Leserpreis 2018

Pialalamas Bibliothek

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Am See

Bianca Bellová , Mirko Kraetsch
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 12.02.2018
ISBN 9783036957784
Genre: Romane

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154 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Die Tyrannei des Schmetterlings

Frank Schätzing
Fester Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 24.04.2018
ISBN 9783462050844
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie auch schon in anderen Romanen von Schätzing beginnt dieses Buch mit einer Art Epilog, der schon ab der ersten Seite für mächtig Spannung sorgt. Und auch sprachlich bieten diese ersten Seiten dem Leser wirklich etwas Großartiges. Schätzing bildet wunderbare Sätze und verleiht dem Buch damit einen ganz besonderen Charakter, den ich gar nicht richtig in Worte verpacken kann. Und so sehr mir diese Sprache auf den ersten zweihundert Seiten sehr gut gefallen hat, für so anstrengend habe ich sie im weiteren Verlauf der Geschichte empfunden. In einigen Abschnitten lenkten mich all diese ausschmückenden Adjektive zu sehr von den eigentlichen Geschehnissen ab, an anderen konnte ich den Gedankengängen nicht mehr richtig folgen. Teilweise wirkten die Worte zwar sehr geistreich, aber wenn ich mir genauer darüber Gedanken gemacht habe, wusste ich nicht mehr, was all das eigentlich zum Ausdruck bringen soll. Mit der Spannung verlief es ähnlich. Anfangs noch voller Spannung auf die Entwicklung des Szenarios und die Frage nach dem Bösen, stellte sich für mich immer mehr heraus, dass die Story kein neues, großes Meisterwerk mit unglaublichem Ideenreichtum sein wird, sondern einfach nur ein weiteres Standard-Szenario, wenn Menschen sich über K.I.s und deren Auswirkungen Gedanken machen. Das Thema von künstlicher Intelligenz und damit verbundene mögliche Gefahren sind in der Welt der Bücher und Filme nichts Neues. Daher machte sich in mir eine gewisse Enttäuschung breit. Auch wenn einige Elemente in Schätzings Buch zumindest in Zusammenhang mit K.I.s neu sind und mir auch an sich gefallen hat, welche Zukunft Schätzing sich hier ausgedacht hat, habe ich insgesamt doch mehr erwartet. Schon öfters habe ich erwähnt, dass mich vor allem diese raue Grausamkeit in Schätzings Büchern, die selbst vor Hauptcharakteren keinen Halt macht, besonders begeistern konnte. Hier findet sich davon wenig wieder.  Doch die Spannung blieb nicht komplett weg. Zwischendurch gab es durchaus spannende Szenen, die jedoch eben noch etwas mehr Chaos mit sich hätten bringen können. Und obwohl ich in einigen Dingen enttäuscht bin, hat mir das Buch insgesamt gefallen. Besonders das Ende fand ich sehr interessant gestaltet und auch der Gedankenanstoß über mögliche K.I. Zukunfts-Szenarien ist, trotz eines nicht ganz neuen Themas, immer wieder interessant. Und gerade jetzt, in der Zeit von Smart-Homes, mit Smart Speaker wie Amazon Echo, neuartigen Robotern und der immer weiterschreitenden Wissenschaft, ist solch ein Gedankenanstoß umso wichtiger.



Die Antwort auf die Frage nach dem Bösewicht war in meinen Augen übrigens sehr vorhersehbar und erinnerte mich an diverse Filme. Schade ich hätte mir wirklich eine große Überraschung gewünscht.


Fazit :Leider hat sich Schätzings Science-Fiction Roman für mich eher als Enttäuschung herausgestellt. Zumindest wenn ich an seine vorherigen Bücher denke. Die Entwicklung des Szenarios stellt keine neue grandiose Idee dar und insgesamt hätte ich mir einfach mehr als nur einen großartigen Sprachstil erwartet. Dennoch würde ich trotz einiger Enttäuschungen insgesamt sagen, dass mir das Buch mit seinen Gedankenanstößen gefallen hat.

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Liebe geht immer

Myriam Klatt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 09.03.2018
ISBN 9783746633930
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als ich die letzte Seite erreicht und dann das Buch geschlossen habe, ging mir nur ein Wort im Kopf herum: Herzensbuch. Ich habe schon lange nicht mehr so viel gekichert und gelacht, wenn ich ein Buch gelesen habe. Es ist einfach herrlich amüsant geschrieben! Viele der auftretenden Figuren zeichnen sich durch ihren ganz eigenen, besonderen Charakter aus, was sich besonders in der Dialogen wiederspiegelt. Egal ob der ehrgeizige Chef mit einer etwas verrückten Ader, die Astrologie-liebende Freundin oder der suspekte Guru. In diesem Buch ist so einiges los, ohne das es jedoch zu überladen wirkt! Eine meiner Lieblingsfiguren, wenn man es denn so nennen möchte, war der namenlose Kater mit tausend Namen. Sollte ich jemals eine Katze haben, werde ich das genauso handhaben wie Charlotte!


Und was mir besonders wichtig zu Erwähnen ist, ist die Message, die dem Leser in diesem Buch mitgegeben wird. Selbstliebe. Und zwar nicht auf diese pseudo-spirituelle Art, sondern auf die direkte, vernünftige und ehrliche Art. Diese Message wird uns nicht nur durch die Story an sich übermittelt, sondern auch durch die kleinen Listen „Dr. Hagenbecks Selbsthilfe-Tipps“. Sie stellen zwar „nur“ Ausschnitte aus Charlottes Buch-Geschenk dar, aber sie sind trotzdem nicht ganz unwahr. Besonders die letzte Seite, die letzten drei Tipps, finde ich wichtig. Für mich verdeutlichten diese Tipps, dass viele Menschen mit Selbstzweifeln kämpfen, gerade in unser heutigen von Medien und sozialen Netzwerken dominierten Welt. Und genau deshalb ist dieses Buch so wichtig. Und weil ich mich an manchen Stellen eben auch mit Charlotte identifizieren konnte, ist dieses Buch zu einem Herzensbuch geworden.


Fazit: Herrlich amüsant geschrieben, tolle Charaktere und eine wichtige Nachricht an die Leser und Leserinnen! Für mich ein Herzensbuch!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

bedrohte tierarten, gedichte, massenaussterben

Dodos auf der Flucht

Mikael Vogel , Brian R. Williams
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus Berlin, 01.02.2018
ISBN 9783945832264
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Mikael Vogel erzählt in seinem Gedichtband die Geschichte von ausgestorbenen und vom Aussterben bedrohten Tierarten. Seine Gedichte stecken voller interessanter, aber auch bedrückender Informationen. Gleich zu Beginn wird einem klar: Das hier ist nicht nur die Geschichte dieser Tiere, sondern auch die der Menschen. Und tatsächlich wird parallel zum "Untergang" der vielen Arten in gewisser Weise der Aufstieg des Menschen skizziert. Einige Sätze machten mich wütend. Schockierten mich und machten mich auch traurig. Natürlich war dem Menschen nicht immer bewusst, was er da mit seinem Einzug auf fremde Inseln anrichtet, aber manchmal - leider viel zu häufig - war der Mensch eben auch mit seinem vollem Bewusstsein dafür verantwortlich, dass Tierarten plötzlich nicht mehr vorhanden waren. Ausradiert. "Wie ist es der Allerletzte zu sein [...]" steht da in einem Gedicht. Und irgendwie ging mir dieser Satz nicht mehr aus dem Kopf. Noch bedrückender fand ich das passenderweise als "Totempfahl" bezeichnete Inhaltsverzeichnis. Jedem Tier ein Gedicht. Manchmal auch mehr. Manchmal eine ganze Seite, manchmal nur ein Wort. Auf 194 Seiten.


Die Poesie und das Wissen, dass in den Texten steckt, sind meiner Meinung nach sehr gut ausgewogen. Es wird vor allem mit den Farben und den Tier-Lauten gespielt, und auch einige der Artennamen sind an sich schon wunderschön zu lesen. Bis man ihre Geschichte hört. Ich selbst konnte zu Beginn gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Irgendwie war ich plötzlich ganz gebannt von all den Schicksalen. Ein Name nach dem Anderen. Ein Tod folgte dem nächsten.


Auf den letzten Seiten befinden sich die Sonargramme, ein weiterer interessanten Einblick in die Welt der Aussterbende Tiere, diesmal ohne Lyrik, aber nicht weniger schön geschrieben. Zudem sind sie mehr auf wenige Beispiele konzentriert und geben auch einen kleinen Einblick in den Schreib- und Recherche-Prozess von Vogel.


Fazit Mir selbst hat dieser Gedichtband sehr gut gefallen und ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch in jedes Bücherregal gehört. Ganz unabhängig von den schönen Gedichten, ist es doch auch ein sehr wichtiges Thema! Vogel schafft es, die nötigen Informationen mit der nötigen Portion Lyrik zu vereinen und damit den Leser zu bannen.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

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Bewahren Sie Ruhe

Maile Meloy , Anna-Christin Kramer , Jenny Merling
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 12.03.2018
ISBN 9783036957760
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin mir noch immer nicht recht sicher, was ich hiervon halten soll. Obwohl mich dieses Buch an sich gefesselt hat, hat mir trotzdem die große Spannung gefehlt. In dem Moment des Verschwindens der Kinder, war ich zwar selbst etwas nervös und habe kurz mitgefiebert, aber im Verlauf der Geschichte wurde dieses Gefühl, die Kinder vor der grausamen Welt beschützen zu müssen, immer geringer. Ich hatte ab einem gewissen Punkt -der leider schon viel zu früh kam – nie so richtig das Gefühl, dass das Leben der Kinder tatsächlich bedroht ist. Hier hätte die Autorin definitiv noch viel mehr an Spannung rausholen können. Ein weiterer Punkt der mich ein bisschen irritiert hat, war das groß aufgebauschte Thema á la Amerika rettet uns alle. Amerika ist toll. Amerikaner sind überlegen. Auch hier hätte noch einiges mehr passieren können. Es gab in meinen Augen nie eine Situation, wo ich das Gefühl hatte, dass hier wirklich jemand als Amerikaner ein Vorteil hat, weil er eben Amerikaner ist. Aber trotzdem haben die Protagonisten ständig solche Gedanken gehabt. Warum hat Meloy hier nicht richtig auf den Putz gehauen? Wenn sie dieses Thema schon einbaut, dann hätte sie diese Unterschiede doch deutlicher hervorheben können. Und auch der Schluss hat mich etwas enttäuscht. Das Buch hätte gut 50 Seiten kurzer sein können, denn das „Ende“ zieht sich einfach sehr dahin und vieles hätte meiner Meinung nach nicht erwähnt werden müssen. So kommt in dem Buch zum Beispiel eine Polizistin vor, allerdings eher im Hintergrund, und plötzlich wird ihr ein Kapitel mit so gut wie keiner Aussage gewidmet.



Fazit: Auch wenn es hier einige Punkte gab, die mich gestört haben und ich das Ende als zu lang empfand, gab es in dem Buch etwas, dass mich in seinem Bann gezogen hat. Es hat mir gefallen, aber meine hohen Erwartungen wurden eindeutig enttäuscht und ich kann mich auch den Lobeshymnen der Pressestimmen auf der ersten Seite nicht unbedingt anschließen. Nett für Zwischendurch, aber auch nicht mehr.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Die Unzertrennlichen

Stuart Nadler , Andreas Reimann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462049886
Genre: Romane

Rezension:

Könnt ihr euch vorstellen, dass ich während den ersten paar Seiten geglaubt habe, dass das Buch von einer Frau geschrieben wurde? Dieser mit humorvollen Sätzen durchspickter Roman, erzählt so ergreifend von den momentanen Lebenssituationen dieser Frauen, dass ich aus irgendeinem Grund nicht das Gefühl hatte, dass hier ein Mann am Werk war. Chapeau, an Herrn Nadler, für seine wundervoll geschriebenen Worte!


„Als Spencer um Oona geworben hatte,  hatte er dies mit der zurückhaltenden Nonchalance eines Menschen getan, der darauf wartet, dass ein Ladenbesitzer mit der Sommerhose in der gewünschten Größe aus dem Lagerraum hinter der Theke zurückkehrte […]“

S. 139


Im Gegensatz zu den Generationsgeschichten die ich bisher gelesen habe, geht es in diesem Buch ausnahmsweise mal nicht um das Zusammenleben von Personen unterschiedlichen Alters und den damit zusammenhängenden Problemen, sondern es geht um die Einzelperson. Hier steht die persönliche Entwicklung im Vordergrund und wie sich das Leben verändert hat. Die Großmutter, die nun im Alter alleine dasteht und auf ihr Leben zurückblickt; die Mutter, die auch alleine dasteht, sich aber noch Entscheiden kann, welches Leben sie weiterhin führen möchte und die Tochter, die mitten in ihrer Jugend feststellen muss, wie gemein und ungerecht das Leben sein kann. Von diesen drei Leben, hat mich vor allem Lydias Geschichte sehr mitgenommen. Nadler hat mit seinen Worten ein Mitgefühl in mir vorgerufen, dass ich nicht näher beschreiben kann. Eine 15-jährige, die offen und laut zu ihren Eltern sagt: „Mir geht es nicht gut!“ und trotzdem irgendwie ganz alleine dasteht. Verraten von einem Jungen, von dem sie dachte dass er sie liebt. Was dieses Mitgefühl verstärkt hat, war auch, dass ich selbst der Meinung war, dass Oona, Lydias Mutter, irgendwie viel zu locker mit dieser Situation umgeht. Anstatt ihre Tochter voll und ganz zu unterstützen, beschäftigt sie sich lieber mit ihrer eigenen Situation. Ganz im Gegensatz zu Lydias Vater. Das war übrigens ein Punkt, denn ich erfrischenderweise sehr gut fand! Auch wenn der Vater auf den ersten Blick nicht als ideal erscheint, ist er doch ein guter und liebender Vater. Ich hab genug von der eingerosteten Ansicht von perfekten Müttern und schlechten Vätern. Es geht auch andersrum, und das zeigt hier Nadler. Auch wenn die Reaktion des Vaters hier zeigt, dass das absolut keine schöne Situation ist, hätte ich mir gewünscht, dass auf das Thema mehr eingegangen wird. Es hätte in Bezug auf diesen Punkt ruhig etwas mehr Drama geben können, mit deutlichen mehr Teilnahme von Mutter und Großmutter.


Neben der persönlichen Entwicklung wird auch das Thema Sexualität und Frauen im Buch aufgenommen. Hier muss ich jedoch sagen, dass dieses Thema an den meisten Stellen für mich zu sehr gewollt gewirkt hat. So, als müsse man in dieser Zeit, in der beide Themen auf der ganzen Welt in aller Munde sind, unbedingt auch noch mit reinquetschen. Es gab zwar auch durchaus Momente, wo es nicht deplatziert gewirkt hat, aber das Gegenteil davon ist mir eben deutlich mehr aufgefallen. Zwischendurch hat mich das ganz schön durcheinander gebracht: Gefällt es mir, dass das Thema angesprochen wird? Gefällt es mir nicht? Ich weiß es nicht… Daher fällt das ganze für mich auch nicht allzu schwer ins Gewicht.


Fazit Stuart Nadler hat hier einen tollen, humorvollen und ergreifenden Roman über die die Entwicklung dreier Frauen geschrieben, die sich alle an verschiedenen Punkten ihres Lebens befinden. Nadlers wundervollen Worte haben mich mit diesen Damen mitfühlen lassen und mir gezeigt: Auch ein Mann kann gut über Frauen schreiben! Trotzdem gibt es auch ein, zwei Schwächen, die sich zum einen durch das etwas deplatziert wirkende Einbringen vom Thema Sexualität zeigt und zum anderen durch die zu kurz gekommene Auseinandersetzung mit Lydias Problem. Und dennoch: Ich muss euch dieses Buch wirklich empfehlen!


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247 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 9 Rezensionen

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Kolyma

Tom R. Smith ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.08.2010
ISBN 9783442472352
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Da ich den Thriller direkt im Anschluss an seinen Vorgänger gelesen habe, waren die Erwartungen sehr hoch. Und auch wenn „Kolyma“ meiner Meinung nach nicht unbedingt genauso grandios war, hat es mir dennoch gut gefallen. Während „Kind 44“ vor allem durch seine grausamen Schilderungen Spannung erzeugt und die Emotionen des Lesers mitnimmt, ist es in diesem zweiten Teil deutlich ruhiger geworden. Das ist jedoch keinesfalls negativ, sondern unterstütz das neue Bild, das nun vom Staat herrschen soll. Und hier wären wir schon bei einem weiteren Punkt, der etwas eingeschränkter wirkte: Die Darstellung der Politik. Zwar nimmt sie wieder einen großen und wichtigen Teil ein, dennoch steht die Kritik am System nicht mehr so sehr im Mittelpunkt. Diesmal geht es tatsächlich viel mehr um den aktuellen „Fall“, wenn man es so nennen möchte, und die persönliche Entwicklung von Leo Demidow und seiner Familie. Es zeigt die Schwierigkeiten auf, die der Systemwandel, aber auch Leos ehemaliger Beruf nun mit sich bringen. Meine Emotionen wurde hier nicht von Hass und Schockiertheit beeinflusst, sondern von der Ungerechtigkeit und Hoffnungslosigkeit. Es war tatsächlich das erste Buch, dass mir die Tränen in die Augen getrieben hat.


Leider verliert sich der rote Faden ein bisschen. Ein Wort: „Kolyma“ als Titel, ruft in mir die Erwartung hervor, dass dieser Ort einen wichtigen und großen Teil im Buch einnehmen wird. Doch in Kolyma angekommen, geht es schon viel zu schnell wieder zur Sache. Ich hätte gerne mehr davon gelesen, wie es sein kann, dass dieses Gefangenenlager so berüchtigt geworden ist.  Die Ereignisse überschlagen sich, und so schnell wie wir angekommen sind, so schnell sind wir auch schon wieder draußen. In der zweiten Hälfte des Buches, machen wir einen gewaltigen Zeitsprung und sind dann auch schon an einem komplett neuen Ort. Hier hat Smith meiner Meinung nach zu viel des Guten getan. Ich bin nicht abgeneigt zu sagen, dass sich hier schon fast ein neuer Handlungsstrang auftut, den man besser in eine eigene Geschichte gepackt hätte. Beiden Hälften hätte mehr Fülle gut getan und weniger von diesen schnell aufeinanderfolgenden Szenen.  Ich möchte noch erwähnen, dass meiner Meinung nach hier der deutsche Titel die Ursache für das Problem ist. Hätte man den englischen Titel „The secret speech“ übernommen, wäre mein Fokus nicht so sehr auf dem Straflager gelegen. Durch den Originaltitel gerät tatsächlich die Rede Chruschtschows in den Mittelpunkt und die damit verbundenen Folgen. Damit würde die zweite Hälfte des Buches auch weniger wie eine eigene Handlung wirken.


„So fanatisch, wie er einst dem Kommunismus gehuldigt hatte, so fanatisch huldigte er jetzt seiner Familie. Seine Vision von Utopia war kleiner und weniger abstrakt geworden, jetzt umfasste sie nur noch vier Menschen und nicht mehr die ganze Welt. Aber erreichbarer geworden war sie dadurch nicht.“

Seite 82


Wortgewandt und mit vielen interessanten Hintergrundinfos zu Geschichtlichem, konnte mich  Smiths Schreibstil auch hier erneut überzeugen. Teilweise sind seine Beschreibungen sehr cinnematisch, aber nicht auf eine übertriebene Art und Weise. Es wirkte nicht zu sehr gewollt, sondern einfach passend. Etwas das mir hingegen ein wenig negativer aufgefallen ist, war die Vorhersehbarkeit in Bezug auf eine bestimmte Sache, die ich hier aus Spoiler-Gründen nicht genauer erläutern werden. In diesem Moment, war ich doch etwas enttäuscht, denn ich hätte mehr Cleverness von Smith erwartet. Man hätte genügend Möglichkeiten gehabt, diese Vorhersehbarkeit abzuwenden und durch einen tollen Überraschungseffekt zu ersetzen.


Fazit  Mit seinem Vorgänger kann „Kolyma“ nicht unbedingt mithalten, aber gefallen hat mir das Buch trotzdem gut. Dem Buch hätte etwas mehr inhaltliche Fülle sicherlich gut getan und an manchen Stellen hätte ich mehr Cleverness erwartet, dennoch empfand ich hier viel Spannung. Von der Brutalität des ersten Bandes ist nicht mehr all zu viel zu spüren, doch in Anbetracht an den Systemwandel und der neuen Ordnung die hier Herrschen soll, ist das auch irgendwie passend. Positiv aufgefallen sind mir vor allem die Wortgewandtheit und die cinnematisch beschriebenen Passagen.


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(56)

138 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Kind 44

Tom Rob Smith , Armin Gontermann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.05.2015
ISBN 9783442481859
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ich das Buch gekauft hatte, sagte eine Freundin zu mir:“ Das ist wirklich richtig gut, aber die beschriebenen Dinge sind echt heftig!“. Als begeisterte Thriller-Leserin, denkt man sich da nicht wirklich viel. Ich lese ständig schlimme, grauenvolle und groteske Sachen. Aber das hier war etwas anderes. Schon auf den ersten Seiten wird man mit der Grausamkeit und Brutalität konfrontiert, die sich durch das gesamte Buch zieht. Allem voran Gewalt gegen Kinder. Gewalt gegen Unschuldige ist immer grausam. Gewalt gegen Kinder, noch grausamer. Das war das erste Mal, dass ich bei einem Buch wirklich schlucken musste. Schockiert war ich schon oft. Aber wegschauen musste ich noch nie.
Zu der Schockiertheit gesellt sich auch noch ein Gefühl von Fassungslosigkeit. Wie bereits erwähnt, befindet wir uns zur Zeit Stalins in de Sowjetunion. Während dem Lesen habe ich mich hunderte Mal gefragt, was das Ziel eines solchen Staates ist, der offensichtlich nicht versucht sein Volk zu schützen, sondern einzig und allein darauf aus ist, das Ansehen des Staatsapparates zu wahren. Wozu das Ganze? Vor wem will der Staat gut dastehen, wenn er doch alle ängstigt? Aber ja, das ist eine alte Diskussion und in der Geschichte leider viel zu häufig vertreten.

„Nichts ist störrischer als die Wahrheit. Deshalb hasst ihr sie so. Sie beleidigt euch. Deshalb kann ich euch zur Weißglut bringen, indem ich einfach nur sage: Ich, Anatoli Tarasowitsch Brodsky, bin Tierarzt. Meine Unschuld beleidigt euch, weil ihr wollt, dass ich schuldig bin. Und ihr wollt, dass ich schuldig bin, weil ihr mich verhaftet habt.“

Seite 104

Die Geschichte entwickelt sich schnell zu einer spannenden Jagd auf Leben und Tod. Die offensichtliche Mordserie wird als Hirngespinst abgetan und verdeutlicht damit das falsche Handeln der Polizei. Überhaupt stand für mich viel mehr die Gerechtigkeit in Bezug auf den Staat und das Verhalten der Polizei im Mittelpunkt, als die Gerechtigkeit in Bezug auf Mörder un Opfer. Natürlich will man auch, dass der Täter geschnappt wird, aber vor allem möchte man dieser scheinbar nie endenden Grausamkeit des Staates den Strick um den Hals legen. Die Rolle des Leo Demidow ist geschickt gewählt: Ein Agent, der dem Staat treu ist und Gewalt gegen das Volk mit seinen aufgesetzten Regeln vereinbart. Doch plötzlich steht er auf der anderen Seite und erkennt seine unverzeihliche Schuld. Er sieht die Wahrheit: Das Volk liebt ihn nicht, es hasst ihn. Das Volk wird hier stückweise auch durch seine Frau verkörpert.

Auch wenn für mich wie gesagt der Schwerpunkt auf der Situation des Staates lag, war natürlich auch die Mordserie, in meinen Augen als Mittel zum Zweck, sehr gut gestaltet. Zwar kann man als aufmerksamer Leser schnell einen Teil der Lösung erahnen, aber ein kleines Detail ist auch mir bis zum Schluss verborgen geblieben. Zwar fand ich dieses Detail etwas unnötig, aber eher im neutralen Sinn.  Letzten Endes kann ich von der gesamten Story sagen, dass sie mir sehr gut gefallen hat!

Fazit: Eine spannende, eindrucksvolle Story, welche jedoch mit ihren Grausamen Schilderungen einem an die Nieren gehen kann. Für mich hat sich das Buch zu einem richtigen Pageturner entwickelt, der neben dem Aspekt der Unterhaltung auch viel zum Nachdenken angeregt hat. Ein Top-Thriller!

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233 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Die Glasbücher der Traumfresser

Gordon Dahlquist , Bernhard Kempen ,
Flexibler Einband: 924 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 10.08.2009
ISBN 9783442372744
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Roman ist mit seinen 925 Seiten nicht gerade kurz und bietet daher sehr viel Platz für sehr viele Namen. Bis zur letzten Seite war ich mich noch nicht über alle Verhältnisse ganz klar, was ich jedoch nicht als allzu tragisch empfinde. Das Buch ist in 10 Kapitel unterteilt, wobei jedes Kapitel einer der Hauptpersonen zugeteilt ist. Diese Aufteilung führt an manchen Stellen dazu, dass einige Szenen wiederholt, aber aus anderer Sichtweise stattfinden. Mir persönlich hat das sehr gefallen. So kommt es zum Beispiel vor, dass ein Schussgeräusch von einer Person wahrgenommen, aber nicht genauer beschrieben wird. Aus einer anderen Sicht erfährt man dann, was es mit diesem Schuss auf sich hatte und wie es überhaupt zu dieser Situation kam. Durch dieses Stilmittel konnte – nicht zuletzt wegen Irreführung –  eine große Spannung aufgebaut werden, die sich durch fast das ganze Buch gezogen hat. Nur der Schluss hätte für meiner Meinung nach etwas weniger gedehnt sein dürfen.

Die Atmosphäre, die Dahlquist hier erschaffen hat, ist ein Gemisch aus Gothic Novel und viktorianischem Stil. Die Welt aufgeladen von Gelüsten, Träumen und alchemistischer Wissenschaft, die ich mir stets trüb-grau und grünlich schimmernd vorgestellt habe. Das Herzstück und der Hauptort des Geschehens ist die alte und riesige Villa Harschmort House. Hier durfte sich mein Herz über geheime Türen, Spiegel und Gemälde freuen, die perfekt zu der geheimnisvollen Verschwörung passen. Das Labyrinth dieses Hauses ergibt Zusammen mit dem Schreibstil aus verschiedenen Sichtweisen eine tolle Kulisse für die Ereignisse.

Der Schreibstil war an sich sehr angenehm zu lesen und Dahlquists Worte und Ideen haben wirklich meine Emotionen berührt. Sehr oft war ich einfach nur unglaublich wütend. Wütend auf dieses verdammte Pack, dass einfach nicht kleinzukriegen war. Wie Ungeziefer tauchte immer wieder ein anderes Mitglied der Verschwörung auf und auch wenn man weiß, dass sich am Ende höchstwahrscheinlich alles zum Guten wenden wird, leidet man doch mit den Qualen und der Hoffnungslosigkeit von Miss Temple, Kardinal Chang und Doktor Svenson mit. An einer Stelle musste ich wirklich einen Schrei loslassen, weil ich so mitgefiebert habe. Und Freunde, das macht für mich einen guten Schreibstil aus!

Eine Sache die mich beschäftigt hat, war  die Frage nach dem  großen „Wieso?“ hinter der ganzen Verschwörung und dem blauen Glas. Irgendwie ist das für meinen Geschmack nicht stark genug hervorgehoben worden. Ja es geht um Macht – das geht es immer-  aber Macht wozu? Was ist das endgültige Ziel der handelnden Personen gewesen? Wahrscheinlich geht es einfach um noch mehr Macht. Auch wenn die Antwort die Ereignisse wahrscheinlich nicht in einem anderen Licht dastehen lassen würde, hätte ich mir noch ein bisschen mehr Informationen zu der Idee aus Sicht der bösen Seite gewünscht.

Fazit: Gordon Dahlquist hat hier eine Kulisse ganz nach meinem Geschmack geschaffen. Geheimnisvoll, viktorianisch-gotisch und dunkel, mit ein bisschen Plüsch und Samt. Sowohl ein großes Maß an Spannung, als auch der Emotionen-ergreifende Schreibstil haben mir durchaus gefallen und den Roman – bis auf ein paar kleine Mängel – zu einer tollen Geschichte gemacht. Ich bin schon gespannt auf Teil 2!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Seven Deadly Sins 3

Suzuki Nakaba , Yvonne Gerstheimer
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2015
ISBN 9783551734730
Genre: Comics

Rezension:

Da ich bereits den Anime zu diesem Manga gesehen habe, weiß ich ja bereits was größtenteils passieren wird. Daher war ich aber auch ein bisschen vom dritten Teil enttäuscht: 


Da ich wie gesagt bereits den Anime und entsprechende Folge kenne, war ich sehr überrascht, das der Manga im Prinzip nur die Hälfte der Folge einnimmt und uns mit einem doofen Cliffhanger zurück lässt. Nicht etwa, weil es gerade total spannend geworden ist, sondern im Gegenteil: Weil nicht wirklich etwas passiert ist. Im vergleich zu Teil 1 und 2 passiert hier recht wenig. Dafür gibt es zahlreiche Ideenskizzen zu den Charakteren und am Ende noch einen "Zusatzmanga", der leider auch kaum zu wertvollen Informationen beiträgt. 


Und auch hier sind natürlich keine Seitenzahlen angegeben, obwohl im Kapitelverzeichnis darauf verwiesen wird. 


Wüsste ich nicht, wie gut die Serie ist, und ich daher Hoffnungen auf die weiteren Teile hätte, würde ich jetzt wahrscheinlich eine etwas schlechtere Bewertung abgeben... 


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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Seven Deadly Sins Doppelpack 1-2

Suzuki Nakaba , Yvonne Gerstheimer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.03.2017
ISBN 9783551712974
Genre: Comics

Rezension:

Die Story des Mangas kannte ich bereits aus dem Anime und von daher kann man sich auch schon denken, dass sie mir ganz gut gefallen hat – sonst hätte ich nicht mit den Mangas angefangen! Mir gefallen die Charaktere hier sehr gut, vor allem das kleine Schweinchen Hawk, dass immer den Überblick behält und als einziges …ähh… Schwein auch eine zivilisiertere Seite zeigt. Da es ja im japanischen Manga ganz normal ist, dass es hier auch eher unzivilisiert und anzüglich zugeht, finde ich den Kontrast durch das kleine Schwein sehr lustig. Doch mein Lieblingscharakter ist King, der zwar in diesen beiden Teilen noch nicht auftaucht, den ich aber natürlich schon aus der Serie kenne. Ich freue mich schon, wenn er endlich auf seinem Kissen angeflogen kommt und mit seiner Verliebtheit das ein oder andere Schmunzeln verursachen wird. Meliodas ist ein interessanter Charakter: Auf der einen Seite wirkt er sehr helden- und ehrenhaft, auf der anderen Seite haben wir einen kleinen Bubi, der gerne unter Röcke schaut und Brüste betatscht. Und dazwischen befindet sich noch ein bisschen Geheimniskrämerei! Alles in allem, gibt es bisher keinen Charakter der mir nicht zusagt, wobei aber auch noch nicht alle wirklich großartig sind. Zumindest wenn man nur vom Manga ausgeht.

Das Buch enthält viele Rückblenden, wodurch man zum einen die Vergangenheit einzelner Charaktere kennen lernt, aber auch wichtige Schlüsselereignisse, die später noch für die Story wichtig sind. Trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrund zu den Seven Deadly Sins gewünscht: Was haben sie verbrochen und warum haben sie sich getrennt? Die Dialoge finde ich bis auf einige wenige Ausnahmen, in denen sie etwas plump wirken, ganz gut. Ich hatte hier den Vorteil (zumindest in meinen Augen), dass ich mir durch die Serie die Stimmen bereits gut vorstellen konnte. Was mich etwas stört sind vielmehr einige unlogische Handlungen der „Gegner“. Sehr oft verraten diese ihre Strategie/Taktik, was in meinen Augen recht unglaubwürdig ist. Diese Offenbarungen wirken dann auch immer etwas hinein geschmissen und unpassend. Selbst wenn ich denke, dass meine Feinde gleich sterben werden, was für einen Grund hätte ich, ihnen meine Geheimnisse zu verraten?

Was ich bei der Ausgabe des Carlsen-Verlags vermisse, sind Seitenangaben. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber wenn das steht „Die Lösung findest du auf Seite soundso“*, dann wäre es auch nett, eine Seite soundso finden zu können. * Im Buch sind immer wieder kleine Interviews, Rätsel oder sonst was mit eingebaut.

Ich kann zwar im Moment keine Vergleiche zu anderen Mangas ziehen, aber dennoch kann ich sagen, dass mir der Zeichenstil hier gut gefällt. Ich finde es grundsätzlich faszinierend, wie talentiert Menschen zeichnen können und es schaffen, mit wenigen Strichen einer Person Gefühle und Charakter einzuzeichnen!

Ich persönlich würde euch den Manga weiterempfehlen, wenn ihr an sich nichts gegen Mangas habt. Das sag ich euch, als „unerfahrene“ Person, wobei  Unerfahrenheit ja nicht unbedingt was mit dem Eindruck an sich zu tun hat. Ich werde mir mit Sicherheit die weiteren Bänder zulegen und freue mich schon auf die weitere Reise von Elizabth, Hawk und den Seven Deadly Sins!

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Schneefall & Ein ganz normaler Tag

Simon Beckett , Andree Hesse , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290725
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die erste und längere Geschichte ist „Ein ganz normaler Tag“ und hat mir etwas besser gefallen als „Schneefall“. Das beginnt schon mit der Einleitung, in der der Leser scheinbar für einen kurzen Moment auf die Schippe genommen wird, was mich schon mal zum Schmunzeln gebracht hat. Die Geschichte ist in zwei Ebenen aufgeteilt: Zum einen befinden wir uns mit David Hunter auf einer Weihnachtsfeier bei Freunden. Hier hält er nach einer jungen Unbekannten ausschau und verhält sich auffallend wie ein verliebter Teenager. Was hinter der Geschichte wirklich steckt, wird einem erst am Ende klar und ich muss sagen, für einen Moment war ich wirklich berührt. Auf der anderen Ebene wird noch ein Todesfall eingeschoben, der aber nicht so intensiv behandelt wird, wie in den Romanen. Aber dadurch finde ich auch den Titel sehr passend: Hunter klärt den Fall im Prinzip ganz nebenbei, eben so, als wäre es das alltäglichste überhaupt.

„Schneefall“ ist mit 12 Seiten eine deutlich kürzere Geschichte und im Vergleich zur ersten auch nicht ganz so spektakulär. Auch hier wird wieder kein großes Tam-Tam um die gefundene Leiche veranstaltet. Im Vergleich zu den Romanen finde ich, dass die Fälle hier sehr nüchtern beschrieben und behandelt werde. Die Spannung die man aus den Romanen kennt, kann man hier nicht unbedingt erwarten, dafür sind die 12 Seiten einfach zu kurz. Dennoch, für eine kleine Kurzgeschichte finde ich auch diese Story gelungen.

Fazit Dieses kleine Büchlein birgt zwei Kurzgeschichten, die nicht auf der gewohnten großartigen Spannung von Becketts Romanen basiert. Dennoch finde ich dieses Buch lesenswert. Vor allem „Ein ganz normaler Tag“ ist eine Geschichte, die für den Leser am Ende noch eine schöne und zugleich rührende Überraschung birgt. Mit diesem Buch macht ihr sicherlich nichts falsch, wenn ihr es einem Beckett-Freund schenkt!

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

gehirn, schlaf, träume

Du bist, was du schläfst

Tobias Hürter
Fester Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Piper, 06.09.2011
ISBN 9783492054546
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zunächst einmal sollte gesagt werden, dass es sich bei diesem Buch um keinen klassischen Ratgeber handelt. Es geht nicht unbedingt darum, seinen Schlaf zu verbessern oder öfters und besser zu Träumen. Diese Dinge werden eher in Nebensätzen an den Leser weitergeleitet. In diesem Buch geht es um das Warum: Warum existiert der Schlaf überhaupt? Warum träumen wir? Warum ist Gähnen ansteckend? Tobias Hürter hat hier eine schönen Zusammenfassung von Antwortern auf viele Fragen zu vielen Themen zusammengetragen. Er bedient sich so mancher wissenschaftlichen Quelle und hangelt sich anhand diverser Ereignissen an dieser Fragen-Kette entlang. Dabei spielt auch der Aufbau des Buches eine wichtige Rolle: Die Kapitel sind hier in verschiedene Uhrzeiten gegliedert, denn manch einer unter euch weiß vielleicht, dass auch der Schlaf nicht homogen ist, sondern sich in verschiedene Phasen unterteilt. Dass es Tief- und REM-Schlaf gibt, habe ich bereits gewusst, doch dass auch das Einschlafen und das Aufwachen interessante Vorgänge darstellen, ist mir erst durch dieses Buch bewusst geworden. Überhaupt habe ich viele interessante Dinge erfahren, allem voran auch, dass viele Fragen auch nach hundert Jahren Forschung immer noch nicht beantwortet sind. Hürter nimmt uns mit durch all diese Jahre an Forschung und es prasseln viele Namen auf uns ein. Dabei geht es gar nicht so sehr um diese Namen, sondern darum, zu zeigen: Dieses Gebiet ist schon lange in der Forschung vertreten und gleichzeitig: Jeder schläft, fast jeder träumt. Dem Anteil an tief wissenschaftlichen Passagen wird dabei nicht zu viel Platz eingeräumt, was ich persönlich gut finde. Das Buch soll auch bis zu einem gewissen Punkt zur Unterhaltung dienen, denn es ist eben Populärwissenschaft. Ich möchte nicht mit chemischen Prozessen gelangweilt werden (die kann ich dann auch googlen). Im Groben beschränkt sich Hürter hier vor allem auf die verschiedenen Zentren des Gehirns und wie sie zusammen arbeiten oder welcher Teil des Schlafs mit welchen Teil des Gehirns zusammenhängt.

„Wie kann man etwas gern tun, wovon man nichts mitkriegt? Gern schlafen , das hielt ich für einen Widerspruch in sich und überhaupt den Schlaf für eine lästige Notwendigkeit […]“

Seite 9

Auch wenn es sich bei diesem Buch um keinen Ratgeber handelt, denke ich, dass man doch viele interessante Aspekte aus dem Buch mitnimmt, die man auf sein eigenes Schlafverhalten übertragen kann. So geht es an einer Stelle zum Beispiel um das Problem, dass manche Menschen mitten in der Nacht aufwachen und sich dann so viele Gedanken darüber machen, dass sie nicht mehr einschlafen können. Dabei ist es ganz natürlich, nachts aufzuwachen. Nur erinnern sich die meisten Menschen morgens einfach nicht mehr daran. Viele dieser kleinen Informationen sind in dem Buch untergebracht, manchmal nützlich, manchmal zur Unterhaltung und manchmal auch zum Nachdenken.

Am Ende des Buches stellt man fest, dass es stimmt, was da im Titel steht: Du bist, was du schläfst.

Fazit Auch wenn ich selbst im Bereich der Wissenschaft tätig bin, und vielleicht schon ein gewisses natürliches Interesse an solchen Themen mitbringe, kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen! Hinter unserem Schlafen und Träumen steckt weit mehr als wir vielleicht denken und das Buch bringt viele solcher Aspekte dem Leser auf interessante und auch unterhaltsame Art näher.

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1.888 Bibliotheken, 24 Leser, 7 Gruppen, 166 Rezensionen

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Kalte Asche

Simon Beckett , Andree Hesse ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2008
ISBN 9783499241956
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich war ja bereits von den vorigen Beckett-Romanen, die ich gelesen habe, begeistert, aber bei diesem Thriller hier, wurde noch mal einer drauf gelegt! Beckett kann einfach unglaublich spannende Szenen schreiben und es gab mehr als nur eine Stelle in der ich ganz aufgeregt und nervös mitfieberte. Bis zur letzten Seite gibt es hier noch Überraschungen, was den Roman zu einem richtigen Pageturner gemacht hat. Das Thema „Abgeschottet auf einer Insel mit Mörder“ ist an sich nichts neues, umso schwieriger macht es das aber auch, den Leser damit noch einmal fesseln zu können. Die Atmosphäre auf der kalten, nassen Insel Schottlands wurde sehr gut gezeichnet und auch das Leben oder vielmehr das Zusammenleben der Inselbewohner hat einen wichtigen Einfluss auf die Handlung der Geschichte. Wie es sich für einen guten Thriller gehört, waren (zumindest für mich) die meisten Charaktere undurchschaubar, was natürlich positiv zur Spannung beigetragen hat.

Was mir auch hier wieder deutlich aufgefallen ist, sind die Emotionen die sich in mir gegenseitig die Klinke in die Hand gedrückt haben. Im einen Moment regt man sich noch über die Sturheit der Insel-Gemeinschaft auf, im nächsten Moment bekommt man Mitleid mit den Einzelnen von ihnen. Und dann kommt auch schon der nächste Gruselmoment angeschlichen. Ich muss also sagen: Simon Beckett schreibt so, dass es einem unter die Haut geht! Das Ende ist übrigens sehr gut gemacht und hätte ich den Nachfolger nicht schon gelesen, wäre ich sofort in den Laden gegangen und hätte ihn mir gekauft!

Fazit „Kalte Asche“ ist definitiv ein meisterhafter Thriller und für mich bisher der beste David-Hunter-Teil! Der Schreibstil geht unter die Haut und die Spannung bleibt dank  einiger Überraschungen bis zum Ende erhalten. Ich kann es euch definitiv weiterempfehlen!



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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Die Maske des roten Todes

Edgar Allan Poe , Rainer G. Schmidt
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei ACHILLA Presse, 01.01.2001
ISBN 9783928398688
Genre: Klassiker

Rezension:  
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576 Bibliotheken, 12 Leser, 4 Gruppen, 43 Rezensionen

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Der Wolkenatlas

David Mitchell , Volker Oldenburg , ,
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2007
ISBN 9783499240362
Genre: Romane

Rezension:

„Sextett für einander überschneidende Solostimmen […].Klavier, Klarinette, Cello, Flöte, Oboe, Violine, jedes Instrument mit einer ganz eigenen Sprache aus Tonart. Melodik und Klangfarbe. Im 1. Satz wird jedes Solo von nachfolgenden unterbrochen; im 2. Setzen sich die unterbrochenen Soli in umgekehrter Reihenfolge fort.“  – S. 585, Der Wolkenatlas

Dieses Zitat aus dem Buch, welches eine Beschreibung von R. Frobishers Musikstücks „Wolkenatlas“ ist, beschreibt ziemlich genau den Aufbau und die Besonderheiten dieses außergewöhnlichen Romans. Die verschiedenen Schicksale werden durch verschiedene stilistische Mittel erzählt. So wird zum Beispiel die Geschichte von dem Klon Sonmi-451 durch ein Interview dargestellt, was das ganze zunächst etwas kühl und gefühllos erscheinen lässt. Passend für diese Art der Zukunft. Diese unterschiedlichen Erzählweisen setzten auf der einen Seite deutliche Grenzen für die einzelnen Schicksale, aber gleichzeitig werden auch unterschiedliche und jeweils passende Atmosphären geschaffen, sowie einzelne Charakterbilder hervorgehoben.

Die ersten 50 Seiten erzählen von dem jungen Seefahrer A. Ewing, welcher in seinem Tagebuch seine Reise über den Pazifik festhält. Es wundert mich leider nicht, dass viele Leser nach diesen Seiten das Buch scheinbar erst mal auf die Seite legen: Die Sprache ist nicht gerade einfach, sowohl in Bezug auf den altertümlichen Wortschatz, als auch auf die teilweise philosophischen Sätze. Auch mir hat dieser Teil von allen am wenigsten gefallen. Ich bin mir jetzt noch nicht so sicher, wie seine Geschichte in das Gesamtbild passen soll. Doch es lohnt sich weiterzulesen: Spannung und auch ein bisschen Ironie erwarten einen in den weiteren Kapiteln. Neben dem Somni-Teil, der mir der liebste war, fand ich auch das Schicksal von Luisa Rey sehr spannend gestaltet, die als Reporterin in den tödlichen Machtkampf eines Energie-Konzerns gerät. Den Teil rund um Zachry und Meronym fand ich zwar nicht Story-technisch nicht schlecht, aber der Schreibstil war hier etwas anstrengend. Dies lag an der Erzählung von Zachry, welcher eine Sprache hat, die ihn sehr bauern- und tölpelhaft wirken lässt. Ich bin kein allzu großer Fan von geschriebenen Dialekten im Text und das ist mir hier wieder deutlich geworden.

Für die Vielleser unter euch sind übrigens viele kleine Hinweise auf viele andere Autoren und deren Werke verstreut. Der Name Sonmi-451 ist zum Beispiel eine Anspielung auf Bradburys Fahrenheit 451. Solche kleinen Details erfreuen mein Leserherz immer wieder.

Fazit David Mitchell hat hier einen außergewöhnlichen Roman geschrieben, der bei mir vor allem durch die verschiedenen Schreibstile punkten kann. Auch wenn die ersten 50 Seiten noch nicht ganz so mitreißend sind, lohnt es sich das Buch komplett zu lesen!

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226 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Der Schneeleopard

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2016
ISBN 9783734100475
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es gibt sie noch: Autoren mit neuen tollen Plot-Ideen! Zumindest war dieser Plot neu für mich. Das Buch ist in zwei Ebenen aufgeteilt: Zum einen sind wir bei der Ermittlerin Jane Rizzoli und Dr. Isles, welche den aktuellen Spuren zum Mordfall nachgehen und zum anderen befinden wir uns in der Vergangenheit in Botswana, wo wir Milli und ihre Reisegruppe durch den Busch begleiten. Der Busch-Teil hat mir besonders gut gefallen und ist auch wirklich spannend gestaltet. Der Rest des Buches ist zwar auch sehr spannend, aber ich habe die Situation Mörder sehr schnell durchschaut. Aber trotzdem: Ich konnte mir bis zum Ende nicht sicher sein und hier muss ich einen Pluspunkt verteilen: Auch wenn ich am Ende richtig lag, wurden die Charaktere so beschrieben, dass ich mir immer wieder dachte: Aber der könnte es auch sehr gut sein. Un der auch. Und die auch. Und in meinen Augen ist es genau das, was einen guten Krimi oder Thriller ausmacht!

Was mich manchmal etwas gestört hat, war die Unschlüssigkeit von Jane Rizzoli. Damit meine ich nicht die Art Koche ich heute Nudeln oder Reis ?, sondern Wenn ich mit Person A rede, bin ich dieser Meinung, wenn ich mit Person B rede, dann bin ich dieser Meinung. In meinen Augen war das etwas unprofessionell und gerade in Bezug auf ihre Freundin Dr. Isles konnte ich das wirklich nicht nachvollziehen. Aber hier ist es dann vielleicht von Vorteil auch die anderen Bände davor gelesen zu haben, da die Beiden sicherlich eine gewisse Entwicklung durchgemacht haben und sich ihre Eigenschaften dann besser nachvollziehen lassen.

Interessant fand ich, dass der Botswana-Teil aus der Sicht von Milli geschrieben wurde, obwohl sie nicht der Hauptcharakter der Bücher ist. Die Überfälle und die Spannungen in der Gruppe aus der Sich einer Beteiligten zu erfahren, macht das ganze natürlich noch einmal etwas spannender.

Fazit Mein erster Rizzoli – & – Isles Thriller hat mich wirklich positiv überrascht, was vor allem an dem tollen Plot lag. Endlich mal wieder eine erfrischend neue Idee. Für Fans des Thriller-Genres vielleicht etwas vorhersehbar, aber nichtsdestotrotz sehr spannend! Diese Reihe werde ich definitiv weiterverfolgen & auch euch kann ich zumindest diesen Teil  empfehlen!

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97 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Beren und Lúthien

J.R.R. Tolkien , Christopher Tolkien , Helmut W. Pesch , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 28.06.2017
ISBN 9783608961652
Genre: Fantasy

Rezension:


„Doch unbeschreiblich Lúthien war,
wie sie mit weißen Rosen im Haar
getanzt  und wie ihr Elbensang
in jener Sternennacht erklang.“

– Leithian Lied, S.127

Die Geschichte um Beren und Lúthien ist recht schnell erzählt, was sie aber nicht weniger schön und spannend macht. Herzstück des Buches ist das Leithian-Lied, eine Gedichtversion der Geschichte. Es lässt sich sehr einfach lesen und auch verstehen, was bei solchen Liedern ja nicht immer der Fall sein muss. Neben dem Lied gibt es noch zwei weitere Versionen, von denen mir vor allem die erste gefallen hat. Hier begegnen wir wieder völlig neuen Fabelwesen: Riesigen Katzen! In der zweiten Version treffen wir jedoch wieder „nur“ auf die gewöhnlichen Bewohner von Beleriand, darunter auch Thú, der später Sauron genannt wird.

Was mir auch hier wieder besonders gut gefällt, sind einfach diese Hintergründe zur Welt von Tolkien. Ich habe es schon mal gesagt: Die Welt von Tolkien, dieses großartige Werk das er geschaffen hat, fasziniert mich einfach immer wieder aufs Neue. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder ganz gefesselt von dem Zeitalter, den Elben und  den Helden, den Göttern, Königen und Bösewichten. Dazu hat natürlich auch der Schreibstil von Tolkien beigetragen, den ich immer noch nicht beschreiben kann. Man muss es einfach selbst gelesen haben. Aber wahrscheinlich würde ich es einfach als einen Märchen-Schreibstil bezeichnen. Märchenhaft sind neben dem Schreibstil auch die wundervollen Zeichnungen von Alan Lee, die wir auch in diesem Buch wieder vorfinden.

Auch wenn mir diese wunderschöne Geschichte wirklich gut gefallen hat & ich vor allem von dem Leithian-Lied begeistern bin, gibt es leider auch einige Kritikpunkte, die sich hauptsächlich auf den Aufbau des Romanes beziehen:

Herausgeber des Buches ist wieder Christopher Tolkien, der versucht hat Ordnung in die wirren Notizen und Manuskripte seines Vaters zu bringen. Wie auch schon bei „Die Kinder Húrins“, gibt es wieder sehr viele Informationen zur Entstehungsgeschichte und zu den Hintergründen rund um dieses Werk. An sich finde ich das sehr schön, vor allem dann, wenn man ein Fan von Tolkien ist. Aber an manchen Punkten hätte ich mir gewünscht, dass der Aufbau ein bisschen anders gewesen wäre: Dieses Buch besteht, wie bereits erwähnt,  aus mehreren Versionen von „Beren und Lúthien“. Zu jedem dieser Versionen werden viele Worte von C. Tolkien geschrieben, was mich vor allem bei dem Leithian-Lied, dem Herzstück des Buches, gestört hat. Durch die Unterbrechungen, vor allem mit dem Vergleich zur zweiten Version, wurde mein Lesegenuss hier etwas gedämpft. Ich persönlich hätte die erste Version und das Leithian-Lied für völlig ausreichend gehalten. Zudem hätte ich es besser gefunden, wenn die Kommentare erst im Anhang gekommen wären. Im Vorwort wurden schon so viele Anmerkungen und Bezüge  auf den Text  genommen, dass ich manchmal das Gefühl hatte, mir wird etwas vorweg genommen. Für Leser, die nicht all zu viel von unterbrechenden und langen Kommentaren zwischen den Zeilen halten, ist dieses Buch wohl eher ungeeignet. Sollten diese aber dennoch in den Genuss der Geschichte an sich kommen wollen, dann empfehle ich hier eher „Das Silmarillion“.

Fazit Auch hier kann ich wieder sagen: Für einen Tolkien-Fan ein Muss! Allein das Leithian-Lied  ist es wert, diese wunderschöne Geschichte von Tolkien in das Regal zu holen. Aber auch die meisterhafte Welt und die vielen Hintergrundinfos lassen sicherlich die Fan-Herzen hier wieder höher schlagen. Und trotz des Lobes zur Geschichte an sich, muss ich auch so ehrlich sein und zugeben: Die ständigen Unterbrechungen durch Christopher Tolkiens Anmerkungen hätten nicht sein müssen – dafür hätte es auch andere Lösungen gegeben! 

„Im Alter von dreiundneunzig Jahren ist dies (vermutlich) mein letztes Buch in der langen Reihe von Editionen der Schriften meines Vaters […]“

– Christopher Tolkien, S. 19

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84 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Der Susan-Effekt

Peter Hoeg ,
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 27.07.2015
ISBN 9783446249042
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe die erste Seite noch nicht zu Ende gelesen, da hatte mich Høeg schon mit seinem Schreibstil überzeugt. Wir lesen aus der Sicht von Susan und ihr Charakter spiegelt sich perfekt im Schreibstil wieder. Er ist klar und prägnant. Sie ist bestimmt, aber nicht auf eine herrscherische Art, sondern auf eine Art, die zu einer Frau passt die weiß ,was sie tun muss, um das zu bekommen was sie will. Auch sie zeigt klare Linien. Es wird nicht viel ausgeschmückt, aber es ist keinesfalls langweilig. Diese skandinavische Kühle ist deutlich zu spüren und das gefällt mir.

Ein gelungener Roman:  Ruhig, aber eindrucksvoll. Es geht hier nicht nur um Morde und ein geheimes Dokument, es geht hier auch um das Leben dieser außergewöhnlichen Familie. Man kann die Gefühle zwischen den einzelnen Familienmitgliedern gut nachvollziehen und merkt, dass sie besonders sind. Eine einstige Vorzeigefamilie, die lange versucht hat, ihre Macken und Kanten zu verbergen. Die sich voneinander distanziert hat, aber sich gleichzeitig nahe steht und im richtigen Moment als perfekt eingespieltes Team agieren kann. Høeg hat hier wirklich außergewöhnliche Charaktere erschaffen!

Auch wenn es sich um keinen Thriller handelt, hätte der Roman zumindest zwischendurch ein bisschen mehr Spannung vertragen, denn es wurde kurz etwas zäh. Aber zum Glück hielt das nicht lange an! Mir ist aufgefallen, dass viele schreiben, sie hätten den Roman lustig gefunden, humorvoll. Ich hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass hier irgendetwas lustig war. Zumindest mir kam alles ernst vor, was mir aber nicht negativ aufgefallen ist. Man darf hier, trotz Familien-Story, keine Gefühlsduseleien erwarten. Hier hat die analytische Denkweise die Oberhand!

Ein nettes Extra wäre es gewesen, wenn Herr Høeg uns vielleicht noch etwas genaueres zu den undankbaren Taten in Indien erzähl hätte. Nicht über Seiten hinweg, aber vielleicht ein paar Sätze. Ansonsten habe ich an dem Buch nicht wirklich etwas auszusetzen.

Fazit Peter Høeg hat mit seinen außergewöhnlichen Charakteren und seinem erstklassigen Schreibstil einen ruhigen, aber eindrucksvollen Roman erschaffen! Wer auf skandinavische Kühle und analytische Denkweisen steht, macht hier sicherlich nichts falsch!

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

3. teil, eifersucht, fantasy, hass, idhun, jugend, jugendfantasy, kampf, liebe, reihe, selbstzweifel, teil 3 i

Geheime Welt Idhún - Der Krieg der Götter I

Laura Gallego Garcia ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2008
ISBN 9783423712903
Genre: Jugendbuch

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

50er, 50er jahre, carol, emotionen, geheimhaltungen, lesbische liebe, liebe, unmögliche liebe

Salz und sein Preis

Patricia Highsmith , Melanie Walz
Flexibler Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.10.2006
ISBN 9783257234022
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe den Roman während meines Urlaubs gelesen und ich war dabei soooo unglaublich entspannt. Irgendwie strahlt die Geschichte um Carol & Therese eine besondere Atmosphäre aus. Das war ein Gedanke, der mit ständig durch den Kopf ging: Dieses Buch strahlt etwas, friedliches und entspannendes aus. Der Schreibstil von Patricia Highsmith hat mir also wirklich gut gefallen. Er war sehr sinnlich und zugleich von einer wunderbaren Leichtigkeit. Das macht mir direkt Lust auf noch mehr Romane von Highsmith!


Der Charakter von Carol hat mir sehr gefallen. Sie besitzt eine Ehrlichkeit und Leichtigkeit, gleichzeitig auch eine gewisse Strenge in sich, die im Buch wirklich sehr gut rüber kommt. Interessant: Während Therese in Buch an emotionaler Stärke gewinnt, weicht die Gelassenheit von Carol zum Ende des Buches hin immer mehr und ihr Schutzpanzer scheint zu zerspringen.Ein Punkt der mir sehr deutlich aufgefallen ist, war folgender: Eine gleichgeschlechtliche Beziehung war in den 50ern sicherlich nicht gern gesehen und schon gar nicht wenn einer der beiden Personen verheiratet ist und ein Kind hat. Doch in diesem Roman geht es nicht darum, dieses Thema groß und breit zu diskutieren sondern, es wird vielmehr „ignoriert“. Aber nicht auf die negative Art und Weise, sondern auf die Art „Es ist doch egal!“. Die gesellschaftliche Kritik wird nur in sehr wenigen Sätzen angemerkt. Auch als Therese ihren Partner dazu ausfragt, scheint dieser über solche Fragen nicht wütend zu sein, sondern gibt auf eine normale Frage eine normale Antwort. Später, als er über die Beziehung zu Carol erfährt, ist er darüber zwar nicht sehr glücklich, aber mir schien es eher so zu sein, dass er sich über Thereses „Abhängigkeit“ mehr aufregt, als über die Beziehung zu einer anderen Frau. Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass der Roman gar nicht auf die Gesellschaft eingeht, immerhin spielt es am Ende noch eine wichtige Rolle wegen des Sorgerechts. Es ist eher so, dass sich der Leser darüber bewusst ist, wie die Welt damals gedacht hat. Explizite Auseinandersetzungen sind, wie gesagt, jedoch selten im Buch zu finden.

Ein wunderschöner Roman, der mit zwei wunderbaren Frauen eine Liebesgeschichte erzählt, die mit ihrer Sinnlichkeit einen im Herzen berührt.

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Ladylike

Ingrid Noll
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.06.2007
ISBN 9783257235968
Genre: Krimi und Thriller

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