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28 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Dornenherz: Thriller (Die Dornen-Reihe 4)

Karen Rose
E-Buch Text: 803 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 01.10.2018
ISBN 9783426453032
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Dornenherz" ist der vierte Teil von Karen Roses "Dornen"-Reihe. Das Buch lässt sich auch unabhängig von den anderen Teilen lesen, allerdings ist es natürlich viel schöner, wenn man all die bekannten Charaktere aus den vorherigen Bänden wiederlesen darf. Diejenigen, die zumindest Teile der Reihe kennen, sind Meredith und auch Adam bereits begegnet. Und obwohl gerade Adam bisher keine sehr sympathische Person abgab, hat mich sein Charakter, bzw. seine Dämonen, die mitunter durchscheinen, so fasziniert, dass ich mich sehr auf die Geschichte mit ihm und Meredith gefreut habe.

Für Leser, die in ihrem Thriller keine amourösen Verflechtungen mögen, ist "Dornenherz" sicher nicht die richtige Lektüre, was allerdings für so ziemlich jedes Buch von Karen Rose gilt. Ich persönlich mag es, dass sie ein gutes Gleichgewicht zwischen Thrillerhandlung und Liebesgeschichte findet und schon beides für sich genommen immer sehr mitreißend und spannend ist. Da bildet "Dornenherz" keine Ausnahme.

Die Thrillerhandlung ist nicht nur gut durchdacht, sondern nahezu durchgehend spannend und das, obwohl Karen Rose realistisch darstellt, dass so ein Ermittleralltag auch viel aus warten, recherchieren und wieder warten besteht. Der Leser rätselt natürlich automatisch mit und ich muss sagen, dass ich des Rätsels Lösung so nicht erwartet habe! Zart besaitet sollte man allerdings nicht sein, denn die Autorin scheut sich nicht, brutalste Verbrechen geschehen zu lassen.

Die persönliche Geschichte zwischen Adam und Meredith besticht dadurch, dass man - was bisher noch nicht so deutlich festzustellen war - auch bei Meredith erschütternde Entdeckungen macht und natürlich, weil beide Protagonisten einfach unter die Haut gehen.

"Dornenherz" ist eine absolut gelungene Fortsetzung der "Dornen"-Reihe. Ich hoffe natürlich, dass die Reihe noch weiter fortgeführt wird und Karen Rose uns nicht die Geschichte von Dr. Dani und Diesel vorenthält!

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54 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Rache der Orphans

Gregg Hurwitz , Mirga Nekvedavicius
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.08.2018
ISBN 9783959672153
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Rache der Orphans" ist der dritte Teil der Reihe um Evan und die geheime Regierungsorganisation "Die Orphans". Um dem Geschehen bzw. den Hintergründen folgen zu können, ist es sinnvoll mindestens den ersten Teil "Orphan X" gelesen zu haben.

Nachdem mir der erste Teil ausnehmend gut gefallen hatte und der zweite dann leider einige Längen im Mittelteil aufwies, war ich gespannt, ob es "Rache der Orphans" nun würde rausreißen können, oder ob ich die Reihe ad acta legen würde.

Um es kurz zu machen: "Rache der Orphans" von Gregg Hurwitz ist ganz großes Kopfkino! All das, was den ersten Teil so besonders gemacht hat, findet sich auch hier wieder: Evans Persönlichkeit inklusive aller Macken, die ihm das Leben so eingetrichtert hat, aber auch dem guten Kern, den er seinem Ausbilder Jack verdankt; dazu eine spannende, sehr abwechslungsreiche und bewegte Handlung. Mit Joey kommt eine weitere Komponente dazu, die das Ganze noch interessanter macht, da sie Evan dazu zwingt, sich mit seinem persönlichen Manko zu befassen: Empathie und sozialem Umgang.

Der Lesefluss ist hervorragend und Gregg Hurwitz' Schreibstil zeigt wieder einmal, warum man seine Bücher lesen sollte.

Mit "Rache der Orphans" ist Gregg Hurwitz eine Fortsetzung gelungen, die definitiv darauf hoffen lässt, dass wir weiter von Evan lesen dürfen.

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373 Bibliotheken, 3 Leser, 5 Gruppen, 25 Rezensionen

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Black Dagger - Nachtherz

J.R.Ward , Corinna Vierkant-Enßlin
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.11.2014
ISBN 9783453316027
Genre: Fantasy

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35 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

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Traum des Lebens

Jeffrey Archer , Martin Ruf
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453271876
Genre: Romane

Rezension:

Eine interessante Idee: Alexander muss sich entscheiden, in welche Kiste er und seine Mutter steigen, USA oder Großbritannien?

Nach der allgemeinen Vorgeschichte spaltet sich ab da die Handlung. Abwechselnd wird geschildert, wie das Leben von Alexander/Sascha Karpenko und seiner Mutter Elena verläuft, abhängig davon, für welches Schiff sie sich entschieden haben.

Jeffrey Archer nimmt mich als Leser immer mit in die Welt seiner Protagonisten. Wie von ihm gewohnt spielen Politik, Bankgeschäfte und Zeitgeschehen immer eine nicht unerhebliche Rolle. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass der amerikanische Alexander irgendwann in einer Bank landet, während der britische Sascha sich der Politik zuwendet. Dennoch bleibt sich Alexander, den wir in der Einleitung kennenlernen, in beiden Versionen treu. Sein Charakter ist und bleibt derselbe, unabhängig von den jeweiligen Ereignissen, ebenso ist Elena einfach Elena - eine umwerfende Frau übrigens.

Der Lesefluss ist sehr gut, weil Jeffrey Archer mich eigentlich immer einfängt. Ja, es mag unfair sein, aber selbstverständich misst sich für mich jedes Buch des Autors an der Clifton-Saga. Und da kommt "Traum des Lebens" dann leider doch nicht ganz heran. Das liegt daran, dass Alexander das einnehmende Wesen und der Charme eines Harry Clifton fehlt. Wenn man davon Abstand nehmen kann, ist es aber ein auf jeden Fall lesenswerter Roman, der mich sehr gut unterhalten hat.

Mein Lieblingssatz ist übrigens der letzte Satz - allerdings wohl vor allem deshalb, weil ich ihn als letzten Satz gelesen habe und nicht vorher schon.

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109 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

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Die Fotografin - Am Anfang des Weges

Petra Durst-Benning
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 10.09.2018
ISBN 9783764506629
Genre: Historische Romane

Rezension:

Bereits seit Jahren lese ich immer wieder gern die Reihen von Petra Durst-Benning. Schon oft hat sie mich in die unterschiedlichsten Zeiten mitgenommen. Was ihnen immer gemein war sind die starken Frauencharaktere, die die Handlung dominieren, aber auch eine Authentizität, die den Leser immer mitten in die Zeit entführt, in der das jeweilige Buch spielt. Die akribische Recherche schlägt sich immer darin wieder, dass man die unterschiedlichsten Situationen und Menschen und vor allem deren Lebensumstände praktisch miterlebt. All dies ist auch in "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" der Fall. Sowohl das gutbürgerliche Leben, das Mimi in ihrer Kindheit lebt, als auch der ganz gegensätzliche Alltag der Menschen in dem kleinen Ort auf der Schwäbischen Alb, das stellvertretend für viele, viele andere Orte der Zeit klar macht, was die Industrialisierung für die Arbeiter bedeutet hat.

Auch gibt es in Petra Durst-Bennings Büchern immer ein vorherrschendes Thema, um das sich alles dreht. So habe ich in der Vergangenheit viel über Schönheitsprodukte, Champagner- und Glasherstellung erfahren. Wie der Teiel des Buches vermuten lässt, geht es hier um Fotografie: ihre Geschichte, die Wandlungen, die beispielsweise die Porträtfotografie mit der Zeit durchgemacht hat und auch, was Fotografie für die Menschen bedeuten kann.

Zeit und Thema fand ich sehr interessant und der Schreibstil der Autorin, der alles lebendig vor dem inneren Auge des Lesers entstehten lässt, hat auch diesmal seinen Zauber gewirkt. Entsprechend sehr gut ist der Lesefluss.
Das erste Mal hatte ich aber so meine Probleme mit der Protagonistin. Ich kann nicht genau festmachen, woran es lag, aber Mimi ist ein wenig spröde, vielleicht ist es das. Sie hat eine ganze Zeit gebraucht, bis sie mir wirklich nahe gegangen ist, das kenne ich von den anderen Protagonistinnen so gar nicht. Allerdings hat sie es vor Ende des Buches doch geschafft, sodass ich gespannt bin, wie ihre Geschichte weitergehen wird.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Der Gutshof im Alten Land

Micaela Jary
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442485963
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich lese die Bücher von Micaela Jary gern. Sie hat mehrfach bewiesen, dass sie es hervorragend versteht, wundervolle Charaktere ins Leben zu rufen. Dies ist auch hier der Fall, dem ich allerdings ein großes "aber" nachstellen muss: Denn auch, wenn es hier gleich mehrere unterschiedlichste Protagonisten gibt, die alle eine Menge Potential mitbringen, war ich durchaus enttäuscht, dass dieses Potential so wenig genutzt wurde. Denn keinen der Charaktere lernt man wirklich kennen, man dümpelt an der Oberfläche vor sich hin. Das mag daran liegen, dass wir es hier nicht mit einem vorherrschenden Charakter zu tun haben, wie es sonst meist der Fall in den Büchern der Autorin ist, sondern mehrere gleichrangige. Aber dann hätte ich mir gewünscht, dass das Buch ein wenig länger würde und man dann mehr Chance auf Tiefgang hat.

Die Geschichte selbst ist interessant und abwechslungsreich, es gibt auch keine Langeweile, aber meine Begeisterung wurde durch die Oberflächlichkeit doch beeinträchtigt. Das kann Micaela Jary besser und ich bin mir sicher, dass es sich dennoch lohnt, weiter ihre Bücher zu lesen.

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81 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Grenzgänger

Mechtild Borrmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.10.2018
ISBN 9783426281796
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Grenzgänger" ist das erste Buch von Mechtild Borrmann, das ich gelesen habe. Ich wollte immer mal "Trümmerkind" lesen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen, was ich nun aber sicher nachholen werde.

Das Buch spielt größtenteils im Deutschland der Nachkriegszeit bis in die 70er - Jahre hinein. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, zum einen aus Hennis, aber auch aus der ihrer Geschwister und einer Kindheitsfreundin Hennis. Alles zusammen ergibt ein stimmiges und sehr, sehr bedrückendes Bild. Da ist es auch wenig hilfreich, wenn man weiß, dass die Lebensumstände, vor allem in den Waisenhäusern, tatsächlich so waren.

Der Schreibstil von Mechtild Borrmann ist ein sehr schlichter, schnörkelloser. Das führt dazu, dass die Erlebnisse von Henni und ihren Geschwistern umso intensiver  beim Leser ankommen. Gerade die Einfachheit der Schilderung lässt alles umso realistischer erscheinen.

Der Lesefluss ist sehr gut, denn das Erlebte lässt den Leser nicht mehr los. Man hofft und bangt, verfolgt im Kopf seine eigenen Theorien und ist am Ende dennoch verblüfft. Die Schilderungen in "Grenzgänger" haben mich auch lange nach dem Lesen nicht losgelassen, einen derartigen Sog kreiert die Autorin.
Keine Frage, dass ich für mich selbst herausfinden werde, ob ihr das in jedem Buch gelingt.

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243 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 113 Rezensionen

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Rachewinter

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2018
ISBN 9783442486557
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Irgendwie kommen Andreas Gruber und ich immer erst irgendwo im Verlauf seiner Reihen zueinander. So erging es mir mit Maarten S. Sneijder und ebenfalls mit Peter Hogart.
Von daher ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass "Rachewinter" mein erstes Zusammentreffen mit Walter Pulaski war, auch wenn es bereits der dritte Fall für Walter Pulaski und vermutlich auch Evelyn Meyers ist.

Entsprechend kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dasss man problemlos auch mitten in die Reihe einsteigen kann. Ein wenig skeptisch war ich vorab bezüglich der Person des Walter Pulaski: alleinerziehender Vater Mitte 50, Asthmatiker, klingt erstmal nicht so richtig charismatisch. Allerdings hat es nur ein paar Seiten gebraucht und Walter Pulaski (irgendwie bin ich nicht in der Lage, den Vornamen ohne den Nachnamen zu nennen) hatte mich. Ob es an unserer gemeinsamen Vorliebe für Kaffee (stark, schwarz, ohne Zucker) lag oder an seinem herrlichen Zynismus kann ich nicht sagen, aber ab da hat mich das Buch auch nicht mehr losgelassen.

Der Großteil des Buches erfolgt in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen: Walter Pulaski in Leipzig und Evelyn Meyers in Wien. Gegen Ende werden diese beiden Stränge dann zusammen geführt, aber auch jeder für sich war spannend und mitreißend und hat das Kopfkino zu Höchstleistungen aufgefordert.

Es liegt klar auf der Hand, der Lesefluss ist sehr gut, der Plot gut durchdacht und voller Spannung und Andreas Gruber hat mit "Rachewinter" einfach einen sehr, sehr guten Thriller mit interessanten Charakteren geschaffen.

Während Fans der Walter Pulaski - Reihe jetzt auf eine Fortsetzung warten müssen, kann ich mit "Rachesommer" und "Racheherbst" die ersten beiden Teil nachholen, worauf ich mich schon sehr freue!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Die Brücke der Gezeiten - Die Rückkehr der Flut

David Hair , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2018
ISBN 9783734160783
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit "Die Rückkehr der Flut" hat David Hair nun seine Saga um "Die Brücke der Gezeiten" zu einem Abschluß gebracht. Ich nehme nur ungern Abschied von den Protagonisten, mit denen ich in acht Bänden so viel erlebt habe, zumal "Die Brücke der Gezeiten" außer "Das Lied von Eis und Feuer" die erste Fantasy-Saga war, die mir richtig gut gefallen hat. Aber alles hat ja bekanntlich ein Ende...

Im finalen Band wird es recht schlachtenlastig. Das ist natürlich dem Umstand geschuldet, dass der Autor für diverse Erzählstränge und für die Geschichte im Ganzen ein logisch nachvollziehbares Ende schaffen muss, dass möglichst noch alle offenen Fragen beantwortet. Auch wenn man sich anfangs nicht vorstellen kann, dass ihm das gelingt, stehen wir am Schluß vor einem stimmigen Ende.

Der Schreibstil ist natürlich auch im achten Band bildhaft und mitreißend, der Lesefluss entsprechend sehr gut. David Hair bleibt sich treu und man hat nicht in einer Zeile das Gefühl, hier wurde jetzt etwas hingehuscht, weil es ja ein Ende geben muss. Genauso detailgetreu wie immer begleiten wir ein letztes Mal die Kampfgefährten des Guten sowie die des Bösen.

Die einzelnen Bücher aus "Die Brücke der Gezeiten" bauen aufeinander auf, sodass man tunlichst mit dem ersten Band beginnen sollte, da man all die Charaktere und deren Verflechtungen später nur schwer nachvollziehen kann. Von mir gibt es für die Saga "Die Brücke der Gezeiten" eine ganz klare Leseempfehlung.

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(44)

96 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 37 Rezensionen

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Als das Leben unsere Träume fand

Luca Di Fulvio , Barbara Neeb , Katharina Schmidt
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.10.2018
ISBN 9783404176007
Genre: Historische Romane

Rezension:

Bücher von Luca di Fulvio sind nichts für zarte Gemüter. Seine Protagonisten erleben Schreckliches und wenn ich Schreckliches sage, dann meine ich unvorstellbar grauenvolle Erlebnisse, die für den Rest des Lebens prägen. Aber auch der Leser erlebt diese Dinge mit, denn der Autor versteht es, sowohl Schönes wie auch Fürchterliches absolut bildhaft zu beschreiben.

Das schafft in "Als das Leben unsere Träume fand" wie auch in seinen vorherigen Büchern, sehr schnell eine tiefe Verbundenheit zwischen Leser und Protagonisten, mit denen man leidet und liebt und ihnen nur das Beste wünscht... aber das hat das Leben selten zu bieten.

Kaum notwendig zu erwähnen, dass der Lesefluss hervorragend ist. Gerade durch die wechselnden Perspektiven möchte man natürlich bei jedem Charakter wissen, wie es weiter geht, immerhin lässt Luca di Fulvio den Leser meist mit einem Cliffhanger zurück, sodass man das Buch trotz über 700 Seiten Inhalts in Rekordzeit lesen kann.

Ein eindrücklicher, unter die Haut gehender Roman, der fesselt und mitreißt.

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46 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

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Der Kratzer

Oliver Ménard
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.12.2018
ISBN 9783426522370
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Der Kratzer" ist der dritte Band und gleichzeitig der Abschluss der Trilogie um Kriminalkommissar Tobias Dom und die Journalistin Christine Lenève. Man kann "Der Kratzer" auch lesen, wenn man die ersten Bände "Das Federspiel" und "Das Hospital" nicht kennt, allerdings braucht man im Anschluss die anderen Bücher auch nicht mehr zu lesen, da man das Ende jeweils schon kennt. Das liegt daran, dass die Bände der Trilogie aufeinander aufbauen und hier Verstrickungen zutage gefördert werden, die von Oliver Ménard von langer Hand geplant wurden.

Wie soll ich vermitteln, wie mir "Der Kratzer" gefallen hat, ohne zu sehr in die Handlung zu gehen? Am einfachsten festzustellen ist: Das Buch ist unglaublich spannend und wer es beginnt, sollte einige Zeit in petto haben, denn freiwillig unterbricht man die Lektüre nicht mehr.

Um "Der Kratzer" richtig zu würdigen, darf man das Buch aber auch nicht zu rasch und oberflächlich durchlesen, denn hier wird vom Leser einiges an Denkleistung verlangt. Nicht, weil es unverständlich geschrieben wäre, sondern, weil hier eine Komplexität vorliegt, die man in Thrillern selten findet - eigentlich ist sie mir bisher nur bei Martin Krist in dieser Dimension begegnet.

Auch nach dem Zuklappen der letzten Seite lassen einen die perfiden Verstrickungen und auch die Entwicklungen bei den Protagonisten, die so vom Leser nicht nur nicht vorhergesehen werden konnten, sondern die man so auch nicht haben will(!!!), nicht so ohne weiteres los. Man beschäftigt sich definitiv noch eine Weile weiter mit Dom, Christine, Lindefeld und Co. und ihr merkt, dass man auch emotional nicht ganz unbeteiligt bleibt.

Kurz zusammengefasst kann ich "Der Kratzer" jedem Liebhaber spannender Lektüre mit einer Vorliebe für Kopfpuzzle auf unterschiedlichen Ebenen nur empfehlen!!

Das Ebook ist bereits erschienen, Liebhaber des gedruckten Buches müssen sich noch bis Anfang Dezember gedulden.

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91 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

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Thug

Sarah Saxx
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.09.2018
ISBN 9783752810400
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

"Thug - In seinen Fängen" ist der dritte und zugleich letzte Band der Trilogie um die drei Freunde Dirty, Rich und Thug. Auf diesen Teil habe ich am meisten gewartet, denn im Gegensatz zu Dirty und Rich, mit denen ich nie so richtig warm wurde, war mir Thug von Anfang an sympathisch. Wahrscheinlich, weil er ist, wie er ist und sich überhaupt nicht verstellt. Irgendwas muss er ja haben, dass man ihn mag, obwohl er Drogendealer ist...

Wie auch in den vorherigen Bänden gibt es zwei Erzählstränge, einmal aus Thugs und einmal aus Janes Sicht. Dadurch weiß der Leser immer, wie es in beiden aussieht, auch wenn diesen das nicht immer so klar ist.

Der Charakter der Jane ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Denn eine Frau, die Thug imponieren kann, die er nicht einfach nur "nett" findet wie die Freundinnen seiner Freunde, diese Frau muss schon ziemlich tough sein - und genau das ist Jane.

Der Lesefluss ist wie gewohnt sehr gut, die Story natürlich im Großen und Ganzen vorhersehbar, aber das gilt ja nun für die meisten Lovestories. Der Schreibstil ist humorig, aber mit spannenden Akzenten und selbstverständlich wird es mitunter heiß, wie man es von Sarah Saxx' Büchern kennt.

Alles in allem ist "Thug - In seinen Fängen" ein gelungener Abschluß der Trilogie und definitiv auch mein liebster Band der drei.

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89 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

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Vergessene Seelen

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.06.2018
ISBN 9783423262019
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Vergessene Seelen" ist der dritte Teil von Frank Goldammers Reihe um Kriminaloberkommissar Max Heller und auch dieser lässt den Leser nicht kalt. Ich kann vorweg sagen, dass mich "Vergessene Seelen" mit Abstand emotional am meisten mitgenommen hat von allen bisherigen Teilen der Reihe und es ist davon auszugehen, dass ich damit nicht allein bin.

Das liegt nur zum Teil daran, dass Kinder im Mittelpunkt stehen. Das ist natürlich immer eine sensible Sache, aber in "Vergessene Seelen" kommt so viel soziales Elend, körperliches und psychisches Leid zusammen, dass man davon nicht unberührt bleiben kann.

Wer aber nun befürchtet, dass der Kriminalfall in den Hintergrund gerät bei so viel Menscheln, der braucht keine Angst zu haben, Max Heller ist voll bei der Sache und dreht buchstäblich jeden Stein um, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen und was er dabei alles entdeckt, damit konnte niemand rechnen.

Der Schreibstil ist wie immer sehr gut, der Leser wird direkt ins Dresden der Nachkriegszeit katapultiert und erneut bin ich voller Respekt für die Rechercheleistung von Frank Goldammer, der nicht nur das zerstörte Dresden vor dem inneren Auge des Lesers entstehen lässt, sondern selbst die Marken von Baufahrzeugen der damaligen Zeit kennt.

"Vergessene Seelen" lässt sich auch unabhängig von den Vorgängern lesen, aber wie immer finde ich, dass man sich dann selbst einen Teil des Vergnügens nimmt.

Allen Freunden von historischen Romanen und/oder Kriminalromanen kann ich "Vergessene Seelen" wirklich nur ans Herz legen und freue mich schon jetzt auf den Dezember, wenn mit "Roter Rabe" der nächste Fall auf Max Heller wartet.

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Spätsommerliebe

Petra Durst-Benning
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2018
ISBN 9783734106378
Genre: Romane

Rezension:

"Spätsommerliebe" ist der vierte Teil von Petra Durst - Bennings Reihe um das Genießerdorf Maierhofen. Was mich an dieser Reihe fasziniert sind zwei Dinge: zum einen natürlich der Schreibstil der Autorin, den ich auch an ihren historischen Romanen liebe. Zum anderen ist es die Tatsache, dass die Charaktere in den Büchern authentisch und absolut realistisch sind. Es sind eben nicht alle jung, schön und reich, sondern es sind Menschen wie du und ich. Alle haben schon einen Teil ihres Lebens gelebt, haben ihre Erfahrungen gemacht und wurden durch sie geprägt. Ob Magdalena, die nach dem Tod ihres Mannes die Bäckerei allein führen muss und sich mit ihrer Tochter entzweit hat oder Christine, die sich ihr Leben lang um ihren Mann und die Töchter gekümmert hat, dann aber, als die Kinder groß und aus dem Haus waren, von ihrem Mann wegen einer anderen Frau verlassen wurde und plötzlich zusehen muss, wie sie ihren Lebensunterhalt verdient.

Beides zusammen genommen macht die Maierhofen - Reihe, und "Spätsommerliebe" bildet da keine Ausnahme, zu etwas Einzigartigem, was den Leser berührt und unterhält, ihn mitnimmt und festhält, sodass man gar nicht mehr Abschied nehmen mag von Maierhofen.
Dies ist auch meine einzige Kritik an diesem Buch: Es ist einfach zu kurz! Allerdings hat die Autorin darauf hingewiesen, dass das Buch eigentlich nur als Kurzgeschichte geplant war und dementsprechend schon deutlich länger ist, als übersprünglich angefacht.

Ich hoffe, wir dürfen bald wieder nach Maierhofen hineinlesen, in der Zwischenzeit freue ich mich, dass es bald wieder etwas Historisches von Petra Durst - Benning zu lesen geben wird. Denn morgen erscheint der erste Teil der neuen Reihe "Die Fotografin".

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114 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 22 Rezensionen

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Die Engelsmühle

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 29.10.2008
ISBN 9783865520807
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die Engelsmühle" ist nach "Die schwarze Dame" der zweite Fall für den Wiener Versicherungsdetektiv Peter Hogart.

Man kann "Die Engelsmühle" aber auch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen.

Das größte Problem, dem sich Fans von Andreas Gruber gegenüber sehen werden, ist, dass man im Kopf automatisch Vergleiche zieht...das ist Peter Hogart gegenüber unfair, da kann er nur verlieren...

Einmal davon abgesehen, dass es die Reihe um Peter Hogart, auch wenn diese nun neu aufgelegt wurde, schon deutlich vor Maarten S. Sneijder gab, kann ein Versicherungsdetektiv nun auch nicht glaubhaft einen derartig schillernden einzigartigen Charakter haben. Entsprechend ist er natürlich ganz anders als der Niederländer und das ist gut so.

Dennoch hatte ich so meine Anfangsschwierigkeiten mit Peter Hogart, denn es braucht ein wenig, um hinter die etwas staubige Oberfläche zu kommen. Aber dann gewinnt Peter im Verlauf des Buches immer mehr an Charakter und Präsenz. Nur gegen Ende, wenn er, für den Leser offensichtlich, in eine Falle läuft, fragt man sich, warum es jeder sieht außer ihm...

"Die Engelsmühle" entwickelt sich immer mehr zu einem komplexen, spannenden Kriminalfall, als Leser ist man hautnah dabei und rätselt automatisch mit. Dann allerdings liegt gegen Ende die Auflösung des Ganzen für meinen Geschmack doch etwas zu offensichtlich vor einem, da hätte ich mir mehr Überraschungseffekt gewünscht.

Alles in allem ist "Die Engelsmühle" ein solides Buch, das den Leser unterhält und mitnimmt, auch wenn Peter Hogart noch ein klein wenig das gewisse Etwas fehlt, um dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben.

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379 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 162 Rezensionen

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Blutrausch - Er muss töten

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783548289533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Grunde könnte man diese Rezension in einem Satz zusammenfassen: "Blutrausch - Er muss töten" ist ein typischer Carter! Damit ist im Grunde alles gesagt, denn auch dieser neunte Teil ist genau so, wie die Leser ihn erwarten: Einfallsreich, intelligent, rasant mit viel Psychologie und viel Hunter.

Zusätzlich zu Hunter, dem hier sogar ein wenig Privatleben zugestanden wird, und Garcia, haben wir es hier auch noch mit einem ganzen FBI-Team zu tun, was natürlich viel Raum für zwischenmenschliche Animositäten bietet und dem ganzen zwischenzeitlich etwas Humor verleiht. Die Wendungen in der Handlung sind genau so unerwartet wie man das als Leser haben möchte und die Auflösung des ganzen Rätsels eine knappe Sache - Carter hat es einfach raus und sich mit Robert Hunter einen charismatischen Charakter ausgearbeitet und natürlich freue ich mich schon jetzt auf eine weitere Fortsetzung.

Dennoch, und das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, hätte ich gern mal wieder einen "untypischen" Carter, so wie "Die stille Bestie", aber vielleicht darf ich genau darauf in Zukunft hoffen, wenn ich mir so den Cliffhanger betrachte...

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Bad Friends - Was habt ihr getan?

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426522585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Bad Friends - was habt ihr getan?" ist eines der Bücher, denen meiner Meinung nach mit der Genrebezeichnung Unrecht getan wird.

Ich kenne viele Leute, die ausschließlich Thriller lesen. Wenn einer von diesen an dieses Buch geraten würde, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es ihm nicht gefallen würde. Ja, wir haben einen Kriminalfall und einen Detective, der ermittelt. Aber wir haben soviel mehr! Wir haben zwei Familien mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten und Vergangenheiten, mit Dingen, die sie erlebt und die sie geprägt haben. Beide haben eine Verbindung zu Flüchtlingscamps in Somalia und das Schicksal der Menschen dort und gerade das der Familie Abdi, sind ebenfalls ein zentraler Punkt in diesem Buch. Das ist gut so und Gilly Macmillan vermittelt all diese Emotionen wunderbar! Aber einem reinen Thriller - Leser wäre da viel zuviel drumrum, was er gar nicht lesen möchte.

Ich bedaure dies, denn andersherum gibt es viele Leser, die die Genrebezeichnung "Thriller" abschreckt, weil sie automatisch mordende Serientäter und blutiges Gemetzel erwarten und deshalb die Finger von "Bad Friends" lassen würden und das ist schade!
Denn "Bad Friends" ist ein tiefgreifender Roman, der nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern den Leser mitnimmt und berührt. Selbstverständlich sind auch die Ermittlung und die Auflösung des Ganzen sehr interessant und von der Autorin wunderbar in Szene gesetzt, aber sie sind einfach nur ein Teil des Ganzen und das Buch verdient es, als Gesamtbild gesehen zu werden.

"Bad Friends - Was habt ihr getan?" von Gilly Macmillan ist ein mitreißender, unter die Haut gehender Roman, der von Erzählgeschick der Autorin lebt.

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110 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 38 Rezensionen

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Tausend Teufel

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423261708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Tausend Teufel" ist der zweite Fall für Max Heller und nachdem mir "Der Angstmann" vor allem aufgrund des Charakters des Max Heller so gut gefallen hat, wollte ich natürlich wissen, wie sich dessen Leben weiterentwickelt.

Ich habe großen Respekt vor der Recherchearbeit, die hinter Frank Goldammer liegen muss, um ein derart authentisches Umfeld wie Dresden nach dem Zweiten Weltkrieg zu vermitteln. Denn es geht, wie immer, nicht nur um den Kriminalfall, der an sich schon für Spannung jeglicher Art sorgt, sondern auch um das Leben in Dresden zu der Zeit, der lange Winter, der Hunger, die Rotarmisten, die Kriegsversehrten und mittendrin Max Heller, der schon während des Krieges unter dem Naziregime seine Probleme hatte, sperrig, wie er ist und das setzt sich natürlich unter den Sowjets weiter fort.

Zusammengenommen ist "Tausend Teufel" mehr als ein bloßer Krimi und ebenso mehr als ein Roman, der zu der Zeit spielt. Das Buch vereint das beste aus beidem und ich kann die Reihe um Max Heller definitiv jedem empfehlen.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Stille Schwester

Martin Krist
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei epubli, 17.07.2018
ISBN 9783746743653
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Stille Schwester" ist der zweite Fall für Henry Frei. Man muss "Böses Kind" nicht gelesen haben und ich gebe offen zu, dass mich der erste Teil auch nicht wirklich begeistern konnte. Selbstverständlich habe ich mittlerweile auch eine gewisse Erwartungshaltung, wenn ich ein Buch von Martin Krist beginne. Und Kommissar Henry Frei ist definitiv ein interessanter Charakter. Der Fall in "Böses Kind" hingegen konnte mich nicht wirklich abholen und blieb dann am Ende auch noch ungelöst und der Hintergrundfall, der ein wenig ins Spiel kam, kam nicht genug ins Spiel um interessant zu werden. Aber genug zu "Böses Kind", da mich Henry Frei durchaus interessiert, habe ich "Stille Schwester" eine Chance gegeben.

Und "Stille Schwester" hat dann meine Erwartungen auch tatsächlich erfüllt! Spannend von Beginn an, nimmt der bisher ungelöste Fall endlich Fahrt auf. Darüber hinaus liest man zwischendrin Botschaften des Mörders und ich habe mich sehr gefreut, dass mich dessen Identität am Ende kalt erwischt hat - so liebe ich Thriller!

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass man "Stille Schwester" viel zu schnell beendet hat!
Ein typischer Krist: spannend, intelligent, mit unvermuteten Entwicklungen - selbstverständlich empfehlenswert!

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Rich - In seinem Bann

Sarah Saxx
E-Buch Text: 524 Seiten
Erschienen bei null, 26.06.2018
ISBN B07DXPRBY2
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

"Rich - In seinem Bann" ist der zweite Teil von Sarah Saxx' Reihe um die Freunde Dirty, Rich und Thug. Allerdings kann man das Buch auch problemlos ohne Vorkenntnis lesen.

Rich war mir von Anfang an unsympathisch - bereits in "Dirty", dem ersten Band outete er sich als verzogener, egoistischer Dauerpartygänger. Er schaffte es innerhalb kurzer Zeit, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass er das Blatt noch einmal würde wenden können...

Der Lesefluss war von Anfang an sehr gut, was vor allem an Jazemine lag. Denn diese ist nicht einfach nur eine schöne Frau, die über kurz oder lang mit Rich im Bett landen würde, sie ist zum einen sehr intelligent, zum anderen naiv genug, auf einen Idioten hereinzufallen und darüber hinaus muss sie ihre eigenen Geheimnisse hüten.
Aber im Verlauf der Handlung, in der Langeweile ein Fremdwort ist, hat dann auch Rich bewiesen, dass er ein Mensch mit Gefühlen ist, der darüber hinaus in der Lage war, sich der Herausforderung, mit der sein Vater ihn konfrontiert hat, zu stellen und irgendwann auch selbst von sich mehr zu erwarten.

Da wir es im Gegensatz zu "Dirty - In seiner Gewalt" nicht mit Entführungen und Vergewaltigungsopfern zu tun haben, hat mir "Rich - In seinem Bann" überraschend gut gefallen!
Kurzweilig, aber nicht oberflächlich, emotional, aber nicht kitschig - wunderbare Lektüre!

Nun freue ich mich auf den dritten Band, denn Thug hat es mir von Anfang an besonders angetan.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Sommerschimmern

Cara Lindon , Christiane Lind
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 01.07.2018
ISBN 9783961113361
Genre: Romane

Rezension:

"Sommerschimmern" ist der vierte, und wie ich denke letzte, Teil der "Cornwall-Seasons" von Cara Lindon.

Im Mittelpunkt steht Sylvia, die die Leser der Reihe bereits als Chestens Mutter kennen. Dennoch lässt sich "Sommerschimmern" auch problemlos ohne Kenntnis der anderen Bücher lesen.

Sylvias Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt: zum einen in der Zeit vor 33 Jahren, als sie nach dem Abitur England bereist und sich ihr Leben für immer verändert. Und zum anderen in der Gegenwart, wo sie nach dem Tod ihres Mannes dabei ist, sich langsam wieder ein eigenes Leben aufzubauen.

Der Lesefluss ist sehr gut, egal in welcher Zeit man gerade ist, möchte man dort am liebsten direkt weiterlesen, aber nach dem Wechsel in die andere Zeit geht es einem dort genauso.

Die junge Sylvia hat mir mitunter den letzten Nerv geraubt! Ihre anstrengende Art hat mich mehrfach in die Verzweiflung getrieben, aber im Verlauf der Handlung ist sie mir dann doch ans Herz gewachsen. Die gegenwärtige Sylvia war mir schon aus den Vorgängerteilen sehr sympathisch und so habe ich mit ihr gefiebert auf der Suche nach einer neuen Liebe.

Wie auch die drei anderen Teile der "Cornwall-Seasons" habe ich "Sommerschimmern" geradezu verschlungen, eine herrliche Sommerlektüre und ich nehmen nur sehr ungern Abschied von den Menschen in dem beschaulichen Städtchen.

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Die Seelenspringerin: Maskerade

Sandra Florean
E-Buch Text
Erschienen bei null, 18.05.2018
ISBN 9783981962222
Genre: Science-Fiction

Rezension:

"Die Seelenspingerin - Maskerade" ist der dritte Teil von Sandra Floreans Reihe um Tess, die in einer Welt lebt, wo sich übernatürliche Wesen wie Vampire und Gestaltwandler in die menschliche Gesellschaft integriert haben.

Um alle Hintergründe zu verstehen, ist es sicher sinnvoll, am Anfang der Reihe zu beginnen, gerade was die Energie zwischen den einzelnen Protagonisten betrifft. Vom jeweils vordergründigen Fall her kann man die Teile aber auch unabhängig voneinander lesen.

Wieder einmal wird Tess in einen Kriminalfall hineingezogen und versucht zusammen mit Jim, den Täter zu finden. In diesem Zusammenhang freue ich mich sehr, dass Jim in diesem Teil deutlich gegenwärtiger ist als im letzten, ihn habe ich da nämlich ziemlich vermisst.
Überhaupt trifft man viele alte Bekannte wieder und neben dem offensichtlichen Fall, der auch sehr interessante Hintergründe mit sich bringt, sind es diese Beziehungen, die die Faszination der ganzen Reihe ausmachen. Mein Favorit war ja schon immer Octavian, der Vampirführer, und mit den Entwicklungen, die "Die Seelenspringerin - Maskerade" mich sich bringt, weiß ich wieder einmal mehr, wieso das so ist!

Der Schreibstil ist wie immer einnehmend und humorvoll, die Geschichte interessant und unterhaltsam und auch emotional lässt sie den Leser nicht kalt.
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die noch immer neugierig auf die Weiterentwicklung der Reihe macht!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Schlafloses Dornröschen (Nicht mein Märchen 6)

E.M. Tippetts
E-Buch Text: 229 Seiten
Erschienen bei null, 23.07.2018
ISBN B07FTFJRJB
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Schlafloses Dornröschen" ist bereits der sechste Teil von E. M. Tippetts Reihe "Nicht mein Märchen" und dennoch ist noch keine Langeweile in Sicht.

Chloe bleibt sich und ihrer Art treu und stolpert mal wieder eher ungewollt in ein Verbrechen hinein - aber einmal dabei, kann sie die Finger auch nicht mehr davon lassen. Da stört es auch nicht weiter, dass sie praktisch direkt aus dem Kreißsaal auf Spurensuche geht.
Soviel wie Chloe in den Tagen nach der Geburt läuft, kann sie eigentlich keinen Beckenboden haben, aber dieses Manko wollen wir ihr und der Autorin verzeihen, denn auch "Schlafloses Dornröschen" ist gewohnt unterhaltsam und humorig geschrieben.

Wir treffen viele liebgewordene Charaktere wieder und ich fand es erfrischend, dass Chloes Halbbruder nun keine Rolle mehr spielt, der fing langsam an, anstrengend zu werden.

So ist "Schlafloses Dornröschen" eine wunderbar kurzweilige Unterhaltung, die den Leser schmunzeln und miträtseln lässt, immer mit der Gewissheit, dass Chloe am Ende schon alles lösen wird.

Die berufliche Perspektive, die sich am Ende ergibt, lässt den Leser dann bereits neugierig auf den nächsten Teil von Chloe und Jason und nun natürlich auch Bethany werden.

Herrlich unterhaltsame Sommerlektüre - man kann "Schlafloses Dornröschen" auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber das ist natürlich nur der halbe Spaß.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Kains Erbe

Jeffrey Archer , Ilse Winger
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.05.2018
ISBN 9783453422056
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Kains Erbe" ist der dritte und somit letzte Band der Trilogie um Abel Rosnovski und William Lowell Kane bzw. deren Nachkommen.

Ich neige bei nachfolgenden Teilen dazu, die Klappentexte vorher nicht zu lesen, da diese leider oft zuviel verraten. Dies kann allerdings, wie in diesem Fall, zur Folge haben, dass ich etwas vollkommen anderes erwarte, als ich bekomme.

Da "Kain und Abel", der Auftaktband, aus der Sicht von Abel und William geschrieben ist und der zweite Teil aus Sicht von Florentyna, hatte ich mich auf einen erneuten Ablauf der Geschehnisse aus Richards Sicht eingestellt und nur gehofft, dass die Teile, die man bereits aus den anderen beiden Bänden kennt, kurz gehalten werden.

Tatsächlich ist "Kains Erbe" aber etwas vollkommen anderes. Nicht Vergangenes wird erneut aufgerollt, sondern es geht weiter nach vorn. Florentyna hat ihr Ziel erreicht und ist die erste amerikanische Präsidentin im Weißen Haus. Dennoch ist sie in diesem Buch eher eine Nebenfigur.

Der Fokus liegt bei Mark Andrews, einem sehr sympathischen und intelligenten Charakter, der urplötzlich auf sich allein gestellt und von Feinden umzingelt ist. Sehr schön ausgearbeitet hat Jeffrey Archer die Seilschaften und Animositäten zwischen den einzelnen Regierungsinstitutionen und wie jeder versucht, sich nicht in die Karten schauen zu lassen, die jeweils anderen aber gern für ihre Zwecke nutzt.

Mark spielt ein gefährliches Spiel gegen die Zeit und so begleitet der Leser ihn spannungsgeladen - noch lieber wäre mir ein wenig Atemlosigkeit gewesen, aber dafür reichte das Spannungslevel dann doch nicht aus.

Der Lesefluss ist sehr gut und man findet schnell in die Geschichte hinein. Langeweile sucht man vergebens, immer tickt die Uhr im Hinterkopf und man hofft und bangt, dass des Rätsels Lösung vor Ablauf der Zeit gefunden wird.

Ein anderer Abschluß der Trilogie, als ich erwartet habe, aber kein schlechter. "Kains Erbe" lässt sich schon wegen der komplett anderen Protagonisten auch problemlos ohne Kenntnis der anderen beiden Bände lesen.

Auch wenn die Trilogie für mich nicht an die Clifton-Saga heranreicht, habe ich sehr gern Lesezeit mit Abel, William, Florentyna und Richard verbracht und bin schon sehr gespannt auf den Beginn der  neuen Reihe, die uns Anfang kommenden Jahres erreichen wird.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?

Timo Blunck
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.03.2018
ISBN 9783453271371
Genre: Romane

Rezension:

Selbstverständlich ist Schröder eine fiktive Person - immerhin steht "Roman" auf dem Umschlag. Entsprechend ist sicher auch einiges an Vorkommnissen in der Handlung erdacht - ist ja ein Roman. Dennoch darf man getrost davon ausgehen, dass die Parallelen, die ins Auge stechen, nicht zufällig sind: Schröder wird in den 80ern erfolgreich mit seiner Band Villa Hammerschmidt und Timo Blunck, der Autor, war Mitglied bei Palais Schaumburg. Auch andere biographische Ähnlichkeiten lassen den Schluss zu, dass Herr Blunck ein bewegtes Leben hinter sich hat, aber zurück zu Schröder.

Das Buch lässt sich auf zwei Weisen lesen. Ich habe mich für die konservative entschieden und das Buch einfach von vorn nach hinten gelesen. Dadurch sind eine Menge Sprünge in der Zeit, vor und zurück, inbegriffen, die mitunter dazu zwingen, innezuhalten und zu rekapitulieren, was genau zeitlich jetzt davor passiert war. Der Autor bietet darüber hinaus aber auch die Möglichkeit, das Buch in der zeitlich richtigen Abfolge zu lesen und diese ist sicher weniger verwirrend, sodass ich dazu raten würde.

Oberflächlich betrachtet ist "Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern" ein Bericht nicht enden wollender Sexparties, Drogenexzesse und Katertage, gespickt mit viel Musiktheorie, die mitunter ermüdend sein kann. Wäre das Buch darauf beschränkt, hätte ich es sicher nicht weiter gelesen. Aber da ist ja noch Schröder und den lernt man natürlich auch besser kennen und stellt fest: Eigentlich ist er ein verwirrter Junge, der nie so recht die Chance hatte, erwachsen zu werden. Der seine Selbstzweifel und Probleme mit flüchtigen Abenteuern kompensiert, weil er dann nicht darüber nachdenken muss - und natürlich, weil er in einem Milieu lebt, wo er es kann.

Dann gibt es aber auch noch den anderen Schröder, der sein Herz immer an die Falschen verschenkt, die ihm das nicht zurückgeben können, vor allem und insbesondere Sophia - die Liebe seines Lebens. Die paar Jahre, die er ganz schlicht als Familienvater in den USA verbringt, scheinen die glücklichsten seines Lebens - aber mehr davon war ihm wohl nicht vergönnt.

Außerdem nicht zu vergessen Knirpsi - die Stimme in seinem Kopf. Ich persönlich glaube ja, dass sie in seinem Kopf nur wiederhallt und eigentlich von weiter unten kommt.... Vermutlich gibt es diese Stimme in fast jedem männlichen Kopf, nur hat der Ottonormalverbraucher nicht die Möglichkeit, ihr ständig nachzugeben...

Man braucht ein wenig Durchhaltevermögen für "Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern", da die hundertste Orgie irgendwann ermüdend ist, aber für die Charaktere lohnt es sich.

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