PeWa

PeWas Bibliothek

158 Bücher, 141 Rezensionen

Zu PeWas Profil
Filtern nach
158 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

28 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

mord, gewalt, snuff, horror, sex

Snuff Killers

Jesus F. Gonzalez
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 14.06.2016
ISBN 9783865524706
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

sex, festa extrem, demütigung, horror, monster

Monstersperma - Extrem

Edward Lee
E-Buch Text: 154 Seiten
Erschienen bei Festa, 25.07.2014
ISBN B00M5JY6E0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der 8. Extrem Band vom Festa Verlag überrascht mit wenig Brutalität, dafür umso mehr mit bizarren, perversen Sexualpraktiken. Also wer mit dem Thema Sex, Erniedrigung und Ekel nicht umgehen kann, sollte die Finger von diesem Buch lassen bzw. die Extreme Reihe nicht für sich in Betracht ziehen.
Schon auf den ersten Seiten wird der Leser damit konfrontiert, was dieses Buch ausmachen wird! Eine Woche lang müssen die 3 Mädchen jeden Tag zwei Bewährungsproben überstehen, um nicht rausgeschmissen zu werden. Meiner Meinung nach steigern sich diese Bewährungsproben tagtäglich ins unermesslich Ekelige. Wer beim Lesen gerne isst, sollte dies bei dem Buch unbedingt lassen!!
Nachdem in der Extrem Reihe schon sämtliche Themen behandelt wurden, gibt Edward Lee auch diesmal wieder ein anderes vor. Jedoch erfährt der Leser erst ziemlich zum Ende, dass es um etwas Okkultes geht. Vorher geht es hauptsächlich, um die Bewährungsproben und wie die Mädchen mit diesen umgehen bzw. dran zerbrechen.
Wie alle Extrem Bücher lesen sie sich sehr schnell, und wenn man das Thema „schlucken“ kann, P.S. ein sehr bedeutungsvolles Wort im Buch, liest man es an einem Tag. Ich bin jedes Mal gespannt auf den neuen Band, freue mich dann aber auch, wenn es gelesen im Schrank steht und ich mich nicht 2 Tage mit diesen prekären Themen auseinandersetzen muss!
Das Ende, gerade bei den Edward Lee Büchern greift immer in das Sci-Fi-Genre über, was vielleicht für reine Horrorfans, wie mich nicht immer das gelungenste ist, aber nach 1-2 Büchern gewöhnt man sich dran.  FazitAlle mit erdenklichen sexuellen Perversionen wurden auf 202 Seiten dargestellt. Edward Lee hat wieder alles gegeben. Der Hintergrund dieser Geschichte, das Okkulte fand ich spannend, jedoch war es diesmal eindeutig zu viel Sex und Erniedrigung und zu wenig Brutalität in der Story enthalten.Weiterhin bleibe ich ein riesen Fan dieser Bücher und freue mich auf den 9. Band.

  (11)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schattenwelt - Aliens unter uns !

R. L. Stines
Fester Einband
Erschienen bei Loewe Verlag, 01.01.2001
ISBN B004N1GJLQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eine Maschine, mit der man Körper tauschen kann! Der tollpatschige Will kann es kaum fassen. Aber tatsächlich, es funktioniert. Für ein Wochenende schlüpft er in Chads Körper und wird zum coolste Typ der ganzen Schule! Doch warum findet Will auf einmal Schleimpilzwürmer lecker, während er an Chips fast erstickt? Langsam wird ihm klar, dass hier etwas oberfaul sein muss. Und dann kommt ihm ein schrecklicher Verdacht ...


Will ist so tollpatschig. Ständig stolpert er über alles und ist alles andere als beliebt. Ganz anders als Chad. Er ist beliebt,kann alles und weiß alles. Doch dann bekommt Will ein unglaubliches Angebot. Er darf für einen Tag in Chads Körper schlüpfen. Chads Vater ist Erfinder und tatsächlich-die Körpertauschmaschine funktioniert. Will wird zu Chad und Chad wird zu Will. Das ist ja der Oberhammer, denkt sich Will. Doch Chad denkt an eine Wiederholung. Für ein ganzes Wochenende darf Will Chad sein. Doch bei Chad zu Hause angelangt, stimmt etwas nicht. Das Haus ist komisch gebaut,zum Abendbrot gibt es Schleimpilzwürmer, an Chips erstickt er fast, und zum Schlafen gehen muss sich Will=Chad, an die Decke hängen. Ihm kommt ein schrecklicher Verdacht. Chad und seine Familie sind Aliens! Na das kann ja heiter werden. Denn die Aliens sind überhaupt nicht menschenfreundlich. Kommt Will da wieder raus?

Das Buch ist wirklich so spannend das man es in einem Stück lesen muss, weil man unbedingt wissen muss wie es weiter geht. Da hat R.L. Stine wirklich ein spannendes Buch geschrieben. Ich empfehle es weiter!

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(452)

828 Bibliotheken, 5 Leser, 6 Gruppen, 91 Rezensionen

thriller, spiel, geld, horror, psychothriller

Das Spiel

Richard Laymon
Flexibler Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.03.2007
ISBN 9783453675353
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In dem kleinen Ort Donnerville, USA passiert eigentlich nicht viel, zumindest nicht in der Leihbücherei, wo die junge Jane Kerry arbeitet. Sie ist also umso überraschter, als sie dort eines Tages einen Umschlag mit 50 Dollar und einer Einladung zu einem Spiel findet. Der geheimnisvolle Unbekannte, der den Brief hinterlegt hat, nennt sich selbst „Master of Games“. Schnell findet Jane in der Bücherei einen zweiten Umschlag, diesmal enthält er 100 Dollar und weitere Instruktionen. Das Spiel geht weiter und die junge Frau ist fasziniert davon, nicht nur wegen der Belohnung, die bei jedem Fund verdoppelt wird. Allerdings steigen auch die Einsätze, die ihr abverlangt werden, denn die Orte, wo die Umschläge versteckt sind, werden für Jane immer gefährlicher. Und was hat es eigentlich mit Englischprofessor Brace Paxton auf sich, den sie gleich nach dem Auffinden des ersten Umschlags kennen lernt? Vielleicht weiß er ja mehr über das Spiel, als er zugeben will ...

Bitte anschnallen und gut festhalten! Wie alle Bücher von Richard Laymon gleicht auch „Das Spiel“ einer rasanten Achterbahnfahrt in einem atemberaubenden Höllentempo. Von der ersten Seite an wird der Leser mitgerissen vom Strudel der Ereignisse, Zeit zum Luftholen bleibt kaum. Der Autor verzichtet auf langwierige Beschreibungen, die Sprache ist einfach und die kurzen Sätze verfolgen einzig und allein das Ziel, die Story zu entwickeln. Diese beschränkt sich auf den ersten 320 Seiten des Romans auf Janes Jagd nach den Geldumschlägen, bevor es dann richtig zur Sache geht und ein blutiger Albtraum beginnt.

Der Heyne-Verlag hat nun offenbar Richard Laymon für seine Hardcore-Reihe entdeckt und dort ist er bestens aufgehoben. In seinen Romanen wimmelt es von Monstern, Vampiren, Kannibalen, Psychopathen und sadistischen Triebverbrechern aller Art; ein Mix aus Sex und Gewalt. Es sind insofern schmutzige Bücher ohne großen literarischen Anspruch, aber sie sind auch phantasievoll und die durch das wahnwitzige Tempo entsehende Spannung hat durchaus ihren Reiz. Freunde der harten Horrorliteratur kommen hier voll auf ihre Kosten; für zart besaitete Gemüter gilt jedoch: Hände weg!

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

42 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

horror, thriller, richard laymon, wohnwagen, wüste

Vampirjäger

Richard Laymon , Kerstin Fricke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.09.2010
ISBN 9783865521255
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eines Nachts steht Deine Jugendliebe vor der Tür, die Du seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hast - natürlich leicht bekleidet - und bittet Dich, ihr bei der Ermordung eines Vampirs behilflich zu sein, der sich immer wieder an ihr vergeht. Was tun in solch einer Situation? Sam, der Ich-Erzähler, macht das einzig naheliegende und schaut sich die Sache erst mal an. Versteckt im Kleiderschrank seiner Angebeteten namens Cat beobachtet er, wie tatsächlich ein Eindringling über die junge Frau herfällt und macht diesem dann mit Hammer und Pflock den Garaus. Doch damit fangen die Probleme erst an, denn so eine Leiche will entsorgt werden. Hierzu begeben sich Cat und Sam mit dem Vampir Elliot im Kofferraum auf einen Roadtrip nach Death Valley.

Untypisch für Laymon stehen in diesem Roman nicht Blut und Gewalt im Vordergrund, sondern die Blödeleien der beiden Hauptakteure die sich in bester Buddy-Manier durch das Abenteuer schlagen. Den immer wieder eingestreuten Eruptionen von Gewalt wird dadurch die Schärfe genommen und der Roman ist somit auch für den nicht ganz so abgebrühten Horrorfan verträglich. Natürlich bleiben Logik und Realismus dabei weitestgehend auf der Strecke, aber wer dies sucht ist bei Laymon eh an der falschen Adresse. Fans von Splatter- und Slasher-Filmen der 80er können aber bedenkenlos zugreifen. Ebenfalls kein Geheimnis ist Laymons Vorliebe für leicht bekleidete Damen. Etwas irreführend ist der deutsche Titel Vampirjäger. Der Originaltitel ,Bite` trifft die Sache schon eher, denn das Beißen ist in diesem Roman kein Privileg des vermeintlichen Vampirs.

Abschließend soll auch die qualitativ hochwertige Aufmachung des Taschenbuchs vom Festa Verlag nicht unerwähnt bleiben. Macht alles in allem vier dicke Sterne für kurzweilige Unterhaltung.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(109)

208 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 21 Rezensionen

kannibalismus, thriller, horror, gewalt, wüste

Das Loch

Richard Laymon , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2012
ISBN 9783453676268
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn man sich die Rückseite des Covers, bzw. die Beschreiung hier bei amazon durchliest erwartet man im Grunde folgendes: ein paar Leute sind in der Wüste aus unterschiedlichen Gründen unterwegs und machen landen in einem Kaff namens Pits. Dort angekommen werden sie wahrscheinlich noch ganz gut behandelt. Und dann offenbart sich ihr Geheimnis. Zitat: "[...] aber manche Gäste auf der Durchreise wahrhaftig zum Fressen gern haben." Man vermutet, man hat es mit totalen Psychopathen zu tun, die ihre Gäste abschlachten und fressen.


Doch dieser Roman verläuft etwas anders: In der gut ersten Hälfte des Buches laufen parallel zwei Handlungen. Erstens: die junge Pamela wird aus ihrer Wohnung herraus entführt, nachdem ihr Mann ermordet wurde. Der Entführer - ein offenbar geistesgestörter - will mit ihr ein Leben zusammen verbringen. In der Wüste angekommen versucht sie zu fliehen, wird von ihrem Peiniger aber wieder überwältigt, welcher sie nun erschießen möchte. In allerletzter Sekunde kommt ein mysteriöser Busfahrer (ein Einwohner von Pits) vorbei, der sie rettet, in dem er dem Typen eine Kugel in die Stirn jagt. Zusammen fahren sie nach Pits. Während dessen tankt ein junger Student - Norman sein Name - sein Auto vol und will bezahlen. In der Zwischenzeit steigt ein fremder Typ ins Auto, welchen er auch nicht mehr los wird. Einige Zeit unterwegs, fischen die beiden noch eine junge Tremperin auf. Anschließend folgt eine Sexorgie nach der anderen. Unterwegs töten die 2 "Anhalter" noch den einen oder anderen Mitmenschen und auch Norman tötet - wenn auch unfreiwillig - 2 Menschen. Zu dritt fährt dieses ungleiche Trio durch die Wüste und landen ebenfalls in Pits.
Nun ist schon etwas mehr als die Hälfte von dem Roman gelesen. Der restliche Teil, präsentiert sich etwas anders, als vermutet. Alle Durchreisende werden sich nicht an ihrem Ende auf der Speisekarte wiedersehen, sondern eher Menschen, die gewalttätig sind.

Richard Laymon hat seine Werke nicht auf deutsch geschrieben, für solche Sachen gibt es ja auch Übersetzer. Ich habe schon in so manchem Buch den einen oder anderen Fehler - meistens Rechtschreibfehler, hervorgerufen durch einen Tippfehler vermute ich einfach mal - entdeckt. Pro Buch könnte man sagen, dass es vielleicht 2 oder 3 Fehler waren. Bei diesem Werk war es etwas anders. Hier sind es 2 - 3 Fehler pro Seite. Allerdings nicht nur Rechtschreib- sondern auch sehr viele Grammatikfehler. Es wurden sogar die Protagonisten mit dem falschen Namen betitelt. Duke (der Tramper, der sich die Freiheit nahm, sich einfach ins Auto zu setzen, während Norman (der Besitzer) gerade bezahlen ist) hieß in einem Satz plötzlich Norman. So viele Fehler wie in diesem Buch habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. Dies ist aber dem Übersetzer, nicht dem Autor, zu verdanken.

Alles in allem ein guter Roman. Auch wieder typisch Laymon: Blut, Gewalt und eine ordentliche Portion Sex. Das einzige was mich störte am Inhalt war, das sich die Charakterzüge und die Einstellung dem Leben gegenüber bei Norman drastisch ändern. Aus psychologischer Sicht nicht nachvollziehbar.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(127)

225 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

höhle, richard laymon, horror, mord, die familie

Die Familie

Richard Laymon , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.03.2013
ISBN 9783453676251
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Touristengruppe wird bei einem geführten Ausflug in die geheimnisvollen und alten Mordock-Höhlen von einem Stromausfall überrascht und dort in totaler Finsternis eingeschlossen. Über den Höhlen befindet sich das Familienhotel der Mordock's, in dem Vater und Sohn gemeinsam leben und arbeiten. Sie teilen ein düsteres Geheimnis, das auch nie ans Tageslicht gekommen wäre, wenn dieser Stromausfall nicht passiert wäre. In ihrer Not versuchen die Touristen und ihre Führerin Darcy, einen Weg nach draußen zu finden und ahnen dabei nicht, was in der totalen Finsternis lauert und ihnen nach dem Leben trachtet. Unvorstellbare Grausamkeit ist in den Tiefen der Höhlen eine Normalität geworden, die der menschliche Verstand nicht zu fassen vermag...


Der Autor hält sich nicht mit schnöden Einleitungen auf sondern beginnt seine Story direkt in den Höhlen mit dem Stromausfall. Er gibt dem Leser Zeit, sich an die Höhlen zu gewöhnen, sich an die Protagonisten heranzutasten und erstmal von der ersten Anspannung zu erholen...doch nur scheinbar, denn parallel zu den Dingen die in den Höhlen passieren, erzählt er die Geschichte der Mordock's, die von Szene zu Szene eigenartiger wird und in einem Schock-Moment endet, der bei mir für ein übles Gefühl gesorgt hat.


Nachdem der Leser nun weiss, was das Geheimnis der Höhlen ist, weiss er auch, was die Gefangenen in den Höhlen erwartet und kann Geräusche, Bewegungen und mehr im Dunkeln ganz anders deuten.

Die Gefahr ist präsent, lauernd und tödlich und man würde die Menschen gerne warnen obwohl man nichts tun kann als zu warten, zu bangen und mitzufiebern. Der Autor hat dafür gesorgt, dass die Story, obwohl sie stellenweise nahezu abartig wurde und auch etwas holprig wirkte, durchgehend spannend und fesselnd war und man als Leser das ein oder andere Mal die Luft anhalten musste um die nächste Seite lesen zu können. Insgesamt kein Buch für Leser mit schwachen Nerven und Mägen. Die Ausdrucksweise ist teilweise sehr direkt, sehr sexuell und die Storys mit Details ausgeschmückt auf die man manchmal gut verzichten könnte. Das muss man hier erwarten und dann auch abkönnen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

drachen, #festaaction, #dergroßezoovonchina, #matthewreill, #rezensionsexemplar

Der Große Zoo von China

Matthew Reilly
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 18.08.2017
ISBN 9783865525628
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach 40 Jahren enthüllt die chinesische Regierung ihre unglaubliche Entdeckung.
Die Reptilien-Expertin CJ Cameron wird nach China eingeladen. Sie soll den größten Zoo, der jemals gebaut wurde, begutachten. Und sie darf sie mit eigenen Augen sehen: gewaltige, Feuer speiende Drachen. Es gibt diese Fabelwesen wirklich.
Die Gastgeber versichern, dass sie vollkommen sicher ist und nichts schiefgehen kann ...
Wie der Autor bereits erwähnt hat, war "Jurassic Park" eine große Inspiration, was man auch merkt. Das bedeutet aber nicht, das es ein Abklatsch ist. Ist es nämlich nicht. Es ist was eigenes. Absolut spannend und anschaulich erzählt. Ich konnte das Buch gar nicht weglegen, denn ständig gab es neue Wendungen und Spannungsmomente, die mich zwangen, weiterzulesen. Das erwarte ich von einem guten Actionfilm. Das Buch ist wie ein guter Actionfilm. Was heißen soll, das ich mir die Geschichte prima als Kinofilm vorstellen kann. Das Zeug dazu hat es auf jeden Fall.
Im Mittelpunkt der Geschichte, mal abgesehen von den Drachen, steht CJ, eine amerikanische Tierärztin, die viele Jahre ihres Berufslebens damit verbracht hat, Krokodile und Alligatoren zu erforschen. Was ihr im Verlauf der Geschichte sehr viel hilft. Im Laufe der Erzählung wechselt auch immer mal wieder die Erzähl-Perspektive. So hat man alle wichtigen Figuren gut im Blick. Nur eine Figur verschwindet irgendwie und deren Schicksal bleibt offen... Lest das Buch. Wenn nicht wegen der Menschen, dann wegen der Drachen.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

74 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

jack ketchum, thriller, scar, familie, famielengeschichte

SCAR

Jack Ketchum , Lucky McKee , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453677173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die elfjährige Delia Cross ist ein Fernsehstar und wird von den Eltern gewinnbringend vermarktet. Sie stellt die einzige Einnahmequelle der Familie dar und nur ihr Zwillingsbruder merkt dies kritisch an. Die Eltern sind beide dem Alkohol nicht abgeneigt, Vater Bart hat völlig den Überblick über die Finanzen verloren, erfreut sich an den neuesten Flachbildfernsehern und neuen Autos, während Mutter Pat eine Affäre mit dem Manager ihrer Tochter hat.

Delia würde gerne "normal" aufwachsen und zur Schule gehen, stattdessen ist sie den ganzen Tag unter Erwachsenen und ihre einzige Gefährtin ist die hochintelligente Australian Cattle Hündin Caity, die ihr treu zur Seite steht. Ohne zu Nörgeln fügt sich Delia vor allem ihrer Mutter zuliebe in ihr Schicksal, tritt in TV-Shows und Werbespots auf, bis es zu einem folgenschweren Unfall kommt und die gezeichnete Delia das Spiel nicht mehr mitspielt...

Von "SCAR" hatte ich mir aufgrund des gruseligen Covers und als Buch, das im Verlag "Heyne Hardcore" erscheint, einen Schocker versprochen. Aber auch wenn ich mir von der Handlung mehr Horror erwartet hatte, handelt es sich dennoch um einen sehr lesenswerte Familientragödie, die die menschlichen Abgründe aufzeigt.

Fasziniert war ich vor allem von der innigen Beziehung zwischen Mensch und Tier. Wie sich Caity schützend um Delia kümmert, fast schon menschliche Züge hat und furchtlos ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt, um ihre Freundin zu retten, ist wirklich sehr berührend zu lesen.

Zudem setzte sich das Buch kritisch mit der Medienwelt auseinander, in der Kinderstars durch falschen Ehrgeiz und aufgrund von Gewinnmaximierung in Szene gesetzt und hilflos ausgenutzt werden. Dies rächt sich am Ende des Buches, in dem vor allem Mutter Pat - einem Thriller gerecht - brutal ihr Fett wegkriegt.

Offen sein sollte man für Mystery-Elemente, die vor allem in der Charakterrolle der Hündin zum Tragen kommen und sich bis zum Ende der Geschichte durchziehen.

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Der letzte Tag

Adam Nevill , Ronald Gutberlet
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 11.02.2013
ISBN 9783453314337
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Independant-Filmemacher Kyle und Dan können mehr schlecht als recht von ihrem Beruf leben, über die Runden kommen sie quasi nur, indem sie verhasste Hochzeits- oder Geburtstagsaufträge annehmen. Plötzlich tritt Maximilian Solomon in ihr Leben und möchte, dass sie einen hochbezahlten Job übernehmen. Der Hintergrund verspricht spannend zu sein und das Geld lockt, so sehen die beiden auch gerne über die seltsamen Drehbedingungen hinweg und nehmen den Job an. Sie ahnen nicht in welche Gefahr sie sich dadurch begeben und alle die dieses Wespennetz aufscheuchen bezahlen dafür mit ihrem Leben.

Als ich das erste Mal von diesem Buch hörte ging mir sofort eine gruselige Geistergeschichte durch den Kopf, welche ich in der Regel sehr gerne lese. Leider hat mich bei diesem Buch dann etwas anderes erwartet.

Zuerst zum Schreibstil. Nevill schreibt sehr beschreibend, teilweise blumig, trifft mit seinen Vergleichen aber für mich nicht ins Schwarze. Seine Beschreibungen hinterließen oft ein großes Fragezeichen in meinem Kopf anstatt ein detailliertes Bild zu entwerfen. Zudem hat er es in meinen Augen nicht geschafft eine emotionale Ebene zu den Charakteren aufzubauen, so dass sich der Leser ständig seines Lesens bewusst ist und nicht mit der Geschichte verschmilzt. Man bleibt eben die ganze Zeit unbeteiligter Beobachter und fühlt sich auch so.

Seine Charaktere, allen voran die beiden Protagonisten Kyle und Dan, baut Nevill sehr sachlich auf. Plötzlich auftretende Gefühls- bzw. Angstausbrüche werden schnell wieder durch nüchterne Denkweisen ersetzt. Man erfährt kaum etwas von der Vorgeschichte aller Beteiligter, ausgenommen es hat etwas mit dem aktuellen Filmprojekt zu tun. Für mein Empfinden ist es daher schwierig Sympathie oder auch Antipathie zu diesen Charakteren aufzubauen, sie sind einem einfach irgendwo egal.

Die Geschichte an sich dümpelt ziemlich lange vor sich hin und verliert sich in langweiliger Filmarbeit. Unzählige Male werden Themen wie Beleuchtung, Schnitt, Perspektive etc. diskutiert und so vergeht Seite um Seite. Das bedeutet aber nicht, dass nicht ziemlich schnell spannende, gruselige Dinge passieren. Dies ist der Fall, jedoch gehen diese guten Momente in der Nüchternheit des Buches unter. Etwa nach der Hälfte des Buches wurde das Geschehen besser, spannender, realistischer. Man nahm den Charakteren die Gefühlsregungen ab und ich als Leser atmete erleichtert auf, da ich mir nun doch noch eine spannende zweite Hälfte erhoffte. Nevill schaffte es jedoch nicht den Lichtschimmer aufrecht zu erhalten und verlor sich schon bald wieder in nüchterner Sachlichkeit und Filmarbeit. Das, was den Protagonisten in diesem Buch passiert, müsste in meinen Augen einfach sehr viel drastischere Auswirkungen auf die Charaktere haben und deren Handeln stärker beeinflussen. Angst ist ein sehr starkes Gefühl und gepaart mit dem Überlebenswillen eine immense Antriebsfeder, ob nun zur Flucht oder zum Angriff ist eine andere Sache.

Nevill hat dieses Buch ähnlich den Filmen "Blair Witch Project" oder "Paranormal Activity" aufgezogen. Sollte man als Leser diese Filme mögen und sich sowas auch gut niedergeschrieben vorstellen können, so könnte "Der letzte Tag" ein interessantes Buch darstellen. Ich fand sowohl diese Filme als auch dieses Buch größtenteils langweilig und habe mich durch die fast 600 Seiten hindurchgequält.

  (12)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

SHIFTERS - Radikal böse

Edward Lee , John Pelan
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei Festa, 06.01.2016
ISBN 9783865524485
Genre: Sonstiges

Rezension:

Locke ist Dichter, einer von der Sorte, die aus Überzeugung schreibt und kein Geld dafür nimmt, ein armer Schlucker im Gegensatz zu seinem Freund Lehrling, der Romane verfaßt und damit Geld verdient.
Aber Locke hat noch ein anderes Problem, Clare, die Liebe seines Lebens hat ihn verlassen und nun kann er nix anderes mehr als Rumheulen und schlechte Gedichte schreiben.
Eines Abends in der Kneipe trifft er auf einen Kerl, der sein Schicksal teilt, er tauft ihn kurzerhand Weißhemd, da er seinen Namen nicht kennt.
Als die Bar am nächsten Abend schließt, erschießt sich Weißhemd in Lockes Beisein auf dem Parkplatz, vorher teilt er ihm jedoch noch mit: "Er kommt, Locke."
Neben seinem Liebeskummer hat Locke nun auch noch die Polizei am Arsch, denn er scheint einiges mit dem Opfer gemeinsam zu haben, dieser war auch Dichter.
Und dann ist da noch dieses seltsame Wort, das auf die Autoscheibe geschrieben wurde, Sciftan.
Als auch noch Lehrling grausam ermordet wird, liegt Lockes Welt endgültig in Scherben und so nimmt er eine Auftragsarbeit von einen Mr. Lethe an, das Ganze soll ihm eine ganze Stange Geld bringen.
Aber warum erscheint ihm Weißhemd immer wieder und warnt ihn vor seinem Auftraggeber?

Ein neues Buch vom Duo Lee - Pelan, ich hab mich gefreut, denn bis jetzt haben mich die beiden immer gut unterhalten.
Bis jetzt...
"Shifters" konnte mich leider nicht wirklich begeistern, Locke, der dauerheulende, schlechte Gedichte schreibende Poet hat mich schon nach wenigen Seiten genervt.
Den Einstieg fand ich eher langweilig, sonst beginnen die Bücher immer mit einem Kracher und man ist gespannt, was kommt.
In welche Richtung es geht, kristallisierte sich auch spät heraus, zu spät für mich, auch wenn ich sie ganz interessant fand.
Ich hatte einfach etwas anderes erwartet, zumal einen der Klappentext auch etwas in die Irre führt, denn um Cordesmans Ermittlungen geht es nur ganz am Rande.
Für den für mich bisher leider schwächsten Lee gibt es diesmal nur 3 von 5 Sternen...

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

splatter, horror, thriller, angst, gay

Eine Nacht in der Hölle - Extrem

Nate Southard
E-Buch Text: 79 Seiten
Erschienen bei Festa, 26.10.2013
ISBN 9783865523037
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich hatte vor dem lesen überhaupt keine Ahnung, was mich erwarten wird, da es keinen Klappentext gibt. Was ich vorher gehört hatte war, dass viele nicht so begeistert von der Geschichte waren. Darum war ich umso gespannter, wieso mir gefallen wird.

Die Geschichte startet mitten im Geschehen. Dillon und sein Geliebter Randy wurden von ehemaligen Freunden entführt, die auf Rache aus ist. Der Anfang macht sofort neugierig auf die folgenden Geschehnissen und ich war sofort in der Geschichte gefangen.

Leider konnte die Geschichte mich aber nicht berühren oder schocken. Dies lag zum einen daran, dass sie für mich zu vorhersehbar war und zum anderen daran, dass ich mit den Charakteren nicht warm geworden bin. Dafür waren 96 Seiten wahrscheinlich einfach zu kurz.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und insgesamt würde ich sagen, dass es eine nette Geschichte für zwischendurch ist, aber auch nicht mehr.

Fazit:

Eine Nacht in der Hölle war für mich ein durchschnittliches Buch, es war zu vorhersehbar und konnte mich nicht schocken. Ein gute Geschichte für den Einstieg.

  (17)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Kühe

Matthew Stokoe
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783865525284
Genre: Romane

Rezension:

Der sozial total abgeschottete Steven lebt mit seiner Mutter in einer engen, dreckigen Wohnung und wird von ihr drangsaliert. Er findet einen Job in einer Fleischfabrik und lernt dort viel über sich, Rollenverteilung, das Leben sowie das Führen und Folgen ...



Kühe gilt als der extremste Roman, der je geschrieben wurde. Das würde ich nicht unterschreiben. Er hat seine ekligen Sequenzen, macht vor Sodomie nicht Halt und hat eine unterschwellige Ideologie bezüglich des Machtstrebens, aber extrem? Da sind die wahren Freunde des Extreme-Genres wahrlich anderes gewöhnt.



Worum geht es denn in Kühe? Eigentlich um Macht und Ohnmacht, ums Führen und Folgen, um die Anführer und Herdentiere, die Auflehnung gegen die Obrigkeiten. Man kann drei Gruppen herausfiltern, in denen sich das gleiche Machtspiel zuträgt: Die Wohnung von Steven, die er erst mit seiner Mutter - dem Muttertier - und dann mit seiner Freundin Lucy bewohnt. Die Fleischfabrik, in der er am Fleischwolf steht und vom Vorarbeiter Cripper in das Geheimnis von Tötung, Macht und Sodomie eingeführt wird. Die Welt unter der Stadt, in der eine Kuhherde lebt und auf Rache sinnt. In allen drei Bereichen versucht Steven seinen Platz zu finden und eine Machtposition einzunehmen. Es wird bald deutlich, wo Hemmschwellen überschritten werden, wie stark sich der Protagonist verändert - und doch bleibt er immer der gleiche, ohnmächtige junge Mann, der auf Dauer einfach kein Anführer sein kann. Er wird animalisch, muss immer innerhalb der Gruppen um seine Position kämpfen und auch leidvoll erfahren, dass man nicht alles beherrschen kann. Man kann ganz gut erkennen, dass Steven, wenn er irgendwo verliert oder versagt, in eine andere Gruppe geht, seine Enttäuschung und Wut mitnimmt, und sie in der anderen Gruppe als Macht versucht einzusetzen.



Die Sprache ist sehr einfach, man kann das Buch wörtlich nehmen oder einen Sinn daraus lesen, was Stokoe wirklich damit ausdrücken wollte, bleibt nebulös. Daher hält sich die Begeisterung auch in Grenzen. Geht es nur um das Extreme, ist das Buch schlichtweg eine Enttäuschung, weil es zu flach ist. Geht es ums Herrschen und eine etwaige Tiefe, muss man der Geschichte schon weit bessere Noten geben. Kühe wird keine Empfehlung, aber werft einen Blick auf die Leseprobe beim Festa Verlag und entscheidet, ob ihr mehr wollt oder eher nicht.

  (15)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ein Blick in die Hölle - Buch 3: Festa Extrem

Wade H. Garrett
E-Buch Text
Erschienen bei Festa Verlag, 18.05.2017
ISBN B071ZB7XNH
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ja, auf den dritten Teil von "Ein Blick in die Hölle" habe ich sehnsüchtig gewartet, natürlich wollte ich wissen, was der gute Seth sich für seine neuen Gäste einfallen lässt...

Leider kam recht bald die Ernüchterung, denn irgendwie scheint es für ihn diesmal nur eine Lösung für jedes Problem zu geben, immer und immer wieder...

Dabei hatte der Klappentext mich noch neugieriger gemacht, denn diesmal ging es den Tierquälern an den Kragen, ein sicherlich leider immer wieder hochbrisantes Thema, auch der Partner war neu, allerdings fand ich den ziemlich nervig mit seinen ständigen Stimmungsschwankungen.

Wade H. Garrett hatte ja darum gebeten, diesen Band vorzuziehen, um uns mit seinen verbesserten Schreibkünsten noch mehr zu beeindrucken, für mich allerdings ging der Schuss eher nach hinten los, denn gerade wenn Seth zwei Leute nacheinander am Wickel hat, wiederholt sich das Ganze fast wortwörtlich, das ist mir in den anderen Büchern nicht aufgefallen.

Lange Rede, kurzer Sinn, während die Vorgänger mich gut unterhalten haben, hat der neue Band hat für mich einen etwas schalen Beigeschmack, zu wenig Abwechslung, zu viele Wiederholungen, ich vermisse die ausgeklügelten Methoden und hoffe, dass sich das wieder ändert.

Deswegen gibts von mir diesmal auch nur 3 von 5 Sternen...

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Das Snuff-Haus: Festa Extrem

Edward Lee
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 15.03.2017
ISBN B06XPHHQVL
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor 30 Jahren spielte sich in dem verlassenen Haus ein grausames Verbrechen ab. Doch Journalist Melvin glaubt nicht an die Gruselgeschichten, die sich seitdem um das Haus ranken und fährt hin, zusammen mit seiner bildhübschen, freizügigen Stiefmutter ...

Vorweg muss man sagen: Wenn man Das Schwein nicht gelesen hat, braucht man den Nachfolger Das Snuff Haus gar nicht erst anzufangen. Es gibt zwar immer wieder kurze Rückblenden und Hinweise, was passiert sein soll, aber so ganz versteht man es halt doch nicht, weil einem einfach die Story fehlt. Wer sich aber an Das Schwein gewagt hat, der findet hierin eine Fortsetzung, die einen noch mal an den Schauplatz führt und neue Schrecken erwachen lässt. Es ist nicht unbedingt alles so, wie es scheint und Melvin, der schüchterne Journalist muss sehr bald hinterfragen, was real ist. Eigentlich kann vieles nicht real sein und doch sieht und erlebt er Dinge, die ihn anekeln und entsetzen - bis er sich fragt, ob er nicht fluchtartig das Haus verlassen sollte.

So ganz mag die Fortsetzung aber dennoch nicht gelingen. Obwohl Lee gekonnt den Ekelfaktor aufrecht erhält und auch ein bisschen Spannung aufbauen kann, fehlt die Seele der Geschichte. An manchen Stellen scheint es, als habe er in Eile ein Buch schreiben wollen und dies dann entsprechend halbherzig auch getan. Die Ausführungen, die Hinterlist fehlen, die man so sehr zu schätzen weiß, wenn man Lee mag. So ist das Fazit auch eindeutig: Nicht der beste Lee und auch nicht der beste Extrem-Band.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(44)

66 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, halloween, vampire, dämonen, gruselig

Lilith Parker - Insel der Schatten

Janine Wilk
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 22.07.2015
ISBN 9783473525485
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ein Fantasybuch für Mädchen ab 10 Jahren? Nun, spätestens seit Harry Potter weiß man, dass sich auch hinter solchen Geschichten mal ein richtiger Schatz für das Bücherregal verbergen kann. Nach solchen Schätzen bin ich immer auf der Suche, aber nur die wenigsten bleiben mir wirklich im Gedächtnis und können mich überzeugen.

Lilith Parker ist nach sehr langer Zeit endlich wieder einer dieser Romane, die mich vollkommen überzeugen konnten, und aus dessen Welt ich nicht mehr auftauchen möchte.

Zum Inhalt: Die gerade noch 12-jährige Lilith wohnt eigentlich in London bei ihrem Vater. Weil dieser aber geschäftlich ins Ausland geht, soll sie ab sofort bei ihrer Tante leben, auf einer Insel namens Bonesdale. Natürlich ist sie nicht begeistert, aber einen richtigen Schrecken bekommt sie erst, als sie erfährt, dass die Bewohner das ganze Jahr über Halloween feiern. Mit der Zeit geschehen dann noch seltsamere Dinge, denn anscheinend wird Lilith sowohl von Werwölfen als auch Krähen gejagd. Die Halloweengeschichte kommt ihr damit eindeutig zu real vor und so beginnt sie mit ihren Freunden Matt und Emma Nachforschungen anzustellen, ohne jedoch zu ahnen, dass sie ihr eigenes Familiengeheimnis damit aufdecken wird...

Die Welt von Lilith Parker und Bonesdale haben mich richtig in ihren Bann gezogen. Ich bin in die Geschichten eingetaucht, ich hatte endlich wieder das Gefühl mich direkt in der Story, ja mich sogar direkt auf der Insel Bonesdale, zu befinden.

Mit den Charakteren habe ich sofort sympathisiert. Gerade Lilith war sehr real gezeichnet, sodass ich von anfang an mit ihr mitfühlen konnte. Auch ihre Freunde Matt und Emma gefallen dem Leser, da sie beide ihren ganz eigenen Kopf haben und Lilith auf ihre eigene Weise unterstützen. Sie blieben als Nebencharaktere für mich dabei nie blass im Hintergrund, wie es bei vielen anderen Büchern der Fall ist. Von den anderen Bewohnern auf Bonesdale muss ich an dieser Stelle erst gar nicht anfangen, denn ich konnte fast jeden von ihnen, durch die tolle Darstellung, ins Herz schließen.

Dieses Buch mag zwar als Jugendbuch ausgezeichnet ein, aber hier werden garantiert auch Erwachsene ihren Spaß haben!

Bonesdale wird durch dieses Buch so real, dass man traurig ist wenn man aus dieser Welt wieder auftauchen muss. Ich habe das Buch genau deshalb an nur einem Tag durchgelesen und nur unterbrochen, wenn es sein musste... Und das obwohl ich wohl eher nicht zur Zielgruppe (Mädchen ab 10) gehöre.

Die Aufmachung ist übrigens auch im Buch überaus liebevoll gemacht. Jede Seite ist geziert mit einer Art Blumengestrüpp und einer Fledermaus. Von außen ist das Buch sowieso ein Highlight, es sieht super aus in jedem Bücherregal!

Als ich nicht mehr ganz 100 Seiten zu lesen hatte, bekam ich plötzlich Angst aus dieser Welt so schnell wieder aufzutauchen. Ich musste das Buch also kurz unterbrechen, um angestrengt danach zu googlen wann ein 2. Teil über Lilith Parker erscheint. Zum Glück wurde ich fündig, die Autorin ist bereits fleißig am schreiben und Teil 2 ist immerhin für September 2012 geplant. Ich kann es kaum erwarten!

Wobei ich an dieser Stelle natürlich auch darauf hinweisen will, dass dieser Teil in sich abgeschlossen ist. Alle Fragen werden beantwortet und es wird nur leicht am Ende angedeutet, dass Lilith auch in der Zukunft noch einige Abenteuer zu bestehen haben wird.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Der Graben

Koji Suzuki , Katrin Marburger
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 13.01.2014
ISBN 9783453437449
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Klappentext ist (wie immer) sehr vielversprechend, so auch der Plot von der Anlage her. Man hätte eine intelligente und hochspannende Geschichte daraus machen können, aber der Autor hat es ziemlich vergeigt. Das Buch fängt gut an, mit ein paar ordentlichen Paukenschlägen, die Lust auf mehr machen. Dann gibt es einen schier endlosen Mittelteil, in dem es größtenteils um das Aufspüren irgendwelcher vermisster Personen geht - das liest sich eher wie eine Detektivgeschichte und grenzt schon fast an Leserverarschung: grob schätzt 4/5 des Buches enthalten im Grunde keinerlei Horror- oder SF-Elemente.

Auf den letzten 100 Seiten oder so kommt dann die Auflösung und die Geschichte nimmt wieder ein wenig Fahrt auf. Die vorher beschriebenen Phänomene passen allerdings teilweise nicht so recht zu der dann präsentierten Erklärung, es gibt diverse Inkohärenzen, Schludrigkeiten und Logikfehler. Der Autor hatte die Geschichte erkennbar nicht richtig im Griff.

Aus mir völlig unerfindlichen Gründen hielt es der Autor für eine gute Idee, der Geschichte im Schlussteil dann noch "übersinnliche" Elemente aufzupfropfen, die aus dem Nichts kommen und mit der eigentlichen Geschichte nicht das geringste zu tun haben. Möglicherweise war das ein Überbleibsel einer früheren Version der Geschichte, auf das der Autor nicht verzichten wollte. Das ist ein ärgerlicher Fremdkörper.

Die Prosa kommt sehr ungelenk und in Pantoffeln daher. Das mag zum Teil an der Übersetzung liegen. INteressant ist, dass es der Heyne-Verlag nicht einmal geschafft hat, das Buch aus dem japanischen Original übersetzen zu lassen, vielmehr handelt es sich um eine Übersetzung der englischen Übersetzung - man kann sich leicht vorstellen, wie viel dabei verloren geht. Es gibt im Text immer wieder englische Begriffe, auch Ortsnamen in Japan, die im Original sicherlich japanisch sind. Ganz schwache Leistung des Verlags.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

horror

Die Dreizehnte

John Everson
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 25.11.2015
ISBN 9783865524119
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Blutige Ritualmorde in den Kellergewölben hatten das Hotel Castle House einst in Verruf gebracht. Doch Jahrzehnte später, als man dort ein Sanatorium für Schwangere eröffnet, scheint der Fluch der Vergangenheit endlich besiegt zu sein. Aber dann verschwinden immer mehr junge Frauen aus den benachbarten Orten.
Die Suche nach seiner vermissten Freundin führt David Shale nach Castle House. Dort entdeckt er eine verwitterte Holztür, gekennzeichnet mit einem roten X. Als er sie öffnet, betritt David ein okkultes Reich voller sadistischem Sex und qualvollem Sterben. (Quelle Amazon)

Nach den vielen eher gemäßigten Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, musste ich meine Rezensionsexemplare mal liegen lassen und wieder zu Blut und Gedärm greifen. Die Auswahl fiel mir gar nicht so leicht, weil ich hier seeeehr viele Bücher aus dem Festa-Verlag stehen habe. Aber nachdem auf meinem Lieblings Vlog von Nici Hope auf YouTube "Die Dreizehnte" besprochen wurde, bekam ich wahninnige Lust auf das Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Student David Shale ist zu Besuch bei seiner Tante in dem kleinen Örtchen Castle Point und möchte die Zeit nutzen um mit seinem Rad in der bergigen Gegend zu trainieren. Sein Training führt ihn auch zu dem entlegenen Castle House, das früher mal ein Hotel war und dann lange Zeit leer stand. Jetzt soll es als psychiatrische Klinik für schwangere Frauen dienen. Nach einem Unfall, lernt er den Leiter der Klinik kennen, der ihm etwas merkwürdig erscheint.

In einer Bar lernt David eine nette junge Frau kennen, die ihm mächtig imponiert, aber am nächsten Tag ist sie verschwunden. Obwohl er sie kaum kennt, stellt David Fragen und irgendwie kommt immer wieder das Castle House ins Gespräch. Wäre doch David nur nie hineingegangen und hätte er doch niemals die Tür mit dem roten X geöffnet.

Boah Leute, ich bin echt begeistert. Ich hatte bisher noch nichts von Jack Everson gelesen und verließ mich da ganz auf die Meinung von Nici und ich habe gemerkt, dass wir hier wieder auf einer Wellenlänge sind. David ist ein sehr sympathischer, wenn auch ein wenig naiver Charakter und mit der taffen Polizistin Christy Sorensen hat er die perfekte Partnerin an seiner Seite.

Fehlen durften in der Geschichte auf keinen Fall die beiden Hinterwäldler, die in eine sehr wichtige Rolle spielen und über die man sich entweder schrecklich aufregt oder köstlich amüsiert. Bei mir war es dann eher letzteres.

Ich fand die Geschichte richtig spannend, möchte aber zur Handlung gar nicht mehr verraten. Das muss man unbedingt selbst lesen. Es geht teilweise schon sehr blutig zu und ist nichts für schwache Mägen oder empfindsame Seelchen. Vom Ende war ich erst ein klein wenig enttäuscht, bis der Autor mich dann doch noch zufrieden stellte.

Ich bekam genau das was ich suchte: Blut und Gedärm und jede Menge kranken Spaß. Darum vergebe ich sehr gerne 4 von 5 Punkten und kann das Buch nur jedem empfehlen, der mal wieder was blutiges lesen möchte und die Schnauze voll hat von den ganzen seichten Geschichten. Ich werde jedenfalls jetzt öfter mal wieder was aus meiner Festa-Sammlung lesen und einfach mal weniger Rezensionsexemplare annehmen. Das hatte ich mir ja eigentlich für dieses Jahr vorgenommen, aber so ganz hat das nicht funktioniert. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben ;-)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Shadows Fall: The Beginning

C.C. Hunter
Flexibler Einband: 816 Seiten
Erschienen bei Griffin Publishing, 25.03.2013
ISBN 9781250036827
Genre: Fantasy

Rezension:

In Kylies Leben geht alles schief: Ihre Eltern lassen sich scheiden, ihr Freund hat Schluss gemacht, und ihre Mutter schickt sie auch noch in ein Sommercamp. Doch Shadow Falls ist anders: Hierher kommt nur, wer übernatürliche Kräfte hat ? Feen, Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Werwölfe. Auch Kylie soll besondere Fähigkeiten haben ? wenn sie nur wüsste, welche ?

Doch plötzlich wird das Camp bedroht. Nur, wenn sie alle ihre besonderen Kräfte gemeinsam einsetzen, werden sie die übermächtigen Feinde besiegen können.

Die Vorgeschichte in den ersten beiden Kapiteln ist sehr oberflächlich abgehandelt, ? was sehr schade ist man hätte da viel mehr rausholen können. Ab den 3 Kapiteln wurde es dann schon besser, aber so wirklich überzeugt hat es mich nicht. Es gab keine spannenden Wendungen, alles war so wie man es schon erwartet hat. Das Buch ist in einen sehr typischen Jugendbuchschreibtstil geschrieben worden. Schon fast ein bisschen zu kindisch, das Buch ist in der dritten Person und in der Vergangenheitsform geschrieben.

Die Story hat mich auch nicht wirklich überzeugt, mir kommt das Buch vor wie eine Mischung/Abklatsch von Twilight, House of Night, Evernight und Hex Hall vor. Ach ja, nicht zu vergessen wird das Klischee , 1 Mädchen muss sich zwischen 3/2 Jungs entscheiden, angewendet. Einen richtigen Spannungsbogen konnte ich leider auch nicht finden, es bleiben zwar ein paar Fragen offen oder besser gesagt alle Fragen, aber das ich jetzt unbedingt das zweite Buch lesen muss ist es nicht.

Ich glaube, ich falle für dieses Buch einfach nicht in die Zielgruppe, da ich langsam solche Geschichten nicht mehr lese.

Klappt man die Seitenbroschur vorne und hinten auf, sieht man einen kurzen Steckbrief zu den sechs Hauptpersonen. Da ist Spoilergefahr, also bitte Vorsicht.

Der Trilogie-Auftakt um das "Shadow Falls Camp" liest sich, dank des simplen Erzählstils, sehr flott weg und der etwas schaurige Anfang macht neugierig auf mehr. Doch dann nicht gerade überwältigend weiter geht. Hoffe immer noch das Band zwei und drei besser ist.

  (11)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(136)

230 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 103 Rezensionen

spinnen, thriller, horror, ezekiel boone, die brut

Die Brut - Sie sind da

Ezekiel Boone , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.05.2017
ISBN 9783596035533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman beginnt gleich an einem exotischen Schauplatz in die Regenwald Dschungel Südamerikas. Eine geführte Wandergruppe wird von einer schwarzen flüssig scheinenden Masse überrascht und verschlungen, es gibt nur einen Überlebenden. Schnell wechselt der Schauplatz. Und schnell geht in diesem Roman alles. Es gibt Handlungsstränge über die ganze Welt verteilt mit einer Vielzahl von Protagonisten. Trotz dieser großen Anzahl, kam ich gut zurecht und verwechselte kaum jemanden. Ein paar Charaktere schälen sich langsam heraus. Aber auch für diejenigen, die nur eine kurze Lebensdauer haben, im wahrsten Sinne des Wortes, werden in ihrem Alltag beschrieben und vorgestellt. So dass ich oft über ihren plötzlichen Tod überrascht war.
Durch die verschiedenen Protagonisten werden unterschiedliche Aspekte dieses Horrors dargestellt, wissenschaftliche Aspekt, das Militär, die Regierung, aber auch die privaten Probleme. Alles nicht sehr ausschweifend oder tiefgründig, das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Einige Leser*innen kritisieren vielleicht die oberflächige Charakterdarstellung. Ich fand es aber passend, denn der Autor lässt immer wieder alltägliche, scheinbar unwichtige Szenen einbetten, die aber die Charaktere sehr gut in ihrem Umfeld zeigen und dadurch einiges über ihr Wesen aussagen. Außerdem muss man bedenken, dass die Geschichte als Trilogie angedacht ist, es also auch noch Luft nach oben geben muss und nicht alles in diesem ersten Teil abgehandelt werden sollte. Was ich persönlich sehr gut fand, ist das Frauen im Buch fast alle in starken Machtpositionen vorgestellt werden als Präsidentin, Wissenschaftlerin, aber auch beim Militär. Ohne sie würde die Geschichte nicht laufen, sie keine Staffage.
Der Autor beschreibt direkt und ohne Umschweife. Dennoch konnte ich mir alles sehr gut vorstellen, gerade die ekligen Momente liefen wie ein Film vor mir ab. Insgesamt hatte das ganze Buch etwas von einem amerikanischen Blockbuster: schnell, spannend und vor allem unterhaltsam. Es ist kein tiefgründiger Wissenschaftsthriller, aber ich konnte ihn kaum aus der Hand legen und freue mich schon sehr auf den Folgeband. Empfehlenswert für alle die einfach mal einen unterhaltsamen Thriller lesen wollen und vielleicht nicht unter Spinnenphobie leiden.

  (11)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ein Blick in die Hölle - Buch 2: Festa Extrem

Wade H. Garrett
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei Festa, 08.09.2016
ISBN B01LVTWG99
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der zweite Teil des Romans knüpft direkt ohne Vorwort oder Rückblende an den ersten Teil an, weshalb es unerläßlich ist den ersten Teil vorher zu lesen. Dicky sitzt weiterhin im Folterkeller von Seth fest und muß die grausamen Erzählungen und Anblicke der verstümmelten Opfer über sich ergehen lassen. Wie im ersten Buch beschreibt Seth detailgenau die abartigen und unmenschlichen Foltermethoden die er den Opfern über Jahre hinweg antut. Allerdings stellt sich erneut die Frage, wie Seth das alles allein bewerkstelligen kann. Ebenso unglaubwürdig wirken die selbstgebauten Apparaturen und durchgeführten Operationen. (Eingeweide aus dem Körper gezogen und an der Stirn festgenäht ? Opfer lebt natürlich noch jahrelang weiter?) Durch die völlig überzogene Gewalt kommt auch hier wieder keinerlei Spannung auf und der Leser stumpft mit der Zeit einfach ab. Der einzige Anlaß für mich den zweiten Teil zu lesen, war einzig und allein die Frage warum er Dicky dorthin gebracht hat. Das Geheimnis wird natürlich zum Ende hin gelüftet aber sonst unterscheidet sich das Buch in keinerlei Hinsicht vom Ersten.

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

55 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

zombies, endzeit, horror, usa, virus

Infektion

Ben Tripp , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 622 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2011
ISBN 9783453528918
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit Ben Tripps Werk "Infektion" halte ich einen Impulsivkauf in den Händen. Der Klappentext verspricht Weltuntergang und Dystopie - dazu eine stattliche Länge von über 600 Seiten. Reichlich Platz, um eine Geschichte ordentlich zu erzählen, so hoffte ich. Und ich wurde nicht enttäuscht.



Forest Peak ist eine typische Klischee-Kleinstadt, wie sie zahlreichen Romanen zur Vorlage dient. Die Protagonistin (Achtung, Alpha-Weibchen!) Danielle "Danni" Adelman bekleidet in diesem Städtchen nach ihrer Rückkehr aus dem Irak-Krieg den Posten des Sheriffs. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Nicht nur das Verschwinden ihrer labilen Schwester beutelt Danni: Das Auftreten einer mysteriösen (und tödlichen) Krankheit versetzt die Umgebung in einen Ausnahmezustand. Achja, und später gibt's dann auch noch Zombies.



Das alles verrät mehr oder weniger schon der Klappentext und ich erzähle das so salopp, weil der Handlungsbogen bis dahin wirklich keinen Meilenstein dastellt. Und so bleibt es auch: Einen Kreativpreis gibt es für die Storyentwicklung sicher nicht. Ganz im Gegenteil: Die Ploteckpunkte, die Orte, selbst die Charakteristika der Untoten selbst und viele Details (Wohnmobil!) kommen fast 1:1 so in David Moodys "Herbst"-Reihe vor. Stören tut mich das nur deshalb nicht weiter, weil es hier gar nicht so sehr auf die pfiffige Story ankommt - sie dient mehr als solider Rahmen für das Erzeugen von Spannung und Action.



Reichlich Konflikte, Kämpfe, Explosionen und Blut: Die Geschwindigkeit bleibt hoch. Da stört es letztendlich nicht, dass die Anzahl an Überraschungen niedrig bleibt. Es geht mehr um das Mitfiebern. Auf den 600 Seiten werden die Charaktere ausreichend eingeführt. Man kommt dabei zwar nicht ganz ohne die üblichen Stereotypen ("toughes Weibchen", "Schmierig-brutaler Antagonist" etc.) aus, aber am Ende liegt einem das Grüppchen doch ein bißchen am Herzen und zumindest das Schicksal der Schlüsselcharaktere ist einem nicht egal.

Das Erzähltempo ist günstig und die Kapitel greifen gut ineinander über, einzig der Seitenstrang um Dannis verlorene Schwester wirkt ein bißchen überflüssig.



Unter dem Strich haben wir hier einen kurzweiligen, wenn auch nicht außergewöhnlichen Zombieroman. Auf der "Pro"-Seite stehen die stattliche Länge, das ausreichend sympathische Charakterset, der flüssige Schreibstil und die actionreiche Handlung. Negativ zu Buche schlagen die überraschungsarme, gewöhnliche Story, gelegentliche Momente, die arg übertrieben und konstruiert wirken und allgemein der Mangel von besonderen Aspekten. Für mich hängt das Buch damit zwischen 3 und 4 Sternen, ich gebe am Ende 4, weil ich in der Nische "Zombie-Apokalypse" viel, viel mittelmäßigere Wahre gelesen habe, und dann ein so langer, solider Roman erfrischend daher kommt.



Man kann das Buch letztendlich mit David Moodys "Herbst"-Reihe vergleichen. Nur passiert hier eindeutig mehr, alleine schon wegen der Länge werden die Details der Geschichte etwas besser herausgearbeitet. Dafür fehlt ein bißchen die psychologisch-beklemmende Komponente, auf die Moody so viel Wert gelegt hat. Ob diese Umverteilung der Aspekte nun von Vorteil oder Nachteil ist, kann ja jeder für sich entscheiden. Fans von postapokalyptischer Belletristik (mit Zombies!) können aber ohnehin einen Blick riskieren.

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

festa extrem, festa

Zurück nach Hell, Texas: Festa Extrem

Tim Miller
E-Buch Text: 97 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 16.02.2017
ISBN B06VWR7B3N
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als der Texas Ranger Garrett Parker von seinem Chef nach El Paso abkommandiert wird, hat er gleich ein ungutes Gefühl, immerhin hat er hier vor Jahren das Örtchen Hell dem Erdboden gleichgemacht, eine Siedlung, in der über Jahrzehnte grausame Verbrechen stattfanden.

Die Erinnerung daran lässt ihn nicht los, auch wenn der ganze Schrecken damals unter den Teppich gekehrt wurde, immerhin brachte ihm die Sache eine Beförderung ein.

Jetzt verschwinden in der Nähe von El Paso überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche, für Parker ein Anzeichen dafür, dass das Böse zurückgekehrt ist.

Er selbst will nicht zurück nach Hell, Texas, aber er muss herausfinden, was mit den Vermissten geschehen ist, er muss endlich Klarheit haben und so macht er sich zusammen mit seinem neuen Partner Doug, der nicht die geringste Ahnung davon hat, was ihn erwartet, auf die Suche...



"Zurück nach Hell, Texas" ist die Fortsetzung von Tim Millers "Willkommen in Hell, Texas" und schlägt natürlich in dieselbe Kerbe, wer also das erste Buch nicht mochte, sollte die Finger auch von der Fortsetzung lassen, denn auch hier reagiert man sich vor allem wieder an wehrlosen Fremden ab.

Wer damit keine Probleme hat, kann bei Miller bedenkenlos zugreifen

  (14)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

Jahrmarkt des Grauens

Richard Laymon
Flexibler Einband: 474 Seiten
Erschienen bei GOLDMANN WILHELM, 01.09.1994
ISBN 9783442080922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tanja und ihre Trolljäger begeben sich Nachts nach Funland, einen Vergnügungspark, um Trolle zu jagen. Trolle nennen sie die Penner, die Bettler, die Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Sie lauern ihnen auf und geben ihnen das, was sie ihrer Meinung nach verdient haben.



Das Cover zeigt eine verschwommene Achterbahn, die auf den Betrachter zurast. Es passt für mich weder zum Titel noch zum Inhalt, da eine Achterbahn nur am Rande einmal in dem Buch überhaupt erwähnt wird. Vielleicht wäre eine Geisterbahn besser gewesen. Oder ein Riesenrad, da es einen Bezug zu dem Buch gibt.



Der Klapptext hat mich gereizt an dem Buch. Vergnügungspark, Sonne, Strand, Spaß und hinter den Kulissen - die Trolle. Und wenn ein Richard Laymon das Buch geschrieben hat, muss es einfach ein Knaller sein! So meine Gedanken. Doch dann folgte die Ernüchterung.

Die gewohnte nervenzerreißende Spannung, der Kitzel, der das Blut in den Adern stocken lässt, die leichte Panik und der Schauer, waren nicht zu finden. Schnell wird klar, dass ein paar genervte, Sex besessene Jugendliche auf der Suche nach einem perversen Kick sind. Tagsüber gaffen sie sich die Augen aus dem Kopf und können nur an Sex denken und Abends mischen sie voller Stolz Penner auf. Menschen, die am Rande der Gesellschaft existieren. Einige wie Tanya und Shiner haben einen Grund, aber der Rest macht aus reiner Lust an der Gewalt mit; Geltungsbedürfnis, Grenzen testen. Die Spirale der Gewalt dreht sich zwar immer schneller und spitzt sich zu, aber mitreißen konnte sie mich nicht.



Genauso schwach wie die Handlung an sich, waren auch die Dialoge, von den Charakteren ganz zu schweigen.

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Stirb, du Bastard! Stirb!: Festa Extrem

Jan Kozlowski
E-Buch Text
Erschienen bei Festa, 15.11.2016
ISBN B01MYNABU2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Krankenschwester Claire kümmert sich liebevoll um Menschen, die Hilfe benötigen. Vielleicht hat Claire diesen Beruf gewählt, weil sie die Kindheit in der Hölle verbrachte – ihr Vater hat sie viele Jahre lang sexuell brutal missbraucht. Claire hat die Geschehnisse verdrängt. Doch plötzlich ruft ihre Schwester Olivia an. Sie berichtet, dass ihr Vater im Sterben liegt. Jetzt hätten sie die Chance für ihre späte Rache. Aber das Miststück Olivia hat gelogen ...

Das Buch hat mich zwar nicht umgehauen, dennoch fand ich es ganz gut. Die Story ist interessant und spannend und der Autor schafft es, dass man mit leidet.

  (10)
Tags:  
 
158 Ergebnisse