Ping

Pings Bibliothek

78 Bücher, 38 Rezensionen

Zu Pings Profil
Filtern nach
78 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Rendezvous fatal

Francis Ryck , Marina Edo
Flexibler Einband
Erschienen bei Ullstein TB
ISBN 9783548243917
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

youtuber, humorvoll

Der Letzte macht den Mund zu

Michael Buchinger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548376783
Genre: Humor

Rezension:

Zum Verständnis vorneweg: Michael Buchinger ist ein österreichischer YouTuber, er schreibt allerdings auch für Magazine (Kolumnen). Ich habe ihn aber als YouTuber kennengelernt, seinen Kanal verfolge ich seit einigen Jahren. Ich würde den Kanal unter „Comedy“ und „Lifestyle“ einsortieren, denn er veröffentlicht beispielsweise Sketches, Bastel- Koch- und Backvideos mit komödiantischen Touch und besonders sein Format „Hassliste“ erfreut sich großer Beliebtheit.
Dort gibt er monatlich mit viel Sarkasmus und mehr oder weniger gespielten Grant zum Besten, was ihn in den letzten Wochen negativ aufgefallen ist, denn gemeinsam hasst es sich am schönsten.

In „Der Letzte macht den Mund zu“ geht es um Geschichten aus Michael Buchingers Leben, in denen er mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und liebevoll grantig erzählt, mit welchen Problemchen er sich herumschlagen musste oder muss oder welche Dinge ihm einfach nerven und warum.

Man kann sich dieses Werk wie eine Aneinanderreihung von Kolumnentexten vorstellen, nur nicht von Carrie Bradshaw, sondern von Michi Buchinger und nicht nur über Sex and the City, sondern eher über alles, was ihn in letzter Zeit genervt hat. Warum sollte man sich das Gejammere und Gekeife von einem 24-jährigen Wahlwiener geben? Weil es ziemlich witzig geschrieben ist und man sich auch das ein- oder andere Mal in den Erzählungen wiederfindet und mitfühlend mitnickt.

Klar, Humor ist Geschmackssache und nicht jeder übertriebener, humorvoll gemeinter Vergleich trifft ins Schwarze oder kann die Problematik nicht nachvollziehen, aber an diesen Stellen konnte ich mit Leichtigkeit drüber hinwegsehen, denn mir war die „Punchline-Dichte“ dennoch hoch genug und ich habe mich köstlich amüsiert.

Ich wollte mir die in 21 Kapitel abgeteilten, einander unabhängigen „Essays“ einteilen und jeden Tag nur eines lesen (eines ist etwa 10 Seiten lang), diese Rechnung ging aber nicht auf, da ich das Buch viel schneller verschlungen habe.

„Der Letzte macht den Mund zu“ liest sich flüssig, kurzweilig und ist „typisch Michi“. Wenn man seine Videos kennt, kann man die Texte in Gedanken genauso lesen, wie er sie erzählen würde, was für noch mehr Spaß sorgt. Wem also die YouTube-Videos von Michael Buchinger gefallen, der wird auch mit dem Buch eine Freude habe.

Die Frage, die man sich als YouTuber-Schauer stellt, mag vielleicht sein: Wie viel Neues findet man im Buch oder sind das eh nur Hassliste in schriftlicher Form? Nun, da der YouTuber und der Autor dieselbe Person mit denselben Charakterzügen und Erfahrungen sind, kommt einen schon einige Anekdoten bekannt vor.
Ich habe so ziemlich alle Videos von ihm gesehen, folge ihm aber nicht großartig auf seinen anderen Social Media-Plattformen wie Instagram und die Anzahl der Kolumnen, die ich von ihm gelesen habe, kann ich an einer Hand abzählen. Ich erkannte etwa drei oder vier Kapitel so ziemlich zur Gänze.
Wenn ihr also „nur“ seine Videos eifrig verfolgt und etwa ein Gedächtnis wie ich habt, lohnt sich das Buch meiner Meinung nach und ihr werdet vergnügsame Stunden damit verbringen.

Ein beliebtes Stilmittel von Michi sind vor allem seine absurden und lustigen Vergleiche. Hier ist mir positiv aufgefallen, dass sie nicht ganz so obszön ausgefallen sind. Die sind für meinen Geschmack in so manch einem Video von ihm nämlich ein bisschen zu oft vorgekommen.
Dafür gab es weiterhin Anspielungen auf Celebrities etc. Dass da sogar einmal eine meiner Lieblingsserien, „Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft“ fiel, ließ mein Herz höherschlagen, denn wenn ich Leuten von dieser alten Serie vorschwärme, kassiere ich nur ratlose Blicke.

Fazit: Ich schaue regelmäßig Buchingers YouTube-Videos, lese aber nicht seine Kolumnen und mir wurde genug Neues in „Der Letzte macht den Mund zu“ geboten. Ich fand es „Typisch Michi!“: exzentrisch, sarkastisch und bildhaft. Wer Michael Buchinger noch gar nicht kennt, kann diesen Namen ja mal ein YouTube eingeben und sich ein eigenes Bild machen, bevor man zum Buch greift.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Maui fängt die Sonne

Manfred Chobot
Fester Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Deuticke in Zsolnay, 09.03.2001
ISBN 9783216305749
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(118)

226 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

entführung, new york, paris, brooklyn, frankreich

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783866124219
Genre: Romane

Rezension:


Von Musso kenne ich bereits "Vierundzwanzig Stunden", das war so ein Mindfuck-Roman, der mich gut unterhalten konnte.
Auch bei dem Roman "Das Mädchen aus Brooklyn" kam keine Langeweile auf und das Ende finde ich zufriedenstellend, es wurden alle Stränge erklärt.
Wer bisher den Inhalt gelesen oder gehört hat, das etwa so geht: "Raphaël möchte seine Verlobte Anna heiraten, aber nicht, bevor sie sich nicht endlich öffnet und von ihrer Vergangenheit erählt, die sich bisher immer unter Verschluss hielt. Daraufhin zeigt Anna Raphaël ein Foto mit drei verkohlten Leichen und sagt "Das habe ich getan." Kurz darauf verschwindet Anna und Raphaël geht der Sache auf die Spur", dann habt ihr auf keinen Fall zu viel erfahren, denn diese Abhandlung geschieht in den ersten beiden Kapitel und dann fängt die Schnitzeljagd erst so richtig an!


Raphaël hat einen kleinen Sohn aus einer früheren Beziehung, was aber eigentlich nicht wirklich relevant ist und die Szenen haben mir persönlich nichts gegeben. Aber vielleicht sollte das zur Authentizität beitragen, weil es nun mal passieren kann, dass man irgendwo her noch Kinder hat, whoops. ^^ Zumal für ihn laut eines Interviews Paarbeziehungen besonders interessant erscheinen und er diese gerne in seinen Büchern thematisiert.


Der Kapitelaufbau hat mir gut gefallen, weil verschiedene Perspektiven zu Wort gekommen sind und man so mehr von den verschiedenen Beweggründen und Erlebnisse mitgekommen hat. Am häufigsten schauen wir aber Raphaël und seinen Kumpel Marc über die Schulter.


Guillaume Musso bedient sich einiger Zitate von anderen Autoren etc., die alle gekennzeichnet und am Ende als Quellenverzeichnis aufgelistet werden. Generell beginnt er jedes Kapitel mit einem Zitat, was ich eine nette Geste finde.


Ich habe ehrlich gesagt nicht mitgerätselt, sondern mich mit den Auflösungen berieseln lassen, das waren unterhaltsame Lesestunde. Ein bisschen lachen musste ich auch, nämlich als die immer so ganz scharf kombiniert haben und so einfach mal in zwei Versuchen Passwörter oder Pincodes knacken konnte. Jooo! Also ich kann euch verraten, dass mein Mail-Passwort nicht "The Legend of Zelda" lautet, weil ich die Spiele als Kind geliebt habe. In dem Roman würde das Schloss aufspringen...
Auch wurde ja immer mal wieder Bezug genommen auf eine Person, die etwas vorher vorgekommen war. Die Namen, also von welchem Polizei-Department der jetzt nochmal war, das hab ich manchmal nicht mehr auf die Kette bekommen.

Das Cover finde ich übrigens ziemlich cool, weil es mal was anderes ist, was den Personenausschnitt betrifft und der Hintergrund mit der Beschleunigungsverschwommenheit. Falls die Dame auf dem Titelbild allerdings Anna darstellen sollte, dann wurde womöglich etwas unsauber gearbietet, sofern ich das richtig erkennen kann. Die wird nämlich mit einem dunkleren Teint beschrieben, weil ihre Mutter dunkelhäutig war. Aber kann ja auch Raphaels Exfrau sein, die ihm das Balg übergibt und sich schnell aus dem Staub macht. ;)


Ich kann diesen Roman Leuten empfehlen, die keine Lust auf einen argen Thriller oder Krimi haben, aber sich doch Spannung und Geheimnisse aufdecken wünschen, wo nach und nach Geheimnisse aufgedeckt werden. Die verschiedenen Handlungsstränge werden aufgelöst, man wird nicht in der Luft hängen gelassen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

83 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

cavaliersreise, jugendbuch, mackenzi lee, homosexualität, lgbt

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Mackenzi Lee
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei Königskinder, 24.03.2017
ISBN 9783646929591
Genre: Sonstiges

Rezension:

Spoilerfrei. 

Monty wird gemeinsam mit seinem Kumpel Percy, für dem er etwas mehr als Freundschaft entfindet, auf die Cavaliersreise geschickt. Bei dieser Grand Tour sollen junge Männer durch Europa geschickt werden, um ihre Ausbildung weiter auszuweiten, um die Welt besser kennenzulernen und auch, um sich ein bisschen auszutoben, bevor es wieder nach Hause geht, wo das ernstere (Geschäfts-)Leben einkehren sollte. 

Monty hat Flausen im Kopf und für seinen Vater eine ziemliche Enttäuschung. Dieser gibt ihn zu verstehen, dass diese Cavaliersreise seine letzte Chance ist, sich zu beweisen und das letzte Stück von Vaters Gunst nicht endgültig zu verlieren. Aber schon bei Perys erster Reisestation geraten die Dinge aus den Fugen... Es beginnt ein Historischer Jugend-Roman, der in der Mitte start zu einen Abenteuer-Roman mutiert und aufgrund der Beschaffenheit einer Grand Tour hat es auch zwangsläufig etwas von Roadtrip. 

Am meisten konnten mich die Sprache und vor allem der Humor begeistern. Wörter wie "Liederling", "vermaledeit" oder "greinen" kennt man, hört man allerdings nicht mehr oft. Ich finde, dass der Roman im Königskinder-Verlag hervorragend aufgehoben ist, da dieser mit "anspruchsvoller Jugendliteratur" in Verbindung gebracht wird. Der Humor setzt sich durch die Schlagfertigkeit von Monty (hatte für mich etwas von Jack Sparrow) und gelungen erzählter Situationskomik zusammen. 

Was mir leider nicht so zusagte, war die leicht übersinnliche Komponente, die in der Mitte bis Ende des Buches aufkam. Ich würde das Buch aber nicht bei Fantasy etc. einordnen, es geht eher in die Richtung Alchemie. Die Geschichte vom "Stein der Weisen" ist bekannt und zumindest die Versuche, so einen herzustellen, gab es wirklich, aber im Buch ging mir dieser Art Voodoo-Touch zu weit und wurde mir nicht hinreichend aufgeklärt. 

Mit von der Cavaliersreise-Partie ist übrigens Montys jüngere Schwester Felicity, die unterwegs in einem Fraueninternat abgesetzt werden sollte. Mit ihr ergeben sich auch interessante Gespräche und Hinweise über die Stellung der Frau. Die begabte junge Frau konnte offensichtlich so sehr überzeugen, dass die Autorin ein Spin-Off ("The Lady's Guide to Petticoats and Piracy") plant, wo Felicity die Hauptrolle übernimmt, das behalte ich auf alle Fälle im Auge!


Fazit: Ich kann dieses Buch grundsätzlich jedem empfehlen, da mir verschiedene Gesichtspunkte gut gefallen haben und mich dieses Buch durch die Bank weg unterhalten konnte. Wenn ihr euch für alte, aber reizende Wörter, für witzige Gespräche, für das Reisen in Europa im 18. Jahrhundert interessiert, gepaart mit zwischenmenschlichen Themen wie Vater-Sohn-Beziehungen, Diversität zu dieser Zeit (Homosexualität, Dunkelhäutigkeit, lern- und arbeitsmotivierte Frauen...) und neuen Bekanntschaften, dann könntet ihr mit diesem All-Age-Roman eure wahre Freude haben. 

  (1)
Tags: cavaliersreise, grand tour, historischer roman, humor   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(133)

311 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 106 Rezensionen

liebe, prosopagnosie, mobbing, jennifer niven, übergewicht

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Jennifer Niven , Maren Illinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.06.2017
ISBN 9783737355100
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Spoilerfrei. 

Ich glaube, mir hat das Buch im Schnitt weniger gut gefallen als denen in meiner Booktube- und Leserunden-Umgebung, obwohl mich das Buch trotzdem unterhalten konnte. Die Story ist mittlerweile hinreichend bekannt, da das Buch frisch auf Deutsch rausgekommen ist und so ziemlich die Runde gemacht hat.
Die größte Besonderheit dieses Jugendbuches (obwohl ich es auch schon bei Frauenliteratur eingeordnet gesehen habe) sind die beiden Hauptcharaktere.

Libby war bekannt als der dickste Teenager aus den USA, letztendlich musste sie aus ihrem Bett und dem Haus herausgeschnitten werden. Mittlerweile ist sie immer noch fett, wie sie selbst sagt, aber kann nun das erste Mal seit langen wieder eine öffentliche Schule besuchen. Sie ist natürlich aufgeregt, wie die MitschülerInnen auf sie reagieren werden und wie gut sie sich einleben kann.

Dort lernt sie auch Jack kennen. Er ist von der Gesichtsblindheit betroffen, das bedeutet, dass er Gesichter vergisst. Normalerweise speichert man ein Gesicht ab und erkennt das beim erneuten Sehen wieder. Jack beschreibt, dass er sich auch eine geistige Kopie abspeichert, diese aber unmittelbar wieder gelöscht wird. Er hangelt sich an anderen Merkmalen wie Frisur, Statur und andere Besonderheiten entlang, um erfolgreich oder weniger erfolgreich Personen identifizieren zu können.

Von dieser Gesichtserkennungsschwäche oder Prosopagnosie habe ich zum ersten Mal in einer Nachmittags-Talkshow gehört, bei der der Angeklagte dieses Krankheitsbild aufwies und der falschen Person den Knüppel übergezogen hatte, weil sie ein Kleidungsstück des geplanten Opfers trug. So kann's gehen.

Jack ist erpicht darauf, sein Handicap zu verstecken und seine Verwechslungen zu überspielen. In dem Roman geht es nun um das Kennenlernen von Libby und Jack, die beide in ihrer eigenen Welt leben, aber sich gegenseitig noch viel zeigen und voneinander lernen können.

---


Meine Meinung.

Der Roman ist in viele kurze Kapitel unterteilt und wir erleben andauernd Perspektivwechsel zwischen Libby und Jack. So erfahren wir also, was in beiden Köpfen vorgeht und die Seiten fliegen auch nur so dahin.
Ich fand die Geschichte etwas "all over the place", mir ist beim Lesen ziemlich schnell aufgefallen, dass es sich sehr fast-paced anfühlt. Der Stern am Cover ergibt für mich insofern Sinn, dass ich das Buch als "zackig" beschreiben würde. Zum einen aufgrund der kurzweiligen und schnell verlaufenden Kapitel und Geschehnisse, aber auch, weil man hier etwas erwähnt wird, mal da ein kleiner Vorfall geschieht und einige Sachen etwas in den Sand verlaufen und ich nicht mehr genau sagen kann, wieso diese Szene nun genau wichtig war.
Auch habe ich nicht so ganz verstanden, wieso Jack ausgerechnet Libby so voreilig und gutgläubig von seinem Handicap erzählt.

Die Story machte auf alle Spaß zu lesen, ich mochte die ehrlichen Zugeständnisse von Libby und Jack. Dennoch fühlte es sich für mich etwas zu unruhig und unausgegoren an, womit ich allerdings nicht die Hintergrundgeschichte von Jack meine. Ich hab nämlich von Diskussionen gehört, dass zu wenig auf Jacks dunkle Hautfarbe eingegangen wurde. Meine Meinung nach finde ich es absolut passend, da es in diesem Buch um andere Probleme ging, nämlich dass Jack nicht aufgrund seiner Hautfarbe im Fokus steht, sondern aufgrund der Prosopagnosie. An einer Stelle wird darauf Bezug genommen, nämlich als Jack etwas in der Schule anstellt und Nachsitzen muss, sagt seine Mutter etwa "Jack, bitte mach sowas nicht, du weißt, wir haben es bei sowas noch einmal ein Stück schwieriger."

Also ich kann die Kritik an dieser Stelle nicht nachvollziehen. Bei einigen SchriftstellerInnen wird kritisiert, dass die Charaktere alle weiß und heterosexuell sind und wenn man Diversität reinbringt, passt es dann auch oftmals nicht, weil man sie "falsch" dargestellt hat oder es heißt, man macht das nur für das Image. Jack ist halt ein junger Mann und er "happens to be black", ist aber für die Geschichte nicht weiter relevant. Sowas ist doch auch mal ganz nett, dass da kein großes Fass aufgemacht wird.

Das habe ich mit "A Single Man" verglichen, falls ihr den Film kennt (ziemlich gut übrigens). Dort wurde in den Zusammenfassungen andauernd geschrieben, dass es um einen schwulen Mann geht, der bei einem Autounfall seinen Partner, die Liebe seines Lebens verliert und sich dann das Leben nehmen möchte. Er lernt dann eine Nachbarin kennen, die wieder Sonne in sein Leben bringt und ihn platonisch zur Seite steht. Wisst ihr was? Dass der Protagonist homosexuell ist, ist an keiner Stelle relevant. Der hätte genauso gut heterosexuell sein können, aber "he happens to be homosexual". Es wäre an dieser Stelle überhaupt nicht wichtig gewesen, dass explizit zu erwähnen. Man wäre dann halt im Kino gesessen und man hätte gesehen, wie er seinen toten Lebensgefährten im Arm hält und wie er tief betrübt versucht sein Leben weiterzuleben und man hätte sich vielleicht gedacht "Ah, der ist homosexuell, okay. Weiter geht's mit dem Film." und damit wär das abgehakt gewesen.

Naja, ich lass dieses Brainstorming hier einfach mal stehen. Zurück zum Thema.

Ich kann die Geschichte Leuten empfehlen, die gerne kurzweilige, kurzkapitelige Bücher lesen, wo es um mal etwas andere Charaktere im Highschool-Alter geht.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(74)

213 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

italien, liebe, toskana, florenz, jenna evans welch

Love & Gelato

Jenna Evans Welch , Henriette Zeltner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670913
Genre: Liebesromane

Rezension:

Spoilerfrei.




Es gab viele Beschreibungen von echten Schauplätzen von Florenz und die obwohl die Geschichte durch ein, zwei Aussprachen erheblich gekürzt hätte werden könne, gehört das doch oft zu dem Charme solcher Sommerbücher dazu.

Ab und zu kommen italienische Sätze vor, die über "Wie geht's?" hinausgehen und wenn jemand gar kein Italienisch versteht, könnte es sein, dass er oder sie sich ein bisschen im Regen stehen gelassen fühlen könnte. Hier wäre eine Seite Übersetzung-Anhang ganz nett gewesen, kann ich mir vorstellen. Aber Hauptsache, Eis wird IMMER als "Gelato" bezeichnet, bitte kein Trinkspiel daraus machen!


Obwohl die Geschichte von einem traurigen Aspekt, nämlich den Tod der Mutter der 16-jährigen Lina, getrübt wird und es schon Formulierungen gab, wo man spüren konnte, wie schwer es für Lina ist, ist das hier trotzdem eine sehr lockere Geschichte, auch von der Sprache und die Forumlierungen betreffend. Mir persönlich war die Schreibweise sogar etwas zu leger, aber ich konnte mich daran gewöhnen. ("Was spielte es für eine Rolle, dass ich aussah wie ein Igel, der Red Bull entdeckt hatte?" Pos. 153)

Fazit: Eine sommerliche Geschichte fürs Herz, die den Flair von Florenz gelungen eingefangen hat. Eine Urlaubslektüre mit liebenswerten Charakteren, die fast zu nett sind, um wahr zu sein. Die Protagonistin ist 16 Jahre alt und dieses Jugendbuch ist auf alle Fälle auch für ein jüngeres Publikum geeignet. Über den bisschen Kitsch hinwegsehend, konnte es mich super als Entspannungslektüre unterhalten.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

japan, samurai, flame in the mist, frauenpower, zugehörigkeit

Flame in the Mist

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton, 16.05.2017
ISBN 9781473657991
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Spoilerfrei.

„Flame in the Mist“ ist der Auftakt einer soweit als Zweiteiler angekündigten Reihe. Öfters hört man, dass die Autorin Renée Ahdieh, die bereits die auf das Märchen „1001 Nacht“ basierende Dilogie „Zorn und Morgenröte“ und „Rache und Rosenblüte“ geschrieben hat, sich dieses Mal der Geschichte von Mulan (z.B. bekannt aus der Disney-Adaption) bedient hat. Ich würde es allerdings nur als leichte Inspiration sehen, viele Parallelen weisen die Geschichten nicht auf. Das Element, welches den Vergleich anheizt, wäre das Verkleiden einer jungen Frau als Mann und wie es ihr damit ergeht (kein Spoiler, passiert auf den ersten paar Seiten und bildet eine Grundthematik der Geschichte).

Bei „Flame in the Mist“ befinden wir uns inmitten von japanischen Traditionen anstatt chinesischen und auch kann die Zeit, zu der „Flame in the Mist“ spielt, um einiges später angesiedelt werden als das Volksmärchen Mulan.

Dieser Roman wurde im Mai 2017 auf Originalsprache Englisch veröffentlicht und wie ihr sehen könnt, konnte ich es kaum erwarten, das neue Abenteuer aus der Feder Ahdiehs zu lesen. Obwohl ich wegen Band 2 der „Zorn und Morgenröte“-Dilogie etwas enttäuscht zurückgelassen wurde, konnte mit die Autorin mit ihrem Schreibstil überzeugen und ich wollte mir ihre wunderbaren Umschreibungen nicht entgehen lassen. Ich wurde auch keineswegs enttäuscht, denn zusammenfassen kann ich schon einmal verraten, dass mit „Flame in the Mist“ sehr gut gefallen hat. Jetzt muss noch der zweite Teil, der wohl 2018 rauskommen wird, anknüpfen können und ich bin zufrieden.
Die ersten Seiten des Buchen beginnen so: Mariko, die Protagonistin und die Tochter eines Kaisers, soll einen Sohn eines anderen Reiches für Einflussgewinnung heiraten, auf dem Weg dorthin wird Mariko und ihr Geleitzug angegriffen. Mariko schafft es zu flüchten und muss sich von dahin weg ihren Weg bahnen.

Mariko thematisiert immer wieder die Stellung der Frau, welche Rolle Frauen spielen (müssen), wie sie selbst sein oder gesehen werden möchte. Diese Konflikte fand ich gut platziert, interessant zu folgen und verleiht dem Buch eine gewisse Note an Ernsthaftigkeit.

Mir gefielen die japanischen Beschreibungen und die dadurch entstehende Atmosphäre gut, es werden auch japanische Wörter verwendet, vor allem für Dinge wie Kleidung oder Waffen. Diese werden aber oft gleich darauf umschrieben, sodass man versteht, was damit gemeint ist.
(Beispiel: „He rested his Bō in the earth between them. Fresh blood stained one end oft he wooden staff.“ Pos. 261)

Ansonsten gibt es im Anhang ein Glossar, wo alle im Roman kursiv geschriebene Wörter erläutert werden, ansonsten hat auch Wikipedia viele Begriffe sofort erkannt. Ich denke, dass dieses Stilmittel entweder zur Stimmung beitragen kann oder es nett ist, den ein oder anderen Begriff mal gehört zu haben, aber auch nicht besonders stört, falls man das nicht unbedingt bräuchte.
Die Entwicklung der Geschichte fand ich gut ausgearbeitet und spannend, vor allem auch plausibler als z.B. bei Ahdiehs Vorgängerwerk „Rache und Rosenblüte“ (ich komme nicht herum, ihre Arbeiten zu vergleichen). Bei „Flame in the Mist“ ergibt es mehr Sinn, dass und inwiefern sich die agierenden Charaktere und Parteien kennen.

Leider wurden mir die Plottwists, die zum Ende des Romans gelüftet wurden, zu verwirrend und ich bin mir nicht sicher, ob ich etwas überlesen habe (was ich nicht glaube, weil ich langsam und konzentriert las) oder ob es daran lag, dass Englisch nicht meine Erstsprache ist. Hoffentlich wird „der Stand der Dinge“ am Anfang vom Nachfolgerband noch einmal aufgegriffen.
Zu der einen Vewirrung ging mir eine Entwicklung und Abhandlung etwas zu schnell, aber selbst da konnte ich das Lesen sehr genießen. Alles in allem bin ich dem Roman äußerst wohlwollend eingestimmt und freue mich auf den Nachfolgeband.



Fazit: Mit „Flame in the Mist“ legte Renée Ahdieh einen gelungenen Auftakt ihrer neuen Dilogie hin.
Spannende Szenen, eingebettet in fernöstliche Atmosphäre und wundervoller Sprache (mit ein paar Kraftausdrücken, die hier aber passten und demnach nicht negativ ins Gewicht fallen).
Hoffentlich gelingt der Übergang von diesem ersten Teil zu Teil 2 gut und kann mich abholen, das wäre großartig.

Ich empfehle dieses Buch Lesenden, die ein Jugendbuch suchen, wo eine starke Protagonistin ihren Weg geht und ihre Stellung als Frau reflektiert. Aufmerksamen LeserInnen, die Lust haben auf eine konfliktbehaftete, aber auch romantische Geschichte mit japanischen Vibes mit einem Touch „Mulan“. 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(189)

346 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 143 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, familie

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Spoilerfrei


 „The Sun Is Also A Star“ spielt in New York und es geht es um Daniel, der unterwegs auf Natasha trifft, die sich mit ihrer Familie illegal in den USA aufhält und sehr bald wieder nach Jamaica abgeschoben werden soll (kein Spoiler, das erfährt man auf den ersten paar Seiten). Die beiden  kommen ins Gespräch und diskutieren über das Schicksal und die Liebe.
 
Das Besondere an „The Sun Is Also A Star“ ist meiner Meinung nach der Kapitelaufbau. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten (zwischen einen Absatz und maximal sieben Seiten) und jeweils mit einer Überschrift versehen, aus welcher Perspektive nun erzählt wird. Meistens ist das Daniel und Natasha, aber hin und wieder wechselt das Spotlight zu einer Nebenfigur aus dem vorigen Kapitel oder einem anderen, kurzen Diskurs (beispielsweise spricht Natasha mit einer Mitarbeiterin eines Amtes, die etwas traurig wirkt und langsam arbeitet und im nächstes Kapitel geht es um genau diese Mitarbeiterin und wir erfahren, was in ihr vorgeht).
Die Charaktere sind interessant ausgewählt, obwohl sie sehr stark gezeichnet sind, und es dadurch ein wenig zu plakativ rüberkommen könnte, nur um sie ja gegensätzlich wirken zu lassen. 
Dennoch haben mich ihre Dialoge unterhalten und besonders die Familiensituationen fand ich spannend. 
Beispielsweise dass die koreanischen Eltern, die in die USA eingewandert sind, Daniel und seinem Bruder Charlie amerikanisch klingende Vornamen gegeben haben, um ihnen einen leichteren Einstieg ins Leben zu ermöglichen (Stichwort Vornamen-Diskriminierung bei Bewerbungen).


Was mich am Buch am meisten gestört hat war das viele Fluchen und Verwenden von Kraftausdrücken. Witzigerweise  gibt es im Buch diese Stelle hier:
„Tut mir leid.“ Was ist das für ein Mensch, der gegen ein harmloses Wort wie „Scheiße“ etwas einzuwenden hat? (Seite 327)

Tja, ich bin so jemand. Es kommt immer auf den Kontext drauf an, aber für mich machen solche Ausdrücke die Geschichte grundsätzlich weder lebhafter, noch authentischer. Ist wohl einfach Geschmackssache und wenn euch das nicht stört, umso besser! 

Ansonsten ist die Sprache sehr einfach gehalten, das Besondere kommt wenn, dann eben durch die Perspektivwechsel und das Thema Schicksal zustande. 
Auch das Ende fand ich zufriedenstellend.



Fazit: Abwechlsungsreich aufgemachte, zarte Liebesgeschichte mit einem guten Schuss Ironie und  verknüpft mit den Themen Migration, Identität, Schicksal, Zukunftsvisionen und Abschiebung. 
Durch diesen lockeren Romanaufbau erfährt man das typische „Ein Kapitel geht noch!“-Gefühl, welches motiviert und Freude bringt. Mich hat das Buch unterhalten, eine richtige Verbindung zu den beiden Hauptcharakteren konnte ich allerdings nicht aufbauen, was bei mir aber kein wichtiges Kriterium ist. :) 


Ich empfehle dieses Buch Lesenden, die gerne Jugendbücher lesen, die Lust haben auf eine ernstere Geschichte, die jedoch locker und kurzweilig aufgemacht ist und sich gerne „Wie würde ich reagieren?“ „Wie finde ich diese oder jene Entscheidung?“-Nachdenkspiele spielen. 

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

starn, menschsein, corvus, feuer der leere, feuer

Feuer der Leere

Robert Corvus
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704397
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Spoilerfrei.




Feuer der Leere ist ein Science-Fiction-Roman, der im Weltall in der Zukunft spielt. Die Erde ist schon länger nicht mehr bewohnbar, und die Anzahl der Menschheit hat sich auf etwa 1 Million reduziert und befindet sich aufgeteilt in einem Schwarm von Großraumschiffen.

Jedes Großraumschiff pflegt eine andere Kultur, von denen wir einige besser kennenlernen. Dieses Näherbringen bietet Platz für anregende Gedanken. Welches System scheint mir an sinnvollstes zu sein, in welchem Raumschiff würde ich gerne leben, wäre das spezielle demokratische Abstimmungssystem der MERLIN wirklich klüger?

Die Menschen befinden sich im Krieg mit den Giats und in dem Roman geht es um eine Art Flucht und Verfolgungsjagd durchs Weltall, bei der man auf die ein oder andere erstaunliche Entdeckung stößt.

Der Roman beginnt ziemlich Hardcore mit einer Reihe von Fachbegriffen und komplexen technischen Erklärungen. Das bedeutet, dass man dieses Buch doch mit einer guten Portion Konzentration lesen sollte oder, wenn man in dem Bereich über kaum Vorbildung verfügt, vielleicht sogar durchzubeißen. Danach wird das alles nahbarer und man kommt in den Leserhythmus rein.
Der Autor selbst bietet auf seinem YouTube-Kanal einige Erklärungen zu Feuer der Leere an, was die Technik, aber auch einen Überblick der vorkommenden Völker betrifft. Am Ende verlinke ich das interessante Video, denn mir hat es sehr geholfen, Feuer der Leere besser zu verstehen und somit mehr aus dem Roman mitnehmen zu können.


Bei Science-Fiction geht es auch stark um die Frage „Wie könnte die Welt in Zukunft aussehen?“ und auch die ethischen Zusammenhänge damit und diesbezüglich kommt man bei Feuer der Leere einiges geboten. Man wird oft eingeladen darüber nachzudenken, wie man selbst auf gewisse Umstände reagieren würde und wie es mit der eigenen Moral steht.


Die zwischenmenschlichen Beziehungen oder die Beschreibungen der Personen wiederum haben mich leider so manches Mal gestört. Beispielsweise wurde jedem Charakter ein besonderes Merkmal zugesprochen, beispielsweise ein grauer Bart. Wenn dieser Charakter in einem Kapitel dann wieder vorkam, wurde sofort dieses Merkmal angesprochen. Ich verstehe, dass dadurch erzielt werden möchte, dann man die Personen leicht wieder zuordnen kann, zumal wir es auch mit mehreren Charakteren zu tun haben. Dennoch empfand ich diese Wiederholen etwas störend, zumal ich keine Probleme mit dem Zuordnen der Figuren hatte.
Da hätte ich mir lieber eher Wiederholungen zu den Geschehnissen gewünscht, um gegengleichen zu können, dass man bisher alles richtig mitbekommen hat. Dass bei so ziemlich jeder Frau der Körperbau und/oder vor allem die Brüste beschrieben wurden, machte es auch nicht besser, aber das ist wohl Geschmacksache, wie so vieles.


Ansonsten konnte mir die Sprache gut gefallen, die Beschreibungen der Örtlichkeiten, Rituale oder Begegnungen konnte man sich gut vorstellen und außerdem gibt es ein Extra-Lob für die „Fun Facts“, manchmal auch „Unnützes Wissen“ genannt, die aber oft gar nicht so unnütz oder zumindest echt interessant sind z.B. die Erklärung, dass zweitausend Kelvin etwa eine Temperatur darstellt, die zwischen den Schmelzpunkten von Eisen und Platin oder die Erläuterung von Scheinkräften.


Fazit: Weltall-Science-Fiction mit einer nicht zu verachtenden Portion Space-Opera mit vielen philosophischen Ansätzen und verschiedenen Perspektiven. Hier ist der Weg das Ziel, denn auch wenn das Ende zufriedenstellend abgehandelt wurde, geht es in diesem Roman eher um die verschiedenen Auseinandersetzungen, sei es kriegerischer oder zwischenmenschlicher Art.

Empfehlenswert: weiterführende Infovideos vom Autor Robert Corvus:
https://youtu.be/iLYwpRZu3GY (Technische Erläuterungen und das Näherbringen anderer Spezies)
https://youtu.be/lJg0oXKeLZQ (Überblick über den Roman, eine Vorstellung der verschiedenen Schiffe, eine Vertiefung des Klappentextes. Spoilert aber nicht, bei mir hat es den Lesespaß auf alle Fälle erhöht als geschmälert.)

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

klassiker, science fiction, außerirdische, alien, mars

Krieg der Welten

H.G. Wells , Jan Enseling , Hauke Kock
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 26.01.2017
ISBN 9783945493861
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In meinem Lesemonat-Video spreche ich vor allem über die Ausgabe von "Krieg der Welten", die ich selbst gelesen habe. Hier kann man das bei Interesse anschauen: https://youtu.be/vFiIUMK1giQ?t=6s

(Spoilerfrei, das Video auch)

Ich bin froh, diesen Science-Fiction-Klassiker endlich gelesen zu haben. Gleichzeitig kann ich dieses Buch als Einstieg in die Klassiker und/oder in das Sci-Fi-Genre empfehlen. Die Thematik ist spannend, nicht zuletzt deswegen, weil die Handlung von diesem Buch immer wieder in anderen Werken aufgegriffen wird (beispielsweise Idependence Day (1996)) oder der Mars-Trend durch die neuesten Erforschungen des roten Planeten oder den Bestseller-Roman und die dazu gehörige Verfilmung "The Martian" (Andy Weir) neu entfacht ist.

Ich wusste allerdings nicht, wie der Roman "Krieg der Welten" eigentlich ausgeht und wie der Roman aufgebaut ist. Die Geschichte wird einem etwa erzählt, als ob der Autor des Romanes ein Überlebender ist, der seine Erfahrungen überraschenderweise recht nüchtern und sachlich niederschreibt. Die Kapitel sind nicht allzu lang, die Sätze dafür schon. Da gibt es einige verschachtelte und mit Nebensätze bestückte Sätze, dennoch ließ sich das alles sehr gut lesen. Es gibt auch kaum technische Begriffe oder wissenschaftliche Erklärungen, wenn ihr wisst, was ein "Zylinder" ist, seid ihr good to go. :D


Fazit:
Empfehlenswerter Roman, dem man die Jahre auf dem Buckel anmerkt, die aber den Lesespaß keineswegs trüben. Auch gut geeignet für den Einstieg in die Klassiker oder das Science-Fiction-Genre, da die Thematik mit dem außerirdischen Angriff spannend ist und kaum technische Begriffe und Erklärungen vorkommen.

  (3)
Tags: mantikore, marsianer, science fiction   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(170)

399 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

1001 nacht, liebe, magie, orient, fluch

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Spoilerfrei (enthält auch keine Spoiler zu Teil 1 "Zorn und Morgenröte")


„Rache und Rosenblüte“ ist der Nachfolgeband von „Zorn und Morgenröte“. Mit diesen beiden Romanen ist die Geschichte rund um Shahrzad abgeschlossen. Da „Rache und Rosenblüte“ da weitergeht, wo „Zorn und Morgenröte“ aufhört, sollte man auf alle Fälle bei Band 1 anfangen zu lesen und danach mit „Rache und Rosenblüte“ weitermachen. 

Während „Zorn und Morgenröte“ eine Neuerzählung des Märchens „1001 Nacht“ darstellt, spinnt Ahdieh bei Rache und Rosenblüte eine eigene Geschichte weiter, welche auf eine Auflösung des im ersten Band aufkommenden Cliffhanger hinarbeitet.


Der Schreibstil von Renée Ahdieh konnte mich von Anfang an überzeugen. Sie beschreibt Dinge, Personen und Geschehnisse mit viel Fantasie und Eleganz. Kraftausdrücke werden umschrieben und Ahdieh lässt Wörter der Sprache einfließen, die in den Regionen gesprochen wird, in denen ihre Geschichte spielt. Diese Fremdwörter werden kursiv geschrieben. Im ersten Band gab es im Anhang ein Glossar, leider fehlt dieses bei „Rache und Rosenblüte“. Oftmals wird das Wort im nächsten Satz mit anderen Worten erklärt, meistens handelt es sich hierbei um traditionelle Kleidungsstücke („Sirwal-Hose“ oder „Qamis“). Wenn man tatsächlich ratlos ist, kann es unter anderem schwierig sein, die Bedeutung zu googeln, da es verschiedene latinisierte Umschriften dazu gibt. Trotzdem funktioniert das Verstehen meist, kann zur  Atmosphäre beitragen und kann ganz nett sein, wenn man die Begriffe mal gehört hat. 
(Beispiele: „Sie reisten über einen Wüstenstrich nahe einem Gebirge. Über ihn glitzerten ein paar einsame Sterne, wie an den dunklen Stoff der Nacht gestickt.“ (Pos. 2456)
„Wie sollte sie einen ungestümen Jungen wie *** aufhalten, der nur aus Träumen von Blut und Ruhm bestand?“ (Pos. 2958))


Leider half die wunderschöne Sprache nicht über meine Enttäuschung über "Rache und Rosenblüte" hinweg, denn mit dem Plot konnte ich kaum mehr etwas anfangen.
"Rache und Rosenblüte" eröffnet mit dem Fokus auf Shahrzad und ihrer Schwester Irsa, welche mich persönlich nicht besonders interessierte. Vielleicht sollte so Spannung aufgebaut werden, bis Shahrzad wieder auf den Kalifen trifft, mich hat es jedoch eher frustriert. Außerdem fiel es mir insgesamt schwer, in den zweiten Band einzusteigen, obwohl dieser nahtlos vom Ende des ersten Teils anknüpfen soll. Ich habe Teil 1 als Hörbuch gehört, welches leider gekürzt war, dennoch sollte es so aufbereitet sein, dass man alles an Wissen mitbekommt, welches man braucht, um den Nachfolgerband verstehen zu können. 


Leider kam es mir bei den Lösungen der Konflikte so vor, als ob sich die Charaktere, die für die Lösung gebraucht werden, zufällig ins Bild treten und dass sich die Personen zufällig kennen, dass es zu einem Kreis von Tauschgeschäften wird, bis jeder das hat, was er oder sie braucht, um zum Ziel zu gelangen. Gemischt wird dies mit etwas Magie (weswegen dieser Roman auch immer mal wieder dem Fantasy zugeordnet wird), die von mir den Romanen ganz fernbleiben hätte können. 




Fazit: Ein zweiter und letzter Band, mit dem man diese Dilogie gut abschließen kann. Mir war aber der das Problem  Lösungsweg zu konstruiert damit hanebüchen. Nur Renée Ahdies Talent für ausgeschmückte Beschreibungen und die eigentliche Liebesgeschichte  konnten mich über die Enttäuschung des zweiten Bandes hinwegtrösten. 


Ich empfehle diesen Zweiteiler Lesenden, die gerne zu Jugendbüchern mit Liebesgeschichte greifen, die einen verspielten Schreibstil schätzen,  denen die Grundlage der Geschichte „Tausendundeine Nacht“ zusagt (denn diese führte bei Zorn und Morgenröte zu einigen moralischen Diskussionen) und die nicht allzu plausible Lösungswege nicht so ernst nehmen. :)




PS: Es gibt noch drei Kurzgeschichten als eBook zu dieser Dilogie. Diese sind auch auf Deutsch verfügbar, zwei davon sind gratis, eines kostet 1-2€. Diese muss man nicht lesen und sind ein netter Bonus für diejenigen, die mehr aus Welt von "Zorn und Morgenröte" lesen wollen. 

  (0)
Tags: 1001 nacht, orientalisch, rache und rosenblüte   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(115)

289 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 106 Rezensionen

fantasy, alexander der große, magie, antike, jugendbuch

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Spoilerfreie Lesermeinung.

In letzter Zeit sind einige groß angekündigte Jugendbücher erschienen, mich hat es jedoch am meisten zu „Schattenkrone“ gezogen. Dieser Jugendbuch-Roman vermischt historische Elemente mit einem Schuss Fantasy. Wir befinden uns in der antiken Zeit ca. 350 vor Christus und schauen dem jugendlichen Alexander den Großen über die Schulter. 

Dazu gesellen sich die Perspektiven von einigen anderen Personen, zum Beispiel von seiner eifersüchtigen Halbschwester oder von Jacob, einem jungen Mann aus einem kleinen Dörfchen, der in Alexanders Stadt sein Glück sucht. 

Autorin Eleanor Herman ließ hier ungewöhnlich viele Handlungsstränge in ein Buch verschmelzen. Für mich persönlich entpuppte sich dies als erfrischend abwechslungsreich, auch wenn dadurch vielleicht nicht jedem Charakter eine ausschweifende Hintergrundgeschichte spendiert werden konnte. Dafür gibt es aber noch Raum in den nächsten Teilen, denn bei Schattenkrone haben wir es mit dem Auftakt einer Reihe zu tun. Der zweite Band „Göttertochter“ erscheint bereits am 27. April 2017.

Mir gefiel die Atmosphäre, denn hier wird einmal eine ganz andere Zeit behandelt, das findet man nicht allzu oft im Jugendbuch-Bereich. Der Fantasy-Aspekt wurde passend in die Geschichte eingewoben, es geht um bestimmte Blutkräfte, die manchen Menschen zuteilwerden, sie spielen aber nicht die allergrößte Rolle. Es werden also keine Magier-Zaubersprüche-Duelle ausgefochten oder so etwas in der Art. 

Manchmal wirkt die Geschichte etwas konstruiert, da ziemlich schnell und manchmal auch mit einer gehörigen Portion Glück ein Problem gelöst werden kann. Mir persönlich machte dies aber nicht allzu viel aus, so viele verschiedene Handlungen in ein Buch zu bekommen ist bestimmt nicht leicht. 
Dafür nahm ich in diesem Falle gerne in Kauf, dass es manchmal etwas wuselig wurde und man sich fragte, worauf dieser Strang nun hinausläuft. 

Die Autorin hat beruflich auch mit Geschichte zu tun und schrieb bisher Sachbücher. Dies verrät sie auch im Nachwort, welches ich gespannt las. Dort erzählt sie auch, bei welchen Themen sie sich künstlerische Freiheit erlaubte und worauf sie Wert legte. 

Als kurze Anmerkung: Die HistorikerInnen sind sich nicht ganz einig, aber es wird gemunkelt, dass Alexander eine homoerotische Beiziehung mit seinem besten Freund Hephaiston pflegte. Dieses Thema kommt im ersten Teil überhaupt nicht vor, auch im Nachwort gab es dazu keine Anmerkung. Da die weiteren Teile auf Bücherportalen niemals dem Genre „LGBT“ zugewiesen wurden, gehe ich davon aus, dass es zu keinen erotischen Begegnungen zwischen Heph und Alex kommen wird. 

Der Roman ist in fünf Akte unterteilt, also fünf größere Abschnitte, die jeweils mit einem Zitat von Aristoteles beginnen.


Fazit: Ich kann diesem Roman jeden und jeder empfehlen, die einmal eine etwas andere Jugendbuch-Reihe lesen wollen, weil es sich in einer magiehaltigen Antike abspielt und zahlreiche Perspektiven behandelt werden.  




  (1)
Tags: alexander der große, antike, blutmagie, fantasy, historisch, intrigen, jugendbuch, schattenkrone   (8)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

comic, hexnonnen, arkane, manga, steampunk

Monstress

Marjorie Liu , Sana Takeda
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 09.11.2016
ISBN 9783959810579
Genre: Comics

Rezension:

Spoilerfrei.

Collection Volume 1 "Das Erwachen" enthält Issues (also diese dünneren Einzelheftchen) 1-6, im Juli 2017 geht es weiter mit der nächsten Collection 7-12.

Ich bin selten so euphorisch wie bei diesem Werk hier.
Dieser Comic konnte mit dem Cover meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die düstere Stimmung, der ernsthafte und detailverliebte Zeichenstil auf dem Titelblatt verspricht nicht zu viel, denn die Qualität der Zeichnungen zieht sich durch die ganze Geschichte.

Die Handlung findet im 20. Jahrhundert in einem alternativen Asien statt, den Kunststil, der im Comic Anwendung findet, würde ich als "Jugendstil-steampunky" bezeichnen, mit goldenen Ornamenten und Herrenhäuser mit aufwendigen Verzierungen. Aber auch wechseln die Szenen zu düsteren Schauplätzen, und auch einige eindrucksvolle splash pages (seitenfülllende Zeichnungen).

Die Geschichte selbst ist recht komplex, es gibt viele verschiedene handelnde Charaktere und auch Rückblenden. Mariko befindet sich inmitten eines verbitterten Völkerstreits und hat derweil auch noch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen.

Mir kam es oft so vor, dass ich das Gelesene nicht ganz verstand, bis die fehlenden Wissenslücken ein paar Seiten darauf gefüllt wurden und man dadurch das Vorhergegangene mit anderen Augen sah. Es findet also andauernd eine Art hermeneutischer Zirkel statt, was spannend und anregend, aber zuweilen auch frustrierend sein kann.

Als Auflockerung wurde etwas Cleveres und gleichzeitig noch Süßes zwischen den Issues eingebaut: Es findet dann auf jeweils einer Seite eine "Katzen-Vorlesung" statt. Ja, richtig gelesen! Eine Lehrer-Katze bringt uns die Welt, in der Monstress spielt, etwas näher, listet beispielsweise die verschiedenen Völker auf. Eine charmante Art, den Lesenden an die Hand zu nehmen, um kurz zu klären, ob man soweit eh alles richtig mitbekommen hat.

Obwohl die Welt grausam ist und Feinde lauern, wird die durchaus ernste Geschichte durch niedliche Akzente ergänzt wie beispielsweise einem Fuchskind oder einem zweischweifigen Katzenbegleiter für Maika. Dieses Zusammenspiel finde ich absolut gelungen, denn es lässt die Story dadurch keineswegs lächerlich erscheinen, sondern man findet in den Frames einfach immer etwas zu staunen.
In einem Lese-Update sagte ich auch, dass Jedes Mal, wenn ich glaube, das coolste Wesen erspäht zu haben, blättere ich um und lerne noch was Fetzigeres kennen.

Den einzigen Kritikpunkt, den ich anzumerken habe, ist der Gebrauch von ziemlich hässlichen Kraftausdrücken, die meiner Meinung nach nicht sein müssten, beispielsweise, weil nur damit ein Milieu authentisch umrissen werden könnte oder um die Wut von Mariko besser ausdrücken zu können. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack und da mir ansonsten sonst alles wunderbar gefällt, kann ich über diesen Zwist locker umgehen.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass der Comic nicht endlos geht und ein gut getimtes, fulminantes Ende findet, welches die Geschichte gut er- und aufklärt. Denn dann wäre dieser Comic ein absolutes Highlight.

  (3)
Tags: jugendstil, steampunk   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(203)

408 Bibliotheken, 17 Leser, 2 Gruppen, 151 Rezensionen

weltraum, hexen, science fiction, kai meyer, fantasy

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine spoilerfreie Lesermeinung:

Die „Die Krone der Sterne“ von Kai Meyer ist ein Sci-Fi-Roman und bildet zugleich den Auftakt einer Reihe, bei der momentan zwei weitere Bände angesetzt sind.
Es geht um das Reich Tiamade, welches von einem Hexenorden beherrscht wird. Diese fordern immer wieder Mädchen als Tribute. Dieses Mal soll die Wahl auf Iniza, welche wir am Anfang des Romans kennenlernen und Zeuge werden, wie sie einen Fluchtversuch unternimmt.
Ehe man sich versieht, befindet man sich mittendrin in einem Gerangel einer Nutzgemeinschaft, bei der jeder Charakter sein eigenes Ziel zu erreichen versucht.

Zu Beginn des Buches wird man mit einigen Neologismen konfrontiert, mit denen die Welt beschrieben wird. Das legt sich aber mit der Zeit und nach und nach kann man die Begriffe zuordnen. Das Worldbuilding ist in dieser Geschichte meiner Meinung nach gar nicht das wichtigste, sondern es geht mehr um die Beziehungen der Charaktere zueinander und wie sie ihre eigenen Ziele miteinander vereinbaren können. 

Es wird immer aus der dritten Person geschrieben, wobei der Fokus sich manchmal auf andere Figuren verschiebt. 

Ich persönlich kann mit dem Ende gut leben, für sehr neugierige Personen würde ich empfehlen, den nächsten Teil miteinzuplanen.
 
Besonders hervorheben möchte ich den Humor in dieser Geschichte. Wir haben es hier mit einigen sarkasmusliebenden Figuren zu tun und die Gespräche dieser sind Highlights in diesem Buch. Ich konnte mir nicht helfen und wurde unweigerlich an das Computerspiel „Deponia“ erinnert, was den Humor angeht. Ich kann mir Die Krone der Sterne ohne Probleme als „Deponia im All“ vorstellen, Spelunken inklusive!

Zu guter Letzt will ich noch ein paar Worte zur Aufmachung des Buches an sich verlieren. Es handelt sich um eine Klappbroschur, das Cover ist in Blau und Gold gehalten, wobei das Gold besonders schimmert. In der linken Klappe werden ein paar Begrifflichkeiten kurz beschrieben, im Inneren befindet sich eine Illustration zur Galaxis. In der rechten Klappe gibt es Informationen über den Autor und wenn man sie aufklappt, gibt es da eine schöne Zeichnung der Nachtwärts, ein Raumschiff, mit welchem man früh in der Geschichte Bekanntschaft schließt. 

Der eigentliche Roman beginnt erst auf Seite 15, da davor noch echt coole Illustrationen von Jens Maria Weber eingeschoben wurden.

Ich würde diesen Roman Lesenden empfehlen, die Lust auf eine Science-Fiction-Reihe mit Raumschiff, Herrschaftsgerangel und einer guten Portion Sarkasmus haben, die jedoch nicht zu naturwissenschaftlich ausfällt.

  (3)
Tags: fanatasy, hexen, weltraum   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(160)

378 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

fantasy, liebe, finsternis, blindheit, jugendbuch

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Fantasy

Rezension:


Mein Zugang zu dem Buch:
Ich wusste, dass Sophie Jordan eine bekannte Autorin ist und habe viel über Infernale und Firelight mitbekommen, obwohl ich selbst noch kein Werk von ihr gelesen habe. „Königreich der Schatten: Die wahre Königin“ war mein erster Roman, den ich von Sophie Jordan gelesen habe. 


Mich sprach die Handlung an und somit bekundete ich motiviert Interesse auf dem eBook-Rezensionsportal netgalley.de und durfte kurz darauf tatsächlich meinen ersten Roman von Sophie Jordan lesen.


Aufbau und Schreibstil:
Der Roman beträgt etwa 384 Seiten und ist in 30 Kapitel unterteilt. Die Kapitel werden aus zwei Perspektiven erzählt, entweder aus der Sicht von Luna oder von Fowler, in jedem Falle wird dann in der Ich-Perspektive  und in Präteritum-Zeitform. 
Die Perspektive wechselt nicht zwangsläufig nach jedem Kapitel. 


Begeistert war ich von der Sprache, denn es kommt keine Fäkalsprache vor, die mich aus der Atmosphäre reißt. Sie ist einer märchenhaften Fantasy-Erzählung würdig, aber dennoch leicht verständlich und passend für ein Jugendbuch. Selten gibt es Wortwiederholungen oder für mich unpassende Vergleiche oder Beschreibungen. Beispielsweise ist „Kakofonie“ ein so besonderes Wort, sodass es sofort auffällt, wenn es mehrmals vorkommt und ein Kuss, der beinahe geschah, wurde als „FastKuss“ bezeichnet, was sich für mich in der deutschen Sprache nicht richtig anfühlt. (Besser fände ich Fast-Kuss). 


Beispiel für Beschreibungen, die mir zusagten: 
„Mir fiel ein, dass ihre Augen blau gewesen waren, aber Wissen und Erinnern waren zwei verschiedene Dinge. Ich konnte es nicht in meinem Gedächtnis sehen.“ (Pos. 2569) 
oder „Als ich den Baum erreichte, kletterte ich ihn ohne Mühe hinauf bis ganz nach oben, wobei ich einen von Fowlers Flüchen murmelte.“ (Pos. 3595) – hier kann man sehen, wie Kraftausdrücke umgangen wurden, fand ich toll!


Handlung und Atmosphäre:
Es geht um Luna, einer Königstochter, die jedoch beim Sturz ihres Vaters flüchten musste und seitdem in einem abgelegenen Turm mit Perla und Sivo, zwei treue Freunde ihres Vaters, ihr Dasein fristen. Eines Tages trifft sie auf Fowler, einem jungen Mann, der mit der Aufgabe betraut wird, mit Luna zu fliehen und auf sie aufzupassen. 


Die Welt hat sich vor einigen Jahren gewandelt und wird als düster beschrieben. Wie genau, sollte der Lesende am besten selbst entdecken. 


Mir gefällt nämlich das Worldbuilding sehr gut, allerdings finde ich es schade, dass nie richtig geklärt wurde, wie es dazu kam, dass die Welt nun so aussieht. Vielleicht werden im zweiten Teil dieser Reihe („Reign of Shadows“-Reihe) Fragen dazu beantwortet. 


Was mir beim Lesen besonders auffiel war die Geradlinigkeit des Romans. Das Buch ist auch zwei Perspektiven beschrieben, jedoch dient dies lediglich dazu, um die Gedanken der beiden Hauptcharaktere zu erfahren, denn sie sind meistens sowieso gemeinsam unterwegs.
Die Entwicklung der Freundschaft der beiden fand ich wiederum schön beschrieben, über Fowler erfährt man als LeserIn fast mehr als über Luna, wobei das daher rührt, dass der auch ein Leben außerhalb eines Turmes führte. (: 
Auch wird leider, wie oben bereits angedeutet, recht wenig über die Welt erklärt. Dies kann aber auch damit zusammenhängen, dass es keinen allwissenden Erzähler gibt und Luna selbst nicht genau weiß, wieso das alles geschieht. 


Fazit:
Ich bin über die Sprachwahl sehr erfreut, so macht mir das Lesen Spaß!   Es kam zu brenzligen Situationen, dennoch tuckert man von Station zu Station, was sich recht linear anfühlt. Ich bin aber auf alle Fälle gewillt, wieder zurück in diese Welt zu tauchen und möchte gerne Teil 2 lesen.


„Königreich der Schatten: Die wahre Königin“ ist kein Einzelband und endet auch mit einem Cliffhanger, das heißt, man erfährt kein abgerundetes Ende, sondern wird bei Interesse erst mit Band 2 mit der aktuellen Situation abschließen können. 


Deswegen würde ich das Buch Fans von Fantasy und Märchenadaptionen empfehlen, die keine Lust auf primitive Kraftausdrücke haben und gerne eine neue Reihe anfangen würden. 

  (8)
Tags: fantasy, märche, märchenadaption   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

weihnachten, malbuch, ausmalen, entspannen, christmas

Mein wundervolles Weihnachtsfest

Johanna Basford
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.10.2016
ISBN 9783596297313
Genre: Sachbücher

Rezension:


Ein seit einiger Zeit andauernder Trend sind die "Ausmalbücher für Erwachsene", also Motive zum Ausmalen, die recht filigran und mit vielen kleinen verschiedenen Flächen anmuten. Diese Freizeitbeschäftigung soll zur Entspannung dienen, viele hören nebenbei gerne Musik, Podcasts oder Hörbücher.

Ich hab bei der Weihnachtsverlosung auf LovelyBooks ein Exemplar von "Mein wundervolles Weihnachtsfest" gewonnen und habe mich gefreut, endlich ausprobieren zu können, ob diese Entspannungsmethode für mich funktioniert.

Ehrlicherweise hätte ich mir selbst ganz sicher ein anderes Themenbuch von Johanna Basford ausgesucht, zum Beispiel "Lost Ocean" oder "Entchanted Forest", aber natürlich passte diese Ausgabe zur festlichen Saison und ich erhoffte mir dadurch auch mehr in Weihnachtsstimmung zu kommen.

37 Seiten hält das Buch bereit, die es auszumalen gilt und selbst bei dem eingeschränkten Thema "Weihnachten" wird einem viel Abwechslung geboten. Zunächst einmal gibt es verschiedene Bildaufbau-Arten wie Mandalas, Landschaften, Wimmelbilder oder einzelne Motive, die "im Leeren" dastehen. Und auf die Motive gehen von tierischen Abbildern, bishin zu Lebkuchenhäusern, Nussknackern oder eine Seite voll gepackt mit unzähligen Zuckerstangen, Bonbons und Lollipos, einer überladenen Candyshop-Tapete gleich.
Ich würde schätzen, dass etwa die Hälfte der Motive auch "nur" als winterlich und nicht als weihnachtlich durchgehen könnten, was ich persönlich als etwas Positives erachte.

Die Seiten sind perforiert und man kann die einzelnen Seiten frustfrei heraustrennen. Die Blätter sind etwas stärker, aber keinenfalls wie Pappe, darum würde ich empfehlen, das Motiv, welches man ausmalen möchte, herauszutrennen oder zur Sicherheit eine extra Lage Papier in das Buch zu schieben, um Durchdrucken zu vermeiden.

Das Buch an sich ist eine broschierte Ausgabe mit Klappen, die schön gestaltet sind und man mehr von der Autorin erfährt. Am Beginn des Buches erhält man auch eine Einleitung, Tipps und besonders gut gefällt mir, dass man aufgefordert wird, seine Kunstwerke mit spezifischen Hashtags auf Social Media-Seiten zu teilen - damit wird mit dem Zweifel aus de Weg geräumt, ob man die ausgefüllten Motive teilen darf und weiß gleich, dass dies erlaubt ist.

Ich hatte bei weitem nicht genug Zeit und Muse, das ganze Weihnachtsbuch in der Weihnachtszeit 2016 auszumalen. An sich kann man das ganze Jahr über weitermachen, dennoch denke ich, dass ich mit anderen Motiven in der Zwischenzeit mehr Spaß hätte und dass ich erst Ende dieses Jahres mit dieser Ausgabe weitermachen würde.
Ich kann Ausmalwütigen, oder die, die es noch werden wollen, grundsätzlich auf alle Fälle die Bücher von Johanna Basford empfehlen, die spezielle Weihnachtsedition aber eher VielmalerInnen oder wenn dem Geschenk explizit Weihnachten förmlich auf die Stirn gestempelt und nach Weihnachten schreien soll. (z.B. beim Wichteln oder Weihnachtsverrückten). 

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(92)

244 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

märchen, anthologie, fantasy, kurzgeschichten, drachenmond

Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln

Julia Adrian , Susanne Gerdom , Kate Forsyth , Nina Blazon
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.10.2016
ISBN 9783959911818
Genre: Fantasy

Rezension:

Diese Anthologie umfasst 18 Geschichten auf ca. 400 Seiten. 
Natürlich unterscheiden sich die Geschichten im Stil, grundsätzlich sind die meisten aber märchenähnlich erzählt und enthalten Fantasy-Elemente. 
Schön ist, dass der Herausgeber vor jeder Geschichte ein paar Sätze zu den Autoren und Autorinnen (Beispielsweise Herkunft oder was sie bisher geschrieben haben) verfasste.

Es gibt düstere Geschichten, die sehr an herkömmliche Märchen erinnern und auch Märchenadaptionen oder die mit den Motiven bekannter Märchen spielen. Meistens fühlt man sich in eine vergangene Zeit zurück versetzt, lediglich die letzte Geschichte "Knochenlicht" fällt etwas aus der Reihe, dies wird aber auch zuvor erwähnt. 

Bei einer Geschichtensammlung ist es völlig normal, dass einen manche Geschichte mehr ansprechen als andere. Der Vorteil ist jedoch, dass man verschiedene Autoren/Autorinnen kennenlernen und in kurzer Zeit in verschiedene Welten eintauchen kann. 
Alles in allem konnte mich dieses Buch gut unterhalten und meine Erwartungen erfüllen.

Tipps: Der Schneemann und die Ziege, Das Glück lebt still im tiefen Wald, Das Rosenkind, Der Fluch der wahren Liebe, Der schwarze Schwan, Knochenlicht
"Die Spiegelschwester" hatte anfangs großes Potential, meine Lieblingsgeschichte zu werden. Die Atmosphäre und der Plot sagte mir sehr zu, leider wurde es mit der Zeit zu wirr für meinen Geschmack. Schade. 

Anmerkung: In der Printausgabe befinden sich Illustrationen, die in der eBook-Ausgabe nicht vorhanden sind. 
Mir persönlich macht das nichts, denn ich verzichte gerne darauf, wenn die Zeichnungen für das Verständnis nicht wichtig sind und dafür der eBook-Preis so viel günstiger und attraktiv ist. Nur sollten meiner Meinung nach Unterschiede der Ausgaben kommuniziert werden. 

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

starke frauen, kurzgeschichten, fantasy, mädchen, frauen

Heimchen am Schwert: Femtasy mit starken Frauen

Karin Pelka , Thomas Heidemann , Melanie Vogltanz , Regine D. Ritter
E-Buch Text
Erschienen bei OHNEOHREN, 27.06.2016
ISBN 9783903006614
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein solches Wortspiel als Titel für diese Anthologie herzunehmen, führt schon humorvoll zum Thema, bei dem es bei dieser Geschichtensammlung geht. Spätestens beim Untertitel „#femtasy“ wird klar: Dieses Kofferwort verrät, dass man es hier mit einer Anthologie zu tun, bei denen die Geschichten meistens in Fantasy-Settings oder mit Fantasy-Elementen stattfinden und bei denen man eine oder mehrere starke Frauen kennenlernt.

Auf welche Weise sich diese Stärke genau zeigt, kann immer wieder unterschiedlich ausfallen oder wird dem Leser oder der Leserin überlassen.


Herausgeberin Ingrid Pointecker vom ohne ohren-Verlag bündelte zwanzig Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren und Autorinnen in ein Werk mit 200 Seiten, in dem eine Menge Abwechslung geboten wird, denn es gibt kein Patentrezept für eine starke Frau.


So findet man natürlich die Rolle der aufopfernden Mutter oder Schwester, aber auch Frauen, die sich der Kampfkunst zugewandt haben oder weise Frauen, die mit ihren Entscheidungen Einfluss nehmen können. Es ist interessant über die Geschichte nachzudenken und ob man nun eine starke Frau erkannt hat oder ob man persönlich nicht mit dieser Meinung dasteht.

Da die Geschichten so abwechslungsreich ausfallen, kann es natürlich vorkommen, dass einem einige Geschichten mehr zusagen und manche nicht so, weil es einfach nicht den Geschmack trifft.
Die meisten Geschichten schaffen es in der kurzen Zeit eine authentische Stimmung aufzubauen und auch mit den Enden konnte ich gut leben, einige wenige halten ein offeneres Ende bereit oder ein Ende, welches mich nicht gänzlich überzeugen konnte. Man sollte nicht bei jeder Geschichte große Fantasy-Aspekte erwarten, was mich persönlich aber nicht gestört hat.


Trotzdem konnte mich diese Geschichtensammlung sehr unterhalten und man konnte sich in den verschiedensten Settings umsehen, von Geschichten, die einem die Atmosphäre eines Historischen Roman näherbringen, bis Erzählungen, die mich mehr an World of Warcraft erinnerten.


Die Geschichten dauerten bei mir meistens so um die 20 Minuten. 

Grundsätzlich finde ich dieses Buch empfehlenswert, vor allem für Fans von Kurzgeschichten, fantastischen, mittelalterlichen und/oder historischen Elementen wie beispielsweise Schwertkunst, das Aufbäumen gegen das Regime oder Familienschicksale. 

Wer Angst hat, dass es „zu feministisch“ sein könnte, den kann ich absolut beruhigen. Die Hauptfiguren sind meist weiblich, wer und warum ein Held oder eine Heldin ist und wer nicht, kann der Lesende jedoch selbst entscheiden. 

  (6)
Tags: femtasy, kurzgeschichten, starke frauen   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(170)

279 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

südkorea, vegetarismus, korea, familie, roman

Die Vegetarierin

Han Kang , Ki-Hyang Lee
Fester Einband: 190 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 15.08.2016
ISBN 9783351036539
Genre: Romane

Rezension:

Die Vegetarierin wurde zum ersten Mal 2007 auf Koreanisch veröffentlicht, seit August 2016 gibt es die deutschsprachige Ausgabe aus dem aufbau-Verlag.

Die Geschichte spielt zur Jetzt-Zeit in Südkorea, Yong-Hye wird von ihrem Mann als absolut langweilig und absolut durchschnittlich bezeichnet. Gerade das war jedoch der Grund, wieso er sie heiraten wollte, denn er mag es unaufregend und hat selbst in seiner Jugend leichtere Schulden ausgewählt, damit er ganz sicher gute Noten und ein Stipendium erhält. Eines Tages beschließt Yong-Hye wegen eines Traumes kein Fleisch mehr zu essen, was ihrem Ehemann überhaupt nicht gefällt.
Bei dieser kurzen Beschreibung habe ich euch nicht gespoilert, das alles passiert nämlich schon auf den ersten Seiten. Ab dann geht es darum, wie ihr nähere Umfeld auf Yong-Hyes Veränderungen reagiert.Der Roman ist in drei Abschnitte unterteilt und in jedem wird aus der Sicht einer anderen Yong-Hye nahestehenden Person die Beziehung zu ebenjener erzählt, beispielsweise der erste Abschnitt wird der Fokus auf Yong-Hyes Ehemann gerückt. Was in Yong-Hyes Kopf vorgeht, erfahren wir also nicht.
Der Titel "Die Vegetarierin" ist klug gewählt, da Vegetarismus ein spannendes und trendiges Thema ist, könnte jedoch auch dazu führen, dass einige mit der falschen Erwartung an dieses Buch rangehen.
Es geht hier NICHT um die Geschichte einer jungen Frau, die in Südkorea, wo Fleisch meistens an der Tagesordnung steht, aufgrund ethischer Gründe beschließt, Vegetarierin zu werden und nun geht es darum, wie versucht, sich zu erklären oder gar andere zu überzeugen. 
Nein, der Grund, wieso sie Vegetarierin (eigentlich Veganerin) wird, hat einen psychischen Grund, sie rebelliert. In diesem Buch geht es mitunter brutal zu, psychisch wie auch körperlich, und auch Erotik und künsterlisches Empfinden spielen eine Rolle.
Wir werden Zeuge eines Leidenswegs und wie die Menschen um sie herum damit umgehen. 


Mich konnte der Roman fesseln, ich wollte immerzu weiterlesen, man muss sich jedoch auf das Abstrakte einlassen können.

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(217)

533 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 82 Rezensionen

märchen, fee, liebe, magie, hexenjäger

Die Dreizehnte Fee - Entschlafen

Julia Adrian , So Lil` Art
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 29.08.2016
ISBN 9783959911337
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Dreizehnte Fee: Entschlafen ist der abschließende Teil einer Fantasy-Trilogie. Band 1 beginnt damit, dass die Dreizehnte Fee aus einem Dornröschenschlaf erwacht und sich dann auf die Suche nach ihren Schwestern macht um zu erfahren, wieso ihr das angetan wurde. 

Die drei Teile bauen aufeinander auf und erzählen eine zusammenhängende Geschichte, deswegen würde ich auf alle Fälle empfehlen diese Bücher in der Reihenfolge zu lesen, also Erwachen, Entzaubert und Entschlafen.

Der finale Band verspricht nicht zu viel, denn es wird in allen möglichen Bereichen die Gänge nach oben gefahren und es wird schneller, lauter, brutaler, schicksalhafter. 

Es kommt zu einigen Wendungen und großen Plot Twists und man muss doch aufmerksam lesen, um das alles verstehen zu können. Für einige Lesende war es doch zu viel Showdown und blieben gerade deswegen irgendwie enttäuscht zurück. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich zu dem Ende stehe bzw. besser gesagt dem Weg zum Ende.

Nach wie vor kann die Geschichte mit ihrem besonderen Flair gut unterhalten. Die Sprache besitzt eine gute Prise an Märchen, Fantasie und Schnörkelei, dennoch braucht es keine große Umgewöhnung von unserer Alltagssprache zu dieser Geschichte und ab und zu kamen mir einige Ausdrücke sogar modern vor (z.B. „Cape“). 

Dieser Roman hält durchgehend eine düstere Atmosphäre bereit, man lernt die verschiedensten Charaktere und ihre Beweggründe kennen und dass es nicht immer ein eindeutiges Gut und Böse gibt.

Diese Geschichte zieht durchgehend Parallelen zu den verschiedensten Märchen, jedoch nicht plump, sondern zur rechten Zeit eingebettet und manchmal auch subtil. Ich fühlte mich beim Lesen als würde ich vor einem riesigen Suchbild sitzen, wo ich die ganzen Märchenanspielungen herausfinden soll. 

Beim Lesen nahm ich mehr die Rolle der Beobachterin der Geschehnisse ein als dass ich mich in die Charaktere hineinversetzen oder mich mit ihnen identifizieren wollte. 

Ich empfehle diese doch recht spezielle Buchreihe bzw. in den ersten Teil reinzulesen Leuten, die Gefallen an Märchen, Fantasy und düstere Stimmung finden.

  (6)
Tags: düstere stimmung, fantasy, märchen, märchenanspielungen, trilogie   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

kurzgeschichten, rezepte, liebe, rosen, abwechslungsreich

Rosen, Liebe und gefährliches Risotto

Gabi Strobel (Hrsg.) , Anke Gasch , Sigrun Dahmer
E-Buch Text: 213 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 26.07.2016
ISBN 9783945298749
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In diesem Roman findet man 12 verschiedene Autorinnen, die jeweils eine Geschichte beisteuerten. Meiner Meinung nach soll diese Geschichtensammlung für kleine unterhaltsame Lesehäppchen zwischendurch sorgen und das schafft "Rosenliebe und gefährliches Risotto" auch. 

Man sollte sich nicht von der Kategorisierung unter "Krimis" in die Irre führen lassen, denn der Fokus liegt hier auf alle Fälle viel mehr auf die Liebe und ich würde das Buch ganz klischeemäßig als "Chicklit" bezeichnen. 
Diese kann aber verschieden aussehen, von der Liebe zur Familie, sich selbst lieben und schätzen bis hin zur typischen Pärchenliebe oder Verknalltsein. 

Als nette Aufmerksamkeit gibt es zu jeder Geschichte ein passendes Rezept am Ende der jeweiligen Geschichte. Oft ist das Rezept auch eine Anspielung zur Geschichte, zum Beispiel kocht ein Charakter in der Geschichte diese Mahlzeit. 

Mir gefallen Geschichtensammlungen gut und auch diese hier fand ich ganz nett, vor allem für die 99 Cent (Stand: Januar 2017). 

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(409)

792 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 37 Rezensionen

new york, klassiker, jugend, usa, amerika

Der Fänger im Roggen

J. D. Salinger , Eike Schönfeld , ,
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.01.2004
ISBN 9783499235399
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(594)

1.098 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 250 Rezensionen

orient, 1001 nacht, liebe, märchen, jugendbuch

Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh , Dietmar Schmidt
Fester Einband: 390 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2016
ISBN 9783846600207
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(215)

373 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 112 Rezensionen

zeitreise, liebe, leuchtturm, fluch, new york

Vierundzwanzig Stunden

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.06.2016
ISBN 9783866124011
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe aufgrund des Klappentextes etwas ganz anderes erwartet. Ich kann im Nachhinein verstehen, wie die Inhaltsangabe gemeint ist. Allerdings passt es für diesen Roman ganz gut, sich einfach in die Geschichte fallen zu lassen und selbst zu entdecken, was hier überhaupt vor sich geht.

Wenn ich aber eine kurze Inhaltsangabe geben müsste, würde ich
den Roman so beschreiben:
Arthur erbt ein Leuchtturm-Gebäude und im Keller findet er einen
Raum, welchen er betritt. Das nächste Mal, als Arthur seine Augen wieder öffnet, findet er sich inmitten einer Kirche in New York wieder. Wie konnte das passieren und was geht hier eigentlich vor? 
In diesem Roman findet man surreale Vorgänge, aber es enthält keine Fantasy wie Magie etc.

Ich habe dieses Buch binnen kürzester Zeit durchgelesen und war mit dem Ende dieser Geschichte zufrieden.

  (9)
Tags:  
 
78 Ergebnisse