Prinzessin_Brambilla

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668 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 18 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, freundschaft, fantasie, michael ende

Die unendliche Geschichte

Michael Ende
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.05.2010
ISBN 9783551359353
Genre: Jugendbuch

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(181)

433 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 72 Rezensionen

tod, trauer, liebe, krebs, freundschaft

Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Donna Freitas , Christine Gallus
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Gabriel ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.08.2012
ISBN 9783522303125
Genre: Jugendbuch

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(154)

210 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 81 Rezensionen

dystopie, haus, méto, jungen, jugendbuch

Méto - Das Haus

Yves Grevet , Stephanie Singh
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2012
ISBN 9783423625142
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„An das, was vorher war, kann ich mich nicht erinnern. Ich erinnere mich nur an Kälte, Dunkelheit und üble Gerüche. Beim bloßen Gedanken daran wird mir noch nach all den Jahren schlecht. Ich weiß nur, dass es hier besser ist.“

Méto lebt in vollkommener Unwissenheit. Seine Vergangenheit liegt im Dunkeln, ebenso wie sein Weg in die Zukunft, der beginnt, sobald er eine bestimmte Körpergröße erreicht hat. Bis dahin lebt er zusammen mit 63 anderen Jungen eingesperrt in einem Haus auf einer Insel. Abgeschottet, überwacht, gehorsam. Die Jungen bekommen von den Cäsaren, ihren Lehren und Aufpassern, Krafttraining, Kampfunterricht und erlernen die Grundlagen des Ackerbaus. Die wenige Freizeit hat ihren Namen kaum verdient: Unzähligen Regeln und Verboten müssen die Jungen Folge leisten, sonst droht der Ohrfeigenkreis oder die Kühlkammer.

„Das Kalte Zimmer ist nur schwach beleuchtet. Anfangs wirkt es gar nicht so kalt. Doch bei dem Versuch, seine Temperatur von 37,5° aufrechtzuerhalten, verliert der Körper viel Energie.“

Was es mit dem Ganzen auf sich hat, weiß der Leser ebensowenig wie Méto selbst – weshalb man sofort in die Geschichte gezogen wird. Informationen gibt es jedoch nur häppchenweise. Als Méto einen Neuankömmling betreuen und ihn mit dem streng geregelten Alltag vertraut machen muss, beginnt er, Fragen zu stellen – im Stillen, versteht sich. Denn so viel ist klar: Wer aufmuckt, wird aus dem Weg geräumt. Allmählich durchschaut Méto die Methoden, von den Propagandafilmen bis zum Schlafmittel im Trinkwasser. Doch wem kann er sich anvertrauen? Ist er in der Lage, etwas zu verändern?

Auf den ersten Blick hat der französische Schriftsteller Yves Grevet eine spannende Geschichte für Jugendliche geschrieben. Doch das allein wird dem Roman nicht gerecht. Die beängstigende und beklemmende Situation im Haus spiegelt sich in der distanzierten und kühlen Erzählstimme Métos wider und wird für den Leser dadurch deutlich spürbar. Die wenigen Seiten reichen aus, um die Grausamkeit eines totalitären Systems zu veranschaulichen – und macht es dadurch greifbarer als so manches Geschichtsbuch. Nicht zuletzt deshalb, weil der Erzählrahmen zunächst ausschließlich auf das Haus beschränkt ist und damit die Komplexität einer ganzen Gesellschaft ausgeklammert wird. Beschrieben wird keine „Alles oder nichts“-Rebellion, wie in vielen anderen Dystopien, sondern ein langsames Herantasten und Verstehen, das in den Folgebänden „Die Insel“ und „Die Welt“, die im Oktober und April erscheinen, fortgeführt wird. Das macht den Auftakt der Trilogie zu einem sehr spannenden und wichtigen Buch und bekommt dafür eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Eine Rezension von textnase.de

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(64)

118 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

shakespeare, familie, schwestern, krebs, liebe

Die Shakespeare-Schwestern

Eleanor Brown , Christel Dormagen , Brigitte Heinrich
Flexibler Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 20.05.2012
ISBN 9783458358350
Genre: Romane

Rezension:

„Wir alle haben Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Wir sagen, wir seien zu dick, zu hässlich, zu alt oder zu dumm. Wir erzählen uns diese Geschichten, weil sie uns erlauben, unser Tun zu entschuldigen, und sie erlauben uns, die Verantwortung für unser Handeln abzuschieben – vielleicht an etwas, über das wir die Kontrolle haben, aber mit Entscheidungen, die wir einmal getroffen haben, soll es auf keinen Fall zu tun haben.“

Die drei Schwestern Rose, Bean und Cordy erzählen vor allem, dass sie sich nicht besonders mögen. Sie begründen diesen Zustand mit ihrer Verschiedenheit: Da ist Rose, mit ihren 33 Jahren die älteste der Schwestern, bodenständig und verantwortungsbewusst, den Fahrplan für die Zukunft immer in den Händen haltend. Bean, die schon immer Traumschlösser aus Glamour und Luxus gebaut hat und in New York zwischen teuren Clubs und Modeboutiquen lebt. Und schließlich das Nesthäkchen Cordy mit chronischem Peter-Pan-Syndrom, immer auf Durchreise und der Suche nach neuen Abenteuern.

Obwohl die Unterschiede so betont werden, fühlt man doch von Beginn an die tiefe Verbundenheit, die eine gemeinsam erlebte Kindheit ausmacht. Dies verstäkt nicht zuletzt die Erzählstimme: neben der personalen Perspektive, die jede Schwester in verschiedenen Lebensphasen fokussiert, bricht immer wieder ein „wir“ hervor. Die Schwestern erzählen gemeinsam die Geschichte ihrer Rückkehr nach Hause. Während des heißen Sommers in Barnwell, einer öden Kleinstadt im Mittleren Westen, müssen sie sich mit ihren vergangenen Entscheidungen auseinandersetzen und sich eingestehen, versagt zu haben – jede auf iher Art. Cordy ist schwanger und kennt nicht einmal den Namen des Vaters, Bean wurde gefeuert und ist hochverschuldet, Roses Pläne geraten ins Schwanken, als ihr Verlobter nach England geht – und doch müssen sich die drei zunächst zusammenreißen und sich um ihre krebskranke Mutter kümmern.

Trotz zahlreicher Probleme und vieler ungelöster Konflikte, die zu Beginn angedeutet werden, bleibt es eine durchgehend ruhige Geschichte, die sich nur langsam entfaltet. Was nach ausgelutschtem Stoff für eine Daily Soap klingt, entpuppt sich unerwartet zum Pageturner. Neugierig erkundet man die Abgründe, die die Schwestern dem Leser offenbaren, im Umgang mit der Familie jedoch im Verborgenen bleiben sollen. Kein Wunder, wenn man mit einem Vater aufgewachsen ist, der seine Gefühle nur in sperrigen Shakespeare-Zitaten ausdrücken kann. Überhaupt ist die Literatur und die Liebe zum Lesen auf den ersten Blick die einzige Gemeinsamkeit in der Familie.

„Wir glauben, in gewisser Weise haben wir das alle unser ganzes Leben lang gemacht – nach dem einen Buch gesucht, das uns den Schlüssel zu uns selbst in die Hand gibt, uns in eine fertig entwickelte Persönlichkeit schlüpfen lässt wie in ein möbliertes Zimmer, das man mieten kann. Als könnten wir hineinspazieren, uns umsehen und zu der grauhaarigen Vermieterin hinter uns sagen: 'Wir nehmen es.'“

Fertig entwickelte Persönlichkeiten bekommt man von Eleanor Brown nicht geboten. Und das ist auch gut so: Alle Figuren wirken mit ihren Schwächen und Ängsten so menschlich und authentisch, dass sich sicherlich jeder Leser an der ein oder anderen Stelle wiedererkennen wird. Umso spannender ist es, die Entwicklung der drei Schwestern zu beobachten, die alles daran setzen, um ihre Fehler wieder gut zu machen.

Eine Rezension von textnase.de.

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(89)

135 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

italien, mafia, familie, vergewaltigung, camorra

Der Duft von Erde und Zitronen

Margherita Oggero , Peter Klöss
Fester Einband: 312 Seiten
Erschienen bei DVA, 09.05.2012
ISBN 9783421045539
Genre: Romane

Rezension:

Italien beduetet nicht nur dolce vita. In ihrem Roman „Der Duft von Erde und Zitronen“ führt uns die Autorin Margherita Oggero ein Gesellschaftsbild vor Augen, das mit Süße und Leichtigkeit nicht mehr viel zu tun hat. Ausgangspunkt ist eine kleine Wohnung in Norditalien, in der die dreizehnjährige Imma eingesperrt ist. Eingepfercht in kurze Kapitel erzählt sie von ihrem tristen Alltag bei ihrer Extante Rosaria. „Die Tage sind wie Schnecken, die immer gleiche Schleimspuren zurücklassen“. Ihr einziger Höhepunkt ist der Blick aus dem Fenster und die „steinerne Stunde“ – wenn die Welt für einen kurzen Augenblick still steht.

Neben Immas Blick auf die Gegenwart wird langsam und ausführlich die Geschichte der Familie Schiano aufgerollt, die in einem kleinen Dorf in der Nähe von Neapel lebt. Man begegnet mamma Assunta, die liebevoll und mit viel Temperament die Familie zusammenhält, deren Meinung außerhalb ihres Hauses jedoch nicht zählt. Die Schianos zeigen exemplarisch die gesellschaftliche Rückständigkeit auf, geprägt von festgefahrenen familiären und archaischen Strukturen, die kaum Freiraum für eine individuelle Lebensführung lassen. Dazu kommt eine Dorfgemeinschaft, die von den Machenschaften der Mafia beherrscht ist. Letzteres wird zwar sehr eindringlich, aber dennoch oberflächlich geschildert. So ist glücklicherweise die Gefahr gebannt, in Klischees abzudriften.

Bis der Leser versteht, wie die Schianos mit Imma verbunden sind und wieso das Mädchen überhaupt eingesperrt ist, müssen viele Seiten verschlungen werden. Doch genau das macht den Reiz des Romans aus: Jedes Kapitel ist Teil eines Puzzles, das sich nach und nach zusammen fügt und Ordnung in das anfängliche Chaos aus Perspektiven, Namen und Zeiten bringt. Ebenso gemächlich entwickeln sich die Figuren – besonders die Frauen – und werden dadurch nicht nur interessanter, sondern auch glaubwürdiger in ihrem Handeln, das sich zunehmend gegen die Konventionen richtet. Damit gewinnt die Geschichte ordentlich an Spannung – allerdings nur, wenn man vorher den Klappentext nicht liest. Der verrät nämlich bereits im zweiten Satz die Auflösung des Buches und verdirbt gehörig den Spaß an der Lektüre. Wer sich das jedoch erspart, kann sich voll und ganz einer mitreißenden Familiengeschichte hingeben, die Italien von einer Seite fernab der Urlaubsidylle präsentiert.

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Tags: familiengeschichte, frauen, italien, mafia, verbrechen   (5)
 

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456 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 48 Rezensionen

paris, liebe, lektor, restaurant, buch

Das Lächeln der Frauen

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag , 22.10.2010
ISBN 9783851791440
Genre: Romane

Rezension:

Aurélie ist eine junge Frau aus Paris, die man einfach gern haben muss. Sie klebt schöne Gedanken an die Wand, pflanzt Blumen, wenn sie schlechte Laune hat, und erzählt in Nicolas Barreaus Roman „Das Lächeln der Frauen“, wie sie von einem Buch gerettet wurde – obwohl sie eigentlich gar nicht liest.

„Wenn ich die Wahl habe, mache ich am Ende doch lieber einen langen Spaziergang oder ich backe eine Aprikosentarte, und der wunderbare Duft aus diesem Gemisch aus Mehl, Butter, Vanille, Eiern, Früchten und Sahne, der dann durch die Wohnung zieht, ist es, der meine Phantasie beflügelt und mich zum Träumen bringt.“

Das ändert sich, als sie zufällig auf einen Roman stößt, der nicht nur ihr kleines Restaurant mit den karierten Tischdecken, sondern auch sie selbst in ihrem Lieblingskleid beschreibt. Was nun beginnt, ist die hatnäckige Suche nach dem medienscheuen Autor aus England, die sie mal plappernd, mal poetisch schildert. Immer wieder werden winzige Vorschauen auf den weiteren Verlauf der Geschichte eingeschoben, ganz so, als würde eine gute Freundin bei einem Cappuccino spannende Neuigkeiten erzählen und könnte sich einige Details nicht bis zum Schluss aufheben.

Nicolas Barreau hat einen Roman zum Genießen geschrieben. Gutes Essen, ein Spaziergang bei Sonnenschein, beflügelnde Musik – all die kleinen Freuden haben einen hohen Stellenwert in der Geschichte und gewinnen durch die Perspektive der lebensfrohen Aurélie zusätzlich an Bedeutung. Die Liebe zum Lesen darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Mit der Figur André, dem zuständigen Lektor von Aurélies Lieblingsbuch, bekommt man einen kleinen Eindruck vom gegenwärtigen Literaturbetrieb. Nicht ohne Selbstironie und äußerst humorvoll wird vom vergesslichen Verleger bis hin zum nie erreichbaren Agenten sämtliches Personal der Verlagsbranche vorgestellt. Andrés Leben, das zu dem Zeitpunkt ohnehin schon anstrengend genug ist, wird schließlich endgültig durcheinander gebracht, als er einen Brief von Aurélie erhält, in dem sie Kontakt mit ihrem Autor aufnehmen will.

Der Weg, den die beiden Protagonisten einschlagen, ist schnell klar. Er ist zwar durchaus ein wenig holprig, ein paar unerwartete Kurven und Richtungswechsel hätten der Geschichte jedoch gut getan. Trotzdem ist es ein leichtes und schönes Buch, das ruckzuck durchgelesen ist.

Eine Rezension von Textnase.de

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(145)

203 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

krebs, liebe, tod, krankheit, amsterdam

The Fault in Our Stars

John Green
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 10.01.2012
ISBN 9780525478812
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe ein Regal of Fame für besondere Bücher. Die meisten davon lagen schon mehr als einmal auf dem Nachttisch. Seit Kurzem findet auch „The Fault in Our Stars“ von John Green in meinem persönlichen Best of seinen Platz – ein Buch, das man wegen seiner schweren Thematik eigentlich gar nicht lesen möchte. Es ist die Geschichte der 16-jährigen Hazel, die ebenso wie ihre wenigen Freunde an Krebs erkrankt ist. Das klingt grausam und deprimierend. Ist es aber nicht.

„It’s not a cancer book, because cancer books suck.“

Hazel hat sich mit ihrem Tod abgefunden. Sie weiß schon lange, dass sie nicht mehr gesund wird und alles nur noch eine Frage der Zeit ist. Nur ihren Eltern zuliebe geht sie zur Selbsthilfegruppe und begegnet dort schließlich August – einem intelligenten, gutaussehenden Jungen, der zwar ein Bein, nicht aber seine Lebensfreude verloren hat. Gemeinsam stürzen sie sich in ein unvergessliches Abenteuer und reisen zum Autor von Hazels Lieblingsbuch, um endlich zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht.

„You have a choice in this world, I believe, about how to tell sad stories, and we made the funny choice.“

John Green hat sich die ganz großen Themen vorgenommen – Liebe und Schmerz, Tod und Verlust. Sogar in existenzphilosphische Höhen wagt er sich, wenn seine Figuren über die Notwendigkeit diskutieren, Spuren im Leben zu hinterlassen. Das alles gelingt ihm ungekünstelt und absolut überzeugend, ohne den Leser dabei mit der Wucht der Themen zu erdrücken. Mit seiner frechen, sarkastischen Erzählerin, den ausnahmslos starken Charakteren und den erfrischenden Dialogen bringt er unglaublich viel Witz, Komik und Leichtigkeit in das Geschehen. Die Intensität, mit der Hazels harter Alltag ebenso geschildert wird wie der Zauber der ersten Liebe, macht den Roman zu einem packenden Leseerlebnis, das noch lange nachklingt. Am Ende bleibt ein ganzer Schatz an wunderschönen, wahren Worten. Und das Gefühl, die Welt wieder ein kleines bisschen besser zu verstehen.

„Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book. And then there are books (…) which you can’t tell people about, books so special an rare and yours that advertising your affection feels like a betrayal.“

„The Fault in Our Stars“ ist für mich ein Buch der ersten Kategorie, auch wenn jeder seine ganz eigene, prsönliche Erkenntnis aus der Lektüre ziehen wird. Auf Deutsch erscheint es am 30. Juli unter dem Titel „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ im Hanser Verlag.

Eine Rezension von textnase.de

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die geniale Janosch-Bäckerei

JANOSCH
Fester Einband: 63 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 06.09.2011
ISBN 9783407730268
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Einmal hatte der Tiger noch eine Tafel Schokolade übrig. Die hat er gehackt und in den Teig gerührt... und es nicht bereut!“

Die meisten Koch- und Backbücher werden gekauft, einmal lüstern durchgeblättert und dann zum Verstauben ins Regal gestellt. Man macht ja doch immer das Gleiche – das gelingt wenigstens auch! Ganz anders verhält es sich aber, wenn ein preisgekrönter Illustrator und Schriftsteller die Sache in die Hand nimmt. „Die geniale Janosch-Bäckerei“ macht nicht nur wegen ihrer Rezepte süchtig – die Aufmachung ist so schön, dass man gar nicht anders kann, als Seite um Seite immer wieder anzuschauen.

Günter Kastenfrosch und Co präsentieren darin nicht einfach nur Kuchen und Plätzchen. Gebacken werden Brummbärbraune Bärentatzen, Liebeskekse oder Zauberhafte Zimtwölkchen. Dazwischen finden sich großartige Zeichnungen von altbekannten Figuren und typische Janosch-Ratschläge für's Leben: „Seid glücklich und freut euch! Auch wenn es regnet“. Manchmal wird sogar die Herkunft des Rezepts preisgegeben: „Dieses Rezept haftete eines Morgens an den Rädern der Tigerente. Warum, ist nicht bekannt. Manches passiert eben einfach so“.

Obwohl in dem Buch keine Geschichte erzählt wird, kommt Janoschs Witz und Charme auf jeder Seite zum Ausdruck. „Die geniale Janosch-Bäckerei“ ist ein tolles Buch zum Verschenken und richtet sich keineswegs speziell an ein jüngeres Publikum. Die Rezepte reichen von deftig bis süß, bekannt bis ausgefallen und sind in jedem Fall sehr, sehr lecker.

„Zufrieden oder nicht zufrieden? Dem Meister stellt sich die Frage nicht.“

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1.595 Bibliotheken, 19 Leser, 9 Gruppen, 223 Rezensionen

paris, liebe, revenants, fantasy, vincent

Von der Nacht verzaubert

Amy Plum , Ulrike Brauns
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Loewe, 26.03.2012
ISBN 9783785570425
Genre: Fantasy

Rezension:

Man kennt das ja: Ein introvertiertes Mädchen zieht in eine neue Stadt und trifft dort den perfekten Typen, der sich auf den ersten Blick unsterblich verliebt. Meistens ist er zudem ein Vampir, Engel oder Werwolf. Seit dem Erfolg der Twilight-Saga gibt es unzählige Bücher, die nach dem gleichen Schema verlaufen – und trotzdem immer wieder funktionieren. „Von der Nacht verzaubert“ von Amy Plum ist ein weiterer Beweis dafür.

Das Mädchen heißt in diesem Fall Kate, die nach dem Tod ihrer Eltern gemeinsam mit ihrer Schwester zu den Großeltern nach Paris zieht. Der Traumprinz ist Vincent, ein Revenant: „So eine Art untoter Monsterschutzengel, der durch Paris rennt und anderen Menschen das Leben rettet“. Für die Selbstironie gibt es den ersten Pluspunkt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte, Kribbelfaktor inklusive. Gut gewählt ist das sommerliche Paris als Handlungsort, der durch die atmosphärischen und blumigen Beschreibungen Fernweh und Frühlingsgefühle gleichermaßen weckt. Doch natürlich gibt es auch bei den beiden Anlaufschwierigkeiten. So kann sich Kate nicht erklären, wieso Vincent ausgerechnet sie so toll findet – er selbst ist schließlich perfekt.

Objektiv betrachtet gibt es durchaus ein paar Dinge an Vincent, die nicht gerade für ein glückliches Beziehungsleben sprechen. Zum Beispiel die Tatsache, dass sein Körper einmal im Monat wie tot im Bett liegt, während sein Geist umherschwebt und mit anderen Revenants kommuniziert. Eigentlich Grund genug, um bei Müttern und besten Freundinnen die Alarmglocken schrillen zu lassen und zu intervenieren. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die guten Revenants mit bösen Wiedergängern im Krieg befinden. Plötzlich werden keine Küsse mehr gestohlen, sondern Köpfe abgehackt. Nicht, dass derartig brutale Übergriffe nach den Hungerspielen noch Entsetzen hervorrufen würden. Doch das jähe Umschalten vom Romantik- auf den Gewalt-Modus kommt zu überraschend. Das Blut ist in Gedanken noch gar nicht getrocknet, als Vincent schon zum romantischen Finalschlag ansetzt. Aber so funktioniert eben des Genre: Der unwiderstehliche Untote muss sich erst als Held beweisen, bevor er die Gunst seiner Holden gewinnt. Ein bisschen Action dazwischen muss sein, auch wenn das Gekribbel den Reiz der Lektüre ausmacht. Denn letzendlich sind es doch die Edwards und Vincents, die die Herzen der Leserinnen jedes Mal wieder höher schlagen lassen...

Eine Rezension von textnase.de

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707 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 144 Rezensionen

zirkus, magie, liebe, fantasy, celia

Der Nachtzirkus

Erin Morgenstern , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 15.03.2012
ISBN 9783550088742
Genre: Fantasy

Rezension:

In manchen Büchern fühlt man sich wohl. Besonders wenn draußen der Himmel und drinnen der Bauch grummelt, wirkt die passende Lektüre wie Hühnersuppe: man spürt die Wärme, entspannt sich und vergisst für einen Moment das Donnerwetter. Genau so funktioniert „ Der Nachtzirkus“, der Debütroman von Erin Morgenstern.

Niemand weiß, wann und wo der Zirkus auftaucht. Doch wenn er da ist, können seine Besucher „dem Alltag entschlüpfen und in eine andere Welt spazieren“ - allerdings erst nach Sonnenuntergang. Es ist eine Welt in schwarzweiß. Keine Show, sondern ein ganzes Dorf von Zelten, das erkundet werden will. Genau wie die Geschichte selbst: Zeit und Ort wechseln ständig, Figuren in und um den Zirkus werden vorgestellt, deren Bedeutung für das Geschehen man zunächst nur erahnen kann. Schnell wird jedoch klar, dass der Zirkus mehr ist, als ein Ort zum Träumen und Lustwandeln. Er ist der Austragungsort für einen jahrzehntelangen Wettstreit zwischen zwei Magiern, die jeweils einen Lehrling ins Rennen geschickt haben. Marco und Celia sind es bald Leid, sich beim Erschaffen neuer Zelte fortwährend zu übertreffen. Doch nur einer von beiden kann gewinnen. Und das bringt den Zirkus mitsamt seiner Besetzung zunehmend in Gefahr.

„Der Nachtzirkus“ ist ein Roman der leisen Töne. Der Erzähler geht mit den Figuren auf Distanz und gibt nur selten ihre Gedanken preis. Diese Außensicht erzeugt eine subtile Spannung, ein leichtes Brodeln, das sich im Laufe der Geschichte steigert. Bis zum Höhepunkt bleibt aber genug Zeit, um sich den Düften von Zimtschnecken und Karamelläpfeln hinzugeben oder das Wolkenlabyrinth zu erkunden. Besonders eindringlich sind dabei die kurzen Passagen in der seltenen Du-Perspektive, die schon fast hypnotisch erscheinen:

„Du gehst nach oben und stößt auf eine Falltür in der Decke.
Sie öffnet sich zu einem Raum voll mit Federn, die abwärtsflattern. Wenn du hindurchgehst, fallen sie wie Schnee auf die Tür im Boden und verdecken sie.
Es gibt sechs identische Türen. Du wählst eine beliebige aus, ein paar Federn flattern hinter dir her.
Beim Betreten des nächsten Raums schlägt dir überwältigender Kiefernduft entgegen, du befindest dich in einem Wald mit immergrünen Bäumen. Nur sind die Bäume nicht grün, sondern hell und weiß. Sie leuchten im Dunkel, das sie umgibt.“

Am Ende bleibt nur der Wunsch offen, so einen Ort voller Phantasie tatsächlich erleben zu dürfen. Doch selbst hier bekommt der Leser Trost von der Figur Friedrick Thiessen, einem deutschen Uhrmacher, der eine Kolumne über den Zirkus schreibt:

„Ich verstehe mich weniger als Schriftsteller denn als jemanden, der ein Tor öffnet, einen indirekten Weg, auf dem die Leser zum Zirkus gelangen. Ich vermittle es durch gedruckte Worte auf zerknittertem Zeitungspapier, Worte, die sie immer wieder lesen könen, um so, wann immer sie wollen, zum Zirkus zurückzukehren, ganz gleich, um welche Tagseszeit oder von welchem Ort aus. Worte, die sie nach Belieben dorthin befördern. So gesagt, klingt es doch wie Magie, oder?“

Ohja, das tut es.

Eine Rezension von textnase.de

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138 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 42 Rezensionen

dystopie, 80er, computerspiel, oasis, computerspiele

Ready Player One

Ernest Cline , Hannes Riffel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 26.03.2012
ISBN 9783764530907
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Realität wird überbewertet. In einer Zeit, die von Klimakatastrophen, Armut und einer globalen Energiekrise überschattet wird, flüchtet sich der Teenager Wade Watts wie die meisten Menschen an den einzig lebenswerten Ort: das Online Multiplayer Game OASIS. Dort geht sein Avatar Parzival zur Schule, trifft sich mit Freunden und lebt einen stinknormalen, virtuellen Alltag. Das ändert sich jedoch schlagartig, als Halliday, der Erfinder des Spieles, stirbt und ein millionenschweres Erbe hinterlässt. Laut Testament seht es demjenigen zu, der als erster drei versteckte Schlüssel in OASIS findet. Fünf Jahre lang passiert nichts. Bis Wade den ersten Schlüssel aufspürt und eine Hetzjagd auf Leben und Tod beginnt.

Parzival wird zu einer Berühmtheit und bald nicht nur von Anhängern verehrt. Das mächtige Unternehmen Innovative Online Industries will das Spiel für sich vereinnahmen und verfolgt und bedroht sowohl Parzival als auch Wade. Virtuelle und reelle Wirklichkeit vermischen sich zusehens. Dennoch bleibt der Fokus der Geschichte auf die parallele Computerwelt gerichtet. Damit bleibt der Erzähler konsequent und unerstreicht, welch untergeordnete Rolle die Realität für den Protagonisten spielt.

Ernest Cline nimmt uns nicht nur mit auf eine Reise voller Highscores, Quests und Endgegner. „Ready Player One“ ist zudem eine Hommage an die 80er Jahre – auch wenn der Roman im Jahr 2044 angesiedelt ist. Popkulturelle Bezüge sind immer präsent, egal ob aus dem Bereich Film, Musik oder Computerspiel. Die Mischung aus Science-Fiction und Retro harmoniert erstaunlich gut, wird an manchen Stellen durch zu viel Nammedropping jedoch ein wenig überstrapaziert.

Bemerkenswert und besonders ist, dass die Geschichte auch funktioniert, wenn der Leser abgesehen vom Fischefüttern auf Facebook nichts mit Copmuterspielen am Hut hat. In diesem Fall liest das Buch sich wie ein weiterer dystopischer Roman, der sich jedoch durch seine Originalität deutlich von den anderen Werken des Genres unterscheidet, die momentan die Bücherregale füllen. Schließlich ist die Spielewelt der Erzählrahmen für die klassischen, großen Themen: Abenteuer, Machtkämpfe, Freundschaft und ein bisschen Liebe. Kurzum: durch und durch solide Unterhaltung, besonders zu empfehlen für Nerds, Spielefreaks, Freunde und Kinder der 80er Jahre.

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

frankreich, bürgermeister, dorf, engländer, hilfe

Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf

Julia Stagg , Angelika Naujokat
Fester Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 22.02.2012
ISBN 9783455403435
Genre: Romane

Rezension:

Willkommen in Fogas! Einem kleinen, französischen Dorf in den Pyrenäen, wo zu jedem vegetarischen Gericht noch eine Handvoll Speck gehört und die Rathausuhr im Winter eine Stunde nachgeht, damit sie keinen Schaden durch das Umstellen nimmt. Das Leben der Einwohner ist ruhig und beschaulich, wenn man von kleinen kommunalpolitischen Machtkämpfen und dem gelegentlichen Ausbruch des Stieres absieht. Doch dann der Skandal: das einzige Restaurant im Ort wurde verkauft. An Engländer! Humorvoll und warmherzig erzählt Julia Stagg in ihrem ersten Roman „Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf“ wie das idyllische Landleben der Dorfbewohner durch eine Veränderung völlig außer Kontrolle gerät.

Die Erzählstimme springt dabei von einer Figur zur nächsten. Somit steht nicht unbedingt das englische Paar und ihr Neubeginn im Vordergund. Vielmehr wird durch die zahlreichen Blickwinkel die Schrulligkeit des Dorfes charakterisiert. Da ist der intrigante Bürgermeister Papon, der das Restaurant von Anfang an in den Händen seines Schwagers sehen wollte und es den beiden nun so schwer wie möglich macht. Die streng gläubige Véronique, die sich in jeder freien Minute mit den Schriften von Karl Marx abmüht, um ihren Traummann endlich näher zu kommen. Ihre Mutter Annie mit dem schlecht sitzenden Gebiss, die nach jahrelanger Passivität wieder am Gemeindeleben teilnimmt und einen Widerstand gegen die krummen Machenschaften des Bürgermeisters anzettelt. Und schließlich haben selbst Katze Tomate und Jacques, der im wörtlichen Sinne gute Geist von Fogas, ihren festen Platz in der Dorfgemeinschaft und spielen eine nicht unwesentliche Rolle.

„Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf“ ist ein amüsanter, leichter Roman mit gelungenem französischen Flair. Was leider fehlt, sind überraschende Wendungen oder unvorhersehbare Entwicklungen in der Geschichte. Wer den Film Chocolat gesehen hat, dem wird beim Lesen vieles bekannt vorkommen. Zu oft werden die Vermutungen des Lesers bestätigt oder auf gängige Klischees zurückgegriffen. Das enttäuscht auf Dauer, vor allem am Schluss. Wer sich davon jedoch nicht stören lässt und nach einem erheiternden Büchlein für ein oder zwei gemütliche Nachmittage sucht, der ist mit Staggs Debüt auf jeden Fall gut beraten.

Eine Rezension von www.textnase.de

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(23)

35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

kurzgeschichten, twitter, tiny tales, short-stories

Auf die Länge kommt es an

Florian Meimberg
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.10.2011
ISBN 9783596192373
Genre: Sachbücher

Rezension:

Lesen kostet unglaublich viel Zeit. In den besten Fällen ist diese zwar gut investiert – schließlich genießt man es als Leser, in eine Geschichte einzutauchen, spannende Charaktere bei ihren Abenteuern zu begleiten und sich von einer ausgefeilten Sprache bezaubern zu lassen. Trotzdem muss der 500-seitige Schmöker im Regal häufig erst eine feine Staubschicht ansetzen, ehe man sich der Lektüre in aller Ruhe widmen kann. Natürlich gibt es da noch die Kurzgeschichten, aber selbst die sind meist zu lang für nur eine U-Bahn-Station oder eine schnelle Zigarette auf dem Balkon. Wie kurz kann Literatur sein? Florian Meimberg genügen 140 Zeichen. Im Tweet-Format schreibt er Psychothriller, Liebesgeschichten und historische Romane. Gesammelt sind sie in in seinem Buch „Auf die Länge kommt es an.“

Dass auch mit wenigen Worten große Geschichten erzählt werden können, hat bereits Ernest Hemingway mit seiner berühmten Six Words Story bewiesen:

„For sale: baby shoes, never worn.“

Ein Satz genügt und das Kopfkino läuft auf Hochtouren, flaues Gefühl im Bauch inklusive. Ähnlich funktionieren die mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Twitter-Geschichten von Florian Meimberg. Drei Sätze, ein Spannungsboden und der überraschende Hähepunkt am Ende reichen aus, um ein befriedigendes Leseerlebnis zu erzeugen. Wie das möglich ist? Blogger Sascha Lobo bringt es in seinem Vorwort auf den Punkt: „Aber was, wenn die wichtigste Zutat einer Geschichte gar nicht die Geschichte selbst wäre? Sondern das, was sie in uns auslöst?“ Jede der Winzgeschichten transportiert ein Gefühl, bringt den Leser zum Schmunzeln oder sorgt dafür, dass es einem eiskalt den Rücken runter läuft.

„’Du dachtest, ich sei tot? Think again, Sweetheart!’, höhnten die bunten Buchstaben. Keuchend starrte Marie auf die Kühlschrankmagneten.“

Meimberg lässt dabei kaum ein Thema unberührt. Am wohlsten fühlt er sich im Bereich Science Fiction und Horror, tragische Liebesgeschichten bleiben jedoch auch nicht unerwähnt:

„Linus verschlang die unbekannte Schöne mit den Augen. Die Traumfrau, die er niemals haben würde. Weil sie in die Pinguingruppe ging.“

Man begegnet Angela Merkel, Da Vinci, Hitlers Mutter und Jesus, reist in die Zukunft und Vergangenheit, und das alles in Sekundenschnelle. Natürlich sind nicht alle Geschichten gleich stark und ich rate dringend davon ab, zu viele auf einmal zu lesen (was sehr schwer fällt, wenn man erst einmal damit angefangen hat). Dennoch ist es schlichtweg beeindruckend, welche Wirkung mit so wenigen Worten erzielt werden kann. Ein Buch für Leute, die gerne lesen, für Leute, die gar nicht lesen und eine Bereicherung für jedes WG-Klo.

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zeitreise, bamberg, liebe, hexen, hexenverbrennung

Purpurmond

Heike Eva Schmidt
Fester Einband: 351 Seiten
Erschienen bei PAN, 01.03.2012
ISBN 9783426283660
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn ein 17-jähriges Mädchen von Berlin nach Bamberg zieht, kann man sich die Reaktion darauf gut vorstellen: ziemlich anti. Im Gegensatz zur Hauptstadt bleibt es eben nur das Kaff in der Provinz, trotz Weltkulturerbe, malerischer Altstadt und Brauereiendichte. „Was das anging, war mein Vater in Bamberg, das mit seinen neun Brauereien als die fränkische Bierstadt galt, genau richtig. Ich aber hasste Bier. Genau wie Bamberg.“ Interessant wird es jedoch, wenn Caitlin, eben dieses Mädchen, wegen eines verfluchten Halsschmuckes durch die Zeit reist und die Stadt im Jahr 1630 kennenlernt – Dreck, Gestank und Hexenverbrennung inklusive. Heike Eva Schmidt ist mit „Purpurmond“ ein unterhaltsamer Jugendroman gelungen, spannend und gefühlvoll, der vor allem mit einem Mix verschiedener Genres und viel Wortwitz punktet.

Der Leser begleitet nicht nur Cat, die nach ihrer kleinen Zeitreise feststellen muss, dass ihre Chucks mächtig in Mitleidenschaft gezogen wurden und zudem der Halsreif immer enger wird. Er lernt außerdem die gleichaltrige Dorothea aus dem Jahr 1630 kennen, die sich aus Liebe zu dessen Sohn weigert, den obersten Richter Bambergs zu heiraten und nun den Scheiterhaufen fürchtet. So liest sich die Geschichte stellenweise wie ein historischer Roman, was durch die kontrastierte Ausdrucksweise noch unterstrichen wird. Während Cat flapsig-jugendlich daher kommt, ist die Sprache in Dorotheas Zeit entsprechend angepasst, ohne jedoch hölzern zu wirken. Umso witzigere Momente und Dialoge entstehen, als Cat wieder in die Vergangenheit reist und beide Welten aufeinander treffen: „'Was ist sein Begehr?' Oh man, dachte ich, müssen die alle immer so geschwollen daherreden?“ Zusammen mit Dorotheas Bruder Jakob, der zwar verdammt gut aussieht, aber leider ein Mönch ist, versucht Cat, ihr eigenes und Dorotheas Leben zu retten, bringt sich dabei immer wieder in unmögliche und komische Situationen und sieht das scheinbar idyllische Bamberg am Ende mit anderen Augen.

Was nicht ganz so gut funktioniert, sind die Fantasy-Elemente. Da Magie ausschließlich im Zusammenhang mit dem Halsreif und der Zeitreise ausgeübt wird, sind der Professor, der den Kontakt zur letzten lebenden Hexe in Bamberg herstellt, das geheimnisvolle Stück Leder, das immer wieder verschwindet und willkürlich wieder auftaucht und die Art und Weise, wie Cat überhaupt erst an den Halsschmuck kommt, nicht vollkommen überzeugend. Auch die zahlreichen Vergleiche und Bilder, die einen wesentlichen Bestandteil von Schmidts Erzählstil ausmachen, treten an einigen Stellen zu gehäuft auf und lenken eher von der Geschichte ab, als sie zu veranschaulichen. Nichtsdestotrotz macht die Mischung aus frechem Mädchenroman, Fantasy und historischem Roman schlichtweg Spaß und bereitet auch den älteren Mädchen unter uns noch vergnügliche Lesestunden!

www.textnase.de

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guernsey, briefroman, england, liebe, freundschaft

Deine Juliet

Mary Ann Shaffer
Fester Einband
Erschienen bei Kindler
ISBN 9783463405247
Genre: Liebesromane

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ella, london, signor bisotti, nonna, kilvenny

Der Zauber von Santa Rosa

Babs Horton , Katharina Kramp
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 01.01.2010
ISBN 9783404163908
Genre: Romane

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fantasy, literatur, bücher, humor, thursday next

Thursday Next: In einem anderen Buch

Jasper Fforde , Joachim Stern
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2011
ISBN 9783423212946
Genre: Science-Fiction

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england, bibliothek, die große bibliothek, buchwelt, parallelwelt

Im Brunnen der Manuskripte

Jasper Fforde
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Deutscher Taschenbuch Verlag, 01.07.2011
ISBN B005AEPA9M
Genre: Fantasy

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farben, dystopie, liebe, jasper fforde, eddie russett

Grau

Jasper Fforde , Thomas Stegers
Fester Einband: 490 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 30.08.2011
ISBN 9783821861401
Genre: Science-Fiction

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liebe, wörterbuch, beziehung, betrug, gefühle

Das Wörterbuch der Liebenden

David Levithan , Andreas Steinhöfel
Fester Einband: 211 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 11.08.2010
ISBN 9783862200047
Genre: Romane

Rezension:

Mosaik der Gefühle

„love, n. Liebe, f. Das versuche ich gar nicht erst.“ David Levithan definiert die Liebe nicht. Er hat auch keinen Beziehungsberater für Paare geschrieben, die auf der Suche nach dem Funken sind, der das Feuer ihrer Leidenschaft wieder zum lodern bringt. „Das Wörterbuch der Liebenden“ ist ein Roman mit einem ganz und gar konventionellen Plot: Mann und Frau lernen sich kennen, lieben, beginnen ein gemeinsames Leben, werden ein Spiegel des Glücks, der durch einen Seitensprung einen Sprung bekommt. Lediglich die Darstellung der Geschichte scheint auf den ersten Blick außergewöhnlich: kurze, fragmenthafte Szenen reihen sich aneinander, nicht einmal chronologisch geordnet.

Dennoch gelingt es dem Autor innerhalb der kurzen Passagen mit nur wenigen Sätzen all das zu beschrieben, was die Liebe ausmacht. Atemberaubende Momente des Glücks weichen Augenblicken der Unsicherheit und Zweifel, die Vollkommenheit des Zusammenseins folgt verletzenden Streiteren, die wie aus dem Nichts beschworen wurden. Vielleicht ist es gerade die Sparsamkeit an Worten, die die Gefühle so lebendig werden lässt. Nahezu beschämend ist es für den Leser, sich in so vielen Szenen des Romans selbst zu entdecken, ganz als ob jemand die eigenen, geheimen Gedanken heraus schreien würde, die man nicht im Traum auszusprechen wagt.

„Das Wörterbuch der Liebenden“ ist daher, wie der Titel ankündigt, ein Buch für all jene, die sich in einer Beziehung befinden. Die eigentliche Geschichte gerät mehr und mehr in den Hintergrund, wenn man sich darauf einlässt, sein eigenes Verhalten in alltäglichen Situationen, die den Schilderungen des Romans gleichen, zu reflektieren, vielleicht auch zu überdenken. Es ist daher nicht unbedingt die Art von Lektüre, die man in einem Zug durchliest. Oft reichen schon einige Zeilen, bis man das Buch wieder aus der Hand legt und das Gelesene auf sich wirken lässt.

Schade und auch ein wenig störend ist der widerholt auftretende Bruch der Romanidylle, wenn der Erzähler die abstrakte Ebene, die zwischen dem Lemma und dem Artikel steht, verlässt, und sich bewusst mit dem Wort oder einem Buchstaben beschäftigt („x, n. Kommt es dir nicht merkwürdig vor, dass wir einen Buchstaben im Alphabet haben, den keiner benutzt?“). Derartige Passagen führen dazu, dass der Leser die Geschichte verlässt. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlimm – noch schöner, als über die Liebe zu lesen ist es schließlich, sie wirklich zu erleben...

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fantasy, liebe, märchen, abenteuer, butterblume

Die Brautprinzessin

William Goldman
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Cotta'sche, J. G., Buchhandlung Nachfolger GmbH, 01.06.2004
ISBN 9783608932263
Genre: Fantasy

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

humor, deutsch, schauspieler, david nicholls, theater

Ewig Zweiter

David Nicholls , Simone Jakob
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 04.03.2010
ISBN 9783453407930
Genre: Romane

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313 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

ukraine, familie, juden, vergangenheit, reise

Alles ist erleuchtet

Jonathan Safran Foer , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 20.02.2003
ISBN 9783462032178
Genre: Romane

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

england, schildkröte, maus, kanada, flugzeug

Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers

Jessica Grant , Thomas Mohr
Flexibler Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 14.04.2010
ISBN 9783442546664
Genre: Romane

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636 Bibliotheken, 11 Leser, 7 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, england, stolz, klassiker, jane austen

Stolz und Vorurteil

Jane Austen
Fester Einband: 467 Seiten
Erschienen bei Artemis & Winkler, 01.01.1999
ISBN 9783538054066
Genre: Klassiker

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