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91 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

internat, jugendbuch, fantasy, orden, insel

Die Erwählten von Aranea Hall

Susanne Gerdom , Lena Kleiner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.03.2017
ISBN 9783764170707
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Erwählten von Aranea Hall


Liv wird nach einem schweren Unfall zu einem Internat namens Aranea Hall geschickt. Sie trifft auf den Badboy Jayce und seinen attraktiven Freund Malik, sowie auf ihre Doppelgängerin Kaj. Schon bald muss sie feststellen, dass das Internat kein gewöhnliches ist und mehr Geheimnisse birgt, als sie sich vorstellen kann.

Der Einstieg ist mir verhältnismäßig schwer gefallen, da Liv mich anfangs mit ihrer extremen Anti-Stimmung gar nicht von sich einnehmen konnte. Das wurde im Laufe des Buches dann besser, aber so wirklich ins Herz geschlossen habe ich sie dann doch nicht.
Die anderen Charaktere waren ganz okay, aber doch sehr klischeehaft (Der Badboy, der Nerd, die Zicke, ..). Auch die Beziehungen zwischen einzelnen Charakteren waren für mich nie so ganz nachvollziehbar und ich habe die entstehende Schwärmerei Livs für die Jungs auch nicht wirklich verstehen können.
Der Schreibstil war ganz okay, aber teilweise kamen so hochgestochene Wörter vor, dass ich sie erst einmal googlen musste und das passt irgendwie nicht so ganz in einen Jugendroman. Dafür war aber die Jugendsprache authentisch und gut.
Die Rätsel werden seeeehr langsam aufgelöst und irgendwie bleibt doch noch einiges unklar, weil man sich doch nicht so ganz sicher ist, wie es jetzt damit weitergeht, was es auf sich hat, etc.
Aber der Grundkonflikt im Buch hat mir sehr gut gefallen, also praktisch "des Rätsels Lösung".
Als wirklich spannend habe ich das Buch nicht empfunden, dafür war es mir ein Tick zu viele Rätsel und zu wenig Aktion. 
Aber insgesamt habe ich das Buch doch gerne gelesen und mitgerätselt was dann doch los war. 
Das Ende war echt toll - überraschend - aber super geschrieben und mein persönliches Highlight.

3,5 Sterne gebe ich Aranea Hall.

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73 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

thriller, schweden, dystopie, politthriller, gesellschaft

Epidemie

Åsa Ericsdotter , Ulla Ackermann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783038800026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Schweden hat die Gesundheitspartei unter der Führung von Johan Svärd die Kontrolle übernommen. Gut ist der Mensch nur, wenn er schlank ist. Doch je länger Svärd an der Macht ist, desto radikaler werden seine Methoden ..

Ein Wort: Lies!

Schockierend, ehrlich, authentisch. In Epidemie von Asa Ericsdotter wird ein Szenario erzeugt, das schlimmer nicht sein könnte.
Auch wenn es teilweise so irrwitzig wie unrealistisch klingt, wird irgendwann klar, dass es ernst ist - und auch so geschehen könnte.
Menschen, die nur darauf hören, was ihr Präsident sagt, die Angst der Anderen etwas zu sagen und Bürger, die nur wegsehen .. Klingt gar nicht mal so neu, oder?
Abgesehen davon schockiert Ericsdotter mit grausamen Ideen, die der Leser über verschiedene Perspektiven mitbekommt.
Man bekommt die Gedanken der handelnden Personen jedes Standpunktes angeboten, wie etwa dem eines Opfers, dem Außenstehenden, Johan Svärd usw, wodurch die Geschichte besonders intensiv wirkt.
Auch durch den reißerischen, teils schnellen, mal langsamen, teilweise detaillierten, teilweisen groben Schreibstil  ist es fast unmöglich den Roman wegzulegen.
Jede Figur ist ein Individuum durch und durch und wird durch die Gesundheitsreform Svärds unterschiedlich stark beeinflusst. Bei einigen Figuren fiebert man mit .. Bei anderen weniger. Doch letztlich wandeln sich die Figuren noch einmal und es wird klar, inwiefern solche Vorkommnisse auch an der Psyche des Menschen zerren.
Das ganze Buch hindurch wird die Spannung aufrecht erhalten. Ich persönlich hätte der Autorin alles zugetraut. Nie kann man sich sicher sein, was sich Svärd als nächstes ausdenkt, wer als nächstes für die Reformen sein Leben lassen muss und wer wie handelt. Man sitzt praktisch auf glühenden Kohlen und kann einfach nur das Beste hoffen. 
Das Ende hätte noch ein bisschen länger sein können, hat aber dennoch seinen gewünschten Effekt nicht verfehlt.

Mein Fazit ist ganz klar: Überwältigend gut. Dagens Nyheter kann ich bloß zustimmen, wenn er schreibt:
"Ein spannender Polit-Thriller nach allen Regeln der Kunst."
Dieses Buch macht sprachlos, schockiert und sagt extrem viel über uns Menschen aus.

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Tags: diskrimierung, dystopie, ericsdotter, fatcamps, politthriller, schockierend, schweden   (7)
 

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745 Bibliotheken, 24 Leser, 3 Gruppen, 218 Rezensionen

götter, götterfunke, griechische mythologie, marah woolf, jugendbuch

GötterFunke - Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin hin und hergerissen. Auf der einen Seite würde ich euch das Buch am Liebsten unter >Absolute Lieblinge< ablegen, auf der anderen Seite würde ich alle Charaktere mal an den Schultern durchschütteln.

Es geht um Jess, die mit ihrer besten Freundin Robyn in ein Sommercamp in den Rockys fährt. Dort trifft sie Cayden, der eine göttliche Wette mit Zeus am Laufen hat.

Mir hat das Setting und die Idee unfassbar gut gefallen. Obwohl die griechischen Götter schon so oft thematisiert wurden, haben sie in diesem Buch ihren eigenen Charme und generell wird die göttliche „Welt“ schön dargestellt.

Teilweise ging es mir mit den Erklärungen über die Götter zu schnell, aber auf den letzten Seiten gibt es noch einmal ein Glossar.

Die Handlung gefällt mich auch sehr gut, die Geschichte von Jess ist teilweise so mitziehend, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Spätestens als der Antagonist auftaucht wird es noch einmal richtig spannend.

Der Schreibstil der Autorin ist auch sehr angenehm zu lesen. Es gab innerhalb des Buches Momente der Spannung, Momente zum Lachen, Momente zum Cayden-Erwürgen und Momente des Schocks.

Leider hat mir eines nicht zugesagt: Die Charaktere. Egal, ob Jess oder Cayden. So richtig warm konnte ich nicht mit ihnen werden. Jess ist eigentlich ein recht starker Charakter, aber sobald sie auch nur an Cayden denkt (!) wird sie zu einem schwachen, weinerlichen Mädchen, das ihm die ganze Zeit hinterher rennt. Und das nervt total.

Mit Cayden konnte ich auch nicht wirklich warm werden. Dafür ist er viiiiel zu undurchsichtig geblieben. Leider, denn ich hätte wirklich gerne mehr von ihm erfahren.

Die restlichen Charaktere bleiben recht blass und sind leider sehr stereotypisch. Die arrogante beste Freundin, der heiße beste Freund, das Muttersöhnchen, die neue, coole beste Freundin .. Na ja.

Die anderen Götter, die noch vorkommen, sind dafür sehr schön ausgearbeitet und meine liebsten Charaktere. Allen voran Hermes.

Insgesamt hat mir das Buch trotz der eher blasseren Charaktere gut gefallen und ich habe es sehr gerne gelesen. Ich hoffe inständig, dass die Charaktere sich im zweiten Band bessern, denn meine Neugierde ist geweckt ;)


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Tags: götter, götterfunke, griechische götter, jugendbuch, marah woolf   (5)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

alopezie, liebesgeschichte, haare, mutmach-buch, nichts wünsche ich mir mehr

Nichts wünsche ich mir mehr

Lena Hach
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 30.01.2017
ISBN 9783407821911
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als Katha die Diagnose Alopezie stürzt für sie die Welt zusammen. Wie soll sie nur ohne Haare weiterhin von ihren Mitschülern respektiert werden – geschweige denn einen Freund finden?

Eine toughe Protagonistin? Check.

Eine Geschichte, die dich sowohl entsetzt sowie zum Lachen bringt? Check.

Eine gut recherchierte Krankheit, die nicht verherrlicht wird? Check.

Ein angenehmer Schreibstil? Check.

Klar, anfangs hatte ich ein paar Startschwierigkeit. Besonders am Beginn des Buches fiel es mir etwas schwerer mich auf Katha einzulassen, da es häufige Zweitwechsel gab. Das legte sich mit der Zeit und so konnte ich ganz entspannt Kathas Geschichte folgen, die gleichzeitig schön wie schlimm ist.

Sehr feinfühlig geht Lena Hach auf die Ängste Kathas ein und schafft es uns diese sehr authentisch zu vermitteln. Nach den ersten Kapiteln ist Katha ein durch und durch greifbarer Charakter, den man gerne an die Hand nehmen und trösten würde.

Jedoch ist das Buch sehr auf Katha fixiert und die Nebenfiguren bleiben deshalb teilweise doch sehr blass.

Besonders Jasper, der Love Interest, bleibt am Anfang doch sehr uneindeutig. Bis zum Ende ist sein Motiv, warum er sich anfangs an Katha anheftet, doch sehr uneindeutig. Aber ich kann euch versprechen: Jasper ist genial :) Er hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht.

Auch andere Charaktere wie etwa Henri und Tiffy waren einfach super und haben das Gesamtbild eines schönen Jugendbuches vervollständigt.

Die Handlung geht recht flott voran, zieht sich nicht, hält sich auch nicht mit unwichtigen Details auf. Normalerweise bin ich kein Fan von solchen kurzen „Abschnitten“, da ich das Gefühl habe, dass einfach die Charakterentwicklung o.Ä. zu kurz kommt, aber dies war hier keineswegs der Fall.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend. Auch die Jugendsprache hat recht gut gepasst und war nicht so erzwungen, wie bei manch anderen Büchern ;)

Insgesamt ist >Nichts wünsche ich mir mehr< ein schönes Jugendbuch über die erste Liebe, eine außergewöhnliche Krankheit und Selbstakzeptanz.

  

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Tags: alopezie, haare, jugendbuch, krankheit, lenahach, liebe, liebesgeschichte   (7)
 

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202 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

liebe, dystopie, wir zwei in fremden galaxien, kate ling, science fiction

Wir zwei in fremden Galaxien

Kate Ling , Anja Hackländer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600412
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Aufgewachsen auf dem Raumschiff Ventura sollen Seren und die anderen Passagiere ihr Leben der Wissenschaft widmen und gemeinsam mit einem ausgewählten Partner Kinder zeugen. Doch dann trifft Seren auf Dom, der sie sofort in seinen Bann zieht.


Es tut mir leid schreiben zu müssen, dass mich dieses Buch enttäuscht hat. 
Ich mag die Idee der Ventura und das System drum herum - hätte gerne mehr davon gelesen. Jeder hat hier seinen Platz und wurde für einen ganz bestimmten Grund gezeugt. Ich finde, dass das eine Idee ist, die wahnsinnig viel Potential hat. Man hätte so viel daraus machen können, aber im Vordergrund stand etwas ganz anderes: Seren und ihre Liebe zu Dom.


Für Seren habe ich keine Worte. Sie hat mir mit ihrer unsympathischen und arroganten Art praktisch das ganze Buch kaputt gemacht. Das klingt jetzt hart, aber ich möchte ehrlich sein.
Seren weigert sich aus Prinzip gegen alles und es ist ihr dabei egal, wen sie dabei verletzt (zum Beispiel ihre hochschwangere Schwester), kommt nur zu ihrer besten Freundin, wenn sie etwas braucht und ist natürlich die einzig Intelligente auf der Ventura, weil sie erkannt hat, dass das Leben mehr zu bieten hat. (Sie ist nicht mal die Einzige, aber egal).
Und dann trifft sie Dom - Boom - die Liebe ihres Lebens, für ihn würde sie alles riskieren und es ist ihr (mal wieder) egal, dass sie nicht nur Dom und ihr Leben dadurch maßgeblich beeinflusst.
Nachdem der böse Dom mit seiner zugewiesenen Partnerin (!) spricht, folgt ein Eifersuchtsanfall und dann ist plötzlich Stereotyp Nummer 1 gut genug für sie. Mensch, Mädel. 
Seren entscheidet sich, dass sie endlich zu ihrer tiefen und wahren Liebe zu Dom stehen will? Ratet mal wer mit den Konsequenzen leben muss. Es sei so viel verraten: Seren ist es nicht.


Mal abgesehen davon, dass es insgesamt nur einen Charakter gab, der mir doch dann irgendwo sympathisch war, nachdem er eine unrealistische Wendung durchgemacht hat, und nicht vollkommen flach war, sind die Ereignisse  teilweise so zurecht gedreht, dass Seren ihre arrogante Art gerade so ausleben kann, wie es sie will. Es hilft ihr ja irgendwie doch jeder und schlimmstenfalls passiert noch das und das und dann ist alles wieder gut.


Immerhin hat mir das Buch Emotionen entlocken können: Wut, Verzweiflung und den Drang die Seiten zu zerreißen, sobald Seren den Mund aufmacht.
ABER
Es gibt natürlich wieder einen miesen Cliffhanger am Ende (werde den zweiten Teil dennoch nicht lesen) und der Schreibstil Kate Lings ist dennoch sehr angenehm und gut zu lesen.


Aufmachung top, Idee top, Schreibstil top, Charaktere grottig und der Plot ausbaufähig.
Muss man für sich selbst entscheiden, ob man es lesen will. Ich bin enttäuscht, hätte mir mehr erhofft.

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Tags: galaxie, jugend, jugendbuch, liebesgeschichte, venturasaga   (5)
 

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325 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 102 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, nie verschickte briefe, verlust

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inspirierend, emotional und mit Gänsehaut-Effekt. Ich wollte nur, dass du noch weißt ist schon jetzt ein Jahreshighlight für mich. 
Schon alleine die liebevolle Gestaltung des Innenlebens lässt Bücherherzen höher schlagen. 


Es mag sich so gar nicht attraktiv anhören Briefe von fremden Menschen zu lesen, aber hat man einmal angefangen kann man nicht mehr aufhören. Ehrliche, intime und unverfälschte Worte, die aus dem Herzen der Menschen stammen machen das Buch zu einem besonderen Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. 
Es regt zum Nachdenken an, schockiert und spätestens wenn man sich selbst in den Briefen wiedererkennt ist man diesem Buch verfallen. 
Jeder Brief ist individuell besonders, jeder Brief ist mit Geschichten verknüpft, die der Leser sich selbst weiter spinnen muss und jeder Brief enthält so viel mehr als dass man es beim Lesen direkt erfassen kann. 

Viel mehr lässt sich zu diesem wundervollen Buch nicht sagen. Es eignet sich sowohl als Geschenk oder auch als Buch für sich selbst. Eine ganz große Empfehlung von mir!

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226 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

thriller, drama, vergangenheit, familie, perfect girl

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426520567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Perfect Girl

Zoe ist jemand, den man als Wunderkind bezeichnen würde. Sie ist sehr intelligent und spielt außergewöhnlich gut Klavier. Doch nach einem tragischen Unglück, ersucht sie sich mit ihrer Mutter ein zweites Leben und gemeinsam ziehen sie zu Chris, dem neuen Freund von Maria. Als Zoe ein Konzert gibt, um endgültig die Vergangenheit hinter sich zu lassen, taucht ein Mann auf, der sie auf offener Bühne verbal angreift. Noch am selben Tag stirbt ihre Mutter ..

Leider konnte mich das Buch nicht wirklich erzeugen.

Für mich persönlich las es sich mehr wie ein Familiendrama, so dass Zoes Vergangenheit aufgearbeitet wurde und nicht wie einen spannenden Psychothriller.

Natürlich gab es auch einige Aspekte, die mir wirklich gut gefallen haben. Zoe als Protagonistin zum Beispiel. Ihr habe ich ihre Rolle komplett abgekauft, ihre Gedankengänge waren verständlich und strukturiert.

Außerdem gab es innerhalb des Buches immer wieder Sichtwechsel, von einer Person zu Anderen. Manchmal spielte es zu der Zeit, als sich das Unglück ereignet hatte, manchmal in der Gegenwart. Dies hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Jedoch war es nicht so, als hätte der Leser sich die ganze Geschichte durch vereinzelte Puzzlestücke zusammen setzten können, sondern es war letztlich „nur“ ein tragischer Unfall ohne irgendwelche Geister, die Zoe letztlich heimsuchen könnten.

Und das ist leider auch mein großer Minuspunkt. Bis überhaupt etwas passiert habe ich das gefühlt halbe Buch durch. Ich bin zwar bestens informiert, was Zoes Vergangenheit angeht, aber da es da auch keinen großen Knall oder irgendetwas gab, was mich schockiert hatte, war das einfach nur eine Art Familiendrama.

Jedoch habe ich dieses Buch nicht so wirklich aus der Hand legen können. Das lag jedoch nicht an der „Spannung“, sondern viel mehr an dem mitreißenden Schreibstil der Autorin, der mich irgendwie Kapitel für Kapitel hat lesen lassen, obwohl ich von der Handlung weniger überzeugt war. Der Schreibstil ist definitiv top!

Zurück zur Spannung. Gegen Ende erwarte ich den „perfekt gedrehten finalen Twist“- von dem die Publishers Weekly sprach. Ähh, nein. Nachdem die Mutter nach unzähligen Seiten dann tot war, ist irgendwie nichts weiter passiert. Alle habe gerätselt wer es sein könnte und um ehrlich zu sein lag ich mit meinem Tipp sogar richtig.

Trotz eines wahnsinnig guten Schreibstils und schönen Zeitumschwüngen, hat mich dieses Buch nicht so gepackt, wie mich ein Psychothriller hätte packen sollen. War vielleicht einfach nicht meins. Ich hätte mehr erwartet.


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Tags: musik, psychothriller   (2)
 

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460 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

diabolic, liebe, science fiction, weltall, dystopie

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diabolic - Vom Zorn geküsst



Diabolic ist so viel mehr, als man nach dem Klappentext erwarten würde. Es ist eine Geschichte über den Sinn des eigenen Lebens, die eigene Menschlichkeit, das Lechzen nach Macht und den damit verbundenen Intrigen, sowie dem Konflikt von Religion und Wissenschaft.
Trotz eines eher holprigen Anfangs findet sich der Leser schnell in Nemesis Welt ein. Die Autorin erschafft wortgewaltige Bilder und eine ganze Welt, von der ich gerne sehr viel mehr lesen würde.

Natürlich dauert es seine Zeit, bis man die ganze Welt in sich verstanden hat und da es einige Worte gibt, die es eben in unserer Welt nicht gibt, war es teilweise ein wenig verwirrend. Dies legt sich aber nach der Zeit des Einlesens.

Nemesis ist die Protagonistin des Buches und kein Mensch. Sie ist eine Diabolic, mehr Raubtier, als Mensch, genetisch zu übernatürlicher Stärke verändert. Als Protagonistin hat sich unheimlich gut funktioniert, ihre Handlungen und Gedankengänge waren nachvollziehbar – obwohl sie sich in manchen Momenten nicht menschlich verhalten hat.

Mein Lieblingscharakter ist dennoch Tyrus, der wahnsinnige Thronerbe am kaiserlichen Hof. Da ich nicht spoilern will, sage ich zu ihm nur, dass er selbst noch am Ende undurchschaubar bleibt.

Der Spannungsbogen kann eigentlich die ganze Zeit aufrecht erhalten werden. Gerade gegen Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und trotz der Dicke des Buches war ich viel zu schnell durch. Dies wird vor Allem noch durch den ansprechenden und wie bereits erwähnten wortgewaltigen Schreibstil von S.J. Kincaid unterstützt.

Leider wurde es mir gegen Ende zwischen Tyrus und Nemesis etwas zu stereotypisch Jugendbuchartig. Da ich immer noch nicht nicht spoilern will, formuliere ich es mal so, dass wieder einmal ein Hin-und-Her entsteht, dass ich persönlich in jedem zweiten Buch genau so lese.

Aufgrund dieser Sache und dem Ende, das viel zu abrupt und zu schnell von dannen gegangen ist muss ich leider einen Stern anziehen. Gerade gegen Ende habe ich noch einmal irgendetwas Schockierendes erwartet, das mich komplett von den Socken haut, aber es war mir leider viel zu trivial und abgehakt.

Dennoch kann ich dieses Buch all denen empfehlen, die auf der Suche nach einer fantastischen und außergewöhnlichen Geschichte sind.


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Tags: diabolic, intrigen, jugendbuch, liebe, weltall   (5)
 

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297 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

fantasy, dystopie, zukunft, seher, london

The Bone Season - Die Träumerin

Samantha Shannon , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 08.06.2015
ISBN 9783833309328
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

tod, trauer, familie, seele, verlust

Solange ich in deinem Herzen bin

S.D. Robertson , Allys Olsen
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.01.2017
ISBN 9783959670739
Genre: Romane

Rezension:

Solange ich in deinem Herzen bin

Als Will stirbt hinterlässt er eine sechsjährige Tochter. Seit seinem Unfall begleitet er sie auf Schritt und Tritt, auch wenn er als Seele für seine Mitmenschen unsichtbar ist. Doch auch er muss die unumstößliche Entscheidung treffen, ob er bleibt oder geht.

Dieses Buch packt dich, zieht dich in es hinein und lässt dich selbst nach dem Schließen nicht mehr los.Bevor ich anfing zu lesen hoffte ich wirklich sehr, dass dieses Buch sich nicht nur an der Beziehung zwischen Vater und Tochter festklammern würde und wurde nicht enttäuscht. Zwar steht Wills Liebe für seine kleine Tochter durchaus im Vordergrund, aber dennoch knüpft der Autor Handlungsstrang für Handlungsstrang so aneinander, dass ich teilweise gespannt, geschockt und erfreut war.

Will begleitet nicht nur seine Tochter, sondern folgt auch seiner Familie. Im Laufe der Geschichte werden Geheimnisse enthüllt, Unfälle ereignen sich und immer wieder wird Will mit der Frage konfrontiert, wohin er denn nun gehen soll.Obwohl ich nicht geweint oder gelacht habe, hat mich dieses Buch mitgenommen. Durch Will als außenstehenden Beobachter hatte ich wirklich das Gefühl, dass er mich mitnimmt und mir seine Geschichte zeigt, anstatt sie mir zu erzählen.

Die Charaktere waren einfach nur super. Ella war ein kleiner Schatz, unglaublich stark für ihr Alter und zuckersüß. Aber auch die anderen Charaktere sind wirklich schön gestaltet - und vor Allem so überraschend. Ich erlebe selten, dass ich wirklich jede einzelne Handlung der Charaktere wirklich nachempfinden kann. - Bis auf eine. Aber ich will ja nicht spoilern ;)

Der Schreibstil war sehr angenehm und sehr authentisch. 

Ich kann nur betonen, dass mir dieses Buch unglaublich gut gefallen hat. Die Story ist top, die Charaktere sind top, der Schreibstil ist top. Leider bin ich nicht allzu emotional geworden, aber das hat bisher eigentlich kein einziges Buch geschafft ;)Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! 

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Tags: abschied, tochter, tod, vater   (4)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

agoraphobie, freundschaft, angst, sadwolf, isolation

Das Aquarium

Franziska Lange
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei SadWolf Verlag, 20.12.2016
ISBN 9783946446262
Genre: Romane

Rezension:

Das Aquarium

George lebt zurückgezogen in seinem Apartment und verlässt die Wohnung unter keinen Umständen. Doch mit dem Einzug seines Mitbewohners Paddy verändert sich sein ganzes Leben ..

Gleich zu Anfang fällt der gewöhnungsbedürftige Schreibstil der Autorin auf. Kurze und prägnante Sätze reihen sich aneinander und vermitteln das authentische Bild von George, der sich nicht wirklich von den Farben des Lebens und der Freude außerhalb mitziehen lässt. 
Der Schreibstil ist gerade im Mittelteil doch sehr anstrengend und lässt das Buch zu einem werden, das nicht nebenbei gelesen werden kann. Man muss sich erst einmal auf das Buch einlassen - auf George an sich und seine teils wirren Gedanken, die immer mal wieder zurück in die Vergangenheit schwelgen. 
Hat man diese Barriere jedoch überwunden, steht dem Entdecken von Georges Welt nichts mehr im Wege. Jedoch fällt das Buch besonders durch eben diese Sprache positiv auf. Auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass es mir im Mittelteil irgendwann doch zu viel wurde und ich etwas gekämpft habe, schafft die Autorin Georges Gedanken sprachlich mit seinem Charakter zu verwandeln. Als er sich verändert, veränderten sich auch seine Worte.

Auch die Charaktere sind schön rund, jeder hat seine eigene Last zu tragen bekommen und wirklich jeder Charakter war individuell und einzigartig.
Leider war mir besonders Georges Entwicklung nicht so ganz schlüssig. Besonders die einzelne Ereignisse, wie z.B. dass er die Pizzabotin Vivian in seine Wohnung lässt, sind einfach zu abrupt und zu unverständlich. Die Überleitungen fehlen einfach und damit geht die Logik an manchen Stellen flöten ..
Auch der Beweggrund warum George jetzt nicht mehr die Wohnung verlässt ist ein bisschen blass geblieben. Ich kann es mir zwar so halb denken, aber wissen tue ich es nicht.

Das Ende war tragisch-schön und hat mir wirklich gut gefallen. 

Insgesamt war das Buch ganz okay. Die Sprache war gut, aber teilweise sehr anstrengend. Die Charaktere waren ebenfalls schön, aber dennoch hat besonders George geschwächelt. Für mich befindet sich das Buch also im Mittelfeld.

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Tags: aquarium, leben, sadwolf   (3)
 

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1.228 Bibliotheken, 19 Leser, 2 Gruppen, 161 Rezensionen

mondprinzessin, mond, liebe, ava reed, fantasy

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

Rezension:

Mondprinzessin

Lynn erfährt an ihrem siebzehnten Geburtstag, dass sie die entführte Prinzessin des Mondes ist. Dort angekommen fühlt sie sich sofort zu ihrem Leibwächter Juri hingezogen und trotz ihrer aufkeimenden Gefühlen muss sie sich der Tradition der Monarchie beugen und sich ihren Prinzen unter Dreien aussuchen.

Ja, einige Dinge sind schon in anderen Büchern vorgekommen.

Ja, das Buch ist nicht unbedingt komplett logisch aufgebaut und

Ja, es sind einige Klischees vertreten.

Wer sich nach etwas völlig Neuem sehnt, etwas nie dagewesenem und einer Geschichte, die man noch ewig im Kopf haben wird, dann ist das Buch nicht die erste Wahl. Für all die Anderen, die eine lockere-leichte Geschichte für Zwischendurch, zum Träumen und zum Mitfiebern haben wollen, könnte Mondprinzessin durchaus etwas sein.

Ava Reed versetzt all unsere bisher dagewesenen Vorstellungen eines Prinzessinenbuches auf den Mond. Der ungewöhnliche Schauplatz steht zwar nicht unbedingt im Vordergrund, aber durch die Verbindungen mit den anderen Planeten wird uns eine völlig neue Welt eröffnet, von der ich gerne auch viel mehr gelesen hätte.

Auch die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet mit einigen stereotypischen Elementen, die sie aber auch wieder noch herziger erscheinen lassen. Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Lynn und Juri war herzallerliebst und nachvollziehbar.

Das Buch ist mitreißend, ein Page-Turner, behält einige Überraschungen vor und zaubert uns in Lynns eigene Welt. Leider konnte das Ende mich nicht so wirklich begeistern, es war mir zu abrupt, zu kurz und einfach zu schnell. Dennoch kann ich dieses Buch guten Gewissens all denen empfehlen, die auf der Suche nach einem lockeren Jugendbuch sind und ohne allzu hohe Erwartungen an das Buch gehen.

Insgesamt 4,5 Sterne von mir für die zauberhafte Geschichte von Lynn und Juri.  

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Tags: ava ree, drachenmond verlag, fantasy, märchen, mondprinzessin, prinzessin   (6)
 

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108 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

musik, irland, nirvana, chicago, kurt cobain

Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm

Jessie Ann Foley , Susanne Klein
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783846600375
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Maggie wird nach einem Umzug nach Irland vom Heimweh geplagt. Doch der geheimnisvolle Eoin und ihr musikbegeisterter Onkel Kevin lassen ihre Sehnsüchte bald verschwinden. Ein Roadtrip wird letztlich zu der Reise ihres Lebens ..


Das Buch hatte auf jeden Fall seine Momente. Maggie, der Ich-Erzähler und Protagonistin des Buches, war fantastisch. Ich konnte sie mit ihrer frechen und authentischen Art sofort ins Herz schließen. Auch Onkel Kevin hat das Buch lebendiger gemacht und hat auf jeden Fall Lieblingscharakter Potenzial ;)

Auch Eoin ist ein schön runder Charakter, den man sich gut an Maggies Seite vorstellen kann. Die anderen Charaktere sind teilweise sehr blass geblieben.


Der Schreibstil ist schön, fließend, jedoch relativ kurzweilig. Das Buch an sich hat keine Stellen an denen ich mich jetzt hätte lachend auf den Boden werfen können oder heulend nach Taschentüchern greifen müssen, es hat jedoch seinen ganz eigenen Charme. Besonders durch die Playlist, die angeboten wird, kann man dem Buch noch mehr nachfühlen und sich in die Zeit herein versetzen. Der Plot ist okay, es gibt keine großartigen Wendungen, auch wenn ich – und das muss ich fairerweise betonen – bei dem Ableben einer Figur doch sehr getroffen war.


Gegen Ende hat das Buch leider nachgelassen. Alles lief auf ein erzwungenes Happy-End heraus. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass die Autorin einfach abgekürzt hatte und wichtige Aussprachen dann doch gefehlt haben.


Obwohl meine Rezension jetzt nicht unbedingt so klingt als würde ich einen Schrein für das Buch aufstellen, kann ich es wirklich empfehlen. Die wichtigsten Figuren sind gut, der Schreibstil ist gut, das Erlebte ist gut, die Emotionen sind auch gut.


Leider hat es an der ein oder anderen Stelle einfach noch ein bisschen geharpert und deswegen gibt es wohlverdiente vier Sterne von mir :)  

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

teenager, familie, freunde, schule, zwei mütter

Mein Leben, mal eben

Nikola Huppertz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669906
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein Leben, mal eben


Anouk ist dreizehn, hört gerne Metal, hat zwei Mütter und das Unnormal-Gen. Doch um endlich von den Anderen akzeptiert zu werden, will sie normal werden. Das ist gar nicht so einfach. Vor Allem, weil Moritz, der ebenfalls so unnormal wie sie ist, ihre Hilfe bei einem Songtext benötigt.


Mir fällt es dieses Mal wirklich schwer meine Meinung zu diesem Buch auszudrücken. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es eher gut oder eher nicht so gut finden sollte. Im Fokus steht natürlich Anouk als Hauptfigur. Sie war eine starke, glaubwürdige Hauptfigur, von der man gerne gelesen hätte. Ihre „Memoiren“ waren realistisch und manchmal wurden einzelne Geschehnisse nicht weiter ausgeführt. Das förderte aber die Authentizität des Buches enorm. Die Formatierungen im Buch waren schön. Die Geschichte hat man der Autorin auf jeden Fall abgenommen. 
Abgesehen von Anouk waren auch die anderen Charaktere liebevoll gestaltet. Lore, Moritz, MaMi, Matrix, Philipp .. Jeder Charakter hat etwas einzigartiges, das ihn auszeichnet und das hat mich wirklich sehr angesprochen.

Jedoch hat sich das Buch stellenweise viel zu lange gezogen und war fast ein bisschen langweilig. Manchmal hat mich auch der Schreibstil durch die wirklich vielen Klammern extrem gestört. 

Insgesamt war das Buch okay. Ich denke, besonders Dreizehnjährige und Jüngere werden dieses Buch verschlingen, aber ob man das in einem „fortgeschrittenen“ Alter lesen sollte ist eher fraglich. Schön ist natürlich auch die Botschaft, die dieses Buch vermittelt. Die Autorin hat es dennoch geschafft uns die dreizehnjährige Anouk authentisch zu verkaufen. Vier Sterne von mir.
        

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Tags: erwachsenwerden, jugend, unnormal   (3)
 

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218 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 82 Rezensionen

dystopie, maze runner, jugendbuch, james dashner, prequel

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Phase Null - Die Auserwählten

Im zweiten Prequel seiner Bestseller-Triologie „Die Auserwählten“ bietet Dashner erstmals die Möglichkeit Thomas und seine Arbeit mit ANGST zu verstehen. Wir begleiten Thomas von dem Tag an, als er zu Angst kommt, bis zu dem Tag, als er ohne Gedächtnis im Fahrstuhl aufwacht.

Insgesamt kann ich sagen, dass mich das Buch erst sehr begeistert hat, dann aber - vor Allem als die Lichter im Labyrinth waren - deutlich nachgelassen und geschwächelt hat.
Wir erfahren Dinge, die wir vermutlich niemals geahnt hätten, aber in der Trilogie auch fast gar nicht heraus stechen. Ohne spoilern zu wollen – bestimmte Beziehungen zwischen Charakteren sorgen zwar für einen „Oha“-Moment doch durch das gelöschte Gedächtnis wirken sie sich auch gar nicht weiter auf die Geschichte aus (zumindest inwieweit ich die Bücher noch in Erinnerung habe. Wird wohl Zeit die Reihe mal wieder zu lesen ;)). Außerdem treffen wir auf all die Charaktere, die uns schon in den anderen Bändern begegnet sind und lernen auch neue Charaktere kennen, die das Gesamtbild von ANGST schön abrunden.
Anfangs sind die Zeitsprünge sehr groß und da nur das Datum über den einzelnen Kapiteln steht, ist es teilweise sehr schwer sich zu orientieren und man muss zurück blättern, um zu verstehen wie viel Zeit vergangen ist.

Die Kinder, die Thomas & Co zu Beginn des Buches waren, verhalten sich manchmal gerade in ihrer Sprachweise schon etwas zu erwachsen, was einfach im Gesamtbild nicht ganz stimmig war. Dies löst sich aber mit der Zeit wieder auf.
Besonders gut gefallen hat mir wie die „echten“ Wesenszüge von Thomas immer mehr verschwommen sind und der Einfluss von ANGST deutlich wurde. Anfangs hatten wir also den Thomas aus dem Labyrinth, später im Buch den ANGST-Thomas.
Andererseits sind Charaktere, die ich schon anfangs nicht leiden konnte, wie etwa Teresa, noch negativer aufgefallen. Das soll aber nichts schlechtes heißen.
Trotz der Geschichte rund um Thomas bleibt noch sehr viel uneindeutig. Was genau Thomas z.B. am Labyrinth mitgeholfen hat, die Hintergründe von ANGST sind auch wenig durchsichtig, wer auf eine umfassende Beschreibung von ANGST Tätigkeiten und Thomas Aufgaben hofft, der wird enttäuscht sein.

Teilweise haben aber auch einfach die Emotionen gefehlt, die Thomas für den Leser hätten lebendiger gemacht. So hat der Leser z.B. gar nicht mitbekommen, was Thomas gefühlt hat, als das erste Licht auf der Lichtung gestorben ist.


Nichtsdestotrotz: Für Fans der Reihe kann ich dieses Buch wirklich empfehlen. Gerade am Ende erfahren wir Dinge, die uns die ganze Reihe überdenken lassen. Für Nicht-Fans wird sich das Buch eher weniger lohnen.

Insgesamt hat mir das Buch besonders am Anfang gefallen, wurde dann aber immer schwächer und das fand ich wirklich schade, da die Geschichte rund um Thomas viel mehr Potenzial gehabt hätte.

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Tags: angst, auserwählten, dashner, prequel   (4)
 

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93 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

assistentinnen, new york, spesenabrechnung, betrug, assistentin

Die Assistentinnen

Camille Perri , Stefanie Zeller
Flexibler Einband
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.11.2016
ISBN 9783863960957
Genre: Romane

Rezension:

Die Assistentinnen – Camille Perri

Es ist wohl Schicksal, dass Tina Fontana, die Assistentin des Medienmoguls Robert Barlows, die Möglichkeit ihren Studienkredit von Heute auf Morgen abzubezahlen geboten wird. Was als einmalige Sache beginnt, artet schnell aus – Bald ist Tina in einem Konstrukt aus Lügen und Diebstahl verwickelt, das kein Ende zu scheinen nimmt.


Die Geschichte beginnt ganz locker, der Schreibstil ist flüssig gewählt, nichts, wobei man sich wirklich anstrengen muss. Sofort wird der Leser in die Geschichte hinein katapultiert und lernt Tina kennen – und ihren Chef.

Hier wird immer wieder aufgezeigt, wie groß und mächtig die Firma ihres Chefs ist und obwohl sie nur gut von ihm spricht, wird dem Leser schnell deutlich, dass auch er Dreck am Stecken hat.

Doch generell bleibt die Figur des Chefs, so wie die anderen Nebenfiguren, durchgehend flach.

Dies wird vor Allem bei den Assistentinnen deutlich, die im Geschehen mitmischen. So werden sie erst als Zicken charakterisiert, die viel zu viel Wert auf ihr Aussehen legen, aber dann sind sie doch irgendwie alle gleich.

Die Hauptperson, Tina, erhält etwas mehr Leben und wirkt auch als Sympathieträgerin, aber dennoch kann sie einfach nicht überzeugen. So schreibt die Autorin immer wieder, dass Tina eine Veränderung an sich selbst feststellt, aber dieses Gefühl bleibt beim Leser leider aus.

Zuletzt noch der Love Interest, Kevin mit dem ich auch kein bisschen sympathisieren konnte. Ich hatte teilweise das Gefühl, das die Autorin uns auf die falsche Fährte locken wollte (so wie z.B. dass Tina uns erst den Eindruck vermittelt, dass Assistentin XY eine reiche und versnobte Zicke ist oder dass Kevin eigentlich ein echter Spießer ist) und dann aber – Überraschung – doch zeigen wollte, dass ihre Charaktere doch nicht so sind.

Fazit: Die Charaktere konnten ganz und gar nicht überzeugen.


Die Handlung hat mir um einiges besser gefallen. Es ging nicht zu schnell oder zu langsam, immer wieder wurden Andeutungen gemacht, dass Robert etwas ahnt und so steigerte sich die Spannung. Als Kevin jedoch einen „Fehler“ begeht, spitzt sich die Situation noch einmal ganz besonders zu. Das Ende war teilweise doch ein wenig .. unrealistisch.


Mit Witz und Charme führt die Autorin durch Tinas aufregende Geschichte. Leider ist das Gefühl dabei zu kurz gekommen, aber dennoch lässt sich abschließend sagen, dass es sich als lockere und leichte Lektüre für kalte Wintertage durchaus eignet.  

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63 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

wikinger, loki, kinderbuch, mythologie, jugendbuch

Viking Warriors - Der Speer der Götter

Richard Dübell
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783473401420
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Viking Warriors

Durch den nordischen Gott Loki wird Viggo in die Welt der Wikinger katapultiert und soll hier seine leiblichen Eltern finden. Doch angekommen werden ihm drei Aufgaben gestellt, die er lösen muss. Unter Anderem muss er den legendären Speer des Göttervaters Odin finden ..

Zuerst ein großes Lob an den Autor: Die Welt der Wikinger wurde fantastisch dargestellt. Es sind die kleinen Details, die das Buch so authentisch wirken lassen und den Leser in die Welt der Wikinger entführen. Da ist es egal, ob wir uns auf Schiff inmitten eines wilden Sturmes oder doch auf Festland befinden – das Buch überzeugt in diesem Punkt definitiv.

Auch die „Wikingersprache“ wird aufgeführt und in einem Glossar am Ende des Buches zusammen gefasst. Außerdem kann der Leser noch im Buchdeckel die Route von Viggos Reise mitverfolgen und kann so immer mitverfolgen, wo sich Viggo gerade aufhält.

Der Autor greift die nordische Mythologie auf mit Loki und Co auf und webt auch die Sagen mit die Geschichte ein. Anfangs war man doch von der Informationsfülle fast ein wenig überwältigt, aber dadurch, dass z.B. Lokis Vergangenheit immer wieder auch im Text thematisiert wird, bleiben einem die Sagen im Gedächtnis.

Trotz dieser nordischen Götter, die in Bücher nicht sonderlich oft thematisiert werden, hatte zumindest ich als Leser direkt Tom Hiddleston in seiner Rolle als Loki in den Thor-Filmen im Kopf. Natürlich war die Befürchtung da, dass Loki daher als eigene und an das Buch angepasste Figur nicht wirklich funktioniert, aber das hat sich im Sand verlaufen. Loki ist sogar einer meiner liebsten Charaktere geworden.

Der Schreibstil ist frisch, schnell – teilweise fast zu schnell – und angenehm zu lesen. Mehr erwarte ich von einem Jugendbuch auch nicht. Die Geschichte rund um Viggo nimmt rasend schnell an Fahrt an und bleibt eigentlich die ganze Zeit auch in diesem Tempo.

So ist das Buch in sechs Lieder unterteilt, die noch einmal einen klaren Schnitt zwischen den einzelnen Handlungsorten darstellen.

Das Buch hat mich wirklich gutterhalten und auch die Charaktere, wenn sie auch die meiste Zeit recht flach geblieben sind, haben mich überzeugen können. Besonders gefreut habe ich mich, als ich über Leif Eriksson lesen durfte.

Die Jugendsprache hat mir leider gar nicht zugesagt. Es mag sein, dass sie gesprochen tatsächlich so verwendet wird, aber geschrieben funktioniert sie einfach nicht und wirkt viel zu erzwungen.

Leider konnte das Buch die Spannung gegen Ende einfach nicht mehr aufrecht erhalten. Viggo war doch sehr passiv, brauchte sehr lange um Dinge zu realisieren, die der Leser schon verstanden hat und man hatte teilweise einfach das Gefühl festzustecken. Das liegt vermutlich vor Allem daran, dass die Geschichte ordentlich an Tempo verloren hat.

Auch das „Finale“, das uns auf Band 2 einstimmen sollte, konnte nicht überzeugen.


Das Buch begeistert den jungen Leser mit seiner Atmosphäre und Authentizität. Es ist schnell gelesen und in sich stimmig. Doch aufgrund des letzten Teils, der mich einfach nicht mehr begeistert konnte, gibt es nur 3,5 Sterne von mir.


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Tags: jugendbuch, wikinger   (2)
 

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194 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 83 Rezensionen

alchemie, london, code, jugendbuch, rätsel

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten

Kevin Sands , Alexandra Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423761482
Genre: Kinderbuch

Rezension:


          Der Blackthorn Code – Das Vermächtnis des Alchemisten erzählt die Geschichte des Apotheker Lehrlings Christopher, dessen Meister und Vaterfigur Benedict umgebracht wird. Als Vermächtnis bleibt nur ein Rätsel, das er lösen muss.

Schon der optische Eindruck des Buches ist durchweg positiv. Das Cover ist definitiv ein Blickfang und auch das Buch liegt bequem in der Hand.

Das erste Kapitel beginnt damit, dass Christopher seinem besten Freund Tom vorschlägt eine Kanone zu bauen. Mit Witz und Charme führt der Autor die Leser in die Welt des 17. Jahrhunderts ein und wir lernen die wichtigsten Charaktere kennen. 
Schon in den ersten Seiten werden wir mit dem ersten Rätsel konfrontiert: Anschließend wird erklärt, wie es funktioniert und zu nutzen ist, sodass man den Code tatsächlich verwenden kann.
Doch das Buch fackelt nicht lange und schon bald wird Spannung aufgebaut: Einige Apotheker wurden vom sogenannten Kult des Erzengels umgebracht und auch Christopher lebt in der Angst der Nächste zu sein.
Als sein Meister, Benedict Blackthorn, ebenfalls in Gefahr gerät erhält der Lehrling einen Code, den er entschlüsseln muss.
Wir begleiten Christopher auf seinem Reise wie er den Code zu entschlüsseln versucht, die Spannung kommt dabei aber keineswegs zu kurz. 

Christopher ist ein sehr sympathischer Hauptcharakter, der sehr schlau, neugierig und risikobereit ist. Andererseits wirkte er auf mich teilweise sehr naiv und leichtsinnig.
Sein bester Freund, Tom, ist wohl der beste Freund den man haben kann. Hilfsbereit, loyal und immer für Christopher da.
Benedict Blackthorn scheint ein ganzer netter Kerl zu sein, der für Christopher eine Art Vaterfigur dargestellt hat, aber der Funke ist nicht ganz rüber gesprungen. Irgendwie bleibt eine gewisse Distanz zu dieser Figur, da wir erst mit der Zeit hinter die Geheimnisse von Blackthorn kommen und die anfänglichen Eindrücke lassen mich den Charakter nicht wirklich so wertschätzen wie die Anderen. Man könnte ihn mit Professor Snape aus Harry Potter vergleichen.

Anfangs dachte ich, dass der Code von Blackthorn so gestaltet ist, dass der Leser ebenfalls miträtseln kann. Das war wohl nicht die Eingebung des Autors, denn es ist als ganz normaler Leser schier unmöglich den Code zu lesen. Das sollte man vom Buch also nicht erwarten.

Gegen Ende wird das Buch teilweise noch sehr brutal. Es gibt zwar keine expliziten Gewaltdarstellungen, aber dennoch werden einzelne Verletzungen sehr grausam geschildert. 

Dennoch enttäuscht das Ende nicht. Nach einem explosiven Finale endet das Buch relativ offen, sodass der Leser zufrieden das Buch wieder schließen kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Blackthorn Code ist ein Buch, das mit seinem ganz eigenen Charme überzeugt. Mit einem sympathischen Hauptcharakter wird der Leser auf eine spannende Reise in das 17. Jahrhundert geschickt. 
        

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106 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

thriller, baby, mary kubica, pretty baby, psychose

Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen

Mary Kubica , Nele Junghanns
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 18.07.2016
ISBN 9783959670333
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt: Schon immer hat Heidi Wood sich oft und gern um andere gekümmert. Doch als sie eines Tages ein mysteriöses obdachloses Mädchen und deren Baby mit nach Hause bringt, geht sie eindeutig zu weit! Heidis Mann Chris hat Angst um seine Tochter – und um seine Frau. Denn sie beginnt sich zu verändern, scheint immer mehr in den Bann des unbekannten Mädchens zu geraten und sich damit unaufhörlich weiter von ihrer eigenen Familie zu entfernen. Wer ist die Fremde? Woher kommt sie? Und was will sie von meiner Familie? Chris beginnt zu recherchieren und stößt auf ein schreckliches Geheimnis. Aber um seine Frau und seine Tochter zu retten ist es vielleicht schon zu spät …

Meine Meinung: Das Buch hat wirklich vielversprechend angefangen. Zuerst werden alle Charaktere vorgestellt - die Autorin löst diese Problematik durch unterschiedliche Sichtweisen, sodass der Leser sich schnell im Buch einfindet. Schon in den ersten Sätzen wird man mit dem unbekannten Mädchen konfrontiert und Heidis Gefühle werden mehr als deutlich. Nach einer Eingewöhnungsphase kommt neben der Sicht von Chris und Heidi auch der Blickwinkel des Mädchens dazu. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass ich endlich etwas vom spannenden Thriller zu lesen bekommen, bisher war es diesbezüglich eher mau.Doch die Geschichte beginnt sich ins unendliche zu ziehen. Seite für Seite vergeht ohne dass ich sagen kann, dass etwas passiert ist. Die Charaktere erhalten zwar Tiefgang, die mich als Leser verstehen lassen, was in ihnen vorgeht, aber dennoch habe ich das Gefühl auf der Stelle zu stehen.Einzig die Textpassagen aus Willows Sichten bauen den Spannungsbogen ein wenig auf - denn wir erfahren durch wenige Puzzlestücke, was es mit dem fremden Mädchen auf sich hat. Erst im letzten Viertel des Buches kommt noch einmal Fahrt auf und der Klappentext hält sein Versprechen. Der Schreibstil ist okay, die Charaktere sind okay, die Handlung ist eher mau. Dafür, dass ich erwartet habe einen spannenden Thriller zu lesen, habe ich mehr über die tragische Geschichte eines junges Mädchens gelesen.

Fazit: Das Buch hält leider nicht, was es verspricht. Trotz eines leichten Einstieges und eines guten Endes mit überraschenden Wendungen kann ich nur zwei Sterne geben. 

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Tags: baby, obdachlos, pretty baby, thriller   (4)
 

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(32)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

humor, hund, werkstatt, marketing, unterhaltung

Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm

Jesko Wilke
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 27.06.2016
ISBN 9783940855671
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext: „Die Frau, mit der ich zusammen lebe, ist fantastisch. Nicht nur, dass sie umwerfend aussieht, sie ist auch noch selbstbewusst, humorvoll, tolerant und tierlieb. Der Altersunterschied? Ließ sich nicht vermeiden, es handelt sich um meine Tochter.“ Weil er pleite ist, zieht Türsteher Stefan Fischer mit seinem cleveren Hund Amok zu seiner Tochter Carla. Dank einer Verwechslung ergattert er kurz darauf den Top-Job als Creative Director einer angesagten Werbeagentur, doch mit dem Dienstporsche kommen die Probleme. 1. Stefan hat nicht die geringste Ahnung von Werbung. 2. Seine Tochter darf auf keinen Fall erfahren, dass ihr Vater sich als Hochstapler betätigt. 3. Carla hütet selbst ein Geheimnis. Dann setzt ein Todesfall eine folgenschwere Kettenreaktion in Gang: Die Vater-Tochter-Hund-WG gerät in heftige Turbulenzen ...

Meine Meinung: Ich habe mich sehr schnell in das Buch eingefunden und mich mit den Charakteren anfreunden können, obwohl sie bis zuletzt doch sehr einfach und ohne Tiefgang geblieben sind. Die Geschichte kommt glücklicherweise schnell in Fahrt und auch die Verwechslung, die dazu führt, dass Stefan letztlich in der Werbeagentur landet ist nachvollziehbar und klar. Immer wieder werden Einschübe von anderen Personen eingefügt, die die Geschichte voran bringen und einige Sachen logischer erscheinen lassen. Der Schreibstil ist gut, flüssig zu lesen und das ein oder andere Mal musste ich doch schmunzeln.
Die Situationen in der Werbeagentur sind gut ausgeführt, sodass man sich vorstellen kann, dass sie so hätten tatsächlich passieren können. Gegen Ende ging aber irgendwie der rote Faden verloren. Erst verhält sich der Charakter nicht ganz entsprechend seines Charakters (Spoiler: So nimmt Stefan Drogen, dann sind alle Probleme mit einem Schlag gelöst) und die Problematik des Buches verläuft sich ein wenig.
Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, dass ich keine Grundproblematik mehr vor mir hatte und mich fragen musste auf was der Autor heraus will. Dennoch überrascht Wilke mit einem Ende, dass in sich schlüssig und nicht so vorhersehbar ist, wie man es anfangs vermutet. 
Fazit: Ein kurzweiliger und lockerer Roman für die letzten schönen Sommertage mit kleineren Schwächen. 

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Tags: hund, lustig, roman, sommer, werbung, werkstatt   (6)
 

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 36 Rezensionen

drachen, isa day, magie, fantasy, heiler

In den Tiefen der Ewigkeit

Isa Day
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Pongü Text & Design GmbH, 01.06.2016
ISBN 9783952432679
Genre: Fantasy

Rezension:


Klappentext: Jahrelang strich die Magie der Geister durch die weiten Wälder Erriadas und liess die Herzen der jungen Menschen vor Furcht erstarren – bis Joshi die Wahrheit erkannte. Die Kinder der Arrya haben sich in ihren Feinden getäuscht und bitter für diesen Irrtum bezahlt. Joshi und sein Bruder Marcin brechen auf zur Burg der Geister, um das Schicksal ihres Volkes in die Hände der fremdartigen Wesen zu legen und vielleicht ihre Heimat vor dem Untergang zu bewahren. Dabei ist beiden klar, dass sie eher den Tod als Vergebung finden werden. Für den siebzehnjährigen Joshi ist es eine Entscheidung zwischen früher und später. Die schwere Krankheit, gegen die er schon so lange kämpft, hat gesiegt und wie seiner Heimat bleibt ihm nur wenig Zeit. Doch das dem Untergang geweihte Land verbirgt noch viele Geheimnisse und auch Joshis Schicksal ist längst nicht so klar, wie es zunächst scheint. Selbst als schon der Feuerregen die einst prachtvollen Wälder brennen lässt, verfolgt er weiter sein Ziel, die Heimat zu retten – wenn es sein muss bis in die Tiefen der Ewigkeit, wo die Schöpfer Erriadas noch immer schlafen sollen.
Meine Meinung: Obwohl ich Band 1 nicht gelesen habe, wollte ich mich auf das Abenteuer rund um Joshi & Co einlassen. Ohne den ersten Teil ist mir der Einstieg etwas schwer gefallen, aber schon nach ein paar Seiten konnte ich komplett in die magische Welt eintauchen. Die Autorin hat geschafft, dass ich die Problematik, die sich in Teil 1 aufgetan hat, verstehen konnte und die Ereignisse zuordnen kann. Ich war im Stande einen toten Charakter allein durch Erzählungen kennen zu lernen und das ist wirklich gut gelungen.Die Grundidee von einem Himmel, der aufreißt und das Land verbrennt, ist super. Jedoch wird die verwendete Magie kaum bis gar nicht erklärt. Der Leser erhält nur Hinweise, wie die Magie funktionieren könnte und was die Person macht. Zum Beispiel berührt sie das Bewusstsein oder verwandelt sich ohne dass der Leser wirklich nachvollziehen kann, wie sich die Person gerade verwandelt hat.Die Charaktere sind wirklich toll, gut gewählt und auch unterschiedlich, sodass man nicht das Gefühl hat doppelte Charaktere zu haben. Die Autorin ist wirklich kreativ und obwohl sehr viele Namen genannt werden, bin ich mitgekommen und konnte sie zuordnen. Anfangs konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen - Bis ich zum zweiten Teil des Buches gekommen bin. Ich erwartete Spannung, die mein Herz höher schlagen lässt und die ganze Zeit schon angedeutet wurde. Leider wird jede Situation sehr schnell entschärft und der Leser bleibt auf der Strecke und fragt sich: "Wo ist die Spannung hin?"Probleme werden extrem schnell gelöst, Beziehungen zwischen Charakteren entstehen ohne, dass der Leser irgendeine Verbindung gespürt hat.
Fazit: Obwohl ich das Buch anfangs nicht aus der Hand legen konnte, hat es deutlich nachgelassen. Leider konnte die Spannung nicht aufrecht erhalten werden.

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Tags: drachen, feuer, himmel, magie, magier, welt   (6)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

mainz, usa, liebe, calling usa, erlebte zeitgeschichte

Calling USA

Paula Dreyser
Buch: 324 Seiten
Erschienen bei VA - Verlag Aretz, 17.03.2016
ISBN 9783944824543
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext: Es beginnt mit alten Fotos … Nach mehr als dreißig Jahren findet Lydia Steve wieder – über Facebook. Ende der siebziger Jahre waren sie ein Paar, eine junge Deutsche und ein amerikanischer Soldat.


Was mir gut gefallen hat: Die Autorin versteht es die Leser in eine andere Zeit zu versetzen und bringt wichtige Ereignisse in dieser Zeit in den Text ein. Dank einer umfassenden Recherche kommt man gut in der Zeit an. Die Charaktere sind gut gewählt und die Beziehung von Lydia und Steve ist realistisch und nachvollziehbar. 
Die Individualität einzelner Charaktere, wie zum Beispiel der Oma, geben dem Buch noch einen köstlichen Beigeschmack. 
Der Schreibstil regt zum weiterlesen an, sodass man gar nicht merkt, wie die Seiten verfliegen.

Was mir nicht so gut gefallen hat: Für mich persönlich waren es teilweise zu viele Charaktere, die ich nicht auseinander halten konnte. Mir ist bewusst, dass er gerade bei so einem Thema nicht einfach ist mit wenigen Charakteren zu arbeiten, aber dennoch habe ich oft relativ lange gebraucht, um zu verstehen, wer denn nun wer ist.
Der Einstieg ist mir ein wenig schwer gefallen und manchmal hatte ich das Gefühl, das die Beziehung ein wenig in den Hintergrund gerückt ist.


Fazit: Dennoch habe ich es sehr genossen dieses  Buch zu lesen. Für hoffnungslose Romantiker oder Leute, die auf Adrenalinkicks beim Lesen stehen, wird es nicht das richtige Buch sein, aber alle anderen, auch die, die normalerweise andere Sachen lesen, egal ob jung oder alt, sollten sich ernsthaft überlegen dieses Buch zu lesen.

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Tags: calling usa, kalter krie, liebe, mainz, roman   (5)
 

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(162)

369 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

thriller, kanada, vergewaltigung, schwestern, chevy stevens

Those Girls – Was dich nicht tötet

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596034703
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Those Girls - Was dich nicht tötet 


Jess, Courtney und Dani sind Schwestern und als Jess ihren Vater tötet, nachdem dieser die Schwestern schwer misshandelt hat, fliehen sie Richtung Vancouver. Doch sie bleiben mit ihrem Pick-Up irgendwo in Kanada stehen. Zum Glück treffen sie auf Brian und Gavin, die ihnen helfen. Zumindest glauben die Schwestern das .. 


Der Anfang


Ich muss wirklich sagen, dass ich schnell in das Buch reingefunden habe und mit den Protagonisten mitgefiebert habe. Alle drei sind so grundverschieden und doch irgendwo gleich, was eine richtig tolle Mischung ergibt. 
Der Anfang reißt mit und man will mehr lesen.

Die Mitte

Doch dann wurde es irgendwann zäh und irgendwie ist in der ganzen Zeit gar nichts passiert. Man hat gelesen, Seite für Seite und doch ist irgendwie nichts passiert. Erst durch einen Perspektivenwechsel gibt es neue Spannung, aber auch diese flaut relativ schnell ab.
Die Handlungen der Protagonistinnen ließen sich teilweise nicht nachvollziehen und auch die Spannung vom Anfang ist verebbt.

Das Ende

Beim Ende hatte ich wirklich große Hoffnungen, dass die Autorin uns jetzt noch einmal schockiert. War leider nicht so. 
Das Ende war für mich doch sehr langweilig, auch wenn mir der Epilog noch einmal sehr gut gefallen hat.

Fazit

Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht mehr was ich bei 250 Seiten von knapp 450 Seiten  des Buches eigentlich gelesen habe. Dennoch sympathische Hauptfiguren, die sich nach traumatischen Erlebnissen ein neues Leben aufbauen und ein wirklich spannender Anfang. Daher 3/5 Sternen.

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Tags: chevy stevens, those girls, thriller   (3)
 

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789 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

amoklauf, schule, mobbing, gewalt, jugendbuch

Ich knall euch ab!

Morton Rhue , Werner Schmitz , Dr. Klaus Hurrelmann
Flexibler Einband: 159 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2017
ISBN 9783473581726
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich knall euch ab!


Gary und Brendan werden in der Schule von den Sportlern gemobbt und erwarten keine Hilfe von ihren Lehrern .. In Folge dessen besorgen sie sich Waffen und nehmen ihren Jahrgang in der Turnhalle gefangen.

Positiv: Die Botschaft hinter dem Buch ist sehr wichtig und das Buch wurde aus guten Gründen geschrieben, auch diese "Interview-Form" hat mir sehr gut gefallen, bisher habe ich noch nie so etwas gelesen. Mit dem Schreibstil kam ich gut klar, es war jedoch eher eine leichte Lektüre mit wichtigem Hintergrund. 

Negativ: Schade finde ich, dass man trotz Allem nicht nachvollziehen konnte, was in den Köpfen der Amokläufern vor sich ging, letztlich hatte man nur die Eindrücke der verschiedenen Personen. Auch wurde noch während dem Lesen klar, dass das Buch (Spoiler) nicht wirklich in einem Blutbad enden würde. So konnte der meistgehasste Schüler dennoch Interviews geben (Spoiler Ende).
Außerdem fand ich es schwer mir die einzelnen Namen dauerhaft einzuprägen, nach einiger Zeit ging es einfach, aber dennoch musste ich relativ oft nachschlagen. 

Fazit: Obwohl es einiges zu bemängeln gibt, ist die Botschaft doch angekommen. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an und meiner Meinung nach sollte sich jeder mal mit diesem Buch auseinander setzen.

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Tags: ich knall euch ab!, morton rhue   (2)
 

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81 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

drogen, erste liebe, liebe, debüt, jugendroman

über den Dächern wir zwei

Angela Kirchner
Buch: 207 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 25.01.2016
ISBN 9783958821187
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Über den Dächern wir zwei
Zum Inhalt: Mina sucht ihren ehemals besten Freund Theo auf, als dessen Bruder verunglückt. Zuerst sind sie sich noch vollkommen fremd, aber dann kommen sie sich näher. Näher, als sie sich früher einmal waren.
Charaktere: Theo ist wirklich toll, ihn habe ich sofort ins Herz geschlossen. Mina hingegen ist mir .. ich weiß nicht. Mit ihr konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden, einerseits ist sie so schüchtern, dann wieder lautstark, dann wieder.. Ach, ich weiß wirklich nicht.
Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und ich habe wirklich mitgefühlt. Die ersten zwei Drittel des Buches habe ich nicht einmal vom Buchrand aufgeblickt, aber desto näher ich dem Ende gekommen bin, desto .. anders wurde es. Mit Theos Mutter hätte man noch so viel machen können und abgesehen davon war das Ende viel zu abrupt. Mich hätte interessiert, wie z.B. die Mitschüler auf Mina und Theo reagieren.
Nun ja, dennoch vier Sterne, da mich die Story, zumindest bis zur Mitte, vollkommen mitgerissen hat.

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Tags: liebe, oetinger34   (2)
 
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