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175 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

familie, glücksdrachenzeit, abenteuer, leben, roadtrip

Glücksdrachenzeit

Katrin Zipse
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Magellan, 21.07.2014
ISBN 9783734850042
Genre: Jugendbuch

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134 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

zwangsstörung, liebe, freundschaft, jugendbuch, gedichte

Mit anderen Worten: ich

Tamara Ireland Stone , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.01.2016
ISBN 9783734850219
Genre: Jugendbuch

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110 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

drogen, bahnhof, hamburg, freundschaft, jugendbuch

Echt

Christoph Scheuring
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Magellan, 19.09.2014
ISBN 9783734850011
Genre: Jugendbuch

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109 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

rezepte, freundschaft, kat yeh, neubeginn, vom schein des seins

Kirschen im Schnee

Kat Yeh , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Magellan, 20.02.2015
ISBN 9783734847059
Genre: Jugendbuch

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135 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

freundschaft, tod, trauer, schweigen, familie

Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte

Crystal Chan , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 21.07.2014
ISBN 9783734847035
Genre: Jugendbuch

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

pablo neruda, kinderbuch, chile

Der Träumer

Pam Muñoz Ryan , Anne Braun , Peter Sis
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Aladin Verlag, 21.02.2014
ISBN 9783848920075
Genre: Kinderbuch

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113 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

familie, pferde, emanzipation, biographie, lehrerin

Ein ungezähmtes Leben

Jeannette Walls , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.07.2011
ISBN 9783453355620
Genre: Biografien

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Lily Casey ist eine starke Persönlichkeit. Das zeigt sich schon in ihren frühen Jahren, als sie sich und ihre beiden jüngeren Geschwister bei einem starken Unwetter vor dem Ertrinken bewahrt. Kühn und selbstbewusst marschiert sie durchs Leben und lässt sich trotz aller Vorbehalte ihrer Eltern nicht von ihrem Traum ablenken: Sie möchte Lehrerin werden und unterrichten, sie möchte Kindern etwas beibringen und ihren Beruf zu ihrer Berufung machen. Doch es ist nicht einfach, einen eigenen Weg zu beschreiten, wenn sie sich darüber hinaus um ihre Geschwister und um den Haushalt sorgen muss. Da ihr Vater aufgrund eines Unfalls in der Kindheit körperlich eingeschränkt ist und ihre Mutter jegliche Art Anstrengung missbilligt, liegt es an Lily, dafür zu sorgen, dass die Familie auch harte Zeiten übersteht. Doch stur wie sie ist, schafft sie es dennoch, ihren Traum zu verfolgen und wird immer wieder als Hilfslehrerin angestellt, ohne eine entsprechende Qualifikation nachweisen zu können. Nach und nach bekommt sie das wilde, bunte und ungezähmte Leben in voller Stärke zu spüren, sie reist Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts durch verschiedene Städte, reitet wilde Pferde, lernt ihre erste große Liebe kennen und erfährt Rückschläge. Doch Lily steht nach jedem Sturz wieder auf und lebt weiter, getreu dem Motto ihres Vaters: »Hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten!«.

Nachdem mich die Autobiografie „Schloss aus Glass“ der Autorin Jeannette Walls absolut überzeugen konnte, stellte ich mich mit der Lektüre der Biografie ihrer Großmutter auf ein paar angenehme Lesestunden ein. Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass die Geschichte der Lily Casey mich derartig packen würde, dass ich den Roman in einem Zug durchlesen würde.

Jeannette Walls schafft es, mithilfe einer lebendigen Sprache das 20. Jahrhundert mit all seinen Vorzügen und Nachteilen zum Leben zu erwecken und Lily Caseys Leben als ein atmosphärisch dicht gepacktes Abenteuer zu erzählen. Beim Lesen konnte ich mich von Anfang an in Lilys Welt hineinversetzen und ein Leben leben, wie es aufregender nicht sein könnte.

Lily Casey ist eine bodenständige Frau mit einem sturen Kopf und einem starken Charakter. Sie weiß genau, was sie im Leben erreichen möchte und hat klare Wert- und Moralvorstellungen. Um diese ihren Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, riskiert sie mehr als einmal ihre Anstellung als Lehrerin. Ich bewundere ihre Willensstärke und ihre Zielstrebigkeit, Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen. Zugleich ist sie stets für ihre Familie da und scheut sich somit nicht, ihre jüngere Schwester zu verteidigen, als diese unehelich schwanger wird.

Lily Caseys Geschichte wird aus der Ich-Perspektive geschrieben und versetzt den Leser in Staunen und Ehrfurcht vor dem schwierigen Leben auf einer Ranch. Jeannette Walls verwebt gekonnt Wirklichkeit mit Fiktion, dem Leser ist es unmöglich, die wahren Begebenheiten von Fantasiegespinsten zu unterscheiden, doch gerade dies macht die Biografie mit Elementen eines Romans so verlockend für die Leserschaft.

Es ist nicht einfach, auf einen Bestseller hin einen Folgeroman zu schreiben, der wirklich überzeugen kann, doch Jeannette Walls hat dieses Kunststück fertig gebracht.

„Ein ungezähmtes Leben“ ist eine Geschichte, wie sie wilder und extravaganter nicht sein könnte. Lily Casey erwacht durch Walls Worte zum Leben und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise durch Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts. Eine absolute Leseempfehlung!

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113 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

partials, dystopie, krieg, krankheit, liebe

Partials - Ruinen

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.04.2015
ISBN 9783492702843
Genre: Jugendbuch

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122 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

komiker, konzentrationslager, kz, ernst hoffmann, 2. weltkrieg

Das Lachen und der Tod

Pieter Webeling , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blessing, 19.08.2013
ISBN 9783896674647
Genre: Romane

Rezension:

Ernst Hoffmann ist Kabarettist, Komiker – und Halbjude. Letzteres wird ihm zum Verhängnis, im Jahre 1944 wird er nach Auschwitz deportiert. Im Transportwaggon lernt er eine wunderschöne Frau namens Helena kennen, in die er sich dem Schicksal zum Trotz verliebt. Nach der Ankunft in Auschwitz trennen sich ihre Wege, doch er kann sie nicht vergessen. Der Barackenälteste Schlomo, der es gut mit ihm und den anderen Gefangenen meint, findet heraus, dass Helena noch am Leben ist. Er sorgt für den heimlichen Briefkontakt zwischen Helena und Ernst, im Gegenzug verspricht der Komiker, jeden Tag für einen Lacher in der Baracke zu sorgen. „Jeden Tag ein Lacher“ gehört schon bald zum festen Abendprogramm: am Abend versammeln sich alle Gefangenen und jemand erzählt einen Witz oder eine lustige Begebenheit. So versuchen die Menschen für einen Augenblick lang das Grauen des KZ-Alltags zu vergessen und wieder zu spüren, was es heißt, fröhlich zu sein.

Irgendwann erfährt der Lagerkommandant von Ernst Hoffmanns Talent als Komiker und bietet ihm an, in Zukunft für die Unterhaltung der SS-Leute zu sorgen. Im Gegenzug würde er besser behandelt werden und müsste nicht mehr unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Ernst lehnt zunächst ganz entschieden ab. Doch dann merkt er, dass hier nicht nur sein eigenes Wohl im Spiel steht, sondern auch das seiner großen Liebe Helena…

„Das Lachen und der Tod“ erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der grausamsten Bedingungen ausgesetzt wird und dennoch für das weiterkämpft, was andere schon längst verloren habe: für Liebe, für Hoffnung und für den Glauben, dass man der Tragödie nie das letzte Wort überlassen darf.

Während des Lesens lief mir des Öfteren ein kalter Schauer über den Rücken, einige Gewaltszenen werden allzu bildhaft beschrieben und man hat als Leser das Gefühl, für einen Moment selbst in der Baracke von Ernst zu liegen, neben Fäkalien, neben Menschen, die eher tot als lebendig sind, und neben dem Gestank nach Tod und Verwesung.

Pieter Webeling erschafft auf 300 Seiten eine bedrückende, grausame und doch mit Lachen und Hoffnung gespickte Atmosphäre, die auch nach dem Zuklappen des Buchdeckels den Leser noch lange begleitet. Die Geschichte vor dem realen Schauplatz ist unfassbar traurig, doch Ernst erlebt auch Momente der Freude, so dass der Leser das Schicksal des jungen Ernst mit sehr viel Empathie mit verfolgt.

Ernst ist in allen Facetten ein sehr beeindruckender Charakter, wobei „beeindruckt“ trotz langer Überlegung doch das falsche Wort ist. Wie beschreibt man eine Person, die in Ausschwitz lachen kann? Wie charakterisiert man jemanden, der der allgegenwärtigen Angst vor dem Tode trotzt und seiner Freundin Liebesbriefe schreibt? Ernst ist beeindruckend, ja. Er ist mutig und gibt die Hoffnung nicht auf, in all der Grausamkeit des Konzentrationslagers etwas Menschliches zu finden.

Die Komik in der Geschichte wirkt keinesfalls falsch oder gestellt, was bei so heiklen Themen durchaus passieren kann. Webeling gelingt es, ein bedrückendes Szenario mit der Liebe eines Menschen auf so plausible Art zu verbinden, dass man sich als Leser wünscht, Ernst Hoffmann gekannt zu haben. Seine Charakterstärke ist ohnegleichen, sein Humor einmalig.

Aber er ist keinesfalls die einzige Figur, die den Leser nachdenklich stimmt. Da ist da noch Schlomo, der Barackenälteste, der sich wirklich um seine Baracke kümmert, anstatt diese verkümmern zu lassen. Wie oft schon hat er Ernst ein Stück Essen zugeschoben, wie oft schon hat er auf eigene Gefahr für den Briefwechsel zwischen Ernst und Helena gesorgt. Schlomo ist ein älterer Herr, von den Gräueltaten der Nazis geprägt und dennoch in der Lage, gut zu seinen Mitmenschen zu sein.

Und was ist mit dem Lagerkommandanten? Enspricht er dem typischen deutschen Soldaten unter Hitlers Fahne, wenn es denn den „typischen Soldaten“ gab? Der Lagerkommandant hat ein gepflegtes Äußeres und ein Lächeln auf den Lippen. Ein Lächeln bei der Geburtstagsfeier seines Sohnes, das er mit viel Herzblut organisiert. Und ein Lächeln beim Durchwinken eines kleinen Jungen, den er damit direkt in die Gaskammer schickt. Er möchte Ernst und Helena helfen und ihr Leben um einiges erträglicher machen, doch was er dafür verlangt, ist ein hoher Preis, der nicht in Geld gemessen werden kann.

Pieter Webeling hat eine Geschichte erschaffen, die zeigt, wie diese auf den ersten Blick so gegensätzlichen Begriffe Lachen und Tod doch nebeneinander existieren können. Sie beeindruckt, berührt und lässt den Leser mit einem mulmigen und beklommenen Gefühl zurück. Eine klare Leseempfehlung!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Geschichten für kleine Prinzessinnen

Patricia Schröder , Heinz Janisch , Gina Ruck-Pauquèt , Milena Baisch
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 22.09.2014
ISBN 9783844515855
Genre: Kinderbuch

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351 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

glück, familie, autismus, kinderbuch, jugendbuch

Das Blubbern von Glück

Barry Jonsberg , Ursula Höfker
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.09.2014
ISBN 9783570162866
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Candice Phee ist zwölf Jahre jung und lebt in einer zerrütteten Familie. Seit ihre kleine Schwester Frances Sky eines Nachts gestorben ist, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Candices Mutter ist depressiv, verschanzt sich tagein, tagaus in ihrem Bett und spricht nur selten ein Wort. Candices Vater ist ein Computerfreak und hat große Träume und Geschäftsideen, doch seit sein Bruder (seiner Meinung nach) ihm eine Idee gestohlen hat und damit reich geworden ist, fühlt sich Candices verbitterter Papa nur noch betrogen. Der reiche Onkel hingegen sieht die Sache ganz anders und würde alles dafür tun, um den Familiensegen wieder herzustellen, doch das erweist sich als äußerst schwierig. Und dann sind da in Candices Leben noch der Fisch namens Erdferkel-Fisch, der unter einer Identitäts- und Glaubenskrise leidet und ihr bester Freund Douglas, der aus einer anderen Dimension stammt. Alle sind sie unglücklich und haben etwas an ihrem Leben auszusetzen, was Candice überhaupt nicht gefällt. Und so macht sie sich daran, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen…

„Das Blubbern von Glück“ erzählt von der jungen Candice, die eines Tages in der Schule die Aufgabe erhält, einen Aufsatz über sich selbst zu schreiben. die 26 Kapitel sollen dabei Titel tragen, welche mit den 26 Buchstaben des Alphabets beginnen. Und so macht sich Candice an die Arbeit, beginnt mit A wie Aufsatz und was dabei letztlich herauskommt, ist eine wunderbare Geschichte über ein Mädchen, das alle in ihrer Umgebung dazu bringt, ein kleines bisschen mehr Glück im Leben zu sehen.

Candice Phee ist eine außergewöhnliche Protagonistin. Sie liest abends zum Einschlafen am liebsten das Wörterbuch und verinnerlicht dabei die neuen und schwierigen Wörter. Ihr Lieblingsschriftsteller ist Charles Dickens (im Übrigen ist er auch der einzige Autor, dessen Bücher sie liest). Wenn Candice mit neuen Leuten in Kontakt kommt, so braucht sie immer eine Weile, bis sie sich sicher und wohl genug fühlt, um mit dem Gegenüber zu sprechen. Bis dato greift sie auf Zettelchen zurück, auf welchen sie ihre Gedanken aufschreibt und diese so anderen Menschen mitteilt. Candice ist verschroben und irgendwie anders, das merkt der Leser schon gleich zu Beginn der Geschichte, die aus ihrer Sicht in der Ich-Form erzählt wird. Sie nimmt alles ganz wörtlich und genau und muss sich manchmal in ihren Aussagen selbst korrigieren, damit auch alles wirklich seine Richtigkeit hat. Viele Menschen halten Candice daher für autistisch, was ihrer Meinung nach aber nicht stimmt. Sie ist einfach sie selbst, und wenn das etwas anders ist, so ist das auch nicht schlimm.

Die allerbeste Eigenschaft an Candice ist, dass sie in allen Menschen nur das Beste sieht und immer und überall helfen möchte. Ihre Lehrerin, die aufgrund ihres Kullerauges gehänselt wird, versucht sie mit besonderen Geschenken aus dem Juxartikelladen aufzuheitern. Zu einer Klassenkameradin, die kein nettes Wort für Candice übrig hat, ist diese dennoch stets freundlich und hilfsbereit. Candices Art verunsichert viele Menschen, die nicht wissen, wie sie mit ihr umzugehen haben, aber Candice stört das nicht. Für sie ist jede Person ihr Freund, sie macht sich Gedanken über den Glauben ihres Goldfisches und darüber, wie ihr Freund Douglas, der aus einer anderen Dimension hergekommen ist, wieder zurückgehen kann.

Die Geschichte der jungen Dame wird so liebenswürdig erzählt, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Candice kann auf ihre eigene Art anstrengend und nervig sein, aber im Grunde möchte sie immer nur das Beste und regt sich nicht über Kleinigkeiten auf, was jeder von uns sich von ihr abschauen kann. In jedem von uns steckt wohl ein kleines bisschen von Candice und dennoch wünschen wir uns, ihr noch ähnlicher zu sein. Denn die Welt wäre ein besserer Ort, wenn alle so wären wie sie. Das hat ihr reicher Onkel mal gesagt. Und dem kann ich absolut zustimmen.

„Das Blubbern von Glück“ erzählt davon, wie Candice es schafft, zwischen den Buchstaben A-Z so viel Freude und Fröhlichkeit zu versprühen, dass im Nachhinein nicht nur jeder in ihrem Umkreis glücklicher ist, sondern auch der Leser, der nun vor Glück vor sich hin blubbert.

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

mafia, schokolade, liebe, krimi, dystopie

Extradunkel

Gabrielle Zevin , Andrea Fischer
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.03.2015
ISBN 9783841421326
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Anya Balanchine ist kaum den Kinderschuhen entwachsen und plant nun ihr einzigartiges Projekt. Im Jahre 2084 plant sie in New York, wo Schokolade als illegal eingestuft wird, einen Nachtclub der besonderen Art zu eröffnen. „Dunkelkammer“ soll sie sich nennen und Schokoladengetränke offiziell als Arznei auf Rezept anbieten. Für dieses waghalsige Vorhaben schließt sie sich mit ihrem ehemaligen Erzfeind Nummer 1 zusammen: Charles Delacroix.
Doch ihr Projekt stößt nicht nur auf Zustimmung. Ihre große Liebe Win versteht nicht, warum sich Anya plötzlich mit seinem verhassten Vater abgibt und ist enttäuscht, dass ihr das Geschäft anscheinend wichtiger ist als seine Liebe zu ihr. Daraufhin wendet Win sich von Anya ab. Diese ist in der Zwischenzeit damit beschäftigt, die „Dunkelkammer“ am Laufenden zu halten. Und dann sind da noch ihre zwei alte Freunde, Theo und Yuji, die wiederauftauchen und sich ganz besondere Verhältnisse von Anyas neuem Geschäft versprechen.

„Extradunkel“ ist der dritte Band und damit der Abschluss der Trilogie rund um Anya Balanchine und ihre Welt, in der Schokolade gegen das Gesetz verstößt. Der erste Band „Bitterzart“ hat mir super gefallen, den Nachfolgeband „Edelherb“ fand ich ganz solide. Mit „Extradunkel“ findet die Reihe der Bestsellerautorin Gabrielle Zevin nun einen blassen Abschluss, der durchaus hätte mehr werden können.

Während in den ersten beiden Bänden der Mafia-Flair der Geschichte überwiegt, scheint Anya Balanchines Familie nun weitestgehend in den Hintergrund zu rücken. Vielmehr konzentriert sich der Großteil des Abschlussbandes auf Anyas Geschäft. Der Name ihres Nachtclubs, das ultimative Rezept für das ultimative Clubgetränk, die Frage, ob, wie und wo sie expandieren soll. Was einst eine spannende Geschichte in einer dystopischen Welt voller Abenteuer war, gleicht nun eher einem Protokoll über die Geschäftsführung eines Nachtclubs. „Extradunkel“ baut an mehreren Stellen stark ab.

Anya Balanchine habe ich während des Lesens als ein Kind wahrgenommen, das viel zu schnell erwachsen wurde und aus diesem Grund Aufgaben übernehmen und Entscheidungen treffen muss, für die es noch längst nicht bereit ist. So nimmt sie zum Beispiel nach dem Tod ihrer Eltern die Erziehung ihrer jüngeren Schwester Natty in die Hand, muss jedoch einsehen, dass diese sie nicht als Elternersatz willkommen heißt und ihren ganz eigenen Kopf hat.
Anya hat viel zu tun, übernimmt als 18-jähriges Mädchen schon die Geschäftsführung eines semi-legalen Nachtclubs und muss sich mit Natty und deren Liebesprobleme herumschlagen. Und als wäre das alles nicht genug, kommen auch noch ihre eigenen Beziehungskrisen hinzu. Theo kommt aus Mexiko nach New York, hilft Anya bei der „Dunkelkammer“ und kommt ihr immer näher. Nach einiger Zeit taucht auch ihr Geschäftspartner Yuji aus Japan wieder auf und bittet Anya in ganz eigener Sache um einen Gefallen. Die Charaktere haben alle eigene Sorgen und Probleme, jedoch bekommt man als Leser von jeder Figur nur blasse Merkmale präsentiert. Ich wurde beim Lesen weder mit Yuji, noch mit Anjas Familienmitgliedern warm, welche hier und da in der Geschichte auftauchen und genauso schnell wieder verschwinden. Diese scheinen fast nur mit in den Plot eingebaut worden zu sein, um die Stimmung eines düsteren Mafia-Hintergrunds aufleben zu lassen.

Die einzelnen Kapitel des Buches tragen Überschriften in vollen Sätzen, die alle in der Ich-Form formuliert sind. Das dritte Kapitel lautet somit etwa: „Ich nehme die Hilfe eines alten Freundes in Anspruch, zweifle einen Moment lang, ringe mit dem Konzept des Tanzens und küsse einen schönen Fremden“. Diese Satzstrukturen als Kapiteltitel sind zwar eine nette Idee, verraten an einigen Stellen jedoch auch schon den weiteren Inhalt der Geschichte, sodass ihr die Spannung genommen wird.

„Extradunkel“ ist der Abschluss der „Bitterzart“-Trilogie, welche schokoladensüß angefangen hat und nun in ihrem Abschluss einen bitteren Geschmack entstehen lässt. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

What If

Rebecca Donovan
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FOREVER, 20.01.2015
ISBN 9781455533114
Genre: Romane

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

julia engelmann, hörbuch, poetry slam, poetry-slam, eines tages baby

Eines Tages, Baby

Julia Engelmann , Julia Engelmann
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.07.2014
ISBN 9783844517040
Genre: Sachbücher

Rezension:

Julia Engelmann hat 2013 in Bielefeld den Poetry Slam im dortigen Uni-Hörsaal gerockt und ist nun ein Stern der Poetry-Slam-Szene. Monate nachdem ihre Performance auf Youtube gestellt wurde, schien der Engelmann-Virus sich plötzlich auszubreiten, ihr Video wurde millionenmal geklickt und die junge Dame wurde berühmt. In dem Hörbuch „Eines Tages, Baby“ kann man ihre gesprochene Version ihres gleichnamigen Hit-Textes hören ebenso wie dreizehn weitere ihrer Slam-Werke.

Engelmann studiert Psychologie, interessiert sich nebenbei aber auch sehr für die Schauspielerei, für Musik und Theater – und natürlich für den Poetry Slam. In den Texten der jungen Poetin dreht es sich oftmals um das Thema der Individualität. Sie grenzt sich gerne von dem Rest der Welt ab und betont ihre Andersartigkeit unter anderem in dem Werk „Ich kann alleine sein“ und „Stille Wasser sind attraktiv“. Julia Engelmann schreibt tiefsinnig und hat gute Ideen, um ihre Botschaft zu verpacken. Ihre Texte kann man sich oft anhören und ihre Stimme ist angenehm.

Die ersten ihrer Texte habe ich mir sehr gerne angehört, doch nach einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass sie sehr auf das Thema ihrer Individualität herumreitet. In vielen ihrer Werke verpackt sie den Begriff der Andersartigkeit unter verschiedenen Synonymen, skizziert das Bild der Gesellschaft und im Vergleich dazu das Bild von sich selbst. Je öfter ich mir ihre Texte anhöre, desto ausgelutschter finde ich ihre Selbstinszenierung. Meiner Meinung nach übertreibt es die Gute etwas mit ihrer Idee von sich selbst als Mauerblümchen, was nebenbei bemerkt so gar nicht zu ihrer sehr präsenten Darstellung ihrer eigenen Person in den Medien passen will.

Nichtsdestotrotz sind die Texte an sich toll geschrieben und voller schöner Zitate, so zum Beispiel das Gedicht „Für meine Eltern“, in dem sie ihre Dankbarkeit gegenüber der elterlichen Liebe verarbeitet.

Es ist schade, dass in dem Hörbuch kein Begleitheft mit den Texten in gedruckter Version vorhanden ist, aber dafür gibt es schließlich die Taschenbuchversion der Slamtexte Julia Engelmanns.

Fazit: Eine Sammlung netter Slamwerke, geschrieben von einer guten Poetin.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Poetry-Slam-Fibel

Nora Gomringer , Bas Böttcher , Julian Heun , Sebastian 23
Buch: 287 Seiten
Erschienen bei SATYR Verlag, 13.10.2014
ISBN 9783944035383
Genre: Comics

Rezension:

Die Poetry-Slam-Fibel, herausgegeben von Bas Böttcher und Wolf Hogekamp, führt den Leser in die wunderbare Welt des gesprochenen Worts ein. „Poetry Slam – was ist das?“ werden sich manche jetzt fragen. Das Format ist in den englischsprachigen Ländern schon länger berühmt und hat nun seit einige Jahren auch in Deutschland Fuß gefasst. Ganz knapp gesagt ist Poetry Slam ein Dichterwettstreit, ein Event, bei dem um die zehn Poetry Slammer ihre Texte vortragen dafür Punkte bekommen. Der- oder diejenige, die am Ende die meisten Punkte erhält, gewinnt einen symbolischen Preis.

In der Poetry-Slam-Fibel werden zunächst einige Hintergründe und Regeln zu dem Dichterwettstreit erklärt, der weitaus größere Teil des Buches setzt sich aber aus einer Ansammlung verschiedenster Slamtexte zusammen. Und diese sind einfach grandios. Es gibt nur wenige Bücher großer Verlage, die Bände mit Poetry-Slam-Texten herausgeben, umso erfreuter bin ich, dass ich nun auf dieses Werk gestoßen bin.

Die großen Namen der Szene sind alle mit ihren Gedichten und Texten in dem Büchlein verewigt, darunter natürlich Bas Böttcher und Wolf Hogekamp als Herausgeber des Buches, aber auch Lars Ruppel, der amtierender Poetry-Slam-Meister ist und supertolle gereimte erzählende Lyrik schreibt (schaut ihn euch mal auf youtube an!) sowie Pierre Jarawan (ein Meister der Poesie) sind vertreten. Die Texte für Poetry Slams beschränken sich hierbei keineswegs nur auf Lyrik. In der Poetry-Slam-Fibel findet man ein Sammelsurium mit Texten zu den unterschiedlichsten Themen aus verschiedenen literarischen Gattungen. Prosa, Drama oder eben auch Gedichte… alles ist hier mit dabei.

Ich lese immer wieder gerne in dem kleinen Büchlein und bin jedes Mal aufs Neue fasziniert von der Leichtigkeit, mit der einige Slammer/innen mit Sprache und Worten umgehen können. Fabian Navarro ist für mich einer DER Namen in der Poetry-Slam-Szene überhaupt, seine Texte kann man hundertmal lesen und es wird dennoch nicht langweilig.

Die Poetry-Slam-Fibel ist ein super Sammelsurium von Werken verschiedener Autoren und eignet sich auch gut als Geschenk für literaturbegeisterte Menschen und/ oder Poetry-Slam-Einsteiger.

Der Satyr-Verlag hat noch einige weitere Bücher einzelner Poetry-Poeten/innen herausgegeben, darunter das neue Buch von Lars Ruppel „Holger, die Waldfee – 10 Gedichte über Redensarten“ und „…und was kann man damit später mal machen?“ von Alex Burkhard. Und wer noch mehr Slamtexte sucht, wird sicher im Lektora-Verlag fündig, ein Verlag eigens für Poetry-Slam-Werke.

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77 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

doctor who, philip reeve, kurzgeschichten, richelle mead, science fiction

Doctor Who: 11 Doktoren, 11 Geschichten

Eoin Colfer , Neil Gaiman , Richelle Mead , Christian Humberg
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 01.05.2014
ISBN 9783864253126
Genre: Science-Fiction

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gesamtdarstellung, nachschlagewerk, einführung, psychologie, sachbuch

Das Psychologie-Buch


Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dorling Kindersley, 01.09.2012
ISBN 9783831022090
Genre: Sachbücher

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Träume, was du träumen willst

Stephen LaBerge , Howard Rheingold , Stephen / Rheingold LaBerge
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei mvg, 09.05.2014
ISBN 9783868825107
Genre: Sachbücher

Rezension:


Luzides Träumen – vor einigen Monaten gehörte dieser Ausdruck noch nicht zu meinem Wortschatz, doch mittlerweile bin ich auf gutem Wege, selbst die Kunst zu erlernen. „Luzides Träumen“ bedeutet, bei vollem Bewusstsein zu träumen. Während man schläft und sich plötzlich irgendwo wiederfindet, weiß man also genau, dass dieser Moment gerade im Traum passiert – im Gegensatz zu dem „normalen“ Träumen kann man sich an luzide Träume hinterher noch gut erinnern. In dem Sachbuch „Träume, was du träumen willst“ von Stephen LaBerge und Howard Rheingold wird erklärt, warum es so toll sein kann, sich an seine eigenen Träume zu erinnern und wie man es hinkriegt, das Nachtleben selbst zu steuern.

In dem Buch erfährt der Leser viele wichtige Informationen über das Träumen an sich, die einem dabei helfen sollen, sich auf das Vorhaben vorzubereiten. Man bekommt erklärt, wie Träume entstehen und wie das luzide Träumen funktioniert, was man dabei beachten muss und welche wunderbaren Momente einem durch dieses Mittel gegeben werden.

Als ich vor einigen Monaten im Internet auf ein Bild mit einer kurzen Anleitung zum Thema „Luzides Träumen“ stieß, war ich hellauf begeistert. Von dieser Sache hatte ich zuvor nur wenig gehört. Ich hatte immer nur mitbekommen, dass es Leute gibt, die „ihre Träume steuern und kontrollieren können“, was ich ziemlich cool fand. Und ich konnte mich auch gut daran erinnern, dass ich einmal womöglich „aus Versehen“ einen luziden Traum hatte. Ich stand auf einem hohen Berg und hatte einen Besen in der Hand. Kurzerhand stieg ich aus Leichtsinn und Entdeckungsfreude auf den Besen und sprang vom Berg. Und tatsächlich hatte mein Besen magische Kräfte und ich flog! Dieses Gefühl werde ich wohl nie vergessen, so ist mein Kinderwunsch also doch in Erfüllung gegangen. Aber seitdem hatte ich solche Augenblicke nicht mehr erlebt. Nie hätte ich gedacht, dass man die Methode selbst erlernen kann, das ist so cool!

Eine Sache vorne weg, es ist keinesfalls so, dass man nach dem Lesen sofort die Technik beherrscht. Ich habe etwa einen Monat für die Lektüre an sich gebraucht und bin wiederum seit einem Monat dabei, mich im luziden Träumen zu üben. Ehrlich gesagt sind meine Erfolge bisher eher bescheiden, aber ich übe fleißig weiter, denn die Autoren verstehen es absolut, den Leser für eine Sache zu begeistern! Man erfährt sehr viele wissenschaftliche Hintergründe über das Träumen an sich und lernt im Laufe der Zeit auch mit schlechteren Träumen umzugehen.

Die vielen angeführten Beispiele von Menschen, die das luzide Träumen beherrschen bzw. zumindest schon einmal intensiv erlebt haben, faszinieren mich und geben mir Hoffnung, dass es bei mir auch irgendwann klappt. Denn das klare Träumen ist laut den Autoren nicht nur eine tolle Abenteuerreise, sondern sie kann auch dazu führen, dass die kognitiven Fähigkeiten von dem Träumer verbessert werden und man in schwierigen Zeiten wieder etwas Frieden findet. Ein Beispiel erzählt etwa von einem Traum, in dem der Träumer eine Farbe sieht, die er noch nie zuvor gesehen hat und die wunderschöne Landschaft bzw. den Moment so intensiv empfindet, wie man es im wahren Leben wohl kaum tun kann. Solche Beispiele des klaren Träumens bereichern laut den Autoren das Leben und das Bewusstsein.

Es ist absolut faszinierend, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn Träumen tun wir schließlich alle, wenn auch nicht immer das, was wir wollen. Mit dieser Lektüre kann sich das aber eines Tages hoffentlich ändern.


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188 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

code black, thriller, cia, geschwister, kat carlton

Code Black

Kat Carlton , Frauke Meier
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.04.2014
ISBN 9783492703161
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Kannst du auf dem Heimweg Milch holen?“, lautet die harmlose SMS.
„Ja, klar“, denken die meisten Personen.
„Lauf um dein Leben!“, denkt Kari Andrews. Für die sechzehnjährige Schülerin bedeutet diese Nachricht Lebensgefahr. Ihre Eltern arbeiten als Agenten bei der CIA und haben Kari und ihren sieben Jahre alten Bruder Charlie für gefährliche Situationen vorbereitet. Die beiden Geschwister flüchten sofort aus ihren beiden Schulen und gehen nacheinander zu den drei Notfalltreffpunkten, die sie früher mit ihren Eltern ausgemacht haben. Doch ihre Eltern erscheinen nicht. Stattdessen treffen sie auf zwei weitere Agenten der CIA, die alles daran setzen, um Kari und Charlie festzunehmen. Die Geschwister sind mehr als verwirrt. Wo sind bloß ihre Eltern? Was geht hier vor? Und warum hat jemand das Gerücht in die Welt gesetzt, wonach ihre Eltern Spione seien? Kari und Charlie tun ihr Bestes, um ihre Mama und ihren Papa wiederzufinden …doch dabei geraten sie selbst in Gefahr.

„Code Black“ sticht aus der Masse hervor –allein schon durch das schwarze Cover mit dem neonpinken Buchschnitt. Erwartet habe ich eine nette Geschichte über eine Agentenverfolgungsjagd. Bekommen habe ich eine spannenden und verschachtelten Roman über zwei junge Personen, die zusammen mit ihren Freunden immer tiefer in die Fänge der CIA geraten.

Der Schreibstil der Autorin unter dem Pseudonym Kat Carlton ist für einen Thriller wie geschaffen. Carlton schreibt total spannend und versteht es, den Leser von erster Sekunde an in den Bann zu ziehen. Einmal die Seiten aufgeschlagen, verfängt sich der Leser zusammen mit den Hauptfiguren in ein Geflecht aus Geheimnissen und Lügen und schafft es erst, sich daraus wieder zu befreien, wenn die letzte Seite von „Code Black“ gelesen ist.

Als Leser ist man immer dabei, beim Lesen bin ich in die Geschichte hinabgetaucht und konnte mit Kari und Charlie zusammen eine spannende und gefährliche Suche antreten. Die Spannung der Geschichte ist da – und das, obwohl der Ausgang von „Code Black“ spätestens ab der Mitte des Romans relativ durchsichtig und vorhersehbar ist. Auch wenn der Plot keinen Oscar verdient hat, so weiß Carlton doch mit einem lockeren und amüsanten Stil zu überzeugen.

Kari Andrews hat eine Menge Verantwortung zu tragen, als sie die SMS mit dem Code erhält. Obwohl ihre Eltern in Lebensgefahr schweben und sie alles daran setzen sollte, um sie wiederzufinden, ist Kari zwischenzeitlich mit den Gedanken nicht ganz bei sich, was mich sehr an ihr stört. In einem absoluten Notfall, wie es in der Geschichte der Fall ist, hat Kari anscheinend immer noch Zeit und Nerven, um sich über den superaussehenden Jungen Luke den Kopf zu zerbrechen und sich über Lukes Gegenstück, den nervigen und arroganten Evan, zu ärgern. Meiner Meinung nach ist das ein ziemlich unpassendes Verhalten, dafür, dass ihre Eltern verschwunden sind und höchstwahrscheinlich in den Momenten, in denen Kari sich Gedanken um ihre Selbstdarstellung in Bezug auf Luke macht, vielleicht von irgendwelchen Agenten festgehalten und verhört werden! Ein flacher, oberflächlicher Charakter, der dennoch auch gute Seiten vorweisen kann. So ist da zum Beispiel Karis grenzenlose Liebe zu ihrem Bruder Charlie, der ein total kluger Junge ist und mit seinen sieben Jahren schon in die 5. Klasse geht. Vielleicht hat die Autorin da etwas zu dick aufgetragen, aber es soll ja durchaus solche Leute geben. Charlie ist nett, klug, witzig und alles in allem einfach total sympathisch, vor allem, wenn er sich von seiner unbeholfenen Seite zeigt.

Die beiden Geschwister sind auf ihrer Mission nicht alleine, sondern werden unter anderem von Evan und Luke begleitet, doch die alles entscheidende Frage ist, wem sie vertrauen können – und wer vielleicht doch ein Verräter ist.

Das Ende ist vorhersehbar und eher plump, aber vielleicht macht die Autorin es im Folgeband besser? Die letzten Zeilen lassen ahnen, dass die Geschichte um Kari und Charlie in „Code Black“ noch lange nicht zu Ende ist.
„Code Black“ ist ein gelungener Thriller über zwei Kinder, die sich in ein gefährliches Abenteuer stürzen. Trotz der Vorhersehbarkeit des Endes weiß Kat Carlton mit ihrem charmanten Stil zu überzeugen.

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liebe, football, herz verspielt, simone elkeles, familie

Herz verspielt

Simone Elkeles , Katrin Weingran
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.05.2014
ISBN 9783570309049
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ashtyn ist jung, ehrgeizig und die neu ernannte Anführerin ihres Football-Teams. Über ihren Erfolg freut sie sich riesig, doch ihr Freund Landon, der im gleichen Team spielt und sich erhofft hatte, das Team anführen zu können, kann es nicht ertragen, nur der Zweitbeste zu sein. Kurzerhand wechselt er das Team und spielt von nun an für die Erzfeinde von Ashtyns Team. Ein Schock für die ganze Mannschaft! Ashtyn kann das nicht auf sich sitzen lassen und plant Rache… doch dafür braucht sie den Stiefsohn ihrer Schwester, den Bad Boy Derek, denn sie gleichzeitig hasst und doch irgendwie anziehend findet…

Simone Elkeles‘ Debütroman „Du oder das ganze Leben“ hat mich damals vor Jahren einfach nur verzaubert. Da war es klar, dass ich auch ihre neuen Bücher lesen musste. „Herz verspielt“ ist nun ganz neu rausgekommen und erzählt die Geschichte von Ashtyn und Derek, die sich seit der ersten Begegnung hassen und doch die Finger nicht voneinander lassen können. Eine Liebesgeschichte, ganz nett erzählt – an die „Du oder“-Reihe kommt der Roman jedoch leider nicht ran.

Ich bin fasziniert von Elkeles‘ Einfallsreichtum, der bei „Du oder das ganze Leben“ in den Roman geflossen ist – mittlerweile scheint es jedoch, als würde der Autorin die Ideen ausgehen, sodass sie sich nun an Klischees bedienen muss, um Geschichten zu schreiben. Ashtyn ist ein ehrgeiziges Mädchen, das es den Jungs in ihrer Footballmannschaft unbedingt zeigen will. Derek ist der Bad Boy schlechthin, der aber natürlich auch doch so seine guten Seiten hat. Da Dereks Stiefmutter Ashtyns Schwester ist und sie zusammenziehen, können sich die beiden Jugendliche auch nicht so leicht aus dem Weg gehen. Obwohl sie aus unterschiedlichen Welten zu kommen scheinen, Ashtyn eigentlich ein fast perfektes Leben führt und Derek sich mit Schuldgefühlen aufgrund seiner Vergangenheit herumschlagen muss, kommen sie sich näher und merken, dass sie sich im Grund mögen. Ashtyn möchte jedoch nicht nur aus Spaß eine Beziehung eingehen, wenn sie sich bindet, so soll es auch etwas Ernstes sein. Für Derek hingegen besteht der Sinn einer jeden noch so flüchtigen Beziehung aus Spaß.

Die ersten zweihundert Seiten scheinen sich nur um die Frage zu drehen, ob Ashtyn und Derek irgendwann ein Pärchen werden oder nicht. Sie spüren selbst, dass zwischen Hass und Liebe nur ein schmaler Grad liegt und dass man die beiden Gefühle manchmal auch leicht verwechseln kann. Für meinen Geschmack war das Liebesdrama jedoch zu viel des Guten. Die Geschichte ist vorhersehbar und plätschert an vielen Stellen vor sich hin, ohne besonders viel Spannung oder Inhalt aufweisen zu können. Die Charaktere sind eher blass und scheinen nicht allzu viel Persönlichkeit vorweisen zu können.

Simone Elkeles hat einen lockeren Schreibstil, was sich in „Herz verspielt“ erneut zeigt. Der Roman ist eine leichte Lektüre und der Inhalt bleibt einem nicht im Gedächtnis, aber an sich liest sich die Geschichte recht schnell.

Wer eine ergreifende Liebesgeschichte sucht, ist bei „Herz verspielt“ an der falschen Adresse. Für alle Kitsch-und Romanzenliebhaber ist dieser Roman aber wahrscheinlich genau das Richtige.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

illustration, essen, bilderbuch, insel, gier

Auf ins Schlaraffenland

Pieter van Oudheusden , Benjamin Leroy
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 12.03.2014
ISBN 9783944572017
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Affen auf der Affeninsel stehen vor einem großen Problem. Die Nahrungsvorräte werden knapp, nirgendwo ist noch etwas Essbares aufzutreiben. Die Spannung unter den Primaten ist angespannt, sie streiten sich und schreien, sie brüllen und randalieren. Irgendwann kommt das Gerücht auf, dass in der Nähe eine weitere Insel ist – mit viel Essen! Schon macht sich ein Affe auf die Suche nach diesem neuen SchlafAFFENland.

Diese Geschichte ist, ich kann es nicht besser ausdrücken, einfach schräg. Meine kleine Schwester (5) findet die Geschichte der Affen „irgendwie komisch“. Ich bin nicht so angetan.

Für welche Altersgruppe ist die Geschichte wohl gedacht? Das Bilderbuch ist sicherlich etwas für Jüngere, die Geschichte jedoch ist nicht mal so kurz und in einer Sprache gehalten, die ich für junge Kinder unangemessen finde. Wenn die Affen rumschreien und sich gegenseitig bedrohen, Oberaffe versucht, einen Artgenossen einzuschüchtern, indem er ruft: „Vielleicht fress ich dich gleicht auf!“, dann hört für mich der Spaß auf. Warum sollte man sowas Kindern vorlesen?

Die Bilder vom Gezanke und Gezerre der Affen finde ich weniger ansprechend. Die bunten Affen werden in allerlei Varianten und bei verschiedenen Tätigkeiten gezeigt, haben aber oft einen mürrischen, grimmigen, kampflustigen oder ängstlichen Ausdruck. Schön finde ich die Bilder nicht.

„Auf ins Schlaraffenland“ soll für Kinder von vier bis sechs Jahren gedacht sein, meine Schwester und ich können damit jedoch leider nicht so viel anfangen. Die Geschichte liest sich sperrig, ein tieferer Sinn oder eine Moral der Geschichte scheinen nicht vorhanden zu sein.

Hinter dem Titel des Buches habe ich eine schöne, lustige, vielleicht auch etwas märchenvolle Tiergeschichte erwartet, was ich bekommen habe ist eine verrückte Geschichte einer Affenbande.

Vielleicht ist die Geschichte einfach eine Frage des Geschmacks, vielleicht ist die Geschichte einfach verrückt und schräg – meiner Schwester und mir ist jedoch dieses Merkwürdige und Groteske an dieser Stelle zu viel.


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ab 3 jahren, identität, freundschaft, bilderbuch

Lullemu, wer bist DU?

Nina Gunetsreiner , Kerstin Schoene , Kerstin Schoene
Fester Einband: 38 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2012
ISBN 9783649612476
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Der lustige Hund Lullemu hat fast alles, was das Hundeherz begehrt. Doch leider hat er noch keinen Freund gefunden und macht sich somit auf die Suche. Lullemu stellt fest, dass das Freundefinden gar nicht so einfach ist. Unterwegs begegnet er unter anderem einem Hahn, einem Schaf und einem Marienkäfer, doch sie alle haben etwas an Lullemus Erscheinung auszusetzen. Einen Freund zu finden ist wirklich nicht einfach!

Das Cover des Buches mit dem Leineneinband sieht wunderschön verspielt aus und ist ein echter Blickfang im Kinderzimmer. Meine Schwester (5) hat sich gleich in das Buch verliebt und wollte, dass ich ihr die Geschichte vorlese. Gesagt, getan. „Lullemu, wer bist DU?“ ist eine Geschichte über das schwierige Suchen nach wahrer Freundschaft. Lullemu trifft auf seiner Suche die unterschiedlichsten Tiere, doch sie alle stellen Bedingungen an den Hund. Bedingungen, die Lullemu nicht erfüllen kann. Für den Frosch sind Schwimmflossen die Voraussetzung der Freundschaft, der Hirsch möchte erst mit Lullemu befreundet sein, wenn dieser ein Geweih vorzeigen kann. Und so sehr der kleine Hund sich auch bemüht – er kann sich nicht an die anderen Tiere anpassen…

Die Geschichte ist in einer einfachen Sprache verfasst. Die kurzen Dialoge zwischen Lullemu und den anderen Tieren ähneln sich alle sehr stark, sodass sich nach einer Zeit ein Gefühl von Vertrautheit einstellt. Am Anfang habe ich die Geschichte meiner Schwester vorgelesen, aber mittlerweile übernimmt sie voller Freude selbst den Part von Lullemu, den man sich leicht merken kann. Auf jeder Seite sind höchstens zwei Sätze abgedruckt, das Vorlesen der Geschichte an sich dauert nicht sehr lange und doch gibt es auf jeder Seite viel zu entdecken. Die großen Tierfiguren sind total süß gemalt und die Geschichten zwischen den Zeilen machen das Buch nochmal so liebenswert. Lullemus Bemühungen, sich den anderen Tieren anzupassen, sind interessant anzuschauen.

So sehr meine Schwester und ich diese Bilder auch mögen, habe ich doch einen großen Kritikpunkt. Nach dem Lesen der Geschichte fand ich das Ende doch etwas schade. Lullemu trifft schließlich endlich jemanden, der Lullemu so akzeptiert, wie er ist. Endlich muss er sich nicht mehr verändern, doch sein neuer Freund ist niemand anders als ein weiterer Hund. Was ist nun die Moral der Geschichte? Können nur „gleiche“ Personen Freunde sein? Ist Andersartigkeit nur zu „heilen“, indem man sich in Kreise begibt, wo man nicht mehr auffällt und nicht mehr anders ist? Es wäre schön gewesen, wenn Lullemu ein Individuum einer anderen Tierart getroffen hätte. Es wäre schön gewesen, wenn jemand Lullemus Andersartigkeit genau so akzeptiert hätte. Der Bildungseffekt dieses Bilderbuchs ist somit für mich fragwürdig.

„Lullemu, wer bist DU?“ sticht durch tolle Bilder und eine schöne Sprache heraus. Die Geschichte fällt jedoch auch durch ein merk- und fragwürdiges Ende auf. Eine schöne Geschichte zum Zeitvertreib, aber sicherlich nicht das beste Vorzeigebilderbuch.

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Rechnen ohne Taschenrechner

Helmut Lange
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei mvg, 14.02.2014
ISBN 9783868824964
Genre: Sachbücher

Rezension:

 Auf gut 150 Seiten stellt der Autor Helmut Lange viele verschiedene Lösungsmethoden zum Lösen von Rechenaufgaben vor. Jede Seite bzw. Doppelseite beschäftigt sich mit einer Methode. Die vier Grundrechenarten werden ebenso wie das Bruchrechnen, Quadrieren oder Wurzel ziehen vorgestellt. Der Leser erfährt, wie man beim Rechnen Zeit sparen kann und warum Matheaufgaben mit großen Zahlen doch gar nicht so kompliziert sind, wenn man erst einmal die Lösungsstrategie kennt. Am Ende des Buches sind verschiedene Merksysteme aufgelistet, mit deren Hilfe man das Gedächtnis trainieren kann.
„Verblüffende Rechentricks“ – die zu beherrschen kann doch nicht schaden, oder? :) Voller Erwartungen schlug ich so vor einigen Wochen die erste Seite des Buches auf – und wurde erst einmal enttäuscht. Was sich verheißungsvoll „Rechentrick“ nennt, habe ich schon längst in der Grundschule gelernt. Was tut man, wenn man mehrere große Zahlen addieren möchte? Zum Beispiel 20+30+80+70? Nun, man rechnet zuerst 20+80 und dann 30+70. Zwei Hunderterpäckchen. Wow, was für ein Rechentrick…
Verblüffend sind die ersten Seiten nicht gerade und der von dem Autor versprochene „Aha-Effekt“ bleibt aus, doch wenn man weiterliest, so kann man doch ganz schön viel lernen. Hinter Namen wie „Chinesisches Multiplizieren“ oder „Wurzel ziehen vedisch“ verbergen sich einfache Rechengesetze, mit derer Hilfe die Lösungen einer Matheaufgabe ganz leicht zu finden sind. Wer sich für die Mathematik interessiert, wird auf jeden Fall Spaß mit diesem Buch haben. Der Aufbau ist übersichtlich, ein „Rechentrick“ wird auf einer Seite oder Doppelseite erklärt.
Besonders schön finde ich den hinteren Teil des Buches, der sich mit Gedächtnismethoden und Merksystemen beschäftigt. Von der Loci-Methode mag der ein oder andere womöglich schon mal etwas gehört haben. In „Rechnen ohne Taschenrechner“ werden unter anderem eben diese Methode und ihre Erweiterungsmöglichkeiten vorgestellt. Man kann sich echt viel merken, vor allem, wenn man weiß, wie man die ganzen Informationen zu ordnen hat.
„Rechnen ohne Taschenrechner“ ist ein schöner und interessanter Ratgeber, der tatsächlich einige verblüffende Dinge enthüllt. Ich finde es schön, darin zu blättern und kann das Buch weiterempfehlen. 

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freundschaft, sterbehilfe, meteorit, epilepsie, schweiz

Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

Gavin Extence , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Limes, 03.03.2014
ISBN 9783809026334
Genre: Romane

Rezension:

Alex Woods weiß, dass manchmal im Leben Dinge passieren, die man nie für möglich gehalten hätte. Er selbst wurde als zehnjähriges Kind von einem Meteoriten am Kopf getroffen, was an sich schon ein extrem unwahrscheinliches Erlebnis darstellt. Zudem hat er diesen Zusammenprall auch noch überlebt, was an ein Wunder grenzt.
Alex, der mit seiner Mutter alleine wohnt, findet sich eines Tages auf der Flucht vor einer Bande wütender Jungen in dem Gartenhaus des Nachbarn Mr. Peterson wieder. Das Gartenhaus wird von den Raufbolden demoliert, die kurz nach der Tat weglaufen und Alex mit einem wütenden Mr. Peterson zurücklassen. Als Strafe für den Schaden soll Alex regelmäßig dem Nachbarn bei einigen Arbeiten helfen – aus der erzwungenen Lage wächst schon bald eine besondere Freundschaft heraus. Mr. Peterson führt Alex in die geheimnisvolle Welt der Literatur ein – insbesondere die Bücher von Kurt Vonnegut haben es ihnen angetan. Diese Freundschaft mit dem Nachbarn und die Dinge, die Alex von seinem alten Freund lernt, führen dazu, dass Alex mit siebzehn Jahren mit 113 Gramm Marihuana und Mr. Petersons Asche in einer Urne an der Grenze in Dover von Polizisten angehalten wird…
„Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat“ ist in vielerlei Hinsicht ein höchst ungewöhnliches Buch. Ich weiß selbst nicht genau, was ich vor dem Lesen von dem Buch erwartet habe. Eine leichte Lektüre? Einen philosophischen Roman? Eine Komödie? Dem Titel nach zu schließen wäre alles möglich.
Es dauert eine Weile, bis man sich in die Geschichte eingelesen hat. Die ersten hundert Seiten führen in Alex‘ Welt ein und sind nicht sonderlich spannend, zumal ich mich beim Lesen ständig gefragt habe, worauf der Autor Gavin Extence denn überhaupt hinaus möchte. Ich bekam die halbe Lebensgeschichte von Alex präsentiert, die im Grunde nur die Vorgeschichte der eigentlichen Handlung des Buches darstellt. Es gibt den Alex, der von einem Meteoriten getroffen wird und den Alex, der Freundschaft mit Mr. Peterson schließt. Merkwürdig ist nur, dass die beiden Teile des Romans nicht sonderlich viel miteinander gemein haben. Der Meteorit spielt eher eine Nebenrolle in der Geschichte, der Unfall von Alex wird zu Beginn zwar lang und ausführlich beschrieben, nimmt aber im Laufe der Geschichte eine immer unwichtigere Rolle ein.
Erst zirka ab Seite 130 beginnt meiner Meinung nach die eigentliche Geschichte, die Bekanntschaft mit Mr. Peterson. Ab da liest sich die Geschichte relativ schnell. Mr. Peterson ist ein interessanter Charakter. Er ist ein alter, weiser Mann, der viel Ahnung von Literatur hat und anspruchsvolle Gespräche mit Alex führt. Zugleich besitzt er auf dem Dach eine eigene kleine Cannabisfarm und raucht das Zeug schon seit etlichen von Jahren.
Alex ist ein durchschnittlicher Junge, der uns Lesern wohl gerade deshalb so nahe kommt. Er wirkt so echt und lebensnah.
Der Roman steckt voller schöner Sätze, die ich mir mit Post-Its markiert habe. Gavin Extence hat das Schreiben drauf und sein Debüt liest sich, als hätte er schon dutzende andere Werke veröffentlicht.
Gavin Extence hat mit „Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat“ einen tollen Debütroman mit viel Potential erschaffen, der vor allem von seinen Lebensweisheiten und Sentenzen, den klugen Ausrufen der Protagonisten und der zitierten Literatur lebt. Die Verbindung zwischen dem Unfall, dem Meteoriten und der Freundschaft mit Mr. Peterson erschließt sich mir nicht. Alles in allem liefert das Buch aber einige sehr schöne Lesestunden. Ich kann die Geschichte auf jeden Fall weiterempfehlen!

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dystopie, partials, liebe, krieg, zukunft

Partials - Fragmente

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.03.2014
ISBN 9783492702836
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kira Walker steht vor einem großen Rätsel. Nachdem ihre Pflegemutter spurlos verschwindet, versucht sie, den sogenannten „Trust“ aufzuspüren, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Woher soll sie die benötigte Menge an Heilmittel gegen das Virus RM auftreiben? Wie können die Menschen Frieden mit den Partials schließen? Wo ist ihre Pflegemutter? Und wer genau steckt hinter dem „Trust“? Vor allem aber möchte Kira eins endlich erfahren: Ihre Geschichte. Erst vor Kurzem hat sie entdeckt, dass sie die Eigenschaften eines Partials aufweist. Ist sie am Ende etwa gar nicht menschlich? Kira sucht nach Antworten und begegnet auf ihrer Suche Menschen und Partials, die jeweils der anderen Spezies gegenüber feindlich gesinnt sind. Es droht ein neuer Krieg – und Kira muss sich für eine Seite entscheiden.

 

„Fragmente“ ist der zweite Band der Partials-Trilogie von Dan Wells. Ich weiß, dass er ein begnadeter Autor ist, denn der Auftakt der Reihe „Aufbruch“ hatte mich vor etwa einem Jahr einfach umgehauen. „Aufbruch“ ist ein grandioses Buch, das vor Spannung, Action und Gefühlen nur so strotzt. Im direkten Vergleich dazu zieht der Nachfolger „Fragmente“ leider den Kürzeren.

 

Oft hat man als Leser das Gefühl, dass der zweite Band einer Reihe lediglich als „Überbrückungsband“ dient, um die Zeit bis zum dramatischen Finale einer Trilogie in die Länge zu ziehen. Dieses Gefühl hatte ich auch bei „Fragmente“. Vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte rangegangen, aber im Endeffekt muss ich leider sagen, dass mich der zweite Band etwas enttäuscht hat.

 

Die ersten zweihundert, dreihundert Seiten beschreiben lang und breit Kiras Suche nach Antworten auf ihren Fragen. Sie durchwandert unbewohnte Gegende, verlassene Dörfer und die Wildnis. Doch selten trifft sie auf brauchbare Hinweise, vielmehr scheint es so, als würden sie und ihre Suche sich im Kreise drehen. Die Geschichte plätschert nur so dahin, zuweilen bekommt man als Leser fast den Eindruck, als wüsste Dan Wells selbst nicht so genau, wie die Geschichte denn nun weitergehen sollte. Die Beschreibungen ziehen sich in die Länge ebenso wie der Plot. Was Dan Wells auf zweihundert, dreihundert Seiten beschreibt, hätte man in hundert Seiten locker unterbringen können. Im Laufe der Geschichte erhält Kira Gesellschaft, sie lernt Afa kennen, ein menschliches Genie in Sachen Computertechnologie, jedoch ist er manchmal auch geistig verwirrt und hat Phasen, in denen er sich wie ein kleines Kind benimmt. Zu zweit machen sie sich auf die Suche nach den Antworten auf Kiras Fragen und bekommen später Unterstützung von alten Bekannten. Und so geht die Suche als Trupp weiter…

 

Währenddessen bleibt Marcus, Kiras ehemaliger Freund, in der Stadt und versucht diese vor einem Angriff der Partials zu schützen, was sich allerdings mehr als schwierig erweist. Partials sind dazu geschaffen, immer perfekt zu sein. Schneller, widerstandsfähiger, besser als die Menschen. Ein Krieg scheint unausweichlich. Die Zeit wird knapp. Kira muss versuchen, das neu entdeckte Heilmittel, das von den Partials gewonnen wird, künstlich herzustellen, ansonsten sterben alle Neugeborenen, da sie mit dem RM-Virus infiziert werden.

 

Und auch die Zeit der Partials wird knapp. Sie besitzen ein einprogrammiertes Verfallsdatum, in wenigen Jahren sterben sie alle. Wenn sie sterben, stirbt auch das Heilmittel mit ihnen. Und dann ist die Menschheit dran.

 

Als Kira und ihre Freunde endlich die Antwort auf viele ihrer Fragen erhalten, decken sie ein düsteres Geheimnis auf. Können sie die Menschheit retten, wenn das Heilmittel nur unter schlimmsten Qualen hergestellt werden kann?

 

Gegen Ende der Geschichte wird es nochmal richtig spannend. Es passiert endlich was, der Leser fiebert mit den Protagonisten mit, die Zeit wird knapp, schneller handeln, schneller heilen, die Menschheit retten, die Zeit drängt, schnell, schnell. Ja. Gegen Ende der Geschichte beginne ich, „Fragmente“ gut zu finden.

 

Leider ist dies aber nur ein kleiner Teil der gesamten Geschichte, die mit einem fiesen Cliffhanger endet. Der Großteil zieht sich in die Länge, Dan Wells hätte noch viel mehr Inhalt in die knapp 600 Seiten packen können.

 

Na ja. Vielleicht wird der dritte Band ja besser.

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