Petris

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10 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

roman

Das Genie

Klaus Cäsar Zehrer
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069983
Genre: Romane

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

dystopie, dystopisch, roman, flop

Das Herz kommt zuletzt

Margaret Atwood , Monika Baark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 03.04.2017
ISBN 9783827013354
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich Margaret Atwood bisher fälschlicherweise als Krimiautorin eingestuft hatte, und ich nur selten Krimis lese, war mir zwar ihr Name bekannt, aber ich hatte bis vor Kurzem noch nichts von ihr gelesen. Dann fiel mir ihr aktueller Hexensaat, ein Titel der genialen Shakespeare-Serie des Verlages Hogarth, in die Hände, und ich war begeistert von ihrer Art zu schreiben.

In diesem Jahr ist auf Deutsch gleich noch ein Titel der Autorin erschienen, die Dystopie, Das Herz kommt zuletzt. Der Klappentext klang spannend, eine Empfehlung einer Freundin gab es auch, also nichts wie los ins Abenteuer.

Stan und Charmaine, ein junges, sympathisches Paar, hat in der Wirtschaftskrise Haus und Wohnung verloren. Er findet keinen Job mehr, sie kellnert schlechtbezahlt. Leben müssen sie im Auto, immer gefährdet durch Banden, die keine Skrupel haben und raubend und gewalttätig durch die Straßen ziehen. Da scheint das „soziale Projekt“ Positron, bei dem jeder Arbeit und Wohnung bekommt, sozusagen eine Stadt in der Stadt, als Erlösung und Befreiung. Obwohl der Deal (man ist ein Monat im Gefängnis, ein Monat frei, was die Stadt wie ein Perpetuum Mobile finanzieren soll) schon sehr schräg und wenig erstrebenswert klingt. Mehr soll hier nicht verraten werden, denn natürlich ist nicht alles wie versprochen.

Ehrlich gesagt fand ich die Beschreibung des Lebens im Projekt etwas langweilig und zäh. Spannend wurde es, als die Situation kippte, doch auch nur kurz, denn viele Elemente waren einfach zu unrealistisch und konstruiert. Auch das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen.

Erzählungen von Utopien dieser Art, die erst gut scheinen, oder wenigstens gut gemeint, und dann kippen, gibt es in der Literatur sehr viele. Vor allem hervorragend erzählte, da ist es schon schwer mitzuhalten. Das ist hier nicht wirklich gelungen.

Weil es dennoch eine gute Idee ist und zwischendurch auch wirklich spannend, bekommt der Roman trotzdem vier Sterne von mir!

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90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

freundschaft, liebe, london, leben, dumont verlag

Als wir unbesiegbar waren

Alice Adams , Eva Kemper
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.06.2017
ISBN 9783832198411
Genre: Romane

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Wie man es vermasselt

George Watsky , Jenny Merling
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257070071
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kirgisien, sowjetunion, viehzucht, schriftsteller

Kindheit in Kirgisien

Tschingis Aitmatow , Friedrich Hitzer , Friedrich Hitzer
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 18.02.2010
ISBN 9783293204805
Genre: Biografien

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Vintage

Grégoire Hervier , Alexandra Baisch , Stefanie Jacobs
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257070026
Genre: Romane

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

kriegsfotograf, dokumentarische fotografie, inge morath, kevin carter, fotograf

Daldossi oder Das Leben des Augenblicks

Sabine Gruber
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 07.10.2016
ISBN 9783406697401
Genre: Romane

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

glühbirne, erfinder, tesla, roman, licht

Licht

Anthony McCarten , Gabriele Kempf-Allié , Manfred Allié
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.02.2017
ISBN 9783257069945
Genre: Romane

Rezension:

Der Autor:
Anthony McCarten, geboren in Neuseeland kommt vom Theater und Film. Das merkt man seinen Romanen an. Sie sind voller schöner Bilder, aber auch voller Sprachwitz und Pointen, wunderbar und flüssig zu lesen und doch immer voller Tiefgang und Botschaft. Er zählt zu meinen Lieblingsautoren, und ich habe bisher so ziemlich alles von ihm gelesen. Wenn jemand die Gelegenheit hat, ihn auf einer Lesung zu hören, unbedingt hingehen. Er ist ein Theatermensch und unglaublich guter Entertainer, dabei sehr sympathisch und klug.

Der Roman:
Für mich war „Licht“ nicht neu, weil ich ihn bereits vor einigen Jahren auf Englisch im Original gelesen habe. Den englischen Titel „Brilliance“, wunderbar zweideutig, hätte man gut auch auf Deutsch verwenden können. Licht ist ein wenig blass und nichtssagend meiner Meinung nach.

Auch bei der zweiten Lektüre war ich wieder völlig begeistert. Nachdenklich, sachlich interessant, immer wieder auch witzig und vor allem sehr kritisch mit den Veränderungen der elektrischen Revolution. Im Mittelpunkt steht Thomas Alva Edison, doch eigentlich geht es viel mehr um die Machenschaften der Geldgeber und ihre Spielchen!
Die einzelnen Figuren sind sehr genau gezeichnet, sehr menschlich, gleichzeitig wird nichts beschönigt, sie bleiben vielschichtig. Auch etwas, das ich an McCarten mag. Er verurteilt nie, bei ihm gibt es kein Schwarz-Weiß.

Resümee:
Ein wunderbarer Roman, den ich allen Lesern und Leserinnen empfehlen kann. Wer sich für Technik interessiert, für Geschichte, für schrullige Menschen, Amerika Ende des 19. Jahrhunderts, die Wurzeln unseres komfortablen Lebens, einfach für gute Geschichten, der wird begeistert sein! Ich warte auf alle Fälle schon jetzt auf den nächsten McCarten!

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Floß der Medusa

Franzobel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 30.01.2017
ISBN 9783552058163
Genre: Romane

Rezension:

Schon wieder ein Roman, der mich positiv überrascht hat. Franzobel ist ein Autor aus meiner Heimat, sogar aus meinem Bundesland. Seine Karriere und Texte verfolge ich schon sehr lange, aber ich muss ehrlich sagen, bisher konnte ich mich nicht wirklich dafür begeistern, sie waren mir zu verkopft, zu surrealistisch, zu sperrig,… Eigentlich hatte ich mit ihm abgeschlossen und nicht mehr vor, etwas von ihm zu lesen.

Doch dann kam von einer ehemaligen Buchhandelskollegin eine Empfehlung für seinen neuen Roman. Flüssig zu lesen, ein spannender Roman, realistisch erzählt und hervorragend recherchiert, eine wahre Geschichte als Basis, historisch,… Ich war überrascht. Und ließ mich überreden.

Ich muss sagen, es trifft alles zu. Flüssig und spannend erzählt, ein interessantes Thema, das die Abgründe der Menschen aufzeigt, aber auch ihre menschlichen Seiten. Mit dem Ende gelingt es ihm sogar nochmal, die Leserin zu überraschen. Ich bin auf alle Fälle begeistert, auch wenn manche Szenen nur schwer zu ertragen sind und nichts für empfindliche Mägen sind, aber das liegt in der Natur der Geschichte.

1816 läuft die Medusa aufgrund der Inkompetenz und Arroganz des Kapitäns auf Sand, alle Versuche, sie wieder flott zu bekommen schlagen fehl. In den Rettungsbooten ist nicht für alle Platz, 150 Menschen müssen mit einem improvisierten Floß, das nicht steuerbar ist und nur wenig Proviant mitführt vorlieb nehmen. Abscheuliche Szenen spielen sich ab, am Ende überleben nur 15 Personen. Und beinahe kommen die Verantwortlichen ungeschoren davon. Man versucht das Geschehene unter den Teppich zu kehren. Was nicht gelingt.

Anhand von einzelnen Beteiligten, die sehr vielschichtig gezeichnet werden, wird das Drama erzählt. Gekonnt hält Franzobel die Spannung, bis zum Schluss, mit dem er nochmal überraschen kann.

Ein spannender Historischer Roman, der fesselt, fasziniert, aber auch erschreckt. Nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen. Aber auf alle Fälle ein gelungener, anspruchsvoller Roman!

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33 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

witzig

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Joachim Meyerhoff
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 09.03.2017
ISBN 9783462050349
Genre: Romane

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

shakespeare neuerzählt, shakespeare, literatur, theater, roman

Hexensaat

Margaret Atwood , Brigitte Heinrich
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Knaus, 17.04.2017
ISBN 9783813506754
Genre: Romane

Rezension:


Dieser Roman hat mich schon 2016 auf Englisch begeistert, nachdem er ziemlich anspruchsvoll ist, und man ihn definitiv mehrmals lesen kann, freute ich mich schon auf die deutsche Ausgabe, um ihn gleich nochmal zu genießen. Groß war die Freude, dass sowohl Titel (halt in Übersetzung) als auch Cover beibehalten wurden.

Meine Begeisterung ist um nichts geschrumpft nach der zweiten Lektüre, wieder bin ich eingetaucht in die Geschichte, habe mitgelitten und gebangt und den Geist Shakespeares zwischen den Zeilen gespürt. Ein wunderbares Buch!

Die Hogarth Shakespeare Reihe hat zeitgenössische RomanautorInnen beauftragt, Shakespeare-Stücke als Romane neu zu adaptieren. Von der Grundidee eine wunderbare Sache, allerdings muss man sich, dadurch, dass jeder Roman von einem anderen Autor/einer anderen Autorin verfasst wird, auf Überraschungen gefasst machen. Das erste, das ich gelesen habe, war Jeanette Wintersons „Der weite Raum der Zeit“, eine Adaption des Wintermärchens. Ich war total angetan und darum neugierig auf die weiteren Adaptionen. Der Sturm gehört zudem zu meinen Lieblings-Shakespeare-Stücken.

Was Atwood daraus macht ist einfach großartig! Sie spielt Theater im Theater im Roman. Alle Elemente Shakespeares (Geister, Schicksal, Glück, unwahrscheinliche Zufälle, Gesellschaftskritik, Rache, Liebe,…) greift sie auf und baut sie ein. Sie spielt mit Sprache, mit ihren Figuren und behält alle Fäden fest in der Hand. Und dabei gelingt ihr das Kunststücke, eine sehr schöne, aktuelle Geschichte, ganz nah am Original zu erzählen. Jede Figur im Stück hat seine Entsprechung in der Realität und dann nochmal bei den Darstellern aus der Gefängnisanstalt. Das Ganze wirkt aber nicht überladen oder künstlich konstruiert, sondern fließt stimmig, locker, leicht und zauberhaft ineinander. Wie eben auch bei Shakespeare.

Felix Philipps, der seinen Job als Festivalleiter verlor und um seine Tochter trauert, übernimmt ein Programm zur Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten von Häftlingen. Er setzt durch, dass er das macht, indem er Shakespearestücke mit ihnen spielt bzw. auf Video festhält. Alleine, wie er das macht, ist es schon wert, den Roman zu lesen. In seinem vierten Jahr beschließt er den Sturm aufs Programm zu setzen, jenes Stück, das sein Leben bestimmt.

Sehr viel mehr will ich gar nicht verraten, denn es gibt zu viele Wendungen, Überraschungen, interessante Aha-Momente, die ich hier nicht vorwegnehmen will. Ich kann nur jedem Leser/jeder Leserin empfehlen, diesen Roman zu lesen. Er ist unterhaltsam, literarisch, berührende, sprachlich wunderschön und nebenbei erfährt man auch ganz viel über dieses Shakespeare-Stück.

Von mir würde der Roman mehr als fünf Sterne bekommen. Eine der besten Shakespeare-Adaptionen ever!

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

selbstmord, liebe, freundschaft, erwachsen werden, island

Das Licht und die Geräusche

Jan Schomburg
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281089
Genre: Romane

Rezension:

Ein sehr gelungenes Cover, schöne Farben, eine Darstellung, die neugierig macht. Man denkt, dass es ein Bild von Johannas Kopf bzw. Frisur von hinten ist. Klappentext und Beschreibung auf Lovelybooks ließen mich auf ein Jugendbuch im Stile eines Roadmovies schließen, das klang vielversprechend.

Aber das Buch stellte sich ganz anders dar. Die Klassenfahrt war eine kleine Nebengeschichte, Island kam erst ganz am Ende, der Roman will gar kein Jugendbuch sondern Gegenwartsliteratur sein,… Alles in allem, ist er doch ganz anders als erwartet. Zum Glück fixiere ich mich nicht wie viele Leser auf meine Erwartungen und bin dann enttäuscht und sauer, sondern ich kann mich gut einstellen, wenn etwas nicht so ist, wie erwartet und schaue mir das dann neugierig an.

So fand ich den Roman insgesamt nicht schlecht, Sprache, Erzählweise, Gedanken der Ich-Erzählerin, auch so manche dumme, nicht ungefährliche Aktion, das spiegelt recht gut jugendliches Denken, Fühlen und Erleben. Am Schluss ging dem Autor allerdings die Phantasie durch, eine Sexszene, die es nicht gebraucht hätte, die auch aus dem sonst sehr stimmigen Gesamtbild fällt.

Ich kann verstehen, warum es so viele negative Bewertungen gibt, finde aber, dass sie dem Roman nicht gerecht werden, da wurde wahrscheinlich oft auch die falsche Erwartung mit bewertet. Bei mir liegt er zwischen 3 und 4 Sternen, ich habe mich aber dann aufgrund der gelungenen Erzählweise für 4 entschieden.

Meiner Meinung nach gehört der Titel ins Jugendbuch, einem klassischen Romanleser wird er nicht gefallen, außerdem sollte man den Klappentext nochmal überarbeiten, er klingt nicht so, als ob der Verfasser den Roman zur Gänze gelesen hätte. Enttäuschte Leser sind nie gut, weder für den Verlag, noch für den Autor und auch Buchhändler sind auf treffende Klappentexte angewiesen.

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, ehe, robin black, roman, porträt einer ehe

Porträt einer Ehe

Robin Black , Brigitte Heinrich
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 24.05.2016
ISBN 9783630873220
Genre: Romane

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(81)

106 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

kuba, spanien, mexiko, liebe, mexico

Wenn ich jetzt nicht gehe

María Dueñas , Petra Zickmann
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177029
Genre: Romane

Rezension:

Mauro Larrea kennt das Leben mit allen Höhen und Tiefen, die es zu bieten hat. Er lernte die Liebe kennen, verlor sie aber an den Tod, schuftete sich in Silberminen beinahe zu Tode, arbeitete sich nach oben und erreichte Ansehen und Reichtum, dabei kümmerte er sich, so gut er konnte, um seine beiden Kinder. Er könnte sich auf sichere Geschäfte konzentrieren, doch er ist und bleibt ein Abenteurer und setzt sein Vermögen aufs Spiel.
Bei dem Versuch zu retten, was zu retten ist, verschlägt es ihn erst nach Cuba und dann nach Südspanien. Wird es ihm gelingen in der kurzen Frist, die ihm bleibt, das Geld aufzutreiben, um die Schulden zurückzuzahlen?

Man kommt schnell in die Geschichte hinein, die Charaktere sind vielschichtig und kantig, Mauro lernt man immer besser kennen, ebenso seinen Diener, seinen besten Freund und die Tochter Mariana. Man fiebert mit, ist gefesselt und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Die kurzen Kapitel machen es einfach dranzubleiben, man ist fasziniert.

Leider kommt aber irgendwann der Punkt, an dem die Abenteuer, Wendungen, Begegnungen, Unwahrscheinlichkeiten, Schicksalswinke,… einfach zu viel des Guten werden. Immer mehr verkommt der Roman zur Telenovela. Man merkt richtig, wie die Autorin nach der Fernsehserie schielt, zu der ja auch ihr erster Roman geworden ist. Dem Buch tut das nicht gut. Es wird immer vorhersehbarer, gleichzeitig verworrener, seichter und für mich auch langweiliger.

So kommt es auch, dass ich den letzten Abschnitt nur noch mit wenig Begeisterung las und leider auch die Bewertung nochmal einen Stern verlor. Ich kann María Duenas neuen Roman leider nicht wirklich weiterempfehlen.

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198 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

glühbirne, erfinder, stromkrieg, edison, westinghouse

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:

Der erste Eindruck:
Vor mir liegt ein wunderschönes, sehr hochwertig aufgemachtes Buch. Auf wunderschönem dunkelblauem Papier mit hellen Sprenkeln, die an einen Nachthimmel denken lassen, ist in weiß eine Glühbirne, darin die Freiheitsstatue gedruckt, der Schein bzw. das Licht mit silbernen Strahlen, die richtig glänzen, dargestellt. Ebenfalls dazu passend der Titel in gelb. Die perfekte Umsetzung des Themas und des Titels. Aber auch die Innengestaltung mit einem historischen Foto aus der Zeit, sowie einer historischen Karte von Manhattan und dem gelben Lesebändchen ist einfach nur klassisch schön.

Gliederung:
In relativ kurzen Kapiteln, denen immer voran das Zitat eines bekannten Erfinders bzw. Entwicklers steht, wird die Geschichte erzählt, aufgebaut rund um Paul Cravath, den jungen, unerfahrenen, aber klugen und ehrgeizigen Anwalts von Westingshouse, dem großen Gegenspieler Edisons.

Charaktere:
Und damit wären wir auch schon bei den Figuren. Es war eine spannende Zeit, voller Erfindungen, aber auch Wettkampf um die Patente. Und wie sooft sind geniale Menschen auch oft schrullig, was für Situationskomik aber auch Drama sorgt. Sie alle sind dabei, Edison, Tesla, Westinghouse, Bell, Röntgen und die Geschäftsmänner dahinter wie Morgan. Es war eine Welt der Männer, in denen Frauen nur am Rande vorkommen. Die zentrale Frauenfigur hier ist die bekannte Sängerin Agnes Huntington.

Story:
Es geht um den großen Streit Edison vs. Westhouse, einerseits darum, wer nun wirklich der Erfinder der Glühbirne ist und andererseits um den Wettkampf Gleichstrom vs. Wechselstrom. Es wird mit allen lauteren und unlauteren Mitteln gekämpft, was der Geschichte Spannung verleiht. Wer sich mit dem Thema beschäftigt hat, weiß, wer „gewonnen“ hat, für alle die sich überraschen lassen wollen, verrate ich hier nicht mehr.

Sprache:
Graham Moore ist auch Drehbuchautor, was man merkt. Er lässt Bilder entstehen, lässt den Leser eintauchen in die Geschichte und vermag zu fesseln. Dabei schreibt er keineswegs platt, im Gegenteil, immer wieder findet man Sätze, die einen verzaubern. Eines meiner Lieblingszitate, weil hier einfach jedes Wort sitzt:
„Es herrschte ein massives Missverhältnis zwischen der Großartigkeit des Ereignisses und der Geringfügigkeit des Augenblicks.“ S. 411

Fazit:
Ein spannender Roman, bei dem man viel über Geschichte und Physik lernt, mit wunderbar ausgearbeiteten Figuren, hervorragend recherchiert, aber auch für Nicht-Physiker gut verständlich. Mir hat er hervorragend gefallen, und ich bin schon fest am Weiterempfehlen!

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71 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

roman, anne tyler, heirat, knaus verlag, familie

Die störrische Braut

Anne Tyler , Sabine Schwenk
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.10.2016
ISBN 9783813506556
Genre: Romane

Rezension:

Die Idee der Shakespeare-Serie im Knaus-Verlag (original auf Englisch bei Hogarth Presse, dem von Virginia und Leonard Woolf gegründeten Verlag) verfolge ich schon eine Weile und habe bereits zwei Titel mit großer Begeisterung gelesen. Zeitgenössische Autoren und Autorinnen erzählen in Romanform Shakespeare-Stücke neu, eine großartige Idee! Bisher von allen wunderbar umgesetzt.

Die störrische Braut ist, ziemlich leicht zu erkennen, eine Adaption des Stückes „Der Widerspenstigen Zähmung“. Kate Battista ist, nachdem sie ihr Studium geschmissen hat, wieder zu Hause gelandet und irgendwie hängen geblieben. Sie hat einen Job als Kindergartenhelferin, den sie nicht gerade liebt, viel lieber arbeitet sie im Garten und muss sich um ihre verwöhnte, oberflächliche kleine Schwester Bunny kümmern, bei deren Geburt die Mutter gestorben ist. Der geniale Wissenschaftler Dr. Battista, ihr Vater ist da leider überhaupt keine Hilfe. Im Gegenteil, er hat die geniale Idee, dass Kate seinen ebenso genialen Assistenten heiraten sollte, damit dieser in den USA bleiben kann. Da hat er allerdings nicht mit Kate geheiratet.

Wie bei Shakespeare eine turbulente, chaotische Geschichte voller menschlicher Fehler und Missverständnisse. Natürlich mit dem nötigen Happy End. Sehr schön auch, dass der letzte Satz vor dem Epilog ein Zitat aus einer anderen Adaption ist. „Kiss me Kate“, sagt am Ende der Richitge!

Sehr schön erzählt, flüssig und unterhaltsam zu lesen, perfekt passend zum Stoff. Mir hat’s hervorragend gefallen.

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(10)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

familie, vater-tochter-beziehung, lebensgeschichte

Vater des Regens

Lily King , Sabine Roth
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 29.08.2016
ISBN 9783406698057
Genre: Romane

Rezension:

Manchen Büchern kann man einfach nicht entkommen, die suchen einen richtig und im Nachhinein ist man froh, sie nicht verpasst zu haben. Vater des Regens ist so ein Buch. Obwohl mir der Vorgänger „Euphoria“ unglaublich gut gefallen hatte, war mir der neue Titel Lily Kings nie richtig aufgefallen. Vielleicht ja auch, weil das Cover so nach Jugendbuch aussieht und mich der Titel nicht wirklich begeistert. Ich verstehe auch jetzt noch nicht, was er mit der Geschichte zu tun hat.

Daley Amory wächst recht privilegiert auf, Pool, Privatschule, ein Vater, den sie vergöttert,… Doch dann trennen sich ihre Eltern, das Alkoholproblem verschärft sich, er findet eine neue Partnerin und Daley wird in ihrem Streben nach Zuneigung und Anerkennung immer wieder zurück gewiesen und bricht fast völlig mit ihm.
Jahre später kommt ein Anruf, sie eilt ihm wieder zu Hilfe und gerät erneut in die alte Abhängigkeit vom Vater.
Kann sie sich befreien, findet sie doch noch ihr persönliches Glück, wird sich der Vater wirklich ändern?
Lily King ist eine gute Beobachterin, die die Feinheiten der menschlichen Beziehungen mit all ihren Schwächen und Stärken wunderbar in eine Geschichte packen kann. Das Ende ist versöhnlich, ohne in Kitsch und Wunschdenken abzugleiten, sehr schön gelöst.

Ein schöner, berührender Roman, der sich unaufgeregt und flüssig liest. Mir hat er sehr gut gefallen. Und ich bin froh, dass er mich am Ende doch noch gefunden hat!

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

Schere, Stein, Papier

Naja Marie Aidt , Flora Fink
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 09.05.2017
ISBN 9783630874265
Genre: Romane

Rezension:

Der erste Eindruck:
Angesprochen hat mich in erster Linie der Titel. Meine Schwester und ich spielten immer Schere, Stein, Papier, wenn es darum ging, wer eine ungeliebte Aufgabe übernehmen sollte.
Außerdem finde ich das Cover sehr ansprechend, es ist ästhetisch und lässt die Fantasie wandern.

Rezensionen:
Es waren genau zwei auf Lovelybooks, als ich mir den Roman in der Bücherei bestellte. Eine lobte das Buch, die zweite war ein völliger Verriss. Das interessierte mich, ich mag Bücher, die spalten.

Der erste Leseeindruck:
Ich kam gut in die Geschichte hinein, mochte die Sprache. Die Charaktere waren sperrig und dennoch menschlich mit ihren Sorgen, Ängsten und vor allem ihrer zum Teil schwierigen Kindheitsgeschichte.

Und weiter geht’s:
Der Roman las sich gut, die Handlung war nicht schön, zum Teil gewalttätig, zum Teil aber auch ganz alltäglich, keine leichte Kost, aber unaufgeregt und sehr schlüssig erzählt. Auf alle Fälle ein anspruchsvoller Roman, der nicht in erster Linie auf Unterhaltung aus ist, sondern immer wieder überrascht. Es werden Dinge angedeutet, man weiß nie, was eigentlich wirklich unter der Oberfläche abläuft. Ich war gefesselt und wartete gespannt darauf, ob es eine Auflösung geben würde!

Der Schluss:
Ich muss zugeben, ich habe ihn nicht verstanden, und er hat mir auch nicht gefallen. Er hat nicht dazu gepasst und erklärt wurde dadurch nichts. Schade, sonst fand ich den Roman klasse. Gerade wegen der Ecken und Kanten! Deshalb gibt’s auch vier Sterne.

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(23)

65 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

russland, musik, komponist, diktatur, schostakowitsch

Der Lärm der Zeit

Julian Barnes , Gertraude Krueger
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048889
Genre: Romane

Rezension:

Ich liebe es, Bücher im Original zu lesen. Und auch wenn ich einige Sprachen, unter anderem Englisch, wirklich gut kann und flüssig und mit großem Vergnügen lese, gehen trotzdem oft Details und Kontext verloren. Deshalb liebe ich es, immer wieder mal, ein Buch nochmal in der Übersetzung zu lesen, so wie hier den neuen Barnes. Und ich muss sagen, es hat mich bei der zweiten Lektüre in der Übersetzung wieder genau so begeistert wie beim ersten Mal auf Englisch. Ein Buch ganz nach meinem Geschmack!


Ein Mann sitzt mit seinem gepackten Koffer vor dem Aufzug. Viele Nächte lang. Er wartet. Darauf, dass man ihn holen kommt. Einsperrt, foltert und tötet. Er will nicht, dass sie ihn aus dem Bett zerren, deshalb ist er bereit. Er will auch nicht, dass seine Frau und das Kind gefährdet werden, deshalb sitzt er vor dem Aufzug.

In kurzen Abschnitten, fast manisch, so wie die Gedanken laufen, wenn man voller Angst und gleichzeitig total übermüdet ist, wird dieser erste Abschnitt erzählt. Erst viel später lernen wir, dass nicht von irgendeinem Verfolgten der Sowjetmacht die Rede ist, sondern von einer berühmten Persönlichkeit.

Die Jahre vergehen, niemand kommt, er kann weiter, wenn auch unter schwierigen Bedingungen, seine Kunst ausüben. Doch dann sind er und seine Berufskollegen Stalin ein Dorn im Auge. Am 10. Februar 1948 erlässt er ein Dekret gegen sie. Kunst soll dem Staat gefällig sein, dessen Regeln folgen.

Sein Leben lang hadert der Künstler mit dem moralischen Dilemma, dass er, um seine Kunst und Familie zu schützen, nie aufbegehrt hat. Er ist nicht ausgewandert, hat aber auch nie revoltiert wie so viele andere.

Dass es sich hier um Schostakovitch handelt ist ein interessantes Detail, aber für die Geschichte nicht wirklich wichtig. Sie hätte mit einem anonymen, fiktiven genau so gut funktioniert. Sehr schön finde ich auch, dass der Titel einfach eine Übersetzung des Originals ist und das Cover sehr ähnlich dem Original ist. Passt einfach, wozu also unnötig ändern.


Für alle Klassik-Fans ein Muss, aber auch für alle anderen sehr interessant. Von mir gibt's eine Empfehlung!

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(32)

50 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

ddr, familie, vater, familiengeschichte, krebs

Familie der geflügelten Tiger

Paula Fürstenberg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.08.2016
ISBN 9783462048759
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman stand schon lange auf meiner Wunschliste, ich hatte viel von ihm gehört und eigentlich nur positive Meinungen gelesen. Umso größer war die Freude, als dieser Roman im Paket der gewonnen LB-Romane-Challenge lag. Er kam gleich oben auf meinen Bücherstapel.

Nach einer lesezeitmäßigen Durststrecke im Jänner, begann der Februar zum Glück mit viel Lesezeit, und ich konnte alle angefangenen Romane beenden und mich endlich auf die Tiger stürzen. Was für ein Vergnügen! Leider viel zu kurz, denn ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und hatte es an einem Wochenende ausgelesen.

Johanna ist ohne Vater aufgewachsen, ihr Vater in den Westen abgehauen,… Doch kurz nach dem Abitur, Johanna ist gerade nach Berlin gezogen und macht eine Ausbildung zur Straßenbahnschaffnerin, meldet sich ihr Vater telefonisch. Johanna zögert zuerst zurückzurufen, doch als sie erfährt, dass er Krebs im Endstadium hat, besucht sie ihn im Krankenhaus und lernt ihre Schwester Antonia kennen. Sie beginnt sich dafür zu interessieren, was damals 1989 wirklich passierte, ihre Mutter sagt, er ging nach Westdeutschland, Antonia hat eine andere Theorie und Johanna will Gewissheit.

Ein wunderbar menschlicher Roman rund um Wahrheiten, Wurzeln, Geschichte und Einfluss auf das eigene Schicksal.

Sehr schön erzählt, immer wieder überraschend, eine Neuheit aus dem vergangenen Jahr, die Man sich auf keinen Fall entgehen lassen soll.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Stumme Herzen

Carla Guelfenbein , Angelica Ammar
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 27.04.2017
ISBN 9783103972375
Genre: Romane

Rezension:

Aufmerksam wurde ich auf das Buch vor allem durch den Titel und das schöne, ästhetische Cover. Dass Grün meine Lieblingsfarbe ist, hat wohl auch eine Rolle gespielt. Grüne Bücher ziehen mich magisch an, da kann es mir auch schon mal passieren, dass ich daneben greife.

Das war hier aber eindeutig nicht der Fall. Eine Romanautorin und ein Dichter, eine große Liebesgeschichte, die aber wie so viele große Lieben keine Zukunft hat. Was genau passiert ist, erfährt man erst nach und nach.

Den Rahmen bildet die Geschichte einer jungen Literaturwissenschaftlerin, die ihre Doktorarbeit genau über jene Schriftstellerin schreiben möchte und dazu nach Chile kommt, um zu forschen. Die zweite Hälfte des Rahmens wird vom Nachbarn der Autorin erzählt, der eng mit ihr befreundet war und sie auch jetzt jeden Tage im Krankenhaus besucht, wo sie nach einem Sturz im Koma liegt.

Spannend erzählt, voller Geheimnisse, teilweise wie ein Krimi, wunderschöne, poetische Sprache, voller Tiefgang und Weisheit. Wirklich schön zu lesen.

Doch leider ist am Ende das Ganze zu offensichtlich und zu konstruiert. Alle Figuren hängen (was man sehr bald durchschaut) zusammen, die Begegnungen dazu sind nur zu unwahrscheinlich und auf dem Reißbrett entstanden. Als Vorbild dienten hier die amerikanischen Creative-Writing Produkte, die im Uni-Milieu angesiedelt sind. Leider wurde das hier etwas zu plakativ umgesetzt.

Und die Geschichte der jungen Literaturwissenschaftlerin mit ihrer Persönlichkeitsstörung, die dann auf wundersame Weise ganz schnell geheilt wurde,… Sorry, das ist einfach Humbug. Außerdem hätte es die kitschige Liebesgeschichte mit dem Nachbarn gar nicht gebraucht. Da hätte ich mir mehr Zwischentöne gewünscht.

Über lange Strecken, ein schön zu lesender, sehr spannender Roman, der im Literaturumfeld angesiedelt ist, doch leider wird dann alles zu Tode erklärt, aufgelöst und in einem kitschigen Happy End verpackt. Damit gerät er etwas kitschig und verliert am Ende an Niveau. Dennoch, sehr lesenswert!

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Eisejuaz

Sara Gallardo , Peter Kultzen
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Wagenbach, K, 03.02.2017
ISBN 9783803132857
Genre: Romane

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familie, kindheit, mutter-tochter-beziehung, schriftstellerin, liebe

Die Unvollkommenheit der Liebe

Elizabeth Strout , Sabine Roth
Fester Einband
Erschienen bei Luchterhand, 29.08.2016
ISBN 9783630875095
Genre: Romane

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brüder, krieg, kindheit, künstler, literatur

Brüder für immer

Rindert Kromhout , Birgit Erdmann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 30.09.2016
ISBN 9783958540682
Genre: Jugendbuch

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Strandbadrevolution: Roman

Kurt Palm
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei Deuticke Verlag, 20.02.2017
ISBN 9783552063457
Genre: Sonstiges

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Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich noch nichts von Kurt Palm gelesen habe! Allerdings habe ich sein Bad Fucking in meiner Zeit als Buchhändlerin sehr gut verkauft und hatte immer vor, mal was von ihm in die Hand zu nehmen, doch bei all den vielen schönen Büchern, die jedes Jahr erscheinen, ist es nie dazu gekommen.

Jetzt, bei seinem neuen Roman, ist es endlich so weit. Klapppentext, Cover, Rezensionen,… Das alles versprach ein Buch nach meinem Geschmack. Und das ist es auch. Tiefgründig, witzig, gut beobachtet, menschlich, sprachlich interessant. Da stimmt einfach alles. Ein Porträt einer Gruppe Teenager in der österreichischen Provinz der 70er Jahre. Ich selber war ein Jahrzehnt selber Teenager in dieser Provinz und vieles kommt auch mir noch sehr vertraut vor.

Den Rahmen bildet ein heißer Sommer, in dem eigentlich für Nachprüfungen gelernt werden sollte, doch Strandbad, Mädchen, der Wunsch, die Welt zu verändern, lassen diese unwichtig erscheinen. Es geht um Familie, Gesellschaft, die Frage, auf welcher Seite der Vater/Großvater im Krieg stand, natürlich die Liebe und das Suchen und Finden nach dem, der man wirklich ist oder sein will.

Und wie im echten Leben ist nicht immer alles leicht und sonnig. Schon früh schlägt das Schicksal zu.

Ein großartiger Roman voller Lebendigkeit, Witz und Menschlichkeit. Ich kann ihn wärmstens empfehlen!

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