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1.139 Bibliotheken, 29 Leser, 11 Gruppen, 42 Rezensionen

fantasy, westeros, das lied von eis und feuer, george r. r. martin, krieg

Zeit der Krähen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.01.2012
ISBN 9783442268597
Genre: Fantasy

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(1.155)

2.176 Bibliotheken, 59 Leser, 22 Gruppen, 199 Rezensionen

tod, bücher, freundschaft, 2. weltkrieg, krieg

Die Bücherdiebin

Markus Zusak , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 07.09.2009
ISBN 9783442373956
Genre: Jugendbuch

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132 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

meer, mord, in einem boot, überlebenskampf, charlotte rogan

In einem Boot

Charlotte Rogan , Alexandra Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei script5, 16.09.2013
ISBN 9783839001509
Genre: Historische Romane

Rezension:

Grace ist jung und frisch verheiratet, mit dem reichen Bankier Henry, der sie als Hochzeitsreise auf eine Kreuzfahrt nach New York mit der Zarin Alexandra einlädt. Auf halber Strecke sinkt das Schiff jedoch nach einer Explosion. Grace bekommt glücklicherweise einen der begrenzten Plätz im Rettungsboot, doch der eigentliche Überlebenskampf beginnt jetzt erst. Tagelang treiben sie in dem überfüllten Boot auf dem Meer herum und Rettung ist nicht in Sicht. Wer wird überleben und wer nicht? Wer ist bereit über Grenzen zu gehen und warum wird Grace des Mordes angeklagt? Was würdest du tun, wenn Wasser und Vorräte ausgehen?

Die Handlung beginnt sofort mit dem Ende, quasi der Gerichtsverhandlung, so dass man sich das ganze Buch über fragt, was eigentlich schlimmes passieren wird, dass Grace angeklagt wurde. Somit hält sich der Spannungsbogen das ganze Buch über. Die Thematik lässt einen die Motive der Handelnden überdenken und auch wie man sich selbst in solch einer Situation verhalten hätte. Es zeigt die Abgründe des menschlichen Überlebenswillen, wie weit Menschen bereit sind zu gehen und wie stark Gruppendynamik das eigene Denken beeinflusst. Psychologisch gesehen ein sehr interessanter Roman, durch die Form des Berichtes und der Ich-Perspektive lässt er einen viel tiefer in die Gefühlswelt von Grace blicken, wühlt einen aber auch mehr auf. Einzig die Umsetzung lässt an manchen Stellen zu wünschen übrig. Hin und wieder ist das Geschehen zäh wie Kaugummi, weshalb man doch schnell mal abschweift. Andererseits denke ich, hat die Autorin dieses Stilmittel gewählt, um dem Leser zu zeigen, wie träge die Passagiere auf dem kleinen Rettungsboot, verloren auf dem Meer, sich fühlten. Gegen Ende, wenn mehr Dynamik in die Handlung kommt, werden die Passagen wieder flüssiger. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin die Epoche vor dem ersten Weltkrieg gewählt hat. Nur wenige Jahre zuvor war die Titanic gesunken, nun die Zarin Alexandra, also eine spannende Zeit für die Schiffahrt, in der man sich eingestehen muss, dass Schiffe nicht unsinkbar sind. Solche Katastrophen faszinieren durchaus und bei diesem Roman bekommt man die gesamte Bandbreite der Folgen eines solchen Untergangs hautnah mit. Man spürt die Hoffnungslosigkeit, die Verlorenheit und die Angst. Aber auch den fast schon animalischen Überlebensinstikt, als die Vorräte ausgehen.
Die Charaktere präsentieren sich alle in keinem guten Licht, es ist eigentlich keiner dabei, der sympathisch wirkt, alle verfolgen ihre eigenen Ziele, sind manipulativ oder wirken total verbissen. Natürlich ist es wichtig, den Leser auf Abstand zu halten, den man kämpft ja quasi als Grace (durch die Ich-Perspektive) selbst um sein Leben, aber nicht mal mit ihr konnte ich mich wirklich anfreunden, denn sie ist berechnend, wankelmütig und eigennützig. Auch wenn das wieder ein geniales Stilmittel ist, wirkt es für den Leser nicht sehr angenehm. Alles in allem trotzdem ein gelungenes Buch, die Grundidee super spannend, lediglich an der Umsetzung hängt es an einigen Stellen. Jedoch empfehlenswert, man stellt sich selbst andauernd die Frage "Was wäre wenn?" und überdenkt das von Menschen gemachte Gesetzesystem. Kann in einer solchen Situation überhaupt jemand von außen beurteilen was richtig und was falsch ist, wenn der Überlebenswille ein ureigener Instinkt ist?

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

cornwall, krimi, mabel clarence, england, miss marpl

Schatten über Allerby

Rebecca Michéle
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 01.09.2013
ISBN 9783940258236
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mabel Clarence, Cornwalls erfolgreiche Hobbydetektivin, hat der Polizei schon häufig die Augen geöffnet und die richtigen Schlüsse gezogen. Doch in diesem Fall ist für Inspektor Warden die Lage eindeutig: Selbstmord. Alle Beweise sprechen dafür, Lady Michelle Carter-Jones wurde in ihrem Anwesen mit geöffneten Pulsadern, ohne jegliche Freimdeinwirkung, in der Badewanne gefunden. Doch Mabel ist skeptisch. Waum sollte die lebensfrohe junge Frau noch vor kurzem bei ihr erschienen sein, um den Geburtstag ihres Mannes zu planen? Als Pflegerin getarnt, ermittelt sie auf Allerby und entdeckt dabei so belastende Dinge, die sie am Ende selbst in großer Gefahr schweben lassen.

Wer sich für Krimis, englische Herrenhäuser und Lords und die Landschaft Cornwalls interessiert, wird dieses Buch lieben. Die Geschichte ist von Beginn an spannend aufgebaut und versteckt so einige Wendepunkte, welche die eigenen Theorien und Ermittlungen über den Haufen werfen. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, Beschreibungen sind sehr subtil und angenehm in die Handlung eingeflochten. Die Charaktere sind sehr vielschichtig und wandlungsfähig, man erfährt laufend neue Dinge, die sie einen mit anderen Augen sehen lassen und einen nur in wilde Spekulationen stürzen. Besonders ans Herz gewachsen ist mir dabei die teils liebevolle, teils witzige, bissige und immer abwechslungsreiche Beziehung von Mabel und Victor, ihrem langjährigen Freund und Arbeitgeber, auf den sie vollkommen zählen und vertrauen kann. Auch wenn man meint, sich die perfekte Theorie zusammen gereimt zu haben, wird das Ende einen doch noch überraschen und die Tiefe und Tragweite der Ereignisse auf dem englischen Anwesen erkennen lassen.

Das perfekte Buch, um bei düsterem Regenwetter und einer Tasse Tee nach britischer Manier, viele gemütliche Stunden zu verbringen.

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(422)

754 Bibliotheken, 10 Leser, 4 Gruppen, 103 Rezensionen

dystopie, liebe, legend, day, jugendbuch

Legend – Schwelender Sturm

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.09.2013
ISBN 9783785573952
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Day und June sind auf der Flucht vor der Republik. Die einzigen, die ihnen jetzt helfen können sind die Patrioten. Doch deren Vertrauen gewinnt man nicht so leicht. Sie fordern eine Gegenleistung: Die Ermordung des Elektors, des höchsten Staatsoberhauptes. Wer wenn nicht June und Day können das schaffen? Denn zusammen sind sie eine Legende. Doch mit der Zeit wachsen Bedenken in June. Ist es richtig Anden zu töten? Wer ist überhaupt Freund und wer Feind? Sie zweifelt an sich, an der Gerechtigkeit, an der Warheit und schließlich an ihrer Liebe. Werden June und Day herausfinden wem sie trauen können?

Legend-Schwelender Sturm ist die spannende Fortsetzung um June und Day und ihrem Kampf um bessere Zustände in der Republik. Man begleitet die beiden durch das gesamte Buch, durch Kapitel die abwechselnd aus der Sicht von einem der beiden geschrieben sind. Dadurch entsteht eine gewisse Spannung, denn man möchte natürlich wissen, wie es bei June oder bei Day weitergeht. Auffällig ist, dass sich die Kapitel zum fulminanten Ende hin immer mehr verkürzen, was das Tempo der Geschichte, als auch des eigenen Leseverhaltens erhöht. Die Charaktere entwickeln sich weiter, sie werden in ihrem Verhalten erwachsener, überdenken Meinungen und Entscheidungen, lassen Zweifel zu und disskutieren Sachverhalte aus. Natürlich finden sich auch altbekannte Nebencharaktere in diesem Band wieder, die der ganzen Geschichte noch den nötigen Twist geben. Manche stellen sich als jemand vollkommen anderen heraus, es gibt eine überraschend unerwartete Wendung in der letzten Hälfte des Buches. Romatnische Gefühle und Liebesgeschichten kommen neben all der Action natürlich nicht zu kurz. Das offene Ende lässt leider Raum für Spekulationen für Band 3, daher bin ich schon sehr gespannt, wie die Geschichte um Day und June weitergeht und kann Band 2 allen die Band 1 mochten nur empfehlen!

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157 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

montevideo, uruguay, frankfurt, familiensaga, liebe

Die Rosen von Montevideo

Carla Federico
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.06.2013
ISBN 9783426510230
Genre: Historische Romane

Rezension:

Drei Generationen, 2 Kontinente, dramatische Ereignisse.
Die Handlung dreht sich jeweils immer um die Frauen der Familien Gothmann und de la Vegas. Alles beginnt mit Rosa, die sich in Montevideo gegen die Zwangsheirat durch ihre Familie auflehnt und den Deutschen Albert aus Trotz heiratet. Mit ihm gelangt sie nach Deutschland, in die Bankenstadt Frankfurt. Aufgrund der politischen Lage zur Zeit der 48er-Revolution und seiner Aufgabe als Bankchef, vernachlässigt Albert seine Frau, die sich in Deutschland fremd fühlt, nach und nach immer mehr. Werden die beiden wieder zueinander finden? Wie wird es ihrer Tochter und ihren Enkelkindern ergehen? Und wo werden die Familien sich letztendlich heimisch fühlen, im sicheren Deutschland oder im exotischen Uruguay?

Carla Federico nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise zwischen den beiden Kontinenten, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Sie begeistert durch ihren lebendigen und farbenfrohen Schreibstil und die bildhaften Beschreibungen. Das Buch ist gespickt mit interessanten Informationen zu Land und Leute und die Handlung ist in den Wirren des Trippelallianzkrieges angesiedelt. DIe Charaktere lassen den Leser mitfühlen, mitleiden, teilweise den Kopf schütteln und vorallem mitfiebern. Jedes Buch behandelt eine eigene Generation, die vorherigen spielen aber auch noch eine Rolle und beeinflussen die Handlungen und Entscheidungen der nachfolgenden. Die Frauen sind alle starke Persönlichkeiten, mit Kampfgeist, die Fehler begehen, aber auch Lebendigkeit und Leidenschaft zeigen, was in dem historischen Kontext viel Mut und Charakterfestigkeit erforderte. Das Buch ist definitiv lesenswert und spannend und gefühlvoll geschrieben.

Ein Leseerlebnis für alle, die von fremden Welten fasziniert sind und von Schicksale bewegt sind.

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

fibelscheibe, suche, archäologie, ilyas, liebe

Assassino

Gerd Ruebenstrunk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 05.03.2013
ISBN 9783760786810
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Als Kati den Rektorenpalast verließ, hatte sie zum zweiten Mal an diesem Tag das Gefühl, dass sie jemand beobachtete."

Die Archäologentochter Kati Bergmann und ihr Kollege Chris sind auf der Suche nach einem wertvollen Artefakt. Einer etruskischen Fibelscheibe. Ihre Suche führt sie dabei durch ganz Europa, von Dubrovnik bis nach Istanbul. Durch verschiedene Atinquariate und Bibliotheken. Doch sie scheinen nicht die Einzigen zu sein, die ein Interesse an der Fibel haben.
Wer sind die unbekannten Männer, von denen die beiden immer wieder aus dem Hinterhalt überfallen werden? Wer ist ihr Auftraggeber? Und vorallem was hat es mit dem geheimnisvollen Jungen Ilyas auf sich, der Kati souverän bei einem solchen Überfall das Leben rettet?

Gerd Ruebenstrunk nimmt den Leser in "Assassino" mit auf eine abenteuerliche Schnitzeljagd und lässt ganz nebenbei noch Elemente aus Fantasy, Legenden und die sagenumwobene Geschchte der Assassinen miteinfließen. Die Charaktere sind klar gezeichnet und haben so ihre Eigenarten, die sie einen entweder sympathisch oder vollkommen unsympathisch erscheinen lassen. Zumindest auf den ersten Blick. Doch so manch einer von ihnen wird seine frauenfeindliche Haltung aufgeben oder sich als Verräter herrausstellen. Und die Hintergrundinformationen, die man so nach und nach über sie ansammelt, lassen sie an Komplexität und Sympathiepunkten gewinnen. Der Sprachstil ist schlicht und nüchtern, was der rasanten Handlung zugute kommt, da sich so Spannung bis zum Ende aufbauen kann. Die Schauplätze sind klasse gewählt, vorallem der Teil, der in Istanbul handelt gefällt mir sehr gut und man erhält durch die beiläufigen Ortsbeschreibungen einen guten Einblick in die Atmosphäre. Das Lesen dieses Buches hat mir viel Spaß gemacht, es gibt einige gefährliche Begebenheiten, aus denen sich die Charaktere nur knapp befreien können und die mystischen Elemente würzen das Legendenhafte, Geheimnisvolle dieses Buches.

Ein Buch, für alle abenteuerlichen Jugendlichen beider Geschlechter und auch für Jugendbuch begeisterte Erwachsene!

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

ägypte, pyramide, diene, osiris, historischer roma

Die Barke des Re - Das Geschenk des Osiris -

Anke Dietrich
E-Buch Text: 326 Seiten
Erschienen bei Verlagsgruppe Droemer Knaur, 21.09.2012
ISBN B009NE0M2K
Genre: Sonstiges

Rezension:

" Kommen Sie bitte weiter, meine Herrschaften. Nicht zurückbleiben."

Mit diesen Worten beginnt der erste Teil von "Die Barke des Re - Das Geschenk des Osiris", der den Leser auf eine spannende Reise in die Vergangenheit mitnimmt und dieser Satz soll auch stellvertretend für das Leseerlebnis sein, denn hier wird man wirklich nicht zurückbleiben können, die Seiten werden nur so dahin fliegen.

Wir befinden uns im Ägypten zur Zeit des Ramses VI. Im Tempel von Abydos passieren merkwürdige Dinge, Bauholz verschwindet, Arbeiter erscheinen nicht, Priester kommen zu unglaublichem Reichtum und zu allem Überfluss liegt auch noch der Pharao im Sterben. Daher soll der junge Priester Amunhotep dort nach dem Rechten sehen, doch ihm werden dabei von intriganten Missgönnern so manche Steine in den Weg gelegt. Zur gleichen Zeit muss sich der Händler Ibiranu in Theben verzweifelt gegen seinen Konkurrenten durchsetzen, der ihm das Geschäft zu zerstören droht. In welchem Zusammenhang stehen dazu die in Theben vermehrt auftretenden Giftverkäufe und welche Rolle spielt dabei Satra, die ein mysteriöses Geheimnis zu umgeben scheint?
Wird Ramses' Sohn Itiamun das Gleichgewicht der Maat wiederherstellen können?

Dadurch, dass der Prolog in der Moderne mit einer Touristengruppe beginnt, die das Grab von Meritusir besichtigen, wird man sanft an das Thema herangeführt und es werden schon einige Andeutungen gemacht. Natürlich kommen auch hier so einige Personen mit ägyptischen Namen vor, jedoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, denn das Namensregister hilft einem weiter und die wirklichen Hauptpersonen beschränken sich auf eine überschaubare Zahl. Außerdem hat jeder von ihnen einen außergewöhnlichen Charakter, wodurch es gar nicht zu Verwechslungen kommen kann. Anke Dietrichs Schreibstil ist klar und flüssig, man gerät beim Lesen nicht ins Stocken, und er lässt die Nillandschaft, die Tempel und den Palast von Luxor vor dem inneren Auge auferstehen. Die Zeit der Pharaonen wird hier spannend und interessant geschildert, man erfährt einiges über die Kultur der Ägypter, den Lebensstil im Tempel und bekommt Einblicke in Gerichts- und Staatswesen. Natürlich dürfen auch die obligatorischen Grabräuber und mysteriösen Todesfälle nicht fehlen. Spannung erhält die Geschichte auch durch die unterschiedliche Gestaltung der Charaktere, schnell entwickelt man Vorlieben oder Hass, leidet und freut sich mit ihnen oder wünscht ihnen den Tod. Auch wenn das Ende etwas abrupt kam, "Das Geschenk des Osiris" ist ein gelugener Auftakt dieser Trilogie

Für Ägyptenfans ein Muss!

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Tags: ägypte, historischer roma, spannung   (3)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fiktion, jodi picoult

Auf den zweiten Blick: Roman

Jodi Picoult
E-Buch Text: 452 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 13.08.2012
ISBN 9783492959827
Genre: Romane

Rezension:

“The first thing the groundskeeper saw when he went to tend to the small cemetery
behind St. Sebastian’s was the body that someone had forgotten to bury.”

Will, Halbindianer und Polizist in LA, findet eine verletzte, junge Frau, die ohne Gedächtnis auf einem Friedhof aufgewacht ist. Sie weiß nicht wer sie ist, wie sie auf den Friedhof gekommen ist und was mit ihr passiert ist. Will nimmt sie erstmal bei sich auf und veröffentlicht eine Suchanzeige, auf die sich der angebliche Ehemann von Cassie meldet, Alex Rivers, erfolgreicher und berühmter Schauspieler. Bei ihm scheint Cassies Leben perfekt zu sein, sie leben in einem großen Haus, mit Angestellten und allem Luxus. Alex kümmert sich liebevoll um sie und scheint der perfekte Ehemann zu sein.
Doch dann beginnt Cassie sich zu erinnern und die Fassade der Perfektheit zu bröckeln. Sie befindet sich in tödlicher Gefahr, aus der sie sich nur befreien kann, wenn sie sich selbst überwindet.

Auf Deutsch heißt das Buch “Auf den zweiten Blick”. Ich hatte es mir dieses Jahr in Australien gekauft, da ich schon immer ein Buch von Jodi Picoult lesen wollte. Mit diesem Buch hatte ich allerdings ein etwas älteres erwischt, es wurde bereits 1995 veröffentlicht, hat aber bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Jodi Picoult versteht es meisterhaft Themen die in der Gesellschaft polarisieren oder einen gewissen Brennpunkt besitzen in ihren Büchern aufzugreifen. Sei es Homosexualität, Organspende, oder Minderheiten wie die Amish People. Welches Thema “Picture Perfect” behandelt verrate ich jetzt aber nicht :) Lasst euch überraschen, aber ich kann euch sagen, es ist heftig und mir stockte beim Lesen der Atem. Die Kurzbeschreibung klang schon richtig interessant und wie sich das Buch dann entwickelte hätte ich nicht vorher gesehen. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite, weil man bis zum Ende mitfiebert, ob Cassie die richtige Entscheidung trifft. Es fällt mir jetzt ein bisschen schwer über das Buch zu schreiben, weil man so schnell Gefahr läuft etwas zu verraten… In der Mitte ungefähr musste ich das Buch mal weglegen, weil mir das einfach zu langatmig war. Da folgen so viele Erinnerungen aufeinander, das man schon gar nicht mehr mitkommt, in welcher zeitlichen Reihenfolge die Erinnerungen stattfinden. Aber das Thema ließ mich nicht los, daher musste ich doch weiterlesen. Das Ende lässt einen ein bisschen unbefriedigt zurück, da man gerne noch wissen mächte, wie es mit Will weitergeht, aber die Entscheidung, die Cassie trifft, ist meiner Meinung nach die richtige. Cassie ist ein Mensch, in den man sich leicht reinversetzen kann und dadurch ihre Handlungsweisen verstehen kann, was für dieses Buch wirklich wichtig ist. Anfangs bringt man Alex noch Sympathie entgegen, das schlägt gegen Ende aber in richtigen Hass um. Durch Will taucht man noch ein bisschen in die Welt der Indianer in Amerika ab, was ich ganz interessant fand, das soll nun aber keinen abschrecken, es handelt sich dabei nicht um eine vollständige anthropologische Studie. :) Die ganze Geschichte geht einem schon ganz schön unter die Haut.

Ein Buch, das einem zeigt, wie verletzend Liebe sein kann.

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Tags: fiktion, jodi picoult   (2)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, traum, träume, fantasy, dämonen

Lockruf der Nacht

Lilly M. Love
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 17.09.2012
ISBN 9781479145928
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Dunkelheit legte sich wie im Zeitraffer auf Long Island, während der Wagen mit viel zu hoher Geschwindigkeit für die Wetterverhältnisse die schmale Straße entlang fuhr" (S.9)

Was wäre, wenn du deine nächtlichen Träume wirklich durchlebst? Was wäre wenn du deinen Traummann wirklich treffen könntest?
In ihren Träumen kann Leia Walsh, 28 Jahre in eine andere Welt fliehen, denn ihr eigentliches Leben ist nicht sehr spannend. Immer noch auf der Suche nach Mr. Right und der Job als Imobilienmaklerin erfüllt sie auch nicht. Wie gut dass sie sich deshalb in ihre Träume stürzen kann und dort sehr häufig einem gutaussehenden, jungen Mann mit wunderschönen Augen begegnet. Bald beginnt sie auch im echten Leben nach diesem Unbekannten Ausschau zu halten. Sie träumt immer intensiver und als sie aufwacht findet sie stets irgendwelche Beweise, das sich der Traum auch tatsächlich abgespielt haben muss. Als sie ihrem Traummann dann auch noch leibhaftig begegnet wird sie immer tiefer in die geheimnisvolle und auch gefährliche Traummwelt verstrickt.
Was wäre, wenn die Grenze zwischen Traum und Realität verschwindet?

"Lockruf der Nacht" ist bisher der erste Teil einer Reihe mit 3 Folgebänden, geschrieben von Lilly M. Love und da muss ich sagen, wäre es mir lieber gewesen, wenn die einzelnen Bände zu wenigeren, dafür aber dickeren Büchern zusammengefasst worden wären, da ich nicht so der Fan von Reihen bin und der erste Band mit gerade einmal 250 Seiten sehr kurz geraten ist.
Anfangs ging mir die ganze Geschichte noch zu sehr in den Bereich Chicklet: einsame, unglückliche Frau in New York, die immer nur Pech mit den Männern hat, mit ihrem Alltag und Berufsleben unzufrieden ist und dabei nur vom perfekten Mann träumen kann. Tum Glück legt sich das später aber, die ganze Handlung erfährt eine Steigerung und der Alltag rückt immer mehr in den Hintergrund. Negativ aufgefallen ist mir jedoch, dass das Buch einige gravierende Rechtschreibfehler wie Wortwiederholungen enthält.
Trotz allem ist die Geschichte spannend und enthält noch einiges Potential für die Folgebände. Ich würde nun gerne den zweiten Band lesen um zu erfahren, wohin sich das Ganze entwickelt, den der Leser wird nun doch ziemlich in der Dunkelheit zurückgelassen. Außerdem bin ich froh, dass die Geschichte nun doch noch einige Fantasyelemente enthält, die gut zu dem Thema Träume passen. Denn auch in unseren Träumen können wir in eine andere Welt fliehen und unserer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ich bin gespannt, ob sich die Charaktere weiterentwickeln und wenn ja in welche Richtung. Mo finde ich etwas zu einseitig, zu linear, er scheint nur eine Seite zu haben, die mir etwas zu langweilig ist. Er hat für mich keine Tiefe und ich kaufe ihm seine "Perfektheit" nicht ab. Das mag aber auch daran liegen, dass wir ihn nur durch Leias Augen kennenlernen. Viel interessanter finde ich dagegen Payton oder Yven. Gespannt bin ich auch, was das Schicksal von Lillith angeht, die ebenfalls in die Traumwelt hineingezogen wird. Sehr gut gelungen fand ich das Ende, das mit einem spannenden Cliffhanger endet und den Prolog noch mal aufgreift. Trotz einiger Kritikpunkte, ich würde der ganzen Geschichte auch noch mehr Komplexität wünschen, kann ich das Buch all denen empfehlen, die sich für das große Mysterium Träume und ihre Wirkung und Herkunft interessieren und bin gespannt, ob so manches Geheimnis in den nachfolgenden Bänden gelüftet wird.

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Tags: bücher, fantasy, lilly m. love   (3)
 

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707 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 144 Rezensionen

zirkus, magie, liebe, fantasy, celia

Der Nachtzirkus

Erin Morgenstern , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 15.03.2012
ISBN 9783550088742
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Buch mit einer ganz besonderen Stimmung.

“Der Zirkus kommt überraschend. Es gibt keine Ankündigung, keine Reklametafeln oder
Plakate an Litfaßsäulen, keine Artikel und Zeizungsanzeigen.
Plötzlich ist er da, wie aus dem Nichts.”

Du weißt nie, wo er auftaucht, aber plötzlich ist er da, mit seinen vielen Zelten und Artisten steht er plötzlich da, vor den Toren deiner Stadt. Es ist kein gewöhnlicher Zirkus, der Cirque des Rêves, denn er öffnet nur nachts seine Pforten. Und hast du ihn einmal betreten, kommst du nicht mehr los, von der Atmosphäre, der Magie die ihn umgibt, den Naschereien, den Attraktionen, den Zelten gefüllt mit Wolkenlabyrinth, Eisgarten oder Zauberervorstellungen. Die Leute stehen bei Einbruch der Dämmerung Schlange, die Rêveurs, die Bewunderer, reisen dem Zirkus hinterher und tragen rote Schals als Erkennungszeichen.
So faszinierend er auch ist, der Zirkus wurde aber nur zu einem einzigen Zweck gebaut, um als Austragungsort für einen Jahrhunderte alten Wettstreit zwischen zwei mächtigen Magiern zu dienen und Magie ist es auch, die ihn zusammen hält. Ein Wettkampf auf Leben und Tod, den nur einer kann daraus als Sieger herrausgehen und das Schicksal des Zirkus ist fest damit verknüpft. Doch die Magie der Liebe geht mal wieder ihre eigenen Wege.

Allein schon das Cover übt eine unglaubliche Anziehungskraft aus und verrät dem Leser, das diese Buch etwas ganz Besonderes ist. Man erkundet mit den Besuchern diese traumhafte Welt, spaziert zwischen den Zelten durch und hat kaum Zeit sich alles in einer Nacht anzuschauen. Das Buch spricht alle Sinne an, man schnuppert den Duft der Karameläpfel und Zimtschnecken und lauscht den leisen Tönen einer zarten, sich anbahnenden Liebe. Immer mal wieder gibt es Zeit- und Perspektivensprünge, wodurch man den Zirkus mal aus Sicht der Besucher erlebt und mal hinter die Kulissen schauen darf. Bis zum Ende fragt man sich, wie funktioniert der Zirkus, möchte man das Geheimnis entdecken, schafft es aber nicht. Man sieht Marco und Celia aufwachsen, sieht wie sie sich verändern, wie sie erfahrener werden und bangt mit, wie sie sich aus diesem Wettstreit lösen könnten, an den sie durch ihre Väter gebunden sind.
Berührend fand ich auch die Geschichte um den Jungen Bailey, der eigentlich nur einer der vielen Bewunderer des Zirkus ist, dessen Schicksal aber ebenfalls fest mit dem Zirkus verbunden ist, wie man erst später bemerkt. Erin Morgenstern ist mit diesem Buch ein glanzvolles Debut geglückt, dass einen in eine andere Welt entführt, sobald man den Buchdeckel nur aufklappt. Das ist ganz großes Kopfkino :)

Ein Buch für die Sinne und für all diejenigen, die sich genre verzaubern lassen.

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Tags: der nachtzirkus, erin morgenstern, fantasy   (3)
 

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(1.043)

1.868 Bibliotheken, 16 Leser, 12 Gruppen, 268 Rezensionen

mittelalter, rollenspiel, thriller, fluch, wald

Saeculum

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Loewe, 02.11.2011
ISBN 9783785570289
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“Bastian hörte das Klirren der Schwerter schon von Weitem.”

Allein der erste Satz verrät dem Leser schon, dass die Geschichte nicht in der Gegenwart spielen kann, heute benutzt doch niemand mehr Schwerter oder?
Doch! Verrückte Mittelalter-Freaks die sich auf Mittelaltermärkten und sogenannten Conventions tummeln und dabei versuchen den damaligen Lebensstil so gut, wie möglich nachzuahmen, in dem sie auf den Märkten Verkleidungen tragen, mittelalterliche Instrumente spielen oder Schwertkämpfe untereinander austragen.
Wie gerät aber nun ausgerechnet Bastian, ganz normaler Medizinstudent, Brillenträger, an diese “Freaks”? Sandra, seine heimliche Angebetete, ist Mitglied der Gruppe Saeculum, die sich häufig illegal, mitten im Wald, zu Conventions, Veranstaltungen, trifft, wo die Teilnehmer die Rolle einer mittelalterlichen Person einnehmen und dabei auch verschiedene rollentypische Aufgaben übernehmen und auch lösen müssen. Sie ist diejenige, die ihn mit dieser Szene vertraut macht und als sie Bastian einlädt einmal an einer solchen
Convention teilzunehmen, sagt er ihr zuliebe zu und lässt sich auf das Abenteuer Mittelalter ein. Die ganze Saeculum Gruppe fährt mit dem Zug an einen Ort, wo das Rollenspiel stattfinden soll. Nur Doro, die die Rolle einer Wahrsagerin übernimmt, ist mit der Wahl des Spielortes nicht zu frieden und sagt ihnen schreckliche Geschehnisse vorher. Vor Spielbeginn schmeißen sich alle in ihre mittelalterlichen Gewandungen, alle neuzeitlichen Gegenstände müssen abgegeben werden, denn auch später werden die Teilnehmer ohne Strom leben, nur Essen aus der damaligen Zeit zu sich nehmen und auch so sprechen wie Ritter oder Burgfräulein.
Das Spiel hat kaum begonnen, da passieren schon schreckliche Dinge. Jugendliche verschwinden spurlos, Botschaften tauchen auf und plötzlich müssen Bastian und seine Freunde um ihr Leben fürchten. Hatte Doro Recht? Ist der Wald verflucht? Und welche dunkle Vergangenheit verbirgt Iris vor den Anderen?

Saeculum war nun mein erstes Buch von Ursula Poznanski (die mit dem unaussprechbaren Namen :) ) aber mit der Geschichte hatte sie mich total geködert. Ich finde die Thematik an sich schon spannend, einmal auszuprobieren, wie die Leute damals lebten, ohne Strom, ohne fließend Wasser und Internet. Hier kann man nun einmal quasi live miterleben, wie schwer es selbst für die schon geübten Saeculum Teilnehmer ist. Poznanskis Schreibstil ist dabei so bildahft, dass man sich wie ein Teilnehmer des Spiels fühlt. Die Spannung ist beinahe greifbar und flaut auch bis zur letzten Seite nicht ab. Die überraschende Wendung sorgt nocheinmal dafür den Leser noch enger an die Geschichte zu fesseln und ihn das Buch nicht aus der Hand legen zu lassen. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, besonders die dunkle Geschichte um Iris hat mich interessiert. Man möchte endlich erfahren, was sie denn nun die ganze Zeit in Angst und Schrecken leben lässt. Teilweise fand ich die Handlungsweise der Charaktere schon ziemlich heftig und konnte sie nicht nachvollziehen, ansonsten wäre das Buch aber auch nicht so spannend gewesen. Alles in allem DAS perfekte Buch, um den Schreibstil und die Geschichten Ursulas Poznanski’s kennenzulernen, es wird garantiert nicht mein letztes von ihr gewesen sein.

Das Buch ist perfekt für diejenigen, die die unheimliche Stimmung in Büchern lieben.
Wer nicht schon durch das wunderschöne Cover und die schwarzen Schnittkanten geködert ist, den wird dann die fesselnde Story überzeugen.

  (8)
Tags: thriller, ursula poznanski   (2)
 

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230 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 23 Rezensionen

abenteuer, jugendbuch, chroniken der weltensucher, fantasy, südamerika

Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser

Thomas Thiemeyer
Flexibler Einband: 445 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.03.2012
ISBN 9783785574096
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Von dem Augenblick an, als Oskar den Mann zum ersten Mal sah, wusste er, dass mit ihm etwas nicht stimmte."

So beginnt der erste Teil der Chroniken der Weltensucher, einer spannenden Reihe um den Naturforscher Carl Friedrich von Humboldt und seinen jungen Assistenten Oskar. Der Taschendieb Oskar hätte wohl nie gedacht, auf was für ein Abenteuer er sich einlässt, als er das Portemonnaie des berühmten Forschers stiehlt. Anstatt einer Bestrafung erhält er aber das Angebot, ihn auf einer Forschungsreise nach Südamerika zu begleiten. Zusammen mit der Nichte Charlotte , der Haushälterin des Forschers, Eliza, und dem Kiwi Wilma machen sie sich auf die Suche nach dem verschwundenen Fotografen Harry und der sagenumwobenen Stadt der Regenfresser, einer alten Kultur, die seit mehreren Jahrtausenden irgendwo in den Anden überlebt hat.
Sie bleiben aber nicht die Einzigen, den auch Valkrys Stone, die ewige Konkurrentin Humboldts und der Journalist Max Pepper sind auf der Suche nach der Stadt und beide Gruppen wollen den Erfolg jeweils für sich verbuchen. Ein spannender Wettlauf beginnt und Oskar erlebt all die Abenteuer, die er bisher nur aus Büchern kannte.

Das Buch schafft es einen von der ersten Seit an zu fesseln und lässt einen so schnell auch nicht wieder los. Dank der anschaulichen Erzählweise Thiemeyers kämpft man mit den Abenteurern zusammen gegen die Ukhu Pacha, gefährliche Insekten, fliegt in der Hurakan und entdeckt die fremde Kultur der Regenfresser. Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen unseren Freunden und den Verfolgern hin und her, man spürt wie sie einem auf den Fersen sind und kann die Gefahr förmlich riechen. Sind die Charaktere anfangs noch starr, in ihren Gewohnheiten verankert, entwickeln sie sich weiter und Freundschaften werden geschlossen. Eine interessante Persönlichkeit ist dabei auch die Haushälterin Eliza, die so einiges über Magie zu wissen scheint. Thiemeyer deckt alte Verbindungen zwischen den Charakteren auf, lässt sie an Tiefe gewinnen und der Leser versteht, warum sie so handeln. Nicht zu verachten ist auch der naturwissenschaftliche Teil denn die Regenfresser besitzen Erfindungen die im Europa des 19. Jahrhunderts noch gar nicht bekannt waren.
Besonders toll finde ich, dass Thiemeyer das Cover selbst gestaltete und zeichnete, wirklich gelungen. Auch als Illustrator ist er talentiert. Das Buch macht neugierig auf mehr, zum Glück gibt es da ja noch 3 weitere Teile der Chroniken der Weltensucher und auch seine anderen Bücher haben einen Blick verdient. Thomas Thiemeyer ist eindeutig ein deutscher Autor, von dem wir noch viel erwarten können und dem man mehr Beachtung schenken sollte.

Für Jung und für Alt, die sich gerne wieder in die Bücher Jules Verne zurückversetzen lassen möchten. Die Hommage ist Thiemeyer geglückt!

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