Leserpreis 2018

Rabentochters Bibliothek

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Die Rebellenprinzessin (Evangeline 1)

Anna Rawe
E-Buch Text: 376 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 03.11.2018
ISBN 9783742717344
Genre: Liebesromane

Rezension:

Stell dir vor zu ziehst auf einen neuen Kontinent, in eine Stadt. Stell dir vor, dir begegnet immer wieder der selbe Junge, der dann spurlos wieder verschwindet. Stell dir vor ein gigantischer Wirbelsturm befördert dich in eine andere Welt, in der sprechende Tiere an der Tagesordnung und Magie real ist. Stell dir vor du landest bei einem Netzwerk von Rebellen, die dir eröffnen, du seist das Mädchen aus der Prophezeihung. Diejenige, auf die alle schon so lange gewartete haben.
Nicht gerade geringe Erwartungen, die da in Evangeline gesteckt werden. Dennoch lässt sich die Protagonistin nicht unterkriegen und gibt ihr bestes um mit der Situation klar zu kommen. Sie ist als Hauptfigur recht sympathisch und auch darauf angelegt so zu wirken. Meine Lieblingsfigur war jedoch Wallace mit seiner großen Klappe und seinem plötzlichen Auftauchen und Verschwinden.
Die Handlung war spannend und auch größtenteils logisch, jedoch fehlte mir an manchen Stellen noch der Feinschliff. Manche Entscheidungen und Entwicklungen, manche Schlüsse, die von den Figuren gezogen wurden wirkten unausgegoren, unfertig und nicht ganz passend. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin teilweise selbst nicht die passende Lösung bereit hatte und nächstliegendste und einfachste gewählt hat. Das klingt jetzt vielleicht harscher als gemeint, denn es handelt sie hier um einen Debütroman, der noch dazu im Selbstverlag erschienen und dafür ist der Roman gut gelungen. Er bietet definitiv noch Entwicklungspotential für nachfolgende Teile, macht aber auch gleichzeitig Lust die gezeigte Welt noch weiter zu entdecken.

Fazit: hübsches Debüt mit Potential nach oben

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Von Dörfern und Burgen

Marcus Wächtler
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 02.11.2018
ISBN 9783964434746
Genre: Fantasy

Rezension:

Katharina und Anna müssen sich in ihrem Dorf beweisen, während ihre Mutter immer noch hochschwanger ist. Der Kuntz von Misena tut sein Bestes um das ihm anvertraute Gebiet zu verteidigen. Stefan kämpft um sein Leben, Friedrich muss für sich und die Zwillinge einen Platz zum Überwintern finden. Neue und alte Figuren versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen im zweiten Teil von Marcus Wächters Reihe „Die Enden der Alten Welt – von Dörfern und Burgen“.
Die Mischung aus historischem und fantastischem Roman erzählt anhand der Geschichten der Geschwister Katharina, Stefan, Anna, Friedrich, Lucas und Brid, wie sich die Welt entwickelt haben könnte, wären einige Dinge damals anders verlaufen, als die östlichen deutschen Lande besiedelt wurden und alte Volksstämme vertrieben wurden. Der erste Teil nahm sich viel Zeit dafür vor allem die Figuren vorzustellen und dem Leser einen Einblick in deren Leben, deren Verhalten und deren möglichen Werdegang zu zeigen. Im zweiten Teil merkt man schon eine gewisse Weiterentwicklung der Figuren. Sie stehen vor neuen Herausforderungen, müssen neue Aufgaben bewältigen und müssen zwangsläufig auch daran wachsen.
In den Schreibstil musste ich mich erst wieder einlesen, da er im Vergleich zu anderen Fantasyromanen weiter von den Figuren weg ist, fast sachlich wirkt. Zudem wird viel beschrieben und erklärt. Alles in allem bekommt man fast ein wenig den Eindruck ein sehr eigenwilliges Geschichtsbuch vor sich zu haben. Das passt ganz gut, betrachtet man den Anspruch, den das Buch an sich selbst, bzw. der Autor an sich und sein Werk hat. Eine runde Sache also. Ich fühlte mich jedenfalls rundweg gut unterhalten und bin gespannt, wie es mit den Geschwistern und den anderen Figuren weiter geht.

Fazit: gefiel mir noch besser als der erste Teil, gerne mehr davon!

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Die Feuer von Atlantis

Amber Lawrence
E-Buch Text
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 21.06.2018
ISBN 9783959622271
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bisher waren Sonnen- und Mondtempel auf Atlantis gleich gestellt. Doch als der junge Hohepriester Thoth sein Amt übernimmt, droht dieses Gleichgewicht ins Wanken zu geraten. Ist dies der Untergang des sagenumwogenen Reiches und wem kann man vertrauen auf einer Insel, auf der nichts ist, wie es zunächst scheint.
Mit hat diese Interpretation des Mythos sehr gut gefallen. Die Figuren fesselten mich von Beginn an. Es gibt nicht eine Protagonistin oder einen Protagonisten, auf dem die Handlung aufbaut, sondern ein Netz aus Figuren, zwischen denen sich der Handlungsfaden spinnt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Sichtweisen sind fließend gestaltet, gehen sanft ineinander über. Dabei behält man aber als Leser immer den Überblick, wer gerade im Zentrum der Beschreibungen steht.
Die verschiedenen Beziehungen und Szenen sind gut zu verstehen und nehmen vor dem inneren Auge Gestalt an, ohne dass man sich allzu sehr anstrengen müsste. Dennoch hätte ich mir gerade bei Thoths Reisen und auch bei einigen anderen Szene noch ein wenig mehr Text erhofft. Der gesamte Roman wirkt sehr gestrafft. Ihm hätte ein wenig mehr Auserzählung gut getan. Man hetzt fast ein bisschen von Ereignis zu Ereignis und von Neuigkeit zu Neuigkeit. Dadurch bleibt zwar die Spannung auf jeden Fall erhalten, aber ich für meinen Teil fühlte mich von den vielen wichtigen Informationen teilweise etwas überwältigt, wenn nicht gar erschlagen.
Zudem bin ich eine Kapitelleserin und höre nicht gern mitten in einem Kapitel auf zu lesen, sondern beende es gern, bevor ich das Buch zur Seite lege. Mir waren in diesem Fall also auch die Kapitel zu lang (alle so um die 20-25 Seiten auf meinem E-Bookreader). Ein paar mehr erzwungene Pause durch Kapitelenden hätten dem Roman meiner Ansicht nach gut getan.
Ansonsten fand ich Geschichte und Figuren toll und habe auch am Schreibstil nichts auszusetzten. Es las sich gut und recht zügig durch und ich bin gespannt darauf, mehr von der Autorin zu lesen.

Fazit: wunderbare Interpretation des Atlantis-Mythos.

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89 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Bad Bachelor

Stefanie London , Christiane Bowien-Böll
Flexibler Einband
Erschienen bei Forever, 22.02.2019
ISBN 9783958183469
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die neue App-Innovation! Single-Frauen in New York können jetzt Single-Männer bewerten und somit Idioten beim Dating aus dem Weg gehen. Reed ist einer dieser Idioten und sieht durch die App bald nicht nur sein Privatleben, sondern auch seinen Job gefährdet. Darcy fühlt sich trotz aller Einblicke durch die neue App zu Reed hingezogen. Ob das gut gehen kann?

Gerade gestellte Frage ist natürlich nur rhetorisch gestellt, denn wer ein oder zwei Bücher dieses Genres gelesen hat, der weiß, wie es ausgehen wird, ohne, dass ich spoilern muss. Das 0815-Ende passt zur 0815-Geschichte, die so austauschbar ist wie die Namen der Protagonisten (ich musste die Namen tatsächlich noch mal googeln, da sie mir doch glatt entfallen waren. Ja, so eindrucksvoll sind die Figuren gestaltet...). Mal abgesehen von der App haben wir das übliche Personal: eine super hübsche Protagonistin, die natürlich selbst nicht weiß, wie heiß sie ist und die dringend an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten sollte. Nach außen hin wirkt sie stark und unabhängig, trägt fast ausschließlich schwarz und Doc Martens. Recht schnell stellt sich aber heraus, dass ihr augenscheinliches Rebellentum nur Fassade ist und dahinter ein kleines unsicheres Mädchen hervorkommt, dass am Ende des Tages die Docs doch gern an den Nagel hängt, wenn sie dafür ihren Traumprinzen bekommt.
Das passende Pendant dazu ist dann natürlich der Bad Boy, der keiner ist. Denn hinter der ach so harten Schale steckt auch nur ein armer Junge, der von seiner Mutter verlassen wurde und sich nun um den kranken Vater kümmern muss. Deswegen auch der gut bezahlte Job und die Rolle des arroganten Idioten, denn niemand soll die Verletzlichkeit dahinter sehen.
Man füge besorgte beste Freundinnen hinzu mit denen sich noch zwei weitere Bücher in ähnlichem Stil füllen lassen. Eine ordentliche Portion unglaublicher Sex und unnötiges Drama später haben wir einen Roman, dessen Handlung und Personal beliebig austauschbar ist. Tiefe sucht man hier vergeblich, auch wenn man sie scheinbar findet, so ist sie nur vorgetäuscht und entspricht damit auch den Fassaden der platt gestalteten Protagonisten.

Positiv zugute halten kann man dem Roman dann dennoch, dass man recht gut unterhalten wird, wenn man nichts erwartet. Der Schreibstil ist einfach gehalten, setzt auf die Emotionen der Figuren, deren Gedanken bis ins kleinste Detail ausdiskutiert werden. Wenn das Fernsehen gerade nichts passables zu bieten hat, dann kann man sich getrost mit diesem Roman aufs Sofa oder ins Bett verziehen. Hirn ausschalten, lesen und sich berieseln lassen von den kleinen und groß aufgebauschten Beziehungsproblemen der Romanfiguren.

Fazit: Nichts, was man nicht schon gelesen hätte, aber recht netter Zeitvertreib.

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101 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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Die Schneeschwester

Maja Lunde , Paul Berf , Lisa Aisato
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei btb, 29.10.2018
ISBN 9783442758272
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Für Julian ist der Advent und Weihnachten die schönste Zeit im Jahr. Doch als seine Schwester Juni stirbt wird alles anders und Weihnachten scheint auszufallen. Bis Julian auf Hedvig trifft. Hedvig redet wie ein Wasserfall, stellt die besten Vergleiche an und liebt Weihnachten über alles. Kann sie Julian die schönste Zeit des Jahres zurückbringen? Doch Hedwig umgibt ein Geheimnis, das Julian zunächst vor ein großes Rätsel stellt.

Zuerst dachte ich: Wow, 24 Kapitel, das bietet sich für Kinder super als Adventskalender zum vor oder selber lesen an. So ist es wohl auch gedacht. Nach der Lektüre muss ich allerdings sagen, dass ich das Buch doch recht traurig finde, beim Lesen auch das ein oder andere Tränchen verdrückt habe. So richtige Weihnachtsstimmung wollte beim Lesen ebenfalls nicht aufkommen.
Für die Vorweihnachtszeit würde ich doch etwas fröhlicheres auswählen.
Abgesehen davon ist das Buch wunderschön gestaltet, mit tollen Illustrationen und einer liebevoll geschriebenen Geschichte. Julian ist als Protagonist zum Herz erwärmen, weil er die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat und an Weihnachten und dessen Magie glaubt. Er ist eine dieser Figuren, mit denen man sich sehr leicht identifizieren kann und zu denen Kindern gleich eine Bindung und Verständnis aufbauen. Hedvig hingegen möchte man mit ihrer übersprudelnden herzlichen Art am liebsten sofort als beste Freundin haben.
Sprache und Bilder ergänzen sich hier perfekt und arbeiten zusammen um nicht nur die Geschichte, sondern auch das Thema Tod und die damit verbundenen Emotionen adäquat und wie ich finde kindgerecht wieder zu geben. Sicher besteht die Möglichkeit, dass das Buch bei kleinen Lesern Fragen aufwirft. Hier bietet sich die Chance Gespräche und Erklärungen zu den ernsteren Themen des Lebens zu finden. Die Geschichte hat mich vollends überzeugt, wenn ich sie auch nicht gerade in der Weihnachtszeit lesen würde.

Fazit: toll geschrieben, wunderschön gestaltet.

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Wintermagie: Schneeflockenküsse und Sternenstaub

Pia Hepke
E-Buch Text: 266 Seiten
Erschienen bei null, 15.10.2018
ISBN B07HP3KYQT
Genre: Liebesromane

Rezension:

Susi glaubt nicht mehr an Magie und den Weihnachtsmann, nachdem ihr Verlobter sie verlassen hat. Sie will nur ein paar ruhige Weihnachtsfeiertage mit ihrer Familie in einer eingeschneiten Hütte verbringen. Doch der Schnee lässt noch auf sich warten. Da taucht aus heiterem Himmel ein Fremder auf, der sich mit in der Hütte einnistet. Kann er Susi den Schnee und die Magie zurückbringen?
Das Buch ist sehr schön geschrieben. Die Geschichte wird uns von Susi erzählt, die mit viel Ironie an die Situation herangeht und dem Fremden erst einmal sehr skeptisch gegenüber steht. Der Witz ihrer Gedanken und ihr manchmal loses Mundwerk ließen mich des öfteren schmunzeln und machen sie als Protagonistin sehr sympathisch.
Zu Beginn plätschert die Handlung etwas vor sich hin und braucht ein bisschen, bis sie Fahrt aufnimmt. Dann wird sie aber umso fesselnder und lässt einen nicht mehr los. Gerade der Hund Jodie ist mir in ihrer Art sehr ans Herz gewachsen. Am liebsten würde ich sie adoptieren.
Einzelne Szenen stechen heraus, da sie besonders schön formuliert und gestaltet sind. Das hat mir gut gefallen, da sie wie Highlights im Text wirken und wichtige Schritte nochmals unterstreichen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und las sich gut weg.

Fazit: ein Roman voller Magie!

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28 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Ich, Ophelia

Lisa Klein , Klaudia Ruschkowski
Flexibler Einband: 367 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.11.2018
ISBN 9783458363767
Genre: Romane

Rezension:

Shakespeares Hamlet ist sehr bekannt und beliebt. Lisa Klein hat sich nun Hamlets Geliebte geschnappt und ihr eine eigene Geschichte gegeben. In dem Roman „Ich, Ophelia“ erfährt der Leser mehr über Ophelias Leben, über die Zeit vor Hamlet und die Zeit danach, denn Klein lässt ihre Heldin nicht ertrinken, sondern ihren Tod nur vortäuschen und anschließend fliehen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ich mochte, was Lisa Klein mit und aus Ophelia gemacht hat. Sie hat eine starke Heldin geschaffen, die versucht, sich treu zu bleiben. Die ihren eigenen Kopf hat und diesen auch gern durchsetzen möchte – immer mit den besten Absichten. Dies gelingt mal mehr, mal weniger gut.
Auch die restlichen Figuren sind gut getroffen, was daran liegen mag, dass Klein sich sehr gut mit Shakespeares Drama auskennt. Die Haupthandlung ist dem Drama nachempfunden. Somit weiß man bereits, was auf einen zukommt, wie es weitergeht, was Ophelia durchmachen muss. Dennoch fesselt der Schreibstil so sehr, dass man hofft, fleht, der Handlungsverlauf möge ein anderer sein. Man ist kurz davor, selbst ins Buch zu springen und Figuren umzustimmen, ihnen die Meinung zu sagen oder sie zu retten (vor anderen Figuren oder ihren eigenen Fehlern).
Das Ende, das Klein für Ophelia auserkoren hat ist stimmig und fügt sich gut in die Gesamthandlung ein. Es schließt schlüssig an die vorangegangenen Ereignisse an und lässt auch bei Ophelia weitere Entwicklungen ihrer Figur zu. Gerade letzteres finde ich immer wichtig und spannend.

Fazit: Eine rundum gelungene alternative Version von Ophelias Vita.

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Cole & Autumn – A San Francisco College Romance (College-WG-Reihe 2)

Christiane Bößel
E-Buch Text
Erschienen bei Forever, 03.12.2018
ISBN 9783958182592
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cole, der Frauenschwarm und Footballspieler liebt Autumn, die schüchterne, aber wunderschöne Schwester seines Teamkameraden. Ein Katz und Maus Spiel beginnt, bei dem Cole versucht Autumn davon zu überzeugen, dass er nicht so ist, wie ihre betrügerischen Ex-Freunde. Was folgt ist ein Klischee-College-Roman mit vorhersehbarem Ende.
Klassischer Weise haben beide Protagonisten eine schwere Vergangenheit. Cole war mal stark übergewichtig und hatte sehr darunter zu leiden. Bis der Sport ihm half heiß und begehrenswert zu werden. Autumns rechte Seite ist von Brandnarben gezeichnet, was ihr Selbstbewusstsein zerstört hat. Sie findet sich hässlich und fühlt sich darin noch bestätigt, weil alle ihre bisherigen Freunde sie irgendwann im Laufe der Beziehung betrogen haben. Angeblich aufgrund ihres Körpers.
Die Geschichte wird abwechselnd aus beiden Sichten erzählt. Coles Gedanken wirken dabei aber weniger wie die eines Studenten. Er denkt und verhält sich mir zu weiblich inspiriert. So denkt eine männliche Figur, wenn sie von einer Frau geschrieben wurde. Der Traummann schlechthin mit Beschützerinstinkt und Einfühlungsvermögen, der noch dazu traumhaft aussieht...
Autumn ist super hübsch und sexy und sieht das natürlich selbst nicht. Sie fühlt sich wie das hässliche Entlein, wird von Cole aber vergöttert, kann das aber lange Zeit nicht sehen. Die gesamte Handlung und Selbstsicht der beiden Protagonisten ist gespickt mit viel zu viel Drama. Eine Katastrophe jagt die nächste und Cole und Autumn haben teilweise eine so schlechte Meinung von sich selbst und ihrem Körper, dass man direkt depressiv werden möchte. Autumns Gejammer und Selbstmitleid konnte ich irgendwann fast nicht mehr ertragen. Mich wundert es, dass sie noch niemand zur Therapie geschickt hat. Zudem wartet und sucht sie regelrecht danach, verletzt zu werden. Sie scheint da etwas masochistisch veranlagt zu sein.
Die Einführung der Figuren fand ich zu langatmig und auch nicht spannend. Es zieht sich am Anfang wie Kaugummi und die Handlung will nicht so richtig in Fahrt kommen. Der Beginn hält sich dafür mit zu vielen unwichtigen Details und Beschreibungen auf.
Fazit: aufgesetzt tragisch, zieht runter.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Bad Boy by Banana: Zwischen uns die Zeit (3Bee by Banana)

Alva Furisto
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 18.11.2018
ISBN B07HYBNFWC
Genre: Romane

Rezension:

Tom Sandmann steckt in einer Midlife Crisis und soll in einer einsamen Hütte in Finnland wieder zu sich selbst finden. Nur ist diese Hütte nicht so einsam wie gedacht. Denn Nancy taucht auf und bringt den Sandmann gehörig durcheinander und das nicht nur, weil sie 30 Jahre jünger ist als er...

Zugegeben, als ich den Titel las und das Cover sah, dachte ich nicht, dass mich das Buch überzeugen und auch nur meinen Geschmack treffen könnte. Ich wurde eines besseren belehrt. Schon der Klappentext machte mich neugierig und der Schreibstil hatte mich dann auch schnell in seinen Fängen. Tom Sandmann ist ein Mann, denkt und handelt auch so. Er flucht, er trinkt, er benimmt sich gern wie ein Macho und hat nicht umsonst schnell ein Bad Boy Image. Gerade die ungeschönte Sprache hat mich sehr überzeugt. Da war kein Schmachten nach der verlorenen Liebe oder ein seitenlanges Nachhängen nach Gefühlen oder ein „Was-wäre-wenn-ich-mich-so-und-so-verhalten-hätte?“. Es war sehr erfrischend mal eine Liebesgeschichte aus einer „wirklichen“ Männerperspektive (oder das, was man als solche versteht) zu lesen. Manchmal driftet die Handlung etwas ins Mythische/Fantastische ab, was mich eigentlich nur beim Turn am Ende gestört hat. Sonst fand ich es sehr spannend und unterhaltsam geschrieben und kann es nur weiterempfehlen.
Der esoterische Touch, der gegen Ende durch eine Nebenfigur hinzukommt, war mir persönlich dann zu viel. Grundsätzlich teilt sich die Handlung gut in verschiedene Stränge und Teilthemen auf, die am Ende schlüssig und gut zusammen geführt werden und mit überzeugt haben.

Fazit: anders als erwartet, aber gut anders. Sehr lesenswert!

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Das Weihnachtswunder

Angelika Schwarzhuber
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.10.2018
ISBN 9783734106316
Genre: Liebesromane

Rezension:

In Kathis Leben geht es drunter und drüber. Auf der Weihnachtsfeier passiert ihr ein Missgeschick nach dem anderen und das wo ihr Job sowieso schon stressig genug ist. Durch ein Missverständnis läuft es auch mit dem Fotografen Jonas nicht so, wie sie sich das wünscht. Nach einem Sturz im Schnee stellt sich Angelo als ihr Schutzengel vor, der ihr helfen will, alles wieder gerade zu biegen. Doch ganz so einfach wird es dann doch nicht werden.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es liest sich leicht und schnell und hat dabei einen sehr angenehmen Schreibstil. Die Figurenentwicklung der Protagonistin finde ich gut gelöst, da sie sich wandelt und doch noch sie selbst bleibt. Die Handlung ist spannend und war nicht so vorhersehbar, wie ich anfangs dachte. Sie hielt doch noch die ein oder andere Überraschung bereit.
Was ich nicht so mochte, waren die gehäuften Probleme, denen Kathi begegnet ist. Sie schlitterte ja fast von einer Katastrophe in die nächste und blieb dabei auch noch so gutherzig und liebenswürdig. Ich an ihrer Stelle wäre schon längst explodiert. Es mag solche gutmütigen Wesen da draußen geben, dennoch fand ich es etwas unglaubwürdig, was sich Kathi von Kollegen, Vorgesetzen, dem Praktikanten (!) und ihrer Mutter so alles anhörte und gefallen ließ. Da hätte man früher die Reißleine ziehen können, bzw. die Szenen anders schreiben können. Dennoch mag ich das Buch sehr gerne und ich hatte ein herrlich gemütliches Wochenende damit. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten und war völlig gebannt und darauf kommt es ja letztendlich an.

Fazit: ein tolles Buch für die Vorweihnachstzeit

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Maskiert

Amalia Zeichnerin
E-Buch Text: 114 Seiten
Erschienen bei null, 15.11.2018
ISBN B07JLRNCWX
Genre: Sonstiges

Rezension:

Felicio muss aus Florenz fliehen und lernt in Venedig Lorenzo kennen. Dieser weist ihn zunächst ab, nur um ihn danach noch stärker in sein Herz zu schließen.

Die Novelle ist eine absolute Leseempfehlung. Das Setting im alten Venedig passt wunderbar zu dieser schönen Liebesgeschichte. Die Figuren sind sehr sympathisch und ich habe mit ihnen mitgefiebert und mitgelitten, denn einfach haben sie es bei weitem nicht. Die Romanze ist gefühlvoll geschildert, wird allerdings nicht kitschig oder schmalzig. Die Gefühle werden klar erzählt und die Beziehung der beiden Männer emotional dargestellt ohne aber dabei übertrieben zu wirken. Dadurch liest es sich sehr angenehm. Die erotischen Szenen sind teilweise explizit geschildert, werden dabei in der Sprache aber nicht obszön, wodurch sie sehr geschmackvoll bleiben und Stil beweisen. Die historischen Details werden an den richtigen Stellen durch Fußnoten erklärt. Das hat mir besonders gut gefallen, weil man so als Leser kleine Hintergrundinfos bekam und die Geschichte oder bestimmte Handlungen der Figuren besser nachvollziehen konnte und sich auch manche Szenen besser vorstellen konnte.

Fazit: für mich eine rundum gelungene Novelle, die ich nur zu gerne weiterempfehle!

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471 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 17 Rezensionen

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Die Fließende Königin

Kai Meyer
Fester Einband
Erschienen bei Loewe
ISBN 9783785540152
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(31)

34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Mulans Töchter

Bettine Vriesekoop , Bärbel Jänicke
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Pirmoni, 17.10.2018
ISBN 9783981746051
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die niederländische Sinologin Bettine Vriesekoop berichtet in ihrem Buch „Mulans Töchter“ von Chinesinnen, die getreu der Titelheldin die überkommene Rolle der Frau in China überwinden wollen. Das Buch gliedert sich dabei in verschiedene kleine Reportagen, die unterschiedliche Bereiche vorstellen: Heirat, Schönheits-OPs, Prostitution, usw. Dabei lernt man auch die Frauen kennen, mit denen die Autorin gesprochen hat. Alles durchweg spannende, faszinierende Persönlichkeiten, über die man gerne noch mehr erfahren würde. 
Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, konnte ich es nicht weglegen. Man bekommt einen guten Überblick über die gesellschaftliche Rolle und Position der Frau durch die Jahrhunderte. Ich gewann dabei spannende Einblicke in die chinesische Kultur und lernte einiges dazu. Der Schreibstil ist informativ, liest sich aber leicht und entspannt. 
Dabei ist die Autorin ehrlich und beschönigt nichts. Sie stellt negative wie positive Seiten heraus und verknüpft die aktuelle Situation immer wieder mit Darstellungen aus der Geschichte. Dadurch zeigt sie Entwicklungen auf, benennt aber auch klar, wo es ihrer Meinung nach noch fehlt und man ansetzen muss. 
Ich war von den Schilderungen gleichermaßen beeindruckt und fasziniert und teilweise auch vom Mut und dem starken Willen der portraitierten Chinesinnen überwältigt. Denn Feministin sein ist in China ein weit größeres Statement mit enormeren Folgen als in der westlichen Kultur. Das Buch war ein Augenöffner für mich und ich kann es nur jedem ans Herz legen. 

Fazit: absolut lesenswertes Buch! 

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Der Winter der Wunder

Debbie Macomber , Anita Sprungk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.11.2018
ISBN 9783956498589
Genre: Liebesromane

Rezension:

Katherine, genannt K. O., ist mit den neuen Erziehungsmethoden ihrer Schwester gar nicht einverstanden. Die richtet sich neuerdings nach dem Bestseller „Das freie Kind“, dessen Autor behauptet, dass Kinder selbst wissen, was für sie das Beste ist und somit Entscheidungen selbst treffen sollen. Katherine und Wynn (der Autor) treffen aufeinander, doch nachdem es ordentlich zwischen den beiden kracht fliegen anschließend die Funken. Das hat allerdings andere Auswirkungen als die beiden geahnt hätten...

Ich hatte beim Lesen gemischte Gefühle. Auf der einen Seite mochte ich die Figuren und ihre Gestaltung. Besonders Katherines Nachbarin gefällt mir mit ihrer schrägen, unkonventionellen Art und ihrer leicht schrulligen Liebe zu ihren drei Katzen besonders gut. Auch die Handlung an sich finde ich in Ordnung. Es ist eben eine typische Weihnachts-/Liebesgeschichte ohne besonderen Tiefgang. Es liest sich daher sehr schnell und leicht. Die ideale Lektüre für ein Schlechtwetterwochenende (oder einen Schlechtwettertag, denn es liest sich wirklich sehr sehr schnell).

Was mich allerdings gestört hat war zum einen Katherines Spitzname. K. O.? Wer denkt sich denn so etwas aus? Mal abgesehen davon, wird sie von niemandem im Buch so genannt, zumindest nicht, dass es mir aufgefallen wäre. Nur die Erzählinstanz spricht fast fortwährend von K. O., woraus mein Kopf aber durchgehen „Katherine“ draus macht, da dieser Name doch so viel schöner ist.
Auf der Handlungsebene gab es dann ein paar Punkte, die ich überzogen und nicht ganz ausgearbeitet fand:
Katherine und Wynn kommen sich viel zu schnell viel zu nahe, wenn man bedenkt, wie viel Abscheu gerade Katherine gegen ihn hegte. Plötzlich sind die beiden ein Herz und eine Seele von einer auf die andere Minute (das ist keine Übertreibung, sondern Tatsache, es geht wirklich so schnell). Das kam mir schon sehr unrealistisch vor. Zudem sind mir Widersprüche bei Max, Wynns Vater, aufgefallen. Es wird mehrmals betont, dass er ein Althippie ist, wenig später reagiert er aber sehr unentspannt und eher konservativ, um nicht zu sagen hysterisch. Das passte für mich nicht so recht ins Bild. Apropos hysterisch: Katherins Schwester fand ich auch viel zu überzogen und unnatürlich dargestellt. Das konnte ich nicht so ganz glauben und hat mir dementsprechend auch nicht gefallen.

Fazit: an sich ein nettes Buch, das aber besonders auf der Figurenebene einige Schwachstellen aufweist.

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34 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Schneebälle ins Herz

Karin Lindberg
E-Buch Text
Erschienen bei Elaria, 17.10.2018
ISBN 9783964650726
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lissi ist nach dem Ende ihrer Profikarriere als Skilehrerin in ihrem Heimatort tätig. Nebenbei greift sie ihren Eltern in deren Pension unter die Arme. Dort trifft sie auch auf den Dauergast der Saison Konstantin. Er ist als Arzt für den Winter in Lech. Die beiden kommen sich schnell näher und es prickelt gewaltig. Doch Konstantin wird im Frühling wieder abreisen und Lissi will auch eigentlich nichts festes. Oder doch?

Der Roman Schneebälle ins Herz lockt mit einer Herzwärmenden Liebesgeschichte und ist deswegen genau das richtige für einen kuscheligen Abend in der kalten Jahreszeit. Es liest sich bei weitem nicht so schnulzig wie andere Liebesromane, sondern bleibt erfrischend natürlich und sehr sympathisch. Es wirkt nichts aufgesetzt oder künstlich herbeigeschrieben. Dadurch macht es sehr viel Spaß den Roman zu lesen. Einzig das Ende hat mir nicht so gut gefallen, da es hier dann doch sehr kitschig und für meinen Geschmack übertrieben romantisch wurde. Das hätte ich nicht gebraucht und was noch wichtiger ist: Der Roman hat es auch ganz und gar nicht nötig, da er so schon sehr rund und stimmig war. Ein gesetzteres Ende hätte mir besser gefallen, etwas weniger rosarote Wattewolken und glitzernde Herzen der Story gut getan. Wer wie ich ein wenig allergisch auf zu viel Kitsch reagiert, der lasse einfach den Epilog weg, dann ergibt sich ein runder Roman, der am Ende nicht vor Schmalz trieft.

Abgesehen davon mochte ich den Roman sehr gern, weswegen er auch vier Sterne erhält. Dazu tragen auch die Protagonisten ihren Teil bei, die mir gleich sehr sympathisch waren. Lissi ist sehr offen, fröhlich und ungezwungen. Sie ist als ehemalige Sportlerin absolut kein Püppchen, weiß schlagfertig zu reagieren, ist streckenweise recht frech, was mir gut gefällt und mich sofort wünschen ließ, ich könnte sie kennen lernen und ihre Freundin werden.
Auch Konstantin ist ein umgänglicher Zeitgenosse, der mit Humor und Witz auf Lissis bissige Kommentare reagiert und zum Glück nichts machohaftes an sich hat. Ich fand das Verhalten der Figuren größtenteils nachvollziehbar und verständlich geschildert. Die Seiten fliegen nur so dahin und ehe man sichs versieht ist man am Ende angekommen. Das perfekte Buch für ein kuscheliges Wochenende!

Fazit: schönes Buch mit leider zu kitschigem Ende

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809 Bibliotheken, 52 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Anna Karenina

Leo N. Tolstoi , Rosemarie Tietze , Lew Tolstoi
Flexibler Einband: 1.296 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2011
ISBN 9783423139953
Genre: Klassiker

Rezension:  
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155 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

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Der Spielmann - Die Geschichte des Johann Georg Faustus

Oliver Pötzsch
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 21.09.2018
ISBN 9783471351598
Genre: Historische Romane

Rezension:



Johann will alles wissen und noch viel mehr. Tonio del Moravia scheint es ihm möglich machen zu können. Und nachdem Johann alles verloren hat, was ihm etwas bedeutet, schließt er sich Tonio an. Doch um seinen neuen Meister scheint sich Rätsel um Rätsel zu ranken. Johanns Leben nimmt schon bald eine Richtung, die er so nicht erwartet hat.

Oliver Pötzsch nimmt uns mit auf einen Reise durch das Spätmittelalterliche Europa. Auf Fausts Spuren. Wir reisen mit Johann durch Deutschland und Italien u. a. und auch durch sein Leben. Das Buch ist in fünf Akte eingeteilt, die teilweise recht große zeitliche Sprünge zwischeneinander machen. Den Überblick zu behalten fällt aber recht leicht. Der Schreibstil liest sich sehr gut. Pötzsch schafft es spielend durch seine Beschreibungen ganze mittelalterliche Städte vor dem inneren Auge auferstehen zu lassen. Außerdem sind immer wieder kleine Zitate aus Goethes Drama geschickt in den Text eingebaut. Ich mochte den Roman kaum weglegen, weil er so spannend war und mich nicht losließ. Das lag auch daran, dass die Figuren wirklich grandios gestaltet sind. Johann als Protagonist steht natürlich im Fokus. Zu ihm habe ich ein sehr ambivalentes Verhältnis. Auf der einen Seite kann ich seinen Wunsch nach Wissen gut nachvollziehen, aber sein Egoismus und seine Bereitschaft andere für seinen Wissensdurst zu opfern und zu übergehen ließen ihn sehr unsympathisch werden. Erst zuletzt kann er diesen Eindruck noch etwas geradebiegen.

Wo Johann recht leicht durchschaubar wird, ist Tonio ein wandelndes Rätsel. Selbst dem Leser – der etwas mehr Infos über Johanns Meister erhält als der Schüler selbst – entdeckt die Geheimnisse des Zauberers nie ganz, was seine Figur umso faszinierender macht. Die historischen Orte wirken in ihrer Beschreibung authentisch und gut recherchiert. Mir hat diese Version viel besser gefallen als Goethes. Aber ich bin auch kein großer Goethe-Fan.

Fazit: wunderbare, sehr gelungene Bearbeitung des Faust-Stoffes

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Eifel-Trilogie / Die Stille im Dorf

Karl Blaser
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei epubli, 10.09.2018
ISBN 9783746761022
Genre: Romane

Rezension:

Ein kleines Dorf in der Eifel nach dem Zweiten Weltkrieg: Alte Träume zerplatzen, neue scheinen unerfüllbar. Jeder der Dorfbewohner muss seinen Weg neu finden. Einige sind erfolgreich, andere scheitern. Das Bild des Dorfes wandelt sich, ebenso wie dessen Bewohner.
Der Autor zeichnet die Chronik eines Dorfes in der Kriegs- und Nachkriegszeit anhand von Einzelschicksalen. Dabei greift er immer wieder Figuren des Dorflebens heraus und schildert deren Werdegang. Diese Figuren sind dem Leser mal mehr, mal weniger sympathisch und sie haben im Leben mal mehr, mal weniger Glück und Erfolg. Dreh- und Angelpunkt dabei ist Margarethe und ihre Familie. Von ihr ausgehend werden nahe und ferne Verwandte, Freunde, Feinde und Nachbarn nach und nach Gegenstand der Handlung und zeigen uns ihr Schicksal.
Beim Lesen des Klappentextes hatte ich noch ein anderes Buch erwartet, eines, das mehr auf Margarethes Leben fixiert ist. Stattdessen bekommt man einen Rundumblick über das Dorf. Ich war positiv überrascht, fand Handlung und Figuren durchweg nachvollziehbar. Die Beschreibungen und allgemein die Formulierungen sind schlicht gehalten, fast schon nüchtern, obwohl man doch eine gewisse Empathie für manche Figuren aufbringt. Alles in allem auf jeden Fall ein sehr lesenswerter Roman, der meiner Ansicht nach das Leben nach dem Zweiten Weltkrieg gut und anschaulich darstellt.
Fazit: wunderbares, sehr lesenswertes Buch

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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KA – Das Reich der Krähen

John Crowley , Annette Charpentier , Melody Newcomb
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Golkonda Verlag, 09.10.2018
ISBN 9783946503453
Genre: Fantasy

Rezension:


Zu zäh

Die Krähe Dar Eichling flattert durch die Weltgeschichte, erlernt die Sprache der Menschen und vieles mehr.
Ich breche eher selten Bücher ab, denn die den meisten kann ich dann doch etwas abgewinnen: Sei es die fesselnde Handlung oder der tolle Schreibstil. 
 
Bei diesem Buch musste ich allerdings kapitulieren. Mich konnten weder Handlung, noch Schreibstil begeistern. Erstere plätscherte nur so vor sich hin und letztere war mir zu sehr von Beschreibungen und indirekter Rede geprägt. Wenn Dialoge vorhanden waren, so waren sie stumpf und es fehlte ihnen an der nötigen Pointiertheit, damit die Geschichte mehr Fahrt aufgenommen hätte. Das Buch wurde zunehmend langweiliger und langatmiger und konnte mich nicht überzeugen.

Fazit: Nichts für mich

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

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Ca. 750 g Glück – Das kleine Buch über die große Lust sein eigenes Sauerteigbrot zu backen

Judith Stoletzky , Lutz Geißler , Hubertus Schüler
Fester Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 21.09.2018
ISBN 9783954531592
Genre: Sachbücher

Rezension:

Lutz Geißler bäckt mit Vorliebe Brot und hat in Zusammenarbeit mit Judith Stoletzky ein Buch über das Backen von Sauerteigbroten geschrieben. Doch es geht nicht nur um die Herstellung, sondern auch und vor allem darum, wie viel und welche Philosophie hinter dem Brotbacken steckt. Zeit und Langsamkeit stehen dabei besonders im Fokus. 

Es wird gezeigt, was Achtsamkeit und Brotbacken verbindet und wie viel Befriedigung es verschafft, wenn man seinen eigenen Sauerteig hegt und pflegt. Die einfache Formel Glück = Brot backen führt über die ersten Seiten. Für Neugierige gibt es natürlich auch das Rezept für den Sauerteig, vom Ansatz bis zum fertigen Brot beschrieben. Bei mir, als absolutem Sauerteigneuling, blieben allerdings noch Fragen offen. Was mache ich mit dem Rest des Sauerteigansatzes? Was mit dem Rest des Anstellgutes? Tonne? Antworten fand ich auf dem Blog des Bäckers (im Buch wird auch darauf verwiesen) in der Kommentarspalte. Das half immer recht gut weiter. Ausprobiert habe ich das Ganze noch nicht, aber nach den Bildern im Buch habe ich große Lust, das mal auszuprobieren. Alles in allem ein tolles Buch, das viel Lust aufs Brot backen macht und das ist ja auch die Intention der Autoren. 


Fazit: Schnell gelesen und in Kombi mit dem Blog zudem ein gutes Starterrezept für eine ganze Herde von Sauerteigbroten.

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Alchimie einer Mordnacht

Benjamin Black , Elke Link
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 04.10.2018
ISBN 9783462049190
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der junge Alchemist Christian Stern kommt nach Prag und wird direkt des Mordes an einer jungen Frau verdächtigt. Nachdem er als unschuldig angesehen ist, erhält er auch gleichzeitig den Auftrag, den wahren Mörder zu finden. Dabei verstrickt sich Christian sehr schnell in den Fallstricken des Ränkespiels um Macht und die Gunst Rudolfs II. Bald sieht er sogar sein Leben bedroht. 

Richtige, echte Handlung ist in diesem knapp 400 Seiten langen Buch eher rar. Es wird mehr Wert darauf gelegt Figuren zu charakterisieren und das sehr facettenreich. Ganze Lebensläufe werden vor dem Leser ausgebreite. Gerade zu Beginn häuft sich diese Figurenvorstellung, was ich nicht mochte, da viel vorweggenommen wird. Besser wäre es gewesen, die Figuren mit all ihren negativen Seiten nach und nach vorzustellen. So, wie der Protagonist sie auch kennenlernt. Dieses enorme Vorwissen, dass und die Hauptfigur von Anfang an zukommen lässt, war mir viel zu viel. Zudem werden am laufenden Band Bemerkungen fallen gelassen wie: Aber das sollte ich erst im Nachhinein merken. Oder: Erst später wurde mir die wahre Bedeutung seiner Worte klar. Ich mag es mehr, wenn der Leser selbst solche Schlüsse ziehen kann und nicht bei wirklich jeder Gelegenheit darauf gestoßen wird. Ich fühlte mich hier als Leser stark bevormundet, was mir etwas das Lesevergnügen verleidete. Ansonsten war der Schreibstil gut zu lesen und wer detaillierte Charakterstudien zu den einzelnen Figuren mag, der ist hier auch am richtigen Buch. Das Ränkespiel des Hofes ist sehr geschickt und undurchsichtig aufgebaut. Man sieht nicht sofort dahinter, was es spannend zu lesen macht. Es klärt sich erst gegen Ende auf, wenn die Verbindungen klarer werden und auch die Hauptfigur versteht, was da eigentlich gespielt wird. 

Fazit: Für mich lag der Fokus zu sehr auf den Figuren und zu wenig auf der Handlung.

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

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Ich komme mit

Angelika Waldis
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 27.08.2018
ISBN 9783336547975
Genre: Romane

Rezension:

Lazy hat Leukämie und Vita die Lust am Leben verloren. Zusammen schmiedet das ungleiche Paar einen Plan für die letzte gemeinsame Reise. ?Ich komme mit? erzählt von einer skurrilen, aber letztlich doch tief empfundenen Freundschaft und auch davon, das Ende selbst zu bestimmen. Erzählt wird abwechselnd aus Lazys und Vitas Sicht. 

Bei Vita übernimmt ein auktorialer, ein allwissender Erzähler das Berichten. Ihre Kapitel lesen sich gut, wie ein ganz normaler Roman. Lazy berichtet selbst aus der Ich-Perspektive. Ihm merkt man seinen aktuellen Gemütszustand immer gleich an. Ist er verliebt, dreht sich alles um die Liebste. Wird der Krebs präsenter, bestimmt er sein Leben. Langsam und schleichend nähern sich Lazy und Vita, die von Lazy nur ?Maier? genannt wird, einander an. Dafür, dass die beiden sich eigentlich nicht leiden können, entsteht eine tiefe Freundschaft. Beide Charaktere sind unterschiedlich und doch beide sehr liebenswert. Lazy lebt mehr oder weniger in den Tag hinein und lässt sich durch Studium treiben. Antrieb gibt ihm nur die Liebe zu Elsie. Als sie ihn verlässt und der Krebs nach und nach sein Leben bestimmt, wird er zunehmend hoffnungsloser. Sein einziger Halt bleibt Vita. Die ist mit ihrem Leben eigentlich soweit zufrieden, nimmt sich aber trotzdem des jungen Mannes an, als sie ihn vor ihrer Tür findet. In ihm findet sie einen neuen Freund und Enkelersatz. 

Man lebt mit den Beiden mit, leidet mit ihnen, lacht mit ihnen und hofft doch, dass alles wieder gut wird. Das Buch nimmt mit auf ganz unaufgeregte Weise. Es wird keine Zeit damit verschwendet gefühlsduselig zu werden oder auf die Tränendrüse zu drücken. Teilweise kommt der Schreibstil regelrecht poetisch daher. Das mag auch daran liegen, dass Lazy und Vita es sich zum Spiel gemacht haben, Sätze zu bilden, in denen sie das Leben definieren. Jeder auf seine Weise und immer auf die jeweilige Situation zugeschnitten. So entsteht nebenher eine gewisse Alltagsphilosophie, die auch immer wieder die Gefühls- und Stimmungswelten der beiden Protagonisten widerspiegelt. 

Fazit: Eine Hommage an das Leben und ein Angstnehmen vorm Sterben. Ein Buch, das das Herz erwärmt.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Stella Termogen oder Die Versuchungen der Jahre. Roman.

Utta Danella
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann
ISBN 9783442413546
Genre: Romane

Rezension:  
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111 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

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Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen

Neil Patrick Harris , Katrin Segerer , Lissy Marlin , Kyle Hilton
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 06.09.2018
ISBN 9783505141881
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Carter hat flinke Finger und einen hinterhältigen Onkel, der ihn für seine Trickbetrügereien missbrauchen will. Nicht mit Carter! Als es ihm zu bunt wird, haut er ab und findet in einer neuen Stadt nicht nur neue Freunde, sondern stürzt auch von Abenteuer zu Abenteuer.

 

Der HIMYM-Star Neil Partrick Harris hat mit seinem Kinderbuch-Debüt einen Roman geschaffen, der vor Witz, Abenteuer und Magie nur so Funken schlägt. Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und zieht Groß und Klein direkt in ihren Bann. Geschrieben ist sie so, dass man wirklich den Eindruck hat, es sitzt gerade jemand neben einem und erzählt von Carters Erlebnissen.

 

Dreimal wir die eigentliche Handlung unterbrochen um  Zaubertricks zu erklären, die dann von den Lesern erlernt und geübt werden können. Begleitet wird alles von schönen Illustrationen und zudem ist auch noch das ein oder andere Rätsel versteckt, das es zu lösen gilt. Die Leidenschaft und Liebe, die in diesem ersten Teil der Reihe steckt, merkt man jeder Seite an, was das Buch nur noch schöner macht. Ganz subtil werden durch die Handlung außerdem wichtige Werte wie Freundschaft, Ehrlichkeit, Loyalität und Aufgeschlossenheit vermittelt. In diesem Zusammenhang möchte ich noch anmerken mit welcher Selbstverständlichkeit hier vor allem die Aufgeschlossenheit vermittelt wird. Eins der Kinder sitzt im Rollstuhl - Na und?

 

Eins der Kinder ist schwarz - Na und?

 

Leila hat zwei Papas, als ein schwules Paar - Na und?

 

Alles doch ganz normale Menschen. Auch die Kinder - die magischen Sechs -  haben unterschiedliche Temperamente, Talente und familiäre Hintergründe und schaffen es dennoch offen aufeinander zuzugehen, sich zu unterstützen und letztendlich eine tiefe, ehrliche Freundschaft aufzubauen. Wenn man sich daran nicht ein Beispiel nehmen sollte!

 

Fazit: Ein unterhaltsames, lehrreiches, spannendes Kinderbuch, das alle, egal welchen Alters lieben werden!

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95 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

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Befreit

Tara Westover , Eike Schönfeld
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2018
ISBN 9783462050127
Genre: Biografien

Rezension:

Tara wächst auf ohne in die Schule zu gehen, weil ihr Vater glaubt, dass die Regierung sie einer Gehirnwäsche unterziehen will. Bis sie neun ist, gibt es von ihr nicht mal eine Geburtsurkunde. Doch Tara will ans College, will studieren, will mehr sehen als den Berg, an dessen Fuß sie aufgewachsen ist.

 

Das Buch ist sehr intensiv, ohne dabei aber zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken oder zu emotional zu werden. Die Schilderungen ihrer Biografie sind schlicht, fast schon nüchtern. Sie zeugen vom Abstand, mit dem Westover auf das Geschehene blickt. Es ist ein Rückblick, der sehr reflektiert scheint. Sie gibt zu, wenn sie sich an bestimmte Dinge nur aufgrund ihrer Tagebuchaufzeichnungen erinnert. Selbst diese zweifelt sie manchmal an, da ihr von ihrer Familie andere Dinge eingeimpft wurden. Und genau das ist es auch, was dieses Buch so faszinierend, so erschreckend, so bewegend macht: Die Wurzeln zur Familie, die nicht gekappt werden können obwohl sie teilweise manipulativ, gewalttätig, beschönigend, gefährlich sind und versuchen Tara am Wachsen zu hindern. Lange kommt sie davon nicht los, wird immer zurückgezogen in den angeblich so beschützenden Schoß der Familie, in dem sie aber doch nur Härte, Gewalt und strenge Regeln vorfindet. Bis sie es schafft, auf bewundernswerte Art und Weise alles hinter sich zu lassen und ihren eigenen Weg zu finden.

 

Fazit: Ein Buch, dessen Geschichte einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Eine bewundernswerte Frau!

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