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124 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

liebe, unfall, winter, abschiedsbrief, weihnachten

Morgen ist es Liebe

Monika Maifeld
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.09.2017
ISBN 9783426654323
Genre: Liebesromane

Rezension:

Es ist kurz vor Weihnachten, als sich die junge Ärztin Alexandra über Schleichwege durch die Weinberge auf macht, um des Nachts nach einer Weihnachtsfeier, zu ihrer Mutter nach Luxemburg zu fahren. Doch die Strecke, die sie nimmt, ist rutschig und tückisch und so kommt es, dass sie einen Autounfall hat.

Durch einen glücklichen Zufall ist auch Martin in den Weinbergen. Er, der eigentlich keinen Sinn mehr im Leben sieht und dessen letzter Abend das sein sollte, rettet Alexandra aus dem brennenden Auto.
Kurz bevor die Sanitäter zu Hilfe kommen, verschwindet Martin, denn er möchte nicht gesehen werden.
Kurz darauf stellt er jedoch fest, dass Alexandra seinen Mantel, in dessen Tasche sich sein Abschiedsbrief befindet, behalten hat. Also macht er sich auf die Suche nach der verunglückten Frau.

Derzeit geht die Geschichte des Retters aus dem Weinberg schon durch die Presse. So kurz vor Weihnachten ist das eine gelungene Story und alle Welt macht sich auf, den heldenhaften Retter, der unerkannt bleiben wollte, aufzufinden…

Eine schöne Liebesgeschichte. Auch, wenn einiges an dem Roman doch relativ vorhersehbar war, so haben mich teilweise die Irrungen und Wirrungen die beschrieben wurden, doch noch positiv überrascht. Insgesamt hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gefallen und das Buch konnte zügig und mit Genuss gelesen werden. Dass die Geschichte in Luxemburg und an der Mosel angesiedelt war, hat mir ebenfalls sehr gefallen.

Alles in allem fand ich die Rahmenhandlung genauso wie das Ende sehr schlüssig und angenehm. Von daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für diesen Roman.

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136 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 94 Rezensionen

krimi, mord, gina, münchen, dühnfort

Sieh nichts Böses

Inge Löhnig
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 16.06.2017
ISBN 9783843715362
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zufälligerweise entdeckt ein Spürhund der Polizei bei einer Übung im Wald eine Leiche.
Konstantin Dühnfort muss die Ermittlung aufnehmen und hat einiges zu tun.
Durch seine Ermittlungen kommt nach und nach zu Tage, dass hier ein Zusammenhang besteht zwischen dem Leichenfund und einem anderen Tathergang, der ebenfalls schon etwas länger zurückliegt.
Erschwerend kommt hinzu, dass anscheinend ein und derselbe Täter seinen Groll noch lange nicht bis zum Ende ausgelebt hat und sich eine weitere Frau in akuter Gefahr befindet…

Mit Spannung habe ich den nächsten Teil der Reihe um Konstantin Dühnfort erwartet und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Wie schon in den Vorgänger-Bänden schafft es Frau Löhnig, im Buch durchweg die Spannung aufrecht zu erhalten. Man kann selbst mit ermitteln und die ein oder andere Fährte aufnehmen.
Ebenfalls hat mir die Auflösung des Falles gefallen. Der komplette Fall fügte sich logisch in die Handlung ein und diese Art der Erzählung und der Ermittlungsarbeit hat mir sehr gut gefallen.

Außerdem fand ich es auch in diesem Roman wieder sehr gut, dass wir wieder sowohl am Privatleben von Gina und Tino als auch an den Ermittlungen teilnehmen durften. Das war eine schöne Mischung, so dass man das Gefühl hat, dass man mit alten Bekannten zusammen ist. Denn auch bei Gina und Tino ist seit der Rückkehr aus den Flitterwochen einiges geschehen und einiges neu, so dass auch die beiden sympathischen Hauptfiguren immer weiter wachsen und sich mit neuen Problemen und Herausforderungen auseinandersetzen müssen.

Die Auflösung des Falles war in meinen Augen handfest und realistisch, so dass mir das Buch hervorragend gefallen hat und es nun wieder heißt zu warten, bis erneut Tino und Gina weiter ermitteln. Die Bücher der Autorin sind für mich auf jeden Fall immer wieder Garanten für eine gute und spannende Unterhaltung!

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83 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

paris, marc levy, liebe, liebesroman, freundschaft

Er & Sie

Marc Levy , Amelie Thoma
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 22.05.2017
ISBN 9783764505943
Genre: Liebesromane

Rezension:

Schriftsteller Paul ist nach dem Erfolg seines Erstlingswerkes aus den USA nach Paris „geflohen“ und schreibt seitdem Bücher die verkauft werden, aber außer in Korea nicht so richtig viel Beachtung finden.

Mia, eine sehr bekannte Schauspielerin, fährt nach Paris zu ihrer besten Freundin Daisy. Hier möchte sich Mia davon erholen, dass ihr Mann schon wieder eine weitere Affäre hatte. Sie muss darüber nachdenken, wie es weitergehen soll. Das alles kurz bevor ihr neuester Hit in den Kinos anläuft.

Mia und Paul lernen sich mehr oder weniger zufällig über eine Dating-Seite kennen und verstehen sich, trotz einiger Missverständnisse, recht gut. Zusammen können sie lachen, verrückte Dinge ausprobieren und das Leben mehr genießen. Aber verlieben wollen sie sich eigentlich nicht…
Paul ist irgendwie mit seiner koreanischen Übersetzerin zusammen, Mia hat da ja immer noch ihren Mann; aber irgendetwas ist zwischen ihnen beiden.

Ich hatte nicht damit gerechnet, in diesem neuen Buch von Marc Levy mal wieder auf Arthur und Lauren aus „Solange du da bist“ zu treffen. Auch der Name Paul kam mir zuerst nicht bekannt vor.
Als ich dann aber mit der Geschichte angefangen hatte war es, als wäre ich wieder eingetaucht in die Zeit, als die Freunde gemeinsame Abenteuer erlebten. Es war ein sehr, sehr schönes Wiedersehen und auch der ganz besondere Charme, den ich bei manch einem späteren Buch von Herrn Levy vermisst hatte, war hier wieder sehr präsent. Ich mag einfach seine Schreibweise sehr gerne und besonders die teilweise recht „lustigen“, wortwitzigen Dialoge zwischen Paul und Mia, aber auch zwischen Paul und Arthur, haben mir sehr gut gefallen.

Endlich mal wieder ein Buch, welches ich in einem Rutsch durchlesen konnte und bei dem ich es schade fand, als es zu Ende war.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und hatte - obwohl ich ahnte worauf es hinausläuft - hinterher trotzdem noch die ein oder andere Überraschung für mich parat, mit der ich so nicht gerechnet hatte.

Das war eine sehr unterhaltsame Lektüre, die mir mal wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

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(19)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

starke frauen, brustkrebs, krankheit, roman

Überleben ist ein guter Anfang

Andrea Ulmer
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.02.2017
ISBN 9783843714198
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eine Gruppe von an Krebs erkranken Frauen trifft sich regelmäßig in einer Selbsthilfeorganisation.
Anja stößt als letzte zur bunt gemischten Truppe. Da sitzt eine Bäuerin neben der Unternehmer - Gattin,  Marion mit dem perfekten Mann neben Hertha, die von ihrem Mann unterdrückt und bevormundet wird.
Alle haben die gleiche Diagnose : Krebs. Und doch gehen alle unterschiedlich damit um. Eines jedoch haben sie alle gemeinsam : sie helfen sich gegenseitig durch den Austausch in der Gruppe.
Sieglinde, die älteste Frau in der Gruppe öffnet ihnen allen ein wenig die Augen,  das Herz und letztendlich auch den Horizont. Denn als sie stirbt,  ohne ihre geplante Wunsch-Weltreise antreten zu können,  treten die Frauen kurzerhand an ihrer Stelle die Reise an.
Diese Buch hat mich stark berührt, behandelt es doch wieder einmal die allgegenwärtige Endlichkeit des eigenen Lebens. Die Frauen, die am Krebs erkrankt sind, sich aber trotzdem wieder ins Leben zurück kämpfen und versuchen, das beste daraus zu machen. Ein Buch, welches nachdenklich macht und dazu auffordert,  jeden Tag zu einem schönen Tag zu machen. Egal, was kommt. Denn wir alle haben nur dieses eine Leben und sollten versuchen, es zu genießen.
Der Roman ist unterteilt in die einzelnen großen Reiseetappen/Kontinente. Irgendwie nehmen die Frauen (und auch der Leser) von jeder Etappe etwas mit und wachsen so nur noch enger zusammen. Auch,  wenn sie sich dessen zuerst nicht bewusst sind.  Denn sie alle sind wirklich sehr unterschiedlich.
Aber: im Leben muss man auch mal etwas wagen und soll nicht aus Angst nichts riskieren. Sie alle kämpfen einen Kampf gegen die Statistik und wollen gewinnen.
Am Ende der Reise gehen alle als Gewinner hervor,  was mir sehr gut gefallen hat. Der Roman hat nichts verklärt oder schön geredet. Er war traurig und ehrlich,  macht aber auch Mut und Hoffnung.
Ich fand ihn eine sehr gelungene Mischung,  die mir richtig gut gefallen hat. Ein bisschen schade fand ich es,  dass der Roman nur so kurz war. Gerne hätte ich die Frauen noch weiter auf ihrem Weg begleitet und selbst noch die ein oder andere Weisheit oder etwas Mut dazu gelernt.

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226 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 141 Rezensionen

paris, brief, hamburg, realität, briefe

Der Brief

Carolin Hagebölling
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.06.2017
ISBN 9783423261463
Genre: Romane

Rezension:

Marie lebt mit Johanna zusammen in Hamburg und ist glücklich.
Dann jedoch erhält sie einen merkwürdigen Brief. Die Adresse auf dem Umschlag ist eine Adresse in Paris. Aber es steht ihr Name drauf.
Als sie anfängt zu lesen, wird es noch merkwürdiger. Der Absender ist eine ihr bekannte Frau, mit der sie damals während der Schulzeit befreundet war, von der sie jedoch schon länger nichts mehr gehört hat. Und : die Absende-Adresse ist ebenfalls eine andere als die Adresse, unter der diese Frau jetzt lebt. Marie beschließt, dem Geheimnis auf die Spur zu gehen, denn es bleibt nicht bei dem einen Brief.... Und irgendwie übt diese Geschichte einen Reiz auf sie aus, macht ihr aber auch Angst.  Doch was wird passieren, wenn Marie der Sache auf den Grund geht?
Das Buch ist in drei Hauptteile unterteilt. Die Schreibweise der Autorin hat mir gefallen, hat meine Neugier geweckt und mich miträtseln lassen. Das Buch und der Stil haben mich gleich gefangen genommen und ich fand die Lektüre sehr kurzweilig und die Zeit verging schnell.
Diese Geschichte von Carolin Hagebölling hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Gleich von Beginn an konnte ich mich gut in die Geschichte einfinden und war am mitfiebern und überlegen, was die Briefe zu bedeuten haben und wer möglicherweise dahinter stecken könnte.
Mir allen meinen Überlegungen bin ich aber letztendlich nicht darauf gekommen, dass die Geschichte so verlaufen könnte, wie sie hinterher endet. Der Schluss hat mich regelrecht kalt erwischt. Ihn fand ich auch etwas gewöhnungsbedürftig bzw. hat er mir den Roman ein kleines bisschen verlitten. Denn das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen. Andererseits muss ich aber auch dazu sagen, dass ich nicht weiß, wie die Geschichte sonst hätte enden können oder sollen. Denn durch die ganzen mysteriösen Gegebenheiten musste eigentlich schon ein Ende wie dieses her... Von daher ist es wahrscheinlich doch gut getroffen. Zwiespältig und unbefriedigt lässt es mich trotzdem zurück, ist aber letztendlich doch irgendwie gut gelöst.
Einzig fand ich etwas unglaubwürdig, dass alle Personen, denen Marie davon erzählt hat, die Umstände, Erzählungen etc. ihrer Geschichte so bereitwillig hingenommen und geglaubt haben. Ich weiß nicht, ob ich so loyal und fair hätte sein können, wenn mir jemand so eine Geschichte erzählt hätte...
Alles in allem aber eine ziemlich interessante und gut gemachte Story!

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

sylt, liebe, meer, familie, strand

Meer Liebe auf Sylt

Claudia Thesenfitz
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548288475
Genre: Liebesromane

Rezension:


Alex hat einen Sommerjob auf Sylt angenommen und dort ein Häuschen gemietet.
Gemeinsam mit Tochter Emma (2) möchte sie mit den Omas den Geburtstag Emmas feiern.
Als die Großmütter jedoch auf der Insel eintreffen, macht sich Alex kurz danach aus dem Staub um ihre Ehe zu retten.
Schon ist das Chaos perfekt, denn die beiden Großmütter können sich schon seit jeher nicht leiden. Zu unterschiedlich sind ihre Lebenskonzepte.
Die eine ist eine toughe Karrierefrau, die andere eine überzeugte Esoterikerin und Weltverbesserin.
Wie die beiden es schaffen, sich nicht an die Gurgel zu gehen und die Situation zu meistern, davon handelt der Roman.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Allerdings hat mich gestört, dass es im ganzen Buch nur so von Klischees wimmelt. Und auch, wenn diese lustig gemeint und teilweise sehr überspitzt dargestellt wurden, so war es doch für mich manchmal ein bißchen zu viel.
Die Beschreibungen der Insel fand ich sehr gelungen, haben sie doch ein gewisses Sylt-Feeling aufkommen lassen und man sah sich schon selbst dort entlanggehen.

Wenn man sich darauf einlässt, dann kann man zwischen den ganzen Oberflächlichkeiten sicherlich auch den ein oder anderen Denkanstoß für sich selbst daraus ziehen und mal ins Nachdenken geraten.
Ich habe mich allerdings des öfteren dabei ertappt, wie ich mit den Augen rollen musste.

Alles in allem war das Buch ganz okay und für ein paar Stunden Lektüre im Strandkorb eignet es sich hervorragend.

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(85)

138 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

london, tracy rees, liebe, cornwell, cornwall

Die zwei Leben der Florence Grace

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783471351567
Genre: Romane

Rezension:

Cornwall im Neunzehnten Jahrhundert. Die Waise Florrie Buckley wächst bei ihrer Großmutter auf. Hier in der wilden Moorlandschaft fühlt sie sich wohl. Ihre Naturverbundenheit und Fähigkeit Menschen einzuschätzen sind etwas Besonderes.

Florries Mutter starb bei ihrer Geburt und Florries Vater kam bei einem Unglück ums Leben. Fortan kümmerte sich die Oma um den Wildfang und die beiden hatten ein einfaches, aber zufriedenes Leben.

Als dann auch die Oma schwer krank wird und merkt, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt vertraut sie Florence an, dass sie eigentlich eine wohlhabende Familie in London hat. Diese Familie, die sich damals von Florries Mutter abwandte, als diese einen einfachen Mann aus Cornwall heiraten wollte, bittet die Oma nun, sich nach ihrem Tod um Florrie zu kümmern. Somit erfährt Florrie, dass sie eigentlich ein Teil der berühmt-berüchtigten Grace-Familie ist.

Schweren Herzens aber auch gespannt, begibt sich Florrie auf die Reise nach London. Das Leben inmitten der Graces hält einiges an Überraschungen und Herausforderungen für sie bereit. Und zum Glück gibt es auch noch ihren Cousin Turlington, zu dem sie sich sehr hingezogen fühlt..

Der neue Roman von Tracy Rees hat mir recht gut gefallen. Wieder einmal entführt sie uns ins England vergangener Zeiten und macht uns vertraut mit den Gegebenheiten der damaligen Zeit. Während des Lesens hat man das Gefühl, dass man mittendrin in der "alten Zeit" ist. Beschrieben wird auf eindrückliche Weise wie der Wildfang Florrie versucht sich anzupassen und wie sie nach und nach das einer Florence Grace angemessene Leben führt.

Die Atmospähre und die Stimmung der Zeit damals, sowie die Sprache, alles hat meiner Meinung nach gut zusammen gepasst.

Die Geschichte um Florences Herkunft und wie sich alles zutrug war ebenso spannend, wie die Begegnung mit den ungleichen Brüdern und der Familie als solches. Auch wenn der Roman relativ "lang" war, so war er keinesfalls langweilig. Immer wieder wurden neue, spannende Aspekte ins Bild gebracht und es gab neue Wendungen in der Geschichte. Die Geschichte an sich habe ich als recht schlüssig und "rund" empfunden. Und auch wenn ich ein etwas anderes Ende erhofft hatte, so ist doch das gewählte Ende der Geschichte mehr als passend und lässt für mich keine Wünsche offen.
Alles in allem hat mir der Roman sehr gut gefallen und mich für einige angenehme Lesestunden gefangen genommen.

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(103)

147 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

liebe, alter, roman, einsamkeit, kent haruf

Unsere Seelen bei Nacht

Kent Haruf , Pociao
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.03.2017
ISBN 9783257069860
Genre: Romane

Rezension:

Addie und Louis sind beide verwitwet und wohnen in der Nachbarschaft. Sie kennen sich lose vom sehen. Umso überraschter ist Louis, als Addie ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet. Ob er nicht abends zu ihr kommen und die Nacht gemeinsam mit ihr verbringen möchte?!

Was sich anfangs vielleicht verrucht anhört, ist der liebenswerte Versuch einer einsamen Frau, das Dunkel der Nacht und die Einsamkeit mit Gesprächen und einem Menschen an der Seite zu verbringen.
Doch natürlich bleibt dieses 'Treiben' in der Kleinstadt nicht unentdeckt und bald erfahren auch die Kinder der beiden davon. Und die sind alles andere als begeistert....

Ein leiser Roman, der zum Nachdenken anregt. Was denken die Anderen?  Sollte uns das nicht egal sein? Wenn man niemandem schadet sollte man das Recht haben so leben zu dürfen, wie man möchte...

Anfangs hat es mich etwas irritiert, dass im ganzen Roman keine wörtliche Rede vorkommt. Stattdessen wird nur beschrieben. Nach kurzer Zeit hatte ich mich jedoch daran gewöhnt und konnte mich gut auf die Geschichte einlassen.
Der eher unaufdringliche, schlichte Stil hat mir gut gefallen. 
Ich habe mich den beiden Senioren sehr zugetan gefühlt und mich mit ihnen gefreut und mit ihnen gelitten. Irgendwie konnte man sich sehr gut in die Situation hineinversetzen und ich habe Addie und Louis für ihr Arrangement bewundert. 

Das relativ kurze Büchlein war schnell gelesen und hat mich etwas wehmütig zurückgelassen.

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99 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

alzheimer, liebe, familie, demenz, mutter

Du erinnerst mich an morgen

Katie Marsh , Angelika Naujokat
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.04.2017
ISBN 9783453291904
Genre: Romane

Rezension:

Zoe steht kurz davor, ihre große Liebe Jamie zu heiraten.
Dann jedoch kommt ein Anruf der ihre ganze Vergangenheit im Gepäck hat und sie flieht geradezu vor dem Traualtar, um ihrer Mutter, mit der sie jahrelang keinen Kontakt hatte, zu helfen.
Auf einmal sieht Zoe sich mit ihrer Vergangenheit konfroniert und fühlt sich verpflichtet, ihrer Mutter beizustehen. Denn Gina ist anscheinend schwer krank und wird sich bald nicht mehr selbst um sich kümmern können.

Während Zoe’s bisheriges Leben komplett umgekrempelt wird - ihr Fast-Ehemann geht alleine auf Flitterwochen Reise, sie kann sich nicht mehr richtig auf ihren Job konzentrieren, die Sorgen um ihre Mutter nehmen zu… - muss sie einen Weg finden, ein neues Leben aufzubauen.

Gleich zu Anfang hat man das Gefühl, dass da noch irgendwas anderes ist, weswegen Zoe so bereitwillig den „schönsten Tag im Leben“ sausen lässt. Noch dazu, da sie selbst eine große Wut auf ihre Mutter zu haben scheint, wenn sie jahrelang schon keinen Kontakt mehr zu ihr hatte. Bis man jedoch dahinter kommt, was in der Vergangenheit alles passiert sein könnte, dauert es etwas.

Die Geschichte ist, genau wie Katie Marsh’s vorheriger Roman, unterteilt. Einmal in Abschnitte in der Gegenwart. Hier erfährt man, wie es Zoe geht, wie sie mit ihrer Mutter umgeht, was mit ihrem Job, ihren Freunden und ihrem Fast-Ehemann passiert. Das reicht von den alltäglichen Problemen bis zu Gedanken, ob nicht doch noch eine Zukunft mit Jamie möglich sein könnte.

Auf der anderen Seite lernen wir durch Geburtstagsbriefe, die Zoes Mutter Gina jedes Jahr für Zoe geschrieben hat, wie die Vergangenheit und die Mutter-Tochter-Beziehung so verlief. Alles schien sehr harmonisch und relativ geregelt und „normal“ zu verlaufen. Bis zu dem Tag, an dem die Kluft zwischen den beiden Frauen sich auftat…
Manche der Entwicklungen und der Ereignisse waren relativ gut absehbar. Trotzdem war es interessant zu erfahren, wie unterschiedlich die Sichtweisen von Mutter und Tochter waren.

In der Jetzt-Zeit hat mich besonders berührt, wie echt die Verzweiflung rüberkam. Wie man sich wohl fühlt, wenn ein geliebter Mensch an Alzheimer erkrankt. Auf der einen Seite möchte man sich um denjenigen kümmern, möchte, dass es ihm gut geht. Auf der anderen Seite ist sehr gut nachvollziehbar, was genau das für eine Belastung auch für die pflegenden Angehörigen ist und dass eben nicht jeder sich selbst um alles kümmern kann. Die Gewissenbisse, die Zerrissenheit, die Sorge um das was passiert. Das alles war gut spür- und nachvollziehbar.

Die Geschichte drumherum kam mir an manchen Stellen etwas langatmig vor und gegen Ende des Buches hatte ich das Gefühl, dass es jetzt etwas abrupt wurde.
Letzten Endes ist es aber der in meinen Augen gelungene Abschluss einer Geschichte, die mich, trotz einiger Längen, sehr berührt hat.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Glück ist, was wir daraus machen

Lorenzo Marone , Esther Hansen
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 20.03.2017
ISBN 9783866124264
Genre: Romane

Rezension:

Luce lebt in Neapel, im spanischen Viertel. Dort aufzuwachsen ist anscheinend eine Herausforderung. Dort aufzuwachsen und etwas aus sich zu machen, ist eher ungewohnt. Die Menschen, die hier groß werden, geraten oftmals auf die schiefe Bahn und auch die Camorra ist hier aktiv.
Luce wiederum hat es irgendwie geschafft. Sie ist Anwältin und arbeitet bei Arminio Geronimo.
Allerdings merkt man auch, dass Luce in ihrem Leben schon viel gesehen und erlebt hat. Da sie jedoch in Neapel aufgewachsen ist, weiß sie sich zu helfen und durchzuschlagen. Andererseits scheint sie nicht viel vom Leben zu erwarten und wirkt sehr unzufrieden. Allerdings sind da ja auch noch ihr Hund Alleria und ihr Nachbar Don Vittorio, die das Leben irgendwie erträglicher machen.
Als Arminio Luce einen Job aufträgt, nämlich eine Frau aus ihrem Viertel zu überwachen, damit diese das Sorgerecht für ihren Sohn verliert, ahnt man schon die Hintergründe. Und richtig. Irgendwie kommt es, wie es kommen muss. Auf der anderen Seite aber auch ganz anders als erwartet….

Anfangs hatte ich so meine Probleme, in das Buch hineinzufinden. Irgendwie hatte ich eine „leichtere Lektüre“ erwartet. Von dem Autor kannte ich bis dato noch nichts und somit wusste ich gar nicht, was mich erwarten könnte.
Dieses Buch hier konnte ich auf keinen Fall „einfach mal so weglesen“. Es forderte Zeit ein und ging nur langsam voran. Nach den ersten hundert Seiten hatte ich das erste Mal das Gefühl, mich mit Luce angefreundet zu haben. Mit ihrer etwas spröden und sperrigen, aber doch liebenswerten Art. Geprägt durch das Umfeld und die Erlebnisse, mit denen sie aufgewachsen ist, präsentiert sich uns hier eine „Heldin“, die trotz allem das Herz auf dem rechten Fleck hat.

Die Art des Autors zu schreiben fand ich schön, jedoch für mich eher etwas schwerer zu lesen.
Irgendwie waren hier ziemlich viele schöne Sätze und Weisheiten sehr gut innerhalb einer Geschichte verpackt. Ich denke, dass dieses Buch noch etwas nachwirken muss, denn an manchen Stellen hat es schon zum überlegen und reflektieren des eigenen Handelns angeregt.

Erwartet hatte ich, ehrlich gesagt, eine einfachere Geschichte und wurde überrascht mit Rückblenden aus Luces Leben und Weisheiten des Nachbarn.
Die Handlung um Carmen, die Frau die sie überwachen soll und Kevin, deren Sohn, hatte ebenfalls nicht so viel Raum eingenommen, wie gedacht.
Nachdem ich mich jedoch einmal darauf eingelassen hatte, hat mir die Geschichte gut gefallen und ich habe mich ein kleines bisschen dazugehörig zu dieser besonderen „Familie“ gefühlt.
Auch das Ende der Geschichte fand ich stimmig.

Alles in allem war es ein durchaus schlüssiger Roman, in dem viele schöne positive Eigenschaften, das Gute, die Liebe und die Hoffnung… hervorstechen, denn es handelt von besonderen Menschen und ihren Geschichten.

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(162)

277 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 108 Rezensionen

liebe, janet clark, deathline, ewig dein, rezension

Deathline - Ewig dein

Janet Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.03.2017
ISBN 9783570173664
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Josie ist 16 und lebt mit ihrer Familie auf einer Farm.
Eigentlich wollte sie während der Sommerferien auf der Farm helfen und dann noch ein paar Tage mit ihren besten Freunden, Dana und Gabe, etwas unternehmen. Aber auf einmal passieren merkwürdige Dinge in Angels Keep und dann taucht auch noch Ray auf, der Josies Herz zum schlagen bringt.
Und auf einmal ist nichts mehr wie es war...

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Man konnte gut in die Geschichte einsteigen und folgen. Leider kann ich daher nicht so ganz sagen, was mich darum daran gehindert hat, total mit Josie und Ray mitzufiebern. Aber irgendwie hat mich die Liebe der beiden nicht vollkommen erreicht.
Die Geschichte war schön und hatte auch einige spannende Momente und überraschende Wendungen/Auflösungen parat. Aber letztendlich konnte sie mich leider nicht hundertprozentig berühren.

Einige der Fragen, die während des ersten Teils aufkamen, konnten gelöst werden. Allerdings bleiben auch noch einige Fragen ungelöst, Zusammenhänge müssen aufgeklärt werden..., sodass ich mir sicherlich auch noch den zweiten Teil durchlesen werde.

Manche Einfälle fand ich richtig gut, andere vielleicht widerum ein bisschen 'abgedreht', auf diese Szenarien musste ich mich erst einlassen. Aber trotzdem hat die Geschichte an sich für mich schlüssig gewirkt und ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bewundert, wie einfallsreich doch manche Dinge ausgedacht waren.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch jugendlichen Lesern sehr gut gefallen wird. Einmal natürlich die Arbeit mit Pferden, das Leben auf einer Ranch, ein Dreiergespann aus besten Freunden, die zusammenhalten, mysteriöse Geschehnisse,  moderne Technik und dann natürlich noch der Aspekt der Liebesgeschichte.

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(59)

103 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

roman, petra durst-benning, kochwettbewerb, maierhofen, die blütensammlerin

Die Blütensammlerin

Petra Durst-Benning
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.03.2017
ISBN 9783734100123
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nachdem ihr Mann sie zum Kräuter-der-Provinz-Festival verlassen hat, lebt Christine alleine in ihrem Haus.

Doch Herbert, ihr Ex, ist noch genauso widerlich wie eh und je und möchte sie am liebsten dazu "überreden" das Haus zu verkaufen oder ihm zumindest seinen Teil daran auszuzahlen.

Findig, und einsam, wie Christine ist, fällt ihr jedoch eine Lösung ein, um Geld für den Unterhalt zu erzielen. Kurzfristig macht sie einfach aus ihrem schönen Heim ein Bed & Breakfast. Schließlich ist immer etwas los in Maierhofen, seitdem Greta sich um das Marketing kümmert. Und so wundert es auch nicht, dass zum großen "Meine Landliebe" Koch-Event ganz Maierhofen schon wieder auf den Beinen und somit fast ausgebucht ist.

Bei der neugebackenen Pensionswirtin wohnt auch noch das Single-Koch-Team... und das verspricht, dass es trubelig zugehen wird.

Dem Zauber mancher Bücher kann man sich einfach nicht entziehen. Zu real sind die Gefühle, die man mit den Protagonisten der Geschichte verknüpft. Fast meint man, sie alle zu kennen und direkt nach dem Ende der Geschichte fängt man an, sie zu vermissen.

Umso schöner, wenn die Geschichte dann weitergeht. So auch in Maierhofen...

Wie schon der Titel andeutet, dreht sich dieses mal die Geschichte hauptsächlich um Christine, die Blütensammlerin.

Die Anthipatie gegenüber Herbert ist deutlich greifbar. Er ist so gekonnt widerlich dargestellt, dass man Christine einfach nur in den Arm nehmen und drücken und ihr, wie ihre treuen Freundinnen auch, beistehen möchte. Umso mehr kann man sich an ihrem Erfolg als Pensionswirtin erfreuen.

Die Beschreibungen der Zimmer, die Mühe, die sie sich mit der Deko und dem Herrichten der Räume gibt, alles wirkt richtig präsent und man kann sich die Bilder sehr gut vorstellen (und wünscht sich auch einmal, in einer solchen Pension zu sein).

Ihre Verzweiflung, ihre Trauer und Wut sind so gut spürbar und man brennt geradezu darauf, die kleine Kochgruppe näher kennenzulernen. Dass dann auch noch Armor Einzug halten könnte, vermutet man schon von Anfang an. Aber wie sich alles dreht und wendet ist einfach nur schön. Richtig große Überraschungen gibt es keine und auch keine große Action. Aber da Maierhofen ein Genießerdorf und dieses ein Wohlfühlroman ist, kann man sich auch von den kleinen, großen Überraschungen so richtig mitreißen lassen..

Die Charaktere sind, genau wie im richtigen Leben, mal sehr sympathisch, mal weniger sympathisch dargestellt.

Ebenfalls gefällt mir, dass die Maierhofen Geschichten, zum Leben und Lesen einladen.

Beim Lesen kann man auch noch mal den ein oder anderen eigenen Denkanstoß mitnehmen und das nächste Mal vielleicht auch ein klein wenig achtsamer über eine schöne Blumenwiese gehen und einfach nur genießen. Ohne Termindruck, ohne Alltagsstress.

Am Ende des Romans stand auch hier wieder ein wohliges Aufseufzen bei mir, jedoch gepaart mit einem großen Schuss Wehmut. Nach schönen Geschichten fällt es mir immer schwer, wieder Abschied zu nehmen. Vor allem, wenn man die Bekannten so liebgewonnen hat wie "meine Maierhofener". Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Geschichte!

Wie bei den Vorgängern auch, waren dieses mal ebenfalls wieder schöne Rezepte (nun für Liköre, Cocktails und Sirup - ganz passend zur Jahreszeit) angegeben.

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183 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 111 Rezensionen

jugendbuch, convention, liebe, nerd, ana und zak

Ana und Zak

Brian Katcher , Ute Mihr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423650250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ana ist 18 und in allem eine Überfliegerin. Ihre Tage taktet sie ganz genau, jeder Schritt ist ge- bzw. verplant und ihre Noten sind hervorragend.
Zeit für Freunde hat sie keine - das ist aber an und für sich auch nicht wirklich schlimm; denn Freunde hat sie keine. Überraschungen im Tagesablauf kann sie nicht leiden, denn sie bringen ihren Plan durcheinander. Das einzige wofür sie lebt, ist die zukünftige Uni-Wahl. Denn dadurch erhofft sie sich, frei zu werden. Doch wovon?

Zak ist an und für sich das genaue Gegenteil, lebt er doch gerne mal in den Tag hinein.
Wenn irgendwie möglich versucht er, seinem Stiefvater Roger aus dem Weg zu gehen. Ambitionen hat er keine, jedoch ist die jährlich stattfindende Comic Convention seine große Leidenschaft. Denn mit ihr verbindet er schöne Erinnerungen.

Zak hat Ana schon in der Schule bemerkt; aber Ana scheint zu denken, dass er eine hohle Nuss ist und seine Zeit nur vergeudet. Umso überraschter sind beide, als sie sich, gezwungenermaßen, gemeinsam auf einem Wochenendausflug wiederfinden...

So richtig konnte ich mir unter dem Buch eigentlich nichts vorstellen und hatte keine besonderen Erwartungen an die Lektüre. Umso überraschter war ich deshalb nach der Lektüre.

Es wimmelt nur so von irgendwie schrägen Einfällen.

Ana und Zak sind so unterschiedlich, wie sie sich dann widerum im Herzen eigentlich doch ähnlich sind. Beide sind relativ einsam und traurig.

Ana hatte ich einen solchen Wortwitz und eine Spontanität gar nicht zugetraut. Umso erfrischender war es dann, sich den Wortgefechten von Ana und Zak hinzugeben.

Das Event der Comic Convention war so grandios beschrieben, dass man regelrecht einen kleinen Film vor seinem inneren Auge ablaufen sah. Die äußerst schrägen Charaktere, die Vorfälle und Begebenheiten... Alles war zwar ziemlich überspitzt (hoffe ich ;-)) dargestellt, aber gerade das hat die Erzählung so liebenswert, rasant und lebendig gemacht. Die Geschichte hat eine richtige Dynamik und die Nacht, die die beiden auf der Suche verbringen, war regelrecht greifbar. Ich kam mir vor, als wäre ich immer mit dabei gewesen und wüsste genau, welche Typen sie meinten, wen sie trafen etc.

Man könnte fast meinen, dass man selbst unbedingt mal zu einer Comic Convention fahren müsse, um all das bzw. nur einen Bruchteil dessen, selbst einmal zu erleben.

Zaks Trauer war sehr berührend und real und von seinem Standpunkt aus gesehen konnte man seine Reaktionen irgendwie sehr gut nachvollziehen. Seine spätere Haltung war vor dem Hintergrund der Geschichte ebenfalls sehr gut verständlich.

Bei Ana`s Situation fand ich es sehr spannend, dass auch andere Blickwinkel hinterher erklärt wurden und sich somit ein ziemlich rundes Bild der Situation ergab.

Das Ende der Geschichte hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Erstens war es unerwartet und ich hätte Ana das nicht zugetraut. Zweitens hat mir die Annäherung der beiden als auch die Entwicklung innerhalb ihrer Familien sehr gefallen. Es war keine abwegige Entwicklung bzw. kein abwegiges Ende.

Alles in allem hat mir diese skurille Geschichte ziemlich gut gefallen und der Irrwitz und das Tempo der Geschichte haben mir einige Stunden gute Unterhaltung beschert.

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61 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

amrum, nordsee, roman, urlaubsfeeling, neubeginn

Meerblick inklusive

Anna Rosendahl
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453418356
Genre: Romane

Rezension:

Meike hat ihren Job verloren, ihr Freund hat sich von ihr getrennt und sie wohnt vorübergehend wieder bei ihren Eltern.
Und dann verschwindet auch noch ihre recht rüstige, 70-jährige Oma von heute auf morgen.

Oma lässt den Mann mit frischem Butterkuchen und einem Lebewohl-Brief zurück. Jedoch scheinen weder Opa noch ihr Sohn sonderlich besorgt. Meike widerum, die ein sehr inniges Verhältnis zu ihrer Oma hat, gibt sich nicht mit dem Brief zufrieden und recherchiert auf eigene Faust, warum Oma wohl so Hals über Kopf aus ihrem gut situierten Leben geflohen und vor allem, wohin sie gegangen ist.

Die Reise führt sie nach Amrum. Dort lernt Meike nicht nur die Insel kennen und lieben, sie fühlt sich sofort heimisch und lernt auch noch viele nette und einige skurille Menschen kennen. Bis sie hinter Oma`s Geheimnis kommt, dauert es allerdings ein kleines bisschen...

Ich muss gestehen, dass mir das Buch alleine deswegen schon gefallen hat, da es von Amrum erzählt. Selbst bin ich dort noch nicht gewesen, aber ich habe jetzt das Gefühl, die Insel schon zu kennen. Die Beschreibungen der Inselbewohner, ihrer Mentalität, die Beschreibungen der Insel selbst.... alles das hat mir das Gefühl vermittelt, dass es sehr authentisch ist und ich mir ein richtig gutes Bild der Insel machen konnte.

Die Szenen mit Walter und Suzanna haben mir sehr gefallen, waren sie auch noch so merkwürdig oder surreal. Irgendwie hat man die beiden lieb gewonnen und wünscht sich glatt, man würde so etwas auch einmal erleben und könnte somit die Kraft und Besonderheit von Amrum spüren. (Vielleicht muss man es daher auch einfach dieser Kraft zusprechen, dass ein paar Zufälle dabei waren, die doch eher unglaubwürdig waren...)

Einziger Wermutstropfen für mich war, dass Oma und Opa mir leider trotz der herzlichen Geschichte irgendwie zu fremd blieben. Gerne hätte ich Ische noch näher kennengelernt. Bei allem was sie erlebt und bei allem, was sie mitgemacht hat, hätte ich mich gefreut, sie irgendwie noch intensiver kennenlernen bzw ins Herz schließen zu können.

Das Ende des Buches hatte für mich doch noch einige Überraschungen parat, auch wenn man das Gefühl hatte, dass zum Schluss alles relativ flott gehen musste. Das fand ich schade. Viele der Beweg- und Hintergründe hätten meinetwegen gerne noch genauer ausgeführt werden dürfen.

Alles in allem hat mir das Buch jedoch recht gut gefallen und alleine schon wegen der Liebe zur Insel, die man dem Buch anmerken kann, fand ich die Geschichte recht liebenswert.

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208 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 128 Rezensionen

hamburg, sturmflut, liebe, usa, schlaganfall

Sturmherz

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288390
Genre: Romane

Rezension:

Cornelia Petri liegt nach einem schweren Schlaganfall im Krankenhaus im Koma. Ihre Tochter Alexa, die bis dahin ein eher schwieriges Verhältnis zur Mutter hatte, wird benachrichtigt und möchte nach einigem überlegen die Betreuung der Mutter übernehmen.

Cornelia lebte bis dato immer nur für ihren kleinen Buchladen und hat darüber anscheinend irgendwann in Alexa`s Jugend angefangen, Mann und Tochter zu vernachlässigen.

Nun muss sich Alexa um die Betreuungs-Beantragung und den Laden der Mutter kümmern und pendelt zwischen Berlin und Hamburg, um alles entsprechend regeln zu können.
Eines Tages spricht sie vor der Buchhandlung ein gutaussehender älterer Herr an, der behauptet, dass er Cornelia von früher kennt.

Alexa`s Neugier ist geweckt und sie stimmt zu, den Unbekannten zu treffen, damit er von der Verbindung zu Cornelia erzählen kann. Denn insgeheim hegt Alexa nicht nur die Hoffnung, die Mutter dadurch besser kennenzulernen, sondern sie erhofft sich auch, dass sie vielleicht mehr Gesprächsstoff im Krankenhaus hat, um ihre Mutter durch die Erzählungen ihrerseits an gute alte Zeiten erinnern und sie somit aus dem Koma holen zu können.

Dadurch lernt sie eine Seite an ihrer Mutter kennen, die ihr bisher unbekannt war. Ebenfalls wird ihr so einiges klarer und sie hofft, dass sie die Chance bekommen wird, mit der Mutter noch einmal zu sprechen und alte Geheimnisse aus dem Weg zu räumen..

Der Roman ist ansprechend geschrieben und mir hat die Erzählweise der Autorin sehr gefallen. Dadurch, dass man sowohl aus der Perspektive von Cornelia als auch von Richard über die Geschehnisse aus dem Jahr der großen Flut in Hamburg und die weitere Entwicklung erfährt, bekommt man ein umfassendes Bild der damaligen Situation.

Sicherlich waren manche Zufälle oder Gegebenheiten ein wenig merkwürdig, aber trotzdem hat das der Geschichte für mich keinen Abbruch getan.

Ich mochte es, dass man in die unterschiedlichen Sichtweisen und Jahre abtauchen konnte und mehrere Perspektiven zum Tragen kamen.

Sowohl die Geschichte um Alexa und Ethan, als auch die Geschichte um Cornelia und Richard fand ich spannend zu lesen. Durch die Irrungen und Wirrungen war es schön mitzuerleben, wie Alexa eine neue Sicht auf ihre Mutter erhielt und somit auch ein wenig mit der Vergangenheit versöhnt werden konnte.

Die unterschiedlichen Erzählstränge haben der Geschichte eine Dynamik verliehen, so dass mir während des Lesens kein einziges Mal langweilig wurde.
Zugegebenermaßen muss ich jedoch auch erwähnen, dass ich fand, dass die Entwicklungen gegen Ende des Romans für mich persönlich schon eher unrealistisch anmuteten und auch hätte ich mir generell gewünscht, dass das Ende nicht so "abrupt" kam. Hier hätte meinetwegen gerne noch die ein oder andere Aussprache mit eingeflochten werden können (ohne jetzt an dieser Stelle zu viel verraten zu wollen).

Aber alles in allem hat mir der Roman recht gut gefallen.

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216 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 116 Rezensionen

marmelade, trauer, familiengeheimnis, freundschaft, familie

Das Brombeerzimmer

Anne Töpfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548613178
Genre: Romane

Rezension:

Nora`s erste und große Liebe Julian starb vor einem Jahr beim Joggen an einem Herzinfarkt.
Seitdem lebt Nora mit der Trauer. Zum Glück hat sie den Hund Watson, ihre beste Freundin Katharina, sowie eine sehr verständnisvolle Mutter.

Und Nora hat eine große Leidenschaft - das Marmeladekochen. Dabei kann sie alles vergessen und ist Julian nah, hat er doch ihre manchmal eigenwilligen Kreationen vergöttert.

Beim Aufräumen stößt Nora zufälligerweise auf einen Brief, den Julian von einer bis dato unbekannten Großtante erhalten hat. Er hatte nur durch Zufall von Klara`s Existenz erfahren und ihr daraufhin kurz vor seinem Tod geschrieben. Denn auch Klara versteht sich aufs Marmeladekochen.

Nora`s Neugier ist geweckt. Vor allem, da besagte Klara bisher in Julians Familie totgeschwiegen wurde und sie sich anscheinend in grauer Vorzeit mit Julians Opa so zerstritten hatte, dass der Kontakt rigoros abgebrochen wurde.

Kurzerhand macht sich Nora auf, um Klara zu besuchen und kommt damit nicht nur in Besitz einiger schöner Marmeladenrezepte, sondern auch einem Geheimnis auf die Spur...

Schon beim Lesen des Klappentextes und beim Hereinschnuppern ins Buch wusste ich, dass das eine Geschichte genau nach meinem Geschmack ist.

Ein bißchen Herzschmerz und Traurigkeit (ich konnte Nora so gut verstehen und fand es so schön, wie sie immer noch Zwiesprache mit Julian hält, wie sie sich erinnert und die Erinnerungen bewahrt, einfach wie sie fühlt...), einige gute Freundinnen und die große Aufgabe:  wieder Lebenslust zu finden. Dass dann zu allem anderen auch noch die Aufdeckung eines alten Familiengeheimnisses hinzukam war perfekt.

Das Tempo der Geschichte hat mir gefallen und den Schreibstil fand ich äußerst angenehm. Ich konnte mich perfekt in die Geschehnisse hineinziehen lassen und bin mit Nora und Watson an den Bodden gereist. Einen Hund wie Watson kann man sich dabei einfach nur als perfekten Gefährten wünschen (einen Super-Soaker habe ich schon ;-)).

Wie Nora langsam aber sicher, trotz der noch andauernden Trauer um Julian, zu ihrem alten Selbst und in gewisser Weise auch wieder besser ins Leben selbst zurückfindet, ist mir ans Herz gegangen. Es war aber keineswegs eine traurige Geschichte, denn die guten Erlebnisse und Erfahrungen haben hier eindeutig überwogen.

Abgerundet wird das ganze durch einige feine Rezepte, die sich allein beim Lesen schon richtig lecker anhören!

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85 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

wales, druiden, geheimnis, constanze wilken, heilerin

Das Erbe von Carreg Cottage

Constanze Wilken
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.02.2017
ISBN 9783442484768
Genre: Romane

Rezension:

Lilian macht eine unerwartete Erbschaft und begibt sich auf den Weg nach Wales. Dort, vor der Insel Bardsey, soll ihr ein bis dahin unbekannter Gönner ein kleines Cottage hinterlassen haben.
Da sie ihr Café, welches sie bis dato in Schottland betrieben hat, schließen musste und somit nichts mehr hat, was sie hält, macht sie sich mit ihrem Hund Fizz auf den Weg nach Wales.
Dort angekommen spürt sie sofort, dass dieser Ort sie berührt, dass sie hier eine neue Heimat finden kann. Kurzerhand nimmt sie das Erbe an und kümmert sich um die Renovierung des Cottages. Doch was wollen ihr die mysteriösen Bilder, die sie manchmal vor ihrem geistigen Auge sieht, wohl vermitteln. Und welcher der Dorfbewohner ist ihr vielleicht nicht ganz so gut gesonnen…

Für mich war dieses Buch das erste, welches ich von Constanze Wilken gelesen habe. Aber schon jetzt kann ich behaupten, dass es nicht das letzte gewesen sein wird.
Ihre wunderschönen Beschreibungen der Landschaft und der alten Bräuche in Wales waren so plastisch und greifbar. Ich habe mich sehr gut in die Zeit und die Gegend hineinversetzen können.
Die Geschichte um Lilian auf der einen Seite und die Geschichte um die Heilerin Lileas/Meara und den Mönch Cadeyrn, im Wales um 614, waren geschickt miteinander verwoben.
Die Auswahl der Namen, das Erleben der Gefühlswelten der einzelnen Personen… es wurde einem so nahe gebracht. Noch dazu das Gefühl, dass hier jemand wirklich viel Herzblut, viel Recherche um die damalige Zeit und deren Gebräuche in den Roman gesteckt hat. Ich hatte das Gefühl, dass hier ein enormes Wissen und eine große Liebe zu einem besonderen Landstrich mit in das Buch eingeflossen sind.

Ich kann gar nicht sagen, welche Handlung mich mehr angesprochen hat. Beide Geschichten waren durchweg fesselnd und sehr greifbar. Wenn der eine Abschnitt zu Ende ging, konnte ich es kaum erwarten, bis die Geschichte fortgesetzt wurde. Auf der anderen Seite konnte mich gerade dann der „Ausflug“ in die andere Zeitebene auch sofort wieder gefangen nehmen. Letzten Endes war ich regelrecht traurig, als beide Zeitstränge und somit auch das Buch endeten. Ich war komplett in der Geschichte drin und habe keine Sekunde dieser Zeitreise bereut.

Das ist auf jeden Fall ein Buch, welches mir wieder einen weiteren Ort auf meiner „möchte ich gerne mal sehen“ Liste beschert hat. Ich möchte selbst sehen und fühlen, wie dort in Wales die Vergangenheit und die Gegenwart verschmelzen und am liebsten würde ich bei Lilian im Pilgercottage eine kurze Pause einlegen…

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685 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 156 Rezensionen

liebe, reise, wünsche, ava reed, jugendbuch

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das war mal wieder eine richtig schöne Geschichte!  Schade, dass auch die schönen Geschichten so schnell ausgelesen sein können!

Die Geschichte von Yara und Noel hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Beide haben in ihrem Leben bisher nicht nur den Sonnenschein erlebt, sondern wissen auch um die grauen Tage Bescheid.
Yara flüchtet täglich zu Phil ins Altenheim, in dem ihre Tante arbeitet, um ihm vorzulesen. Dort bei Phil, dem blinden älteren Herrn, fühlt sie sich wohl und beschützt.

Noel ist Phils Enkel und hat ihn sporadisch im Heim besucht. Irgendwas an ihm ist jedoch immer so mürrisch und ablehnend. Bisher konnten sich Yara und Noel nicht leiden, jedoch konnten sie sich gut aus dem Weg gehen.

Dann jedoch stirbt Phil und Yara ist erschüttert.
Allerdings hat Phil beiden zusammen etwas hinterlassen und stellt sowohl Yara als auch Noel vor eine bzw mehrere Aufgaben, die sie gemeinsam erledigen sollen. Werden die beiden sich Phil zuliebe zusammenraufen können?
Und welchen Einfluss wird das auf ihr weiteres Leben haben?

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Yara und von Noel erzählt.
Die Kapitel sind verführerisch kurz und verleiten dazu, immer noch schnell ein weiteres Kapitel zu lesen.

Dass Yara und Noel sich nicht ausstehen können ist schnell klar. Sie liefern sich kleine, nette Schlagabtausche.
Während der Lektüre fragt man sich anfangs,  was in ihrer beider Leben wohl passiert ist und warum beide so traurig bzw verbittert sind. Bis die Auflösung ihrer Vergangenheit kommt kann man gut selbst spekulieren.
Ich fand einfach alles toll an dem Buch!  Die Geschichte,  die Sprache, die leichte Art,  mit der auch schwierige Themen angegangen werden...
Überhaupt nichts fand ich kitschig oder unnötig in die Länge gezogen - im Gegenteil. Meinetwegen hätte die Geschichte noch mehr Kapitel umfassen dürfen! Aber so, wie sie ist und so wie sie endet, ist sie schon perfekt für mich! Man konnte sich einfach in die Geschichte fallenlassen und die Entwicklung der beiden miterleben.

Das war mal wieder ein Buch, welches ich am liebsten sogar zum Sport mitgenommen hätte. Ich konnte es nur schwer aus der Hand legen  - und sei die Unterbrechung auch noch so klein gewesen...

Gemäß Leseempfehlung soll es für 12 - jährige und aufwärts sein aber ehrlich gesagt ist es sehr gut 'alterslos' lesbar, denn meiner Meinung nach kann sich jeder hier noch was von der Geschichte mitnehmen und sie vor allem auch genießen!

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78 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

appalachian trail, wandern, abenteuer, jugendbuch, usa

The Distance from me to you

Marina Gessner , Katrin Behringer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 06.03.2017
ISBN 9783845816043
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die siebzehnjährige Kendra hat bereits über ein Jahr mit ihrer besten Freundin Courtney geplant, den Appalachian Trail in seiner ganzen Länge zu erwandern.

Manche Wanderer gehen nur jeweils ein Teilstück und nur wenige Menschen haben sich den kompletten Weg von ca. 3500 Kilometern als Wanderdistanz ausgesucht. Umso enttäuschter ist Kendra, als Courtney kurz vor dem Start der Wanderung einen Rückzieher macht.

Da Kendra schon so viel Zeit und Geld in ihren großen Traum der Wanderung investiert und ihren Studienplatz für ein Jahr aufgeschoben hat beschließt sie, den Weg alleine zurückzulegen.

Unterwegs begegnet sie Sam und zwischen den beiden entwickelt sich nach und nach eine Liebesgeschichte. Aber Sam hat seine eigene Geschichte und mit dem nahen Ende ihrer Wanderung kann er Kendra überreden vom Trail abzuweichen. Diese Entscheidung ist gefährlich für sie beide...

Mit der Geschichte um Kendra, und ihre große Wanderung auf dem Appalachian Trail hat die Autorin bei mir vollkommen ins Schwarze getroffen. Auch wenn ich nicht mehr wirklich zur Zielgruppe der jungen Erwachsenen gehöre, so hat mir das Buch von Anfang an sehr gut gefallen. Die Schilderung der Wanderung und der Erlebnisse die sowohl Kendra als auch Sam machen, war absolut gut vorstellbar.

Mit Kendra haben wir es mit einem Mädchen zu tun, das sehr behütet aufgewachsen ist, in einer Familie, die sich sehr liebt aber auch Freiräume zulässt. Kendra ist jemand, der sich immer an die Regeln der Gesellschaft angepasst hat und damit auch gut gefahren ist. Sam`s Leben hingegen war ganz anders. Er ist nicht in einer von Liebe geprägten Umgebung großgeworden und wurde schon oft enttäuscht. Um seiner irgendwie ausweg- und perspektivlosen Situation zu entfliehen, begibt er sich auf den Trail.

Es war faszinierend zu lesen, wie die beiden zueinander finden und dass die Wanderung und die Erlebnisse in freier Natur sie so eng zusammengebracht haben.

Ich wage zu bezweifeln, dass meine Eltern mich in dem Alter so eine Strecke hätten zurücklegen lassen. Jedoch habe ich während der Lektüre oftmals auch irgendwie vergessen, dass Kendra erst 17 bzw. 18 ist und somit fand ich es auch nicht unrealistisch. Außerdem macht Kendra auf mich als Leser eher einen sehr erwachsenen Eindruck in Bezug auf die Wanderung und in Bezug auf viele ihrer Verhaltensweisen. Mich hat die Geschichte gefesselt und so habe ich nicht lange für die Lektüre gebraucht und war am Ende fast enttäuscht, dass sowohl der Trail als auch die Lektüre "schon" zu Ende waren.

Das Ende hat mich ein kleines bißchen überrascht, war aber so wie es ist, absolut schlüssig und sehr gut nachzuvollziehen. Ich finde, es passt hervorragend zum Roman und lässt für die Zukunft auch noch Platz für Spekulationen!

Mir hat das Buch richtig Lust gemacht auf Einkaufsbummel im Lieblings-Outdoor-Geschäft und eine (große oder kleine) Wanderung! Von mir gibt es die volle Punktzahl.

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109 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

sterbebegleitung, sterben, tod, krebs, hospiz

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Susann Pásztor
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048704
Genre: Romane

Rezension:

Fred lebt mit seinem Sohn Phil in einem Männerhaushalt. Über manche Dinge wird nicht gesprochen aber trotzdem haben die zwei sich insoweit zusammengerauft, dass sie zusammen gut klarkommen. 
In seiner Freizeit engagiert Fred sich in der Hospizarbeit und hat soeben seine erste Sterbebegleitung zugewiesen bekommen - Karla. 

Vor ihrem Tod, Karla ist unheilbar an Krebs erkrankt, möchte Fred ihr noch etwas Gutes tun und versucht, sich in ihr Leben einzumischen. Das geht allerdings gehörig schief und so möchte Karla von der Sterbebegleitung wieder zurücktreten. Gut, dass in der Zwischenzeit sich Phil mit Karla arrangiert hat und ihr bei der "Ordnung" ihrer Hinterlassenschaften hilft. 
Denn so ist auch Fred noch nicht ganz ausgeschlossen und kann vielleicht doch noch einmal darauf hoffen, nützlich zu sein. 

Diese Geschichte um das sensible Thema Sterbebegleitung ist so liebevoll geschrieben und lässt sich gar nicht nur darauf reduzieren. Es werden viele Themen angesprochen bzw. man wird selbst dazu angeregt, sich Gedanken zu Themen wie Tod, Vergebung, Freundschaft etc. zu machen. Aber nie driftet die Geschichte ab ins Kitschige oder allzu Klischéehafte. 

Die Beschreibung der Personen war großartig. Selten hatte ich den Eindruck, so in einer Geschichte dabei zu sein und die Personen so gelungen kennengelernt zu haben. Die Eigenheiten der Einzelnen kommt hervorragend rüber. So möchte Phil z.B. einfach nur ein typischer Teenie sein und versucht es auch mit Aufmüpfigkeit gegenüber dem Vater. Aber so richtig klappt es nicht... 
Und selbst Karlas etwas sprödere Art kam nicht nur durch die Geschichte, sondern auch durch die kurzen Einschübe "von ihr selbst" sehr gut rüber. 

Alles in allem habe ich es bedauert, dass die Geschichte nicht länger war. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können.

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64 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

depression, depression abzugeben, uwe hauck, tagesklinik, psychiatrie

Depression abzugeben

Uwe Hauck
Flexibler Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404609222
Genre: Humor

Rezension:

Achtung Triggerwarnung.
Die nachfolgende Rezension kann Trigger enthalten

In der heutigen Zeit ist es längst nicht mehr "ungewöhnlich", dass viele Menschen wegen Depressionen behandelt werden. Trotzdem ist es in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu, auch darüber zu sprechen. Immer noch haftet dem Thema etwas negatives an, ist es etwas, für das man sich womöglich schämt. Schluss damit!!

Uwe Hauck bricht mit dem Tabuthema und berichtet schonungslos, offen und ehrlich darüber, wie er nach einem Suizidversuch in die Psychiatrie eingewiesen wurde.

Langsam aber sicher hat er sich seinen Weg zurück ins Leben erkämpft und geht den Kampf gegen die Depression mutig an.

Über seinen Aufenthalt in der geschlossenen und offenen Psychiatrie sowie in der Tagesklinik berichtet er. Über die Erfahrungen, die er in den unterschiedlichen Einrichtungen und mit den unterschiedlichsten Therapieformen gemacht hat. Man darf teilhaben an seinen Erkenntnissen über sich selbst und kann dabei oftmals seine eigenen Einstellungen und Empfindungen überdenken.

Schon während seiner Zeit in den unterschiedlichen Einrichtungen führt Uwe Hauck Tagebuch und twittert.
Diese Einträge helfen ihm, zeigen sie doch, dass sein Schicksal viele Menschen "dort draußen" berührt und auch betrifft. Es gibt sie, die Menschen, die ebenfalls erkrankt sind und die Verständnis haben. Viele machen sich Gedanken.
Denn gerade in der heutigen Gesellschaft kennt fast jeder irgendwen, der auch an Depressionen erkrankt und deswegen in Behandlung ist.

Als Außenstehender traut man sich vielleicht nicht unbedingt, den Anderen darauf anzusprechen. Man weiß nicht, ob der Andere darüber reden möchte.
Als Betroffener traut man sich vielleicht ebenfalls nicht unbedingt, darüber zu reden, da man sich schämt....

Dieses Buch kann helfen. Es hilft dabei, dass sich Betroffene nicht alleine fühlen. Es hilft dabei, dass man besser verstehen kann. Es hilft auch dabei, dass man lachen kann, denn manche Ereignisse im Klinikalltag und wie der Autor sie beschreibt, sind durchaus sehr humorig!

Nicht alle Menschen brauchen z.B. die gleichen Therapien und so kann es schon mal sein, dass man sich trotz des ernsten Themas dabei ertappt, dass man lachen muss beim Lesen. Tanztherapie oder Stammesrituale passen eben nicht zu jedem. Aber das ist auch okay. Letztendlich kommt es darauf an, dass man die für jeden selbst passende Therapie findet, sich darauf einlässt und versucht, sein Leben neu zu gestalten.

Sicherlich wird es immer auch mal wieder Rückschläge geben. Auch das spricht Uwe Hauck an.

Und während seiner Zeit "in der Klapse" merkt man, dass auch das nur ein ganz normaler Klinikalltag ist.

Ein für mich ganz anderes, ein tolles Buch.
Der Schreibstil war angenehm und es war sehr gut zu lesen und verständlich beschrieben. Es war wahnsinnig interessant, hat mich oft innehalten und nachdenken lassen und wird mich hoffentlich auch für die Zukunft weiterhin noch nachhaltig beeinflussen. Es hat mich auf jeden Fall bereichert.

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107 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

reise, alter, berlin, husum, freundschaft

Weit weg ist anders

Sarah Schmidt
Flexibler Einband: 261 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458362562
Genre: Romane

Rezension:

Edith Scholz und Christel Jacobi sind beide schon 70 und "müssen" zur Reha nach Usedom.

Während die Eine schon immer ein Nordlicht war und das Meer gewohnt ist, Christel lebt in Husum, ist die Andere eine typische Berliner Stadtpflanze. Ruppig, direkt und derb. Sie redet frei von der Leber weg und hält nichts davon, Dinge zu verschönen oder Rücksicht zu nehmen.

Christel widerum macht einen eher zartbesaiteten und angepassten Eindruck. Sie liebt die schönen Dinge, hat einen Hang zu Romantik und Ästhetik und versucht immer wieder, sich neu zu erden.

Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher kaum sein und haben trotzdem eines gemeinsam. Denn irgendwie sind beide einsam.
Edith hat keinen Kontakt zu ihrem Sohn, wohingegen Christel mit ihrer Tochter regelmäßig zusammen ist. Aber auch hier kommt es zwischen Mutter und Tochter zu Reibereien, da die Tochter die Mutter gerne in einem Heim unterbringen lassen würde.
Das jedoch stößt nicht auf Zustimmung. Und so lädt Christel die Zufallsbekanntschaft Edith nach dem Ende der Reha kurzerhand zu sich nach Husum ein und die Geschichte nimmt ihren Lauf...

Die Figuren im Roman waren alle liebevoll beschrieben und zum Leben erweckt. Ich als Leser konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und mitfühlen. Die Geschichte hatte einige etwas skurille Einfälle, die mir gut gefallen haben. Die unterschiedlichen Charaktere der beiden Heldinnen haben sich gegenseitig gut ergänzt und haben die Handlung sehr lebendig werden lassen.

Aber auch die Nebendarsteller haben mir sehr gut gefallen. Im Prinzip hätte sich die Geschichte genauso oder zumindest sehr ähnlich heute irgendwo in Deutschland zutragen können. Die Begebenheiten waren allesamt so gewählt, dass sie durchaus realistisch gewirkt haben. Das hat die Geschichte für mich ebenfalls sehr gut nachvollziehbar gemacht.

Mit seinen gut 260 Seiten hat sich das Buch recht schnell und flott lesen lassen und ich habe mich einige Stunden gut damit amüsiert.

Das war zwar ein Roman ganz nach meinem Geschmack, allerdings hätte ich mir ein leicht verändertes Ende gewünscht.

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

fliegen, frauenbewegung, pilotinnen, nationalsozialismus, frauen

Unsere Hälfte des Himmels

Clarissa Linden
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426519011
Genre: Romane

Rezension:

Im Frankfurt der siebziger Jahre liegt  Lieselottes Mutter Amelie nach einem Unfall im Koma.
Lieselotte fährt zu ihrer Mutter, um ihr nahe zu sein und sie durch Geschichten und Erinnerungen wieder zum Aufwachen zu bringen.
Allerdings standen sich Lieselotte und Amelie nie sonderlich nahe und Lieselotte weiß wenig über die junge Amelie. Sie selbst hat sich immer irgendwie nicht ausreichend geliebt gefühlt und fragte sich stets,  warum ihre Mutter immer irgendwie unnahbar war und einen kaltherzigen Eindruck machte.
Bei der Suche nach Hinweisen auf Amelies Vergangenheit stößt Lieselotte auf eine ganz andere Amelie... Und Lieselotte selbst findet endlich den Mut, nicht nur ihre Mutter neu kennenzulernen, sondern auch sich selbst.

Auf diese Weise erfährt der Leser einerseits etwas über die Frauen in den siebziger Jahren und begleitet Lieselotte auf der Reise in ein neues,  eigenständiges Leben.
Auf der anderen Seite lernt man die junge Amelie kennen und mit ihr ihre beste Freundin Johanna.  Die beiden jungen Frauen versuchen im Deutschland der dreißiger Jahre, ihren großen Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Das ist ihr ein und alles. Beide haben sich geschworen, miteinander diesen Lebenstraum wahr werden zu lassen. Doch dann verliebt sich Amelie in den Fluglehrer Felix und das Drama nimmt seinen Lauf.

Beide Erzählungen sind äußerst geschickt miteinander verbunden und so spannend geschrieben, dass ich mich jeweils in dem aktuellen Teil verloren habe und vollkommen in die Geschichte abtauchen konnte.
Die Einbindung der geschichtlichen Hintergründe und die Hommage an die fliegenden Frauen war so toll geschrieben und das Thema so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das war mal wieder ein Roman, der mich richtig beeindruckt hat. Die Leistungen,  die die Frauen in den dreißiger Jahren vollbracht haben, was sie alles auf sich nehmen mussten, um ihre Träume leben zu können...
Wundervoll, dass ihnen mit dieser Geschichte auch ein kleines Denkmal gesetzt wurde!

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84 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

vegan, rezepte, diät, kochen, abnehmen

Vegan for Fit Gipfelstürmer – Die 7-Tage-Detox-Diät

Attila Hildmann , Hubertus Schüler , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531318
Genre: Sachbücher

Rezension:

Noch bin ich kein Challenger aber ich habe mir fest vorgenommen, einer zu werden. Der Reiz des Buches liegt für mich auch in der Kürze der Zeit, die man sich hier mal genauestens mit seiner Ernährung beschäftigen soll bzw. kann.
Noch bin ich auch kein Vegetarier, geschweige denn Veganer.

Ich muss allerdings gestehen, dass mir das vorliegende Buch von Attila Hildmann trotzdem recht gut gefällt.
Die Aufmachung des Buches sagt mir zu.
Zuerst einmal ist es sehr handlich und hat ein schönes Format.
Die angegebenen Rezepte sind jeweils mit einem ansprechenden Foto dargestellt.

Von den Zutaten her ist es manchmal so, dass man sicherlich einiges  (teures) neu dazu kaufen muss. Einige exotisch anmutenden Zutaten werden benötigt und bei manchen Sachen konnte ich mir,  ehrlich gesagt, auch nicht unbedingt vorstellen, dass es mir schmecken würde.
Bisher hat mich jedoch spätestens beim Essen jedes der nachgemachten Rezepte überzeugt.
Bezüglich der Portionsgrößen wird man sich sicherlich vom Online-Rechner individuelle Einheiten errechnen lassen müssen, damit eine effektive Abnahme möglich ist. Denn die waren bei den ausprobieren Rezepten recht groß.

Nun bin ich gespannt darauf selbst zu erfahren, wie sich eine Challenge bei mir auswirken wird und wie wohl man sich dabei fühlt. Das überschaubare Programm von sieben Tagen kann man sicherlich durchhalten.

Für mich persönlich kann ich schon jetzt als Fazit ziehen, dass ich mich nie werde ganz vegan ernähren können bzw. wollen. Aber einige der Mahlzeiten kann ich mir in meinem täglichen Speiseplan durchaus gut vorstellen.

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75 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

low carb, kochbuch, lchf, rezepte, diät

Easy. Überraschend. Low Carb.

Bettina Matthaei , Oliver Brachat
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531127
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kochen nach der LCHF Methode. Bisher hat mir das noch nichts gesagt.
Umso neugieriger war ich darauf zu erfahren, was genau sich dahinter verbirgt und wie das Konzept umgesetzt werden kann. Besonders der Hinweis, dass es auch Brot Rezepte gibt, die sonst bei dieser Ernährungsform anscheinend eher gemieden werden müssen, hat mir sehr zugesagt.
Angenehm aufgefallen ist, dass der Theorieteil angenehm kurz gehalten ist.
Das Buch als solches hat eine tolle Aufmachung, auch wenn es für meine Begriffe im großen Format etwas sperrig und unhandlich daherkommt.
Die Fotos bestechen durch ihre Schlichtheit und setzen das Essen sehr gut in Szene. Man bekommt richtig Appetit und Lust darauf, die einzelnen Rezepte nachzukochen.
Die Einteilung gefällt mir ebenfalls sehr gut, ist sie doch eher ausführlich in ihrer Trennung.
Allerdings fand ich es teils bei den Rezepten irritierend, wenn Zutaten dabei stehen wie LC xxx-Mehl oder andere sehr spezifische Dinge benötigt werden.  Da musste ich doch
ein wenig länger recherchieren, wo ich das denn wohl bekommen könnte.
Die Rezepte hören sich alle nicht so sehr schwer an. Das macht Lust darauf, sie selbst auszuprobieren und nachzukochen.
Einzig dass der Fleischanteil doch recht hoch ist, hat mir nicht so gut gefallen.
Alles in allem finde ich das Buch aber ziemlich gelungen.
Bisher habe ich einige Rezepte nachgekocht und war positiv überrascht, wie einfach es ging,  wie gut es geschmeckt und wie lange tatsächlich die Sättigung angehalten hat. Ich werde definitiv ausprobieren, öfter nach der Methode zu kochen.

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