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science fiction, soldat, raiden, buch, krieg

Das Buch der Weisheit

Janus Raiden
Flexibler Einband: 199 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 12.06.2012
ISBN 9783845900322
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Nach der Lektüre dieses Kunstwerks musste ich zunächst heftig schlucken. Ich kann von mir, als Vielleser, sagen, dass "Das Buch der Weisheit" das schlechteste Buch ist, das ich je gelesen habe.
Strotzend vor Zeichensetzungs-, Rechtschreib-, Wort-, und Grammatikfehlern ist es eine wahre Qual den Text zu lesen. Auf Anmerkungen wie diese antwortet der Autor oft mit Ausreden wie " wird überarbeitet, ist überarbeitet aber es gab einen Systemfehler u.ä. Diese Aussagen bezweifle ich ganz offen, da der AAVAA Verlag jedes Exemplar einzeln druckt, und scheinbar jedes Exemplar die gleichen Fehler aufweist.
Besonders seltsam ist dies, wenn man bedenkt, dass im Innern des Einbands eine Lektorin genannt wird - Ein Schelm, wer böses dabei denkt, zumal der Verlag die Versicherung eines Korrektors verlangt, bevor das Buch publiziert wird.
Wie dem auch sei, das Fehlen eines strukturierten Schriftbildes außer Acht lassend lässt sich über den Inhalt ebenso wenig Positives sagen.
Nach mehreren Seiten ermüdenster Informationen zur Hintergrundgeschichte der vom Autor ersonnen Welt, beginnt die Geschichte der Protagonistin Asyl. Ja, sie beginnt und endet rasch, denn anstatt einer Reise zur Enträtselung der Geheimnisse des ominösen "Buch der Weisheit" geht es um nahezu zusammenhanglos aneinander gereite Gemetzel die weder interessant noch kindgerecht sind.
Was Asyl damit zu tun hat bleibt im Prinzip schleierhaft, genauso wie das Rätsel um das Buch nicht nur nicht gelöst, sondern auch vollkommen bedeutungslos wird.
Stattdessen haben wir einen "Stefan Yallak" der von einem dramatischen Massaker zum nächsten springt. Sagte ich springt? Ja, denn es gibt keinerlei Erklärung was, wie und warum er tut, nicht nur das. Es tauchen unvermittelt neue Figuren auf von denen meist nur die Namen, manchmal grundlegende äußere Merkmale oder ihre Psychose bekannt sind.
Dies ist auf Dauer nicht nur nervtötend sondern zunehmend frustrierend. Es macht wirklich keinen Spaß diesen Text zu lesen.
Dies führt auch direkt zum nächsten Kritikpunkt - die Figuren weisen keinerlei Tiefe auf, ihre Handlungen sind quasi nicht nachzuvollziehen. Dies ändert sich das gesamte Buch über nicht.
Nun allerdings komme ich zu dem, was mich an "Das Buch der Weisheit" schockiert hat. Als es daran geht dass ein Haufen gefangener Kinder am Nordpol von Lyra...ich meine Asyl befreit werden soll. Mit Hilfe ihres Panzerbären.
Dies ist ein solch dreistes Abschreiben aus "His Dark Materials", dass mir die Galle hochgekommen ist. Beachtlich: trotz der Übernahme dieses Konstrukts gelingt es dem Autor diesen Abschnitt seiner Geschichte (wie auch immer er hineingehören mag) genau so schlecht darzustellen wie auch den Rest.
Abschließend kann ich nur jedem davon abraten Geld für diesen Groschenroman auszugeben.

P.S ich könnte in einem fortfahren und etwa die phonetisch unmöglichen Namen diverser Figuren, völlig unverständliche Sätze und ähnliches ansprechen, doch ich denke meine Rezension verdeutlicht was ich von diesem Machwerk halte.

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