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Onyx & Ivory

Mindee Arnett
E-Buch Text: 512 Seiten
Erschienen bei Balzer + Bray, 15.05.2018
ISBN 9780062652683
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

They call her Traitor Kate. It's a title Kate Brighton inheritet from her father after he tried to assassinate the high king of Rime. Cast out of the nobility, she now works for the royal courier service. Only the most skilled ride for the Relay and only the fastest survive, for when night falls, the nightdrakes - deadly flightless dragons - come out to hunt. Fortunately, Kate has a secret edge, she is a wilder, born with forbidden magic that allows her to influence the minds of animals.

And it's that magic that leads her to a caravan massacred by drakes in braod daylight - the only survivor Corwin Tormane, the son of the high king. Her firts love, the boy she swore to forget after he condemned her father to death. With their paths once more entangled, Kate and Corwin must put the past behind them to face this new threat of drakes who attack in the daylight and the darker menace behind them.

Meine Meinung

Das hat mir gut gefallen

Die Gestaltung des Buches

Auf dem Cover sieht man einen großen, kahlen Baum, vor dem drei Schwerter im Boden stecken. Im Verlauf der Geschichte erfährt man als Leser, was es damit auf sich hat, denn das Titelbild stellt tatsächlich eine Szene aus dem Buch dar, was mir besonders gut gefallen hat. Das kommt nicht sehr häufig vor, weshalb ich beim Lesen wirklich positiv überrascht bin. Auch der Titel des Buches passt wirklich gut zur Geschichte, was das ganze einfach rund macht.

Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich eine Schwäche für Bookish Maps habe, und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Onyx and Ivory enthält eine wirklich schöne Karte von Rime und den umliegenden Ländern mit allen wichtigen Städten.

Persönliche Aspekte der Autorin

Im Schutzumschlag des Buches erfahren wird, dass die Mindee Arnett auf einer Pferdefarm lebt und das merkt man dem Buch an. Pferde spielen eine große Rolle in der Geschichte und ich finde es schön, dass die Autorin ihre Liebe zu diesen Tieren (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass sie Pferde sehr gern hat) in ihr Buch mit einfließen lässt. Dadruch wirkt die Geschichte einfach authentisch und ist irgendwie greifbarer.

Die Welt

Mindee Arnett hat eine Welt erschaffen, in der es zwei Arten von Magiern gibt. Zum einen gibt es die Mager, deren Magie erlaubt ist und die je nach magischen Fähigkeiten in verschiedene Gilden eingeteilt werden. Sie können ihre Magie in Gegenstände einfließen lassen, die dann auch von nicht-Magie-Begabten genutzt werden können. Und dann gibt es da noch die Wilders, die mit ihrer Magie Einfluss auf die Elemente und auf Tiere und Menschen nehmen können. Ihre Magie ist verboten und sie werden von der Inquisition verfolgt und hingerichtet.

Und dann haben wir da auch noch die Drakes: drachenartige Wesen, die eine Gefahr für alle Reisenden darstellen, die nach der Abenddämmerung unterwegs sind. Plötzlich tauchen aber auch welche auf, die tagsüber aktiv sind und woher sie kommen ist lange Zeit ein Rätsel.

Die Protagonisten und Nebencharaktere

Ich mochte Corwin und Kate wirklich sehr gerne. Beide sind nicht frei von dem Einfluss ihrer Verangenheit und den Umständen, in denen sie leben, doch sie lassen sich davon nicht beeinträchtigen. Sie gehen mit offenen Augen durch die Welt und versuchen ihren eigenen Weg zu gehen. Sowohl Corwin als auch Kate machen im Verlauf der Handlung eine Weiterentwicklung durch, die absolut glaubhaft ist. Auch die Nebencharaktere wurden mit einer Tiefe dargestellt, die ich als sehr positiv empfunden habe. Nicht alle Charaktere waren mir sympathisch, aber genau davon lebt eine gute Geschichte meiner Meinung nach.

Die Intrigen, Rätsel und Geheimnisse

Ich mag es, wenn wir als Leser noch nicht alles wissen und manche Dinge erst im Verlauf der Geschichte zusammen mit den Protagonisten erfahren. In Onyx und Ivory gibt es wirkllich einige Geheimnisse und Intrigen aufzudecken, was für einen sehr gelungenen Spannungsbogen sorgt. Es ist auch noch nicht alles aufgeklärt, was mich sehr auf eine Fortsesetzung hoffen lässt.

Fazit

Onyx and Ivory ist ein Fantasybuch, dass alle guten Zutaten für eine tolle Fantasygeschichte bereithalten: Magie, Geheimnisse, Gefühle, starke Protagonisten und Bedrohungen durch eine Untergrundrebellion und drachenartige Wesen. Ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird, denn Onyx und Ivory bekommt volle fünf Sterne von mir.

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138 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

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Spinster Girls – Was ist schon normal?

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423717977
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Evie wünscht sich nichts mehr, als endlich normal zu sein und das zu tun, was andere Mädchen in ihrem Alter tun: Jungs daten, auf Parties gehen und mit ihren Freundinnen abhängen. Doch Evie leidet unter einer Zwangsstörung, was sie um jeden Preis vor ihren Mitschülern auf dem College und ihren neuen Freundinnen Lottie und Amber geheimhalten möchte. Als sowohl Evie als auch Lottie große Enttäuschungen mit ihrem Schwarm erleben, gründen die drei Mädchen die Spinster Girls und tauschen sich um Themen rund um Feminismus aus. Sie wollen sich dadurch gegenseitig unterstützen und sich gegen sexistische und frauenfeindliche Haltungen zur Wehr setzen.

Meine Meinung

Wer hier einen langweiligen und trockenen Roman über Feminismus erwartet, liegt defitniv falsch, denn dieses Buch ist alles andere als langweilig. Es ist aus Sicht von Evie geschrieben, die sich auf ihrer neuen Schule mit Lottie und Amber anfreundet. Evie ist nicht nur klug, sie ist auch ziemlich witzig und herrlich sarkastisch. Und das spiegelt sich wunderbar in Holly Bournes Schreibstil wieder, den ich einfach nur als erfrischend beschreiben kann. Trotz der ernsten Themen wie Feminismus, Sexismus und psychische Erkrankungen hat dieses Buch eine Leichtigkeit an sich, die ich sehr genossen habe. Dabei darf man aber nicht davon ausgehen, dass sie diese Themen beschönigt, das tut sie nämlich überhaupt nicht. Sie schafft es, diese Themen so zu verpacken, dass einem ihre Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit bewusst wird, ohne dass sie einen erdrücken.

Für mich war es das erste Buch, in dem das Thema Feminismus in den Fokus gerückt wird, aber es wird defintiv nicht das letzte Buch gewesen sein. Es ist für mich ein ideales Einsteigerbuch in das Thema, da es wichtige Aspekte anschneidet, die mich zum Nachdenken und mehr als einmal zu einem bestätigenden Nicken gebracht haben.

"Solidarität. Genau das brauchen Mädchen noch viel mehr. Solidarität."
S.54

Evie, Lottie und Amber sind sich einig: sie wollen für einander da sein und sich gegen die Ungerechtigkeiten, die man ihnen als Mädchen entgegenbringt, zur Wehr setzen und gründen daraufhin die Spinster Girls. Sie tauschen sich dabei über alles aus, was sie beschäftigt: Jungs, Parties und Aspekte ihres Lebens, in denen sie sich als Mädchen falsch behandelt fühlen.

"Ein Spinster Girl sein heißt, dass man seine Beziehungen zu Frauen genauso wertschätzt wie die zu Männern." Ich dachte an Jane. "Ein Spinster Girl sein heißt, dass man nicht die eigene Persönlichkeit verändert, nicht das, woran man glaubt und was man will, nur weil es das Leben eines Jungen einfacher macht."
S.183

Die drei wachsen immer enger zusammen und es fällt Evie immer schwerer, ihre psychische Erkrankung vor ihren neuen Freundinnen geheimzuhalten. Ihre größte Angst ist es, dass Lottie und Amber von ihrer Zwangsstörung erfahren und sich dann von ihr abwenden. Auch hier muss ich der Autorin ein großes Lob aussprechen: es gelingt ihr unglaublich authentisch, Evies Erkrankung und ihre Auswirkung auf Evies Denken und Handeln darzustellen. In Form von Evies Genesungstagebuch, Ausschnitten aus ihren Sitzungen bei ihrer Therapeutin Sarah und Gedanken zu einzelnen Situation bekommen wir einen sehr genauen Einblick in Evies Gefühls- und Gedankenwelt und erleben so, wie es ist, mit einer Zwangsstörung leben zu müssen. Die Autorin beschönigt dabei nichts und schafft es doch durch ihren lockeren und humorvollen Schreibstil, dass wir von diesem Thema nicht erdrückt werden. Holly Bourne zeigt welche Auswirkungen diese Krankheit auf das familiäre Umfeld und natürlich die Betroffenen selbst hat und dafür bin ich ihr sehr dankbar.

Doch Spinster Girls ist viel mehr als "nur" ein Buch über Feminismus und psychische Erkrankungen: es ist ein Buch über Freundschaft, über das Erwachsenwerden und über das Zu-sich-selbst-finden. Es macht Mut, sich nicht zu verbiegen, sondern seinen Werten und Vorstellungen treu zu bleiben. Es zeigt, wie wertvoll Freundschaft ist und dass es vollkommen okay ist, einzigartig, feministisch, unnormal, laut, leise, wütend, traurig oder auch mal völlig albern zu sein. Denn was ist schon normal? Meiner Meinung nach ist Spinster Girls Was ist schon normal? ein Buch, dass jedes junge Mädchen gelesen haben sollte. Um ihnen Mut zu machen sie selbst zu sein und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie sich nicht verbiegen sollten. Ich vergebe volle 5 Sterne und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung Spinster Girls Was ist schon typisch Mädchen?, die zum Glück schon am 31.08. erscheint.

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115 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Der Schmetterlingsjunge

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.07.2018
ISBN 9783442205424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

In Berlin wird eine Leiche gefunden, deren Rücken mit einem riesigen Schmetterlingen bemalt wurde. Als eine zweite Leichte auftaucht, wird schnell klar, dass die beiden Fälle miteinander in Verbindung stehen und Aufgabe der Berliner Mordkommission ist es, diese Verbindung zu finden, denn scheinbar haben die beiden Mordopfer nichts miteinander zu tun. Als der Berliner Mordkommissar Nils Trojan am zweiten Tatort vom Täter selbst angegriffen wird, stellt sich heraus, dass der Mörder ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Ermittlern spielt...

Das hat mir gut gefallen

Der Schreibstil

Max Bentow hat einen flüssigen Schreibstil. Durch verschiedene Erzählperspektiven und Cliffhanger am Ende seiner Kapitel schafft es der Autor, konstant Spannung aufrechtzuerhalten, die dafür sorgt, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte.

Der Protagonist

Nils Trojan ist ein Mensch mit Ecken und Kanten und dadurch wirkt er so authentisch und greifbar. Er hat seit längere Zeit mit Panikattacken zu kämpfen und hat zu seinem Vater ein Verhältnis, das wenig von Liebe geprägt ist. Nils Trojan liebt seinen Job, möchte aber auch für seine fast erwachsene Tochter Emily da sein. Er scheint durch seine Schwächen aber auch durch seine Liebe zu seinem Beruf wie aus dem wahren Leben gegriffen, es könnte jemand sein, der direkt um die Ecke wohnt.

Die Kunst, eine Fortsetzung nicht wie eine Fortsetzung wirken zu lassen

Bei Der Schmetterlingsjunge handelt es sich um den siebten Teil der Thrillerreihe rund um den Berliner Mordkommissar Nils Trojan. Doch Max Bentow gelingt es, dass man diesen Roman auch lesen kann, ohne vorher die andere sechs Teile der Reihe gelesen haben zu müssen. Es wird kaum auf vorhergegangene Ereignisse eingegangen und wenn, dann werden sie so dargestellt, dass man auch als Neueinsteiger weiß, was vorgefallen ist, ohne dass die Handlung der vorherigen Bände zu stark gespoilert werden.

Das hat mir nicht so gut gefallen

Der Fall

Ich lese wirklich viele Psychothriller und habe dementsprechend recht hohe Erwartungen an Bücher aus diesem Gerne. Leider konnte Der Schmetterlingsjunge meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden, denn es gab leider kaum unvorhergesehene Wendungen für mich. Für mich war der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Mordfällen ziemlich schnell klar und auch, davon, wer der Mörder ist, hatte ich sehr schnell eine Ahnung, die sich dann auch als richtig herausgestell hat.

Fazit

Auch wenn Der Schmetterlingsjunge mir als Viel-Thriller-Leser , was den Fall angeht, nicht viel neues bieten konnte, war dieses Buch für mich dank des Schreibstils und des tollen Protagonisten ein wahrer Lesegenuss und Pageturner. Ich vergebe 3 von 5 Sterne für einen soliden Psychothriller und bin schon gespannt, welchen Fall Nils Trojan als nächstes lösen muss.

 

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248 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 71 Rezensionen

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Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 29.12.2017
ISBN 9783596297269
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Im Schwertwald von Cilia verbergen sich die Schwertherzöge, die letzten Verbliebenen der ursprünglichen Bewohner der Insel. Sie kämpfen gegen die Liga der Stadtstaaten, die den Großteil der Insel für sich eingenommen haben. Felicia, die Anführerin der Rebellen versucht den jungen Milan Tormeno, Sohn des Erzpriesters von Cilia, auf ihre Seite zu ziehen, damit er ihnen im Kampf um ihre Kultur und um das Recht, im Schwertwald leben zu dürfen, behilflich ist. Doch die Liga der Stadtstaaten ist stark und dann gibt es da auch noch die Wesen aus den Mären, die plötzlich wieder auftauchen...

Das hat mir gut gefallen

Die Mären

In Die Chroniken von Azuhr Der Verfluchte sind Mären mehr als nur Geschichten. Es gibt sogenannte Fleischweber, die dazu führen, dass die Gestalten aus den Mären Gestalt annehmen und Wirklichkeit werden. Diese Idee finde ich absolut einzigartig und großartig und ich hätte mir gewünscht, dass dieser Aspekt einen größeren Teil der Geschichte ausgemacht hätten.

Der Protagonist

"Sein Leben lang hatte sein Vater ihn darauf gedrillt, wortgewandt zu sein. E sollte eines Tages Erzpriester werden und ihm im Amt nachfolgen. Süß wie Honig sollten seine Worte sein oder scharf wie Peitschenhiebe, je nach Anlass. Er sollte mit Worten die Welt verändern können."
S.94

Milan Tormeno soll, wenn es nach seinem Vater geht, ins Rote Kloster gehen und dort zum Erzpriester ausgebildet werden. Doch das gefällt Milan überhaupt nicht und so versucht er alles, um die Pläne seines Vaters zu vereiteln. Das treibt ihn anfangs auch dazu an, sich den Rebellen rund um Felicitas anzuschließen. Doch nach und nach erkennt er, dass die Rebellen für eine gute Sache einstehen, dass sie unterdrückt und in die Sklaverei verkauft werden und für ihre Freiheit kämpfen. 

"Jedes Mal, wenn er daran dachte, dass die Liga entschieden hatte, ein ganzes Volk in die Sklaverei zu verkaufen, überkam ihn tiefste Scham. Hätte Felicia ihm nicht die Augen geöffnet, wären die Rebellen für ihn immer noch lediglich ein Haufen von betrügerischen Halsabschneidern in den Wäldern und kein kleines Volk, das seit Jahrhunderten verzweifelt um das Recht kämpfte, auf seinem Land nach seinen Gesetzen in Freiheit zu leben."
S.469

Das Cover

Das in blau gehaltene Cover gefällt mir richtig gut. In der Mitte sind eine Himmelscheibe und ein Rabe abgebildet, was wirklich gut zur Geschichte passt, da die Mär um den Krähenmann eine wichtige Rolle spielt. Es sieht so aus, als würde Licht auf diese Scheibe fallen, was ebenfalls passend zur Geschichte ist, da im Oktagon des Erzpriesters eine dieser silbernen Scheiben ausgestellt ist.

Das hat mir leider nicht gefallen

Die Nebencharaktere

Leider sind alle Charaktere, bis auf Milan und seinen Vater, sehr farblos und flach dargestellt. Vor allem Felicia, die Milan dazu bringt, auf Seiten der Rebellen zu kämpfen, ist mir sehr unsympathisch geblieben. Es scheint so, als würde sie die Zuneigung, die ihr von Männern entgegengebracht wird, nur für ihre eigenen Zwecke ausnutzen. 

Die fehlende Spannung

Der Einstieg in die Geschichte war wirklich interessant und spannend gestaltet. Wir werden in eine Welt eingeführt, die an das Mittelalter und die Welt von Game of Thrones erinnert, und der Autor hat einen Schreibstil, der kein Blatt vor den Mund nimmt und nichts beschönigt. Wir bekommen einige grausame und brutale Szenen geliefert, aber das war es auch schon. Den Großteil der Geschichte habe ich als unglaublich zäh empfunden, in dem gefühlt nichts passiert und keine Spannung aufkommt. Es gab für mich keine unvorhersehbaren Wendungen und das Ende kam für mich dann viel zu abrupt, es wirkte irgendwie erzwungen und ich hatte den Eindruck, dass da eigentlich noch was kommen müsste, damit dieser Reihenauftakt für mich ein rundes Ende hat. 

Fazit

Die Chroniken von Azuhr Der Verfluchte fing wirklich vielverprechend an, ich hatte auf eine Geschichte voller Märengestalten und eine Handlung rund um eine alte Prophezeiung gehofft, doch leider konnte mich das Buch aufgrund von fehlender Spannung und flachen Charakteren nicht überzeugen. Ich vergebe zwei von fünf Sternen und werde diese Reihe nicht fortsetzen.

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81 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Ich bin nicht tot

Anne Frasier , Anu Katariina Lindemann
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453439061
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Vor drei Jahren, als Detective Jude Fontaine grade versuchte das Verschwinden eines jungen Teenagers aufzuklären, wurde sie entführt und in einem Keller festgehalten. Doch nun ist ihr endlich die Flucht gelungen und sie fängt wieder bei der Mordkommission an. Gemeinsam mit ihrem neuen Partner Detective Uriah Ashby versucht sie den Fall um ein Mädchen zu lösen, dessen Ermordung versucht wurde als Selbstmord zu tarnen. Schnell vermutet Jude, dass mehr hinter dem Mord stecken könnte und dass es möglicherweise sogar eine Verbindung zu dem drei Jahre zurückliegenden Vermisstenfall gibt.

Meine Meinung

Auf den ersten Blick scheint Ich bin noch nicht tot ein Thriller zu sein, der nach Schema xy abläuft: ein Detective mit einer schwierigen Vergangenheit ist als einziger in der Lage Verbindungen zu sehen, die alle anderen übersehen und scheint dabei auch noch unnahbar und fehlerlos zu sein. Zum Glück trügt der Schein, denn Jude Fontaine ist alles andere als fehlerlos und perfekt. Die jahrelang andauernde Entführung hat tiefe Spuren in ihr hinterlassen, die in diesem Thriller wunderbar ausgarbeitet werden.

"Es war, als hätte das, was sie durchgemacht hatte, ihr auf irgendeine Weise ihre Menschlichkeit geraubt." S. 33

Sie hat sich nicht nur äußerlich verändert, sondern auch charakterlich. Während sie früher für ihre offene und humorvolle Art bei ihren Kollegen sehr beliebt war, ist sie nun sehr zurückgezogen und distanziert.

"Sie schaute nun auf die Welt wie durch ein Fenster. Sie fühlte sich mehr wie eine Beobachterin als wie eine Teilnehmerin, und in dieser Situation war das durchaus von Vorteil". S.148

Dadurch, dass ihr Entführer für drei Jahre lang ihr einziger Kontakt zur Außenwelt war, hat Jude ihre Fähigkeit, die Gestik, Mimik und Körperhaltung eines Menschens zu deuten, immer weiter ausgearbeitet, so dass ihr jetzt Dinge auffallen, die andere übersehen. Und das ist in ihrem aktuellen Fall sehr hilfreich und das wurde sehr angenehm dargestellt: nämlich nicht als eine übersinnliche Fähigkeit, sondern als Ergebnis ihrer reizlosen Umgebung während ihrer Gefangenschaft.

Was ich auch als äußerst gelungen empfunden habe ist die Entwicklung der Partnerschaft zu ihrem Kollegen Detective Uriah Ashby. Während er ihr gegenüber zu anfangs noch große Skepsis zeigt, entwickelt sich langsam aber sicher eine vertrauensvolle, freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden ohne, dass es in irgendeiner Form künstlich erscheint.

"Ich frage mich, warum wir immer so hart zu unserem alten Ich sind", überlegte Uriah. "Wir sollten dankbar sein und den Menschen wertschätzen, der wir einmal gewesen sind." S.53

Der einzige negative Aspekt, der mir an dem Buch aufgefallen ist, ist dass der Fall wenig überraschendes zu bieten hatte. Vermutungen, die ich schon sehr früh hatte, haben sich bewahrheitet und der Fall hätte ein bisschen mehr Spannung, ein bisschen mehr Oha-Momente vertragen können. Alles in Allem ist "Ich bin noch nicht tot" ein wirklich guter Thriller, der von mir 4 von 5 Sterne bekommt.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

A Court of Frost and Starlight (A Court of Thorns and Roses)

Sarah J. Maas
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury YA, 01.05.2018
ISBN 9781681196312
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Der Krieg gegen Hybern ist gewonnen, doch er hat seine Spuren nicht nur an den Höfen der High Lords hinterlassen sondern auch in allen, die ihn im gekämpft und gelitten haben. Während sie sich auf die Feier Wintersonnenwende vorbereiten, müssen Feyre, Rhysand und die Mitglieder ihres Inner Circles auch an der Heilung ihrer Wunden arbeiten. Doch auch die Ereignisse, die nach dem Krieg erfolgt sind, fordern ihre Aufmerksamkeit: es herrscht immer noch keine Einigkeit zwischen den einzelnen Höfen, die Allianzen sind wackelig und bei den Illyrianern droht ein Aufstand.

Meine Meinung

Ich habe viele gespaltene Meinungen über dieses Buch gehört: die einen fanden es richtig gut, die anderen waren absolut enttäuscht und manche fanden es okay, aber mehr nicht. Ja, es ist nicht allzu viel passiert in dem Buch, aber ich finde, man darf nicht vergessen, dass es nur eine Novelle und als Verbindung zwischen der ersten Trilogie und den folgenden Romanen gedacht ist. Wenn man das in Betrachtung zieht, finde ich das Buch absolut gelungen, auch wenn ich viele Kritikpunkte nachvollziehen kann.

Wir bekommen hier überwiegend die Auswirkungen des Krieges zwischen den Fae aus Prythian und Hybern präsentiert und genau das habe ich auch von diesem Büchlein, das grade mal 229 Seiten hat, erwartet. Ich finde es gut, dass die Charaktere des Hofes der Nacht nicht einfach so weiter machen können, wie vor dem Krieg. Denn das wäre absolut unrealistisch, denn sind wir mal ehrlich: ein Krieg ist vor allem eins: traumatisierend. Und genau das erleben wir in A Court of Frost and Starlight. Jeder der Charaktere hat mit dem, was während des Krieges passiert ist, zu kämpfen. Und es gelingt Sarah J. Maas wunderbar, das darzustellen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es in dieser Novella mehrere Erzählperspektiven gab und nicht nur die von Feyre. Wir bekommen hier Einsichten in das Handeln und Empfinden mehrerer Charaktere, wodurch diese greifbarer und authentischer werden. Mit jeder Seite sind sie mir noch mehr ans Herz gewachsen. Und ich finde auch Nestas Entwicklung gut. Damit möchte ich ihr Verhalten weder schön reden noch rechtfertigen oder gut heißen, aber ich finde es gut, dass Sarah J. Maas aufzeigt, dass Traumata auch "negativ" verarbeitet werden können und welche Auswirkungen das auf eine Person und ihr soziales Umfeld haben kann.

Als sehr gelungen habe ich auch empfunden, dass Feyre in A Court of Frost and Starlight eine Beschäftigung neben ihren Aufgaben und Pflichten als High Lady gefunden hat, die sie erfüllt. Es passt nahtlos zu dem, wie sie in der ACOTAR Trilogie dargestellt wurde: als künstlerische und mitfühlende Frau, die gerne Verantwortung für andere übernimmt.

Für die Problematiken, die in dieser Novelle aufgezeigt wurden, gab es noch keine Lösungen, aber Ansätze, die hoffentlich in den kommenden Büchern aufgegriffen werden. Auch Beziehungen zwischen einzelnen Charakteren wurden weiter ausgebaut aber noch nicht vollständig entwickelt, was auf weitere Entwicklungen hoffen lässt. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die folgenden Büchern und hoffe, wir müssen nicht allzu lange darauf warten. A Court of Frost and Starlight bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

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The Mermaid

Christina Henry
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Berkley Books, 19.06.2018
ISBN 9780399584046
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Eines Tages fängt der Fischer Jack versehentlich die Meerjungfrau Amelia in seinem Netz. Obwol er von ihrer Schönheit fasziniert ist, lässt er sie wieder frei. Doch sie entscheidet sich dazu, bei ihm zu bleiben und lebt mit ihm zusammen bis er plötzlich nicht mehr von einer Fischfahrt zurückkehrt. Amelia lebt weiterhin in dem kleinen Fischerdorf, bis sie eines Tages von dem Museumsbesitzer P.T. Barnum unter Vertrag genommen wird um sie in seinem Museum of Amerika zur Schau zu stellen. Doch Amelia sehnt sich immer mehr nach dem Meer und versucht sich wieder von Barnum zu lösen. Dem ist jedoch jedes Mittel recht um sie bei sich zu behalten und weiterhin von ihr zu profitieren

Meine Meinung

Ach, was war ich gespannt auf dieses Buch! Ich hatte es mir direkt vorbestellt als das möglich war und ich bin immer noch hin und weg von diesem wunderschönen Cover. Da hat sich der Titan Books Verlag mal wieder selbst übertroffen. Ich hatte ziemlich genaue Erwartungen an dieses Buch, ich habe gehofft, dass es genau so düster sein wird wie die Retellings aus Christina Henrys Feder , doch leider wurde ich in der Hinsicht enttäuscht. Versteht mich nicht falsch, das Buch war nicht schlecht, es ist, wie Geri es so schön in einer ihrer Nachrichten formuliert hat, ein Okay-Buch aber mehr leider auch nicht. Das Buch beruht auf der historischen Figur von P. T. Barnum, der ja auch schon als Inspiration für den Film The Greatest Showman diente.

"Barnum knew, better than anyone, that human tendency to want to believe, to want to see the extraordinary." S.31

In The Mermaid vermischt Christina Henry seine Geschichte mit der Sage von der Fiji-Meerjungfrau und diese Ausgangslage hatte wirklich großes Potential, das Christina Henry meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft hat. Ich habe erwartet, dass sie Barnum in ihrem Roman zu drastischeren und grausameren Maßnahmen greifen lässt um zu verhindern, dass Amelia sich wieder von ihm löst. Er wirkte auch eher flach, so wie auch die anderen Charaktere der Geschichte. Die einzige, deren Charakter etwas tiefer ausgearbeitet wurde, ist Amelia, doch auch bei ihr hätte ich mich gewünscht, dass sie sich nicht so schnell gefügt hätte und dass sie sich noch stärker gefangen fühlt als es letztendlich dargestellt wurde. Außerdem hätte es mir besser gefallen, wenn sie stärker an ihrer Liebe zu ihrem verstorbenen Mann Jack festgehalten hätte, so wirkte die Liebesgeschichte, die sich entgegen Geris und meiner Hoffnung entwickelt hat, leider etwas unglaubwürdig und aufgesetzt. Besonder gelungen an diesem Roman fand ich den Epilog. Dort bekommen wir ein einem märchenhaften Schreibstil erzählt, wie es überhaupt dazu kam, dass Amelia sich dazu entschieden hat, an Land zu leben und menschliche Gestalt anzunehmen. Der Epilog war wirklich vielversprechend und Christina Henry konnte auch wieder durch einen flüssigen und schon irgendwie fesselnden Schreibstil überzeugen, nur leider fehlte der Handlung und den Charakteren meiner Meinung nach die Gewisse Portion an Düsternis und Grausamkeit, die ich von ihren bisherigen Büchern kenne.

Insgesamt war das Buch wirklich in Ordnung, weshalb es von mir 3 von 5 Sternen bekommt.

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201 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Throne of Glass – Celaenas Geschichte Novellas 1-5

Sarah J. Maas , Ilse Layer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423717588
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Bevor Celaena Sardothien als Sklavin in den Salzminen von Endovier gearbeitet hat, war sie Ardalans gefürchtetste Assassinin. Sie gehörte zu Aerobynns Gilde der Assassinin und war sein Schützling und seine Nachfolgerin. In fünf Novellen erfahren wir nun, was dazu führte, dass sie sich in Sam Cortland verliebte und dass sie vom König von Ardalan verurteilt wurde.

Meine Meinung

"Sie war Feuer, sie war Dunkelheit, sie war Staub und Blut und Schatten."
S. 367

Endlich bekommen wir Einblicke in das Leben von Celeana als Ardalans Assassinin. Wir begleiten sie bei ihren Aufträgen und ihrer Ausbildung bei den Schweigenden Assassinen und sind bei einigen ihrer berüchtigten Taten dabei. Durch die fünf Novellen, die unterschiedlich lang sind, wurde Celaena als Charakter für mich noch greifbarer und authentischer. Oft werden Assassinen als nüchterne Charaktere, die freiwillig auf jede Art von Luxus verzichten, dargestellt. Celaena ist jedoch anders: sie liebt elegante und schöne Kleidung und Süßes ohne Ende. Und genau das finde ich so erfrischend an ihr: sie ist verwöhnt und steht dazu. Auch die Entwicklung ihrer Gefühle zu Sam Cortland fand ich sehr gelungen dargestellt, weil sie nicht von Jetzt auf Gleich sondern schleichend stattgefunden hat. Außerdem ist in den fünf Novellen von berührenden, humorvollen, spannenden und actiongeladenen Momenten alles dabei, was für mich eine gute Geschichte ausmacht. An manchen Stellen hätte ich mir etwas längere Kurzgeschichten gewünscht, weshalb ich Celaenas Geschichte 4 von 5 Sternen vergebe.

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Red Queen (Chronicles of Alice 2)

Christina Henry
Flexibler Einband: 198 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 12.07.2016
ISBN 9781785653322
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Alice und Hatcher sind dem White Rabbit entkommen und machen sich nun auf die Suche nach Hatchers Tochter. Ihr Weg führt sie durch eine verbrannte Ebene und in den Wald der Roten Königin. Durch eine unerwartete Wendung ist Alice plötzlich auf sich allein gestellt und muss nicht nur sich selbst retten sondern auch die aus einem Dorf verschwundenen Kinder.

Meine Meinung

Bei den Chronicles of Alice handelt es sich eine Dulogie, Red Queen ist dabei der zweite, abschließende Band. Inspiriert ist diese Reihe durch den Klassiker Alice im Wunderland und in Red Queen begegnen wir, wie der Titel schon sagt, endlich der Roten Königin und auch die Weiße Königin spielt eine Rolle. Und wieder einmal ist es der Autorin, wie auch schon im ersten Band, gelungen, aus etwas Altem, Bekanntem, etwas Neues, und doch Vertrautes zu schaffen. Und genau das finde ich an ihren Büchern so faszinierend.

Besonders gut hat mir hier Alice fortschreitende charakterliche Entwicklung gefallen. Eines Tages wird Alice von ihrem Freund Hatcher getrennt, was dazu führt, dass sie auf sich allein gestellt ist. Dadurch schafft sie es nicht nur, ihre magischen Fähigkeiten weiter zu entschlüsseln, sondern findet auch zu sich selbst. Sie trifft eigene Entscheidungen und muss mit den Konsequenzen leben. In vielen Situationen beweist sie großen Mut und es zeigt sich auch wieder deutlich ihr offenes und mitfühlendes Herz ohne, dass sie als verweichlicht dargestellt wird.

Offene Fragen aus dem ersten Teil und im zweiten Teil aufkommende Fragen werden während des Lesens beantwortet und der Autorin ist ein sehr gelungener abschließender Band gelungen. Er ist meiner Meinung nach nicht mehr ganz so düster wie der erste Band, weshalb ich einen Stern abziehe und Red Queen insgesamt 4 Sterne gebe.

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(3)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Red Queen (Chronicles of Alice 2)

Christina Henry
Flexibler Einband: 198 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 12.07.2016
ISBN 9781785653322
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Alice und Hatcher sind dem White Rabbit entkommen und machen sich nun auf die Suche nach Hatchers Tochter. Ihr Weg führt sie durch eine verbrannte Ebene und in den Wald der Roten Königin. Durch eine unerwartete Wendung ist Alice plötzlich auf sich allein gestellt und muss nicht nur sich selbst retten sondern auch die aus einem Dorf verschwundenen Kinder.

Meine Meinung

Bei den Chronicles of Alice handelt es sich eine Dulogie, Red Queen ist dabei der zweite, abschließende Band. Inspiriert ist diese Reihe durch den Klassiker Alice im Wunderland und in Red Queen begegnen wir, wie der Titel schon sagt, endlich der Roten Königin und auch die Weiße Königin spielt eine Rolle. Und wieder einmal ist es der Autorin, wie auch schon im ersten Band, gelungen, aus etwas Altem, Bekanntem, etwas Neues, und doch Vertrautes zu schaffen. Und genau das finde ich an ihren Büchern so faszinierend.

Besonders gut hat mir hier Alice fortschreitende charakterliche Entwicklung gefallen. Eines Tages wird Alice von ihrem Freund Hatcher getrennt, was dazu führt, dass sie auf sich allein gestellt ist. Dadurch schafft sie es nicht nur, ihre magischen Fähigkeiten weiter zu entschlüsseln, sondern findet auch zu sich selbst. Sie trifft eigene Entscheidungen und muss mit den Konsequenzen leben. In vielen Situationen beweist sie großen Mut und es zeigt sich auch wieder deutlich ihr offenes und mitfühlendes Herz ohne, dass sie als verweichlicht dargestellt wird.

Offene Fragen aus dem ersten Teil und im zweiten Teil aufkommende Fragen werden während des Lesens beantwortet und der Autorin ist ein sehr gelungener abschließender Band gelungen. Er ist meiner Meinung nach nicht mehr ganz so düster wie der erste Band, weshalb ich einen Stern abziehe und Red Queen insgesamt 4 Sterne gebe.

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248 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

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Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Mia Corvere hat die Rote Kirche vor ihrer Auslöschung bewahrt und wurde zum Dank dafür von Lord Cassius, dem Herrn der Klingen, in seinen letzten Atemzügen zur Klinge geweiht, obwohl sie die Aufnahmeprüfung in den Assassinenorden nicht bestanden hat. Während eines Auftrags für die Rote Kirche erfährt Mia, dass sie den Mann schützt, der für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist. Daraufhin schmiedet sie einen irrsinnigen Plan, um trotzdem zu ihrer Rache zu kommen: sie sorgt dafür, dass sie als Sklavin in eine Gladiatoren-Staffel verkauft wird. Begleitet wird sie dabei nicht mehr nur von Herrn Freundlich, sondern auch von Eclipse, der ehemaligen Schattenwölfin von Lord Cassius

Meine Meinung

Bei der Schwarzen Mutter, dieses Buch ist wie auch schon der erste Band (Meine Rezension zu Nevernight Die Prüfung findet ihr hier) einfach nur grandios! Wir begleiten Mia weiterhin auf ihrer Vendetta gegen die mächtigsten Männer der itreyanischen Republik und erfahren, welche Wege sie dafür bereit ist zu gehen. Sie weiß jedenfalls eins: ihre Rache wird sie nicht auf dem schnellen, leichten Weg bekommen

"Geduld, sagte sie sich und flüsterte das Wort wie ein Gebet vor sich hin. Wenn die Rache eine Mutter hat, dann lautet ihr Name Geduld."
S.48

Um ihr Ziel zu erreichen will Mia Gladiatorin in einer Gladiatorenstaffel in Krähennest, ihrem ehemaligen Zuhause und jetzt das Zuhause von Sanguila Leona, werden. Dona Leona ist die Besitzerin der Falken des Remus und Witwe des von Mia getöteten Justicus Marcus Remus.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt und wie bereits im ersten Buch gibt es im ersten Teil zwei Erzählstränge. Der erste Erzählstrang widmet sich den Ereignissen, die an das Ende von Band eins anknüpfen. Nach und nach erfahren wir, warum Mia sich von der Roten Kirche abwendet und sich von Sklavenhändlern schnappen lässt, damit diese sie an eine Gladiatorenstaffel verkaufen. Im zweiten Erzählstrang folgen wir Mia auf ihrem Weg als angehende Gladiatorin der Remus-Staffel und bekommen einen ganzen Haufen neuer, cooler Charaktere präsentiert.

Aber es gibt auch ein Wiedersehen mit Charakteren, die ich im ersten Teil in mein Herz geschlossen habe. Vor allem die Tatsache, dass Mercurio eine gar nicht mal so kleine Rolle spielt, hat mich sehr gefreut. Ich mag den knurrigen alten Mann wirklich gerne und ich könnte mir sogar vorstellen, dass er der Erzähler dieser Geschichte ist (Andere Vermutungen von mir sind Herr Freundlich oder Aelius, der Chronist des Stillen Berges).

Apropos Erzähler: wie auch im ersten Teil ist der Erzählstil direkt, brutal und sehr bildlich. Jay Kristoff lässt unglaubliche Handlungsorte vor unseren inneren Augen entstehen und immer wieder kann ich nur darüber staunen, welch komplexe und großartige Welt er da erschaffen hat. Er hat aber auch ein Händchen dafür, die Handlung so zu beschreiben, dass ich oft das Gefühl hatte, live dabei zu sein. Egal ob das Kampf- oder Sexszenen waren, denn auch davon gibt es einige. Zum Glück kommt auch der Humor nicht zu kurz. Ich habe manches mal herzlichen lachen müssen und habe auch die Fußnoten wieder sehr genossen:

"Aber mit Göttinen ist es ähnlich wie mit Ehefrauen, edle Freunde: Oft ist es besser, im Nachhinein um Vergebung zu bitten, als vorher um Erlaubnis zu fragen."
S.35

Genauso genossen habe ich die Frotzeleien zwischen Mias Begleitern, die Schattenkatze Herr Freundlich und die Schattenwölfin Eclipse:

"...ICH GLAUBE, DU HAST ES WÜTEND GEMACHT..."
"...was bist du heute wieder aufmerksam..."
"...UND DU BIST SUPERSCHLAU WIE IMMER..."
"...mit schmeicheleien kommst du bei mir nicht weiter..."
S.363

Doch trotz ihrer gegenseitigen Abneigung empfinden beide tiefe Zuneigung zu Mia und verfolgen nur ein Ziel: sie zu beschützen. Es ist immer noch nicht klar, was diese Schattenwesen eigentlich sind, wir bekommen als Leser nur häppchenweise Informationen zu ihnen und zu dem, was es heißt Dunkelinn wie Mia zu sein. Doch zum Glück werden uns am Ende Antworten auf die noch offenen Fragen versprochen.

Was mir an diesem zweiten Buch besonders gut gefallen hat, war Mias Entwicklung. Sie verfolgt zwar immer noch ihre Rachepläne, doch sie bekommt auch Zweifel an der Rechtschaffenheit ihrer Taten. Sie fragt sich, welche Auswirkungen ihr Handeln auf die Menschen hat, die ihr ans Herz gewachsen sind, und auf die Bürger der Republik. Sie hinterfragt sogar nicht nur ihre eigenen Ziele, sondern auch das Gesellschaftssystem der Republik Itreya, das sie bisher als selbstverständlich hingenommen hat:

"Die ganze Republik wurde von dieser gut geölten Maschine menschlichen Elends in Gang gehalten. Jetzt, da sie sich dieser Umstände bewusstgeworden war, konnte sie nicht mehr wegsehen. Wollte das auch gar nicht."
S. 379

Das bringt sie meiner Meinung nach uns als Leser noch ein Stück näher, denn sind wir mal ehrlich: Selbstjustiz ist etwas, das es nicht geben sollte. Und auch Mias weiche, verletzliche Seite bekommt genügend Raum in diesem Buch, ihr wird bewusst, dass sie zwar ihre leibliche Familie verloren, doch dafür eine andere gefunden hat:

"Ich weiß, was es dich gekostet hat, mir zu helfen", fuhr sie fort. "Ich weiß, was du riskiert hast, damit ich heute hier stehen kann. Scaeva und Duomo haben mir meine Familie weggenommen, aber in dir habe ich eine andere gefunden."
S. 625

Tja, und dann kam das letzte Drittel des Buches und ich weiß nicht, ob ich Jay Kristoff dafür lieben oder hassen soll. Wir erfahren Dinge, die uns erstmal sprachlos zurücklassen. Doch dann kommt der unbändige Wunsch, direkt die Fortsetzung lesen zu können. Denn lasst euch eins sagen: wir stehen am Ende mit mehr Fragen da als wir zu Anfang des zweiten Bandes hatten. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Mit Nevernight Das Spiel ist Jay Kristoff jedenfalls wieder ein Meisterwerk gelungen und ich kann nicht anders, als wieder fünf von fünf Sternen zu vergeben.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

beutetiere, fische, insekten, raubtiere, säugetiere, schutz, tiere, überleben

Die Wespe, die sich Raupen als Sklaven hielt

Matt Simon , Leena Flegler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2018
ISBN 9783442177035
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt

In der Natur geht es nur um eins: den Fortbestand der eigenen Art sichern. Wären da nicht zahlreiche Fressfeinde, unwirtliche Lebensräume und andere Arten, die einem den Lebensraum streitig machen, würde das auch jeder Tierart problemlos gelingen. Doch das Leben wäre ja langweilig, wenn alles so einfach wäre, also mussten die Tiere im Laufe der Evolution mal mehr und mal weniger kuriose Überlebensstrategien entwickeln, von denen die verrücktesten in diesem Buch versammelt sind.

Meine Meinung

Ich war schon immer fasziniert von der Natur, es liegt so viel Schönheit und Einzigartigkeit in ihr, dass es mich immer wieder aufs neue erstaunt. Hier bekommen wir nun in 7 Kapiteln die skurillsten Überlebensstrategien von Mutter Natur im Tierreich präsentiert. Und da sind wirklich einige seltsame und kuriose Vertreter dabei. Zum Beispiel eine Wespe, die ihre Eier in Raupen ablegt, in der die Larven dann schlüpfen. Oder eine Spinne, die ihr ganzes Leben unter Wasser verbringt. Der Schreibstil ist dabei angenehm flüssig, auch wenn der Autor ab und zu die lateinischen Bezeichnungen der Tierarten und biologische Fachbegriffe verwendet. Dadurch erhält das Buch meiner Meinung nach die nötige Portion Fachlichkeit, denn ansonsten ist der Schreibstil sehr humorvoll gehalten.

"Manchmal fehlen mir angesichts solch erstaunlicher Phänomene regelrecht die Worte (...). Die Erhabenheit eines 30 Meter langen Blauwals ist eine Sache; die Schönheit eines leuchtend schimmernden Blauen Morphofalters eine andere. Aber wie irre ist es bitte schön, dass es ein Lebewesen gibt, das die Kontrolle über das Gehirn eines anderen Lebewesens übernimmt und es sich zu Diensten macht?" (S. 79)

Er ist von Sarkasmus geprägt, der mich zwischendurch immer mal wieder schmunzeln ließ. Jede Tierart, die in diesem Buch vorgestellt wird, wird durch die Nennung eines Problems und der jeweiligen Lösung eingeführt. Anschließend werden sowohl das Problem als auch die Lösung weiter ausgeführt. Außerdem gibt es von jeder Tierart eine seitenfüllende Illustration in grautönen, was mir sehr gut gefallen hat. So hatte ich als Leser eine sehr genaue Vorstellung des jeweiligen Tieres und musste es nicht erst googlen um zu wissen, wie es denn aussieht. Was mir auch gut gefallen hat, ist, dass es in jedem Kapitel Infoboxen mit passend zum Thema ergänzenden Informationen gibt. Ich als Leser kann selbst entscheiden, ob ich sie lesen möchte, ober ob ich mich nur auf das jeweilige Kapitel konzentrieren möchte.

Ich habe mich von diesem Sachbuch bestens unterhalten gefühlt, an keiner einzigen Stelle war es trocken oder langweilig. Das einzige, was ich mir gewünscht hätte, wäre, dass vielleicht auch die ein oder andere Tierart vorgestellt worden wäre, die etwas bekannter ist. Die einzigen Tierarten, die ich aus diesem Buch bereits kannte, waren der Nacktmull und der Axolotl und die habe ich auch noch nie in echt gesehen. Insgesamt bekommt das Buch vor mir 4 von 5 Sterne und ich kann es jedem empfehlen, der gerne neue, faszinierende Dinge über vielleicht bisher unbekannte Tierarten erfährt.

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Stadt aus Wind und Knochen

Fran Wilde , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426520635
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Die junge Kirit wächst mit ihrer Mutter im Turm Densira auf, einem von den vielen Türmen aus Knochen, die die Sänger immer höher wachsen lassen. Die Stadt in der sie lebt, besteht nur aus Knochentürmen und der Spire, dem Turm, in dem die legendären und geheimnisvollen Sänger leben. Die Sänger, die über die Stadt herrschen und denen die Bewohner ihr Überleben zu verdanken haben.

Kirit steht kurz vor ihrer Flugprüfung, nach der sie ihre eigenen Flügel bekommt und bei einem Händler in die Lehre gehen kann. Doch dann kommt durch einen Zwischenfall mit einem Himmelsschlund, gefräßigen und gefährlichen Ungeheuern, alles anders als geplant und Kirit gerät ins Visir der Sänger.

Meine Meinung

Der Inhalt von "Stadt aus Wind und Knochen" klingt interessant und außergewöhnlich und deshalb stand das Buch schon länger auf meiner Wunschliste. Jetzt bin ich froh, dass ich es mir nicht gekauft habe, sondern dass durch eine andere Bookstagrammerin umsonst an das Buch gekommen bin. Denn leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen und die Gründe dafür möchte ich euch nun aufzeigen.

Grundsätzlich finde ich die Idee, die der Geschichte zugrunde liegt, total faszinierend und außergewöhnlich: eine Stadt, die aus Knochen besteht und hoch über den Wolken liegt; die Bewohner, die sich Flügel bauen, um von Turm zu Turm fliegen zu können und so den Handel, den Kontakt und die gegenseitige Unterstützung aufrecht erhalten können; die Sänger, die durch ihre Kräfte die Türme zum Wachsen bringen und über die Stadt herrschen. All das klingt nach einer einzigartigen und neuartigen Fantasywelt, die Schauplatz einer fesselnden Geschichte ist. Und neuartig und einzigartig ist diese Welt auch, aber mir fehlten immer wieder grundlegende Informationen zu dieser komplexen Welt. Zu oft saß ich mit Fragezeichen im Gesicht über diesem Buch und habe versucht zu verstehen, was es mit verschiedenen Aspekten auf sich hat. Ich hatte häufig das Gefühl, nicht den ersten Band einer Reihe zu lesen, sondern mindestens den zweiten und das mir dadurch wichtige Informationen fehlen. Aber es handelt sich bei Die Stadt aus Wind und Knochen nicht um einen Folge- sondern um den Auftaktband einer Reihe und die oft nur angedeuteten Bereiche dieser Welt haben mich mehr verwirrt als dass sie bei mir eine andauernde Faszination für diesen komplexen Handlungsort hervorgerufen haben. Ich kann verstehen, dass man als Autor vielleicht keine Lust hat, alle vorkommenden Personen(kreise) und Wesen zu erklären, aber bei einer wirklich völlig fremden Welt, in der nichts einen Bezug zur Realität hat, außer dass es sich bei den Bewohnern der Stadt um Menschen handelt, hätte ich mir mindestens ein Register oder ein Lexikon gewünscht, in dem es Erklärungen zu den verschiedensten Begriffen gibt.

Ein weiterer Aspekt, der meinen Lesegenuss leider stark eingeschränkt hat, ist, dass ich in den ersten beiden Dritteln des Buches den Eindruck hatte, dass die Ereignisse einfach nur aneinander gereiht wurden ohne, dass ein Übergang zwischen ihnen geschaffen wurde. Ich konnte überhaupt keinen Bezug zur Protagonistin Kirit aufbauen, die für mich zu wenig Tiefe und zu wenig Variation in ihrem Denken und Fühlen hatte. Auch die Nebencharaktere blieben mir zu farblos, so dass ich manchmal Schwierigkeiten hatte, sie überhaupt auseinander zu halten oder mich daran zu erinnern, wer das noch mal ist.

Im letzten Drittel sind mir einige Zusammenhänge klar geworden und es sind noch mal ein paar unerwartete Wendungen hinzugekommen, aber trotzdem blieben mir am Ende immer noch zu viele offene Fragen und das hinterließ bei mir ein bleibendes Gefühl der Unzufriedenheit. Ich werde diese Reihe nicht fortsetzen, aber für die wirklich einzigartige und komplexe Fantasywelt, die Fran Wilde geschaffen hat, bekommt dieses Buch von mir zwei von fünf Sternen.

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208 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 82 Rezensionen

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The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten

J.D. Barker , Leena Flegler
Flexibler Einband: 539 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.12.2017
ISBN 9783764506247
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Der Fourth Monkey Killer wütet in Chicago: er entführt junge Frauen und schickt nacheinander ein Ohr, die Augen und die Zunge seiner Opfer an einen ihrer Angehörigen um die Frauen anschließend zu töten. Doch sie sind nicht sein eigentliches Ziel. Er möchte die Angehörigen für ihre Sünden bestrafen und nimmt ihnen dafür die, die sie am meisten lieben. Eines Tages wird Detective Sam Porter zu einem Verkehrsunfall gerufen, bei dem ein Mann ums Leben kam. Schnell wird klar, dass es sich bei dem Todesopfer um den Fourth Monkey Killer handelt, doch ebenso schnell wird klar, dass er ein weiteres Opfer entführt hat, das noch am Leben ist. Nun beginnt fieberhaft die Suche nach der jungen Frau.

Meine Meinung

Dieser Thriller war ein absoluter Pageturner, ich konnte ihn kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Erzeugt wird diese Spannnung durch zwei verschiedene Erzählstränge. Auf der einen Seite erleben wir, überwiegend aus der Sicht von Detective Sam Porter, die akutellen Geschehnisse rund um die Ermittlungen und die Suche nach dem letzten Opfer. Diese Kapitel sind mit dem Namen der Person,die im Mittelpunkt der Erzählungen steht, und einer Zeitangabe betitelt. Die gesamte Ermittlungsarbeit erstreckt sich nur auf drei Tage, die genaue Angabe der Uhrzeit sorgt dabei dafür, dass ich das Gefühl hatte, dass die Geschehnisse wirklich Schlag auf Schlag stattfinden, was schon für eine gewisse Grundspannung sorgte. Als Detective Porter das Opfer des Verkehrsunfalls untersucht findet er ein Tagebuch und es wird schnell deutlich, dass dieses Tagebuch vom Fourth Monkey Killer nur zu dem Zweck geschrieben wurde, dass die Ermittler es zu lesen bekommen. Und wir bekommen nun als Leser abwechselnd zur Ermittlungsarbeit direkte Einblicke in die Vergangenheit des Mörders.

Sowohl die Tagebucheinträge als auch die Kapitel, die sich mit der fortschreitenden Ermittlung befassen, enden häufig mit wirklich fiesen Cliffhanger, was zumindest bei mir dafür sorgte, dass ich immer weitergelesen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es bei dem jeweiligen Erzählstrang weitergeht. Dabei kam ich als Leser auch irgendwann an den Punkt, an dem mir klar wurde, wie die Tagebucheinträge mit den späteren Taten des Mörders zusammenhängen, denn zunächst erscheint es so als stünde jedes einzelne Opfer für sich. Doch der Fourth Monkey Killer verfolgt ein großes Ziel und wir nähern uns dem gemeinsam mit den Ermittlern an.

Und dann kam eine Wendung, mit der ich absolut nicht gerechnet habe und wodurch dieses Buch für mich von einem sehr guten zu einem völlig genialen Thriller wurde! Ich ziehe meinen Hut vor dem Autoren dafür, dass es ihm gelungen ist, mich so in die Irre zu führen.

Mit Detective Sam Porter hat J.D. Barker außerdem einen äußerst sympathischen Ermittler geschaffen, dem er die nötige Tiefe gegeben hat, um ihn wirklich authentisch wirken zu lassen. Ich mag seinen Humor und seine sarkastische Art.

"Porter konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. "Aus Ihnen wird einmal ein Spitzenermittler, Dr. Watson."
"Ich habe nicht promoviert, Sir. Ich arbeite daran, aber es dauert sicher noch zwei Jahre". Porter lachte lese. "Liest hier eigentlich niemand mehr?" (S. 22)

"Danke, dass sie meiner Meinung sind. Ein dummer Kommentar, und das Fleißsternchen ist wieder futsch." (S.28)

Doch am Umgang mit seinen Teammitgliedern wird deutlich, dass er sich trotz der Schrecken, die er in seinem Berufsleben bereits erlebt hat, seine Menschlichkeit bewahrt hat. Wir bekommen im Verlauf der Geschichte auch immer wieder kleine Hinweise, dass er irgendein Ereignis verarbeiten muss, doch das hat kaum Einfluss auf die Ermittlungsarbeit, was ich als sehr gelungen empfunden habe. Es steht dadurch nicht im Vordergrund, doch es macht den Charakter realistischer und greifbarer. Die Art und Weise, wie wir als Leser die Auflösung zu diesem "Rätsel" bekommen, wirkt nicht aufgesetzt sonder fügt sich wunderbar in das Gesamtbild des Thrillers ein, was für mich ein weiteres Qualitätsmerkmal für die schriftstellerischen Fähigkeiten des Autors empfinde. Zum Glück ist dieses Buch der Auftakt einer Reihe um Detektive Sam Porter und ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten. Dieses Thrillerdebüt bekommt von mir jedenfalls volle fünf Sterne, weil es wirklich nichts gab, was mir an diesem Buch nicht gefallen hat!

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117 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Und wenn die Welt verbrennt

Ulla Scheler , Diana Mantel
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.09.2017
ISBN 9783453271425
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Felix malt mit bunten Kreiden Porträts auf die Straßen von München. Eines Tages im April begegnet er dadurch der jungen Medizinstudentin Alisa und beide sind von Anfang an fasziniert von einander. Sie verbringen immer mehr Zeit miteinander und dabei merkt Felix, dass es etwas gibt, das Alisa unglaublich Angst einjagt. Als dann ihr Bruder Adrian in München auftaucht, eskaliert die Situation und Felix sieht sich plötzlich mit Alisas Vergangenheit konfrontiert und sie droht ihm zu entgleiten.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich gepackt, es hat mich sehr nachhaltig beeindruckt und es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen. Aber ich werde mein bestes versuchen, euch nahezubringen, warum mir dieser Roman so unglaublich gut gefallen hat.

Wir erleben die Geschichte von Felix und Alisa aus beiden Perspektiven. Abwechselnd erzählen uns Alisa und Felix in der Ich-Perspektive, wie sie zueinander gefunden haben und wie sich ihre gemeinsame Geschichte weiterentwickelt. Das besondere an Alisas Anteilen ist, dass sie ihre Erzählungen an jemanden richtet, den sie liebevoll "Kleiner Käfer" nennt. Dadurch bekommt ihre Geschichte für mich noch mal eine besondere Tiefe, denn es wird schnell klar, dass sie für diese Person eine tiefe Liebe empfindet und ihr diese Person sehr am Herzen liegt. Es waren auch ihre Gedanken und Gefühlte, die mich manchmal dazu gebracht haben, dass ich mit dem Buch pausieren musste. Ulla Scheler gelingt es durch ihren intensiven Schreibstil und wohlgewählten Worte Alinas Ängste unglaublich präsent erscheinen zu lassen. Jeder von uns hat schon einmal Angst verspürt. Die meisten Menschen erleben eine angstauslösende Situation und wenn dieser Moment vorbei ist, können sie diesen recht gut vergessen oder verarbeiten. Doch wie es ist, wenn die Angst das ganze Handeln und Denken eines Menschen beeinflusst und das über einen langen Zeitraum hinweg, das lässt uns die Autorin durch Alisa erleben.

"Es tut so weh: ich habe mich so angestrengt, bin wieder und wieder gegen die Angst angerannt, und wofür? Um wieder alleine zu sein. Weil niemand meine Angst ertragen kann und sie wahrscheinlich nie verschwinden wird." (S.108)

Und doch hatte ich nie den Eindruck, dass Alisa schwach wäre. Ich habe sie als eine starke und mutige junge Frau erlebt. Als eine Frau, die ihren Bruder über alles liebt und ihn um jeden Preis beschützen möchte. Diese besondere Geschwisterbeziehung hat mich sehr berührt, denn sie zeigt, wie wichtig Geschwister für einen Menschen sein können.

Neben Alisa haben wir aber auch noch Felix als Protagonisten. Felix, der unheimlich gerne kocht und für den das Malen mit Kreide seine größte Leidenschaft ist. Er fühlt sich mit seiner Kunst von Alisa verstanden wie von niemand anderem. Er selbst ist voller Zweifel über seine Fähigkeiten, sein Talent. Doch Alisa und auch die Menschen, die er porträtiert, zeigen ihm, dass seine Zweifel unbegründet sind, und im Laufe der Geschichte eröffnet ihm sich eine Möglichkeit, von der er bisher nicht zu träumen gewagt hat. 

Meiner Meinung nach gelang es Ulla Scheler, nicht nur Alisa sondern auch Felix absolut authentisch darzustellen. Wir erleben mit Felix seine Ohnmacht gegenüber Alisas Angst, sein Bedürfnis ihr den Raum zu geben, den sie braucht, und gleichzeitig seinen Wunsch ihr zu helfen und ihre Angst zu verstehen. Dabei handelt er nicht immer optimal, er macht Fehler, bei denen ich ihn am liebsten geschüttelt hätte, aber er handelt dabei immer aus Liebe zu Alisa, aus Sorge um sie. Und was für mich das wichtiste ist: er versucht seine Fehler wieder gut zu machen. Ich mochte Felix mit seiner liebe- und humorvollen Art und Weise unheimlich gerne und seine Beziehung zu Alisa wirkt durch Höhen und Tiefen überhaupt nicht konstruiert sondern sehr realistisch und glaubwürdig. 

In beiden Perspektiven erleben wir nicht nur die aktuellen Geschehnisse, sondern auch immer wieder Rückblicke in die jeweiligen Vergangenheiten. Zum einen bekommen beide Protagonisten dadurch eine größere Tiefe und zum anderen konnte ich als Leserin ein besseres Verständis für bestimmte Verhaltensweisen entwickeln. Was mir ebenfalls besonders gut gefallen hat, war, dass Alinas Konfrontation mit ihren Ängsten zwar den Höhepunkt des Spannungsbogens darstellt, aber die Geschichte danach nicht einfach "ausplätschert", sondern eine für mich unerwartete Wendung nahm. Mir bleibt wirklich nichts anderes übrig, als vor Ulla Scheler für diesen unglaublich gefühlvollen, intensiven Roman den Hut zu ziehen und vergebe volle 5 Sterne. Ich bin wirklich gespannt, was die Autorin noch für uns bereit hält!

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204 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

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Kalte Seele, dunkles Herz

Wendy Walker , Maria Poets
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 07.09.2017
ISBN 9783651025578
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Vor drei Jahren sind Emma und Cassandra Tanner aus einer Kleinstadt in Connecticut verschwunden und die Ermittlungen sind mit der Zeit im Sande verlaufen. Doch eines Tages steht Cassandra wieder vor dem Haus ihrer Mutter und bittet das FBI-Ermittlerteam mit der forensischen Psychologin Dr. Abby Winter eindringlich darum, ihre Schwester Emma zu finden. Nach und nach enthüllt Cassandra, genannt Cass, die Gründe für ihr Verschwinden und wie ihr letztendlich die Flucht gelang, während  Emma sich immer noch in den Fängen von Menschen befindet, die ihr nichts Gutes wollen. 

Meine Meinung

Das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog, der uns in die griechische Mythologie entführt. Es wird die Geschichte von Narziss erzählt, die uns als Leser darauf einstimmt, dass es in der folgenden Geschichte um Narzissmus und seine Folgen geht. Jeder von uns hat sicher schon mal eine andere Person als narzisstisch bezeichnet. Damit meinten wir wahrscheinlich jemanden, der sehr von sich selbst eingenommen ist, immer im Mittelpunkt stehen möchte und schnell eifersüchtig wird, wenn ihm von jemand anderem die Show gestohlen wird. Doch wie ist es, als Kind einer Mutter aufzuwachsen, die unter der Persönlichkeitsstörung Narzissmus leidet? Wie wirkt sich das auf die Beziehung des Kindes zu seiner Mutter aus und welche Auswirkungen hat es auf die (Persönlichkeits-) Entwicklung des Kindes? Und zu welchen Handlungen kann diese Persönlichkeitsstörung eine Mutter verleiten? Auf all diese Fragen gibt uns Wendy Walker eine Antwort und zeigt uns außerdem, zu welchen Leistungen die menschliche Psyche fähig ist um sich selbst und die Menschen, die man liebt, zu schützen. 

Die Geschichte von Emma und Cass wird uns abwechselnd aus der Sicht von Cass und von der forensischen Psychologin Dr. Abby Winter erzählt. Jedes Kapitel ist mit dem Namen der jeweiligen Person betitelt, aus deren Sicht wir die aktuellen Geschehnisse erleben. Aber auch durch die Erzählform unterscheiden sich die Kapitel, so dass eine Verwechslung völlig augeschlossen ist. Während uns Cass' Kapitel aus der Ich-Perspektive erzählt werden, nutzt die Autorin in den Kapiteln von Emma die Personale Erzählperspektive. Während mich das anfangs etwas irritiert hat, hat es mich nach dem ersten Viertel nicht mehr in meinem Lesefluss gestört. 

Alle Kapitel spielen ab dem Zeitpunkt, zu dem Cass wieder bei ihrer Mutter auftaucht, doch durch die Befragungen durch die Ermittler und rückblickende Erzählungen von Cass auf Erlebnisse vor dem Verschwinden von ihr und ihrer Schwester Emma bekommen wir als Leser einen umfassenden Eindruck auf die Lebensverhältnisse, unter denen Emma und Cass aufgewachsen sind. Es ist wirklich erschreckend, wie sich die psychische Störung ihrer Mutter auf die beiden jungen Mädchen und ihr Verhalten auswirkt und zu welch schrecklichen Ereignissen sie letztendlich führt. Während des Lesens hat mich ein sehr beklommenes Gefühl erfasst, das mich auch jetzt noch nicht ganz los lässt. Wendy Walker gelingt es ausgezeichnet, aufzuzeigen, welche tiefgreifenden Auwirkungen eine Persönlichkeitsstörung wie Narzissmus auf das gesamte Umfeld haben kann und welche Mechanismen hinter dem Verhalten einer narzisstischen Person stecken. 

Die Spannung in diesem Thriller wurde konstant aufrecht erhalten. Dies gelang der Autorin vor allem dadurch, dass wir als Leser immer wieder Hinweise darauf bekommen, dass irgendetwas an der Geschichte von Cass nicht stimmen kann. Wir erfahren, die Gründe, die zu dem Verschwinden der beiden Mädchen geführt haben, und werden aber regelmäßig mit offenen Fragen konfrontiert, die sich erst im Verlauf der Geschichte auflösen. Ich habe mich ständig gefragt, was an Cass' Erzählungen Wahrheit ist und was nicht und aus welchen Gründen sie möglicherweise lügt. Tut sie es bewusst oder ist es eine Schutzfunktion ihrer Psyche? Was möchte sie mit bestimmten Erzählungen und Hinweisen bezwecken und welche Rolle spielen ihr Stiefbruder und ihr Stiefvater? Auf all diese Fragen bekommen wir häppchenweise Antworten, was dazu geführt hat, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Ich fand die psychologischen Aspekte in diese Psychothriller hervorragend ausgearbeitet und ich kann ihn jedem empfehlen, der beim Lesen miträtseln und sich mit Persönlichkeitsstörungen und deren Auswirkungen auseinandersetzen möchte. Ich vergebe volle 5 Sterne!

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278 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness , Siobhan Dowd , Bettina Abarbanell
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442485345
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Der 13jährige Conor O'Malley lebt alleine mit seiner krebskranken Mutter. Eines Nachts wird er um 00:07 von einer Stimme, die seinen Namen ruft, aus einem ihm wohlbekannten Albtraum, geweckt. Er macht sich auf die Suche nach dem Besitzer der Stimme und trifft auf ein Monster in Form der Eibe, die in dem Garten seiner Mutter steht. Das Monster verspricht ihm, dass es ihm drei Geschichten erzählen wird, bevor Conor ihm eine vierte, seine Geschichte, erzählen wird. 

Meine Meinung

"Geh weg", flüsterte Conor in die Dunkelheit seines Zimmers hinein, um den Albtraum zurückzudrängen und nicht zuzulassen, dass er ihm in die Wirklichkeit folgte. (S.14)

Das Erste, was mir gleich zu Beginn des Buches aufgefallen ist, ist, dass es extrem atmosphärisch geschrieben ist. Jeder Satz, jeder Abschnitt, jedes Kapitel ist wie durchtränkt von Conors Gefühlen: von der Angst, seine Mutter zu verlieren; der Wut, die Conor angesichts seiner eigenen Hilflosigkeit verspürt; von der Einsamkeit, die Conor empfindet, seit seine Mitschüler von der Erkrankung seiner Mutter erfahren haben. 

Diese düstere, bleischwere Atmosphäre dieses Buches, die wunderbar untermalt wird von den in Schwarz, Weiß und Grautönen gehaltenen Illustrationen von Jim Kay, führt dazu, dass ich dieses Buch mit einer gewissen Beklemmung gelesen habe. Es war mir von Anfang an klar, wie dieses Buch enden würde und vor allem, dass es mich zu Tränen rühren würde. Aber ich habe nicht damit gerechnet, wie sehr es mich aus der Bahn werfen würde, wie intensiv ich Conors Emotionen nachempfinden würde, und wie stark beeindruckt es mich zurücklassen würde. Patrick Ness gelingt es, diese Gefühlsachterbahn, die jemand durchlebt, wenn ein geliebter Mensch an Krebs oder einer anderen tödlichen Erkrankung leidet, so authentisch, so intensiv und so berührend darzustellen, dass es mich als Leser regelrecht umgeworfen hat. Doch er stellt nicht nur die verschiedenen Emotionen dar, die Conor empfindet, sondern auch, welche Auswirkungen dieser starke Einschnitt in sein Leben auf sein Umfeld bzw auf die Beziehungen zu seiner Familie, seinen Freunden, seinen Mitschülern und Lehrern hat.

(...) und bevor der Tag halb herum war, schien es, als hätte sich eine Zone um ihn gebildet, ein Niemansland mit Conor in der Mitte, umgeben von Landminen, auf die keiner treten wollte. Mit einem Schlag hörten Mitschüler, die er für seine Freunde gehalten hatte, auf zu reden, wenn er dazukam (...). Er merkte, wie sie flüsterten, wenn er über die Flure ging oder beim Mittagessen saß. Selbst die Lehrer bekamen einen anderen Gesichtsausdruck, wenn er sich im Unterricht meldete. (S.80)

Und dann ist da auch noch das Monster, das Conor nun immer öfter begegnet, und bei dem ich mich zunächst wie Conor selbst gefragt habe, was es mit seinen Geschichten denn nun eigentlich auf sich hat. Dabei stellt sich heraus, dass das Monster voller Weisheit steckt und für Conor noch eine entscheidende Rolle spielen wird. 

Geschichten sind das Gefährlichste von der Welt, knurrte das Monster. Geschichten jagen, beißen und verfolgen dich. (S.47)

Du schreibst die Geschichte deines Lebens nicht mit Worten, sagte das Monster. Du schreibst sie mit Taten. Es ist nicht wichtig, was du denkst. Wichtig ist nur, was du tust. (S.204)

Das Monster sorgt dafür, dass Conor sich mit seinem schlimmsten Albtraum, mit seinen geheimsten Gefühlen auseinandersetzt und es somit schafft, sich nicht selbst zu verlieren. Die letzten vierzig Seiten des Buches haben den Damm in mir zum Brechen gebracht und ich habe sie unter fließenden Tränen gelesen. Als ich das Buch beendet hatte, musste ich mir direkt ein neues schnappen um dieser tiefen Traurigkeit, die mich erfasst hatte, zu entkommen.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch noch lange in mir nachhallen wird und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen. Wichtig ist, dass von diesem Buch eine gewaltige Triggergefahr besteht für alle, die grade den Verlust oder die unheilbare Erkrankung eines geliebten Menschen verarbeiten müssen. Dieses Buch ist überwältigend und so unfassbar traurig und gleichzeitig unglaublich schön und ermutigend, ich gebe ihm volle fünf Sterne.

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Der Todesmeister

Thomas Elbel
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 20.11.2017
ISBN 9783734104145
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

In Berlin wird an einer Brücke die Leiche der jungendlichen Nichte des Justizsenators entdeckt und bei der Autopsie kommen nicht nur Folter- sondern auch Missbrauchsspuren zu Tage. Während der Ermittlungen häufen sich die Hinweise darauf, dass sie das Opfer eines Snuff-Porno-Rings geworden ist. Doch die Arbeit der Ermittler des Berliner Landeskriminalamtes wird durch höhere Kreise behindert und so sehen sich die Ermittler gezwungen sich auf eigene Faust auf die Suche der Täter zu machen.

Meine Meinung

Der Klappentext des Thrillers verspricht alles, was meiner Meinung nach einen guten Thriller ausmacht: ein spannender, brutaler Fall, ein "buntes" Ermittlerteam und mehr als ein Geheimnis, das es zu lüften gilt. Victor Puppe wechselt zu Beginn der Handlung vom Innenministerium zum Landeskriminalamt in Berlin und schnell wird klar, dass er das nicht nur tut, um Erfahrungen in der Ermittlungsarbeit zu sammeln. Leider war für mich zu offensichtlich, was seine wahren Beweggründe sind, aber damit konnte ich gut leben. Gemeinsam mit den Komissaren Kenji Tokugawa und Begüm Duran macht er sich nun also auf die Suche nach dem Mörder der Nichte des Justizsenators von Berlin und dabei sind die drei Ermittler so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten. Leider war mir keiner der drei sonderlich sympathisch, was meiner Meinung nach die größte Schwäche dieses Thrillers ist. Besonders die Ermittlerin Begüm konnte bei mir nur ansatzweise Sympathiepunkte sammeln und das auch erst im letzten Drittel der Handlung. Diese Sympathiepunkte hat sie dann aber am Ende auch schon wieder zunichte gemacht mit ihrem Verhalten dem letzten lebenden Opfer gegenüber. Wie kann man sich einem jungen Mädchen, das einen Mord mitansehen musste und selbst Entführungfopfer ist, gegenüber so verhalten? Empathie gleich Null. 

Ein Punkt, der mir an diesem Thriller sehr gut gefallen hat, war, dass es ernste Konsequenzen gab, als sich das Ermittlerteam nicht an die Anweisungen seines Vorgesetzen hält. Es wirkt in manchen Büchern manchmal unglaubwürdig, wenn ein Fehltritt keinerlei Folge nach sich zieht, doch das war hier zum Glück anders. 

Was den Fall selbst angeht, waren manche Aspekte sehr schnell vorhersehbar, was vor allem die Rolle des Justizsenators betrifft. Doch wer der eigentliche Täter ist, blieb lange für mich im Unklaren, was ein weiterer Pluspunkt ist. Ich wäre so selbst nicht drauf gekommen, aber im Nachhinein war es nachvollziehbar und schlüssig und wirkte nicht an den Haaren herbeigezogen. Leider fehlte mir der Bezug der Handlung zum Titel. Von einem "Todesmeister" erwarte ich mir eine komplexere psychische Hintergrundgeschichte als die, die wir hier geliefert bekommen. 

Der Schreibstil des Autors wirkt auf mich klar, strukturiert und flüssig. Es gab ein paar Sätze über die ich ein wenig gestolpert bin, weil Worte fehlten oder es einen Widerspruch zu einem vorhergehenden Satz gab, aber da es sich bei meinem Buch um eine unkorrigierte Fassung handelt, hat dies keinen Einfluss auf meine Bewertung. Allerdings gibt es einen Aspekt der mich gestört hat. Bei manchen Personen hat der Autor die wörtliche Rede in einem Berliner Dialekt geschrieben, was mich in meinem Lesefluss verlangsamt hat. Ich kann besser damit umgehen wenn einfach geschrieben wird "sagte er im breitesten Berliner Dialekt" als wenn die Wörter tatsächlich so geschrieben werden. Das ist sicherlich Geschmackssache, aber ich habe damit Schwierigkeiten.

Insgesamt handelt es sich bei Der Todesmeister um einen soliden Debüt-Thriller, der von mir 3 von 5 Sterne bekommt. 

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558 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 109 Rezensionen

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Iskari - Der Sturm naht

Kristen Ciccarelli , Astrid Finke
Fester Einband
Erschienen bei Heyne, 02.10.2017
ISBN 9783453271234
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Asha, die größte Drachenjägerin des Königreichs und Tochter des Königs, steht kurz vor ihrer Hochzeit mit dem obersten Kommandanten Jarek. Doch Asha fürchtet sich vor diesem Tag und ihr Vater bietet ihr eine einmalige Möglichkeit ihrer vertrackten Situation zu entkommen. Sollte es ihr gelingen, Kozu, den Drachen, der durch ihre Schuld einst die Hauptstadt des Königreichs zerstörte, zu töten, würde der König das Verlöbnis lösen und Ashas Schuld wäre getilgt. Doch sowohl Ashas Bruder als auch der Große Alte, der früher von Ashas Volk vergöttert wurde, haben andere Pläne mit Asha. Pläne, die weitaus größere Folgen mit sich ziehen, als Asha sich je hat träumen lassen.

Meine Meinung

Wow, was ein Buch! Fangen wir mal mit der Protagonistin Asha, an. Sie ist die Iskari, größte Drachenjägerin des Reiches, und gleichzeitig die Tochter des Königs. Durch ihre Schuld wurde nicht nur die Hauptstadt des Reiches durch den Drachen Kozu zerstört, sondern ihre Liebe zu den alten Geschichten kostete auch zahlreiche Menschen das Leben. Asha wurde bei dem Vorfall schwer verbrannt, doch sie trägt ihre Narben mit Stolz, zeigen sie doch, dass sie stärker als die Drachen ist. Sie nährt sich von ihrem Hass auf die Drachen und liebt nichts mehr als die Drachenjagd.

"Normalerweise badete Asha, wenn sie einen Drachen getötet hatte. Sich Blut Sand und Schweiß vom Körper zu schrubben war ein Ritual, das ihr den Übergang erleichterte von der wilden, rauen Welt jenseits der Mauern des Palasts zu einem Leben, das sie einschnürte wie ein zu enges Kleidungsstück" (Iskari, S. 20)

Aufgewachsen in der Königsfamilie ist sie der Überzeugung, höher gestellt zu sein als die Sklaven des Reiches und es ist für sie selbstverständlich einem Sklaven, der sich nicht an das Gesetzt der Unterwerfung hält, mit seinem Tode zu drohen. Doch plötzlich gerät ihre Weltvorstellung ins Wanken und sie muss sich nicht nur mit der Vergangenheit ihres Reiches, sondern auch mit inneren Konflikten auseinandersetzen. Dabei durchläuft sie während des Buches eine immense Entwicklung, die an keiner Stelle unglaubwürdig wirkte. Ganz im Gegenteil: der Entwicklungsprozess verläuft schleichend und gewinnt dadurch eine unglaubliche Authentizität.

"Vor gar nicht so langer Zeit hatte sie noch geglaubt, sie hätten überhaupt keine Ähnlichkeit, sie und dieser Junge. Jetzt wusste sie, dass der einzige Unterschied zwischen ihnen darin bestand, dass er seine Fessel gut sichtbar um den Hals trug, während ihre für das Auge unsichtbar war." (Iskari, S. 300f)

Das Worldbuildung hat mir besonders gut gefallen. Ich liebe fiktive Welten, die komplex ausgearbeitet sind, und da hat die Autorin wirklich Großartiges geleistet. Wir als Leser bekommen nicht nur Informationen über die gesellschaftlichen Strukturen und religiösen Ansichten im Königreich geliefert, sondern erfahren darüber hinaus, auf welchen historischen Ereignissen diese beruhen. Dies wurde durch ein sehr einfaches, aber effektives Stilmittel erreicht: Neben den Hauptkapiteln, die uns die Handlung aus Sicht von Asha erleben lassen, streut die Autorin immer wieder einige der Alten Geschichten ein, die angeblich so gefährlich sind und nur zu Tod und Zerstörung führen. Diese Alten Geschichten werden wie Legenden erzählt und waren für mich unglaublich interessant. Sie haben mich zum Nachdenken angeregt, wie der Inhalt dieser Alten Geschichten mit den jeweiligen Geschehnissen in der Haupthandlung zusammenhängen könnte. Und ich wurde dabei so manches mal überrascht und musste meine Theorien überdenken.

Und dann noch die Drachen! Drachen sind generell fantastische Wesen, die mich in ihren Bann ziehen und die ich unglaublich faszinierend finde. In diesem Buch sind es aber nicht bloß alte, majestätische Kreaturen, sondern sie sind eng mit der Kultur und der Geschichte des Königreiches verknüpft. Stellenweise hat mich die Geschichte sowohl an Eragon als auch an die Filme Drachenzähmen leicht gemacht errinnert. Ich liebe sowohl die Buch- als auch die Filmreihe und die Autorin hat einen absolut genialen Mix aus beidem geschaffen (vermutlich nicht beabsichtigt!).

Zum Schluss noch ein paar Anmerkung zum Schreibstil: insgesamt ist der Schreibstil der Autorin flüssig und klar, an ein paar wenigen Stellen bin ich jedoch in meinem Lesefluss ins Stolpern geraten und musste die jeweiligen Sätze öfter lesen, bis sich mir der ganze Sinn ergeben hat. Der Autorin ist es gelungen, konstant Spannung aufzubauen. Zum einen durch die Alten Geschichten, aber auch durch unvorhergesehene Wendungen, die mich manches mal sprachlos dasitzen lassen haben. Sehr gut gefallen hat mir, dass der Titel des Buches "Iskari - der Sturm naht" einen Bezug zur Handlung innerhalb des Buches hat. Auch die Covergestaltung finde ich sehr schön, das kühle grau in Verbindung mit der Schriftfarbe wirkt sehr edel und geheimnisvoll. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und bin wirklich gespannt, wie es weitergehen wird.

Ich spreche eine klare Leseempfehlung für alle Fantasyfans aus, insbesondere für Drachenliebhaber und Leser, die komplex ausgearbeitete Welten und alte Legenden lieben. Ich vergebe 5 von 5 Sternen für diesen fantastischen Debütroman.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Engelszorn

Alex Thomas
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.07.2015
ISBN 9783734100154
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt
In einem geheimen Gentechnik-Labor in den USA wird ein Klon aus den Genen eines Menschen und denen eines gefallenen Engels erschaffen. In dubiosen Experimenten wird dieser Klon in einen todesähnlichen Zustand, doch einer dieser Versuche geht schief und der Klon namens Angelus bricht im Namen seines Meisters zu einem Rachefeldzug auf, der das dritte vatikanische Konzil in Rom mehr als erschüttern soll. Die medial begabte Nonne Catherine Bell versucht gemeinsam mit dem Kardinal Marc Ciban den Klon zu stoppen und so etliche Menschenleben zu retten.
Meine Meinung
Normalerweise tippe ich in einer Rezension nicht den Klappentext des Buches ab, weil ich lieber in eigenen Worten zusammenfassen möchte, worum es in einem Buch geht. In diesem Fall mache ich aber eine Ausnahme, damit ihr gleich besser verstehen könnt, warum ich von diesem Buch etwas völlig anderes erwartet habe.
"In Rom laufen die Vorbereitungen für das Dritte Vatikanische Konzil auf Hochtouren, als eine abgelegene Abtei Opfer eines Gewaltanschlags wird. Bis auf einen Mönch verbrennen alle Ordensleute bei lebendigem Leib. Die rebellische Nonne Catherine Bell und Kardinal Ciban reisen nach L’Aquila, um zu ermitteln. Schon bald entpuppt sich das Kloster als eine Bastion des Geheimordens Lux Domini, der gegen eine alte, skrupellose Macht kämpft. Als Catherine und Ciban das Protokollbuch der Abtei finden, wird das gesamte Ausmaß des Schreckens klar: Der bestialische Anschlag war erst der Auftakt. Der Feind ist längst auf dem Weg nach Rom ..."
Als ich diesen Klappentext gelesen habe, habe ich mich auf eine Geschichte eingestellt, die in eine ähnliche Richtung laufen wie Dan Browns Romane Sakrileg und Illuminati. Ich habe mit vielem gerechnet, ABER nicht mit dem, was in dem Buch wirklich passiert. Wer schließt denn bitte aus so einem Klappentext darauf, dass es in dem Buch darum geht, dass mit der DNA von gefallenen Engeln experimentiert wird? Dass es einen Geheimbund von den Nachfahren gefallener Engel gibt, die nicht nur besondere Kräfte haben, sondern auch den Untergang der Menschheit herbeiführen wollen? Ich jedenfalls nicht.
Nach ungefähr einem Drittel des Buches konnte ich mich allerdings so langsam damit abfinden, den grundsätzlich ist das etwas, was durchaus Potenzial hat und nach Spannung klingt. Kommen wir jedoch zum großen Aber: mir war das ganze Buch einfach zu abwegig und wirr. Es gab verschiedene Handlungsstränge, die zwar zusammengeführt haben, die meiner Meinung nach aber zu viele Personen beinhaltet haben, so dass ich mich mit keinem der Charaktere auch nur ansatzweise identifizieren konnte. Hinzu kommt, dass es oft Rückblicke auf vergangene Ereignisse gab, die aber nicht immer sofort als solche für mich erkennbar waren. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, ich vermute, dass sich viele dieser Rückblicke auf die Handlungen der beiden vorherigen Bücher beziehen. Auch mit den vielen esoterischen und mystischen Bezügen und Aspekten der Handlung konnte ich nicht viel anfangen. Es war insgesamt für mich wirklich zu viel des Guten, ich habe viele Erklärungen nicht verstanden und hier wurden Religionsgeschichte und Wissenschaft auf eine Art und Weise vermischt, die mir leider überhaupt nicht gefallen hat.
Zwei Aspekte, die ich aber positiv hervorheben möchte, ist zum einen der Titel des Buches, der wirklich passend gewählt wurde, und zum anderen der spannende Schreibstil, der während des ganzen Lesens keine Langeweile hat aufkommen lassen und der, obwohl es sich bei Alex Thomas tatsächlich um das Pseudonym von einem Autorendou handelt, fortwährend flüssig war.
Deswegen bekommt das Buch doch noch zwei von fünf Sterne von mir, weil ein Teil meiner Enttäuschung auf den irreführenden Klappentext zurückzuführen ist und ich die Rückblicke und Zusammenhänge wahrscheinlich besser verstanden hätte, wenn ich die ersten beiden Romane der Autoren gelesen hätte. Bei einem Klappentext, der elementare Aspekte der Handlung nicht außen vorgelassen hätte, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht erst als Rezensionsexemplar angefragt.

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266 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 86 Rezensionen

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Kleine große Schritte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 02.10.2017
ISBN 9783570102374
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Ruth Jefferson gilt als eine der fähigsten und erfahrensten Hebammen am Mercy-West Haven Hospital. Trotzdem wird ihr die Behandlung des Säuglings Davis Bauer von dessen Eltern untersagt, denn Ruth ist afroamerikanischer Herkunft und Turk und Brittany Bauer gehören einer rechtsradikalen Gruppe an. Durch einen unglücklichen Umstand ist Ruth jedoch alleine mit dem Säugling als bei ihm lebensbedrohliche Veränderungen eintreten, die trotz Wiederbelebungsversuche zum Tod des Babys führen. In Folge dessen wird Ruth des Mordes angeklagt und ihre einzige Hoffnung auf einen Freispruch liegt bei der Pflichtverteidigerin Kennedy McQuarrie.

Meine Meinung

Rassismus, Fremdenhass und Homophobie sind Themen, die uns alle betreffen und mit denen wir uns auseinandersetzen sollten. Es sind Themen, die Jodi Picoult in ihrem neuen Roman Kleine große Schritte anspricht und den Leser so zum Nachdenken anregt, was ich auch schon von früheren Romanen aus ihrer Feder gewohnt bin.

In dem Buch stellt sie den Gerichtsprozess, der über Ruths Schuld oder Unschuld entscheidet, als eine Art Geburt dar, was sich in dem Aufbau des Romans widerspiegelt: er ist unterteilt in Erstes Stadium (Vorzeitige Wehen, Erste Wehen, Eröffnungsphase), Zweites Stadium (Presswehen) und Drittes Stadium (Nachgeburt) unterteilt und stellt somit einen schönen Bezug zu Ruths Beruf als Geburtsthelferin her. Während mich das anfangs irritiert hat, weil ich die Zusammenhänge nicht erkannt habe, finde ich es jetzt im Nachhinein eine tolle Idee, weil so ein Gerichtsverfahren genau so lebensverändernd sein kann wie die Geburt eines Kindes und weil es zu diesem Prozess auch erst durch die Geburt eines Babys (von ganz bestimmten Eltern) gekommen ist.

Im Ersten Stadium erfahren wir als Leser, welche Umstände dazu geführt haben, dass Ruth des Mordes an einem Säugling angeklagt wird, das zweite Stadium beschäftigt sich mit dem Mordrozess selbst und im dritten Stadium bekommen wir einen Einblick in die Ereignisse nach dem Gerichtsverfahren.

Jedes Stadium wird uns abwechselnd aus der Sicht von Ruth, Turk und Kennedy erzählt, wobei die Sicht von Ruth und Kennedy überwiegen. Was mir gut gefallen hat, ist, dass jeder Abschnitt aus der jeweiligen Ich-Perspektive geschrieben ist und wir auch Rückblicke in die Vergangenheiten der drei Hauptcharaktere erhalten. Sie wirken dadurch greifbarer und ich als Leser habe ich ein umfassenderes Bild von ihnen erhalten, als wenn sich die Erzählungen nur auf die Ereignisse rund um den Mordprozess drehen würden. Wir erfahren, wie Ruth aufgewachsen ist und immer wieder mit Rassismus konfrontiert wurde, wie Turk in die rechtsextreme Szene gerutscht ist und seine zukünftige Frau Brittany kennengelernt hat, und wie Kennedy Pflichtverteidigerin geworden ist.

Oft sind es unterschiedliche Ereignisse, die wir von den einzelnen Personen erzählt bekommen. Doch einige Schlüsselszenen werden uns aus mehreren Perspektiven erzäht, was ich persönlich sehr gelungen fand, weil dadurch deutlich wird, wie einzelne Geschehnisse unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert werden können.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass jeder der drei Charaktere im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durchmacht und sie am Ende nicht mehr die gleiche Person sind, wie zu anfangs. Durch die drei verschiedenen Perspektiven führt uns Jodi Picoult sehr geschickt an die verschiedenen Aspekte von Rassismus heran: wir erfahren, wie es sich anfühlt, Opfer von Rassismus zu sein; wir bekommen Einblicke in die rechtsextreme Szene und das rechtsextreme Gedankengut und wir bekommen vor Augen geführt, wie sich jemand fühlt, der sich plötzlich mit Rassismus auseinandersetzen muss, obwohl er sich eigentlich für nicht-rassistisch hält.

Der Schreibstil von Jodi Picoult ist sehr flüssig, einfühlsam und doch sehr eindringlich. An einigen Stellen hatte ich Tränen in den Augen, weil die Gefühle so intensiv dargestellt wurden und ich mich somit sehr stark in die betroffene Person hineinversetzen konnte. Ich habe während es Lesens eine ganze Palette an Emotionen durchlebt: ich war traurig, entsetzt, mitfühlend, wütend, gerührt und froh. An keiner Stelle war ich gelangweilt oder verwirrt, die Handlungen und Emotionen der Protagonisten waren nachvollziehbar (aber nicht immer akzeptabel!) und meiner Meinung nach sehr realistisch. Nur das Ende wirkte für mich doch etwas zu konstruiert, ich hätte mir eine andere Lösung für die Entwicklung von Turk Bauer gewünscht.

Sehr passend gewählt finde ich auch den Titel des Buches. Kleine große Schritte spiegelt wieder, was mit Ruth, Kennedy und Turk wärend des Prozesses passiert: jeder von ihnen macht kleine Schritte, die große Auswirkungen haben (können) und das ist auch das, was meiner Meinung nach die Aussage und Intention des Romans ist: bei Themen wie Rassismus, Fremdenhass, Homophobie etc. kommt es oft darauf an, dass einzelne Personen kleine Schritte machen, die den Grundstein für große Veränderungen sein können.

Meiner Meinung nach ist Jodi Picoult mit diesem Buch ein wunderbarer Einstiegsroman in die Thematik des Rassismus gelungen, der uns auf einfühlsame, aber doch eindringliche Weise an verschiedenen Aspekte dieses Themas heranführt. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und kann euch dieses Buch wirklich ans Herz legen, wenn ihr euch mit dieser Thematik auseinandersetzen möchtet.

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Tags: gegenwartsliteratur, jodi picoult ., rassismus, roma   (4)
 

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Lost Boy: The True Story of Captain Hook

Christina Henry
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Berkley, 04.07.2017
ISBN 9780399584022
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Jamie war einer der Jungen aus Peter Pans Bande, die mit ihm auf Nimmerland leben und dort dem Erwachsenwerden entgehen wollen. Aber er war nicht nur irgendeiner der Jungs, Jamie war der erste gewesen, den Peter zu sich auf die Insel geholt hat, und er war nicht nur der Beste im Kämpfen sondern auch Peters Favorit. Doch dann gab es eine Reihe von Ereignissen, die dazu führte, dass sich Jamies Gefühle gegenüber Peter Pan von Liebe zu Hass entwickelten und in Lost Boy erfahren wir aus der Sicht von Jamie, was dazu führte, dass er zu Peter Pans Erzfeind Käpt'n Hook wurde.

Meine Meinung

Ich weiß nicht, wer von euch die Serie Once Upon a Time schaut, aber auch dort wird Peter Pan als Bösewicht dargestellt und ich war davon ziemlich fasziniert. Deswegen war ich sehr gespannt auf Lost Boy und habe auf eine düstere Geschichte gehofft. Ich kann euch verraten: ich wurde nicht enttäuscht!

Wir alle wissen spätestens seit dem Disney Film, dass Käpt'n Hook nur das Ziel kennt, Peter Pan loszuwerden, doch was zu diesem Hass geführt hat, haben wir nicht erfahren. Das ändert sich, wenn ihr Lost Boy von Christina Henry lest, und ich kann euch versprechen: ihr werdet sowohl Käpt'n Hook als auch Peter Pan hinterher mit völlig anderen Augen betrachten.

In Lost Boy begleiten wir Jamie während seinen letzten Monaten in Peter Pans Bande. An sein Leben vorher kann er sich nicht erinnern, allerdings wird er regelmäßig von einem Albtraum heimgesucht, in dem eine blutüberströmte Frau vorkommt. Durch Jamie erfahren wir nicht nur, auf welchem Weg die Jungen zu Peter auf die Insel kommen, sondern auch, dass er derjenige ist, der sich um die Bande kümmert. Während Peter nur darauf aus ist, Spaß zu haben, sorgt Jamie dafür, dass die Jungen sich nicht allzu arg verletzen, dass sie bei Krankheit wieder gesund werden und dafür, dass sie begraben werden, sollten sie Peters Spiele nicht überleben. Denn eins wird ziemlich schnell deutlich: Peter Pans Verständis davon, wie man Spaß hat, birgt ziemlich viele Gefahren.

Durch aktuelle Ereignisse und Rückblenden auf vergangene Geschehnisse erhalten wir als Leser einen guten Eindruck von der Psyche von Jamie und von Peter Pan. Wir erfahren zwar auch einiges über andere Jungen aus Peters Bande, aber der Schwerpunkt liegt auf Peter Pan und Jamie. Der Schreibstil ist dabei flüssig und erzeugt Spannung, denn so manches Kapitel endet mit einem Cliffhanger, so dass man unbedingt weiter lesen möchte. Auch die Tatsache, dass wir als Leser ja eigentlich schon wissen, wozu die Ereignisse führen, erzeugt Spannung, denn wir wissen nicht, welche Ereignisse es sind und so huscht man von Kapitel zu Kapitel und blickt dabei immer tiefer in die Abgründe von Peter Pans Seele und der Insel Nimmerland, die nicht unbedingt zum Verweilen einlädt.

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber was mir wirklich gut gefallen hat, ist, dass wir als Leser nicht nur erfahren, wie aus engsten Freunden Erzfeinde werden können, sondern dass Christina Henry auch für weitere Elemente aus dem Kinderklassiker ihre eigenen Interpretationen bereit hält. So erfahren wir, was es mit den Piraten und mit Tinkerbell auf sich hat und was das Geheimnis dahinter ist, dass die verlorenen Jungs nicht altern.

Ein weiterer Pluspukt ist, dass alle Fäden aus der Geschichte am Ende zusammenlaufen und ein schlüssiges Ganzes bilden. Es bleibt keine Frage unbeanwortet und alle Ereignisse hängen irgendwie miteinander zusammen. So bekommt man als Leser ein rundum befriedigendes Leseerlebnis, das einem ein ganz neues Bild von Nimmerland und seinen Bewohnern vermittelt. Ich habe jede einzelne Seite von Lost Boy genossen und kann euch dieses Buch wirklich ans Herz legen, wenn ihr Lust habt, die Geschichte aus Sicht von Käpt'n Hook zu erleben.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen und möchte euch dazu ermutigen, dieses Buch auf Englisch zu lesen, da es leider noch nicht auf deutsch erschienen ist. Aber das Englisch ist wie bei Alice gut verständlich. Traut euch und ihr werdet mit einer tollen, faszinierenden Geschichte belohnt!

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Tags: christina henry, darkfantasy, fantasy, lostboy   (4)
 

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1.380 Bibliotheken, 70 Leser, 1 Gruppe, 177 Rezensionen

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Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

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340 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

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Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz , Jim Kay
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 04.10.2016
ISBN 9783551559029
Genre: Jugendbuch

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729 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

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Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz , Jim Kay
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 06.10.2015
ISBN 9783551559012
Genre: Jugendbuch

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