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40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

indiana, usa, jack reacher, scharfschütze, thriller

Sniper

Lee Child , Wulf Bergner (Übers.)
Fester Einband: 476 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.02.2008
ISBN 9783764502379
Genre: Krimi und Thriller

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(47)

112 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 17 Rezensionen

uruguay, südamerika, frauen, familiengeschichte, argentinien

Die unsichtbaren Stimmen

Carolina De Robertis , Adelheid Zöfel , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Krüger Verlag, 19.06.2009
ISBN 9783810507990
Genre: Romane

Rezension:

Carolina di Robertis ist eine junge Autorin, die etwas ganz seltenes geschaffen hat: einen Roman, so schillernd und poetisch wie Südamerika selbst, der Kontinent, von dem ihre Eltern stammen, und dessen Frauen sie hier ein Denkmal gesetzt hat.
Pajarita stammt aus einem kleinen Urwalddorf. Sie ist blutjung, als sie nach Montevideo kommt, und sie ahnt noch nicht, dass die Liebe sie enttäuschen wird, dass sie ihre vier Kinder alleine großziehen wird, unterstützt nur von den Frauen ihres Viertels.
Ihre Tochter Eva geht als Dichterin nach Argentinien, wo sie in der Künstler-Bohème die Liebe findet.
Evas Tochter Salomé schließt sich dem Widerstand gegen die uruguayanischen Militärdiktatur an und bezahlt dafür einen hohen Preis.
Pajarita, Eva und Salomé – 3 Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch sind sie vereint in gegenseitiger Liebe, in ihrer Kraft, den Umständen ihres Lebens zu trotzen und in ihrem unbedingten Willen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
„Die unsichtbaren Stimmen“ ist ein großer Frauenroman, so berauschend schön geschrieben, dass der Vergleich mit dem „Geisterhaus“ von Isabel Allende auf der Hand liegt. Er hat mein Herz im Sturm erobert und bis zu seinem großartigen Ende nicht mehr losgelassen.

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Tags: frauen, frauenrechte, generationen, südamerika, unabhängigkeit   (5)
 

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(35)

59 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

italien, freundschaft, liebe, tod, selbstfindung

Einfach losfahren

Fabio Volo
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.09.2009
ISBN 9783257067323
Genre: Romane

Rezension:

Michele führt das, was man gemeinhin ein gutes Leben nennt: Eine feste Anstellung als Journalist, regelmäßige Affären, einen großes Bekanntenkreis und seinen besten Freund Federico, mit dem er so lange schon durch dick und dünn geht, wie er denken kann. Und doch ist da immer dieses Gefühl der Leere, das er zum Schweigen bringt und mit Aktivitäten übertüncht, weil seine Umgebung es als Undankbarkeit bezeichnen würde.
Doch eines Tages bricht Federico aus. Schmeißt seinen Job hin und geht von heut auf morgen einfach auf Reisen. Michele weiß nicht, was er davon halten soll. 5 Jahre ist Federico unterwegs, mal hier, mal dort, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser in Kanada, Südamerika, rund um die Welt. Als Federico zurückkehrt, ist er ein anderer. Die Freundschaft hat kein bisschen nachgelassen, aber Federico hat keine Lust mehr, die Abende auf der Piazza mit Alkohol und Flirts zu verbringen. Er leuchtet von innen heraus. Er sagt, er wisse jetzt, wer er sei, worauf es ankäme im Leben. Es ginge nicht um Glück, es ginge darum, sich selbst zu finden.
Micheles Beziehung zu Francesca steckt gerade in den letzten Zügen. Aus leidenschaftlicher Verliebtheit war mal wieder Genervtheit und Langeweile geworden. Da erreicht ihn eine Nachricht von Federico und stellt alles auf den Kopf. Und Michele stellt sich endlich der Frage nach dem eigenen Leben: Soll es ewig so weitergehen? Eine lustlose, sinnfreie Aneinanderreihung von lieblos aufgereihten Tagen? Von lieblos aufgereihten Affären?
Auf einmal findet Michele den Mut auszubrechen. Einfach loszufahren.
Michele macht den 1. Schritt auf einem eigenen Weg. Er folgt nicht mehr der Herde. Er stellt andere Fragen. Und er findet überraschende, ermutigende Antworten.
Fabio Volo hat mit diesem charmanten, klugen Roman einen Überraschungserfolg in Italien geschrieben. Mich erinnert das Buch an einen weniger spirituellen Coelho und Hector: Ein Roman über die Sinnsuche, über den eigenen Weg und den Mut, den es braucht, um ihn zu beschreiten. Sein eigenes Ding zu machen, gegen den Strom zu schwimmen. Einfach Ich-selbst-sein. Und erst einmal herauszufinden, wer das eigentlich ist: Ich selbst. Seine Absichten über das Leben und die Liebe sind mir so nah, als kämen sie aus meinem eigenen Herzen.
Es ist ein Roman über 2 Lebenswege, 2 Freunde, 2 Lieben. Es ist ein Roman mit Ratgeber-Qualitäten, ein Roman, der ermutigt, Schluß zu machen mit dem vorgekauten Leben, das man nur noch aus Bequemlichkeit lebt.
Michele findet seinen Weg, er findet einen Weg zurück zu Francesca – und keine Angst, damit verrate ich Ihnen nicht den Schluß, sondern nur den Anfang der Geschichte! – Und gemeinsam mit Francesca findet er einen Weg des Zusammenlebens, der nicht konventionell ist, aber sie beide glücklich macht. Denn nur ein Mensch, der in sich selbst glücklich ist, kann eine glückliche Beziehung führen.
Und so ist dies ein unkonventionelles kleines Buch, das ich Ihnen hier ans Herz lege: Für all jene unter Ihnen, die suchen und die finden wollen.

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Tags: freundschaft, italien, lebensweg, liebe, selbstbewußtsein   (5)
 

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(170)

383 Bibliotheken, 11 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

horror, buch, fantasy, trilogie, dancing jax

Dancing Jax - Auftakt

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 10.09.2012
ISBN 9783839001349
Genre: Jugendbuch

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(36)

79 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 7 Rezensionen

freundschaft, london, ostpreußen, liebe, berlin

Das Herz der Nacht

Judith Lennox , Mechtild Sandberg-Ciletti
Fester Einband: 557 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.12.2009
ISBN 9783866122444
Genre: Romane

Rezension:

Kay Garland und Miranda Denisov sind von jenem Tag des Jahres 1936 an Freundinnen, an dem Kay Gesellschafterin der temperamentvollen Millionärstochter wird. Für Miranda wird die kluge Kay zum Ruhepol in ihrem unsteten Vagabundenleben durch die High Society der europäischen Metropolen. Partys und Flirts bestimmen scheinbar ihr Leben, doch in Wahrheit ist Miranda einsam. Die Liebe zu dem jungen französischen Filmemacher Olivier bedeutet für sie den Ausbruch aus dem goldenen Käfig, aber als ihr Vater hinter die Beziehung kommt, ist er außer sich vor Zorn. Er entlässt Kay und verbietet ihr jeglichen Kontakt zu seiner Tochter. Jeder Brief wird abgefangen – es scheint das Aus für ihre Freundschaft zu sein.
Während Kay sich in ihrer englischen Heimat ein neues Leben aufbaut, flüchtet sich Miranda in die Ehe mit einem ostpreußischen Grafen. Olivier jedoch kann sie nicht vergessen, und während ein neuer Weltkrieg Europa bedroht, begeht sie einen folgenschweren Fehler.
Gebannt habe ich die Lebenswege dieser beiden außergewöhnlichen Frauen verfolgt, die allen Widerständen zum Trotz nach Erfüllung und Eigenständigkeit streben. Sie kamen mir so lebendig und gegenwärtig vor, als hätte ich sie tatsächlich durch die entscheidenden Jahre ihres Lebens begleitet. Und selbst nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, wollten sie mich nicht verlassen.
Die Bestsellerautorin Judith Lennox kenne ich schon von anderen Büchern her als Garantin für spannende und bewegende Romane, die Herz und Verstand ansprechen. Hier lässt sie neben der Freundschaft zwischen den beiden Frauen und verschiedenen anderen mit ihnen verbundenen Einzelschicksalen 12 aufregende Jahre europäischer Geschichte Revue passieren.
Immer wieder leuchten im Text Sätze von solcher Klarheit auf, daß ich sie mir am liebsten herausgeschrieben hätte.
Fazit: Ein toller Schmöker, der mit angenehmer Sprache für anspruchsvolle Unterhaltung sorgt.

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Tags: england, flucht, frauenschicksal, freundschaft, london, ostpreußen, vertreibung, zweiter weltkrieg   (8)
 

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(167)

329 Bibliotheken, 5 Leser, 6 Gruppen, 41 Rezensionen

irland, krimi, mord, dublin, ausgrabungsstätte

Grabesgrün

Tana French , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Scherz, 03.07.2008
ISBN 9783502101918
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als die Leiche des Mädchens auf einer Ausgrabungsstätte gefunden wird, ist es für Detective Rob Ryan, als bräche die Welt über ihm zusammen: Er war noch ein Kind, als in eben diesem Wald seine beiden besten Freunde verschwanden. Bis heute gibt es keine Spur, keine Erklärung. Ryan selbst hat jede Erinnerung an das, was damals geschah, verloren. Nun soll der Wald einer Schnellstraße weichen, und die Archäologen arbeiten unter Hochdruck, um die mittelalterlichen Ruinen zu erforschen, bevor die Bulldozer kommen. Und dann die Leiche! Ausgerechnet hier! Gibt es eine Verbindung zu damals? Während Detective Ryan und seine burschikose Kollegin Cassie Maddox nach allen Seiten hin ermitteln, häufen sich die Merkwürdigkeiten in diesem Fall. Stecken Grundstückspekulanten dahinter? Eine Familientragödie? Was wissen die Ausgrabungshelfer? Im Schatten seines Kindheitstraumas muß Ryan um die Klarheit seines Urteils kämpfen, und als er einer verhängnisvollen Fehleinschätzung erliegt, droht die gesamte Ermittlung zu scheitern.
Tana Frenchs vielbeachtetes Debüt besticht durch Spannung und Einfühlungsvermögen in die zwischenmenschlichen Dynamiken. Meiner Erfahrung nach gibt es 2 Sorten von Lesern: diejenigen, die eben diesen Tiefgang als langweilig empfinden, und dann diejenigen - zu denen ich mich zähle - die gerade das für besonders spannend halten. Tana French schreibt mehr als Krimis. Ihre Bücher sind immer zu 50 % Roman (Familiengeschichte, Milieustudie, etc.) und zu 50 % Krimi. Mit ihrer geschliffenen Sprache befriedigt sie auch höhere literarsiche Ansprüche.

Ich persönlich bin ein großer Fan dieser Autorin, habe alle 3 bisher erschienenen Bücher gelesen - in welcher Reihenfolge man das tut ist egal, da es immer andere Hauptpersonen gibt, die manchmal als Nebenfigur in einer anderen Geschichte mitspielen - und werde dieser Autorin weiterhin die Treue halten!

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Tags: archäologie, familie, irland, kindheitstrauma, mord   (5)
 

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(51)

129 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 16 Rezensionen

familie, usa, missouri, töchter, sommer

Wenn die Mondblumen blühen

Jetta Carleton , Eva Schönfeld
Flexibler Einband: 511 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.04.2009
ISBN 9783462040968
Genre: Romane

Rezension:

„Wenn die Mondblumen blühen“ ist einer der bezauberndsten Familienromane, die ich je entdecken durfte. Dieses Buch zu lesen war schlichtweg ein Vergnügen.
Jeden Sommer besuchen die erwachsenen Töchter der Familie Soames ihre Eltern auf der Farm in Missouri: Jessica mit ihrem Talent, die falschen Männer zu heiraten, die stets pflichtbewusste Leonie und das Nesthäkchen Mary Jo, die im fernen New York beim Fernsehen arbeitet. Kaum sind sie auf der Farm angekommen, umfängt sie wieder der Zauber ihrer Kindheit. Sie verplaudern die langen heißen Nachmittage auf der Verandah und erinnern sich an frühere Zeiten. Ein perfektes Familienidyll, so will es scheinen. Und doch hat jedes Familienmitglied seine großen und kleinen Geheimnisse, seine Träume und Enttäuschungen.
Nach dem Anfangskapitel, das uns diese heitere Familienidylle präsentiert, läßt die Autorin nun jedes der Familienmitglieder in einem eigenen Kapitel zu Wort kommen. Und nun erhält das Buch ein großes Maß an Tiefgang und Einfühlungsvermögen, ohne dadurch seinen Zauber einzubüßen. Und jede Person wuchs mir mit ihren Stärken und ihren Schwächen ans Herz, weil es Jetta Carleton gelingt, sie wirklich lebendig und dreidimensional zu gestalten.

Jetta Carleton umspannt mit diesem großen Familienroman die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie erzählt voll warmherziger Nostalgie und durchwebt jeden Satz mit Stilsicherheit und Lebensweisheit. Deshalb wird dieser hinreißende Roman alle Leserinnen von „Wer die Nachtigall stört“ und „Die Bienenhüterin“ begeistern.

Dieses Buch hat so viel Charme, es würde glatt einen Eisberg zum Schmelzen bringen. Für mich war es das schönste Leseerlebnis seit langer Zeit!

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Tags: familie, töchter, usa   (3)
 

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(62)

91 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

mord, schwarzer humor, england, krimi, klippe

Cliffhanger

Tim Binding , Ulrike Wasel (Übers.) , Klaus Timmermann (Übers.)
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 19.08.2008
ISBN 9783866480896
Genre: Romane

Rezension:

Al Greenwood liebt sein Haus am Meer, sein Auto und seine beiden Karpfen. Allein seine Frau Audrey stört das Provinzidyll, und so fällt er den Entschluß, sich ihrer zu entledigen. Ihr Spaziergang an den Klippen an einem stürmischen Tag stellt den perfekten Augenblick für einem Laufpaß der besonderen Art dar.
Doch als Al zufrieden mit sich und seiner gerade gewonnenen Freiheit nach Hause kommt, sitzt Audrey gesund und munter vor dem Kamin; und mit einem Schlag sieht sich Al mit einem Haufen Probleme konfrontiert – allen voran die Frage, wen er über die Klippe gestoßen hat, wenn nicht Audrey???
Zu allem Überdruß lässt die penetrant neugierige Nachbarin immer wieder eindeutig zweideutige Bemerkungen fallen, und auch der Dorfpolizist interessiert sich außerordentlich für Al Greenwoods Belange…
Einen Mord, bei dem man den Mörder, aber nicht das Opfer kennt, darf man wohl zu recht eine Seltenheit nennen, und eine so abgründig-skurrile und turbulente Krimikomödie findet man auch nicht alle Tage. Diesem Buch habe ich viele gespannte, boshaft-kichernde Lesestunden zu verdanken, in denen ich die düsteren Abgründe der englischen Cottage-Idylle kennenlernen durfte.

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Tags: ehe, england, mord, schwarzer humor   (4)
 

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(93)

158 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 32 Rezensionen

irland, mord, familie, dublin, krimi

Sterbenskalt

Tana French , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Scherz, 01.12.2010
ISBN 9783502102168
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Frank Mackey ist Undercover-Ermittler in Dublin und ein cooler Hund. Seit über 20 Jahren hat er keinen Kontakt mehr zu seiner Familie, genauer gesagt seit dem Tag, an dem er mit seiner Jugendliebe Rosie nach London durchbrennen wollte, sie ihn aber sitzenließ.
Nun wurde in einem Abbruchhaus Rosies Koffer gefunden. Und ihr Fährticket. Offenbar ist sie damals doch nicht ohne ihn abgehauen. Doch was ist dann mit ihr geschehen? Frank kehrt zurück in sein Elternhaus und stellt sich den alten Konflikten. Und stellt fest, dass es vor den Geistern der Vergangenheit kein Entkommen gibt.

„Sterbenskalt“ ist mehr als ein packender Krimi. Er ist auch Familienroman und Milieustudie. In brillanter Sprache und souveräner Manier seziert die Autorin die Psyche ihrer Protagonisten.

Tana French gehört zu jenen Autoren, deren Bücher den Leser süchtig machen. Und dieses hier ist, wie ich finde, ihr bestes.

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Tags: dublin, dublin, erwachsene, familie, familie, gegenwart, irland, irland, jugendliebe, krimi, krimi, milieustudie, polizist, spannend, undercover   (15)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jenische, nationalsozialismus, familiengeschichte, zigeuner, amaliendorf

Fuchserde

Thomas Sautner
Fester Einband: 214 Seiten
Erschienen bei Picus Verlag, 01.02.2006
ISBN 9783854524984
Genre: Romane

Rezension:

Was für ein wunderschönes Buch! Ich muß sagen, daß ich jeden beneide, der noch einmal ganz neu hineintauchen kann. Es steckt voller Weisheit und Tiefe, Humor und Spannung und ist dazu noch so wunderschön erzählt, so schlicht und lyrisch zugleich, daß man die Zeit und alles andere vergißt.
Es ist ein alter Mann, der diese Geschichte seinem Urenkel erzählt, den er zärtlich seinen "kleinen, schlauen Fuchs" nennt. Es ist die Geschichte zweier Clans von Jenischen, jenes Fahrenden Volkes, das ähnlich wie die Sinti und Roma als Underdogs ein Leben am Rande der Gesellschaft fristen. Eine Geschichte geprägt von starken, schalkhaften, humorvollen Menschen, deren Liebe zum Leben, zur Natur und zur Freiheit größer ist als die Demütigungen und Gängeleien der Seßhaften.
Da ist allen voran Frida, die schöne, unbezähmbare junge Frau, der kein Mann gut genug ist, bis sie Lois begegnet. Da gibt sie ihm zu verstehen, daß er der richtige für sie ist, und macht ihm gleichzeitig weis, daß Er derjenige ist, der Sie wählt...
Da ist Luca, der seinen Onkel, den verschollenen Zirkusdirektor, sucht. Und als er ihn findet, reist er mit ihm durch die Lande, zuerst als Kloputzer, später als sein Erbe...
Da ist Maria, die Tochter von Frida und Lois, und Peter, der Sohn von Luca und Anna, die sich ineinander verlieben und zusammen über den Funk - das Lagerfeuer - springen. Doch als die Gestapo vor der Hütte steht, setzt Luca sich zur Wehr - mit schrecklichen Folgen für seinen Clan. Auch Peter wird ins KZ gesteckt. Und auch Maria und ihre Familie brauchen ihre ganze Kraft und Klugheit, um die harte Zeit zu überstehen.
Meine Meinung:
Ein phantastisches Buch! Leise und unspektakulär auf den ersten Blick, doch darin liegt seine Größe. Es ist weise und wertvoll, es ist ein Kleinod. Der Autor gewährt durch kleine sachlich gehaltene Einschübe tiefen Einblick in die Kultur der Jenischen, die mir persönlich bislang völlig unbekannt war - zumindest dieser Name, natürlich kannte ich den Ausdruck Fahrendes Volk oder Tinker, dachte dabei aber an Zigeuner, bzw. Sinti und Roma.
Erschütternd ist es zu lesen, daß diese Menschen sogar noch nach dem 2. Weltkrieg und der NS-Herrschaft drangsaliert wurden, z.B. nahm man ihnen die Kinder weg.
In den Erzählstrecken ( Urgroßvater an "schlauen, kleinen Fuchs" ) liegt aber eine solche Poesie, Weisheit, Kraft, Humor, eine solche unbändige Hoffnung, daß man gestärkt aus der Lektüre hervorgeht. So wunderschöne Sätze stecken darin, daß meine Ausgabe voller kleiner Post-its klebt!

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Tags: familiengeschichte, jenische, ns-regime, österreich, zigeuner, zirkus   (6)
 

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(3)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

wall street, 1. weltkrieg, psychoanalyse, new york, wien

Todesinstinkt

Jed Rubenfeld , Friedrich Mader
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 20.04.2011
ISBN 9783453267039
Genre: Historische Romane

Rezension:

Um 12 Uhr am 16. September 1920 erschüttert eine gewaltige Explosion die New Yorker Wall Street und fordert Tote und Verletzte. Wer steckt dahinter? Kommunisten? Anarchisten? Russen? Italiener? Verdächtigungen wuchern wie giftige Pilze, und die Hardliner feiern Triumphe. Jimmy Littlemore, Detective bei der New Yorker Polizei, nimmt die Ermittlung auf und ist entschlossen, sich nicht blenden zu lassen von Hetzreden und übereifrigen Politikern. Er mißtraut allzu einfachen Erklärungen. Und legt sich rasch mit dem übermächtigen FBI an. Unterstützung findet er bei seinem Freund, dem Kriegsveteranen und Arzt Stratham Younger.
Parallel zu diesem Fall gibt es noch eine weitere undurchsichtige Nuss zu knacken: Strathams Freundin Colette Rousseau, eine französische Wissenschaftlerin und Curie-Schülerin, erhält rätselhafte Briefe und wird kurz darauf von rätselhaften Unbekannten entführt. Mit viel Einfallsreichtum können Littlemore und Younger die junge Frau und ihren kriegstraumatisierten kleinen Bruder rasch befreien, doch die mysteriöse Bedrohung hängt weiter über der jungen schönen Französin wie ein Damoklesschwert. Ein Mordanschlag auf dem Empire State Building bestätigt, daß da jemand hartnäckig hinter Colette her ist. Doch wer und warum? Hat es mit ihrer Arbeit als Atomforscherin zusammen?
MEINE MEINUNG: Der Roman ist flott und dabei sehr kenntnisreich erzählt. Man merkt, daß der Autor sehr eingehend recherchiert hat. Allerdings fand ich, daß er zu viel Themen in seine Geschichte gepackt hat: der Bombenanschlag ( den es so wirklich gegeben hat), die junge und damals noch seeehr naiv betriebene Nuklearforschung ( keine Schutzkleidung und ähnlich haarsträubende Dinge), die Psychoanalyse S. Freuds und Kriegstraumata --- jedes dieser Themen für sich genommen hätte schon einen spannenden Roman abgegeben, zwei Themen hätten einen furiosen Roman ergeben, aber alle drei haben bei mir den Eindruck eines "too much" hinterlassen. Ich hätte mir da gewünscht, daß sich der Autor mehr Zeit für die einzelnen Handlungsstränge gelassen hätte, sie genauer ausgearbeitet und sich auch etwas mehr Zeit für die Entwicklung seiner Personen gelassen hätte. Dadurch verlor die Geschichte in meinen Augen etwas von ihrer Glaubwürdigkeit und Tiefe, was angesichts der wirlich interessanten Themen schade ist.

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Tags: 1. weltkrieg, atom, fbi, freud, new york, polizei, prag, psychoanalyse, terrorismus, wall street, wien   (11)
 

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(756)

1.595 Bibliotheken, 19 Leser, 9 Gruppen, 223 Rezensionen

paris, liebe, revenants, fantasy, vincent

Von der Nacht verzaubert

Amy Plum , Ulrike Brauns
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Loewe, 26.03.2012
ISBN 9783785570425
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon die Leseprobe machte mir klar: Dieser Roman ist zum Dahinschmelzen schön! Und so blieb ee dann auch bis zum letzten Satz. "Ich hatte von Anfang an gewußt, daß Vincent anders war. Es war mehr eine Ahnung, als daß ich es konkret hätte benennen können. Also habe ich es ignoriert. Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, der Wahrheit ins Auge zu sehen: Vincent ist ein Revenant, ein ruheloser Geist, dessen Schicksal es ist, sein Leben zu opfern, um das anderer Menschen zu retten. Und unsere Liebe ist dazu verdammt, daß der Tod uns wieder und wieder auseinanderreißt. Bis in alle Ewigkeit..." Und sogar beim Abtippen bekomme ich wieder eine Gänsehaut und erinnere mich an die unvergleichliche Atmosphäre des Buches, dieses Gefühl, eingesponnen zu sein in Liebe, Geheimnis und unabwendbares Schicksal. Da kann ich nur sagen: So schön habe ich schon lange nicht mehr geschmachtet!

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Tags: heute, jugendliche, junge erwachsene, liebe, melancholisch, paris, paris, romantasy, romantasy, romantisch, untote   (11)
 

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(714)

1.364 Bibliotheken, 21 Leser, 15 Gruppen, 215 Rezensionen

engel, liebe, chimären, fantasy, prag

Zwischen den Welten - Daughter of Smoke and Bone

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2012
ISBN 9783841421364
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wow, was für ein Kracher! Romantisch, düster, spannend bis zum letzten Satz. Genau so stelle ich mir Dark Romantasy vor. Die Geschichte haben schon ganz viele Rezensenten erzählt, das zu wiederholen spare ich mir. Was ich aber betonen möchte, ist, daß die überbordende Phantasie und die intensive Sprache der Autorin diesen Roman über das übliche Niveau der Romantasy weit hinausheben. Wenn also jemand in diesem Jahr nur einen einzigen Roman dieses Genres lesen will, dann sollte es dieser sein!

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Tags: chimären, dämonen, düster, engel, himmel, hölle, hölle, junge erwachsene, liebe, marrakesch, prag, prag, romantasy, romantasy, romantisch, seraphim   (16)
 

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

james bond, 007, jeffery deaver, carte blanche, geheimdienst

James Bond - Carte Blanche

Jeffery Deaver , Thomas Haufschild
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 22.02.2012
ISBN 9783764504267
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Am Anfang war ich noch begeistert von dem furiosen Auftakt: Ein Zug fährt durch Serbien mit gefährlicher Fracht an Bord, während Unbekannte ihn entgleisen lassen wollen. Aber auch James Bond liegt auf der Lauer... Filmreif, man sieht es förmlich vor sich. Toller Kampf, Verfolgungsjagd, Tricks...
Leider verliert sich dieses Tempo im Laufe der Geschichte. Es bleibt spannend, es ist ein solider Agentenkrimi, aber von James Bond erwarte ich etwas mehr Action.
Ein Pluspunkt an Deavers James Bond ist in meinen Augen allerdings, daß er nicht völlig zum Superhelden mutiert (was gerade die 80er Jahre-James Bonds total unglaubwürdig werden ließ...) und daß das Buch eine nachvollziehbare und auch nachERZÄHLBARE Handlung enthält.
Bei dem Anschlag auf den serbischen Zug werden die Pläne für einen weit größeren Anschlag bekannt. Bond nimmt die Spur auf, die ihn zu einem Recycling-Unternehmen führt, welches international tätig ist. Auf dem britischen Betriebsgelände wird Bond beinahe Opfer eines Mordversuchs, verfolgt die Drahtzieher über Dubai bis nach Südafrika und enträtselt Scheibchen für Scheibchen die Hintergründe eines ausgeklügelten Komplotts. Und natürlich ist immer alles anders, als man denkt.
Mein Fazit: Für einen beliebigen Agentenroman nicht schlecht, aber von James Bond habe ich mir mehr Wumms versprochen.

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Tags: abfallwirtschaft, agententhriller, dubai, james bond, kapstadt, recycling, spionage   (7)
 

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(113)

191 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 69 Rezensionen

tod, prophezeiung, liebe, freundschaft, jugendbuch

Smalltown Girls - Der Tod kommt selten allein

Josephine Mint , Lena Kleiner
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 08.03.2012
ISBN 9783407811066
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte beginnt mit dem Tod. Mit dem Tod von Jakob, dem großen Bruder von Lu. Ein tödlicher Autounfall. Was nur Lus beste Freundin Charlie weiß und sich nie getraut hat zu sagen: Jakob hat 2 Monate vor dem Unglück von seinem eigenen Tod geträumt. Detail für Detail.
Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen. Jakob hat eine schmerzliche Lücke hinterlassen, aber das Leben geht weiter in der tristen Kleinstadt. Lu und Charlie machen das beste draus. Sie teilen alles: den Schulweg, die Freitagabende in der "Bierbörse", alle Sorgen und Nöte, planen ein Konzert im Gemeindehaus: Lu hat komponiert, Charlie singt - wirderwillig, denn eigentlich ist Lu die bessere Sängerin, aber sie traut sich nicht... Nur über Jakob kein einziges Wort.
Docj plötzlich steht alles Kopf. Wegen Linus, für den sie seit langem schwärmt, vergiß Charlie das Konzert und läßt Lu hängen. Es ist der größte Krach, den die Freundinnen je erlebt haben. Tagelang spricht Lu kein Wort mit ihr, trotz aller Entschuldigungen. Doch dann der Traum, dieser erschütternde, grauenhaft real wirkende Traum: Charlie ist in einem brennenden Gebäude gefangen, Rauch... Flammen... und da ist Lu, eingeklemmt unter einem umgestürzten Schrank, Charlie rennt zu ihr, doch sie kann sie nicht befreien, gleich werden sie beide verbrennen, sie hustet, röchelt, schreit um Hilfe. Da taucht in der Tür ein fremdes Mädchen auf, sieht sie, erkennt die Situation, aber sie kann nicht zu ihnen kommen, das Feuer blockiert fast die Tür, das Mädchen läuft weg. Stattdessen taucht ein Mann auf. Er trägt einen Motorradhelm, stößt Charlie in Richtung des Feuers, versperrt ihr den Flcuhtweg. Er will sie töten!
Da wacht Charlie auf. Lu hatte den gleichen Traum. Und kurz darauf taucht eine neue Mitschülerin auf. es ist das fremde Mädchen aus dem Traum...
Für Charlie ist klar: Dieser Traum ist eine Prophezeiung. Jakob starb 2 Monate nachdem er seinen Tod träumte. Und so wird es auch Charlie und Lu gehen. Doch Lu will davon nichts wissen. Ein weiterer Streit entzweit die Freundinnen, und da schleudert Lu Charlie entgegen, sie habe den Mörder aus dem Traum erkannt: Linus!
"Smalltown Girls" hat mich von Anfang an gepackt. Tolle Charaktere, die durchweg glaubhaft und sympathisch sind, eine flotte Sprache und eine konstant anwachsende Spannung mit immer wieder neuen Überraschungen - so sollte ein Mystery-Thriller sein. Trotz der Prophezeiung kommt er sehr bodenständig und realistisch daher, und genau wie die Protagonisten ist auch der Leser hin- und her gerissen: Sind es nur belanglose Träume, oder sind es echte Prophezeiungen?
Richtig fies ist der Schluß, denn da bleibt der Leser im Ungewissen ... Fortsetzung folgt, und ich bin schon ganz gespannt, wie es weitergeht!

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Tags: deutsche kleinstadt, freundschaft, gegenwart, geheimnisvoll, jugendliche, liebe, mord, mystery, prophezeihung, tod, verdacht   (11)
 

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

las vegas, vater, zwillinge, überfall, wunderzwillinge

Ziemlich krumme Dinger

C. J. Skuse , Michaela Kolodziejcok
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.02.2012
ISBN 9783551520142
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Paisley Argent ist alles, nur keine Musterschülerin. Im Laufe ihrer "Karriere" hat sie schon mehrere Schule verschlissen. Sie ist frech. Sie ist renitent. Sie ist ein Alptraum.
Ihr Zwillingsbruder Beau ist das genaue Gegenteil: höflich, fleißig, unauffällig. Feige, wie Paisley das ausdrückt. Während sie eine Schule nach der anderen zur Verzweiflung treibt, lebt Beau bei der Großmutter, einem so aufgetakelten wie kaltherzigen Hollywood-Sternchen. Er ist bereit, Kompromisse zu machen, auch wenn er genauso gut wie Paisley weiß, daß Koma - wie sie ihre Oma zu nennen pflegt - nur hinter ihrem Geld her ist. Denn mit Volljährigkeit erhalten die Zwillinge ein ausgewachsenes Vermögen aus ihrem Treuhandfonds.
Und dann läuft alles aus dem Ruder: Als Paisley wieder von der Schule fliegt und bei Koma auftaucht, gibt es einen fürchterlichen Streit, in dessen Verlauf Komas Haus abbrennt. Nun sind Paisley und Beau mit einem Beutel voller geklautem Schmuck und einem Revolver auf der Flucht, und ein abgefahrenes Roadmovie nimmt seinen Verlauf. Paisley ist entschlossen, ihren Dad zu finden, der im Gefängnis war. Koma hat alle seine Briefe unterschlagen und den Vater durch Lügen von seinen Kindern ferngehalten. Nun will Paisley endlich wieder eine Familie. Die Spur führt nach Las Vegas, doch dann kommt alles ganz anders, die Spur verliert sich in den glitzernden, staubigen, glamourösen und heruntergekommenen Straßen der Spielerstadt. Plötzlich müssen sich die beiden 16jährigen selbst durchschlagen. Wie sollen sie Dad nur finden? Wie ihn auf sich aufmerksam machen? Er hat keinen festen Wohnsitz, soll auf der Straße leben, heißt es... Und dann hat Paisley eine ihrer verrückten Ideen, und plötzlich sind die Zwillinge so berühmt, so gesucht und so bewundert wie Bonnie und Clyde.
Gott, ist das Buch gut! Irres Tempo, freche Sprüche, coole Aktionen - Paisley sprudelt nur so vor Energie und wilden Ideen, und Beau entdeckt nach und nach seinen Mut und seinen Durchsetzungswillen. Spannung bis zum furiosen Showdown ist garantiert. Es macht einfach irre viel Spaß, dieses Buch zu lesen, und gerade jüngere LeserInnen werden sich in Paisley und Beau wiederfinden.

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Tags: flucht, las vegas, roadmovie, vater, zwillinge   (5)
 

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82 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

zeitreise, korruption, mord, thriller, zeitreisen

Die dreizehnte Stunde

Richard Doetsch , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.03.2012
ISBN 9783404166336
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nick wird wegen Mordes an seiner Frau verhaftet. Er weiß, daß er unschuldig ist, er liebte Julia, er hätte ihr nie etwas zu Leide getan. Doch die Beweise sind eindeutig: Seine Fingerabdrücke auf der Tatwaffe, einer Colt-Sonderanfertigung, die in seinem Kofferraum lag. Doch Nick hat diese Waffe noch nie in seinem Leben gesehen. Nick ist verstört und verwirrt. Da tritt ein fremder Mann ins Verhörzimmer und überreicht ihm einen Brief und eine Taschenuhr. Er eröffnet ihm, daß Nick eine Chance habe, seine Frau zu retten, wenn er nur innerhalb der nächsten Minuten das Verhörzimmer und die Polizeistation verlasse. Nick glaubt ihm kein Wort. Seine Frau ist definitiv tot, und eine Flucht erscheint ihm unmöglich. Doch es ist seine einzige Chance. Und so ergreift er sie. Und nun beginnt eine unglaubliche Jagd durch die Zeit.
12 mal erlebt Nick nun eine Stunde, die bereits vergangen ist: Er durchlebt eine Stunde, dann springt er 2 Stunden in die Vergangenheit und erlebt die vorhergegangene Stunde, springt wieder 2 Stunden zurück und erlebt eine Stunde und so weiter. In diesen Fristen muß er versuchen, das Leben seiner Frau zu retten. Was gar nicht so einfach ist, denn manchmal sind es gerade die Handlungen, die den Mord verhindern sollen, welche ihn überhaupt erst möglich machen. Jede Tat folgt nun ganz neuen Gesetzmäßigkeiten. das macht diesen Krimi zu einem herrlich verzwickt-verzwachten Gedankenspiel, einem Wettlauf - im wahrsten Sinne des Wortes - GEGEN die Zeit. Mich hat der Krimi absolut begeistert, weil er ein unglaubliches Tempo entwickelt und man ganz anders denken muß als sonst.

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Tags: action, korruption, mord, zeitreise   (4)
 

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91 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 31 Rezensionen

liebe, lehrerin, literatur, philosophie, 40er jahre

In Frühlingsnächten

Jetta Carleton , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.03.2012
ISBN 9783462043945
Genre: Romane

Rezension:

Ich muß vorausschicken, daß Jetta Carletons erster Roman "Wenn die Mondblumen blühen" eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist. Auf ihren verschollen geglaubten 2. Roman habe ich mich entsprechend heftig gefreut, muß allerdings sagen, daß er mich nicht gänzlich überzeugt hat.
erzählt wird die Geschichte der jungen Lehrerin Allen Liles, die auf Betreiben ihrer dominanten Mutter eine Stelle an einem College in einer Provinzstadt antritt. Ihr großer Traum wäre ein Leben als Dichterin im Künstlermilieu von New York, doch als Tochter einer Lehrerinnen-"Dynastie" bleibt ihr praktisch keine andere Wahl. Dennoch nimmt sie mit Herz und Engagement ihre Arbeit auf, erobert das Herz ihrer Studenten, denen sie den Zauber der englischen Sprache eröffnet. Bald findet sich ein Kreis literaturbegeisterter Studenten, mit denen sich Allen auch privat in ihrer idyllischen Dachwohnung trifft. Aus den ungezwungenen Diskussionen werden bald Ausflüge durch die nächtliche Stadt. Allen blüht auf, fühlt sich sichtbar zum ersten Mal in ihrem Leben frei, genießt die Freundschaft der jungen Leute, besonders die von George und Toby, die bald als einzige in der Literaturrunde verbleiben. Allen selbst ist keine zehn Jahre älter als die beiden Jungen, sie nimmt teil an ihren Scherzen. Doch dann ändern sich ihre Gefühle, aus der Freundschaft wird plötzlich mehr. Und Allen vergißt im Überschwang der ersten Liebe völlig, wer sie ist, wer ihr Student ist.
Das Ambiente eines kleinen Colleges im Mittleren Westen des Jahres 1941 hat viel Charme, auch die Personen sind, wie ich es aus den "Mondblumen" kenne, mit viel Herz, Menschenkenntnis und weisem Humor gezeichnet. Mit Allen Liles hat die Autorin wieder eine Protagonistin geschaffen, die in ihrer Entwicklung vom lebenshungrig-naiven Mädchen zur gereiften Frau überzeugt. Ich fand ihre Überlegungen durchweg überzeugend und schlüssig. Und Jetta Carletons Sprache war wieder ein Genuß. Dennoch fehlte der Geschichte in meinen Augen der Schwung.
Ihre Beschreibungen des Lehreralltags fielen mir oft zu lange aus im Vergleich zu den herrlich temperamentvollen Szenen, die Allen gemeinsam mit den beiden Studenten zeigen.
Fazit: "In Frühlingsnächten" ist ein gutes Buch besonders für reifere Leserinnen, die ruhige, anspruchsvolle Bücher lieben. Dennoch fehlt diesem Buch der bezwingende Charme des Vorgängers. Also: Lieber "Wenn die Mondblumen blühen" lesen!

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Tags: 40er jahre, liebesgeschichte, studenten, universität, usa   (5)
 

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179 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

kongo, bonobos, freundschaft, dschungel, wissenschaft

Lucy

Laurence Gonzales , Britta Mümmler
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei dtv, 18.11.2011
ISBN 9783423248907
Genre: Romane

Rezension:

Seit Jahren kommt Dr. Jennifer Lowe in den kongolesischen Dschungel, um das Verhalten der Bonobos in ihrem natürlichen Lebensraum zu erforschen. Auch politische Unruhen konnten sie bisher nicht abschrecken. Doch eines nachts rücken die Kämpfe so weit in den Urwald vor, daß sie sich zur Flucht gezwungen sieht. Ihr Weg führt sie am Camp eines weiteren Bonobo-Forschers vorbei. Dr. Stone ist Brite und sehr sehr reservierter Mensch, zu dem sie keinen Kontakt aufbauen konnte. Nun liegt der Forscher tot vor seiner Hütte. Im Inneren findet Jenny ein totes Bonobo-Weibachen und ein verstörtes junges Mädchen - die Dr. Stones Tochter. Gemeinsam mit dem Mädchen, das sich bemerkenswert gut im Dschungel zurechtfindet, gelingt Jenny die Flucht aus dem Bürgerkriegsgebiet.
Da dr. Stones Tochter, Lucy, keine lebenden Verwandten besitzt, nimmt Jenny das Mädchen zu sich nach Chicago, wo Jenny als Universitätsdozentin lebt. Lucy ist 16 und kennt nur den Urwald. Fernsehen, Flugzeuge, Einkaufszentren, Internet - all das ist ihr vollkommen fremd. Ihr Herz dagegen besitzt eine ganz besondere Weisheit, ist voller Spontaneität und Liebe. Und ihre Sinne sind schärfer als bei anderen Menschen üblich. Als Tochter eines Wissenschaftlers ist sie aber auch hochgebildet, sowohl literarisch als auch naturwissenschaftlich. Jenny schließt dieses geniale und bildhübsche "Dschungelkind" rasch in ihr Herz.
Doch dann kommt Jenny hinter Lucys Geheimnis - den Umstand, der sie so einzigartig macht. Und Jenny weiß, sie muß alles tun, um ihren Schützling vor dem Unverständnis der Welt zu bewahren. Sie muß Lucy wie einen ganz normalen Teenager wirken lassen. Lucy geht zur Schule. Lucy findet Freunde. Sie schreibt hervorragende Zensuren. Doch dann erkrankt sie. Im Krankenhaus wird ein Bluttest durchgeführt. Und damit sind alle Versuche Jennys, sie zu schützen, zum Scheitern verurteilt. Denn Lucy ist nur zur Hälfte Mensch. Ihre biologische Mutter ist ein Bonobo. Sie ist das Produkt eines Experimentes ihres eigenen Vaters.
Um den Medien zuvor zu kommen, wendet sich Lucy gemeinsam mit ihrer besten Freundin Amanda per youtube-Video an die Öffentlichkeit. Sie wird Gast in Talkshows. Doch Menschen hassen, was fremd ist und was sie nicht verstehen. Bald ist Lucy auf der Flucht.
Und mehr möchte ich nicht verraten.
Dieses Buch hat mich durch seine Spannung, seine flüssige Sprache und seine tiefe Menschlichkeit beeindruckt. Die Charaktere sind sehr glaubhaft und agieren auch in den shier unvorstellbaren, nie dagewesenen Situationen, in die sie geraten, logisch. Besonders beeindruckt hat mich natürlich Lucy mit ihrem Naturkind-Charme und ihrer Reife, die der ihrer rein menschlichen Altersgenossen weit überlegen ist. Aber auch mit Jenny und Amanda hat der Autor zwei starke Frauengestalten geschaffen, die mir sehr sympathisch waren.
Sehr interessant und schockierend fand ich die Tatsache, daß solche Experimente mit Primaten- und Menschen-DNA keine Erfindung unseres Zeitalters sind, sonder seit ca. 100 Jahren durchgeführt wurden, allerdings damals ohne Erfolg. Doch mit den heutigen technischen Möglichkeiten...
Der Roman wirft neben der spannenden und emotional packenden Handlung also auch Fragen nach Bioethik und Toleranz auf.
Was bedeutet "Menschlichkeit" unter solchen Vorzeichen?

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Tags: bioethik, bonobo, dna   (3)
 

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familie, brüder, gewalt, restaurant, moral

Angerichtet

Herman Koch , Heike Baryga
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.11.2011
ISBN 9783462043471
Genre: Romane

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

new york, fotos, eifersucht, liebe, freundschaft

Eine Frage der Höflichkeit

Amor Towles , Susanne Höbel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.03.2012
ISBN 9783548610955
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

privatdetektiv, krimi, polizei, korruption, mord

Schlafende Geister

Kevin Brooks , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2011
ISBN 9783423213295
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kevin Brooks ist mir als hervorragender Jugendautor ein Begriff, und er beweist mit diesem Krimi, daß er auch sehr gut für Erwachsene schreiben kann.
Seit dem Tod seiner Frau vor 17 Jahren lebt John Crane mehr schlecht als recht von seiner Privatdetektei in einem verstaubten Hinterhof. Sein Philosophiestudium hatte er an den Nagel gehängt, nachdem er seine Frau bestialisch ermordet im eigenen Haus fand. Nie hat er sich von diesem traumatischen Erlebnis erholt. Whisky ist sein steter Begleiter, mit dem er seine Trauer und Einsamkeit betäubt.
Eines Tages bittet ihn Mrs. Gerrish um Hilfe, denn ihre Tochter Anna ist verschwunden. Die Polizei fühlt sich nicht bemüßigt, eine abenteuerlustige 22-jährige zu suchen, und so übernimmt John den Fall. Die Spur führt in einen zwielichtigen Nachtclub, wo Drogen und Gewalt die Würze des Vergnügens bilden. Hier fand Anna offenbar auf Kunden für ihren Nebenjob... Wie soll John Mrs. Gerrish erklären, daß ihre süße Anna auf den Straßenstrich ging?
Was ist geschehen? Ist Anna in das falsche Auto eingestiegen? Je tiefer John gräbt, desto mehr Parallelen zum Tod seiner Frau tauchen auf. Und dann ist da auch noch Mick Bishop, ein kaltschnäuzigen, korrupter Bulle, der Dreck am Stecken hat. Das weiß John seit langem, und zwischen den beiden Männern gibt es eine langjährige Feindschaft bestehend aus kalter Wut und Mißtrauen.
Johns Recherchen wirbeln Staub auf und sie wecken schlafende Geister der Vergangenheit. Und plötzlich steht John selbst auf einer Abschußliste. Nur auf wessen?
Brooks hat einen ungeheuer spannenden Krimi abgeliefert, der mir deshalb so gut gefällt, weil er auf dem Boden bleibt. Die Handlung ist realistisch, und gewinnt gerade dadurch ihre Spannung. Außerdem hat Brooks ein Talent, Menschen und Handlungen mit wenigen Pinselstrichen greifbar und lebendig zu machen. Seine Dialoge sind eine Wucht: lakonisch,witzig und jedes Wort ein Treffer. Die Handlung hat Tempo, verharrt aber an den richtigen Stellen, um in die Tiefe zu gehen. Dadurch ist man bei den Ernmittlungen live dabei. Ein richtig guter Krimi also für diejenigen, die nicht immer gleich die ganze Welt retten müssen!

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Tags: england, krimi, mord, polizei, privatdetektiv, vermißt   (6)
 

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1.680 Bibliotheken, 31 Leser, 7 Gruppen, 107 Rezensionen

freundschaft, roadtrip, abenteuer, jugend, reise

Tschick

Wolfgang Herrndorf , , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783499256356
Genre: Romane

Rezension:  
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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

jacques prévert, kühl, felsküste, charakter, küste

Die Brandungswelle

Claudie Gallay , Claudia Steinitz
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei btb, 09.11.2011
ISBN 9783442743131
Genre: Romane

Rezension:

Ein Roman wie das Meer, manchmal ruhig und sanft, dann wieder stürmisch, aufwühlend und unberechenbar.
Schon auf den ersten Seiten wurde ich von dieser “Brandungswelle” erfasst, mitgerissen und im Nordwesten der Normandie an den Strand eines kleinen Fischerdorfes gespült.
Die wenigen Menschen hier leben im immer gleichen Rhythmus der Gezeiten und sind so schroff wie die Natur, die sie umgibt. Jeder glaubt alles vom anderen zu wissen und doch verbergen sie unglaubliche Dinge voreinander.
Die einzige Fremde im Ort, eine Ornithologin, ist an dieses Ende der Welt geflüchtet, um einen schweren Verlust zu verarbeiten. Sie beobachtet nicht nur die Vögel, sondern auch die Menschen, wenn sie in Lillis Bistro am Hafen sitzt.
So entgeht ihr auch nicht, wie sich eines Tages die Stimmung im Ort ändert.
Lambert ist zurückgekommen. Vor vierzig Jahren waren seine Eltern und sein kleiner Bruder bei einem Bootsausflug ums Leben gekommen. Hatte Theo, der alte Leuchtturmwärter, in jener unheilvollen Nacht wirklich das Licht ausgeschaltet? Lambert will endlich die Wahrheit wissen und das dramatische Unglück aufklären. Damit weckt er aber die Gespenster der Vergangenheit.
Mit der Wahrheit ist es wie mit dem Meer. Irgendwann spült es seine Geheimnisse, für alle sichtbar, wieder an Land.
Sie, die das Meer so genau kennen, hätten das wissen müssen.
Die Geschichte wird von einer unglaublichen Stimmung getragen. Direkt aus der Stille heraus baut Claudi Gallay eine atemberaubende Spannung auf. Landschaft und Menschen beschreibt sie so lebendig, dass ich mir nicht mehr ganz sicher bin, ob ich das alles nur gelesen habe. Vielleicht war ich wirklich da, am windumtosten Ende der Welt?
Übrigens wurde dieser Roman in Frankreich mit dem Grand Prix de Elle ausgezeichnet und bisher über 260 000 Mal verkauft.
Ein absolutes Lesevergnügen!

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156 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 18 Rezensionen

russland, liebe, revolution, anastasia, zar

Das Haus zur besonderen Verwendung

John Boyne , Fritz Schneider
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2011
ISBN 9783492272650
Genre: Romane

Rezension:

Georgi lebt mit seiner geliebten Frau Soja seit Jahrzehnten in London. Als Bibliothekar führte er ein beschauliches Leben. Niemand ahnt, welche Abenteuer der freundliche alte Herr in seiner Jugend erlebt hat.
1915: Als der Bauernjunge Georgi einen Anschlag auf den Vetter des Zaren vereitelte, wurde er zum Helden wider Willen – mit unabsehbaren Folgen.
Denn der dankbare Aristokrat holte den Jungen an den Zarenhof. Georgi war nun als Leibgardisten verantwortlich für den Schutz des Thronerben. Eine fremde Welt voller Prunk und Schatten, in der Georgi bald seinen Platz fand – und die Liebe. Eine Liebe jedoch, die unmöglich war, denn sie galt der Zarentochter Anastasia.
Noch ahnte er nicht, welcher Sturm sich in allen Ecken des Reiches zusammenbraute, um diese Epoche und damit seine Liebe mit einem Donnerschlag zu beenden.
Was in jenen Tagen passierte, die als die Oktoberrevolution in die Geschichte eingingen, hat er sein Leben lang verschwiegen.
Nur wir, die wir das Glück haben, dieses Buch lesen zu dürfen, werden eingeweiht in Georgis und Sojas Geschichte. Es ist eine Geschichte über die Liebe, über Heimat und Verlust. Es ist ein so berauschend schönes, packendes und intensives Buch, daß ich es nun, da ich es gelesen habe, im Herzen trage und vermisse – beides zugleich. John Boyne, der Autor des „Jungen im gestreiften Pyjama“, hat wieder einmal gezeigt, was für ein glänzender Autor er ist, dem es meisterhaft gelingt, Geschichte an persönlichen Schicksalen nicht nur greifbar, sondern herzzerreißend lebendig zu machen.

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Tags: emotional, stilsicher, unwiderstehlich!   (3)
 
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