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163 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

fußball, schweden, roman, freundschaft, humor

Britt-Marie war hier

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.06.2016
ISBN 9783810524119
Genre: Romane

Rezension:

"Britt- Marie war hier" von Fredrik Backman

Titel:

"Britt-Marie war hier" beschreibt bereits in seinem Titel die Kuriosität und Witzigkeit dieses Buches. Denn Britt-Marie ist schon ein Name für sich, wie ich finde, dem hier alle Ehre gemacht wird. Besonders schön finde ich die Formulierung "war hier", denn zum Ende des Buches wird der Leser merken, dass auch Borg nur ein Abschnitt für die Protagonistin war. Dafür aber ein besonders schöner :-)

Cover:

Das Cover dieses Buches ist eher ungewöhnlich und einfach. Ich persönlich mag es überhaupt nicht, doch ich denke das liegt im Auge des Betrachters. Zu sehen ist eine ältere Frau, in diesem Fall Britt-Marie, auf dem Fußballplatz. Der Titel ist klar erkennbar, erinnert in meinen Augen aber an einen Billigroman. Eigentlich schade, denn das ist er überhaupt nicht.

Inhalt:

Britt-Marie, unsere Protagonistin, ist 63 Jahre alt und keineswegs "normal" oder "wie andere". Bisher lebte sie mit ihrem Mann Kent zusammen, doch das hat sich nun erledigt. Ihr Leben besteht größtenteils aus einem riesigen Putzwahn. Bei Britt-Marie muss einfach alles seine Ordnung und Sauberkeit haben. Durch einen Zufall kommt Britt-Marie nach Borg. Dort gibt es nicht viel zu bestaunen, dafür aber eine Fußballmannschaft, voller Leidenschaft und Teamgeist. Wenn ihr wissen wollt, wie es ihr ergeht, dann lest selbst :-)

Fazit:

Dieses Buch ist als humorvoll und amüsant einzustufen. Der Schreibstil gewöhnungsbedürftig. Doch eins kann man gewiss nicht abstreiten: Fredrik Backmann hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, verwendet unheimlich viel wörtliche Rede und Ironie, doch sein Gesamtwerk ist urkomisch und nimmt den Leser mit in seine Welt. Eine rührende Geschichte voller Höhen und Tiefen, die zwischen Tränen und Lachen stehen. Ein angenehmer Spannungsaufbau und eine sehr schöne Geschichte.

Abzüge in diesem Buch gibt es für das Cover und die leider ständig wiederkehrende Erwähnung des Namens. Irgendwann wird es gruselig :-(

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

australien, erster weltkrieg, sydney, familiensaga, ulrike renk

Das Versprechen der australischen Schwestern

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.06.2016
ISBN 9783746632117
Genre: Historische Romane

Rezension:

" Das Versprechen der australischen Schwestern" von Ulrike Renk

Titel:
Der Titel "Das Versprechen der australischen Schwestern" wird innerhalb des Buches nicht explizit erwähnt, dennoch ist für den Leser spürbar, was mit diesem Versprechen gemeint ist, denn die Schwestern scheinen trotz aller Hürden und Entfernungen ein enges Band zueinander zu haben.

Cover:
Auf dem Cover des Buches sehen wir eine Frau, die in die Ferne schaut. Titel und Autor sind klar erkennbar. Innerhalb einer Buchhandlung scheint dieses Buch aber durch sein Cover nicht wirklich hervorstechen zu können.

Schreibstil:
Ulrike Renk schreibt ihren Roman auf 601 Seiten in 15 Kapiteln. Jedes einzelne Kapitel bekommt einen Ort und eine Zeit zugewiesen. Dies scheint den Leser zu helfen. Leider stimmen hier jedoch einige Zeit- und Ortangaben nicht.
Das Buch beginnt mit einem Stammbaum, der die einzelnen Personen und ihr Verhältnis zueinander beschreibt. Dieses kann den Leser ein wenig helfen, das Buch besser zu verstehen, denn leider sind es viel zu viele Namen, die miteinander kooperieren, sodass es nicht immer einfach ist, die Zusammenhänge der Personen zu verstehen.
Im Allgemeinen ist das Buch in einem einfachen Sprachgebrauch geschrieben. Leider an manchen Stellen eindeutig zu einfach, denn es werden Passagen so geschrieben, dass sich Fakten wiederholen, die der Leser bereits weiß.
Leider gibt es auch Schreibfehler innerhalb des Buches oder sogar ganze Sätze, die zweimal hintereinander wiederholt werden. Dies ist sicherlich keine Absicht, muss in meinen Augen allerdings bedacht werden, bevor das Buch in den Druck geht.

Inhalt:
In diesem Buch geht es um eine große Familie. Mitelpunkt dieser Familie ist Emilia Lessin, die neun Kinder hat. Bei einer Anzahl von so vielen Kindern, kann man sich in etwa vorstellen, was da an Enkeln zusammen kommt.
Dieses Buch beschreibt eine Familiengeschichte, bei der mehrere Kinder getrennt voneinander leben und versuchen diese Hürde zu meistern. Beginnend mit dem Tod von Carl, dem Mann von Emilia.
Der Leser wird hier mit in eine Geschichte genommen, bei der er viele Ereignisse der Familie aneinander gereiht vorgekaut bekommt. So ist er beispielsweise bei Geburten dabei ( und davon nicht gerade wenig), beim ersten Weltkrieg, bei Streitigkeiten, Hochzeiten und und und...

Fazit:
Ich habe bis zum Ende gewartet, ob mir dieses Buch etwas bestimmtes sagen möchte. Leider bin ich aber nicht dahinter gekommen, denn hier wird zwar impulsiv die Geschichte einer Großfamilie demonstriert, leider bleibt dem Leser aber auch keine Chance für Fantasien. Die Dinge werden aneinadergereiht.
Dieses Buch ist der letzte Teil einer Triologie. Möglicherweise muss man die ersten beide Teile lesen, um ein wenig mehr in das Buch einsteigen zu können und den Hintergrund zu verstehen.
Viele Denk- und Schreibfehler schmücken leider dieses Buch.
Dennoch habe ich zwei Sterne gegeben. Nun wird man sich sicherlich fragen warum? Doch das ist einfach zu erklären. Ich will keineswegs sagen, dass dieses Buch schlecht ist. Ich denke nur eher das es ein Buch für nebenbei ist. Der Spnnungsbogen ist nicht unbedingt der Größte und die Geschichte auch nicht ganz durchsichtig. Ich wünschte mir mehr Freiheiten für eigene Denkansätze und das Buch vielleicht um 200 Seiten gekürzt. So hätte der Leser sicherlich mehr Spaß daran :-)

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93 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

ostsee, liebe, triologie, abstammun, geheimnisse

Der Horizont in deinen Augen

Patricia Koelle
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596032983
Genre: Romane

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169 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

sommer, liebe, familie, meer, cottage

Sommertraum mit Aussicht

Brenda Bowen , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783596033386
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Sommertraum mit Aussicht" von Brenda Bowen

Titel:
Der Titel "Sommertraum mit Aussicht" ist für den Inhalt der Geschichte angemessen gewählt. Hier kann der Leser sich zum einen auf die Ausscicht aus dem Cottage als auch auf die langgesehene Aussicht auf das Leben beziehen. Vollkommen in Ordnung.

Cover:
Auf dem Cover sehen wir eine Frau im Vordergrund, die mit ihrer Strandtasche im Sand sitzt und in die Ferne schaut. In ihrem Hintegrund ist das Meer und ein Leuchtturm zu sehen. Für den Inhalt des Buches ist das Cover nicht angemessen, da es sich hier nicht nur um eine einzelne verträumte Person handelt, sondern um mehrere Familien und Zusammenhänge.
Dennoch lädt das Cover in seiner Aufmachung zum Lesen ein und das ist der Sinn.
Der Titel ist klar erkennbar und der Autor stellt sich in den Hintergrund. Hier gibt es nichts auszusetzen.

Schreibstil:
Brenda Bowen schreibt ihren Sommerroman auf 365 Seiten in 31 Kapiteln. Hierbei springt sie innerhalb der Kapitel zwischen den einzelnen Personen, was den Leser durchaus durcheinander bringen kann. Gerade am Anfang ist es hier schwierig durchzusteigen.
Die Wortwahl an sich ist allerdings flüssig und angenehm zu lesen. Mit einigen Ausnahmen von sexuellen Begriffen, die meines Erachtens nach so nicht in dem Buch stehen sollten.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt zwei Mütter namens Lottie und Rose, die ein Inserat in der Vorschule lesen und kurzerhand gemeinsam das Cottage buchen. Sie suchen sich noch zwei weitere Gäste um die hohe Miete teilen zu können. Vier Wochen verbringen die fremden Menschen gemeinsam auf der Insel und langsam lösen sich die Sorgen des Alltages, bis überraschenderweise Besuch eintrifft.
Der Klappentext ist sehr monoton und langweilend geschrieben. Hinzu kommt, dass der "überraschende Besuch" der alles ändern wird zwar seitenweise angekündigt wird, doch tatsächlich erst auf der Seite 300 eintrifft. Somit also unmittelbar vor Ende des Buches. Hier müsste eine andere Beschreibung her!

Inhalt:
Lottie und Rose kennen sich nur vom Sehen aus der Vorschule, wo ihre Kinder sind. Dennoch lesen sie beide ein Inserat über ein einsames Cottage auf einer Insel. Kurzerhand entschließen sie sich gemeinsam dorthin zu reisen, ohne Mann und Kinder. Doch die Miete ist eindeutig zu hoch und so sind beide zuständig, noch zwei Frauen zu finden. Gesagt, getan!
Angekommen auf der Insel erwartet sie ein Schock, denn Beverly, von der sie glaubten, dass es eine Frau ist, ist 78 Jahre alt, ein Mann und Farbenblind.
Caroline, die vierte im Boot entpuppt sich als zickige Schauspielerin, die ihre Ruhe haben will...
Es dauert einige Tage bis alle miteinander klar kommen, doch es ist merklich, dass sich hier ein gemeinsames, freundschaftliches Leben einbürgert.
Zu den Frauen stößt eines Tages Lotties Mann und Kind, doch auch die scheinen das Leben auf der Insel nicht zu stören.
Es werden Feste veranstaltet und gemeinsam gekocht.
Alles scheint perfekt und die Frauen beginnen ihren Alltag zu vergessen.
Als nächstes trifft Robert ein, der Besitzer des Cottage, der sich bei der Vermietung in Rose verliebt hat.
Doch das Übel nimmt seinen Lauf und auch Roses Mann kommt auf die Insel, allerdings nicht um seine Frau zu besuchen, denn er weiß gar nicht, dass sie dort ist, sondern um den sexy Filmstar Caroline zu sehen...
Wie man sich nun denken kann, kommt es hier zu einem Desaster zwischen den Bewohnern, als dieses ans Tageslicht gelangt. Wenn ihr wissen wollt, wie es hier ausgeht, dann lest selbst :-)

Fazit:
Dieses Buch ist sehr monoton und lang geschrieben. Die Zeitangaben sind unverständlich und nicht nachvollziehbar. Auf dem letzten viertel soll Spannung entstehen, die zuvor fehlte.
Das Buch ist keineswegs eins, was man gar nicht lesen sollte, doch es zählt lediglich zu den Büchern, die nebenbei an einem Sommertag am Strand gelesen werden können.
Hier bekommt der Leser nicht gerade viel Spannung und Romantik geboten. Ganz im Gegenteil, der ein oder andere Leser wird sich wundern, was hier für Themen wie Ehebruch zu suchen haben.

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Tags: sommerroman   (1)
 

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306 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 136 Rezensionen

familie, liebe, bettelarmband, viola shipman, generationen

Für immer in deinem Herzen

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 25.05.2016
ISBN 9783810524256
Genre: Romane

Rezension:

" Für immer in deinem Herzen" von Viola Shipman

Titel:
Der Titel dieses Buches beschreibt einen romantischen Roman, der emotional und einfühlend zu sein scheint. Und eben dieses wird dem Leser geboten, mit all den Facetten, die vorstellbar sind.

Cover:
Das Cover sticht durch seine intensive Farbe in Form eines knalligen Orange in der Buchhandlung heraus und reißt den Leser regelrecht in seinen Bann. Zu sehen ist ein Lebensbaum, mit einzelnen Charms inbegriffen. Dieses ist für den Inhalt der Geschichte genau das Richtige. Titel und Autorin sind klar und gut erkennbar.

Schreibstil:
Viola Shipman schreibt ihre kleine rührende Geschichte auf 375 Seiten in 11 Teilen und 47 Kapiteln. Jeder einzelne Teil ist tituliert und bekommt eine kleine Zeichnung von dem Charm, das eine Rolle spielen wird. Diese liebevolle Gestaltung passt hervorragend zu der Geschichte.
Der Roman wird in Form des überirdischen Erzählers geschrieben. Lediglich im Epilog finden wir den Ich-Erzähler von Arden wieder.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt die Frauen der Familie Lindsey, die allesamt im Besitz eines Armbandes mit Glücksbringern sind. Diese werden von Generation zu Generation weitergegeben.
Lolly lebt seit langem alleine und schickt ihrer Tochter und Enkelin einen Anhänger und bittet um einen Besuch. Beide sind alarmiert, als sie den Brief erhalten und brechen sofort auf. Dies wird ein Sommer, der drei Wege zusammenführt und alles verändert.
Der Klappentext ist für dieses Buch hervorragend gewählt, denn der Leser will wissen, wer die drei Personen sind, welche Charaktereigenschaften sie haben und was aus ihnen wird. Und er wird mit dieser Geschichte keineswegs enttäuscht, denn hier bietet sich ein riesiges Spektrum an Erzählung und Emotionen an.

Inhalt:
Lolly lebt seit Jahren in einer idyllischen Stast namens Scoops am Lost Land Lake. Sie ist in die Jahre gekommen und vermisst ihre Tochter Arden und ihre Enkelin Lauren. Kurzerhand schickt sie den beiden einen Anhänger für ihr Bettlerarmband und lädt die beiden zu sich ein.
Lauren und Arden sind alarmiert und brechen sofort auf. Lolly befindet sich mittlerweile in einem Stadium kurz vor der Demenz. Immer mehr Sachen und Gedanken scheinen ihr abhanden zu kommen. Doch was dann passiert, wird den Leser erfreuen. Lolly ist eine emotionale Frau mit einer Menge klugen Weisheiten und vielen Geschichten aus ihrer Vergangenheit. Sie wird das Leben von Lauren und Arden gtundlegend verändern, auch wenn der Leser am Anfang nicht glauben wird, dass man eine verkorkste Arden und eine Lauren, die alles zum Gefallen ihrer Mutter machen würde, überhaupt ändern kann. Wenn ihr eine Welt der drei Generationen eintauchen wollt, dann lest selbst:-)

Fazit:
Dieses Buch ist weltklasse. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Der Leser bekommt hier das Gefühl, dass er nur so von Seite zu Seite schwebt.
Wir bekommen viele Weisheiten geboten, von denen wir einiges in unserem eigenen Leben anwenden können. Ich bin mir sicher, dass hier für jedermann etwas dabei sein wird.
Dieses Buch ist für groß und klein, jung und alt geeignet. Wer tief in einen Sommerroman eintauchen will, der nicht nur das Leben der drei Frauen ändert, sondern auch sein eigenes, der sollte dieses Buch unbedingt lesen!

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Tags: bettlerarmband, weisheiten   (2)
 

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160 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

liebe, sarah morgan, familie, paparazzi, freundschaft

Einmal hin und für immer

Sarah Morgan , Judith Heisig
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.05.2016
ISBN 9783956495670
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Einmal hin und für immer" von Sarah Morgan

Titel:
Der Titel ist für dieses Buch passend gewählt, da unsere Protagonistin Emily wohl niemals vermutet hätte, dass sie auf Puffin Island so viel Zeit verbringen wird und diese kleine Insel zu lieben lernt.

Cover:
Das Cover ist eher schlicht und einfach gewählt. Zu sehen ist eine Frau, die auf einer Mauer sitzt. Hinter ihr das Meer. Die Haare bewegen sich im Wind.
Der Name der Autorin scheint hier mehr Intensivität als der Titel an sich zu haben. Die Farben sind sowohl in Pastell als auch in Intensiv gehalten.

Schreibstil:
Sarah Morgan schreibt ihren Sommerroman auf 380 Seiten in insgesamt 17 Kapiteln. Sie nutzt hierbei die Form des überidischen Erzählers und jeder Menge wörtlicher Rede. Der Lesefluss ist angenehm, die kleine Schrift eher unangenehm. Die Handlung schweift gerne in Zonen ab, die eher als uninteressant erscheinen.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt die Protagonistin Emily, die mit ihren Nichte in Puffin Island abtaucht. Eigentlich wäre dies der perfekte Ort, wenn man nicht wie Emily so unglaubliche Angst vor dem Meer hätte. Doch schnell verfällt Emily dem Charme der Insel und auch dem von Ryan Cooper...
Der Klappentext beschreibt eine Sommerstory mit Geheimnissen und dieses wird dem Leser auch geboten.

Inhalt:
Emily bekommt eines Tages die Mitteilung, dass ihr Halbschwester bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Da Emily und ihre Schwester nie guten Kontakt hatten scheint diese Tatsache Emily nicht sehr zu bewegen. Viel mehr bewegt sie allerdings, dass Emily auf einmal ein sechsjähriges Kind bekommt, dass Lana ihr überlassen hat. Doch damit nicht genug... Lana war ein großer Star und nun zerreißt die Presse die Geschichte auch noch in den Medien und sucht die kleine Lizzy. Kurzerhand verschwindet Emily mit Lizzy nach Puffin Island. Eine ruhig gelegene Insel mit einem gewissen Charme. Wenn da nicht die große Panik vor dem Meer wäre, die Emily hat und zudem die Besorgnis, dass sie nie ein Kind haben wollte und mit diesem auch nicht umgehen kann.
Schnell kommt Emily mit dem Jachtclub-Besitzer Ryan Cooper in Kontakt, der wohl zu den interessantesten und hübschesten Männern auf der Insel gehört.
Emily lernt nicht nur mit ihrer Vergangenheit abzuschließen sondern auch, sich ihren neuen Aufgaben zu stellen und mit diesem zu leben. Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann lest selbst :-)

Fazit:
Dieses Buch hat zwar eine nette Geschichte inne, dennoch ist sie leider sehr langatmig geschrieben. Der Leser bekommt das Gefühl, dass lediglich die letzten hundert Seiten eine gewisse Spannung aufbauen.
Die Handlung wird monoton erzählt, ohne viele Höhen und Tiefen.
Wer sich nicht zu tief in eine Geschichte einlassen möchte und ein Buch nebenbei zu lesen vermag, der ist hier richtig. Für Leser die Tiefe lieben muss ich hier leider abraten.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, trauer, totgeburt, lila und martin, totes kind

Schmetterlinge im Himmel

Lotte R. Wöss
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei null, 02.09.2015
ISBN 9781518665592
Genre: Fantasy

Rezension:

" Schmetterlinge im Himmel" von Lotte R. Wöss

Titel:
Der Titel "Schmetterlinge im Himmel" ist für dieses Buch angemessen gewählt. Denn hier überwiegt der Gedanke, dass für einen verstorbenen Menschen ein Schmetterling gekauft wird, der dann fliegen gelassen wird, wenn die Person abschließen kann. Ein sehr schöner Gedanke.

Cover:
Der Titel des Buches ist gut platziert. Zu erkennen ist ein großer blauer Schmetterling am unteren linken Rand und ein Paar, dass sich im Hintergrund in den Armen liegt. Ich hätte mir hier sicherlich ein schöneres Cover vorstellen können, doch dies ist auch ok.

Schreibstil:
Der Schreibstil dieses Buches ist sehr unangenehm. Der Lesefluss wird bereits nach wenigen Sätzen immer wieder erneut unterbrochen, da die Autorin hier Gedankensätze verwendet. Diese stören nicht nur, sondern sind zunehmend auch überflüssig, da der vorangegangene Gedankengang danach erläutert wird.
Innerhalb der Geschichte werden für gleiche Worte unterschiedliche Schreibweisen benutzt, so z.B. Ski und Schi.
Weiterhin werden Aussagen unbewusst wiederrufen. Wer hier aufmerksam mitliest wird das ein oder andere Mal ins stocken kommen, die Seiten nach vorne blättern und feststellen, dass die Aussage zuvor anders war.
Das Buch wirkt insgesamt unprofessionell, da Überschriften nicht "fett" markiert werden, Kapitel sich wiederholen, Absätze innerhalb eines Satzes gebracht werden.
Sehr Schade, denn leider ist dies alles störend.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt die Protagonistin Lila, die ihr drittes Kind Tod zur Welt bringt und für die eine Welt zusammenbricht. Kurzerhand zieht sie mit den beiden kleinen Kindern nach Bayern in ihre Heimatstadt. Die Begegnung mit dem Gemeindearzt bringt ihr eine Überraschung, denn sie erkennt ihn aus ihrer Ausbildungszeit wieder. Die beiden kommen sich näher....
Dieser Klappentext ist in seiner Kernaussage sicherlich nicht falsch, dennoch beschreibt er keineswegs das Desaster, was dieses Buch in sich hat. Denn viel mehr geht es hier doch um die Familie, in die Lila hinein geheiratet hat.

Inhalt:
Lila ist am Boden zerstört als sie ihre dritte Tochter "Marie" Tod zur Welt bringt. Doch statt Unterstützung und Halt von ihrem Mann Patrick zu bekommen, macht er ihr Vorwürfe, dass sie keinen Sohn zur Welt gebracht hat, dass er eine Affäre hat und das aus dieser glücklicherweise ein Sohn entstanden ist, der bald zur Welt gebracht wird.
Für Lila bricht eine Welt zusammen und kurzerhand bricht sie in ihr Heimatdorf in Bayern auf um dort in ihr Elternhaus zu ziehen. In diesem wohnt allerdings noch die Hexe Grete, die sich damals zwischen die Ehe ihrer Eltern geschmissen hat und auch noch lebenslanges Wohnrecht besitzt. Doch schnell merkt Lila das Grete keine Hexe ist, ganz im Gegenteil, und zudem die Geschichte ihrer Eltern damals auch noch ganz anders ablief...
Bereits am Ankuftstag lernt sie Martin Stern kennen, den Gemeindearzt, den sie jedoch schon aus ihrer Ausbildungszeit kennt. Und dieser hält sie mit seinen Anfeindungen ganz schön in Trab. Hier beginnt ein Katz- und Mausspiel.
Während Lila und Martin einen Deal schließen, Patricks Eltern die Wahrheit offenbaren und der Seelsorger nicht nur ein Freund, sondern auch der Liebhaber von Patricks totem Bruder Jason war entpuppt sich eine lange Geschichte mit vielen Facetten. Nach und nach werden hier die einzelnen Konstellationen aufgedeckt... wer interessiert ist, sollte sich das Buch kaufen:-)

Fazit:
Dieses Buch ist verworren, durcheinander und nicht besonders durchdacht. Hier wurden eindeutig zu viele Themen aufgenommen und die Autorin versuchte eine gewisse Dramatik in dieses Buch zu bekommen. Leider ist sie daran gescheitert. Die Dramatik ist zu überspitzt und daher keineswegs authentisch.
Der Schreibstil lässt zu wünschen übrig, die Logikfehler nerven.
Eine Sache hat das Buch jedoch in sich... der Grundgedanke zum Kauf eines Schmetterlings um abzuschließen.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

emanzipation, familie, adoption, liebe, roman

Dem Himmel entgegen

Katja Maybach
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2016
ISBN 9783426517932
Genre: Romane

Rezension:

" Dem Himmel entgegen" von Katja Maybach

Titel:
Der Titel ist für diesen Roman, rund um Piloten und Fluggesellschaften, angemessen gewählt. Hier gibt es nichts einzuwenden :-)
Der Titel ist klar leserlich sichtbar.

Cover:
Auf dem Cover sehen wir eine in dunkel gekleidete Frau, die uns den Rücken zukehrt und sich ein Flugzeug anschaut. Bei dieser Frau wird es sich wahrscheinlich um Isabelle handeln, eine Figur des Romans, die als Frau Pilotin werden möchte und deren Leben hier beschrieben wird.
Das Cover lädt zum Lesen ein!

Schreibstil:
Katja Maybach schreibt ihren 313 Seiten langen Roman in 24 Kapiteln.
Hierbei bekommt jedes einzelne Kapitel eine Überschrift, die dem Leser sichtbar macht, um welche Sichtweise der einzelnen Persone es sich hier handelt.
Der Lesefluss ist flüssig und in dem Stil des überidischen Erzählers beschrieben.
Die Sätze sind einfach und mit bedacht gewählt, ohne weite Umschweife.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt die gebildete, schöne Emmanuelle, die eine Ikone der Modewelt ist. Doch niemand weiß ihre Geheimnisse und ihre bitteren Schicksalsschläge. Bis auf eine Person, die wieder in ihr Leben tritt und die Schatten der Vergangenheit hervorruft.
Der Klappentext ist in seiner Ausführung richtig, dennoch ein wenig zu dramatisch. Hier geht es im weiten Sinne sicherlich um Emmanuelle, doch viel mehr bewegt in dieser Geschichte ihre Schwester Isabelle.

Inhalt:
Emmanuelle hat sich ihren Traum erfüllt und arbeitet in der Modebranche. Einen Mann hat sie nicht, doch ihr Exmann ist weiterhin Teil ihres Lebens, auch wenn sie nicht mehr verheiratet sind. Doch eines Tages tritt unerwartet und durch Zufall ihre Jugendliebe Julian wieder in ihr Leben und gleichzeitig auch in das Leben von ihrer Schwester Isabelle. Isabelle möchte Pilotin werden und Julian scheint ihr hierbei helfen zu können.
Die Dinge kommen allerdings anders als erwartet... während Emmanuelle sich mit ihrer Vergangenheit beschäftigt, die viele dunkle Seiten aufweist, ist Isabelle in ein Flugzeugunglück verwickelt, das ihr Leben ändern wird, während die Mutter beider ein altes Geheimnis lüftet.

Fazit:
Eine packende und mitreißende Geschichte, die den Leser mit in eine Gefühlswelt nimmt, die nicht zu beschreiben geht. Zwischen Freude und Trauer liegen hier genauso kurze Wege wie zwischen Einsamkeit und Glück.
Dieses Buch beantwortet dem Leser alle Fragen, die er sich stellen wird.
Geeignet ist dieses Buch für jung und alt, ganz gleich welchen Geschlechts.
Die vollen Punktzahl kann es leider nur aus einem Grund nicht erhalten und das ist die Tatsache, dass hier wenig Spannungskurve vorhanden ist. Viele Dinge kann der Leser sich bereits im Vorwege denken und diese werden auch bestätigt. Leider kein Überraschungsmoment vorhanden.

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Tags: familiengeschichte, kampfgeist   (2)
 

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79 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

thomas glavinic, sinnsuche, roman, österreich, südpol

Der Jonas-Komplex

Thomas Glavinic
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 10.03.2016
ISBN 9783100024640
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

fliegen

Brücke über die Zeit

Richard Bach
Flexibler Einband: 439 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.10.2000
ISBN 9783548249803
Genre: Romane

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(172)

292 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 120 Rezensionen

amnesie, thriller, baby, entführung, kindesentführung

Remember Mia

Alexandra Burt , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.04.2016
ISBN 9783423261012
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Remember Mia" von Alexandra Burt

Titel:
Der Titel "Remember Mia", in deutsch gleichzusetzten mit "Gedenke Mia" ist für dieses Buch sehr passend gewählt. Die Geschichte dreht sich rund um das kleine Mädchen Mia, das aus unerklärlichen Ursachen verschwunden ist.

Cover:
Das Cover spricht durch seine schlichte und dennoch präzise Aufmachung sehr an. Das Buch ist in schwarz gehalten. Zu sehen ist lediglich ein gelber Schmetterling, das an einem Faden hängt. Der Betrachter wird hierbei sicherlich eine Spielzeug für Kinder erkennen. Der Titel ist leserlich in der Mitte des Buches zu finden. Die Autorin stellt sich nicht in den Hintergrund, ragt aber auch nicht zu sehr hervor. Sehr gut.

Schreibstil:
Alexandra Burt schreibt ihren Debütroman auf 381 Seiten in 29 Kapitel. Sie verwendet hier die Form des Ich-Erzählers aus Sicht der Protagonistin Estelle. Dern Lesefluss ist angenehm und die Spannung wird von der ersten bis zur letzten Seite stetig aufgebaut. Zwischen den Kapiteln finden sich immer wieder Zeitungsartikel der Polizei, die den Kenntnisstand berichten. Diese Unterbrechungen lockern die Handlung auf und machen das ganze zunehmend interessanter.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt ein Baby, dass spurlos aus einem New Yorker Appartment verschwindet. Tage später wird die Mutter verletzt aus dem Wrack ihres Autos geborgen, meilenweit entfernt von ihrer Wohnung.n Die Frau leidet an Amnesie und versucht verzweifelt, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen. Viele Fragen stehen ihr offen....
Dieser Klappentext animiert den Leser regelrecht dazu, dieses Buch lesen zu müssen. Er ist bereits so spannend geschrieben, doch das Buch toppt alles! Die Spannung ist hier zum Greifen nahe.
Sehr gut.

Inhalt:
Estelle Paradise erwacht in einem Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern, doch eins weiß sie... sie hat eine Tochter und diese ist verschwunden. Die Polizistin, die sie besuchen, stellen unangenehme Fragen und schnell wird Estelle klar, dass sie selbst verdächtigt wird. Doch nicht nur das, auch ihr Ehemann scheint sich von ihr abzuwenden. Kurzerhand zieht sie in eine Klinik ein und versucht dort ihr Gedächtnis wiederzuerlangen. Gemeinsam mit einem Psychologen schafft sie es, bruchstückhaft die Geschichte zusammenzusetzen, die sich ereignete. Der Leser wird hier in eine Geschichte gezogen, die beinahe unglaublich ist und doch wahr. Doch um diesem Buch nichts vorwegzunehmen, muss hier an dieser Stelle auf mehr Inhalt verzichtet werden...

Fazit:
Dieses Buch ist grandios und ich kann beinahe nicht glauben, dass Alexandra Burt hier ein Debüt von sich gegeben hat. Dieses Buch ist weltklasse und für jeden geeignet, der starke Nerven hat. Von der ersten Seite wird der Leser in eine Handlung gezogen bei der er immer wieder glaubt, die Lösung erreicht zu haben, doch dann erscheint etwas neues. Viele Fakten laufen darauf hinaus, dass Estelle ihrem eigenen Kind Schaden zugefügt hat und das glauben nicht nur Leser und viele Menschen innerhalb des Buches, sondern auch sie selbst.
Fünf Sterne sind hier eindeutig zu wenig, denn dieses Buch verdient Auszeichnungen.
Ich kann keine Fehler benennen und dieses Buch nur weiterempfehlen!

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234 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

liebe, sommer, florida, film, mary kay andrews

Kein Sommer ohne Liebe

Mary Kay Andrews , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2016
ISBN 9783596035342
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Kein Sommer ohne Liebe" von Mary Kay Andrews

Titel:
Der Titel "Kein Sommer ohne Liebe" lädt in einen idyllischen Sommerroman ein. Wir haben Sommer, jede Menge Hitze, eine Liebe und jede Menge Menschen. Ein sehr gut gewählter Titel und dazu noch typisch für Mary Kay Andrews.

Cover:
Das Cover ist sommerlich frisch. Zu sehen ist eine Hängematte in einer Idylle.
Die Farben sind angenehm bunt und doch nicht zu aufdringlich.
Der Titel ist klar erkennbar und sticht durch seine Farbe in den Vordergrund. Die Autorin hält sich bedeckt durch den Farbton und ist doch gut leserlich.

Schreibstil:
Mary Kay Andrews schreibt ihren Sommerroman auf 525 Seiten in insgesamt 66 Kapiteln. Die einzelnen Kapitel sind durch Palmen getrennt, sodass wir in mehrere Situationen springen können.
Erzählt wird die Geschichte in der Form des überidischen Erzählers.
Zusammenfassend kann man hier von einem angenehmen Lesefluss sprechen, der den Leser die ein oder andere humorvolle Stelle bietet. Doch auch ernste Themen kommen hier zur Sprache. Sehr gut.

Klappentext:
Der Klappentext dieses Buches beschreibt weißen Sand und blaues Meer in einem verschlafenen Städtchen und einen Auftrag von Greer, der Protagonistin, die Location-Scout ist.
Während sie auf der Suche nach dem perfekten Ort für ihren neuen Film ist, findet sie nicht nur das Fischerdörfchen Cypress Key, sondern auch den Bürgermeister Eb. Dieser scheint auf seine eigene Art etwas ungewöhnlich zu sein. Doch während Greer sich noch mit ihm streitet, merkt sie, wie sie ihr Herz zu verlieren scheint...
Der Klappentext ist außergewöhnlich gewählt und für mich sogar ein wenig zu oberflächlich. Denn in diesem Buch steckt viel mehr als nur das Beschriebene. Hier hätte ein wenig mehr Inhalt sicher auch mehr Leser eingeladen.

Inhalt:
Greer, unsere Protagonistin, hat ihren letzten Film so richtig versaut. Um wieder auf die Beine zu kommen startet sie ein großes Projekt und leiert einen Film in Cypress Key, einem idyllischen Fischerdorf an. In diesem Film soll der große Teenie-Star Kregg mitspielen, hinter dem alle heiß her sind.
Doch Greer werden bei ihrer Arbeit sehr viele Steine in den Weg gelegt. Allen voran ist hier der Bürgermeister Eb. Dieser will in seinem Dorf nicht allzu viel Trubel, besonderns möchte er aber nicht, dass für diesen Film auch Gebäude gesprengt werden.
Die Geschichte führt uns in einen sommerlichen Roman, in dem nicht alle Dinge gerade laufen und viele Geschichten ineinander verlaufen.
Nicht nur Greer spielt hier die Hauptrolle, die neben den Film auch noch ihren 30 Jahre verlorenen Vater wiedertrifft und mit dem sie jede Menge Trubel erlebt.
Auch Allie, die Nicht vom Bürgermeister, die ihren Vater im Gefägnis hat, hat ein großes Päckchen zu tragen, denn als dieser frei kommt, scheint sich einiges zu ändern.
Der Star Kregg scheint zu allem Übel auch noch jede Menge Ärger zu machen...
Doch am Ende bekommt der Leser eine interessante Geschichte geboten. Lest selbst.

Fazit:
Dieses Buch ist auf alle Fälle ein Buch für die Frühlings- und Sommermonate.
Die Autorin schreibt in einer vertrauten und träumerischen Art und Weise, die den Leser mitnimmt in eine Welt der Filmgeschichte.
Wir erfahren jede Menge vom Set und wie alles abläuft.
Innerhalb der Geschichte finden sich beinahe zu viele Erzählstränge wieder, die zwar auf gewisse Art zusammenlaufen, dennoch bleiben leider zu viele Fragen offen.
Dieses Buch ist für jedermann geeignet, besonders aber wohl für Frauen, die sich in eine Liebesgeschichte reinträumen dürfen und zeitgleich den Alltag am Set verfolgen dürfen.
Alles in allem kann man sagen, dass dieses Buch seinen eigenen Charme hat. Es lohnt sich auf alle Fälle in die Handlung einzutauchen.

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Tags: filmgeschichte, liebe   (2)
 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

glück, liebe, mutter

Schneeglöckchenzauber

Isabella Muhr
E-Buch Text: 228 Seiten
Erschienen bei Forever, 14.03.2016
ISBN 9783958180925
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Schneeglöckchenzauber" von Isabella Muhr

Titel:
Der Titel vermittelt dem Leser Romantik und Träumerei. Leider bekommen wir das nicht ganz geboten, zumindest aber einen kleinen Teil davon. Denn neben all dem grauenvollen und unausweichlichen gibt die Handlung uns eine Liebesgeschichte, dem tatsächlich ein Zauber inne wohnt.
Noch dazu finden wir auf der Seite 227 einen wichtigen Spruch der besagt: " Meine Schneeglöckchen scheißen auf die Umstände. Die blühen wann immer und wo immer sie soweit sind". Im Bezug auf die Geschichte ist dies eine schöne Anekdote.

Cover:
Das vorliegende Cover wirkt in gewissen Maße doch eher mystisch. Zu sehen ist eine Frau am linken Coverrand, die doch eher Comic-behaftet zu schein seint. Der Titel und die Autorin sind durch ein wirres Farbspiel doch eher schlecht zu erkennen. Schade.

Schreibstil:
Isabella Muhr verwendet auf ihren 231 Seiten in 16 Kapiteln die Form des überirdischen Erzählers.
Sie hat eine angenehem Schreibweise, kurz und präzise. Das macht dieses Buch zu etwas Besonderem, denn wenn der Leser erst einmal begonnen hat, wird er das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Der Lesefluss ist hier wirklich sehr angenehm.
Weiterhin finden wir Thesen und Themen vor, die uns durchaus zum nachdenken animieren können, bei denen der Leser sich die eigene Meinung bilden wird.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt die verschlossene Nadine, die nicht an die romantische Liebe glaubt, aber dafür umso mehr an die bedingungslose Liebe zu ihrem Sohn Fynn. Sie ist Mutter mit Leib und Seele und will ihrem Sohn alles bieten, was ihr in ihrer eigenen Kindheit gefehlt hat. Doch als Rafael in ihr Leben tritt, beginnt ihr bisheriges Weltbild zu wanken. Durch Rafael entdeckt Nadine, dass sie in all der Zeit etwas wichtiges übersehen hat und zwar sich selbst.
Dieser Klappentext ist angenehm beschrieben um den Leser zu animieren, dieses Buch zu kaufen.
Es wird hier nicht zu viel und nicht zu wenig verraten und doch gleichzeitig mit offenen Karten gespielt. Sehr gut.

Inhalt:
Nadine wird ungewollt während ihres Studiums schwanger von Torsten, den sie nicht wirklich zu lieben scheint. Zwischen den beiden ist das irgendwie und irgendwo entstanden und seitdem besteht es. Einfach weil es immer so ist.
Doch mit der Geburt von Sohn Fynn verändert sich einiges. Nadine hat in ihrer Kindheit schmerzlich erfahren, was es bedeutet, keine Liebe zu bekommen und sich fehl am Platz zu fühlen. Dieses will sie ihrem Sohn natürlich nicht auch geben und so wird sie zur Helikoptermutter und Torsten findet keinen Draht mehr zu ihr.
Gemeinsam mit ihren zwei Freundinnnen, die ebenfalls Kinder haben, bespricht sie oftmals die einzelnen Ehen und was fremdgehen bedeutet. Doch für Nadine ist das alles nicht, sie meint, ein Kind muss mit Mutter und Vater aufwachsen, egal wie sie sich verstehen.
Doch als Rafael unerwartet in ihrem Leben auftaucht scheint alles anders zu werden, denn sie kann nur noch an ihn denken.
Zwischen den beiden entwickelt sich etwas, was sie sich nicht hätte träumen lassen. Doch da ist auch noch Fynn und der gehört eindeutig an erster Stelle.
Am Ende sind es ihre Freundinnnen, die ihr die Augen öffnen und so findet Nadine doch noch ihr Glück.

Fazit:
Dieses Buch ist angenehm zu lesen und hat eine interessante Geschichte. Durch die drei Freundinnen lernt der Leser verschiedene Typen von Müttern kennen.
Die Rückblicke in Nadines Kindheit sind grauenvoll und verachtend. Diese Teile tragen dennoch zur Handlung bei und sind daher auch ganz wichtig.
Das Buch ist gerade für Frauen und Mütter geeignet, denn vielleicht können sie sich hier wiederfinden.
Negativ ist leider, dass das Ende dann doch zu abrupt endet. Hier hätten ein paar Zeilen mehr das ganze ein wenig runder gestaltet.
Titel und Cover hätten in meinen Augen auch besser gestaltet werden können, denn diese schrecken doch sehr vom Kauf ab, wie ich finde, daher kann ich hier leider nur drei Sterne geben.
Auch wenn die Handlung interessant war, hätte ich mir hier noch ein wenig mehr Spannung gewünscht.

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

thriller, vergangenheit, kindheit, afrika, kinder

Was wir getan haben

Karen Perry , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.03.2016
ISBN 9783651024687
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Was wir getan haben" von Karen Perry

Titel:
Der Titel ist für dieses Buch gut gewählt, denn der Leser wird erfahren, was drei Kinder in ihrer Kindheit getan haben. Viel mehr vielleicht aber auch, was ihnen passiert ist.

Cover:
Das Cover ist relativ schlicht gehalten und dennoch angemessen für dieses Buch. Wir sehen einen Abschnitt aus einer Natur, die für dieses Buch Kenia darstellen soll. Der Titel pragt in großen Buchstaben über das Buch und ist klar und deutlich erkennbar. Die Autoren halten sich auf dem Cover im Hintergrund.

Schreibstil:
Bei Karen Perry handelt es sich um zwei Autoren, die hier zusammen ihren zweiten Roman auf den Markt gebracht haben. Zu merken, dass zwei Personen am Werk waren, ist es glücklicherweise aber nicht. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Sprache die hier verwendet wird ist einfach und nett.
Die Geschichte wird auf 380 Seiten beschrieben und beinhaltet 18 Kapitel. Die einzelnen Kapitel sind mit dem Namen deklariert, der seine Geschichte in der Ich-Form wiedergibt. Hierbei handelt es sich größtenteils um die Protagonisten Katie und Nick. Aber auch die Mutter Sally kann das ein oder andere Mal ihre Gedanken niederlegen.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt ein einfaches Kinderspiel zwischen Nick, Katie und Luke, dass ihr Leben für immer verändert. Alle drei wollen diesen Tag nur noch vergessen und können es nicht. Eines Tages erhält Katie, 30 Jahre später, ein Paket mit einem toten Vogel. Eine Drohung und Katie ahnt, dass jemand weiß, was damals passiert ist. Er wird das Wissen nutzen, bis zum alles vernichtenden Ende.
Bis auf den letzten Satz beschreibt der Klappentext den Inhalt ganz genau, doch " alles vernichtenden Ende" passt hier leider überhaupt nicht. Denn letzten Endes wird hier niemand und nichts vernichtet.

Inhalt:
Katie arbeitet für eine Zeitung und soll einen Bericht über Luke schreiben. Ihren damaligen Freund aus Kindertagen, den sie seit dem Unglück nicht mehr gesehen hat.
Kurze Zeit nach ihrem Treffen ist Luke verschwunden und  sein Bruder Nick, der kurz zuvor geheiratet hat, reist an.
Wenige Tage später wird die Leiche von Luke gefunden und eine kleine Welt bricht für Nick zusammen. Noch dazu hat Luke sich entschieden, dass seine Beerdigung in Kenia stattfinden soll. Dort wo alles vor vielen Jahren begonnen hatte und seitdem alle Beteiligten versuchen zu Vergessen.
Doch die Zeremonie läuft weitaus ungeplanter, denn Katie wird von einem Knüppel erschlagen und als sie wieder zu sich findet, ist sie mit Lauren, der Frau von Nick, in einem Wagen.
Katie wird zu einem Haus gebracht wo einst die Familie wohnte, die eine Tochter hatten, an deren Tod die drei Freunde aus Kindertagen Schuld sind.
Die Geschichte läuft ungeplant aus dem Ruder, denn auch Nick wird zu diesem Haus gebracht. Allerdings von Father Murphy, der einst in seiner Mutter verliebt war, und von Mick. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen konnte, Mick ist einige Jahre ins Gefägnis gegangen, weil ihm die Schuld angelastet worden ist und nun will er Buße.
Während Lauren mit Katie und Father Murphy mit Mick und Nick an der Stelle stehen, an der damals das Unglück geschah, erfahren die Leser alles, was die drei damals getan haben....
Wenn ihr wissen wollt, was es war, dann lest selbst... :-)

Fazit:
Dieses Buch ist im mittleren Bereich. Hier wird ein einfacher Schreibstil verwendet, der die Geschichte angenehm zu lesen macht. Doch der Inhalt lässt ein wenig zu wünschen übrig. Anfänglich ist alles noch sehr spannend und der Leser fragt sich, worauf dieses Buch hinaus läuft, doch umso mehr wir von damals erfahren, umso unspektakulärer wird es. Am Ende versuchen die Autoren die Spannung noch ein wenig hochzuhalten, da sie die Schuldzuweisungen von einer zur anderen Person schieben und doch handelt es sich hier mehr oder minder um einen blöden, dummen Unfall, der unter Kinder passieren kann, wenn einer übertreibt.
Die Handlung hat logische Denkfehler, denn wer hier genau drüber nachdenkt empfindet das Verhalten der Eltern nicht wirklich authentisch. Ihr Verhalten ist doch eher fragwürdig. Ebenso fragwürdig ist wohl auch die Rache von Mick, der sich wohl eher an der Mutter als an den Kindern rächen sollte. Vor allem aber nicht  30 Jahre später.
Hier kann es leider nur drei Sterne geben und die leider auch schon mit Augen zu drücken.... Schade...

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

mutter, beziehung, familie, tochter, sachbuch

Club der Töchter

Natasha Fennell , Róisín Ingle , Andrea O' Brien
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048735
Genre: Sachbücher

Rezension:

" Der Club der Töchter" von Natasha Fennell und Róisín Ingle

"Der Club der Töchter" ist ein Buch, dass von zwei Frauen geschrieben worden ist, die sich zur Aufgabe gemacht haben, ihr Verhältnis zu ihrer Mutter zu überdenken. Hierbei sind sie auf die glorreiche Idee gekommen, einen Club zu gründen, bei dem sich Frauen treffen und über ihr Verhältnis zu ihrer Mutter sprechen.
Róisín beendete ihre Kolumne mit Worten, die Frauen dazu animieren sollten, sich bei ihre zu melden, wenn sie an diesem Projekt interessiert seien.
Die Zuschriften waren mehr als erwartet und daher wählten die zwei Autoren fünf dieser Frauen aus, mit denen sie reden wollten.
Im Laufe ihrer Unterhaltungen kamen noch zwei weitere dazu. Zusammen waren sie eine Gruppe von 9 Frauen, die alle unterschiedlicher nicht sein konnten und dennoch verband sie eines: Ihre Mütter.
Innerhalb der sechs treffen berichteten alle von ihren Verhältnissen, sie schmiedeten Pläne, wie sie den Kontakt bessern konnten oder ändern und halfen sich gegenseitig.
Im zweiten Teil des Buches erfährt der Leser auf eine angenehme Weise, was sich aus allen Geschichten entwickelt hatte.

Fazit:
Dieses Buch ist in meinen Augen für jede Tochter geeignet, die noch eine Mutter besitzt. Vielleicht sogar an diejenigen, die keine Mutter mehr haben und sich dennoch gerne zurück erinnern.
Der Titel und das Cover des Buches animieren zum lesen.
Die Grundidee hinter dem Inhalt ist super gewählt. Vielleicht sollte es überall Clubs von Töchtern geben. Warum auch nicht... Immerhin gibt es heutzutage für alles einen Club.
Die Geschichten der einzelnen Personen sind sehr liebevoll ausgearbeitet und der Leser bekommt einen sehr guten Bezug.
Dieses Buch lässt sich zwar schnell lesen, doch dies sollte man auf keinen Fall tun, denn hier steckt Liebe zum Detail.
Oftmals werden Gedankenanregungen verwendet, die einen Stunden beschäftigen.
Nicht unbedingt sollte der Leser sich das Buch also mit ins Bett nehmen, denn das wird dann vielleicht eine nachdenklich und unruhige Nacht.
Ich kann diesem Buch nur fünf Sterne geben, denn alleine die Grundidee ist überzeugend.
Doch auch die Ausarbeitung ist sehr schön gestaltet. Sehr gut.
Der Leser sollte jedoch kein Allround-Ratschlag suchen, denn den wird er nicht finden. Doch er wird sicherlich selbst darauf kommen, was er ändern möchte. Ich bin begeistert!

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

maja loewe, spannung, fantasy, iriden, fantasievoll

Die Augen des Iriden

Maja Loewe , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.10.2015
ISBN 9783944544960
Genre: Fantasy

Rezension:

" Die Augen des Iriden" von Maja Loewe

Titel:
Der Titel dieses Buches ist aufgrund seiner Handlung passend gewählt. Nicht nur, dass wir uns in diesem Buch mit Heterochromie, das heißt die zweifarbigkeit von Augen befassen, sondern auch, dass der Familienname des Protagonisten Irides ist. Doch damit nicht genug. Es handelt sich hier um eine geheime Verschwörungstheorie. Sehr schön.

Cover:
Das Cover ist in starken Farben gewählt. Zu sehen ist im Mittelpunkt eine Tür, die zum Eintreten einlädt.
Über dieser Tür befindet sich ein Widder der ein blaues und ein braunes Auge hat.
Das Cover ist für dieses Buch sehr passend gewählt, denn innerhalb der Geschichte wird uns nicht nur die Bedeutung der Augen, sondern auch die der Tür beschrieben.
Der Titel ist im oberen Teil des Covers gut platziert und leserlich. Sehr gut.

Schreibstil:
Maja Loewe verwendet in ihrem Jugendroman, der auf 350 Seiten spielt und in vier Abschnitte eingeteilt ist, die Form des überidischen Erzählers. Die einzelnen Kapitel innerhalb der Abschnitte haben jeweils den Ort als Titel erhalten, an dem sie spielen. Dieses macht es dem Leser deutlich einfach, den Überblick zu behalten.
Der Jugendroman ist angenehm leicht geschrieben, sodass ein schneller Lesefluss gewährleistet ist.
Einige Passagen beinhalten fremdsprachige Wörter, diese werden zwar nicht übersetzt, sind jedoch verständlich.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt den 16- jährigen Henry, der ein blaues und ein braunes besitzt und in eine hochexplosive Geschichte gezogen wird, die eng mit einem Geheimbund der Iriden aus der Zeit der französischen Revolution verknüpft zu sein scheint, mit der sich sein Vater beschäftigt hat. In Tagträumen beginnt er in Bilder einzutauchen und den inneren Mechanismus zu erkennen. Gemeinsam mit seiner Chat- Freundin Valeska macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, dass die Menschheit für immer verändern könnte.
Dieser Klappentext ist hervorragend gewählt, da er keineswegs zu viel und keineswegs zu wenig verrät. Er animiert den Leser, dieses Buch lesen zu wollen und in die Geschichte einzutauchen.

Inhalt:
Der Protagonist Henry steht unmittelbar vor seinem 16. Geburtstag. Er lebt zusammen mit seiner psychisch labilen Mutter in einem Haus und nimmt Privatunterricht. Sein Vater ist bereits seit 10 Jahren spurlos verschwunden und seine Schwester hat damals die Flucht ergriffen.
Doch Henry ist nicht alleine. Er hat eine Chat- Freundin namens Valeska.
Am Montagmorgen seines 16. Geburtstag erlebt Henry alles andere als Normalität. Nicht nur das seine Mutter zum ersten Mal an diesem Tag fröhlich ist, sondern auch das sie das Haus nach langer Zeit verlässt.
Zudem kommt eine Vertretungslehrerin an diesem Tag, die ihm ein Bild zeigt, dass auf den ersten Blick normal wirkt. Doch schnell wird Henry in dieses Bild hineingezogen und unterhält sich mit den abgebildeten Menschen, als wäre dies das normalste von der Welt.
Verwirrt von den jüngsten Vorkomnissen klingelt es an der Tür und Valeska steht da. Die Freude, die über diesen spontane Geburtstagsbesuch herrscht wird schnell getrübt. Denn Valeska wird gejagt, da sie Mittäter eines Mordes sein soll.
Auf einen anonymen Hinweis hin nehmen Henry und Valeska Kontakt zu Henrys Schwester auf und gemeinsam fahren sie zu dem "Blauen Haus". Ein Haus, dass ihnen damals immer ihr Vater gezeigt hatte.
Wer nun denkt, dass er bereits ein halbes Buch gelesen hat, der irrt. Denn dies sind nur die Anfänge einer langen Geschichte, die tausend Fragen aufwirft.
Wer steckt hinter all diesen Informationen? Lebt Henrys Vater noch? Warum befinden sie sich gerade in dieser Lage? Was steckt hinter Valeska? Und was hat das ganze mit einer Droge namens "Eves Kiss" zu tun? Wem kann man noch vertrauen und wem nicht?
Fragen über Fragen, die alle in diesem Buch beantwortet werden.... lest selbst :-)

Fazit:
Dieses Buch ist packend und fesselnd zugleich. Wer sich erst einmal in die Geschichte geworfen hat, der wird erst dann wieder loslassen können, wenn er das Buch beendet hat. Dieses Buch ist weltklasse. Nicht nur, dass es verfilmt werden sollte. Nein auch die Thematik scheint so tiefgründig zu sein, dass sie in der heutigen Zeit durchaus real ist. Natürlich nicht unbedingt die Bilderwanderei aber viel mehr die Droge "Eves Kiss" die durchaus die Weltgeschichte verändern könnte. Eine Waffe, die man sich nicht ausmalen mag.
Die Autorin hat hier ganze Arbeit geleistet. Dieses Buch ist nicht unbedingt nur ein Jugendroman, sondern an alle Menschen gerichtet, die sich in eine Verschwörungstheorie stürzen wollen. Sehr sehr schön !

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gewalt, muchachas, schicksal, frauen, liebe

Muchachas - Tanz in den Tag

Katherine Pancol , Nathalie Lemmens
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei carl's books, 08.03.2016
ISBN 9783570585566
Genre: Romane

Rezension:

"Muchachas-Tanz in den Tag" von Katherine Pancol

Titel:
Der Titel ist für dieses Buch in meinen Augen sehr unangemessen. Zum einen haben wir das spanische Wort "Muchachas", das mit der Handlung die in Frankreich spielt nicht übereinstimmt. Zum anderen haben wir den Untertitel "Tanz in den Tag". Hierbei stellt sich der Leser doch eher ein fröhliches Buch vor. Dies ist leider keinesfalls gegeben.

Cover:
Das Cover zeigt uns ein blumiges, fröhliches Muster. In allen vier Ecken befinden sich jeweils eine Frau, die fröhlich zu sein scheint und mittem im Leben steht. So ist zumindestens die Empfindung des Betrachters. Leider ist dies keineswegs angemessen für die Handlung, da sie auch hier keineswegs übereinstimmt. Dennoch spricht das Cover sehr an, verspricht aber eine andere Geschichte.

Schreibstil:
Katherine Pancol verwendet in ihrem Buch von 345 Seiten lediglich vier Kapitel. Dieses ist natürlich legitim, bringt den Leser jedoch das ein oder andere Mal zu einer Verwirrung.
Sie wechselt die Erzählperspektive nach ihrem Belieben. Dies ist ebenso unverständlich und stört den Lesefluss das ein oder andere mal akut.
Anfänglich übersetzt sie Sätze, die in einer Fremdsprache sind, ins Deutsche (bzw. der Übersetzer), doch auch das lässt nach.
Die Personen greifen ineinander und gerade in der ersten Hälfte des Buches wirkt dieses Buch daher sehr unübersichtlich.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt eine Geschichte, in der ein vielschichtiges Kaleidoskop von Frauen beschrieben wird, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eines haben sie jedoch gemeinsam, sie lassen sich nicht unterkriegen, egal wie übel ihnen das Leben mitspielt. Katherine Pancol erzählt von ihren Heldinnen und ihren ununterbrochenen Willen, das Glück doch noch zu fassen zu kriegen.
Dieser Klappentext führt in meinen Augen auf eine falsche Fährte. Der Leser erwartet sicherlich tragische Momente und Spannung, dennoch möchte er auch den Weg zum Glück spüren. Dieser ist hier aber in dem ersten Teil der Triologie noch nicht wirklich gegeben. Größtenteils erfahren die Leser hier nur das Leid und die Gedanken der einzelnen Personen.

Inhalt:
Dieses Buch beginnt mit der Hauptperson Hortense, die eine junge Frau ist und davon träumt Designerin zu werden. Hierbei werden ihr momentan noch Steine in den Weg gelegt, die sie versucht zu beseiteigen und sich von ihrem Traum nicht abhalten zu lassen.
Weiterhin werden wir in die Geschichte von Joséphine geschmissen, die eine Mutter ist und eine schwere Kindheit hinter sich hat. Da es ihr an Selbstvertrauen fehlt, scheint sie ihre Liebe zu ihrem Freund beinahe zu erdrücken. Am Ende entscheidet sie sich gegen ihn und für ihre Tochter. Was aus dem Liebespaar wird erfahren wir nicht.
Im zweiten Teil der Geschichte steigen wir in das Leben von Léonie und Stella ein. Eine sehr bewegende Geschichte, die abrupt unterborchen wird, damit der Leser den zweiten Teil der Triologie lesen wird.

Fazit:
Der erste Teil dieses Buches ist schwierig zu lesen und zu verstehen. An manchen Stellen wird der ein oder andere Leser das Gefühl haben, abbrechen zu wollen. Doch durchhalten wird hier belohnt. Die Geschichte um Stella ist eine spannende, die auch wesentlich angenehmer zu lesen ist.
Der erste Teil des Buches wird eine weitere Rolle in Buch zwei und drei spielen, dennoch ist er in meinen Augen fehl am Platz und hätte gerade im ersten Buch weggelassen werden können, da er lediglich für Verwirrung sorgt und nicht unbedingt zu der Handlung beiträgt.
Hinzu kommen natürlich Titel und Cover, die hier auch zum Punkteabzug beitragen.
Ich persönlich bin leider keineswegs von diesem Buch begeistert und es hat mich nicht überzeugt, weitere Teile zu lesen. Sicherlich ist die Geschichte um Stella spannend, doch gleichzeitig ist sie auch brutal. Viele Fragen bleiben offen, doch dies ist bei einer Triologie natürlich legitim.
Ich hatte einen angenehmeren Schreibstil und vor allem keine düstere Handlung erwartet. Schade.
Leider muss ich auch noch hinzufügen das ich mich etwas sorge, dass dieses Cover falsche Leser anziehen könnte, denn es überzeugt schon durch seine angenehme Farbenvielfalt- die Handlung jedenfalls ist Ü18:-(

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123 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

paris, liebe, briefe, träume, tod

Die verlorenen Zeilen der Liebe

Astrid Korten
E-Buch Text: 198 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 01.03.2016
ISBN 9781477879542
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Die verlorenen Zeilen der Liebe" von Astrid Korten

Titel:
Der Titel "Die verlorenen Zeilen der Liebe" ist für dieses Buch wunderbar gewählt. Auch wenn es nicht wortwörtlich im Buch wiedergegeben wird, so wird jedem Leser klar sein, dass es sich hier um die Zeilen der Protagonisten handelt, die sie in all ihren Facetten wiedergegeben hat. Wunderschön.

Cover:
Das Cover ist in rot-orangen Tönen gehalten und animiert den Betrachter an eine romantische Geschichte zu glauben. Auf dem Bild sehen wir ein verliebtes Paar, dass sich vor dem Eifelturm in Paris befindet. Der Titel ist klar erkennbar in der Mitte des Covers plaziert und die Wörter "Zeilen" und "Liebe" sind hervorgehoben. Dieses Bild der unglaublichen Ruhe und Vertrautheit lädt den Leser in eine sehr bewegende Geschichte ein.

Schreibstil:
Astrid Korten verwendet auf den knappen 193 Seiten in 44 Kapiteln, zusätzlich zum Prolog und Epilog, die Form des überirdischen Erzählers. Auch wenn der Leser anfänglich vielleicht vermuten mag, dass die Seiten zu wenig sind, so kann ich getrost sagen, dass sie genau richtig sind um die Geschichte in eine runde Form zu bekommen ohne dabei zu sehr abzuschweifen. Perfekt.
Die Sätze sind kurz und knackig. Französische Begriffe sind mit inbegriffen, die allerdings in diesem Fall keineswegs den Lesefluss beeinträchtigen, sondern ganz im Gegenteil, den Leser tiefer in die Geschichte eintauchen lassen.
Gespickt ist dieses Buch mit wundervollen Briefen und Gedichten, die dem Leser helfen die Gefühlswelt der Protagonistin noch intensiver zu spüren.

Klappentext:
Der Kappentext beschreibt Chloé,  die kurz vor ihrer Hochzeit ein Bündel Briefe von ihrer vor zwei Jahren verstorbenen Schwester Lilly erhält. Sie erfährt in diesen Briefen von dem Leben und Lieben ihrer Schwester und von den Menschen in Paris, wo Lilly einen charmanten Geschäftsmann kennenlernt, mit dem sie sich in eine Affäre stürzt. Doch als diese beendet wird, zerstört dies Lillys Träume und sie zerbricht daran. Chloé muss sich mit der Schuld ihrer Familie auseinandersetzen, die auch ihre eigene Zukunft beeinflusst.

Dieser Klappentext ist in meinen Augen perfekt gewählt, denn er beschreibt keineswegs zu viel und doch stellen sich dem Leser die Fragen, warum Lilly gestorben ist? Was in ihren Briefen steht? Was ihre Familie damit zu tun? Was sich in Chloés Leben ändert? Genug Fragen um dieses Buch kaufen zu wollen und sich mit der Geschichte auseinander setzen zu wollen...

Inhalt:
Der Leser begiebt sich in eine Geschichte von Lilly, der Protagonisten, die sich entschließt in Paris, der Stadt der Liebe, ein Studium zu beginnen. Fern von ihrer Familie und ihrer Heimat ist sie auf der Suche nach der großen Liebe. Ihren sogenannten Monsieur Inconnu.
Lilly wird ihre Zeit bei ihrer Tante Berthe verbringen, die eine Art Wohnheim für Studenten hat und auch Lilly eine Wohnung bietet. Schnell befreundet sich Lilly mit einer anderen Studentin, namens Fee, an. Doch nach studieren scheint Lilly nicht mehr sehr der Sinn zu stehen, denn viel lieber kellnert sie in einem angesagten Restaurant, in dem sie ihren Gedanken der großen Liebe nachjagen kann. Sie versucht sich aus ihrem Kokon zu lösen und ein Schmetterling zu werden. Dieses scheint ihr auch zu gelingen als sie Armand, ihren Monsieur Inconnu, kennenlernt. Jahrelang scheint sie sich so das Gefühl der Liebe vorgestellt zu haben. Doch Armand ist verheiratet und sie scheint nicht die einzige Frau in seinem Leben zu sein. Doch das hält Lilly keineswegs davon ab, dass sie eine Affäre mit ihm beginnt und entschlossen davon ist, dass auch er sie irgendwann lieben wird, so wie sie ihn.
Lilly ist gefangen in einer überglücklichen Welt sobald er bei ihr ist, doch wenn er geht, scheinen sich schwarze Wolken über ihr aufzutun. Oftmals beginnt sie zu weinen und auch altbekannte Träume suchen sie heim.
Doch eines Tages beendet Armand ihre Beziehung und sie stürzt in ein sehr tiefes Loch aus dem sie Tante Berthe zu retten scheint. Doch all das, was sie dann zu erfahren bekommt, hätte sie nicht vermutet.... Wenn ihr neugierig geworden seid und wissen wollt, was Tante Berthe alles zu erzählen hat, dann lest selbst!

Fazit:
Dieses Buch ist an Emotionalität nicht zu übertreffen. Der Leser wird regelrecht in eine Geschichte gezogen, die für die Realität zu schwach und für eine Illusion zu stark zu sein scheint.
Die Leichtfüßigkeit, die Lilly an den Tag legt, lässt in eine frühere Zeit träumen. Bei der auch wir, als wir jung waren, frei von allem waren und uns die Welt gehörte.
Doch was aus die Autorin aus diesem Buch macht, dass hätte niemand vermutet. Erschütternd ist die Wahrheit, die Emotionen des Lesers beginnen zu kochen und die Emphatie ist auf höchsten Level. Wie gerne würde man in die Geschichte schlüpfen und Lilly in die Arme nehmen. Wie gerne würde man auf den Tisch hauen. Wie gerne würde man helfen wollen.
Dieses Buch ist für jeden geeignet, der Liebe empfindet. Der in eine Welt abtauchen möchte, die ihn noch weit nach dem Buch nicht mehr loslässt. Besonders ist es aber für Menschen geeignet, die sich gerne mit Psychologie und Familiengeschichten befassen.
Dieses Buch ist der Wahnsinn!

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473 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 90 Rezensionen

liebe, jugendbuch, liebesroman, reisen, paris

Und ein ganzes Jahr

Gayle Forman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.03.2016
ISBN 9783841421074
Genre: Jugendbuch

Rezension:

" Und ein ganzes Jahr" von Gayle Forman

Titel:
Der Titel " Und ein ganzes Jahr" bezieht sich auf den ersten Teil der Geschichte " Nur ein Tag". Bedingt durch dieses Zusammenspiel ist der Titel sehr gut gewählt. Zusätzlich bekommt der Leser auch den Einblick in ein ganzes Jahr von Willem, dem Protagonisten.

Cover:
Das Cover ist ebenso passend zum ersten Teil gestaltet wie auch der Titel.
Im Zusammenspiel sind die beiden Bücher wirklich sehenswert.
Das Cover zeigt uns die Hälfte eines Herzens. Gehalten ist es in blau. Auch hier hat sich die Autorin Gedanken gemacht, denn der erste Teil, der die Geschichte von Allyson erzählt ist rot, während dieser hier blau für Willem steht. Sehr gut.

Schreibstil:
Gayle Forman schreibt auf 364 Seiten in 52 Kapiteln ihre Liebesgeschichte aus Willems Sicht. Hierbei verwendet sie die Erzählperspektive des Ich-Erzählers und taucht in die Welt des Protagonisten. Der Lesefluss ist flüssig und einfach geschrieben. Ganz einem Jugendbuch entsprechend.

Inhalt:
Willem erlebt einen einzigen Tag mit Allyson in Paris. Dies haben die Leser ja bereits in dem ersten Teil erfahren. Doch auch für ihn geht die Welt weiter. Glücklicherweise ganz anders, als manch Leser im ersten Teil vermutet hat. Denn Willem ist gar kein Arschloch. Tatsächlich hatte er einen Unfall und ist im Krankenhaus gelandet.
Er hatte wohl zu keiner Zeit wirklich vor Allyson zu verlassen. Doch es geht ihm genau wie ihr auch. Er weiß einfach nicht wie er sie finden soll, denn die Daten die sie ausgetauscht haben sind eindeutig zu wenig. Dennoch macht er sich auf die Suche und kommt durch einige Länder. Doch nicht nur das. In manchen Situationen ist er Allyson so nah, ohne das er das weiß. Ein Spiel das zu allen Zeiten und auf allen Kontinenten zu spielen scheint.
Zusätzlich mit einer super schönen Wendung, denn das Verhältnis zu seiner Mutter scheint sich enorm zu bessern und auch seiner Schauspielerei scheint nicht mehr viel im Weg zu stehen....

Fazit:
Beim ersten Teil musste ich leider bemängeln, dass es zu viel um Allyson ging und so muss ich auch hier bemängeln, dass wir hier nur Willem haben. Ich habe bis in die letzten Züge gehofft, dass wir ein wenig mehr von den beiden gemeinsam erfahren, doch das ist leider nicht der Fall.
Wahrscheinlich hätte ich den zweiten Teil gar nicht lesen sollen... So ärgere ich mich nur.
Sicherlich kann ich nun stolz sagen, dass mir der zweite Teil einige Erklärungen geboten hat, doch das Happy End, was hier wohl jeder Leser erwartet, kommt leider nicht.
Schade.
Aus Fairness zum ersten Teil bekommt auch dieses Buch drei Sterne, denn nur durch beide Bücher entsteht eine Geschichte.
Wer nicht genug bekommen kann, wird nun auf ein 32 Seiten Ebook verwiesen... doch was wollen uns schon 32 Seiten erzählen, wenn es zwei Bücher nicht geschafft haben?! Schade...

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Tags: shakespeare   (1)
 

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791 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 217 Rezensionen

paris, liebe, shakespeare, gayle forman, jugendbuch

Nur ein Tag

Gayle Forman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.03.2016
ISBN 9783841421067
Genre: Jugendbuch

Rezension:

" Nur ein Tag" von Gayle Forman

Titel:
" Wir werden an einem Tag geboren. Wir sterben an einem Tag. Wir können uns an einem Tag verändern. Und wir können uns an einem Tag verlieben. Alles kann passieren an einem einzigen Tag"
Diese kurze Episode ist ein Teil des Buches und beschreibt es ganz wunderbar. Der Titel ist sehr angemessen gewählt und auch wortwörtlich wiedergegeben. Sehr gut.

Cover:
Auf dem Cover sehen wir ein halbes, weißes, zerbrochenes Herz auf rotem Untergrund. Das Herz bekommt den Anschein, als wäre es aus Papier und beinhaltet Verzierungen, auf denen wir den Eifelturm von Paris aber auch eine Frau erkennen können. Das Cover ist durch seine ansprechende Farbe schon ein Hingucker und der Titel klar erkennbar. Doch damit nicht genug, denn dies ist nur der erste Teil von Gayle Forman, denn der zweite trägt die andere Hälfte des Herzens auf seinem Cover und macht das Gesamtwerk zu etwas ganz Besonderem. Sehr gut!

Schreibstil:
Gayle Forman verwendet auf seinen 423 Seiten eine besonderes angenehme Art, dem Leser einen Einblick in die Geschichte zu schaffen.
"Nur ein Tag" beinhaltet 39 Kapitel, die in der Ich-Form der Protagonistin Allyson geschrieben sind. Das Buch liest sich nicht nur sehr leicht durch die kurzen angenehmen Sätze, sondern auch weil wir hier ein Jugendbuch vorfinden, dass ganz in diesem Stil geschrieben worden ist.
In den Abschnitten, in denen sich der Leser mit Paris befasst, werden immer wieder französische Wörter und Sätze eingeworfen, diese stören aber keineswegs den Lesefluss, sondern werden angenehm ins deutsche übersetzt. Sehr gut.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt einen Abschnitt aus diesem Buch, in dem Willem die Protagonistin Allyson fragt, ob sie einen Tag in Paris mit ihm verbringen möchte. Nach einiger Überlegung beschließt Allyson etwas ganz untypisches für sie zu tun und sagt ja.
Der Klappentext gibt leider nicht die richtige Fährte auf dieses Buch, denn der Leser mag sich hier einen Roman vorstellen, in dem es sich um die Geschichte der beiden dreht. Leider ist dies nicht unbedingt der Fall, da der Leser viel aus dem Leben von Allyson erfährt, leider aber wenig von Willen. Daher ist der Text in meinen Augen leider nicht optimal gewählt.

Inhalt:
Allyson, ein junges Mädchen, dass sich unmittelbar vor dem College befindet, bekommt eine Städtereise durch Europa von ihren Eltern geschenkt. Das Ganze ist natürlich streng überwacht durch eine Reiseführerin und auch Melanies Freundin, die sie aus kindheitstagen kennt, ist mit dabei.
Allyson verbringt eine angenehme Zeit mit der Gruppe, sie ist stets am rechten Fleck, macht alles wie es die Eltern wünschen, schreibt Tagebuch und schaut sich nach Souvenirs um.
Am letzten Abend soll es zu einer Aufführung ins Theater gehen. Shakespeare steht auf dem Zettel. Doch noch in der wartenden Schlange werden Melanie und Allyson von einer Gruppe junger Menschen angesprochen, die Shakespeare an einem anderen Ort ganz anders aufführen werden in ihrer eigenen Interpretation.
Allyson, die von ihrer Freundin als abenteuerunlustig bezeichnet wird, lässt sich auf ein Abenteuer ein und folgt der Gruppe. Die Aufführung scheint ihr den Atem zu rauben, doch nicht nur die, auch die des Schauspielers Willem.
Diesen trifft sich durch Zufall einen Tag später in einem Zug wieder der sie nach London bringen soll und als er sie kurzerhand fragt, ob sie mit ihm für einen Tag nach Paris kommen will, willigt sie ein. Zwar scheint ihr diese Zusage als sehr untypisch für sie und schnell kommen ihr Zweifel, doch Allyson verbringt einen wunderschönen Tag mit Willem in Paris.
Doch nachdem sie einige gemeinsame Erlebnisse hinter sich haben und auch eine schöne Nacht miteinander verbracht haben ist Willem am Morgen nicht mehr da.
Allyson fühlt sich zurückgelassen, betrogen und hintergangen und so reist sie kurzerhand, ohne ihren Koffer und durch die Hilfe ihrer ehemaligen Reiseführerin, zurück nach London.
Der zweite Teil dieses Buches beginnt und wir lernen eine Allyson kennen, die sich am College nicht eingewöhnen kann. Eine Person, die sich immernoch im Käfig ihrer Eltern zu befinden scheint.... doch aus diesem wird sie Ausbrechen. Allysons Leben verläuft anders als ihre Eltern sich das für sie vorgestellt haben, doch aus dem Kokon kommt ein schöner Schmetterling der sich entfaltet. Sie belegt andere Kurse als geplant, lernt Menschen kennen, die zu ihren Freunden werden. Und eben diese Freunde sind es, die Allyson dazu animieren, Willem wiederfinden zu wollen. Sie arbeitet hart und begiebt sich ein Jahr nach "Nur einen Tag" auf eine Reise um Willem wiederzufinden. Ob ihr das gelingen wird?

Fazit:
Dieses Buch ist sehr angenehm zu lesen und hat einen guten Spannungsbogen.
Dennoch kann ich ihm leider nicht mehr als 3 Sterne geben. Versprochen wird eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen und zu finden ist in den meisten Teilen nur eine Geschichte von Allyson. Das Jahr in dem Allyson alleine ist und bevor sie sich auf die Suche begiebt ist zu lang gestaltet. Hier könnte durchaus gerafft werden. Und auch wenn natürlich ein zweiter Teil folgt, bleiben zu viele Fragen offen. Dinge geschehen, die nicht unbedingt authentisch rüber kommen. Alles in allem ist dieses Buch in meinen Augen im Genre Jugendbuch sehr gut aufgehoben. Die Handlung könnte durchaus einen Roman bieten, leider fehlt es ihm an Tiefgründigkeit. Schade.

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japan, freundschaft, lepra, kirschblüten, roman

Kirschblüten und rote Bohnen

Durian Sukegawa , Ursula Gräfe
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 17.03.2017
ISBN 9783832198121
Genre: Romane

Rezension:

" Kirschbüten und rote Bohnen" von Durian Sukegawa

Titel:
Der Titel dieses Buches ist mit Bedacht gewählt und in allen Fällen sehr passend. Nicht nur, dass sich vor dem kleinen Laden, in dem die meiste Handlung abspielt ein Kirschbaum befindet und rote Bohnen verkauft werden, sondern auch, dass die Kirschblüten am Ende des Buches eine mögliche Lösung bieten, die zwar nicht genaustens beschrieben ist, dennoch aber dem Leser zum weiterphilosophieren animiert. Sehr gut.

Cover:
In erster Linie kann man hier benennen, dass nicht allein das Cover dieses Buch zu etwas ganz besonderem macht, sondern viel mehr die Gestaltung des Buches. Zum einen finden wir ein Hardcocer vor, dass sich in seiner doch eher kleinen Größe gut anfassen lässt und zu etwas super schönem macht. Auf dem Cover sehen wir drei Personen, die uns den Rücken zukehren und in eine Richtung blicken. Bei diesen drei Personen handelt es sich eindeutig um die Protagonisten. Das Cover ist voll von rosa Kirschblüten. Für dieses Buch eindeutig passend gewählt. Der Titel ist klar erkennbar und der Autor stellt sich in den Hintergrund. Sehr schön.

Schreibstil:
Der Autor verwendet in dieser auf 220 Seiten in 29 Kapiteln beschriebene Geschichte die Form des überirdischen Erzählers.
Er bringt präzise kurze Sätze in dieses Buch und verwendet an einigen Stellen Fachbegriffe. Hierzu hat er aber nicht nur eine unmittelbare Erklärung, so dass es dem Leser einfach fällt zu verstehen, sondern auch am Ende des Buches ein Glossar. Dieses Zusammenspiel zwischen beiden ergibt ein angenehmes Lesefeeling.
Anfänglich scheinen die Namen einen stockenden Lesefluss zu bieten, denn es dauert einige Seiten, bis man sich an diese japanischen Namen gewöhnt hat. Und doch ist diese Geschichte auf eine ganz besondere und nennenswerte Weise geschrieben. Sehr schön :-)

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt die Protaginsten und die Welt, die es nicht gut mit den dreien meint. Doch als sich diese drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zusammentun, ändert sich alles.
Der Klappentext beschreibt in meinen Augen beinahe zu wenig von der Handlung und würde mich wahrscheinlich nicht unbedingt ansprechen, zwischen all den Büchern auf dem Markt. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht.

Inhalt:
Sentaro ist ein Ex-Sträfling, der nach seinem Gefängnisaufenthalt die Chance bekommt, in einem Geschäft zu arbeiten in dem Pfannkuchen mit roten Bohnen hergestellt werden. Nach dem Tod des Besitzers übernimmt er diesen, um die restlichen Schulden bei der Witwe zu begleichen.
Während seiner Zeit in dem kleinen Geschäft lernt er die alte Dame Tonkue kennen, die er anfänglich nicht einstellen möchte bei sich. Doch schon bald merkt er, dass Tonkue die beste An machen kann, die er je gegessen hat.
Und auch wenn die Verkaufszahlen nach oben schießen, bleibt ihr gemeinsames Glück nicht von Dauer, denn Tonkue ist vor über 40 Jahren an Lepra erkrankt und diese Krankheit nehmen die Chinesen nicht auf die leichte Schulter. Was so schnell an Verkaufszahlen anstieg, ebbte auch sehr schnell wieder ab. Ganz gegen das Einverstädnis der Witwe und so möchte sie, dass der Laden erweitert wird. Dieses scheint aber nicht im Sinne von Sentaro zu sein und so kündigt er kurzerhand...
Was dann geschieht? Holt euch das Buch und lest es selbst.

Fazit:
Dieses Buch beschreibt eine sinnliche Freundschaft, die zwischen zwei Menschen entsteht, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch verbindet sie eins: Sie schienen beide alles verloren zu haben und kämpfen sich in ihr Leben zurück.
Schade in dieser Handlung ist, dass Wakana, die auch Teil dieses Buches sein soll, doch eher eine Nebenrolle einnimmt und keineswegs wichtig für diese Geschichte ist. Denn auch ohne sie und ihr zutun, hätte die Geschichte etwas rundes ergeben, vielleicht sogar runder als jetzt.
Diese Geschichte zeigt wieder einmal mehr, dass es die kleinen Dinge sind, die einen Menschen glücklich machen können. Besonders in den letzten Seiten bekommt der Leser noch einige schöne Zeilen und Lebensweisheiten geboten.
Leider kann ich diesem Buch nur drei Sterne geben. Keineswegs weil es schlecht ist, sondern eher weil es mich nicht unbedingt mitnehmen konnte. Sicherlich ist es einfach und schnell zu lesen, doch in dieser Geschichte fehlt ein wenig Tiefgründigkeit, was die Menschen anbelangt. Fragen bleiben zum Ende hin offen, die ich gerne beantwortet gehabt hätte....
Dennoch ist dieses Buch für jedermann geeignet, der sich mit einer anderen Kultur beschäftigen möchte!

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insel, künstliche zeugung, genetik, geheimnis, kriminalroma

Die Insel der Frauen

Cornelia Lotter
E-Buch Text: 164 Seiten
Erschienen bei null, 25.05.2015
ISBN B00YAH6K2G
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die Insel der Frauen" von Cornelia Lotter

Titel:
Der Titel "Die Insel der Frauen" ist in diesem Fall nicht nur gut, sondern perfekt gewählt. Er drückt eine gewisse Mysterie aus, die auch in diesem Buch bestätigt wird. Zeitgleich wird der Leser spüren, dass dieser Titel nicht unbedingt etwas angenehmes in sich birgt, auch wenn er auf den ersten Blick eventuell nicht als unangenehm erscheint. Sehr gut.

Cover:
Auf dem Cover sieht der Betrachter ein Kloster, umgeben von Klippen und Wasser. Das Bild ist nur schleierhaft erkennbar, da es wirkt, als wenn die Kamera, mit der dieses Bild aufgenommen wurde, von einem Regenschleier überzogen worden ist. Auch hier wird mystisch mit dem Gesicht einer Frau geworben, dass sich oberhalb des Klosters befindet. Das Cover allein lässt den Betrachter einen Thriller erahnen, der ihm auch geboten wird. Der Titel ist klar erkennbar in der Mitte des Buches präsentiert. Sehr gut.

Schreibstil:
Der Thriller wird von Cornelia Lotter auf 164 Seiten präsentiert. Der Schreibstil beinhaltet sowohl kurze, knackige Sätze zum guten Verständnis, als auch wörtliche Reden und Begriffe, die der Leser nicht unbedingt alle zuvor gehört haben wird. Besonders im ersten Kapitel ist leider auffallend, dass es sich oftmals um Wortwiederholungen handelt, die in diesem Zusammenhang nicht hätten sein müssen und die das Kapitel monoton erscheinen lassen. Ebenso sind Abschnitte zu finden, die gerade durch Gedicht- und Versform als eher langweilig erscheinen. Schade, doch hier muss es leider einen Punkteabzug geben, denn dies beeinträchtigt den flüssigen Lesestil.

Klappentext:
Der Klappentext beschreibt die Protagonistin Sandra König, die nach 26 Jahren wieder auf ihre Heimatinsel zurückkehrt, um dort die Beerdigung ihres Vaters auszurichten. Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie allerdings noch nicht, dass sie mit dem Meeresbiologen Leif Guntram ein düsteres Geheimnis aufdecken wird: Frauen die nur zu einem Zweck gefangen halten werden. Ein Thriller voller Endzeitstimmung und erschreckendem Realitätsbezug.
Diese Form von Klappentext regt den Leser eindeutig zum Lesen an, denn es wird nicht zu viel, aber eben auch nicht zu wenig von der Geschichte preisgegeben. Sehr gut.

Inhalt:
Sandra König, die Protagonistin aus diesem Buch, stellt sich ihrer Vergangenheit und kommt mit der Fähre auf jener Insel an, wo sie ihre Kindheit verbracht hat. Sie will so schnell wie möglich die Beerdigung ihres Vaters planen, das Haus entrümpeln und bestenfalls auch noch verkaufen, sodass sie schnell zu ihrem Freund Frank nach Hause kehren kann.
Doch alles ergibt sich anders als geplant, denn ihr Vater scheint nicht eines natürlichen Todes gestorben zu sein, die letzten 35 Bewohner der Insel sind nicht wie auf den ersten Blick vermutet normal und dann wird sie auch noch von dem Meeresbiologen Leif angesprochen. Dieser scheint nicht nur in Windeseile ihr Herz zu erobern, sondern zudem auch die nötigen Informationen zu haben, die im Zusammenhang mit dem Buch ihres Vaters, dass er ihr überlassen hat, einen Sinn zu ergeben.
Leif und Sandra machen sich auf der Suche nach den Spuren einer langen Geschichte und bringen sich dabei nicht nur in Gefahr, sondern erfahren auch Dinge, die erschreckender nicht sein könnten.
Doch an wen kann man sich vertrauensvoll wenden, wenn man nicht mehr weiß, wem man Vertrauen kann? Ist Leif überhaupt vertrauenswürdig?
Erfahrt mehr und lest diese wunderbare Geschichte!

Fazit:
Dieses Buch enthält definitv ein Thema, dass wichtig und erschreckend zugleich ist und dabei in keiner Art und Weise Realitätsfremd.
Dennnoch gibt es einige kleine Haken an diesem Buch.
Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass Cornelia Lotter ihren Büchern mehr Seiten schenken würde, denn die Themen haben es eindeutig verdient. Auch in diesem Buch kommt es leider zu einem abruptem Ende, das keineswegs hätte sein müssen. Das Thema ist spannend genug um es weiter auszudehnen und vor allem dem Leser die Chance zu bieten, sich tiefer in die Geschichte zu lesen. Durch die wenigen Seiten entsteht leider an einigen Stellen eine große Oberflächlichkeit.
Ich wünschte mir weiterhin stillistisch noch ein paar mehr Höhepunkte. SIcherlich beinhaltet dieses Buch Stellen an denen es unangenehm wird, doch die Bezeichnung "Thriller" bekommt es eigentlich nur auf Grund des Inhaltes/ des Themas. Mit einigen wenigen Worten könnte dieses Buch zu einem Beststeller ausgearbeitet werden. Dennoch ist es keineswegs ein Buch, das man nicht lesen sollte, denn auch wenn es hier von meiner Seite nur drei Sterne gibt, ist dieses einzig und allein den kleinen Abzügen beim Schreibstil und der fehlenden Tiefgründigkeit geschuldet. Die Geschichte an sich ist KLASSE!

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thriller, gefängnisliebe, psychothriller

Totgetäuscht

Cornelia Lotter
E-Buch Text: 148 Seiten
Erschienen bei null, 27.02.2016
ISBN B01CBTQCXG
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die Bestie in meinem Bett" von Cornelia Lotter

Titel:
Der Titel "Die Bestie in meinem Bett" gibt ihrem Namen innerhalb der Geschichte alle Ehre auch wenn er nicht wortwörtlich wiedergegeben wird. Dieser Titel ist allemal passend gewählt und regt den Leser an, mehr erfahren zu wollen. Perfekt.

Cover:
Auf dem Cover sehen wir die Hände eines Mannes, der sich an den Gitterstäben eines Gefägnisses festhält. Auch hier habe ich keineswegs etwas einzuwenden, denn es ein sehr guter Hinweis auf den Inhalt. Dennoch gebe ich mich leider nicht mit der Schriftart des Titels zufrieden, denn diese wirkt doch eher wie ein Jugendbuch, keineswegs aber gruselig oder dem Inhalt entsprechend. Schade.

Schreibstil:
Cornelia Lotter verwendet in ihrem Ebook, dass auf 174 Seiten geschrieben ist und 44 Kapitel beinhaltet, die Erzählweise des überidischen Erzählers. Ihre Sätze sind größtenteils kurz und präzise und daher einfach zu lesen. Der Sprachstil verkörpert an einigen Stellen vulgäre Erzählweise, die jedoch in diesem Thriller durchaus angebracht ist.
Cornelia Lotter zieht den Leser unmittelbar in die Geschichte ohne eine große Schleife. Sehr schön.

Inhalt:
Dorothea: 36 Jahre alt, ohne jegliches Selbstvertrauen, etwas mollig, fühlt sich keineswegs wohl in ihrer Haut, Missbrauchsopfer ihres Vaters, keine engen Bindungen, einen langweiligen Job.

Oliver: Ein Mann, der sich derzeit im Gefägnis befindet, sich seine Welt malt, wie andere ihn gerne sehen sollen, sitzt ein, weil er seine Frau ermordet hat,...

Ein perfektes Paar oder etwa nicht?

Dorothea, die langsam genug von ihrem Leben und den Männern in diesem hat, beginnt eine Brieffreundschaft mit einem Insassen. Was anfänglich noch sehr oberflächlich erscheint, entwickelt sich sehr tiefgründig. Aus einer Brieffreundschaft wird eine Ehe, denn auch in einer JVA kann geheiratet werden. Was Dorothea allerdings nicht weiß ist, dass ihr geliebter Oliver, sobald er aus dem Gefängnis entlassen worden ist, gar kein Traummann, sondern vielmehr eine Bestie zu sein scheint. Seine Schmeicheleien und Liebkosungen ihr gegenüber hören auf, gegenüber ihrer Freundin und ihrer Mutter jedoch nehmen sie zu. Und was haben seine kalten Augen zu bedeuten?
Dorothea erfährt schneller als gewünscht, dass ihr Oliver etwas versteckt und das nicht nur im übertragenem Sinne.
Doch um sich noch retten zu können ist es vielleicht schon viel zu spät für unsere Protagonistin?

Fazit:
Dieses Buch ist keineswegs für jedermann geeignet, denn hierfür braucht man sehr starke Nerven.
Die Autorin verkörpert eine Geschichte, die der Leser, wenn er sich darauf einlässt, erst dann wieder aus der Hand legt, wenn sie beendet ist. Der Inhalt animiert dazu, sein Leben zum einen ungefährlicher und vorsichtiger zu leben, zum anderen regt es aber auch an darüber nachzudenken, wie man selbst in dieser Situation handeln muss.
Auch wenn diese Geschichte keineswegs lustig ist, bekommt der Leser dennoch einige knappe Stellen, die zum schmunzeln animieren und das Thema ein wenig auflockern.
Dieses Buch ist eines der fesselnden, die ich je erlebt habe.
Nun fragt ihr euch sicher, warum es dann nur vier Sterne gibt ... das kann ich euch erklären.
Die Protagonisten Dorothea und Oliver ändern jeweils einmal ihre Charakterzüge. Das scheint für die Spannung super zu sein, für den Leser jedoch unauthentisch.
Ein zweiter Grund ist, dass ich mir eine andere Schriftart im Cover gewünscht hätte, um die Leser noch mehr zu animieren, dieses Buch zu kaufen. Hierfür gibt es jedoch kein Punktabzug, denn dies ist eine Geschmacksfrage.
Doch einige kleine Denkfehler sind dann doch in dieser Handlung. Beispielsweise das Verhalten der Beamten, sowohl auf dem Freigang von Oliver als auch bei der Befragung, die mit Dorothea im Bezug auf Oliver durchgeführt wird.

Ansonsten habe ich aber keineswegs etwas an diesem Buch auszusetzen... ganz im Gegenteil: Wer mutig genug ist, sollte sich die Bestie in sein Bett holen!

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liebe, organspende, herz, jugendbuch, jessi kirby

Mein Herz wird dich finden

Jessi Kirby , Anne Brauner
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.02.2016
ISBN 9783737353526
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Mein Herz wird dich finden" von Jessi Kirby

Titel:
"Mein Herz wird dich finden" ist ein ansprechender Titel, der dieses Buch zu etwas magischem macht. Auch wenn dieser Titel innerhalb des Buches nicht wortwörtlich wiedergegeben wird, so findet sich doch die ganze Geschichte in diesem Titel wieder. Sehr gut gewählt!

Cover:
Das Cover dieses Buches ist liebevoll gestaltet und präzise ausgewählt. Das Buch lädt richtig zum Lesen ein und der Leser wird nicht enttäuscht werden.
Zu sehen ist auf dem Cover ein Herz, rundherum um den Titel, doch nicht so, wie ein Betrachter sich ein Herz vorstellt, sondern in einer ganz besonderem Form illustriert. Hinzu kommt, dass wundervolle orange- töne gewählt worden sind und lediglich das Wort "Herz" im Titel rot hervorgehoben wird.
Doch damit nicht genug. Wenn der Leser den Einband entfernt, wird er auch da drunter ein liebevoll hergestelltes Buch entdecken, denn auch hier hat der Verlag nicht gespart und etwas besonderes aus dem Titel gemacht. Wunderschön!

Schreibstil:
Jessi Kirby verwendet in ihrem 365 Seiten langen und auf 34 Kapitel unterteilten Jugendroman die Erzählperspektive des Ich-Erzählers der Protagonistin. Die Autorin schreibt ihre Geschichte in der Gegenwart und jedes Kapitel bekommt ein Zitat, eine Anekdote oder einen wissenschaftlichen Beweis, rund um das Herz, vorangesetzt.
Der Schreibstil dieses Buches ist einfach zu lesen, der Leser wird unmittelbar in die Geschichte geschmissen und wenn es nicht den Alltag geben würde, so würde er es auch sicherlich nicht mehr weglegen...

Klappentext:
Der Klappentext beginnt mit dem Satz: "Dein Herz kannst du nicht betrügen".
Es ist eine Liebe auf den ersten Blick als Noah und Mia sich begegenen und endlich scheint ihr Leben wieder einen Sinn zu machen, nachdem sie ihre große Liebe Jakob bei einem Autounfall verloren hat. Doch diese Begegnung ist kein Zufall, denn Noah ist der einzige Mensch auf der Welt, in den sich Mia nicht verlieben darf, dass ist sie Jakob schuldig. Und Noah schuldet sie die Wahrheit, doch dafür ist es schon länst zu spät.
Der Klappentext ist sehr gut zusammengefasst, lädt zum Lesen ein und verrät vorab nicht zu viel. Eine sehr gute Wahl.

Inhalt:
Die Protagonistin verliert bei einem Autounfall ihre große Liebe Jakob. Dieses wird in einem bewegenden Prolog beschrieben. Doch selbst 400 Tage später, bekommt Mia ihr Leben einfach nicht in den Griff. Zu groß sind die Wunden, zu groß ihr Verlust. Mia begiebt sich schon seit Wochen auf die Suche nach dem Empfängers des Organs, was ihr am meisten bedeutet: Jakobs Herz. Als sie endlich gefunden hat, was sie sucht, will sie eigentlich nur einen Blick auf den Menschen bekommen, der sein Herz nun trägt und für Jakob weiter lebt, doch auf einmal kommt alles anders als erwartet.
Mia durchlebt eine Zeit, die sie sich selbst nicht vorstellen hätte können und begiebt sich dabei nicht nur in eine Traumwelt sondern vergisst dabei, nach so langer Zeit, auch endlich die Trauer um Jakob.
Doch wie erklärt man seiner Liebe die Wahrheit, wo man schon viel zu lange geschwiegen hat? In diesem Buch werdet ihr es erfahren!

Fazit:
Dieses Buch ist zwar als Jugendbuch deklariert, doch es ist definitv für jede Altersklasse geeignet. Eine Geschichte über den Tod und das Leben, über die Schuld und Vergebung und allem bei die große Liebe.
Die Anekdoten am Beginn jedes Kapitels lassen den Leser einen tieferen Einblick in die Geschichte des Herzens und der Organspende bekommen. Klasse gemacht!

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zypern, geheimnis, liebe, familie, lucinda riley

Helenas Geheimnis

Lucinda Riley , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442484058
Genre: Romane

Rezension:

"Helenas Geheimnis" von Lucinda Riley

Titel:
Der Titel "Helenas Geheimnis" ist sehr einfach und präzise und dennoch sehr zutreffend gewählt. Denn im großen und ganzen geht es hier um ein jahrelang festbehütetes Geheimnis von Helena, doch nicht nur das, auch andere Besucher vom Urlaubsort Pandora scheinen Geheimnisse zu haben in ihrem Leben.

Cover:
Das Cover lädt in eine sommerliche Geschichte ein und damit trügt es keinesfalls. Wir erleben eine riesige Familie in ihrem Sommeridyll und verbringen gemeinsam die Zeit mit ihnen dort.
Titel und Autor sind gut in der Mitte paltziert und die Farben angenehm gewählt.

Schreibstil:
Lucinda Riley schreibt wie gewohnt in einem angenehmen Lesefluss. Der Leser bekommt die Handlung auf 599 Seiten in 34 Kapiteln geboten. Zwischen den Kapiteln liegen Eintragungen von Alex in sein Tagebuch.
Die Geschichte spielt sich normalerweise in der Gegenwart ab, doch die bekommen wir nur in den ersten und letzten Seiten geboten. Ansonsten befinden wir uns in der Vergangenheit.
Geschrieben wird dieses Buch in der überidischen Erzählperspektive, bis natürlich auf die Tagebucheintragungen, die in Alexs Ich-Form beschrieben sind.

Inhalt:
Alex, der Sohn von der Protagonistin Helena, reist nach Pandora, einem Urlaubsort vor über 10 Jahren zurück um dort den 20. Hochzeitstag seiner Eltern auszurichten.
Knapp angekommen schwelgt er in Erinnerungen und nimmt den Leser in die Zeit von vor 10 Jahren mit.
Hierbei ist der Leser live bei einem Sommerurlaub dabei, bei dem einige Dinge geschehen, mit denen niemand gerechnet hätte und so manches Geheminis kommt an den Tag.
Doch bis dahin ist es ein langer quälender Weg.
Was zum Anfang als sehr angenehm erscheint, entpuppt sich zunehmend zu Streß. Immer mehr Personen laufen in Pandora auf, die zu einer gemeinsamen Geschichte zusammenführen.
Als das große Geheimnis platzt, scheint alles in die Brüche zu gehen, doch am Ende bietet uns dieses Buch dann doch noch ein Happy End. Lest selbst.

Fazit:
Dieses Buch hat eine angenehme Spannungskurve, hätte durchaus aber auch 100 Seiten weniger ertragen können. Die Erzählperspektive ist interessant und angenehm. Die Tagebucheintragungen von Alex machen die Geschichte auflockernder. Mit dem Ende und dem großen Geheimnis hätte sicherlich niemand gerechnet. Hier hat sich die Autorin besondere Mühe gegeben. Eine Moral von dieser Geschichte bleibt allemal: Man sollte keine Geheimnisse haben, denn diese kommen früher oder später immer ans Licht.
Leider kann ich dem Buch dennoch nur vier Sterne geben, da es an einigen Stellen dann doch zu langatmig geschrieben worden ist. Hier beginnt man gerne mal querzulesen und das soll sicherlich nicht das Ziel sein. Dennoch ist das Buch eine schöne Sommerlektüre und für jung und alt gedacht...

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