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    Das Bücherregal platzt aus allen Nähten und auch wenn ich eigentlich alle meine Bücher wie Kinder liebe, muss ich ein paar abgeben. Gerne zu vertauchen (an meinem Bücherregal seht ihr ja, was ich gerne mag). Über alles andere lässt sich reden, schreibt einfach eine PN :)
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(128)

317 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 57 Rezensionen

fantasy, flohzirkus, london, magie, flöhe

Dunkelsprung

Leonie Swann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.11.2014
ISBN 9783442313877
Genre: Fantasy

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(41)

127 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

märchen, dornröschen, schneewittchen, chris riddell, düster

Der Fluch der Spindel

Neil Gaiman , ,
Fester Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 17.09.2015
ISBN 9783868738728
Genre: Comics

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(7)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Wahre Märchen 2

Markus Heitz , Christian von Aster , Ju Honisch , Oliver Graute
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 01.06.2014
ISBN 9783867622141
Genre: Sonstiges

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

autismus, comic, pubertät, autisten

Schattenspringer, Band 2: Per Anhalter durch die Pubertät

Daniela Schreiter
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei Panini, 22.07.2015
ISBN 9783736707573
Genre: Sonstiges

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(129)

198 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

frankreich, paris, hut, präsident, magie

Der Hut des Präsidenten

Antoine Laurain , Claudia Kalscheuer
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 18.01.2016
ISBN 9783455650228
Genre: Romane

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(141)

242 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

liebe, märchen, eifersucht, die mechanik des herzens, andalusien

Die Mechanik des Herzens

Mathias Malzieu , Sonja Finck
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei btb, 09.06.2014
ISBN 9783442747801
Genre: Romane

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(86)

216 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

liebe, kuss, unsichtbar, paris, suche

Der kleinste Kuss der Welt

Mathias Malzieu ,
Flexibler Einband: 156 Seiten
Erschienen bei carl's books, 31.08.2015
ISBN 9783570585474
Genre: Fantasy

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(210)

388 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, familie, familiengeschichte, demenz, tod

Der Geschmack von Apfelkernen

Katharina Hagena
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.08.2009
ISBN 9783462041491
Genre: Liebesromane

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(10)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Angriff der unsinkbaren Gummienten

Christopher Brookmyre
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch, 14.08.2014
ISBN 9783869710976
Genre: Krimi und Thriller

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(22)

52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

feen, fantasy, maud, london, hetti

Die Wedernoch

Stefan Bachmann ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.09.2014
ISBN 9783257069068
Genre: Jugendbuch

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(65)

123 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

klone, klon, marilyn monroe, zukunft, dolfi und marilyn

Dolfi und Marilyn

François Saintonge , Olaf Roth
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei carl's books, 08.09.2014
ISBN 9783570585375
Genre: Romane

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(2.193)

3.020 Bibliotheken, 24 Leser, 7 Gruppen, 104 Rezensionen

selbstmord, liebe, leben, psychiatrie, tod

Veronika beschließt zu sterben

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Flexibler Einband: 223 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.04.2007
ISBN 9783257233056
Genre: Romane

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(41)

85 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

london, familie, türkei, ehre, ehrenmord

Ehre

Elif Shafak , Michaela Grabinger
Fester Einband
Erschienen bei Kein & Aber, 01.01.2014
ISBN 9783036956763
Genre: Romane

Rezension:

Die Zwillingsschwestern Pembe und Jamila verbingen in einem abgelegenen, kurdischen Dorf ihre Kindheit ungetrennt und stets eng miteinander verbunden. Doch das Schicksal treibt die beiden Mädchen im Erwachsenenalter auseinander. Während Jamila unabsichtlich in ein Leben als "ewig jungfräuliche Hebamme" gleitet, wird Pembe aus ihrer Heimat fortgeweht - weiter, als sie es sich in ihrem Fernweh jemals erträumt hat: nach London. 
Dort versucht sie mit der neuen Kultur, den anderen Sitten und den lauernden Gefahren einer fremden Welt fertig zu werden und gleichsam ihre drei Kinder aufzuziehen. Doch während sie selbst als Kind gegen die Strenge ihrer Familie angekämpft hat, driftet sie nun als Mutter selbst in ein solches Verhalten ab. Mit katastrophalen Folgen! Denn gerade als Pembe versucht, sich aus der misslichsten Lage ihres Lebens - neues Land, neue Sprache, Dasein als Alleinerziehende Mutter - mit Hilfe eines neugewonnenen Freundes zu erheben, da spielt das Schicksal ihr erneut einen grausamen Streich und ihre Vergangenheit holt sie ein. 

"Ehre" ist das leitende Motiv, welches sich auf vielschichtige Weise durch die gesamte Erzählung zieht. Während wir Europäer darunter etwas spirituelles und sehr ambivalentes verstehen, scheint es aus unserer Sicht in der türkisch-islamischen Kultur eher ein Begriff der Keuschheit und Jungfräulichkeit zu sein - etwas, dass lediglich den Frauen auferlegt wird, wie ein Zwang und aufgrund dessen Frauen, die um ihre Freiheit kämpfen, stets vom Tode bedroht oder schließlich auch davon eingeholt werden. So zumindest unsere Annahme.
Doch Elif Shafak zeichnet in ihrem Roman ein viel weiteres Bild, ein umfassenderes Gefühl, was es mit diesem Wort auf sich hat. Bereits Pembe und Jamilas Mutter Naze ist tief durchdrungen davon. Für sie ist es eine große Qual ihrem geliebten Ehemann keinen Sohn geschenkt zu haben, sondern nur acht Töchter. Der Gram, den sie empfindet, als die Zwillinge das Licht der Welt erblicken, scheint sich wie ein unsichtbares Tuch auch über Pembe gelegt zu haben - empfindet sie doch in England ähnliche Schuldgefühle, als sie beginnt sich über ihre Tradition hinwegzusetzen und ein neues Leben anzufangen. Stets begleiten sie Schuldgefühle, befleckt sie dadurch doch ihre und die Ehre ihrer Familie. Und das, obwohl sie aus unserer Sicht alles Recht dazu hat - betrügt und verlässt ihr spielsüchtiger Mann sie doch. Aber Pembe kann sich nicht lösen. Und auch ihr Sohn Iskender, den sie zu einem ehrenhaften Mann heranziehen will, kommt von diesem Weltbild nicht los. Er wird davon getrieben, die Rolle des Mannes im Haus einzunehmen. Und auch, wenn es den Jungen fast umbringt, so fühlt er sich doch dazu verpflichtet, seine Mutter zu beschützen, sie auf den rechten Weg zurückzubringen und die Ehre zu verteidigen. Mit welchen Mitteln auch immer.
Shafak zeigt Figuren, die sehr klar und nachvollziehbar beschrieben werden. Es sind Menschen aus einer anderen Kultur und doch wird ihr Innerstes deutlich, man meint zu verstehen. Jeder der Handelnden darf seine Sicht darlegen. Es entsteht ein Geflecht aus Erinnerungen, Momentaufnahmen, größeren und kleineren Strängen, die schließlich alle an einem Punkt zusammenlaufen und im Hier und Jetzt münden. In dem Moment, als Er wieder frei ist. Und als seine Mutter gestorben ist. Zweimal. 
Sprachlich besticht der Roman durch ungewöhnlich Bilder und Vergleiche. Er liest sich sehr angenehm und flüssig, die wenigen türkischen oder kurdischen Begriffe sind sogar in einem Glossar erklärt. 

Mein Fazit: Ich bin mit dem Gedanken an das Buch herangetreten, wirklich harte Kost vor mir zu haben, wahrscheinlich getränkt in Hass und Leidenschaft, Blut und Ehre. Doch gefunden habe ich einen spannenden Teppich, bei welchem alle Fäden nebeneinander laufen, sich ab und an kreuzen und zusammen ein Bild ergeben, welches so kostbar und zierlich ist, dass ich ganz überrascht davon bin. Selbst die Täterfigur Iskender ist für mich ein Sympathieträger, während die Hauptfigur Pembe mich teilweise schon mit ihren Schuldgefühlen erdrückte. Man möchte sie am liebsten wachschütteln und warnen, gleichzeitig aber auch beschützen. Insbesondere der jüngste Sohn Yunus und die Schwester Jamila sind mir beim Lesen jedoch ans Herz gewachsen. Beides sehr faszinierende und schöne, offene Charaktere. Um so mehr hat mich allerdings das Ende überrascht!
Außerdem hat mich noch die Art und Weise der Grundmentalität tief beeindruckt. Sie besagt, man solle die Menschen, die Natur, ja die ganze Welt so nehmen, wie sie ist - Gott hat sich dabei etwas gedacht. 
Mit diesen Eindrücken im Gepäck kann ich für "Ehre" eindeutig eine Empfehlung aussprechen. Denn, auch wenn Ehrenmorde furchtbar sind, so wird hier eine andere Sicht gezeigt und es bleibt kein Hass oder keine Blutgier, keine Aggression, sondern lediglich Trauer, Nachdenklichkeit und auch Liebe. Man taucht in eine andere Welt ein, sieht die eigene mit fremden Augen und geht schließlich mit einem neuen, tiefgehenderen Verständnis und Mitgefühl aus den Buchseiten hervor.

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131 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, braunschweig, missionen, theater, freundschaft

Radiergummitage

Miriam Pielhau
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 04.06.2014
ISBN 9783832162627
Genre: Romane

Rezension:

Maja ist eine relativ erfolgreiche Schauspielerin am Braunschweiger Theater, sie ist Single, hat so gewisse Verständigungsschwierigkeiten mit ihrer Mutter und wertet ihr Leben insgesamt als mittelprächtig. Kein totaler Super-GAU, aber das große Glück eben auch nicht. Doch ihr droht nun etwas, vor dem sie schon immer eine völlig irrationale Angst hatte: der 35. Geburtstag. Müsste sie in diesem Alter nicht eigentlich weise sein und schon Mann, Kind und Haus vorweisen können? Um diesen Zweifeln und dem ihrer Meinung nach vorprogrammierten Unglücksjahr vorbeugen zu können, beschließt sie, sich jeden Monat eine Aufgabe zu stellen, an der sie wachsen kann. Zu Beginn läuft alles ganz entspannt - doch dann erhält sie eines Tages einen Brief mit einer neuen Aufgabe, die es ganz schön in sich hat...

"Radiergummitage" ist Miriam Pielhaus Romandebüt. Die ansonsten wohl als Moderatorin bekannte Frau hat hier eine Hauptperson geschaffen, die herrlich schrullig, ein bisschen verquer und dabei doch irgendwie immer ganz natürlich und normal ist. Mit charakterlichen Höhen und Tiefen versucht sie ihr, ihrer Meinung nach nicht ganz ausgegorenes Leben zu bewältigen. Durch die Aufgaben stellt sie sich konsequent Situationen, die eine Art Ausfallschritt aus der gewohnten Komfortzone darstellen. Dabei sind einige nachvollziehbar (Urlaub allein machen, eine Geburt erleben), andere wiederum klingen doch ein bisschen nach Sex and the City (eine Frau küssen, anonymen Sex haben) und schlagen damit wohl meiner Meinung nach etwas mit der Klischeekeule.
Dennoch bleibt die Protagonistin immer an der Frage dran, wie es sich in Würde altern lässt. Ihren Weg mitzugehen hat in den meisten Fälle einen amüsanten Effekt, denn Pielhau versteht es wirklich humorvoll zu erzählen und spielt auf angenehme Weise mit der Sprache, ohne dass sie unhandlich wird oder einem quer im Magen liegt. 
Dass am Ende nicht Maja die Antwort auf ihre Frage gibt, sondern jemand ganz anderes, ist wohl der entscheidende Dreh an diesem Roman, der ihn im Nachhinein auch davor bewahrt zu sehr in seichte Gewässer zu driften. Denn auch wenn das Buch mit viel Augenzwinkern zu lesen ist, ab und an vielleicht auch ein bisschen vorhersehbar wird und insgesamt vielleicht keine außergewöhnliche Geschichte erzählt, so ist doch genau das wohl der entscheidende Punkt, der es so charmant macht. 

Mein Fazit: Es ist keine Überraschung, dass der Roman wohl die Zielgruppe Frauen hat. Er ist amüsant, keine schwere Kost, nett für Zwischendurch. Dies ist jedoch keine Kritik, sondern eine Feststellung. Denn positiv an dieser Leichtigkeit ist, dass dadurch ein wichtiges Thema fast schon unbemerkt und somit eigentlich sehr intelligent verhandelt wird, ganz unaufdringlich, unaufgeregt. Ein Thema, das uns alle betrifft: Altern. Und dieses sollten wir wohl wirklich so nehmen, wie der Roman: mit Humor. Wem das Genre zusagt, kann also beruhigt zu diesem Debüt greifen!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

nachdenklich

Stilles Chaos

Sandro Veronesi , Ulrich Hartmann
Flexibler Einband: 477 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 09.03.2009
ISBN 9783442739417
Genre: Romane

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(88)

174 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

freundschaft, krankenhaus, leben, kater, unfall

Das Leben ist ein listiger Kater

Marie-Sabine Roger , Claudia Kalscheuer
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 11.03.2014
ISBN 9783455600025
Genre: Romane

Rezension:

Jean-Pierre ist verwitweter Rentner, kinderlos, besitzt kein Haustier und bezeichnet sich selbst wohl mit allem Recht als eigenbrödlerischen Alten, der am liebsten einfach nur seine Ruhe haben will. Dieser Wunsch wird ihm jedoch nicht erfüllt, liegt er doch nach einem mysteriösen Unfall auf der Intensivstation und muss sich von überarbeiteten Krankenhauspersonal, anderen Patienten, dem jungen Polizisten, der seinen Fall untersucht und sogar von seinem Retter einiges gefallen lassen. Niemand schließt seine Tür, die Ärzte sehen ihn nur als Ansammlung seiner Verletzungen und die peinlichen Höflichkeitsbesuche seines Bruders, mit dem er leider so gar nichts gemein hat, außer seinen Eltern, zerren enorm an seinem Nervenkostüm. Stoisch erträgt er die ganze Situation und kann eigentlich kaum erwarten, sich endlich wieder Daheim in seiner Einsamkeit zu suhlen - da begegnet er der herzensguten Krankenschwester  Myriam, die in ihrer fröhlich-geschwätzigen Art den alten Grießgram zu knacken beginnt. Plötzlich sind die Besuche des jungen Polizisten gar nicht mehr so erschöpfend, bemerken sie doch überraschende Geminsamkeiten. Auch die kleine Rotzgöre, wie Jean-Pierre eine 14-Jährige Mitpatientin herzlich tauft, welche sich ungefragt bei ihm einnistet, um ihm seinen Computer für Facebook abzuluchsen, wird mit jedem Besuch weniger lästig. Und als er schließlich seinem Retter von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht und von dessen harten Schicksal erfährt, beschließt der knurrige Rentner einen Schritt, den er noch wenige Tage zuvor niemals für möglich gehalten hätte...
Mit Biss, Witz, einer ordentlichen Prise Sarkasmus und der darin gut verpackten Wahrheit ausgestattet, ist Jean-Pierre ein Ich-Erzähler, an dem man vom ersten Wort an so seine Freude haben wird. Ganz getreu dem Motto, wenn das Leben dir Zitronen gibt, frag nach Salz und Tequilla, versucht er die ihm zwangsauferlegte Pause von seiner Einsamkeit damit zu überbrücken, seine Memoiren zu schreiben. Doch das Krankenhaus ist dafür wahrscheinlich der ungünstigste Ort überhaupt, wird der alte Mann doch ständig in seinen Erinnerungen an seine Jugend, seine Familie und dem Leben mit seiner Frau unterbrochen. Dennoch wird deutlich, dass er schon immer ein harter Hund gewesen sein muss, früh das Fernweh in der Brust und, zwar den Genüssen der Welt zugetan, aber doch nie völlig bei jemand anderem als sich selbst.  Doch dieses Verhalten hat ihm noch nicht gänzlich den Blick auf die Realität verbaut und so geht er nicht nur mit seiner Familie, sondern auch mit sich selbst ehrlich ins Gericht. Die dabei in ihm wieder aufgewühlten Erkenntnisse sind wahrscheinlich der Ausschlaggeber für sein sich bedächtig, fast unmerklich abwandelndes Verhalten seiner Umwelt gegenüber. Denn aus dem grummeligen alten Sack, wie er sich selbst beschreiben würde, wird schließlich "Opa Jean-Pierre". Diese Wandlung, die mit so viel Humor und Liebe zum Detail von der Autorin dargestellt wird, mitzuverfolgen, war ein großer Spaß für mich. Es gab kaum ein Kapitel, welches ich nicht mit wenigstens einem Schmunzeln, wenn nicht gar einem lauten Lachen beschlossen habe. Doch auch die anderen Charaktere bestechen mit ihrer Art und Weise. Roger hat es geschafft, sie alle recht plastisch und echt zu zeichnen. Jeder hat seine eigene Sprache, seinen eigenen Ton und die entsprechenden Nuancen.  Und auch wenn bis zum Schluss nicht klar ist, aus welchem Grund der Roman eigentlich diesen Titel trägt und ich mir diese Frage immer und immer wieder gestellt habe, so ist die letztendliche Aufklärung dieser alles Rätseln wert und so typisch Marie-Sabine Roger, dass es eine wahre Freude ist.
Mein Fazit: Ich habe schlicht und ergreifend nichts auszusetzen an diesem Buch. Amüsant, abwechslungsreich, herzlich und dabei dennoch immer auch sehr weise. So ist die Autorin, so sind ihre Bücher. Marie-Sabine Rogers dritter Roman ist vielleicht ihr bisher bester. Absolute Leseempfehlung!

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(36)

68 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

frankreich, behinderung, freundschaft, unerwünscht, erzählung

Der Poet der kleinen Dinge

Marie-Sabine Roger , Claudia Kalscheuer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2013
ISBN 9783423214322
Genre: Romane

Rezension:

Nur nicht lange bleiben, nirgendwo Wurzeln schlagen. Nach ihrem Tod will sie nicht von sich sagen müssen, sie hätte ihr Haus nicht erkundet und sich nur in einer Ecke der Küche aufgehalten. Darum arbeitet die junge Alex heute hier und wandert morgen weiter. Dass sie bei ihrem diesmaligen Zwischenstopp jedoch von dieser Lebenseinstellung abgelenkt wird, liegt nicht nur an dem körperlich wie geistig behinderten Bruder ihres Pensionswirts mit dem Namen Gérard - oder wie Alex ihn liebevoll nennt: Roswell -, welcher unter den Launen dessen Frau leiden muss, sondern auch an den beiden eigentümlichen und ziellosen Gestalten Cédric und Olivier, genannt Zackenbarsch. Dass aus diesen vieren eine Art Freundschaft keimen würde, hätten sie wohl alle nicht erwartet - und als Alex für den vernachlässigten kleinen Poeten Gérard einen Roadtrip plant, um ihm ein wenig Freude zu bringen, verändert sie damit das Leben aller...
Marie-Sabine Roger, die bereits durch "Das Labyrinth der Wörter" einen großen Erfolg feiern konnte, knüpft mit diesem Roman daran an. Stilistisch ist es dem Vorgänger ähnlich, sie versteckt große Weisheiten in schnodderiger Sprache und klaren Gedanken. Die Geschichte wird ohne viel Schmuck erzählt und wechselt zwischen den Perspektiven von Alex und Cédric hin und her, wodurch beim Lesen eine Art Gesamtbild zusammengepuzzelt werden kann. Ein interessanter Schachzug, der Abwechslung bringt. Die Kapitel sind wieder sehr kurz aber dennoch nicht nichtssagend und sind somit für spätabendliche Kurzgenüsse prädestiniert. 
Mein Fazit: Lesenswert! Denn das Dasein wird ohne Kitsch und dafür sehr ehrlich gezeichnet und wirkt somit schon wieder wunderschön und gleichsam fragil. Eine Prise Humor, eine Portion Liebe und einen guten Schub Leben. Und dann zeigt einem der nuschelnde, sabbernde und tollpatschige Gérard plötzlich, wie man sich freut.

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(747)

1.339 Bibliotheken, 10 Leser, 4 Gruppen, 130 Rezensionen

irland, liebe, familie, familiengeschichte, ballett

Das Mädchen auf den Klippen

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2012
ISBN 9783442477890
Genre: Romane

Rezension:

Der Klappentext fasst meiner Meinung nach wirklich mal sehr hübsch zusammen, worum es in dem Roman der Autorin des vorhergehenden Bestsellers "Das Orchideenhaus" geht, darum sei der hier einmal zitiert.
"Vor zehn Jahren hat die junge Künstlerin Grania Ryan ihre irische Heimat verlassen, um in New York ihr Glück zu finden. Doch nach einem traumatischen Erlebnis kehrt sie zurück an den Ort ihrer Kindheit: das kleine Farmhaus ihrer Eltern nahe den Klippen von Dunworley Bay. Um den Kopf frei zu bekommen und ihre trüben Gedanken zu verscheuchen, unternimmt Grania an einem stürmischen Nachmittag einen Spaziergang an der Steilküste und traut ihren Augen nicht, als sie ein kleines Mädchen am Rande des Abgrunds stehen sieht: barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet, das lange rote Haar vom Wind zerzaust. Vorsichtig nähert sie sich der Kleinen, aber das Mädchen dreht sich wie in Trance nur für einen Moment um und läuft dann davon. Als Grania ihrer Mutter Kathleen von der seltsamen Begegnung erzählt, reagiert die sonst so offene und herzliche Frau abweisend, ja fast erschrocken. Denn Kathleen weiß, wer das Mädchen auf den Klippen ist: Aurora, die Erbin des herrschaftlichen Dunworley House. Und sie weiß auch, dass sie nun ihr jahrelanges Schweigen brechen muss, wenn die tragische Geschichte von Liebe und Tod, die die beiden Familie seit Generationen verbindet nicht auch Granias Schicksal bestimmt..."

So viel zum Inhaltlichen. Sprachlich muss ich ehrlich sein und zugeben, dass ich den Schreibstil der guten Frau Riley zunächst etwas hölzern, etwas holperig fand. Aber entweder gewöhnt man sich daran oder der Stil verbessert sich tatsächlich und wird flüssiger, aber etwas nach dem ersten Drittel war ich wirklich  in der Geschichte drin. 
Vom Aufbau her springt die Geschichte durch die Zeiten, was das Lesen aber nicht weiter stört. Es wird dadurch sogar recht spannend. 
Und auch in emotionaler Sicht gewinnt der Roman mit jeder gelesenen Seite. Die zunächst vielleicht etwas oberflächlich und vorhersehbare Geschichte verknüpft sich unbewusst doch rasch mit einem gewissen fesselnden Gefühl, ohne wirklich auf die Tränendrüse zu drücken oder ins Kitschige abzuwandern. Auch wenn ich zugeben muss, dass ein paar Handlungsverläufe in meinen Augen auch hätten anders laufen können, etwas überraschender hätten sein dürfen - ab und an ist es doch ein wenig klischeebehaftet. 
Insgesamt muss ich aber sagen, hat mir das Buch soweit ganz gut gefallen - gerade das Ende ist wirklich nochmal sehr rührend.
Fazit ist somit, man lebt auch ohne das Buch, kann aber auch ruhig dazu greifen und macht damit kaum etwas falsch.

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(58)

125 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

japan, geisha, biografie, autobiographie, kyoto

Die wahre Geschichte der Geisha

Mineko Iwasaki , Rande Brown , Elke Vom Scheidt
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.10.2004
ISBN 9783548261867
Genre: Biografien

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(2.161)

2.743 Bibliotheken, 20 Leser, 7 Gruppen, 65 Rezensionen

japan, geisha, liebe, kultur, schicksal

Die Geisha

Arthur Golden ,
Flexibler Einband: 572 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 05.12.2005
ISBN 9783442735228
Genre: Historische Romane

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(5.260)

8.293 Bibliotheken, 68 Leser, 37 Gruppen, 490 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Saphirblau

Kerstin Gier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2010
ISBN 9783401063478
Genre: Jugendbuch

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(4.954)

7.906 Bibliotheken, 82 Leser, 30 Gruppen, 462 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, fantasy, london

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Jugendbuch

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(3.732)

5.969 Bibliotheken, 64 Leser, 38 Gruppen, 627 Rezensionen

liebe, zeitreise, london, zeitreisen, fantasy

Rubinrot

Kerstin Gier
Fester Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2009
ISBN 9783401063348
Genre: Jugendbuch

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(25)

52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

liebe, leben, japan, familie, kurzgeschichten

Eidechse

Banana Yoshimoto
Flexibler Einband: 199 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.01.2007
ISBN 9783257235845
Genre: Romane

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(34)

68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

japan, familie, freundschaft, trennung, liebe

Federkleid

Banana Yoshimoto , Thomas Eggenberg
Flexibler Einband: 154 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2009
ISBN 9783257237986
Genre: Romane

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