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155 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein Eindruck:


Mit „Zorn und Morgenröte“ und „Rache und Rosenblüte“ hat Renée Ahdieh bereits zwei fantastische Jugendbücher bei one, einem Imprint der Verlagsgruppe Bastei Lübbe veröffentlicht, bevor nun mit „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ das dritte Buch der Autorin ins Deutsche übersetzt wurde. Dieses Mal entführt uns die Geschichte nicht in den Orient, sondern ins ferne Japan, wo die junge Mariko sich auf der Reise zu ihrem Verlobten Minamotu Raiden befindet, dem erstgeborenen Sohn des Kaisers. Bevor Mariko ihr Ziel allerdings erreicht, wird ihr Geleitzug rücksichtslos überfallen. - und Mariko schwört Rache. Als Junge verkleidet unterwandert sie den Schwarzen Clan, um herauszufinden, wer hinter dem heimtückischen Anschlag auf ihr Leben steckt.

Ein spannender Ansatz, der mich schon nach den ersten Kapiteln an die chinesische Ballade von Mulan erinnert hat, sich inhaltlich jedoch (glücklicherweise) davon abhebt. Immer wieder sind japanische Begriffe eingestreut, die die Geschichte authentisch wirken lassen und in einem ausführlichen Glossar am Ende erläutert werden. Das fortwährende Nachschlagen behindert allerdings auch den Lesefluss, denn die unbekannten Begriffe häufen sich doch stellenweise sehr und waren für mich nicht immer leicht zu behalten.

Die Kulisse und Schauplätze wie der düstere Jukaiwald oder die schillernde Kaiserstadt Inako werden lebendig beschrieben. Auch die vielen unterschiedlichen Charaktere erwachen durch verschiedenste Charakterzüge zum Leben. Besonders Mariko als seltsames, aber kluges Mädchen mit ihrem Erfindergeist hat mir gut gefallen. Ihr ist viel daran gelegen, den Erwartungen ihrer Familie gerecht zu werden, doch als sich die Gelegenheit bietet, frei von allen Verpflichtungen zu leben, schließt sie sich ohne zu überlegen den Männern des Schwarzen Clans an. Sie lernt deren Welt kennen, die stellenweise derb ist, ein einfaches Leben, wahre Freundschaft, aber auch Zusammenhalt und harte körperliche Arbeit. Und ohne es zu wollen schleicht sich eines der Clanmitglieder ganz besonders in ihr Herz, sodass auch eine kleine romantische Nebenlinie Teil der Geschichte ist.
 
Die Handlung entwickelt sich stellenweise langsam, mit gelegentlichen Längen im Mittelteil. Dennoch ist die Storyline fesselnd und weiß mit guten Ideen zu überzeugen. Besonders zum Ende hin passiert so einiges, sodass die Handlung schlussendlich in einen spannenden Showdown gipfelt. Insgesamt sind für mich jedoch einige Verwicklungen in der Hektik zum Schluss doch etwas untergegangen. Nach den doch eher gemächlichen Passagen im Mittelteil schreitet die Handlung in den letzten Kapiteln sehr schnell voran, wodurch sie stellenweise sprunghaft erscheint.

Nichtsdestotrotz kann ich „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ mit einem absolut guten Gefühl zur Seite legen. Renée Ahdieh hat eine magische Geschichte mit faszinierenden Komponenten geschaffen, die mit so manchem Plot-Twist aufwarten kann. Durch das japanische Setting wird ein ganz besonderes Flair vermittelt, das mir viel Lesespaß bereitet hat. Ich bin gespannt, wo Marikos Weg noch hinführen wird!

Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal • https://prettytigerbuch.blogspot.de • https://www.facebook.com/prettytigerbuch/

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174 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

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Undying – Das Vermächtnis

Meagan Spooner , Amie Kaufman , Karin Will
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.07.2018
ISBN 9783737356008
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Amelia und Jules. Gesetzlose Plünderin und genialer Sprachforscher, deren Wege sich zufällig auf einem unbewohnten Planeten der Galaxis kreuzen: auf Gaia, der ehemaligen Heimat der Unsterblichen. Und obwohl beide aus völlig unterschiedlichen Gründen ins All gereist sind und keine gemeinsamen Ziele verfolgen, schließen sie sich zusammen, um die Geheimnisse des Planeten zu erkunden. Doch die beiden sind nicht die einzigen Eindringlinge auf Gaia. Auch andere Plünderer suchen ihr großes Los und erhoffen sich den Fund ihres Lebens auf dem unerforschten Planeten. Jules und Amelia müssen zusammenhalten, um zu überleben und den Gefahren des Alls zu trotzen. Dabei kommen sie sich trotz aller Unterschiede unerwartet nahe …

Mein Eindruck:


Amelia und Jules stammen vom selben Planeten und könnten doch nicht unterschiedlicher sein. Sie hält sich mit illegalen Gelegenheitsjobs über Wasser, während er das privilegierte Leben der oberen Gesellschaftsschicht genießt. Und doch greifen beide wie Zahnräder ineinander, als es für sie auf dem Planeten Gaia ums Überleben geht. Auf der Erde wären sie sich wahrscheinlich niemals begegnet, doch nun hängt ihr Schicksal voneinander ab.

Gaia ist ein unbewohnter Planet, Lichtjahre von der Erde entfernt, der einst von der Spezies der sogenannten Unsterblichen bevölkert wurde. Jules ist auf Gaia, um den Ursprung dieser Alienrasse zu ergründen und ihre Kultur besser zu verstehen. Und er sucht nach dem Grund für ihren Untergang. Amelia hingegen ist hinter der Technik der Unsterblichen her, die sie auf der Erde zu Geld machen will, um ihre kleine Schwester Evie aus der Sklaverei freizukaufen.

In bester Indiana Jones Manier erkunden die beiden gemeinsam den Planeten, der voller Fallen und unerwarteter Gefahren steckt. Leider muss ich allerdings anmerken, dass sich mein Kopfkino nur träge geregt hat. Die gesamte Kulisse blieb blass, das Setting doch eher uncharakteristisch und erinnerte zu stark an die Erde, um für mich als Schauplatz einer Science Fiction-Reihe zu dienen.

Die Beziehung der beiden Hauptcharaktere ist etwas Besonderes und das Autorinnenduo legt großen Wert auf deren glaubwürdige Entwicklung. Das anfängliche Misstrauen, das allmählich einem zögerlichen Vertrauen weicht und schließlich die Tür für tiefere Gefühle aufstößt, wird authentisch geschildert. Es ergibt sich ein stetes Auf und Ab, denn die Beziehung von Jules und Amelia ist alles, aber nicht einfach. Besonders die Szenen, in denen die selbstbewusste Amelia dem etwas weltfremden Jules den Kopf geraderückt, haben mir immer wieder ein Schmunzeln entlockt.

Auch die Handlung weiß immer wieder mit brenzligen Situationen zu fesseln, aus denen sich die beiden Hauptcharaktere meist nur mit einer gehörigen Portion Glück retten können. Das Ende von „Undying - Das Vermächtnis“ kommt plötzlich, mischt alle Karten neu und lässt den Leser vollkommen in der Schwebe hängen. Ein einziger Satz wirft so viele neue Fragen auf, dass ich am liebsten direkt weiterlesen würde. Leider müssen wir uns bis zum Erscheinen der Fortsetzung noch etwas gedulden, denn mit „Undying“ erscheint der zweite Teil voraussichtlich im Januar 2019 erst auf Englisch. Ich bin definitiv gespannt!

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Lisa von Prettytigers Bücherregal • https://prettytigerbuch.blogspot.de • https://www.facebook.com/prettytigerbuch/

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120 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Witchborn

Nicholas Bowling , Eva Riekert
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551521057
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein Eindruck:


Nicholas Bowling nimmt uns in „Witchborn - Königin der Düsternis“ ins Jahr 1577 und ins Zeitalter der Hexenverfolgungen in England mit. Alyce Greenlife befindet sich auf der Flucht, nachdem ihre eigene Mutter als Hexe verbrannt wurde. In „Witchborn - Königin der Düsternis“ ist Hexerei allerdings real. Männer und Frauen leben mit den Elementen im Einklang, können mit den Toten kommunizieren und beeinflussen durch mächtige Zaubersprüche und Tränke ihre Umwelt. Doch immer im Verborgenen, im Geheimen, denn die Hexenjäger sind ihnen stets dicht auf der Spur.

Alyces Geschichte beginnt in einem kleinen Dorf außerhalb Londons, wo sie gemeinsam mit ihrer Mutter lebt. Von dort aus verschlägt es sie von einem düsteren Ort zum nächsten. Die gesamte Szenerie wirkt trist, schmutzig und ist den damaligen Verhältnissen angepasst. Auch sprachlich schlägt sich die Epoche deutlich nieder, sodass einige Sätze archaisch anmuten, sich ungewohnt lesen lassen und beim ersten Überfliegen doch etwas hölzern wirken.

In London begegnet Alyce schließlich Solomon, dessen Mutter ebenfalls eine Hexe ist. Gemeinsam tauchen die beiden unter und versuchen ihren Häschern zu entkommen, wobei es immer wieder zu brenzligen Situationen kommt, in denen sie beinahe entdeckt werden. Auch die im Klappentext bereits erwähnten Königinnen haben ihren Auftritt, allerdings wird erst gegen Ende aufgeklärt, wieso beide solch ein außergewöhnliches Interesse an einem einfachen Mädchen wie Alyce hegen. Hier müsst ihr euch beim Lesen also ganz schön in Geduld üben 😉

Etwas zu kurz gekommen ist mir insgesamt die Magie an sich. Sie geht in der allgemeinen Unruhe und der Unstetigkeit durch Alyces Flucht etwas verloren. Immer wieder werden zwar Hexen und ihre Kunst erwähnt, doch findet vieles im Verlauf der Handlung keine praktische Anwendung. Alyce selbst führt keinen einzigen Zauberspruch aus, obwohl sie ihre Nase immer wieder in ein Zauberbuch steckt, und auch insgesamt haben der untermauernde Hintergrund der Hexerei sowie die Grundsubstanz gefehlt.

Auch die Handlungsschauplätze sind begrenzt und nach der Lektüre muss ich leider sagen, dass mich  „Witchborn - Königin der Düsternis“ auch inhaltlich nicht völlig hat mitfiebern lassen. Die Erzählung tritt leider des Öfteren auf der Stelle, es fehlten mir doch ein paar essenzielle Erklärungen an den richtigen Stellen und grundlegende Ideen der Story erschienen mir zu substanzlos. Das historische Setting passt gut zur Grundidee und unterstreicht das oftmals düstere Setting der Erzählung. Dennoch wollte der Funke bei mir nicht richtig zünden, sodass meine Erwartungen insgesamt doch eher enttäuscht worden sind.

Bewertung: 2,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal • https://prettytigerbuch.blogspot.de • https://www.facebook.com/prettytigerbuch/

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169 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Bernsteinstaub

Mechthild Gläser
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783785588604
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eindruck:

Die Bücher von Mechthild Gläser machen mich schon eine ganze Weile lang neugierig, sodass ich auch auf ihre neuestes Jugendbuch aus dem Fantasy-Bereich schon lange vor dem Erscheinen sehr gespannt war. Mir ist „Bernsteinstaub“ bei den Neuerscheinungen direkt ins Auge gefallen und ich bin froh, dass sich die liebevolle Gestaltung nicht nur auf dem Schutzumschlag, sondern auch am Beginn der einzelnen Kapitel und Abschnitte in kleinen Illustrationen niederschlägt.
Ophelias Geschichte beginnt mit dem geheimnisvollen, grauen Staub, der sie plötzlich in ganz Berlin zu verfolgen scheint. Dieser Staub ist die Zeit selbst, die Ophelia dank einer seltenen, in ihrer Familie vererbten Begabung sehen kann. Es folgt eine turbulente Reise nach Paris, viele verwirrende Informationen, ein Treffen mit kauzigen Verwandten und eine Einladung in den sagenumwobenen Bernsteinpalast, in dem die Zeit selbst still steht.

Dort trifft Ophelia interessante Gestalten, lernt viel über ihre Gabe und schließt schließlich Freundschaft mit einem Jungen, der sie vom ersten Augenblick an fasziniert hat. Auch ihre Schwester Grete teilt Ophelias Gabe, doch ebendieser Punkt scheint die beiden immer wieder zu entzweien, sodass Grete schlussendlich doch nur eine kleine Nebenrolle in der Geschichte spielt.

Anschaulich und mit bildlicher Sprache lässt uns Mechthild Gläser gemeinsam mit Ophelia in die Welt der Zeitlosen abtauchen. Es gibt allerhand zu entdecken und die Autorin überrascht immer wieder mit charmanten Einfällen. Auch die Handlung selbst hat mir gut gefallen und den Ausgang der Geschichte habe ich lange so nicht kommen sehen, denn Mechthild Gläser versteht sich darauf, ihre Idee in ein fulminantes Finale gipfeln zu lassen, das fesselt. Ophelia erhält die Gelegenheit, sich zu beweisen, alle Stränge laufen zusammen und die letzten offenen Fragen werden beantwortet.

Mit dem Ende der Geschichte bin ich absolut zufrieden und mir hat auch der Epilog sehr gut gefallen, der einen kleinen Ausblick auf kommende Ereignisse gibt. Eine Hauptprotagonistin, die ihrem Herzen folgt, eine fesselnde Storyline, die mit den Grenzen der Zeit selbst zu spielen scheint, gepaart mit dem flüssigen Schreibstil der Autorin ergeben ein absolut lesenswertes Jugendbuch, das ich an dieser Stelle gerne weiterempfehle.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Lisa von Prettytigers Bücherregal • https://prettytigerbuch.blogspot.de • https://www.facebook.com/prettytigerbuch/

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577 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 202 Rezensionen

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eindruck:


Tracy Bangharts neuestes Buch ist in einer fiktiven Welt angesiedelt, in der Frauen lediglich die Rolle als Hausfrau und Mutter zugedacht ist. Als schwaches Geschlecht sind sie den Männern unebenbürtig. Lesen und Schreiben ist ihnen strengstens verboten. Sie lernen schweigsam, demütig und gehorsam zu sein. Serina hat diese Prinzipien vollkommen verinnerlicht - ihre jüngere Schwester Nomi hingegen vermisst die Freiheit, eigene Entscheidungen treffen zu können.

In ihrer Verschiedenheit sind die beiden Schwestern durchaus interessante Charaktere und besonders auf den Part der rebellischen Nomi war ich gespannt. Leider spielt der charakterliche Konflikt zwischen Serina und Nomi kaum eine Rolle, denn ihre Wege trennen sich nach nur wenigen Kapiteln. Die Charakterentwicklung der Schwestern ist im Verlauf der Handlung dann auch teilweise etwas unglücklich. Zeigt Serina noch eine halbwegs nachvollziehbare Entwicklung, so hat sich besonders Nomi Schritt für Schritt das vormals noch verhasste Wesen ihrer älteren Schwester angeeignet.
 
Inhaltlich verläuft die Geschichte nach anfänglichen Überraschungen doch sehr geradlinig und konnte kaum mit Plot Twists aufwarten. Besonders im Mittelteil ist die Handlung vorhersehbar. Es ist zwar durchaus unterhaltend, beide Schwestern auf ihrer Reise zu begleiten, dennoch verlässt die Autorin nur selten ausgetretene Pfade. So fehlt der Story teilweise Tiefe, sodass ich beim Lesen nicht vollkommen gefesselt war.

Besonders bei den romantischen Verwicklungen hat mir die Raffinesse gefehlt. Sie entwickeln sich zu leicht, ohne Widerstand rutscht jedes Puzzleteil an seinen vorbestimmten Platz, sodass sie in der Gesamtheit glatt wirken. Auch an Detailreichtum mangelt es der Geschichte leider hier und dort, sodass die Kulisse trotz einiger Beschreibungen doch nicht ganz lebendig wirken wollte. Der Fokus liegt stark auf dem Vorantreiben der Handlung, sodass einige Szenen nahezu sprunghaft wirken.

Nichtsdestotrotz hat „Iron Flowers“ durchaus seine Eigenheiten, lässt sich flüssig weglesen und es gab durchaus Szenen, die mir gut gefallen haben, sodass ich vom Lesen trotz meiner Enttäuschung nicht völlig abraten kann. Die Handlung ist stellenweise spannend und besonders das System der Unterdrückung des weiblichen Geschlechts regt doch zum Nachdenken an. Es gibt durchaus auch positive Stimmen zum Buch, die mich selbst anfangs auch sehr neugierig auf die Erzählung gemacht haben 😉

Bewertung: 2,5 von 5 Sternen
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234 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Immerwelt - Der Anfang

Gena Showalter , Tess Martin
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959672092
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Tenley wünscht sich nichts sehnlicher als das völlig langweilige Leben einer ganz normalen Siebzehnjährigen. Stattdessen sitzt sie dank ihrer Eltern im Zuchthaus Prynne fest. Denn die sind felsenfest davon überzeugt, dass Ten auf die Seite von Myriad gehört, obwohl sie ihre Entscheidung selbst treffen möchte. Nach dem Erstleben wartet auf alle Menschen ein Zweitleben, das die Erfüllung aller Träume verspricht und das sie als Geistwesen in einer der beiden verfeindeten Sphären verbringen: Troika oder Myriad.

Sollte Tenley nicht genau wie ihre Eltern bei Myriad unterschreiben, verlieren sie alles: ihr Haus, ihren Reichtum und ihr Ansehen. Aus diesem Grund schreckt Tens Vater auch nicht davor zurück, sein eigen Fleisch und Blut foltern zu lassen. Doch Tenley ist stark und ihr Wille ungebrochen. Sie widersetzt sich standhaft und schon bald hat sie das Interesse beider Sphären geweckt, denn obwohl sie es selbst nicht ahnt, könnte Ten den Kampf der Sphären entscheidend beeinflussen.

Eindruck:

Nach einem amüsanten Schriftwechsel im Prolog lernen wir Tenley kennen. Die Szenerie ist düster, trist, kalt und unwirtlich. Genau wie ihr Leben in Prynne. Jeder Tag hält neue Schmerzen für sie bereit. Ihren Eltern ist jedes Mittel recht, um ihre unbeugsame Tochter endlich zu einer richtigen Entscheidung zu zwingen. Das unbedachte junge Mädchen, das voller Hoffnung und Träume war, gibt es längst nicht mehr und die rosarote Blase ihres ehemaligen Lebens ist schon vor langer Zeit geplatzt. Tenley ist emotional abgestumpft und gibt sich nach außen hin stark, um den Wärtern der Anstalt keinen Angriffspunkt zu bieten.

Die Autorin schafft im ersten Band ihrer Reihe eine spannende Vision vom Tod. Sowohl ihre Idee mit den unterschiedlichen Sphären als auch die Vorstellung von einem Zweitleben als Geistwesen haben mich gefesselt. Denn in „Immerwelt - Der Anfang“ leben die Menschen zwei aufeinanderfolgende Leben. Ihr sogenanntes Erstleben stellt allerdings nur einen Bruchteil ihrer Lebenszeit dar, bevor sie als Geistwesen ihr Ewigleben in einer der beiden verfeindeten Sphären beginnen. Troika oder Myriad. Licht oder Dunkel. Gesetz oder Gefühl.

Beide Sphären könnten unterschiedlicher nicht sein. Dennoch konnte ich mir von keiner der beiden ein wirkliches Bild machen, da die Informationen insgesamt einfach zu oberflächlich und zeitweise abstrakt geblieben sind. Mit Zitaten am Kapitelanfang stellen die Sphären ihre Grundsätze vor, doch ein wirklich scharfer Kontrast ergibt sich dadurch nicht. Insgesamt wirkt somit vieles unausgereift und die Details rücken nicht hundertprozentig an einen passenden Platz, sodass das Gesamtbild unfertig wirkt.

Sowohl Troika, als auch Myriad machen Tenley verlockende Versprechungen, um sie für sich zu gewinnen, doch sie will sich selbst nicht festlegen, ohne alle Vor- und Nachteile gegeneinander aufgewogen zu haben. Immer wieder schwankt sie, wird wie ein Blatt im Wind hin und her geweht. Dabei hat sie ihre festen persönlichen Prinzipien, die für sie unumstößlich sind und sich nicht ganz so leicht mit den Ansichten der beiden Sphären in Einklang bringen lassen. Leider steht Tenleys innerer Konflikt permanent im Mittelpunkt und die gesamte Story ist im Grund genommen auf ihre Entscheidung ausgelegt, sodass viele Aspekte außerhalb etwas verloren gehen.

Archer und Killian sind in ihren Rollen als Agenten beide stark geprägte Persönlichkeiten, die sich absolut mit ihrer Sphäre identifizieren können. Für beide wird Tenley im Verlauf der Geschichte mehr als nur ein Job. Auch Tenleys Herz gerät in Gegenwart der Agenten ins Stolpern, doch glücklicherweise bleibt eine Dreiecksgeschichte aus, denn Ten wird schnell klar, für wen ihr Herz schlägt. Leider scheint das etwas triste Setting auch auf die romantische Beziehung abzufärben - auf große emotionale Momente wartet man also vergebens.

Trotz einiger Schwächen in der Ausführung der Idee, verbirgt sich hinter dem Auftakt der Immerwelt-Trilogie eine rasante Geschichte mit vielen interessanten Ansätzen. Nicht perfekt, mit teils unausgereiften Ausführungen und wenig Emotionen, dennoch spannungsgeladen und packend, sodass ich mich auf ein zweites Abenteuer mit Tenley im Ewigleben freue.

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen

Lisa von Prettytigers Bücherregal • https://prettytigerbuch.blogspot.de • https://www.facebook.com/prettytigerbuch/

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303 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473585205
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Lauren hat es endlich geschafft. Obwohl sich Rayne noch immer nicht für eine der verfeindeten Seiten entschieden hat, verstärkt sie dennoch die Reihen der Dunkelseelen und stellt sich somit gegen ihre eigenen Freunde. Doch allen voran Colt kann einfach nicht glauben, dass Rayne nicht mehr zu den Lichtseelen gehört. Als Seelenpartner sind die beiden untrennbar miteinander verbunden und kampflos wird Colt Rayne nicht ziehen lassen …

Doch auch Lauren hat Pläne mit Rayne, nachdem ihre Verschmelzung mit William in letzter Sekunde noch verhindert werden konnte. Noch immer lechzt sie nach Unsterblichkeit. Und so treffen sich Licht- und Dunkelseelen zu einem letzten Kampf, aus dem nur eine Seite als Sieger hervorgehen kann ... 

Mein Eindruck:


Mit „Soul Mates - Ruf der Dunkelheit“ ist vor einigen Monaten der Abschlussband der fantastischen Dilogie von Bianca Iosivoni im Ravensburger Verlag erschienen. Nach dem schockierenden Ende des ersten Bandes haben Fans der Reihe lange auf die Fortsetzung von Raynes und Colts Geschichte warten müssen, doch nun geht der Kampf zwischen Licht- und Dunkelseelen endlich weiter.

Ohne große Zusammenfassung knüpft die Autorin in „ Soul Mates - Ruf der Dunkelheit“ an den Auftaktband ihrer Dilogie an. Und obwohl inhaltlich den beiden Büchern lediglich wenige Wochen liegen, so sind doch die ersten Seiten bereits überraschend. Rayne bereitet sich an der Seite der Dunkelseelen auf einen Auftrag vor. Obwohl sie noch immer weder den Licht- noch den Dunkelseelen zugehörig ist und somit weiterhin unentschlossen, scheint es Lauren dennoch gelungen zu sein, Rayne auf ihre Seite zu ziehen. Doch Colt will und kann nicht akzeptieren, dass seine Seelenpartnerin das Lager gewechselt hat und setzt alles daran, Rayne wieder zurückzuholen.

Wie auch schon im ersten Buch sind beide durch ein Band miteinander verbunden. Sie kommunizieren ohne Worte und scheinen immer zu wissen, wie der jeweils andere gerade fühlt. Diesmal akzeptieren sie ihre Verbindung allerdings und kämpfen nicht weiter dagegen an. Doch über ihrem Glück schwebt noch immer drohend die Prophezeiung …

Auch im zweiten Band der Dilogie spielt der Kampf zwischen den Licht- und Dunkelseelen wieder eine zentrale Rolle, sodass es erneut zu spannenden, actionreichen sowie dramatischen Szenen kommt. Zusammen mit dem flüssigen Schreibstil der Autorin absolut süchtig machend! Leider ist mir die zentrale Handlung insgesamt etwas zu dünn gewesen. Besonders auf der Grundlage der allseits präsenten Prophezeiung hätte noch etwas mehr Substanz aufgebaut werden können. So gibt es leider insgesamt nur wenig neue Informationen über die Licht- und Dunkelseelen aber auch über die Nebelseelen. 

Für mich gab es auch immer wieder Stellen, an denen mir eine tiefergehende Erklärung gefehlt hat. Das schließt leider auch das Ende der Geschichte ein, das mich ebenfalls nicht hundertprozentig zufriedenstellen konnte.

Überzeugen konnte mich Bianca Iosivoni allerdings mit der liebevoll ausgebauten Beziehung zwischen Rayne und Colt. Beide harmonieren gut miteinander, fügen sich aber auch passend ins Zusammenspiel mit den Nebenfiguren ein. Alles in allem ist „ Soul Mates - Ruf der Dunkelheit“ ein gelungener Abschlussband für die Dilogie. In ein paar Punkten hätte es durchaus noch Luft nach oben gegeben und im direkten Vergleich hat mich „ Soul Mates - Flüstern des Lichts“ doch mehr überzeugen können. Eine solide Fortsetzung, der für mich allerdings das gewisse Etwas gefehlt hat.

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen
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2.107 Bibliotheken, 82 Leser, 0 Gruppen, 406 Rezensionen

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mein Eindruck:

Bereits seit der Again-Reihe bin ich ein absoluter Fan von Mona Kastens Romanen und habe ihrer Neuerscheinung „Save Me“ lange entgegengefiebert. Das Buch ist Ende Februar im LYX Verlag erschienen und seit letztem Monat ist auch der zweite Band „Save You“ erhältlich. Der Auftakt der neuen New Adult Trilogie ist in England am renommierten Maxton Hall College angesiedelt und im Fokus stehen die unscheinbare Ruby und der arrogante James. Im Vorfeld habe ich bereits ein paar kritische Stimmen gehört, nichtsdestotrotz wollte ich Monaten Kastens neuestes Werk natürlich auch selbst kennenlernen. Bereits an der Buchmesse auf der LYX Lounge Party hat die Autorin aus „Save Me“ gelesen und nach diesem Appetithäppchen habe ich mich nur umso mehr auf das Buch gefreut.

Direkt im ersten Kapitel lernen wir Ruby Bell kennen, die ihr Leben klar strukturiert und nach einem festen Plan lebt. Seit sie denken kann wünscht sie sich nichts sehnlicher, als eines Tages an der Oxford University zu studieren und sie hat hart für ihren Traum gearbeitet. James Beaufort hingegen ist das komplette Gegenteil von Ruby. Er ist arrogant, überheblich und das Geld seiner Familie hat ihm bisher noch jeden Weg geebnet. Beide stammen aus völlig unterschiedlichen Welten und doch bringt der Zufall sie zusammen, als Ruby etwas beobachtet, das nicht für ihre Augen bestimmt war.

Mit Ruby als Hauptcharakter konnte ich mich gut identifizieren - auch ich organisiere gerne und liebe meine selbstgeschriebenen To-Do-Listen. James hingegen ist ein arroganter Mistkerl und ich kann nachvollziehen, weshalb sich Ruby bisher von ihm und seinen Freunden ferngehalten hat. Erst nach und nach gestattet er Ruby einen Blick hinter seine Fassade und es gelingt James, auch bei mir ein paar Pluspunkte zu sammeln. In ihm steckt doch mehr, als man auf den ersten Blick erkennt, doch sein Vater hält ihn klein und die Verantwortung des Familienerbes lasten schwer auf seinen Schultern. 

Stets an James Seite sind seine Freunde, die ebenfalls aus angesehenen Familien stammen. Sie alle sind charakteristisch, lediglich ihre ausgefallenen Namen haben mich zu Beginn des Öfteren stutzen lassen. Allzu viel Raum nehmen sie im ersten Band allerdings nicht ein und vieles bleibt doch eher oberflächlich. Auch die Handlung an sich ist doch relativ dünn, sodass mir hin und wieder ein paar packende Szenen gefehlt haben. Oftmals plätschern die Kapitel nur vor sich hin, wobei hauptsächlich das Gefühlsleben der Protagonisten reflektiert wird. 

Insgesamt hat Mona Kasten mit „Save Me“ dennoch einen vielversprechenden Auftakt geliefert, der besonders gegen Ende noch einmal richtig an Tempo zulegt und mit einem fiesen Cliffhanger abschließt. Ich werde auch den zweiten Teil der Maxton Hall Reihe definitiv lesen und ich bin gespannt, ob es eine gemeinsame Zukunft für Ruby und James gibt.

Bewertung: 4 von 5 Sternen
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257 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

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Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

Rezension:

Mein Eindruck:


Schon auf den ersten Seiten steigen wir wieder voll ins Geschehen ein und begleiten Mia parallel auf zwei unterschiedlichen Aufträgen. Einer davon liegt einige Monate in der Vergangenheit, wohingegen der andere im Hier und Jetzt des Buchs stattfindet. Als Klinge wird Mia regelmäßig zu Morden beauftragt und die blutige Routine ist ihr zur Gewohnheit geworden. Bereits in den ersten Kapiteln badet sie in Blut - und nein, damit ist nicht Adonais Blutbad gemeint. Im Vergleich zum ersten Band wirkt Mia erwachsener und sie nimmt ihr grausiges Handwerk durchaus ernst. Einige Szenen sind wirklich unschön zu lesen, da sie voller Gewalt und Brutalität stecken. Meiner Meinung nach häufen sich Passagen dieser Art auch noch stärker als im ersten Band. Wie gewohnt wird nichts geschönt oder blumig umschrieben, sondern exakt und detailgetreu wiedergegeben.

Im Verlauf der Geschichte gibt es auch ein Wiedersehen mit vielen aus dem ersten Band bekannten Figuren, die nun teilweise doch sehr überraschende Rollen einnehmen. Es ist auf alle Fälle spannend mitzuerleben, wie Mia mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Sei es mit Bekanntschaften aus ihrer Zeit unter dem stillen Berg oder längst verblassten Schatten aus ihrer Kindheit. Mias Aufträge verlangen ihr alles ab und ihr Können wird immer wieder auf die Probe gestellt. Dabei geht Mia allerdings nicht immer unbeschadet aus ihren Kämpfen hervor und auch ihre Pläne verlaufen quasi nie wie erwartet. Zwei Punkte, die sie glaubhaft und authentisch wirken lassen, da sie zu keiner Zeit als glänzende Heldin dargestellt wird.

Als Protagonistin entwickelt sich Mia fortlaufend weiter und offenbart neue Facetten. Obwohl sie nach außen hin hart erscheint, ihr Opfer ohne mit Wimper zu zucken tötet und den wohl größten Wortschatz an Schimpfworten in ganz Gottesgrab besitzt, hat sie sich doch ihre Menschlichkeit bewahrt. Immer wieder schleichen sich Menschen in ihr Herz, die Mia angreifbar machen. Auf diese Weise gewinnt auch die gesamte Geschichte etwas hinzu, denn diese Emotionen bilden einen gelungenen Kontrast zu den blutigen Kämpfen.

Neben Herr Freundlich gesellt sich mit Eclipse nun ein weiterer schattenhafter Begleiter an Miss Seite hinzu. Dadurch kommt es allerdings immer wieder zu äußerst amüsanten Schlagabtauschen zwischen dem Kater und der Wölfin, die beide absolut nie einer Meinung zu sein scheinen. Ich hoffe sehr, dass es im dritten Band der Reihe endlich ein paar Zusatzinformationen zum Wesen der Schattenbegleiter und zu den Dunkellin im allgemeinen geben wird.

Mit dem zweiten Band ist Jay Kristoff ein wahrer Geniestreich gelungen, der mich beinahe noch mehr gefesselt hat als sein Vorgänger. Die Einführung ist vorbei und es geht richtig zur Sache. Körperteile fliegen, Blut fließt und ich habe längst aufgehört, die Leichen zu zählen, die Mias Weg säumen. Die Storyline ist gut durchdacht und auch auf stolzen 704 Seiten weiß der Autor seine Leser brillant zu unterhalten. Ich bin schon sehr gespannt auf den Ausgang von Mias Geschichte, auch wenn ich mich wohl noch ein wenig in Geduld üben muss, da der dritte und abschließende Teil 2019 erst in Originalsprache erscheint.

Bewertung: 5 von 5 Sternen
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Auf ewig mein

Eva Völler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ONE, 23.02.2018
ISBN 9783846600580
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eindruck:

Mit “Time School - Auf ewig mein“ lässt Eva Völker das Spin-Off zu ihrer beliebten Zeitreise-Reihe in die zweite Runde gehen. Nicht nur Anna und Sebastiano befinden sich in Gefahr, die gesamte Tarnung der Zeitreise-Akademie steht kurz vor ihrer Aufdeckung. Einer der Alten spielt ein gefährliches Spiel und schickt die Zeitreisenden auf eine Reise in 80 Tagen um die Welt.
 
Bereits im ersten Kapitel ruft uns die Autorin mit erklärenden Passagen die Grundregeln des Zeitreisens wieder ins Gedächtnis. Alle wichtigen Aspekte werden aufgefrischt und mehrfach wiederholt. Bereits im ersten Band der Reihe bin ich diese Wiederholungen nach einiger Zeit leid gewesen und auch dieses Mal ist es mir nicht anders ergangen. Wieder wirkt die gesamte Geschichte sehr einfach gestrickt, doch besonders der an das Werk von Jules Vernes angelehnte Ansatz hat mir dieses Mal sehr gut gefallen.


Auf ihrer Reise sehen sich Anna und ihre Freunde immer wieder mit neuen Problemen konfrontiert, die sie zumeist aber mit wenig Aufwand überwinden, sodass sie ihre Reise fortsetzen können. Hier hätte ich mir doch an einigen Stellen etwas komplexere Probleme gewünscht. Und Protagonisten, die nicht alle Hürden mit Leichtigkeit überwinden. Dennoch konnte mich die Geschichte absolut fesseln und ich habe mitgefiebert, ob die Freunde es tatsächlich in 80 Tagen um die Welt schaffen.

Neben Anna und Sebastiano spielen auch ihre Schüler, allen voran der Wikinger Ole und die Haremsdame Fatima, wieder eine größere Rolle. Sie alle Arbeiten als Einheit zusammen, jeder Charakter ist einzigartig und trägt auf seine eigene Weise zum Gelingen der Missionen bei. Dieses Mal knistert es auch gewaltig und nicht nur Anna und Sebastiano turteln heftig herum. Im ersten Band hat mir die Klischeehaftigkeit der Nebencharaktere nicht ganz so gut gefallen, in ihrem zweiten Abenteuer haben sie sich mittlerweile besser an ihr modernes Umfeld angepasst. Zwar definieren sie sich noch immer stark über ihre Ursprungsepochen, allerdings haben vor allem Fatima und Ole im zweiten Band deutlich mehr Facetten als noch in “ Time School - Auf ewig dein“.

Ein spannendes Zeitreiseabenteur, das sich originell an der bekannten Romanvorlage von Jules Vernes entlanghangelt. Liebgewonnene Figuren, undurchschaubare Hintergründe und viele Hindernisse machen die Reise der Zeitreisenden zu einem fesselnden Leseerlebnis, das nach dem doch etwas einfach gestalteten Einstieg durchaus bei mir punkten konnte und seinem Vorgänger in nichts nachsteht.

Bewertung: 4 von 5 Sternen
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Die Legende der vier Königreiche - Vereint

Amy Tintera , Milena Schilasky
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959672085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Em ist es tatsächlich gelungen, ihre Schwester Olivia aus der Gefangenschaft zu befreien. Ein ganzes Jahr lang war sie ihren ärgsten Feinden vollkommen ausgeliefert und nun dürstet Olivia nach Rache. Für sich selbst, aber auch für all die Grausamkeiten, die ihr Volk durch das Königreich Lera erleiden musste. Doch Em setzt alles daran, den Frieden zu wahren, um Cas und sein Volk vor dem unbändigen Zorn ihrer Schwester zu schützen. Sie schmiedet Pläne und geht riskante Beziehungen ein, um Olivia zu besänftigen. Doch Olivia ist ein Pulverfass, das jederzeit hochgehen kann und Em spielt mit dem Feuer …

Eindruck:


Nachdem „Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt“ für mich vor einem halben Jahr ein absoluter Überraschungserfolg gewesen ist - wer hätte auch gedacht, dass sich hinter dem doch eher schlichten Cover eine so mitreißende Geschichte versteckt - habe ich die Fortsetzung der Trilogie von Amy Tintera voller Neugier herbeigesehnt. Obgleich es also schon ein Weilchen her ist, seit ich den Auftaktband gelesen habe, ist die Handlung nicht zuletzt durch die geschickt eingestreuten Wiederholungen der Autorin schon nach wenigen Seiten wieder präsent gewesen.

Die Ruined kehren mit Olivia und Emelina an ihrer Spitze nach Hause zurück, wohingegen das Volk von Lera und auch Cas nach dem Tod des Königspaars schockiert zurückbleibt. Doch Olivia ist mit einem einfachen Rückzug nicht einverstanden. Sie will Lera brennen sehen und ihrem Volk zu seiner wahren Größe zurück verhelfen. Dabei schreckt sie vor nichts zurück, um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Ihre Magie ist weitaus größer, als die der anderen Ruined und niemand ist vor ihrem Blutdurst sicher. Dabei handelt sie unüberlegt und grausam - ein Menschenleben scheint ihr nichts wert zu sein. Nur die Liebe und Dankbarkeit, die sie für ihre Schwester empfindet, hält sie zurück, Leras Volk bis auf den letzten Mann auszulöschen.

Em ist die Stimme der Vernunft und gemeinsam leiten die Schwestern die Geschicke ihres Volkes. Wo sich Olivia nur für den Krieg interessiert, versucht Emelina Bündnisse zu schmieden und somit die Lebensumstände der Ruined zu verbessern. Sie versteht sich auf Politik und sucht stets nach einem gewaltlosen Weg. Auch in Lera hat Cas mit seiner Familie zu kämpfen. Seine Cousine Jovita setzt alles daran, seine Autorität im Rat zu untergraben und es gelingt ihr mehr und mehr, Cas in die Defensive zu drängen. Denn auch sein Volk dürstet nach Krieg und will einen schwachen König an der Spitze nicht akzeptieren.

„Die Legende der vier Königreiche - Vereint“ präsentiert sich für mich aus diesem Grund wie ein typischer Zwischenteil. Es wird viel geredet, intrigiert und ab und an ein wenig Blut vergossen. Dennoch dreht sich die Handlung im Kreis und am Ende ist doch wieder alles wie zuvor. Neben Cas, Olivia und Em spielen auch Aren und die Kriegerin Iria eine größere Rolle. Die Szenen der beiden mochte ich besonders gerne und ich bin gespannt, wie sich ihre Beziehung im dritten Band der Reihe weiterentwickelt.

Leider hat mich die Handlung insgesamt nicht vollständig gefesselt und stellenweise waren die vielen Ränkespiele einfach zu viel. Hinzu kommt, dass mich besonders Olivia und Cas als Figuren nicht erreicht haben. Wo Cas zu wenig Rückgrat zeigt, ist Ems Schwester zu impulsiv und blutrünstig, sodass ich mit keinem von beiden wirklich warm geworden bin. Die grundlegende Idee der vier Königreiche gefällt mir nach wie vor sehr gut, allerdings hätte ich mir inhaltlich ein paar neue Ideen von der Autorin erhofft. Vielleicht waren meine Erwartungen insgesamt einfach zu hoch angesetzt, aber es ließ sich nicht vermeiden, dass ich das Buch doch etwas enttäuscht zugeklappt habe.

Amy Tintera knüpft mit „Die Legende der vier Königreiche - Vereint“ direkt an den Vorgängerband an und erzählt die Legende der vier Königreiche weiter. Wie gewohnt fließt auch im zweiten Band das Blut in Strömen. Leider sind einige Charaktere doch zu stark gezeichnet und konnten mich so nicht hundertprozentig erreichen. Auch handlungstechnisch ist der zweite Band ein typischer Zwischenteil und so liegen meine Hoffnungen beim letzten Teil der Trilogie, der im März kommenden Jahres bereits bei Harper Collins erscheint.

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen
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Rückkehr des Lichts

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.02.2018
ISBN 9783959671729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Noch immer regiert die Dunkelheit in Relhok. Die vergessene Königin Luna und der Waldläufer Fowler sind auf der Flucht vor den Häschern des Großkanzlers. Finsterirdische lauern weiterhin im Schatten und verschleppen die Unvorsichtigen in ihr Reich unter der Erde. Auch Luna und Fowler haben oftmals gekämpft, doch dieses Mal ist die Zahl der Feinde übermäßig und der Waldläufer wird schwer verletzt.

Lunas letzte Hoffnung sind die fremden Soldaten aus Lagonia, deren Weg sie zufällig kreuzen. Fowlers Leben liegt nun in ihren Händen, doch können die beiden ihnen wirklich vertrauen?

Eindruck:

„Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts“ ist der zweite und abschließende Band einer Dilogie der amerikanischen Autorin Sophie Jordan, die unter anderem durch ihre Firelight Trilogie in Deutschland bekannt geworden ist. Die Fortsetzung von Lunas und Fowlers Geschichte ist im Februar bei Harper Collins erschienen.

Die Dunkelheit hat das Land Relhok weiterhin fest im Griff und die beiden Hauptcharaktere müssen sich erneut den Gefahren der Finsternis stellen. Doch dieses Mal ist es anders, denn sie stehen sich erstmals ohne Geheimnisse gegenüber. Völlig offen liegen die Karten vor ihnen und stellen die frisch aufkeimenden Gefühle auf eine harte Probe. Können Luna und Fowler einander noch vertrauen oder wird sie ihre wahre Identität für immer entzweien? Am Hof von Lagonia müssen sie sich weiteren Herausforderungen stellen, denn der machthungrige König verfolgt ganz eigene Pläne mit seinen beiden Gästen ...

Im zweiten Band der Dilogie verändert sich die vormals schaurig düstere Kulisse und wendet sich dem Hof von Lagonia zu. Kultiviert und doch auf eine andere Weise gefährlich als die rohe Wildnis der düsteren Wälder. Luna und Fowler werden mit höfischen Intrigen konfrontiert und müssen sich nun auf dem undurchsichtigen Pflaster des Königshauses zurechtfinden. Durch den Wechsel der Szenerie ist allerdings das besondere Flair der Geschichte ein Stück weit verloren gegangen. Die vornehmen Sequenzen bei Hofe haben mich doch weniger gefesselt als die brutalen Übergriffe der Finsterirdischen auf Lunas und Fowlers Reise durch die Schatten des Reiches. Der Szenenwechsel bringt neue Charaktere mit sich und birgt Herausforderungen, die vor allem Luna an ihre emotionalen Grenzen bringen.

Insgesamt präsentiert sich die Handlung wieder absolut packend und Sophie Jordan hat mich mit neuen Ideen überrascht. Atempausen werden dem Leser nur selten gegönnt und auch Luna und Fowler finden kaum eine ruhige Minute. Das Ende der Geschichte ist allerdings eine Sache für sich. Alle Probleme lösen sich innerhalb weniger Seite auf und das Buch schließt sehr knapp und einfach ab. Abrupt und doch passend, auch wenn es für meinen Geschmack auch noch ein paar Seiten mehr hätten sein dürfen, um die Dilogie noch etwas besser abzurunden.

Auch im zweiten Teil präsentiert Sophie Jordan mutige Charaktere, die vor keiner Gefahr zurückscheuen und sich nach wie vor sehr authentisch geben. Ein Settingwechsel verleiht der Geschichte noch eine zusätzliche Komponente, die Abwechslung und neue Charaktere mit sich bringt. Ein doch etwas abruptes Ende lässt Lunas und Fowlers Reise schließlich zu Ende gehen. Als Abschluss der Dilogie durchaus gelungen!

Bewertung: 4 von 5 Sternen

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Silberschwingen - Erbin des Lichts

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.02.2018
ISBN 9783522505772
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eindruck:


Bevor „Silberschwingen“ von Emily Bold als Überraschungspost aus dem Thienemann Esslinger Verlag zusammen mit einem wunderschönen Silberschwingen-Anhänger bei mir einziehen durfte, hatte ich schon ein paar positive Meinungen zur Geschichte gelesen. Voller Vorfreude habe ich mich also auf das Buch gestürzt und war schon nach wenigen Kapiteln vollkommen von der Welt der Silberschwingen gefangengenommen.
 
Thorn führt als Ich-Erzählerin durch die Geschichte, bevor sich später auch Kapitel aus Luciens Sicht in der dritten Person hinzugesellen. Auf den ersten Blick scheint Thorn ein ganz normales Mädchen zu sein - sportlich, freundlich und beliebt. Doch der Klappentext verrät bereits, dass Thorn ein Erbe in sich trägt, von dem sie bisher selbst nichts geahnt hat. Kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag offenbart sich ihre wahre Gestalt und plötzlich schwebt sie in Lebensgefahr.  


Thorn selbst ist eine authentische und liebenswerte Protagonistin, die von der gesamten Situation völlig überrascht wird und noch Probleme hat, die Silberschwingen und deren hierarchische Ordnung zu akzeptieren. Nicht nur einmal wünscht sie sich ihr altes, unkompliziertes Leben zurück. Dennoch gelingt es ihr besonders zum Ende hin, sich mit der Situation zu arrangieren, an den neuen Herausforderungen zu wachsen und sich auch charakterlich weiterzuentwickeln. Neben Thorn gibt es zwei wichtige männliche Protagonisten, die eine gemeinsame Vergangenheit verbindet - Riley und Lucien. 


Alle Figuren konnten mich für sich einnehmen, auch wenn ich besonders Lucien anfangs doch sehr skeptisch gegenübergestanden habe. Im Zusammenspiel mit Thorn zeigt er allerdings eine Seite an sich, die mir gut gefallen hat. Ich bin schon gespannt, wie sich die Charaktere im weiteren Verlauf der Geschichte weiterentwickeln und welche Bande sie untereinander noch knüpfen. Denn natürlich ist im ersten Band schon ein erster Anklang einer romantischen Beziehung bemerkbar. Die Anziehung zwischen Thorn und Lucien ist bereits bei ihrem ersten Aufeinandertreffen deutlich zu spüren. Doch Thorn kann und will ihre Gefühle nicht akzeptieren. Zudem spukt Riley immer wieder durch ihre Gedanken, auch wenn die beiden bisher lediglich rein freundschaftliche Gefühle verbinden. 


Der Einstieg in die Geschichte ist flüssig und schon voller Geheimnisse. Auch Emily Bolds locker leichter Schreibstil überzeugt. Gemeinsam mit Thorn erkundet der Leser die Veränderungen ihres Körpers und durchlebt ihren Schmerz, aber auch ihre Verwirrung, als sie bemerkt, dass ihr Schwingen wachsen. Dadurch wird Thorn in eine ihr völlig fremde Welt katapultiert, in der andere Gesetze und Regeln herrschen. Nach und nach kommen immer neue Informationen hinzu, die Einblick in die Welt der Silberschwingen bieten.


Auch der Plot entwickelt sich rasant und immer wieder werden neue Spannungsmomente eingeflochten. Besonders das Ende liefert ausreichend Grundlage für den nächsten Band und wirft noch einmal neue Fragen auf. Mich hat Emily Bold mit ihrer innovativen, schwungvollen Geschichte auf jeden Fall mitgenommen und ich bin schon sehr gespannt, was mich im zweiten und gleichzeitig abschließenden Teil der Reihe erwartet.

Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
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1.295 Bibliotheken, 31 Leser, 0 Gruppen, 258 Rezensionen

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Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eindruck:


Auf den Abschlussband von Laura Kneidls Dilogie, der bereits am 26. Januar erschienen ist, war ich dank des fiesen Cliffhangers am Ende von „Berühre mich. Nicht.“ besonders gespannt. Die Geschichte knüpft nahtlos an die Geschehnisse aus dem ersten Band an. Sage ist nach dem Streit mit Luca vollkommen am Boden und verkriecht sich in ein heruntergekommenes Motel, wo sie sich ihrem Elend hingibt und tagelang von der Außenwelt abkapselt. Noch immer ist sie davon überzeugt, richtig gehandelt zu haben. Luca und seine Familie sind in Sicherheit und nur das zählt, auch wenn die Trennung Sage das Herz bricht.

Auch Luca ist zutiefst verletzt, doch er geht seiner Exfreundin und einem klärenden Gespräch immer wieder aus dem Weg und sucht Ablenkung von seinem Liebeskummer. Durch seine Schwester April sind die beiden dennoch weiterhin verbunden und so kommt es schon bald zum ersten Zusammentreffen nach der Trennung …

Emotional hat mich die Geschichte absolut mitgenommen. Sage' Gefühle werden eindrücklich geschildert, sodass ich mich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen konnte. Ihre Verzweiflung nach der Drohung ihres Stiefvaters und ihre Sehnsucht nach Lucas Umarmung. Dieser hat mich im zweiten Band der Dilogie wiederum enttäuscht. Er kämpft nicht, resigniert und wirkt, als würde ihn die Trennung vollkommen kalt lassen. Luca schafft es einfach nicht, Sage nach den Gründen zu fragen, sodass ihr Geheimnis auch weiterhin zwischen ihnen steht. Wie gerne hätte ich beiden einfach einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gegeben. Doch noch immer beherrscht Alan Sage' Gedanken und kontrolliert sie durch ihre Angst.

Die Geschichten der Nebencharaktere werden ebenfalls weitergesponnen, viele Andeutungen gemacht und … dann einfach fallengelassen. Im Epilog sitzen alle vergnüglich zusammen, doch für mich hat sich das Ende unfertig und zu abrupt angefühlt. Mir sind die Figuren allesamt sehr ans Herz gewachsen und ich hätte mir einen runden Abschluss für sie alle gewünscht. So geht die Erzählung insgesamt leider zu glatt zu Ende und auch der große Showdown und das Aufeinandertreffen von Sage und Alan hat mich nicht besonders mitgenommen. Die gesamte Handlung läuft darauf hinaus, dennoch wirkt die gesamte Begegnung einfach nicht bedeutsam genug.

Insgesamt bildet „Verliere mich. Nicht.“ auf jeden Fall eine solide Fortsetzung, die den Hauptstrang der Geschichte passend zu Ende führt. Wer den ersten Band gelesen hat, sollte also unbedingt weiterlesen. Für mich persönlich wurde allerdings auf den letzten Metern unnötig Potenzial verschenkt, sodass ich das Buch nicht hundertprozentig zufrieden beiseitelegen kann.   

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
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723 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 195 Rezensionen

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Fire & Frost - Vom Eis berührt

Elly Blake , Yvonne Hergane
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 14.02.2018
ISBN 9783473401574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Ruby lebt völlig unerkannt in einem kleinen Dorf in den verschneiten Bergen Tempesiens. Jeden Tag muss sie um ihr Leben fürchten, denn sie ist eine Fireblood - eine Feindin des Reiches. Ruby ist in der Lage mit bloßen Gedanken Feuer heraufzubeschwören und damit gleichermaßen zu heilen aber auch zu verletzen. Doch ihre Tarnung währt nicht lange. Ruby wird verraten und von den Soldaten des Frostkönigs aufgespürt.

Ausgerechnet ein Frostblood macht ihr schließlich ein verlockendes Angebot: Ruby soll helfen, den König zu stürzen und eine Rebellion anzuzetteln. Im Austausch erhält sie ihre Freiheit zurück. Gemeinsam mit Arcus, einem Krieger der Frostbloods, soll Ruby in den Palast eingeschleust werden. Sie sträubt sich mit jeder Faser ihres Körpers dagegen, einem Frostblood zu trauen und dennoch fühlt sich Ruby in Arcus‘ Gegenwart lebendig und unfassbar verletzlich zugleich. Kann es wirklich funktionieren, dass zwei gegensätzliche Elemente wie Feuer und Eis Hand in Hand zusammenarbeiten?

Eindruck:


Bereits beim Durchstöbern der Neuerscheinungen im Februar bin ich auf „Fire & Frost - Vom Eis berührt“ aufmerksam geworden. Romantasy aus der Feder von Elly Blake, ein absolut verzauberndes Cover (💟) und ein Klappentext, der spannende Unterhaltung verspricht. Kein Wunder also, dass das Debut der kanadischen Autorin schon kurz nach seinem Erscheinen bei mir einziehen durfte.

Die Atmosphäre der Geschichte hat mich schon auf den ersten Seiten völlig gefangengenommen. Ruby lebt als Fireblood in Tempesien, dem Land der Frostbloods. Umgeben von Schnee und Eis setzt sie alles daran, ihre Gabe nicht völlig verlöschen zu lassen. Doch die Soldaten des unbarmherzigen Frostkönigs werden auf sie aufmerksam. Ihr Dorf wird niedergebrannt, alles was ihr lieb und teuer ist zerstört und nur Asche und Rauch bleiben von Rubys einstmaligem zuhause übrig. Sie schwört Rache und ahnt nicht, dass sich schon bald eine Chance ergibt, die ihr komplettes Leben verändern wird.

Die Idee von Feuer und Eis, die als magische Gabe im Blut einiger Menschen zirkulieren hat mich direkt angesprochen. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos und beim Zusammentreffen von Feuer und Eis erzittert die Luft förmlich. Ruby und Arcus sind dem jeweils anderen Element zugehörig, sodass ihre Beziehung zu Beginn stark unterkühlt wirkt. Beide begegnen sich mit beherrschter Distanziertheit sowie einer gehörigen Portion Misstrauen. Viele Kapitel vergehen, bevor das Eis zwischen den beiden langsam schmilzt und sie einander mehr Vertrauen schenken. Noch länger dauert es allerdings, bis ein zarter Funke zwischen ihnen spürbar ist.

Beide Charaktere sind in ihren Eigenschaften den Elementen, die sie verkörpern, nicht unähnlich. Ruby zeichnet sich durch ihr hitziges Gemüt aus, wohingegen Arcus seine Gefühle verbirgt und nach außen hin kühl und beherrscht wirkt. Starke Emotionen spielen kontinuierlich eine wichtige Rolle und der Autorin gelingt es, diese herauszuarbeiten. Auch dass die Beziehung der beiden Hauptcharaktere nicht immer ohne Probleme verläuft und sie auch am Ende des ersten Bandes eigentlich noch völlig am Anfang stehen, überzeugt.

Ruby wird im Verlauf der Geschichte immer wieder mit Gewalt konfrontiert und beweist selbst, dass sie bereit ist, gewisse Opfer zu bringen, um ihre Ziele zu erreichen. Temporeiche und ruhigere Kapitel wechseln sich ab, sodass die Handlung im Gesamtbild niemals zum Erliegen kommt und stets zu fesseln weiß. Hinter den Fire- und Frostbloods steckt eine uralte Legende. Von Göttern und ihren Geschenken. Von Neid, Missgunst und Eifersucht. Auch hier werden die Emotionen gut transportiert und der jahrhundertealte Zwiespalt der Menschen ist deutlich zu spüren. Alle Puzzleteile greifen gut durchdacht ineinander, auch wenn viele der Hintergründe nicht auf Anhieb zu durchschauen sind. Das Ende besticht ohne bösen Cliffhanger und wirft gekonnt noch einige Fragen für den zweiten Band auf.

„Fire & Frost - Vom Eis berührt“ bildet den spannenden Auftakt einer Trilogie von Elly Blake. Wie auf den letzten Seiten des ersten Bandes bereits angekündigt, wird Rubys Geschichte bereits im September fortgesetzt. „Fire & Frost - Vom Feuer geküsst“ erscheint voraussichtlich am 23.09.2018 im Ravensburger Buchverlag. Mich hat sowohl die Grundidee, als auch die gelungene Umsetzung überzeugt. Ruby und Arcus sind zwei konträre Charaktere, die ihren eigenen Weg gehen. Beide stehen für ihre Überzeugungen ein und sind als Protagonisten der Geschichte sowohl sympathisch als auch authentisch. Eine Geschichte von Feuer und Eis, mitreißend und gefühlvoll erzählt.

Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
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225 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 126 Rezensionen

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Aura - Die Gabe

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.03.2018
ISBN 9783522202411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Hannah ist 16 Jahre alt und unsterblich verknallt in Jan aus der Oberstufe. Doch er ist vergeben und scheint sie noch nicht einmal bemerkt zu haben. Zu allem Überfluss passieren Hannah in seiner Gegenwart immer die peinlichsten Ausrutscher. Dennoch scheint sie Jans Interesse geweckt zu haben, denn er taucht immer wieder in ihrer Nähe auf. 

Und als wäre das Chaos in ihrem Liebesleben nicht schon genug, bemerkt Hannah an sich selbst eine Veränderung. Mithilfe ihrer Gedanken ist sie in der Lage, Gegenstände aber auch andere Menschen zu manipulieren. Eine Begabung, die ihr große Angst macht, ihr zugleich aber auch unzählige neue Möglichkeiten eröffnet ...

Eindruck:


Seit dem 12. März 2018 steht „Aura - Die Gabe“ bereits in den Regalen und der Klappentext hat mich schon beim ersten Lesen neugierig gemacht, denn wer hat noch nicht davon geträumt, die Realität mit nur einem einzigen Gedanken beeinflussen zu können? Im ersten Band der Trilogie lernen wir die 16-jährige Hannah kennen, die auf den ersten Blick ein ganz normales Leben führt.

Als Hauptprotagonistin präsentiert sie sich oftmals sehr naiv, teils fast unbeholfen. Dabei lässt sie sich von Außenstehenden beeinflussen, da ihr oftmals schlichtweg der Mut für eigene Entscheidungen fehlt. Besonders in Jans Gegenwart gerät sie völlig ins Schwärmen und kann ihre Gedanken kaum beieinander halten. Dieser Charakterzug ist wirklich anstrengend, klärt sich aber zum Ende der Geschichte auf. Ich bin sehr gespannt, wie sich Hannah charakterlich im zweiten Band der Reihe entwickelt, denn schon auf den letzten Seiten von “Aura - Die Gabe“ wird deutlich, dass sie eine gravierende Veränderung durchgemacht hat. An das unschuldige junge Mädchen erinnert nichts mehr und ich finde diesen Einschnitt unfassbar spannend. Jan hingegen lässt sich weitaus schwieriger durchschauen. Er kann charmant und witzig sein, doch in ihm schlummert auch eine andere Seite, die ihn impulsiv, im äußersten Fall sogar aggressiv werden lässt.

Hannahs Gabe ist vielschichtig und hat viele Facetten, die sie selbst noch nicht ganz versteht. Auch die Grenzen sind noch nicht klar gesteckt, doch es wird bereits deutlich, dass Hannah ihre Begabung sowohl zum Positiven als auch zum Negativen Nutzen kann. Neben kleinen telekinetischen Befehlen ist sie in der Lage, auch Menschen bestimmte Impulse vorzugeben und ihnen sogar ihren eigenen Willen aufzuzwingen. Durch ihre Gedankenkontrolle sind andere bereit, bis zum Äußersten zu gehen.

Die Handlung entwickelt sich langsam, fast zögerlich und besonders zu Beginn fällt es Hannah sehr schwer ihre Gabe zu akzeptieren. Sie experimentiert und tastet sich vorsichtig heran, sodass sich immer wieder etwas langwierige Passagen ergeben. Das Tempo bleibt zumeist etwas gemächlich und erst im letzten Abschnitt wird ein krasser Cut gemacht und die Story gewinnt merklich an Spannung. Dabei werden noch einmal viele Fragen für den Folgeband aufgeworfen, der bereits im Juni dieses Jahres ebenfalls im Verlag Thienemann Esslinger erscheinen wird.

Besonders mit dem Ende hat mich Clara Benedict überrascht und die Vorfreude auf den zweiten Band unheimlich geschürt. Auch wenn die Handlung teils nur langsam voranschreitet und etwas auf der Stelle zu treten scheint, hat mich der Ansatz von “Aura - Die Gabe“ überzeugt. Wenn sich der zweite Band etwas düsterer präsentiert und Hannah aus ihren jugendlich naiven Phasen herauswächst, hat die Geschichte auf jeden Fall Potenzial und ich freue mich schon sehr aufs Lesen!

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Forever Again - Wie oft du auch gehst

Lauren James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 12.03.2018
ISBN 9783785583777
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Clove wächst bei ihrem Onkel Tom und dessen Frau Jen auf, ohne zu ahnen, dass sie adoptiert ist oder wer ihre leiblichen Eltern sind. Als die Bombe schließlich platzt und Clove von ihrer Adoption erfährt, hat sie unendlich viele Fragen, doch besonders die Ungewissheit nagt an ihr. Was ist mit ihren Eltern passiert? Wo sind sie heute? Oder sind sie womöglich gar nicht mehr am Leben?

Clove beginnt mit ihrer Suche und stößt schon bald auf erste Ungereimtheiten, denn die Spuren ihrer leiblichen Eltern Kate und Matthew Galloway sind über mehrere Jahrhunderte verstreut. Die ersten Hinweise auf die beiden stammen bereits aus dem Jahr 1745 - über 300 Jahre vor Cloves Geburt! Doch wie kann das möglich sein? Clove ist fest entschlossen, das Geheimnis zu lüften und begibt sich auf die spannende Reise nach ihrer eigenen Herkunft.

Eindruck:


Die Idee hinter der Zeitreisegeschichte von Lauren James hat mich schon im ersten Band begeistert. Wir haben Kate und Matthew durch verschiedene Epochen begleitet, in denen sie sich immer wieder ineinander verliebt haben. In „Forever Again - Wie oft du auch gehst“ lernen wir nun ihre Tochter Clove genauer kennen, die ihre Eltern als Hauptcharaktere der Geschichte ablöst. Auch in „Forever Again - Wie oft du auch gehst“ bleibt die Autorin ihrem erzählerischen Stil wieder treu, denn es gibt erneut Chatverläufe, Zeitungsausschnitte und E-Mails, die der Geschichte Lebendigkeit verleihen. Das wunderschöne Cover passt sich thematisch ebenfalls an den ersten Band an, sodass beide Bücher im Regal nebeneinander wirklich toll aussehen.

Im Vergleich zum ersten Band konzentriert sich die Handlung diesmal deutlich auf einen Zeitstrang, in dem Clove gerade 16 Jahre alt ist und von ihrer Adoption erfährt. Zwar werden im weiteren Verlauf auch andere Zeitebenen angesteuert, allerdings bleibt der Strang aus dem Jahr 2051 der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Geschichte. Erneut kann die Autorin mit guten Ideen punkten, allerdings wirken auch im zweiten Band einige Passagen etwas überstürzt und entwickeln sich ohne die nötige Intensität.
 
Bei mir hat Clove als Hauptakteurin auf jeden Fall gepunktet, auch wenn sie mit der Situation zunächst überfordert scheint. Aus diesem Grund handelt sie teilweise etwas unüberlegt und kopflos, doch besonders ihre innige Beziehung zu ihren Adoptiveltern hat mir gut gefallen. Denn auch wenn sie derzeit eine schwierige Phase durchmachen, halten sie doch als Familie stets zusammen. Auch Cloves einzigartige Beziehung zu Ella wird gefühlvoll beschrieben und über die gesamte Handlung hin kontinuierlich ausgebaut und vertieft. In ihrer Art miteinander umzugehen erinnern mich die beiden sehr an Cloves leibliche Eltern und es hat Spaß gemacht, ihren Weg ein Stück weit zu verfolgen.

Ich muss gestehen, dass mich der zweite Band besonders spannungstechnisch mehr überzeugen konnte, als „Forever Again - Für alle Augenblicke wir“. Die Handlung wirkt besser durchdacht, stimmig und die offenen Fragen werden endlich beantwortet. Wir erfahren viel über die Hintergründe der Zeitreisen, aber auch den Grund, wieso Matthew und Kate immer wieder durch die unterschiedlichen Epochen reisen. Der rote Faden ist deutlich erkennbar und die Absichten hinter dem Handeln der Charaktere werden ersichtlich. Für mich hat sich der Kreis geschlossen.  

„Forever Again - Wie oft du auch gehst“ bildet den Abschluss einer interessanten Zeitreise-Dilogie aus der Feder von Lauren James. Besonders die abwechslungsreiche Grundidee und die lebendige Textgestaltung konnten bei mir punkten. Inhaltlich hätte die Geschichte an einigen Stellen eindringlicher sein dürfen, nichtsdestotrotz hat mich das Gesamtpaket überzeugt. Daumen hoch und ich freue mich schon auf eure Rezensionen und Meinungen zum Buch bzw. zur Reihe 😊

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Eine Handvoll Lila

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2018
ISBN 9783734850301
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eindruck:


„Eine Handvoll Lila“ ist nach „Liebe ist wie Drachensteigen“ der zweite Roman von Ashley Herring Blake, der im Magellan Verlag erschienen ist. Das Buch erzählt die Geschichte zweier Mädchen, die einander Kraft geben und in einer schweren Zeit in ihrem Leben zueinander halten. Eine Freundschaft, die schon bald von romantischen Gefühlen bestimmt wird und immer wieder vor neuen Herausforderungen steht.

Grace ist gerade einmal 17 Jahre alt und doch lebt sie bereits das Leben einer Erwachsenen. Ihre Mutter befindet sich nicht in der Lage dazu, selbst die Verantwortung zu übernehmen. Die Rollen sind vertauscht und neben Klavierunterricht, Schule und Nebenjobs verliert sich Grace oft selbst aus den Augen. Maggie ist eine wandelnde Katastrophe und ich habe Grace für ihre Kraft bewundert, wohingegen mir ihre Mutter mit jeder Seite unsympathischer wurde. Doch Grace bleibt stets gelassen, resigniert und stellt sich selbst immer an zweite Stelle. Sie opfert sich vollkommen für ihre Mutter auf und wird dabei in eine Rolle gepresst, in der sie sich selbst nicht wohlfühlt. Nur die Musik gibt ihr Kraft und beim Klavierspielen kann sie die Welt um sich herum wenigstens für kurze Zeit ausblenden. 

Leider ist die besondere Rolle der Musik stellenweise für mich nicht spürbar gewesen. Immer wieder wird Graces Klavierspiel erwähnt, allerdings bleibt es doch eher ein Randmotiv. Viel intensiver werden die Gefühle von Grace geschildert - sei es in Bezug auf Eva, Luca oder ihre Mutter Maggie. Grace wirkt stets ein wenig zerbrochen, als würde sie sich von ihrem Leben nicht mehr allzu viel erwarten.

Erst Eva bringt wieder ein wenig Licht in ihr Leben. Vom ersten Moment an sind beide auf einer Wellenlänge und ihre heimlichen Treffen werden schnell zu einer Konstante ihrer Freundschaft. Sie geben einander Kraft, reden über alles Mögliche, ohne dabei jedoch die wirklich ernsten Themen anzusprechen. Als Eva Grace schließlich eröffnet, dass sie Mädchen mag, beginnt ihre Freundschaft sich weiterzuentwickeln. Grace beginnt sich mehr zu wünschen, doch ihre Mutter und ihr gesamtes chaotisches Leben scheinen ihr einmal mehr im Weg zu stehen.
 
Die inneren Konflikte werden von Ashley Herring Blake emotional und eindringlich geschildert. Lediglich sprachlich hat sich die Geschichte für mich zunächst etwas holprig entwickelt, bis ich mich vollkommen fallenlassen konnte. Die Figuren sind nachvollziehbar, realistisch ausgearbeitet und für mich ist keine einzige aus dem Buch wegzudenken. Eine berührende Story, die sich hauptsächlich auf emotionaler Ebene abspielt und nicht viel Nebenhandlung braucht. Ruhig und doch voller Gefühlstiefe und menschlichen Katastrophen. Die Freundschaft zwischen Grace und Eva steht alleine und ich habe die Geschichte der beiden Mädchen gerne verfolgt.

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
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(64)

88 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

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Die drei Opale - Über das tiefe Meer

Sarah Driver , Wolfram Ströle
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551553713
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Mit ihrer Geburt wurde Maus ein Teil der Jägerin. Ihre gesamte Familie lebt auf dem Handelsschiff und nach ihrer Großmutter soll Maus der nächste Captain werden. Doch die Dinge sind im Wandel. Ihr Vater verschwindet spurlos, das Meer ist aufgebrachter denn je und eine eisige Kälte hält das Land Trianukka gefangen. Als ein Fremder auftaucht und versucht, die Kontrolle auf der Jägerin an sich zu reißen, geraten Maus und ihr Bruder Sperling selbst in größte Gefahr. Maus begibt sich auf die abenteuerliche Suche nach den sagenumwobenen drei Sturmopalen, während ihre Feinde ihr bereits im Nacken sitzen …

Eindruck:


Ein weiteres spannendes Abenteuer, das eigentlich für eine etwas jüngere Zielgruppe gedacht ist. Sarah Driver erzählt in „Die drei Opale - Über das tiefe Meer“ die Geschichte von Maus, der mit gerade einmal 13 Jahren bereits das wohl größte Abenteuer ihres Lebens bevorsteht. Ihre Familie schwebt in Gefahr und nur Maus kann sie retten, indem sie sich auf die Suche nach den drei geheimnisumwobenen Sturmopalen begibt.  

Besonders gut gefallen hat mir das Kartenmaterial zu Beginn. So wird bereits auf den ersten Seiten der Landschaft von Trianukka, aber auch der Jägerin Leben eingehaucht. Danach beginnen die ersten Kapitel direkt sehr rasant und packend, als sich die Crew des Handelsschiffs einem gefährlichen Gegner gegenübersieht. Jedes einzelne Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, was die Spannung aufrechterhält und immer wieder zum Weiterlesen animiert. 

Als Ich-Erzählerin führt Maus durch das Geschehen und es gibt an ihrer Seite viele neue Wesen und fantasievolle Begriffe zu entdecken. Auch die Namen der Protagonisten sind zu Beginn doch etwas fremd und ungewohnt, was aber beim Lesen letztendlich keinerlei Probleme bereitet. Maus selbst ist eine sehr willensstarke Persönlichkeit, die vor keiner Gefahr zurückweicht. Allerdings muss sie noch lernen, was es heißt, das Wohl der Crew über ihr eigenes zu stellen. In ihrem Drang, sich zu beweisen, schlägt sie immer wieder über die Stränge, missachtet Regeln und bringt sich selbst und andere damit in Gefahr. Sperling ist das genaue Gegenteil seiner Schwester. Er ist ruhig, kränklich und traut sich selbst nicht besonders viel zu. Ich bin gespannt, wie er sich in den kommenden beiden Bänden der Trilogie noch entwickelt. 

Auch inhaltlich hat mich die Autorin mit ihren fantastischen Ideen in die Welt von Trianukka entführt. Das gesamte Buch liest sich sehr fix und ist dank der etwas vergrößerten Schrift  auf jeden Fall auch für unerfahrenere Leser geeignet. Die Altersempfehlung ab 12 Jahren finde ich passend, denn Maus sieht sich immer wieder mit Gefahren konfrontiert und muss sich nicht nur einmal in einem Kampf behaupten. Lediglich an ein paar Stellen hätte ich mir noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Einige Passagen enden sehr schnell, sodass ich mich so manches Mal über zusätzliche Details gefreut hätte. Insbesondere in Bezug auf die Macht der drei Sturmopale ist für mich noch einiges unklar. 

Für jüngere Leser ein wirklich schöner Einstieg in das Genre Fantasy. Fesselnd, atmosphärisch und erzählerisch absolut gelungen entführt Sarah Driver ihre Leser in ein magisches Abenteuer. Ich freue mich schon jetzt auf die beiden Folgebände und bin gespannt, welche Geheimnisse noch darauf warten, von Maus und ihren Freunden gelüftet zu werden.

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
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127 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Dreamkeeper. Die Akademie der Träume

Joyce Winter
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.02.2018
ISBN 9783841504999
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eindruck:


 „Dreamkeeper - Die Akademie der Träume“ bildet den Auftakt einer neuen Jugendbuch-Reihe von Joyce Winter, der mich insbesondere durch den interessanten Klappentext direkt neugierig gemacht hat. Die Welt der Träume, eine altehrwürdige Akademie und mutige Agenten, die sich jeden Tag aufs Neue den Gefahren der Traumwelt aussetzen.
 
Die Geschichte startet sehr schnell, als Allegra mitten in ihrer Klausurphase der Ruf der Akademie der Träume ereilt. Obwohl sie erst 16 Jahre alt ist, soll sie sich bereits morgen in Avignon einfinden - zwei Jahre vor dem eigentlichen Beginn ihrer Ausbildung zur Traumagentin! Doch die gesamte Traumwelt schwebt in Gefahr und alle Hoffnung ruht nun auf Allegra und ihren bisher unentdeckten Fähigkeiten.

Ein schwungvoller und gelungener Einstieg, der mich mitten in das Geschehen hinein katapultiert. Die Seiten lassen sich flüssig lesen und auch wenn die Erzählung doch mit einem recht hohen Tempo durchstartet, werden nach und nach immer wieder häppchenweise Informationen zum Traumwandern geliefert, sodass besonders der Hintergrund sehr durchdacht wirkt. Sprachlich einfach gehalten und leicht verständlich, sodass die Seiten nur so dahinfliegen.

Allegra entwickelt sich von einer anfangs etwas überforderten Jugendlichen zu einer wahren Traumagentin, als sich ihre Fähigkeiten langsam offenbaren. Sie trifft eigene Entscheidungen und findet an der Akademie der Träume wahre Freunde, mit denen sie sich mutig in ein packendes Abenteuer stürzt. Auch wenn einige knifflige Situationen zu Allegras Gunsten doch sehr einfach aufgelöst werden, sind sie dennoch packend erzählt. Immer wieder hat Allegra die Chance, sich als Heldin hervorzutun.

Besonders der letzte Abschnitt fesselt vollkommen. Es gibt viele Wendungen, offene Fragen und einen spannenden Showdown.  Eine dezente Liebesgeschichte am Rande rundet die Geschichte gelungen ab, ohne sich dabei allzu sehr in den Vordergrund zu drängen. Mit „Dreamkeeper - Die Akademie der Träume“ hat Joyce Winter ein erfrischendes Grundkonzept auf sehr gelungene Art und Weise ausgearbeitet. Es gibt viele spannende Ansätze und Rätsel, die es im zweiten Band der Reihe zu lösen gilt. Mir hat der Ausflug in die Traumwelt wirklich gut gefallen, deshalb gibt es verdiente 4 Sterne 😄

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
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(54)

126 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Cassandra - Niemand wird dir glauben

Eva Siegmund
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.11.2017
ISBN 9783570311837
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Nach dem großen Skandal um NeuroLink und deren Spitzenprodukt, den Smart-Port, steht die Sicherheit der Bürger Berlins nun an oberster Stelle. Ein Zaun zieht sich um die gesamte Stadt und Verbrecher werden nach einem neuen Gesetz bestraft, das eine Verbannung aus der sicheren Zone einschließt. Es erscheint wie ein schlechter Scherz, dass ausgerechnet Liz Karweiler, Journalistin und Rebellin bei Pandoras Wächtern die Härte des neuen Strafrechts als Erste zu spüren bekommt.

Nach dem Mord an Harald Winter, dem Leiter von NeuroLink gilt Liz durch ihre Hetzartikel als Hauptverdächtige und wird ohne ein Verfahren verbannt. Nur ihre Schwester Sophie glaubt noch an ihre Unschuld. Gemeinsam mit ihren Freunden bei Pandoras Wächtern setzt sie alle Hebel in Bewegung, um den wahren Schuldigen zu finden und gerät dabei einmal mehr ins Visier eines alten Feindes ...

Eindruck:


„Cassandra - Niemand wird dir glauben“ hat mich im vergangenen Jahr schon vollkommen überrascht, denn ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass es sich bei "Pandora - Wovon träumst du?" von Eva Siegmund tatsächlich den Auftakt einer Dilogie handelt. Umso mehr hat mich die Nachricht von der Fortsetzung natürlich gefreut.

Zwischen den beiden Büchern liegt inhaltlich ein Zeitraum von etwa zwei Jahren. Im Leben von Sophie und Liz hat sich einiges verändert und beide Mädchen scheinen im Vergleich zum ersten Teil auch charakterlich gereift. Liz ist weniger impulsiv, zieht sich immer wieder zurück und lässt dann nicht einmal ihre Schwester an sich heran. Noch immer nagen die Geschehnisse bei NeuroLink an ihr und sie verarbeitet das Erlebte durch kritische Blogbeiträge bei Pandoras Wächtern.

Neben Liz arbeiten auch Sash und Marek bei den Wächtern. Beide spielen auch dieses Mal als Nebencharaktere wieder eine kleine Rolle, allerdings ist vor allem Sash weniger eingebunden als noch im ersten Band. Dafür lernen wir eine ganze Palette neuer Protagonisten kennen, die neuen Schwung mit sich bringen. Im Gegensatz zu ihrer Schwester scheint Sophie die Erlebnisse besser verarbeitet zu haben und sie hat sich zu einem Studium an der Universität entschlossen. Sie ist aufgestanden, als Liz noch am Boden lag und hat angefangen, ihr Leben neu zu ordnen. Denn der Sandmann ist keine Bedrohung mehr für sie.

Inhaltlich hat es Eva Siegmund mit „Cassandra - Niemand wird dir glauben“ wieder geschafft, mich an ihr Buch zu fesseln. Der Plot entwickelt sich rasch und es kommt schon bald zu den ersten spannenden Verwicklungen, wobei auch die Geschehnisse aus dem ersten Band immer wieder aufgegriffen werden, um den Einstieg zu erleichtern. Liz wird aufgrund eines verhärteten Mordverdachts aus Berlin verbannt und Sophie muss in „Cassandra - Niemand wird dir glauben“ alles daran setzen, die Unschuld ihrer Schwester zu beweisen. Es ergibt sich eine nervenaufreibende Story, in deren Verlauf noch einmal einige Geheimnisse um die Eltern der Zwillinge gelüftet werden und auch ein alter Widersacher wieder eine Rolle spielt.

Das Ende des Buchs ist schockierend und regt zum Nachdenken an. Mich hat ganz besonders der Schluss überrascht und mitgenommen. Mit einer solchen Wendung hätte ich wirklich niemals gerechnet. Alles in allem hat mich Eva Siegmund erneut auf eine spannende Reise in die Zukunft mitgenommen, in der das Leben der Menschen vom technischen Fortschritt dominiert wird. Packend, flüssig geschrieben und absolut zum Mitfiebern bildet „Cassandra - Niemand wird dir glauben“ einen würdigen Nachfolgeband. Definitiv eine lesenswerte Dilogie!

Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
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153 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

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Léon & Claire

Ulrike Schweikert
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.12.2016
ISBN 9783570164273
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein Eindruck:


„Léon & Claire - Er trat aus den Schatten“ bildet den Auftakt eines Zweiteilers von Ulrike Schweikert. Mit „Léon & Claire - Er fand sie im Licht“ ist im November 2017 bereits der Folgeband erschienen, der schon auf meinem SuB darauf wartet, gelesen zu werden 😉

Im ersten Band der Reihe lernt Claire an Léons Seite die Unterwelt von Paris kennen. Durch ihn sieht sie die Schönheit, die in der Dunkelheit liegt. Umgekehrt erkennt er den Reiz, den das Licht für Claire ausmacht. Dieses Spiel zwischen hell und dunkel wird von der Autorin sehr gelungen beschrieben. Die gesamte Geschichte ist atmosphärisch und die vielen Details beflügeln die Vorstellungskraft. Auch wenn mir die Dunkelheit normalerweise nicht ganz geheuer ist, konnte auch ich mich der Szenerie nicht verwehren und war fasziniert vom kilometerlangen Tunnelsystem mitten im Herzen der Stadt Paris.

Auf der anderen Seite sorgt der Erzählstil allerdings dafür, dass die Geschichte oftmals etwas ins Melancholische abdriftet und auf der Stelle tritt. Einige Passagen wirken sehr blumig und kommen sprachlich nicht richtig auf den Punkt, sodass doch einiges ungesagt bleibt. Auch die Handlung an sich ist eher ruhig und weist kaum Spannungsspitzen auf. Immer wieder werden historische Fakten eingestreut, die den Lesefluss verlangsamen und keinerlei Bewandtnis für die Handlung haben. Zu Beginn entwickelt sich die Erzählung deshalb so langsam, dass sie zeitweise zäh wirkt und ich mir etwas Schwung gewünscht hätte.

Das Louvre und die Kunst kehren als zentrales Thema immer wieder. Besonders Léon zeigt sich von der zeitlosen Schönheit einiger Gemälde beeindruckt. Als Charakter fand ich den Jungen aus der Unterwelt faszinierend, wenn auch etwas undurchschaubar. Er verbirgt etwas vor Claire und sie ist fest entschlossen, sein Geheimnis zu lüften. Sie ist im Gegensatz zu Léon weit weniger geheimnisvoll, ein typischer Teenager, der nur zufällig mit den Katakomben von Paris in Berührung kommt und sich deren Faszination nicht mehr entziehen kann.

Für mich ist „Léon & Claire - Er trat aus den Schatten“ eine spezielle Geschichte, die hauptsächlich von ihrer Atmosphäre lebt. Die Handlung tritt leider immer wieder auf der Stelle und auch nachdem ich den ersten Band zugeklappt habe, sind noch etliche Fragen offen. Einige Rätsel sind für mich nur teilweise gelöst. Besonders in diesem Punkt hätte ich mir ein paar explizitere Aussagen gewünscht, doch viele Antworten bleiben doch recht nebulös.

Dennoch hat mich das Buch in die Katakomben entführt und trotz einiger Kritikpunkte hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich bin gespannt, wie es Léon und Claire im zweiten Band der Dilogie ergeht und erhoffe mir ein paar Ausbrüche aus der Trägheit, die etwas mehr Spannung schaffen. „Léon & Claire - Er trat aus den Schatten“ ist sicherlich kein Roman für jedermann, aber aus meiner Sicht ein Buch, dem es sich lohnt, eine Chance zu geben. Ein Auftakt im Mittelmaß. Atmosphärisch dicht, mit interessanten Aspekten aus der Kunst und faszinierenden Ausflügen in die Unterwelt von Paris.

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
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755 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 147 Rezensionen

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Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:


Seit vielen Jahren schon sind die magischen Begabungen der Spinner, Heiler, Weber und Wandler im Königreich Jeru verboten. Wer seine Gabe gebraucht wird ohne Verhandlung gerichtet. So auch Larks Mutter Meshara, die sich selbst opfert, um die Gabe ihrer einzigen Tochter geheim zu halten und deren Leben zu schützen. Mit ihrem letzten Atemzug lässt sie Lark verstummen und bindet ihr Leben an das ihres Vaters. Von nun an kann keiner ohne den anderen überleben. Stirbt einer, so stirbt auch der andere innerhalb von Sekunden.

Die letzten 15 Jahre hat Lark deshalb als Schutzgefangene auf der Burg ihres lieblosen Vaters verbracht. Erst ein drohender Krieg befreit sie aus ihrem goldenen Käfig. Und Tiras, der Sohn ebenjenes Mannes, der Larks Mutter getötet hat, zeigt ihr, dass das Leben noch so viel mehr zu bieten hat. Obwohl Lark stumm ist, scheint er sie auch ohne Worte zu verstehen und die beiden kommen sich trotz ihrer Abstammung gefährlich nahe ...

Eindruck:


Der Ansatz ist zunächst vielversprechend und das Cover ein absoluter Eyecatcher. Mit „Bird & Sword“ wagt sich Autorin Amy Harmon nun zum ersten Mal an das Genre der Fantasy heran. Doch es hat einen Grund, dass ich mir für diese Rezension etwas länger Zeit genommen habe, denn die Geschichte hat mich leider nicht so stark berührt, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte.

Schon der Einstieg ist etwas holprig und mein größter Kritikpunkt an der Erzählung ist wohl das etwas zu platte Worldbuilding. Natürlich lässt sich die Gestaltung sicherlich nicht mit einem der ausgeklügelten und namhaften Werke der High Fantasy vergleichen, aber die Länder waren für mich lediglich Namen auf dem Papier, mit denen ich rein gar nichts verbinden konnte. Zudem gibt es kaum Hintergrundinformationen zum Königreich Jeru und mein Kopfkino hat sich einfach nicht eingeschaltet.

Auch viele der einzelnen Szenen sind sehr schnell abgehandelt worden, sodass es oftmals an Tiefe mangelt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Liebesgeschichte, andere Handlungsstränge wie beispielsweise der Krieg gegen die Volgar werden immer wieder nur kurz angeschnitten, um anschließend wieder schnellstmöglich zu Lark und Tiras zurückzukehren. 

Lark und Tiras selbst haben mir als Hauptcharaktere gut gefallen. Sie harmonieren und nähern sich im Verlauf der Geschichte langsam aneinander an. Besonders Lark ist trotz ihrer Stummheit sehr stark und bestimmt, was Tiras nicht nur einmal an den Rand der Verzweiflung treibt. Dieser macht im Handlungsverlauf eine positive Entwicklung durch, als er Lark nicht mehr nur als Mittel zum Zweck betrachtet, sondern schließlich doch noch die junge Frau in ihr erkennt. Allerdings liegt insgesamt der Fokus so stark auf den beiden, dass andere Nebencharaktere nur oberflächlich beleuchtet werden. So auch Kjell, dem der nächste Band der Reihe gewidmet ist.

Ein anderer zentraler Punkt sind die magischen Gaben, die keinerlei Grenzen zu haben scheinen. Aus diesem Grund werden die Magischen verfolgt und getötet. Auch wenn die Fähigkeiten durchaus für etwas Gutes genutzt werden könnten, ist die Angst zu groß, dass einer der Magischen das normale Volk unterwirft. Doch Lark geht sehr unbedacht mit ihrer Gabe um, obwohl auf deren Ausübung der Tod steht. Sie testet ihre Fähigkeiten immer weiter aus und entgeht nur knapp ihrer Entdeckung. Sie setzt alles auf eine Karte, doch kann sie Tiras wirklich vertrauen?

Zum Ende hat es „Bird & Sword“ vor allem durch den unerwarteten Plot Twist am Ende noch auf 3 Sterne geschafft, denn der finale Kampf ist absolut spannend. Auch wenn es mir im Königreich Jeru doch an einigen durchdachten Details und Tiefe gefehlt hat, beweist Amy Harmon dennoch ihr schreiberisches Talent. Die Seiten fliegen nur so dahin, während Lark als Ich-Erzählerin fungiert. Ein vielversprechender Ansatz und gute Ideen, leider hat mich „Bird & Sword“ dennoch in einigen Punkten nicht überzeugt. Wer eine fantastisch angehauchte Liebesgeschichte mag, in der die Welt nur als Gerüst für die Romanze dient, der ist mit  Amy Harmon Erzählung sicherlich gut beraten!

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal

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(72)

144 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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FAYRA - Das Herz der Phönixtochter

Nina Blazon , Gerda Raidt
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei cbj, 09.10.2017
ISBN 9783570164938
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Erst eine Woche ist es her, seit Anna-Fee mit ihren Eltern aus ihrer gemütlichen kleinen Wohnung in das gruselige Herrenhaus gezogen ist, das ihre Mutter liebevoll Leo Mansion nennt. Und doch würde Fee am liebsten direkt ihre Koffer wieder packen, denn die Zwölfjährige ist felsenfest davon überzeugt, dass es in ihrem neuen Zuhause spukt. Als sie mit ihrer besten Freundin Nelly auf Entdeckungstour im verbotenen Park des Anwesens geht, begegnen sie einem rußbedeckten Mädchen, das vor etwas oder jemandem auf der Flucht zu sein scheint. Das Mädchen - Fayra - stammt aus einer Parallelwelt. Durch ein Feuertor muss sie wieder in ihre Welt zurück, bevor ihre Kräfte vollkommen schwinden und sie von ihren Häschern geschnappt wird. Anna-Fee und Nelly beschließen Fayra zu helfen und erleben das bisher größte Abenteuer ihres Lebens.

Mein Eindruck:


Mit „Silfur“ hat mich Nina Blazon vor ein paar Jahren davon überzeugt, dass es durchaus auch Kinderbücher gibt, die einen gewissen Reiz für ältere Leser haben. Die Abenteuer von Fabio und Tom in Island werde ich wohl nie vergessen und umso mehr habe ich mich nun auf „Fayra - Das Herz der Phönixtochter“ gefreut. Leider muss ich sagen, dass die Geschichte kaum mit „Silfur“ mithalten kann und ich das Buch doch ein kleines bisschen enttäuscht beiseitegelegt habe.
 
Das Grundgerüst ihres neuesten Romans baut die Autorin sehr solide und durchdacht auf. Wir lernen Anna-Fee und ihre Eltern kennen und begeben uns auf eine erste Entdeckungstour durch die Leo Mansion. Es dauert nicht lange, bis erste Fantasyelemente eingeflochten werden und Fee eine seltsame Beobachtung macht. Welches Geheimnis birgt das alte Herrenhaus? Fee und ihre beste Freundin Nelly begeben sich auf Spurensuche und geraten mitten in eine alte Fehde, deren Ursprünge über Jahrzehnte hinweg reichen. Sie begegnen Fayra, einer Phönixtochter und stolpern von einem spannenden Abenteuer ins Nächste.

Insgesamt ging mir dann aber doch alles etwas zu schnell. Besonders am Anfang habe ich mir ein paar Erklärungen gewünscht, doch diese folgen erst sehr spät, sodass ich mich beim Lesen zeitweise etwas verloren gefühlt habe. Das hohe Erzähltempo, die andauernde Spannung und die damit verbundene Bedrohung für die Mädchen sind für ein Kinderbuch meiner Meinung nach doch etwas zu viel. Es fehlen langsamere Passagen, in denen die Protagonisten zur Ruhe kommen und sich die gelesenen Informationen etwas setzen können. So geht es leider atemlos immer weiter und die Geschichte konnte für mich besonders was die Tiefe angeht nicht ihr gesamtes Potenzial ausschöpfen.

Anna-Fee und Nelly haben mir als Charaktere sehr gut gefallen, wohingegen ich mit Fayra nicht richtig warm geworden bin. Besonders Nelly hat sehr darunter zu leiden, dass ihr beste Freundin nun mit der Phönixtochter unter einem Dach lebt und fühlt sich mehr denn je als das fünfte Rad am Wagen. Fee hat einen deutlich besseren Draht zu Fayra, allerdings wirkt auch diese Beziehung nicht wie eine Freundschaft auf mich, die ein Leben lang überdauert. Es mag vielleicht am Altersunterschied liegen, aber Fayra verhält sich den beiden jüngeren Mädchen gegenüber nicht immer ganz fair, was ihr bei mir keine Sympathiepunkte eingebracht hat. Sie landet in einer ihr völlig fremden und unbekannten Welt und dennoch verhält sie sich oft kratzbürstig und angriffslustig, wenn ihr Fee oder Nelly helfen möchten.

Ich muss leider sagen, dass mich Nina Blazon dieses Mal mit ihrer fantastischen Geschichte nicht vollkommen erreicht hat. Erzählerisch und sprachlich absolut gelungen, doch leider harmonieren die Charaktere nicht richtig miteinander und inhaltlich fehlen der Erzählung etwas ruhigere Stellen, die die düstere und angespannte Stimmung etwas auflockern. Insgesamt schafft es die Autorin, mich zwar auf das Ende neugierig zu machen, dennoch hat mich „Fayra - Das Herz der Phönixtochter“ weniger gefesselt, wie andere ihrer Werke.

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal

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301 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

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Unsterblich - Tor der Ewigkeit

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453318151
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:


Nach dem tragischen Verlust ihrer großen Liebe dürstet es Allie mehr denn je nach Rache. Doch wieder ist ihr Sarren entkommen. Gemeinsam mit ihrem Schöpfer Kanin und ihrem Blutsbruder Jackal nimmt sie die Verfolgung auf, um dem wahnsinnigen Vampir ein für alle Mal das Handwerk zu legen. Doch die Zeit arbeitet gegen sie und ihr Widersacher scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. In Sarrens Besitz befindet sich eine mutierte Form der roten Schwindsucht, die nun auch keinen Halt mehr vor Vampiren macht. Ist das Virus erst einmal freigesetzt, würde sich die gesamte Weltbevölkerung innerhalb weniger Tage gegenseitig zerfleischen. Mehr denn je hängt das Überleben des gesamten Planeten von Allies Mission ab ...

Mein Eindruck:


Obwohl der abschließende Band der Reihe schon im Januar erschienen ist, habe ich doch recht lange gebraucht, bis ich mich endlich an die Geschichte herangewagt habe. Einerseits wollte ich natürlich wissen, wie Julie Kagawa ihre Trilogie zu Ende bringt, andererseits hatte ich auch Angst vor dem Ende. Und vor der Enttäuschung, falls dieses meine Erwartungen nicht erfüllen würde. Nachdem ich die letzten Seiten gelesen habe bin ich nun allerdings mehr als zufrieden mit dem Abschluss der Reihe. Alle losen Enden werden verknüpft und die Geschichte ist vollkommen in sich geschlossen. Zur Krönung gewährt die Autorin am Schluss einen kurzen Blick auf die Zukunft der Charaktere.
 
Doch bevor man dieses Ende erreicht, warten auf den knapp 500 Seiten des Buches noch viele spannende Kämpfe und blutige Szenen. Wie auch in den Vorgängerbänden nimmt die Autorin auch dieses Mal kein Blatt vor den Mund und wenn sich die drei Vampire einen Weg durch eine Horde Verseuchter bahnen, dann purzeln die Köpfe im Akkord. Auch Sarren scheint in diesem letzten Band in Sachen Verrücktheit noch einen draufzulegen. Er ist immer wieder für grausige Überraschungen gut und mehr als einmal stoßen Allie und ihre Begleiter auf ihrem Weg nach Eden über seine blutigen Hinterlassenschaften. Nichts für empfindliche Mägen, aber wer die ersten beiden Bände kennt, hat sich mit solchen Szenen ja schon zur Genüge vertraut machen können.

Die Handlung in diesem dritten Band verläuft ziemlich geradlinig. Zwar gibt es immer wieder Überraschungen, dennoch läuft alles unweigerlich auf das große Finale zu. Spannend bleibt es dennoch von der ersten bis zur letzten Seite. Die Reise nach Eden ist ein Mix aus trockenem, teils morbiden Humor und Wortgefechten zwischen Allie und Jackal sowie den immer wiederkehrenden Problemen durch die Verseuchten. Daneben werden auch Allisons Gefühle nach Zekes Tod immer wieder thematisiert. Der Verlust hat sie schwer getroffen und sie wandelt auf einem schmalen Grat. Immer wieder versinkt sie in Selbstzweifeln und ertappt sich dabei, Jackals Sichtweise auf die Menschen immer öfter zu akzeptieren. Ihre Menschlichkeit entgleitet ihr mehr und mehr, auch wenn Kanin ein ums andere Mal versucht, sie wieder auf den rechten Weg zu bringen.

Für mich stellt „Unsterblich - Tor der Ewigkeit“ auf alle Fälle einen würdigen Abschluss der Reihe dar. Ich mag die düstere Atmosphäre der Bücher und Julie Kagawa hat mir nach ihrer Plötzlich Fee - Reihe auf jeden Fall gezeigt, dass sie auch anders kann. Märchenhafte, harmlose oder allzu romantische Szenen wird man in ihrer Vampirreihe vergeblich suchen. Dafür liefert sie temporeiche Action, blutige Kämpfe und eine starke Protagonistin, die ihren Weg geht. Daumen hoch und meine Leseempfehlung für die gesamte Reihe 👍

Bewertung: 5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal

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