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1.472 Bibliotheken, 13 Leser, 7 Gruppen, 89 Rezensionen

elben, elfen, fantasy, frodo, gandalf, hobbit, hobbits, klassiker, krieg, mittelerde, orks, ring, tolkien, zauberer, zwerge

Der Herr der Ringe

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege (Übersetzer)
Flexibler Einband: 1.100 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.05.2010
ISBN 9783608935448
Genre: Fantasy

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102 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

ddr, deutscher buchpreis, deutschsprachige literatur, flucht, freiheit, freiheitssuche, freundschaft, hiddensee, history, insel, leben, lutz seiler, meer, ostsee, republikflucht

Kruso

Lutz Seiler
Fester Einband: 484 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 02.09.2014
ISBN 9783518424476
Genre: Romane

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102 Bibliotheken, 6 Leser, 11 Gruppen, 8 Rezensionen

blut, bram stoker, dracula, horror, klassiker, liebe, london, lucy, rumänien, tod, transsilvanien, transsylvanien, vampir, vampire, van helsing

Dracula

Bram Stoker ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.10.2008
ISBN 9783596901081
Genre: Klassiker

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

band 2, buchreihe, fortsetzung, rom, thriller

Schwarzer Engel

Sandrone Dazieri , Claudia Franz
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2018
ISBN 9783492061148
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hinweis: Auch wenn es sich um einen zweiten Band handelt, muss man den ersten Band („In der Finsternis“) nicht zwingend gelesen haben.

Den ersten Band dieser Reihe habe ich geliebt. Mit entsprechend hohen Erwartungen bin ich deshalb auch an „Schwarzer Engel“ gegangen – und wurde keineswegs enttäuscht!

Zunächst fing es jedoch mit ein paar Startschwierigkeiten an. Einerseits irritierte mich der Erzähler, denn dessen Perspektive springt zwischen einzelnen Charakteren und einem allwissenden Erzähler – teils auch ein- oder mehrmals innerhalb einzelner Kapitel. Nach der Eingewöhnungsphase kam ich aber gut damit zurecht.
Andererseits verwirrten mich anfangs die vielen Namen, aber auch das gab sich nach kurzer Zeit.

Besonders gut gefallen haben mir die beiden Hauptfiguren. Dante Torre ist einerseits schwer traumatisiert und kämpft u.a. mit Nikotin- und Medikamentensüchten und Klaustrophobie. Andererseits kann er Menschen wie kaum ein Zweiter lesen und erkennt Zusammenhänge, die andere nicht sehen. Diese Mischung aus Trauma und Genialität war toll und vor allem glaubwürdig umgesetzt, wurde konsequent in der Geschichte mitgedacht und keineswegs schön geredet.
Colomba Caselli ist die Polizistin des Duos: Sie ist konsequent, rational und scheut nicht davor zurück, mal anzuecken. Zudem hat auch sie mit psychischen Problemen zu kämpfen, nachdem sie ein Bombenattentat knapp überlebt hat.
Auch wenn sich psychische Probleme immer wieder bei Ermittlern in Krimis und Thrillern finden, sind die beiden keine Stereotype und wurden wunderbar glaubwürdig umgesetzt.

Zu dem Fall selbst will ich nicht viel mehr sagen als das: Verworren, äußerst spannend und definitiv nicht so, wie es zunächst scheint!
Dazieri verknüpft Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft; er schlägt einen Bogen von den Terroranschlägen des IS zum Kalten Krieg, der angesichts seiner Weite an den Haaren herbeigezogen wirken könnte. Mich hat er komplett überzeugt.

Toll hat mir auch der Humor – als Situationskomik oder in den Gesprächen der Charaktere – gefallen, der die Geschichte mit ihrer teils heftigen Handlung angenehm auflockert.

FAZIT
Wow, was für ein Buch! „Schwarzer Engel“ konnte mich mit Spannung, einer emotionalen Achterbahnfahrt und einem genialen Ermittlerduo auf ganzer Linie überzeugen.

Hinweis: Wer (auch bei Reihen) lieber in sich abgeschlossene Bücher ohne offene Enden liest, sollte sich gedulden, bis Band 3 erschienen ist, um dann beide Bücher in einem Rutsch lesen zu können.

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Tags: buchreihe, thriller   (2)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

abenteuer, arthur, conan, di, dinosaurier, doyle, dschungel, expedition, professor, reise, vergessene, welt

Die vergessene Welt

Arthur Conan Doyle
Fester Einband
Erschienen bei Ueberreuter, C, 01.08.2006
ISBN 9783800092062
Genre: Krimi und Thriller

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

ängste, bundesrichter, entführung, erpressung, familie, katastrophe, kinder, kindesentführung, krimi, rechtssystem, richter, thriller, thriller-roman, verzweiflung

Nicht ein Wort

Brad Parks , Irene Eisenhut
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.02.2018
ISBN 9783596297801
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Nicht ein Wort" beginnt mit einem kleinen Rückblick auf den Moment, als die SMS von "Alison" bei Scott eingeht, bis hin zur Erkenntnis, dass die Kinder entführt wurden. Die friedlichen Stunden dazwischen, die Scott im Rückblick beschreibt, wecken bereits früh ein beklemmendes Gefühl, das ich als ständigen Begleiter für die nächsten knapp 500 Seiten erwartete. Leider täuschte der erste Eindruck.

Die Geschichte legt einen Fokus auf die psychologischen Auswirkungen der Entführung auf die Eltern. Ständige Sorge, Schlaflosigkeit, Schuldzuweisungen, gleichzeitig Tatendrang und das Bedürfnis, Normalität zu erhalten - diese Darstellung konnte mich überzeugen. Spannung fehlte jedoch immer wieder. Die Geschichte kam einfach nicht in Fahrt: kurze spannende Absätze wurden von Längen abgelöst, die zwar einerseits die Machtlosigkeit der Eltern widerspiegelten, die aber oft zu eintönig waren. Erst auf den letzten knapp 80 Seiten wurde die Spannung dann durchgehend gehalten. Die Auflösung der Geschichte überraschte mich dann definitiv.

Neben den Längen störte mich, dass die Geschichte teilweise einfach unglaubwürdig war. Das eingängigste Beispiel dafür ist das Verhalten der Leiterin der Schule, die die Zwillinge besuchen. Obwohl deutlich gemacht wird, dass anders als angenommen nicht Alison die Kinder abgeholt hat, stellt sie keine Fragen und erkundigt sich auch nicht nach dem Befinden der Kinder. Es weckt nicht einmal Misstrauen, dass die Kinder nach dem Vorfall erst "krank" sind und dann "Privatunterricht" erhalten!

Positiver war dagegen der Schreibstil, der sich angenehm lesen ließ. Die gesamte Geschichte weckt den Anschein eines Berichts, den Scott nach den Ereignissen geschrieben hat. Entsprechend ist die hauptsächliche Zeitform die Vergangenheit, einige wenige Stellen, die Dinge beschreiben, die "immer so sind", sind dagegen in Präsens geschrieben. So weit, so gut.
Spitzfindige Leser werden jedoch merken, dass auch das bisherige Verhalten der Zwillinge in diesem "Bericht" in Präsens geschrieben ist. Das kann als Irreführung des Lesers oder schlicht als allgemeine Information betrachtet werden; leider aber auch als (möglicherweise ungewollter) Hinweis auf den Ausgang der Geschichte.

FAZIT
"Nicht ein Wort" hat gute Ansätze, bleibt in der Umsetzung aber hinter den Erwartungen zurück.

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Tags: thriller   (1)
 

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114 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 3 Rezensionen

dystopie, england, fantasy, gehirnwäsche, george orwell, julia, klassiker, kontrolle, partei, propaganda, rebellion, science fiction, totalitäre regime, überwachung, überwachungsstaat

1984

George Orwell , Michael Walter
E-Buch Text
Erschienen bei Ullstein eBooks, 12.08.2011
ISBN B005GOTZ1U
Genre: Klassiker

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hans Fallada

Peter Walther
Flexibler Einband: 527 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 16.02.2018
ISBN 9783746634166
Genre: Biografien

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

englisch, fantasy, grischa, ketterdam

Crooked Kingdom

Leigh Bardugo
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Orion Children's Books, 04.05.2017
ISBN 9781780622316
Genre: Sonstiges

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162 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

frankreich, islam, islamisierung, islamismus, muslimbrüder, paris, patriarchat, politik, religion, roman, sex, universität, unruhen, unterwerfung, wahlen

Taschenbücher / Unterwerfung

Michel Houellebecq , Norma Cassau , Bernd Wilczek
Flexibler Einband: 274 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 08.05.2018
ISBN 9783832163594
Genre: Romane

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

john von düffel, klassenbuch

Klassenbuch

John von Düffel , John von Düffel
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 21.03.2017
ISBN 9783832198343
Genre: Romane

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127 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

abenteuer, crows, diebe, englisch, fantasy, grischa, grisha trilogy, heist, jugendbuch, jugendroman, leigh bardugo, magie, romantik, six of crows, sub

Six of Crows

Leigh Bardugo
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Orion Children's Books, 02.06.2016
ISBN 9781780622286
Genre: Fantasy

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(310)

830 Bibliotheken, 18 Leser, 3 Gruppen, 151 Rezensionen

dystopie, fantasy, galaxie, gezeichnet, jugendbuch, liebe, orakel, planeten, rat der neun, schicksal, schmerz, science fiction, strom, veronica roth, weltraum

Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.01.2017
ISBN 9783570164983
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zunächst einmal: Die Welt von „Rat der Neun“ ist einfach großartig! Zwar brauchte es ein wenig Zeit, bis ich mich in die verschiedenen Kulturen hineingedacht hatte, aber danach funktionierte sie für mich prima.
Nur schien sie mir irgendwie zu groß für das Buch. Viele Kulturen und ihre Planeten wurden nur angerissen, blieben ansonsten aber an der Oberfläche. Bei so einer großen, facettenreichen Welt hatte ich mir mehr erhofft.

Die Handlung startete vielversprechend, flachte dann aber leider erstmal ab. Die Feindschaft der beiden Völker Thuve und Shotet rückte mehr und mehr in den Hintergrund – zugunsten der Beziehung zwischen Akos und Cyra, die sich langsam entwickeln konnte. Positive Anmerkung: Es gibt keine Schockverliebtheit! Endlich mal wieder ein aktuelles Jugend(fantasy)buch, das ohne sie auskommt. Nur mit den großen Gefühlen hat es gehapert. Empathie konnte ich für die beiden zumindest kaum empfinden.
Durch den verschobenen Fokus ging leider auch einiges an Spannung flöten. Erst im letzten Drittel baute sie sich wieder auf – das dann aber auch ziemlich überzeugend.

Die Figuren selbst waren, egal ob Haupt- oder Nebenfigur, abwechlungs- und facettenreich gestaltet. An der Überzeugungskraft hat es jedoch ab und an gefehlt.
Bsp. hat sich die Freundschaft zwischen Cyra und Akos für mich zu schnell entwickelt. Die beiden sind Feinde, er ist ein Gefangener und Diener. Trotzdem mochten sie sich erstaunlich schnell.
Überhaupt erschien mit die Feindschaft zwischen Thuve und Shotet über weite Strecken zu platonisch. Zwar wird sie immer wieder betont, aber letztlich koexistieren beide Völker einfach und hassen sich, aber auch nur mit Worten. Auseinandersetzungen gibt es so gut wie keine.
Zudem hat mich die Geschichte vereinzelt wirklich verwirrt: Warum reagiert niemand, wenn zwei Kinder entführt werden? Wenn eines der Kinder zudem in den Händen der Shotet die Zukunft massiv beeinflussen kann? Und warum wird ein Gefangener zusammen mit den eigenen Soldaten ausgebildet? Ungeklärte Fragen …

FAZIT
Tolle Welt, gute Ansätze, facettenreiche Charaktere – es war DER Bausatz für eine packende Geschichte. Für die Umsetzung reicht es nur für ein „Okay“. Mir fehlte schlichtweg zu oft die Spannung und Empathie für die Figuren.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

südtirol, thriller

Das Böse, es bleibt

Luca D'Andrea , Susanne Van Volxem , Olaf Roth
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei DVA, 26.02.2018
ISBN 9783421048066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kalt und prägnant – das ist Luca D‘Andreas neuer Thriller „Das Böse, es bleibt“.  Prägnant, das ist zum einen sein Schreibstil, der durch kurze Sätze und eine klare Wortwahl besticht. Zum anderen ist es die klare Gestaltung der Charaktere – alle mit Stärken, Schwächen und persönlichen Schicksalen. Die Kälte zieht sich allein ob des Settings, einem Winter in den südtiroler Bergen, durch das Buch und taucht dann auch noch bei manchem Charakter als emotionale Kälte auf.

Das Buch gliedert sich in eine Vielzahl v.a. kurzer Szenen aus wechselnden Perspektiven – ein Kunstgriff, der in meinen Augen sonst die Spannung steigert. Hier konnte mich die Geschichte jedoch nicht richtig packen. Sie ist spannend, keine Frage, aber nicht so fesselnd, wie ich es von einem Thriller erwartet habe.

Zum einen lag das an den Figuren, die zwar interessant gestaltet waren, mich aber einfach nicht mitreißen konnten. Als Beispiel seien nur einmal der namenlose Mörder und der Eremit Simon herausgegriffen, die beide stark polarisieren können. Bei Charakteren wie ihnen will ich Gänsehaut, Kälte oder einen Hauch des Wahnsinns spüren, der sie umgibt. Doch nichts dergleichen. Es blieb bei einem einfachen „Okay“.

Zum anderen lag es an der Atmosphäre, die mir einfach nicht das passende "Feeling" vermittelte. Ich hatte mit einer düster-kalten Bergwelt gerechnet, doch hinter den im Fokus stehenden Handlungen und Gedanken der Figuren trat die Umwelt zurück. Was blieb, waren kurze Erwähnungen, wie etwas aussieht oder sich anfühlt. Zu kurz, um eine fesselnde Atmosphäre zu erzeugen. Darüber hinaus konnte der prägnante Schreibstil zwar sehr gut die Kälte widerspiegeln, für eine richtige Atmosphäre fehlten mir allerdings längere, weniger prägnant-kurze Beschreibungen. Auch hier blieb es wieder nur beim „Okay“.

FAZIT
Interessante Idee, interessantes Setting, interessante Figuren. Kurz: gute Ansätze. Mir haperte es letztlich jedoch an der Umsetzung, die mir einfach nicht spannend und atmosphärisch genug war. „Das Böse, es bleibt“ war eine gute Unterhaltung, aber nichts Herausragendes, das mir länger in Erinnerung bleiben wird.

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44 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

blanvalet, folter, forschung, gelernte hilflosigkeit, guantanamo, london, medikament, medikamente, psychologie, psychopharmaka, selbstmord, spionage, thriller, verwirrspiel, wissenschaft

Finde mich - bevor sie es tun

J.S. Monroe , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.02.2018
ISBN 9783734105029
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

WARNUNGEN: explizite Darstellung von Folter, Tier- und Menschenversuchen, Tierquälerei

Trotz interessantem Titel fiel mir der Einstieg in das Buch zunächst alles andere als leicht. Die Geschichte wird überwiegend aus zwei Perspektiven erzählt: Zum einen verfolgte ich Jar, der noch immer Rosa sucht. Dabei bekam ich zunehmend das Gefühl, dass er einen Geist jagt und dringend therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Das trug nicht unbedingt dazu bei, dass ich ihn als vertrauenswürdigen Protagonisten sehen konnte...
Zum anderen las ich alte Tagebucheinträge von Rosa, die sie kurz vor ihrem Tod verfasst hat. An sich konnten die mich zwar überzeugen, doch die Einträge sind nicht chronologisch geordnet, was mich mehrfach irritierte.

Nach dem zähen Einstieg konnte mich das Buch dann allerdings positiv überraschen: Vom einen auf den anderen Moment fand ich mich in einem packenden Verwirrspiel wieder. Mehr und mehr drängte sich mir die Frage auf, was mit Rosa geschah. Die Geschichte ist temporeich erzählt und voller Wendungen. Dazu dann noch die Tagebucheinträge aus der Vergangenheit ... dabei ging dann mehrmals meine Orientierung verloren. Ein Teil davon mag beabsichtigt gewesen sein. Mir wäre etwas weniger Verwirrung allerdings lieber gewesen.

Hinzu kommt, dass das Buch im zweiten Teil in eine Richtung ging, die ich überhaupt nicht erwartet hatte. Dort finden sich recht explizite Beschreibungen von Folter, Versuchen an Mensch und Tier und Tierquälerei. Normalerweise stört mich so etwas in Geschichten nicht besonders, hier war es mir jedoch a) zu explizit und b) unnötig grausam und c) unnötig detailliert beschrieben. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen.

Ein abschließendes Wort zum Ende: Warum müssen, nachdem die Handlung an sich zufriedenstellend beendet wurde, neue Fragen aufgeworfen werden, die es definitiv nicht gebraucht hätte und die nicht beantwortet werden? Dieser finale Twist hat mich einfach nur gestört und dafür gesorgt, dass ich ein Buch, das eigentlich ein akzeptables Ende hätte haben können, nun unbefriedigt weglege.

FAZIT
"Finde mich - bevor sie es tun" ist, nach anfänglichen Startschwierigkeiten, ein packender Thriller, der leider einmal zu oft über das Ziel hinausschießt. Dadurch verliert er einiges von der Qualität, die er andernfalls hätte haben können.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

buchreihe, fantasy, magie, victoria schwab

A Conjuring of Light

Victoria Schwab
E-Buch Text: 624 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 21.02.2017
ISBN 9781785652455
Genre: Sonstiges

Rezension:

"A Conjuring of Light" geht direkt weiter, wo Band 2 endete. Die Handlung springt erneut zwischen den verschiedenen Hauptcharakteren, etwas seltener kommt auch die eine oder andere Nebenfigur zu Wort. Die Lage im roten London scheint aussichtslos und da die Autorin ohne Scheu auch liebgewonnene Charaktere opfert, wusste ich rasch nicht mehr, ob es hier ein gutes Ende geben wird. Das tat definitiv der Spannung gut, denn so war ich interessiert daran, wie die Handlung vorangeht. So fesselnd, wie ich den ersten Band empfand, war "A Conjuring of Light" jedoch leider nicht.
Den Hauptgrund liegt für mich in den eingeschobenen Rückblicken, die immer mal wieder den Erzählfluss brachen. In ihnen lernte ich ausgerechnet Holland, mit dem ich zuvor überhaupt nichts anfangen konnte, besser kennen. Was zunächst einfach irritierte, entwickelte sich für mich bald zu einer interessanten Nebenhandlung, die mir diesen unnahbaren Charakter näherbrachte. Dennoch blieben es Unterbrechungen.

Die Stärke des Buches lag allerdings wieder einmal nicht in der Handlung - die wäre an sich vielleicht gar nicht SO toll gewesen, sondern in den Figuren. Ich liebe einfach die verschiedenen Charaktere und ihre lebendige Darstellung. Dieser Mix aus Emotion, Ernst und Humor ist auch dieses Mal super gelungen!
Zudem war die Entwicklung der Beziehungen zwischen ihnen wunderbar deutlich und mündete in einer Reihe von Nebenhandlungen, die Leben in die Geschichte bringen.
In Band 2 hatte mich gestört, dass Lilas Besonderheit so häufig betont wurde. In Band drei steht sie glücklicherweise nicht mehr so sehr im Vordergrund. Den faden Beigeschmack, den sie bei mir hinterlassen hat, konnte "A Conjuring of Light" zwar nicht mehr wett machen, aber Lila wurde mir immerhin wieder etwas sympathischer.

Nicht vollständig überzeugen konnte mich leider das Finale, denn es bleiben Fragen offen, die ich lieber geklärt gesehen hätte.

[Ab hier mögl. Spoiler!]
Ich hätte mir zum Einen gewünscht, dass noch mehr über Kells Vergangenheit bekannt wird. Die Chance dazu wäre da gewesen, wurde aber nicht genutzt
Zum Anderen wird ein Handlungsstrang nicht abgeschlossen. Extrem bedeutend für die Geschichte ist der zwar nicht, aber er birgt Anknüpfungspunkte, wie ich sie sonst nur bei eingeplanter Fortsetzung kenne. Die letzte Szene zu diesem Handlungsstrang klingt, als würde es weiter gehen. Als müsste es weitergehen. Geht es aber nicht. Schade!

[mögl. Spoiler zu Ende]

FAZIT
"A Conjuring of Light" ist ein würdiger Abschluss dieser Reihe. Nach dem recht ruhigen zweiten Band überzeugt es mit einer spannenden Handlung. Die Figuren und ihre Beziehungen untereinander sind abermals die große Stärke der Geschichte und machen sie wunderbar lebendig. Leider werden nicht alle Handlungsteile so abgeschlossen, wie ich es mir von einem Finale gewünscht habe.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

buchreihe, fantasy, magie, zauberer

A Gathering of Shadows

Victoria Schwab , Victoria Schwab
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 23.02.2016
ISBN 9781783295425
Genre: Sonstiges

Rezension:

"A Darker Shade of Magic" ist mir vor allem als interessante Einführung in eine großartige Welt und als spannende Geschichte in Erinnerung geblieben. Der zweite Band, "A Gathering of Shadows", setzt nun den Fokus auf die Hauptfiguren Kell, Rhy und Lila und ihre Entwicklung, wodurch ich die drei noch einmal wesentlich besser als im ersten Band kennenlernen konnte.
Neben den Dreien tauchen auch neue Figuren auf. Allen voran Alucard Emery, der Kapitän des Schiffes, auf dem Lila die letzte Zeit verbracht hat, der die Erzählstränge von Kell, Rhy und Lila auf überraschende Weise erneut zusammenführt und dabei für einigen Zündstoff sorgt.

Schwabs Worldbuilding ist erneut großartig und auch ihren Schreibstil finde ich super. Er ist locker, gut verständlich und bildlich.

Dennoch lässt mich das Buch zwiegespalten zurück. Der Fokus auf die Charaktere ist super gewählt, weil die Geschichte dadurch eine wunderbare Lebendigkeit erhält, aber zeitgleich ist mir einfach zu wenig passiert, als dass mich das Buch so hätte fesseln können wie Band eins. Selbst das Essen Tasch mit seinen Duellen blieb mir zu unaufgeregt. Das Versteckspiel, das Lila und Kell während der elementaren Spiele spielen, konnte mir allenfalls noch ein müdes Lächeln entlocken. Ein wenig Abwechslung bescherten mir die kurzen Einblicke in das weiße London. Die dortige Entwicklung habe ich überhaupt nicht erwartet und birgt eindeutiges Potential für Band drei.
Abgesehen von diesen paar Szenenwechseln spielt der Großteil der Handlung im roten London, was mich ebenfalls enttäuscht hat. Ich hätte gern noch mehr von den anderen Welten gesehen (auch wenn die Details zur roten Welt durchaus interessant waren).
Wirkliche Spannung kam letztlich erst auf den letzten Seiten auf und endete dann mit einem fiesen Cliffhanger, der mir die Frage aufdrängte, ob ähnlich fesselnde Ereignisse nicht schon vorher in der Handlung hätten Platz finden können. Aber vielleicht wäre dann der Fokus auf die Charakterentwicklung verloren gegangen …

Richtig genervt hat mich dieses Mal die immer wiederkehrende Betonung, wie besonders Lila doch ist. Dass sie keine gewöhnliche Grauweltlerin ist, wurde bereits im ersten Band deutlich. Diese Linie wird logischerweise auch weiter verfolgt - allerdings wurde sie für meinen Geschmack wirklich überstrapaziert.
Immer wieder bezeichnet Lila sich selbst als "one of a kind" und wird als besonders betrachtet. Eine besonders gute Taschendiebin, eine besonders gute Piratin, eine besonders gute Magierin ... Mit der Zeit nervte das und zog Lila und ihre Besonderheit in meinen Augen ins Lächerliche.
Zudem denkt Lila weiterhin nicht über die Konsequenzen ihrer Handlungen nach. Das kann ich noch als zweifelhaften, aber akzeptablen Charakterzug anerkennen. Nur warum kommt sie tatsächlich mit allem durch? Ist das eine Schwäche in der Handlung oder wieder mal eine Betonung ihrer Besonderheit? Ich weiß es nicht.

FAZIT
"A Gathering of Shadows" ist der typische zweite Band einer Trilogie: Ein Filler, der die Folgen des ersten Bandes auffängt und die Ereignisse des dritten Bandes vorbereitet und der nebenher die Möglichkeit gibt, die Charaktere genauer kennenzulernen.
Insgesamt blieb mir die Geschichte trotz toller Charakterdarstellungen zu unaufgeregt und ereignislos.

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69 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

a darker shade of magic, fantas, fantasy, jugendroman, london, magic, magie, paralellwelte, parallelwelten, royal, spannung, v.e. schwab, ve schwab, victoria schwab, ya

A Darker Shade of Magic

Victoria Schwab
Flexibler Einband: 513 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 27.02.2015
ISBN B011T7AAT8
Genre: Fantasy

Rezension:

Vier Mal London? Verabschiedet euch von dem Gedanken, dass das langweilig sein könnte!
Im Grunde erinnert nur ein London, das Graue, wirklich an unser London. Das rote und weiße London (vom Schwarzen habe ich bislang nur gehört) sehen komplett anders aus und es ist ein kleines Wunder, dass sie alle den gleichen Namen haben. Um die wenigen gemeinsamen Grundpfeiler herum hat die Autorin wundervoll detailreiche, abwechslungsreiche Welten geschaffen, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen haben.

In der Handlung geht es nach einer kurzen Einführung direkt Schlag auf Schlag weiter, mit nur wenigen Momenten zum Durchatmen. Das Spannungslevel steigt konstant bis hin zum finalen Showdown. Dabei konnte mich Victoria Schwab mit vielen überraschenden Wendungen begeistern, die das Lesen nie langweilig werden ließen.
In der Handlung geht es stellenweise ziemlich brutal und blutig zu. Die Beschreibungen bescherten mir manches Mal Gänsehaut und ich war froh, das nur in meiner Fantasie zu erleben. Trotzdem wirkte die viele Gewalt zu keiner Zeit "too much", sondern wohldosiert und passend für die Welten, in denen die Geschichte spielt.

Die beiden Hauptfiguren Kell und Lila sind ein Duo, das mir einfach Spaß machte. Da ist auf der einen Seite der Magier Kell aus dem roten London, ein sympathischer und loyaler Mann, der für seinen Bruder Rhy alles tun würde. Auf der anderen Seite ist Lila fast das komplette Gegenteil von Kell. Sie ist im grauen London zuhause. Eine freche Taschendiebin, die alles für ein Abenteuer tun würde.
Gemeinsam entwickeln die beiden eine tolle Dynamik, die mich mehrfach zum Schmunzeln brachte und die die Geschichte auch auf menschlicher Ebene zu etwas Besonderem macht. Neben Kell und Lila fand ich auch die anderen Figuren gelungen, vielschichtig und abwechlungsreich.

Ein letztes Wort zur Magie in diesem Buch. Ich habe selten so schöne Beschreibungen von Magie gelesen. Magie ist hier etwas Lebendiges mit eigener Sprache. In jedem London ist sie etwas anders, abhängig davon, wie mit ihr umgegangen wird. Zudem fühlt sich Magie in jedem London anders an - ein Gefühl, das Victoria Schwab mir mit ihrer bildlichen, aber doch leicht zu verstehenden, klaren Sprache auch über die Geschichte hinaus mitgab.

FAZIT
Fantastisch ausgearbeitete Welt, packende Handlung und überzeugend gestaltete Figuren - "A Darker Shade of Magic" ist einfach ein Lesegenuss!

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Tags: fantasy, magie   (2)
 

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131 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

anwalt, behinderung, heyne, köln, krimi, lorenz stassen, mord, mörder, nina verhoegen, opfer, referendarin, russen, serienmörder, serientäter, thriller

Angstmörder

Lorenz Stassen
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453438798
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zu Beginn ein Wort zum Genre: „Angstmörder“ ist für mich eher ein Krimi, denn für einen Thriller habe ich die typische Hochspannung vermisst.

Die Handlung wird einerseits aus der Ich-Perspektive von Nicholas Meller und andererseits von einem personalen Erzähler geschildert, der von dem Geschehen rund um den Mörder und seine Opfer berichtet.
Spannung konnte dabei nur gegen Ende ein wenig aufkommen. Abgesehen davon plätscherte die Geschichte eher dahin und ich war mehrfach versucht, das Buch abzubrechen. Das lag zum Einen daran, dass für mich zu wenig passierte. Ein bisschen Ermittlungsarbeit, ein paar Streitereien, ein paar Einblicke in die Leben der Figuren. Viel mehr nicht.
Zum anderen lag es für mich am sachlichen Schreibstil des Autor. Er gibt der gesamten Geschichte den Charakter einer Berichterstattung denn eines Buches, das zum Eintauchen einlädt.
Insgesamt war mir diese Geschichte zu offensichtlich konstruiert. Normalerweise kann ich zwischendurch vergessen, dass eine Handlung konstruiert ist, weil sie einfach überzeugt. Hier gelang das leider nicht.

Die Hauptfiguren sind insgesamt schlüssig dargestellt und haben mir weitestgehend gut gefallen. Positiv hervorheben will ich, dass hier endlich mal eine Person mit einer Behinderung zur Hauptfigur eines Krimis wird. Kann es gern öfter geben!
Schade, dass Meller seine anfängliche Ablehnung später nicht weiter reflektiert. Dabei hätte das bsp. im Kontext der Ansichten seiner russischen Bekannten zu Menschen mit Behinderungen gut gepasst. Ansonsten haben mir der entspannte Umgang mit Ninas Behinderung und die Darstellung der Irritationen, die sie mitunter hervorruft, gut gefallen.

[SPOILER!]

Ganz ohne Spoiler geht es dieses Mal nicht, denn um zu beschreiben, warum mich das Buch nicht wirklich überzeugen konnte, fehlen noch drei Punkte.
So tauscht sich eine der Nebenfiguren, Christine Thalbach, mehrfach und dabei z.T. sehr persönlich mit einem Polizisten aus. Ich weiß nicht, ob ich durch meine bisher gelesenen Krimis und Thriller einfach schon sensibilisiert bin, aber ich fand diesen Polizisten und sein Verhalten einfach unglaubwürdig und konnte überhaupt nicht verstehen, warum Christine ihm vertraut.
Mein zweiter Punkt ist die Liebesgeschichte zwischen Meller und Nina, zu der ich einfach nur eine Frage habe: Warum?! Sie war so plötzlich da, dass sie auf mich nur konstruiert wirkte. Zudem hinterließ sie am Ende den faden Nachgeschmack, nur da gewesen zu sein, um einen Aufhänger für das Finale bzw. Mellers Erpressung zu haben.
Zu guter Letzt die Szene nach der Schießerei am Ende: Meller hat keinen Waffenschein. Trotzdem taucht er mit einer Waffe zu dem Gespräch auf. Punkt eins: Das schreit nach Konstruktion! Meller hatte nie eine Waffe, hat auch nie den Wunsch danach geäußert und nun in der Szene hat er doch rein zufällig eine dabei, wo er ohne sie aufgeschmissen gewesen wäre. Ist klar.
Punkt zwei: Nachdem er geschossen hat, springt er sofort wieder als Anwalt ein. Bin nur ich der Meinung, dass das nicht funktionieren wird? Er bringt ohne Waffenschein eine Pistole mit zu einem Treffen und erschießt jemanden. Für mich kann diese Szene nur schwer als Notwehr abgehandelt werden und wird wohl juristische Folgen haben. Sicher, das tangiert dann nicht mehr die Handlung des Buches, aber diese Szene war für mich einfach nur unsinnig.

[SPOILER ENDE.]

FAZIT
"Angstmörder" ist mehr ein Krimi als ein Thriller und selbst dafür beinahe zu unaufgeregt. Spannung kommt kaum auf und mehrfach ist die Handlung zu offensichtlich konstruiert. Da kann auch die gute Darstellung der Charaktere nicht mehr viel retten.

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Tags: krimi   (1)
 

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102 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand

Aprilynne Pike , Karen Gerwig
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei cbj, 30.03.2015
ISBN 9783570159941
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Dangerous Visions. Es liegt in deiner Hand" legt von Anfang an ein rasantes Tempo an den Tag. Ich war bereits nach wenigen Seiten mitten in der Handlung. Pikes leichter Schreibstil trug dazu bei, dass ich gar nicht merkte, wie schnell die Seiten unter Fingern und Augen dahinflogen.
Die Geschichte wird aus Charlottes Perspektive in Präsens erzählt. Das brachte mir nicht nur die Handlung und Charlotte als Person noch näher, sondern gab mir auch das Gefühl, alles selbst in Echtzeit zu erleben. Ich habe Visionen betrachtet und den Mörder gejagt und bin nebenher in eine kleine Liebesgeschichte eingetaucht, die einen angenehmen Kontrast zu den Morden bildete. Dennoch steht sie, anders als bei vielen anderen Jugendbüchern, nicht im Vordergrund, sondern begleitet die eigentliche Geschichte nebenher.

Charlotte ist die gesamte Handlung über eine überzeugende Protagonistin. Sie ist keine dieser überzeichnet wirkenden "Superheldinnen", die im Alleingang die ganze Welt retten können (und ihre Intelligenz beim Anblick eines Jungen verliert). Stattdessen zeigt sie auch mal Schwäche, kämpft sich durch ihr Leben und versucht, irgendwie mit allem fertig zu werden. Trotz ihrer Gabe wirkt sie auf mich herrlich normal und durchschnittlich, ohne als Figur austauschbar zu werden.
Selbiges gilt auch für die anderen Nebenfiguren - von Charlottes Tante Sierra, ihrer im Rollstuhl sitzenden Mutter, dem merkwürdigen Smith oder dem hübschen Linden, der überhaupt nicht das Klischee bedient, auf das ich ihn im ersten Moment reduzieren wollte.
So fantastisch und gleichzeitig blutig die Handlung ist, so normal wirken die Figuren, die diese Handlung tragen. Vor allem angesichts der doch ziemlich klischeehaften Jugendfantasybücher, die aktuell auf dem Markt sind, freut mich diese Abwechslung!

FAZIT
Ein spannender, actionreicher Jugendthriller, der endlich mal nicht mit den typischen Klischees überladen wurde.

ANMERKUNG
Das Buch wird als Thriller für Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren beworben. In der Handlung geht es dann ordentlich zur Sache: Es werden nicht nur Leichen mitunter recht detailliert beschrieben, sondern auch der Mord an sich.
Ich bin NICHT der Meinung, dass das Buch für Dreizehnjährige prinzipiell nicht geeignet ist. Mir hat allerdings ein Hinweis oder zumindest eine Andeutung im Klappentext gefehlt, dass einige Szenen recht detailliert und damit möglicherweise problematisch sind.

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briefe, england, fantasy, illustrationen, illustriert, j.r.r.tolkien, j.r.r. tolkien, kinderbuch, mittelerde, nordpol, nordpolarbär, polarbär, tolkien, weihnachten, weihnachtsmann

Briefe vom Weihnachtsmann

J.R.R. Tolkien , Baillie Tolkien , Anja Hegemann , Hannes Riffel
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 15.10.2016
ISBN 9783608960365
Genre: Fantasy

Rezension:

Die "Briefe vom Weihnachtsmann" aus der Feder von J. R. R. Tolkien sind ein wahres Weihnachtserlebnis! Die Briefe sind mal kurz und mal lang, mal humorvoll und mal berührend. Und sie erzählen endlich einmal andere Geschichten vom Nordpol, die man nicht schon hundertmal so oder so ähnlich gehört hat!

Zu Beginn drehen sich die Briefe dabei fast ausschließlich um den Weihnachtsmann selbst und seinen treuen Freund und Helfer, den Polarbären. Im Laufe der Zeit kommen dann auch Schnee-Elben und Rote Wichtel, die Neffen des Polarbären, Höhlenbären und garstige Kobolde dazu. Insgesamt zeichnet Tolkien mit seinen Briefen wundervolle Weihnachtsgeschichten, die gleich in doppelter Hinsicht persönlich und individuell sind: Zum Einen erzählen sie aus dem geheimen Leben des Weihnachtsmannes. Zum Anderen lässt sich zwischen den Zeilen immer mal wieder etwas aus dem Familienleben der Tolkiens und über die Zeit, in der sie lebten, herauslesen.

Die Briefe sind jedoch nicht nur inhaltlich ein wahrer Lesegenuss. Hinzu kommt die wundervolle, farbige Gestaltung. Das Buch enthält - zum Teil seitenfüllende - Abbildungen der originalen Briefe. Sie zeigen die zittrige Handschrift des Weihnachtsmannes, die ungelenk geschriebenen, fehlerbehaften Worte des Polarbären und die zarten Buchstaben des Elben Ilbereth. Daneben finden sich zauberhafte Zeichnungen, die die Geschichten des Weihnachtsmannes illustrieren. Sie brachten mich beinahe noch häufiger zum Schmunzeln als die Geschichten selbst.

FAZIT
Wundervoll-fantastische Geschichten vom Nordpol und zauberhafte Illustrationen: "Briefe vom Weihnachtsmann" transportiert mit jedem Detail der originalen und übersetzten Briefe den Weihnachtszauber und verbindet ihn auf schöne Weise mit kleinen Einblicken in das Leben der Familie Tolkien.

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Tags: fantasy, weihnachten   (2)
 

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berlin, fitzek, gedächtnisverlust, psychothriller, spannend, thriller, unfall

Splitter

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur
ISBN B00BWEK1GG
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Splitter" ist kein Buch für "mal zwischendurch", das man einfach so nach ein paar Kapiteln zur Seite legen kann. Zumindest war es das für mich nicht.
Mit dem Prolog war ich direkt in der Handlung und fragte mich, was dem Protagonisten Marc Lucas zugestoßen ist. Doch gerade, als genau das geklärt werden sollte, endete der Prolog. Plötzlich befand ich mich elf Tage in der Vergangenheit und erlebte Marcs Albtraum gefühlt hautnah aus seiner Perspektive. So erfuhr ich auch, wie er Schritt für Schritt an seinen eigenen Erinnerungen zu zweifeln beginnt.
Mit dieser Geschichte beweist Fitzek, warum er der "Meister des Wahns" genannt wird. Ein "Das gibt es nicht, das geht doch nicht!"-Moment jagt den nächsten. Was eben noch als unumstößliche Wahrheit galt, ist es im nächsten Moment nicht mehr. Dank der kurzen Kapitel und Fitzeks eingängigem, leicht zu lesenden Stil bin ich förmlich durch die Geschichte gerast. Dabei wurde die Handlung mit jedem Kapitel wahnwitziger, bis ich zu wissen glaubte, dass diese bisher großartige, rasante Geschichte mit keinem logischen Ende abschließen kann. Selbst der Prolog wollte nicht in die Handlung passen. Doch selbst hierbei konnte Fitzek mich - im Positiven - überraschen.

Marc Lucas erlebte ich in diesem Buch als glaubwürdigen, lebendig wirkenden Protagonisten wider Willen. Seinen Zwiespalt und seine Hilflosigkeit gegenüber der Situation fand ich großartig dargestellt. In "Splitter" ist es nicht der Protagonist, der die Handlung beeinflusst. Stattdessen ist Marc ein regelrechter Spielball der Handlung. Einen Protagonisten als potentiell unzuverlässigen Erzähler und gleichzeitig als überzeugenden Charakter darzustellen, ist eine Gratwanderung. Fitzek meistert sie einwandfrei!
Lediglich die Nebenfiguren blieben mir alles in allem etwas zu farblos. Doch angesichts der rasanten Handlung hätte ich wohl sowieso nicht die Zeit gefunden, mich stärker mit ihnen auseinanderzusetzen ...

FAZIT
"Splitter" ist von der ersten bis zur letzten Seite ein spannender Psychothriller, der für mich keine Wünsche offen lässt. Die Geschichte ist in Gänze überraschend, unerwartet und von Beginn an packend. Sie ist ein Wechselbad der Gefühle, das mich manches Mal wünschen ließ, schneller lesen zu können!

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Tags: psychothriller, thriller   (2)
 

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alkohol, betrug, blackouts, fantasien, filmbuch, frauen, fremdgehen, geheimnis, geheimnisse, lügen, mord, paula hawkins, thriller, zug, zugfahrt

Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.

Paula Hawkins , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.05.2017
ISBN 9783734100512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was ist wirklich passiert und was nur ein Hirngespinst?
Diese Frage hat mich beim Lesen von "Girl on the Train" begleitet. Ich war erst skeptisch, ob das Buch mich nach dem ganzen Hype vor zwei Jahren wirklich überzeugen könnte, bin letztendlich aber positiv überrascht. Dabei deutete sich das zunächst gar nicht an ...
"Girl on the Train" beginnt eher zäh mit einer Einführung in das Leben und die Gedankenspiele der alkoholkranken Rachel. Dabei lernte ich auch Jess und Jason kennen, zumindest so, wie Rachel sich die beiden vorstellt. Rachels eigenes Leben pendelt irgendwo zwischen ständiger Trunkenheit, Selbstmitleid und Hass auf die neue Frau ihres mittlerweile Exmannes. Rachel ist keine leichte Figur, die man sofort ins Herz schließen kann. Ich hatte einige Probleme mit ihr, ihre häufigen Alkoholexzesse gingen mir schnell auf die Nerven und an ihrer Glaubwürdigkeit habe ich fast noch schneller gezweifelt.
Richtig turbulent wurde es dann, als "Jess" verschwindet: Rachel ist der festen Überzeugung, eine Rolle in diesem Fall zu spielen und etwas zur Lösung beisteuern zu können. Sie steigert sich immer weiter in die Suche nach der Vermissten hinein und geht dabei Wege, die mir als Leserin mehr als einmal unangenehm waren. Trotzdem bringt gerade das die Geschichte voran, lässt Spannung aufkommen und die Frage nach dem, was tatsächlich an dem Abend geschah, an dem "Jess" verschwand, immer wichtiger werden.
Mehrfach stellte sich das, was ich zu wissen glaubte, als falsch heraus. So war dann letztlich auch die Auflösung eine, mit der ich nie im Leben gerechnet hätte.

Im Verlauf der Handlung gibt es neben Rachel noch zwei weitere Erzählerinnen. Eine ist die Vermisste selbst, die Einblicke in ihr Leben gibt. Eine andere und offensiver Gegenpart zu Rachel ist Anna, die neue Frau von Rachels Exmann, die Rachel um jeden Preis aus ihrem Leben haben will. Durch diese drei Erzählerinnen bekommt die Geschichte eine faszinierende Tiefe und eine sehr schöne Dynamik, die mich zum Weiterlesen animierte. Richtig warm geworden bin ich dennoch mit keiner der drei Protagonistinnen.
Zudem hatte ich ein Problem mit den Persönlichkeiten der Figuren insgesamt. Kaum eine Figur kommt ohne offensichtliche oder scheinbare psychische Probleme aus. Süchte, Zwänge, tragische Vergangenheiten - ich fand es dann doch, trotz spannender Geschichte, unglaubwürdig, dass sich all das in einer einzigen Straße und auch noch angesichts der wirklich wenigen Charaktere in der Handlung derart ballt.

FAZIT
"Girl on the Train" ist eine spannende Geschichte, bei der mir lange Zeit nicht klar war, wohin sie genau führt. Einziges Manko sind für mich die Figuren, mit denen ich angesichts der Ballung von persönlichen und psychischen Problemen einfach nicht richtig warm geworden bin.

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abenteuer, atreju, bastian, die unendliche geschichte, fantasie, fantasy, freundschaft, fuchur, jugendbuch, kinderbuch, kindliche kaiserin, klassiker, märchen, michael ende, phantasien

Die unendliche Geschichte

Michael Ende
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 17.09.2014
ISBN 9783522202039
Genre: Klassiker

Rezension:

"Die unendliche Geschichte" ist im Grunde eine Geschichte über sich selbst, denn das gleiche Buch, was ich in der Hand hielt, spielt in der Handlung eine große Rolle. Es ist eine Geschichte, die gleichermaßen im Reich Phantásien und in der Realität begonnen wurde und nun in beiden Welten fortgeschrieben wird.
Darüberhinaus ist "Die unendliche Geschichte" eine einfach großartig konstruierte Geschichte, die die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer weiter verschwimmen lässt. Erzählt wird sie von einem allwissenden Erzähler, der sich im Verlauf der Handlung selbst als Figur der Geschichte entpuppt.
Die Handlung wechselt größtenteils zwischen Bastian in der realen Welt und Atréju in Phantásien. Beide Stränge werden nach und nach immer weiter verwoben, bis für mich das Gefühl entstand, selbst Teil der unendlichen Geschichte zu sein und eingreifen zu müssen, um Phantásien zu retten.

Bastian wird als kleiner, dicker Junge beschrieben. Er wird von den anderen Kindern gehänselt und von seinem Vater ignoriert. Sein Steckenpferd ist das Erfinden von Geschichten, aber das interessiert keinen. "Die unendliche Geschichte" wird für ihn nicht nur ein ungewöhnliches Leseabenteuer, sondern eine Reise, die ihn lehrt sich selbst zu lieben.
Atréju dagegen ist mutig und kräftig, wo Bastian ängstlich und unsportlich ist. Wo Bastian belächelt wird, wird Atréju respektiert. Obwohl Atréju also alles hat, was Bastian sich wünscht, wird auch für ihn die Reise zu einer Lehre, die er nie wieder vergessen wird.
Beide Protagonisten beweisen im Verlauf der Handlung eine bemerkenswerte Tiefe und Entwicklung. Neben ihnen sind es aber auch die vielen großartig gestalteten Nebenfiguren, die der Handlung Lebendigkeit verleihen.

Phantásien selbst ist für mich der Inbegriff der Fantasie. In modernen Fantasybüchern haben wir meist menschenähnliche, weiße Figuren und Orte, die mehr oder weniger stark an die Realität angelehnt sind. Nicht so in der "Unendlichen Geschichte". Im endlosen Phantásien gibt es nichts, das es nicht gibt. Steinbeißer und Glücksdrachen, Gnomen, Irrlichter, Winzlinge und einen bunten Löwen und eine Vielzahl weiterer Wesen, die mal bekannt, mal gänzlich neu erfunden sind. Selbst Atréju ist kein gewöhnlicher Mensch, sondern gehört zu den "Grünhäuten", einem Jägervolk mit olivgrüner Haut.
Das Reich selbst ist unheimlich facettenreich und besitzt rund um sein Zentrum, den Elfenbeinturm, jede nur erdenkliche Landschaftsform. Wiesen, Steppen, Gebirge und Sümpfe gibt es ebenso wie Meere, eine bunte Wüste und einen Wald, der nur nachts existiert.

Nicht nur wegen seines tollen Inhalts sticht "Die unendliche Geschichte" aus der Welt der Bücher hervor. Obwohl es eigentlich nur ein einfaches Taschenbuch ist, kann es mich mit seiner bloßen Aufmachung begeistern. Statt einheitlich schlichtem schwarzem Text ist alles, was in der Realität spielt, rot und alles, was in Phantásien spielt, grün gedruckt. Zudem ist der Anfangsbuchstabe jedes Kapitels (die reichen übrigens einmal komplett von A bis Z!) passend zum Kapitelinhalt auf einer ganzen Seite gestaltet.

FAZIT
"Die unendliche Geschichte" ist ein Buch, das seinesgleichen sucht. Oberflächlich betrachtet ist es ein großartig konstruiertes Fantasyabenteuer, das die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion auflöst. Wer etwas tiefer blickt, findet zahlreiche Anknüpfungspunkte für Interpretationen. Mit ihnen wird aus dem "einfachen" Fantasyabenteuer ein tiefgründiger, märchenhafter Roman, der zum wieder und wieder Lesen einlädt und dabei niemals langweilig wird.

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abenteuer, dämon, fantasy, freundschaft, geheimnis, highfantasy, jenny-mai nuyen, jenny-mai-nuyen, jugend, jugendbuch, krieg, licht, liebe, magie, sturmjäger

Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht

Jenny-Mai Nuyen
Flexibler Einband: 463 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.10.2011
ISBN 9783570307274
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In "Feenlicht" präsentiert Jenny-Mai Nuyen eine faszinierende Fantasywelt, in der einmal nicht die Bewohner, sondern das Land selbst die größte Bedrohung darstellt. Dieses Konzept hat mir sehr gut gefallen, da ich es bisher von noch keinem Buch in dieser Form kenne. Für eine gute Orientierung im Lebendigen Land sorgt zudem eine Karte gleich zu Beginn des Buches.
Die Geschichte beginnt ohne große Einführung und rasch kommt es zu einem ersten Höhepunkt, der die Spannung hochschnellen lässt. Hels anschließende Reise mit ihrem unbekannten Retter ließen für mich die Hoffnung auf eine spannende Geschichte wachsen. Die Zweifel, die ich mittlerweile immer habe, wenn es um (Helden-) Reisen geht, haben sich dann allerdings leider bestätigt. Nach einem guten ersten Drittel kommt die Geschichte mehr und mehr zur Ruhe. Viele Szenen sind langatmig und die kleinen spannenderen Höhepunkte konnten letztlich auch kaum mehr, als mich vom Abbruch dieses Buches abzuhalten.

Besser als die eigentliche Handlung haben mir die Charaktere gefallen. Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus der Perspektive von Hel, seltener kommen auch andere Figuren zu Wort. Hel hat ein gesundes Auge und ein Erblindetes, mit dem sie das sonst unsichtbare Lirium in der Welt sehen kann. Sie ist eine Sturmjägerin durch und durch, die sich von dem rauen Umgang in der von Männern dominierten Welt nicht unterkriegen lässt. Mir hat sie als Protagonistin gut gefallen, auch wenn ich es schade fand, dass ihre Sichteinschränkung nur dann thematisiert wurde, wenn es um das Lirium ging oder sie sich hässlich fühlte.
Die Nebenfiguren fand ich gut, aber nicht vollends überzeugend. Von Hels Begleiter Nova einmal abgesehen scheint kein Charakter wirkliche Tiefe zu besitzen. Die Persönlichkeiten bleiben, vielleicht auch durch die Erzählperspektive, sehr an der Oberfläche und wirkliche Details lernte ich von kaum einer Figur kennen. Von einer Persönlichkeitsentwicklung im Verlauf der Reise will ich erst gar nicht anfangen.

FAZIT
Trotz einer faszinierenden Welt und guten Handlungsansätzen konnte mich "Feenlicht" nicht wirklich überzeugen.

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