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195 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

zeitreise, liebe, fantasy, forever 21, jugendbuch

Forever 21

Lilly Crow
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600443
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on Fire
http://www.booksonfire.de/2017/04/forever21-zwischen-uns-die-zeit.html

Zitat
"In ihrem früheren Leben hatte sich ihre Nahrungsaufnahme auf fertig angerichtete Mahlzeiten in diversen Delis und hippen Salat-Bars beschränkt. Ava selbst war gerade einmal in Lage, Teewasser heiß zu machen." - Kapitel 20, Seite 242.

Gestaltung
"Zwischen uns die Zeit" ist zum jetzigen Zeitpunkt als ebook und als gebundene Ausgabe erschienen. Ich selbst habe eine Manuskriptfassung der Lesejury gelesen, die der gebundenen Ausgabe entspricht. Zum Äußeren des finalen Produkts kann ich daher nicht viel sagen. Bilder auf verschiedenen Social Media Websites zeigen allerdings das Buch als ein Buch bei dem es keinen Schutzumschlag gibt, sondern alles direkt auf den Rohling gedruckt wurde. Mir gefällt das immer ganz gut, da Schutzumschläge ziemlich anfällig für Risse und Knicke sind.
Im Inneren ist die Gestaltung äußerst simpel gehalten. So wurden zum Beispiel keine Verzierungen bei den Kapitelanfängen vorgenommen. Stattdessen beschränkt man sich auf die Durchnummerierung der Kapitel. Nach einer Leerzeile folgt dann ein Kapiteltitel, der mal mehr und mal weniger über die folgenden Geschehnisse verrät.
Insgesamt ist die Gestaltung in Ordnung, aber ich man hätte dort einiges mehr rausholen können.

Meine Meinung
"Forever 21 - Zwischen uns die Zeit" habe ich als Manuskript durch die Lesejury bekommen. Mich hat die Idee gereizt, dass jemand zur Strafe durch die Zeit reisen muss. Außerdem finde ich Zeitreise an sich immer äußerst interessant, da sie häufig in die verschiedensten Epochen der Zeit führt. So auch hier.

Mal findet sich Ava im 21. Jahrhundert wieder und mal landet sie in einer Zeit in der Plumsklos noch die Regel waren. Allerdings gefielen mir die einzelnen Geschichten nicht so sehr wie ich gehofft hatte. Sie basieren häufig auf Klischees und sind daher für Vielleser beziehungsweise für jeden der nicht erst seit gestern Fernseh schaut, äußerst vorhersehbar.

Über Ava erfährt man eigentlich nicht allzu viel. Es gibt Andeutungen, wie ihr früheres Leben war und was passiert ist, dass sie nun für immer durch die Zeit springt und Menschen helfen muss. Insgesamt erfuhr man aber eher mehr über die Personen, deren Körper sie übernommen hatte. Das war zwar kurzfristig interessant, aber langfristig meist vollkommen irrelevant. Ava selbst kommt ein wenig wie die Highschool-Bitch rüber, der wir in unserem Schulleben wohl alle begegnet sind. Wenn nicht, dann warst du es wahrscheinlich selbst. Ich finde es schön, wenn Charaktere nicht perfekt sind, aber Ava machte mir einfach zu sehr ein Geheimnis darum, wer sie ist oder war.

Kyran ist der zweite Protagonist. Ihn fand ich relativ farblos. Abgesehen von ein wenig Hintergrundstory und dass er dem ungewöhnlichen Geek-Klischee, der aber dennoch attraktiv ist, entspricht, ist das Einzige, was wir wirklich über ihn erfahren, seine Obsession mit Ava, die natürlich für ihn auch was ganz besonderes ist. Typisch Jugendbuch. Ich habe nichts gegen Liebesgeschichten in Jugendbüchern, aber sie sollten den Plot voranbringen. Bisher hat Kyran dazu nichts beigetragen. Ich vermute aber, dass ausgerechnet er, aufgrund seines Hobbys, Ava vom Fluch befreien wird. Wie in jedem anderen Jugendbuch auch. Hoffentlich täusche ich mich, denn ich möchte auch mal sehen, dass eine Protagonistin sich selbst aus dem Mist zieht, den sie sich eingebrogt hat. Zumal es eine gute Message an jüngere Leserinnen wäre, dass man nicht auf seinen Traumprinz warten muss.

Positiv aufgefallen ist mir der Schreibstil. Die 288 Seiten rannen durch meine Finger wie warme Butter. Teilweise war ich überrascht, dass ich schon wieder ein Kapitel hinter mir gelassen hatte. Das Gefühl "Ach ein Kapitel geht noch" kam bei mir definitiv auf.

Obwohl das Buch auf einem Cliffhanger endet, habe ich nicht das Bedürfnis direkt weiterlesen zu müssen. Es war insgesamt nicht schlecht, aber es konnte mich auch nicht vollkommen in seinen Bann ziehen.

Fazit
"Zwischen uns die Zeit" basiert auf einer genialen Idee mit viel Potenzial, welche sich leider selbst mit einer (bisher) unnötigen Liebesgeschichte selbst schwächt. Das Buch ist perfekt, um es an einem heißen Sommertag in der Sonne durchzuschmöckern.

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Tags: zeitreise   (1)
 

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249 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

dornröschen, märchen, märchenadaption, rhiannon thomas, hundertjähriger schlaf

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on Fire
http://www.booksonfire.de/2017/02/rezi-rhiannon-thomas-ewig-wenn-liebe-erwacht.html

Zitat
"Das Leben ist hart. Wir bekommen nicht, was wir wollen. Wir können nicht einfach sein, wer wir wollen. Und damit müssen wir uns abfinden. Meinst du etwa, die Leute geben sich mit Absichten zufrieden? Glaubt du, irgendjemand auf dieser Welt schert sich darum, was du eigentlich mal vorhattest?" - Kapitel 12, Seite 188/189.

Gestaltung
"Wenn Liebe erwacht" ist momentan als gebundene Ausgabe und als ebook erhältlich. Ich beziehe mich hier auf ersteres. Wie alle gebundenen Sauerländer-Bücher kommt auch "Wenn Liebe erwacht" ohne Schutzumschlag. Dafür ist das Cover und die gesamte Gestaltung direkt auf das Buch gedruckt. Ich persönlich liebe das. So schön Schutzumschläge auch sein können, sie reißen und zerknicken schnell, wenn man mal nicht aufpasst. Außerdem muss man sie beim Lesen abnehmen, wenn sie nicht kaputt gehen sollen. Für mich ist es praktischer, wenn alles direkt aufs Buch gedruckt ist.
Das Cover ist nahezu identisch zur englischen Ausgabe, was mich sehr gefreut hat. Ganz sicher bin ich mir nicht, da ich das Originalcover bisher nur online gesehen habe, aber beim Deutschen könnte auch ein wenig die Farbsättigung hochgedreht wurden sein. Die einzige wirkliche Änderung ist der Reihentitel und der Titel des Buches. Hier wurde die Schriftart, welche die gleiche ist wie beim Original, noch veredelt. Online wirkt die Schrift nahezu okerfarbend, in echt ist sie aber golden, so dass sie im Licht sogar schimmert. Ein nettes kleines Detail.

Das Innere des Buches ist schlicht gehalten. Die einzige Möglichkeit zur Gestaltung, welche man genutzt hat, sind die Kapitelüberschriften. Die Kapitel tragen keine Namen sondern sind durchnummeriert, wobei die Zahl als Wort ausgeschrieben ist. Man hat sich dafür wieder der gleichen Schriftart wie bereits für den Reihentitel bedient inklusive der Schnörkel.
Zusammenfassend ist es eine schöne Gestaltung, welche dem Buch und seiner Geschichte schmeichelt.

Meine Meinung
"Wenn Liebe erwacht" ist der Debütroman von Rhiannon Thomas und zugleich der Auftakt der "Ewig"-Dilogie. Denjenigen, die sich im englischsprachigen Buchbereich bewegen, ist das Buch vielleicht besser als "A Wicked Thing" bekannt.

Die englische Ausgabe stand schon vor deren Erscheinen auf meinem Wunschzettel. Ganz überrascht war ich, als ich erfuhr, dass die S. Fischer Verlage eine Übersetzung planen. Disneys Dornröschen war schon immer mein Lieblingszeichentrickfilm und daher habe ich mich wirklich auf das Buch gefreut. Ich hatte hohe Erwartungen und wurde nicht enttäuscht, so viel sei schon gesagt.

"Wenn Liebe erwacht" erzählt die Geschichte von der schlafenden Schönheit aus ihrer Sicht. Etwas mehr als 100 Jahre hat sie geschlafen und jetzt hat sie ein Prinz erweckt. Ein Prinz, dessen Vater auf dem Thron ihrer Eltern sitzt. Angeblich sei er ihre wahre Liebe, denn nur diese könne sie erwecken. Doch Aurora kennt ihn gar nicht.

Ich fand die Idee unheimlich gut. Es wundert mich, dass vorher noch niemand darüber geschrieben hat. Aurora ist schließlich als einziges Kind des Königs und der Königin im Märchen die alleinige Thronerbin. Wer sie erweckt und heiratet, erhält nicht nur eine hübsche Prinzessin sondern gleichzeitig auch noch einen Thron dazu.

Mir gefiel, wie man durch Auroras Augen die Absichten der anderen Charaktere erkennen konnte und sie - im Gegensatz zu vielen anderen Jugendbuchprotagonistinnen - dies auch mitbekam. Allgemein ist sie eine angenehme Ausnahme. Ja, es gibt natürlich auch ein wenig Romantik in diesem Buch, aber sie erdrückt nicht alles und ist eigentlich nur eine Nebengeschichte an welcher Aurora als Charakter reift. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Autorin sich selbst als Feministin bezeichnet und sogar darüber bloggt. Mir gefiel diese Art von starkem weiblichen Charakter, welcher dennoch eine weiche Seite hat, sehr gut.

Auch sonst kommen wenig Jugendbuchklischees wirklich zum Einsatz. Ich hätte vom Klappentext anderes gedacht, aber nein, die Autorin kommt beinahe vollkommen ohne aus. Die genutzten widerrum sind clever eingesetzt. Insgesamt ist das gesamte Buch realistisch gestaltet. Aurora ist keine Protagonistin, die perfekt ist, und niemand um sie herum ist es. So wie es im Leben auch ist. Jeder Charakter ist anders und hinterlässt einen Eindruck, so dass man eigentlich nichts und niemanden durcheinander bringen kann, trotz der Menge an Akteuren.

Lobenswert ist auch Rhiannon Thomas' Schreibstil, der mich von der ersten Sekunde an gepackt hat. Aus einmal kurz reinlesen wurde nichts. Stattdessen verschlang ich das erste Drittel des Buches am Stück. Einmal angefangen, kann man nicht aufhören. Man sollte also definitiv Zeit einplanen. Glücklicherweise erscheint der zweite Band bereits im Juni. Wer es dennoch nicht abwarten kann, kann aber auch schon auf Englisch weiterlesen. "Wenn Liebe entflammt" heißt dort "Kingdom of Ashes".

Fazit
Mit einer starken Protagonistin, die auch Gefühle zulassen kann, ohne unnötiges Liebesdreieck und der Botschaft, dass man für sich selbst und seine Überzeugungen einstehen muss, ist "Ewig - Wenn Liebe erwacht" das ideale Buch für Jung und Alt. Sogar Vielleser kommen hier noch auf ihre Kosten.

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Tags: a wicked thing, prinzessin, rhiannon thomas   (3)
 

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742 Bibliotheken, 22 Leser, 3 Gruppen, 217 Rezensionen

götter, götterfunke, griechische mythologie, marah woolf, jugendbuch

GötterFunke - Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on Fire
http://www.booksonfire.de/2017/02/rezi-GoetterFunke-Liebe-mich-nicht.html

 Zitat
"Na ja, ich wollte mal nicht päpstlicher sein als dieser Typ, der in Rom in diesem Protzbau hockte und uns in den vergangenen Jahrhunderten die Show gestohlen hatte. Denn eigentlich sah ich bei allen drei Mädchen schwarz." - Aufzeichnungen des Hermes XI, Seite 214.

Gestaltung
"Liebe mich nicht" ist momentan als gebundene Ausgabe, ebook und Hörbuch erhältlich. Meine Rezension bezieht sich auf ersteres.
In die Gestaltung ist wirklich viel Liebe gefloßen. Das Cover gefällt mir nicht wirklich, da es kaum etwas aussagt über das Buch. Die Frau soll vermutlich Jess sein, aber dafür wirkt sie etwas alt und irgendwie irritiert mich auch ihr Blick. Mir hätte es besser gefallen, wenn man sich an den Covern der Bücher, welche Marah Woolf bisher veröffentlicht hat, orientiert hätte.
Das Buch kommt mit einem Schutzumschlag, welcher nicht das typische Hochglanzcover ist, sondern matt schimmert und sich wie dickeres Papier anfühlt. Das Buch an sich wurde in Rosa- und Lilatönen mit kleinen Lichtreflektionen und Ranken bedruckt. Zusätzlich versteckt sich u.a. auch ein kleiner Götterboter, besser bekannt als Hermes, auf dem Cover. Die Figur spielt eine nicht gerade kleine Rolle im Buch.
Schlägt man das Buch auf, erblickt man zuerst eine Karte, welche in lila und rosa gehalten ist. Sie zeigt das Sommercamp und die verschiedenen Locations, die in der Geschichte eine Rolle spielen. Neben der Geschichte gibt es im Buch auch noch ein Glossar über die Götter und andere griechische Mythenbegriffe, einen vereinfachten Stammbaum der griechischen Götter und Titanen sowie je eine Leseprobe zu Band 2 "Hasse mich nicht" und der bald erscheinend Verlagsversion von "Bookless - Wörter durchfluchten die Zeit".
Es gibt im Buch zwei Arten von Kapiteln. Einmal die Standardkapitel, welche aus Jess' Sicht erzählt werden. Diese tragen keine Überschriften. Dafür prangt über ihnen immer ein Blattornament und sie beginnen mit einem Kapitälchen in der "GötterFunke"-Schrift des Covers. Die zweite Art sind die "Aufzeichnungen des Hermes". Sie tragen diesen Titel sowie die römische Zahl der Aufzeichnung. Auch über ihnen wird je ein Ornament gedruckt, das aber wesentlich kleiner ist.
Insgesamt eine wirklich liebevolle und detailreiche Gestaltung, welche ein wirkliches Highlight im Regal darstellt.

Meine Meinung
"Liebe mich nicht" ist der erste Roman, welcher von Marah Woolf in einem Verlag erschienen ist. Bisher machte sie eher als eine der erfolgreichsten Self-Publisherinnen Deutschlands auf sich aufmerksam. Für mich war ebenso das allererste Buch der Autorin, dass ich gelesen habe.

Wer mich auf goodreads verfolgt, mag meinen Frust mitbekommen haben. Die ersten 200 Seiten wollte ich eigentlich am liebsten die ganze Zeit abbrechen. Hätte ich nur noch ein weiteres Mal lesen müssen, wie heiß Cayden ist, hätte ich das Buch gegen die Wand geworfen.

Allgemein entsprechen die Charaktere dem gängigen Jugendbuchklischee. Die beste Freundin, welche bildhübsch ist und zur Zicke mutiert. Die neue beste Freundin, welche ebenfalls bildschön ist. Dazu noch die kämpferische Freundin; der Typ, welcher auf die Protagonistin steht, aber sie es nicht checkt; die liebevollen Eltern des Bad Boys, der Bad Boy selbst natürlich und dann sein Freund/Kumpel/sonstiger Familienangehöriger, der sich mit der unscheinbaren Protagonistin anfreundet. Ich glaube, ich bin mit fast 21 inzwischen zu alt für das klassische Jugendbuch oder die Generation nach mir verträgt nur noch Charaktere, welche sich in bestimmte Schubladen stecken lassen.

Auf den ersten 200 Seiten passiert nicht viel, außer dass Jessica Cayden anhimmelt, ihn gleichzeitig aber total doof findet. Erwähnte ich schon, dass andauernd erwähnt wird, wie heiß Cayden ist. Er bewegt sich übrigens auch noch wie eine Raubkatze. Warum erinnert mich diese Beschreibung eigentlich immer an Twilight? Abgesehen davon werden die austauschbaren Nebencharaktere vorgestellt.

Mein einziger Lichtblick - und der Grund weshalb ich das Buch nicht so schnell weggelegt habe wie schimmliges Brot - war Hermes. Hermes ist nämlich nicht nur der Götterbote sondern gleichzeitig auch Chronist, welcher die Spiele um Caydens Sterblichkeit für die Götter festhält. Seine Kommentare am Ende jeden Kapitels waren Gold wert.

Nach der Hälfte ging es dann endlich mal zur Sache. Na ja, was man halt zur Sache gehen nennen kann. Denn die Geschichte blieb eher vorhersehbar und ich konnte mir das ein oder andere Augenrollen beim besten Willen nicht verkneifen. Fünfzig Prozent des Buches kann man sich eigentlich sparen, wenn man den Klappentext gelesen hat.

Griechische Mythologie war nie meine Stärke, aber mir gefiel der Einblick und die Interpretation von Marah Woolf gut. Auch wurden die Verwandtschaftsverhältnisse relativ gut erklärt. Wer nicht mitkommt, kann sich aber hinten im Buch nochmal den Stammbaum der Götter und Titanen ansehen. Mich würde interessieren, was die Götter, welche weiterhin im Olymp sind, eigentlich den ganzen Tag so treiben. In unsere Welt dürfen sie ja nicht ohne Zeus' Erlaubnis, wenn ich das richtig verstanden habe.

Der Schreibstil von Marah Woolf gefiel mir ganz gut. Er ist nicht schlecht, aber auch nicht außergewöhnlich. Er fällt während des Lesens eigentlich kaum auf. Das Buch an sich ist gut geschrieben, da es sich ohne Probleme lesen lässt.

Ob ich Band 2 "Hasse mich nicht" lesen will und werde, weiß ich noch nicht. Noch habe ich die Leseprobe dazu, welche sie ebenfalls im Buch befindet, nicht gelesen. Momentan verspüre ich nicht das Bedürfnis wissen zu müssen, wie die Geschichten von Cayden und Jess weitergeht.

Fazit
Eine wunderschöne Gestaltung und ein guter Schreibstil können leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass "Liebe mich nicht" nur ein weiteres Buch ist, welches dem typischen Jugendromanklischee entspricht. Hier wurde eine gute Idee für einen unoriginellen Plot geopfert.

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202 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

liebe, dystopie, wir zwei in fremden galaxien, kate ling, science fiction

Wir zwei in fremden Galaxien

Kate Ling , Anja Hackländer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600412
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on Fire
http://www.booksonfire.de/2017/02/rezi-wir-zwei-in-fremden-Galaxien.html

Zitat
"Manche Leute behaupten, Liebe ist nicht wie im Kino, solche Momente existieren überhaupt nicht. Aber diese Leute behaupten das nur, weil ihnen selbst noch nicht passiert ist. Weil es den meisten Leuten nie passiert. Aber es gibt diese magischen Momente, und das hier ist einer von ihnen." - Kapitel 14, Seite 130/131.

Gestaltung
"Wir zwei in fremden Galaxien" ist momentan als ebook, Hörbuch und als Hardcover verfügbar. Ich persönlich habe im Rahmen der Lesejury eine Druckfahne gelesen, welche der gebunden Ausgabe entspricht.
Mir gefällt das deutsche Cover sehr gut. Ich denke, es sollte die angepeilte Zielgruppe der weiblichen Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren ansprechen. Allerdings empfinde ich, dass das Originalcover mehr mit dem Buch zu tun hat. Das Buch beginnt nämlich mit einer Beerdigung bei der immer die Szene von wegfliegenden Vögeln gezeigt wird und dies wurde schön im englischen Cover aufgegriffen. Allerdings verstehe ich, dass man das Cover geändert hat, da ich - als deutsche Leserin - im Buchladen wohl eher auf das lilafarbende Cover aufmerksam geworden wäre.
Das Innere ist eher schlicht gehalten. Die Kapitel tragen keine eigenen Titel. Über jedem neuen prankt in größerer Schrift "Kapitel x", wobei x durch die jeweilige Zahl der Kapitels zu ersetzen ist. Es ist also nichts besonderes. Ich glaube, da hätte man sich mehr einfallen lassen können.
Insgesamt eine nette Gestaltung, welche aber kaum Besonderheiten aufweißt, die sie im Meer der Jugendbücher herausstechen ließe.

Meine Meinung
Für "Wir zwei in fremden Galaxien" hatte ich mich bei der Lesejury beworben und wurde ausgewählt es lesen zu dürfen. Die Grundidee gefiel mir. Wie ergeht es eigentlich den Generationen auf einem Generationenschiff, die sich nicht dafür entschieden haben, sondern nur das Leben im All kennen?

Seren ist zu Beginn eine geniale Protagonistin. Ihr Sarkasmus gemischt mit Zynismus ist einfach unheimlich witzig und liest sich toll. Nebenbei erfährt man, wie es auf dem Schiff eigentlich so zugeht und welche Regeln und Pflichten es gibt.
Doch wie der Klappentext schon ankündigt, verliebt sie sich und nicht in den ihr zugewiesenen Lebenspartner. Ab dort beginnt die Geschichte in meinen Augen schlecht zu werden.

Sobald Seren auf Dom trifft, schaltet sich ihr Gehirn ab. Ihre gesamte Welt dreht sich nur noch um ihn. Ich verstehe es soweit, dass die ungeplante Liebe verboten ist auf der Ventura und dieses Gefühl natürlich etwas aufregendes ist. Es ist dennoch kein Grund alles über Bord zu werfen und unnötige Risiken einzugehen. Seren entwickelt sich von der lustigen, aber pessimistischen Protagonistin zurück zu einer Teenagerin in der Höchstphase der Hormone. Sie scheint aufzuhören logisch zu denken und reagiert impulsiv, was ihr mehr Schaden als Vorteile bringt.

Weiterhin gestört hat mich ihre Freundin Emme, wobei Freundin hier eigentlich in Anführungszeichen gesetzt werden müsste. Denn abgesehen davon oberflächlich zu sein, zeichnet sie sich durch ihre Abwesenheit aus. Im ganzen Buch taucht Emme vielleicht dreimal auf. Eine Freundschaft sehe ich zwischen Seren und ihr nicht, eher eine Zweckbekanntschaft aus der Erziehung - so heißt die Schule auf der Ventura.

Auch Dom blieb relativ blass als Charakter. Viel von ihm erfährt man eigentlich nicht. Zwar, dass er eine gewisse Vorgeschichte und natürlich auch eine zugeordnete Lebenspartnerin hat, aber sonst biegt er sich so wie es gerade zur Geschichte passt.

Ezra, welcher durch Serens Augen das Böse in Person ist, wurde mir mit der Zeit immer sympathischer. Ich hatte sogar Mitleid mit ihm. Seren hätte ich nichtmal geschenkt haben wollen und er muss sie auch noch heiraten. Vor allem gibt sie ihm nicht mal eine wirkliche Chance, dass sie einander besser kennenlernen könnten.

Wie bereits gesagt, wirklich positiv an dem Buch ist die Idee. Allerdings rückt mit der Zeit das Schiff und das Leben dort leider in den Hintergrund, da die viel zu schnelle Liebesgeschichte sich in den Vordergrund drängt. Würde man dies durch weitere Perspektiven, auf welche ich in Band 2 hoffe, erweitern, wäre es das Potenzial besser genutzt.

Allerdings muss ich Kate Ling einen genialen Schreibstil zusprechen. Er ist sehr locker und es fühlt sich wirklich so an als würde Seren einem die Geschichte als gute Freundin erzählen. Mich konnte der Schreibstil trotz der eher mageren Geschichte ans Buch fesseln, so dass ich die vorgegebenen Leseabschnitte immer am Stück durchgelesen habe.

Trotz aller Kritik möchte ich Band 2 lesen, da am Ende ein gewisser Cliffhanger entstand, der mich reizt. Ebenso sind noch einige Fragen offen, welche ich gerne geklärt hätte.

Fazit
Ein genialer Schreibstil, welcher mich ans Buch gefesselt hat, kann leider nicht über die aufdringliche Liebesgeschichte und die nervige Protagonistin sowie ihre blassen Kumpanen hinwegtäuschen.

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Tags: die ventura-saga, kate ling, the loneliness of distant beings, wir zwei in fremden galaxien   (4)
 

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132 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

elemente, spark, elite, fantasy, liebe

Spark

Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646603378
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on Fire
http://www.booksonfire.de/2017/02/rezi-vivien-summer-spark-die-elite.html

Zitat
"Von diesen sogenannten Elitesoldaten gab es aber nur wenige, was die anderen aber nicht unbedingt weniger gefährlich machte; sie waren nur keine systematischen Massenmörder." - Kapitel 1.

Gestaltung
"Spark" ist bisher nur als ebook erhältlich. Mir persönlich gefällt das Cover ganz gut, auch wenn es nur wenige bis gar keine Inhalte des Buches anteasert. Allerdings frage ich mich, was der Satz "Light my sky" soll. Mit ein wenig Fantasie passt er zwar zum Inhalt, aber ich denke man hätte das besser grafisch umsetzen sollen, als einfach noch einen Satz aufs Cover zu setzen. Man hätte ihn so auch weglassen können, da so nicht ganz klar wird, ob der Satz mit zum Titel gehört oder nicht. Auf der Verlagsseite und auf Amazon wird das Buch nur mit "Spark" und dem Reihentitel "Die Elite" geführt, daher würde ich in diesem Fall sagen, dass "Light my sky" nur ein Gestaltungselement ist.
Das Innere ist im Rahmen des im ebook Möglichen gestaltet. So gibt es zwei kleine Kringel rechts und links neben der Kapitelüberschrift, welche immer aus der Nummer des jeweiligen Kapitels besteht. Ansonsten gibt es zwischen Sinnabschnitten innerhalb von Kapiteln auch drei kleine Punkte bei denen ich mir nicht sicher bin, ob es Blumen oder Sonnen darstellen sollen.
Insgesamt ist die Gestaltung in Ordnung, sticht aber auf dem hart umkämpften Jugendbuchmarkt leider kaum heraus.

Meine Meinung
"Spark" ist der erste Band der "Die Elite"-Reihe von Vivien Summer. Die Geschichte spielt 600 Jahre nach unserer Zeit, in einer Welt in der es noch immer Großmächte gibt. In diesem Fall New Asia und New America. Nicht gerade kreativ die Namensgebung, aber in Ordnung. Malia wächst in New America auf - genau genommen Haven -, wo mit Hilfe einer zwangverordneten Gentherapie bei Jugendlichen geeignete Soldaten aus der Bevölkerung ausgewählt werden. Soldat wird wessen Gene mutieren und die Fähigkeit hevorbringen eines der vier Elemente zu kontrollieren. Doch Malia will all das nicht und dennoch ist sie eine der "Glücklichen" bei denen die Gene mutieren.

Für wen "Spark" nicht die erste Dystopie im Jugendbuchbereich ist, der wird wenig überrascht von der Handlung sein. Entschuldigt, falls das jetzt schon als Spoiler gilt, aber es läuft alles so ab, wie das Jugenddystopieklischee es vorgibt - inklusive heißem Bad Boy.

Da sind wir auch schon bei meinem ersten Kritikpunkt. Ich bin wirklich kein Freund von diesen Bad Boy Zeug, aber inzwischen kann ich es meist ignorieren, aber Chris setzt dem ganzen die Krone auf. Naja eigentlich ist es eher Malia. Wehr dich! Nur weil der Typ heiß ist, kann er nicht mit allem durchkommen. Zumal es als Jugendbuch auch immer eine gewisse Vorbildfunktion für junge Mädchen UND Jungen hat. Nein, Chris' Verhalten ist nicht in Ordnung, auch wenn er heiß ist und in der Hierachie über Malia steht. Daher würde ich das Buch nicht ab 14 empfehlen, wie es der Verlag tut, sondern erst ab 16, sofern die Person, die es liest, leicht beeinflussbar ist.

An sich finde ich die restlichen Klischees aber gut eingesetzt. Sie bringen die Geschichte voran, auch wenn nichts passiert, was einen Vielleser überraschen würde. Wer neu in dem Genre ist, für den gibt es einiges zu entdecken.

Persönlich würde ich mir noch mehr Einblicke in die Ausbildung der anderen Elemente und der Fortgeschrittenen wünschen. Die Gruppen sind zwar gemischt am Anfang, aber man bekommt doch größtenteils nur Malias Element mit.

Das Thema Genmanipulation in einem Jugendbuch zu verarbeiten fand ich interessant. Man hatte es ja schon mal in Panem mit Tieren, aber bei Menschen habe ich bisher wenig dazu gelesen im Bereich der Jugendliteratur. Ich denke, dass man als Leser wirklich einen guten Denkanstoß bekommen hat. Wie weit sollte und wie weit darf man gehen? Denn auch im Buch scheint sich die Welt da nicht einig zu sein.

Das Beste am Buch ist nicht die Geschichte, sondern Vivien Summers Schreibstil. Einmal angefangen, kommt man nämlich nicht mehr weg vom eReader. Ich wollte an einem Abend eigentlich nur mal kurz das Buch anlesen, allerdings habe ich stattdessen die ersten sieben Kapitel förmlich inhaliert. Dieser überragend packende Schreibstil zeigt, dass es nicht nur auf den Inhalt der Geschichte ankommt, sondern auch darauf, wie sie geschrieben wurde.

Ich werde definitiv den zweiten Band "Fire" lesen, auch wenn ich ahne, wie die Geschichte ablaufen wird. Aber vielleicht liege ich damit ja falsch. Wissen werden wir das erst im April, wenn "Fire" erscheint.

Fazit
Vivien Summers Schreibstil lässt "Spark" aus der Menge an Jugenddystopien herausstechen. Jedoch mangelt es an einer originellen Geschichte und ich halte die Alterempfehlung für leicht beeinflussbare Jugendliche für zu niedrig.

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176 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 75 Rezensionen

dystopie, zwillinge, francesca haig, rebellion, heyne

Das Feuerzeichen - Rebellion

Francesca Haig , Viola Siegemund
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453270411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on Fire
http://www.booksonfire.de/2017/01/rezi-francesca-haig-feuerzeichen-rebellion.html

Zitat
"Auch ich hatte ihn schon gespürt, den Wahnsinn, der vor den Toren meines Bewusstseins scharrte wie eine Ratte im Dachstuhl. Er war immer da. Und manchmal, besonders in den Verwahrungsräumen und seit ich wieder gehäuft von der Explosion träumte, drang er so weit vor, dass ich ihn in der Ferne beinahe erkennen konnte." - Seite 109, Kapitel 9.

Gestaltung
"Rebellion" ist momentan als Hardcover und ebook erhältlich. Das Cover ist nahezu identisch mit dem des ersten Bandes. Der ehemals weiße Hintergrund ist nun blau und das Omegazeichen raucht nicht nur, sondern steht in Flammen. Mir gefällt der Symbolismus an dieser Stelle sehr gut. Das brennende Omega passt gut zu Cass' Entwicklung, während das Blau - beziehungsweise das, womit man es assoziiert - im Laufe der Geschichte eine nicht gerade geringe Bedeutung hat. Zumal Beides einen interessanten Kontrast zueinander bildet. Unter dem Schutzumschlag ist das Buch im gleichen Blau wie das Cover gehalten.
Im Inneren hat sich im Vergleich zu "Das Feuerzeichen" nichts geändert. Die Kapitel sind weiterhin durchnummeriert, wobei die ersten drei Worte des Kapitels großgeschrieben werden. Fragmente aus dem Vorher sind allerdings in kursiv gehalten.
Auch hier hätte ich allein vom Design her nicht nach dem Buch gegriffen, da man die Geschichte kennen muss, um die Gestaltung zu verstehen.
   
Meine Meinung
"Rebellion" ist der zweite Band der "Das Feuerzeichen"-Trilogie. Der erste Band konnte mich damals aus einer Leseflaute ziehen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an den Folgeband. Vorweg: Er konnte diese leider nicht ganz erfüllen.

"Rebellion" setzt kurz nach dem Ende von "Das Feuerzeichen" an. Cass ist noch immer mit den Zwillingen Piper und Zoe unterwegs. Eigentlich spielt sich beinahe das ganze Buch unterwegs ab. Nur wenige Kapitel spielen am selben Ort. Auf Dauer empfand ich dies als ziemlich anstrengend, denn die Handlung kommt leider auch nur schleppend voran.

Wie bereits vom ersten Band bekannt sein sollte, setzt die Autorin nicht auf einen Haufen an Actionszenen sondern eher auf die Beobachterperspektive. Insgesamt finde ich dies ganz gut, da ich lange Kampfszenen als anstrengend empfinde und mein Kopfkino irgendwann anfängt zu streiken. So gibt es im ganzen Buch zwei Szenen bei denen es etwas rasanter zugeht. Wer also auf mehr Action gehofft hatte, wird enttäuscht sein. Für mich war es in Ordnung.

Störend fand ich allerdings, dass manche Abschnitte der Geschichte unnötig in die Länge gezogen wurden, während andere innerhalb von zwei oder drei Kapiteln abgehandelt waren. Meiner Meinung nach hätte man dort gut streichen beziehungsweise ausbauen können. Wirklich voran kommt die Handlung erst ab der zweiten Hälfte des Buches. Vorher betreibt die Autorin starken Weltenbau und Wiederholung von Fakten aus dem ersten Band. An sich eine gute Idee, aber die Umsetzung ließ mich nicht an den Seiten kleben.

In puncto Charaktere gefiel mir das Buch gut. Es werden neue vorgestellt, die auch alle samt gut zu identifzieren und sich zu merken sind. Besonders die Sonderstellung der Seher unter den Omegas wird durch zwei weitere Charaktere hervorgehoben. Doch nicht nur neue Charaktere treten auf, sondern auch welche von denen wir bisher nur gehört haben. In Verbindung damit, fließen auch erstmals schriftliche Fragmente aus dem Vorher in die Geschichte mit ein. Mir persönlich hat dieser Teil gut gefallen, er könnte allerdings aufgrund der plötzlichen Häufung für andere störend sein. Faszinierend war für mich der Gedanke, was man nach 400 Jahren noch verstehen und was eigentlich überliefert werden würde.

Der Schreibstil von Francesca Haig war ausgezeichnet. Ich war sofort wieder in Cass Kopf und fühlte mich nicht als bloße Beobachterin. Einmal drin in der Geschichte konnte ich Kapitel um Kapitel nur so verschlingen. Das Buch endet erneut auf keinem wirklichen Cliffhanger. Man möchte zwar schon wissen, was als nächstes geschieht, aber das Warten bis März 2018 lässt sich durchaus aushalten.

Fazit
"Rebellion" kann nicht ganz mit seinem Vorgänger "Das Feuerzeichen" mithalten. Allerdings kann es dafür mit einer guten Vertiefung des Weltenbaus, spannenden neuen Charakteren und dem Ausbau bereits bekannter Personen einiges wettmachen..

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Tags: das feuerzeichen, francesca haig   (2)
 

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

abstergo, aufstände, assassinen, new york, templer

An Assassin’s Creed Series. Last Descendants. Aufstand in New York

Matthew J. Kirby , Achim Stanislawski
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 24.11.2016
ISBN 9783733503307
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2017/01/AC-LastDescendants-AufstandinNewYork.html

Zitat
"Das Wort Krieg hört sich so gewaltig an, aber es ist ganz anders. Er löscht unzählige einzelne kleine Leben aus, und jeder dieser vielen kleinen Tode ist bedeutsam." - Seite 167/168, Kapitel 11.
    
Gestaltung
"Aufstand in New York" ist momentan als ebook und als broschierte Ausgabe zu erhalten. Da ich Letzteres gelesen habe, bezieht sich dieser Teil meiner Rezension auf die Broschur. Das Cover zeigt vermutlich den Protagonisten Owen in einer für Assassinen üblichen Haltung. Die Kapuze verdeckt das Gesicht und an seinem Arm befindet sich eine versteckte Klinge. So ganz zum Buch passen tut dies nicht. Denn Owen ist im Buch kein Assassine. Marketingtechnisch macht das Cover aber Sinn, da so ein klassiches Motiv der Reihe aufgegriffen wird. Ebenfalls ist die Person auf dem Cover glänzend gedruckt, während der Rest des Covers matt ist.
Der Hintergrund zeigt einen städtische Szenerie im typischen Look des ladenen Animus. Hinter dem Reihentitel "Last Descendants" sieht man das Assassinenzeichen in grau und darüber im typischen Rot "An Assassin's Creed Series".
Auf dem Cover befindet sich auch noch ein Sticker, welcher auf den neuen "Assassin's Creed"-Film hinweißt. Er scheint abziehbar zu sein. Ausprobiert habe ich das allerdings nicht.
Im Inneren sind die Kapitel durchnummeriert und tragen keine besonderen Titel. Hinter der Kapitelüberschrift sieht man die typischen Dreiecke aus dem Animus. Diese findet man ebenfalls in kleinerer Ausgabe neben jeder Seitenzahl.
Insgesamt gefällt mir die Gestaltung gut, dass sie mit dem Design der Spiele einhergehen. Lediglich die Darstellung des Hauptcharakters auf dem Cover, beziehungsweise dessen Ungenauigkeit in Bezug auf die Geschichte, stören mich.

Meine Meinung
Neben der Graphic Novel "Assassin's Creed - Feuerprobe" ist passend zum neuen Kinofilm "Assassin's Creed" nun auch der erste Band der "Assassin's Creed: Last Descendants"-Reihe erschienen. Das Besondere an "Aufstand in New York" ist, dass es das erste Buch des "Assassin's Creed"-Franchises ist, welches sich besonders an Jugendliche richtet.

Protagonist der neuen Reihe ist Owen. Sein Vater wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet, doch Owen glaubt nicht, dass ein Vater zu der Tat fähig gewesen wäre und will die Wahrheit herausfinden. Durch Monroe, den IT-Experten und Hausmeister an seiner Schule, macht er gemeinsam mit seinem Freund Javier seine ersten Erfahrungen mit dem Animus. Doch wo dieser ist, sind weder Templer noch Assassinen weit. Schneller als es Owen und Javier lieb ist, sind sie gemeinsam mit vier weiteren Jugendlichen in den Kampf um einen weiteren Edensplitter verwickelt.

Matthew J. Kirbys Schreibstil ist angenehm lesbar und geeignet für die anvisierte Altersgruppe. Auch für Personen, die die Spiele bisher nicht gespielt oder vielleicht einiges sogar wieder vergessen haben, bietet der Autor eine gute Einführung in die Welt von "Assassin's Creed" durch die Augen von Owen und den anderen Charakteren.

In der Gegenwart erlebt der Leser alles durch Owens Augen, ausgenommen der Prolog und der Epilog. Sobald es in die Vergangenheit geht, erhält man pro Kapitel einen Einblick in die anderen Jugendlichen und ihre Vorfahren. Besonders dieser Teil hat mir gut gefallen, da man hier die Vielfalt der New Yorker Gesellschaft während des Aufstands von 1863 reflektiert hat. Aber ich habe auch etwas zu kritisieren. Da man die anderen Charaktere vorher kaum kennenlernt, kann man sich ihre Namen und Besonderheiten nicht allzu schnell merken. Wenn es dann in den Animus geht, kommen auch noch die Eigenheiten der Vorfahren dazu. Ich konnte erst nach einigen Kapiteln wieder den vollkommenen Überblick gewinnen. Daher vermute ich, dass jüngere und vorallem langsamere Leser an dieser Stelle möglicherweise die Lust an der Geschichte verlieren.

Die Geschichte an sich ist spannend und auch gut erzählt. Die Charaktere treffen sich untereinander und die Geschichte, vor allem die der schwarzen Bevölkerung, wird auch nicht geschönt. Dies mag für Leser unter 14 Jahren besonders an einer Stelle vielleicht etwas brutal sein, andererseits wird sie Szene nicht bildlich ausgeschrieben, sondern im Nachhinein erklärt.
Über die anderen historischen Ereignisse kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich mich mit ihnen bisher nie weiter beschäftigt habe. Allerdings empfand ich die "Assassin's Creed"-Reihe bisher immer relativ authentisch, wenn man eben von den Assassinen und Templern absieht.
Gut gefallen hat mir die Idee, dass die Geschichte diesmal unparteiisch begann. Weder die Assassinen noch die Templer haben die Jugendlichen an den Animus herangeführt, sondern eine dritte Partei. Eine interessante Wendung zu den bisherigen, mir bekannten, Werken.

Die Geschichte endet auf einem Cliffhanger mit einer Andeutung, in welche Zeit es als nächstes gehen wird. Ich zumindest habe Lust auf "Das Grab des Khan" bekommen, das übrigens gerade auf Englisch erschienen ist, aber auch schon Ende April auf Deutsch zu bekommen sein wird.

Fazit
"Assassin's Creed: Last Descendants - Aufstand in New York" überzeugt mit einer packenden und neuen Geschichte innerhalb des vorhandenen Universums. Allerdings könnte die jugendliche Zielgruppe bei der Vielzahl an Charakteren schnell durcheinander kommen und die Lust an der von vielen Seiten beleuchteten Geschichte verlieren.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Assassin’s Creed. Band 1

Anthony Del Col , Conor McCreery , Neil Edwards
Fester Einband
Erschienen bei Splitter-Verlag, 01.11.2016
ISBN 9783958394162
Genre: Comics

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de...

Zitat
"Wir sind R2-D2 und C-3PO. Wir warten im Computerraum, während die anderen die Prinzessin retten. Aber du kannst auch R2, wenn du willst. Aber du siehst nicht aus wie ein R2-Fan."- Seite 87, Kapitel 4.

Meine Meinung & Gestaltung
Cover der limitierten Sonderausgabe
Da es sich bei "Feuerprobe" um eine Graphic Novel handelt, beziehungsweise einen Sammelband der ersten fünf Hefte der neuen "Assassin's Creed"-Reihe, werde ich an dieser Stelle die Gestaltung und meine Meinung als eine Kategorie zusammenfassen.

Die Graphic Novel gibt es momentan in drei Ausführungen. Als ebook, als gebundene Ausgabe und als gebundene Sonderausgabe*, die auf 666 Exemplare limitiert ist und ein anderes Cover besitzt. Da ich die normale gebundene Ausgabe gelesen habe, bezieht sich meine Bewertung auf eben diese. Das von amazon angezeigte Cover stimmt übrigens nicht mit der tatsächlichen Version überein. Das richtige Cover, welches auch auf der Verlagsseite zu sehen ist, ist das selbe wie auf dem ebook. Ursprünglich war das Cover des deutschen Sammelbands eines der Cover des zweiten englischsprachigen Heftes.

Dass die Graphic Novel zur Assassin's Creed*Welt gehört, wird nicht nur durch den bekannten Schriftzug klar, sondern auch durch den Aufgriff verschiedener Symbole. Zum Beispiel die versteckte Klinge, den rot-weißen Hoodie oder auch das Zeichen der Assassinen vor jedem Kapitel auf einem Hintergrund der stark an die Optik des Animus erinnert. Auch auf der Rückseite der Graphic Novel führt man die Symbolik fort. Protagonistin Charlotte wird hier erneut im Hoodie dargestellt, wie sie sich im Programm des Animus befindet.

Die Graphic Novel wechselt, wie auch die Spiele, immer wieder zwischen dem hier und jetzt und der Vergangenheit hin und her. So sind die Szenen in der Moderne weiß eingerahmt, während man konstrativ dazu für die Vergangenheit schwarz gewählt hat.

Protagonistin der Graphic Novel ist Charlotte de la Cruz, eine begnadete Konsolen-Zockerin, die sowohl von den Templern als auch von den Assassinen gesucht wird. Denn ihr Vorfahre Tom Stoddard, welcher während der Hexenprozesse von Salem lebte, ist der Schlüssel zu einem weiteren Edensplitter. Mit der ersten Seite wird man sofort in die Geschichte geworfen und es dauert auch nicht lange bis es zur Sache geht. Als noch relativer Newbie zu Graphic Novels ging es mir allerdings etwas zu schnell. Leider wirkten auch einige Dialoge auf mich sehr hölzern.

Charlotte hinterließ auf mich bisher leider keinen besonderen Eindruck, da sie das Klischee des nerdigen, aber taffen Gamergirls zu sehr vertritt. Es fehlen ihr noch die Ecken und Kanten. Erst gegen Ende scheint sie dem Mary-Sue-Fluch einer perfekten Protagonistin, der alles gelingt, entfliehen zu können.

Ihr Vorfahre Tom Stoddard hingegen war mir sofort sympathisch. Er erinnerte mich mit seinen Sprüchen und seinem Auftreten ein wenig an den älteren Ezio Auditore, dem Protagonisten von Assassin's Creed II sowie Brotherhood und Revelations. Die Assassine und Nonne Querry war der perfekte Sidekick an Toms Seite, die ihm auch ordentlich Kontra gab. Gut gefiel mir, dass man neben Toms Gedanken auch Charlottes zu sehen bekam. Dabei waren seine in hellblauen Kästchen und ihre in rosa gedruckt wurden.

Insgesamt war die Geschichte in Ordnung, riss mich allerdings nicht vom Hocker. Vieles ging mir zu schnell und zu perfekt über die Bühne. Des Weiteren waren Wendungen, welche überraschend hätten sein sollen, vorhersehbar. Man merkte einfach, dass die Autoren versuchten auch Leser, die die Spiele nicht kennen, in die Welt einzuführen sowie die eigenen Charaktere zu etablieren. Erst das Ende wich ein wenig davon ab und machte mir Lust auf mehr.
Obwohl ich mit Charlotte noch nicht ganz warm geworden bin, möchte ich doch wissen, wie ihre Geschichte weitergeht und ob sie als Charakter noch reifen wird. "Feuerprobe" endet schließlich auf einer Note, die sich dafür mehr als anbieten würde.

Als Laie ist es natürlich schwer künsterlisches Können zu beurteilen. In meinen Augen haben aber Zeichner Neil Edwards und Ivan Nuanes, welcher für die Kolorierung zuständig war, sehr gute Arbeit geleistet, um die Charaktere und ihre Welt zum Leben zu erwecken, sowie die von Anthony Del Col und Conor McCreery geschriebene Geschichte umzusetzen.

Neben der 122 Seiten langen Geschichte befinden sich auch noch acht Infoseiten über die Ereignisse in Salem am Ende des Buches, die Fakt und Fiktion (Templer und Assassinen) miteinander mischen und einen guten ersten Überblick sowie Hintergrundinformationen auf leicht verständlichem Niveau bieten. Danach folgt noch eine Covergalerie in der einige Cover der einzelnen Hefte gezeigt werden. Besonders die ersten Hefte haben A und B - und manchmal sogar noch mehr - Cover. Das Prime-Cover von Band 2 ist zum Beispiel ebenso das Cover von "Feuerprobe", während das B-Cover von Heft 3 die limitierte Sonderausgabe ziert.
Zusätzlich zu den Informationen über die Hexenprozesse von Salem wurde vorne und hinten im Buch auch noch eine Karte von Salem Village im Jahre 1692 abgedruckt. Über die Authenzität lässt sich streiten, da die Karte erst 1866 von W.P. Upham gezeichnet wurde, aber dennoch ist sie ein schönes Gestaltungsmerkmal.

Fazit
"Assassin's Creed - Feuerprobe" ist eine künstlerisch geniale Graphic Novel, die ihren Preis wert ist. Die Geschichte hingegen überrascht leider kaum. Vermutlich auch, da es sich um eine Einführung in die Welt der Assassinen und Templer handelt, womit sich die Graphic Novel auch für Leser eignet, die die Spiele noch nicht kennen.

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170 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

federherz, elisabeth denis, fantasy, internat, liebe

Federherz

Elisabeth Denis
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 25.07.2016
ISBN 9783958820012
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/11/rezi-elisabeth-denis-federherz.html

Zitat
"Am liebsten würde ich mich in mein Bett verkriechen, aber ich muss aufschreiben, was in den letzten Wochen passiert ist." - Kapitel 1.

Gestaltung
"Federherz" gibt es momentan nur als gebundene Version und als ebook. Beides ist mit 12,99€ bzw. 6,99€ günstig im Vergleich zu anderen Büchern des gleichen Formates.
Das Cover zeigt eine Art Scherenschnitt von einem Mädchen, vermutlich die Protagonistin Mischa, und unzähligen Federn um sie herum. Der Vordergrund ist in cremé bis blassrosa gehalten, sodass sich der von orange nach dunkelrot verlaufende Scherenschnitt besser abhebt. In diesem erkennt man einen Wald sowie Berge im Hintergrund. Insgesamt entsteht eine mystische, aber nicht beängstigende Stimmung. Das Cover passt gut zum Titel, belässt den Inhalt aber im Dunkeln.

Im Inneren wird das Federthema fortgesetzt indem am rechten Rand von Seite zu Seite immer mehr Federn herunterrieseln. Nach einer Weile wiederholt sich das Muster. Die Kapitel hat man unbetitelt gelassen, dafür allerdings in der gleichen Schrift wie der Titel auf dem Cover gestaltet.
Mir gefällt die Kontinuität an dieser Stelle sehr gut, da sie das Buch einzigartig und zu einer Augenweide macht.

Meine Meinung
Bei "Federherz" hat mich der mysteriöse Klappentext verführt. Ich wusste nicht genau mit was ich zu rechnen hatte. Ein Thriller? Fantasy? Oder etwas ganz anderes. Relativ schnell war mir aber klar, dass es sich wahrscheinlich um Zweiteres handelte, was sich später auch bestätigte.

"Federherz" fing für deutsche Fantasy viel versprechend an. Zwar war es für Vielleser vorhersehbar, dass mit der neuen Schule etwas nicht stimmen konnte, aber was genau für ein Geheimnis sie verbirgt, konnte ich bis zur wirklichen Auflösung nicht erahnen. Die Idee erscheint mir originell, zumindest habe ich noch nichts dergleichen gelesen. Das Schulsetting hingegen war schon etwas ausgelutscht.

Da ich das Buch nicht einem Stück durchgelesen habe, sondern zwischen drin Pausen hatte, habe ich irgendwann vergessen wie alt die Protagonistin eigentlich ist. Erst durch Rachel von "Herzensbücher eines Luftmenschen" fiel mir wieder ein, dass Mischa erst 14 ist. Benehmen tut sie sich das ganze Buch über eher wie zwischen 16 und 18.
+++Vorsicht ab hier könnte ein Spoiler folgen!+++
An dieser Stelle gebe ich Rachel Recht, da ich es nicht ganz unbedenklich finde in einem Buch, was ab 12 Jahren vom Verlag empfohlen wird, die Protagonistin und ihr erster Freund schon beim zweiten Date intim miteinander werden.
+++Spoiler Ende+++
Ebenfalls entsteht dadurch auch ein Logikfehler. Mischa soll nämlich in der 10. Klasse sein. In der 10. ist man aber durschnittlich 16 Jahre, also dank Kannkindern und Sitzenbleibern immer noch +/- ein Jahr. Mischa ist allerdings 14. Eine Erklärung, wieso sie schon in der 10. ist fehlt. Zumal sie gemeinsam mit ihrem besten Freund eine Jahrgangsstufe besucht, welchen sie schon von kleinauf kennt. Dieser Fehler hätte eigentlich spätestens im Lektorat auffallen müssen. Entweder handelte sich die 14 um einen Tippfehler, den niemand behoben hat, womit auch mein erster Kritikpunkt hinfällig wäre, oder es wurde ordentlich geschludert.

Mein weiteres Problem mit der Geschichte ist, dass die Nebencharaktere nicht wirklich originell sind. Da ist der beste Freund, dessen Motive so offensichtlich sind, dass man schon einen ganzen Baumstamm vor dem Kopf haben müsste, um noch überrascht zu sein. Natürlich sind die Schüler der mysteriösen Schule auch nicht sonderlich gebildet, was unser alltägliches Leben angeht. Fehlen darf aber auch nicht der mega-heiße mysteriöse Typ in den sich Mischa beinahe auf den ersten Blick verliebt. Warum? Die Idee war doch relativ originell, weshalb pumpt man sie dann mit Charakteren aus der Stereotypen-Ecke voll?

Den Schreibstil fand ich in Ordnung, auch wenn er mich nicht an das Buch fesseln konnte. Die Geschichte war dennoch gut lesbar. Die Auflösung am Ende war zwar gut und nette Überleitung zum nächsten Band, konnte mich aber nicht soweit abholen, dass ich "Federwelt", trotz der originellen Idee, lesen müsste.

Fazit
"Federherz" sticht mit einer originellen Idee hevor, die aber durch stereotypische Charaktere sowie Logikfehler, welche zu fragwürdigen Situationen führen, in den Hintergrund rückt.

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223 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

dänemark, schloss, hypnose, liebe, beatrix gurian

Glimmernächte

Beatrix Gurian
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 04.07.2016
ISBN 9783401602165
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
https://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/09/rezi-beatrix-gulan-glimmernachte.html

Zitat
"Sie stellte sich den Tod auch nicht mehr als Sensemann mit Kutte vor, sondern wie einen in rot gekleideten Pizzaboten, der Stein, Schere. Papier - und Tod spielen wollte." - Kapitel 4.
 
Gestaltung
"Glimmernächte" ist momentan als ebook und gebundene Ausgabe verfügbar. Ich beziehe mich hier auf ersteres. Das Cover an sich hat nicht viel mit der Geschichte zu tun. Es zeigt eine Frau in einem blaune Ballkleid, die von goldenen Lichtreflektionen umgeben ist. Eine Referenz zur Geschichte fehlt mir. Da hätte man sich mehr Mühe geben können. Andererseits ist das Cover wirklich schön und wird vermutlich so einige Fans von "Selection"* und "Das Juwel" zum Kauf animieren.
Im Inneren sind die Kapitel durchnummeriert. Danach folgt eine kleine Lilie bevor das Kapitel mit einem Kapitälchen beginnt.
Insgesamt ist die Gestaltung zwar sehr schön, hat aber nur wenig Verbindung zur eigentlichen Handlung des Buches.

Meine Meinung
An "Glimmernächte" hatte mich sofort das Cover gelockt, erinnerte es doch an die momentan populären Reihen "Selection"* und "Das Juwel". Auch dieses Buch ist im Adel angesiedelt, doch eher im niederen und modernen Adel des 21. Jahrhunderts. Alles beginnt mit dem Umzug nach Dänemark, da Pippas Mutter sich nachdem Tod des Vaters ihrer zwei Kinder wieder neu in einen dänischen Prinzen verliebt hat und plant diesen zu heiraten. Doch noch bevor sie die neue Heimat richtig erreicht haben, passiert etwas merkwürdiges.

Pippa gefiel mir als Protagonistin relativ gut. Es gab einige Stellen bei denen sie mich etwas nervte, doch vorallem anfangs konnte ich mich in sie hineinfühlen. Später jedoch verkam Pippa zur klassischen Protagonistin eines Jugendbuches. Ich verlor nach und nach die Verbindung zu ihr. Auch der Rest der Familie wurde immer blasser. Vorallem Stiefschwester Kirstens Charakter dreht sich öfter als eine Waschmaschine im Schleudergang. Sie hatte Potenzial, wurde dann aber als Plotdevice misbraucht.

Wer beim Cover an eine Geschichte voller Glanz und Gloria denkt, der wird wohl enttäuscht werden. "Glimmernächte" lässt sich eher als Jugendthriller einordnen. Leider driftet es manchmal zu sehr ins Fantastische ab. Vielleicht liegt es an mir, aber trotz der Auflösung am Ende, ergibt sich für mich der Sinn beziehungsweise der Grund für die Ereignisse beim ersten Abendessen auf dem Schloss nicht. Auch weiß ich noch immer nicht, was der Titel mit der Geschichte zu tun hat. Neben diesen beiden Punkten gibt es noch mehr Stellen, die für mich noch einer logischen Erklärung bedürfen.

Der Schreibstil von Beatrix Gulan gefiel mir gut. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und dachte mir immer, dass ein weiteres Kapitel ja nun auch nicht mehr schade. Auch der Spannungsbogen war genial, lediglich über die Auflösung lässt sich streiten. Für mich war sie einfach zu abgefahren um noch in irgendeinerweise realistisch zu sein.

Leider wird auch in diesem Buch nicht auf eine Liebesgeschichte verzichtet. Manchmal kann diese ja den Plot voranbringen, aber hier hätte eine gute Freundschaft den gleichen Zweck erfüllt ohne die klassischen Jugendbuchklischees zu erfüllen.

Ein guter Ansatz war es dänische Mythen, Bezug auf die kulturelle Geschichte Europas und Verschwörungstheorien mit einfließen zu lassen. Doch am Ende wurde es einfach zu viel und vorallem bei den dänischen Mythenkreaturen kam ich schnell durcheinander.

Fazit
"Glimmernächte" fing gut an, ließ dann aber stark nach. Leider kann der geniale Schreibstil nicht über Handlungslücken und Jugendbuchklischees hinwegscheinen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

A Torch Against the Night

Sabaa Tahir
Audio CD
Erschienen bei Listening Library (Audio), 26.04.2016
ISBN 9780147525031
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ursprünglich erschienen auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/08/sabaa-tahir-a-torch-against-the-night.html

Zitat
"'Your emotions make you human.' Elias says. 'Even the unpleasant ones have a purpose. Don't lock them away. If you ignore them, they just get louder and angrier.'" - XII: Laia.

Gestaltung
Nachdem es im englischen Original inzwischen zwei verschiedene Cover zum Vorgänger "An Ember in the Ashes" - zu deutsch "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" - gibt, war ich gespannt, was man mit dem Cover zu Band 2 tun würde. Interessanterweise passt es - für mich überraschenderweise - sehr gut zu beiden Ausgaben. So wurde vom ersten Cover das Mauerelement übernommen, während man die zwei Schattenschnitte aus der neueren Ausgabe verwendet hat. In meinen Augen eine gute Lösung, so dass weder Frust bei den frühen oder späteren Käufern vom ersten Band aufkommen kann.
Doch auch "A Torch Against the Night" besitzt zwei Cover, die sich aber lediglich in der Schriftfarbe des Titels unterscheiden. Die eine Schrift ist im eisigen Dunkelblau gehalten - wie auch auf meinem Leseexemplar - während die andere wie loderne Flammen wirkt.
Das Buch selbst wurde in vier Teile geteilt, die jeweils einen eigenen passenden Titel tragen. Das Innere gleicht dem Vorgänger. Erneut werden die Kapitel mit römischen Zahlen fortlaufend nummeriert, denen jeweils der Name des aktuellen Erzählers folgt.
Mir fehlte jedoch in meinem Leseexemplar eine Landkarte um den Bewegungen der Figuren folgen zu können. Soweit mir allerdings bekannt ist, befindet sich eine in der fertigen Hardcoverausgabe.
Insgesamt ist die Gestaltung von "A Torch Against The Night" gut gelungen.

Meine Meinung
Wie viele Blogger hatte ich letztes Jahr das Glück "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" noch vor dem englischen Release auf Deutsch lesen zu dürfen. Meine Begeisterung war groß und ich konnte es kaum abwarten den nächsten Band zu lesen. Glücklicherweise ergab es sich, dass ich Teil der internationalen Blogtour, welche vom amerikanischen Verlag Penguin Random House organisiert wurde, werden durfte.

"A Torch Against The Night" setzt sofort nachdem Ende von "An Ember in the Ashes" an. Ohne große Einleitung geht es weiter mit Elias und Laia. Nach über einem Jahr hat man nun doch schon so einiges vergessen. Daher konnte ich anfangs nicht immer sofort folgen, wieso manche Charaktere jetzt so oder so handelten. Bald jedoch war ich wieder in den Geschichte drin.

Meine Befürchtungen, dass das typische Jugendbuchklischee einer Dreiecksbeziehung zwischen den drei Protagonisten Elias, Laia und Helene ausgeschlachtet werden würde, erfüllt sich zum Glück nicht. Keiner der drei Charaktere wird für eine lahme Liebesgeschichte geopfert, stattdessen kämpft jeder mit sich selbst und den Gegebenheiten. Besonders Helene entwickelt sich. Hatte sie im letzten Buch eher noch die Rolle eines Sidekicks, liefert sie nun Einblicke in das Leben als Blutfalke, die mich nur so an der Geschichte kleben ließen. Ich kann ohne Scheu sagen, dass sie mein Lieblingscharakter der Reihe ist.

Des Weiteren erfahren wir in "A Torch Against The Night" mehr über die Menschen, welche im Reich eigentlich leben. Die Sitten und Traditionen der Stämme, aber auch die Politik der Gens - die noblen Familien - und die Machtsicherung von Marcus spielen keine unwesentliche Rolle, auch wenn sie nicht der Fokus der Geschichte sind.

Während Laia mich in "An Ember In The Ashes" noch regelmäßig nervte, wächst sie nun zu einem wirklich guten Charakter heran. Sie ist nicht perfekt, aber auch nicht mehr "die Jungfrau in Nöten". Laia weiß, was sie will und sie kämpft dafür.

Enttäuscht war ich jedoch von Elias. Es lag weniger an seinem Charakter, auch wenn ich ein wenig die Maske in ihm vermisst habe, als an der Storyline für ihn. Es war zwar ein interessanter Ansatz, aber er war mir doch zu fantastisch und unpassend für die Geschichte. Für mich hätte man diesen Aspekt streichen können und die Geschichte wäre plausibler gewesen.

Leider entstehen dadurch auch einige Längen im Mittelteil des Buches. Auf den letzten 150 Seiten legt Sabaa Tahir allerdings wieder ordentlich Kohlen ins Feuer und heizt die Geschichte ein. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Das lag auch an dem packenden Schreibstil, welcher weder zu detailiert und noch zu karg war. Er gab mir immer noch genug Raum mein eigenes Kopfkino zu entwickeln. Der Cliffhanger am Ende, besonders für Helene, lässt mich bereits mehr als gespannt auf den Veröffentlichungstermin von Band 3 freuen.

Fazit
Mit Blut, Intrigen und Verrat steht "A Torch Against The Night" seinem Vorgänger "An Ember in the Ashes" in nichts nach. Möge der dritte Band möglichst schnell erscheinen.

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144 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

romeo und julia, liebe, stefanie hasse, gardasee, impress

Liebe keinen Montague

Stefanie Hasse
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.06.2016
ISBN 9783646602258
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ursprünglich auf Books on PetrovaFire veröffentlicht
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/08/rezi-liebe-keinen-montague.html

Zitat
"Es war nicht das, was sich die Menschen darunter vorstellten, die nicht an die Liebe glaubten. Es war nicht Cupidos Pfeil, der einen traf, und man nur noch Herzchen sah wie in einem Comic. Nein, die wahre Liebe lässt Kleinigkeiten und Negatives verblassen und lässt sich selbst im besten Licht erscheinen." - Akt III, 4. Szene.

 
Gestaltung
"Luca & Allegra - Liebe keinen Montague" gibt es momentan nur als ebook. Ab September 2016 wird aber auch das Taschenbuch erhältlich sein. Das Cover zeigt vermutlich Protagonistin Allegra mit einer Maske, die ganz gut zur Handlung passt. Was der weiße Tüll jedoch soll - welcher mich an einen Brautschleier erinnert - weiß ich leider nicht zu deuten. Ansonsten gefällt mir aber die Farbgebung, die zu Allegra passt. Wer das Buch gelesen hat, wird verstehen weshalb, weiß/creme die perfekte Wahl war.
Das Buch wurde in fünf Akte und Szenen eingeteilt, was vermutlich an die Vorlage "Romeo & Julia" beziehungsweise allgemein Theaterstück angelehnt ist. Leider werden die Szenen auf meinem tolino nicht in der Kapitelübersicht angezeigt. Ob dies allgemein oder nur bei meinem Leseexemplar der Fall ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Die Szenen und Akte werden durch dicke Überschriften gekennzeichnett, denen ein kleiner grauer Schnörkel folgt.
Insgesamt gefällt mir die Gestaltung ganz gut, da sie besonders beim Cover durch die Maske und das helle Farbschema einen Wiedererkennungswert liefert.

Meine Meinung
Eigentlich bin ich absolut unromantisch und war, als ich in der Oberstufe "Romeo & Julia" lesen musste, nicht sonderlich angetan von dem Stoff. Doch irgendwie konnte mich die Präsentation auf der Leipziger Buchmesse und der allgemeine Hype überzeugen "Liebe keinen Montague" doch mal eine Chance zu geben.

Ich war positiv überrascht, war ich doch mit Stefanie Hasses Debüt - damals noch als Self-Publisherin - nicht sonderlich warm geworden. Ihr Schreibstil hat sich positiv verändert und man merkt, dass es bereits die dritte Reihe ist an der sie schreibt. Dennoch geht es mir an einigen Stellen noch zu flink. Gefühle und Beziehungen zwischen den Charakteren ändern sich zu schnell, durch manche Handlungsstränge wird man förmlich gejagdt und manche "Enthüllungen" waren nicht sonderlich überraschend, wenn man Vielleser ist.

Die Grundidee Shakespeare mit römischen Göttern zusammenzuwerfen ist definitiv originell und geht größtenteils auf. Jedoch wird mir Protagonistin Allegra nicht genügend Steine in den Weg gelegt. Viel zu schnell löst sie oftmals Probleme. Zwar wird sie ein-, zweimal zurückgeworfen, aber am Ende entspricht sie in dreiviertel der Fälle - besonder gegen Ende - dem Mary-Sue-Klischee. Schade eigentlich.

Luca lässt sich für mich nicht wirklich charakterisieren. Man lernt ihn eigentlich nur durch Allegras Augen kennen, die relativ schnell nur noch den perfekten Book-Boyfriend - so nennt man, dass doch heute, oder? - sehen. Wie gesagt, ich bin hoffnungslos unromantisch und war daher von ihm nur wenig angetan. Hier hätte ich mir mehr einzigartige Ecken und Kanten gewünscht. "Bad" Boy mit weichem Kern ist leider inzwischen die Norm in Jugendbüchern.

An die Nebenfiguren erinnere mich leider nicht sonderlich. Lediglich, dass ich noch nicht ganz verstanden habe, wer von Allegras Eltern nun von der legendären Capulet-Familie abstammt. Nur die Mutter, nur der Vater oder beide Elternteile? Waren die Cousins nicht über die väterliche Linie mit Allegra verwandt? Leider wurde dies nur einmal ganz kurz angesprochen und ich finde die Stelle nicht mehr. Zumindest ließ sie mich etwas verwirrt zurück. Da hätte ich mir am Ende des Buches einfach nochmal einen Stammbaum der Familien Capulet und Montague gewünscht, damit nochmal klar wird, wer mit wem in welcher Beziehung steht.

Das wirkt jetzt alles irgendwie etwas negativ. Insgesamt gefiel mir das Buch aber ganz gut. Es ließ sie flüssig lesen und unterhielt mich währenddessen. Besonders das einzigartige Setting. Endlich mal nicht USA, Großbritannien oder Deutschland. Auch nicht das Originalsetting von "Romeo & Julia" - Verona - sondern der Gardasee. Die Adaption ist an dieser Stelle wirklich gelungen.

Fazit
"Liebe keinen Montague" ist ein dramatischer Liebesroman für lauschige Sommertage, der leider kaum im Gedächtnis eines Viellesers hängen bleibt, ansonsten aber gut geschrieben ist.

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468 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

zwillinge, fantasy, mystery, magie, lügen

Book of Lies

Teri Terry , Petra Knese
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 05.07.2016
ISBN 9783649667520
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/07/rezi-teri-terry-book-of-lies.html

Zitat
"He doesn't know that I never lie. Except to myself, and I'm finished with that." - Seite 42, englischsprachige Ausgabe.

Meine Meinung
Wer mich schon länger verfolgt, weiß dass ich ein absoluter Fan von Teri Terrys Büchern bin. So musste ich mir natürlich auch "Book of Lies" zulegen, welches ich schlussendlich größtenteils auf Englisch, aber auf ein paar Kapitel auf Deutsch gelesen habe.

Von der ersten Seite an konnte mich der Schreibstil sofort wieder an das Buch fesseln. Tatsächlich habe ich es sogar innerhalb eines Tages durchgelesen. Unterwegs auf Englisch, zu Hause kurz auf Deutsch bis ich dann doch wieder zum Englischen gewechselt bin. Aber auch ein Lob an die Übersetzerin, da der Schreibstil auch im Deutschen mich noch immer packen konnte.

Als ich angefangen habe zu lesen, hatte ich mir recht schnell ein Urteil über die Charaktere gebildet...zu vorschnell. Es gibt in diesem Buch unheimlich viele Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Vorallem das Ende. Ich glaube nicht, dass irgendjemand es so vorhergesehen hat.

Auf der einen Seite gab es Phasen da mochte ich Piper und es gab Phasen, da wollte ich sie die nächstbeste Klippe hinabstoßen. Gleich erging es mir bei ihrer Zwillingsschwester Quinn. Auch die Nebencharaktere wurden davon nicht geschont. Auf der anderen machten diese Charaktereigenschaften die Personen erst real. Niemand ist perfekt und so waren es auch nicht die Charaktere.

Interessanter Weise bedient sich die Autorin beim mystischen Hintergrund alter Folkssagen der Region rundum Dartmoor, England. Bisher habe ich nur kurz darüber gelesen, aber die Verflechtung gefällt mir wirklich gut.

Doch bevor hier noch jemand auf meiner Sabberspur ausrutscht, natürlich habe ich auch etwas zu kritisieren. Obwohl mich "Book of Lies" wieder packen konnte, kam es nicht ganz an die "Gelöscht"-Trilogie und "Mind Games" heran. Leider bleibt vieles lange im Dunkeln und nach zweihundert Seiten kann einem das schon auf die Nerven gehen. Wenn man das Buch am Stück liest, löst es sich noch relativ schnell auf. Liest man allerdings - wie normalerweise - mehrere Tage daran, ist es wohl möglich noch etwas frustrierender. Trotzdessen ist Geschichte spannend und gut erzählt.

Fazit
Mit "Book of Lies" beweist Teri Terry, dass sie nicht nur Dystopien schreiben kann. Ein Ende, welches ich so nicht vorhergesehen habe.

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210 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

homosexualität, liebe, weltrekord, schwul, jungs

Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt

David Levithan ,
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 24.09.2015
ISBN 9783737351850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
https://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/06/rezi-david-levithan-two-boys-kissing.html

Zitat
"Aufrichtig zueinander zu sein ist kein Geschenk, das in Einwickelpapier daherkommt - aufreißen und fertig. Nein, es ist ein Geschenk, das sich selbst entfaltet. Mit dem Reden anzufangen ist genug. Es reicht, einen Anfang gemacht zu haben und zu spüren, dass es ein Anfang ist."
- Seite 100 & 101.

Gestaltung
Das Cover von "Two Boys Kissing" ist übersät von kleinen Strichmännchenpaar. Immer eine Frau und ein Mann. Doch vereinzelt treten in Regenbogenfarben Paare hervor aus zwei Männern. Passend zum Titel. Im Buch geht es jedoch um die gesamte LGBT-Gemeinde. Wieso also nicht auch mal zwei Frauen? Dennoch gefällt mir, dass diese Paare in der Menschenmasse integriert sind. Wären sie nicht in den Farben des Regenbogens gehalten, sondern in grau, wie die anderen, wem würden sie da schon auffallen?
Mir gefällt das deutsche Cover definitiv besser als das Original, da man dort lediglich zwei Jungs beim Küssen abgebildet hat, während hier doch einiges an Ideen und Kreativität hineingeflossen ist.
Ungewöhnlich an "Two Boys Kissing" ist das Fehlen von Kapiteln. Die Perspektivwechsel werden lediglich durch Absätze markiert. Ansonsten ist es eine Geschichte ohne Pausen.

Meine Meinung
Lange habe ich mich versucht vor dieser Rezension zu drücken. Ich fühlte mich des Buches einfach nicht würdig, denn egal welche Worte ich finden würde, sie wären doch irgendwie die falschen. "Two Boys Kissing" lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Aber ich werde es versuchen.

David Levithan hat einen einzigartige Perspektive gewählt. Das Buch ist in der Wir-Form geschrieben. Wir, dass ist eine fiktive Gemeintschaft der Verstorbenen, welcher der LGBT-Gemeinde angehörten. Sie beobachten ihre Nachfolger, die jüngere Generation, und sie erzählen die unterschiedlichen Geschichten der Protagonisten.

So viel aus diesem Buch ist zitierungswürdig. Ich habe die Charaktere geliebt. Es wirkte - manchmal leider - authentisch. Es könnte wirklich so passiert sein oder gerade irgendwo auf der Welt geschehen. Jeder Charakter hat seinen eigenen Hintergrund, seinen eigene Geschichte und seinen eigenen Weg, den er oder sie gehen muss.

Ich konnte "Two Boys Kissing" gar nicht aus der Hand legen, so sehr hat es mich gefesselt. Es war spannend, emotional und einfach einzigartig. Es lässt sich kaum in Worte fassen. Auch als Nicht-Mitglied der LGBT-Gemeinde konnte ich die Probleme, die Gefühle und Zweifel verstehen und mich in die Charaktere hineinversetzen.

Ich könnte jetzt noch ewig weiter um den heißen Brei reden, aber damit würde ich dem Buch eindeutig nicht gerecht werden. Lest es einfach!

Fazit
"Two Boys Kissing" lässt sich unmöglich in Worte fassen. Wer es nicht liest, ist selber Schuld!

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

orient, liebe, 1001 nacht, magie, englisch

The Rose and the Dagger

Renée Ahdieh
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei G.P. Putnam's Sons Books for Young Readers, 03.05.2016
ISBN 9780399171628
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/06/rezi-renee-ahdieh-the-rose-and-the-dagger.html

Zitat
"Who would threathen two young girls of common birth? As Irsa cut a sideway glance at her sister, she remembered. Shahrzad was no longer the mere daughter of a lowly keeper of books. She was the Calipha of Khorasan. An asset for any enemy of Khalid Ibn al-Rashid. Of which there were many." - Seite 39, "Stories and Secrets".

Gestaltung
Momentan ist "The Rose & The Dagger" als ebook, Hardcover, Taschenbuch und Hörbuch - sowohl Download als auch CD - erhältlich. Ich werde hier auf die Taschenbuchausgabe eingehen.
Während beim ersten Band "The Wrath & The Dawn" der Cover matt gehalten war, hat man sich für den Nachfolger für ein glänzendes Cover entschieden. Die Gestaltung dessen ist ähnlich. Wieder sieht man Shahrzad durch mehrere Gucklöcher, diesmal in Form von Dolchen und Blumen - entsprechend dem Titel. Erneut sieht man Shazi - diesmal mit langem, wallenden Kleid in der Wüste - in Gänze erst auf der ersten seite in schwarzweiß. Ebenfalls gibt es wieder eine Karte über die Handlungsschauplätze. Auf das erklärende Register am Ende wurde diesmal leider verzichtet.
Die Innengestaltung ist nahezu identisch zu "The Wraith & The Dawn", lediglich die Symbole wurden, wie auch beim Cover, angepasst und entsprechend jetzt Blumen beziehungsweise Rosen und Dolchen.
Insgesamt passt die Gestaltung erneut gut zum Buch, allerdings gefällt mir persönlich das Hellblau des Covers leider gar nicht.

Meine Meinung
"The Rose & The Dagger" ist der zweite und letzte Band der "The Wrath & The Dawn"-Dilogie. Mir fiel der Einstieg etwas schwer, da ich mich nicht mehr genau erinnern konnte, wie "The Wrath & The Dawn" eigentlich geendet war. Doch nach den ersten beiden Kapiteln war ich sofort wieder in der Geschichte.

Länger jedoch bereitete mir Khalids Fluch ein Problem. Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, wie dieser eigentlich genau aussah. Die Wiederholung hierzu kommt leider erst etwa zur Mitte des Buches. Auch hatte ich anfangs meine Probleme mit dem magischen Teil des Buches.

Shahrzad und Khalid gefallen mir im zweiten Buch wieder sehr gut, da sie einfach nicht dem Klischee entsprechen. Des Weiteren sind die beiden Protagonisten dieses Mal auch die Haupterzähler. Ab und zu mischen sich allerdings auch andere Charaktere dazwischen. Shazi ist eigenwillig und sturr, auch wenn es sie in Probleme bringt, und die Selbstzweifel von Khalid sind auch nicht wie weggeblasen. Ebenfalls sagt Shahrzad so einiges, was zitierungswürdig wäre.

Man lernt in Band zwei auch etwas mehr über Shazis Familie - ihren Vater und ihre Schwester Irsa. Ist besonders Letztere im ersten Band kaum aufgetreten, nimmt sie nun eine wichtige Nebenrolle ein. Doch auch die anderen - teilweise weitaus mächtigeren - Nebencharaktere zeigen nun ihre wahren Gestalten.

Wenn Renée Ahdieh eins besonders gut beherrscht, dann sind es Plottwists. Die Handlung vorauszusehen war nahezu unmöglich. Natürlich war einem klar, dass wenn es zu gut lief, noch irgendwo ein Haken versteckt sein musste, aber welcher? Ich konnte sie selten erahnen.

Dennoch hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Ende. Es ist zwar rund, aber für mich kam es doch übereilt. Besonders den letzten Plottwist hätte man auch streichen beziehungsweise einfach etwas vorziehen können. Trotzdem gefiel mir das Ende ziemlich gut, abgesehen von diesem Punkt.

Erneut konnte mich Renée Ahdieh mit ihrem Schreibstil begeistern. Ich flog förmlich nur so durch die Seiten. Gestört hat mich allerdings, dass ich die Nicht-Englischen Endungen diesmal nicht im Glossar nachschauen konnte, da man dies diesmal nicht angehängt hat. Unterwegs hat man ja nun leider auch nicht immer "The Wrath & The Dawn" zur Hand, wo man schnell nachschlagen könnte.

Fazit
"The Rose & The Dagger" ist ein würdiger Abschluss der "The Wrath & The Dawn"-Dilogie mit ein paar kleineren Schwächen über die man allerdings größtenteils hinwegsehen kann.

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märchen, einhorn, drachen, feen, liebe

Sinabell - Zeit der Magie

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei Impress, 07.01.2016
ISBN 9783646601916
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich erschienen auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/06/rezi-jennifer-alice-jager-sinabell-zeit-der-magie.html

 Zitat
"'Wie tapfer Eure Mutter gewesen sein muss, Euch zu ertragen, Annbold', zischte er und fixierte Annbold mit festem Blick. 'Andere Frauen hätten einen wie Euch im Brunnen ertränkt, kaum dass die Natur Eures Wesens ans Tageslicht getreten ist.'" - Kapitel "Denn Freiheit lebt, wo Liebe ist".

Gestaltung
Obwohl es sich bei "Sinabell - Zeit der Magie" um ein eigenständiges Märchen handelt, rief das Cover mit dem dunkelhaarigen Mädchen, ihrer hellen Haut und den roten Lippen sofort eine Assoziation zu Schneewittchen hervor. Damit hat es, aber - vielleicht sogar zum Glück - aber so gar nichts gemein.
Das Cover an sich wirkt schon etwas märchenhaft. Auch wenn es nicht besonders aufwendig ist, bleibt es doch irgendwie im Gedächtnis hängen.
Im Inneren trägt jedes Kapitel seinen eigenen Titel, der in der gleichen Schrift wie "Sinabell" auf dem Cover gehalten ist.

Meine Meinung
Allein vom Klappentext hätte ich die Geschichte ganz anders eingeschätzt. Ich hatte eher mit einem locker-fluffigen Liebesroman gerechnet. Zum Glück war dem nicht so. "Sinabell - Zeit der Magie" orientiert sich eher an der dunklen Seite eines Märchens. Das Buch ist nämlich weniger Roman als modernes Märchen.

Gut gefallen hat mir, dass die Prinzessinnen doch alle recht unterschiedlich waren und einzigartige Namen trugen. Allerdings kam mir die älteste Schwester persönlich etwas zu wenig vor um sie einschätzen, geschweige denn, charakterisieren zu können.

Die Zwillinge empfand ich als nicht ganz glaubwürdig. Ihr Wandel vom Charakter und ihr Verhältnis zu Sinabell ändern sich für mich zu schnell beziehungsweise der Ausgangspunkt wirkte auf mich vermutlich positiver als er sein sollte.

Von Sinabells Mutter erfährt man nur wenig, was ich schade finde, da sie eine interessante Frau gewesen zu sein scheint. Vom König hingegen lernt man auch nur eine Seite kennen. Hier hätte ich mich gewünscht, dass man vielleicht herausfindet, wieso er so ist, wie er ist.

Gut gefallen hat mir die Interpretation des Einhorns. Andererseits muss ich sagen, dass mir irgendwie eine Erklärung fehlte, wie Sinabell tun konnte, was sie tat. Vermutlich war es die Magie des Einhorns, aber für mich hätte das besser gezeigt werden müssen. Die Ideen an sich jedoch waren originell.

Jennifer Alice Jagers Schreibstil gefiel mir gut. Er vermittelte einem sofort das Gefühl wieder ein Märchen zu lesen und nicht ein Buch. Ich denke, dass dies auch das Ziel war und bei mir ist diese Intention definitiv geglückt. Trotz der Kritikpunkte ließ sich "Sinabell" sehr gut und schnell lesen.

Fazit
"Sinabell - Zeit der Magie" ist eine Geschichte für Märchenfans aller Altersstufen. Wer sich noch einmal im Zauber eines neuen Märchens sonnen möchte, sollte zugreifen.

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alexandra monir, elemental, uk

Suspicion

Alexandra Monir
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Delacorte Press, 09.12.2014
ISBN 9780385372503
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/05/rezi-alexandra-monir-suspicion.html

Zitat
"How do we categorize someone as 'good' or 'evil' based on that which we've never seen before, and never knew existed? How do we judge them at all?" - Seite 7.

Gestaltung
"Suspicion" ist sowohl als ebook und Hardcover als auch als Taschenbuch erhältlich. Ich beziehe mich hier auf Letzteres. Das Cover zeigt bedeutende Elemente der Geschichte und vermittelt zu gleich eine etwas düstere, aber angemessene Stimmung. Mir gefällt es gut und es wurde passenderweise auch für die deutsche Fassung "Lilienfeuer" verwendet.

Das Buch wurde in drei unbetitelte Teile eingeteilt, welche durch einen Schwarz-Weiß-Druck des Labyrinths des Covers eingeleitet wird. Vor der eigentlichen Geschichte befindet sich ein Stammbaum, welcher sich über drei Generationen erstreckt. So versteht man sofort, wer mit wem in welcher Beziehung steht. Im Inneren zieht sich die Gestaltung des Covers vorallem durch Pflanzenranken fort. Jeweils eine schmückt den oberen Rand eines Kapitelanfangs. Diese sind übrigens mit römischen Zahlen durchnummeriert wurden. Kleinere Zeitsprüngen und Ortswechsel werden mit einem winzigen Ornament signalisiert.
Für mich lässt die Gestaltung keine Wünsche offen und passt gut zur Geschichte.

Meine Meinung
Ich bin eher zufällig auf "Suspicion" gestoßen als ich die Website von Penguin Random House durchgeklickt habe. Sofort hat mich der Klappentext angesprochen und ich wusste, dass ich es gerne lesen möchte. Sobald es um Adel und Geheimnisse geht, kann das Buch nur etwas für mich sein.

Interessanterweise macht die Autorin kein großes Geheimnis daraus, was zu der Geschichte geführt hat. Wie auch im Klappentext erwähnt, kommt sie sofort zur Sache, was vor sieben Jahren geschah und erzählt dies aus der Sicht der zehnjährigen Imogen. Ein interessanter Einblick, welcher allerdings nicht immer ganz glaubwürdig ist, da der Charakter für zehn doch schon sehr reif wirkt an manchen Stellen.

Des Weiteren schien die Autorin es für nötig zu halten Imogens Geschichte einen übernatürlichen Charakter zu verleihen. Die Geschichte hätte - in meinen Augen - auch wunderbar ohne funktioniert, da sie nur am Rande vorkommt und, ich wage zu behaupten, keinen essenziellen Beitrag zum Plot leistet.

Auch nicht meinen Geschmack getroffen haben die integrierten Liebesgeschichten. Während ich über die eine doch gerne noch mehr erfahren hätte über zum Beispiel Tagebucheinträge, empfand ich die andere einfach als unglaubwürdige, da sie mir zu viele Klischees inklusive Sandkastenliebe beinhaltete. Ich bezweifele nicht, dass es sowas gibt, aber für mich war es an dieser Stelle nicht schlüssig.

Gut gefallen hat mir, wie man mit Imogen das englische Peer-System kennenlernen konnte. So wusste ich vorher nicht, wie genau die Titel verteilt werden und wann ein Nachkömmling mit Lord oder Lady zu adressieren ist.

Auch sonst gefiel mir der Plot - abgesehen von den oben erwähnten Punkten - wirklich gut. Es war spannend und ich hatte ehrlich gesagt nicht geahnt, dass es so ausgehen würde. Obwohl sich für mich aus dem Ende noch eine Frage ergibt. Diese würde allerdings zu viel spoilern, als dass ich sie hier erwähnen sollte.

Der Schreibstil von Alexandra Monir war locker und zu gleich angemessen. Ich konnte mich in Imogen hineinfühlen und verstand wieso gerade so handelte. Auch hielt sich die Autorin nicht an unnötig langen Beschreibungen auf, sondern brachte wichtiges auf den Punkt und überließ den Rest der Vorstellungskraft des Lesers.

Fazit
"Suspicion" ist ein genialer Mix aus "The Royals" und "Gossip Girl" mit ein wenig Übernatürlichem. Trotz ein paar Schwächen, kann ich es jedem, der nach modernen Adelsgeschichten mit dem besonderen Etwas sucht, empfehlen.

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122 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

hollywoo, prominent, unrivaled, inrigen, verschwinden

Unrivaled - Gewinnen ist alles

Alyson Noël , Ariane Böckler
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.05.2016
ISBN 9783959670296
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
https://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/05/rezi-alyson-noel-unrivaled-beautiful-idols.html

Zitat
"Ihr Bruder stand am Beginn seines Lebens, auf dem Sprung, all die unverfälschte Freude und all das Leid zu erfahren, das die Welt zu bieten hatte, und es gab nichts, was sie hätte tun können, um ihn vor den dunkleren Stunden zu bewahren, die ihm sicher auch begegnen würden." - Kapitel 11.

Gestaltung
"Unrivaled - Gewinnen ist alles" ist momentan als Broschur und ebook erhältlich. Meine Bewertung bezieht sich auf Letzteres.
Das Cover ist einfach, aber stilvoll. So symbolisiert, die in Goldfarbe getauchte Erdbeere, die Hollywood- und Clubszene Los Angeles', um welche es in der Geschichte geht. Sonst hat man mit einer serifenlosen Schrift in Großbuchstaben auf jeglichen Schnick-Schnack verzichtet.
Im Gegensatz zur englischen Originalausgabe hat man den Hintergrund in schwarz statt weiß geändert, was mir persönlich besser gefällt, da es edler wirkt.
Auch das Innere des ebooks ist eher spartanisch. So gibt es keine weiteren Verzierungen und die Kapitel wurden lediglich durchnummeriert. Artikel aus Blogs und Zeitschriften wurden klassisch kursiv und eingerückt dargestellt.
Insgesamt eine minimalistische Gestaltung, die dem Buch schmeichelt.

Meine Meinung
"Unrivaled - Gewinnen ist alles" war mein erstes Buch von Alyson Noël. Ich bin immer offen für Bücher über Skandale und Intrigen. Auch die Bewerbung auf der Leipziger Buchmesse hatte mich neugierig gemacht, so dass ich die Gelegenheit beim Schopfe packte.

Die Geschichte dreht sich um vier junge Menschen. Layla, Tommy und Aster sowie Madison. Layla ist Bloggerin aus der Not heraus. Eigentlich möchte sie an die Journalistenschule, doch ihr fehlt das Geld dazu. Daher versucht sie sich mit ihrem Blog über die Clubszene und ihre Abgründe etwas dazu zu verdienen. Da kommt der Wettbewerb gerade richtig.

Tommy träumt davon Musiker zu werden und ist daher - wie so viele andere auch - nach L.A. gezogen. Des Weiteren hat er noch ein anderes Motiv am Unrivaled-Wettbewerb teilzunehmen...

Aster stammt aus einer wohlhabendem persischen Familie. Momentan stagniert ihre "Karriere" als Schauspielerin. Der Wettbewerb könnte für sie eine Chance sein, die richtigen Leute kennen zu lernen.

Ich muss sagen, dass ich mit diesen drei Charakteren nur sehr schwer warm geworden bin. Eigentlich nie so wirklich. Während Layla anfangs noch Potenzial hatte, ist mir ihre Charakterentwicklung zu schnell vorangeschritten. Tommy hingegen blieb für mich immer irgendwie blass und im Hintergrund. Hingegen konnte ich mit Aster einigermaßen sympathisieren, auch wenn ich ahnte, wie ihre Geschichte ablaufen würde.

Dann wäre da noch Madison. Madison ist eine erfolgreiche Jungschauspielerin, die ihre Vergangenheit verheimlicht. Was sie genau verheimlicht, erfährt man bis zum Ende des ersten Buches nicht. Eigentlich ist sie der einzige Grund, wieso ich jetzt weiterlesen wollen würde. Sie war interessant und vielschichtig, auch wenn mich ihre Geheimniskrämerei doch schon etwas nervt.

Leider blieb auch Ira, der Besitzer verschiedener Clubs und Hotels sowie Veranstalter des Wettbewerbs, ziemlich blass. Er scheint ein eiskalter Geschäftsmann zu sein, der immer einem Plan B in der Hinterhand hat. Eine menschlichere Seite zeigt er erst gegen Ende.

Alyson Noëls Schreibstil sprach mir leider nicht zu. Wer ausführliche, bis ins kleinste Detail gehende, Beschreibungen mag, und auch nichts gegen häufiges Tell statt Show hat, dem mag dies vielleicht gefallen. Mir allerdings zog er die Geschichte unnötig in die Länge und verhinderte, dass Spannung aufkommen konnte.

Die Geschichte an sich hat Potenzial, dass sich allerdings erst auf den letzten hundert Seiten zeigt. Hier erinnert es mich an die wenigen Episoden "Pretty Little Liars", die ich gesehen habe, und auch ein wenig an "Gossip Girl".

Fazit
Trotz großer Versprechungen konnte mich das Buch vorallem aufgrund der Schreibstils und dreier blasser Protagonisten nicht überzeugen. Fans von "Pretty Little Liars" und "Gossip Girl" sollten "Unrivaled - Gewinnen ist alles" dennoch eine Chance geben.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

nordkorea, vergewaltigung, menschenhandel, flucht, mut zur freiheit

Mut zur Freiheit

Yeonmi Park , pociao , Sabine Herting , Jörn Ingwersen
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.10.2015
ISBN 9783442314188
Genre: Biografien

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/05/rezi-yeonmi-park-mut-zur-freiheit.html

Zitat
"Zu Hause habe ich nur gelesen. Ich inhalierte Bücher wie andere Leute Sauerstoff. Ich las nicht nur, um etwas zu lernen oder zum Vergnügen. Ich las, um zu leben." - Seite 268

Gestaltung
Momentan ist das Buch als Hardcover, ebook und digitales Hörbuch verfügbar. Das Taschenbuch erscheint im November 2016. Ich bewerte hier die gebundene Ausgabe. Auf dem Cover ist Yeonomi Park, die Autorin des Buches, zu sehen. Sonst ist der Schutzumschlag eher neutral gehalten mit einer einfachen weißen Schrift und einem grauen Hintergrund. Das eigentlich Buch ist hellgrau.
Im Inneren findet man ein Inhaltsverzeichnis sowie eine Landkarte mit den wichtigsten Orten der Handlung. Des Weiteren ist das Buch drei Teile geteilt: Nordkorea, China und Südkorea. Die Kapitel tragen alle einen auf den Inhalt hinweisenden Titel. Etwa in der Mitte der Buches befinden sich einige Bilder von Yeonmi und ihrer Familie.
Insgesamt gefällt mir die Gestaltung sehr gut für ein Sachbuch. Sie ist neutral und dennoch ansprechend. Für mich gibt es an dieser Stelle nichts zu kritisieren.

Meine Meinung
Seit ich vor einiger Zeit ein paar Dokus über Nordkorea gesehen habe, ließ mich das Thema irgendwie nicht mehr los. Als es dann darum ging dieses Buch zu rezenieren, war mein Interesse sofort geweckt.

Erstaunlich fand ich, dass Yeonmi Park nicht viel älter ist als ich, genau genommen gerade mal 2,5 Jahre. Und doch hat sie schon mehr durchgestanden als manche in ihrem ganzen Leben.
Mehr als anschaulich beschreibt sie ihr bisheriges Leben in drei Teilen: Nordkorea, China und Südkorea.

Vorallem im ersten Teil habe ich vieles erfahren, wovon ich bisher nichts wusste. Unteranderem, dass es in Nordkorea das Songbun-System gibt, welches bestimmt, welcher "Klasse" man angehört und somit auch wie das eigene Leben aussieht. So bestimmt der Songbun, ob man studieren darf und welche Berufe in Frage kommen. Yeonmi Park beschreibt alles sehr deutlich, so dass man es auch ohne Vorwissen problemlos verstehen kann. Auch spielen Emotionen eine Rolle, aber sie drängen sich einem nicht auf. Der Schreibstil ließ noch immer Raum sich seine eigene Meinung zu bilden.

Im zweiten Teil geht es um die Flucht nach China und den Aufenthalt dort. Ich hatte vorher noch nicht von der anscheinend gängigen Praxis des Menschenhandels mit nordkoreanischen Flüchtlingsfrauen gehört. Der Einblick in Parks Leben war zu gleich erschütternd aber auch aufklärend.

Der dritte und letzte Teil handelt von der Ankunft in Südkorea und wie sich Park an das Leben dort gewöhnte, was sie seit dem getan hat und wie sie dazu kam eine Menschenrechtsaktivistin zu werden.

Soweit mir bekannt, hat auch Yeonmi Park das Buch selbst geschrieben, also ohne Ghostwriter, was mir nochmal besser gefällt. Zumal ihr Schreibstil wirklich sehr flüssig und anregend ist. Man lernt ganz nebenbei, während die Autorin anschaulich ihr Leben beschreibt.

Fazit
"Mut zur Freiheit - Meine Flucht aus Nordkorea" ist ein bewegendes und aufklärendes Buch über Nordkorea aus der Sicht einer jungen Frau, welches ich nur jedem ans Herz legen kann.

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99 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

dystopie, liebe, zukunft, soul colours, marion hübinger

Soul Colours - Blaue Harmonie

Marion Hübinger
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.09.2015
ISBN 9783646601572
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/04/rezi-marion-hubinger-blaue-harmonie.html

Zitat
"Sunny erinnert mich an einen exotischen Vogel. Sie flattert fröhlich ins Haus, schleppt jede Menge Lebensweisheiten an und hinterlässt überall ein paar Farbtupfer. Und nebenbei arbeitet sie beharrlich daran, dass Mum und ich nicht ganz im Sumpf der Schweigens versinken." - Kapitel 1.

Gestaltung
"Blaue Harmonie" ist bisher lediglich als ebook erhältlich, dementsprechend bezieht sich meine Bewertung auch auf dieses Format.
Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Das Nachtblau passt gut zum Titel und hat auch eine beruhigende Wirkung auf mich. Ich frage mich, ob das Mädchen im übertragenen Sinn nach den Sternen greift, was irgendwie zum Buch passen würde. Sonst passt es für mich nicht sonderlich gut zur Geschichte.
Die Kapitelüberschriften sind in der gleichen Schrift wie das "Soul Colour" auf dem Cover gehalten. An sich sind die Kapitel durchnummeriert und tragen keine gesonderten Titel.
Insgesamt gefällt mir die Gestaltung gut, auch wenn das Cover mir noch Rätsel aufgibt.

Meine Meinung
"Soul Colours - Blaue Harmonie" habe ich ich im Rahmen der Blogtour zur gesamten Reihe gelesen. Die Geschichte handelt von Sarina, welche eine geborene Aeternarin ist, da ihre Eltern und viele andere Menschen noch rechtzeitig von der Erde flüchten konnten, bevor sie sich mit einem Virus infizieren konnten, der seine Opfer umbrachte.
Wie jede gute Jugendbuchprotagonistin ist auch Sarina etwas Besonderes, nämlich eine Paria. Sie kann ihre Gefühle, welche andauernd überwacht werden, kontrollieren und somit vor den Behörden verstecken. Doch dann taucht - ebenfalls wie immer - ein mysteriöser Junge auf, der ihre Welt auf den Kopf stellt.

Wie ihr bereits seht, das Buch erfand sicherlich nicht das Rad neu, sondern reiht sich in die Menge von Jugenddystopien problemlos ein. Schade eigentlich, da die Grundidee mir eigentlich sehr gut gefällt. Die Erde ist nicht bewohnbar und die Menschen sind auf verschiedene "Nachbar"planeten geflüchtet. Leider erlebt man im ersten Teil nur Aeterna. Auch dass die Gefühle dauerhaft überwacht werden, hätte - in meinen Augen - noch sehr viel mehr Potenzial gehabt, als bloß die Beeinflussung durch Duftstoffe und die Konsequenzen bei negativen Gefühlen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich gut lesen, ohne dass man sonderlich an bestimmten Stellen hängen bleiben würde. Allerdings sticht er dadurch auch nicht sonderlich heraus.

Wie oben bereits erwähnt, sind die Protagonisten nicht gerade Charaktere, welche man so noch nicht gesehen hättte. Wobei ich anmerken muss, dass Sarina doch deutlich mehr Bedenken hat und zögerlicher reagiert als ihre vielen Kolleginnen. Das macht es für mich doch realistischer, da ihre Entwicklung in einem sinnvollen Zeitrahmen stattfindet und sie, wie jeder Mensch, doch immer mal wieder Zweifel hat.

Da ich schlecht mit Namen bin, war ich die Hälfte des Buches immer wieder irritiert von den Geschwistern Josh und Jonas. Erst als sie sich wirklich stark unterschiedlich entwickelten, konnte ich zuordnen, wer wer ist.
Sunny empfand ich teilweise als nervig und idealisiert. Sie war mehr Mittel zum Zweck als Charakter in meinen Augen. Ebenso Hunter. Auch mit Sarinas Mutter hatte ich so meine Probleme. Ihre Agenda ist mir bisher nichtmal im Ansatz klar. Vielleicht ergibt sich das ja in Band 2 und 3.

Fazit
"Soul Colour - Blaue Harmonie" erfindet das Jugendbuch-/Dystopien-Rad nicht neu. Wer auf innovative Charaktere hofft, sollte nach einem anderen Buch suchen; wer allerdings nach einer kurzzeitigen Unterhaltung mit einer interessanten Grundidee sucht, ist richtig bedient.

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176 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

liebe, mara andeck, freundschaft, jugendbuch, experiment

Wolke 7 ist auch nur Nebel

Mara Andeck
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783846600214
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/04/rezi-mara-andeck-wolke-7-ist-auch-nur.html

Zitat
"Während ich die romantische Liebe als den größten PR-Gag in der Geschichte der Menschheit betrachtete und fest davon überzeugt war, dass es diese Sorte Liebe gar nicht gab, hielt er sie für möglich." - Seite 285, gebundene Ausgabe.

Gestaltung
Momentan ist das Buch als Hardcover und auch als ebook erhältlich. Meine Bwertung bezieht sich hierbei auf die gebundene Ausgabe.
Diese besitzt ein knallpinkes Lesebändchen, was denjenigen, die gerne das Lesezeichen vergessen oder nicht griffbereit haben, sicherlich entgegen kommt. Das Cover passt für mich nicht ganz so sehr zur Geschichte. Abgesehen von dem rosa Button in welchem von Moyas Liebesexperiment die Rede ist, weißt für mich sonst leider nichts auf den Inhalt des Buches hin.
Hier hätte man sehr gut die kleinen Illustrationen, welche im Inneren auftauchen, einbauen können. Im Laden wäre ich so vermutlich am Buch vorbeigelaufen und hätte es als uninteressant abgestempelt.
Vorangestellt wird eine Liste mit Dingen, die Moya noch erledigen muss für ihr Work-and-Travel-Jahr, welche wie ein echter Zettel gestaltet wurde.
Aufgeteilt ist das Buch in vier Abschnitte, die jeweils ihren eigenen anteasernden Titel tragen. Die Kapitel sind durchnummeriert und es wird daneben erwähnt, wer gerade der Erzähler ist. Angehängt wurden die im Buch wichtigen 36 Fragen. Was es damit auf sich hat, dürft ihr gerne selbst herausfinden.
Insgesamt gefiel mir die Innengestaltung sehr gut, während die äußere zwar hübsch, aber nicht sonderlich aufmerksamkeitserregend ist.

Meine Meinung
"Wolke 7 ist auch nur Nebel" habe ich im Rahmen der zugehörigen Blogtour gelesen. Normalerweise lese ich Liebesromane eher ungern, beziehungsweise bin ihnen skeptisch gegenüber eingestellt.
Aber eine Protagonistin, welche nicht an die große Liebe glaubt, ist auch mal was anderes. Mir war zwar klar, wie es wohlmöglich ausgehen würde, aber der Weg ist bekanntlich das Ziel.

Moya ist eine Protagonistin mit welcher ich mich sofort identifizierte. Unromantisch wie eine Kartoffel - so wie ich. Ebenso pragmatisch geht sie die Dinge in ihrem Leben an. Ihr beste Freundin Lena ist so ziemlich das Gegenteil von ihr, aber sie ergänzen sich ziemlich gut. Lena war mir allerdings so manches mal doch etwas naiv anfangs.
Die Eltern beider Protagonistinnen waren mir doch etwas zu passiv innerhalb der Geschichte. Ich hätte mir auf beiden Seiten da mehr Interaktionen mit den Töchtern erhofft.
Die männlichen Charaktere besaßen in meinen Augen keine wirklichen Alleinstellungsmerkmale. Diese Typen junger Männer hat man doch irgendwie schon tausendmal so gesehen beziehungsweise gelesen. Dennoch fügten sie sich problemlos ein, auch wenn man relativ schnell wusste auf wem der Fokus lag.

Auch wenn ich den Verlauf der Geschichte in Grundzügen erahnen konnte, gab es hier und da noch eine Überraschung mit welcher ich nicht gerechnet hatte.
Die drei verschiedenen Ansätze für Liebe als Wissenschaft fand ich interessant und größtenteils gut ausgearbeitet und umgesetzt, so dass auch jüngere Leser problemlos folgen sollten können.

Mara Andecks Schreibstil war äußerst flüssig. Den Dialog empfand ich als authentisch. Kein Versuch peinlicher Jugendsprache, die sowieso niemand spricht, sondern einfache, alltägliche Sprache, die mich allerdings fesselte. Das Buch habe ich so innerhalb von zwei Sitzungen einfach nur so weggelesen.

Neben dem Thema Liebe werden zugleich auch die heute alltäglich "Reality"-Formate angesprochen. Auch hier erhält der geneigte Leser Einblick in die Welt des "Mehr Scheinen als Seiens". Die Beschreibungen erschienen mir als nahe an der Realität, da man auf ähnliche Aussagen nach kurzer Recherche - also einer einfachen Google-Suche - leicht finden kann.
      
Fazit
"Wolke 7 ist auch nur Nebel" ist ein Jugendroman, welcher zwei für die Zielgruppe wichtigen Themen aufgreift: Liebe und Medien. Neben einer guten Geschichte, regt die Geschichte auch noch zum Nachdenken an.

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

liebe, krieg, selection, prinzessin, verbündete

Glacies

Sarah Stankewitz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 02.02.2016
ISBN 9783739237398
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/2016/04/rezi-sarah-stankewitz-glacies-gefangen.html#more

Erster Satz
"Schon seit ich denken kann, war ich anders."

Gestaltung
"Glacies" ist momentan als eBook (amazon exklusiv), Taschenbuch und gebundene Ausgabe erhältlich. Meine Bewertung hier bezieht sich auf das Taschenbuch.
Das Cover ist wirklich wunderschön. Das kalte Blau, die gefrorene Wiese mit den angrenzenden schneebedeckten Bäumen und das Schloss - so habe ich mir Glacies auch vorgestellt.
Das Mädchen in der Wiese soll vermutlich Stella sein. Hoffentlich friert die Ärmste nicht in ihrem halterlosen Kleid. Mich erinnerte es von der Farbgebung - und natürlich der Thematik - sofort an die Selection-Reihe. Das Ballkleid mit dem Mädchen von hinten half da natürlich auch noch.
Im Inneren befindet sich eine farbige Karte von Glacies und Perion, welche wirklich sehr hübsch gestaltet wurde. Die Mythologie und Träume wurden mit kursiver Schrift gekennzeichnet.
Die Kapitel an sich sind durchnummeriert und als Titel in der selben Schrift wie "Glacies" auf dem Cover in fett und groß über den Kapiteln gedruckt.
Die Gestaltung des Buches gefiel mir sehr gut und lässt beinahe keine Wünsche mehr offen.

Meine Meinung
Wenn man das Cover betrachtet, ist der Vergleich zur "Selection"-Reihe von Kiera Cass nicht weit und auch die Grundidee ist ähnlich. Bei "Glacies" jedoch handelt es sich nicht um eine reine Dystopie, welche etwa 2090 spielt,  sondern es werden auch Fantasyelemente wie Drachen und Götter in die Mythologie mit eingebunden. Stella und Elena werden ausgelost als potenzielle neue Königin an der Seite eines der beiden Prinzen.

Wer eine originelle Storyline möchte, sollte jetzt das Buch beiseite legen, denn eigentlich weiß man doch relativ schnell, wie die Geschichte ausgehen wird. Auch der ein oder andere "Plottwist" ist für Vielleser kaum überraschend. Aber oftmals ist der Weg das Ziel. So auch hier.
Man begleitet Stella durch ein emotionales auf und ab. Zwischen Liebe und Familie hin- und hergerissen. Doch in meinen Augen ging es alles zu leicht für sie. Mir fehlten wahre Stolpersteine. Stella ist am Ende immer noch die gleiche Person wie am Anfang - nur dass sie jetzt die Liebe ihres Lebens gefunden hat. Stella und ich wurden einfach nicht grün miteinander, obwohl sie "Everybodys Darling" zu seien schien. Mir fehlten einfach Ecken und Kanten, oder auch kurz, wirkliche Macken. Im FanFiction-Bereich wäre sie eine Mary Sue.
Die Prinzen entsprachen zwar leider auch dem Klischee "God Cop, Bad Cop", hatten aber irgendwo auch jeder seine eigene kleine Macke. Alexander war zum Beispiel nicht immer so perfekt, wie er sein sollte, und Damien hatte auch seine weichen Momente.

Dass die Prädikatstitel, also die Anreden, nicht unbedingt korrekt waren - die Prinzen wurden u.a. mit Majestät angesprochen, obwohl dies lediglich für Kaiser und Könige vorgesehen ist - habe ich mal großzügig ignoriert und als künsterlische Freiheit interpretiert. Immerhin ist es eine Dystopie und wer weiß, wie so etwas in der Zukunft gehändelt werden würde.

Insgesamt hätte ich auch gerne etwas mehr über die Geschichte von Glacies und Perion erfahren, beziehungsweise über Perion an sich. Diese Handlung gab es nur am Rande und nochmal kurz vor Ende. Da hätte es für mich mehr sein dürfen - ich mag halt Politik in Büchern.
Den Weltenbau fand ich an sich interessant, konnte mir aber beim besten Willen nicht erklären, wo Glacies und Perion denn nun liegen sollen - trotz der Karte am Anfang. Die Mischung aus Altem und Neuem ist immer riskant, aber ich fand, dass das hier doch ganz gut zu passen schien.
Dennoch denke ich, dass die Geschichte ohne den Dystopieaspekt, und ja vielleicht sogar ohne die moderne Technik, besser rübergekommen wäre. Als reine Fantasygeschichte wäre für mich einiges plausibler gewesen.

Der Schreibstil gefiel mir relativ gut, wobei ich den Dialog anfangs noch etwas hölzern fand,
was sich aber mit der Zeit besserte. Sonst ließ sich das Buch allerdings einfach lesen.

Fazit
"Glacies - Gefangen im Eispalast" ist kein Quantensprung in der Bücherwelt, bietet allerdings eine kurzzeitige Unterhaltung für alle Fans von Ballkleidern, Prinzessinnen und der einzig wahren Liebe.

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Tags: das juwel, prinzessin, selection   (3)
 

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paris, liebe, shakespeare, gayle forman, jugendbuch

Nur ein Tag

Gayle Forman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.03.2016
ISBN 9783841421067
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire

Erster Satz
"Angenommen, Shakespeare hätte sich geirrt?"

Gestaltung
Bei "Nur ein Tag" handelt es sich um eine Klappenbroschur mit einem matten Cover.
In der deutschen Ausgabe ergänzen sich "Nur ein Tag" und "Und ein ganzes Jahr" zu einem Herz, wenn man sie nebeneinander stellt. "Nur ein Tag" zeigt neben der gebrochenen Herzhälfte einen blumigen roten Hintergrund, sowie den Eifelturm. In einem Schnörkel innerhalb des Herzens sitzt eine junge Frau, welche vermutlich Allyson symbolisieren soll.
Im Englischen gibt es drei verschiedene Cover, aber ich muss sagen, dass sie zwar nach typischem Jugendbuch aussehen, allerdings gefällt es mir besser, dass man im Deutschen erkennt, dass die Bücher definitiv zusammengehören müssen.
Das Buch ist in zwei Teile geteilt, wovon der erste mit "Nur ein Tag" betitel ist. Die Kapitel an sich sind durchnummeriert in ausgeschriebener Form einer schnörkeligen Schrift. Darunter ist der Monat in fett sowie der Ort und das jeweilige Land in kursiv gedruckt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Initiale in der gleichen Schrift wie die Kapitelnummer.
Insgesamt ist die Gestaltung mehr als nur gelungen und äußerst passend zur Geschichte.

Meine Meinung
Eigentlich bin ich kein Freund des klassischen Liebes-Jugendbuchs. Meistens sind sie voller Klischees und unerträglicher, überperfekter Charaktere. Doch ich hatte bereits einiges von Gayle Forman gehört und wollte der Autorin endlich auch mal eine Chance geben - und diese hat sie genutzt.
"Nur ein Tag" ist nicht nur die Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, sondern eine Geschichte über das Erwachsenwerden mit all den kleinen und großen Unsicherheiten.
Allyson ist eine der wenigen Protagonistinen mit denen ich mir vorstellen könnte, dass wir gut miteinander auskämen. Ich habe vieles von ihr in mir wieder gefunden und andersherum. Besonders im zweiten Teil des Buches als sie aufs College geht, fühlte ich mich ihr sehr verbunden. All die Gefühle, die Unsicherheit, hat Gayle Forman einfach perfekt geschildert. Auch dass sich die Beziehung zu anderen Menschen ändert, war ein großer Teil der Geschichte, ebenso das Abnabeln von der eigenen Familie.
Interessant fand ich, dass Allyson zu ihren Eltern eine eigentlich relativ gute Beziehung hat - manche würden wohl sogar sagen perfekt - dann aber nach und nach die Fassade zu brökeln beginnt und man hinter die Kulissen blicken kann.
Interessanterweise habe ich während des Lesens nicht nur etwas über Paris gelernt, sondern auch über das Judentum. Wissensvermittlung, die geschickt in die Geschichte eingeflochten wird, finde ich immer gut. So kann man sich bilden und dabei entspannen.
Für den einen oder anderen vielleicht interessant: Ab der zweiten Hälfte des Buches könnte man theoretisch parallel das zweite Buch "Und ein ganzes Jahr" lesen.
Dass sich so eine Geschichte wirklich so zugetragen haben könnte, ist zwar relativ unwahrscheinlich, aber das Buch lebt widerrum auch von den Zufällen. Man lebt mit Allyson und Willem im Hier und Jetzt und vergisst die eigenen Sorgen, sondern träumt sich einfach weg in ihre Welt - an diesen einen sorgenfreien Tag, welchen sie miteinander verbringen.
Gayle Formans Schreibstil weißt zwar keine Merkmale auf, die ich so unter Tausenden von Texten erkennen würde, allerdings beherrscht sie die seltene Gabe Gespräche zwischen den Personen wirklich glaubhaft zu gestalten. Besonders bei Jugendlichen wie Allyson ist das eher selten der Fall, aber hier haben Autorin und Übersetzerin gute Arbeit getan.

"Nur ein Tag" lädt zum Träumen ein und ließ mich meinen Alltag vergessen.
Die Geschichte zweier junger Menschen, die sich in einander verlieben, hat mich selten so mitreißen können, wie bei diesem Buch.

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jugendbuch, aphasie, wiedaslichtvoneinemerloschenenstern, #lovelybox, krankheit

Wie das Licht von einem erloschenen Stern

Nicole Boyle Rodtnes , Gabriele Haefs
Fester Einband: 243 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 29.04.2016
ISBN 9783407821041
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire

Erster Satz
"Woran ich mich am besten erinnere, ist das Gefühl, zu ertrinken."
     
Gestaltung
Das Cover zu "Wie das Licht von einem erloschenen Stern" gefällt mir wirklich sehr gut. Obwohl anfangs die Pfauenfedern keinen Sinn ergeben mögen, so werden sie es, wenn man die Geschichte gelesen hat.
Im Vergleich zum dänischen Originalcover gefällt es mir besser, da, auch wenn das Original mehr Anspielungen auf die Handlung enthält, für mich ästhetischer wirkt und auch ein wenig mehr die Ernsthaftigkeit des Thema, wenn auch nicht direkt angesprochen, wiederspiegelt. Das dänische Cover hingegen wirkt wie ein ganz normalen Jugendbuch und erinnert mich auch ein wenig an eine Instagramcollage. Einerseits wird hier Normalität widergespiegelt, andererseits möglicherweise auch schon zu viel gespoilert.  
Im Inneren findet man ein Inhaltsverzeichnis, was mich, wie auch schon bei "Eva - Wie alles begann", irritiert. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wozu ein Roman ein Inhaltsverzeichnis braucht, aber gut, das nur am Rande. Die Kapitel sind durchnummeriert und haben jeweils ihren eigenen Titel, welcher etwas größer in der Schriftart des Covers gedruckt ist.
Auch in diesem Buch greift man wieder zu kursiver Schrift, wenn es um Erinnerungen und Träume geht.
Insgesamt ist die Gestaltung in sich stimmig und passt für den eingeweihten Leser perfekt zum Buch.
 
Meine Meinung
Über das Thema Aphasie hatte ich bisher lediglich in meiner Psychologie Vorlesung gehört und auch hier war es lediglich angeschnitten wurde. Bereits damals fragte ich mich, wie man sich eigentlich fühlen würde, wenn man einfach nicht mehr sprechen kann, dabei aber klar bei Verstand ist.
Genau das hat die Autorin versucht mit Vegas Geschichte in Worte zu fassen.
In meinen Augen, ist ihr das perfekt gelungen. Man braucht auch keinerlei Vorwissen über Aphasie, da alles nötig im Verlauf der Geschichte erklärt wird.
Man spürte, dass es Vega selbst nicht gefiel, sie es aber versuchte, andererseits auch Angst hatte sich zu blamieren oder nicht verstanden zu werden. Jeder der eine Fremdsprache gelernt hat, aber sich im Umgang damit nicht sicher fühlt, kann das Gefühl zumindest im Ansatz nachvollziehen.
Nur hier beherrscht man die Sprache, aber man kann es einfach nicht aussprechen.
Ich konnte mich sofort in Vega reinfühlen und ihre Handlungen und Gefühle nachvollziehen.
Andererseits verstand ich ihre kleine Schwester und ihre Mutter auch,
obwohl man sie ja nur durch Vegas Augen sah.
Einerseits gefiel mir auch der Aspekt der Liebesgeschichte, andererseits hätte es meiner Meinung auch eine Freundschaft getan um vom Jugendbuchklischee abzuweichen. Auch die Geschichte um wie der Unfall geschah, war für mich jetzt nicht unbedingt nötig, aber störte auch nicht so sehr, da so teilweise nochmal andere Facetten der Krankheit und der Charaktere aufgezeigt wurden. Trotzdem war sie nicht aufdringlich und im Mittelpunkt der Geschichte, sondern die Krankheit und Vega als Person standen im Fokus.
Der Schreibstil war flüssig und ließ mich nicht mehr aufhören zu lesen, so dass ich es innerhalb von 24 Stunden durchgelesen und nachdenklich, aber mit einem runden Ende, zurückgelassen wurde.
Mal etwas anderes war übrigens nicht nur das Thema des Buches, sondern auch das Setting. Denn es handelt sich hier nicht um ein Mädchen aus einer amerikanischen Kleinstadt, wie so oft, sondern es spielt in der Heimat der Autorin. In Dänemark.

"Wie das Licht von einem erloschenen Stern" ist ein Jugendbuch, welches das Thema Aphasie in einer spannenden und respektvollen aufgreift. Ich kann es, egal ob jung oder alt, nur jedem ans Herz legen.

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Once Upon a Time: Red's Untold Tale

Wendy Toliver
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kingswell Books, 22.09.2015
ISBN 9781484727461
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire

 Erster Satz
"I'm not afraid because I sense that I'm not alone."

Gestaltung
"Red's Untold Tale" ist bisher lediglich als Hardcover verfügbar. Das Format ist etwas gewöhnungsbedürftig, da es zwar so breit, aber nicht so hoch wie ein Standardhardcover ist.
An Gestaltung wurde definitiv nicht gespart. Das Cover zeigt Red und ihren typischen roten Umhang. Auch die Schrift wurde an die der Serie angepasst. Sobald man den Schutzumschlag abnimmt, wird man bereits von mattschwarzen Buch begrüßt, auf dem die Hälfte eines Ornaments, welches man im Buch immer wieder findet, glänzend abgedruckt ist. Der gesamte Buchschnitt ist tiefschwarz.
Die Kapitel an sich sind durchnummeriert, wobei die ausgeschriebene Zahl immer in einem grauen Ornament steht. Jedes Kapitel beginnt auf der rechten Seite, während die linke tiefschwarz ist, abgesehen von einem halben weißen Ornament am linken, oberen Rand.
Die erste Zeile wird in fett gedruckt und zwischen einzelnen Sinnabschnitten ist erneut ein anderes Ornament zu finden. Die Seitenzahlen sind untypischerweise oben mittig gedruckt, während auf der linken Seite "Once Upon A Time" und auf der rechten "Red's Untold Tale" daneben zu lesen ist.
Insgesamt wurde hier wirklich Arbeit in die Gestaltung gesteckt und es ist eines der schönsten Bücher, dass ich bisher gesehen habe.
     
Meine Meinung
Die Geschichte setzt einige Zeit vor der Serie "Once Upon A Time" an. Ruby ist hier erst 16 Jahre alt, während sie in der Serie doch etwa eher wie Anfang bis Mitte 20 wirkt.
Vorwissen aus der Serie braucht man nicht, da keine weiteren Charaktere aus dieser neben Ruby, ihrer Großmutter und Peter vorkommen. Offiziell gehört das Buch zum Canon der Serie.
Letzteres passt für mich allerdings nicht wirklich, denn Ruby im Buch und Ruby in der Serie sind doch ziemlich unterschiedlich. Natürlich ist viel passiert in der Zwischenzeit, aber so wirklich zusammenpassen tun sie für mich nicht. Ruby ist im Buch noch relativ naiv und auch nicht so klug, wie sie bisher auf mich wirkte. Äußerst putzig fand ich allerdings ihre Beziehung zu Granny.
Die ist wirklich perfekt getroffen. Man merkt sonst als Fan allerdings, dass Wendy Toliver eben nicht zu den Schreibern der Serie gehört und somit den Charakter eher wie eine gute FanFiction-Schreiberin traf.
Betrachtet man nun das Buch mal getrennt von der Serie war es sicherlich ganz gut geschrieben.
Der Schreibstil war relativ flüssig, wobei mich etwas dieses zwanghafte Ersetzen von "fuck" durch "dickens" nervte, aber gut es ist ein amerikanisches Buch, da ist "Fuck" ja noch ein böses Wort im Fernsehen.
Die Geschichte selbst ist ganz nett und kommt in sich auch zum Abschluss, um sie voll verstehen zu können, schadet es allerdings nicht danach zumindest Staffel 1 von Once Upon A Time zu gucken. Dort werden dann nämlich auch die letzten Geheimnisse gelüftet.
Sonst war es eine typische Story für Teenager. Außenseiterin und der nette Junge sind ewig Freunde und verlieben sich ineinander, aber natürlich nicht ohne das ein oder andere Problem.
Viel gegeben hat es mir als Fan der Serie leider nicht, da gefielen mir die Graphic Novels doch etwas besser. Es war nett mehr über Rubys Jugend zu erfahren, aber irgendwie hatte ich mehr erwartet. Vielleicht wäre es schlauer gewesen erst nach der ersten Flashback-Folge über Ruby anzusetzen, da dort doch noch einiges offen ist, was zu erzählen wäre.

"Red's Untold Tale" ist ein nettes Buch, dessen Gestaltung mehr überzeugt als sein Inhalt. Fans der Serie "Once Upon A Time" erfahren sind sonderlich viel mehr über den Charakter Ruby als sie bereits wissen. Dennoch kann man "Red's Untold Tale" als kleinen Happen zwischen den Staffeln oder Serieneinsteigern empfehlen, da unteranderem keine Vorkenntnisse benötigt werden, aber auch nicht schaden.

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