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eltern, england, enkel, famiie, freundschaft & familie, großbritannien, großeltern, grossmutter, humor, juwelen, juwelendieb, kinderbuch, komi, langeweile, oma

Gangsta-Oma

David Walliams , Salah Naoura , Tony Ross , any.way
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 11.03.2016
ISBN 9783499217401
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf der Leipziger Buchmesse haben meine Tochter und ich ein Buch mit einem interessanten Titel und vielversprechendem Cover entdeckt. "Gangsta-Oma" von David Walliams ist ein witziges Buch, mit einer dramatischen Wendung zum Ende hin. Wir wünschten uns, wir hätten es nach dem 30. Kapitel (bis Seite 225) zur Seite gelegt.

David Walliams ist ein britischer Kinderbuchautor, spielt in der englischen Comedyserie Little Britain mit und sitzt in der Jury von Britain’s Got Talent. Neben der Gangsta-Oma gibt es noch "Terror-Tantchen", "Propeller-Opa", "Rattenburger" und einige weitere Bücher.

Ben muss jeden Freitag bei seiner langweiligen und ständig Kohl essenden Oma bleiben, damit seine Eltern ihrem Hobby nachgehen können. Doch eines Tages lüftet Ben das größte Geheimnis seiner Oma. Diese ist nämlich gar nicht so langweilig, wie er immer dachte, sondern eine berühmte Juwelendiebin. Nun beginnt das größte Abenteuer in Bens bisherigen Leben, denn er und seine Oma wollen die Kronjuwelen aus dem Tower of London stehlen.

Die Eigenheiten der verschiedenen Charaktere werden sehr überspitzt dargestellt. Da ist die Oma, die ständig Kohl zubereitet. Bens Eltern sind leidenschaftliche Tanzveranstaltungs-Zuschauer und Ben selbst interessierte sich nur für Klemptnerarbeiten. Alle sind mit sich selbst so sehr beschäftigt, dass ihnen der Sinn für das Wesentliche abhanden kommt, nämlich Zusammenhalt und gegenseitiges Interesse.
Doch Ben und seine Oma entdecken Gemeinsamkeiten und es war schön, mitzuerleben, wie die beiden wieder – wie einst – zusammenwachsen. Denn früher war Ben begeistert von Omas Gangster-Geschichten, wäre aber nicht im Traum auf die Idee gekommen, das seine Oma vielleicht aus den eigenen Erfahrungen schöpft, um diese spannenden Geschichten zu erzählen.
Auch seine Oma besinnt sich und zeigt Interesse an ihrem Enkel, sie unterstützt ihn und bestärkt ihn in seinen Wünschen und Zukunftsplänen.
Lauthals mussten wir bei einer Szene mit Omas Nachbar Mr. Parker lachen. Auch er bedient Stereotypen, indem er der Oma hinterher spioniert und sie versehentlich beim Nacktyoga erwischt. Eine tolle Szene mit passender Illustration.
Die Illustrationen sind in schwarz-weiß gehalten und eher minimalistisch. Hin und wieder sind sie für eine 6-jährige schwierig zu erkennen gewesen. Dennoch fangen sie den Humor der Geschichte ein, wenn zum Beispiel die Oma und Ben mit dem Elektromobil über die Autobahn brettern.

Und nun mache ich etwas, was ich sonst in keiner meiner Rezensionen jemals getan habe, aber ich wäre froh gewesen, wenn ich diese wichtige Information vor dem Lesen mit meiner Tochter gehabt hätte.
Also, Achtung Spoiler!
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….
….
Ganz am Ende der Geschichte, also ab dem 31. Kapitel, kristallisiert sich heraus, dass Bens Oma krank ist und sterben wird. Diese Information kam für uns fast aus dem Nichts und wir waren völlig unvorbereitet und das Ganze traf meine Tochter zutiefst. Ziemlich ungünstig also, wenn man dieses Buch vor dem Schlafengehen liest, die Tochter aber in Tränen ausbricht. Noch Tage später erzählte meine Tochter, wie blöd sie diese Wendung fand und dass sie keinem dieses Buch empfehlen würde.
Der Tod der Oma, die Beerdigung und das Leben danach wird in den 5 letzten Kapiteln thematisiert. Aber irgendwie fehlte uns da ein echter Zusammenhang. Klar kann man sagen, dass die Oma ihre letzten verbleibenden Tage mit ihrem Enkel bestmöglich nutzen wollte und der jüngeren Generation wird die Vergänglichkeit näher gebracht. Das Ganze wäre aber für die Geschichte an sich nicht nötig gewesen. Und aus diesem Grund verliert dieses Buch leider am Schluss einige Sternchen in der Bewertung.
Wer also gefühlsbetonte Kinder hat, sollte nach dem 30. Kapitel einfach aufhören, oder aber sein Kind vorher auf dieses Detail hinweisen. Sonst ist der Spaß an diesem Buch ganz schnell vorbei.

Und weiter geht es ohne Spoiler mit dem Fazit:
In diesem Buch werden die Unterschiede zwischen jung und alt gut eingefangen. Die Einsamkeit der älteren Generation und die Langeweile der jungen Generation werden schön gegenüber gestellt. Dadurch das die Stereotypen auf die Spitze getrieben werden, hat der Leser einiges zu lachen. Auf das Ende hätten wir aber gut verzichten können.

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amerikanische ureinwohner, ch: niveau 2016, geisterlieder, indianer, indianische tradition, jagdunfall, leben im reservat, literatursalon, reservat, schuld und vergebung, sühne, tradition

Ein Lied für die Geister

Louise Erdrich , Gesine Schröder
Fester Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 17.10.2016
ISBN 9783351036461
Genre: Romane

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behinderung, downsyndrom, down-syndrom, familiue, großes abenteuer, integration, journeyman, kinderkriegen, liebe, reise, reisebericht, reisen, reisen mit kindern, roman, sachbuch

Mit anderen Augen

Fabian Sixtus Körner
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 11.05.2018
ISBN 9783864930607
Genre: Sachbücher

Rezension:

Fabian Sixtus Körner, bekannt als der "Jouneyman" wurde 2016 Vater eines Mädchens. Die anfängliche Euphorie wich Trauer und Angst, denn bei seiner Tochter Yanti wurde das Down-Syndrom diagnostiziert. Wie sich durch diese Diagnose das Leben des Jouneyman veränderte und welche Bereicherung dieses ganz besondere Mädchen für ihn und sein Leben darstellt, beschreibt Fabian Sixtus Körner in "Mit anderen Augen".

Fabian Sixtus Körner (geboren 1981) ist Designer, Fotograf, Blogger und Autor. 2010 begann er die Welt zu bereisen, da er es nie länger an einem Ort aushielt. Er arbeitete für Kost und Logis und beschrieb daraufhin seine Erfahrungen in "Jouneyman", welches 2013 erschien und wochenlang in den Bestseller-Listen zu finden war.

„Im Kampf braucht man Unterstützer, und in unseren Familien werden wir sie haben.“ (Seite 164)

Kurz nach der Geburt seiner Tochter Yanti blickt Fabian Sixtus Körner in das Gesicht des kleinen Mädchens und ist irritiert. Ihre Augen stehen etwas schräg und die Kleine guckt ihn mit einem sehr intensiven Blick an. Kurz darauf die Diagnose: Yanti hat das Down-Syndrom. Sie muss deshalb noch einige Zeit auf der Intensivstation für Neugeborene bleiben. Der Vater ist bestürzt und durchlebt einen Strudel an Gefühlen, doch Stück für Stück wächst die Familie zusammen und es zeigt sich, dass man auch mit einem besonderen Kind weiter die Freiheiten des Lebens genießen kann.

Der Beginn der Erzählung ist sehr ergreifend. Der Autor beschreibt offen und ehrlich die verschiedenen Empfindungen die er nach der Diagnose durchlebt. Da ist die Angst vor den Folgen der Krankheit, die Angst vor den Blicken der Menschen, die Angst sein Leben nicht mehr so frei wie bisher leben zu können. Aber da ist auch Hoffnung, denn am Down-Syndrom erkrankt zu sein, bedeutet nicht gleich, dass das Leben weniger lebenswert ist.
Nach einem zu lang geratenen Rückblick auf das Leben des Jouneyman (100 Seiten von insgesamt 240!) kommt der Autor endlich wieder zurück auf das neue Leben als kleine Familie. Eine Beschreibung der ersten Tage und Wochen im Krankenhaus gefolgt von einem Diskurs zum Thema Down-Syndrom mit Statistiken und der Auseinandersetzung einer bewussten Abtreibung eines evtl. erkrankten Kindes und den damit einher gehenden Was-wäre-wenn-Fragen.
Interessant fand ich die Tatsache, dass die Sorgen des Autors nicht unbedingt um Yantis mögliche Einschränkungen durch diese Behinderung und den mit der Krankheit einhergehenden körperlichen Erkrankungen (Bsp. Herzerkrankungen) kreisen, sondern vielmehr um die Zukunft der Tochter und mögliche Ablehnung durch andere Menschen.

Zwei Bilderstrecken in Farbe unterbrechen die Schilderungen des Autors und zeigen sowohl die Schattenseiten (Aufenthalt im Krankenhaus) als auch die Sonnenseiten des Lebens als kleine besondere Familie. Vor allem das Bild auf Seite 160 ist mir im Gedächtnis geblieben. Es zeigt Yanti am Stand auf einer Decke sitzend, umringt und bewacht von drei Hunden, streckt sie Hände in die Höhe und hat ein strahlendes Lächeln im Gesicht stehen. Es drückt pure Lebensfreude aus.

Ich hatte irgend wie etwas anderes von diesem Buch erwartet. Die vielen Seiten über das bisherige Leben des Autors fand ich eher überflüssig. Sicherlich geben sie Anhaltspunkte auf dessen Einstellung und Bedürfnisse, aber das hätte wesentlich knapper ausfallen können. Bei weiterem Interesse in diese Richtung könnte man sich vermutlich den "Jouneyman" zu Gemüte führen. Vielleicht ist dies aber einfach der Tatsache geschuldet, dass die kleine Familie noch am Anfang ihrer Reise steht. Yanti ist ja noch nicht einmal zwei Jahre alt, und somit stehen die entscheidenden Erfahrungen für Yanti und ihre Zukunft noch aus. Vielleicht wäre ein Buch zu einem späteren Zeitraum dann mit mehr Input besser gewesen.
Der Beginn erschien vielversprechend, das Level konnte aber nicht bis zum Ende gehalten werden. Dennoch würde mich die Zukunft Yantis interessieren und ich würde mich freuen in ein paar Jahren ein neues Buch über sie zu lesen.
"Mit anderen Augen" zeigt die schönen Seiten mit einem besonderen Kind und macht sicherlich anderen betroffenen Familie Mut, der Zukunft mit Freude und Zuversicht entgegen zu blicken.

„Yanti ist gewissermaßen unser Spaßabo, denke ich leicht belustigt, außer Konkurrenz und ohne zeitlichen Rahmen. Anstatt eine Zwangsjacke, wird Yanti unsere Freiheit sein.“ (Seite 166)

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Serafina Black, Band 03

Robert Beatty , Diana Steinbrede
Fester Einband
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 07.12.2017
ISBN 9783505139369
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein junges Mädchen, welches die Hüterin des Waldes ist und sich in einen Panther verwandeln kann. Das verspricht ein spannendes Lesevergnügen zu werden. Zunächst hatte ich vor, das Buch mit meiner Tochter zu lesen, doch schnell wurde klar: zu gruselig für eine 6-jährige (Altersempfehlung des Verlags: ab 11 Jahren). Also las ich "Serafina Black und das Rätsel des Waldes" alleine und war begeistert.

Robert Beatty lebt mit seiner Familie in Asheville/North Carolina. Bei "Serafina Black" handelt es sich um eine Buchreihe. Der hier vorgestellte Roman ist der dritte der Reihe. Das dort erwähnte Biltmore House existiert tatsächlich, wurde im 19. Jahrhundert von der Familie Vanderbilt errichtet und beinhaltet riesiges Ländereien. Sein neuster Roman "Willa of the Wood" erscheint im Juli diesen Jahres in englischer Sprache

Die Geschichte setzt voller Dramatik ein, denn Serafina erwacht tief in der Erde begraben in einem Sarg. Schnell findet sie heraus, dass ein böser Zauberer sein Unwesen in ihrem Wald treibt und Serafina, die Gestaltwandlerin, muss unbedingt ihre Freunde in Biltmore warnen. Doch das ist gar nicht so leicht.

Der Autor beschreibt sehr behutsam die Gefühlswelt Serafinas. Er lässt sich Zeit die Geschichte aufzurollen, dabei ist die Handlung aber keinesfalls langweilig.
Als sehr tragisch empfand ich es, mitzuerleben, wie Serafina Freund Braeden droht an seinem Kummer zu zerbrechen. Wie er sich selbst aufgibt und der dunklen Macht zu verfallen scheint.
Während die Handlung sehr gruselig beginnt (weswegen ich das Buch meiner Tochter nicht weiter vorgelesen habe), ist die Handlung ansonsten zumeist ruhig und sehr gedankenvoll. Der Kampf mit dem Zauberer ist zwar anschaulich beschrieben, erschreckt die jüngeren Leser aber vermutlich nicht all zu sehr. Die Spannung ist gehalten, ohne für Angst und Schrecken zu sorgen.
Da es sich um den dritten Band der Reihe handelt, war ich zunächst skeptisch, ob ich alles verstehen würde. Doch geschickt eingefügte Rückblicke auf den ersten und zweiten Band der Reihe ermöglichen es, auch unwissende Leser über die wichtigsten Geschehnisse in Kenntnis zu setzen.

Dieses Buch handelt von Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen. Die Lektüre bereitete mir großen Spaß und es fiel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen, da ich voll und ganz in den Bann gezogen war. Allzu viel möchte ich über Serafina Blacks Geschichte nicht weiter verraten. Fest steht, dass sie einige Überraschungen und Wendungen parat hält, welche ein spannendes Lesevergnügen bereiten. Die ersten beiden Bände werde ich mir sicherlich noch zulegen.

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drachen, drachenlexikon, fantasievoll

Dragons: Der große Drachenführer


Buch: 80 Seiten
Erschienen bei Panini, 21.09.2015
ISBN 9783833231551
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im Panini Verlag erschien ein Buch, welches sich ganz den Drachen der Serie bzw. Filmreihe "Dragons" oder auch "Drachen zähmen leicht gemacht" widmet. Es werden alle in der Serie vorkommenden Drachen vorgestellt. Der Bezug zur Handlung, die berühmtesten Drachen jener Art, Drachenklasse (wie Angriffsklasse, Wackersteinklasse, Chaosklasse, Phantomklasse, Pfeilklasse, Gezeitenklasse), die Drachenart in Zahlen, typisch Merkmale der verschiedenen Drachenarten und zusammenfassende Stichpunkte bieten einen guten Überblick über die dreißig verschiedenen Drachenarten, die hier näher beschrieben werden.

Meine Tochter hatte große Freude beim Lesen und konnte einige Details aus der Serie darauf beziehen und näher erklären. Es handelt sich um ein schönes Buch, welches die Herzen von Dragons-Fans höher schlagen lässt.

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Mia and me - Das große Buch der Einhörner

Isabella Mohn
Fester Einband
Erschienen bei Egmont Balloon , 02.11.2017
ISBN 9783864582257
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch ist bei Egmont Balloon erschienen und ist mit vielen Illustrationen aus der bekannten Serie versehen. Hier werden alle wichtigen Einhörner beschrieben. Es gibt Steckbriefe, Angabe bezüglich des Aussehens, die Bedeutung des Einhorns für die Geschichte, die Familienzugehörigkeit und eine Beschreibung der wichtigsten Charakterzüge.

Bereits in "Mia and Me: Die Legende von Centopia" wurden einige Einhörner vorgestellt. Im "großen Buch der Einhörner" werden allerdings wesentlich mehr Einhörner aufgegriffen, aber es fehlte ein wenig der Zauber, der in dem Legenden-Buch so wundervoll war.

Nichtsdestotrotz ist dieses Buch eine schöne Zusammenfassung aller vorkommenden Einhörner Centopias. Mia and Me Fans werden es lieben.

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freundschaft, herzschmerz, james beaufort, kasten, liebe, lyx, maxton hall, maxton-hall-trilogie, mona kasten, netgalley, new-adult, oxford, ruby bell, save you, young adult

Save You

Mona Kasten
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736306240
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bei "Save You" handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie. Sowohl den vorhergegangen, als auch diesen Band habe in innerhalb kürzester Zeit gelesen. Nicht nur die beiden Hauptcharaktere James und Ruby sind gut gezeichnet, auch die Nebenprotagonisten sind einem sympathisch und geben der Geschichte Tiefgang.

Mona Kasten (geboren 1992) studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement. Inzwischen konzentriert sie sich auf ihre schriftstellerische Karriere und lebt mit ihrem Mann in Niedersachsen. Mit ihrer Again-Reihe ("begin again" (2016), "trust again" (2017) und "feel again" (2017)) feierte sie bereits große Erfolge.

James befindet sich in einem tiefen Loch, er kommt mit dem Tod seiner Mutter nicht zurecht und hat Ruby, das einzige Mädchen, was ihm je etwas bedeutet hat, von sich gestoßen. Doch er kommt zur Besinnung und erkennt, dass er um Ruby kämpfen muss.

Mona Kasten erzählt die Geschichten um Ruby und James gefühlvoll und mitreißend. Man kann ihre Bücher nur schwer zur Seite legen, da ein Ereignis auf das nächste folgt.

Der zweite Band beginnt sehr emotional. Da ist die Trauer um die verstorbene Mutter, aber auch die Wut über den Betrug und die Angst vor der Zukunft.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, der Leser fiebert mit allen mit, ob Haupt- oder Nebenprotagonist und empfindet für jeden Sympathie. Der erste Band ist aus wechselnder Perspektive zwischen Ruby und James geschrieben, im zweite Band bekommen die Geschwister Lydia und Ember auch eine Stimme und ermöglichen somit dem Leser weitere Ebenen der Geschichte zu erleben.

"Save You" endet wie schon "Save Me" mit einem gemeinen Cliffhanger, jetzt heißt es abwarten, bis am 31. August 2018 das große Finale der Liebesgeschichte zwischen Ruby und James erscheint. Ich bin schon sehr gespannt.

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Schlafkunde

Jürgen Zulley
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Mabuse, 05.02.2018
ISBN 9783863214005
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich konnte eigentlich immer sehr gut schlafen. Schnell einschlafen, tief und fest durchschlafen und erholt aufwachen. Mit den Kindern kam der Schlafmangel und irgendwie kehrte der früher so erholsame Schlaf nicht mehr so recht zurück. Ich war neugierig, was es damit auf sich hat, mir fehlte aber die Zeit, mich durch dicke Fachliteratur durchzuquälen. Da wurde ich auf Jürgen Zulleys "Schlafkunde" aufmerksam. Ein schlankes Buch, welches in kurzen und unterhaltsamen Kapitel alles Wichtige zum Thema Schlaf zusammenfasst.

Jürgen Zulley (geboren 1945) ist Diplom-Ingenieur, Diplom-Psychologe und Professor für Biologische Psychologie an der Universität Regensburg. Er ist einer der renommiertesten Schlafexperten in Deutschland und hat bereits Bücher zum Thema Schlaf publiziert: "„Unsere Innere Uhr"“, "„Wach und fit"“ sowie "„Die kleine Schlafschule"“.

In diesem kleinen aber feinen Buch wird ein spannender Querschnitt zur aktuellen Diskussion rund um den Schlaf dargestellt. Es werden viele wichtige Punkte, die unser alltägliches Leben betreffen, beleuchtet. Da geht es beispielsweise um das Bett, das Einschlafen sowie Erwachen, den Mittagsschlaf oder die Zeitumstellung und die damit verbundene Verkürzung des Tages. In 22 Kapiteln auf 132 Seiten wird alles Wichtige zum Thema erklärt.

Diesem Buch kann man viele wichtige Informationen bezüglich des Schlafs entnehmen. Es geht nicht nur um den Ablauf der verschiedenen Schlafphasen, sondern auch darum, wie ich einen tieferen Schlaf erreichen kann, wie die Gepflogenheiten in anderen Ländern (Beispiel Mittagsschlaf) sind, oder auch um den zu frühen Beginn des Schulunterrichts.
Zu Beginn ist dieses Buch überaus informativ und bietet einige hilfreiche Informationen für den Alltag, später wird es etwas spezieller und wissenschaftlicher, dabei aber nicht weniger interessant.
Besonders der Teil „Ernährung und Schlaf“ war für mich interessant und half mir weiter. Aber auch Informationen zum Bett und die Vor- und Nachteile von diversen Matratzen, Betttypen etc. waren äußerst interessant.

Mir hat das Buch geholfen, wieder einen erholsameren Schlaf zu finden und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer sich näher mit dem Phänomen „Schlaf“ auseinander setzen und offene Fragen beantwortet bekommen möchte, der sollte sich unbedingt dieses kleine, schlanke Büchlein ansehen. Kurz und bündig wird hier alles Wissenswerte rund um den Schlaf erklärt, ohne dabei hochtrabend oder allzu wissenschaftlich daher zu kommen. Das Buch Schlafkunde ist gleichzeitig unterhaltsam und informativ, außerdem bietet es einen leichten Zugang zu den wichtigsten Aspekten bezüglich des Schlafs.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

ab 2 jahren, aurelia, bilderbuch, für kleine nachteulen, gutenachtgeschichte, gute-nacht-geschichte, kinderbuch, kinderbücher, leseempfehlung, neues liebstes kinderbuch, read, readin2018, wunderschön gestaltet, zauberhafte illustrationen

Kleine Nachteule Aurelia

Dorothea Flechsig , Suse Bauer
Fester Einband: 38 Seiten
Erschienen bei Glückschuh-Verlag, 07.05.2018
ISBN 9783943030600
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wie oft erlebt man es als Elternteil, dass die lieben Kleinen einfach nicht schlafen gehen wollen. „Ich bin noch gar nicht müde!“ oder ähnliches hört man gefühlt viel zu oft. Dorothea Flechsig hat mit "Kleine Nachteule Aurelia – Schlaf doch mal!" eine wunderbare Geschichte über das Zubettgehen geschrieben und dabei erfährt man gleich, welche Schlafpositionen die verschiedenen Tiere wie Flamingo, Eule oder Fledermaus so einnehmen. 

Dorothea Flechsig machte eine Ausbildung zur Drehbuchautorin und arbeitete lange Zeit als Journalistin. Inzwischen unterrichtet sie im Kreativen Schreiben und ist Autorin verschiedener Buchreihen wie: "Petronella Glückschuh", "Sandor" und "Pünktchen". Neben "Kleine Nachteule Aurelia" erschien bereits "Kleiner Dreckspatz Aurelia". 
Suse Bauer studierte freie Kunst in Berlin. Inzwischen ist sie als Illustratorin und Redakteurin tätig und hat ein eigenes DIY-Label.

Die kleine Aurelia soll schlafen gehen, ist aber noch gar nicht müde. Da fragt sie ihren Papa, wie die verschiedenen Tiere so schlafen. Was macht die Fledermaus um gemütlich schlafen zu können, was der Igel? Aurelia probiert die unterschiedlichen Schlafpositionen aus, vielleicht ist ja etwas dabei, dass für sie genau richtig ist. Puh, das alles macht ganz schön müde.

Die Autorin hat mit Aurelia ein starkes und selbstbewusstes Mädchen erschaffen, dass neugierig durchs Leben geht. So will aurelia nicht einfach nur wissen, wie Mauersegler, Igel oder Erdmännchen schlafen. Nein sie muss es gleich selbst einmal ausprobieren. Es ist schön, ein solch offenes Mädchen erleben zu dürfen, denn es zeigt, dass auch Kinder ihren Freiraum brauchen, um ihren eigenen Weg finden zu können.
Wirklich schön finde ich das Ende der Geschichte, denn Papa legt sich zu Aurelia. Gemeinsam ist es einfach viel schöner.
Die Illustrationen sind farbenfroh, großflächig und lebendig angelegt. Sie unterstützen Aurelias witzige und aufgeweckte Art. Die Farben rot, blau, gelb und braun dominieren und schaffen trotz der quierligen Aurelia eine ruhige und entspannte Atmosphäre.
Auch das Buchformat ist optimal. Nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Es passt wunderbar auf einen Kinderschoß und so können die kleinen auch selbstständig die Geschichte immer wieder aufs Neue entdecken.

Wer auf der Suche nach einer schönen Gute-Nacht-Geschichte ist, der sollte sich die "Kleine Nachteule Aurelia" einmal genauer ansehen, denn es ist ein rundum gelungenes Kinderbuch.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

jugendbuch, quilten, schafe, vertrauen

Solange deine Schatten flüstern

Britta Orlowski
Buch: 300 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 20.04.2018
ISBN 9783946049326
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vor kurzem stellte das Verlagshaus el Gato über Facebook ihre Neuerscheinung "Solange deine Schatten flüstern" vor. Der Jugendroman handelt von dem jungen Mann Ben, der sein Leben nicht mehr im Griff hat und Sozialstunden auf einem Hof ableisten muss. Dort trifft er auf das etwas seltsame Mädchen Livi, welches ihm erst mal sehr skeptisch gegenüber tritt. Ein gefühlsvoller Roman, der mich durch seine Tiefgründigkeit sehr berührte.

Britta Orlowski absolvierte eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten. Nach 20-jähriger Tätigkeit widmete sie sich ihrer Leidenschaft, dem Schreiben. 2008 debütierte sie mit ihrem ersten Roman. Beim vorliegenden Buch handelt es sich um den erste Teil einer geplanten Jugendbuchreihe.

Ben scheint viele schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht zu haben. Durch starken Alkoholkonsum will er vergessen, doch dabei wird er auch straffällig. Seine letzte Chance ist es, auf einem Hof Sozialstunden abzuleisten. Dabei trifft er auf die Tochter der Hofbesitzer. Livi steht ihm zunächst voller Ablehnung gegenüber, doch schnell merkt das feinfühlige Mädchen, dass mehr hinter Bens harten Schale steckt. Die beiden kommen sich näher und auch Livi hat ihre Schatten aus der Vergangenheit.

Sehr einfühlsam und bedacht schreibt die Autorin diese Geschichte. Durch kleine Aussagen Bens und seine Gedankenwelt wird nach und nach deutlich, welche Abgründe in Bens Seele bestehen. Ben hat schlimmes in seiner Vergangenheit erlebt und macht sich selbst dafür verantwortlich. Auch Livi hat mit ihren Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen und so wird abwechselnd aus beiden Perspektiven die Geschichte erzählt.
Besonders gefielen mir die regelmäßigen Wortgefechte zwischen Livi und Ben. Beide sind sehr schlagfertig und ihre Gefühle füreinander entstehen dabei sehr zaghaft und über einen längeren Zeitraum hinweg.

Das Cover des Buches ist zwar hübsch, es passte aber nicht so ganz zum Inhalt des Buches. Das Thema Jeans kommt zwar im Buch vor, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Livi das Mädchen auf dem Cover sein sollte.

Mir hat die Lektüre des Buches sehr viel Spaß gemacht. Während man beim verbalen Schlagabtausch der Hauptprotagonisten wunderbar schmunzeln kann, rührt einen das Gefühlschaos und die Trauer Bens und Livis zu Tränen. Ein wirklich empfehlenswertes Buch nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Monster Mia

A. B. Saddlewick , Karen Gerwig , Franziska Harvey
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei KeRLE, 17.03.2017
ISBN 9783451713774
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Irgendwann hat man als Mutter einer Tochter die vielen Einhörner oder Pferde etwas über. Da freut man sich, wenn man auf ein Buch über Monster stößt, welches sich an Mädchen richtet (aber sicherlich auch Jungen gefallen wird). Mit "Monster Mia" findet der Leser ein liebenswertes Mädchen, was sich von der Masse typischer Mädchen abhebt, mit ihrer ganz eigenen Art in der normalen Welt aneckt, in der Welt der Monster aber super zurecht kommt. Keine Frage, dass wir "Monster Mia" näher anschauen mussten und uns gleich für den Sammelband der ersten drei Bücher der Reihe entschieden haben.

A. B. Saddlewick ist das Pseudonym des englischen Schriftstellers Tim Collins. Unter seinem bürgerlichen Namen sind bereits einige weitere Bücher veröffentlich worden. Er lebt und arbeitet als Autor und Werbetexter in London. Neben seiner Buchreihe "Monster Mia" hat er eine weitere Reihe, "Das Tagebuch des Dummikus Maximus", geschrieben.

Monster Mia ist ein ganz normales Mädchen, welches von ihrer ursprünglichen Schule auf eine Monsterschule versetzt wurde, da sie hin und wieder versehentlich für Chaos an ihrer alten Schule gesorgt hat. Mia interessiert sich nicht für typischen Mädchenkram wie Puppen oder rosa Kleidung. Viel lieber ist sie mit ihrer kleinen Ratte unterwegs oder untersucht Käfer und anderes Getier unter ihrem Bett. Mia muss nun auf jeden Fall geheim halten, dass sie gar kein Monster ist, denn auf die Finsterwald-Schule sind nur Monster zugelassen. Gleichzeitig darf ihre Familie nichts von ihren neuen Monsterfreunden erfahren. Natürlich sind hier Probleme vorprogrammiert. Mia muss sich immer wieder etwas einfallen lassen, um ihr Geheimnis zu wahren, ob beim Sportfest oder bei der Übernachtungsparty zu ihrem Geburtstag. Langweilig wird es in jedem Fall nicht.

Der Kontrast zwischen Mia und ihrer Zwillingsschwester könnte nicht extremer sein. Während Mia ein wenig chaotisch und sehr neugierig durch die Welt geht, interessiert sich ihre Schwester Marie für alles was rosa ist und glitzert. Hier wird ein ganz anderes Zwillingspaar beschrieben, als man es sonst aus der Literatur kennt. Die beiden haben wirklich nichts gemeinsam und während Mia eigentlich nur ihr Leben nach ihren Wünschen leben will, ist ihre Schwester ziemlich boshaft und schadenfroh.

Spannend sind auch die vielen Schüler an der Finsterwald-Schule. Die giftige Hexe Greta will Mia das Leben schwer machen und sie am besten los werden. Der Vampirjunge Paprika hütet ein Geheimnis seiner Eltern und wird Mia ein guter Freund. Werwolf Wulf ist ein zwar haariger aber freundlicher Junge und die unsichtbare Ulli hat ein schweres Leben, da sie jeder generell übersieht und sie somit immer wieder in Vergessenheit gerät.

All diese Hauptprotagonisten werden im Buchdeckel durch schwarz-weiß Zeichnungen dargestellt, sodass der Leser sofort ein Bild vor Augen hat und gleich in die Geschichte hinein hüpfen kann. Ansonsten gibt es kaum Illustrationen, lediglich die Kapitelüberschriften sind zeichnerisch untermalt und Anfang sowie Ende der einzelnen drei Bände.
Der Großdruck macht es den jungen Lesern leicht, die Geschichte auch im Alleingang zu entdecken.

Mia ist einfach liebenswert, gerade weil sie nicht in die Norm passt, ihre eigenen Interessen verfolgt und hin und wieder Chaos stiftet, allerdings nicht aus Boshaftigkeit, sondern einfach nur, weil sie helfen will. Meiner Tochter und mir haben die heiteren Geschichten um Mia gefallen.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

Das kleine Waldhotel, Band 01

Kallie George , Karolin Viseneber , Stephanie Graegin
Fester Einband
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 01.03.2018
ISBN 9783505141492
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als ich meiner Tochter von der neuen Buchreihe "Das kleine Waldhotel" erzählte, war sie gleich begeistert. Wer möchte nicht mir einer kleinen liebreizenden Maus mitfiebern und hofft, dass sie endlich ein Zuhause für immer findet. In einem Wald voller Gefahren ist das nicht so einfach, doch das Waldhotel heißt alle Tiere, ob groß oder klein, willkommen.

Kallie George ist eine kanadische Autorin und Redakteurin. Sie hat Kinderliteratur an der „University of British Columbia“ studiert und leitet neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit Schreibworkshops für angehende Autoren. "Die Villa der Zaubertiere" ist ebenfalls eine Buchreihe, die auch bei Schneiderbuch erschienen ist.

Die Geschichte setzt mitten in einer stürmischen Nacht ein. Mona Maus muss ihr provisorisches Zuhause verlassen und gerät in den Sog eines reißenden Flusses. So landet sie im kleinen Waldhotel, wo sie zunächst als Zimmermädchen bleiben darf. Doch das Waldhotel ist in Gefahr, da die Wölfe immer näher rücken und ein Bär seinen Unterschlupf in der Nähe hat. Damit Mona in ihrem geliebten Waldhotel bleiben kann, muss sie mutig sein und sich den Abenteuern des Waldes stellen.

Als ich das Buch in den Händen hielt, war ich schon sehr begeistert. Es hat eine tolle Haptik. Der Schutzumschlag fühlt sich leicht stumpf an, man könnte fast meinen, es sei die Rinde eines Baumes. Unter dem Schutzumschlag befindet sich dann ein Einband, der der Baumrinde nachempfunden ist. Auch das eingeschnitzte Herz, welches in der Geschichte eine große Rolle spielt, darf hier natürlich nicht fehlen. Schlägt man die Buchdeckel vorne und hinten auf, so blickt man direkt in das Waldhotel hinein. Hier ist ein Querschnitt des Baumes zu sehen, mit all den Hotelzimmern und Räumen für Gäste und Bedienstete. Die Schrift am Buchrücken wirkt wie in einen Baum eingeritzt. Während des Lesens erblickt man hier und da immer wieder kleine schwarz-weiß Illustrationen, die zeigen, dass sehr liebevoll mit der Geschichte und den Protagonisten umgegangen wurde. Die Liebe zum Detail wird rundherum deutlich.

Die Hauptprotagonistin Mona Maus ist unheimlich liebenswürdig und noch dazu sehr mutig, obwohl doch so klein. Das zweite Zimmermädchen in der Geschichte, Tilda, ist alles andere als freundlich zu ihr. Doch immer wieder wird angemerkt, dass sie eine schlimme Vergangenheit hatte. Dennoch bleibt für den Leser immer die Frage im Raum: Wieso ist Tilda so gemein zu Mona?
Die erwähnten Wölfe kamen erst ab Seite 130 zum Einsatz, dennoch war die Geschichte bis dahin alles andere als langweilig.
Was es mit dem ungebetenen Hotelgast, ein kleiner Blatthornkäfer, auf sich hat, war für mich als Erwachsenen zwar ziemlich offensichtlich, aber das stellte kein Problem dar, da es eher ein Erzählstrang am Rande der zentralen Handlung war.

Der Sprachstil ist klar und gut verständlich. Man konnte der Geschichte von Anfang an gut folgen. Die Spannungsbögen während der Geschichte sind gut gestaltet, ohne den kindlichen Leser in zu große Angst zu versetzen.

Fernab von Klischees bezüglich Jungen oder Mädchen ist dieses Buch für alle Kinder, die Tiere lieben, geeignet. Mona Maus zeigt in ihren Abenteuern Mut und findet so einige Freunde. Durch Zusammenhalt und mit etwas Glück schaffen sie es, das Unheil abzuwehren.
"Das kleine Waldhotel" ist der gelungene Auftakt einer vielversprechenden Reihe, die wir sicherlich weiter verfolgen werden.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

familie, freundschaft, hochbegabung, tod, unfall, verlust

Glück ist eine Gleichung mit 7

Holly Goldberg Sloan , Wieland Freund
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.11.2017
ISBN 9783423626606
Genre: Jugendbuch

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mika, Ida und der Eselschreck

Miriam Lindner , Heribert Schulmeyer
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei BALANCE Buch + Medien Verlag, 13.03.2018
ISBN 9783867391351
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es gibt viele verschiedene Familienmodelle. Was für den einen ganz natürlich ist, wirkt auf den anderen vielleicht befremdlich. "Mika, Ida und der Eselschreck" setzt sich mit diesem Thema auseinander und zeigt, dass jede Familie ganz individuell gestaltet ist und sie dennoch alle etwas gemeinsam haben.

Miriam Lindner arbeitet in einem Verlag im Bereich Presse und Marketing und lebt gemeinsam mit ihrer Frau und ihrem Sohn in Köln und Hannover.
Heribert Schulmeyer arbeitet als freier Illustrator und lebt ebenfalls in Köln.

Auf einem Bauernhof lernen sich Mika und Ida kennen. Sie unterhalten sich über ihre Familien. Dabei geraten die beiden in einen Streit darüber, wie eine Familie aufzusehen hat. Besteht eine Familie immer aus einem Vater, einer Mutter und einem Kind? Können zwei Mütter mit ihrem Sohn eine Familie sein? Fehlt nicht jemand, wenn nur ein Vater und ein Kind zusammen leben? Nachdem sich beide bei einem Abenteuer zusammen gerauft haben, steht auf jeden Fall fest: Eltern sind doch irgendwie alle gleich.

„Familien sind so verschieden wie die Farben des Regenbogens.“

In diesem Buch werden verschiedene Familienmodelle aufgeführt. So hat Mika zwei Mütter, dafür keinen Vater. Da die meisten Kinder das sehr ungewöhnlich finden erklärt er es mit ein paar Worten ganz simpel: „die einen so, die anderen so“. Auch Ida kommt nicht aus einer typischen Familienkonstellation. Sie lebt mit ihrem Vater allein und fühlt sich dennoch vollständig. Mika macht sich darüber Gedanken, welche andere Familienmodelle es noch gibt. Da gibt es zum Beispiel Kinder, die haben zwei Väter und Kinder die leben bei ihren Großeltern.
Eine Familie definiert sich nicht über Vater-Mutter-Kind, sondern durch ihren ganz besonderen Zusammenhalt. Was bei dem einen normal ist, kann bei jemand anderem ganz anders aussehen. So individuell wie jeder Mensch ist, so einzigartig sind auch Familien. Dennoch haben sie alle etwas gemeinsam, nämlich die Liebe zueinander und dass eben alle Eltern doch gleich sind.

Die Illustrationen dieses Kinderbuchs sind farbenfroh, fröhlich und einfallsreich. Der Bauernhof ist mit all seinen Tieren sehr liebevoll in Szene gesetzt und ein kleiner frecher Vogel begleitet die gesamte Geschichte.
Die unterschiedlichen Familien sind sehr lebhaft und detailreich illustriert und zeigen den liebevollen Umgang miteinander.

"Mika, Ida und der Eselschreck" ist ein wunderschönes Buch, welches einfühlsam beschreibt, dass es ganz unterschiedliche Familien gibt und dass diese verschiedenen Modelle alle gleich wertvoll und vollkommen sind. Auch die Pointe, dass alle Eltern gleich sind, gefiel mir gut. Dieses wunderbare Buch über Regenbogenfamilien kann ich nur allen Eltern ans Herz legen, die ihre Kinder offen und sensibilisiert in die Welt hinaus schicken möchten.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

asien, autobiografisch, china, chinesischer comic, comic, farbiger manhua, freiheit, graphic novel, jugend, jugendbücher, liebe, manhua, mobbing, scheidung, schule

Der freie Vogel fliegt, Band 1

Jidi , Martina Hasse , Ageng
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Chinabooks E. Wolf, 01.04.2018
ISBN 9783905816723
Genre: Comics

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

ehemaliger polizist, entführung, familie, familiendrama, flucht, geheimnis, gon, good, good as gone, hörbuch, houston, kindesentführung, kindesmissbrauch, krimi, tochter

Good as Gone

Amy Gentry , Astrid Arz , Anna Thalbach , Nellie Thalbach
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 27.02.2017
ISBN 9783844525403
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch "Good as Gone" hatte mich schon deshalb interessiert, weil ich eine Assoziation zu einem anderen Werk hatte. Nämlich Rebecca Frayns "Deceptions". Bei beiden Büchern verschwindet ein Kind und taucht nach einigen Jahren wieder auf. In beiden Fällen ist unklar, ob es sich wirklich um das vermisste Kind handelt oder um eine fremde Person. Ich entschied mich dann spontan dazu, es mal mit einem Hörbuch zu probieren, um meine Zeit im Auto nicht ganz ungenutzt zu lassen.

Amy Gentry studierte in Chicago und lebt inzwischen in Austin, Texas. Sie unterrichtet englische Literatur an einer High School und arbeitet als freie Literaturkritikerin. "Good as Gone" feierte große Erfolge und erschien in über 20 Ländern.
Anna Thalbach (geboren 1973 in Berlin) ist eine international bekannte Künstlerin von Film, Fernsehen und Theater. Sie vertonte außerdem einige Hörbücher und erhielt bereits zwei mal den Deutschen Hörbuchpreis.
Ihre Tochter Nellie Thalbach (geboren 1995) ist ebenfalls Schauspielerin und zusammen mit Mutter und Großmutter auf der Bühne zu sehen.

Die Familie Whitaker erlebt das schlimmste, was einer Familie zustoßen kann: Annas und Toms Tochter Julie wird mit 13 Jahren direkt us dem Elternhaus entführt, während die kleinere Schwester dies mitansehen musste. Acht Jahre später steht Julie plötzlich wieder vor der Haustür. Doch Julies Geschichte hat Ungereimtheiten. Als Anna von einen Detektiv geheime Informationen über den Entführungsfall erhält, macht sie sich auf eigene Faust auf die Suche nach der Wahrheit. Ist es wirklich Julie, die da zurück gekehrt ist oder hat sich eine Fremde in ihr Haus geschlichen?

Zunächst einmal hatte ich mit der Stimme der Mutter (Sprecherin: Anna Thalbach) so meine Schwierigkeiten. Sie ist sehr kratzig und wirkt für mich eher wie die Stimme einer Großmutter. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Außerdem war am Anfang unklar, wer nun diese vielen anderen Mädchen (gesprochen von Nellie Thalbach) sind. Julie berschreibt Geschichten aus der Vergangenheit, die Chronologie ist nicht immer ersichtlich. Doch nach und nach lüften sich die Geheimnisse um die zurückgekehrte Frau.
Während die Mutter also aus dem Hier und Jetzt berichtet, erzählt die Tochter viele Dinge aus der Vergangenheit und einem Leben unter diversen Identitäten. Dieser Vergangenheit ist oftmals schwer zu folgen. Mal ist eine gewisse Charlotte tot, mal lebendig. „Sie“ kannte auch Julie, aber wer ist „sie“? Ist es nun eine gewisse Esther oder doch Ruth? Wer genau ist John David?

Es werden unheimlich viele Fragen aufgeworfen, die eher irritieren, als Spannung zu erzeugen. Die Handlung plätschert ziemlich dahin obwohl sie doch einiges Potential für eine dramatischere Zuspitzung gehabt hätte.
Völlig unklar blieb für mich, wie die Mutter an eine Voicemail gerät, die ihr einige Informationen über Julie verrät.

Das Hörbuch ist eine gekürzte Lesung der Buchvorlage. Die Story hat eine wirklich interessante und spannende Idee als Grundkonzept. Leider fiel es aber gerade im ersten Drittel ziemlich schwer, den vielen Personen oder Identitäten zu folgen. Deshalb blieb bei mir die Spannung etwas auf der Strecke. Die Gedanken und Zweifel der Mutter sind allerdings gut in Szene gesetzt und ließen mich mitfühlen.

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42 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, los angeles, magischer realismus, meermann, melissa broder, roman, sappho, sex, usa, venice beach

Fische

Melissa Broder , Eva Bonné
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 11.05.2018
ISBN 9783550050299
Genre: Romane

Rezension:

Der Klappentext von "Fische" klang vielversprechend, was hat es mit Lucy auf sich, die sich in einem Meermann verliebt und ihr Leben überdenkt? Dieses Buch beschäftigt sich mit den Themen Liebe, Leben, Arbeit, Freundschaft und diversen psychischen Störungen. Offen und ohne Umschweife berichtet Melissa Broder von Lucys Welt, die mit einem Mal aus den Fugen geraten ist. Das Buch begann vielversprechend, nahm aber eine Wendung, auf die ich mich nicht richtig einlassen konnte.

Melissa Broder ist eine amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Sie schreibt für die Zeitschrift ELLE und für Lena Dunhams „Lenny Letter“. Es erschien bereits ein Essayband mit dem Titel "So Sad Today". Bei "Fische" handelt es sich um ihren Debütroman.

Lucys Leben ist das reinste Chaos. Sie schreibt seit einer Ewigkeit an ihrer Doktorarbeit. Dabei kommt sie aber nicht voran, da sie sich in einer These verrannt hat, die sich nicht belegen lässt. Nebenher arbeitet sie als Bibliothekarin, doch ihre Mittel drohen gestrichen zu werden. Dann trennt Lucy sich versehentlich von ihrem Freund und bringt sich fast um. Daraufhin nimmt ihre Schwester sie zu sich nach Venice Beach, hier setzt die Handlung ein. Sie soll sich um den heiß geliebten Hund kümmern, da die Schwester für längere Zeit verreist ist. Am Stand lernt Lucy eines Tages Theo kennen, einen Meermann, der ihr den Kopf verdreht.

Die Geschichte begann vielversprechend. Sehr gefühlsbetont erzählt die Autorin die Geschichte von Lucy. Dabei gibt es auch einige witzige Episoden mit den Frauen ihrer Selbsthilfegruppe. Etwas unappetitlich wird es immer wieder bei ihren Versuchen, sich mit anderen Männern zu trösten.
Als Lucy Theo trifft, führen die beiden zu Beginn spannende und tiefgründige Gespräche. Irgend wann begibt sich die Beziehung der beiden aber lediglich auf die sexuellen Ebene und ich verlor leider das Interesse an Lucy und ihrer Geschichte. Außerdem wurde mir Lucy im Verlauf der Erzählung zunehmend unsympathisch.
Dass Theo tatsächlich ein Meermann ist, wie im Klappentext erwähnt, überraschte mich. Ich dachte eine ganze Weile, dass es sich hierbei lediglich um eine interessante Metapher handelt. Ab diesem Moment stieg ich gedanklich aus der Geschichte eher aus. Die Versuche der beiden, sich zum Haus der Schwester zu begeben, um ungestört sein zu können, waren mir zu skurril und unglaubwürdig. Vielleicht handelt es sich bei Theo doch nur um eine Wahnvorstellung oder eine Metapher der Selbstmordversuche Lucys?

Die Sprache ist leicht verständlich und rutscht hin und wieder ins vulgäre ab. Die Geschichte an sich ist gut und flüssig erzählt, man bleibt dran, auch wenn man der Gedankenwelt Lucys vielleicht nicht immer folgen kann. Ich war nicht gelangweilt, aber wirklich mitgerissen hat mich die Story nicht.

Alles in allem versprach das Buch sehr viel, wurde mir aber zu skurril und unglaubwürdig. Da es gleichzeitig aber gut geschrieben ist, hat es sicherlich seine Zielgruppe, der ich aber eher nicht angehöre.

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1.425 Bibliotheken, 50 Leser, 0 Gruppen, 167 Rezensionen

fanny funke, fantasy, freundschaft, hotel, humor, jugendbuch, kerstin gier, kerstin_gier, liebe, schnee, schweiz, silvester, weihnachten, winter, wolkenschloss

Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich die "Edelsteintrilogie" von Kerstin Gier regelrecht verschlungen habe, war ich begeistert, als ich erfuhr, dass ein neuer Roman von der Autorin erschienen ist. "Wolkenschloss" ist ein mitreißendes Buch mit tollen Protagonisten, witzigen Wortgefechten und Spannung bis zum Ende.

Kerstin Gier (geboren 1966) veröffentlichte 1995 ihr erstes Buch. Inzwischen sind einige Jugend-, Frauen- und Liebesromane entstanden, welche große Erfolge feiern. Die "Edelsteintrilogie" ("Rubinrot", 2009; "Saphirblau", 2010 und "Smaragdgrün" 2010) wurde bereits verfilmt. Auch ihre "Silbertrilogie" ist ein internationaler Bestseller.

Fanny hat die Schule geschmissen und arbeitet für ein Jahr im Wolkenschloss, einem altehrwürdigen Grandhotel, an dessen Fassade es zu bröckeln beginnt. Während des berühmten Silvesterballs haben die Angestellten alle Hände voll zu tun, denn die Gäste haben alle ihre Eigenheiten und sind nicht immer die, für die sie sich ausgeben. Da trifft Fanny auf den jungen Mann Tristan, der sich seine Zeit mit Fassadenkletterei vertreibt. Aber auch Ben, der Sohn des Hotelinhabers, hat ihr Interesse geweckt. Und plötzlich gerät alles im Hotel außer Kontrolle.

Das Cover des Buches ist sehr detailreich und denen der Edelsteintrilogie ähnlich. All die verschiedenen Hotelgäste sind dort abgebildet und der Charme der alten Gemäuer kommt wunderbar zur Geltung. Entfernt man den Umschlag kommt ein fliederfarbener Einband zum Vorschein welcher mit Illustrationen versehen ist, die die Atmosphäre des Wolkenschlosses einfangen. Dies alles ist sehr liebevoll umgesetzt und ein echter Hingucker.

Kerstin Gier ist wiedermal ein mitreißender Roman gelungen. Ihre Charaktere sind so greifbar beschrieben, dass man als Leser von der ersten Seite an mitfiebert. Fanny ist eine tolle Protagonistin, sie nimmt sich selbst in ihren Gedanken auf die Schippe und ist mutig sowie schlagfertig, was für einige tolle Dialoge sorgt.
Tristan erscheint wie ein typischer geheimnisvoller Badboy, der durchaus auch zu witzigen und schlagfertigen Diskussionen beiträgt und sympathisch aber auch sehr geheimnisvoll wirkt. Ihm gegenüber steht Ben, der bodenständige junge Mann, der anpacken kann. Er ist verlässlich und hilfsbereit. Die beiden könnten wohl unterschiedlicher nicht sein.
Etwas schade und leicht plump fand ich die Tatsache, dass Fanny nicht alleine ihre Gefühle für Ben erkennt, sondern sich zunächst lediglich zu Tristan hingezogen fühlt. Sie brauchte Delia als Anstoß, um sich darüber klar zu werden.

Diese Geschichte ist voller spannender Wendungen die einen von Beginn an mitreißen und nicht mehr loslassen. Auch die Gefühlsebene kommt dabei nicht zu kurz und so hat man ein wundervolles Leseerlebnis, welches ich nur jedem empfehlen kann.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

Amalia von Flatter, Band 01

Laura Ellen Anderson , Katrin Segerer
Fester Einband
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 01.02.2018
ISBN 9783505140860
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bei "Amalia von Flatter" handelt es sich um eine neue Kinderbuchreihe von der Autorin Laura Ellen Anderson. Normalerweise stehen Glitzer und Einhörner bei Büchern für junge Leserinnen meist im Mittelpunkt. Nicht so bei dieser neuen Reihe, wo es Vampire und Monsterfreunde gibt, wo Kürbisse als Haustier gehalten werden und selbstgemachte Zehenmarmelade auf dem Frühstückstisch (in der Nacht) steht.

Laura Ellen Anderson lebt in England und arbeitet als Illustratorin. Zum ersten mal schrieb und illustrierte sie ein Kinderbuch komplett selbst. Dabei entstand "Amalia von Flatter".

Amalia von Flatter ist ein Vampirmädchen und wohnt in Nokturnia. Des Nächtens vertreiben sich hier Monster ihre Zeit. Amalias Eltern veranstalten jedes Jahr ein großes Fest, doch in diesem Jahr haben sich der König und sein Sohn angemeldet. Prinz Marillo ist alles andere als liebenswürdig und stellt Amalias Alltag auf den Kopf. Als er dann auch noch ihren geliebten Kürbis entführt, steht für sie fest, dass sie sich gegen den Prinzen zur Wehr setzen muss.

In die Geschichte hinein zu finden, fiel uns etwas schwer. Die ersten 80 Seiten zogen sich etwas und meine Tochter war oftmals leicht gelangweilt. Auch die Beschreibungen des sonderbaren Essens sowie die gegenseitige Anrede der Protagonisten („Mein Dunkler“ Seite 13, „mein kleiner Garstling“ Seite 17) waren gewöhnungsbedürftig und für 6 bis 7-jährige wohl eher unverständlich.
Nach der umfangreichen Vorstellung von Nokturnia und seinen Bewohnern zog die Handlung dann aber gut an und es wurde spannend. Die einzelnen Charaktere sind gut gezeichnet und Amalia von Flatter ist ein wirklich liebenswertes Mädchen mit tollen Freunden, die jederzeit zu ihr halten. Natürlich bleibt auch die große Überraschung am Schluss nicht aus.
Im Anschluss finden sich noch drei Rezepte von Gerichten, die im Buch erwähnt wurden.

Das Cover hat uns gut gefallen, es hebt sich von den typischen Mädchenlektüren besonders gut ab, da es größtenteils in schwarz und lila gehalten ist, mit wenigen rote Akzenten.
Die vielen schwarz-weiß Zeichnungen sind gut gelungen und sorgen hier und da für echten Ekel, wenn da ein abgehackter Finger liegt oder ein Augapfel über die Seite kullert. Die Liebe zum Detail ist hier deutlich zu erkennen. Zu Beginn gibt es eine große Karte von Nokturnia, sowie einige Portraits der Protagonisten. Neben den vielen fantasievollen Zeichnungen sind einige Seiten auch einfach so mit Verzierungen versehen.

Dieses Buch hebt sich von der gängigen Kinderliteratur für Mädchen ab. Das große Schriftbild lädt junge Leser ein, aber auch zum Vorlesen ist das Buch gut geeignet. Wenn man sich durch die längere Vorstellung dieser uns unbekannten Welt gearbeitet hat, macht das Buch wirklich großen Spaß und meine Tochter ist schon ganz gespannt auf die noch folgenden Bücher dieser neuen Reihe.

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83 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

abenteuer, bookbuddy, hörbuch, hotel, jugendbuch, jugendliteratur, kerstin_gier, krimi, leichte lektüre, liebe, rezension, schwei, urlaub, weihnachten, wolkenschloss

Wolkenschloss

Kerstin Gier , Ilka Teichmüller
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 09.10.2017
ISBN 9783839841624
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 8 Gruppen, 7 Rezensionen

Aus Syrien geflüchtet: Ein autobiografischer Jugendroman

Seif Arsalan , Annette Weber
E-Buch Text: 144 Seiten
Erschienen bei Verlag an der Ruhr, 01.02.2018
ISBN 9783834638458
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Aus Syrien geflüchtet" ist ein autobiografischer Roman für Jugendliche zu einem sehr aktuellen Thema: der sogenannten „Flüchtlingskrise“. Auf dieses Buch bin ich gar nicht selbst gestoßen, sondern wurde direkt vom Autor angeschrieben. Er hatte meine Rezension über "Willkommen bei den Friedlaenders" gelesen und fragte mich, ob ich Interesse hätte, sein Buch zu besprechen. Da mich die Thematik interessiert, war ich natürlich sofort neugierig auf das Buch.

Seif Arsalan ist das Pseudonym des Autors. Zunächst wollte er unter seinem richtigen Namen veröffentlichen, Freunde und Verwandte rieten ihm aber davon ab, da er in Syrien politisch verfolgt wird. Der Autor ist 20 Jahre alt und 2016 als Flüchtling nach Deutschland gekommen.

Der junge Mann erzählt nicht nur von seiner Flucht aus Syrien nach Deutschland. Er beginnt mit Berichten aus seiner Kindheit, seinen diversen Umzügen und damit einhergehenden Schulwechseln. Diese Ereignisse sind gefolgt von seiner Flucht und die Ankunft in Deutschland.

Es war interessant zu lesen, wie seine Familie in Syrien gelebt, dass sein Vater zwei Frauen geheiratet hat. Er lebte also gleichzeitig in zwei Familien, denn in Syrien ist es durchaus möglich eine zweite Frau zu ehelichen ohne sich zuvor scheiden zu lassen. Dass das einige Schwierigkeiten mit sich bringt ist offensichtlich und wird von Seif Arsalan auch klar benannt.
Der Schreibstil ist einfach gehalten und die Ereignisse sind oft sehr knapp wiedergegeben. Meist erscheinen einem die Gefühle etwas distanziert dargestellt. Die inneren Konflikte des jungen Mannes kommen aber dennoch zu Wort.
Für mich unverständlich ist die Haltung des Vaters. Er verhält sich kalt und egoistisch und ist seinen Kindern kein liebevoller Vater. Er gibt lediglich sein Einverständnis zur Flucht, scheint sich aber keine Gedanken darüber zu machen, dass seine Frau und sein Sohn in Sicherheit sind, oder eine bestmöglich geplante Flucht antreten können. Wie ein Vater so emotionslos sein kann, ist mir unbegreiflich und der letzte Satz des Buches lässt den Leser einfach nur traurig zurück. Da schreibt ein zutiefst verletzter Sohn darüber, dass er eine schlimme Flucht erlebt hat und sein einziger Wunsch ist Anerkennung und Liebe durch seinen Vater.
Das Cover des Buches lässt einen vielleicht etwas rätseln, es zeigt einen jungen Mann mit Koffer, hinter ihm liegt ein Teddybär. Ich würde es so auslegen, dass der junge Mann sich auf dem Fluchtweg befindet und dabei seine Kindheit hinter sich lässt. Er wird gezwungen erwachsen zu werden, da er die Verantwortung für sich und die Mutter übernehmen muss.

"Aus Syrien geflüchtet" ist ein schmales Büchlein, welches Jugendlichen einen guten ersten Eindruck gibt und vor allem zeigt, dass Flüchtlinge Menschen wie du und ich sind. Sie sind nicht gefährlich, sondern waren gezwungen ihre Heimat, ihre Freunde und ihre Familie zu verlassen, um in Sicherheit leben zu können. Für die Schule ist dieses Buch sicherlich gut geeignet, da es in einfachen und knappen Worten beschreibt, was Flüchtlinge dazu bringt nach Deutschland zu kommen und welche Gefahren und Strapazen sie dafür in Kauf nehmen müssen.

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427 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

digitalisierung, dystopie, gesellschaft, gesellschaftskritik, humor, humor satire, ironie, kling, künstliche intelligenz, marc-uwe kling, qualityland, roboter, roman, satire, zukunft

QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050237
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich habe noch nicht viele Utopien gelesen, aber "Brave New World" ist mir natürlich auch bekannt und ich mochte es sehr. Auf der Leipziger Buchmesse 2018 hatte ich dann "Qualityland" in der Hand. Ein Buch, welches mir bis dahin irgend wie immer mal wieder über den Weg gelaufen ist. Wieso es zwei Versionen (eine helle und eine dunkle) dazu gibt, war mir nicht bekannt, aber es machte mich nur umso neugieriger.

Marc-Uwe Kling schreibt kapitalismuskritische Bücher. 2010 erhielt seine Känguru-Trilogie den Deutschen Radiopreis und 2013 den Deutschen Hörbuchpreis.

"Qualityland" beschreibt eine Welt dominiert von Technik und Maschinen. Der Mensch muss eigentlich nichts mehr selbst tun, da alles von Maschinen übernommen wird. Eine Utoplie, die vielleicht gar nicht so utopisch ist und dennoch werden hier keine Roboter verteufelt, nein sie haben bereits eigene Gefühle entwickelt. "Qualityland" erscheint in zwei Versionen, die helle für Optimisten, die dunkle für Pessimisten. Man muss aber nicht beide Versionen kaufen, um beide Geschichten zu kennen. Auf der offiziellen Webseite zum Buch, finden sich die Unterschiede der beiden Versionen wieder, denn in "Qualityland" sind die Werbetexte an den jeweiligen Leser (Optimist oder Pessimist) angepasst. Peter Arbeitsloser steht im Zentrum der Geschichte, er sucht seinen Weg im Leben, erkennt die Missstände in Qualityland und möchte dagegen angehen, eigentlich verfolgt er zunächst nur sein eigenes kleines Ziel, doch schnell wird daraus eine große Welle, die sich durch die sozialen Medien verselbstständigt.

Mir haben die vielen Anspielungen auf bekannte Literatur oder die heutige Technik gefallen. In der Geschichte wird beispielsweise ein Hitler-Musical aufgeführt, und eine Protagonistin sagt „Er ist wieder da…“ (Seite 35) nachdem ein Roboter erneut auftaucht. Der entsprechende Roman sollte dem ein oder anderen wohl zumindest vom Hören-Sagen bekannt sein, bei mir wartet er noch im Regal darauf, gelesen zu werden.
Die Weite Welt Werbung wird dann WWW abgekürzt, ein PDF ist ein persönlicher digitaler Freund, die SS ein Sicherheitsunternehmen mit Namen Super Secure.

In "Qualityland" bringen verschiedene Protagonisten aus ganz unterschiedlichen Klassen die Handlung ins Rollen. Da gibt es wie erwähnt Peter Arbeitsloser, der wie schon sein Name verdeutlicht (sein Vater war zu Peters Geburt arbeitslos und so bekam sein Sohn diesen Nachnamen, denn Maier, Müller, Schmidt sollte man in Qualityland nicht mehr heißen) auf der Karriereleiter am unteren Ende unterwegs ist. John of Us ist ein Androide, der als Präsidentschaftskandidat versucht die Welt zu einem besseren Platz zu machen. Martyn, der reich aber dennoch unzufrieden ist, weil sein Leben nicht selbstbestimmt ist, sondern von der Außenwelt geleitet. Und dann gibt es noch die sympathischen, ausrangierten Maschinen in Peters Keller, die zu seinen besten Freunden werden und ihm helfen, sein Ziel zu erreichen.

Der Schnitt des Buches ist ungewöhnlich, das Hardcover wurde inklusive des Einbandes beschnitten und wirkt dadurch besonders kantig, als käme es tatsächlich aus der Zukunft. Spannend ist auch die Covergestaltung. Zum Einen gibt es wie gesagt eine helle und eine dunkle Version, je nachdem, ob man als Optimist oder als Pessimist durch das Buch gehen möchte. Zum Anderen ist der Titel auf drei Zeilen herunter gebrochen. Dabei bildet der Autorenname den Anschein eines „E“, was insofern interessant ist, als das in der Geschichte erzählt wird, dass Qualityland ursprünglich Equalityland genannt werden sollte. Ein einzelner Mann entschied sich aber dann für Qualityland und stellte somit die Weichen für eine neue Zeit. Solch versteckten Anspielungen gefallen mir immer gut.

Die bereits erwähnten Werbeteile in der Handlung sind der Erzählung zwischen geschaltet. Da wird es beispielsweise gerade recht spannend und auf der nächsten Seite ist ein Break, da eine Wahlwerbung eingeschoben wurde. Das ist eine nette Idee, zumal man hier ja doch ein wenig an unsere Realität erinnert wird. Zu diesen Werbeanteilen gibt es dann auch User-Kommentare, die wiederum Teile der Handlung aufnehmen, so bildet sich ein rundes Konzept der kompletten Handlung, die wirklich außergewöhnlich ins Detail geht.

Bei diesem Buch rauchte mir manchmal regelrecht der Kopf. Hier gibt es so viele Anspielungen zu entdecken und ich habe sicherlich einige weitere übersehen, weil sie mir schlichtweg nicht bekannt waren. Da macht das Lesen großen Spaß und der Leser wird vom Beginn an abgeholt. Ein wenig mehr Schwung in der Handlung hätte der Geschichte allerdings ganz gut getan. Doch auch wenn mir die Protagonisten etwas fern blieben und ich nicht direkt von ihnen in den Bann gezogen wurde, so wird der Konkurrenzdruck und die Aussichtslosigkeit mancher durch die starren Level, in welche die Menschen durch Analysen und Berechnungen gezwängt werden, allzu deutlich.

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1.636 Bibliotheken, 77 Leser, 0 Gruppen, 339 Rezensionen

college, england, geld, james, liebe, lyx, lyx verlag, macht, maxton hall, mona kasten, new-adult, oxford, ruby, #saveme, save me

Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

bilderbuch, boje verlag, gerüchte, katharina e. volk, kinder, kinderbuch, kinderbuch ab 4 jahre, kinderklatsch, nachrichten, neuigkeiten, stille post, tiere, tierisches leseabenteuer, tratsch, weitersagen

Das verrückte Wiesengeflüster

Katharina E. Volk , Fabian Jeremies , Christian Jeremies
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Boje, 23.02.2018
ISBN 9783414824998
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wie entstehen eigentlich Gerüchte? Ein Thema was sicherlich in jeder Familie irgend wann auftaucht. Wer sich der Verbreitung von Gerüchte mit seinen Kindern näher widmen möchte, dem sei "Das verrückte Wiesengeflüster" von Katharina E. Volk, Christian und Fabian Jeremies ans Herz gelegt. Was ist nun genau mit der armen Hasenfamilie passiert, dass sie ihr Haus verlassen mussten und nun keine Bleibe mehr haben? Wie konnte das passieren, wo diese Familie doch so herzensgut ist?

Katharina E. Volk stammt aus einer Großfamilie, die ihr viel Stoff zum Schreiben von Kinder- und Bilderbüchern bot. Sie begann ein Germanistikstudium, arbeitete dann in diversen anderen Bereichen. Inzwischen ist sie als freie Autorin tätig.
Christian und Fabian Jeremies (geboren 1979) sind Zwillinge und begannen schon früh zu malen. Sie studierten beide Design und illustrieren inzwischen gemeinsam Kinderbücher. Ihr Stil ist farbenfroh und manchmal auch etwas verrückt.

Das Schaf bekommt an einem schönen Frühlingstag von dem Amseln gezwitschert, die Hasen hätten was auf die Nase bekommen. Das muss er gleich jemandem erzählen und so geht er weiter zum Fuchs. Gemeinsam überlegen sie, was da vorgefallen sein könnte. Der Fuchs geht daraufhin zum Dachs, der Dachs zur Gans, die Gans zur Maus und so weiter. Als die Geschichte beim Wildschwein angelangt, heißt es, die Hasen hätten ihr Haus verloren und müssen auf dem schlammigen Feld leben wo der kleine Hase inzwischen bereits krank geworden ist. Das Wildschwein will es genau wissen und macht sich auf den Weg zur Hasenfamilie. Die anderen Tiere begleiten ihn. Doch welch eine Überraschung erwartet sie, als sie am Hasenhaus ankommen?

Die Bilder dieses Buches bestechen durch ihre bunten Farben und erstrecken sich großflächig über die gesamten Doppelseiten. Es gibt sehr viel zu entdecken. So begleitet ein kleiner Marienkäfer die gesamte Geschichte im Hintergrund, ohne Teil der Erzählung zu sein. Viele kleine Details machen die Bilder spannend und witzig zugleich.
Für den erwachsenen Leser ist die Ursprungsaussage der Amseln, die man aber nicht zu hören bzw. zu lesen bekommt, zwar recht vorhersehbar, aber für die Kinder, die noch nicht wissen, worum es in der Geschichte überhaupt geht, bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten.
Die Altersangabe ist mit 4 Jahren angegeben. Zum Vorlesen ist es sicherlich schon für 2 oder 3-jährige Kinder geeignet, wobei sie die Tragweite der Geschichte vermutlich noch nicht in Gänze erfassen können.

Dieses Buch lädt schon mit Cover und Titel zum Lesen ein. Sie machen neugierig auf die Geschichte und die Spannung steigert sich im Lauf der Erzählung weiterhin, bis am Ende die Lösung schön verpackt und ohne erhobenen Zeigefinger erscheint. Meine Kinder (6 und 2) hatten großen Spaß an der Geschichte und waren entzückt von den tollen detailreichen Bildern, bei denen so viel zu entdecken war.

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drama, eltern, familie, familientragödie, hilflosigkeit, kinder, kindeswohl, krankenhaus, marie, mutter, scheidung, steven uhly, überforderung, vernachlässigung, versagen

Marie

Steven Uhly
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei btb, 12.02.2018
ISBN 9783442715527
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich bereits Steven Uhlys Roman "Glückskind" gelesen habe und er seither zu meinen Lieblingsbüchern zählt, war ich sehr gespannt auf den Nachfolger. Was ist aus all den Figuren des ersten Teils geworden? Haben sie sich ein glückliches Leben aufbauen können, ihren Frieden gefunden? Oftmals birgt eine Fortsetzung auch ihre Tücken und nicht immer ist diese so mitreißend, wie der erste Teil. So erging es mit leider auch ein wenig mit "Marie". Der Ansatz ist gut, aber der Autor wollte zu viel auf einmal mitteilen.

Steven Uhly (geboren 1964 in Köln) studierte Literatur. Er übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Spanischen, Portugiesischen und Englischen. Inzwischen lebt er mit seiner Familie in München.

Der zwölfjährige Frido erzählt seiner kleinen Schwester Chiara beim Zubettgehen die Geschichte eines alten Mannes, der ein Baby stiehlt. Chiaras Mutter ist alles andere als begeistert, ist regelrecht schockiert darüber und schlägt Chiara. Die Familie befindet sich von diesem Moment an in einem Abwärtsstrudel. Die Mutter, Veronika Kelber, ist alleinerziehend und scheitert daran, all ihren drei Kindern wahre Gefühle entgegen zu bringen. Die Vergangenheit holt sie ein und lässt sie nicht mehr los, sodass Veronika an einem Punkt angelangt, der ihr das Leben kosten könnte.

Schon in "Glückskind" ist die Sprache der Situation angepasst und wenig ausschweifend, manchmal recht simpel. Dies verstärkte sich nun in "Marie" noch weiter, machte es mir dabei schwer, mich hineinzufinden und daran zu gewöhnen.
Die Wiedergabe der Gedanken der einzelnen Protagonisten war beispielsweise nicht, wie sonst üblich, in Anführungszeichen gesetzt. Vielmehr erschien sie einfach so im Text, sodass mitten im Satz auf einmal nach dem Komma ein ganz neuer Satz (mit Großbuchstabe) erscheint. Das störte mich zunehmend. Oder wenn „Tunnel“ im Plural als „Tunnels“ bezeichnet werden, riss mich das immer wieder aus der Geschichte.

Veronika Kelber ist am Ende ihrer Kräfte und Chiara gegenüber außerdem völlig gefühllos. Das erschloss sich mir nicht ganz, ist aber wiederum auch nicht sehr weit her geholt, wenn man die Vorgeschichte der beiden bedenkt. Was mich aber noch mehr irritierte, war die Unselbstständigkeit Chiaras. Sie wirkte viel jünger als eine Schulanfängerin. Sind Kinder, die viel sich selbst überlassen sind, nicht eigentlich eher selbstständiger als andere in ihrem Alter? Chiara sollte in der Lage sein, sich selbstständig anzuziehen oder zu duschen, stattdessen muss das der arme Frido übernehmen. Hier erschien mir die aktuelle Situation künstlich zugespitzt.
Dass der Vater der Kinder so egoistisch ist und Veronika die Arbeit mit den Kindern größtenteils allein überlässt, sich sogar dagegen wehrt, auch einmal alle drei Kind auf einmal zu betreuen, ist für mich unverständlich. Auch Irene, die neue Frau an seiner Seite (inklusive gemeinsamen Kleinkind), ist herzlos. Sollte sie nicht mehr Muttergefühle haben, auch wenn es nicht ihre eigenen sind? Stattdessen nutzt sie Frido als Babysitter für die eigene kleine Tochter aus.
Alle Schuld wird Veronika angelastet, dabei ist sie wohl diejenige, die dringend Hilfe benötigen würde.

In der Geschichte kommen viele verschiedene Perspektiven zum Tragen, eigentlich kommt jeder Protagonist (Veronika, Frido, Mira, Chiara, der Vater und die neue Frau) einmal zu Wort. Ich glaube das tat der Handlung nicht gut. Es fällt dadurch schwer, sich in einen Hauptprotagonisten hinein zu versetzen, wie es beispielsweise bei "Glückskind" ganz leicht der Fall war. Dadurch war die Lektüre des Buches eher zähflüssig. Alles in allem war es natürlich sehr spannend zu sehen, wie eine kleine Familie an den Abgrund geraten kann, aber mit vollem Herzen war ich beim Lesen leider nicht dabei.

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