Leserpreis 2018

Petra54s Bibliothek

278 Bücher, 179 Rezensionen

Zu Petra54s Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
278 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

"historischer roman":w=1,"kurzgeschichten":w=1,"historisch":w=1,"2014":w=1,"oktober":w=1,"salz":w=1,"petra durst-benning":w=1,"glasbläserin":w=1,"karthograph":w=1,"edelsteinschleiferei":w=1,"der neue historienroman von petra durst-benning":w=1,"samenhändlerin":w=1,"stuttgarter hof":w=1

Winterwind

Petra Durst-Benning
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 10.10.2014
ISBN 9783471351024
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch beginnt mit einem für mein Empfinden albernen Vorwort, das gar nicht zu einem Verlags-Autor passt. Doch bereits der Anfang der ersten Kurzgeschichte ließ mich sofort in das wunderbar beschriebene Geschehen eintauchen. Nach dem jeweiligen Titel folgen immer Orts- und Zeitangaben, so dass sich der Leser leicht zurecht findet. Immer geht es um eine starke Frau, meist mit besonderem handwerklichen Geschick und um Traditionen.

Am Schluss jeder Geschichte heißt es immer: „Mehr über die Hauptperson erfahren Sie in ...“ Dann folgen die Titel der Ursprungsromane, für die in diesem Buch geworben wird.


Ganz sicher werde ich mindestens einen der empfohlenen Romane lesen, da mir der Schreibstil der Autorin richtig gut gefällt.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Barfuß auf spitzen Steinen

Renate Lehnort
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei null, 24.10.2018
ISBN B07JPXNF4N
Genre: Romane

Rezension:

Das bedrückend schwarze Titelbild mit dem weinenden Frauengesicht lässt eine traurige Geschichte erwarten. Bereits auf den ersten Seiten merkt der Leser, dass er es mit einem ungewöhnlich spannenden Psycho-Schocker zu tun hat, der Titel selbst allerdings nicht wirklich passt.

Zwei Frauen sind von Kindheit an beste Freundinnen. Doch dann ermordet der siebzehnjährige Sohn der einen die zehnjährige Tochter der anderen. Die Qual der beiden Frauen, die von Hilflosigkeit bis Rachegedanken reicht, wird sehr gut beschrieben, auch die Reaktionen des Umfeldes.

Nach der hervorragend gelungenen Einleitung flacht der Erzählstil stark ab, weshalb ich das Buch fast ungelesen zur Seite gelegt hätte. Doch ich tat es nicht und habe es nicht bereut, denn die Geschichte entwickelt sich von Seite zu Seite immer spannender – bis zum letzten Satz.

Gut finde ich, dass der Name des Lektors und Korrektors angegeben wurde.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(86)

148 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 45 Rezensionen

"italien":w=10,"umbrien":w=7,"liebe":w=6,"familiengeschichte":w=3,"vergangenheit":w=2,"hannah":w=2,"apfel":w=2,"äpfel":w=2,"eli":w=2,"jonuleit":w=2,"alte obstsorten":w=2,"apfelsammler":w=2,"roman":w=1,"familie":w=1,"leben":w=1

Der Apfelsammler

Anja Jonuleit
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2014
ISBN 9783423260176
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch kaufte ich, weil ich bereits einen Roman dieser Autorin gelesen hatte und von deren Schreibstil ganz begeistert war.

Zwei Frauen erzählen abwechselnd ihr Leben – die Ältere (Elisabeth) ist die Tante der Jüngeren (Hanna). Anfangs irritierte mich das, weil Elisabeth bereits gestorben ist und demzufolge in einer anderen Zeit lebte. Die beiden Erzählungen wechseln immer an spannenden Stellen, so dass man als Leser (für mich unnötig) auf die Folter gespannt wird. So wurde ich immer wieder aus der aktuellen Geschichte herausgerissen. Zum Schluss fügt sich alles zu einem außerordentlich ungewöhnlichen Ende zusammen.

Beide Frauen sind sich sehr ähnlich: beide lieb(t)en einen verheirateten Mann, sind sehr verschlossen und machen aus allem ein Geheimnis, was zu vielen Verwicklungen führt und mir die beiden Hauptpersonen sehr unsympathisch machten. Die Geschichte ist von derart vielen heftigen Begebenheiten, Unglücksfällen und Missverständnissen überladen, dass es wohl leicht für drei spannende Romane gereicht hätte.

Da mir der Schreibstil der Autorin gefällt, werde ich dieses Buch behalten und ein weiteres bestellen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"gulag":w=1,"mai2018":w=1,"kindheit im krieg":w=1,"nachkriegszeit <2. weltkrieg>":w=1

Eine Handvoll Leben

Monika Dahlhoff
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.03.2013
ISBN 9783404607143
Genre: Biografien

Rezension:

Der Untertitel lautet: „Meine Kindheit im Gulag“ und beschreibt genau das, was eigentlich kein Mensch ertragen kann – schon gar nicht ein Kind. Selbst ich als Leser bin von dieser leider wahren Geschichte derart geschockt, dass ich erst nach der Rettung der kleinen Monika weinen konnte.

Monika muss mit nur vier Jahren zusehen, wie ihre Großeltern von russischen Soldaten erschossen werden und sie samt ihres Bruders, der noch ein Säugling war, auf einen LKW zu anderen Kindern GEWORFEN und in einen russischen Gulag verschleppt wird. Viele Kinder überleben diese Reise nicht, auch nicht der kleine Bruder. In den Baracken friert, hungert, verwahrlost, hungert, verdreckt und hungert Monika entsetzlich und sieht sich grauenhafter Gewalt ausgesetzt.

Vier Jahre später darf sie mit den wenigen Über“lebenden“ zurück nach Deutschland. Doch damit ist ihr Martyrium noch lange nicht ausgestanden.

Besonders erwähnen möchte ich den hervorragenden Schreibstil, der sich nicht nur leicht und flüssig liest, sondern sofort komplett in die Geschichte eintauchen lässt. Ich sah keine Buchstaben, sondern sofort die Bilder wie in einem Film.

Ich wuchs in der DDR auf, wo ausnahmslos Gutes über die russischen Befreier gelehrt wurde. Die Wahrheit über Vertreibungen, Verschleppungen, Zwangsadoptionen und vieles mehr erfuhr ich erst, als ich 1981 diesen totalitären Staat verlassen konnte.

Das Buch empfehle ich all jenen, die willens und in der Lage sind, solch eine grauenhaft wahre Geschichte zu lesen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"roman":w=2,"belletristik":w=1,"inzest":w=1,"familientragödie":w=1,"georgien":w=1,"innere zerrissenheit":w=1,"georgische autorin":w=1

Mein sanfter Zwilling

Nino Haratischwili
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 12.08.2013
ISBN 9783442745500
Genre: Romane

Rezension:

Hätte ich gewusst, dass die georgische Autorin so viele Preise erhalten hat, hätte ich gründlicher vorab gelesen und das Buch vermutlich gar nicht erst gekauft. Denn preisgekrönte Literatur hat mir bisher nur in wenigen Ausnahmen gefallen. Komplizierte Formulierungen und umständliche Beschreibungen sind wohl literarische Kunst, doch selten eine leicht lesbare Geschichte.

Ich suchte nach Büchern aus den Regionen Georgien, Aserbaidschan, Armenien und Iran - und genau diese Autorin wurde mir besonders ans Herz gelegt.


Stella erzählt ihre Geschichte recht verworren. Ich brauchte lange, um die seltsamen Familienverhältnisse zu verstehen, da das komplizierte Durcheinander (wer mit wem und wer zu wem) in extrem kurzen Stichworten hintereinanderweg aufgezählt wurde, aber dass zum Beispiel Frank und Stellas Vater ein und dieselbe Person sind, muss man irgendwann selbst herausfinden.


Auf Seite 47 gab ich es auf, auf eine zusammenhängende interessante Geschichte zu warten. Mit „gut, wieder ich zu sein und nicht mehr du“ kann ich nichts anfangen.

Was mich außerdem aufregt, ist, dass sie die langweiligen Dialoge (die nur Wortgeplänkel sind und die Handlung nicht weiterbringen) nicht in An- und Ausführungszeichen setzt, sondern den Anfang jeder Rede nur mit einem Gedankenstrich kennzeichnet.


Das Buch habe ich entsorgt.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(61)

106 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 29 Rezensionen

"vergangenheit":w=7,"familie":w=6,"wien":w=6,"mutter":w=5,"liebe":w=4,"mord":w=4,"familiengeheimnis":w=4,"lebensborn":w=4,"krimi":w=3,"deutschland":w=3,"roman":w=2,"suche":w=2,"selbstmord":w=2,"familiengeschichte":w=2,"österreich":w=2

Herbstvergessene

Anja Jonuleit
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.09.2010
ISBN 9783423247887
Genre: Romane

Rezension:

Vom ersten Satz an war ich von der Schreibweise der Autorin regelrecht hingerissen. Das ist genau DER Stil, den ich mag: keine verkrampften Beschreibungen, gute und lebendige Dialoge, die die jeweiligen Sprecher perfekt charakterisieren.

Anfangs störte mich, dass die beiden Erzähler zwischen der aktuellen Maja und ihrer längst verstorbenen Großmutter wechselten, ohne dass auf diese Wechsel durch einen Hinweis (z.B. Jahreszahl) aufmerksam gemacht wurde. Das riss mich jedes Mal komplett aus der Geschichte heraus und ich musste mich wieder neu orientieren und einfinden.

Doch genau das machte schließlich den Roman doppelt spannend, zumal ich immer tiefer in die Leben der beiden unterschiedlichen Frauen eintauchte.


Majas Mutter stirbt plötzlich, nachdem sich eine Art Versöhnung ankündigte. Sie findet in den Unterlagen seltsame Hinweise auf ein dunkles Familiengeheimnis und begibt sich auf Spurensuche. Der Leser merkt früher als Maja, dass sie in Gefahr ist, doch er durchschaut nicht, welcher der möglichen Personen der Täter sein könnte.


Am Titelbild erkennt man deutlich, dass zumindest ein Teil der Geschichte in den 40er Jahren spielt, der Titel selbst erklärt sich erst am Schluss. Mit dem recht modernen Ende war ich allerdings nicht zufrieden.


Das Sprichwort „Jedes Ding hat zwei Seiten“ beweist an jeder Person seine Berechtigung, was für mich das Buch vom Anfang bis zum Ende besonders interessant und spannend machte.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"iran":w=2,"couchsurfing":w=2,"sachbuch":w=1,"kultur":w=1,"menschen":w=1,"islam":w=1,"erfahrungsbericht":w=1,"fremde":w=1,"reread":w=1

Couchsurfing im Iran

Stephan Orth
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492310833
Genre: Biografien

Rezension:

Der Autor berichtet von seiner „Reise hinter verschlossenen Türen“ und rühmt sich damit, dass diese Urlaubsart im Land verboten ist und er trotzdem reist. Er „schläft auf Dutzenden von Perserteppichen, erlebt irrwitzige Abenteuer – und lernt dabei ein Land kennen, das so gar nicht zum Bild des Schurkenstaates passt.“ Schurkenstaat? Das ist nicht die einzige seltsame Einstellung dieses Journalisten. Er „erfreut sich an Sadomaso-Geheimtreffen, Rotwein-Besäufnissen, rasanten Fahrten in stinkenden Schmugglerbussen. Mitreißend erzählt“ ist das Buch tatsächlich. Doch mir war es zu oberflächlich, zumal er nur junge USA-Bewunderer trifft, was mir wegen der vielen Boykotte recht unwahrscheinlich erscheint. Seiner Beobachtung nach lieben die Iraner ALLES, was aus Amerika herüberschwappt: Fastfood, Kleider- und Schuhmarken, Musik und Bücher und möchten deshalb so bald wie möglich in die USA auswandern.


Ich war noch nie im Iran, doch ich kenne viele Iraner, die aus ihrem Land flohen

und ganz andere Dinge erzählten als die vom Autor beschriebenen verbotenen „Späße“.


Zusammengefasst muss ich sagen, dass mir dieser Mann, der mit seiner lockeren und unbekümmerten Art möglicherweise viele seiner „Freunde“ in Gefahr brachte, schnell unsympathisch war und mir die Lust am Lesen nahm.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Vom Kämpfen und vom Schreiben

Carla Berling
E-Buch Text: 189 Seiten
Erschienen bei null, 09.03.2015
ISBN B00UIAO0QC
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch sollte JEDER angehende Autor lesen und genau studieren, damit er weiß, worauf er sich einlässt, damit er wählen kann, wie viel Einsatz ihm sein Erfolg wert ist.

Ich habe großen Respekt vor dem unglaublichen Fleiß und Arbeitswillen der Verfasserin und bin gleichzeitig erstaunt darüber.

Das rasant und hervorragend geschriebene Buch liest sich spannend wie ein Krimi, dessen Handlung mich oft derart schockte, dass ich das Buch kopfschüttelnd zur Seite legen musste, um mich erst einmal zu erholen. Die Autorin verfolgt ihr Traumziel, einen Bestseller zu schreiben, derart besessen, dass sie darüber ihre Beziehungen, ihre Familie und ihre Gesundheit strapaziert.

Zuerst glaubte ich tatsächlich, es sei ein autobiografischer Bericht über die Entstehung eines Buches, doch es geht um genau den vorliegenden Titel inklusive Verlagssuche und Werbung. Deshalb konnte ich die enorm hohen Zahlen für Werbeaktionen relativieren, denn dass jemand 150 Buchhandlungen, Institutionen und 250 Schulen anschreibt und zusätzlich 7000 Mails verschickt, ist wohl nicht realistisch (deshalb der Punktabzug). Von auf eigene Kosten gedruckten Werbeblättern und Plakaten mal ganz abgesehen. Dieses teure Hobby könnten nur gut Betuchte bewerkstelligen.


Carla Berling ist ein unerbittlicher Kämpfer, ein Krieger; ständig im Wettkampf mit sich selbst, immer volle Kraft voraus und immer im Laufschritt.

Fazit: Ihr Erfolg gibt ihr Recht.

Zu ergänzen wären noch die angenehm lesbare Schriftgröße und der Zeilenabstand.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

42 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

"russland":w=5,"tagebuch":w=3,"wahnsinn":w=3,"petersburg":w=2,"leben":w=1,"klassiker":w=1,"erzählungen":w=1,"traum":w=1,"gedanken":w=1,"realität":w=1,"verrückt":w=1,"erlebnisse":w=1,"verliebtheit":w=1,"rußland":w=1,"unterschiede":w=1

Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen

Nikolai W. Gogol
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 01.01.2008
ISBN 9783866472365
Genre: Klassiker

Rezension:

„Seit Gogol ist die russische Literatur komisch“, schrieb Thomas Mann und bewunderte den „absurden und tiefsinnigen Humor“ dieses russischen Schriftstellers. Ich fand allerdings keine Stellen zum Lachen. Doch ich mag Gogels Erzählkunst, die wie bei Turgenjew wunderbare Einblicke in die so seltsame russische Seele und Lebensweise bringt.


In der Titelgeschichte wird die Hauptperson irrsinnig und dokumentiert seinen geistigen Verfall selbst. Das ist grotesk und dennoch sehr fesselnd geschrieben.


„Der Newski-Prospekt“ beginnt recht witzig mit detaillierten Beschreibungen der Leute, die sich zu ganz bestimmten Zeiten auf diesem Platz aufhalten, wie sie gekleidet sind, welchen gesellschaftlichen Stand sie in Petersburg um 1830 haben. Doch schnell wird auch diese Geschichte bedrückend.


Zu bemängeln habe ich die viel zu kleine Schrift und den geringen Zeilenabstand.


Trotzdem (oder gerade deshalb) war dieses Büchlein für mich ein wahrer Genuss.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Herrlichkeit

Margaret Mazzantini , Karin Krieger
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 14.02.2018
ISBN 9783832163686
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch (wunderbarer, fester Einband) kaufte ich, weil mich „Geh nicht fort“ der gleichen Autorin so beeindruckte. Doch es war ein Fehlgriff, denn bis zur Seite 47 las ich in winzig kleiner Schrift mit unangenehm engen Abständen Aufzählungen über Stimmungsschwankungen eines pubertierenden Jungen. Ich nehme an, dass sich die Geschichte zwar entwickeln wird – allein: Mir fehlt die Geduld und auch das Verständnis für ungeschickte spannungsfreie Erzählung.

Mit diesem Buch werde ich eine Ausnahme machen und es nicht wie verdient im Müll entsorgen, weil es so schön wie ein Gemälde ist.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"liebe":w=1,"sex":w=1,"trauer":w=1,"verlust":w=1,"italien":w=1,"ehe":w=1,"leidenschaft":w=1,"unfall":w=1,"betrug":w=1,"frau":w=1,"tochter":w=1,"krankenhaus":w=1,"mann":w=1,"geliebte":w=1,"eroti":w=1

Geh nicht fort

Margaret Mazzantini , Petra Kaiser
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 08.03.2018
ISBN 9783832161309
Genre: Romane

Rezension:

Die 15-jährige Tochter des erfolgreichen Chirurgen Timoteo verunglückt mit ihrem Motorroller und verletzt sich schwer. Während der sechsstündigen Operation überdenkt er sein Leben.


Timo ist mit einer schönen und selbstbewussten Frau verheiratet. Eines Tages vergewaltigt er eine Unbekannte. Nach der Tat ekelt er sich vor sich selbst und auch vor dieser mageren, primitiven und sehr hässlichen Frau. Er sucht sie erneut auf, um sich zu entschuldigen. Doch er fällt wiederholt grob über sie her, verschwindet und kommt zurück. Immer wieder – bis er merkt, dass er nicht von dieser Fremden lassen kann, dass er sich in sie verliebte.

Diese dunkle Geschichte fesselte mich sofort und ließ mich bis zum Schluss zwischen Abscheu und Fassungslosigkeit auch FÜR Timo und seine Liebe hoffen und bangen.


Elke Heidenreich sagt dazu: „Und wir wissen wieder, dass keine Wunden größer sind als die, die die Liebe reißt.“

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"tod":w=1,"hochzeit":w=1,"russische literatur":w=1,"dresden":w=1,"liebesbeziehungen":w=1,"duell":w=1,"#klassiker":w=1,"aristokratie":w=1,"nihilismus":w=1,"generationenkonflikt":w=1,"#liebe":w=1,"eltern-kind-beziehung":w=1,"petersburg":w=1,"gutsbesitzer":w=1,"russischer autor":w=1

Väter und Söhne

Iwan S. Turgenjew
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.03.2015
ISBN 9783730602256
Genre: Klassiker

Rezension:

Auf der Seite 17 habe ich das Lesen aufgegeben, weil die Übersetzung von Angelo Pankow derart grottenschlecht ist, dass man glaubt, ein Anfängergestotter vor sich zu haben. Langatmige und ungeschickt formulierte Dialoge, nichtssagende Beschreibungen verdarben mir recht schnell die Freude an diesem Werk eines meiner ansonsten hochgeschätzten russischen Lieblingsautoren.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

leben

Hilde Möller , Eberhard Keil , Eberhard Keil
Flexibler Einband
Erschienen bei Alkyon Buchverlag, 02.06.2008
ISBN 9783934136656
Genre: Biografien

Rezension:

Es ist der zweite Roman, den ich von dieser Autorin gelesen habe.

Bereits der Anfang ging mir sehr nahe, denn die Erzählerin beschreibt den plötzlichen Tod ihres Mannes sehr einfühlsam.

Hannah leidet unter starkem Fernweh und glaubt, in der exotischen Fremde wäre sie automatisch frei. Doch sie zieht es ausgerechnet in Länder, in denen Frauen alles andere als frei sind. Zudem heiratet sie und bekommt nahezu in jedem Jahr ein Kind, was sie in noch stärkere Abhängigkeit stürzt. Damit ist sie komplett abhängig von ihrem Mann und hat Verantwortung für insgesamt sieben Kinder. Ich verstand nicht, dass das Paar nicht verhütete, was ich als äußerst verantwortungslos empfand, denn der Arzt hatte dringend vor weiteren Schwangerschaften gewarnt, die zu Hannah Tod führen könnte.

Dieses Gebundensein an die tägliche Hausarbeit stürzte Hannah in eine tiefe Depression, die der Mann nicht bemerkt und auch nichts davon wissen will. Er lebt sein Leben, ist geschäftlich viel unterwegs und lässt seine Familie oft allein.


Es ist die sehr gut erzählte ungewöhnliche Geschichte eines Paares, der ich von Anfang an interessiert folgte. Oft fand ich mich in Hannahs Gedanken wieder und dem aussichtslosen Bemühen um Verständnis vom Partner. Mir gefällt auch das absolut passende Titelbild und ich empfehle diesen autobiografischen Roman gern weiter.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

"ratgeber":w=5,"liebe":w=3,"dankbarkeit":w=3,"leben":w=2,"glück":w=2,"esoterik":w=2,"lebenshilfe":w=2,"universum":w=2,"bewusstsein":w=2,"power":w=2,"rhonda byrne":w=2,"sachbuch":w=1,"magie":w=1,"geheimnis":w=1,"mystery":w=1

The Power

Rhonda Byrne , Olivia Baerend , Katrin Ingrisch
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur MensSana, 09.10.2010
ISBN 9783426656877
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch kaufte ich auf Empfehlung. Es ist optisch sehr hübsch und im Text gespickt mit Zitaten und Lebensweisheiten, deren Unterschriften ich leider eher erraten als entziffern konnte.

„Sie haben ein wunderbares Leben verdient! Sie sind dazu bestimmt, alles zu bekommen, was Sie sich wünschen und erträumen.“ Diese beiden ersten Sätze hätten mir zu denken geben müssen. Doch ich las trotzdem weiter. „In diesem Buch möchte ich Ihnen den Weg zu einem phantastischen Leben aufzeigen.“ Phantastisch! Das ist es.

Es geht um die Liebe. Mit Liebe kommt man an Geld (es geht meist um Geld und teure Dinge) und behält es. Denn: „Alles ist möglich.“ Man muss es nur wollen bzw. mit Liebe herbeisehnen. Dann gelänge alles von selbst – was immer das sein mag.

Negativen Situationen soll man einfach kommentarlos den Rücken kehren. Natürlich ist es besser, wenn man keinen Ärger oder gar Hass aufkommen lässt, doch Konflikte sollten lieber geklärt werden anstatt ihnen auszuweichen.

Ziemlich abwegig (phantastisch) fand ich die Behauptung, dass der Mensch nur deshalb altert, weil er an Alter und Zerfall glaubt.


Für mich mitgenommen habe ich, dass Liebe, Dankbarkeit, Freundlichkeit und positives Denken die Basis für ein glückliches Leben sind. Diese Dinge sind für mich derart wichtig, dass ich das Buch nicht in den Müll werfe, wo es eigentlich hingehört.


  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"frauen":w=1,"satire":w=1,"wechseljahre":w=1,"satir":w=1,"carla berling":w=1,"jesses maria":w=1

Jesses Maria - Wechseljahre

Carla Berling
Flexibler Einband: 104 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.04.2010
ISBN 9783839146279
Genre: Comics

Rezension:

Maria erzählt Begebenheiten aus ihrem Leben – ganz normale Alltagsgeschichten, die jeder kennt, doch derart trocken auf den Punkt gebracht, dass ich mich durchweg köstlich amüsierte.

Es beginnt schon witzig mit dem „Gottesdienst“, wobei Maria sich Gedanken über ihre Kleidung und die der Nachbarn macht, nicht mitsingt („Der da drüben bewegt auch nur den Mund“) und sich über die lange Predigt ärgert („Schon halb sechs. Wenn ich den Rinderbraten vor acht fertig kriegen will, wird’s Zeit.“). Oder sie überlegt im „Westfälisches Begräbnis“, „Was es wohl nachher zu essen gibt? Die werden hoffentlich Vormittags keinen Platenkuchen servieren. Platenkuchen ist was für nachmittags. Jetzt ist es halb zwölf.“ Viel gelacht habe ich bei der Beschreibung einer Lesung: „Es riecht nach Putzmitteln, Bohnerwachs und Käsefüßen. Hier gibt es keinen Büchertisch. Bei der Lesung von Durs Grünbein gab es einen Büchertisch. Meine Güte, haben die Leute Bücher gekauft. Ich hab auch eins genommen, obwohl ich nicht verstanden hatte, was er mit seinen seltsamen Gedichten gemeint hat. Er hatte alles komisch betont. Ich wär fast eingeschlafen. Die Gedichte haben mir zuhause auch nicht besser gefallen. Ich hab das Buch dann Frau Schweiger aus der Personalabteilung geschenkt.“ Bei der „Vernissage“ hörte ich mich direkt selbst reden und beim „Frauenarzt“ lachte ich schallend. Jede der knapp fünfzig Kurzgeschichten hat ihren eigenen Witz, ihre spezielle Pointe.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass dieses Buch eine Sammlung unterhaltsamer Geschichten ist, kurzweilig und abwechslungsreich.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(68)

137 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 18 Rezensionen

abschied, alice, berlin, deutsche literatur, erzählungen, gardasee, kurzgeschichten, liebe, männer, onkel, sterben, tod, trauer, verlust, zweibrücken

Alice

Judith Hermann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 04.05.2009
ISBN 9783100331823
Genre: Romane

Rezension:

Alle fünf Geschichten in diesem Buch handeln von Alice und vom Sterben.

In der ersten stirbt „Micha“, was mir direkt unter die Haut ging.

Conrad“ heißt die zweite und handelt von einem Urlaub in Italien. Sie ist übertrieben trocken erzählt, nüchtern wie ein Polizeibericht. Ich liebe kurze und klare Sätze, doch ich verabscheue Halbsätze und Aufzählungen, die durch Punkt getrennt sind wie: „Blau getönt. Quellwasser.“ So schreibt man nicht, wenn man Sprache liebt.

Richard“ scheint wie Conrad ein entfernter Bekannter zu sein,

Malte“ ein Verwandter, den Alice nie kennenlernte. Geschichte, außer, dass auch hier wie in den anderen vier Geschichten der Titel-Mann stirbt.

Der letzte („Raymond“) ist offenbar Alices Mann oder zumindest Partner gewesen. Wann und woran er starb bleibt unklar.

Bei keinem der fünf gestorbenen Männern erfährt der Leser, wie Alice sie kennenlernte. Wer Fantasie hat und zwischen den Zeilen lesen kann, „erkennt“ Gefühle wie Trauer oder Freude, doch beschrieben wird nichts dergleichen. Eher liest man Details über die Umgebung, Wege von hier nach dort ...

Normalerweise mag ich es, wenn nichts ausgewalzt und erklärt wird. Doch in diesen fünf Geschichten war mir das Wenige zu viel.


Trotzdem – oder gerade deshalb – fand ich die ungewöhnlich knappe Erzählart der Autorin interessant. Dieses Buch gehört also unbedingt in mein Bücherregal.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Asja

Iwan S. Turgenjew , Christian Brückner , Audiobuch Verlag , Südwestfunk
Audio-Kassette: 2 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 02.01.1998
ISBN 9783980437196
Genre: Romane

Rezension:

Asja – so heißt die erste von drei Erzählungen aus dem Jahr 1860 in einem schmalen Bändchen von 182 Seiten, in denen es (wie eigentlich alles im Leben) um die Liebe geht.


Asja heißt auch das junge russische Mädchen, in das sich der Erzähler verliebt. Er verbringt eine Studierzeit (Land und Leute kennenlernen und viel lesen) am Rhein.

In der zweiten Geschichte „Junge Liebe“ ist der Erzähler erst sechzehn Jahre jung und wie fünf weitere mehr oder weniger junge Männer ganz vernarrt in seine sieben Jahre ältere und äußerst raffinierte Nachbarin.

In „Faust“ macht der Erzähler eine junge verheiratete Nachbarin mit deutscher Literatur bekannt und verliebt sich – wie kann es anders sein? - in diese Frau.


Turgenjew hat einen ungewöhnlichen und ausführlichen Erzähl-Stil, der mir trotzdem nie langweilig wurde. Vielleicht ist es die unerklärliche Liebe zur russischen Seele oder die etwas andere Schreibweise, die mich einen Turgenjew nach dem anderen kaufen und lesen lässt.


Um es vorweg zu nehmen: Die Geschichten sind recht traurig und ich wünschte mir, dass sich der Erzähler anders verhalten und das Ende für ihn (und mein empfindsames Gemüt) angenehmer ausgegangen wäre.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Eine von vielen

Viktorija Tokarjewa ,
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.10.2014
ISBN 9783257069129
Genre: Romane

Rezension:

Die russische Seele ist es, was mich schon immer interessierte und ich nach wie vor spannend finde. Bereits „Der Baum auf dem Dach“ und "Auch Miststücke können einem leid tun" der gleichen Verfasserin faszinierten mich.

Auch in diesem Büchlein beschreibt die Autorin auf 193 Seiten (angenehm lesbar große Schrift und Zeilenabstände) sehr detailliert die für mich seltsame Lebensart der Moskauer.


Ein schönes Mädchen (Angela) vom Lande will Sängerin werden. Sie hat zwar eine schöne Stimme, doch sieht sie eben aus wie ein Mädchen vom Lande – ohne Schmuck und Raffinessen und vor allem ohne reiche Mäzen in der Stadt. Sie darf nicht einfach vorsingen, sondern muss einen Liedtext und eine Melodie von jeweils anerkannten Künstlern vorweisen, was sehr viel Geld kostet. Dafür arbeitet Angela sehr hart. Mit ihrem schlichten Verstand erkennt sie den Weg, den sie gehen soll und doch nicht gehen mag – und sie amüsiert den Leser mit treffenden Lebensweisheiten.


Immer wieder liest man, wie alte reiche Männer sich jüngere Geliebte nehmen und diese luxuriös ausstatten. Ohne Geld erreicht man seit der Perestroika offenbar gar nichts; doch ob arm oder reich, Mann oder Frau: die meisten Russen trinken zu viel und arbeiten zu wenig.

„Angelas Mutter, sie hieß Natascha, hütete die Kühe. Früher war sie einmal Lehrerin gewesen, dann aber dem Alkohol verfallen. Man hatte sie von der Schule gejagt, Kinder konnte man ihr nicht mehr anvertrauen. Aber Kühe schon. Den Kühen war es egal, ob sie ab und zu … Sie mochten sogar Nataschas Geruch, der ein bisschen an Medizin erinnerte.“


Mich hat die Geschichte um die junge Angela gefesselt, empört und amüsiert, weshalb ich ein weiteres Buch von Viktorija Tokarjewa kaufen und lesen werde.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Aufzeichnungen eines Jägers

Iwan Turgenjew
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Hofenberg, 03.08.2016
ISBN 9783843083256
Genre: Klassiker

Rezension:

Schon als Kind mochte ich russische Erzählungen besonders gern. Diese komplett andere Lebensart und Sicht der Dinge hat mich direkt fasziniert. Persönliche Gespräche mit Personen, die aus der ehemaligen Sowjetunion einwanderten (sie machen den größten Ausländeranteil in Chemnitz aus), zahlreiche Reportagen über dieses große Land und vor allem Bücher bringen mir die russische Seele näher.


Der Erzähler zieht als Jäger durch die mittelrussische Landschaft um 1850. Er sucht und findet Kontakt zu den Gutsbesitzern und ihren Leibeigenen und Bauern und beschreibt die unterschiedlichsten Charaktere und Schicksale. Turgenjew ist ein Meister der ausführlichen Beschreibung: Mimik, Körperbau, Kleidung, Wesen der Menschen; ebenso Landschaften. Zum Teil nahezu unerträglich gründlich, zugleich faszinierend und fesselnd. Dabei wirkt er kühl und distanziert und absolut lebensecht – frei von der übertriebenen Dramatik eines Dostojewski.

Die Bauern werden von ihren Besitzern verschenkt, verkauft, vererbt, ans Militär verschickt und je nach Belieben eingesetzt. Das schockiert den Leser, zumal die Geschichten zum Teil tatsächlich grausam sind.

Verwirrend, doch nicht wirklich störend, empfand ich die russischen Namen, die aus zwei Teilen, dem Vatersnamen, mehreren Koseformen und zusätzlich Spitznamen bestehen, so dass ein und dieselbe Person immer wieder anders genannt wird. Der russische Mann ist ein Träumer, ein Schwächling, ein Säufer. Die Frauen sind meist einfach, aber stark – entweder in ihrem unerbittlichen Kommando oder in ihrer Fähigkeit zu entsagen.


Turgenjew beherrschte die deutsche und noch besser die französische Sprache ebenso perfekt wie die russische. Doch er war davon überzeugt, dass man nur in seiner Muttersprache dichten darf. So sehe ich das ebenfalls. Vermutlich fühle ich als Leser genau deshalb die typisch russische Seele in seinen Geschichten so deutlich.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass mich dieses Buch begeisterte und ich mir weitere Titel dieses Autors beschaffen werde.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

69 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

"italien":w=4,"liebe":w=2,"tod":w=2,"vergangenheit":w=2,"geheimnis":w=2,"frankreich":w=2,"trauer":w=2,"sommer":w=2,"münchen":w=2,"malerei":w=2,"roman":w=1,"familie":w=1,"gegenwart":w=1,"geheimnisse":w=1,"kunst":w=1

Der Sommer der blauen Nächte

Stefanie Gregg
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.05.2018
ISBN 9783746634111
Genre: Romane

Rezension:

Auf diesen neuen Roman freute ich mich schon lange und bestellte ihn bereits vor Erscheinen. Es ist eine interessante Geschichte über eine junge Frau, die nach dem Tod der Mutter erfährt, dass diese einen Liebhaber hatte. Das macht sie nicht nur fassungslos, sondern außerordentlich wütend und sie beschließt, diesen Mann ausfindig zu machen und zur Rede zu stellen.


Der Leser wundert sich zuerst über den Namen Jule Jansen und weitere Namen, die man eher in Hamburg vermutet und nicht wie hier in München, wo die Geschichte neben Reisen nach Frankreich und Italien spielt, zumal sie obendrein Teetrinker sind. Und er ist erstaunt darüber, dass sich diese Jule, obwohl (oder weil) sie Psychologin ist, ganz offensichtlich in keine andere Person hineinfühlen kann – weder in ihre verstorbene Mutter noch in ihren ehemaligen Freund, ihren aktuellen Liebhaber oder gar in ihren Vater. Ihn respektiert sie erst, als er von seinen Kriegserlebnissen erzählt.

Die Mutter Marie ist eine manisch depressive Frau, die zwischen Glückseligkeit und tiefer Traurigkeit ihre wunderschönen Bilder malt. Oft ist sie der Realität derart entrückt, dass sie ihre Familie vergisst. Mir gefielen die Beschreibungen der Farben ganz besonders gut, ich sah sie direkt vor mir wie zum Beispiel der Himmel azurblau oder fast lila oder schwarz sein kann.

Auch die Beschreibungen der verschiedenen Charaktere lässt mich diese Menschen direkt sehen, so klar sind sie dank ihrer Handlungen beschrieben.


Auf jeden Fall halte ich diese recht ungewöhnliche Geschichte für lesenswert.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

"einsamkeit":w=1,"schweiz":w=1,"geschäfte":w=1,"tankstelle":w=1,"alleinstehende frau":w=1,"margrit schriber":w=1,"autowaschanlage":w=1,"beginn der achtziger jahre":w=1,"begehrlichkeiten":w=1

Glänzende Aussichten

Margrit Schriber
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 29.01.2018
ISBN 9783312010622
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch wurde mir empfohlen, da ich gern Alltagsgeschichten lese. Das Titelbild gefällt mir sehr gut, hat allerdings nichts mit dem Inhalt zu tun, auch der Titel selbst passt meiner Meinung nach nur, wenn man ihn auf die geplante Waschstraße bezieht oder sich ein schönes Ende denkt.


Pia betreibt eine winzige Tankstelle in einem Dorf. Sie ist tüchtig und geschickt, doch Lebenserfahrung besitzt sie nicht. Deshalb ist es für ihren Benzinlieferanten leicht, sie übers Ohr zu hauen, ihr Nachbar (Autohändler) darf sie ohne Gegenwehr demütigen, ihre einzige „Freundin“ als Müllkübel benutzen und vor allem lässt sie sich von ihrem Ex, einem Taugenichts, einschüchtern und direkt ausrauben. Dabei kündigt der Klappentext „die Geschichte einer Frau, die sich wehrt“ an. Pia wehrt sich nie, sie empört sich nicht einmal, weshalb solch eine Frau nicht geachtet und respektiert wird. Gern hätte ich gewusst, ob sie die Gemeinheiten überhaupt bemerkt hat und inwieweit sie darunter litt. Das Ende bleibt offen, doch für mich ist es ein gutes Ende.


Die Geschichte ist gut erzählt und liest sich leicht. Ich war immer dabei und hatte nie das Bedürfnis, abzubrechen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

bild, deutschland, eliza, elter, elternlos, familiendrama, freitod, geheimnis, granada, großmutter, liebe, selbstmord, urvertrauen, verletzte gefühle, verlust

Die Farben des Verzeihens

Alexandra Mazar
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.03.2016
ISBN 9783741215469
Genre: Romane

Rezension:

Neben dem etwas unklaren, doch sehr schönem Titelbild und dem interessanten Titel fällt die angenehm große Schrift und der Zeilenabstand im Text auf, was das Lesen erleichtert.

Jedes neue Kapitel beginnt mit einem etwas unbegreiflich schwermütigem Vers verschiedener bekannte Dichter, dessen Sinn mir nicht einleuchtete und mich wegen seiner Besonderheit leider aus der Geschichte herausriss.


Die Autorin versteht es hervorragend gut, den äußerst schwierigen Charakter der Hauptperson Eliza zu beschreiben, die alle Menschen ziemlich brutal ablehnt, doch Landschaften, vor allem Andalusien, in ihr gefühlskaltes Herz lässt. Eliza ist

vom Hass auf ihre Großmutter zerfressen und ansonsten auf sich und ihre seltsamen Befindlichkeiten reduziert. So kann sie sich nicht in andere Menschen wie ihren Freund Sergej und ihren Bruder Conny hineinversetzen. Sie beendet die enge Beziehung zu Conny, als er sich weigert, Medikamente zu nehmen und in die Psychiatrie zu gehen. Die Großmutter beschützt Conny, doch das versteht Eliza nicht. Sie betrachtet ihren Bruder als ihren Besitz und fragt: „Wem gehört Conny? Die Oma siegte“. Deshalb verließ sie ihr zu Hause.


Dass im Nachwort die Lektorin genannt wird, versöhnt mich ein wenig.

Mich fesselte diese ungewöhnliche und sehr spannende Geschichte, die sehr gut und flüssig erzählt ist. Ich wünsche diesem Buch viele Leser.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

meisterhafte erzählungen, psychologisch ausgefeilt, rußland

Die Ehe aus Berechnung und andere Erzählungen / Anton Tschechow

Anton Tschechow
Pappbuch
Erschienen bei Berlin : Buchclub 65 1977, 01.01.1977
ISBN B0027PTBHO
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die kurzen Geschichten sind hervorragend gut geschrieben. Sie beschäftigen sich mit sozialen Themen, mit Ungerechtigkeit im zaristischen Russland. Meist sind seine Hauptpersonen machtlos irgendwelchen Behörden ausgeliefert, oft sind sie faul und niederträchtig und nehmen ihr Leben recht gleichmütig hin. Tschechow erzählt von dummen Bauern, korrupten Beamten, hochmütigen Apothekern, gleichgültigen Ehepartnern und immer wieder Betrunkenen, was mich meist in düstere Stimmung versetzte. Passend dazu die Zeichnungen (auch im Text zu nahezu jeder Geschichte), die zwar einen gewissen Witz aufweisen, doch das Niederträchtige und Hässliche im Menschen betonen.

Am besten gefiel mir „Der Reisende erster Klasse“, der sich darüber beklagt, dass Sängerinnen und Clowns aller Art bekannt sind, doch keine ernsten Wissenschaftler.


Wer düstere Geschichten mag, wird in diesem Buch eine unvergessliche Lektüre eines großartigen Autors finden.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Auch Miststücke können einem leidtun

Viktorija Tokarjewa , Angelika Schneider
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257069761
Genre: Romane

Rezension:

Da mich bereits ein Buch dieser Autorin begeisterte, kaufte ich diesen Titel und wurde nicht enttäuscht. Die größten menschlichen Katastrophen werden in einem einzigen kurzen Satz zusammengefasst wie eine sachliche medizinische Diagnose: eindeutig, klar und vernichtend. Doch gleichzeitig liest man lustige Vergleiche wie: „Er saß im Sessel wie ein frisch eingefrorener Barsch.“ oder „Sie machte ein Gesicht, als wäre ihr Gehirn mit einem großen Löffel umgerührt worden.“


In jeder der neun Erzählungen geht es um Ehebruch, Fremdliebe und Tod – das sind die Hauptthemen wie im normalen Leben auch. Hinzu kommt die russische Trunksucht. Der Leser ist schockiert und gleichzeitig fasziniert über die recht distanzierte Erzählkunst und fühlt sich mitten im Geschehen.


Die Autorin empfindet die Perestroika nicht als Befreiung, sondern als Bedrohung für das russische Volk. Gleichzeitig erkennt sie allerdings, dass die Volksverdummung wegen der neuen „Fernsehserien und das ständige Herumrennen wie in Amerika“ zunimmt.


Für mich war es von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuss, so tief in die russische Seele zu blicken.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sage nie, das kann ich nicht: Als Kind in den Ruinen von Danzig und Stettin

Brigitte Hansen
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Verlag Gerhard Rautenberg, 01.01.1986
ISBN 9783792103333
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mich interessierte das Buch, weil meine Oma väterlicherseits mit zwölf Kindern und ihrer kranken Mutter zuerst von ihrem Hof in Pommern und dann ganz aus ihrer Heimat vertrieben wurde. Sie musste hilflos zusehen, wie die Polen ihren Hof und die Felder verkommen ließen und zudem hungern – das eigene Fleisch, Eier und Korn vor Augen. Ihr Mann und der älteste Sohn lebten nicht mehr.

So tragisch das für die große Familie war, derart grauenhafte Erlebnisse wie in diesem Buch geschildert mussten sie nicht ertragen.


Die Autorin beschreibt ihre Kindheit in den Ruinen von Danzig und Stettin, die Vertreibung aus ihrer Heimat und die gesundheitlichen Spätfolgen.

Fast unglaublich scheint mir, was der Mensch so alles erträgt und auch, zu welchen Grausamkeiten er fähig ist.


Zu bemängeln habe ich nur, dass eine Karte fehlte, wo man die heute kaum noch bekannten Städte und Regionen finden kann.


Solch ein Buch gehört meiner Meinung nach zwingend zur Allgemeinbildung in unserem Land.

  (0)
Tags:  
 
278 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.