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51 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, magie, bibliothek, bücher, steampunk

The Invisible Library

Genevieve Cogman
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Tor Books, 15.01.2015
ISBN 9781447256236
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf The Invisible Library aufmerksam geworden ist meine Mutter. Immer wenn sie online nachgeguckt hat, ob  vielleicht ein neuer Band der Rivers of London-Serie herausgekommen ist, wurden ihr von der Verkaufsseite die Bücher von Genevieve Cogman vorgeschlagen. Da man ja immer schön tun soll, was die Werbung vorschreibt, habe ich angefangen The Invisible Library zu lesen.

Das Grundgerüst ist wirklich gut: Statt nur einer Welt gibt es mehrere Parallelwelten, alle von Menschen besiedelt, jedoch unterschiedlich weit in der Entwicklung. Es gibt demnach moderne, mittelalterliche, oder - wie für das Setting von The Invisible Library  besonders wichtig – viktorianische Gesellschaften. Die menschlichen Bewohner wissen nichts von der Existenz multipler Welten, genauso wenig wissen sie darum, dass das gesamte Universum vom Gegensatz zwischen Ordnung und Chaos (oh Mann, hier muss ich immer an Warhammer 40k denken) bestimmt wird. Das Chaos manifestiert sich vor allem in Form von Fae, Wesen mit menschlichem Aussehen und übernatürlichen Kräften. Je stärker eine Realität vom Chaos  bestimmt wird, desto mehr Fae und Gestalten wie Werwölfe und Vampire leben in dieser Welt. Das Gegenstück zu den Fae bilden Drachen, die für die Ordnung stehen und als mächtigste Wesenheiten des Universums gelten. Zwischen all dem steht Die Bibliothek, eine neutrale Macht, deren selbstgestellte Aufgabe es ist, die einzelnen Welten zu stabilisieren, indem literarisch bedeutende oder einzigartige Bücher gesammelt und in Der Bibliothek verwahrt werden.  

Ähnlich wie Walter Moers´ Die Stadt der träumenden Bücher ist auch das Konzept von The Invisible Library ganz der Freude an Büchern gewidmet und genau das liebe ich! Es macht einfach Spaß beim Lesen gesagt zu bekommen, wie toll das was man gerade tut ist und wie bedeutend Bücher für die Welt sind. Genevieve Cogman geht aber nicht nur soweit, aus der Heldin eine Bibliothekarin zu machen, nein alle Welten sind literarischen Modellen unterworfen. Die Fae sehen sich selbst als Charaktere in Geschichten, Fabelwesen existieren in Chaos effektuierte Welten, denn diese nähern sich immer mehr ihren literarischen Vorbildern an. Auch Die Bibliothek und die Macht, die sie ihren Bibliothekaren verleiht, ist eine tolle Idee. Durch die Nutzung Der Sprache können Bibliothekare die Wirklichkeit um sich herum verändern, ein Konzept, das mir von Anfang an gefallen hat und auch mal etwas Neues ist.

Beide Protagonisten, Irene und Kai, sind gut durchdacht und rund. Außerdem mag ich die beiden vom Charakter her. Irene, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, ist intelligent und cool, gut in dem was sie tut, aber trotzdem nicht über jeden Zweifel erhaben. Kai ist ein Schönling ohne nervig oder klischeehaft zu sein. Auch die nicht existierende Liebesgeschichte zwischen den beiden ist gut, echt erfrischend. Ich hoffe das bleibt auch so in den folgenden Teilen. Der später in der Geschichte hinzukommende Detektiv Vale ist leider ein flacher Charakter. Die Idee ist wieder gut (er soll einen Stereotyp darstellen), aber für eine tragende Rolle fehlt ihm dann doch die Tiefe.

Leider fehlt dem Buch trotzdem das gewisse Etwas. Es ist gut, aber es reicht nicht ganz zum sehr gut sein. Einige Stellen sind un- oder missverständlich. Und wenn Irene im Stillen die Grammatik von anderen Leuten lobt, was ich an sich als wirklich guten Kniff empfinde, durch den immer wieder deutlich gemacht wird, wie wichtig Sprache für das Buch ist, kann ich besagten Satzkonstruktionen leider nichts abgewinnen. Für mich wirken sie eher normal, nicht außergewöhnlich. Ein paar Passagen lassen außerdem vermutet, dass Cogman die Geschichte, zumindest teilweise, erst während dem Schreiben entwickelt hat, was zu kleinen Fehlern führen kann. So erzählt Kai an einer Stelle von seinem kleinen Bruder, später kommt jedoch heraus, dass er der Jüngst in der Familie ist. jedem Fall freue ich mich aber darauf, das zweite Buch der Reihe zu lesen.

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857 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

harry potter, hogwarts, magie, theaterstück, fantasy

Harry Potter and the Cursed Child

Joanne K. Rowling , Jack Thorne , John Tiffany
Fester Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Little, Brown, 31.07.2016
ISBN 9780751565355
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich bin ich nicht der Typ, der auf Facebook ständig seine Meinung kund tut. Aber Harry Potter and The Cursed Child hat mir keine andere Wahl gelassen. Ich musste Freunde und Bekannte warnen! Diese Persiflage eines achten Bandes ist eine einzige Katastrophe, ich gehe sogar soweit, das Buch zu leugnen. In meinem Harry Potter-Universum existiert die Handlung von Harry Potter and The Cursed Child nicht.

Ich bin mit Harry Potter aufgewachsen, kein anderes Buch hat meine Jugend so geprägt. Um den siebten Band zu bekommen stand ich um 0.00 Uhr vorm Hugendubel in den Potsdamer Platz Arkaden (damals gab es da noch einen Buchladen). Bei Harry Potter bin ich bibeltreu wie ein katholischer Priester, der auf einen Reformator trifft, ein Fehler hier wiegt schwerer als ein Fehler anderswo.

Harry Potter and The Cursed Child wird als legitimer Nachfolger der originalen sieben Harry Potter-Bände gehandelt, aber das ist er nicht. Es handelt sich nur um ein Theaterstück, das nicht von J. K. Rowling selbst geschrieben wurde, wenn auch die Idee von ihr stammen soll. Der Fairness halber muss ich an dieser Stelle sagen, dass ich generell nicht besonders gerne Theaterstück lese. Aber auch sonst würden John Tiffany und Jack Thorne kaum an den Schreibstil von Rowling herself herankommen. Die Geschichte um Harrys Potter jüngsten Sohn und den Sprössling von Draco Malfoy hat als Aufhänger genommen, was schon in den Originalbüchern schwierig und kritikbeladen war: Zeitreisen. Der ganze Plot von Harry Potter and The Cursed Child bewegt sich auf dünnem Eis.

Zudem sind die Zeitsprünge zwischen den einzelnen Szenen zu groß, man kann überhaupt keine emotionale Bindung zu Severus Potter aufbauen. Auch die Beziehung zwischen Harry und seinem Jüngsten ist nicht nachvollziehbar, dass die beiden sich so schlecht verstehen ist nicht glaubwürdig genug dargestellt. Vielleicht ist Severus auch einfach nur eine Pfeife und weiteren Tiefgang hat das Ganze nicht. Auch die Szenen in denen sich Harry, Ron und Hermine verantworten müssen, sind plump. Solche Situationen wären bei Rowling viel ausdifferenzierter gewesen.

Harry Potter and The Cursed Child ist schlecht konzipiert und daran wird auch in einer Inszenierung nichts zu ändern sein.

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144 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

iran, couchsurfing, reisen, reisebericht, reise

Couchsurfing im Iran

Stephan Orth
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei MALIK, 09.03.2015
ISBN 9783890294544
Genre: Biografien

Rezension:

Bevor ich selbst in den Iran gefahren bin, habe ich mir Couchsurfing im Iran. Meine Reise hinter verschlossene Türen von Stephan Orth gekauft. Über Geschichte und Archäologie war ich schon informiert, was noch fehlte war ein Buch, das mir einen Eindruck über den heutigen Iran, Leute und Kultur vermittelt. Bei Dussmann bin ich dann über das Buch von Orth gestoßen, es war als Spiegel-Bestseller auch entsprechend platziert.

Couchsurfing im Iran erfreut sich aber auch zu Recht so großer Beliebtheit. Es vermittelt dem Leser einen Eindruck von Land und Leuten und ist gut geschrieben. Stephan Orth ist der typische, coole, vielreisende Journalist. Eigentlich finde ich solche Typen angeberisch und nervig und lese deswegen ungern Reiseberichte. Ich möchte mir nicht die ganze Lektüre über anhören, was für ein toller Kerl der Autor doch ist. Orth nimmt sich aber ziemlich zurück und ist nicht sehr aufdringlich, was ja besonders bemerkenswert ist, da es sich bei Couchsurfing im Iran um seine ganz persönlichen Reiseerfahrungen handelt. Deshalb sei ihm ein klein bisschen Angeberei hier und da verziehen! Durch Stephan Orths Buch konnte ich mir bereits vor der Ankunft in Shiraz vorstellen, was mich kulturell erwartet. Meine Erfahrungen waren natürlich trotzdem andere. Jeder empfindet ein Land anders und sieht es aus seiner eigenen Perspektive, aber trotzdem haben mir seine Erfahrungen auch während der mehrtätigen Reise quer durch das Land nach Teheran geholfen.

Was in Couchsurfing im Iran jedoch definitiv zu wenig Beachtung findet – auch wenn es dem informierten Leser sicher nichts Neues ist - ist die Unterpräsenz von Frauen in der Öffentlichkeit in ländlichen Regionen. Auf dem Land sind nur Männer in den Straßencafés zu finden. Im unter der Oberfläche coolen Teheran sind die Wagons und Sitzbereiche in Bussen und U-Bahnen getrennt, Frauen in Teheran dürfen im Bus nur hinten sitzen. Durch solche Restriktionen spürt man als Reisende den Einfluss der Mullahs viel stärker als im Tragen des Kopftuchs. Möglicherweise ist Stephan Orth auch einfach nur zu viel Taxi gefahren. Jedem, der etwas über die moderne Kultur des Irans erfahren oder selbst hinfahren möchte, kann ich Couchsurfing im Iran. Meine Reise hinter verschlossene Türen nur wärmstens empfehlen.

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252 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

geister, london, fantasy, lockwood, jonathan stroud

Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.11.2016
ISBN 9783570159644
Genre: Jugendbuch

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