt, denn diese verleiteten die Menschen erst zu Neid und Gier und verursachten damit den Dritten Weltkrieg.
Zoe lebt glücklich auf der Erdoberfläche, bis ihre Gruppe Verstoßener, die sich selbst lieber als Rebellen bezeichnen, von Kämpfern einer Legion angegriffen werden. Bald darauf findet sie sich unter der Erde wieder und soll fortan den Gesetzen der Legion Folge leisten, ihre Freiheit aufgeben.
In den Legionen gibt es immer sogenannte Legionsführer, die durch geschickte Gesetze alles und jeden kontrollieren und so ihre Macht erhalten. Sie haben sich die anfängliche Angst der Menschen zu Nutze gemacht und behaupten immer noch rigoros, dass Menschen nur in den Legionen überlebensfähig sind, ohne verstrahlt zu werden. Man kann die Legionsführer gerne als kalt und selbstüberzeugt bezeichnen. Das Einzige, was sie interessiert, ist der Erhalt ihrer Macht. So sollen Menschen, die aufzeigen, dass man Legionen und dementsprechend auch Legionsführer eigentlich nicht mehr benötigt, vernichtet und der Rest nicht aufgeklärt werden.
Zoe überlebt nur, weil sie den Legionsführern fortan als Experiment dienen soll. An ihr soll getestet werden, ob auch Verstoßene, also Feinde, sich wieder in die Legion eingliedern lassen. Sie ist davon nicht angetan, weiß sie doch, dass es den Legionsführern nur um Macht und Unterdrückung geht.
Somit wird auch gleich die Stärke von Zoe verdeutlicht. Wir begegnen einer taffen Protagonistin, die irgendwann keine andere Wahl hat, als zu versuchen sich unterzuordnen. Ihre Hoffnung auf die Rückerlangung ihrer Freiheit muss sie aber noch lange nicht verlieren.
Nach kurzer Zeit lernen wir auch noch jemanden aus der Legion näher kennen. Später wird er dann als Clyde bezeichnet und lernt Zoe näher kennen.
Alle Charaktere sind meiner Meinung nach ansprechend, aber vor allem auch glaubhaft gestaltet. Die Autorin nutzt personale Erzähler, die abwechselnd zu Wort kommen. Dabei werden nicht mehrere Handlungsstränge im Wechsel, sondern die derzeitige Situation aus mehreren Perspektiven geschildert, um die Figuren besser verstehen zu können. Das gefällt mir sehr. Auch manche Gespräche der Legionsführer kann man lesen, was mir auch wieder sehr gut gefallen hat und dessen Charakter verdeutlicht haben.
Die Darstellung der Legion gefällt mir. Wenn alle gleich aussehen und sich gleich verhalten sollen, ist die Welt trist und grau. Trotz dessen gibt es verschiedene Bereiche, die durch unterschiedliche Kleiderfarben für alle ersichtlich werden, welche die Menschen unterteilen, was nicht zur Gleichheit passt. Da Gefühle so gut wie verboten sind, ist alles eigentlich steril und kalt. Kinder entstehen nicht aus Liebe. Es gibt keine Namen, jeder ist nur noch eine Nummer im System.
Allgemein ist der Schreibstil der Autorin sehr ansprechend. Man ist nach den ersten paar Seiten in der Geschichte drin und versteht auch nach und nach das ganze System hinter den Legionen. Man ist am Anfang also fast genauso unwissend wie die Menschen in der Sicherheitszone, ausgenommen der Legionsführer und teilweise auch dessen Kämpfer. Es wird nie langweilig und geht einem auch wirklich nahe.
Des Weiteren ist es nicht unbedingt eine vorhersehbare Geschichte. Es gibt immer wieder unerwartete Wendungen, die die Figuren, aber auch den Leser überraschen. Nicht alles, was die „Guten“ planen funktioniert auch. Es gibt immer einmal wieder ein paar Rückschläge und das macht die ganze Geschichte auch richtig schön authentisch und sogar irgendwie realistisch.
Insgesamt möchte ich das Buch nicht mehr missen und gerne mit 5/5 Sterne bewerten. Die Protagonisten und dessen Entwicklungen gefallen mir sehr. Vieles ist in Wahrheit nicht so wie es die Legionsführer darstellen. Zoe, aber auch Clyde führen uns immer wieder sehr gekonnt durch die Geschichte und am Ende wird man mit vielen Fragen zurückgelassen. Ich kann dieses Buch Dystopie-Fans sehr ans Herz legen und warte gebannt auf das Erscheinen der Fortsetzung.

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Die Weltengang-Maschine

Mikael Lundt
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.10.2018
ISBN 9783752822175
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Aller 666 Jahre fährt Gott zusammen mit dem Teufel zur Kur.
Die Welt muss sich jedoch auch weiterdrehen, wenn Gott eine Auszeit macht. So wird kurzerhand Bernd Bratzke per Fax darüber informiert, nun an dessen Stelle für die Weltengang-Maschine und somit auch die Welt verantwortlich zu sein.
Zufällig hat er schnell drei nette Begleiter an seiner Seite und begibt sich auf den Trip seines Lebens, bei dem es auch machthungrige Gruppierungen abzuwehren gilt.
Gleich am Anfang werden die vier, die sich als erstes um die Weltengang-Maschine kümmern, vorgestellt. Sie alle haben ihr Päckchen zu tragen. Man hat sie schnell liebgewonnen, vor allem durch ihre ungewollt amüsante Art, was dieses Buch auch ausmacht. Es geht zwar um diese Mission, aber die Verhaltensweisen runden die Geschichte erst richtig ab. Teilweise wirkt es wie eine Parodie auf viele andere Bücher, in denen es auch einen „Auserwählten“ gibt, der die Welt vor dem Untergang bewahren muss. Manches ist überspitzt, so gibt es natürlich auch Gegner, die Leid und Elend lieben und die Macht an sich reißen wollen. Generell ist die illustre Truppe sehr leicht gläubig. Das ist immer wieder sehr skurril.
Der Schreibstil gefällt mir besonders. Besonders die Umschreibungen erzeugen witzige Bilder, so wird der Erhalt eines Faxes schon einmal mit einem Güterzug verglichen.😊 Aber auch der Rest lassen das Buch zu einem richtigen Vergnügen werden, das schneller vorbei ist als man eigentlich möchte.
Die Handlung ist auch sehr schön gestaltet. Es gibt immer wieder unerwartete Wendungen, wie Besuche auf anderen Welten. Die Geschichte nimmt mit der ersten Begegnung mit den Blackmetallern erst so richtig an Fahrt auf und lässt die Geschichte zu einem Roadtrip werden. Insgesamt bleibt es immer spannend und wird nicht zu langwierig.
Ich möchte dem Buch gerne 5/5 Sternen geben und empfehle es jedem weiter, der auch einmal genug von bitterernsten Geschichten hat. Das Cover des Buches verspricht schon mit der Darstellung der Weltengang-Maschine eine interessante Geschichte, die auch inhaltlich absolut wiedergegeben wird. 

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Black Blood: Dystopischer Thriller

Malum
E-Buch Text: 287 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 14.06.2018
ISBN 9783959620697
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mitte Juni 2018 erschien im Papierverzierer Verlag „Black Blood Part 1“, der erste Teil einer Reihe, unter dem Pseudonym Malum.
Hierbei handelt es sich um einen dystopischen Thriller, in welchem die Hauptprotagonistin Jane versucht ihre Schulden mittels Drogenverkauf abzubauen, um sich und ihre jüngere Schwester Alice über die Runden zu bekommen. Ihre Mutter ist bereits verstorben und nach einem Vorfall sind sie von ihrem Vater geflohen. Es gibt im Moment also nur noch sie beide.
Man könnte sagen, dass es in ihrem Leben nicht mehr schlimmer laufen kann, kommt sie denn so schnell nicht aus den Schulden raus.
Doch dann passiert es. Wie aus dem Nichts stürzen sich Menschen auf Menschen und beginnen, sich diese genüsslich einzuverleiben.
Ihr derzeitiges Leben wird jäh beendet und der Überlebenskampf gegen diese Menschen, kurz Schleicher oder Zombies genannt, beginnt, um dann auch noch von „Normalen“ gejagt zu werden.
Wird sie es schaffen, sich und ihre Schwester heil aus dieser Sache hinauszubefördern?
Falls ihr nicht zu sehr gespoilert werden wollt, lest ihr euch bitte nur den letzten Abschnitt durch. ;)
Jane begegnet uns von Anfang an taff. Man könnte sie teilweise schon als dickköpfig bezeichnen. Dabei geht es ihr aber meist nur um das Wohl ihrer Schwester. Sie ist generell eine Person, die nicht nur sich, sondern auch andere Personen, die sie mag, in Sicherheit wissen muss, um etwas zur Ruhe zu kommen. Dementsprechend ist sie eine sehr sympathische Protagonistin.
Generell sind die Personen ihres Umkreises meist angenehm, sieht man einmal von ihren Feinden ab.
Natürlich gibt es in einer Apokalypse auch viele Wahnsinnige, die mit der lebensverändernden Entwicklung in der Umgebung nicht richtig umzugehen wissen oder nun endlich ausleben können, was sie schon immer tun wollten, aber gesetzlich nicht durften. Dazu zählen auch mindestens eine ihr vertraute Person, die aufgrund eines Ereignisses dem Wahn regelrecht verfällt.
Das ist wirklich ein schöner Aspekt der Handlung, denn er zeigt auf, wie weit die Figuren bereit sind zu gehen und liefert für mich einen gesellschaftskritischen Punkt, den eine Dystopie ausmacht.

Dadurch, dass die Geschichte von Ich-Erzählern (Richtig gelesen, es sind mehrere.) durchzogen ist, erfährt man auch, warum die einzelnen Personen so handeln. Dabei kommt zum Glück nicht ein ständiger Wechsel zwischen den gleichen Personen, sondern ein der Handlung angepasster zu Stande. Das fand ich sehr gut. Dadurch kann man beide Seiten nachvollziehen und ist nicht irritiert.
Dies führt für mich zum Schluss auch dazu, dass ich den Grund von Janes Gegnern für die Suche nach ihr nachvollziehen kann, so kenne ich schließlich bisher nur deren Auslegung der Dinge.

Der Plot gefällt mir ebenfalls sehr. Ich dachte oft, ungefähr zu wissen, was nun passieren wird, um dann von einem neuen Einwurf überrascht zu werden. Die Autorin versteht es gut, die Figuren in ihren Abschnitten zu Wort kommen zu lassen, nur um dann doch so einige Informationen vorzuenthalten, die sich dementsprechend auf den Fortgang der Handlung auswirken. Es wird damit nicht langweilig, sondern bleibt spannend. Die Protagonistin muss immer wieder rotieren und man als Leser dann auch mit.

Ein anderer Punkt, der mir gut gefällt, aber definitiv Geschmackssache ist, ist der unverblümte Schreibstil. In diesem Buch werden Menschen getötet, wortwörtlich abgeschlachtet. Jugendfreie Formulierungen würden der Bezeichnung „Thriller“ widersprechen und zu dem das Untergangsszenario verherrlichen. Aus diesem Grund bin ich froh, dass die Autorin ihre Worte ungefiltert zu Papier bringt und sich nicht den Mund verbieten ließ.
Der Schreibstil an sich gefällt mir gut. Man kann sich die Bilder gut vorstellen, teilweise könnte es vielleicht noch etwas ausführlicher werden, aber das ist auch nur meine Meinung und tut der Geschichte keinen Abbruch. Außerdem schafft es die Autorin, über ihren Schreibstil die Stimmung der jeweiligen erzählenden Figur zu verdeutlichen. So kann man auch schnell zwischen der Sichtweise der verschiedenen Personen in der Szene wechseln und mitfühlen. Auch den Fokus kann sie super von einer Person auf eine andere lenken, ohne, dass man an die „vergessene“ Figur denken muss. Das finde ich wirklich sehr schön.

Auch das Cover gefällt mir sehr und passt zur Geschichte. Die Welt ist grau und trist, oder vielleicht auch schwarz/ weiß, da man entweder der Feind oder Verbündete ist, aber nicht neutral und doch kommt das viele Rote der Geschichte in den Lettern des Titels und des Verlages zum Vorschein. Es ist wirklich blutig und dementsprechend auch nichts für schwache Nerven.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich der Inhalt des Buches wirklich positiv überraschen konnte, egal ob es nun Charaktere, Perspektive oder auch den generellen Schreibstil betrifft. Ich möchte diesen Beginn der Geschichte gerne mit 5/5 Sternen bewerten, es Anhängern dieser Genres ans Herz legen und gleichzeitig eine gute Information verkünden. Der zweite Teil der Reihe steckt zurzeit im Lektorat und soll davon abhängig auch noch im Laufe dieses Jahres veröffentlicht werden. Für Nachschub ist also schon gesorgt. ;)

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Fesselndes Verlangen - Forbidden Lovers

Shelly Bell
E-Buch Text: 282 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 05.07.2018
ISBN 9783736309333
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Dieses 372 Seiten umfassende Werk aus dem LYX.digital Verlag bildet mit dem Titel "Fesselndes Verlangen - Forbidden Lovers" den Auftakt der "Forbidden Lovers"-Reihe.

Hierbei dreht sich die Handlung vordergründig um Isabella und Tristan, die beide aus unterschiedlichen Gründen darauf gekommen sind, dass sie Anhänger der BDSM-Szene sind.
So besuchen beide das letzte bzw. erste Mal eine Playparty in der Stadt, bevor sie diese verlassen wollen.
Es soll sich lediglich um einen One-Night-Stand handeln, doch beide bemerken, dass dieser ihnen nicht ausreicht. Tristan möchte seine Angel wiedersehen, so kennt er ja nicht einmal ihren richtigen Namen. Wie der Zufall so will, begegnen sie sich auch schneller wieder als gedacht...

Eigentlich bin ich nicht unbedingt der größte Fan solcher Erotikliteratur, doch der Klappentext ließ mich neugierig werden und ich sollte auch nicht enttäuscht werden. :)

Bereits auf den ersten Seiten habe ich mich perfekt in die Geschichte eingefunden und war völlig hin und weg von der emotionalen Tiefe, die ich nachempfinden konnte. Die Funken sprühen regelrecht zwischen Isabella und Tristan, was ich sonst manchmal bei Erotikromanen vermisse.

Isabella ist am Anfang in Sachen BDSM noch Jungfrau und dementsprechend ein Rohdiamant, was im Cover sehr gut wiedergespiegelt wird. Tristan ist der typische Mann der Geschichte, der so schnell keine Beziehung mehr eingehen will, doch sobald er Isabella begegnet ändert sich einiges. Er stößt sie dann nicht von sich, wenn es ernster wird, sondern sagt ihr direkt, was er empfindet, was sonst bei anderen Romanen oft nicht der Fall ist. Das hat mir gut gefallen.
Doch vor ihrer Begegnung gibt es einen Prolog, mit dem ich erst überhaupt nicht so gerechnet habe und der der ganzen Geschichte noch mehr Tiefe verleiht und sie für mich noch spannender gemacht hat.
Auch gut hat mir gefallen, dass Isabella eigentlich immer weiß was sie will und nicht so schnell klein begibt, wenn sie es nicht nachvollziehen kann. Sie ist eine gestandene Persönlichkeit, die sich mit Tristan vollkommen wieder am Leben erfreuen kann. Außerdem konnte ich die Handlungsweisen beider nachvollziehen und habe somit nichts daran zu bemängeln. Auch die beliebten Missverständnisse in Liebesgeschichten blieben zu meiner Begeisterung aus. Generell gefiel mir der Erzählstil der Autorin sehr gut. In dem Buch sind außerdem abwechselnd Isabella und Tristan die Erzähler, was der Geschichte aber nicht die Spannung nimmt, sondern sie sogar noch ergänzt, da beide Probleme aus ihrer Vergangenheit beseitigen müssen, die zum Ende hin kollidieren und zu einem regelrechten Showdown führen.

Dadurch, dass dieser Roman im BDSM angesiedelt ist, kommen natürlich auch die Sexszenen nicht zu kurz. Diese sind aber nicht zu stark vertreten sondern in einem guten Maß mit dem Rest gehalten. Trotz dessen, dass diese Szenen eigentlich ziemlich schmutzig sind, umschreibt die Autorin es sehr gut und wird nicht zu obszön, was wieder zu beiden Figuren und ihrer Etikette gut passt.

Der einzige Makel besteht für mich mit der Länge und vielleicht auch leicht mit dem Cover, da mir die englische Variante etwas besser gefällt. Ich finde es gerade zum Ende hin ziemlich kurzgehalten. Sie baut mit der Zeit alles zu diesem Showdown auf, doch dieser ist doch ziemlich schnell geschehen und geklärt. Das fand ich etwas schade, da sie dies meiner Meinung nach gerne noch etwas hätte ausbauen können.

Alles in allem würde ich dieses Buch weiterempfehlen und wahrscheinlich auch erneut lesen. Die Charaktere und der Erzählstil gefallen mir sehr gut. Lediglich die Handlung ist mir zum Schluss etwas zu wenig beleuchtet, weshalb ich diesem Buch gute 4/5 Sternen geben möchte und gespannt auf die Übersetzung des zweiten Bandes rund um Ryder und Jane.

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Deep Blue Eternity

Natasha Boyd ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 04.02.2016
ISBN 9783802598012
Genre: Liebesromane

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