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655 Bibliotheken, 7 Leser, 6 Gruppen, 27 Rezensionen

dark fantasy, der dunkle turm, dunkle turm, endzeit, fantasy, glas, graphic novel, horror, king, mittwelt, reihe, revolvermann, roland, stephen king, tot

tot.

Stephen King , Joachim Körber
Fester Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.02.2005
ISBN 9783453012165
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Suche von Roland nach dem Dunklen Turm hat mit dem Zusammentreffen mit seinen Gefährten einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Doch die lebensfeindliche Mittwelt fordert ihnen so einiges ab, zumal sich finstere Roboterwesen und mechanische Tiere in ihren Weg stellen – mit schrecklichen Folgen für die Reisenden...

Die Saga um den „Dunklen Turm“ ist laut seiner eigenen Aussage das Kernwerk von Stephen King, der sich dabei an unterschiedlichsten Genres bedient hat und Horror, Fantasy, Western, Elemente aus Drama und vielen anderen Stücken miteinander vereint. Das klingt so experimentell, wie es sich anhört, ist aber auch durch die wie immer sehr bildreiche Erzählweise Kings und eine dichte Atmosphäre geprägt. Nachdem im ersten Band Hauptfigur Roland mit der düsteren Mittwelt vorgestellt wurde und seine Prophezeiung empfangen hat, wurde im zweiten Band viel Zeit darauf verwendet, seine Mitstreiter vorzustellen und die Idee der Verbindung der Welten einzufügen. Nun möchte man meinen, dass er vor diesem Hintergrund wesentlich geschliffener, temporeicher und vielfältiger schreibt, doch der dritte Band „Tot“ ist wie seine beiden Vorgänger etwas zäh geraten. Die Handlung kommt nicht in Schwung, wieder werden seitenlange Erklärungen und Beschreibungen geboten. Doch hatte man in den beiden Vorgängern noch das Gefühl, dass dies alles wichtig zum Verständnis der folgenden Handlung ist, wirkt dieser dritte Teil weniger prägnant und fügt lediglich Details hinzu, anstatt aus dem Vollen zu schöpfen.

Gleichwohl wird durch den flüssigen Schreibstil des Autors viel davon abgefedert, zumal er so einige sehr markante Szenen eingebunden hat. Die Bedrohungen der Mittwelt werden noch präsenter, die Kämpfe brutaler und schrecklicher. Das ist teilweise schon heftig und fordert starke Nerven vom Leser, und auf diesem Niveau hätte ich mir den ganzen Band gewünscht. Toll auch wieder die Faszination, die von den Charakteren ausgeht, insbesondere Roland wird um einige Facetten bereichert, seine Begleiter können ihren Hintergrund ebenfalls auf sehr kreative Weise einbringen. Und auch das zentrale Motiv des Dunklen Turms blitzt immer wieder hervor und sorgt für einen noch präziseren Einblick in das Gesamtkonstrukt der Reihe, freilich immer noch mit sehr mystischer und unfassbarer Ausstrahlung.

Von „Tot“ hätte ich dann doch etwas anderes erwartet, eine Steigerung des Tempos oder eine konsequentere Fortführung der Rahmenhandlung. Doch King ist ja dafür bekannt, nicht das zu schreiben, was man von ihm erwartet. Und so schafft er immer noch sehr intensive Bilder, eine dichte Atmosphäre und vortrefflich gezeichnete Charaktere in einer Welt voller Schrecken und faszinierenden Ideen.

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79 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

buch zum film, der dunkle turm, der dunkle turm-zyklus, fantasieroman, is ganz okay... nur ein wenig seltsam an manchen stellen und verwirrend :), revolvermann, schwarz, stephen king, verwirrend

Der Dunkle Turm – Schwarz

Stephen King , Joachim Körber
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.07.2017
ISBN 9783453504028
Genre: Fantasy

Rezension:

Roland Deschains von Gilead ist der letzte Revolvermann seiner Welt, doch er strebt nach besserem. Um die lebensfeindliche Umgebung mit seinen zahlreichen Gefahren verlassen zu können, ist er auf der Suche nach dem Dunklen Turm, und nur der geheimnisvolle Mann in Schwarz scheint ihm den Weg dorthin zeigen zu können. Und so macht sich Roland auf die Reise, von der er einige Narben mehr mitnehmen wird...

„Der dunkle Turm“ ist wohl das zentrale Werk von Stephen King, welches er in sieben Bänden nebst zahlreichen Kurzgeschichten aufgebaut hat. „Schwarz“ ist der Auftakt zu dieser ungewöhnlichen Reihe, der nun in einer leicht überarbeiteten Version neu veröffentlicht wurde. Der Zugang ist hier alles andere als einfach, man erfährt hier nur einen kleinen Bruchteil, bekommt einen winzigen Einblick in die düstere Welt. Und so wird hier nicht gerade leichter Stoff geboten, vielmehr muss man sich schon etwas hineinfuchsen und am Ball bleiben, sich auch mal durch einige langwierige Passagen kämpfen. Das ist nicht jedermanns Sache, hat mir aber sehr gut gefallen. Denn schon hier bekommt man eine Ahnung davon, was alles in dem komplexen Konstrukt steckt. Zudem ist die Welt sehr eingängig beschrieben, die postapokalyptische Szenerie mit den unzähligen Gefahren bringen eine Schärfe mit ein, die durch packende Momente sehr gut ausgearbeitet wird.

Und auch Hauptfigur Roland kann faszinieren, sein rauer Ausdruck, seine harten Entscheidungen und seine düstere Vergangenheit wecken zwar keine Sympathien, aber dafür eine große Anziehungskraft, die einen kaum loslässt, wenn man ihr einmal verfallen ist. Dann wird „Schwarz“ zu einem wahren Pageturner, der Nachdruck hinterlässt und damit Lust auf die weiteren Teile weckt – schließlich will man erfahren, wie es mit Roland weitergeht.

„Schwarz“ ist streckenweise etwas langatmig, zumal man sich erst einmal an die skurrile und komplexe Welt gewöhnen muss. Doch dann kommt auch der Charakter des Roland immer besser zur Geltung, gewinnt immer mehr an Tiefe, zugleich wächst die Faszination für den Mann in schwarz und den Dunklen Turm. Heftig und nicht gerade leicht zugänglich, aber ein sehr intensiver Einstieg in die Buchreihe.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

atmospährisch, horror, paralleldimension, parallellwelten, reihe, spannung

Der Dunkle Turm. Band 1: Schwarz von King. Stephen (2003) Taschenbuch


Flexibler Einband
Erschienen bei null
ISBN B00FNB28I8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Roland Deschains von Gilead ist der letzte Revolvermann seiner Welt, doch er strebt nach besserem. Um die lebensfeindliche Umgebung mit seinen zahlreichen Gefahren verlassen zu können, ist er auf der Suche nach dem Dunklen Turm, und nur der geheimnisvolle Mann in Schwarz scheint ihm den Weg dorthin zeigen zu können. Und so macht sich Roland auf die Reise, von der er einige Narben mehr mitnehmen wird...

„Der dunkle Turm“ ist wohl das zentrale Werk von Stephen King, welches er in sieben Bänden nebst zahlreichen Kurzgeschichten aufgebaut hat. „Schwarz“ ist der Auftakt zu dieser ungewöhnlichen Reihe, der nun in einer leicht überarbeiteten Version neu veröffentlicht wurde. Der Zugang ist hier alles andere als einfach, man erfährt hier nur einen kleinen Bruchteil, bekommt einen winzigen Einblick in die düstere Welt. Und so wird hier nicht gerade leichter Stoff geboten, vielmehr muss man sich schon etwas hineinfuchsen und am Ball bleiben, sich auch mal durch einige langwierige Passagen kämpfen. Das ist nicht jedermanns Sache, hat mir aber sehr gut gefallen. Denn schon hier bekommt man eine Ahnung davon, was alles in dem komplexen Konstrukt steckt. Zudem ist die Welt sehr eingängig beschrieben, die postapokalyptische Szenerie mit den unzähligen Gefahren bringen eine Schärfe mit ein, die durch packende Momente sehr gut ausgearbeitet wird.

Und auch Hauptfigur Roland kann faszinieren, sein rauer Ausdruck, seine harten Entscheidungen und seine düstere Vergangenheit wecken zwar keine Sympathien, aber dafür eine große Anziehungskraft, die einen kaum loslässt, wenn man ihr einmal verfallen ist. Dann wird „Schwarz“ zu einem wahren Pageturner, der Nachdruck hinterlässt und damit Lust auf die weiteren Teile weckt – schließlich will man erfahren, wie es mit Roland weitergeht.

„Schwarz“ ist streckenweise etwas langatmig, zumal man sich erst einmal an die skurrile und komplexe Welt gewöhnen muss. Doch dann kommt auch der Charakter des Roland immer besser zur Geltung, gewinnt immer mehr an Tiefe, zugleich wächst die Faszination für den Mann in schwarz und den Dunklen Turm. Heftig und nicht gerade leicht zugänglich, aber ein sehr intensiver Einstieg in die Buchreihe.

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725 Bibliotheken, 7 Leser, 7 Gruppen, 32 Rezensionen

buchreihe, der dunkle turm, drei, dunkler turm, endzeit, fantasy, horror, hummer, king, reihe, revolvermann, roland, saga, stephen king, turm

Drei

Stephen King , Joachim Körber
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.02.2005
ISBN 9783453012158
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf seiner Suche nach dem Dunklen Turm wurden Roland, dem letzten Revolvermann, drei Gefährten vorausgesagt. Nach einem heftigen Kampf mit riesigen Hummerwesen stößt er an einem Strand dann auch auf drei Türen, die ihm eine ganz andere Welt zeigen. Hinter jeder ist einer der Prophezeiten zu sehen, doch diese sind ganz anders, als Roland sich erhofft hatte...

Stephen Kings Saga um den Dunklen Turm wird momentan neu veröffentlicht, wobei jeder Band ein neues Vorwort des Autors beinhaltet. Auch im zweiten Band, der ironischerweise den Titel „Drei“ trägt (was bei dem einen oder anderen sicherlich verwirren dürfte), ist dieser wieder sehr lesenswert, der Band an sich bringt die Handlung dabei deutlich weiter – aber auch hier muss man sich an einigen Stellen erst einmal durchkämpfen. Die Mischung aus so vielen verschiedenen Themen, der skurrilen Welt, die hier detailliert aufgebaut wird, und manchmal seitenlangen Beschreibungen sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Hinzu kommt, dass hier zwar wichtige Informationen für den weiteren Verlauf der Serie gegeben werden, an sich aber nicht allzu viel passiert. Vielmehr werden die restlichen Charaktere sehr detailreich vorgestellt, was viele Kapitel des Buches in Anspruch nimmt.

Dafür sind diese aber auch sehr ungewöhnlich ausgewählt und markant dargestellt. Interessant ist, dass diese sich anfangs gar nicht so stimmig einfügen wollen und zunächst einmal ein wenig aus der phantastischen Szenerie ausbrechen und der Handlung erst einmal ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken. Zudem bringen sie viele Themen mit ein, mit denen man so nicht wirklich gerechnet hätte. Doch so merkwürdig die Zusammenstellung auch scheinen mag, King hat alles sehr verdichtet zusammengefügt und packend erzählt. Und so geht trotz des etwas sperrigen Verlaufs eine große Faszination von den verbauten Ideen und der immer noch sehr düsteren Grundstimmung aus, zudem der große Respekt, wie man trotz des herrschenden Chaos einen geraden Weg erahnen kann.

Stephen King bricht hier mit allen Konventionen des Fantasy-Romans und geht auch in seinem zweiten Band der Saga einen ganz eigenständigen Weg. Dabei verbaut er sehr interessante Versatzstücke und rückt drei Charaktere in den Mittelpunkt, nutzt dabei eine faszinierende Idee mit den Türen in unsere Welt. Wieder ist das Ganze streckenweise etwas zäh geraten und man braucht viel Aufmerksamkeit, um den Faden nicht zu verlieren. Man wird dafür aber auch mit einer sehr eindringlichen Atmosphäre belohnt, mit einem faszinierenden Konstrukt und mit viel Vorfreude auf die kommenden Bände.

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25 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

band 2, fortstzung

Der Bote

Ingar Johnsrud , Daniela Stilzebach
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 14.05.2018
ISBN 9783764505882
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die herrschaftliche Villa einer verwitweten Dame erregt de Aufmerksamkeit der Polizei, da dort anscheinend seit einiger Zeit niemand mehr ein- und ausgeht. Im Inneren findet sich dann tatsächlich eine Leiche, die sich allerdings als Sohn der verschwundenen Dame entpuppt. Doch dieser soll schon vor vielen Jahren im Krieg gefallen sein. Kaum haben Fredrik Beier und Kafa Iqbal mit den Ermittlungen begonnen, wird in der Kanalisation eine weitere Leiche gefunden, die deutliche Spuren einer Folterung aufweist...

„Der Bote“ ist der zweite Teil des Autors Ingar Johnsrud um seinen Ermittler Fredrik Beier. Kenntnisse aus dem ersten Band sind allerdings nicht zwingend erforderlich, auch hier werden die Charaktere ausreichend vorgestellt, um der Handlung gut folgen zu können. Sicherlich verpasst man dann kleine Feinheiten, aber das lässt sich verschmerzen. Wie bereits beim ersten Teil wählt Johnsrud einen recht düsteren Ansatz für seinen Roman, spart nicht mit brutalen Details oder einer bedrohlichen Szenerie. Die Ermittlungen sind dann auch recht flott erzählt, sodass alle paar Seiten neue Details auftauchen, die das bisher Gelesene um eine neue Facette ergänzen oder in ein neues Licht tauchen. So kann sich der Spannungsbogen der Handlung auch immer weiter steigern und zu einem packenden Finale führen, welches man zwar bereits einige Seiten im Voraus erahnen kann, welches aber mit unterhaltsamen Informationen gespickt ist und so noch die eine oder andere Überraschung aufweisen kann. Manchmal neigt der Autor aber auch dazu, deutlich zu übertreiben und die Szenen überdramatisiert darzustellen, was den Lesefluss leider etwas hemmt.

Hinzu kommt auch, dass die Charaktere ebenfalls sehr düster gehalten sind und in diesem Band so einige düstere Geheimnisse offenbaren. Besonders bei Fredrik wird dabei mit seinen Panikattacken und dem ungehemmten Drogen- und Alkoholkonsum in dunklen Farben ausgemalt, wobei Kafa ihn in nichts nachzustehen scheint – selten habe ich von einem Charakter gelesen, der so von Selbsthass zerfressen ist. Auch hier ist einfach zu viel des Guten vorhanden, sodass eher von der Handlung abgelenkt wird als diese auszuschmücken. Das passt zwar alles zur dunklen Grundstimmung des Romans und bietet gelungene Ansätze, der hier gezeigte Stoff hätte aber für die Entwicklung in gleich mehreren Romanen als Nebenhandlung gereicht und wäre dann wohl auch authentischer gewesen.

„Der Bote“ macht einen soliden Eindruck und bietet viele gelungene Momente, ist aber an einigen Stellen leider zu übertrieben dargestellt. Besonders in der privaten Beschreibung der Charaktere tritt dies zutage. Dabei ist die Handlung an sich sehr spannend geraten und bietet eine komplexe und spannende Entwicklung, die sich immer weiter zu steigern weiß und mit packenden Szenen gespickt ist.

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69 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

band 5, dämonen, dämonensaga, demon zyklus, der tätowierte mann, erlöser, fantasy, horclinge, peter v. brett, reihe, verlag heyne

Die Stimmen des Abgrunds

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2018
ISBN 9783453319387
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Sharak Ka ist ausgebrochen, an allen Fronten schlagen die Dämonen erbarmungslos zu und überrennen sowohl Lakton als auch die anderen freien Städte. Und während sich die Menschen an der Oberfläche verlustreichen Kämpfen stellen müssen, sind Arlen und Jardir, die beiden als Erlöser geltenden Männer, gemeinsam mit dem gefangenen Seelendämonen auf den Weg tief hinab in die Erde, in den Horc, um die Mutter aller Dämonen zu töten. Doch wie weit können sie ihrer Geisel auf dem gefahrvollen Weg trauen?

Da ist er also, der letzte Teil des Dämonen-Zyklus, auf den die Fans so lange gewartet haben – in Deutschland noch etwas länger, denn der eigentliche Abschluss wurde in der deutschen Veröffentlichungspolitik in zwei Teile aufgespalten. Hier geht es somit gleich richtig zur Sache, alle Parameter sind gesetzt, alle Figuren in Stellung für das ultimative Finale gebracht. Doch wie man es von Peter V. Brett erwarten kann, bleibt er nicht bei einem Handlungsstrang. Zwar folgt man zunächst einige Zeit der ungewöhnlichen Reisegruppe hinab in den Horc, was unglaublich dicht und stimmungsvoll geraten ist. Der klaustrophobische Eindruck der engen Höhlen und Gänge, die vielfältigen Gefahren, innere Spannungen und nicht zuletzt die wieder sehr interessant aufbereitete Rolle des Dämonenprinzen – toll, wie packend Brett hier erzählt.

Aber nach einigen Kapiteln kehrt man wieder an die Oberfläche zurück, wo verschiedene Personen wieder in den Mittelpunkt gerückt werden und sich eben den Horden an Dämonen erwehren müssen. Dabei bekommen viele der zahlreichen Charaktere wieder viel Bedeutung zugeschrieben. Bei einigen war das klar, beispielsweise bei Inevera. Doch auch einige Figuren rücken in den Mittelpunkt, die eine eher kleine Rolle gespielt haben. Dabei wird die so scharf gezeichnete Welt mit ihren unterschiedlichen Kulturen noch einmal sehr lebendig dargestellt und mit gelungenen Details versehen. Auch erhält der Kampf gegen die Dämonenhorden noch einmal eine neue Dimension, die Verluste sind herbe – toll, wie auch hier alles in einem fulminanten Spektakel gipfelt.

Leerlauf ist dabei zu keinem Zeitpunkt zu spüren, alles ist an seinem Platz und ist entweder relevant für die weitere Handlung oder so lesenswert und interessant, dass man diese Szenen nicht missen möchte. Die Sprache ist dabei sehr flüssig, wie man es vom Autor gewohnt ist, und an die jeweils handelnde Person angepasst. Besonders die Gedanken der Dämonen fallen hierbei auf und sind mit ganz anderem Vokabular und anderer Attitüde verfasst. Das Ende kommt etwas plötzlich und wird zügig erzählt, was ein bisschen überhastet wirkt – andererseits gefällt mir, dass Brett sich hier nicht in einer unnötigen Orgie ergangen hat. Vorhersehbar war da übrigens für mich nichts, immer wieder hat mich der Autor hier überrascht.

„Die Stimmen des Abgrunds“ kann die Faszination der düsteren Welt noch einmal schaffen, ist sehr prägnant erzählt, spielt wieder an vielen Orten gleichzeitig und legt in dem Spektakel immer noch viel Wert auf die Charaktere, die immer noch viel Raum haben, um sich zu entwickeln. Ein grandioser Abschluss für die Reihe, die mich nachhaltig beschäftigt hat.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

blanvalet, #blanvaletverlag, #bloggerportal, fantasy, #lanamorgan, lara morga, rezension, rezensionsexemplar

Sarantium - Die Götter

Lara Morgan , Maike Claußnitzer
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783734161353
Genre: Fantasy

Rezension:

Sarantium hat sich von der letzten Schlacht noch lange nicht erholt, das riesige Reich ist gezeichnet von Feuer und Kämpfen. Die einzige Hoffnung liegt auf den Zwillingen Shaan und Tallis, doch getrennt voneinander können sie nichts ausrichten. Und während Shaan gemeinsam mit dem Gott Azoth in einer Zwischenwelt gefangen ist, muss Tallis die restlichen Götter bestehlen...

Lara Morgan hat sich viel Zeit gelassen, um ihre Sarantium-Trilogie zu beschließen, mit „Die Götter“ ist nun aber doch der letzte Band erschienen. Bereits vorher ist die Autorin völlig in die von ihr erschaffene Welt eingetaucht, hat ein kreatives und während der Handlung stets sehr präsentes Prinzip für die erdacht und mit vielen Details ausgeschmückt. Auch ihre Charaktere haben einiges durchgemacht und sind herangereift, und all das wird von Morgan hier noch weiter ausgebaut. Sie bewegt sich sehr sicher und bleibt ihren Ideen treu, verliert sich aber manchmal zu sehr in Feinheiten. Dann werden die Passagen langatmig, ohne dass etwas Entscheidendes passieren würde oder etwas wirklich Neues aufkommt. Eine Straffung hätte der Handlung also an einigen Stellen gut getan, doch ansonsten schließt die Autorin ihr Werk sehr stimmig ab.

Der Spannungsbogen, den Morgan hier schlägt, funktioniert sehr gut und fügt immer mehr Dramatik, immer mehr packende Momente hinzu, wobei die Handlungsstränge sehr gut nebeneinander funktionieren und dynamische Wechsel erlauben. Da ist es mal nachdenklich und in sich gekehrt, dann ist wieder eine temporeiche und sehr druckvolle Szene zu lesen. Das alles auf einen finalen Kampf hinausläuft, war ja eigentlich nach den ersten Seiten des ersten Bandes schon klar, wie dieser hier gelöst ist, birgt dann aber doch einige gelungene Überraschungen, die sich stimmig in das Gesamtkonzept ein. Dabei werden einige ausgetretene Pfade verlassen, anderes bleibt aber auch konventionell wie man es von einem aktuellen Fantasy-Roman erwartet.

„Die Götter“ schließt die die Trilogie gekonnt ab, gibt der Handlung Feinschliff und hält einige Überraschungen bereit, sodass ich mich auch ein drittes mal gern in die sehr ausgereifte Welt begeben habe. Dabei werden nicht nur die Hauptcharaktere, sondern auch die anderen Figuren sehr sorgsam behandelt, jeder bekommt hier noch einmal einen wichtigen Auftritt. Schön, wie gut das alles funktioniert, auch wenn man über einige langatmige Passagen hinwegsehen muss.

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752 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 42 Rezensionen

buchreihe, der dunkle tur, der dunkle turm, fantasy, horror, junge, mann in schwarz, parallelwelt, revolvermann, roland, schwarz, stephen king, turm, western, wüste

Schwarz

Stephen King , Joachim Körber
Fester Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.02.2005
ISBN 9783453012134
Genre: Krimi und Thriller

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

die letzte stunde, england, historischer roman, minette walters, pest, pest (schwarzer tod), starke frau

Die letzte Stunde

Minette Walters , Sabine Lohmann , Peter Pfaffinger
Fester Einband
Erschienen bei Heyne, 12.03.2018
ISBN 9783453271685
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die letzte Stunde (Teil 1)
Dorseteshire, eine kleine Stadt im Süden Englands, schottet sich vom Rest des Landes während der großen Pestepedemie vollkommen von dem Rest des Landes ab. Lady Anne setzt von nun an nicht auf das Geburtsrecht ihrer Untertanen, sondern auf den persönlichen Einsatz für die Gemeinschaft. Und trotz der knappen Vorräte werden die Begehrlichkeiten bei den Bewohnern in der Umgebung. Und auch im Inneren der Stadt verläuft nicht alles so friedlich wie gewünscht...

Minnete Walters hat sich einen Namen als sehr erfolgreiche Krimiautorin gemacht – umso interessanter, dass sie in ihrem neuen Werk „Die letzte Stunde“ das Genre gewechselt hat und einen historischen Roman vorlegt. Angesiedelt zu Zeiten der Pest kommt tatsächlich jede Menge viel mittelalterliches Flair herüber, besonders die Schrecken der Pest, die ganze Landstriche entvölkert hat, sind sehr treffend und intensiv beschrieben. Die Figuren, insbesondere Lady Anne wirken für die Zeit aber schon deutlich fortschrittlich, haben eher neuzeitliche Ideale und Vorstellungen. Die gesellschaftlichen Strukturen in Dorseteshire sind aber äußerst interessant und sorgen für gelungene Gedankenspiele.

Toll auch der Schwenk ab der Hälfte der Handlung, denn dann kehrt Walters doch noch in vertrautere Gefilde zurück, indem in die mittelalterliche Welt ein Kriminalfall eingebaut ist. Auch wenn sich die Handlung nicht auf die Enttarnung des Täters konzentriert, sind deutliche Elemente des Genres zu erkennen, was einen zusätzlichen Reiz ausmacht.

Die Darstellung der Charaktere ist hier noch etwas einseitig, der Trennstrich zwischen Gut und Böse ist klar gezogen. Hier hätte ich mir mehr Variabilität gewünscht, der aber noch mit dem zweiten Teil kommen kann. Zweiter Teil? Ja, genau, dass hier ein Mehrteiler gestartet wurde, ist nicht so recht vom Verlag vermittelt worden. Und so kommt die Ankündigung mitten in der Handlung sehr überraschend, dass eine „Fortsetzung folgt“.

Es hat richtig Spaß gemacht, in die von Walters erschaffene Welt einzutauchen, da sie sehr lebendig gestaltet wurde und die Stimmung gekonnt auf den Leser übergreift. Auch ihre Charaktere sind lebendig dargestellt, könnten aber mehr Facetten vertragen. Die Handlung nimmt verschiedene Wendungen und Schlenker, ist unterhaltsam und spannend aufbereitet, sodass auch dieser Ausflug ins andere Genre sehr lesenswert geraten ist.

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Der Mann mit der dunklen Brille und weitere Abenteuer von Tobby und Robby

Sándor Ferenczy , Hans Irle , Joachim Wolff , u.v.a.
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783742403896
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Mann mit der dunklen Brille



Erster Eindruck: Robby und Tobby auf Verbrecherjagd

Auf ihrem Schulweg beobachten die Freunde Robby und Tobby einen Mann, der auffällig unauffällig in einem Hauseingang in der Nähe der Schule steht und scheinbar die gegenüberliegende Bank im Auge behält. Tatsächlich schrillen nur kurz danach die Sirenen los und die ersten Polizeiwagen treffen ein. Da Robby und Tobby einige wichtige Entdeckungen gemacht haben und den Täter identifizieren können, dürfen sie auf der Rückbank die Verfolgungsjagd mitmachen...

Im Jahr 1965 entstand etwas, das man heute wohl eine „Miniserie“ nennen würde, vier Teile mit Geschichten um die beiden aufgeweckten Jungen Robby und Tobby sind entstanden. Alle vier passen locker auf eine CD und haben eine Länge von 51 Minuten, es handelt sich also um kurze, knapp erzählte Episoden. Diese verlaufen immer nach einem ähnlichen Schema und bringen die Lausbuben in ziemlich aufregende Situationen, in denen sie helfen, Verbrechen aufzuklären und die Täter dingfest zu machen, wobei der Hauptpart immer noch von der Polizei erledigt wird. Ein wichtiges Element dabei besteht darin, die genauen Vorgänge in der Polizeiwache darzustellen – wo der Notruf eingeht, wer wem Meldung gibt, wie der gesamte Verlauf ist. Das mag zwar heute einen interessanten Blick auf die damaligen technischen Möglichkeiten geben und realistisch wirken, ist aber leider auch eher langwierig geworden und bringt die Handlung nicht wirklich voran. Die kleinen Fälle gehen von unterschiedlichen Startpunkten aus und sind mit einigen Ausnahmen mit Schwung erzählt, zumal zuhörende Kinder in den beiden Jungen direkt eine Identifikationsfigur erhalten. Durch die Kürze der einzelnen Episoden eine nette Alternative für Zwischendurch.

Die die Hauptsprecher kommen in jeder Folge vor, wobei Erzähler Wolfgang Wendler seine Sache richtig gut macht und den Spannungsbogen der einzelnen Folgen gekonnt aufgreift. Sein eher nüchterner Sprachstil ist typisch für die Zeit und ist hier passend eingesetzt. Claudius Ruhe macht seine Sache als Tobby ordentlich und wirkt in vielen Szenen authentisch. Er kann die steigende Aufregung des Jungen immer wieder treffend umsetzen. Auch Florian Kühne ist als Robby solide und bringt Dynamik in die Handlung ein – was allerdings leider nicht für alle Sprecher gilt. Gerade die Kinder in den Nebenrollen, die im Inneren auch nicht namentlich erwähnt werden, sind teilweise sehr hölzern und klobig, was einen ordentlichen Stolperstein für den Erzählfluss darstellt. Weitere Sorecher sind Aranka Joenke, Jocahim Wollf und Horst Stark.

Da die Produktionen über 50 Jahre alt sind, verzeiht der geneigte Hörer wohl gern den blechernen Unterton, die Aufnahmen aus der Zeit nun mal an sich haben. Leider wirken manche Gespräche – gerade in der ersten Episode – ziemlich abgehackt, die Sätze folgen eine Spur zu schnell aufeinander. Musik ist kaum im Einsatz, auch Geräusche sind in vielen Passagen kaum im Einsatz, was das Ganze etwas statisch wirken lässt. Manche Geräusche sind aber auch treffend und atmosphärisch eingefügt.

Auf dem Cover bekommt man gleich einen Eindruck von den beiden Hauptfiguren, die aus einem Fenster den „Mann mit der dunklen Brille“ beobachten. Der einfach Zeichenstil passt gut zu der Ausrichtung der Serie, das Türkisgrün der Mauern zieht sich auch durch die restliche Gestaltung. Ein weiteres Motiv dieser Art ist auch im Raum hinter der CD zu finden.

Fazit: Vier kurze Episoden, die mit einigen guten Einfällen punkten, mit der nicht ganz optimalen Akustik aber auch die Toleranz der Hörer und ihre Leidenschaft zur Nostalgie fordert. Immer wieder wird der Erzählfluss durch kleine Stolpersteine unterbrochen, insbesondere die langen Erläuterungen über die Vorgänge innerhalb der Polizei wirken unpassend. So bleibt ein solider, aber eben nicht überragender Eindruck der Miniserie zurück.

VÖ: 9. Februar 2018
Label: Der Audio Verlag
Bestellnummer: 978-3-7424-0389-6

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Leere Herzen: Das Hörspiel

Juli Zeh
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 12.02.2018
ISBN B078JYT1C7
Genre: Sonstiges

Rezension:

Leere Herzen - Das Hörspiel



Erster Eindruck: Ziemlich viel für zwei Stunden Hörspiel...

Nach außen hin führt Britta Söldner ein ruhiges, gewöhnliches Leben mit einer kleinen Familie, guten Freunden und einer erfolgreichen Praxis für Naturheilkunde. Doch hinter den Kulissen der kleinen Büroräume behandelt sie nicht nur Selbstmordkandidaten, sondern rekrutiert unheilbare Fälle auch für Terroranschläge – gegen Bezahlung natürlich. Doch ein anderes Unternehmen auf dem Markt will ihr plötzlich Kunden und Patienten streitig machen...

Julie Zeh hat sich in letzter Zeit einen Namen in der deutschen Autorenlandschaft gemacht und sorgt mit ihren ungewöhnlichen Geschichten für Aufsehen. „Leere Herzen“ ist nun vom MDR als Hörspiel vertont und beim Hörverlag auf CD veröffentlicht worden. Sehr lohnenswert, wenn man sich auf das interessante Gedankenexperiment einlässt, denn die Themen, die angesprochen werden, sind sehr gut miteinander verknüpft. In einer nicht allzu weit entfernten Zukunft angesiedelt macht Zeh zahlreiche politische Anspielungen, beschreibt die Auswirkungen von Trump, Putin und Merkel auf das Weltgeschehen, rückt gerade letztere gegen Ende noch einmal in einen reizvollen Fokus, spricht aber auch die Folgen von Politikverdrossenheit und Populismus an. Dies geschieht vor der Kulisse der Firma von Britta, die das Geschäft mit dem Suizid auf die Spitze treibt. Das sorgt für reichlich Gedankenanregungen, besonders Brittas Einstellung zu dem Thema ist beeindruckend gelöst. Von der anfänglichen Beschreibung entwickelt sich später noch eine dichte Handlung, in der die Konkurrenz auf diesem zynischen Geschäftsfeld thematisiert wird. Toll ist dabei, wie genau Britta und die anderen Charaktere beschrieben werden, wie die frühe Fassade bröckelt und immer mehr Widersprüche und extreme Züge zu Tage kommen. Garniert wird das Ganze mit vielen eindrucksvollen Szenen – besonders krass beim Thema Waterboarding – und einem packenden Finale, das in eine andere Richtung führt als erwartet. Eine fesselnde Geschichte, die Zeit und Aufmerksamkeit braucht, aber eben auch sehr lohnenswert ist.

Bettina Hoppe ist in der Hauptrolle der Britta zu hören, die die abgeklärte Frau sehr eindringlich spricht und immer tiefer in den komplexen Charakter eindringt. Sie reagiert in den unterschiedlichen Situationen immer glaubwürdig und setzt gekonnt Akzente. Ihr zur Seite steht das Computergenie Babak, ein ziemlicher Außenseiter, aber eng mit Britta verbunden, der durch Alexander Beyer ebenfalls viel Tiefe erhält und mit vielen feinen Nuancen in der Stimme arbeitet. Jule Böwe ist als Erzählerin im Einsatz, zeichnet mal besonders spannende Szenen gekonnt mit ihrer Stimmfarbe nach, spricht dann aber auch mal sehr neutral und lässt die einzelnen Szenen so ihre gewünschte Wirkung entfaltet. Weitere precher sind Lisa Hrdina, Rainer Bock und Ingo Hülsmann.

Die akustische Gestaltung ist insgesamt eher ruhig gehalten und konzentriert sich auf die Dialoge, doch im Hintergrund sind immer wieder glaubhafte Geräusche eingesetzt, die das Geschehen lebendig gestalten und den Hörer in die jeweilige Szenerie versetzen. Musik ist nur wenig im Einsatz, fehlt wegen der glaubhaften Szenerie aber auch nicht.

Geliefert wird „Leere Herzen“ in einem hübschen Digipack, das sich mehrfach aufklappen lässt und ein kleines Booklet eingeklebt hat. Darin sind viele Informationen zu den Mitwirkenden des Hörspiels und der Autorin zu lesen. Schade nur, dass nicht alle Charaktere ihren Rollen zugeordnet sind. Das Titelbild greift die Idee des Buchcovers auf, kehrt aber die Farben um und zeigt weiße Punkte, scheinbar wahllos verstreut, auf schwarzem Grund – was es damit auf sich hat, erfährt man im Hörspiel.

Fazit: Politische, gesellschaftskritische und persönliche Entwicklungen werden hier in einer gut konstruierten und spannenden Geschichte zusammengeführt und überzeugen mit ihrem starken Ausdruck. Das vorhandene Gedankenspiel fasziniert sogleich und hält das Interesse über die gesamte Laufzeit aufrecht, zumal starke Charaktere und spannende Wendungen das Bild bestimmen. Sehr hörenswert!

VÖ: 12. Februar 2018
Label: Der Hörverlag
Bestellnummer: 978-3-8445-2912-8

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Gruselkabinett - Folge 137

Robert E. Howard , Bert Stevens , Bodo Primus , Dana Fischer
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 27.04.2018
ISBN 9783785756294
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gruselkabinett – 137. Aus finsterer Tiefe



Erster Eindruck: Eine stürmische Nacht...

Verzweifelt fleht Margaret Deveral ihren Verlobten einige Tage vor der geplanten Hochzeit an, nicht mit seinem Boot auf die See zu fahren, eine düstere Vorahnung jagt ihr fürchterliche Angst ein. Dennoch fährt Adam Falcon auf das nebelverhangene Meer. Kurze Zeit später wird seine Leiche an Land gespült, doch Margaret behauptet aus voller Überzeugung, dass es sich nicht um Adam handelt...

Das Frühlingsprogramm 2018 des Gruselkabinetts wird mit der mit Abstand kürzesten Folge abgeschlossen – 35 Minuten dauert „Aus finsterer Tiefe“. 35 Minuten, die sehr intensiv und atmosphärisch erzählt sind, die sehr kreative Ideen vereinen und den Gruselfaktor der Serie wieder in die Höhe treiben. Toll ist der düstere Bezug zur See, von Anfang an wird hier die Gefahr in den Vordergrund gestellt. In einer in der Serie bisher einzigartigen Szene wird dann auch aus der Sicht des Meeres die Stimmung noch weiter verdichtet, was der Handlung um den Toten Adam sehr gelungen beeinflusst. Mir gefällt sehr gut, wie die Dorfgemeinschaft immer aufgebrachter wird und auch die persönlichen Beziehungen mit hineinspielen, wie sich Angst und Schrecken immer weiter ausbreiten. Und auch die übernatürlichen Elemente sind gelungen eingeflochten, was sich in vielen mysteriösen Ereignissen niederschlägt. Das ist sehr gekonnt komponiert und eindringlich umgesetzt, sodass eine sehr starke Folge entstanden ist, die einen ganz eigenen Weg geht und frischen Wind in die wundervolle Reihe mit einbringt. Denn die vielen eigenständigen Elemente fügen sich stimmig in die Serie ein und machen „Aus finsterer Tiefe“ sehr hörenswert.

Bert Steves ist als Silas zu hören, der meist als Erzähler für die Handlung fungiert. Das macht er ganz hervorragend und verleiht dem einen sehr eigenständigen Charakter, liest sehr düster und stimmig, sodass auch diese Passagen sehr unheimlich wirken. Dana Fischer ist als Margaret ebenfalls sehr gut ausgewählt, mit viel Energie und einer markanten Sprechweise gestaltet sie ihre Rolle sehr treffend. Daniela Bette hat als die See zwar keine große Rolle, gestaltet diese aber so eindringlich und düster, dass die wenigen Momente sehr lange im Gedächtnis nachhallen. Weitere Sprecher sind Detlef Bierstedt, Bodo Primus und Dagmar von Kurmin.

Die Geschichte von Robert E. Howard ist sehr feinsinnig inszeniert und erhält dadurch eine noch intensivere Wirkung. Die Nähe zum Meer ist dabei deutlich zu spüren, das Meeresrauschen im Hintergrund ist ein ebenso gelungenes Stilmittel wie die atmosphärische Musik. So ist alles passend und dicht zusammengefügt, die Dialoge und ihre Sprecher bestens unterstützt.

Auch das Cover ist fantastisch, der sehr klare Zeichenstil bringt eine neue Note in das bisherige Artwork mit ein. Zu sehen ist ein rotäugiger, riesiger Oktopus, der Margaret mit zwei seiner Tentakeln hält. Die dunkle, blaue Grundstimmung unterstreicht dabei einerseits den Bezug zum Meer, andererseits wird dadurch aber auch ein mystischer und bedrohlicher Ausdruck geschaffen.

Fazit: „Aus finsterer Tiefe“ ist sehr eigenständig und bringt neue Stimmungen in das Gruselkabinett mit ein. Durch die auf den Punkt gebrachte Erzählweise, den mystischen Anklang und die lebendige, vielschichtige Handlung ist man schnell mit der Folge verbunden und kann ganz darin versinken. Eine sehr starke Folge!

VÖ: 27. April 2018
Label: Titania Medien
Bestellnummer: 978-3-7857-5629-4

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Gruselkabinett - Folge 136

H.G. Wells , Simon Roden , Jean Paul Baeck , Marc Gruppe
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 27.04.2018
ISBN 9783785756287
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gruselkabinett – 136. Das Königreich der Ameisen



Erster Eindruck: Reise ins Ungewisse...

Der Schiffsingenieur Holroyd begrüßt es sehr, die neue Besatzung eines fertig gestellten Kanonenschiffs direkt vor Ort einzuweisen und die erste Reise mit ihnen zu unternehmen. Doch als er vom Kapitän Guerilleau den Grund hierfür erfährt, wird seine Freude getrübt. Es geht darum, am Amazonasufer nach dem Rechten zu sehen, da sich dort aggressive Ameisen angesiedelt haben sollen...

H.G. Wells begleitet den Hörer momentan durch das Gruselkabinett, auch die 136. Folge der Serie stammt von dem Autor, der hier jedoch eine für ihn ungewöhnliche Geschichte vorgelegt hat. Diese ist hier sehr atmosphärisch und eindringlich umgesetzt und konzentriert sich ganz auf den Kern der Handlung. Schnell wird das Thema mit den aggressiven Ameisen eingebracht und im Anschluss immer weiter verfeinert. Es kommen keine ganz großen Überraschungen mehr dazu, sondern eher neue Details, Verschärfungen, der Szenerie und zahlreiche unheimliche Szenen. Interessanterweise stehen dabei gar nicht mal wirklich übernatürliche Elemente im Mittelpunkt, aber die Gefahr durch die Ameisen geht schon sehr viel Stimmung aus. Unterstützt wird dies durch die sehr intensive Beschreibung des Amazonas-Dschungels mit seiner drückenden Hitze, der Einsamkeit und der stets zu spürenden Macht der Natur, das alles fügt sich durch die Beschreibungen Holroyds so dicht zusammen, dass man sich selbst völlig in die Szenerie hineinversetzen kann. Die Handlung schreitet dabei glücklicherweise nur langsam voran, sodass man die einzelnen Szenen völlig genießen kann – und die haben es in sich. Sie rücken die Charaktere, insbesondere Kapitän Guerilleau in den Mittelpunkt, sind teilweise sehr dramatisch und immer sehr treffend erzählt. Gerade wegen der ruhigen Ausstrahlung hat mir diese Folge so gut gefallen.

Simon Roden ist als Holroyd zu hören und übernimmt dabei auch einige Erzählerparts. Seine Stimme passt sich sehr dynamisch den unterschiedlichen Szenerien an, vermittelt aber insbesondere auch sehr viel Atmosphäre, indem er sehr genau von der eigentümlichen Landschaft oder dem seltsamen Verhalten der Ameisen berichtet. Ihm vollkommen ebenbürtig ist Jean Paul Baeck als Kapitän Guerilleau, der mit Leidenschaft und Feuer spricht und sich von dem ruhigen Anfang bis zum schrecklichen Ende immer weiter zu steigern weiß. Marc Gruppe beweist hier als Leutnant Da Cunha, dass er auch als Sprecher abliefern kann, er setzt seine Szenen eindringlich um, betont die Panik ebenso überzeugend wie den Vorwurf. Die weiteren Sprecher sind Joachim Tennstedt, Bert Stevens und Bodo Primus.

Auch akustisch wird wieder eine hervorragende Arbeit abgeliefert, die bestens auf die Geschichte abgestimmt ist. Dabei sind wieder viele Geräusche eingebaut, die die verschiedenen Szenen lebendig wirken lassen, die Dynamik wird hingegen besonders von der Musik unterstützt. Gerade die Szenen mit den angreifenden Ameisen werden hierdurch besonders hervorgehoben.

Ertugrul Edirne hat wieder ein einzigartiges Titelbild geschaffen, das eine ganz eigene Stimmung vermittelt und dennoch gut in das Konzept passt. Er konzentriert sich einerseits auf die bedrohlich aufgerichtete Ameise mit rötlichen Augen und scharfen Mandibeln, andererseits aber auch auf die Totenschädel, die dem ganzen einen noch düsteren Anklang verleihen. Die grünliche Färbung ist dazu sehr passend gewählt.

Fazit: Eine sehr atmosphärische Folge der Reihe, die mit ihrer sehr dichten Stimmung und der genauen Beschreibung der Szenerien überzeugt. Die Bedrohung durch die Ameisen wird immer präsenter, die Charakterisierung immer detaillierter, sodass ein sehr stimmiges Gesamtbild entsteht. Die langsame Entwicklung und die sehr guten Sprecher tragen ebenso ihren Teil zum Gelingen bei.

VÖ: 27. April 2018
Label: Titania Medien
Bestellnummer: 978-3-7857-5628-7

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Sherlock Holmes - Folge 34

Arthur Conan Doyle , Herman Cyril McNeile , Detlef Bierstedt , Joachim Tennstedt
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 27.04.2018
ISBN 9783785756300
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sherlock Holmes – 34. Die quietschende Tür



Erster Eindruck: Eine kleine Notlüge...

Katherine Moody wendet sich mit einem Fall an Sherlock Holmes, von dem dieser bereits aus der Zeitung erfahren hat. Als er erfährt, dass er Katherines Verehrer vom Verdacht des Mordes an einem jungen Künstler befreien soll, ist er schnell mit einer Zusage dabei. Die quietschende Tür der Arbeitsstätte des Opfers erregt dabei sofort seine Aufmerksamkeit...

Mit dem Frühjahrsprogramm 2018 hat Titania Medien für eine Überraschung in ihrer Reihe um Sherlock Holmes gesorgt und zwei Fälle vertont, die eigentlich gar nicht für den bekannten Ermittler geschrieben wurden. Vielmehr wurden Holmes und Watson in die Geschichte hineingeschrieben und fügen sich dort völlig authentisch ein. Der Humor der beiden Figuren, Holmes Überheblichkeit und die charmante Ahnungslosigkeit von Watson verleihen der Geschichte viel Ausdruck und Witz, wobei auch der Fall an sich aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle stammen könnte. Diese beinhaltet nämlich einige lange Dialoge, in denen Sherlock Holmes von den Hintergründen des Mordes erfährt und dem wahren Täter so auf die Spur kommt. Diese sind immer wieder mit kleinen Rückblicken in gespielten Szenen gespickt, sodass ein dynamischer Eindruck entsteht. Auch sehr bezeichnend für die Serie ist, dass die Lösung hier an scheinbaren Kleinigkeiten ausgemacht wird, dass eine scharfe Beobachtungsgabe hilfreich ist – hat aber im Gegensatz zu einigen von Doyles Geschichten den Vorteil, dass Holmes keinen deutlichen Wissensvorsprung gegenüber den Hörern hat, dieser also selbst seine Schlüsse ziehen kann. Zwar ist irgendwann klar, weil die Ermittlungen in diese Richtung gehen und Holmes durch sein Verhalten seine Einschätzung preisgibt, doch es gilt dennoch, den Täter zu überführen und die letzten Details zu klären. Auch das ist noch sehr unterhaltsam und kurzweilig erzählt, zumal eine sehr dramatische Wendung für viel Aufregen sorgt. Die trickreiche und sehr gelungene Geschichte macht viel Spaß, zumal auch die Umsetzung wieder sehr gelungen ist.

Auch die Besetzung des Falles überzeugt auf ganzer Linie, es hat sich eine gute Mischung aus bekannten Stimmen und frischem Wind hinter dem Mikrofon versammelt. Besonders gefreut habe ich mich dabei, Janina Sachau mal wieder in einer großen Rolle zu hören, die sie in ihrer gewohnt lebendigen und treffsicheren Sprechweise ausfüllt. Jacques Breuer ist als John Playfair zu hören, auch er passt sehr gut zu seinem Charakter und gestaltet diesen eingängig und authentisch. Rolf Berg ist als Bernard Power zu hören, der sich jeder Situation gekonnt anpasst und dabei ebenfalls einen sehr positiven Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind Matthias Lühn, Louis Friedemann Thiele und Thomas Balou Martin.

Die Akustik dieser Folge ist sehr sauber umgesetzt, alles fügt sich sehr stimmig ineinander. Es sind dabei besonders die Geräusche, die dieser Folge viel Atmosphäre verleihen – beispielsweise natürlich das Quietschen der Tür, aber auch viele andere detailreiche Sounds. Musik tritt dabei eher in den Hintergrund, sorgt aber immer mal wieder für etwas Auflockerung.

Das hübsche Cover rundet den stimmigen Eindruck ab, viele Einzelheiten aus der Handlung sind hier eingebaut. Der blutüberströmte Tote fällt dabei als erstes ins Auge, aber auch das Portrait von Katherine Moody ist zu sehen und sorgt in der rötlichen Umgebung für einen gelungenen Eindruck. Im Inneren sind die bereits bekannten, immer noch sehr ansehnlichen Zeichnungen von Holmes und Watson zu sehen.

Fazit: Die Idee, Holmes und Watson in die Geschichte von Herman Cyril McNeile einzubauen, funktioniert hervorragend und ist eine sehr gelungene Alternative zu den bereits bekannten Geschichten. Denn neben der spannenden und sehr gut durchdachten Handlung gibt es eben auch ziemlich viel von der typischen Atmosphäre der Serie und der besonderen Beziehung zwischen den Hauptcharakteren zu spüren.

VÖ: 27. April 2018
Label: Titania Medien
Bestellnummer: 978-3-7857-5630-0

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Hummeln fliegen auch bei Regen

Andrea Kraft
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.02.2018
ISBN 9783442222186
Genre: Sachbücher

Rezension:


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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Die Namen der Toten

Sarah Bailey , Stefan Lux
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.01.2018
ISBN 9783328101741
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Leiche eines Teenagers erschüttert die Kleinstadt Turndbridge Wells im Süden Englands, doch insbesondere der auf den Fall angesetzte Ermittler Richard Vega ist schokiert. Denn vor ziemlich genau sechs Jahren hat er an der gleichen Stelle den Leichnam eines anderen Jungen entdeckt, der ähnliche Verletzungen aufgewiesen hat. Damals dachte er, den Täter dingfest gemacht zu haben, doch nun zweifelt er an sich selbst und seinem Urteil...

Das Genre des Thrillers hat in den letzten Jahren unglaublich an Popularität gewonnen, zahlreiche Neuerscheinungen sind wöchentlich in den Buchhandlungen (online wie offline) zu finden. „Die Namen der Toten“ ist demnach ein Titel unter vielen, sticht aber dennoch hervor. Das liegt zum einen an dem reizvollen Ausgangspunkt, der oben beschrieben ist und den ersten Teil der Handlung bestimmt. Das ganze wird dann sehr fein weitergesponnen und baut immer mehr Spannung auf. Die Atmosphäre verdichtet sich dabei und hat mich völlig gefangen genommen, sodass die Seiten nur so dahingeflogen sind. Toll ist, wie die Handlung immer komplexer und vielschichtiger wird, wie langsam das Geflecht aufgedeckt wird. Dennoch kann man immer gut folgen, insbesondere weil auch die Sprache sehr klar und treffend gewählt wurde.

Doch der Roman bietet auch einige Stolpersteine, eine handvoll langwieriger Szenen dreht sich um die schwierige Beziehung zwischen Richard und seiner Vorgesetzten Rosen. Das ist ziemlich in die Länge gezogen und wirkt recht sperrig, zumal man darin auch keinen neuen Zugang zu der Geschichte bekommt. Hier verliert die Geschichte an Strahlkraft, dabei sind die Charaktere ansonsten eigentlich ganz spannend konzipiert. Im Vordergrund natürlich Richard, der zwar mit seiner Vergangenheit hadert, aber nicht wie die vielen skandinavischen in Selbstmitleid versinkt. Auch die übrigen Personen sind gut konstruiert und tragen ihren Teil zum Gelingen bei.

Das Finale zieht noch einmal ordentlich an und überrascht mit einigen Wendungen, die sich jedoch stimmig einfügen und die ausgelegten Fäden gekonnt zusammenführen. „Die Namen der Toten“ ist ein gekonntes Buch, das trotz einiger langwieriger Szenen viel Spannung aufbaut und zu einem ganz anderen Thema führt als anfangs gedacht. Toll, wie hier alles ineinander greift.

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Interview mit dem Tod

Jürgen Domian
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.10.2014
ISBN 9783442174935
Genre: Sachbücher

Rezension:

Jürgen Domian hat in seiner jahrzehntelangen Radiotalkshow nicht nur ein sehr feinsinniges Gespür für andere Menschen entwickelt, sondern auch immer klar seine eigene Meinung vertreten und den Zuschauer und -hörer damit deutlich näher an sich herangelassen als es die meisten anderen Showmaster getan haben. In seinem Buch „Interview mit dem Tod“ ist er sogar noch einen Schritt weitergegangen und hat sich mit dem Thema auseinander gesetzt, vor dem er selbst die größte Furcht hat, unter der er leidet und die er nicht ablegen kann: Das Sterben und der Tod. Und wie der Titel des kurzen Buches bereits nahe legt, hat er dabei die Form eines fiktiven Interviews gewählt, das er mit dem personifizierten Tod führt. Darin eingeschoben sind persönliche Erlebnisse des Autors, so hat er sehr intensiv beschrieben, wie er seinen Vater bei seinem Weg auf der Palliativstation durch das Sterben begleitet hat. Aber auch seine Gedanken zur aktiven Sterbehilfe lässt er mit einfließen.

Domian wählt dabei einen sehr eingängigen Schreibstil, klare Wortwahl und sehr emotional schildert er seine Erlebnisse, die Interviewsequenzen sind hingegen sehr philosophisch angehaucht. Dabei entwirft der Autor auch ein mögliches Szenario, wie das Leben nach dem Tod aussehen könnte und nähert sich dabei eher östlichen Philosophien an. Dennoch zwingt er den Leser dazu, sich selbst mit seinen Gedanken zu dem Thema auseinander zu setzen, wirft oft mehr Fragen auf als beantwortet werden. Und immer ist der große Respekt des Autors gegenüber den Thema zu spüren, der sich dem schließlich auf ungewöhnliche Weise nähert.

„Interview mit dem Tod“ ist ein kleines, nachdenkliches Buch mit philosophischem Ansatz. Das Gespräch mit dem Tod ist eingängig, ernsthaft und lebendig, die Beschreibung der persönlichen Erlebnisse berührend und nahbar, das Plädoyer für einen anderen Umgang mit dem Sterben inbrünstig und gut argumentiert. Sehr lesenswert!

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225 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

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The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783764506414
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anna Fox hat sich aus ihrem Leben als Kinderpsychologin vollkommen zurückgezogen, verlässt ihre Wohnung nicht mehr und hat den Kontakt zur Außenwelt auf das Nötigste reduziert. Ihre Zeit verbringt sie mit Alkohol, alten Filmen in schwarz-weiß und dem Blick aus ihrem Fenster. Doch eines Tages beobachtet sie den Mord an einer Nachbarin, doch weder die Polizei noch die Nachbarschaft will ihr Glauben schenken, denn die angeblich Ermordete war niemand anderem bekannt...

A.J. Finn hat mit „The Woman in the Window“ nach journalistischer Tätigkeit seinen ersten Roman vorgelegt, der eindeutig dem Genre Thriller zugeordnet werden kann. Dabei hat er zwar das Rad nicht neu erfunden, dafür aber einige sehr interessante Elemente miteinander kombiniert. Das auffälligste dürfte sein, dass hier gleich zwei Geheimnisse aufgedeckt werden wollen: Zum einen natürlich der Mord, zum anderen aber auch die psychische Krankheit der Hauptfigur. Denn es werden zwar immer Andeutungen gemacht, wie Anna in diese scheinbar ausweglose Situation geraten ist und in ihrer Einsamkeit versinkt, wirkliche Gewissheit hat der Leser aber erst am Ende. Das ist ein sehr gelungener Nebenstrang zu der eigentlichen Handlung, der mit seinem Verwirrspiel überzeugt.

Denn nie ist ganz klar, ob der Mord tatsächlich geschehen ist, auch Anna zweifelt immer mehr an ihrer Wahrnehmung. Es gibt immer wieder weitere Details zu dem Fall, mal offensichtlich, mal nebenbei eingestreut, was die Stimmung immer weiter verdichtet. Dafür sorgt auch der eingängige Schreibstil des Autors, der eine sehr klare Sprache verwendet und dabei die Charaktere sehr genau beschreibt. Die gewählte Ich-Perspektive bringt dem Leser natürlich Anna sehr nahe, man kann sich gut in die psychische Krankheit der ehemals so starken Frau hineinversetzen. Die Auflösung des Ganzen hat mich dann mit mehreren Wendungen sehr begeistert, denn trotz der überraschenden Auflösung wirkt alles in sich schlüssig – die Hinweise waren da, man hat sie nur nicht richtig kombiniert.

Ein sehr starker Roman mit einer prägnanten Hauptfigur, die mit der psychischen Krankheit eine weitere sehr interessante Facette einbringt. Der Fall ist vielschichtig und dennoch sehr klar geschildert, die Spannung baut sich immer weiter auf, sodass ich mit dem Lesen kaum aufhören konnte. Das ist eine dieser Geschichten, die man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

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Gruselkabinett - Folge 135

Amyas Northcote , Bodo Primus , Horst Naumann , Daniela Bette
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 29.03.2018
ISBN 9783785756263
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gruselkabinett – 135. Bricket Bottom



Erster Eindruck: Ruhige Gespenstergeschichte

Um seine Gesundheit zu schonen und eine weniger anstrengende Gemeinde zu betreuen, beschließt der alternde Reverend Maydew seine Stelle in der Stadt mit einem Kollegen aus einem idyllischen Landstrich zu tauschen. Seine Töchter Alice und Maggie, die nach dem Tod ihrer Mutter den Haushalt führen, begleiten ihn und erkunden in den ersten Tagen nach ihrer Ankunft die Landschaft. Doch erst nach einiger Zeit entdecken sie das malerische Häuschen in Bricket Bottom...

Noch immer erfreut sich die „Anne auf Green Gables“-Serie von Titania Medien großer Beliebtheit und gehört neben dem Gruselkabinett wohl zu den größten Erfolgen des Labels. Eine kleine Verschmelzung der beiden Serien ist in „Bricket Bottom“ zu hören, die als 135. Episode des Gruselkabinetts erschienen ist. Denn die anfängliche Stimmung erinnert mit der malerischen Landschaftsbeschreibung, der wildromantischen Grundstimmung und der neugierigen und lebenslustigen Alice zumindest in Grundzügen an die Abenteuer des rothaarigen Mädchens. So bleiben auch erst einmal lange Zeit übernatürliche oder gruselige Szenen außen vor, zunächst beschäftigt sich die Handlung stark mit den Charakteren und dem Umzug ins neue Heim. Bis die beiden Schwestern das geheimnisvolle Haus entdecken, vergeht also einige Zeit, und auch dann ist das Tempo der Handlung erst einmal noch gering. Hochspannung ist hier nicht gegeben, mir hat die ruhige und intensive Atmosphäre mit der entdeckerischen Lebensfreude der beiden Schwestern jedoch äußerst gut gefallen. Und auch das unheimliche Finale, das eher mit leisem Grusel als mit Schockmomenten arbeitet, hat mich überzeugt, besonders der Rückblick auf die früheren Bewohner der Gegend. Eine in sich sehr runde Folge der Serie, die viel Wert auf die Stimmung des Augenblicks legt und sich erst spät den übernatürlichen Elementen zuwendet.

Wieder einmal wurden hier wundervolle Sprecher engagiert, allen voran die scheinbar ewig jugendliche Reinhilt Schneider, die der Rolle der Alice eine unbändige Neugier und Lebensfreude verleiht, aber auch die sich einschleichende Obsession sehr treffend einzubauen versteht. Daniela Bette bildet hierzu den nüchterneren Gegenpart als ihre Schwester Maggie, die gerade in den harschen Momenten sehr präsent wirkt. Beide ergänzen sich sehr gut und lassen ihre Dialoge lebendig wirken. Horst Naumann spricht den Vater der beiden, auch er trägt viel zur intensiven Wirkung der vorherrschenden Stimmung bei. Weitere Sprecher sind Bodo Primus, Dagmar von Kurmin und Rolf Berg.

Wie immer bei Titania Medien wird auf die akustische Gestaltung der Folge besonderen Wert gelegt, sodass die einzelnen Szenen noch besser zur Geltung kommen. Die gewählten Musikstücke sind sehr gut auf die entstehenden Stimmungen angepasst und nehmen im letzten Drittel noch einmal an Intensität zu, während die Geräusche nicht allzu überbordend, aber sehr treffsicher eingebaut sind.

An dem Cover von Ertugrul Edirne kann man sich kaum satt sehen, so detailreich und wunderschön ist die wilde Landschaft mit den hohen Bergen anzusehen, in die sich das rote Backsteinhaus einzuschmiegen scheint. Die aufwändige Kleidung der beiden Protagonistinnen, die beide nur von hinten zu sehen sind, lässt die Zeit der Jahrhundertwende auferstehen.

Fazit: „Bricket Bottom“ kostet die verschiedenen Stimmungen der Geschichte sehr gekonnt aus, von den wildromantischen Anfängen bis hin zu den Geistererscheinungen am Ende. Toll ist dabei auch der Blick in die Vergangenheit, die ein düsteren Geheimnis offenbart. Die tollen Sprecher und die intensive Umsetzung sorgen zusätzlich für sehr kurzweiligen Verlauf.

VÖ: 29. März 2018
Label: Titania Medien
Bestellnummer: 978-3-7857-5626-3

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Gruselkabinett - Folge 134

Willy Seidel , Peter Weiss , Louis Friedemann Thiele , Matthias Lühn
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 29.03.2018
ISBN 9783785756256
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gruselkabinett – 134. Das älteste Ding der Welt



Erster Eindruck: Wenn die Zeit ihren Lauf verliert...

Harald von Calmus entflieht der ermüdenden Vorbereitung auf seine Matura und streift lieber durch die nahe gelegenen Wälder. Auf einer Lichtung voller Pilze schläft der Sohn des Reichsfreiherren ein und erwacht erst Stunden später. Doch fortan scheint die Zeit für ihn Sprünge zu machen, ihm fehlen einige Stunden Erinnerung. Bald sind auch seine Eltern sehr besorgt um den jungen Mann...

Für die 134. Folge des Gruselkabinetts haben Stephan Bosenius und Marc Gruppe von Titania Medien mal wieder eine Geschichte ausgegraben, die von einem deutschen Schriftsteller verfasst wurde. Bereits 1923 von Willy Seidel veröffentlicht hat „Das älteste Ding der Welt“ 95 Jahre später seinen Einstand als Hörspiel, welches über weite Teile von einem Erzähler begleitet wird. So kommen die unterschiedlichen Szenerien und die lebendigen Landschaftsbeschreibungen sehr gut zur Geltung und werden detailliert beschrieben, allerdings hat die Erzählung dadurch auch szenenweise einen leicht statischen Ausdruck. Die Geschichte startet schnell mit den ersten übernatürlichen Elementen und weckt damit das Interesse des Zuhörers, schwenkt später aber noch einmal komplett um. So werden ganz unterschiedliche Stimmungen präsentiert, nach dem mystischen Anfang entfaltet sich später ein wahres Horrorszenario. Dabei steht die Beziehung von Harald zu einem weiteren Charakter im Vordergrund, welche sehr prägnant geschildert wird. So vergehen die immerhin 88 Minuten sehr kurzweilig, zumal das Finale ziemlich furios geschildert ist und noch einmal mit einer kleinen Wendung punkten kann. Dem „ältesten Ding der Welt“ bleibt dabei immer noch ein letzter Hauch des Geheimnisvollen anhaften.

Der wunderbare Peter Weis trägt mit seiner getragenen Stimme die Erzähltexte vor und geht dabei sehr intensiv auf die unterschiedlichen Stimmungen ein, kann leisen Grusel ebenso präsent klingen lassen wie bedrohliche und dramatische Szenen. Louis Friedemann Thiele ist in der Rolle des Harald von Calmus zu hören, seine anfängliche jugendliche Schlitzohrigkeit weicht einer immer ernsteren Sprechweise, er zeichnet dabei sehr gekonnt den Spannungsbogen der Handlung nach. Matthias Lühn hat mich in seiner Rolle ebenfalls sehr überzeugt, seine sehr prägnante Art und der immer ausdrucksstarke Klang seiner Stimme sorgen für eine sehr intensive Atmosphäre. Weitere Sprecher sind Horst Naumann, Dagmar von Kurmin und Bodo Primus.

Wie immer bei Titania Medien kann man sich auch hier auf eine sehr eingängige szenische Gestaltung freuen, bei der insbesondere die stimmungsvolle Musik hervorsticht. Auch Geräusche sind natürlich reichlich vorhanden und passgenau eingefügt. Jedoch wäre hier an einigen Stellen weniger mehr gewesen, beispielsweise wenn in der Handlung von einer Phase des Schweigens berichtet wird, Musik und Erzähler aber durchgängig weiter zu hören sind – hier wäre eine wirkliche Pause wohl noch stimmungsvoller gewesen.

Das Cover zeigt direkt eine der ersten Szenen, in der Harald von Calmus schlafend auf der Lichtung voller Pilze liegt und über dem Boden schwebt. Der schauerromantische Ausdruck dieses Bildes und die violette Einfärbung setzen dieses Motiv sehr gekonnt in Szene und verleihen ihm einen unheimlichen Ausdruck. Dazu passt das tolle Säulendesign der Serie wieder sehr gut.

Fazit: Die Geschichte ist sehr erzählerlastig aufgebaut, schafft aber schnell unheimliche Stimmungen und spielt dabei verschiedene Stimmungen durch, bis der eigentliche Kern der Handlung offenbart wird. Hier wird dann wieder ein wahres Schreckensszenario aufgebaut, in der sich die Titelfigur als kleiner Spielball wiederfindet. Das ist treffend und wie immer atmosphärisch umgesetzt.

VÖ: 29. März 2018
Label: Titania Medien
Bestellnummer: 978-3-7857-5625-6

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Sherlock Holmes - Folge 33

Arthur Conan Doyle , E. und H. Heron , Detlef Bierstedt , Joachim Tennstedt
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 29.03.2018
ISBN 9783785756270
Genre: Krimi und Thriller

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Sherlock Holmes – 33. Das graue Haus



Erster Eindruck: Sherlock Holmes in fremder Geschichte

Fernab von seiner Heimatstadt London steht ein neuer Fall für Sherlock Holmes an, der das Geheimnis eines einsamen Hauses in einer ländlichen Gegend aufdecken soll. Denn gleich vier Menschen haben unter merkwürdigen Umständen dort den Tod gefunden, allesamt wurden erhängt, doch ein Strick war bei keiner der Leichen zu finden. Genau nimmt er den Tatort unter die Lupe...

Nachdem die ersten Folgen eigene Geschichten waren und sich einige Klassiker von Sir Arthur Conan Doyle angeschlossen haben, ist Titania Medien bei der 33. Folge der hauseigenen „Sherlock Holmes“-Serie einen ganz neuen Weg gegangen. Denn sie haben eine Geschichte von E. & H. Heron genommen und die Ermittler durch Holmes und Watson ersetzt. Man hört dem Hörspiel jedoch nicht an, dass es sich nicht um eine eigens für Holmes erdachte Folge handelt, denn schon die Introszene bietet wieder einige kurzweilige Dialoge zwischen den beiden Hauptfiguren, die die ganz besondere Stimmung zwischen den beiden betont. Der Fall an sich ist sehr reduziert, wie es die Originale von Doyle auch oft waren. Da gibt es insgesamt gerade einmal vier handelnde Personen, da finden die Dialoge größtenteils an einem Ort statt. Das führt dazu, dass die Folge von langen Berichten angefüllt ist, erst gegen Ende kommt dann mehr Leben in die Handlung. Doch es gibt auch feine Neuerungen, die frischen Wind mit einbringen, ohne das Grundkonstrukt zu erschüttern. Und das macht sich gerade in der Auflösung bemerkbar, denn es wird eben nicht alles bis ins Detail aufgeklärt, ein Hauch den Unfassbaren bleibt bestehen. Und so wird „Das graue Haus“ zu einer ruhigen, aber starken Folge der Serie, bei dem die Adaption der Geschichte sehr gut gelungen ist.

Bei gerade einmal vier Sprechern fällt dem Einzelnen natürlich deutlich mehr Bedeutung zu, was die hier versammelten starken Stimmen sehr gut auffangen. Allen voran natürlich Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt, die sich in den Hauptrollen hörbar wohlfühlen. Sie agieren gemeinsam vollkommen spontan und glaubwürdig, die besondere Beziehung zwischen den beiden wird ebenfalls sehr lebendig dargestellt. Michael-Che Koch ist als Dr. Fremantels zu hören, sein markanter Klang sorgt in der ruhigen Atmosphäre für einen sehr gelungenen Ausdruck und kann die Figur facettenreich darstellen. Bruno Winzen macht das Quartett dieser Folge komplett, auch er hinterlässt einen sehr positiven Eindruck und unterstreicht die dramatischeren Szenen gekonnt.

Wie man es von der Serie nicht anders gewohnt ist, ist die akustische Gestaltung recht zurückhaltend, wobei die wenigen eingesetzten Elemente umso stimmiger eingebaut sind. So erzeugen die Geräusche im Hintergrund verschiedene treffende Stimmungen, während die Musik während der Szenenübergänge gut ausgewählt wurde und einen sanfteren Übergang ermöglicht.

Natürlich wurde das Cover wieder von Ertugrul Edirne gestaltet, der klassische Zeichenstil verleiht dem Titelbild eine sehr nostalgische Note. Zu sehen ist Sherlock Hiolmes, in einem Fenster des titelgebenden grauen Hauses stehend, sehr genau alle Details inspizierend, wobei einige interessante Details aus der Handlung übernommen wurden.

Fazit: Die Adaption einer fremden Geschichte mit Sherlock Holmes und John Watson als Titelfiguren ist nicht nur eine reizvolle Idee, sondern wurde auch sehr stimmig umgesetzt. Die Reduktion der Geschichte, der Hauch des Mysteriösen über allem, eine Auflösung, die eben nicht alles lückenlos aufklärt und stimmige Charaktere sorgen hier für eine unterhaltsame Handlung.

VÖ: 29. März 2018
Label: Titania Medien
Bestellnummer: 978-3-7857-5627-0

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158 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

band 5, dämonen, dämonenzyklus, erlöser, fantasy, horcling, horclinge, mächte, magie, reihe, verlag heyne, verrat, zauber

Das Leuchten der Magie

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 950 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453315747
Genre: Fantasy

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195 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

band 2, freyja, huldar, island, kindesmissbrauch, krimi, missbrauch, mord, rache, sog, spannung, thriller, vergewaltigung, yrsa sigurdardottir, zeitkapsel

SOG

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei btb, 18.09.2017
ISBN 9783442756643
Genre: Krimi und Thriller

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Gruselkabinett - Folge 130

Carolyn Wells , Dirk Stollberg , Jannik Endemann , Matthias Lühn
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 24.11.2017
ISBN 9783785755624
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gruselkabinett – 130. Der Wiedergänger



Erster Eindruck: Das Leben nach dem Tod...

Von Abenteuerlust getrieben bricht Peter Crane mit seinen beiden Freunden Kit und Gilbert in die eisigen Landschaften Labradors auf – und das trotz der Weissagung einer Zigeunerin, die ihm einen Tod auf einer weiten Reise prophezeit hat. Tatsächlich stürzt er schwer und kehrt nicht nach Hause zurück, und die Zurückgebliebenen haben jeder ihre eigene Art, um mit ihrer Trauer umzugehen...

In der 130. Folge des Gruselkabinetts präsentieren Marc Gruppe und Stephan Bosenius von Titania Medien einen sehr interessanten Genremix. Denn neben den natürlich vorhandenen unheimlichen und übernatürlichen Elemente kommen in der zweiten Hälfte noch Versatzstücke aus einem Krimi hinzu, die in Form eines eigens engagierten Privatdetektivs samt Assistentin eingebracht werden. Eine Mischung, die nicht gänzlich neu ist, hier aber eine gelungene Neuinterpretation erfährt, da sich alles trotz der Ermittlungen auf die Charaktere konzentriert. Der Beginn ist mit dem Aufbruch von Peter und seinen Freunden kurzweilig gestaltet, auch während ihrer Expedition durch die unwirtliche Gegend lernt man die Charaktere und ihre Beziehung zueinander sehr gut kennen. Nach dem Verschwinden von Peter kommen die ersten übernatürlichen Elemente mit ein, dabei kommen sowohl ein Ouija-Board als auch mehrere spiritistische Sitzungen vor, die Spannung wird so durchgängig hoch gehalten. Alles fügt sich stimmig zusammen und arbeitet auf eine ungewohnte Auflösung hin, in der ein weiterer Mord aufgeklärt werden muss. Die Rätsel verdichten sich immer weiter, es gibt widersprüchliche Aussagen, die sich dann aber in einer klassischen Zusammenkunft aller Beteiligten auflösen und überraschende Erkenntnisse zum Vorschein bringen. Eine sehr interessante Folge, die eine neue Facette in die Serie mit einbringt.

Sehr viele starke und tolle Stimmen sind hier zu hören, bis in die Nebenrollen wurden hier hervorragende Sprecher versammelt, unter ihnen Reinhilt Schneider, Jannik Endemann und Thomas Balou Martin. Horst Naumann hat als Benjamin Crane, der Vater des verschwundenen Benjamin, einige sehr prägnante Auftritte und kann die widerstrebenden Gefühle des Mannes sehr treffend inszenieren. Marie Bierstedt ist als Carly zu hören, ihre ebenso sanfte wie freundliche Stimme passt sehr gut zu der charmanten Rolle – keine Frage, dass auch sie sehr treffend die Emotionen der jungen Frau nach außen trägt. Dagmmar von Kurmin sorgt mit ihrer dunklen, rauen Stimme für viel Gruseleffekt in der Rolle des Mediums Madame Parlato, wobei die den Hörer mit der wabernden Atmosphäre einfängt und in ihren Bann zieht,

Es ist wieder diese ganz besondere Atmosphäre des Gruselkabinetts, die dem Hörer hier geboten wird. Von Anfang an ist die Musik ein fester Bestandteil der Handlung und prägt die einzelnen sind mit jeweils passenden Melodien. Dabei kommen die Szenen in den eisigen Labradors eine besonders dichte Stimmung auf, während auch die übernatürlichen Momente mit Ouija-Board und Seance intensiv zur Geltung kommen.

Eben so eine Seance ist auch auf dem Cover abgebildet, das Medium Madame Parlat wirkt mit der geraden Haltung und dem altertümlichen Kostüm auf ihrem hohen Stuhl sehr edel, auch die beiden Männer sind in zu der Zeit passenden Kleidung abgebildet. Doch im Mittelpunkt steht das Gesicht von Peter Crane, das geisterhaft über den Teilnehmern schwebt und sehnsüchtig auf diese herunterblickt – sehr ansehnlich!

Fazit: Mir gefällt die hier dargestellte Kombination aus vielen unheimlichen und einigen Krimi-Elementen, die im Laufe der Zeit immer mehr Fragen aufwirft. Die Szenerie ist dicht, die Auflösung ungewöhnlich und überraschend. Das wirkt alles stimmig und unterhaltsam, zumal auch die Umsetzung wie immer sehr stimmungsvoll und mit starken Sprechern gelungen ist.

VÖ: 24. November 2017
Label: Titania Medien
Bestellnummer: 978-3-7857-5562-4

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Der geheime Garten

Frances H. Burnett , Uschi Hugo , Bodo Primus , Tom Raczko
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 24.11.2017
ISBN 9783785753644
Genre: Romane

Rezension:

Titania Special – 13. Der geheime Garten



Erster Eindruck: Die Weiten eines herrschaftlichen Anwesens...

Während einer Cholera-Epedemie hat die zehnjährige Mary ihre Eltern verloren und wird auf das weitläufige Anwesen ihres Onkels geschickt. Doch der zurückgezogen lebende und mürrische Mann kümmert sich kaum um seinen neuen Zögling und überlässt das störrische Mädchen in der Obhut seiner strengen Haushälterin. Mary fühlt sich alles andere als wohl, nur die sich anbahnende Freundschaft zum Hausmädchen Martha und die weitläufigen Gartenanlagen lassen ihren Aufenthalt erträglich werden. Doch der Garten bietet ein gut gehütetes Geheimnis...

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit, pünktlich zu den länger werdenden Tagen, veröffentlicht Titania Medien ein ganz besonderes Hörspiel aus ihrer Special-Reihe. Die liebevoll inszenierten Märchen oder Kindergeschichten bieten immer wieder sehr gute Unterhaltung für die ganze Familie. 2017 ist die Wahl auf „Der geheime Garten“ gefallen, eine Geschichte von Frances Burnett um ein recht unfreundliches und mürrisches Mädchens, das sich in einer ganz neuen Umgebung zurecht finden muss. Dabei werden zunächst ihre Beziehungen zu den unterschiedlichen Bewohnern des Anwesens in den Mittelpunkt gestellt. Und auch ihre Neugier auf die für die verbotenen Teile des Hauses und den geheimnisvollen Garten ist recht zu Anfang thematisiert. Die Handlung entwickelt sich dabei immer weiter und zeigt langsam eine Wandlung des Mädchens, das immer neue Bekanntschaften macht und viele kleine Geheimnisse aufdeckt, die allesamt mit einem schrecklichen Drama aus der Vergangenheit verknüpft sind. So kommt in die eigentlich recht heitere Stimmung auch immer wieder ein sehr melancholischer Anklang mit ein. Beeindruckt hat mich dabei besonders die Figur des Colin, der nicht nur eng mit dem tragischen Schicksal verknüpft ist, sondern auch schwer damit umgeht. Natürlich lernt er im Laufe des Hörspiels, damit umzugehen, und auch andere Stränge werden harmonisch aufgelöst. Eine sehr schöne Geschichte, die geheimnisumwittert und gefühlsbetont inszeniert wurde.

Mary Lennox, die Hauptfigur der Folge, wird von der wunderbaren Uschi Hugo gesprochen, die ihre prägnante Stimme sehr geschickt einsetzt und so das eigensinnige Mädchen lebendig und sehr präsent in Szene setzt. Reinhilt Schneider ist als ihre Dienerin Martha zu hören, ihr wie immer frischer und jugendlicher Klang wirkt hier fröhlich und schafft eine sehr angenehme Atmosphäre. Tom Raczko spricht den Colin sehr eingängig und mit heftigen Gefühlsaufbrüchen, was ihm sehr gut gelingt. Weitere Sprecher sind Bodo Primus, Dagmar von Kurmin und Matthias Lühn.

Akustisch wurde eine zauberhafte Atmosphäre geschaffen, die die Stimmung der Geschichte sehr gekonnt einfängt und verstärkt. Dabei folgt die Musik der Dynamik der Handlung und betont besonders intensive Szenen. Die Geräusche kommen bei den Szenen im Garten als Hintergrundgestaltung sehr gut zur Geltung. Alles ist dabei gut aufeinander abgestimmt und sorgt für einen sehr lebendigen Ausdruck.

Das wunderschöne Cover stammt noch aus der Feder von Firuz Askin, der es sehr detailreich und liebevoll gearbeitet hat. Nicht nur drei der jugendlichen Figuren dieser Handlung sind darauf zu sehen, sondern auch viele Eindrücke des wilden und wunderschönen Gartens – inklusive einiger besonders niedlicher Tierchen, wenn man diese denn mag. Das alles verströmt ein wunderschön und romantische Aura.

Fazit: Auch die diesjährige Special-Folge von Titania ist nicht nur sehr gut ausgewählt worden, sondern überzeugt nicht nur mit der sehr gelungenen und kurzweiligen Geschichte. Auch die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt, kommen bestens zur Geltung und können ihre Wandlung glaubhaft machen. Toll, wie stimmig sich dies alles mit einem tragischen Rätsel verknüpft und so auch einen sehr melancholischen Anteil mit einfließt.

VÖ: 24. November 2017
Label: Titania Medien
Bestellnummer: 978-3-7857-5364-4

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