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eigene welt, musik, besondere begabung, synästhetik, mozart

Isabellas Welt

Christian Oelemann
Buch: 160 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 18.10.2015
ISBN 9783956671876
Genre: Romane

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freundschaft, russlanddeutsche, verantwortung

Yaron

Elisabeth Wintermantel , Malte Roß
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 01.07.2014
ISBN 9783956670718
Genre: Sonstiges

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Tags: freundschaft, russlanddeutsche, verantwortung   (3)
 

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Yaron

Elisabeth Wintermantel , Malte Roß
Buch: 238 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 01.07.2014
ISBN 9783956670695
Genre: Romane

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Totmann

Christian Oelemann
Geheftet
Erschienen bei Atelier, Wuppertal, 01.01.1997
ISBN 9783980588621
Genre: Sonstiges

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Dumme Gedanken

Christian Oelemann
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei RosinenBaumVerlag, 01.12.2013
ISBN 9783944518091
Genre: Romane

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Was das Leben mit der Liebe macht

Erwin Koch
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2013
ISBN 9783548611211
Genre: Romane

Rezension:

Erwin Koch, den deutsche Leser vielleicht durch seine Mitarbeit beim SPIEGEL, der ZEIT oder der SÜDDEUTSCHEN kennen, legt im Groothuis-Verlag sein wunderschön gestaltetes, auf edlem Papier gedrucktes erstes Prosawerk vor. In einem Interview soll er gesagt haben, es gehe ihm lediglich um die Verwirklichung einer Absicht: eine gute Geschichte auch gut zu erzählen.
Dass er das wie kaum ein Zweiter kann, hat er jetzt bewiesen. „Was das Leben mit der Liebe macht“ lautet der Titel, und darunter steht noch „Wahre Geschichten“, obwohl das meiner Meinung nach nicht einmal eine Rolle spielt.
Es sind samt und sonders bewegende Geschichten, und darauf kommt es ja an.
Auch, wenn man es nicht so sehr mit kurzen Literaturformen hat, rate ich jedem Leser, sich mit diesem Wunderwerk auseinanderzusetzen.
Einfach die erste Geschichte - warum nicht gleich in der Buchhandlung?- kurz anlesen, und Sie werden sehen, dass Erwin Koch Sie mit jeder Zeile, jeder Seite in seinen Erzählsog zieht. Sofort ist man mittendrin im Leben derer, von denen Koch berichtet; er benötigt dazu nur wenige karge, sparsame Sätze. Koch beschönigt nichts, er beschwichtigt nicht, klagt weder an, noch will er trösten. Beziehungen werden nicht seziert, auch nicht die Verhältnisse, in denen die Menschen leben, lieben und leiden. Ob es ein gutes oder böses Ende gibt, scheint den Autor nicht zu interessieren. Es ist halt wie es ist. Manchmal ist das, was das Leben mit der Liebe macht, schön.
Manchmal eben nicht. Erwin Koch ist ein Meister der Aussparung, der Leser soll fühlen, ahnen, dem nachspüren, was zwischen den Zeilen steht. Eine gewisse stilistische Nähe zu Ferdinand von Schirach springt dabei ins Auge.
Von der Wucht der Liebe bzw., was die Menschen dafür halten, wird man getroffen, als sei man selbst der, über den Koch schreibt. Immer sind einem die Figuren nahe, egal wie weit sie zeitlich und geografisch entfernt sein mögen.
Es sind Lebens - und Liebesgeschichten über Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen zusammenkommen. Zusammenbleiben bis zum manchmal bitteren Ende. Oder es wollen, aber nicht können. Es könnten, aber nicht wollen. Keine der neun Geschichten ist erfunden, jede ist wahr, irgendwo auf der Welt so passiert. Auf einmal, merkte ich, spielte das doch eine Rolle.
Die Authentizität dieser Literatur verursacht Gänsehaut!
Was hier ans Tageslicht kommt, ist verblüffend, erschreckend, grandios,
unfass- und wunderbar, ganz schön traurig. Immer (sic) aber rührt es. Die Schicksale entfalten sich auf wenigen Seiten wie ein guter Roman; auch das ist eine große Kunst des Erwin Koch!
Man hat noch viele Fragen an ihn, wenn die Geschichte schon lange zu Ende ist. Aber die Antworten muss man wohl selbst finden … Kein Reporter schreibt so über die Liebe wie Erwin Koch, hat ein Kritiker der ZEIT geschrieben. Da stimm ich zu! Grandios!

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75 jahre alt, insel, theater, lebensdurst, verurteilung

Gretchen

einzlkind , Klaus Bittermann
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei edition TIAMAT, 01.04.2013
ISBN 9783893201761
Genre: Romane

Rezension:

Beipackzettel


Gewarnt wird vor der "Gretchen"-Lektüre besonders bei Bauchweh-Anfälligkeit und chronischer Miesepetrigkeit. Am besten wirkt die Substanz dieses unverschämten Romans nach dem Aufwachen und vor dem Einschlafen!


Unter dem Pseudonym Einzlkind schriftstellert seit Geraumem ein fabuliermächtiger Intellektueller, nur weiß man nicht genau, um wen es sich handelt. Sub sigillo wurde bereits Hans Magnus Enzensberger ins Spiel gebracht; auch traten Vermutungen auf, es handele sich um die „Beppoppelki“- Erschafferin Sylvia Richard-Färber. Nichts davon ist wahr; meine eigene Vermutung rückt den Verlagsleiter und Herausgeber dieses hochkomischen Werkes, Klaus Bittermann, ins Licht. Dass er ebenso ein Meister der Groteske ist wie die beiden zuerst Genannten, stellt jedenfalls in Literaturkreisen schon lange kein Geheimnis mehr dar.

Worum es in Gretchen geht?
Tja, wenn das so einfach zu beantworten wäre! Aber ich möchte es versuchen.

Gretchen Morgenthau ist eine Theaterlegende, auf einer Stufe mit Gott stehend, wie sie selbst in aller Bescheidenheit zum Besten gibt.
Sie bringt Nachwuchsganoven erbarmungslose Härte bei und unterrichtet Debütanten in Weltrevolution. Dafür muss sie sich vor Gericht verantworten.
Es geschieht das für sie Undenkbare: sie wird verurteilt, 4 Wochen in einer diasporösen britischen Insel mit den kauzigen Einwohnern ein Theaterstück einzustudieren.
da sie erst 75 ist, das ganze leben also noch vor sich hat, akzeptiert sie den Spruch und begibt sich nach Gwynfaer.

Zunächst erwägt sie die Einstudierung von Ibsens Peer Gynt, überlasst dann aber die Probenarbeiten ihrem Regieassistenten, der kurzerhand das Theaterstück eines anderen norwegischen Dramatikers, eines Beckett-Epigonen, einstudiert. Gretchen ist einerseits zutiefst empört, kann die Geschehnisse jedoch andererseits nicht mehr abwenden, weil sie spürt, dass es ihr Leben ist, das auf die Bühne gebracht wird und dem sie sich naturgemäß nicht entziehen kann.

„Nein, Gretchen Morgenthau trachtete es nie nach postmortaler Ehre; im Diesseits wollte sie unsterblich sein, das Jenseits war ihr schnuppe.“

Ein Meisterwerk der Groteske ist dieses Roman! Aber, wie gesagt, Vorsicht! Meine Lachsalven brachten mich bei der Erstlektüre verdächtig nah ans Ersticken.

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Die Murau Identität

Alexander Schimmelbusch
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Metrolit Verlag, 21.01.2014
ISBN 9783849303389
Genre: Romane

Rezension:

Am 12. Februar 2014 ist der fünfundzwanzigste Todestag Thomas Bernhards – Anlass für Alexander Schimmelbusch, sich einen Jux zu machen. Und was für einen!
Er schlüpft in die Haut eines vor dem Nichts stehenden Journalisten namens Schimmelbusch, der kurz vor seinem beruflichen und finanziellen Ruin noch einmal Morgenluft wittert, als ihm die versiegelten Reiseberichte des Verlegers Siegfried Unseld in die Hände fallen. Und was er darin entdeckt, kommt einer Sensation gleich, die an Unterhaltungswert erheblich mehr zu bieten hat als der jahrelange Streit im Hause Suhrkamp, dem deutschen Verlag des großen Thomas Bernhard. Dessen Tod im Jahre 1989 war nämlich lediglich inszeniert. In Wahrheit hatte sich der alte Meister vermittels einer experimentellen Antikörperbehandlung von seiner für unheilbar gehaltenen Autoimmunerkrankung erholt und lebte im New Yorker Plaza Hotel, freilich unter dem angenommenen Alias Franz-Josef Murau. Dort las er vergnügt all die Nachrufe auf ihn.
Siegfried Unseld hatte ihm finanziell unter die Arme gegriffen und traf seinen Starautor, der mittlerweile sogar geheiratet hatte, gelegentlich, um sich nach dem Fortschritt des letzten großen, selbstverständlich autobiografischen Romans zu erkundigen, derweil die Welt annahm, dass Bernhard auf dem Grinzinger Friedhof in Wien seine letzte Ruhe gefunden hätte.
Schimmelbusch trifft in New York den global player Esteban Bernhard, der freilich vom Überleben seines Vaters keine Ahnung hat, Schimmelbusch aber in seinem Verdacht bestätigt.
Unselds Reiseberichte führen ihn nach Tramuntana auf Mallorca, wo sich Bernhard mittlerweile niedergelassen hat. Dort begegnet der Journalist einem eleganten alten Herrn, der alles, was ihm einst wichtig gewesen war, der Auslöschung preisgegeben hat.
Das ist fürwahr ein starkes Stück, ein Schelmenstreich, aber dermaßen glaubwürdig erfunden, dass es eine einzige Freude ist. Schimmelbusch kennt sich in der Vita Bernhard minutiös aus und ist auch dem mitunter unverschämten Witz des großen Empörers entlarvend auf die Schliche gekommen.
Die Murau Identität hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, weshalb ich den Roman all jenen herzlich empfehlen möchte, die auch mal eine Prise Salz vertragen.
Erschienen ist das köstliche Buch im noch jungen Metrolit-Verlag, dem ich für diese mutige Herausgabe danken möchte.

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familie, sowjetunion, krankheit, münchen, dissident

Die Listensammlerin

Lena Gorelik ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 06.09.2013
ISBN 9783871346064
Genre: Romane

Rezension:

Ordnung sei das halbe Leben, behauptet ein altes Sprichwort. Sofia, die Protagonistin in Lena Goreliks wunderbarem, neuem Roman, hat es sich zu Herzen genommen, denn ihr halbes Leben besteht aus Listen, die sie anfertigt, um sich auf Spur zu halten. Sie sammelt Listen wie andere Bierdeckel oder Briefmarken, aber wohlgemerkt: selbst angefertigt müssen sie sein.
Die peinlichsten Kosenamen, die filmreifsten Situationen, die witzigsten Neurosen oder aber Dinge, die sie niemals sagen will, sammelt Sofia in Listen, an denen sie sich festhält, weil es sie sonst womöglich zerreißen würde.
Ja, ihre Nerven liegen blank, weil sie heillos überfordert ist. Ihre demente Großmutter, die früher jeden Tag einen Kuchen backte, ist soeben aus dem Pflegeheim ausgebüxt und Anna, Sofias kleine Tochter, muss sich einer dritten, vermutlich alles entscheidenden Herzoperation unterziehen.
Beim Ausmisten der großmütterlichen Wohnung macht Sofia eine umwerfende Endeckung: Listen nämlich, die den ihren verblüffend ähneln, was ihren Inhalt betrifft. Allerdings sind sie in Russisch verfasst.
Sofia erfährt bei ihren Nachforschungen von ihrer Familiengeschichte in der ehemaligen Sowjetunion und von einem bislang nie erwähnten Onkel Grischa, der längst gestorben ist. Wohl wusste Sofia, dass ihre Mutter vor vielen Jahren aus der Sowjetunion geflohen war; darüber hatte aber nicht geredet zu werden. Vehement weigert sie sich, über ihren Bruder Grischa, Sofias Onkel, zu sprechen. Dank ihrer Beharrlichkeit findet Sofia dennoch etwas heraus und notiert es in einer ihrer Listen: "Was ich über Onkel Grischa weiß“: Von Verrat und Verhaftung ist die Rede, von Arbeitslager und Verfolgung der ganzen Familie.
Aus diesem Grund also war Sofias Mutter mit ihr damals aus der Sowjetunion geflohen.
Lena Gorelik kann wunderbar humorvoll sogar von ernsten Begebenheiten erzählen, beispielsweise wie der Onkel in der Sowjetunion zum Dissidenten wurde, weil er als Künstler und Homosexueller ein selbstbestimmtes Leben führen wollte.
Die Listensammlerin ist kein autobiographischer Roman, auch wenn Lena Gorelik bis zu ihrem zwölften Lebensjahr Sowjetrussin gewesen war. Viel mehr geht es ihr darum, über die alltägliche Unterdrückung in Diktaturen (in diesem Fall die sowjetische) nachzudenken.
Sie erzählt so gekonnt gegen das Vergessen an, dass Nachgeborene, die sie Sowjetunion nicht mehr erlebt haben, ein Gefühl für die Geschichte entwickeln können. Das ganze geschieht bei Lena Gorelik allerdings nicht mit der düsteren Schwermut eines Uwe Tellkamp (Der Turm), sondern hat den Charme eines glänzend unterhaltenden Schelmenromans.

Ich muss gestehen, dass ich nach der Lektüre von Die Listensammlerin wochenlang für andere Bücher blockiert war, denn Goreliks Diktion macht süchtig. Vielmehr vertrieb ich mir die Zeit mit dem Erstellen von Listen. Eine davon heißt „Schriftsteller, die mir viel gegeben haben“. Welchen Namen man darauf unter einigen anderen findet, dürfte nicht allzu schwierig zu erraten sein.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

roman, verlust, trennung, taschler, liebe

Die Deutschlehrerin: Roman

Judith W. Taschler
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 13.02.2013
ISBN B00BF9BXPQ
Genre: Romane

Rezension:

Gleich mit ihrem ersten Roman Sommer wie Winter“ zog mich Judith W. Taschler in ihren Bann. Die neunzehnjährige Hauptfigur Alexander Sommer begegnet ihrem Therapeuten, und das liest sich ungemein spannend. Der dreijährige Alexander kommt 1973 als Pflegekind zu einer Bauernfamilie in Sölden. Vor Kurzem wurde eine Gästepension auf dem Hof angebaut, Sommer wie Winter ist das Haus voll mit Fremden, die Kinder leiden darunter und müssen außerdem fest mitarbeiten. Die herbeigesehnten Nebensaisonen sind immer viel zu kurz. Mit vierzehn findet Alexander heraus, dass seine leibliche Mutter doch nicht bei einem Autounfall ums Leben kam, wie er bisher glaubte. Geredet wurde nie darüber, das Thema ist – so wie vieles – in der Familie tabu. Er findet einen Zeitungsartikel und erfährt, dass seine Mutter Paulina hieß und dass sie auswanderte, ohne ihn mitzunehmen. Alexander wird besessen von der Frage nach dem Warum und macht sich auf die Suche. Fantasien über ihr Verschwinden lassen ihn nicht los, und er findet entsetzliche Dinge heraus, die alles für ihn und auch seine Pflegefamilie verändern …

„Sommer wie Winter“ wünsche ich noch immer neue Leser und empfehle es Ihnen herzlich, aber heute geht es mit um einen anderen Titel der erzählwütigen und sprachvirtuosen Germanistin Judith Taschler: Ihr zweiter Roman „Die Deutschlehrerin“ , soeben ebenfalls bei Picus erschienen, hat nicht nur mich geradezu überschwänglich begeistert, sondern auch in Radio und Presse Lobeshymnen geradezu abgeräumt. Ich vermute, dass Sie sich dieser Meinung anschließen werden, wenn Sie „Die Deutschlehrerin“ erst gelesen haben.
Im Grunde möchte man vom Inhalt gar nichts erzählen, denn das ist alles so hervorragend komponiert, dass jedes verratene Detail bereits zu viel wäre.
Vielleicht so viel: Ein Mann und eine Frau erzählen abwechselnd, von ihrer enttäuschten Liebe, von Rache, Schuld und Verrat, von einer überstürzten Heirat mit Kindfolge. Eigentlich die Geschichte einer großen Liebe, sollte man meinen. Aber Ungeheures, Unerwartetes passiert, wie in „Sommer wie Winter“ beiläufig erzählt, (darin hat Judith Taschler eine Meisterschaft entwickelt, die ich bewundern muss).

Matilda und Xaver verraten einander, und somit auch uns Lesern, was in den letzten 16 Jahren, in denen sie sich nicht gesehen haben, tatsächlich passierte. Zwei raffinierte Lebensbeichten voller Ängste und Abgründe, die eine aus der Sicht der Frau erzählt, die andere aus der des Mannes. Beiden kann man nicht ohne Mühe trauen. Matilda ist, wie der Romantitel bereits verrät, Deutschlehrerin und liebt(e) den Schriftsteller Xaver, den sie gern geheiratet und ein Kind mit ihm gehabt hätte. Xaver liebt(e) Matilda durchaus auch, aber nicht so heftig wie sie ihn.Jahrelang lebten sie als Paar zusammen, aber eines Tages verschwindet Xaver von jetzt auf gleich, ohne Erklärung oder Abschied. Sechzehn Jahre später treffen sich die beiden wieder, nicht ganz zufällig, denn Xaver wird Mathildas Schule im Rahmen eines Schüler-Schreibworkshops zugeteilt.

Ein grandioses Buch! Judith W. Taschler möchte ich begeistert zurufen: „Chapeau!“

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bauer, weltkrieg, grenzkontrolle, menschenschmuggel, vertreter

Polarrot

Patrick Tschan
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Braumüller Verlag, 01.09.2012
ISBN 9783992000692
Genre: Romane

Rezension:

Eines der größten Überraschungserfolge unserer „Tipps des Monats“ war der Erstling eines damals noch unbekannten Schweizer Schriftstellers namens Patrick Tschan, „Keller fehlt ein Wort“ nämlich. Soeben ist Tschans neuer Roman „Polarrot“ erschienen, und ich kann nur sagen: Hut ab! Der Mann kann schreiben, dass es eine helle Freude ist! Sprachlich und konzeptionell völlig anders als sein Vorgänger erlebt man „Polarrot“ nachgerade als Film auf der inneren Leinwand, und nicht zu unrecht lobt Tschans Kollege Alex Capus auf dem Schutzumschlag: „Tschan macht großes Kino.“
Es handelt sich um die Geschichte des Toggenburgers Jack (Jaques) Breiter, zu Beginn der Geschichte ein kleiner Angestellter im Hotel Palace zu St. Moritz. Breiters Lebensziel ist es, nach ganz oben zu gelangen, auf der gesellschaftlichen Erfolgsleiter Sprosse um Sprosse zu erklimmen. Sofort werden Erinnerungen an Felix Krull geweckt, doch als Fuhrknecht ist Breiter noch weit entfernt von jener Vornehmheit, die ihm seiner eigenen Überzeugung nach eigentlich angemessen ist. Um bei einer reichen Dame der besseren Gesellschaft zu reüssieren, legt er sich eine gefälschte Identität zu, wird aber erwischt und prompt fristlos entlassen. Doch schnell fasst Breiter wieder Fuss und findet in Basel einen neuen Job; er freundet sich mit einem Chauffeur an, der ihm heimlich das Autofahren beibringt. So wird Breiter in seiner neuen Firma rasch derjenige, der die Neuerfindung Senf in der Tube an halb Deutschland liefert. Bei seinen Kunden ist er gern gesehen; rasch hat er das Glück, von der Firma Gugy abgeworben zu werden, die seinen gesellschaftlichen Aufstieg in ganz anderem Masse vorantreiben kann. Bei Gugy verdient Jack wesentlich mehr, vor allem, als es ihm gelingt, ein Geschäft an Land zu ziehen, das einem Sechser im Lotto gleich kommt: das Reichsbeflaggungsgesetz ist eben erlassen worden und beschert der Firma Gugy Rekordverkäufe der Farbe Polarrot, die zur Herstellung der deutschen Hakenkreuzfahnen benötigt wird. Im Grunde ist damit genug erzählt. Ein kleiner Wink vielleicht noch:
Nicht immer ist die Liebe beim Ersteigen der Erfolgsleiter hilfreich. Das muss Breiter nach einem rauschenden Fest erkennen, welches Gugy anlässlich seiner Absatzerfolge gibt; dort lernt Breiter die Frau seines Chefs kennen und er verliebt sich in sie unsterblich. Charlotte scheint die Liebe zu erwidern, sie vertraut ihm an, dass sie Halbjüdin ist und befürchtet, dass ihr Mann sie für die deutsche Kundschaft opfern wird. Breiters Pläne vom sorgenfreien Luxusleben kollidieren mit der Liebe zu Charlotte und er erkennt sukzessive, dass ihm dieser Hitler unheimlich ist, auch wenn man an ihm gut verdienen kann ….

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helsinki, botschafter, freundschaft, behinderung, fischer

Die Frau des Botschafters

Stefan Moster
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 20.08.2013
ISBN 9783866481701
Genre: Romane

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WURDILAK

Robert Sigl
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Goldfisch, 08.11.2013
ISBN 9783906158075
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wer hat eigentlich Schuld? Mal so gefragt! Ist es Gott, weil er eben doch nicht allmächtig ist, und beleidigt Luzifer in Sachen Seelen das Feld überlässt? Oder hat die Frau Schuld, die sich, verzweifelt über den frühen Tod ihrer Lebensliebe, von Gott ab- und seinem Widerpart zuwendet? Luzifer selbst verhandelt nicht mit ihr, er schickt seinen Untergebenen Wurdilak; vermutlich hat der also Schuld! Der Wurdilak ist ein Wesen, das sich ausschließlich von Waisenkinderseelen ernährt; ein in seinen Diensten stehender, weißer Wolf verhilft ihm dazu, selbst materialisierter Geist eines zu früh gestorbenen Menschen. Hätte man doch besser auf die Warnung des alkoholisierten Pfarrers gehört, der die nächste Schreckenstat des weißen Wolfs bereits ankündigte! Zwei weitere Waisen kommen ins Heim der bildschönen, jedoch fürchterlichen Henrietta. Ein Wesen gibt es freilich, das der Wurdilak meidet, wie der Teufel das Weihwasser. Es handelt sich um eine Puppe, halb Mensch, halb Vogel – den Tupilak. Freilich kann der Tupilak seine schützenden Hände nur dann über Kara und Rupert, die beiden Helden in der uns vorliegenden Geschichte, ausbreiten, wenn er nicht von ungläubigen Menschen achtlos ins Kaminfeuer geworfen wird. Oh wei! Was dann alles notwendig wird, um den Tupilak wieder zum Leben zu erwecken und ihm seine rettende Kraft zurückzugeben, du lieber Gott! Davon und von viel mehr erzählt Robert Sigl in seinem magischen Märchen, das aus einem noch nicht verfilmten Drehbuch entstanden ist, so herzerfrischend, spannend und humorvoll, dass nicht nur Kinderherzen bei der Lektüre höher schlagen werden Sigl, von Haus aus Regisseur, erweist sich als sprachvirtuoser Kenner der nordischen Mythologie, die den Hintergrund für Wurdilak liefert – sein jüngst bei Goldfisch erschienenes, auch optisch ansprechendes Buch. Ich wünsche Wurdilak viele Leser - freilich auf die Gefahr hin, dass sie gefesselt und für Stunden aus ihrem Alltagsleben entführt werden. Dafür übernehme dann gern ich die Schuld! Danke, Robert Sigl! Wurdilak – Ein magisches Märchen

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Auf dem Strom

Hermann Schulz
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.01.2012
ISBN 9783551311146
Genre: Jugendbuch

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kinder, kumpels, flüchtlinge, nachkriegszeit, wut

Warum wir Günter umbringen wollten

Hermann Schulz
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Aladin Verlag, 23.08.2013
ISBN 9783848920174
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Donnerwetter, was für ein liebevoll ausgestattetes Buch Hermann Schulz bzw. sein Verlag Aladin da herausgebracht hat! Und was für eine Geschichte!
ist sicherlich kein Kinderbuch; mir fällt als Gattungsbezeichnung sofort Novelle ein, denn erzählt wird von einer unerhörten Begebenheit aus dem Jahr 1947. Kein Kinderbuch, aber auch Zehnjährige können dieses Buch mit Gewinn lesen!
Zu Beginn wird zwar behauptet, wie man es hinlänglich kennt, dass Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen rein zufällig seien, doch darf man dies durchaus bezweifeln, wenn man sich ein wenig in Hermann Schulz’ Lebenslauf auskennt.
Ja, eine unerhörte Begebenheit, geht es doch um nichts anderes als einen vorsätzlich geplanten Mord! Mord an einem ostpreußischen Flüchtlingskind, das fünf wendlandischen Jungen beim Eier- bzw. Hühnerklau in die Quere kommt; einer von diesen Fünf ist Freddy, der Ich-Erzähler.

Günter stottert, hat stets Rotz an der Nase und benimmt sich sonderbar. Er zieht Gemeinheiten, die sich gegen ihn richten, geradezu an und wundert sich folgerichtig auch kaum, als er von den gleichaltrigen Jungen, denen er den geplanten Diebstahl vermasselt, in einer umgekippten Lore beinahe zu Tode gefoltert wird.
Als Günter daraufhin tagelang der Schule fern bleibt, sich die Geschichte seiner Misshandlung jedoch unter der Hand wie ein Lauffeuer verbreitet, bekommen es die fünf Peiniger mit der Angst zu tun. Allen blüht Arges, wenn ruchbar würde, wer an der Aktion gegen Günter beteiligt war. Noch schweigt Günter sich darüber zwar aus, doch kann man sich darauf dauerhaft verlassen?
Leonhard, der Wortführer der Fünf, beschließt, dass Günter verschwinden müsse, und zwar dauerhaft. Seine vier Mitstreiter fühlen sich trotz Skrupel zur Solidarität verpflichtet.
Dass Günter letztendlich nicht im Moor versenkt, also umgebracht wird, verdankt er – und das ist eine weitere unerhörte Begebenheit, ausgerechnet dem Spätheimkehrer und Waffen-SSler Willi, der die Beinahemörder mit einem gewagten, jedoch erfolgreichen Erziehungsmanöver zum Umdenken bringt.
Hermann Schulz versteht es meisterlich, sich der Sprache des zehnjährigen Freddy zu bedienen; ohne Wehmut schildert er eine Zeit der Entbehrungen, die er miterlebt hat. Dass das Werk letztlich in dieser Form vorliegt, verdanken wir Leser übrigens der niederländischen Schriftstellerin Pauline de Bok. Sie war vor Jahren Zeugin einer Lesung, bei der Hermann Schulz den Stoff des Günter-Buches bereits in Form einer kurzen Erzählung vortrug. Sie war es, die ihren Freund und Kollegen ermutigte, den Stoff erneut aufzugreifen und in einem abgeschlossenen Roman zu vollenden.
Ein großes Kompliment an Maria Luisa Witte, die die Geschichte mit überaus eindrücklichen Bildern unterstützt und zur Bereicherung dieses rundum großartigen Werks beiträgt!
Noch einmal zum Thema Ähnlichkeiten:
Ich fragte Hermann Schulz, ob er die wendlandischen Jungen später wiedergesehen habe. Ja, und sie erinnerten sich auch noch an die Vorfälle damals. Günter habe ihnen zufolge später geheiratet, so Schulz. Die Frage, ob er auch Günter später noch einmal gesprochen habe, beantwortete er mit einem lächelnden Kopfschütteln.


 

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Tagebuch einer Närrin

"Die Färberin" Sylvia Richard-Färber , Chino Augusto Aguilar
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei RosinenBaumVerlag, 01.10.2013
ISBN 9783944518022
Genre: Biografien

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Isabellas Welt

Christian Oelemann , Günther Jakobs
Fester Einband: 156 Seiten
Erschienen bei Thienemann, 12.01.2006
ISBN 9783522177962
Genre: Kinderbuch

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musik, selbstvertrauen, pädagogik, mythologie

Viktor und die Macht der Farbschattenklänge

Gerd Haehnel , Joachim Vaross , Herbert Siemandel-Feldmann
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Verlag der Märchenkönig, 09.11.2013
ISBN 9783943257106
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ehrlich gesagt bin ich im Grunde ein Fantasy-Muffel, aber was Gerd Haehnel da geschaffen hat, bewegt mich zutiefst. Eine so liebevolle Geschichte las ich wirklich selten. Wie Viktor sich von den Mächten der Schatten (seine Ängste) befreit, ist ein pädagogisches und schriftstellerisches Meisterstück . Wer Gelegenheit hat, gerd haehnel live zu erleben, sollte sich die Möglichkeit nicht entgehen lassen!

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Tags: musik, mythologie, pädagogik, selbstvertrauen   (4)
 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

fantasy, katz, famili, lustig, meteo-thriller

Beppoppelki Nikoppelbom – Das blutrote Siegel

"Die Färberin" Sylvia Richard-Färber
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei RosinenBaumVerlag, 01.12.2013
ISBN 9783944518046
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ach, hätte doch nicht die Färberin dieses Buch geschrieben sondern ich! Ja, so neidisch kann ich sein! Ich gebe es ja zu! Beppoppelki Nikoppelbom ist mit seinen über 400 Jahren nachgewiesenermaßen der jüngste helvetische Fabulierwichtel; im Grunde ist er, der sich im Buch hin und wieder in der Erscheinungsform einer Libelle präsentiert, nicht nur Aufhänger sondern Motor der Geschichte (nicht nur dieser uns vorliegenden, sondern der Geschichte überhaupt - wobei alles Zukünftige bereits darin enthalten ist.) Und so sollte man dieses hochvergnügliche Werk auch verstehen! Beppoppelki Nikoppelbom ist zwar ein manchmal sich selbst überschätzender Besserwisser, der den Grad seiner jedweden Empörung bis auf drei Stellen hinter dem Komma quantifizieren kann und damit Stéphane Hessel alle Ehre macht, aber wehe der Gesellschaft, die keinen wie ihn hat. Und damit bin ich bereits bei der politischen Dimension dieses wuchtigen Buches: Im bayerischen Isbachheim (der Name steht stellvertretend für weltweit jeden anderen Ort, in dem es Wetter gibt) werden beängstigende Klimaveränderungen gewärtigt. Nicht nur der sympathische Journalist Taddeus Trapp, seines Zeichens Verschwörungstheoretiker, ahnt, dass das Institut für Wetteroptimierung dahinter steckt, genauer: sein Inhaber Sebastian von Geckenbrinck bzw. der in dessen Diensten stehende Wissenschaftler Professor Gantenbein. Auch die jugendlichen Helden des Romans, Lil, Jonne, Lotta, Kikki und Tristan kommen dank Beppoppelkis einflüsternder Hilfe der Profitgier der Bösewichter auf die Schliche. Wichtige Handlungsträger sind weiterhin der greise Kater Edelbert von Endeldingen sowie die beiden Möpse Paula und Pekko – alle Drei tragen mehr Wissen mit sich als jeder Mensch (mit Ausnahme der Färberin, die sie ja erschaffen hat) Wohlgemerkt: so, wie Isbachheim nicht lediglich ein Ort in Bayern ist, verhunzt nicht nur das Institut für Wetteroptimierung die Atmosphäre – wir alle sind es, die nichts gegen die Gantenbeins und Geckenbrincks dieser Welt, bzw. skrupellose Politiker unternehmen, die ein Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnen oder es im Falle schlichtweg unterlaufen. Da ist Empörung außerordentlich am Platze, und Beppoppelki lebt sie uns lautstark und in oft arg hapernden Versen vor, denn wie der Hase läuft, weiß schließlich nur er! Beppoppelki führt unsere Jugendlichen mit präzise dosierten Hinweisen durch gefährliche und spannende Abenteuer hindurch bis nach München, bis nach Porto gar. Uns Leser aber nimmt die sprachgewaltige Färberin mit geschickt eingeworfenen Verständnisschüben an die Hand und leitet uns durchs literarische Tagesdüster, auf dass wir endlich erkennen: den Bösewichten ist noch nicht gewehrt. Es gibt noch viel zu tun! Zum Glück lässt der Färberin Ankündigung, es handele sich beim vorliegenden Werk um Teil eins einer Trilogie, Hoffnung keimen. Dringend abraten von der Lektüre dieses Buchs möchte ich all jenen, die sich Gelächter halber lieber in den Keller begeben. Jünger als 12 sollten seine Leser möglichst auch nicht sein, denn die Färberin schwingt das scharfe Schwert der Ironie arg zackig. Aus nämlichem Grunde rate ich auch jenen von Beppoppelki Nikoppelbom ab, die bereits älter als 112 sind. Es soll sich bekanntlich schon mal jemand totgelacht haben. Kein Mensch wird mir glauben, wenn ich verrate, dass es sich bei diesem Werk um einen Erstling handelt. Und jetzt ist wohl klar, warum es mir lieber gewesen wäre, nicht die Färberin sondern ich hätte es geschrieben!

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