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42 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, kriegerin, kämpfe, suche, schüler

Klingenfieber

Tobias O. Meißner
E-Buch Text: 448 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 12.11.2013
ISBN 9783492963862
Genre: Fantasy

Rezension:

Tobias Meißner war mir nur von seinen "Die Dämonen" noch ein Begriff und im Nebel der Vergangenheit sah ich den Roman nur noch halb vor mir, sonderlich gefallen hatte er mir, glaub ich nicht. Aber hier geht es ja auch um "Klingenfieber".
Der Roman ist anfänglich wirklich interessant geschrieben, da die Hauptfigur die ganze Zeit aus der Sicht eines Groupies erzählt wird, oder sagen wir, eines halbstarken Jünglings, der sich in die starke Kriegerin Eneris verknallt und ihr folgt, wie ein treuer Hund.

Diese Perspektive ist gut, die Motivation des Jungen, der dörflichen Spießbürgerlichkeit zu entkommen nachvollziehbar, und trotzdem hat man es hier schon mit knallharten Stereotypen zu tun. Dorf: Langweilig, perspektivlos, alles nur öde Zeitgenossen.
Die Kriegerin: kalt, professionell, gnadenlos im Kampf...UND männerfeindlich bis zum Abwinken.
Der Jüngling Stenrei: Treudoof, unerfahren, wächst aber später über sich hinaus.

Die Handlung bleibt ohne weitschweifige Nebenstränge bei der Sache, das Ende ist etwas abrupt und ich finde, man erfährt, außer über Eneris Ausbildung mal überhaupt nichts über die Beweggründe der anderen Charaktere bzw. dem, dem sie das alles zu verdanken hat. Schade.

Eine Sache hingegen stößt mir (als Mann) sauer auf: Das Bild, das hier gezeichnet wird, der Mann der Angeber, Frauenvergewaltiger, Bespanner, Gr0ßmaul, Unterdrücker und Sadist, gerade in Form des Richtrichters, ist zu krass und nervt mich ungemein. Hier wäre weniger mehr gewesen oder zumindest eine kritische Auseinandersetzung von Seiten der Hauptcharaktere wünschenswert.

Fazit: Lesenswert und unterhaltsam, aber auch schnell wieder vergessen. Durchschnitt!

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Seelengevögelt: Manifest für das Leben

Veit Lindau
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.11.2013
ISBN 9783641133078
Genre: Sachbücher

Rezension:

So ungefähr stelle ich mir die Enstehung des Buches "seelengevögelt" vor. Ein Haufen Pfleger rüttelt an der Türe zur Zelle von Herrn Lindau, weil dieser seine Pillen nicht genommen hat, doch ehe sie, sie aufbrechen können, weil der Lindau so geveit war (Sorry!), die Türe zu verbarrikadieren, war das Buch schon runtergeschrieben und an den Verlag geschickt. Die haben scheinbar nicht mal reingeschaut.

...Moment...auf dem Cover steht ja "Überarbeitete Neuauflage"...Oh Shit. Na dann haben ein paar Lektoren beim Goldmann-Verlag eben ihre Pillen auch nicht genommen.

Spass beiseite: Ich bin nach "Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte", auch wenn das Buch Mumpitz war ein wenig auf den Geschmack gekommen und kaufte das recht dünne Werk des selbsternannten "Seelenpunks" Veit Lindau.

"Eine Liebeserklärung an das Leben" heißt es da. "Lass dich vom Leben vögeln"...Na gut. Ich hatte mit einem maskulin geprägten Lebensratgeber gerechnet, der mal kräftig über Modelmasse, Konsum und Co ablästert aber DAS habe ich nicht erwartet.

Lieber Veit: Man wird nicht automatisch Punk, weil man anstatt "blöd" penetrant "scheisse", anstatt "ängstlich" "feige" und anstatt "berührt werden" "gevögelt" schreibt.
Er beschreibt zwar warum er das tut, um herauszufordern, um Konventionen zu brechen, der Funke springt aber nicht über, es wirkt einfach ordinär wenn er schreibt "Lass dich vom Leben ohne Gummi vögeln."

Weiter im Text: Dass das Buch, ich sag mal nett "unkonventionell" ist, merkt man spätestens, wenn da Seiten mit nur einem Satz ("Weißt du eigentlich wie schön du bist?") oder nur einem Wort auftauchen.
So etwas KANN als Stilmittel funktionieren, aber bitte nicht so oft, in einem ohnehin dünnem Buch.

Spätestens als ich dann las, dass der Autor seine Instruktionen von einem Delphin, während eines Tauchgangs bekommen hat, war der Ofen aus und der Lacher im Zug sehr laut zu hören. (Wirklich kein Witz! Wer will, kann es ja nachlesen oder googlen!)

Aber was schreibt er denn so, der gute Herr Lindau?

Wie eingangs erwähnt, ist das Buch verdammt unstrukturiert. Esoterische Beschreibungen, die an Kitsch Rosamunde Pilcher l in den Schatten stellen ("Du bist eins mit dem Universum. Du bist 1000 Seelen und 1000 Feuer, die in dir brennen, das Ergebnis von Millionen Jahren Liebe. Du bist Stille und Urgewalt. DU BIST DER TITAN DER EVOLUTION (!). Ich küsse dich, wie eine Schneeflocke im Winter deine Wange. Ich schreibe dir und nur dir. Schön, dass du da bist." kotz...Alter Schwede. Sowas muss erstmal verdaut werden...)...wechseln sich ab mit Provokationen und mehr oder weniger brauchbaren Alltagstipps, die aber zumeist vage bleiben und das Übliche bedienen: Schule deine Achtsamkeit! Mach nicht alles, nur weils die Anderen machen! Leb im Hier und Jetzt! Brich Konventionen! Verschiebe nicht alles auf später! Blablabla.

So veit, so gut (nochmal Sorry!) so schon hunderttausend mal gehört.

Einzig, einzig in einer Sache bringt Veit klar zum Ausdruck, was andere Autoren so nicht tun, er erinnert an den Tod, an die Sterblichkeit und bittet eindringlichst (wirklich eindringlich) im Hier und Jetzt zu lebe, weil wir eh bald alle sterben. Dafür gibt es einen Respektstern.

Fazit: Wirr, unstrukturiert, ordinär und nicht wirklich neu, kann der Autor mit seinem dünnen Werk wenig begeistern, aber viel kaputt machen. Es lohnt sich nicht wirklich dieses Heftchen zu lesen...Sorry lieber Veit. Ich hätte dich gerne gemocht.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

zombies, zombie, spanien, apokalypse, horror

Apokalypse Z

Manel Loureiro , Sybille Martin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2014
ISBN 9783453315525
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Untergang der Welt, die Zombieapokalypse, dokumentiert anhand von Tagebucheinträgen. Das gab es schon häufiger, sodass man fast schon von einem eigenen Genre reden möchte.
Am Anfang ist alles ruhig , die Meldungen mehren sich, schließlich Ausnahmezustand, absolutes Chaos und die Einsicht, das Flucht die einzige Option ist.

Loueiros Parallelen zu "Tagebuch der Apokalypse" sind fast schon unverschämt, so man die Bücher zeitnah gelesen hat. Im Unterschied zum Werk von J.L. Bourne hat der, in diesem Kontext völlig unverständlich, weil namenlose Anwalt X eine zutiefst menschliche Seite.

Er ist kein ausgebildeter Soldat wie der Protagonist in TdA, sondern ein Zivilist, ein Anwalt eben. Er bereitet sich nicht vor, er streckt keine 50 Sargverweigerer in einer Minute nieder und weiß ich oft nicht zu helfen und verfällt in Panik. Und er hängt an seiner Katze Luculo (die hat wenigstens einen Namen), was dem Roman eine komische und menschliche Seite verleiht.

Dass sich der Protagonist im späteren Verlauf auch nach Monaten noch erschreckt und recht unbeholfen anstellt, bisweilen schon wehleidig wird, sei dahingestellt.

Fazit: Das Buch Apokalypse Z ist spannend und mitreissend menschlich, aber auch abgekupfert und nach Schema F. Das unvermeindlich offene Ende schreit nach Fortsetzung und es hätte dem Roman gut getan aus einer reinen Ich-Perspektive, statt in der gewollten Tagebuch-Form geschrieben zu werden. Trotzdem empfehlenswert. Ich habs gerne gelesen.

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96 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

drohnen, thriller, schwarmintelligenz, krieg, usa

Kill Decision

Daniel Suarez , Cornelia Holfelder-von der Tann ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.04.2013
ISBN 9783499259180
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Daniel Suarez, der Meister der politischen Techno-Thriller, beziehungsweise Autor eines überaus gelungenen Thriller-Duos schlägt wieder zu.
Ich habe mit dem Kauf nicht lange gehadert, da mir sein Romanduo Daemon und Dark Net noch angenehm in Erinnerung geblieben ist.
Eine verschachtelte und trotzdem übersichtliche Handlung, vielschichtige Personen, erschreckend realitätsnahe Technik und eine Gesellschaftskritik, die sich gewaschen hat, begeisterten mich damals und so war der Kauf ausgemacht.

Nur um dann mit etwas langem Gesicht die letzte Seite umzublättern und zu denken: "Das wars jetzt?" Nicht etwa wegen eines offenen Endes, das ist einigermaßen zufriedenstellend.
Nein, es ist wegen des doch recht laschen Gesamteindrucks.

Die Handlung, rund um Kommandosoldat Odin und einer Ameisenforscherin, welche zusammen einer internationalen Verschwörung auf die Schliche kommen wollen, in welcher autonome Killerdrohnen (scheinbar) wahllos Menschen in die Luft jagen, wird eigentlich nur von der Frage voran getrieben, wer hinter diesem Komplott steckt.

Ansonsten sind Odins Team und besagt "Ameisoligin" beständig auf der Flucht oder unter Beschuss (oder Beides).
Fügten sich bei Daemon und Darknet später verschiedene Handlungsstränge zusammen, ergab alles einen höhreren Sinn und ließ so die Meta-Aussage des Romans noch deutlicher erscheinen, ist Kill Decision aus "suares-ken" Versatzstücke zusammen geschustert. Will sagen: Viele Fachbegriffe, viel Techno, sonst aber nicht viel.

Fazit: Kill Decision ist beiweitem kein schlechtes Buch, es ist unterhaltsam und es schwingt wieder die Frage mit, inwieweit wir der Technik unser Leben und unsere Autonomie überlassen. Trotzdem kann, wer seine Vorgänger gelesen hat, nur enttäuscht werden, von der im Vergleich doch langweiligen Charakteren und seichten und vorhersehbaren Handlung.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

kriminalität, psychologie, serienmörder

Auf dünnem Eis

Lydia Benecke
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.10.2013
ISBN 9783785760956
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wenn mich nicht gerade die Fantasy in Beschlag nimmt, lese ich abseits von Orks und Drachen gerne Bücher über praktische Psychologie, Körpersprache etc., dies allerdings am liebsten im Infotainment-Bereich und keine staubtrockenen Wissenschaftswerke. Leider ist "anspruchsvolle Literatur" immer noch sehr oft öde und langweilig, obwohl das nicht sein müsste.

Frau Benecke schreibt dahingehend in eine andere Richtung, quasi eine Einführung in Psychopathie, gemischt mit persönlichen Eindrücken und Interviews, bekanntem Material (etwa der Psychopathie-Checkliste) und herausragenden Fällen, etwa dem Fall Alcala oder Kuklinski.

Das ist in großen Teilen sicher nicht neu, das muss es aber auch nicht. Wer eine empathische und verständliche Einführung zum Thema lesen will, der liegt mit diesem Buch wirklich richtig, zumal die Autorin immer wieder eigene Erfahrungen mit einfließen lässt. Man möchte sie nach dem Lesen gerne einmal treffen.

Kleine Abzüge in der B-Note gibt es für den, meiner Meinung nach, etwas unstrukturierten Aufbau und der zu breiten Beschäftigung mit der Psycho-Checkliste.

Trotzdem: Kaufen, lesen, mehr wissen.

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

zombies, berlin, virus, polizei, neukölln

Berlin Requiem

Peter Huth
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2014
ISBN 9783453676664
Genre: Romane

Rezension:

Wenn die wandelnden Leichen wandeln, dann tun sie das meistens auf dem Timesquare, in Manhattan oder sonstwo auf amerikanischem Boden. Dass es jetzt die deutsche Hauptstadt trifft, hat mich als ausgemachter Zombiefan doch ein wenig überrascht, in positiver Weise und so war der Kauf ein abgemachter Deal zwischen dem Chefredakteur der Berliner Zeitung und mir.

Das Buch ist mit seinen knapp über 300 Seiten nicht gerade ein Epos, ich habe während meiner Leserkarriere aber gelernt, dass das nicht negativ sein muss (George Martin anyone?).

Leider schafft es Herr Huth auf diesen 300 Seiten trotzdem Längen einzubauen, die mich doch gelangweilt haben, insbesondere was die Vergangenheit der Dreiecksbeziehung zwischen Christian, Robert und der holden Maid angeht. Sie trägt nichts zur Haupthandlung bei und ist zu oberflächlich.

Die Zombiehandlung kommt zu kurz, die Reaktion der Polizei und sonstiger Einsatzkräfte wirkt wie aus dem Bilderbuch für Blöde und es sind (wie bei sooo vielen Büchern) einfach zuviele Charaktere, da neben o.g. Personen noch Ben, zwei Polizisten und Politiker zu Wort (und Handlung) kommen.

Warum dann aber ein "lesenswert" von mir? Aufgrund der politischen Aussage. Die Seitenhiebe auf Thilo Sarazin, Merkel und Wowereit einerseits, andererseits könnte ich mich wirklich vorstellen, dass die Hauptstadt genau so den Hunden (oder Toten) überlassen wird, dass Politiker lieber ihren Namen reinwaschen, anstatt was gegen die Katastrophe zu unternehmen, dass der Pöbel Feuer fängt und einen Krieg anzettelt....Erschreckend!

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

reihe

Die Schattenherren - Herr

Robert Corvus
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.01.2014
ISBN 9783492269575
Genre: Fantasy

Rezension:

"Oh, nein!" dachte ich, beim Lesen des ersten Bandes der Schattenherren-Reihe, bitte nicht so ein strenggläubiger, alles abweisender Gotteskrieger, der die päpstlicher als der Papst ist und gegen "das Böse" zieht. Gott, wie langweilig. Aber hey, da gibts ja noch den Vater, die Tochter uuuuuund die abtrünnige Tochter (ich möchte nicht zuviel spoilern...oder vielleicht doch).

Insgesamt bietet der erste Band der Reihe einen interessanten Schauplatz, interessante Charaktere und eine gute Schlacht. Gut, um darauf aufzubauen.

...Und was macht Herr Corvus? Er läßt mal eben alle Hauptcharaktere, die man nun kennen gelernt hat (mehr oder weniger) allesamt über die Klinge springen und führt im zweiten Band einen NEUEN Hauptcharakter, einen komplett neuen Schauplatz und neue Bösewichte ein. Hallo? Was soll das denn? Der zweite Band ist dann auch der Schwächste der drei und nimmt den Schattenherren viel von ihrer Bedrohlichkeit.

Während ich wissen wollte, was so im Schattenpalast abgeht oder die Auswirkungen der ersten Schlacht in Band 1 waren, wurde ich stattdessen mit einer Insel abgefrühstückt. Naja...

Der dritte Band vollführt diesen Wechsel dann Gott sei Dank nicht mehr und führt den Helden von Band 2 weiter. Es erwartet einem aber auch hier ein relativ offenes Ende und Band 4, 5 und 6 sind sicher schon auf Halde...

...Was soll ich sagen? Das ist keine Trilogie, sondern eine ziemlich langsam erzählte Geschichte, die zwar ihre Spannung und Höhen hat, aber (wie immer bei Mehrteilern) so viele Fragen offen lässt, dass einem die Lust am Lesen vergeht.

Wartet mit dem Kauf lieber, bis alle Bände erschienen sind...das kann aber dauern...

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353 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

gott, glaube, jesus, liebe, familie

Die Hütte

William Paul Young , Thomas Görden
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 30.09.2011
ISBN 9783548284033
Genre: Romane

Rezension:

Es geht um Gott. Also um den Chef himself. Und um Mack, der leidende und grummelige Familienvater, der leider seine Tochter an einen Kindermörder verloren hat. Und nun trifft er Gott. Alleine. In besagter Hütte...

So weit so gut, fand ich die Rahmenhandlung des Buches durchaus interessant. Ein Mensch, der nicht mehr an Gott glaubt und dazu noch eine unschuldige Seele verloren hat, trifft eben jenen in der Wildnis.
Was gäbe es da nicht genug Potential für heftigste Dialoge, für Kirchenkritik, Gotteslästereien oder einfach einen tiefsinnigen Diskurs über Sinn und Zweck des christlichen Glaubens, wenn man sich von diesem im Stich gelassen fühlt.

Anfangs hat das Buch auch tatsächlich das Potential, dem Klappentext gerecht zu werden. Mack trifft nicht einen, sondern gleich drei Personen (schließlich muss ja der Dreifaltigkeit Genüge getan werden) und beginnt mit diesem und jenem Gespräche.

Aber zu einfälltig, zu leichtgläubig (Höhö) kommt Mack daher und lässt sich von Gott himself regelrecht einlullen. In einem einzigen Satz spürte man Sarkasmus, nämlich als Gott sich kurz über christliche Priester ausläst. DAS. WARS.

Mehr hat das Buch nicht zu bieten. Die Geschichte, wie Macks Tochter verloren geht, hätte man sich schenken können und das Ende sowieso, welches nebenbei gesagt, an christlich-amerikanischen Bonbon-Kitsch nicht zu überbieten ist, komplett mit lichten Engeln, Regenbogen, den Geist seiner Tochter, der er ein baldiges Wiedersehen verspricht, samt Verzeihen des gemeinen Mörders. Alter Leute, sowas braucht die Welt nicht.
Glaube ist etwas Subtiles, etwas Persönliches und irgendwo Stilles und nicht so eine Disko-Lightshow...Weg damit!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte

Robin S. Sharma
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 02.04.2013
ISBN 9783426421833
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Der Mönch, der seinen Ferrrari verkaufte" klang für mich ein bisschen, wie nach einer Aussteiger-Geschichte eines Anwalts, der erst verbittert auf das Leben "hinter sich" blickt und dann Stück für Stück seinen Frieden (hier: sein Mönchstum) findet.
Leider wurde das Buch meinen Erwartungen nur in ganz wenig Punkten gerecht.

Erstes, dickes Minus: Die "Geschichte" ist mit Verlaub, das Kitschigste, Klischeehafteste und Dämlichste, was ich seit langem gelesen habe.
Ein gestresster Superstar-Anwalt verschwindet nach einem Herzinfarkt auf Nimmer-Wiedersehen, gerät im Himalaya in einen Schneesturm und wird von geheimen Supermönchen in ein paradisisches Tal gerettet, wo sie ihm geheime Wege zum Glück zeigen? Echt jetzt?
Und Julien, so der Name des Anwalts, palavert dann in einem 12 Stunden-Marathon seinem Junior-Kollegen (nach seiner Rückkehr) diese Weisheiten runter, wie einem Schuljungen. Sorry, das ist lächerlich.

Zweites Minus: David (der Juniorkollege) wird nicht müde zu betonen, wie super Julien jetzt aussieht. Jung, braun gebrannt, mit einem Adoniskörper, mit sich selbst im Reinen, alles ohne Botox, vorher: grau, fett und häßlich. Und diese Superlative-Übertreibung zieht sich auch durch die gesamte Schilderung, was David erwartet, wenn er die geheimen Mönchslehren auch anwendet. "Du lernst unglaubliches, eine nie dagewesene Freude und Glück im Universum. Sorry, das ist lächerlich und zudem weckt es übertriebene Erwartungen beim Leser.

Drittes Minus: Das Buch ist voller Andeutungen über Folgebände, was heißt: Um das KOMPLETTE Superuniversumsgeheimnis zu erkennen, musst du auch noch Band 2 und 3 kaufen.....Na toll.

Viertes Minus: Beschränkt man das Buch auf die Weisheiten (der geheimen Supermönche), welche sich locker auf 20 Seiten herunter kürzen lassen, kommt man um eine gewisse Ernüchterung nicht herum.
Yoga? Vegetarisch leben? Sport treiben? Früh aufstehen? Leben im "Hier und Jetzt"? Carpe Diem?...Das kenn ich doch schon alles. Das sind die geheimen Leeren dieser Öko-Futzis? Na danke. Die stehen so, komprimierter auch in der neuen "Bild der Frau".

Fünftes Minus: Einige von Juliens Tipps sind nicht lächerlich, sondern schlichtweg gefährlich, wenn er etwa behauptet dass sich garantiert, durch genug Selbstdisziplin, jeder negative Gedanke ausrotten lässt und man fortan den Weg der "tausend Diamanten geht" und nur noch strahlt und lächelt. Hallo? Das ist "Positives Denken" in Extremform und es gibt genug Studien, die belegen, dass das verdammt schädlich sein kann. Es setzt den Menschen nämlich unter enormen Druck, alles positiv zu sehen, weil der Autor nicht müde wird zu betonen, dass es ein Mangel an Mut und Disziplin ist, wenn einem das nicht gelingt.

Ich könnte noch mehr schreiben, aber das soll erstmal reichen. Für alle die es nicht geschnallt haben, bis hier hin: Das Buch ist Murks!
Ende!

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

pehov, fantasy, schatten

Schatten - Die Chroniken von Siala

Alexey Pehov , Christiane Pöhlmann
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.05.2014
ISBN 9783492703185
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich liebe Schwarten. Die richtig dicken Fantasybücher. Bei welchen man nicht schon nach zwei, drei Tagen die letzten Seiten gelesen hat. Nun bin ich allerdings auch ein schneller Leser, das sei gesagt.
Ich bin auch ein Fan russischer Fantasy. Was lag also näher, als dem fairen Angebot des Pieper-Verlages zu folgen und Pehovs "Schatten" zu kaufen. Russischer Autor, 1500 Seiten, das Ganze für 20 Euro? Ich bin dabei...

Der Schreibstil und die Handlung rund um Langfinger Garret, der im Auftrag des Königs das Regenbogenhorn finden soll, um das Land zu retten (Held wider Willen, altes Motiv) ist angenehm detailliert. Manchmal fast schon zu detailliert. Und ständig passiert etwas. An jeder Ecke werden Garret und seine Gefährten bedroht, angegriffen oder sind auf der Flucht.

Das passiert im Verlauf der Handlung allerdings dermaßen oft, dass ich mir irgendwann gedacht habe, wann unser Held denn nun endlich besagtes Regenbogenhorn findet, und da war ich schon bei Seite 1000 angelangt.

Leider ist das letzte Drittel dann auch voll von sich überschlagenden Ereignissen und Auflösungen. Es wirkt fast so, als hätte dem Autoren jemand auf die Schulter geklopft und gesagt: "Hey Alexey, du musst bald fertig werden."

Das ist es letztlich auch, weßhalb nur ein Dreisterne-Gefühl heraus sprang. Tolle Geschichte, toller Schreibstil, aber das einigermaßen aufschlussreiche Ende (welches genug offene Stränge für Fortsetzungen läßt) wirkt zu überstürzt. Ansonsten aber klar zu empfehlen...

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, vampire, krieg, william saxon, mystery

Wächter der Schatten

M. F. W. Curran , Michael Nagula
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 09.10.2007
ISBN 9783442465460
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Geschichte von Wiliam und Kieran ist eine voller Krieg und Leid, zumindest machen das die ersten Seiten glauben, die eindrücklich schildern, wie ein Haufen toter Soldaten aussieht.
Das William, der ja eben noch die ganzen Toten gesehen hat, nicht verstehen kann, dass sein Komparse Kieran aus der Armee austreten möchte und heiraten will, mutet dann etwas komisch an. Nüja,
Die Story ist eine Story voller Geheimbünde, Schattenwesen und ominösen Organisationen im ewigen Kampf Gut gegen Böse, wie er einfallsloser nicht dargestellt werden kann. Die Guten haben goldene Haare und silberne Klamotten, die Bösen tragen Schwarz und sabbern...Oh mein Gott!
Einzig William erfrischt doch immer wieder mit Hilflosigkeit und Überforderung, während Kieran im zunehmenden Verlauf immer wütender wird. (Konsequenzen hat das leider nicht).
Das Buch ist trotz der zwei Langweiler zu Pferde solide und von vielen Schlachten geprägt, auch wenn man sich fragt, wer am Ende eigentlich gegen wen zieht.
Solides Buch, aber ein Folgeband muss ich nicht lesen...

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

horror, thriller, richard laymon, wohnwagen, wüste

Vampirjäger

Richard Laymon , Kerstin Fricke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.09.2010
ISBN 9783865521255
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Selten gebe ich einem Buch 1 Stern, selten höre in der Mitte des Buches auf, selten haben Titel und Inhalt so wenig mit einander zu tun.
Wer sich anschickt, das Buch zu lesen, sollte es besser lassen. Es geht um den Spanner Sam, von welchem man bisweilen den Eindruck bekommt, er habe noch nie eine Frau nackt gesehen. Und dieser Sam will seiner Psycho-Freundin Cat einen Vampir vom Hals schaffen, als sie quasi nackt, eines Nachts vor seiner Tür steht.
Er sagt spontan "Klar, mach ich.", nimmt dabei aber nicht mal nen Taser, ne Knarre o. ä. mit.

Wenn der KIappentext verrät "So einen Vampirroman haben sie garantiert noch nie gelesen." dann stimmt das. Selbst Twilight war spannender.

Das größte Problem des Buches ist, dass sich die Handlung zieht wie Kaugummi (nach 200 Seiten sind die beiden zumindest losgefahren) und die witzig gemeinten Dialoge langweilig rüberkommen, betont doof und einfältig. Ich frage mich wirklich, wer so etwas komisch findet?
Das Buch ist cogito ergo sum weder witzig, noch spannend, noch makaber genug, um wirklich zu unterhalten...Weg damit!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Rip Tide

Kat Falls
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster Ltd, 04.08.2011
ISBN 9781847387622
Genre: Sonstiges

Rezension:

"RIptide" oder zu deutsch absolut schwachsinniger- und sinnumkehrenderweise "Die Finsternis" genannt, dreht sich, so man dem Klappentext glaubt, um Ty und Gemma, die ein riesiges, unheimliches U-Boot unter Wasser finden und noch weit größere Schrecken sie erwarten.
Richtig? Falsch gedacht!
Wer einen beklemmenden Unterwasser-Schocker erwartet wird schnell enttäuscht, die meiste Zeit spielt die Handlung nämlich auf der namensgebenden Bohrinsel "Riptide".
Die Handlung dreht sich um flache Verschwörungstheorien, spannende Stellen werden oft abgekürzt, und blutig wird es auch nie (nicht einmal), angesichts von Haien und Killerwalen schon etwas blöd.

Am dämlichsten aber kommt Ty rüber, der männliche Hauptcharakter, der so unsäglich politisch korrekt ist und selbst einen blutrünstigen Killer nicht töten will (der jedoch den netten Ty), weil er seine besondere "Gabe" nicht gegen Menschen einsetzt. Grundsätzlich nicht. Oh man....Nicht zu empfehlen!

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

fantasy, roter ritter, high fantasy, königreich, wildnis

Der Rote Krieger

Miles Cameron , Michael Siefener
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.06.2013
ISBN 9783453314412
Genre: Fantasy

Rezension:

Nun das nächste Epos von, holla!, beachtlichen 1160 Seiten rund um den roten Krieger, der allerdings im gesamten Buch "Roter Ritter" oder einfach "Hauptmann" genannt wird.
Gehen wir das Buch den Kategorien nach einmal durch:

Story: Die Geschichte spielt sich in Realzeit ab und dauert so lange, wie die Schlacht um das Nonnenkloster dauert. Ihr großes Problem ist: Der LEser wird nicht schlau darauß, warum gerade dieses Kloster so wichtig ist, warum die WIldnis so böse ist, warum Thorn alle töten will etc. Das verwirrt. Es reiht sich Schlacht an Schlacht, die sehr spannend sind und dann gehts wieder von vorne los...gähn

Charaktere: Die Charaktere, derer insgesamt zuviele sind, bleiben fast alle zu blaß, um mit ihnen zu fühlen. EInzig Peter, der Koch, der unfreiwillig in die Hände von Wilden gerät, macht eine Entwicklung durch, kämpft und leidet glaubhaft und wird am Ende NICHT Häuptling, wie es wohl jeder erwartet hätte. Gut so
Bösewicht Thorn wirkt lächerlich mit seiner "grünen Superpower", dem partout kein guter Schachzug gegen die Menschen einfallen will und der am Schluss flüchtet. Er erkennt schließlich selbst der Spielball größerer Mächte zu sein aber ehrlich: DAS ist definitiv kein Bösewicht. Der Rest der Baggage von Drachen und Kobolden ist alt bekannt.
Der Rest der Charaktere ist so viel und unübersichtlich, (Amicia, Äbtistin, Priester, Sir X, Sir Y und Sir Z, Pampe, Tom, Hauptmann, Harmodius und und und. WEniger ist mehr gewesen und alle zusammen verwirren...
Zu guter Letzt ist der namensgebende Hauptmann kaum menschlich genug, als dass man mit ihm fiebert. Er leidet, ja. Aber mehr auch nicht.

Fazit: DrK ist ein Buch bei welchem man beständig hofft, dass die Hauptstory weitergeht und es jetzt richtig kracht, stattdessen bleibt die Hanldung bis zuletzt im Nonnenkloster verortet. Den Charakteren fehlt es an Detail und Tiefe und sin einem eigentlich fast schon egal. Einzig mit PEter und seinem Stamm der Wilden habe ich mitgefiebert, mich sonst eher gelangweilt...und ach ja: Dás Ende ist natürlich total offen, das nächste Buch kommt bald.....nach 1000 Seiten hätte ich mehr erwartet. Viel mehr!

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 5 Rezensionen

halloween, horror, jagd, october boy, mais

Die dunkle Saat

Norman Partridge , Bernhard Kleinschmidt
Flexibler Einband: 190 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 19.08.2008
ISBN 9783499247644
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die dunkle Saat" viel mir in die Hände und erschien wie der perfekte Zugbegleiter für die österliche Fahrt nach Hause. Mit seinem 180 Seiten-Umfang hat sich der gute Partridge nun keinen Wolf geschrieben, das ist aber auch kein Muss.
In Gedanken war ich bei einer Teenietruppe durch einen Wald hätzen, die den "Oktoberboy" zur Strecke bringen wollen, nur um einer nach dem Anderen das Zeitliche zu segnen.
So war es leider nicht.
Pete, der Hauptcharakter bleibt merklich blass, man weiß nur, dass er ein ziemlich beschissenes Leben in diesem Kaff hatte, das wars. Gleiches gilt für alle anderen Leute. Nach zwanzig Seiten tippte ich übrigens schon auf das Ende und genauso wars dann auch.
Wie soll man ein Horrorbuch bewerten, das gar keinen Horror bedient? Wie kann man sich gruseln wenn der Octoberboy !ACHTUNG SPOILER! ein liebenswerter Kerl ist, der nur seinen Frieden will? Und was bitte soll das weinerliche Rumgejammer des Vaters, der sich am Ende selbst richtet?!"

Das definitive Ende ist dann zwar so, wie man es sich vorstellt, alle entkommen, die Stadt brennt nieder, aber gruselig ist das Teil nicht. Dafür angenehm kurz!

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zamonien, rumo, fantasy, wolpertinger, walter moers

Rumo & Die Wunder im Dunkeln

Walter Moers
Fester Einband: 691 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2009
ISBN 9783492267106
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe das Buch vor langer Zeit gelesen und es vor kurzem noch einmal getan. Ich sage nur soviel: Wenn ein Mensch auch nur entfernt etwas mit Fantasy anfangen kann, DANN. LIES. DIESES. MEISTERWERK.

Nach "Die 13 1/2 Leben des Kapitän Blaubär" ist Rumo die konsequente Steigerung des Moerschen Schreibstils. Dieses Buch ist spannend, episch, lustig, brutal, gruselig und noch vieles mehr. Dieses Buch ist das absolute Topbuch meiner gesamten "Lesekarriere" und ich habe locker schon an die 400 Bücher hinter mich gebracht. Es wurde nie getoppt.

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computer, thriller, internet, darknet, usa

DARKNET

Daniel Suarez , Cornelia Holfelder-von der Tann , Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2011
ISBN 9783499252440
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zusammen mit seinem Buch Daemon bildet Darknet ein ziemlich mitreißendes Werk, dass sich zu lesen lohnt.
Suarez versteht es die spannende Handlung voranzutreiben. Das Buch unterhält, es macht Spass, ist sehr spannend und gibt dem Leser auf einer Ebene zu denken, die schon gruselig ist. Man fragt sich unwillkürlich, wie nahe die Handlung an der Realität ist, wie weit es schon gekommen ist und selbstreflektierend wurde ich beim Lesen das Gefühl nicht los, das angeprangerte "Rädchen im Getriebe" zu sein.

Natürlich ist auch dieses SciFi-Thriller-Machwerk nicht ohne Schwächen. EIn bisschen zu selbstverständlich schmeisst der Autor mit Fachbegriffen um sich, besonders wenn man kein IT- und/oder Militärexperte ist, muss man einige Begriffe nachschlagen. Oder kennt wirklich jeder Leser auf Anhieb die Bedeutung von MOAB, FLIR, TOW, DLC und NPC?

Weiterhin sind es für meinen Geschmack mit Jon Ross, Sebeck, Loki, Phillips und Konsorten ein Tacken zuviele Charaktere, das zerfasert die Handlung etwas und nimmt Spannung raus.
Das Ende ist mir zudem zu sehr "Happy End".

Und trotzdem würde ich dieses Werk jederzeit weiterempfehlen. EIn gutes Buch!

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science fiction, internet, thriller, daniel suarez, cyberthriller

DAEMON

Daniel Suarez , Cornelia Holfelder-von der Tann , Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2011
ISBN 9783499256431
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

hölle, schminke, artisten, zirkus, magie

Hölle

Will Elliott , Birgit Reß-Bohusch , Birgit Ress-Bohusch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.11.2009
ISBN 9783492267090
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich gehe in die Stadtbibliothek und sehe da "Hölle" stehen, ein Buch voll gruseliger Clowns und surrealer Welten. Klang und klingt nach einem interessanten Setting, leider ist dieses Buch in meinen Augen Humbug.

Zur Geschichte über Jamie, dessen doch recht spießiges Alltagsleben durch den Eintritt in den Horrorzirkus aufgemischt wird, mag ich nicht viel sagen. Er ist der geborene Langweiler und Feigling, aber auch kein Unsympath.

Dieser wird von Gonko und seinen Komparsen mehr oder weniger entführt. Aber mal ganz ehrlich. Wo ist dieses Buch bitte Horror?
Gonko und seine Truppe stellen sich als erstaunlich freundlich heraus, greifen Jamie, später JJ, immer unter die Arme, lassen ihm alles durchgehen und bringen nicht einen Menschen um.
Gonko deutet zwar an, beim Aufstieg eines "erfolglosen österreichischen Malers" geholfen zu haben, das ist allerdings auch so ziemlich das Einzige, was seine Boshaftigkeit begründet.

Das ganze Buch langweilt eher mit den Streitigkeiten der Zirkusleute untereinander, denn wirklichem Horror. Der kommt nirgendswo auf.
Wie auch, wenn z.B. JJ, das ach so böse Clowns-Pendant von Jamie, jedes Mal anfängt zu heulen und die Flucht ergreift, wenn irgendwo die Hütte brennt?! Oder von Artisten vermöbelt wird. Oder, oder, oder...

Selbst ein interessanter Konflikt (Jamie vs. JJ, gut gegen böse, Nachgeben oder nicht?) wird uninteressant, weil Jamie  seine Hände stets in Unschuld waschen kann (Die böse Schminke ist ja Schuld!)
Mir ist schleierhaft, wie man so viele gruselige Potentiale, der Materiemanipulator, die bösen Oberbosse, die leere Dimension etc., ungenutzt lassen kann und stattdessen Zirkusalltag beschreibt, bis hin zur Sexszene mit einem Farn, welche mich ehrlich gesagt nicht belustigt, sondern nur verwundert hat.

Dieses Buch ist weder Fisch, noch Fleisch, kein Horror, nicht wirklich witzig und skuril nur sehr selten. Viel verschenktes Potential....Schade...

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thriller, leipzig, totenblick, mord, serienmörder

Totenblick

Markus Heitz
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2013
ISBN 9783426505915
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hier nun meine erste Rezension auf Lovelybooks, zu einem Autoren, den ich sehr schätze. Damals hin und weg von seinem Zwerge-Vierteiler verstand und versteht es Markus Heitz, Fantasycharakteren Leben und Tiefe einzuhauchen und gleichzeitig das "große Ganze" nicht ausser Acht zu lassen.

Nun also ein Thriller. Heitz selbst, schreibt im Vorwort, er wolle wissen, ob er auch einen reinen Thriller schreiben könnte. Nun ich kann soviel verraten: Er kann es nicht.

Dies hat mit diversen Ärgernissen zu tun, die anfänglich kaum auffallen, später immer mehr werden und letztlich das Lesen vermiesen.
Sind es in den ersten Kapiteln lediglich Bagatellen, etwa das Wort "Beamtenbeleidigung" (gibt es im deutschen StGB nicht! Dieser Mythos hält sich seit Jahren), so werden die Charaktere mehr und mehr unglaubwürdig. Ein knallharter Rocker, der auf einmal ein liebender Theaterintendant und Familienvater ist, mit seinen alten "Kollegen" aber noch total "dicke"?
Und dann diese Überzeichnung von Muskeln und Größe.

Dann ein abgehalfterter Polizeikommissar mit privaten Problemen? Wallander anyone? Nein, den gabs schon tausendmal besser und glaubwürdiger von Autoren, die etwas von Thrillern verstanden.

Das geht weiter mit klischeebesetzten Figuren. Einzig der versoffenen Außenseiter-Polizist hat hier etwas Farbe herein gebracht.
Ärgerlich außerdem dass Heitz es sich nicht nehmen läßt, ostdeutsche oder auch russische Akzente zu verschriftlichen: Als könne kein russischer Mitbürger "KIEINEN CHLAREN DOITSCHE SATZ SPRECHSKAJA!" So ein Unfug.

Wenn er dann kapitelweise anstatt "seine Freundin" lieber "seine Kirsche" schreibt, dann ist das absolut lächerlich.
Die Auflösung des "Falles" / der Fälle und das Ende sind absolut sinnbefreit,

ACHTUNG SPOILER!!!!!
der Mörder ist am Ende ein absolut Unbekannter und daher genauso uninteressant. Es wird nicht mal geklärt, warum er so ein Tausendassa ist. Ich hätte mir ja gewünscht, es wäre der Hilfspolizist gewesen.
SPOILER ENDE!!!!

wenn man den inoffiziellen Vorgägner "Oneiros" nicht gelesen hat. Kennz man den nicht und liest die letzten Seiten, fasst man sich an den Kopf und fragt sich, was der Sch*** denn soll.

Fazit: Heitz bleib bitte bei der Fantasy, denn Thriller ist ein Genre dass schon tausendfach besser bedient wurde...

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