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624 Bibliotheken, 5 Leser, 14 Gruppen, 39 Rezensionen

vampire, liebe, vampir, fantasy, erotik

Blind Date mit einem Vampir

Katie MacAlister
Flexibler Einband: 474 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.02.2008
ISBN 9783802581380
Genre: Fantasy

Rezension:

Da dies schon mein dritter Katie MacAlister Roman ist und ich schon mit den ersten beiden sehr viel Spaß hatte, freute ich mich natürlich sehr darauf – Und ich wurde nicht enttäuscht.
Blind Date mit einem Vampir ist ein schönes, spannendes Buch, bekommt von mir aber dennoch nur 4 Sterne, da ich ein paar Mängel entdecken musste.

Als allererstes freundet man sich schnell mit Joy und ihrer Freundin Roxy an. Sie sind beide sehr vorlaut und streiten manchmal gerne, was dem Leser aber viele lustige Stellen beschert. Allgemein finde ich, dass man sich in der Geschichte sehr gut in die Charakter versetzten kann und dass alle Charaktere einen großen Widererkennungswert haben. Sie sind alle auf ihre Weise anders, was das Leseerlebnis natürlich sehr schmackhaft macht.

Ich finde, dass Frau MacAlister einen zwar nicht sehr ausschmückenden, dennoch schönen und flüssigen Schreibstil hat.
Was manche vielleicht stören könnte, sind die vielleicht vielen erotischen Passagen. Manchmal gerät die Romatik hier sehr in den Hintergrund, was aber, meiner Meinung nach, nicht unbedingt stören muss. Ich finde, dass MacAlister das ganze noch okay beschreibt und nicht sehr vulgär wird, was aber, wie gesagt, manche stören könnte.

Dafür kann man auch denken, dass die Erotik hier sehr in den Vordergrund gerät, was auch manchmal so stimmt. Egal wann, Joy will und denkt in der Gegenwart von Raphael meistens nur an Sex. Was mich nicht störte – Da dies für mich eher bedeutete, dass MacAlister die Verbindung und die Anziehungskraft zwischen den beiden noch mehr hervor heben wollte. Vielleicht hätte ich hier mir ein wenig mehr Romantik gewünscht, fand es dann aber doch okay, da diese erotischen Passagen dem Roman einen sehr leidenschaftlichen “Geschmack” gab.

Dazu ist vielleicht der Titel nicht sehr passend gewählt, da der eigentliche Vampir hier eher in den Hintergrund gerät.

Es scheint als allererstes dennoch darum zu gehen, den Vampir aufzudenken, da Joy und ihre Kompanin Roxy mehrere Kandidaten sozusagen auspionieren, um rauszufinden, wer nun der sagenumworbene Vampir ist, der ihr, Joy, bei einer magischen Sitzung bei ihrer Freundin Miranda versprochen wird. Dennoch geht es hier um Vampire – Jedenfalls eher im Hintergrund.

Dennoch wird diese “Jagd”, auch wenn sie im Endeffekt eher in den Hintergrund fällt, spannend dargestellt. Man will wissen, wer der Vampir ist und letztendlich wird mit einem recht hohen Überraschungsfaktor, verkündet, wer nun der Vampir ist und Joy muss sich vor eine Wahl stellen – Soll sie dem Vampir helfen, seine Seele aus der Dunkelheit zu befreien oder will sie den Mann, den sie liebt?

Natürlich geht es in diesem Buch nicht nur um diese Suche, sondern auch um Raphael und seine Vergangenheit und wieso Dominic ihn in der Hand hällt. Auch, wenn Raphael es Joy um ersten Moment nicht sagen möchte, weil er es nicht kann, nimmt man es Raphael nicht übel. Man kann sich aber dennoch in Joy versetzen, die sich betrogen fühlt – Sie glaubte, dass Raphael ihr nicht vertraute. Da Joy Raphael, da sie ihn ja liebt, helfen wird, wird sie schnell in etwas gefährliches hineingezogen und riskiert bis auf die letzte Minute für Raphael ihr Leben.

Noch ein riesiger Pluspunkt war für mich der Humor, wie vorher schon erwähnt. MacAlister versteht es, lustige Sprüche zu schreiben, sodass ich mich manchmal vor Lachen gar nicht mehr einkriegen konnte.

Trotz des kleinen Mängels habe ich sonst nichts auszusetzen. Man sieht über die kleinen Mängel hinüber und will das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Mein Fazit:

Da man über die ganzen kleinen, aber dennoch exsistierenden Mängel hinüberschauen kann, gebe ich dem Buch noch gute 4 Sterne.
Also – Kauft es euch, ihr werdet nichts bereuen!

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376 Bibliotheken, 6 Leser, 14 Gruppen, 44 Rezensionen

vampire, liebe, fantasy, kismet knight, psychologin

Kismet Knight, Vampirpsychologin

Lynda Hilburn , Christine Gaspard
Flexibler Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 28.12.2009
ISBN 9783426283028
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit dem Roman “Kismet Knight: Vampirpsychologin” ist Lynda Hilburn ein sehr spannender, actionreicher und gefühlsvoller Roman gelungen. Zudem hebt er sich durch seine etwas andere Idee von der Vampir-Hype Masse ab.

Kismet trifft in ihren Sitzungen auf ganz normale Menschen, die behaupten, es gäbe Vampire und das sie selber welche werden würden. Das Mädchen Midnight, das durch ihre Eltern zu ihr geraten ist, gehört da noch zu den ungefährlichsten. Nach und nach verwandelt sich ihr Glaube, eine neue psychische Krankheit gefunden zuhaben, als unwahr. Gerade als der hübsche Vampir Deveraux auftaucht und ihr Leben mal so richtig ins wanken bringt…
Doch weiß sie leider nicht, das sie sich damit in große Schwierigkeiten gebracht hat. Bryce, an dem Midnight eigentlich Interresse hatte entpuppt sich als sehr gefährlich und die Tatsache, dass anscheinend ein Mann, namens Brother Luther sie belästigt beruhigt sie auch nicht besonders…

“Kismet Knight: Vampirpsychologin” ist in der Ich-Form der hübschen Psychologin Kismet geschrieben. Die Autorin überzeugt duch ihren lockeren, passenden Schreibstil und das beste war für mich, das die Autorin einen sehr schönen Humor angewandt hat. Das entlockt dem Leser das ein- oder andere Lachen.
Auch die erotischen Stellen bewerkstelligt Frau Hilburn sehr souverän.
Man denkt nicht, dass sie diese Stellen obzön oder vulgär beschreibt, denn sie beschreibt diese Stellen immer sehr sanft ohne weiter in unangebrachte Details zu gehen.

Außerdem sind die Charaktere dieser Geschichte sehr gut dargestellt. Frau Hilburn beschreibt sie so gut, das man sie sich beim Lesen perfekt vorstellen kann und schreibt auch kein Wort zuviel über sie. Genau soviel, um lange und langweilige Erzählpassagen zu vermeiden.

Kismet wirkt in dem Buch sehr ungläubig und dennoch humorvoll. Sie muss sich manchmal bei Patienten in Zaum nehmen, wenn sie etwas merkwürdiges sagen oder tun, um nicht laut loszulachen. So merkt man schon früh, das sie erstens sehr vorlaut sein kann, aber auch gefühlvoll auf die Patienten eingeht (was schlecht wäre, wenn sie es nicht tut, sie ist schließlich Psychologin).
Und so tut sie die Aussage, die Midnight ihr sagt, auch ohne Wimpernzucken ab. Bis sie Deveraux trifft, bleibt sie dabei auch standhaft, und sagt immer, das diese “Vampire” einfach nur geistig gestört sind. Doch mit und mit bröckeln ihre Ansichten. Der Leser spürt wie unsicher sie sich fühlt und kann auch verstehen, wieso sie nicht glaubt, das es Vampire gibt. Schließlich würde jeder passionierter Psychologe dies tun.
Aber ganz davon abgesehen, verliebt sie sich in Deveraux. Sie fragt sich, wie soetwas passieren kann. Wie soll man eine Psychologin ernst nehmen, wenn sie mit einem möchtegern Vampir zusammen ist? Geschweigedenn wenn sie an welche glaubt?

Noch etwas anderes macht ihr zuschaffen. Aalan, der ihr im Krankenhaus bei Emeralds Ablieferung begegnet ist, geht ihr nicht mehr aus dem Kopf – Sie fühlt sich zu Aalan und Deveraux hingezogen und fühlt sich so oft schuldig. Der Leser merkt, wie sie sich zwischen den beiden Männern hin- und herreißt. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und versteht nichts falsch.
Die Handlung ist für den Leser unglaublich spannend. Man möchte das Buch garnicht mehr aus der Hand legen!

Auch wenn ich so nur für das Buch schwärmen kann, hätte Frau Hilburn manche Situationen mehr ausführen können und sie nicht so abrubt enden lassen sollen. Sie wechselt meiner Meinung nach sehr schnell die Szenen, was wiederrum schade ist.

Mein Fazit:

Trotz meines kleinen Kritikpunktes, definitiv ein Buch, das man gut lesen kann. Ich habe nichts bereut, jedenfalls ist das Buch perfekt für die, die mal ein etwas anderes Vampir Buch haben wollen sich aber dennoch mit den typischen Klichees von Vampiren abfinden können (Können nur bei Nacht raus, sehen überragend attraktiv aus etc).
Also! Einen Kauf lohnt es sich definitiv.

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581 Bibliotheken, 6 Leser, 7 Gruppen, 65 Rezensionen

liebe, dämon, fantasy, vampire, vampir

Morgenrot

Tanja Heitmann
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 19.01.2009
ISBN 9783453266056
Genre: Fantasy

Rezension:

Spielt man mit dem Gedanken, sich das Buch Morgenrot zuzulegen, sollte man sich definitiv nicht auf den Buchrückentext verlassen, da dieses Buch doch sehr von der Beschreibung abweicht. Vielleicht kommt es einigen vor, als wäre es ein weiterer Liebesvampirroman à la Bis(s), was aber nicht zutrifft. Auf dem Buchrücken wird mit dem dem Satz ‘Kann man einen Vampir lieben?’ geworben (was in dem jetzigen Vampirhype wohl eher die Kaufzahlen steigern sollte), in dem Buch allerdings geht es keines falls um Vampire, jedenfalls wird nie das Wort benutzt, und wenn, dann nur selten.
Die Leute, die sozusagen die Vampire sein ‘sollten’ werden hier so genannt, dass ein Dämon in ihnen ‘lebt’ und will, dass sie Blut trinken, aber nicht, das sie Vampire sind. Ich finde, das dies ziemlich Enttäuschend ist, da es sich ja offentsichtlich um eine Vorgaukellei handelt.

Die ersten paar Seiten sind vielversprechend – Man lernt die Protagonistin kennen und trifft bald auf den anziehenden und schweigsamen Adam. Aber der Eindruck schwangte bei mir schnell – Die Seiten wurden immer langweiliger. Man lernt zwar Adam und Lea dadurch näher kennen, einem wird dann doch schnell klar, dass die Handlung (wenn man absieht, dass es sich um einen Dämonen/Vampir Roman handelt) sehr unwahrscheinlich ist. Lea verliebt sich nach einem Treffen mit Adam unsterblich in ihn, ohne etwas von ihm zuwissen geschweigedenn lange mit ihm geredet zuhabe. Ja, klar. Ganz abgesehen davon, dass dies eher unwahrscheinlich ist, kommt im ganzen Roman kaum Gefühl rüber.
Wie gesagt, durch die Beschreibung könnte die Möglichkeit des Vergleichens mit der Buchreihe von Stephenie Meyer vorkommen. Wenn man sich deswegen auf Romantik und eine ‘packende’ Liebesgeschichte freut sollte seine Finger davon lassen. Denn Morgenrot ist alles anderes als packend und wenn denn man Romantik vorkommt, wirkt sie schnell, wie alle anderen Situationen und Gefühle (sei es denn ‘lustige’ Szenen) gespielt sind. Es gab soviele, wirklich schöne Szenen, die man mit mehr Gefühl auf zum Gänsehautfeeling hätte bringen können, aber dies wurde nicht genutzt. Zum Beispiel da, als Adam seinen Freund Etienne verliert spürt man kaum etwas. Nicht einmal ein bisschen Tränen hatte ich in den Augen, was sehr schade ist, meiner Meinung.

Also plätschert die Handlung die ersten 300 Seiten so vor sich hin, bis aufeinmal eine komische Wendung hingelegt wird. Vielleicht wollte Tanja damit erreichen, Spannung aufzubauen, was ihr aber kläglich versagt. Die Wendung klingt erzwungen und irgendwie so, als hätte Tanja die ersten 300 Seiten so ein bisschen ‘vor sich hingeschrieben’ und am Ende plötzlich eine Idee bekam, wie sie das ganze noch retten konnte. Was ihr, wie ich schon gesagt habe, nicht gellungen ist. Wenn sie diese Wendung etwas früher und vorallem mehr Gefühl eingebracht hätte, hätte man dies vielleicht noch als okay einfinden können. Zu den Charakteren habe ich natürlich auch noch etwas zusagen. Allesamt wirken sehr stereotypisch und haben nicht wirklich einen Wiedererkennungswert. Lea, die sehr als Einzelgängerin hingestellt wird, wird einem schnell überdrüssig. Wieso erzählt sie Megan, die sie beschützen muss, nicht davon, dass ihre Freundin in Gefahr schwebt? Weil anscheinend klar gemacht werden will, dass Megan nicht auf ihrer Seite steht (was ja auch rauskommt, hier aber wird kläglich versucht, einen Deut darauf zugeben). Und außerdem scheint mir der vorhergehende ‘Kampf’ zwischen Lea und Megan eher darum zugehen, dass Lea eifersüchtig ist.
Zu Adam – Kurz gesagt: Ich hätte mehr erwartet. Der Buchrücken täuscht einen da wiedereinmal, denn ich hätte eher einen Mann erwartet, der Lea sofort umwerbt, da er ja, wie angegeben, von seinem Dämon dazu gezwungen wird, Lea auf die ‘dunkle’ Seite zuziehen.

Mein Fazit:
Also mein Eindruck ist so oder so der, das Morgenrot nur so liebelos hingeklatscht wurde. Platte Figuren, unwahrscheinliche Handlungen und vorgegaukelte Liebe. Ich ärgere mich im Nachhinein sehr, dass ich mir das Buch zugelegt habe, denn ich hätte das Geld wirklich sparen können!

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

elfen, fantasy, freundschaft, feen, fabian

Zwischen den Nebeln

Michelle Harrison , ,
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.03.2010
ISBN 9783785567302
Genre: Fantasy

Rezension:

Elfenseele: Zwischen den Nebeln ist ein Buch von Michelle Harrison, das auf einer Reihe – genannt “Elfenseele”, basiert. Die Elfenseelen-Romane basieren nicht aufeinander, was dem Leser ermöglicht, sie in einer beliebigen Reihenfolge zu lesen. Harrison überzeugt mit diesem Buch durch ihre etwas andere Ansicht von Elfen und Co. und erzeugt so dennoch eine märchenhafte Geschichte!

(Achtung, die Rezension könnte eventuell minderwertige Spoiler erhalten!)
Red – eigentlich genannt Rowan, ein Name, der zu einem Jungen und zu einem Mädchen passt, was sie einige Male nutzt – verliert in jungem Alter ihren kleinen Bruder, James, an Elfen. Sie kann sie schon immer sehen – selbst, als sie dabei war wie ihre Eltern bei einem Autounfall sterben und sie und James in einem Waisenhaus landen und dort darauf warten, dass ihre Tante Primrose – oder auch “Rose” – sie aufnimmt.
Doch als Rose sich nun endlich aus einer Auslandsreise meldet, ist alles zu spät. Genau in der Nacht, nach der Red und James eigentlich nach London reisen sollten, taucht ein Elf mit seinen Kompanen auf und stiehlt James. Aber nicht, nachdem Red sich natürlich gegen ihn wehrte und versuchte, ihren Bruder zurück zu bekommen, ohne Red ein kleines “Andenken” an ihn zu hinterlassen. In Harrisons Roman sind Elfen nicht diese süßen, kleinen Männchen und Weibchen, die Fröhlichkeit verbreiten, sondern heimtückische Biester die einen, wenn man nicht aufpasst, auf das Ohr legen oder eben kleine, unschuldige Kinder stehlen und sie, aber nicht in dem Fall von Red, manchmal sogar gegen “Wechselbälger” tauschen. “Wechselbälger” sind Elfenkinder, die ihren Eltern weggenommen wurden oder kranke Kinder, die von ihren Eltern ausgestoßen wurden und sich von dem Moment an wie das Kind, was gestohlen wurde, verhalten.
Nachdem der Elf mit ihrem Bruder verschwunden war und sie verstanden hatte, dass es keine Möglichkeit gibt ihn jetzt zurück zu holen, gibt sie sich erst einmal damit zufrieden, bis sie entschließt, abzuhauen. Sie weiß, dass niemand ihr glauben würde – Und beschließt, das es so besser ist, also, dass sie alleine nach ihrem Bruder sucht.
Als sie dann irgendwann mit Tanya, die Enkelin von der liebenswerten Florence, die die Besitzerin des Gasthofes Elvsden Manor, den Platz tauscht, als sie droht in das Elfenreich zu verschwinden ihren Platz einnimmt, ist sie ihrem Bruder schon wieder ein Stück näher. (Info: Wenn jemand in einen Elfenkreis o.a. geht, muss man sich “anbieten” um die Person zu befreien. Geht man aus freien Stücken in die Elfenwelt, kann man nicht so leicht wieder zurückkehren, wird man ungewollt hineingezogen, kann man “ohne” Probleme mit z.B. einem Wächter entkommen!)
In dem Buch laufen also ab da zwei Geschichten nebenher, die beide irgendwie ineinander verknüpft sind. Nell, die Florence hilft, ist ganz vernarrt in ihren General Caver (ein Papagei), der ihr aber eines nachts in den gefährlichen Wald in der Nähe des Elvsden Manors entwicht.
Warwick, Fabians (Ein Junge, der mit in Elvsden Manor lebt) Vater, der Nell zwar nicht leiden kann, macht sich Sorgen um sie und so folgen auch Fabian und Tanya Warwick, inklusive Oberon, Tanyas Hund. Nach langem Suchen stoßen sie auf Nell. Nur Tanya, die auch genau wie Red das zweite Gesicht hat, kann sehen, dass Nell mit drei Elfen in einem Kreis gefangen ist und diese sie nun mit verwunschener Musik dazu zwingen, zu tanzen. Warwick, der nicht daran denkt, dass er die Elfen nicht sehen kann, greift nach Nell und versucht sie heraus zu holen, fällt aber selber in den Kreis. Er muss ins Elfenreich, aber Nell, die sich irgendwie befreien konnte, hängt nun in einem roten Beerenbusch, welcher sie vor den Feen beschützte. (In dem Buch schützt es vor Elfen, wenn man seine Kleidung umdreht und ggf. rot trägt.)
Red, die bisher aus freien Stücken in der Elfenwelt war und sofort von einer Heckenhexe gefangen genommen wird, ist bis Warwick dort auch auftaucht mit einem tückischen Elfen eingesperrt. Kurz nachdem Warwick auch gefangen nommen wurde und sich zu ihnen “gesellte”, wurde die Heckenhexe, die Red als neuen Umhang (eine Art Zauber, mit der sie sich verkleiden kann und dann so aussieht, wie das, was sie verzaubert hat) benutzen will, vergiftet. Es hängt mit Red zusammen – Was sich im Endeffekt als sehr nützlich herausstellt.
Nun gut, nachdem Florence, Tanya und Fabian den beiden Wächtern Raven und Gredin von dem Verschwinden von Nell und Warwick erzählt hatten, machten die beiden, also Gredin und Raven sich in der Welt auf die Suche nach Warwick und Nell.
Beide treffen Red und Warwick – der sich aber von ihr Stich nennen lässt – in einem Wald und rasten zusammen. Eigentlich wollten sie Warwick direkt zurück nehmen, für Red sagten sie, dass sie noch für sie sorgen würden. Doch: Red will nicht zurück, bevor sie ihren Bruder hat und Warwick will auch nicht zurück, da er, kameratschaftlich, versprochen hat, ihr zu helfen.
Nun machen sich die vier also auf den Weg, zum Schloss der Elfen. Sie müssen sich beeilen – Es ist nicht mehr lange bis zu Samhain (Halloween), die Nacht, in der sich die Herrschaft des Seelie-Hofes auf den Unseelie-Hof überträgt. Wenn Red auf dem Unseelie-Hof eine Audienz bekommt, dann ist sie sich sicher, dass sie ihren Bruder nicht wieder zurück bekommt.
Sie will keine Audienz an dem “Hof der Verdammten” – also reiten die vier einen schnellen, harten Ritt. Sie kommen noch pünktlich, aber da in der Nacht des Samhains beide Hofe regieren, müssen die Herrscher eine Möglichkeit zusammen austüfteln.
Aber Red bekommt, auf den Blick, alles was sie wollte: Sie würde ihren Bruder zurück bekommen. Aber leider müssen sie und Warwick erst einmal aus einem Säckchen jeweils zwei Steine ziehen, da beide die Nummer eins gewürfelt hatten. Red zieht das Herz – Warwick die Suche.
Daraufhin lassen die Wachen ihre Sachen durchsuchen und der Herrscher des Unseelie-Hofes kommt auf die Idee, das Armband, das sich bei Warwick befand, aufzuteilen. Es ist das Armband der 13 Schätze der Elfen und so meint er, es würde perfekt passen. Und so muss Red die 13 Anhänger finden – Die alle eine Bedeutung haben (beziehungsweise einen Zauber) der nun umgekehrt ist. Das heißt zum Beispiel, das Schwert, das vorher Freude und Erfolg versprüht hatte, verbreitet nun Misserfolg und Unbehagen. So muss sie – mit Tanya und Fabian, da sie sich mit ihnen zusammenschließt – die 13 Schätze möglichst schnell finden, da die drei nicht unter die mächtige Gewalt der “13 Flüche” (s. englischer Titel “Thirteen Curses” (dt. Dreizehn Flüche)) gewalten wollen.
Doch Red hat, auch wenn sie so sehr mit der Elfenwelt bewandert ist, eins vergessen: Vertraue nie einem Elfen.

Die Handlung ist einfach nur toll. Es ist zwar nicht selten, aber ich finde es schön, dass Frau Harrison die Feen man von ihrer bösen Seite gezeigt hat und die Leser mit ihrer Art regelrecht begeistert (natürlich nur soweit, wie man das eben mit bösen Wesen machen kann).
Das Finden dieser “13 Flüche” ist zwar offentsichtlich und – vielleicht leider – ziemlich “einfach”, aber dennoch denkt der Leser nicht, dass Frau Harrison dies irgendwie hätte besser gemacht können. Tanya, Warwick, Florence, Red und Co. wachsen einem durch die Handlung einfach viel zu sehr ans Herz!
Da die Bücher eigentlich aufeinander aufbauen, hätte ich vielleicht nur eine kleine Sache zu meckern: Man erfährt nicht, wieso denn genau Red und Tanya in der Nacht des Elfentausches in dem Wald wahren. Vielleicht hat Michelle Harrison es so gewollt, dass sie beiden vielleicht nur zufällig da wahren oder es einfach garkeinen Grund gibt, aber – jedenfalls ich als Leser – wünsche mir dann zum Beispiel einen eheren Grund. Ich finde, es ist eher unwahrscheinlich das dies alles “zufällig” passiert, gerade da die beiden sich so sehr mit den Elfen auskennen und dann bestimmt auch wussten, dass sie sehr in Gefahr wären, wenn sie in dieser Nacht unterwegs wären? Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.
Dennoch: Das ganze Buch über kommt wirklich keinesfalls eine Stelle vor, bei dem der Leser sich langweilt. Egal, wie man es sieht, Harrison hat mit dieses Buch von Anfang bis Ende wirklich sehr, sehr spannend gemacht.

Frau Harrison versteht es, einem die Charaktere mit Aktionen näher zu bringen. Man wird nicht mit mageren Beschreibungen der Personen befriedigt sondern erfährt genau wieso, weshalb, warum die Charaktere Harrisons denn eben so sind.
Red beziehungsweise Rowan ist, zum Beispiel, nicht ohne Grund so stark und so weiter geworden: Sie versucht sich, mit ihrer vorgegebenen Coolness scheinbar zu schützen. Vor den vergangenen Ergebnissen. Dies kann man bestimmt auch auf andere Charaktere wieder zurück führen.
Sonst kann ich zu den Charakteren auch nur sagen, dass einem alle Charaktere – zumindestens mir – sehr an das Herz wachsen. Sie sind so individuell, so besonders? Ich denke, dass dies ein besonderer Pluspunkt für den Leser ist, da dies ja nicht bei jedem Buch so ist!

Der Schreibstil von Frau Harrison ist nichts besonderes, stört den Leser aber auch nicht. Er ist nicht zu schwer oder zu leicht, er ist nicht zu ausschmückend und nicht zu einfach – er ist einfach ganz okay. Der Leser ist einfach zufrieden mit dem Schreibstil, hat nichts zu meckern und so weiter.

Mein Fazit:

Das Buch würde ich definitiv einem Freund weiterempfehlen! Zwar hat man eben diesen winzigen Minuspunkt, aber der Leser findet sich selber damit ab, da das Buch sonst einfach so toll ist. Also los, besorgt es euch :)

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582 Bibliotheken, 4 Leser, 9 Gruppen, 78 Rezensionen

liebe, italien, einsamkeit, mathematik, magersucht

Die Einsamkeit der Primzahlen

Paolo Giordano , Bruno Genzler
Fester Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Blessing, Karl, 17.08.2009
ISBN 9783896673978
Genre: Romane

Rezension:

In die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano geht es um Mattia Balossino und Alice Della Rocca die sich beide sehr nahe stehen, aber nie so nahe, wie beide es vielleicht wollten. Beide haben in der Vergangenheit schlimme Schicksalsschläge erlebt und kommen sich dadurch nahe, aber immer, wenn sie sich wirklich nahe kommen, kommt etwas dazwischen, was Mattia, der ein Mathe-Ass ist, als die Einsamkeit der Primzahlen bezeichnet.
Giordano beschreibt ihr Leben in verschiedenen Abschnitten, zwischen dennen er immer ein paar Jahre lässt, man also Mattia und Alice von der Kindheit bis zum Erwachsensein begleitet. Er teilt das Buch in fünf größere Überschriften, die der Leser aber auch sehr gut aufnehmen kann. Man wird zwar nicht immer sofort über die Ereignisse aufgeklärt, die in den Jahren, die zwischen den Abschnitten liegen, geschehen sind, findet es aber immer mit und mit heraus, was meiner Meinung die Spannung manchmal etwas erhöht.

Leider hätte ich mir von den Charakteren ein wenig mehr gewünscht. Ich kann mich zwar gut in sie versetzen, muss mir da aber selber viele Gedanken machen, weil Herr Giordano kaum bis garnicht auf die Gefühle von ihnen eingeht. Auch wenn dieses Buch ziemlich traurig ist, spürt man an manchen Stellen fast garnichts. Wenn man sich (manchmal) also nicht vorstellt, wie sich der Mensch fühlt, scheint es so, als wäre es dem Charakter egal, was geschehen ist.
Dennoch sind die Charaktere sehr schön ausgearbeitet. Man erfährt bis auf das kleinste Detail, welche Angewohnheiten sie haben und kann sich jeden sehr gut vorstellen, kann sich aber, wie schon gesagt, nur schlecht in sie hineinversetzen.

Die Handlung ist auch, trotz den “vielen” Kritikpunkten, bewundernswert. Mattia und Alice stehen sich sehr nahe, sind aber durch Handlungen des anderen immer ein wenig voneinander entfernt. Sie sind durch ihr beides Leid zueinander hingezogen, doch immer steht irgendwas oder irgendwer zwischen ihnen.
Man ärgert sich nicht, dass dies so ist, sondern kann verstehen, wie die beiden sich nicht richtig nähern können. So baut Giordano eine hohe Spannung auf, die aber meiner Meinung nach leider manchmal unter der eben erwähnten “Gefühlsbeschreibung” Giordanos leidet.
Außerdem ist der Schreibstil von Giordano sehr schön, wenn auch außergewöhnlich. Er zieht einen in den Bann, und so lässt einen das Buch bis zum Ende nicht mehr los und regt einen sogar ein wenig zum Denken an.

Mein Fazit:

Ich weiß leider nicht recht, ob ich das Buch einem Freund empfehlen würde, da die Handlung zwar sehr schön ist und der Schreibstil einen in den Bann zieht, leidet das Buch doch darunter, dass man Gefühlstechnisch nicht wirklich bis garnicht angesprochen wird, bzw. das man sich die Gefühle selber “ausdenken” muss.
Also, wer darüber hinweg sehen kann, dem würde ich das Buch sehr ans Herz legen. Wer aber damit nicht zurecht kommen würde, dem würde ich das Buch nicht weiterempfehlen. Deswegen gibt es von mir “nur” 2,5, da ich denke, dass jeder das Buch anders sehen würde.

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510 Bibliotheken, 6 Leser, 7 Gruppen, 80 Rezensionen

liebe, tod, leukämie, krebs, leben

Bevor ich sterbe

Jenny Downham , Astrid Arz
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Bertelsmann, C, 20.02.2008
ISBN 9783570010044
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“Bevor ich sterbe” ist für mich kein gutes und kein schlechtes Buch. Man kann es sicherlich lesen, meine Erwartungen hat es dennoch nicht erfüllt.

Die am Anfang des Buches sechzehnjährige Tessa hat mit zwölf die Diagnose der Leukämie bekommen. Nach vier langen Jahren Kampfes gegen den Krebs ist der Tod für sie schon weit fortgeschritten und so beschließt sie, dass sie die aggressiven Therapien abstellen will und ihre letzte Zeit “genießen” will.
Auch, wenn es am Anfang des Buches vielleicht so scheint, Tessa will sich nicht unter ihrer Bettdecke verkriechen und auf ihr langsam fortschreitendes Ende warten. Was dazu führt, dass sie eine Liste voller Dinge schreibt, die sie, bis sie stirbt getan haben will: Sex haben, einen Tag nur ja sagen, einen Tag so viele Gesetze wie möglich brechen und so weiter.
Zoey, Tessas eigenwillige und wilde Freundin, ist auch in die Liste eingeweiht. Sie versteht vielleicht nicht alles und deswegen haben die beiden auch oft Streit – Aber dennoch. Sie hilft Tessa dabei, zumindestens bei den ersten drei Dingen.
Doch bei einem Punkt kann Zoey ihr nicht helfen: Die Liebe. Doch dieser Punkt rückt bald in greifbare Nähe: Denn Tessa tritt bald mit dem netten Nachbarsjungen Adam in Kontakt.

Die Handlung ist eigentlich sehr traurig. Auch wenn ich, wie gesagt, nicht sehr begeistert von dem Buch bin, spürt man immer wie sehr Tessa unter ihrer tödlichen Krankheit leidet. Wie der Krebs nur schleichend fortschreitet und wie Tessa körperlich jede Veränderung wahrnimmt. Für Leute wie mich, die sich noch nie richtig mit dem Krebs auseinander gesetzt haben, stellt es eine furchtbare Realität da. Denn wie wir alle wissen, könnte diese Geschichte von Tessa und Adam gut wahr sein.
Doch irgendwie hat mir dabei etwas gefehlt. Tessas Mutter zum Beispiel scheint kaum an ihrer Tochter interessiert zu sein, scheinbar ohne Grund. Frau Downham erzählt, dass sie Tessa, Cal und ihren Vater schon früh verlassen hatte um mit einem Mann nach Schottland zu ziehen. Selbst als Tessas Diagnose sie erreichte, brauchte sie anscheinend erst einmal eine Ewigkeit bis sie dies realisierte und schließlich “nachhause” zurückkehrte. Aber – sag mir mal bitte einer – wieso? Für mich ist es scheinbar ungreifbar, wieso sie das ganze Buch über die “coole” spielt und man nie merkt, wie (zum Beispiel) ihre Fassade bröckelt, ein kleines Stück Interesse vielleicht. Aber nein.
[Kleiner Spoiler]
Eines Abends, zum Beispiel, als Adam und Tessa eigentlich tanzen gehen wollten. Tessa leidet an diesem Abend ganz plötzlich unter Nasenbluten. Ihre Mutter schaltet sofort, holt ein Taxi und – was ich auch nicht an Tessa verstehe – lassen den armen Adam zurück, der seiner Tessa eigentlich nur helfen wollte. Tessa war diejenige die Adam zurückgewiesen hatte und wieder verstehe ich nicht wieso. Ich könnte mir zwar vorstellen, dass sie nicht will, das er sie leiden sieht, aber wieso auch? Sonst ist sie ja auch so wild darauf das er sie zum Beispiel später im Krankenhaus besucht.

Okay, worauf ich eigentlich hinaus wollte. Tessa landet nun im Krankenhaus und muss wieder eine Spritze bekommen, die sie – glaube ich zumindestens – beruhigen soll. Ihre Mutter bleibt die ganze Zeit lang total ruhig, wobei ich eigentlich erwartet hätte, dass sie zum Beispiel ANGST hätte. Für mich wäre es für eine Mutter eine normale und verständliche Sache gewesen, oder nicht? Normale Mütter sitzen nicht dort und tun so, als wüssten sie von nichts.

Oder die Beziehung von Adam und Tessa. Tessa landet am Ende des Buches im Krankenhaus, nachdem sie sich überanstrengt hatte. Sie wacht ein paar Tage nicht mehr auf und so ist auch der geplante Urlaub nach Sizilien in weite Ferne gerückt.
Aber nachdem Tessa sich aus dem Krankenhaus ausweisen lies, hat sie nichts anderes mehr im Kopf als wieder mit Adam zu schlafen. Okay, was ich ja noch einigermaßen “einsehe”. Als sie dann aber bei Adams Mutter klingelt und dieser auf einem Vorstellungsgespräch bei einer Uni ist, zerstört sie für mich ohne Grund die ganze Garnitur ihrer Wohnung.

So welche Dinge passieren für mich im Laufe des Buches oft. Also Dinge, bei dennen sich der Leser selber fragt, wieso dies nun passiert und Downham entweder keine Gründe oder scheinbar “dumme” Gründe liefert.
[Spoiler ende]
Insgesamt könnte das Buch für mich immernoch mehr Tiefe haben. Vielleicht hätte Adam mehr auf ihre Krankheit “reagieren” sollen, keine Ahnung.

Nun zu den Charaktern. Dies ist einer der Punkte, die mich dazu gebracht haben, dem Buch noch die halbe Punktzahl zu geben.
Tessa ist zum Beispiel eine zwar anstrengende Protagonistin, aber dennoch ist sie liebevoll und – was für mich sehr, sehr wichtig ist – man versteht sie mit den Dingen, die sie auf die Liste schreibt. Man kann sich als Leser gut vorstellen, das man, wenn man auch unter Leukämie leiden würde, vielleicht sogar das Gleiche tun würde.
Auch wenn ich vielleicht nicht ihre Mutter verstehe, so ist für mich wenigstens ihr Vater authentisch. Er macht sich wahnsinns Sorgen um seine Tochter und verbringt Tag- und Nacht damit, nach irgendwelchen Methoden zu suchen, um Tessa wieder gesund zu machen. Die er, leider, aber nicht findet.
Selbst die Beziehung zwischen Cal (ihr Bruder) und Tessa ist für mich sehr authentisch. Sie streiten sich ganz normal und werfen sich trotz ihrer Krankheit manchmal ziemlich “heftige” Sachen an den Kopf, die sie dann aber doch – ganz normal – vergessen. Doch selbst Cal will nicht, dass seine Tochter stirbt und erlaubt ihr im Nachhinein sogar – was für mich wirklich das Süßeste war, was ich je gehört habe – bei ihm zu spuken.

So versteht man als Leser auch Adam, Zoey und co. Hier hat Frau Downham sehr, sehr gute Leistung (ausgenommen bei ihrer Mutter) geleistet.

Der Schreibstil Frau Downham ist eigentlich ganz okay, aber nicht überragend. Der Leser stört sich an den langen Beschreibungen (und manchmal komischen Metaphern), weswegen da noch viel Raum nach oben ist.
Als Tessa am Ende des Buches stirbt, benutzt Frau Downham eine sehr komische Art ihr Sterben zu beschreiben. Die Zeilen, die so geschrieben sind, das Tessa die Gespräche in ihrem Zimmer zwar hört sind zwar ganz okay, aber komischerweise hat Frau Downham auch irgendwelche Textstellen, die weder Satzzeichen noch Großschreibung (Satzanfang) besitzen. Ein Beispiel:

Zitat: “der Urknall war der Ursprung unseres Sonnensystems und erst da ist die Erde entstanden und erst ab da konnte es Leben geben und nachdem der ganze Regen und all das viele Feuer vorüber waren kamen Fische dann Insekten Amphibien Dinosaurier Säugetiere Vögel Primaten Hominiden und schließlich Menschen”
S. 311, Z. 7-11

Ich grübele immernoch, was dies zu bedeuten mag. Vielleicht war es ein Versuch Downhams irgendwie poetisch zu klingen, was für mich aber kläglich versagt ist.

Mein Fazit:

Bevor ich sterbe ist kein gutes, und kein schlechtes Buch. Es konnte mich leider dennoch nicht begeistern. Ob ich es nun einem Freund empfehlen würde, weiß ich nicht wirklich – Wer mit den Dingen, die ich hier aufgelistet habe, klar kommt – kann es meinetwegen lesen.

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(2.231)

3.679 Bibliotheken, 34 Leser, 37 Gruppen, 542 Rezensionen

liebe, panem, hungerspiele, katniss, peeta

Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss ,
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.07.2009
ISBN 9783789132186
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wider allen Vorurteilen die ich dem Buch ungerecht entgegen gebracht habe, hat mir das Buch wirklich ausgezeichnet gefallen. Frau Collins hat mit “Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele” ein unvergessliches Buch (und vielleicht auch Reihe) erschaffen, das wirklich jeder einmal gelesen haben muss!

Die Handlung ist ziemlich schwer zusammen zufassen, da ich nicht sehr viel über die eigentlichen Hungerspiele und deren Verlauf verraten will, da vielleicht noch nicht jeder meiner Leser dieses wunderbare Buch gelesen hat. Also erzähle ich nur, wie es dazu kam:
Katniss, ihre kleine Schwester Prim (oder auch Primrose genannt, genau wie Katniss sind beide nach Blumen benannt) und ihre Mutter kämpfen, seitdem Katniss Vater gestorben ist, jeden Tag ums überleben. Katniss Mutter, die durch den Tod ihres Mannes nicht mehr recht zurechnungsfähig ist, macht es Kat so sehr schwer: Sie muss, seitdem ihr Vater Tod ist, für das Überleben ihrer Familie sorgen. Weswegen sie ein schlimmes Verbrechen in Panem fast täglich vergeht: Nämlich mit ihrem beliebten und hübschen Freund Gale geht sie fast jeden Tag in den verbotenen Wald außerhalb des Distriktes.

Panem ist in verschiedene Distrikte aufgeteilt: 1 bis 12 (es gab mal einen dreizehnten Distrikt, der aber zerstört wurde – es wird nicht erwähnt, wieso / Habe ich anscheinend irgendwie überlesen, da Stephie und Holly meinten, dass es am Anfang des Buches erwähnt wurde. Der 13te Distrikt wurde wegen Rebellion zerstört und deswegen gibt es erst auch die Hungerspiele). Jeder dieser Distrikte ist verschieden reich und hat somit auch seine bestimmten Bedeutungen. Distrikt 12 ist zum Beispiel für die Minen und deren Kohleförderung zuständig, was sie zu dem ärmsten Distrikt macht. Katniss Vater ist im übrigen genau wegen der Minenarbeit gestorben – Eine Mine ist über ihm zusammen gebrochen.

Wie jedes Jahr kommt es in Panem (dieses “Panem” befindet sich in Nord-Amerika) zu den Hungerspielen, die zur Bewältigung der Rebellionen in Panem gelten sollen. Diese Hungerspiele besagen, dass aus jedem Distrikt zwei junge Menschen (das genaue Alter habe ich nicht mehr im Kopf) (ein Mädchen und ein Junge) in eine Arena zusammengesteckt werden und sich zur Unterhaltung des Kapitols gegenseitig umbringen müssen (Die Spiele werden live im Fernsehn übertragen). Werden die Spiele langweilig, lassen sich die Spielemacher irgendwelche Fallen einfallen, die die Tribute irgendwie zusammen pferchen. In diesem Fall kommt es zum Beispiel zu einem riesigen Waldbrand und Feuerbälle, die die Tribute aus dem schützenden Wald drängen. Der Sieger bekommt ein besonders schönes Haus in dem jeweiligen Distrikt und kriegt auch jede Menge Geld.
Da die ersten Distrikte die Reichsten sind, haben diese auch meistens die stärksten Tribute, die sogeannten “Karrieros”. Dies sind junge Menschen die genau für die Hungerspiele trainiert und vorbereitet werden, was zwar verboten ist, aber dennoch jedes Jahr immer und immer wieder passiert. Was dazu führt, dass die meisten Sieger der Spiele aus den ersten vier Distrikten herausgehen – Bis auf eine Ausnahme, nämlich Haymitch. Er kam genau wie Katniss aus dem zwölften Disktrikt.
Da die Leute aus dem 12 Distrikt sehr arm sind, können sie für so genannte Terrasteine mehrere Lose in die Trommel werfen. Was dazu führt, das Katniss sehr viele Lose hat, genau so wie ihr Freund, Gale. Beide haben also eine sehr große Wahrscheinlichkeit, dass sie gezogen werden und doch – es kommt anders.
Bei der Ziehung kommt es zu einer Überraschung, die Kat nie erwartet hätte: Prim, die dieses Jahr das erste Mal bei den Hungerspielen dabei ist, wird gezogen. Da Kat ihre Schwester über alles liebt opfert sie sich und meldet sich anstelle ihrer Schwester als freiwillige.
Und als Junge wird auch nicht Gale, sondern ein Bäckersjunge, nämlich Peeta Mellark gezogen. Kat kennt ihn und was ihr zu schaffen macht ist, dass er ihr schon einmal das Leben gerettet hat, nämlich als sie und ihre Familie kurz vor dem Verhungern war und er ihr ein verbranntes Laib Brot zugeworfen hat.
Aber Kat ist sich sicher, dass sie ihm dies bei den Spielen nicht anrechnen kann und darf. Nämlich weil sie ihrer Schwester fest versprochen hatte, zu versuchen zu gewinnen.

Und wieder kommt es anders, als die beiden es erwartet hätten: Haymitch, der eigentlich die meiste Zeit betrunken ist, reißt sich zusammen und verschafft den beiden eine gute Chance bei den Spielen zu überleben. Cinna – der Stylist, der die beiden herausputzt – hat eine buchstäblich blendende Idee, die die Beiden aus der Masse hervorheben soll.
Da bei dem Zug, an dem die Tribute gezeigt werden, jedes der Tribute zu der Aufgabe des Distriktes passend gekleidet sein muss, kommt der Stylist durch die Kohle auf die zündende Idee. Der Distrikt, aus dem Kat und Peeta kommen, ist, wie schon erwähnt, für die Kohle bekannt. Und was macht man mit Kohle? Man verbrennt es. Und so kommt er auf die Idee, Kat und Peeta in “Feuer” zu setzen ;)
Durch diese Idee bleiben sie bei den Sponsoren, die während des Spieles zum Beispiel lebensrettende Medizin in die Arena zu den Tributen bringen können, im Gedächtnis hängen.
Aber auch eine andere Idee – die Kat zuerst garnicht gefällt – scheint den Sponsoren zu gefallen. Die Idee, das Peeta und Kat auf ein Team machen und später sogar vorgeben, dass Peeta in Kat verliebt wäre. Diese Idee, um es kurz zusagen, macht den beiden bald sehr zu schaffen – da eigentlich nur einer die Spiele gewinnen darf und, da sie selbst in der Arena das liebende Paar vorgeben müssen, droht diese achso gute Idee wahr zu werden.

Die Handlung ist einfach nur außergewöhnlich und nimmt einen vollkommend ein. Wer genau wie ich am Anfang wegen der Beschreibung und des so öffentlichen Hypes Zweifel an dem Buch hat, sollte diese schleunigst ablegen!
Wie bei vielen Leuten, hat mich die Welt, die Frau Collins erschaffen hat, sehr beeindruckt. Die Idee, dass eine reiche Art von Gruppe über die armen “Grüppchen” herrscht kann man in gewissermaßen sogar auch noch auf unsere heutige Welt übertragen.
Das sie den Armen dann auch noch mit diesen schrecklichen Spielen bei kommen ist genau so schrecklich. Man kann mit den armen Leuten aus den armen Distrikten mitfühlen und hegt von Anfang an einen riesen Hass gegen das Kapitol und die Spielemacher.
Ich mag da vielleicht falsch liegen, aber ich finde, die Spiele kann man in gewissermaßen auch mit der Aufmachung der Sendung Big Brother vergleichen. Die 24 Tribute werden zusammen gepfercht und ganz Panem (oder ganz Deutschland) kann ihnen 24 Stunden lang zuschauen, sogar live. Deswegen kann man sich auch sehr gut vorstellen, wie das Kapitol voller Spannung und Freunde dort in Panem vor dem Fernseher sitzt und dem Sterben der jungen (und armen, da sie einem zu 99% einfach Leid tun) Menschen zuschaut.
Auch die Arena, von dem vielen Wäldern, Seen und bis zu dem Füllhorn (das zu Anfang der Spiele mit wichtigen Sachen vollgestopft ist, wie zum Beispiel Arzneien, Waffen und so weiter), kann man sich einfach nur fantastisch vorstellen.
Egal, wie man es sieht – Frau Collins hat einem einfach eine sehr realistische und erschreckend gut beschriebende Welt erschafft. Für mich ein riesiger Pluspunkt!

Der Schreibstil von Frau Collins ist einfach, reicht aber dennoch aus. Er ist nicht überragend, aber der Leser wünscht sich nie mehr und selbst ich, als Gegenwarts-Kritikerin (die Geschichte wird in der Gegenwart, nicht in der Vergangenheit erzählt), habe gefallen an dem “Gegenwarts”-Schreibstil gefunden.
Dieser Tempus bringt einem die Geschichte sogar, vielleicht, noch näher. Man hat das Gefühl man bekommt alles hautnah und live mit.
Und auch wenn, wie schon erwähnt, Suzanne Collins Schreibstil nicht überragend ist, beschreibt er alles sehr gut. Man kann sich sehr, sehr gut in die Charaktere hinein versetzen und bekommt jede Gefühlsregung mit. Am Ende, als eine ganz bestimmte Stelle (die ich unten in dem spoilergekenntzeichneten Teil erwähnen werde ;) ), hatte ich sogar Tränchen in den Augen.

Die Charaktere sind für mich auch alle sehr beeindruckend dargestellt worden. Man versteht eben, wieso sie so sind, was für mich sehr gut ist.
Katniss, zum Beispiel, hat eine sehr starke Persönlichkeit. Sie muss diese auch von Anfang an haben, da sie ja schon am Anfang des Buches regelrecht für das Überleben ihrer Familie kämpfen muss. Ihre Mutter kann ihr nicht helfen, da sie a. nicht jagen kann und b., wie schon erwähnt, etwas… verwirrt (kann man das so so sagen?) ist. Prim, die noch sehr jung ist, kann ihr nur mit der Ziege helfen, die Kat ihr eines Tages zum Geburtstag geschenkt hatte. Ziegen bringen bis zu 4 Liter Milch am Tag zustande, was für manche armen Familien eine regelrechte Goldgrube ist.
Natürlich kommt ihr eben auch diese harte Person in den Spielen gerade nur recht – Ohne diese hätte sie, meiner Meinung nach, auch nicht lange überlebt.

[Achtung: Ab hier Spoiler]

Was mich an dem Buch aber leicht gestört hat, ist, dass Kat nie wirklich kapiert das Peetas “gespielte” Verliebtheit garnicht gespielt ist. Selbst der Leser denkt im Laufe des Buches “wieso kommt die denn nicht darauf?!” – So offentsichtlich ist es, das Peeta es eben doch ernst meint. Auch Haymitch, Cinna und co. machen gewisse Andeutungen, die in die Richtung zeigen, dass Peeta in sie verliebt ist. Aber Kat kapiert nicht. Was dazu geführt hat das ich, als Kat am Ende des Buches Peeta damit sehr verletzt, in dem sie es irgendwie schafft, zu behaupten, das alles nur gespielt ist, einfach nur noch wild rumschreien wollte. So schafft es Katniss das die beiden sich ohne Grund auseinander “leben” und aufeinmal ein kleiner Streit zwischen ihnen herrscht. Und zack, hatte ich Tränen in den Augen – Weswegen wohl? Weil Katniss so dumm reagiert hat oder weil es einfach nur eine traurige Szene war? Darüber bin ich mir im Moment leider nicht sicher.

Auch dieses Rumgeknutsche in der Arena hätte meiner Meinung nach noch viel mehr romantisches haben können. Aber nein: Die beiden küssen sich und auch wenn Kat sogar an einem Kuss gefallen findet, irgendwie erwähnt, dass sie vielleicht auf dem “Weg” ist, sich in Peeta zu verlieben, wird es nicht.

Zwar hat mich die zweite Regeländerung (das doch keine zwei Tribute gewinnen können) nicht überrascht, aber der plötzliche Lichtblick aus Katniss – tut mir leid, aber ich kann es einfach nicht anders benennen – Dummheit hat mich einfach nur gefreut. Mit der Idee, das beide die tödlichen Beeren die auch das Tribut das beide “Fuchsgesicht” nennen, umgebracht hat, essen, schaffen sie es dennoch das beide überleben können.

Definitiv ein kleiner Minuspunkt, der das Buch 0,5Sterne kostet – Aber nicht mehr, da der Rest des Buches diesen Minuspunkt für mich einfach wett macht. Denn auch trotz Katniss Blauäugigkeit ist die Liebe zwischen Peeta und Katniss (ihr könnt sagen, was ihr wollt, ich glaube auch, das sie in ihn verliebt war/ist :o ) sehr… außergewöhnlich.

[Spoiler Ende]

Was ich auch noch ein wenig hervor heben will, ist, das wunderschöne Cover im Gegensatz zu den englischen Exemplaren (die für mich einfach nur alt aussehen). Für mich ist es eins der schönsten Cover, die ich je gesehen habe.

Mein Fazit:

Also, ich hoffe, ich habe irgendwie rübergebracht wie unglaublich gut dieses Buch ist. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen dieses Buch zu lesen!

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liebe, freundschaft, trennung, schule, arena

Take me there

Susane Colasanti , Barbara Abedi
Fester Einband: 325 Seiten
Erschienen bei Arena, 14.01.2010
ISBN 9783401064291
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei dem Buchrücken von Take me there: Eine Geschichte zum Verlieben von Susane Colasanti könnte man vielleicht denken, das dieses Buch eine 0-100-80 Teenie-Liebesgeschichte ist, doch wer das denkt, liegt ganz falsch. Zwar ist sie nicht sehr tiefgründig, zieht einen jedoch in den Bann und überzeugt durch seine eben etwas andere Schreibweise.

In dem Buch geht es um drei Freunde, James, Rhiannon und Nicole die in einem Zeitpunkt ziemlich einschneidende Ereignisse erleben. Rhiannon versucht ihren Exfreund, der ihr anscheinend ohne Grund schluss gemacht hat, zurück zuerobern und stößt dabei auf das ein oder andere Problem; Nicole hat gerade wegen eines Vorfalls (den man erst am Ende des Buches erfährt) mit ihrem Freund Danny Schluss gemacht und ist kurz davor, sich in einen Lehrer zu verlieben, während James ziemlich irritiert ist, dass Rhiannon es so abstoßend fand, das sie auch zusammen sein könnten. Am Ende kommt dann ziemlich alles so, wie man es nicht erwartet hätte.
Das Buch ist ersteinmal in drei größere Teile aufgeteilt, die jeweils einen Zeitsprung von ein paar Tagen enthällt. Zudem sind auch zu jedem Kapitel Sprüche angebracht, die auf den Inhalt hinweisen. Diese drei Teile sind wieder in drei Teile aufgeteilt, die jeweils in der Reihenfolge Rhiannon – Nicole – James in der gegenwärtigen Ich-Form über die verschiedenen Situationen erzählen, und so erfährt man genau, wie die drei besten Freunde sich bei den Ereignissen fühlen bzw. was ihnen passiert.

Auch wenn einem diese “eigenartige” Aufteilung auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen kann, wirkt sie, wenn man sie liest wunderbar. Man kann sich dadurch sehr gut in alle Personen hineinversetzen und kommt nicht nur mit einer Person in Kontakt, was, meiner Meinung nach, eine gelungene Abwechslung ist.
Doch leider hat diese Vorgehensweise meiner Meinung nach auch einen kleinen Mackel – Nämlich, das das Buch sehr leich voraussehbar werden kann. Der Leser erlebt ja die verschiedenen Tage in den drei Sichten und so kommt es ein paar mal dazu, das mal mehrere Situationen mehrmals liest.
Was das Buch leider an manchen Stellen voraussehbar macht.
Dennoch hat mir das nicht sehr viel ausgemacht, weil das Buch so oder so sehr spannend ist. Der Leser möchte erfahren, wie Rhiannon dann mit Steve zurecht kommt, was mit Nicole und ihrem Lehrer geschieht und wieso James so überrascht davon ist, dass Rhiannon es so abstoßend findet, das die beiden zusammen sein könnten.
Die Handlung ist zwar nicht sehr besonders, zieht einen dennoch sehr in den Bann. Ich konnte das Buch bis zum Ende nicht aus der Hand legen!

Dazu kommt auch noch, das ich eigentlich kein großer Fan von Geschichten bin, die in der Gegenwart handeln. Meistens werden die Geschichten stumpf und gefühllos, aber dieses Buch war das erste, wo mich das nicht gestört hat. Im Gegenteil: Ich denke mir, das die Geschichte einen so noch eher in den Bann ziehen kann/wird.

Mit den Charakteren freundet man sich wirklich schnell an. Durch dieses drei Teile-Schema das angewandt wird, lernt man sie und ihre Ansicht von der Situation, wie schon erwähnt auch sehr gut kennen.

Mein Fazit:
Auch wenn ich dem Buch leider wegen der Vorraussehbarkeit nur 4 Sterne geben kann, bin ich trotzdem froh, es gelesen zuhaben. Dies habe ich einzig und allein der lieben Frau Bluemcke von dem Arena Verlag zuverdanken, die das Buch für mich ausgesucht hat. Ohne sie wäre ich sicherlich nicht darauf gekommen, es zu beantragen. Vielen Dank an dieser Stelle nocheinmal!
Also – Wer die Gelegenheit hat, sollte es sich auf jeden Fall zulegen. Zwar ist dieses Buch nicht der Überflieger, lohnt sich aber definitiv!

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wasser, fantasy, magie, freundschaft, sayuri

Sayuri

Carina Bargmann
Fester Einband: 515 Seiten
Erschienen bei Arena, 20.01.2010
ISBN 9783401064468
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auch wenn Sayuri von Carina Bargmann ein annehmbares Buch ist, hätte ich viel mehr davon erwartet, ganz alleine von den vielen guten Bewertungen bei Amazon und den vielen Rezensionen, die so von dem Buch schwärmen. Vielem kann ich da leider nicht zustimmen!

Das Wasser des Flusses Shanu, der durch ein Königreich fließt, droht zu versiegen. Es scheint so, als würde der Fluss das ganze Königreich mit Wasser versorgen, die Liganer, die reichen Menschen aus dem Reich und auch die Taller, die meist sehr arm sind. Was die Tallerin Marje nicht so sieht: Sie denkt, das der Kaiser sich nur um die reichen Menschen aus dem Reich kümmert, und die Taller elendig verrecken lässt. Kiyoshi ist der Neffen des Kaisers – der sich aber hinter seinem Bruder Miro um die Quelle des Flusses kümmert, und Soldat im Reich. Eines Tages erwischt er Marje dabei, wie sie sich vom Palast stielt und hilft ihr, aus einem Grund, den er selber nicht begreift. Marje aber, ganz hasserfüllt gegen ihn, sticht im mit einem Dolch in den Brustkorb und haut dann ab. Er überlebt, hat aber lange mit der Wunde zu kämpfen.
Kurz darauf passiert das Schlimmste, was für die Taller passieren könnte: Da der Kaiser immer schwächer wird, und der Fluss Shanu anscheinend immer weiter sinkt, beschließt Miro, alle 16 Jährigen aus dem Reich zu verbannen. Natürlich trifft er da auf sehr viel Widerstand, aber entgegen den Vermutungen der Taller lässt er auch Liganerkinder verbannen…. Doch das alles scheint nicht zu stimmen, das, was wirklich der Grund der Verbannung der Kinder ist eine Freundin von Marje, Sayuri.

Ich will natürlich nicht zuviel über die Handlung vorher nehmen, aber auch wenn ich von dem Buch reichlich enttäuscht bin, hat es eine sehr außergewöhnliche Handlung. Sie ist wirklich schön, doch leider hat die Autorin dies, meiner Meinung nach, nicht sehr gut umgesetzt.

Ein Grund ist ihr Schreibstil. Bei dieser wirklich zauberhaften, tollen Handlung wünscht man sich natürlich einen ausschmückenden, schönen Schreibstil der, wenn es nötig ist (Wie z.B. am Anfang, wo Marje und Milan über eine Kristallbrücke gehen) alles eingehend beschreibt. Leider macht dies Frau Bargmann aber nicht. Sie beschreibt alles sehr kurz und knapp, was einem natürlich gefallen kann, mir aber definitiv nicht.
Durch diesen einfachen Schreibstil wird das Buch schnell öde und in gewisserweise zur “leichten Kost” – Deswegen hat man das Buch auch relativ schnell durch. Dieser leichte Schreibstil verführt einem aber auch dazu, die Seiten nur zu überfliegen bzw. nicht wirklich eingehend zu lesen.
Wie gesagt, ich könnte einige Szenen aufzählen, die wirklich an mehr Beschreibung gebraucht hätten. Da dies meistens fehlt, fehlt auch die ganze emotionale Schiene. Der Leser wird davon nicht in den Bann gezogen, muss sich selber vorstellen, was die Charaktere fühlen. Wenn dann mal die Gefühlslage der Charaktere beschrieben wird, ist sie meistens fehl am Platz. “Auf einmal” kann Frau Bargmann da wirklich beschreiben, was sie aber nie an den Stellen anwendet, wo sich der Leser wünscht, mehr Gefühl zu haben, sondern an solchen, wo etwas eher unwichtiges passiert.

Wie schon erwähnt, die Handlung des Buches ist eigentlich sehr schön. Wenn man davon absieht, das Carina Bargmann eher nicht durch ihren Schreibstil überzeugt, kann man das Buch durchaus lesen. Aber durch diesen großen Minuspunkt durch ihre Schreibart, kann man das Buch eben nicht gänzlich genießen. Doch auch die Handlung hat ihre beiden Minuspunkte, die für mich auch sehr ausschlaggebend sind.
Der Buchanfang ist sehr überstürzt. Der Leser wird wirklich extrem ins Handeln reingeschmissen und kann sich erst in den ersten 50-60 Seiten wirklich einfinden. Marje und ihr Bruder Milan befinden sich in einer Zinade – einer Art Kontrollquelle von dem Wasser, das im Shanu fließt, was man erst viel später was sie da getan haben, beziehungsweise wieso.
Das der Leser in die Handlung ziemlich “reingeschmissen” wird, ist meiner Meinung nach ein fehlgeschlagener Versuch von Frau Bargmann, Spannung aufzubauen. Der Leser weiß nur nicht, um was es geht und versteht, wie gesagt, den Anfang erst später. Dieser Anfang hätte mir fast die Lust am Lesen des Buches genommen, was wirklich schade finde.
Oder am Ende des Buches stirbt eine ganz bestimmte Person, ganz plötzlich und ohne, das der Leser es irgendwie sofort wahrnimmt. Diese Person ist – Ich hoffe, ich verrate nicht zu viel – sehr wichtig in dem Buch, und als diese Person stirbt, wird nicht einmal beschrieben, das sie irgendeinen Schmerz empfindet. Nach Bargmanns Wörtern fühlte sie sich aufeinmal schwerfällig und müde, von einem Stich ist nie die Rede.

Auch wenn ich soviel an dem Buch zu meckern habe, waren die Charaktere wirklich sehr toll. Man hat sich trotz fehlender Schreibstilkünste mit ihnen identifiziert und hat sie sofort ins Herz geschlossen. Außerdem sind sie alle sehr, sehr verschieden und gut ausgebaut.
Marje überzeugt einem mit ihrer imposanten Art und auch wenn sie manchmal sehr… stark reagiert, denkt der Leser nie, das sie wirklich überreagiert. Bargmann zeigt ihre sanfte Art, ihren Sinn für Gerechtigkeit aber auch ihren Willen, für die, die sie liebt zu kämpfen.
Kiyoshi fasst man auch sofort ins Herz. Er ist zwar der Neffe des Kaisers – Zumindestens scheint es so, zweifelt aber ganz offen an Miros Verhandeln und geht ihm auf auf den Leim. Man findet es nicht merkwürdig, wieso er Marje hilft – Man versteht es irgendwie, auch wenn es keinen “wirklichen” Grund gibt. Man fühlt mit ihm, da seine Welt zu diesem Moment wirklich auseinander bricht.
Sayuri – das kleine, grauhaarige, bleiche Mädchen das mit ihrer stummen Art - gewinnt man richtig lieb, genau wie Yuuka und Suieen, die Marje, Sayuri und Kiyoshi erst später in der Wüste

Nicht zu vergessen das Irrlicht Shio, das man im Laufe der Geschichte richtig lieb gewinnt.
Auch die Kreaturen, die Bargmann erschafft, sind sehr liebenswert. Man hat zwar am Anfang eventuell seine Probleme, die ganzen Kreaturen auseinander zuhalten (Da man auch meistens erst später Erklärungen bekommt, was das genau für Wesen sind, von dem einem da gerade erzählt wird).
Wilijare, Zentauren und natürlich die schrecklichen Söldnerklans mit ihren riesigen Echsen (der Name dieser Kreaturen fällt mir grad leider nicht ein, tut mir leid!), die man vielleicht nicht ganz so lieb gewinnt.

Mein Fazit:

Man kann das Buch definitiv lesen, darf sich aber nicht große Hoffnungen auf ein unglaubliches Buch machen. Das Must-Read ist es also nicht!
Auch wenn mir das Buch nicht so gut wie die vorherigen Rezensionsbücher von Arena (“Echte Feen, falsche Prinzen“, “Take me there: Eine Geschichte zum Verlieben”) gefallen hat, bedanke ich mich jetzt nocheinmal herzlichst bei Frau Bluemcke, die die drei Bücher für mich ausgesucht hat!

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