Leserpreis 2018

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Zarah & Zottel – Und das zerbrechliche Herz

Jan Birck , Jan Birck
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 26.09.2018
ISBN 9783737355735
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zarah und Zottel Band 3 – und das zerbrechliche Herz ist wieder sehr sehr gelungen und wir haben es in Windeseile inhaliert! Dies ist eine Reihe wo man den ersten und zweiten Band kennen sollte, bevor man loslegt, weil man sonst nicht so recht weiß wie es zu diesem Zustand kam und viel wichtiger, der Lesespaß ist viel größer in der richtigen Reihenfolge. Man fängt doch nicht mit dem falschen Papa an!

Uns allen, und damit meine ich meine mittlerweile 6-jährigen Zwillinge, mich und meinen Mann, gefallen die Geschichte rund um Zarah&Zottel sehr gut, denn sie rücken einen Alltag in den Fokus der viel normaler ist als viele Reihenhaus-Kinderbücher mit perfekter Familie. Hier geht es um eine Alleinerziehende, die in einer bunt gemischten städtischen Nachbarschaft in einer Wohnung wohnt. Hört sich banal an, aber sooo arg viele Bücher, die witzig sind und überzeugen habe ich in dieser Kategorie in den letzten 6 Jahren nicht in den Händen gehabt.

Toll an der Reihe ist besonders, dass es viele gute Illustrationen gibt, von Jan Birck angefertigt, die es lohnen länger hinzuschauen, denn man finden auf jeder Doppelseite witzige Details! Der Text ist meist kurz, aber prägnant – genau richtig.

Kleiner Kommentar für alle die Band 1 & 2 auch schon für sich entdeckt haben, wir sehen eeeeendlich mal den Papa und die Geschichte wird weiter gelüftet!

Fazit: Geeignet für Erstleser, genauso wie zum Vorlesen ab 4 Jahren. Und für jeden Blickwinkel hat das Buch was zu bieten. Für die 4jährige genauso wie für den vorlesenden Papa.

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11 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Ein Affe an der Angel

Jonny Bauer , Stephan Lomp
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 21.01.2019
ISBN 9783845828503
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Einfach nur herrlich, wenn da ein kleiner Mann im 8. Stock hockt und Regenwürmer angeln will und allerlei andere Tiere in der Wohnung landen. Einer schlauer als der andere!

Das Buch 'Ein Affe an der Angel' ist in 3 große Abschnitte unterteilt und diese wiederum in kurze Kapitel. Immer geht es um Darko, der mit seinem Tierlexikon unterwegs ist und sich in langweiligen Situationen all die tollen Tiere aus dem Lexikon phantastisch zum Leben erweckt.
Dabei hat er immer eine MEGA coole Weste an. Wirklich ein gelungenes Buch. Meine Kinder liebten dieses Buch für die Phantasie und den Witz der 'drin steckt und auch besonders, weil es viele Bilder gibt. Das Buch ist toll illustriert, wirklich eine Freude es anzuschauen, beim Lesen bzw. beim Vorlesen.
Zum Vorlesen geeignet schon ab 4 Jahre (für smarte Lütte) und auch noch toll für Erstleser, bis 3. Klasse gut zu lesen!
Übrigens war mein Sohn so begeistert von dieser super Weste, die Darko hat, die wurde kurzerhand aus einer Papiertüte nachgebastelt!

Fazit: Was will man mehr als eine Lektüre, die einen so beflügelt, selbst aktiv und kreativ zu werden!

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112 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Der Apfelbaum

Christian Berkel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 12.10.2018
ISBN 9783550081965
Genre: Romane

Rezension:

Erst hieß es: Ein Schauspieler der ein Buch schreibt….geht doch gar nicht, bitte nicht!

Dann hieß es: Wow, ein Schauspieler der wirklich schreiben kann – bitte mehr davon!

Und nun? Habe ich mir mein eigenes Bild gemacht und kann mir nun erklären wo der Jubel nach der Lektüre herkommt.

Der Apfelbaum ist ein sehr persönliches Buch des Schauspielers Christian Berkel über das Leben seiner Mutter.

Wunderbar wie Christian Berkel den Leser abholt und sich erklärt wie er dazu kam die Geschichte seiner Mutter aufzuschreiben.

Ein respektvoller Einstieg in die eigentliche Geschichte, die immer wieder gebrochen wird durch Einschübe aus der Gegenwart aus seiner heutigen Sicht, wenn er mit seiner Mutter die Vergangenheit ergründet.

Christian Berkel taucht in seine Kindheit ein, er ist als erwachsener Mann nun bereit zu ergründen warum seine Mutter sich so verhielt wie sie es hat. Dass vor seiner Zeit viel erlebt wurde, nicht immer Positives. Ganz im Gegenteil.

Behutsam und bedacht erkundet er das Leben und die Erlebnisse seiner Mutter – versucht zu rekonstruierte was passierte.

Fazit: Da möchte man ein Aufnahmegerät in die Hand nehmen und die Geschichte der eigenen Eltern aufschreiben um zu verstehen was sie zu dem gemacht hat, was sie sind. Nachspüren wo die eigenen Wurzeln sind.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

The Female Persuasion

Meg Wolitzer
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Chatto & Windus, 07.06.2018
ISBN 9781784742379
Genre: Sonstiges

Rezension:

Feminismus ist ein Thema, dass sich im 20. Jahrhundert pulsierend in die Zeitgeschichte eingearbeitet hat. Mal mit mehr Kampfgeist (60er & 70er Jahre) und mal mit weniger Aufmerksamkeit (2000er Jahre).

Mit einer neuen Generation an energetisch geladenen Frauen, die sich nicht scheuen für ihre Gleichwertigkeit und für eine gleichberechtigte Gesellschaft einzustehen, nimmt das Thema wieder an Fahrt auf.

Mit #metoo und viele andere feministische Bewegungen, die gerade wieder aktuell sind, hat sich das Thema Feminismus natürlich auch in der Literatur wieder eingefunden – zu Recht und auch noch saugut!

 

Das weibliche Prinzip von Meg Wolitzer hat eine junge Amerikanerin als Protagonistin Greer Kadetsky, die ihren Weg findet durch die teils widersprüchliche Welt. Der Roman ändert von Kapitel zu Kapitel (die aber zum Glück recht lang sind) die Perspektive und damit auch den Fokus was beleuchtet wird, mal aus der Sicht des Freundes Cory, mal aus der Sicht ihrer Mentorin, Faith Frank, die zugleich ihr großes Vorbild ist.  Toll an dem Roman sind die an die Handlungen geknüpfte moralische Diskussionen, die hier behandelt werden.

 

Fazit: Zu recht ein „notable book of 2018“ wie die New York Times schon schrieb!

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154 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 90 Rezensionen

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Ein Winter in Paris

Jean-Philippe Blondel , Anne Braun
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.09.2018
ISBN 9783552063778
Genre: Romane

Rezension:

Durch und durch französisch ist dieser Text! Im Mittelpunkt als Handlungsort steht ein Pariser Lycée, in der die Schüler einen Vorbereitungskurs auf die Uni absolvieren nach dem Abitur.

Einige mit dem Ziel um den berühmten Concours  zu bestehen, eine staatliche Prüfung um in den Staatsdienst aufgenommen zu werden, zB Lehrer.

Der Protagonist, Victor, stammt aus der Provinz, wodurch ein zweiter Themenkomplex in den Text fließt: französische Provinz vs. Paris!  Eine Hassliebe, die der Autor Jean-Philippe Blondel hier wunderbar raus arbeitet.

Und das Hauptthema des Romans ist der Suizid eines Mitstudenten aus einer anderen Klasse, Mathieu.  Ein Roman der von unerwarteten Beziehungen handelt, Verknüpfungen die sich durch Zufälle, positive wie negative, im Leben ergeben.

Das Buch könnte auch den Titel „Der Freund des Opfers“ heißen und den Inhalt mehr auf den Punkt bringen als der Titel „Ein Winter in Paris“.

 

Jean-Philippe Blondel hat schon einige gute Werke vorgelegt, die ich allesamt wärmstens empfehlen kann. Vor allem „6 Uhr 41“ war aus seiner Feder mein Favorit.

Das Buch hat eine sehr persönliche Note. Jean-Philippe Blondel verarbeitet hier einen Stoff den erst selbst erlebt hat in seiner eignen Zeit an einem Lycée in Paris in den 80er Jahren. Ein Selbstmord in der Nachbarklasse, ein Schrei der mental nie verhallt.

Daher ist es auch etwas anders im Ton als die anderen seiner Romane, das Buch wirkt an mancher Stelle wie ein gedankenverlorenes Erzählen des Autors und hat eine düstere Färbung.

Aber, wie alle Roman von ihm, ist die Sprache wunderbar, wie immer. Wie auf Seite 138: „Es ist besser, ein Meister der Illustrationen zu werden als der Spielball seiner Umwelt.“

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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Kälter als die Angst

Christine Drews
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2018
ISBN 9783404177882
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was gibt es besseres als sich bei düsterem nasskaltem Wetter zu Hause einzumummeln und einen Krimi zu schmökern? Mir fällt bei der Wetterlage momentan nichts Überzeugenderes ein.

Und hierfür kann ich empfehlen den neusten Band des Duos Charlotte Schneidmann & Peter Käfer von der Autorin Christine Drews. Ja, es ist bereits der 5. Fall der beiden und es kommt immer wieder zu Andeutungen und Verflechtungen der Vergangenheit, aber mich als Christine Drews-Erstleserin, hat es nur am Rande gestört. Natürlich ist es immer sinnvoller mit dem ersten Fall zu Beginnen (#1: Schattenfreundin). Deshalb hab ich den mir den schon besorgt und werde die ersten 4 Fälle in chronologischer Reihenfolge lesen.

Diese beiden Kommissare tummeln sich in Münster und es gibt für Ortskundige sicher viel wiedererkennbare Orte, da genannte Straßen, Stadtteile, historische Bauten real sind.

Zum Grad der Blutrünstigkeit: (zum Glück!) niedrig. Ich bin kein Fan von viel Blut, Gewalt und Abschlachtungen, daher genau meins! Ich mag Krimis, die spannend sind und ich nicht gleich weiß wer warum wen ermordet hat. Und das ist hier der Fall.

Daher ist das Cover ist aus meiner Sicht gruseliger als der Inhalt: Kälter als die Angst.

Die Autorin Christine Drews schreibt auch Drehbücher, was man dem Schreibstil anmerkt. Dieser Krimi könnte auch gut für die ARD & ZDF verfilmt werden.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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Das letzte Schaf

Ulrich Hub , Ulrich Hub , Jörg Mühle
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.09.2018
ISBN 9783551553843
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Erfrischend lustige Beleuchtung der Weihnachtsgeschichte aus schafiger Sicht. Da gab es mal diese verpeilte Schafherde, die auf einmal ohne Hirten waren, da diese sich wegen eines grellen Lichts auf die Reise gemacht haben…und nun? Auch hinterher! Klar.

Außerordentlich witzig wird hier eine skurrile Herde beschrieben wie sie ihren Weg bahnen zu dem Neugeborenen…kommen sie alle an? Das lest mal alle lieber selbst!

Bei diesem kurzen Text kommt man schnell ins Grübeln für welche Altersklasse diese Geschichte ist und sie bekommt das altbekannte Prädikat: 5-99! Unsere 5-jährigen haben nicht jeden Wortwitz verstanden, aber fanden die Geschichte gut, ich habe mich köstlich amüsiert und die Oma war auch begeistert. Also: für alle etwas, vor allem weil es kurzweilig ist.

Fazit: Wer also noch eine witzige kurze Unterhaltung sucht für die Weihnachtsfeiertage bekommt hier genau das richtig. Eher witzig als besinnlich, aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache.

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169 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 89 Rezensionen

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Deutsches Haus

Annette Hess
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 21.09.2018
ISBN 9783550050244
Genre: Romane

Rezension:

Frankfurt am Main im Jahr 1963, Deutschland hat es mit Hilfe der Alliierten wieder auf die Füße geschafft. Die meisten erfreuen sich an dem Wirtschaftswunder und wollen am liebsten die Vergangenheit ruhen lassen. Der Krieg hat viele Opfer gefordert. 1963 war auch das Jahr in dem die Ausschwitzprozesse stattfanden. Eine historisch spannende und so wichtige Zeit der startenden Aufarbeitung und Auseinandersetzung zwischen den Generationen. Diese ganze Reibung hat Annette Hess auf grandiose Weise zu einem Roman verarbeitet: Deutsches Haus. Der harte Stoff der Ausschwitzprozesse wird hier verwoben mit dem Leben der Dolmetscherin Eva Bruhns, die hier aus dem polnischen übersetzt. Aufgelockert wird das Ganze in dem alle Aspekte aus Evas Leben beleuchtet werden. Ihre Eltern unterhalten eine klassische Apfelweinkneipe in Bornheim und arbeiten hart, sind eher einfach gestrickt, haben das Herz am rechten Fleck sind aber trotzdem recht traditionell. Es gibt auch einen potenziellen Ehemann in Evas Leben, aber auch dieser zeigt sich wenig fortschrittlich in seiner Ansicht über die Ehe. Eva ist da schon gedanklich, ohne es selbst aussprechen zu können, weiter. Natürlich gibt es noch mehr Personen und Seitenhandlungsstränge, aber überladen ist es nicht.

Der Roman lässt sich super lesen, ist trotz des harten Stoffes unterhaltsam und sehr lehrreich. Natürlich schreit der Stoff nach einer Verfilmung. Da Annette Hess Drehbuchautorin ist, würde mich nicht wundern, wenn hieraus ein ARD- oder ZDF-Mehrteiler entsteht.

Für alle die Frankfurt gut kennen, sollte auch erwähnt werden, dass man trotz historischem Setting vieles kennt und dass natürlich noch mal ein wunderbarer Zusatzpluspunkt ist für die Lektüre. Besonders für Bornheimer! :0)

Ach ja, und es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass dies eine tolle Winterlektüre ist, denn man spürt förmlich das olle Wetter welches hier beschrieben wird.

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135 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

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Loyalitäten

Delphine de Vigan , Doris Heinemann
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 12.10.2018
ISBN 9783832183592
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch trifft einen genau da wo man genau zuhören sollte: in der Magengruben, sprich im Bauch. Es geht um Theo, der abwechselnd bei seien getrennten Eltern lebt. Er ist alleine und betäubt sich im wahrsten Sinne des Wortes: er trinkt mit knapp 12 Jahren Alkohol um die Sorgen und Ängste los zu werden. Seine Eltern sind beide seit der Trennung selbst psychisch auf sehr unterschiedliche Weisen für Theo abwesend und er fühlt sich schuldig, meint es lösen zu können – wo er doch das Kind ist das Halt und Geborgenheit bei den Eltern sucht.

Theo hat einen besten Freund, der zu ihm hält und ihm auf kindliche Weise loyal ist. Genau wie Theo seinen Eltern gegenüber loyal ist. Fatal.

Es gibt da nur diese eine Lehrerin, die spürt, dass da was nicht stimmt. Ist aber auch so in ihrer eigenen Vergangenheit gefangen, dass sie auch nicht erkennt was vor sich geht. Aber ihr Bauchgefühl trübt sie nicht.

 

Die Geschichte ist meisterlich erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven. Es kommen abwechselnd Theo, sein Freund Mathis, seine Lehrerin, seine Mutter und die Mutter seines besten Freundes zu Wort. Genial gemacht, denn so merkt der Leser, dass jeder unter der Oberfläche brodelt und kaum einen Blick für das Drama hat das sich dort vor ihren Augen abspielt. Interessant ist auch, dass Theo nicht durch einen Ich-Erzähler zu Wort kommt, sondern mittels einem allwissenden Erzähler.

Die Kapitel sind kurz und treiben einem beim Lesen an, dadurch wird das Gefühl der Abwärtsspirale noch stärker und man möchte einfach nur alle Erwachsenen anschreien und schütteln: Schaut hin! Er braucht Hilfe….

 

Keine schöne Lektüre, eher verstörend, aber wachrüttelnd. Es führt vor Augen welche Macht Eltern über ihre Kinder haben. Es zeigt vor allem was passieren kann, wenn man sich dem Kind nicht zuwendet. Anwesend sind sie und trotzdem nicht da für den Jungen.

 

FAZIT: Chapeau vor dieser prägnanten Sprache bei wechselnden meisterhaft erzählten Perspektiven. Wie ein Sog hat es mich in dieses Buch hineingezogen und mir diese erschütternde Geschichte erzählt, die mich ohnmächtig zurücklässt.

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Mädelsabend

Anne Gesthuysen
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.11.2018
ISBN 9783462051506
Genre: Romane

Rezension:

Jeder Mensch wächst mit seiner Familie auf und wird auf eine sehr persönliche Art durch Eltern, Großeltern, Freunden und sein weiteres Umfeld geprägt. Diese Prägung hat einen massiven Einfluss auf Entscheidungen, die jeder von uns im Leben fällt. Sehr persönlich fällt der Grad aus wie weit man sich vom traditionellen Familienverständis empanzipieren kann und will.  Auch darf man die indirekte Prägung durch Sehnsüchte der Eltern nicht außer Acht lassen.

 

In ihrem neuen Roman hat Anne Gesthuysen ein wunderbares Figurenkabinett zusammengestellt über mehrere Generationen um genau diesem auf den Grund zu gehen: Was macht die Familientradition mit einem, was will man, was kann man und wie entscheidet man sich.

Im Roman gibt es zum einen die Oma Ruth, die früh in die sehr traditionelle Familie ihres Mannes hineingeheiratet hat. Nach einem Unfall zieht sie mit ihrem Walther in ein Altenpflegeheim und nun ändert sich nach 65 Jahren Ehe (!) die Perspektive und der Zuspruch ihres Umfeld etwas zu ändern. Daher auch der Titel des Romans: Mädelsabend. Dann gibt es den Sohn aus dieser Ehe, der mit seiner Frau Lotte auch früh Kinder bekam und die letzte beschriebene Generation ist Sarah (Ruths Enkelin), die auch wiederum einen Sohn hat mit Lars. Die Figuren sind sehr unterschiedlich, machen verschiedenste Perspektiven auf und geben einem eines mit auf den Weg: jeder macht es anders, jeder hat seinen eigenen Weg und seine eigene Geschwindigkeit mit Veränderungen umzugehen und zu guter Letzt: die Gesellschaft hat sich zum Glück weiterentwickelt, nun muss man die Freiheit für sich selbst interpretieren und sich selbst ein Plätzchen finden, das glücklich macht. Natürlich kann sich das auch ändern und dann sollte man den Mut haben, die Ärmel hoch zu krämpeln und es anpacken.

Das ganze spielt am Niederrhein und man merkt dem Text an, dass die Autorin diese Gegend kennt wie ihre Westentasche.

 

Das Fazit ist auch zugleich ein Zitat aus dem Roman: „Das Leben ist keine Generalprobe.“ (Seite 365)

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

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Lotti und Otto

Collien Ulmen-Fernandes , Carola Sieverding
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Edel:Kids Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 07.09.2018
ISBN 9783961290086
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich habe dieses Bilderbuch mit meinen beiden 5jährigen Zwillingen - ein Mädchen und ein Junge - angeschaut und ich las vor. Klar, ist bei uns das Thema gerade aktuell - Was macht den Unterschied aus? Warum ist der eine so und der andere einfach anders?

Ich dachte das trennende Element überwiegt, aber ich wurde mit diesem Bilderbuch eines Besseren belehrt und war hinter sehr stolz auf meine beiden, denn sie sind gedanklich gendertechnisch weiter als viele viele Erwachsene.

Warum führe ich das so ausführlich aus? Weil es erklärt warum dieses Bilderbuch bei meinen Kindern eher auf Unverständnis stieß und sie sich über die Betreuer in diesem Camp wunderten.

Zum Inhalt, es geht um zwei Otter die zufälligerweise gleich aussehen und sich in einem Sommercamp treffen. Otto hat eher "mädchenhafte" Vorlieben und Hobbies und Lotti hat eher "jungenhafte" Interessen.

Aufgeklärte und nicht traditionell Heranwachsende können, wie ich merkte, mit dieser Differenzierung nichts anfangen. Wie meine Tochter so schön kommentierte: "Jeder kann doch machen was einem Spaß macht!"

Die Zeichnungen sind super niedlich und sehr toll, es macht auf jeden Fall Spaß, dass Buch zu betrachten.

Fazit: Wenn geschlechterspezifische Unterschiede im Verhalten ein Thema sein sollte oder eines daraus gemacht wurde durch Dritte und man aus dem Starren Muster einen Ausweg lotsen möchte, dass man geschlechtsneutraler durchs Leben gehen sollte, dann ist es ein passendes Bilderbuch.

Für aufgeklärte tolerante offene Kinder ist es eher fraglich bzw. stößt auf Unverständnis warum nicht jeder machen kann was er will.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Wer das Christkind beschützte

Annette Langen , Ute Simon
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 25.09.2018
ISBN 9783649623212
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich habe das Bilderbuch 'Wer das Christkind beschützte' geschrieben von Annette Langen mit meinen beiden 5jährigen angeschaut und ich las vor.
Zunächst wurden besonders die Bilder von Ute Simon bewundert und der Buchdruck, denn das Buch hat silbrig glizernde Spinnenweben. Ein absolutes Highlight, da muss man schon auf jeder Seite mal drüber fassen. Also haptisch top!
Der Text hält sich in Grenzen, also wunderbar auch mit 3jährigen lesbar, keine Überforderung aus meiner Sicht. Für die Kleinsten ein schönes Bilderbuch mit wunderschönen Bildern und die erste Heranführung an die Weihnachtsgeschichte ohne viele Details.
Aber es hat auch für meine Großen noch einen besonderen Reiz gehabt, denn der Text erzählt nicht die klassische Weihnachtsgeschichte, sondern eigentlich die Geschichte einer Spinne die einem Paar mit Baby hilft. Für ältere Kinder ein veränderter Blickwinkel auf das Geschehen, wo man viele Fragen stellen kann beim Vorlesen und die Geschichte eigentlich mit den Kindern und der Spinne zusammen erzählt.
Daher ist mein Fazit: Tolles Bilderbuch über viele Altersklassen hinweg (ab 3 bis 6 Jahren) und auch wunderbar gemeinsam lesbar und erlebbar!

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

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Ofirs Küche

Ofir Raul Graizer , Manuel Krug
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.11.2018
ISBN 9783458177661
Genre: Sachbücher

Rezension:

 

Frena, Shug, Sheikh Mahshi und Maklouba – schon mal gehört? Nee? Eine Idee was das sein soll? Orte? Bauten? Berühmtheiten? Nein! Es sind leckere Gericht aus der israelisch-palästinesischen Küche. Vor Ofirs Küche kann ich diese Gerichte auch nicht! Und mittlerweile frag ich mich warum – so ignorant kann man doch gar nicht sein.

Jedenfalls hat Ofir Raul Graizer, der eigentlich nicht nur Koch sondern auch Filmregisseur ist, hier ein Kochbuch mit 80 Gerichten zusammengestellt.

Bisher haben wir das leckere Shashuka nachgekocht und einige andere und waren beglückt vom leckeren Essen. Ich bin insgesamt von dem atmosphärisch tollen Buch begeistert Die Fotos passen klasse, die Texte sind wunderbar und bringen Leben in die Gerichte. Die Einführung und die Texte zwischen den Rezepten machen es sehr persönlich und fast zu einem netten Lesebuch.

Aber bei den Gerichten tat ich mich zunächst trotz Glossar am Ende wo das ‚Kochen mit Gewürzen‘ und ‚Kochen mit Kräutern‘ erklärt wird schwer. Warum brauch der Zitrusfrüchtekuchen Canola-Öl? Ja, es ghet auch Sonnenblumenöl! Und wo bekomme ich Matzenmehl her? Alles lösbar und kein großes Problem, aber man sollte sich Bewusst sein, dass man nicht mal kurz liest und im Supermarkt um die Ecke alle Zutaten einsammelt. Und Zeit zum Kochen sollte man auch haben, einige Gerichte haben es zeitlich in sich. Aber wenn man sich „eingearbeitet hat“, wird man reich beschenkt mit neuen Geschmackserlebnissen. Dieses Dressing mit Datelsirup – to die for! Allerdings teilt meine Tochter seine Liebe zur Aubergine nicht….;0)

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Reisehandbuch Deutschland im Winter - Reiseführer

Aylin Krieger , Stefan Krieger
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Reisedepeschen Verlag, 31.08.2018
ISBN 9783963480027
Genre: Sachbücher

Rezension:

In der kalten Jahreszeit wird es gerne mal ungemütlich draußen und viele wollen einfach nur noch auf der Couch sitzen und in einen Winterschlaf verfallen.

Dabei gibt es so super Ziele und viele tolle Aktivitäten, die auch im Winter attraktiv sind oder sogar grade im Winter Freude bereiten!

Nun hat sich der neue Nischen-Verlag ‚Reisedepeschen’ hierzu eine besonders feines Projekt ausgedacht und tolle Winter-Reiseziele in Deutschland zusammen getragen.

Dieses tolle Buch ist eine Ansammlung von Ideen von verschiedensten ReiseBlogs, wie der Untertitel schon verlauten lässt ‚Geheimtipps von Freunden’! Sprich, hier hat nicht nur eine oder zwei Personen gesammelt, sondern viele, die auch sehr nett genannt und vorgestellt werden. Da bekommt man auch gleich Lust auf den Blogs weiterzustöbern.

Es sollte auch gesagt sein, dass nicht alle Regionen gleichverteilt auftauchen nur damit es vollständig ist. Nicht vollständig ist der Abspruch sondern gut & persönlich sollen die Tipps sein!

Aber nicht nur das, man merkt beim Blättern und Entdecken, dass in dem Buch viel Herzblut steckt.

Landkartenelemente und Stadtpläne sind super gestaltet. Auch alle anderen graphischen Abbildungen und Illustrationen sind genau meins. Mir gefällt das außergewöhnliche Design extrem gut. Auch die Covergestaltung ist hinreißend.

Merkt man, dass ich das Buch toll finde? 😉

Ich wünsche dem Reisedepeschen Verlag viele neue Anhänger und freue mich auf den nächsten Off-Mainstream Reiseführer um Reisefieber zu bekommen!

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204 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Die Schokoladenvilla

Maria Nikolai
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Penguin, 08.10.2018
ISBN 9783328103226
Genre: Historische Romane

Rezension:

Um 1900 waren Frauenrechte kein Thema. Frauen heirateten und waren dann komplett von ihren Männern abhängig und ihnen ausgeliefert. Kein Wahlrecht, keine eigenen Konten usw… Stelle man sich das mal vor?! Grauenvoll. Und genau das kann man beim Lesen miterleben in der ‚Schokoladenvilla‘ von Maria Nikolai. Es ist eine dramatische Familiengeschichte um Schokoladenfabrikbesitzerfamilie Rothmann in Stuttgart. Es spielt 1903, im Mittelpunkt steht die Tochter des Hauses im heiratsfähigen Alter, die gegen den Patriarchenvater aufbegehrt. Ihre Mutter ist weit weg auf einer Kur am Gardasee und die Zwillingsbrüder treiben viel Unsinn. Und dann ist da noch ein ominöser Mann, der auch eine immer größere Rolle spielt.

Über 600 Seiten Familiengeschichte mit Drama & Liebe im historischen Kontext der Jahrhundertwende um 1900. Hört sich anstrengend an und etwas „too much“? Auf keinen Fall! Ja, natürlich ist das keine hochtrabende Literatur, aber sehr unterhaltsam und wirklich Balsam für die Seele. Ab und an ist das auch was Feines zu lesen.

Was ich schätze ist die unaufgeregte Art wie es erzählt wird, ganz ohne Patos.

Ich freu mich auf die kommenden beiden Bände, da mir die ganze Familie ans Herz gewachsen ist!

Und wer sich in Stuttgart und Degerloch auskennt wird sich über die vielen Orte freuen, die detailiert vorkommen!

Fazit: Leichter unterhaltsamer Roman mit leichtem Spannungsbogen. Wunderbar für die Weihnachtszeit – wenn man sich unter einer kuscheligen Decke auf der Couch verkriechen mag zum Lesen.

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127 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

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Vier Tage in Kabul

Anna Tell , Ulla Ackermann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.08.2018
ISBN 9783499273841
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller „Vier Tage in Kabul“ von Anna Tell ist ein sehr spannendes Debüt geworden. Was für diesen Thriller spricht ist das fundierte Wissen und die Erfahrung auf die die Autorin zurückgreifen kann. Die Autorin ist selbst Kriminalkommissarin und hat viele Einsätze im In-und Ausland absolviert für Schweden, auch als Unterhändlerin ist sie tätig geworden. Also, hier schreibt jemand der weiß wie es in der Realität ist und das merkt man dem Text.

Die Protagonistin, Amanda Lund, Kriminalkommissarin aus Stockholm, ist plausible beschrieben und auch ihre inneren Auseinandersetzungen konnte ich gut nachvollziehen. Das gilt natürlich auch für alle anderen Figuren, die hier auftauche.

Was die „Vier Tage in Kabul“ auch so unterhaltsam macht, sind die kurzen Kapitel und die ständigen Szenenwechsel. Kurz und knapp, gehetzt wie es ist, wenn man 2 vermisste Botschaftsmitarbeiter sucht und noch andere Stränge zunächst Rätselhaft eingeflochten werden. Aber das sei genug gesagt zum Inhalt.

Spannend fand ich persönlich auch, dass trotz Schwerpunkt in Kabul das Schwedische immerzu präsent ist.

Fazit: Unterhaltsamer Reihenauftakt um die Kriminalkommissarin Amanda Lund. Ich werde sicherlich den zweiten Band auch lesen!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Die Eichhörnchenpiraten

Sibylle Rieckhoff , Derek Roczen
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 09.10.2018
ISBN 9783522184663
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Eichhörnchen vergraben ihre Nüssen überall im Wald, genauso wie diese hier im Buchtenwald. Aber diese Gruppe ist nicht die Schlauste, denn sie erinnern sich an gar kein Versteck und haben nun Sorge den Winter nicht zu überstehen. Gut, dass die Möwe Einauge vorbeischneit und die Idee hat in See zu stechen um auf einer Insel riesige Nüsse zu holen: Kokosnüsse! Und das Abenteuer beginnt…

Die Geschichte ist super spannend geschrieben und die Kapitel sind schön kurz gehalten. Praktisch für Leseanfänger damit es nicht zu lang wird und genauso beim Vorlesen…ein Kapitel mehr geht immer! Vor allem hat jedes Kapitel einen Cliffhanger! Wirklich unglaublich diese Spannungsbögen. Und das Ende hat auch einen ganz gewaltigen Cliffhanger, da MUSS einfach noch ein weitere Band kommen, sonst wäre das zu schade.

In Teilen erinnert das ganzen im positiven Sinne an Jim Knopf und die Wilden 13, wenn sie alle auf einer Insel landen, die Piraten sich mit Rumrosinen voll stopfen und dann die Gefangenen flüchten.

Die Bilder von Derek Roczen sind reichhaltig und ergänzen den Text der Autorin Sibylle Rieckhoff fabelhaft.

Sprachlich in weiten Teilen auch gut getroffen, mir waren die Piraten, auch wenn es natürlich einen rauen und harten Umgang reflektieren soll zu viele negative Wörter enthalten…da ist die „miese Bande“ und „Verdammt, euch gibt es ja auch noch“, dann ist da wieder was „Bäh! Ekelhaft!“ Eine Beobachtung, die uns natürlich nicht vom guten Lesestoff abhält. Sicherlich beim Vorlesen bei 5jährigen auch auffälliger als beim 8jährigen Kind, das selbst liest. Da ist die Prägung schon eine andere. Positiv am Text war die Wortvielfalt, ideal um den kindlichen Wortschatz zu erweitern.

Das Lesealter ist mit 6 bis 8 Jahre angegeben und trifft es für dieses Buch recht gut, ich würde die Untergrenze auf 5 Jahre zum Vorlesen absenken, da reichlich Bilder auch zum Mit-Hineinschauen anregen und die Vorstellungskraft noch stark unterstützt wird.

Fazit: Meine beiden 5jährigen waren begeistert und am liebsten hätten sie immer weiterlesen wollen (also ich vorlesend), da es soooooo spannend war!

Eichhörnchen vergraben ihre Nüssen überall im Wald, genauso wie diese hier im Buchtenwald. Aber diese Gruppe ist nicht die Schlauste, denn sie erinnern sich an gar kein Versteck und haben nun Sorge den Winter nicht zu überstehen. Gut, dass die Möwe Einauge vorbeischneit und die Idee hat in See zu stechen um auf einer Insel riesige Nüsse zu holen: Kokosnüsse! Und das Abenteuer beginnt…

Die Geschichte ist super spannend geschrieben und die Kapitel sind schön kurz gehalten. Praktisch für Leseanfänger damit es nicht zu lang wird und genauso beim Vorlesen…ein Kapitel mehr geht immer! Vor allem hat jedes Kapitel einen Cliffhanger! Wirklich unglaublich diese Spannungsbögen. Und das Ende hat auch einen ganz gewaltigen Cliffhanger, da MUSS einfach noch ein weitere Band kommen, sonst wäre das zu schade.

In Teilen erinnert das ganzen im positiven Sinne an Jim Knopf und die Wilden 13, wenn sie alle auf einer Insel landen, die Piraten sich mit Rumrosinen voll stopfen und dann die Gefangenen flüchten.

Die Bilder von Derek Roczen sind reichhaltig und ergänzen den Text der Autorin Sibylle Rieckhoff fabelhaft.

Sprachlich in weiten Teilen auch gut getroffen, mir waren die Piraten, auch wenn es natürlich einen rauen und harten Umgang reflektieren soll zu viele negative Wörter enthalten…da ist die „miese Bande“ und „Verdammt, euch gibt es ja auch noch“, dann ist da wieder was „Bäh! Ekelhaft!“ Eine Beobachtung, die uns natürlich nicht vom guten Lesestoff abhält. Sicherlich beim Vorlesen bei 5jährigen auch auffälliger als beim 8jährigen Kind, das selbst liest. Da ist die Prägung schon eine andere. Positiv am Text war die Wortvielfalt, ideal um den kindlichen Wortschatz zu erweitern.

Das Lesealter ist mit 6 bis 8 Jahre angegeben und trifft es für dieses Buch recht gut, ich würde die Untergrenze auf 5 Jahre zum Vorlesen absenken, da reichlich Bilder auch zum Mit-Hineinschauen anregen und die Vorstellungskraft noch stark unterstützt wird.

Fazit: Meine beiden 5jährigen waren begeistert und am liebsten hätten sie immer weiterlesen wollen (also ich vorlesend), da es soooooo spannend war!

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33 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

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Hysteria

Eckhart Nickel
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.09.2018
ISBN 9783492059244
Genre: Romane

Rezension:

Dieser Roman lässt mich einerseits etwas ratlos irritiert zurück und zugleich auch nachdenklich.

Entdeckt habe ich den Roman Hysteria von Eckhart Nickel auf der LongList des Deutsche Buchpreises 2018. Thema klang außerordentlich interessant und los ging es.

Der Roman spielt in der nicht allzu fernen Zukunft, in der die Gesundheitspolizei bei Konsum von gefährlichen Substanzen wie Koffein, Alkohol und Nikotin eingreift.

Hier wird der heutige Trend der gesunden und sportlichen Lebensweise fortgeschrieben und überspitzt. Auch gibt es eine neue Bewegung, der Ursprung dieser sich gesundenden Gesellschaft: das spurlose Leben.

Diese Bewegung möchte den Eingriff des Menschen in die Welt eliminieren und seine Spuren verschwinden lassen. Auch gibt es immer wieder neue Vorstöße der Kontrolle, dass beispielsweise nur an Tagen die ein N enthalten Fleisch gegessen werden darf.

An sich eine gute Idee. Dann kommt die eigentliche Geschichte dazu, ein paranoider hypersensibler Protagonist, der eine Beere auf dem Markt findet und sich über die Konsistenz zu wundern beginnt. Fortwährend hatte ich beim Lesen das Gefühl, entweder ich folge hier einem alten senilen Mann oder er ist auf dem Weg eine bedeutende Entdeckung zu machen, die uns fassungslos zurück lässt. Auch Zeitsprünge in die Vergangenheit passieren, die zwar deutlich herausgearbeitet werden, aber mich persönlich trotzdem verwirrten.

Der Text ist wohl ausformuliert und wirklich gut geschrieben. Eckhard Nickel hatte eine gute Idee und einen phantastischen Schreibstil, aber in der Kombination mit einer erzählten Geschichte nicht ganz gelungen.  

 

Fazit:  Hinterfragen von dogmatischen Vertretern einer Richtung ist immer sinnvoll - nicht hörig alles glauben! Ein hervorragender Schreibstil mit toller Idee, aber leider nicht zufriedenstellend umgesetzt.

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147 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

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Die Schwestern vom Ku'damm

Brigitte Riebe
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 23.10.2018
ISBN 9783805203371
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich bin in West-Berlin geboren und aufgewachsen. Das Bewusstsein West-Berliner war vor dem Mauerfall und auch noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, danach sehr ausgeprägt. Wir Insulaner waren eine eingeschworene Gemeinde, gefühlt sprach man über 100 Leute, dabei war es eine halbe Metropole! Und wie kam dieses Bewusstsein zustande? Dieser tolle Roman von Brigitte Riebe vermittelt ein Gefühl wie es nach dem 2. Weltkrieg gewesen sein musste im westlichen Teil der Stadt zu leben, wie man eben zu so einem Insulaner wurde. Sehr prägend. Der Auftaktroman einer Trilogie „Die Schwestern vom Ku’damm – Jahre des Aufbaus“ spielt in den Jahren 1945 bis 1951 in Berlin. Alle historischen Phasen und Fakten werden hier wunderbar eingebettet in eine vielschichtige Familiengeschichte. Auch die sich ständig veränderten Bedingungen sind gut herausgearbeitet – von der Stunde Null bis hin zur Währungsreform – alles drin!

Familie Thalheim besaß vor dem Krieg ein Kaufhaus auf dem Ku’damm, dass zerbombt wurde. Nun setzt die älteste Tochter der Familie, Rieke, alles daran es irgendwann wieder aufbauen zu können nach dem Kriegsende. Das ist der Hauptstrang, aber keine Sorge, da passiert so wahnsinnig viel mehr. Es geht politisch zu, es wird geliebt, es wird verteufelt, Karrieren nehmen ihren Lauf, alte Weltbilder wackeln, Frauen emanzipieren sich, Vergangenheiten werden aufgearbeitet und vieles mehr! Kaum zu glaube, dass das Buch „nur“ etwas knapp über 400 Seiten hat.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da der Text und die Dialoge sich auf das Wesentliche fokussieren und nicht alles und jede Minute dokumentiert wird. Wie ich finde es hat eine punktuelle Detailgenauigkeit, die faszinierend ist, aber genauso werden Tage und Wochen übersprungen, wenn es die Geschichte nicht wesentlich bereichert. Gelungen. Auch sind die Personen vielschichtig und menschlich, es gibt Entwicklungen und Reibungen – das braucht es bei guten Geschichten.

Und die Sprache darf nicht unerwähnt bleiben, da macht mein Berliner Herz natürlich einen Satz, wenn ab und an Berliner Wörter und Berlinerisch auftaucht. Ick freu mir! Echt knorrke. Hat dem Ganzen eine sehr authentische Note gegeben. Ebenso wie die genauen Straßenangaben!

Habe es sehr sehr gerne gelesen und freue mich nun auf Teil 2!

Fazit: Entweder man liest den Roman weil man an Geschichte interessiert ist oder weil man Familiengeschichten liebt – oder im besten Fall: beides!

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

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Manhattan Beach

Jennifer Egan , Henning Ahrens
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 29.08.2018
ISBN 9783103973587
Genre: Romane

Rezension:

Welche Bilder prasseln einem ins Hirn wenn man an die 40er Jahre denkt? Krieg, genau! Und welche Bilder werden bei dem Gedanken an New York freigesetzt? Skyscraper, Times Square, Wall Street, Central Park und vieles mehr, richtig.

Was passiert nun, wenn man sich in das New York der 40er Jahre versetzt und dann auch noch die Navy Hafenanlage in den Fokus nimmt? Genau – mind blowing! Jennifer Egan zeigt uns New York aus einem unbekannten Blickwinkel mit ihrem Roman ‚Manhattan Beach‘. Im Grunde auch eher Brooklyn, aber eben auch New York! Dieser Blickwinkel ist so völlig anders ist als was man sonst literarisch über New York in die Hände bekommt.

Manhattan Beach ist witzigerweise ein Abschnitt in Brooklyn auf des weltbekannten Coney Island, man müsste praktisch heutzutage an der Haltestelle Brighton Beach aussteigen und noch weiter den letzten Zipfel zu erkunden.

Der Roman hat also schon mal ein ungewöhnliches Setting. Jetzt nehme man noch eine junge Frau dazu, Anna, die ein sehr offener und feministischer Charakter ist, die damals sicherlich eher als schwierig und aufmüpfig wahrgenommen wurde. Anna, die in dieser Zeit auch noch in den Navy Docs arbeitet und eben mehr will als die Damen um sie herum. Und nun, ein Geheimnis muss es geben, ihr Vater verschwindet spurlos als Anna ein Teenager ist…

Mit hat der Roman gut gefallen, weil er mir das Eintauchen in eine vergangenen Welt ermöglich hat, die ich so bisher nicht wahrgenommen habe. Nur auf Rundfahrten um Manhattan Island wird die Navy Werft erwähnt, aber ich schenkte dem wenig Beachtung. Fatal, wenn man die riesige Anlage von einst mit diesem Roman begreifen lernt.

Was macht den Roman aus? Vor allem der Schreibstill den Jennifer Egan, selbst in der Übersetzung, so überzeugend liefert, macht den Roman großartig. Sie schreibt einerseits melancholisch, aber so gar nicht kitschig, obwohl die Romanfiguren zum Teil harte Schläge ertragen müssen. Auch die Bilder die sie heraufbeschwört sind gut eingeflochten und wirken weder überfrachtend noch deplatziert.

Fazit: Ein schönes Stück Literatur. Lesenswert für jedermann!

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Ziemlich beste Schwestern - Mit Karacho in den Winter

Sarah Welk , Sharon Harmer
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 12.09.2018
ISBN 9783845826004
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Was machen zwei ziemlich beste Schwester im Winter? Quatsch natürlich! Im dritten Band des Duos um Mimi und Floh „Mit Karacho in den Winter“ von Sarah Welk und der Illustratorin Sharon Harmer geht es wieder hoch her! Wir haben Tränen gelacht und uns mit den beiden gefreut und auch manchmal den Kopf eingezogen, wenn es Ärger gab. Wunderbar wie die beiden Schwestern das gebaute Schneedorf in den Gefrierschrank räumen und alles andere weichen muss oder wie ausversehen das Katzenfutter in Papas Schlittschuh landet und er es leider leider erst beim Einsteigen in den Schuh merkt. Ops. Aber dann können sie auch Stolz auf sich sein als sie einer Kuh beim kalben helfen.

Für die Lektüre des 3. Bandes ist es nicht erforderlich die ersten beiden Bände zu kennen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese dann auch gewünscht werden! (Band 1: Quatsch mit Soße und Band 2: So ein Affentheater).

Geeignet für Erstleserinnen und auch für Erstleser trotz sehr mädchenhafter Aufmachung geeignet. Jungs spricht der Inhalt genauso an! Mein Sohn fand es auch mega witzig und mag die beiden sehr! Mimi und Flo sind, wie Mädchen im echten Leben, nicht zimperlich und es kracht auch mal zwischen ihnen gewaltig. Lebensfroh und kreativ gehen die beiden ihren selbstgewählten Aktivitäten nach.

Auch geeignet zum Vorlesen ab 5 Jahren. Bilder gibt es, aber nicht zu viele, das Buch ist eher textlastig, aber trotzdem wenig Text pro Seite für die Leseanfänger.

Fazit: Ziemlich beste Schwestern haben auch im Winter gnadenlos viel Spaß. Ein Buch zum Einkuscheln und Lesen im kalten Winter!

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Snuffi Hartenstein und sein ziemlich dicker Freund

Paul Maar , Sabine Büchner
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 24.09.2018
ISBN 9783789108174
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Snuffi Hartenstein ist bei uns eingezogen und wir sind alle SEHR glücklich darüber! Wer Snuffi ist? Ein imaginärer Hund, der leider von seinem letzten Besitzer Niko vergessen wurde, weil er einen echten menschlichen Freund fand, Ole. Was für eine Frechheit! Und nun war Snuffi erst mal auf sich alleine gestellt und schwups traf er den Mops Mucki. Der auch von seinem Besitzer Ole vergessen wurde und wie es der Zufall will, genau aus dem gleichen Grund und dann auch noch von Snuffis Vorbesitzer! Die beiden imaginären Hunde wollen sich dann wieder in die echte Welt versetzen und schaffen es auch. Das ganze endet damit, dass ein einsames Mädchen mit beiden Hunden befreundet ist!

Dieses sehr kreative und imaginäre Werk von Paul Maar, anderes ist von ihm glücklicherweise nicht zu erwarten, ist wirklich entzückend! Liebevoll wird hier das Thema imaginierte Freunde zum Thema gemacht und spielerisch aufgegriffen in einer Geschichte aus einer anderen Welt.

Erstaunlich fand ich wie „normal“ meine Kinder dieses doch sehr phantasievolle Buch empfunden wurde. Toll!

Geeignet zum Vorlesen ab 4 Jahren und weiterhin interessant bis in die 1./2. Klasse zum Selbstlesen. Wenig Schrift auf jeder Seite steigert das Vergnügen beim Zuhören und auch beim Vorlesen, da die Illustrationen von Sabine Büchner wirklich toll sind. Einfach zum Verlieben.

Fazit: Kurzer grandios toller Happen zum Vorlesen. Von Snuffi und seinem Kollegen würden wir gerne mehr sehen und hören. Herzallerliebst! Ein Muss!

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Ein Keim kommt selten allein

Markus Egert , Frank Thadeusz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 10.08.2018
ISBN 9783864930683
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nach ‚Darm mit Charme‘, ‚Hautnah‘, ‚Viva la Vagina‘ und vielen anderen Körperteilen die den Buchmarkt erobert haben, kommt nun auch ‚Ein Keim kommt selten allein‘ (nicht zu verwechseln mit ‚Keim daheim‘)! Als Nicht-Mediziner lass ich mich gerne mal von Fachpersonal mit kuriosen Fakten versorgen für gute Small Talk Gespräche und vor allem mein Wissen über das jeweilige Gebiet erweitern.

Und bei unseren (für das Auge) unsichtbaren Mitbewohnern war ich besonders überrascht was ich alles nicht wußte....na ja, ob ich wirklich wissen wollte wieviel Männer ihre Hände nicht waschen nach einem Toilettengang...nun gut.

 

Das Buch ist erfrischend locker geschrieben, auch wenn bei längerer Lektüre am Stück einige Wiederholungen erkennbar sind. Daher gut als Ubahn-Lektüre geeignet, Unterbrechung bringen einen nicht sonderlich aus dem Lesefluss.

Sicherlich eine gute Idee, dass Markus Egert sich von einem Journalisten Frank Thadeusz hat unterstützen lassen. 

Zu Beginn hätte ich mir mehr Zeichnungen gewünscht, gerne auch Comichaft, dem Stil des Textes entsprechend. Das war in der Einführung schon recht trocken. Und ich hatte LK Chemie und Bio Grundkurs, ja lange her, aber mein Grundverständnis der Materie ist noch vorhanden. Wer sich mit Grundbegrifflichkeiten schwer tut, könnte auch Visualisierung gut finden. Aber um die Kritik abzumildern, dass Buch ist selbst schon für höhere Mittelstufenklasse geeignet...bei Interesse.

 

Viel Wissenswertes was sich auch umsetzen lässt für die Haushaltshygiene und Mythenaufklärung a la nicht jeder Keim ist schlimm. Und ja, ein wenig Angst bekam auch ich als ich von Staphylococcus aureus hörte. Aber das gehört dazu. 


Fazit: Jetzt weiß ich wieder warum ich meine Kinder ständig nerve die Hände zu waschen!

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163 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

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Ein unvergänglicher Sommer

Isabel Allende , Svenja Becker
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 13.08.2018
ISBN 9783518428306
Genre: Romane

Rezension:

Seit vielen Jahren sehe ich in regelmäßigen Abständen wieder einen neuen „Allende“ in den Buchläden, die schnell zu Bestsellern werden durch ihre große Fangemeinde. Nachdem nun Denis Scheck in seiner Sendung ‚Druckfrisch‘ den neuen Roman ‚Ein unvergänglicher Sommer’ nicht in die Tonne gekloppt hat, horchte ich auf! Hielt ich die Isabel Allende Romane bisher für „Romane für Frauen im besten Alter“. Nun gut, also hab ich mir ‚Ein unvergänglicher Sommer‘ vorgenommen und in der Tat in 2 Tagen (im Urlaub) gelesen. Was man Senora Allende lassen muss, ist ein Schreibstil mit Sogwirkung. Da will man einfach weiterlesen. Auch hat mir die geschichtlichen Nuancen der südamerikanischen Geschichte sehr gefallen. Da ist mein Wissen bisher begrenzt. 

Nun kommt ein großes Aber, denn hätte ich nur die ersten 20 Seiten gelesen, hätte ich es als schnulzig für Frauen jenseits der 60 J. abgetan. 

Es geht um 3 Personen, die alle eine so schicksalhafte Vergangenheit haben und sich dann auch noch zufällig zusammen in eine Tat verstricken. Mmhhh, unterhaltsam, aber an den Haaren herbei gezogen. Da kommt wirklich alles vor in der Summe was einem schlechtes widerfahren kann.

Wer sind die drei? Ein Amerikaner, der lange in Brasilien lebte. Eine junge illegale Guatemaltekin und eine geschiedene Chilenin.

 

Ah, und das ganze ist eher mit Fokus Südamerika zu sehen als New York. Zwar der zentrale Handlungsport, aber durch die gesamte Aufarbeitung der drei Vergangenheiten, nicht sonderlich relevant.

 

Und da ich überhaupt keine spirituelle Person bin oder an Esoterik glaube, waren mir manche Passagen einfach zu viel des Guten.

 

Fazit: Es gibt nun noch mehr als 20  weitere Allende-Romane. Vielleicht lese ich ‚Das Geisterhaus‘ in 10 Jahren mal....denn die Passagen die politischen Hintergrund liefern über Südamerika sind schon sehr gut! 

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137 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

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Mit der Faust in die Welt schlagen

Lukas Rietzschel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 07.09.2018
ISBN 9783550050664
Genre: Romane

Rezension:

Deutschland hat so einige Probleme und eines davon ist die aufkeimende und sich bereitmachender Rechtsradikalität. Die aggressive Feindlichkeit macht mich sprachlos die Menschen entgegengebracht wird, die im Grunde ihre Heimat und ihr Leben verloren haben und wieder von neuem beginnen müssen. Ich wollte versuchen zu verstehen wie es dazu kam und Ursachenforschung zu betreiben mit der Lektüre des Romans „Mit der Faust in die Welt schlagen“ von Lukas Rietzschel.

Der Roman beleuchtet die Kindheit und Jugend zweiter Brüder, die in Ost-Sachsen auf dem Land aufwachsen. Mit dem Roman begleiten wir die beiden, werden episodenweise mitgenommen und lernen sie über aneinander gereihte Szenen kennen.

Lukas Rietzschel trifft den Ton der Trostlosigkeit und des Verfalls gnadenlos. Perspektivlos und desillusioniert wird hier die Lage der Erwachsenen portraitiert. Und mittendrin die nächste Generation, die Unterstützung und Bestärkung bräuchte um ihren Weg zu gehen stattdessen werden sie täglich mit den Verlierern der Gesellschaft konfrontiert und glauben, dass dies die einzige mögliche Realität sei. Alleine gelassen werden die Kinder mit einem verwirrenden Schweigen der Erwachsenen anstatt aufgeklärt und gebildet zu  werden!

Das Buch stimmt mich traurig, zu wissen, dass Kinder und Jugendliche in dieser Trostlosigkeit heranwachsen und dann den ersehnten Halt bei Rechtsradikalen finden, die ihnen eine Gemeinschaft und eine vermeintliche Zukunftsperspektive bieten. Fatal.

Der Roman liefert keine Antworten, analysiert nicht, es gibt keine Metaebene. Was er macht ist Einblick gewähren in eine Welt, die Vielen unbekannt ist. Eine Momentaufnahme, wie ein großes Bild aus dem der Leser sich mit dem eigenen Wissensdepot eine Idee vom der Lebenswirklichkeit machen kann. Mehr (leider) auch nicht. Ich fand das Buch der aktuellen Situation geschuldet, passend und wichtig.

Auch ist die (bisher kurze) Lebensgeschichte des Autors beeindruckend, der genau weiß wovon er schreibt, da er in Ost-Sachen groß geworden ist und dem Sumpf entkam. Auch ist die Medienresonanz dieses Romans beeindruckend.

Trotz allem wurde ich über die 300 Seiten nicht mit dem Schreibstil des Autors warm. Mir hat es streckenweise nicht gefallen wie die Sprache recht hochgestochen war und zugleich abgehackt.

 

Fazit: Brandaktuell, ein erschreckender Einblick in eine unschöne Parallelwelt!


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