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93 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

qualityland, dystopie, roman, humor, marc-uwe kling

QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050152
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

seeufer, obdachloser, verlieben, entführung., tablettenmißbrauch

Die Oma und der Punk - Gestorben wird später

Simone Jöst
E-Buch Text: 308 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 29.08.2017
ISBN 9783961480913
Genre: Krimi und Thriller

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Mordskur: Ein Fall für Claas Haverstroh

Tobias Münter
E-Buch Text: 331 Seiten
Erschienen bei Midnight, 04.09.2017
ISBN 9783958191310
Genre: Sonstiges

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

golfplatz, mord, golf, abgeschlagen, katrin schön

Abgeschlagen

Katrin Schön
E-Buch Text
Erschienen bei Midnight, 05.06.2017
ISBN 9783958191167
Genre: Krimi und Thriller

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

amateurdetektivin, mord, kneipe, cosy krimi, hessen

Ausgeplappert

Katrin Schön
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 20.02.2017
ISBN 9783743195462
Genre: Krimi und Thriller

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134 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

cornwall, bäckerei, liebe, jenny colgan, sommer

Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492311298
Genre: Romane

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239 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

thailand, liebe, jo watson, lyx verlag, sommer

Kopf aus, Herz an

Jo Watson , Barbara Först , Hannah Brosch
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 28.06.2017
ISBN 9783736304215
Genre: Liebesromane

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135 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

liebe, sarina bowen, true north - schon immer nur wir, lyx verlag, new adult

True North - Schon immer nur wir

Sarina Bowen , Wanda Martin
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 21.07.2017
ISBN 9783736306004
Genre: Liebesromane

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19 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

england, spukhaus, cosy-krimi, bethrilled, georgette heyer

Schritte im Dunkeln

Georgette Heyer
E-Buch Text: 259 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 11.07.2017
ISBN 9783732543229
Genre: Krimi und Thriller

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

vong, wörterbuch, humor, deutsc, h1

VONG

H1
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548377735
Genre: Humor

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75 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

toskana, krimi, italien, todsünden, mord

Die Morde von Morcone

Stefan Ulrich
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548289243
Genre: Krimi und Thriller

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55 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 23 Rezensionen

vampire, strigoi, fantasy, mittelalter, wien

Maleficus

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 449 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 14.11.2014
ISBN 9783944544892
Genre: Fantasy

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227 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

italien, florenz, liebe, jenna evans welch, toskana

Love & Gelato

Jenna Evans Welch , Henriette Zeltner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670913
Genre: Liebesromane

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fortsetzun, serie, band 20, krim, reihe

Tante Dimity und das Geheimnis des Sommerkönigs (Ein Wohlfühlkrimi mit Lori Shepherd 20)

Nancy Atherton
E-Buch Text: 282 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 09.05.2017
ISBN 9783732535118
Genre: Sonstiges

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(37)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

kochbuch, rezepte, muskeln, ausdauersport, muskeltraining

Strongfood – Das Kochbuch

Ingo Froböse
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 21.04.2017
ISBN 9783954531271
Genre: Sachbücher

Rezension:

          Wer abnehmen will muss nicht nur richtig essen, sondern auch Sport treiben. Dieser Grundsatz ist jedem klar, der sich mit dem Thema Abnehmen beschäftigt. Aber nicht jedem der Sport treibt ist klar, welchen großen Einfluss die Ernährung auf seine sportlichen Leistungen hat. Und genau an diesem Punkt setzt "Strongfood - Das Kochbuch" an. Es richtet sich an Ausdauer- und Kraftsportler und zeigt wie sich sowohl in der Trainings-, Wettkampf- aber auch in der Rekonvaleszenzphase ernähren sollten.

Neben sehr schmackhaften Rezepten bietet das Kochbuch vor allem auch einen sehr ausführlichen Theorieteil. Gerade die Formeln zur Berechnung des Grund- und Leistungsumsatzes sowie die Tabellen mit dem Energieverbrauch zu ausgewählten Sportarten haben mich persönlich sehr begeistert. Besonders gut hat mir bei den Tabellen gefallen, dass einerseits eine breite Auswahl an Sportarten abgedeckt wird und andererseits nicht nur Werte für einen Durchschnittsmann bzw. eine Durchschnittsfrau angegeben werden. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen werden vier verschiedene Gewichte angegeben, so dass die meisten ihren Bedarf sehr gut abschätzen können.
Des weiteren wird auf die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett eingegangen. Wobei die Autoren deutlich hervorheben, dass der Körper alle drei Stoffe benötigt. Die Zusammenstellung aber natürlich von der Sportart bzw. dem Trainingsstand abhängig ist. Ausgesprochen positiv ist mir aufgefallen, dass die Autoren sich von Proteinshakes ein wenig distanzieren und sich für natürliche Proteinquellen aussprechen. Dies merkt man in weiterer Folge auch bei den Rezepten, da hier kaum Eiweißpulver verwendet wird.

Die einzelnen Rezepte werden in die folgenden fünf Kategorien eingeteilt: Vor dem Training, nach dem Training, Rekonvaleszenz, Schnelle Snacks für Zwischendurch und Ernährung an trainingsfreien Tagen. In allen Kategorien wird dann noch einmal eine Unterteilung in Ausdauer- und Kraftsport gemacht. Die Mengenangaben sind dabei immer für eine Person gedacht. Meiner Meinung eine sehr gute Lösung, da es leichter ist die Mengen zu Verdoppeln als zu Halbieren. Bei anderen Kochbüchern hat man oft das Problem, dass wenn man ein Rezept für eine Person kochen möchte vor der Frage steht, wie man ein rohes Ei am besten halbiert. Die verwendeten Zutaten sind im Großen und Ganzen im normalem, gut sortierten Supermarkt erhältlich. Nur einige wenige Spezialzutaten wie z.B. Lupinien werden verwendet.

Die Fotos der Gerichte sind äußerst stilvoll und machen auf jeden Fall Lust das Gericht nachzukochen. Die angegebene Zubereitungszeit ist meiner Meinung nach durchaus realistisch, auch wenn ich bei dem einen oder anderen Rezept doch ein paar Minuten mehr gebraucht habe. Die Beschreibungen der Zubereitung ist zwar eher kurz gehalten, aber meiner Meinung nach ausführlich genug. Zu Beginn hatte ich befürchtet, dass die Rezepte sehr fleischlastig sein werden, wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Natürlich sind einige Gerichte mit Fleisch enthalten, diese werden aber sehr gut ergänzt von Fischgerichten und auch einigen vegetarischen Rezepten. Auch Liebhaber von Süßigkeiten kommen auf ihre Kosten und finden sehr gute Alternativen, wenn wieder mal der Heißhunger auf Schokolade im Anmarsch ist.

Obwohl sich das Kochbuch vornehmlich an Sportler richtet, würde ich es nicht nur auf diese Zielgruppe beschränken. Auch nicht Sportler kommen bei den ausgewogenen und schmackhaften Rezepten voll auf ihre Kosten. Diese sollten allerdings sehr gut auf die Kalorienangaben achten, da die Gerichte für Sportler optimiert sind. Als Nichtsportler schießt man schnell mal über seinen Kalorienbedarf hinaus wenn man sich Frühstück, Mittag, Abendessen und Snacks aus diesem Buch gönnt.

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(203)

367 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 106 Rezensionen

liebe, hamburg, werft, krebs, petra hülsmann

Das Leben fällt, wohin es will

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783404175222
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Schwestern Marie und Christine könnten kaum unterschiedlicher sein. Christine ist eine verantwortungsbewusst, ordnungsliebend und durchorganisiert. Denn nur so schafft sie es ihre Kinder und ihren Job in der Familienwerft unter einen Hut zu bringen. Marie hingegen ist chaotisch, freiheitsliebend und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Bis Christine schwer erkrankt und Marie einspringen muss. Sowohl zu hause bei den Kindern als auch in der Werft. Gerade letzteres ist ein besonders schwerer Schritt, hat sie doch der Werft und ihrer Leidenschaft fürs Segeln und für Boote schon vor über 10 Jahren den Rücken gekehrt. Doch es hilft alles nichts, Marie muss sich ihrem Schicksal ergeben und versuchen den Platz ihrer Schwester einzunehmen. Doch das ist schwerer als gedacht.

Auf den ersten Blick erscheint "Das Leben fällt wohin es will" wie ein typischer locker leichter Frauen- und Liebesroman. Doch bereits nach wenigen Seiten merkt man, dass sich hier viel mehr versteckt. Einerseits natürlich aufgrund Christines Erkrankung die in all ihren Facetten durchleuchtet wird und andererseits aufgrund der familieneigenen Werft. Yachten und Segelboote sind ein ständiger Begleiter während des Lesens und der eine oder andere Fachbegriff wird verwendet. Dies stellt aber auch für nicht boot-affine Leser kein Problem dar, da Autorin Petra Hülsmann die Begriffe sehr gut erklärt. Wer allerdings mit Booten überhaupt nichts anfangen kann, sollte aber meiner Meinung nach eher die Finger von diesem Buch lassen, da sie schon ein zentrales Thema darstellen.


Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der jüngeren Schwester Marie. Aufgrund dessen erfährt der Leser auch besonders viel über ihre Gedanken und Gefühle. Man durchlebt Marie die guten und schlechten Zeiten und auch wenn man ihre Handlungsweisen nicht immer gut heißen kann, so kann man sie doch nachvollziehen. Über Christines Gedanken und Gefühle erfährt man hingegen weniger bzw. nur genau so viel wie sie Marie erzählt. Dies finde ich ein wenig schade, da ich zwischendurch wirklich meine Schwierigkeiten mit Christine hatte. Schön wäre gewesen, wenn einzeln Kapitel aus Sicht von Christine erzählt worden wären. Ich kann allerdings nachvollziehen, warum die Autorin dies nicht gemacht hätte. Das Krankheitsthema wäre dadurch noch mehr in den Fokus gerückt und hätte den Eindruck des leichten Frauenromans vollständig zerstört.

Obwohl sich das Ende bereits relativ früh abzeichnet und dadurch die Spannung eher nicht vorhanden ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Dies liegt auf der einen Seite an dem sehr angenehmen Schreibstil der Autorin und andererseits daran, dass einige Handlungsstränge bis zum Schluss offen bleiben.
"Das Leben fällt wohin es will" war für mich das erste Buch von Autorin Petra Hülsmann, aber ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte bleiben wird.

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

trennung, humor, liebe, ehe, rache

Ich schenk dir die Hölle auf Erden

Ellen Berg
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 14.06.2017
ISBN 9783841213068
Genre: Humor

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Cologne Singles / Keine Lizenz zum Verlieben

C. A. Hope
Flexibler Einband: 116 Seiten
Erschienen bei epubli, 31.05.2017
ISBN 9783745046946
Genre: Romane

Rezension:

So etwas konnte auch nur ihrer verrückten Schwester Meike einfallen. Ein Vertrag mit LEA - Der Love Event Agency als Geburtstagsgeschenk. Trotz ihrer großen Vorbehalte lässt sich Rena darauf ein und wird plötzlich aus ihrer Komfortzone heraus geschmissen. Eine "zufällige" Bekanntschaft reiht sich an die nächste und Rena weiß nicht mehr welche echt und welche davon eine inszinierte LEA Begegnung ist. Aber auch beruflich läuft auf einmal nicht mehr alles so rund wie vorher. Denn der neue Praktikant "Mr. Grumpy" macht Rena das Leben schwer.
Die Idee der Agentur LEA war der Grund warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Ich konnte mir nämlich nicht wirklich etwas darunter vorstellen. Denn die Agentur verspricht ihren Klienten "lang vermisstes Kribbeln im Bauch und ein emotionales Feuerwerk“, aber: Verlieben exklusive. Dieser Satz hat mich neugierig gemacht, aber auch gleichzeitig Fragezeichen in meinen Augen erscheinen lassen. Leider sind diese Fragezeichen bis zum Schluss nicht ganz verschwunden. Dies liegt meiner Meinung vor allem an der Kürze des Romans. Dieser umfasst nämlich nur gut 100 Seiten und aufgrund dessen fehlt einfach der Raum für langatmige Erklärungen. Dies trifft auch auf die Personenbeschreibungen zu. Die Äußerlichkeiten werden zwar kurz erläutert, so dass man einen halbwegs guten Eindruck bekommt wie die Charaktere aussehen für die Gedanken und Gefühle bleibt allerdings kaum Platz. Einerseits finde ich dies sehr schade, da den Charakteren ein wenig Tiefe fehlt, andererseits bleibt mehr Raum für eigene Interpretationen und Schlüsse.
Eine Spannungskurve ist nicht wirklich vorhanden und an vielen Stellen empfand ich die Geschichte als sehr vorhersehbar. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Am Ende gab es dann doch noch die eine oder andere Überraschung und dies hat mich dann wieder ein wenig entschädigt.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass wenn ich gewusst hätte, dass es sich hierbei um einen Kurzroman handelt, dass ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen hätte. Dies ist allerdings nicht der Fehler der Autorin, sondern mein eigener, da ich zu Beginn nicht auf die Seitenzahl geachtet habe. Meiner Meinung nach ist dieses Buch perfekt für einen gemütlichen Tag am Strand oder für alle die wenig Zeit haben.
"Keine Lizenz zum Verlieben" bietet ein kurzweiliges Lesevergnügen mit einer großen Portion Humor.

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11 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

veronika serwotka, wyvern, wyvern - das streben des jägers

Wyvern

Veronika Serwotka
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 15.05.2017
ISBN 9783946172956
Genre: Fantasy

Rezension:

Tarik und sein kleiner Bruder Quirin hatten es bis jetzt nicht leicht im Leben. Ihre Schwester wurde bei einer ihrer Einsätze als Jägerin von einem Wyvern getötet und ihr Vater starb beim Kampf gegen einen Reiter. Gerade der Tod des Vaters macht das Leben besonders schwer für die zwei, da er sich weigerte den Reiter zu töten und seither als Verräter und Feigling gilt. Doch Tarik setzt alles daran, dass ihr Leben besser wird und er den Namen seines Vater reinwaschen kann. Dieses Jahr soll es endlich klappen, dass er zur Jäger Prüfung zugelassen wird, nach dem in die Kommission bereits zwei Mal angewiesen hat. Doch Quirins aufmüpfiges und unangepasstes Wesen macht die ganze Sache für Tarik nicht einfacher. Vor allem als Quirin gegen eines der wichtigsten Gesetze Canthars verstößt spitzt sich die Lage zu.
"Das Streben des Jägers" ist der Auftakt zur "Wyvern" Reihe und dies merkt man auch im Laufe des Buches sehr gut. Vor allem der Beschreibung der Welt, der Gesetze und der Personen wird sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet. Dies erleichtert den Einstieg ungemein und hilft bei der Vorstellung sehr gut, geht dabei aber auf Kosten der Spannung. Über sehr weite Bereiche des Buches plätschert die Handlung eher vor sich hin und dies wird auch noch dadurch verstärkt, dass ab der zweiten Hälfte des Buches noch ein weiterer Handlungsstrang hinzugefügt wird. Dadurch werden neue Personen eingeführt, welche auch ausführlich beschrieben werden müssen. Besonders gestört hat mich an diesem zweiten Handlungsstrang, der sich zwei Barden widmet, dass am Anfang nicht ersichtlich war, wie dies in die Haupthandlung eingeflochten werden soll.
Die Charaktere allen voran natürlich die Brüder Quirin und Tarik sind äußerst sympathisch und durchaus lebensecht beschrieben. Sie kämpfen mit durchaus realen Problemen wie Geldmangel, Armut, Schule, Ausbildung und allgemeinen Geschwisterkonflikten. Dabei sind beide alles andere als perfekt, sondern bestechen eher durch ihre kleine Makel und Fehler. Durch ihre Vielschichtigkeit bekommen sie eine unglaubliche Tiefe und als Leser findet man leicht die eine oder andere Eigenschaft mit der man sich identifizieren kann. Besonders herausragend ist die unglaubliche Willenskraft und Stärke die beide mitbringen. Auch wenn dies an manchen Stellen ein wenig unrealistisch und aufgesetzt wirkt. Obwohl Tarik nur Stöcke zwischen die Beine geworfen wird, gibt er nicht auf, bewundernswert, aber wie gesagt, nicht ganz realistisch.
Die Wyvern, eine spezielle Unterart der Drachen, wurden sehr gut beschrieben, für meinen Geschmack hätte ihnen aber noch deutlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden können. Ich denke, dass dies aber im zweiten Teil der Fall sein wird.
"Das Streben des Jägers" ist eine durchaus durchdachte Fantasygeschichte, die allerdings auch reale Themen anspricht und von verschiedenen Seiten beleuchtet, wie z.B. das Thema artgerechte Tierhaltung. Hierbei zeigt die Autorin Veronika Serwotka verschiedene Denkweisen auf und versucht dem Leser das Thema ohne erhobenen Zeigefinger zu präsentieren.
Auch wenn ich die fehlende Spannung das Leseerlebnis ein wenig getrübt hat, bin ich trotzdem schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

entführung, krimi, jugendbuch, uhrmacher, oxford

Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper

Renée Holler
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 20.03.2017
ISBN 9783845815930
Genre: Jugendbuch

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(35)

47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

schweden, finnland, roman, petteri nuottimäki, familiengeschichte

Rechne immer mit dem Schlimmsten

Petteri Nuottimäki , Wibke Kuhn
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959670869
Genre: Humor

Rezension:

Mit der großen Hoffnung im Gepäck, dass in Schweden alles besser wird, wandert der Finne Matti Aalto mit seiner Familie dorthin aus. Der Neubeginn startet holprig und ein Todesfall in der Familie macht die ganze Sache nicht einfacher. Doch mit der Zeit scheint alles besser zu werden. Matti ist sehr erfolgreich mit seiner Raubtierinsekten-Zucht und verkauft diese als Schädlingsbekämpfung. Aber Matti weiß, dass es nicht immer so schön bleiben wird und rechnet wie immer mit dem Schlimmsten. Und schon bald soll er Recht haben, denn trotz seiner außergewöhnlichen Erziehungsmethoden scheinen die Kinder völlig motivationslos und unbegabt zu sein. Matti setzt alles daran seine Kinder wieder auf die Spur zu bringen und einen würdigen Nachfolger für sein Geschäft zu finden. Doch die Zeit läuft im davon.
„Rechne immer mit dem Schlimmsten“ ist der erste Roman des Finnen Petteri Nuottimäki, der wie auch seine Hauptperson Matti Aalto, in Schweden aufgewachsen ist. Diese Ähnlichkeit kommt nicht von ungefähr, denn der Autor hat sich bei diesem Buch von realen Begebenheiten inspirieren lassen.
Das Buch zeichnet sich durch einen etwas ungewöhnlichen Erzählstil aus. Generell wird die Geschichte von einem außenstehenden Dritten erzählt, dennoch hat man an manchen Stellen, dass Gefühl, dass der Erzähler ein Teil der Familie oder ein sehr enger Freund sein muss. Trotzdem werden immer wieder Lücken offenbart, in denen der Erzähler zu gibt, dass er eigentlich nicht so genau weiß was eigentlich passiert ist und das eben beschriebene wahr sein kann oder eben auch nicht. Unterstrichen wird das Ganze noch durch eine Reihe von Fußnoten, die einerseits zur Begriffserklärung dienen, was vor allem bei den Kriegsepisoden sehr hilfreich ist, andererseits aber auch um zusätzliche kleine Anekdoten zu erzählen. Ein wenig wird dadurch der Lesefluss unterbrochen, für mich war dies aber nicht weiter störend, da ich schlimmeres gewöhnt bin, z.B. aus „Schrecklich amüsant aber in Zukunft ohne mich“ von David Foster Wallace.
Auch wenn der Klappentext eine normale Familiengeschichte vermuten lässt, ist diese Geschichte sowie auch die Familie alles andere als normal. Die einzelnen Episoden die erzählt werden übertreffen sich an Absurdität und Skurrilität und dies trifft auch auf die Familienmitglieder zu. Hin und wieder bleibt einem als Leser nichts anderes übrig als den Kopf zu schütteln, zu staunen oder lauthals zu lachen. Zu meiner großen Verwunderung kann ich auch nach Abschluss des Buches keinen der Charaktere als liebenswert oder besonders sympathisch beschreiben. Trotzdem hat mich die Geschichte gefesselt und ich wollte wissen wie es Matti, seiner Frau Beata und seinen Kinder Raimo, Risto, Elina und Antti ergeht.
Der Einstieg in das Buch selbst ist mir persönlich äußerst schwer gefallen. Dies lag vor allem an dem gewöhnungsbedürftigen Erzählstil, aber auch an den Kriegsgeschichten von Matti. Im Nachhinein kann ich nicht mit Sicherheit sagen, an welcher Stelle genau der Punkt kam an dem ich Feuer und Flamme für die Geschichte wurde, aber von Kapitel zu Kapitel hat sie mir immer besser gefallen. An den Stil habe ich mich dann doch recht schnell gewöhnt und dieses ironische und sarkastische zu schätzen und lieben gelernt.
Auch das Ende fand ich sehr gut, da es eigentlich alle Handlungsstränge noch einmal aufgreift, zusammenführt und zu einem Abschluss bringt. Dennoch bleibt genug Raum für eigene Gedanken, wie es denn mit der Familie weitergehen wird.
„Rechne immer mit dem Schlimmsten“ ist eine etwas andere Art von Familiengeschichte, voll mit schwarzem Humor, ein wenig Slapstick und einem Haufen Sarkasmus und Raubinsekten. Kein leichtes Buch, aber definitiv eines bei dem sich die Mühe belohnt macht.

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(110)

317 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 77 Rezensionen

magonia, jugendbuch, vögel, fantasy, mariadheadley

Magonia

M. D. Headley , Julia Walther
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.04.2017
ISBN 9783453270176
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein normales Leben führen, dies ist der größte Wunsch der 16jährigen Aza Ray. Leider scheint ihr niemand diesen Wunsch erfüllen zu können, da sie seit ihrer frühesten Kindheit an einer seltenen Lungenkrankheit leidet. Die Ärzte sind rat- und machtlos, da Aza bis dato die einzige mit dieser Krankheit ist. Obwohl ihre Familie und ihr bester Freund Jason sich rührend um sie kümmern, verschlechtert sich Azas Zustand rapide. Ihre Atemnot wird immer schlimmer und auf einmal fängt sie auch noch an zu halluzinieren. Sie sieht ein Segelschiff in den Wolken und hört Vögel ihren Namen rufen. Und dann passiert es: Die Atemnot wird so schlimm, dass Aza zu ersticken droht. Als sie jedoch ihre Augen wieder auf schlägt befindet sie sich nicht auf der Intensivstation im Krankenhaus wie sie es erwartet hatte, sondern auf einem Schiff in den Wolken und ein Vogelmensch erklärt ihr, dass sie sich in Magonia befindet. Zum ersten Mal in ihrem Leben kann Aza frei atmen und fühlt sich gesund. Doch wie kam sie nach Magonia und was ist mit ihrer Familie und Jason?

Die Magonia- Reihe ist als Zweiteiler konzipiert, wobei der zweite Teil bis dato noch nicht auf Deutsch erschienen ist. Dies tut dem Lesevergnügen des ersten Bandes aber keinen Abbruch, da die Geschichte mehr oder weniger in sich abgeschlossen ist. Es gibt zwar offene Punkte an denen der Nachfolgeband anknüpfen kann, allerdings wird der Leser nicht mit einem Cliffhanger im Ungewissen gelassen. Meiner Meinung nach kann Magonia auch ohne den zweiten Teil gelesen werden.

Die Erzählperspektive wird im Laufe der Geschichte immer wieder gewechselt. Der Großteil wird aus Azas Sicht erzählt, es gibt aber auch einige Kapitel in den Jason die Rolle des Erzählers übernimmt. Aufgrund der kapitelweisen Strukturierung führt der Perspektivenwechsel zu keinerlei Verwirrungen, sondern ermöglicht dem Leser auch Jason besser kennen zu lernen. Der Erzählstil ist dabei besonders im ersten Teil sehr locker, legere und ein wenig flapsig. Dies passt aber sehr gut zu den beiden Protagonisten. Vor allem Aza besticht mit ihrer frechen und sarkastischen Art und Weise. Obwohl die durch ihre Krankheit stark eingeschränkt ist, versucht sie das Leben in vollen Zügen zu genießen und möglichst stark und unabhängig zu sein. Dies ändert sich aber sobald sie Magonia betritt. Ihr Gesundheitszustand verbessert sich zwar dramatisch, dafür wirkt sie sehr verunsichert, schüchtern und naiv. Bis zu einem gewissen Grad kann man ihren Wandel nachvollziehen, da sie sich in einer ihr völligen unbekannten und fremden Welt befindet. Trotzdem habe ich ihre freche, aufmüpfige Art doch sehr vermisst.

Jason ergänzt Aza perfekt und man versteht sofort, warum die zwei die besten Freunde sind. Jason glänzt vor allem durch sein einzigartiges Gedächtnis, seine Intelligenz und seinen Humor. Beide Charaktere heben sich deutlich von anderen Jugendlichen ihres Alters ab, sind aber trotzdem so sympathisch angelegt, dass man gerne mit ihnen befreundet sein möchte.

Meiner Meinung nach kann man das Buch in drei große Abschnitte einteilen. Den ersten der nur auf der Erde spielt, den zweiten der nur auf Magonia spielt und den dritten der sich beiden Welten widmet. Die Spannungskurve ist in allen drei Teilen sehr unterschiedlich ausgeprägt und gerade im zweiten Teil flacht sie sehr stark ab. Dort geht es eher um das Kennenlernen von Magonia und den Wesen die darin leben. Sehr gut hat mir gefallen, dass die Autorin auf aktuelle und wichtige Themen eingeht. Umwelt- und Tierschutz spielen genauso eine Rolle, wie auch Sklaverei und Rassismus. Dies alles verpackt sie sehr geschickt in die Geschichte, so dass der Leser sehr wohl zum Nachdenken angeregt wird, aber sich nicht belehrt oder bevormundet vorkommt. Den zweiten und dritten Teil finde ich persönlich ein wenig unausgeglichen, denn was an Spannung im Mittelteil fehlt wird am Ende hinzugestopft. Zum Schluss hin kam für meinen Geschmack ein wenig zu viel auf einmal und ich bin fast atemlos von einer Situation in die nächste gestolpert. Ein wenig konnte ich hierbei nachvollziehen wie sich Aza zu Beginn des Buches gefühlt haben muss.

Auch wenn Magonia einige Schwächen aufweist, hatte ich doch ein sehr angenehmes Lesevergnügen. Die detailreichen Beschreibungen und die phantasievollen Bewohner Magonias haben dabei maßgeblich beigetragen. Und seit der Lektüre ertappe ich mich immer öfter dabei, dass ich in den Himmel schaue und auf der Suche nach Schiffen bin. Ich freue mich schon sehr auf den Nachfolgeband.

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293 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

liebe, freundschaft, ruth hogan, england, verlorene dinge

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

Ruth Hogan , Marion Balkenhol
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 19.05.2017
ISBN 9783471351475
Genre: Romane

Rezension:

Am schwärzesten Tag seines Lebens hat Anthony Peardew die wichtigsten zwei Sachen in seinem Leben verloren, seine große Liebe und Verlobte Therese und ein Medaillon, welches er von ihr bekommen hatte. Unter den beiden Verlusten leidet Anthony auch Jahre später noch schwer und er hofft noch immer zumindest das Medaillon irgendwann wieder zu finden. Auf seinen Spaziergängen hält er daher ständig die Augen und offen und findet so einiges, nur nicht das was er sucht. Doch jeden gefundenen Gegenstand nimmt Anthony mit, etikettiert ihn liebevoll und bewahrt ihn auf. In der Hoffnung die Dinge irgendwann an den Besitzer zurückgeben zu können. Doch er weiß, dass ihm nicht mehr gelingen wird diese Aufgabe zu vollenden. So verfügt er, dass seine Assistentin und Haushälterin Laura sein Erbe fortführen soll. Laura tritt dieser Mammutaufgabe völlig unvorbereitet entgegen und weiß nicht wirklich wie sie dies bewältigen soll.
„Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ setzt sich aus mehreren Handlungssträngen zusammen. Neben der Geschichte von Anthony und Laura und der einzigartigen Sammlung gibt es auch noch einen Erzählstrang über Eunice und Bomber. Außerdem werden immer wieder kleine Geschichten der verlorenen Gegenstände eingeflochten. Trotz dieser vielen und auf den ersten Blick unzusammenhängenden Erzählstränge ergibt dies von Anfang an ein rundes Bild. Ich persönlich habe beim Lesen gespürt, dass alles irgendwie zusammengehört, auch wenn die Verbindung nicht sofort greifbar war.
Neben den vielen kleinen Episoden sind es vor allem die Charaktere die dieses Buch auszeichnen und zu etwas ganz besonderem machen. Autorin Ruth Hogan beschreibt ihre Charaktere mit einer unglaublichen Liebe und Hingabe und sehr detailreich, dass ich die Personen von Anfang an vor mir gesehen habe. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern trifft dies hier auch nicht nur auf die Hauptpersonen, sondern auch auf die, vielleicht eher unwichtigeren, Nebencharaktere zu.
Mein persönlicher Favorit war und ist Sunshine, das Nachbarsmädchen mit Daunendron (Down-Syndrom) und einer unglaublichen Begabung. Sie strahlt eine unglaubliche Lebensfreude und Herzenswärme aus und ist für mich der heimliche Star des Buches. Das sie des Öfteren unter ihrer Andersartigkeit gelitten hat wird kurz und vor allem ohne erhobenen Zeigefinger thematisiert. Trotzdem sind diese Passagen sehr ergreifend und regen, jedenfalls mich, zum Nachdenken an. Aber nicht nur Sunshine, sondern auch Laura, Freddy, Eunice und Bomber habe ich sehr in mein Herz geschlossen und der Abschied ist mir schwer sehr gefallen.
Die Stimmung des gesamten Buches ist eher eine ruhige und gediegene. Spannung und Action sucht man vergeblich, dies sollte aber von Anfang an klar sein, bei so einem „Feel good“ Titel. Der fehlende Spannungsanteil wird durch eine Achterbahn der Gefühle und ansprechende Wortwahl ausgeglichen. Ruth Hogan erschafft mit ihren Worten eine unglaubliche Stimmungskulisse die die Geschichte perfekt untermalt. An manchen Stellen musste ich laut lachen, während ich an anderen ein wenig zum schniefen kam oder den Kopf geschüttelt habe über diesen Irrsinn. Nach Abschluss des Buches saß ich minutenlang da, habe das Buch in Händen gehalten und über das gelesene nachgedacht. Dies passiert mir eigentlich eher selten, denn fertig, ist Ende ist aus. „Mr. Peardew“ hat bei mir aber deutlich nachgewirkt und tut es noch immer. Dies ist wieder mal eine dieser Geschichten die einem im Gedächtnis bleiben und nicht mehr loslassen.
„Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ ist meiner Meinung nach auf jeden Fall eines der Highlights des bisherigen Jahres. Liebenswerte Charaktere, eine herzerwärmende Botschaft und eine unglaubliche Stimmung machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem.

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freundschaft, rezepte, verrat, briefe, streit

Johannisbeersommer

Andrea Israel , Nancy Garfinkel , Franziska Weyer , Franziska Weyer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2010
ISBN 9783548610191
Genre: Romane

Rezension:

„Johannisbeersommer“ erzählt die Geschichte der zwei Freundinnen Lily und Valerie. Die beiden lernen sich in den 1960er Jahren kennen, da bereits ihre Eltern eine tiefe Freundschaft zu einander haben. Die beiden Mädchen wachsen zusammen und doch örtlich voneinander getrennt auf. Verbunden sind die beiden aber nicht nur durch ihre Eltern, sondern vor allem auch durch ihre Begeisterung und Liebe fürs Kochen und Backen. Ansonsten gibt es wenige Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Mädchen. Lily ist selbstbewusst, extrovertiert und künstlerisch begabt, wohingegen Valerie eher ruhig, zurückgezogen und ein naturwissenschaftliches Interesse pflegt. Doch Geheimnisse und Unstimmigkeiten überschatten die Freundschaft und der Kontakt reißt über die Jahre immer wieder ab. Doch ganz ohne die andere können sie auch nicht leben. Ein neuer Annäherungsversuch wird nach Jahren der Trennung gestartet. Wird ihre Freundschaft dieses Mal Bestand haben oder können sie die Vergangenheit einfach nicht vergessen.

Das besondere und auffälligste an „Johannisbeersommer“ ist die Erzählform. Diese bleibt auch nicht während des ganzen Buches gleich sondern wird mit den verschiedenen Zeitabschnitten die behandelt werden gewechselt. So besteht die 60er Jahre Epoche aus Briefen die sich die beiden Mädchen schreiben, die 2000er Jahre werden mit Hilfe von E-Mails erzählt und nur kurz Bereiche am Ende des Buches weisen eine Prosaform auf.

Zu Beginn war die Erzählform etwas verwirrend und ungewohnt, aber ich persönlich konnte sehr schnell in die Geschichte hineinfinden und empfand daher weder die Briefe noch die E-Mails als störend. Bereits Daniel Glattauer hat mit „Gut gegen Nordwind“ gezeigt, dass ein Buch, welches nur aus E-Mails besteht sehr gut funktionieren kann.

Zusätzlich hebt sich vor allem der längere Mittelteil, die 60er Jahre, durch die vielen Rezepte hervor. Aufgrund ihrer gemeinsamen Liebe zu gutem Essen gründen Lily und Valerie einen Rezept-Club und schicken sich ihre Lieblingsrezepte mit den Briefen mit. Besonders gut hat mir hierbei gefallen, dass die Rezepte wirklich nachgekocht werden können und vor allem dass es immer einen Bezug zur Geschichte gab. Es wurden nicht einfach wahllos irgendwelche Gerichte genommen, sondern man merkt dass die einzelnen Speisen für die Mädchen und für die Geschichte eine besondere Bedeutung haben.

Mit den Charakteren hatte ich über längere Zeit Schwierigkeiten und habe gerade anfangs die beiden öfter verwechselt. Dies ist meiner Meinung nach auf die Erzählform zurückzuführen, da der Leser erst nach und nach eine bessere Beschreibung und Vorstellung der beiden bekommt. Mit der Zeit wurde dies aber immer besser und zum Schluss hin hatte ich überhaupt keine Probleme mit dem Verwechseln mehr. Außerdem habe ich Valerie und Lily sehr gut vor meinem geistigen Auge sehen können.

Durch die Zeitsprünge lernt man die beiden sowohl als erwachsene Frauen wie auch als Teenager kennen. Anfangs war ich ein wenig irritiert über den teilweise sehr kühlen und aggressiven Ton in den E-Mails, da ja im Klappentext von Freundinnen die Rede war. Durch die nachfolgenden Kapitel die in den Jugendjahren der beiden spielen, wurde dieser Punkt aber geklärt.

„Johannisbeersommer“ zeigt auf sehr unterhaltsame und anschauliche Weise wie schwierig das Erwachsenwerden ist, aber auch die Schwierigkeiten in Bezug auf Freundschaften und Liebe. Erwartet hatte ich mir eigentlich einen eher seichten Frauenroman, bekommen habe ich allerdings viel mehr. Hier geht es eher darum wie wir durch unsere Eltern geprägt werden, wie das Leben uns manchmal mitspielt, und dass anderen immer scheinbar alles leichter fällt. Ein Buch das zumindest bei mir noch lange nach dem Lesen nachgewirkt und mich zum Nachdenken angeregt hat.

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pearlman

Apfelblüten im August: Roman

Ann Pearlman
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Refinery, 12.05.2017
ISBN 9783960480778
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Apfelblüten im August“ erzählt die Geschichte der beiden ungleichen Halb-Schwestern Sky und Tara. Eigentlich hat Sky alles im Leben was man sich wünschen kann. Einen wundervollen, sie vergötterten Ehemann, eine entzückende kleine Tochter, ein schönes Haus und einen guten Teilzeit-Job als Anwältin. Und auch Tara, die Wilde und Unangepasste, hat scheinbar endlich ihren Platz im Leben gefunden. Die Rap-Gang in der sie zusammen mit Lebensgefährten Aaron auftritt, startet gerade so richtig erfolgreich durch und sie befinden sich auf großer Tournee auf den USA. Mit im Gepäck natürlich immer ihr kleiner, entzückender Sohn.
Doch plötzlich bricht die ganze Idylle in sich zusammen und ein Schicksalsschlag nach dem nächsten prasselt auf die Schwestern ein. Troy, Skys Ehemann und große Liebe stirbt plötzlich und unerwartet an einer Vireninfektion und Sky zieht sich völlig in sich selbst und ihre Trauer zurück und droht daran zu Grunde zu gehen. Ihre Familie beschließt, dass es für sie das Beste wäre wieder in ihre Heimatstadt zu ziehen. Und so beginnt eine Reise quer durch Amerika bei der am Ende nichts mehr so ist wie es war.

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um eine Fortsetzung des Romans „Der Christmas Cookie Club“. Diese Information habe ich aber erst erhalten, als ich „Apfelblüten im August“ fertig gelesen hatte und ich muss sagen, dass ich nie das Gefühl hatte, dass mir wertvolle Information gefehlt hat. Beide Bücher kann man ohne Probleme unabhängig voneinander lesen, da sie in sich abgeschlossen sind.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Halb-Schwestern Tara und Sky erzählt. Durch diesen kapitelweisen Perspektivenwechsel bekommt man einen sehr guten Einblick in die Gefühlslage und Gedankenwelt der beiden, aber auch einen guten Eindruck wie sie auf die jeweils andere wirken. Sowohl Tara als auch Sky sind sehr starke Persönlichkeiten, die beide wissen was sie von ihrem Leben erwarten. Auf den ersten Blick scheinen sie völlig unterschiedlich und inkompatibel zu sein, dieser Eindruck verliert sich aber mehr und mehr je besser man die beiden kennenlernt. Von Kapitel zu Kapitel kann man mehr Gemeinsamkeiten entdecken und ihre Verhaltensweisen besser verstehen.
Auch die Nebencharaktere werden sehr detailreich und anschaulich beschrieben und tragen sehr zur Handlung bei. Im Vergleich zu anderen Büchern dienen hier die Nebendarsteller nicht nur als Statisten und Lückenfüller. Sie haben ihre eigene Geschichte und unterstützen maßgeblich die Botschaft die vermittelt werden soll.

Auch wenn der Titel einen klassischen Herz-Schmerz-Roman vermuten lässt, versteckt sich hinter den Seiten so viel mehr. Natürlich gibt es die klassischen Elemente eines Liebes- und Frauenromans, aber Autorin Ann Pearlman geht noch auf so viel mehr ein. Einerseits natürlich auf die Themen Verlust und Trauer, andererseits aber auch auf Vater-Tochter-Beziehungen. Aber auch Rivalität unter Geschwistern, Klassendenken, Rassismus, Selbst- und Fremdeinschätzung, Freundschaft, Familie, Erfolg und Ruhm sind zentrale Themen in der Geschichte. Besonders schön wird der Roman dadurch, dass diese Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet werden und man erkennt dass vieles was für einen selbst normal und alltäglich ist, für andere ein täglicher Kampf ist.
Im Anhang sind noch einige Kochrezepte aufgeführt, die die Geschichte perfekt abrunden. Hierbei handelt es sich um Gerichte die im Laufe des Buches Erwähnung finden, zusätzlich wird bei jedem Rezept noch einmal auf die Bedeutung und die Verbindung des Gerichts eingegangen. Dieses Kapitel rundet das Buch perfekt ab.
Bei „Apfelblüten im August“ handelt es sich um eine wunderbare und tiefgründige Familiengeschichte die zum Nachdenken anregt. 

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