Rennie

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270 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

stephen king, mercedes, thriller, horror, anschlag

Mr. Mercedes

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2014
ISBN 9783453269415
Genre: Romane

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

krimi, mord, pädophilie, großbritannien, scardale

Ein Ort für die Ewigkeit

Val McDermid , Doris Styron
Flexibler Einband: 588 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 29.04.2008
ISBN 9783426500989
Genre: Krimi und Thriller

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181 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

berlin, thriller, säure, profilerin, mord

Seelenriss

Hanna Winter
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.02.2013
ISBN 9783548283678
Genre: Krimi und Thriller

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394 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 115 Rezensionen

schweden, liebe, freundschaft, ove, verlust

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 21.08.2014
ISBN 9783810504807
Genre: Romane

Rezension:

Der 59jährige „Eigenbrötler“ Ove ist ein Mensch, auf den man ungern ein zweites Mal trifft. Griesgrämig, scheinbar boshaft und besserwisserisch, verbittert. Zumindest vermittelt so ein erster Eindruck. Doch blickt man hinter die Fassade, dann gewährt uns Fredrik Backman Stück für Stück Einblick in den echten Ove, einen warmherzigen Menschen, wie wir ihn uns eigentlich jeder als Freund wünschen würden. Doch bis der Leser versteht, dauert es ein ganzes Stückchen weit. So weit, wie eben der Roman über den Mann namens Ove dauert ;-) und ich habe keine einzige Seite davon bereut.

Leider musste ich in meinem Leben auch schon auf 2 oder 3 Oves treffen, bei denen ich mich gefragt habe, ob vielleicht hinter ihrer extrem starken Verbitterung – um nicht zu sagen Boshaftigkeit – nicht doch eher das Alleinsein oder das verzweifeln am Leben an sich stehen. Was würde ich machen, wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr gebraucht zu werden und noch dazu einsam und allein zu sein?

Noch keine 60 Jahre alt, verliert Ove nicht nur seine über alles geliebte Frau Sonja, mit der er fast sein ganzes Leben lang in aufrichtiger Liebe verbunden war, sondern auch noch seine Arbeit. In den vorzeitigen Ruhestand schickt man ihn und freuen müsse er sich doch eigentlich darüber, so zumindest die Ansicht seiner Vorgesetzten. Ove hat alles verloren, was ihm lieb und teuer ist. Einsam und allein sieht er keinen Sinn mehr in seinem Leben, wünscht sich nichts sehnlicher, als ihm ein Ende zu setzen und hofft, auf dem Weg sich das Leben zu nehmen, bald wieder bei seiner geliebten Sonja zu sein. Doch da macht ihm das Schicksal einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, denn er hat nicht mit seinen neuen Nachbarn, der liebevollen aber resoluten Parvaneh und ihrer Familie gerechnet. Die schwangere gebürtige Iranerin, ihr tollpatschiger Ehemann Patrick und ihre 3- und 7jährigen Töchter schneien in Oves Leben und bringen ihm damit nicht nur seine Pläne betreffs seiner Selbstmordabsichten gewaltig durcheinander, sie bringen noch so viel mehr in sein Leben, was mir einfach nur wundervolle Lesestunden über Freundschaft, Liebe, falsche Vorurteile und vermeintliche Griesgrämigkeit beschert hat.

Obwohl mich diese Geschichte von Anfang an in ihren Bann gezogen hat, habe ich sie absichtlich langsam gelesen, um ja nicht so schnell wieder aus Oves Leben verschwinden zu müssen, denn er ist mir in kürzester Zeit unwahrscheinlich ans Herz gewachsen und alle, die in diesem Buch, mit ihm zu tun haben, ebenfalls. Doch irgendwann kamen die letzten Seiten und mit ihnen auch die Wehmut, aber auch ein tolles Gefühl, dass ich diesen Ausschnitt aus Oves Leben verfolgen durfte. Mit einem Tränchen im Auge habe ich Abschied genommen und ich hoffe, dass noch sehr viele andere Leser den Weg zu Ove finden werden und von seiner Geschichte genau so angetan und begeistert sein werden, wie ich es war.

Ich finde es eine wunderbare und einfühlsame Idee, die Fredrik Backman hier mit seiner Geschichte um Ove dem Leser / der Leserin näher bringen möchte und ich finde auch, so ein Buch sollte – oder muss vielleicht sogar – ganz viele Leser finden. Vielleicht ändert sich ja dann die Einstellung bei einigen und vielleicht wird das Zugehen auf verbitterte Menschen ein wenig besser, als bisher. Ich glaube, aus Oves Leben können wir nur alle lernen.

Von mir bekommt die Geschichte über den Mann namens Ove die volle Punktzahl auf meiner persönlichen Bewertungsskala von 5 Sternen und ich hoffe sehr, dass die Verfilmung nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Ich freue mich schon sehr darauf.

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196 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 57 Rezensionen

berlin, mord, profilerin, thriller, lena peters

Opfertod

Hanna Winter
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.02.2012
ISBN 9783548283661
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Handlung …

Kriminalpsychologin Lena Peters wird als Profilerin für einen besonders grausamen Fall als Unterstützung herangezogen. Ein Serienmörder entführt Frauen und ermordet sie auf extrem bestialische Weise. Mehrere Leichen wurden bereits gefunden und bei allen Frauen fehlte ein Körperteil. Eines Tages wird eine noch lebende junge Frau in einem U-Bahn-Schacht gefunden. Auch ihr wurde ein Körperteil amputiert. Ob auch sie Opfer des Serienmörders wurde und ihm ein Fehler unterlaufen ist, weil sie sich lebend in Sicherheit bringen konnte? Als Lena mit den Kollegen beim BKA Berlin ihre Ermittlungen beginnt, stößt sie jedoch nicht nur auf Anfeindungen seitens dieser, sondern sie gerät auch bald selbst in den Blickwinkel des Mörders …

Meine Meinung …

Ich fand den ersten Fall um die Kriminalpsychologin Lena Peters sehr gut gelungen. Der Autorin ist mMn ein extrem spannender und packender Thriller gelungen, der mich schnell in seinen Bann zog und es schaffte, mich bis zum Ende zu fesseln. Die Figuren waren mir relativ schnell vertraut und mit Lena Peters ist Frau Winter in meinen Augen eine ziemlich taffe und lebensnahe „Schöpfung“ einer Ermittlerin gelungen, von der ich gerne noch mehr lesen möchte.

Hanna Winter beschränkt sich in diesem Thriller nicht nur auf die Jagd nach dem Serienmörder, sondern beschäftigt sich auch ausgiebig mit dem teilweise ziemlich abstrusen Leben der Protagonistin, wobei das Gleichgewicht meinem Empfinden nach aber noch sehr gut ausgeglichen war und gerade richtig für mich als Leserin. Noch haben mich die Abschweifungen in Lenas Vergangenheit und Privatleben nicht sehr gestört, weil die Autorin alles gut miteinander verwoben hat. Ich hoffe, diese Ausgewogenheit behält sie auch im Folgeband „Seelenriss“, dem 2. Fall für Lena Peters, bei, den ich hier schon griffbereit liegen habe. Wir werden sehen …

In jedem Fall bekommt „Opfertod“ von mir auf meiner persönlichen Bewertungsskala von 5 Sternen eine 3+ und gerne empfehle ich diesen Thriller weiter.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

mystery, porterville, kubus, ermittlungen, ebook

Porterville - Folge 9: 14 Sekunden

Simon X. Rost , Ivar Leon Menger
E-Buch Text: 57 Seiten
Erschienen bei Psychothriller GmbH E-Book, 12.07.2013
ISBN 9783942261517
Genre: Sonstiges

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

serienroman, thriller, fortsetzungsroman, böse, ebook

Porterville - Folge 8: Die Chronistin des Bösen

Anette Strohmeyer
E-Buch Text
Erschienen bei Psychothriller GmbH E-Book, 10.06.2013
ISBN 9783942261500
Genre: Sonstiges

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

porterville, ebook, fortsetzungsroman, mystery

Porterville - Folge 7: Götterdämmerung

Hendrik Buchna
E-Buch Text: 52 Seiten
Erschienen bei Psychothriller GmbH E-Book, 15.05.2013
ISBN 9783942261487
Genre: Sonstiges

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

mystery, porterville, fortsetzungsroman, mysterieserie, serie

Porterville - Mystery-Serie: TV DIGITAL-Edition (Folgen 1-3)

Raimon Weber , Anette Strohmeyer , Simon X. Rost
E-Buch Text
Erschienen bei Psychothriller GmbH E-Book, 17.05.2013
ISBN 9783942261494
Genre: Sonstiges

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455 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

mord, vergnügungspark, stephen king, geist, joyland

Joyland

Stephen King ,
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 17.06.2013
ISBN 9783453268722
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Um was geht es?

Sommer 1973. Der 21jährige Devin Jones hat sich zur Finanzierung seines Studiums während der Semesterferien um eine Stelle in „Joyland“, einem Vergnügungspark an der Küste North Carolinas, beworben. Als „Mädchen für alles“ soll Devin dort den Sommer über arbeiten. Einzig, dass er sich von seiner ersten großen Liebe, Wendy, dazu für viele Wochen trennen muss, macht dem jungen Mann ein wenig Sorgen. Schließlich haben sie „ES“ bisher immer noch nicht getan. Für einen Mann in Devins Alter nicht all zu leicht wegzustecken, vor allem weil „ES“ sein erstes Mal wäre. Doch wenn er wiederkommt soll sich auch das mit dem „ES“ erledigen. Zumindest denkt Devin so. Dass Wendy mit ihm per Brief Schluss machen soll und er durch seinen Job in „Joyland“ wenigstens ein bisschen von seinem ersten großen Liebeskummer abgelenkt wird, davon ahnt er noch nichts.

Doch auf nach „Joyland“: Devin lebt sich recht schnell bei den Schaustellern ein. Seine Arbeit macht ihm Freude und auch bei seinen Kollegen ist der hilfsbereite junge Mann bald beliebt. In der Nähe des Vergnügungsparks hat er ein Zimmer bei der netten mütterlichen Mrs. Shoplaw angemietet. Genau wie Erin und Mike, zwei junge Studenten, die ebenfalls in „Joyland“ den Sommer über arbeiten. Die drei freunden sich rasch an und zu ihrer Freude können sie zudem noch in einem Arbeitstrupp gemeinsam antreten. Der Sommer beginnt für Devin richtig gut. Er hat schnell Freundschaften geschlossen, sowohl mit Kollegen, als auch mit Schaustellern oder sogar dem alternden Jahrmarktsbesitzer. Schließlich packt Devin überall mit an und sagt auch bei dreckigen oder unbeliebten Jobs nicht „Nein“.

Eines Tages erfährt Devin, dass „Joyland“ auch ein trauriges und grausames Geheimnis birgt. Seine Vermieterin erzählt ihm, dass dort vor einigen Jahren ein junges Mädchen in der Geisterbahn von ihrem Begleiter auf bestialische Weise ermordet wurde und ihr Geist heute noch dort spuken soll. Schauergeschichte oder mehr? Devin hat weniger Angst, als dass er dem ganzen auf den Grund gehen möchte und da beginnt er zu recherchieren und schon bald soll für ihn nicht mehr alles so gut laufen, denn Devin macht Entdeckungen - grausig, dramatisch und alles andere als eitel Sonnenschein, wie sein bisheriges Tun auf dem Rummelplatz …

Meine Meinung:

Gefangen! Endlich wieder gefangen! Schon nach nur wenigen Seiten hat es der Autor einmal mehr geschafft, mich in seinen und den Bann der Geschichte zu ziehen. Allein um den Inhalt zu schildern musste ich mich verdammt bremsen, um nicht den ganzen Roman zu zitieren und nur ja nichts auszulassen. Nur einem Schreiber wie Stephen King ist es aus meiner Sicht bisher gelungen, innerhalb kürzester Zeit eine derartige Atmosphäre zu schaffen, die mich denken lässt:“Ja! Du bist irgendwie zu Hause angekommen. Das ist die Welt, in der Du Dich wohl fühlst!“

Und nur wenige Autoren schaffen es, dass sich mir beim Lesen Bilder wie von einem Film vor meinem geistigen Auge zeigen.

Horror? Nein! Horror ist es schon längst nicht mehr, was Stephen King für mich ausmacht. Wer die Schreibweise des Autors über die vielen Jahre hinweg verfolgt hat, wird mir sicher zustimmen können, dass er mit seiner Art zu schreiben weitaus mehr erschafft als schnöde abgedroschene Schundschocker. Für mich sind viele seiner Romane, besonders die der letzten Generation, genauso wie „Joyland“, eher der Dramaturgie zuzuordnen. Zumindest für mein Empfinden. Der sogenannte „Horror“, welchem King immer – meist von Nichtlesern – zugeordnet wird, ergibt sich eher aus dem Hintergründigen, das der Leser für sich selbst und gerade aus den nicht geschriebenen Zeilen entdeckt. Dem, was der Autor der Fantasie des Lesers überlässt mit seinen Geschichten.

Die Welten, die Zeiten und die Figuren, die King kreiert, sind einfach einzigartig. Einerseits immer wieder vertraut, anderseits neu, unheimlich, spannend und faszinierend.

„Joyland“ ist definitiv kein Horror der gängigen Klasse, sondern weitaus mehr als das. „Joyland“ war für mich als Leserin ein Ereignis der ganz besonderen Art, welches schwer zu schildern, aber hervorragend zu lesen ist.

Wer Stephen King nur vom Hörensagen, als Horror-Autor der ersten Stunde, kennt, der könnte vielleicht etwas anderes erwarten. Für mich, als „Stammleserin“ war es aber wieder Güteklasse 1A, was mir mit „Joyland“ geboten wurde. Volle Punktzahl für meinen Lieblingsschriftsteller und bitte bitte hoffentlich bald wieder mehr davon.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Totennacht

Todd Ritter , Michael Windgassen , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2012
ISBN 9783499258701
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Geschehen aus meiner Sicht:

 „Ein kleiner Schritt für einen Mann, aber ein großer Schritt für die Menschheit.“

In der Nacht des 20. Juli 1969, in der diese denkwürdigen Worte gesprochen wurden, verschwand in dem beschaulichen amerikanischen Städtchen Perry Hollow der 10jährige Charlie Olmstead spurlos. Einzig sein Fahrrad konnte die örtliche Polizei aus einem nahegelegenen Fluss fischen. Man ging davon aus, dass der Junge ertrunken sei, aber den wirklich gelösten Fällen konnte man das Verschwinden von Charlie auch über 40 Jahre später nicht zuordnen.

Nun, in der Gegenwart, versucht Charlies Bruder Eric, der damals noch ein Baby war, in Gedenken an seine kürzlich verstorbene Mutter das Rätsel um Charlies Verschwinden zu lösen. Unterstützung findet er bei Polizeichefin Kat Campbell und dem ehemaligen Polizisten Nick Donnolly. Schon bald finden sie heraus, dass seit damals noch mehr Jungen verschwanden und zwar immer dann, wenn es wieder zu einer Mondlandung kam. Grausige Geheimnisse scheinen sich langsam zu lichten und Stück für Stück kommen die Ermittler der Klärung um das Verschwinden des kleinen Charlie immer näher …

Meine Meinung dazu:

Die Story an sich fand ich eigentlich recht interessant und auch die Aufklärung des Falles gestaltete sich teilweise recht spannend, allerdings hätte ich mich über weniger Langatmigkeit gefreut.

Leider gestaltete sich dieser 2. Fall mit Polizeichefin Kat Campbell für mich nicht mehr so fesselnd, wie der erste Band „Das Schweigen der Toten“.

Ich wollte zwar unbedingt wissen, was es mit dem Verschwinden der Jungen auf sich hat, bzw. was und wer dahintersteckt, aber trotz allem gab es immer wieder Stellen, an denen ich mich auf Grund ihrer Längen nicht wirklich konzentrieren konnte und dadurch manche Absätze öfter lesen musste.

Auch die letztendliche Aufklärung war mir ein wenig zu schwammig und an den Haaren herbei gezogen, so dass ich diesen Thriller leider nur mit 3 von 5 Sternen als einigermaßen mittelmäßig bewerten kann.

Trotzdem würde es mich freuen, wieder von Kat Campbell und Nich Donnolly zu hören. Die Figuren an sich und ihr Umfeld finde ich nämlich nach wie vor immer noch sehr gelungen und so würde ich doch nur zu gerne wissen, wie es mit ihnen weiter geht.

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232 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 31 Rezensionen

humor, familie, ralf schmitz, mama, mutter

Schmitz' Mama

Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 09.09.2011
ISBN 9783596191109
Genre: Comics

Rezension:

Zum Inhalt:

Warum sagt Mama immer „Dingens“? Was hat Mama mit Hannibal gemeinsam? Wie zum Teufel beendet man ein Telefonat mit Mama?

Ralf Schmitz geht für solche und ähnlich knifflige Rätsel ungehemmt auf Lösungssuche. Und spätestens, wenn er von Mamas schlimmsten Geschenken, unpassendsten Umräum-Aktionen und gruseligsten Kochversuchen erzählt, werden Sie sich fragen: Woher kennt Ralf Schmitz eigentlich meine Mutter?!

(Klappentext)

 Meine Meinung:

Ralf Schmitz hat eine von diesen … von diesen … tja wie soll man sich da ausdrücken? Na eben eine von diesen Mamas. Und mit der hat er es anscheinend nicht immer ganz leicht, bzw. sie mit ihm. Ralf erklärt uns in seinem Buch ausführlichst, manchmal sogar mehr als das, wie nervig, wie kontrollierend, wie gluckenhaft, aber auch wie liebevoll und warmherzig seine Mama ist. Und je mehr Ralf davon erzählt, wie sehr ihm seine Mama wohl auf den Geist geht, umso mehr merkt man, wie lieb er sie doch ganz tief im Herzen hat. Ohne Mama wäre es halt auch nichts … das muss letztendlich auch ein Herr Schmitz zugeben.

Ach Herr Schmitz … und danke für die intimen Fotos. Besser hätte man das Ganze nicht mehr untermalen können grins

Ein wunderbar herzerfrischender und witziger Roman eines brillanten Komikers, der mir mit seinen Erzählungen nicht nur über Mama, sondern auch den Rest seiner kauzigen Familie, einige humorvolle Lesestunden geschenkt hat. Parallelen zu anderen Müttern und Familien sind angeblich rein zufällig und nicht beabsichtigt ;-)

Knapp die volle Punktzahl für diesen witzigen und dabei doch so realitätsnahen Roman, der wohl in jedem von uns nicht nur Kindheitserinnerungen wachrüttelt.

 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Eismaschine

Oliver Kern
E-Buch Text: 18 Seiten
Erschienen bei null, 07.04.2013
ISBN B00C94G6MQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhaltsbeschreibung:

Kurzgeschichte: In den 1970er Jahren ist in dem kleinen Dorf die Welt noch in Ordnung. Zumindest bis zu jenem Tag, an dem im Gemischtwarenladen eine Eismaschine aufgestellt wird. Die Freude darüber währt nur kurz, denn nach und nach verschwinden Kinder aus dem Dorf. Spurlos. Und damit beginnt der Horror!

Meine Meinung:

Nach einem etwas längerem Buch bin ich am überlegen, was ich als nächstes lesen soll und da ist mir für zwischendurch "Die Eismaschine" untergekommen.
Ich fand diese Kurzgeschichte ganz OK. Kein Reisser, aber … "Für die kurze Gänsehaut zwischendurch bestens geeignet".
Ich hätte mir die eigentliche Story dennoch etwas brutaler und dafür länger vorstellen können. Hätte doch glatt eine Blitzidee von Stephen King sein können. Zumindest habe ich die für Stephen King so typische Kleinstadt und die Jungen schon ein klein wenig vor meinem geistigen Auge gesehen.
Von mir gibt es 3 Sterne für diesen kurzen Ausflug.

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28 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

zeitreisen

Darkside Park: Mystery-Thriller

Christoph Zachariae , Ivar Leon Menger , John Beckmann , Simon X. Rost
E-Buch Text
Erschienen bei Psychothriller GmbH E-Book, 29.11.2012
ISBN 9783942261234
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung:

Porterville, ein fast schon verdächtig idyllisch anmutendes Städtchen an der Ostküste Amerikas. Einerseits ruhig und friedlich, andererseits die Wirkung eines totalitären Staates, in dem Menschen mundtot gemacht werden oder sogar komplett von der Bildfläche verschwinden.

Dann wieder fast ironisch und schräg, wenn z.B. der „bleiche Mann“ auf der Bühne erscheint oder wenn man erfährt, dass so ziemlich jeder Haushalt über einen fantastischen „Frozen King A Plus“, schlichtweg ein und dem selben Kühlschrank, verfügt.

6 Autoren erzählen kapitelweise Episoden über die Stadt Porterville und ihren Einwohnern. Dabei erlebt der Leser nicht nur die Gegenwart, sondern erfährt auch zeitweise aus vergangenen Tagen und der scheinbaren Gründerzeit. Viele Geheimnisse ranken sich um die schier eingeschworene Gemeinschaft des Ortes und Fremden fällt es schwer dort Fuß zu fassen, allerdings noch schwerer, das Örtchen wieder zu verlassen.

Kapitel für Kapitel wird von der abscheulichen, aber auch faszinierenden Welt Portervilles berichtet und obwohl stets ein anderer Autor am erzählen ist, so verbinden sich die einzelnen Handlungsstränge doch recht bald miteinander und lassen dadurch eine ganz besondere Atmosphäre beim Lesen entstehen.

Ich hatte zwar beim Einstieg in den „Darkside Park“ kleine Eingewöhnungsschwierigkeiten mit den einzelnen Schreibstilen, konnte dann aber doch recht schnell in die unheimliche Story und das Geheimnis um eine Stadt eintauchen. Da sich die Mystik um Porterville nur häppchenweise zu klären scheint, fiel es mir unheimlich schwer, Pausen einzulegen. Nur zu gerne wollte ich doch wissen, was hinter dem ganzen steckt und meine Neugier befriedigen. Zwar hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht und vorgestellt, aber trotz allem war „Darkside Park“ für mich ein Leseerlebnis der anderen … der besonderen Art. Übrigens wäre ich auch gerne dabei, falls mal eine Verfilmung angedacht sein sollte. Die könnte ich mir richtig gut vorstellen ;-)

Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich gute 4 Sterne für diese ausgeklügelten Entwicklungen. Schließlich dürfte es nicht gerade einfach sein, wenn 6 Autoren unter einen Hut gebracht werden wollen.


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109 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

gretchen lowell, mord, serienmörderin, archie sheridan, portland

Sterbensschön

Chelsea Cain , Fred Kinzel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.05.2013
ISBN 9783442381517
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:

In der Nähe von Portland wird eine grausam verstümmelte Leiche in einem Park entdeckt. An den Füßen erhängt und gehäutet wird ein Mann dort von einem Radfahrer aufgefunden. Das Opfer muss grausamsten Qualen ausgeliefert gewesen sein. So beginnt der neueste Thriller aus der Feder von Chelsea Cain oder besser gesagt der neueste Fall für Detective Archie Sheridan. Während Archie mit seinen Ermittlungen beginnt, sitzt an anderer Stelle Gretchen Lowell – seine einstige Peinigerin – scheinbar gesichert in einer psychologischen Einrichtung. Doch in diesem Band sollen die beiden wieder aufeinander treffen. Archie wird vom Leiter der Klinik informiert, dass Gretchen nach ihm „verlange“. Angeblich wüsste sie, wer hinter dem Mord an dem Mann im Park steckt und sie wisse auch, dass es nicht bei dieser einen Tat bleiben wird. Auch wenn Archie bis heute seine Folterungen durch Gretchen nicht verwunden hat und es für seine Psyche das schlimmste zu sein scheint, wenn er wieder auf sie trifft, so kann er sich ihr wieder einmal mehr nicht entziehen …

Gretchen is back und damit auch Chelsea Cain und das stärker und besser als je zuvor.

Ihr letzter Thriller „Totenfluss“ konnte mich so gar nicht begeistern. Das lag wohl daran, dass er ziemlich wenig mit der eigentlichen „Gretchen-Trilogie“ gemein hatte, durch die die Autorin so berühmt wurde.

Entweder hat auch Chelsea Cain das an Hand diverser Kritiken erkannt oder sie hat einfach wieder „den Draht“ zurück gefunden. Fakt ist, dass ich von „Sterbensschön“ restlos begeistert, gefangen und gefesselt war.

Alleine die Dialoge zwischen Gretchen und Archie und die Anziehungskraft, die Gretchen wohl immer noch auf den Detective hat, lassen die „alten Zeiten“ wieder aufleben. Dazu noch die grausamen Spielchen Gretchens, an denen so viele Leser Gefallen gefunden zu haben scheinen, lassen „Sterbensschön“ zu einer wahrlich bombastischen Fortsetzung um Gretchen und Archie werden. Und endlich kommt auch so einiges aus Gretchens früheren, wahren Leben, zum Vorschein. Kann sich Archie ihrem Einfluss dieses Mal endlich gänzlich entziehen oder schafft Gretchen es vielleicht, ihn endgültig und für immer zu „besiegen“? Na, das müsst Ihr schon selbst lesen ...

Für mich ist der neueste Chelsea Cain auf jeden Fall eines der Thriller-Highlights des Jahres 2013! 5 von 5 Sternen! Wenn ich könnte wären es auch noch mehr ;-)

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299 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

selbstmord, thriller, stalker, höllentalklamm, psychothriller

Höllental

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.02.2013
ISBN 9783442475612
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:

Die 22jährige Laura Waider begeht ihren letzten Weg, der sie auf die Brücke über der gefährlichen Höllentalklamm oberhalb von Grainau, in der Nähe der bayrischen Marktgemeinde Garmisch Partenkirchen, führt. Keinen anderen Ausweg sieht sie mehr, als sich von dieser Brücke in den sicheren Tod zu stürzen.

Gerade noch rechtzeitig wäre Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, an Ort und Stelle aufgetaucht, er kann Laura sogar noch am Arm erwischen und könnte sie retten, doch Laura will nicht mehr weiterleben – er sieht es in ihrem angsterfüllten Blick – und sie entwindet ihm ihre Hand absichtlich um dem unausweichlichen Tod zu folgen.

 Roman Jäger steht unter Schock, kann sich nicht erklären, warum so ein junges Mädchen gewaltsam in diesen grausamen Schlund springt. Doch noch als er versucht, seine Albträume dieses Erlebnisses zu verarbeiten, wird er selbst in die Tragödie um Lauras Tod hineingezogen … mehr als ihm lieb ist …

 Schon nach den ersten Seiten hat es Winkelmann dieses Mal wieder geschafft, mich in den Bann seiner Geschichte zu ziehen. Brutal und ohne großes Intro schafft der Autor schon zu Beginn von „Höllental „ einen grausigen Einstieg, dem der Leser atemlos gegenübersteht. Natürlich war ich von Anfang an genauso geschockt vom Selbstmord der jungen Laura und wollte dem Geheimnis um ihren grausigen Entschluss, genauso wie der junge Bergwachter Roman Jäger, auf die Spur gehen.

 Dabei wendet sich die Story über mehrere Kapitel immer wieder zwischen dem bayrischen Berggebiet und einem nicht lange zurück liegenden Einsatz von Elitesoldaten in Afghanistan. Wie Winkelmann diese beiden Handlungsstränge miteinander verbindet, ist ihm mMn erstklassig, spannend und eindrucksvoll gelungen. Eine durchaus vorstellbare Handlung hat der Autor mit diesem Buch geschaffen, auch wenn man anfangs noch keine rechten Parallelen erkennen will, da die Szenarien in so unterschiedlichen Regionen spielen. Doch genau das macht auch „Höllental“ für mich wieder zu einem fesselnden Thriller, wie ich ihn gerne aus der Feder des Autors lese. Seine unerwarteten Verbindungen und letztendlich Zusammenführungen finde ich genial gemacht.

 4 von 5 Sternen auf meiner persönlichen Bewertungsskala für „Höllental“ von Andreas Winkelmann!

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306 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 41 Rezensionen

thriller, deutschland, trauma, hypnose, mord

Stigma

Michael Hübner
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.04.2011
ISBN 9783442474172
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:
Der erfolgreiche junge Thriller-Autor Tom Kessler lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn glücklich, aber ziemlich zurück gezogen in einem schicken Häuschen am Rande der Stadt. Mit Menschen kann Tom nicht so recht umgehen und ihre Nähe ist ihm unheimlich, denn Tom hat wohl das schlimmste erlebt, was ein Mensch dem anderen zufügen kann. Vor 13 Jahren, als Tom noch ein Teenager war, geriet er in die Fänge eines sadistischen Serienmörders. Zwar nur für einige Stunden, aber diese sollten sein Leben für immer verändern. Auch heute noch befindet sich Tom in psychologischer Behandlung. Rein äußerlich ist Tom zwar einigermaßen genesen, aber seine inneren Narben scheinen nie zu heilen. Zum Glück wurde der Mensch, der den Jungen und noch zahlrieche andere Kinder bestialisch folterte, für immer weggesperrt. Oder? Eines Tages wir Tom Kessler plötzlich wieder von seiner Vergangenheit eingeholt. Ein kleines Mädchen kommt auf grausame Weise zu Tode und alles erinnert an den Täter von damals. Sogar eine Botschaft hat er Tom hinterlassen. Doch wie kann das sein? Was ist damals wirklich geschehen und wurde der Sadist tatsächlich gefasst und für immer aus Toms Leben verbannt? Ein grausiges Spiel beginnt für Tom und es zieht den Leser gleich mit in seinen widerwärtigen Bann …

Nachdem ich von Michael Hübners aktuellem Thriller „Todesdrang“ schlichtweg begeistert war, habe ich mir nun auch seinen ersten Roman geholt und was soll ich sagen? Auch dieser hat mir beim Lesen schier den Atem geraubt. Der Autor hat es wieder geschafft, mich von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Den Verlauf und die Windungen, die Hübner seiner Story gegeben hat, fesseln von Seite zu Seite. Verdächtigungen, Vermutungen … all das sollte man gar nicht erst versuchen bei Michael Hübner, tut es aber aus Gewohnheit und verrennt sich damit nur noch mehr in einem Spannungsstrudel ohne Ende. Immer wenn ich dachte, ich wüsste, was als nächstes passiert oder ich hätte eine Ahnung, wer hinter all dem Grauen steckt, welches Tom Kessler widerfährt, wurde ich bereits auf der nächsten Buchseite eines besseren belehrt. Mal ganz abgesehen von einem absolut verblüffendem Ausgang der Geschichte.

Auch meine persönliche zweite Begegnung mit Michael Hübner war wieder ein tolles Leseerlebnis und ich kann den Autor nur jedem Liebhaber von Thrillern wärmstens ans Herz legen.
Auf meiner persönlichen Bewertungsskala von 5 Sternen erhält „Stigma“ eine hervorragende 4!

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

tv-serien, fun facts, 80iger jahre, kultserie, 80er jahre

Ein Kult für alle Fälle

Niklas Hofmann , Klaus Raab
Flexibler Einband: 207 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.03.2013
ISBN 9783518464236
Genre: Humor

Rezension:

Meine Meinung:
Also von diesem Büchlein habe ich mir wesentlich mehr versprochen, als es letztendlich bietet. In der Hauptsache listet „Ein Kult für alle Fälle“ Fakten zu bekannten TV-Serien der Achtziger Jahre. Aufgebaut sind die Kapitel dabei alle recht ähnlich: Zunächst einmal geht es um die Grundfakten, wie Originaltitel, Erstausstrahlung in USA und Deutschland, Episoden- und Staffelanzahl oder auch wer die Serie erdacht hat.
Gewürzt wird das Ganze dann noch mit einer Kurzbeschreibung der Charaktere, dem eine ebenso kurze, noch dazu von den Autoren erdachte, Episode folgt, wie sie hätte wohl damals ausgestrahlt werden können.

Zur Auflockerung gibt es dann auch mal Kapitel, die sich mit den beliebtesten Vornamen der damaligen Zeit beschäftigen oder Werbespots von damals in Worten, wie z.B. „…Sie baden gerade Ihre Hände darin! In Geschirrspülmittel? Neiiiiiiiiin … in Pal****!“. Wer kennt sie nicht, die gute alte Tilly?
Schön ist auch eine Weltkarte fiktiver Länder. Schließlich muss sich der Geograf unter den Serienjunkies ja vorstellen können, wo seine Helden von damals eigentlich gelebt haben. Den genialen Oberhammer haben die Autoren aber dann doch mit dem Quartett geschaffen. Quartett? Kennt Ihr noch, oder? Da gibt es z.B. Colt Sievers GMC Sierra Grande oder den VW Rabbit Convertible von Remington Steele.

Also mal ganz ehrlich: Sind das wirklich Dinge, die der einstige Fan wirklich wissen muss und wenn ja, kann er sie dann nicht schnell mal googeln oder bei Wiki nachschlagen? Ich hatte mir wirklich wesentlich mehr versprochen, wenn es nach dem Klappentext ginge, als bloße Fakten, die aussehen, als habe man Wiki-Einträge kopiert.
Ganz ehrlich habe ich das Büchlein auch nicht zu Ende „gelesen“, weil es mich ziemlich schnell gelangweilt hat.

Einzig einen Stern auf meiner persönlichen Bewertungsskala kann ich dafür vergeben, dass die Autoren auch einige witzige Hinweise zu den Serien, den Darstellern und den Filmfiguren geben, nach denen man vielleicht dann doch etwas länger googeln müsste.

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internet, thriller, spiel, tod;, spionieren

Todesdrang

Michael Hübner
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.04.2013
ISBN 9783442479030
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:

Stellt Euch vor, Ihr scrollt mal wieder gedankenverloren auf Facebook, WKW, stayfriends oder lokalisten.de die neuesten Nachrichten durch und plötzlich öffnet sich ein Nachrichtenfenster. Noch klingt es nicht ungewöhnlich. Stellt Euch weiterhin vor, dieses Fenster beinhaltet folgende Frage: „Was wünscht Dur Dir?“. Wie viele von uns würden diese Aufforderung nicht einfach wegklicken, sondern irgendeine „Weisheit“ hinterlassen, wie z.B. „viel Geld“ oder „im Lotto gewinnen“ oder ähnlichem. Schließlich ist man doch dafür auf solch einer Plattform unterwegs, oder? Um auch mal witzige oder sarkastische Kommentare zu hinterlassen. Oder?

Dirk Bukowski, erfolgreicher Banker und glücklich verheirateter Vater, macht genau das, was wahrscheinlich die meisten von uns an seiner Stelle getan hätten. Gerade gut drauf und ohne jegliche Hintergedanken tippt er darauf los: „Ich habe bereits alles!“. Dirk klickt das Fenster weg und schmunzelt vor sich hin. Was manchen Usern nicht alles einfällt. Wer weiß, wem da wieder mal langweilig war und wer gerade nichts Besseres zu tun hatte, als die anderen nach ihren Wünschen zu fragen. Doch Dirk weiß nicht, mit wem er sich gerade unterhalten hat und wie wütend er mit seiner Antwort den Fragesteller gemacht hat. Wie überheblich und arrogant die Antwort für den Unbekannten doch klingt, der auf der Suche nach einem neuen Opfer ist. In Dirk scheint er es gefunden zu haben. Für den Unbekannten zählt nur noch ein Gedanke. Er will diesem überheblichen Banker alles, wirklich alles nehmen, was ihn zu dieser großspurigen Antwort veranlasst hat. Ein neues Spiel beginnt und Dirk soll dieses Mal die Hauptfigur darin sein.

Michael Hübner hat es mit seinem packenden Thriller geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und mitzureißen. Beim Lesen bin ich schier in die Rolle seines Protagonisten Dirk hineingeschlüpft und habe mit ihm gelitten und gekämpft. Nicht nur dass seine Hauptfigur einer grausamen Intrige nach der anderen ausgeliefert ist und dadurch selbst zum Hauptverdächtigen für die Polizei wird. Viel schlimmer ist, dass Dirk in sich selbst bald eine bisher ungeahnte und ziemlich schwarze Seite entdeckt. Je mehr der unbekannte Psychopath Dirk mit seinen abscheulichen Taten quält, umso mehr muss Dirk versuchen, nicht selbst zum Untier zu werden.

Buchseite für Buchseite hat mich diese absolut spannende Handlung und gleichzeitig auch Verwandlung eines gutsituierten Bürgers unserer Gesellschaft gepackt. Sogar zum Ende hin schaffte es Herr Hübner noch, mit absolut unerwarteten Geschehnissen aufzuwarten und mich auch dann noch mit Verblüffung zurück zu lassen, nachdem ich den Buchdeckel bereits längst geschlossen hatte.

Für mich war dies der erste Thriller aus der Feder Michael Hübners, aber mit Sicherheit nicht der letzte. Volle Punktzahl von mir für einen faszinierenden und spannenden Thriller der gehobenen Klasse!

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internet, google, tobias mann, googl, ullstein

Hilfe, die Googles kommen!

Tobias Mann
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.04.2013
ISBN 9783548374536
Genre: Humor

Rezension:

Meine Meinung:
Vom Kabarettisten Tobias Mann noch nie gehört, ging ich sozusagen als Frischling an das Lesen seines Buches heran, wobei mich bereits die witzige Umschlaggestaltung – alleine die Farben und das ein wenig konfus gestaltete Cover erinnern doch gleich irgendwie an eine der größten Suchmaschinen im Netz – und in erster Linie eine Leseprobe neugierig gemacht haben. Allein schon deshalb, weil ich so viele Parallelen zu mir selbst finden konnte. Angefangen bei meinen eigenen ersten Schritten in das große World Wide Web bis hin zu heute schier unumgänglichem mailen, chatten, surfen, posten etc. und den damit verbundenen Vor- aber auch Nachteilen.
Dies alles mit einer Prise Humor, aber auch Sarkasmus gewürzt, vorgesetzt zu bekommen, sollte ein Lesevergnügen der ganz eigenen Art werden.

Wenn man den Werdegang des Internets und der immer größeren Abhängigkeit damit auf so eine amüsante Weise, wie Herr Mann dies tut, präsentiert bekommt, kann es schon mal zu dem ein oder anderen Lachanfall kommen. Zumindest erging es mir so. Allerdings erst mal nur das erste Drittel des Buches lang. Dann gab es leider eine Flaute, nämlich als sich der Comedian plötzlich irgendwie genötigt sah, mir als Leser, seine politische Meinung kundzutun. Zwar verpackte Herr Mann auch diese Sticheleien und Hiebe auf die Politik ganz im allgemeinen, aber auch speziell auf bestimmte Personen auf humoristische Art und Weise, trotzdem war für mich ab diesem Zeitpunkt irgendwie die Luft raus. Politisches Kabarett ist jetzt nicht so wirklich mein Ding und teilweise langweilten mich da auch diverse Vergleiche, die man eh schon zig Mal aus anderen Mündern der heiteren Unterhalter gehört hat.

Zwar fängt sich Tobias Mann auch wieder und findet zurück zu seinem Einstieg, doch so amüsant wie zu Beginn fand ich das Buch dann doch nicht mehr.

„Hilfe, die Googles kommen!“ war aber dennoch ein ziemlich amüsanter Einblick in unser tägliches Leben mit dem Multimedialen und bekommt auf meiner persönlichen Bewertungsskala von 5 Sternen eine gute 3. Bei Gelegenheit greife ich bestimmt mal wieder zu einem Buch des Autors.

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2.441 Bibliotheken, 46 Leser, 9 Gruppen, 270 Rezensionen

thriller, psychothriller, schlafwandeln, sebastian fitzek, schlafwandler

Der Nachtwandler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2013
ISBN 9783426503744
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:

Als Leon Nader eines Morgens erwacht bekommt er gerade noch mit, wie seine schrecklich entstellte Frau Natalie völlig überstürzt einige ihrer Habseligkeiten in einen Koffer stopft und fluchtartig die Wohnung verlässt. Was ist nur passiert? Wer hat Leons Frau so furchtbar misshandelt und warum lag in ihrem letzten Blick, den sie Leon zuwarf so viel Angst und Schrecken? Leon beginnt zu vermuten, dass er am Zustand seiner Frau schuld ist. Bereits in seiner Jugend diagnostizierte man bei Leon Somnambulismus, eine Krankheit, mit der man Betroffene umgangssprachlich auch als Nacht- oder Schlafwandler bezeichnet. Lange Jahre hatte Leon gedacht, er wäre geheilt, doch plötzlich scheinen seine schlimmsten Albträume wieder Wirklichkeit geworden zu sein und das spurlose Verschwinden von Natalie war erst der Anfang aus einer, wie es scheint, nie mehr enden wollenden Odyssee von Trugbildern, die sich mit Leons wahrem Leben vermischen. Was passiert eigentlich wirklich mit Leon des Nächtens? Zu welchen Taten scheint er fähig zu sein? Diese Fragen lassen ihn einfach nicht mehr los …

 

Eigentlich bin ich ein großer Fan des Autors, aber dieses Mal hat er mich leider ziemlich enttäuscht. „Der Nachtwandler“ konnte mMn in keinster Weise halten, was der Klappentext des Buches versprochen hat. Die Krankheit „Somnambulismus“ oder auch Nachtwandeln genannt, die der Autor dieses Mal als Kern seiner Story nimmt, wäre eventuell ein guter Ausgangspunkt für eine spannende Handlung geworden, aber bei mir ist nichts dergleichen angekommen. Zum einen wartete ich immer darauf, dass endlich etwas geschieht, dass sich – wie ich es von Sebastian Fitzek gewohnt bin – ein unheimliches Gefühl beim Lesen einschleicht oder sein „verrückt kranker Irrsinn“, den ich aus seinen Büchern gewöhnt bin, irgendwo ansetzt. Bedauerlicherweise konnte ich jedoch nichts dergleichen feststellen. Im Gegenteil, irgendwann gelangte ich an eine Stelle, an der ich schon gar nicht mehr wusste, ob sich Fitzeks Protagonist Leon gerade im Wach-, im Dämmer- oder im Schlafzustand befindet und das alles wirkte dann doch recht verwirrend auf mich. Ich muss ehrlich gestehen, ich war froh, als sich der Roman endlich seinem Ende neigte.

 

Bereits Fitzeks letztes Buch „Abgeschnitten“, das er mit dem Rechtmediziner Michael Tsokos geschrieben hat, konnte mich nicht mehr so recht überzeugen, was ich jedoch der Teamarbeit mehr oder weniger zu Lasten gelegt habe. Gerade die teilweise schon „krank“ anmutenden Irrungen und Wandlungen, die Sebastian Fitzek seinen Werken immer gegeben und mit denen er mich restlos verblüfft, begeistert und geängstigt hat, habe ich leider auch beim „Nachtwandler“ für mich nicht mehr gefunden. Aus meiner Sicht war dieser Psychothriller leider eher lasch und bekommt auf meiner persönlichen Bewertungsskala von 5 Sternen nur eine mäßige 2. Trotz allem werde ich noch ein bisschen dranbleiben an Fitzeks Ideen und hoffe sehr, dass ich bald wieder auf den alten Autoren treffe, der mich immer so begeistert hat.

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

bond gardiner, london, intrigen, killer, dash

Die Toten, die ich rief

Darren Shan , Thomas Merk ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Polaris, 02.04.2013
ISBN 9783862520374
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Warum verfolgen einen Autor von Horror-Romanen Geister? Nein! Nicht nur in seinen Gedanken, die er womöglich für seinen nächsten grausigen Schocker hegt, sondern in – wie soll ich mich ausdrücken – in „gefühlter Echtzeit“. So ergeht es zumindest dem eher minder erfolgreichen Schriftsteller Ed Sieveking. Sechs sind es an der Zahl und meist sind sie ziemlich miserabel gelaunt und freuen sich nur dann, wenn Ed etwas schlechtes, besser noch etwas ziemlich Böses wiederfährt. Die schemenhaften Gestalten, die anscheinend nur in Eds Augen existieren, begleiten ihn auf Schritt und Tritt und ab den ersten Seiten haben sie auch mich als Leserin begleitet und nicht mehr losgelassen. Denn auch als Ed die hübsche Andeanna kennen- und liebenlernt und mit ihr einen mörderischen Plan schmiedet, sind die Geister immer an seiner Seite. Ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber eines möchte ich dann doch mit einem hämischen Grinsen auf den Lippen preisgeben. Bei anfangs sechs Geistern, die Ed auf seinem Weg begleiten, wird es nicht lange bleiben …

 

 Stück für Stück hat mich der Autor mit seiner Geschichte über den von Geistern begleiteten Autor in eine Story hineingezogen, die nicht spannender hätte sein können. Immer wieder wendeten sich die Ereignisse, erzählten von früher, versponnen sich mit der Gegenwart und ließen auf die Zukunft vermuten. Immer wenn ich mich auf dem richtigen Weg zu finden glaubte und mir sicher war, was und warum etwas passiert ist oder geschehen würde, hat mich Darren Shan wieder eines besseren belehrt. So schaffte er es, dem Roman von der ersten bis zur letzten Seite Spannung einzuhauchen und nicht einen Moment wurde mir langweilig bei „Die Toten, die ich rief“.

 

Darren Shans erster Roman im Spannungsgenre ist aus meiner Sicht mehr als gelungen. Als Autor einer sehr erfolgreichen Vampirserie hat er genau die richtigen fantastischen Elemente mit den Kriterien verbunden, die ein Thriller braucht. Ich hoffe, dass der Autor auf jeden Fall noch weiter in dieser Richtung schreibt und würde mich sehr freuen, recht bald wieder von ihm zu hören.

 

„Die Toten, die ich rief“ bekommt auf meiner persönlichen Bewertungsskala ohne Punkt und Komma die Bestwertung!

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475 Bibliotheken, 8 Leser, 8 Gruppen, 54 Rezensionen

thriller, blind, entführung, deutschland, spinnen

Blinder Instinkt

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.01.2011
ISBN 9783442473380
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:

Max Ungemach ist 15 Jahre alt, als seine geliebte, damals gerade einmal 8jährige blinde Schwester Sina plötzlich spurlos verschwindet. Alles deutet auf eine Entführung hin und noch heute, 10 Jahre später, hat der mittlerweile erfolgreiche Boxer seine Erinnerungen und seine vermeintliche Schuld daran nicht verarbeitet. Da verschwindet erneut ein blindes Mädchen in Sinas Alter, das ihr auch noch zum Verwechseln ähnelt. Kommissarin Franziska Gottlob und ihr Kollege beginnen zu ermitteln und stoßen dabei auch auf den Entführungsfall der kleinen Sina. Damit beginnt für Max eine Reise in die Vergangenheit und ein Kampf um Leben und Tod, denn seine Rachegelüste und sein Schmerz sind längst nicht versiegt.

 

Der Autor hat aus meiner Sicht dieses Mal noch tiefer und grausamer ausgeholt mit seiner Geschichte, als ich es schon aus anderen seiner Romanen gewöhnt bin. Nicht nur dass es sich bei den Entführungsopfern um Kinder handelt, sie sind auch noch blind. Allein die Vorstellung, sich in so ein kleines Mädchen hineinzuversetzen und diese Situation zu erleben, ließ mir teilweise eine Gänsehaut über den Rücken laufen.

 

Winkelmann erzählt abwechselnd meist ein Kapitel über die Kommissare und Max auf der Jagd nach dem Entführer. Andererseits wechselt die Perspektive dann hin zu den Erlebnissen und Abscheulichkeiten, die dem Leser immer mehr zeigen, welcher Charakter der potentielle Täter wohl ist. Allerdings waren diese „Sprünge“, für die Winkelmann bei mir schon bekannt ist, auch dieses Mal wieder recht gewöhnungsbedürftig, weil ich immer ein oder zwei Seiten Zeit benötigte, um mich erneut auf die derzeit agierende Figur einzustellen.

Leider entstanden noch dazu ziemlich Längen, da sich der Autor recht viel Zeit damit ließ, das „Hobby“ seines Täters zu beschreiben. Viel zu weit ausholend mMn.

 

Noch dazu war mir schon ca. zur Hälfte des Buches ziemlich bewusst, wer hinter all dem steckt und kurz darauf bestätigte der Autor selbst das Ganze auch bereits. Ein Großteil der eh schon recht spärlichen Spannung war damit verraten. Erst ziemlich zum Ende hin kam es noch zu dem ein oder anderen fesselnden Moment und das Ende selbst hat mich dann doch recht verblüfft auch wenn einige Fragen offen blieben.

 

„Blinder Instinkt“ gefiel mir nicht so gut, wie andere Thriller aus der Feder Andreas Winkelmanns, aber man kann ihn als durchaus solide bezeichnen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala von 5 Sternen vergebe ich eine gute 3 für dieses Buch.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

kinder, astrid ruppert, freundschaft, ärztin, reha

Ziemlich beste Freundinnen

Astrid Ruppert
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 08.03.2013
ISBN 9783547711936
Genre: Romane

Rezension:

Die solide Ärztin Konstanze und die quirlige Kassiererin Jacqueline bilden zwei Charaktere ab, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten.
Konstanze geht einem erfolgreichen Beruf als Kardiologin nach, ebenso wie ihr Ehemann Philipp. Die beiden haben 2 nette Kinder und wohnen in einem schicken Häuschen mit Garten. Paradiesvogel Jacqueline hingegen muss als alleinerziehende Mutter von 3 Kindern neben ihrer Arbeit als Kassiererin noch in 3 weiteren Teilzeitstellen jobben, um überhaupt irgendwie über die Runden zu kommen.

Auf normalem Wege hätten sich die beiden Frauen wohl niemals kennengelernt, doch der Zufall will es, dass sich beide mehr oder weniger freiwillig ein Zimmer in einer Rehaklinik teilen müssen. Obwohl anfänglich alle Zeichen auf Krieg stehen, fügen sich die beiden schon bald in ihr Schicksal und nicht nur das. Scheinbar verbindet Konstanze und Jacqueline doch mehr miteinander, als sie sich vorstellen konnten.
Eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen bei der Annäherung der beiden Zimmergenossinnen auch ihre Mitpatienten Irene, Theo und Günther, mit denen sie sich den Essenstisch teilen. So entsteht schon bald eine kleine eingeschworene Gemeinschaft und für Konni und Jackie – wie sie in der Klinik nur noch genannt werden – beginnt ein innerer Wandel, den beide nie für möglich gehalten hätten …

Ich habe mich wahnsinnig über mich selbst geärgert, als ich Astrid Rupperts Buch gelesen habe. Nicht über den Roman, sondern darüber, dass ich immer so fixiert auf spezielle Genres bin. „Ziemlich beste Freundinnen“ wäre mir doch schier durch die Lappen gegangen, wenn ich nicht als Gewinnerin eines Rezensionsexemplars gezogen worden wäre.
Ich habe diesen Roman regelrecht verschlungen. Erzählt die Autorin doch mit so viel Witz und Herz, dass ich am liebsten selbst mit den beiden Protagonistinnen am Tisch in der Klinik gesessen hätte.

Mir hat diese Geschichte von Freundschaft, Liebe und Humor wahnsinnig gut gefallen. Ob es die herzerfrischenden humorvollen Passagen waren oder auch diejenigen, die mich nachdenklich stimmten und sehr berührten. Ich werde künftig jedenfalls etwas offenherziger sein, wenn ich durch Buchhandlungen schlendere und nicht nur stur auf mein bevorzugtes Lesegenre lossteuern, sondern auch mal ein Buch aus der unterhaltenden Belletristik in die Hand nehmen.
Auf meiner persönlichen Bewertungsskala von 5 Sternen vergebe ich für „Ziemlich beste Freundinnen“ eine gute 4 an Frau Ruppert. Wunderbar, bitte machen Sie weiter so.

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304 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

mord, krimi, thriller, zorn, missbrauch

Zorn - Vom Lieben und Sterben

Stephan Ludwig
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 09.10.2012
ISBN 9783596195077
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

===Meine Meinung:===

Schon der Prolog zum 2. Fall für die Kommissare Zorn und Schröder lässt grauenhaftes vermuten. Kindesmissbrauch scheint eine große Rolle in diesem Roman von Stephan Ludwig zu spielen. Doch der eigentliche Anfang der Geschichte beginnt dann erst mal recht harmlos, nämlich mit einer Einbruchserie in der örtlichen Kleingartenanlage. Nichts aufregendes, sondern eher reine Routine für Hauptkommissar Claudius Zorn und seinen Kollegen Schröder. Alles keine große Sache und schon bald kommen die Kommissare den Tätern auf die Spur. Eine Gang von 5 Jugendlichen scheint hinter den Einbrüchen zu stecken. Der Fall wäre relativ schnell aufgeklärt und die Kids schon bald ihrer gerechten Strafe zugeführt.
Doch dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Der 17jährige Björn Grooth, Mitglied der Jugendgang, derer die Einbrüche zu Last gelegt werden, wird bei seinem morgendlichen Fahrradtraining auf brutale Weise ermordet und er soll nicht das einzige Opfer bleiben, denn auch seine Freunde befinden sich in großer Gefahr. Zorn und Schröder bekommen es mit einem geheimnisvollen und brutal agierenden Mörder zu tun, dessen Identität und Motiv die beiden Ermittler vor ein schwieriges Unterfangen stellt.

Mir hat dieser 2. Fall für Claudius Zorn und den dicken Schröder definitiv noch besser gefallen, als der Vorgängerband „Zorn – Tod und Regen“. Man bekommt wesentlich mehr Einblick in die Charaktere und entdeckt sowohl bei Zorn, als auch bei Schröder das ein oder andere Geheimnis aus dessen Vergangenheit. Dazu präsentiert Stephan Ludwig wieder eine hervorragend durchdachte und spannende Story, die den Leser nur wenig zu Atem kommen lässt. Auch eine neue Figur ist dazu gekommen: Die noch ziemlich junge Staatsanwältin Frieda Borck, die den Kommissaren das Leben nicht unbedingt leichter macht, aber eine ganz patente Person zu sein scheint.

Das Verhältnis und Zusammenspiel zwischen Zorn und Schröder hat Herr Ludwig wieder mit viel Witz, aber auch mit Anreizen zum Nachdenken und Erkennen gespickt und gerade dieses Zwischenmenschliche hat mir ausnehmend gut gefallen. Zorn erkennt endlich einen Teils des wahren Schröder und das, nachdem die beiden bereits seit 10 Jahren zusammenarbeiten. Damit hat der Autor nicht nur geschafft, dass sich die Protagonisten annähern, sondern dass auch ich mich ihnen noch enger verbunden fühle. Gerne möchte ich noch mehr Fälle mit Zorn und dem dicken Schröder erleben.

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