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1.901 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 183 Rezensionen

liebe, sex, erotik, abbi glines, rush of love

Rush of Love - Verführt

Abbi Glines , Heidi Lichtblau
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.05.2013
ISBN 9783492304382
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Das Buch "Rush of Love - Verführt" von Abbi Glines ist der erste Teil einer Reihe... und glaubt mir, hier muss noch ein Buch folgen!

Das Buch ist atemberaubend. Es ist wunderschön, süß und heiß. Und dünn. Viel zu dünn für meinen Geschmack. Das Ende ist - das muss ich euch jetzt als allererstes sagen! - anders, als man es erraten würde und... naja, es folgt, wie nicht anders zu erwarten, ein Cliffhanger!

Aber bis zu dem Ende ist das Buch richtig gut! Es ist spannend, aufregend... Blaire trifft auf viele neue Leute, die ihr genauso unbekannt sind, wie dem Leser auch. Wir lernen sie also alle erst gemeinsam mit Blaire kennen. Versuchen sie einzuschätzen, beginnen gewisse Personen zu hassen, über sie den Kopf zu schütteln oder Blaire sagen zu wollen, dass sie sich mal beherrschen soll. Aber die meiste Zeit über ist Blaire ein Mädchen, das man aus seinem tiefsten Inneren heraus verstehen kann. Und... ja. Ihr Leben war nicht einfach und ist es sicherlich noch immer nicht. Keiner will es ihr wirklich einfach machen, weshalb sie immer weiter kämpft. - Und im Kämpfen ist sie gut!

Rosemary-Beach ist eine Gegend, in der es wichtig ist, wer arm, wer reich und wie viel Geld dein Gegenüber hat. Als Blaire dort ankommt und wirklich nichts hat, außer die Klamotten am Leib, einen Truck und ein kleines Köfferchen, wird sie selbstverständlich erst einmal komisch angeschaut. Und dann wäre da auch noch die Sache mit dem Geheimnis, dass alle zu kennen scheinen, bis auf sie. Sie passt nicht in Rushs Freundeskreis und auch nicht zu den anderen Schicki-Micki-Mädels und -Jungs. Es ist einfach so, dass in Alabama alles anders war, als dort, wo Blaire sich jetzt befindet.

Das Buch hat Humor, Romantik, Liebe und Trauer. Wut. Naja. Ich würde sagen, dass dem Buch nicht viel fehlt. Der Schreibstil ist wundervoll, die Geschichte traumhaft, sodass man sich fast - fast! - wünscht an Blaires Stelle zu sein. Aber eben nur fast.

Das Buch weckt die Emotionen wirklich, denn ja, die Tränen sind geflossen.

Dieses erste Buch ist also, alles in allem, wundervoll, spannend; denn dort ist noch das Geheimnis, dass ihr niemand verraten mag, und spannend, wenn es darum geht, dass sie mit einem gut-aussehenden Jungen, der sie reizt, und abweist, in einem Haus wohnt, dass sie einen anderen kennenlernt, dass sie sich in einer Gesellschaft wiederfindet, die so ganz anders ist, als die bisher gekannte und die sie nicht so richtig willkommen heißen will. Außerdem ist es romanisch, denn klar, ich meine, es geht ums Zusammenwohnen, den Nervenkitzel... und das Kennenlernen seines eigenen Lebens (...). Und ja, lustig, humorvoll. Ich bin eine von denen, die gern auch mal bei Büchern loslacht, laut und sich komische Blicke von den Menschen drum herum einfängt. Dieses Buch ist sicherlich keins von denen, die absichtlich Witze reißen, aber dennoch fehlt der Humor hier nicht und man bekommt auch Gelegenheit zu lachen. Es ist also kein Klamauk, sondern einfach nur Witz und Humor.

Ich gebe dem Buch 4 Sterne. Es wären 5 geworden, minus den Cliffhanger.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen!

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167 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

liebe, liebesroman, annie darling, buchladen, der kleine laden der einsamen herzen

Der kleine Laden der einsamen Herzen

Annie Darling , Andrea Brandl
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328100980
Genre: Romane

Rezension:

"Der kleine Laden der einsamen Herzen" von Annie Darling...

Das Buch ist ein typisches und vor allem klassisches Urlaubsbuch, dass man gut in eine Decke eingemummt an einem verregneten Sommertag lesen kann. Es spielt in London, im Herzen dieser einzigartigen Stadt und bringt sie dem Leser auf eine völlig andere Art, als die neuerdings so beliebte "Moderne" entgegen.

Und. Und das Buch würde selbst ganz gut in Posys Idee von Buchhandlung passen. Der Anfang ist, wie könnte es anders sein, schließlich erbt Posy den Laden ja, gespickt mit ein wenig Trauer, aber da man selbst, als Leser, die Besitzerin überhaupt nicht kannte, ist das nur halb so schlimm. Umso größer ist die Aufregung, die Posy ohne Weiteres auf den Leser übertragen kann, bei dem Gedanken, eine Buchhandlung zu erben und neu zu eröffnen. (Ganz ehrlich... Wer würde denn nicht gerne über einer Buchhandlung leben und sie ab sofort sein Eigen nennen?!) Das Einzige, was das Glück ein wenig trübt, ist Sebastian. Ab sofort und von Beginn an hegt man einen Hass gegen ihn, einen Groll, denn er ärgert, triezt und reizt Posy, bis man ihm selbst gerne mal eine verpassen würde! Da kann man Posy dann doch ganz gut verstehen, dass sie ihrem Frust Luft lassen muss. Und ihr Ventil ist eben die Tastatur an ihrem Laptop (ich bin sicher, dass das viele von euch vielleicht kennen...?). Diese Geschichte, die sie schreibt, wird - entgegen meiner Befürchtungen, aber zu meinen Hoffnungen - tatsächlich abgedruckt. Das heißt, wir wissen, was Posy da verzapft und können uns über diese kleine Geschichte in der Geschichte freuen!

Wie schon gesagt ist das eins der Bücher, die in einen Laden passen würden, in dem viele Bücher mit Happy Ends verkauft werden. Es ist ein Buch, dass sich locker und leicht lesen lässt und dass sogar die ein oder andere überraschende Wendung bereit hält. Aber es ist auch ein Buch, von dem man nicht erwartet, dass es einen völlig überraschenden Cliffhanger bereithält. Wie schon gesagt; es ist eine Urlaubslektüre zum Entspannen!

Ich habe es aber sehr genossen, dieses Buch zu lesen. Auch, wenn ich mich gleich zu Beginn selbst gespoilert habe (das kann auch nur mir passieren!). Wenn ihr die Print-Ausgabe habt und lest, passt auf jeden Fall auf, wenn ihr nach hinten blättert, am besten blättert ihr gar nicht erst nach da! Das Buch hat gute 390 Seiten, aber blättert nicht nach hinten, bevor ihr nicht bis dort gelesen habt!!! Bitte!😇

Das Buch enthält auf jeden Fall Liebe. Sowohl in der Form, an die man jetzt als erstes denkt, als auch in Form von Freundschaft und Familie. Und. Vor allem. In Form von Obsession. Bücherobsession! Denn Posy liebt Bücher genauso sehr wie ich. Sie ist zwischen den Seiten von Stolz & Vorurteil aufgewachsen und nie wieder zurückgekehrt. Sie lebt in Bücherwelten und findet sich dort mindestens so gut zurecht, wie jeder einzelne von uns! Und noch besser: In diesem Buch geht es nicht nur um Posy oder ihren Bruder, oder Sebastian. Nein! Es geht darum, wie sie die Buchhandlung zu neuem Leben erwachen lässt. Es geht um ihre Freunde und Mitarbeiter, die plötzlich ihre Angestellten sind und vor allem geht es darum, wie sie welche Bücher in die Regale einsortiert. Es gibt Anspielungen und Sätze aus bestimmten Büchern.

Und allein dafür liebe ich dieses Buch! Ich liebe dieses Buch wegen seiner Grundlage auf so vielen Büchern, die alle kurz erwähnt werden! Die Reaktion einer guten Freundin daraufhin, dass ich dieses Buch lese, in dem es um Bücher geht und in dem die Protagonistin Bücher lieb, fiel hauptsächlich so aus, dass sie meinte, dass dieses Buch ja absolut passend für mich ist. Denn, so hoffe ich zumindest, ich ähnle Posy wenigstens in der Hinsicht, dass ich ihre Bücherleidenschaft teile!

Was die Spannung in diesem Buch angeht, so ist euch wahrscheinlich schon klar, dass es davon nicht allzu viel gibt. Klar. Aber es gibt sie. Es ist nicht so, wie in einem Agatha Cristie Roman, oder Stephen King, aber definitiv hat auch dieses Buch so seine Gründe, weshalb man besser mit dem Buch sitzen bleibt! Zum Einen wäre da nämlich die Tatsache, dass Sebastian den Laden gerne selbst gehabt hätte und zum Anderen, dass er Posy einfach nur auf die Nerven geht. Es gibt noch mehr Kleinigkeiten, aber das Wichtige, was ihr wissen müsst, ist doch das:

Das Buch lohnt sich zu lesen, für jeden, der Bücher liebt, der Liebesgeschichten verschlingt und der gerne einfach einmal ein nettes Buch lesen möchte. Und trotzdem lässt sich dieses Buch ab einer bestimmten Stelle nicht mehr aus der Hand legen und man möchte nur noch weiter und weiter und weiter lesen!📚

Aber nun: Das Buch, das meiner Meinung nach, nichts aufzuweisen hat, dass der Bewertung irgendwie Schaden zufügen könnte. Dieses Buch, das sowohl Liebe und Romantik und Bücherleidenschaft enthält. Und, das man irgendwann nicht mehr aus der Hand legen mag. Und, das ab sofort zu meiner doch recht langen Liste an Lieblingsbüchern zählt, verdient 5 Sterne!🌟

Ich wünsche euch jetzt noch ganz viel Spaß beim Lesen, denn genau das werde ich jetzt auch gleich tun, und einen schönen und sonnigen Sonntagnachmittag! Und ich freue mich schon darauf, euch vom nächsten Buch zu berichten!

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Tags: bücher, leicht, leidenschaft, süß   (4)
 

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Oblivion 2. Lichtflimmern

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich , Jacob Weigert
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 30.06.2017
ISBN 9783867425896
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, plus size für die liebe, enge, neubeginn, spirituelle reise

Plus Size für die Liebe

Kari Lessír
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.06.2017
ISBN 9783743111431
Genre: Liebesromane

Rezension:

Seit ein paar Tagen ist der dritte Band der Seelenreise-Reihe draußen. "Plus Size für die Liebe" von Kari Lessír handelt von Christianes bester Freundin Mia. Bereits in den vorherigen Büchern hat die etwas fülligere Mia eine mehr oder weniger große Rolle gespielt und nun dreht sich dieser Band hauptsächlich um sie.

Mia ist von Grund auf der rationale Typ. Im Gegensatz zu Christiane, die sich in jeder Situation auf ihre Gefühle verlassen kann, überlässt Mia die Arbeit ihrem Verstand. Auch schon in dem ersten und zweiten Band ist deutlich geworden, wie wenig sie eigentlich von der ganzen Engel- und Drachengeschichte hält. Jetzt tritt sie ihren neuen Job im Fitnessstudio an.

Die Fragen, die sich beim Lesen hauptsächlich stellen sind: Wird Mia ihr eigenes glückliches Happy End noch finden? Und zu sich selbst finden?

Das ist keineswegs alles. Das Buch ist gespickt mit Erfahrungen, Erlebnissen - wunderschön und beängstigend zugleich. Die Beziehungen der Charaktere zueinander gehen noch viel weiter in sich auf, verstricken sich ineinander, bis man sich als Leser selbst kaum noch durch das Wirrwarr an Gefühlen und Hoffnungen wurschteln kann. Aber die Charaktere entwickeln auch ein wirkliches Eigenleben, mal beweisen sie großen Mut, mal tun sie genau das, was jeder andere Mensch auch tun würde: Sich vor Trauer auf dem Sofa zusammenrollen.

Da das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, weiß der Leser immer ein wenig mehr als die Protagonisten selbst. An sich eine wirklich schöne Eigenschaft an Büchern, dass man nicht immer nur im Dunkeln tappt, so wie in der Realität... aber wenn die Personen immer aneinander vorbeireden oder -laufen, wenn sie einfach immer genau das Falsche tun, zumindest für die Augen des Lesers... nun, das ist ein wirklich guter Grund weiterzulesen, denn nur so erfährt man letztendlich, wie blöd man sich selbst vielleicht manchmal verhält und ob es ein Happy End vielleicht auch im wirklichen Leben geben kann.

Auch Christianes und Patricks Beziehung entwickelt sich noch weiter, sie sind nicht gänzlich außen vor gelassen, selbst, wenn sich die Geschichte hauptsächlich um Mias Leben geht. Aber darin spielen eben auch Christiane und Patrick ihre ganz eigene, wesentliche Rolle. Ihre Präsenz wird im Laufe des Buchs immer ein wenig wichtiger, sowohl die von Christiane als auch die von Patrick - vor allem Mias Beziehung zu Letzterem. Auch daran erinnert ihr euch vielleicht noch aus dem letzten Band? Mias Vorurteile, die auch in diesem Buch noch nicht ganz verschwunden sind? Nun, auch die treten hier noch einmal in den Vordergrund.

Wie in jedem richtig guten Buch gibt es auch hier einen Bösewicht, gut, das mag vielleicht etwas zu harsch ausgedrückt sein... es gibt jemanden, der alles versucht zu verhindern, was sich aufbaut und jemanden, den man vom ersten Moment an gründlich zu hassen beginnt. Glaubt mir, diesen Namen werde ich immer mit diesem Buch in Einklang bringen!

Mia ist, wie bereits erwähnt, ein wenig... moppelig. Nun, zumindest wurde sie in meinen Augen in den ersten beiden Bänden so beschrieben. In diesem dritten Teil wird deutlich, dass ich da wohl etwas falsch verstanden habe. Mia ist übergewichtig - und nicht zu knapp. Dem ist sie sich auch bewusst und sie bemüht sich verzweifelt weniger zuzunehmen. Ohne allerdings Sport zu machen. Davor scheut sie sich und auch die Tatsache, dass sie neuerdings in einem Fitnessstudio arbeitet ändert nichts daran. Das ist ihr letztes Laster. Offenbar hat sie einige, und sie alle werden in diesem Buch näher unter die Lupe genommen. In meinen Augen macht auch das sie nur noch mehr zu einer realen Person. Immerhin hat jeder Mensch seine ganz eigenen Fehler!

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen - super gut!

Der Anfang, die Mitte und das Ende. Alles passt super ineinander und erschließt sich nach und nach in dem richtigen Tempo. Die Beziehungen der Charaktere und die Charaktere selbst passen wie gesagt wie die Faust aufs Auge, einfach klasse zusammen!

Die Geschichte hat ganz klar Spannungen: "schafft sie es?", "was um Himmels Willen tut sie jetzt?"... nicht umbedingt die Spannung eines Aktion-Thrillers, aber auf ihre eigene Art und Weise fesselnd. Und... ihr wisst ja, ich mag es gern auch mal etwas romantischer. Gut, vor Gefühlen scheut sich Mia noch, aber immerhin wird das Thema trotzdem darauf gebracht!

Auch Humor kommt irgendwo in diesem Buch vor. Meistens zwar etwas versteckt, aber auf jeden Fall ist er da. Ohne jeden Zweifel.😉  Und diese Szenen sind meistens nicht nur lustig, sondern auch noch schön oder supersüß geschrieben... (Ich muss dabei vor allem gerade an ein Beispiel mit "Chili Con Carne" denken... naja, ihr werdet wissen, welche Stelle ich meine!)

Und auch die typischen, flüchtigen und toll beschriebenen Momente mit den Engeln, dem Schamanischen und dem Tiefgründigem werden keineswegs zu viel, sondern erschienen mir eher wie... kleine Inseln, die irgendwie losgelöst von dem eigentlichen Buch, der eigentlichen Geschichte sind... naja, die Mia eben irgendwie eine Art Freiheit geben... oder so ähnlich?!

Eine Frage ist in diesem Zusammenhang noch offen geblieben - wirklich die einzige, was dieses Buch angeht - und soweit ich weiß, werden wir uns schon bald auch einen kleinen Folge- oder Zwischenband freuen können?! - Zumindest entspräche das meiner Hoffnung, ich will euch nichts Falsches sagen!

Das Einzige, was mir also wirklich etwas seltsam erschienen ist, was sich aber gegen Mitte oder Ende irgendwohin ins Nichts verabschiedet hat, war die Tatsache, dass ich mir Mia nie so füllig vorgestellt habe, wie sie hier nun beschrieben wurde. Aber keine Sorge, das ist wirklich der einzige kleine Haken, den ich gefunden habe - und, wie gesagt, er verschwindet je mehr man von dem Buch liest!

Also noch einmal: Danke, Kari für dieses wunderbare Buch und, dass ich es Probelesen durfte!!!

Und euch anderen wünsche ich ganz viel Spaß beim Lesen dieses Buchs!

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42 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

schattenjäger, werwölfe, dämonen, fantasy, vampire

Lord of Shadows (The Dark Artifices)

Cassandra Clare
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster Childrens Books, 23.05.2017
ISBN 9781471116650
Genre: Sonstiges

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jennifer l. armentrout, drew leight, josie, titan, devour

The Power

Jennifer L. Armentrout
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Spencer Hill Press, 23.02.2016
ISBN 9781633920569
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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577 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

liebe, jennifer l. armentrout, morgen lieb ich dich für immer, vergangenheit, rezension

Morgen lieb ich dich für immer

Jennifer L. Armentrout , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.03.2017
ISBN 9783570311417
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Morgen lieb ich dich für immer“ von Jennifer L. Armentrout habe ich bereits letzte Woche beendet, aber noch keine wirkliche Zeit gefunden, euch von diesem Buch zu berichten.

Es geht um Mallory, die zum ersten Mal richtig zur Schule geht. Zuvor ist sie Zuhause unterrichtet worden und hat sich nun knapp ein Jahr lang darauf vorbereitet auf eine richtige High School zu gehen. Sie lebt mittlerweile seit ca. vier Jahren bei ihren Adoptiveltern und hat in der langen Zeit versucht ihre Vergangenheit zu verarbeiten. Die Vergangenheit, zu der auch ein gewisser Rider gehört. Zusammen lebten sie in einem Haus voller Monster und wurden vor vier Jahren getrennt. Mallory ist überzeugt ihn niemals wiederzusehen, bis sie ihn an ihrem ersten Schultag wieder sieht. Es scheint sich nichts verändert zu haben und doch alles. Sie waren Jahre getrennt und haben sich beide verändert. Der neue Rider hat Geheimnisse, Erlebnisse und eine Freundin und all das ist völlig neu für Mallory. Aber andererseits hat sich auch nichts geändert, Rider und Mallory können sich unterhalten, als wären all die Jahre, die zwischen ihrem Wiedersehen liegen, nie da gewesen. Doch während sich Malloys Leben zum eindeutig Besseren gewandt hat, lief es in Riders Leben nicht ganz so glatt und während sie sich erneut besser kennenlernen, geschieht die ein oder andere Katastrophe, bis die letzte das Fass schließlich zum Überlaufen bringt. Mallory setzt alles aufs Spiel und riskiert ihr neues Leben und ihre Zukunft, um die Person zu retten, den sie am meisten liebt!

Das Buch...

Das Buch ist einfach... unglaublich! Fabulös! Mitreißend!

Es gibt gar nicht genug Wörter, die es beschreiben können. Mit diesem neuen Hintergrund ihrer Geschichte erreicht Jennifer Armentrout ganz neue Höhen. Zuvor nur auf Fantasy beruhend. Vielleicht ein bisschen Young Adult. Jetzt kommt auch noch... eine Form des Dramas hinzu.

Die Vergangenheit der Geschichte, der beiden Protagonisten, macht eigentlich ihre Gegenwart aus. Sie nimmt sie ein und drückt zu, während der Leser förmlich das Gefühl hat hineingesogen zu werden. Vor allem jedoch steht Mallorys neues Leben, ihr neuer Versuch an der High School, im Vordergrund. Ohne irgendwelche näheren Erfahrungen, die ihr weiterhelfen können, springt sie - trotz der guten Vorbereitung - mehr oder weniger ins kalte Wasser.

Rider und Mallory lernen sich langsam und vorsichtig erneut kennen. Während all die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden immer noch da sich, hat sich aber auch vieles verändert und diese Lücke versuchen sie nun zu überbrücken, während ihre beiden Welten aufeinandertreffen. Rider lernt ihre beste Freundin kennen und ihre Eltern. Mehrfach ergeben sich peinliche Situationen, bei denen man sich einfach fremdschämen oder laut loslachen muss.

Der Humor an sich spielt - meiner Meinung nach - in Büchern allgemein eine recht wichtige Rolle und in Armentrouts Büchern besonders. Ich finde es einfach großartig, wie sarkastisch und ehrlich ihre Charaktere sein können. Und ihr Schreibstil sorgt noch für seine ganz eigene Ironie.

Aber selbstverständlich ist das Buch nicht nur lustig oder gespickt mit peinlichen Szenen. Es ereignen sich einige kleinere oder größere Dramen. Angefangen bei einem Handlungsstrang am Rande, bis zum eigentlichen Geschehnis. Ich könnte euch jetzt davon berichtet, was alles vor sich geht... und glaubt mir, das würde ich sehr gerne. Aber das werde ich natürlich nicht tun. Es reibt den Leser von innen auf, bis er glaubt, es nicht mehr aushalten zu können. Wie kann so viel Schlimmes geschehen?

Aber selbstverständlich passiert nicht nur Schlimmes. Selbst in dem Titel steht etwas von Liebe, findet ihr nicht, dann müsste da auch etwas Romantisches passieren? Und ohne Frage ist das geschehen. Es wird zwischendurch unglaublich romantisch, mit Gesten und Worten, wie es sie nur von einem imaginären Typen geben kann - Leider!

Auch gibt es wieder Anspielungen auf andere Filme oder Bücher, wie zum Beispiel Pitch Perfect oder Harry Potter. So etwas finde ich immer wunderbar, diese kleinen Bezüge zur Realität, die das Buch, die Geschichte noch etwas realer machen!

Um das Ende braucht ihr nicht zu fürchten. Es gibt eins. Zwar hätte ich mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht... oder noch ein paar Kapitel, aber es ist definitiv vorhanden und ich glaube auch nicht, dass es einen zweiten Band geben wird.

Zu guter Letzt noch einen Punkt, den ich schon des Öfteren bei anderen Rezensionen zu anderen Büchern genannt habe. Meine Spanisch- oder Französischkenntnisse mögen nicht die allerbesten sein, aber dennoch liebe ich es einfach, wenn Sätze auf Spanisch auftauchen und ich erahnen oder sogar verstehen kann, was die Charaktere sagen!

Der einzige Punkt, den ich zu bemängeln habe ist, dass der deutsche Titel meiner Meinung nach nicht wirklich passt. Am Ende macht der englische Titel Sinn, der deutsche jedoch bleibt ein einziges großes Fragezeichen!

Okay. Also, meiner Meinung nach hat dieses unglaublich tolle Buch, das einem unter die Haut geht und bei dem man sich am Ende Fragen stellt, die man sich vorher nie gestellt hätte, 5 Sterne verdient. Und ich hoffe, ihr könnt es genauso wenig aus der Hand legen, wie ich es konnte!

Eure Nina ;)

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

liebe, familie, familienproblem, gewal, drama

Confess

Colleen Hoover
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Simon + Schuster Inc., 17.02.2015
ISBN 9781476791456
Genre: Romane

Rezension:

Ein absolut wundervolles, traumhaftes und atemberaubendes Buch… „Confess“ von Colleen Hoover!

Ich musste Confess unbedingt lesen, da Colleen zu meinen Lieblingsautorinnen gehört und, wie ich schon von einigen ihrer anderen Bücher weiß, einfach unfassbar gut schreiben kann. Außerdem wird das Buch gerade in eine Serie verwandelt und bevor ich all die wirren und zum Teil vielleicht auch falschen Eindrücke in meinem Kopf habe, wollte ich das Buch erst einmal so lesen. Trotzdem bin ich schon ganz gespannt auf die Serie!

Das Buch an sich, ist einfach wunderbar.

Es geht um Auburn Reed, eine junge Frau. Sie lebt erst seit Kurzem in Texas und scheint darüber nicht besonders glücklich zu sein. Sie bleibt auf dem Weg nach Hause an einem Schaufenster hängen, an dem lauter kleine, anonyme Beichten aufgehangen sind. Schöne, schreckliche... fasziniert bleibt sie stehen und trifft auf Owen. Den Galerie-Besitzer und Künstler mit den grünen Augen. Sie fühlt sich von ihm angezogen, wie von seiner Kunst. Denn die Bekenntnisse lassen sie keineswegs kalt. Auch sie trägt ein gut gehütetes Geheimnis in sich, das nicht an die Oberfläche kommen darf. Sie und Owen kommen sich näher... doch das Leben der beiden ist nicht einfach. Nicht nur Auburn, auch Owen verbirgt etwas, das mindestens genauso gut behütet ist, wie ihr Geheimnis. Schon getrennt sind ihre Leben nicht einfach, doch gemeinsam stürzen sie sie in ungeahnte Gefahren, Hoffnungen und Albträume. Bei dem verzweifelten Versuch zusammen zu kommen riskieren sie alles; ihr Leben, ihre Liebe und noch so viel mehr...

Viel mehr kann ich euch darüber jetzt auch noch gar nicht verraten. Das Buch, der Inhalt, baut sich aufeinander auf, wird mehr und mehr. Bedrückender und erschreckender. Eigentlich ist das Buch nicht wirklich lustig und erst recht nicht komisch. Vielleicht ein bisschen humorvoll. ... Trotzdem ist es mir ohne große Anstrengung gelungen zu lachen und zu schmunzeln. Allerdings auch - und das soll sowohl eine Art Warnung, als auch eine Art Verlockung sein - zu weinen. Mein erster Kommentar dazu ging an eine Freundin, als ich das Ende des Prologs erreicht hatte: Das Buch ist toll. Ich musste schon auf Seite 22 weinen. Das ist es wirklich. Es ist toll. Und es heißt ja auch nicht unbedingt etwas Schlechtes, dass man bei einem Buch weinen muss. Es heißt vielmehr, dass es der Autorin gelungen ist die Gefühle richtig zu beschreiben, dass das eigene Herz anfängt zu bluten.

Das ganze Buch über passieren immer wieder schreckliche Dinge, bis es am Ende das Fass zum Überlaufen bringt... und die Bombe darin explodiert. So baut sich auch die Spannung immer weiter und weiter und weiter auf. Sodass man wirklich nicht aufhören kann zu lesen. Es ist schlicht und einfach nicht möglich. Wirklich nicht. Ich bin lieber auf dem Sofa sitzen geblieben, als mir etwas zu essen zu holen, sei es auch nur Schokolade als Nervennahrung. Am Ende eskaliert der Spannungsbogen dann ein bisschen und die Probleme werden ... nun ja... sagen wir es so: Das Buch findet ein Ende. Die Liebe zwischen Owen und Auburn ist stark und beständig - irgendwann. Naja, sie ist eben so, wie jede richtige Romanliebe sein sollte. Und sie sorgt dafür, dass es auch mal kleine, kurze - sehr kleine - Pausen von der ständigen und allgegenwärtigen Spannung gibt.

OMG. Noch so ein Punkt, den ich keinesfalls irgendwann wieder vergessen kann. Jedes Mal, wenn ich dieses Wort, diese Abkürzung, oder diesen Satz jetzt sehe, muss ich anfangen zu grinsen. Egal, wie schlimm die Situation ist, ich denke, wenn jemand so etwas vor mir ausspucken würde, könnte ich mich einfach nicht mehr konzentrieren! - Kein Scherz!

Es ist aber nicht nur die Rede von der familiären Liebe. Die Familie spielt hier eine große Rolle, eine sehr große Rolle. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob Eros oder Storge hier wichtiger wäre... egal. Auburns und Owens Probleme beruhen beide auf der Familie, einem Teil davon, oder sind zumindest entfernt darauf zurückzuführen. Diese Bekenntnisse, die das ganze Buch ausmachen, der wichtigste Teil von ihm sind, dass es sogar so heißt... ja, auch die sind wunderbar in das Buch eingebracht. Man bekommt Gelegenheit sich Owens Gemälde vorzustellen, sich selbst vorzustellen, was man zu den einzelnen Beichten denken würde und entsetzt auf die Buchstaben zu starren, wenn es sich um eine der Schlimmeren handelt. Allein der Gedanke sie könnten echt sein (sind sie, so weit ich weiß), der Gedanke an die Gründe, warum so etwas anonym bleibt... nun, er war der Grund für einige eiskalte Schauer, die mir über den Rücken gelaufen sind. Genauso, wie auch die von Auburn und Owen. Der selbstsüchtige Gedanke, dass es einem selbst genauso ergehen könnte, dass es wirklich passieren könnte. Der Gedanke, wie schrecklich sich das anfühlen muss.

Aber trotzdem ist dort drin, zwischen den Zeilen, Humor zu finden. Humor und Romantik. Auch diese beiden Dinge sind einfach wunderbar geschildert. Die Momente totaler Freude, der Sarkasmus (wenn auch nicht soo viel wie sonst) und das unglaublich Liebevolle, das das Buch, die Liebe der beiden und die Liebe, das Leben an sich so bereithält. Zwischendurch ist man mal verwirrt. Ja, Colleen ist es sogar gelungen, dass ich an die Protagonisten selbst zwischendurch nicht mehr geglaubt habe. Ich würde ja sagen, dass sie mit unseren Gefühlen spielt, denn die Fäden dazu hätte sie sicherlich in der Hand, aber sie macht es genauso offensichtlich wie versteckt. Einfach auf subtile Art und Weise. Man fühlt den Schmerz, den die beiden erleiden regelrecht. Wenn ich abends im Bett lag und vielleicht gerade etwas Unfassbares herausgefunden hatte oder wieder daran denken musste, fühlte es sich an, als würden sich hunderte kleiner Schlangen oder Spinnen oder Insekten in meinem Bauch befinden - keine Schmetterlinge, es war meistens kein schönes Gefühl. Und dann würde zugedrückt. Es ist kaum vorzustellen... aber genauso gibt es auch Momente des Triumphes, in denen man dann fröhlich aus dem Bett springen und im Raum umher tanzen könnte. - Und sicherlich kennt ihr es, wenn etwas in dem Buch steht, vielleicht sogar eher als Nebensatz, etwas, was euch überhaupt nicht wichtig erscheint, aber dann bekommt ihr diese blöde Vorahnung? Die konnte ich beim Lesen des Öfteren nicht abschütteln, weil ich die ganze Zeit in Sorge war. Denn man schließt die Charaktere ins Herz, beginnt sie zu lieben und um sie zu fürchten.

Hoffentlich lest ihr dieses Buch auch. Ich fand es einfach... naja, ich bin sprachlos. Es ist unglaublich schön geschrieben und verdient mindestens vier Sterne. Ich gebe auch vier. Nur vier. Für den fünften fehlte mir dem Buch einfach noch ein bisschen Humor, ein paar Pausen von all der Spannung. Dennoch ist es - absolut! - lesenswert. Unbedingt. Wenn euch ein bisschen Traurigkeit nicht abschreckt und ihr Liebesgeschichten genauso gerne lest wie ich, solltet ihr dieses Buch unbedingt lesen!

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Tags: confession, familie, liebe, spannung   (4)
 

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1.114 Bibliotheken, 35 Leser, 2 Gruppen, 129 Rezensionen

cassandra clare, schattenjäger, liebe, lady midnight, fantasy

Lady Midnight

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.05.2016
ISBN 9783442314225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Emma und die Blackthorns sind ein eingespieltes Team und als Leichen in Los Angeles auftauchen, mit ähnlichen Schriftzeichen, wie Emmas Eltern, versuchen sie den Fall zu lösen, als plötzlich etwas geschieht, dass ihnen keine andere Wahl mehr und kaum noch Zeit lässt. Die Geschichte ist unglaublich. Die Vielzahl an Dingen, die passiert und das Entsetzen, das den Leser in seinem Bann hält.

Angefangen bei dem Cover. Auf den ersten Blick ist es nichts weiter als eine Frau, die im Wasser treibt. Doch beim genaueren Hinsehen kann man erkennen, dass es sich um Emma handeln soll. Mit ihren blonden Haaren und ihrem über alles geliebten Schwert Cortana.

Irgendwann macht auch der Titel des Buchs allmählich Sinn und es erscheint beinahe unfassbar, dass man nicht eher darauf gekommen ist, ja, dass man es sich nie hätte vorstellen können.

Die Blackthorns sind einfach wunderbar. Trotz den fehlenden Eltern sind sie eine große Familie und Julian ist praktisch Vater, Mutter und großer Bruder in einem... nur, dass der Bruder in dem ganzen Konstrukt manchmal ein wenig zu kurz kommt. Mit zwölf Jahren musste er auf einmal erwachsen sein und sich um vier Kinder kümmern. Seine Aufgaben überstiegen eigentlich seine Erfassungskraft, aber aus Liebe zu seiner Familie und der Verzweiflung sie zusammen zu halten, hat er es geschafft und diese Tatsache war es, die ihm Einlass in mein Herz gewährte. Alle Blackthorns haben sich einen Platz dort verdient, indem sie sich fürsorglich umeinander kümmern, füreinander da sind und in unglaublich große Sorge verfallen, sollte sich jemand einmal nicht dort befinden, wo man ihn sucht.

Die Blackthorns und Emma halten zusammen und gehen durch dick und dünn. Sie wohnen eigentlich alleine in dem großen Institut, bis auf den äußerst schrägen Vogel, der ihren Institutsleiter abgibt und sich seiner Leidenschaft als Historiker auf dem Dachboden hingibt. Außerdem haben die Blackthorns ein tolles Motto, das dem des Rats endlich einmal ein wenig Kontra gibt! Julian zeichnet für sein Leben gerne, genauso wie einst seine Mutter. Bildet all seine Lieben immer wieder auf den Leinwänden ab... nur Emma nicht mehr. So viel erst einmal zu den Blackthorns.

Nebenbei - nein, eigentlich nicht nebenbei, eher beruflich, hauptberuflich - jagen sie selbstverständlich auch Dämonen. Zumindest, was Julian und Emma angeht. Und Cristina, die Austauschschülerin. Sie stürzen sich in den Kampf und während sie die allzu bekannte Ruhe überkommt, metzeln sie die Bewohner der anderen Dimensionen nieder und schicken sie dorthin zurück. Es ist erstaunlich, wie schnell Emma mit dem Schwert umgehen kann und welche Kraft die Runen haben. All das kennen wir, oder kenne ich, bereits aus den anderen Reihen. Dennoch ist es immer noch spannend zuzusehen/zu lesen, wie flink sich ein Schattenjäger fortbewegen kann. Besonders die Sprüche, die dabei und generell im Zusammenhang mit der Dämonenjagt fallen, finde ich einfach unschlagbar. Sarkastisch und selbstbewusst, so reden die Schattenjäger. Besonders bei den Herondales (Will...) und bei Emma merkt man das!

Die Geschichte dieses Buchs erstreckt sich, wie schon gesagt, über das komplette Buch und wird nie langweilig. Die Hauptschlagader ist natürlich dieser Krimi, während dem Emma und die anderen versuchen, den Mörder ausfindig zu machen und die potenziellen Opfer zu schützen. Darunter befinden sich natürlich aktionreiche Kämpfe und Verfolgungsjagden, aber auch ein Undercovereinsatz und Observieren gehören dazu. Gemeinsam sitzt die Familie im Institut und berät sich über den Fall. Schriften werden übersetzt, Überlegungen laut ausgesprochen und Pläne geschmiedet. Am Ende ist des Rätsels Lösung offensichtlich, so, wie es meistens der Fall ist. Die Frage, wie man denn einfach nicht darauf gekommen ist, wieso man immer in die andere Richtung gedacht hat, schwirrt einem durch den Kopf. Es ist frustrierend und man kommt sich unendlich blöd vor. Wie so oft in guten Krimis liegt die Lösung des Rätsels direkt vor der eigenen Nasenspitze. Aber selbst jetzt werdet ihr nie darauf kommen! Das verspreche ich euch. Cassandra Clare hat einen unglaublichen Schreibstil und versteht es Dinge geheimnisvoll und unentschlüsselbar zu schreiben!

Letztendlich besteht das Buch jedoch aus zwei Handlungssträngen, denn da ist natürlich noch der Grund, der ihre Forschungen erst so wichtig gemacht hat. Leider kann ich es jetzt nicht weiter ausführen, ohne euch alles zu verraten. Und das kann ich einfach nicht tun. Alles, was ich sagen kann ist, dass letztendlich alle Puzzleteile zusammenpassen. Nichts bleibt ungeklärt... naja.

Neben all dem Durcheinander aus Verknüpfungen und losen Enden habe ich auch ein paar Namen aus der irdischen Welt entdeckt, die ich kenne. Zum Beispiel der Film "Notting Hill". Nie wieder werde ich den Film sehen können, ohne dabei an Julian, Emma und Malcom denken zu können. Ach so. Malcom Fade ist der Oberste Hexenmeister von Los Angeles und mit Magnus Bane, Tessa Grey und Catarina Loss befreundet. Offenbar schwärmt er für Liebesfilme wie den hiesigen.

Apropos Liebesfilme... in dem Buch werden vier verschiedene Arten der Liebe von Arther (dem Institutsleiter) erwähnt: Agape, die göttliche Liebe; Eros, die romantische Liebe; Philia, die freundschaftliche Liebe; und schließlich noch Storge, die familiäre Liebe. Warum ich das erwähne? Abgesehen von Agape vielleicht, werden all diese Formen erwähnt. Storge - sind ganz klar die Blackthorns. Dann wäre da noch die Beziehung zwischen Julian und Emma und die zwischen Emma und Cristina... und naja, Philia wird öfter erwähnt.

Und Eros, naja. Ich will es mal so ausdrücken, es gibt einige Liebesbeziehungen, einige potentielle OTPs und einige Verstrickungen und Verwirrungen. Ohne jetzt zu viel zu verraten, kann ich euch versichern, dass sich die Hoffnungen der Leser vermischen. Ich habe zum Beispiel mit einer Freundin gesprochen, die ein anderes mögliches und eigentlich auch wunderbar zusammenpassendes Paar toll fand, das dann auf einmal Teil der Liebesgeschichte von meinen Lieblingen war. Wie gesagt, es ist einfach eine komplette Verwirrung, die durch die immer neuen Charaktere immer interessanter und vollständiger wird!

Was neue Charaktere angeht... der Prolog handelt von einem Irdischen mit dem zweiten Gesicht, der also all die Schattenweltler, also die Werwölfe, Vampire und Feenwesen, sehen kann. Er lebt bei seinem Vater und bekommt nicht allzu viel von der Welt um ihn herum mit. Mit allem, was er mitbekommt, erschließt er sich aber seine eigenen Schlüsse, hegt einen Groll gegen die Schattenjäger und als er ihnen begegnet...

Ich möchte euch wirklich nicht zu viel verraten - auch, wenn ich schon sehr viel von diesem faszinierenden Buch erzählt habe. Ein paar kleine Punkte habe ich noch. Da wären dann auch noch die Charaktere aus den anderen Reihen, aus Chroniken der Unterwelt, der Schattenjäger und der Schattenjäger Akademie, die man allesamt wieder trifft, die alle wieder erwähnt werden und dessen Anekdoten man eigentlich nur verstehen kann, wenn man die genannten Reihen gelesen hat. Es ist wunderbar, wie Cassandra Clare es schafft, all ihre Geschichten, ihre Charaktere und deren Lebzeiten miteinander zu verknüpfen, sodass schlussendlich beinahe eine Geschichte entsteht - eine WELT. Der Leser trifft also all seine Freunde wieder und erfährt, wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist, was sie so treiben und was sie als nächstes tun werden! Die Spannung steigt und die Freude, die sich jedes Mal in meinem Bauch ausgebreitet hat, wenn ich einen Namen gelesen habe, den ich bereits vorher kannte, der mit bekannt vorkam, ist einfach ein schönes, ein unglaubliches Gefühl!

Dann noch ein Punkt dazu, dass Cristina aus Mexiko stammt. Zwischendurch stehen immer wieder ein paar spanische Sätze in dem Buch, die mal häufiger vorkommen, mal weniger, die Emma kein einziges Mal versteht, weil sie kein Spanisch kann, und die auch nicht notwendiger Weise zu verstehen sind. Aber, da ich seit Kurzem Spanisch lerne, fand ich es als besondere Herausforderung, sie zu entschlüsseln. Und besonders, wenn ich keine fremde Hilfe benötigte, sprich Google, durchfuhr mich erneut dieses Glücksgefühl!

Schließlich noch zu den Gefühlen, den Charaktereigenschaften, die erwähnt werden. Denn, wie oben schon einmal kurz erzählt, haben die Schattenjäger einen unschlagbaren Humor, der den Leser immer und immer wieder zum Lachen bringen kann. Genauso, wie man Tränen lachen kann, kann man auch mit Tränen in den Augen weinen. Dieses Buch, diese Geschichte, hat es geschafft, beides bei mir zu bewirken. Ich saß also im Bett oder auf dem Sofa, war mitten im Lachen und im nächsten Moment, beim Lesen der nächsten Zeile war ich entweder vor Schock erstarrt, sodass mir das Lachen regelrecht im Halse stecken geblieben ist, oder am Weinen, entsetzt, wie so etwas passieren kann. Als ich morgens einmal am Frühstückstisch saß, der Raum um mich her noch ins Dunkel gehüllt und ich eigentlich schon viel zu spät dran war, sind mir kalte Schauer über den Rücken gelaufen, Angst und in gewisser Weise auch Ekel und Schock, bei der Vorstellung anstelle des Charakters in der Situation zu stecken, durchliefen mich. Bis es schließlich so schlimm war, dass ich mich kaum noch getraut habe an der nächsten, dunklen Tür im Flur vorbeizulaufen!

Also, ich denke, damit ist geklärt, dass es Cassandra Clare genauso wunderbar gelungen ist, die Gefühle aufs Papier und in die Geschichte zu bringen, wie sie es geschafft hat, ihre Charaktere aus den vergangenen Büchern noch einmal zum Leben zu erwecken - bildlich gesprochen...

Nach all dem, dem Aufwühlen, den Ausrastern und all den anderen Dingen, die dieses Buch mit mir angestellt hat. Aber nach all dem, gebe ich diesem wunderbaren Buch 5 Sterne. Was auch sonst? Nichts sonst könnte meine Gefühle für dieses Buch besser ausdrücken. Nichts sonst könnte meine Angst (und meine gleichzeitige Vorfreude für das /) vor dem nächsten Buch besser ausdrücken.

Aber ich muss euch trotzdem noch einmal vorwarnen. Klar, ihr solltet dieses Buch unbedingt lesen. Wirklich, unbedingt! Aber nehmt euch vor dem Ende in Acht. Offen gestanden habe ich, glaube ich, noch nie solch einen Cliffhanger erlebt. Oder, eigentlich ist es nicht nur einer...

Immerhin gibt es einen kleinen Lichtblick am Ende des Tunnels; der zweite Band "Lord of Shadows" soll bald auf Englisch erscheinen.

Ich wünsche euch ganz, ganz, ganz viel Spaß beim Lesen - und entschuldige mich hiermit dafür, dass die Rezension so extrem lang geworden ist.

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Tags: nekromantie, schattenjäger, vampire, werwölfe   (4)
 

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4.435 Bibliotheken, 62 Leser, 3 Gruppen, 200 Rezensionen

erotik, liebe, sex, christian, ana

Shades of Grey - Befreite Lust

E. L. James , ,
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 24.10.2012
ISBN 9783442478972
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

"Befreite Lust" beginnt mit einer Art Rückblick, über die Zeit, die der Leser zwischen dem zweiten und dritten Band versäumt hat.

Das Buch beginnt schön, mit einer kleinen Auszeit, doch als sie sich wieder in der Realität wiederfinden, ist der Traum dahin. Nein, nicht dahin, aber es gibt Zoff zwischen Ana und Christian. In diesem Buch stellt Ana sich Christian nun entgegen und gibt sie ihm ordentlich Contra. Aber Krach und Streit vergeht auch wieder, oder? Zumindest gibt es auch schöne Seiten, doch dabei holt die Vergangenheit immer weiter auf, holt Christian und Ana ein.

Sicher, ihr fragt euch jetzt, was nach den Geschehnissen aus dem ersten und zweiten Band noch passieren kann, aber... glaubt mir, da gibt es definitiv noch etwas. Vielleicht lässt sich das am Ende des zweiten Bandes schon vermuten, aber schließlich muss sich nicht nur Christian, sondern auch noch Ana damit herumschlagen. Immerhin sind sie jetzt ein Team. Sie teilen die Sorgen miteinander. Doch ob man das alles so kann, wenn dann auf einmal eine Nachricht kommt, die nichts als der reine Schock ist? Wenn man dann zueinander halten muss und sich aufeinander verlassen können muss.

Das Buch ist gespickt mit Höhen und Tiefen, mit Hoffnungen, Träumen und Sorgen. Mit Versuchungen, Schuldeingeständnissen - wahren und falschen - und in gewisser Hinsicht auch Trauer. Mehr oder minder sind werden sie Gefühle des Lesers ganz schön gefordert. Hin und her geht es, während Ana eigentlich immer nur versucht mit Christian klar zu kommen und gleichzeitig ihre Unabhängigkeit zu bewahren.

Ihr versteht sicherlich - wenn ihr diesen Post lest, habt ihr bestimmt schon die anderen beiden gelesen -, dass Christian impulsiv und schwankend, besitzergreifend und herrisch sein kann. Er hat mehrere Persönlichkeiten und auch, wenn das nicht mehr so oft erwähnt wird, habe ich diese Worte selbst das ein oder andere Mal gedacht und geglaubt. So schnell wie er kann keiner seine Meinung ändern.

Auch in diesem letzten Band gibt es einige süße Geschenke, Gesten und vor allem Worte. Denn - trotz allem - sind sie natürlich füreinander da, lieben sich und unterstützen sich gegenseitig, aber schließlich werden Anas Ängste und Sorgen doch noch wahr, als sich die Intrigen immer weiter zuspitzen, die Missgünste und Albträume Überhand nehmen, findet sich Ana in ihrem eigenen, ganz persönlichen Albtraum wieder; plötzlich ist sie wieder ganz auf sich allein gestellt und muss es mit Christians Vergangenheit und Fehlern aufnehmen.

Eigentlich gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen. Das Ende war zufriedenstellend. Ein wunderschöner, und lohnender Abschluss einer - meiner Meinung nach - schönen Reihe. Ich gebe dem Buch ebenfalls 3 Sterne. Es hatte ein paar mehr Spannungen, sodass mich hier teilweise wirklich die Wut gepackt hatte, wenn ich unterbrechen musste. Ein paar mehr traurige Momente, in denen die Augen fast überquollen. Und ein paar Momente, in denen man einfach nur noch entsetzt dem Lauf der Zeile folgen konnte. Dem Lauf, den die Wörter nahmen. Alles in allem also ein überaus gelungenes Finale der Reihe.

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392 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

cassandra clare, magisterium, magie, chaos, band 3

Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze

Cassandra Clare , , Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783846600283
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auch, wenn schon ein wenig Zeit vergangen ist, ist mir der Inhalt von "Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze" von Cassandra Clare und Holly Black ist mir immer noch in sehr guter Erinnerung.

Nachdem Call im letzten Schuljahr erfolgreich den Feind des Todes besiegt hat, gibt das Kollegium eine Feier. Mit ihm und seinen Freunden als Ehrengästen. Doch die verläuft nicht ganz so reibungslos, wie gedacht. Nur mit knapper Not starten die Freunde schließlich mit einigen Fragen in ihr drittes Schuljahr. Auch im Magisterium ist nicht alles so wie es seine sollte, denn statt sich dieses Jahr nun ausschließlich aufs Lernen konzentrieren zu können, muss Call herausfinden, wer es auf ihn abgesehen hat. Sind die Markaris womöglich in Gefahr? Es geht so weit, dass Call keinem mehr trauen kann und sogar seine Freunde anzweifelt. Und nicht nur er... auch ich habe ein ums andere Mal gezweifelt! Sicher ist, dass es einen Spion in den Reihen des Magisteriums gibt, der alles daran setzt Call zu schaden und die drei Freunde versuchen alles, um herauszufinden, wer es ist...

Gleich am Anfang des Buch baut sich der Spannungsbogen auf - ein Angriff! Schon da beginnt das Vertrauen (mein Vertrauen!) zu bröckeln und Vermutungen werden angestellt. Die Spannung zieht sich über weitere Angriffe und das ganze Buch hinweg. Man kann nicht aufhören zu lesen und stellt jegliche Handlungen von Calls Mitschülern in Frage. Unerwartetes geschieht in diesem neuen, wunderbaren Buch, das mich verzaubert hat. - Es zieht einen in sich auf, genauso wie das Chaos, das eine solch wichtige Rolle spielt.

Call, Tamara und Aaron sind immer noch die besten Freunde, wie wir sie aus dem ersten und zweiten Schuljahr kennen, nur, dass sie langsam erwachsen werden. Call ist sich seiner Gefühle unschlüssig, versteht sie nicht und ist ... schlicht und einfach in der Pubertät! Celia benimmt sich in seiner Gegenwart komisch - kann es sein, dass sie ein ... ein Date will?! Call ist entsetzt. Gleichzeitig versucht er seine Gefühle für Tamara hinter dem Berg zu halten. Aaron ist doch viel besser. Ich stehe zu ihm. Ich will ihm nicht kaputtmachen! Call scheint rücksichtsvoller zu sein denn je. Wie konnte er je der Feind des Todes sein??? Es kommen alte und neue Freunde und Feinde drin vor. Wir treffen Warren wieder und erleben Abendteuer über die Vergangenheiten unserer Heldinnen und Helden. Erinnert ihr euch noch an Tamaras Schwester? Oder Aarons Vater?

Wie immer ist Call ein wenig ironisch und erwidert in den unglaublichsten und gefährlichsten Situationen etwas Sarkastisches. Aber es werden noch viel mehr Gefühle aufgewirbelt, während man in Angst um Call bangt und mit ihm lacht, habe ich auf jeden Fall die unterschwellige Spannung weiterhin gefühlt. Seine Freunde, seine Familie und die Bekannten, die die er nicht so gut kennt. Alle scheinen verdächtig und man denkt über das allzu Offensichtliche nicht nach! Im Nachhinein ist es unglaublich, wie ich das übersehen konnte. Wie Call das übersehen konnte! Aber ich glaube auch nicht, dass ihr es vorher erkennen werdet. Es glauben oder vermuten werdet.

Das Buch ähnelt ein wenig einem Krimi, in dem zu Beginn ein Mord oder ein Anschlag geschieht und in dessen Verlauf die Polizei und die Opfer, die Angehörigen, dann versuchen herauszufinden, was wirklich geschah. Wie es geschehen konnte. Nach und nach setzt sich ein Bild zusammen. Von der Feier. Von den Gründen und den Geschehnissen und erst, wenn man dann die allerletzte Seite ließt, wird deutlich, was geschehen ist. Es ist wahrhaftig wie ein Puzzle, dass nach und nach zusammengesetzt wird, immer mehr Teile ergeben einen Sinn, doch das größte, für die Mitte bestimmt Teil fehlt noch!!!

Ich will nicht sagen, dass ich (was andere Dinge betrifft) vielleicht Recht hatte oder, dass meine Vermutungen nicht zumindest in die richtige Richtung gingen, dennoch saß ich am Ende mit geschlossenem Buch im Schoß da und konnte nicht fassen, was da alles passiert ist!!!

Für all die Spannung, die Freude und die Freunde. Die Geheimnisse und das Vertrauen gebe ich diesem Buch 5 Sterne!

Und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

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(3.376)

5.006 Bibliotheken, 69 Leser, 6 Gruppen, 277 Rezensionen

liebe, erotik, sex, ana, bdsm

Shades of Grey - Gefährliche Liebe

E. L. James , ,
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 05.09.2012
ISBN 9783442478965
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich habe den zweiten und dritten Teil ziemlich knapp hintereinander weggelesen, war die Ursache für meinen Eindruck sein kann, dass der zweite Band ein wenig unordentlich ist. Was nicht unbedingt etwas Schlechtes ist. Immerhin mag Ordnung zwar die eine, Unordnung jedoch die andere Hälfte des Lebens sein.

Es passiert ziemlich viel, was es ein wenig schwer macht all das zusammenzufassen und hier aufzulisten. Gleich der Anfang ist, wie bereits erwähnt, gespickt mit Überraschungen, Abenteuern und (neuen) Hoffnungen. Während das Buch weiter ein wenig dahin geplänkelt ist, während man weiterliest, baut sich die Spannung immer wieder auf und wieder ab. Zwischendurch muss man mal unbedingt weiterlesen, weil es spannend oder faszinierend oder einfach nur wunderschön ist und dann wieder kann man durchatmen, weil man hofft, dass nun nichts Schlimmes passiert.

Christian selbst wandelt sich in diesem Band enorm, vom verwöhnten, viel zu reichen und hochnäsigen A*** in einen liebenswürdigen Liebhaber, zwar mit all seinen Schwächen und dunklen Seiten, aber eben auch mit süßen Sprüchen und Mienen. Denn das bekommt E. L. James meiner Meinung nach wirklich gut hin; die Stimmungen und Gesichtsausdrücke ihrer Charaktere zu beschreiben. Ihre Ängste und ihre Liebe füreinander. Die Gedanken, die Anas Meinung nach hinter der Stirn ihres Gegenüber vor sich gehen und die Gedanken natürlich, die in ihrem eigenen Kopf vorbeirattern.

Auch Anas Freunde und Familie trifft der Leser in diesem Band wieder. Ihre allerbeste Freundin kommt jedoch erst später hinzu. Doch sie hat auch eine neue Familie gefunden, zumindest ist sie dabei, sich in einer zweiten einzufinden. Christians Eltern und Geschwister empfangen sie mit offenen Armen, froh, dass er endlich jemanden gefunden hat, der es mit ihm aufnehmen kann. Doch das, worauf Ana eigentlich hofft, lässt auf sich warten. Die drei kleinen Wörtchen. Kann sie hoffen, sie je aus seinem Mund zu hören?

Und, kann sie darauf hoffen, dass ihre Probleme sich einmal nicht in ihrem Schlafzimmer ausdiskutieren lassen, sondern vernünftig mit Worten? Doch, wie gesagt, ist das nicht alles, Ana macht nicht nur Begegnungen mit Freunden, sondern auch mit Feinden Christians und muss sich mit dem elenden Bangen um ihre Lieben herumschlagen. Bei meiner Rezi zum ersten Teil habe ich etwas geschrieben, wie: Keine Spannung im Sinne von: Hilfe! Nimm bitte die Waffe runter! Nun... so würde ich das in diesem Band jetzt nicht mehr formulieren, denn solche Situationen lassen sich hier jetzt nicht mehr so gut umgehen. Es gibt diese Nach-Hilfe-Schreiende Form der Spannung und auch die ist genauso gut umgesetzt, wie die Wissbegier, was als nächstes kommt.

Das Ende des Buchs ist schön und schrecklich zugleich. Immerhin hat es etwas Schönes. Im Gegensatz zu dem Ende des ersten Teils. Aber trotzdem sollte man vielleicht schon den nächsten Band griffbereit haben.

Alles in allem gebe ich diesem zweiten Teil 3 Sterne. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, mit zunehmend normaler werdenden Begegnungen und Machenschaften. Allerdings hat mich dieser Band nicht so sehr gefesselt, wie ich es für schön gefunden hätte. Es gab ein paar Tiefs und ... kennt ihr das Gefühl, wenn ihr ein Buch lest und das Problem, der Fall, oder Schwierigkeit, eigentlich schon zu früh beendet ist? Ich glaube, das Gefühl nennt sich Angst. Die Angst, was noch kommen mag, wenn man eigentlich schon etwas Atemberaubendes hinter sich hat.

Ich kann dieses Buch weiterempfehlen, ich kann euch natürlich nicht sagen, ob es euch gefällt, oder nicht. Aber es ist eine schöne, spannende und fesselnde Geschichte und ihre 3 Sterne absolut wert!

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587 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 173 Rezensionen

new york, ally taylor, liebe, liebesroman, freundschaft

New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

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99 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

fantasy

Schwert und Glut

Sara B. Larson , Antoinette Gittinger
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.08.2016
ISBN 9783570310878
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch „Schwert & Glut" von Sara B. Larson ist der zweite Band zu "Schwert & Rose".

Die Geschichte setzt knapp einen Monat nach Ende des ersten Bandes ein:...

... Es hat sich noch nichts geändert. Alexa weist Damien immer noch hartnäckig von sich, während ihr gleichzeitig davor graut, dass jemand anders an ihrer Stelle den Platz an seiner Seite übernehmen könnte. Sie steht täglich neben ihm, beobachtet ihn, beschützt ihn mit ihrem Leben, während er seiner Berufung als König von Antion nachgeht.

Der Frieden scheint wieder hergestellt zu sein und er muss die Ruinen wieder aufbauen. Doch dieser Frieden scheint zu trügen. Ein Anschlag auf das Leben des neuen Königs hat nicht nur sein Volk erschüttert sondern auch uns Leser. Schon bald steht unsere Alex vor einer wichtigen und vollkommen unmöglichen Entscheidung...

Das Wort Gefühlswirrwarr trifft es noch nicht ganz. Es ist viel eher ein ganzer Orkan. Man fühlt mit Alex mit, die verzweifelt versucht das Richtige zu tun, gleichzeitig beginnt man einen regelrechten Hass zu hegen. Gegen Damien, gegen Alex selbst, gegen ganz Antion und gegen *...*. Es ist einfach schrecklich das Buch zu lesen und nicht eingreifen zu können, nicht helfen zu können und stumm mitansehen zu müssen, wie die Aussicht auf Hoffnung immer kleiner wird! Und mal ganz ehrlich: Wie kann man bitte so stur sein? Ich meine, ein bisschen dickköpfig ist ja noch normal, aber das? Alexa will einfach nicht eingestehen, welche Gefühle sie hegt und es macht einen irgendwann wirklich wahnsinnig.

Romantik spielt in diesem Buch also eine recht große Rolle. Auch, wenn es dieses Mal eine ganz andere Form ist. Passiver und heimlicher ... und definitiv eifersüchtiger!

Gleichzeitig droht die Gefahr, die das Königreich zu verschlingen droht. Der Anschlag, die Entführung. All das steckt zusammen und während mysteriöse Botschaften von überall aus dem Königreich in den Palast getragen werden, versuchen die Offiziere und die Leibwachen alles in ihrer Machtstehende um herauszufinden, wohin Jax verschwunden und wer für besagte Angriffe verantwortlich ist. ... Alles in ihrer Machtstehende ... und mehr! Unsere berühmte Alex kämpft nämlich bis ans Äußerste. Sie geht an ihre Grenzen, sowohl ihre physischen (Ich sage nur ein Wort: Schlaf) und ihre mentalen. Glaubt mir, wenn ich an ihrer Stelle stehen würde, hätte Antion längst verloren. Nicht, weil ich vielleicht unbedingt aufgeben würde. Aber, weil ich schlicht und einfach nicht so stark bin! - Das jahrelange Training hat sie geeicht und härter gemacht. Doch offenbar immer noch nicht hart genug für das, was die Welt mit ihr vor hat!

Glücklicherweise hat sie den ein oder anderen Freund auf ihrer Seite. Wie zum Beispiel eine vollkommen unerwartet liebe Geste und Bekannschaft ihres neuen kleinen Freundes…

Humor bleibt in all dem Trubel vielleicht ein wenig auf der Strecke liegen, aber nicht vollständig. Hin und wieder ist mir ein kleines Kichern entschlüpft. Alexa und Damien sind vielleicht nicht ganz so ironisch, wie ich es gewohnt bin, aber auch die beiden und ein paar andere Protagonisten haben ihre ganz eigene, spezielle Art des Humors!

Schock, Angst und Verrat spielen auf jeden Fall eine größere Rolle. Während ich noch schön entspannt von einem netten Gespräch oder Schläfchen war, das Alexa geführt hat, passierte schon wieder etwas. Alexa war natürlich sofort wach, zog ihr Schwert oder war bereit sich mit Worten zur Wehr zu setzen, aber ich war nicht unbedingt ganz so schnell. Es war keineswegs hektisch, und das ist auch keinerlei Kritik, alles, was ich damit sagen will ist, dass die Spannung den Leser nicht loslässt und man besser keinem trauen sollte - auch dem Frieden nicht!

Das Buch, die Geschichte, erinnert ein wenig an einen Krimi. Sie suchen einen Schuldigen. Aber statt bis zum Schluss im Dunkeln zu tappen, hatte ich bei diesem Buch schon zu Beginn eine Vorahnung. Je weiter ich gelesen habe, wurden es mehr und ich konnte schließlich gar nicht mehr fassen, wie blind Alexa doch war. ... Bis ich gemerkt habe, dass ich etwas vollkommen anderes und viel Wichtigeres übersehen habe. - Auch, wenn es schwer ist, in diesem Buch Prioritäten zu setzen. Also hatte man das ganze Buch über etwas im Hinterkopf. Wusste nicht, ob es stimmt oder nicht. Wusste nicht, ob es überhaupt relevant ist oder nicht. Und hatte keinerlei Ahnung von dem, was eigentlich passierte. Ja, naja. Es ist blöd, wenn man vorhersagen kann, oder sogar genau weiß, was passiert. Aber ganz so läuft es nicht. Denn trotz alledem tappen wir noch im Dunkeln, während wir eigentlich gerade eine Laterne hochhalten. - Dieses Wissen, dass wir also glauben zu haben, bringt uns nicht weiter.

Vielleicht... ganz vielleicht. Habt ihr jetzt schon gemerkt, wie gut mir dieses Buch gefällt. Es hat alles, was man sich nur wünschen kann... nur davon vielleicht ein klitzekleines Bisschen zu wenig. Die Romantik ist zwar nach vorne gestellt worden, aber vernachlässigt worden. Das ist Absicht. Das ist Alexas Charakter und dennoch ist es, als würde man sie gerne bei den Schultern nehmen und ein ums andere Mal heftig schütteln!!!

Der Schock saß mir nach Ende des Buchs noch recht tief in den Gliedern und darüber bin ich froh. Ansonsten, wäre der Schock nicht gewesen, wären die Tränen zwischendurch wohl geflossen!

Ich freue mich, diesem Buch 4 Sterne geben zu können. Hoffentlich gefällt es euch genauso gut wie mir! Also: Ganz, ganz viel Spaß beim Lesen!

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226 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, die buchspringer, bücher, buchspringer

Die Buchspringer

Mechthild Gläser
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.10.2016
ISBN 9783785585955
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Die Buchspringer" von Mechthild Gläser handelt von Amy, einem eigentlich recht normalem Mädchen von 16 oder 17 Jahren.

Amy hat, wie jeder in diesem Alter, ein paar Probleme in der Schule... auch, wenn solche Probleme eigentlich keiner haben sollte!!! Ihre Mutter hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und so beschließen die beiden zum ersten Mal auf die Heimatinsel von Amys Mutter zu reisen. All die Jahre hat ihre Mutter wohl herzlich wenig über ihre Jugend verraten, alles, was Amy weiß ist, dass sie dort wegging, als sie schwanger wurde und nie wieder zu der kleinen schottischen Insel zurückkehrte.

Amy erfährt, dass sie der Familie Lennox angehört, die seit jeher in Bücher sprang um Einfluss auf deren Geschichten zu nehmen.

Auch Amy kann jetzt Einfluss auf den Verlauf und die Handlung der Geschichten nehmen, die sowohl sie als auch wir so innig lieben. So trifft sie auf Schir Khan, den Tiger aus dem Dschungelbuch, der abseits von der Geschichte ein toller Zeitgenosse ist, den jungen Werther, der zu einem richtigen Freund für sie wird, und all die anderen Figuren aus der wundervollen Welt der Bücher. Sie trifft Oliver Twist, den kleinen Prinzen und die Bennet Familie.

Doch während Amy noch die Welt der Bücher und der Wörter erforscht und zunehmend hingerissener wird, stellt sie fest, dass diese neue Welt gar nicht so friedlich und idyllisch ist, wie sie zunächst scheint. Als Gold aus den Schatzkammern von Ali Baba und Dracula verschwindet und das weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland plötzlich nicht mehr auftaucht steht für Amy fest, dass sich ein Dieb in die Bücherwelt verirrt hat, der keinerlei gute Absichten hegt. Sie versucht den Dieb zu stellen, macht sich mithilfe ihrer neuen Freunde auf die Suche und die Jagd nach ihm. Doch auch die Realität bleibt nicht von dessen Machenschaften verschont. Als eine Leiche gefunden wird und immer mehr seltsame Geschehnisse vorfallen, haarsträubende Vermutungen geäußert werden und keiner mehr weiß, wo ihm der Kopf steht, steht fest; dies ist ein waschechter Krimi...

Wie ich bereits gesagt habe, ist dieses Buch einfach unglaublich. Der Wunsch nach Schottland zu fahren, überkam mich auf Seite 16, der Wunsch auf diese kleine, von Moos überwachsene und verlassene Insel zu reisen auf Seite 45. Der Wunsch auch Schir Khan begegnen zu dürfen auf Seite 50. Es ist einfach unfassbar, aber Mechthild Gläser hat genau das geschrieben, was ich mir immer schon gewünscht habe. In ein Buch hineinzuspringen und die Charaktere, die Protagonisten kennen zu lernen. Vielleicht würde ich nach Hogwarts gehen oder gemeinsam mit Katy Swartz beim Anblick von Daemon Black dahinschmelzen...

Abgesehen von dieser schwärmerisch beschriebenen Fähigkeit, kommt auch ein gewisses Maß an Spannung drin vor. Die gleich zu Beginn in die Höhe schießt. Ein Sturm, eine Angst, ein Prolog, der gleich fesselt. Das erste Kapitel knüpft direkt daran an und man wird gleich neugierig in die Geschichte gesogen. Die Diebstähle haben mich in gewisser Weise schockiert... allein die Vorstellung, dass Stolz und Vorurteil und Alice im Wunderland immer dünner werden, weil die Geschichte verschwindet! Ich schätze, dass es war ein Grund, warum ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Ich wollte wissen, wie es Stolz und Vorurteil am Ende des Buchs geht, ich wollte wissen, ob Amy es schafft all die Welten zu retten, die der Dieb zu zerstören versucht!

Auch Freundschaft spielt hier eine mittel bis große Rolle... nein, eigentlich eine richtig große. Ich habe bereits die Freundschaft zwischen Amy und Werther erwähnt, die sich zusammen auf die Jagd nach dem Dieb machen. Aber das ist nicht alles. Immerhin sind es Amys Sommerferien, die sie dort auf Stormsay verbringt. Es gibt noch eine Familie, die das Buchspringer-Gen hat - die Macalisters. Mit Will freundet sich Amy rasch an, sie springen beide in Bücher und können sich auch in der Realität sehr gut miteinander unterhalten. Bald schon kommen sich die beiden näher...

Aber die Möglichkeiten dafür, wer der Dieb sein kann, sind eingegrenzt und bei den wenigen Bewohnern auf der Insel kann Amy bald kaum mehr jemandem trauen.

Passend zum Thema Freundschaft, dreht sich das Buch auch immer wieder um das Thema Feindschaft. Überhaupt steht dieses Thema mehr in der Mitte, als man eigentlich annehmen würde... Die beiden Familie waren seid jeher verfeindet und auch Wills Cousine Betsy begegnet Amy gegenüber gleich viel feindlicher, als eigentlich nötig gewesen wäre.

Über dem ganzen Buch/Krimi, hängt schließlich diese Wolke aus Vertrauen und Verdächtigungen, denn es ist tatsächlich ein richtiger Krimi, der sich gewaschen hat.

Das Buch ist natürlich kein sonderlich realistisches Buch, auch, wenn es für mich zwischendurch mehrmals den Anschein machte. Klar, Amy ist ein normales Mädchen, immer noch. Sie ist genauso normal aufgewachsen wie wir, lebt unter Menschen und liest Bücher auch auf die herkömmliche Weise, aber sie muss es eben nicht. Wann immer ihr einmal der Sinn danach steht, kann sie der Realität entkommen. Entfliehen.

Unter all dem, was in dem Buch so los ist; die Aufregung, die Spannung, die Freundschaft und Familie, solltet ihr den Schluss nicht vergessen. Legt euch Taschentücher bereit. Ich habe sie gebraucht. Denn das, was am Ende geschieht, kann mit Sicherheit keiner vorausahnen!

Immerhin ist es ein abgeschlossenes Buch, das heißt; soweit ich weiß, gibt es keine Fortsetzung. - Allerdings... ich hätte nichts dagegen, wie steht's mit euch?

Dieses wunderbare Buch ist absolut lesenswert und ihr solltet euch am besten noch in diesem Moment daran machen und es euch ausleihen... oder kaufen. Ich habe oft gelacht, denn Mechthild Gläser hat den Figuren einen tollen Humor eingeflößt, aber ich habe auch geweint, die Augen vor Spannung weit aufgerissen und das Buch fester umklammert.

Ich kann euch natürlich nicht versichern, dass ihr es genauso toll findet, wie ich, aber es wird euch bestimmt gefallen, wenn ihr auch schon einmal den Wunsch gehegt habt in ein Buch zu reisen. Und es wird euch fesseln!

Ich denke, es ist klar: Ich gebe dem Buch 5 Sterne - Mechthild Gläser, eine Glanzleitung!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Cornelsen Senior English Library - Literatur / Ab 10. Schuljahr - iBoy

Kevin Brooks , Helga Korff
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei Cornelsen, 01.03.2014
ISBN 9783060336746
Genre: Sachbücher

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paris, hunter, aliens, serena, luc

Obsession

Jennifer L. Armentrout
Flexibler Einband
Erschienen bei HODDER&STOUGHTON, 04.06.2015
ISBN 9781473615922
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein anderes, tolles Buch, dass ich am Sonntag durchgelesen habe, heißt „Obsession" und ist ein Zwischenbuch der großartigen Lux-Reihe von Jennifer L. Armentrout.

 Es geht um Serena Cross. Ein Menschenmädchen, die Zeugin davon wird, wie ihre Freundin Bekanntschaft mit mies gelaunten Lux macht. Hunter dagegen arbeitet für das Verteidigungsministerium und muss sich um die bösen Jungs kümmern. Zumindest, bis sie ihm die Aufgabe geben auf Serena aufzupassen. Darauf zu achten, dass sie nicht stirbt. Die beiden kriegen sich von Anfang an immer wieder in die Haare und die Spannung, die sich zwischen ihnen aufbaut ist imens. Hunters Aufgabe für Serenas Sicherheit zu sorgen wird zu einem echten Abenteuer als sie beschließt, dass sie Rache für den Tod ihrer Freundin nehmen und dorthin zurückkehren muss, wo alles angefangen hat.

Ein absolut toller Roman mit Spannung, Liebe und Vertrauen. Die Spannung, die Angst und die winzige Hoffnung, dass sie doch noch lebend aus der Sache herauskommt, die Liebe, die Sehnsucht nach Hunter und das Vertrauen, dass sie ihm gegenüber aufbringen muss. All das macht das Buch zu etwas ganz Besonderem. Die Trauer um ihre Freundin und die Fassungslosigkeit nicht zu vergessen! Stellt euch einmal vor (oder tut es lieber nicht), eure Freunde würden von leuchtenden Glühwürmern ermordet... Was würde euch dann durch den Kopf gehen??? Dass ihr verrückt seid?! Wahrscheinlich. Und wenn ihr dann noch von einem lebendigen Schatten entführt werdet? Dass euer Leben futsch! ist?! Gut möglich. Und wenn ihr dann aus einem Tiefschlaf erwacht und euch erstmal an nichts erinnert? Dass ihr alles nur geträumt habt?! Höchstwahrscheinlich.

Die Lux-Reihe ist grundsätzlich mein absoluter Favorit. Und jedes Buch, das diese wunderbare Welt noch ein wenig ergänzt, ist für mich einfach toll - toll, toll, toll! Wenn ihr also, so wie ich, die Reihe schon gelesen habt, werdet ihr euch wirklich, wirklich freuen (und auch amüsieren), denn ihr trefft Daemon... und Luc und ... ja. Es ist ein kleines Wiedersehen, denn immerhin spielt sich dieses Buch zeitgleich mit dem vierten ab. Und Apropos amüsieren... auch in diesem Buch gibt es wieder diese ganz spezielle Art von Ironie und Sarkasmus. Die, die die Protagonistinnen nur in lebensgefährlichen Situationen aufbringen... oder in Situationen puren Hasses. Wenn Sarkasmus das Einzige ist, dass zwischen ihnen und dem Angreifer steht.

Ich gebe diesem Buch volle fünf Sterne, allein schon für die Spannung und Romantik in diesem Buch. Es ist unfassbar, wie Armentrout es auch in diesem Buch wieder geschafft hat besagte kleine Wölkchen einzubauen. Kleine Pausen, während derer man sich entspannen kann... die Spannung bleibt zwar, aber die beiden sind nicht auf der Flucht oder in einem Kampf oder verfolgen in jeder Sekunde eine bestimmte Mission. Sie legen auch mal eine Pause ein, machen Rast...

Trotz der guten Bewertung und meiner großen Schwärmerei für dieses Buch, muss ich noch einen Kritikpunkt anbringen. Ich habe ja nun all die anderen Bücher gelesen, habe mich in die Lux, in Daemon und Dee und in eine Welt aus Licht verliebt. Jetzt sind die Lux auf einmal die Bösen und die Arum... ja, naja. Am Anfang des Buchs war ich einfach nur begeistert. Dann war ich irritiert von dem puren Hass gegenüber den Lux (auch, wenn ich vorgewarnt war) und dann habe ich kurz denselben Hass empfunden. ... Es tat mir irgendwie leid und es kam mir vor, als hätte ich Daemon und Dee und Co. betrogen. Was ich natürlich nicht hatte, aber... Gegen Ende verschwand das Gefühl dann wieder und ich konnte in Ruhe zwischen den beiden gegenteiligen Spezies stehen. Dennoch - fühlt euch vorgewarnt!

Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt und ich hoffe, euch gefällt dieses Buch genauso gut wie mir! Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen!!!

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Tags: aliens, glühwurm, schatten   (3)
 

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Hauptsache Tanzen!

Petra Lahnstein
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Gute Ideen Verlag, 25.11.2016
ISBN 9783945067130
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In den Ferien habe ich Zeit gefunden „Hauptsache Tanzen!“ von Petra Lahnstein durchzulesen!

Noch einmal: Vielen Dank, Petra Lahnstein. Denn sie hat mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Das Buch handelt von Sophie, ein vierzehnjähriges Mädchen, die passender Weise genauso gerne tanzt wie ich. Allerdings ist sie Profi-Lateintänzerin und steht gleich am Anfang des Buchs gemeinsam mit ihrem Bruder Lars vor einem wichtigen Wettbewerb. Doch als Lars sich schwer verletzt liegen ihre Träume in Trümmern. Wie kann er es wagen? Sie ist wütend und angefressen. Doch diese Wut ist gar nichts verglichen mit dem was sie fühlt, als sie erfährt, dass sie aufs Land ziehen sollen. In ein kleines Dörfchen (im folgenden auch Kaff genannt). Ins Nirgendwo. Wütend auf Lars, weil er sie verraten hat, wütend auf ihre Eltern, weil sie sie in besagtes Kaff verbannt haben, wütend auf sich selbst und enttäuscht von der Welt, versucht sie sich schließlich einen neuen Tanzpartner zu angeln. Sie beginnt in einer Garde- und Schautanzgruppe mitzutanzen, verrenkt sich die Beine (im übertragenen Sinne!) und hält dort die Augen offen. Anders, als alle denken, versucht sie nur einen Tanzpartner zu finden. Doch, wie es so schön heißt, man kann auf dem Land keine Geheimnisse für sich behalten und es kommt schlussendlich alles ganz anders, als erwartet...

Das Buch ist wunderbar! Ich muss zugeben, dass ich am Anfang noch etwas skeptisch war... und auch eine Zeit lang blieb. Sophie hat keinen Charakter, wie ich ihn üblicherweise an Protagonistinnen schätze... sie ist schnippisch, mies gelaunt und hört keinem zu. Alles, was sie im Sinn hat ist sie selbst (Hoffentlich liest sie das hier nicht! Das hört sie gar nicht gerne!!!). Aber natürlich ändert sich auch das... naja, oder zumindest gewöhnt man sich daran... nein. Auch falsch. Man findet sich in Sophie ein und lernt sie zu verstehen. Ich finde es immer schön, wenn ich mich irgendwann mit einem Charakter identifizieren kann. Bei dem einen fällt mir das leichter. Bei dem anderen schwerer. Bei anderen gelingt mir das gar nicht. Ich kann nicht ganz sagen, was hier der Fall war, aber das mit dem gar nicht auf keinen Fall! Ich liebe das Tanzen. Genauso wie Sophie. Auch, wenn ich noch lange nicht so lange tanze, wie sie, ist es doch ein Hobby, das ich gerne mache. Klar, ans Lesen reicht es nicht heran, aber es ist doch eine wunderbare Zeitbeschäftigung. Diese Tatsache half mir ungemein Sophies Beweggründe zu verstehen. Sie nachzuvollziehen und sogar anzuspornen! Das wäre auch der Fall gewesen, wenn ich ein ganz anderes Hobby hätte. Es geht um die Leidenschaft etwas gerne zu tun und das zu tun, was man liebt... und darum, dass es akzeptiert wird.

Vielleicht kennt ihr ja auch das Gefühl, auf der Suche nach einem neuen Tanzpartner zu sein. In dieser Hinsicht kann ich Sophie gut verstehen. Es ist ziemlich frustrierend wieder von vorne anfangen zu müssen und all die Fortschritte, die man mit dem alten Partner gemacht hat, wieder über Bord zu werfen, oder zumindest hinten anzustellen. Außerdem hat man sich ja an den alten Partner gewöhnt und muss nun mit null Anforderungen an die Sache herangehen. Schön, wenn es gut läuft. Aber enttäuschend, wenn man hinterher doch nur wieder ohne dasteht!

Die Geschichte ist aber nicht nur ernst, traurig und dramatisch... eigentlich gar nicht. Nicht wirklich. Sophies etwas andere Art zu denken, mehr pessimistisch den anderen gegenübergestellt zu sein, hilft die Dinge sarkastisch und positiver zu sehen. - Jaja, ich weiß, dass das jetzt komisch klingt! Die Sätze, die Dialoge und die Gedankengänge sind humorvoll und voller Lebensfreude geschildert, sodass man unwillkürlich wissen will, wie es weitergeht und sich komplett einliest! Man ist mitten im Geschehen drin!

Voller Spannung - was wird aus der Partnersuche, was passiert mit Lars, wird sich Sophie weiterhin verhalten, wie sie sich verhält und vor allem...! (Das kann ich euch jetzt leider nicht verraten! ;-P) -, Freundschaft - denn offensichtlich hat man als Profi nicht allzu viel Zeit für Freundinnen -, Familie und Romantik. Sophie ist vierzehn, wie ich bereits erwähnt habe. Sie ist also in der Phase, in der Mädchen normalerweise hinter vorgehaltener Hand kichern, tuscheln und zu zweit aufs Klo gehen. Kein Wunder, dass sie, nachdem sie erst einmal aus ihrem Stress mit Scheuklappen herausgekommen ist, endlich einmal die Augen öffnet... Auch dazu verrate ich euch nicht viel: Aber die Tanzpartnersuche verläuft auch nicht ganz so glatt.

Ich gebe diesem Buch 3 Sterne. Wie gesagt. Ich fand es toll. Es hat mir gefallen. Aber die Tatsache, dass Sophie einen solch eigenwilligen Charakter hat, hat mich dann doch ein wenig abgeschreckt. Außerdem kam das Ende recht schnell. Aber keine Sorge! Trotzdem finde ich das Ende überaus gelungen. Es passt zu dem Buch und fügt sich trotz allem gut ein.

Wenn ihr euch entscheidet dieses Buch zu lesen, wünsche ich euch viel Spaß dabei! - Den werdet ihr haben!

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liebe, israel, simone elkeles, amy, avi

Kann das auch für immer sein?

Simone Elkeles , Eva Müller-Hierteis
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.08.2013
ISBN 9783570308707
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Rezension zu „Kann das auch für immer sein?“ von Simone Elkeles: Der dritte Band der wunderbaren Sommerflirt-Trilogie setzt genauso, wie der zweite, ziemlich genau fünf Monate nach dem vorhergegangenen Buch ein...

Das Buch setzt ein, als Amy gemeinsam mit ihren drei Freunden in einem Bus sitzt, der durch die glühende Hitze Israels fährt. Genau. Es ist Sommer und Amy ist wieder in Israel, doch anstatt gemeinsam mit ihrem Vater direkt zu ihrer Familie zu fahren, begibt sie sich in ein Bootcamp... in ein Armeelager um genau zu sein. Jess, Miranda und Nathan fahren mit, um herauszufinden, wie es sich anfühlt ein Soldat zu sein... Amy dagegen möchte ihren Freund wiedersehen und freut sich schon auf die Begegnung. Das einzige Problem ist, dass Avi überhaupt nicht auf Besuch vorbereitet ist, dass er das ein oder andere Geheimnis so nicht länger vor ihr hüten kann und, dass in ein Loch im Boden pinkeln, Bienen aus Marmelade fischen und mit einem Gewehr schießen überhaupt nichts für Amy ist. Das Disaster ist vorprogrammiert.

Nach dem ersten und zweiten Band hat dieser hier zwei verschiedene Seiten. Zuerst einmal die Liebesgeschichte zwischen Amy und Avi, die in die Brüche geht und aus der Situation die beiden einfach nicht mehr herauszukommen scheinen und dann das Leben als Soldatin, in dem sich Amy nach und nach zurechtfindet. Die ganze Zeit fiebert man mit Amy mit, hofft, ja, betet, dass die beiden doch wieder zusammenkommen, dass einer von beiden nachgibt und, dass sie endlich miteinander reden... aber nein. Die Spannung und Wut zwischen den beiden ist förmlich spürbar, während sich gleichzeitig noch die Neugier auf die nächste Mission in der Armee steigert.

Natürlich ist auch so wieder Liebe da... nur eben auf andere Art, auf Enttäuschung und Wut basierend. Und, wie heißt es so schön?; Liebe und Hass liegen nah beieinander. Die Freundschaft zwischen Amy und Jess, Amy und Miranda und auch Amy und Nathan hat ganz schön zu leiden, während sie sich in einer Art Selbstmitleid suhlen will - nur, dass die das bei der Armee nicht gestatten. Die Spannung, die wegen Amy und Avi, der Armee und anderen Komplikationen, die später noch dazukommen, über dem Ganzen schwebt ist fast mit Händen zu greifen und man will die ganze Zeit weiterlesen! Natürlich ist auch das noch eine Urlaubsgeschichte, aber hier kommt eben etwas Schwermütiges hinzu. Irgendwie zumindest. Amys Humor und die Ironie und der Sarkasmus des Ganzen gehen zumindest nicht verloren. Während das Buch den Leser natürlich an manchen Stellen in den schieren Wahnsinn treibt, muss man an einer anderen Stelle so sehr lachen, dass man erst einmal eine kurze Pause einlegen muss.

Ich gebe diesem Buch auch wieder vier Sterne, denn auch, wenn es eine tolle Geschichte mit ihren ganz eigenen Höhen und Tiefen ist, fehlt mir hier dann doch noch das ein oder andere. Die Geschichte ist es aber zweifelsohne wert gelesen zu werden... die ganze Reihe ist es! Dieser Band hat ein schönes, abschließendes und doch offenes Ende, denn immerhin ist Amys Leben nicht vorbei - so viel kann ich euch wohl verraten ;)

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen dieser sagenhaften Reihe und natürlich auch bei allem anderen, was Seiten hat!

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Tags: bootcamp, israel   (2)
 

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chicago, fernbeziehung, eifersucht, religon, freundschaft

Zwischen uns die halbe Welt

Simone Elkeles
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.06.2013
ISBN 9783641095260
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der zweite Teil der Sommerflirt-Trilogie hat mich alles andere als enttäuscht! - Das Buch setzt wunderbare fünf Monate später ein. Dreht sich also um den Winter in Chicago und herabfallende Eiszapfen...


Während Amy sich dick einpacken und mit Schal und Mütze ausstatten muss, schwitzt Avi unter der heißen, israelischen Sonne.

Amy versucht die Distanz zu vergessen, zu ignorieren und sich anderen Aufgaben und Problemen zu widmen (wie zum Beispiel die Tatsache, dass ihre Mutter verheiratet ist und ihr armer Vater bis zum Ende seiner Tage allein bleiben wird, wenn sie nicht handelt...), aber es ist zwecklos. Sie denkt jeden Abend an ihren Nicht-Freund, versucht nicht daran zu denken, dass die Mädchen in Israel vielleicht besser aussehen als sie und, dass Avi schon viel zu lange nicht mehr von sich hat hören lassen. Jeden Tag hofft sie auf einen Brief von ihm, damit sie den dann gemütlich im Bett lesen und in Erinnerungen schwelgen kann.

Bei all dem, was dort vorfällt, kann das gut auch mal in die Hose gehen!


Vielleicht habt ihr das erste Buch ja bereits gelesen... vielleicht auch nicht. Aber wenn, dann könnt ihr gut nachvollziehen, wie Amy es schafft in jedes einzelne Fettnäpfchen zu treten, in das man nur treten kann - sie nimmt wirklich jedes mit!!!


Aber auf eine absolut bewundernswerte Art und Weise, die einen einfach nur zum Lachen bringen kann! - wie ihr vielleicht schon herausgehört habt, gefällt mir auch dieser zweite Band einfach unglaublich gut.

Es gibt wieder alles, wovon man nur träumen kann; Freundschaft, Familie, Liebe und Spannung - und auch die negativen Seiten rücken nicht in den Hintergrund. Während die Familie um Zusammenhalt kämpft, kommt sich Amy ausgestoßen und abgewiesen vor. Ihre Freunde scheinen sie überhaupt nicht mehr richtig zu verstehen und die Schule scheint nur genau das Gegenteil zu machen, was Amy eigentlich will. - All diese Tragödien für Amy sind auf eine bewegende und zugleich humorvolle Art und Weise geschildert worden.

Die Spannung bahnt sich an und obwohl man durch den Klappentext fast schon erahnen kann, was passiert, hofft man einfach das Gegenteil. Und - ich kann euch versichern, dass das Buch trotz allem alles andere als vorhersehbar ist... Zumindest, was bestimmte Stellen angeht.

Diese Geschichte besitzt die Leichtigkeit einer Urlaubsromanze - was sie ja irgendwie auch ist. Man kann das Buch schnell weglesen. Nein. Man muss schnell lesen, weil man sonst wahrscheinlich wahnsinnig wird und sich immerzu fragt, wie es weitergeht. Seite um Seite bleibt die Spannung aufrecht, obwohl ich nicht sagen kann, woher sie kommt.


Ich gebe dem Buch nur 4 Sterne. Klar. Das Buch war einfach klasse. Toll. Fesselnd. Und Faszinierend. Aber wie heißt es doch so schön? Der erste Teil ist immer der beste. Ich habe nichts gegen diesen Band, aber ich finde Geschichten einfach schön, in denen das Liebespaar noch gar kein richtiges Liebespaar ist, sondern erst eines wird. So, wie es im ersten der Fall war.


Was ich vielleicht auch noch dazusagen sollte ist, dass diese Lücken, die mein Haupt-Kritikpunkt im ersten Buch waren, hier nicht mehr sonderlich hervorstechen. Mir sind sie nicht aufgefallen und schienen hier auch lange nicht so große Zeiträume zu überspannen!


Ich hoffe also, dass euch dieser zweite Teil genauso gut gefällt wie mir.

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experiment, schule, faschismus, nationalsozialismus, jugendbuch

Die Welle

Morton Rhue , Hans-Georg Noack
Flexibler Einband: 185 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.06.2017
ISBN 9783473580088
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich mir letztens “Die Welle" von Morton Rhue ausgeliehen habe, wollte ich einfach nur mal das Buch lesen, wirklich genau wissen, worum es wirklich geht. Vielleicht habt ihr euch das ja auch schon mal gefragt!? Ich habe das Buch jedenfalls nicht in der Schule gelesen, als es alle anderen gelesen haben. Unsere Lehrerin hat eine andere Lektüre von Morton Rhue ausgewählt und so hatte ich bisher weder den Film noch das Buch gelesen / gesehen. Um meiner Obsession gerecht zu werden habe ich mir dann auch erst einmal das Buch geschnappt mich hingesetzt und angefangen zu lesen.

Als der Lehrer des Geschichtskurses bemerkt, dass ein Video der Nazi-Zeit seine Schüler zutiefst erschüttert und sie ihm Fragen stellen, auf die er zu seiner eigenen Empörung keine Antwort weiß, überlegt er sich, wie er das Thema vertiefen und seinen Schülern die Situation von damals begreiflich machen kann. So erfindet er die Welle. Ein kleines Experiment, in dem er seinen Schülern zeigen will, was für einen Einfluss Hitler damals hatte und wie es sich anfühlte diszipliniert zu sein. Seine Schüler sind begeistert und so führt er den Namen, den Gruß, das Zeichen und die Grundsätze der Welle ein. Doch die Schüler - und irgendwo auch ihr Lehrer selbst - scheinen all dies viel zu ernst zu nehmen. Mit einem Mal ist die ganze Schule angesteckt von der Aufregung oder eben dem Grauen vor dieser unheimlichen Bewegung, die ein harmloser Geschichtslehrer ausgelöst hat und anführt. Na ja. Lange Rede, kurzer Sinn. Das Experiment des Lehrers artet aus und keiner will es stoppen. Keiner, der es stoppen will, kann es stoppen. Man kann sich schnell in die Nazi-Zeiten einfühlen und die Schüler bekommen eine lebhafte Vorstellung von der Grausamkeit und dem Druck der auf den damaligen Deutschen lastete.

Das Buch ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben worden, was, so, wie ich es sehe, fast noch das Spannendste daran ist. Denn... natürlich ist dieses Buch interessant und hat auch so seine Reize. Es geht um Zusammenhalt, Freundschaft, Feinde und natürlich auch Außenseiter und Mobbing. Im Grunde ein Thema, das jeden anspricht. Aber es ist eigentlich nur eine Geschichte von einem Lehrer, der ein Experiment einführt, das dann alle Welt wieder loswerden will. Dadurch entstehen zwei Seiten und die Schüler finden sich auf einmal als Feinde und nicht länger als Freunde wieder. Dieses Buch hat mich nicht wirklich angesprochen, was echt schade ist, denn eigentlich verbirgt sich eine interessante Geschichte hinter der unscheinbaren und fast langweiligen Geschichte. Es ist die Geschichte von Leuten, die zuerst meinen, dass sich die Geschichte gar nicht wiederholen kann - und die dann eines Besseren belehrt werden. Aber all dies ist... nicht spannend geschrieben. Selbst, als es zum Ende hin knapp wurde und wichtig, hat mich das Buch nicht so gepackt, wie es mich hätte interessieren sollen.

Ich gebe dem Buch zwei Sterne. Wie schon gesagt, mir fehlt hier die Spannung, die einfach jedes Buch ausmachen sollte und auch einiges an Handlung, denn obwohl das Buch für diese paar Seiten eigentlich schon recht viel Inhalt hat, ist es eben eine Handlung, die mir im Nachhinein viel zu lückenhaft erscheint. Natürlich ist dieses Buch eigentlich als Schullektüre gedacht und nicht als Hobbylektüre, das man zwischen ein Harry-Potter- und ein Twilight-Buch quetschen kann. Aber dennoch fehlt mir hierbei einfach zu viel.

 Hoffentlich hat euch diese Rezi trotz der Negativität gefallen. Ich würde mich freuen zu erfahren, was ihr von dem Buch haltet - auch, wenn sie vielleicht aus einem komplett anderen Blickwinkel gerichtet sind... oder vielleicht gerade dann!

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israel, liebe, sommerflirt, simone elkeles, avi

Nur ein kleiner Sommerflirt

Simone Elkeles , Eva Müller-Hierteis
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.04.2013
ISBN 9783570308615
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vor anderthalb Wochen habe ich „Nur ein kleiner Sommerflirt“ von Simone Elkeles angefangen und direkt durchgelesen.

Es geht um Amy. Ein Mädchen von fast siebzehn Jahren, die bei ihrer Mutter lebt und sich schon auf das Sommercamp freut. Als dann ihr biologischer Vater dazwischenfunkt und sie nach Israel schleppt findet sich ihre Laune schlagartig am Boden wieder. Das kann doch alles nicht wahr sein! In den letzten Jahren ist sie ihrem Erzeuger immer weitestgehend aus dem Weg gegangen und kann es nun einfach nicht fassen, dass er auf einmal will, dass sie die zweite Hälfte ihrer Familie kennenlernt... von der sie nicht einmal etwas wusste! Der Flug und die Ankunft sind schrecklich und nach allem, was Amy über Israel gehört hat, befürchtet sie die ganze Zeit einen Bombenanschlag.

Ihr Sommer kann doch gar nicht mehr schlimmer werden, oder?

Als sie dann endlich ankommen, irgendwo im Nirgendwo und ihr fremde Jungendliche mit seltsamen Namen begegnen, ahnt sie schon, dass diese drei Monate die Hölle werden. Wie sich herausstellt liegt Amy da nicht so ganz falsch. Eine nervige und zickige Cousine, mit der sie sich ein Zimmer teilen muss, Schlangengedärme und Schafe um das Haus, kleine aufgeregte Köter und ein zur Weißglut-treibender Avi machen ihr das Leben schwer. Avi ist unverschämt, stur und behandelt Amy wie Dreck - ihrer Auffassung nach. Doch dabei wirkt er so unheimlich sexy. Doch... was verbirgt er und - vor allem - was spielt sich zwischen ihm und Snotty ab?

Ein Sommer voller Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen. Ein Sommer voller Erlebnisse, in denen Amy lernen muss über sich hinaus zu wachsen und ihre Klappe zu halten...

Dieses Buch steckt voller Ironie und Sarkasmus. Mit einem wahnsinnigen Sinn für Humor, der uns alle immer wieder zum Lachen bringt, schildert Amy ihre grauenvollen (?) Erlebnisse. Aber nicht nur Humor spielt hier eine Rolle, denn dieses Buch ist keinesfalls Klamauk. So dürft ihr nicht denken. Der Humor ist einfach ein wichtiger und sehr schöner Aspekt dieses Buchs. Doch auch Liebe kommt drin vor; einmal die Liebe zu einem Leben, das Amy vorher völlig verborgen geblieben ist, die Liebe zu ihrer Familie... ihrer Mutter oder ihrem Erzeuger, das müsst ihr nun selbst herausfinden, und die Liebe zu dem Jungen, der sie aufregt und Dinge tun lässt, von denen sie selbst nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Nicht wirklich zumindest. ;)

Natürlich bahnt sich über das ganze Buch hinweg ein gewisser Spannungsbogen, in dem man sich fragt, was denn nun als nächstes passieren wird und in welches Fettnäpfchen sie als nächstes tritt. Und es ist, meiner Meinung nach, auch klar, dass etwas zwischen Avi und Amy und etwas zwischen Amy und ihrer Cousine passieren muss... doch Was, das bleibt lange unklar… Aber es gibt ziemlich weit gegen Ende noch eine ganz andere Spannung, die unerwartet in die Höhe schießt, die man gegen Anfang ausgelacht und dann vergessen hatte. Und auf einmal ist es bitterer Ernst!

Das Buch dreht sich auch um Freundschaft und eben Familie. Darum, angenommen zu werden oder nicht und darum, wohin man denn nun eigentlich gehört. Vielleicht merkt ihr schon, dass ich dieses Buch wirklich klasse finde, viel drinsteckt und mich wirklich begeistert hat. Ich habe morgens angefangen und hatte es am Nachmittag durch - leider. Aber glücklicherweise gibt es ja auch noch ein zweites und ein drittes. Die beide zum Glück schon rausgekommen sind.

Das Einzige, was mich zeitweise ein wenig irritiert hat, waren die kleinen Zeitsprünge, die innerhalb der drei Monate immer wieder auftauchen. Ich finde es toll, wenn eine Geschichte anfängt und durchgehend weitererzählt wird und mir ist auch klar, dass Simone Elkeles kein Buch über drei Monate schreiben kann. Es ist ein wirklich tolles Buch, das will ich damit überhaupt nicht bestreiten, aber ich hätte eben gern auch die paar Wochen durchgehend mit Amy erlebt, die die Autorin übersprungen hat.

Das ist aber auch mein einziger kleiner, winziger, Kritikpunkt, denn das Buch hat mir wirklich gut gefallen - ich gebe 5 Sterne - und kann es euch nur weiterempfehlen. 

Lest es! Mehr kann ich nicht tun, aber dieses Buch ist eine wunderbare Lektüre zum Zwischendurch, das einen gerade jetzt in den Wintermonaten mit ein paar heißen, israelischen Sonnenstrahlen wärmt!

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Tags: hass, israel, sommer, verliebt   (4)
 

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klassiker, interessant, reclam

Nathan der Weise von Lessing. Gotthold Ephraim (1987) Taschenbuch

Gotthold Ephraim Lessing
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, 01.01.1000
ISBN B00FNBDU62
Genre: Klassiker

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liebe, spannung, blindheit, romatik, verlust

Blind Date mit der Liebe

Kari Lessír
E-Buch Text: 270 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 04.08.2016
ISBN 9783741265150
Genre: Liebesromane

Rezension:

Vor anderthalb Wochen ist ein wunderbares Buch von der deutschen Autorin Kari Lessír ("Seelenreise") in meinem Briefkasten gewesen; "Blind Date mit der Liebe".


Es geht um Nina, eine Anzeigenverkäuferin, die im Moment keine wirkliche Zeit - und auch keine große Lust - auf eine Beziehung hat. Eines Abends geht sie joggen um ihren Kopf frei zu bekommen und die Arbeit für eine Weile zu vergessen. Und dann stößt sie auf einmal mit einem Typen zusammen, der - zugegeben - nicht schlecht aussieht. Aber er schnauzt sie genervt an und verhält sich Nina gegenüber alles andere als charmant. Ja, er ist regelrecht wütend, dass sie denn nicht gucken würde, wohin sie läuft. Nach ein paar Sekunden hat Nina sich wieder gefangen und faucht zurück. So etwas muss sie sich nicht bieten lassen. Er hatte doch genauso viel Schuld am Zusammenstoß, wie sie. Wenn er doch einfach gucken würde, wohin er geht... Kurzerhand dreht sie sich um und lässt ihn stehen.

Als sie ihn kurze Zeit später wieder sieht, hält sie verwundert inne. Sie sieht zwar ihn, aber er sie nicht. Er ist blind.

Als sie auf ihn zugeht spürt sie wieder dieses Knistern zwischen ihnen, doch Nina ist unentschlossen. Kann sie sich wirklich in jemanden verlieben, der sie nicht sehen kann? Ihre Zweifel bringen Nina dazu alles zu hinterfragen und ihr werden die vielen völlig unbegründeten Vorurteile Blinden gegenüber bewusst.

Aber auch Jan hegt Zweifel. Er hat einen klar strukturierten Alltag, in dem alles seinen Platz hat. So kommt er mit seinem Handicap ganz gut zurecht. Doch Nina stellt diese Ordnung auf den Kopf. Bald weiß Jan nicht mehr wo oben und wo unten ist und als er dann auch noch Ninas Freunde kennenlernt ist seine Welt endgültig nicht mehr so, wie sie einmal war. Nina hat ihn komplett verändert.

Doch die eigentliche Frage, die sich jetzt stellt ist die: Werden die beiden alles für die Liebe riskieren?


Kari Lessír nimmt den Leser mit auf eine unglaublich spannende Reise, die man sich so gar nicht vorstellen könnte. Sie schildert umfangreich, authentisch und anschaulich, wie eine Welt ohne Licht, ohne Farben aussehen könnte, füllt sie stattdessen mit Gerüchen, Geräuschen, Bewegungen, Empfindungen und einer Vielzahl von anderen Eindrücken.


Das Buch ist etwas ganz Besonderes, berührt zutiefst das Herz und lässt uns gleichzeitig vor Wut aufbrausen. Erst durch dieses Buch sind mir einige Ungerechtigkeiten klar geworden! Ich habe die Erkenntnis gewonnen, wie wichtig es ist, sich seinen Ängsten zu stellen und sich selbst und andere so anzunehmen, wie sie nun einmal sind.


Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschildert worden, sodass man sich sowohl in Jan hineinversetzen kann, seine Blindheit akzeptieren und verstehen lernen kann als auch in Ninas Freunde und Feinde, die Jan nicht so annehmen wollen, wie er nun einmal ist.

Meiner Meinung nach geht Nina selbst sehr souverän mit Jans Handicap um.


Die Geschichte ist spannend, aufregend und charmant. Sie dreht sich um Jans Blindheit, aber auch um die Liebe - eine etwas andere Form, aber eben darum, dass und ob sie auch so wirklich annehmbar ist -, die Freundschaft und vor allem Vertrauen. Mit einem Sinn weniger muss Jan sich oft auf andere verlassen können und genau darum geht es. Was passiert zum Beispiel, wenn jemand dieses Vertrauen schamlos ausnutzt???


Das ganze Buch ist einfach wunderbar und man kann sich gut darin vertiefen ohne wieder aufwache zu wollen. Ich konnte und wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Ich kann euch dieses fantastische Buch nur weiterempfehlen und hoffen, dass ihr genauso begeistert davon seid wie ich. Ich gebe also 5 Sterne für die Spannung, die Liebe, die Freundschaft, die Familie und einige kleiner Aspekte, die wesentlich aber eben klein waren. Eine tolle Geschichte und ein großes Lob an die Autorin!

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50 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

kanada, nordlicht, moos, geräusch, hamburg

Das Geräusch des Lichts

Katharina Hagena
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.09.2016
ISBN 9783462049329
Genre: Romane

Rezension:

Ein Buch, dass mir sehr gut gefallen hat! Es ist faszinierend und aufregend geschrieben... Aber zuerst mehr zum Inhalt:


In Katharina Hagenas neuem Roman "Das Geräusch des Lichts" werden wir in den Norden Kanadas entführt und auf eine großartige, faszinierende und spannende Reise mitgenommen.

Dabei befinden sich eigentlich alle Personen im Wartezimmer eines Nervenarztes.

Die Protagonistin sitzt auf ihrem Stuhl und stellt sich die Leben der fremden Patienten um sich herum vor. Gemeinsam mit ihr sitzen noch vier andere im Wartezimmer, werden nach und nach aufgerufen und führen ein ansonsten völlig normales Leben.

Nur in der Vorstellung der Protagonistin nicht.

Sie stellt sich ihre Lebensgeschichten vor, die alle an den selben Ort führen.

Die einzig wichtige Frage scheint zu sein: Wer könnten sie sein? Die Fremden, die in keinerlei Verbindung zueinander stehen.

Habt ihr euch nicht auch schon einmal die Frage gestellt, wie die Leben der Leute um euch herum aussehen? Ob sie glücklich sind, oder ob sie Probleme haben?

So wird eine junge Frau zu Daphne Holt, eine widerstandsfähige und zugleich zarte Botanikerin, die Moos erforscht. Dort drin bilden sich eigene Leben und aus Daphnes Sicht ein ganzes Universum. Sie kommt auf ihrer Suche nach einer Freundin in die kanadischen Wälder und findet dort, neben ziemlich viel Moos, auch ein Geheimnis.

Ein Mann wird zum Musiker, der in einem dottergelben Hausboot lebt und im Versuch dem letzten Willen seiner Frau zu folgen auf das Nordlicht wartet.

Der kleine Richard hat gerade seine Mutter und Schwester verloren, nachdem sie in aller Hast zum Planeten Tschu aufbrechen mussten, um ihren Feinden zu entkommen. Er linst in jede Öffnung und jeden Spalt, denn irgendwo müssen sie doch zu finden sein.

Und die orientierungslose ältere Dame, in deren Kopf nur Leere herrscht, ist sich plötzlich nicht mehr ganz sicher, was sie überhaupt hier soll.

Zu guter Letzt wendet sich die Erzählerin all dieser Geschichten ihrer eigenen Geschichte zu. Erzählt sie, lebt sie und gerät mit ihr in Lebensgefahr!


Das Buch ist bewegend und fesselnd. Die Bilder, die in eurem Kopf entstehen werden, sind einfach magisch!

Das Cover verrät vielleicht nicht viel über die Geschichte, aber nachdem man die Geschichte gelesen hat scheint sich darin alles zu verbergen. Das Moos, das Kaugummi, das Nordlicht und selbst das Geräusch, dass das Licht macht.

Die Protagonistin rettet sich in die Erzählungen der Geschichten der anderen Patienten. Sie versucht ihrer eigenen auszuweichen, doch letztendlich ohne Erfolg. Aus ihrer Hilfe suchenden Erzählung heraus kristallisiert sich ein Thriller, der euch in Atem halten wird. Euch nach Luft schnappen lassen wird.

Bis zum Schluss, bis zur allerletzten Seite kann man nicht aufhören zu lesen. Zu hoffen. Zu beten. Und sich das Allerschlimmste auszumalen.


Anschaulich, realistisch und dennoch mit viel Fantasie erzählt Katharina Hagena die Geschichte einer Frau, die verzweifelt die Geschichten anderer erzählt.

In dem Buch ist alles drin, was man sich nur wünschen kann. Es geht ums Warten, aber dort kommt auch die Freundschaft, die Familie und die Liebe keineswegs zu kurz. Die Suche nach dem eigenen Ich und die Hoffnung auf das Wiederfinden der anderen lassen uns das Buch nicht mehr aus der Hand legen und jede Seite schließlich beinahe verzweifelt umdrehen. Denn der Spannungsbogen biegt sich immer weiter nach oben.

Am Anfang bleibt er klein. Steigt nur zwischendurch einmal für ein paar Zentimeter an und lässt uns dann seelenruhig eine neue Geschichte beginnen. Doch dann, irgendwann, ist die Zeit gekommen, wenn man das Buch wirklich nicht mehr zuklappen kann und die ganzen restlichen Seiten auf einmal lesen muss!


Ich möchte euch dieses faszinierende und spannende Buch an jeden weiterempfehlen, der ein bisschen was auf die Realität des Wartens und die Spannung setzt, denn trotz der vielleicht langweilig klingenden Inhaltsbeschreibung kann man dieses Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen!

Mit einem großen Lob an die Autorin wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Lesen!

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Tags: geräusch, kanada, moos, warten   (4)
 
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