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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

usa

Einatmen, Ausatmen

Natasa Dragnic
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 08.08.2017
ISBN 9783869137193
Genre: Romane

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Leinsee

Anne Reinecke
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 28.02.2018
ISBN 9783257070149
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

El mundo amarillo / The Yellow World

Albert Espinosa
Flexibler Einband: 170 Seiten
Erschienen bei Random House Mondadori, 30.08.2011
ISBN 9788483469071
Genre: Sonstiges

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42 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

max ernst, kunst, maler, künstler, ausnahmetalent

Max

Markus Orths
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256491
Genre: Biografien

Rezension:

Der erste Eindruck:
Zur Zeit steht bei mir die Musik im Vordergrund. Dementsprechend wenig Zeit verbringe ich auf Lovelybooks. Doch ab und zu werfe ich doch einen Blick hinein und beantworte Nachrichten. Bei einer dieser Gelegenheiten stach mir ein Cover ins Auge. MAX, mit großen Lettern in Blau, Grün und Rot, grobe Pinselstriche. Vom Autor hatte ich noch nie gehört. Die Neugierde war geweckt.

Der zweite Eindruck:
Ich klickte auf das Buch und die Ankündigung der Leserunde. Max Ernst war der Max des Titels, sein Leben bzw. sechs seiner Frauen und Geliebten. Zur Bewerbung musste man die Leseprobe lesen. Etwas, was ich gar nicht mag, doch das Buch reizte mich, so begann ich zu lesen. Und war fasziniert. Diesen Roman musste ich einfach haben!

Die Geschichte:
Max Ernst hatte ein Leben, wie man es nicht spannender erfinden könnte. Er begegnete den großen Künstler*innen seiner Zeit, er lebte in Deutschland, Frankreich und den USA. Im 1. Weltkrieg war er als Soldat, im 2. floh er vor den Nazis, die seine Kunst als entartet bezeichneten.
Er muss ein unglaublich faszinierender Mensch gewesen sein, der die Frauen mit Leichtigkeit verführte.
„Du bist und bleibst eine Droge, Max. Man kommt nur schwer von dir los. Obwohl man weiß: Wenn man dich eingeworfen hat, folgt immer ein Kater.“ S. 512
Wie einzigartig seine Kunst ist, hat die Geschichte bewiesen, die ihn zu einem der großen Maler des 20. Jahrhunderts gekürt hat.

Hier wird sein Leben allerdings über bzw. durch sechs seiner Frauen erzählt. Lou, die Jugendliebe, mit der er eine Kriegsehe eingeht, Agala, deren Kapitel mit Galapaul betitelt wird, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Paul für Max wichtig war, Marie-Berthe, die junge Französin, Leonora Carrington, selber erfolgreiche Malerin, vielleicht die Frau, die ihm am meisten ebenbürtig war, Peggy Guggenheim, die exzentrische Kunstsammlerin, durch die er in die USA fliehen kann. Und schließlich Dorothea. Sie ist die Frau bei der er ankommt, die ihm die Partnerin wird, bei der er bleiben und zur Ruhe kommen kann.

Die Sprache:
Markus Orths Sprache hat mich schon in der Leseprobe begeistert. Passend zum Thema der Maler und Künstler malt er mit Worten bunte Farben auf die Seiten. Ich mochte seine Sprachbilder und wunderschönen poetischen Konstruktionen.

Fazit:
Ein Roman ganz nach meinem Geschmack. Ich fand das Thema spannend, Rhythmus und Aufbau waren für mich stimmig und rissen mich mit, sprachlich hatte mich der Autor schon mit den ersten Zeilen begeistert und obwohl ich gerade wenig Lesezeit habe, war das Buch viel zu schnell ausgelesen.
Von mir gibt es eine begeisterte Empfehlung, ich weiß auch schon, wen ich zu Weihnachten damit beglücken darf und werde es auch sonst weiterempfehlen. Mein Exemplar lasse ich mir dann im Jänner bei der Lesung in Passau signieren.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Schildkrötensoldat

Melinda Nadj Abonji
Fester Einband: 173 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.10.2017
ISBN 9783518427590
Genre: Romane

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69 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

brooklyn, familie, betty smith, klassiker, ein baum wächst in brooklyn

Ein Baum wächst in Brooklyn

Betty Smith , Eike Schönfeld
Fester Einband: 621 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458177203
Genre: Klassiker

Rezension:

Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch sein gefälliges Cover. Von der Autorin hatte ich noch nie gehört, doch als ich die Beschreibung las, war mir sofort klar, das könnte mir gefallen.

Die Autorin wurde 1944 mit diesem Roman, der gleichzeitig auch ihr Erstling ist, für den Pulitzerpreis nominiert. Das passiert nicht alle Tage. Sie selber ist die Tochter von Immigranten und in armen Verhältnissen aufgewachsen, weiß also genau, worüber sie schreibt.

Francie Nolan ist ein sympathisches Kind, begeisterte Leserin, nachdenklich, Papas Liebling. Als dieser an seiner Alkoholabhängigkeit stirbt, leidet sie darunter, dass die Mutter ihren Bruder anscheinend lieber hat. Fleißig, stur und unaufhaltsam setzt sie sich für ihre Familie ein und kämpft darum, so viel Bildung wie möglich zu bekommen. Zum Glück gibt es auch immer wieder bessere Zeiten.

Einfühlsam und fesselnd erzählt die Autorin aus Francies Leben zwischen ihrem 9. und 17. Lebensjahr. Die Nolans haben es schwer, doch sind sie eine liebevolle Familie, selbst der Vater, ein Alkoholiker, tut, was er kann und ist ein einfühlsamer Vater. Die Mutter verliert nie den Mut, sie ist stolz und fleißig und bildet mit ihrer Mutter und den Schwestern eine Sippe starker, liebevoller und kämpferischer Frauen.

Ich fand die Lektüre wunderbar. Die Welt Brooklyns zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstand vor meinen Augen, und ich konnte tief eintauchen und mit Francie mitleiden und hoffen.

Ein Klassiker, der unbedingt wieder gelesen gehört, ein wunderschöner Roman!

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Friedhof der Klaviere

Jóse Luís Peixoto , Ilse Dick
Fester Einband
Erschienen bei Septime Verlag, 05.06.2017
ISBN 9783902711670
Genre: Romane

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177 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 97 Rezensionen

kamerun, usa, new york, finanzkrise, american dream

Das geträumte Land

Imbolo Mbue , Maria Hummitzsch
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462047967
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

garten, stauden

Meine Welt der Stauden

Christian Kreß
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Verlag Eugen Ulmer, 14.09.2017
ISBN 9783800108343
Genre: Sachbücher

Rezension:

Es ist faszinierend, wenn man die Entstehung eines Buches von Anfang an mitverfolgen kann. Der Autor ist mein Lebenspartner und so war ich von der ersten Idee an mit dabei und eingeweiht.
Die Idee selber gärte schon seit vielen Jahren, ein Verlag musste gefunden und überzeugt werden. Und dann begannen viele Stunden intensiver Arbeit.
Wie schön ist es, jetzt das fertige Buch in Händen zu halten. Und ich muss sagen, es ist wunderbar geworden.

Natürlich bin ich in meinem Urteil befangen, weil es das „Baby“ meines Lebensgefährten ist, aber ich bin durchaus auch seinen Texten gegenüber kritisch und kann ein Buch auch aus meiner langjährigen Erfahrung heraus als Buchhändlerin beurteilen. Definitiv ein Buch, das ich gut und gerne verkauft hätte!

Der erste Eindruck:
Wir halten ein hochwertig aufgemachtes Hardcover in Händen. Das Titelbild passt perfekt zum Titel und stammt von Rachele Cecchini, der großartigen Haus und Hof-Fotografin der Gärtnerei des Autors. Ich mag die Schriftart des Titels mit dem grünen Schatten und mir gefällt, wie sie positioniert ist. Ein Buch, das anspricht und nachdem man greift, um hineinzulesen.

Inhalt:
Sehr gelungen finde ich auch den Aufbau. Es geht vom Allgemeinen, Anekdotischen zum sehr Speziellen. Zu Beginn erzählt der Autor, wie er zu seiner Gärtnerei kam. Man kann sich anstecken lassen von seiner Begeisterung und Liebe zu Stauden. Anschließend gibt es Grundlagenwissen mit ein paar Geheimtipps. Alles im lockeren Plauderton, der vielen Lesern*innen bereits aus seinen Newslettern bekannt ist (kann man auf seiner Seite www.sarastro-stauden.com abonnieren). Dann gibt es Pflanzenwissen. Die ganz persönlichen Lieblingsstauden des Autors werden vorgestellt. Und am Ende wird es speziell. Da gibt’s dann Wissen für fortgeschrittene Hobbygärtner*innen. So findet sich für jede*n etwas. Viel Inhalt, in schöner Sprache dargeboten. Ein Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt, in dem man gerne wieder nachliest und von dem man sich neu inspirieren lässt.

Interessant auch der Anhang mit Bezugsquellen und Literaturliste zum Weiterlesen.

Fazit:
Ein schönes, hochwertiges Staudenbuch, das in keiner Fachbibliothek fehlen sollte. Und nachdem viele Gärtner*innen auch leidenschaftliche Büchersammler*innen sind, wird es sicher viele gute Plätzchen in diversen Bücherregalen finden.
Ich finde es wunderschön und sehr gelungen. 

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

estonia, klavierspielen, schweden, familie, musik

Der Grund

Anne von Canal , any.way , Walter Hellmann
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.02.2016
ISBN 9783499268823
Genre: Romane

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

familie, kriminell, flucht

Die zwölf Leben des Samuel Hawley

Hannah Tinti , Verena Kilchling
Fester Einband
Erschienen bei Kein & Aber, 30.08.2017
ISBN 9783036957692
Genre: Romane

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Jakobsleiter

Ljudmila Ulitzkaja , Ganna-Maria Braungardt
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256538
Genre: Romane

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298 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 128 Rezensionen

sklaverei, amerika, flucht, underground railroad, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

perspektivlosigkeit, landleben, mecklenburg-vorpommern, milchbauern, sommer

Niemand ist bei den Kälbern

Alina Herbing
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arche, 10.02.2017
ISBN 9783716027622
Genre: Romane

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

roman

Erbsenzählen

Gertraud Klemm
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Droschl, M, 11.08.2017
ISBN 9783990590065
Genre: Romane

Rezension:

Aufmerksam auf die Autorin wurde ich mit ihrem ersten Roman „Muttergehäuse“, eine autobiografisch inspirierte Geschichte über Mutterschaft, Adoption und ab wann man als „richtige“ Mutter gilt. Sehr berührend und menschlich, aber auch bitterböse und ironisch rechnet sie mit der Gesellschaft ab.

Und diesen spitzen Ton führt sie auch hier gekonnt wieder weiter. Ich würde sogar sagen, noch verfeinerter und noch treffender. Die Geschichte selbst ist alltäglich. Eine junge Frau mit einem wesentlich älteren „Freund“, der im Kulturbereich tätig ist. Sie, obwohl sie auf die 30 zugeht, noch immer eine Suchende. In diesem Setting wird beobachtet, wie das Landleben im Speckgürtel von Wien abläuft, wie man als Frau sofort in die Rolle der Zuständigkeit fürs Stiefkind gedrängt wird und auch, wie zwiespältig die Beziehung zu einem wesentlich älteren Mann ist. Ganz überzeugt wirkt sie ja nie und so betrügt sie ihn auch einige Male.

In diesem Rahmen wird beobachtet, kommentiert und erzählt. Spitz, kritisch und ironisch. Der Mensch mit all seinen Schwächen, Eitelkeiten und Rollen steht im Mittelpunkt.

Mir hat dieser kleine, feine Roman wieder wunderbar gefallen. Vieles kommt mir bekannt vor, bei vielen Dingen musste ich lachen. Wie lächerlich manches wirkt, wenn es einfach staubtrocken beschrieben wird. Allerdings fand ich die Protagonistin ziemlich unreif und auch arrogant. Ich denke, dass das Absicht der Autorin war, sie sucht nicht nach Sympathie für ihre Protagonisten*innen.

Ein Buch, das man schnell gelesen hat und das sich auf alle Fälle lohnt. Österreichs Autorinnen gefallen mir immer besser. Neben Judith Taschler und Vea Kaiser gehört inzwischen auch Gertraud Klemm zu meinen Lieblingsautorinnen. 

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

tod, familie, roman, britischer humor, vater

Der Vater, der vom Himmel fiel

J. Paul Henderson , Jenny Merling
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069877
Genre: Romane

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

auschwitz, polen, auschwitz kz, liebe, lieb

Der Schrecken verliert sich vor Ort

Monika Held
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 14.03.2013
ISBN 9783847905295
Genre: Romane

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289 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

okapi, tod, westerwald, liebe, dorf

Was man von hier aus sehen kann

Mariana Leky
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 14.11.2017
ISBN 9783832198398
Genre: Romane

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

wachkoma, freundschaft, schuld, ertrinken, schwimmbad

Sommerkind

Monika Held
Fester Einband: 230 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 24.04.2017
ISBN 9783847906261
Genre: Romane

Rezension:

Zum Glück gibt es Bücher, die finden einen oder drängen sich, wie in diesem Fall, einfach auf. Ich hatte lediglich vorgehabt, ein Buch in die Bücherei zurückzubringen und nachzufragen, ob schon etwas von meiner Wunschliste da wäre, was leider nicht so war. Ich war schon am Gehen, da fiel mein Blick auf „Sommerkind“ und vage meinte ich mich zu erinnern, dass irgendjemand es gelobt hätte. Also nahm ich es mit. 80 Cent für zwei Wochen, da war nicht viel verloren.

Doch was für einen Schatz habe ich da entdeckt. Von der ersten Zeile an war ich gefesselt. Ich tauchte ein in die wunderbare Sprache der Autorin und langsam kam die Erinnerung, dass ich ja schon den letzten Roman von Monika Held „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ mit Begeisterung gelesen hatte.

In „Sommerkind“ wird eine traurige Geschichte erzählt, die Geschichte eines Badeunfalls. Koljas kleine Schwester Malu, stur und lebenshungrig, geht alleine am Abend im Freibad schwimmen. Viel zu spät wird sie gefunden, das Gehirn bliebe zu lange ohne Sauerstoff, sie wird zwar wiederbelebt, fällt aber ins Wachkoma. Gerettet wurde sie von Ragna, dem Mädchen, in das Kolja verliebt ist. Nach dem Unfall bleibt nichts, wie es war.

Erzählt wird aus zwei Perspektiven, einmal die Geschichte Koljas, mit Zeitsprüngen mehr oder weniger chronologisch. Und dann aus der Sicht Ragnas. Sie hat die Geschichte völlig verdrängt und erinnert sich nicht mehr. Erst ein zufälliger Blick vom Balkon auf den Ort des Geschehens weckt eine kleine Erinnerung. Sie will mehr wissen und macht sich auf die Suche. 

Monika Held schreibt in wunderbar poetischer Sprache und bleibt dabei aber immer realistisch und sachlich. Es ist ein Vergnügen, ihren Stil zu lesen. Es gelingt ihr auch hier wieder ganz viele Themen einzubauen (Neurologie, Wachkoma, Erinnerung, Heimat,…), die sich hervorragend recherchiert in die Geschichte einfügen und sie voran bringen. Sie wirkt nicht belehrend und dennoch lernt man neue Dinge. Hervorragend gelöst ist auch, wie sie die Lebenswege ihrer Protagonisten zeichnet. Nach einem Trauma, wie der Unfall Malus, bleibt kaum eine Familie unbeschädigt, so auch hier. So gerne das die Leserin hätte, es kann kein perfektes Happy End geben, und dennoch bleibt immer ein Funke Hoffnung, gibt es schöne Momente und positive Gefühle, ohne jemals kitschig oder unrealistisch zu werden. Das Buch ist berührend, stellenweise traurig, aber niemals lässt es einen zerstört zurück.

Schon wieder ein Roman, den ich unbedingt weiterempfehlen muss! Auf alle Fälle ein Highlight dieses Bücherjahres. Ich bin zutiefst froh, dass ich es am Ende doch nicht übersehen habe.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Maiglöckchenweiß

Christian Schünemann , Jelena Volic
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 27.09.2017
ISBN 9783257069976
Genre: Krimi und Thriller

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Roman ohne U

Judith W. Taschler
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.02.2016
ISBN 9783426304778
Genre: Romane

Rezension:

Judith W. Taschler zählt inzwischen zu meinen LieblingsautorInnen. Ich habe mit diesem Roman alle bisher erschienen Romane der Autorin gelesen und kann nicht sagen, welches mir am besten gefallen hat. Vielleicht dieser hier, oder doch ihr letzter, „bleiben“, oder „Sommer wie Winter“, oder vielleicht ihr Erstling „Die Deutschlehrerin“? Ich kann und will mich gar nicht festlegen, jede Geschichte ist für sich einzigartig, fesselnd erzählt und sprachlich schön erzählt! Ich warte schon jetzt auf ihr nächstes Buch, „David“.

Roman ohne U erzählt zwei Geschichten, beides Liebes- und Beziehungsgeschichten, die das Leben und das Schicksal schrieb, erzählt werden sie ineinander verschränkt, zum Teil spiegeln sie sich, zum Teil verlaufen sie parallel, das ist unglaublich gut gemacht, ohne zu konstruiert zu wirken oder die Erzählung zu bremsen. Katharina und Julius sind das erste Paar, sie kannten sich erst kurz als Katharina schwanger wurde. Sie entschieden zusammenzubleiben und haben inzwischen vier Kinder und sind mehr oder weniger glücklich. Parallel dazu hören wir von der tragischen Liebesgeschichte von Thomas und Ludovica, die sich in russischer Gefangenschaft wiederfinden und ums Überleben und ihre Liebe kämpfen müssen.

Schon die Rahmengeschichten sind unglaublich spannend und schön, aber wie sie verknüpft werden, das ist wahre Meisterschaft. Was ich besonders mag an Taschlers Erzählweise ist ihre Menschlichkeit und Differenziertheit. Man spürt ihr Mitgefühl, doch sie bezieht nie Stellung oder verurteilt. Die Menschen sind Produkt ihrer Geschichte, ihres Charakters, ihres Umfeldes, auch das Schicksal spielt eine große Rolle. Oft sind es Menschen, denen etwas fehlt, die eine nicht ganz einfache Kindheit hatten. Das spielt sich aber immer alles ohne gewollten Druck auf die Tränendrüsen ab und ohne nach Mitleid zu heischen. Ich finde das großartig!

Auf alle Fälle ein Buch, das ich allen LeserInnen ans Herz legen muss. Und dann schnell auch alle anderen Romane von Judith W. Taschler lesen. Es lohnt sich!

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67 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

sidis, bildung, diogenes, psychologie, roman

Das Genie

Klaus Cäsar Zehrer
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069983
Genre: Romane

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

usa dystopie, dystopie, dystopisch, roman, flop

Das Herz kommt zuletzt

Margaret Atwood , Monika Baark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 03.04.2017
ISBN 9783827013354
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich Margaret Atwood bisher fälschlicherweise als Krimiautorin eingestuft hatte, und ich nur selten Krimis lese, war mir zwar ihr Name bekannt, aber ich hatte bis vor Kurzem noch nichts von ihr gelesen. Dann fiel mir ihr aktueller Hexensaat, ein Titel der genialen Shakespeare-Serie des Verlages Hogarth, in die Hände, und ich war begeistert von ihrer Art zu schreiben.

In diesem Jahr ist auf Deutsch gleich noch ein Titel der Autorin erschienen, die Dystopie, Das Herz kommt zuletzt. Der Klappentext klang spannend, eine Empfehlung einer Freundin gab es auch, also nichts wie los ins Abenteuer.

Stan und Charmaine, ein junges, sympathisches Paar, hat in der Wirtschaftskrise Haus und Wohnung verloren. Er findet keinen Job mehr, sie kellnert schlechtbezahlt. Leben müssen sie im Auto, immer gefährdet durch Banden, die keine Skrupel haben und raubend und gewalttätig durch die Straßen ziehen. Da scheint das „soziale Projekt“ Positron, bei dem jeder Arbeit und Wohnung bekommt, sozusagen eine Stadt in der Stadt, als Erlösung und Befreiung. Obwohl der Deal (man ist ein Monat im Gefängnis, ein Monat frei, was die Stadt wie ein Perpetuum Mobile finanzieren soll) schon sehr schräg und wenig erstrebenswert klingt. Mehr soll hier nicht verraten werden, denn natürlich ist nicht alles wie versprochen.

Ehrlich gesagt fand ich die Beschreibung des Lebens im Projekt etwas langweilig und zäh. Spannend wurde es, als die Situation kippte, doch auch nur kurz, denn viele Elemente waren einfach zu unrealistisch und konstruiert. Auch das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen.

Erzählungen von Utopien dieser Art, die erst gut scheinen, oder wenigstens gut gemeint, und dann kippen, gibt es in der Literatur sehr viele. Vor allem hervorragend erzählte, da ist es schon schwer mitzuhalten. Das ist hier nicht wirklich gelungen.

Weil es dennoch eine gute Idee ist und zwischendurch auch wirklich spannend, bekommt der Roman trotzdem vier Sterne von mir!

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

2. weltkrieg, 1. weltkrieg, kriegs-und nachkriegserlebnisse, schwieriges mutter-sohn-verhältnis, verhältnis vater-sohn

Der große Wahn

Sebastian Faulks , Jochen Schimmang
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei mareverlag, 29.08.2017
ISBN 9783866482586
Genre: Romane

Rezension:

Es ist immer wieder interessant, wenn man sich daran macht, eine Rezension zu schreiben. Manchmal schreibt sie sich fast von selber, die Worte sprudeln nur so und dann wieder tut man sich schwer. So wie bei dieser hier. Ich hatte sogar schon eine halbfertige, musste sie aber nochmal ganz löschen, weil ich sie völlig nichtssagend und an einem Totpunkt angekommen fand. Das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, wie gut mir das Buch gefällt.

Vielleicht beginnen wir einfach damit, meine Bewertung. Ich fand den Roman zu Beginn etwas sperrig und schwer zugänglich, vielleicht im ersten Abschnitt auch ein wenig nichtssagend, doch je mehr ich erfuhr, je weiter ich in die Geschichte eintauchte, desto mehr war ich gefesselt und interessiert. Die Spannung hielt bis zum Schluss an, ich fand das Ende sehr passend und gelungen und bin sehr froh, dass es kein kitschiges Happy End gab. Eindeutig ein Buch, das ich mit Vergnügen gelesen habe und gerne weiterempfehle.

Die Themen, die behandelt werden sind sehr vielfältig und auch groß. Da geht es einmal um die großen Kriege des 20. Jahrhunderts und die Spuren, die sie an und in den Menschen hinterließen, es geht um die Geschichte der modernen Psychiatrie und Psychotherapie bzw. den Streit der unterschiedlichen Schulen und ganz stark geht es um Erinnerung, das ist vielleicht das Hauptthema.

Den Rahmen, in dem diese Themen aufgegriffen werden, bilden Robert Hendricks, ein Londoner Psychiater, Kriegsteilnehmer im 2. Weltkrieg, verbittert und von den Menschen enttäuscht und Alexander Pereira, Kriegsteilnehmer im 1. Weltkrieg, pensionierter Neurologe, der auf einer kleinen französischen Insel lebt und ersteren kontaktiert, um ihn als Nachlassverwalter einzusetzen und auch, weil er Hendricks Vater im Krieg kennengelernt hatte und die Informationen, die er besaß, an den Sohn weitergeben wollte.

Die Verbindung der Erzählung der Begegnung der beiden Männer und der großen Sachthemen funktioniert hervorragend. Stellenweise illustrieren die Geschichten der Männer, was über Erinnerung, Psychiatrie und Krieg erzählt wird. Das ist großartig gemacht. Auch wie der große Wahn des Krieges dem „kleinen“ Wahn psychischer Erkrankungen gegenübergestellt wird hat mir sehr gut gefallen. Besonders schön fand ich, wie respektvoll von den Kranken gesprochen wurde und wie sehr beide davon beseelt waren, ihren Patienten zu helfen und etwas für sie zu erleichtern.

„Bis zu diesem fernen Tag sollten wir den Patienten mit Respekt zuhören, wirklich hören, was sie sagen, das … nun, das gehört sich zumindest.“ S. 400

Der Roman ist so vielschichtig, dass mir noch einige Themen einfallen würden, die ich hier besprechen könnte. Aber ich will ja nicht zu viel vorwegnehmen, jede*r soll sich selber auf Entdeckungsreise begeben können, deshalb schließe ich hiermit.

Ein Buch, das ich sicher weiterempfehlen werde, das mich gut unterhalten hat, mir aber auch viel Neues eröffnet hat. Sehr gelungen!

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114 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

freundschaft, liebe, leben, england, london

Als wir unbesiegbar waren

Alice Adams , Eva Kemper
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.06.2017
ISBN 9783832198411
Genre: Romane

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