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Geh nicht fort

Margaret Mazzantini , Petra Kaiser
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 08.03.2018
ISBN 9783832161309
Genre: Romane

Rezension:

Die 15-jährige Tochter des erfolgreichen Chirurgen Timoteo verunglückt mit ihrem Motorroller und verletzt sich schwer. Während der sechsstündigen Operation überdenkt er sein Leben.


Timo ist mit einer schönen und selbstbewussten Frau verheiratet. Eines Tages vergewaltigt er eine Unbekannte. Nach der Tat ekelt er sich vor sich selbst und auch vor dieser mageren, primitiven und sehr hässlichen Frau. Er sucht sie erneut auf, um sich zu entschuldigen. Doch er fällt wiederholt grob über sie her, verschwindet und kommt zurück. Immer wieder – bis er merkt, dass er nicht von dieser Fremden lassen kann, dass er sich in sie verliebte.

Diese dunkle Geschichte fesselte mich sofort und ließ mich bis zum Schluss zwischen Abscheu und Fassungslosigkeit auch FÜR Timo und seine Liebe hoffen und bangen.


Elke Heidenreich sagt dazu: „Und wir wissen wieder, dass keine Wunden größer sind als die, die die Liebe reißt.“

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Väter und Söhne

Iwan S. Turgenjew
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.03.2015
ISBN 9783730602256
Genre: Klassiker

Rezension:

Auf der Seite 17 habe ich das Lesen aufgegeben, weil die Übersetzung von Angelo Pankow derart grottenschlecht ist, dass man glaubt, ein Anfängergestotter vor sich zu haben. Langatmige und ungeschickt formulierte Dialoge, nichtssagende Beschreibungen verdarben mir recht schnell die Freude an diesem Werk eines meiner ansonsten hochgeschätzten russischen Lieblingsautoren.

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leben

Hilde Möller , Eberhard Keil , Eberhard Keil
Flexibler Einband
Erschienen bei Alkyon Buchverlag, 02.06.2008
ISBN 9783934136656
Genre: Biografien

Rezension:

Es ist der zweite Roman, den ich von dieser Autorin gelesen habe.

Bereits der Anfang ging mir sehr nahe, denn die Erzählerin beschreibt den plötzlichen Tod ihres Mannes sehr einfühlsam.

Hannah leidet unter starkem Fernweh und glaubt, in der exotischen Fremde wäre sie automatisch frei. Doch sie zieht es ausgerechnet in Länder, in denen Frauen alles andere als frei sind. Zudem heiratet sie und bekommt nahezu in jedem Jahr ein Kind, was sie in noch stärkere Abhängigkeit stürzt. Damit ist sie komplett abhängig von ihrem Mann und hat Verantwortung für insgesamt sieben Kinder. Ich verstand nicht, dass das Paar nicht verhütete, was ich als äußerst verantwortungslos empfand, denn der Arzt hatte dringend vor weiteren Schwangerschaften gewarnt, die zu Hannah Tod führen könnte.

Dieses Gebundensein an die tägliche Hausarbeit stürzte Hannah in eine tiefe Depression, die der Mann nicht bemerkt und auch nichts davon wissen will. Er lebt sein Leben, ist geschäftlich viel unterwegs und lässt seine Familie oft allein.


Es ist die sehr gut erzählte ungewöhnliche Geschichte eines Paares, der ich von Anfang an interessiert folgte. Oft fand ich mich in Hannahs Gedanken wieder und dem aussichtslosen Bemühen um Verständnis vom Partner. Mir gefällt auch das absolut passende Titelbild und ich empfehle diesen autobiografischen Roman gern weiter.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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The Power

Rhonda Byrne , Olivia Baerend , Katrin Ingrisch
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur MensSana, 09.10.2010
ISBN 9783426656877
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch kaufte ich auf Empfehlung. Es ist optisch sehr hübsch und im Text gespickt mit Zitaten und Lebensweisheiten, deren Unterschriften ich leider eher erraten als entziffern konnte.

„Sie haben ein wunderbares Leben verdient! Sie sind dazu bestimmt, alles zu bekommen, was Sie sich wünschen und erträumen.“ Diese beiden ersten Sätze hätten mir zu denken geben müssen. Doch ich las trotzdem weiter. „In diesem Buch möchte ich Ihnen den Weg zu einem phantastischen Leben aufzeigen.“ Phantastisch! Das ist es.

Es geht um die Liebe. Mit Liebe kommt man an Geld (es geht meist um Geld und teure Dinge) und behält es. Denn: „Alles ist möglich.“ Man muss es nur wollen bzw. mit Liebe herbeisehnen. Dann gelänge alles von selbst – was immer das sein mag.

Negativen Situationen soll man einfach kommentarlos den Rücken kehren. Natürlich ist es besser, wenn man keinen Ärger oder gar Hass aufkommen lässt, doch Konflikte sollten lieber geklärt werden anstatt ihnen auszuweichen.

Ziemlich abwegig (phantastisch) fand ich die Behauptung, dass der Mensch nur deshalb altert, weil er an Alter und Zerfall glaubt.


Für mich mitgenommen habe ich, dass Liebe, Dankbarkeit, Freundlichkeit und positives Denken die Basis für ein glückliches Leben sind. Diese Dinge sind für mich derart wichtig, dass ich das Buch nicht in den Müll werfe, wo es eigentlich hingehört.


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Jesses Maria - Wechseljahre

Carla Berling
Flexibler Einband: 104 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.04.2010
ISBN 9783839146279
Genre: Comics

Rezension:

Maria erzählt Begebenheiten aus ihrem Leben – ganz normale Alltagsgeschichten, die jeder kennt, doch derart trocken auf den Punkt gebracht, dass ich mich durchweg köstlich amüsierte.

Es beginnt schon witzig mit dem „Gottesdienst“, wobei Maria sich Gedanken über ihre Kleidung und die der Nachbarn macht, nicht mitsingt („Der da drüben bewegt auch nur den Mund“) und sich über die lange Predigt ärgert („Schon halb sechs. Wenn ich den Rinderbraten vor acht fertig kriegen will, wird’s Zeit.“). Oder sie überlegt im „Westfälisches Begräbnis“, „Was es wohl nachher zu essen gibt? Die werden hoffentlich Vormittags keinen Platenkuchen servieren. Platenkuchen ist was für nachmittags. Jetzt ist es halb zwölf.“ Viel gelacht habe ich bei der Beschreibung einer Lesung: „Es riecht nach Putzmitteln, Bohnerwachs und Käsefüßen. Hier gibt es keinen Büchertisch. Bei der Lesung von Durs Grünbein gab es einen Büchertisch. Meine Güte, haben die Leute Bücher gekauft. Ich hab auch eins genommen, obwohl ich nicht verstanden hatte, was er mit seinen seltsamen Gedichten gemeint hat. Er hatte alles komisch betont. Ich wär fast eingeschlafen. Die Gedichte haben mir zuhause auch nicht besser gefallen. Ich hab das Buch dann Frau Schweiger aus der Personalabteilung geschenkt.“ Bei der „Vernissage“ hörte ich mich direkt selbst reden und beim „Frauenarzt“ lachte ich schallend. Jede der knapp fünfzig Kurzgeschichten hat ihren eigenen Witz, ihre spezielle Pointe.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass dieses Buch eine Sammlung unterhaltsamer Geschichten ist, kurzweilig und abwechslungsreich.

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abschied, alice, berlin, deutsche literatur, erzählungen, gardasee, kurzgeschichten, liebe, männer, onkel, sterben, tod, trauer, verlust, zweibrücken

Alice

Judith Hermann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 04.05.2009
ISBN 9783100331823
Genre: Romane

Rezension:

Alle fünf Geschichten in diesem Buch handeln von Alice und vom Sterben.

In der ersten stirbt „Micha“, was mir direkt unter die Haut ging.

Conrad“ heißt die zweite und handelt von einem Urlaub in Italien. Sie ist übertrieben trocken erzählt, nüchtern wie ein Polizeibericht. Ich liebe kurze und klare Sätze, doch ich verabscheue Halbsätze und Aufzählungen, die durch Punkt getrennt sind wie: „Blau getönt. Quellwasser.“ So schreibt man nicht, wenn man Sprache liebt.

Richard“ scheint wie Conrad ein entfernter Bekannter zu sein,

Malte“ ein Verwandter, den Alice nie kennenlernte. Geschichte, außer, dass auch hier wie in den anderen vier Geschichten der Titel-Mann stirbt.

Der letzte („Raymond“) ist offenbar Alices Mann oder zumindest Partner gewesen. Wann und woran er starb bleibt unklar.

Bei keinem der fünf gestorbenen Männern erfährt der Leser, wie Alice sie kennenlernte. Wer Fantasie hat und zwischen den Zeilen lesen kann, „erkennt“ Gefühle wie Trauer oder Freude, doch beschrieben wird nichts dergleichen. Eher liest man Details über die Umgebung, Wege von hier nach dort ...

Normalerweise mag ich es, wenn nichts ausgewalzt und erklärt wird. Doch in diesen fünf Geschichten war mir das Wenige zu viel.


Trotzdem – oder gerade deshalb – fand ich die ungewöhnlich knappe Erzählart der Autorin interessant. Dieses Buch gehört also unbedingt in mein Bücherregal.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Asja

Iwan S. Turgenjew , Christian Brückner , Audiobuch Verlag , Südwestfunk
Audio-Kassette: 2 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 02.01.1998
ISBN 9783980437196
Genre: Romane

Rezension:

Asja – so heißt die erste von drei Erzählungen aus dem Jahr 1860 in einem schmalen Bändchen von 182 Seiten, in denen es (wie eigentlich alles im Leben) um die Liebe geht.


Asja heißt auch das junge russische Mädchen, in das sich der Erzähler verliebt. Er verbringt eine Studierzeit (Land und Leute kennenlernen und viel lesen) am Rhein.

In der zweiten Geschichte „Junge Liebe“ ist der Erzähler erst sechzehn Jahre jung und wie fünf weitere mehr oder weniger junge Männer ganz vernarrt in seine sieben Jahre ältere und äußerst raffinierte Nachbarin.

In „Faust“ macht der Erzähler eine junge verheiratete Nachbarin mit deutscher Literatur bekannt und verliebt sich – wie kann es anders sein? - in diese Frau.


Turgenjew hat einen ungewöhnlichen und ausführlichen Erzähl-Stil, der mir trotzdem nie langweilig wurde. Vielleicht ist es die unerklärliche Liebe zur russischen Seele oder die etwas andere Schreibweise, die mich einen Turgenjew nach dem anderen kaufen und lesen lässt.


Um es vorweg zu nehmen: Die Geschichten sind recht traurig und ich wünschte mir, dass sich der Erzähler anders verhalten und das Ende für ihn (und mein empfindsames Gemüt) angenehmer ausgegangen wäre.

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Eine von vielen

Viktorija Tokarjewa ,
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.10.2014
ISBN 9783257069129
Genre: Romane

Rezension:

Die russische Seele ist es, was mich schon immer interessierte und ich nach wie vor spannend finde. Bereits „Der Baum auf dem Dach“ und "Auch Miststücke können einem leid tun" der gleichen Verfasserin faszinierten mich.

Auch in diesem Büchlein beschreibt die Autorin auf 193 Seiten (angenehm lesbar große Schrift und Zeilenabstände) sehr detailliert die für mich seltsame Lebensart der Moskauer.


Ein schönes Mädchen (Angela) vom Lande will Sängerin werden. Sie hat zwar eine schöne Stimme, doch sieht sie eben aus wie ein Mädchen vom Lande – ohne Schmuck und Raffinessen und vor allem ohne reiche Mäzen in der Stadt. Sie darf nicht einfach vorsingen, sondern muss einen Liedtext und eine Melodie von jeweils anerkannten Künstlern vorweisen, was sehr viel Geld kostet. Dafür arbeitet Angela sehr hart. Mit ihrem schlichten Verstand erkennt sie den Weg, den sie gehen soll und doch nicht gehen mag – und sie amüsiert den Leser mit treffenden Lebensweisheiten.


Immer wieder liest man, wie alte reiche Männer sich jüngere Geliebte nehmen und diese luxuriös ausstatten. Ohne Geld erreicht man seit der Perestroika offenbar gar nichts; doch ob arm oder reich, Mann oder Frau: die meisten Russen trinken zu viel und arbeiten zu wenig.

„Angelas Mutter, sie hieß Natascha, hütete die Kühe. Früher war sie einmal Lehrerin gewesen, dann aber dem Alkohol verfallen. Man hatte sie von der Schule gejagt, Kinder konnte man ihr nicht mehr anvertrauen. Aber Kühe schon. Den Kühen war es egal, ob sie ab und zu … Sie mochten sogar Nataschas Geruch, der ein bisschen an Medizin erinnerte.“


Mich hat die Geschichte um die junge Angela gefesselt, empört und amüsiert, weshalb ich ein weiteres Buch von Viktorija Tokarjewa kaufen und lesen werde.

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Aufzeichnungen eines Jägers

Iwan Turgenjew
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Hofenberg, 03.08.2016
ISBN 9783843083256
Genre: Sonstiges

Rezension:

Schon als Kind mochte ich russische Erzählungen besonders gern. Diese komplett andere Lebensart und Sicht der Dinge hat mich direkt fasziniert. Persönliche Gespräche mit Personen, die aus der ehemaligen Sowjetunion einwanderten (sie machen den größten Ausländeranteil in Chemnitz aus), zahlreiche Reportagen über dieses große Land und vor allem Bücher bringen mir die russische Seele näher.


Der Erzähler zieht als Jäger durch die mittelrussische Landschaft um 1850. Er sucht und findet Kontakt zu den Gutsbesitzern und ihren Leibeigenen und Bauern und beschreibt die unterschiedlichsten Charaktere und Schicksale. Turgenjew ist ein Meister der ausführlichen Beschreibung: Mimik, Körperbau, Kleidung, Wesen der Menschen; ebenso Landschaften. Zum Teil nahezu unerträglich gründlich, zugleich faszinierend und fesselnd. Dabei wirkt er kühl und distanziert und absolut lebensecht – frei von der übertriebenen Dramatik eines Dostojewski.

Die Bauern werden von ihren Besitzern verschenkt, verkauft, vererbt, ans Militär verschickt und je nach Belieben eingesetzt. Das schockiert den Leser, zumal die Geschichten zum Teil tatsächlich grausam sind.

Verwirrend, doch nicht wirklich störend, empfand ich die russischen Namen, die aus zwei Teilen, dem Vatersnamen, mehreren Koseformen und zusätzlich Spitznamen bestehen, so dass ein und dieselbe Person immer wieder anders genannt wird. Der russische Mann ist ein Träumer, ein Schwächling, ein Säufer. Die Frauen sind meist einfach, aber stark – entweder in ihrem unerbittlichen Kommando oder in ihrer Fähigkeit zu entsagen.


Turgenjew beherrschte die deutsche und noch besser die französische Sprache ebenso perfekt wie die russische. Doch er war davon überzeugt, dass man nur in seiner Muttersprache dichten darf. So sehe ich das ebenfalls. Vermutlich fühle ich als Leser genau deshalb die typisch russische Seele in seinen Geschichten so deutlich.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass mich dieses Buch begeisterte und ich mir weitere Titel dieses Autors beschaffen werde.

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Der Sommer der blauen Nächte

Stefanie Gregg
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.05.2018
ISBN 9783746634111
Genre: Romane

Rezension:

Auf diesen neuen Roman freute ich mich schon lange und bestellte ihn bereits vor Erscheinen. Es ist eine interessante Geschichte über eine junge Frau, die nach dem Tod der Mutter erfährt, dass diese einen Liebhaber hatte. Das macht sie nicht nur fassungslos, sondern außerordentlich wütend und sie beschließt, diesen Mann ausfindig zu machen und zur Rede zu stellen.


Der Leser wundert sich zuerst über den Namen Jule Jansen und weitere Namen, die man eher in Hamburg vermutet und nicht wie hier in München, wo die Geschichte neben Reisen nach Frankreich und Italien spielt, zumal sie obendrein Teetrinker sind. Und er ist erstaunt darüber, dass sich diese Jule, obwohl (oder weil) sie Psychologin ist, ganz offensichtlich in keine andere Person hineinfühlen kann – weder in ihre verstorbene Mutter noch in ihren ehemaligen Freund, ihren aktuellen Liebhaber oder gar in ihren Vater. Ihn respektiert sie erst, als er von seinen Kriegserlebnissen erzählt.

Die Mutter Marie ist eine manisch depressive Frau, die zwischen Glückseligkeit und tiefer Traurigkeit ihre wunderschönen Bilder malt. Oft ist sie der Realität derart entrückt, dass sie ihre Familie vergisst. Mir gefielen die Beschreibungen der Farben ganz besonders gut, ich sah sie direkt vor mir wie zum Beispiel der Himmel azurblau oder fast lila oder schwarz sein kann.

Auch die Beschreibungen der verschiedenen Charaktere lässt mich diese Menschen direkt sehen, so klar sind sie dank ihrer Handlungen beschrieben.


Auf jeden Fall halte ich diese recht ungewöhnliche Geschichte für lesenswert.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

alleinstehende frau, autowaschanlage, begehrlichkeiten, beginn der achtziger jahre, einsamkeit, geschäfte, margrit schriber, schweiz, tankstelle

Glänzende Aussichten

Margrit Schriber
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 29.01.2018
ISBN 9783312010622
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch wurde mir empfohlen, da ich gern Alltagsgeschichten lese. Das Titelbild gefällt mir sehr gut, hat allerdings nichts mit dem Inhalt zu tun, auch der Titel selbst passt meiner Meinung nach nur, wenn man ihn auf die geplante Waschstraße bezieht oder sich ein schönes Ende denkt.


Pia betreibt eine winzige Tankstelle in einem Dorf. Sie ist tüchtig und geschickt, doch Lebenserfahrung besitzt sie nicht. Deshalb ist es für ihren Benzinlieferanten leicht, sie übers Ohr zu hauen, ihr Nachbar (Autohändler) darf sie ohne Gegenwehr demütigen, ihre einzige „Freundin“ als Müllkübel benutzen und vor allem lässt sie sich von ihrem Ex, einem Taugenichts, einschüchtern und direkt ausrauben. Dabei kündigt der Klappentext „die Geschichte einer Frau, die sich wehrt“ an. Pia wehrt sich nie, sie empört sich nicht einmal, weshalb solch eine Frau nicht geachtet und respektiert wird. Gern hätte ich gewusst, ob sie die Gemeinheiten überhaupt bemerkt hat und inwieweit sie darunter litt. Das Ende bleibt offen, doch für mich ist es ein gutes Ende.


Die Geschichte ist gut erzählt und liest sich leicht. Ich war immer dabei und hatte nie das Bedürfnis, abzubrechen.

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Die Farben des Verzeihens

Alexandra Mazar
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.03.2016
ISBN 9783741215469
Genre: Romane

Rezension:

Neben dem etwas unklaren, doch sehr schönem Titelbild und dem interessanten Titel fällt die angenehm große Schrift und der Zeilenabstand im Text auf, was das Lesen erleichtert.

Jedes neue Kapitel beginnt mit einem etwas unbegreiflich schwermütigem Vers verschiedener bekannte Dichter, dessen Sinn mir nicht einleuchtete und mich wegen seiner Besonderheit leider aus der Geschichte herausriss.


Die Autorin versteht es hervorragend gut, den äußerst schwierigen Charakter der Hauptperson Eliza zu beschreiben, die alle Menschen ziemlich brutal ablehnt, doch Landschaften, vor allem Andalusien, in ihr gefühlskaltes Herz lässt. Eliza ist

vom Hass auf ihre Großmutter zerfressen und ansonsten auf sich und ihre seltsamen Befindlichkeiten reduziert. So kann sie sich nicht in andere Menschen wie ihren Freund Sergej und ihren Bruder Conny hineinversetzen. Sie beendet die enge Beziehung zu Conny, als er sich weigert, Medikamente zu nehmen und in die Psychiatrie zu gehen. Die Großmutter beschützt Conny, doch das versteht Eliza nicht. Sie betrachtet ihren Bruder als ihren Besitz und fragt: „Wem gehört Conny? Die Oma siegte“. Deshalb verließ sie ihr zu Hause.


Dass im Nachwort die Lektorin genannt wird, versöhnt mich ein wenig.

Mich fesselte diese ungewöhnliche und sehr spannende Geschichte, die sehr gut und flüssig erzählt ist. Ich wünsche diesem Buch viele Leser.

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meisterhafte erzählungen, psychologisch ausgefeilt, rußland

Die Ehe aus Berechnung und andere Erzählungen / Anton Tschechow

Anton Tschechow
Pappbuch
Erschienen bei Berlin : Buchclub 65 1977, 01.01.1977
ISBN B0027PTBHO
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die kurzen Geschichten sind hervorragend gut geschrieben. Sie beschäftigen sich mit sozialen Themen, mit Ungerechtigkeit im zaristischen Russland. Meist sind seine Hauptpersonen machtlos irgendwelchen Behörden ausgeliefert, oft sind sie faul und niederträchtig und nehmen ihr Leben recht gleichmütig hin. Tschechow erzählt von dummen Bauern, korrupten Beamten, hochmütigen Apothekern, gleichgültigen Ehepartnern und immer wieder Betrunkenen, was mich meist in düstere Stimmung versetzte. Passend dazu die Zeichnungen (auch im Text zu nahezu jeder Geschichte), die zwar einen gewissen Witz aufweisen, doch das Niederträchtige und Hässliche im Menschen betonen.

Am besten gefiel mir „Der Reisende erster Klasse“, der sich darüber beklagt, dass Sängerinnen und Clowns aller Art bekannt sind, doch keine ernsten Wissenschaftler.


Wer düstere Geschichten mag, wird in diesem Buch eine unvergessliche Lektüre eines großartigen Autors finden.

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Auch Miststücke können einem leidtun

Viktorija Tokarjewa , Angelika Schneider
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257069761
Genre: Romane

Rezension:

Da mich bereits ein Buch dieser Autorin begeisterte, kaufte ich diesen Titel und wurde nicht enttäuscht. Die größten menschlichen Katastrophen werden in einem einzigen kurzen Satz zusammengefasst wie eine sachliche medizinische Diagnose: eindeutig, klar und vernichtend. Doch gleichzeitig liest man lustige Vergleiche wie: „Er saß im Sessel wie ein frisch eingefrorener Barsch.“ oder „Sie machte ein Gesicht, als wäre ihr Gehirn mit einem großen Löffel umgerührt worden.“


In jeder der neun Erzählungen geht es um Ehebruch, Fremdliebe und Tod – das sind die Hauptthemen wie im normalen Leben auch. Hinzu kommt die russische Trunksucht. Der Leser ist schockiert und gleichzeitig fasziniert über die recht distanzierte Erzählkunst und fühlt sich mitten im Geschehen.


Die Autorin empfindet die Perestroika nicht als Befreiung, sondern als Bedrohung für das russische Volk. Gleichzeitig erkennt sie allerdings, dass die Volksverdummung wegen der neuen „Fernsehserien und das ständige Herumrennen wie in Amerika“ zunimmt.


Für mich war es von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuss, so tief in die russische Seele zu blicken.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sage nie, das kann ich nicht: Als Kind in den Ruinen von Danzig und Stettin

Brigitte Hansen
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Verlag Gerhard Rautenberg, 01.01.1986
ISBN 9783792103333
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mich interessierte das Buch, weil meine Oma väterlicherseits mit zwölf Kindern und ihrer kranken Mutter zuerst von ihrem Hof in Pommern und dann ganz aus ihrer Heimat vertrieben wurde. Sie musste hilflos zusehen, wie die Polen ihren Hof und die Felder verkommen ließen und zudem hungern – das eigene Fleisch, Eier und Korn vor Augen. Ihr Mann und der älteste Sohn lebten nicht mehr.

So tragisch das für die große Familie war, derart grauenhafte Erlebnisse wie in diesem Buch geschildert mussten sie nicht ertragen.


Die Autorin beschreibt ihre Kindheit in den Ruinen von Danzig und Stettin, die Vertreibung aus ihrer Heimat und die gesundheitlichen Spätfolgen.

Fast unglaublich scheint mir, was der Mensch so alles erträgt und auch, zu welchen Grausamkeiten er fähig ist.


Zu bemängeln habe ich nur, dass eine Karte fehlte, wo man die heute kaum noch bekannten Städte und Regionen finden kann.


Solch ein Buch gehört meiner Meinung nach zwingend zur Allgemeinbildung in unserem Land.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

alkoholismus, barbara kunrath, einsamkeit, familie, familienbande, fehlgeburt, freundschaft, kunrath, limburg, lügen, missachtung, roman, töchter wie wir, unfruchtbar, vergangenheit

Töchter wie wir

Barbara Kunrath
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289236
Genre: Romane

Rezension:

Es ist der zweite Titel dieser Autorin, den ich lese. Bereits „Schwestern bleiben wir immer“ begeisterte mich nicht allein wegen der spannenden Geschichte, sondern vor allem wegen des sehr flüssigen Schreibstils. Auch dieses Buch liest sich leicht und man mag es nicht aus der Hand legen.


Es geht um das Leben zweier Frauen, die die Geschichte abwechselnd erzählen: eine sehr einsame 68-jährige Dame, die Trost im Kognak sucht und ihre eiskalte, recht unzuverlässige und dauer-unfreundliche Tochter, die überhaupt nichts zustande bringt. Die Tochter lehnt ihre Mutter derart brutal ab, dass es für mich als Leser meist kaum zu ertragen ist. Vollkommen unlogisch ist der Ausbau eines alten Fachwerkhauses zu einem Café, wofür es weder Finanzmittel noch Kenntnisse gibt (deshalb der Punktabzug). Doch das ist so ein typisches Frauen“ding“ und wird von den meisten Leserinnen wohl locker verziehen.

Zu bemängeln habe ich außer des etwas irreführenden Titels das Titelbild, das zwar schön ist, doch leider schwarz-weiß und nicht wirklich zur Geschichte passt.


Ich empfehle das Buch all jenen, die gern nicht alltägliche Alltagsgeschichten lesen wie diese sehr aktuelle aus den Jahren 2016/2017.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Von Rheinsberg bis Gripsholm

Kurt Tucholsky , Klaus Seehafer , Klaus Seehafer
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.01.2006
ISBN 9783746622026
Genre: Klassiker

Rezension:

Auffallend ist das abscheuliche Titelbild (auf meiner Ausgabe schweben gezeichnete Elefanten und nackte Frauen), außerdem kann man kaum den Namen des Verfassers noch seinen Titel entziffern. Vermutlich ließ sich der sicher professionelle Künstler von Tucholskys Wahnvorstellungen inspirieren, die ihn wohl nach übermäßigem Genuss von Rauschmitteln überfielen.


„Vom Urlaub zurück“ und „Lyrik der Antennen“ gefallen mir am besten, ebenso seine meist recht amüsanten Gedichte. Noch die politischen Ablässe mochte ich gar nicht. Das ging wohl seinem Verleger Rowohlt Rowohlt ebenso, denn er bat Tucholsky, eine seichte, unterhaltsame Liebesgeschichte zu schreiben. So entstand vermutlich die wunderschöne Geschichte „Schloss Gripsholm“ nach einer Urlaubsreise in Schweden, wohin er später ganz übersiedelte.

Zwischen all der Urlaubsleichtigkeit erzählt er eine zu Herzen gehende Begebenheit mit einem kleinen Mädchen, das in einem grausam hart geführten Kinderheim untergebracht ist.


Bezeichnend für sein ruheloses Umherirren ist die Bemerkung: „Sehnsucht nach der Erfüllung. Sie kann nie befriedigt werden.“

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Der Baum auf dem Dach

Viktorija Tokarjewa , Angelika Schneider
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.01.2012
ISBN 9783257241532
Genre: Romane

Rezension:

Der Titel ist etwas unglücklich gewählt, das Bild passt sowohl zum Inhalt als auch zum Verlag (Diogenes).

Für mich war es absolut faszinierend, wie undramatisch die Autorin die heftigsten Dramen des menschlichen Lebens in einer kurzen Bemerkung zusammenfasst. Das ist ungewöhnlich und mir erheblich angenehmer als tropfender Schmalz und zahllose Wiederholungen, damit es auch der letzte unbedarfte Leser begreift. Auch wenn die Autorin Gefühle kaum andeutet, war ich als mitfühlender Leser immer mitten im Geschehen.


Eine junge Russin will wegen ihrer Schönheit Schauspieler werden, doch sie sieht für die Regisseure zu unspektakulär aus und benimmt sie viel zu unauffällig. Sie bekommt nur unbedeutende Nebenrollen, verliebt sich in einen jüngeren Regisseur und lebt mit ihm zusammen, obwohl er sie gar nicht wahrnimmt.


Elisabeth Zettl (Die Welt) beschreibt den Inhalt sehr treffend: „Eine nachdenklich stimmende Geschichte über die Bedeutung verpasster Chancen, über Einsamkeit, Schicksalsergebenheit und die Macht der Liebe.“


Da mir die kurzen, auf den Punkt genauen Sätze so gut gefallen, werde ich von dieser Autorin noch weitere Bücher kaufen und lesen.

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Über uns der Himmel, unter uns das Meer

Jojo Moyes , Katharina Naumann , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.02.2016
ISBN 9783499267338
Genre: Romane

Rezension:

Und wieder erwischte ich so eine Durcheinander-Geschichte aus verschiedenen Erdteilen und Zeiten, was offenbar dem sogenannten Zeitgeist entspricht. Vermutlich kann der durch sein Smartphone überdrehte Leser keinem Handlungsstrang über längere Zeit mehr folgen.

Ich mag dieses Hin- und Herspringen nicht, auch nicht die vor jedem Kapitel aufgeführten „Beweis“-Zitate, die mit der Geschichte nichts zu tun haben. Die Lazarettgeschichte in Kapitel 3 erschloss sich mir gar nicht. Die Dialoge empfand ich als langweilig und die extrem vielen Namen irritierend.


Auf Seite 83 gab ich schließlich genervt auf und kann den Titel nicht empfehlen.

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Einfach unvergesslich

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.01.2016
ISBN 9783492308021
Genre: Romane

Rezension:

Das Titelbild ist nichtssagend langweilig, auch der Titel selbst klingt eher nach einer Liebesschmonzette. Ich fand dieses Buch, als ich im Internet nach einer Geschichte über eine demenzkranke Mutter suchte, weil ich mich wegen meiner eigenen dementen Mutter im Moment mit diesem Thema beschäftige. Die Klappentext-Überschrift lautet: „Mein Kopf ist eine Wundertüte“ und interessierte mich sofort.


Claire ist vierzig Jahre alt, hat eine 20-jährige und eine dreijährige Tochter und rasant fortschreitende Alzheimer. Sie erzählt ihre Geschichte zum Teil selbst, zum Teil übernimmt dies ihre Tochter oder ihre Mutter. Rückblenden sind kursiv gedruckt und mit Datum versehen, trotzdem wäre mir (wie immer) eine chronologisch klar aufgebaute Geschichte erheblich angenehmer gewesen.

Claires Tochter sagt: „Ich sollte es Mum erzählen. Jetzt. Aber ich will nicht. Ich habe Mist gebaut. Es wird auffallen, aber ich will nicht darüber reden. Jeder wird sich seine Gedanken machen ...“ Diese Litanei geht über zwei Seiten und wiederholt sich später. Überhaupt gibt es unzählige Wiederholungen.

Meist schwärmen Claire oder ihre Mutter davon, dass das beste, was ihnen je passierte, ihre Tochter sei. Ich kenne derartige Frauen – und ich mag sie nicht. Die letzten dreißig Seiten sollten wohl ein tolles Finale bilden, sind jedoch eher überflüssig, da die Entwicklung ohnehin klar ist und wegen der vielen Wiederholungen eher lästig.


„Hoch emotional und fesselnd“, sagt Daily Mail, „Herzzerreißend guter Stoff“, meint The Sun on Sunday, „Halten Sie für diese ergreifende Geschichte Ihre Taschentücher bereit!“, fordert Star Magazine. Es ist wirklich ein sehr guter Stoff und hätte eine wunderbare Geschichte geben können, wenn sie tatsächlich fesselnd erzählt worden wäre. Dieses Buch wird keinen Platz in meinem Regal finden.

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17. jahrhundert, gewalt, kosaken, liebe, russland, träume

Die Kosakenbraut

Katerina Timm
Flexibler Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.06.2009
ISBN 9783548608976
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das ist ein recht brutaler Kriegsroman aus den Jahren ab 1620 über die alltäglichen Überfälle von Russen, Jarostnye, Tataren, Kosaken, Adygeer, Saparoger, Vogaier. Ich habe keine Ahnung von den Unterschieden und Bedeutungen dieser Völker oder Gruppierungen und verstand deshalb den Grundsinn dieser grauenhaften Metzeleien überhaupt nicht.


Der Roman beginnt mit einer schaurigen Geschichte über zwei Kinder, dessen Bedeutung erst ab der Hälfte des über 400 Seiten dicken Buches klar wird. Als Leitfaden gibt es eine Liebesgeschichte, die jedoch ebenfalls von Mord und Totschlag und unfassbarer Brutalität begleitet wird, was meiner Meinung nach überhaupt nicht nötig ist und die Lektüre nicht angenehm macht.

Hinzu kommt durch Traumdeutungen eine dicke Portion Fantasie.


Trotzdem muss ich sagen, dass die Geschichte nicht nur ungewöhnlich, sondern überdies spannend erzählt und somit für hartgesottene Leser zu empfehlen ist.

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Eisige Schwestern

S. K. Tremayne , Susanne Wallbaum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426520147
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Titelbild sprach mich sofort an, auch der Titel, wenn er auch nicht wirklich zu dieser abgründigen, hochspannenden Geschichte passt.


Die sechsjährige Lydia stirbt bei einem tragischen Unfall. Ein Jahr darauf zeigt sich, dass ihre überlebende eineiige Zwillingsschwester überhaupt nicht mehr zurecht kommt. Jeder Blick in den Spiegel erinnert sie derart heftig an die Schwester, dass sie inzwischen glaubt, sie sei eigentlich Lydia. Die Eltern versuchen, ihrem Kind zu helfen, ziehen mit ihm auf eine einsame Insel und verbannen sämtliche Spiegel aus dem Haus.

Doch da das Mädchen und auch seine Eltern nicht aussprechen, was sie quält, eskaliert die Geschichte in einen hervorragend erzählten Psychothriller.


Obwohl ich übermäßige Spannung eher nicht ertrage, empfehle ich diesen Titel und sage: Unbedingt lesen!

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abscheu, affäre, betrug, ehe, gedanken, intriege, liebe, liebeskummer, partnerschaft, scheidung, scheidungskrieg, sex, trauer, verlassen, zerbrochene ehe

Du warst mein Leben

Catherine Texier , Gabriele Krüger-Wirrer
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.05.2003
ISBN 9783426624302
Genre: Romane

Rezension:

Ein Mann sagt seiner Frau nach achtzehn Ehejahren, dass er eine Andere liebt und mit ihr leben möchte. Er bliebe nur wegen der Kinder. Er geht regelmäßig „aus“, das heißt, verbringt viel Zeit mit seiner Geliebten. Doch die Ehefrau glaubt, dass das Band ihrer Beziehung stärker ist und die Affäre vergehen wird, denn der Mann schläft nach wie vor mit ihr.


Die Geschichte ist eine Aufzählung wechselnder, heftiger Gefühle zwischen Liebe, Angst, Wut, Verzweiflung und Hass. Ich konnte gut verstehen, dass Catherine ihre große Liebe halten wollte, doch ich wunderte mich gleichzeitig über ihren Großmut. Wie lange hält eine Frau die Grausamkeiten ihres Mannes aus?

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Anleitung zum Unglücklichsein.

Paul Watzlawick
Geheftet
Erschienen bei München , Zürich : Lizenzausgabe Piper für die Deutsche Buchgemeinschaft etc.,, 01.01.1983
ISBN B0045WXAOM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Roman ist das nicht und deshalb nicht so einfach lesbar – und doch ein unbeschreibliches Lesevergnügen wegen der vielen lustigen, nachdenklich stimmenden Bemerkungen.

- Unglücklich sein kann jeder; sich unglücklich machen aber will gelernt sein.

- Der Sozialstaat braucht die stetig zunehmende Hilflosigkeit und Unglücklichkeit seiner Bevölkerung dringend.

- Es ist höchste Zeit, mit dem jahrtausendealten Ammenmärchen aufzuräumen, wonach Glück, Glücklichkeit und Glücklichsein erstrebenswerte Lebensziele sind.


„Die Weltliteratur ist voller Unglück, Tragödie, Katastrophen, Verbrüchen, Sünden, Wahn und Gefahr – das ist der Stoff, aus dem die großen Schöpfungen bestehen.“

So betrachtet hat der Autor vollkommen Recht.


Viele herrlich widersprüchlich verworrene Zitate von Sartre runden den Text ab, der voller Metaphern, Vignetten, Witze und hintergründige Geschichten gespickt ist.

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Willst du dein Herz mir schenken

Marianne Wintersteiner
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 01.06.2004
ISBN 9783765536373
Genre: Biografien

Rezension:

Dieses Buch hätte ich in einer Buchhandlung niemals beachtet, da mich weder der Titel noch das Titelbild anspricht. Doch ich hatte von dieser Autorin bereits die Biografie über den russischen Zaren gelesen, die mir so gut gefiel, dass ich weitere Biografien von Marianne Wintersteiner lesen wollte.


Hierbei geht es um Johann Sebastian Bach, von dem nicht nur das Lied „Willst du dein Herz mir schenken“, sondern auch der Text stammt. Ich wusste bisher nicht, dass Bach textet und ein sehr frommer Familienmensch war. Die Geschichte ist durchzogen von Originalzitaten aus der Chronik von Bachs zweiter Frau, was den kompletten Roman sehr glaubwürdig macht. Mir gefielen sämtliche Charakterbeschreibungen und die vielen kleinen Alltagsbegebenheiten. Bachs musikalisches Schaffen wird von der Frau fast übertrieben hochgeschätzt und ständig bejubelt. Trotzdem steht der Mensch Sebastian im Mittelpunkt, auch seine Kinder und beiden Frauen.


Der Text ist durchweg leicht zu lesen und dadurch eine sehr angenehme Lektüre, die ich gern weiterempfehle.

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