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169 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

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Love, Simon (Filmausgabe)

Becky Albertalli , Ingo Herzke
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551317520
Genre: Jugendbuch

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138 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

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Artemis

Andy Weir , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.03.2018
ISBN 9783453271678
Genre: Science-Fiction

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die Phileasson-Saga - Schlangengrab

Bernhard Hennen
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 12.03.2018
ISBN 9783641203863
Genre: Fantasy

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(94)

246 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 71 Rezensionen

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Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 29.12.2017
ISBN 9783596297269
Genre: Fantasy

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244 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

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Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

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129 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Hexenmacht

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 22.02.2018
ISBN 9783596701742
Genre: Fantasy

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480 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 164 Rezensionen

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Scythe - Der Zorn der Gerechten

Neal Shusterman , Kristian Lutze , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 14.03.2018
ISBN 9783737355070
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Scythe. Die Hüter des Todes von Neal Shusterman, der Auftaktroman der Reihe rund um den mordenden Orden, hat mich seinerzeit komplett überrascht, in den Bann gezogen und sich sofort einen Platz auf der Liste meiner (bisherigen) Jahreshighlights gesichert. Da war es nicht verwunderlich, dass ich nicht lange warte und die zweite Geschichte der geplanten Trilogie lese. Die Fortsetzung trägt den Titel Scythe. Der Zorn der Gerechten und ob die Fortsetzung an den Vorgängerband heranreicht, verrate ich euch in dieser Rezension.

Rund 10 Monate sind seit den Ereignissen des ersten Romans vergangen. Seitdem haben sich die bereits bekannten Protagonisten in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelt. Während Citra zum Scythe aufgestiegen ist und sich von nun an selbst Scythe Anastasia nennt, wurde Rowan zwar eine einjährige Immunität ausgesprochen, aber nichtsdestotrotz wird er vom Scythetum gejagt. Grund dafür ist sein Rachefeldzug gegen die skrupellosen und korrupten Mitglieder des Scytheordens, welche er während seines Feldzugs tötet und zwar unwiderruflich und damit entgültig. Durch die ganz unterschiedliche Herangehensweise der beiden Protagonisten an den Scythe Orden lernt der Leser das Scythetum an sich im Verlauf der Handlung deutlich besser kennen. Darüber hinaus begegnet man einem neuen Mitspieler namens Greyson Tolliver, welcher ein Pechvogel durch und durch ist. Zu allem Überfluss wird er nun auch noch zum sogenannten Widerling erklärt, einer Gruppe Menschen, die sich als nicht rechtschaffend für die Gesellschaft herausgestellt haben. dadurch wird es dem Leser ermöglicht, neben dem Scythetum und den “normalen” Menschen nun auch eine weitere Bevölkerungsschicht der Menschheit kennenzulernen, die laut Definition des Scythe zum Abschaum der Gesellschaft gehören. Dadurch ist den Widerlingen auch der Kontakt zum Thunderhead untersagt.

Generell lässt sich für die Fortsetzung festhalten, dass der Blick auf die in Scythe geschilderte Welt einen deutlich größeren Gesamtkontext betrachtet. Während Teil 1 sich speziell um die Ausbildung der Protagonisten Citra und Rowan gedreht hat, wird im Verlauf der weiteren Handlung nicht nur der Orden der Scythe näher betrachtet, man erhält zudem auch einen besseren Blick auf die Gesellschaft und den Mechanismus, der die Menschheit regelt und zusammenhält, nämlich den Thunderhead. Durch geschickt eingesetzte Elemente bekommt man ziemlich gute Einblicke in die Psyche bzgl. die Programmierung des Thunderheads und erfährt dadurch, was die Motivation und Beweggründe der alles bestimmenden künstlichen Intelligenz ist.

Der Fokus in diesem Buch liegt ganz klar auf der Charakterentwicklung und dem Beziehungskonstrukt mit all den Intrigen und kleineren Machtspielchen und weniger auf actionlastigen Sequenzen. Durch eine detailliert ausgearbeitete Beschreibung der Gesellschaftssysteme wurde mir wieder einmal vor Augen geführt, wie korrupt und kaputt unsere Gesellschaft doch ist und zu welchen Mitteln Menschen greifen, um das zu bekommen, was sie sich wünschen. Außerdem gelingt es dem Autor Neal Shusterman, die Komplexität, die durch eine künstliche Intelligenz, die alles bestimmt, plausibel zu vermitteln und zwar mit vielen der möglichen Schwachstellen und Auswirkungen, wenn das System einmal versagt.

Neben der gut recherchierten Ausarbeitung konnte mich vor allem aber auch die Charakterentwicklung der Protagonisten überzeugen. Was in Band 1 bereits angedeutet wurde wird in der Fortsetzung noch einmal verdeutlicht, denn die Protagonisten könnten eigentlich unterschiedlicher nicht sein. Und aufgrund der Tatsache, dass sie durch die verheerenden Entwicklungen des Romans Scythe – Die Hüter des Todes eigentlich auf verschiedenen Seiten stehen sollten, verkompliziert die gesamte Situation noch einmal. Der Umgang mit dieser Situation ist dabei sehr gelungen umgesetzt worden, was mir positiv in Erinnerung geblieben ist.

Der gesamte Weltenbau ist einzigartig, die Protagonisten sind vielschichtig und haben eine ganz individuelle, nachvollziehbare Rolle zu spielen und sind stimmig im Handlungskonstrukt eingearbeitet und die vielen unterschiedlichen Ideen, die der Autor uns mit Scythe präsentiert, sind logisch, interessant und erschreckend zugleich. Zu kaum einer Stelle wurde die Geschichte langatmig. Man ist vielmehr über die Seiten geflogen, da der Plot einen immer weiter in den Bann gezogen hat. Lediglich die einzelnen Sitzungen der Scythe und zahlreiche Monologe des Thunderheads waren stellenweise etwas zu lang für meinen Geschmack, wodurch die Spannung nicht ganz das Niveau des Vorgängers erreicht hat. Trotz einer spannenden Gesamthandlung und der Einführung der Widerlingen und eines absolut unvorhersehbaren Endes kann in meinen Augen die Fortsetzung nicht ganz an den Vorgänger heranreichen, aber einem nahezu uneingeschränkten Lesespaß steht mit dieser Fortsetzung trotzdem nichts im Weg.

Fazit zu Scythe. Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman

Die Fortsetzung der Scythe Reihe steht dem Auftaktroman in nur wenigen Punkten nach. Etwas ausschweifendere Diskussionen und Ränkespiele gestalten die Fortsetzung etwas zäher, aber nichtsdestotrotz hat Scythe. Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman einen ungemein hohen Unterhaltungsfaktor. Abwechslungsreich, überraschend und wieder einmal sehr charakterstark.

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431 Bibliotheken, 30 Leser, 2 Gruppen, 159 Rezensionen

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Fantasyauftakt Children of Blood and Bone. Goldener Zorn von Tomi Adeyemi ist wohl eines der am meisten gehypten Bücher des aktuellen Jahres. Der Titel erhielt eine riesige positive Resonanz in Übersee und die Rechte für die Verfilmung wurden bereits an Fox 2000 verkauft. Nun ist das Buch auch in Deutschland erschienen und der Fischer FJB Verlag hat sich stark dafür eingesetzt, den Titel so schnell es geht zu veröffentlichen. Doch hat sich der Einsatz gelohnt? Ist das Buch lesenswert? Ich für meinen Teil kann dies ganz klar verneinen. Dieser Titel ist für mich eine der größten Enttäuschungen der letzten Jahre!

Man darf kein ganzes Volk wegen der Vergehen einiger weniger versklaven.

Die Intention der Autorin, diese Geschichte zu schreiben, ist offensichtlich und auch im Nachwort zu diesem Buch noch einmal nachzulesen. Tomi Adeyemi hat die willkürliche Erschießung von schwarzen Kindern und Jugendlichen in Amerika stark zugesetzt und wollte deshalb mit diesem Werk ein Statement abgeben und sich mit dieser Thematik in einer Fantasywelt auseinandersetzen. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit dem Thema Sklaverei und Unterdrückung, was auch seine Spuren in der Geschichte von Children of Blood and Bone hinterlassen hat. Darüber hinaus ist dies vermutlich der erste Roman, der sich ausschließlich mit schwarzen Charakteren befasst und zudem noch die afrikanische Mythologie beinhalten soll. Alles spannende und wichtige Themen, über die man reden muss und die Idee, dies in einer Fantasywelt einzuflechten, fand ich ausgesprochen positiv.

Doch mangelt es in meinen Augen ganz klar an einer guten Umsetzung. Die Rahmenhandlung ist zunächst vielversprechend, verrennt sich aber leider allzu schnell in einem absolut vorhersehbaren Handlungskonstrukt. Man lernt dabei die jugendliche Protagonistin Zelie kennen, die auf wundersame Weise eine Möglichkeit gefunden hat, die vor rund 10 Jahren während der sogenannten Blutnacht ausgerottete Magie in der Welt Orisha wieder zurückzubringen. Dafür muss sie bestimmte Artefakte suchen und bis zu einem Stichtag an einen festgesetzten Ort bringen, damit dies auch klappt. Leider ist von Anfang an klar, wohin der Weg führt und es waren für mich keinerlei Überraschungen vorhanden.

Zudem kommt, dass die Gruppe, die im Verlauf der Handlung anwächst, einige Aufgaben zu bewältigen hat, damit die Reise erfolgreich verläuft. Diese sind aber so zahlreich und so plump aneinandergereiht, dass es keinen Freiraum für eine Entfaltung gibt. Man wird in ein Ereignis hineingeworfen, dieses wird irgendwie bestanden und man ist direkt beim nächsten. Spannung? Fehlanzeige.

Unter den morschen Holzplanken ragen spitze Felsen empor, die jeden aufspießen, der abrutschen sollte. […] Die Lianen reißen. Die Brücke bricht unter meinen Füßen zusammen.

Hinzu kommen absolut vorhersehbare und gänzlich veraltete Situationen wie das obige Zitat zeigt. Solche Szenen auf morschen Hängebrücken hat man schon zuhauf gelesen und gesehen, da ist überhaupt nichts spannendes mehr vorhanden, da sowieso klar ist, wie es ausgeht und das zieht sich in meinen Augen so durch die gesamte Handlung. Kreativität, wo bist du?

Darüber hinaus konnte ich den vier Protagonisten rein gar nichts abgewinnen. Es gibt drei verschiedene Erzählperspektiven, nämlich die von Zelie, der Protagonistin, die die Magie zurückbringen soll, gefolgt von Amari, der Prinzessin von Orisha und deren Bruder Inan, der der Prinz der Welt ist. Hinzu kommt noch der Bruder Tzain von Zelie, welcher aber, wenn ich mich recht erinnere, keine eigenen Kapitel abbekommen hat. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt, da sich die Protagonisten aber so wenig von einander unterscheiden, hatte ich stellenweise echt arge Probleme damit, die einzelnen Figuren zu unterscheiden. Sie waren allesamt überhaupt nicht individuell, es war quasi keine Entwicklung vorhanden und alles wirkte insgesamt sehr konstruiert. Die Protagonistin Zelie ist absolut naiv und bleibt es auch, Amari ist eine typische Bad-Ass Protagonistin, die mit den Entscheidungen ihres tyrannischen Vaters nicht einverstanden ist und rebelliert, ihr Bruder Inan hat Selbstfindungsprobleme und weiß nicht, wozu er jetzt steht und Tzain, der eigentlich nur die “große Bruder” Rolle eingenommen hat und jedem misstrauisch gegenüber steht.

Mein Blick schweift über seine breite Brust, die Kurven seiner Muskeln. Bevor ich unter Wasser irgendwas erkennen kann, reiße ich den Kopf hoch.

Hinzu kommt noch ein so unnötiges Liebeskonstrukt, welches mir nicht einmal ein müdes Lächeln, sondern vielmehr einfach nur ein Kopfschütteln entlocken konnte. Es wirkte einfach nur aufgesetzt und weit hergeholt, dass ich absolut nichts damit anfangen konnte.

Kommen wir als nächstes noch zur thematisierten Unterdrückung, der Mythologie und der Tatsache, dass die Protagonisten allesamt schwarz sind. Ich mochte die Grundidee wirklich sehr, dass die Autorin es gewagt hat, all diese Themen in eine Fantasywelt einzuweben. Allerdings fand ich es stellenweise übertrieben, dass das Thema immer und immer wieder aufgegriffen worden ist. Ich hatte stellenweise das Gefühl, dass es einfach erzwungen werden sollte. Es wurde explizit und häufiger im Verlauf der Geschichte die Hautfarbe betont, dass ich die Wiederholungen teilweise als nervig empfunden habe. Mir ist aber auch die Tatsache bewusst, dass schwarze Menschen generell in der Literatur unterrepräsentiert sind und das Bewusstsein diesbezüglich definitiv geschärft werden muss. Nichtsdestotrotz haben mich die Wiederholungen im Lesefluss gestört, da mir bereits zu Beginn der Geschichte sowohl das afrikanische Setting als auch die schwarze Bevölkerung klar gewesen ist.

Auch sehe ich das primäre Alleinstellungsmerkmal “schwarze Charaktere”, etwas kritisch, da andere Fantasywelten gänzlich ohne Nennung der Hautfarbe auskommen und das dann eher der Phantasie des Lesers überlassen ist und das ohne Wertung geschieht.

Außerdem wurde die Mythologie, Unterdrückung und das Thema Afrika zu stiefmütterlich behandelt. Was ich als extrem nervig empfunden habe, waren die Namen der Kreaturen dieser Welt. Wieso mussten die Tiere Löwenesse oder Leoparesse etc. heißen und konnten keine fremdartigeren Namen bekommen? Wieso musste hier man unbedingt mithilfe solch abstrakter Namen versuchen, Afrika in die Geschichte zu bringen? Hätte nicht eine völlig eigene Welt ohne Anlehnung an Afrika auch funktioniert oder alternativ ohne diese komischen Tiernamen? Dann wäre die Verknüpfung vielleicht auch besser gelungen. Von der Mythologie an sich habe ich auch nicht wirklich etwas gemerkt. Dies kann der Tatsache geschuldet sein, dass ich als Laie die Anspielungen nicht erkannt habe aber auf mich haben die ganzen Götter und skuril klingenden Namen auch aus jeder anderen Fantasygeschichte stammen können und mussten nicht zwangsläufig zu Afrika gehören.

Zwar beschäftigt sich die Rahmenhandlung dann auch noch mit der Unterdrückung, was aber nur als Auslöser für die eigentliche Handlung gedient hat und im Verlauf der Geschichte nur noch untergeordnet eine Rolle gespielt hat. Gesellschaftskritik? Fehlt hier leider größtenteils, obwohl ich das bei der Intention der Autorin erwartet habe.

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass es sich hier primär um ein Jugendbuch gehandelt hat, aber ich bin mir auch sehr sicher, dass sich die relevante Zielgruppe mit etwas ernsteren Themen hätte befassen können. Ich finde es einfach schade, dass alles so konstruiert, erzwungen und vorhersehbar gewesen ist. Es war so viel Potenzial vorhanden aber vieles wirkte so in die Geschichte gepresst, dass man der Mythologie und der Kritik keinen Raum gegeben hat. Schade, denn andere Jugendbücher schaffen das auf der Hälfte der Seiten wie dieses Buch. Wieso wurde das Thema Afrika und schwarze Bevölkerung so erzwungen und immer wieder wiederholt? Das verstehe ich nicht. Man muss drüber sprechen, keine Frage aber es dem Leser immer wieder und in so regelmäßiger Abfolge wiederholend unter die Nase zu halten empfand ich eher als störend als anregend. Ich kritisiere hier nicht die Intention und die Idee der Autorin, da ich das absolut fantastisch finde. Ich sehe nur leider die Umsetzung absolut kritisch.

Fazit zu Children of Blood and Bone. Goldener Zorn von Tomi Adeyemi
Children of Blood and Bone. Goldener Zorn von Tomi Adeyemi hatte viel Potenzial und versprach ein abwechslungsreicher und unterhaltsamer Fantasyroman mit politischem Statement zu werden. Das Potenzial wurde aber verspielt. Während die Grundidee spannend und die Motivation der Autorin lobenswert ist, wird leider nicht der Fokus auf Intoleranz, Rassismus oder Ausgrenzung gelegt. Vielmehr verrent sich die Autorin in unnötigen Liebeskonstrukten, zu vielen aneinandergereihten Handungselementen und klischeetriefender Charaktere. Dabei hätte man, ungeachtet des Fantasygenres, durchaus auch ein gesellschaftskritisches Statement abgeben können, trotz der Altersempfehlung von 14 Jahren.

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103 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

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Wédora - Schatten und Tod

Markus Heitz
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur, 21.08.2017
ISBN 9783426654361
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit Wédora – Schatten und Tod kommt der zweite und vermutlich auch letzte Teil von Markus Heitz Wédora Romanreihe in die Buchläden und wie man den deutschen Bestsellerautor kennt, ist auch dieser Band wirklich umfanreich und mit 656 Seiten auch noch einmal knapp 50 Seiten dicker als Band 1. Zum Glück ist die Lektüre des ersten Romans Wédora – Staub und Blut bei mir noch nicht so lange her, da ich ansonsten Probleme gehabt hätte, mich an alles in einem ausreichenden Ausmaß zu erinnern. Zwar hat Markus Heitz am Anfang des Romans einen kurzen und sehr hilfreichen Rückblick eingearbeitet, wodurch man sich die wichtigsten Ereignisse des Auftaktromans noch einmal in Erinnerung rufen kann. Für ein gutes Verständnis empfehle ich nichtsdestotrotz aber die komplette Lektüre des ersten Romans!

Wédora – Schatten und Tod setzt quasi direkt an den Ereignissen des ersten Teils der Reihe an und greift die bisherigen Ereignisse auf. Die beiden Protagonisten Tomeija und Liothan sind aufgrund ihrer Heldentaten im Roman Staub und Blut reich belohnt worden und gehören von nun an der Oberschicht der Wüsten- und Handelsmetropole Wédora an. Außerdem haben sie eine prächtige Villa, die ein zentraler Schauplatz in Teil 1 gewesen ist, ebenfalls als Belohnung geschenkt. So haben beide also die besten Voraussetzungen, um ein luxoriöses Leben in der Metropole zu fristen und ihren Bestimmungen nachzugehen. Liothan ist magisch veranlagt und vermag es, die Kraft der drei Monde zu nutzen. Er will seine Kenntnisse ausbauen und versucht durch die Lektüre unzähliger Werke zu einem der mächtigsten Saldûn, eine Art Magier, zu werden. Währenddessen hat Tomeija die Ausbildung zu einer Hohepriesterin Driochors aufgenommen und versucht ihre Vergangenheit als Geetzeshüterin in der alten Welt endlich hinter sich zu lassen. Doch kommt es natürlich anders als es soll und der trügerische Frieden, in denen sich beide wägen, wird schneller gestört, als ihnen lieb sein kann. Tomeija wird in ihre alte Rolle von höchster Stelle berufen, als sie einen mysteriösen Todesfall in der Festung Sandwacht untersuchen soll, während sich Liothan bei seiner Recherche eher langweilt und sich auf eine Erkundungstour unter der Stadt begibt und dabei eine riesige Bedrohung der Stadt aufdeckt. Wird beiden Protagonisten auch dieses Mal wieder die Rettung der Wüstenstadt Wédora gelingen?


Der Einstieg in die Fortsetzung der Wédora Saga ist mir zum Glück recht leicht gefallen. Dies leigt zum einen an der kurzen aber dennoch sehr guten Zusammenfassung des vorangegangenen Teils direkt am Anfang dieser Fortsetzung und zum anderen an der Tatsache, dass ich Band 1 erst vor Kurzem beendet hatte. Beste Voraussetzungen also zum Wiedereinstieg. Nicht zum ersten Mal führt Heitz hier im Prolog einige neue Charaktere ein, um sie direkt wieder das zeitliche segnen zu lassen. Sinn und Zweck ist einfach die Einführung eines neuen Feindes. Dies mag ein gutes Mittel sein, doch ist es schon irgendwie schade um die Figuren. Aber auf diese “Redshirts“, kommt es in der Geschichte sowieso nicht an, denn die Handlung konzentriert sich, wie bereits Roman eins, auf die Protagonisten Liothan und Tomeija, welche nach den turbulenten Ereignissen nun erst einmal einw enig zur Ruhe kommen, auch wenn die Ruhe nicht lange hält. Obwohl beide bereits in Buch eins eine starke Entwicklung durchgemacht haben, stehen beide in Wédora – Schatten und Tod nicht still und könnens ich auch hier noch weiterentwickeln. Fest in der Wüstenstadt angekommen, integreiren sie sich immer mehr in das tägliche Geschehen der Metropole und fangen an, ihre Positionen zu verbessern und zu intrigieren, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Auch gegenüber der anderen Person sind sie nicht immer ehrlich, obwohl trotzdem ihre stärksten Charakterzüge überwiegen und Liothan beispielsweise von seinem inneren Motiv, eine Art Robin Hood zu sein, angetrieben wird und so sein Handeln bestimmt wird. Auch die Interaktion mit anderen Figuren, ob menschlich oder phantastisch, gefällt mir ausgesprochen gut.

Was mir in dieser Fortsetzung besonders positiv aufgefallen ist, ist der Umstand, dass Markus Heitz allem etwas mehr Raum zur Entwicklung gegeben hat. Während in anderen Besprechungen dies teilweise als zu langatmig und kontraproduktiv für die Spannung deklariert worden ist, fand ich dies gerade gut, um nicht so überstürzt von einem Ort zum nächsten zu hasten. So wurde etwas entschleunigt und man konnte einige Entwicklungen besser nachvollziehen. In Staub und Blut war mir das teilweise doch zu hektisch und man geriet nur allzu schnell in eine Kampfszene.

Darüber hinaus hat mir auch der Plot der zweiten Geschichte sehr gut gefallen. Die Handlung ist liebevoll und detailliert ausgearbeitet und man lernt zudem noch weitere Bereiche der skizzierten Welt besser kennen, indem man an der Seite der Protagonisten durch die Welt reist. Vor allem die Katakomben sowie Sandwacht fand ich sehr spannende Settings, die die Handlung stimmig ergänzt und die vorhandene Welt sinnvoll erweitert haben. So steht der Plot der ersten Geschichte in nichts nach. Er ist abwechslungs- und actionreich geschrieben und durch neue Szenarien kam noch einmal frischer Wind in die Saga. Allerdings fand ich den Handlungsstrang in der alten Heimat von Tomeija und Liothan absolut überflüssig. Er hat keinerlei Auswirkungen auf die eigentliche Handlung, welche in Wédora spielt. Zwar führt dies am Ende zu einer versöhnlichen Entwicklung, die das eventuell enttäuschende Ende des ersten Bandes etwas relativiert. Hätte man aber in meinen Augen auch streichen können. Der Handlungsstrang in Wédora war in meinen Augen spannend genug.

Zudem kann ich das Hörbuch absolut empfehlen. Uve Teschner hat einee sehr abwechslungsreiche und faszinierende Stimme, die noch das gewisse Extra in die Geschichte gezaubert hat und dazu führt, dass ich dieses Hörbuch nicht zum letzten Mal gehört habe!

Auch wenn es im Schlusswort hieß, dass es voraussichtlich die letzte Geschichte aus Wédora gewesen ist, so wünsche ich mir dennoch in naher Zukunft ein weiteres Abenteuer von Heitz in der Wüste. Man merkt dieser Welt die Rollenspielgrundlage an, da sie liebe- und detailvoll ausgearbeitet ist. Ein bis auf Kleinigkeiten spannendes Abenteuer in der Wüste und wieder ein sehr empfehlenswertes Fantasyepos aus der Feder von Markus Heitz. Lesenswert!

Fazit zu Wédora – Schatten und Tod von Markus Heitz

Eine spannende und sehr abwechslungsreiche Fortsetzung des Wédora-Epos von Markus Heitz. Unterhaltsam und mit viel Liebe fürs Detail. Lesenswert und für Fantasyfans eine klare Empfehlung!

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91 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Wédora – Staub und Blut

Markus Heitz
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426517796
Genre: Fantasy

Rezension:

Endlich gibt es von einem meiner liebsten Fantasyautoren neues aus dem Bereich Fantasy. Nachdem die letzten Bücher (AERA und Des Teufels Gebetbuch) eher im Bereich (Mystery-)Thriller angesiedelt gewesen sind, kehrt der deutsche Autor zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert uns den Auftakt einer neuen High Fantasy Saga, erschienen im Hause Knaur. Im Mittelpunkt der neuen Reihe und des ersten Buchs mit dem Titel Wédora – Staub und Blut, steht die Millionenmetropole Wédora, welche ein uneinnehmbares Bollwerk in der Wüste ist. Die Stadt Wédora basiert dabei auf einer Rollenspielidee des Autors, welche Markus Heitz zusammen mit einigen Freunden vor etlichen Jahren entwickelt hat.

Neben der Stadt Wédora geht es vor allem auch um das Protagonistenduo Liothan und Tomeija, welche trotz ihrer Unterschiede doch vom Charakter her sehr ähnlich sind. Tomeija ist eine pflichtbewusste Gesetzeshüterin, während sich Liothan selbst als eine Art Robin Hood versteht. Beide stehen sie für das Gute ein, doch stehen ihre Methoden im Konflikt zu den Wertvorstellungen des jeweils anderen. Bei einem Beutezug Liothans kommt ihm Tomeija auf die Schliche. Doch statt die Konsequenzen seines Einbruchs zu befürchten, geraten die beiden Protagonisten in erhebliche Gefahr, da sie an einen Kontrahenten stoßen, dem sie nicht gewachsen sind. Kurzerhand werden beide in verbannt und landen in einer ihnen völlig unbekannten Welt, welche von der Stadt Wédora beherrscht wird. Auf sich allein gestellt müssen sich beide Charaktere in einer völlig fremden Umgebung behaupten, wobei sie auf die Hilfe des jeweils anderen angewiesen sind.

Gleich zu Beginn des Auftaktromans in die neue Fantasyreihe gelingt es Markus Heitz, mich voll in seinen Bann der Geschichte zu ziehen. Das Protagonistenduo Liothan und Tomeija ist meiner Meinung nach sehr toll konstruiert. Beide haben sie ihre Eigenheiten, ergänzen sich aber, sobald es darauf ankommt, meistens ganz gut, trotz anfänglicher Stolpersteinchen. Sie können beide recht zickig sein und haben definitiv ihren eigenen Kopf, sind nichtsdestotrotz realistisch und können ihren Stolz überwinden und sich im Verlauf der Handlung weiterentwickeln. Die Beweggründe der Protagonisten sind plausibel und durch die gelungene Schilderung empfindet man schnell Empathie, wodurch mir die Schicksale beider Personen sehr nahe gehen. Anders verhält es sich hingegen beim großen Kontrahenten Dûrus, wessen Motive auch nach dem Ende der Lektüre für mich noch nicht ganz plausibel und nachvollziehbar gewesen sind. Zudem sind einige Protagonisten für mich zu grob skizziert, sie sind mir zu einseitig gezeichnet und überzeugen dadurch nicht mit einer besonders vielfältigen Charaktergestaltung (beispielsweise Kasûl). Ein etwas ausschweifender Chaakterentwurf mit mehreren Persönlichkeitsfassetten hätten mir durchaus gefallen, selbst wenn diese Person nur am Rande in Erscheinung tritt. Mich hätte es hier schon interessiert, wieso er so selbstlos seine Hilfe anbietet und was ihn diesbezüglich motiviert hat. Dies aber nur als kleine Anmerkung.

Neben der alles in allem doch toll konstruierten Charakterwelt konnte bei mir aber vor allem die Handlung und das Setting punkten. Zwar habe ich teilweise ein wenig Humor vermisst und einige Längen musste man zwischendurch auch überbrücken, aber nichtsdestotrotz hat mir dieses erfrischend neue Setting wahnsinnig gut gefallen. Markus Heitz hat mit seinem sehr detaillierten und ausführlichen Schreibstil dafür gesorgt, dass ich mich gut in die jeweilige Welt hineinversetzen konnte, egal, ob es jetzt gerade nach Walfor oder eben nach Wédora selbst ging. Beide Welten unterschieden sich grundlegend voneinander und durch die liebevollen Schilderungen war eine Trennung stets problemlos möglich. Dabei hat es mir vor allem Wédora mit seinem ganz eigenen Charme angetan. Zwar ist das Klima alles andere als lebenswert, aber durch die ganz individuellen Eigenschaften der Metropole mitten in der Wüste wurde ein plausibles Bild skizziert, wodurch ich sogar den Wunsch verspürt habe, der arabisch angehauchten Stadt einen Besuch abzustatten. Zumindest abseits der Sturmsaison.

Die Stadt Wédora ist voller Mythen und Geheimnisse und diese zu erkunden und dem Geheimnis, den Gefahren und der Bedeutung der Stadt auf die Schliche zu kommen, hat mir sehr großen Spaß bereitet. Man wollte als Leser nicht nur immer neue Teile der Wüstenmetropole entdecken, sondern vor allem auch der sich immer weiter zuspitzenden und ausweitenden Handlung folgen. Die Geschichte ist dabei sehr spannend, unterhaltsam und vor allem durch viele Überraschungen und Cliffhanger unterhaltsam, wodurch nur gelegentlich langeweile aufkam, da es teilweise doch etwas länger gedauert hat. Aber die Charakterkonstrukte, die Beziehungen und Intrigen innerhalb der Stadt und die unterschwellige Gefahr, derer sich Wédora stellen muss, machen diesen Auftaktroman zu einem sehr zu empfehlenden Fantasyroman. Zwar ist nicht alles perfekt, aber ich war sehr gerne in der Metropole unterwegs und ich freue mich sehr darauf, die kommenden Abenteuer in der Fortsetzung zu erleben. Eine Leseempfehlung für Markus Heitz und Fantasy-Fans!

Fazit zu Wédora – Staub und Blut von Markus Heitz

Sehr unterhaltsamer Auftakt in eine neue Fantasy-Saga. Komplexes Worldbuilding, verzweigte Handlungsstränge und vielseitige Charaktere. Ich freue mich auf Teil 2.

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115 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Die 100 - Rebellion

Kass Morgan , Michael Pfingstl , Lars Zwickies
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 14.08.2017
ISBN 9783453271401
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das kam überraschend. Eigentlich war die Romanreihe Die 100 von Kass Morgan, welche in Deutschland im Verlag Heyne fliegt veröffentlicht wird, nach dem dritten Band Heimkehr beendet. Die 100 sind mehr oder weniger heile und vollzählig auf der Erde angekommen und haben sich den zahlreichen Gefahren wiedersetzt und zusammen mit den restlichen Überlebenden der Kolonie im All wurde nach vielen Auseinandersetzungen eine neue Gesellschaft auf der Erde etabliert und das mit einigen der Erdgeborenen. Friede Freude Eierkuchen und Ende. Sollte man zumindest meinen. Ich bin selbst ein großer Fan der TV Serie, die auf der gleichnamigen Romanreihe der Autorin Kass Morgan basiert, obwohl Buch und TV Serie bis auf ein paar Namen und die ganz ganz grob gefasste Handlungn un wirklich nichts gemeinsam haben. Nichtsdestotrotz habe ich auch die bisher veröffentlichten Bücher der Autorin gerne gelesen, obwohl eine klare Abwärtstendenz hin zum dritten Roman zu erkennen gewesen ist. Die Reihe hatte damals schon den Eindruck gemacht, dass die Autorin nicht mehr genau weiß, wohin die Reise gehen soll und nur irgendwie versucht hat, ein halbwegs rundes Ende hinzubekommen. Das ist ihr letztlich auch einigermaßen gelungen.

Nun kommt aber ein vierter Roman überraschend daher und ich kann einfach nicht verstehen, was das überhaupt soll. Die Reihe war abgeschlossen aber vermutlich war der finanzielle Erfolg, welcher vermutlich durch die TV Serie zustande gekommen ist, zu groß und zu verlockend für die Autorin. Ich weiß es nicht, ich spekuliere hier lediglich. Aber ich hätte es definitiv besser gefunden, wenn es Kass Morgan bei lediglich drei Romanen belassen hätte, auch wenn ich mich sehr auf neues Material rund um Clarke, Bellamy und Co. gefreut habe. Leider ist dieser vierte Band aber alles andere als gut, sondern vielmehr einfach eine absolute Katastrophe und eine riesige Enttäuschung.

Eigentlich ist nach den turbulenten der vorangegangenen Romane endlich Ruhe auf der Erde eingekehrt und das große Blutvergießen und die Konflikte sind zu einem versönlichen Ende gekommen. Die neu gegründete Gesellschaft findet allmählich einen geregelten Ablauf und eine fixe Struktur, die eine neue Besiedelung der Erde ermöglichen kann. Doch wie aus heiterem Himmel taucht eine neue Splittergruppe der Erdgeborenen auf, überfällt das Camp und entführt zahlreiche der Campbewohner. Natürlich bleiben die schlagkräftigsten Protagonisten, u.a. Clarke und Bellamy zurück, welche kurzerhand die Entscheidung fällen, sich an die Verfolgung der Entführer zu machen und die entführten Mitmenschen zu befreien. Die Entführer entpuppen sich letztendlich als eine Art Sekte, die die Erde über alles verehren, aber zu sehr brutalen und rücksichtslosen Mitteln greifen, was u.a. durch die Entführung verdeutlicht worden ist.

Nichtsdestotrotz scheint die Gehirnwäsche der Sekte gut zu funktionieren, da bereits nach wenigen Stunden die ersten Entführten an die Ansichten der Entführer glauben. HALLO? Geht es noch? Das ganze Buch spielt in einem Zeitraum von knapp 7 Tagen, davon sind 6 Tage An- und Abreise zum Mittelpunkt des Geschehens und an einem einzigen Tag kann man sich komplett von seinen Kerkermeistern einlullen lassen und fängt an, die auf einmal gut zu finden? Ist natürlich voll authentisch.

Dazu kommt noch, dass die Charaktere, speziell Bellamy, mir einfach nur dermaßen auf die Nerven gegangen sind. Er wurde zu einem der Anführer der neu gewählten Gesellschaft gewählt, verhält sich aber immer noch bockig wie ein kleiner Junge. Es gibt überhaupt keine Weiterentwicklungen. Alles bleibt auf der Stelle. Und genau das passiert auch mit der eigentlichen Handlung. Sie tritt auf der Stelle. Zugegeben, es gibt ein paar Szenen, die durchaus mit einiger Action überzeugen können, allerdings ist der komplette Plot überflüssig. Ob dieses Abenteuer jetzt passiert oder nicht, die Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Fortbestand der Menschheit bleiben völlig unbeeindruckt. Ein paar unwichtige Charaktere sterben, ein paar neue kommen hinzu. Alles in allem ein Nullsummenspiel ohne Sinn und Verstand.

Eine absolut dämlich konstruierte Geschichte, die niemandem etwas nützt, außer vielleicht der Kasse der Verlage und der Autorin. Ich habe selten eine so überflüssige Geschichte gelesen, die zudem auch keinerlei moralische Botschaft vermittelt. Einfach nur knapp 300 Seiten Schmarrn. Lasst die Finger davon, auch wenn ihr, so wie ich, ein Fan der Reihe Die 100 seid. Es lohnt sich nicht!

Fazit zu Die 100 – Rebellion von Kass Morgan

Die 100 – Rebellion von Kass Morgen ist nur eins und das ist unglaublich miserabel. Eine plumpe Geschichte, platte Charaktere ohne Weiterentwicklung und nahezu keine Spannung. Hier fehlt es einfach an allem. Ein absoluter Reinfall und eine Schande, dass das von der gleichen Autorin stammt wie die ersten drei Bände. Unterirdisch!

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618 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

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Die Flammen der Dämmerung

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.03.2013
ISBN 9783453524743
Genre: Fantasy

Rezension:

Die bisherigen Romane von Peter V. Bretts Dämonen-Zyklus sind mir über die letzten Jahre, wo ich diese Bücher gelesen habe, sehr ans Herz gewachsen, da sowohl der Autor, welcher übrigens im April 2018 wieder nach Deutschland kommt, als auch seine entworfenen Charaktere sehr sympathisch sind. Außerdem bestach sein Weltenbau durch Innovation und viel Abwechslung, weshalb es für mich nur eine Frage der Zeit gewesen ist, bis ich mich wieder in die Welt voller Dämonen stürze. Das Erscheinen des 5. Buches Das Leuchten der Magie habe ich jetzt zum Anlass genommen, um mir das dritte Abenteuer Die Flammen der Dämmerung zu Gemüte zu führen und wurde leider bitterlich enttäuscht.

Im Fokus des dritten Romans stand, analog zu den ersten beiden Romanen, wieder ein Charakter, dessen Vergangenheit wir detaillierter kennenlernen durften. Nachdem wir bereits die Vergangenheit von Arlen Strohballen und Ahmann asu Hoshkamin am’Jardir am’Kaji in den Bänden eins und zwei erlebt haben, war jetzt endlich auch erste Frau an der Reihe (okay, Leeshas Vergangenheit hat man ebenfalls in Band 1 etwas näher kennengelernt) vordergründig an der Reihe. Die Rede ist von Inevera, der ersten und mächtigsten Gemahlin von Ahmann Jardir. Man erfährt, wie sie von einer unbedeutenden Korbflechterin zur mächtigsten Frau im krasianischen Reich aufsteigt, welche Mittel sie für diesen Aufstieg einsetzt und wie skrupellos sie dabei vorzugehen weiß.

Darüber hinaus geht es selbstverständlich mit der eigentlichen Handlung voran. Das Tal der Holzfäller wappnet sich immer stärker gegen die Bedrohung durch die Dämonen, es entsteht ein riesiges Bollwerk gegen die Armeen des Hork und durch diese Kampfkraft wird das Tal gleichzeitig auch zum Magneten von allerlei Begehrlichkeiten und gerät somit vermehrt in den Fokus der Geschichte. Sowohl das krasianische Heer als auch die mächtigen Nordmänner und ganz normale Menschen wollen sich das Tal zu eigen machen, wodurch es nicht nur zu Konflikten gegen die Dämonen, sondern zusehends auch zu Konflikten unter den Menschen gibt. Dabei wird jedoch die stetig ansteigende Gefahr durch die Dämonen, insbesondere die neuen Dämonen unterschätzt, da die innerpolitischen Konflikte in den Vordergrund rücken. Kann sich die Menschheit dennoch gegen die dämonische Bedrohung behaupten?

Vorab muss ich sagen, dass ich es wirklich spannend finde, wie Peter V. Brett an seine Geschichte herangeht. Mir gefällt es wahnsinnig gut, die Vergangenheit der jeweiligen Protagonisten hautnah und aus deren Perspektive mitzuerleben, weshalb ich die zahlreichen Rückblicke sehr zu schätzen weiß. Dadurch erhält der Leser einen viel besseren Eindruck der jeweiligen Person und kann umso besser nachvollziehen, wieso die jeweilige Person so handelt, wie sie es tut. Daher habe ich mich auch sehr gefreut mitzuerleben, wie die sehr mysteriöse Inevera zu der mächtigsten Frau im krasianischen Reich herangewachsen ist. Doch durch die parallele Entwicklung der Protagonisten in der Vergangenheit bis zum aktuellen Geschehen sind Überschneidungen unvermeidlich. So muss man u.a. leider bereits zum dritten Mal miterleben, wie Arlen nach Krasia reist und dort einiges erlebt. Während es in Roman zwei als nette Wiederholung und Erinnerung noch als nützlich abgetan werden konnte, so war es in Band drei doch mittlerweile eher nervig, da sich die Überschneidungen mit Sicherheit über mehrere hundert Seiten erstreckt haben, auch wenn das nicht kontinuierlich, sondern in mehreren Episoden geschehen ist. Hier wurde viel zu viel erneut und zu ausführlich erzählt, ohne der Handlung wirklich nützlich zu sein.

Zudem hat es mich unglaublich genervt, dass die Frauen oft nur eine einzige Waffe haben, derer sie sich bedienen können und das ist Sex. Bereits während der Ausbildung von Inevera und ihrer Weggefährten wird oft und sehr ausführlich beschrieben, wie sie in den Kissenzimmern ausgebildet worden sind, um fantastische Liebhaberinnen zu werden, um ihren Gemahlen später zu dienen. Hier wurden die Frauen in meinen Augen zu oft einfach als Sexobjekte angesehen, die sich nur durch den Beischlaf gegen die Männer behaupten konnten. So verführt Inevera Ahmann und benutzt ihren Körper, um das zu bekommen, was sie will. Das gleiche macht sie übrigens auch mit einem Kontrahenten von Ahmann. Einfach traurig, dass hier nur der Blick auf diesen Aspekt gelegt worden ist. Dabei hat Peter V. Brett doch gezeigt, was Frauen können, denn die Frauen im Norden, von Leesha bis hin zu Renna sind eigenständige und starke Persönlichkeiten, die sich gegen die Männer behaupten können. Ich weiß einfach nicht, warum die krasianischen Frauen so herabgestuft werden. Dies fand ich absolut nicht gut!

Apropos Renna. Während ich sie eben noch als starke Protagonistin beschrieben habe, muss ich andererseits auch sagen, dass sie mir einfach unfassbar auf die Nerven gegangen ist. Nicht, weil sie sich selbst zu behaupten weiß. Das fand ich gut. Ich mochte es einfach nicht, wie rücksichtslos sie vorgegangen ist, um das zu bekommen, was sie will. Sie geht brutal und ohne Reue gegen jeden vor, ist eiskalt und man kann sie einfach nur hassen. Ich habe selten eine Person in einem Buch erlebt, die ich so wenig ausstehen konnte wie Renna. Dagegen ist Prof. Umbridge aus Harry Potter fast schon liebenswert. Selbstverständlich will sie sich beweisen, aber ihre Fehltritte häufen sich im Verlauf der Handlung arg und trotzdem will sie partout nichts dazulernen, was mich absolut gestört hat.

Auch die eigentliche Handlung ist trotz des enormen Umfangs des Romans von über 1.000 Seiten doch recht dünn. Es gibt Rückblicke, Sexszenen, Schlachten gegen Dämonen und das wars. Auch wenn es neue Dämonen gibt, die eingeführt werden und eine noch stärkere Bedrohung der Menschen darstellen als ohnehin schon, für die Handlung ist das irgendwie irrelevant. Ich könnte jetzt nicht sagen, dass sonderlich viel passiert ist. Letztendlich befindet man sich immer noch da, wo man am Anfang des Buchs gewesen ist. Wahnsinnig enttäuschend. Ich hoffe, dass dieser Band nur ein Ausrutscher gewesen ist, da so viel schief gelaufen ist, was in den vorangegangenen Bänden besser war. Peter V. Brett, was hast du uns hier nur angetan?

Fazit zu Die Flammen der Dämmerung von Peter V. Brett
Zu viele Wiederholungen, zu viel Zeit in den Kissenzimmern, nervige Protagonisten (insb. Renna Gerber) und trotz des enormen Umfangs von über 1.000 Seiten viel zu wenig neues. Hier ist leider viel zu viel schief gelaufen. Band 3 des Dämonen-Zyklus ist leider der bis dato schlechteste Teil der Reihe. Enttäuschend!

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102 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 39 Rezensionen

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Chroniken von York - Die Suche nach dem Schattencode

Laura Ruby , Jeannette Bauroth
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 12.02.2018
ISBN 9783785588864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

New York City wie wir es kennen, hektisch, voller Menschen und Abenteuer. Doch irgendwas an dem in Laura Rubys Roman Die Chroniken von York geschilderten New York ist anders, auch wenn es sich gleichzeitig noch sehr vertraut anfühlt. Gründe für diese Unterschiede sind vor allem die prägende Familie des fiktiven New York, nämlich die sogenannten Morningstars. Vor über 150 Jahren war diese Familie maßgeblich daran beteiligt, dass sich das Bild der Stadt geringfügig aber doch bemerkbar verändert hat. So gibt es nicht nur duzende Zeppeline, die den Himmel über der Stadt unsicher machen, sondern auch einprägsame Gebäude wie beispielsweise den Morningstar Tower, welcher das Stadtbild nachhaltig geprägt hat.

Aber nicht nur architektonisch haben die Morningstars das Stadtbild geändert, vielmehr sind sie für ihren Erfindergeist und ihren sagenumwobenen Schatz berühmt geworden, welcher seit über 150 Jahren nicht gefunden werden konnte, obwohl es zahlreiche Hinweise übe rdie Stadt verteilt gibt und es bereits mehrere erfolglose Suchen nach diesem Schatz gegeben hat.

Eines Tages taucht dabei ein neuer Hinweis auf und die Zwillinge Tess und Theo sowie ihr Freund Jaime begeben sich aufs neue auf die legendäre Schatzsuche und versuchen, den Code für sich zu entschlüsseln. Dabei geraten sie in knifflige Rätsel und allerhand Gefahren, die es zu meistern gilt.

Laura Ruby hat mit ihrem Auftaktroman in ihre Reihe Die Chroniken von York eine absolut fabelhafte Welt erschaffen, die sich vor allem durch viele kleine Details auszeichnet, die sich von unserer bekannten Welt unterscheidet. Trotzdem schafft sie es, durch genügend Referenzen zu unserer Geschichte, ein bekanntes Gefühl der Vertrautheit zu erwecken. So gibt es reale Persönlichkeiten wie Alexander Hamilton oder Schauplätze wie die Freiheitsstatue, die allesamt eine Bedeutung in der Geschichte einnehmen.

Die Handlung der Geschichte konnte mich von Anfang an überzeugen. Ich mochte die Idee der Scahtzsuche anhand von zahlreichen Hinweisen, die in der Vergangenheit hinterlassen worden sind. Dies hat mich ein wenig an den Film Das Vermächtnis der Tempelritter mit Nicolas Cage und Diane Kruger erinnert, welcher mir seinerzeit außerordentlich gut gefallen hat und die Parallele zum Film wurde sogar im Buch erwähnt, was ich wiederum gut gefunden habe. Man lernt zwar nicht super viel über die Geschichte der Stadt, bekommt aber stets das Gefühl vermittelt, etwas größerem auf der Spur zu sein und das fand ich äußerst unterhaltsam. Speziell die geheimnisse um die Morningstars haben kontinuierlich mein Interesse erweckt, wodurch ich nahezu durchgehend an das Buch gefesselt worden bin.

Die einzelnen Charaktere sind wie ich finde sehr liebevoll konstruiert und unterscheiden sich dabei stark genug voneinander, um diese klar voneinander unterscheiden zu können. Viele kleine Hinweise und Anspielungen sind zudem in diesem Buch versteckt, obwohl ich bezweifle, dass die Zielgruppe alles klar identifiziert. So ist wie ich finde der skrupellose Immobilienmogul Slant ganz klar Donald Trump, was aber vermutlich nicht sofort jeder herausliest. Zudem finde ich, dass die Protagonisten für ihr Alter doch etwas zu clever sind. Andererseits würde die Geschichte nicht funktionieren, wenn die ewig für das Lösen der Rätsel benötigen würden.

Was mich aber doch etwas gestört hat ist die Tatsache, dass die Geschichte einerseits vorhersehbar gewesen ist und man nie richtig die Chance bekommen hat, die Rätsel selbst zu lösen, da dafür zu wenige Hinweise gegeben worden sind, um selbst auf die Lösung zu kommen. Zudem bin ich der Meinung, dass das Buch mit ca. 40-50 weiteren Seiten auch zu einem Abschluss hätte gebracht werden können. Ich war doch etwas überrascht als ich erfahren habe, dass die Reihe als Trilogie ausgelegt ist. Ich hoffe, das wir etwas mehr Abwechslung in den Folgebänden erfahren als eine weitere Schnitzeljagd. Dies soll es aber als Kritik gewesen sein, da mir das Buch ansonsten sehr gut gefallen hat und ich mich für einige Lesestunden gut unterhalten gefühlt habe!

Fazit zu Die Chroniken von York #1 – Die Suche nach dem Schattencode von Laura Ruby
Ein liebevoll gestalteter Jugendroman mit vielschichtigen Charakteren, einem spannenden Plot, der zu unterhalten weiß und zahlreichen Steampunk Elementen, die der Erzählung eine tolle Note verleihen. Dies gepaart mit viel Humor sorgt trotz kleinerer Abstriche für viel Lesespaß.

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921 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

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Wie Schnee so weiß

Marissa Meyer ,
Fester Einband: 848 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.01.2016
ISBN 9783551582898
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Luna Chroniken gehörten über die letzten Jahre zu meinen aller liebsten Romanreihen. Marissa Meyer hat mit der Märchenadaption rund um Rotkäppchen, Cinderella und Co. in meinen Augen eine außerordentlich gute SciFi Welt erschaffen und der Carlsen Verlag hat sie nach Deutschland gebracht. Der vierte und letzte Band der Reihe Wie Schnee so weiß lag daher natürlich auch bei mir zu Hause und wartete sehnsüchtig darauf, von mir verschlungen zu werden.

Als großer Fan der Welt habe ich natürlich zum einen das Lesen der Geschichte weit hinausgezögert, da ich keinen Abschied von diesen wundervollen Charakteren nehmen wollte, aber andererseits war ich natürlich auch sehr neugierig, wie das große Finale rund um Cinder und Co. aussieht. Daher war es dann doch irgendwie zu erwarten, dass ich eher früher als später zum Buch greife und dieses auslese.

Wie Schnee so weiß ist nicht nur der abschließende, sondern gleichzeitig auch der mit Abstand umfangreichste Band der Reihe. Wie bereits in den vorangegangenen Bänden wird auch in der vierten Geschichte wieder eine neue Person eingeführt. Anders als in den übrigen Bänden ist dies aber nur noch die Prinzessin Winter, die Stieftochter der Herrscherin von Luna, Königin Levana. Die übrigen Protagonisten sind mittlerweile bekannt. In den Bänden eins bis drei hatte es sich bereits angedeutet, in Teil 4 wird es zur blutigen Realität. Die Revolutionsgruppe rund um Cinder holt zum finalen Schlag aus. Dabei sind Cinder und ihre Mitstreiter aber auf Utnerstützung angewiesen und das nach Möglichkeit von Insidern auf Luna, damit der geplante Sturz der Königin auch gelingen kann. Der finale Schlag braut sich zusammen und das Überleben der Menschheit sowie der Lunarier und der Fortbestand der Erde und des Mondes stehen auf dem Spiel. Eine schier unlösbare Aufgabe für die noch junge Mechanikerin, die für höheres bestimmt zu sein scheint!

Ich habe mich einfach wahnsinnig auf das große Finale der Luna Chroniken gefreut, da mir über die Bücher hinweg die einzelnen Protagonisten total ans Herz gewachsen sind. Sie sind alle sehr unterschiedlich, haben ihre Eigenheiten, ergänzen sich als Duo und später als Team perfekt und bringen durch ihre vielschichtigen Talente das gewisse Extra in die Gruppendynamik mit ein. So hat sich diese Gruppe, die über die Romane durchgehend gewachsen ist, kontinuierlich weiterentwickelt und die Beziehungen untereinander haben sich vertieft. Nun wird diese Gruppe noch einmal ergänzt und zwar im Verlauf der Geschichte um die Prinzessin Winter und dabei ist leider wie ich finde einfach wahnsinnig viel schief gelaufen.

Winter und ihre Beziehung zum Wächter Jacin ist nicht nur sehr sonderbar, vielmehr hat mich diese Storyline einfach komplett genervt. Es war absolut kein Mehrwert für die Geschichte. Winter ist ein so zartes, ängstliches Wesen, welches es größtenteils nicht schafft, über ihren eigenen Schatten zu springen und sich ihren Gefahren zu stellen. Trotz 800 Seiten Umfang hat sich dieser Charakter quasi nicht weiterentwickelt und leider ist das für einen Abschluss einer Romanreihe absolut unbefriedigend. Hätte man Winter früher in die Geschichte eingebracht und ihr eine bessere Entwicklung anberaumt, dann hätte ich mit ihr etwas anfangen können. So bin ich aber leider der Meinung, dass man Winter als Charakter schlichtweg hätte streichen können und niemand hätte sie vermisst. Das übrige Gespann ist kraftvoll genug, um sich jeder Gefahr entgegenzustellen. Die Geschichte von Winter ist mir schlichtweg negativ aufgestoßen.

Positiv hingegen empfand ich die übrige Gruppe. Diese ist stets über sich hinausgewachsen und hat es dem Leser ermöglicht, direkt mitzufiebern und Sympathien aufzubauen bzw. zu vertiefen. Außerdem hat man, nachdem Luna als mysteriöser Ort in den ersten drei Bänden kontinuierlich aufgebaut worden ist, nun auch tatsächlich endlich näher kennenlernen dürfen. Nicht nur die Eigenheiten des Monds an sich, sondern vor allem auch die vielschichtigen Lunarier abseits der Königin konnte man erleben und ziemlich schnell feststellen, dass das Bild, welches man vom Volk durch die Königin erhalten hat, schlichtweg fehlerhaft ist. Eine echte Offenbarung, die ich sehr erfrischend gefunden habe.

Ansonsten hat mir alles in allem sowohl der sehr angenehme Schreibstil als auch die Erzählweise überzeugen können. Der anfänglich abschreckende Umfang des Buchs wird dadurch schnell nichtig gemacht, da man nach kurzer Findungsphase direkt in der Geschichte ist und in großen Schritten vorankommt und sich leider auch damit schnell dem Finale nähert, was definitiv für den gekonnten Umgang der Autorin inkl. Übersetzung mit Worten spricht. Eine fabelhafte Arbeit.

So bleibt ein sehr unterschiedlicher Eindruck vom Abschluss der Reihe zurück. Einerseits ist die Geschichte sehr spannend und actiongeladen und das gepaart mit neuen Eindrücken und abwechslungsreichen Charakteren, andererseits sind zeitweise doch einige Längen vorhanden und neue Charaktere, vor allem Winter, sind einfach überflüssig, weshalb ich den Roman als leider schwächsten Roman der Reihe empfinde. Nichtsdestotrotz kann ich den Abschluss der Luna Chroniken vor allem Fans der Reihe, die diesen Band noch nicht gelesen haben, empfehlen.

Fazit zu Wie Schnee so weiß von Marissa Meyer
Der längste und für mich schwächste Teil der Luna-Chroniken Reihe. Wie Schnee so weiß ist gewohnt abwechslungsreich und spannend, aber Charaktere wie Winter sind extrem nervig und zudem hat das Buch zu viele Längen. Alles in allem ein würdiger und stimmiger Abschluss einer fantastischen Romanreihe! Die Luna-Chroniken muss man als Märchen- und Jugendbuchfan gelesen haben.

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Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich muss ja gestehen, dass ich bis kurz vor der Leipziger Buchmesse 2018 noch überhaupt nichts von Scythe bzw. von Neil Shusterman gehört hatte. Erst als eine Freundin von mir auf einer Lesung des Autoren in Köln gewesen ist und absolut begeistert vom Autor und dem Reihenauftakt war, wurde ich neugierig und beschäftigte mich zum ersten Mal mit dem Reihenauftakt Scythe. Die Hüter des Todes und ich wurde nicht enttäuscht.

Scythe mutet dabei zunächst wie ein Fantasyroman an, ist aber eher ein dystopisches Setting mit zahlreichen Sci-Fi Elementen. In einer unbestimmten fernen Zukunft hat es die Menschheit geschafft, sich über den Tod hinwegzusetzen. Die Wissenschaft hat außerordentlich gute Arbeit geleistet und mit modernster Technik ist es den Menschen gelungen, den Tod auf unbestimmte Zeit hinauszuzögern, wenn nicht sogar komplett zu verhindern. Man kann sich mithilfe von Naniten sogar wieder auf ein bestimmtes körperliches Alter zurücksetzen lassen, sodass die Bevölkerung ihr tatsächliches Alter irgendwann gar nicht mehr genau weiß. Zudem ist es durch diese Technik möglich, sich wiederbeleben zu lassen, falls man doch einmal einen Unfall gehabt hat. Und über alles wacht eine künstliche, alles sehende, wohlwollende Künstliche Intelligenz, der sogenannte Thunderhead. Klingt eigentlich zu schön um wahr zu sein. Doch ein Problem hat die Menschheit, nämlich die endliche Ressource Erde. Da die Menschheit aber nicht mehr sterben kann und demnach immer weiter wächst, sind die Ressourcen irgendwann rechnerisch aufgebraucht.

Und genau an diesem Punkt kommt die neue “natürliche Selektion” ins Spiel, der sogenannte Scythe Orden, die Hüter des Todes. Nach bestimmten Gesichtspunkten, manchmal aus reiner Willkür, bestimmten die Scythe, welche Menschen getötet werden. Es gibt teilweise Quoten, die erfüllt werden müssen, um dem Wachstum der Menschheit entgegenzuwirken. Doch da der Begriff des Tötens ein Wort aus der Sterblichkeits-Ära ist, wird der zivilisiertere Begriff der Nachlese verwendet. Eines Tages werden dabei die beiden Jugendlichen Citra und Rowan zufälligerweise vom Scythe Faraday ausgewählt, um gegen ihren Willen eine Ausbildung zum Hüter des Todes anzutreten. Ob sie dieser Herausforderung gerecht werden können?

Anfangs fand ich die Idee, die dieses Buch verfolgt, doch etwas makaber. Man kann nicht sterben, wird aber, wenn es an der Zeit dafür ist, nicht einfach aus dem Leben scheiden,sondern direkt umgebracht? Harter Stoff, mit dem man erst einmal umgehen muss. Es wird stellenweise im Verlauf der Geschichte schon einmal durchaus brutal, allerdings sind die Scythe keine Monster (zumindest nicht alle von ihnen) und es gibt quasi kein Abschlachten, sondern ein “gesittetes Töten”, falls es sowas überhaupt gibt.

Ich muss zugeben, dass ich das Setting definitiv sehr innovativ und abwechslungsreich empfunden habe. Eine künstliche Intelligenz, die unser aller Leben bestimmt und tatsächlich nur unser bestes will. Ein Planet, der mit endlichen Ressourcen zu kämpfen hat. All dies klingt doch irgendwie sehr bekannt und alltäglich, auch wenn wir von gewissen Situationen noch etwas entfernt sind. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen, wie es der Autor Neil Shusterman geschafft hat, eine fiktive Zukunftssituation zu entwerfen, die an vielen bekannten Aspekten unserer jetzigen Zeit anknüpft und diese losen Enden so geschickt weiterspinnt, dass das Szenario durchweg plausibel erscheint. Wer weiß, was mit der Forschung in ein paar Jahren möglich ist?!

Darüber hinaus empfand ich die Charaktere und den Orden der Scythe wahnsinnig interessant. Wie wird man zu einem Hüter des Todes, was sind die Motive, Scythe zu werden und nutzt der Orden seine Machtposition in der Welt dann nicht vielleicht aus, wenn man der einzige ist, der noch Töten kann und das endgültig? Eine korrupte und machtgierige Institution mit rücksichtslosen Individuen kommt sukzessive zum Vorschein, die den korrupten Politikern und Konzernbossen unserer Zeit in nichts nachsteht, was diese Geschichte so plausibel gestaltet. Es wirkt echt und trotzdem wird nicht auf dieser Ausgangssituation beharrt, sondern erlebt eine kontinuierliche Entwicklung, die man unbedingt erleben möchte.

Immer wieder bin ich dabei auch über die Verantwortung der Scythe der Gesellschaft gegenüber gestolpert und vor allem bin ich immer wieder verwundert, zu welchen Mitteln Menschen greifen, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Von kleineren Gefälligkeiten bis hin zu komplett neuen Kulten erlebt man die vielschichtigen Motive der Menschheit aus einer komplett neuen Perspektive. Beängstigend und zugleich leider sehr nachvollziehbar.

Ein durch und durch geniales Werk, was uns Neil Shusterman hier präsentiert hat. Angefangen von einer fantastischen Gestaltung der deutschen Buchausgabe mit einem reflektierenden, kupferfarbenen Einband über ein faszinierendes zukünftiges Setting bis hin zu einem Plot, welcher mit zahlreichen überraschenden Wendungen und abwechslungsreichen Charakteren glänzen konnte. Ein rundum stimmiger Gesamteindruck, der hier veröffentlicht worden ist. Lediglich über den Thunderhead und die Entstehung des Ordens der Scythe hätte ich mir noch etwas mehr Infos gewüscht, aber die Geschichte ist ja auch noch nicht auserzählt.


Fazit zu Scythe. Die Hüter des Todes von Neil Shusterman

Überraschend, abwechslungsreich und unerwartet kam das Werk Scythe. Die Hüter des Todes von Neil Shusterman daher und hinterließ einen genialen Gesamteindruck, der dem Leser einen faszinierenden Blick in die Zukunft gewährt hat und süchtig nach mehr Lesestoff gemacht hat. Großartig!

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182 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Des Teufels Gebetbuch

Markus Heitz
E-Buch Text: 672 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 27.02.2017
ISBN 9783426434529
Genre: Fantasy

Rezension:

Endlich ist es für mich wieder einmal an der Zeit gewesen, zu einem Roman eines meiner liebsten deutschen Autoren zu greifen. Die Rede ist von Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz, erschienen bei Droemer Knaur. Wie ich selbst überraschend festgestellt habe, ist dieser Mystery-Thriller tatsächlich mein aller erster Thriller des Autors, welchen ich gelesen habe. Bisher habe ich vor allem zu seinen Fantasyromenen Die Zwerge, Ulldart oder Albae gegriffen und es bis dato erfolgreich geschafft, um die Thriller einen Bogen zu machen.

Da ich die Romane von Markus Heitz aber stets sehr zu schätzen wusste, mir die Marketing-Kampagne rund um das Buch wahnsinnig gut gefallen hat (ich war immerhin in einer Vorentscheidungsrunde für das finale Kartenspiel in Baden-Baden mit dabei) und ich auch endlich einmal einen Thriller von Markus lesen wollte, hab ich mich kurzerhand entschieden, dem Roman des Teufels Gebetbuch eine Chance zu geben, auch wenn das nicht mein primärer Lesegeschmack ist.

Mit Des Teufels Gebetbuch hat Markus Heitz einen faszinierenden und sehr interessanten Bereich thematisiert, den ich so bisher noch in keinem Roman gelesen habe. Im Mittelpunkt des Buches steht nämlich ein Kartenspiel, das sogenannte Supérieur, eine Abwandlung des allseits bekannten und beliebten Poker. Markus Heitz hat sich dabei die Frage gestellt, wie Kartenspiele sich entwickelt haben und wo diese überhaupt hergekommen sind. Dabei hat es der Autor sehr geschickt konstruiert und zwei unterschiedliche Zeitepochen in diesen Roman eingewoben. So erlebt man einerseits die Entstehung des einen besonderen Kartenspiels, um welches es in diesem Roman geht, hauptnah mit, da man der Handlung ins Leipzig des 18. Jahrhunderts folgt. Andererseits ist man aber auch in der Gegenwart unterwegs, wo sich die zahlreichen sehr vielschichtigen Protagonisten mit den Auswirkungen dieses Kartenspiels auseinandersetzen müssen. Man reist dabei nahezu quer um den Globus, von Baden Baden bis in den Dschungel Brasiliens.

Dabei lernt man nicht nur zahlreiche sehr interessante Fakten zum Kartenspiel kennen, sondern macht auch die Bekanntschaft mit vielen sehr interessanten Persönlichkeiten. Der Protagonist Tadeus Boch hat mir dabei glaube ich am besten gefallen. Als ehemaliger Glückspielsüchtiger ist er hoch verschuldet und steckt bis über beide Ohren in der Privatinsolvenz. Seine Schulden muss er noch für mehrere Jahre abbezahlen und das in einem Job, welcher gefährlicher nicht für ihn sein könnte. Er ist nämlich als Sicherheitsmitglied in einem Casino in Baden Baden beschäftigt, wo er tagtäglich mit seiner Suchtproblematik konfrontiert wird. Durch einen unglücklichen Zufall wird er in die Handlung hineingezogen undmuss schnell Bekanntschaft mit gefährlichen Kontrahenten und einem magischen, sehr gefährlichen und teilweise sogar tödlichen Kartenspiel machen. Wie hängt dabei alles zusammen, wieso kann ein Kartenspiel magisch sein und was hat es mit den zahlreichen Rückblenden nach Leipzig auf sich? Ein wahnsinnig gut konstruiertes Setting verspricht dabei ausgesprochen unterhaltsame Lesestunden.

Meiner Meinung nach glänzt Des Teufels Gebetbuch vor allem durch einen sehr gut ausgearbeiteten Weltentwurf. Die Story ist sehr komplex ausgearbeitet und gepaart mit zahlreichen historischen Fakten, was die Geschichte alles in allem sehr abwechslungsreich gestaltet hat. So hat man nicht nur eine fiktive Geschichte, sondern kann auch noch was lernen. Außerdem tragen die vielen unterschiedlichen Charaktere ihre ganz individuelle Note zur Handlung bei, wodurch diese sehr vielseitig wird und man sich auf viele verschiedene Situationen einstellen kann. Diese Variabilität kam in meinen Augen der Geschichte sehr zu Gute.

Trotz der zahlreichen Perspektiv- und Ortwechsel hat es Markus Heitz nichtsdestotrotz geschafft, den Leser nicht unnötig zu verwirren und führt einen ans Finale, welches noch einmal sehr zu unterhalten wusste.

Allerdings konnte ich leider dem roten Faden der Handlung nicht immer folgen. Es war teilweise verwirrend und die Spannung war leider, auch aufgrund des immensen Umfangs des Werkes, nicht kontinuierlich vorhanden, weshalb es zeitweise Abschnitte gab, wo ich mich eher durchkämpfen musste. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass ich das Buch hauptsächlich als Hörbuch gehört habe und mich der Erzähler absolut nicht von sich überzeugen konnte. Er hat für mein empfinden eine zu monotone Stimme, konnte die Charaktere nicht richtig voneinander trennen und er hat es zudem nicht richtig geschafft, eine Spannung in die Geschichte zu bringen. Hier hätte mir definitiv mehr pepp deutlich besser gefallen.

Vermutlich liegt es auch primär am Hörbuch (hab dieses sogar zwei Mal gehört), dass mir Des Teufels Gebetbuch nicht so gut gefallen hat, wie es mir hätte gefallen können. Es ist mir gefühlt zu viel auf der Strecke geblieben (trotz ungekürztem Hörbuch), was ich für ein uneingeschränktes Gefallen des Werkes benötigt hätte.

Des Teufels Gebetbuch ist bei weitem kein schlechtes Buch. Die konstruierte Welt, die Charaktere und die tolle Recherche machen dieses Buch zu etwas besonderem, doch leider ist mir für insgesamt etwas zu viel auf der Strecke geblieben, damit ich das Buch ohne faden Beigeschmack uneingeschränkt empfehlen könnte. Es ist nicht schlecht, aber leider auch nicht wahnsinnig gut. Nichtsdestotrotz ein solider Mystery-Thriller mit kleineren Abstrichen.

Fazit zu Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz

Ein gut konstruierter, clever durchdachter Thriller mit abwechslungsreichen Charakteren und einer genialen Marketingkampagne rund um das Buch sowie das Kartenspiel Supérieur. Leider bleibt für meinen Geschmack aber viel Spannung auf der Strecke. Ein unterhaltsamer Mystery-Thriller mit kleineren Abstrichen, welche m.E. vor allem durch das Hörbuch zustande gekommen sind.

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AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

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Percy Jackson - Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane

Rick Riordan , Gabriele Haefs , Claudia Max
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 10.01.2017
ISBN 9783551556837
Genre: Jugendbuch

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Schatten über Elantel

Brandon Sanderson , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704359
Genre: Fantasy

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Red Rising

Pierce Brown
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Ronin-Hörverlag, 24.11.2017
ISBN 9783946349648
Genre: Science-Fiction

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Im Roman Red Rising von Pierce Brown, erschienen im Heyne Verlag, befinden wir uns auf dem roten Planeten Mars. Der junge Protagonist Darrow ist der Klasse der Roten zugeordnet und sorgt dafür, dass der Mars eines Tages bewohnbar wird. Als Mienenarbeiter ist er ein elementar wichtiger Aspekt im Terraforming Prozess, um die Marsoberfläche für spätere Generationen bewohnbar zu machen. Dieses Bild wird den sogenannten Roten, welche ihr kurzes Leben als Mienenarbeiter unter der Marsoberfläche in unbenkbar unwürdigen und brutalen Bedinungen verbringen, seit frühester Kindheit vermittelt. Doch Darrows Frau Eo träumt von mehr. Sie will nicht nur als Schlachtfieh bis zum Tod für die Marserschließung schuften, sondern sich von dieser Unterdrückung befreien und nach deutlich mehr streben. Dieser Freiheitsgedanke führt letztendlich aber zu einem Märtyrertod von Eo, in Folge dessen Darrow komplett aus der Bahn beworfen wird. Wenig später wird sein bisheriges Leben auf brutale Art und Weise erneut erschüttert, denn er entdeckt die Wahrheit hinter der Unterdrückung auf dem Mars. Die Geschichte, die den Roten erzählt wird, ist erlogen. Der Mars ist erschlossen und das bereits seit Jahrhunderten. Mithilfe einer Widerstandsgruppe nimmt Darrow den Kampf auf sich, erduldet unsägliche Qualen und schleust sich in die Akademie der Führungsriege des Mars ein. Ein intrigantes Spiel voller Gefahren beginnt und Darrow wird vor Herausforderungen gestellt, die weit über das Können eines Roten hinauszugehen scheinen.

Red Rising von Pierce Brown hat es faustdick hinter den Ohren. Ich bin absolut beeindruckt, was für eine grandiose und unterhaltsame Geschichte uns der Autor dieses Trilogieauftakts präsentiert. Das Wordbuilding ist gigantisch und atemberaubend und gewinnt sukzessive von der ersten Seite an Komplexität. Das Setting dieser Geschichte ist für meinen Geschmack wirklich innovativ. Zwar ist die Handlung in einem SciFi-lastigen Szenario verankert und spielt viele hundert Jahre in der Zukunft und auf dem Mars und doch hat es der Autor geschafft, ein paar mittelalterliche Aspekte in diese Geschichte hineinzuweben. So geht es u.a. im Verlauf von Red Rising darum, Bündnisse zu schmieden, Schlachten zu schlagen, zu intrigieren oder die Burgen des Gegners im Rahmen einer sehr verzweigten Prüfung zu erobern und das in einer steten Überwachung durch die Prüfer. Darrow, welcher aus der niedersten Klasse von allen existierenden Klassen kommt, wird in die bedeutendste Klasse, die der Goldenen, eingeschleust und muss sich fortan großen Herausforderungen stellen. Das gelingt ihm dabei erstaunlich gut und mehr als nur ein Mal wächst er einerseits über sich hinaus während er andererseits des Öfteren mit Verrat und schwierigen Herausforderungen umzugehen hat. Dabei durchlebt er eine enorme Entwicklung, wird zum großen Anführer und Strategen und verliert dennoch niemals sein Ziel und seine Herkunft aus den Augen, weshalb mir Darrow wahnsinnig gut als Protagonist gefallen hat.

Die Geschichte ist von Anfang an wahnsinnig spannend und trotz zahlreicher Begriffe und unzähligen Details, die erst einmal für etwas Verwirrung sorgen können, kommt die kontinuierliche Entwicklung der Handlung nicht zu kurz. Die Story wird sukzessive komplexer, die zahlreichen Protagonisten und Charaktere werden vielschichtiger und vieles, was man anfänglich vermutet hat, wird mehr als einmal komplett über den Haufen geworfen. Red Rising besticht mit einer Vielzahl an gekonnt platzierten Wendungen, einer überaus toll durchdachten Geschichte in einem außergewöhnlichen Setting und toppt das Ganze dann noch mit einem sehr amüsanten Erzählstil sowie sympathischen Charakteren, mit welchen man einfach mitfühlen muss, ob man will oder nicht.

Abschließend muss ich das wirklich gelungene Hörbuch noch lobend hervorheben. Der grandiose Sprecher Marco Sven Reinbold sorgt dafür, dass der ohnehin schon stimmige Gesamteindruck noch ein wenig verfeinert wird, wodurch ich an Red Rising wahrlich nichts auszusetzen habe.

Bei diesem Sci-Fi Abenteuer stimmt einfach absolut alles, von Anfang an!

Fazit zu Das Red Rising von Pierce Brown
Ein genialer Weltentwurf mit einer Vielzahl an Plot-Twists und großartigen Protagonisten. Ein wahnsinnig gelungener Auftakt in eine der vielleicht besten SciFi-Romanreihen seit Jahren!

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äußerer rand, comic, darth vader, krieg der sterne, science fiction, space opera, star wars

Star Wars Comics – Darth Vader (Ein Comicabenteuer): Schatten und Geheimnisse

Kieron Gillen , Salvador Larroca
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 12.12.2016
ISBN 9783957989215
Genre: Comics

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Star Wars Comics: Obi-Wan und Anakin

Charles Soule , Marco Checchetto
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 14.11.2016
ISBN 9783957988058
Genre: Comics

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Star Wars Rebels Comic

Ingo Römling , Bob Molesworth
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 19.09.2016
ISBN 9783957988065
Genre: Comics

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Ahsoka

Emily Kate Johnston , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Panini, 27.02.2017
ISBN 9783833234507
Genre: Science-Fiction

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Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen, erschienen bei dtv, ist der Auftaktroman einer neuen, märchenhaften Trilogie von der us-amerikanischen Bestsellerautorin Sarah J. Maas. Der Auftaktroman ist dabei im Jahr 2015 unter dem Titel A Court of Thorns and Roses erschienen und hat bisher eine Fortsetzung erhalten. Band drei erscheint auf englisch im Frühjahr 2017. Die Reihe Das Reich der sieben Höfe ist dabei eine Adaption und orientiert sich, mal mehr und mal weniger stark an dem erfolgreichen und weltweit bekannten Märchen Die Schöne und das Biest von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont sowie dem gleichnamigen Disney Erfolgshit aus dem Jahr 1991, weshalb man als aufmerksamer Leser die eine oder andere Parallele finden dürfte.

In dem Auftaktroman Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen geht es um die junge Protagonistin Feyre, welche auf dem Kontinent Prythian südlich der Mauer im Land der Sterblichen wohnt. Nach dem Verlust ihrer Mutter und des Vermögens ihres Vaters ist sie gezwungen, zusammen mit ihren zwei Schwestern und ihrem Vater ein Leben in Abgeschiedenheit und Armut zu fristen. Feyre hat sich dabei als Ernährerin der Familie behauptet und sich dabei als begnadete Jägerin behauptet, wobei sie sich die Jagd selbst beigebracht hat. Eines Tages gerät sie während eines Jagdzugs in große Gefahr, bei welcher sie eine schicksalhafte Entscheidung trifft, welche sie in eine vollkommen neue Welt entführt. Diese neue Welt entpuppt sich nicht nur als das Reich der sieben Höfe, sondern sie entpuppt sich auch als eine wahnsinnig magische Welt mit unzähligen, magischen Kreaturen sowie neuen Gefahren. Ob sich Feyre in dieser für sie unbekannten Welt behaupten kann, welche von einem fürchterlichen Fluch bedroht wird und ob sie es schafft, zwischen all den Fae zu bestehen wird in diesem Auftaktroman offenbart.

Ohne eine wirklich Aufteilung des Romans ist das Buch inoffiziell doch in zwei unterschiedliche Teile gesplittet. Die Handlungen entwickeln sich in beiden Abschnitten komplett in eine andere Richtung, die Schwerpunkte sind anders gesetzt und die Beziehung der Protagonisten hat sich auf eine andere Ebene verlagert. Während in der ersten Hälfte des Buches vor allem die Entdeckung der neuen Umgebung fokussiert wird geht es in Teil zwei um die Festigung der neu entdeckten Beziehungen. Mir hat dabei diese Aufteilung sehr gut gefallen. Der Schnitt ist plausibel und wird durch ein einschneidendes Ereignis eingeleitet, welches die beiden Protagonisten Tamlin und Feyre auf eine sehr emotionale und intime Art und Weise miteinander in Verbindung bringt. Dabei steht stets die Entwicklung der Protagonisten im Fokus der Geschichte von Sarah J. Maas. Während Tamlin bis zum Ende des Buches undurchsichtig bleibt, aber immerhin vereinzelt ein paar Ansätze zeigt, wie man ihn einzuordnen hat und welche Motive ihn antreiben, ist man bei Feyre doch etwas sicherer unterwegs. Sie steht klar im Fokus der Geschichte, man erfährt ihre Beweggründe und Empfindungen von Beginn an und kann sich dadurch gut in sie hineinversetzen. Mir ist Feyre bis auf wenige Ausnahmen durchaus sympathisch geworden und konnte mich mit ihren Eigenheiten und ihren Motiven von sich überzeugen, auch wenn sie mir ab und zu doch gehörig auf die Nerven gegangen ist. Nichtsdestotrotz ist das nicht weiter schlimm, da dieses Verhalten doch irgendwie menschlich und niemand wirklich perfekt ist. Auch nicht die Hauptfigur dieser Märchenadaption. Neben diesen beiden tollen Protagonisten kann dieser Roman aber auchnoch mit zahlreichen wirklich toll skizzierten Nebencharakteren und interessanten Kreaturen aus dem Reich der Fae überzeugen.

Ein weiterer toller Aspekt von Das Reich der sieben Höfe ist der toll durchdachte Plot, welcher mich von der ersten Seite an von sich überzeugen konnte. Zugegeben, diese Geschichte weist ein paar Parallelen zur Märchenvorlage Die Schöne und das Biest auf, kann trotzdem genug Eigenständigkeit entwickeln um als eigenes Werk gut zu funktionieren, da die Geschichte sich im Verlauf der Handlung immer weiter von der Vorlage zu entfernen scheint. Die Story ist toll durchdacht, mit zahlreichen liebevollen Details versehen und mit dem einen oder anderen geschickt platzierten Cliffhanger ungemein spannend und unterhaltsam zu lesen.

Dornen und Rosen ist keine typische Lektüre für mich, da das Buch für meinen Geschmack vor allem ein weibliches Publikum ansprechen soll. Für mich hat diese Geschichte nichtsdestotrotz gut funktioniert und ich konnte mich wirklich gut unterhalten fühlen. Das Klischee, dass die Bücher von Sarah J. Maas nur für Frauen etwas sind, mag ich an dieser Stelle daher so nicht unterschreiben. Das Reich der sieben Höfe ist einfach unterhaltsam und konnte mich nahezu durchweg gut unterhalten. Zwar gab es die eine oder andere Länge zwischendurch kurz zu überwinden aber die sympathischen Charaktere und die abwechslungsreiche Welt mit all ihren Facetten hat mich stets wieder in die Geschichte zurückgeholt, weshalb ich diesen Roman Märchen- und Fantasyfans absolut empfehlen kann. Männer, lasst euch vom rosa-farbenen Cover nicht abhalten (hier sei lobend die Gestaltung erwähnt, da mir dieses mit dem durchsichtigen Schutzumschlag und dem zweiten Motiv wirklich gut gefällt und einige Kreativität gezeigt hat, obwohl viele dieses Cover vorab und vor allem die Person auf dem Cover kritisiert haben…), denn der Inhalt ist es allemal wert, einen vertiefenden Blick zu riskieren. Eine tolle, kurzweilige und spannende Lektüre, welche Lust auf die weiteren Romane der Reihe und vor allem auf die Welt Prythian gemacht hat.

Fazit zu Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen von Sarah J. Maas
Vielversprechender Auftakt einer ganz wundervollen Märchenadaption in einem magischen Setting gepaart mit liebevollen Charakteren. Eine klare Leseempfehlung.

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