Leserpreis 2018

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109 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

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Doggerland – Fehltritt

Maria Adolfsson , Stefanie Werner
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 27.12.2018
ISBN 9783471351826
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Karen Eiken Hornby wird nach durchzechter Nacht zu einem Tatort gerufen. Das Opfer ist die Ex-Frau ihres Chefs, mit dem sie zuvor einen One-Night-Stand hatte. Sie wird Leiterin der Ermittlung und hangelt sich über die Vergangenheit der Familie des Opfers zum Täter.

Ich persönlich liebe Kriminalromane und ich liebe Skandinavienkrimis, aber dieser hier ist eine Enttäuschung. Mein größtes Problem ist allerdings, dass ich die Protagonistin nicht leiden kann. Sie suhlt sich ständig in Selbstmitleid und -vorwürfen. Zudem zeichnet sich von ihr ein Bild einer ungepflegten Frau mit dem Hang zum Alkoholismus. Ich habe es nicht geschafft, sie irgendwie zu respektieren, wobei sie mir auch nicht wirklich dabei geholfen hat. Ihre Ermittlungen sind gähnend langweilig und frei von jeglicher Raffinesse. Das restliche Ermittlerteam ist so gut wie gar nicht vorhanden und keiner von denen bleibt im Gedächtnis.

Der Plot war gut, die Umsetzung miserabel. 
        

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(58)

66 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Die Plotter

Un-Su Kim , Rainer Schmidt
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 23.11.2018
ISBN 9783958902329
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Ein Profikiller in Südkorea gerät auf die Liste seine Kollegen. Raeseng geboren in einem Müllcontainer, aufgewachsen in einer Bibliothek bei einem Mann, der Bestellungen für Auftragsmorde annimmt und ihn zu einem Killer ausgebildet hat, gerät selber in das Visier seiner Kollegen. Manchen Tags verfällt er in Depressionen, anderen Tags sehnt er sich nach einem normal bürgerlichen Leben und am nächsten Tag erledigt er seinen Auftrag ohne mit der Wimper zu zucken. Als er für einige Wochen untertauchen muss, arbeitet er in einer Fabrik und führt ein alltägliches Leben mit einer Frau, doch ein Gefühl von Verpflichtung und Schuldbegleichung dem Mann gegenüber, der ihn großzog, läßt ihn zurückkehren in das Leben auf Messers Schneide.

Die zeitliche Einordnung der Handlung fiel mir sehr schwer. Zunächst ging ich davon aus, dass wir uns unmittelbar nach der Teilung Koreas also etwa in den Sechzigern des 20. Jahrhunderts befinden, doch als dann vom Vietnamkrieg und Nachrichtensendungen aus den Siebzigern berichtet wird, datiere ich die Story in die 1980er Jahre, da keine modernen Kommunikationsmittel wie Handy oder Computer erwähnt werden.

Der Protagonist ist mir ans Herz gewachsen und ich fand ihn durchgehend sympathisch, trotz seines Metiers und trotz der skrupellosen Ermordung eines alten Mannes und dessen Hund am Anfang des Buches. Die Hierarchie dieser Auftragsmordmaschinerie war schwierig und ich bin nicht sicher, ob ich das mit Tracker und Plotter wirklich begriffen habe, aber ich empfand es nicht als störend.

Die Story ist teilweise so einfach und dann wieder so tiefsinnig, fast philosophisch, dass man darüber nachdenken muss. Zudem habe ich selten ein Buch dieses Genres mit soviel Text zwischen den Zeilen gelesen. Hier findet man auch viel politische Kritik.

Der Lesefluss war aufgrund des prägnanten Stils sehr gut und auch der Wiedereinstieg nach dem Weglegen war problemlos. Das Cover ist das beste, dass ich je gesehen habe, die Blutspritzer auf dem Buchschnitt sind großartig. 

Dieses Buch ist überaus empfehlenswert und lesenswert. Doch wer einen derben, brutalen Thriller erwartet, der einen atemlos macht und Gänsehaut beschert, der sollte etwas anderes lesen.
        

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

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Stieg Larssons Erbe

Jan Stocklassa , Ulrike Brauns
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 15.11.2018
ISBN 9783958902251
Genre: Sachbücher

Rezension:

          Über dieses Buch habe ich mich sehr gefreut und dementsprechend hoch die Erwartungen.

Ich habe mich jahrelang intensiv mit der Geschichte der RAF befasst und da gab es Verknüpfungen zum Palme-Mord über den ich mich dann auch soweit möglich informierte. Und da fängt die Kritik leider auch schon an, denn ist dieses Erbe von Stieg Larsson ohne Vorkenntnis kaum verständlich. Der Anfang ist sehr rasant und alles geht viel zu schnell. Da kommt man gedanklich kaum hinterher. Eben erst fiel der tödliche Schuß und schon ist jemand verhaftet. Auch die Wahl der zur Wahl stehenden Ermittlungsstellen wird schnell abgekanzelt. Insgesamt sind die Fakten und der Schluß einleuchtend und nachvollziehbar. Doch wer sich wirklich auch intensiv mit dem Mensch Olof Palme, seiner Haltung, seiner Politik und auch seinem Tod und den Ermittlungen befassen möchte, muss zuvor doch andere Literatur wählen, um dann dieser letztendlich genialen Recherche folgen zu können.
        

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Der Mann am Grund

Iva Procházková
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Braumüller Verlag, 01.10.2018
ISBN 9783992002221
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Kommissar Holinas erster Fall besteht in der Aufklärung des Mordes an dem Dreckschwein - einem Polizisten der ausschweifend Amtsmissbrauch begangen hat und nun auf dem Grund eines Stausees liegt. Es gibt viele Verdächtige, viele, die ihn gerne umgebracht hätten und ihn gerne tot sehen und viele persönliche Geschichten.

Die Story hatte ungemein viel Potential, doch leider wurde dies nicht genutzt. Die Charaktere mit ihren Erlebnissen hätten viel lebendiger und berührender dargestellt werden können, so dass man mit ihnen gefühlt hätte und so in die Story eingebunden gewesen wäre. Doch leider bin ich als Leser immer außen vor geblieben, außer im Prolog. Tatsächlich haben mich diese 16 Seiten begeistert, doch danach nichts mehr. Die Dialoge sind langweilig und alle Ereignisse nur ein Plätschern, statt sie zu einem Wasserfall zu machen, den sie verdient hätten. Der ermittelnde Protagonist bleibt völlig leblos und farblos. Es war mir als Leser schlichtweg egal, wohin er als nächstes geht und worum seine Gedanken kreisen. Nicht ein einziges Mal, wollte ich ihm durch Zuruf helfen. Auch nicht als ungefähr in der Mitte des Buches klar war, wer den Mord begangen hat. Das Motiv ist leider auch so unspektakulär, da waren bessere im Angebot.

Für mich persönlich waren dann noch die Namen und Orte schwierig, was sich leider bis zum Ende durchgezogen hat. Ich habe sie nach einem Drittel der Story in lesbare Namen umfunktioniert, so dass ich meinen Lesefluss besser gestaltet habe. Da dies aber mein persönliches Problem war, habe ich das nicht gewertet.

Alles in allem, kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen, es sei denn, jemand hat den Ehrgeiz sich gedanklich bessere Enden, geeignetere Täter und genialere Motive aus der Story zu basteln, denn diese Möglichkeit bietet das Buch in einer Vielzahl.
        

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Black Hand

Stephan Talty , Jan Schönherr
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 12.11.2018
ISBN 9783518469248
Genre: Sachbücher

Rezension:

          Joseph Petrosino kommt Ende des 19. Jahrhunderts mit seiner Familie nach New York mit der Hoffnung ein besseres Leben zu haben. Er besucht für Einwandererverhältnisse lange die Schule und schlägt sich dann mit Jobs durch. Doch er will mehr, er will etwas erreichen und als er die Chance dazu bekommt, nutzt er sie. Er wird erster italienischer Detective, von seinen Feinden mehr geschätzt als von seinen Kollegen. Er geht jeder Spur nach und scheut keine Mittel. Manche Erzähungen von Zeitzeugen lassen an einen Marvel-Superhelden denken.

Es war großartig zu lesen, manches mal musste ich mir erst mal wieder bewußt machen, dass dies alles so passiert ist, denn es liest sich wie ein Roman. Diese Art der Informationsübermittlung funktioniert wunderbar und hat mein Allgemeinwissen um ein Vielfaches erweitert. Zudem wurde ich gut unterhalten, auch wenn Detective Petrosino oftmals zu heroisch und so überaus moralisch erscheint, dass es unvorstellbar ist.

Dieses Buch ist eines der Besten, die ich je gelesen habe und ich bin sicher, dass ich es auch noch ein zweites Mal tun werde.
        

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

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Gangsterblues

Joe Bausch
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 12.10.2018
ISBN 9783864930560
Genre: Sachbücher

Rezension:

          Das war eine kurzweilige Unterhaltung - spannend, aber nicht anspruchsvoll, dennoch gut. Ich bin mir sicher, Herr Bausch hat lange gebraucht aus all seiner Erfahrung nur 12 Geschichten auszusuchen.

Jede Geschichte ist spannend und echt gut erzählt, oft muss man schmunzeln oder gar laut lachen. Manchmal wundert man sich und manchmal hat man Mitleid. Bei manchen Geschichten fehlt einem als Leser ein Ende. Rational ist klar, dass es keines gibt oder keines bekannt ist, aber ich konnte mit einigen einfach nicht abschließen. Ich hätte gerne gewußt, ob ein Herr Struth wirklich mit den beschriebenen Absichten gehandelt hat. Und tatsächlich würde mich interessieren, ob da tatsächlich ein Unschuldiger so lange saß und ein Mörder jahrelang frei rumlief.  Die fehlenden Enden sind selbstverständlich ein Indiz für die Authentizität, aber irgendwie hab ich diese Unzufriedenheit nach der ersten Geschichte mit durchgeschleppt.

Alles in allem ist dies aber eine kurzweilige Unterhaltung für Leser, die nicht nach blutrünstiger Action suchen, sondern auch mal den Menschen sehen möchten. 
        

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89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

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Die Elemente des Todes

Axel Petermann , Claus Cornelius Fischer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523131
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Aber nur vor Langeweile, leider nicht vor Spannung. Die zeitlichen Sprünge sind sehr ermüdend und verwirrend, so dass ich die Geschichte während des Lesens nicht zeichnen konnte. Die Handelnden sind so lieblos charakterisiert, dass sie mir furchtbar leid tun. Ich habe einen intelligenten, perfiden Einzeltäter erwartet, vor dem es einen gruselt, der einem Gänsehaut verschafft - wie sich das für einen Thriller gehört. Der erste Mord war so unergreifend, dass mir einzig und allein der Mittäter Lothar leidtat - nicht das Opfer, zu dem man auch keinen Bezug aufbauen konnte. Nicole ist so nervig, dass man sich wünscht, er tötete sie schneller. Einzig das Einführungskapitel "Ich" war lesbar. Ich habe bei Seite 134 aufgegeben. 

Ich betone, dass ich den Roman als fiktive Geschichte betrachte und meine Aussagen entsprechend zu werten sind.
        

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(54)

71 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Alchimie einer Mordnacht

Benjamin Black , Elke Link
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 04.10.2018
ISBN 9783462049190
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Prag um 1600: Der junge Mann Christan Stern kommt endlich in der Stadt an, die er seit seiner Jugend aufsuchen möchte. Doch startet sein Abenteuer mit dem Fund eines toten Mädchens. Zunächst wird er der Tat verdächtigt, doch dann landet er in der Gunst des Kaisers Rudolf II. und wird in die Intrigen und Ränkespiele verwickelt. 

Zunächst einmal ein großes Lob an die hervorragende Übersetzung. Selten habe ich mir während des Lesens darüber so viele Gedanken gemacht, aber die Sprachwahl ist hervorragend und absolut authentisch.

Während des Lesens rückt der Mord und auch die Frage, wer es war weitgehend in den Hintergrund des Leserinteresses, auch wenn alle Handlungen der Geschichte darauf abzielen. Doch hat Benjamin Black derart interessante und starke Charaktere geschaffen, dass man sich einfach in den Dialogen und in den Handlungen verliert. Ich habe jeden der Handelnden bewundert, wegen unterschiedlicher Dinge oder Charakterzüge. 

Das Buch hat unglaublich brilliante Metaphern und großartige Dialoge, es war zu keinem Zeitpunkt langweilig oder mies.

Fazit: Dieses Buch zu lesen ist ein Muss, wenn man Literatur liebt und gute Sprache. Wer jedoch hier eine klassische Kriminalgeschichte erwartet, wird enttäuscht werden.
        

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(103)

155 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

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Der Spielmann - Die Geschichte des Johann Georg Faustus

Oliver Pötzsch
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 21.09.2018
ISBN 9783471351598
Genre: Historische Romane

Rezension:

          Hier wird die Geschichte des Johann Georg Gerlach erzählt, der als Sohn eines Großbauern aufwuchs. Unerklärlicherweise für ihn, sind es einzig und allein seine Mutter, die ihn schätzt und der jüngste Bruder. Dann gibt es noch seine Freundin Margarethe aus Kindertagen, die zur Liebe seines Lebens wird. Die Mutter nennt ihn Faustus, den Glücklichen. Doch nachdem er alle Menschen, die er liebt verloren hat, zieht er als Gaukler durch das Land. Als man ihm Betrug vorwirft rettet ihn ein fahrender Magier und bindet Johann als Schüler an sich. Der Junge reift zum Mann und sein Meister unterweist ihn in vielen Künsten. Johann ist wissensdurstig und intelligent, so dass er nie genug bekommen kann; zudem ist er ein guter Gaukler. Doch umgibt den Meister etwas Dunkles und Bedrohliches, so dass Johann in einer der dunkelsten Stunden seines Lebens die Flucht ergreift. Er schließt sich einer Gauklertruppe an und reist mit ihnen bis nach Venedig, wo ihn das Dunkle wieder einholt und erneut fliehen muss. Einige Zeit später wähnt er sich am Ziel seiner Träume als Student in Heidelberg, doch auch hier siegt am Ende das Dunkle und er flieht erneut. Fortan zieht er als Dr. Faustus durch die Lande und erreicht Ruhm, wenn auch teils zweifelhaften. Es kursieren wilde Geschichten über ihn und das Dunkle folgt ihm auf Schritt und Tritt bis er auf  seinen alten Meister trifft, der eine alte Schuld einfordert.

Der Klappentext hat viel versprochen und die Geschichte erfüllt es, aber es gibt fast unüberwindliche Längen. Hätte ich das Buch nicht als Rezensionsexemplar erhalten, hätte ich es niemals zu Ende gelesen, so gelangweilt war ich stellenweise. Der Showdown ist dann endlich etwas rasanter, kann aber die vorigen 600 Seiten nicht wieder gut machen. Am besten unterhalten hat mich tatsächlich das Nachwort des Autors. Der Cliffhanger als Vorbereitung für einen zweiten Teil ist gut, denn es gibt zwar offene Fragen, aber da ich mich für den Protagonisten nicht erwärmen konnte, brennen die fehlenden Antworten nicht unter meinen Nägeln.

Fazit: Eine wunderschöne Geschichte zu lang erzählt.
        

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(102)

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Ein Winter in Paris

Jean-Philippe Blondel , Anne Braun
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.09.2018
ISBN 9783552063778
Genre: Romane

Rezension:

         Mathieu, ein junger Student des Lycée D in Paris, ist dem Druck nicht gewachsen und springt in den Tod.
Victor, sein Kommilitone, erlangt nach einer langen Phase der Einsamkeit für einen Winter Beliebtheit.
Patrick, sein Vater, versucht das "Warum" zu ergründen und wandelt auf den Spuren seines Sohnes und umgibt sich mit den Leuten, mit denen er sich scheinbar umgab.

Der Protagonist wie auch der Suizident aus einfachen Verhältnissen vom Lande. Victor schämt sich seiner Herkunft und will dem entfliehen. Doch durch den Tod seines Fast-Freundes, denn die beiden hatten nicht genug gemeinsame Zeit, Freunde zu werden, und der kurzweiligen Zugehörigkeit zur Elite, erkennt er, was er will, was ihm wichtig ist und besinnt sich darauf, dies zu erreichen.

Der Vater des Suizidenten plagt sich mit der Frage nach Schuld, nach dem Warum und ob, es zu verhindern gewesen wäre. Er kann sich aus diesen Gedanken nicht befreien, obwohl er es versucht, doch immer wieder kehrt er zu ihnen zu ihnen zurück und sein Leben wird durch sie bestimmt und gelenkt.

Das Buch handelt von Trauer, Schuld und Hoffnung, Selbstzweifeln, Konventionen und Gesellschaftsdruck, Selbstbestimmung, Träumen und Zielen. Die Hauptperson, aus dessen Perspektive erzählt wird, erkennt, daß das, von dem er dachte, es sei erstrebenswert, dies nicht ist und kehrt zurück zu seinen ursprünglichen Träumen und versucht diese Wirklichkeit werden zu lassen.

Jean-Philippe Blondel erreicht mit einfacher, prägnanter Sprache Tiefen der Seele und bringt mühelos die Gefühle seiner Romanfiguren dem Leser nahe. Die Dialoge sind kurz, aussagekräftig, spritzig und zuweilen tiefsinnig und berührend. Man weiß genau, wie die Handelnden denken und fühlen, selbst wenn einem diese Art und Weise des Denken und Fühlens völlig fremd sind. Die Sprache und die Ausdrucksform sind großartig.

Ich habe diesen Roman in einem durch gelesen und war nicht einen Moment gelangweilt. 

Eine großartige Geschichte über faszinierende Persönlichkeiten und die Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehung und dem Gerechtwerden sich selbst gegenüber.
        

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Das Vogelhaus

Eva Meijer , Hanni Ehlers
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 27.08.2018
ISBN 9783442757947
Genre: Romane

Rezension:

          Erzählt wird die Geschichte einer Dame, die über ihre Liebe zu Vögeln eine Expertin der Ornithologie wird ohne eine entsprechende Ausbildung absolviert zu haben. Viele ihrer Erkenntnisse sind heute noch hilfreich und wertvoll.

Der Buchumschlag und ebenso der Einband sind unglaublich schön. Sowohl visuell als auch haptisch.

Anfangs prasseln viele Namen auf den Leser ein, die kaum in Relation zu setzen sind und bei einigen wird erst später klar, dass diese Vögel bezeichnen. Dies ist sehr verwirrend. Zudem werden die Beziehungen der Menschen unklar dargestellt und man braucht einige Seiten, um zu verstehen wer mit wem wie verwandt bzw. befreundet ist. Einige Personen werden groß eingeführt und verschwinden ohne Grund sang- und klanglos im Nirgendwo.

Man merkt, dass die Autorin eine große Zuneigung zu Len Howard entwickelt hat, nur leider kann sie diese dem Leser nicht vermitteln. Die Protagonistin bleibt für mich farblos und unscheinbar. Ich finde sie nicht mal seltsam oder wunderlich sondern einfach nur langweilig.

Die Zeitabschnitte sind riesig und es braucht einige Zeit, um während des Lesens die zunehmende Reife und Entwicklung der Len Howard zu begreifen, da dies zu abrupt geschieht.

Insgesamt wirkt die Geschichte abgehakt und ohne Fluß. Auch fehlt mir persönlich der rote Faden, der die riesigen Zeitabschnitte miteinander verbindet. Ich finde diese Biographie substanzlos, lieb- und sie wirkt unvollständig. Für mich nach der Leseprobe und dem Klappentext eine Riesenenttäuschung.
        

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95 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

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Tiergeister AG - Achtung, gruselig!

Barbara Iland-Olschewski , Stefanie Jeschke
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 16.08.2018
ISBN 9783845820422
Genre: Kinderbuch

Rezension:

          Arik, ein Rauhaardackel, rennt durch ein Gewitter, verzweifelt auf der Suche nach einem raus aus dem Wald. Schließlich fällt er in ein Loch und schläft erschöpft ein. Geweckt wird er von Stimmen, die vier Tieren gehören. Diese retten ihn und versuchen ihm zu erklären, dass er keinen Weg raus findet, weil er tot ist. Sie bringen ihn zu Spuk Ekelburg und sagen ihm, dass er von nun an mit ihnen dort leben muss. Arik will das nicht akzeptieren, folgt seinen neuen Freunden aber in die Burg, da ihn der Wald ängstigt und verspricht sich selbst, am nächsten Morgen einen Ausweg zu suchen. In seiner ersten Schulstunde webt er sich in Lisas Traum. Lisa besucht am Tag die Menschenschule, denn im Morgengrauen wird Spuk Ekelburg zu Sankt Ethelburg. Selbstverständlich kursieren viele Gruselgeschichten unter den Schülern. Wenn der Tag anbricht mischen sich die Tiere unter die Sammlung der ausgestopften Tiere um zu schlafen. Diese Sammlung soll jedoch aufgelöst werden und die Tiergeister sehen ihr zu Hause bedroht. Dementsprechend fordert Direktor Kosmas seine Schüler und Lehrer dazu auf, die Menschen durch gezielte Spukaktionen zu vergraulen. Arik jedoch überzeugt seine Freunde, Lisa zu vertrauen und mit ihr eine Lösung zu suchen. So finden am Ende alle ihren Platz an der Schule.

Die Illustrationen sind teilweise gewöhnungsbedürftig insbesondere die, des Chamäleons wie auch dessen Beschreibung. Meine achtjährige Tochter hat sich danach gegen das Weiterlesen.
Schön ist die Hervorhebung einiger Wörter, von denen ich gerne mehr gehabt hätte. Aber da das mein ganz subjektiver Eindruck ist, fließt meine Gier nicht in die Bewertung ein. Die Namen der Handelnden sind leider nicht sehr eingängig. 
Richtig nervig fand ich die Ausdrücke "Tomato Salata" und "Kakos". Man hätte da ruhig bei "Ey Karamba" und "Mist" (o. ä.) bleiben können. Die Witze sind kindgerecht und für mich eher unwitzig, aber ich bin auch nicht Zielgruppe.
Grundsätzlich erinnert die Story entfernt an Monster AG. So richtig beginnt die Geschichte allerdings erst im letzten Viertel ca. ab Seite 120. Das Ende ist ein schöner runder Abschluß.

Insgesamt handelt das Buch von Freundschaft und Zusammenhalt, aber aufgrund der Illustrationen und der anderen erwähnten negativen Dinge, ist es leider nur Durchschnitt.

        

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(45)

53 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

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Kettenreaktion

Alesia Fridman
Flexibler Einband: 406 Seiten
Erschienen bei M. Schmidt, 02.07.2018
ISBN 9783947651139
Genre: Romane

Rezension:

          Hier geht es um den Alltag in amerikanischen Gefängenissen, konkret um Matteo Valluzzi, der den harten Alltag erlebt und durchlebt und so in eine lebenslange Abhängigkeit zu einem Mann kommt, der ihm eigentlich Unrecht tat und doch ist diese Abhängigkeit eine Form von Liebe.

Die Autorin schildert einfühlsam und plastisch vom Gefängnisleben und vom Leben danach. Der Protagonist ist mir manches mal unsympathisch, während Sergej es nicht ist. Die Darstellungen der sexuellen Handlungen ekeln mich tatsächlich oft an, aber die Story an sich gefällt mir sehr gut. Auch die Zwischenkapitel aus anderen Perspektiven. Anfangs dachte ich: von denen hätte ich gerne mehr gehabt, aber am Ende fehlt mir nichts. Ich hab es gerne gelesen und war durchgehend gut unterhalten.
        

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(69)

98 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

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Guten Morgen, Genosse Elefant

Christopher Wilson , Bernhard Robben
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.08.2018
ISBN 9783462050769
Genre: Romane

Rezension:

          Wir begleiten einige Wochen den zwölfjährigen Juri Romanowitsch Zipit und zwar in den letzten Lebenswochen Stalins. Stalin, der jedem misstraut benötigt die Hilfe von Juris Vater und so kommt der entstellt und hirngeschädigte Junge in die Fänge Stalins und dessen Riege. Jeder der beschriebenen ist eindeutig erkennbar, trotz der geänderten Namen. Der Junge wird Vorkoster für den kranken Wodsch und dessen Vertrauter. In dem Spiel der Macht wird der Junge zum Ball, aber er geht stark und zuversichtlich aus diesem hervor. 

Die Geschichte wird heiter und makaber und manches mal muss man laut lachen. Ich bin überaus positiv überrascht, von der Kurzweiligkeit und des Unterhaltungswerts. Manche Aussagen sind durchaus tiefsinnig und selbst Stalin scheint manches mal für einen Wimpernschlag sympathisch. Das Buch eignet sich hervorragend um in einem durch gelesen zu werden und sicher, es ein zweites Mal zu lesen.
        

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84 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

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Die Jahre der Leichtigkeit

Elizabeth Jane Howard , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423146821
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es war eine Qual von der Familie Cazalet zu lesen. Zwei Sterne gibt es dennoch. Einen für die Idee, den anderen für die genaue Beschreibung der Zeit und deren Stimmung. 

Die Handelnden blieben alle farblos. Ich konnte mich weder für einen der Geschwister oder deren Partner oder deren Kinder erwärmen, noch einen von ihnen verabscheuen. Es sind nicht mal ambivalente Gefühle zu einem von ihnen entstanden. 

Während der Lektüre habe ich mich ständig dabei ertappt, zu errechnen, wie viele Seiten noch vor mir liegen und mehr als einmal habe ich mich gefragt, ob ich abbrechen soll. Einfach der Qual ein Ende bereiten. Und während ich hier schreiben, frage ich mich, ob ich nicht zu viel Sterne vergeben habe. 

Ich habe mich tatsächlich selten so wenig unterhalten gefühlt. Und gelangweilt sein ist mir eigentlich fremd. Die Enttäuschung ist groß, aber ich danke für das Leseexemplar

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

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Der weiteste Weg

Bruno Blum
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 10.04.2017
ISBN 9783667109149
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, denn ich liebe Reiseberichte. Diese Menschen tun das, was ich nicht kann und lassen mich daran teilhaben.

Das Buch an sich lässt sich echt angenehm anfassen und die Bilder sind grandios. Die Schrift ist gut lesbar und es ist flüssig und leicht geschrieben.

Ich mag die beiden Reisenden Claudia und Bruno und ihre unkomplizierte Art. Am meisten hat mich beeindruckt, wie sehr sie Rücksicht nehmen und sich an die Gepflogenheiten der jeweiligen Länder anpassen. Sie wollen tatsächlich Eindrücke sammeln und ihre Reise geniessen, Bekanntschaften schliessen und sich mitnehmen lassen in fremde Kulturen. Sie reisen nicht um europäische Werte zu propagieren oder zu missionieren. Danke dafür.

Mich persönlich hat es fasziniert, wie selbstverständlich man einfach mal so am Wegesrans eingeladen wird. Bei manchen Begegnungen, z. B. wenn Anhalter einfach so einsteigen, wurde mir mulmig und ich habe mich gefragt, was die beiden dachten, denn das wurde leider nicht mitgeteilt. Ich hätte Angst gehabt.

Viele Dinge konnte ich riechen durch die Erzählung und oft wehte mir Wind um die Nase.

Man kann den Reisebericht an jeder Stelle aufschlagen und eintauchen in fremde Kulturen. Es war eine großartige Lesereise, der ich an manchen Stellen mehr Details gewünscht hätte.

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254 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

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Madame Picasso

Anne Girard , Yasemin Dinçer
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 09.03.2015
ISBN 9783746631387
Genre: Historische Romane

Rezension:

Madame Picasso handelt von der Liebe der Eva Gouel zu Pablo Picasso und umgekehrt. Ich liebe dieses Buch. Ich habe in ihm gelebt. Ich habe Paris zu jedem Zeitpunkt gerochen, das Atelier und Moulin Rouge ebenso und hatte auch immer das entsprechende Gefühl in mir – zumindest so wie ich mir vorstelle, dass man sich an diesen Orten fühlt. Mit jedem der Protagonisten habe ich mitgelitten, mitgeliebt und auch deren Wut gefühlt. Es gab besondere Passagen, die ich mehrmals gelesen habe, einfach, weil ich das Gefühl, dass das Lesen in mir auslöste genossen habe.

Die Lektüre hat soviel in mir ausgelöst und bewegt, dass ich es teilweise gar nicht korrekt formulieren kann, da es gewaltig und unbeschreiblich ist – so wie die Liebe nunmal ist. Eva ist eigentlich eher zart und introvertiert, doch wenn es darauf ankommt, ist sie tough und behauptet sich. Diese Art von Charakter gefällt mir persönlich ausgesprochen gut.

Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne mitleidet und das Gefühl, welches das Buch auslöst gerne noch etwas in seiner Realität behält.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

What The Fact

Taddl & Ardy
E-Buch Text: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 14.11.2014
ISBN 9783843709927
Genre: Humor

Rezension:

Lustige Lektüre, die ich gerne gelesen habe und sicher immer mal wieder auspacken werde. Ich habe einiges gelernt, anderes war bekannt und es sogar eine Art Easteregg. Ich kannte die beiden zuvor nicht und finds echt witzig – auch wenn ich zugebe, dass ich die grünen Beiträge nicht gelesen habe. Mehr kann man zu dem Buch eigentlich nicht sagen, denn hier geht es weder um Lesefluss noch um Spannungsbogeen noch um sprachliche Qualität. Fakten verraten, möchte ich auch nicht, denn das nimmt doch den Charme.

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artussage, cornwall, england, excalibur, fantasie, freunde, gegenwart, jugendbuch, kinderbuch, lanzelo, merli, merlin, michael, monste, tafelrunde

Ritter reloaded: Die Tafelrunde kehrt zurück

K. T. Milner , Timo Grubing
Fester Einband: 331 Seiten
Erschienen bei KeRLE, 01.02.2015
ISBN 9783451712951
Genre: Kinderbuch

Rezension:

In Ritter reloaded geht es um Michael – einen scheinbar normalen Jungen – der am Tag der zweiten Hochzeit seiner Mutter eine seltsame Begegnung mit schleimigen Wesen und einem Obdachlosen hat. Dieser erzählt ihm, er sei die Reinkarnation eines Ritters der Tafelrunde und müsste nun noch einige Gefährten von damals finden. Und schon ist ein Stück Mittelalter gepaart mit Fantasy-Elementen im 21. Jahrhundert. Seine Gefährten sind Safi ein Mädchen mit Kopftuch – was mir sehr gefallen hat -, Gavin sein bester Freund und Nathan, der eher als Schönling und eitler Geck anmutet, doch wenn es drauf ankommt absolut verlässlich ist. Zudem gibt es noch Ellie – die Herrin vom See. Altbekannte Widersacher von König Artus sind natürlich auch an Bord wie Modred und Morgana. Die Aufgabe der Tafelrunde ist es, die geplante Bohrinsel, welche das Unternehmen von Michaels Stiefvater baut, zu verhindern und auch ein mieser Stiefbruder fehlt der Story nicht.

 

Wie auch schon bei der Leseprobe angemerkt, stört mich der selbstverständliche Alkoholkonsum der ersten Seiten, der zum Glück keine weitere Fortsetzung findet. Michael ist ein netter Junge und seine Mitstreiter sind ebenfalls weitestgehend sympathisch. Michaels Mutter scheint elfengleich und herzensgut. Die Handelnden sind gut eingeführt und die Geschichte eingängig. Mir persönlich sind die Gegner zu seltsam und weltfremd, aber es ist ja auch ein Jugendbuch und ich warte gespannt auf das Urteil meiner Kids. Dennoch habe ich das Buch in einem guten Rutsch gelesen und bin sicher es gibt eine Fortsetzung, die ich unserer Bibliothek zuführen werde. Vorteilhaft ist es bei der Lektüre, wenn man bereits etwas über Artus und die Tafelrunde gehört hat und einige Aspekte deren Erlebnisse geläufig sind, denn eine gute Einführung bzw. Erklärung dazu gibt es nicht und somit geht für Unwissende ein Großteil des Charmes verloren.

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191 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

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Lotusblut

Judith Winter
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2015
ISBN 9783423215695
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Einband und die Papierqualität sind normal und lesefreundlich. Der Einstieg ist etwas schwer, aber dann ist der Lesefluß ordentlich. Zunächst einmal blicken wir in die Kindheit der Ermittlerin Em und erleben, wie sie ihre erste Leiche findet. Diese Geschichte wird ein roter Faden, der immer wieder auftaucht im Geflecht. Dann werden nach und Handelnde eingeführt, tja und damit wir einen Fall haben auch wieder ausgeführt. Die Schlüsselfigur ist ein zehnjähriges asiatisches Mädchen, aus deren Perspektive wir auch einige Kapitel lesen. Sie ist beeindruckend und schlau – was an der Erziehung in jungen Jahren liegt. Die beiden Ermittlerinnen werden immer wieder an Gegebenheiten aus ihrer Kindheit, ihren Beziehungen und ihrem Selbst konfrontiert.

 

Alles in allem ist es gut zu lesen, wobei einiges scheint, als hätte die Autorin unter Zeitdruck gestanden. Die spannendste Stelle im Buch, wo Mai dem Auftragskiller auf der Spur ist und es scheint, als könne sie ihn erwischen, kommt viel zu kurz. Einige Dinge sind nicht schlüssig und ohne Decker hätten, die beiden fast nichts erreicht – Em zumindest nicht. Am störendsten jedoch ist, dass die beiden sich siezen. Zu Ems flapsiger, unkonventioneller Art passt dies nicht, so dass man ihr schon ein „du“ für ihre Partnerin hätte verpassen können. Viele Handelnde hätte man weiter entwickeln können und die Story um Kaylin kommt definitiv zu kurz. Das Buch hat zwar keine tatsächlichen Längen, dennoch fehlt es ihm an Spannung.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Shadowlands

Kate Brian , Claudia Max
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2015
ISBN 9783649616641
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rory entkommt einem Serienmörder und muss nun mit Vater und Schwester in ein sicheres Haus fern allem Bekannten mit neuer Identität leben. Sie landen auf einer Insel die durch eine langen Brücke mit dem Festland verbunden ist. Dort in dem Touristen-Ort gibt es kein Internet und kein Telefon. Eine seltsame Atmosphäre haftet diesem Ort an. Schnell finden die beiden Mädchen Anschluß an die Dorfjugend und Touristen. Dieser Aufenthalt bringt sie einander näher und auch der Vater findet wieder den Draht zu seinen Töchtern. Ganz idyllisch nur hat Rory den Verdacht, dass irgendwas nicht stimmt und ihr der Serienmörder auf der Spur ist.

 

Man findet sehr schnell einen Einstieg in das Buch und der Lesefluß ist hervorragend. Hätte ich die Zeit gehabt, hätte ich es in einem Rutsch gelesen. Es ist durchaus spannend, wenn man sich nicht an scheinbar unlogischen Details aufhängt – die eigentlich auch nicht hinreichend geklärt werden. Mir fehlt am Ende schon die Befriedigung die ganze Story erfasst zu haben. Es ist ein überraschendes Ende, dass man tatsächlich in keinster Art und Weise errät, aber die Überraschung ersetzt nicht die fehlenden Mosaiksteinchen. Es ist schwer Beispiele zu nennen, weil man ja nicht zu viel verraten möchte. Doch kann ich sagen, dass einige Handelnde verschwinden und es für meinen Geschmack zuviel ist, sich selbst zu erklären wie. Andere tauchen dort auf und man würde schon gerne wissen, wie.

 

Rory hat natürlich Ängste und Alpträume und das FBI scheint etwas zu sorglos und lässt die Opfer zu sehr allein, hätte sich aber vielleicht mit einem Mosaiksteinchen klären lassen. All diese Kleinigkeiten führen dazu, dass ich einen Stern abziehe und mich noch länger fragen werde, was die Autorin sich dazu ausgedacht hat.

 

Alles in allem ist es aber gelungen und eine empfehlenswerte Lektüre.

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110 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

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Kuckucksmörder

Raimon Weber
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.11.2014
ISBN 9783548285344
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eva Flessner, Polizistin findet ihre beste Freundin und deren Familie ermordet in deren Haus auf. Sie fängt an nach dem Täter auf eigene Faust zu ermitteln und kommt ihm nahe. Er wird ihr einziger Vertrauter.

 

Bei diesem Thriller geht es weniger um die Ermittlung als um den Täter. Von den Ermittlungen bekommt man nur Bruchstücke mit, wobei die wohl auch nicht sehr interessant gewesen wären, da sie schleppend vorankamen. Dem Klappentext entnimmt man, dass die Polistin Eva Flessner die hauptsächlich handelnde Person ist, aber das ist nicht richtig. Hauptprotagonist ist der Täter, der mir im Gegensatz zu Eva sehr sympathisch geworden ist. Die Polizistin Eva ist krank, aber was sie hat erfährt man erst am Ende – so kann man auch kein Mitleid entwickeln und empfindet ihre Schwächenanfälle als nervig und störend. Das Ende ist für mein Lesebedürfnis auch nicht zufriedenstellend – es steht zu befürchten, dass es eine Fortsetzung gibt.

 

Der Einblick in des Täters Vergangenheit und in eines seiner Verbrechen sind interessant. Seine Motivation ist eigentlich ehrbar, auch wenn er den falschen Weg wählt – andererseits die legalen Wege funktionieren meist nicht. Und genau da sieht er den Unterschied zwischen sich und den gesetzlichen Vertretern. Er entgleist zwar manchmal und muss sich selber zur Räson rufen, aber die Grundmotivation ist nachvollziehbar.

 

Für meinen Geschmack fehlt es dem Buch an Spannung. Die beiden entführten Mädchen taten mir zwar zeitweise leid, aber das hab ich 3 Seiten später schon wieder vergessen. Der Unfall von Lisa mit dem Messer, war … mir fällt kein passendes Wort ein, aber es wäre stimmiger gewesen, hätte der Täter sie verletzt. Eine Leiche wird nach der Ermordung nicht mal mehr erwähnt, was sehr schade ist. Sie passte auch so gar nicht ins Muster – zunächst. Aber es wäre toll gewesen, hätte man hierüber den Bogen gespannt zu dem eigentlichen Motiv des Täters.

 

Fazit: eine mittelmäßige Lektüre ohne klares Ende und trotzdem ich Open-Ends nicht leiden kann, würde ich keine abschließende Fortsetzung lesen wollen.

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332 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 90 Rezensionen

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Der Fall Moriarty

Anthony Horowitz , Lutz-W. Wolff
Fester Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 28.10.2014
ISBN 9783458176121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sind Sherlock Holmes und sein großer Gegenspieler Professor Moriarty beim großen Showdown in der Schweiz – den der Leser allerdings verpasst. Inspector Jones von Scotland Yard reist an, um den Leichnam von Moriarty zu indentifizieren, den nie jemand gesehen hat. Auf der Polizeistation trifft er auf den amerikanischen Detektiv Chase. Dieser ist auf den Spuren eines amerikanischen Gangsterbosses in die Schweiz gekommen, der allem Anschien nach mit Moriarty fusionieren wollte. Die beiden Ermittler gehen zur Leichenschau und entscheiden, dass es sich - nach den vorhandenen Beschreibungen – wahrscheinlich um Professor Moriarty handelt. Eingenäht in seiner Jacke finden sie einen Brief. Gemeinsam treten sie die Reise nach England an und es wird klar, dass sie an einem Strang ziehen und gemeinsam schneller zum Ziel kommen. Sie scheuchen die amerikanischen Gangster auf, die sich in London versteckt halten und einige kommen auf brutale und mysteriöse Art ums Leben. Eine Hetzjagd beginnt, die auch vor den beiden nicht Halt macht. Sie jagen und fangen. Sie werden gejagt und gefangen.

 

Die erste Hälfte liest sich eher schleppend und bekommt nur 2 Sterne von 5. Der Rest allerdings räumt dann komplett ab so, dass ich insgesamt auf aufgerundete 4 Sterne komme.

 

Die Story nimmt Wendungen, die überraschend und spannend sind und auch die Existenz eines unsichtbaren Gegeners hält die Spannung aufrecht.

 

Zu Inspektor Jones konnte ich leider keine Beziehung aufbauen und auch seine Denk- und Handlungsweise war für mich nicht immer nachvollziehbar. Detektiv Chase hingegen wurde zu einem Freund. Auf den letzten 100 Seiten überschlagen sich die Ereignisse und die machen wirklich Spass

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Tödlicher Frost

Asbjørn Jaklin
E-Buch Text: 338 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp Verlag, 20.10.2014
ISBN 9783518734797
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Protagonist ist Alex Winther – Kriegsveteran und Journalist. Er recherchiert die Story für einen Foltermord im Hinterland Norwegens – dort wo einst schreckliche Lager der Deutschen im brutalen Zeitalter des zweiten Weltkrieges waren. Schnell stellt er gedankliche Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart her – zur Verwunderung einiger anderer. Doch fehlen ihm die Beweise. Leidenschaftlich, einfühlsam und akribisch trägt er diese zusammen bis auch das letzte Mosaiksteinchen eingefügt ist.

 

Zunächst einmal – wie immer an dieser Stelle – Dank für das Leseexemplar. Der Einband ist gut anzufühlen und anzusehen.Die Schriftart und -größe waren sehr augenfreundlich. Die Story ist gut, aber sehr vorhersehbar. Ich hätte mir gerne ein paar Überraschen und Aha-Effekte gewünscht. Der Protagonist Alex wurde so gut eingeführt, dass ich das Gefühl habe, er sei einer meiner besten Freunde geworden. Die Handelnden sind im Allgemeinen gut vorstellbar – auch visuell. Doch all die Orts- und Straßennamen sind sehr verwirrend und einige Passagen, z. B. von Gefechten und militärischen Operationen sind überaus langatmig. Leider entstand in der ersten Hälfte kein rechter Lesefluß aufgrund der ständig wechselnden Zeitabschnitte - jedes Kapitel zu anderer Zeit an anderem Ort. Das hat mehr Lesefrust als Leselust geschaffen. Den zweiten Teil las ich dann auch in einem Rutsch, aber das hat den Frust nicht mehr dämpfen können. Schade eigentlich, denn ich hatte sehr viel mehr erwartet und daher ist die Enttäuschung sehr groß. Doch habe ich geschichtstechnisch sehr von der Story profitiert, denn ich hatte bisher keine Ahnung von Lagern in Norwegen. Die Schicksale von dort und auch die des Balkan-Krieges waren sehr einfühlsam geschildert und haben mich berührt – trotz der Tatsache, dass die Handelnden nur kurz da waren, habe ich eine Beziehung aufbauen können, z. B. zum Krankenpfleger Mirko. Auch die Aspekte der Brutalität sind sehr realitätsnah geschildert, aber nicht übermäßig brutal und auch hier fühlt man mit und spürt das notwendige Maß Entsetzen.

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

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Winterfeldtstraße, 2. Stock

Johanna Friedrich
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Marion von Schröder, 30.09.2014
ISBN 9783547712001
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es war sehr schön, flüssig und kurzweilig zu lesen. Nicht viele Überraschungen warten, aber interessante Protagonisten und ein sehr realer Einblick in das Deutschland der 20er Jahre. Man leidet und fühlt mit den Handelnden und nimmt gerne Teil an den Episoden ihres Lebens. Das war ein schönes Leseerlebnis.

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