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764 Bibliotheken, 26 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

jugendbuch, thriller, ursula poznanski, layers, obdachlos

Layers

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.08.2015
ISBN 9783785582305
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Meine Meinung:

Egal was ich von Ursula Poznanski bisher gelesen habe, ich fand es gut! Darum stand für mich auch fest, dass ich ihr neuestes Werk Layers lesen bzw. hören muss. Ich habe mich auf Grund des Sprechers für das Hörbuch entschieden und wurde nicht enttäuscht. Worum geht es in Layers? In Layers geht es um den Sraßenjungen Dorian. Nach einem Streit mit einem anderen Obdachlosen sitzt Dorian allerdings in der Patsche, denn mitten in der Nacht wird Dorian wach und hat anscheinend diesen anderen Jungen umgebracht. Erinnern kann Dorian sich nicht, aber er erwacht neben der Leiche, er ist voller Blut. Außerdem ist sein Taschenmesser gezückt und ebenfalls voll Blut. Ein fremder hat Dorian anscheinend bei der Tat beobachtet, doch anstatt ihn der Polizei auszuliefern gewährt ihm der Fremde Unterschlupf. In einer Villa am Stadtrand bekommt Dorian Kleidung, ein Dach über dem Kopf und Essen. Hier leben auch andere Straßenkinder bzw. Jugendliche und für diesen Luxus muss man lediglich ein paar kleine Aufgaben erledigen. Zunächst muss Dorian Flyer verteilen, doch irgendetwas stimmt nicht. Dorian wird misstrauisch und als er den Job des Boten zugeteilt bekommt nimmt das Chaos seinen Lauf. Dorian öffnet eins der mysteriösen Päckchen, die er eigentlich nur abliefern und ohne ein Wort zu sagen, wieder verschwinden soll.

Der Inhalt dieser Päckchens ist dann auch der Grund, warum das Buch Layers (deutsch: Schichten) heißt. Es geht um Schichten, die über die Realität gelegt werden, aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht darüber verraten. Es hat mich überrascht, weil ich zu Beginn nicht genau wusste, was daran jetzt so gefährlich oder falsch sein soll. Warum die Jugendlichen diese Geschenke überreichen sollen und was der Besitzer der Villa Raoul Bornheim mit dieser ganzen Aktion bezwecken will. Klar ist nur, dass der Gegenstand Dorian dazu verleitet ihn zu benutzen, immer und immer wieder und das ist nicht nur zu seinem Besten. Nach und nach löst sich natürlich auf wer Bornheim ist, was er vorhat und wie er es vorhat. Und Dorian bekommt bei seinem Versuch die Machenschaften aufzudecken überraschend Hilfe von einem alten Bekannten.

Ich fand die Story, obwohl es natürlich auch ein bisschen Zukunftsmusik ist, die da mitspielt, durchaus glaubwürdig und realistisch, denn das was der Gegenstand kann ist nicht allzu abwegig.  In der Mitte des Buches hat es sich meiner Meinung nach ein wenig in die Länge gezogen, da hätte ich mir ein bisschen mehr Aktion gewünscht. Im Große und Ganzen jedoch, war Layers ein sehr gut geschriebener Jugendthriller.

Das Hörbuch:

Gelesen wird Layers wie ich oben bereits erwähnte von Jens Wawrczeck, den viele Fans vor allem durch Die drei ??? kennen. Hier spricht er seit 1979 den Detektiv Peter Shaw. Von ihm habe ich außerdem schon Ursula Poznanskis Erebos gehört und genau wie seine Stimme zu dem Protagonisten Nick in Erebos passte, passt sie auch ganz wunderbar zu Dorian. Layers zu hören war also schon alleine wegen des Sprechers eine sehr gute Entscheidung. Das Hörbuch ist ungekürzt, was ich immer besser finde, da ich gekürzten Hörbüchern nicht über den Weg traue :-) Ich hätte einfach zu viel Angst, dass Passagen gestrichen werden, die ich wichtig finden würde.

Fazit:

Layers ist ein spannender Jugendthriller mit modernen teilweise futuristischen aber dennoch nicht weit her geholten Cyberelementen, die durchaus in ein paar Jahren Wirklichkeit sein könnten. Mit Ausnahme von ein paar Kleinigkeiten, hat mir das Hörbuch alles in allem gut gefallen.

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Tags: hörbuc, jugendbuch, thriller   (3)
 

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386 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

liebe, new york, 11. september, verlust, träume

Über uns der Himmel

Kristin Harmel , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.03.2015
ISBN 9783442383337
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:
Mit „Solange am Himmel Sterne stehen“ konnte mich Kirstin Harmel bereits 2013 mitreißen.-Darum stand „Über uns der Himmel“ auch schon ziemlich früh, ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste.

Das erste Kapitel beginnt gleich sehr emotional, da es den Tag schildert als Kate Patrick verliert. Hier muss man sich als Leser schon das erste Mal ganz stark zusammenreißen, damit nicht schon auf S. 20 die ersten Tränen fließen.

Dann springen wir in die Gegenwart, also 13 Jahre nach dem schrecklichen Unglück. Kate ist mittlerweile mit Dan zusammen. Dem ersten Mann nach Patrick, der ihr Herz berührt und der ihr nun einen Heiratsantrag macht. Eigentlich sollte Kate glückliche sein, doch sie kann Patrick einfach nicht vergessen. Und die Story geht wenig später so ein bisschen in Richtung „Die Achse meiner Welt“, da Kate in ihren Träumen wieder mit Patrick vereint ist. Die beiden haben ein Kind Hannah und die Träume sind so real, dass Kate schon bald nicht mehr wirklich weiß, was nun wahr ist und was Traum.

Kate ist geradezu besessen von der Idee Mutter zu sein, auch wenn sie und Dan sich irgendwann dagegen entschieden haben und so gibt sie ihm nun die „Schuld“, dass die beiden “allein” sind. Zwischenzeitig fand ich Kate Dan gegenüber ziemlich unfair aber nie wirklich unsympathisch.

Die „Auflösung“ der Geschichte hat mir gut gefallen, wenn auch etwas weit hergeholt. Ich fand es süß, wie Kate dann doch wieder auf eine ganz spezielle Art mit Patrick vereint wird und wie er ihr anscheinend in ihren Träumen Botschaften zukommen lässt. Es ist eine etwas magische Geschichte, die aber durchaus auch so passieren könnte.

Geschrieben ist das Ganze aus Kates Sicht, so dass man sich gut in sie einfühlen kann. Außerdem hat Kirstin Harmel wieder einmal bewiesen, dass sie ganz wundervoll formulieren und richtig schöne Geschichten erfinden kann.

Fazit:
Eine schöne, vielleicht etwas unwirkliche Geschichte aber ohne dabei allzu sehr ins unglaubwürdige abzudriften. Für Fans von Cecelia Ahern und Nicholas Spark.

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(1.456)

2.154 Bibliotheken, 25 Leser, 3 Gruppen, 115 Rezensionen

casting, selection, liebe, prinz, america

Selection - Die Elite

Kiera Cass , Susann Friedrich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783733500955
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Darum geht´s:

6 Mädchen sind noch im Rennen und kämpfen um das Herz von Prinz Maxon und die Krone von Illeá. Die Protagonistin America gilt als Favoritin des Prinzen, doch ihr Herz hängt noch an ihrer ersten großen Liebe Aspen, der ihr als Palastwache nun ständig über den Weg läuft. Auch Aspen scheint seine Trennung zu bereuen und will Americas Herz zurück. Doch Maxon ist charmant, er ist der Prinz und auch er will America, oder spielt er nur ein Spiel? Ist er zu den anderen 5 Mädchen genauso nett, wie zu America?

Meine Meinung:

Eigentlich müsste ich ja so langsam die Nase voll haben von diesen ganzen Dreiecksbeziehungen und doch haben es mir America, Aspen und Maxon angetan. Ich hatte bereits im ersten Teil meine Freude an dem bachelorartigen Auswahlverfahren nach dem hier die neue Kronprinzessin gewählt wird und nachdem nun der vierte Teil veröffentlicht ist (>Die Kronprinzessin), kann man sich schon fast denken, wie die Geschichte endet. Trotzdem hatte ich nach einem so tollen ersten Buch schon ein bisschen Angst, dass mir der zweite Band so gar nicht mehr zusagt. Glücklicherweise hatte ich immer noch Spaß an den Geschehnissen im Palast. America handelt oft unbedacht und ihre etwas kindische und beleidigte Art ging mir schon einige Male gegen den Strich, doch richtig genervt hat es mich nicht. Und ich kann America verstehen, denn auch ich kann mich nicht wirklich zwischen Maxon und Aspen entscheiden. Beide haben positive und negative Eigenschaften. Für Aspen spricht natürlich, dass er America kennt, er ist ihre erste große Liebe, er würde ihr alles geben was er besitzt, auch wenn dies nicht viel ist und er ist, wie ich finde, schon sehr cool.

„Ich habe buchstäblich nichts anderes, was ich dir schenken könnte, doch es ist etwas zum Festhalten – etwas, das ich berührt habe -, so dass du jederzeit an mich denken kannst.“

Allerdings, hat er sie verlassen und kommt jetzt einfach so in den Palast um sie doch zurück zu erobern. Für Maxon spricht, dass er der Prinz ist J Er ist gut erzogen, freundlich und er scheint America wirklich zu mögen. Gegen ihn spricht, dass er der Prinz ist, denn will man wirklich in einem goldenen Käfig eingesperrt sein? Will man für Schmerzen verantwortlich sein, die anderen Menschen zugefügt werden, nur weil sie nicht tun was man von ihnen verlangt? Außerdem weiß man bei Maxon nicht, was Show ist und was echt und dass er sich mit den anderen Mädchen so gut versteht, also wirklich sooo gut, wenn ihr wisst was ich meine, ist doch wieder ein Grund an seinen Worten zu zweifeln.

Ihr seht, mich hat die Dreiecksbeziehung voll in ihren Bann gezogen und ich habe mit America geliebt und gelitten. Ich mag diese Reihe und ich werde ganz bald Band 3 (The One) lesen.

The Selection ist eine Dystopie, ohne diese wirklich düstere, dystopische Stimmung zu verbreiten, wie es z.B. Panem oder Divergent tun. America ist, auch wenn sie die Missstände in der Gesellschaft sieht, keine Kick-Ass-Heldin. Aber sie ist mutig genug um ihre Meinung zu sagen, wenn dies auch nicht immer unbedingt klug ist.

„War es wirklich so simple? Man erzählt einer Generation eine Geschichte und wiederholt sie so lange, bis sie schließlich als Tatsache allgemein akzeptiert wurde?“

Fazit:

Für mich ein gelungener 2. Teil dieser Reihe. Wenn ich auch den Bachelor nicht schaue, so hatte ich doch meinen Spaß, an diesem modernen Cinderella Märchen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

weihnachten, kinderbuch, kleine wolke, petra lahnstein, schnee

Die kleine Wolke - Rettet die Weihnachtsmagie!

Petra Lahnstein , Marion Gerstel , null
Fester Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Gute Ideen Verlag, 01.09.2014
ISBN 9783945067116
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Darum geht´s:

Weihnachten steht vor der Tür und die Weihnachtshelferwolken in der Wolkenwerkstatt des Weihnachtsmanns stehen vor einem großen Problem. Die Kinder wünschen sich nur noch technische Geräte, die sie kaum herstellen können. Und auf Grund dieser Geschenke haben sie keine Zeit mehr es schneien zu lassen. An Weihnachten geht es den Kindern nur noch um Geschenke und nicht mehr um das Zusammensein. Und zu allem Überfluss kündigt der Weihnachtsmann und sein fieser Partner Rupi Ruprecht tritt an seine Stelle. Dem aber geht es gar nicht darum den Kindern eine Freude zu machen, sondern möglichst günstig zu produzieren.
Die kleine Wolke wird von Oma Greisina und Kummolino zur Hilfe gerufen um die längst verlorene Weihnachtsmagie zu retten.

Meine Meinung:
Ich habe die Geschichte meinem fast 4 jährigen Sohn an 4 Abenden vorgelesen, aber ich denke dass die Geschichte für Kinder dieses Alters, auch wenn es so vom Verlag vorgeschlagen wurde, doch etwas zu komplex war. Die Weihnachtswolkenwerkstatt ist aufgebaut wie eine Firma mit Entwicklungsabteilung, Versandabteilung, Produktion und allem was man in einem Industriebetrieb findet. Ich glaube, dass diese Begriffe für ein kleines Kind noch zu abstrakt sind. Irritierend fand mein Sohn auch, dass es Wolken mit und Wolken ohne Namen gab. Da war z.B. Oma Greisina und Frau Wolken-Wichtig-Wissensmeyer und die kleine Wolke, die einfach nur die kleine Wolke genannt wurde, sowie die Schönwetterwolke oder die Leiterin der Versandabteilung.
Die Idee des Buches finde ich aber sehr schön, nämlich der Grund, dass es nicht mehr richtig schneit. Nämlich weil die Wolken aus der Wolkenwerkstatt einfach keine Zeit mehr haben Schnee zu produzieren, weil sich die Kinder nur noch technisches Zeug wünschen. Auch das Ende ist ziemlich niedlich, da die kleine Wolke natürlich eine gute Idee hat zunächst den Weihnachstmann wieder zurück zu holen und Rupi Ruprechts bösen Machenschaften aufzudecken und natürlich um die Weihnachtsmagie zu retten.
Schön fand ich und mein Sohn, dass auf fast jeder Seite passende farbige Illustrationen zu finden sind. Diese stammen von Marion Gerstel und Nicole Hühner und sind wirklich mit sehr viel Liebe zum Detail angefertigt. Außerdem bringen sie noch einmal zusätzlich weihnachtliche Stimmung.

Fazit:
Die Altersempfehlung 6-9 Jahre sollte man bei diesem Buch tatsächlich einhalten. Ansonsten ein niedliches Buch mit Wolken statt Engeln die dem Weihnachstmann helfen und einer schönen Message.

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2.588 Bibliotheken, 20 Leser, 4 Gruppen, 341 Rezensionen

liebe, tod, familie, layken, krebs

Weil ich Layken liebe

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2013
ISBN 9783423715621
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PiMi's review Oct 22, 13 · edit 5 of 5 stars bookshelves: jugendbuch, vorablesen Read from October 16 to 18, 2013 Weil ich Layken liebe wurde in der Bloggerwelt bereits vor dem erscheinen in Deutschland gehyped. Viele haben das Buch auf englisch (Originaltitel: Slammed) gelesen und hochgelobt. Die Übersetzung des englischen Titels, passt auf den ersten Blick so gar nicht, doch auf den 2. Blick fand ich sie dann doch wiederum ganz cool. Denn die Anfangsbuchstaben des Titels ergeben das Wort Will und der ist es ja, der Layken liebt. Also doch ganz süß. Aber viel wichtiger als Cover und Titel ist ja der Inhalt und der hat es faustdick hinter den Ohren. Ich möchte nicht spoilern und ich möchte, dass ihr genauso unbefangen und unvoreingenommen an das Buch herangeht. Denn nur dann erlebt ihr diesen WOW-Effekt. Diesen Moment an dem ihr gemeinsam mit Will und Layken aus allen Wolken fallt und am liebsten laut : „Oh. Mein.Gott“ schreien würdet. Das Buch beginnt nämlich eigentlich eher unspektakulär und mittelmäßig. Die 18 jährige Layken, die mit dem Verlust ihres Vaters klar kommen muss, zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in eine andere Stadt. Das passt ihr natürlich überhaupt nicht, doch schon kurz nach ihrer Ankunft trifft sie Will. Es scheint Liebe auf den ersten Blick zu sein. So weit so gut und dann, ja dann passiert etwas auf S. 76 mit dem ich nie gerechnet hätte. Genau wie die beiden Protagonisten war ich total geschockt und hab nur gedacht:“Oh. Nein! Bitte nicht!“ Ich war verwirrt, geschockt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin hat das Thema des Originaltitels super umgesetzt, nämlich den Poetry Slam. Sie wirft oft Zeilen, Gedichte, Gefühle in Form von Slam Auftritten ein. Diese Auftritte tragen sehr gut dazu bei, dass der Leser nicht nur Will und Layken, sondern auch andere Figuren im Buch besser kennen und verstehen lernt. Die Autorin behandelt sehr heftige Themen wie Verlust, Tod, Krankheit, Trauer, Erziehung, Eltern-Kind-Beziehungen und andere Heikle Dinge (die ich jetzt nicht nennen kann, weil ich sonst spoilern würde). Um all dies Final zu diskutieren sind 350 Seiten die das Buch umfasst ein bisschen wenig, aber es handelt sich ja auch nur um den ersten Teil einer Trilogie und ich freue mich schon auf Teil 2 und 3. In sich ist der erste Teil aber zum Glück abgeschlossen, so dass man nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurück bleibt. Gut fand ich auch, dass Layken nicht das kleine arme Opfer ist, sondern ihrer Wut auch Ausdruck verleiht und nicht davor zurückschreckt sich auch mal unbeliebt zu machen. Ich habe mich kurz über das aufgeregt, was die Autorin der Protagonistin zusätzlich antut. Als wäre die Situation mit ihrem Vater und Will nicht schon schlimm genug, wirft sie noch einmal Salz in die Wunde und zwar so richtig und die Stimmung und meine Liebe zu dem Buch drohte echt zu kippen. Doch ich muss sagen, dass sie auch dieses Thema sehr gut gemeistert hat und als am Ende die Tränen bei mir flossen war klar welche Note das Buch bei mir bekommt. Fazit: Ein Buch das ihr einfach selbst lesen müsst. Ein Wechselbad der Gefühle, nicht nur für Jugendliche ein Lesegenuss. Traurig aber auch hoffnungsvoll und sehr sehr emotional. flag

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371 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

liebe, fantasy, regen, wetter, märchen

Der Mann, der den Regen träumt

Ali Shaw , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei script5, 16.01.2013
ISBN 9783839001462
Genre: Romane

Rezension:

Darum geht´s:
Nach dem Tod ihres Vaters, verlässt Elsa ihr altes Leben in New York. Sie hat ihren Job bei einem Wochenendmagazin satt und auch ihren Freund Peter, der niemals ihr Ehemann werden soll. In dem kleinen Örtchen Thunderstown wagt sie einen Neuanfang um endlich glücklich zu werden. Bei einem Spaziergang in den Bergen, trifft sie Finn, der dort zurückgezogen und fern ab der Zivilisation lebt. Vor ihren Augen verwandelt er sich in eine Wolke. Elsa spürt, trotz dieser merkwürdigen Umstände, eine Verbindung zu ihm. Doch in Thunderstown sind nicht alle Bewohner mit dieser Beziehung einverstanden.

Meine Meinung:
Genau wie schon „Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“, muss ich dem Verlag auch für die Gestaltung dieses Buches ein großes Lob aussprechen. Das Cover ist einfach wunderschön. Es verleiht der Atmosphäre, die im Buch herrscht das perfekte Gesicht. Die gebundene Ausgabe kommt mit einem Lesebändchen daher, was ich sehr zu schätzen weiß und auch die Blumen vom Schutzumschlag, finden sich im Buch, vor jedem neuen Kapitel wieder.
Für die Übersetzung des Titels, muss ich dann aber wieder einen Punkt abziehen, denn Finn träumt den Regen nicht. Er besteht aus Regen. Hier wäre eine 1 zu 1 Übersetzung des Originaltitels „The Man who rained“ die deutlich bessere Wahl gewesen.
„Der Mann, der den Regen träumt“ ist ein eigenständiger Roman und weder die Handlung, noch die Personen haben Verbindung zu Shaws Erstling, denn ich sehr sehr gerne mochte.

Auf Shaws Bücher muss man sich einlassen, das war mir schon vor dem lesen klar, aber dass sich ein Mann in Regen verwandelt, fand ich zu Beginn sehr befremdlich. Trotzdem schafft Shaw es, die Spannung rund um Finn hoch zu halten und seine Story auch lückenlos aufzuklären. Warum er so ist, wie er ist und warum er zurückgezogen in den Bergen lebt. Da konnte mich der Autor abholen. Ich habe ihm diese fantastische Komponente geglaubt. Die „Jungfrau-Maria Geschichte“ über Finns Mutter Betty ist zwar trotzdem etwas gewönungsbedürftig, aber dennoch gut erzählt. Und dadurch, dass alles im Buch in einer real wirkenden Welt stattfindet, wirkt auch Finn auf mich ziemlich real.

Zu der Protagonistin Elsa, habe ich leider gar keinen Zugang gefunden. Für mich ging einfach alles zu schnell. Elsa und Finn treffen sich und es ist Liebe auf den ersten Blick. Das kann ja passieren, aber ich fand es nicht glaubhaft genug erzählt. Vor allem, weil Elsa nicht der Typ für eben diese Art von Liebe ist. Für mich hat sich die Beziehung der beiden eher so dargestellt, als wollten sie einfach nicht mehr alleine sein.

Die anderen Charaktere wirken im Vergleich zu Elsa geradezu, wie Hauptfiguren. Da hätten wir z.B. Kenneth, Elsas Vermieter, der ihr ein richtiger Freund wird oder auch Daniel Fossiter, Finns Stiefvater, der zwar auf der einen Seite sehr grob ist, aber auf der anderen Seite das Herz am rechten Fleck hat.

Schade finde ich außerdem, dass nicht alles was angesprochen wurde auch aufgeklärt wird. Das sind Dinge, wie z.B. der Zahn, den Elsa ganz zu Beginn findet, die gefährlichen, wilden Hunde mit Augen, die die Farbe wechseln und die getötet werden müssen. Da ist die Story von Kenneths Sohn Michael, der spurlos verschwand oder auch die Geschichten die Elsas Vater erzählte. Sehr viele Lücken, die zwar Platz für die eigene Fantasy lassen, die mich aber sehr gestört haben.

Die Stimmung im Buch ist poetisch, düster und passend zum Titel regnerisch. Das schafft Shaw mit Worten und Sätzen, wie diesem:

„Und ich frage mich, ob es das ist, was wir in Wirklichkeit sind: Ein Filter für das Gute und das Schlechte, immer bemüht, beides zu unterscheiden, was wir für uns behalten und was wir weitergeben sollten.“

Für mich ist es keine Frage, ob Shaw schreiben kann oder nicht. Denn das hat er einfach drauf. Allerdings ist es ihm bis zum Schluss nicht gelungen, mich an Elsas und Finns Liebe glauben zu lassen.

Fazit:
Trotz der wundervoll gewählten Worte, hat Shaw es mit diesem Buch nicht geschafft mich zu verzaubern. Schön geschrieben, macht eben noch lange keine gute Story und so bleibt der „Der Mann der den Regen träumte“ für mich auch leider nur ein mittelmäßiges Buch.

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871 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 58 Rezensionen

cecelia ahern, liebe, familie, weihnachten, zeit deines lebens

Zeit deines Lebens

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.10.2011
ISBN 9783596511860
Genre: Romane

Rezension:

Darum geht´s:
Der Polizist Raphie hat einen Jungen auf seinem Revier sitzen, der am Weihnachtsmorgen einen Truthahn durch das Wohnzimmerfenster seines Vaters und dessen “neue Familie” geworfen hat. Ihm erzählt Raphie die unglaubliche Geschichte rund um Lou und Gabe. Lou Suffern, ein unverbesserlicher Workaholic. Ständig beschäftigt er sich mit mehreren Dingen gleichzeitig. Während er auf dem Laufband steht schaut er die Nachrichten und hat immer ein Auge auf seinem Blackberry. Seine Frau Ruth, seine 5 jährige Tochter Lucy und seinen 13 Monate alter Sohn sieht er so gut wie gar nicht, denn wenn er Feierabend hat, treibt er sich lieber noch in Bars rum oder geht mit anderen Frauen ins Bett. Doch auch für ihn steht die Zeit nicht still. Denn Zeit kann man sich auch mit Geld nicht kaufen.

Meine Meinung:

Wenn man mich nach meinen Lieblingsautoren fragt, dann steht Cecelia Ahern ganz oben auf der Liste. Seit ihrem Debüt P.S. Ich liebe dich, bin ich begeistert von ihrer Erzählkunst, von ihren tragischen und berührenden Liebesgeschichten. Und auch mit diesem Buch, hat sie es wieder einmal geschafft, durch ihren lockeren Schreibstil, dass ich durch dieses, nicht gerade dünne Buch, geflogen bin.

Ich habe gelitten mit Ruth, die ständig mit ihren Kinder allein zu Hause sitzt, weil ihr Mann Lou mal wieder arbeiten ist oder schlimmer mit seiner Sekretärin fremdgeht. Und dabei ist Ruth nicht naiv oder dumm, sie ist einfach eine Frau, die versucht ihre Ehe zu retten.
Lou ist ein Kotzbrocken, man mag ihn einfach nicht. Er ist ständig in Aktion, egoistisch und unsympathisch.

Lange habe ich mich gefragt, welche Rolle der Obdachlose Gabe spielt, den Lou eines Morgens auf der Straße trifft. Gabe und Lou kommen ins Gespräch und Lou merkt schnell, dass Gabe ein ausgezeichneter Beobachter ist. Lou hofft, dass Gabe für ihn so einiges an Informationen beschaffen kann und stellt ihn in der Postabteilung seiner Firma ein. Wieder einmal handelt Lou hier eigennützig und nicht etwa, weil er einem Obdachlosen eine Chance geben möchte. Gabe scheint Dinge zu wissen, die er nicht wissen kann. Irgendwann hilft er Lou in dem er ihm ein besonderes Geschenk macht. Doch weiß Lou diese wirklich zu nutzen.

Auch am Ende der Story bin ich mir noch nicht sicher ob Lou wirklich zu schätzen wusste was Gabe ihm da gegeben hat. Für mich bleibt er bis zum Schluss ein unangenehmer Charakter. Selbst für seine Eltern und Geschwister hat Lou keine Zeit, bzw. nimmt sie sich einfach nicht und das ist auch der Kern der Story. Zeit haben wir alle eben nur begrenzt. Die Frage ist, wie wir unsere Prioritäten setzten. Ist es wirklich so wichtig noch mehr Geld zu verdienen, wenn man sowieso schon alles besitzt (Haus, Porsche, Designeranzüge)? Ist die Weihnachtsfeier in der Firma wichtiger, als der 70ste Geburtstag des Vaters.

Nicht umsonst sagt man ja “die besinnliche Weihnachtszeit”. Und dieses Buch hilft uns, sich zu besinnen, auf das was zählt. Nicht die dicken Geschenke unter dem Baum, sondern die schönen Stunden miteinander.
Wie es sich für ein Ahern Buch gehört, drückt die Autorin auch hier wieder kräftig auf die Tränendrüse, aber das macht Ahern ja auch aus.

Fazit:
Wer hinter diesem Ahern Buch einen Liebesroman erwartet, der liegt falsch. Zeit deines Lebens ist ein Buch, dass zum nachdenken anregt. Ein bisschen magisch, ein bisschen traurig und mit einer klaren, wichtigen Botschaft. Zeit ist unser kostbarstes Gut und eins der schönsten Geschenke, die man jemanden machen kann, in dem man sie teilt !

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

drogen, micha, leuchtturmwärter, anna, liebe

Der Märchenerzähler

Antonia Michaelis , Ulrike C. Tscharre
Audio CD
Erschienen bei Igel Records, 01.03.2012
ISBN 9783893533985
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Und wenn es wahr ist, dachte sie, wenn das Märchen wahr ist?“

Darum geht´s:

Anna ist 17 Jahre und das was man wohl „gut behütet“ nennt. Sie hat weder Ärger in der Schule, noch treibt sie sich in den falschen Kreisen herum. Sie ist eine Träumerin und wird von ihrer Freundin Gitta oft „mein liebes Kind genannt“, weil sie eben sehr unerfahren ist. Bis sie sich eines Tages in Abel Tannatek verliebt. Abel, „der polnische Kurzwarenhändler“, bei dem man Drogen aller Art kaufen kann. Er lebt in ärmlichen Verhältnissen, schwänzt des öfteren die Schule und ist ein Außenseiter. Jeder weiß, ihre Liebe hat von Beginn an keinen Bestand. Doch Anna will an Abel glauben. An den Abel, der seiner kleinen Schwester Mischa so wundervolle Märchen erzählt.

Meine Meinung:

Lange Zeit habe ich mich geweigert dieses Buch zu lesen. Zu viel habe ich bereits im Vorfeld gehört und gelesen dass mich abgehalten, ja regelrecht verschreckt hat. Doch irgendwann war meine Neugier einfach größer als meine Bedenken.
Dieses Buch liebt man oder man hasst es, dachte ich. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn ich stehe irgendwo zwischen den Stühlen. Ich liebe den Schreibstil von Antonia Michaelis. Ihre kurzen poetischen Sätze, wie sie es schafft Realität mit Märchen zu verflechten. Ich wurde in die Geschichte gezogen, wie es selten Autoren schaffen. Aber ich mochte nicht was passiert und ich mochte nicht wie blind und blauäugig hier gehandelt wird.

Die Figuren wirken real und ihr Handeln war für mich, auch wenn ich es nicht immer gutheißen konnte, absolut nachvollziehbar.
Da ist zunächst Anne. Das Mädchen ohne Erfahrung was Jungs betrifft. Anna ist sehr naiv und mehr als einmal fand ich ihr Handeln wirklich sehr dumm. Aber es passt zu ihr. Anna ist einfach so. Man möchte sie anschreien: „Mädchen, kapierst du denn gar nichts?“ „Lauf weg!“ Und es ist nicht so als hätte Abel ihr das nicht oft genug gesagt.
Ja und dann ist da Abel. Ach Abel, wie gerne würde man ihm glauben. Wie gerne wäre ich an manchen Stellen des Buches so wie Anna gewesen. Wie gerne hätte ich in dem Märchenerzähler nur die guten Seiten gesehen.
Aber genau da liegt das Problem, dass was mir und vielen anderen Lesern, das Buch madig macht. Denn Abels Taten sind meiner Meinung nach, absolut nicht entschuldbar. Und genau das tut Anna, sie verzeiht Abel und ich frage mich, muss das sein? Muss man wahre Liebe so ausdrücken. Ist das überhaupt noch Liebe? Alles zu verzeihen?
Zumindest ansatzweise kann man auch Abel verstehen und auch hier kann man der Autorin nicht vorwerfen, dass die Figuren nicht realistisch gezeichnet wären, denn Abel handelt eben so, weil er so ist.
Und auch ich muss gestehen, dass ich mich genau wie Anna in den sensiblen Märchenerzähler verliebt habe. In Abel, der Worte benutzt wie kein anderer und der so geheimnisvoll und unnahbar ist. In den Abel, der von seiner Mutter Michelle im Stich gelassen wurde und der sich nun um seine kleine Schwester Mischa kümmert. Um Abel, der alles dafür tun würde um Mischa zu schützen. Um Abel, den Seehund, der die kleine Königin und das Rosenmädchen sicher ans Ufer bringen möchte.

Doch spätestens nach dem Vorfall im Bootshaus, war dieser Abel für mich nicht mehr nur noch der, den Anna unbedingt in ihm sehen wollte.

Ich kann, und will diesem Buch keine 5 Sterne geben, aber ich kann es auch unmöglich schlecht bewerten, denn das ist es nicht. Es ist wundervoll und grauenvoll zugleich. Ob es nun in die Jugendbuchabteilung gehört oder nicht, darüber kann man streiten. Für mich sind Anna und Abel einfach keine guten Vorbilder für junge Leser und auch die Story und die Taten, sind eher etwas für die Erwachsenenabteilung. Das empfohlene Alter von 14 Jahren ist für mein Empfinden zu niedrig angesetzt.

Die Sprecherin Ulrika C. Tscharre liest für mein Empfinden etwas langsam, aber ihre Stimme passt zum Roman und sie bringt die fantastische und unheilvolle Atmosphäre sehr gut herüber.

Fazit:

Nichts für zarte Gemüter. Dieses Märchen ist starker Tobak und wer hier eine wundervolle Liebesgeschichte erwartet, der wird vielleicht enttäuscht. Wenn man Märchen mag, dann wird man Antonia Michaelis Stil lieben. Es ist wundervoll geschrieben und durchaus mal etwas anderes als das, was man sonst zu lesen bekommt, aber sein Inhalt ist leider auch sehr kritisch zu sehen.

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476 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

liebe, freundschaft, wunderkind, john green, liebeskummer

Die erste Liebe

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2010
ISBN 9783423624497
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Dieser Green kommt nicht wie „Eine wie Alaska“ oder „ Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ mit einer großen Portion Drama daher. Er ist, wie seine Hauptfigur Colin, eher nüchtern und sachlich. Hier zählen Zahlen Daten Fakten. Ich als emotionaler Leser kann mit Zahlen-Daten-Fakten nicht immer etwas anfangen und ich muss sagen, dass ich nicht wirklich mit der Story warm geworden bin. Die unzähligen mathematischen Formeln, die dauernd ins Geschehen geworfen werden, waren daran nicht ganz unschuldig. Um welche Art von Formel es sich hier genau handelt, nach der Colin sucht, hat mein Mathehirn einfach mal getrost ausgeblendet. Colin will eine Beziehung anhand eines Theorem skizzieren und vorhersagen (Verlauf und Dauer), so in etwa. Ich habe die vielen kleinen Zeichnungen im Buch irgendwann einfach nicht mehr beachtet.

Dabei ist Colin gar nicht so unsympathisch. Ein hochbegabter Nerd und etwas sonderbar, aber irgendwie süß. Schon allein, weil er Sätze sagt, wie diesen: S. 154 „ Ich bin mit dem lesen in Rückstand“, dass hätte auch von mir sein können.

Ich mochte ihn, der von ziemlich vielen Frauen verlassen wurde, vom ersten Moment. Aber definieren wir „ziemlich viele Frauen“ einmal etwas genauer, dann wurde Colin von insgesamt 19 Frauen verlassen und alle hießen sie Katherine. Und genau da liegt das Problem. Wie kann ein Junge wie Colin bereits 19 Beziehungen hinter sich haben? Auch wenn man die Sandkastenliebe mit einbezieht wird es schwer mit 17 Jahren bereits auf diese Zahl zu kommen, vor allem wenn man wie Colin, nicht gerade der heißbegehrteste Typ der Schule ist. Und dann heißen alle auch noch Katherine? Ich weiß, dass dieses Buch nur so Sinn macht, mit den Formeln und Berechnungen, aber gestört hat es mich trotzdem und die Story hat dadurch einen enormen Teil seiner Glaubwürdigkeit eingebüßt.

Trotzdem ist das Buch nicht schlecht, denn es lebt von seinen starken Figuren. Stark im Sinne von ultra realistisch beschrieben. Man hat als Leser das Gefühl, man würde Colin schon eine Ewigkeit kennen. Und auch sein Weggefährte Hassan, mit dem Colin sich auf einen Roadtrip begibt ist mir wie ein Freund vorgekommen. Hassan hilft Colin mit seinen „interessant-Urteilen“ herauszufiltern, was die Leute hören wollen und welche Infos zwar durchaus wichtig und richtig sind, aber eben in einer Unterhaltung schnell langweilig und uninteressant werden. Hassan ist im Gegensatz zu Colin kein Wunderkind, er versteht von Anagrammen eben so wenig wie Colin von normalen Unterhaltungen und er weiß nicht so recht was er mit seinem Leben anfangen soll. Trotzdem oder gerade deswegen sind die beiden ein wirklich unterhaltsames Gespann und es macht Spaß ihren Gesprächen zu lauschen.

Auf ihrem Roadtrip treffen die beiden Lindsey. Lindsey ist keine Katherine und darum auch nicht Colins Typ, so einfach ist die Welt für ihn. Außerdem ist Lindsey schon mit einem Colin zusammen. Es entwickelt sich eine ungleiche, witzige und zugleich schöne Freundschaft.

Eins beweist John Green auch mit diesem Buch wieder, nämlich dass er kluge und geistreiche Jugendbücher schreiben kann, die man als Leser nicht mehr aus der Hand legt bis man sie beendet hat.

S. 149 „Man kann jemanden noch so lieben, dachte er. Doch man liebt nie so stark wie man ihn später vermisst.“

Fazit:

Sicherlich ein Genuss für Menschen mit einer starken Mathematikaffinität. Ein nettes Jugendbuch allerdings, für mich leider nicht das was ich erwartet hatte. Wer nicht zu viele Emotionen erwartet, der wird diesen Green mögen.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Eines Abends in Paris

Nicolas Barreau , Andreas Fröhlich , Sophie Scherrer
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio bei Hörbuch Hamburg HHV GmbH, 01.09.2012
ISBN 9783869521350
Genre: Romane

Rezension:

Darum geht´s:

Alain Bonnard ist Besitzer des kleinen, nostalgischen und sehr niedlichen Cinéma Paradies in Paris. Jeden Mittwoch kommt Alains Traumfrau in das Kino. Sie kommt allein, trägt einen roten Mantel und setzt sich immer in die Reihe 17.
Mit Hilfe seines Freundes Robert (seines Zeichens Draufgänger und Frauenheld) nimmt der verträumte und etwas schüchterne Alain seinen Mut zusammen und bittet die junge Frau um ein Rendezvous. Die beiden verbringen einen wundervollen Abend miteinander, sie reden über Filme und das Leben und Alain schwebt auf Wolke 7 als er sich von Mélanie verabschiedet. Es scheint als hätte er Sie endlich gefunden, die Frau auf die er sein Leben lang gewartet hat.
Doch dann kommt alles anders als geplant. Sie verschwindet, einfach so ohne ein Wort und er hat weder ihre Nummer, noch ihren Nachnamen. Zeitgleich steht Alains Leben Kopf, als der berühmte Regisseur Alan Wood mit seiner Muse Solène Avril im Cinéma Paradies einen Film drehen will.

Meine Meinung:

Nicolas Barreau (oder wer auch immer dahinter steckt - ist mir aber ehrlich gesagt auch ziemlich egal), schafft es Paris vor meinem geistigen Auge zum Leben zu erwecken.
Man fühlt sich wohl in Alains kleinem Kino und die romantische Stimmung die schon das Cover ausstrahlt zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman.

"Wie habe ich diese holprigen Gassen vermisst, die wunderbaren alten Häuser, die Lichter, die sich in der Seine spiegeln. Den Geruch auf den Straßen wenn es geregnet hat. Den Duft der Kastanienbäume in den Tuilerien und all die kleinen Cafés, Bistros und bunten Geschäfte in Saint Germain."

Die Figuren sind durch die Bank, wundervoll gezeichnet. Da ist zunächst die Hauptfigur Alain. Er ist ein Träumer durch und durch. Er ist in sich gekehrt, etwas naiv, charmant und sehr liebenswert. Ein Charakter den man als Leser sofort in sein Herz schließt, weil er einfach eine gute Seele ist. Und dann ist da sein Freund Robert. Er ist, im Gegensatz zu Alain, weniger verträumt, sondern eher der bodenständig, ja geradezu ruppige Typ. Robert ist der Macher, ein Draufgänger und Frauenheld. Aber er ist gerade mit seiner direkten Art sehr witzig und zaubert dem Leser des Öfteren ein Lächeln ins Gesicht.
Auch der Glamourfaktor in diesem Buch kommt nicht zu kurz. Durch Alan Wood, der mit seiner Hornbrille stark an einen Regisseur mit ganz ähnlichem Namen erinnert und die attraktive Schauspielerin Soléne Avril, die sich von dem zurückhaltenden Alain sofort angezogen fühlt, kommt ein bisschen Hollywoodflair in die verträumten Straßen von Paris.

Wenn man meckern möchte, dann weil sich der Autor hier ein wenig selbst kopiert, denn die Story hat viel Ähnlichkeit mit "Die Frau meines Lebens" und ich habe stellenweise gedacht: "Moment, dass hast du jetzt aber genauso schon mal gehört."

Trotzdem haben mich diese, doch sehr eindeutigen Parallelen nicht wirklich gestört und die Geschichte um Alain und Mélanie war dadurch nicht weniger toll. Ich wurde verzaubert von Sätzen wie diesem:

"Wo wären wir denn, in diesem seelenlosen Universum, wenn es nicht ein paar Menschen gebe, die die Erinnerung bewahren und die Sehnsucht nach den Gefühlen von einst im Herzen tragen."

Der Sprecher Andreas Fröhlich passt wunderbar zum Alain, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird.

Fazit:

Eine herrliche Herbst/ Winterlektüre, die man erst wieder aus der Hand legt, wenn sie erzählt ist. Perfekt um sich an kalten Tagen ins liebliche Paris zu träumen. In seine Cafés und seine Gassen. Wer Barreaus Romane bis jetzt mochte, der wird auch diesen lieben. Eine niedliche kleine Liebesgeschichte.

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267 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

hitler, satire, hörbuch, berlin, humor

Er ist wieder da

Timur Vermes , Christoph Maria Herbst , Andy Matern , Andy Matern
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.09.2012
ISBN 9783785747414
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:

Adolf Hitler erwacht mitten in Berlin im Jahr 2011. Seine Uniform riecht nach Benzin, aber ansonsten ist er wohlauf. Er weiß nicht mehr, was passiert ist und wie er dort hingekommen ist, aber er merkt ganz bald, dass er sich nicht mehr im Jahre 1945 befindet, sondern 66 Jahre in der “Zukunft”. Er ist schockiert aber auch überrascht über so ziemlich alles was ihm über den Weg läuft. Und er ist voller Tatendrang. Denn die aktuelle politische Situation gefällt ihm natürlich gar nicht. Da muss sich schleunig etwas ändern, das Volk braucht ihn. Zunächst aber findet er Unterschlupf bei einem „Zeitungskrämer“ (Kioskbesitzer), der ihn für den besten Comedian hält, der je den Führer aufs Korn genommen hat. Kurze Zeit später steht eine Künstleragentur im Kiosk um Hitler unter Vertrag zu nehmen.

Plötzlich ist Adolf Hitler, der “Irre You-Tube Hitler” und ganz Deutschland fragt sich, ist das noch Humor?
Wäre diese Geschichte real und würde wirklich jemand Hitler so darstellen, wie es der “echte” hier im Buch macht, dann wäre der Aufschrei in der Nation mit Sicherheit extrem groß.
Aber genau das macht auch den Reiz dieses Buches aus, denn genau so hätte es passieren können (bis auf die Tatsache, dass niemand nach 66 Jahren einfach so wieder in der Gegenwart erwacht) Aber Millionenklicks auf YouTube, eine stetig wachsende Fangemeinde und eine wetternde Bildzeitung, sind gar nicht so weit hergeholt.

Timur Vermes schafft es, dass man das Buch lustig findet, weil es so schön überspitzt ist und weil er sich lustig macht, über unsere Politiker, unsere Gewohnheiten und unser TV Programm. Es ist erschreckend, wie oft man denkt, da hat er aber recht und dann denkt man, darf ich dieser Figur überhaupt recht geben? Darf ich das lustig finden?

Wenn Hitler, denkt, dass das Brot noch immer knapp ist, weil der Zeitungskrämer ihm zum Frühstück einen Müsliriegel anbietet und wenn er meint der Türke wäre den Deutschen zur Hilfe gekommen, weil er in Berlin überall türkische Mitbürger sieht. Und auch wenn er zu dem Schluss kommt, dass es keinen anständigen Kaffee gibt, weil der Engländer noch immer die Seewege blockiert, dann darf man meiner Meinung nach auf jeden Fall lachen.

Wenn die Hauptfigur, nach seiner “Bestandsaufnahme” feststellt, dass die meisten, von ihm eroberten Gebiete, nun nicht mehr zu Deutschland gehören und er verzweifelt ausruft: “Na, da hätte ich mir den ganzen Krieg ja schenken können!” auch da, habe ich laut aufgelacht.

Das Witzige an diesem Buch ist, dass die Leute Hitler als Comedian sehen. So kann man getrost schmunzeln, wenn seine Vorzimmerdame ihm das Internet erklärt und ihm eine Emailadresse einrichten möchte. Oder wenn er zum hundertsten Mal nach seinem Namen gefragt wird und er immer verzweifelter wird, weil er logischer Weise ja nicht “Adolf Hitler” heißen kann, dies aber felsenfest behauptet, weil es ja so ist.

Wenn sich der Protagonist über das “Mediamarktprosepekt” auslässt, dann klingt das z.B. so:

“Ich konnte mich beim besten Willen nicht erinnern etwas Derartiges genehmigt zu haben und ich hätte es auch nie genehmigt. Die Informationen darin waren völlig unverständlich. Gräul stieg in mir hoch. Wie man in Zeiten der Papierknappheit mit so einem hirnlosen Dreck wertvolle Ressourcen des Volkseigentums unwiederbringlich verschleudern konnte.”

Witzig ist auch die Szene, in der Hitler mit seinem Kamerateam an die NPD Hauptzentrale klopft und diese niedermacht, ohne auch nur ein gutes Haar an ihr zu lassen. Er geht im Anschluss aus der Tür mit den Worten “Ein anständiger Deutscher hat hier nichts verloren.”

Das Buch ist anderes, weil Vermes in der ersten Person schreibt, also nicht über Hitler, sondern als Hitler.
Der Leser/ Hörer begleitet diese Person aus der Vergangenheit, von der man soviel weiß und von der man als Schüler im Geschichtsunterricht irgendwann so ziemlich die Nase voll hatte.
Man hört all seine Gedanken und denkt sich: “Ja, so könnte er gewesen sein.” Es ist klingt echt, auch weil Vermes die alten Begriffe und die Sprache beibehalten hat (Zeitungskrämer anstatt Kioskbesitzer, Leibchen, anstatt Trikot). Und das ist gelungen, genial, urkomisch und beängstigend zugleich.

Man muss Sinn für ein bisschen schwarzen, bissigen und etwas morbiden Humor haben. Ich wage mal zu behaupten, dass Strombergfans dieses Hörbuch mögen werden. Man muss es als perfekte Satire sehen, dann ist es lustig.

Das Hörbuch:

Christoph Maria Herbst ist für mich (und für viele andere) einfach der beste Sprecher, den man für dieses Hörbuch gewinnen konnte. Er liest das Buch genau so, wie Hitler gesprochen hat und das durchgehend und ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Er klingt verstörend “echt”. Und ich habe mich stellenweise richtig erschrocken, vor dieser gelungenen Darbietung. Selbst zu Hause, habe ich mich nicht getraut, das Buch laut zu hören.
Es ist außerdem keine gute Idee, dieses Hörbuch zu hören wenn man nicht schräg angeschaut werden möchte, weil man plötzlich in lautes Gelächter ausbricht.
Buch oder Hörbuch? Ich würde jedem zum Hörbuch raten, weil Herbst dem Roman die Krone aufsetzt.

Fazit:

Ja, der Hörer fragt sich des Öfteren: “Darf ich das lustig finden?” Und ich kann nur für mich sprechen, wenn ich sage, ich fand es lustig! Gerade das Hörbuch gewinnt durch den fantastischen Sprecher und ich habe oft und laut gelacht. Es ist eine Satire vom allerfeinsten und zwar eine erschreckend Gute.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

kinderbuch, leo lausemaus, vorlesen, bademeister, mutti

Leo Lausemaus lernt schwimmen

Marco Campanella , Marco Campanella
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Lingen Verlag, 12.01.2012
ISBN 9783941118751
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung lt. Amazon:

Leo Lausemaus ist zwar eine kleine Maus, aber er ist genauso wie alle anderen kleinen Kinder auf dieser Welt. In dieser Geschichte möchte Leo unbedingt schwimmen lernen, denn einige seiner Freunde können das schon. Anfangs traut er sich noch nicht ins Wasser, aber schon bald merkt Leo, wie viel Spaß er dabei hat. Wenn er jetzt noch fleißig übt, kann er bald ein Wettschwimmen mit seinen Freunden machen. Hurra!

Als ich dieses kleine Buch bei Blogg dein Buch entdeckte, dachte ich mir, warum nicht einfach mal ein Buch für Kinder bloggen. Ich weiß, dass ist nicht neu, aber wenn man so eine kleine Maus zu Hause hat, dann landen schließlich auch ein paar Kinderbücher im Regal und die sind nicht immer sehr empfehlenswert. Außerdem gehört vorlesen und Bücher gucken ganz eindeutig in die neue Blog-Kategorie “Fun with Mum”, denn was liegt bei Regenwetter näher als Geschichten zu lauschen :-)

In diesem Leo Lausemaus Buch lernt der kleine Mäuserich schwimmen. Nachdem Leo zunächst angst vor dem Wasser hat, muss er erst allen Mut beweisen und ins Wasser hüpfen. Er kann dann aber schon nach kurzer Zeit tolle Schwimmerfolge vorweisen und macht somit kleinen wasserscheuen “Angshasen” Mut und hilft beim ersten großen Sprung ins kalte Wasser.

Das Buch ist toll aufgemacht, es enthält viele wunderschöne Bilder der Mäusefamilie und Leos Freunden.
Auf einer Seite befindet sich immer ein kleiner Text und ein Stück Bild und auf der anderen Seite ist dann immer ein großes gemaltes Bild.

Die Geschichte ist für Kleinkinder absolut zu empfehlen, da sie relativ kurz ist und durch die vielen große Illustrationen schön aufgelockert wird. Für die etwas größeren Zuhörer enthält das Buch eine schöne Botschaft. Nämlich, sei mutig und übe fleißig, dann wirst auch du bald richtig viel Spaß am schwimmen haben.
Durch die kurzen Texte und bunten Bilder kann auch schon mein Sohn (19 Monate) der Geschichte folgen, Tiere und Gegenstände erkennen und benennen. (Wo ist die Ente? Der Frosch? Der Schwimmring?)

Gut finde ich außerdem, dass immer wenn jemand spricht, die direkte Rede verwendet wird, gerade die jungen Zuhörer können so viel besser folgen und der Vorleser kann prima mit der Stimme spielen.

Beispiel: Leo ruft aufgeregt “Prima, dann kann es ja losgehen”

Nach wenigen Seiten ist der Mäusespaß, leider auch schon vorbei aber wie gesagt, für die allerersten Geschichten, darf es meiner Meinung nach auch nicht länger sein.

Fazit: Hochwertiges Buchcover, tolle bunte Bilder rund ums schwimmen. Kindgerechte Sprache und eine Geschichte mit einer schönen Botschaft.

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Tags: kinderbuch   (1)
 

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756 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 203 Rezensionen

facebook, zukunft, liebe, freundschaft, jugendbuch

Wir beide, irgendwann

Jay Asher , Carolyn Mackler , Knut Krüger
Fester Einband: 395 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.08.2012
ISBN 9783570161517
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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543 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 103 Rezensionen

schwestern, liebe, reise, tod, tagebuch

Die Landkarte der Liebe

Lucy Clarke ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.10.2012
ISBN 9783492300858
Genre: Romane

Rezension:

Rezension PiMi:

Katies Welt gerät aus den Fugen, als sie mitten in der Nacht vom Tod ihrer Schwester Mia erfährt. Auf Bali ist diese von den Klippen gestürzt und es deutet alles auf Selbstmord hin. Katie will das nicht glauben, warum sollte ihre lebensfrohe kleine Schwester Selbstmord begehen? Und warum ist sie auf Bali gewesen? Sie sollte doch mit Finn in Australien sein. Mias Reisetagebuch, das sie mit auf ihre Weltreise genommen hat, ist alles was Katie nun noch bleibt, um den Tod ihrer Schwester zu enträtseln. Mit diesem kleinen Buch und jeder Menge Fragen fliegt sie Mia hinterher, dorthin wo die die leeren Seiten mit Leben gefüllt wurden.

S. 27 „ Die meisten Menschen verreisen aus zwei Gründen: Sie suchen etwas, oder sie fliehen vor etwas. Für mich gilt beides.“

Der Titel hat mich zunächst total abgeschreckt aber zum Glück konnte mich die Leseprobe und auch der Klappentext überzeugen das Buch doch zu lesen, denn Lucy Clarke hat eine ganz tolle Art zu schreiben. Sie bringt den Leser direkt an traumhafte Urlaubsorte, von Kalifornien über Maui nach Bali. Und trotz des traurigen Themas überkam mich sofort die Reiselust. Das liegt an Sätzen wie diesen:

S. 65/66 „Aus Lautsprechern an den ockerfarbenen Wänden ertönte Jazzmusik, und über allem lag ein amerikanisch eingefärbter Klangteppich. Katie stieg der Geruch von warmen Gewürzen und Duftreis in die Nase…“

Lucy Clarke macht es dem Leser leicht, traumhafte Bilder vor dem inneren Auge zu erzeugen.
Keine Frage, das Buch ist traurig und schwermütig, schließlich geht es um einen großen Verlust und um die Frage was dazu geführt hat. Ich konnte Katie so gut verstehen, weil immer und immer wieder die Frage in ihr aufkommt nach dem „Warum?“. Die Verzweiflung, dass sie ihr nicht mehr helfen konnte, war sehr gut nachzuempfinden und hat auch mit nicht unberührt gelassen.

Auf der anderen Seite schafft es Lucy Clarke aber auch, dass man mit einem guten Gefühl über die Seiten fliegt, sie vermittelt Hoffnung und Lebensfreude.

Das Buch ist aus Katies Sicht und auch aus Mias Sicht (allerdings ein Jahr zuvor) geschrieben, was ich super finde, da man sich komplett auf die beiden Schwestern einlassen kann. Die Tagebuchidee hat mir sehr gut gefallen und auch die Geheimnisse die die beiden Schwestern umgeben, waren für mich nicht zu weit hergeholt oder gar unrealistisch sondern schön bodenständig und gerade deshalb so glaubwürdig und tragisch.

Die beiden Schwestern werden außerdem absolut präzise dargestellt. Mia, die wilde schillernde Person, leidenschaftlich, spontan und mutig und Katie die wunderschöne, ordentliche und organisierte.

Das Buch handelt von Liebe und Freundschaft von der Suche danach wer man ist, es geht um Familie und Neid, um Trauer und um Verrat und Betrug. Toll zusammengefasst vor einer wunderschönen Kulisse zwischen Palmen, Sonne und Meer.

Fazit: Mir hat die Landkarte der Liebe gut gefallen und ich hoffe nach diesem Debüt auf noch viel mehr Bücher von Lucy Clarke.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

zeitreise, anna, hörbuch, 16. jahrhund, jugend

Zeitenzauber - Die magische Gondel

Eva Völler , Hannah Schepmann
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.08.2011
ISBN 9783785745588
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension PiMi:
Anna ist 16 und verbringt den Sommer mit ihren Eltern in Italien, genauer gesagt in Venedig und die Ferien sind nicht ungewöhnlich, bis zur Regate storica die auf dem Canal Grande stattfindet …
Denn dort fällt Anna aus einer roten Gondel ins Wasser und kommt im Jahre 1499 wieder zu sich.
Nichts ungewöhnliches, zumindest nicht für den gutaussehenden Sebastiano, der als Beschützer in der Zeit reist. Aber blöderweise kann Anna sich an die Zukunft aus der sie kommt erinnern und ist somit nur ins 15. Jahrhundert gekommen um eine Aufgabe zu erfüllen. Zurück kann Anna aber erst, wenn ihre Aufgabe erfüllt ist. Soweit so gut, doch leider kann ihr niemand sagen welche Aufgabe es ist.

Zeitenzauber ist, ein richtig gutes Jugendbuch, welches ich ohne schlechtes Gewissen oder irgendwelcher Bedenken einem Jugendlichen in die Hand drücken würde. Eva Völler entführt den Leser oder in meinem Fall den Hörer in das Venedig des 15. Jahrhunderts. Diese historische Reise ist interessant, lehrreich und macht zudem auch noch Spaß.
Gut gefallen hat mir, dass Anna Wörter aus ihrer Zeit, die es in der Vergangenheit in der sie sich befindet noch nicht gab, auch nicht benutzen kann. Stattdessen kommt ein anderes Wort aus ihrem Mund. Anstatt Film, kann sie z.B. nur Kostümstück sagen.
Anna ist eine sympathische Protagonistin mit der sich junge Mädchen sicher gut identifizieren können und auch Sebastiano, ist gut gelungen, ein bisschen unnahbar zunächst, doch später nicht zu verachten.
Neben der Aufgabe die Anna erfüllen muss, steht auch ein bisschen Romantik auf dem Plan.
Aktion und Spannung kommen auch nicht zu kurz, so dass Zeitenzauber ein wirklich gut gelungener Zeitreiseroman ist.

Was mir nicht gefallen hat, war die Sprecherin des Hörbuchs Hannah Schepmann. Sie hat so lahm gelesen und das mit einer total überheblichen Stimme, dass es überhaupt nicht zum Charakter von Anna passt. Außerdem hatte teilweise das Gefühl, dass sie gleich einschläft. Für ein Hörbuch ein absolutes No Go und so habe ich wirklich lange überlegt ob ich jetzt ganz viele oder ganz wenige Sterne vergebe. Da ich das Hörbuch überhaupt nicht empfehlen kann, selbst wenn ich auf doppelte Geschwindigkeit stelle (was ich eigentlich immer mache) kam einfach kein Schwung in die Sache. Die Geschichte fand ich aber unglaublich gut.

Fazit: Für Zeitreisefans jeden Alters.
Vom Hörbuch würde ich auf Grund der Sprecherin abraten. Mich hat die Geschichte allerdings so überzeugt, dass ich mich entschlossen habe 5 Sterne zu vergeben, aber bitte Leute kauft das Buch !!!

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, verlobung, hamburg, freunde, familie

Holunderküsschen

Martina Gercke
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei mvg, 06.07.2012
ISBN 9783868822908
Genre: Liebesromane

Rezension:

Julia Zoe Löhmer ist frisch verlobt und steckt mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, doch die schöne zeit ist schnell vorbei als sie ihren Johann mit einer Kollegin in flagranti erwischt. Julia ist aufgelöst und ihre ganze Welt scheint auseinander zu fallen. Also was macht Julia, sie geht in eine Bar, betrinkt sich und nimmt dann den nächsten Zug von Freiburg nach Hamburg um sich bei ihrer Freundin Katja auszuweinen. Im Zug trifft sie auf Benni, einen gutaussehenden jungen Mann, dem sie, dank zu viel Alkohol gleich alle ihre intimsten Geheimnisse verrät.

Am nächsten morgen ist Benni verschwunden und Julia kann sich nicht mehr daran erinnern wie sie ins Bett gekommen ist. Doch Benni ist nicht spurlos verschwunden, denn peinlicherweise läuft sie ihm in HH wieder über den Weg.

Das Buch Holunderküsschen hat mich angesprochen, weil sowohl der Titel als auch das Cover und der Klappentext einen locker leichten Frauenroman versprechen. Wer mich kennt und meinen Blog verfolgt weiß, dass ich ab und an gerne Chicklit lese und mich einfach nur gut unterhalten lassen möchte um abzuschalten. Und eins steht fest, das hat Holunderküsschen geschafft. Es ist locker geschrieben und liest sich wie im Flug. Dieser Roman ist Chicklit, das ist klar, aber hat er mich auch gut unterhalten?

Diese Frage muss ich mit Teilweise beantworten. Denn Julia ist mit ihren 29 Jahren genau in meinem Alter und ich fand sie sehr sehr anstrengend. Ich bin einfach nicht mit ihr warm geworden und für eine Journalistin war sie mir viel zu naiv und unreif. Über ihre Schwäche für Hello Kitty konnte ich ja noch hinwegsehen, jeder hat ja seinen Spleen. Und das sie beim Namen Benjamin in lautes Gelächter ausbricht und ein lautes „Blümchen“ heraus posaunt konnte ich auf den Alkohol schieben, aber dieses kindliche Getue , was ja durchaus ganz niedlich sein kann, wenn es nicht Überhand nimmt, wurde mir irgendwann einfach zu viel und ging mir mächtig auf die Nerven. Ein Klischee jagt das nächste, z.B. Tim Mälzer sieht aus wie ein Äffchen, Leute die Ed Hardy tragen sind Proleten und Eheverträge sind unromantisch. Abgegriffen wie ich finde und lachen konnte ich darüber nicht mehr.

Julias neues Leben in Hamburg lief mir auch ein bisschen zu glatt, neuer Job – schwupp, neuer Mann – schwupp und Julias kleinen Schummeleien haben nicht mal Konsequenzen.

Die Story an sich ist aber nicht schlecht, nicht wirklich neu aber typisch fürs Genre mit einem klassischen Happy End.

Harald, der Friseur und Katja waren mir recht sympathisch und bekommen von mir ein extra Sternchen.

Holunderküsschen werde übrigens im Friseursalon von Harald getrunken. Man könnte auch Hugo sagen, aber Holunderküsschen klingt als Titel sehr süß wie ich finde.

Lustig fand ich auch die Situation in der Bar als 2 junge Mädchen Julia als ein Ältere bezeichnen. Ja, Mädels so ist das mit Ende 20, da ist man plötzlich auf Partys immer eine der Älteren, ich weiß das ;-)

Alles in allem hat der Roman zwar seine Schwächen, aber er ist trotzdem ein netter Zeitvertreib, er trifft vielleicht nicht ganz meinen Nerv, aber ich kann mir vorstellen, dass viele genau die angesprochenen Klischees witzig und unterhaltsam finden.

Fazit: Ich habe mich zu oft über Julia geärgert aber wenn man sich an den angesprochenen Dingen nicht stört, dann wird man hier gut unterhalten.

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394 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

tod, liebe, freundschaft, leben, revive

Die fünf Leben der Daisy West

Cat Patrick , Anja Malich
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Boje, 20.07.2012
ISBN 9783414820617
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension PiMi:

Gleich auf den ersten Seiten nimmt die Autorin den Leser mit in die Welt von Daisy West, denn sie stirbt an einem Bienenstich und trotzdem ist die Geschichte damit nicht zu Ende, nein sie beginnt. Denn Daisy ist Mitglied eines geheimen Projektes welche ein Mittel namens Revived testet.
Revived erweckt Tote wieder zum Leben und Daisy ist nun bereits zum 5.Mal gestorben und mit Revived zurück ins Leben geholt worden.
Nach Außen muss natürlich der Schein eines ganz normalen Lebens gewahrt werden, nichts darf an die Öffentlichkeit gelangen und so zieht Daisy nach jedem Tod in eine neue Stadt und nimmt eine neue Identität an. Ihre „Eltern“ sind Geheimagenten und ebenfalls Teil des Teams.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil das Thema an sich sehr spannend klingt und den Wunsch behandelt, den die Menschen seit jeher haben, nämlich dem Tod ein Schnippchen zu schlagen und Ewig zu leben.
Doch Revived ist noch in der Testphase und nicht ausgereift, so kann es z.B. passieren, dass es irgendwann nicht mehr wirkt und es wirkt auch nicht bei jeder Todesart und schon gar nicht bei jedem Menschen.

Da das Projekt so geheim ist, darf Daisy natürlich niemanden von dem Mittel erzählen. Weil sie es für richtig und wichtig hält und weil sie ein Teenie ist und weil sie Vertrauen fast, macht sie es doch irgendwann und bringt damit ihr und das Leben des anderen in Gefahr, denn „Gott“, so wird der Erfinder von Revived genannt (was ich ziemlich gewöhnungsbedürftig finde und beim Lesen bin ich immer wieder über dieses Wort gestolpert, weil es mir falsch und störend vorkam) ist nicht gütig. Im Hintergrund des Revived Projekts, geschehen falsche und gänzlich unmoralische Dinge die Daisy aufdeckt und die sie immer stärker in Gefahr bringen.

Insgesamt ist das Buch sehr spannend und behandelt ein Thema welches im Jugendbuch Bereich noch nicht von vorne bis hinten durchgekaut wurde.
Daisy als Figur ist sehr glaubwürdig, eine neugierige, etwas unvorsichtige Jugendliche. Nicht everybodies Darling aber auch kein totaler Außenseiter.
Ihre neuen Freunde Audrey, die schwer krank ist und ihr Bruder Matt passen in die Story und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Durch Audreys Krankheit wird Daisy wieder einmal mit dem herannahenden Tod konfrontiert, nur dass es dieses Mal endgültig zu sein scheint.
Oder könnte man Audrey helfen?
Leider ist mir diese zentrale Frage etwas zu kurz, zu wenig emotional dargestellt worden. Die Autorin hätte aus meiner Sicht ausführlicher, eindringlicher und für Jugendliche nachvollziehbarer mit dem Thema umgehen können. Vielleicht bin ich jetzt auch ein bisschen John Green verwöhnt, der das im Jugendbuchbereich meistert wie kein zweiter.

Auch die Aufklärung der Dinge die im Hintergrund des Projektes laufen und die illegalen Machenschaften von „Gott“, waren für mich etwas zu simpel. Daisy mag ja schlau sein, aber Vieles ist an den Haaren herbei gezogen und macht auf mich den Eindruck, schnell ein logisches und spektakuläres Ende zu erzeugen. Die Fäden die Daisy zusammenstrickt, waren für mich keinesfalls nachvollziehbar, zumal es tausend Gegenargumente gibt, die ihre These wiederlegen könnten.

Die Grundidee des Buches finde ich auch nach der Lektüre durchaus spannend und die Umsetzung würde ich keinesfalls als Flop bezeichnen. Trotzdem bleibe ich als Leser etwas unbefriedigt zurück, weil man meiner Meinung nach mehr aus den angesprochenen Themen hätte machen können.

Ein paar Worte zum Cover möchte ich hier noch gerne verlieren, da es wirklich mal ein richtiger Eyecatcher ist. Gar nicht mal vom Motiv (ich mag ja generell nicht so gerne Personen und Gesichter auf dem Cover) aber von der Aufmachung. Denn die Abziehbilder die das Cover zieren stehen für jedes der fünf Leben und das ist sehr speziell und ziemlich originell.

Fazit:

Ein Jugendbuch mit spannenden Szenen und sympathischen Figuren. Für mich leider kein Highlight, weil ich mir mehr Tiefe gewünscht hätte und weil ich das Gefühl hatte, dass viele Dinge am Ende keinen Sinn ergeben haben.

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(1.156)

1.770 Bibliotheken, 36 Leser, 7 Gruppen, 278 Rezensionen

krebs, liebe, tod, freundschaft, krankheit

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446240094
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension PiMi:
Ja, Krebsbücher sind doof, da muss man Hazel recht geben, weil Krebs doof ist, er verursacht Schmerzen, man erbricht nach dem Essen, man verliert seine Haare und in Gus Fall das Bein und in den meisten Fällen weiß man, dass es nicht gut enden wird.
Wenn man zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter greift, dann sollte man wissen, dass es einem schlaflose Nächte bescheren wird, dass man heulen wird wie ein Schlosshund und dass man das Schicksal und die Sterne hassen wird, auch wenn Shakespeare Cassius behaupten ließ: „Nicht durch die Schuld der Sterne, lieber Brutus, / Durch eigne Schuld nur sind wir Schwächlinge…“ (Zitat S. 106)
Die 16 jährige Hazel leidet an Krebs, Schilddrüse mit umfänglichen Metastasen in der Lunge, Heilungschancen gleich Null. Sie trägt ständig eine Sauerstoffflasche mit sich herum, weil sie ohne die nur ein paar Minuten Luft bekommt. Hazel weiß, dass sie stirbt, darum verkriecht sie sich in ihrem Zimmer und in ihren Büchern und TV Serien. Sie will einfach nicht noch mehr Menschen mit dem Schmerz belasten, den ihr Tod verursachen wird. Schlimm genug, dass sie ihren Eltern wehtut. „Es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit sechzehn an Krebs zu sterben und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt.“ (Zitat S. 13)
Nur um ihre Eltern glücklich zu machen geht Hazel trotz großer Unlust zur Selbsthilfegruppe und lernt Augustus, kurz Gus kennen. Augustus ist smart und witzig ein charmanter Bursche dem auf Grund eines Osteosarkoms ein Bein fehlt. Die beiden verlieben sich und sind trotz ihrer Krankheit fast wie ganz normale Teenager nur mit Krebsbonus. Hazel schwärmt von ihrem Lieblingsbuch „Ein herrschaftliches Leiden“ von Peter Van Houten. Das Buch handelt von der krebskranken Anne und sie findet in ihm Trost, trotz schlimmen Ausgangs. Augustus ermöglicht ihr den Autor in Amsterdam zu treffen. Sie reisen gemeinsam dorthin und werden dort ziemlich überrascht.

Augustus und Hazel sind sympathische und kluge Protagonisten, die sich Gedanken machen und Diskussionen führen, die zum Nachdenken anregen. Die beiden sind der Beweis dafür, dass das Leben schön ist, trotz allem. Das es Sinn macht zu lieben auch wenn man Narben hinterlässt.

Eigentlich könnte man sagen, dass Green mit einfachen Mitteln arbeitet und auf die Tränendrüse drückt. Man nehme 2 kranke Kinder die nichts weiter wollen als ein paar mehr gute Tage und die Sache ist geritzt. Aber so leicht verhält es sich mit Das Schicksal ist ein mieser Verräter nicht. Green hat eine ganz wunderbare Art zu schreiben und aus wunderbaren Sätzen eine ehrliche und perfekte Geschichte zu schreiben die unter die Haut geht. Und es ist wirklich nicht so leicht zu beschreiben was dieses Buch so besonders macht. Es ist so als würde Green sich ganz schnell und ganz tief in dein Herz schreiben und dort bleibt er und lässt dich nie wieder los. Was soll ich anderes sagen, als dass das Buch Potential zum Lieblingsbuch hat und in diesem Jahr wohl das Beste war, was ich gelesen habe und das sicher nicht zum letzten Mal.

Dank Green weiß ich, dass Okay heutzutage ein Flirtwort ist und ich bin buchstäblich und offiziell total verliebt.
Ich schäme mich ein bisschen, dass ich noch nichts anderes von John Green gelesen habe, aber da ich über 15 bin ist das lt. Tobias Rüther, der das Vorwort schrieb auch gar nicht schlimm, Zitat: „ Es ist nicht schlimm, noch nie von John Green gehört zu haben, jedenfalls nicht wenn man älter als 15 ist.“ Trotzdem werde ich mir die anderen Romane von ihm schnellstmöglich zulegen und mein Versäumnis nachholen.

Fazit: Ein Buch, das längst Kultstatus erreicht hat und das mit Recht. Unverblümt, klug und eindringlich schreibt Green warum das Leben schön ist. Absolute Leseempfehlung oder besser gesagt. Lesen, sofort !!

Lieblingszitate:
S. 162 „Es wäre mir eine Ehre, mir von dir das Herz brechen zu lassen.“
S. 197 „„Das ist nicht fair“, sagte ich. „Es ist so unglaublich unfair.“ „Die Welt“ sagte er, „ist keine Wunscherfüllmaschine““
S.198 „Mir gefällt diese Welt. Mir gefällt, wie die Schatten der Blätter umeinander tanzen, wenn der Wind weht. Mir gefällt, wie es klingt, wenn Holländer Holländisch mit mir reden, bevor sie merken, dass ich ein Tourist bin. Und du gefällst mir. Und jetzt…“
Und das Ende könnte ich hier komplett als Lieblingszitat niederschreiben, aber ich will ja nicht Spoilern, dass müsst ihr schon selbst lesen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

supernatural, szene, geschichte, originalität, ängste

Anna Dressed in Blood

Kendare Blake
Fester Einband: 316 Seiten
Erschienen bei St Martins Pr, 30.08.2011
ISBN 9780765328656
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension PiMi:

Theseus Cassio Lowood, kurz Cas ist 16 Jahre alt und hat das Erbe seines verstorbenen Vaters angetreten. Er ist Geisterjäger und schickt die Toten verlorenen Seelen, die irgendwie auf der Erde hängen geblieben sind ins Nirwana. Er reist mit seiner Mutter durch das Land und hilft überall wo er gebraucht wird, denn die Geister sind oft sehr aggressiv und mordlustig. Cas ist gut in seinem Job, kein Geist bleibt verschont, bis er auf Anna Korlov trifft. Das Mädchen, das vor 60 Jahren vor dem Schulball in ihrem weißen Kleid ermordet wurde. Anna, der Geist, der nun jeden tötet der ihr Haus betritt. Bei Cas scheint sie eine Ausnahme zu machen und die beiden kommen sich näher als erlaubt.

Anna dressed in blood musste ich schon alleine wegen des Covers und des schaurig schönen Titels haben. Ich liebe dieses gruselige Bild mit Anna in ihrem weißen Ballkleid, das sich langsam blutrot färbt.

Das Buch ist ein Jugendbuch und darum auch weit weniger gruselig als es hätte sein können, wenn es für Erwachsene geschrieben worden wäre. Das steht dem Lesevergnügen allerdings nicht im Weg, denn der Schreibstil und auch der Inhalt sind richtig gut gelungen. Auch das englisch ist leicht verständlich. (Kleiner Tipp am Rande für Leser die wenig mit englischen Büchern zu tun haben: Das Lesen von englischen Büchern auf dem Kindle ist ein echter Luxus. Ist ein Wort nicht verständlich so könnt ihr es mit einem Klick übersetzen, ohne das Buch verlassen zu müssen. Ich finde das sehr komfortabel.)

Es schwingt beim Lesen immer ein kleines bisschen Gänsehautstimmung mit und auch wenn ich mich jetzt nie so wirklich gegruselt habe, so glaube ich doch, dass es gerade für junge Leser schon Ok ist.

Die Story ist ganz anders als ich erwartet habe. Da Cas ja gerade erst 16 Jahre alt ist und ständig die Schule wechselt spielen natürlich Themen, wie neue Freunde (Thomas ist übrigens mein Lieblingscharakter, weil er so schön abgedreht ist), neue Feinde und Liebeleien eine Rolle. Die Gruselgeschichten rund um Anna, ihr Haus und ihren Tot sind auf der Schule in aller Munde und die neuen Feinde führen Cas gleich mal in die Höhle des Löwen, also in Annas Haus. Für diesen Streich müssen die Jungs allerdings direkt und blutig büßen.

Aber es steckt noch mehr in der Story, denn sie ist auch sehr traurig und hat mich total berührt. Anna ist eine Protagonistin, die trotz ihrer Mordlust und ihrer Bösartigkeit im Laufe der Geschichte liebenswert wird. Die Autorin schafft es, dass man Cas total versteht, wenn er sie nicht nur als Geist sondern als Mädchen sieht und ich bin auch wirklich froh, dass Anna ein Geist ist und nicht ein Vampir, eine Hexe oder ein Werwolf.

Das Buch liest sich ganz schnell weg, die Aktion Szenen halten sich zwar in Grenzen, aber die Autorin schafft es die ganze Zeit den Spannungsbogen hoch zu halten, so dass man als Leser immer weiter lesen muss, weil man wissen will, was passiert ist, wer was getan hat und warum Anna so ist wie sie ist. Und Anna ist auch nicht der einzige Geist der Cas Kopfzerbrechen bereitet, denn in dem Buch wird oft und viel gemordet und das nicht nur von Anna.

Die Fortsetzung Girl of Nightmares ist seit dem 07. August 2012 erhältlich und schon auf meiner Wunschliste. Ich freue mich darauf die liebgewonnen Charaktere wieder zu treffen.

Fazit:
Anna dressed in blood ist kein Alptraumgarant, aber eine schöne schaurige Liebesgeschichte. Ein Jugendbuch mit einer ganz tollen Story und wunderbaren Protagonisten.

P.S. Das Buch erscheint am 12. November 2012 auf deutsch beim Heyne Verlag unter dem Titel Anna im blutroten Kleid und ich finde es super, dass Heyne das Originalcover übernommen hat.

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154 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 14 Rezensionen

werwölfe, vampire, fantasy, england, steampunk

Brennende Finsternis

Gail Carriger , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 18.07.2011
ISBN 9783442376506
Genre: Fantasy

Rezension:  
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71 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

erotik, beziehung, erotic, fail, love story

Fifty Shades Darker

E. L. James
Flexibler Einband
Erschienen bei Vintage Books, 17.04.2012
ISBN B008GZWJGY
Genre: Sonstiges

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882 Bibliotheken, 11 Leser, 7 Gruppen, 150 Rezensionen

engel, liebe, fantasy, aufgabe, nephilim

Unearthly - Dunkle Flammen

Cynthia Hand , Isabell Lorenz , ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2012
ISBN 9783499256981
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension PiMi:

Clara ist kein gewöhnlicher Teenager, denn in ihren Adern fließt Engelblut. Mit ihrer Mutter (Halbengel) und ihrem Bruder Jeffrey zieht sie von Kalifornien nach Wyoming um dort ihre Aufgabe zu erfüllen. Clara ist aber nicht nur der Engel, der Visionen hat, sondern auch irgendwie eine ganz normale 16 Jährige, die neu in der Schule ist, die zwischen Liebe und Freundschaft und auch zwischen zwei Jungs steht.

Ich weiß nicht warum, aber ich habe wirklich gedacht, dass mir dieses Buch gefällt. Die Leseprobe fand ich super und hätte am liebsten sofort weitergelesen und auch die vielen positiven Stimmen im Netz zu der englischen Ausgabe haben mich optimistisch gestimmt, dass dieses Buch genau das Richtige für mich ist. Aber leider hat mich die Story dann überhaupt nicht überzeugt. Für mich ist das Buch nichts weiter, als eine ganz gewöhnliche Teenieromanze, die zudem auch noch sehr vorhersehbar ist. Vom überaus unbefriedigenden Ende möchte ich gar nicht erst anfangen.

Ich weiß, dass es sich bei Unearthly um den Auftakt einer Reihe handelt, daher möchte ich der Autorin verzeihen, dass vieles im Unklaren bleibt und dass man als Leser mit einer ganzen Menge Fragen zurückbleibt um den Spannungsbogen für die Folgebände zu halten. Allerdings passiert mir einfach zu wenig für einen ersten Teil. Es geht die ganze Zeit um Claras Vision aber was passiert wenn die Aufgabe erfüllt wird, oder auch nicht erfüllt wird, das bleibt im Verborgenen.

Neben der Aufgabe ist da auch noch die Dreiecksbeziehung zwischen Tucker, Christian und Clara, die eigentlich keine ist, weil viel zu vorhersehbar. Und auch Claras neuen Freunde spielen eine große Rolle. Angela fand ich am interessantesten, alle anderen sind zwar realistisch gezeichnet, aber sehr normal und ich werde mich in ein paar Wochen wahrscheinlich an keinen von ihnen erinnern. Hinzu kommt, dass Clara als Protagonistin sehr egoistisch ist. Ich hoffe inständig, dass ich nicht so einen Schutzengle habe wie Clara.

Die Story plätschert so dahin und man erfährt immer mal wieder ein bisschen über Engel und Halbengel, ihre Flügel und Sprache ihre Aufgaben und Visionen, aber so wirklich Fahrt nimmt das Ganze erst auf als Sam auftaucht, der mit der Aufgabe von Claras Mutter zu tun hatte (Über die ich auch gerne noch ein bisschen mehr erfahren hätte, aber dafür muss man wohl die anderen Bücher kaufen).

Das Cover finde ich zwar nicht wirklich toll, aber es passt zur Story, besser sogar als das Originalcover auf dem die Haarfarbe des Mädchens, bei dem ich jetzt einfach mal davon ausgehe, dass es sich um Clara handelt nicht zu erkennen ist. Clara hat nämlich quietsch-orange Haare und darum ist das deutsche Cover auf jeden Fall passend.

Alles in allem ein Auftakt, der mich überhaupt nicht überzeugen konnte, vielleicht lag es daran, dass ich wirklich hohe Erwartungen hatte, aber die weiteren Teile muss ich nicht lesen.

Fazit:
2 Sterne für den Schreibstil und die Idee aus der man aber sicher mehr hätte machen können. Das Buch ist für alle, die Engel lieben und nach seichten Teenieromanzen suchen. Für mich aber leider ein Flop.

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(39)

74 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

sommer, liebe, funkensommer, bauernhof, funken

Funkensommer

Michaela Holzinger , Magdalena Gadaj
Buch: 252 Seiten
Erschienen bei Freies Geistesleben , 01.06.2012
ISBN 9783772526213
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Funkensommer
Michaela Holzinger
Verlag: Freies Geistesleben Juni 2012
252 Seiten
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung vom Verlag: ab 13 Jahren

Rezension PiMi:
Hannah ist 16 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder Raphael auf dem Bauernhof. Da ihr Bruder nach einem epileptischen Anfall eine Allergie hat, kann er nicht mehr mit anpacken und die Hofarbeit bleibt an ihren Eltern und natürlich auch an Hannah hängen, Schweine füttern, Heu einfahren und sogar Geburtenhilfe steht auf ihrem Tagesprogramm. Und dann ist da Finn, Hannah erste große Liebe und ihn scheint es nichts auszumachen, wenn ein Mädchen mal nach Stall riecht, blöderweise ist Finn der Sohn von Raphaels Chef und da wird die Sache kompliziert, denn unter keinen Umständen darf jemand erfahren, dass sie sich mit ihm trifft, außer natürlich Jelly ihre beste Freundin.
Funkensommer ist ein Buch bei dem schon alleine das Cover Sommergefühle hervorruft. Goldgelbes Getreide und ein Mädchen in Shorts und T-Shirt. Ich habe beim Anblick den Geruch von warmen Feldern an einem heißen Juli Tag in der Nase und darum war ich entsprechend neugierig, als ich das Buch bei Blogg dein Buch gesehen habe. Sommerlektüre, das will ich lesen. Und ich wurde zumindest was die Jahreszeit angeht nicht enttäuscht, denn genau in einem heißen Sommer wird Hannahs Geschichte vom erwachsen werden erzählt. Hannah muss sich ihre Freiheit und ihre Freiräume etwas mehr erkämpfen als andere Jugendliche in ihrem Alter, da von ihren Eltern einfach erwartet wird, dass sie mit anpackt. Der Leser erfährt so ganz viel über das Leben auf einem Bauernhof und nebenbei gibt es ganz viele Bauernregeln, die die Autorin mit einfließen lässt.

Michaela Holzinger erzählt aus Hannahs Sicht wie es sich anfühlt, das erste mal zu lieben, es gibt Streit und Probleme mit der besten Freundin, mit den Eltern, mit dem Bruder und mit eifersüchtigen Mitstreiterinnen. Teilweise fand ich diese Streitereien etwas zu albern für eine 16 jährige Protagonistin. Ich glaube, dass die Jugendlichen in diesem Alter etwas reifer sind als Hannah und sich darum auch nicht mit ihr identifizieren können, da sie einfach noch sehr kindisch ist. Der Streit mit Jelly und das geheim halten der Liebe zu Finn war für mich nicht wirklich nachvollziehbar und relativ albern.
Das Buch machte auf mich zunächst den Eindruck mystisch oder unheimlich angehaucht zu sein, weil gleich auf der ersten Seite von Moorhexen am Felsen die Rede ist. Ich hatte erst die Vermutung, dass etwas Schlimmes passiert, dort wo Hannah immer ins Wasser springt und sich frei fühlt. Was es mit den Moorhexen tatsächlich auf sich hat klärt sich im Laufe der Story auf und ich finde, dass Fr. Holzinger das sehr gut eingebaut hat. Es ist ein wichtiger Teil der Geschichte, der mir gut gefallen hat, wenn auch ganz anders als ich zunächst vermutet habe.

Hannahs Beziehung zu Raphael spielt ebenfalls eine große Rolle und sie ist sehr authentisch dargestellt. Raphael ist älter als Hannah und er zieht sich nach dem Anfall immer mehr in seine eigene Welt zurück. Er trinkt zu viel Alkohol und er verändert sich. Er ist teilweise wie ausgewechselt, aggressiv und abweisend. Hannah kommt nicht mehr an ihn heran.
Und dann ist da Hannahs Beziehung zu Jelly. Sie ist das Gegenteil von Hannah, sie ist selbstbewusst und mutig und sie unterstütz Hannah dabei sich gegen ihre Eltern durchzusetzen, mutig zu sein und sich etwas zu trauen. Jelly ist eine Figur im Buch mit der ich sehr schnell warm geworden bin.
Nicht so toll fand ich dann wieder Jellys Geheimnis, das viel zu offensichtlich ist und für den Leser nichts Spannendes bietet.

In Funkensommer geht es aber auch um Themen wie Alkohol und Drogen. Ein wichtiges Thema für Jugendliche und die Autorin schafft es gut auf die Folgen und Gefahren einzugehen.
Das Ende hat mir dann wieder nicht so gut gefallen, zu schnell und zu einfach hat sich alles aufgeklärt. Da hätte man meiner Meinung nach mehr raus machen können.

Fazit: Ein Sommerbuch für junge Jugendliche, die sich wirklich das erste Mal mit den Themen Liebe, Streit und Alkohol auseinandersetzen.

3 Sterne

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10.124 Bibliotheken, 109 Leser, 11 Gruppen, 558 Rezensionen

erotik, liebe, sex, bdsm, ana

Shades of Grey - Geheimes Verlangen

E. L. James , Andrea Brandl , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.07.2012
ISBN 9783442478958
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Rezension PiMi:

Man kommt diese Tage einfach nicht an diesem Buch vorbei. Und wie viele andere Leser auch hat meine Neugier gesiegt und ich habe Shades of Grey gelesen, Ich habe mich mit diesem Buch auf absolutes Genre-Neuland begeben. Und auch ich bin mit einer Menge Vorurteilen an das Buch gegangen. Man hat ja so einiges im Vorfeld gelesen und gehört. Zum Beispiel der Twilight Vergleich. Ja, ich fand, dass zu Beginn der Story ein ganz kleines bisschen Bella und Edward im Raum standen. Er, super sexy, unnahbar, erfolgreich, jung, gutaussehend und etwas angsteinflößend, nimmt sich was er will, wann er will. Sie, unerfahren, jung, Studentin und von sich selbst nicht sehr überzeugt wird von ihm magisch angezogen. Es gibt sogar identische Szenen wie z.B. die, in der er wie aus dem nichts auftaucht um Sie vor aufdringlichen Typen zu retten.
Ein paar Szenen habe mich aber auch ganz stark an Pretty Woman erinnert, z.B. die Frühstücksszene in der er einfach alles bestellt, weil er nicht wusste was sie gerne mag. Oder als sie ihn fragt, ob die Leute eigentlich immer das machen, was er will.
Als es dann aber wirklich los geht waren Bella und Edward und auch Vivian und Edward total verschwunden und Christian Grey und Anastasia Steele sind eigenständige Charaktere. Auch wenn er ihr teure Geschenke macht, hat der Rest der Story nichts mehr mit Pretty Woman und schon gar nicht mehr mit dem prüden Twilight zu tun.

Aber nun zum Wesentlichen, wie hat es mir gefallen?

Dieses Buch war etwas komplett anderes, als das was sonst so auf meiner Leselotte landet. Und ich muss sagen, dass es mir ziemlich gut gefallen hat. Wenn man zu Shades of Grey greift, dann sollte man sich nicht über die etwas härteren Szenen aufregen oder gar wundern das nicht nur ein bisschen geknutscht wird. Ich war auf BDSM eingestellt und wusste, dass es heiß und auch etwas härter werden wird.
Und so war es auch. Nicht nur, dass viel und oft „gepiept“ wird (sorry, mein Blog soll auch weiterhin für alle Altersgruppen zugänglich sein ), es geht auch häufig an die Grenzen dessen was wir als „normalen“ empfinden.

Ich habe mich das ein oder andere Mal wirklich geekelt und ich war oft ebenso überrumpelt von Mr. Greys Vorlieben wie Ana. Aber ich war auch genauso neugierig wie Ana und ich kann ihr handeln, zumindest die meiste Zeit, gut nachvollziehen. Christian Grey ist heiß keine Frage, aber er ist auch seltsam und undurchschaubar, ja teilweise sogar etwas gruselig. Er ist mir suspekt und der Leser erfährt im ersten Teil der Trilogie auch nur ansatzweise was für eine schlimme Vergangenheit der selbstbewusste Unternehmer hat und was ihn zu einem solchen Verhalten treibt.

Seine Neigungen sind nichts für jedermann, er mag den Part des Dom und er mag es wenn Ana seine Sub ist. Dafür legt er ihr sogar einen Vertrag vor, der die Rahmenbedingungen abstecken soll. Es wird nichts gemacht, was ein Vertragspartner nicht will, es gibt Softlimits, Hardlimits und Safewords.

Manche Szenen waren für mich too much und ich wäre an Anas Stelle wahrscheinlich schreiend davon gelaufen, aber das allermeiste war wirklich OK und passt absolut zum Genre und zu den Charakteren.

Das Buch ist aus Anas Sicht geschrieben, was ich total super finde, denn Ana ist wie viele Leser völlig überfordert mit der Situation. Sie will Grey, weiß aber nicht was sie von seinen Vorlieben halten soll. Einige Dinge gingen mir tierisch auf die Nerven, z.B. das Thema Essen, Greys Kontrollwahn und auch Anas „innere Göttin“.
Ich kann total verstehen, was die Leute an diesem Buch hassen. Ich kann aber auf der anderen Seite auch verstehen was die ganzen Fans an diesem Buch fasziniert.
Und ich, ja ich gehöre zu denen, die das Buch mögen. Ich habe gelacht, z.B. über Subs R´Us und über den Email Austausch zwischen Christian und Ana, ich habe mich über Grey und Ana geärgert und ich habe mich geekelt. Ich habe sogar ein paar Tränchen verdrückt und damit hatte ich ja so gar nicht gerechnet. Aber das Buch hat auch eine melancholische Seite. Kurz gesagt, ich habe Blut geleckt und mir gleich den 2.Teil Fifty Shades Darker auf meinen Kindle geladen.

Fazit: Nicht für jeden was und schon gar nicht für Leser unter 18 Jahren. Einiges hat mich genervt, aber das Meiste fand ich wirklich gut. Für alle, die mal etwas Neues ausprobieren wollen und nichts gegen ein paar heiße Szenen haben.

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826 Bibliotheken, 22 Leser, 3 Gruppen, 97 Rezensionen

roadtrip, liebe, usa, tod, amerika

Amy on the summer road

Morgan Matson , Franka Reinhart
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei cbj, 09.04.2012
ISBN 9783570401323
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension PiMi:

Nach dem Tod von Amys Vater zieht ihre Familie, die noch aus ihrer Mutter und ihrem Zwillingsbruder Charlie besteht, von Kalifornien nach Connecticut. Amy bleibt ein paar Monate alleine da, sie das Schuljahr in Kalifornien noch beenden soll und dann mit dem Auto ihrer Mutter nachkommen. Da sie mit dem autofahren seit dem Tod ihres Vaters ein Problem hat, organisiert ihre Mutter einen Fahrer. Ein Junge namens Roger, den Amy aus Kindertagen kennt, ihn dann aber aus den Augen verloren hat. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und versuchen das Beste aus der langen Reise im Auto zu machen. Kurzerhand ändern sie die von Amys Mutter vorgeschriebene und ziemlich langweilige Route und gehen auf einen unvergesslichen Roadtrip durch die Staaten.

Titel und Cover versprechen einen Sommerschmöker wie ich ihn mag und die Autorin trifft mit ihrem Roman genau meinen Geschmack. Das Buch erinnert mich ganz stark an das Alternate Reality Game „Finding Becca“ zum Buch Whisper Island welches ich sehr geliebt habe. Denn obwohl die Storys total verschieden sind kommt man hier, wie dort der Protagonistin näher in dem man in ihrem Tagebuch schmökert, sich ihre Fotos ansieht, Notizen, Playlisten, Quittungen und Zeichnungen bewundert. Das Buch ist neben der Geschichte vollgepackt mit Scrapbooking-elementen die wunderbar die Gedanken und Sichtweisen von Amy darstellen. Ich fand das total niedlich und es zeigt wie viel Herzblut und Liebe zum Detail in diesem Buch steckt.
Auch der Plot ist nicht zu verachten. Amys Beziehung zu ihrem Bruder Charlie spielt eine ebenso große Rolle wie ihre Gefühle für Roger und der Umgang mit der Trauer um ihren Vater. Es geht um Mut, um Freundschaft und ums erwachsen werden. Ich habe Amys Mut bewundert sich auch einmal etwas zu trauen, einmal gegen den Willen ihrer Mutter etwas zu machen, da sie sonst immer der „brave Zwilling“ war und ihr Bruder Charlie der Aufsässige.

Ich habe die literarische Reise durch die USA gemeinsam mit Amy und Roger sehr genossen und ich werde die beiden Hauptfiguren wirklich vermissen. Zwei sympathische Jugendliche die so lebensecht gezeichnet sind, dass man das Gefühl bekommt es wären reale Personen die die Autorin in das Buch gemogelt hat. Auch die Schauplätze hatte ich durch die Worte und Fotos immer vor meinem Auge und von mir aus hätte dieser Roadtrip ruhig noch ein bisschen länger dauern können.
Wäre das schön, wenn die Autorin noch weitere Bücher in dieser Richtung schreibt und uns vielleicht in ein anderes Land mitnimmt, z.B. nach Asien oder Australien.
Ich wäre eine der Ersten die dieses Buch kaufen würden.

Fazit: Lesen und genießen und von einem Sommer in den Staaten träumen. Ein richtig gutes Jugendbuch, das ich gerne weiterempfehle.

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