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High Life

Matthew Stokoe
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 14.05.2018
ISBN 9783865526397
Genre: Romane

Rezension:

Jack ist mit einem Ziel nach Hollywood gekommen. Er will zu den Reichen und Schönen gehörten. Er will ein berühmter Star werden.

Aber er landet im Untergrund der Stadt, in dem sich Menschen mit Drogen und Sex betäuben und unvorstellbare Abscheulichkeiten antun.
Als Jack die wunderschöne und reiche Bella trifft, sieht er die Chance, seine Träume wahr werden zu lassen. Aber wie sich herausstellt, fängt sein Albtraum gerade erst an.

"High Life" wurde mir im Rahmen einer Wanderbuch-Leserunde zur Verfügung gestellt.

Der Autor war mir bis dato unbekannt, aber mit dem Festa-Verlag hatte ich schon einmal das Vergnügen. :-)

Der schwere Schmöker ist wahrlich kein Buch für zwischendurch. Man macht sich zusammen mit Jack auf eine Reise die es in sich hat. Für zart besaitete Wesen ist diese Story nichts. Und ich kann Euch empfehlen, nichts beim Lesen zu essen.

Den Schreibstil empfand ich als trocken. ABER: Bei so einer Geschichte muss man nichts blumig umschreiben. Der Autor schafft es ohne Schwierigkeiten, Jack`s Geschichte sehr anschaulich rüber zu bringen. Wo wir gleich beim nächsten Punkt wären. Ich habe während des Lesens immer wieder gedacht: "Ja, genauso stelle ich mir das vor!". Genauso stelle ich mir das Leben von jemanden vor, der so viel Geld (und Langeweile!) hat, das er nicht weiß wohin damit. Der alles hat, und es sich leisten kann, immer und überall. Und genauso stelle ich mir jemanden vor, der gar nichts hat. Keine Kohle, kein Job, keine Perspektive. Der seinen Körper (oder Teile davon ;-)) verkauft (wofür auch immer ;-)) um an Geld zu kommen. Der sich nicht scheut, widerliche Dinge für ein paar Dollar oder den nächsten Schuss zu machen.

Ein teilweise ekeliger Einblick in die Welt der Schönen, Reichen und Armen. Ein abartiger Einblick in die Welt von Geld, Sex und Drogen. Eine abscheuliche Reise zu den Vergessenen.

Zum zweiten Mal begeistert mich ein Buch aus dem Festa Verlag.

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Zombiecity: Stadt der Untoten

Rebecca van Deyk
E-Buch Text: 58 Seiten
Erschienen bei neobooks, 29.07.2018
ISBN 9783742727961
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jennifer traut ihren Augen kaum, als ihre Tochter sie weckt und von Menschenfressenden Monstern in ihrer Stadt erzählt, doch nicht nur die Medien bestätigen es, auch der Blick aus dem Fenster.

Ihr Mann ist eines der ersten Opfer und erinnert sich wohl, wo er gewohnt hat, denn er und eine Horde Untoter sind auf dem Weg zu ihr. Jennifer verbarrikadiert sich und ihre Tochter im Haus, doch die Lebensmittel werden knapp. Als ihre letzten Konserven aufgebraucht sind, entscheidet sie sich, die Geschäfte aufzusuchen und einen neuen Vorrat zu sammeln. Doch mit jedem Tag sind die Zombies mehr geworden.
Ein Wettlauf gegen die untote Verseuchung beginnt, denn auch Jennifer wird infiziert. Doch für sie gibt es eine unerwartet Rettung.

Diese Kurzgeschichte wurde mir im Rahmen einer Leserunde von der Autorin zu Verfügung gestellt. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön (auch für die liebe Widmung und den netten Kontakt).

Als Zombie-Neuling war diese Geschichte ein toller Einstieg. Die knapp 89 Seiten waren relativ schnell gelesen. Da ich ja durch das Cover auf "Zombiecity"aufmerksam wurde, gibt es auch dafür ein dickes Lob.

Die Geschichte liest sich flüssig und alles ist sehr bildlich dargestellt ( so hätte ich das aber auch gerne bei einer Zombie-Geschichte :-)). Auch fand ich den Spannungsbogen gut gehalten und ich fand einige tolle Cliffhanger. Allerdings habe ich eine kleine Anmerkung: Es fanden sich einige Rechtschreibfehler und Wort-/Satzwiederholungen. Hier würde ich noch eine kleine Nacharbeit empfehlen ;-)

Die Situation in der sich Jennifer mit ihrer Tochter befindet ist greifbar und nachvollziehbar. Die weiteren Charaktere sind gut eingearbeitet. Es könnte vlt etwas Verwirrung bzgl der beiden Sascha`s geben, ich kam damit zurecht.

Mir hat die Kurzgeschichte sehr gut gefallen, ich fühlte mich gut unterhalten. Volle Punktzahl.

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Stiefmutter

Paula Daly , Eva Bonné
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2018
ISBN 9783442487028
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seit eine Auseinandersetzung mit ihrer Stiefmutter Karen eskalierte, gilt die sechszehnjährige Verity als emotional instabil. Karen ignoriert sie seit dem Vorfall und legt all ihre Aufmerksamkeit auf ihre jüngere Tochter Bronte. Deren Tage sind vollgepackt mit Klavierunterricht und Nachhilfe - was immer es braucht, um sie zu neuen Höchstleistungen zu treiben. Denn Karen lässt nichts außer Perfektion gelten. Eines Tages entschließt sich Verity impulsiv, ihrer kleinen Schwester eine Auszeit zu gönnen, und geht mit ihr auf den Spielplatz. Doch der Ausflug wird zum Alptraum, als in einem kurzen unbeobachteten  Moment Bronte spurlos verschwindet...


Dieses Buch durfte ich im Zuge einer Wanderbuch-Runde lesen. Es war mein erstes Buch von Paula Daley und wahrlich nicht mein letztes.

Als erstes muss ich gleich sagen: Wow, tolles Buch!

Alle Charaktere in dieser Geschichte hatten Tiefe, waren greifbar. Allen voran natürlich die sehe präsente Karen. Karen als Stiefmutter in einer Patchwork-Familie mit diesen krassen Ambitionen wurde sehr gut getroffen. Gerne hätte ich ihr selber mal ab und zu die Hände um den Hals legen wollen. Und es gibt sehr viele Karen`s in der realen Welt! Hat hat Paula Daley ein gutes Thema gewählt. Noel war vlt etwas zu weich dargestellt, er hätte als Mann und Arzt durchaus etwas harscher rüber kommen können. Aber ich kann seine Zwickmühle verstehen.

Die Prota`s passten gut zusammen, fügten sich stimmig ins Bild.

Die Story an sich baut sich sehr gut auf, die Spannung steigt und es gibt tolle Cliffhanger. Man kommt aufgrund des schönen Schreibstils gut voran beim Lesen, die Kapitel empfand ich als nicht allzu lang. Auch die Ermittlungsarbeit von Joanne fand ich gut gearbeitet. Nicht zu aufdringlich, nicht zu aggressiv aber immer stetig am Ball bleibend. Teamfähig! Ich habe hier tatsächlich mal gut und gerne 200 Seiten am Stück gelesen, weil mich die Geschichte so in ihren Bann gezogen hat.

Während des Lesens hatte ich viele Vermutungen Wer, Wie, Was (um mal nicht allzu viel zu verraten :-)), am Ende dachte ich dann: Äh, wie jetzt?! Alle meine Gedankengänge wurden pauschal über den Haufen geworfen und ich war auf dem Holzweg. Was ja ein gut geschriebenes, spannendes Buch ausmachen soll :-) Tatsächlich hätte ich mir aber einen anderen Abschluss gewünscht, so etwas in die Richtung: "Ich habe es doch gewusst".

Dennoch ist "Stiefmutter" ein absolut spannendes Buch und es bekommt eine klare Leseempfehlung.

Ich habe aber noch eine ganz persönliche Anmerkung zu zwei Passagen aus dem Buch: Verity und Noel geben der MS-kranken Jennifer unabhängig voneinander einen Joint. Beide Male brauchte es nur ein paar Züge und Jennifer war geistig wieder da und die Zuckungen und Krämpfe ließen nach. Da ich persönlich auch seit ein paar Jahren CBD Öl (ohne THC) verwende (mit überaus positiven Ergebnissen) bin ich immer sehr erfreut, wenn es mal irgendwo zur Sprache kommt. Es ist ein natürliches Mittel mit unglaublicher Wirkung!!!  

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JANINA TOT: Justizkrimi

Peter Märkert
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Independently published, 10.07.2018
ISBN 9781983392177
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wo Janina auftritt.
Steht sie im Mitteilpunkt.
Dann ist sie tot. Ermordert in den Ruhrwiesen.

Verdächtigt werden ihr Freund und ihre Freundin. Mit beiden unterhielt sie ein intimes Verhältnis. Beide wollte sie in den Ruhrwiesen treffen. Die Ermittlungen um die junge Abiturientin reißen Hauptkommissar Christian Kramer und Bewährungshelferin Marie Marler in eine Auseinandersetzung zwischen Profession und Beziehung.

"Janina tot" kommt als schweres Buch mit düsterem Cover daher. Gut gewählt für einen Justiz-Krimi.

Auffallend ist der großzügige Druck, der das Lesen eigentlich vereinfachen soll, für die Augen (manchmal zu später Stund) sehr angenehm.

Der Autor bedient sich hier eines Schreibstils, der vermutlich das Thema Justiz-Krimi unterstreichen soll.
Leider ist gerade dieser Schreibstil für mich das größte Manko dieser Geschichte. Ich kam damit nicht zurecht. Und habe länger für dieses Buch gebraucht als üblicherweise bei einem Buch mit dieser Seitenzahl (362)

Teilweise kurze Sätze, wie aus der Pistole geschossen. Mitten im Absatz werden von 2 unterschiedlichen Dingen gesprochen, so dass man "alles noch mal" lesen muss, um wieder mitzukommen (Hier zB der Besuch bei der Nachbarin, und dann stehen Christian und Marie unter der Dusche). Des öfteren werden Sätze wiederholt (das Telefonat von Sebastian mit "seiner" Mutter, kurz vor Schluß). Das sollte vlt der Dramaturgie helfen, ich fand es störend. Störend leider auch für mich die Rechtschreibfehler.

Für mich hatte Janina tot keine Spannungsbögen und auch das Thema Justiz/Bewährungshilfe kam für mich nicht gut rüber. Marie fand ich eher als Freundin denn als Bewährungshelferin. Mir fehlte hier Autorität. Kramer habe ich die Rolle als Kommissar leider auch nicht abgenommen. Anstatt professionell zu ermitteln, ist er eifersüchtig auf den Umgang zwischen Frederik und Marie. Einzig tatsächlich Sebastian fand ich gut ausgearbeitet.
Es hätte gut mehr Fachbegriffe benutzt werden können.

Es gab so viele gute Ansätze, die man effektiver hätte nutzen können. Stalking, Eifersucht, "schlimme Kindheit", trinkende und schlagende Väter. Es war alles da.

Leider konnte mich "Janina tot" nicht begeistern, dennoch werde ich mal ein weiteres Buch von Peter Märkert in die Hand nehmen.

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Bruder

Ania Ahlborn
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 14.05.2018
ISBN 9783865526038
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das alte Bauernhaus der Familie Morrow steht fernab von jeder Straße. Und das aus gutem Grund - denn wenn in der Umgebung eine Frau verschwindet, klopft niemand an ihre Tür und stellt neugierige Fragen. Und niemand schaut nach, was sie schon wieder im Hinterhof begraben haben.

Aber der 19-jährige Michael ist nicht wie der Rest der Familie. Er wünscht sich ein Leben weit fort von all dem Grauen.
Als Michael in der nahe gelegenen Stadt die hübsche Alice trifft, vergisst er für einen Moment fast das Ungeheuer, zu dem er selbst geworden ist. Doch sein Bruder Rebel erinnert Michael daran, wohin er gehört.

Dieses Buch war meine erste FESTA Erfahrung. Und ich muss sagen, das war eine Herausforderung. Zum Inhalt will ich gar nicht so viel sagen, denn ich will Euch nicht den Effekt nehmen, mit aufgerissenen Augen ungläubig auf die gelesenen Zeilen zu starren.

Ich durfte "Bruder" im Rahmen einer Wanderrunde lesen und hatte eine Woche Zeit dafür. Sonntag angefangen, Mittwoch fertig. Durch den flüssigen Schreibstil und natürlich auch durch die spannende Handlung konnte man das Buch kaum aus der Hand legen.

Ania Ahlborn hat ein Händchen dafür, eine Geschichte, und sei sie noch so grausam, bildlich vor den Augen entstehen zu lassen. Der Wald, das Farmhaus, der Keller, das Dervish...wie oft musste ich beim Lesen mal hochschauen und überprüfen, wo ich mich gerade befand.

Die Charaktere...alle bis auf einen sehr gut getroffen. Bei Momma hätte ich mehr ein bisschen mehr Hintergrundwissen gewünscht. Was sich die Autorin für Eigenschaften für den jeweiligen Prota ausgedacht hat, Respekt. Das man Wahnsinn, Kaltblütigkeit, Mordlust so einarbeiten kann, krasse Kiste. Meine Lieblingsfigur war ganz klar Michael. Mit ihm habe ich am meisten gelitten.

Ich hatte ziemlich zu Anfang gleich einen Verdacht, der sich aber erst relativ weit hinten im Buch bestätigt hat. Es hatte etwas mit den Mahlzeiten zu tun. Desweiteren haben mir auch Einzelheiten zum Verbleib der Knochen gefehlt.; der Rest war klar ;-) Und hier ist vlt die einzige kleine Schwachstelle des Buches, aber ich denke, das wird jeder anders sehen. Für meine Verhältnisse kam die "richtige Action" erst im letzten Drittel des Buches und zog sich aber dann wirklich bis zur letzten Zeile hin.

Grauen, Horror, Entsetzen, Psycho...dieses Buch hat alles. 
Klare Leseempfehlung

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Tochter des Gauklers

Stefan Nowicki
E-Buch Text: 277 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 30.04.2018
ISBN 9783958244528
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wenn Du keine Zukunft zu haben scheinst, bleibt dir immer noch die Hoffnung...Hameln im Jahre 1283. An der Seite ihres Vaters und seiner Gauklertruppe tritt Uta zum ersten Mal durch die Tore der aufstrebenden Stadt an der Weser. Während die Bürger sich an den Darbietungen des fahrenden Volks erfreuen, wird die junge Frau mit einer wichtigen Aufgabe betraut: Sie versteht sich auf die Kunst des Rattenfangens - ein Talent, das den Herren der Kornspeicher überaus willkommen ist. Heimlich beginnt Uta davon zu träumen, endlich sesshaft zu werden. Doch so schnell, wie sie das Herz des Steinmetz-Lehrlings Lorenz erobert, macht sich Uta auch Feinde, die ihr das Glück nicht gönnen...und zu allem bereit sind, um das "Rattenmädchen" aus der Stadt zu jagen.


Soweit der Klappentext.

Uns erwartet hier ein toller historischer Auftakt zu einer Trilogie um Uta die Rattenjägerin.

Ich habe dieses Buch förmlich eingeatmet. Stefan Nowicki schreibt so bildlich, man ist wirklich mitten drin im Geschehen. Die Stadt Hameln konnte ich mir sehr gut vor Augen führen, alle Häuser, Kornspeicher, Kirche, Marktplatz waren zum Greifen nah.

Den Schreibstil hat der Autor sehr gut der Geschichte angepasst. Dem Zeitalter entsprechend, aber nicht zu "schwulstig".
Man einer greift ja nicht gerne zum historischen Roman, einfach aus dem Grund, das Buch könnte "zu schwere Kost" sein. Die Tochter des Gauklers ist so wunderbar geschrieben, von einer "erdrückenden Geschichte" absolut keine Spur. Im Buch fehlt auch nichts. Wir haben das Leben, so wie es damals war, uns wird das Arbeiten ansehnlich vor Augen geführt, die Rattenplage wird sehr gut dargestellt, wir haben Spannung, Intrigen und auch etwas Trauriges...ich könnte ewig so weitermachen.

Unsere Protas sind alle so toll entwickelt. Stefan Nowicki hat hier Charaktere erschaffen, die wirklich einzigartig sind; fast schon real. Ob es Uta und Lorenz sind, mit ihrem starken Willen und ihrem Geschick, oder die "langsame" Lisel, der "arme" Hug und auch Viktoria mit ihren Eigenarten sind so gut dargestellt, wie ich es selten in einem Buch erlebt habe.

Die Tochter des Gauklers ist ein starker Beginn zu einer Trilogie, ein wirklich sehr gelungener erster Teil, der von mir eine absolute Leseempfehlung bekommt.
 

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Nytrax: Das Phönixsiegel

Andrew C. Fox
E-Buch Text
Erschienen bei null, 15.04.2018
ISBN B07C7LMVC4
Genre: Sonstiges

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Ein dänisches Verbrechen

Frida Gronover
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289670
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Tod lauert am schönsten Strand Dänemarks.


Als Bestatterin ist Gitte Madsen darauf vorbereitet, dem Tod ins Auge zu blicken. Doch eine Leiche auf der Terrasse ihres gemütlichen Ferienhauses bringt selbst die patente Halbdänin aus dem Konzept. Schon auf der Fähre von Puttgarden ist ihr ein junger Mann aufgefallen, der sich offenbar bedroht fühlt. Dass er noch am selben Abend tot vor Gittes Tür liegt, kann kein Zufall sein. Was hat es mit den Wikingerrunen auf sich, die dem Toten in die Haut geritzt wurden? Und welche Rolle spielt Gittes Vater, der zwanzig Jahre zuvor in Marielyst verschwunden ist? Zusammen mit Ole Ansgaard, dem einheimischen Kommissar, geht Gitte den Geheimnissen des idyllischen Urlaubsortes auf den Grund.

Das verrät uns der Klappentext.

Frida Gronover präsentiert uns hier einen Krimi,. der vlt nicht ganz so typisch "blutig" ist, wie seine internationalen Verwandten. Dennoch gilt es einen Mord aufzuklären. Und so nach und nach ermittelt fast das kleine Dorf Marielyst auf eine sehr sympathische Art und Weise.

Mit Gitte Madsen hat die Autorin einen wunderbaren Charakter erschaffen. Halbdänin, Vater verschwunden, keine Lust mehr auf Job und Freund. Also zieht Gitte kurzerhand zurück nach Dänemark und arbeitet dort als Bestatterin. Gitte Madsen ist sehr sympathisch, ein recht offener Mensch. Mit ihrer Art schafft sie es mit links, Nachforschungen zu dem Verbrechen auf eigene Faust anzustellen. Dem Kommissar Ole Ansgaard passt das natürlich nicht so recht. Ihn mochte ich neben Gitte auch sehr. Etwas rau vlt, aber das lässt sich auf seine Vorgeschichte zurückführen. Ich sehe ihn förmlich mit den Augen rollen, wenn Gitte ihm erzählt, was sie herausgefunden hat.

Der Schreibstil ist locker und ungezwungen. Man kann das Buch zügig weglesen.

"Ein dänisches Verbrechen" vermittelt schon so einiges von Dänemark. Zwischendrin wurde es mir manchmal aber "zu dänisch". Vor allem die Gespräche fand ich manchmal "too much". 
Manchmal fehlte mir in der Geschichte etwas Biss, einiges fand ich überflüssig (denke da an Tim).

Da das Buch zum Ende hin einige Fragen offen lässt, hoffe ich auf eine Fortsetzung. Denn Gitte und Ole würde ich gerne wiedersehen.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Im Bann der Finsternis

Marc Short
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Shadodex - Verlag der Schatten, 08.02.2016
ISBN 9783946381020
Genre: Fantasy

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Delicious 1 - Taste me | Erotischer Roman

Alice White
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei blue panther books , 06.07.2018
ISBN 9783862777594
Genre: Romane

Rezension:

Alex hat einen Grundsatz: nur ficken, sonst nichts!

Als überzeugte Single-Frau und Romantikverweigerin befriedigt sie nur ihre sexuellen Lüste. Als sie gleich zwei Männern näher kommt, ergreift Alex die Chance, sich ihren lang gehegten Traum zu erfüllen: eine Nacht zu dritt.
Kann sie die Männer von dieser Idee überzeugen und kann Alex ihre Gefühle wirklich raushalten?
Ein knisterndes Katz-und Maus-Spiel in heißer Dreisamkeit beginnt.

Soweit der Klappentext.

Das Cover passt im Übrigen sehr gut zum Buch.

Die Charaktere rund um Alex sind allesamt greifbar dargestellt. Alex arbeitet in der Gastronomie und verbringt mehr Zeit mit den Arbeitskollegen als mit Freunden. Freunde hat Alex allerdings nicht wirklich viele, was wohl auch ihrem Berufsleben geschuldet ist.
Aber die Kollegen von Alex mag man einfach. Allen voran Christian und Ole.

Ich habe hier eine eindeutig heißere Story erwartet. Die Geschichte um Alex ist für mich eine  Liebesgeschichte mit einer kleiner Flamme. Das Feuer hat mir etwas gefehlt.. Ein Mädel mit festen Prinzipien, die letztendlich doch über den Haufen geworfen werden. Sie ist unterhaltsam und man fiebert mit: kriegen sie sich, oder nicht.

Massiv gestört haben mich leider die vielen Rechtschreibfehler. Ein paar verzeihe ich immer, aber hier waren es mir eindeutig zu viele. Deshalb auch einen Punkt Abzug.

Fazit:
Eine unterhaltsame Liebesgeschichte für zwischendurch.

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Unterweltpakt - König und Ritter

Sarah Lilian Waldherr
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 15.06.2018
ISBN B07D7HT84K
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Wahrheit ist nicht immer offensichtlich.

Seit Liannes Schicksal mit dem von Arien Nox Umbria verknüpft wurde, gehört es zu ihrer Plicht, die gefährlichen Myraner aufzuspüren und zu töten. So lautet ihr Auftrag, dem sie ihr Leben verschrieben hat. Sie opfert alles dafür, Arien zu unterstützen, obwohl er sie auf Abstand hält. Doch als ein Wesen auftaucht, das böser und mächtiger als alles ist, was sie zuvor gesehen haben, treibt es Lianne und Arien an ihre Grenzen. Keine Waffe kann die Kreatur töten und sie zeigt keinerlei Schwächen.
Lianne setzt alles daran, ihre Familie und die Bürger Coronas zu schützen, und stürzt sich dabei in eine Gefahr jenseits ihrer Vorstellungskraft.
König und Ritter - der spannende Auftakt zu der düster angehauchten Fantasyserie Unterweltpakt.

Als ich dieses Buch in Händen hielt, dachte ich nur: Wow ist das schön. Ich kam aus dem Bewundern gar nicht mehr raus. Innen wie außen ist dieses Buch eine Augenweide.

Den Inhalt möchte ich hier nicht verraten, denn das Cover und die Inhaltsangabe lassen nicht wirklich vermuten, um was es geht. Hier soll jeder seinen eigenen Überraschungsmoment erleben. Ihr werdet es nicht bereuen. :-)

Uns erwartet hier ein ganz toller Schreibstil, der einen fast zwingt, die Story in einem Rutsch durchzulesen.

Sarah Lilian Waldherr hat mit Arien und Lianne zwei tolle Hauptakteure geschaffen. Man taucht ein in die Geschichte, hat die Stadt vor Augen, den Dachboden :-). Man sieht Arien, wie er am Schreibtisch steht.

Wenn jemand es schafft, mir eine Fantasy Geschichte so bildlich und glaubhaft zu verkaufen, dann hat er alles richtig gemacht.

Ich freue mich unheimlich auf die Folgebände, die Geschichte um Arien und Lianne möchte ich auf keinen Fall verpassen.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Lieder Von Morgen

Rune L. Green
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 13.03.2018
ISBN B07BGDKX58
Genre: Romane

Rezension:

In diesem Moment, da du mich in Händen hältst und von allen Seiten begutachtest, fragst du dich, was mich von den anderen Bücher unterscheidet. Ich? Ich bin eine Geschichte, wie jede andere - und doch bin ich etwas Besonderes. Ich bin keine Liebesgeschichte - aber eine Geschichte über Liebe zum Leben. Ich bin keine Komödie und keine Tragödie - aber ich werde Dich zum Lachen und Weinen bringen. Ich bin keine Autobiographie und kein Fantasyroman aber ich enthalte eine mit dir verbundene Gegenwart und werde dich zum Träumen anregen. Ich bin kein philosophisches  Sachbuch - aber ich werde dich zum Nachdenken bringen. Ich bin kein Notenblatt - aber ich werde dir einen Melodie schenken, die du am Ende unserer Reise verstehen wirst. Ich bin kein Spiegel - aber ich werde dir das nackte, entblößte Spiegelbild deiner Seele zeigen. Ich bestehe nicht aus seichtem Papier - meine Seiten wiegen schwer, denn sie beherbergen  eine Wahrheit, die manch einem unbequem erscheinen mag, aber ertragen werden muss. Ich kann dir versprechen, dass ich für dich besser als meine Geschwister sein werde - aber ich verspreche dir, dass ich nachwirken und ein Teil deiner Gedanken & Gefühlswelt bleiben werde. Denn das ist, was ich sein möchte: Ein Gedanke, der bleibt.


Bewusst habe ich mich für "Lieder von Morgen" bei der Leserunde beworben und so sehr gehofft, dabei sein zu können. Ich selber habe meine Mutter vor 24 Jahren an Krebs verloren und ich wollte unbedingt wissen, wie gehen andere Menschen damit um? Ich dachte auch, ich wäre gefühlsmäßig auf das Buch vorbereitet. War ich nicht.

Eigentlich nehme ich bei meinen Rezensionen die gelesenen Bücher "auseinander". Ich beurteile den Schreibstil, Erzählperspektive, Charaktere, ob mir die Story gefällt etc pp.

Das brauche ich hier alles nicht. Es fällt schlicht weg, die einzelnen Punkte zu beurteilen.
Warum?

Dieses Buch ist perfekt. Es ist genial. Es ist wunderschön, es ist witzig und traurig. Dieses Buch ist Alles und hat Alles!!!

Wir lernen hier Lenia kennen. Lenia ist krank. Sehr krank. In diesem Buch lernen wir (jeder allerdings auf eine andere Art und Weise), wie Lenia mit ihrer Krankheit  umgeht. Wie sie neue Freunde findet, wie sie durch die Liebe zur Musik etwas Einzigartiges erschafft, dass immer bleibt....die "Lieder von Morgen". Wir lernen den verbitterten Jonathan kennen, der Lenia Gittarrenunterricht geben soll. Jonathan der seit 2 Jahren nicht mehr mit seinen Eltern gesprochen hat, sie auch nicht mehr gesehen hat. Wegen einer Dummheit.

Lenia ist trotz ihrer Krankheit eine unheimlich starke Persönlichkeit, die es schafft, manchmal bewusst, manchmal aber auch nicht mit Absicht das Denken der Leute in einen andere Richtung zu lenken. Manchmal ist es gar nicht schlimm, einen Umweg fahren zu müssen, und manchmal muss man am höchsten Punkt stehen, um die Sache aus einer anderen Perspektive zu sehen. Dieses Buch zeigt uns, wie viel wert das Leben ist, was es bedeutet gesund zu sein, Dinge für selbstverständlich zu erachten, die für andere unerreichbar sind.

Liebe Rune, danke für dieses Buch. Danke für diese Geschichte, die einen (zumindest mich) auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Danke für Deinen Antrieb, dieses Buch zu schreiben. Danke für die "Lieder von Morgen".

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

deutschland, krimi, thriller

Ohne Skrupel - Ein Cori-Stein-Thriller

Ingrid Glomp
E-Buch Text: 515 Seiten
Erschienen bei null, 23.09.2011
ISBN B005P6WMPA
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wer die Wahrheit sucht, lebt gefährlich.


Ein toter Banker, ein eiskalter Killer und kriminelle Machenschaften mit Medikamenten in der Dritten Welt. Die junge, eigenwillige Journalistin Cori Stein weiß: Das ist die Story ihres Lebens. Doch jemand will um jeden Preis verhindern, dass sie sie erzählt. Und dann ist da noch Leo, ein geheimnisvoller Fremder, der vorgibt, ihr helfen zu wollen. Gemeinsam mit ihm folgt sie der Spur von Kontinent zu Kontinent, um die Drahtzieher zu entlarven. Sie entdeckt schockierende Verbrechen, die anscheinend niemanden interessieren, und gerät von einer brenzligen Situation in die nächste. Schließlich läuft alles auf die Frage hinaus: Wem kann sie trauen und wem nicht?

Cori Stein ist auf dem Weg zu einem Interview. Treffen soll sie sich mit dem Banker Breslauer. Der soll heiße Informationen für eine Mega-Story haben. Treffen tun sich beide auch, genauer gesagt, Breslauer landet auf ihrem Wagens - mausetot - . Und dann trifft Cori noch jemanden. Nämlich den vermutlichen Killer. In letzter Sekunde wird sie gerettet und von da an ist nichts mehr wie es war.

Ingrid Glomp greift in "Ohne Skrupel" (der Titel passt übrigens wunderbar) ein Thema auf, das wichtiger und aktueller denn je ist. Und auch das über die üblen Machenschaften in dieser Szene berichtet werden muss, ist absolut Up-To-Date.

Der Start in die Geschichte um Cori Stein und den "geheimnisvollen" Leo ist spannend und rasant.

Die Geschichte an sich ist in Kapitel aufgeteilt, die meiner Meinung nach genau die richtige Länge haben. Da wir aber in der Story ein wenig "Kontinent-Hopping" machen, wäre es vlt auch toll gewesen, die Kapitelüberschriften mit dem jeweiligen Aufenthaltsort zu versehen. Man findet sich aber auch so gut zurecht; ich wusste immer, wo sich die Handlung abspielte.

Der Schreibstil von Fr. Glomp ist einfach gehalten. Wobei "einfach" immer etwas schäbig rüberkommt. Ist aber nicht so gemeint. Der Roman lässt sich gut weglesen.

Leider komme ich dann auch zu dem allergrößten Manko (für mich jedenfalls), der auch Punkte kostet. Die Rechtschreibung. Es finden sich im Buch leider sehr viele Rechtschreibfehler, die mich deutlich gestört haben. Das Buch ist schon länger auf dem Markt und in anderen Rezi`s habe ich weitere Hinweise gefunden, dass dieses Problem leider nicht behoben wurde. Und das finde ich sehr schade. Es gibt dem Lesen ein schalen Beigeschmack.

Die Charaktere der Autorin haben alle Tiefe, Charakter ;-) und sind alle greifbar. Nur die liebe Cori Stein selber macht es einem schwer. Ich habe noch einmal für mich über sie nachgedacht und komme zu dem Ergebnis, das mir die Cori aus diesem Teil der Reihe nicht gefällt. Sie ist eine Mischung aus nervigem Kleinkind (mit einer gehörigen Portion Trotz und Sturheit) und Karla Kolumna der rasenden Reporterin. Cori hat zu mehr als 90 % immer nur die Story im Kopf (ja, kann man schon verstehen, ist ja ihr Beruf) aber es nervt, wenn sie immer alles über den Zaun brechen will, sie will nicht hören ("mache bitte nur einmal das, was man dir sagt" --- ne kann sie auch nicht), sie kommt neunmal klug rüber und oftmals auch egoistisch. Cori Stein ist einfach nur anstrengend. Ganz zum Ende hin wird es etwas besser mit ihr, aber es reichte für mich nicht aus, mich zu überzeugen.

Wider Erwarten habe ich auch gefühlt ewig an Ohne Skrupel gelesen. Ich bin zwar grundsätzlich keine Schnell-Leserin, gerade auch in einer Leserunde nicht, aber dennoch hat mich der Roman über 4 Wochen begleitet. Ich hatte das Gefühl ich lese und lese und lese. Im Nachhinein hätte ich viele Passagen gestrichen. Es ist mir zB egal, wie die Mehrzahl von Mercedes ist, Cori allerdings macht sich nen riesen Kopf drum. Oder aber auch das ihr Rucksack Kugelsicher ist. Das wird auch oft erwähnt. Im Mittelteil gab es so einiges, was man meiner Meinung nach hätte kürzen können.

Die Geschichte um Cori Stein in diesem ersten Teil ist top aktuell, bis auf den für mich etwas zähen Mittelteil, und spannend. Frau Glomp gefällt mir als Autorin sehr gut und auch wenn Cori es mir nicht leicht gemacht hat in "Ohne Skrupel", empfehle ich dieses Buch gerne weiter und freue mich auf Band 2 um die Entwicklung der rasenden Reporterin weiter zu verfolgen.

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32 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Die Frauenburg

Marita Spang
Flexibler Einband: 816 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426520239
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Ganymed erwacht

Joshua Tree
E-Buch Text: 308 Seiten
Erschienen bei null, 10.05.2018
ISBN B07CL9BLWM
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Im Jahr 2042 entdecken Astronomen einen lange postulierten neunten Planeten in unserem Sonnensystem. Ein beispielloses Weltraumrennen zwischen zwei mächtigen Megakonzernen beginnt, die als erste ihre Sonden zum dem Himmelskörper in der Dunkelheit jenseits Neptuns bringen wollen. Als die Robotersonden nach vielen Jahren mit Bodenproben aus dem äußeren System zurückkehren, stürzt eine davon auf Ganymed ab und zerstört eine Forschungsstation. Nachdem der Kontakt zu dem Jupitermond abbricht, erreicht eine zweite Probe die Erde, auf der schon bald Konflikte um die Herrschaft eines Materials ausbrechen, das sämtliche Forscher vor Rätsel stellt.


Inmitten des ausbrechenden Chaos begibt sich die Astronautin Rachel Ferreira an Bord eines Raumschiffes mit führenden Wissenschaftlern, um das mysteriöse Schweigen Ganymeds zu untersuchen. Auf der Erde wird derweil ein Söldnerteam in den Konflikt um die Kontrolle einer möglicherweise außerirdischen Technologie gezogen und deckt nach und nach eine Verschwörung auf, die an den Fundamenten der Zukunft rütteln könnte.
Hard Science-Fiction ohne Schaltkreisgeflüster von Bestsellerautor Joshua Tree.

Dies war tatsächlich mein allererster richtiger SF-Roman. "Ganymed erwacht" durfte ich im Zuge einer Leserunde lesen.

Joshua Tree konnte mir dieses Genre zu 100 % verkaufen. Ob nun Schwebepanzer, Naniten, Null-G Pistolen...ich habe dem Autor alles abgenommen.

Erzählt wurde in 2 Strängen. Einmal aus der Sicht von Theodore und einmal aus der Sicht von Rachel. Mit diesem Wechsel kam ich gut zurecht, bin aber tatsächlich davon ausgegangen, das es einen deutlicheren roten Faden zwischen den beiden geben würde. Gerade nach der Entführung von Rachel, die Theodore geleitet hat.
Vlt. passiert ja im nächsten Teil mehr in dieser Richtung.
Leider konnten mich die Protas nicht erreichen. Ich fand Rachel total farblos und manchmal nur nervig und langweilig. Theodore sollte teilweise als harter Kerl rüberkommen, er hat ja auch schon einiges hinter sich, aber auch das konnte mir der Autor nicht vermitteln. Ein paar Mal musste ich über Ludwig und Juri schmunzeln, aber das war`s auch leider schon.
Der Schreibstil war ok, leider aber auch über eine lange Durststrecke sehr trocken. Ich fand einige Wortwiederholungen, die vlt noch einmal ausgebessert werden könnten.
"Ganymed erwacht" zieht sich am Anfang leider sehr hin, nimmt aber ab Kapitel 10 ordentlich Fahrt auf und das offene Ende ist genial.
Gerade nach den ersten Seiten, ich sage einfach mal "botanisches Modul", fehlt definitiv mehr Action und Emotionen.

Da es einen zweiten Teil gibt, denke ich, hat Joshua Tree bewusst diesen ersten Teil genutzt um die Personen, Orte und Gegebenheit näher zu erläutern.

Theodore hat ja noch ein eigenes Ziel zu verfolgen und Rachel wird gebraucht, um herauszufinden, wer oder was dort auf Ganymed sein Unwesen treibt.

ich möchte gerne wissen, wie es weitergeht. 

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Flucht

Jaden Quinn
E-Buch Text: 419 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 17.05.2018
ISBN 9783959623544
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Owen Martin ist einer der erfolgreichsten Pharmaziehersteller der USA. Dass sein Erfolg auf illegalen Versuchen an Minderjährigen beruht, wissen nur wenige. Blake McLain jedoch kennt jedes Geheimnis des skrupellosen Geschäftsmannes, denn er und sein kleiner Bruder waren sieben Jahre lang in einem seiner Labore gefangen.


Als es Blake durch einen glücklichen Zufall gelingt, sich und Sam zu befreien, beginnt eine unerbittliche Verfolgungsjagd quer durch die Staaten. Kein Platz bietet Zuflucht, keine Telefonverbindung ist geschützt und kein Mensch ist in ihrer Nähe sicher.

Was als Hoffnungsschimmer auf ein sorgenfreies Leben begann, wird bald zu einer Gefahr für das einzige, worauf Blake und Sam sich immer verlassen konnten. Ihre bedingungslose Loyalität zueinander. Die Angst vor dem vollständigen Verlust dieser Bindung wird zum Begleiter einer abenteuerlichen FLUCHT.

Was wir hier präsentiert bekommen, ist brilliant und extrem spannend. Ein Autoren-Paar mit dem grandiosen Auftakt zu der McLain Reihe.

Hier werden brisante Themen zu einer hochspannenden aber auch nachdenklichen Geschichte gekonnte zusammengebracht. Skrupellosigkeit, Familie, Angst, Flucht, eine Art von Sklaverei, Mord. Hier erwacht ein Gedanke, bei dem ich mich schon oft gefragt habe. "Gibt es das wirklich?!"

Wir tauchen ein in die Welt von Blake und Sam, "Versuchs-Kaninchen", gefangen in einem Labor eines Pharmazieherstellers. Die Geschichte erleben wir als Zuschauer, nicht aus der Sicht der jeweiligen Protas. Das ist hier ganz wunderbar gelungen. Das Buch liest sich bildlich wie ein Film.

Hautnah ist man dabei, wenn die Brüder fliehen, nicht nur aus dem Labor, sondern auch von Trailerpark zu Trailerpark. Wir treffen Erin, die aus einem Impuls heraus den Jungs hilft und während der Geschichte eine Art Mutter Ersatz wird. Man fechtet gemeinsam mit ihnen den inneren Kampf aus, besonders mit Blake, der immer wieder versucht, seinen kleinen Bruder zu beschützen und dieses auch oftmals übertreibt. Aus dem kleinen Sam wird langsam ein Mann, auch da sind wir mit dabei, denn Erwachsenwerden ist manchmal echt nicht einfach. Uns kommt das Grauen, als die Nagelpistole zum Einsatz kommt und bei wilden Verfolgungsjagden.

Und immer ist diese Angst dabei, wann und wo Martins Männer auftauchen könnten.

Durch den flüssigen Schreibstil, der "einfach" gehalten ist, aber auf keinen Fall plump wirkt, wird dieses Buch zu einem wahren Seiten-Fresser. Die "Unruhe" von Blake und Sam, doch irgendwann aufgespürt zu werden, greift auf den Leser über (im positiven Sinne). Das Buch wegzulegen grenzt schon ans Unmögliche.

Die Qualität der Schriftsteller ist phänomenal, bitte macht weiter so.

Der erste spannungsgeladene Teil einer Reihe der eine absolute Leseempfehlung bekommt. Ich warte sehnsüchtig auf die nächsten Teile.

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Mission Genesis

Carolin Heidtmann
E-Buch Text
Erschienen bei Independently published, 01.05.2018
ISBN B07BP83KZ9
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich habe bis jetzt mit der Rezension von Mission Genesis gewartet, da mich/uns die Autorin in der damaligen Leserunde darum gebeten hat. Wir sollten warten, bis sie die erste Fassung überarbeitet hat. Carolin Heidtmann wollte uns dann die neue Fassung nochmals zur Verfügung stellen. Leider ist dies bis heute nicht geschehen, und somit schreibe ich meine Rezi zur Fassung, die ich gelesen habe.


Zur Leserunde bekamen wir die 1. Fassung ihres Romanes Mission Genesis präsentiert. Beworben hatte ich mich für die Leserunde, da mir das Cover und der Klappentext sehr gut gefallen hat, und weil ich nicht viel Erfahrung im Bereich SiFi habe. 

Carolin Heidtmann hat sich bei der Auswahl des Covers sehr ins Zeug gelegt, es ist wirklich wunderschön. 

Ihr Schreibstil ist "einfach", man kann die Geschichte so weglesen. Ich muss hier noch einmal betonen, das ein "einfacher Schreibstil" nicht abwertend gemeint ist. Er ist halt fluffig zu lesen, ohne viel Schnörkel.

Die Story an sich ist in dieser Fassung leider total unausgereift. Es fehlt def. Recherche über Weltraum, Raumschiff, Technik. Die Autorin hat vorher betont, das in Mission Genesis die Technik eher im Hintergrund steht, mir fehlte sie aber ganz.

Für mich war während des Lesens einfach auch zuviel unstimmig.

Die "Aliens" waren für mich schlecht bis gar nicht ausgearbeitet. Ich hatte überhaupt kein Bild vor Augen. Auch der Planet auf dem sich die Geschichte abspielt, zu fade zu langweilig, zu normal; hätte auch die Erde sein können.

Die sonstigen Protas konnten mich leider auch überhaupt nicht erreichen. Es fehlte total die Empathie.

Leider fehlte dem Buch auch der Schliff eines Lektorats/Korrektorats.

Es tut mir richtig gehend leid, so eine kritische Rezension abzugeben. Ich hätte mich sehr gefreut, die überarbeitet Fassung noch einmal lesen zu dürfen. Die Autorin hat eine tolle Idee mit Mission Genesis; sie müsste diese nur ausreifen.

Noch einmal möchte ich hier betonen, das ich die 1. Fassung von Mission Genesis bewerte, wie auch von der Autorin zur Leserunde angekündigt

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Die Töchter von Tarlington Manor

Tanja Bern
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 10.04.2018
ISBN 9783732540990
Genre: Romane

Rezension:

Ein verschollenes Tagebuch, eine Reise nach Irland und das Geheimnis der wahren Liebe.


Pennsylvania 2016: Casey Walsh lebt in einer amerikanischen Kleinstadt. Sie hat irische Vorfahren und träumt seit frühester Jugend von Irland. Eines Tages erzählt ihr Großvater vom Tagebuch der Auswanderin Aeryn. Casey ist fasziniert von den Aufzeichnungen, und die Sehnsucht nach der grünen Insel wird immer stärker. Als sie im Cafe, in dem sie arbeitet, den charmanten Iren Brayden kennenlernt, bietet er an, Reiseführer zu spielen. Casey beschließt, der Geschichte der Tagebuchschreiberin auf den Grund zu gehen und macht sich auf den Weg nach Killarney. Doch im wunderschönen Irland findet sie so viel mehr, und die Reise in das Land ihrer Vorfahren wird eine Reise zu sich selbst.

Killarney, Irland 1846: Auf einem Frühlingsfest lernt die junge Aeryn O´Mara den attraktiven Padraig kennen und verliebt sich in ihn. Sie ahnt nicht, dass er der Erbe von Tarlington Manor ist. Padraig besteht darauf, ihre Liebe zu verheimlichen, wenngleich er dafür sorgt, dass sie und ihre Familie während der Hungersnot mit Essen versorgt werden. Aeryn möchte ihm so gerne vertrauen. Aber Padraig steht vor einer schwierigen Entscheidung: Wird er seine Geliebte vor sein Erbe stellen?

Ein wunderschönes Cover und ein aussagekräftiger Klappentext laden zu wundervollen Lesestunden ein.

Dies war mein erstes Buch von der Autorin und sicherlich nicht mein Letztes.

Die Geschichte ist aufgeteilt in zwei Erzählstränge. Einmal aus der Sicht von Casey und einmal aus der von Aeryn. Die Überschriften in den Kapiteln verraten einem immer wo man sich gerade befindet. Man kann sich in der Story gar nicht "verirren".

Den Schreibstil von Frau Bern möchte ich hier einmal besonders loben. In diesem Buch hatte die Autorin ein unglaubliches Händchen dafür, dem Leser alles, wirklich alles bildlich vor Augen zu führen. Ich stand zusammen mit Casey in ihrer Coffee Bar, oder war oben mit Aeryn auf den Hügeln Irlands. Auch die Beschreibung von Tarlington Manor war zum Greifen nah. Sie schreibt wunderbar einfühlsam, umschreibt schreckliche Dinge (als Beispiel nenne ich die Zeit der Hungsersnot) auf eine "tolle" Art und Weise, ohne brutal oder kitschig zu wirken. Auch schreibt sie sehr emotional (hier spiele ich auf Nathaniel und Aeryn an). Es ist eine Freude, Frau Bern "zu lesen".

Beiden Charakteren hat Frau Bern unheimlich viel Gefühl gegeben, aber auch Mut. Man kann beide Frauen nur gern haben.

Auch hat die Autorin tolle Ideen eingebaut, wie z.B. die Art und Weise, wie Casey an das Tagebuch kommt. Ich musste schon schmunzeln.

Einen Kritikpunkt habe ich aber dennoch. Ich persönlich fand, dass Frau Bern vlt teilweise etwas umfassender hätte schreiben können. Einiges ging mir einfach zu schnell. Für mich war das z.B.:
Das Kennenlernen von Padraig u. Aeryn, das Kennenlernen/doch schon tiefe Vertrauen zwischen Brayden u. Casey und dann noch das Ende. Das hätte man doch noch etwas mehr ausschmücken können.

Dennoch ein Buch für`s Herz und von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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283 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 172 Rezensionen

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Der Kreidemann

C.J. Tudor , Werner Schmitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.05.2018
ISBN 9783442314645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alles begann an dem Tag, an dem sie auf den Jahrmarkt gingen. Als der zwölfjährige Eddie den Kreidemann zum ersten Mal traf. Der Kreidemann war es auch, der Eddie auf die Idee mit den Zeichnungen brachte: eine Möglichkeit, für ihn und seine Freunde, sich geheime Botschaften zukommen zu lassen. Und erst einmal hat es Spaß gemacht - bis die Figuren sie zur Leiche eines jungen Mädchens führten. Das ist dreißig Jahre her, und Eddie dachte, die Vergangenheit liegt hinter ihm. Dann bekommt er einen Brief, der nur zwei Dinge enthält: ein Stück Kreide und die Zeichnung eines Strichmännchens. Und als die Geschichte beginnt, sich zu wiederholen, begreift Eddie, dass das Spiel nie zu Ende war.


Das verspricht uns der Klappentext.

Erzählt wird hier in zwei Erzählsträngen; einmal aus dem Jahr 1986 aus der Sicht von Eddie ( dem damals 12 jährigen Jungen) und aus der Sicht von Ed als Erwachsener.

Der Schreibstil ist flüssig, man kann die Story fließend weg lesen. Ich bin mit den beiden Zeitfenstern sehr gut zurechtgekommen. Man braucht diese aber auch unbedingt, damit man alles sortieren und verstehen kann.
Ausreichend Absätze sind auch vorhanden, um immer mal wieder eine Pause zum Nachdenken einzulegen.

Manchmal wurde mir das Buch etwas langatmig, aber ich kann nicht genau sagen, was man hätte anders schreiben können, bzw. ob man was hätte weglassen müssen. Denn man braucht all diese Informationen von damals und heute.
Auch fand ich den ein oder anderen Film wieder beim Lesen: Stand by Me, Friedhof der Kuscheltiere zB.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn am Ende für mich ein paar Fragen offen blieben: zB. die Sache mit den "Engelsflügeln" oder auch mit der "ganzen Malerei" (um mal nicht zuviel zu verraten).

Ein Thriller war dieses Buch allerdings nicht für mich. Der Gruselfaktor war schon da, aber es war nicht düster genug, bzw. es floss meiner Meinung nach nicht genügend Blut für das Prädikat Thriller. Deswegen ziehe ich einen Stern/Punkt ab.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ace drille, dämone, dunkle mächt, hellsichtige hipsteri, hexenzirke, jahrmarktszigeuneri, mad-lig, prometheus gen (1

ACE DRILLER - Serial Teil 1

Yves Patak
E-Buch Text: 552 Seiten
Erschienen bei BookRix, 06.02.2018
ISBN 9783743840164
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Dämonen existieren. Basta". Ein Hexenzirkel, der ein jähes Ende findet. Eine zickige Jahrmarktzigeunerin, die zu viel weiß. Eine Pechsträhne, die alles andere als zufällig wirkt. Eine geheime Liga, die Wesen bekämpft, die es nicht geben dürfte. Ace Driller, ein Ex-Cop auf der Suche nach seiner wahren Bestimmung, ahnt nicht, dass das Schicksal ihn für den haarsträubendsten Job der Welt vorgesehen hat - und das dunkle Mächte genauso real sind wie die hellsichtige Hipsterin mit der Struwwelmähne und die ominöse MAD-Liga.


Du weißt nicht, was ein Sogon ist? Ein Demlock? Nein? Tja dann bist Du hier genau richtig.

Zum wiederholten Mal schafft es Yves Patak, sein Können unter Beweis zu stellen. Wieder einmal bin ich total von den Socken und begeistert von seinen "Geschichten". Und wieder einmal gelingt es dem Autor mit Leichtigkeit, den Leser zu überzeugen, dass es Dinge gibt, die sich eigentlich nicht erklären lassen.

Der Schreibstil ist fesselnd und spannend. Wie gewohnt (wenn man die anderen beiden genialen Thriller von Herrn Patak gelesen hat) will man nur eines: Weiter lesen. Diese Art zu Schreiben und dabei die Qualität auf einem so hohen Level zu halten, gelingt nur wenigen.

Die Charaktere sind aufeinander abgestimmt, passen gut zusammen und entwickeln sich um Laufe der Story. Da haben wir Ace, einen Ex-Cop und Herr der Ringe Fan, der am Anfang nicht im Ansatz ahnt, wozu er fähig ist. Dann ist da Chloe, macht als Wahrsagerin ne tolle Figur, aber hinter dieser Fassade steckt ne toughe Agentin mit Flugangst (macht sie mir gleich sympathisch).
Natürlich gibt es noch viele weitere Charaktere, finde heraus, wer Dein Liebling ist.

Wir erleben bei Ace Driller einen ständigen Spannungsbogen, ohne dass es übertrieben wirkt. Darum ist es ja auch so schwer, das Buch aus der Hand legen zu wollen.

Herr Patak macht uns Glauben, das es Dämonen (in unterschiedlichen Aggressions-Level aufgeteilt) tatsächlich gibt und die es zu bekämpfen gilt. Und auch die Liga existiert natürlich. Der Autor haut uns Fachbegriffe um die Ohren, die eine Selbstverständlichkeit darstellen, so als ob wir diese jeden Tag hören. Und genau hier liegt die Kunst von Yves Patak: Er schafft es, uns "erfundene Geschichten" für bare Münze zu verkaufen. Und das mit Leichtigkeit. Er bedient sich aus verschiedenen mystischen Bereichen, hier bei Ace sind es die Dämonen, und es besteht kein Zweifel an deren Existenz, wenn sie aus der Feder von Yves Patak kommen.

Geniales Buch, genialer Autor.
Danke für dieses Lese-Vergnügen.

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Mit dem Herbstlaub kommt der Tod

Kathrin Hölzle
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Franzius Verlag, 30.04.2018
ISBN 9783960500865
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mehrere Frauen werden plötzlich vermisst. Alle hatten Probleme in ihrer Ehe und einen Ehemann mit einem offenkundig passenden Motiv, sie zu beseitigen.


Doch aus den Vermisstenfällen wird eine Mordserie, als eines der Opfer gefunden wird. Und Kommissar Jochen Maiwald muss erkennen, dass auch er nicht nur ermittelnder Beamter ist, sonder tiefer in die ganze Sache verstrickt ist, als ihm lieb ist.

Aus den Ermittlungen wird ein Wettrennen gegen die Zeit, denn der Mörder hat seinen perfiden Plan noch lange nicht bis zum Ende umgesetzt und auch Maiwald gerät in sein Visier.

Soweit zum Klappentext.

Das Cover und der kleine Ausschnitt laden wirklich zum Lesen ein. Alleine das Cover wäre für mich eine klare Kaufoption.

Leider wurde ich mit diesem Buch in keinster Weise warm. Weder mit der Story, noch mit den Charakteren.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und könnte durchaus als flüssig bezeichnet werden. Doch die Autorin verliert sich regelrecht in Wortwiederholungen, unnötigen Ausschweifungen (so sehe ich das jedenfalls) und Sätzen, die ständig mit fast gleichem Wortlaut wiederholt verwendet werden. Dies führt zu einem stockenden Lesefluß, es wird zäh und langweilig. Diese ständigen Wiederholungen kosten hier leider Punkte/Sterne.

Das Buch hätte mE deutlich kürzer ausfallen können, denn Frau Hölzle schmückt die einzelnen Passagen zu sehr aus. Irgendwann weiß man, dass der Kommissar nicht kochen kann, seine Frau verloren hat, dass die Kinder der Getöteten dann nun noch ihren Vater haben usw. usw.

Unsere eigentliche Hauptfigur, Kommissar Jochen Maiwald kann mich nicht berühren. Als Kommissar ist er mir einfach zu weich. Natürlich ist er ein Mensch wie Du und ich, hat auch einen Schicksalsschlag hinter sich, aber dennoch fehlt mir da der nötige Biss. Denn er ermittelt hier in einem Mordfall. Er hätte lieber das ein oder andere Bier trinken sollen, als sich weinend seinen Gefühlen hinzugeben.

Die Motive des Mörders kann ich absolut nachvollziehen. Die Beweggründe, warum er mordet sind verständlich. Und auch wenn es kein Horror-Schocker ist, hätte man alles etwas düsterer darstellen können. Wobei das Thema Abiball und Ballkleid wirklich gut gedacht ist.

Teilweise wurde mir die Geschichte auch einfach zu unglaubhaft. Ein Mörder der seine Opfer ungesehen in seine Altbauwohnung bringt (mittels Fahrstuhl!) und danach zum Versteck. Ein Kommissar, der im Laufe der Story per Anhalter ins Präsidium fährt mit einer ihm völlig fremden Frau (die sich auf dieser Fahrt prompt in den Polizisten verliebt) und kurz vorm Aussteigen fragt, ob er bei ihr duschen könne.

Kathrin Hölzle merkt man an, dass sie in ihr Erstlingswerk (das, so glaube ich, eine Reihe werden soll) viel Mühe gesteckt hat. Vlt ist sie mit den zu langatmigen Ausschmückungen etwas über das Ziel hinausgeschossen in dem Bemühen, es dem Leser recht zu machen.

Auch wenn mich dieser Teil leider nicht überzeugen konnte, würde ich gerne einen weiteren Fall von Jochen Maiwald lesen, um zu sehen, ob die Autorin ihre Figuren hat reifen lassen.


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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Dornengrab

Aikaterini Maria Schlösser
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.05.2018
ISBN 9783746005935
Genre: Historische Romane

Rezension:

Da lag sie. Die weiße Rose auf dem Fensterbrett. Wie sie schon so oft dort gelegen hatte, als Zeichen für ein geheimes Treffen mit seiner Geliebten.

Mit dem Unterschied, dass er seine Geliebte vor drei Tagen getötet hatte.

Worms, 10 Juni 1371
Der ehemalige Fleischer Hartmuth umwirbt erfolgreich die reiche Kaufmannstochter Margarethe, um dem Armutsviertel zu entfliegen. Neben seiner Ehe führte er eine geheime Liebschaft mit der heißblütigen Elsslin. Alles scheint perfekt, bis ausgerechnet die Frau, die er liebt, droht, seinen hart erkämpften Wohlstand zu zerstören. Er trifft eine grausame Entscheidung. Doch es gibt Mächte, die stärker sind als der Tod. Und sie locken ihn unmittelbar in das Dornengrab zurück, das er selbst erschaffen hat.

Uns erwartet hier ein wunderschönes, fast schon liebevoll gestaltetes Büchlein, in dem alles stimmig ist.

Geschichte, Schreibstil, Charaktere und Handlung passen sehr gut zusammen und gehen flüssig ineinander über. Aikaterini Maria Schlösser hat sich sprachlich sehr gut an die Zeitepoche angepasst und für mich genau die Richtige Mischung aus Spannung und Entsetzen gefunden.

Die Geschichte kam so gut rüber, dass ich zusammen mit Hartmuth durch die Gassen gerannt bin, oder auch hoch zu Ross zum Wald gedonnert bin.

Für mich das erste Buch dieser Autorin, und ich glaube da schlummert noch ganz viel Potenzial in dieser Schriftstellerin.

Vielen Dank für diese Novelle, ich hoffe sehr, bald noch mehr von A. M. Schlösser lesen zu können/dürfen.

PS: Vor dem Schlafengehen immer schön das Kopfkissen kontrollieren.

Absolute Lese-Empfehlung.

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42 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

buch, judentum, mysteriös, mystery, mystery-thriller, mythologie, schatten, schriftsteller, spannung, thriller, tödlich, verkauf, wendunge

Tödlicher Schatten

Yves Patak
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 10.02.2017
ISBN B06WGN7Z8D
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sommer in New York City. Marc Renner, Lehrer für englische Literatur und erfolgloser Schriftsteller, findet sich in einer fatalen Abwärtsspirale: Jobverlust, Kampfscheidung, seine Freundin verlässt ihn. Doch kurz vor dem finanziellen Desaster stolpert er über eine mysteriöse Zeitungsannonce: "Kaufe Ihre alte Geschichte". In seiner Not verkauft Marc das Manuskript seines Thrillers einem merkwürdig geschäftigem Greis, dessen Hobby das Sammeln von Romanfiguren ist.

Kurz darauf beginnt in Manhatten eine blutige Mordserie, deren Ursprung zu Marcs Computer führt und ihn zum Hauptverdächtigen macht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, eine verzweifelte Suche nach jenem alten Mann, in dem er den Drahtzieher hinter den Morden vermutet.
Eine nervenzerreißende Reise in die Welten des Unerklärlichen und des Wahnsinns.

Das verspricht uns der Klappentext.

Dies ist nun der zweite Thriller, den ich von Yves Patak lesen durfte, und der mir vom Autor persönlich zur Verfügung gestellt wurde. Ganz ganz lieben Dank dafür.

Auch hier erwartet uns wieder der schöne, flüssig ja süchtig-machende Schreibstil des Autors, den ich schon im Screener so mochte. Man möchte eigentlich nur eins: Immer weiter lesen. Gleich ab Seite 1 ist man infiziert.

Wir lernen die Hauptfigur Marc kennen, der versucht, wieder Boden unter die Füßen zu bekommen. Frau weg, Job weg, das Geld neigt sich dem Ende zu und er versucht sich mit Taxi-Fahren über Wasser zu halten, denn auch seine Schriftsteller-Qualitäten lassen nichts abfallen. Marc ist ein sympathischer Typ wie Du und Ich und so kann eigentlich jeder nachvollziehen, dass er die Nummer aus der Zeitung wählt, um sein Manuskript an den Mann zu bringen um endlich wieder etwas unbeschwerter leben zu können. Nur kann ja keiner ahnen, was Marc mit seiner Unterschrift auslöst.

Was nun passiert, lässt den Leser den Atmen anhalten. Wir begleiten Marc auf Schritt und Tritt, eigentlich wie ein Schatten ;-). Wir sind dabei, als er den Vertrag unterschreibt (oh weh, oh weh), bei seiner Erkenntnis, dass etwas nicht stimmt, den Veränderungen, den Morden und seiner Suche nach...:-) ach ne, wird nicht verraten.

Diesmal kommt der mystische Einfluss aus der jüdischen Religion und auch dieses Mal hat Yves Patak gut recherchiert und es wird dem Leser glaubhaft verkauft, das dunkle Mächte durchaus existieren, ohne kitschig oder übertrieben zu wirken.

Es ist faszinierend, wie Yves Patak es schafft, den Leser einzufangen. Es grenzt schon an Genialität wie geschickt der Autor es versteht, Wahrheit und Wahn zu mischen. Wie einfach es ihm gelingt, uns Glauben machen zu lassen, das es auf der Welt noch weit mehr Dinge gibt. Dinge, die für uns im ersten Moment nicht greifbar oder verständlich sind.

Und auch bei diesem Mystery-Thriller zeigt Yves Patak zum wiederholten Male, dass es momentan keinen spannenderen Autor gibt als ihn.

Und zum Schluss sei Euch gesagt: Überlegt Euch gut, wer Euer Held sein soll. Denn manchmal geht der Schuss nach hinten los.

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action, crime, götter, jamaika, krebs, lao, mafia, mystery, psychologe, scannen, thriller, übernatürliches, unheimlich, visionen, voodoo

DER SCREENER - Teil 1

Yves Patak
Flexibler Einband: 457 Seiten
Erschienen bei MBS, 10.05.2018
ISBN 9789463679848
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Psychologe Desmond Parker sucht nach der Scheidung, mit der er doch sehr zu kämpfen hat, Zerstreuung in Jamaika. Trotz aller Vernunft geht er alleine tauchen. Er erlebt einen schrecklichen Tauchunfall und kann sich nur knapp retten, indem er einen Notaufstieg einleitet.


Doch danach ist nichts mehr wie es war.

Denn Desmond hat etwas mitgebracht aus den Tiefen des Meeres. Etwas Mächtiges. Etwas Unheilvolles.

Yves Patak schafft es, den Leser von der ersten Seite an zu packen. Man will gar nicht mehr aufhören zu lesen. Durch den flüssigen Schreibstil fliegt man förmlich durch die Kapitel. 
Aber durch Unterteilung und mit "schönen" Absätzen versehen, kann man immer mal eine Pause einlegen.

Die Charaktere, die hier "erschaffen" wurden sind, wie soll ich sagen...aufeinander abgestimmt.
Desmond und Jean, geschieden aber doch noch miteinander verbunden.
Der liebenswerte Dr. Branday, selbst Michael Coppola hat das gewisse Etwas.

Die Geschichte spielt teilweise im Großstadtdschungel und zeitweise im grünen Dschungel Jamaikas. Trotz zweier Schauplätze kommt man nicht durcheinander, die Ortswechsel sind sehr gut aufeinander abgestimmt.

Auch hier schafft es der Autor im Handumdrehen, den Leser in eine
Welt zu entführen, wo man  mit der "Schulmedizin" nicht weiterkommt.
Desmonds "Mitbringsel" aus den Tiefen des Meeres kann nicht wissenschaftlich "behoben" werden. Eigentlich fühlt er sich pudelwohl, wenn da nicht....;-) 
Desmond sieht sich gezwungen, noch einmal nach Jamaika zu reisen, um sich dort nach Hilfe um zusehen. 
Wenn man jetzt meint, es wird zu "unwirklich" oder es kommt zu viel "Hokuspokus", den kann und muss ich Gott sei Dank enttäuschen. Yves Patak baut die dunkle Seite der Macht, den "Voodoo-Zauber" gekonnt ins Buch mit ein. Zu keinem Zeitpunkt wird es kitschig oder unglaubhaft. Sehr gut recherchiert.

Und was wäre ein "Wunderknabe" ohne einen Bösewicht? Michael Coppola, seines Zeichen Kredithai und Drogenboss bekommt Wind von Desmonds "Gabe" und entwickelt eine fanatische Besessenheit, sich selbige zu Nutze machen zu wollen.

Der Autor hat mit dem Screener einen packenden Mystery-Crime Thriller erschaffen, der einen nicht mehr loslässt. Wir werden Teil von schwarzen Machenschaften und uns erwartet schwarze Magie, älter und dunkler als alles was wir kennen.

Die Geschichte hat einen offenen Schluss. Einige Fragen werden beantwortet, aber Gott sei Dank geht es weiter.
Desmond hat einen  "Auftrag" den es zu erledigen gilt und wer weiß wem wir alles wieder begegnen werden. :-)

Ich kann es kaum erwarten, einen weiteren Teil vom Screener zu lesen.

Für mich eines der BESTEN Bücher, die ich je gelesen habe.
Absolute Lese-Empfehlung.

Und seit wachsam, wenn ihr mal unter einer ausladenden Eiche hindurch gehen wollt..auf Euch könnte der Bokor warte...


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Der kleine Teeladen zum Glück

Manuela Inusa
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.10.2017
ISBN 9783734105005
Genre: Romane

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