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95 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

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Manhattan Beach

Jennifer Egan , Henning Ahrens
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 29.08.2018
ISBN 9783103973587
Genre: Romane

Rezension:

Welche Bilder prasseln einem ins Hirn wenn man an die 40er Jahre denkt? Krieg, genau! Und welche Bilder werden bei dem Gedanken an New York freigesetzt? Skyscraper, Times Square, Wall Street, Central Park und vieles mehr, richtig.

Was passiert nun, wenn man sich in das New York der 40er Jahre versetzt und dann auch noch die Navy Hafenanlage in den Fokus nimmt? Genau – mind blowing! Jennifer Egan zeigt uns New York aus einem unbekannten Blickwinkel mit ihrem Roman ‚Manhattan Beach‘. Im Grunde auch eher Brooklyn, aber eben auch New York! Dieser Blickwinkel ist so völlig anders ist als was man sonst literarisch über New York in die Hände bekommt.

Manhattan Beach ist witzigerweise ein Abschnitt in Brooklyn auf des weltbekannten Coney Island, man müsste praktisch heutzutage an der Haltestelle Brighton Beach aussteigen und noch weiter den letzten Zipfel zu erkunden.

Der Roman hat also schon mal ein ungewöhnliches Setting. Jetzt nehme man noch eine junge Frau dazu, Anna, die ein sehr offener und feministischer Charakter ist, die damals sicherlich eher als schwierig und aufmüpfig wahrgenommen wurde. Anna, die in dieser Zeit auch noch in den Navy Docs arbeitet und eben mehr will als die Damen um sie herum. Und nun, ein Geheimnis muss es geben, ihr Vater verschwindet spurlos als Anna ein Teenager ist…

Mit hat der Roman gut gefallen, weil er mir das Eintauchen in eine vergangenen Welt ermöglich hat, die ich so bisher nicht wahrgenommen habe. Nur auf Rundfahrten um Manhattan Island wird die Navy Werft erwähnt, aber ich schenkte dem wenig Beachtung. Fatal, wenn man die riesige Anlage von einst mit diesem Roman begreifen lernt.

Was macht den Roman aus? Vor allem der Schreibstill den Jennifer Egan, selbst in der Übersetzung, so überzeugend liefert, macht den Roman großartig. Sie schreibt einerseits melancholisch, aber so gar nicht kitschig, obwohl die Romanfiguren zum Teil harte Schläge ertragen müssen. Auch die Bilder die sie heraufbeschwört sind gut eingeflochten und wirken weder überfrachtend noch deplatziert.

Fazit: Ein schönes Stück Literatur. Lesenswert für jedermann!

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Ziemlich beste Schwestern - Mit Karacho in den Winter

Sarah Welk , Sharon Harmer
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 12.09.2018
ISBN 9783845826004
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Was machen zwei ziemlich beste Schwester im Winter? Quatsch natürlich! Im dritten Band des Duos um Mimi und Floh „Mit Karacho in den Winter“ von Sarah Welk und der Illustratorin Sharon Harmer geht es wieder hoch her! Wir haben Tränen gelacht und uns mit den beiden gefreut und auch manchmal den Kopf eingezogen, wenn es Ärger gab. Wunderbar wie die beiden Schwestern das gebaute Schneedorf in den Gefrierschrank räumen und alles andere weichen muss oder wie ausversehen das Katzenfutter in Papas Schlittschuh landet und er es leider leider erst beim Einsteigen in den Schuh merkt. Ops. Aber dann können sie auch Stolz auf sich sein als sie einer Kuh beim kalben helfen.

Für die Lektüre des 3. Bandes ist es nicht erforderlich die ersten beiden Bände zu kennen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese dann auch gewünscht werden! (Band 1: Quatsch mit Soße und Band 2: So ein Affentheater).

Geeignet für Erstleserinnen und auch für Erstleser trotz sehr mädchenhafter Aufmachung geeignet. Jungs spricht der Inhalt genauso an! Mein Sohn fand es auch mega witzig und mag die beiden sehr! Mimi und Flo sind, wie Mädchen im echten Leben, nicht zimperlich und es kracht auch mal zwischen ihnen gewaltig. Lebensfroh und kreativ gehen die beiden ihren selbstgewählten Aktivitäten nach.

Auch geeignet zum Vorlesen ab 5 Jahren. Bilder gibt es, aber nicht zu viele, das Buch ist eher textlastig, aber trotzdem wenig Text pro Seite für die Leseanfänger.

Fazit: Ziemlich beste Schwestern haben auch im Winter gnadenlos viel Spaß. Ein Buch zum Einkuscheln und Lesen im kalten Winter!

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Snuffi Hartenstein und sein ziemlich dicker Freund

Paul Maar , Sabine Büchner
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 24.09.2018
ISBN 9783789108174
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Snuffi Hartenstein ist bei uns eingezogen und wir sind alle SEHR glücklich darüber! Wer Snuffi ist? Ein imaginärer Hund, der leider von seinem letzten Besitzer Niko vergessen wurde, weil er einen echten menschlichen Freund fand, Ole. Was für eine Frechheit! Und nun war Snuffi erst mal auf sich alleine gestellt und schwups traf er den Mops Mucki. Der auch von seinem Besitzer Ole vergessen wurde und wie es der Zufall will, genau aus dem gleichen Grund und dann auch noch von Snuffis Vorbesitzer! Die beiden imaginären Hunde wollen sich dann wieder in die echte Welt versetzen und schaffen es auch. Das ganze endet damit, dass ein einsames Mädchen mit beiden Hunden befreundet ist!

Dieses sehr kreative und imaginäre Werk von Paul Maar, anderes ist von ihm glücklicherweise nicht zu erwarten, ist wirklich entzückend! Liebevoll wird hier das Thema imaginierte Freunde zum Thema gemacht und spielerisch aufgegriffen in einer Geschichte aus einer anderen Welt.

Erstaunlich fand ich wie „normal“ meine Kinder dieses doch sehr phantasievolle Buch empfunden wurde. Toll!

Geeignet zum Vorlesen ab 4 Jahren und weiterhin interessant bis in die 1./2. Klasse zum Selbstlesen. Wenig Schrift auf jeder Seite steigert das Vergnügen beim Zuhören und auch beim Vorlesen, da die Illustrationen von Sabine Büchner wirklich toll sind. Einfach zum Verlieben.

Fazit: Kurzer grandios toller Happen zum Vorlesen. Von Snuffi und seinem Kollegen würden wir gerne mehr sehen und hören. Herzallerliebst! Ein Muss!

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

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Ein Keim kommt selten allein

Markus Egert , Frank Thadeusz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 10.08.2018
ISBN 9783864930683
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nach ‚Darm mit Charme‘, ‚Hautnah‘, ‚Viva la Vagina‘ und vielen anderen Körperteilen die den Buchmarkt erobert haben, kommt nun auch ‚Ein Keim kommt selten allein‘ (nicht zu verwechseln mit ‚Keim daheim‘)! Als Nicht-Mediziner lass ich mich gerne mal von Fachpersonal mit kuriosen Fakten versorgen für gute Small Talk Gespräche und vor allem mein Wissen über das jeweilige Gebiet erweitern.

Und bei unseren (für das Auge) unsichtbaren Mitbewohnern war ich besonders überrascht was ich alles nicht wußte....na ja, ob ich wirklich wissen wollte wieviel Männer ihre Hände nicht waschen nach einem Toilettengang...nun gut.

 

Das Buch ist erfrischend locker geschrieben, auch wenn bei längerer Lektüre am Stück einige Wiederholungen erkennbar sind. Daher gut als Ubahn-Lektüre geeignet, Unterbrechung bringen einen nicht sonderlich aus dem Lesefluss.

Sicherlich eine gute Idee, dass Markus Egert sich von einem Journalisten Frank Thadeusz hat unterstützen lassen. 

Zu Beginn hätte ich mir mehr Zeichnungen gewünscht, gerne auch Comichaft, dem Stil des Textes entsprechend. Das war in der Einführung schon recht trocken. Und ich hatte LK Chemie und Bio Grundkurs, ja lange her, aber mein Grundverständnis der Materie ist noch vorhanden. Wer sich mit Grundbegrifflichkeiten schwer tut, könnte auch Visualisierung gut finden. Aber um die Kritik abzumildern, dass Buch ist selbst schon für höhere Mittelstufenklasse geeignet...bei Interesse.

 

Viel Wissenswertes was sich auch umsetzen lässt für die Haushaltshygiene und Mythenaufklärung a la nicht jeder Keim ist schlimm. Und ja, ein wenig Angst bekam auch ich als ich von Staphylococcus aureus hörte. Aber das gehört dazu. 


Fazit: Jetzt weiß ich wieder warum ich meine Kinder ständig nerve die Hände zu waschen!

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151 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 94 Rezensionen

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Ein unvergänglicher Sommer

Isabel Allende , Svenja Becker
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 13.08.2018
ISBN 9783518428306
Genre: Romane

Rezension:

Seit vielen Jahren sehe ich in regelmäßigen Abständen wieder einen neuen „Allende“ in den Buchläden, die schnell zu Bestsellern werden durch ihre große Fangemeinde. Nachdem nun Denis Scheck in seiner Sendung ‚Druckfrisch‘ den neuen Roman ‚Ein unvergänglicher Sommer’ nicht in die Tonne gekloppt hat, horchte ich auf! Hielt ich die Isabel Allende Romane bisher für „Romane für Frauen im besten Alter“. Nun gut, also hab ich mir ‚Ein unvergänglicher Sommer‘ vorgenommen und in der Tat in 2 Tagen (im Urlaub) gelesen. Was man Senora Allende lassen muss, ist ein Schreibstil mit Sogwirkung. Da will man einfach weiterlesen. Auch hat mir die geschichtlichen Nuancen der südamerikanischen Geschichte sehr gefallen. Da ist mein Wissen bisher begrenzt. 

Nun kommt ein großes Aber, denn hätte ich nur die ersten 20 Seiten gelesen, hätte ich es als schnulzig für Frauen jenseits der 60 J. abgetan. 

Es geht um 3 Personen, die alle eine so schicksalhafte Vergangenheit haben und sich dann auch noch zufällig zusammen in eine Tat verstricken. Mmhhh, unterhaltsam, aber an den Haaren herbei gezogen. Da kommt wirklich alles vor in der Summe was einem schlechtes widerfahren kann.

Wer sind die drei? Ein Amerikaner, der lange in Brasilien lebte. Eine junge illegale Guatemaltekin und eine geschiedene Chilenin.

 

Ah, und das ganze ist eher mit Fokus Südamerika zu sehen als New York. Zwar der zentrale Handlungsport, aber durch die gesamte Aufarbeitung der drei Vergangenheiten, nicht sonderlich relevant.

 

Und da ich überhaupt keine spirituelle Person bin oder an Esoterik glaube, waren mir manche Passagen einfach zu viel des Guten.

 

Fazit: Es gibt nun noch mehr als 20  weitere Allende-Romane. Vielleicht lese ich ‚Das Geisterhaus‘ in 10 Jahren mal....denn die Passagen die politischen Hintergrund liefern über Südamerika sind schon sehr gut! 

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116 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

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Mit der Faust in die Welt schlagen

Lukas Rietzschel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 07.09.2018
ISBN 9783550050664
Genre: Romane

Rezension:

Deutschland hat so einige Probleme und eines davon ist die aufkeimende und sich bereitmachender Rechtsradikalität. Die aggressive Feindlichkeit macht mich sprachlos die Menschen entgegengebracht wird, die im Grunde ihre Heimat und ihr Leben verloren haben und wieder von neuem beginnen müssen. Ich wollte versuchen zu verstehen wie es dazu kam und Ursachenforschung zu betreiben mit der Lektüre des Romans „Mit der Faust in die Welt schlagen“ von Lukas Rietzschel.

Der Roman beleuchtet die Kindheit und Jugend zweiter Brüder, die in Ost-Sachsen auf dem Land aufwachsen. Mit dem Roman begleiten wir die beiden, werden episodenweise mitgenommen und lernen sie über aneinander gereihte Szenen kennen.

Lukas Rietzschel trifft den Ton der Trostlosigkeit und des Verfalls gnadenlos. Perspektivlos und desillusioniert wird hier die Lage der Erwachsenen portraitiert. Und mittendrin die nächste Generation, die Unterstützung und Bestärkung bräuchte um ihren Weg zu gehen stattdessen werden sie täglich mit den Verlierern der Gesellschaft konfrontiert und glauben, dass dies die einzige mögliche Realität sei. Alleine gelassen werden die Kinder mit einem verwirrenden Schweigen der Erwachsenen anstatt aufgeklärt und gebildet zu  werden!

Das Buch stimmt mich traurig, zu wissen, dass Kinder und Jugendliche in dieser Trostlosigkeit heranwachsen und dann den ersehnten Halt bei Rechtsradikalen finden, die ihnen eine Gemeinschaft und eine vermeintliche Zukunftsperspektive bieten. Fatal.

Der Roman liefert keine Antworten, analysiert nicht, es gibt keine Metaebene. Was er macht ist Einblick gewähren in eine Welt, die Vielen unbekannt ist. Eine Momentaufnahme, wie ein großes Bild aus dem der Leser sich mit dem eigenen Wissensdepot eine Idee vom der Lebenswirklichkeit machen kann. Mehr (leider) auch nicht. Ich fand das Buch der aktuellen Situation geschuldet, passend und wichtig.

Auch ist die (bisher kurze) Lebensgeschichte des Autors beeindruckend, der genau weiß wovon er schreibt, da er in Ost-Sachen groß geworden ist und dem Sumpf entkam. Auch ist die Medienresonanz dieses Romans beeindruckend.

Trotz allem wurde ich über die 300 Seiten nicht mit dem Schreibstil des Autors warm. Mir hat es streckenweise nicht gefallen wie die Sprache recht hochgestochen war und zugleich abgehackt.

 

Fazit: Brandaktuell, ein erschreckender Einblick in eine unschöne Parallelwelt!


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65 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

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Die Hochhausspringerin

Julia von Lucadou
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 23.07.2018
ISBN 9783446260399
Genre: Romane

Rezension:

Dieser Roman packt uns genau da wo unsere "pain points" der Gesellschaft momentan sind! Wahnsinn wie die Autorin Julia von Lucadou mit ihrem Debüt "Die Hochhausspringerin" mit einem scheinbar einfachen Thema in der Zukunft so viele brandaktuelle Baustellen aufgreift.

Sie spinnt weiter was in der Gegenwart Fahrt aufnimmt und uns in der Tat als Gesellschaft stark beeinflussen wird. Der Roman zeigt uns was passiert, wenn wir alle nach Perfektion streben und uns ständig optimieren um dem perfidem Leistungsdruck standhalten zu können.

Und das gepaart mit einem Überwachungsstaat in dem wir uns mittels Digitalisierung fast gläsern in eine totale Transparenz begeben. So ist natürlich auch einfach die Spreu vom Weizen zu trennen, eine elitäre Verstädterung mit Zugangsrechten steht einer kloakenhaften Peripherie gegenüber. Die Schere zwischen Arm und Reich ist unüberwindbar groß und nur der leistungsfähigen Elite ist die Stadt vorbehalten. Nur hier kann man den Folgen der Naturkatastrophen entfliehen, nur hier in der Stadt merkt man die Klimaerwärmung nicht wie in der Peripherie.

Entfremdung vom natürlichen Menschsein, hier werden Kinder nicht mehr in ihren "Biofamilie" großgezogen sondern in entsprechenden Unterbringungen, natürlich optimierte Erziehung.

Das erschreckende an diesem ganzen Roman ist, dass es gar nicht so surreal wirkt und dass ich nach der Lektüre das Gefühl hatte: "Im Hier und Jetzt muss sich was ändern sonst haben die folgenden Generationen kein schönes Leben mehr auf diesem Planeten."

Viele viele Themen habe ich bereits genannt und es könnte der Eindruck entstehen es ist ein dunkler Roman ohne richtige Geschichte, aber ganz im Gegenteil. Ich konnte mich leicht mit der Protagonistin identifizieren und es ist neben der vielen aktuellen Themen ein leicht lesbarer guter Roman.

 

Auch auf der sprachlichen Eben, neben der angenehmen guten Prosa werden uns Veränderungen im Sprachgebrauch vor Augen geführt. Viele Anglizismen, geschützte Marken auch auf Aussprüche, optimierte Kommunikation und bei der Datenfülle auch Fake News.

Hier ein Zitat, dass mir besonders gut gefallen hat: “Perfektionismus ist kein Kompliment. Keiner will das zugeben, aber es stimmt. Was zählt, ist Kreation.” (S. 156)

 

Ich muss auch den Klappentext sehr loben, hier passt er wahrlich wie die Faust aufs Auge (was ich selten finde!): Die Hochhausspringerin führt in eine brillante neue Welt, in der innere Ausgeglichenheit obligatorisch ist und Anpassung ultimativ begehrenswert. Eine Welt, fast wie unsere.

 

Fazit: Lebe und lass das Chaos in deinem Leben zu! Hier wird uns vor Augen geführt was passiert, wenn wir weiterhin an das Mantra "höher, schneller & weiter" glauben und unsere Natur missachten.

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Sommerfrauen, Winterfrauen

Chris Kraus
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.08.2018
ISBN 9783257070408
Genre: Romane

Rezension:

Ein Roman der in New York spielt? Ja gerne! Über einen Filmemacher? Ach nö. Von einem Drehbuchautor? Nö - könnte langweilig werden, da zu „fachgenau“. Das war mein erster Eindruck, aber ein Buch aus dem Hause Diogenes bekommt bei mir immer eine Chance. Und: brilliant! Grandioser Roman!!!

Es gibt so viele humorvolle Stellen an denen ich lauthals lachen muss gepaart mit einer aberwitzige Story, dass macht es so vergnüglich zu lesen. Wirklich niveauvoll unterhaltsam ist dieser Roman.
Genug geschwelgt. Es geht um Jonas, ein Student, der in den 90er Jahren nach New York darf um dort einen Sexfilm drehen soll. Und klar, so abgefahren wie das Projekt und die Stadt ist das Figurenkabinett was diesen Roman bevölkert.
Der Autor Chris Kraus schafft es ein rundes, wenn auch abgefahren Bild von New York der 90er zu zeichnen. Und überhaupt merkte ich wie sehr diese „Epoche“ dem Autor am Herzen liegt, eine Zeit, die nicht fern ist, aber in der die Hoffnung auf eine bessere Welt groß war und die Freiheit grenzenlos schien.

Nicht nur die Geschichte, auch besonders das Schreibtalent des Autors macht es so lesenswert. Die Dialoge sind herrlich erfrischend. Und dann kloppt er Sätze hinein, die großartig sind. Wie dies: (S.35):
“Auch Sorgen werden natürlich überschätzt, Schatz. Sie sind die Zukunft, die hoffentlich nie passiert. Sorgen sind die düstere Variante der Hoffnung.”
Oder auf S. 100: “Gekenterte Visionen kondensieren wie Schwitzwasser in seiner Seele, können nicht mehr heraus, so dass er innerlich verfault. Ein hedonistischer, unpolitischer Linker, der nicht akzeptieren kann, dass seine Zeit vorbei ist.”
Und dann sind da diese originellen Beschreibungen wie „Brennt mit Zigaretten Löcher in mein Gewissen“(S 219)
„...wie aus einem riesigen Flacon has schwarzen Wolken...“(S 252)

Fazit: Carpe diem - abgefahren und skurril mitten in NY! Genau meins! Sicher unter meinen Top 5 dieses Jahr (2018)!

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Die Tote im Wannsee

Lutz Wilhelm Kellerhoff
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.08.2018
ISBN 9783550050640
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Ich bin begeistert von diesem Krimi „Die Tote im Wannsee“ und dass nicht nur, aber natürlich auch, weil er im West-Berlin der 68er Jahre spielt. Müsste ich auseinander dividieren wieviel Raum West-Berlin, die historischen Gegenheiten und der Fall in diesem Buch einnehmen, würde ich vom Gefühl her: jeweils ein Drittel. Und genau das macht es für mich lesenswert. 

West-Berlin. Der Roman geht auf viele viele Straßen, Firmen, Lokalitäten und Orte ein, herrlich, wenn man das alles kennt aus und sich fast bildlich mitbewegen kann.

Historischer Abriss. Sehr gelungen wird hier alltäglich aufgerollt was damals in West-Berlin unf überhaupt in der BRD abging, wie die revolutionären linken Kräfte gewütet haben, wie sie diskutierten und selbst von einer sozialistischen Utopie überzeugt waren. Ich spürte förmlich wie die angewiderte Abwendung von der Nazi-Vergangenheit überdreht in die sozialistisch utopische Welt. Und wie durch diese Radikalität aber uns heute normale Veränderungen ihren Ursprung nahmen, wie Gleichberechtigung oder Nicht-Vervolgung von Homosexuellen oder Abtreibungsmöglichkeiten.

Der Fall. Spannend, auch wenn es ein wenig abgesehbar ist warum die Dame im Wannsee landetete ist der Fall gut ge- und beschrieben. Vor allem macht dieser Fall in seiner politischen Komplexität mit dem kantigen und reflektierten Kommissar Heller den page turner aus.

 Die Sprache ist rau und auch ruppig, aber sehr passend zu der damaligen Zeit. Da der Roman von drei Herren, Lutz/Wilhelm/Kellerhoff, in einer gemeinsamen Schreibübung zu Papier gebracht wurde, war ich erst skeptisch ob es Brüche gibt beim Lesen, aber nach 80 Seiten meinte ich keine mehr zu bemerken. Auch der cineastische Hintergrund zweier der Autoren ist klar erkennbar, aber aus meiner Sicht wunderbar umgesetzt. Was mir fällt, war an der ein oder anderen Stelle ein wenig Berliner Zunge, es gab da schon Charaktere, die ein wenig „ick“, „wat“ und „dit“ vertragen hätten.

Fazit: Ein Muss für alle ehemaligen West-Berliner und für Krimi-Fans, die es mögen, wenn das Buch mehr zu bieten hat als einen Fall zu lösen.

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18 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Spiele-Comic Abenteuer: Ritter 02 (Hardcover) (AT)


Fester Einband
Erschienen bei Pegasus Spiele Gmbh, 01.05.2018
ISBN 9783957891228
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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141 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

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Königskinder

Alex Capus
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446260092
Genre: Romane

Rezension:

Als ich zu lesen begann, da dachte ich: “Ach, so ein schmales Bändchen, das liest sich doch (leider) schnell weg!“ Und dann hatte ich das Gefühl, dass der Schreibstil von Alex Capus mich zum langsamen Lesen förmlich zwingt. Ich fühlte mich bereit für einen Sprint, aber ich spazierte eher durch den Roman – ein echter Entschleuniger! Positiv gemeint.
Der ganze Roman ‚Königskinder’ mit seiner zweigeteilten Erzählweise empfand ich zwiespältig. Da waren Max und Tina eingeschneit im Auto auf einer Passstraße und Max erzählt nun diese Geschichte von diesem Liebespaar im 18. Jahrhundert. Diese märchenhafte Erzählung um Jakob und Marie hat so eine poetische Kraft, es bräuchte den Erzählrahmen der Gegenwart aus meiner Sicht nicht. Auch als stilistischer Gegenentwurf beider Paare ist es interessant, aber fast eine Überladung. Es trat bei mir eher ein Gewöhnungseffekt ein, dass ich förmlich auf die Unterbrechung der eigentlichen Geschichte wartete.

Die Liebesgeschichte von Jakob und Marie ist eine zarte und unschuldige Liebe, die eingebettet in den französischen Höhepunkt der Revolution seinen Lauf nimmt. Wirklich schön daran ist, die märchenhafte, fast lyrische Sprache und die akzentuierte Genauigkeit bei den historischen Details, wenn es beispielweise um den französischen Königshof geht.

Fazit: Mir hätte die unaufgeregte Liebesgeschichte aus dem 18. Jahrhundert als Erzählung vollkommen gereicht, da sprachlich überzeugend und einfach schön zu lesen. Trotz Kritik, ein sehr lesenswertes feines Buch!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 4 Rezensionen

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Snooker in Kairo

Waguih Ghali , Maria Hummitzsch , Diana Athill
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 08.08.2018
ISBN 9783406719028
Genre: Romane

Rezension:

"Du bist was du bist. Ein Mensch, der in Ägypten geboren wurde, auf eine englische Schule gegangen ist, viele Bücher gelesen hat und Phantasie besitzt." (S 121)

Der Roman beginnt in dieser deutschen Ausgabe mit einem Vorwort von Diana Athill, einer Autorin und enger Freundin des Autors Waguih Ghali. In diesem erfährt man, dass Waguih Ghali  sich 1969 umbrachte und ihre Sicht auf den Autor. Mit diesem Wissen und auch dem Fakt, dass der Roman recht autobiografische Elemente enthält, bin ich viel interessierter an die Lektüre gegangen. Dieser einzige im Original auf Englisch erschiene Roman Snooker in Kairo ("Beer in the snooker room") von Waguih Ghali erschien 1964 und wurde nun endlich ins Deutsche übersetzt.

Es geht um einen jungen koptischen Ägypter aus der Oberschicht, der selbst arm wie eine Kirchenmaus ist, sich selbst als Intellektuellen und Kosmopolit versteht. Dadurch belächelt er sein reiches, aber dummes Umfeld - und das alles im Ägypten der 50er Jahre, wo die Revolution Ägypten genauso prägte wie der Krieg am Suez. Er verbringt mit seinem besten Freund einige Zeit in England und ist dann vollends ein Weltbürger ohne echte Heimat.

"[...] ich hatte den Punkt an Trunkenheit erreicht, da sich Selbstbewusstsein zu Selbstgefälligkeit aufbläht." (S. 105)

Mir hat der Roman einen unkonventionellen Blick in die 50er Jahre in Ägypten auf die Oberschicht erlaubt, die mich aber auch etwas langweilte. Weil die Handlung  hauptsächlich aus dem Leiden des Protagonisten besteht - der Schlaue, der Heimatlose, der Unverstandene und Liebende.

Positiv fand ich, dass es ein Glossar gab wo viele Personen der damaligen Zeit kurz erklärt werden, da die politischen Diskussionen im Roman sonst ohne tiefes geschichtliches britisches Wissen teilweise nicht nachvollziehbar wäre aus heutiger Sicht.

"Wie sehr man liebt, merkt man erst, wenn man den, den man liebt, verloren glaubt; und oft liebt man erst dann richtig, wenn es sich so anfühlt, als würde die eigne Liebe nicht erwidert." (s. 131)

Dieser Roman lässt mich in einem Zwiespalt zurück. Ich habe es gerne gelesen, aber ohne das Wissen um den Autor hätte der Text an sich mich nicht so gefesselt.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Frido macht Geschichten - Vom besten Dachbodentag und anderen guten Tagen

Nikola Huppertz , Sascha Morawetz
Fester Einband: 116 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2018
ISBN 9783734828263
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nikola Huppertz schrieb Frido macht Geschichten und illustriert hat es Sascha Morawetz.
Kurze Geschichten laden ein immer mal wieder etwas aus diesem Buch vorzulesen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich als Vorleser mit den Geschichten schwerer getan habe als meine Kinder (beide 5 Jahre alt). Aber da sie noch sehr jung sind, hat sich ihnen das eine oder andere auch noch nicht erschlossen, wie was eine WG sein soll, oder nach der Schule in den Hort gehen. Altersbedingte Unwissenheit und strukturierter Kindergartenalltag zauberten Fragezeichen in ihre Gesichter. Daher war es an der einen oder anderen Stelle inhatlich nicht so einfach. Aber da würde ich sagen, dass Buch ist ab der 1. Klasse geeignet, ab 7 Jahren.
Ich hatte als Vorleser eher "Probleme" mit so macher Situation. Wenn Oma und Opa Wochenende ist und Frido schon weiß es gibt Geschenke ohne Anlass - muss das sein? War doch auch nicht wichtig für die Geschichte....Oder das Mama vergisst, dass der Hort zu ist. Ja, der Geschichtenauftakt, aber nun gut. Oder, wenn es heißt sie gehen auf den Spielplatz, damit Mama mal telefonieren kann.
Fast jede Geschichte hatte ein Elemen, wo ich mich wunderte.

Den Kindern, und das ist die Hauptsache, hat es gefallen und da es noch nicht ganz ihrem Alter entsprechend war, werden wir das Buch in der ersten Klasse noch mal aus dem Leseregal ziehen.

Fazit: Eher was für Grundschüler.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Heimliche Versuchung

Donna Leon , Werner Schmitz
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.05.2018
ISBN 9783257070194
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich bedarf keiner der Donna Leon Krimis um Commissario Brunettt noch eines Lobes und einer weiteren Rezension. Jeder kennt ihn! Leser, wie mich, die Donna Leons Werke immer sofort lesen müssen bei Erscheinen schert es nicht, wenn mal eine Rezension schlecht ausfällt. Man muss einfach den nächstne Fall inhalieren.
Und in der Tat gab es auch schon Fälle unter den bisher 27 erschienen, die ich weniger gut fanf bis schlecht. Aber dieser hier "Heimliche Versuchung", der ist wieder mal ein richtig guter aus der Brunetti-Reihe. Es bleibt spannend und gemächlich zugleich bis zur letzten Seite, wie man es gewohnt ist und lieben lernte!

Was mir über die letzten Fälle hinweg aufgefallen ist, die grischischen Klassiker mit denen sich Brunetti in seiner Freizeit befasst, nehmen von Fall zu Fall gefühlt mehr Raum ein und verdrängen das voher beschriebene Familienleben. Keine Sorge, das gibt es noch, aber ehen die Gewichtung scheint sich mir zu verändern.

Dann hab ich mich mal gefragt, warum lese ich diese Brunetti-Fälle eigentlich so gern? Es ist gut geschrieben (und übersetzt), Brunetti hat ein aufgeräumtes, ja fast beneidenswert schönes Leben in Venedig mit seiner Familie und ist kein von problemenzersetzter Kommissar dem es dreckig geht. Tja, und dann sind da die tollen Beschreibungen der Stadt, des leckeren Essens und die Fälle selbst!
Reicht als Begründung, oder?

Fazit: Wer es gern gemütlich hat beim Lesen - nur zu!

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

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Kampfsterne

Alexa Hennig von Lange
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 09.10.2018
ISBN 9783832197742
Genre: Romane

Rezension:

Dieser Roman hat mich umgehauen. WOW fällt mir da spontan ein. Warum ist er so überzeugend gut?
Zum einen diese grandiose Erzählweise. Man hat das Gefühl man begleitet eine/n Therapeut/in, der allen Figuren abwechselnd folg, je nachdem wo die Handlung ihn hin verschlägt. Geschrieben als würde die handelnden Personen diesem imaginären überall anwesenden Therapeuten alles erzählen und keine Geheimnisse haben müssen. Wie ein reinigender Prozess bei dem alle ihr innersten nach außen kehren. Jeder ist mal dran, mal kürzer mal länger, auch handlungsgetrieben. Sehr innovativ und par excellence umgesetzt. Chapau.
Zum anderen überzeugt Alexa Henning von Lange mit der atmosphärischen Wiedergabe dieses spießigen kleinen Kosmos einer Vorstadtsiedlung der 80er Jahre. Wo alte Traditionen einer patriarchalen Erziehung mit neue feministische Idee, eine Generation Freiheitlicher Liebe und neue Denkansätze zusammenprallen. Ein Ort an dem die Menschen unglücklich an ihren eigenen Lebensvorstellungen scheitern, nach Anerkennung gieren und Anderen ihr Glück missgönnen. Eine gelungene Rückblende in die ach-so sorglose Zeit der 80er Jahre Reihenhaus-Idylle mit ihren schon damals verlogenen Perfektionen. Und wer sitzt mittendrin in diesem Tornado aus Gefühlen, Sich-finden und Leben vortäuschen? Die Kinder!
Und das ist der dritte überzeugende Faktor bei diesem Roman. Alexa Henning von Lange spiegelt uns selbst in der Gegenwart mit all unseren Erwartungen in dem Treiben der 80er Jahre. Dort nahm die ganze Selbstoptimierung, der Kinder-Förderwahn seine Anfänge. Es werden Mütter hier angeklagt, die emanzipiert sein wollen, es aber nicht schaffen und ihre Töchter mit all dem Ballast alleine lassen. Wie ein paar Zeilen auf Seite 97 belegen: „Meine Kinder zerbrechen an dieser Welt. Und niemand kann uns beschützen. Nur wir uns selbst.“
Hier werden auch andere große Themen indirekt verarbeitet: Wo ist die westdeutsche durchschnittliche Gesellschaftsschicht falsch abgebogen? Hier wird portraitiert wo der Selbstoptimierungs- und Ego-Trip seinen Anfang nahm.
Ein sehr vielschichtiger Roman, den es zu lesen lohnt. Aufklärend & augenöffnend, auch wenn der Spaß hier eher literarischer als inhaltlicher Natur ist.
Fazit: Für mehr echtes Leben ohne Fassade und mehr Menschlichkeit im Umgang miteinander.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Lasse feiert Geburtstag

Sarah Welk , Anne-Kathrin Behl
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 16.08.2018
ISBN 9783845821979
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Lasse hat uns mit neuen Geschichten beglückt!
Der rote Faden der sich diesmal in Band 2 durchzieht ist Lasses 7. Geburtstag so wie der Titel vermuten lässt: 'Lasse feiert Geburtstag'!
Wieder sind es die alltäglichen Wichtigkeiten im Leben eines Erstklässlers, die uns Sarah Welk geschickt und sehr liebevoll erzählt!
Er überlegt wer einzuladen ist. Dann kommt noch kurz ein Wackelzahn dazwischen der auch seien Aufmerksamkeit fordert. Und, natürlich wie sollte es anders sein: DER Tag der Tage: sein Geburtstag ist natürlich auch seitenfüllend und sehr gelungen. Wirklich kurzweilig und wunderbar vorzulesen (Vorschüler) sowie super geeignet für Erstleser.


Sehr niedlich illustriert von Anne-Kathrin Behl. Wir freuen uns immer, wenn es wieder ein Bild zu entdecken gibt nach dem Umblättern!

Wer Band 1 noch nicht kennt (Lasse in der ersten Klasse) sollte mit diesem starte, denn auch hier wird sehr sensibel berichtet wie Lasse zur Schule kommt mit allen Vorbereitungen.

Wie schon in Band 1, hat auch im Band 2 Sarah Welk ein unheimliches Feingefühl an den Tag gelegt was so einen 7jährigen wirklich umtreibt und wie die dazugehörige Gefühlslage sein könnte. Sehr lebensnahe ohne  zu cool zu sein sind diese simplen, aber so treffenden Geschichten! Ganz ehrlich, solche sind mir viel lieber als die 100 Superschurken-Story oder der 8 Dinosaurier-Mischmasch.

Und nun? Wir hoffen auf einen dritten Band! Wie Lasse vielleicht einen Sport für sich entdeckt? Oder in den Ferien wegfährt? Oder zu den Pfadfindern geht? Wir sind voller freudiger Erwartung!

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101 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

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Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis

Gina Mayer , Gloria Jasionowski
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 18.06.2018
ISBN 9783845825755
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit großer Begeisterung haben wir nach der Lektüre des magischen Blumenladens (nicht alle, aber einige Bände) zu dem neusten Gina Mayer Werk gegriffen „Das Hotel der verzauberten Träume – Fräulein Apfels Geheimnis“. Der Auftakt ihrer neuen Reihe.

Die Geschichte selbst und die Idee hat mir beim Vorlesen und den Kindern beim Zuhören gut gefallen. Den schön zusammengefassten Klappentext habt ihr sicher schon gelesen. Wir sind leider nicht so recht mit den Charakteren warm geworden, denn an vielen Stellen bleiben sie recht eindimensional.

Ich war (vielleicht auch nur aus erfahrener Muttersicht) etwas erstaunt wie nonchalant einfach Verbote übergangen werden und persönliche Grenzen überschritten „nur“ um die kindliche Neugier zu befriedigen. Da hätte ich mir mehr abwägen und Reflektion der Geschwister gewünscht.

Klar, auf diese Weise ist es schneller, entsprechend unterhaltsamer um des Rätsels Lösung auf die Spur zu kommen, das steht hier ja nun im Vordergrund. Und dann gibt es am Ende des Buches ein recht offenes Ende, klar hier ist zu bedenken, dass es der Auftakt einer Reihe ist und Band 2 bereits in den Startlöchern steht.

Mich haben noch die Vornamen der Kinder irritiert, Lancelot und Joelle. Klar, je abgefahrener desto besser momentan, aber das war aus meiner Sicht in einer Familie recht abwegig. Nun gut, literarische Freiheit.

Die Kindern fanden noch das es viel zu wenige Zeichnungen gab! Da lässt das aufwendige Cover auf mehr hoffen.

 

Trotz aller negativer Aspekte ist die Prosa leicht zu lesen für Leseanfänger (ab 3. Klasse) und auch zum Vorlesen geeignet. Das Buch selbst hat eine hohe Qualität, das haptische Erlebnis ist gegeben.

Unterhaltsam und spannend war es, nur sind wir uns noch nicht einig, ob wir Band 2 auch noch lesen werden trotz vagem Ende.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Skandinavisches Viertel

Torsten Schulz
Fester Einband: 265 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.03.2018
ISBN 9783608981377
Genre: Romane

Rezension:

Ostberlin, eine Kindheit im Prenzlauer Berg und heute immer noch da als alter Nostalgiker und wie es so schön auf dem Klappentext heißt: Anti-Gentrifizierer.

So könnte man diesen Roman über einen Mann, der unbedarft, nicht sehr wahrheitsliebend durchs Leben geht und doch immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird, zusammenfassen. Wir begleiten Matthias Weber in seinem Makler-Alltag sowie in Rückblenden in seine Kindheit und Jugend. Aber das würde diesem Buch nicht gerecht werden. Torsten Schulz schreibt hier nicht zitatreif, aber angenehm niveauvoll. Er schafft es die Kinder- und Jugendjahre so absolut skurril und auch komisch darzustellen, obwohl es im Roman in der Summe 5 Beerdigungen gibt! Das muss man erst mal schreiben können.

Ein Buch, dass mir Augenringe bescherte, da es mir schwer fiel es aus der Hand zulegen und das nicht der Spannung wegen sondern weil die Prosa so klangvoll ist. Der Autor, Torsten Schulz, vorrangig Drehbuchschreiber gibt das Geschehen eher narrativ wieder als mittels wörtlicher Rede. Unerwartet, aber gelungen.

 

Der Aufhänger des Romans „Das skandinavische Viertel“ ist Matthias Hirngespinst, das sich als roter Faden durch den Roman zieht. Er benennt als Kind für sich einfach ein paar Straßenzüge gedanklich im Prenzlauer Berg um, wie eine Flucht im Kleinen aus dem einengenden DDR-Leben.

Die Rückblenden in diese DDR-Zeiten haben mich in der Tat an den Buchpreisträger 2011  Eugen Ruge mit seinem Werk ‚In Zeiten des abnehmenden Lichts‘ erinnert und auch an ‚Sonnenallee‘ von Thomas Brussig. Gefühlt spielt der Roman aber mehr in der Gegenwart als in der Vergangenheit, wobei natürlich die Vergangenheit die Gegenwart bedingt.

 

Fazit: Wer gerne den Eugen Ruge ‚In Zeiten des abnehmenden Lichts‘ gelesen hat, könnte auch an diesem Werk Gefallen finden. Es ist eine Melange aus Coming-Of-Age & Midlife Crisis und großer Bewältigungsaufgabe des einsamen Protagonisten.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Lasse in der ersten Klasse

Sarah Welk , Anne-Kathrin Behl
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 18.06.2018
ISBN 9783845821962
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Welch wunderbares Buch! Wir sind natürlich doppelt und dreifach begeistert, weil der Protagonist Lasse heißt!

Dieses Buch ist perfekt für Vorschüler. Es skizziert zum einen was es Bedeutet eingeschult zu werden auf eine sehr positive Art und Weise und hat so nichts belehrendes, da es gepaart ist mit witzigen (und harmlosen) Geschichten drum herum. Noch dazu sehr lebensecht, wenn beispielsweise die Erstklässler von den Großen nicht auf die Schaukel gelassen werden.

Toll hat mir als Vorlesender gefallen wie gut die Autorin Sarah Welk sich in Lasse und die anderen Kinder hineinversetzten kann. Aus Erwachsenen-Sicht scheint die Einschulung die logische Konsequenz des Heranwachsens zu sein, aber die Kinder sind doch sehr aufgeregt und ehrfürchtig was da jetzt passiert in dieser Grundschule. Und natürlich auch die unterschiedlichen Herangehensweisen, da ist der eher schüchterne Lasse, der alles beäugt und sich zurück hält und auf der anderen Seite seine beste Freundin, ein selbstbewusstes Plappermäulchen. Sehr unterschiedlich und völlig ok – super Message.

Und gut, dass sehr bald bereits Band 2 erscheint. Da ist unser Lasse schon heiß drauf. Wird natürlich sofort gekauft und gelesen! :0)

Fazit: Super für Vorschüler zur Vorbereitung und zum Schmunzeln und dann sicherlich noch mal in der 1./2. Klasse zur eigenen Lektüre, da die Schrift groß und die Seiten übersichtlich sind.

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177 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

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Der Alphabetmörder

Lars-Erik Schütz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289304
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Alphabetmörder, den Lars Schütz erfunden hat, beschert uns ein neues Duo, zwei unkonventionelle Fallanalytiker, Jan Grall und Rabea Wyler. Beide haben ihre Vergangenheit, die sich immer mal wieder in den Vordergrund drängt. Das macht die beiden sehr menschlich und nahbar. Keine Analytiker a la CSI, eher Tatort-Style. Auch wenn es abgedroschen ist, den ermittelnden Personen schwierige bis teamunfähige Charaktere anzudichten, beleben tut es diesen Fall ungemein. Ich würde es nicht missen wollen. Denn nicht nur die zwei haben ihre Last zu tragen, auch andere in der SOKO sind „anders“.

Der Fall selbst ist spannend, überzeugend durchdacht und ich konnte den Serienmörder während der Lektüre nicht erraten. Die Geschichte ist glaubhaft und logisch.  Für mich zwei Aspekte die bei Krimis und Thriller für mich immanent wichtig sind.

Thriller steht auf dem Cover und das stimmt auch, es ist durchweg spannend. Was sehr angenehm ist, dieser Thriller lebt nicht von ständigem Blutfluss, die grausigen Szenen sind kurz gehalten und in Maßen. Von mir sehr geschätzt.

Super finde ich, dass der Autor Lars Schütz mal eine Region gewählt hat, die (aus meiner Sicht zumindest) nicht so oft als Plotgrundlage dient: Der Westerwald. Ich persönlich war noch nie da, kann also mit Orten und Dörfern weniger anfangen, aber das ist nebensächlich.

Wenn die Jahreszeit noch interessiert: dieser Thriller spielt im tiefsten Winter und es fröstelt einen beim Lesen.

 

Fazit: Guter Auftakt-Thriller in eine neue Serie. Super unterhaltsam und leicht lesbar!

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10 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Alles Murks!

Usch Luhn , Susanne Göhlich
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 16.01.2018
ISBN 9783649619864
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Usch Luhn hat  zusammen mit der Illustratorin Susanne Göhlich ein herrliches Kinderbuch erschaffen.
Frisch und munter geschrieben und genau mit der richtigen Prise an Spannung lernen wir mit Polly den Murks kennen. Wer oder was ist der Murks? Ein kleiner Kobold! Und Polly? Ein kleines Mädchen, dass sich und den Jungs ihrer Gegend gerne beweisen möchte, dass sie mindestens genauso cool ist wie sie damit sie Teil der Katzenkopfbande wird.
In kurzen Kapiteln folgen lustige Episoden mit dem Murks, der natürlich alles "etwas" durcheinander bringt...Es bleibt kurzweilig und hat überhaupt keine Längen. Wir haben es sehr gerne gelesen.
Meine beiden sind 5 Jahre alt und fanden es spanned, witzig und die Zeichnungen vom Murks & Co waren auch immer gerne genaustens angeschaut.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das karierte Hutgespenst

Andrea Schomburg , Annabelle von Sperber
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 24.09.2015
ISBN 9783737351959
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Rotzhase & Schnarchnase - Der Tyrann von nebenan

Julian Gough , Gesine Schröder , Jim Field
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2018
ISBN 9783734828218
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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83 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

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Vergessene Seelen

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.06.2018
ISBN 9783423262019
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum dritten Mal ist Max Heller im Nachkriegs-Dresden unterwegs, diesmal 1948 im heißen Sommer. Dieser Fall ist bisher der mir am nächsten gegangen ist, da hier Kinder und Gewalt ins Spiel kommen. Zu Beginn gibt es gleich 2 Leichen. Erst ein Mann und dann ein Jugendlicher.

Aber ich will nicht abschrecken, es ist ein Krimi der klassischen Sorte. Es gibt Tote, dann eine Ermittlung, was dann zur Lösung führt. Es gibt Blut, aber in Maßen, das erschreckende ist eher der menschliche Faktor und nicht die Brutalität.  

Gut an allen Nachkriegs-Krimis von Frank Goldammer ist, dass man sie alle einzeln lesen kann und man vermisst keinerlei Informationen aus den Vorgängern. Jeder Krimi ist für sich genommen sehr spannend und liest sich gut. Aber natürlich, es ist immer besser mit dem Ersten zu beginnen (Der Angstmacher“).

Alle 3 Krimis und das gilt entsprechend auch für „Vergessene Seelen“ bereichern einen. Ich habe hier neben den spannenden Fällen vor allem den Nachkriegs-Alltag kennengelernt und wie man es sich praktisch vorstellen muss.

Klar, die Menschen mussten unter größten Entbehrungen leben, aber was heißt das? Wie ist es wenn man ein zerbombtes Zuhause hat und eine andere Bleibe sucht? Wie stillt man den täglichen Hunger? Auch Feinheiten der deutschen Sprache sind hervorragend eigearbeitet – oder schon mal Gedanken um das Wort „Bombenwetter“ gemacht?

Besonders hier im dritten Fall, 1948, kommt stärker die Auseinandersetzung mit der politischen Situation mit der sowjetischen Besatzungsmacht hinzu. Vor allem diese Alltagsbeschreibungen kombiniert mit der großen Reflektionsgabe von Max Heller ist wunderbar eingearbeitet.

Da ich Dresden nicht kenne, konnte ich auch nicht viel mit den ganzen Straßennamen anfangen, sicherlich grandios für alle die die Stadt näher kennen!

 

Fazit: Wer gerne beim Lesen unterhalten wird durch einen klassischen Krimi und gerne was dazulernt über das Nachkriegsleben in Dresden, ist hier genau richtig.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

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Storm oder die Erfindung des Fußballs

Jan Birck , Jan Birck
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551651259
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und deshalb ist dieses Buch immer aktuell. WM hin oder her. ;0)

Wir haben uns sehr auf das Buch 'Storm oder die Erfindung des Fußballs‘ von Jan Birck gefreut, weil wir große Fans seiner Zahra & Zottel-Reihe sind. Nun haben wir uns dieses Buch vorgenommen. Es geht um Fußballs eingebettet in eine Wikinger-Geschichte. Die Freude war groß beim Beginn des Lesens. Vor allem auch wegen der grandiosen Zeichnungen. Da macht schon das Blättern Spaß.

 

Nun kommt ein aber, was sich aber vor allem auf das Alter unserer Kinder bezieht! Wir haben das Buch unterschätzt für unsere 5jährigen! Das liegt vor allem an zwei Aspekten:

 

Zum einen mussten wir alleine auf den ersten 30 Seiten wahnsinnig viele Wörter erklären. Klar, ab und an ist ein neues Wort hoch erfreulich um den kindlichen Wortschatz zu erweitern, aber hier war es für 5 jährige einfach zu viel. Beispiele wären die Wörter Druide oder Sklave.

Die meisten Wörter benötigten eine längere Erklärung und der Lesefluss war unterbrochen.

 

Zum anderen war die Geschichte wirklich nicht ohne. Da muss der arme Kerl als Sklave auf ein Schiff nachdem schon einiges passiert war... Auch an dieser Stelle zu viel für ein behütetes 5jähriges Gemüt.

 

Wir haben die Lektüre abgebrochen für jetzt. Aber ich werde dieses Buch definitiv wieder in der ersten Klasse hervorholen, denn ich fand es spannend, toll geschrieben und eine gute Geschichte.

Ab 7 Jahren sicherlich eine treffende Lektüre. Vielleicht sogar für Lesebeginner, ab der 2. Klasse, da auch noch viele tolle Bilder enthalten sind!

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