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162 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

konstantinopel, liebe, brigitte riebe, fantasy, jugendbuch

Feuer und Glas - Die Verschwörung

Brigitte Riebe
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 21.04.2014
ISBN 9783453267398
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht es:

Noch immer konnten Milla, Luca und Co. nicht heraus finden, wo sich Leandro Cessi - der Feuerkopf von Murano und Millas Vater - befindet, und folgen nun ihrer heißesten Spur: Von Venedig nach Konstantinopel. Der Padishah soll ihn in seinem Palast gefangen halten, um ihm das Geheimnis der gläsernen Gondel der Wahrheit zu entlocken. Schon bald gelingt es Milla und Luca mit Hilfe von einheimischen Verbündeten in die Mauern des Palastes einzudringen - doch Leandro ist nicht mehr so, wie Milla ihn in ihrer Erinnerung hatte. Und auch das verbotene Zusammenspiel von ihren Feuer- und Lucas Wasserkräften scheint immer mehr aus dem Gleichgewicht zu geraten...


Meine Meinung:

Da ich von Band 1 nicht noch wahnsinnig stark überzeugt war, war ich nun umso gespannter auf das Erscheinen des zweiten Bandes. Denn schon oft habe ich es erlebt, dass Trilogien oder Reihen relativ mühselig beginnen, sich aber zu immer spannenderen Geschichten entwickeln.

Leider war mir die Geschichte des ersten Bandes nicht mehr vollkommen präsent, immerhin sind mittlerweile ZWEI Jahre verstrichen, seit der erste Teil erschien. In meinen Augen schon einmal ein völliges No-Go. Wenn sich Autoren schon dazu entschließen eine Geschichte so zu beenden, dass man den zweiten Teil lesen muss, und ihre Geschichten generell - des großen neuen Hypes wegen - aufteilen, dann erwarte ich als Leser einfach, nicht jahrelang auf eine Fortsetzung warten zu müssen. 

Und trotz dieser vergangenen Zeit, gab es im zweiten Buch nun auch keine weiteren Rückblenden. Ich hatte den Storyverlauf nicht mehr komplett im Kopf, und musste mir dann selbst aus Rezensionen zusammenstückeln, worum es noch einmal ganz genau ging. Sehr schade.

Leider konnte mich die Geschichte aber auch sonst nicht überzeugen: Sie bleibt fortlaufend absolut flach, langweilig und ohne Spannung, plätschert also nur vor sich hin, und spätestens ab Seite 20 kann man genau sagen, wie das Buch ausgehen wird.

Der fehlende Spannungsbogen mag zum einen daran liegen, dass in der Geschichte IMMER auf jede Aktion sofort eine Reaktion folgt, die furchtbar simpel und unglaubwürdig ist. Für jedes Problem wird innerhalb weniger Seiten eine Lösung gefunden, und natürlich kommen alle Beteiligten IMMER nahezu unversehrt aus der Sache raus. Mich hat das einfach nur extrem gestört und mir jegliche Lust am Lesen genommen.

Viel schlimmer habe ich aber noch die Sprache empfunden: Der Ausdruck und die Satzkonstruktionen erinnern mehr an eine Geschichte, die für 11-jährige geschrieben wurde, als an ein richtiges Jugendbuch. Genau wie die Handlung, ist auch die Sprache und der Ausdruck absolut flach und simpel.


Für mich ist das Buch leider eine totale Enttäuschung, auf die ich gut hätte verzichten können. Ich hab mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut, aber überzeugt hat sie mich absolut nicht. Wer allerdings ein Buch für jüngere Jugendliche sucht, die gerne mal historische Orte "bereisen" möchten, sollte dem Buch eine Chance geben.

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(343)

655 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 138 Rezensionen

geister, fantasy, kai meyer, phantasmen, tod

Phantasmen

Kai Meyer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.03.2014
ISBN 9783551582928
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht es: Rain und Emma sind Geschwister und Waise. Vor drei Jahren starben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz und ließen die beiden jungen Mädchen bei ihren Großeltern aufwachsen, doch die Sehnsucht nach den eigenen Eltern - die nie so viel Zeit für die eigenen Kinder hatten, wie für fremde Kinder - ist nach wie vor riesig. Also beschließen die Mädchen, die Geister ihrer Eltern zu "besuchen". Denn seit einiger Zeit, de, sogenannten Tag Null, tauchen überall auf der Welt Geister von Verstorbenen auf. Geister, die optisch genau ihrer lebendigen Version entsprechen, aber strahlend hell leuchten und die Welt in Geisterlicht tauchen. Sie erscheinen an dem Ort an dem sie ums Leben kommen, bleiben da und werden täglich mehr. Mit jedem Tag der ab Tag Null vergeht, tauchen mehr Geister aus der Geschichte auf - doch bis auf ihr strahlend helles Licht beeinflussen sie das Leben der Menschen mittlerweile nicht mehr. Doch als Rain und Emma am Unglücksort ankommen, um sich von ihren Eltern zu verabschieden ändert sich etwas: Die Geister lächeln. Ein böses Lächeln, das für jeden um sie herum ins Verderben führt...
Meine Meinung: Kai Meyer ist meiner Meinung nach definitiv einer der Vorzeigeautoren, wenn man sich auf dem deutschen Buchmarkt umschaut. Mich konnte er bisher mit allen seinen Büchern überzeugen, die ich von ihm gelesen habe, und umso gespannter war ich deshalb nun auf sein neues Buch. Der Klappentext hat mich unglaublich stark angesprochen: Geister sind in ihrer "Art" einfach so vielschichtig, und bieten so viel Raum für tolle Geschichten jeder Art und Weise, dass ich mir sicher war, es würde mich zu 100% gefallen.  Die ersten 250 Seiten etwa habe ich auch tatsächlich verschlungen. Jede freie Minute habe ich zum Lesen genutzt, und war vollkommen gefangen in der Geschichte. Denn eins muss man zugeben: Schreiben kann Kai Meyer wie kaum ein zweiter. Innerhalb von wenigen Seiten steckt man komplett in der Geschichte fest, und merkt dabei nicht einmal wie die Zeit verfliegt. Es entstehen Bilder und Szenerien im Kopf und zeitgleich wurde die Geschichte von Seite zu Seite spannender. Doch plötzlich schlug es um. Ab gut der Hälfte des Buches war ich auf einmal irritiert. Die Story nimmt von da an eine wirklich merkwürdige Wendung, wird komplett anders als das bisherige und dabei aber leider nicht besser. Es passiert viel zu viel, davon viel zu viel unrealistisches - selbst für ein Geisterbuch. Die Protagonisten er- und überleben die unmöglichsten Situationen, es tauchen Tiere auf, die einfach nur lächerlich in die Geschichte hineingefügt wirken und es entsteht eine zarte Liebesgeschichte, die für mich absolut nicht nachvollziehbar war. Am schlimmsten aber ist das Ende des Buches. Happy End in seiner äußersten Form, ohne jegliche Erklärung wie, warum und auch total unpassend zur bisherigen Geschichte. Daher kann ich dem Buch leider nur noch 3 Sterne geben. Es ist mit Sicherheit nicht seine beste Geschichte, und wenn man bisher noch kein anderes Buch von ihm gelesen hat, sollte dieses hier nicht das einzige bleiben. Dennoch ist die Geschichte natürlich nicht schlecht, nur eben nicht so besonders gut. Sie geht toll los, ist durchgehend spannend, aber wird nicht mein neuer Liebling werden.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

myanmar, birma, diktatur

Die Unsichtbaren

Karel G. van Loon , Arne Braun
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.05.2006
ISBN 9783746622354
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es:

Min Thein muss früh im Leben erfahren, dass das Leben eben nicht immer gerecht ist. Schon als Kind kommt er mit dem Tod, und der emotionalen Distanz seiner Eltern in Kontakt und lernt wohl oder übel damit umzugehen. Doch erschwerend zu diesem persönlichen Verlust, kommt der Ort hinzu in dem er aufwächst: Birma, die ehemalige englische Kolonie. Ein Land das vom Freiheitskrieg zerrüttet und von den politischen Strukturen geschwächt ist. Ein Land in dem Angst, Gewalt, Willkür und Zensur an der Tagesordnung sind. Ein Land, in dem die eigene Meinung vertuscht werden muss, um sich selbst keine Steine in den Weg zu legen.

Dort wächst Min Thein auf, dort lernt er eine Frau kennen die ihn schwer beeindruckt und dort lernt er eine andere Frau kennen, die er heiraten wird. Er wird Anwalt, gerät in den Fokus der Obrigkeit und entschließt sich letztendlich zu fliehen. Auch auf die Gefahr hin, diese Flucht vielleicht nicht zu überleben.

 

Meine Meinung:

Leider werden Bücher wie dieses viel zu selten gelesen. Sie werden von den Massen von Thrillern, Jugendbüchern und Fantasyromanen in den Hintergrund gedrängt, obwohl ihr Inhalt ebenso vielseitig ist, wie der anderer Bücher aus dem Unterhaltungsgenre. 

Über solche Themen wird einfach zu wenig gesprochen, und auch ich die ich mich viel mit Gesellschaftskritik und Weltgeschehen beschäftige, hätte auf Anhieb absolut nichts über die Zustände in Birma sagen können. Umso erschrockener war ich nach dem Lesen dieses Buches, wie die Geschichte dieses Landes so an mir vorbei gehen konnte. 

Das Buch hat mich wirklich tief bewegt und das nicht nur wegen der etlichen wunderschönen Sätze und Lebensweisheiten, Anekdoten aus dem Buddhismus und der Toleranz die die Menschen in diesem Buch ausleben, sondern auch wegen dem "willkürlich ausgewählten" Einzelschicksal von diesem Mann, der mit seiner Geschichte das Leid eines ganzen Landes repräsentiert. Es sind die kleinen Dinge, die einen zum Nachdenken anregen. 

Teilweise zieht es sich, wiederholt sich oder ließ mich mit den Gedanken abschweifen, weshalb ich dem Buch "nur" 4 Sterne gebe. Dennoch, ich empfehle das Buch jedem, der mal über seinen Tellerrand gucken möchte, denn das Leben das wir führen ist sowas von nicht selbstverständlich für Millionen von Menschen auf diesem Planeten.

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1.002 Bibliotheken, 23 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

thriller, serienkiller, ethan cross, serienmörder, mord

Ich bin die Nacht

Ethan Cross
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783404169238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht es: Francis Ackerman junior ist das, was man sich unter einem wirklich kranken Serienmörder vorstellt: Er mordet wahllos, unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnie und Hintergrund. Und er tötet immer auf grausamste Art und Weise. Seine Methode ist, ein Spiel mit seinen Opfern zu spielen indem er sie vor unmenschliche Aufgaben stellt und ihnen so die Möglichkeit gibt, ihr eigenes Leben oder das anderer Opfer zu retten. Verlieren die Opfer das Spiel, steht ihnen ein qualvoller Tod bevor.  Zur gleichen Zeit, als Ackerman in dem kleinen Ort Asherton zuschlägt, bekommt die Stadt einen neuen Bürger: Markus, ehemaliger Polizist, ist eben erst in die Stadt gezogen, als er in die Mordfälle verwickelt wird, und er sich plötzlich als Hauptakteur in einem perfiden Spiel aus Macht und Machtmissbrauch wiederfindet...
Meine Meinung: Das Buch hat mich, wie wahrscheinlich viele, vor allem erst einmal wegen seiner fantastischen Aufmachung angesprochen. Nicht nur die Covergestaltung ist mit ihren schwarzen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund ziemlich gelungen und weckt das Interesse der Thrillerleser, auch der schwarze Buchschnitt und der minimalistische Klappentext sind sehr ansprechend. Und zunächst konnte mich das Buch auch wirklich noch sehr begeistern. Es ist in vier Teile unterteilt, und der gesamte erste Teil ist genau so, wie ich mir das von einem guten Thriller erhoffe: Ein gnadenloser Mörder tötet seine Opfer ohne Mitgefühl und die Polizei steht vor einem Rätsel. Es ist sehr sehr grausam und brutal beschrieben, wer also eher zart besaitet ist, sollte von dem Buch vielleicht die Finger lassen, aber mich als eingesessenen Thriller- Fan hat das sofort überzeugt. Doch dann kommt Teil zwei und schlagartig fand ich das Buch einfach nur noch schlecht. Die Wandlung die die Geschichte nimmt - und ohne zu viel zu spoilern - ist einfach lächerlich, denn plötzlich stellt man fest, dass die Polizei in den Fall verstrickt ist, und die ganzen Morde nur ein abgekatertes Spiel aus Selbstjustiz sind. Und ich dachte nur so "Hä?! Ist das jetzt deren Ernst? Was ist das denn bitte für ein Blödsinn?".  Mit zunehmender Seitenzahl wurde die ganze Geschichte einfach immer bizarrer und abgedrehter, unglaubwürdiger und schlechter und ich habe nicht nur ein Mal überlegt, das Buch abzubrechen um meine Zeit nicht an so eine miese Story zu vergeuden. Ich bin allerdings doch dran geblieben, und zumindest der letzte Teil wurde wieder einigermaßen annehmbar. Deshalb, und wegen des guten ersten Teils, vergebe ich auch gerade noch so 3 Sterne, würde aber niemanden das Buch weiterempfehlen, erst recht keinen Liebhabern von Thrillern.  Am Ende bleiben zu viele Fragen offen und irgendwie hinterlässt das ganze Buch einen faden Beigeschmack.

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(4.485)

6.611 Bibliotheken, 115 Leser, 18 Gruppen, 361 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, dämonen, liebe, vampire

City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2011
ISBN 9783401502601
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht es:

Clary hat keine Ahnung was in ihr steckt. Nicht die geringste. Doch als sie und ihr bester Freund Simon einen der New Yorker Nachtclubs, das Pandemonium, besuchen und Clary beobachtet, wie drei wahnsinnig schöne Jugendliche einen Dämon umbringen, ahnt sie dass irgendwas nicht stimmen kann. Aber so wirklich sicher, wer hier nun verrückt ist, ist sie sich nicht. 

Die Erkenntnis kommt schlagartig, als ihre Mutter sie völlig verzweifelt anruft, um ihr zu sagen dass sie auf gar keinen Fall nach Hause kommen darf und sich schnellstmöglich verstecken soll! Doch was tut man nach einem solchen Anruf? Man fährt nach Hause um sicher zu gehen, dass das alles nur ein schlechter Scherz und kein wirklicher Notfall gewesen ist. Dass dort jedoch bereits Dämonen auf sie warten, ahnt Clary nicht und überzeugt sie sehr schnell davon, dass ihre Erfahrungen im Pandemonium keine Sinnestäuschung gewesen sein können.

Gemeinsam mit Jace, Isabell und Alec - ihres Zeichen Schattenjäger - begibt sich Clary auf die Suche nach ihrer Mutter und stößt auf ihre eigene Vergangenheit.


Meine Meinung:

Ich habe mich ja lange lange gesträubt, das Buch zu lesen. Der Klappentext hat mich einfach so üüüüberhaupt nicht angesprochen, Urban Fantasy ist ohnehin nicht so mein bevorzugtes Genre und als ich dann auch noch den Trailer zum Film gesehen hab, war ich mir sicher dass das Buch nichts für mich sein wird. Genau deshalb habe ich ewig einen Bogen um die Geschichte gemacht, aber nachdem mir so wahnsinnig viele Leute immer und immer wieder gesagt haben, ich soll das Buch lesen und ihm endlich eine Chance geben, habe ich es dann jetzt doch endlich mal gemacht.

Und was soll ich sagen?! Wie konnte ich bloß so lange mit dem Lesen warten?! Es ist einfach grandios! Ich bin absolut begeistert und jetzt voll im Unterwelten- Fieber, hab mir Band zwei bereits bestellt und bin völlig in Geschichte und Personen verliebt. 

Das liegt zum einen natürlich an dem wunderbaren Schreibstil von Cassandra Clare. Die Seiten lesen sich einfach so weg, die Kapitel hören an sinnvollen Stellen auf, animieren aber trotdem sofort zum Weiterlesen und die Zeichnung der Charaktere ist ebenso liebevoll wie gelungen. Es gibt keine "perfekten" Personen in dem Buch, jeder hat irgendwie seine Ecken und Kanten und wird dadurch einfach plastischer. Insbesondere in Simon hab ich mich ja ein bisschen verliebt - er ist einfach genau der Typ Junge, den man sich als besten Freund wünscht. Ich bin also nicht Team Jace, auch wenn ich ihn ganz gerne mag. Deshalb war ich am Ende der Geschichte, als etwas herauskommt was man so nie gedacht hätte, auch nicht sooo geschockt, wenn auch schon sehr erstautn und bin jetzt umso gespannter, wie die Autorin dieses heikle Detail weiterspinnen wird. 

Die Szenerie hat mir ebenfalls super gut gefallen. New York ist eine großartige Kulisse für diese Vielfalt an Wesen in dem Buch. So findet jeder seinen Platz - Dämonen, Vampire, Werwölfe, Elfen, Schattenjäger etc. - aber trotzdem lassen sich Zusammenstöße nicht umgehen. Zwar kam mir diese riesige Stadt manchmal vor wie ein Dorf, vor allem wenn sich die Personen so schnell von A nach B bewegten, aber ich find dieses Zusammenspiel von alter Magie und hochmoderner Welt fantastisch.

Alles in allem ist eben einfach ein fantastisches Buch, ein toller Auftakt und für mich der Grund mich ab sofort doch vielleicht ein bisschen mehr in der Urban Fantasy umzusehen :)

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654 Bibliotheken, 5 Leser, 6 Gruppen, 98 Rezensionen

thriller, mord, amisch, kate burkholder, ohio

Blutige Stille

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 08.06.2011
ISBN 9783596184514
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht es:

In der Kleinstadt Painters Mill in Ohio geschieht ein unglaublich grausames Verbrechen: Eine komplette Familie der Amishen wird ausgelöscht: Vater, Mutter und die fünf Kinder werden tot und teilweise brutalst gefoltert in ihrem Haus aufgefunden, und niemand weiß wer und warum diese Tat begangen wurde. Alles deutet zunächst auf den Vater als Täter hin, doch so wirklich ergeben diese Vermutungen keinen Sinn, und so beginnt Chief Kate Burkholder, selbst ehemalige Amishe, zu ermitteln. Und schnell wird sich herausstellen, dass die so brave Fassade der Amishen- Familie rissig war, und nicht jedes Mitglied der Familie den Regeln der Gemeinde treu...


Meine Meinung:

Ich finde diese ganze Thematik der Amishen in Amerika unglaublich spannend und liebe Thriller - eine bessere Kombination kann es gar nicht geben. Nachdem es schon ein paar Monate her ist, seitdem ich den ersten Band dieser Thriller - Reihe gelesen habe, habe ich mich nun wieder mit großem, neugeweckten Interesse ans Lesen gemacht, und wurde nicht enttäuscht. Das Leben der Amishen wird super interessant beschrieben, ohne dabei zu weit auszuholen und das Buch versehentlich in ein Sachbuch über das Gemeindeleben abrutschen zu lassen. Der Thrillercharakter ist die ganze Zeit präsent, und der Fall ebenso spannend wie grausam. Schaurige Details und Brutalität werden nur häppchenweise eingesetzt, so dass man sich nicht mit nur mit purem Gemetzel, aber eben auch nicht nur mit der Ermittlungsarbeit auseinandersetzen muss. 

Zwar ist das Buch nicht durchgehend super spannend, es hat durchaus seine Längen beim Lesen, aber summa summarum hält es doch das Interesse des Lesers aufrecht. Das Ende schwächelt dann wieder ein wenig, bei mir blieben auf jeden Fall die eine oder andere Frage unbeantwortet.

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556 Bibliotheken, 1 Leser, 9 Gruppen, 109 Rezensionen

hexen, internat, fantasy, vampire, hex hall

Hex Hall - Wilder Zauber

Rachel Hawkins , Michaela Link
Flexibler Einband: 295 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 05.07.2010
ISBN 9783802582394
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht es:

Seit ihrem 12. Geburtstag weiß Sophie, dass auch sie eine Hexe ist - allerdings hapert es auch jetzt, knapp fünf Jahre nach dieser "Entdeckung" noch immer mit der Umsetzung. Die meisten ihrer Zauber gehen irgendwie schief, obwohl sie eigentlich nur das beste will. Und als sie sich auf ihrem Highschool Ball an einen Liebeszauber wagt eskaliert die ganze Sache. 

Zur Strafe soll Sophie deshalb von nun an nach Hecate Hall, eine Schule für auffällige junge magische Wesen, die mit ihren Kräften Unfug angestellt haben. Hier in "Hex Hall" soll sie die nächsten zwei Jahre verbringen - ein wahrer Albtraum. Einzig ihre Zimmergenossin Jenna, der erste und einzige Vampir bisher an der Schule, scheint ihr das Leben erträglicher zu machen. Denn neben gemeinen Mitschülern, sadistischen Lehreren und süßen Jungs, scheint es auch noch ein ganz anderes Geheimnis an der Schule zu geben...


Meine Meinung:

Ich weiß nicht woran es lag, ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal mehr wie ich auf die Bücher aufmerksam geworden bin, aber seit ich sie zu Hause stehen hatte, hat es mir in den Fingern gekribbelt, endlich mit der Geschichte anzufangen. Und um das direkt mal vorweg zu nehmen: Es hat sich absolut gelohnt! 

Ich war anfangs etwas skeptisch, weil ich befürchtete dass sich die Geschichte zu sehr mit Harry Potter ähneln würde, wobei diese Skepsis eigentlich sehr ungerecht ist, denn im Prinzip ist es ja das was ich gesucht habe: Eine Internatsgeschichte mit viel Magie.

Anfangs erinnerte mich das ganze auch irgendwie an Hogwarts, insbesondere die Badezimmerszenen, aber mit voranschreitender Seitenzahl löst man sich immer immer mehr von diesem "Klischeedenken".

Das liegt mit Sicherheit vor allem an den Charakteren, die so absolut gar nichts mit Harry, Ron und Co zu tun haben, und einfach unglaublich bezaubernd sind. Jede der Personen in Buch ist wahnsinnig liebevoll gezeichnet, und dem Charme (und vor allem ihrem Humor und Sarkasmus) von Sophie kann sich wohl niemand entziehen :) 

Auch an Spannung lässt das Buch nicht zu wünschen übrig. Man weiß ja, dass es der Auftakt einer Trilogie ist, und man somit erst einmal nur an den Kern der Geschichte herangeführt wird, aber allein das ist schon super. Es ist nicht gerade ein Pageturner, aber definitiv ein Buch dass ich nicht mehr aus der Hand legen wollte, und bei dem ich SOFORT nach dem Beenden mit dem zweiten Teil begonnen habe.

 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

12, 10

Die drei ??? und der 5. Advent (drei Fragezeichen)

André Minninger
E-Buch Text: 126 Seiten
Erschienen bei Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 01.12.2012
ISBN B009RZHJ8U
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Schokokalender sind langweilig und aus dem Spielzeugkalenderalter ist man raus? Dann ist dieser Kalender der perfekte Adventskalender für die Vorweihnachtszeit, denn seien wir doch mal ehrlich: Aus dem drei ???- Alter wächst man einfach niemals heraus.

Da ich im letzten Jahr schon einen "literarischen Adventskalender" hatte, allerdings mit Kurzgeschichten, wollte ich auch dieses Jahr wieder einen haben und habe mich wegen der guten Bewertungen für diesen hier entschieden.

Die Story ist genau so wie man es von einer Geschichte um Justus Jonas und Co. erwartet. Die Handlung ist aufgeteilt in 24 mal mehr mal weniger lange Kapitel und ist demzufolge natürlich auch nicht rasend spannend, denn nicht nur wir müssen 24 Tage auf die Lösung warten, sondern auch die drei ??? brauchen 24 Tage um den Fall zu lösen. Deshalb ist eben nicht jedes Kapitel so spannend wie das andere, und teilweise sind es nur wenige kurze Zeilen, die für die Geschichte eher belanglos sind. Dennoch langweilt man sich nicht, und wartet auf des Rätsels Lösung. Da es sich um ein Buch mit der Altersempfehlung 10 - 12 handelt, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wie es zu negativen Kritiken bezüglich der Spannung aka Blutrünstigkeit und zur eben nicht sehr überraschenden Auflösung kommen kann. Es ist eben ein Kinderbuch, in dem dann natürlich keine Finger abgehackt werden und der Täter am Ende kein Inhaber von einer Ökostrom-Riesenfirma ist, der die Weltherrschaft an sich reißen will.

Was mich persönlich aber etwas genervt hat, war dieser super erzwungene Bezug zur deutschen Weihnacht. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es auch ganz klassisch, amerikanisch sein können :D


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127 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

london, spannung, mord, england, korruption

Brixton Hill

Zoë Beck
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.12.2013
ISBN 9783453410428
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht es:

Em, Enkelin der Chefin einer der größten Banken Englands und erfolgreiche Eventmanagerin, muss erleben, was stark an einen Terroranschlag erinnert: Mit einem Mal dringt Rauch durch die Lüftungschächte in dem Luxushochhaus in Canary Wharf in dem sie arbeitet - und die Notausgänge sind versperrt. Doch als wäre dieses Erlebnis nicht traumatisch genug, stürzt sich auch noch ihre Freundin in Panik aus dem 15. Stock des Gebäudes. Obwohl selbst Opfer, fällt der Verdacht der Polizei schnell auf Em. Sie wird verdächtigt in den Anschlag verwickelt zu sein.

Doch Em hat einen ganz anderen Verdacht: Seit Wochen wird sie von einem Stalker, Adam, belästigt. Der junge Mann ist krankhaft in Em verliebt und bombardiert sie mit Anrufen, Mails und Nachrichten in sämtlichen Social Networks. Aber die Polizei hört nicht auf Em's Einwände, und so begibt sie sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Attentäter, nach Brixton Hill...



Meine Meinung:

Obwohl ich ja nicht der größte Fan von Krimis bin, da sie mich einfach selten fesseln können, hat mich der Klappentext des Buches angesprochen und so hab ich mich entschlossen, erneut einem Krimi eine Chance zu geben und das Buch zu lesen.

Die Story geht auch ganz vielversprechend los, denn auf den ersten Seiten passiert eine ganze Menge, was auf eine spannende Geschichte hoffen lässt: Ein vermeintlicher Terroranschlag auf einer des Hochhäuser in Canary Wharf in London, ein Selbstmord, eine verdächtige Protagonisten und ein fanatischer Stalker. Als dann auch noch ein weiterer Charakter in dem Buch ums Leben kommt, scheint die Geschichte gut zu werden. Doch weit gefehlt. Offensichtlicht verschießt die Autorin ihr gesamtes Spannungspulver bereits auf den ersten 100 Seiten, denn ab diesem Zeitpunkt beginnt das Buch zunehmend öde zu werden. Spannung die aufgebaut wird, kann nicht gehalten werden, die Handlung geht drunter und drüber und nicht einmal hatte ich nach dem Zuklappen des Buches das Gefühl ganz bald unbedingt weiter lesen zu müssen.

Es ist einfach viel zu offensichtlich, wer nicht der Täter sein kann, was nicht passiert ist, und so gibt es auch keine einzige Szene, die mich hat zweifeln lassen, ob "mein Verdächtiger" der richtige ist, oder nicht. Zwar muss ich zugeben, dass ich mit den schlussendlichen Täter auch nicht gerechnet habe, aber das liegt daran dass das Ende sooo sehr konstruiert und an den Haaren herbei gezogen war, dass wohl kaum einer darauf kommen würde. Es wirkt fast so, als wolle die Autorin schnell ihr Buch beenden und sucht nun nach der Person, die bisher am wenigsten verdächtigt wurde, spritzt der Person ein bisschen böses Blut und schwupps haben wir das große Tadadam- Finale á la Actionfilm. Gähn!

Ich würde dem Buch 2,5 Sterne geben, da das aber nicht geht runde ich auf auf 3 Sterne. Die sind nicht unbedingt verdient, aber 2 erschienen mir doch zu wenig, und immerhin die Idee hinter der Story ist ganz nett und der Auftakt auch nicht zu verübeln.

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130 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 17 Rezensionen

flavia de luce, krimi, mord, england, chemie

Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.11.2013
ISBN 9783764530990
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht es: Flavia kann es nicht lassen. Schon wieder schlittert sie mir nichts, dir nichts mitten in einem Mord im kleinen, inzwischen wohl nicht mehr ganz so beschaulichen, Buckshaw. Das Opfer ist der Organist der Kirche, Mr. Collicut, der mit einer Gasmaske bekleidet in der Gruft des heiligen St. Tankred gefunden wird. Eben jenem Heiligen, dessen sterbliche Überreste von Archäologen geborgen werden sollten. Doch anstelle dieses Toten liegt dort der bedauernswerte Mr. Collicut.  Nur kurze Zeit später häufen sich die mysteriösen Ereignisse in Buckshaw: Das Abbild des Heiligen weint blutige Tränen, und außerdem soll es noch ein weiteres Geheimnis um St. Tankred geben...
Meine Meinung: Ach Flavia, die gute alte Flavia. Ich liebe die Bücher um sie einfach, und habe dem Erscheinen dieses neuen Bandes jetzt schon monatelang entgegen gefiebert. Ich liebe ihre freche, kesse Art und das Wissen darüber, dass ihr der Schalk im Nacken sitzt. Wehe dem, der sie wie ein kleines Kind behandelt, denn dem blüht sicherlich nichts Gutes aus dem Labor der kleinen Giftmischerin. Die letzten vier Bände habe ich immer mit Feuereifer verschlungen, doch irgendetwas war dieses Mal anders. So richtig wollte es mir nicht gelingen in die Geschichte hinein zu kommen, und ehe das Buch spannend wurde, vergingen locker 100 Seiten. Eigentlich ein K.O- Kriterium für Bücher, aber Gott sei Dank ist ja zumindest Verlass auf Flavia selbst. Denn während die Geschichte nur so allmählich vor sich hinplätschert, ohne wirklich super spannend zu werden, reißt es Flavia mit ihren Sprüchen und ihrem ganzen Auftreten dann doch noch raus.  Ich würde jetzt nicht behaupten, dass die Story noch mal richtig umwerfend wird. Viel eher ist es so, dass an dem Punkt wo das Buch spannend geworden ist, es auch schon so gut wie fast zu Ende ist und man des Rätsels Lösung präsentiert bekommt. Deshalb kann ich schweren Herzens auch nur höchstens 4 Sterne geben. Was mir aber dennoch wirklich gut gefallen hat ist, dass endlich Flavias Familie wieder eine größere Rolle als in Band 3 und 4 spielt. Ich liebe das zwischenmenschliche der De Luce's und kann mir vor allem Feely so richtig schön bildlich vorstellen.  Alles in allem also lesenswert aber für mich der bisher schwächste Band der Reihe.

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(237)

475 Bibliotheken, 1 Leser, 8 Gruppen, 24 Rezensionen

thriller, karen rose, mord, vartanian, todesbräute

Todesbräute

Karen Rose , Kerstin Winter
Flexibler Einband: 648 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.05.2010
ISBN 9783426502983
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht es:

Die Kleinstadt Dutton wird von einer grausamen Mordserie erschüttert: Jemand ermordet junge Frauen, vergewaltigt sie vor ihrem Tod und lässt sie dann, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, in einem Graben zurück. Die Frauen haben alle eins gemeinsam, nämlich die Ähnlichkeit zum Fall "Alicia Tremaine" von vor 13 Jahren. Die damals 16 jährige wurde auf genau die gleiche Art und Weise getötet, nur sitzt ihr Mörder bereits seit über einem Jahrzehnt im Gefängnis. Die Ermittler des GBI um Daniel Vartanian stehen vor einem Rätsel. Haben sie es mit einem Nachahmungstäter zu tun, oder konnte Alicias wahrer Mörder etwa doch nicht gefasst werden? Gemeinsam mit Alex Fallon, der Zwillingsschwester der getöteten Alicia, beginnen sie zu ermitteln, und schlagen mitten in ein Wespennest...

 
Meine Meinung:

Dass ich den ersten Teil dieser "Trilogie" gelesen habe (wobei man ganz klar sagen kann, dass es absolut kein Problem ist, dieses Buch zu lesen auch ohne dass man Band 1 kennt), ist mit Sicherheit schon mindestens eineinhalb Jahre her. Ich hatte befürchtet, nur schwer wieder den Einstieg zu finden, aber dem war absolut nicht der Fall. Das Buch steht fast schon für sich alleine, da sämtliche Details - die ich alle vergessen hatte - aus Band 1 erläutert und wiederholt werden.

Umso rascher steckt man also mitten drin im Fall um die ermordeten Frauen, und fragt sich unaufhörlich, wer bloß der Täter sein könnte. Ich konnte das Buch teilweise gar nicht mehr aus der Hand legen, hab gelesen und gelesen und hatte diesen fetten Schinken deutlich schneller durchgelesen als ich es erwartet hätte. Das liegt aber eben einfach absolut an dem Spannungsbogen, den Karen Rose hier zeichnet. Man wird von Holzweg zu Holzweg geführt, tappt absolut im Dunkeln und ist im Endeffekt sicherlich sehr überrascht, dass der Täter der Täter ist. Hier kommen wir allerdings zu dem Punkt, für den ich dem Buch beinahe einen Stern abgezogen hätte: Das Ende ist viel zu überraschend, bzw. der Täter - zumindest für mich - absolut nicht vorhersehbar. Das ging so weit, dass ich nach Beenden des Buches erst einmal im Internet gesucht habe, wer dieser Täter ist. Generell tauchen aber definitiv viiiiiel zu viel Personen in dem Buch auf. Die Namen verschwimmen einfach irgendwann nur noch, denn nicht nur dass es eine Masse an handelnden Menschen gibt, nein, sie werden auch noch abwechselnd beim Vor- oder Nachnamen genannt. Das sorgt für absolutes Chaos beim Lesen :D

Ansonsten aber bin ich hellauf begeistert von dem Buch. Es war einer der spannendsten Thriller die ich in den letzten Monaten gelesen habe, und trotz einiger Abzüge für mich noch ein 5- Sterne Buch!

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(9)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

lissabon, kultur, land und leute, silvia roth, ein jahr in

Ein Jahr in Lissabon

Sylvia Roth
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 01.09.2013
ISBN 9783451064838
Genre: Sonstiges

Rezension:

Worum gehts:

Sylvia Roth hat ein Kunststipendium bekommen, und darf nun ein Jahr in der Stadt verbringen, in die sie sich Hals über Kopf bei ihrem ersten Besuch verliebt hat: Lissabon. Die portugiesische Hauptstadt, mit ihrer gelben Straßenbahn, den vielen alten Häusern und kleinen Gassen besitzt ihren ganz eigenen Charme und bezaubert von Anfang an. Sie wohnt in einer Gastfamilie, arbeitet in einer tollen Galerie und lernt die Sprache in Windeseile. Für Sylvia Roth ein durch und durch gelungenes Jahr.


Meine Meinung:

Leider muss ich sagen, dass dieses Buch nicht unbedingt zu meinen Favoriten aus der "Ein Jahr in..."- Reihe zählt, und um ehrlich zu sein kann ich nicht einmal benennen wieso. Geht man von meinen "klassischen Kriterien" aus, ist nichts dabei was mich wirklich stört: Der Schreibstil und der Lesefluss sind gut, bringen einem Lissabon gewiss auch näher und auch an dem einen oder anderen Geheimtipp für Lissabonreisende mangelt es nicht, und dennoch hat die Autorin es auf diesen 190 Seiten nicht geschafft, mich zu einem Besuch zu animieren. Zwar liest man aus jeder Seite ihre Begeisterung für die Stadt heraus, lernt unbekannte Ecken und Eigenheiten der Portugiesen kennen und trifft herrlich eigene Persönlichkeiten, und trotzdem kam bei mir kein Interesse auf. Mir fehlt die Begründung, warum ich denn nun dorthin gehen sollte.

Außerdem beginnt ab einem gewissen Punkt es mich ein wenig anzustrengend, dass Sylvia Roth mit ihrem über die Monate größer werdenen portugiesisch Wortschatz auch immer mehr davon auzugehen scheint, dass wir Leser dies mit dem Lesen ihres Buches auch können. Zunehmend wird auf Übersetzungen verzichtet, was mir den Spaß an ihren Unterhaltungen mit anderen genommen hat. Klar, es sind immer nur einzelne Sätze, und trotzdem hätte ich gerne gewusst was sie sagt.

Und auch, dass es zum Großteil nur im Kunst und Kultur geht, konnte mich nicht überzeugen. Ich möchte auch Sehenswürdigkeiten, Ausgehtipps, Auflüge oder Alltägliches.

Alles in allem war es kein schlechtes Buch, definitiv nicht, aber bisher eines der schwächsten die ich aus der Reihe gelesen habe.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Ein Jahr auf Ibiza

Anne Funk
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 01.09.2013
ISBN 9783451062360
Genre: Sonstiges

Rezension:


Worum geht es: Anne Funk hat einen Plan: Noch einmal rauskommen, etwas neues machen, das Gefühl von Freiheit spüren und das alles bevor sie 30 wird. Also entschließt sie sich ein ganzes Jahr nach Ibiza zu ziehen, auf die Insel in die sie sich in vorherigen Urlauben unsterblich verliebt hat, und auf der sie tolle Bekannte hat, die ihr den Einstieg erleichtern möchten. Doch ungünstigerweise verlor sie ihr Herz in der Vergangenheit nicht nur an Ibiza, sondern auch an einen Mann nur wenige Wochen vor ihrem Umzug. Auf der Insel angekommen, kommt sie bei einem älteren Ehepaar unter, in derem Yoga- Hotel sie mithilft und lernt schnell wie schön aber auch wie schwierig das Leben in der Ferne, weit weg von den Liebsten sein kann..
Meine Meinung: Überraschenderweise war dieses Buch aus der "Ein Jahr in..." - Reihe bisher eines der schönsten Bücher für mich. Ich habe das Lesen jetzt eine ganze Weile vor mir hergeschoben, denn Ibiza war noch nie eine Insel die mich sonderlich interessiert hätte, oder die mich für einen Urlaub gereizt hätte. Ich hatte einfach immer nur die betrunkenen Möchtegern- Stars und Sternchen und das partywütige "Fußvolk" vor Augen, und somit hielt sich mein Bestreben, die Insel selbst zu entdecken eher in Grenzen.  Außerdem haben wir November, also temperatur- und jahreszeitentechnisch auch nicht die Zeit, in der ich Bücher von warmen Mittelmeerinseln lese - und dennoch, trotz all dieser Vorbehalte hat mir das Buch unglaublich gut gefallen. Das liegt mit ganz großer Sicherheit an dem tollen Schreibstil von Anne Funk, der einem gar nichts anderes übrig lässt als sofort die ganze Insel entdecken zu wollen, und einem die Insel sehr nah bringt. Der Schreibstil ist locker, lustig und gleichzeitig überraschend spannend für so ein Sachbuch.  Besonders gefallen hat mir aber, wie es der Autorin gelingt "Reisetipps", sehenswerte Orte und Gelegenheiten und ihr Privatleben zu verknüpfen. Zu keinem Zeitpunkt war ich genervt von ihrer Liebesgeschichte zu ihrem deutschen Freund oder eben ihrer Liebesgeschichte zu der Insel. Beides ging fließend ineinander über und hat das Buch zu einem richtigen Highlight der Reihe gemacht. Und macht Lust darauf jetzt Ibiza doch mal eine Chance zu geben.

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362 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

dystopie, pretty, ugly, scott westerfeld, zukunft

Pretty - Erkenne dein Gesicht

Scott Westerfeld , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.02.2011
ISBN 9783551310071
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht es:

Tally ist dort, wo sie als Kind immer sein wollte: In New Pretty Town, operiert, einfach perfekt und glücklich. Jeder Abend wird getoppt, eine Party jagt die nächste und ihr größtes Problem ist, zu entscheiden mit welchem Outfit sie dieses Mal glänzen will. Alles dreht sich nur noch darum, ihr Leben zu "prickelnd" wie möglich zu gestalten.

Doch dann wird sie auf einer dieser spektakulären Partys überrascht: Jemand aus ihrer Vergangenheit, an den sie sich bisher nicht erinnern konnte - und aus Smoky ist - taucht auf der Feier auf und übergibt ihr eine Botschaft. Eine Botschaft, die alles woran sie bisher geglaubt hat verändern wird, und ihr die unschöne Seite ihrer schöngemachten neuen Welt aufzeigt...


Meine Meinung:

Obwohl es einige Zeit her ist, seit ich den ersten Teil gelesen habe, war ich sofort wir in der Geschichte drin. Viele andere Fortsetzungen brauchen Zeit, sich wieder mit der Story vertraut zu machen, und so sind gut und gerne mal eben 100 Seiten rum ehe man so richtig wieder weiß wer mit wem warum was gemacht hat. Aber hier hat es maximal 30 Seiten gebraucht, und die Geschichte von Band 1 war mir wieder komplett präsent. 

Das liegt vermutlich einfach daran, dass der Schreibstil unglaublich angenehm ist, und ein schnelles und spannendes Lesen ermöglicht. Es zieht sich nicht, sonder Bam Bam Bam geschieht etwas, das Tally aus ihrer heilen Welt katapultiert und sie ihr Leben in New Pretty Town überdenken lässt. Ab diesem Zeitpunkt geht es unglaublich spannend weiter und so richtig lässt sich nicht absehen, welche Wendungen die Geschichte nehmen könnte bzw. überrascht einen der Autor immer wieder mit Szenen, die man so nie erwartet hätte. 

Vor allem steht in diesem Buch jetzt aber das "politische System" dieser neuen Welt im Mittelpunkt, und nicht mehr hauptsächlich Tallys Abenteuer. Das lässt sich größtenteils nachvollziehen, teilweise war es mir dann aber doch zu abgedreht.

Gegen Ende des Buches verliert die Geschichte etwas an Spannung, besonders als sie auf alte Freunde trifft. Denn ab diesem Zeitpunkt kann man sich ziemlich genau denken, wie es enden wird.

Ich gebe dem Buch daher 4 Sterne. Es hat mir definitiv wesentlich besser gefallen als der erste Band, konnte mich aber nicht 100%ig überzeugen. Genug allerdings um mir jetzt den letzten Band zu bestellen. Hoffentlich bleibt es "prickelnd" und wird kein "Pfusch", und hoffentlich strapaziert der Autor diese beiden Wörter nicht wieder so penetrant über.


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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

gütersloh, erasmus herold, krimi, paderborn, kommissare

Und dein Lohn ist der Tod

Erasmus Herold
Flexibler Einband
Erschienen bei CW Niemeyer, 01.08.2013
ISBN 9783827195647
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht es: 

Okay, an dieser Stelle muss ich wirklich sagen, dass ich dem Klappentext absolut nichts hinzuzufügen habe. Oft weichen meine eigenen Beschreibungen des Inhaltes nochmal von dem auf dem Buchrücken ab, aber in diesem Fall hätte ich es absolut nicht anders beschrieben und bin sehr froh, dass so wenig und doch ausreichend über die Geschichte im Klappentext geschrieben wird.

 

Meine Meinung:

Normalerweise bin ich ja nicht der große Krimileser. Die reine Ermittlungsarbeit ist nichts, was mich unbedingt immer total gefangen nehmen kann und mich an ein Buch fesselt. Da bin ich schon eher der Thriller- Leser, der die Abgründe der menschlichen Psyche erforscht und sich dabei so richtig schön gruseln kann, bis zu dem Punkt dass ich im Dunklen nur noch ungern durch meine Wohnung laufe. Aber ab und an einen Krimi zu lesen, mag ich doch - solange mich die Story anspricht. Verworren muss es sein, und auf keinen Fall will ich nach den ersten 100 Seiten wissen, wer der Täter ist, oder warum er wie handelt. 

Davor habe ich beim Beginn von Krimis grundsätzlich Angst, aber Gott sei Dank war es in diesem Fall überhaupt nicht so. Bis kurz vor Ende des Buches tappt man komplett im Dunkeln und weiß nicht wer der Täter sein könnte. Ich hab mich wirklich oft auf eine falsche Fährte führen lassen, und war mir bis zur Aufklärung absolut sicher zu wissen, wer der eigentliche Täter ist. Tja - Pustekuchen. Allerdings ging mir das Ende dann doch eine Spur zu schnell. Auf einmal waren es nur noch knappe 20 Seiten, auf denen nicht nur der Fall geklärt wurde, sondern auch der Täter geschnappt wird und jemand sein Leben lassen musste. Babam! Und Schluss. Das war einfach viel zu schnell. Das es aber so kommen würde, kündigte sich ab einem gewissen Punkt des Buches bereits an. Denn ab da, ab dem Zeitpunkt wo sich vieles zu klären begann, wurde es für mich ein wenig konfus und ich hatte Schwierigkeiten dem Tempo zu folgen bzw. nachvollziehen zu können wieso die Ermittler dieses und jenes nun wussten.

Dennoch hat mir das Buch erstaunlich gut gefallen. Es war kein Pageturner, aber durchaus eine richtig gute Geschichte, die mir die eine oder andere spannende Stunde am Abend beschert hat. Auch der Schreibstil konnte mich weitesgehend überzeugen, auch wenn man durchaus noch merkt, dass der Autor noch am "Beginn" steht.

 

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

belletristik, trauer, zukunft, jo, weihnachtsbuch

Magie der Weihnacht

Richard Paul Evans ,
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.10.2009
ISBN 9783404164127
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es:

Für Mark könnte es momentan nicht mehr schlimmer kommen: Das Stipendium für sein Studium wurde gestrichen, so dass er den Campus und sein altes Leben verlassen muss. Aus Scham teilt er seiner Familie von diesem großen Einschnitt nichts mit. Doch dann passiert das Unfassbare: Marks Mutter kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben, und da niemand seine neue Anschrift kennt, erfährt er von der Tragödie erst Tage nach der Beerdigung seiner geliebten Mum. Doch dann scheint das Schicksal wieder etwas gut machen zu wollen. Mark trifft Macy, ein junges Mädchen, die als Kellnerin in der Stadt arbeitet. Auch ihr Leben verlief alles andere als rosig, und so beginnen die beiden einander zu stützen, in dieser schweren Zeit.

 

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, dass ich anfänglich etwas "schockiert" war darüber, wie traurig diese Weihnachtsgeschichte los ging, und wie viele schlimme Schicksalsschläge Mark und Macy ertragen müssen. Denn wenn ich ein Weihnachtsbuch lese, will ich eigentlich dass es mir warm ums Herz wird, und ich mich richtig fallen lassen kann, um was schönes zu erleben. Stattdessen aber habe ich so viel geweint beim Lesen wie schon lange nicht mehr. So unglaublich traurig war die Geschichte, so so unglaublich viele berührende Szenen gab es, die mich immer wieder zum Weinen gebracht haben. 

Aber, nachdem der erste "Schreck" überwunden war, habe ich mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen können und war so tief drinnen, dass ich jede freie Minute gelesen habe.

Die Story an sich ist sicherlich nichts "neues" überragendes, und gab es so oder so ähnlich auch schon etliche Male, aber die Geschichte ist so wahnsinnig schön, so gefühlvoll, so tiefgründig. Man fiebert absolut mit, drückt während des ganzen Lesens über die Daumen dass doch bitte, bitte alles gut werden wird, und ist richtig erschrocken, wenn etwas nicht so läuft wie es soll, oder wie ungerecht die Welt sein kann.

Ich habe jede Seite dieser doch sehr traurigen Geschichte genossen, und werde das Buch mit ganz großer Sicherheit wieder lesen. Es passt zu Weihnachten, passt auch zu anderen Jahreszeiten, und ist einfach eine rundum wunderschöne, anrührende Geschichte!

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

weihnachten, familie, suche, gastfreundschaft, london

Das Weihnachtshaus

Robin Jones Gunn , Barbara Krause
Flexibler Einband: 190 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 21.10.2009
ISBN 9783499252983
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es:

Mirandas Leben verlief nicht gerade so, wie man es sich wünschen würde: Ohne Vater wächst das Mädchen bei ihrer Mutter auf, einer Schauspielerin mit Leib und Seele, die neben ihrem Kind vor allem für das Theater da ist. Das Geld ist knapp, und auch die Informationen die Miranda über ihren Vater hat - denn dass es doch einen geben muss, weiß sie inzwischen - sehr dürftig. Dann stirbt ihre Mutter, und hinterlässt dem Mädchen nicht viel mehr, als das Foto eines kleinen Jungen, das vor vielen Jahren in England geschossen wurde.

Viele Jahre vergehen, ehe sie sich entschließt dieser Spur auf den Grund zu gehen und von Amerika in die Nähe von London reist, ohne zu wissen was auf sie zukommt. Doch der Empfang, den ihr die Wildfremden Menschen vor Ort bereiten ist herzlich und Miranda schöpft Mut, hier vielleicht auf ihre Wurzeln zu stoßen...


Meine Meinung:

DAS ist die Weihnachtsgeschichte, die man lesen will, wenn man noch den letzten Anstoß braucht um in Weihnachtsstimmung kommen zu können, denn dieses Buch sprüht nur so vor diesen magischen Momenten, die nur Weihnachten bereit hält. 

Von der ersten Seite an fühlt man sich beim Lesen wohl, schließt den Menschen ins Herz und fiebert mit Miranda mit, in der Hoffnung dass sie endlich Hinweise auf ihren Vater finden wird. Und auch die Atmosphäre der gesamten Geschichte ist so gemütlich und wunderschön, dass man gar nicht glauben kann dass auf der Welt zur Weihnachtszeit so viel schlimmes passieren kann. Also ich würde zumindest so einiges geben, um mal Mäuschen bei Miranda spielen zu können.

Da die Geschichte wirklich sehr kurz ist, möchte ich nicht viel über die Handlung sagen, wen sie wann kennen lernt und was passiert, aber alles was passiert, erinnert so richtig schön, an die typischen kitschigen (und zwar gut- kitschigen :D) Filme zur Weihnachtszeit, bei denen es einem einfach warm ums Herz wird, und man - wenn man genau hinhört - fast schon die Glöckchen des Weihnachtsmannschlittens am Himmel hören kann :) 

Für mich definitiv eines der schönsten Weihnachtsbücher die es gibt!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der Weihnachtstango

Michaela Schwarz
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.10.2010
ISBN 9783404165063
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es:

Dreizig Jahre ist es her, seit sich Mara und Robert in New York kennen lernten, und sich vor der bereits geschlossenen Eisbahn am Rockefeller Center küssten. Während dieses Kusses spielte ein Mann ganz in der Nähe die Melodie für einen Tango, und um beide war es geschehen. Doch zu Hause in Deutschland spielt ihr richtiges Leben, nicht dort in Amerika auf der Ärztetagung, sondern bei seiner Ehefrau und kleinen Praxis und ihrem Freund. 

Trotzdem können die beiden nicht von einander lassen, und gehen einen Schwur ein: Jedes Jahr am 20.12. werden sie sich in Köln treffen, die Nacht miteinander im Domhotel verbringen, und sich am nächsten Tag wieder zu trennen. An den restlichen 364 Tagen herrscht Funkstille. Keine Anrufe, keine Briefe, keine Beziehung.

Doch dieser 20.12 ist anders. Mara kommt nicht in Köln an, ohne das Robert weiß wieso. Und auch er kann nicht im Domhotel sein, sondern muss die Nacht im Krankenhaus verbringen...


Meine Meinung:

Leider muss ich sagen, dass mich dieses Buch so überhaupt nicht überzeugen konnte. Versteht mich nicht falsch, es ist absolut kein schlechtes Buch, aber es hat ungefähr so viel mit Weihnachten zu tun wie Kerzen: Es passt hinein, aber geht auch zu jeder anderen Zeit. Denn die Geschichte, so wie sie hier ist, könnte exakt so auch an Silvester oder zur Sommersonnenwende passen. 

Dabei hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Zwei Menschen, die so viel für einander empfinden, dass sie sich über Jahrzehnte immer wieder am gleichen Tag treffen, und trotzdem nie zusammen kamen. Sehr romantisch! :) 

Allerdings plätschert die Geschichte dann vor sich hin, ist stellenweise völlig langweilig oder absurd (ich meine wie wahrscheinlich ist es, dass beide wegen quasi fast den gleichen Grundes nicht kommen können?!) und ab dem Auftauchen einer bestimmten Person in dem Buch, irgendwo im ersten Fünftel, weiß man wie es ausgehen wird. Und genau so passiert es dann auch- große Überraschung. 

Alles in allem ist die Geschichte allenfalls ganz nett, hat bis auf den Tanz vor Rockefeller Center nichts mit dem Buchtitel zu tun, versprüht keinen Funken Weihnachtsgefühl und lohnt sich nur zu kaufen, falls ihr das Buch mal irgendwo besonders günstig bekommen könnt.

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226 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

weihnachten, liebe, familie, mary kay andrews, weihnachtsglitzern

Weihnachtsglitzern

Mary Kay Andrews , Maria Poets
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.10.2013
ISBN 9783596198078
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es: Eloise fiebert wie jedes Jahr dem lokalen Wettbewerb um die schönste Weihnachtsdekoration entgegen. Und dieses Jahr hat sie sich auch ganz besonders ins Zeug gelegt und weder Kosten noch Mühen gescheut: Ihr gesamter Laden wird geziert von Obst und Popcorn, alles schön natürlich und lokal und somit für den Wettbewerb sehr vielersprechend. Doch irgendwelche Vandalen scheinen ihr diesen Sieg nicht gönnen zu wollen, und vernichten von einen Abend auf den nächsten ihre so mühevoll gestaltete Dekoration. Eloise fällt aus allen Wolken, doch ein nicht ganz so ernst gemeinter Spruch ihrer besten Freundin bringt sie auf eine neue Idee: Dieses Jahr wird es bei ihr blue christmas geben, mit allem was dazu gehört.  Und auch privat gibt es einiges zu tun. Ihr Freund, der Grinch in Menschenform, hat offenbar wiedermal an Weihnachten keine Zeit für sie, dabei hat sich Eloise so eine tolle Überraschung für ihn überlegt...
Meine Meinung: Ich liebe Weihnachtsbücher über alles, und decke mich jedes Jahr aufs Neue mit tollen Weihnachtsgeschichten ein. Aber so einen Hype wie um dieses Buch habe ich bisher noch nicht erlebt: Jeder hat es, inklusive mir. Dabei finde ich das Cover nicht einmal sonderlich ansprechend, mal ganz abgesehen davon dass es mit dem eigentlichen Thema des Buches "blue christmas" herzlich wenig zu tun hat. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass viele gerade dieses Cover wunderschön finden werden. Der Inhalt ist dagegen schon eher mein Geschmack. Es ist eine super süße kleine Geschichte, die einen Dank der ganzen Lieder aus ausschmückenden Sprache direkt in Weihnachtsstimmung versetzt. Hinten sind dann sogar noch einmal die Lieder aufgelistet die Eloise während der Geschichte hört, so dass man sich - wenn man möchte - nebenher eine schöne Playlist anhören kann, um die Weihnachtsatmospähre noch zu unterstützen. All die Bilder die die Autorin malt, dienen auf jeden Fall dazu sich richtig auf das schönste Fest des Jahres zu freuen. Was mir allerdings eher negativ aufgestoßen ist -allerdings macht es die Weihnachtsstimmung wett - ist der Inhalt der Geschichte, besser gesagt die Masse des Inhalts in dieser doch recht kurzen Geschichte. Es passiert viel zu viel auf diesen 220 Seiten. Es gibt eben nicht nur eine Haupthandlung, sondern etliche Nebenstränge, die meiner Meinung absolut überflüssig sind und der Story an sich auch nicht zuträglich, so dass ich als Leser denke "Okay, und was bringen uns die missgünstigen, schwulen Nachbarn jetzt". Es wirkt zu überladen, zu gewollt dadurch und hätte mich fast dazu verleitet dem Buch nur 3 Sterne zu geben. Alles in allem ist es aber doch ein schönes kleines Buch für die Weihnachtszeit.

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136 Bibliotheken, 0 Leser, 7 Gruppen, 28 Rezensionen

weihnachten, familie, weihnachtsglas, tradition, adoption

Das Weihnachtsglas

Jason F. Wright , Marie Rahn
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.10.2009
ISBN 9783453407442
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es: 

 

Hope Jensen hat ihren Vornamen nicht von ungefähr. An Heiligabend vor vielen Jahren tauchte sie in einer Raststätte auf, ein kleiner warm eingewickelter Säugling, zurückgelassen von der leiblichen Mutter um den Kind eine bessere Zukunft zu ermöglichen, und fiel so ihrer Ziehmutter in die Arme, die dem Baby den Namen Hope gab. Doch ein Schicksalsschlag trennt die beiden Jahre später. Und obwohl Hope ein Mensch ist, der sich durchbeißt um seine Träume zu verwirklichen, ist auch sie von weiteren Schicksalsschlägen nicht befreit. Ausgerechnet als Weihnachten bricht jemand in ihre Wohnung ein, und raubt ihr nicht nur materielle Dinge sondern auch das Gefühl von Sicherheit - doch auch ein anderer Unbekannter hat an diesem Abend seine Finger im Spiel. Plötzlich taucht vor Hopes Tür ein Glas voller Münzen auf, ein Weihnachtsglas und Hope beginnt dem Geheimnis auf die Spur zu gehen.


Meine Meinung:

 

Von diesem Buch habe ich schon so so viel gutes gehört. Wann immer ich den Wunsch geäußert habe, mal wieder ein Weihnachtsbuch zu lesen, wurde dieses mir nahegelegt und dieses Jahr habe ich es dann endlich gekauft. Und nun muss ich zugeben: Es war eine Schande so lange mit dem Lesen gewartet zu haben. Ab sofort werde auch ich jedem der fragt, dieses Buch ans Herz legen, denn schon jetzt zählt es zu meinen absoluten Favoriten unter den Weihnachtsbüchern. Denn zum einen zeigt einen das Buch eine wundervolle Tradition und zum anderen hat es diesen richtigen, herzerwärmenden Zauber, den ich bei einem Weihnachtsbuch einfach erwarte. Es geht ans Herz, ist gefühlvoll und trotzdem kein "auf- die- Tränendrüse- Drücker" mit einer tollen Moral am Ende der Geschichte. 

Die Personen in dem Buch sind vielleicht nicht alle die uuuuunbedingt realistischsten, denn es gibt quasi NUR gute Menschen in diesem Buch, aber das wird beim Lesen ganz und gar nebensächlich.

Viel mehr möchte ich gar nicht zu dem Buch schreiben, aus Angst der Geschichte zu viel vorweg zu nehmen. Aber ich kann definitiv sagen, dass sich jede Minute des Lesens bei diesem Buch lohnt, und man es ganz sicher nicht so schnell vergessen wird :)

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

italien, alice allevi, testament, ermittlungen, geld

Herzversagen

Alessia Gazzola , Sylvia Spatz
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei carl's books, 30.09.2013
ISBN 9783570585146
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht es:

Alice ist mal wieder mitten drin, statt nur dabei - sehr zum Leidwesen ihrer Kollegen in der Gerichtsmedizin. Denn ein Mann, der von seiner Familie für unmündig erklärt werden sollte um ihn um seinen letzten Wunsch in seinen Testament zu bringen, stirbt. Ohne jegliche Anhaltspunkte wieso und woran. Der alte Mann hatte ein äußerst gespaltenes Verhältnis zu seiner Familie, sprach kaum noch mit seinen 4 Kindern, nur seine jugendliche Enkelin stand ihm noch wirklich nah. Doch ausgerechnet sie findet den Toten - und kann sich an nichts mehr erinnern. So beginnt Alice zu ermitteln, und hat dabei mal wieder viel zu engen Kontakt zu den Beteiligten, als für sie angebracht wäre...

 

Meine Meinung:

Letztes Jahr im Sommer erschien Alessia Gazzolas Debutroman "Mit Skalpell und Lippenstift", den ich nur kurz nach Erscheinen gelesen habe und super klasse fand. Mir gefiel die Mischung aus ChickLit und Krimi, das mit den bisherigen "Ladythrillern" die ich gelesen habe zu tun hatte. Es war witzig und lockerleicht mit einer sympathischen Protagonistin und zudem noch einen spannenden Fall. Deshalb habe ich mich natürlich schon sehr auf ihr neues, dieses, Buch gefreut und habe dem Erscheinungstermin entgegengefiebert. Zwar gefällt mir das Cover aaaabsolut nicht - es ist ja beinahe schon peinlich dieses pinke Monstrum in der Bahn aus der Tasche zu holen :D, aber eine gute Story hätte das allemal wett gemacht.

Leider aber muss ich sagen, dass dieser zweite Band mit dem ersten nicht wirklich mithalten kann. Die Geschichte kommt während des gesamten Buches nicht wirklich in Fahrt, ist einfach nicht spannend und legt so viele falsche Fährten, die von Anfang an auch als solche "enttarnt" werden. Jedes Familienmitglied war zu 100% einmal der oder die Verdächtige, und immer entpuppten sich die Indizien nach wenigen Seiten als irreführend. Dementsprechend "langweilig" und wenig überraschend war daher das Ende der Geschichte.

Auch fehlte dem Buch der Witz des Vorgängers. Der Charme von Alice aus Teil eins blieb irgendwie auch der Strecke und ihr Privatleben rückte völlig in den Hintergrund.

Dennoch ist es keineswegs ein schlechtes Buch, nur eben nicht das was ich erwartet habe. Es ist ein solider, durchschnittlicher Krimi mit dem einen oder anderen Schmunzel- Moment, aber für mich nicht unbedingt ein Anreiz die Gazzola-Reihe weiter zu verfolgen.


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301 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 78 Rezensionen

weihnachten, reise, familie, berlin, leipzig

Eine wundersame Weihnachtsreise

Corina Bomann
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 11.10.2013
ISBN 9783547711912
Genre: Romane

Rezension:


Worum geht es:
Anna ist ein Grinch, eine absolute Weihnachtshasserin, der sich beim Klang von Weihnachtsliedern und dem Geruch von gebrannten Mandeln quasi die Fußnägel hochrollen. Und für gewöhnlich schafft sie es auch, diesen "alljährlichen Qualen" zu entkommen, indem sie die Feiertage fernab von ihrer Familie irgendwo im Warmen verbringt. Doch dieses Jahr wird anders: Ihr kleiner Bruder Jonathan wünscht sich nichts sehnlicher als mit seiner großen Schwester das Fest zu verbringen, und so macht Anna sich auf die Reise von Leipzig nach Berlin - und landet in Binz. Mitten in der Nacht. Ohne Handyempfang oder Möglichkeiten postwendend wieder nach Berlin zu kommen...

Meine Meinung: 
Oh wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Erstens liebe ich Weihnachtsbücher über alles - und so langsam fange ich auch tatsächlich an die Vorweihnachtszeit einzuläuten - und zum anderen haben mich Klappentext und vor allem das Cover aaaabsolut begeistert. Zudem hört man über die Bücher von Corina Bomann ja beinahe nur Gutes, so dass die Geschichte wirklich vielversprechend klang.
Und tatsächlich geht sie auch super gut los: Anna ist eine unheimlich sympathische Person, sehr real und dennoch das genaue Gegenteil zu mir, mit ihrer Abneigung gegen das Fest der Liebe.
Und auch als sie plötzlich in Binz strandet, ist die Story noch absolut top. Wie leicht kann sowas einfach passieren, dass man im Zug einschläft und irgendwo landet, wo man garantiert nicht hin wollte.
Auch das was darauf folgt ist noch zuckersüß, zwar großes Glück, aber toll. Nur eben ab dieser Stelle fing das Buch an, mich ein klein wenig zu nerven. Es passieren einfach viiiiel zu viele Dinge, die so niemals jemanden passieren würden, vor allem nicht in dieser Häufigkeit. Anna stolpert von dem einen Schlamassel in den nächsten und mit jeder Seite wird die Situation skurriler und unglaubwürdiger, bis man irgendwann an den Punkt kommt zu denken: "Ach komm, ernsthaft jetzt?!". Deshalb war ich fast schon versucht, dem Buch nur 3 Sterne zu geben, aber das Ende mit Frau Habermann reißt es dann doch noch einmal raus.
Alles in allem ist es sicherlich nicht die beste Weihnachtsgeschichte die ich je gelesen habe, aber trotzdem doch ein ganz süßes Buch :) 

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

thriller, gangster, überfall, verrat, im grunde schwachsinniger unsinn

Ghostman

Roger Hobbs , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC), 22.07.2013
ISBN 9783442313372
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Worum geht es: Es geht um einen misslungen Überfall auf ein Casino bei dem eine Million Dollar erbeutet wurden und verschwunden sind. Jack Delton den man nur den Ghostman  nennt wird beauftragt das Geld innerhalb von 48 Stunden wieder zu beschaffen. Er ist der Beste den man für so eine Aufgabe bekommen kann. Er ist ein Meister darin sich unsichtbar zu machen und alle Beweise und Spuren  verschwinden zu lassen. So leicht wird ihm sein Auftrag aber nicht gemacht, da es noch jemanden gibt, der es auf seine Kopf abgesehen hat. Ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit, dass FBI und einen wahnsinnigen Verbrecher beginnt   Meine Meinung: Wer jetzt bei diesem Thriller völlig neue Ideen und unerwartet Wendungen erwartet wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein aber wenn man es erst gelesen hat vermisst man das auch nicht. Das Buch liest sich fast wie ein Drehbuch für einen actiongeladenen Film. Es kommt von der ersten bis zur letzten Seite einfach keine Langeweile auf, wo man hofft, dass endlich wieder etwas passiert. Das liegt meiner Meinung nach sehr daran wie detailreich die Handlung geschrieben ist, ohne etwas schön zu färben oder den Ghostman als eine besonders liebenswerte Person erscheinen zu lassen. Zielstrebig und ohne Gewissen versucht er seinen Auftrag zu erledigen und lässt sich dabei von nichts aufhalten.

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566 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 86 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, ursula poznanski, liebe, verschwörung

Die Verschworenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.10.2013
ISBN 9783785575475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Worum gehts:

Der Ort an dem Ria, Aureljo und Co jetzt leben ist dunkel. Dunkel, kalt und er befindet sich unter der Erde. Die fünf noch verbliebenen ehemaligen Eliteschüler ihrer Sphäre leben jetzt in "der Stadt unter der Stadt", versteckt vor den Augen fast aller Clanmitglieder aber vor allem auch versteckt vor den Sentineln der Sphäre, die nichts mehr wollen als endlich ihren Tod.
Die Aufgaben und Beschäftigungen unter Tage sind rar, so dass es nicht lange dauert ehe sich die kleine Gruppe in zwei Lager spaltet: Die die die Schwarzdornen verlassen und in die Sphäre Vienna 2 ziehen wollen, um sich einzuschleichen und an Informationen über ihr Schicksal zu gelangen, und die die bei dem Clan bleiben wollen. Vor allem Ria beunruhigt der Gedanke in die Sphären zurückzukehren ungemein. Zu groß sind die Sicherheitsvorkehrungen, zu groß die Gefahr entdeckt und getötet zu werden. Doch dann stößt sie auf Teile der verschollen geglaubten Chronik Jordan's und gelangt schon bald einem Geheimnis auf die Spur, das schwerwiegender nicht sein könnte.

Meine Meinung:

Band 1 dieser Trilogie hat mich ja schon absolut begeistern können. Vielleicht war es nicht die beste Dystopie, die ich je gelesen habe, aber nachdem ich den ersten Teil damals ausgelesen hatte, habe ich sehnsüchtig auf diesen zweiten Teil gewartet - schon allein deshalb, weil bis zum Schluss des ersten Buches nichts geklärt wurde, warum die 6 Jugendlichen überhaupt getötet werden sollten.
Diese Frage wird aber auch in diesem Buch erst zum Ende beantwortet, und die Antwort die man erhält scheint einem schlichtweg den Boden unter den Füßen wegzureißen, so ungeheuerlich und brillant ist die Idee der Autorin.
Aber bis man an diesem Punkt, bei des Rätsels Lösung, angekommen ist, wartet noch eine Geschichte auf einen, die uuuunglaublich spannend ist. Auf den erste 50 - 100 Seiten war ich mir noch nicht ganz sicher, ob mich diese Fortsetzung wird packen können, aber dann auf einmal - als hätte Ursula Poznanski einen Schalter umgelegt - wird die Story so mega mega spannend, dass man das Buch wirklich kaum noch aus der Hand legen kann. Eine Enthüllung folgt der nächsten, ein Rätsel bzw. Puzzlestein folgt dem nächsten und hat mich als Leser mehr verwirrt als mir beim Verstehen der Geschichte zu helfen, bis sich am Ende alles aufklärt. Absolut genial! Die letzten 200 Seiten habe ich am Stück, bis spät in die Nacht, zu Ende gelesen, so fesselnd und rasant wurde das ganze. Ihr merkt, ich bin wirklich noch absolut begeistert :)
Was mir auch sehr gefällt, ist die Zeichnung der Charaktere. Zwar muss ich zugeben, dass sie nicht besonders vielseitig sind, bei allen gehen alle beschriebenen Wesenszüge immer nur in eine Richtung, aber gerade Ria und Qurin fand ich als Personen super klasse.

Das einzig negative an dem Buch was ich finden kann ist wirklich dass es jetzt wohl noch mindestens 9- 10 Monate dauern wird, ehe die Geschichte weitergeht. Und beim jetzigen Stand hat sie absolutes Potential für eine meiner liebsten Trilogien!

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2. weltkrieg, auswanderung, england

Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand

Natasha Solomons , Martin Ruben Becker , any.way
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.04.2012
ISBN 9783499253751
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es:

 

In Deutschland naht der Krieg, und so beschließen Jacob und seine Frau Sarah ins britische Exil zu gehen, um dem drohenden Unheil zu entgehen. Um auch ja alles richtig zu machen, legt sich Jacob - nun Jack - eine Liste an, auf welcher er alles aufschreibt was ein guter Brite zu tun und zu lassen hat, wie man sich am besten anpasst und wie man vor allem eins tut: Nicht aufzufallen.
Das Glück ist ihm hold, und schon nach wenigen Jahren in London hat es Jack zu einem erfolgreichen Geschäftsmann gebracht, der alles hat, wovon andere träumen: Eine Tochter, die sich gut entwickelt und von den nicht britisch und nicht jüdischen Kindern nicht mehr zu unterscheiden ist, ein schönes Haus, ein teures Auto und eine gut angepasste Lebensweise. Nur eins fehlt ihm jetzt noch zu seinem perfekten Glück. Jack will um alles in der Welt Mitglied in einem Goldclub werden, doch "die Quoten sind erfüllt" und auch auf Biegen und Brechen schafft er es nicht angenommen zu werden. Und so entschließt sich Jack, seinen eigenen Golfplatz zu bauen, in Dorset, Südengland. 


Meine Meinung:

 

Nachdem ich vor einiger Zeit "Wie die Liebe zu Elise kam" gelesen habe, war ich total gespannt auf dieses Buch, denn der Schreibstil in diesem anderen Buch gefiel mir damals unheimlich gut, und auch die Geschichte war anrührend und wunderschön. Also habe ich mir jetzt Mr. Rosenblums Geschichte gekauft, und mich voller Vorfreude ans Lesen gemacht. 

Die Story geht auch super toll los, man erfährt viel über das Leben von Jack und Sarah im "davor" und jetzt im "danach", verfolgt Episodenhaft den unglaublichen Aufstieg von Jack mit seiner Teppichfabrik und das Leben dass sich der geflohenen Familie dadurch bietet. Aber nichts ist diesem Mann genug, und so zieht er eben aufs Land, reißt eben seine Familie aus ihrer gewohnten Umgebung, und verschleudert halt sein Geld für eine Sache, die er meiner Meinung nach nur aus gekränktem Stolz verwirklichen will. Anfangs fand ich ihn noch ganz putzig, diesen Jack, der unbedingt alles richtig machen will, aber je weiter das Buch fortschreitet, desto schrecklicher finde ich ihn. Jack ist nicht mutig oder Erfolgsorientiert, wie uns das Buch teilweise weiß machen will, sondern ein fürchterlicher Egomane, dem das Glück und Wohlergehen seiner Mitmenschen, insbesondere seiner Frau nicht nur nicht wichtig ist, sonder es komplett ignoriert. Sarah stürzt ins bodenlose Unglück, und Jack übersieht das gekonnt, nur um noch das letzte Rest an Geld in einen Golfplatz zu investieren, der zum Scheitern verurteilt scheint.

Gegen Ende des Buches vermittelt die Geschichte einem, dass alles besser wird - aber ich konnte bis zum Schluss nicht mehr mit dieser egoistischen, selbstherrlichen Person warm werden. Normalerweise bin ich niemand, der Bücher weniger gerne mag, nur weil ich mir die Protagonisten nicht zu 100% gefallen, aber in diesem Fall war es doch so.

Dennoch ist der Schreibstil wieder wunderschön, die Wortwahl und sprachliche Gestaltung super schön, und erschafft vor den Augen die Szenerie so Detailgetreu, dass man sich fast schon wundern könnte, dass man das Gras nicht riechen und die Vögel nicht singen hören kann.

Was mich zuletzt noch sehr verwundert, ist die Einschätzung von Paul Torday auf der Rückseite des Buches. "Absolut witzig" bezeichnet er die Geschichte; Offensichtlich haben wir beide völlig verschiedene Vorstellungen von Humor, denn in meinen Augen ist die Geschichte alles, aber nicht witzig?! Lachen oder kichern musste ich an keiner einzigen Stelle...


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