Porcelaine87

Porcelaine87s Bibliothek

98 Bücher, 52 Rezensionen

Zu Porcelaine87s Profil
Filtern nach
98 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(283)

404 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

experiment, schule, jugendbuch, nationalsozialismus, faschismus

Die Welle

Morton Rhue , Hans-Georg Noack
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2013
ISBN 9783473544042
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(246)

394 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

dystopie, zukunft, klassiker, aldous huxley, utopie

Schöne Neue Welt

Aldous Huxley , Uda Strätling ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 06.03.2014
ISBN 9783596905737
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(733)

1.428 Bibliotheken, 36 Leser, 15 Gruppen, 59 Rezensionen

fantasy, westeros, drachen, krieg, das lied von eis und feuer

Die Saat des goldenen Löwen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2011
ISBN 9783442268214
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

65 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

finnland, helsinki, liebe, familie, winter

Winterkrieg

Philip Teir , Thorsten Alms
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blessing, 15.09.2014
ISBN 9783896675347
Genre: Romane

Rezension:

Max und Katriina sind seit mehreren Jahren verheiratet. Sie haben zwei Töchter, wobei eine ein eher konservatives Leben mit Mann und Kindern führt und die andere auf der Suche nach ihrem Standpunkt im Leben ist und sich durch ein Kunststudium die endgültige Beantwortung dieser Frage erhofft. Max ist Soziologie. Sein Erfolg rührt maßgeblich aus einer Studie hervor, die sein nicht abzuschüttelndes Markenzeichen geworden ist. In seiner Freizeit sucht er den Reiz nach etwas Neuem, welchen er in heißen Debatten in Internetforen zu finden glaubt. Seine Frau Katriina ist in ihrer Ehe alles andere als glücklich und interessiert sich vordergründig für Alkohol. Wenn sie sich nicht hoffnungsvoll an einem Weinglas festhält oder schlaflos im Bett liegt, widmet sie sich der Planung von Festen, die ihr die Kontrolle über ihr Leben zurückzugeben scheinen.
Wie sich die vier in ihren Selbstreflektionen verlieren und ob sie auf der Suche nach ihren Grenzen den Ausweg aus ihrem monotonen Alltag finden, erzählt Philip Teir in seinem Debütroman „Winterkrieg“.

Schon mit den ersten Seiten schafft es der Autor, das Herz des Lesers zu erobern. Dabei nutzt er keine große Magie, sondern schafft mit seinen Protagonisten dermaßen alltägliche Charaktere, dass sich der ein oder andere Leser wiedererkennen wird. Ich mochte an dem Roman besonders den leicht zynischen Unterton in den Dialogen als auch die unglaubliche Offenheit, die die Personen in ihren Gedanken und Handlungen transportieren. Das Buch hat eine sehr unterhaltsame Art und Weise, wobei es prinzipiell keine neue Geschichte erzählt oder besonders überraschenden Wendungen liefert. In die Handlung werden gesellschaftskritische Themen gewoben, die nur angeschnitten, jedoch nicht vertiefend dargestellt werden.

Was mir bis zum Ende des Romans nicht sonderlich schlüssig wurde, ist die Wahl des Titels. Bis auf eine kleine Andeutung des damaligen Winterkrieges zwischen Finnland und der Sowjetunion, sucht der Leser im ganzen Roman verzweifelt nach einer Parallele und muss sich am Ende damit zufriedenstellen, es im eigenen Ermessen metaphorisch zu interpretieren, wodurch Teir es jedoch schafft, dass man das Buch nicht aus den Kopf bekommt.

Jeder, der eine leichte Unterhaltung sucht und dabei vielleicht ab und an über Denkanstöße stolpern möchte, kann dieses Buch also getrost zur Hand nehmen.


  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

99 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

familie, liebe, indien, ddr, pädophilie

Länger als sonst ist nicht für immer

Pia Ziefle
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arche, 25.08.2014
ISBN 9783716027158
Genre: Romane

Rezension:

Ira, Fido und Lew – drei Personen, die Sehnsucht, Verlust und die Liebe gleichermaßen kennen und deren Leben einige Parallelen versprechen.

Ira arbeitet in einer Bäckerei und versucht im Konsumdschungel der Neuzeit gegen das Großangebot von Supermärkten anzukommen. Ihre alltäglichen Sorgen gelten vor allem ihrem Sohn und der alten Evi sowie ihrem Vater, welcher im Sterbebett liegt. Aus ihren alltäglichen Ängsten flüchtet sie sich in ihre Erinnerungen und der Sehnsucht nach geliebten Menschen, die manchmal ihres Lebens Nahrung zu sein scheint.
Lew ist gerade auf der Suche nach seinem Vater in Indien angekommen. Er möchte die Unfallstelle seiner Mutter besuchen und gleichzeitig die schwer auf ihm lastenden Fragen seiner Kindheit stellen. Auf seiner abenteuerlichen Reise lernt er dabei den Jungen Rajshed kennen, welcher ihm eine neue Lebensphilosophie und einen anderen Blick auf die Welt vermittelt. Ob er die ersehnten Antworten und die damit verbundene Ruhe jemals bekommen mag?
Fido und Tadija sind die letzten Akteure in den Wirren des Romans. Sie verlassen ihre alte Heimat und begeben sich auf den Weg zu Fidos Mutter Milena, die in Deutschland Fuß gefasst hat. Auf der Suche nach Milena finden auch sie Momente des Glücks, die das Leben beider nachhaltig verändern werden.

Pia Ziefle hat mit „Länger als sonst ist nicht für immer“ einen tiefgründigen Roman über den Verlust von geliebten Menschen sowie der Verarbeitung der eigenen Vergangenheit geschaffen, welcher die Einzelschicksale wie ein Puzzle allmählich zusammenfügt und Verknüpfungen zwischen den Protagonisten nach und nach andeutet. Was im ersten Moment als leicht verwirrend auf den Leser wirken mag, löst sich mit jeder Seite in ein klareres Bild auf und man bekommt einen umfassenden Einblick in die Vergangenheit sowie die Gefühlswelt von Ira, Lew und Fido. Aus meiner Perspektive bot das Buch vor allem auch deshalb ein besonders Lesevergnügen, da sich die Handlung erst allmählich entwirrt und mir viele Erzählungen und Wendungen eine neue „Fahrtrichtung“ gegeben haben.

Weiterhin fand ich den Sprachstil von Pia Zielfe sehr beeindruckend, nutzt die Autorin einzelne Wörter auf eine zunächst sonderbare, aber im Verlaufe des Romans sehr ansprechende Weise. In ihre Worte sind stets kleine Weisheiten gebettet, die das Lesen des Buches zu einem Vergnügen machen. Man blickt dadurch nicht nur auf die Charaktere aus einem sich wechselnden Blickwinkel, sondern trägt teilweise auch ein Stück der Botschaft über das Buch hinweg mit in die Realität hinaus. Ein lohnenswerter Roman.




  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(93)

186 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

tod, liebe, englisch, familie, wenn ich bleibe

If I Stay

Gayle Forman
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Random House Children's, 01.07.2014
ISBN 9781909531239
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mia ist mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Teddy im Auto unterwegs, als sie im nächsten Moment auf der Straße aufwacht und nicht nur ein kaputtes Auto, sondern auch ein kaputtes Leben vor sich findet. Die Familie hatte einen schweren Unfall und beide Eltern sind tot. Mia begreift erst mit dem Eintreffen der Ambulanz, dass sie sich selbst in einer Zwischenwelt befindet und sie keiner wahrnehmen kann. Was hat dieses Zwischenstadium zu bedeuten? Wie steht es um ihren Gesundheitszustand? Und wo ist ihr kleiner Bruder Teddy?

Zunächst kann ich das Buch nicht überaus loben. Es ist, meinem Empfinden nach, ein solider Roman, der jedoch durchaus noch ein paar Seiten und einige Informationen mehr hätte vertragen können. Die Protagonistin Mia ist eine nette, junge Frau mit einem Hang zu klassischer Musik - aber sonderlich tiefgründig empfand ich die Schilderungen ihres Charakters und Wesens nicht. Sie bleibt, wie viele andere Charaktere im Buch, immer etwas undurchsichtig in ihren Emotionen und Entscheidungen und man fragt sich stets nach der Motivation hinter ihren Gedanken oder Entscheidungen. Weiterhin konnte mich ihr Freund - Adam - nicht sonderlich begeistern. Er ist stets da, aber in seinen Gefühlen doch so unsichtbar. Die beiden sind angeblich unsterblich verliebt, aber das Gefühl kommt, meiner Meinung nach, nicht beim Leser an.

Dennoch gibt es auch gute Seiten im Buch. Dazu zählen Mias Großvater, welcher einen kurzen, aber sehr gewaltigen Auftritt zugestanden bekommt und als ein starker Charakter hervorsticht. Für die entsprechende Unterhaltung bei einem derart schwierigen Thema sorgt außerdem ihre Freundin Kim, welche frischen Wind in den Roman bringt und definitiv eine anziehende Persönlichkeit ist.
Neben diesen beiden Handelnden fand ich auch das Ende sehr gut. Es ist unglaublich vorhersehbar, aber dennoch begrüße ich zutiefst die Botschaft, die es trägt.

Alles in allem ist das Buch zwar kein Überflieger und hätte bestimmt noch Potenzial offen, aber dank Kim und Mias Großvater ist er recht lesenswert.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(77)

133 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

trauer, tod, jugendbuch, baby, jugendroman

Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb

Clare Furniss , Andrea O'Brien
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 28.07.2014
ISBN 9783446246263
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Pearl ist gerade 16 Jahre alt, als ihre Welt von einem Moment auf den anderen zerrüttet wird: nach der Geburt ihrer Schwester stirbt ihre geliebte Mutter. Die sonst so harmonische Welt um die kleine Familie zerbricht von jetzt auf gleich und zurück bleibt nicht nur das neue Geschwisterchen und der Stiefvater, sondern auch eine trauernde und verwirrte Pearl. Doch das Leben dreht sich weiter und früher oder später muss auch das junge Mädchen aus dem selbstgewählten „Gefängnis“ ihres Zimmers entfliehen und lernen, wieder am Leben teilzunehmen.

Der Roman „Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb“ von Clare Furniss schildert mit sehr viel Einfühlungsvermögen die zerrüttete Welt eines jungen Menschen, der durch ein tiefschürfendes Ereignis in seinem Dasein erschüttert wird. Pearl kann dabei den Schmerz und den Kummer nur sehr schwer verarbeiten und gerät fast bis an den Punkt der Selbstaufgabe. Die Autorin lässt dabei auf eine durchaus unterhaltsame als auch melancholische Weise den Leser 12 Monate an Pearls Seite schreiten und schildert ihre Emotionen und Gedanken auf eine sehr plastische Art und Weise, die den tiefempfundenen Schmerz des jungen Mädchens nahezu greifbar erscheinen lässt. Doch stets schwingt auch eine Prise Humor mit, die dem schweren Themengebiet eine etwas leichtere Note verleiht und den Leser sicherlich zum Schmunzeln bringen wird. Besonders interessant empfand ich die Idee, Pearls Leben genau ein Jahr zu schildern – bis zum dem Tag, an dem der erste Todestag ihrer Mutter bevorsteht. Ein gekonnter Schachzug, der es der Autorin ermöglicht, die persönliche als auch emotionale Entwicklung des Mädchens detailliert zu beschreiben.

Sicherlich bleibt der Leser nach der Lektüre mit der ein oder anderen Frage auf den Lippen zurück oder möchte der jungen Protagonistin ab und an einen Schubs in Richtung Leben geben, dennoch lohnt es sich durchaus zum Buch zu greifen, zumals es diesen unglaublich positiven, lebensbejahenden Grundton transportiert, der jeden sicherlich packen wird.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(884)

1.638 Bibliotheken, 52 Leser, 15 Gruppen, 73 Rezensionen

fantasy, westeros, krieg, drachen, das lied von eis und feuer

Der Thron der Sieben Königreiche

George R. R. Martin , Andreas Helweg , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.06.2011
ISBN 9783442268221
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(134)

304 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

horror, vampire, stephen king, brennen muss salem, fantasy

Brennen muss Salem

Stephen King , Peter Robert , Silvia Morawetz , Jerry N Uelsmann
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.09.2010
ISBN 9783453407497
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.126)

1.990 Bibliotheken, 65 Leser, 16 Gruppen, 94 Rezensionen

fantasy, winterfell, westeros, krieg, das lied von eis und feuer

Das Erbe von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 542 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.03.2011
ISBN 9783442267811
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

84 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

alkohol, drogen, sucht, liebe, vergewaltigung

Tessa

Nicola Karlsson
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 09.09.2013
ISBN 9783862200467
Genre: Romane

Rezension:

Tessa ist 28 Jahre alt und hat noch ihr ganzes Leben vor sich. Eigentlich sollten ihr beruflich (fast) alle Türen offenstehen und die Männerwelt ihr reihenweise verfallen. Eigentlich. Denn in der Realität hält sie sich nach einer scheinbar gescheiterten Modelkarriere mit einem Job als Telefonistin über Wasser, um das Geld vor allem in zwei Sachen zu investieren: Drogen und Alkohol. Dass sie ein Problem hat, weiß sie bereits, ist sie nicht grundlos in psychologischer Behandlung. Doch der Sumpf der Abhängigkeit zieht Tessa immer tiefer in eine Abwärtsspirale und auf den Weg in die Dunkelheit verliert sie nahezu alle Menschen, die ihr etwas bedeuten.


Nachdem ich die ersten hundert Seiten von Nicola Karlssons Roman „Tessa“ gelesen habe, war ich sofort von der Handlung gepackt und wollte jede Seite von Tessas traurigem Dasein miterleben. Ich war mir sicher, dass das Buch großartig wird, wenn es auch von einem düsteren Thema erzählt und einer Protagonistin, die am Ende ihrer Kräfte ist. Allerdings wurde mir recht schnell bewusst, dass meine erste Einschätzung überstürzt war und sich der Roman nicht in die erhoffte Richtung bewegte. Die Monotonie in Tessas Alltag sowie ihr ständiger Drang nach einem neuen Rausch beschreibt die Autorin zwar mit einer zielsicheren und beängstigenden Klarheit, dennoch zieht sich das Leben der Protagonistin auf eine extrem redundante Weise durch die knapp 300 Seiten, sodass man am Ende nicht weiß, ob man Tessa schützend in den Arm nehmen oder einfach nur schütteln möchte. Trotz, dass ich anfänglich sehr begeistert vom Buch war, denke ich, dass es noch etwas mehr Potenzial gibt, das unausgeschöpft bleibt. Klar hat die Protagonistin einen recht betäubten Alltag, der sich stets um immer die gleichen Fragen dreht – also um Liebe, Eifersucht, der Frage nach dem eigenen Dasein, nach dem neuen Rausch etc. – allerdings hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Inhalt gewünscht. Beispielsweise erfährt man nicht wirklich, was der Auslöser ihrer Drogensucht ist, warum es nicht einmal Eltern zu geben scheint, die sich um ihre Tochter sorgen oder warum sich plötzlich alle „Freunde“ blind stellen und ihre Hilferufe nicht erkennen. Weiterhin erscheint mir das Ende vom Buch sehr abrupt und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das nach dem ganzen Drama der vorangegangen Seiten doch eigentlich nicht das Ende sein kann. Doch ich möchte das Buch nicht nur zerreden, sondern vor allem den Mut der Autorin zu einer derart schwierigen Thematik loben sowie ihr Können, die Sucht von Tessa auf eine beängstigende und zermürbende Art und Weise zu schildern. Mit etwas mehr Inhalt versehen und vielleicht der Auflösung der ein oder anderen Frage hätte es ein wunderbarer Roman sein können, aber so leider nur 2 Sterne.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(176)

352 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

berlin, 1. weltkrieg, liebe, weimarer republik, mauerfall

Als wir unsterblich waren

Charlotte Roth
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2014
ISBN 9783426512067
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es ist der 09. November 1989: die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland ist gefallen. Inmitten des Freudentaumels finden wir die schüchterne Alex wieder. Genau an diesem ereignisreichen Abend beschließt die junge Studentin aus ihrem alten Muster auszubrechen und die geborgenen vier Wände ihrer Großmutter, liebevoll Momi genannt, für einen kurzen Moment hinter sich zu lassen. Inmitten des Menschenstroms merkt sie recht schnell, dass sie der Hochstimmung der Masse nicht gewachsen ist und stolpert unverhofft in die Arme von Oliver. Es ist Liebe auf den ersten Blick und schon bald entdecken beide eine weit zurückliegende Verbindung.

Ein Sprung in das Jahr 1912. Wir finden uns in Berlin am malerischen Wannsee ein. Eine Gruppe junger Menschen pflegt bei wundervollem Wetter ihre Freundschaft. Neben gemeinsamen Idealen verbindet sie vor allem eine innige Zuneigung zueinander sowie die kühnsten Träume und Hoffnungen für die Zukunft. Auch die junge Paula schwelgt im sommerlichen Badegenuss und genießt die letzten Tage am Strand, wo ihre heimliche Liebe, der charismatische Clemens Kamphausen, die Herzen aller Mädchen im Sturm erobert. Doch düstere Zeiten stehen den jungen Menschen bevor, schreitet Deutschland auf den ersten Weltkrieg zu...

Wie die beiden Geschichte von Alex und Paula verbunden sind und wie sie in den Wirren ihrer Zeit zurechtkommen, schildert „Als wir unsterblich waren“ von Charlotte Roth. In ihrem gut recherchierten, zeitgeschichtlichen Roman verknüpft sie gekonnt Generationen miteinander, die Liebe und Leid gleichermaßen teilen.Besonders gelungen fand ich hierbei den geschichtlichen Hintergrund. Auf den zahlreichen Seiten des Buches schafft es die Autorin auf eine einfühlsame Weise einen großen Umfang Deutscher Geschichte zu packen, die wirklich gekonnt verknüpft ist. Vor allem beeindruckt sie dabei mit einschlägigen Kenntnissen und scheint einen großen Rechercheaufwand betrieben zu haben, den man als Leser bewundernd loben kann und streut ganz unbewusst einen persönlichen Bezug ein.

Weiterhin gefällt mir die Protagonistin Paula ganz besonders gut. Anfänglich zeigt sich bei ihr eine jugendliche Emotionalität, welche zwar nicht primär unsympathisch, aber nicht in jedem Fall nachvollziehbar ist. Im Laufe der Jahre muss die junge Frau allerdings in den Wirren der Zeit und dem ersten Weltkriege mit derart vielen Problemen kämpfen, dass sie von einer Seite auf die nächste zu einer reifen, erwachsenen und sehr beeindruckend starken Frau heranwächst.Zwei Kritikpunkt gibt es, meiner Meinung nach, dennoch. Ich fand es etwas schade, dass Alex zwar eine entscheidende Rolle im Roman spielt, aber ihre Figur aus den unterschiedlichsten Gründen einen leicht sonderbaren Eindruck hinterlässt. Sie scheint eine sehr unreifen Frau zu sein, welche ab und an in recht undurchsichtige Handlungsmuster verfällt und mich irgendwie nie richtig mit ihr warm werden lässt. Weiterhin stört mich diese leichte Färbung eines „Frauenromans“, die im Buch unterschwellig heranwächst und somit ab und an einen für mich zu gefühlsschwangeren Ton entwickelt.

Alles in allem ist „Als wir unsterblich waren“ jedoch ein gelungener Roman, welcher mit zeitgeschichtlichen Aspekten und einer starken Protagonistin das Herz eines Leser im Sturm erobern wird.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

142 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

märchen, robben, meer, insel, magie

Seeherzen

Margo Lanagan , Mayela Gerhardt , ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2014
ISBN 9783499211607
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rollrock Island ist ein düsteres Eiland irgendwo im Norden. Die Einwohner der kleinen Insel sind Fischer, die mit ihren zänkischen Frauen ihr Dasein auf dem Meer oder im heimischen Pub verbringen. Eines Tages wird die kleine Miskaella geboren. Sie ist ein typisch rothaariges Mädchen, deren Leben von Spott und Hohn geprägt ist. In ihrer Verzweiflung bricht sie eines Tages aus ihrem heimischen Gefängnis aus und läuft zielstrebig ans Meer, welches von den geheimnisvollen Robben besiedelt wird. Mit einer unerklärlichen Macht bestückt, lernt das Mädchen ihre magischen Kräfte zu benutzen, die aus den Robben wunderschöne Menschen zaubert. Getrieben von Trauer und Rachsucht nimmt die Magie ihren Lauf und wird fortan das Leben der Inselbewohner auf eine drastische Weise verändern.

„Seeherzen“ von Margo Lanagan ist ein Märchen für Groß und Klein, welches mit viel Einfallsreichtum die Geschichte der außergewöhnlichen Bewohner von Rollrock Island erzählt.Die Idee hinter dem Roman empfinde ich als eine Bereicherung der Märchenwelt, wobei es jedoch auch einige Kritikpunkte zu vermerken gilt.

Zunächst wird der Leser auf die zugige Insel irgendwo im Norden entführt, welche unter anderem von einer Hexe bewohnt wird. Die furchteinflößende Miskaella wird in einer ausführlichen Geschichte vorgestellt und erklärt ihr seelisches Befinden und die damit verbundenen Handlung auf eine eindringliche und plastische Art und Weise. Nachdem die Vorgeschichte erzählt wurde, folgt das Leben einiger anderer Bewohner von Rollrock Island, die unter der Hexenkunst ein schwieriges Dasein fristen. Besonders schön empfand ich dabei die abgerundete Geschichte, zieht Lanagan einen Bogen bis zum Anfang des Romans zurück, sodass das Märchen insgesamt einen durchaus durchdachten Eindruck erweckt. Ein Highlight stellte meiner Meinung nach die Geschichte von Daniel dar, welcher neben Miskaella der stärkste Charakter ist und, getrieben von Liebe, seine Bedürfnisse und Wünsche hinter die seiner Mum stellt. Ein mutiges und bewundernswertes Vorgehen, welches dem Buch eine sehr einfühlsame Note verleiht.

Doch es gibt auch einige Kritikpunkte. Zum Ende des Romans wird einem zwar bewusst, dass das Buch nicht auf wenigen Seiten abzuhandeln ist, jedoch erweckt die Geschichte ab und an den Eindruck, unnötig lang zu sein. Im Gegensatz dazu wird der Leser an einigen Stellen mit Nebensträngen konfrontiert, die unerklärt stehengelassen werden und somit für Fragen sorgen werden. So wurde beispielsweise nicht eindeutig darauf eingegangen, warum die Hexe Trudle nach Rollrock Island gebracht wurde.  Außerdem fand ich die Motivationen und Gefühle einiger Charaktere sehr undurchsichtig. Ich hätte mir gewünscht, dass beispielsweise die Gedankenwelt der Robbenfrauen etwas eindringlicher beschrieben werden, um zu verstehen, warum deren Drang zum Meer größer erscheint als die Liebe zu ihren Kindern und der Familie. Sicherlich lassen sich dazu Erklärungen finden, aber ich hätte mir ein näheres Beleuchten gewünscht.

Weiterhin wird sich der Leser vielleicht um den Verbleib der anderen Robbenjungen fragen und wichtige Informationen, beispielsweise nach den von den Robbenfrauen geborenen Mädchen, werden leider nur in einem Nebensatz erwähnt, obwohl sie für die Geschichte bedeutsam sind.

Sofern der Leser über einige Schwachstellen im Buch hinwegsehen kann, wird er in der Lektüre von „Seeherzen“ einen Genuss finden, indem er über die Handlung sinniert, die zweifelsohne eine sehr schöne und gefühlvolle Botschaft trägt.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

32 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

nachkriegszeit, berlin, 2. weltkrieg, morphiumsucht, schreiben

Der Alpdruck

Hans Fallada
Fester Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 07.04.2014
ISBN 9783351035785
Genre: Klassiker

Rezension:

1945. Der zweite Weltkrieg ist vorbei. Die Städte sind zerstört. Berlin liegt in Trümmern. In den Wirren der Zeit lernen wir den Autor Dr. Doll kennen, welcher von Alpträumen heimgesucht wird. Er sorgt sich um sein Hab und Gut, um seine Zukunft, seine Frau und hält sich dabei stets den moralischen Spiegel der Gesellschaft vor Augen. Mit Begeisterung empfängt er die Befreier Deutschlands, wird jedoch schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: er ist auch ein Deutscher. Er gehört zu dem Volk, welches weltweit für seine Vergehen geächtet und verurteilt wird. Nichtsdestotrotz wird er Bürgermeister einer Kleinstadt, betraut mit Aufgaben, die ihn schnell an seine Grenzen bringen. Erdrückt von seinem neuen Amt und der steten Frage um die Mitschuld, flüchtet er mit seiner Frau nach Berlin und damit in die betäubende Wirkung von Drogen...


„Der Alpdruck“ von Hans Fallada ist ein sehr komplexer Roman, welcher sowohl ein Gesellschaftsporträt als auch Auszüge aus dem Leben des Fallada in sich vereint. Mit seinem klaren und sprachlich sehr wertvollen Schreibstil schildert der Autor auf bedrückende Weise die Nachkriegszeit in Deutschland und lässt seinen Protagonisten selbstzerstörerisch in die betäubende Wirkung von Morphium flüchten. Die Schilderung der Drogenkarriere von Doll wirkt auf den Leser deshalb derart plastisch, da der Autor hierbei auf einen Teil seiner Erlebnisse und Erfahrungen als Morphinist zurückgreift und den Rezipienten in einer nachdenklichen Stimmung zurücklässt. In die wechselvolle Geschichte von Herrn und Frau Doll liegt jedoch auch ein Stück Zeitgeschichte gebettet, die die Schuldfrage schonungslos aufwirft und stets nach einer Antwort darauf sucht.

Neben derartig schweren Themen glänzt der Roman jedoch auch mit komischen Zügen, welche sich erleichternd auf die vom Lesen schweren Schultern legt.


Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Der Roman ist dabei vieles. Er ist ein Stück Zeitgeschichte. Er ist autobiografisch. Er ist nachdenklich. Er ist an manchen Stellen komisch. Was er jedoch nicht ist: er ist kein Roman für Zwischendurch, sondern eher ein Kandidat auf eine zweite Lektüre, um die gesamte Tragweite erfassen zu können.

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(756)

1.403 Bibliotheken, 72 Leser, 12 Gruppen, 102 Rezensionen

fantasy, winterfell, krieg, das lied von eis und feuer, game of thrones

Die Herren von Winterfell

George R. R. Martin
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.10.1997
ISBN 9783442247295
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(136)

260 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

medien, klassiker, zeitung, bild, journalismus

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Heinrich Böll
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch GmbH, 01.01.1974
ISBN 9783462010336
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

98 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

familie, philadelphia, rassismus, great migration, usa

Zwölf Leben

Ayana Mathis , Susanne Höbel
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2014
ISBN 9783423280280
Genre: Romane

Rezension:

Hattie Shepherd ist gerade 15 Jahre, als sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in einem Zug in Richtung Nordamerika sitzt. Sie sind Teil der afroamerikanischen Bevölkerung, die während der „Great Migration“ aus einem rassistischen Süden in den menschenfreundlicheren Norden ziehen und dort ein neues Leben beginnen wollen. Dort angekommen, lernt das junge Mädchen ihren zukünftigen Mann August kennen mit welchem sie eine Familie gründet. Sie bekommen Zwillinge, die sie liebevoll Philadelphia und Jubilee nennen, um ihrer Hoffnung auf bessere Zeiten Ausdruck zu verleihen. Doch das Schicksal schlägt bereits in den jungen Jahren hart zu, sterben die Kinder an einer Lungenentzündung. Das Buch der Familie Shepherd ist geöffnet und erzählt die Geschichte von 12 Menschen, die jeder ein großes Päckchen zu tragen haben.


Der Debütroman „Zwölf Leben“ von Ayana Mathis erzählt das Schicksal von Hattie, ihrer 11 Kinder sowie einem Enkelkind. Neben einigen historischen Fakten liegt der Fokus des Romans vor allem auf den Hindernissen und Schwierigkeiten des Lebens, mit denen alle zu kämpfen haben. Man schließt die Charaktere schnell ins Herz und begleitet sie, in der steten Hoffnung auf bessere Tage, über Stolpersteine hinweg. Schön fand ich das Ende: im letzten Kapitel wird ein Bogen zur neuen Generation geschlagen und der Anfang der Geschichte von Hatties Enkelin gemacht.

Das Buch hat jedoch nicht nur gute Seiten, ist jedes Kapitel nur einem Kind gewidmet. Man liest sich gerade in das Leben der Person hinein und beginnt eine Beziehung zur ihr aufzubauen, sie in einem größeren Kontext zu sehen, als die jeweilige Geschichte abrupt endet und man eine andere Person kennenlernt. Die einzige Konstante ist dabei Hattie, welche als liebende, jedoch auch vom Schicksal gezeichnete Mutter etwas klarere Konturen annimmt. Weiterhin stößt man sich in einigen Fällen an der harten Sprache des Buches. Sicherlich passt diese perfekt in die Erzählzeit und man kann an gewissen sprachlichen Feinheiten auch den Lebenswandel der afroamerikanischen Bevölkerung ein Stück weit nachvollziehen, dennoch fallen einige Wörter und Redewendungen recht negativ auf.

Zusammenfassend würde ich das Buch schon weiterempfehlen, aber die zukünftigen Leser sollten sich vor allem darüber bewusst sein, dass der Roman an vielen Stellen Fragen offen lässt und den Kreis um die Geschichten der Protagonisten nicht schließt.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

75 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

fabel, huhn, freiheit, familie, zugehörigkeit

Das Huhn, das vom Fliegen träumte

Sun-Mi Hwang , Simone Jakob , null
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 27.02.2014
ISBN 9783036956992
Genre: Romane

Rezension:

„Ich lege keine Eier mehr! Nie wieder!“ Mit diesen Worten beginnt der Überlebenskampf von Sprosse, die aus ihrem Alltag als Legehenne fliehen möchte. Sie hat ihr Gefängnis gehörig satt und träumt von einem Dasein jenseits ihres Käfigs. Mit dem Ziel vor Augen, einmal in ihrem Leben ein Ei zu legen und ein Küken auszubrüten, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Flucht, wobei die Gefahr an jeder Ecke lauert.

Die Fabel „Das Huhn, das vom fliegen träumte“ von Sun-Mi Hwang gehört zu den Büchern, die man unbedingt gelesen haben sollte. Die Geschichte um das Huhn Sprosse wird dabei in einer sehr einfachen Sprache erzählt und schildert die naive Sichtweise einer Henne in Gefangenschaft, die es jedoch wagt, aufzubegehren und ihre Träume zu verwirklichen sucht. Man gewinnt Sprosse recht schnell lieb und möchte sie als Leser beschützen oder zumindest über die wirkliche Welt aufklären. Doch wie ein unschuldiges Kind tappt Sprosse durch die Welt und macht dabei ihre eigenen Erfahrungen. Nicht nur Sprosse, sondern auch andere Tiere, denen sie begegnet sind detailliert geschildert und verkörpern dabei menschliche Wesenszüge, die den Leser zum Sinnieren und urteilen einladen. Man stößt dabei nicht nur auf das von Hunger getriebene Wiesel, sondern auch auf einen rebellischen Erpel oder eine arrogant wirkende Hühnerfamilie, die man neben der Protagonistin auf die ein oder andere Art zu schätzen lernt.

Es ist ein Buch, welches man recht schnell verschlingt, aber dabei noch lange nicht aus der Hand legt. Stets fällt ein bemerkenswerter Aspekt nach dem anderen ins Auge und man wird noch Tage darüber reden und vielleicht nicht nur das Buch, sondern auch sein eigenes Leben reflektieren. Ein Buch, das zum Träumen animiert und dabei die Botschaft verbreitet, dass nichts unmöglich erscheint, wenn der Wille stark ist! Unbedingt lesen!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

119 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

krieg, zweiter weltkrieg, schicksal, liebe, paris

Die Illusion des Getrenntseins

Simon Van Booy , Claudia Feldmann
Fester Einband: 207 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 14.04.2014
ISBN 9783458175926
Genre: Romane

Rezension:

Mit diesen Worten auf den Lippen begleitet Martin seine Mutter zum Sterbebett. Er wuchs in einem behüteten Zuhause auf und lernte im Geschäft seiner Eltern nicht nur die ein oder anderen Stars und Sternchen kennen, sondern wurde auch in das Bäckerhandwerk eingeführt. Was er dabei nicht weiß ist die Geschichte seiner Herkunft, wurde er als Baby durch ein zufälliges Ereignis adoptiert. Einige Jahre später sollen seine Eltern für ihre Taten im Krieg ausgezeichnet werden. Trotz ihrer Weigerung einer Ehrung schlagen sie das damit verbundene Geld nicht aus und nutzen es für einen Umzug nach Los Angeles, wo sie ein neues Leben anfangen wollen. Ein erneuter Zeitsprung und wir lernen den erwachsenen Martin kennen, welcher bereits einen beachtlichen Teil seines Lebens hinter sich gebracht hat und selbst seine Frau zu Grabe tragen musste. Als Angestellter in einem Heim kümmert er sich nun um alte und pflegebedürftige Menschen und grübelt dabei stets über seine Herkunft. Kann er seine Vergangenheit verarbeiten oder wird er sich bis zum Lebensende mit den immer gleichen Fragen auf den Lippen quälen müssen?

„Die Illusion des Getrenntseins“ von Simon van Boody erzählt von Verbundenheit, vom Leben, von Gefühlen und der Frage nach der Herkunft. Die ersten Seiten stellen den Protagonisten Martin vor, welcher von seiner Adoption erfährt und zeitlebens auf der Suche nach Antworten ist. Durch Zeitsprünge ist das Lesen nicht sonderlich einfach, muss man aufpassen, dass man nicht den roten Faden verliert. Alle Beteiligten aus diesem wunderbaren Roman werden Schlag auf Schlag vorgestellt und sobald man ihre persönlichen Geschichten etwas näher kennt, wird das unübersichtliche Puzzle zum tiefgründigen Roman, welcher bis zum Ende spannend bleibt. Der Autor benutzt dabei eine sehr klare, aber stets fließende und wärmende Sprache, die Martins Geschichte über mehr als 50 Jahre erzählt. Im Zeitraffer durchschreitet der Leser die Geschehnisse, welche mit Ausnahme des mysteriösen Herrn Hugo von einer allwissenden, unbeteiligten Erzählperspektive wiedergegeben wird. Ein sehr gelungener Roman, der in sanften Tönen von der Einheit der Dinge erzählt.


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

portugal, nelkenrevolution, musik, familie, schicksal

Wohin der Wind uns weht

João Ricardo Pedro , Marianne Gareis , João Ricardo Pedro
Fester Einband: 229 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.03.2014
ISBN 9783518424292
Genre: Romane

Rezension:

Portugal zum Beginn der Nelkenrevolution: wir lernen die Familie Mendes kennen, die über drei Generationen hinweg von ihrer Geschichte, ihrem Leid aber auch von Liebe und Leidenschaft erzählt.
Die Männer der Mendes' können kaum unterschiedlicher sein: Der Großvater Augusto ist ein angesehener Arzt, welcher die Tage am liebsten mit den Briefen seines Freundes und Weltenbummlers Policarpo füllt. Vater Antonio hingegen erlebte schwere Zeiten während des Krieges und kehrte wesensverändert zu seiner Familie zurück. Duarte scheint ein Außenseiter zu sein, akzeptieren die andern Kinder seine wohlhabende Herkunft nicht als Eintrittskarte in den Freundeskreis. Zuflucht sucht der Junge in seiner Begabung, ist er ein außerordentlicher Klavierspieler. Mit der Lektüre der Briefe seines Großvater begibt sich Duarte auf die Suche nach seinen Wurzeln und durchlebt dabei die Zeit von der Revolution, über den Krieg bis hin zum Umbruch, stets begleitet von seiner Musik. Wird er seine Heimat finden und seiner Familie damit ein Stück näherkommen?

Der Roman „Wohin der Wind uns weht“ von João Ricardo Pedro ist das Erstlingswerk des Autors und erzählt dabei eine Familiensaga in Portugal. Sprachliches Unvermögen kann man dem jungen Schriftsteller in keinem Fall vorwerfen, versteht er Wörter und Sätze treffsicher zu formulieren, sodass der Leser sich zwar anfänglich etwas eingewöhnen muss, den Stil im Laufe des Buches jedoch sicher zu schätzen weiß. Markant sind dabei vor allem seine langen Schachtelsätze, die im kontrastreichen Gegensatz zu den sehr kurzen Beschreibungen stehen. Auf lange Ausführungen und endlose Aneinanderreihungen folgen unumstößliche Tatsachen, die den Leser zum Nachdenken anregen als auch schockieren werden. Man sollte dabei erwähnen, dass die Anfänge des Buches nicht ohne ein großes Maß an Gewalt auskommen, man sich jedoch von einem derart blutigen Schleier nicht vom restlichen Werk abhalten lassen sollte. Weiterhin ist dieser Roman nur für den sehr aufmerksamen Leser geeignet, muss sich ein jeder Rezipient mit zeitlichen Sprüngen abfinden, die zunächst schwer zu sortieren sind. Die Quintessenz des Ganzen ist die, dass Pedro ein eindringliches Buch geschaffen hat, das zugleich klar erscheint als auch für Verwirrung sorgen wird. Wer dies für einen Widerspruch hält, sollte zum Buch greifen. Verlorene Zeit stellt es in keinem Fall dar.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(345)

681 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 123 Rezensionen

liebe, mathematik, matt haig, menschsein, menschen

Ich und die Menschen

Matt Haig ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.04.2014
ISBN 9783423260145
Genre: Romane

Rezension:

„Was in dem einen Zeitalter völlig normal ist, ist in einem anderen völlig wahnsinnig. Die frühen Menschen liefen nackt herum, ohne dass es Probleme gab Manche Menschen, hauptsächlich in feuchten Regenwäldern, tun es heute noch. Daraus müssen wir schließen, dass Wahnsinn manchmal eine Frage der Zeit ist und manchmal eine Frage der Postleitzahl.“


Am 17. April starb der Universitätsprofessor Andrew Martin, kurz bevor er einen mathematischen Durchbruch an die Öffentlichkeit tragen wollte. Er lebte für sein Fach und interessierte sich neben Formeln für nicht sonderlich viel. Fernab von einigen Genen verspürte er kaum eine Verbundenheit zu seiner Familie und führte auch sonst ein recht zurückgezogenes Leben. Eines Tages steht er vor der Entschlüsselung der Riemannschen Vermutung und lenkt somit außerirdische Aufmerksamkeit auf die Erde. Die hochintelligenten Lebensformen aus dem All sehen in Martins Entdeckung eine Bedrohung und entsenden somit in Gestalt des Professors einen Vertreter ihrer Gattung auf die Erde. Der Auftrag ist klar formuliert und beinhaltet die Vernichtung aller Mitwissenden um die Auflösung der Riemannschen Hypothese. Doch was passiert, wenn dem außerirdischen Gast Erdnussbutter mundet und er seine Vorliebe für Musik entdeckt?

Der Roman „Ich und die Menschen“ von Matt Haig ist ein unterhaltsamer Zeitgenosse, welcher vor allem auf den ersten Seiten mit viel Humor über die Menschen und ihre Eigenheiten aus der Perspektive eines unbeteiligten, mürrischen Wesens berichtet. Der Titel des Romans fasst dabei den Charakter des Abgesandten aus dem Weltall gut zusammen, ist er anfänglich ein recht überheblicher Bursche, welcher sich über den Menschen stehend sieht und mit seiner Intelligenz beim Leser hausieren geht. Aus der Perspektive dieses namenlosen Besuchers aus dem Universum entwickelt der Autor dabei nicht nur eine recht witzige Geschichte, sondern schafft am Ende sogar einen kleinen Spannungsbogen zu erzeugen, der den Leser aufgeregt jede Seite verschlingen lässt. Wie vielleicht auch an dem Eingangszitat ersichtlich wird, sprüht der Roman nur so von Wortwitz und sollte mit seinem trockenen Humor jedem Rezipienten ab und an ein Lächeln entlocken. Eine kleine Kritik muss ich dennoch austeilen: meiner Meinung nach gibt es einige Abzüge bei der Geschichte. Man hat an einigen Stellen das Gefühl, dass die Handlung etwas ins Stocken gerät und sich leicht im Kreis dreht. Außerdem nimmt der humoristische Anteil zum Ende des Romans etwas ab, was zwar einerseits den tiefgründigen Gedanken des Protagonisten zu schulden, aber andererseits doch recht bedauerlich ist. Dennoch ist es ein sehr gelungenes Buch, welches nicht nur über interessante Dinge aus dem menschlichen Alltag sinniert, sondern auch ab und an wie ein philosophischer Ratgeber klingt, welchen man sich durchaus zu Herzen nehmen kann.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(42)

71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

thriller, marina esposito, entführung, blutbad, beweist

Jäger

Tania Carver , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 28.02.2014
ISBN 9783471350973
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der neue Fall der Ermittlerin beginnt mit einer Vorgeschichte, bei welcher der Leser mitten in ein Blutbad katapultiert wird. Eine Familie wurde aus unerfindlichen Gründen brutal niedergeschossen und einzig und allein ein kleiner Junge bleibt als Überlebender zurück. Traumatisiert und geschockt begibt er sich durch sein ehemaliges Zuhause und scheint die Realität noch nicht begriffen zu haben. Ihn lockt zunächst die gewaltsam gegebene Freiheit ohne familiäre Zwänge und er betrachtet seine Familie mit einer beängstigenden Distanz, sodass sie zu namenlosen Körpern werden. Plötzlich taucht eine fremde Gestalt auf, die den Jungen zur Kooperation bewegen möchte. Wir erleben einen Schnitt und werden erneut in ein schreckliches Szenario gestoßen. Marina Esposito verbringt mit ihrer Familie ein Wochenende am Meer, als ihr Cottage plötzlich in Flammen aufgeht. Ihr Schwiegervater kommt dabei tragisch ums Leben, ihr Mann wird schwer verletzt und ihre Tochter bleibt unauffindbar. Nachdem sich die Polizeipsychologin selbst im Krankenhaus wiederfindet, erfährt sie vom Verschwinden ihrer Tochter. Die Welt der Ermittlerin bricht zusammen, bis plötzlich ein Handy klingelt, welches sie über die Entführung ihrer Tochter informiert. Es beginnt ein Wettlauf mit den unbekannten Entführern.

Der neue Thriller des Autorenteams Tania Carver schockt gleich am Anfang mit einem blutigen Detailreichtum. Die umfassenden Schilderungen des Tatortes sowie der Gedankenzüge des Jungen aus dem Prolog jagen dem Leser sicherlich eine Gänsehaut über den Rücken und wecken zugleich die Neugier. Im Laufe des Thrillers stellt sich diese Detailverliebtheit als ein wesentliches Merkmal des Schreibstils heraus. Die Charaktere werden dabei mit einem möglichst großen Spektrum an Gefühlen und Motiven ausgestattet, sodass sie für den Leser plastischer werden und mit jeder Seite im recht großen Personengefüge einen Platz bekommen. Besonders überraschend wird der Leser das Ende empfinden. Sicherlich rätselt man über Kapitel hinweg, wer die Entführer von Marinas Tochter sind oder wie die Geschichte der ersten Seiten in den Thriller eingebettet sein mag, doch sicherlich wird man nicht hinter die Auflösung kommen. Besonders diese Wende gefällt mir sehr gut und tröstet mich darüber hinweg, dass es im Buch ab und an zu Situationen kommt, die nach längerer Überlegung dermaßen zufällig passieren, dass sie fast schon unrealistisch wirken. Alles in allem ein solider Thriller, welcher auch ohne Vorkenntnisse der Esposito-Reihe gut zu lesen ist.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(138)

226 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

bunker, entführung, tagebuch, thriller, angst

Bunker Diary

Kevin Brooks , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2014
ISBN 9783423740036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Linus ist siebzehn Jahre alt und Sohn eines reichen Vaters. Die Beziehung zwischen beiden gleicht kaum einem idyllischen Vater-Sohn-Verhältnis, weshalb Linus aus seinem Gefängnis voller Zwänge ausbricht und bewaffnet mit einer Gitarre sein Glück auf der Straße sucht. Er schlägt sich durch und ist sich, trotz eigentlichen Wohlstandes, für das Leben als Obdachloser nicht zu fein. Als seine Wohltätigkeit gefordert ist, zögert er nicht lange und hebt einem blinden Mann in scheinbarer Hilfslosigkeit einen Koffer ins Auto. Gerade in dem Moment, in dem Linus die Situation hinterfragt, wird er von einer Ohnmacht eingehüllt. Das Entsetzen nach dem Erwachen ist groß, befindet er sich in einem Bunker wieder, dessen Zweck rätselhaft erscheint. Als er sich gerade mit der neuen Situation auseinandersetzt, geht der Fahrstuhl zum Luftschutzkeller auf und birgt ein kleines Mädchen in sich. Nach und nach kommen immer mehr Gefangene hinzu und werden Teil eines perfiden Spiels mit ungeahntem Ende.

"Bunker Diary" von Kevin Brooks verspricht bereits nach den ersten Seiten viel Spannung und Nervenkitzel. Es ist kein „klassischer“ Thriller, bei welchem Motiv und Täter klar formuliert sind, sondern vor allem die Gefühlswelt des Protagonisten Linus stehen im Vordergrund. Dieser schlittert nach seinem Ausbruch aus dem väterlichen „Gefängnis“ in eine extreme Situation und beginnt über sein Dasein und sein bisheriges Leben zu sinnieren. In kürzester Zeit wird der Leser sich durch den Roman geblättert haben und mit einer Gänsehaut im Nacken nicht schlecht über die Entwicklungen staunen. Der Schreibstil gefällt mir dabei recht gut, wird der Protagonist mit einer zu ihm passenden Jugendsprache und entsprechend härteren Ausdrücken versehen, die jedoch nicht über seinen weichen Kern hinwegtäuschen. Durch die Tagebuchform gewinnt jeder Rezipient sicherlich den Eindruck, direkt angesprochen zu werden und muss mit einer gefühlten Hilflosigkeit den tragischen Ereignissen im Bunker zuschauen. Eine Studie über die Menschlichkeit und was daraus in einer Extremsituation werden kann. Unbedingt lesenswert!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(157)

298 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 70 Rezensionen

freundschaft, der kleine prinz, familie, reise, frankreich

Bäume reisen nachts

Aude Le Corff , Claudia Steinitz
Flexibler Einband: 201 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.03.2014
ISBN 9783458360193
Genre: Romane

Rezension:

Manon ist 8 Jahre alt und durchlebt gerade eine schwere Zeit. Ihre Mutter Anais hat sie verlassen, ohne, dass sich jemand aus der Familie einen Reim darauf machen kann. Zunächst gehen alle vom Schlimmsten aus und versinken in einer tiefen Trauer und Bestürzung. Manon rettet sich dabei jeden Tag unter eine Birke im Garten und flieht mithilfe von Büchern in ihre eigene Welt. Ihre einzigen Begleiter sind dabei die Katzen aus der Nachbarschaft und die Ameisen im Gras. Rettung scheint durch den Nachbar Anatole zu kommen, welcher das kleine Mädchen durch allabendliches Vorlesen aus ihrem Kummer reißt. Eines Tages trifft endlcich ein Brief der Mutter ein. Sie ist am Leben! Zur Freude aller Beteiligten brechen Manon, ihr Vater Pierre, ihre Tante Sophie und der inzwischen liebgewonnene Freund Anatole zu einer abenteuerlichen Reise nach Marokko auf, deren Ziel den Namen „Anais“ trägt.


„Bäume reisen nachts“ von Aude Le Corff ist ein wunderbares Buch, welches voller Zärtlichkeit von der Liebe, dem Hoffen, der Verzweiflung und dem Glück erzählt. Im Zentrum stehen neben einem achtjährigen Mädchen noch weiter Charaktere, die alle ihre eigene Geschichte zu erzählen haben und auf einer Autoreise nach Marokko ein Stück zu sich selbst finden. Die Autorin versteht es dabei, den Leser zu überraschen und lädt ihn durch den Roman zum Nachdenken und Sinnieren über das Leben ein. Besonders hat mir das breite Spektrum an Themen gefallen, welche in dem Buch abgehandelt werden. Ich habe jede Seite genossen und kann es nur empfehlen, die Charaktere auf ihrer Suche und beim Finden zur Seite zu stehen.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

30 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

meerjungfrauen, peter pan, wendy, abenteuer, nimmerland

Peter Pan

J M Barrie , Martin Rometsch , Robert Ingpen
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 30.09.2010
ISBN 9783868732733
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Denn wer Peter Pan kennt, weiß um den etwas düsteren Charakter der Geschichte. Wir lernen zunächst die Darlings kennen, die ihre drei Kinder voller Liebe und Zuneigung aufziehen und dabei für eine Betreuung durch eine Hundedame namens Nana sorgen. Die Familie führt ein recht einfaches, aber zufriedenes Leben, welches jedoch eines Abends eine unerwartete Wende nimmt, taucht Peter Pan im Schlafzimmer der schlummernden Kinder auf. Damit beginnt für die drei Knirpse an der Seite des Jungen, der niemals erwachsen wird, ein großartiges Abenteuer voller Piraten, Nixen, Feen und Indianer. Holt den Feenstaub heraus und folgt Peter Pan nach Nimmerland!


Die Ausgabe vom Knesebeck-Verlag ist eine besondere Schönheit. Die Geschichte von Peter und Wendy ist, trotz eines düsteren Charakters, welcher vor allem durch Kämpfe zwischen den Kindern und den Piraten geprägt ist, in himmlische Bilder eingebettet. Die Illustrationen von Robert Ingpen sind wunderschön gezeichnet und öffnen der Phantasie Tür und Tor zum Träumen. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene werden dabei regelrecht begeistert sein und beim Lesen und Durchblättern in eine andere Welt entfliehen. Das bisher schönste Exemplar, das ich je gesehen habe.

  (3)
Tags:  
 
98 Ergebnisse