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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

blumen, magie, kinderbuch, zauberei, vogel

Der magische Blumenladen: Ein Geheimnis kommt selten allein

Gina Mayer , Joëlle Tourlonias
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.08.2016
ISBN 9783473404056
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Violet liebt den Blumenladen ihrer Tante Abigail. Immer wenn sie Zeit hat, hilft sie hier aus. Normalerweise lebt sie bei Tante June und Onkel Nick, denn ihre eigenen Eltern sind bei einem Autounfall vor vielen Jahren gestorben. Eines Tages darf Violet bei Abigail übernachten. Ausgerechnet da taucht eine geheimnisvolle Kundin, Mrs. Goodwill, im Laden auf, woraufhin Abigail stürmisch verreist. Violet beschließt kurzerhand, im Blumenladen zu bleiben und die dortigen Geheimnisse zu ergründen. Sie findet ein verzaubertes Blumenbuch, das sie mit ihren Freunden Jack und Zack genauer unter die Lupe nimmt. Stecken die Antworten zu Abigails plötzlicher Reise in dem Buch?

„Der magische Blumenladen – Ein Geheimnis kommt selten allein“ nimmt die jungen Leserinnen mit auf eine zauberhafte Reise, in der Kater übersinnliche Fähigkeiten besitzen, Blumen Zauberkräfte haben und alles möglich zu sein scheint.

Die Geschichte ist schön geschrieben und spannend erzählt. Junge Mädchen werden hier ganz auf ihre Kosten kommen. Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten und enden fast immer mit einem Cliffhanger, sodass man unbedingt weiter lesen möchte. Die Bilder der Illustratorin Tourlonias sind detailreich und so schön, dass meine kleine Schwester beim Lesen gleich mehrmals hinschauen wollte.

Das einzige Manko an der Geschichte ist die Tatsache, dass sie in England spielt. Vor allem für junge Leserinnen ab acht Jahren ist es nicht ganz einfach, Namen wie „Violet“, „Abigail“, „Miss Hedgehog“ und „Cornwall“ richtig auszusprechen, was teilweise zu Irritationen führen kann. Hier wäre es vielleicht geschickter gewesen, die Geschichte nicht zu „verenglischen“.

Nach dem ersten Band bleiben viele Fragen in der Geschichte offen, sodass man zwangsläufig sich auch die anderen Bände der Mädchenbuchreihe kaufen sollte. Der Autounfall von Violets Eltern scheint immer noch nicht aufgeklärt zu sein, das Blumenbuch verbirgt offenbar ein Geheimnis und Tante Abigail wirkt so, als wollte sie Violet noch so einiges mitteilen.

„Der magische Blumenladen – Ein Geheimnis kommt selten allein“ ist der Auftakt einer Mädchenreihe, die viel zu versprechen scheint. Lesenswert!


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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Jeder Lotos hat ein schönes Herz

Ajahn Brahm , Jochen Lehner
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.12.2015
ISBN 9783453702912
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Werk „Jeder Lotos hat ein schönes Herz“ enthält Anleitungen und Tipps zur Meditation. Der Autor Ajahn Brahm erklärt die Kunst des achtsamen Lebens, beschreibt die Wichtigkeit der Beobachtungen und erzählt von Geist und innerer Ruhe. Aufgeteilt in elf Kapiteln behandelt Brahm in seinem Werk die wichtigsten Themengebiete wie das Finden des Glücks und die Erlangung der Weisheit und beschreibt so die verschiedenen Unterbereiche und Facetten der Meditation. Brahm erklärt den Lesern, wie diese Hindernisse überwinden und ihren Geist klären können, wie sie ihre Gedanken steuern können und vor allem, wie man richtig meditiert.
Da ich in letzter Zeit immer mehr vom achtsamen  Leben und vom Meditieren gehört habe, wollte auch ich mich mal in dieses neue Themenfeld wagen. Es scheint derzeit en vogue zu sein, einen Zahn zurückzudrehen und in der schnelllebigen Gesellschaft sich auf sich selbst zu konzentrieren, die innere Mitte zu finden, in Gedankenstille zu schwelgen und überhaupt mal einfach nichts zu tun.
Dieses Nichtstun ist aber dennoch eine Wissenschaft namens Meditation und die Meditation muss erlernt werden. „Jeder Lotos hat ein schönes Herz“ ist eine gute Einleitung in die spirituelle Welt, die sich dem Ottonormalverbraucher verschließt, ich muss aber sagen, dass ich mit dieser Meditations-Anleitung nicht so recht warm geworden bin.
Brahm beschreibt die Kunst des Zu-sich-Findens und spricht dabei den Leser in der Mehrzahl direkt an. Er stellt sich aber zu keinem Punkt auf eine Stufe mit der Leserschaft, vielmehr sticht während des ganzen Lernens die Lehrer-Schüler-Beziehung in dem Buch heraus, was das Lesen etwas mühsam gestaltet. Die Sprache ist vollgepackt mit Begriffen aus der Welt der Spiritualität und wirkt zu Beginn etwas befremdlich. Brahm holt den Leser nicht dort ab, wo er steht, sondern erzählt und referiert von oben auf seinem Meditationspodest.
Wer schon einige Erfahrungen im Bereich Meditation gesammelt hat, wird in „Jeder Lotos hat ein schönes Herz“ eine interessante Lektüre mit vielen Beispielen und Ratschlägen finden. Für alle anderen empfehle ich eine leichter zu lesende Einsteigerlektüre.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Achtsamkeitstraining

Mark Williams , Danny Penman , Ulla Rahn-Huber
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.03.2015
ISBN 9783442220724
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Das Achtsamkeitstraining“ von Mark Williams und Danny Penman erklärt dem Leser die Kunst des achtsamen Lebens. Das Training beinhaltet acht Themenschwerpunkte, die so ausgelegt sind, dass man sich jede Woche auf eine Übung konzentriert. Nach den acht Wochen soll man so sich die Achtsamkeit angeeignet haben und mit ganz anderen Augen durchs Leben gehen.
Da ich mehr über das Thema des bewussten Lebens erfahren wollte, habe ich mich entschieden, das Achtsamkeitstraining auszuprobieren. Die Lektüre ist herrlich erfrischend und kurzweilig geschrieben. Mark Williams und Denny Penman sind hochrenommierte Persönlichkeiten aus den Bereichen der klinischen Psychologie und des Journalismus, sie verstehen es, den Leser für sich zu vereinnahmen und ihnen die Achtsamkeit ohne allzu viel spirituelles Gehabe näherzubringen.
Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen und die Übungen auszuprobieren, wobei ich sagen muss, dass die Ratschläge keine bahnbrechenden Sensationen beinhalten. Gehe spazieren, achte auf deine Umgebung, achte auf deine Schritte, achte auf deinen Atem – es geht um das Achten und das Bewusste und es ist bemerkenswert, dass es einen Professor-Titel braucht, um dem normalen Menschen diese leichtesten Dinge vor Augen zu führen.
Die beiliegende CD benutze ich kaum, da ich keinen CD-Player besitze, aber die meisten Übungen aus dem Buch schafft man auch ohne CD.
Ich kann nicht sagen, dass ich nach dem Training mit dem Buch ein anderer Mensch geworden wäre, aber es sind kleine Schritte, die den Weg gehen und ich habe das Gefühl, dass diese Lektüre der Schritt in die richtige Richtung darstellt.
„Das Achtsamkeitstraining“ hält, was es verspricht, denn es trainiert die…nun ja, Achtsamkeit. Ich kann das Buch weiterempfehlen.

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Mind-Blown

Matthew Santoro , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Penguin, 22.08.2016
ISBN 9783328100072
Genre: Sachbücher

Rezension:

In dem Werk „Mind-Blown: Die 362 unglaublichsten Fakten unseres Universums“ führt uns der Autor und Youtube-Star Matthew Santoro durch die unglaubliche Welt mit all ihrem Wissen und ihren Faszinationen. In kurzen Abschnitten erzählt er von allerlei verrückten Dingen, gibt einen Abriss über unglaubliche Gesetze der Welt wieder, erklärt dem Leser, wie man rund um die Welt sich verliebt und nennt merkwürdige Drogen sowie ihre Wirkung. So erfahren wir, wie man in Thailand ungehorsame Polizisten demütigt, denen ein Lapsus unterlaufen ist, (diese müssen ein Hello-Kitty-Armband tragen), wie die rumänische Währung heißt (Leu=Löwe) und warum in Japan früher Bauern sterben mussten (man wollte neue Samurai-Schwerter ausprobieren).
Die meisten dieser Fakten sind wirklich interessant und unglaublich, sodass man sich nach jedem In-die-Hand-Nehmen des Werkes ein bisschen schlauer fühlt. Der Autor spricht den Leser gelegentlich selbst an, vor allem redet er aber auch von sich und streut immer wieder kanadischen Witz in seine Fakten mit ein. Der Stil ist locker und leger gehalten, bei dieser Lektüre handelt es sich mitnichten um ein reines Wissensbuch, vielmehr gestaltet sich das Lesen als informativ und unterhaltsam zugleich.
Hier liegt allerdings auch schon mein Kritikpunkt an dem Ganzen. Teilweise geht der Informationsgehalt zugunsten Santoros literarischer Freiheit verloren, teilweise verschwimmen Realität und Fiction, sodass man nicht mehr weiß, was sich der Autor nur ausgedacht hat und welche Angaben wirklich stimmen.
Die Infos sind an einigen Stellen leider sehr knapp gehalten, wer tiefer in das Thema vordringen möchte, sollte zu weiterführender Literatur greifen.
Die Quellenangaben von einigen Facts stehen ganz hinten im Buch drin, allerdings tauchen da auch Quellen wie wikipedia oder sogar buzzfeed auf, was so einiges über das Buch an sich verrät.
Wer wirklich sich ernsthafte Bildung aneignen möchte, wir mit diesem Werk nicht bedient. Für alle, die nach Smalltalkgesprächsthemen und unnützem Wissen zum Angeben suchen, ist „Mind-Blown: Die 362 unglaublichsten Fakten unseres Universums“ genau das Richtige.

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66 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

selbstbewusst, kriminalität, erwachsen werden, familie, elternliebe

Die Mitte von allem

Anna Shinoda , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Magellan, 20.01.2015
ISBN 9783734856044
Genre: Jugendbuch

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

kinderbuch, gruseliges

Das schaurige Spital

Lemony Snicket , Klaus Weimann , Brett Helquist
Flexibler Einband: 225 Seiten
Erschienen bei cbj, 31.08.2011
ISBN 9783570222737
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Eine Reihe betrüblicher Ereignisse - Das schaurige Spital“ von Lemony Snicket ist das 8. Buch der 13-bändigen Buchreihe. In der Reihe betrüblicher Ereignisse geht es um drei Kinder Violet, Klaus und Sunny Baudelaire. Ihre Eltern sind in einem schrecklichen Feuer ums Leben gekommen und nun werden sie von einem Vormund zum nächsten geschickt. Die Kinder sind stehts auf der Flucht vor Graf Olaf, einem bösen, habgierigen Mann, der es auf das große Baudelaire- Vermögen abgesehen hat. Das Vermögen ist zurzeit noch in der Bank verwahrt, aber wenn die vierzehnjährige Violet volljährig wird, so geht das Vermögen an sie. Graf Olaf versucht mit allen fairen und allen unfairen Mitteln, das Baudelaire- Vermögen an sich zu reißen. So auch im achten Teil:
In Teil sieben werden die Kinder eines Mordes beschuldigt, den sie nicht begangen haben. Sie sind nun auf der Flucht und landen schließlich in einem Krankenhaus, wo sie sich als Freiwillige Freudenspender ausgeben. Das ist eine Organisation, die in Krankenhäusern herumläuft, Lieder singt und Luftballons verteilt. Im Krankenhaus befindet sich ein großes Archiv, wo die Kinder etwas über ihre Herkunft herausfinden wollen. Schließlich entdecken sie einen Hinweis, der darauf deutet, dass einer von der Eltern der Baudelaires eventuell noch am Leben sein könnte. Sie haben aber nicht lange Zeit über ihre Vergangenheit nachzudenken, denn Graf Olaf ist hinter ihnen her, diesmal in Verkleidung eines Krankenhausangestellten. Er will eine „Operation“ an Violet, die er gefangen hatte, durchführen, aber in Wahrheit will er ihr den Kopf auf dem Operationstisch durchtrennen. Violets 12 jähriger Klaus und das Kleinkind Sunny sind verzweilt. Können sie ihre Schwester retten?

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

kinderbuch, gruseliges, fantasy

Das düstere Dorf

Lemony Snicket , Klaus Weimann , Brett Helquist
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.03.2011
ISBN 9783570222324
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dieser Teil der Reihe handelt davon, was passiert, wenn die Baudelairewaisenkinder in ein merkwürdiges Dorf kommen. Auch hier ist ihnen Graf Olaf auf der Spur. Und dann geraten die Kinder auch noch in Gefahr, weil sie für einen Mord verdächtigt werden!

Mit viel Spannung und Humor erzählt Lemony Snicket die wunderbare und doch todtraurige Geschichte der drei Waisenkinder. Dieses Buch sollte man gelesen haben!

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die dunkle Allee

Lemony Snicket , Birgitt Kollmann , Brett Helquist
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.09.2010
ISBN 9783570221969
Genre: Kinderbuch

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61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

graf olaf, kinderbuch, waisen, hypnose, gruseliges

Die unheimliche Mühle

Lemony Snicket , Brett Helquist , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.09.2009
ISBN 9783570220863
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Und wieder einmal müssen die Baudelaire Waisen umziehen. Diesmal landen sie in einer Mühle, deren Besitzer sehr unfreundlich ist. Er lässt die Violet, Klaus und sogar die kleine Sunny sehr hart arbeiten. Doch den Kindern geht es hauptsächlich darum, dass sie in Sicherheit sind. Ihre Hauptfrage ist: Wo ist der böse Graf Olaf?
Violet wundert sich, warum Klaus sich nach einem Besuch beim Optiker so merkwürdig benimmt. Und dann sollen die Kinder abgegeben werden, nachdem sie einen Unfall verursacht haben...und zwar an einen sehr zwielichtigen Menschen...

Mit viel Spannung und Humor erzählt Lemony Snicket die wunderbare und doch todtraurige Geschichte der drei Waisenkinder. Dieses Buch sollte man gelesen haben!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

kinderbuch, hörbuch, fantasy

Die Schule des Schreckens

Lemony Snicket
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 02.03.2005
ISBN 9783898309387
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Handschuh-Kid

Julie Hunt , Newman Dale
Fester Einband
Erschienen bei Verlagshaus Jacoby & Stuart GmbH, 29.02.2016
ISBN 9783941787988
Genre: Comics

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1.918 Bibliotheken, 24 Leser, 8 Gruppen, 22 Rezensionen

fantasy, tintenwelt, cornelia funke, jugendbuch, bücher

Tintentod

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Buch: 768 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.11.2012
ISBN 9783841500144
Genre: Jugendbuch

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176 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

familie, glücksdrachenzeit, abenteuer, leben, roadtrip

Glücksdrachenzeit

Katrin Zipse
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Magellan, 21.07.2014
ISBN 9783734850042
Genre: Jugendbuch

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110 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

drogen, bahnhof, hamburg, freundschaft, jugendbuch

Echt

Christoph Scheuring
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Magellan, 19.09.2014
ISBN 9783734850011
Genre: Jugendbuch

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113 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

rezepte, freundschaft, neubeginn, kat yeh, familie

Kirschen im Schnee

Kat Yeh , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Magellan, 20.02.2015
ISBN 9783734847059
Genre: Jugendbuch

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132 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

freundschaft, tod, trauer, schweigen, familie

Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte

Crystal Chan , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 21.07.2014
ISBN 9783734847035
Genre: Jugendbuch

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

pablo neruda, kinderbuch, chile

Der Träumer

Pam Muñoz Ryan , Anne Braun , Peter Sis
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Aladin Verlag, 21.02.2014
ISBN 9783848920075
Genre: Kinderbuch

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115 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

familie, pferde, emanzipation, biographie, lehrerin

Ein ungezähmtes Leben

Jeannette Walls , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.07.2011
ISBN 9783453355620
Genre: Biografien

Rezension:



Lily Casey ist eine starke Persönlichkeit. Das zeigt sich schon in ihren frühen Jahren, als sie sich und ihre beiden jüngeren Geschwister bei einem starken Unwetter vor dem Ertrinken bewahrt. Kühn und selbstbewusst marschiert sie durchs Leben und lässt sich trotz aller Vorbehalte ihrer Eltern nicht von ihrem Traum ablenken: Sie möchte Lehrerin werden und unterrichten, sie möchte Kindern etwas beibringen und ihren Beruf zu ihrer Berufung machen. Doch es ist nicht einfach, einen eigenen Weg zu beschreiten, wenn sie sich darüber hinaus um ihre Geschwister und um den Haushalt sorgen muss. Da ihr Vater aufgrund eines Unfalls in der Kindheit körperlich eingeschränkt ist und ihre Mutter jegliche Art Anstrengung missbilligt, liegt es an Lily, dafür zu sorgen, dass die Familie auch harte Zeiten übersteht. Doch stur wie sie ist, schafft sie es dennoch, ihren Traum zu verfolgen und wird immer wieder als Hilfslehrerin angestellt, ohne eine entsprechende Qualifikation nachweisen zu können. Nach und nach bekommt sie das wilde, bunte und ungezähmte Leben in voller Stärke zu spüren, sie reist Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts durch verschiedene Städte, reitet wilde Pferde, lernt ihre erste große Liebe kennen und erfährt Rückschläge. Doch Lily steht nach jedem Sturz wieder auf und lebt weiter, getreu dem Motto ihres Vaters: »Hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten!«.

Nachdem mich die Autobiografie „Schloss aus Glass“ der Autorin Jeannette Walls absolut überzeugen konnte, stellte ich mich mit der Lektüre der Biografie ihrer Großmutter auf ein paar angenehme Lesestunden ein. Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass die Geschichte der Lily Casey mich derartig packen würde, dass ich den Roman in einem Zug durchlesen würde.

Jeannette Walls schafft es, mithilfe einer lebendigen Sprache das 20. Jahrhundert mit all seinen Vorzügen und Nachteilen zum Leben zu erwecken und Lily Caseys Leben als ein atmosphärisch dicht gepacktes Abenteuer zu erzählen. Beim Lesen konnte ich mich von Anfang an in Lilys Welt hineinversetzen und ein Leben leben, wie es aufregender nicht sein könnte.

Lily Casey ist eine bodenständige Frau mit einem sturen Kopf und einem starken Charakter. Sie weiß genau, was sie im Leben erreichen möchte und hat klare Wert- und Moralvorstellungen. Um diese ihren Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, riskiert sie mehr als einmal ihre Anstellung als Lehrerin. Ich bewundere ihre Willensstärke und ihre Zielstrebigkeit, Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen. Zugleich ist sie stets für ihre Familie da und scheut sich somit nicht, ihre jüngere Schwester zu verteidigen, als diese unehelich schwanger wird.

Lily Caseys Geschichte wird aus der Ich-Perspektive geschrieben und versetzt den Leser in Staunen und Ehrfurcht vor dem schwierigen Leben auf einer Ranch. Jeannette Walls verwebt gekonnt Wirklichkeit mit Fiktion, dem Leser ist es unmöglich, die wahren Begebenheiten von Fantasiegespinsten zu unterscheiden, doch gerade dies macht die Biografie mit Elementen eines Romans so verlockend für die Leserschaft.

Es ist nicht einfach, auf einen Bestseller hin einen Folgeroman zu schreiben, der wirklich überzeugen kann, doch Jeannette Walls hat dieses Kunststück fertig gebracht.

„Ein ungezähmtes Leben“ ist eine Geschichte, wie sie wilder und extravaganter nicht sein könnte. Lily Casey erwacht durch Walls Worte zum Leben und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise durch Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts. Eine absolute Leseempfehlung!

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122 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

partials, krieg, dystopie, krankheit, liebe

Partials - Ruinen

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.04.2015
ISBN 9783492702843
Genre: Jugendbuch

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127 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

kz, holocaust, konzentrationslager, überleben, komiker

Das Lachen und der Tod

Pieter Webeling , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blessing, 19.08.2013
ISBN 9783896674647
Genre: Romane

Rezension:

Ernst Hoffmann ist Kabarettist, Komiker – und Halbjude. Letzteres wird ihm zum Verhängnis, im Jahre 1944 wird er nach Auschwitz deportiert. Im Transportwaggon lernt er eine wunderschöne Frau namens Helena kennen, in die er sich dem Schicksal zum Trotz verliebt. Nach der Ankunft in Auschwitz trennen sich ihre Wege, doch er kann sie nicht vergessen. Der Barackenälteste Schlomo, der es gut mit ihm und den anderen Gefangenen meint, findet heraus, dass Helena noch am Leben ist. Er sorgt für den heimlichen Briefkontakt zwischen Helena und Ernst, im Gegenzug verspricht der Komiker, jeden Tag für einen Lacher in der Baracke zu sorgen. „Jeden Tag ein Lacher“ gehört schon bald zum festen Abendprogramm: am Abend versammeln sich alle Gefangenen und jemand erzählt einen Witz oder eine lustige Begebenheit. So versuchen die Menschen für einen Augenblick lang das Grauen des KZ-Alltags zu vergessen und wieder zu spüren, was es heißt, fröhlich zu sein.

Irgendwann erfährt der Lagerkommandant von Ernst Hoffmanns Talent als Komiker und bietet ihm an, in Zukunft für die Unterhaltung der SS-Leute zu sorgen. Im Gegenzug würde er besser behandelt werden und müsste nicht mehr unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Ernst lehnt zunächst ganz entschieden ab. Doch dann merkt er, dass hier nicht nur sein eigenes Wohl im Spiel steht, sondern auch das seiner großen Liebe Helena…

„Das Lachen und der Tod“ erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der grausamsten Bedingungen ausgesetzt wird und dennoch für das weiterkämpft, was andere schon längst verloren habe: für Liebe, für Hoffnung und für den Glauben, dass man der Tragödie nie das letzte Wort überlassen darf.

Während des Lesens lief mir des Öfteren ein kalter Schauer über den Rücken, einige Gewaltszenen werden allzu bildhaft beschrieben und man hat als Leser das Gefühl, für einen Moment selbst in der Baracke von Ernst zu liegen, neben Fäkalien, neben Menschen, die eher tot als lebendig sind, und neben dem Gestank nach Tod und Verwesung.

Pieter Webeling erschafft auf 300 Seiten eine bedrückende, grausame und doch mit Lachen und Hoffnung gespickte Atmosphäre, die auch nach dem Zuklappen des Buchdeckels den Leser noch lange begleitet. Die Geschichte vor dem realen Schauplatz ist unfassbar traurig, doch Ernst erlebt auch Momente der Freude, so dass der Leser das Schicksal des jungen Ernst mit sehr viel Empathie mit verfolgt.

Ernst ist in allen Facetten ein sehr beeindruckender Charakter, wobei „beeindruckt“ trotz langer Überlegung doch das falsche Wort ist. Wie beschreibt man eine Person, die in Ausschwitz lachen kann? Wie charakterisiert man jemanden, der der allgegenwärtigen Angst vor dem Tode trotzt und seiner Freundin Liebesbriefe schreibt? Ernst ist beeindruckend, ja. Er ist mutig und gibt die Hoffnung nicht auf, in all der Grausamkeit des Konzentrationslagers etwas Menschliches zu finden.

Die Komik in der Geschichte wirkt keinesfalls falsch oder gestellt, was bei so heiklen Themen durchaus passieren kann. Webeling gelingt es, ein bedrückendes Szenario mit der Liebe eines Menschen auf so plausible Art zu verbinden, dass man sich als Leser wünscht, Ernst Hoffmann gekannt zu haben. Seine Charakterstärke ist ohnegleichen, sein Humor einmalig.

Aber er ist keinesfalls die einzige Figur, die den Leser nachdenklich stimmt. Da ist da noch Schlomo, der Barackenälteste, der sich wirklich um seine Baracke kümmert, anstatt diese verkümmern zu lassen. Wie oft schon hat er Ernst ein Stück Essen zugeschoben, wie oft schon hat er auf eigene Gefahr für den Briefwechsel zwischen Ernst und Helena gesorgt. Schlomo ist ein älterer Herr, von den Gräueltaten der Nazis geprägt und dennoch in der Lage, gut zu seinen Mitmenschen zu sein.

Und was ist mit dem Lagerkommandanten? Enspricht er dem typischen deutschen Soldaten unter Hitlers Fahne, wenn es denn den „typischen Soldaten“ gab? Der Lagerkommandant hat ein gepflegtes Äußeres und ein Lächeln auf den Lippen. Ein Lächeln bei der Geburtstagsfeier seines Sohnes, das er mit viel Herzblut organisiert. Und ein Lächeln beim Durchwinken eines kleinen Jungen, den er damit direkt in die Gaskammer schickt. Er möchte Ernst und Helena helfen und ihr Leben um einiges erträglicher machen, doch was er dafür verlangt, ist ein hoher Preis, der nicht in Geld gemessen werden kann.

Pieter Webeling hat eine Geschichte erschaffen, die zeigt, wie diese auf den ersten Blick so gegensätzlichen Begriffe Lachen und Tod doch nebeneinander existieren können. Sie beeindruckt, berührt und lässt den Leser mit einem mulmigen und beklommenen Gefühl zurück. Eine klare Leseempfehlung!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Geschichten für kleine Prinzessinnen

Patricia Schröder , Heinz Janisch , Gina Ruck-Pauquèt , Milena Baisch
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 22.09.2014
ISBN 9783844515855
Genre: Kinderbuch

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347 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

glück, familie, autismus, kinderbuch, freundschaft

Das Blubbern von Glück

Barry Jonsberg , Ursula Höfker
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.09.2014
ISBN 9783570162866
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Candice Phee ist zwölf Jahre jung und lebt in einer zerrütteten Familie. Seit ihre kleine Schwester Frances Sky eines Nachts gestorben ist, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Candices Mutter ist depressiv, verschanzt sich tagein, tagaus in ihrem Bett und spricht nur selten ein Wort. Candices Vater ist ein Computerfreak und hat große Träume und Geschäftsideen, doch seit sein Bruder (seiner Meinung nach) ihm eine Idee gestohlen hat und damit reich geworden ist, fühlt sich Candices verbitterter Papa nur noch betrogen. Der reiche Onkel hingegen sieht die Sache ganz anders und würde alles dafür tun, um den Familiensegen wieder herzustellen, doch das erweist sich als äußerst schwierig. Und dann sind da in Candices Leben noch der Fisch namens Erdferkel-Fisch, der unter einer Identitäts- und Glaubenskrise leidet und ihr bester Freund Douglas, der aus einer anderen Dimension stammt. Alle sind sie unglücklich und haben etwas an ihrem Leben auszusetzen, was Candice überhaupt nicht gefällt. Und so macht sie sich daran, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen…

„Das Blubbern von Glück“ erzählt von der jungen Candice, die eines Tages in der Schule die Aufgabe erhält, einen Aufsatz über sich selbst zu schreiben. die 26 Kapitel sollen dabei Titel tragen, welche mit den 26 Buchstaben des Alphabets beginnen. Und so macht sich Candice an die Arbeit, beginnt mit A wie Aufsatz und was dabei letztlich herauskommt, ist eine wunderbare Geschichte über ein Mädchen, das alle in ihrer Umgebung dazu bringt, ein kleines bisschen mehr Glück im Leben zu sehen.

Candice Phee ist eine außergewöhnliche Protagonistin. Sie liest abends zum Einschlafen am liebsten das Wörterbuch und verinnerlicht dabei die neuen und schwierigen Wörter. Ihr Lieblingsschriftsteller ist Charles Dickens (im Übrigen ist er auch der einzige Autor, dessen Bücher sie liest). Wenn Candice mit neuen Leuten in Kontakt kommt, so braucht sie immer eine Weile, bis sie sich sicher und wohl genug fühlt, um mit dem Gegenüber zu sprechen. Bis dato greift sie auf Zettelchen zurück, auf welchen sie ihre Gedanken aufschreibt und diese so anderen Menschen mitteilt. Candice ist verschroben und irgendwie anders, das merkt der Leser schon gleich zu Beginn der Geschichte, die aus ihrer Sicht in der Ich-Form erzählt wird. Sie nimmt alles ganz wörtlich und genau und muss sich manchmal in ihren Aussagen selbst korrigieren, damit auch alles wirklich seine Richtigkeit hat. Viele Menschen halten Candice daher für autistisch, was ihrer Meinung nach aber nicht stimmt. Sie ist einfach sie selbst, und wenn das etwas anders ist, so ist das auch nicht schlimm.

Die allerbeste Eigenschaft an Candice ist, dass sie in allen Menschen nur das Beste sieht und immer und überall helfen möchte. Ihre Lehrerin, die aufgrund ihres Kullerauges gehänselt wird, versucht sie mit besonderen Geschenken aus dem Juxartikelladen aufzuheitern. Zu einer Klassenkameradin, die kein nettes Wort für Candice übrig hat, ist diese dennoch stets freundlich und hilfsbereit. Candices Art verunsichert viele Menschen, die nicht wissen, wie sie mit ihr umzugehen haben, aber Candice stört das nicht. Für sie ist jede Person ihr Freund, sie macht sich Gedanken über den Glauben ihres Goldfisches und darüber, wie ihr Freund Douglas, der aus einer anderen Dimension hergekommen ist, wieder zurückgehen kann.

Die Geschichte der jungen Dame wird so liebenswürdig erzählt, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Candice kann auf ihre eigene Art anstrengend und nervig sein, aber im Grunde möchte sie immer nur das Beste und regt sich nicht über Kleinigkeiten auf, was jeder von uns sich von ihr abschauen kann. In jedem von uns steckt wohl ein kleines bisschen von Candice und dennoch wünschen wir uns, ihr noch ähnlicher zu sein. Denn die Welt wäre ein besserer Ort, wenn alle so wären wie sie. Das hat ihr reicher Onkel mal gesagt. Und dem kann ich absolut zustimmen.

„Das Blubbern von Glück“ erzählt davon, wie Candice es schafft, zwischen den Buchstaben A-Z so viel Freude und Fröhlichkeit zu versprühen, dass im Nachhinein nicht nur jeder in ihrem Umkreis glücklicher ist, sondern auch der Leser, der nun vor Glück vor sich hin blubbert.

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mafia, schokolade, liebe, krimi, dystopie

Extradunkel

Gabrielle Zevin , Andrea Fischer
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.03.2015
ISBN 9783841421326
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Anya Balanchine ist kaum den Kinderschuhen entwachsen und plant nun ihr einzigartiges Projekt. Im Jahre 2084 plant sie in New York, wo Schokolade als illegal eingestuft wird, einen Nachtclub der besonderen Art zu eröffnen. „Dunkelkammer“ soll sie sich nennen und Schokoladengetränke offiziell als Arznei auf Rezept anbieten. Für dieses waghalsige Vorhaben schließt sie sich mit ihrem ehemaligen Erzfeind Nummer 1 zusammen: Charles Delacroix.
Doch ihr Projekt stößt nicht nur auf Zustimmung. Ihre große Liebe Win versteht nicht, warum sich Anya plötzlich mit seinem verhassten Vater abgibt und ist enttäuscht, dass ihr das Geschäft anscheinend wichtiger ist als seine Liebe zu ihr. Daraufhin wendet Win sich von Anya ab. Diese ist in der Zwischenzeit damit beschäftigt, die „Dunkelkammer“ am Laufenden zu halten. Und dann sind da noch ihre zwei alte Freunde, Theo und Yuji, die wiederauftauchen und sich ganz besondere Verhältnisse von Anyas neuem Geschäft versprechen.

„Extradunkel“ ist der dritte Band und damit der Abschluss der Trilogie rund um Anya Balanchine und ihre Welt, in der Schokolade gegen das Gesetz verstößt. Der erste Band „Bitterzart“ hat mir super gefallen, den Nachfolgeband „Edelherb“ fand ich ganz solide. Mit „Extradunkel“ findet die Reihe der Bestsellerautorin Gabrielle Zevin nun einen blassen Abschluss, der durchaus hätte mehr werden können.

Während in den ersten beiden Bänden der Mafia-Flair der Geschichte überwiegt, scheint Anya Balanchines Familie nun weitestgehend in den Hintergrund zu rücken. Vielmehr konzentriert sich der Großteil des Abschlussbandes auf Anyas Geschäft. Der Name ihres Nachtclubs, das ultimative Rezept für das ultimative Clubgetränk, die Frage, ob, wie und wo sie expandieren soll. Was einst eine spannende Geschichte in einer dystopischen Welt voller Abenteuer war, gleicht nun eher einem Protokoll über die Geschäftsführung eines Nachtclubs. „Extradunkel“ baut an mehreren Stellen stark ab.

Anya Balanchine habe ich während des Lesens als ein Kind wahrgenommen, das viel zu schnell erwachsen wurde und aus diesem Grund Aufgaben übernehmen und Entscheidungen treffen muss, für die es noch längst nicht bereit ist. So nimmt sie zum Beispiel nach dem Tod ihrer Eltern die Erziehung ihrer jüngeren Schwester Natty in die Hand, muss jedoch einsehen, dass diese sie nicht als Elternersatz willkommen heißt und ihren ganz eigenen Kopf hat.
Anya hat viel zu tun, übernimmt als 18-jähriges Mädchen schon die Geschäftsführung eines semi-legalen Nachtclubs und muss sich mit Natty und deren Liebesprobleme herumschlagen. Und als wäre das alles nicht genug, kommen auch noch ihre eigenen Beziehungskrisen hinzu. Theo kommt aus Mexiko nach New York, hilft Anya bei der „Dunkelkammer“ und kommt ihr immer näher. Nach einiger Zeit taucht auch ihr Geschäftspartner Yuji aus Japan wieder auf und bittet Anya in ganz eigener Sache um einen Gefallen. Die Charaktere haben alle eigene Sorgen und Probleme, jedoch bekommt man als Leser von jeder Figur nur blasse Merkmale präsentiert. Ich wurde beim Lesen weder mit Yuji, noch mit Anjas Familienmitgliedern warm, welche hier und da in der Geschichte auftauchen und genauso schnell wieder verschwinden. Diese scheinen fast nur mit in den Plot eingebaut worden zu sein, um die Stimmung eines düsteren Mafia-Hintergrunds aufleben zu lassen.

Die einzelnen Kapitel des Buches tragen Überschriften in vollen Sätzen, die alle in der Ich-Form formuliert sind. Das dritte Kapitel lautet somit etwa: „Ich nehme die Hilfe eines alten Freundes in Anspruch, zweifle einen Moment lang, ringe mit dem Konzept des Tanzens und küsse einen schönen Fremden“. Diese Satzstrukturen als Kapiteltitel sind zwar eine nette Idee, verraten an einigen Stellen jedoch auch schon den weiteren Inhalt der Geschichte, sodass ihr die Spannung genommen wird.

„Extradunkel“ ist der Abschluss der „Bitterzart“-Trilogie, welche schokoladensüß angefangen hat und nun in ihrem Abschluss einen bitteren Geschmack entstehen lässt. 

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What If

Rebecca Donovan
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FOREVER, 20.01.2015
ISBN 9781455533114
Genre: Romane

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julia engelmann, hörbuch, poetry slam, poetry-slam, eines tages baby

Eines Tages, Baby

Julia Engelmann , Julia Engelmann
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.07.2014
ISBN 9783844517040
Genre: Sachbücher

Rezension:

Julia Engelmann hat 2013 in Bielefeld den Poetry Slam im dortigen Uni-Hörsaal gerockt und ist nun ein Stern der Poetry-Slam-Szene. Monate nachdem ihre Performance auf Youtube gestellt wurde, schien der Engelmann-Virus sich plötzlich auszubreiten, ihr Video wurde millionenmal geklickt und die junge Dame wurde berühmt. In dem Hörbuch „Eines Tages, Baby“ kann man ihre gesprochene Version ihres gleichnamigen Hit-Textes hören ebenso wie dreizehn weitere ihrer Slam-Werke.

Engelmann studiert Psychologie, interessiert sich nebenbei aber auch sehr für die Schauspielerei, für Musik und Theater – und natürlich für den Poetry Slam. In den Texten der jungen Poetin dreht es sich oftmals um das Thema der Individualität. Sie grenzt sich gerne von dem Rest der Welt ab und betont ihre Andersartigkeit unter anderem in dem Werk „Ich kann alleine sein“ und „Stille Wasser sind attraktiv“. Julia Engelmann schreibt tiefsinnig und hat gute Ideen, um ihre Botschaft zu verpacken. Ihre Texte kann man sich oft anhören und ihre Stimme ist angenehm.

Die ersten ihrer Texte habe ich mir sehr gerne angehört, doch nach einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass sie sehr auf das Thema ihrer Individualität herumreitet. In vielen ihrer Werke verpackt sie den Begriff der Andersartigkeit unter verschiedenen Synonymen, skizziert das Bild der Gesellschaft und im Vergleich dazu das Bild von sich selbst. Je öfter ich mir ihre Texte anhöre, desto ausgelutschter finde ich ihre Selbstinszenierung. Meiner Meinung nach übertreibt es die Gute etwas mit ihrer Idee von sich selbst als Mauerblümchen, was nebenbei bemerkt so gar nicht zu ihrer sehr präsenten Darstellung ihrer eigenen Person in den Medien passen will.

Nichtsdestotrotz sind die Texte an sich toll geschrieben und voller schöner Zitate, so zum Beispiel das Gedicht „Für meine Eltern“, in dem sie ihre Dankbarkeit gegenüber der elterlichen Liebe verarbeitet.

Es ist schade, dass in dem Hörbuch kein Begleitheft mit den Texten in gedruckter Version vorhanden ist, aber dafür gibt es schließlich die Taschenbuchversion der Slamtexte Julia Engelmanns.

Fazit: Eine Sammlung netter Slamwerke, geschrieben von einer guten Poetin.

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